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ZWEITK AUTEILUNO.
l>IPl^ra^%TAHlA KT ACTA.
WIEN, 1907.
IN KOMMISSION BEI ALPRED HOLDER
K. D. K. H»r. VHU VmVEHSITiTR BUCimiKDLtK
iUCIUIlKblU PUl KAtSEBUCIlM ^EALiBMU Utk WIMIINIlHim))
WAP, 4 1955
VORWORT.
l!«tvH «pller, ah icb ha&tm ^kI «nnuvn dnrt'tr, tnV. der
kad, mit dm die Qammhmf der Aktrn imd Kar*
mm. xnr Oeechicltte der Gtyearrfunnatioa in Inaer-
am AbicUvß findet, u d« ÖAentliehkÄl. Sdnwerv
besv. TMmttXIm m d«» mir üb ■InhWffn stehen-
Bot«6- tmd aaderc dringeitde Aibeitai sunden
aÖMT r— dwran VoBendsog de« UnteraehmenB, an das idt im
gßmmm 14 Athnis}ahn gftfat babe^ hindernd im We^ Am^
ist^ waa nim Torlk^ em anderes fnworden ab was es n «rer-
doB healimrak war. Hepte iA noch bei d<v Aasarbciron^ des
cystea Baadca die Absicht^ dem sweiten unvii die Akten aar
OflMhidite de« innerOst^rreächisdwn Kryptoproiesuntismns bei-
■opebqp, «o maß» lanAchat schon wehren der Mas»e des Stoffe»
danm Umganir peaonimcn werden^ da wost der vortiegende
Band lödit auf das Doppelte seines jetzigen Umfange« pekom-
■CB wite, Aach sarhlicJiB ErwSpmf^n standen der orsprftsi;*
Beben Abattht im Wege. Erst nachdem das ganze Akten-
material für die Geschichte der Gefrenreforraation in den Ivtxten
adm Jahren Ferdinands IL rorlair und ^nau 1>earteUt werden
kannte, stellte steh dae xnror nicht geahnte Ergebnis hcraas,
daß in jenen Tagen tod einem KryptoproteetaDUsmas in Inner-
S«lerrn^ noch nicht gesprochen werden kann, der Protestantis-
nns vielmehr in diesen Landen nocb durch diese ganze Zeit
VI
hindurch eiue Miiflit gchliebeu ist, Protestanten in allen ijchicb-
ten der Bevölk^runfr noch öffentlich als solche, nicht jUs Krypto-
Protestanten aufgetreten sind, und der Begriff des innerüater-
reiclilachen Kryptoprotcstantismus sonach aeitlich cingeongt
werden muß. Darjiue ergab sich, daß er nla etwa« ganz Seih-
sUiudif^s behandelt werden konnte und daß die ihn betreffenden
Akten besser in einen oigenen Bttnd zusammengelegt werden
durften.
Was die Gruppienmg des StofiTes betrifft, «chließen sich
die Akten diesea Bandes einfach an die des ersten an. Zwar
enthalt der erste Teil der unten folgenden Einleitung eine Grup-
pierung des Stoffes «um Teile nach zeitlichen, zum Teile nach
Haehlichen Motiven, aber diese Gliederung konnte in dorn Akten-
band schon deshalb nicht cingefldirt werden, weil die Aktcn-
materialien der einen (irappo oft weit in die der anderen Über-
greifen. Im übrigen ist die Itußerlicho Einrichtung hier dieselbe
geblicbon, wie beim ersten Band. Sind hier die Kärntner und
Kraincr Materien stilrk&r vertreten als dort, so liegt es vor-
nehmlich daran, daß die Materialien Kur Geschichte der Gegen-
reformation im stcirischen Landesarchive seit dem .Jahre IGOO
sllrnkhlieh zu versiegeu beginnen, die UegierungsaUlt*nj wie sie
gegenwärtig im stoirisclicn Htalthallereiarehive leicht benutzt
■werden können, aber alle drei Lttnder gleic}imÄßig botreffen.
Wie beim ersten IJandc, so darf ich auch hier aui' zwei
Momente hinweisen: e-s handelt sieh bei dieser Akten publik ation
nicht um eine absolute Vollstiindigkeit, die übrigens, auch wenn
der genügende Itaum mr Vertilgung stnnde, niemalB erreicht
werden könnte, da stets Nachtrüge zum Vorschein koranien,
sondern nur nm eine Mitteilung jener wichtigen Aktenstücke,
die alle dn»i Länder betreffen. Daraus folgt ftirs zweite, daß
auch hier das lokale Moment nur dann in Rechnnng gezogen
vurdoj weim ihm eine auf das Allgemeine gerichtete Tendenz
J
VII
innevrohnt: eine Kinzelmaßregel z. ß. den Anlaß bietet, daU sich
ein ganze» Land oder^ wio es oft ^m\g der Fali ist, alle drei
lAnder mit ihr beschilftigen. Nur dadurch, dAß dioacs Prinzip
rom Anfange aa festgelegt und durchpeftihrt wnrdr, konnte
eine d^artifre AktenBAintninng überh&apt zustande gebracht
werden. Erst ftlr dio letzten Zeiten wurden lokale und rein
persfinlicbG Angelegenheiten in größerer Menge — freiÜL-h auch
nur in größter KürÄC — • aufgenommen, da es sieli hier darum
h&ndelte, zu zeigen, wie viel sich vom protestantisuben Wesen
in Innerttsterreich noch Geltung Terschaffen kann und welche
Bedeutung ihm noch jetzt zukommt. Ich habe eine, wenn aucli
nicht abschUeßonde tlborsieht Über die Krgebnlsse der Gegen-
reformation im zweiten Teile der Einleitung vorgelegt; sie kann
noch nicht abschließend sein, weil noch eine ganze (inippe von
Akten — die ntltdttBchen ßcfonnationsordnungen — nicht ge-
druckt vorliegt, andererseits war es dabei nicht zu umgehen,
daß bei dieser notwendigen Anordnung dea Stoffes mancher
Gegenstand wirdorholt berührt werden mußte. Diese Refor-
niatiousordnungen dUrtl%n schon im I^ui'e der nächsten Zeit
in einer 8onderabhandlnng vorgelegt werden.' Was das von
mir benutzte Quellcnmatcrial anbelangt, so muß irh nuf die
Ausitllirungen verweisen, die sieh In deui Rand«- befiuden, der
die Oegenreforraation in Ina «röste rrei eh unter Erzherzog KhvI II.
behandelt nnd dio im ersten Bande des vorliegenden Werkes
erglüuend angefllhrt wurden.
Auch diesmal smd dem Herausgeber neue Snmmhingon
erschlossen worden. Daß ich sie gontlgcnd ausnützen konnte,
danke ich in erster Linie der kaiserlichen Akademie der Wissen-
acluften, die mich durch eine Subvention iu die Lage setzte.
' Sie Ueiron nnnmehr unter (lern Tit«l ,Dlo K^fiirmfitionocirilTbuii^ßn dor
Stute and Märkte IaQerä«lorr«ichii aiut doii JAtirun l&81~l«2ä< mit-
fOtMlt ttod sriäulurt Toa J. Loaortli im 96. Bd. dM Archire fUr Oit«rr.
QMBhieht« vor.
vm
Huch die nnfrarisohon nnd kroatischen Archive, so weit sie fttr
meine Arbeit in Betracht kamen, autzusuchon und auszubeuten,
Bo dnß die vorliegende Sammlung auch nach diniter Seite die
eiimchlägif;»» Malerinlinii rnlhiilt. Zu p^rußcrti Danke hin ich
auch diesmal allen jenen Förderern dieser Arbeit verpflichtet,
die ich bereite iii] Vorwort zum ersten linnde, S. IX und X,
int einzelnen gunatuit habe. Ptesitial kuinnie ich uueh ^urne
der Verpflichtung' nach, den Vorstünden dea ungarischen Landea-
archivs und dea Nationalm UHeuni» in Buda{>eBt, den Leitern des
kroatischen LHudesarehivt», des Aixdiivä der »UdHlawUcUen Aka-
demie und de» crabitHihtiäichen Archivs in A^ram für ihre mir
vielfach zuteil ߫wordene Unterstt^tzunff xu danken. In Buda-
pest wurden meine Studien weaenllich durch die unermüdliche
Bereitwilligkeit de» Herrn I'ruf. Dr. Anton Ahlaas^, in Afrram
durch Heim Dr. A. Buä&r gefördert. Beiden sei anch an dieser
Stelle gedankt und Uberhaui)t allen Fördcreni die-ser Sammlung,
dwcD. schon im ersten Bande gedacht ist. Der reichen Liste
möchte nur noch der königl. bayri^cho Keichsarchivgrat Josef
Sebert anzureihen sein, durch dessen Ent^^egcnkommon die
KHmtnisch-Bamberger Akten noch in letzter Stunde auegenützt
werden konnten.
Graz, im Juli 1907.
J. Losertli.
Allgemeine Übersicht über den Gang der Gegen-
reformation von der Auflösung des protestantischen
Kirchenministeriums bis zur Ausweisung des pro-
testantischen Herren- und Ritterstandes und bis
zum Tode Ferdinands II.
I. Die Fortfflhrnne dor G ogicn reform n( ton In StolorniRrk,
KXrnleii uiiü k'min iu drr znellcu Hülft« des Jalire»
leoo.
Der Uoeheoininer 1600 be^ciulinet den niihcjiunkt der
die ProtefitAnten gerichteton gcnaltäjnuün Mnßiialiinen der
icmnfr. [Yic Rz-forrnfttton wird in alli'n drpi I^S-ndirn in
It nnd Land aufs kräftif^ste weiter geftihrt. Die Städte und
Mürkte werden mit ReligionsreformationsordnunKen bc-
diicht oder, wo solche schon früher erlassen worden waren, mit
neuen versehen. Wie dfts gewalttätig" Vorgeht-n der Komniia-
auf die T^ndlcato drückt, wird man dem Berichte Hans
Adam Schratts an die Vorordneten entnehmen.' Schon hören
wir sus dem Mnnde des Fürst bisch ofa Martin Brenner die I)ro-
hang: In secha Wochen -werde der Keldzug anch gegen
Ijden Herren stand angehen. Die Panik nnter den IJnter-
^tanen war eine große: ,&chon sagen sie die Ciüter hcini', weil
sie Tom Herrenatand ,so gar nicht versichert werden'. ,Un8ere
len Leute', klagt Emreich ron Khainach/ ,80 den ßetelden
KommissjLre nicht Gehoipam leisten wollen, entlaufen und
an ihre (Jüter verüden.' Mindestens wird das, was sie ihrer
Grundherrachaft oder anderen zu zahlen schuldig sindj nicht
gezahlt, weil sie in so kurier Frist ihren Besitz nicht zu vcr-
kanfpu rermögen. Die Folgen dieeea Vorfiehens machen sich
■ Vm. I04S, 1143.
Kr. 106».
schon jetzt an dem spttrliclion Kingang der Steuern bomcrkliHr.
Audi di» katliuliiidieti UntortAiien speiTvn siüh. Die obersteiri-
M(-'In'n Rndwoi'ke ge)ien achtjii jetet auiii fji'üßeu Toilo in fremde
IlHiidc ülicr.' Die frltiiclu'ti Kln^'en veniclimen wir ana Köni-
len nnd Kraiii. In Kilrnton ricliteti die pruti'stantiselieii Herren
und Landleute noch Mitte Juli eine hewegliehe Eingaho au di-ri
ErzhcnEiig, in der sie inu Eiiistelluiig der Verfolgung bitten.'
Auch hier wird über den Niedergang der Bergwerke geklagt.
Noch si^tjieii die Kärntner Ilire IToffiiuug auf eine rntcrventioji
der Envherzogiii-AIiit.tfT." Nichts TiÜstlivlics venialnn man aus
Krain, denn die Antwort des Erzherzogs auf eJno im Frilhjalii-
geniBcIite Eingabe der Krainer lautt-le Ledenklleh genug: der
Elrzherzog weigerte sieh geradezu, die Schrift wegen ihrer ,un-
beditchligen uud schinipHichen Anzüge' zu bohnlteuj ond ver-
langte, ihren Verfasser zu kennen.* Wie gewalttätig auch sehDU
gegen Mitglieder de» Herren st/mdes vorgegangen wird, sah man
an dem Fall Georgs von Molenthein an der ItHill, diT in «einem
Edelroannssitz von 6 — 8 von dem Gmllndler Erz|>ricater Anfan
Stremayer abgesandten Personen näehtlielierweile iduTfallen
wunle.* Wichtiger als alles das war die Durchllihrung der
Gegenrefonnatiun in Graz, die erst vorp^nümmon wurde, nneh-
dem sie in den and<-ren Städten uud in den Miirkl<'u des Lan-
des bereits vollzogen war. Sie begann am 27. Juli KIÜO. Alle
Bürger und Inwohner im ganz&n Burgfried, ]'>oktoren, Prokura-
loren uud nobilitierlen Personen, mit Ausnahme der allen Mit-
glieder des Herren- und Kilter»tandeSj worden zitiert und der
RefoiTimtion unterworfen. Wer sieh ihr widersetzt, muß nach
Zahlung dcH zehnten Pfennigs in kurzbemessener Frist zum
Land hinaus. Da waren nun vor allem Bedienstete der T-and-
«chaft, wie Adam Vcncdiger, Christoph Galmlkofer, Erasmus
Kondeb, die eben durch ihr Verli^iltnif; zur Landschaft genehiHzt
zu sein vermeinten. Aber just auf diese war das ganze Vor-
gehen abgesehen. Denn Mitnner wie Venediger hatten sieh
durch ihre Haltung im protestantisclien Kirclienministerium uud
dnn'li ihre Wrbindungen mit dem Ausland den HaB oder min-
destens das Mißtrauen der Regierungttbehörden zugezogen. Der
Stadtrat von Graz war schon reformiert, da die gektischen alten
Rataherren schon vordem entfernt worden waren. E« fiel der
> Nr. lO&S, 1106.
* Kr. 10Ö8.
' Nr. 1046.
" Nr. 1046.
• Nr. 1161.
*
xt
I^ndschaft Bchwer, den galten verdienten' Venedifrer za uiisscn,
and Bo nagte sie denn zn f»oinen Gunsten eine Bittschnft an
den Fürstbischof Martin Brenner, die allordinps crtolgloa blieb.
Ebeneo schwer fiel üir die Ausweisung ihres Einnehmers Sa-
bm«tian Speidcl, aber »nch ibi-c Bosch wcrdeschrift, in der sie
dxrauf hinwies, daß mim für so erprobte llHnner in knrzcr /oit
nicht leicht einen Ei-satz finde, haue nicht das gewünschte Er-
gebnis. Die Zahl der Ausfrewicsencn war nicht eben groß —
im ^nzen waren es 61 — und auch da konnten die Komraia-
särc bereits um 2. Au^st darauf hinweisen, daß ihre Zahl sich
stark Termindem werde, wenn nur erst der Ernst der Stunde
ui sie herantritt. Nicht anders sei es in Rottenmann gewesen,
wo seinenseit 40 Bl\rger atuüfrewieson wurden nnd doch nicht
mehr als drei von ihnen den AVizu^ naliiiien. Mau batle in
den Städten das Mittel 7A\t Hand, daß man dio ,Bestandrar-
Ussnng' der ßUtor den Ansgewicsencn nicht zuließ, sondern
die Bürger zum Verkaufe otlcr zur Bekehrung «wnng.' Dazu
kam die Bestimmung, daß die Güter der Ausgewiesenen, die
tu bestimmter Frist nicht verkauft waren, eingezogen würden.
Wer ohne Zahlung dos zehnten Pfennigs den Abzug nahm,
wanle als ehrlos crklürt.' AU das mochte manchen in seiner
Qeönnnng schwankend machen. Wagenweisc wurden dio sckti-
Bchen Bücher Rnsanimengcscldcppt. Am 3. August meldet der
Kammerprokura tor Wolfgang JöcWinger (lern Erzherzoge: ,Da»
Rathans ist fast voll mit sektischen Büchern. Man wird das
Haas leeren und sie verbrennen missen, damit man die übrigou
hineinbringen kann.'* Mehr als acht Wagenladungen wurden
TOT dem I'aulttstore ,dem Vulkan geopfert'. Von den Aus-
gewiesenen erregt die Persönlichkeit Jobannes Keplers unser
Interesse, llan hoffte ihn, der gute Beziehungen zu den Je-
suiten hatte, ins katholische Lager zu ziehen, was freilich nicht
geiajig. Am 12. August erhielt er von der Landschaft seine
Entbusong; das Zeugnis Über seine an dor Hcliule geleisteten
Dienste wurde ihm am 4. September gegeben.* Viele der Aus-
gewiesenen erhielten Empfehhingsschi-eiben an ungarisch» Mag-
naten.
Das Vorgehen der Itegiening in der Landeshauptstadt,
das Ja nicht zum kleinsten Teile sich gegen Beamte des Landes
' St. IOM. • Nr. lOM.
• Xr. 1068, 10*0. • Nr. IHH.
XII
wAiulto, Kwnng die Verordneten, einen fi^Wißeron Ausschuß von
Herren and Landlouten für den 14. August einzutiorufon.' Er
trat denn auch an dem bostinimten Tage, nachdem schon die
Verordneten eine Rittachrift zugunsten der angfrcwiesenen Land-
8chari8beamten eingelegt hatten, die von dem Erzherzoge am
II. Anglist ahgewieaen wnrde,' zoBammen; aber aiidi Hi.ttn Hin-
weis auf die wirtächat'tliohen Schildigungen der Ausweisung der
Landeshediensteten vermochtii t» nicht, den Eralierzog uiriÄii-
stinimen." Nur eine verliingerte Frißt für den Abaug wnrde
einzelnen Ausgewiesenen gewährt.
In denselben Tagen erfolgte die Ausweisung der Kirchen-
imd S(;hiildiener an« Kl-tgenfiirt. Wie diese die Fr,age, inwie-
weit man den 1. f. Hefeiden zu gehorchen habe, beantworteten,
wurde bereits an anderer Stelle erörtert* Wenn irgendwo, war
hier in vielen Kreisen die Stimmung ku liewaffneteni Widerstand
vorhanden, aber die ,Hirteu' des Volkes begnügten sich auch
hier mit papierenen Protesten and mit jenen Weisungen, die
ihnen schon in den achtziger Jahren der herHhmte Theologe
Andrea gegeben. HÜt Bittselirifton war hier nichts mehr zu
tun. Die Eingabe der Kitnitner Herron und Landlcutc gegen
das Vorgehen der Kegieraug wird schroff ahgewieaen,* ja man
kann schon jetzt vernehmen, ea sei überhaupt in der Absicht
dea Erzherzogs gelegen, im ganzen Lande eine vollstSn-
dige Oluichheit za erhalten. Und gleichsam als Antwort
auf die Bitten der Stande wird jetzt erst der Feldzug gegen
die Protesrnnten in Kärnten begonnen.'" Über keinen anderen
sind wir so genau unterrichtet. Kein Geringerer als der Fürst-
bischof Martin Hrcnnor selbst*' und der Historiograph Karls II.
HieronyrauB Megiser haben uns darüber Auizeichnuugeu hinter-
lassen." Aber wichtiger noch sind uns die Akten seihst, die
über die Gegenreformation in Kärnten berichten; namentlich
auch über die auf den Besitzungen geistlicher Roichsf^rsten wie
Bamberg und Sabsburg.' Es ist gewiß zu bcdiiucm, d«ß der
Fürstbischof Martin Brenner von Seckau die Akten der stciri-
achen und kärntnischen Gegenreformation nicht, wie er es zu
tun beabsichtigte, dem Drack Übermittelt hat.'" Ks kann Ja
» Kr. 1065. * Kr. 1071. ■ Nr. 1075.
• Areh. f. r«terl. Gösch., XK Bd. * Nr. 1074. • Nr. 1086 Note.
■" Nr. 117S. • Nr. Il»2. • S. nutet Ann X*ehtripeii.
'* Nr. 1175, p. 101t Be/urmatianU et Carinthiaeae rt Stj/riacod acta fortan
kei» ZmtM dwlkber ann, daß diese PaMtkAdon m» cm bes-
•ere« BUd ron den EmgniMM febotea hxtti^ «b iii*n m jetzt
ia dem Bo^a tod Itosoteiu ra üben pfie^ Zwar ist aoch
«af Grudlaj*« der BefonnACioiu:LkteB d«r Begienmg za-
It, leidtT aber durch Ti«le lOgvnluAe uder •out
qnriHitigg Aagxben and ncfar noch durch seinen gvhlaneta.
FmrboBton bui ins Fraiienhjifte cntstcÜL Aach der rwdta grufie
Tr«fer der Oegcnreformatioa in Innerfeterreich, der Bischof
Georg^ Steldu Toa Latsm hat diesen ti^rcnstazid in einem ans-
fUufidwa Sdveiben behandeh. das er am 1. Uai )6(M an Erx-
kcrsof^ Kari gwkhtet hat, das aber freilich nicht weni^r als
das Buch des Koeoleiix roO Ton Irrtainem idt, Ton denen unten
resuiilidisieo hemise:ehoben sind.*
Gleich im Anbe^na UMtaoden die Kärntner lit*rri^n nnd
Laudlente ihr Unrerm^^n ein, ihre iieistÜchkeit m schütxen.'
Auf EinBslnheitep dieser K&mtner Gc^'nrcformation kann hier
nicht eiageciaBgfln weiden. Die Akten, wie sie unten Qber die
£re%niwe in timOud/ die selbst in der Feme einen nAcfaholti-
geu Kindrack machten, in YeUnch/ Spittiü,' VC»lkcrmArkt' nnd
Klagen/ort* vvrlicfpen, geben t-iueu guten Koramentar xxt dem
Berichte des Seckaaer KUntbischots. Zuletst sind ans noch die
Akten ni Gencht gekommen, die Ober die Gegenreformrition in
VQhudi nnd Wolfsbci^ berichten. Man wird ans ihnen eutuelimeu
können, welches Beirandtnia es mit den WortetL des FOrstbiscliufs
Ifartin Brenner bat, daß die Hänfen der Hauern and die Bft*
wohaer von ViUach einen Aulstand versacht hatten.* Wohl aber
hotten die Villachor Bürger, aas ihrem Bamberger Unlertauen-
vsx^ttnd grOfiere ächonnn<r zu erzielen. Ebenso ircrtvoll wie diese
sind die Akten über die Gi^genreforniation d«i Lavauttaks, vor
allem von Wotftiber^ nnd schheßlich besitzen wir über die
Vorginge in Klagenfart einige wertvulle BehcbU;, die Megiser
KU seinem in el^antem Latein gcischriebeneit Gesamtbericht
Tonrertet hat*
tÜqmando jmAliei* f^PÜ evantUlenttu: Ud«r toUta damit «twa dsa Buch
T«i KofolADi B«tbst rersUiideu wia?
■ A. mntma di* NuUi lu Nr. 1&79.
" Hr. 1091. ■ Nr. 1113. Uli, 1116. « Mr. USO. > Nr. UM.
• Kr. 1U8. ' Nr. lliB, II60, 1161, 1170.
* Tsrliaa mtioorain et VillAi--«iHM lunt tiimulluati; die Akteu Aber die
Oifu/wfaniuitioa auf den Buiib«rger Oebieten ■. uater den Nftcbtrlfeo.
xrv
An BO auäfillir lieben Berichlei) über die Ciegeiirertirmariuii
in Krain fehlt es. Von Wichtigkeit sind jene drei Briefe, die
dor Laibaclicr Katsherr und Handelsmann Hans Wodöpivetz
an Beinen Verwandten Anton Hoff za Ende Dezember ge-
acliricten hat.' Krst tVir eine spätere Zeit liegen uHhere Ati-
gaben in den ICalendeni des Lailmcher Uisdiofa Antun Krüii vor."
S. Die Pra^r Legation.
Wie in den fiulieren Jahren, unterhielten die drei Land-
eeliafteu auoli jetzt über die beschwerlichen Kreiguisäe eine
rege Korrespondenz und Buchten nach Mitteln, dein getnein-
samen Unheil mit vereinten Kräften zu begegnen. Schon die
vielc-D Partik«Ia.rbe9chwerden, die von den einzelnen Landleulen
an ihre Landesverordneten ge-sendct wurden, brachten eine große
Aufregung Iiervor und boten den Anluß, eine gi'inein«aiiie Re-
ratuiig vorzunehmen.' Trotz alles Wandels der Zeiten tauchte
noch einmal die Krinnerung an den Huldiguiigästreit von l-^^l
lebhaft auf; wie damals, sollte outrh jetzt der Kaiser das er-
lösende Wert sprechen; ilim mußten alle Einzelnheiten der
großen Persekution und deren scKudliche Einwirkungen auf die
ttußorc und innere Politik der LUnder vorgetragen werden.
Schon Mitt« August stand es feat, daß eine Legation an den
Kaiüer abgesendet werden müsäe;' die Käratuer waren angesichts
dessen, wa« sich bei ihnen zutrug, damit voUkummen einver-
standen; freilich waren die gemeinsamen Handlungen nicht
mehr so leicht durchzufülircn wie in den frllhcren Jahren; bei
Hof fand man, sobald man davon erfahr^ leicht Mittel, Zusam-
menkünfte der Stunde aller drei Länder zu verliindem.^ Kltrnl-
ner und Kratuer, die sich zur Beratung ihrer Angelegenheiten
in Oraz einfinden sollten^ gelaugten bis nueh Wildon; dort wurde
ihnen mitgeteilt, daß sie wegen der auf dem Wege herrauheti-
den Infektion nicht eingeliiesen wlVrden; ein Protest dagegen
wurde nicht angenommen." Die Verhandlungen wegen der Lß-
gatiun Zügen sieh nngehlihrlich lange hinaus: in Klagenfurt er-
wog man, wie schwer es in Prag sei, zu einer Audienz zu ge-
langen, und ob «8 nicht liesser »ei, an einem gelegenen Ort zu
gemeinsamer Heratung zusammen zutreten und ch noch vorerst
mit einem Fußfall %'or dem Erzherzog zu versuchen.' Damit
* Nr. IXOX. * S. aber ikui 1'. v. B&iUu in Atgo m, S. IS9 BT.
• Nr. 1040. * Hr. 1077, 1078. " Nr. IUI. • Nr. ni% ' Nr. t09Ö.
sack Sm Cniner, da» hmrtm H«n de* Enbetsoe* er
S» As&eekt-
er dfen Umb «ad itniipe Gwhriinfait«By der Uoter-
Die äcöermirker erUbtaa mir bediaft ikre Zm-
dasa. Dk Sacke werde nnGgcft nad b der Z«i-
aüt der Gcgcaicfcnii»tw» iortgx&KraL V<w des
Meiriaekea AdeE^ea erUaxte äch G«org Hot ruo Stobcabeiy
■nf K«piaikerg oad lioxvck daxa bersit, aa der Lesben fetit-
■BBcfcnen.' Ib Kxain wmna Una Htrwmrth tob T^rrWy nad
Wi^^act Toa Aacnperic laierwhflB. ffiar uamiii aua tob
den FaO&B «iae poGe ^Ailrkaa^ Du wlknle nua dock nkkl
als .aumllMijrt KoBTcntikef ■«■'■l»*^* dfirfoi.' Ein« gamÖMt-
a^ae Barataaf; wnr aaa doch ervanadU and tub den Steinn
Gras ak Zamaaienkiinitaort cmpfolilen.' Der Kncbento^ hatl%
wie beoMfkt, Lmtod nidit ■» bald Koade ccfaagi, ala er
du Vflffaabca öl K«üne entickte' vad <fi« Zoaanuneakaafk
aatenagle. Die AbfesuidieQ wo KAmten und Krain kefaiiea
hörn aad aafam^ dm Entwarf naam den Katsar aa Aber-
reicheadea McaMiaadanw wieder mh sieb.* Die Ausfertifguag
cinaa aeam Keaaqitoe, das von allen drei LAndsdLu'ten ui~
gcaonuaea werden sollte, nahm Uairere Zeit ia Aaspnch. Die
Klmtaer beafttatu äe^ nm ihn Senderbeeehweadeo bei deia
Tiaadmfllrimi aaiabringBi/ Sie battea aUea Grand dam, deaa
dien jetzt pngen die wnchtijateo äcUK|;e aaf ae nieder, aad
eben jetit dachla asaa bei Hof dAr&s. d^n JcMoitan eiae domi-
läareade Stattaag bn I.ande an r^rscb&fion.^ Sie ftbertragea
du Mandat f&r die Les:atioD an llannibal Freibezm au E^
llitia Korember war die Geiaadtaehaft mit dem Xotwaadigalai
angvlrtct and oaeh immer TenOi^erte sich ihre AbraiBe;* noch
ist letHen AageaUicke erwies sich die Einigkeit der Ltnder
dacfa aidit ao fest, wie fUea immer pcrfilimt wurde.' Erst am
3. DoEember kamen Stobeaberg und Eck in Prag an, wo st«
aaa aaf den krainiscbea Abgesaadton Uerwartb Ton Lamberg
wanetea. Daß sie nicht leicbi xa einer Audienz kommen wer-
den, daTon waren ne ttbeneogt,'* aber schon ra Ende des
Jahrae beao^^eo ae^ Oberhaapt nidkt Torsakommen." Die itairi-
* Vr. not. 1106. »yr. 1103. > Xr. 1U6.
* Nr. UI9, liai, IIK. lia. » Kr. 11*8. • Nr. UM, 114«.
* Nr. lIMf. ■ Nr. llSff, 1170. • Nr I1B3.
*• Nr. UM. UM. " Nr. 1304, 12».
XVI
»eben Stände taten d&a Ihrifjc, den Koiaerhuf ^Uustig zu atim-
nien: sie bewilligten die tiLuiTacIie Glllt; »flbst mehr kOuuteu
sie, aber nor dann tun^ wenn eine wirkaniue Vermittlung dea
Kaiwra sUttfhnde. Die Landschaft sei auch geneigt, einen Geist-
liclien unter die Verurdncten aufzunehmen. Trotz alledem war
in Vrug nichta zu erreichen : mit Mot kunutc eine tichrift an
die geheimen Räte Ubonutttctt werden. Sclilicßlich reiste Lam-
berg nach Hause, Kek wui'de kraiik.' Am 1^. Februar hatten
die steiriacheu Vcrurdiieten zu uioldeu, daß ihre Hoffnung aul'
eine günstige Kriedigung ihrer Kcligionebescli werden durch den
Encherzog ein schliiuniua Knde geiioitiuten. Noch liaben sie
Vertrauen anf den Kaiser. Aber nach einer Meldung Ötuben-
bergs war auf eine Audienz nicht mein" zu rechnen. Ks witre
das beate, die Schriften, die sie dem Kaiser Überreichen wollten,
den geheimen Kttten zu nbergoben.* Das wunle nun in df-r
Tut besuhlossen. Da die (Jeeandten aber den Wunsch hegten,
daß aueli der Kaiser ihre Beschwerde» kennen lerne, wurde
,cin Extraet und Memorial' angefertigt,' doa in tlie Ritte aus-
geht, der Kaiser müge eine Keuiedierung ihrer Beschwerden
vonielinien, damit sie alle samt Weib, Kiiul und Gesinde und
den angehürigeii Glaubensgenossen im Vatcrlaiido verbleiben
könnten. Die Schrift wurde am 4. Milrz überreicht An die
KrlaaguHg einer Audienz war nicht mehr zu denken. Am
13. Mitrz teilt Stubenberg mit, daß er seinen Weg nach Hause
nehmen werde. Oall, als Vertreter Lambergs, war nueh niehl
erschienen und Eck in den letzten Tagen gestorben. Da sich
die Verfolgung in allen Lltudern in den letzten Tagen erheblich
steigerte, schien es den steirischon Verordneten von außer-
ordenüieher Wichtigkeit, dioae Dinge Joch nocli am Kaiserhofe
aneuhringen. Man mtisse dem Kaiser vortragen, daß der Era-
herzog nunmehr ilaa Äußerste vorgenommen. .Schon wegen
der Folgen, die daraus entätohcn, sei die Intervontiou des Kai-
sera dringend g*d)oten.* Am 21. April weilte 8tubcnbcrg schon
dalietm auf Kaiifenbt^rg. Er nmldot, das huste wHre es, einem
einzigen diu Solizitierung der Oesehtlftu in Prag zu übergeben.
Stubenberg kehrte Übrigens nochmals nach Prag zurück, denn
noch am 10. Mai bitten ihn die Verordneten, sich wegen Solli-
■ Nr. 1<83. ' Nr. 1M7. ■ Nr. I£M.
• a. du SchreibM) vom 21. USrz 1601, Nr. 1S84.
iTn
Z<äfaiV
tritt Cfcfwtnph TOB BaAmammdmt am
niM 8Mk* & ^^ ika nkftA banar «b hmm V«f|giii«cr.
Ib teMiMk«' Won aagta iha der tiHitlrhi ThifciMJrif er
wwdt-iB Pn^ lecnaSttvIi draackn. DieAacwwt des Kjüters
warde aaä: £e Stainr aOgm mA tt ikran Erfchair«. fcillM '
Paifcwiiliii r aMto m Prap fit Jalvratk» MiBigfliwidig
PnaflrikttaifeH, vie ifie BorcUunk ran BcrBdüt^^en an «r-
li^gaB. Er sifite alhihftch «r&fa», daB an e« KMqgegcD-
t iMM iii MB Praggr Hafc «kfct n denken aeL DarVi^kaBalv
«Bd <fie BHe voflteB £e Sumb ao ,adäoae' Sacha nek tot-
Wünf^BB BBd WAialaliiB den Qaaaadteo, üXk ar eine RaaahdiaB
erkalte, «inl aie die Stetnr nkkt fraBcn, aadere bekaBdeltan
£« :^adw gar BUK Spott. Ala er andfieh n bOivB bekam «ad
«tfifi er aadt Jahr onii Tag* in Fn^ Tcriibebev ao wttnfo ihm
tu veaig^ vie den oberüeteiTeicbiacbea UaaaBdlea ain Beackaid
avteÜ werden, eo tat er, waa uafter £eaai UaHttBdeB daa baala
war: «r kehrte, w«iag{aMk «BTemckceter Sadie, in die HeiauU
mräck. ,Wad ich,' aa ackntbt er «b lä. äcftlemb«^, ,soQal is
dwser Materie mit etUelMB FmindeB Tcttnu^dk ^rendet, ist
Bidit Kotf der Feda* aaniTcrtraaeB.** Den Kftmiiieni taachen
die Strirer den Vonmrf^ daß aie nadi Keks Tode ketBen an-
derva Oeaandten nach Pra^ beordert hatten; daa ^tt« der
IjTytr*ii «SD gräfierea Anaeken gasaben, denn nun bitte daraas
mtaummcD, daß die Stlade ihre Sadm mit Errut betrieben.*
In krin«--m Falle sei dieae im Stich an U»«n und man erwarte
in der Angefegenfaeit imgebend ihren Kat.
3. Die AktloneD der Landlarr. Dir Fortluhruiis der
tie^nrrfurinatiua in Emin.
IMe großen Aktionen der inncrüsterreichidirbon I.juidtagei|
a mochten rereinxelt oder ij^cmeindam bantleln. K-itteii bisher
in bcBOi^ auf die kircbUchea Din^ die gcwO tisch u-n Ki-fulge
iiicht geaeiligt. Man konnte diu Wahrnehmung machen, daß
•IfeUU.
r«»i«B. n. «u.
I 18. JuBi I6<JU
" Kr. 136»,
M LI.
* Nr. laW.
XMII
dio JiUnclUifru i^oriido dieecr Angelegenheiten we;;en viel von
ihwr Mtni IkMlmtun^ oinbllßtoii; in tlou Tagen Karls U. und
wlUiroiul (lor Ue^ft^iitHcbnft wiiron auch die kirchliclieii An^cle^eii-
hoiioi) im l'lRDuiti <hti Liiiii)tji|*es verhiiiulch iitul hiiTi'ibtT ßc-
mIiIAm« gefaßt worden. Die Pralnten verließen in solchen
Fönen don Vorhand! iinp*».*«»! und hoteiligten sich nicht weiter
RH dar DernUiug. Ilss liOKc auf. Ncildeui die Hcgicrung den
Iktfelil tut sie erließ, darnn tmgeliindert Anteil zn nehmen. Die
prutostantiäelip Fiirtet war suiuich nicht wehr so frei wie frülier;
die Aktiuiten »Aliition einen nudereii Ton »n luid die kirchlichen
An^lejionheiteu werden schließlich in Sonde r\en*ani in Imigeu
verlegt. Tun dtincn die Prftlatai und kiUholischeu Mitglieder
Mi8|fQnhhwa«n wiuruu. Konnte man sich früher dsmof häufen,
daO «teh die Stidt» mid Märkte zu den BwchlasseD des pro-
twtautiwheu Uerreu- and Ritterstandes ihre Zosttmctong geben,
so h«lrte <Uji unu Auf, soitdcm die Refomution in Städten und
UArkten durchgeführt mr. Die StadtKmter wuth alle an Ka-
thuliken grkumnien; «la d«n BttrgenueUtem und Rat^berres
«»rrn auch firttbw die Laodlagsbotatt gewtUt wordea; diese
«raren nan insgwmt knUaoliseh. AUerdiags tt8«Bea ne, aheaa
Bnuch laftflge, im Landtage nur «me Stimme; wtewoU die
pwlMNiitJachen Sttads demucii mwh jetzt nwA die abcf^
wl<gmAii UekriMit V— 6«, kaontea sie sich trotx ihrer Hajoci-
Ut nkht mAr ab aBMehlitflk^ Tcrtovtar im I^adtigs be-
liaffco. ScImq TV« Bccnut dnr Bcgentochaft aa hatte £e
R«(Mn^ Intel, <Uß«»Slteia na Ovraft-nd Kittof»^^
SV «MB Tnl 4m Qmcmm hMm od amA ikmer Tei bk&
Ww VithwfarW ICaariOK in äek Urne, «e ■■iliin« SHbAt
«W, «W aSM «. Pvftbtn« ^M wck fieSoatoadHbfcl^
tt^w hahw. Alb «aw
^ Mc4 Amt •"■n i i. ^ ««■ *
4« UMlft.hafk «* ■irnii» 4» r«u
Owili>ow LmtbiAmmam, A^ «i» Dr.
^ liiimUMtfiiii
i
Septaber IGOO.' WoDIbb m jctet
am duften die kjthoKacfcca MilglieJcr der Landtag«
üeftit JVgadUoMca wcfden- Weaa di« Beperaiip auf iImwih
W«^ waiter fia& dum war «a aach aO^irfa, der Zcnto6«ig
der I^adtage — Maa meant rs bcmts Obstroktioa — ca1;gapn-
flttAdlm. Dia Folga kieroa vt, daß die UBWfOiihjrmii hiafhwi
Laadtage^ tuaiehgagsweiae der^ U^oritAtM^ aar aoA wtkbeu
gannaam attftrvfaoi ; veon däea i^nnrliiiihf. sind die Vetkandlu'
gen geteiaia aad nkbt imaier fcefahrio«. Jetxt briogca die ein-
■elaan Landtag ikre Beadiwerden. über die äe geaondert W
catcs, «ach geaandert tot.' Wie ibro Kraft bereite geadnridit
■L ***tMw>tiit isaa dem Berichte des kftmtnisdien Landeshaapt-
maanea ^ad ViaedoiBS vosn 1. KoTember 1600.' Die Land-
n4afliHii TCfffieren »Aui jetzt das Becbt^ in freier Wöae Vor-
■Ulge Ar die Beaetxmtg r«Q RcgimeotsntasleUen xd macbea,
denn wann jelst «n derartiger Postco^ fbr Jen ilor I.juidsckaft
daa VoracUagere^ aostdit, in Eriedi^og^ gvkomnitfa tst, be-
gebit die Regierung, einen Herrn oder Landmauu in Vorschlag
n bringen, der katfaolsach isL* Daher die Klage — doch nicht
Ma dnaem Grande aOeio — daß die Landesbräucfae ^ab prae-
(etim nd^MWir diffikoltiert oder aondlicrt werden.^ Eiiigabea
der Landadiaficp in kirchlicheD Ang^egv^nhetten findea nun
bnner eine Abweisang» die nicht aelteo in schruffpo, Trrletzcn-
dni Foraao gegeben «rird. ScUÜeBlich wird nucEi der von
den innerSslerrei<^iiicheo Ständen stets horhgehaltenL* und wfth-
read des RiddigangntTrites von 1591 mit Erfülit* angewendete
Sakan an Eatscx and Keidi ab den Freilipiien des Hanse»
österreicfa ahtrftghch verboten.* Aach das Recht der C^währang
der LnadsBUUUKcfaaA darch die Landtage wird nun ein Ultuuri-
edn% dran adura erOrtert die Regierang die Fmge, ob nicht
ttne derartige Asfnahmo ,tM pranmdicium' der ReHgionsrefor-
matHm also zur Schmach des LtindesAinttcn erfolgt und daher
aogOltig sei.' iNe Bemtnng tier steirisehea Herren nnü I.and-
Vmte A- K. Ober die kirchlichen Anirflegenhelten dos Unudes
gibt tiocfa nach anderen Seitni hin interessante Aoächlttaae;
aanieathcfa wird hier mit Recht auf dm Wnndel, d. h. auf die
Entwicklung gewiesen, welche die«« Ueforuiation. die anfangs
* Xr. IIS«. liS3. ■ Nr. 113». Uli. * Mr. Il&l.
* St. 1197. • Kr. Ivel * >'i. ms.
«Sr. UPS.
XX
anders Termeint war, ^ciiuiuiiieu bube.' Jetzt werden die
Personen bei Hole verhaßt, dio sich ihrer KüufctMiun auualimoii.
So sagt Kindschoidt, dem ein Aultra^ an den llof ziiffedaclit
war: Ihn dtlrle man nicht wiilileu. Seine Person sei zu ver-
haßt Und Ragnitz molut: Es sei verderblich, daß keiner sich
will branehen laasen.* Da» ist aber bejircirtich ^''onugj denn
damit verttcherzt er die Gunst des Hufuä, aii der eiuem jeden
Landniann gt:le^en ist. Mau hürt im Hinblick auf die Weige-
riui},^ des Krubci-zup!, BitCaclirifteu der protestantischen Sliliide
auKunehiuen, die scharfen Worte Knireichs von Sanrau: Si noji
vis audire, noli rt-grifirr. Wir finden Saurau spilter am branden-
bargischen Hofc zu BeHin, wo er ftir die kirchliehen Interessen
seiner Heimat wirkt; er hat diese freiwillig auf einige Zeit ver-
laaseu. Die Landscbaftcu selbst l>egnUgeu »ich bei der Aus-
Bichtslüsigkeit gemeinsamer oder besonderer liitten,' iu Zukunft
fast unr nueU in bestiuiniton Einzeliifällen Interzessionen bei
dem LandesfÜrsten einzureichen.* Die Verordneten der einen
teilen ihre Ucsehwcrdon den anderen Landschaften mit; wie viel
Mtihe ea koslelOj solbst offenkundiges Unrecht abzuwehren, er-
sah man ans dem aufiTgendcn Proxejise des ehemaligen hand-
öchaftöagenten Kandelbcrger und dos öekretüre Oabolkover.°
Inzwischen nahm lÜe Verfolgung der Prütestantcu vou
Tag zn Tag einen größeren Umfang an. Nachdem die Gegen-
reforranLion in Kilmten nach der Meinung der regierenden
Kreise erledigt war, wurde sie in Ki'ain durchgefidirt. FUr ilie
Art ihrer I>urcht"lilining bieten die Tagebücher des Ijuibneher
Biachuf» Thomas Krön widitige Kiuzelnheiten. Sic siud ;iueh
schon doruh ihre eigenartige Fonu bomerkenawert; so liest man
zum 27, Januar lÜül: Die Votuzianisuhe Synagoge mit Pulver,
SQ zu sagen in einem Hui zers|ireiigt.* Kr niaehl seine bezüg-
lichen Meldangen an den Erzlicrzog,' berichtet Uber die Vor-
gänge in den einzebien SUidten und MUrkten,^ ilber die von
ihm gehaltenen Belehrungen und die getrofl'cnen Maßregeln.
' Nr. 1SS7. Ui«r ist aber xu bemerken, dat) tlaa Endziel dar B«ffl«niil{:
— diu blivb den Stünde» freilich vArb^rr^eii — inimor die KafornAÜon
aller Landodibewohudr war, die aiclit «cliou katbolJdcb waren.
• »r. IS2«. * Nr. 1381», 1S03, 13Ui. * Nr. 13tlH usw.
' S. Loaerth, Kin llochTerrntfl))roEof) aua der Zeit der Ou^nrefurniatimi
im 88. Bd. de» A. 0. (i. Sl&d*.
* Nr. l£2ö, ■ Nr. 12S7. * Kr. ISSO, 1S56, 1286, 1238, 12ifi, 1:116.
XXI
"Wie in dfln beiden Nnclibarl.1ii<lern, sind auch in Krain die
Krauen gtaiidhafter im Glaultcii als dte MXnner. Wie viel
schworor tl«?r Kampf hierzuinndc war, oi"8ichl man daraus,
daß dor Kampf um die Ilvruus^be der der Landschaft ge-
hörenden proteslan tischen Bücher noch im Jabre 1616 geftlbrt
winl.' Die BeHchworde-schriftcn der Landschaft bieten cino
vfichtipe Erffänzuii^^ zu den Anpabon Kröns.' Das Ocueral-
mAiidat Ferdinands IL vom L AHlrz UJOIj da« die Auswoisnug"
1er noch in einem dor drei Lünder rorhandcncu PrHdikanton
"rpHngt, konnte auch die Krainer belehren, wie aussichtslos all
ihre Deschwcrden &cii>n.' Krön ließ »ich durch auluhe Eingaben
in soinem Vorgehen nicht beiiTcn,* die Geldstrafen, die er oin-
forderte,. machen eine HtattÜche Summe aus.* FUr seine erfolg-
reiche TJliigkeit gewinnt er den Dank der Krzher/ogin -Witwe
nnd der KardtiUlle.'* Wie riicksichtslos in Laibach verfahren
wird, kann man der Rescliwr-rdi-Hcbrift iler kraiiiisclicn Herren
imd I^andlente vom 30. April UH)1 entnehmen/ und daß Krön
t» nicht Terschmabtej selbst den Angeber za machen, darüber
bde^rt «ns sein Kalender /.um 23. SeptemTwr 1601.^ Von ihm
dtlrften flach Anregungen an den Kaiser gekommen Hein, den
flüchtigen Prädikaiiten in Ungarn nnd Kroatien den Aufenthalt
obztLstricken.* Er war e8 auch, der den Jesuiten eine bcßsere
Position im l^^andc «u schaffen versuchte,'^ die nun als Inhaber
des alten Kloslcrs Fletriach Sitz und Stimme itn Landtag be-
gehrten. In Steiermark hatte soeben das Verfahren gegen den
Prfldikantcn fJdonliua, der, zu den Galeeren verurteilt, ent-
kommen war, große« Anflehen gcmaehl. So hervorragende
Familien wie die Teuffenbach. Uietrichstein und Stubenberg,
waren in Mitleidenschaft gezogen worden,'^ nicht viel bcescr
lagen die Üingc in KUmten. Fntor dicaen UrastHuden ist es
begreiflich, wenn die Vorordneton dieses Landes im Vorein mit
den >'achbani Mittel enchcn, damit die Verfolgung ein Ende
findet. Am 12. September 1602 begehren sie hierüber ein Gut-
achten der Steirer." Ein merkwürdiges Zusammen troffen, denn
das ist jnst der Tag, an dem Ferdinand II. seinen sehaHon
Erlaß vom 1. ilärs wiederholt;*^ dieser wurde im nitchstcn
' Kr. 124«.
> Nr. 19d6.
• Nr. 1413.
«» Xr. 14«.
» Nr. 1C65. • Nr. 1862. * Nr. H77.
• Nr. 1237, 1438. ' Nr. 1321. ' Nr. IMl.
'• Nr. 1S9S. " Nr. 1403 IT. '* Nr. 1441,
XXII
Sommer Ton jenem üliertroftt-n, der daa Verbot eutJiiell, die
Exerzitien des Aupsbarpiarlion Glaube nabekenntiiisBe« auch nur
iMzßerhalb dos Landes ?,ii besuchen.* Wer es aus den Adcls-
personcn mit dem <_!lauben ornst nahm, dum bli«d> knuni iiu^br
ein Anderes Mittel als die Auswanderung Ubrip. In der Tat
stftllcn die protestantischen Stilndcr aller drei LHcder day Aner-
bieten an don Krzhorzof!, aua dem Laude abzuxicheii, falls ihnen
ihre (lüter befahlt wllrdcn.^ Auch die in der Bitte vcretcckt«
Drohnn«r srhreckt« den liandesllirsten nicht. Fester als jo stand
sein Knlschluß, von dem Standpunkte, den er oinnahin, nicht
einen Fuß breit zu weichen."
i. Äii!*w;lrtlgc Intorzessioncn.
Schon wHhrcnd der Qe^eiiroformatioii Karls II. in Inner-
Qslerreich hatten die Stunde daselbst die Vermittlung auswür-
tiper Mächte und Körperschaften in AnBiinich genommen: die
Österreich isfhen Nnchbarlandschaflen um! die Heichssliliid«^.
Karl n. hatte den ,Rekurs' an Kaiser und Reich mit großem
Unwillen Tcrmerkt. Ktiimte er, ließ er »ich vernehmen, den
Lfludsehaften ku Willen sein, er wollte nicht Fremde den Dank
»einer Untertanen Terdieuen lassen. Diese Interventionen, die
«8 in den achtsigcr Jahren in so ^ußer Zahl gab, brachten
den Ständen auch nicht die crhüfften Vorteile. Nichtsdestowe-
niger setzt dieae Tätij^keit auch bei Bepinit der Gegenrefor-
mation Ferdinands II. wieder ein. Am 1^. MUrz 1600* bittet
der Markpraf Georg' Fric<lrii*h von Brandenbur*; den Pfalzprafon
Philipp Ludwig, bei der Anwesenheit seiner Söhne bei der Hoch-
zeit F(Tdinands Tl. Försprache ftlr die Augsburpischen Kelipons-
verwandten einzulegen, und noch ein .lalir später wandte er
sieh in dcniHclben Sinne an den Herzog Slaxiniilian von Bayern.^
Wer die Aktenmassen kennt, die über die stetriaehe Keforma-
tion nach 5[unchen gesandt wurden, wo alle die Einzelnheiten
bekannt waren, die sieh selbst in kleineren steiriwclien Orten
zuU-ugen, und weiß, wie diese Gegenreformation in Baj'crn ihren
Ursprung hatte, der muß über die Verlogcnltcit staunen, mit
der dem Brandenburger mitgeteilt wird, diese steirische Reli-
' Nr. 1601. ' Nr. 15Ä7. ■ Kr I&OO. • Nr. 967. ■ Kr. 1263.
XXII t
ßionftT-Arfolgung kenne man nur bo obenhin vom Hörensagen/
bis dato sei kein Bericiil an lUm Hof (^kommen, kein Katschlag
ron florl eingeholt worden. Wenn nun HUt'h Herzop Maximi-
lian die Wünsche des JfHrkpratVn nach Crraz llbeniiittolte, da-
mn, daß sie dort GcwUhrung ninden, wm* nicht zu denken.
nie GeBainIUrhaft, ilie so hiujje vergebens in Prag geweilt,
hatte dort nui" Schritt und Tritt bcoTjÄchlen können, wie alle
Ziige, die die Stünde daselbst machten, schon durch Oegenzüge
df« Graxor Hofes beantwurtct seien. Selbst die in Prag an-
wesenden Ueichsge sandten vorhielten sich der inncrösten-eichi-
sehen hegatiiiu gegenüber ktihl, wt^nn nicht geradezu ablehnend."
Daß man anch die Konseriuenxon jenes Hochvorratsprozesses,
der in gana Innerüsti^rreicb groß« Erreffuiig hej-vorrief, in Rech-
nung Riehen muß, ist sicher. Mußten dach die steirische Land-
6cliaA A. C, um den scliuldlosen Kandelbcrgcr zu erledigen, ihr
teure» Kleinod, die Stiftskirche, aufopfern. Und doch rollte an-
gosichta der immer schUrleren PerB<-kution der Brief der Kärnt-
ner vom 12. September lti02 die Frage einer Legation an Kaiser
und Reich aufs none auf. Die Krainer erwogen eine Sendung
an den Regcnsburger Reicliiitog, zu der es trotz allseitigen guten
Willens doch nicht kam.' Man beschloß, es mit neuen ßitt-
ttchriReu aller drei LSndcr zu versuchen,* und doch klagte man
schon jetxt in Krain Über die verlorene MUhe; denn die Erfah-
nmg lelire, daß mim durch solche Schriften nichts erreiche,
besser wftrc es, die Abgcsandterci ins Werk zu sctzeu oder eine
Schrift an die Reichsrtlrsten gclaugen zu lassen.^ Wie wenig
Erfolg dichte neuen Bittschriften hatten, sollte man unmittelbar
erfahren."
Blilllerwcile hatten auch die Niederösterreicher aus drin-
iden Gründen and nicht zum mindesten auch aas Sorge, die
stcirischen Vorgilupe könnten in OsterreicJi ihm Nachahmung
finden, die Alission Hoflcircbcn an die evangelischen Reichs-
fftnten mit der Bitte um Inten-enlion bei dem Kaiser ins Werk
gwrtKt^ Hierüber liegt der interessante Bericht vor, den Hof-
kirchen am 24. Is'ovember 1603 seinen Auftraggebern eretattet
hat nnd den er den inueruäterrcichischen Stündeu auf deren
Bitte zukommen ließ." Hofkirchen berichtete über seine Erleb*
< Mr. läSS.
• Mr. ii79.
• Nr. I36S.
< Nr. J633.
' Nr. 1417, 1448. * Mr. 14W.
» Nr. 1470. • Nr. 1536.
XXIV
niese in Aiiabach, DresJon, Jena, Weimar, Altenbaig, Anhalt
U8W.' Von lutovpRSB ist ciu Aussprucli dus Pfälzers dcswejfen,
weil eich die ,katholiscIie* Kcformalion frern auf die Ȁagsbiir-
gisylie' IwiziehanpBweise ,C'alvimBfhe' beruft Auf dio Rede
Ilofkircbeus, weil Pfalz rcforinicro. hoben die kathohschon
FUrstpii einen Grund, es auch zu tun, antwortete der Fürst:
Es ist niclit 80. Pfalz leide an Orten, wo er es hindern könnte,
die katholische Rehjrion ebenso wie die AuKaburpiache Kon-
fession. Intftrftssant ist auch die offenbar lalpche Ansicht, <lie
mau in Dresden hat, der Kaiser habe kein Wissen von der
Verfolgung. In Wolfenbüttel findet Hofkirühcn an dem cnff-
ÜKchen Gesandten einen Mann, der deutsch spricht wie seine
Muttersprache und dem die steirischc Reformation im besonderen
bekannt iat. Ihn nahm es wunder, daß nieht anch Inneröster-
roieh nm oino Interzession ansuche. Kr werde ihrer bei dem
Kaiser j;edenkcn. iJer Bericht ilufkircheiia schließt mit dem
Wunsc^he, daß, wie es nun auch mit Stcicr, Kämton und Krain
anfs llaßerate ^elconimen, für dieao Lttnder auch zuerst eine Kr-
lösunfT zu crhotTcn sei.
Uofkirchens Bericht weist auch auf die Gefahren hin, in
denen er Bchwebte. Von Haus aus sei er frewarnt worden:
Ihre MajeslKt halte seine Hache filr eine Konspiration.
Der franze Bericht und vor allem die Aufmuntening des
eng:lischen Gesandten mußte in Stciennark eine große Wirkung
erzielen.' Daß man am steirischcn Hofe Hofkirchens übel ge-
dachte, erzählt er selbst.* t)ie Frage der Abaenduiig einer I^o-
gation ins Keicb kam nun wieder in Fluß. Am 22. Jannar 1604
trat ein größerer Ausschuß von Herren und I.andlouten zusam-
men, der hierüber beriet.* Die In-stniktion, die der Legation
mitgcgcbeu wurde, zülilt die bisherigen »Schritte der drei Land-
BchaflfU auf, eine Änderung der schier nnert rüglieh r-n Boschwer-
den zuwege zu bringen.'' In Prag sei ihnen der KinHuß ihrer
Gegner zuvorgekommen und daheim seien ihre Seelsorger, die
sie noch ftir sich imd die Ihrigen auf ihren .SL-lil5ssern hatti-n
halten dürfen, ausgewiesen, das Kserzilium ilirer Konfession außer
Land zu suchen, verboten worden. Alle die weiteren Ueforma-
tionsmandate werden samt ihrem Inhalt aufgezählt lind um eine
* HlÜiöref in 4«n Bericlilo sulbal.
' »r. 1637, 1688. • Nr. 154S,
* Kr. IU6.
" Nr. 164&
XXV
Interxenioo bei dem KaUer {gebeten. Die f;an»e Sache wurde
I ^ hoher Qeheini' nntef den drei Liuidscliaften erledigt.* Eben
jützt sandte der Kurfürst Ton Sachsen ciuo Supplik fltr seine
niederüsterreictiischpu GUnbmm^f^notuien an den Kaiser mit dor
Bitte, den Stünden das Exeraitinm ihrer Kolip;ion xii lasflon. Von
den KalWnem wolle er nicht reden, von seinon Glaubensgc-
□otfsen aber kOnne er verttichern, daß sie keim^m Lande und
keinem Rogimente gefährlich sind, vielmehr einen Jc<Ien sam
Gehorsam gogen die Obri|Hteit inahuon.' Znni Gesandten wühl-
ten die Steirer ihren Landsmann Georg (lallerj auf dc.Kseii Grund
in Schwanberg die StJlnde noch zuletzt eine Adelsschulc, deren
Restaiid unter den bestehenden Verhültnisi^on freilich von kurzer
Daner war, aufgerichtet hatten," und der im allgemeinen das
Vertrauen seiner Mitlatidieute in hohem firade genoß.* Ihm
wurde Ton kämtnerischer Seite Hans Mossdorfor, von Krainer
n. G. Scliränkler beigegeben.* llber die Einzehiheiten dieser
Sendung liegen zatdreit-he KurrespiMiden/.cn vor: Hrieie des
Pfalzgrafen Philipp Ludwig an den Kurfürsten Christian von
Sachsen nnd den HiTxug Friedrich von Württemberg/ in ilenen
die Gesandtschaft und ihre Aufgabe beiden empfohlen wird,
an die Oesandtcn selbst' usw. Diese wurden an den betreffen-
den Uüfen auf daa freumllichste aufgenommen, was dou ätün
ilen daheim zq großer Freude gereichte." Württemberg und
Sachsen wartu bereit, auf die Wünsche des Pfalzgraffn einzu-
geben und der Bitte der Innorösterre icher ku entsprechen". Der
Pialzgrat' war der Meinung, eine anselinliche Lcgatiou an den
Kaiser zu senden. OaUer war voller llotTnung, er flirchtete iiiu-,
daß die Sache sich bei Sachsen sperren würde, dessen ,KKto
■ich nicht gern brennen wollenV »b^r nut'h der Kurfürst er-
*rie8 sich <liirchau8 entgegenkommend,'* er lubt an den Inner-
Sfterreicbem, daß sie das Wort Kcligion nicht bloß im Mundo
fuhren, sondern ihretwegen selbst Weib und Kind, Hab und
Gut verlassen. Bisher hatten aber die Interzessionen keinen
Erfolg, im Gegenteil, die Verfolgungen wurden immer grimim-
» Kr. IW9. » Nr. 1650.
' LoMrlli, Die[>rot««tADti>cho*StnMi:)iiil(! im Oxllcrsche» AmÜiof ku Bchwim-
berg 1800—1608. MUtoil. d. bül. V. f.St«ierm. 17.
• Kt. 1326, 1158. » Nr. 1561. • Nr. 1Ä6S. * Kr. 15Ö5, 1673.
* Nr. 1676. • Nr. 1683—1685, 1691, 1693, 1603. '" Nr. 1008.
» «1, 16JJ2.
XXVI
(j;er. Das riehtiffste von den Mitteln, die man etwa vorschlapen
ktiiuite, wttre, wenn sicli oin vomehmer der A. C. zugotaner
Rf'iclisfilrst an den kaiserlichrn Hof beg:pbQn und dip Sache bc-
Ireilicn würde, er wurde wiederholten Zutritt erlangen, das Werk
Wkfime ein p'üDeros Ansehen und die Antwort wäre eine wür>
(lipo. Wtiritoraberfr hat dieselbe Meniuiip, hHlt es aber für
besser, wi^iin die l^fpation an den Kv7.hv.r7.ng pesandt wird,
denn Tnni Kaiserliof geht dann erst ein Bericht nach Graz, das
Geachaft wird weitljinßp und erreicht ßeincn Zweck nicht. Man
soiUi! dt;n jtiiigon Pfalzprafonpohn Wolf Wilhelm mit derÄache
betrauen und ihm Räte von Kurftirsten und Fürston an die
Seit« stellen.' Galler preist den I'lal/.grrafcn : Es ist eine liolie
Gnade, daß ein Fürst in eipcnor Person die Interzession und
damit gleichsam die Feindschaft des Kaisere und des «ranzen
Hanse» Österreich auf sieh niniinL' Wahrend ft«llt-r seiner Ani-
gabe im Reiche mit größtem Eifer naeliffinp, erfolptrin mm
schwere Schluß« auf den inuenlslerroicliischen pTOtestantismus;
auf die Erkiflrang des Kr^herKaps, von seinen Entschlüssen nicht
zn weichen,*'' reichten die Stünde eine Replik ein:* Es sei j Jim -
morlich, daß all ihr ,Sinf;f^n, Sagen, Schreiben und Lamentieren
Bo gar nicht gehurt werden will'. Sie wiederholten ihr An-
suchen, ins Exil zn gehen, wofern ihnen ihre Tihter nbgeh^digt
würden. Der Er/-her7.og vrrniiliin diea Ansnelifu mit Befrem-
den : der Religion wogen schaffe er keinen Landmann aus. Die
Klagen wegen Uirchlirhcn Itrtickes im Januarlandtag 1605
nahmeil an Umfang nnd Inhalt xu ^ und noch immer sah man
kein Ende der Verfolg^ing. Am 1!'. Januar wird eine neue
RittachriA bei Hofe eingereicht Auch sie iat voll beweglicher
Klagen*, aber auch sie hat so wenig wie die Resehwerden der
anderen LUndor ein besseres Ergebnis als die frilhoi-en. Hierfür
bietet ein Gutachten der n.-ö. Regierung über die Reschwerden
der steirisehen Ritterschaft vom 7. FehniHr 1605 benierkens-
werte Angaben. Darnach wird das Verbot der gemeinsamen
Znsammen kttnfte Verordneter aller drei Litnder auf» strengyte
aufrecht erlialleii, denn da gebe es nur l*raktikeii gegen die
katholische Religion. Da gibt es keine Konnivenz, denn sie
würde als Schwäche gedeutet. Würde man dem Adel bis aum
' Nr. 16»4.
* Nr. 1624.
• Nr. 10«, 16G«, 1666, 165«. ■ Nr. 1600.
* Kr. IßiS. " Nr. 164«, 1646, 1640.
d
XXVII
mic aeinur Güter die Rnlipoii freilassen, so hlttte das nur
das neuerliche Moreinxtrömen von Prädikanten zur Folpe. Die-
•elbo Bewandtnis hat es mit dt'n K:cor7.)tirii außer Land. In
die«em Sinne sind säintliehe Piinkto crili-tcrt. Allen Wünschen
der Stftnde setzt die Regierung ein starres Nein entgegen.'
DiPSem (Gutachten c*iitH|irac;Ii d\f. Rc^snlutinii dos Kr/Jicrzrigs vom
\4. Februar ItiOö.' In der Zwischenzeit wni-en die Vorliaud-
Inngen beziiglich der Interzessionen «■eitorg^egangen. Am 7. Mitm
dankten die stcirischen Vcrordnotcn flaller J"llr sninen Eifer, der
ihm hn Lande unvergessen bleiben werde. T>ein Lande gereieho
es siun Trost, daß sieh Kurft'n-ijton und FUrsten seiner annah-
men. Nun sollte man erst sich an den Kaber wenden, denn
er sei des neicbes Hanpt, dech iiberlasae man die Entsutieidang
den Fürsten.' Allen ösleri-e ich lachen Lilndern widmete der kur-
&Hchsisehe FTofprtMliger Polykarp Loyser in jenen Tagen seine
Prtiligten: auch diese mochten den Verfolgten mid Bektininier-
len znm Tröste gereichen.* Diese Predigten sollten auch ins
Deutsche übertragen werden, damit auch der gemeine Mann
Kenntnis davon nehme.
Die Interzessionen der Rcichsstündc sclieinon diesmal wie
frlüier resollatlos verlaufen zu sein.'' Die Akten hierllber ver-
siegen and in denen der nächsten zwei Jalire ist von Iiiter-
»essionen der KeichsfUrstcn keine Kede. Neue Hoffnungen er-
weichten im Angesicht dor unisltlrzenden Ereignisse, deren
SciuMplats die Österreichischen, bolimisch -mährischen und an-
gmrischen Länder wurden. In jene Zeit fallen Interzessiiuiou
einiger Kurftlrsten und Fürsten an König Matthias, sie bcüiielien
sich aber nicht auf die steiriscli-k.Hrntneri8ch-krainischen, sondern
aof die Österreich isclien Stande/
5. Die Krise im .lahrr 1609.
Die Alisston Hofkirchcns an die cvangelischeu H&fe in
)eutschlund hatte in den Grazer Kegiemngskreisen ein unlieb-
safflcs Aufsehen erregt ; wenn es den Österretcheni gelang, sich
ihre kirchUcheu Freiheiten zu sichern, so konnte die UUckwir-
Nr. ie$0,t«69,lö7S.
XXVIII
kuiif; auf dio inneröateiToiehischen LJlndor nicht ausbleiben.'
Nim hatte zwar die Sendoiifr Hofkirchens die gewtkiischten
FrUcbt*! niclit fjftzoiitift und ilio ri^iereuden Krf^lse in Inner-
Osterreich achrittmi mit t'riseliem Mute an die Fortführung der
kathoÜBchon Reformation. 8olbst f;roßc Kiferer, wio oa der
Htscliof Thoninfi von T^iiiliiich war, konnten hierin dem Grazer
llcife nicht f;onug tun, und dipßer üegonreformator sah »ich zu
Kndo des Jahres 1GÜ6 in die Lage versatztj sich wepen der ihm
aur Laat gelepten VeniachliissiiruniE: der Gegenreformation in
Laibach zu verteidifriMi." Kr koncito mit Kocht darauf hin-
weisen, dalj er hiorin higher daa MonsehenniÖgliche geleistet,
or deutet auch an, wio durch eine sorgsame Inquisition, die
ahpr nicht eine Bpanisehc «ein dürfe, manches gebessert
worden könnte; s^hÜeßlich felJtc es nicht an Stimmon, die es
laut sagten, daß man durch eine mildere Praxis mehr erreichen
werde al^ durch rlic grüßte Schärfe:* aber auch solche Stinnnen
deuten doüli wieilor an, daß bei drni innigen Zusammenhange
der Qfllorrnichischen und stcirtschcn Protestanten der bisher er-
reichte Erfolg jeden Augenblick gcffthrdet werden könne; was
solJte dflnn erat gcechchcn, wenn es den nieder- und oberüster-
reichischen Stünden gelang, jene Erfolge zu beseitigen, welche die
Gegenreformation in ihren Liindem erzielt hatteV Da mußte
audi in Steiermark, Kilrnten unri Krain die neue Ordnung dor
Dinge in Fi'agc gestellt werden ; ein Brief Bischof Martin
Brenners aus dem Sommer des Jahroa 1(K)7 gewührt volle Klnr-
lieit darüber, wie wtmig gefestigt diese Stellung noclt war/
Nun begannen ilie ijBlerreicbiBclien Stfindo in der Tat den Kampf
um ihre alle kirehlic-he Stellung; ilenn was man über den Kampf
zwischen den Homer Ständen und dem Erzher/ng jrattbias auch
immer sagen will, l-s Ijißt eich aklcumHßig nrwcisfii, rinß sich,
genau wie es in InnerÖBtcrroich der Fall war^ diese Homer viel
weniger von rein politischen Motiven leiten ließen als von dem
Streben, jene kiruhliehc Stellung wieder zu gewinnen, die sie
einstens von Maximilian II. erhalten hatten, Indem diese Hor-
ner St.liule mit den stfludischen Gewalt<'n in Oberüsterreich, in
Mttliren und Bl^hmon, sowie auch mit jenen in Ungarn in Ver-
bindung traten, gewinnt die ganze Bewegung einen großüster^
' a b<.s(>nH(>ni Nr. 1764. • Nr. 1668.
• Nr. 169». * Sr. tTS».
XXIX
^
Zag.' Uml ntu tat es von Wichtigkeit, durauf hin-
■awaiscn, daß eben das von den imirirOsterreicbiscfaen Ständen
im Jalire lödl gegebene Beispiel — die Haldi^mg ent dann
m lÖMten, irenn die ständificheu Oravamiua beseitigt sind —
«och in Kiederdsterreick nachgeahmt wird. Wir k(3nne-n aaf
diese Znsuimwnbiage nicht weittr eingehen, sie mttSMD aber,
Mwnt es «am VenUUiduiK dur unten mitgeteilten Akten not-
veadig ist, hier borQbrt werden. Der Eibonschatxer Vcrlrng
svifcbai den angarischen, Oatt^rreichischen und uBhrischen
landen vom 19. April 160Ö setzt mit der im Strubohalsclicu
Ispar am 29. Jtmi g^rebeneu Erläaterung fest, daß es mit dem
Bündnis der Landp ,ntrneinbltc!li aut' die freihcit der gewissen
und des religiousexerzitiuma' abgesehen sei.' Mit großer
Anfmeikaamkcit folgten Huf und Stände in InnuHiaterrvich dorn
Stnit um die Hnldigoug in InocrOsterrcich. Schon einige Mo-
nate Knvor hatte KrzkerEog Ferdinand seinen Vetter Matthin»
vor dva Praktiken der Stände gewarnt, man luügc Hern.^n und
I^Hidlevte oder BOrgcr, die der Religion luJbcr aus Steiermark
aaawandcm, ja nicht in NiederOsterreicli xiila.ss<-n, noch weniger
ihnen das Kxcrsitiom ihrer Religion gestatten.' Die au die
Büffrerschajl von Leobon gerichtete Note vom 21. Februar 1008,
darsnf xn achten, wie viel ttolchcr Leute sich ,an8 ihrem Ue-
Ttcr hemm' an&^r I^iititlrs begeben, ätoht damit im Zusaiiimen-
kang. Die Homer Stilntlo selbst vermelden nni ii. Januar 1009
den st«iriflchcn Verordneton die ganze Befichaflonheit ihres
Handels und senden zu diesem Zweck einen Abgesaudten nsch
Gras. Wir haben uns nicht versagen können, ilas köstliche
pBaqaill ^eratscUbgung eines geheimen Rates xu Wien am
10. Janaar 1609' in unsere AktenHarnnilung .-lufzu nehmen, zu-
mal darin auch der steiririchcn Ilefomiation Erwiitmung ge-
■ekieht* Die Innerüsterrcicber hnttcn von den nitclisten Er-
fintgen der evangelischen Stünde Österreichs keinen Vorteil;
aber einen mächtigen Ansporn erhielten sie doch; bei ihnen
halten iich die Dinge in bedenklicher Weise zugottpilzt: nach
der Ansicht Erzherzog Ferdinands waren sie bereits auf die
' & UsfDber möinsn Aabjitx .Die SUadd MiUireoa und die protwumtisclion
SUbA« 0«t«miclui ob und nut«r der Eiids in der iweitan BUfte d«^«
JaltTM 1608* im 1. bd. der ,Zoitacbnft fUr diu GoBohiokte H&kretui uid
SchlMtBOs'.
■ etwads ü- M, S7. * Nr. 17M. * Mr. 1779.
XXX
Sekneide des Schwertes gestellt. Wir erfahren hiorfiber wich-
lig:e KinzcluUeiton aus der KoiTeapoiuIenz, die er mit Eiitliorzog
MaxImiliAn III. g:pflihrt Imt. In seinen) SL-Iiroiben vom 25. August
spricht er seine Besorgnis über eine Erhebung eeiner proteatiin-
tischen Stände aus, begehrt militilrische HiHc und Tor allem
die BesetKuiig der Pitsse in Kjirnten.' Mftxiinilian sucht seinem
Vetter ent^fgftnÄiikonmen, aber der W'iwnluiiij^sapparal in Tirol
ist etwas sohwerMÜg, die Verhandlung^en ziehen eich in die
I^nge,' und es ist «ehr dl« Frage, ob die Tiroler Hilfe, falls
sie benOtigt worden würc, rechtzeitig erüchioiien witro. Man
fragt: Was ist geschohenj um diese n6flor{;^i9 des IjAiidesfdraten
Kn reehtlVrligtiii? Die SCKiide in Innerüstorroich dnchtp.n auch
jetzt nicht daran, über die thuftn einst von Andreil gepredigte
Lehre vom (_)elioniam dem Landesfürslen gegenüber nnr um
einen Zoll breit hinauszugehen. Moeliton auch QcrUchte auf-
tiiuchen, sie hUtten im lieiche Wnfien bestellt,' so war es doch
nur ,iim eine gnädige Reaolutii^n in Ri>!igitiriH!>iich«jii /.u tun'.
Bloß für diesen Zweck traten die Steirer, Kärntner und Krainer
in Gitnijißlieit der aUeu Union von 1578 zusninnien. Die Voll-
machtenj die den VcrtreEern gegeben werihjn, haben einen vol-
leren Ton. ^Sollten', heißt t» in einer, ,ihncn Beschwerden »u-
8t»ßen, 80 würden sie diese alle gemeinsam trafen uud wofern
einem und dem andern bei Zilationen das freie Gelpito versagt
würde, sollten alle fUr ihn einstehen und den erlittenen Sehaden
gemeiüH.'ini tragen'.^ Auch der Frage, in einn Konföderation
mit den Niederösterreichern uud Ungarn cinautreten, waren sie
nieht abgeneigt,'' doch war es ihnen auch diesmal nnr um eine
Sicherstellnng ihrer Kenfession zu tun. In diesem Sinn« wenden
sie sich am 4. November IGÜU an dio ungarischen Suinde" und
geben sie ihren Abgesandten nach Wien, Prag und Breslau
ihre Instniktiuiien.^ Allen Bitten der .Stünde setxte der Era-
herzog nur ein schroffes Nein entgegen " und bcfalJ den nach
' Nr. 1787. ■ Nr 1768, 1789. 1793, 17«4— 1800, ISO», 180S, IBIO— Sl.
' Schreiben des Enhonop Maximilian nn doii KaUor uud d»u Enhorzog
llbor die beuksichüi^teu Ankäufe roxi \Vnff«n durch diu ötuirur iti Nßru-
histg am l». Januar 1610, Nr. 1H6S.
* Vullmaelilalirittf tliir ituiriscli uti Harrou und Lmtdleutä (fUr ihren aus
17 Mitgliedern 1ie:«telieiid<.'u Au^hcIiuQ) vom 7. S6i>t. IS09, Nr. I80i, 1805,
1809.
* Nr. 18S2. ■ Nr. 18S9. ' Nr. 1886/7. • Nr. 1840.
Ungam «bt^csandten Boten, Btracks lieiwzukehren und sich alles
aaialftasigfla ^egozirona' zn enthalten.' In einem Schreiben an
Gottfried StAdI begehrt or d*n Iiilinlt de« im die ungarisclien
SuUidr gerirliipton SchriltüIUcke» zu vernehmen;' dieser bolobrt
Qu), daß die Sache ,nicht so vormeint gewesen, als ee dem
Ersliencog einffebildct werde'. Köni^ Matthias selbst entzog
«ich in feiner Weise der scliH-ierigen Situation, in welche ihn
d«s Verlangen der ÖtJlnde zu tseinem stcirisclicn Vetter gebracht
hatte,' trützduu noch an demselben Tage die erangelisehea
Stände Nieder- und Obcrösterreiehs eine JtuJk'rnt warm gehal-
tene Interzession fUr die Xnneröaterreicher eingaben. Da er so-
wohl aU der Kaiser darch die Znlossang der Aafieknration der
evaogelischeu Religion ein Beispiel der Nnchahniung gegeben,
•0 wlüischen nie eine gleiche Wohltat f\ir ihre ülaubensrer-
wandten in InncrUsterreicIi. Um das Mißtrauen des KraherzogB
aaUGHch des Schreibens d<ir innerüstorrcic bischen Stünde au die
Ungarn xn beoch wichtigen, übersandten sie ihm am 13. Januar
1610 üne £ntschttldigung8Bchrift,* der die drei Abgesandten
awei Tage später eiu Schreiben nachfulgen ließen, in welchem
sie ,Tür Uutt dem AUmAchtigen nnd vor ihrem Landeslllrslon
an Eidesstatt bezeugten, mit keinerlei venUehtipcn Handlungen
und anTerantworthchcn Praktiken umgef^angon zu sein, noch
solche (jesinnungen zu hegen, vor denön sie tjott behuton möge.*
Sie hatten keine andere Autgabe, aU Namens ihrer Mandanten
eine Intcrzesdion an den König und die ungarischen Stunde ab-
zugeben.^ Dvr Krzherzug wie» die Entschuldigung kühl ab
und nahm die Versicherung ihrer Treue ebenso kUhl zur Kennt*
na. föner Legation an den Künig Matthias hiUte es nicht bo-
dnrft. Die Stände der drei Lilnder hatton nur noch die Aufgabe,
nachzuweisun, daß solcLc KoiilWvratiuuen, die man ilmeu so
sehr verarge, in ihrer Geschichte nichts UngcwühiilicLios öeicn."
Um den lürzherzog vollends zu bcruliigen, tiberreichten sie
schheßlich uocii ein Anbringen au ihn, in wolchcuE sie beteuer-
ten, daß sie durcb ihr Vorgehen, das ein ganz öffeuthclies ge-
wesen sei, nichts getan hütlcuj was dem Auatiheu di?s Luudcs-
fllrsten zur Verkleinerung gereiche' Auch hiervon war F^'r-
dinand nach keiner Seite bel'ricdigt Man habe den Autor des
» Kr. 1949. » Nr. ISW). » Nr. 1861, 1862.
' Nr. IM&. » Kr. 1JJ&9. ' Nr. IBW. ' Nr. IbO*.
XXXIf
äclirifUtiicIct^a nicht goiminit und just iIum vei-schwieg«u, wiin
den Ai^TVohn wachgerufen habe^ Da man in den Grazer Hof-
kreiscu jetzt erst von angeblichen Wafföiikäufen der Stilnde in
Nürnberg nach Herichten, die mau aus Innttbruc-k crKaltc^n hatte,
viel erzilhlte, so kam die Aßfrele^eulieit nicht zur Ruhe und
wurde nuoh int Februar mit Tirul wegen einer Evt-ntualhilfo
verbandelt. Aueh in den Landtagen kam die Beaehnldip^ung
einer beabsichtigten Rebelhon zur Sprache, und aueh hier wurde
laut be.tont, daß die Angöhörigen der A. 0. nichts anderes als
die Siclieratellung ihres Ueliponsexerzitiunis niid die Besserung
des durch die Peröekution gefährdeten Landwosens im fiinno
gehabt hUtten.^ Xoch senden alle die befreundeten Nachbar-
länder ihre InterÄPSsionsHcliriften an den Erzherzug, bexiehungs-
wcisü au den Künig Matlhiaa, uhiie aber den geringHten Kri'olg
ÄU erzielen; dasselbe Uesiütot hatte die Bitte der Steirer an die
evangehsuhen Stände und deren Vertreter am KaiBerhof.' Von
Interesse mag ea sein^ zu erfahren, welches Beweismaterial die
inuerö8torroicli!»chen Stttnde tUr ihren Kampf um ihre Rechte
an jenen Stellen, vorlegten, von denen sie eine wirksame Unter-
stUtzung erwarteten. Die Schriften, die sie den hühmiscben
Stündon, die ja Jüngstens einen so großen Sieg errungen hatten,
überreichten, reichen bis zum 8. Dezember 16011. Hatte die ka-
thulische Parli-i die große Krise, dto mit der Verbindung der
In nerÜBter reicher mit den Hornor Stünden eingeleitet wurde,
glUcklioh liberwundenj so mochte sie getrost in die Zukunft
blicken. Sie hatte die letzte große Aktion des i nnerü ster reich i-
sclien Protestantismus siegreich niedergoworien und indem man
die Uberzeugnng gewann, daß dieser innerüsterreichische Herren-
stand an seiner Treue dem aiigeatamniTen Herrscherhause ge-
genüber unentwegt featliaitc, hätte die Kogicrung in ilirem Vor-
gehen gegen den Protestantismus leicht die mildern Tonart an-
schlagen dilrl'en ; dazu ist es aber weder jetzt noch spHter ge-
kommen, aus Motiven, mit denen sich der zweite Teil dieser
Einleitung beschäftigen wird.
' Nr. 1873.
» Nr. J8T4, 187«.
• Nr. 19J7/(r.
XXXtB
fi. PIr FurtfBhranf 4fr Orei^nr^fanuMfAB (n dm Jahrrn
ICIO bis ICIS. tifrinee Erfolce der GKeurrfonnatloiu
T«r ftllrm In Kirnten.
WriiffTMil der wOmSaAen Küinpie in aOm Landtajrnt d«
OwnnHOatenyirha mit Anmnhme Jener der spSter er-
vardm«» lAnier ^d^ di» Gegvonlbrauition in tnnerOolevTncfa
oolrr (3rr Falima^ der BiaobOfe tob SeckAO. Lanut nnd Lai-
tMcb 3uen Oma^ miäiv. Nnr der k-utere war e«, der nidit
über da« Ziel hin»Ba»dioG anil ilen Ho{ in Vcrle^enlieil
' Ks ist uwrikwardi)», wie wi>-o)i: steh die Jesoitea an
dem Bekehrnngnawle aeO»! beteilig haben : das meiste pe*ic4iab
dnrch die RepenugafaelUtrden. an il«>rpii S|iitae aeitweilip eine
ißt dm gemumten PeraBnKchkt-iteti stand. l)a|pegea erscbeiiMB
die Jnsoitea in den Akten aU die rechten Konquistadoren; sie neb-
■MQ Land und Lent«^ wo t* nar »igelU, and sind sebon im
Jaknehnt der Fcrdinaiideiscben Qegenrefunnation oller-
in K^vbiidibidtd rcrwickelt Die Repemng Ferdinands IL
träte ibrer streofr katbüliärfain Tendenz etfEq^Qcbtig nnf
ihn Recht« and irirs unter UmEtänden Qbertriebcno Ansprache
des Nnntins in die ^bnhi^nden .Schranken.' Die Rekupent-
tioDen der Kirehc, ob eJe nnn percchlferti^ waren oder nicht.
nahmrn in den V^erbaiidlnngen der Kepemn^ einen breiten
Bmun ein: die kirchliche Kotlafre jener Protettlanten. denen die
rerhtitrhe ExinteuB noch nicht abgestrickt war — de» Herrcn-
lea — wurde mit jedorn Tafre eiue lirsere. Was
politischen As^pirationen dieser protrelan tischen
Stande aagcn muf. sie hAtlen alle ihre polititiehen Kochte gvm
■nd wülig dahit^^r^ben, wftre ihniMi ihre kirrhlit-hf Exliili'ux
nnmi^etestel vcrblielien. SeÜMt in der Kriite dos J.ihres 1tK>l>
mußte der Erzherzog Bii|;estehen, daß sich seine mi katholischen
I^andlente bisher änßerlich still nnd mhi^ verlmlten ; sie waren
die« vom politischen (ieälchtspnnkle an« andi innerlich. Man
Biaf; Ton diesem Standpunkte ans ihr Yorfrehen tadeln: sie
konnten nicht anders, denn diese Iljtltnng hat ihnen ihre Kon-
feaaion Tor^:escbriebmi ; ' es stand mit einem Worte nach dem
> S. a% Abcuda im Bbebofii TboTtuu von Laitinch m\ä dsron Aliweisiing-
ia Nf. 1"W, a. aadi Kr. 1767, 1759. 177).
« Nr. nU. • 8. Nr. Itiöfl.
r«BU«. n. AH u. Lx. a
XXXIV
gUn^tigi^n Vorlanf cler Krise von 160!) fest, dnß mn kirclilichcr
IKitge willen die Onliiung der Dinge in lonertiBteireich in keiner
Weise gtiKtiJi't wonleii würJo, es mochte ;iue!i noch so oft um
Interzeasionen in WitMi und LiiiK^ tu Prat? und I'reßlmrg oder
an den HOfen der prolefitan tischen HoichsfUraton an^elÄngt wer-
den. l)ngegen "hogohren din KiitliuliktMi JttUt beröitfl vulligp Gleich-
stellung mit den Prott'stnntttn in nWvn LandeBJlmlom,' und es
kann schon jetzt keinem Zweifel unterliegen, daß Bio diesen Än-
Bpruch auch durchsetzen werden. Wie wenig die Oogcnrefor-
mation ahtsr in jenen Tngcn In die tieferen Schichte]! guhuigt
war, wird weiter unten zu erürtern sein. Ks ist, wie bei allen
Bewegnngon, die nicht von unten in die weiten Volksscl lichten
kommen, ttondom von oben in di^* Massen getragen werden; aie
tiiiden wenig VersUhulnis und haheTi geringen Erfulg. Ks kann
vorkommen, daß ein so eifriges Mitglied der neuen Richtung,
wie o8 der Abt Bmerieh von Arneldstein iat, den Tadel seiner
Keginrung erfillirt, well hiiiIi in srinrni Distrikt noch bo viel Ull-
katholiache hefiiiilen.^ Noeli kann man Biwittiseh im Lande von
,Derorni;»ti(mnk(»inmi8sHrcn' sfireohen." Kh tnt scliuu im Jahre
Itill not, die kn.tliuiisehe Ueffirmalien van neuem zu hfglnnen.
Wenigstens war dies die Meinung des Laibachor Bischofs, und
diiinentüjin'chend wird ntin iuieli wiodt^r vorgegangen : die I./ind-
Hchnfton miUsen nun alle ihre nn kathülisehon ^Diener und Oflfi-
xiere' Kiehrn lassen.* neue ErlHsse verbieten die Aufnahmo von
PrU/eptoren ohne Vorwissen der Rp-gienuig.'" die Verhüte der
EinAilinmg sektiseher Präldiknntcn werden neuerdings in Er-
inneiung gcbrachl," neu nuJgenonuueneu Laudlouten wird, fall»
sie Protestanten sind, die Ancrkeiuiuiig verweigert, weshalb sie
gleieli Uiirgern und Bauern der kathohöchcu Rpfymmtiou unter-
worfen werden' usw. Frrilieh mußte man r'rfjilii'«;iij daß sieb
PriidiUanten in ÜberkUriitcn einsohleichen and die Bauernsebaf-
teu in dem ererbten GliLiilcii best.'lrketi," jn i.*s ktnniiit vor, daß
Buch schon wt^rn der Kriiehleichnng uiid Fülaehnng vun Beicht-
7xttt(iln Strafen dIklieH wurden.* Dabei werden die Faulongu-
bole fast jillgeniein uubeacblel gelassen uud in allen Teilen dos
Landes finden sich noch pro testnn tische Gehet- und Gesang-
4
n
^ Nr. 1696, 193«, 1933, 193A.
« Nr. 1966. * Nr. 1967.
• Nr. IWfl. • Nr. 2023.
• Nr. 1938.
Nr. 1971.
• Nr. 1931.
' Nr. 1990.
J
XXXV
büchcr. Um din von der Krainor Ijiindgcbnt't verwahrten danert
der Kampf ancntwegt weiter. In einer Zuschrift, die Ferdi-
nand II. am 1(1. Juni lOln an den Krzbiscbdf Hftrx Sittich
von tSidzbm-g sendet, bitlt er eine Überschau llber die floit lö98
erzielten Erfolge ^ und erörtert, wns da noch zn tnn »ei. Dem
Hemn- und Kitterstande ha))0 er Ivonzf^sionon ninrhcn mllsAen.
Der wende sich j^^tzt njich Unparn und O.HterreicIi, lasse dort
die Kinder tanfen, Khen kopoiieren und schicke Kinder und
Pupillen an eektisehe Orte. Kr rr;ij;;t »n, win dam za ändern
sei. Trutzdem nach der Meinung' de» Kr/^bischufs der Zeitpunkt
•cldecht gewHhIt sei, nm mit der ScIiHiie durchzureifen^ li^ß
es Ferdinand doch uiclit an strengen Strafen in Kinzeinfilllen
fehlen. Die Akten der Jahre Ißlf» und IfcJlii sind mit Straf-
dekreten binreirhenil angerullt. Am schwersten hielt es, die
unkatholisuhen UediunstoLeu dnr LandBchaften los su werden,
und <loch war dies drin^iMid gehoti^n, denn eben diesti konnton
6o manche V'urftlgttngiMi drv Vorgesetzten kraftlus niaclien und
den Befehlen der 1. f. Obngkeitcn entge^mirbeiten. Aber es
hielt Mjwohl in Kärntf^n nU aueh in Krain schwer, einen KrsatK
zu tiiiden. Zudem liatteu difsc Leute meistens ein grüße.t An-
sehen im ganzen Lande. Noch liegen jetzt — 1016 — die Ding«
so, daß, wio der NiuitiiiK klagt, OciKtlielie mit inikatliotisehen
Herren und Landleuten Kontrakte Bchließcji.^ i )ie Aktionen
der Regierung tviirden ditreh daa Vor^ulmn des Krabinehofs
Marx Sittich von SalÄburg, der seit dem Jabro 1612* auch in
«einem Lande diu Verfiilgiuig der Prutestaiiten krüftig in An-
griff gcnuiinnea hatte, wesentlich unterstlltzL Wo die (iebiote
heider Regenten aneinander grenzten, war ein genieinBamos
Wirken gelwttin.* Hier und in OberkiUnU!» war es last un-
möglich, dem ProtestantitiinnH gründlich }K5iznkou]inen. Nicht
weniger als drei zum Teile recht umfangreiche Gutachten iibnr
lien Stand der kii'chlicTi''n Dinge in KUrtiten werden vim dem
Landeshauptmann Christoph David Krcihcrm von Urseheidteck
«n den Erzherzog eingew!ndet. Der Landeshauptmann hctcml
die Notwendigkeit, die in den letzten Jahren einigermaßen
Nr. S03I. ■ Nr. 209S.
* B. duübor mainoo AufsJitx ,Dio Gu^unrufoniiRtioti tii äal:iburg uul&r tlam
EnbUchof Uarz Sittich, Graf»» voti H»liva«iiib« (!>>12-1G1<J/ iiu 19. Bd.
i«r MittoU. d. liut. fVr S^Utr. OescbicIiUf , S. GT7.
* Mr. 21U a. 2115.
XXXVI
jinlerpoiiicrl*!' Gf^duUl boi Seite zn stoUon. Geschieht dies nicht,
80 gehen dJo Frllcbte aller bishnrifjon Muhon verloren. Die
Bllrjryrachaft uml ila« <ffiiir!imi Volk worden durch die atiab-
lüANlgi'H Ansuchen der Liiiidleute in Atem gchalttni und sind
schwerer als früher zum Gehorsiuii tu briniffeii. Sic finden an
den Vcrordnett^n ein«; Stütze und wi>rden diesen weit ober f-
horeUen als den ReforniatiunsknnimisMiii"ei>, wie «lö ja auch jenen
duruh ibro Eidcäpflicht voriiunden sind.' Du milsseu alle
bisheri^ren Toleranzen aufhurm, notwendig ifit ein exem-
phirischer Lebwis wandfit der Giiistliehkuil, in dem sich der ge-
moiiit! Mann spiegelt, eine Neoaiifla^o der Uel'omialionsodikte
mit Aiidrubniig' verHchflrfl^^r Straten l'llr den K.all de^ llngehor-
sanw^ B(;8(!tzung ritlor TiandeHämtür mit Katholiken, Budaß auch
I^ndleute, die sich zn den Ämtern meliliMi, xiitirst Her R^for-
nialiuii unterwori'i'ii werden müssen, AbBchaflimg der uiikatho-
lischeti Pril/.cjiteren imJ Pildagu^nti, bessere Sorge für die Kr-
Eiebung der Pupillen usw. ite.l dii-«er «nienten Ileforraation
darf die Bürgerschaft um so weniger übersehen werden, aU
schon ein Teil der Nenhekelirten wieder de^iuicriert ist. Man
wei'de die Wellzerischen Stipendien iii besatirer Weise verwen-
den niüiwen als jetat, da sie statt fUr die Er/jeHung der Jugend
den I^andesoffi zieren usw. zugiit*-ilt wurden, um sich eitie» Heit-
kncclit uder einen Leib^ungcn halten zn künuen. Hßsonders not
tue die Konversion der Lutiiensehen Weiber, deren btiee Zungen
andere von der Bekehrung abhalten. Wir erführen aus dem
Gutaebten, daß i^ in Kilmten noch Wnnderprildiknnten gibt,
die aiiszusehafTen luudi Mitieln gesucht werden muß. Der
Lande»haiiptinann unterlilßt nicht, auf das eine und andere hin
zuweisen. Wie kann man erwarten, daß geg<*n WjindcrpriUH-
kanten fUwnit geHcIiieht, so lange die Landgerichte mit unknlhü-
lischen Leuten besetzt sintlV Du hilft nur ein gut kathuüflcb
gesinnter Lnndprofos, der kein .anibidexter' int, dem iiicbl
neben anderen (ieseliüflen, die ilim wichtiger scheinen, auch
noch das Profosetianit übertragen wird. Der LandcKliaujttinann
bespricht dann, wie gegen verdilchlige od<^r ausgCHchnffte Per-
sonen und Jene vorzugehen ist, die ihnen Unterschlupf gewäliren,
daß man die Anzeiger bolohnon müsse usw. Da werde es nicht
wie bei der letzten Reformation vorkommen kUnnen, daß einer.
' Da Klac^eafurt der LauiIflcliAft f^hllrt.
xxxm
der anu^etdialft wird, «u ctnor Stadt in die &Dd«re reist, auf
«nea Ujunmer oder in eine HOhle aelit and dort -rerbleibt
Anf £e ketaerifcbeo BUchcr — and solche werden ongwchent
noch jetatt aaf dem Platze verkauft — wird man sein Äo|reninerk
riditea maweo. Die Vizedoioe ron Bamb«rf; imd Salzbarp
werden ja freilich das Ihrig« dazu za tun haben. Die neti«
Rfffimnalkm ist anrerxüfHich in An^ff zu nehmen.*
fia xweitet Gutachten betont, daß eine none Kefomiatiün
in allen vier StXmlen des Landes notwendig sei.' Hier wird
dio Sonde auf die Wunde geli^: im Adel, der der Refor-
mation nicht onierwurfon ist, ist unter Hundert nicht
einer katholisch. Der BUr^erstnnd ist fast ßanx tod
nevem von ilr-r Kvtecroi infi7:iert: im KJagvnfarter Ue-
^HiodenU ist auch der allirenieinen Sn^ nach nicht ein einziger
recht katholisch. In der Bauernschaft lindet Ur»chenbeck die
Dinge noch scUimmer: ,anter eo nel uusend Seelen ist kaam
lane Hand roU Katholiken zu tindcu*. xVUes in allem warou die
bisheripm Erfolfre dt>r Gegenreformation in K&raten — in Krain
und vor allem in Stoii-nnark la^n die Din^ besser — geringe.
Die Hittd, die L'rschoubt^k dagegen vorecldttgt, sind: Vei^
mehnmg' der Zahl der katholischen Hitglieder des Herren und
Kittemtandos, Hebung ihre« Ansehens usw.*
Einzelne dieser Vorschlüge machte sich die Regierung xu-
eigen; die Hauptsache war aber do^ die Haltung drg lierren-
and Kitterstandes in den kirchlichen Fragen; solange man ihn
otcht gewonnen oder gebeugt hatte, waren alle die ziihlreichen
llaOr^^n, welche die Kegierung ti'af und die oft genug das
Gegenteil von dem, was die Regierung beabsichtigte, entsagten,
mDSOost. Es handelte fiich vor n]|<>ni um die Bekehrung oder
Atiswosimg dieses proteatau tischen Herren- und Kittcrstandcs.
?. Die la?)neiäang des protestantischen Herren* uud
Kitterstandes %\\s luuerfibtcrretch.
Wohreod der ganzen bisherigen Rogicningszeit Ferdi-
nands n. hatte es keinen AugenbUck an N'^ersuchen gefehlt,
den protestantischen Herren- und Ritterstand voU8ttlud)g auf die
■ Nr. «19, 2120.
» Nr. SISI.
• Nr. SWS.
XXXV ui
katholische Seite ku ziehen, aber alle diu Mittel der Schmeichelei
und Verführung, der Drobujigeu und Strafen hatten bei <lon
touanfiebeiideii MUnneni der »Itestcn ncrrenfjeachlcchtpr StTiben-
berfr, Windischf^rältz, KhevenhtÜler, Auersperj; u. a. dm-cUaus
kein Erj^ebnia erKielt. Gewann man einzelne von jenen jUnpo-
rcn Adeligen, die als Waisen nach ihrer Eltern Tod hu kntlio-
lische Gorlmbeu und auf katbuHuchc Schulen gt^gobcn wurden,
80 zog der Adel peeinnungstUclitigo Prttzeptoren in seine Burgen,
wo sie oft ^nap die Stelle ausgewiesener Prildikaiilen eri^etzton.
Urnen staudeu die Flieger zur Soito, die dioeelbe Aufgabe bei
den Bauemsehaflen auf sieh nahmen, wilhrend die Landesbeara-
ten, die man nun, damit sie nielit der Keforniation unterzogen
wUrden, aus den Slitgliedern des llittTstnndrs wählte, wenig-
stens in den Lande.shaii|itsUidten, vyr allem in KJagenfurt^ die
schutzende Hand über der Bttrgersehnft liiclten. Aus hundert
und aller liniid<!rt Bcrichlen, die bei der Regienuig einliefen,
cntDahm man immer von Neuen die nicderfiehlagondc Gcwtß-
heitj daß die bisherigen Maßregeln so wenig gefruchtet hlltten.
Der Kampf der nitchslen Jahre ist denn auch fast ausÄchließ-
lich den pretestan tischen ITainmcrmeistern im steirischen Ober-
land, den Landschaflsbcamten in Laibaeli und Klagenfurt, den
Pr.laeptoren und den i*flegeni auf den herraehaftlichen Burgen
und Scldössem in allen drei Ländern gewidmet. Aber wie
schwer hielt es, fUr die protestauti sehen Hamuioruieister augen-
blicklich Ersatz ans kathaliachen Kreisen ku gewinnen. Der
PrJlzeptor oder rh-r PHeger, der »ich duirli eine k« stark
betente Bokundigung seines Glaubens mißliebig gemacht hat
und daher aus seinem Dienste nclieideu moß^ tritt in den Dienst
eines anderen ITerm und der Kampf gegen ihn muß vom neuen
Vicgonnen werden.
Aus den Prutokolleu der Krniner Kefonnationskammisslo-
neii enlniinint man zahlnticlif Zciignisse eines stark gewürfelten
protestantischen Glaubens auch in den niederen Sehiehten des
Volkes. Jene todkranke Frau, die auf dem Sterbebette sagt:
Der Teufel ist mir zu schwach und nur ein Sehein und ein
Schatten mir gegenüber, konnte wold die Stelle eines Prädi-
kanten Tersohcn.' Diese bisher meist mit rein äußeren Mitteln
durcbgefiihrtfl Reformation konnte nicht haften; zur DnrchfUh-
> Mr.ai6&.
XXXIX
il(sr iDn*.Tlicfa«a Bekehrung fehlten doii tnchti^n Frftlaten
die ßeetgDeten HandUnger. Immer mid immer keltrt seitens
d«8 Metropoliten^ and der linderen hircliHcliou Oberen die Kla^re
wieder: die (riMHÜiclikcit stehe nicht aiit' dor Hübe, die Visi-
tatoren tun ihre Pflicht nicht. Und dann wie schwer war die
Bekefantn^ bei den Bevülherangsmaaseo, die »n Unjrarn and an
die heidcu (>sterrvich au^renzten. Wer kirchliche Hilte nnd
Troot itnchl, findet sie dort; er darf sich nur hüten, denunziert
aa werden, und selbst da ^ibt es hundert Auswerfe, nm dro-
henden Strafen ku entrinnen. Wie lan-^e dauern die Proussa
g«g«n die Paiitaläon, Arter und Hn^iber iu Krain} flogen die
Stabenber^sehen Pfleger in Steiermark, oder, um ein auderos
Bessptd cu suchen, (re^ren die hartnUekigen Heisebhaucr in Kla-
genfort? Man wird nicht übersehen dürt'en, dali die aUcremeiue
pclitieche Lafre der Uurchlllhrung der Ito^onrefonuatiou scit-
w«tso starke Schranken seist Da sind die ersten Jalire do«
DreißigjAhrif^en Krieges ~~ der bühmischc Aufstand, er »ttert
in Inoaröstarreieh nach; seit Inn^^^r Zeit gehen die Wogen der
sktodisohen Bewegung wieder hoch; die aus Anlaß der Inibmi-
•ehen KOnigswabI gegen Ferdinand II. gerichteten P:tni[ihlute
finden iu Innerösierreich ihre Verbreitung, wie andererseits die
(Jtgenrefonnntion, die Ferdinand II. in seinen Krblanden durch-
geführt hat, mit den Grund abgeben muß, aus dem er von den
böhmischen Stilnden als König abgelehnt wird. Aufrufe, Pro-
klamationen, Pasquille u. a. werden in den innerOsteri'eicb Ischen
Landscbaften verbreitet, die PriUlikanten. die seit zwei Jahr-
zehnten vertrieben sind, schleichen sich wieder ein und worden
in den Schlüssem des Adels aufgouommeu. Da hOrt man mit-
iter hitzige Pn'digten, in dt'ncn wider die Gegenreformation
»wettert wird und die die hliuerliehe Zuliorerschnfi in heftige
Krrcgimg versetzen. Die Klievenhlillerschon Pfleger werden
denunziert, d;iß sie selbst Prltdikanten abgelieu, im Scldosse
Landifkrun predigt ein Scbuhueister wider den Kaiser und for-
dert die Anwesenden auf, zu den Waffen zu greifen. Noch
jetzt hätte mau /Vidaß gehabt, die Treue dieses so oft verdäch-
tigten Herreustflndcs zu würdigen. Statt dessen tlattem auch
jetzt noch VerdÄchtiguugen in der "Welt herum. Da ist Karl
von Egg, der an der Tafel des Grafen Ambros von Th\im in
* Mr. aiTO.
XL
BWibar^ grutgt hnlicn suU, wcnu er dem Kaiser mit seinem
Schwerte djui Haupt abhauen küonle, würde i>r sich j^tacklieh
schätzen und keioeu weiU;rt;ti Wuiuich auf Knien lie@:en.^ Die
Uotervachtuif; hierüber wird wojü einhieltet, bat aber nicht das
gewUttschte Ergebniis. Das viirn frciliih eiitninimt man aaihat
solchen falüchen Nachrichten, daß aach der Ut^rreimtaod in bef-
Bber Krregang Ist. Nicht anders lie^^en die Dinge im HUrger-
nod Itaoernstande. Wii*df^rum, was schon seit tan^ siebt mehr
der FuU war^ werde« aU^meino ständische BeratungeB ange-
ordnet.' Di<5 jjtliwrren Ix-iden iunl Vt-rfolgung««! d« ioner-
OatPireicbißcbtiu Prtiteatantismns werden in Flogblälleni nieder-
gelf>^ und dabei wird noch bemerkt, nie alle mmutim sofKn-
xdhb'ii^ sei fa«t onuiö^ltch; es foi aber auL-h nicht notwendig,
weil diese Diu^ Und-, ivtcha-, ja weltkiindi|r Heien.* Utsr achte
November 1620 — der Tap der Schlacht am Weißc-n Bei^ —
konnte nnn anch in den Kalendern der inni^rüdtemeidusc&en
Proteetanten schwarz an^r^strichen werden, denn daß nnn in
Tenchärftem Maße pejL^n die i>roteatanlii»che Iteaktion tu Inner-
teterreich eingeachritten werden dürfte, daran war nidit au
zweifehl. Da ^bt eä nene Verbote ded Einc<i;lxläptiens ,sd£tischer,
Ärgerlicher und IiDchrerbotener' Schriften und Bücher,' da wep-
deo neue Strafmandate gegen Jene Mitglieder dos Herrcnstondes
Terktlndot, die aicli gfi^ die ülicren fienfralmandate rergan-
f^en hatten,^ neue Kommissionen in die widerhaarif^en Sti&dte
und Märkte siugesandt* usw. Freilich kann es seHist jetzt
noch vorkommen, daß eine Stadt einen Cnkathotischen lum
Barpermeifiter wählt' und die Regierang' entnimmt einem ,Me-
morinl vom Stand and Wesen der Eeligion im Fümentnm
KAmton* mit Schrecken, daß es da im Religionsweeen ond der
Geistlichkeit so Ua zu^ht, daß, wenn nicht eine Wendmig ge-
schieht, XU besorgen ist^ es könnte ein neuer Abfall von der
katholischen Ueligion Platz greifen.^ Die uächäte Folge solcher
Erfahrungen Ist die Emenernng j^ner allen EHiiase, die eine
wirtschafÜiche Kräftigung ond innerliche Erstarkang des katho-
lischen Elema bezwecken," der Verbote, daß die »lelige Jagend
an onkaibolischea Orten stndiert'^ usw. Schon jetzt werden
■ StotOL-Areli. Gru G»in Kop. IStl, a. ontMi Kr. SS66. • Nr.St58.
* Jahrb. d. G«a. f. GiMcti. d«« PnvMManticoiw in 0«t«Telfh IT, Ift.
* St. 22M. • Kr. 2i«*, SM«, »470, «71. • Nr. 2»»,
' Kr. tat, tti*. • >'r. UM. * Kr. 13S4. <« Nr. 23M, S3«l,
XU
in ilen rrporcinilon Kreisen äLimineii laut, Jte »ich ihilnti au:;-
sprechen, iL-iß ilur Kuiser, wmin er dia RetunnutioD tort^etzon
wi»UtH, Juix^li niclita j^üliindort wunliMi küiiiu*,' mit fineui Worto:
diu Fnigo dt*r Auswi-ieuap d«'s i>rütcBtaiitisL'ln'ri Hurron- und
Kitte rstaiide-B ritckW in 'eirio Iiodeiiklichc Nrdic. Vielleicht
hofft«! ninn nodi durch eino ntmifron.! H: null ml um;,' d<-r Mftiidntp
(;egeii di«-' eektisi-hen Pflegrer und IVUzeptoixn ausKukoiunioq,
dtMui das gaiizi- Jiüir 1627 werden dwaa Mandntu ernuuert,
aber schließlich mochte die lürkcnntniti. diiß HUr<;cr und ßuunrn
ni<?iitaU %-ölli;^ ^>wunnen werden Lünnteii, wenn ihnen nicht der
Rütrkkalt entzogf?ii wUrdf, den siß un dein Ad<;l hiitluii, dun
Aiutächhig gehen, daß nun auch gegen diesen die entscheide nden
Schläge ffeftihrt wunh-ii. "Slan hi^Jlelitu z. B. Jiur ilus Vt'rhnUon
der Mun-eker, die bei dem Iliinae Stnbcnberfr eine» wirksnTnun
SchotT' hAttcn; ,die»e wollen*, schreibt der Pfiirrer, ,iii der Uolf-
iianjr, ilus Bhiti wenlo sich wenden, noeh lilnp-r auf ihiv Krliisunp;
wari»>n*.' Und nicht besser war ea an anderen Orten.^ ,Kb
ist eine neue ,Ket'urmation', die nun im Friiltling' 1Ö3S
in Anjrriff penoninien wird."* Da sind wonifrc Familien dos
Herren- und Hiltei-blnndeK, die nicht entweder »elbst ucler durch
ihre BedicDütcten dareiu vorduchteu wären. In dem Maudate
vom 27. M«rz U»2ft wurden die Grundji«^ für die erneuerte
Ftuturmatiuu ilarfrele^t^ und man wird es bej?rcillich tinden,
wran sie in erster Linie ,ein cxemphirischcs Leben' der katho-
UflcbeD Geistlichkeit 8clb»t :tur Vorausaetzanfr hat. Dann wird
lestgi'Actxt, daß die hitiheri^'u Toleranz ^'eK^^u Auüffcwicsene und
ihren Anlian;; ein Kude hat. Die ächulmcistcr sind turtum durch
otQ Exjuueu bei deu Jesuiten auf ilu'c Recht^läabigkeit hin 2U
prilfen. Den nubilitiorten Personen wird noch eine letzte Frist
zur Bekohruog gegeben;'' wird diese niciit eingehalten, so wor-
den sie nicht anders boliandcU als Bürger und Bauern. l<foufa
werden die ,alten Landkuilc* luisguituninii'n. Sit* haben nacli
eigener Anschauung ein unbedingtes Kcclit auf ihre alte Pu^iliun
und seibat die Kegierung kann niuht leugnen, daß sie
in anderer Lage sind, als die Übrigen Pruleetauteu im
Lande: das allein ist ja auch der Grund, weswegen sie
selbst in dem Ausweistingsdokret anders behandelt
* St. M47.
■ Ebenda.
' Nr. 2393.
' Kr. S4W.
• Nr. 241&.
Nr. 3432.
XLU
werden als di« Übrigen Emigranten. Wer die
f^gen die Prutestanten in Innoi*tf8terixMc;h gerichtete Aktion der
R^eraugsbeliurden Überblickt, d*^r wii*d findon, daß sie wcscnt-
Uch mit der f^roÜcn auswärtigen IVlilik ziisauiuionliilujit. Vur
dam türkischen Erbfeind war nun dn» iiMicri^RUTreicliischo Ge-
biet durcli den Vertnvg von Szön^' vom 13. September Jfi27 «fe-
Ricliert, in Dentscliland liatte der Kaiser srit dt-n letzten drei
Jahren Erfolg auf Erfolg äntielt; wie in den nOrdlichon Län-
dern: in BöhnKin, SlUhrtni und Schlfsian, so konnte nun auch
im Süden mit dem Ketzßrtum i;in Ende gemacht werden. In
der Tat vergeht im Mai und Juni 1628 selten ein Tag, an dem
nicht Befehle gegen die proti^Htantiaclien Mitglieder diw Herren-
and Kitterstande« erlangen wcrdou. Es fehlt auch nicht an Pro-
Tokationen bedenklichster Art,* um den Huf gegen den pro-
testantischen Adel einzunehmen^ und solch« Pritvokationen er-
reichten schließlich ihr Ziel: am 1. August 1628 er8clieint end-
lich das Oeneralniaiidat Ferdinands II., das die Ausweisung
des protestantischen Herren- nnd RitterstÄudes aus Steiennark^
Kärnten und Kratn verfllgL* Damit war das Ktuh* tli-a pro-
testantischen SUlndewesens in Steiermark, Kfirnten und Krain ge-
kommen. 3Iaii hatte von wellkundiger Seite das Erscheinen dieeos
Mandates lan^jc geflirphtot: schon als tlio Gegenrcfoniiafion tu
den letzten .laliren Karls U. ihre crstt^n großen Erfolge errang,
sali Matthos Amman, der langjährige. Kldiror seiner Partei, das
Endo kommen: ,Du mußt', schreibt er einmal, ,von Staffel jtu
Stat!el steigen, bis du am Boden liegst'. Jetzt ?.ogen «<!ine
Stibne mit ins Exil, das nnu keinem nachgesehen wird, der bei
seinem Glauben verharrt. Mit dem protestantischen Adel stürz-
ten nun endlich auch die immer noch starken Reste zusammen,
die der Protestantismus in bürgerlichen und bäuerUcheu Kreisen
besaß. Da es dem Adel gegenüber in der ersten Zeil der Geg:en-
reformation nicht an festen, auch scbrifllicbeu Zusicherungen, in
der letzten Zeit nicht an halben Andeutimgeu und leisen Zu-
sagen gefehlt bat, die seine Fortexistena im Lande bu verbllr-
gen schienen, so hatten sich zweifellos niclit wenige in eine
gewisse Sicherheit gewiegt; wie dann trotz dieser vollen und
verhUlllen Zusagen doch das gefllrchteta Ende herbeigeführt
winde, mag einigermaßen noch im Zusammenbange erzählt
I
1 Kr. UM.
■ Nr. 24«S.
Ergebnisse der Gegenreformation in Innerösterreich.
l. Di« CrrnnreformBtion and der iniitrSstrrr«lrhlsfli«
Herren and KltKTSUnd.
Uaa koanx dw ZapvstlodBiM^ die Enherao^ Karl U, d&a
Bfcwfiele «eint» Bruders,, des Kräen ^faurimiKim 11., folgend,
dem Hmtcs- uul Rttlentasd »doer Länder in kirc)ilicb^D Din-
ges geaackt bat Im I>nui|re der Not katVe er nock weiter
tAax BBnen «1« sellist der Kaiser. Mochte er andi pUaWn,
daß dvete Zngeilladmate diu* dem Herren- und Ritterstande lu-
pvte konuDen eollten: ihr Wortlaut pib den Herrrn aml Kittem
djs Recfaty aaiA BOrfcer and Baaem jm ihren kirchlichen frei-
kötm teihehmeg m bnen. Ke tindcn steh in der berühmten
Bnicker Pazifikatioii von tÖ7Ö. Man w»Hß. wie diese anmittolhar
eine gvwalti|!e Keaktion in den katholischen Kreisen hervor-
rief and wie die QrondzQ^e mr Einleitung und Ihirchltlh-
rvBg der Oejccnrefomution »hon im Herbste de* fol^nilon
Jihns in den UQnchnor Konferenzen festfrestclh wttrdon.^) An
den Beschlftsseo der Oktohertafre Ton 1079 hst die Kirchen-
pic^tik Karls II. fortan icstgehflUen. So oft auch in epSteren
Tsg«n ein Wechsel in den Uittotn wakrxnnehmen ist: da« Ziel
wnrde nnverrQcki im Aof^ behalten, und schon Karl 11. hütte
es erreicht^ wire ihm ein iRnfcerps Leben beechieden ;^wesen.
Dia Worte setner Witwe nnd die seiner Kabäburirii^^'heti Vcttom
hssn hinrOber keinrn Zweifel anfkonuneii. Dir Wirksnmki^it
mim ■ Sohnes und Nnchfol^ers attf diesem (Jebieto war eine tui-
^eiefa dnrdigreifendor«, »ie ist aber, genau besehen, nicht«
* 0«4nKkt ia taeiasr Atupilw im \kttfn und Kurroai>ctii(leDien sui G«-
•chklile der O«c«nr^o'<u*tioii in InaerSeterTMcli uuler Enh«nofr
Km) a (FuDiw rmr. Aiutr. S, 50, S. 31 S.)
XLIV
andct'CB als die Foi'tsetKun^ dessen, was Karl IL im
Sinne der Münclinor Konforeuzeu begonnen hatte.*
l)jiß freilich mit dem Eintritt FVrdiiiands 11. auch in
Sachen der Oegonreforiualion ein schneidenderer Luftzug au
wohen begann, kam den protestantischen Ständen bald znin Be-
waßtsütn. Den Wortfillirern der kuüiolischen Parteien galt ob
:ils ausgenmeht, daß wühi'Hnd der kommenden Keg^ierung des
in diesen fingen geKchnIten tSolitiefl Karlit II. fVir dio Pnitestan-
ten im Lande kein Platz bleiben wurde. DUyee> Wortf^ihror
linbcn denn aut:h «ehun vur sniniMTi Rrgii*ning8!intritt die Mittol
utid Wogo gettuclit, wie die katlmlisehc lUiligion in ihiiM* früheren
Bedeutung im Land« wieder eingeselxt werden müchte.* Da
gilt f« iJs Axiom, ihtß der KOrnt »U eitriger Katluilik die PrU-
dikniiton aus dem Lande jagen nnd die alte kirehüclie Juris-
dikliirn Imrstellen wird. Sie konntciu auch [loiitisclie Gesichtfl-
punkte damit verknüpfen: Kral wenn diese Augsburgiwclio Kon-
fession aus dein Liinde gelHebiii i»t, ist aueh dvr Oehiirsam
der Stttnde gesiuhert, denn diese Protestanten borufon sich immer
auf ihr fiewiesen. Wenn nun aber bereits die Miinehuer Kon-
ferenzen die Restauration der alten Kirche in Aussicht nahmen
und dieses in MUnehen schon vom Anfang nla die Leliensauf-
gäbe Ferdinands 11. hingestellt w^urde, so war man doch in der
Frage Ober die Ausilehnimg diwf-r Kestjnirnlion auf die vernchie-
denen Stünde des Lande» anfange maßvoll genug. Ka schien ein
großes, wenn nur erst einmal die Prädikantcn, die von der Erz-
herzogin Mai*ia vom ganzen Herzen gebaßt wurden,' verjagt
würden. Daß aber die Wünsche der katbulitwheu Restaura-
tionspartei schon jetzt via] weiter reicliten, blieb so wenig ver-
schwiegen, daß der Grazer Oberiiastur Zimuiermitnn schon im
November 1595 der Besorgnis Ausdruck gab: e« sei beschlossen,
das ganze Exerzitium der A. C. im Lande aufzuheben, oder wie
sich die cvangoligchen Kirchendiener <irasti8eb ausdrucken, dorn
ganzen exercitw rdigionis an die tiurgel zu greifen.* Damit
wurden ja dann auch il!« dem Adel gegebenen kirchlichen Frei-
heiten erwürgt, und eben hierin liegt die große Sorge der Stande.
Wie apattisoh und verflehtlich man in Prag von der Bruckor
' I>alil>eretiv do modo, itao ivligiü catboUca 4 F«rtliaaudo uvkiduc« «sre-
DiHBima raMtitai |)OM)t. Fontes rar. Atutr, *J, &8, 6. 140 iL
■ a 16», tttl.
• 8. 161.
* 8. 16d.
XLV
I
pAiüfikation nni) dem Akkord von 1591 Rprucli, <lnrti>ipr wiißto
der Abgesandte an den Kaiserliof Karl Un^ad riole KmKelii-
Sit«n zu melilnn.' tlnti^r den pHrteipän^'tirn der JeHuiten leldt
schon im Dezember lbi*Q iiiclil ^n Afterrfidmi', wie ma»
mit ans evanj^^liticlion Christen umgehen wulle.' Freilich hält
man in den sLilmlii^ctifin KroiKt-n dinsn Jiantip^n uiiil vorltittHr-
teo lieden' nur f*iir unbudächllfce ItMcli (fertige Aiustromui^en,
ttber Herrog W'ilh(-Itn von lla_y<'rii (lacht» doch ganz ander«
Ton Ferdinand II.* nnd in den prolestan tischen Kreisen mußte
man sich luTeir« von ,{eBuitiRchen Stndenton' belehren lanHen:
.die I'rildikATiten uiiiUtcn fort, die Lehrer mußten aiisf^crottet
werden.'* Das ist ja daa ganze l'rogranim dcH StubJiiiH: die
Prildikaitten mtlßtt-n hinan«. Wird man dabei stehen bleiben
künnenV Mit der Auliüi^iin»' des Schul und Kirchen ministe-
riama war der proteatAn tischen Kirche in tnnerilaterreich der
L«bensncrT dDrehschnitten. Man überblickt rouseiten der
naßfrebenden Kreide noter den Standen die p:nnzo Hache. Man
KOcht BJe zu boBcb wichtigen. Der LmideafUrBt verheißt in seiner
Reflolntion vom 23, September 15Ü>*, er denke nicht daran, jo-
mAnden in seinem GeiTisscn zu bcdrAnß'en. Aber was besa^
das? Jene Gewissenulreiheit, die einstens ein Kobenzl den
KanKlei- nnd Kaniincri-erfrandtcu in Graz so drinp^cnd ans Herz
legte," war das nicht. Ihr Begriff war im Laufe der Jahre ein
anderer geworden. Man besitzt ja Jetzt auch nuch (jewietHunv-
(miheit, d. k. wer sich iu seinem Gewissen etwa deswegen be-
drückt filMt, daß er nicht einmal im stillen K.tmmcrlein sich
in seiner PoHlille erWnen kann, der hat die Freiheit — abzu-
üebea. Wo konnte da erst ron Knitusfreiheit gesprochen
werden: der TTon)uchliaIt<'r Sithimun Pürker wird, weil vv «einen
Sohn einem bandlaierten PrJtdikanteii zur Taufe zutrug, mit
«Der Strafe von biX) Dukaten belegt" Wa« die üewismma-
freiheit betrifft, sagt ein KrUß an Karl von Kronegg vom '••- Do-
zoniber löVÖ: Eine» nonen rrüdikanten darfst du nicht auf-
nehmen, damit gedenken wir aber dein Gewissen nicht im min-
desten EU beschweren.' Die l'rotestinten denken freilich Über
Oewiaaensbescbwemng anders: ,Wird Gottes Wort nicht frei-
gelassen, so ist daa eine Gewissensbeschwerang.' ^
I 8. Bd. I, S. XXXXL * & 18S/5. ■ fi. SS7. « a Vü.
* FentM rar. Aiutr., S, AO, S, 317. « 8. 4SI ^ S. 43«. " S. 63».
XLVI
Mit der HoiTnun;::, daß m sich bei dem irroßen Anstniiii
imr nm die Anlesignani, die Rufer im Streite, Imndlc, eine Hoff-
nnnp, die den Verordneten den Kat einpnb, vertriebene Viertel-
l>riidtkanten rorUiuBg iu die ßchlösser des Adels zu retten, war
08 vorbei. Schon jetzt werden auch die a.af den Iferrenüitzen
weilenden I'rUdikanten nicht piduldet und damit mit dem Wahn
aufperHnmt, als bciBiciic sich diese katholische Keformalion nnr
auf die Kammcrffütcr des Landcsftlraten, aof die 1. f. »Städte und
Rliirkte. Es war ein arges Verkennen der Sachlage. Denn
indem sich der Tierrenstand schmeichelte, didi die Ueforntatian
vor ihm Halt machen wUrde, war or von vornherein l"Ur die
Anwendung der geHiulesten Mitte! gestimmt. Das Patent vom
12. November lö'JO warf diese Hoftiiungen um, indem es die
unverzllgliche Ausweisung aller noch im Lande wohnenden
Priidiknnten verfügte und die Widerstrebenden an Leih und
Leben hedrohte.'
Wohl hatten die Mitglieder des Herren- und Ritterataiide«
Grand zw dem Uhiuben, die IWormation würde niclit auf sie
abgesehen sein; Andenlungen dieses Inlialtes waren Ihnen viel-
fach zugekunimen; tiniso großer war das (ieflihl der Enttilu-
schnng über den Gang, den diese Refornmtion nahm. Ein Ver
sprechen des Landfufllrsten, den Adel zu schonen, war niemals
gegeben wurden, viehuehr konnte man achon aus der Antwort,
die er auf eine hierauf hezilgüche Bitte der KiLrntner gab, seinen
festen Entschluß ansdrilcken, in Ueligiontisiiehen int T-ande ,eine
dnrchausgchende Gleichheit* zu erhalten,^ und schon wenige
Wochen spiiter sidien sich die Kitrntner in der Lage, aul" ein
Dekret dos LandcslXli'sten liInKUweisen, wonach er in Beiuen
Landen niemanden diddeii werde, der nicht seiner Religion
scugi^tati sei.* Freilich tiueh Jetzt laufen immer noch Patente
mit unter, aas denen der Adel entnehmen mochte, daß er in
die große Refonnatien nicht einbezogen wird. So werden die
in Land- und Hofrechteu im Müra 1601 versammelten Herren
und Landleute mit Verwunderung gefragt, weshalb sie sich
denn so sehr wider die gegen die PriUlikauten erBussenen Ge-
neralien sfKirren. Es gehe doch nicht auf sie selbst, sondern
> B. eil.
* 6. di« palitiftcben Beacliwerden der KKrntnor vom 31. März I(S02.
■ &. unten Mr. 1074.
* 8ckreib«Q der K&raUiar vom 6. Oktob«r 16UU, Mr ItU.
XLVII
auf din friedlili^aigeti Leute, dio ki^iii LuMdeüAlrst in sciiiejD
Lande zu doldmi verpflichtet sei. Und wenn jetzt brutale Oc-
waltUtcm t^^n Mitglieder des Adels unterliefen, so konnten
sie immer noch auf don Übereifer eines untorgtHirdneten Ürganes
g«8dx>ben worden.'
iKnnn ninoht mmi jf'tzt schon einen Unterschied zwischen
den altausüfisi^'ün ilitKHcdern des Herren- and Uittcrstniides luid
den in JQntrerer und jüngster >^it Nobilitiorten. Konnten jene
aas Anlaß ihrer von Karl U. erhaltenen, jetel freilich uiißncb-
teten Konzessionen immerhin eine ßerltcksichtigun^ in Anspruch
Defamen, waa hatten diejw: ftir ein Recht? In dem Schn^ibcn
Tom 2. Mftrz lt>01 (gesteht Ferdinand IL den Kllmtnci-n au, in
der Ausweisung Chrislopli SiebenbUrfrers Wandel zu schnften,
£ilb dieser zur Zeit seiner Ausweittun|; Landniann wsr und
nicht erst die Landmannschaft in praejuilieium religionis erlangt
habe.' Hald wird freilich von dieser Unlersdieidunp Un);;jui};
genommen und schließlich ain 20. Juni IlK)4 unvcrblOnit erklärt,
daß man irleich vom Anfang au an die Kcformation des llerren-
and Kitte rijt;iudcä (redacht habe.' Hier wird oin Jeder zwischen
den Zt-ilen lusen, welches öchickwal den Herren und Uitteni
bpatimmt lAt, die sich weitem, ihr Olanbr-ns)M>.kennti)is nufzu-
geben: sie mUB<!ßn znm Land hinaus.
Man entnimnit dem Uesn^ten, daß auch die Uofaiination
■1«« Herren- und iiilter»ilnn<U>s gleiuh vuiii Anfaiif; an ins Auße
gefaßt nrurdp.* Sie vollzog sich in einer p-o(Ien Zahl von
KtAppen. Indem beispieißhnibur die Viertel prJldik ante n ihr Heil
in iler Flucht snelien mlisacn, ist den itrnirren i^lil^liedfirn des
Kitterstandes, die nicht in der La^o sind, eigene l'riUlikanten
zu haken, daH Kxi'r/itium ilirer Uellgion genoninieii. Bald werden
«vanpelische l>nincn zwangs^woiso mit Knlholikon verheiratet,
darf keinem raiQdi'rjlthrijKon Herni oder Kitter ein protifstan*
tiicher (Jerhnh fregebon werden und wird seihst bei Lobzeiten
dor KJlorn der (jt>rltab ttlr die Kinder bestimmt
Itald wird dem Adel die Verwaltung der Kii-ehonlegate
ans d<^r Hand genumnieD and erkUrt, daß in Zukunft der
* JkkL u. Korr«ip., Nr. l£9r>. ■ Nr. 1263. * Nr. 1&90.
* Wm «i mit ileui b««on'Vran Tertpr^lieu, Um Ferdinan'l If . Jen Steirdm
(«l^twn halion soll, daH <lio Rofoniintion nnt Hi« Lnitttleuti« fcoinmi Ho-
*ng liitli(>n wcr'to, fUr oino ilcwnncltiiiii IiaI, wovon Iß07 in Kraiti g9-
»ffocUmn nurile (s. Nr. I7&I), Ut uicht fM^k-liUicii.
k^f
xr.vm
Iviiutßsfllrst fiolbst hieriiber disponieren wollo.' Srhiiußlieh winl
Uim diircli lUs Patent vom l. Milrz löOl die Frcibeit genommen,
einen Prildikaiitcm zu lialtoii," und wer nun etw:i smn Kind
jeuHf'ita der Gr«riKe von cinoui l'rüdikanten taufen liißt, wie
Kniroic.il von Klininnch, wer ob wie Otto von HerborBtortT nnidit,
seinen Pt-Jidtkanton zu hf-Iialtt^n, wird mit st-Itweren Strafen be-
legt. Wiinn ilrrr bifdnre Hans Jakob von Stein»clt in einer
offenen Her»tnng ati^: Mao pebt schrittweise vor, bis man an
din liandhülix' koiiinU, so bat er Keüht, denn mau ist scbon bei
den Landleuten an^ebmgt Mututunbaft strömt jotzt das Volk
aber die un^arisohe Grenze. P'r wäre zu erbanntm, sclireibt
Karl von HerberstorfT am J 4-. Juni ICOl an die Verordneten,
wenn die Kanzel in IVtanit/a leer stehen sollte, denn alle Feier-
tag Ktrünicu 8elfa»it von Laibach und auä Kumten auch liüoh-
botagte Leute heran.' Da ist es ein schwerer Scbhg, daß die
Regierung am 2j. JnH 1603 ein strengtts Verbot erläßt^ den
protestantisch eil Oottesdienst jt-iiaeita der Gronzo zu besucheu.'
Schon die Höhe der Strafe — IT) Mark Gold — saj!!, pepen
wen das Vorbot perirlitel ist und der protestnntiscbe Herren-
und Itilteri^tand erklärt sich in eim-r von 2;iä Mitgliedern go-
rnrttgtun Eingabe bereit, unter eolohen Uinstllndon aus dem Land
zu ziohen, fallö ilini syiu" Güter abt^elüHt wi^rdmi.^ Man sieht,
der AbKug des p rot ostaDti sehen Adel« ist nunmehr nur nueh
eine Frage der Zeit und der UmetÄnde. Mehr als zwei Jahr-
zehnt^i, bevor die Emigralion des Adols erfolgtf, stand sonach
die Frage schon auf der Tagesordnung. Und diese FrJigo wurde
durch stoU seliHrfert! TIekrelc Imnit-r zur Disku.ision gestellt. Da
ist vor allem das Verbot, die Jugend an auswärtige, d. h. uieht-
katlioli«che Sohulen zu schicken, ein Verbot, das von /eil zu
Zeit und stols mit Verse hUrfungen entouert wurde.
Erst auf der Höhe seiner politischen und mililärischeii Er-
folge im Reiche, als es den Aim<d]ein hat, daß die katholische
Restauration nueh dort (\berall zum Siege gelangen miissn,
wurde in Innerilslorreich die Ausweisung des protestan tischen
Herren- und Uitterstandes vcrAigt. Da« Generahuandat ist vom
1. August 1G2.S datiert.* Ein nach vielen Seiten hin außer-
ordentlich interessantes und wichtiges Aktenstück. Es zählt in
' Nr. ia«0. » Nr. 1808. ■ Nf. 1.^46.
' Nr. 1699, l&Se, 1&87. « Nr. 840Q.
Nr. 1601.
xux
richtiger Reihenfolge die wiclitigeren Maßnahmen gegen den
innerCiaterreichischen PruU-stiuitismus auf, wie äe oben vermerkt
wurden. Alle diese Ertitäso seien in milder Form mitgeteilt
und durchgeführt wurden, weiJ man die Uoffiiung hegen durfte,
daß dieser Adel in die Fußsiaiifen der Vorfahren eintreten,
sich zur kütlioliscben Religion begi^hen und hiedurch die alte
kirchliche Eintracht im Lande herstellen würde. Bei so manchem
sei ja der Samen aufgegangen, bei vielen aber auf Hchleehteu
Boden gefallen. Da dem LandeufUraten die PHieht oblieg^
GlaabenäimUmer in seinen Landen ebne Unterschied der Per-
son aaaznrottcn nnd die uralte allein seligmachende Religion in
joder Weise zu flJrdem, er auch wünschen muß, daß die Mit-
gliwler dieser altadeligcn Geschlechter, die sich zu jeder Zeit,
auch in den gefabrvoUaten Lagen der letzten Zeilen, durch ihre
onentwegte Treue ausgezeichnet haben, nicht an ihrem Seelen-
heile Schaden nehmen, so mttsse er auch diese Geschlechter in
die von ihm angeordnete Kircheurefarmation einbeziehen. Zu
dem Ende wird einem jeden die poremptoriewhe Frist von einem
Jahr angesetzt; nm sich zum katholischen Olaulioii xti begeben.
Wer dies nicht will, dem wird es untersagt, .in den Erblanden
des Landesftlrstcn zu wohnen und seine Qiiter daselbst persdn-
üch zu besitxen'. Er muß diese Güter verkaufen oder sie,
w«un ea binnen Jahresfrist nicht möglich witre, nn einen katho-
lischen BevoUmäcliligten übergeben; würden sie von diesem
nicht an den Mann gebracht, so würden sie von Amts wegen
veräußert werden. Ausgenommen sind da nur die Fideikommiß-
güter, von denen den Ab7.iehcndcn der Nutzgenuß bleibt. Im
Hinblicke auf die treue, in allen Lagen erprobte (jatriotische
Haltung dca ionerüsterreiehischen Adels wird ihm die Zahlung
dcä 10. Pfennigs erlassen and die Krlaubnis gegeben, zur
Führung etwaiger RechtsOille im Lande seine Verwandten oder
andere katholische Personen be%'ollmilchli'rcn zn dürfen. Diesen
Hanptbeetimmungen schließen sich einige nebensJtclilicho an.
Der große Wurf war getan: dieser Erlaß bezeichnet das Knde
der protestan tischen Stflndenmcht im Lande. Die maßgebenden
PersJJnhchkciten waren sieh der Wichtigkeit de^ Momentes durch-
ans bewußt; unter Trompeten- und Paukenscliall wurde daa
Patent im ganzen Lande verkllndet, selbst in der letzten Pfarre
Ton der Kanzel herab. Zugleich wiitl ein genaues Verzeich-
nis aller im Lande wohnenden uiikatliolisühen Heri'en nnd Ritter
P«BM^ It AH-, Bd. U. d
ungefordert' Dieses Voi^hen dem alten Adel gegenüber ge-
stattete in keiner Weise, etwa gegen den jüngeren Adel oder
die Proteatantcn in biVr gerlichen itnd bÄuerlicLen Kreisen Milde
wftlton zu lassen. Mit der grüßten Sclitirfe wird zunUelist gegen
Unkathüliache, die nicht Landleute sind, eingesdiritteu.' Daa^
was jetzt iu den kirchlielieu Diugcu im Lande Torgehl, ist
nicht etwa eine neue Auflage der alten Verei-dnungen, 8t>ndeni,
wie ein trefflicher Zeuge «ngt, ,oine Hanptreformatlon*.* Auch
buchstäblich gcnomraen: sie traf erst jefcet die Häupter der Re-
formierten.
Wie sich nuD diese ,Hauptreformation' — um das vor
weg zu sagen — In btlrgerlicheti uiiil bUuerlidien Kreisen ge-
staltet, cutuiujiut man einem Reiso berichte des steirJscben Vro-
foseu llaus Sigmund von Grafendorf Über die ihm von den
Behörden üWrlragtMic Vorrichtung gt^gen die Protest an teil in
der Radkcrsbui'ger, Klücher und Halbenratner Gt'gend. Man
wird gewiß erstaunt sein, zu vcruehmon, daß sieh da nicht weniger
als 20U Protestanten ^einstellend In den obcrstoirischen und
uberkttmtnertsuhcn Landestcilen lagen die Dinge gewiß uacli
viel ftrger. Wenn man bie lt>2ö tou der Reformation in Städten
und Märkten spricht^ beziebt sich diese vornelimhi-li auf die
landesllirstÜchen Orte; In Stiidteu, dit; wl« Klagenfurt direkt
der Landschaft, oder wie Kapfenberg, Mureck, Weiz u. a. ein-
zelnen Herreugesclilechteni unicrstohon, wuftio ja auch refor-
miert and nielit selten ku scharfen Mitteln gegriffen. Wer da
aber sieht, wie der Adel immer wieder seine pro tefe Um tischen
Untertanen »u schützen versteht, der wird zugeben, daß eine
wirksam!? kathuliHidic Rufürinalion In sulchitii Ort^n jelat erst
uiüglich wird. Jetzt können nur noch solche Protestanten sich
iK-hntipten, die der Laudcsgrenz« gegen Ungani nahe oder hoch
im Gebirge wohnen, wo sie schwer zu erreichen sind. In beiden
Fällen ist Ihnen sehw'er beizukommeu, und hier werden sich
Kr\'j>teprotest&nten — denn erst seit jener Zeit kann man von
solchen reden — noch Jahrzehnte und darübor hinaus vurtiudeii.
Jenes Vorteils, den die , allen' Herren und LanrUeute ge-
nossen, von der Zahlung des lU. Pfennigs befreit y.u tn-iii, suchoD
nun auch die Übrigen Adeligen teilhafUg zu werden, ohne daß
es ihnen gelingt; vielmehr setzt eine Allgemeine Verfügung den
• Nr. UU. 8481.
< Mr. S478.
■ Nr. m».
prinzipiellen Standpunkt der Regierung' fest* Nur in ganz be-
sonderen FjlUcn, znmal wenn das Out der Emigranten ver-
wandten Katholiken TEufallen «olt, wird hievon eine Ansnahme
^inacht.' Ans den neuen Verordnungen heraus folgen die ver-
acliiedenarti^ten, oft rwJit verwickelten Besitzstreitigkeiten. Und
wielangc Iiatte mau noch mit diesem prote^tanliticheu Adel zu
tmif wenn sich die Streitig keiteu in dem g<w'ohnlielien Pro-
Beßweg abiipielen. Das ist wohl vürnehmlich das Motiv, das
die Regierung zu dem Dekrete vom 29. August 1628 veran-
Ußte. Dieses bestimuit, daß die Prozesse abziehender Personrai
raiich und eQUimariscJi erledigt werden. lu welcher Weise daa
erfolgen sollte, darüber wurden eigene Gutachten eingeholt' und
mit besonderem Naehdruck betont, daß v^ä dem Kaiser sehr da-
nun zu tun sei^ daß den Abziekendcu aufs allentchleuuigste luid
fljrderliebste entgegengegangen wcnlo. Der I^atidcshauptmann
TOM Kumten kam dem Befehle des Kaisers unver/UgHch ent-
gegen, und so wurde am ß, April 1629 eine allgemeine Ver-
ordnung erlassen, in welcher der Vorgang in der ReebtsHllirung
der EiDtgranteu geregelt wird. Als Grundsatz wird angenom-
men, daß die Gerichte, uoch ehe die Parteien ,in8 Recht er-
wachsen', sich bemühen soUen, die strittigen Dinge friedlich
und schie<llieh beiy-ulegen. Sachen, die schon beim Obergerichte
anhängig sind, aollen ilire Wege gehen, jene Aktionen nWr,
die Duch nicht vor die Landeshauptiuaiiiischafteu gebracht sind,
von diesen zu außerordentlichem Verfahren gebracht werden.*
Ein gleiches Verfahren wurde auch für das Kellermeistoramt
angeordnet^ und dem steirischcu Landverweser noch im August
lti29 zur Priicht gemacht.
Mittlerweile war die Frist, die der Kaiser den Abziehenden
gi^cben hatte, abgelaufen. Sie hatten in der Zwischenzeit ihre
Angelegenhcitou geordnet oder, wo daa nicht mi^glich gewesen,
deren Ordnung ihren Bovolhnälchtigten Überlassen. In vielen
Fftllcn warcu das katholische MitgUmlor des Herren Standes,
mciBt wohl Verwandte oder Verschwiigerte. Wer von den Emi-
granten nicht in glänzender Vermögenslage nnd darum genötigt
war, im Auslände bei proti^atiuitisuhen Ktlrstt-n oder Roichs-
stAdteu ein Unterkommen zu lliiilen, bewarb sich bei der Land-
» Kf.**92, WJl. » Nr. S493, 2496. ' Nr 9477.
' KBkttn« hlt>r(tt>t;r in Nr. S617. >■ Am 24. April lääU. Ebenda.
LTI
ijchaft um ein S^oo^is flU- eein Wolilverlialten, das ihm tu bo-
reitwillipcr Weise und lui^ttit nntcr whiiUMclicIlmfUT Auerlten-
nmig seimn* i'igciicn und der Verdionsti» sniner Vorfalirfin ge-
geben Würd. Für alle wird eine getneinsiiine Foniud festge-
stellt,^ die aber Raum lüßt, um der Bpczicllnu Vordicnate, die
der eine und dor nndere Emigrant »ich in Kriegs- und Frie-
dcuBzeityu erwurbiiii luit, zu godcnkun. Es wird bBtimt, wie
sclininrÄlieli dios .Scheiden ao wackerer Münner die ganno Land-
schaft berührt und djiß man mit liütOiHler He^it-nlß gewOiiscIit
liÄtte, sio iiooli lilngiT im LnmU* zu beaitzcnj wenn dies ander«
der Religion wegen möglich gewesen wilre. So lautet^ um
einige Fülle «nzufUhi-eu, das Zeugnis flir den edlmi Reri-n
Kaapar Z^^bingcr auf Kircbfeld, daß er, der der Religion wegen
aus dem Lande muß, eich daheim und im Felde stet« treu und
pitterlich en^'iesen.' Dem Freilierrn Wulf Wilhehn von Eühs-
wald wird bestUtigt, daß sein Cieschleebt als ein von ellich
hundert Jährten her adeliges und ritttirliches gewesen, welches
dem Unuse Ilabsburg in steter Treue gedient und daß sich
Hucb der Bitl8te!ler selbst bei untt-raehiedllchen Kriegsexpedi-
tionon liiibo brauclien lassen.' Besonders fbreiivoll ist doe Zeugnis
rtlr Hans Friedrich von und au Teuffcnbaeh.* Solche Zeugnisse
Kegen, lun nur der Steirer zu gedenken fUr Kömtner und
Krainer scheinen sich in den Landschaftsakteu keine Mate-
rialien erhalten zu haben — noch von den FamiüenangehOrigen
der Galler, Leysser, Jübstl, Gloyachj Wagen, Amman — Sühne
des Protestantontilhrcrs in der Zeit Karls II. — Herberatorff,
Zach, lleritsch, Racknit», Sauer, Windischgrätz, Herberstein,
WeltÄ, Rauchenperger, Prunner, Rottal und Spcidel vor. Nicht
alle Emigranten hatten es notwendig, sich um solche Zeugnisse
zu beworben. Da ist manches Geschlecht, das noch in die
Zeiten der staufischen oder, wie dos Haus Stubenberg, in die
Tage der salischen Kaiser znrllckrcicht Aus dem Hause Stu-
beoberg selbst ist uns ein Zeugnis erhalten, wie schwer dem
Scheidenden von Seiten seiner Verwandten, die katholisch
geblieben, und seitens seiner Bediensteten der Abschied
gemacht wird. Georg der Altere, Herr von Stubenberg auf
Kapfenberg und Murock, dessen Vater Wolf dorn Vater des
' Nr. S6S1, KonMpt dor lierrii iiiitl Ittodleut tOBtiraonii.
' Nr «6M. ' Kr. 2588. * Nr. S&Ol.
1
tni
jetsi^u Lniul«titihrBU»n m nahe {u;f>Btanden und ilnr, freilich viol
^i>siniiungBtUtfhtigpr nodi al& dicwcir, dio Fahitn ihw ProtcsUin-
tisiDus im StviiX'Hando wühiund der gefUlirliehsten Sihmtii>]if;o
huch je;v)ialton and den wmlcr Lockuii^oii mdcIi Droliunjuren zur
Konversion verleiten konnten^ er zog Jet?.! ab, nachdem er nber
sein liepetuli's Hal> und Oul verOiftl uml in uintT bp^onders
rölirendeu Weise t*lir seinen jungeM NelTin Hau» WÜlielui, diii
•Sohn des in den bühmisefaen Aufstand verwickelten imd dnruiD
mit fiÜlerkunfi»)kntion IM-Atmflen und bri di*r Iteknnnten JitHcliInt^r
Kalustropke von 1Ü2Ü utus Loben {rekommonen Rudolf von Stu-
b«nb«rg geftori^ tiAtte. Das betreflende Schnflstnek ist ein
Mpreclieudefl Zeugni«, wie Georg ,uiu den Namon der Herr*m
von Stubenborg* sorgt.' In geradezu rUlirender Wei^e nimmt
G. Snapach von «einem guten allen Herrn Abschied. Dieser
seJhät hat ja auch da« Lelwn in der Fremde nicht vertragen.
Kr 8tai'b sclion im näcliaten Jahre. Der Absclüed der anderen
Herren wird sich nicht anders Kugetragen haben. Mit den oben
gonannteA Mitgliedern dee Herren- und Uitteretande« tat die
Zald der Emigranten nicht ersehöpfl: hier fehlen Kunücbsl die
Klimtner und Kmiiier und winele vom i*teiriRchon Herren- und
Kitterstand. Sehon in den Tagen der Emigration nnterlioß man
nicht, Aktensanim Jungen über den Verl.inf der pro testan tischen
BewegTUg iu Innert^sterrvich mit ,'m» Hcieli' zu nehmen, bald
nachher legte man Listen der Emigranten an, von denen sich
vürschiedcne noch erhalten haben.' Von den Emigranten mo<:ble
mancher schon in der nHehslen Zeit in Not und Klend geriiteu
sain. AHeJe mochten sich nor widi?rsl ruhend der Not der Zeit
f&geu, manchen trieb daa Ueimvreh nach Hause and es fehlt
nicht an Andentungen, daß einer oder der andere an gewalt-
same Mittel daehte, den (lang der Dinge zu ändern.* Doch
aind wir aber diese Dinge im einzelnen xu wenig unterrichtet,
am sehfidcu zu kjinnen, wa« etwa anf bloBem Klatsch oder
Wtt» anf Wuhrln-it bcruhtej daß aber die Lage der wenigsten
dieser Emigranten mne günstige war, mag man vielen Akten
f»nlnehmen. Wir wollen hier nur einige Ilelege vürbringen. In-
dem das Verbot auögeaproehen wird, pretitHtantiäehcn Kltem
die Kinder oder die ihnen anvertraatcn Pupillen mit auf
die Wanderung «u geben, diese riclmehr katholiscben Vcr-
» Hf. M».
» Nr. 1*«.
■ anatsr Mr. S&7I.
* Nr. S6S4.
T,IV
wandten undVonnVmdcrn zurEraelning im katholischen GUnben
überliefert werden müssen, werden nicht selten die natlirlichaten
Bande der Familie zerriaseu und es fehlt uicht an zahlreichen,
jtnm Teile herzbewegenden Eingaben einzelner an die Regie-
ninp und den Monarchen, die es bezweckten, dae nnn tostge-
ROtzte, jranz unnatürliche Verhältnia zwischen Eltern und Kindern
und sonst zwischen nahen Verwandten zu zerreißen.' Was die
Ton nnkathoHschen Eltern hioterlassenen Kinder betrifft, hatte
auch die kämtncrische Landschaft schon am 4. Mürz 1601 die
Klafje erhoben, daß sich die ftlrötliche Durchlaucht als den
obersten Gcrhaben der Fapillcn intitulicrc und nach Gefallen
der Pupillen Gerhaben a«fdrilnj:c.* Nach der Ausweiaunp ^-
Btalteten sich die Sachen begreiflicherweise noch viel schlimmor
und der Auftrag, dem Ferdinand ü. am 27. September 1629
den steirischen Verordneten gibt, sie möchten an die Beschaffung
von ]\Iitteln denken, um die verwaiston Kinder unkatholischer
Mutter, die kein P>bput besitzen, aufaiehen zu können, beleuch-
tet diese Sache cinigcmiaßcn.^ Am besten, meint er, sei es,
die in früheren Tagen ad pioft usus und auf Stipendien gestif-
teten Legate ~ sie stammten zumeist aus protestantischen
Quellen und waren ft\r protestantische Zwecke bestimmt — zn
vorwenden. Der Landtag des folgenden Jahres entsprach denn
auch diesen Wünschen des Landesfürsten. Da bittet eine Mutter
— OB ist Frau Anna Manisch von Prankb — ihren Sohn atif
einige Jahre zu sich außer Land nehmen zu dürfen ; ihr An-
suchen wird abgewieaen, ,weil diese blinde Jugend an so un-
katholischen Orten, wie es Nllmberg ist, leicht ^rerdorben werden
könnte'. Da die Mutterliebe Krau Anna M.irusch zu ihren
Kindera zieht, bittet sie, ihr wenigstens zu gestatten, wieder
ins Stcirerland ziehen und ihren Kindern noch etliche Jahre zu-
wartcji zu dürfen. Wiewohl nun die Kegicrung selbst der Mei-
nung ist, die Kinder wttnlcn bei ihrer Mutter besser versorgt
sein, fürchtet man doch von einer aligeraoinen Bewilligung böse
Konsequenzen und ist höchstens bereit, ihr vier Monate zu be-
wilUgen und nur unter der Bedingung, daß sie sich unverwets-
lich halt. Da bittet mancher ,erlebt*'' Landmann, ihm zu ge-
* Nr. SftSa. So «uoh die ßitto Frau Msrirroth Oabfllkofen, ihre Söhne nach
Odanbiir^ nfllimen «n dOrfon. Sie werde g^goo die R«1iino[uiniuiiIeta
nicht verstoBan.
> Nr. 1«6&. • Nr. 26*9.
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•en, mad ist es ra Wtckfiekkcit
jcDca ytafem Adefign, & ihnr ■ütm» Ai
sea in fariBAfiBCBc Huof f mcwes^ wira nv
«sfeih, hm Ay^nd n man. Wcfeden, der
Oft L^nd fc^n^—*, nn Hmbsi sad Vmandte
«■f »aifhffw hmsm betet aicfat nlMa der Vatwf der
Hv vo MB hofta koB, daB eia Pr»-
donfc ttimt Haädulir dem kaibaGt^«s Gkubes ft-
osr iHn^BMt Wer-
der WHw« Eidber
wird, ilifvr
.* In eiaeiB EriMB v«n 19. Apcfl 1690
b«ilk «a: Wc^en Anaadnfiuif der iwV*riwifarhm Eheweiber
kiben wir mu nocli nidit PCMiriert, Boadem waBem vis mr-
ttkeo, M wwdcn nc^ fiberZoradM ikfgr kaahaBtfcaa MiOBW
äam DiawjciM hndm^in Die yBHiiw Se&wicn^keiteB bot ab«
dM Ordnnsir dw BeatenrUcmBn. Dm kt maaclwr dyagw,
A» er «me hiBteciunnea QefhalnAjiftmchwi in Ordna^ m
bringe» Teraaebte. mm Seblnfi eiblli er, aeban in der YrtamAe
weileDd, d»? Nacbricfat nnt den Tode «110- MattH^* wül er
in Minaa Rwihtwi <ngwwhfcBgt UeibaB, ao maß er tncbten, in
dn H«iniat ■■ koanaan. Seine Bitten ihn die Bftefckebr n
f^atMtttmf wird ab^rewieaen. lun anderer hat dro Verkauf aeinea
Qvlen eiDgeleitei nnd ist afageioeen; ntu wird dar Knnf rtek-
tßmpIS, xadem wül er £a aeäoer Tocbler snj^a^lana Eriwcbaft
in Rjchti^eit bri^iaa. Aocb aeöke Bitte hat keinen Erfi^.*
Wird aber «nzdnen £e BewüHjctm^ prt«nli, tu die Heimat xa
kommen, om da ihre GeacbAfb) abcawickelii, ao eriuüten die
gMOtiefaea BakSrden den Auftrag, sidi Mähe an geben, nm eie
wtm katbnfiflcbni GUnben zu bekehren.* Sehen wa^ noch
cinar den Vemeh, ieinen Sohn an räie answlrtige', d. h. an<
katiboGaeba Sebnle m aeaden, denn er pefikhidec aeioen Bi«itx.^
Wer nicht aeDiet feinen BeaitK ktascUagen will, dem hilft die
* Xt MST, Mao, S«47. > Kr. SMS. ' Kc; Staft,
* Vi. SU. * Fr. S&^3. * Kr. XUS. ' Kr. UM.
LVI
Regif
nach, denn sio hat den
iening nach, denn sto. hat den gemessenen Auftrag, die un-
verkauften (Tüter der Emigranten ron Amts wegen zu schätzen
und feilzubieten. Zu diesem Geschäfte wird eine oipeno Kom-
mission gebildet. Wie schwer es dann auch hält, Satzposten,
die anf den verkauften Gütern haften, in die Fremde bezahlt
zn erhalten, wird man der erf^reitenden Bitte der Emif^rantin
Repna Haag geb. Teuflenbach entnehmen, die ,mit ihrem Ehe-
herni und mit ihren vielen Kindern keinen handbreiten Fleck
beflit^t. der ihr eigen ist und selbst das liebo Wasser erkaufen
muß';' die Kapitalion aud dem Lande zu ziehen, ist bei dorn
Mangel an Geld vorpünt und von dem winzigen Zinsenertrag
kann sie nicht leben. Nach harter Mühe erreicht sie, daß ihr
der kleine Hesitz — es sind 2500 Onlden — ausgefolgt wird,
docli auch dies darf nur ratenweise geschehen. Das ^'erbot,
das Geld aus dem Lande zu lassen, ergieng am 21. Juni 1031
als allgemein giltigo Maßregel. Wohl vorspricht die Regierung,
Soi^ tragen zu wollen, daß die Emigranten die Zinsen ihrer
Kapitalien zu gehfihrlicheni Snlx erhalten und ihnen im Falle
der Nichtbezahlung schleunigst Hecht und Exekution erteilt
wenlen soll,' aber schon der Landesvorwalter und die Verord-
neten sehen ein, daß es da nicht ohne Ausnahmen abgehen
könne, denn so mancher Emigrant könne hei der Teuerung im
Reiche ,mit dem hiesigen Interesse nicht nachfolgen', sojidern
hat vielleicht sehini das Kapital angegriflcm; andere haben, um
nur die Bewilligung zu bekommen, ins Land zu ziehen and zu
dem Ihrigen zu scheu .reichlich spendieren** müssen. Die
Kriegsfurie, die faal allerorten im Reiche entbrannt war, am
meisten in jenen Oegendeu, die schon von jeher eine beliebte
Zuftuchtfistätte innerilsterreichischer Protestanten gewesen waren,
wie 8acli8on und Franken, verscldimmerte die Lage der Emi-
granten und man glaubt es dorn biederen Hans Sigmund jHstl
auts Wort, wenn er am 20. Februar lt>32 schreibt, daß er sich
in Nürnberg gleichsam mitten in den Kriegeflammen befinde
und sein kleines Vermögen nicht sicher genug sei.* Da hatten
Cfi die Dabei mgeblicbonen besser; freiUch mußte Ferdinand H.
schon wenige Wochen später den Religionsreformatiouskonnnis-
' Kr. «677. • Kr. 262J.
' Spenäierifn, »in houtu luQor ßeltrauch gekoiuiQOnes Wort fUr: tentecben,
•eheakeD, am licli jeimtndM Quoat xu «rwerben.
« Nr. MU.
LVTI
I
bedauernd mitteilen, daß eich in Kumten vinle Pereouen
■^ und da ist wohl öticIi an dfii Adr^l zu donkcn -- hefimlen^
dw* sich nur pro forma zur katholischen Kirehß bnkonnon.
Solcher jMiißkatliolikeii' hat rs zweifellos vlole gv-geben, iio
hatten aber in den Kreisen ilirer Stnndcs^enoiKnit geringes Aa-
eehen. Die meistim Emigranten beweisen auch im Klende noch
eine rührende AnUüngltelikeit an diu ht'iriii«icln^ D^yiiHStle, imr
wenige FftUe sind b<?kannt, in denen sich Angehörige dos inner-
^rreichischon Hcrreimtandes otwa in sehwc<li(4rlie Dienste Ite-
•\\ haben. Gedehah dies, so geriet ffeiÜcb die in der Iloi-
mat KDrlickgebliebone Verwandtsehalt in Gefahr, in ihrem Re-
ntiK geschädigt zu werden.' Es Iiat iinliezu ein volles .Inbr-
»iint gedauert^ bis die Hegicruog df^n Kmigranten gegenüber,
doweit aie im Laude noch Bettitz hatten, eine Tor&öhuUcherc
Haltung einsciilug. An den verschiodenartigsten Proxessen hat
« freilich auch in den folgenden Jahren nieht gefehlt und noch
nach dem Ende des gi-oßcn deutschen Krieges gewahrt man bi
den inneröaterreichischen Landen] Zuckungen, die mit der Kata-
strophe von lG2>i in Zusammenhang stehen. AUhs in allem
betrachtot, erwies «ich das Vorgehen von lü28 als eine Not-
wendigkeil; e« mußte oingesch Ligen werden, »ollte ila», was
im Jalirc L'iOS begonnen ward, seinem Ende zugeführt worden.
Die folgenden Hlütter werden den Natihweis zu erbringen hahmi,
wie wenig Erfolg die Reformation in den «nderon Schichten
der Bevölkerung aufzuweisen hatte, soUngo noch dies<! starren
protestantischen Klemeate rlcs inneröstürrelchiiiclicu Ilerronstaudos
im Laude verweilten.
3. Die ßeieenrcforiuatlon im BUrgcrstaride.
Viel einfacher als in den zum Teile recht verwickelten
Verhältnissen des Herren- und Kitterstandea lagen die Dingo in
den Stfidtcn und Märkten. Schwierigkeiten ergaben sich alleu-
äUs hei denen, die wie Klagenfurt der Landschaft — also einer
^t ausschließlich proteslAntiachen Kori>oration — oder wie
Kapfenberg, Mureck u. a. den hervorragendsten protestantischen
Herrengeschlechteni des Landes gehörten. Sonst konnte im
■ Nr. U50.
LTin
allgemeinen in jenem Geleise fortffefahren werden, das eiiiBt In
den achtziger Jahren Karl IL botrcten hatte. Schon damals
hatte die Gefjonreformation in der Stadt Graz die protestantische
Welt in Deuteehland in Anfrofrnnp versetzt' und Uesandts^haften
an den tirazer Hof, nach Praj: and an den Itetehstaor die Tjaffe
der Dinpe zu wenden Terftucht. Wer den (Janp der Dingte
unter Karl 11. übersieht, wird finden, daß die von ihm einp:»-
schlagene Methode «n demselben Ziele Tihren mußte wie jene
Ferdinands II., nnd doch wiLre sie zweifelaohno ohne bo großen
Aufwand von Mitteln und ohne die Anwendung soleher von
gewaltUltiger Art ebendahin gelangt. Wer die Ratsprotokolle
aus den stesrischen Stüdten in dem letzten Jahrzehnt Karls IT.
durchsieht, wird bereit« einen Kückgang pro tflHtantie eher Gesin-
nung und ein wenngleich noch nicht rasches Anwachsen do§
katliolischen Elementes wahrnehmen. In den Hahnen KnrU H.
schritten die Regenten, die Erzherzoge Kmst und Maximilian,
fort und, als Ferdinand II. Äunaehst provisorisch die Regierung
übernahm, ist roch die alte Folitik die maßgebende: sie arbeitet
noch nicht mit gewaltsamen Mitteln. Auch als die Erzherzogin
Maria, während Ihr Hohn nach I^oretto und Korn wallfalirt^^to,
die Regentsehaft führte, blieb der Gang derselbe; nur das eine
Moment tritt schon jet/.t schärfer in die Erscht^nuiig: in Stildten
und Mllrktcn soll durch Ketbrmationsordnungen das protestan-
tische Wesen von Grund aas nnd ftlr immer «erstJirt werden.* So
ist 08 bezeichnend, daß die erste derartige Ordnnng von ihr
ausgegangen ist.
Unter Ferdinands II. selhstÄudiger Kegiemng nimmt diese
Sache von vornherein eine viel schürfere Form an. Es wird
mit weitaus gröberen Mitteln gearbeitet. Zwar haben die ersten
Bchweren Schläge, die gegen den Protee tan tismus geführt wur-
den, nur die Ansschatfung der PrSdikanten im Auge, vor allem
die Aufhebung des protestantischen Kirchen- und Schulministe-
riams, worüber sich im Winter 151*8/9 ein heftiger Streit zwischen
' Riehfl htflrflher iMBerih, Ate Ge^nreformation in Graz in dein JAhron
1&82 — IbKA. 145 AktoDxttickfi aiu S buliftr unbakanntoii Aklensamm-
Imigfla Yom Jalira Iv^b Im 12. Oofto dt^t Vor^ffeiitlieltimg«n der hiat.
LudukotninUsLOD fOr Stoiormirk, 6. 69 fT.
' ITi«rtlb«r vArhrAibtt »ich j«t»t nwin AnfMtz ,I>ia BeformatifliiBord«un(fon
dor Btitdto und MXrkte InnerAntRrreicbB aua den Jabren 1587—1628' im
96. Bd. d. Arfihiirs f. ftiit. Ctmch. ß. 99 ff.
LIX
ig niid Landschaft entspinnt; kaum ist ilio Episode vor-
Qber, «0 werden die Fpldzüf^f! in des Wortes eigt^ntlichstcr Bo-
deatong ffegon die ProteBtnnton untrmommni, von denen schon
der erste Band dieser Akttm nicht weniger als fllnf vor^'onihrt
luil Noch jetzt H«j^ ans eine Konlnintig über die Anfcrtig-anß
Ton Schutzenröeken un<! Feldfiihnen für dio. noHgionsroforma-
tionsguanlta vor.' Der vorliofcende Band schildert die nächsten
FeJdztige. Da wird ncKÜi der Rest in Steiermark aufge-
arbeitet und in Knitn in ^lotuheni Sinne g:ewirkt. Zuletzt kommt
Konten an die Roiihe, und zwar wrrtlen hier auch die Besitzun-
(fen geistlieher KeichsfÜraten wie Salzburg, vomohmlioh aber
Bamberg, mit einbcBopen. Steirnnark, Kumten und Krain, sie
aQe hatten Kirchenfiirsten, die zur nurchftlhrunp dieser Arbnit
die richtigen Miinner waren: Martin Brenner, dem die schwerste
Arbeit zufiel: denn er hatte in den ersten Jahren täglich im
Kampfe zu stehen, Georg StobKus von Lavant, der gewiegte
Politiker «einer Part*M, und TIkutkih Krim, Rischof von Laihach,
dessen AnfUnge nicht eben oinwandfrri sind und dessen gewalt
igf Art nicht selten eine Bomedur durch die obereti> Stelle
Mschte, Diese Miinner haben Runilehst im Bilrper- und
BaneruBtaDdc der alten Lehre »um Siege rerholfcn.
Gleich die ersten Akten, die der vorliegende Band ent-
hAlL, bcEinhen sich auf die endgültige Durchführung der (legon-
retfonuation in Qraz; es geiiiirt %a dem, was uns RciHoIenz
in seiner scehsten Religion sre forma tion enstthlt.' Am '21. Juli
IfiOO erschien das Dekret, in welclu-m alle Bürger, Doktoren,
Prokuratoren tuid nobiliticrte P<;rson(m (auBgenommon ist nur
der ahe Adel) aufgefordert werden, am 31. Juli um G Uhr
morgens in der Pfarrkirche ■/.» ersclieinnn.' llnlor den Zitter-
ten befanden sicli einige ,Larulacluil'tsntTSzioro*. Sie lioiTlcn,
durch ihr DienstverhHltnis zur Landschaft iltMu ilmhiuiden (}o-
ickick zu entgehen.* Welche TJUischung! Am 31. Juli und
am 1. August hielt Bisehof Martin eindringHclie Prt^ligten gegen
die Kommonton unter Ifciden rte»laltt»n, denn noch ist sie in
Heu breiten Schichten der Protestanten dds nn-hte Kriterium
für den goreinigten Glauben; dann wird /.um Kxamen gfisehrit-
ten. Schon ist der Rat katholisch. Die früheren ,8elai8clien'
Ratsherren and Prokuratoren werden ausgescliafft und von ihnen
' Kr. nt8.
roi.d»
» Nr. 1060.
• Hr. J064.
LX
und den anderen, die der Blh'gerschaft angehören, der 10. Pffinnip
genümmcii.' JIbh cDtnimmt drn nntcn ini^etcüten Briefen die
prausamc Wut, mit der man nicht hoü den Lchi'om der pro-
testantis<^hen Stiftsschtdo sondern auch den Lchrbehelfen selbst
zu Leibe ging, ilan muß es gelesen haben, mit welcher
ßfroßen Freude, Mühe und Kosten die Landschaft daran gegan-
gen war, eine statthchc Bibliothek an der Landachaftsächulc auf-
surichten, wie der Eifer, evangelische Bücher zu besitzen, nicht
bloß den Schloßherm und Oolehrtcn, sondern auch den Htlrger
erllillte, uui ku wissen, mit welcher Trauer die Orazer IJlirger
dem Vulkan die» Opfer brachten. Man hatte hier die bebten
Ausgaben der Bibel, die man erlangen konnte, Werke der
Kirchen vllter, der Keibrmatoren, «owoit sie auf dem Boden der
Augsburgischen Konfession standen, Werke der Älagdelmrger
Zenturiatoren, die hervorragendsten Oeachichtffwerke jener Zeit|
geographische Slappen und Schriften philosophischen und philo-
logischen Inhalts. Das alles wurde jetzt geopfert.
InKwischen waren auch schon in Kärnten die entscheiden-
den SchlSpe gefallen. Jetzt, wo die Sache in Kteiermark geglückt
war, konnte man an die. Durchfuhrung der Gegenrefürmalion in
Kärnten schreiten, die jaxweifellos viel gröflei-e Schwierigkeiten
bot, denn nicht blo0, daß hier der Prozentsatz der protestantisehen
Bevölkerung ein noch größerer war aU im Nachbarlande und
die Hanptstadt der Landschaft eigentümlich zugehtirte, auch die
Entfernung vom Hoflagor de« Erzherzoge spielt hier eine Itolle.
Aui 1. Jidi 1600 erschien das Dekret des Landmflii*flteii an die
Verordneten, da« die ÄuiTiebung des protestantischen Kirchen-
nnd Schulministen ums und die Ausweisung der evangolischen
GeisUielion und I^ehrer aus ganz Kärnten verfügte. Sie hatten
binnen sehn Tagen das Land zu rjlumen und sollten sich ,bei
sonstigem Verluste von Hab und Gut, Leib und Leben* nicht
mehr betreten lassen.' Wohl suchten die Verordneten nach
Mitteln und Wegen, das drohende Unglück abzuwenden, aber
' 8. meinfln AufiiKte ^ur Oe);enrororniAtiou in Inueril^terreicli' im 78. Bä-
der Hiitor. Zoitfclirift. S. 2^5 ff.
' über diooon OegoiiatAud vorliruitat fiiclt eio^ehond oeia Aufsatz; .Zur
OMcbiclito dor Oo^uroforniatiou iu Kärnten. Di« AuflSsaner und Aw-
yroitttag dca cv. Kirchen- and ScIlultniaUteriumH in KlAgfenfurt' Im Arcli.
f Oftorr, OMch. u. Topogr. 1900.
LXl
die UnioD mit den beiden andern Lfiiidcrn Terepracli wenig
Erfolg, und die an lii'ii I.aiidfwfiirslon gerichteten Bitten erfuhren
die Hchroflste Abweisung: In allen ijoincn Lündcrii gedenke er
uur die »Hein deügniiietiende Lehre zu dulden, da dUrfc er
^^KUl in Kumten keine Ausnahmo ge-iitatteii.' Was mau aus
Steiermark vernahm, klang über alle Maß^n trostlos: Keine
Zeichen sehen wir mehr, kein I.ehrcr hJirt uns inebr, kein Pro-
phet predigt uub mehr." Dabin mußte os auch in Kilniti-n
koinnieii und tK^hon aiu 1-t. August ersehien der dritte Befehl
dea Landesl'iiraten, woraach die Kirchen- nnd SehnWiener an
demsdben Tage, da ihnen dieser Befehl zukomme, die Stadt
Klagenfurt /,u verlassen linben, widrigenfalls sie in allen Erli-
IJindem des Erzherzogs als vogelfrei gelten und es jtnleni frei-
stehen seile, nach ibreiu Leben und ihrom Hab und Gut zu
greifen.' Ka hieß also aucli hier Absebind nehmen. An anderer
Stelle wurde bereita ansgeiHlhrt, wie hier zum ersten Male wjibrend
der ganzen nun ttchon seit /.wei Jahrzehnten bald ntHrker, bald
scbwttcber wütenden Verfolgung der eTangehscben ÖeiBtIichkoit
die Frage des bedingungslosen Ge)iur»auis ernsthafter auf die
Tageeordnong gesetzt wird. Auch diesmal weicht der protestan-
tische Herren- und Ritterstand nicht um Hanresbroite von der
dem Lnndesftlrsteo schuldigen Tn^ue ab und, sosehr der eine
und der andere der protestantischen Gcltttlichen nach dem Mtir-
tyrrnm strebte, es widerstrebte diesem Herrenstande, M)lrt\Ter
xa schaffen, und eine Insurrektion unterblieb, die vielleicht dies
ganze Kcfurmationswcrk, auch das in den beiden Kachbarllln-
dem, über den Haufen geworien hWtto. War doch die ganic
politische Lage den Protostanten gtlnstig, aber der Satz vom
leidenden Gehorsam war auch diesmal siegreich geblteben. Dom
Herren- und Hittenätand fiel es nicht ein, über die in den ersten
lehtiüger Jahren von AndreJt bezeichnete Linie btnausKu gehen.
Nachdem der Versucli der KürntncT Stande, den Verlust des
Kirchenministeriums abzuwehren, mißglückt war, wurde die
Gegenreformation in den StUdten und MHrkten Kilmtens krllftig
betrieben.* Die Kommissäre erledigten zuerst ihre Ge&chiiftc
in Pols, Unzmarkt, Kapfenberg, TeuH'enbach und Scheifling und
■ Kbeada S. fil
■ Sflhreibon vom 18. Juli l«0O. Kbenda B. 84.
• Kbonda S S5. Unten Nr. 1073
* UoMlenjs foL. 53» ff.
LXir
Bogen dann nach Muran.' Von dort ginp es dnrch den Lnnf^au
nach Ginttnd, wo sie am 6. September einrückten, nicht ohne
anvor die sektische Synag'ög-e und des l*rädikanten IWhaosun^
bei der Kreinabrücko niedergerissen zu haben. Über die
Umündor Vorgllnge in den Tagen vom 6. — 1 1. Soptpmber
Hegen .■menilirüeho Brrichto vor, dio una der K!eiß Megisers
aufbewahrt hfit, wie me andereröcils auch von dem Villacher
Stadtmagistrat an das Uamborgischc Ilochstift ge«endot worden
sind.' Über die lleformatioo der kleinen Orte wird nur sum-
marisch berichtet- Uer Vorgang ist an den meisten Orten der
gleiche nnd schon am 12. Oktober IGOO küunte der Bischof
von Lavant den Religionskonimissäron den Wunsch aussprechen,
ihr Werk einem gntcn Kndo Knznftlbrun.^ Man hürt von Ver-
BTichen hewatfiieter (Gegenwehr seitcnB der protestantischen
Bauornachaflen. Am 19, September sollen nicht weniger als
4l)Ü0 JJauern bei Treffen versammelt gewesen sein, um tn guter
KriegBorduung den Kommissuren ertgegenzuziehen. Es ist auf
Grundlage des vorhandenen AktenniateriaJes schwer zu sagen,
inwieweit die nicht immer einwandfreie Dai-stcllung des Roso-
lenz der Walirheit entspricht, zumal auch seine (iewflhraniftnncr
— die Roligionsreformationskommissionen selbst — die Dinge
oft genug Übertrieben: immerhin aber ist es sicher, daß es in
Käniten nur eines Funkens bedurft hatte, um einen hellen lirand
ZQ entzünden. Wie aber htttte dieser Adel sich bereit finden
lassen, diesen Funken in das l'iüverfaß zu werfen? Nach
Spittal and einer Keihe kleiner Urtc kam am ä3. und 24. Ok-
tober Villnch und das ganze Oebiet de^ Bamberger Hüchstifitea
an die Kcihc. Die Akten, die hiertlbor aus einheimischen und
dem Baiuborger Kreisarchiv vorliegen, sind nach x,wei Seiten
bin reich an Ergebnissen. Fürs erste lassen sie klar crkennoD,
daß die Reformation Ferdinands IL Jene des Hocbstiftes Bamberg
weitaus tlbcrholtc nnd kein stjiatsri'^cbtliclies Bedenken gelten
Heß, das sie abhalten ktlnnte, in ein fremdes Gebiet llberzu-
greifen, fUrs zweite ersieht man aus der Villachor ReTormation
ein Mehreres über die Schildigungcn des Villacher Gewerbes
I
' Nr. 111)8. K'^ifil^nx Fol. 63», die Kt>ri>rniiitiouBordn<iiig für Miirau s. Nr. 1 1U6*
* 8. uuter Nr. 111.^ uuü iliu NkuktrliKD Nr. iUb ff.
* KoMlens fol. 63»— 66». 3. Nr. 11S6. EluiuluM Ton F. U. Untrer tu deu
Fursclniugren tat d. Gwcliicbüi X\, &20 ff.
* Nr. IIS9.
p
Handob.' Am ». Oktober ma^ d» g«— >a-s«^ uck K1&-
gBoSstt veber. Wir h&bett hi»ihei nnd Aber die Khg«ii-
VorglBse one «wfthrtA» RaiaäaD, die aaf OtuhI
am li., 14. und 16. XmoAer gMcübow Brids ab-
pe&ßi ist Der Biaehof tdh Seckim bc^ och mit vier BaMaa
ITiiM'fctm oaek Mum Sul, der 1 ■ndmfcaaptmuüii Graf ron
Orteabar;^ hidt ninen ^Bni: in die SuM, ohae ron irgend-
euer Seite feiuBdert t« süii. Am feilgendf. TfX wurden die
VencdMAoB ah Heomi der Stedl ^cfiag^ ob nun die Kom-
mimäMi in Ölte tkatm Amte« walleo Imiiiii woOe. Soriel Be-
vnfeele voBen eie nicbt «afiiebBen, de^egca dorn Bödiof md
iräen. Dieoem den Etotritt nicht rerweiiren- £>er Bischof katto
«ber kdne Last, akb ron wiBer Memwrhaft n trauoi. 1Mb-
halb VQxde noch am ^. nad S8. Oktober TcthnwUl md am
39. ^ BttigmiK^nft Toa den VenrdxMtan befrag ob rie ai^
^ssmStg vor dem Bn^af ateflea woBe and wie man ea mit
der Verpfcgnny dar frcnden Kriephaafca haben woBe. Dia
letalB FrafpB ward hsicbt gdOot; andi tot dem Biachef m «r-
war die Bar{Rrachaik berat, £db dia Verordneten es
worden. Trotx ^ceee Entice^eiAommeaa b^ist der
Biachof die Hnaptstadt nicht, sondem b^ab sich nach SL Veit.
Ea Togmgen 10 Ta^. Am B. liforember enchienen awei De-
krete dea I^aadeaftrsIeD; rvn denen daa eine' die KIa|ren der
Lmdicbnft Aber da« cor DnrdtAhnu^ der Gege&reformatM»
entaeadrte Knc^srolk and die ron ihm gefibica Frevrl mit der
MaHnnoag abweist, man habe mit atlrkerem Nachdruck anf-
tntea mikaam, weil die Umnptraolation keine Folge gt4ubL
Wer aein Oewiaeea beechwert findet, kOone abziehe von den
Zvrtckbieibcodea aber mftaw das Jnraanent gehnslet werden.
Da war Toa eiacm Zorfickwetchen des Landeefaiateu nicht cli«
Bede, Tidmehr fidike es nicht an Verweiaea wegen des img«-
lilhitfhiii Vochaltaiai der dtftnde and an Drobnngen f&r den
Fd dea üngehonama. £be noch das Dekret ecadnenen war,
hatten aoch der Landeehaaiitmann and der Laodesriaedam einen
Bericht — er ist tqiu i. liorember datiert — an den Errh»T30g
eJapwwnW.' Da hieß ee, es wolle der Bürgerschajl schwer
■ ffiflrftUr nnOmtf ■■!■ m 4m KMktrig«n dia einMhli^i^ML Naomern.
" b Im vMi Sa OktoUr iirtttl. DaMM Kr. 1U9.
■ Hc. IUI.
ixrv
fallen^ Ton ihi-er Konfessioii, in der sie erzogren wurden^ abzu-
treten. Da wir von ihr am völligen Gehorsam noch nicht» vrr-
Bpüron, vorsamracitcn wir uns heute in der Kirche in Saal zur
Beratung, üaa Krgebnis ist, (kß tlem IiTtum nicht abgeholfen
werden kann, 8olaiif;re die Prtfdikantea \a und neben der Stadt
jreduldet werden. Noch denken die Verordneten nicht ihiranj
(las in Kluj^t'iifurt lie^jünde Ftthaleiu Knechte abzuacliiekon und
wollen die Ausweisung der Prüdi kanten nuf den nJlchsten Land-
tnjc; verschicbcu. Auf ihre Bitte utn weiteren Bescheid erschien
eben daa genannte zweite Dekret; es triljgt das Datum des
4. November und enthält den erneuten strengen Befehl, das
Fähnlein abzuschicken, die evanpeliachen Kii-chen- und Hchnl-
dieULT abzuach.'iüen, die Koiuinissttre aber ihrer Aufgabe nach-
kommen zu lassen; geschähe die^ nicht, so liHtten diese den
Auftrag, den Barggrafen nnd die Verordneten und i}u"eu ganzen
Anhang fUr HebeUcn, ihr Hab inid Gut als verfallen zu er-
klären nnd ihre Untertanen von ihren Pflichten loszusagen.^
So schien hier alles auf des Schwertes Schneide gestellt zu sein.
Das letzte Wort hatten die Verordneten, denn ihrem Ausspruche
hatte die Bürgerschaft gehoridieu zu wollen erklürt. HHtte hier
die kalvinische Hiehtnng Hoden zu fassen vermocht, die Dingo
htitten zweifellos einen anderen Gang genommen; so weichen
die Verordneten vor dem LandesftLrsten zurück, ,8ie könnten',
sagten sie, ^solche Kofonnation langer nicht mehr hindern*.
So nahm denn auch die Refornnitiun in KJagenfurt ihren An-
fang. Über den Verlauf sind wir bis ins einzelne unterrichtet.'
Der Magistrat wird von den Verordneten berufen: er möge sich
Unger nicht mehr weigeni und der Soldateska, die nun ein-
rücken werde, alle» Nötige verabreichen lassen. Die Btlrger
werden selbst ihr Oewiasen wahren, hierin htttton sie ihnen
nicht« vorzuschreiben. So wurde denn zuuUchst das Ffthiüein
Soldaten nach Völkcrmarkt geschickt, wo ea abgedankt wurde.
Die Kirchen- und Subuldiener retteten sich, indem der eine auf
diee, der andere auf ein anderes Schloß zog. Von der Sach-
lage verstllndigton die Verordneten die in St. Veit weilenden
Kommissär«', bei denen sie erwirkten, daß der Schulrektor Hio-
4
* Kr. U64 (rulUUUidi^ im Aivhiv für Ort. Quolticlit« u. TopopApUie I. e.
8. 47/8).
■ Vr. 1I4S, 1160, lies. 1166 ff.
LXXI
jeweiligen politischen Lage z. B. während des großen Hnldigungs-
Htetj in Niederiiaterreich in den Jahron 160S und 1609 oder
ib Ergebnis des Brudoralrcit«« im Hanse UababniTr immerhin
möglich war. Bedenkt msOj, daß der Pi'oteBtant in Ober- and
KiederGsterreich und den angroozenden Landschaften Ungarns
■eine kirchlichen Bedürfnisse befriedijcvn kuunte, so I^t sich
erkUren, daß die OeKenrefurmatiun in den bürgerlichen Kreisen
Torent nar genngn Furtscbrittt! machte. Man kann daMibet
Ttm StAdten wie Klapenfnrt vorerst (jhdz absehen ; das behielt
Boch Jahre — fast Jahrzehnte ~ hindurch seinen protestantischen
CSunktw. Die grOOtc Muhc hatte die Ge^nreformation vom
Anfanir an in OberkAmtcn;^ aber auch in anderen Ciependen
hauen sich, wie man dem Mandato vom II.MUtt. 1(704 ent-
ninunt, die Din|?e nur unwesentlich geXndert. Daher werden
die Maßregeln der Ge|^nretbnnntion immer umiassender. An-
fang April 1604 laäsen die Beliponsreformationskommissflre in
Laibach Ton Haus zu Hana die Bcicbtzcttcl abfordern. NVer
«ch nicht mit einem solchen aubweisrai kann, wird mil einer
Geldstrafe von 10 Dukaten belegt.^ Von den BUrpcm sieht
noch jetKt mancher ab, ohnp den tO. Pfennig; zu erlegen: aber
da findet man schließlich, daß er Schuldner im Lande hatte, an
denen maa sieb scliadlos tijvlt'^ Lünj^er verraitgen sich die Pro-
lestanlrtn In Orten xu behnapten, deren Herr ein Mitglied des
protoatan tischen Horrcnstandes ist und noch mehr, wenn er,
wie Georg Herr von Stnbenberjr, ein Ansehen im Lande hat,
daa ancb ron seinen kirchlichen Gegnern anerkannt ist: daher
ist ea 80 schwer, mit den Proteätanten in Mureck fertig xu
werden. Im November 1C04 war ein Brief an die Regierung
gekommen, da hieß es: In der Pfarre Mnreck sind lüchtkatho-
lisch — fast alle Bürger.* Da« ist fast sieben Jahre nach
den enten Anaweisnngsdekreten. Ka ist selbst nach weiteren
xwanxig Jahren nicht viel anders. In denselben Tagen liest
man ans Unziiiarkt: Alle Mühe der lieligionsreformationskom-
miaeftrc hat hier nicht verfangen.' Und daa war in einer Zeit,
da den Verordneten in Steiermark horeits aller Mut entsniikcn
ist, da sie ihre letzten Prttdikanten entlassen, weil alle Hoffnung
TorQber ist Dieae kleinmütigen Vertreter einer im wesent-
< &Tr. 1489, 1471, 1M3 na.
* Nr. 16U. * Kr. ITiS.
> Kr. 1567.
» St. 1673.
Lxxn
liehen auch jetzt noch pro tcstanti sehen Körpei-schaft wußten
niclit, wie stark sie noch waren. Sie hätten von ihren Oepiicm
— den Jesuiten — lernen mttsaea, die jetzt bereits das Privat-
eigentum went^ mehr achten.^ Mutiger waren sicher die
Bürger; es konnte im September des Jahres 1007 vorkommen,*
daß sich nicht bloß einzelne ans Graz an»gcschaffte Bürger in
der Stadt einfanden, sondorn auch ein PrHdikant aoa Kegens-
burg Eingang fand. In den nächsten Jahren ist der große
Streit um die Religion fast ausschließlich nach NioderOsterreich
verlegt: allerdings sind die Steirer dabei nicht ganz unbeteiligt
und da tritt hierzulande der Kampf gegen die Ketzer in den
Stildten etwa» in den HJTitorgmnd; erst seit lOlO wirr! er wieder
aoigenommen, und jetzt erfährt man aus den harten Strafen, die
gegen die Bllrger wegen llbertretong der katholischen Fasten-
gebote diktiert wonlen, wie eingewurzelt dieses Ketzertum in ein-
zelnen Stildten und Märkten noch ist.' Bezeichnend sind die har-
ten Strafen, die den Bürgern von I^xiben und Pettau auferlegt
werden.* Ans den VerhOrsprotokollen ergibt sich, daß die
Pcttauer, die man immer als gut katholisch gerühmt hatte, sich
zum Teil als sehr unkatholisch erwiesen. Der Pfarrer, der diese
Dinge nicht rechtzeitig angemeldet hatte, erhielt einen scharfen
Verweis. Auch Hie Verantwortung einzelner Protestanten ist
merkwürdig genug. Kin Fall möge angeführt werden: Marusch
Marengin, Frau eine« Ratafreundea, ist evangelisch von Jagend
an. Wegen der BiMchl gi'fratrt, sagt sie, der Bischof habe sie
beschieden: sie soll nur kein Ärgernis geben. An einem Weib
sei wenig gelegen. Gefragt, was sie von der Bekelimng ab*
gehalten, sagt sie: .Nichts als ihr Herz. Sie will evangelisch
■torhen'. Da muß die Kegioi'ung mit scharfen Mitteln ein-
schreiten. So wie hier, ist es in vielen anderen Stfidten irad
Märkten. Und wo man es mit Neubekehrten zu tan hat, ist
ihr Glaube schwach. In Kenberg und Mürzznschlag wird im
Jahre 1611 nur ein Lutlierischer samt seiner Uausfrau zor An-
zeige gebracht, aber die Zahl derer, die sich nicht zur Beicht
einstellen, ist eine \-erhllltnismäßig große. An einzelneu Orten,
wo die unkatholischen bilementc bei dem Uerrenstando Scliulz
finden, weigern sich diese, vor den Kommissuren ra orschd*
' Nr. 1638, IS77. • Nr. 1749. ■ Nr. li»l, 1904.
* &. das YerxGÜliou der nnpshoraunon BDrger von I.«obda vom i9. Kai
1610, Nr. 1909, lUa der PcttauBr voin &. Juni, Kr. 1911.
LXIX
lisch gcwordon, der müsse die Lande do« Erzhcmogu rttuuien;
sogleich wird den Evangi-lischen iliw Beton, Singen und Prodi-
gon in don Httusern untersag und der Ut-Mil (-rteüt, die evan-
gelischen Hi'icher bei LeibyeatratV.' und Straff von 20 Dukaten
noch denselben Mittag ,im Hifltnm' oiiiÄuli«f«'rn. Da trug man
eine ungeheare Men^o zusiimnion. Sie wnrdfii dcnKcIImii Abend
unter dem Kailiause vr-rbrannl. l!ni*or Uewülirsmann schätzt
ihre Zahl auf 2000. Tags darauf wurde der noae cingoplankte
FViedhof, wo die I>an(!sehaft eben eine Kirche zu bauen beab-
sichtigte, eingeriaaen. , Haben also', schließt iler Urief, ,gcwiO
tr&nrigo und betrübte Feiertage gobabt und werden noch Bo-
trubni» haben, bia daß wir ana anf die lietse machen und hin-
weg begeben müssen.'
In einem anderen Schreiben ' heißt es: Die hieaige Kcfor-
mation ist glimpflich an- und schrecklicli abgegangen. Die An-
EaVil der Abgefallenen betrug nur zwei. Ein zweitos Autodafe
pmltfÄtantisehtT Hüfrher fand am 9. Jjinujir IGtil stjitU^ Oio
Arbeit der Kommissäre in L&ihaeh dauerte einen ganscn Monat.'
Wir besitzen übt^r die DnrchnUiruiig der Gi%'t^nirfoniiatii)n in
Krain wertrollo Notizen, die ans der Fttdor des IVüsiden-
len der ßeligionaroformation Thomaa Krön stammen.' Nach
Laibach kamen die klciueren StiUltc und Mflikte daran : am
8, Februar Stein, am 11. Krainburg. am 13. Xemnarktl, am
17. Lack usw.* In welcher Weise mit den katholischen Kirchen
— Synagogen — und Friedhöfen umgegangen wnrde, darüber
finden sich in Kröns Kalendern dmstische Uelege. Im iibri-
geu ist der Vorgnng in di-n kniitiischi-n Sliidti-n der gleiche
wie in Kflmtcn und Steiermark und war aweifelloB nach einer
gemeinsamen Instruktion ^rerf^geh.. Wie in don beiden anderen
Ländern win! auch in Krain nach Torgenommcner Reformation
der Bürgerschaft eine Reforuiationsordnung eingehändigt, naoH
1 Kr. I«03. » Nr. 1210.
' MitUil. tJe« hiil. Vti. für Kraiii 1852, S. 17. * S. ditr«l>or tinUm.
* Ich bemerke nachmals, daß nicht «11« mir b«luiniil pjwurrlniiRn Etn-
selnbeit«n hier rennorkt werdca k'tnneii, DfliidHni il«r I.ok[ü|>aäo)üclite
Bbert«H«n werdon mÜMon, da bh hioxn vinm wttitAu» f;raU«ran Kitunie»
bedOrfto, ai» or mir zur Vurfag-uiig «tubt. Hier kaiiu nur iitileöt«>iU
worden, wu jodoe dur droi Uluder luid Üire QemeiiuichAft betrifft, und
du* lokale Muni«ni nur soweit herflckaichtiKt worden, aIb &ll^cnioiuB
Ornndnjitx« xiir Qeltunip ^^eUni^en. Sinho ilhrif^ona noch K^itolens, Toi.
68' -64*.
LXX
der sich das bürgerliche Loben fortan zu pestalten hat: , Instruk-
tionen — 80^ Krön — hinter uns verlassen'. Dii? Kosten der
Kommission sind mitunter ziemlich hoch^ dafUr wird an einzel-
nen Orten nichts ftlr die Aufnalinio und Vür^iflegung verlanjft.
Uie Eingänge des zehntcu Pfennige sind in ihrer Gesamtheit
nii^nds vermerkt worden, weshalb sich auch eine penaue An-
pabe hierüber nicht maelicn lilßt. Mohr mag noch an Strai-
geldem eingegangen sein, duch waren diese mitunter so hoch
gegriffen, daß ihi-e Keduhtioii auf (h-ni Wege des Hekursea
fast regelmäßig stattfand. Hin ^[eniorandum, das die Krainer
Landschaft den Stftnden der beiden anderen Lftnder tlber den
Verlauf der Gegenreformation in Krain vorlegte, gibt eine zu-
sammenfassende Darstellung aller der fllr sie so beklagonsworton
Ereignisse bis in die letzten Dezenibertage des Jalires IGOO;
die meisten sind, was in dem Schriftetllck auch noch besonders
hervorgehoben wij-d, mit denen in Steieriuai-k und KJlrnteu ge-
meinsam.' Man müchte geneigt sein, die eine und die andere
der dort erwähnten Tatsachen fUr übertrieben zu halten, wiLro
sie nicht auch noch von zweiter und wölbst von dritter Stelle
überliefert.* Nach alledem, was sieli seit den Sommcrtagen 15it8
in den innoröatcrreichischon Städten ereignet hatte, nimmt es
wunder, wenn die Landeshauptstadt Graz noch im Frühjahr
lOOl ein Bittgesuch um Freigebung der augaburgi sehen Kon-
fession einreiclit.^ Die Zitationon, Vorhöre, zwangsweisen Be-
kelirungen und Ausweisungen gehen in allen drei Ländern un-
ausgesetzt weiter. Auch nobilitierte Personen und Landschafts-
beamte, die in StJldten und Märkten daheim sind, werden der
Refonnation unterzogen. Seit dem Jahre 1602 war von einem
öflentlichen Bekenntnis der Prütestanten in den landeatllrstlichen
ätUdten InnerüBterreichs keine Rede mehr; was aber nicht hin-
dert, dftB sich in allen noch ein erheblicher Prozentsatz vor-
findet, welcher der Regierung noch lange .labrc hindurch zu
schaffen gibt. Und das ist auch begreidich, denn in den meisten
Fällen war die Bekehrung der protestantischen Bürger in den
Städten nnd MHrkten nur eine ganz äußerliche. Nicht wenige
von den Anhängertl der neuen, nun im ganzen Lande veq)önton
Lehre erwarteten einen Umschwung der Dinge, wie er aus der
■ Nr. 1S&5. V^l. die ßoichwordon der EKnitnor Nr. ISO*.
» 3. «.B.Nr. 133a ff
' Nr. 1340. Dm ätUck gehüit ancb wahradieitilid) iua Jahr 1584.
*
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Al)«tcht aasgedrückt ist^ die Akten der KHrntner and st«ihschen
Gegenreformation dem Drucke m Qbergeben.^ Die Kniiner
wird aber*an2«?n. weil die Sache daselbst in den Händen des
Laibacbcr Biächofk lofr. Wenn non anch die Kärntner Herren
und Landleute nch der KUgenfiirter Bürger auf das nachdrttck-
Üclmte annahincD nnd nllc die wirtscliaftliclien Scbüden, die der
AbzD^ tüchtiger Btlr^r im Gefolge haben müsse, und den ganzen
Jammer der schweren Verfoljfunp, den Kiie^ gegen die neuer-
baaten Friedhofe nnd Kirchen in Erinnerung braehten ' —
Bischof Martin hielt übricreiu das meiste davon für uuwuhr'^
ea half ihnen nichts. Unter wdcben Unutttnden schließlich die
Anflfcong des KJagenfnrter Schal- and Kirch cnministeriams
ibr Ende fand, ^mrdo schon früher einer ansführlichen EriJr-
taning ontersogen.* Man weäß, d&0 damit für die Kegiemng
die letxtc Qefahr dahinschwand, aaf einen gewalttätigen Wider-
stand za stoßen. Im letzten Slonatc dos ereignisvollen Jahres
schrieb der Klagenftirter Schulrektor und ehemalige Historio-
graph Karls Tl. — er mußte nun freilich anch ans Klagenfurt
abstehen — seinen Bericht über die Gegenreformation in Köm-
trn,* der ein schiJoes Ocgenatück za dem des Seckaacr Bischofs
bildet: besser al§ in einem anderen Aktenstück tritt hier die
Persönlichkeit Martin Brenners in die ErHcheinung; auch die
ibieklivität des Geschieh tsächreibers verdient alles I^ob. In den
hstcn Wochen beginnen die Versuche der Jesuiten, sich aus
dna den alten KlOstem gehörenden Kirchengnt die besten Stücke
aoexoschneidon. Hatten die »Iteu Orden ihre Pflicht, das Ein-
dringen der Ketzerei im Lande zu stauen, nicht erfüllt, waren
die Jestüten die einzigen den Ketzern gewachsenen Gegner,
dann s^en es als billig, ihnen auch die Be«itzungLMi unnütz
gewordener Orden zuzuwenden. Nur mit größter 3Iühe konnte
der Bischof von Bamberg es damals verhindern, daß die beiden
Kloster Amoldstein und Griffen dem Jesuitenorden einverleibt
werden.* Mit begreiflicher Wärme tritt der Landesherr «elhat
far die Jesuiten ein: ,Nachdcuie', sagt er, ,wir irc frttcht sowol
* 8.«b«a. * Nr. 1176, I1TS.
' com «iiit fftbUainu et mendacU.
* Aldi, t Oflt. Owcli. o. Top XIX. * Kr. 1198.
* 8. nstaea Au£mIx: Au der ZmH der Gägtinrefoniialion. Die baabsich-
t%l« Einverk-ibung dtfr KlGater Amoldateiu uud GiüTeu in den J««nit«n-
MiKt, CviDtliiB XC, I— SO. 8. uicK U. L O. O. VI. 624.
Lxvm
in verinerun^ catholiacUer rolifdun als ^ueter uulKÜcher iuati-
tuirnnff der joffend bei uns auboro geapUrt.''
Dem proti^stantiaclicn Wesou \mrdt; nun auch in Laibach
ein Ende gemacht. Dio Durchfuhntiiff dt-r GogiMireformatioii
l^llt hier in die letoten Tage dos Jalirea 1600. Wir bMitxen
hierilbor Berichte,' die der LnibimhiT Ratsbürgor und Handels-
tuaun Uaiis Wodopivclz am 27. Dezember,* 4. und 10. Januar
,hcraus', d. b. von Laibach gijschrtßbeu. Damach wurde nun
iiucli dort (der T«^uiel lebendig'. Am 21. Dezember erschien sei-
tens de» Btlrgorraeistcrsi, Kichtera und Rates die Ansage* an die
ganze Gemeinde und Bürge rschaft, dcsgleiehun an sümtlielic Be-
dienstete der Landuc'haft, Landüchrcibcr und Prokuratoron, (laß
ein joder am tolgeuden Morgen im PaJaste des Bisfliofs Tor
den KonniLiütiilren ei'selieincn müsse. Nachdem das gauKo Volk
versammelt war, erÜLuterte der Biscbuf zuiiilchst die den Kefur-
matiunN^omuiiHHilren gegcboncn 'N'oltmachton und daß deren
Weisungi'H Folg«! gck'istet werden müSBe. Dann folgt eine
Predigt mit zalilreiehon der Bibel entnommenen Exempehi und
die Anilculung, wie vJlteilieh der Ijandesfllrst ob mit seinen
Unt<'rtanen moltio. Nun mögen sie ihnä aber aueh gebtihrliehen
OehorHam ioisteit. Schließlieb verlceou die KommissAre ein
Dekret; ilariii werden alle bei Strafe von lO Diikalen in Oold
verpflichtet, an den bevortjteh enden Festtagen samt Weib nnd
Kind dein Gottesdienste beizuwohnen. Der Strafe zu entgehen^
wird von allen der Gehorsam geleistet. Nur der Scbr«nber
selbst erschien nicht, da er erkrankte.*
Das zweilemal erschienen die Bürger am 2Ö. Desember.
Wieder httlt der Bischof eine lange Rede, die mit der Auffor-
derung schließt, zum kjithelisehen Glauben (iberzutreten. Wer
dies zu tun beahsieblig4;, inCige sieb zu ihm auf die rechte Seite
begehen. Dach nur ein einziger geliorehte und luich dieser
war kein Kinheimi scher, sundern erst kili'/lieh aus Tdiia zuge-
wandert Den Ungehorsamen wurde eine Bedenkzeit von sechs
Wochen und drei Tagen gegeben; wer bis daliin nicht katho-
> Nr. läOO. ' Fancliuniren xu d. (IdacUchte XX, MS— 050.
* Du Dntuiu v»iti 27. Oktober {ebenda 6. M8) iat wohl ein I>rui:kfijbler,
wio JA ftin Scliluüsti (los Briuftw tlas riclitiffu Btulit. Im Druck stobt Wo-
dopiati mit biaem FragäMiciidn. Ich habo da« Wvrl hi da» riclitige
Wodopivets (nngäDÜir: WaatertririkerJ verboMert.
* 8)d orful^ ,Tua Haiu so Ilatu*. ■ Forsch. XX, M9.
I-XV
ronymoa Uegiaor in Kla^cnfurt gelassen werde. Kr hat denu nach
don Prozeß, den er mit anaehen konnte, beschrieben. Wir können
davon absehen, die Eiii/.elnhüitcn vorKiiitlliron, da das iintf^n mit-
geteilte QuelleiiiiiHicnal svhon lochrfach ttusf^ebeutet wurde. Nur
die Hsaptmoinencc sind rctstznhnltttn: Am 1 1. November uui 2 Uhr
nachmittag erschHnt der Courier der Kommissäre, der die Ein-
sohibeiten des Eiuaiupj ordiitt. ihm (olfft zwisehen 4 and .*) Uhr
der Biscbuf mit einem FUbndl Knechte, Veräaiimilung am Markt-
platz und Beäetzuug^ der Tore. Am 12. NovrnilMir — e« ist ein
Sonntag — be^imt das Bekehrung geschitft. Der Itischof mit
den Sinnen erscheint zeitlich mor^^'cns in der Kirche mid be-
fiehlt, daß «ich die Bürger waffeuios einfinden und dem l^andes-
ftirslen den Uchorgamseid leisten. Wer katliohscb werden will,
mfiBüie Iwichteu, die andtren bia zum Ta^re des Abzuf^es jeden
Verkehr mit don PrUdikantcn meiden. Noch jetzt fragt der
Mnt^i^trat die Veronlnctenj wie sie sieb ku verhalten haben; es
wird ihnen bedeutet, der Gehorsauiscid stehe mit dem Eid,
durch don sie der Xjand«chat't verpflichtet, in keinem Wider-
sprach, was aber den ReÜgiunscid bctreti'c, das mUsse jeder mit
seineui Gewissen ins Keine bringe». Auf das bin erscheint der
Hagidtrat vor dem Bischof, der verwundert tragt, wo die Ge-
^meinde geblieben sei. AU man ihm sagt, sie hege Furcht vor
den Bewaffneten, wird ihnen erwidert, »ie mögen nicht« nirc}iten,
b sei doch nur um eine VieiieUtunde zu tun, keinem wUrdc
^n Haar gekrümmt Der Magistrat berief die BUrgur aufs
Rathans, sie erschienen bewafl'net und erklärten dem Kat, sie
»itm nicht gewillt, den Eidscbwur zu leisten, eher wollen sie
Leib und Leben hissen. Der Rat teilte dies dorn Biscliof mit,,
aber auf dessen Verlangen, den Eid zu leisten, woUleu auch
die Ilalsherren nicht eingeben: ,Sie köniib.>n Hieb von der (ie-
Duiude nicht trennen'. Mit ,merkiicheju' Unwillen verftiglo
I nun der Bisehof, daß alle, die sicli nach dem ilirien gesetzten
T«nuin von S Wochen und 3 Tagen weigern wlinlen, zui- ka-
I Uuilischcn Beichte zu gehen, das Land rHiitueii müßten. Als er
dami vom Rate die Äc}düascl zum Pfarrbüf und der neuen
L Kirche begehrte, wurde er an die Verordneten gewiesen. Vier
B Stondon lang hatte er Verbuudluiigeti gepflogen, ohne etwas
»oarichten su kennen.
Nachmittags imi 2 Uhr wurden sie abermals aufge-
aumineu. Die Verordneten erklUncu, die Schlüssel nicht aus-
r*aM». u- Abi. lu LI. «
Lxvr
folgen zu können. Die ganze Gemeinde habe zu dem Bau
jiUre Armntiiei' hiuf^egeben nnd desg'Ieichen so riel Adelige.
Miin mllflse die Sache ror den Landtag bringen. Nach langem
Vcrlianduhi wurden die HchlÖBm^l docb vom Uato — aber ohne
VorwiBsen der Gomoindc — den Verordneten anagefolgt
nnd von diesen dem Ili**eliof iUierir'^beii , der gic ihnen aber bis
zur I{<^Bolution dna Erzhcrzopa wieder zurückgab.
Am 14. November wurde der alte I'farrhol' dem Erzpriester
von Friesacli als jetzigem Stadtpfarrer von Klagenfurt eingeant-
wortet. Der Bischof machte sich um 10 Uhr vormittags anf
den Weg nach Obflmdorf. Nach seinem Weggang wnrflen alle
die seit zwei TagRn zusammengetragenen Bücher — sie füllten
einen kanitm' rischon Sandkorb — vor des Kentners Haus auf
ofTenem Marktplatz verbrannt.
Am 15. November zog das Militär ab. Den Landschafta-
beamt(>n wiirdf^n Hiütenx (i<M- Koniniissltre noch Dekrete zuge-
stellt: sie nillßtf^-n sich binnen sechs i^Ionaten entweder zur ka-
tholischen Lehre bekennen, odor nach Abtrag des zehnton Pfen-
nigs das Land rftnmen.
Die ätadt Kljigenfurt nnterlicü nicht, gegen dieses Vor-
gehen der Keligionsreformationekommiasion bei ihrer vorgesetz*
ten Behörde, das war in ditaem Falle die Liiiidschaft, eine ein-
gehend« Bcsdiwerde zu erheben und /.u bitton, die Hache dahin
zu richten, daß alle bei ihrer Habe gelassen werden. Sie weisen
dariuif hin, daO Spitid, Kirche nnd Friedhof ihr Kigcntnm sei
und daÜ inini ihuon nouh kürzlich ilaa Versprechen gegeben
habe, ihnen gegen llhertassung der Kgidikirche die Spitalskirche
SU bi'IiiHrien.' Am metitl«n wandten sie sich gegen den ihnen
fronideu Kidscliwur.' Sie erinnern, indem sie eine Abschrift des
StiflHbricfoM der Stadt Khigcnfurt vorieigwu," daß sio der Land-
schaft gehören. Wenn sie nun abziehen, was soll ihr eine leere
StadtV Man mußte sie mit Leuten besetzen, die rieht dentscher
Herkunft seien, llber alle di« Vorgänge in Karaten und vor-
nehmlich die in Klagenfurl hat Bischof Martin von Scckau
selbst am 21. November an Marx Fngger einen zwar knappen,
aber durchaus sachlichen Bericht erstattet, der, wie er in die
FuggerisehoD Zcitnngen kam, wiederholt abgedruckt wurde'
und schon deswegen von htichstem Interesse ist, weil darin die
I
• Hr. IIBI
Mr. 1161, 1108. ■ Nr. 1163. * S. uaten Kr. 117&.
r.xxix
I
h
aetine Steu«rn zu erlegen, ,denn die armen, liedrilngton und ver-
folg:ten erangeliBchen Untertanen geben lanter vor, da sie eo
w«(Qig Schutz von ihren (.JrniKiherren Imben, wurden sie keine
Abgaben Kahlen, schon sagen sie ihre fJllter heim imd «im!
bedacht, je nach Uelegenlieit sich durch die Fhicht aus dem
Lande zu reiten'.' Nicht viel beȊer lautet der Itericht. den
Elmreich von Khainach am 25. August den Verordneten er-
stattet: den Untertanen, die nicht katholisch werden wollen,
wird ,niit gefHnglicher WegfUhrang nnd Verwüstung ihrer lie-
genden nnd fahrenden Güter* gedroht, ao daC sie verursaeht
vnrden, anf nnd davon zu gehen und i!n-e (illter «ide lit^gen xn
Uasen. Waa das fUr eine Wirkung anf die Steuei-eingjinge
haben mll8»e, »ei klar, und wie werden sie ihre verOdetea OiUer
bei dem Mangel an biluerlichen Käufern wieder iinhringenV*
Es kam noch viel Jlrger: Am 28. Augnst melden die steirischen
Veronioeten nach Kärnten: die besrliwertiehen Proxesse nehmen
Üiren Fortgang. Wer von den Ausgeaehulfiten sein Gut nicht in
beattnuTiter Frist verkauft, dem wird e» oingexogen; verpachtet
darf es nicht werden; wer ohne den 10. Pfennig gezahlt zn
haben abzieht, wird fllr ehrlos erklärt." Und vielen wird es
geh^n wie dem Bauer Mert Hueber, der den Attftnig erliUlt,
aich binnen drei Tagen beim Pfarrer in Grübming einzustellen,
also kathoiiseb zu werden, oder den IJurgfriedeii zu Olilarii zu
rttumen, der aber kciiu-ii Kilufn- fiiuh-L* Bei der Gm linder
Hcformation werden littrger und Banera, unter den letzteren
ansehldieho Leule^ zum Kidschwur aiigchalleTi niidj weil die
Bauern ihn nicht leisten wollen, ,worden sie mit Schlügen übel
traktiert, vom Profusen in Eisen und Banden geschlagen' und
schließlich zum Eid gezwungen.* Über diese und Jlhnliche Vor-
komumissc richten die Staude Kfimtens ein gehorsames An-
bringen an den Lau desfll raten mit der Klage^ dnß man mit
dem KriegBvolke die verarmten Landleute, Bürger und Bauern
gleichaam feindselig überKiehe" tuid Bürger und Baueni, ja
selbst die Pfleger der Herrenh^ute, ihre Diener und Arbeiter
mit AoflcgUDg eines kurzen Termines und nach Zahlung dos
zelmten Pfeunigw aus dem Lande geschafft werden. Die be-
drftngteu Verordueteu erhielteu m der Antwort uouh eineu »Sat»,
' Nr. 1042. • Nr. 108S. * Nt. 1096,
»Nr. ins, 1116. «Kr. 1135.
' Nr. 1088 Note.
LXXX
dAn sie, wenn er aacli so nicht vermeint war, nur als bittere
Ironie auSaäsen konnten, daß man dem Laiidpsftlrstoii in Steior
iinil KilnitiMi filr diese KelbrmatioTi Dank wisse,' Dagep;en
}mtton die au den KaiHt^r abgeefcldcktcn sUindisctien Gesandten
,davf)n »u reilen, daO, wenn sich der abgeschaffte Hauersiuaun
verlauft, vlfk* Güter abgeüdet werden, der Feldl>au eingeht usw.
Wie lioeh die Ucldstraffn sind, die den ungehorsnnmn Hauer
treffen, dartlber finden sich in den Kalenden» des Bischofs Krön
einzelne Belege;* «ie bieten ein gutes Öeitenstllck ru den bar-
barischen Strafen, die von diesem Kirch enfl traten auf Angehii-
rige hblierer Stünde gel«gt wurden.^ Von den liauern ■wurde,
wie man einem »m Ib. Angust 11)02 »hgebaJtenen Kxameii ent-
nimmt,* verlangt, daß sie Sonn- und Feit-rtag den katholischen
Gottesdienst hesnchon, wllrdon sie etwa thin'h Krankheit ilaran
verhindert, so sollen sie wenigstens ihr Gesinde schicken. Die
Pfarrer haben von nnn an genaue Verzeichnisse Über die Bauern
zu filhren und anzumerken, aus welcher Ortschaft sie stammen,
ob sie katholisch sind uder nicht. In der (tmllnder Gegend
ist die Zahl der proteslanti neben J5auern lt)02 eine sehr
{^üßc. Von vinlen wird bemerkt, daß sie infolge der G^jen-
roformation ihren Besit?. verkaufen oder ihre (Itlter in Bestand
aoslaasen und ihren Abzug nehmen. Leider liegen genaue An-
gaben über die Zahl der Abziehenden, ihren Besitzstand usw.
nicht vor, so daß man Über viele wirtschaftliche Fragen, die
hier aui'geworfen werden möchten, kaum eine Antwort zu geben
Termag. Gewiß waren auch jene Bauern, die noch vor der
Anforderung der Keligiunsreformatiou ihren ßeiiitz verkauften,
in einer besseren Lage als jene, denen die Kommission einen
Termin setzte. Daß es auch an Agonte provocateurs nicht fehlte,
tun ilic protestantischen Uanemschaften zur Anzeige zu bringen,
wird man einem Memorialc dos ober äteirisc hon Adeligen Fetcr
CliHsttijih Praunfalkb entnehmen.^ Ks sollten hiodureh die ,be-
stilndigen' Unlcnaneu ins Vurderbou getührt werden. Daß da-
gegen der protestantische Adel dem abziehcndeu Bauersmann
alle Erleiehteruug vcrschaffle, wie ihm unter Ümstiliidea auch
die Fürsprache der Landes verordneten nicht felilte, ist begreif-
lich genug." Wie wenig FrUchte die Gegeiu'efonnation in den
' Nr. tUö.
* Nr. 1M7.
• 8. Nr. 1370.
* ^r. UM.
I Nr. l%66.
• Mr. 1664.
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15»!
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Eia&k.' ^G<«7 lUjT, .dafi w^c der «34», pnWa nd
— '-- Am mlFliir Lm> £e Kahwmmi Ji fei ■ftiMiifclM&.
Alp Mcfa cft«ieht ku; dens et ibI aMoräd^ daB im rrmTrl
Mter de« ßcanea V'A aofet» gnU, rmalie, «ide, li.Uiihihi
■■d bubaräcKe Leate tiaA, wit äe aBaoafltaa ackwcrn fiadca,
üiliw mmd se a Ikrer keaariachca Befigioa m
iitolMly ^JI äe «kr Leä»- and
ak TM ihr B«£ra'. Die Ba^Mn^ k«te die Vcr^
daß Hi^iiw «raifr üatertaaia a ikra UTiiliiKiail
gegea fie er äc& kfCfiig v«rtBi£gL
ÜB der Tat macht er *af di« Gcfiikrea ymnes iimiiCehMi Kfieg«^
Daher kUgt er Aar £• Halar nd
n Abi TOB Admont, der ,dm pTrlTflt»ltiffiilifiMi Pfaien
m voU fiodaa volle, aach w«m ihn £* B«»«im nicht
I*.' HnlBniini wvni rar dem Aashrvd» cims Avf-
nada«. Zvar hatte «mtens der Nantios MilMpint einefk
■nlAea ewteacht md gcaMtot: ilAinit voOfeen wir bald ansor«
SfhahteB becBhles,* aber mit R«rht nacht BoffiBaoB auf di«
firfahr «aftieikaam, daß ^c^ da lM«ht knhiiiiadw Sekten
eöwcfakielMa kBurte«, die ihrer £i|:Fascbaik nach da« Fener
aafbhwen, auch mm Schverto raten tmd helfen wbden*.* Die
bepmotliaA-niederiindiaehen Bei^pioto «an« in der Tat nicht
ianmüi oagelaii, vn aut dem Feaur la spielen. Dimun ver-
aaadwi die Führer der Qegcorefornution ee^ die famdüchna
Ksifte an taleo md dea Adel in der Übenamgaag an betttr-
kiB, ^ ganaa Sache sei anf ihn nicht abgeathaa, Große Er-
Uge hat die 6^enre£>naalioo in binerticfaen Kroaen Eoenl
aaf den ^wiadieben HerrachaAMi. In LeibaicaT das dem Sah-
bv^er EralHitam irehSrt, vtrd schön 1586 stark refonniart.^
In Lack, ila» ra F^naingr in Vrld««, tLu so Brix«i gcfattite,
viid in donaetben Jahre gegen dir proteaUtttiaobKi Baaern*
* Aklw amA tmrmfmdamMaa tax Uevkidtl« «lor G*g»nri<i>nMtiQa nowr
VmÜmami IL, STr. 190»
Aktm wti S«a«ipoad«aNB nr Owdüdit« dar 0«f«DnfatwatiMi nntar
Eiri IL. Tit. 4Sß.
* & fitft. • Kboiaa 8. n& ■ & «M.
utxvui
acbaftein vorfre^ngen,* and da die Versacbe, dtcM Leute eu
bekehren, erfolglos sind, zvrin^ man sie, ihre Hüben and An-
sitze abzatrcten. Diesee Verfahren daaert nun bis zom Tode
Karls n. fort : auch auf den Freisinger BesiUBungeii in Ober-
wOlz und in St. Peter unter dem Knmmersberg wird in dem
neuen Sinne reformiert. In St. Peter .will der Pfleger uns
keiiieu Schuldbrief ausfertigcu, keinen ins Urbar schreiben,
wenn einer ein HcJmwesen kauA, niemanden als Untertanen
au&ehmen, er gcluhc denn, seinem Glaubens zu seilI^ Wer
das Sakrament nicht nach katholischem Kitus nimmt, ,iniiß aus
der Ilofmark ziehen^' In den Jahren der Regentschaft trat
hierin etwas Ruhe ein, je näher aber der Uegiemngsantritt
Ferdinands II. in die Erscheinung tritt, umso eifriger werden
die ßeratunge,n gepflogen, wie auch bei den Bauernschaften in
kirchlichen Dingen Wandel geschafl'en worden mCchte.* In aus-
giebiger Weise geschah dies erst nach der allgemoinen Aus-
weisung der Prä<likant<'n, die am 12. November ir>9ä verfolgt
wurde.' Zuerst kamen die Bauern im Knustal daran: ^ die
Urbarsholden, Berg- uud Pfaunarbeiler, sowie die Holzkucehtc
mußten Wehr uud Waffen ablegen und die Kaufbriefe über
ihre Hüuser und Güter dem von der Reformation bestellten
Verweser in Verwahrung geben. Die an die Landschaft ein-
laufenden Berichte sind voll von Angaben tlber die von den
Soldknechten wider die Banem verübten Freveltaten. Das nm-
fangj*eiche Bittgesuch der Stände aller drei iJinder vom 34. Fe-
bruar 1600* klagt, daß die Bürger und Untertanen der Herren,
Ja ganze Bürger-, Oewerks- und Bauernschaften mit aufgc-
drtingencn Kiden von ihrer Konfession zu weichen gedningen
und gezwungen werden'. In einer Eingabe, die der steirische
Landntann Hans Adam Scliratt den Verordneten erstattet,
weist er bereits darauf Idii, daß er außerstande sein werde,
' Zahlreiche Briefe bierflber finden idch iu touiDflin Buch« ^tetenaark
und Salzburg liu loUlea Viertel dea 10. .tahrhuuilurU'. l'orscbaugBii aur
Värwaltuu^^eochicht« du- St^ermark V, V, ir>ij ff.
* H. itiAUl« G«achteUt« <Ior B«fon»aUoa und Ge^tirefonnation in. den ionAr-
üMarrfttchUchon Lindem, S. bS^.
* Akten und Kcirr&^piiiideneeu zur Qfudiictile dor (Jef^DrelbrraattoB antar
KordiuADd U., 1. Kd., Nr. SU.
* Ebenda, 8. 133, 1H6. * Vt. 84S.
* Nr. $49. B. auch 873, 906. 1043 und Archiv f. «aterr. G«MUclit« 88, Ml.
* Mr. 946.
LXXV
I
^ ktafigv and, t«, wie ui Jlvra^ dv
Am oodi ^;^^^cWh(■l kann, dn Schals eines
Herb ^antß^^ weil ihm die Stadt ngibBrt oad v
lartMi» «st 1>skfa' wird wmh maaal
OB» aOgaoMiBe RcIscnatMiwordnaii^ Ar alle StSdto od Mftrkve
■ Slaiermuk aai^ordnet, in dar dsr pattescW Ckarakter, daa
«• frlriHT aflM9 dem kircUklMn gatiaggi, in den Hntergnad
tritt and der ktttere fast anasrMi^flhA betrat wird.* Aber
dna raehtaB Erialp kflOMB aBc dieae Mafiregefai docfa enl
dann haben,, wenn and dem protestaDtisebai Hfrreartiod der
Aafenlhah in der Heimat abgestrickt wiid. Die entocbtndendile
Maßngf^ f&r die Aostil^ang der ProtaBtanten in StAdtrs und
Mhkasn nad aaf dem Lande ist daber die^ welche die A«»-
«■nmfc Aeses fiemmlnades wftfrt' Mit der größten Fner*
friifc^Tf wird die Pabtikatioo dieses Uandates, ilss koinea Ebk-
wohner des ganxen Landes anbotannt sein aofl, orfalgen. In
LnlMch wird es am 27. flf«t>t— ilw an£ alko Kanaefai der Stadt,
an 3$. den im Landhaa» anwcaonden Hrrren and Landbimteo,
ttadann anch auf dem alten Markt and Pbta ontcr Panken-
aad TrompeteoschaU rerkttadigt, ,damit niemand neb mit Un-
kenntnis entschttldiiren kOnne'.* Erst jetzt mindert neb die
Zahl der in SUUllr and Markte abgxfaenden EriAsse vua Jahr
m Jahr, and die Zahl der daselbst Torhandencn Prulostanten
annt ovn rascher ab. Am Ubagatca daaerte der Proseß in
JQagenfart, wo sich, wie man dem l>ckrel vom 3^. Au^stt Hi32
mOammti noch damal» eine ^icmlicbo Anaahl vua Manns- and
WaäbsperaDBcOr die nicht kaiholiach sind*, befinden.^ Abjjrc-
ist der Prozeß beim Tode FcnUnond» U. aber uocb
nicht ToDsttodi^.
DI^ (reecnrcformtition and der InnerCstfrrelehlsehr
Baacrn«>taud.
FrttbcT noch als der Bürger- hatte dor Baaemstaad in
ilea drei innerü^terreichischci) Lttudem die Gefahren uiul Leiden
der Ge^nrcformstioii xa rcrkosten; denn, waren auch im k>titoD
Jahrxehnt der Kegiemog Knrls II. ciuzehi« B(\j^r aas Qras
' & St «596. ' Nr. 2416. ' Nr. MW. ' Kr. S480. • Kr. 26M
LXXTT
»aegowiesen wordeii; iJiro Anznlil war nicht erheblich und noch
6choiite man sieh, ein kirchlich oh Motiv als den Gnuid der Aus-
weiBung anzufreben. In «Ißn oHfiKieUcm Scliriftattichon wirtl daher
Htetfl die VerletKung des dem LandesfUrsten gehllhrenden Ge-
horsams als Ursache vormerkL Nun wußten ja die Betroficnon
nm besten^ was das besagte; es waren in dou meisten Fällen
nicht nor die reichsten, sondern auch die upfenvUIigatcn und
patriotischesten Elemente, die von dor Auswoisunf» betroffen
wurden sind. Traf sonach die Verfolgun;; in den Tajjcn Karls II.
den Bjinemstand viel Bchworer als die Bilrgor, so war daa zu-
nüchst anf den Gründen geistlicher Fürsten der Fall. Da hatten
ja Frcising und Salzburg, Bamberg und Brixen reichen Besitz
und hier rückte die Gegenreformation zuerst den Baucmschailten
an deu Leib. Weniger vermochte sie dort, wo der Hcrrcn-
und Uitter-itand seine schlitzende Hand Ober seine Untertanen
hiolr, and das geschah unter wechselnden Umstünden solange,
ab der Herren- und RÜterstand selbst im I*ande geduldet wurtle.
In den Tagen Karls IL ist es auorst die Bauernschaft im oberen
KnnstaJj die von der Verfolgung heimgeaucht wird. Iin Frtth-
ling 15B7 worden die ersten Keligionsrfforiuationskoniinissiouen
gegen sie entsendet.* Die Bergwerksarbeltcr und <lic Banem-
schfift von Oblam bitten die Verordneten^ sie gegen die Ver-
folgung in Schutz zu nehmen und bei ihrer Konfession, von
der sie nicht lassen kiinnten. zu erhalten. Am 24. Juni lä87
drohen die Geworkenj die Arbeiten einzustellen, fall» die Ver-
folgung nicht aufhöre, nnd bieten, da dies in der Tat nicht der
Fall war, den Verordneten ihren Beeitz zum Kaufe an. Schon
jetzt klagt man über die wirtschaftlichen Schaden der Verfol-
gung. Welche iSchwierigkeiten der Regierung orwaehsen wUren,
wenn sich etwa der Ilerrenstand an der Spitzi' der Bauern-
Schäften ku einem bewaffneten Widerstand erhoben hätte, das
entnimmt man der Niederlage, die die Keformationakommission
erlitt, als sie gegen die pro testnn tischen Untertanen Haus Fried-
rich Hoffmanns, des Führers des protestantischen Horrenstandeai
im Wiuterfeldzng des Landtages von ITiSO/ ['auszog. Diese Nieder-
lage hal>eo die Jesuiten am Grazer Hofe nimraer verschmerzen
können: ihre Nachwehen merkt man noch aus den Vorschlügen,
I
* 8. meine Akten und Korreepondenaen zor GMcliicht« dor Gd^arefor-
raaüon unter Karl U., Kr. 4!I0, S. lill S.
Lxxiir
Den.* Voa pwßcm latoresso sincl die Laibsoher Refomiationsproto-
kolle von 1616, da sie ciiioii gi>iiaiirn Kiiil)lick iti <lic Mt^thudo
Hnr Bekehrunp gestnttcn; noeli wichUpnr ist das Gutftchten des
kUmtuprischen Land<wli»u|>tin»niie8 Clmstopli D/nid von Ur-
fdienbeck. aus dum Frülijnhr 1616^ ai^s dt^m man ersieht, daß
die Goeenrcformation in Klafrenfiirt und im ülirigeii Kälruttn
noch keine- WuRtel im BUrgfistand gnlaGl hat. Am 4. Januar
1617 sendet der Erzbiscliof Marx Sittich von Salzburg ein drin-
gendi<« Schmibpn au Ferdinand }]., da« den laiipiampn Fort-
schritt der (-regenroforniation in Kilrnton einigonnanen aufliellt:
' die Geistlichkeit übe diiselbst schwöre Exsiessp; das LaHt«r des
Konkubinats hfirrscbo vor, dio Visitatomi tuen ihro Pflielit nicht
nud finden scbließlich auch nicht die Unterstützung der welt-
Tichen Obri(rk«ut.'' Am scIJtmnisti-n steht es mit den an (istflr-
an^enzendcn Orten; aber auch da wird die Schidd yelo-
itlicit dem katlioliseben Pfarrer belyemeswin, der seine Leutö
iberiäÜü. Nieht viel besser lieji^n die Hinge in den an Ungarn
! an|:renzendcD Orten. In einigen muß ftJnnlich mit der Gegon-
ireftmnation von neuem begonnen werden. So wird im Novem-
|b(U- 1619 aus St. Veit berichtet, man werde da nicht mehr als
I cwOlf rocbtkathoHsche Büt^ier rimlenj viele sind offenkimdig
Lutheraner, halten luthcrinicho Bibeln um! der Magistrat sieht
ihnen durch die Finger.' Und am 15. Jnniiar Iti21 befiehlt
Ffirdiaand II. den Rtiligionereibrmatioiiskonimissärcii, auf Jena
VerkÄufer ku nebten, die nun wieder allerband kelzcrisehe,
ftrgnHiche und hoehverboteue Bücher ins Land schlepiHm. Mit
[großem Schmerz muß der LaudeshauptinanD von Kllmten bo-
licblPU, diiß ungeachtet desseUj daß auch ein kiitholiwhnr Rnla-
'fcerr gewHidt worden, die Mehrheit bei der BürgcnneistcrwahL
kuf einen unkatholisehen gel'allen so!.' Man mag daraus eiit-
icu, daß das pro testan tische Wesen noch zwei JahrKehuto
der erutnialigen DurchfiÜinuig der Grigenrefonnatiou in Khi-
geofurt wenig geändert war. Daß es auch um haibadi nieht besser
It ist, eotuiramt mau einem Bofehtu vom V. August 1B23.
il weiß der Klagenfurier Stadtpfarrer Bartholomilns Cm-
Oper am ^4. April 1024 zu melden, daß der üürgerineistnr ka-
tltohaob sei, ini liftte sitzen aber noch arge Ketzer, der Land-
' Ht. 194S. > Kr. «170. ' Nr. äS-19.
* Nt. S3fi3, Saaa. S. Au.-.h Nr. S3d9
Lxxrr
scbaftsapotfaeker sei vollende ein Kalvinor.' Aach in den nächsten
Jahren TOTgeht kaum ein Monat, in dem nicht Dekrete ans-
gej^anpen wÄrenj die an die ^Vuwetienbeit vou protestantischen
Btirpem mahnen wtlrden.' Noch 1Ö26 — also fast ein ganze«
Mcnschcnalter nach der Auaweisunfr der rrJtdikanten ans Gras
nnd der Anfhcbunp des protestantischen Kirchcnministerinnis —
werden in der Hauptstadt Inncrösterrcichs so manche Hand-
werker frefhndon, die mit un^nllipem Herzen der katholischen
R«li^on f!:efol^t sind und es dnJden, daß ihr .unkatholisches
Gesinde and die Hand werk Rge«ellen in iliri^n affRn<'n Handworks-
Iftden allerlei eoktischo und verbotene Lieder ihren katholischen
Nachham zum Trotze sinf^en, ja selbst in (Jlanbons- und Keü-
gionssachen spottißche Keden fuhren'.* Von proÜom Interesse
ist der B«fehl Tom H. Mai 1026, In welchem die Regierung
mitteilt, dȧ man daa Werk der Kefonnation bisher nnvoUendt^t
gelaasen habe, e^ aber jetzt tortsctzen wolle. Dieses Dekret
bildet somit schon die Kinlcitimg xn der Ausweisting des pro-
testantischen Herren- und Ritterstandea; doch soll diese Fort-
setztmfT bauptaächlich auch die katholische Geistlichkeit selbst
umfassen, weil sie es sein iniiß, ilin den anderen roranzulenchten
hat Die llischJife von Giirk, Sccka.u, Lavant nnd Lsibncli.
die Erzpriester von Glirz und Sanntlial, Friesach, Obfrkäniten
und KeifnitÄ worden daher die ihiwn unterstellte Geistliciikoit
^ und daflir sind eigene Instruktionen bestimmt — zu malmen
haben, daß sie strenge ihre Pflicht tun, in Handi*! und Wandel
unstrjttlich Icbcu und alles zur AuTicinfc bringen, worin sie bei
den ihnen aufgetragenen Kommissionen Mjlngcl finden.* Noch
jetzt gibt es unter den Bilrgeni Leute, die ,ilon Stein des An-
stoßes* Air die ganze Bekchrungssache in ihrer Stadt bilden
und, wie ihr Pfarrer sagt, noch länger auf ilu'o Erlösung warten
wollen, denn ihrem Verhoffen nach ,werdc das lllattel sich um-
wenden'.'' Noch gibt es Leute, die sich in ihren ,ketzeriBclien'
Blechern erbauen und sich in keiner Weise in die kathoUaehen
Fastongebote fugen wollen: , Hütten sio wissen künnon, was sie
nunmehr sehen mUssen, niü und nimmer hüttcn sie die katho-
lisrh«! Religion angenommen, ja sie verlluchen den Tag und dio
Stunde^ an dem sie dieses getan'. Man wird begreifen, daß
' Nr. SSO».
» Nr. 2399.
' Nr. ms and ff.
Nr. 2359.
* Nr. 2$M.
obFrfcfinitnemel»«! BaaemkrcMea biaber ^eCnt^ren, entaimmt
nuw d«Mn Berichte de« LftodesIuutptmBaBea FmheTTn roo Urscbon-
beek an Kerdtiuaid II. ans dem Jaiire 1616, In wdcfaen es
tio&: (laß num bei den B«aem oat^ Utueul Seden kjnia
aae HaodroU luuboKacber Ckristen fiadel, ist in W*brheil so
beweinen.' Die FUnpt^lniM tngea di« Verwalter der adeUgea
Goter, die nicfat nur div bereits AasgwieBeoea auf die eri«-
d^tvn G&kr and Hoben setuatf sondern in ihtvn Landf^ericbteo
aaeb noefa die PrtdikanteB gvdnUlet baben. Wenn da — man
bedenk« 1616 — nidit etno ncmctriicbe Reformalioa dnrcbi;«-
fikbrt varde, ,«Brde diese Infektion im Lande iitemrmbUUer
gffHBiefvn'. Aach f^ die Bekebmag der pfmtrfllMirinfhrn Baoem-
•chaAea war sonach die Torbergdiendo Answasong doa eran«
gefiadwa Herrt'n- oiul ItiUerstandea das entscheidende HomeoL
Sdfast jcot noch mt^m die Baaera die Cnterstfltimng ihrer
Herren vielfach gefnndcn haben^ da deren BdL^nmg seftiBt in
■dtenen FaUmi eine aas inneren übcraengui^en entBpmnpeae
war.' Jetzt wird indes der Kam^ fS^f* ^"^ Proteslantismns
in den bfkriKrfidnn and blneriichea KniBen mit nener RraA
aai{*eDamnMB, denn noch bat in den oberBtetn«clien und obcr-
kflnitncrisehen Landeatnko die neue Richtung nicht dorchgo-
fTifien.' ^besondere sind es die ppolartaatischen Frauen, die
den Kommisaftren au «cbaficn inachen- Der Verti^:nn|:dcanipf
j?egen die protestantiscfaen Kbehi, Krbananps- nnd Gesang-
bieber wird «lauigeaetat weitcr^efährt, mit Strenirc werden
£e Beicfatxettel Ton den Untertanen «npefordert* ond die
F^uten^bote immer wieder eingeschärft Trotz »Ikdviii criiihrt
■aa a«s deto am 3. Juli 1633 ^ und so noch aas vielen spftter
erisswaien Patenten, daß e$ noch imuer viele Unkalbotiache in
Oberstcätn' j^bo nnd aoeh in Untenteier geben die Answeiann-
gm ihren alten We^. In Kämtan fw&Uen ricle, die man
•dton ftir U'krhrt hielt, ^ihreiii slten Irrtnui'- Jin wird am
%■ April l*i33 das (im Sigmand ^layaniiLTS ron OlKTkren»
aa>l seiner Frau äfagdalena ab^eschltzt Abgesehen davon,
da0 man ans dem urfaalteoen Akt noch sieht, daß auch ver-
mOieend« Landlente das Ihrige binpibeD, tun ihrem alten Olaaben
tn leben, und die Angaben Ober ihr Veriialten für ihr Fesl-
* Hr. «119. SItl (S. CM). S*00. > Kr. tStS n. m.
• Kr. SbU •. m. * Nr. M*9. ^ Nr. :&&!.
*••!••. n. SU. ai. Lx.
I.XXXII
halten an ihreu Übcrzongtuigen lehrreich. Darnnch liat sich die
Maxandcrin nioniAls vor die *)bnpkcit Btcllen wollen, sich wieder-
bull auf die Flacht begeben und ihrem Murine, der ihr xu
bleiben riet, /reantwortet: ,Sie hnbe ihm nur den Leib vcrhoi-
mtot, niclit aber die Seelo'.* IM diese HaueniachniW^n ihre
kirclilichen nedUrfnisse in der Heimat nicht mehr befriedigen
können, donn nur selten raa^ aicli noch ein PrHdikant ins Land
ffewapn haben/ suclien sie auf Schleichwegen ins Ungnrischo
zu ^'ehin^en, wüliin sich aaeh die protestantischen liancm ans
( )berÜ8terreich begeben.' Und wie in Steiermark und Kärnten,
wird auch in Krain jahraus jalirein ,f1eiCig Inquisition' gehalten.*
Noch die letzte Verfflfrnn':, die F'onlinnnd II. im Sinne der
Gegenreformation trifft, ist dem Itaucmstand gewidmet. Man
erkennt, daß man nicht bloß mit drakonischen Maßregeln, mit
Kerkerstrafen und Konfiskation vorgehen dürfe, die Hauptsache
ist, daß ein tüolitiger iSüib ,gebildeter' und sittlich hoclislehendor
(jeistJicher die IJekelirung dieser Leute in die Hand nimmt'
Jetzt — beim Absclicidcn Ferdinands II. — ist alles nocli im
Fluß. Die Gegenreformation war auch im itauemstando liüch-
BtcDs extensiv, nicht aber intensiv dorchgeitlhrt.
4. Ber zehnte Pfennii?. Strelflichlftr auf die wlrtschaft-
Iloh«ii Folgen dt>r (■figenroformalton.
Zu den Bcliwierigaton Problemen der Forsdmng auf dem
Gebiete der Geponroforraatiun gehurt m, deren Krgebnisse in
allen WirtschaftsanpeK^'enheiton aufzuzciehnon, zu untersuchen,
welche Schüdon der (.trun<ibe8itz durch den Abzug so vieler
tüchtiger Eloraente, das Handwerk und die Industrie durch die
Ausweisung von Lenten erlitten hüben, die erwiesenermaßen
nicht nur zu dt-n gebildetesten, sondern auch äu den vermögend-
sten des Kandes gehürttm. Mehr als auf politischem, versagt
auf wirtsdiaftlichom Gobielo der Quellenstoff. Vom Anfange
an wurden entweder Aufzeichnungen nur in nngenllgender,
iHekonhafter Weise oder ulit>rluiupt nicht gemacht, oder wir sind
;inf Andeutungen ganz nllgemeiuer Natur angewiesen, aus denen
' Nr. SM8. • Nr. 2670, 26BS, 2fi3R, 2702. " Nr. 2C70.
• Nr. 2680, «ß«.*». " Nr. 87.10.
i
*
txxxiv
richten, was an jedem Ort« am Eo)iDt<:n Prcnni;: cin^(^gnn?cn,
wer ilin eingenommen und wie er verwenilot worden sei. Erst
jetzt also iuclit man eine LTtjcrsielit ku gewinnen, um die Leute,
die mit seiner Eioltcbant; betraut waren, zur Rccbnun^Blage an-
halten zu künncn; mau batte also in einer Zeit, wo ncborlich
aehon die H:iuj)t»uuimen an den Abzn^gcldcm eingegangen
waren, keine Keinitnit», daß ein derartiger Fond existiere und
wer ibn verwalte. Im Jahre 16(M ist es einzelnen Inndesfitrst-
Hellen Behörden aucli noch nieht klar, ob »i« borecbtigt sind,
auch von den ilitgliedem des Herren- und Ritters tjindea i'ilr
den Fall itireu Abzugeti den zehnten Ffemiig eimculiebcu. Sio
machon den Vorsuch und erregen hiedurch den "Widerspruch
dos hicTon bclrolVcncn Standes. In jedem Fall hat es der
LandoefbrBt als sein Recht angesehen, den zehnten Pfennig
auch vom Herrcnstandc erheben zu lassen, darum wird es im
Anawoisimgspatent vom 1. August 1628 gcradezn als eine ihm
Air seine unentwegte Treue erwiesene Gnade bcKcichuet, daß
ihm die Naclistcner erlassen ist.
In Innerüstcrreich hatten die landesfUrstlichen Behörden
beim ISegiuue der Gügenretomiation an die AuswiiinU-ruiig
größerer Miusen nicht gedacht. Sollte sich ja die ganze Aktion
anfangs nur auf dio Ausweisung der protestantischen Prediger
besctu'iUiken. Noch gibt es da keine allgemeinen Normen für
eine etwaige Einhebung dee zehnten Pfennigs. Erat aus einer
an IJürgenneister, Kichtor und Rat am 15. August 1Ö99 erlas-
senen Weisung wm\ das Streben ersichtlich, Normen aufzustellen,
wie CS i\\T den Fall des Abzuges der Bürger aus dem l^ndn
r.u halten sei.' Ausdrücklich wird bemerkt: um ftir den Fall
des Abzuges dvr lillrger eine allgemeine Ordnung cinKUricbten,
werde befoldon, erstens, daß niemand ohne Vorwisseii des
Laiidesfllrsten des IJUrgerrochtea entledigt werde, zweitens, daß
sieb kein Bürger unter das Uegiment eines Landmannes be-
geben dUrtt, weil biodurcli das lande-sfUi-stliclie Knmmergut ge-
RcbmUlert wilrde. Will trotssdom jemjmd abxielicn, so Ist tlber
Bein Hub und t!ut ein Kridatag auszitsclireibon, von ihm Uech-
nuog Über seinen Vonnö gensstand, seine StadtiUuter und üpr-
bnbschoftcn ku legen und von seinem Vermögen der sehnte
Pfennig als Kachsteuur an die landosf^irstticlie Kammer abzu-
' Akten uad XorroBpoudenitaii 1, Nr. 707.
i.xxxv
nihrrn. SolduTfir-stiill wirrf tinnn m folj^cndea Jafireiij t'lio
nuüli dio Gcgi^urclunjintioii in (Irnz sUßcinein ilurelipiiUfart wird,
vun den bi'ideii Handc)«>Iicrre]i Christoph I'oy hl Dtid ( )ß>vald
Ackn-r dur «rhiitii PtVnni^' gcnommm ' und da» j^h-jcho Ver-
fahren in den verMhiodcnon I^ndestoilcn cüijrebalten/ Ain
20. Frbniar IGÖO wird dem »FUrBctinoider' Hang Friedrich von
Paar i\\T seine Tütifrkeit a.U Kntbnunlionskommissär die Sniiinir
von 1200j dorn Sekroüir AnioM 200 Tulcr iinpcwrioscn : es ist
awpjlelhaft. oh diese Summen, die /int don schienst fallenden'
Stritl)fehKTn goooinmcn wurden, von don auch sonst reichlich
foilcnihrti PUiuiltm »tammtyn, odi-r unter diesen titralVoldoi-n der
ccfantc Pfennig r-a verstehen ist Wie dorn auch sei, seit dorn
.Sommer des Jithn^ lüOO ist dessen Zalüanfr infolge von Unndee-
reisnnj: in frana Imiei-Osterreieh, und /.war nicht bloß in den
Stftdlen, sondern aiieh auf dtiin Lande p^ibräucMieh. Auch die
BerL'wi-rkBbciKllzor sind von diu- Atijwcljaffiinp bcrrils hetrotfen,
nnd da mi>gen immerhin hrdentendoro Betrdjro cinge-ran^jen
lein, wenn mich andererMMlB nicht golou^ot werden darf^ diiit
von den Ber^;werh»besitÄem einiffo »ich noch im letzten Mo-
mente zui- Koiivnrsiun b«iueinten.' Wieviel da einfrekomraen
ttit, wurde nir^nda vermerkt. Man Heß sieb an Ab7.u|r!*Kehlcrti
kaum ein Namhaftea ent^elien: als die Gcjrenrcfomiation iu
OniK durch jre führt wui-de, wiird dem Bilrgcnneiator eben »n
dem Zweck, daß bi-zH^hch des zehnten Pfennigs nlelits vcrah-
iAtunt wilnlo, ein VerzoiehniK aller Aintpowiesenen zu<^8loUt
nnd der Auftrat; erteilt, dii- gebrUachliche Sperre jüler und
jeder nnt^-r seiner .larisdih tion llejfendon iWitxtnmer vorau-
Dchmen. Und daa ist der Vorgang' anch in Kärnten nnd Krain.
In Onitlndt flehen von den 16 von der Auswi-inuti^'' lietnifTeni-n
Bchuu im Oktobrr ItiOO tm die 150 Guldrn .Straffjt^ldur ein.
Dos entsprechende Dekret bez(\glich der Anaweieunf; muß aller-
nrlen an dir ■rcwtthnlirhrri Stt-H" ans"i"«ehlapen werden, damit
aich ein jeder darnach Hehlen kann. Wer dann an einen der
Aunj^wiewenen eine Forderung hat, maß sie rechtawiüg bei ilor
Befonnatloimkoi'unisMinii anmi-Idcn* I" einzelnen Füllen trehe«
von den nuswandemd"» UUrircrn bctrflehUiehe riummen ein;*
WM fr»'ilieh in den Aklen «ml Kom^wpondenÄOU hierüber ver-
> Ebond« Vt. 9Su. ■ Nr. «&& Kot«. * Kr. li'ftS.
• Xr. Ul.\ Pnaltt 9 and 11. ■ Nr. tlU u. «.
merkt wird, macht anf VoUstJtntligkeit keinen Ansprach. Der
Vor^nf bot den lAndet't'ilnitlicliuu Auilera ist deuu auch bei
den im Lande begüterten geistlichen HciclistUrstcii maß;:cbciiil.'
Man kennt Fülle, in denen die Zahinnfr des xchntcn IMenni^
erbs&en wird, leider wird dann tlber die Motive nicht» gesagt;'
man kann darin immerhin ein geirisses Ent^c^nkommcn gegen
die Aaä;;ce«ri6««n6D s^en, jedest'alls war die« Vorkommnis ein
«eltenes. Viel hänfisrer wissen die Akten vgn über;;rifl'en der
Komraiiutüre zn erziüdvn, die beispielshalber nicht bluß von dem
wirklichen Besitz^ sondum auch Ton den darauf lastenden
Schulden den zehnten Pfennig einfordern.' Hatte die Kegiemng
zweifellos schon anfangs ein b^^ciÖiches Interesse, zu wissen.
was an solchen Absng^cld«m eingehe,* and wird der Kom-
mission der Tadel zuteil, daß sie in ihrer Relation keine 8p(9Ü-
fiziemng der EtnfrAn^ vorgenommen, so entnimmt man daraos.
daß ;^naae Uechnungslagen nicht gemacht wurden sind. IW^r
Vorsitzende der Kommission, der sich mit diesem Bcchnoogs-
weeen nicht befassen kann and will, schiebt die äache d«n
untergeordneten Pcrsönliclikcitcn zu. Wie wenig Bedinistete
der Landschaft ron der Zahlung des zehnten Pfennigs beücit
sind, sieht man aus den vielen Klagen, die desweißva in den
Landtagen erhoben werden. Man khtgt. daß man den lefanm
Pft'unig von Wcingftrten, Bergwerken and Falimiswn nehme>
daß mau ihn nur in Geld und nicht in NnlonUien m>hraen
wolle, odt-r daß es nicht gesuttet sei, erxhenogliche Schold-
briefo in Absug zu bringen. Wenn in einer bewegton Land-
scltaltesitzang ein äütglied des Herren- und Rittcrvtandos kbi^
daß die JäBUgranten den «nhaten Pfisonig nweinial zahkn iiiaiiwi.
das Clavulan den LandesAntm, das xvoitema] u ikoGiud-
heim, so hat das vie] ßbr aicL Aber wenn der (imadberr
selfael der Aigsbuirischra Konfisssiofl aagohün, wird «r die
ihm zastehwideo Fofderungen kaom rerUngen, wiewohl ^
durch den Abavg senner Bauern mitunter stark geschldigt wird,
da ja FiBe Too Abödungcn nicht gar so sehen sind. I>en
giOßten $v4iade«i bat abeor der Herren- und Riticntaiid ond
deshalb sind aacfa dessen Klagen laut Temehmbar. tichÜeßbch
sind es ja nicht allein Hermi oiui Rittor, die ontor dienern
Sjaten leidea. Die Untertanen Bartfanes KfaerenhftOer wenden
■ Kr. ItMk
* Kr. 114T (& n.)
• Sr 1147.
* Xr. IIMl
Lxxxvn
sich nn diesvo^ ur müclite sich verwenden, ilaß iluion kutu Ab-
BUp and tEUr Zuhlmif^ diiH Keimten Fi'cnnigti nur Hovicl Zeit
Bca werde, daß aic ihr Hnb und Out vorkaulc-u kOiiaeu,'
id KhevcuhuUer bittet den LiLndesfilrsten, sieh dieser LeuU
zu erbarmen uud aciucr Not zu gvdoiikoii, lall» sciuu .Uiltcr,
I5crfrwcrkc uaw. nieht besetzt wtLrdeu, sondern üde jiclaascn
werden: diese Eisenwerke seien ja doch da^i^ KJeiuod des Landes
und brinfren dem LandcsHlrstcn viel ein. Trotx des wannen
Appell« an die Finanzen des Krxhcrzo|;s blieb die Ititto uncrhürt.'
Manchom (folang ee, nuü dem Laude abzuziehen mid der
!SahIun^ des zehnton Pfennigs eu entgehen, dann suchte mau,
ob er nicht noch einen Schuldner im Lande habe, an dem
sich der Fiskns schadlos hielt.' Oft pinfrcu wieder weitaus
j^eringorc Betrjlge ein, als mau erwartete/ andererseits niöclite
inchcr ;:om den zehnten Pfcnnip zjdileu, würde ihm nur ge-
iltet, den kleinen Kest seines Lebens neeti daheim vorleben
SU dftri'en.*
Lifolprc des Urastnndes, daß die Kammer bis zum BU. Jub
ItiOT nicht wußte, was itir Kinfränpo der zehnte Hennip ergab,
^Ungen nun an einzelne Stiidtc Krlüsse, in ebnen Ilericht vor-
Iaq^ wird, wer den zehnten Pfennig einf;enomuion und wie-
viel einfre^an^en sei. So erhilltdie Stadt Leubcu am 17. AufTUSl
1607 die Auilurdorung, ihren Bericht eiiiKUfrebcn.'^ Die von der
Kopierang ertinlie Weisnnjr war eine allpemeiue;' so wie die
Stadt Leoben am 20. Aufruft, so sandte Hrmk am 2ti., MUrz-
z-uschla^ am 25. Oktober den gewünschten liericht eiu; nach
Kärnten, vieUi-icht auch nach Ki'aiii dlii'ile die Weisung etwas
ipjiter abgegangen Bcin, denn erat am 30. November schreibt
der Landesvizedum Hiirtraiiun Zingl au Uileden an den Kiuhtor
nnd Rat zu Vtdiaeh, der LandcHfllrst begehre zu wissen, ,wor
Nl Anfang der Heformatiün deTi zehnten Pfennig eingenommen,
Trirviel detisen gewesen und woAU' er angewendet worden sei.*
Der Erfolg der Anfi-age war ein kläglicher. Zunilchst unter-
ließ et) manche Stadt überhaupt zu antworten uud mußte noch
im iiärltBtei) Jahre an die .Sache, gemahnt wiM'dcii *■' wie Vellaeh
and vVuHsee, und falls Äußerungen abg^tgebeu wurdun, lauteten
sie flunderbar genug. In Leoben kam die Anfi'age de-s t^rz-
* Nr. 1489. * Nr. t4'J2, IWX.
• Nr. S03R.
* Nr. 15J8
• Xr. IM«. • Nr. 1732.
' Kr. 1721.
" Nr. 1748
• Vt. 1781, 1782.
Lxxxvur
liorzog^ am 17. AuK'ist '-ur Beratuiipr; ea wnrdo pösclilossen:
jWi'ilen iliei von Lfiolicn nirlit« o.infjrinnnimeTi und mit Aiitinalimo
ciiior Pin'soii nit'imiml von liier wegf,'czogen, e-oW ikn- SUitU-
anwalt tlcslialb iK-fri^rt werden'. l)<mK;iitsprixli<*iMl iautoto dio
AiitwQi't.' \Vi<!vicl a\ivr dioec eine IVrson f>;fiza.ldt, wird nicht
Rosofft. Nach dieser Angabo mllsse mau glauben, daß C(i seit
1600 in Looboj» kftinft I*i*ot(!StJintcn pah und Jone, die bis da-
hin in dor Sladt vcnvoiltenj iiißgcsamt bükclirt wurden. Die
Aktfii weisen aber da» Gegenteil au». Wieth^rliolt halten die
Roroi-mationBkommissJlro AnlaO, in Lcobcn Ausweisungen und
die Kinliebung des zehnton Pfennigs an^iuürdnmi," olme daß
wir iiluir dim Krfulg niiherf! Knndo liiltten. Daß pr in itraek
viele Prötcjitjinten gab, wie auch in MürzzuaeUUig, woiß man
zi«inlieli genau. In der Antwort, wolchu diw Stadt nui 38. August
oiuBJiiiilto,' wird gesagt, daß ein einziger Uürger, namens Iliin»
Picldor, cibgpzogmi sei uinl den zehnten Pfennig gezahlt habe,
dun der Stjulfanwalt PlariTr Andreas Peyer oingenoinnum habt.'.
Hab und Gut PiehlerB hatte einen Wert von 33.000 fl., der
zehnte Pformig betrag nngcfiilir 4000 H., von denen 3ÜÜ ll. der
Stadt Kor Erbauung dos oingol'alJHncin Stadttumics gegnlwn
wurden. Aus MUrzzUBcldag wurde gemeldet, daß dort kein
Bürger ivbgeMgen, suudem sich alle Kur kathcilisdien Keligion
bekannt haben.* Wir wiiwen aber aus den Kcuberger Akten,
dnß auch hier die Sache einen anderen Verlnul' genommen.*
Wi«' wenig der landesnirstliehen Knnuner vom zehnten Plennig
zugute kam, ersieht man andi aiu* der nenerlielion ^Vnürage an
die Vcllacher über dio Eiiigttuge am zetniten Pfennig, durt
heißt es: ,da wir nicht wissen können,, was gesUiIt und wie uns
derselbe »ugute kuninien*. Wiu fest das proleatantische Wesen
in den ÖtJtdlen, selbst im sUdlielieu Steiermark, wurxelte, sieht
man auH ih^ii lliMS|iiek'. vun Pettnu/' bei der eine '/.weite seharte
Retbrination notwendig wurde, obwohl die Pcttjiuer .immer ala
gut katlioliscli gerühmt wurden'; und trotzdem crllihrt man von
lCing.tngen am /.ebnlen Pimmig uiebt»-. Dabei unterließ die
Kammer nicht, in einzelnen Auswnndei'ungsfiilleii sorgüamc
Knndschaft einzuziehen." Mau orfilbrt in vielen Fitllen, daß
die Behörden mit der Strafe der Auswanderung verfuhren, aber
' Kr. 173», 17«6. • 3. X. B. laoii Note. • Nr. 1738.
* Nr. 1740, «. aacb 17bl, l7f*2. » Nr. IflJH. • Nr. IIWl. lyßa.
LXXXJX
nieht, wie es mit dorn Einpinfr des zehnten PfonnJ^d stand.*
Ein einzipT »«'hr p-iiauor BoricUt darübi^r lic^ luis aus Kraiii
aus den Jahren Itil4— 1018 vor,' p? sind die Aafzcichimnjrf^n,
die der dortif;c UefonnntionssflkrrUir Daniel HchwitÄcr pemacht
hat; bftttc m.nn auch aus den anderen Jahren nnd den anderen
littudcm derartige Verzcicbniase, dann erst ließe sich der tinan-
e Ertrag^ des Abzupspeldea .i'ttr die landesfüratliche Kammer
j^enaa aii^ebün. Ahur ebnusolchc Ucifister wie da« aua den Jaliron
1014 — 161B scheinen erst iniblfro der wiederholt<m Weisun^ren
der Ke^crunf; anjrclcfrt worden zu sein; am genauesten warde,
wie ee scheint, iu Krain, wo der Uisehof die ;;anze Zeit hin-
durch die Seele der Itepcnrolonaation blieb, verfahren. Wie in
don ersten Zeiten der IJefrenreforniation wird jetzt noch be-
sonders darauf peseben, daß das (iift der Ketzerei nicht aueli
DJKh Gör?. Uherpi'eift. In einem hierüber ertlossenon llefehl
Tcmiinint man, daÜ aneh von dem Hesitz unkatholisch Ahjrc-
Biorbcner der zehnte Pfennig eingehoben wird." Von den zahl-
reichen noch jetat im I-ande wohnenden unkatholischen Per-
sonen des Hilnicr- und Kaucrnstnndes sind manche »o reit:h,
daQ z. B. der Pfarrer von ScheiÜni^ von dem Ertra^r des zehnten
Pfennig;:«, den fünf dieser Leute zu zahlen hatten, dto I'larro
«fiiHler in piti^n Stand setzen niüchtc.^ Damit ist zn^I^teh an-
gemerkt, daß ein j^roßer Teil dos einffehenden zehnten l*fennig;a
oamitteJbar für Zwccko kathultseher Kii-chen verwendet wni*de.
Ein anderer, wohl der erheblichero Teil, mußte die KüinnuBsIon«-
koeten seihst bt^slivituii. Manche Leute, die dir Künimiäsiün
Üiensto erweiaen, erhalten /nsiehernn^en ,aus dem demnilehst
vom zehnten Pfennig einj^ehonden Gelde'.*'' Da die liejriemnf?
von Zeil zu Zeit W^isunf^n erläßt, darauf zu schon, daß von
dem zehnten Pfennig nichts defraudiert werde, «o mochte sie
da»n wohl gerechten Clnind liaben.*^ HCihere Beträpre tnüfren
von den nobilitiertou Pcrsenen und landschaftlichen Beamten,
die »ich zum Teile noch bis /.um Jahre 162Ü — 1628 im Lande
vorfanden, obwohl ihre Auswcisunf? schon hingst verfügt ward,
ein@:egangen sein.
Am 1. August I62Ö wurde die Ausweisung des gesamten
protestantiaolien Herren- und Uittcrst;indes verfügt Die den
* Nr. 10&6/7, 1979 Note. ■ N. 1984. ■ Nr. S144.
* Nr. «01. ■ Nr. 21C8. < Nr. 3331, S33L
Keimten Pfennig; betreffende ätflUe dM AoBWeiann^dekretes
lautot: Unri ob wir ancb fikr Hon anTorlioff^n Fall, daß einif;rc
die Wohltut der Kmigration für sich in Ansprucb nelimen wUnlen,
befugt wären, ron ihrem Hnb nnd Oat den cehulen Pfennig
uiiiznfordernf «o haben wir doch in Krw.lgnnp' gezof^en, daß
oiiscres Wisseiu die Herren and Uttter niemals ein Wider-
wärtiges gegen nnn und unser Hans im ^inne •rt-habt, und er-
klären uns demnacb dahin, daß sie ihren Abzug nicht nur ohne
Zahlung der Nachst^oer nehmen, sondern anch jmr Abrechnung
ihrer im Lande stehenden Forderungen oder Kur Adniintstratiun
ihrer Fideikonimißgtlter and WeiterflÜiruDg etwaiger ProKoam
ihre Verwandten oder andere katholische Personen betranon
mögen.' Da ntui anch »ach dem Abzug der protestantischen
Adohgen ron ihren protestantischen Untertanen noch zahlreiche
im Land hheben, der konvertierte Adel anfangs in seinen Go-
sinnunpen selbst noch auf Seiten der Unbefcchrtcn stände so
fehlt es anch in den nächsten Zeiten nicht an obrigkeitlichen
Verordnungen, welche die Einhebung des zehnten Pfennigs »um
Ziele haben.' Eine schließliche Verrechnung hat weder jetzt
noch spMer statlgefnnden.
So wenig Siclieres sich ilher die Höhe des eingegangenen
zebntnn Pfennigs sjigen lilßt, so wpnig gonaue Angaben gibt es
über die Strafgelder, die aus Anlaß d«r Weigerung, den bo-
(refTenden landesfUrstlichcn AVeisungen zu gehorchen, Über Mit-
glieder {{('S Heri*en- und Rittprstandes, des bürgerlichen und
Dane ms tan des, vt-rbiingt worden sind. Man kennt wohl eine
ungehener große — aber bei weitem nicht die ganne — Zahl
von StralTillen; und wenn man sie ancih kennen würdo, wUrde
das noch keine Siclierbeit geben, daß die riehler auch 'wirklicli
«ng^angen, denn wie das in Österreich bis in die jüngste Zeit
geübt wurde, die Slrafansätze waren meist so hoch, daß die
betroßenden Golder kaum eingebracht werden konnten und in
den meisten Fällen Ermäßigungen der ursprünglichen Ansätze
3geben werden mußten. Wie kann ein einfacher Zeugwart
"«in Strafgeld von lOU Üukati-n zahlen, das ihm Kugemossen
wird, Mcii er sein Kind außi^rhulb der Stadt, d. h. bei einem
protestantischen Geistheben taufen ließV^ Da mtlßte, sagen die
' Nr. 24Ä6. • Eiuhohunpan Bufl BpSterer Zeit, aa z. B. Nr. 2662.
' Aktua und Korroiponduttsoti I, Nr. 151.
Xd
Verordneten, wolil mancher Vater Bein Kind nnt^cUiul't Inssen.^
Oder: wenn (lerr Clirist<i]>li Oiill die aaf iloin FriiHlhoi' xu
NetiliäniM}! Iic^abßno iinkatiiüliiteh« Njilttcrin nicht wiL'<lür hus-
grobon nnd din Kiruhe weihen lilßt, wird er uro &ÜÜ Dukaten
gestraft^ Der llofbndihalter 4SaJi)mon Pilrker soll dem Graaer
Pfarrer Laureiitius Sonnnbönter 500 iJnkaton zahlen, weil er
sein Kind zu einem Ans^wiesonen Prädikanlon zur Taul'e
brachte.' Fär einen einniJih|;tMi Kircheubt^such oines KnittcK
feMor« boi einem auswärtigen I*rüdik;inteu werden If) oder 20
Taler .Slnitji>>ld frenoinmen.* Die den Kridkorsltarper niirfccni
an/orlej^ton Strafsumnien ül)erraÄch«n ^radezu durch ihre Hübe.''
Wenn liadkersburper lillrper bis zu 40U0 dulden Strafe »alilon
rnOAnon, dann wird mnu sich über ahidich hohe Strafen beim
Adel Dicht wundem dürfen. Mau wird Übrigens bemerken,
daÜ uncli der bftmbcrgiscbc Vizoduni Johann (icorpr von Stadion
■o hohe jjtrafnnsiitae liebte.'^ Eisshorzo^ Ferdinand II. bedfühte
sehun am 10. Dezember 1597 Itartlme Kbcvonhitllor, naclidßm
dip«er soeben au einer Strafe von 2000 Dukaten vernrtfiilt
wnrde, mit einer neuen in doppelter Höhe/ und n^cht empfind-
lieb ttind die Strafen, die im August löU'J gfßfn Mitjj^Iiitder dea
Krainischen IlcrreiiBtandcs vcrhlLngt werden." Nicht die Masse
der Strafgelder kann hier aufgevUht werden, kaum die einzel-
nen ^tutive und Titel, auf die hin sie vorhiln;^!, wurden, und
das ist befjTCÜÜch gcnuß. Soriele Gebote und Verbote waren
wahnnifl der Ucinerungsaeit Ferdinuiidei II. nrhusseii wunlen,
Jiu die heilsame Ueformation direkt oder indirekt berührten
und deren Übortrc*tunp mit harten Strafen bedroht wurde, d»ß
läne ungeheure /aiil von Akten von ihnen zu liandejn lial. Da
finden sieh die Gebote, dto äTangcHsühäu Sehul- und Ivirclieu-
dienur abzuor halfen, sich vor ilie K(>formationBkomniiH«ion vai
stelleu, sich der tteformationskominisBion zu untenverfen oder
oaeh Zahlung des zohnleii Pfeiinijfs nbzuziuheti, die eektiÄehen
Bücher abzusiihaflen, ilie kirelillihun Kaälengobote zu halten, dio
Gebote der Äusweitjung sämtlicher Pradikanteu, dio Verbote,
im Haosc scktische l'osüllen zu lesen und solche Lieder zu
stngäu, dna evangeliächc Kxerzitium außerhalb de» Landes zu
* Eb«aiU S.3D1. ■Mr. 69;!. * Mi. 5&7. « Nr. £30.
» Nr. »83. * Nr. 193, -'Jl.
* Kr. 362, ■. aach Nr. 379, 409, Strafen dor Marhui^or Nr. 37b, Omfitidnr
»r. »73 luw. ■ Nr. 7»9.
XÜII
mcfaen, iw Pupillen »n evAn^lisolie Orto xu M^ntlnn, ilini-Ti
ankiitlit}] Ische Ofrltabttn zu setznn, daa Vorhot, uiikatholisolie
Schulen außer Lande» zu besuchen, ankntliolischc Prüzcptoroö
za nehmen, uiikaÜioIischi> PlU't;iT zu halten, den kathoHseheti
Pfarrern Eintrap zu tun, an ffcistliche Güter zu greifen usw.
Dazu dtti Menge Reforiiiationädukrctc und diu i&ahllüsen Uefar-
mationHordnuiigcn flir Stiidtc und MiLrkte und endlich die obentto
zahlreichen Einzeldekrete an Mitglieder des Herren-^ BUi^r-
und Bnuernntandes. Für alle die hier nomiiorte-n Anj|:ele;ß:oii-
heitcn werden im Falle der Übertretung mehr oder minder luuie
Oeldulnifen oder die Laudesvorweisunfi;, in tnnzelnuo Fallen
Kerker- oder (Jalreronstrftfe festgesetzt. Am schwcratcii hielt
08, die einntipen vielleicht auch noch jetzigen Protestanton an
die kathotiifchcn Fa»tcnfCi.'hota za gcwOhnon, oft wcnlen die
Kryptoprotestanten, bId welche sie b;ild anzusehen Bind, nur
durch die Übertretung dieser Faslengebotc erkannt, und daher
mag wohl das verhitltnismftßig hohe Strafausmaß hiofOr zu er-
klären sein. Da wird jetüt eine sorgsam instruierte Behörde
aufzumerken liahcn, wer am Freitag oder Saiimtag oder in d«r
gan/,en Fanti-nzc^it Fleisch koclit^ sein Fleisch mit Kraut kocht,
wissentlich Fleisch ißt usw.* Bei einzelnen dieser Fleisehcssor
wird, damit kein Zweifel cntstohen kann, ausdrtlcklich vermerkt,
daß dc&lialb zu vermuten ist, daÜ er nicht kathoHsch »ei. Die
Strafen für solche Fleischkocher sind erheblich; wer es an gc«
botencn Fasttafren Hcinen (iüsten vorsetzt, wird natürlich viel
empfindlichor gestraft. Jlan ist in der Lage, viele sülche tStraf-
mandate anzuftlliren, ab«r bei weitem nicht alle, denn das Ke-
gienuigsarchiv, wo sie zu finden sein sollten, hat groOc IjUekcn
und von stildlischou Ai'chivcu sind nur wenige übriggeblieben;
aber, auch wenn sie alle erhalten wilren, wüßten wir eben nur,
wieviele Strafen zudiktiert, nicht aber, was an Strafgeldern in
Wirklichkeit einging, und selten nur sind wir in der Lage,
festzustellen, welches die Verwendung solcher 8trafgeldt!r war.
Wie sich statistische Angaben über die Zahl der Kmi-
granten aus bllrgerlichen Kreisen nicht machen, noch weniger
die Kiugänge von den Abzugs- und Strafgeldern festatellen
loasen, so kommt man auch bei der Frage der wirtscli.aftlichon
Schttden der Gcgciitvi^u^>ii&t>*»i ^'^^*^^ ganz allgemeine Bemer-
* Uaa ■«he diu iutwoujiulo Kununer 19U1 iiAclu
XCIII
kunpcn kaum hinaus. ScLon in den aclitzig:er Jahren wcnlen
in den Verlmn<llun°;en des Landtjigs, in Landtnps- und StAats-
achrifU-n nnd in Korrespondenzen Klairi'n ubor die Schilden Unt,
die die Ausweisung von Btlrgom sowie »piUcr die von Bauern
im Oefolge hat, eo erklären sclion am 14. Mai 1Ö34 Landes-
Tierwaltfr, Vcrordnetej Herren und LaniUcute dem Ki-zhorzop
Karl 11., iUxÜ bei soleher Verfolgung der Bürgei*schaft flic Be-
willigungen nicht geleistet werden kennen.' Ä[it bitterer Ironie
fragen sie im FcbroRrlandtagc 1587, mit welchem Kifor sie
gegen den Feind wehen sollen, wenn ihnen Lente an die Seite
gestellt werden, die Uire Hüuser and Güter abüden helfen oder
niederreißen,* was ftlr unermeßlichen Schaden ,den drei Schatz-
kammum* zu Aussee und in den beiden Kiseuerz zugetUgt
wird;* noch hcftigor lauten die Klagen in der Zelt Ferdinand» II.;
indem die Stünde am S. November I5*J8 Rudolf II. um »eine
Inteiicssion bitten, stellen sie ihm vor Augen, daß die Land-
«ehalt viel zu bewiUigen weder geneigt noch venuügcnd genug
ist, in Stüdten, Mitrktcn und anf dem Lande wolle erst jeder
sehen, wo das Wesen hinaas soll, die Gewerbe erliegen und
bleiben stecken, d<T allgemeine Kredit gehe verloren usw.*
Dies4.'lben Klägern finden sich in der großen Bosch wcrdesch rill
des Landtages vom 19. Januar 1599,* bei deren Beratung andert-
halbhnndcrt steirischc Herren uud Landleute und die Vertreter
der Stünde aus den beiden Nachbarländern anwesend waren;
in der Schrift vom 30. .lanuar 1&99 wiixl geklagt, daß der
Kommerz in Wtadt und Land liegen bleibt, weil die BUrger aus
den Stiidten und die Reichen gar aus dem Lande zn kommen
trachten,*" und so wiederholen sich *be Bcöchwcrdon fa^it in
jeiit-m iler grüßerßn Schriftstücke, die an den LandesÜVraton ge-
richtet werden,^ gehen aber über allgemeine Anachiddigungen
nicht hinaus. Kin einziges Mal tinden wir eine zift'erniilßige An-
gabe. Wührend die »Stildte, so klagt man am 2S. Mai 1599,
früher ÖÜOO— tiOOO fl. erlegten, würden jetzt bloß SlW IL 3 g.
29 Pfennig eingezahlt;* daß aber diese Berechnung eine ab-
BJchtUche war, hat der Krzherzog an anderer Stelle mit Tadel
> Aklen »1)4 KoireiitonitenKen, F'mtea rer. AtwU-. i, CO, S. Ml.
« a 603/4. » S. «25.
' AttttM) miil KorrcBponilunisen, Kontoa rer. Auntr. 3, 68, 8. 401.
* EbendA 8. 4fil. • 8. JJ6. • Ü. l«!, r.l7, fl8H. KU.') hhw.
• & &7(t St. lT,i.
XCTV ^^^^^^
vermerkt. Eb kann nicht pelewffnot werden, daß alle ge^n-
roiorm.-itorisfllmn Maßi-ef;eln FerdinandB IL aucli eine große
wirtschaftliche ßedeutnng hatten. Wenn der Adel eine Menge
Bnaorn, dio ihm zu Kinaen hatten, verlor, war or ffewiß pe-
Hchftdigt. Aber kamen Abüdungen wirklich vor? "Wurden ver-
lassene Gründe nicht sofort wieder besetzt i* Kamen Rad- und
nainmerwcrkc niclit luimittelbar wieder In andere Hiindo ? *
In StiUlten und Milrktim steht die Zahl Auspewieacner zu jener
drr wirkltrhnn Protestantfiu in keinem VerlKLllnia. Wenn au«
Graz im ganzen Ol Personen ausgewiesen werden, ißt das eine
betlenklich gn)ßc ZifTer; aber von den 61 Personen ist eine kleine
Arizfihl ans dem ÜUrgerstande. Die Mehrzahl sind j\Iiti,'Iiodcr
der Landstiliaftssohulc wie Kopier, Bediinistetc der Landschaft
wie Venodigor, nobiütjerte Personen usw. Wenn aus Leoben
and MiirzKuachlng je ein Bürger abzieht, wiewolil wenigsten»
drei Viertel der Bürgerschaft protestantiseh waren, wenn ana
Brück, das gewiß eine protostantische Majoritiit unter den
Bürgern ziihlte, kein einziger abzog, so hißt das darauf sehliüßcn,
daß nnch die wirtschaftlichen Schildigungen niclit derartige ge-
wesen sßin kütinon, wie sie in der Bittschrift sieirischer TIoiTen
und Landleut« vom M. Augunt IGOO angeftihrt werden.'
Ka klingt ja gewiß sehr gransam, wenn den Bauern, die
ihre Güter in festgosetÄter Frist iiicbt verkauft haben, ihr 3i<^-
sitz kunBsziert wird,' aber zwisciicn der Publikation dieses Do-
krctcB und dessen DurchlUhrung verstreicht eine geranme Zeit
Die Abzugstermine wortlcn nicht eingehalten, über AnHUchcn
immer aufs neue verlängert, rottonter auch in der Absicht, daß
der zum Abzug Verurloille bp-i rcÜlicher Erwägung seiner mn-
tericllen Vorteile ganz im Lande bleibt:* dalier die ungeheure
Zahl von Neukatholiken, die in "Wirkhchkeit Protestanten sind
und das ganze Wesen im Lande für ein Provisorium ha]t(>ii.
Alle die Klagen in den Eingaben an den Kaiser und an
den Landeflfiirsten, die vom Verfall tlcr Borgwerke, der StiUlt«^
und Märkte, der Versehleudcrung der Gtilor infolge des er-
xwungenen Abzuges der Inwohner apreeheu, sind daher mit
großer Vorsieht anfzunohmen; sie sind so nllgomein gehalten,
daß »ich kaum elwaa Sicheres ans ihnen folgern Illßt,'' Vieles
< Nr. I06Z. • Nr. 1076.
• Nr. 1131, Ubi. 12&&.
Nr. lOftfi.
* Nr. 113&.
xcv
von die««n Kloben hat schließlich einn typisuhe 0«staU ge-
wonnen, ohni) in di^r Sarim vollkommen bßroclitigl zu Bttin.
Itan wird ja gewiß sa^^en dürfen, und die vorliegenden Akten
geben den IWwtn« hioftir, daß die RoffirmationskoniniisaJire
ihre Befug;ni8so nicht selten übersehritton und nngebuhiliolie
Fordyningen stellten und daß an ihren Händen oft fremder
liesilz haften bliel); vr^nn dies aber an Orten gnschnli, die dein
;[>rutes tan tischen Herren- and Ritterstaud zugchürtenf so fanden
Uürjfer inu! Hauern in don meinten Füllen auagiebipen Sclintz-'
Selljst in der bi7ierinileiTeichiächen Lande-ähauptetadt to^en nucb
' im Sommer ICOl die Din^ so, daß man o» wa<ren durfte,
eine Bittaclirift. ei nzn reichen, die den kirclilichen Stand der
Ilinge vor dem Sommer IbOS und die Roatituierun^^ der Stifts-
kiruhe vm'langrto.'
Von der wirtschaftlichen Seite betraehlot, lagen die Dinge
nielit Hchlecbter altt in den aehtzigor Jahren, in denen »Ich
lie protea tan tischen ItUrgcrachafteu in einer wirklichen Kut
Jage befanden. Aber jetzt hatte man »ich in Städten und
Märkten mit den Dingen abgcfanden: sich ilußerlich zur kallio-
lischoD Konfuesion bekannt, ohne ihr in Wirkliclikolt anznge-
' hVren. Man kann eben den Lenton, wit^ der Laibaclier Hischof
d»^m I^andoitfilrsten schreibt, nicht ins Herz sehen. In hühem
Onide besMMchnend ist es, diiß man durch mehrere Jahre
keine Klagen Über wirtscbaTlbcbo Schäden vernimmt. I^rst
im Herbste ITilH hürt man Beschwerden ans den StJidten
und MUrklun über die Zunahme de» ,Goyhnndelä', der von
dem Adel zur Schädigung do» Bürgers aufs Lan<l gezogen
wird:" aber die iM-treflenden Bescbwnrdon wind keine neuen,
«ondeni roiehen bereits in die Zeiten Karls II. zurück; daß dio
von doto Lnibucher Bischof mit hejiondorer Srlineidigkcit bo-
Irieboiie Gogenrcfonuation * in den krainiscben Stilillen nnd
Märkten die Sachingo verachlironicrte, sieht außer Zweifel, kaim
»Wir nicht aU einzige Uraachc dea Niedurg!uige.4 dit» Ot-werbes
Dud Haiidelfi in den Städten Viezcicbnct werden. Wie unter
< Nr. 1 146.
■ Fall« niclit, v'iti ttchon »bon liomprkt wird, dio Angelof^eolioit tn ^n
Jabf ITiHl fkllt ■ Nr. IfiS3.
* Dacb war telbtt ■oiu« I^istutig iler Ilet;ieniD;; nicl)<^ (•«uü^tw>A nrarlki«-
nen und »o h\tle er »tcli i;A|;i}n tlen Vorwnrf Aar LÜNMiclcil in kirch-
lirfia» Diugßii SU vorteil] if^oo, Nr 1018.
xcvi
Karl 11. dl« reicheren KUrger rinr ItircHliclitMi Bwlrfttigiiia Mcpnn
ili'ii AUxiijr nahmoiij so voniinimt injin auch jety-t, i^aß I.oiito
nbKüf^iMij dio eii<Hleiii der Lundadml't oft mit Geld nusgeliolfco
haben; ^ ob aber die An^'^ubeii, clii:! sich in der Bittsfhrift der
protcsUntistrhoü Suinde InnerOsloiTciflis nn Kaiser Riulolf U.
vom 34. NüvemVier IGOD fimlcu und in der von einer förnilichfii
V'r'rikluiifr der Städte, Miirkt« und Fhickoii gesprochen wird,
(li^r Walirhdil cntapreuhen, ititd3 bezweifelt werdon.' Aus der
r>incn Monnt spHtor hurnbpdiiugtcn Enlsfliließung über ihre
Hilte, die K^IlgionsBache in den alten Stand zu setaen, ist eher
das Qftgenteil zu entiiuhiiieu. Auuh wo sonst' in gut ovan-
golischen Kreisen, wie in denen der Suindo Ober- und Nieder-
betcrrcichö, von den Gegen refurmationsangelegenlieitcn an solchen
Stellen gffsjirocheu wird, wo dies fi*oi und ungehindert geaehehen
kann, wird Über EinBcUritnkung der Oewisscns- und poIitiMeben
Freiheiten, nicht aber Über wirtöchaftlieheu Druck geklagt.*
Man tindet nicht, daß die bllUiende Eisenindustrie an den Orten,
wo eio bcBland, infolge des Ab'ÄUgea der Oewerken eingegangen
wäre: man hatte an Stelle de« abziehendou Protestjinten bald einen
Kuzieheiiden Kallitiliken, aber das mag richtig sein, daß die ab-
ziehenden Arbcitakrilfte ungleich le»»ere waren als dio zusie-
henden, und nach dieser Seite hin wohl von einer ÖchJUligunp
der Industrie gesprochen werden kann. Übrigens ist es auch
in diesem Falle schwor, otwnä Sicheres zu sagen, da dio Akten
über allgemeine Hemerkungeii seilen hinausgehen. Oeachfldigl
waren die Abziehenden: der in den meian-ii FJillen unter schweren
Vorlu«ten erfolgte Verkauf der Hegenden und fahrenden llnbo,
der xelintc Pfennig, der an den Ijandes^filrslen, die Leistungt-n,
die an die Herrschaft, falls diese eine kathohsche war, zu be-
gleichen waren, verschlangen einen guten Teil des Vermögens
der Abxiehcuden und, als der Adel »ur EmigrjUion gezwungen
wurde, war er in noch schwii'rigei-er Lage. Falls es ihm auch
gelang, seinen 0(ilj;rbesitK ku verkaufen,^ so Idiebon doch seine
Kapitiilien im Lande Hegen nnd durften in den schlimmeren
Zeilen des dreißig) übrigen Krieges ins Aushind nicht ausgefolgt
werden," so daß manche Km i graul enlaniilie iu schwere Kotluge
geriet^
' Nr. 1770. » Nr. 183«. » Nr. IHOS. * Kr. 1808/fl.
^ Olier iiMgenanittfl ex uff» VorkilLift) i. Nr. 2&H8, 20(>n. SUIU, 2412t ff.
■ Nr. Ms-.'. ' Nr. -'«.'.t u. ■.
i
^^^^^^^^^^^^^^^^ xcvir
&. Die ßpffenreforination nnd der kAtliollscIie KUto!«.
Die Jesuiten und dte ältcroii Ordon. Köln KnOerlicbe
Erfolge der (regenrefommtlon.
Daß der Sache dor Gegenreformation durch die Verkün-
digung der zttlillosen gogen die Anhilngcr der Augsburgi sehen
Konfi'Aition frnrichteton Maßiv-gnin nur wenig gedieut sei, wenn
damit nicht zugleich eine durch gi-cifende Reformation des ka-
tliuh'schiM) Klcnis mnlbst vorhinuli^n wllrde^ darhher bestand in
Kreisen der Regierung nicht der mindeste Zweifel. Die
Site Anfgabe hHMo begreiflicherweise der ersteren vorangehen
leiij und in der Tat hat es ja an Versuchen, die wirtscliaft-
ben nnd sitthchon Zu»titnde im iimeröälerreichischen Klnnis
SU Terbesaem, schon in den Tagen Karls IT. nicht gefehlt.*
Ans di»?sen Sorgm und Bemühungen war die Frage nach der
nchttmg cincü Klustcrnites fttr InnerüstciTeich entstanden. Tst
SU dessen Einsetznng !n den wenigen Jahren, die Karl II.
noch gegOnnt waren, auch nicht mehr gekommen, so blieben
doch die Motive, die den IjandosfUrsten zu Boincm Vorgehen
bestimmten und die er kurz nnd drastisch in einem Schreiben
an seinen lang}jilirigcn Berater Hans KobcnKl von Prossog nieder-
gelegt hat,* auch fllr seine Nachfolger inaß^cbcnd, wie auch
die Antivort Kobeuzls'* einen guten Einblick in die Uofonube-
«trebungcn Ferdinands I. und Karls II. gewiihrt. Hatte der
letztere eine durchgreifende Kefommtion dca inueriJätcrreichischen
Klerus nicht mehr vornehmen können, so fiel nnn diese Auf-
gabe Hpincn Nachfolgern zu, zuerst den Regenten Enist nnd
Maximilian, dann Fcnliiiand Tl. selbst. Sit' mußte uuiho raseher
ond enerpscher in Angriff genommen werden, als noch jelKt,
da aciton dio Axt an den Proteatantismus in Innerüstcrreich
* 8. die xasammenriiBseDde Darstoltiing in Qioiiior Alihandhini;: ,Grxhora<]K
Karl II. und dio Fragt! dor Krrlchtuutc oin«i KIusUimileH für luiier-
«sterreicb' im M. Bd. .lai Affliiv« für «storr. GoscUlohto, S. iW IT, .seift ff.
Jetat wird man noch «inn ATisaU voit Brififoii nnd Akton aiu der Kor-
mpondonz dos Rrafaiscbofs J^hunii Jahuh und Ocorffs IV. Aifrivol» ''y"
8ockau dasiiziohon dOrfun. Losurtli, .Hnlzbur}^ iind Stoitimiark im
leUtOD VIortel Jm XVI. Jatirlitiiulviiii', t'ursclitiiii^cii zur Vorfaf^ung«-
und Vervialtnnf{:«g««cli teilte der .Swiennftrk V. 2. .S. Ijewuiidoni S. XVUI
und XIK nnd dio lUxti^chilriedn Tlrief«.
* .Knhantig Karl und dio Frage dor Einactating ainds Kloihirratea*, 8. 360,
■ Khenda 8. 800 ff.
r*ntt«, tl AH M. tX. g
xovin
Eingclogt wurde, laute Klagen flbcr das oniHieeterlicIie and
würdelose V»Thalt«n einzelner katholischer Wdt^nstlichcr er-
hoben worden. In dieser Uczichnng konnte man noch jetzt
Dinge vernehmen, welche Ja woll einen liarten Stain t»ollen er-
parmeOf geschweipen einen chrieteninenschen.' Diese Sachen,
die Bioh da in Oberwülz, in 8t. Peter und an anderen Ortou
abspielten, konnten noch jetzt H(\rger und Bauern daliin bringen,
sich von dem katholischen Bekenntnisse ab- und dem Aags-
burgischen /.uznwondi-n. In der Tat meldet die Gemeinde von
.St. Peter unter dem Kammereberge noch 1591 an den LaudtAg,
sie sei infolge des V'erlialtens Wwvn Pi'arroi-« Mort gezwnngen
gewesen, einen eigenen Prildikanteii aufzunehmen. Ahnlieh
taaten die Beschwerden aus Mur»u nnd iltfarburg, Ktndlierg
und anderen Orten. Die St^tdt Kann ist noch im Sommer 1594
geneigt, einen Pastor bei «ich aufzunehmen,* die von Kuittelfeld
schreiben wiimige Monate nachher, ihr Pfarrer habe sich lanU-
frtedbrnchiger, strafmüßiger Oewnlt schuldig gemacht.' In vielen
Füllen wurde e» der Regierung schwer gemacht, au Gunsten der
katholischen Pfarrer einzuschi'eitcn, da steh deren Verhalten in
keiner Weise rechtfertigen ließ.
Daß die Regiening diesen Schilden beizukummen die emsto
Absicht hatte, darüber geben zahlreiche Krlässe Auskunft.
Gleich in dem ersten AkteustUek, in welchem Kraherzogin Mario
mich dorn Tode ihrea Gemahls In den Streit der Oborwöker
Baueni gegen ihren Pfarrer eingreift, laßt sie darüber keinen
Zweifel, daß sie gegen den Pfarrer mit scharfer Strafe vor-
gehen werde, falls sieh die von den Bauern angeregten Tat-
sachen bewahrheiten sollten. Wie schwer hielt es aber, an
Stelle untauglicher und anwUrdigor öoiatlicher geschickte and
würdige »u erhalten? Gegen die unausgesetzte Befiirderung
von Anslrindeni, die man jetzt fast in allen obersten und besser
dotierten Kirchen«tellen fand, regle sich wohl der Widerspruch
der einheimischen Geistlichkeit, die in diesem Falle die Unter-
stützung des Herren- und Rilttirstandc» dankbar begi-lißle: da-
durch, heißt es in den Landschaftsbesehwerdeii, dem Prilhiten stand
nicht geringe Verschimpfung, Spott und Schmach wideriUhrt,
als wenn unter den Prälaten und in den Konvoutcn uicht ein
I
I
' Aktoa unil Kt»rrL>spunilouzuii zur Goaclitchto dar (fa^nrufünaatiaa uiitor
FonUnand U.. Nr. 'ib, liü. 17&.
* Nr. 181, t02
■ Nr. 179.
* EUntU Nr. 1.
XCGt
War£gvr wlic SoOtaB fio PnlMe«
m üuv IGtto
wDco ufttxii bhq tehifB) am
«<re filrwmkr meM wtimBA,* Aber wdcln Ekwvte «eli
li^tT ts £eMr biAofindes Oiirttii litciit bcdaadiM, Mb fc&oo
Cb DvcUttn^ der 0<yMiifwMalioB iiiit ■■■■ wM,
■■^ man as dem Böspide d» Pfiwma von Vdbeb taehtm/
dua die Bttif^^ md mix Ree^ m rerfeiBdec sind, da£ na nr
den Kwiiwlwit erkliiCB, lüdu sw Eommiinioci sa geliea,
hia äe Kiek etaen aadecec PCura* babea, sad der sehfiefiEch
Kin He3 a der Fhefal socbL Nodi Iiib**' Ii^«» ^ IKi^
■ü deta P&nvr Toa Aaaae^ der ai^ jAv das P&rrfaofea T«r-
weeea, ab aein Weäb tob aicfa latse« wiff.' Bei dieao- La|:e
der Ka^ kemle der Wate WiDe der vorpeattMiat BebOrden
■eng Fruchtbares nditen. M&o lese die bewe«iieken Klage«,
Ulf der Abt run AnaUatam, Emecicli HoKtor, noch tin Jabre
IflOS an des Fatriartbe» voo Aquäeja nebtet' In der gaikaen
Gegend am ViHacfa sidit «a s^liiiuii attä; »ttcb mit drr Stadt
aalbat; der Kaptao, dem die Leate nocb am neiaten xolaofin,
ist eiii Ctmtmhmmrim$, der ebw «ine ITfJU. ■!■ seine Konka-
biae aii%ibL* Am 9. September acbrabt er: der P&rrer Ton
Sc Hiebael in Bose^ ftthre ein so akanaatews Leben, daß ihn
£e P&rrienSe in der Kircbr nicht dvldoi.* Waa aoQ man erst
roQ P£uTern Bagea, wie dem von Kindberfp, too dem selbst die
TOB der Bc^ienini: absanndten Eommtasire sm^ax, da^ er «n
onrahiger und scblecbter Uenscb sei ond doaico Abaetaong sie
in Antrag bringen ' ? t>a war an dnea raadbea EMdg der
Terachiedeoeo ron der Bcf^nin^ getroffenen Maßregeb ni<4it
IB denken und diese Hemmnisae der OtgenTTfurmAtion seihen?
der Wehgeistlicbkett kann man die gaaae Segienmgsxrit Fer-
dinanda ü. verfolgen. £a wird hier genOgen, nur cnnige Be-
legBleSen aoszobeben. Am 2ä. April lOIO schreibt der Propet
Sdnatian von Seckan, wie notwendig ra t^ei, in dorn gegen-
virtigen Angenblicke, da sieb tod allen Seiten Ketao' gegen
den christlichen Glanben erbeben, die Mißbiüticlte im KK-ms
abantcbaAen, um den Oegnem allen Vorwand für ihre Angriffe
m nebmeo. Damit wird sich die fUr den 29. April einbenüene
' Kr. S«.
»Et
■ Xr. ttao.
' Nr UU
IfUillM
loniB error uoa
' Nr. U91, 149S.
in koc mihi ooniuiMo ftreki-
dtocBttaia
Kr. Itöä.
' Kr. 1704.
Synode za bcsehUftigen hnbcn.' Daß »liestr Klcnis in liuhem
(«radc refuriiibodürftip war, wird mnn den Ucnierkuiigcn ent-
nebmcii dtirtcn, die Kmericli MoIit«r von Anitildst^in Über den
f>;csaintcn Klerus in Kärnten mncLt.' Überliaupt eclicint es mit
der Gcistliülikcit in Obrrka.rnten am scldech testen bestellt ge-
wesen zu sein.
Kntspraclicn die ZastÄüdc in den Kreisen der Weltgeist-
lichkcit nach keiner Seite liin den WflnsL'hen cb-r hi-'t Hof maß-
gebüudeu Pt^räüulielikeiten, was soll man da erst vom Rcgular-
kleruB sagen? Was uns Über die ZasUüide in den iniuM'öoter-
reicliischen KJöstem jener Zeit überliefert wird^ die Fortrütfl,
die von jruten zcilg^cnftssisclicn Schildercrn von den Prillnteii
von Rottenmann und PölUu, OritTen, Ariioldstein usw. entworfen
werden, all das nimmt sieb geradezu graucDvoll ans nnd man
wKre geuei^, sulebc Zeugnisse nicht als walirlieitagelryu, senilem
bIö lendeuÄiÜäe Übcrtn^ibiingen parteüselier Skribenten zu be-
zeichnen, lögen uns bierllber nicht die nnsflihrlichen Visitations-
Protokolle aus dt-n ein/rbwii KIiJ!*ieni selbst oder genaue Schil-
derungen deö am Grazer Hofe weilenden Nuntiua vor. Es mag
genügen, hier an da» Rußerst wichtige VisitaLionuprotokoll des
Klostei-s Griflen in Kumten aus dem Jahre 1584/ oder iin das
Schreiben dea Nuntiua Andrea Caligari; ISisehofa von Bertinoro,
vom 21. Juli 1Ö86 au Erzherzog Karl 11. Über die Prüpsto
Zocharias von Voran und Sebastian von Stainz, Ubor die von
Pollau und Rottenrannn — qualuor vtros onmibtts nolis turpUu-
diuis insignes nennt sie der Nuntius* — oder an die Angaben
' Kr. 18«B. ■ Nr. 14S6.
* S. mainsn Aub.its ,Aus dnr Zeit ilar Oegenrof<iriiialioii in KUnil^n. Die
beabsichtigt« £inv«r1olliuug der KlOster Arn»ldflt<iin aad Oriffoii iii (loa
Jo»uil«nord«n'. CvinthU XO. Ud., a I ff.
* S. mfüne Alihündhin^ .RrxIiArxni; Karl II. itiiil diß Vr«^o «I^r F.rrIc.htuQ|(
oino« KtoGtorralPfl illr Inncrii^torrcicl)'. Archiv f. üotrir. (loschichte M,
31&, S44. Itie bei<lon Krililür MurJiiUrli, i*rK|kflte von Hilllau und Kotteti-
luftuii, tionnt CaltgJiri dudum iam totiu» intemptranliae reor iti'/ue aduUfrii,
ituxiitu» tt MicnVe^'i. Cbüf Peter Mituliltscli r. moino Akten und Korrc-
■pondsiisea znr Gwchirlite der Gogsurofurmitioik unt&r Encliunug Karl 11.
FonU* rer. Aiutr. 2, fiO, S. 667— 6Cl>, 671— 67.1 — a»tor FBrilLuanil [I.
S. 108/9. Soina Abbitta im Landtoj; S lao/l. Ober die ZwstHiide tu
Rottanniann, t'jillftii und don NoDiionkli'lntern usw. a. niuitio (iusdiiclito
dar Itofwrnintiuii und Got^enrefornintion S. fi'i IT, 605 ß'. Übor Kiwloii«
■. tiietn«u AufNftlK ,Kur Kritik des RcnuIvoz, Ein IteitrAR «ur HiKturio-
i;rii)iliiv i|.T <;"i:*'iirpforni.'itic>n in limerflitorreich*, M. I 0. G. XXI, l«'».
CI
der Chronik des Klustcra HottcniDiinn nm\ aiidoi'cr ^ciclizcitigor
Qtiollcn zu erinnern. In den meisten Klöstern war bis an die
Wende deä Jalirhoiidcrta wenig gobeti»ci*t worden und ^ermle
die Parteigänger der Oepjnreformation aus dem einen und dem
anderen Kloster — die Peter Muehitsdi und -lakob Rosolenz —
sind bOchst anrttchif?« Personen. WVnn dicaer Re^ularklorus
versafite, bo lap es wolü nahe, daß an seine Stelle jener Orden
trat, der durch seinen Katnpfeseifer und seine bisher erzielten
Erfolge die anderen Überflüssig zu machen schien. Die Jwuiten
werden schon von Karl II. und setner Gemalilin Maria mit
Gunst und Gnaden, Khren und ]k:sit2 Uberüchüttet, nur daß
ihre Stellung in den beiden ersten Jahrzehnten noch keine so
gefestigte ist, um den entscheidenden Kampf mit dem Protestan-
tismus im Lande mit Aussieht auf Erfolg aufnehmen zu können.^
Nach beiden Seiten hin suchte man die ÜbelstJtnde zu besei-
tigen. Zonüehst im Weitklerus. Wo es möglich war, wurden
schlecht beleumundete Ptarrer durch bessere ersetzt,' wobei die
städtischen Magistrate nicht selten itclbst mitwirkten oder die
Anregung gaben.^ In vielen Fällen ist ein Ersatz nicht mög-
lich. Der eifrige Abt von Amoldstoin spricht über einen Pfarrer,
der der Sache der Gegen reformaüon ergeben ist: Kr ist ja,
stgi er, ein Concubinarius, weil'« aber commuHts error, kaua
ichs derzeit nicht ändern.* Die neuen Pfarrer, die sieh bc-
wihren, werden in jeder Welse begtinstigt. Man kommt ihnen
in ihren Steiiernölen r.n ITÜte. iSo ergeht z. B. am 31. Jnli 1000
an die tfleirifcheu Verordneten der Befehl, die Steuerrückstiludcj
ansgescbnfFter Prüdikanten von den jetzigen Inhabern der Pfarren
nicht einznfordeiTi :* ja es kann vorkommen, daß ein solehor
none Pfarrer Kokuperationen einleiten muß, da er im widripren
Falle von den Uoligionsreformalionskommissilren zur lieeheii-
Bcliaft gezogen würde. So meldet der Judenburger PfaiTcr
Leonhard Todseisen, er fllr seine Person möclile ja den Garten
vor der Stüdt nicht in Anspruch nehmen, es wurde ihm aber
namens des J.andesi1ir8ten von den Komniis^Lren anbefehlen.^
In .ihnlicher Weise wird aneh in KJlrnten vurgi-gimgen : dem
Kaplan bei Ät. Marx zu Wulfsberg wird der Auftrag mtcilt,
* 8. bierübor die AoBfflhruDg^en lu iiiMiior CiäaclücLtc int Itefonnation
«ad Oegeareformstion in <!fin ««iierroi^^hiwho-n T-Jlndcm, H. 2.11 ff., 478 (T.
' Nr. 1130. • Nr, I2W. * Nr. 1486, UÖO. « Nr. lOM.
* Nr. 1067.
CII
uicht bloß das Boncfijüiumi St. Stcphnii, sondern auch andere
Güter, die zu diesem Benefizium gehören und von denoii er
Kandc erliült, einzuziehen und sich ihrer ,habhnft* zu macheti.'
In vielen FflUen wird an die Gegcnrefonuntiou der at^htziger
Jahro anguknUpft ; nur daß diu cntsproelicnden Dekrete mit einem
gaiiK anderen Ernst und mit Nachdruck durchgeftlhrt werdcu.
Es mag genügen, hier au das Verfahren in der Angt*k'.j;enheit
des PrluUkauten Georg Wehpj' oder an jenes gegen Odontius
zu cnnncm, das in den weitesten Kreisen Aufsehen erregt hat.*
Wenn also Jetzt in den Tagen Ferdinands II. den evangelischen
Schul- and Kircliendicnera befohlen wird, sich nach acht Tagen
,bei Vorlierang ihres Leibes und Lebens' nicht mehr im Lande
finden zu lassen, so sind es nicht mehr wie in der ersten I'liatio
der Gegcnrefonnation leere Worte, die nicht zur Tat worden
können. Und so werden hucU die sonstigen Dekrete, die an
jene Zeiten anknüpfen, strengstens durchgeführt. Dem Adel
wird sein Vopteirecht über die K.irchcn nicht entzogen, aber
er ist gehalten, keine anderen als katiiolische Pfarrer zu prU-
eentieren. Ferdinand U. selbst ist oberster Vogt aller in seinen
LUndem gelegenen Gotteshäuser und als solcher verpflichtet, auf
die rechtmäßige Besetzung der Pfarren zu achton.' Daß sich
aus solchen VerflJgiingcn in der ersten Zeit die schwierigsten
Prozesse entwickeln mußten, welche die Interessen der angese-
hensten Familion des Landes Wrühron mußten, liegt klar auf
der Hand. Es mag gestattet sein, an das Vorgehen gegen die
Familie Khcvenhüller in Kilmten oder Aucrspcrg in Krain zu
erinnern, welche beide hiedurch in die schwierigste Position
gesetzt wurden.
Da der Friedhof eines Ortes zu dem Ootteshaase dusolbst
gehört, darf auf ihm in Zukunft kein ,unkathohscher Körper'
mehr begraben werden. Wenn also jetzt Christoph Oall von
Gallcnhofen ciue Niiherin auf dem Ortsfriedhofe zu NeuliHuael
begraben läßt, hat er nicht bloß diesen unkatholischen Körper
wieder ausgraben und den Friedhof rekonziliioren zu lassen,
sondern noch als Zugabe eine Strafe von TjOO Dukaten zu be-
zahlen. Von jetzt an kann kein Protestant mehr in einem ge-
weihten Friedhof beerdigt werden, andererseits ist es aber ver-
boten, eigene Friedhi^fe aufzurichten and die aufgerichteten
' Ni. UM. » Nr. i7S. ■ Nr. 1403—1410, 1417, U34. * Hr. 331«
CIU
KtrrdcD zerstört. Was bleibt da (Ion Pn>u-><taaten andorea Ubrigj
ala ihre Toten ^uf tmer StnU3c' ku l>e(irilig:cii. Abpr ancb
das ^ht nicbt an, denn wenn sie tA tun^ verlangt das Pfarr-
amt Hcricbt. wer ihnen die Erlaabois hierzu ^^Iksii; sie werden
trocken bedeutet, daß sie dies nie nnd nimmer veranlvrorten
kSnnrn. Wo kami dann also ein Proteetant seine Toieu be-
graben?
Den Gnmdsata, daß niemand im Lande dem betreflfcnden
Pfarrer in «ein« pfarrlicheii Rt-chto jrreifen dOrfe, daß deiiiiiach
keine Taufe, keine Kopulation, kein Leichenbegängnis, kurz
kein kirchlicher Akt von einer anderen Stelle ak der allein
siUtXndigen, und diese ist allein der katholische Pfarrer, vor-
gimoininen werden kann, hat der Grazer Pfarrer Laurentius
Sonnabontcr danrhgissotzt.* Darnach hat kein protestantisches
Exenitimn im Ijande auch nur die mindeste Berechtigung und,
nenn es seil diesem denkwUrdigeu Tag — dem 13. August 1598 —
dem protestantischen Adel noch auf kurze Zeit gelassen wird,
ist es ein Akt der Qnade. Wehe aber, wenn sich ein anderer
Angehöriger der Ansgsbargischen Konfession auf tlas Schloß
eines Herren begibt, um etwa sein Kind dort taufen zu lassen.
Der Betreffende verfUIlt einer hohen Geldstrafe, der Adelige
muß sofort den Prrtdikanten absclmfien. Und wenn Dir, schreibt
Sonnabenter den Lehrern des Wortes zu Grnz, sonst bestens
qualifiziert wUret, es gebührt Euch nicht, in meiner Pfarre nacli
Eurer Slanicr Kinder zu taufen, Beicht zu hören, das Abend-
ihl zu Bi>eudcn, BrauÜeutu zu kopidicren, Tote zu begraben
ior zu predigen. Dos Dekret vom 13. Boptember 1ö.^8 /.ioht
dii' Folgerungen ans des Pfarrers Grundsatz: es verfligt die
Ausweisung der Priidik.snten aus allen laiidesftlrstliehen StJidten,
Märkten nnd Bezirken und die Aufhebung des Stifts-, Kirchcn-
und 8cbulministereriums im Lande. Alles weitere ist die not-
rcndige Folge dieser VcrfUgungen. Der Landesftlrst ,mOehte
vur dem gestrengen Kicli teilst uhl Gottes und allen iieiligen
nicht verantworten, wollte er dcrgloichon KxcrcilUi \n seinen
eigen Iura liehen Städten und Märkten, zumal gleichsam vor seinen
Y^ngen und Ohren noch lilnger ansehen und anhören'.' Jetzt
mOssen (Mr alle Kirchen im Lande, die vakant sind, ,taugliche'
Pn«8ter prftsentiert werden, widrigenfalls das Kollntlonsrecht
> Kr. 498/9, r Kr. &AI, &bl.
• Nr. «fi, 848.
CIV
verloren geht' Die PrÄdikantcn raüsscr «bzteheii. DiiA\r, daß
bei ihrem Abzup seitens des ,pemeincn PöWs* Iti-iiic II*--
volUi calstfbt, liHbcii die SUultmogri »träte zu sürjrcii.' Die uüchstc
Maßre^^el, dio zur Durelii'übriuip kuiitiut, i»t diu Ziii'Uckfordorung
aller deu kiitbüliucbcn Klri-iten entiVemdoten Glltor.' Wer da
weiß, daß Jxist die laudesftlrstliclit^n Bebürdeii in den Tafjeii der
großen TUrkojinol und des allgoracinen fieldmangols mit dor
^Alioniening* geistlicher OUter den Anfan^r gemacht und aie, trotz
des Widcrspruehs der freistUehen Kürporaticuum, aucli dureh-
pcsetzt und durch spittert-' Verfügungen vermehrt haben, dor
weiß, daß dies geiötliche Gut zumoist durub den triftigsten
ilechtsütci in die Hände neuer Hceitzer gekommen war. Jct74
nioeht«!! diese zusehen, ob ihre Titel beuchtet würden. Ks
mochte nocii als ein günstigca Vorh&Itnia betrachtet werden,
wenn der Kilufer ohne Rücksicht auf die Steigerung der Werte
und der vurgeuommeneti MelioratioiLcti die ursprüngliche Kaur*
summo wieder erhielt. Triumphierend berichtet der Abt von
Neuberg dem Frirstbischof Martin Brenner, daß es ihm go-
Inogcn 8oi, cntfrennlote KirchengrUndc wiederzugewinnen, ohne
Eut8chHdif*ung leisten zu niilssen.* Wenn auch der Plarrer,
der mit ueiner Geniemde in Frieden loben will, wie der obeuer-
wttlmto Stadlpfarrer von Judenburg, nut* die Vorualimc von Hc-
kupcratiüueu verzichleu möchte: er darf es nicht Desgleichen
werden uon alle von den Protcstnotcu letztwillig t\lr ihren
Kireheu- und Schuldieuet gestitteteu Legate eingezogen : der
Landesfiirst seibat wullc hierUbei- Verfügung trelTcn, d. h. sie
Bur Förderung des katliolisehen Gottesdienstes verwenden.*
In den Stitdten und Mitrklen wird nun der Pfarrer dio
wichtigste l^ersüuliclikeit; die Reformationsordnungen, die das
1^1>cn daselbst neu zu regeln haben, wciaeu ihm die eititti Stelle
zu; er ist der Anwalt der Stadt, der illr die Erhaltang der
neuen (Ordnung zu sorgten und nicht nur auf die kirchlichen
Vcrhjlltnisse der Stjtdt, eondeni auch auf dio Polizei sein Auf-
sehen hal)en muß. Und wie dor Pfarrer den ereten l*hita in
Städten und Mtlrkten zugewiesen erhillt, so wird nun daruui'
gesehen, daß dor Priilaten stand auch in der Lantlesverwaltung,
waa ihm seit vielen Jahrzehnten veinvehrt gcwoson war, eine
' Nr. 63i.
• Mr. 1260.
Nr. Mb, 548.
Mr. MO.
Nr. 971.
4» m Mgwt
d» aaABnm «n ! — L**H ml* Dttask wini du Bft-
gAren, dm too Maniii Bnmmm grawlh tsi, rartckggwMaen.
Es IM, bafit w iD ikf MoÜTiaraafc teil mardcaUkben Jakreft
ber Sitte, daß lusn PriUx im Vawdartf ■ittd litA liaa «»-
minien an Juton Viertel eine ^Tirebl Pwonen, die snm Vor^
•rdneiammc mag« und, wer daui die lUjoricu der Stimmen
Imt, der wird Verordneter. I>» geachAa nicht aas MifitnuM«
gegen die Priiaten, sondera na sie der lehweraa, dca Vcnrd-
ocMd ebfieeeodea Arbeiten, Kriini— ulim, bcscfawctficbfli Baiaf
anr. xa Sbcafaebea. Am lö. Jannar 1599 crecbiap dann «ia
landealintfiebes Dekret an die Verurdnrteiir darin iharn nidit
faloB ati^getiajrDu wurde, in ihre Slitta eiaen Geistfiohea auf-
amdaaeB, soadeni aocb die Wtkaag '■*^''— erarr daß die
Wahl dea Abtee von Admont dem T^andesfhfrteu genehm aeL'
Dib Verordneten keantoi ron nen an nicht mehr in der ahen
UnbeGuigenbeit aber ihre kirchlicheB — die protestantischen —
IHngQ beraten, den SickcJ des Landes nicht mehr f&r kirch-
liche and Schoizweeke in Anspruch ndunen and waren pe-
nOligt, filr Beeattmgen kirehÜcber Angdeganbeiteia eigeoe Ans-
sch&sse sa bilden. Jetzt rorBcren die Vcrordnetenprotokolle
ihren Wert als Quelle für die Geschichte der kirehlicfaen Zu-
stlnde im iAnde. Kineo weiteren Schritt machte der IVklalen-
staikd and die katholischen Uerreo und Lsndlente, als sie ara
4. Febrnar ItilÜ an den Landtag daa IW^rchren stellten, daß
ihren GlaabcnageiUMaBn bei den Ämtern überbanptr es eeioB
VererdneteastBlIen, Jostiz-, Kriefrs- and Andi>n> l^andesoffiiienj
dsr gleich Zatria gestattet werde, wie den Mit^edem der
Angsbnrpschen Konfession; die p^buhrcnde Gleichheit aei da»
^oldetie Band, das nicht rerwahrlost werden solle.' Das Heispiei
der Steirer findet in Krain Nachahmung. Schon am !^3. Februar
lÖOl nidien die kathotiscben SUlnde eine Beechwcnleschril)
aa den Landtag ein, in der sie anter Hinweis darauf, wie dio
Verordneten bisher die Slittel dca Landes fUr ihre kirchlichou
Zwecke in Anspruch genommen, die Reiche Zahl von Vcronl-
neteasteUen fUr sich begehren, ^ohoe deren Beisein und Zu-
cvi
«timmunf:^ nichts verhandelt und anjieschafft werden hoII'.^ Im
Mai kommon sie auf ihre Wünsche zurück, und der Bischof
Thomas Krön vorlanpt, daß die licsetzan^ der ricrten Vcrord-
netenatelle dem Wunsche des Erzherzogs entsprechend auf einen
Geistlichen falle.' Aber noch ist in Laibach die Mehrheit unter
Hinweis auf den 40jilhripor Itraut-h do^'-e^en. Viel spflter kommt
die Sache im Klagenftirter Landtage zur Verhandlunf^. Am
27. Februar 1611 stellt der salzbarpgche Vizedom namens der
katholischen Herren und Landlente das Ansuchen, daß bei Kr-
Setzung der landschaftlichen Amter zwiecheD K.-itliütikeii und
evangelischen die gebllhrerde Gleichheit erhalten wordo.' Nach
länfierem Verhandeln erklären sich die protestantischen Stände
bereit, ,außer einem poigtlichßn'j den liatte man also schon vor-
de-m unter die Verordneten auig:enommen, noch einen weltlichen,
,aber ans putem Willen, durch freie Wahl' aufzunehmen.* So
wird die Landesverwaltunpf den protestantischen Stünden all-
mählich aus den Hunden genommen; dfiii da^ef^en pro tcstin tische
Herren unter die Hof'bearaten auffjonommen worden waren, da-
von ist natürlich keine Kede. Wir verziehten darauf, diese
Knt'vricklunp aust'UhrJicli darzustellen, damit wird sich die Ver-
waltungftgeschicKte InnerÜsterretclKi während dieses ZeitraumoH
zu befassen haben.
Einu fitarko Erregung gali eich in den Ivroisen der StÄnilo
in Krain knnd, als die geistlichen Mitglieder des Landtages das
Verlangen Bt«llteu, von der persönlichen Erscheinung in den
Landrechten enthoben zu sein. Denn von diesem Pnnkte war
nur noch ein Schritt, und die (jelsttichkeit wellte von weltlicher
Oorichtsbarkeit nichts mehr wissen. In der Tat las der Bischof
Krön in der Sitzung vom 14. Milrz 1603 ein pitp&tliches Rrcve
vor, daß er keiner welllichmi, nur der geistlichen Obrigkeit
untergeben sei.* Der Landtag wandte sich an den Erzherzog,
damit es bei den alten Gebräuchen verbleibe, aber schon am
8. April konnte Krün mitteilen, die llefreinng tler infnlierten
Trälaten sei bereits beschlossen und bedürfe einer weiteren Be-
ratachlagnnp nicht. Klagend bemerkt der Landesverweaor: die
Landschaft habe es nicht verdient, lun dieses l'rivileg zu
kommen.' Es dauertA kaum ein Jahr, da konnte man oben in
* Nr. IU9. » Nr. 1380. ■ Nr 1928.
* Nr. 1933, 1933, ISSfi/«. • Nr. 1167. • Nr. 1171
cvn
[rain die Klage hören, «laß »o viele Oliripkuiten im Lamlu
wden und daß der Kammerprokunttor and die RcHgionsrelbr-
mAlionskommiseflre im Laude {.'t-bietcn.'
EkiQBclben Eifer beknndetc Krün, als ca sich nm die Re-
form der krAtnischen ^pSnordncmg' handelte. Hier spielte die
Frage der Rokaperation gtiistlichor GUIvr in dem oben ang:e-
doQteten Sinne die OauptroUe. Ganz abgesehen davon, daß
ee nadi den von der Geistlichkeit im Februarlandta^ 160Ö
«otwickeltcn Theorien faet anmögUeh wurde, rtlcksUlndigc Steuern
Ton den Geistlichen einzutreiben, Tcmimnit man hier schon,
^daß die Geistlichen den 'VS'^eltliclien die OQter mit bon'chrler
Hand abdringen', und man beschHeßt, den Erzherzog zu bitten,
daß es bei dem mit Zustimmung Ferdinands 1. erfolgten Ver-
kauf der geistliehen GUter sein Bewenden haben solle. Andere
Fsüe mOgeo Tur der Schranue entschieden werden.'
SeHist in unbedeutenderen Sachen tritt der Eifer dos I*ai-
hacher Bischofs, dem geistlichen Stand bei jeder nur mögltehen
Ofll^enhett den Vorrang, selbst vor den Vertretern deä Landes-
Anten, zu wahren, hen-or. So wenn er verlangt, daß ihm bei
den Musterungen der GtÜtpferde der ,Diirchritt*, d. h. der Vor-
ritt gewährt werde. Er muß sich von dem LaudcsHlrsteu bu-
k-hrcn laBBcn, daß in solchen Fällen, wie man den seit 15Ct
Torgcbrachten Mosterregistem entnehme, die Undcsfllrstliehen
Obrigkeiten stets den Vorzug, die Bischöfe zu Laibsch und die
anderen geistlichen Landleute stets den Kachzug gehabt haben.'
Man wird nach alledem die große Beschwerdeschnft, welche die
krainisehe Landschaft gegen Krßn einlegte, begreiflich finden/
Keiner ist gegen diesen protestantischcu Herren- und Ritter
id schneidiger zu Felde gezogen, als er: man sieht diesen
iftvoUen KirchenAlrsten, wie er in Krainburg vor der vcr-
■uumelten Monge das volle Weinglas in die Hand nimmt und
Oft mit den Worten leert: dieser Trunk Wein hoII ihm das ITerz
abstoßen, wenn es ihm nicht gelingt, die Herren- und Lundleate
in Krain binnen drei Monaten zu reformieren oder aus den
Erblanden des Landesfilratcu zu treiben. Soweit kamen die
Dinge, daß der kraiuischo Herren- und Rittorstand diesen Geg-
ner in den Landtagssessionen nicht mehr dulden wollte. Der
■ Hr. IC06, •. «neb die inlereaMuite Mr. 170S/3
■ Sr. IMS. * Nr. 1734.
' Nr. l&M.
cvin
Erzhonsop hatte p'oßt' MiiliP, Hio crropttm Gomtiter za beschwioli-
tigtMi,' er koniitr" alii^r ilot-li nk-lit umliiii, dem ßiscliof die ge-
bührende Müdoration anzuboiehlcn.
8» ungtihciiiT Fortsclirittc liatto rlio Rcatanrnlirin der ka-
Üiolischen flcistlichkeit in dem Zeitraum weniger Jahre ^maoht;
jitUt kiiuKMi von »lleii .Seilen H Jobs [>08 ton an diu Repfnmp,
die sio keiiioii Au^'cnbliuk »lariibtir im ZwiMlt;! lloßiin, daß an-
gßBichtB dtir Zostiindo in StAdtoii und Mjtrkt«n und der 8tim-
muiig im n«M'fnii- will Hitt«rst«ndc cino nhiTiuali^e Unformatioii
dringend not tue. Am 1. .lauuar 1617 sandte Ferdinand II. an
Krün und den Vi»edom ein Schreiben: sie werden ans dorn
beilieg^oiiden Momorandum entnehmen, wie Bcldecht es in Krain
sowohl mit dem politischen nU nueh mit dem Kdipunswesen
bc^lvllt i«ei.* Sofort sei ein anKHihrliclier Dericht und oin rttl-
liebes Ontachlen bierllber oinzuaenden. Drei Tage itnvor sandte
Marx Sittich einen gleichen Bericht tiber die ZuBUltide in Kürnten
an den Erzherzog^ und, wie die Dinge in Steiermark lagen,
konnte man aus den täglich bei der Regierung einUinfenden
Beschwerden der Geistlichen entnehmen.
Wo waren da die Erfolge der Jesuiten geblieben, die eeit
dem Beginn der Oegenreformation die ganze Aktton geleitet
halten? Und doch waren sie in jeder Weis« begUnstigt und
waren ihnen Khren und reiche BL'öitzungcn in libcrstrümendem
Maße jsugelioasen.* lu Steiermark, Kflrnten und Krain besaßen
8te ihre Kollegi<.*n und, wie man sie mit den Otltern der alteren
Orden, die nach den Ansichten der Miluuer der neuen Richtung
ihre Aufgabe nicht erfllUt hatten und nicht au erfüllen vor«
mochten, auszustatten versuchte, wurde bereits an andenx Stelle
erürterl.^ Es ist jedesfalls nicht ohne Interesse, zu sehen, wie
der Orden, dem sein Stifter gan» andere Ziele gesteckt hatte,
»obald ea nur geschehen kann, in allerhand Streitigkeiten um
' Nr. 175!» u. ». * Nr. 2172. • Nr. 2170.
* tJhOT Yi-Tenhüugen an sio enthült dio Kamiuorrogi»tialur KarU II. und
Piinllniui(U n. (Wien, Jlaiu-, Hof- nnd StAatMirchlT) oin reiches Mate-
rial; untur Ferdin.tnd II. bsfcinae» ilie ScIiD»kungnn mit IbW und
gshfla nun durch alle Jnhrci nßlner Kef^ierniif; hindurch. Wir mQMon
ea ans versni'ün, auch uor ßinen Toil dieflor Materiallon hier nnza-
fOhrvti; v« initi; gonOgva, dio Tati>Achf< urwäUnt ku hxboti.
^ Auv d«r 2«it ivr GQfi>i!UTvformiitiun in Kärntuii. Hit.' bL''tibficbtig'lo Ein<
verleibun^ der KlOstor Araoldstaia und GrilToo in deu Jesoiteocrden.
CArintbia XC. S. 1—21. B. aucb Stnrzer tlber Eherndorr, M. L 0. G. VL
I
iifliaclifJi Ri^itz vcrflocltten ist. Die Rolle, die er hii-rWi spielt, ist
selten eine schöne. Sie im ninKi-lnen dnrzustfllen, licptniulit in ilen
Absicliten^ ilie diwso Einleitung verrollt. Hier soll mir ein Niicit-
tmir KU dem, was ich in moinca älteren Arbciton llbor die Be^ilDstt-
gnng der Jesaitenflnruli daa Ftirstenliaus ^'esproelien hal)fjf;ehoton
werden, wie es sieli au» der vorliegenden Aktensuninilting orpiLt.
Schon in den Tagen der Regentschaft hatte sieb der Orden der
lichevullsten Rtteksiuhtnahme des Hole» zu erlreuen/ oft gonuj^
EU Ungunsten älterer Orden.' Selion im FrUhjahr 1602 erhebt
er den Anspruch, ab Besitzer des aufgelü&ten Klosters Fletnach
in Krain, Site und Stinimo im Landtng zu erlialten;' zwei
Jahre spater verlangen sie, in den Besitz der Prildikantenhiluser
gesetzt zu werden, die die Kraincr Landschaft an sieh genom-
men baben.^ Sie mllssen sich von dem Dompropst den Ans-
sprucli gi'falhm lassen: Mau wisse nicht, welchen Ansprach die
Patres auf diese Hilaaer haben, ^'er allem ist es die Beliauüiuiig
Trubcra, die sie zu erlangen suchen.^ Wie in anderen StUdlcn
Bah man aueh in Laihacli tue Kapuziner lieber als die Jesuiten,
nnd die Suinde haben denn ancb jenen gegenüber eine offenere
Haud." Dagegen ist der Landesfllrst nnenulldlich in Onaden-
erweisungen. Am 11. JuÜ 1G08 erinnert er den Landesvor-
waltcr Tun Krain, daß er das (.'üllepinni Soeietatis Jesu von
allen ontlcren InstanKon als der der n.-ii. Regierung befreit habe.'
Wohl erhebt die Krainer Landschaft durch die Verordneten
Rcschwerde dagegen * und bittet den LandesfÜrsten unter An-
/tlhrung oiae« PrÄzedenzfalles, der sich mit dem Bischof von
Oork ereignete, es bei dem alten Stande bleiben zu lassen,
aber die Bitte hatte keinen Kiiolg. Anch gegen die Übcrpfifl'e
der Jesuiten hielt es schwer, liocht zu bekommen; es nuig hier
nur der Fall mit der Wittfrau Kstlicr von (Jlcispach in Erin-
Dcninp gebracht werden.
Wie wenig oder wieviel sie sich um die wirkliche Be-
kchning der Protestanten sra schafien niacliten, darüber haben
wir leider keine hinreichenden Belehre; denn auch ihre Jahrt's-
berichte bieten nicht immer sichere Anhaltspunkte und die von
ihnen herrührenden Gesamldarstellangen Whandeln ihn-n Ocgen-
•tand von der allgemeinsten Seite atta. Dementgegen wird man,
' Akten oml Kont«iM>n<1(in2än I, Nr. 193.
• Kr. «36, 471, .'«6, 08« i«w. • Nr. 1898. • Nr. 1B3«.
• Kr. Ii77. • Nr. 707. ' Hr. l7ßS. " Nr. 1769. • Nr. SM.
ex
geatütst auf dns gosamto hier vorlingeiuln Aktonm.itorial, sagen
(lOrfen, daß diese soyeimnnte kiitliü lisch« Reformation eine
liücliöt olx-rlliiuliliclie war, die die Volkasirelc kaum liEM-lllirte und
deron Wirkung knum aaf die nächste Stunde reichte. Mim sehe
sich nur die Arbeit solch iMner IteforniationHkoninilfision etwas
nJlhor an. Wir haben ja für solche Ansichten ganz unveriäng-
licho wahrheihtgctroue Quellen. Da kommt eine Reforniattons-
kommiBsiou in eino Stadt und, wttW die lUlrgcr dio Ausschrei-
tungen der die Konimissilrc heglcltenden SuldatcskA fürchten,
fidls sie nicht «[(«horchen, (irscheinon sin anf daa erttte Ooliciß
der Kommission. Gs wird ihnen vorgehalten, dem Landos-
ffSrstfiii gühon^aiu /,u sein, dio reclite Ledire hei dorn ordnimgs-
niiißinen l*fan*or zu suchen, darllhcr einen Eid zu schwüren,
sudanu sich hinnen drei Munatc-n zur katholischen Beicht zn
ateUen uiler d;iH Land zu rilumon. ,Und alles dies', wigt der
Ptieger des Hauses Stubeuborg, ,nur gcscliwind und eilend;
ist keiner za aiiiielior rod gelassen worden. Haben also die
armen einfilltigen lenth gedrungener not die finger auf-
gereckt, aber wie ich am richter versteh, wüsten sin seiner
selbst nit, wie oder was Bio geschworen haben.'
Niemand wird leugnen, dnß die Gegenreformation in einer
gleicli obefililcldlchr-n Weise in KJageufurt vorgenommen wurde:
,Sic dürfften', sagte man den Leuten, jsicb nit forchten. F,s sei
unih eine viortelstimd zu thuii . . . .' Die Strenge da heraits-
zukehreu, war ja freilich nnni<>g1tch. In dßiu Fonnular des
Jnraraents für die Klagenfurter wird denn auch außer dem
allerdings etwas verfjlnglichon Gehorsaniseid dem Laudosfiirsten
gegcnllher von den Protestanten nur verlangt, ,öich der PriUli-
kauteii zu imlhalten und iliueii keinen Unlerschlujif zn gewäh-
ren*. Ein Kann wie fitartin Brenner hielt damit die Sache für
crhidigt und schickte SJcgcshuIleEins in die Wi'It.' Weh-lic
Tftuachungl Und so werden auch in Kr.ain die Diuge rasch,
womöglich in Bausch und Bogen crlodigt. Selbst der in
diesen Dingen so erfahrene Rleicliof Thomas Krün glaubt, wenn
er nm 17. Januar ItJül nach Laak kumTnt, am IH. nachmittags
einen Vortrag hält, damit Oott und der katholischen Kirche
viele Seelen rekuperiert zu hnl>en. Kino innere Bekehrung
dieser Seelen ins Werk zu set/A.'n, daran konnte unter den ob-
I
Nr. 1008.
■ Nr. 1176.
waltcmlen Umütiinden kaum pedacht werden: und aolanpo der
Herren- und Ritterstand, soweit er an der protoHtAntificliPn Lohro
festhielt, im Laude verblieb, war auch an einen wirklichen An-
schloß der protcätan tischen Klcuionte an den KatiioliziBiiius
nicht zn denken.
Die Re^nerunp machte denn auch bczÜ;?Iich der Konver-
sionen in Kftmtcn und in den anderen Ländern geradezu bittere
Krfjtbrung^-n, und es mag gestattet sein, InerUber nur eini^
Belege anziiflilircn. Wie ea in den dem Herrenstando frehiJri-
gen Städten und Miirktcn von Steicnnark aussah, darüber gibt
die Vorordnung Aufschluß, die Ferdinand II. am 4. Juh 1625
an die Religion srcfomiationskouinilssilre von Steiermark absandte.
Sovide Dekrete seien bereits hf-rabgelangt, um die Bekehrung
dieser Protestanten zu erzielen. Sie alle haben keine Fruulit
getragen. Wie in den ersten Jahren der Ferdinandeisehen (Jegen-
reformation ist es jetzt nach faj^t drei Jahrzehnten notwendig,
fllr die Murecker eine Religionsreformationsordnung zu geben.'
Und selbst nach dieser neuen Anstrengung und emcuten Be-
fehlen' ist 'las Ergebnis ein klilgliches. lianz abgeselien da-
von, daß der Herr der Stadt, Georg Herr von Stubenberg, gegen
verschiedene Punkte dieser Ordnung als gegen einen Eingriff
in seine Rechte protestiert,' ist das Wesen in der Stadt noch
zwei Jahre spJlter nicht um ein Haar gebessert und der Pfarrer
betont anis neue die Notwendigkeit, der Sache ein Ende zu
machen.* Von der Stilrke des Protestantismus in der Ourkor
Diözese le^t eine Liste der Unkatliolischen Zeagnis ab, die aus
dem Ende des Jahres 1634 stammt, demnach acht Jahre nach
(It-r Ausweisung' des protestantischen A<iet8 abgefaßt ist.^ Und
geradezu grotesk ist, was man — es ist nur wenige Monate
TOT dem Abscheiden Ferdinands II. — aus Oberkilrnten zu
\tJktn Iwkoramt. Mit griJßtem Unwillen teilt die Uegicrung in
des Kaisers Nameu dem Landeshauptmann mit, daß ein aus
dem Ungarischen — den Gutem Batthyanys — stammender
Prädikant namens Wilhelm Winter in des Grafen von Schwarze n-
Wp Ij&ndgericht gekommen sei, sich bei cinoiu Untertanen der
llcmelmft Wcmburg durch neun Tage hindurch aufgehalten
* Nr. 9S29. 8iQ wird nor im Auna^ mitgoU-Ht in tortenM In iDBinein
AttbatM ,T>i« ncfcirroaHoniordnimfiffn der Studio und Milrltto Intiof^
fiitarrvldu a. A. Jahren 16S7 — 162«', Archiv f ilsterr. Oiach,, 9«, 8. 182.
■ Xr. 2331 ■ Nr. 3S6i. * Nr. 23»S ■. «ach 3»V». * Kr. S687.
CXII
and in dieBcr kuricen 2Seit nicht woniger als 2000 Personen
mit Reicht und Kommunion vt-raeheo, zwei Kopiilatioiien nnd
eine Taufe vollzojren und jeden Tiig Vor- und Nachmittag ge-
predi^ habe. Ks gab da einen ungeheuren Zulauf aus allen
Schichten der Bevölkerung: selbst Standespersonen fanden sich
— freilich iu l*UuerHcher Verkleidung — ein. Fn Friosacli,
St. Veit, Klagcnfurt, Villach, Gmttndtj Millstadt, Feld-
kirchcn, St. Paternion u.a. Orten konnte man seine Wirksam-
keit verfolpeu, aber gefangen nehmen koniitp man ihn nicht*
Soweit war man in einzelnen Limdesteilon Iniiorüsterreichs
gekommen. Eh ist eben nicht anders; Noch am Ende der Re-
giomng Ferdinands XI. war in ilen Kreisen des Tlerren-, Bürj^r-
nnd Bauemstntides die Hoffnung auf eine Restauration der alten
kircldichen Znatilndc nicht erloschen. Erst die Entwicklung
der Dingo in der nächsten und den folgernden Clenenitiotirn
brachte es mit sich, daß sich die Frotostanten in allen Schicliten
der Bevölkerung bis auf wenige Reste alhnühlich den neuen
VorliilJtniBBfm filgten.
TU.
Zu den Quellen zur G-eschichte der G-egenrefor-
mation in Innerösterreich.
1. fHs Jit«termärkiKohe Landesarehfr und Aas k. k. Stfttt-
hAlterelarchIv zu Graz.
In den ersten Zeiten der Gegenrcfonuntion in Inncrüster-
reich sind es noch die Landesbehürden, die nicht bloß den Kampf
um die Freiheit dos Augahurgischon ReligionBlwkennlnlR-ios füh-
ren, sondern auch in alkni die kircldichen Interessen ihrwr
Glaubenagenosaen berührenden Fragen daa Wort führen. l>ie
Folge davon wt eine umfasäcndo Korrcspondfnx, die von ihrer
Seite aus mit der Landesregierung, mit dou benachbarten Liiii-
dorn, mit deutäclien KiricIrnfHlraten und nicht zum wonigsten mit
den zahlreichen Mltglirch^rn des preteatan tischen Herren nnd
Ritteratandes gepflogen wird. Die«o Korreäpondensen finden
* Nr. S718.
CXIIl
ich fOr diese Zeiten nocb in den verschiedenen Reilien des
steiermilrkiscfaen LandosarcliiTee, wie sie bereits an anderer
SU^ wJedorholt erwiOwit und in ihrer Bedeutung pewllrdifrt
Vordan sind.' Noch Iiietcn di<? I.tandtA^akti^t], -handinngen and
-ralachllign Tctreinzelte Materialien, noch finden sich Über die
Korrf-spondenzfn in den Kxppdit- und Ropstraturhlichcm etn-
xelnc Angaben, aber schon versiegen die VerordnctenprotokoUe
vnd ebenso die Landschaltsprotokolle, jene, weil dns Verord-
netenkoUeginm in seiner Mitte schon Mitglieder des Prltlaien-
stande« bat, diese, weil die Aktiunf^n in kirchlichen Ao-
gelepMihfiiten nicht mehr in den Landtag selbst, sondern in
Sondern nsschflsse verlegt und dio an die I^nflesivpernng von
■eilen aller drei Liiuder eingereichten Ititt- nnd Deschwerde-
■ehriften meist da^ Ergebnis geheim gepflogener Beratungen
itind. Dagegen enthalten die Protestantenakien noch r^iehcs
iUterial, aber anch sie werden, je tiefer man in das erste nnd
xweite .lahrzebni des 17. Jahrhnndert« eindringt, immer gering-
fügiger, bis sie altmKhlicfa ganz verschwinden und, wenn sich
ans der späteren Zeit, etwa seit dem dritten Jahrzrlint des
n. JaltrhnndertH, im l^ndesarchive noch Protestantenakten lin-
den, stammen sie entweder ans dem Ijindrecht oder sind zu-
DÜlig in das Lande-sarchiv gekommen, znm Teile aus dem
k. k. Statthallereiarehiv in (iraz.
Im Landesarchiv der Steiermark durfte, so reich hier die
Jlntcriaiii^n schon jetzt znr (ieschichte der liegenrefonnation
sind, im Verlauf der Zeit noch mancher Fond an einschlilgigcn
Akten gemacht werden, da es wichtige Spczialarchive gibt,
die noch ungeordnet sind. Was sich in dieser Bezirhnng er-
warten Ußt, sieht man ans dem von mir im Laufe der Jahre
1906 und 1906 flir andere Zwecke geordneten Archiv der gräf-
lichen Familie 8tubenberg, das einen sehr starken Fnsr.ike]
ßisgenreformationsaktcii oothnlt. aus dem die unten mitgeteilten
Stflcke ober die Oegenrefunnalion in Kai>fenberg, Klureck usw.
pntnommen sind. Durfte viel Neues ans den gleichfalls noch
Mgeürdneten Bestilnden des Spozialarcliivos Olwmbnrg erwartet
«efd«n^ t*o ist doch nach der Aussage eines Forschers, der
* AklAD tiDiI KorraiifKtnilensaii zor UeBcUcbte der Gej^nreformstion noter
Erdieno^ Karl, Knntes rer. AMtr. 8, I>, S. XXXIV ii. ff. nnd Aklon und
Rorreitpoiidenxea lar Geschieht« ilor Gn{ranri>fcirm»tion onter Ferdi-
nand II. 1. Bd , Ponte« ror. Aniitr. I.VIII, B LXXVI ff.
r*al«i. n. Ata. B4. 1.X. It
cxiv
dies ganKe Materitil Lturchgesohen )iat, fllr die Gegcnretbniiution
und Tor allciu fllr die Geächiclite des kiainer Gcgenroformators
Thomas KrÜn, mit Ausnnbme der unten mitpeteiltt'n StUcke,
nichts zu pewiniion. Audi der Gewinn mit* dorn Sj^oxiaUr-
chiv Saurau ist, soweit es bisher greordnet worden ist, kein
bedeuleuder. Wie ieli schon an frllheryr Stelle angedeutet habe,
werden sich Aktenstücke, deren Bedeutong llber das rein lokale
Mument liin:iusgebt, kaum noch finden lassen. Ftlr die Z«t
des Kryptopi'otcstandsmus wird eine genaue Durchforschung
der Abteilung Landrecht im Lande sarehive nötig sein. Pie im
Luiidnsarchiv vorhandenen ArchJvsbestÄnde aus Städten und
MUrklen der Steicnuark wurden für die Zwecke dieses Bandes
ncnerlieh durchforscht. Auch Archive solclicr Stfldto, die ihre
Archivalieu nicht an die landschaftlichen Archive abgegeben
haben, ließ ich, im Kalla ich auf gUnstigo Krgebnissc hoffen
durfte, wie z. B. jenes von Mureck oder Rudolfswerth^ durch-
forschen. Das Krgebni« war indes kein gUnstigea.
Indem nur, oft schon fUr das erste Jahrzehnt des 17. Jahr-
hunderts, das Material im steiriseJien l^ndcÄarchiv versiegt, tritt
an seine Stelle mit reichen Beständen das Archiv der steier-
märkischon Statthnltorei ein; auch über dieses ist bereits an an-
derer Stelle gehandelt worden; ' es wurde seither der allgemeinen
Bonützting xugjtnglichor und steht heute unter sachkundiger
Leitung. Wir haben es vornehmlich mit zwei bis drei Ilanpt-
gruppen von Aktenstücken zu tun, die sich gegenseitig ergÄnzen.
Die bei Hof einlangenden Gcflucli« nnd sonstigen damit ao«
sammenhüngenden Seliriflstücke liegen in den sogeüannten ge-
meinen Kopcien vor, die in den meisten Fällen den ganzen
Gang, den ein StUck von seiner Eingabe bis zur Erledigung
durch den Landeshcrm, beziehungsweise die Regierung, gemacht,
enthalten. Unter einer einzelnen Nummer der gemeinen Kopeien
aind mitunter gan/.c Akten faszikel. Außer dem Aktenmate.rial
m^/Bt liegou hierüber auch noch Kepertorien vor, eine Sache
von großer Wichtigkeit, da die gemeinen Kopeien nicht bloß fiir
einige &[onate, sondern mitunter ftir ganze Jahresreihen Lücken
aufweisen, auch eiuzebie Stücke im Laufe der Zeiten abhanden
gekommen sind. So beginnen die gemeinen Kopeien Jetzt mit
^ Aklon Dnd EorrospottdoDM» snr Oaadiiebto der aopeDrefornation anter
F.n:herxi>g K«rl It., S. XXXIV.
cxv
dem Jahre 1607^ daim firnißt sieh in dm AklcnbcsUlndcu eine
bis 1615 rRirlienilo Lücke. Ilaü Jahr lülö wrd aber zum (ilück
noch durch die RoiK-rtorien reprÄsentlert, <lio i^r dictic» JiUir
erhalten nnd. Fttr die Jaliro 1608—1614 sind nuuh dio Kejter-
toripu nicht mehr vorhanden. Wie jrroß der Vorluät iat, mag
man atu der (,Toßcn Zahl vun Noiumem entnehmen, die ich
mns dem Jahre It)07 auüiohmon koimtß.
Die meldten der bei Hole einlaufenden StUckc «rarden un
die Regierung xar He^taehtung und Antrap^IcUun^ herab-
gilben. Der Rat setzte sich aus fftuJ' Pei-sonen zusammen;
das Präsidinm Alhrte der Statthalter; im Jahre lt>07 der Uischof
Georg Stobftua von Lavant; nußer ihm finden wir PersünÜeh-
keitini iintrr den Kättni^ die sich in den Angtdi'|j;enheiten dt;r
Ge^nreformation bereits bewährt hatten, wie Jüehlinger, Vagge
u. a- Die Gutachten bilden eine zweite Aktenrcihe. Erhalten
sind sie in derselben Weise wie die gemeinen Kujieien und
«ach fUr dieselbe Zeit, d. b. aUo von 1616 an, sowold in den
AktenbestHnden als auch in den Kepertorien, filr 1007 nur in
den Akten und fUr ein£elno Jahre unt4>r den gemeinen Kopeien.
Zuletzt sind die ,Hofbeveleh*, von denen sich Rcjiertoriwi fllr
1G15 vor6udeD. Dio Akten finden sich zum Teil unter den
gemeinen Kopeien wieder, zum Teile sind sie seit 161" in den
Exjicdita zu finden. Außer den genannten Koihon ist noch
das ,Repertoriam Über dio neulich eingerichtete alte innorOstor-
reichische Hof knnieralregistratur' zu nennen. Ks enthielt Sachen
vun H(M— 1685.
1 Die Archive in Klagenfiirt itud Lalbiuh, M'ien, Linz
iiud laiisbruck.
Auch tlber diese Archive ist bercita an t'rlUicrer Stelle
ßebaadelt worden. Die wiehtiftercn Materialien^ die in diesoui
Bande aus KÄmtncr Archivsreihen mitgeteilt wcrtlcn, denn sie
alle aufzunehmen lag nicht in den Zielen dieser Sainiiiluug,
konnten dank dem Kntgegeukummcn dos veifUenstv ollen Leiters
Ava Archivs des Kärntner Goschichtsvoroina Dr. A. K. v. Jaksch
chmala in Graz einer nurehsieht unterzogen werden. Von
ler Seite wurde ich auch auf die das Land Kflniten in
aetnen banibei^iachen Gebieten berilhrendeu Aktenstücke dvs
F*B1»*, U. Abt. W. LX. 1
CXVI
Ilftiiibergcr Kreisarchives anfmorksara pemacht, die namentlich
die hochstiftbamborpischeu Städte Wolfsberf? und <Us Lav&ut-
tol und Villach s.iint dorn dazupoluirigen Uchicto berühren.
Über diese llaterialicn brinfrt die Kinleitunp zu den Nachti'itpin
in diesem Bande die notwendigen Erlfluteniiifren.
Mehr an neuem Q.uellenetoff bot das Arcbiv des Laibacber
Landesmuseum»; anch dieses Material konnte in Graz becjuem
auügmmtzt worden. Außer den zablrnichen Akten über einzeJno
Persönlichkeiten und einzelne Vorgänge kommcu noch beson-
ders von wichtiporeu Quellen in Betracht:
Znnflcbst der im krainiscben Landesmnseum ,Uudolfinnm'
in Lftibach befindliche Kodes ^Landtags und verordneten
auBSchuß pi'othocol'. Kr zühlt 727 BliUter tu FuHo, von
denen einzobie tmbe&eh riehen sind. An mcbrei*ea Stellen sind
Blfltter herauBgerisson, su fehlen 7.. B- itwiscbcn 121 und 122
5 Blittter. Die Blätter 1 — 430 enthalten verRcliiedene Proto-
kolle nus den Jahren 1600 — lüOö, u. zw. haupt»jicblieh Land-
taptprotekolle, Protokolle der eogenannte.u großen und kleinen
Aiisachüsfle, Protokolle ftir Souderausschüsecj wie für die, Muste-
rung', ,Zaprcnma«sauslaesnng' usw., ^ereinxelt aneh Vcrordnoten-
protokolle, z. B. Blatt 78, 222, 358 usw., Protokolle der Be-
ratungen evangelischer Lnndstünde, z. B. Blatt &2, und
nol'teidingsprntokiillo. Die Bliltter 430—451 enthalten Pi-otokolle
der gi-oßen und kleinen Ausscliilsse fl\r die Jahre 160" — 1610.
Von 452 —455 findet sich das Konzept der Land tagsprotuk olle
des Jahres 1607 und darauf bis Blatt 727 die Boinj^chrift hierzu.
An »weiter Stellü kommt das Protokoll der Kcligiousrefor«
iimlionskoinniissiionen von 1614 — IG17 In Bolnnjht. Da dieses
jotÄt im Lalbachor ständischen Mueenn» befindliche Protokoll
schon 185y von P. v. I^diö in dem von Costa zu Laibaeb
herausgegebenen Vodnik-Albura (S. löO fi".) genugsam beschrieben
ist, Bo mag von einer abennaligon Bosch ifibuiig abgeeeheu
werden. Die Zitationen und Interrogatoria sowie die von der
Kommission vorfügten Strafen sind outen bei den genannten
Jahren vermerkte
Großen Weit boaiispmcbt ein Verzeichnis der im zehnten
Pfennig eingegangenen Strafgelder, das sich glück liehei-weise
noch erbalten hat. Bekanntlich fehlt es an zusammenliihigendni
Registern Über die Eingänge und die Verwendung des zehnten
Pfennigs und der Strafgelder, die den Protestanten, welche aus
ex VII
dem Lande ihren Abzagr nahmen oder den Abznfr veraffirerten,
abirenonunoii wurden. Solche R^^pisterbäiido hatten, wjiren sie
jenuk angelegt worden und erhalten gebliclwn. ü\t nnsere Kc1ln^
aii TOB dem Wand(>l, der in wirtschaftlichen Dingen durch die
QegcDTcfomifltion herbeigeführt wurde, pnwiß eine große Wich-
tigkeit, wie dies schon oben dai^Iegt wurde; si« »ind aber,
wie man aua beiläufigen Bemerkungen in einzelnen Aktenstücken
erfiÜut, nicht geiUlirt worden und, da sich von den Akten selbst,
in denen die Abforderung de* zehnten Pfennigs verlangt wird,
nicht aüee, ja aller Wahrscheinlichkeit nach nur der kleinere
Teil erhalten hat, wird imMre Kenntnis von diesen Dingen eino
iDckcnhafte bloiben. Nor frir eini-,'« Jahre liegen solche Ver-
sächntflee in dem Krainer LandcsmuKeuiu RudoIGnnm, nnd zwar
hl einer PapterhandHchrift in Folio vor. Es sind 8 Blätter in der
Oröße 20'6X40, von denen 5 Blütter Iwiderseita beschrieben
sind. Da* Heft ist leider schlecht erhallen. Viele Stellen der
in italienischer Sprach« gemachten Aufzeichnungen sind dnrch
pruCe Waesertlecke unleserlich geworib-n, andere sind von Böcher-
würmem arg mitgenommen und wichtige Daten wie ausgewor-
fene Oeldsamnion and Kamen sind nicht mehr zu IcMtn. Das
ist besonders bei dem ersten und zweiten BUtte der Fall. Auf
dem ersten Blatte liest man von der lland de« Verfassers:
Ko. deili dinari . . . della Kefurnia et . . . sono nl incontn> disp. . . .
Sodann ron andejer Hand: Kcligions Reformafei)on, hierauf von
|Dnger»*r TTand mit Itotstifl; Rcfonnntions Honiniissions Acta
iL StralTen, Zehendpfennig und Untcnnielinngs-Citationsquittung.
Ich ft)»ergab das Heft Herrn Dr. Friedrich Ahn, der es 1905
■iili.>T dem Titel: ,Ein V^erzoirhnis über die iltirch den sehnten
I*f(Mmig in L'nterkrain eingegangenen Strafgelder in den Jahren
1614—1618*, iiD Selbstverläge herausgab. Ahn beivchnel die
Summe der cin7.elnen Posten, soweit sie za lesen waren, auf
6K30 tlulflen, demnach ein ansehnlicher Teil der von Dimitz
•einerzeit für Krainl)eruclinelen Gesamtsumme von IGÜOO dulden.
An vicrtor Stelle sind Kröns Kalender zu nennen. Der
Kalender, in dem Bischof K rün seine Notizen einzutragen
pflegto, waTj wie mir Herr Dr. Walter Sraid mitteilt, der damals
HUiche Schreibkiilcnder in Oktav aus Graz und spiUex aus
Augsburg. Zum Jabiv 1597 iK-ntlüttc er einen ,Sehreibcaleuder
»uff (Las Jahr nach des llerm Christi ansers Krlüsors Uebnrt
UDXCTVII- Goetnlt ditrt^h Af. Jonnneni Keplernm einer ll>8amen
ex VIII
Laiidtücliaft de« Tlorzogtlmmbs 8tejT Mathcmaticuni. Gedruckt
zu Grata in Stoyr bei Goorjr Widmanstetter'. Der Kalender
ist mit weißem Papier dtircluchüsaen, so daß auf jede gedruckte
Seite der ^^lonatsUgc mit den Festen zwei leere RliUter kommen.
Der Kalender vom Jahre 1601, wie die meisten folgenden, ist
gedruckt in Augsburg- bei Michael Manger.
In diese Kalender trug KrSn alles ein, waa ihm bemer-
kenswert schien, nicht allein das, was Dimitz in den Mitteilan-
gen des historischen Vereins fiir Krain abgeilmckt hat, sondern
auch besonders in früheren Jahren den Ertrag seines liene-
fizinms aU Domdecbant, die Preise der Stoffe, die or für die
ICirche oder für «ich kaufte, ries Getreides, der NahmngRmittel
und Kolonialwaren. So werden seine Kalender eine Quelle nicht
nur fllr die Refomiationsgeschichte, sondern auch für die Wirt-
schaftsgeschichte der damaLigen Zeit.
Die Kalender sind in Leder gebunden, mit einer Widmung
am Vorderdeekel, in den auch das krainer Landeswappen ein-
gedruckt ist'
Aus sonstigen Archiven Osterreiclia und Tirols kamen vor
aUcm die Kegistraturbücher der innerüsterrcichischen Uofkammcr
zu OrfttK in Betracht, die im Jahre 1846 aus dem Grazer
Gubornialarchive ausgeschieden wurden und sieh nun im Haas-,
Hof- und Staatsarchive in Wien befinden. Aus ihnen wurden
veroinzeUc Notizen Über Personen nnd Angelegenheiten in der
Zeit der Gegenreformation ausgehoben. Die Aktenbestilnde um-
fassen die Jahre ly64 — I62ö.
Aus dem Linzer Archive kamen auch diesem Bande jene
Aufxeichnungen zugute, die Megiser Über die Gegenreformation
in Kumten und Kratu gemacht hat und über die bereits im
ersten Jtande dieser Aktensammlung ausfuhrlich gehandelt wurde.*
In dem Slatthaltcrciarchivc »n Innsbruck findet sich eine
zusammenhangende Gruppe von Aktenstücken unter dem Titel:
Erzherzog Ferdinanden zu Österreich beerte hülf der ix^ligion
halber in Stoyr, Kärnten und Krain de anno 160J — 1610, Es
ist ein starker Faszikel (,Nr, 3^)4, ful. Leopoldiua), dessen Akten
' Dnrch pinon mr>in<>r elbomAli|;(vn Tliircr liofi ich mirh (Im Sfaultairbiv
Toii Krniiiliiirf; oiiuir DiirrliHirlit niif (iogimrufiiniinliiiiionktan hin uiiter-
xlnhnn. Efi fitndßii »irli nlinr mir iinbetliiiitRiiiliira LokAlnotiKen, ditren
Wert dda Krün«cheii Kalnmlern weit iiAchntAlit,
■ & I.XXX H. ff.
OXIX
S. Ungarische und Vroatlsicho AroblTe.
stth ansBcliIit^Qlieli auf die von Fenltnand II. nngeeichts de» be-
waffneten Widerstandes der itmerOglciToichiitchen Stiindn im
Jahns 1609 \-erIangte Kvcntniilhilie bezielien. F^nscliic von
£eaeii wnrdtui vollinhaltlich, die oirinUia nur in RefpJ^terfonn
mhgetcält
^^^^ Wie der innerüsterreichische Adel nahezu in seiner Gc-
^Tnnidieit, ou halte sich auch der ungarische der Reformation
^^ angcacUossen. Da ejne Anzahl steirischcr und anderer fremder
Addbfamihen in Ungarn begtttyrt war. so konnte ea nicht fohlen,
daß swifidien den Protestanten in den ungarischen an die Steier-
mark angrenzenden Lande^teilen luul denen der Steit^ntiark ein
Esieinlicb reger Wechsel verkehr he^tjiudijn. Kr war sehuu vor
der Zeit der ci^ntlichen Gegenreformation vorhanden, äußerte
aieh aber bojrreJflichen*'eise viel stilrker, als die Verfolfning- der
Protestanten in Inncröstcrrcich ihren Anfang nahm und schlicß-
Ucb deren Aus^weisung erfolgte. Prediger, Bürger, Bauern und
zuletzt auch Adelsfamilien nahmen nun die ungarische (iast-
frcnndacbait in Anspruch. IJa entwickeln sieh Korrespondenzen,
Ton denen das stcicnuärkischc Landcaarchiv einen gnton 'l'eil
noch in den Originalen, beziehungüweise Konzepten, das ganze
aber bis tn die ersten Jahre des H. Jahrhunderts in seinen
Registratur btlchera besitzt. Kine her\"orragende Förderin des
Protestantismus waren in den neunziger Jahren der dem buhmi-
•eben Herrentttande angehtlrige Ladislaus Popel d. A. und tiuine
OomafaHn ^lagdnlcna, geb. GrUfin zn 8alni nnd Xcubnrg am
Ina, die in Wcstungam brgritcrt waren and auf ihmn (intern
Kirche tind 5ichule durch steirischo Pastoren einrichten und
Tisitiercn ließen. In den Tagen der Gegenreformation ist es
»Frau PopÜn*, die den protestantischen Geistlichen und Lehrern
Aofhahme and Schutz gewiUirt und es auch an FUrbitten tUr
einzelne Protestanten an maßgebenden Stellen nicht fehlen lilßt.'
Aas dieser KoiTc^pondcnz hat schon der erste Hand dieser
' fflerfibor vorbreitct dich moin Anfiuita ,nns llaas LnbknwiU iinil ilie
Qcgenrellnniuitinn'. Akl^^nnlflrlco üus ilnm iitfliarmSrkiiicIieii l.anilü.<t:ii(-hiT.
Oodrackt in tUw Blittailuugeu d(w Vrroiiioa für Uesdiiclitv dar Uonl^clie»
in BAliinm 43, &I I ff.
cxx
SAiuinlung oini;^ Nammcrn mitgeteilt ' und anch der vorlif^^de
weist eine grüßero Anznlil naf. Außer der FHinilie Lobkowiw
sind es die Batthyany,* N.adasMly,' Erdtidy und Zichy,* toii
kroatischer Seite die Fnmilie Zriny, die mit den Protestanten
der Steienimrk enge Bvzieliungun unterhalten; endlich sind diese
nueh noch »ladurch gegeben, daß dio in der Grenze holenden,
aus dein Silukcl dcjr inuerösterrcichiseheu Laudschaftcu besol-
deten Trin»peii ihre UegimontAgolKtlicIikeit ans Steiermark be-
ziehen, und dir letztere in den Tatfon der Verfolgung mit dem
Vcroi*dnetenkolIeginm in Graz lobluift korrosiiondiert. Alle diese
Momente bewogen mich, die Foracbung auch auf ungarische
Arehive ausz-udulinon. War, wie ich von befreundeter Seile
erfulir, fllr meine Zwecke in den Archiven von Preßbnrg und
Odenburg nichts zu erwarten, so durften doch die Budapcstcr
und Agramer ArchivsboHtände nicht juißcr acht gelassen werden.
Der Unterstützung der kaiscrhchcn. Akademie danke ich es,
daß ich ineine Forschungen auch auf diese Archive ausdehnen
konnte. In Budapest war es das Staats- oder, wie es jetzt noch
heißt, das I^andosarchiv, das ich nacJ» Akten zur fJcschichtc
der riogenrercruiatiün durchforschte. Ich habe Über die Kr-
gcbnisse einen Sonderbericht verfaßt, auf den ich mich bezieben
darf. Oas Kcsultat meiner Nachforachnngcn im Staatsarchiv
war darnach kein befriedigendos. Ks zeigte sich bald, daß ich
anch Über die ungarisch-steiemiiirkisehon Hexiehangen im steier-
milrkischen Landesarchiv ein voll ständigeres Qnellonraaterial
fand, als in BudajK'st. Wiewohl dort eine Sp^^zialsammlung von
Archivttlicn des tiauses Nadasdy sieh befindet, ist das auf nnsorfl
Zwecke sich beziehende Material vlJllig unbedeutend. Ich konnte
Uberliaupt die Beobachtung machen, daß dio meisten Spezial-
archivo Ungarns dem Norden und Nordwesten des Landes an-
geboren, der fUr unsere Fragen nicht in Rechnung kommt, die
im slldwcstÜchen Ungarn durch die TUrkenkrIegc stark gelitten
haben. Was sich in dem sogenannten Archivuni Thurocziannm
des Landesarchivs an gegenrefonnatorisehcn Akten findet, hat
nur auf Böhmen, Miihren und (.>8ten'eich im engeren Sinne
Bezug, und gelbst da sind mir meist nur Akten und Korrespon-
' 8^ Akton nnil Knrn)«iiondeii%en znr Ouacliicbt« der Qe^iirorurniiition
imhtr KordiMi»! U. I, S. 346, CftI, G7I, 778 und 788.
" fl.SS7, 8&*. ■ 8. »86, 3e9, 411, 410, 484, 788.
• S,8ll, 7H3.
i
OXXI
N
deoseo in die Httndc ^kommen, die mir sclion aas Gmxcr and
Wiraitr Archiven Iw-kaniit waren. Einige Niunmem, die mit
der stejrischcn Gogenrcfonuation in Verbindung standen, wurden
der nnten folKünden Saniniluii); einverleiliU Die enräfauten Nu-
dasdyann mal'oä&en den ZeitrauzD von lö2€ — 1711, c» sind nur
wenige und unWdeuteudo Bnrfe, die für unsere Zwecke in
Betraclit kommen, dHselWt Aul'zufinJcu. Etwas uidir bulen die
Acta pablica, nabezn nichts dagegen die Gruppe Mlssilc«), in
der merkwürdigenrciao nicht der Xarao eines oinzijren Adeligen
au« der Steiermark en^'beint. Aus den Actis eeelesiasticiä sind
die der versehiedonen JceailenkoUegicn zu nennen, der grOßt«
Teil dea Matemk bezieht sich aber nuf rirundboHitxerwerb und
BositxBtroiti^eiten nnd die in der Abteilung L'ollcgiuni Poctoni-
annin auf Protestanten besOgliehen Stücke weisen größtenteils
Aach Kortiangnm. Die Hofliumg, in dieser Gruppe manches
aber die nach Ungani gezogenen Eraigrantent'aroilien zu tindon,
ging nicht in ErfUllong. Auch in der Abteilung Nooregistrata
bezieht »ich das meiste auf Bcsitzvorliit]tnis:!-e, doi'h stammen
daraus immerhin noch ungefhhr In Nummern, die sich iUr unsere
Sommlangen bmuchbar erwiesen, wenn sie auch nicht gerade
der unten behandelten Zeitp^riode angehürton. Vorbill tnismltßig
das meiste bot noch die Abteihmg Conccptu» Kxpeditioiium
Cancellariac Hangnricae und die Intimala Caneellarlao Austrineae.
Mehr als fllr die stririschu findet sich hier fltr die üsterreicliische
Ot^eoreformation; namentÜcli aus der Zeit der Emigration und
dea oberOsterrcichischcn Baue ruani's tan des.
Iin Nation aimnsenm, das aoßer zahlreichen wertvollen
idiichriften auch roieho archivalisehe Sehätze enthiilt,' scit-
cine große Zahl ungarischer Adnlsfamilicn ihre Archive
dahin abgegeben bat, fand ich zwar unter den eigentlichen
An'bir»lipn nichta, was meine Wunsche hiitto botriedigen können,
«Ican anch das Ai'chiv des Hauses Banffy, mit dem der steirischo
jVdol Beziehungen unterhielt, liftt nur auf Siebcnbiirgen bezUg-
bche Materialion, dagegon fanden sich unter den Handschriften
mle, die^ weil (de aus Steiermark stjimmen, auch für dessen
Geschichto von großem Werte sind. Unter ihnen ragt naniert-
lieh einer hervor: es ist der Cod. 163 fol. gemi., der nach cinor
ftlteren Bezeichnang eine fSteyerische Instruction saec. X VII' bietot.
' 8. ZimniorRuiati, ,Ober Archive in Ungurb*, Iltirinaiiiutadt 1691.
cxxrr
Er stammt, wio man vinor Bemerkung am vordtron inneren
EinbAnd<Ic4:kcI (Jankovich ^fiklös gyfljtcmdnycböl) entnimmt,
aus ticr Sumailan^ Jankovich. Nach der Einzeichnim;; am
inneren Titelblatt ist er von A<Um Schiel g-caeliricbcn. Der
Tit<J sdbst Iftutot: Der hoeblDblidien n. Ü. regierunff zu Gratx
Instruction, wie auch allerlay fl\rBtlit'he resolutiones und Ord-
nungen, ISO man bcy der rcgrienmfr und dersclbfin cantzlei jeder-
zeit inngcdenckh sein solle. Ik^chechen zu Gratz den sibenden
tag monats AufTuati im 1611 iar.
Dieser wichdg'e Kodex eotliült die ganze Kinricbtunjcr und
den Ge«chliftBgang bei der innernstcrreicbiBcben Kepcmng.
Voraufi geht eine ans einer großen Anzahl von Kapiteln beste-
hende Inrtmktion. leb habe die Titel der einzelnen Abschnitte
unten bei dor AnftUining der Iiistruktion zum 1. Jnni 1009 Ter-
merkt. Die Bedeutung dieser Handschrift filr die Geschichte der
innerüstorroicbisclien Verwaltung soll an einer anderen .Stcille gc-
schihlert werden. Hier sei nur angefügt, daß dem Kotlex gleich-
falls einige (3) flir die Geschichte der Gefronreformation wichtige
Nuinmorn entnommen werden konnten; andere wie z. B. das
Hoftit^kret vom 16. Januar 1586, daß ,hiiiftiro kein nnkatho-
lisoher r-nm Hieliteramt angunommen worden sollen^ {fol. 101*),
gehöi*en noch iler Zi^t Karls Tl. an.
Im kroatischen Landesarchive wurden die Codices, in denen
die I>and8chafl6bei»chUi8so eingetrajren wurden, einer genauen
Dnrclisicht unterzogen, denn unter diesen gab es fast immer
einifie, die von einer gegen reformatorischen Tendenz getragen
waren. Es ergab sieh denn auch zu dem wertvollen von
Kukuljeviu seinerzeit mitgeteilten Quellen materia] immer noch
nin und der andere wichtige Naelitrag. An Kin/.clnerlflBRen, die
gegen die Prutestanten gerichtet waren, fehlt e-s in den Akten-
bestjinden dieses wohlgeordneten Archives vollsl^lndig. Es wur-
den hier durchgesehen 1. das Kepertorium actorum regni «.wn-
gregationum ah anno 1562 — 1827; 2, die Acta congregationum
15O0 — 16iH); 3. vier Bünde Prolocolla regni congrogationum.
Von Jesuidcis kamen nur ilic Kxtractas actorum collegii Flomi-
nensis in Betrachtj da sie flir die Geschichte einzelner an der
Gegenreformation in Innerösterrcich beteiligter Persänlichkoiten
manches bieten, eine genauere Kinsichtnahme belehrte mich
jedoch, daß es sich zameist nm kirchliche Stiftungen usw. ban-
delt, Im crzbiscböflicben Archi%'c wurden flir Zwecke dieser
4
cxxin
Sammlnng die Abteilungen Ecclesiasticuiu ($ Faszikel\ Foliti-
com (12 Faszikel) und die Acta Visitationam (3 FaszikeP unter-
sacht und die einschlägigen Materien kopiert.
Im ArchiTe der südslawischen Akademie bezieht sich nur
ein kleiner Teil des daselbst vorhandenen Aktenbestandes auf
InnerGsterreich und auch dieser fast ausschließlich auf mili-
tsrische Dinge. Doch fanden sich auch da noch einige Stilcke,
die ich in meine Aktensammlung aufnehmen konnte.
Ferdinand Tl. an d^n HofpfennigmeisUr: Befehi, dim Kammer-
prokurator Ätufdo Costede 450 fi. aus Anlaß der Attssee-GrOh-
»mingichen Kommission zu beeahlen. Graz, 1599 Februar 7.
(H.-, H.- a. St-A-, K«iiimerT*gi«l«r »rdlnands 11.. Tom. XIIL)
_^ Überdi« AiUM«-<Jlrfibinin£:*che Ueli^ion»efoiiiuttit>n siehe Nr. 667, S49.
Der
1034.
Dersf^e an denselben: soü Chrisioph Paradeisers Pariikular'
rfcAnung für das Fähnlein hier ^eieorhener Knechte annehmen.
Graz, 1599 März 1.
(Ebenda.)
Im ZusAmiDeiiliange tti!t di«s«n Nummern, die SI«r sli Nacbtrag sa
dm Akten stSck«n iet «r«t«n Banriex vorgelegt werden, itehl noch der Be-
fcbl Ars Erzherzog sd den Hafpfl!nDigm(^iilter, «o Hit^ronjrmoi Manicordo, die
Prag« ReiMkcMten mit 49H fl. 45 kr. xu TergQteo. Gra«, 1699 Ssptember 28
(«iMQda).
1035.
Der exilierte Prediger Philipp Varauer an die Verordneten von
Steiermark: Aus seiuer Pfarre zu Siubenherg vertri^en und
hiher durch die Gnade einiger Herren geschützt, bittet er, ihm
fnr aÜe Fälle ein Zeugnis über seine geleisteten Dienste auszu-
stcUen. 0. D. (UOO nach dem 15. Juni.)
(Orig-, 8t. L.-Ä.. Chr. R.)
E. G- und H. tragen mehr und besser wissen, dann inen
iweifelaohn lieb, was es aus verhangknus gottes in diesen lau-
d«o mit den ovangeüscben der A. C verwandten kirclicn und
*cbaelen und dero dienern ftlr ein klUgticLien zaestaud b«*
' Der «r»t« Uand diner Akten Mbließt mit Nr. 103S.
ffoaiet. I1.AH. Bd.LX.
8
komen (äic), neJchc truelsall neben andern aadi uiicli troffen,
dasR ich nicht alloin ron E. G. u. H. minUterio in der stifft-
kirchen sn Qrftts zum predigambt anno li>84 ordinirt, sondern
Aach darauf anno IfiSb za der ev. pforrUirchen zu Khcinberg
Ugitime beraffen und derselben kirchen bis anno 1591, von der
zeit aber an bis anno ItiOU ich ebenormussen zn der ev. pfarr-
kirchen zu Stuben berg berufen und derselben gemain für-
geaUnden, m lang bis endlich nach allen andern diäes landes
ev. kirchen die f. commlssarii den 15. Juni beruftes iars die
ernennte kirchen mit bowfThrter handt eingenommen,
mich meines ordentlichen dienstes gewaltaamer weise entsetzt
nnd um bekenntniu ev. ehr und keiner andern Ursachen willen
mich in das exilium Verstössen.
Ob ich aber wo]| bis dato noch in diesen landen durch
gottes 8e<:en nnd sondern gnaden gottliebcndor herrn mein
anterschicitf habe, bin ich doch ungewiss, was der liebe gott
kunfl'tig nber mich mUchte rerhengen, dasa ich an andern orten
mich za begeben milchte gedrungen werden. Derwegen ge-
langet an E. G. u. H. mein diemutig gohordamb und bochvleissig
bitten, die wüllen der warlieit zur Steuer and zu meiner bessern
befnrderang der gewaltsamen cntsclznng meines gepflegten
kirchen* und pfarramls ein schriftlich teKtimonium under der-
selben amhtspcdtticliadtrtn und underzeiehncten handtschritftcn
ans sondern gnaden crvolgen lassen. Was nun K. O. n. H.
mir Dcbon andern armen exuUhus hierin werden bofunlerlich
sein, wird der baruihrrzlgo gott ein belohncr aller wolthaton
hie nnd dort reichlich belolmon, in dessen gn. schütz E. Q. n.
H. ich »um undcrthcnigisten bcvulhe.
E. O. o. H. gchoranmer
Philipp Vnraucr.
£xul.
Cb«r din Ki>kuper«lion ron StnlieDbcrg tiehe KoMlfiiK, fnl. 48' (Di«
fUnfto RoligionarefomiJLtioiukotntuüaion).
1036.
Die Religiönsreformationscommi&säre an den Pfarrer Esaias
Capiio (Haupt) su Auttsee: Befehl, alie seine Pfarrkindtir, so
bisher dai stMulditjen Gehorsam (in lieidU und KommHHion)
nidil ydeistet, tu rilieren und mi examinieren, ob sie gic/t inner-
kaib dreier nWn yfhormm einsttü^ ttvOen «Irr NtdU. Die
e* midkt troüem, soä er lirm P/leyer von WotkensUin atuei^eHf
der sie mm dem Lttmdr» dar F. IP ausnsehaffen hat. Irdnmg^
1600 Jnli 8.
(Orif^ 8l U-JU SpM.-!. Iqmm.)
Tod der F. D* . . . ansOBaigM), vi« dus inen heim com-
taiMWSeo so vil gUabwiHi^ fllrkomben, daa sieb nit jün kUtne
xfti gelten Aqhoq and Alteaaituee ^hörige pfarrkinder befUn-
d«D soUen, welche fticb bUhero ... in die cAthollsche kirchec
nit oin^;ectelt noch (l*s h. bochwirdi<re sacrAment mHcn cbrist-
Uchen and cAtboli^cbea gebrauch nacb Qiidter ftinerlay gestalt
empfangen. Weillen aber I. F. D* keineswegs gemaint, der-
^dcbeo »ectiei'b« personen verrer in ihren landen mit eichte
xa gedoldeo, ao wQrdet demnach im« bcrrn pfarrer im namen
der F. !>'... Atlea rmsts aofertcgt, das« er alle nnd je<le seino
p&rrkinder. so bishero den scliuldigon peborsamb nit gelaist,
ebeist fUr sieh erfordere und lu »pecU cxaminire^ ob sie sich
noaUtrhen sanibt ihren weih, kindem nnd gaii7.en hansgesindt
innerhalb drey wucben angedentter maasen geboi-samblich ein-
stellen woHon oder nit. Im fahl sie nun sütlicbi« wie bilÜch
tknenj ist wol auil guct; no nit, so solle er diesulheti dem
herm landlpfiej^or zu Wolken»ta!n al-ibald immliaift machen.
Der würdet 8(>dan verrailg hubenden bevelelis die&elWn aus
aOen l. V. l> landen auszusiOiulTcn und der gebOr nach mit
«otleben cmsllioben mitl gegen inen au verfahren wiaseOf dass
£ief*ic^ billieh andere daran su spiegeln haben. Actum Irring,
den ä. tag Jaiij anuo lüOO.
Wolf Kh alten hauser,
n.-O. e&mor und reformatio nssceret&rins.
1037.
Hans Fuchs, Rat und Ax^mann in Innerprr^, Christoph Hoiler,
Forstmeister und Amtmann daselbst, und Simon Schenek, Markt-
ridder in Sisener^, an aüe Obriftkeitm: Da dUche Jituimeister
*hre$ Ungehorsams teufen aus dem Lande geschafft und daher
eine ,Crida' ausgeschrititen ururiie, wird hiermit befohlen, die
durch den Zeiger die^s überbrachten Edikte an den geicöhnlichen
Orten mu affigieren. Eisenen, 1600 Juli 10.
(8l Il-A-, 0berb«igjunt u. Uer^richtAmeMO, Otlg.)
1038.
Die evangelischen Kirchen- und Sehvldiener an die Verordneten
von Kumten: ieHen ihnen das landesfürstliche Äusweisungsäehret
vom 28. Juni 1600 mit wid bitten um Varholtimgsmajiregehi.
0. D. (1600 Jitli 12).
(Kop., Kod. Liu» 13, fal. ri4» a. ^17^ Uedruekt Archiv flir vatürlüiditeUo
1039.
Aniwori der Verordneten auf die vorige Zuschriß: Kirchen- und
Schuldiener mögen ihrem Berufe nachkommen und iiinen für die
auf den 20. einberufene Versammlung der ev. Herren und Land'
letite etn Gutachten xuiiommen lassen. Klagenfitri, 1600 Juli 13.
(Kop., «bendi, Archiv ftlr T4terl. Oeieb. etc. XIX, S3.)
1040.
Die Verordneten von StciermarJc an die von Kärnten: haben mit
Dedauern die f. Resolution vernommen. Da die Kärntner und
Erainer zum Zwecke der Beratung in hoc perturbatisaimo ne-
gotio /"lir den 20. d. eine Abordnung hereinsendcn^ icerde man
sic)i eine gemeinsame Beratung niciU zuwider sein lassen. Grau,
ICOO Juli 18.
(Koiuk, St. L.-A., Chr. B., Arohir für ratDrl. G«sdi. etc. XIX, 24.)
1041.
Herr Adam von OaUenberg referiert .denen herm verordneten,
tcie e8 mit einnemung der kirdwn und freidho/f zu Jadenburg
mugangen, hschwärt sich, dass ihme der pfarer alda das gürttl
nahatd beim freudhof gelegen entziehen tcöUe, Uem begert he-
rieht, tcasen er sich mit den kirchenortuit und hhelch verhallen,
uberschickt an sein sapfeumasshstand 1000 fi und hütet ihme
der executimi verhiiflich su sein. Vom 19. Julii 1000'.
(B«giitr. 1600, fol. &7».)
Am 80. Juli Mlir»[b«n dio Verordn«1eo an don Pfurroi, d^ß er »ieli
dM Oirtens und tirandslückcs, so au den Friedhof juraiut und Ilerrn Ciiri-
«oph GaJUr v«rk«oft «ofden, enthalte.
1043,
^
Bau Adtm Sckrait an die VenrHttet^ nm Steimmark: erstattet
Berieht Ober dat gemättäti^ VoryeMen der Refrnmmtieiukomwm-
Min det Fänlhitdtofs MmrUm Bmtnrr und Dr. Amfelus Omttode$
ikrar LasU im Eimt&dU und bittet vm rerlteÜtm^mafi-
regdn. DommertpaeM^ ]€00 Jtdi 19.
(Orif. SlL.-A^ Cfcr.B.)
I
. . Obwol) £. H. ich vi\ lieber nnbeheUigter Hesse, so
kas ich doch dieselbe mit höchster bescbwär zn berichten nit
■nterUssei], dass, nachdem antetzo die 1. f. reformationscommis-
Mri ftb herr bischoff von Seg^^au and D' Angelas Co-
stede mit iren zaegeomten soldsten abermalln heroben im
EuHÜmU gewest, haben sie den ä. d. m. dnrch f;edacbte ire
bcatuboDde knet-'ht meiner armen onterthaa einen namens
Haoseo Winkler sa Rannperg bei nacht in seiner be-
baoiang überfallen, ihn gefangen, sein hans alles darchsaechtf
sein ainige khae and zwei ross sambt ihme liinweggefährtT
auf dem morgen ime den henker Malta honore an die Seiten
gesetzt, mit bedronn^, da er nit alspaldt abfallen und za
beichten znesagen werde, wellen sie ihn stracks auf das nene
anfgerichte hofgericht bei der kircben zu Kenhanss anf-
henkea lassen; dartlber er aas schrecken and forcht innerhalb
df« Wochen abzufallen gewilligt. Oaraof Laben sie ihn los^e-
Insen, die khae nnd das sohlechter rosa widergeben, und das
besMT ross aber behalten nnd mit sich weg geführt, den
knechten aber hat er ain taller straff geben mUe^sen.
Volgents sein nmb mittag fanf kneclit aus irer gnardi
abennalen gar in meine freihalten ond landtgericht khamen,
unterwegen and zunächst bei dem e;c-bloss meinen leuten von
meiner aignen arb«it vier ross mit gewalt aasgespant, damit
einen hüben perg aufgeriten, einen andern meiner nnterthanen
Petern Aman anhaimbs und im haus alles klain abgesuecht,
gefangen nemen und den commi&sarien zuefübren, villeucbt mit
ime wie mit andern evangelischen christlichen leuthen erschreck-
Bchen hausen wellen. Ab er aber zu allem glück nit anhaimbs
gewcBt, haben sie sein söhn ain mit ihnen weggeführt, die
arme bekümmerte peuerin gi>neti<:t und bedroet, da sie ihnen
nit geld geb^ sie ihr haus und hoff abbrennen weilen; darüber
sie ihnen das wenige, so »ie in ihrer ^irewnlt gehabt, bei Ewen
taJler ii*^K*:\>nXi. Als ich sie am zurnrltzii^heii zu redt stellen
loäseu, aus wa^ bevelch und waruiuUuii sie mir solchen hoben
gewalt und eingriiT in mein bindigencfat grund und poden
ja gar nntcrm daclitrllflF' erwiseii, RQch den pucbc-n weckau-
ftlbreu in bevt-lch hiUlcti, gabens zor antwort: Herr blschuff
Ton Seggaa hub's aUo anbovolhen, den paeben aber als-
pald wider gaetwilljg ledig und baimb gehn lassen.
Auf »ulches hab ich in meiner einfuldi allerdings still zu
scliweigcn nit (Ur rathsamb befinden kUnnon, suiideni etravks
den h. bischoff von .Seggau drumben sehrifTtlichen crsuecht,
mich der zacgcf^iegten hoeHon gewKlt, ppott und eingriff mit
dem höchsten crkliigt (als E. U. ans dem cinschluss mit mchrerm
sa vcrnemen haben), aber h. bischofT mich kainer Bchrifftlichco
widerantwoi-t gewürdigt, sondern hey meinem diener sovil
milndtlichci) mir ku entboten, ich wer wol wissen, wes die
Soldaten sein, lielt« derwegeo mein schreiben woll anterlassen
mUgen, Er, lierr bischoff, but mir auch bei obangeregten
meinem onterthan dem Winkbler zu entbotten, er soll mir an-
zaigon, ich sollte mir die weil nit lang sein lassen, innerhalb
sechs Wochen welle er mich eben mit disem seinem voickh
selbst auch haimbsuechen. Äläo hat auch der pfarrcr zu
Ir(dn)ing meinem pftcger durch ino jjaucrn zu eiitbottcn, er
lasB ime gleich ein zimmer pauen, drein welle er ihn inner-
halb dreien tagen setzen. G. H. kUncns nimer glauben, was
nit allein der commissaricn bcvclohsbabcr und knccht sondern
auch die benaheten pfalTon und landtspflegcr zu Wotkenstain,
ja ancli gar die commissarien selbst wider K. ganze E. L. die
Herrn und laiidleuth in gemain und absoiiderlicheti sambt deren
evangelischen dienern und undcrtbaueE für erschreckliche be-
drotingon, chrverletzliche reden, schmach und Verspottungen
ausgeboii und die underthauen gleichsamb arider irc obrig-
kaiten aufgcworffen and verbittert und also dises thall in ein
allgomaine hoho Iwsehwörung und Verwirrung gebracht Itaben,
durdurch das gcraaino wcscn an jotzo gleich gar darnider ligt;
wie solches alles mit mehrerm E. H. schon grUndtlichcn von
* .UachtrSP {m Iwen .traiT) = .tnchtropP = .Ddehtrnafe', dt« Oroo«e da«
Uaui» bczcicbneuiL lOactitrafT Ut glttichtsm dir Frciung de« llaoiw.
BcMliimitfuu^u unlar dieseui words» »diiLrfrr )i«itraft als außer ihm.
ierrn Petlcr Oh ristoffen Pran n fjilefclien und herm ITan»
Birtlme vnn Moslinimb l«*nehti'l wrrden sollten. Wan der
herr btschoff tmd seine ptWTeu mit ircn scberganten, knechten
for sich selbs an mich komeu wären oder noch kimcni wolto
ich dem handl tvoI) rath and wonitnng ea schaffen wissen, also
aber maesa ich die beohste Unbilligkeit mit schmeraen ^
dulden; doch E. H. solches zum wissen hab ichs su berichten
oit nmbgohen sollen, dieselben . . . xa bitten, mir getrcalichea
ir«n rath nnd guetachten zu eröffnen, was ioh za solchem mir
wider die allwiseenden des Undts nnd meine aigne hochbegabte
freihaiten gewaltthtttiger eingriff and za entbottncn bedronngen
thuen and mich ins knnffti^ darge;:en verhalten sollte, nit we-
niger ob ich mich atniclies schütz von K. R. L. zn getraten
habe. Dan so bei Qbelbeschafner snchen ich bierait protestiert
en will, dass ich meine anlagen nit einzubringrn vU weniger
erlegen waiss noch mir geirauon darff, dan die bedrängten
Tcrfolgten evangelischen armen unterthancn geben
lantor fnr, weil sie je bo gar nit gesichert noch von
iren grnndthcrrschaften ainichen schuts zu gewarten
haben, wellen nnd wissen sie nichts darangeben son-
dern sagen die gttetcr halmb, seien bedacht, sich ircr
gelegenfaait nach eheist mit der flacht aas dem lande
sa salvirn, als ich dan mein ersten stouertcrmin anbero
nit Eusamenbringen noch erlegen hab kttnnen, der ich
doch maistcs thails catholische nntertbanen hnbe. Bitte
demnach nochmalen ... E. H. wellen mir . . . rath, hitff nnd
beistandt erthailcn, ja disen weitaussehnnden hochschmerzlichea
process, so wtlhrlich nit ans Ennsthall allein äondoru das g&uxe
geliebte vatterlandt concerniert, in eifrige berntbscUlagang an
Kiehcn, wie etwa disem unhail zeitlichen begegnet und noch
orger» verhüettet mechte werden, dan warlich hoch zu besorgen,
iren LerbDemon nach, dergleichen bedroang, reformatiou und
bedrangnos den herrn and landtlcathen nit allzalang aaableibon
mechte. . . . Donnerspach, den 19. Jolii anno ItiOO.
E. Q. a. H. dieDstgehorsamer and allzeit iv-illiger
Hanns Adam Schratt.
Drv in der Dbiir^n Nnminrr c<rwShnt«> B«<>rhwpTttn<chrifV an den BEsnhof
Martin Ürgt bai. Sie UÜgi du Dalum D«niiBr>p4ch, ä. Jali IHUO.
n
8
1043.
Acht .beschwerte beyiadtbarte' Herren und LancÜeule in Ober-
steiermark an die Verordneten: Ldthafic SchiUerung des tyran-
nischen Verfahrens der Tieliijionsri^fonnaiumsiiommissnrp. und ihrer
Leute; dringende Bitte um Schute der Landesfreiheiten. Stainach,
1600 Juli 20.
(Oric-, St L.'A.^ Cbr. B.)
... Ob wir wol io erster I. F. D* fUrgenomner laidigen
reformationBcommiaBion in vi) weeg buchst beschwert, dest-
wogcn auch in ^ehaltnen landtag scbrifit- und mllndtllohen
cinkomen und hierauf bevorab in politischen bessere ruhe
gänKÜchen Terho£^ hat sich doch Uider in jttngat abgeloffhen
process (las widrige mit mehrerer beschwer und grösserer ge-
fahr erzaigt and befanden, indem erattichen den herrn com-
mitisarien angehengte wenig aber Über maetwillig and trotzige
knudit unsere arme anderthanen, bei denen sie ires gefallens
über ir vermögen speis* und trank verscbwentUch aufzetragon
bentittigt, etliche nichts destoweniger nebon sonderer spDttlicber
verschimpfung irer grun<ltobrigkaiten aus den hßiisern ge-
jagt, ir vich abgestochen und was inen gefallen sambt
der zcrung uinsonston hinweg getragen, ja daneben
so orschräcklich grobe troungcn wider uns und dio
nnsrigen sament und sooders, welches auch liernach die
herm commiBsarien selhs in vill wog und mit plilnderung und
«bbrennuDg ainer schwaig*^ unterm herrn Fraunfalcken be-
stottigt mit höchsten schwören und contcstiereu ausgössen, dass
der gemaine man in eusseriatc forcbl und schrecken geratben,
darauf aber insonderhait die herrn commissarien fast
in allen pfarren burger und undcrthancn ohne unter-
Bchaid, neben tronnden prandt leibs- und guetsgefabr
erfordert, die erscheinnndcn rit allain wider ir gewissen jeden
insonderhail sondern auch wider ire herrschafftcn den leiblichen
ajrd ze schwören bezwungen, den ausbleibonden und beeteu-
digen theils des landts intior G wochcn 3 tagen verwisen und
bandiflirt, thails aberraallen mit höchsten bcdroongen dahinge-
bracht, dass sie nunmehr auf der pfarrherrn und anderer Icuth
;Bchwii|^ ^ i.lp«nwirtich]ift; Milcherei, Käfler«i etc.
erfordern irid«r der obrt|rkAit verbot erscheinen und tren maet-
wilieD m ToUiKh«ii TpnprtKrhen, dessen nber K. H. mit mebrom
aigeotlieh nnd in tp«cie mtlndUichen bericht empfangen wirdeL
WeiOea dann hierdorch uns und der ansrigen, ja dises Tiertls
und rolgents des ganxen landts verderlicn and natcrgang
angenscheindltcb verarsacht, aacii K. £. L, fre^Uait laediert
ODd leichtlich gar aufgebebt wurde, . . . demnach hiemit aoser
. . . bitten, E. H. wollen sie . . . vcraemcD, alles in notwendig
gist« . . . beratbachlagoog ziehen, som fall es rathsamb, I. F.
aoltfiDgen. . . . Datum älainacb den 20. JtUli 1600.
E. H. gehorsame
N. IL N. die beschwerten benachbarten
herm landleath.
(B Bilffcl, Twr TOo Uitg'livdvrn der Famili« SUinach, «u S«bnitl/TJ, xw«i
Prannblckh a&d eio Zi£kl (/)■]
1044.
Der Lattd^atipimanH voti Kärnten an Emrcich itm iriitWücA-
gräU: teHl ihm das l. f. Dekret vom Vi. Juni mit: cb er den
tMi^ten rrüdikantcn noch tceiterhi» xu l/ehaltm gedenhe, in
wdditm FalU die F. & sich der Orhühr nach verhalien icoUe.
^iital, 1000 Juli 21.
(Kop., L«ntb«rg-l'«ittHt>-Arcbi<r.)
1045.
Die in Klagenfitrt versammelten Herren «nd Landleute an ErM~
hersog Ferdinand IL: bitten um Einstellung der Heformation.
Klagenfurt, 1600 Juli 2L
(Kop.. Sk Lk-A.. Obi. R. Oednwkt Arcbiv fUr vxterl. Gcsdi. «tc XIX, 29—34.)
Klife Ibar di« wij«r all« Vcrhoffen «riblg^ b«Mliw«rUcl>e RMolutioa
TOB Sft. JoDi. Nohfeadiffkeit dieaca aeucrlicbfln An^nehrna, desa«!] Cber-
reieboB^ dnrcb HaonibA] von Eckh, CtirUtoph O«)] su nallAnhofftn, Audreiis
von Bjiinb ro Sorgandorf und Hans Mtisdorfer bu ^eubpheii bat. Ilinwnin
«nf d«0 icbon teil Fi>rdilMod I. t>Dwilli(;tcD Gebraacb dr« Eiertilion» A.C.
and du fciorllcbe ErklkniD; der Stfind« vor d«r Uuldigun^. Ibre Konfession
ui kein« KetureL (Tn<rereinbarkftit dr« j«txt^«n Vorjffbeo* mit d«r Zaiag«
d« QewüsemrfröheU. Uinweis «uf die K!bwli>rifrf> l>Ag(! Af* Lindtui. NI^»r-
pag d*r Gawerke, UU «ach die ,[{xDdÜeT«r außer l^nd getrieben vrerden.
n«1<niiing «Irr «i^nnrtig»» SlnlliiHf; Klnf^viiriiTbi nthl »ninpr «v. Kirch«. Voo
danifiRl1>BTi DAtiiin lift^rt <'>n Krat^ment nlnnr Rndo vor, wclch(^ die ScliXdl^ng
des Schilt- und KirrlieiinuniHteriuniB grell b«luuoktet ^Lamlierg-KetstriU-
ArcLiv).
1046.
Dieseüten an die Ersherzog'm Maria: bitten um l'ümprachc hei
^tkeraog Ferdinand //., auf daß dieser schrnersliclte Vroseß
ein Ende nehme. KUujenfurt, IfiöO .Juli 21.
(Kop., sbcndft. Gedruckt Archiv RLr vatorl. Qeioh. etc. XIX, 3&-)
1047.
Dif- Verordnelen rtiu Kärnten an die von Steiermark und Krain:
teilen mit, was sie an die F. D' und die Erghereagin sehreibea,
damit auch sie das Notwendige vorkehren. Die nadi Gras beor-
derten Oesandien haben sich dort bei ihnen unvcrsüglich aneu-
melden und alle Dinge eu beraten, die noch ,su dieses Unheils
yebürlicher Jlemedisrung und Erhaltung unserer lidigio» dienen*.
Klagenfurt, ICOO Juli 21.
(Orig., K fiirgel lufgedrilckt. St. L.>A. u. L.-A. Krain. Qddrackt ArcliiT Ar
vAtcrl. Qucb. eto. XIX, 3i.)
1048.
Dic-sclhen au dies<^en: danken für deren Eifer in der Sache
der IteUgiotisverfolgung in Kärnten. Sie werden nicht unter-
lassen, ihr Schreiben dm am 2B. d. M. hierher beorderten Herr*^n
und Landleutett vorzulegen. Damit sie wisset», ,u;eieh«rgesUdt
Kaiser Masimilian I. die. Stadt KUujenfurt E. E. L. frei und
eigenthiimlich gegen etlidie reservtrte Conditionen übergeben*,
senden sie eine Äbsdirifi dieser SchettJcuug. Klagenfurt,
1600 Juli 21.
(Orig., & 8t«gal ufgedrflekt, St. L.-A., Clir. B. Ondruckt Arclilv fUr Tit«rl.
Gwcb. etc. XIX, 36.)
1049.
Dieselben an dieselben: Soeben kam deren Schreiben mit seinem
betriiblichai Inhalte; tcerden es ihren Herren und Landleuten,
wie auch den Krainem vorlegen. Sollte von Krain das Ver-
11
htigen nach einer Gesandhc7>nß ffesteSi werden, tvürde dm einen
ijrofkti Vernii/ veranlassen, lUiher sie sich mit ihrer Entschtil-
äigun^ssekrift $o viel als nußglkh heeilen müfiten. KUigcnfurt,
2600 Jdi Siä.
(Orit-, h Sto^l aii^vdrilckt, Rt. 1. -A., Chr IE. Gednickt AnrhlT fllr Tat«rl.
UeNcb. etc. XIX, 36.)
1050.
,Heformaiiottsdecret', betreffend die Reformation von Graz: Alle
Bürger, Doktoren. I*rohtratoren und nobitifierte Personen, ausge-
nommen die Landherren, dann Land- und fremder Herren In-
vohner sind eur Vornahme der Heformation für den 31. Juli
6 Uhr morgens durch den Stadtmagistrat in die Pfarrkirche sn
titirrrn. Zugleich ist ein Verieichnia aller JÜirgcr und Inwohner
den Kommissären unvereiiglich vortulegen. Gras, 1600 JuU 27.
(Kopp., 8t.L.-A., Chr. R, Stttxinger, fol. 618^ — M9^)
Von der F. D' . - . wogen vun ilcreelben . . . reformatioiis-
commtssarien N. dorn burgermaiülerj richter und rath der f.
haabtstadt GrUz hiemit auzuzui^^eD:
weil nuumchr gottlub die rofüriaation in allen I. F. D'
. , . stetten and mÄrktcn dises fUrstenthtimba Steyr verrichtet
und alUin die albicige Stadt binhero Qbrig vcrblibcnj dieselbe
»bor wegen der Tilfcltifren ^ectiscbcn i)en:ODen nit praotcrirt
•ondera gletchlalls aas bevelch bOchsIgcdachtcr F. D^ rcfuriuiert
werden moesä:
so ist dcmnacb . . . iro, der licrrcn commissarien, crnst-
Ücber bercich hiemit, dass sie, von Graz, alte and jede barger
and inwohner der Stadt Graz im ganzen parkfrid, item die
doctores and alle procuratores, wie aucli die nobÜitirtco per-
»nen (aoascr der iandherrn), dann land- und anderer berru
inwobner selbst, jeden bey lOO ducatcn straf auf nächat-
konunendcu montag, d. i. der letzte des monats JulÜ in die
pfurkirchen am 6 ahr vormittag, alda die rcformation gehalten
werden solle, also gewiss and unfailbarlich erfordern and ver-
tclia6feD, damit auf den widrigen fall nit notb sey, eineo oder
den andern mit vorbebaltang angedeutcr straf durch die sol-
dnten oder guardia zum vursteunden actum holen zu lassen.
Und damit also menniglieh, wie gciuelt, geb. erscheinen and
12
sieb einstclIcTi thae, solle bargennaister, richter und ratb bei
allen obgtHlaflitcn zcitlich«!i und licy vorgpdachter peen ver-
lUcgcD, damit niemandts entzwischen verraise sonder des aus-
gangs der cominiasion scbuldigermassen erwarte.
Schliesaliclicn wicrdot aueb dem bargcrmaistcr, rtcliter
und rath albie bevolcben, dass sie alle und Jeder vcrmelter
barper und inwoncr ain verKaic.hnuas irer Uinf- und suenUmen
inen, bcrrn commissaricD, xu ircr gewissen nacbhcbtung ala-
baldt und unfailbarlich unbendigen, damit man die notturfft in
aiuem und dem andern desto sicliorcr verricbtcn mSge. An
dem beechicht . . . GrUz, den 27. tag Julü anno IGOO.
Wolf Kaltenhauscr,
n.'Ö. cammer- und verordneter
ref. seeretÄrins.
D»xu in ttvr .IlffgiitTttar*: Vom S9. Jali 16O0. Die n«rr«D V(>rord-
neten kouirnuaiBtcrec ,11. L. U. du iMtie [mbliciert« rcronnktioDsdccrrt und
Uttten ihn orob Aerv gii<)liicht«n*. Znr ,R«rorm>ation* von Ornx Kiche Ro-
Bolonx, fol, ftl'" — 52^. Sirhc «ucli: Die Gc(j«nr*<f«rmatior in In nrrüat «r reich
im Jabrbiidic Tilr Qc4chicHto de« ProtoRtaiitiBmus iu tWcrrutcli XXI, TS.
1051.
Ferdinand IT an die ,hei dem nächsten AtiSscJiuß ttnd Slustcrting
verMmmdtcn iMwlleuU A. C zu Laihach: wn$i ihre am 23. Märt
l. J. gemachte TÄnt/abe unter Ilijtweis auf die darin enthaUetum
,trutaigeti, unhedächtiyen und gans schinipflichm Ansiige' surück,
laßt es bei dett hisheritjan Verordnungen verlilclhcn und gibt
ihnen ihre Schrift im (iriginaie mit der Erwari-ung künftiger
Bescheiden}ieit und dem Verlanget, ,den Schriftsteller' eu nennen,
tcieder eurück. Graz, IGOO Juli 28.
(Orig., L-Ä. Krain.)
1052.
Schätsung der Radwerhe xu Pcrg,^ Plähaus(7), Tücher, Rom
und Zeiigg. IGOO Juli 29,
(Ong; St. L.-K., OtrtrlicrgiRit uud BerggericbtsweMn.)
' Welch«« TOD Am sahlrciiR}i«n Perg getnflint [jt («tw« ttstl. Grebrain^),
Ist tinilehnr; Bücher, nntdi. T^ma^Cf); PI^aua und Ross liod ßleielt-
fftlEs schwer festzuslellcn; Zeugg dürft« vieJleicfal Zciring ■«in.
Aaf Mn«m anfsklebten Zettel findet «ch di« unTollstiadi^ Notis:
»E* NiB allfrdinp woH 13 rftdwcroh ^eMhStxt, wcillen «b«t die »ndern (St)
T«rkaan od«f aber die nb1inKi«t«r kxtbolttcb worden, hab icb dieselben be-
aebreUiaog au flbergebea filr dUa . . /
1053.
Herrn Georg von MaUnthein an der Kädl ,hochnotwendig
unvermeidiichfs Anbringen an die Verordneten und andere ver-
sammelie Herreti und Landleute in KärnUn': führt Beschwerde
über das getaxUtätige Vorgehen des Gmütidler Ergpriesters Anton
Stromayr, der näcfitlichenceüe sechs bis acht Personen abge-
fertigt, die frevelhafleneeite in seinen Edelmanfissits eingt'
dnmgen und ihn in seinem Beile mit geladenen Büchseti, mit
S/Mßen und Wehren iiherfaUen. Er finde sich über diesen un-
erhörten Landfriedensbruch beschwert und bittet um Verhaltungs-
mafiregeln, nadi denen er sich richten tcerde. 0. 0. u. Z.
(Oris-, Sl. L.-A. Chr. R. 1800.)
1054.
landschaftlichen ßffieier und Diener' an die Verordnden:
teilen mit, daß sie für den nächsten Montag vor die Reforma-
tiohskommissäre in die hiesige Pfarre zitiert worden seien. 0. D.
(1600 Juli ewischen 27. und 30.)
(Orlg., L.*A^ Kirchen and Schule 1^90 (tie). Kona^ L.-A^ Chr. R.)
Wolgeborne . . . E. Gn. werden aus b«igele^er glaub-
würdigen abscbrift mit mehrern zn verneroeti baben, wasgestalt
alle und jede diaer statt Grätz inwoner (allein die bcrrn und
landlcath ausgeschlossen) auf nügsten montag um 6 uhr in die
pfarr albie für die fürstlichen reformationscommissarien bei
hoher straff zu erscheinen durch gemainer statt wachtmaister
aeben filrhaltnng berUertea decrets und also auch wir unter-
•chribne K. G. geb. ofßcier und diener ieder in Sonderheit citiort
Und beniefen worden sein. Damit aber hierinnen uichtcs wider
gott und unser christlich gwissen oder ausser E. G. guetachten
gehandit oder fUrgenumen werden, bitten E. G. wir gehorsames
Tieis^ die wolteo, WMaen wir mna dttsorts verhalten sollten,
u
dorcli gcracBsnen ratbfichlag mit gii. erindern, wie auch io dero-
sclbcu schatE ans ferrer gn. lasecn bovolhcn sein.
£. On. gehorsame
Ädnin Venediper d.
Cbristüfih Gatikhofor <1.
Era.tain Knrzlew.
Ulricb Holzer.
Wolff Strobl.
M. Maull.
H. Friedrieb Reutter.
Am I. Aiigii«t ISOO meldet AnfrMnA (^natcde an FcrilintncI II., daß
fnan .niilicdt inm I-itamen griffco und A^n Vcn<-illgfpr nirgr-fanlert; der sloh
nicht bat weia«n laiaen'. Der I. AngiiHt int t'tu Uienalag; die Aktion
(Im UiacUara l>cf;anu aber schon ain Huutai^, <I. i. den 31. Juli (.vertnUg go-
ttrigeo |felhoa«ö »uwajfeii*, llistoriBclie Z^^iUthrifl 78. S. 'i6<))- Demnach
mit doa Datum d«s obSj^cn Scbrcibon! zwischen don 27- and 80. Jali.
Tialihasar ToUinycr von Avasee an die Verordnetem: Auf Ver-
anlusxunff des Icalh. Pfarrers sei er von der F. !> aus Aussee
avsfftuci^'sen und auf seine BescJncerdc hin nm 7. Februar ein
noch scitärfener Titffehi ergangen, den Htm der Vcnceser aber
nidtt mitgeteilt habe; nun ist ein dritter Befehl gekommen, der ■
srine Ausmeisutirf hin}irn rirr WocJten anordnet, falls er sich
nicht hckeftre. Jiitte, ihm als SO Jahre aiten treuen Diener (seit
1552) des Hauses Österreich^ der sudem noch krank ist, eine fl
Jntimession hei der F. I^ zu erteilen, damit er «'i> ein anderer
Landtnann des iMmles Freiheiten genießen könne. Aussee^
IGOO Juli3f.
(Ony., St. L.-A.. Chr. R )
Die droi Befehle tie^n b«i. aj Kniiertof; Fordinjuid an dea Ver-
wMvr io Austeo: Da Tollin^cr in dcni Urform ntions werk allerlei .Pertur'
iMtioutt' anricbtet, A\t Prtdigton im Haiix^ i«ll>st verriclitet, di« KalLioIUcbei]
vcnich impft, die ,bandijirt«n* tiirUckhKll, dfn aofgewkscncn Schulmeister
beherberg:!, so ist er aas dem Ucbir>t« von AuMce xn weisen, der Scbnl-
maist«r mit Katen ,auaKoatreicben'. Kop., ebenda. O. D. (1800
Janaar . . .}. It) Eribcrxoif Ferdinand an deDB«lbea: bclifblt die Anaweinin^
Tollingers, Bartlm« Neamaiers, Adam Sohefmüllcrs und Zacharias UUrn-
pacbers, falls iit> sieb niclit binnen vier Wucb^n ,sur kat)i. Kelig^ign «x-
kUren' (siehe aotfo). Kop,, «beiida (lOUO I-'ebiuix t, sieko oben), e) Fer-
ner- ■
diDMi^ an denwJbmt D»n ritt Pcnoncn ist »a ihrer Bekehmng no«h ein
Teiiain vod riet Wü«b«u su gvLmi. Oraa, 1600 Juli 11. Kap., cbenila.
1056.
SfAetaog Ferdinand an die Verordneten von Steiermark: j?e-
fM^ die Steiterrestantcn der ausfiachafften Vräiiikantcn von den
jHzigen InJiahern der Pfarreti nicht einzufordern. (Gras)
1600 Juli 31.
{B«ci«tr.)
1057.
Derselbe an Withdm von Feütrit£: teilt ihm mit, daß er die
Vfarre Liebenberg mit einem neuen Vfarrer hesetst habe, und
MoAnt ihn, sich dieser Verordnung tu krtner Weise su wider-
teUen, vielmehr dem I^mdesvizedom llarimann Zingl IMsiand
^^•g leiiten und die Kirchengüter und Ornate ehestens heraus^tt-
^Hl gehen. Gras, 1600 Juli 31.
^^^^^^H (Kop^ Iiainb«rs-F«iiiritx-ArcliiT.)
T«rl«ibBii|r ''*><» (Icichen Dalrni au Marx Faber lie^ b«t (Orig.),
8Wi|1»icbeD in Eopt* dai Vereprcclien Fabon, livb in Lelir« «ad GottowliRost
g«ua an die katli. Kirche xa lialtva. Am 9. Oktober 1600 Mudel ibm der
Tisedom Hartmatm Kingl den nffuerlichea Befehl Fenlinandi II. W4>geii un-
rrrvQicItcbor Eiimct^ung Kabcn xb FfarrerJ rou Li«'bptib«rg xu, widrigenfalls
■ic mit Gewalt dnrebgeflihrt w«rdeii tolle (Kana., I^rober^Feistrlta-Archtr).
1058.
rDer Regimetitsrat Angdus Cosierle an Erehersog Ferdinand IT.:
berichtet fdier die durch den Bischof Marlin Brenner von Seckau
m Grae vorgenommene ,}teform(Uiott' , die Austceisung der altge-
utxten Batsherren und Prohtratoren, namentlich des Dr. Adam
yrntdiger, die Sperre iJires Vermögens rum Zwecke der Ein-
h^ng des sehnten Tennigs und kündigt die Fortsetzung der
H Jieformation* für den nächsten Tag an. Gras, ICOO August 1.
{Otig., H.-, B.- B. St.-A.. St«i«rinark, Fws. Sl. Gedmekt Hislor. Zeitichrift
7K, seo.)
Darchltiichcigistcr . . . Änlicut ist der hcrr bisch off vcrmUg
gestrigen gethoneo zacsaj^cn zum andern thail seiner exhorlation
16
gescIiritteD and der communion halber nib una tpecie statt-
liche aasfUhran^eo fUrg^ebracht. Nach dessen vollendang aber
zum exAtaen griffen nnd den rath, wie ers dann ist, ganz and
gar catholisch befanden. Die .indem alten sectischen abge-
80t£t«n rathsfrenndt, soril deren damals vorhanden gewest,
item etliche procuratores und ander andern den Dr. Venediger
daraaf Türgefordert. hat sich aber weder aus den alten gc-
westcn rathsfrenndten noch anderen nieniandts wie aas bey-
Ugender verzaichnns za vernemben, allain der Sigmnndt Bal-
thasar, goldtRt^limidt and pf^tachicrstecher, so in gedachter kunst
woll versiert ood jetziger mUnzverwalter ist, ewig catholisch KU
verbleiben erklärt. Der Venediger ist vor andern alsbaldt bfy
scheinender söhnen aus der statt geschafft worden und inner-
halb 14 Tagen ime das landt zu raumben bey verüernng leibs
and lebons aus beweglichen m-sachen auferlegt, die ybrigen
aber allesambt E. F. D* lannden, di sy innerhalb 6 wochen and
3 tag ranmbcn sollen, verwissen worden.
Und damit von denen bandisirten des 10 pf. halber nichts
versambt wurde, ist dem burgermaister alsbalt aller bandisirten
personnen eine gteichmassige verzeichnus znegestelt und auch
mündlich anbevolchen worden, die gebrcuchige spfir aller und
jeder unter seiner Jurisdiction ligenden glieter fiirzunemben.
Der sich dann demselben gehorsamLlii;!! naclizukommcn nit
allain anerbotten und die spOrr aller nit wQrcklich ftlrge-
nomben, sondern auch die uhrige bargerschafft verrer an hent
doch dergestalt hatmbgelassen, dass auf murgeu umb 6 uhr vor-
mittag widernmben fßr ans ei-scheincn sollen ins werk gericht.
Was nun verrer auf den morgigen tag wirt furgenomben
und verrichtet, sollen K. h\ D' von mir onderthenigist berichtet
worden. Underdcssen aber bitt E. F. D' ich geh., die gemehen,
mich yedcrzeit in deroselben l. f. gonadcn genedigist behalten.
K. F. D' mich nnderth. bevelchendt. Datum zu Orälz den
1. AagU8(ti) dess lüOO iars.
E. F. D»
n n derth en i g- geh orsamb ister
Angelas Costedc.
A^Ircwe; ,T>cni F . . . Fenünanden . . . (bb) Weinbtir^ . . .' Du Ver-
■alflbni« der ^tuj^ehaflten' KaUfreande liegt bei.
17
1059.
iJie Verordueien von Steiermarh cm den FurstbiscJiof Martin
von Scckau: bitten um VcrucHdung ftir den alten toohlvcrdknten
Dt. Adam Veualiger, der, mun icetfi nicht uus irdcJten Ursachen,
»,urplätjelich' durch die ,Guardi* des Landes rcrmesni umrdc.
Desgleichen für den LamlschraHnettschreiber Ermmus Kumleb.
Orm, 1600 August 1,
H (Konz^ St L.-A.. Chr. R.)
Si«li# JAlipUnth nir Gewh- il«» Protp«[»iil!smiii« In f^»t«rr, X3n, 7S.
Znr Au^wrlBunjf V«n«!tp«>TB brln^ Kosolfn» unriclitig« DaN«n (fol. äS"). All
Mit^iird d(>3 Schul- niid KircKcnminUtiHitinH wird Venndigi-r wnItracliritiHoh
init •osgevriasenen UcJBtliclinn verkt^tirt haben. Siehe iitiUn xuiu II. August.
Siehe auch LoterUi. Zur Kritik des Ko«ol«aB. Mitteiluii^u dea lustitiiU fQr
flMerr. äe*cbiebt<rorae1iaut XXI, 510 r.
1060.
(hdede an Ertherzog Ferdinand IL: berichtet über den
Fortgang der Bcfonnation: t/'ilt die Nantett der ungehorsamen
ßürger mit, die aux dem Lande geschafft werden soüen. Acht
Wagen liüehcr xrien für den VtäJcan bestimmt. Gras,
1600 Am/ttst :i.
[Orig, n.-, H.- o. St.-A., inflsritstorr. Akt«u. Stei«nuark, Puz. XXI. 0«draokt
Histor. Zeiladir. 7ti, Söl.)
DnrcIileichtigUter . . . K. F. U^ liab ich geBtorn geb. be-
richtet, weütcheriiiaKHeii das examen mit der bargerscliaßt ein
anf«Dg genommen. .Ictzund nlier sollen K. D* gn. verneinraon,
WBÄ» weitter heut in demsolbün befunden^ gehandlet und ver-
richtot worden.
Ans baiden neb^^n liegen den verzeicbnwsen ktinnen K, F. L>'
gn. abnemmen, welliclie keinen geliorsamb and darumbeti aus
<lem landt geachaä^ und entgegen, wclÜcbe ainen gehorsam^
tu laisten (doch austicrhalb derjenigen, wellicbe hievor catbo-
lisch geweet, deren gar ril befunden worden) und innerhalb
■H Wochen sult una spf.cie zu coinmnniciiiren angelobt.
Der Andre Juda, so za dieser atundt catlioHsch worden
und sonsten ein fDrtrefflicher maller ist, als er filr nns kouicn
vnd esaminiert, hat er vermelt, er wolle der religiou halben
von dannen nit aasgeachafTt werdeu, dieweil er wegen der-
r>Bl<i. 1I.U.I., IM. LI. s
18
st^lben nit alher ankoiumen uad darumbcn alssbaldt cath. zu
werden angelobt. Und obwohl^ gn.. illi-st and hci-r, ihr vil be-
fnndenj eo von uns iret> ungehursauibs ausgescbafFt sein worden,
80 holten wir doch für gewies, daa noch ans denselben ihr vU,
dn SV änderst ain ernstlichen uachdruchh sehen, wideramben
nnibkcren und sich atustcllcn werden, wie neulich die Ton
Kottenmann gethon, ans wellichen (an^eacht d;i8s derselben in
die 40 hinweggeschatft) nit mehr als ihr drei davon ziehen.
Ueber die 8 wägen vol biecher, welche dem Vulkano de-
stiniert and consecrirt sollen werden, sein nanmehr vorlianden,
deren execation bis auf E. F. D' g:n. widerkanfft wird sospendien
werden.
Morgen, wills gott, wollen wir weiter fortschreitten und
w&ss sich nach and nach wird zuctragen, duss aollen E. F. D*
von mir nnderth. berichtet werden. Derselben mich benebena
^ehorsamhist bevelchendt. Datani GrUtz, den 2. Angast anno
lüUU.
E. F. D<
oude rthc n ig- gehorsambi ster
Angelas Costede n. y
1061.
Die Vtrordnetf» vo» Steiermark an FenÜHand IT.:
scArt/l Htiffa* der Ans%criSH%tg drr tanJxMafUicSen Offuiav.
Groß, 2600 Auffust 2.
^0B&, Sl L.-!., Chr. R.)
Harra«hab«af der Ve«di«Mto 4m BnneluBan fiebasttaa Speidl am ima
Knttt 4m LmmIm. Xu dea ß«kr«1lT»-, BwkhalUr- db4 «^-'t-*— SteUcs
klteae aiokt eia jadar Schrei b«rbab' |>i«iigt wardeo. Aa 4aMa*lkaa Tig«
«Arrih— M» aoch ui EUltbwar tos Sckrattanbach km niipiaüti (Bosl.
AtmtttX Brmraieh tod Sauna wiid aa^pttortit. ,ikb »«fM Mria«f«o4«r
BM^««Udk«Uca KW SloU* n tm*^»»' (RmMr.). Si«k« Jabi k Ar OMeh
ia CbtMT. XU, TS.
I
1063.
J
ArmU •■ die Verordmeiem: Weil sie n jämftr Befcr-
B§eker mmft Balkams tieferm aelU,
It
I
1063.
fe» £amm» 4m BmfenAmß. .FbIiiihm X^lir
MM yeftn •A jcMiHnyeB trcMram pcnm^ffi. Arfn MMitnfß
htfe mktr, iafi mmU w «k der Wrfiw fiattkcMr IT^m
j>e& Ummem 24 Tagen tmm Keah4iäimui heUtrm MmlaL Gffw,
(Oftc, U.-, iL- B. 8l-A^ 8t«icf»vk. Fm. XXL 6crfi«ckl RIm«-. iMtackr.
TR. S«l.)
I
DnrcKletcfatigitter . . . Wte oder was g«aUldt das« g«-
ni^e «xunen in werender reformatian at^ogeo, wer auch in
demaelben gehorsamb oder oit gehoT^amb sn Uist^n, Air-
fchoaamcD, haben E. F. D' verhoffentHch soUich«« nnnmrhr vod
BIT gn. TentandcD; und ist gkichwoll weoiper Dit, das& ma-
fUUr Joannes Keplenu sich ad gestert des achaldigeu g«bur-
iuibi verwidert. Wann aber wir commUsarien an beut vun
Rm. do. patre Lttdovico capnnico so v\\i glaubwirdig erinderC
wordeiif dsas nit alleto er Keplents^ Gondern auch der in gtt-
sdkieklicbkait beraembte Imidiman der Wagen, sich eepntM
im taadtliaoss veruembeti laäiien, dass er innerhalb 14 tagflB
aicb mit beicht und commanioa Wy der calbolt^chen khirohen
einstetlon wullcn, habe E F. D' ich sulliv-bps geliüfsambist an-
zobringen nit andcrlasaen, beyuebeus auch ntt vertinJten soUt-n,
Haas sich der Mich^tsch auf unser starches suesprecben. wie
ushwer es ime sneh ankommen, dess schuldigen gehorsambä
flrklert and angelobt haL Was aber sousten ans der ander
baigerachafil inwubner und landtacliAtfl diesser gehorsamb ge-
Ulli oder nit (duch susserbalb derjenigen, welliche hievor ca-
tliolisch geweBeii) khünnen E. F. U' ans ilisiMt beyligenden ver-
laiclino&aen mit mehrerem gn. veruemben. LVren ich mich
dann sn 1. f. genaden anderth. tbue berelclieu. GratXf den
3. Angusti dess ItiOO iars.
E. F. D»
nnderthenig-gehorsambister
Au^elus Ooslede.
Zwei TanHrhniMle Ite^n bei: AtUfewicMfl« 61, ifthorMne 50 Per-
•onMi. Unter den Au4g?wie««a«n it«!!! tn 15. 6t«ll* Hau« K«pl«rr: ^11
|laBarb«]b ß woehen. S tag «d* den lutd'.
1064.
/)/y Kaminer protturaior Wolfganf) JöcJilintfer an Erzherzog Fer-
(hitarul IL: Wtujm, Kepler und andere sotten geneigt sein, katho-
Uteh au werden, Schicksal der sektiseh^n Bücher. Gras,
IGOti August 3,
{Ot\a., a.-, H.- u. 8I.-A , InDcrMIßrr.'Stflienu. Fa». XXI. Otdriickt UUt«r.
Zcitwlir. 7«, 563.)
DnrolilonchtiKistor . . . Äass beiligcten verzaichnnsseD
worden K. V. \y gn. Ternemmen, wer eich gestern zur cath.
fliKion hckehrot, wolcbo «ich anüh widerwerti^ crKaigt. Welches
K. F. D' icli i^prn cbendor nborscliickt, so hat aber Dr. Angeln
loliche rerxdichniuien mir erst diso stand an^ehendigt nnd Tcr-
iiiL'ldt, er bette K. V D' dnsjeing. waa voigestem forgcloflcn,
&lborait avjiiirt. Wfli hcunt Hlrgangen, bin ich von ime nodi
itit gnagiiarob bericlil, Hngt aber, er wolle mir iner rerrichtacg»-
mlnlion tiocb heut tibor«cliicklien. Wenn ee nun jreschibt, ao
thuo it« K. K. D' nncli ntrags übersenden. Dcb Dr. Angelo as-
culgon nach, aollo sich hcat der herr Wagen, M. Khepler, Mi-
cltolitaeh und vil andern eaibulisrli xu soin, aauh an beicktea
und CO min nnio leren crclttrt bähen. Daa ratbauss iat fast
voll der «octiftohen bucchcr. Man wirl es nothireodtg
Terbronncn und dasa hanss leeren mUossen, damit 4i<
Qbrigon auch hinein bracht innigen werden.
Im Übrigen sein alle Sachen in gaettem Staat,
OS E, F. D* hio verlassen. Damit thne D. F. D* ich mkli
aller tindcrthenigkait gehorsamist berelhen. Or&tx, 3t.
(1)600, hnra 5 pott mendiem.
E. F. D»
andertli. diener
W.
1066.
Brrafmig über die heachwerhchen Rfti^iousproaessfi, sumal die
^AusschaffuHff dftr Laiidla/fsdiener und Offiziere, t^ihunehmen.
Orae, 1000 Augttsi 4.
(Oriff., 8t. L.-A., Stub«nl»rg-Akt«ii, G«g«nrcfortn.)
Aofler Stubtiulifrg wurden uodi antlere Ilcrrnn niti! IjandUnt« fUr
tu Thf »or UerAlDOg eiogvrafen (»ebo die rnlgendn Nummer). In den
iidcn Tagen werdeu wieder eine Aaulil TeAimmtin an die Auipe-
liawinen «rUilt.
1066.
We FerorrffMten an die Herren und Lundlet^tc: rufen sie ange-
«KÄfe der bescbtrerlickett Reivfionsreformation und twmentUch
irrten der ÄusscJiaffunff der landschaftlichen Offiziere und Diener
—^ für den 11. Anrfust nach Gras, um eu heraUchiaycn, ,icasgc»Udl
■ die Aussdtaffuug E. E. L. Ofßeiere zu retnedieren sei'.
B Grae, 1600 August 4.
^^^^K (KoDL, ät. L.A., Chr. K. u. llDpistr.)
W Der Pfarrer Ijeanhnrd Todtstfsen in Judtmhnrti an die Vcrord-
wten von SUnrrmarJi: gibt den Grund an, warum er den Garten
nr der Stitdt^ an dcti Friedhof und dir. HJar anruineud, in Alt-
Spruch nehtne. 0. D. (Präs. IGOO August 4.)
(Orlg., St. L.-A., Chr. E.)
Tür »elDft PftrMn würde er m ni«ht tnn, aber iin Namen d&s Lnodes-
hnlen wvrdD Ihm durch dtn R«].-K«^.-Koinraisaire «ngvdcuict, daß er niclit
Utt den genannten »ledhof, Mndi>rn allep, was die ans|-eBohiLineii PrK'U-
1UH«i innegehabt, bq Heliflf Keiner gflntitr<'n Pfarr« cinsichpii nulio. Via
Vfronliieleo antwortet) am 11. An^irt, daß <ler harten and dwt (Jrundstück
Hxn Galler gehört, der Obrigent zu «ineni Vergleiche b«reit iat.
^^»ittßrMlicher Befehl an den Lattdjtfleger -u Wolkeustein:
fc» Pfarrer bu MUtrrdorf Johann Arthaher 40/1. aus der ab-
Untertanen zehnten l'ffnnig in liechnung su stellen.
Grae, 1600 August 5.
(B.-, a- n. at.-A., Hof- u. Kxinmerr«eiBtr. Fsrd. II., XVUI, fol. H2.]
1067.
1069.
Die VerordHdeo von Hteif^mark an Herrn .Thmien jCetschi
(Zichf): Comniendation pro Adatncn Venediger'. (Gras, IHOO
August 7.)
(Koni^ 61. L.-A., Olir. R. n. RoßUtr.]
Voitcdif^cr ist ygemicoeeiu ... ac oh decrtrpUam teueetftfem in remotioreji
ttrnu prt^ieitci mm wUel; ocrnWn»! te, »t ad Omput ruh vertram tvttitan
rtcipert.
1070.
Johann Propst £U Rottettmann an Ihns Rauchenpergcr su Uan-
feldm, Bestandinhahcr des Putfirerhofes m Irdning: Da ihm als
Hdiffhnsrefarmafimiskanimissär irnfgeiragen ist, ihm ,icrgcn der
ordentlichen Pfarre und Kirche deren Orten, nUda rr häuslich
icoAh«', ein landesfürMliciies Dekret milenteileti, xiHert er ihn
für den michst^n Montag um 8 Uhr morgens. Gras,
IGOO August 10.
(Kop., 8t. L.-A-, Chr. B.)
Raiichonparger whlclit liierQber eine (nudfttierle) Brjioliwenl«9chrEfl an
die Vflrnnliiet«!]; cir Itabn »ich dem Bi^ft^hlc nach in Katieiim«nn genloUt.
Dort si^i iliui ertlETaet worden, xnr katlioliacliMi Reltgiou überzutreten oder
binnt'n *ecb« Wi>cli«c und dr«i Tagen das Land zu rXiimen. Er habe «r-
kl&rt, bei dor erangelisclien Religion loben und sterben so wollpn; wundere
sich, daß ihm die Rornrnixtioimlcomniinftürc. alit 9\p sich sti trdning und
Rotteomann nali» b«i i*eiiie-r Wiiliiiiii)^ Hiif);i'hn1t4<ri, von ihm tiivhl.« dctrartigea
Terlanpten. Hchon »rin Vater sp\ Mitcliod dm LnmlrM (I.andinanii) gcwsMtn;
bitip, ihm alH armer Adelnperenn (in keiner Htadl, enEtderii) auf einrro fidcl-
niauDiuiiUe Chri>toi>h PiillrerM, darauf er pfandweise äO(MJ f\. geliphen, mit*
antailen, ob er daii Land rXtinn^n nolle. Es falle ihm bei a«]n«r .Armiitbci'
fchfrer, den ID. Pfennig anrllükziilaMi'n, da vredfr griu Vati^r noch er sclbrt
eine lillrgerliL'lie Hantioning ^trieben, snudern sii-h ihrer adeligen lüeuste
nud Nabiang ,b«trageD'. In der gaaseii Sache liege ein bOsor Eingang fUr
d«n Adel.
1071.
Abteeisende Anfirmi Ershrr'og Ferdinands auf die Bcsehperde
der Verordneten wrgcn Ausschaffung de}- JandschofÜichen Offijsicre,
Orae, 1600 August 11.
(Ortg., 81. L.-A , Chr. K.)
23
I. P. D' wären zwar nit nngAnjiif^t, ain soIrtieR mitl
darunter tu treffen, dardni-cli aio, herrn nnd verordentcn, zn-
friden »ein und alle ditsfallR eiitulohnnden beschwämngen under
ainistcn abgestrickt werden müchton. I. K. D' beenden aber
■ d«n handl haubtsArhIich filso geschaffen, dnas ey nicht vorüber
können, ain ^'Icicltheit diLsfalla ?.ti halten, in iren bf^fnegtcn für'
nemben v ortzuschreiten und ihnen, herrn verordenlen. ir begern,
darein I. D* ohne gewissensverletaung nicht willigen kUnnen,
an verwaigern. . . .
^L^^ Bishft Jahrb. Air Onch. d«i Proteitutiimiu iit Oaterr. XXI, 73.
1072.
Entlassuttff Keplers aus den Diensten der steiernUirkischeH Land-
schaft. Gros, IflOO August 12.
[Expedit., fol. I(K*.)
Hl. Johnn KhepUrua K, E. L. in die sibt-n, iar lang be-
reiter ntatJiemalUui BUp|»licirt an dia Jicrrn verordentcn, weilen
er von I. F. D' reformatignsoomraissarion, umb wila, dass er
sich zur bübstiBcben religion nit bekennen wellen, gcnt?.lichen
aoageschafft worden, imc seines diousta go. zu erlaascn und
neben gebUrlichem tetfimonium mit gn. abfertigung zd bo-
denken.
lUtb:* Der herrn vcrordcntcu bcschnid ist hierauf, im
Tall der snpplicant über ir gen hoff beschechnes anbringen neben
indem E. K. L. ofßcitrn wider vorhoflcn im land Icngor nicht
wurde kftnncn erhalten werden, ao solle er auf diu »ein geh.
anlangen Sf-ines bisher gehabten dicnsts liicniit wttrklich or-
Usscn sein, demo nach zu gn. abfertigiing ahi halbn iara bc-
soldung ftus dem einnembernnibt auf sonderbaren ratbscblag
£Q richten und das bcgcrte testimonium bei der canzlei zu
fertigen verwilligt irt. 12. Augusti 1600.
1073.
Landafürstlieher Bff'-hl an die Kirchen- und Schuldtcner in
Klagenfurt: ungesäumt noch an dem Tage, wo ihnen dieser Be-
* rBalfa' = Beaohlaß,
24
fehl lukommt. tcefintzifhcn, icißritjrufdüs ,xie männigli<h in
I. /■'. 1/ Landen mit Leih und Out vogdfrei gehaUen* undj&km
MH^dasaeH sein uii, sie an Leben, Uab und Gut atrafhs atisu-
greifen. 1600 Augnst 23.
(Kop, Kod. LIdx 4S, fol. 58^ — 5«-: ful.SiS". Gedrorkt Archiv Ar TStrrl.
OmcIi. etc. XIX. 35}
Trila. 19. Aogiift. Die Kirchen- und 8cbaldi«ner w«Dd«ti Mcb noch
mm dcnwlben Tau« **> ^' Verordnet«» mit der Bitt«, ihnen «nsuBcigen,
was in salcber kBchfter (iefahr xa tan M>i. .Darauf Ut kein acbrifflliehe
■ntwort «rfolgl. •oodcm dio horm verordnelon vom atuBcbnaa haben die
mimitlna aet/aiat^ »ambt drin tcfaulrei'tor su »ich auf die bur^ erfortlerL, inen
unter indorm bvMben, lie tullen wlt>er mitl nir)«li]ageu, was fernen au
tliuH, Darauf ein ehrwUnlige* minUttrium fol^ndes guelb«dunken den berrn
▼erordnetfiti Qb«rpcb«Q (licbe unter dem ii. Austin).
1074.
Peräitutnd IL umtl dus Ansuchen der (50) Herren und Lttnd-
leute Kämiens vom Hl. Jtdt eurüek, erteilt thuat wegen ihrer
Äußerung, dem Dekrete nicht gehorsamen gu können, einen
scharfen Verweis und erklärt seinaseits, wegen seiner Verant-
wortung vor Oott von seinem Verf'tthren nicht wci^Jicft zu können
und seinen festen Ji'n/scWu/.'. iJi Ueügionssarhen im Lande eine
durehausgehendc Gleichheit sti erhalten und hiebet bis in
seine Grube verbleiben *i« tvoUen. Sollten die Kl<igenfurler Prä-
dihtnlen und SehuUHener nicht idsfxdil ausgeschafft werden, 90
würden sie für vogelfrei erklärt und im Falle ihrer Betreiung
an Out, Leib und Leben gestraft werden. Graz, IGOO August 13.
(Kop. 8t. L.-A., Chr. B.)
107&.
Die in starker Aneahl anwesenden slArischen ilerrett und Land-
letite an Erehertog Ferdinand: überreichen eine ahtrnialige mo-
tivierte Bittschrift in der Angelegenheit der Ausiceisung der land-
schafllidten nchwer tu erfeijunden Offinere unter Hinweis auf
die achwer«a wirtschnftUchtn Schädigungen dieser Ausweisung.
Gros, 1600 August U.
(Koui., 8k L.-A., Clir. B.; Kop.. Botain^er, fol. 583* — 527^ Siebe Jabrh.
ftlr Oeaob. des ProCestaotixmns in Oiterr. XXI. TS.)
86
WM ntub tilirfamlwfc« Ikknta
K. AmfimH de» tu-e-
kaltibcAew BifiM»iMUrftMi wmr Bo^Ucblaay m^wnM*. um 19. Aofttst
1076.
Gnu,
1077.
1€00 August 14.
^^ (Ko«. 6i- LA., Cfcr. R.\
/>w Tarordntteik tvt SieUrrmark an die ton Kärnten: metdfH
den Verlauf der Autsehaff'iiHg der latulsfJiapiicMen Beamten, ft#-
ncA/rn. daß sie mit der veraHlaßten I^gaiion an den Kaiserkof
L fortfaJireUt und bitten, auch die Herren aus Krain hieron ru
^^ wersiändigeH. Gras, 1600 August J7.
^^^^^B (Kop^ at. L.-A , Chr. &)
m DieVer
V testieren
1078.
Die Verordneten von Steiermark an Ershersog Ferdinand: pro-
testieren gegen die Ausweisung des landschafllichen Seitretürs
JErunmcs Fischer (der von den Religionsreformation^^mmissären
aus der Raisstube ritiert und geheißen wurde, ,siracH^ /iii.« Gras
und binnen acht Tngcn ans dem Lande ctt stehen, ein BefM,
der um so besehtceriicher sei, als der andere Sda^tär Hans
Adam Gabeikorer dringntdcr Gesvhdfir tcfgen nach Ausstt- ver-
reist sei. Noch stehe übrigens die ResolHtion auf die Brschtrerde
vegen Ausse^ff^tg der tandschafliiehen Offiiiere aus. Bitte, auf
die jüngste Beschurerdeschrift eine gütige Resolution su treffen.
Gras, 1600 August 19.
Pbo»^ 8t U-A., Cbr.R 8auitig«r, fol. A2«*>. 0i«h« Jjibrb. tUt OMch. <1m
FroteiUutilutu» in Otltn. XXI. 79.)
Am 21. Krhrriliffn m« «n ilvn SokrrUir Hans Adxm Qablkuf«r; ,ffr rall
tieh vts^tt 4v Fitcham Atuechnffutii* zum I)irii»tf> rrriilffFti' (ItcgiftU-J. An
W, (TfaUhen die Vcroijnflou ciurn abwoülicbvu B?)>clif>)d auf ihre EingabD
*aai II. Angnit, «rnr«iif »in am ^3. rcplixitri^ii (Koiix., vbcail;^) uii<I an Herrn
ByfMid W«2«n die Bitte richten, die Replik l>cf I. P. I> m rekomman-
ditmi (Korn-, ebend«).
96
1079.
Die VerordneleH von Kärnten an die coii Steiermark: hohen mit
Belrüitnis ihre Nachriehlett vnn der AbuchnfJ'uug der ,Offirier/^
A. C. a«8 Steiermark, tiann ihre Bittschrift und die darauf er-
foigte betrübliche ResMulion, endlich die letetnt Maßretfeln der
steirischen flerren ro«« 14- d. M. rernmnmen^ und daß sie die
Prager Letjation betreiben; teilen dagegen die ihnen selbst er-
folgte Resolution mit, womach die evangcUsehen Prediger und
ScJuiihalter als vogelfrei erklärt tcerdetv. Mit der Legation seien
sie einverstanden und icerden zu dem Zwedte die etuingdischen
Herren und Ijondleute am 2fi. stisammenhmimen. Die Krainer
hätten sie avisiert, aber es fehlt an sicherer Gelegenheit, an u:en
man die Sache gelangen lassen solle, da man in Erfahrung ge-
bracht, daß der leiste im ,Verord»etenmittel' hcfiadltciie Ange-
hörige der A, C. nach Grae eiHert sei. Was am 2ff. in Klagen-
fürt beschlossen werde, werde man nnverniiglich mitteilen.
Khgenfurt, 1600 August Ul.
(Orig^ 8t. L.-A.. Chr. U.)
IHe Antwort hierauf erfolgt« am SB. An^it. Siehe nnten den Wori-
ImI nntcr Nr. lOSC.
1080.
(riifachten des et-any^ischeii Kirchenministcriitms in Klagenfurt
alter die ihnat gestdUe Frage, was in ihrer gefahreoÜen Lage
zu tun sei. Es frage sieh, ob ,Vire Obrigkeit sie schützen könne;
für sich selbst dürften sie die ihnen anvertraute Gemeinde nicht
verlassen'. Klagenfurt, 1000 August U2.
(Kopp . KoA. Um, fol. sa»- — 62« u. fol. 821« — SÄä*. Gedruckt Archiv filr
Yat«rl. Gwch. etc. XJX, 3ft— 39.)
1081. ^
IHe Verordneten von Steiermark an den Kurfürsten von Sadisen: _
Empfehlungsschreiben für den steirischen Grenz- und Kriegs- f
Sekretär Erasmua Fischer, der wegen der H^igion ausgeschafft
tmtrdc. Grae, 1600 August 22.
(Koi«.. St. L-A-, Chr. R.)
Dergleichen drei Schreiben «q die R«icbutlt4te tott dem Eingänge: iäB
die Reli^nnareformilion Jii allen Linden des .teotachen* Reiches erschollen
»T
1069.
ta^ ist ämrA die reformaUmfeommäsBmno» dtnem n
Grats dmrdi 4«rH OHbrnUhem. dass jy dmm mvffeadK^IUm 4it
ietlat^reriasmmg armer güHier yar midU tnBi^em »mtUrn Myra
^dei 10 A oOewi die tferkaufumg jwynfcat.' (1600 Anftoi U^)
I
1083.
EmreiA com J^aiMidk an die Verordmetm: bdÜUtgi mA h^
4m vom den Be formal iomskommitaänm mit seinen Cnterianem
Mryaumimenen Proiefi und bittet mh Wei$mm/, mV er sidt ver-
hmiten uXU, Ainödt, 1600 Amffial 2ö,
(OriCt 01. U-A^ Chr. R )
. . . Ans tnlignTidcn meines nndeiihnns Mcirtt Haeber
wohnkafll SQ Ober-C>hlera im Enesthall ao mich getbanem
ichreiben haben E. G. u. H. za verneroen. welcher gsUlt laiüer
die geistlichen dasolbel mit ansern armeu andertb&nea, bo lüt
ta irer rcligioa trettcn und ir sacrament ompfahen Trollen, mit
bedroang gf^nglichcr we^Uir- and verwUstonii: ihrer anligent-
uod Taninder glieler für ein anbillichen proce«& niraaoemea
im verk sein. Wan dan hierdarch anser arme leat. so irea
ftttferlegen nit gehorsamen wollen, nit allaiii itu entlauffen und
tre güeter ((dt stehn za lassen nothsftcbtich vcmrsachtr sondern
»ach d-ujenigc^ was sy etwo irer ^rondtoKrigkait oder andern
ztt thaen schnldig, aas mangel. dass sy irc gUettcr in so ver-
cicktem tenuin nit anwcrden kUoen,, nit za beuhlcn wiwen,
al» hab E. G. o. II. ich solches geh. anbringen nit onderUasen,
oebens aber . . . bitten wßUen, solchen bcscliwärlichen process,
dardurch nit allain die stenergfell verhindert sondern auch wir
UndJeot des onsrigen milentrathen and also anserer nnterthanen
gli^r aaa mangel der kaoHeat ödt und vcrwUster stelin lasäcn
werden mllcMcn, in bcratbschlagang zu ziehen und mich un-
bescbwftrdt bei zaiger dits erinnern, was ich mich hieraaf ver-
halten solle. . . . Äin5dt, den 2ö. Angusti tÖOO.
EI. 0. n. H. dtenstgehoraamer
Ebmreicb fr. za Khninaoh.
q
2R
D«i Schr^iboD Huebe» (vain 23. Augi»!) li*^ im OriKin«le hfi An
Hueber kam am lA. AiifjuBt vom PritpRtnlvorna1t«r der Auftrag;, «Wh — und
M geht <-s all^n, .welche nit wfillen catulliscli werdru' — binnen är<\] Tagen
bnim Ffarnr in 14r!tbiiiirig pinKuslellein nilsr dnii Uiirgfrind zu ObUrn ku
rHnmen. Ilini sei dia Sflch<' B«br bescUwcrlkli, weil er knineu Kauf-
ndnr Ilestandiuanu tivkomnieii kauu. Kr crüAblt uocb einige Shnliche
Fall« uod bittet um Hilfe. Die Voronlneten «clirViben an Kliainaih ^Kuax.)
«dl S8, AugaM; Die in starker AnzabI ver^nmine] («m n«rroD and I^andUiit«
hAtten swnr ihrp. Notdurft Wi Her F. D' ftOffebraclit, hiiihcr ahor nur eine
M^blocbta lind gum. »irlonvilrüfce Rciioliitlon erhalten. Man babe reiiHatert
and Btnhfl In Erwartung einer ueaerliobsn Kesoiullon.
1084.
,7^ V
Wilhelm rOH Feishitz an Harhaann Zingl: hütet ivegen der
Einsetzung «««3 Pfarrers in Liehenherif um 14 Tage Frist, mm
,hei der F. D* einkomtnert ffw können'. lAebenherg, J600 August SiÖ.
(Orig-, Laiuberg-reisLritx* Archiv.)
Am S7. An^put erfol|{1 die An^lobnng den Pfarrers Max Paber (ebenda).
108Ö.
Die Verordneten von Steiermark an Georg Herr» von Stnhenherg
auf Mureck: er»ttehen ihn, jntm Zwecke der v'Migm Vorgfeichung
teegen der Präger Legation seinem AnerhitHen nach rjiestetis in
Grae zu erAcheinett. Graz, JßOO August 5Ö.
(Kons.. St L.-A-, Chr. B.)
1086.
Die Verordnete» von Steiermark nn die von Kärnten: senden
die Antieort auf d(-ren Schreiben vom 21, August; nutn teerde
die Legatiou nach Prag nicht Uinger verschieben, verlange en
wissat, wer von den Kärntnern da^u bestimmt sei. Die be-
schcerlichen Prozesse nehmen ihren Fortgang, iver von den Aus-
geschafften in bestimmter Frist sein Gut nicht verkauft, dessen
Bcsiiff teird eingebogen; an einen Bestandsmann darf es nicht
gegeben teerden, wer ohne Zahlung des 10. Pfennigs ahneht, teird
als ehrlos erklärt. Die Krainer sind ^ verständigen. 2<>etie
Zeitungen. Gras, 1600 Augvsl ä8.
(Kons., 8L L.-A., Chr. R.)
I
. Und eollen den hcrrn . . . nicht TerhalleDf daas wir
"äiinmebr in gölte? oamen entschlossen sein . . . Georgen von
Stnbenbftrg ehest ather zu heechreiben and an den k. hüf nach
Prag abzufertigen . . . und wellen der herrn ciinderung, wer
ron dinigen hcrrn und landleuten wegen soll abgeordnet wer-
den, ehest erwarten, und wan gleich der Steiriach ahgcsandtc
was zeitlicher Prag erraicht, bu wird es aneers eraohtens nicht
solicdlich sein, sondern er Iciiin ellicliermassen dalnn arwaitcn,
dass zu der andern ankunf^ sodann aincs und anders desto
tleiiiiger kan fortgesetzt werden.
Wir crindcrn auch boinobena die hcrrn, rlass der be>
sdiwerlicben process noch kein aufherens sein will, sondern
u ist erst vcrschinen samhstag abrrinalen diti uhorati» bo-
scltwarlicbcs proclameii allbie üfientitoli verlesen und pubHciert
worflon, dA8S aller derjenigen porsonejij so in ^liwiss
bestimmten terniinen aus dem land gGschafft wurden
baaa und hoff and all andere güeter, so Hie in dem
termin nicht verkaufen, I. D' snllcii verfallen sein und
das» auch kainer kainem bstamitman das wenigiste darf über-
geben; welcher darüber nun otwaa in betaut anneinen wttrde,
soll an telb und guct ge.itraO'i, hiowol auch diejenigen, tio ohne
crlegung des 10. pfcnnings von hinnen abziehen, fUr elirlos sollen
pabliciert und ausgewiesen worden. . . . Wir haben auf daUi
»on sein (Paradeisers) oder andern Crainerischen und land-
leaten aiikunft nofh nichts veruomen, Wie aber solche com-
montcation hoch von nuten, also bitten wir die herrn iioeh-
malen ganz rertreulich, sie wollen solches ctwo zu banden
aiDca andern fnrncnien cv, liei-rn und Inndtmanns zu tliutMi
nicht nnderlassen, auf dass auch der Crainerischen hcrrn und
landlent ÜiaiU die notdur^t bedaclit und sodann von »Her
dreier lande wegen sogleich nu kuieerliehen bof kan ange-
bracht werden.
•Sonsten erindern wir die herrn uuch hieinit, diiita disc
läge von der F. D' herrn Malhiasen erzherzogen . . . sowol von
den granitKcn gewisse zeittungen einkonimen, wie dann eben
in diaer stundt die horrn hofkriegsriilh in i\mr tractation fVir
ans begern, dass der feind genzlieh entsclilossen sei, Bobotscb
und Oaniscba zu bolcgcrn, dass also allenthalben groaae nolh und
Kriegsgefahr vurlianden. linangesehen dessen allen ist
ftn beul lierr bisch of von Seggau mit einem fendl
30
knecht drelbandort stark in Khtfrntcn, die rcfvima
tioQ fUrzaneineii verrätst. Der aUmeclitif^e golt welle. . . .
OrfttK, den 28. Augusti anno IGOO.
Die KSnitiior Veronlnctvü antnorLen. Bin 1. Septombor {Orig , obendn):
Einvcntliailtiu mit dar Venliludigung dor Kraiiier. Klagen wrRcn der Al>-
•iditon dM FüTKlbiaclioEi von Seckaa. Mtltlerweile wird der Feldxug ß'ogflu
di« PrvtMtautcn iu KÜruten in 8k»u« (ce»otxt (Mehe Die lirljrnt« K«ligivns-
reforoiHionftkoiniRia^on bei Rosoienx, bi*" — 68''). Beginn S8. AngioBL
1087.
Der Vixedom von Kärnten Hartniann Zingl an Ferdinand IJ.:
Den Befehl wegen KinsetKung dcA katholischen Pfarrers Marx
Faber in Liebenfterg (ico Wilhelm von FeistriU Uwge Zeit sich
teäfferle, dies zu tun) iiuhe er volUogen. Wilhelm von Fitistrita
habe nicht gegen einen katholischen Pfarrer wie Marx Fabers
Person Fintcendungen eu madtcu, sondern ericarte tele die
übrigen Herren die lanäesfürstlichc Jicsolution auf ihre lütt-
schriß. Schließlich fürchte er, ein Pr^udiz gegen seine Hechte
XU schaffen, und tcoile seine Sache bei Hofe selbst anbringen
Straßburg, IGOO August 28.
(Koni., Lkinb«rg-F«>»trit&-Arobi<r.)
1088.
Der Aht von Arnofdstdn an Hartmann Zingl: fragt an, oh er
auf etwaigrs Frfordern der Jieligionsreformationxkofnminsäre die
Arnoldsteitter irerichtsuntertanen , die mm Teile anderen Grund-
herren angehörig und statisch sind, vorstellen und die Sehten
,au«reuten* lassen solle oder tvie er sich tvrhaUeti soll.
ArnoUisteiu, 1600 August 28.
(Koot., Arnolililetiiar Akicii, Riidulfiu.)
1089.
Ferdinand II. »» die Verordneten von SteicmMrk: uufÜireRe-
pltk vom 2ä. d. M. (siehe l'J. August) erwidere er, doß er sictt
hierüber crsi nach vorhergegangener Beratschlagung mit den der-
£eit nicht amwsenden Bäten re:iolvieren könne. Judenburg,
1000 August 28.
(Orig., 8t. L.-A., Cbr. ß.)
31
II. Stptember urgiereii di« Vcronlnrt«!! die Reaoluüuu (Koux^
Am S9. Septeoiber erfolgt der ]Ie*cb»id. d«il «a beKOglicIi Veoe-
difcn. Flachen, Speidl« ood d«« Oogeaicbreiben b«i der fiULeieii Ei)t-
•cbeUnng Tprblcibe, den Obri^n Kanil«ip«Kon«n vrird der Termin zum
Abnf bis aum 1. Januu- 1601 reriXngert (siehe naU-n Kr. IU93).
1090.
Weikbi$chof von Gurk an demtelben: führi gegen Wilhelm
von FeistriU in der Angdegenheit der Besetzung der Liebett-
Pfarre Klage {siiAe Nr. 1087). Ourk, UUH) Angugt 29
(Eop., «U Kr. 1087.)
1091.
Die evangelischen Herren und I^mUmtie Kämiens an das evan-
gtUacke Kirchenmimsierium: ,AIan müsse sif, da man $ie nicht
schützen könne, dem SehuUe (iottes überlassen' etc. Klagenfurt,
1600 August 29.
(Kop., Kod. Lins 43. fol 6S^, Gedrackt Archiv fllr rateri. Gcoeb. «tr. XDC, 3&.)
1092.
Wühdm von Feistritz an JJartmann Zingl: sendet die an Fer-
dinand IT. geschickte ^Entschtädtgumf' tcegen des Aufschubes der
IBaeUung der Liehenberger "Pfarre und bittet gleichfalls um Auf-
schub der Finsetgung. lAehenberg, ItiOO At^usi 29.
(Ori|., Lambei^-FoiitriU-Archir.)
ZJDgl berichtet aa denselbeu Tage «a den Eizlierxog (Kop., ebeuda).
1093.
Uteisliche Heiolution Erzherzog Ferdimtmls II. .auf die eintje-
brach te ISesch werde wegen Ausscha If u ng der la ndschafthcfwn
Of/ieiere'. ItiOO August 39.
[Kap., 8«txinger, fol. 519>>~632*)
. . mIIcd 6y wissen, dass L F. D* za des Adam Vene-
era doctors pcrson relüperuog seine» in viel weg I. D' ver-
bütt tfi tlatu religionis uad poUtict regimiui« l>eächeliDen
<UeoUem and dort and da gebrauchten venläcbti^en corre
I
i
spoiidenzcn genngsam ui-sacb aad viel mchrers gegen . . . aeincr
unbilligen und lilalcriichen inissiven wegen eine solche demon-
stration und leibsstraff Alrnemen zu lassen gar not bcfagt
wären, das8 sich andere ibres gleichen . . . verleumbdcr uud
obtncintores zu spiegeln und von ihrem herrn und landtäittrsteu
änderst zu reden und zu schreiben wllaten. . . .
So bnt CS dann bey der Undt^chranuen . . . ein solicbe
gelegenhait, dass wissentlich nicht ein soDdcm mehr cathulische
taugliche pcrsonen, die bei der schrannen prncticicrt ... ist
auch nicht zu zweifeln, dass sich qualiticieite leuth anmelden
und was Jene lernen mOsscn, diese auch erfahren kllndten,
und da gleich ainicher niangl erschic^ne, so wollen I. F. D* gn.
bedacht sein, solchi^u zu erstatten und die Justitien nicht er-
liegen zu Lusen, viel weniger wirdet E. £. L. einnemberambt
nott leiden . . . obgleioK cinnembcr nach aller erst langer zeit
als ganzer drei quatcinber seiner dienst Itiiergibt . . . und mit
diesem iiue gegebnen termin nicht allein zaf'riden gewest, son-
dern sich dessen gegen den rcforinalionscommissaricn bedankt.
beynel>en.s aber sy, herrn verordente, . . . befinden, dsss taug-
liche andere peraonen zu ereetzung des einemberambls gar
nicht mangeln, zuroallen unter den landleuten gefunden, welche ■
sich dieses anibts anznnenien nicht allein nicht weigern sondern
guten credit, ja auf dem nothfnlL ex propriis mit etlicli viel
tauaent gülden bai'en gelte zu . . . helfen betten, wie dann
sonst alten wissentlichen herkommen« , . . «u solchem ambi
jederzeit landleutli und nicht andere gebraucht werden. . . .
Dabei . . . 1. R U* . . . dem gegenschreiber ' den termin
auf die drey quatembcr prolongiert . . . haben wUllen, den sy
dann ... zu einem secretari gebrauchen künnen. . . . Wannen
nur die herrn verordenten ihrer tiabendcn instrnction wahr-
nemcn und den ambtshandlungen selbst mit ernst und vleieft
bcharrig zusehen, so kann damit alle nachthciligkeit verhtltet
... so wenig . . . cathoUsclie leulh (wo mau ay nar befUrdem
will) mangeln werden.
. . . Was den B. ToUinger anbelangt, werden «y, weil er
bey I. F. Ü' salzambt zu Ausaee gcgenschreibcr gowest, . . .
welchen I. F. D' . . . weder für ein Inndtman erkennt noch
rcspectiert, sejbsten erwegen, das» sy seiuethalber was an
* £ruiiiiiB Kunde b.
33
n
tnten keinen fae;;. . . . Und weilten . . . oin gmndl Bich be-
findet, dass ST ... zu solcher lameDtaUon nicht vemr&acht,
so kunnen I. F. Ü' von irer Uaubtrosolation nicht weichen. . . .
DM::rctnm per Sei*»" archldncotn 29. Aagasti lÖOO.
1094.
ffant Jörg Uvtmass an die Vnordneten von Steiermark: be-
ridUet ahtr die Sehätruiitf des Grundgtüeies, ^ tuv» von
JShiflmu G<M wm GaUenhofen sur Erbauung eines GoUesaekrrs
wtd einer Kirchen erkaxtß tcorden' und nun, da der Friedhof
auf Befehl der RdigiOHsreformatioHskommiision eintgerisaen isf,
an die Frauen Margarete Miertierin und Helena iwn Uaimh tu
fiwr ,yiehhaltstdle' verJeaufi icerden soö, und ersucht, den Ort
wtÜ fltfum Zawte einfrieden und sonst in Jluhe eu lassem; dar
ohne den F)r%edhnf möge dann immerhin veräußert Verden.
WindiscJujräU, 1600 August 29.
(Ortjf., St. L.-A.. Chr. B.)
Wolgeborn . . . Was E. H. auf aberf^ebnes snppliciern
frawen Hargaretha Mirtserin und irer schwester frawen Kllena
von Hainib wittibcn we^en beteacrang des ^randtästack, so
hievor toq Erasm Gallen von Ciallenhoren za erbaoaug eines
gottsackhers und kbirchen .alda in dieser reficr erhandlt wor-
deni mir nach vom 10. Julij negathin in sclirifFt gn. haben an-
gedeot, das alles mit sambt den einschlissen ist mir allererst
den IB. tag scheinenden monats Augnsty gcantwort worden.
Wellichcs ich auch mit gebürlicher rererenz in gehorsamb
empfangen ond vernomben habe. Solle hierauf K. II. su ge-
horsamen Bericht nit verhalten, dass sollich grandtsstuck an
ime selbst klein und kein (*icj sondern weiten und ausser des
erbauten gotsakher and einer wisen, so et^vo 5 oder U fueder
bey ertragen mOchte, mit staudach verwaxen, von obbemelten
herm Easamen Gallen in kautf gleichwoll nur nmb SO B. Rh.
ist angenomen worden, man schätze und bctcure es aber an-
jetso wie man wülle, kan es meines anfeltigen erachtens im
wert nber 120 fl. nit angeschlagen werden. Und aollichos ist
ime übrig genaeg; dan es ist ein Udt verwachsen wcseu zum
traidtpaa ontUchtig und hete meines bcdunkcns, wan neben
den gotsackcr ainc kirchen und predicanteuwunung erbaut wer-
Font«! U.Abt. Bd. Lt. 3
84
den solle, ausser eines kraut- ond eonstcn noch aiiiee garten
neben der wiseu wenig übngs. Waii aber gn. u. g. Uerm in
uegsl fürgelüfner roformationfieommiasion die anigclierte maner
nmb den gotteaackber laider allerdings eingen-orffen, bo wehr
aageaecheinlit'-b zu »eben, wan E. H. in diser der fraucn
Miertzcrin and irer franen acliwester begern willigten, welcbo
dises ort allen iren siippli eiern geniUss. weil] sonsteo andern
darin halten sollen, za iror Tielihalt einznnemcn vermainon,
dasa das ansvissende vieh aller derselben orten Über die nieder-
geworfne niauer einfallen und seiner narung nachgeben wnrde;
wellicfaee dann, so es geschehe, nit allain epCitlicb nnd erbärm-
lich sondern auch unscra Widersachern und religionsgeju'en-
tbailon lächerlich, weill so vill fromer erlicher leut Yont adel,
von man and weib, nnd sonsten andere erliche porsonen alda
ire bestättnng haben, dass über dcro bcgräbnnssen das nn-
wissent rieh hinlaufen und gleichsamb wider alles au einer ge-
main gemacht wurde; zudem ist auch £U bedenken, nachdem
wir alle dem todt unterworffen, wan heut oder morgen der
orten aUla unserer reÜgion- oder glaubensffenotisen mit einem
oder andern sieh ein todtsf;tü begibt, des wir dan ausser dessen
Bum sin nit zu bringen wüsten, doch alles au Ew. G. u. G.'
gestylt, ce mögen (doch one mein massgebung) Ew. ö. u. H.
dess grundtstuckh ausser des gottsackers dei- frauen Miertzerin
oder wider der nachbarscliafft im Windischgriltzer poden gegen
erlegung des paren geldt liinumb lassen^ dartzuo aucb hcrrn
Wolß* Rnoprechten von Guissraeckh oder herrn Mathiasen
Aman, weil der Grädisch (eic) und nalicndt gesessen, orwöllon, ■
inen zuschreiben, dass sy, da es zn verkaulTt-n khemen solt,
aof den gotisackher zu sehen bevelhen, auf dass dennoch, wan
heut oder morgen jemandt stilrbt oder hineingelegt will wer-
den, dass derselben einer im namen E. E. L. darüber begrist
xind nit ledermiin frey wirt. Und war vast guet, dass E. G.
n. H. unter inen einen bevelhen, dass man denen numer ver-
storbenen aldort ruehenden ehrlichen cristen und denen, so
Doch künftig hicnach kliomen, zu obren, dasselb ort, weil
doch das nidergefalte gemauer* so halt nit wider erhübt wirt,
mit ein zanm oder aussgeworffnen graben einzufangen und also
I
I
I
' Br^nse: GnibedaaluD.
* Ml.: ,|[BniMner*.
i
(ftOHer eintreibnng einicbcs vichs) in gueter ruhe, wie es das
sein soll, verbleiben ku Ijusen. Das hab ich . . . Windischgräta,
^^ deD 29. Angusty anno IdOO.
H E. G. u. Q.
^M gehorsamer und dienstbeBissner
^ Hanss Jörg Uamass.
W DteVer
*
k
1095.
Die Verordneten von Kärnten «» die von Steiermark: $0 Uerren
und Landleute futben hetite die sehmerslicJum Vftrijünge in den
kirchlieMen Sachen toährend der jungten Zeit ntr Kenntnis ge^
nommen vnd halu-n die Ahsendunrf einer Legntion nach Prag,
fir die man Uannihal von Eckh su geivinnen hoffe, für nct-
icendig. Bei der Schwierigkeit, mit der man nt einer AwÜenß
w Prag gdangt und da andererseits gegen den heri^fetriihemlen
Perxkution^rotefi weder Sehreiben tnxh Flehen und Bitten ver-
ßngt, ist ea notwendig, daß in hirsester Zeit ein Aussdtuß aller
dr« Länder, ju dem man aus Kümien S5 MUglieder bestimme,
an einem gdegetien Orte sttsammenkommc und die Sache in Be-
ratung wiehe, ob man niclU nochmaU in großer Ansahl miind-'
Uck ein Anbringen an den Ershereog tue, vfie dies auch eu
Zeiten Karts II. gach^en sei, um^omchr als alle schrißlichett
Eingaben von den Wutersttchem nur siniHtre und odioso inter-
prdieri werden. Man möge es mit einem FußfaÜe rcrsMcAcH
Hnd dann erst die Gesandtschaft »ach Prag gelten lasst-n. Bitte
um rasche Entscheidung, da suiumum periculum in mora; die
Ueirischen Herren seien uuver^iglich mu befragen, cb sie die
uachbarliche Zusammenhtnß sich gefaüen lassen. Klagenfurt,
1600 August 30.
(Orig.. ronf Siügel aufgedrackt, St. L..-A., Cbr. K.)
Ein gleirhvi SchreSlMn «rging Jim 31. Angmat an die von Kr^n, nt«
au dem SdireibcD vom i. 8«pleinber enicbtUcb ist.
1096.
Die im Landrechte versammelten Landstände A. C. von Ktain
an die Stände und in deren Abwesenheit an die Verordneten
36
von Sleiemiark und Kiimteti: Weil sie sehen, daß aUe mensch-
licJte Hilfe in diesem IvidUjen Udigiousprosesse ,eerrinnt', woüen
sie sich mit Gottes Hilfe nofhmals an die F. /)' uenden, hei
seiner Auicunß in Gras einen FtißfaU tau und ihre Not an-
hritiffen, in der Hoffnung, Gott werde das harte Herz des Landes-
fürsten eneeichcn. liitte, sieh mit ihnen eines Tages ett ent-
seiJdicßen, um auch hierin tlie alte Union anfrecH su erhalten
und die Sache ,t?i mÖtjUchstor Geheim' zu haltet*. Laiback,
1600 Ätujusi 32.
(Orig., 21 Siegel aufgedrQckt, SL Li.-A., Chr. R.; Koni., L.-A. Krain.}
1097.
Dieseihen an Ersherrog Ferdinand IL: Entschuldigung tccgen
ihrer vom 23. Marx datierten, von ihm icegen unbedachtsamer
Voruiirfc mritcbgesandtcn Beschtverdcschrifl. Sie hatten iiicÄ<
vermeint, daß sich darin ttrutstgc Angiige' f\ndet\. Denn was
des Landrichters wegen vermeldet worden sei, sei desteegett ge-
schehen, weil er die fiiies uiandati, so ihm von der Landesohrig-
Jccit gegeben worden, übvrschriUen habe. Hoffentlich werde den
Autor der Schrift dir. angedrohte Strafe nicht treffen, da er ja
nur dai Befehl seiner Auftraggeber voUsogen. Laibach,
1600 August 31.
(KooE., LA. Krmln.)
1098.
Kemigius Ebner an Georg Herrn von St\id)9nhvrgr berichtet über
das Virfahrcn der Eefonnationsl'Qnunissäre in P5h, Unsmarkt
und Kiipfrubcrg. Schmähliche Behaudlung drr Hauern. Absicht,
nach Murati eu gehen. Eigenes Geschick Ebners. Kapfenberg,
1600 September 3.
(Orig., St. I..-A. ütnbnnbnrp, Kirche.)
. . . WaB die Verrichtung der lierrn re forma tion so onimis-
SArion zu PiiUs gcwest, mischte E- G. nunmehr bewUsst. soiu,
wie die armen paar3lcut aas villen pfarren, so hinzu erfordert
worden, so vil derselhen erschlneii, luicb gellmuer des Herrn
bisehuD'e predig, za einem aidächwur, I. F. D* ßchursamh zu
Bein, mit guwitk und llmils luit gaetten prügl»traii.-heii gezwungen
I
worden, naclimals denselbea naferle^, inner vier wochen jeder
seinem pfarrer ko peicliten.
Volgend sein sie, herrn commiaäuri,. am nep!t&n frcitAg
mittag (Septemher 1) mit iren aotdaten am Hunzmnrkt an-
körnen und nar stracks nbereilend zu mehrmatoii nach ein-
ander die burgcrschafTt alda fUr sicli begert, wo sy ntt bald
komen, sollen ander mittel fargcnomen werden. Obwol unter
diesen ich im namen E. G. fttrkomen and vermaint ein still-
standt, wie IC. 0. alhie zu K»pfenberg. zu erhalten, in be-
dacht, baide orte K. Q. zogehorif;, ist mir zu be<iehaidt worden,
lie, Lerrn commiasari, haben wegen Kapfenbcrg einen starken
fiU* von I. K. D' gehabt nnd het<^n jetzo andere ernstliche be-
Teich und begercten die bnrgerschafft.
Weill dann der gwalt vor äugen gewest, sein die armen
btirgerslent (ausser wenig, so nit anhaimbs gewest) gleich er-
schienen. Denen furgehalten wurden, I. V. D' gehorsainb »u sein,
die rechte lehr bei ihren ordentlichen pfzii-rer ku suechen, dar-
ttber zu schwüren, itein nachraaJa inner drei monatcn zu
pcichten oder das landt zu räumen. Und sok-lies alles nur ge-
schwind and cilcndi, ist, keiner zu ainicher red gelassen wor-
den. Haben also die armen einniltigon leutli gcidrungßner cdt
die tioger aufgereckt, aber wie ich nni lichter vei-slee, wüsten
sie schier selbst nit, wie oder wae sie geschworn haben. Der
Viechhanser aber allain hat mit wenigen woi-ten vermeldt,
er schwJ'tr nit, well das lannd räumen; ist er stracks mit gar
ODgeisliichen, \'il mer mit landlsknechtischen wortcn angefarn
und umb den profosen genift worden. Dein ist nachmals unf-
erlegt, entlich und gewiss inner drei wochen das Undt zu
räumen; wo nit, sol alsdan sein haus den Soldaten frei geben
werden. Hievon derzeit merers nit.
AUain diser gueto mann, der Vichhaaser, lässt E. Q.
ähfs höchst und diemtltigist bitten, ob ime K. Vi. aus chriat-
Hcher vättcrlicher hillT nnr so vil gnad erzaigeten, durch für-
Bchrift *n herrn bischoff, damit ime ein lenger tcrmin crthiult
wurde, damit er als ain alter müdor podgraischer mann auch
seine schulden einbringen und sein ander sUchl verkaufen
künte, wollt er in gottes namen fortziehen.
• Tadel, Vtnroifl.
38
Nach diser Ternchtan^ sein sie, herro commisBari, bald
fort, im willen an gestern al» am sambstag zu Maerau anze-
komon, wio dao der Muoiauerisch pfaA' dem berro bischoff
herab entgegen kütnen.
Damit aber, go. horr, mciD auch nit vergessen worden,
ist mir ain decret zu meiner nachrichlang hinterlassen and
durch den richtcr zuegcstellt, wie E. G. aus iuligeiider ab-
schrift gn. zn vernemcn habeu. Weil dann gottlob ainichc
andere uraach nit ist, ala die darinnen angezogen, wier ich
mich in gottcsnamen. da nit E. tr. mich im landt erhalten
kUnen, sambt meineui weib und klnderlein, wie ungeschickt
sie alle zu raiscu soin, auf die rais riebtun uiUsseu. Wollt gott,
ich solti'ä allain sein. ■ . . Datum Kapfenbei^ am suntag nacht,
den '6. tag Septembrit anno 1600.
E. a.
underth. geh. diener
Remigrius Ebner.
PS. Mein (leeret hab ich weder mein weib noch niemand
lesen lassen oder gesagt, nmb dass ich meine saclicn desto
bester richten mOcbte, aber oben wirts one zweifi der pfaff
aupreiten. Scbad glcichwul nit.
(Kap., ebBndft.)
Seine eigene AttswcisuTii;, datiert vötn t. 8<-ptPtnber. V^I. Aber die
lUiforniAtion in Juden burp, l'«U, Ui>zm«rkt, IVuHenbaclj und Bcbeifding
KqsdIodx, fol. 63* Ata 3. Septcmbor Kefortoaliun rou Marau. Sielis Bo-
wleiiK, iol. &3>.
1099.
Die evangelischen Stände von Steicrmarf:, bexteliuru/siceise die
verordnUen AusscJiiisse, an die evangelisciien Jieicfisfürstcn :
Kredeneschreihen für Georg Herrn von Stubcnherg, ihrett Abge-
sandten i» Prag, der mündlich und schriftlich die Bitte um
Intersession voreuhriTUjen hat, dop der greulichen Verfolgung
ein Ende gemacht werde. Grai, 1600 September 3.
{Kons,, L.-A., L.-A. 1599.)
Bofonderei Blall: .An Ghnrftlrit«i ron Sjizen, . . . Bran<]«bnr]|f, ab
yta,\zgrtiffn chtirfuriten, «n die e». reichsfllwten; ein 12 brief ohne ib«r-
•efahft xti m^hrpibpii und zu forttfrcn' (Kons.). Drafflcicben gehen tinter il^oi-
•albeo Datum Kredonuchraiban an Kampf und die andi^ren geheimen lUte.
1100.
Dersdbeti Krtdetiz$chrtihen an Kaiser BuäUf II,
1600 September 3.
(Ko&E^ St L.-A-, Chr. B.)
Grtui,
1101.
Alexander Paradaiser an Hencarth Freiherrn von Auersperg:
tcegen wichtiger lieraiung üfter Schrißen der Kärntner Stände,
,die den kiesigen Ständen A. C~ vorgetragen tcerden soHen, anhier
^k ju erscheinen. Laibach, 1600 Septend^er 3.
^^^^^B (Kou^ U-A. Erftin.)
P DieVt
I
no3.
Die Verordneten von Steiermark an die Kärntens: erklären nur
bedingt ihr Einverviändnis mit deren am 30. August und 1. Sep-
lemher kundgegebenen Plan, durch einen großen Ausschuß aus
aUen drei Ländern ihre Not an den Landesfürsten gelangen su
iat$m und um deren Abhilfe su biltenj u?enn sie nämlich in der
Tat dadurch Rat eu schaffen icüßten. (Da der Erihergog in den
nächsten Tagen von Judenhurg nach Orot tcommt wui es den
Ilerren und LancUeuten beschicerlich faUen möchte, hierher tu
komme», so hcU man ,sich sumal bei den unausgesetet fort-
treibenäen Prozessen keiner ericünschten Erledigung sondern der
Gefahr eines Vereuges der Präger Legation eu befahren'. In
der Zwischenieit würde den Landen eine Beschwerde nach der
andern zugefügt, deren Memedicrung dan Kaiser hernach nicht
möglich väre. Die Zusammenkunft sei aber destcegen noticcndig,
um die Legation an dett Kaiser und die Ilauptschriß zusammen-
nutdkn. Von hiesiger Seite /tat sich Georg von Siubcnl>erg zur
Präger Beise bereit erJdärt. Will man oufkrdem noch hei dem
Landesfürsten um Beseitigung der Beschwerden bitten, so mag
dies ton dem Ausschüsse beschlossen werden. Darnach tvcrde
wum sich richten. Am besten toürde sich ah Ort der Zusammen-
kunft der Markt Amfels empfehlen, der von Graz nicht eu weil
enii^en ist. Dorthin mögen sie die deputierten Herren und
LamUeute für den 18. S^tember berufen, insbcsonders aber ihren
nach Prag bestimmten Gesandten.) Graz, 1600 September 4.
(EooB., 8t. JL-A., Cbr. &.)
w
DitM» 8t(lck E^nrfpti dio Verordnelrn «in fl. Srptpiiibcr mit eiiiem Be-
{flfli(ac]ircit>Dn sii die im Ivintlnichl« rersauiiiK^lteti Stäitdv Tun Kraio (i..-A.
KraiD, Kap., roip. Orig.)'
1103.
Die evangelischeti Landstünde in Krain Ä. C, diejetet in Laibach
versamimll sind, an die Veri^rdncten von Steiermark ttnd (mit
den entsprechenden Sindeninr/en) voti Kärnten: Da sie auf neu
eingdangle T^itungcn über den Jitvzhrcclicndm Prosefl' der Be-
ligionsreforniaiion in Erwägung gesogen, daß kein Mittel mehr
gellen soÜ, sondern nUe sinistre and üilJuse inferprcliert urrden,*
und man es mit eirtcm denuifigen FußfaUe versuchen teolle, wo-
bei man dem Erehereoge den wahren ,LttettV vor Augen stelle,
so gehe es »wisehen ihnen nnd denen aus Kärnten die Diffcrens,
daß diese auf einen Ausschnß von 55 Mitgliedern, sie selbst aher
auf aUe Herren und LttndUuie epien, da ein FußfaÜ aller für
kein unzuläifsiges .Conventihil' gehalten werden könnte. Bitte
um nachbarlich; Erinnerung in dieser Sache, auf daß man sich
fertig madte. Zur Absendung an den Kaiser haben sie Her-
icarth von Lamberg und iVeighardt von Auersperg und aiulere
Landesmitglicder gaväklt. Lnibach, 2000 September 4.
(Orig.. 10 Siegel «uFgedrQckt, ät L.-A., Clir. B.; Konx.. L.-A.Eruti.)
1104.
iTestimmtium nuigistri Johannis Kcpleri den 4. September 1600.'
(B«g»tr.)
1106.
Allgemeine lieformationsordnang für die Stadt Murau. Murau,
1600 September 4.
(Kop., Kod. Um 43, fol. 44" o. 2I0-\)
1106.
^
Kaufschluß des Zehetnerschen Radwerkes. Innerherg des Kiseii-
erses, 1600 September 5.
(Orig., 9 8i«g;et anfgedrllckt, St. L.-A. Eisea»».)
Vartrag «wlKhen dw .edlen oud tngMirthafien Franen Helen«, gmh.
Scbwan, dM ebrei]fest«n we^n der fUr^loffnea Kvligionareformation außer
Laad gcn^mm Haas Ztebatnen Haiufnu', ihrer Mutier ttnd dn BQripen
Tbomaa WeilSeDb«i;;er als ibie Uelstaad« eiuer- and d«r Fr«u SusjiDua War»
B&d deren Zca^pea auderenetu um Zecbetaen bisher iiui«g«li«l>tes B«dwr«rk
(folpt die B«*cbr«tbaDp de« letxterea). Eanfsamnie lO.tKK) 6., darauf lastende
Sefanldon ebenaovJel. Unter dieMn >ind Posten ben«Tkeii>werl, Nr. 4 :
4. F. O* In den atigcachlaBD«n nncostm in rarpeliifTuer rrlipintiMTfonnalioiie-
■eaudmon 40ü fl.*, uail &.: .t>ann aiirb «lr«rgcll, darain Haa» Zt-cbetner
dca eraoigten ttngrbonaaitM ortllnD erkaaut wurden 1000 fi.; doch bdiellt ir
leia baufraw bevor, du »/ bei bOrhstetneButer 1. F. D* hieran geb. etwa»
aberbitteo mochte, das ir »olcbe* koafti^ erttatt wardt*.
no7.
Die Ventrdneten von Kämtat ati die ron Strifmiark: nehmen
fur Ketutinis, dafi sü Otrcrseils die vertmulicJi arnjedeaUie Zu-
tammenkunfi der evatufelisehen Herreu und Lan^aiie aüer drei
Länder appretiere» und von der Smdunjf an d(^ Kaiser Meldung
Uten. Sie lat$eH sidt Zeit u»d Ort dtr Zusammenkuoft gefaUen,
turdeH sich tur Sendung bereithalten nnd die fon Krain Jtei
iag und nacht eilenden boten' J/eituchrichtigen, die sieh nceifels-
(ohne ansciäießen tcerden. Klagenfurt, 1600 September 6.
(Orig., 9 Siefel, St. L.-A^ Chr. B.)
PS. FOr Uolarknoa, Fatterang etc. müg« geaor]^ wenlea.
Die
beri
1108.
Die Verordneten von SteiermarJc an Georg Herrn von Stuhen-
berg auf Kapfmherg: Da das torgenommetie Beiigi&nsrefortHa-
lionstcerk in so beschwerlicher Weise und unausgeseUt forlgetrieben
wird, daß darüber das ijauee Land- und Grcnsivesen zumal Jbei
den gefaJirliehrn dtrmaligen Turkenicundschaften' ins Mitleiden
ge£ogen und die ^vorhabende' Belagerung Kanischas in die. höchste
Gefahr h>mmt, halten sie in Gemeinschaft mit den Kärntnern
JUtd Krainern eine Konferens für nottcendig und ersuchen ihn,
am Ja. September abends in Gras au einer getneinsamen
^lagung ein£ußHden und sicJt durch nichts aufJer durch
Gvttes Gewalt abhalten eu lassen. Gras, IGOO September ?.
(Orig-, 8t. L.-A., ätnbeuberg- Akten.)
PS. Zu hierin antiedeutor beradtschlagung wirdt der Herr
amb BO TÜ unausbleibUclier erscheinen, alweilen I. F. D' gleich
jetzo wegen eiokumner gewisser kundtecbai't der belegeruug
48
Canisa lierrn h. I. h. and ans die herrn and landleuth allicr su
beschreiben und alle des vattcrlands nottarfft hierunter zu be-
denken gn. anbevülben.
1109.
Die Verorthteteti }yolf su Eck und Alexander Paradeiser an Her-
warth t'OH Attcrsjtert/ und Georg Kte^l: steh zur Jieratschlagung
der Gesandtscliaß aller drei Länder in causa rcligiuiiis in Lathach
eitusufindeH. Laibach, 1000 September 7.
(Kons., L,-A. Krtin.)
UIO.
Die Verordnetcti von Krain an sämtliche Stände A. C. in Krain:
Circnlarc, sich in Gemiißheit des in der starJe hesuchicn Ver-
sammlung von Herren und Landteuten gefafiten Beschlusses von
2. September reisefertig zu, machen, am 18. d. M. in ,4m/efa *ii
erscheinen und von dort su I. F. D* zu ziehen. Laibach,
1000 Septetnbcr 9.
(Orig., U.-k. Krain.)
IUI.
Die Verordneim von Steiermark an Georg Herrn vm Stubenherg
aufWitrmhfrg (und Ernreich von Saurau] : Erinnert, daß er den
evangdtschf^i Prediger Georg nicht langer im Schlosse aufhalten,
sondern abziehen lassen ict^le, ersuchen sie ihn, diesen Prediger
noch länger im Schlosse zu /oviern' und ihm hüt zu besserer
GelegenJicit, die teir von dem barnüterzigen Gotte hoffen, Unter-
kunft JTH gehen. Gras, 1600 Septetnber 9.
(KoBX^ Bt. L.-A^ Chr. B.)
1113.
LandcsfürstlicJicr Befehl an den Hofregistrafor: dem Fuhrmanne,
der eine Anzahl Jsatholiseher Bücher hierher geführt, 37 fi, 3G kr.
SU hezoMen. Graz, 1600 September 11.
(U.-, H.- a. St-A., KammerregiMcr, tom. XVIII.]
1113.
irsUiehfT BefeM an den Rdiffionsreformatiomkommissär
^iMltf Erzpriester, dann an Bürgermeister, Richter vnd Rat su
Gmünd: Hab und Gut der Äusgcschafften ijcnau su verzeichnen
und den 20. Pfennig eimusiehen. Gmünd, 1600 September 11.
[Orig , GniliDdner Akten, Kudolfin.)
. . . Sy werden aas inlijpiTider YerxaichnnsB . . . vernemen,
was far barger und inwolincr ihrea der religion halber er-
zaigten angcbursambs aas der st&tt nnd allen I. h\ D' landteo
mit ansetüatig 0 wocheu, 3 tag tcnnin ausgescLafft worden.
Weillen dann su denselben und iren guctern zweifcls ohne
wegen irer haudtierung and gerhabächaften oder auderwerta
allerley ansprachen Torliandeo sein werden, dicsulben aber in
aUweg der gebnr nach za richligkeit so viel möglich gebracht
werden inücssen, als ist in . . . L F. D* namcn iro der li. com*
missarien beveleh hicmit, dass er, hcrr anwaldt, tmd sie, von
Gmondt, alsbaldt überall deroselben ausgescbaHten haab and
gnetter ordentliche eridatag aasschreiben und den lU. ,S aus
irem haab nnd gnetcrn I. K. Ü' innen behalten. . . . Omundt,
den 11. tag Septemh'is 1600.
Wolf Khaltcnliauser,
n.-O. camer- u. rcformationssecretarias.
Am <j. Oktober sondon ^Sutt-Aawsldt, BUr^nneUtor, Siebter und Ratli
von Qniindt* «d Ana ^Uttrichter cu SnllKbarg* ein Verc«!cliui« dor atin^
MhafTten Bürger nnd Inwglinor (Iß) ein und wx« «m 10. Pfriitiip ku erlri;cD
iik (150 fl.) mii dem ErsuchiMi, c» hu Ana gpwDbulichrn Orten iitistuchliigi-n,
d«nit sich jcilrriniuiu dumacb rirljtni k'^iiur. Dr«|*le>vlir^u liefet oiii AaTruf
tof, wuruacb jeder, der an din Gt!i)Aiiiit«ii «iue Fordi-rung bat, ,c* sei u»ib
beyntb«, rermScbt, «rbscbafft, gelUcbaldeo etc.', «icb «in 90. Oktober 7 Uhr
mur^uat '\m Rathausc \a Gmünd entweder Klbat oder dorch einoo OeschAfis-
trlger nit Reinen Fordemiigon za ru^ld^D h*b«. Ob er nun kommt oder
Rkhl, wird dort gebändelt, ,wh Rocht uf.
1114.
U^ftnmationsordnung ßr Gmünd. Gmünd, 1600 Septen^er 11.
(Orig., Gmaiidner Akten, KiKgenfurt, Kndolfin.)
1115.
Durchf0irutig der Gegenreformation in Gmünd.
1600 September 6—11.
(Kopp., Koa. Linr. i3, ful. 63^ — 6S> a. 3I1«~2K'^ Klascnfart, Kudoiflii.,
Miseell. Hier gedrockt iiaeli Ecd. Uax, ful. 311" — SIS".)
Vorzaiclinoss der grossen beschwa müssen, so der ev.
burj^erschafft zu OmQndt von den I. f. commissnrien and ircm
bcyliabendcn kriegsvolk (oder wie sie es nennen guftrdi) ist
Buegeftiegt worden, auch sonsten fllrgelolTen.
1. Als ey mittwoclia den 6. SeplembrU zn abents bin-
klioineti, bat maus allein bin den evangeliscbcn einloeiert and
der papisten gar vcrscbont. Da sy darch das statthor komun
und der fendricb das f^dl &cbwingeti wollen, ist die Stangen
mitten von einander broi-Li-n.
2. Zum andern des plingstags nachmittag hat man den
evangelischen bürgern aufgeladen, des freitags morgens nmb
7 ulir sambt ihren haasfrauen bey straff 30 ducaten in die kirc^
zu kuiuen.
3. Zum dritten, in mittelst sein bis in 200 Soldaten hin-
aus an die liAdl gezogen, des prcdiganten heusi in grundt nider-
gerissen and zerstört, zwar die nRgst benacliperten geplündert
und beraubt, den aiii hereingeführt und drei tag bcy dem pro-
fusen in starker verbafilang gehalten, jedoch letztlich auf fUr-
bltt und gelaisttts refornialitin iuramctit ledig gelassen.
4. Des freitags hat man sich zur bescimbten stundt in
die kindien verfliegt, alda der hitichofT zu Öecca ein lange ex-
hortiitioii* und vermanung und zum beschluss ernstlich ge-
hotten, bei straiT 30 duoalen die lutheriflcben und sectisohen
bUecher in den pfarrhoff zu liflTern and so solches wurde die
gnardi eingreilTen.
5. Samhstags ist man wider in kirchen auf gebott bei
voriger peen erschinen, hat der biscboff abermal ein lange ver-
manung von der einen gestalt des sacraments, solche vor-
mainetliciien za l>ehauhten, getban.
6. Nach gebaltner vermahnung ist die hurgerschafft aus
baiden gerichten Qmlindt and Uauchenkatz fürget'ordert und
*■ Du KlftceoAirter Stflck (ütct bei: .mit «Urk«r T«rcleia*ruDK d«r A. C,
di« «r b*i der Itaiid ^«hiibt*.
45
zQDi «idschwnr anpelmlten worden: deren etliche, darunter
ftDsehliche bancrn, gevresen. Als sy tlen aitUchwor oiclit
laisten wolleo, mit gewaltigeo schlegen abel tractirt uod vom
prufosen in die eisen geeclilagen und eatlich zaiu aidschwur
gezwungen worden.
7. Seiiidt darunter die büeclier in pfarrboff geantwortt
worden.
B. Ist zu abeot der ganzen bargersclmfiß nochmalen bei
voriger peen eingebunden worden, am sontug inorg'ons, wann
der bischoff von der kirchen gefalirenj sieb vor seinem losa-
roent za erzaigen.
Zum 9., darauf das exameu nngan^n, und denjenigen^
^bcy der ev. warbait standbatH verbart, Injuiigirt und auf-
geUden worden, I. F. D* crblandt, thails in sechs wooben drei
tagen, Lfaails aber in 3 wochen 3 tngfn «n raumon, mit dem
aagehefften vermelden, mari wcrd alsjiald eines joden Tcrmügcn
beschreiben und schätzen und den zehenden pfenni}; detrabicru
nnd abziehen.
10. Su »ein hierzwischen etliche zum abfal rermant wor-
den, mit Vertrustung, sie sollen der scbutdeii, su sy andern su
tbuen. befroyet werden und nicht bezsdlen dürffen, ist auch einem
jungen gesellen vcrheissung geschechen, weilen sein braeder
instituirter besitzer nicht abweichen wollen, er aolle, da er zu-
lenkete, in die völlige posaessioo gewissen werden und seinen
geacbwistrigtiii, so standtbafil vi^rharren, niubtti bezAllen dürffen.
11. Naehratttags sein die evangcHachen in des hauptinanns
losament gefordert, und inen vom bnuptuian und dem ein com-
müaario D, Angelo Custode, rrnatlich attfi^rliiden worden, sy
sollen sich iu puncto, bey gelehrtem ayd crclftren, wie reich
ein jeder scy und alspald dun Behenden pfcnnig par erlegen.
Darauf sy undertheniglich, weil es in so kurzer frist nit be-
Gcfaedien kUnt, dann man wlt tni'n und sy atuUrti schuldig,
umb dilation gebetten und sich anerbotten, wan sy ire gUetter
verkaniTt, den zehenden pfcnnig fallen zu lasüen; deren sie
Aber kaines erlangen kUnnon, sondern ist inen bey eusseristem
ernst mit betronng, man wolte sy lassen in die eisen ftcblagen,
JA gar an den pranger stellen, imperirt worden, die sebatzung
angemnetermaäsen zu tbuen. Darüber in gepflegter under-
handlung, 6y, rumniMKUrti, von b^g^rtcr 8cliat/.ung gewichen
und der Anforderung auf lüOO gülden limitirt. Cjoitemal aber
HCl
die barger sotchea als ein impossibilitet and unert
nkrht leisten künncn, sßimlt sy sHinentlich verarrcstit-rt und
einem sein laden und sonsten ein zimmer durcli die catholiscbe
bargermaister und ricliter im boiwesen des fcldtwilbels verpet-
schiert worden. Hiezwiecben haben sy sich selbst ander ein-
ander einer Schätzung aaf 1000 golden mit höchster irer er-
Bchöpfuug vergliclien und solches durch vier ierers mittels den
beim cominiasarienj 3o eben bey Herrn ertzpriestern die abont-
inalzeit eingcnoiuen, iinderthL-niglieh andeuten lassen, Trelcbes
sy lotjitlichen darmit in abäcblag oder die dcfalcation des sehen-
den pfenniga settigeu lassen, jedoch solle das gelt des darauf
folgenden morgens zu acht uhren gegen aehein erlegt werden,
sonsten zugen sie nirgent hin und sollen sie gleich das sUlttl
aufs mark aaszebren. Welches dan^ nfi.mblich die erlegong
des gelts, woll mit harter mlthc zn bestimbter stundt beschehen»
der iuegesflgl.e schein a.l»er uit ervolgen wollen.
1^. Montags frile babon sie bei dem prangor ein gross
fetlr angezUndt und die bekammene bUecher meisterlich tct-
branul
13. Haben sie auch bei 3 handelsleaten bis in die 200 fl.
wahren ausgenommen, mit stattlicher Versprechung, die be-
zallucg von den lOÜO fl. alspalt zu laisten, so aber nicht be-
schcchen, auch dosswcgeu kein schein erlangen ktlnnen.
14. Und sein aach* bis auf den 6. tag nemblich bis auf
den raontag den II. tag Septemiris nachmittag alhie verharrt
und dermassen lag und nacht mit grosser unerh^irter gotts-
Itistcrung, auch geübtem nnsäglicben fravel und muetwillen ge-
fressen und gesoffen, dass sicli die aafgeloffenen zcrnngen bis
in 3000 d. erstrecbt, daran nichts bezalt worden, auch wenig
zn hoffen. Uadarcb die guette atatt Gmllndt in eiserstea on-
vcnnügeu und armuet geratten.
Ober die UeformaÜoD tob GnUnd ileh« attrli Roaolenc, fol. 58^ — 64*
1116.
Die Verordneten von Kärnten an die von Steiermark: tceshaib
diese d^n Ort der Zusammen]: unft nach Gr<u verlegten, habe
man jüngstens vernmimen. Man habe die Herren und Landieute
KlagenfurUr Hs,; ,aeh Isider'.
SfK früher bestimmten Ort heschieäeii, und nun därfl* die
Zeii euhtire $ein, sie von der {'eräHderunfl su unlerrichtnt. Man
ttoBe dies aber doch tun und auch die wn Krain benachricit-
tigenf bitte tiber für die Herren und Landleuie in Gras ,die
Loaamenl im geimmcn^ en Itestellen. Klagenfurt,
1600 September 11.
(Orig., Sicffol der fU&f Venirdnetea «lUjgiiilrackt, St. L.-A., Chr. B.)
niprtuf JiotworUo die Bteir«r am IS. Scptombar: WUrdo man di«
QDartiere bcrtvilleii, so wCIrdn die Ziuammenkanft Jxutninr' ^emstlit Qiid rl(>r
ElnUß verhindf^rt. Kie werden sii:h akkominodicren roUsaca, wie bb die üe-
logenheit ;ibt (Kons., ebenda).
II17.
Ferdinand IT. an Wilhelm vott Fmtriig: drückt ihm dein M\fi-
faÜen aus, daß er für die unter seiner Lehenschaß stehende
Kirche St. Jakoh in Lie^enherg trots geschehener Anmahnung
und troit seines Schreibens vom 2i). Auffust noch immer keinen
tauglichen Priester dem Ordinarius präsentiert habe. Er habe
daher den Ileligiotisrefornmtionslümmissäreti den Auftrag erteilt,
sdbst einen taugliehen Priester eu hesteäen. Im übrigen soll
ihm für die Zukunft, falls er sicJt der Gebülir twch verhält, an
Beinen Hechten nicJUs benommen sein. Orae, 1000 September 12.
(Orift an« dem Arcliiv zu llAlIcgg, jotst im Kimtnor GcKb.-Ver., MiHell.J
1118.
LandesfürsÜicher Befehl an den Uofpfcnnigmeisier, detn Zdi-
schneider Urban Klcpp 84 fl. für die Anferlvjung von Schütsen-
rücken und Fddfahnen für die Pcligionsrcformaiionsgaardia aus-
tusahJen. Gras, 1600 September 15.
(Hof* and K«.tnn)err«eUtratnr, tom. XVIII, ITS**-.)
1119.
Ersherxog Ferdinand an den Landeshauptmann U7id die Verord-
neten von Steiermark: Da er erfahren habe, daß Gesandte aus
Kärnten und Kratn rtt ihnen kommen sollen, haben sie deren
Hterherkunft wegen der an mehreren von den Gesandten berührten
Orten fufrrschenden Infektion 3u verJtindern. I. F. D* gedenke
sie keinesfalls herein zu lassen. (Grai) 1600 September 17.
(Orif. XL. S Kopp., St. L.-A., Chr. R. Gcdrackt ArcUir ftlr vAl^rl. Gracfa. stc
XXX, 40.)
Im Kod. lAm 43 findet «ich 'dieser EiUO nuin 8. Stptcinlier. Er AOrtlt
alMir d<ii.'h wohl nur cinm«) liinAaRfTPfffb^ti 'wrrdcn NPin. Ein« xm 20. Sep-
lember gMtellte Bitt« «Icr tivsaiKtlcn iitn Aufhobiinj» des Bofolils vrird Km
Sl. 8uptr)iit>i7r mit dem ric)iti|'pri.-ii Mutivo abgvivirscii, .daß din F D^ di«
Onntirlturei, die uiclit vo'i <lt:r [;xnz<-ii I^ndücbaft, *ond«ni nur <rou den An-
gehörigen iK*r A. C. iibg«orOiiol wurden, nicht guthui&eii ktliin«, wis er ilnita
flolcbe Abs^ndungSD und j^umiuirDenkflnfl« wiederholt verboten habt* (Kop-,
ebenda). Auch die lEfsolutiun Totn -1. 8ept«inb>eF hat jiu K^d. Linz 4-1 eine
andere Datieruns, nXmlii:)! xnm lü. Seplembor,
1120.
Die BiirijersrJmft des Ortes Ohtrvcllach an den lundschafllidten
Vieedom Hartmann Zingl ^u lineden: Hüte, sich ihrer su cr-
harmcn. Obcrvdlach, IGÖO September 18.
(Klagenfurl, KudoIGn., OberTclIafib, Kefnrm. ti- (legen rcform.)
,Wu jeder nach Beinero Oewifae» habe tan kOnnea, Ist geleistet
worden. Es gfebe einig«, die wollen mit Weib und Kind )ib»ieh*n, datu Ut
ihnen ein Termin von acbl Wacben beMimmt worden, i»t aUot unmJJ^licb,
in nn hnrser 2i?it diu I.nnd r.n ritumeu. Die Kot ist rtiiC und die Uneo-
legRiibrJt der /oit br^cliwerUcli. Bitte nin Interzemion, daß der Termin
uodi bi« zum nXt;hi)te[i Frnhjabr« vcrlüti^rt wird.'
I
1121.
Die aus Kärnten und Krain nhjcardneten Gesandten A. C
Erz}iersog P'erdtnattd: Jivfremden, daß sie unter dem leeren Vor-
icandc der an den Straßen herrsehenden Infektion in Grae flieht
eingelassen werden. liitte, da diese Gesandtscltaft nur Keyen
Abhilfe ihrer dringenden Jicschnerden rorgenommen wurde, das
Dekret uuf^mhehen und sie i7ir einbringen vortrayen bu Itissen.
Wildon, 1600 September 20.
(Kop,, 6t. L.-A.. Clir. R. Oedniakt Arciiir fllr vnlerl. G«tob. 6tc. XIX, 41.)
nn I
1122.
Landesßrstlicher Befehl an die Ahgesandien aus Kärnten und
Krain: Der Ersherzog lasse es hei seiner liesolution verbleiben,
49
htihe derlei Zasammenhünßc wi4^crhoJi verboten, da sie nicht
namens der ffcsamtcn Landschaften ^fjyrtchen, sondern nur aU
Ahgesandte der A. C. hier seien. Hätien sie eine dem Gemein-
KoU erspriefiliehe Beratung tornehniett tvolien, so durften die
kaiholi$dten Herren und LundleiHe nicht ausgegchh^isen tccrden;
sie mögen daher aicJt gcstracks wieder nach Hau^e hegdten.
1000 September 21.
(Kopp^ Bt. L.-A., Chr. R. u. Stnbenberg-Akl«!!; Kod. Linx 43, Tgl. 6S'. Oe-
drnekt hnhlv filr v»t»rl. ÜMeli. fttc. XIX. 42.)
1123.
Die in Wildon anwesenden Jcämtnisehcn tmd knmmchen Aftgc'
sandten an die Verordneten ron Steiermark: Indem sie das vor-
anstehende Schrißstück übersenden, darin ihnen die Einlassung
nach Gras unier dem Vorteande der ,Sterhcläufe* untersagt wird,
hdten sie für notwendig, dieses nicht bloß in die SeJiriflen an
die K. Jtf* einffuhringen, sondern auch ihren Frimipalen in
Klagenfurt rtnd Krain (dort den .anheimbs' rerbliebeneri Land-
siänden) gu referieren. Sie werden es daher nicht ungtti auf-
nehmen, daß sie das ihnen tugesteUte Konzept im Eingange und
am Sehiusse in etwas geändert und auch die von I. D^ ver-
weigerte Einlassung nach Graz xmd die Sonderheschwerden aus
Krain eingeführt haben. So gern sie nach Ifause woUtett, so
soU (U>ch dies Xegotlnm seiner gansen Wichtigkeit nach mit aller
l£iglichkeit befördert werden und werden ihre Gesandten mit
ehestem heraus abgeordnet werden. Wildon^ 1600 September 22,
(Orig., at.L.-A., Chr. B.; Kop., St. L.-A., Stubeuberg- Akten.)
U24.
JieligionsreformatioHskommissäre an Anton Siromugr von
Eberaw: Neuerliclier Befehl, daß sich alle in seinem Distrikte
wohnmden l'roiestanten sur katholisciien Reformation begeben
oder nach Abtrag des 10. Pfennigs das I^nd räumen. Zuwider-
handelnde sind an Leib, Hab und Gut uu strafen, selitiscfte Prä-
dtkanten und Sdtulmeister in keiner Weise iu dulden, s^liadie
Bücher abzunehmen, die Neuhekehrten nicht *u lUihnen, das
Sakrametit unter beiden Gestalten niemamlem zu reichen ete. Dieser
r«BUa. II. ibi. Ud.LS. 1
50
Befehl ist drei Sonutage nach einander oder so oft es notwendig
ist von alle» Kameln su vcrJcünden. SpUtal, ItiOO September 2ä.
(Kop , Archiv ilw Oeach.-Ver. Ktidolfin. KU^cnfuit. Qodrnckt ItuDg^as,
Bericht und Brianeriiti(; 0'' — S"".)
Von der F. D' . . . vun dero&elben . . . commlssArlcn liorro
Antvuio Stromayr von Eberaiv . . . anzuzalgcn, er wisse sich
der fUrgcloffenen in seinem dislrict refomiAtion, bandisierung
der sectisc-hen prcdicanton, schaclmjListcrn, auch vcrbolt and
eiüstcllung des wllnckellesens^ preiligena und sectiscben singens,
als wolcber dieser reformatiou buygewolmtj gaetermaeeen zu
erinderu.
Dicwcil sich aber z weifeis uboe fUr künftig dergleicben in
seines arcbidiaconats untergeboo pfnrren aiiisclilaipfeii; dca ver-
botenen lesen and singens sich onterfangcn und ir viel, so der
catlu religioo nit zucgethan, befinden mDchtcn, I. F. D^ aber
kaineswcgg gomaint, dergleichen in Iren fUrstcntbamben and
landen vcrner zu gedulden sondern demselben gcnzliclier willen,
mainung und ernstlicher bevelch ist, dass sich ein jeglicher
banssTatter sampt weih, kind und gcsindt auf die bc-schecboo
reformation zu denen inen fürgesetzten terminen mit der beicht
und coramunion nndter ainerlay gostalt nach gewonhait der
ganzen cristenhait bei iren ordentlichen pfarrorn einstellen oder
aber im widrigen alle deroselben landt neben liinderlussung
des zehenden pfenniga bej Terlierung leib, hah und gaet räumen
Bollen :
demnach so ist im namen ... F. D' der b. commissarieD
ernstlicher bevelch hierait, dass er, herr erzpriester, desgleichen
alle seine districtspfarrer disen . . . bevelch drey sontag nach
einander oder auch zu mehrern Zeiten, da es die nottnrfft er-
fordert, von öffentlicher canzel verkünden und menniglichen
treulichen, damit sich niemand mit der onwissenhait za ent*
schuldigen habe, dahin warnen, dass im fall ainer oder mehr
gedachtermassen nit gehorsamb Inistcn nnd die land nit ranmen
wurde, er alsdan an leib, liaab und gnct . . . solle gestraft'^, die
sectiscben predicanten und sclmelmeister, wo ainer betretton,
durch die landt-, statt- und iiiarkigericht gefenkbüeben einge-
zogen nnd dessen die F. 0' aUbald berichtet werden.
Ferners, da jemands also ungehorsamb erfunden wirdct,
solle herr onpri-.-stcr mit bülff der gerichtcn (wellichcn deo
bojaUnd ime sa erthailcn bey l. F. D* holien urgenaJ und
straff hirrnit aufßrlailen wirdct) diosoUiig« vorgcdncliterniasscn
zae straffen vermüg disea patenis maclit haben.
Desgleichen wellen die herrn committiarii, das3 die 40-
figen und andere aofgesotzto faettäjf nit weniger die von der
Öristtichen kirchen ^ehoilne reyrUfg und rerboltne zeitteii zü
heyrathen allenthalben in seinem arehiiliaeonalsdistrict vleissig
observirt nnd geliatten, die verbrei-her aber fttr ine citiert und
ernstlich beslrafft werden sollen. Darunter er sich wider die
UDgehorsamcn de» hraehii aecularisj gcrichtsherrn oder dcro
Dschgesetzto obrigkailen hülfT zu gebrauchen haben. — Nit
weniger solle auch allem volck durch die ['farror von öffcnt-
Uober cansel stark eingebildet werden, dnss weil raenniglich
I. F. D* von neuem geschworn, dass, wer dem aid zuwider
handlet oder sich in tnmult, aufruchr oder in ander weeg der
I. (, macht widersetzt, der soll als ein Ireiiluser und ninlnaldiger
haus und lioff, haab und euet, leib und Icbeu verfallen haben.
Da yemand ainon, das? er eath. worden, mit ungübllr-
liehen werten würde antasten oder ainen von seiner bokolirung
abwendig machen und abhalten, solle ein sotcher elirnschender
nach ungna<leu gestrnfll werden. Es solle auch heri* erzpricster
sich bcflcisscn, in seinem »rchidiaconat allenthalben seine unter-
gebne pfarrer aber bey ihren pfairleuthen die seelischen bUcher
abzefordem und btracks zu verbrennen, die, so sich widersetzen,
mit hilf der weltlichen obrigkaiten . . . zum gehorsanib zu bringen.
Da sich auch ein buechfücrer oder träger, sn sectischo
bBcher,* und was dabei hinwegpenomcn, or aber aus der F. D'
landen bey verlierung leib, haab und guet geschafft werden.
Also solle lierr crzpricstcr allerseits io seinem dislrict guet
und vleissige acht geben, dasa die gestUd^cn gottesdiensl hin
und wider altem cath. gebrauch nach ordentlichen verrichtet,
die aber darzuc gewidcnte gucttcr, so irgcnt in weltlicher Iiend
komen und ad ustts prophano* zogen worden, recuperiert und
in alten standt gebracht werden, die inhaber solcher guetter
aber, deren vcrmtSg I. F. Ü* doatwegcn hievor ausgnngneti ge-
neralen gentzlichen abstehen, im widrigen fall soll lierr crz-
priester dessen die F. D' berichten und dergleichen sacrilcgiig
und kirchenrauber zu verwUrkhter hestraffnng nambhatl't machen-
' F«1)U offenbar ein SAtstoil.
**
52
Über das, weil durch ans, bischoven za Seckbsw, die
coramoDiOD undter bn^derlny gestalt in tlem ganzen arctiidUi-
conat in OberKliÄrndten autoritate npostvlica ist aulgehebt
und der jfauzen clerisey zu raiehen ernst]it;licn verbotlen wor-
den, wie wir dan solliclie communion aus habenden der B. H'
bcvclch und gewalt iiocIiiuaU wüllen (jiiigustelt haben, solle
hcrr erzpriester nit allain fUr sich seibor nacL darch Beine
capelän das hochw. saorameut dos allars undter beeden ge*
BtAlten nieiuandts nit raicben sondoni auch alle pfarrer and
Beelsorgcr seines archidiaconats mit sonderm ernst und hcy
vcrlieruDg irer pfarren und benefieien da}iin halten, dass ay
bemeltes sacraiuont jctKgcdacbter weiss DJemaud äoudcrn dem
cath. ap. gebrauch nach allain undter aicierla}^ gestalt dem
christl. Tolckh wie aucb denen gaistlichco, wan sy nit selber
celebrim oder mess lesen, erthailen: im widrigen sollen sy
wissen, dass sy nit allaiu wie obgemelt gestrafft sondern auch
dem ewigen gerechten zorn gottcs nit entgehen werden.
Solches aber desto eher in das werk zu setzen, wird er,
crzbriester, alle phriän» und dergleichen v(ua, so man aur com-
munion suh ntraque gebraucht, in seinem ganzen district eheist
zerbrechen und zu anderer kircben zier jedes orts zu ge-
brauchen verordnen.
Letztlichen auf daes die F. D* , . . ain aigentlich special
wUsscn haben mügen, von weltichen in seim erzbriestcrs archi-
diaconat der gehorsamb pelaiBtet oder der weg aus dem land
genommen worden, so solle herr erzbrfe&ter solches 1. F. D* zu
seiner zeit gehorsamblich berichten. Und haben sich also
meniglich sowol die geistliche ab wehHche vor schaden zu
bueten. Actum Spital den 22. tag Septembris anno 160Ü.
Wolf Ealtcnhausor,
n.-O. commer- und reformatiun(a)-
sccrctarluB.
Von außen: Patent otc. . . . Vellacb, drey feyriag nach
ainander ab der canzcl zu verlesen, volgcnds alle quattcmbor.
1125.
Die Verordneteti von Steiermark an Qeorg Herrn von Siuheit-
berg: teilen ihm die oben unter Ifr. 1121 und 1132 mitgeteilten
Slüeke vom 21. und 22. September mit und wetl die Gesandten
da$ Koniept der ffauptschrift an 1. M' mit sich nach Haus ge-
nommeny $ie sich aber erbieten, solches Anbringen durch ihre Ge-
sandten an ^n k. Hof hierher jsu senden, so ersucfien sie ihn,
im Namen E. E. L. A. C, die Dinge so j« ordnen^ daß er nach
der Ankunft der Gesandten sich mit ihnai auf den Weg machen
könne^ damit die so lang geminschte Legation ihren Fortgang
Aoltf. Gras, 1600 September 25.
(Orig., 4 Si«^l «afgedrQckt, St. I'.-A., ätub«Qb«rg- Akten.)
1126.
Die Verordneten von Steiermark an Herrn von Starhemherg und
Herrn von Höhenfeld: Was Erzherzog Ferdinand für eine bc-
tduoerliche Rdigionsreformation vorgenommen, werde ihnen une
aUer Wdi h^uxnni sein. Auch der edle, feste ujid hochgelehrte
Dr. Adam Venediger sei hiervon betroffen^ nachdem er der Land-
seiuiß 32 Jahre treu gedient. Da er triUcns sei, sich in ihr
Gebiel su begeben, Intien »w, ihm behil/Uch jfu sein.
Grae, IßOO September 26.
(Kons., 8t. L.-A., Clir. B.)
1127.
Georg Herr von Stuhenherg an Emreich von Saurau: habe das
Sehr&ben vom 25. d. M. erhalten und sei nach n-ie vor bereit,
der Landschaft su Diensten su sein; nur fcollf-n die Herren
aätÜiahen, daß die anderim beiden Lande tiicht etwa scharfe
Neuoruttgen in das Konsept bringen. Kapfenberg, ItiOO
September 27.
[Orij., 8t. L.-A., Cbr. B.)
THo Verordnet«!! danken hierfilr sm S8. Septeinbor (Kodk., oboni]*).
1128,
/H« Verordneten vott Steiermark an die von Kärnten: bestätigen
den Empfang ihres Schreibens de dato TI^iWoh, 22. Septertdjer,
daß sie die bemißte Schrift sur weiteren Beratung wieder
sieh genommen, während man glaiihen mußte, sie stobst seien
hiertu genügend instruiert. ^Müssen es gleich für ein sonder
«nglück von gotl hatten, da$s die guete gelegenhatt und
zeit also rersaumbt und dise sack so lang versagen
wird.' UitU, die Sache möglicjist £u fordern und das Konzept
der Schrift^ von der man keine Abschrift habe^ herauitxuschicken.
ÖrajB, 1600 September 28,
(Koßx.. St. L.-A., Chr. R)
1129.
JBrj^henrog Ferdinand an den Lande^iuptmann Sigmund Fried-
rich von Herberstein und die Verordneten von Steiertnark: auf
Vire am Z'J. Ai*gust und 11. S(^tlembcr gesteUic Bitte tvegen des
Schrannenjtrokuraiors und die GcricMspersonen betreffend, mrd
verordnet, dafi es beeiiglich Dr. Venedigers und Krasmus Visclier9,
dann des £inneltmers und (xcgenschrcibers bei detn Termin der
Ausiceisung verblei, bezüglich der anderen wird der Termin
bis Neujahr erstreckt. Bis eu dieser Zeit miisse man sich um
katholische Leute bewerben und sie durch die früheren ,afjrichten'
Utssen. Hierunter sind auch aile Frohiratoren, SolU.:itaior€n
und Gerichtspersonen eu verstehen. Inzwischen hohen diese und
die Kanzleipersonen sich nicht bloß in der Beligion ganz be-
scheiden eu verhalten, sondern auch an Sonn- und Feiertagen
die katholischen Predigten ru besuchen. J}ie auf Ailerheiligen
fallenden Land- und Hofrechte dürfen ohne landcsfürstlichen
Konsens nicht verschobest werden. (Gras) 1600 September 29.
{Oilg., St.L.-A,Clir. B.; Kop., 6«uii>pet, fol 63&<- — 636*, aber olinc Datum.)
1130.
Frans Mägerl, Pfarrer von Köfiaeh, an den Abt Martin von
St. Lamprecht: Da er im Verdachte getccseti, lutherisch ru sein,
und den Zorn des Fürstbischofs empfunden, der ihm Buße und
Geldstrafe auferlegt, woHc der Verwalter von PUter seine ,Haus-
muttcr^ nicht im Pfarrhofe duUkn. Bitte, eu erlauben, dafi diese
im Pfarrhofe gelassen wird. Köflach. 1600 September 29.
(Orip.. St L-A.. Pfarre KöBach.)
Hochwicrdiger . . . Ich kan und boI) tiit undorlassen . . .
E. G. . . . iinzufUegen . , . wie das der . . . herr Martinas, bi-
scbotl' zu Leipnitz, als er jungst den 2^8. Augusli bielier an
bb
Icommen, mich fürgefordert, mir erstlicli auferlegt, ich sollo
innerhalb wenig standen I. F. O. alle die. so in meiner pfai-r
lateriach etc. mit n.iroen schriftlich forweisen, welches mir in
so kurzer zeit £chwnr 7.u thoon (diewcvil ich die verschine faston
noch nit Iiie gewest und beicht gehurt), geliorsam mit hitt
geantwort, des andern tags aber au frner zeit, als ich wider-
amb bfimoft, aber gedachter herr bischoff mich mit zornigen
werten angefaren^ wer mir die pfarr verlihen, ich wcre I. F.
Gn. und herm brobst zu Seggau ungehorsamb, auch hettc
£. Q. uns seinen lehcnspfurrorn vcrbotten, wir sollen weder
ime, lierrn bischoffen, noch horrn arcAtdiactMio gehorsarab laistcn,
welches ich mit warhait verautwort, weiter mir auch grimmik-
lich fUrgeworfcD, ich wcre loteriach etc., dessen micli Uhaiii
mensch nie bezigen, auch solche und andere hereticos in
meinem ganzen leben nie gelobt^ vil weniger noch gevolget.
Aber alle meine onlschaldigung und bitt nichts helfen wollen,
sondern alsbald den profosen begert, mir ein eisen an den
faess schlagen und geboten, ich solle alsbald denselben tag auf
.Scggaa vor herrn erzpricslcr erscheinen und weitern bscbaid
erwarten, hat auch meine arme alte sehr schwache hausmuttcr
darch gcmclten profosen flirs dorf ausweisen und durch Ver-
waltern zn Pibcr meine sachen und beste gcm^iht verscliliessen
lassen. Darauf ich von ätund an auf Seggau dcu3clbcn Uig
mich verfliegt, vor herrn brobst geh. crschincn, welcher sich
verwundert, mein Verantwortung vernomen, alsbald zu herrn
bischoäT auf Judonburg verraiaend, mir aldort zu verbleiben
auferlegt, den andern lag aber ein schreiben herru decano
nbersandt. mich aus befelch herrn hisuhofl' in die gchor&anib
BU Tcrsehaffcn auferlogt, welches ic!i willig angenomen, quin
nuiliug maleßcii me acivi eonscium. Den vierten tag hernach
kombt cegedachter herr brobst haimb, crksst mich der gehor-
»amb und des eisen, absolvirt mich ab excommumcatione, »««■
f«iuri<m< etc. und mandirt mir, ich solle alsbald mein ordcn-
liehe confeäsion thaen, die ich vor herrn Zacharia canonici)
daselbst lubent, devote et confrito corde verriebt, auch absolvirt
worden, widerum zu herrn brobst kuracn, curam animanim
empfangen, auch in gelt 4 taller zuc straff erlegen mUcssen
und also zu hauss mich verfÜegt, Nun aber will hcrr Verwalter
SU Piber (der doch sonst mein gonstiger and geliebter herr
imd freond) mein alte, seor kranke liausmueter nit im pfarr-
56
hoff gedulJen, die bisher aus forcht nit darein kome. Dieweü
ich aber ein simliches hansvolk und one eines treuen menschen
dem nit vorsteen mag, ileahe ich aas ^osser not zu £. G. . . .
bittendt, die weiten offtgemeltes alts atät krankes nnd nahent
gar erblintes weih, die ein ganzes iar gar selten under die lent
kombt, kein weintrinkerin oder spanererin (sicj ist, mir mein
baU8hubeii zu erhalten . . . bewilligen. Wollen der nachbar-
schaft pfarrhof nnd grünten an ehren, treuen, in aller gebür
anfncmang and beeserung za bauscn, alEc zeit gedacht sein. . . .
C<}llach 2Q. September 1600.
V. 0. ac noh. dorn.
obedienn et humilit ^afellanus
Franeiteus Magert ibidem plehanu».
Am SO. Mftr« rtelitot KBflacli ein Bi ItecliTeiben an doo Abt: 8i« liStlBn
srfaliron, Fruii MXgorl sollo wc^konimvn; <ln nie mit mIiipu VorricIitDOgou
uirriotlou Mien, bUtcn tie, ilt» auf sviiisin Pu»t«u ku lauen.
1131.
Ausführlkiie BcschwerdcscJtrifl der iitnerösterrekhiAchen cvanffe-
lisch^n stänäisfhen Lff/ation an Kaiser Ruädf //., an den sie
sich wendetf, weil ihr Landesfiirst keine Schrift von Üinen ai»-
nehme, und ihnen unter dem Vorteande der Pesiansleekung, ob-
tcohi sie von peslfrcien Orten kommen, keine Attdieng beipilligen
KoUe. Ausfuhrliehe Schiltierung der ihnen sugefügteti Gcifissens-
bedrängnis, der Zerstörung von Kirchen und Friedhöfen und
der infolge dieser Irrungen eingetretenen Zerrüttung edler Ver-
hältnisse in Land und Stadt: rerfaU der Bergwerke, der Städte
und Märkte, Versehleuderung der Güter infolge des geewungene»
Abßuges, die Forderung des 10. Pfennigs, Verluste der Abziehen'
den in ihren schwebenden Bechissachen, Verhinderung des Ab-
euges vott Witwen und BupHien, Aufdrängung von GerhaJ^en,
ewangsteeise Verheiratung ^.vangelischer Töchter mit KatholiJceH
m%e. Schon begehen sich Bürger aufs Land. In Radkcrshurg
seien 70 Häuser öde. Ein Frlafi für die Kraincr nehme die
Ernennung von Beisiieern bei den Land- und Hofrechten, die
bisher durch Wald ergänzt teurden, in Aussicht. Eingriffe gegen
den ordentlichen liechisgiing stehen auf der Tagesordnung. Für
die Landesverteidigung bestünden starke Gefahren. Lanäleute
57
an den Hof eiiiert, verhaftei uti4 des Hofes verlöten.
Füllen einzelne Fälle. 1000 Sejitember. . . .
(Kop., L-'A. Krain.)
EIna icbaltu&e«!») findet aiob In dorn Extrakte der .bey E. E. L.
anch «tlich berm und Undloutb in Strvr ob- timl fiirgxngAiien rfiljgions-
KhriffXi'a und r«rorin>tiAnfi|>roiti?:as^it' (St. L.-A. IftQ'.l). (lednirkt im 21. Haiidp
de« Jahrb. fBr Gcach. des Protcstantismii» In Osterr, S. 71; dort zum 2. Fe-
bruar 1601 (?) gesletit. Eine g^cnaiie At]gsb>Q des Inhaltes findet sii'h bei
Üinilar Geacb. Kraias III, 311. Uart sind ancb die Namen der Uutnr-
■«cboetaQ, eoweit «i« aoa Kraia atammtou. Was Dimita davon sagt, daß
lieb Elraleo an dem Uutemebiaeii (d«r Anrufung der lulervoDtlon des
Kuaeri) nicbt beteiligt, Hudct durch d'iA nnt^n mitgRteilten Korr&ipnndenten
•eine Widerlefung-. DI« Inetrnkllon fflr die Prafsr Legation In Aaasnge
Habe onten Nr. ISH.
1132.
Landeshmipimann und die Ver&rdnden von Steiermark an
iitt ,ausifescha/f'l€n Ofßdcre': begehren deren ErkUirumj, ,%cess€n
auf L D' Resolution wegen des ihnen bis Neujahr erteilten
Tcrmim etUschlosseti seien'. Grae, 1000 Oktober 4.
(KoDS., St. L.-A., Chr. B. u. Begutr.)
1133.
Die Hdifjicmreformatmnskommi^äre an Ferdinand 71.: Johann
Pitsdius, t/ewesener Pfarrer eu VdUicJi, sei nach der auf Befehl
des ErghiscJtofs von Saigburg dnrch den JErgpriester von Qtnünd
ffepfn ihn vorgenommetten Inquisition am 20. S^itemhcr hei nächt-
licher WeUe durchgegangen, mit Entführung eines einem Bürger
gehörenden Bosses, nachdem er bis in die 2000 fl. Steuer- und
andere Schulden hinter sich gdassen. Sein Pfarrhof ist hau-
ßUig, die Bürger sind ihm so verfeindet, daß sie vor dai Korn-
misaären sieh verlauten ließen, sie tvürden nicht eher kommuni-
gieren, bis sie nicht einen anderen Pfarrer hätten. Die Kommis-
sare sprechen sich dtifür aus, die Pfarre an Antoni Stromayer
mit der Verpflichtung eu übergeben, einen Viharitts »i* halten.
Millstadi, 1600 Oktober i.
(Kop., Rudolfin., Gmilndnor Akten.)
68
1134.
Die Verordneten von Steiermark an Ferdoiand II.: Auf den Be-
fehl, bei der vorstehenden Feinde^efahr ein Fähndel Knechte su
iverhen, habe man am 15. Sejttember auf die Erliegnng der Ge-
fälle gewiesen und wofern man Held aufbringe, tpolle man es
in Bereitschaft setzen. Alan habe aber nicht so viel Odd, es
auch nur auf einen Monat su erluilten. (Örax) J600 Oktober C.
(Kop , St. L.-A., Chr. R.)
1135.
,Drr liärnlnisehcfi Stände geJiorsamstes Anbringen an I. F.
um gnädigste Jiemedicrung der in Kärnten vorgenommmen höcJisl
beschrverlicjien RcUgionsrcfarnifUion/ Klagenfurt, lOOV Oktober (».
^Kop., St. L.-A.. Clir. R.)
. . . Wie die getreuen . . . anbeut in zimbliclier starker
anzal ahla vursaiulotcn Kiirnerisclien goisl- und weltliclien stHnde
die iUile beschnffenheit der von unsere cliristliehen namens era-
uiitt erlifeind dem Türken mit grosser macht latder stark bc-
legcrte haubtvcsteti Canisa aus E. F. D' deuen verordenten alda
vom 27. jungst abgeloffncn monnts iScfi/emirt« gn. zugcfertigtcm
bevelcUschreiben und denen beysclilüssen mit sonderor bc-
trüebnus verDomen: also haben sie in ambständiger zagemUet-
füerung, was disen E, F. D^ getreuen landen, zuraall aber Steyr
und Windiächland und zugleich der lieben werten Christenheit
an soliicbcr liaubtvcsten gelegen, dasjciiig und was E. F. 1>'
aus viltteriicher . . . fUrsprg wegen freiwilliger . . . dargebang
aincr anzal mel and habem bei derselben aigens derentwegen
aUgefcrti;;ten n.-Ö. regimentsratb hcrrn Lorenzcn freihcrm zu
Kgkb Si'hrit'tlich und mUndtlicIi daher gn. }iaben gelangen
lassen, in treuherzige eufrige bc ratschlagung zu ziehen nit
uuderlassen.
Da nun solliclie . . . erbfeindsgefar, und wie nulteot die-
selb nunmcr an diso E. F. D' . . . erschepfle lande gelangt,
daneben aber auch die . . . ev. stcnde die inon ain zeit liero
wider allundertlion. verlioffen, bitten, seufzen und flehen zuo-
geHirgten gwissen»- und {lolitischon boscliwüraiigen, insonder-
heit aber ansehen, zu herzen und gomüet fUehren, was tiir ain
&g
^
heclist schmerzlicher, liievor in disen landen gwissitch nie er-
hörter reforuiationsproc^ss in dem flirgc-numen wirt, daß man
. . . kricg»votk in dis land eingcfünrl, iniL donaelbcn E- F. r>'
, . . verarmte lundleut, barger, pauern und iiiwohiier gleioh-
laro feindtiLtlich Ulierzeucht, anfolt, ebne utitorschicd, sy
gehOreo zue, wem sy wellen, für die berrn rcformationscom-
miasarien citiert, nach dem fUrhalt viller uhue vernerauog mit
harten schlegen in die eisen schlagou und bcdroung des scbwcrts
za anerbürten aidspfliebtcn zwingt and dringt, in die glUbd
oimbt, kricgsvolk einlegt, so inen dasjetiig-, was sie sonsten za
ir und irer armen herzlich betriebton weibcr, kinder und j^sind
li^hstbedUrftiger anderbaltang mit hartem schwcise eingesamit,
sa banden gebracht, aufgezert, mit gwalt biiiweguimbt, etlicb
gar plindcrt, mit prigln ansgcäcltlagcn, mit dem prand bedruet,
ethch hcQser and hUtten nidergerissen, die armen leuth an
benden und Aiesscn gepundncr binwcggcAcrt und noch darzuc
sovrol burger, paaer als gar der landleat pflcgcr, diener and
arbaiter, die sich nit zu der II. catb. rcligion bewegen wellen
lassen, one onderscbaid mit beslimmang kurzer termin und
auflegender hinterlassang des zechenden pfennigs alles ires ver-
mügens oder anderer acliiitznngen aas dem land geschaffen wer-
den, zwaicn wissentlichen landlnutcn als (jeorgen von Mallen-
thein an der Rädl sein aldorten habende adelige bebansung
durch die »oldaten mit gn-alt wollen niderreiBseii lassen, und
mit grosser miiohe erbetten, aiiiem andern aber als Adamen
Rosenhsimer am Gschiess zuwider der landthandveat ohne
ordenlich landsbr euch ige verworchang von seiner aigentbumb-
lichen maierschaft edicli rinder hinweggetriben und genomen
worden and ander bescbwernngen mer fürgeloffen, wellicbe ver-
dhesslich zu crzellen sein wurden; so sollen »y sich darob
mit bcchster bescbmerzung nit unbUIich gleichsam entsetzen
nnd es dem allmcolitigcn, glletigen gott . . . mit seilfTzen und
ttbergeendcn äugen clagcn, dass sy in ain sollich hcrzbctrUcb-
lich kamerlicbe zeit geratten, so tuen doch unter sanfftmuet-
tiger regiernng M'eillond K. L'\ U^ . . . vattcrn und dcröelbcn . . .
Torfam . . . noch auch ander Jüngster mit E. F. D^ . . . fUrge-
k>fner erbhutdigung, in wclicher sie inen oben dasjenig als
liechsternenter dero geliebter herr vatter und irc vorfordern gn.
auch im namen derselben nit allein K. V. D^ vor disem wegen
alhieiger pfarrkircben daher abgeordente anscchliche comnns-
60
sari ZD mermalen &igens zacgosa«^ und Tereprochen, sonder
auch von K. h\ U' geliebter frau rauettcr ... als I. F. D' im
monat Octobris anno 1598 alhie gcwcst, die f. zuesag und gn.
Vertrustung gethan, wan denen II. catholischen die obgemelte
nltiietge pfarrkirchen rnebig gelassen (welches sy von E. F. D*
ileocn verordenten also anzazaigen und aufzulegen im bevelch
habe) so soll man aach hingegen mit der andern darch die er.
stünde neu erpauten kirchen und irem exereitio religionis be-
roebt (dessen sy dann aigens vergwisst auch noch vergwiasen
thnen and derobalben inen R. catholischen seithero sollicho
kirchen zn ires gottsdiensts Verrichtung nngeirrt gelassen) ver-
bleiben, sy, BtAnde, auch sowol als derselben bishero allen . . .
gehorsam . . . orwisen noch täglich erweisen und zu atnicher
sollicher Veränderung die wenigiat ursach gegeben, dergleichen
ZQ erleben niemallcn gedacht oder zn sinn genommen.
Neben andern soll inen auch nit wenig schmerzlich fallen,
dass, als im jüngst abgeloffnen monat Septemhris zu E. P. D'
sy neben denen von Crain ainen ansechüchen ausschuss irer
. . . mitglieder ... zu dorn endo abgefertigt, sollii-.li ir iiott und
anligcn, anch des ganzen lands dardnreh volgendes verderben
E. F. D' neben gomolten von Croin und auch denen von Steyr
omb gn. . . . einsechung und Wendung . . . filrlragen zn lassen
. . . «y aldort zn Griltz wegen der prätendirton infection, der-
gleichen doch bishero gottlob in dieem land ... nit zu ver-
neraen oder sy ausschuss am Inuausniisen an solIJchen ver-
dächtigen orten gewost, weder Gingelasaen oder gehört wellen
werden, wetliches inen doch hievor niemalen verwaigert sondern
in iren beschwilrungcn jederzeit mtldiglich gern gehert und Ire
erscheinnngen mit 1. f. gnaden vermerkt worden, auch zu E. F. D'
noch an Jolzo ain pauer oder ander geringe personen in irem
obligen den freien aditum haben: die getreuen . . . herrn und
lundlcuth aber sollen dessen ohne alles verschulden ferrer nit
mcr f^hig sein. Und obwol auch die herrn verordenten, als
denen das allgemaine landwesen von E. E. L. anvertraut und
befolchen, alsbalt sy der herrn reformationscommissarien and
dessen bey sich habenden kricgsvolk ins landt khonflft auf ires
zum anfang mit den (jl^mUnderischen bürgern und derselben
enden gesessnen underthoncn und inwolincrn filrgcnumncn
proeess und darunter allzuliart gcbraacliten exceas in gewisse
erinderung gebracht, dem h. 1. haubtman als lundsobrigkeit sj
I
*
*
I
*
TOD flollichen schmerzlichen haixllnngen abzornanen, nie auch bin-
nachon, als 6f mit denselben immer fortgefarn, bei der giuAiii abar
feicli allerseits ein grosse Schwierigkeit crnigont und gcstrauks
alle gefäll dardarch sieb genitlich abgäschniUen und ge8|>ürrt,
inen, herrn reformalionscommisÄunen, »olbst zuezusrhreiben und
nmb erlassung diser unerhörten process zu bitten, als es aber
nit statgefanden, volgcnts gar drei fürneme herrn und landlett
ans ircm vcrordentcn raitl zu inen ahza fertigen und ay doront*
willen müntlicb anzulangen zwar nit underlaflöeu, haben sy doch
aocb aiiiiche sollich gebettncr anssetr.ung (nit) gehaben mügen,
sondern von innen mit lauttern Worten villmer mit sonderer
hetrüebntts vememen mticssen, da^s es mit den herrn und
taudleitten zu gleichmessiger anftscIrnfTung goduicn suLl, iiimassen
sj dan in irem an den underhaubtman zu OmUnd ausge-
fertigten doeret oficntlicb geschrtbon, dass E. F. 1)' in der-
selben landen nicmant, so nit Irer religioo »ngethon,
zu. gedulden gedenken. WeUches doch von gott zu er-
barmen war, daes sy jederzeit in aller crbarkcit und pider-
mannischer treu erfundno so wol verdiente herrn und landlcut
und glaubensverwonte neben and<-Tn inen etüuh lar her von
gott dem allmechtigen zuegeschiekten haimeueeburgen und
haosplagen als eingcfalncn und auch hcurlgs iar laidcr villcn
orten erscheineudeu miäsratnngen, fast gcnlzlicher crligung der
perkwercb, abncmung der gwcrb oud hanticnutgeDj eingcrissnon
sterbsleif, eingefalnen theuerungen. hunger und kumer ausgc-
standnen und noeh an jr-t7.o vor augeci stehundcn überaus
grossen erbland tsfcrlicbkciten, sonderlich aber durch die be-
harrlichen anscchlicbcn grHnitzdargnben und gelaistcn anzugH
gevolgten Verarmung, auch E. E. L. dithcr gemachten grossen
an dem ruggcn ligeuden Schuldenlast also solteu tractiert, ent-
lich aber allein amb ircr evangelischen bckanntnusa willen ganz
ttagchörter oder unllbcrwissner der beschuldigten secten mit
weih und kind auA irem geliebten vaterland . . . ins elend vor-
triben, veriagt, dardurch das schOnc landwcsen gleichsam unter
ainst über ainen häufen geworfen und dem hereindringeuden
erbfeind zu fortsctzung seines tyrannischen beginnens gleich
ihttr and thor geüffnet, wie dann leichthch zu erwegeu, wann
disc lande an der mannschafft cntblüst, zum grund orarmcn,
die gwerb und baiitierungcn (dardurch sonaten das gelt ins
Und zu bringen) nidergelegt^ die gUeter Odt, sttttt uud mUrkt
63
anhosGtzt gelassen and die grltnitzbcwilligangen nit künnnn ge-
laist, soltc gethnn werden f'tcj; dises alles und das daraus gwiss-
licli volgeiulo allj^emaino lamWerderhon wIlHcn docli K. F. D',
darnmen die getreuen stände . , . bitten ... nit znegeben, dass
sy> getreue stände oud audorsasften ftl&o trihulirtj von ireu frei-
heitcn gedrungen, wolcboa sonderlieb auch in dem bescbieht,
dass ire undertlianen und angehörige in andere giübd genomen
und dardurcb sowol in raicliung irer herrnfordcrungon als
sonsten aus dem schuldigen geborsnnij daran sie ausser dessen
genaigl und siuli deren i'ill ilabin voj-neniben lassen, gezogen,
die hilffen zu des feindcs abwendung verhindert; noch rias
schöne landwosen in ain eolltches androendes verderben und
arrrlUtlichkeit sollte gestUrat, sondern durch gn. reraedir- und
limitirung der . . . reformationäprocess, sonderlich aber mit ge-
stracker widerausschaä'ung des kriegsvolks dentielben wllrkltch
zu hilf kunien und noch lenger in liailsanipn gueten aufrecliteo
stand niHgc erhalten . . . das werden die getreuen stende . . .
geh. KU verdienen . . . jederzeit geflisaen sein,
Inniassen sy inen dnn die wirkliche abwendung der an
ietzo vor äugen steunden gt'ar . . . also . . . angelegen sein
lassen, dass auf E. F. D* . . . bcgern zu des chrisilicben kriegs-
Volks . . . profianticrung die landstcndc sanientlich aU oft von
lÜIJ // getts, ungeacht dasa kein altes getraid mer vorhanden,
auch das heurige noch nit ausgedroachcDj vier vierling Kttruc-
riechen landmass, nenilich zween in roggenmell und zween
habem ehoist . . . znaamm anzubringen and gen Unterirabui^
SU legen . . . urbiettig sein. Wetliches . . . Ciagenfurt am 0. Oc-
tobfi$ im 1600. iar.
E. F. D'
anderth. gehorsamiste
N. u. N. die anheut oJda
anwesendt; Kärucrtscbon
herrn und landlont.
tI3Ü.
ErMherjsog Ferdinnnd an dett Verweser m Aussee Gerohhhofer:
trinntvt an den am 28. Juni l. J. erßossenen Erlaß ivegen Ahs-
schaflioig rfer in Aitssee tcohtienden unkatholiscben Personen, vor
aüem des Balthasar l'oilmger, ßartlme A'eumaier^ Adam Schof-
63
müüntr und Zackarias Türttpaeher; der ihnc» mit AmnaJinic
von Toilinger erstreckte Termin ist schon dreimal verfallen. Miß-
fallen tcegen der erwiesenen Säum igkcit utid Befehl, die ge-
nannten Versüne^ binnen acht Tagen abtuscfKi/fen und aucA
Ufegen Hans Mosers Bericht su tun. Grai, 7600 Oktober 6.
(Kop . 8t L.-A., Chr. H.)
Tollin^^ wnndel sich im ti. Oktober (Ori^^ ebenda) kii lile Terord-
neten und bezietil sicli auf 9«i»Q Zuschrift vom 31. .luli, auf die er uocli
keinen lletcbeid ertuUen. Jetzt werde ilrnn gar nur auf acht Tage ein
Termia (eMtst. Bitt« um Hilf«. Am H. Oktolier TPiclieu di« V«rordii«t«u
far TolUngor eine tiit«nc«sston bei d«n) Landc^ftirsten cid ond w«isoD noch-
mals darauf bin, daß TollingT Landamann ist.
I
1137.
Die Verordneten von Kärnten an die von Steiermarh: Antwort
\mf das Schreiheti vom 28. September (Nr. 2128). Teilen die
Motive mit, tee^alb sich die Absendung der Schrift so lang ver-
togen. Sie mußte erst von aUen evangelischen Herren und Land-
leatm uniaschricbcn uerden. Das sei gestertt geschehen. Mit-
teÜKngen über das Vorgehen der Heformationskomntiifsäre m
*V)erkär»t€n. Man habe deswegen die Herren ujtd Landhuie
auch Prälaten für den 0. Oktober sum Ztrccke einer rdiUott
an den Landesßrsten hierher beschrieben und diese verfaßt.
Ktagenfurt, 1600 Oktober 7.
(Orlg. & Siegel, 8t. L.-A., Ohr. K.)
Die rar zeit in discm land anwesenden refortnntions-
commisBAri haben sich mit irem bei ilineu habenden kricgavolk
am gDet« zeit in Oberkilrnten aufgehalten, vor etlich wenig
tagen aber von dorten iren weg nach Gurgg und Strassburg
and Tolgenda in die statt St. Veit, alda sie an jetzo liegen,
genommen. Und dieweil sie dann unter derselben reformation
QDverschont aines oder des andern herrn und lantlmanns undcr-
than, diener oder anderer inwoner ainen aolchcu unerhörten
und noch im landt Steyr nJt so feindtücli flirganumneii proccsa
and allznharten cxcess gebraucht, dcrcnwillcn sich die gmain
an etlichen villen orten ganz schwierig hefindt, auch daa ganze
Uodwesen dardarch (lericlitiren will, so sein wir demnach (und
darsQ bat auch die von I. F. D* bogerte proiiantshüff ge
scblagen) «Q rorliUetong mehrers nnraths and landtverderbens
nit allain vor^^emeltermassen aiu starke aiizall der ev. Uorrn
und landleut sondern auch die ftirnembsten herrn praelaten auf
gestert allieer za beschreiben vei-ursac)it worden. Die liaben
sieb nun in treaberKiger der eacben ambstcndiger crweguug
atuor uudertb. beäebwcr- und petitionsscIiriiTt an die F. D' . . .
Torglicbcn (gleichwol ist der h. praelaten mitfcrttgang noch auf
den berrn biBchufen zu Gargg und beed als h. Salzburgiscb
ttnd Bambergisch vitzdomb, so umb orbebHchcr Ursachen willen,
nit erscheinen mligen, gestölt und sie erst herumbcu ersuecbt
worden), wie auch inen, Jierrn ruforniatiooscuumissttren, sage-
schribcD und gcbettcn, inmittels and bis man rcsolntion von
I, D' erlanj^t, mit der refonnation still «u halten. Was nun dar-
auf ervolgt, gibt die zeit. . . . Elagenfurt den 7. Oclohri*
anno 1600.
PS. Das stcirischo concept ist anch hieneben widerumb
au empfahen.
Auf diM«s gConcept' liatton nun aber die vteiriacbftD V«rordneton nodi
xfn i Oktober ^ilrXn^ um) dabt^i die Fnrcht f^^äußerl, es mflcUte ,elwo daa-
«elb unterwrgB terklifibeii oder verloren sein* (Kons., eb«oda).
I
1138.
Die Hdigionsreformaiionskommmäre an den Propst £u VölJccr-
marht MicJiael Erbest: Da sich Irote ergamjenen yerhotes neuer-
dings Prädikanien in seinem Distrikte einschleichen etc., die F. D*
dies nicht dulden tcül, sondern ihre Meiiiung ist, daß ein jeder
Saitsvater auf die geschehene Reformation hin sich mit den
Seiiiigcn mit Beicht and Kotnimmion einstelle, oder aus dem
Lande siehe, so ergeht an ihn der Befehl: seine Distriktspfarrer
gu nuiJmen, ilen Befehl drei Sonntage nach einander, iiach Be-
darf auch öfter, von der Kamel su verkünden; desgleichen, daß
die gebotenen Fasten etc. gehalten. Weil ,männiglich* dem Landes-
kerm geschworen, wird ein jeder, der dem suuidcr handelt, als
Meineidiger and Bebell gestraft. Einforderung der sektischen
Bücher, fleißige Haltung des katholischen Gott^ienstes, Ah-
sehaffiuig der utraquistisdten Kommunion und Üekuperierung
des entfremdeten Kin^engutes ist strengstens geboten.
St. Veit, 1600 Oktober 9.
<Kod. Line 48, fol. 76*— 77^ u. 33i> — 23B*.)
Oö
I«) dem Ml den ErKprieolcr von Gmtlncl am 8(. Septsmbcr «rgangon«»
Befahle gleich, wu im Kod. Linz Tormerkt isL
1139.
Geory St^ättgt Bischof von Lnvaui, an diu Eeligionsreformatious-
iommissÜre ron Kärnten: wtoiscbt, thtfJ sie ihr Werk einem guten
Emle snführen. Graz, 1€00 Oktober 12.
(Stob. Epp. ed. Vieon., p. 74.)
1140.
Der Jiambcrger Visedom Johann Georg von Stadioit an Emerich
Molitor, Abi von ArnoUhtein: Glaubicürdig berichtet, ,daß sich
teÜütche sum Kloster Amoldstein gehörige Untertanen noch
kaafenKeise auf liamherger Gebiete aufhalten und ihre Güter
nicht verkauft haben, erläfA er den Befehl, daß solche Unter-
tanen^ die ttieht in acht Tagen nach Empfang des Befehls sich
tHf katholischen Lehre bekennen, ihre Güter vcrkaufoi und nach
Abtrag des 10. Pfennigs abziehen müssen, tvornach sich ein jeder
atr Verhütung gröjiere» Unglücks, das bei der Anwesenheit des
KriegsvMk^ auch Unschuldige treffen kann, richten wird*.
IGOO Oktober 11.
(Orig., Anivl<l*t«iiif!r Aklen. Rudolfiu. KIn^Dfurt.)
DsifiNitiiprechATid erllßt Emerioti Uolitor am IH. Oktober eiat>a Bcfcbl
«a Mipe UntertAn«», >tcb En Anr fitatgeHetxten Zeit von 13 Wocbcn b«i
■oi»ti|[em Verluste ron Ilab und Gut, Leib und Lfibcn zur katholiseh«o
Lahr* tu begeb«» (Konz., ebenda).
IUI.
Herr von Stuhcnherg an die Verordneten von Steiermark:
(igt den Empfang ihres Schreibens vom 13. Oktober. Er sei
£ur Heise bereit und tcoUc nichts versäumen. Er Äa6e heute sa
Herrn von Saurau geschickt und a-inncrt, daß er vernehme, wie
I. M' niemanden vorlasse ttnd die geheimen Eule alUiin darin
handeln wollen. Bitte um BescJieid, wessen er sich hierin xu
verhalten. Wegen der Zehrung h<U er kein Bedenken. Er habe
freÜich nur ,Dreyer', aber die wolle er in Wien hei seinen guten
Fretutden einwechseln. Kapfei^^erg, mOO Oktober 11.
(Orig^ Su 1..-A., Cbr. B.)
r«fil«i. CAIit. Bd.LX. B
Am 1S. hatt«n d\6 Voronlaotfin ^nsciirifiben (Kodz , ebenda), dafi aic
tiigUch de» Abgoandtcn au« KXnileii «rivartcn, weibalb er »icti reiB«r«rtif;
nuwbfln boIIo. Alle notwcndigeu Schriften wollen sie Üiiu durch ein« KansiUi'
person scbicken. Da sie mit grober Münze nicht versehen seieo, wolle er
fttr die RoUekost«n rorlSufig «elb«t anfkommcn.
1142.
Die Vcrordnrlen von Kärnie» an die von Sfeifirmark: Sff7ulen die
jüngste Zmchriß aus Krain. Daraus seJie man, dfifJ' tucht an
iJinm die Sditdd an dem Sattuisai wegen der Legation liege und
daß sich noch mehr Ütikeil in der noch immerfort continuierten
Religionsreformaiion ereignet. Man habe die licschwerdesdiriß
an den Erzherzog vom G. d. M. eittsiitnmig beschlossen. Sie
wurde von allen weltlichen Ständen, audi den hiViolischen, ge-
fertigt. Nur der Bischof Kon Gurk und die Visedome von Salt-
btirg und Damherg hatten ,w€gen des mitlaufenden lidigions-
tcesens* Bedenken. Sie wurde dann am 12. d. M. in Untertänig-
keit übersehickt. Klagenfurt, IdOO Oktober 18.
(Orig-., & Siefrel aufge-lrückt, St. X..-A.. Chi. K.)
Wird am SS. Oktober beantwortnt: Der »teiriaclio Ge«andtp werde
iDOoh eine klelnn Zelt' mit der Präger KeUe warten, tiii [tin Mitgeaandtan
kommen. Bitte, deren Beise au bftschloaai^en nnd daran anch die Krainer]
SU erinnoni (Kodz., ebaoda).
1143.
Patent der Bdigionsreformationskommissäre für Kärnten: wo-
durch Hans Österreicher, Kaplan bei St. Marx eu Wolfsberg,
das lienefteiuM St. Stejihan mit der Erlaubnis eingeantwortet
erhält, auch andere xu diesem Benefsium gefwrige Güter, tfoa
denen er Kunde erhält, cimu^iehen und sich ihrer ,habhafV
tnachen. Wolfsberg, 1600 Oktober 16.
(Orig., Sl. L-A., Chr. R.)
1144.
(^tittung llatts Christophs von Prankii, besteUieu Hauptmanns
iber ein FtlhndH Knechte, über den durch Christian Lebmacher,
von St. Veit getahlten 10. Pfennig per 200 fl. St. Veit in Kärnten
1600 Okiober 22.
(Kop., Latnborg-Peistrili-Arehiv.)
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I
In *w«i irelUren Quittanpeti or\9gt L«bmwc)i»r, im itam Mti {t. Hu
1603} «U und (3. Jaul 1A02) 40O, du zwt-ito Mal (SO. TTOTombür I60S)
600 d. Ueid« (ftüUnngeu sind von dem KuKlesriudotusekreÜlr Georg Nef
U46.
Georg Herr von Siuhenherg an die Verordtieten vo» Sieiermark:
werde die Ankunft der anderen Gesandten hier ericart'tn. Sollte
rman aber seiner in (Iras bedürfen, so sei er bereit, dahin lu
kommen. Kapfenberg, 1600 Oktober 23.
L (Orig., St. U-A., Chr. R.)
(eil
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Anl
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Ist die Anlitort auf ein Ri'lirpibpQ vom 32. <1. M., ia wcichtini sie mit-
(eUcii, dAß dl« >a« Kärnten und Krsin ficb wo);*d dar VfreOi^oTunif der Ab-
nue ihrer OeMadUs eaUehuldigen . Sie it«II«D Ihn bsim, ob er. ohne die
Ankuoft d«r««lt>ea absn warten, okcb Prag abgeben aod dort etwa allca
Hnig« TorbertitMi wolle (Kons., ebenda).
1146.
Die in KlagenfUrt versammelten Herren und Landleute an Ere-
heriog Ferdinand: Man habe das durch die Verordneten vorge-
brachte Verlangen des LandesfÜrsten wegen seines ,vorhabendett
persönlichett Amugs' usw. in Beratung geeogen, könne aber wegetx
der durch das Vorgehen in Jieformatianssachen erfolgendeti alU
gemeinen Zerrüttung keine Leistungen machen und litte um Ab-
schaffung der Heligionsbeschwerdm. Nur dann werde eine all'
gemeine liesserung gu erhoffen sein. Klagenfurt, 1600 Oktober 25.
(Kop, St. t-A. Chr. R.)
. , . Obwol wir in diser utiaer jetziger Tersamblung auf
allerUy ■ . ■ mitl . . . go dem kriegs- nnd gemainen wesen hoch
bedürftig, bedacht gewcst, so bcßndt sicli doch E. K. L. dnrch
ire beharrlichen Echweron hohen grunitzdargabcn also crscbepft,
aach die gföU nnd anlagen dcrmasscn gestaltsam sein, dtcweil
ein zeithero . . . dnrcb die vor disein in dis land mit kricgs-
volk gelangten herm reformationscomniissarios nit allain die
f^lmembeten barger und handlslt^oth in etetten und uiJii-kten
•ondem ancb vil pauern und andere inwohner ja etliche
geadelte pcrsonen nnd nnrmehr ain vnr disem sngenomner
landmann und getreues wolbegliltes mltglidt Chrietoff Sibon-
bOrger zu Bairhofen neben andern ime mt-rklicb angelegten
6»
besohwerutigon anß E. F. D* erblandcn, diesolben in gar kurzem
tcrmin neiublichen acht wochen zu räumen and hei verlierang
leib, haab and gaets Über soUtch vorzickten termiD sich in
denselben nit mer bctretteo zu lassen, aasgeschaffen, and dannen
hero ir, der burger, mit den pauern und andern inwohnern in
Versilberung jedes pfenbarten gegen einander gehabte gwerb und
banticrungcn nunmehr gcntKÜeh nidergelcgt, gespürt, villon aber
das irig durch das gemelt bei inen habende anersettliche verderb-
liche kriegsvolk mcrmals crclagt ermassen mit gwalt hinwegge-
nomen, aufgezert und allerlai andere beseliwärtingen zuegefüegt
wiort, das« bei solHcher besehaffenheit und der auch hourigs iar
an Villen orten etngefallnen miBsratang and andern zuestandun
weder die underthanen ire herrunferderungen auch diu herrn
und landleut ire schwären anlagen zu contribuirn haben, sondern
sich in wnrheit allerseits ain sollicli merkliche spörr eraigenl,
als obgleich alles unter ainem erÜgcn aud za drimmcrn gehn
wolle. ... *
Wie sich die getreuen herrn und landleute . . . vergwisscn,
das8 dergleichen schmerzliche wider all wolhergebraehtc frei-
heiten niilitirende, ires wissena in kainem land so blützlich und
stricte fiirgenomnc beide» herrn und kucchten zum verderben
geraichende harte reformatio nsprocess nit aas E. F. !>' selbs
aigiier bewegnos, eondern vÜmer aus etlicher in warheil E. F. D'
noch derselben getroacn land and leatli nit wol affcctionirten
widerwertigen anfeierlichen trib und ires dabei succhenden
aigiicn nutzens willen herfleutii, seitemalcn E. F. D' ans väller-
licher . . . fUrsorg . . . iedcrzeit dahin sehen . . . damit ... ire
getreue land und leuth vor dem innerliehen and cusscrlichen
verderben . . . versichert werden: also sein die getreaen herrn
und landleut der . . . boffnung, bitten auch F. F. D' darumben
abermallen umb gottcs tarmhorzigkeit willen, eheweil sy je
ainmal nunmehr selbst gn. warnehmen und es alle stünde bee-
der religion mit aondorm schaden empfinden, dass bei solliohen
l>etritblichen reform ationsprocessen weder ains noch anders, was
sonsten zu ahbrueh und aufeuUiallang des erbfetndts nnd war-
sicherong diser . . . erblande gcraicht, zu liiisteu anmUglichen,
. . . die wellen sich doch der nun so ofl angelangten remedie-
rang mit aosfUeruog des scli&dlichcn kriegsvolka, cinstelluDg
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' Du wird •odaiiii ir«ltläaüg au»gefUlirt.
69
baideSf der rcformatioii nnd ansschaffang der inwoner, anch
andere villen erclagten verderblichen bcscbwomngcn . . . «o
g^i. resolvicm, als E. F. D" sich hingegen und wan die in-
wobner in gemain im land bei dem ierigen roebig gelassen,
zu sein vcrgwisst werden, aigens gn. versehen nnd darauf
Btandbaff^ verlassen mtlgcn, dass nit allein die anjetzo gänzlich
niderligenden landscoramercien in kurzen widenimen erhebt.
das gelt zur laietang der so hohen grilnitzbewilligung in das
land gebracht, E. F. D' seibat aigne camergf3lll merera be-
fördert, gegen E. E. L. anlechnern glanhen und trauen erhalten,
sondern die getreuen herrn, landleuth und nnderaassen werden
das ierig in omuem evtnitim iederzeit pidermanisch 7,n erwaisen
nnd zu laistcn gwisslichen nit underlassen. . . . Olagentort den
ä5. Odohri* anno 1600.
E. F. D»
undcrtb. geh.
K. a. N. die anhent alda
anwesenden Khärnf^riBclien
herrn nnd latidleutb.
(0«kanit)
1147.
Die au$tfe9cha fiten artnen Bürgersleute von Kapfenherg an Ga>rg
Herrn von Stubenherg: Beschwerde, daß nidU blofi der 10. Pfennig
ffö/i Strem wir1clich*:n V/irmögcn, sondern aueh von dem verlangt
«•erde, «fos ihnen dargeliehen wurde. Bitte, sicit für sie hei der
F. jy au verwenden. 0. D.
(Ong., St. L.'A., Stuben bflrg-Akt«n, Ge^nftiforin.)
Wolgebonior . . . Nachdem wir von I. F. D' . . . commis-
ien umb das, dos wier unserm gewissen und wissen nach
Ton onaerer von jugendt an gehabten A. C. religion nit weichen
und zu anderer uns derzeit unbekanten religion bekennen
wellen, aus dem landt gescliailt worcieHj gefren raichung des
zehnten pfennig: Weillcu dan gn. berr wier uns des 10. ^ bei den
f. commissarien ... zu gehorsamb I. F. D' zu geben aner
bottCD, bat es bey ihnen im wenigisten niclits würken wollen,
sondern uns mit disom ansdruck vorgehalten, das wir nicht
70
allain von dem, was ans nber ansere geldten Terbleibt, den
10. .A geben solleo, sondern sowoU von dem, was nna vertrantt
und dargelibeD wordten, aU uns selbst zageliürt So ans den
diss se}ir beschwärlich und ganz niimttglicb, das wir von dem-
jeoigCD, so DOS durch unsere gcgcnhandler and kaudeath und
zu des landta nottur6ft sa guettem hereingeben worden und
einmal, weil wir» nicht besalt, auch nicht unser sondern deren
guet, so uns vertraut haben und sie durch dise mittel nit be-
zatt werden kannten: derowegen an E. G- unser nnderth. und
geh. bitten: die wellen sich unser in diser noth ganz gn. er-
barmen und wider die gebUr nit betrangen lassen, sondern bey
I. !■'. D' . . . nnserntwetren cinkomcn, damit wir sambt unsern
weih und vill klaincn kindlcin könnten derentwegen begnadet
werden. , . . ^^
nudtcrthenige and gehorsambe
N. tt. N. die ausgescliafften
armbon burgersleuth des markhls
KapfTenberg alhic.
El liegt noch ein« sweita gleichfallt undatierte Eingabe der anag«-
wicMneti Kapfen berger tor. darin wird gebeten, ihnen den 10. Pfennig.
wie die« an mehreren Ort«n geackehen, in erlassen. Georg too
Stubenberg machte in der Tat eine Eingabe, infolge deren den Kapfen-
borgeni lunicliat dor Atiagstermin bia ^angehende' Futen TcrlSngert wardn;
in oiaor tweiten Eingabe bat or abarinala um EriaB dea lU. Pfeuuig«. Auch
di«M Eingabe hat kein Datum, Sie dUrft« wohl in di« Z«it falten, in der
OwTf Herr -ron Stubonberg «Ich cur Präger LegatloD rtUt«t«. Siehe alter
•vb Nr. 1S91.
1148.
Jlehttiott über die Gegenreformation in der Stadt Klngmfuri.
1600 OMoher 25 bis November 15.
(Kod Unx4a, fol. ?]■ — 74». Qvdmckt ArehiT fUr rat«rl. Qe«ch eie. XIX,
67-71.)
Ä di 2ö. Octobrig donncrstag der lierm reformationBCom-
mi«flarien zwen, herr vitzdouib und der herr graff von Orten-
barg, Undeshauptraan, nach verrichter Villacher reformation
liiehcr nach Cla(;onfart der hauptstatt angelangt und mit iren
dienern ohne widersprechen eingelassen und bei lierrn Davidt
Brauner einlogiert worden. Er aber, UischoiT von Saccaw and
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I
Loboita, so mit iDeo, obgedacfaten keim tob Villack, bis «i
d«r obeim Undsbntcken ger*is«t. «of die linke band dorn Saal
m ndi bf^ebcD mit rit-r rotten knecbten, eo im« in hicderUss
des grfiftsern troet * sollen sejD sngegebeQ word^i.
A 4i S€. Oetobri* freitags scind morgeju die herni rer-
ordnelcQ TOm asssclioss alsbald aiub 8 ahreo aasammonbensfea
worden^ in welcber prsesents dann von obgedachtea bcdden
berm commissarieD die proposition oder vihneUr die gfletltche
ersnecbang im namen des biscbo^ gescbechoo nnd gefragt
wordeD, ob ste, berm des anasehnss, ine, horra bischoff sanibl
leiner sogebnen gn&rdi gutwillig cinkommeu lassen wollten
oder aber sie aas groeserer gew< scbier an allen orten des
srabenogUiombs Kftradten rolbraebter reforination ancb alhier
Tonnnebmen erwarten wollen. Dranff sie. berm verordente,
iaeB, beiden herrn eommUsariu. besclmid ortbailt^ wie dass sie
gegen E. gaaxe £. L. so vil volks in dise &UU auf einm&ll ein-
saUseea nicht rerautworten kUnnen, wfillen aber biemit nnd
nebens irae, berrn bischoff and seiDem leib su ordinirten nichts
rerwert babeo. Welche berm rcrordenten erklärungen sie,
berr graff und Titxdomb. desselben abents noch in 8a al reitend
aageaatgt nnd in ihrer nach Ciagen fnrt widerknnfft wider-
raah denen verordoeten von ime, biscboff, referirt. wie daii er
ücb von seiner zaegebnen gaardi zu separirii nicht gedacht
noeb willens.
A di 27. Odobris sainbstags wie auch n di 28. sontags
sind obofltgedachte beide borrn comutssarten athie gelegen
und ferner nichts ftlrgcnommen; er, biscboff, aacli noch ira
Sssi ligen bliben.
Ä di 29, Octohrü dienstags (tic) ist die ganse gemein auf
dem ratlibans erscbinen und inen von der berm verordenten
befelcb fUrnemblicb zwsi volgende stQck fUrgebnlten worden:
erstlicb, weil N. bischolf zu Seccan mit den andern inen su-
gebnen coramissaricn auch sllhie die religio nsreformation Air*
suoemcn gedacht und sie, barger, von ime müchten fUrgefordert
und citirt werden, ob sie auf sein citation oder aber E. E. L.
Terscbaffen ersclieinen wülien
Zum andern, weil sie berm verordnete mit gedachten
commissarien so weit gebandtt, dass das volk nicht solle herein*
^(9).
geUMien werden, so sollen denmncli sie, bnrger, sieb bedeissen,
duB «ie sich nit Uberweinen, dtnlarch einicher tnninit nnd Anf-
mhr entstebeo möchte, nnd weil das kriegsvolk ausser der statt
verbleiben rnttflse, solle ein jeder 1 <a fleisch nnd ein tmnk
weins inen hinaus lm rächen nit wa>;erii, in dem bedenken, da«B
wo solches eingelassen müssen werden wie anderatwo, ea aladann
einem jeden ein mehrers koston sollen. Darauf K. E. L. die
bar^erschafft geantwort: erscheinen wollen sie, da sie die landt-
schafft dahin verschaifen werde, und sovil die ander frag, dem
kriegsvolk hinaas xa raichen, zween o<*h8cn nnd zween startin
weins verwiUigt. Anf aolohe E. K. L. nnd gemainer statt ver-
willigang bat gleichwol er bischoff in die statt sioh nit begeben.
Bondern sieh nach S. Veit transferirt, desselben tags anch ein
eigene pottachafft nach hoff weiters beachcids zu erholen, ab-
laufen lassen.
Ä di 29. Ociobris bis fi. Nowimbris ist hierüber alhie weitera
nichts fUrgenommen worden, sind anch die berrn commisaarten
bis daher nur alhie verbliben.
A di 8. NovemhrU mitwochs seind darch der h. oommtssarien
secretarinm von I. F. D* denen herm verordneten zwei ernstliche
deörela (iberhendigt worden, dero copei bie oben gesetzt scind.
AUbatd nun solche beedc ergangne decreta von inen, h. ver-
ordneten^ abgelesen and vornomen worden, seindt sie, proscriptt,
als herrn predi^'ur und herr rector anstatt der andern sohnl-
dieiier ftlrgefordcrt und cilicrt worden, and inen von denen herrn
verordneten in cratl't liberkoinnen decrets alles emsts auferlegt
worden, sie sollen zwischen hent nnd morgen sieh aas diser statt
begeben and sich salvieren, wubin sie selbs wollen und dann
über ein tag oder etlich entweder eelhst oder da es nit sein
werde kUnen, durch andere anmelden, da weil man sie lieentiren
and abfertigen. Da sie aber in der statt alhie aber diss sich
sanmcn wurden, sollen sie, da inen was widrige zuestulm wurde,
niemand dann sich selbst darumbcn anklagen.
Eben vorgedacbte beide f. ernstliche derreta haben sie, herrn
verordnete, E. E. L- magistrat lassen fUrliatten, in beynobena zu
vermelden, das« sie sich zu solcher reformation (welche sie, herm
und landleuth, nicht leuger bindern kUnneu) nicht waigem,
sondern ire gewissen dabc-y verwarcn, damehen gedenken, was
nnd wie sie schweren, dann in solcher gewissens geseliKfl't ttie
inen nichts fUrsuhreihen wUllen haben, ju dasa sie auch denen
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■Jdaten, so Bwcen ta^ kera*cti hsr«inkQmea wonlen, ira Bot-
dwA n geben gtäatkt «eta aaUen.
Du) 9. Xmtmbri» iaaintantmf vaor^ftata ist dem ^;anaen fiuidl
luw^tm, «elekee E. E^ L. swei guuer uonat aihie gehalten,
bei irea Iwabtuum angexdget worden, «ie eoUea ciefa richtrn
aaf velgeadea morgta, da wprt man sie nach Ve}ekor»arkt
fthran and daaelbst inen abdanken. Dts«D Ubrigeu halben tag
haben die kireben- acd schaldicner, einer anf dtsa, der ander
aaf OB anders eeUoaa aiebend, täeh satvirt. )^>en dtsen ug
Mind die h. Tefwdnetes auf St. Vrtt la den b. refurmations-
eoBunissarien geriUen, denselben Tcrmclt. dass sv mit abscbaf-
fimp des Tolks nnd aastre'tbang: der proecribirten beiden an sie
ergangaco f. decretcn ȟitt^oben. AMa haben sie auch von
mtn «rlangt, dass der adelig schulrecter Hieronymos Megieeriu
als ftlrstlteher diener and hütoricuM ans Clagtnifnrt nit mUsto
weichen, wie er dann daraof in worcndcr reformation im o>^
Ugio Terbliben ist.
A di 11. Xowembrit samlietAg am tag Martini am 2 uhr
mittag ist der commissarien cai-rior sambt swenan schützen von
St Veit hereinkommen, nelrher alsbald mit dem richten and
iweien rathsborra angefangen xa loquim.* Zwischen 4 und
5 ahn hernach ist der biscboff mit»ambt dem fltodl knecht (so
in 400 surk gewesen) durch die von der burgerschaflft »nge-
stelhe ordenlichen scblachtordnang angelangt, eingelassen wor-
den. Sollicbe knecht haben sich alsbnid bei dem bran des
allen markts amb ir fHndl Tersamblet and inen von ircni loito-
nambt feilhalten worden, dasa icglicher mit seinem wirt, da-
hin er losiert werden soll, fridltch and ohne khf; rorhalten,
aach aller bescbaideohcit beHeissen. Nach solchem haben sie
abhald aach die stattthor mit den wachen besetzt and die
borger von den tharen wci; hcissen gehn; welches sie aber uit
getban, sondern neben inen an der wncht verblibcn. Aber die
•ebarwacht mit dem spil haben die frembden verriebt.
A di 12. Novemifrit sontags morgens früc ist der biscboff
sambt der ganzen goardi widerumb in die kirchen kommen und
den btirgern auferlegt, dass sie alsbald samenilioh in die kirchen
ebne wehren soltcn erscheinen und ime im namo I. K. Ü* den
schwor laistcn sollen, nemblicb das» sie I. F. D' wolten gclior-
Du Blatt bt Btarlt wwBorSMkig; diu Wort oioht gonau au Imad.
Bamb sein, and welche bcgerteo bapstisch zd werden, die solten
beichten, die andern in termins Zeiten zu keinen predicanten
mehr gebn noch inen andci*schlaipf geben. Aof solche des bi-
scbofs citation ist lichter und rath zu den hcrrn verordneten
gangen, daselbst sich berichtB erholt, ob sie dahin zu effcheinen
nnd beide iarament za laisten nchuidig sein. Darauf inen geant-
wortet: Sie sollen zu erscheinen sich nit so hoch rerwägera;
dann was den weltlichen schwur betreffe, werde mit eolchen
der ierigen pflichten, so sie E. K. L. schuldig, nichts benommen;
so Til aber den religionsschwnr anlange, werde ein jcdlicber
(sie) sein gewissen (darin sie niemand Ordnung zu geben ge-
dacht) zu verwahren woll wissen. Hierauf ist E. E. magtstrat
in die kirchen für den bischofi' kommen, der alsbald gefragt,
wo die grosso gemain hüben ay. Darauf abermal der richtcr
und rntb geantwort, sie scheue sich ob der vor der kirclien
bestehen starken gnardi, were sonst villeicht lieber herein, was
inen fürzuhalten anzuhören, erschinen. Hierüber der bischoff:
Sie dOriTten sich nit forchten; es sey umb ein viertelstuod zu
thun; darin werde niemand kein haar verletzt werden. K. E.
magistrat soll die gedachte gemein alsobald hereinzukommen
vermögen, er, bischoff, wülle sich noch ein weill alliier in der
kirchen deshalben gactwillig sanmen. Dranf ist richter und
rath wideramb ans der kirchen gangen, die ganze gemein attf
das rathhaus berufen lassen, alda sie samentHch mit iren seilen*
wehren erschinen and dem rath lauter zu verstehen geben, dass
sie diesmal zu schweren nicht gedacht seien, sondern wüllon
ehe leib und leben darüber lassen. Auf diss der rath widor-
amb in gedachte kirchen für den biseltoff kommen, der ime
solches angezeigt, darauf der bischoff von dem rath begeret,
daes sie ihrestheils schweren sollen. Antwortten sie ime, dass
sie sich von der gemein aus villen erhüblicheu Ursachen nicht se-
pariren können. Wie der bischoff demnach gesehen und gemerkt,
dass diesmal mehrers schwärlich auszurichten sey, hat er mit
merklicher indignation alsdann auferlegt, innerhalb A wochen,
3 tagen das land zu räumen: allen so sich nach solchem ver-
floBsnen termin bej dem gottesdienst cathoHschcr woyss einzu-
stellen waigern. Als er aber nach solcher anssag auch von
obgedachtem rath die scblUssel zu dem pfarrhoff und der
ncurcn kirchen bngort, haben sie abermals ime geantwort: es
stundt solches in ircr macht nit, sie wollen es aber den faerm
15
SiaA
£.£. ralh n des bena
(3 «l»^^ «w
äKvffküb die rtilftml m 6er kirebca ail
klBtaB ■h«niibfj m dem bedeakea, dna di« pns twiiii ir
■bo vU bem od hidlirth. gORca
od hadkiAfH la csDem B^l^r^l^^lll■ kodtag ifakU^au.
iMrasH ID0 Imt^b vcnmnotaB sssb mbmcimb, ns sdInb sokImb
dcB bitcboff aanictB aad im &D «r. dar bäehoC «e (»eli*
woQte lirfaiic«, MUea sie es ia ein sduiA bm^cn and d«B
berra iiiiiiiilaoliii ftlmgiiiica. Sie wdka Mdebe abdaaa dem
hmAtM ■■■>>'!< Im; welcbei abo buicWbcn vmb S abr aa^
Mhtag. Nacher ist die sacb so veit hin and ker tradiert
worden, daoe die herm verordnet« die acUB««! Mlbet to«
ridter Bkd rath begcrt babcn, mit dem rcriiainea, solche bey
haadea aa behaheo, bis aof ein ondenlicben Isndta^; weMra
ne inen aach geb«i ohne ronriasea der geamn, die T«rord>
aalen bemadi dem faiseboff, weleber aneh solche sehlttsael deoea
bsfra Terordneten doch TerpetBchirter wider zogestelh mit dem
gedisg, L F. D* resolntioa darneben m erwarten.
A di 14. S&vtmhrU dienstags ist dem ertxpriester oder
tecfaant von Frieaach der alte p&rrhoff eingeantwort. er aach
Uhie xa einem pfarrherr eingesetxt worden. Umb 10 abr vor-
■ütta^ ist der biieboff aUem ohne gnardi aas der statt nach
Obenidorff ge&hro. Kach ukbem »einem abiag sdnd die vor-
^hande iwen tag aosammecgetragne bQcber (deren ber einen
Kamischeo sandtkorb toII gewesen) vor dea herm Renttoers
haos aof ofoen alten markt ernstlich Terbrennt worden.
A di 15. Kottminrit mitwochs morgens ist der von Pranck,
rittet nnd baaptmannr mit dem ganzen volk and anfstebonden
* Dni Wart* dsrdi daen W«j»er4eek aiü«*r«licb. £• gaki aad aiu deu
F. U. Uxyer [l'orn-bnnKen XX, 545) milfrvtriU» Bnvfrn — d«r
QsiU« Jm sbipB B«nciit«8 — nicfat hBrrar, wich« Worte x» *r^oB«n
Mttfi; doaii dort ktifit <a aar: .dav er TsrgvWa« virr »taad in der
Unkeo WkrtcD ■OSMfl'.
»; erfiftxt luch FancbnngMi XX, 647.
(&ad\ wideramb ans diser statt abgezogen nnd nach St Veit
ßich begeben, mit vorhaben, par nach Orätz oder Neumarkt,
da man inen nach besserer Verrichtung abdanken werde, zu
verfugen. Alsbald gedachte knecht sam thor nanas kommen,
haben die andere alle G. E. L. alhie wesenden ofHcier speciat-
decret, so von inen, reformatortbut, liinterlassen, bekommen,
darin ein jedlichcr innerhalb () raonden das landt zu räumen
oder bcy der cathoHschen comraanion sich zu erzeigen ernst-
lich and (bey) verliening leibs nnd gnets, auch mit hinterlass
des zehenden pfenniga aoTerlegt worden ist. Undter solchen
ist auch eins an den rector alhie volgenden Inhalts ergangen
(tiefte unten zum IH. November). . . .
DicM KeUtioii ist RUfOnindls^ einiger Urlefe Eiiumn«ng«stii]lt, din
sieh im Linier Kod., fol. 231* — m» ündva und darnach tuq F. U. Hnyer
(Foraobaageu XX, 645 u. 649) mitgeteilt trurden, wesh&lb toq dcTMi abrr-
nalig«o Mitt«iliia|; sbgftSeben wordoD kann. Die Aii&iabute der lt«Uti«n
solbn in di»o Samtnltitig scbnint — ahg9a<>liicn Ton ihrer Wichtigkeit —
schon dejilialb g^nboten ku H«in, well Üma Archiv für Tttorl. Gosdi. ote. oio«
■o0«rb«lb Kärntens wenig verbreitete Zeltsohrtfl ist
I
1H9.
EeBolitttion Ferdinands 11, über die am 6. Oktober 1600 über'
gebene Beschwerde: Nimmt das Anerbieten ihrer Leistungen in
Gdd und Naturalien rur Kenntnis, weist aber ihre Klagen
wegen des zur Durchführung der Gegenreformation entsendeten
Kriegsvolkes und der vott diesem geübten Frevel turäck. Da die
IJaupIresolution kein Ansehen und kei7i€ Folge gehabt, habe man
eu güiiHictier und ordentlicher Iteformierung mit mefir Ertist und
Nachdruck eingreifen und Kommissäre abordnen müssen. Die
,Ouardiii' habe diese vor dem Föiiel zu schützen. M^er in seinem
Geu^issen beschwert nu sein vermHnt, könne abziehen. Wer bleiben
wUl, von dem darf ein Jurament verlangt tcerden. Der 10.
Pfennig gelte im ganzen Reiche. Auf die BetciÜigutig Erzherzog
Karls und Marias dürfe man sich nicht berufen. Meist danke
man in Steter und Kärnten für die lieformation . Vorwürfe
wegen des ungebührlichen Verhaltens der Stände. Drohungen für
den Fall des L'ngcJiorsams. Graz, 1000 Oktober 30.
(Kop , 9 BI., 8t. UA., Chr. R.; Kod. Lin» 45, fol. 6ö»— eSM
Ferdinand . . . Ob uns wol dasjenig laut vom 6. d. m.
nnder dem tit] deren dam&ln su Clagcnfurt anwesenden herren
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und landlenth zaegefertigt scIireibeQ, im bscLIns deuelben. m>
TÜ erinderang gibt, das anf unser g*"*** ersaochön, so sn ab-
Lwendong der an yezo vor äugen steanden feindtagefalir auch
pleagerer aafrecliterhaltaDg des geliebten Vaterlands als oßt
'tod lOÜ // gelts vier Tiorling khjirnerisclier lanndtinass, oemb-
jUciien 2 in roggenmeel annd 2 in liabern za raiclien, uud
wlohes bis geen Under Traaborg zu legen, gehorsamist be-
willigt, wir ancti sollichcs, neben denie ay dessen von gott
reichliclie belonung za gewarten and sunstcn bilches lob haben,
mit Sandern genodigen gefallen annemben thucn, solches auch
aof rürfallenhait mit genaden zu erkennen gcdcnnckhen, so
habt ir, sj vormelte herren unnd lanndtleatb, doch vorgeond
mit langer, weitleaffiger aussrucrting ain so etarcke und eusoe-
Irät« lamentation dahin eingewendet, als das man kriegsvolokb
in das lanndt eingefUert, die tnndtleuth, purger, pauro unnd
inwohnner feindtthätlich Uberczoucht, anfeldt, onc underscliid
rfUr die reformationscommissarien, sie gehOm zue, wem sie
wellen, citiert, nach dem Alrhalt vill ohniie vernemung mit
allerley comminationen volgenndts aber mit harten schlegen in
die eisen schlagen unnd bedrouiig des Schwerts zn unerhüHen
aidtspflichten tringe and zwinge, kbricgsvoh-kh einlege, das-
jenige, was sie sunslen mit hartem schwais eingeaamWlet, auf-
czöre, mit gewall hinweckhneme, etliche gar geplindert, mit
prUgln aasgeschiagen, mit dem pranndt bcdroCt, otlich heusser
annd baten nidt^rgerissen, die armen leuth an hennden unnd
fttesscn gepandincr hin weck hgeftlert unnd nach darczue die-
jenigen, so sich nit zu der römiscbca catbollischen religion bö-
wegcn wellen lass^^n, onne untcrscliaid, mit bestimbung kurczcr
termin und aufiegundcr hinderlassuiig des lU. pfennings alles
ircs vcrmUgens aas dem lanndt geschafft werden, swaien wissenclt-
Kchen lanndtlcutbcn, als QcQrgen von Mnllcnthein an der
Rädl sein aldorlen habennde bebausung die suldaten niderroissen
wellonj dem Atiamen Rosenhaimer zuwider der lanndhanndt-
vesat etlicb rind\*ich onno verworchung von seiner aigentliunib-
liehen mayrschaflt weckligetriben worden, ob wcllichem sie sich
hOcliet beclagen. so innen doch unnder regicrung unnsers ge-
liebdten herren vatern seligister gcdcehtnus, unnd unserer erb-
baldigung, und durch abgeorndto commiösarien zu mcrmallcn
aigunns zuegeaagt, auch von unnserer geliebten frau raueter,
tls I, L- izQ monnat october anno lö9ä zu Clagenfurt gewesst,
dise fUr5Stlic1ie zuesag annd vertrestang gelbaon worden, wan
denn Römischen Catliollischcn die Ciagen furterisfh pfarrkicrclicn
ruebig gelassen — des I, L. gedachte uoDser geliobste frau
mueter dennen verordenten also anczaczaigen und aofezalegen
im bevolcli habe — so solle mau auch LingegCD mit der aadcru
durch die Kvange lisch en atänndc neucrpauten kirchen unnd
ircm exercitio reUgionis beraebt — unnd dei"owegen deuuen
rt^mischon CatboIHscben solche kierchen ungeicrt gclawen worden
8oyc — verbleiben solle, mit verncrcr inferierang, waruniben
jangst im munnat September derselben hieher abgesenndter
aasschtis weder eingelassen noch gehurt worden, hernach auch
auf verneranng unserer commissaricn ankonnfft mit vorpcunder
schrifFt unnd rolgeonts durch drei abgeordennten lanndtlcatb
mündlichen unlanngen solchen process zu onndtcrlasscn, so fl
habe doch solches nit statflUiden, sunderii ir unnd die herren
unnd lanndtleuth vil mehr vernemen mUessen, das es mit den
herren nnnd lanndtleuthen zu gleich massiger ausschaffung ge-
deyen solle, inmassen sy, commissarien, in irem an den unnder-
haubtman zu OmUndt anssgeferttigten decret offendtUch ge*
schrieben, das wier niemandt, so nicht unnserer rcHgion zue-
gethann, su gedulden gedennckben, mit weiterer andeitung der
von allerlay plagen geferüehe leulT umid das wier dennen ge>
treuen stttnnden des lanndts droendon verderben mit ge»*"**
remedir- tinnd limitierang der angeczugnen schmerczlichen re- ■
forma tionsprocessen, 9und»»rlichfn ahi>r mit geatracker wider-
ausschatTung des kriegsvolcklis würcklich zu hillff komen wollen,
damit ea noch in hailsamen gaetten aufrechten stanndt mdge
erhalten werden, etc. etc.
Nun befunden wier anss soLlichem, wie oben ktirczlicben
vermclt, villerlai unnderschidliohe beschwfimngen, welch«, wo
wier flie articulatim unnd zu pUncten wolten beantworten, wier
nicht aliain vill zeit vergebenlich verlieren, derowcgen unnd
auch umb manglang berichts, solches auf gelegenhait und ge-
bUrunder Information erholluag bewennden unnd aneteen lassen
mücssen, doch aber den haubtpnnct oder grundt, woraus solches
lameiitirn eurer malnang nach herfleust, zu berüeren, so ist
euch annser im roonnat Appnllis negst verflossnen jars ge-
nombne hanbtresolution, in die wir unns hievor ofi^ unnd yecso
abermals roferiorR, uiiverporgen, in wellicher ir euch dann also
nnnd aigcntlicb aa vergwisseu, das wier in annserm fUrsstcn-
>
Ümmvii mrod Unnden die nnndteri^ druckte mit CmtfaoUische
r^güm wider n erheben, annd eben das, was aa gottos ebr
bdUrderong^ nnod des geistÜcben staandts aDg«faari^n int annd
geradiligfcait gecümbÜcb, in sein «m« sa bringen g*'*'"* ge-
daockhen und entschlossen sein, dabero wier nao oit allain in
feuere und in tpecie ofbe genneraU unnd beschlossne bevelcb
hin ond wider, wie es die Dottord^ ervordern wellen, abg«en
und luiDdter anndeni die ansgeschafften predicannten abcsn-
thoen berolcbra haben, aber solche bey Tillen darchaos kain
aDKehm oder rolg gehabt, des unns dann, als ir selbst za
gedonsckben, nicht wenig onnd also conimorirt, das wier ja
xa genncsticber onnd ordenlicher reformiernng mit merrcnu
enut onnd nachtmckh greifen onnd onnsere ansehonticho com-
missanen abordnen mae«sen; nnnd ob wt«r innen gleichwoll
ain guardia zuegeben, so ist doch dis mit disom bcschatdt. da«
sie dieselbtgen vor den besen nnnd widersecsUchen rcbclischen
pOfel defendieren nnnd sonst yemanden, znmal die gehorsamen
nit offendiren sotten, beschechen, wie wier dann, als woll sa
gedennckhen. dessen nnns aines solieben grossen uncosstcns dar-
wendtmg tÜI lieber geUbrigt and enthebt sein als dertey unns
an6aden weiten; onnd eben ans soUicher aond kainer andern
ursach soecht ir gelegenhait dcricy lamtntatwnes annd dag
f&rczawenndten, do ir aber die Sachen unnd sanderlich des
udtaschwnr halben nach bitlichem conaideriert, so het^lndtct
ir, das kaioem wider seinen willen ainieh^r aidtÄchwur weder
xnegemaelh noch von ime aufgenomen nnnd solUches dammbcn,
dann wellieher innwohnner ie in seinen gewissen also beschwürt
ZQ sein rermatnt. dns er die OathoUisclie retigion nit annemen
kfinndte, dem wierdet zn seinem abczug ain gewisser termin
bestimbt, das er !mo also freiwillig 8elhi;t aintweder das bleiben
oder abczieclien zn erwOUn; wellieher sodann sich zum gebor-
Kamb annd der Calholiechen religion crcliirt, der solle unnd
kann billich ain jorament nnnd leiblichen aidt schwOrren, in
demelbigen zn verharren nnnd k&iner widrigen mainung zu
volgen, alsdann ir auch selbst aller vcrnnnfft nach billichen
mOMSet, weilen neben disem die aidtsnoti ancb nnr dis nnnd
khain anders vermag, das sie aach nnns als lanndtsfllrsten ge-
boraamb sein annd iren obrigkimiten, was sie schuldig, raichcn
nond laissten sollen, dat> ainuiall in baiden ptlnctcn wider disen
aidtsuhwor von rechtewegen nichts xn inferiem oder ainiche be-
I
sc-hwürnng fUrczcweniidten, als es ilaon mit abcxag des 10.
pfensingB kain eolcho ungleiche Bach, als welche Bonstcn in
sollichen fkäJen an allen orten annd im römischen reich ge-
breuchi^, wo dergleichen ztunall die aas nngeborsamb mit irem
leib unnd gaet aus dem lannde sich begeben, voo innen ain
dergleichen schllczung annd Icdigang ires abczugs bissen
müessen, die :Llicr von unus gegen anndern ortbun auf leiden-
lichcn wceg limitirt ist.
Das aber so woU etwo bey unnsers geUcbsten herrcn
vatera seligen gedccbtnns sciten atn solche bewüligang der-
jenigen durch die stfinndte crpaulen neuen kirchen, sie bei
solcher unnd donisclben exercitio unbulrüebt ku lassen oder
hernach in der erbhnltligung solliches geschehen, dessen werdet
ir euch also annd fraeiise nicht ssa beiielffen haben annd do
Bcliann was sollicbc» wftro, das etwo speniem cuitisdant prae-
tentae conceaionis hete, so ist doch solliches vor disem also
unnd zum benUegcn widerlegt^ das wir unns billichen ob eures
disorts so OffCcrn bcschccb enden widcrhollcns unnd canclierns
au verwundern, inmassen wier unns dann eben in obgomeltQ
untisere haubtrcsolution dieorls wellen geczogeu liaben; darbey
anns aber ainmall noch vill frembder unnd mit mehr verwun-
dorung ftlrkombt, was ir I, L. unnserer geliebten fraue mueller
wegon, daa sie auch ain solche ubvermelte verwilligutig zumall
aus unnscrm bevcicli solte gcthauo haben, fUrwcnnden, dessen
sich dann 1. L. so wenig als wicr unns durchaus nictites zu
erindern* und ir üolichcs also uriwisscndt oder doch in un-
gleicher von irc yermerckter mainung ancziecbt, alwetU wier
discs zu gcdottnckhcn, geachweigeims zu voroi-dncn, die weni-
giste ursach gehabt unnd darumben euch uines solchen anzugs
unnd gegebne vertrosstung, die wior euch widersprechen weder H
yeczt oder koiinfl'tig nicht zu behelffen, so woU auch die ber-
ausahordnung dergleichen abgcsnndtereyen ausser unnsors vor-
wissen unnd bewilligen iiit nirgcnutncn, cnch lauter vor disem
nnndter6:igt, derowegen euch wider unuser Verordnung was
solches zu tentiern nit gcbUrt hat unnil wie nun dises, so oben
otiichormassen berllcrt, vast die nuixima in eurem sclirciben ist,
also wellen wier in überigen vorgcmeltermasseu berichte or-
I
* Sieh» d«ritber 'l»i Itrivif Marias an ihren Solin roiii 6. Oktober I5irs,
gedruckt tei Hurler, Hart«, Enli(>rKu[>in za *)«t«rrcicl:i, 8. ISl — IdS.
^u*h»
I
tbn-
dürr ggafiit Wkd «ai di»fcii &Be& d« g«nuÜM<n Utids
gttTa^t oder B«di nii e<MtM AneelMAg ut Tolg«B
wio^el, alao fciftwhia wier, iaa aa -nHta «nail 4«BMa rafer*
■hten orten in Sufr die anwUMthnuna düar ftli ftWiowlHiwi
ftrdariit gott dann vaas gebomam daandüi
dfts «iar deana allaa aia «rMighir, seitoaMfioia öa dar*
aas UBtar TtteriirJi annd UnndisftratlHfc WülmaineD «jnpBndtftn
■a»d gniflieii BpArrea ümmb, ak frinr dann nit w«ni|rpr in
{:>«■«* KKlndtm ron den geiaioep mann in fttr1anfft&nd«r
eemmiBaMUi then das, ak nembltcben des aehttldigen inn«n so
naes peratebenden g«bonamb so weit gespfirt^ da« wo nicUt
diireli widersinntger anbedichligtr personDen, dfiren anos oiliche
walbekhanndt. mmall aber der predkannten aiisobarren onnd
veridicicn etliche sn ainem nngleiclten begfinen angeraicjil onod
gletebsanb getriben, wir eben das, was wir begrrt nnnd scJbs
wAnaeben mj^eo, bishcro war^numen annd bcfundun Qiind
dabero anns dunn in solcbetn greliorsamb des gUubenns unitd
rebgionsTeraiDignng rill merer trcnherrxi^r genaigicr hilf als
widrigen verseoben thaen als dann noch bishero disi-<r ivfor-
loationihannjlong fridlich nnnd glUckblich Allcnn dtlialbrn von
stalen gangen, allein da m vecao *.am onndc grt.inngrn süDo,
da befänden wir das widcrspill, in dem wier vemomoa mUcsson»
das ir aber nnnser Warnung unnd Dff^ore bevelch, die in grosser
aoncKall haltonndo prodicannten ni; allain nit wcckb^tliann,
«andern ancb anndere, so anndcrstwo abgesebaiTl, in Clagon
fnrt receptiert nnnd inniaasen nnns ofTtbcrDerte unnsoro coni-
missarien gehorsam blichen berichten, als sie amb merrcr fncili
tining nnnd gclinipfenns willen, zwen, als den Inndslmablimtn
onnd Ticsdomb, nncli Ciagcnfurt abgefcrttigt. wellicho dann euch
dahin ersuecht, das ir die sacben dahin dirigicrn weitet, damit
mci^melte rcformation also fUrderÜchcn vorrichtet unnd die
bej sich mit unnsorm grossen uncosaton Iialtundo /jum'dia
ehcirt wider aus dem lanndt gefUert, imcli dieselben nohoii
r«sut. II. AH.. Bi. LX, 0
earem ia der statt hiütande fennd) khnecht — des ir doch
lenng^t nnn»erm auferlegen gemäss nuch Rackherspnrg ge-
M-hickt haben »ollet — in rhae nood aiaigkliait bi$ za voll-
enndang irer anbevolchocn reformatioD za erbalten sein mechten.
Ungcacht aber discs gcbraachten gelimpflichcn mills and
daa sie mit allerlay TcmdfTUgcn beweglichen orsachen annd
persnaaionon cnch zq scbaldiger consentiening mit repitc- nnnd
gar enntlichen qaadraplicieni embsige Tennant, so haben sie
doch kain anndere anntwort, dann das tr über cor onna ge-
thanne schreiben — dessen wier im anfanng gedacht — unnserer
rcBoIntion erwarttct, ja pro eoneliuione botU, es ervolgc die-
•elb auf wu wege bj welle, das ir doch ausser vorwissen nnnd
bewiUignng der horreo lanndtlenth dise ir begeronde reforma-
tion nit bewilligen oder eingeen künndtet, vermeldt haben,
welhches vermelden nnnd dise eur unbefnegtc anntwort, ob«
die nnns befrembden solle oder nit, wellen wier euch selbs
urtlen lassen, als ob es auf disen schlag in onr oder der
mcrrern lanndtlenth macht gefallen oder aignen willen stüennde,
das ir nach enrer gelegenhait dise oder jenne religion halten,
wier aber als herr annd lanndtatUrsst disfalls zarnckhtreten
nnnd mit innhaltnng onnserer reformation onrcr belieb- nnnd
etnwillignng geleben solten; obc eacli nan auch in bedenncknng
DTinscrs so hail»amen wercklis uiind eatliuIÜHchen heÜligen rc-
ligionspropagimng — nach wellicher aucli vill der alten nnnd
gueten fromen leuth mit Benfcxen verlftnn||;:en haben — ain
solticlies zu ultendicin gebUrt, irs auch vor gott oder der weit,
aach an reden hey unglaabigen, verantworten khUnndtet, das
wellet etwas diefTers nnnd weittcr liedennt^khen; nnd wie wier
Qnns ainer solchen anndtwort, noch weniger des werckhs bey
eneh nit veraccben, also künndte auch die merer annfÄnU der
lanndtlenth, ja aller miteinander gogonwiert nnns unnser für-
nemen — nachdem nnbillich, das der oberer den niderern nach-
geben solle — mit fueg nit widersprechen noch verhindern^
wie wier aocb dis dahero für annol halten^ auch encbs biomit
ernstlich unndersagen, meruro lanndileuth destwegen üusamen
zu fordern unnd unnscre hillichc gebot in aln cuntroveräiam
KU cziechen, obe innen zu gehorsamen seye oder nit; aus wel-
liehen nnnd zwar Ulierflüssig haW-nden genuegsamen nrsachen
nun wie von derjenigen unnserer hnubtresolution einmall unnd
cwutquenter von diser hailsamitn refcinnalion in craflft uiinsers
I
I
83
lAonJarürätllclien »mbU annd hochtieit nit atiaaeczen künndten,
nmli Bovil me}ir nun, so ist hirinit wie unnser gethreu- annd
vJlterlich also auch ^oiiildig- uiind ürnnstlii'lier hevelcli Qund
l>ey annüer ungcnad unnd verÜernng deren über die slatt
Clagenfnrt eures taila Imbenndcr freybait tiucli gebiettenndt,
das ir ausser ainiclioa verrern bedennckens cucli, als gehor-
samen unndtertbannen gebltrt, erweiset annd gedachten annsern
reforraationscommissaricn in verriclitiing ircr cominiesiouen ver-
ner die wennigiste veriiioderung zuefiiegt, sundern sy so woll
anch ir Iiabonndo gnardia — wellidie damals in zHumb ge-
halten werden solle^ das aicli niemanden atnioher UTibitliglclmit
oder gewalt;; zu besorgen baben solle - — uiiverbinrlerlich in
die statt lasset, damit sy vennilg irer babennder instniotion
aines nnnd anders fttrkbern unnd vcrricliten mllgen, dann da
mit werdet ir das werckh also beflirdern, das sie nach ver-
richtor Sachen eurem sclbs so alarckhen begorn nach ab-
caüechen nnnd im lanndl ainicb verner ungelegenhait verur-
sachen dürffen, nlao ist uueh an euch nochiimllen unnscr gannen
ernstlicher bevelch, das ir das geworbne fenndl knecht straggs
unnd in angcsiobt dises voriger annser Verordnung gcniHsH aiuf
Hackhespurg verschafFet unnd anndere kbnecht, die ir etwo
besteh, auch abdanncket, damit nit etwo zwinchen den annsern
unnd denselben ain unrat entstuenndc, das nur ir daran diu
whaldt unnd schwäre veranntworttang nnnd bestraffung zu
gewarttcn haben, also auch unnsere commissarien sambi der
bey sicli habennden guardia von dannen nit verrti*.'kteii sonn-
dem so tanng auf enrn aignen unnd privatuneossten verbleiben
sollen, bis dia werckh vollenndct worden, so woU uund nit we-
niger ir dia für gewiss halten sollet, do ir ench noch des vorrem
angebomainbs gebrauchen nnnd unns aa merrern emnst unnd
uncossten ursacb geben wurdet, wier solches an euch nnnd allen
ungehorsamen au irem leib, leben, haab unnd guett ku crhollcn
unnd KU seiner zeit ain sollichen vorweiiis unnd schürlF fUrczu-
kheren gedennckhen, das ir sainbt weib nnd kinndt mit all
zu spater harter rhea dessen innen werden unnd emptindtcn
«Ilet, welliche weitleifügkait unnd ernsllichen anasganng ir nun
mit eurem scholdigen gehursamb, dessen wier unns noch nnnd
abenaals versechen, leicbtiiclicn f'i\rktiotnen unnd mit rhue nnnd
friden mtiiser gnad nnnd sanä'tniUetigkait erhalten künndtet.
Unnd das ist ainmall f'Ur alleczeit anser entlicher, nnverander-
6»
84
lieh Btfittor will und mainang, davon wier kainesweege xa
weichen gcdcnnckhen, seind encli aber sansten in allen billichen
entgegen zu geon mit gnaden gewogen. Grftcz den 30. Octo-
bcr anno HiOO.
Adresse: An die herren verordente in Kliärnndtcn.
In dormo: Dm Original ist itia ,6. Nrmemt/iriM beiuelte» IßOO. jm den
b. Terardn«ten iius 8t Veit durch Wolfou Kallcnbknf«r auf Clagenfurth aWr-
«chiclct wordos'.
1150.
Die Bürgerschaß roN Vcäach an Ershersog Ferdinand IL: lUttc,
die von den Jieligiousreformaiionskommissi'iren am 19. September
IdOO in Spiittü ihnen gegebene aUstt kurre acfittcöchentliche Frist
rum Ahruffe bis eum kommenden Frühling tu verlängern, ,damii
tcir nit sambt unsent tccib und kindern in das eüsserisie ver-
derben und undtergang gedeyen\. 0. J). (IGOO Oktober),
(Kon., Archiv des Qeaeh.-VcrrinM tat Känitca. Badolfin., Kla^cnfart)
1161.
Berieht des Landeshauptmannes nnd Lai»äe$vi£edom$ tvw Kärnten
0ter ihre Verhandlungen im Landtage aus Anlaß der vorge-
nommenen und noch vorjeuneJimenden Beligionsreformation. Bitte
um iceitere VerhaltHngsmafiregi'ln. Im Saal, 1600 November 1.
(Kons. n. Kap., X^atDborg-FeiBtrilx-ATcbiT.)
Wl« das Kla$«ofiirt«r BeligionmfonnattonnrMen tirh anfan^ sa^
Imnm, werd* Atr Rrthrnnf; Atm Berichte Wolf Kalt4>nhaa«fn ptitnommen
habra. Pfif l.aiideabaaptinattn and Vii^nm babi^ Im Rinvpmrtimcii mit
den anderen Koamlidü'en mit den Vsmrdnrt«!) verhandrlt und ihnm Mittel
vei|^chlafr«ni dju beilsame Werk wi« Mmt im lAade auch in Kla^enfurl
IB Kad« gn fubreti. Si» 1iätt«a di« liuid««flU«tliobeft Dekret« Treten Aoa-
wcinag d«r Pridikantni ihD«o ra Gemflt« (^«njhrt nsd (ffbofft, sie wtlrden
die AusKbafrnng Aes Prldikanton and flcheldUnrr «rUnf«n, am dann Ub«r
»Hm tVpittw, di» Vrrtilgvn^ dpr M>ktiMbra BGfhr<r, Tcnprmiflp der npuon
Kircb« anr.. neb nt bedenken, damit das Werk rolleodnt and die .Gnandta'
nach ITaiu« (««chickt werden kltnnt«. Die Verordnetes U11l«n aber ^Ant-
wortet, daß di« Herren und I/andleut« d«^n Eribeno^ ihre Eatacbnldi^ung
der rr&dikantea haibor aaccKhickt, da Krxhenof Karl and EaU«r Fcrdiaaad
ilMsn bewiilift, de aa halton. 81« enrartim iarUbcr «in« (oidig« Erl«dif«ng.
Die VerordnetAB kRnatea «leti ,««fier Ihrer THnatpalen' tn nicht« einlM«en.
Die BRifer*rhan »et gMMn Toiycferdert and ihnen an^tragen worden.
a{ b^fthl d«r KoumUaär« lu endieinaD ond dia )AD<le«far*tlieli«o B«febla
dar BQch«r halth^r nsw. n vernthmeii. Es woll« der BUrg«rachiift schwer
ftllra, Tön ihrer Konfeasioo, in der «e «rx«g«ß, nbzatreten. Dm maa d«n
vSI%en GfharMm niehl venn<^rk«n konnte, yitnainineltpa wir uns beut« in
tVtavnr Lä«b«n Frauna-KirchB im Saal', um na berKUohla^n. Dm Ei-
gabnis Ut, daß, M langv die Pridtkattton in oder aebon dar Stadt wallen,
den irrtume nicht abgaholfan werdou kaau. Ui* Sjicb« wilnlo rerwirrtar
ab frOber. Di« V«rorda«tau denkeu nocli niobt daran, da« in Klai^enfurt
liegende Kfthnlein Knrrble fortiuBchickon. dlo AoHcbaffans der Pridikanten
■neinini sie auf einen allgemeinen Landtag ta verschieben, ßilte um MaS-
regoln, wie mit der .(iuardia' ca verfabren Mi, die man ohne groün Be-
aebwardo der annen Laut« Ungar nicht baltuu kOuna.
I
1152.
EräKermg Ferdinand IL an den Osfiaeher Aht Kaspar, den
Ertpriester von Oberkümten und Vfurrer von Gmünd Antoni
Siromatff urtd Dr. Christoph Schätpaeher von und su Drahoven:
Da der Papst mittels Bulle vom 12. April 1600 die Errichtung
eines JesuiteiikoUegiums gestattet, werden sie su Kommissuren
mit dem Auftrage besteilt, das Khster Arnoldstein samt Zugefwr
laut rfar«6#f aufgerichtetem Tnventare, sumal aber ,die luntriges
iar verfallne proventns' su Händen des Gewaltträgcrs der Jesuiten
P. Nikolaus Coronius su üheraniKorten, deti dortigen Admini-
strator aheuschaffen, die Untertanen ihres Gdübdes iu entlassen
Hnd deni P. Coronius ins Gelübde su geben, den Tag der Korn-
mssioti dem Bambergischen Vitedom und dem AquiUyer Ers-
priester su Villaeh a7isuxeigen und über den Erfolg Bericht tu
erstatten. Gras, 1600 November 4.
(0(i{f^ Araolditeiner Akt«n, XU. Jiu.. KUgenfurt. Radolfin.)
^n omt^dHIgm Rande: ,Dio einantnortang des klostar« Arnoldtlain
dcDfln pairibuM S. J, Ina werch gerichL' Zur Steh« (ivho Lot«rth, Aus der
Z«it der üegamelunualiüu tu Karaten. Dio beabsiohUgte EinTerleibuug der
KUatar Arnuldstein und Griffen in den Jc«iit«aorden. Carinthia XC, 8.6.
1153.
Derselbe an den Bambcrgschen Viseäom^ Domherrn und fürstlich
}Himhcrgisch€n Bath, Johann Georg von Stiulion: Ufiehlt ihm
utUer Hinweis auf die Verdienste der Jesuiten um die Ausrottung
ketserisciter Lehren und die ihm von dm Jesuiten übcrgibene
päpstliche Bulle vom 12. Aprü^ der vorgenannten Kommission
86
,stattzuthuH* uttd ihre Angdegenhfdien ju ßrdern. Gras, J600
JNovemher 4.
(Oritf.. i'n dupto, obooda. Das sw«ito ddrfte fUr Abti VSlIadior Erxprieitvr
biMtiiumt gAVTAsen k^iti. Es liogt aber nur vitio ÄrlrcM« vor. Im iweites
Stücke tiad KomniiMÜrc Slrooijij'er, Abt TOn ät. Patil, uod Hana ron ßauojro.)
Am 20. Norcuiber iictireibt der Patriarch von Aqnitcja FrancMCO Bar-
ban> an dtn Vix«iloni: Omlimtuiionfm nlJiotiat Antotdulahiij erehriu» ßagi»
taUuix Aowiintt Poiltilato (Emcrich MoHtnr) ad hanc tuquK di^m caneedere non
tfüOi/MffTm, nUi ftil nlia* «^rtjMt ad />. V'.} mihi a tumhU} ptmüßea intuntUvm
e*tf(t), Ht nri/nritim »utpeiuiereui, dtinm a .S. S" rujrrr hoc eerti aüiptid deeerrte-
relur. Wille der P. II' aei fiewcsen, AruoliUteiii dem au errichloodcu Jesuiten-
kollci^iam ku ÜberKeben. Kr LOuue DlchU tun: tuptriviim voLwiliUi oUtm.'
ptnm oefuixn t»t vttuti im« iaudabile nef- tutuvt rtpugn^rt . . . {Orig-, Abeiida)-
Oor Vis«dotn vtintündigt Einorich MoUtor am 27. NnTßmber, ,daß er d«in
Fllmtrn Yon BamtiAr^ dicarr .^acbnci 1 »e.« ch äff« n halt bei ta|^ and nacht laufen-
den bot^n rmtXni3igtV Kn machte auch gut Bein, .wenn i1ir Enmbt den coti-
Tentualcn den ninttcn bitten wUrdi>t:, die coutirmation bei l'. II' zu erlaagen,
amii nicht %a veratAtten, aolch . . . cloater au 1. F. Gn. yi-aeittditio in andern
gebrauch, ala et von ihren vorfabien fundirt . . . unverscUolter weis au
Iramtfe Heren' (Orig., «benda). Tag« ilaraiif «in Kweitoa ScKretbru: Woun
die ob«n genannten Komniliuiitri^ kommen, .werdet ir euch mU atlrgierung
noroT gelaibter ardtspHiclit^n der nicliteJn1a.isting halber durch rurn diener
st) entieluildigDii, den nndiTtb^incn aber aitffii]e|^(-ii wiasr», Ht^Llrn itte V. O.
von llaiiiherg und eiiibui K. doiiuTapitul aIk ivm i^rliht^rrti mit aydt8|)äiclileii
aoegethan und deroBelben biiiiieru nidit (erledigt, dau nie auf erfordern nicht
erscheinen, vil weniger eine neue (»fiiclit laisten. Den botteu wollet ge-
Hchwiade nadi Bamberg fortacliickeu und was sich aoniten begibt, mich
aehrifilich verulcndlBcn' (Orig-, ebenda), Am 2. Deaerobcr 1000 aondrn Prior
nnd Krmvenl von Arnoldstcin einen Bciicbt nach liamberg, ,<1rn Anfing der
conBniiatlon »iid der .IßKiiiCer a1trnlli'-rl^nde gewalllbnüge iMnn«>iiibuug dea
clotters Arnolilslain botreiTöUil': Molitor, Provisor des OriifneT SpitaUtiitM
6l. Katliariiia bei VilUi;h, aei per /vrmarn. ani»pronitn l«ffilme von ihnen anm
Altte ]i(>ttuliert worden. Er sei ein tüchtit;er Verwalter. Sie bitten ia-
■tSndigst, die vorstehcnd^x .gewaltthütigo entwelining' nicht xn gottattan,
^as attentat abwendig nnd binterstcllig r.n marhr-n* (Kona., ebenda). Am
a. Deianber berichten sie dies an .Stmliim (Kons, ebenda). Kin Derichi
vom 1&. Dezember entbült eine Znitauinieiiiitetlung des ganzen Vor]gangea.
Da heißt ca: .Herr vicedom refullrt' das Vorhaben dos Brxheraogs, es aei
nnbillig, die rtliificaot nlso aus den Klöstern in die Welt au treiben. Des
Encherzogi Schreiben an die Kommissur« .vermag, daas si« der Jasuitor anf-
nehinong nach nicht Aiilirt, aondern an gelegner zeit xu edirn'. Der Risekof
von Bamberg schreibt am 19. Dozemhnr Nciii Hefremden, datt die .Jeruiter
durch sondcrlicbe fuUa narrala fiicli die JJailiu apottoticat wider die uralten
fiindadcnift erprabtieirt', wider Recht und Billigkeit versucht, ios Klonter
mit Gewalt ei Eiaudringen. Er habe aiuh an den l'a|iai, Patrlarclion nnd den
Ershentog gewendet, solche UngebUbr der Jeanileu abiuatellen (Kop.).
87
1154.
Ershereog Ferdinand II. an die Verordneten von Kärnten: Tadel,
daß sie der Resolution vom 30. Okiober nicht nachjekommeii. »-
neater strenger Befehl, das in der Stadt liegende Fähnlein Sol-
daten absudanken, die ei^angclischen Kirchen- und Sdiuldtencr
abzuschaffen and die Religionsreformafwuskommissäre iitrer Auf-
gabe nadtkommen su lassen. Androhung schwerer Strafen für
den Fall ferneren Ungehorsams. Gras, 1600 November 4.
(K«pp., St. L.-A., ehr lt., LamhorK-KeixtriU-Arcliir o. Lim KoJ. 43, fol. 70>i>
II. SS8*'— '2X9*. Ovdnickt Archiv dir TxtvrI. Gwteh. vto. 1900, S. 48.)
Da Ir disom allen (sie) . . . nicht vollziehuu wurdet . . .
habcQ ansere commiäsarien . . . gemessenen bevelch:
Dich burggrafen und Euch verordeoten «n specie
ond alle complices, fUmcniblichen aber auch dio pre-
dicaoteu uud iren anhang in gmaiu ... für rebellen
und uuä mit ehr, leib, haab und guet für verfallen und
. . . Vogelfrey, alle Euere undertlkanen auc}i Euer glibt
erlassen, offeiitÜuli (zu) erclären . . .
11Ö&.
Versdhe an die lieligionsreformationskommissäre in Kärnten :
hoffl^ sie tcerdm die Ueformaiion laut ihrer Instruktion voUxogen
halben, widrigenfaUs sie fingen den BurygrafeH, die Verordneten
und die Vradikanteti als Rfhelleti vorgrhen müßten.
Gras, 1600 Not^emher 4.
(Kop., Lan;biirg-P«iatritx- Archiv. 0«ilrackt abeDd«, B. iV.)
1156.
Schreiben des Landeshauptmannes von Kärnten an den Landes-
viiedom Hurtmann Zxngl von Rüeden: noch sei vom Jlofe nichts
gekommen; er hoffe auf eine wohilberalscfilngte Resdution, die
nicht nach jcdcmutmts Gefallen sein werde. St. Veit, 1000
November 4.
(Oriff., Luobcrs-FffialriU- Archiv. Gedruckt ebeoda, B. 46.)
1157.
Die Verordnden von Steiermark an die von Kärnten: teilen
auf deren Schreiben vom letst^in Oktober mü, daß sie dieses
Landes AbfjesamUett Gtory Herrn von Stahcnberg der ,vorhaffeH-
den' Abreise Hunnibals Freiherrn vün Eck erinnert haben. £>■
ist nun auch reisefertig und tcird Herrn von Eck su Kapfcn-
berg enearUn oder seitien Absitg nach Prag nehmen. Oott yer-
leihe Gnade, damit viel Fruchtbares gerichtet tcerde. Gras,
IGOO November 5.
(Kons., 6t. L,-A., Oir. B.)
1158.
ZNtfttllwN an Georg Herrn von Stubenberg: erinnern Um der
bevorstchendat Abreise der Kärtitner Herren nach Vrag.
Gras, 1600 Noinnber 5.
(Koiu., ebenda.)
1159.
Die Verordneten von Steiermark an Herrn von Stnbefther^:
seiulen die Schriften und Akten zur bevorste}teHden Sache, Da
die Sieirer für notwendig erachten, dem Koniepte der Kärntner
den ZttsatM heiBufügen: ,daft die gegenwärtige Oeaandtscfiaß
schon vor sicei Jahren bcratschhgt und nur ausgeseUt teurde,
wen der Kaiser sie an den Erihereog gewiesen', so ersuchen sie,
»cA mit den anderen Abgesandten tu vergleichen, bei Kelchem
Konxtfte es m verbUihen habe. Im ^rige» wolle der Herr
seinem ber^mten christlichen Eifer, seiner Dexteritüt und seinem
von Gott empfangenen Verstände nach bei dem Kaiser und den
geheimen Unten in dem luxMeilsameji Negotium n-ligionia dcts
Seine tun, .daß Herr und Kne^it in gutem Frieden hausen und
M des Erbfeindes Aburhr die Kontribuiionem geieistei «erden.
GroM, 1600 November 7.
(Orif., SL L.-A., Stub«aberf-Aktcii. Gegeurr&>niL : Koi», Cbf. R.)
116a
Brw/(f fxnes KU^furiors (Megiseri) «m eimige Abtresende:
SehUdemng Her Vorpmtg« bei der KlagenfuHer Geyenreformaiio».
1$00 Xorewiber 11-^15.
(K^LlMia, faLtSl*— SM« 0«4ncU F^Hschu^w
U. Hfr— M6.)
^Mtochen OtaA.
S9
»
1161.
ickht nnd Eid der lüuiefaUeneH CItrhtm' 0tleir neue»
Katholischen'
(Kod. LioE 43, ta\. 46*)
Ich armer, elender Sünder N. N. bekenne euch ehrwürdiger
herr priester anstatt gottes und der liobon Jungfrau Maria und
allen liebon heiligen, dnss ich nun so lang and so vil iar (als
etwan seyn mOcbte) der verfDhrischcu und verdjiiublichen gott-
losen sectUchen lehr beygowohnet und in Bolehon schrecklichen
irthumb gesteckt bin, auch in irem greulichen verdAinblichen
Mcrament nichts anders empfangen habe als hcckcnbrott und
aus dem kelcb nichts anders empfangen habe aU schlechten
wein aus einem vass. Solchen greulichen irthuniben und ver-
damlichen verfllrischen lehr entsag und versprich ich nimmer
bejsawohnen. So war mir gott helff and alle heiligen.
1162.
H^ Bexhteerdcschrift der Stadt KlatjmfuH an die Verordncttn von
H Kärnten über das gewaltsame Vor'jehen der fUHgionsrefonnatious-
H kommissäre daselbst am 12. und 13. November und die an letst'
^P gewxwntefn Tage verhängte AuaKeisttng der BUrgtr A, C. am den
innerösterreichischen Ländern. Bitte, die Saclie dahin ea richten^
daß sie bei ihrem Hab und (rut verbleiben. Himceis auf den
dem Lamle atts ihrer Ausweisung erwachsenden Schatten und ihr
Eigentumsrecht auf Spital, Kirche und Friedhof. Erinnerung
an die ihnen kürzlich noch gemachte Zusage wegen DeUtssung
I der Spitalskirche gegen Überlassung der Kirche bei St. Egid.
B Klagenfurt (0. D.)
^^^^^B (Eop > L.A.. Chr. R.)
V Welichergcstalt durch . . . MaximiÜanum I. . . . dise stat
i Clagenfort £. £. L. donirt und geschenkt worden, dessen
haben £■ ö- mercra wissen als wirs erzöUcn küncn. Welicho
itat voa den herro und laodleuteu nach iren habenden frcy-
liaiten crwaitert, mit grossen uncosten zu ainer schiluen veatung
gericht; löblich disponirt und bis anhcro in guetcr chiistUcher
polixejr erhalten und gabcrnirt worden, dcstwcgon dann eich
vil von andern orten weg alher geRogen und bürgerlich alda
anter gelassen^ lionser verkaufft und von grünt auf ircr mass
nndi neu aafcrbant aucli all das icrig, was »y umb- und an-
gehabt, aucli was sy aonat eritleebnet, drein gcwcnd und ver-
stockt, der boiTuung:, sy und iic erbende uacbkimbliugeu wur-
den allbie bey so gaetem rcgiment und zueocmnng g'ucteti
gwerbs ßram sedera oder ain stUt wehrende unverdrungnc
Wohnung haben klkaen ; wio weit aber unsern voreitern und
nns die wolmaincnde hoffnung ab- und woggcnumen wird, das
erwaist jetzt ~ gott erbarms — die laidige zeit; dann, als
vor wenig tagen die roforination rtligionia auch in diser stat
hat Bttllen fUrgenumen und gericlitet werden, haben wir nach
gegebner vertrOstaug gauzlich vermaint oder datUr gehalten,
es wurde mit diser E. E. L. aigenthuniblichen stat von den
andern statten im Und ain unterschaid haben und N. u. N. der
. . . herrn 1. f. coiuiuissarien gwürda (sie) oder kriegsvolk in
ain eoliche vestung uictjt eingefürt werden, weHclies doch letzt-
lich auf 1. f. ernstlichen befelch beachehen; das wir in nnder-
thcnigkait geduldet, haben auch des hocliwttrdigen lUrsten und
hcrm, herrn bischoffen »irmon oder bey drey stunden lang
werunde predig (darunter sich durch die gwarda ain auSauff
errijfct Und der bürge rBchafllt nicht ;iin klainer sehnicken ab-
gejagt, also dass sy ferrer für den heri-u bischoff nnbcwörter
2D erscheinen grosse bedenken gehabt) am sontag nach Martini
(November 12) angt^hiU'i und vernonien.
Am montag darnach (November 13) hat man uns und der
ganzen geniain allhic ainon neuen frembden nngewendliclten aidt-
schwur feiehe Nr. IWt) fürhalten sollen, darzao aber die gemaine
wegen der in der kirche anwesendün wolbewörten kricgsknecht,
vorangozognon hesehochnen auflaufls halber zu erscheinen ain
aWclieüch getragen nnd dem . . . heiTn biaclioffen durch ans
vortragen latieen, »y lictten alborait E. K. L. gcschwom, dar-
bey wollen sy auch als ain redlich pidersmann verharren and
verbleil»en: aber nichts destoweniger weiten sy I. F, D* . . .
allen gcbürlichen gehorsamb . . . laisten. Darauf wir nns gtcich-
mttssig auf fei-rere frag erclürt, dass wir nns aus erheblichen
bedenken von der gemain nicht ktlnten noch wolton al>sondern
oder nbsehaiden, dann wie niik-hten wir mit froyem gewissen
ain andern neuen aidacbwar praosticrn, da wir doch dea vorigen
von E. E. L. nicht erlassen sein. Zudem so erkennen wir ans
fll
^
^
I auch
schaldig, nasser des neueo iararaents anserin ga lierrn and
I. forsten in allein, waB nur nicht wider unser gewiseen ist,
billicli KU gehorsamen und nndtcrthenig r.u sein.
Disc und andere mehr Ursachen haben wir I. F. Cin. dem
b. bisehofTen erzOlt, gleiebwot er ans nicht gnuegsaml) hat
n reden sondern ans, wie aus heylag A zu sehen, auf
I Wochen die drey erhländer zu räumen, als auf die sL'bUrfste
und grimmigste kälion, da man mit weih sonderlieh mit klainen
anerzogenen kinderlain ohne gefar leihs und lebens nit raison
kan, aincn tcrmin geben. Dieweil wir djuiii ... E. G. u. II.
als E. E. L. geschwomo bürger sein, auch tmsern aidechwnr
getreuHi'h zu halten unser lutab guct und bluet beizusetzen g«-
sinnet: demnach so sein wir dor uiiterth. huffnnng, E. G. wer-
den die Sachen dahin dirigirn^ auf doss wir bcy ansorm hsb
und guct oder harten schwaiss gelassen und dise beschwJtrliche
gCBchmnde ausschaftung widemiab aufgebebt werde. Was sollte
sonst R. E. L. aine iHrc atat? odor müeätc diesclbig mit fremb-
der nationspersonuou, dio nicht teutsches geblüet» sein, besetzt
werden. So ist es uns auch nit mOgticIi, dass wir in so kurzer
tenninszeit unsere haab und glletcr, weillcn niemand verhand<'n,
sn gelt machen oder rerkautfen kUnnen. Wie schmerzlich es
uns nun fallen soll, alles das unserige dahinden zn ksüen und
mit weib und klainen unerKOgennn kindßrlcin aus dem vatti;r»
Und ins elend zu ziehn, hat menniglich leiohtlich zu erwegen,
Bein aber der underth. zncvcrsicht, I. F. D' unser gn. liorr and
1. fürst werde mit uns, unserer armulhey oder geringem ver-
mügen nit also stricte wie nns fürgesehribon worden, procediern,
sondern darbej* anch gn. beherzigen, dass wir der melirlste
thail mit schweren f^erhabscliaflen beladen, mit gemainor etat,
auch andern railungen verfangen.
HilfT, lieber gottl wie müosste es don armen wittihen und
isen oder den elenden nnerwachsenen pupillen, wellen nit
■n von andern in ediklBsrivhen angenielten gläubigem und
sonst privatscliuldnern, suhwär, ja UberHrhwRr fallen, ztt go-
schweigen, zu was merklichem nachtl und scitiitlen l'-. E. L. so-
wol in einlang den mitlsgaben als socisten In den gemjiinen
kml- und statwesen germchen wnrdß, wann man den oben ein-
pefäorlen bncohstabcn A ohn alles hinterdenken nachgeen sotto.
Welche« E. G. als mehr verständig selber wol erwygeu und zu
gemtlet fUeren klinen, für ains.
vil vun anilßrii orten weg alher ^'ezogen und burfterlich alda
an terge lassen, Ucuser vcrUaufft utjJ von grünt »uf ircr maas
nach nea aaferbaat aacb all dns icrig, was »y iimb- and an-
goliabt, aacli was sy sontst oiitl^ctmet, dretii gewend and ver-
stockt, der hoffbung, sy und Ire erbende naclikimblingon wor-
den alhie bey so ^ufiteni regiinent und zaeDomung gacte»
gwcrW ßxam aedein oder jiin etäit wehrende unverdrungnc
wolmang haben kUnen j wie weit aber oiiBorn voroltern und
ans die wolmainende hofi'iiutig ab- and wcggcnamcn wird, das
erwaist jetzt — gott erlmriua — dio laidige zeit; dann, als
vor wenig tagen die reformation religionU aacli in discr atat
hat BuUen fürgeiiumen und gerichtet werden, haben wir nach
gegebner Vertrustung gänzlich verniaint oder dafür gehalten,
es warde mit diser K. K. L. aigentham blieben atat von den
andern stÄtten im land ain untcrschaid haben und N. u. N. der
. . . herrn I. f. comiuiBBarien gwilrda [sie) oder knegsvolk in
ain soliehe vestung nicht eingefürt werden, welicliea doch letzt-
lich auf I. f. ernstlichen bcfelcb beschehen; da» wir in nnder-
thcnigkait geduldet, haben auch dea hochwltrdlgen tlUrsten und
herrn, herrn bischoffen «ermon oder bey drey stunden lang
werunde predig (darunter sich duruh die gwarda ain aaSauff
errögi «nd der burgersehafilt ntelit iilii klHiner Kchrncken ab-
gejagt, also dass sy ferrer fUr den l»eri-n bischoft' nnbewörter
za erscheinen grosse bödenkon gehabt) am sontag nach Martini
(Nowmher 12) angehört un<I vornomen.
Am montag darnach (Noi^mber Vi) hat man uns and der
ganzen geniain alllile ainen neuen frenibden angewendlicben aidt-
Hchwur (»Uhe Nr. HCl) fUrhalten Bollen, darzue aber die gemaine
wegen der in der kirche anwesenilen wolbewfirien kriegsknechl^
Torangezognon besehechnen auflantTK halber zu erscheinen ain
ah^clieücb getragen and dem . . . herrn bieclioffen dnrcb ans
vortragen lassen, »y hellen albernit E. K. L. geschwom, dar-
bey woltan sy auch als ain redlich pidersmann verharren und
verbleiben: alier nichts deKtowaniger wollen sy I. F. D' . . .
allen gebitrliehen gehorsamb . . . laisten. Darauf wir uns gteicli-
mftfisig auf fcrrere frag erclftrt, dasa wir ans aus erheblichen
bedenken von der geniain nicht kUnten noch wolton absondern
oder abschaiden, dann wie mitcbten wir mit freyera gewissen
ain andern neuen aidschwur praeBtierii, da wir doch des vorigen
von E. E. L. nicht erlassen sein. Zudem so erkonnen wir ona
«
Ol
^
schuMig, ausser dos nonen iaramenU nnserm gn. lierm qqgI
I. Alrsten io allem, was nur nicht wider unser gewissen ist,
biUicli zu gehorsamen und undtcrtheni^ zu. Bein.
Dise und andere mehr ursaiOicn haben wir I. F. On. dem
h. btschofren erz{j)t, gleichwol er ans nicht gnue^anib bat
trollen rt>deii soiiderii an?, wir aus bcylag A za seiieu, auf
acht vrochcn die drey orhlUnder zu räumen, als auf die scbUrfstu
and grimniigstc kuhen, da man mit weih sondcrttch mit klainen
uneraogencu kindcriain ohne gcfar Icibs und lebcns nit rai8<'n
kaHj ainen termin geben. Dicweil wir dnnn ... E. ti. a. H.
als E. E. L. geschworiie bltrger sein, aach uusern aidschwur
getrenlieb zu lialtcn unser haab gnet und bluet beizusetzen ge-
sinnet: demnach so sein wir der unterth. höfFnurg, E. ti. wer-
den die Sachen dahin dirigirn, auf dass wir bey unterm hab
und guet oder harten schwaiss gelassen und dise beschwärliche
geschwinde ansschaffan^ widerumb aufgebebt werde. Was sollte
sonst K. E. L. aine litre stat? oder müeäte dieselbig mit fromb-
der nation9pei>8üuncn, die nicht tetitsehes geblUets sein, besetzt
werden. So ist es uns auch nit milglicli, dass wir in so kariscr
terminszeit unsere haab und glletcr, wnillen ni^raand verbandt-n,
%n gelt machen oder verkanffen kUunen. Wie schmerzlich es
uns nun fallen soll, alles das unserige dalnndeii zu lassen und
mit weih und klainen uiier/.ogenon kindt-rlvln aus tlom vattt-r-
land ins elend zu ziehn, hat menniglich leiehtlich sn erwegen,
Bein ober der nndcrth. znevorsieht, I. F. B* unser gn. herr und
i. fürst werde mit nns, unserer arniuthey oder geringem ver-
mfigen nit also »friede wie uns f&rgeschriben worden, procediern,
»ondem darbey aach gn. beborzii;eti, dass wir der mebrlste
itiail mit schweren ^erhabgclmften beladen, mit gemainer stat,
■uch andern raitmigen verfangen.
Hilff, lieber goltl wie müesste es den armen wittibpn und
Waisen oder den elenden unerwachaenoii pnpillen, wellen nit
tagen von andern in ediUtssneben angemelten gläubigem und
sonst privatsclmldnern, sebwär, ja überechwUr fallen, za ge-
schweigen, zu was merklichem nacbtl und schaden K. E. L. so-
ffol in einlang den mttlsgaben als sonsten in den gemaincn
Und- nnd statwesen geraiclicn wurde, wann man den oben ein-
peftlerten baeebstaben A ohn alles liinterdenken nachgeen solte.
Welches R. G. als mehr verstendig selber wol erwegen und zu
gemUet flieren kUnen, (Ur ains.
93
I
Zum andern ist £. G. a. H. zum mehriaten tLail auch
bewuast, wio dasB d&a alte spital bei dem hl. g-eiat wegen
£. K. L. gebew hat mUesscn weggerisaea werden, hat steh E. R
msgistrat nod zavordorist Christoph WindiBch eel., der damaia
in richterlicliem ambt gewest, im namen gemainer stat aas
christlicher erb&rmang gegen den elenden and armen anter-
fangen, ein anderes nenes epitat von gnenem vruseii aufsuer-
baaen, dnrbey ain neae kirchen za erhüben and ain fraidhoff
snr bc|?rllbnos8 zaezarichten and BoUicheB alles aaf aigen-
thumbliche grtindl. Weliche kirchen gemaire etat nnd die
bargerschafft Air sich selbst jeder absonderlicli mit ainer hohen
and starken samma thails aignes thails aber ütitlehntes gcits
von grant auf zu ehren der allerb. droyfaltigkeit gottes erbaat
nnd za seinem form gebracht. Darzae haben sich auch ir vil fl
hohe und nambhafTtc landherrn, wie auch ritter and vom adl,
ioner und ausser landts, irer christlichen andacht nach nicht
wenig contribairt und mithitHich erzaigt, zn dem ende, damit
sie und ire erben goltes wort and das hl. evangelinm hören
and dann nach Schickung des allcrhüuhsteii ire Iiegrobuus alda
haben kUndten, doch auch soUicLer bescliaidciihait, dass sy
vermüg iree von uns habenden reverss, im fall sy in irer wol-
tuainung eintrag oder verhindernnss empfinden tiltten, dass sie
ire dargaben widerumben abzufordern sollen macht haben.
WAnn dann E. O. u. H. ans za dem spital und dem gansen
gcbcUwcsen daticlbst oft vermant, sonderlich von wegen der
presähalTtfn ariueu, im gebew fortzufaren, haben wir gumaiiie
Btat nicht verschont soiideru starke summa gelts entlehnet^ so
wir noch interressirn uud zu bezallen schuldig sein, auch uns
selber jedweder nach seinem vermUgen angrüTeu und in dos
werch oder neue gebetl alles gestückt und verbaut, wie wir
diUiD auch gegen den herrn und landleuthen umb ire herzao
getragne dargaben laut angeKogner reversverächreibuiigcn ver-
antworten mfiessen. Warumbcn aolton wir dann die Schlüssel
zu der kirchen auf soHche bedenken nnd Ursachen von uttsorn
faenden geben?
Wir verhoffen vilmehr» ob wir wol ntichstmals E. G. an-
geregte EchlUsvl auf dero begern aas arsacben angohendigt and
vertraut, man werde diesolhigen uns widcrumb überantworten
und uns bey dem erhöhten werch handhaben, schiUzun und
schermen, um sovil mehr, wcillcn die vorigen herrn N. 1. f.
I
95
eommissarieB wegen d«r pfarrklrchea S- Aegidii mlhM im luunen
I. F. D* mit kUrec «rorten Uattpr coegesagt, si« vohen oi»
soGdie pfkrrkirchen iar and ug and bo Uog bis imsere neae
lirehen bej dem spiul sn anserm er. «oBertitio «uferbaat and
amgeridit, angeirrt lassen, solten aaeh bemaclier mit ange-
regter onserer neuen kirclieD and titmrt-itio rtliffitmit ferrer
gaos mtgebindert and inpcrtarbirt stAtig? verltlciben, wann
inen aar die hiovbrige bemelte pfarrkircben gegen angebotncn
abtrag des ancostcoa eiDgeraatnbt wordc, deren sy rieb ge-
stracks hernacber onteriaagea. Aaf weliche ir, der hcrm coro-
Bissarien, coesag wir ans dann gSnaliobeQ verlassen ond nocb
darauf sa steen gedenken and gar ait daftlr halten, dass ans
hierober onaer mit groasen aocoeten erbautes and erhöhtes
wercb in kein weg entwendet werden solte. Im fall es aber
wider anser verhoffen änderst fallen and die echlUscsel an
nDMrer merbeojclten neaen kircfaen vorg^ehalten werden wollen,
worden wir hSchstgedrangnar not halber anser vcrbauta tind
aaf leben aafgebracbtas atarkea geh inbalt nbscbriA anscrs
hiebejr gelegten mit baechatab B and C stitft and reverssbricffs
widemmb rCUig abfordern and die gemachten scbaldcn be-
zallen mUesaen.
Di.<em allem nncb gelangt an E. G. u. 11. snntent- nnd
absonderlich . . . unser nmb gvitteswillen nndcrth. nnrueffen nnd
bitten, die wellen dises alles mit roehrercm beherzigen, die band
ob ans als iren geschworenen bürgern, nnsem armen betrtlobten
weib and kindem, wie bishero bescbehen, ancli noch hinfQrter
halten and den billichen schätz and scherm ans empfindlich
gcnieBKn lassen, die geschwinde and hoc li beschwerliche in
bOduter Winterszeit, da man Anch ein nnrernUnftiges thicr za
Taraehonen pBegt, ansschaffnng aas dem land verroitln, weJiches
gott der allerh^hst reichlicli belohnen wird. Thuen . . .
E. G. a. H.
nnderthenigiste nnd gehorsame
N. bargermaistcr, rirlitcr, rath
and die gemaine bnrgersohalTt
der stat Clagenfuri.
M
1163.
,Ahschrift t/emamer statt Cla^cnfurt stifflhricf.' Khgenfuti, 1588
Juni 13. (Jtürgernutislrr, Stadlrkhtcr und Magistrat der Stadt
Klatjenfurt hekninen, daß die Stadt Klagenfnrt vor der Zeit
Hein und in Icieinem Berufe geteesen, weil daMn kein ^emainer'
Landpaß gegani/en, noch di»'. HHrger ein hesondercg Gewerbe ge^
haJft. Seit iler Ühergahc an die Landschaft durch Maximilian /.
wurde sie erweitert, lefestigt und für die Kranken, ,die vordem
stiindtich in jedermanns ITäusern gdeycti und einer dmt andern
die Uand tfehoten', gesarfji und neben der evangeliscJien Kirche
ein Spüal errichtet, icosu jäkrlieh 300 fl. sti den schon früheren
Xrälten' gegeben worden. Der Spittdmeister soU ,aus dent Bafs-
miltd' frei gewählt und ,mil einem geschworenen Eid' in das
Amt eingeßihrt werden. . . .)
(Kop.. 8t L.A., Chr. B^ «d 1800.)
1164.
Lnndesfiirsllic^er Sefefd an den Verweser ett Aussee: ,den nU-
hieigen Jesuitern 480 //. UO kr. für bcstcUt^ und hierhvrgehraelite
katholische Bücher su bceafüeti'. Grog, 1600 November 12.
(H.-, H.- o. 8t.-A., Kiinim«irrc(firtflr XVIU.)
1165.
Der ,Schln(iminginchc Hevers': VerpfUehinng für r?CTi Katholin$'
mus mit angehängter ,Atfdisnotl'. Scbladming, 1000 ^'ovember 13.
CKop., 8t. L.A., Clir. R.)
Wir N. die Imrger-, gwerk- und pÄUcrsclmffl, auch gAnce
gmaine {.»farmcni^ iilliie zu SchUdming bekennen hiemit vor
menif^lich öffentlich mit disem brjef: NacUdem von . . . Ferdi-
nanden erzherzogen ... an ietzo zu reformtning dea religion-
wesens ain aiiBelienliche generatcommission ausgefertigt and
solichc alda zu Setitädming nicht weniger als anderer orten
firgenomen, die sectischcn prcdicnnten abgeschafft und ent-
gegen ein calholisclior rechter ordenlicher priester oder pfarrer
eingesetzt worden, auch darzue umb dessen gebürlichen schütz
an<l verliietiing allerlai Widerwärtigkeit uns anfftngs benenten
drey tauen und ganzen pfarmenig sowol als andern refürmirteu
96
orteo AID gii»rdi oder aczal kriegsrolktt auf unseni aigren qd-
casten bete einlegt werden sollen, wan uns aber die 1. f. b.
mmmiiMirif n anf nnser . . . bitten and in aiisehnng der bei
dem genuioeD mann ersdidneaden «nnaet mit eiatcpong solcher
grurdi aas eondem gnaden doch dergestalt, das» wir die ganxa
pfiuTBenig ans in etlich hemacLvolgenden ptlncten oder articln
gegea (. F. D* als berrn und landtsfdrsteo schrifUichen xn ver-
obUgieren schaldig, gn. befreit und erlassen: so thaen wir hier-
auf hegstgedaeliter F. D' . . . hiemit ainhelli^Itch zaesagen und
aas gmnl der warheit versprechen, dass vir iro als herrn and
landtaAlrsten sowol aoch deradben nacbgesetsteo obrigk&iten
hinfUro jederzeit und die tage nos^rs lebens getreu und gehor-
sam sein, deru gebott und vcrbutt wOrklich halten und nna im
wenigisten widersetzen oder derselben widerstreben wellen.
Dann so wellen wir uns aller rebellion tmd aafstandts in
ewigkeit enttialtcn noch andern su soUichtin lunicheo nith oder
(hat geben, sondern da wir dergleichen was vermerken, dasselb
Tilmer verhiettcn helfen tmd der nachgesetzten obrigkeit zeit-
lich anzaigen.
Oletcfafalls wellen wir ans alhie ron nno an aller seelischen
predicaoten, derselben lehr und predigen, so wider die alte
cattiolische kirchen sein, gentslich enthalten noch auch solliche
haimlich oder öffentlich alda einschlaipfen, sondern hergegcn,
wan sie zu betreten, die anzaigen and in TerhafHung bringen
helfen, wie anch kain haimliche rerbottne winklpredig oder
iesuDg der ketxeriächen poätiln in heisern oder andern orten
uistSbi oder ans darzae begeben nnd dabei finden lassen:
da entgegen ahcr den anjetzo alhie eingesotzte^n cath. h.
pfarrer [dem das bieige gottshaus ohnedas als ain tilial zn der
hanbtpfarr kirchen auf Haoss von altershero incorporirt) and
seinen nachkomen alle achaldige ehr lalston and ime als nnsem
ditsorta rechten ordenlichen geistlichen hirten und Seelsorger
haben sein gobUr und plXrliche gerechtigkaiten treulich und
willig raichen, anch ine bei tag und nacht vor allem gwalt und
widerWertigkeit schützen und beistendig sein wellen.
Und da nun ulier kurx oder lang ainer oder mehr ans
uns dreyen thaillcn als der ganzen Sclilädmingschon pfarnnenig
hierwider ihnen nnd das wentgiste so hierin gemelt übertreten
wurde, der- oder dieöetlMMi sollen ein jwler seiner gruntobrig-
nnderworffen^ mit all seinem haab und gnettj
96
dem Iierrn und laiidtsriirfiten nber mit leib nnd loben, wie uns
(lan dcrwcgen drei liocligericlit zn abscbeUcIilicIiem exempl
alliic aufgestellt worden, ohn alle gnad und vei-scbonung, in-
inassen wir dann solcbus urti ftclhst über uns gcscbtipft, ver-
fallen sein.
Dessen xu waren urkund geben wir . . . disc scbrifTliclie Ob-
ligation, welche durch Veitton Pranlner marktriehter und bofzina-
Terwaltern, Adamen Leilgeb, Achatzen Waldner, Unepn Bteihn-
feldcr, Iweden ratsburgern, Adamen Kiaensehmidt gwerken,
dan seinen boIid auch Georgen ßisenscbmidt, Sintzingerischen
Verweser, Adamen Leiiner, Beliai mischen vcrwcser, Leopolden
Angerlccbncr, frÄit8chni{Jl7.baetraan, Marxen Lctmair, Admon-
tisclien underthan, Colman Schupfcr, des BtiflTts S. Petter bu
Salzburg nnderlhan, und Wolfen Zauner, Prannfalkircben undor-
tlian als unscm hierzu dcjmticrtcn anssehnss mit iren aignen
pcdschafften verfertigt worilen ist.
Actum zu Schlädming den 13. November 1600.
Aydtsuotl darauf.
Ich glob und schwer hiemit vor galt und dei' weit ain
leihliehen nidf.y dan» ich allem dem^ m in ietzt verlesner schrijj't-
Ueheti ohUgafion heffrijfen, gwi» und ^oarkafftig naclikomaa und
dancider tceder mit Worten noch toerkßu im tveniglst-rn nichtx
fiirnemeii, thuen oder lassen wil, ah war mir gott helff und
sein h. evangelium.
1160.
Die Iidigion$rtformatiojisk4)nwmsäre an den Bürgcrnteist
Ilichter, lUtth it«d die ganze Gemeinde von Klagcnfvrt: Da sie
den von ihnen legehrten Eid, ,den sie oJme Verletzung üires Ge-
iciasens hätten ablegen dürfen*, niclit geleistet, so wird ihnen
mimens des Landesfürsten kategorisch aufgetragen, sich hinnen
gu-ei Monaten mit BcicJii Mtd Kommunion einjnistdlen oder so-
dann nach Abtrag des sehnten Pfennigs aus aUen Landen
I. F. D' abjsHsichen. Klagenfurt, 1000 November 13.
(Kop^ St. L-A-, Clir R. n. Kod. Llot *8, fol. 76"'' n. saS«'-. Ooilrnokt Archir
mr TAlArl. Üoach. etc., I. c, S. 60.)
Sie ^
97
1167,
DiueÜem am dm Schvkektor Johatme» Jibgmr und die owfer«»
SAtMiater: Da sw den früher an sie ergangenen Dd^rettn «»-
teider si^ immer noch in Klagcnfuri anfhiUen, teird ihnen
ärmfgtens beftMen, angesichta dieses IMer^es aas Ktagenfurt
wmd den fürstiidten ErHanden tu tiehen, mdriyenfaUs sie der
amgednMen Strafe verfallen. Klagenfurt, 1600 November 13.
(Kfifb, Kod. Hb* 13, fbl. 74>> n. £30'; dort mit dem Dalam des lA. NoTvmliar,
Gedrackt Archir (Or rxteri. GaKb. etc., S. 49.)
1168.
,Formiiiar des Juramenls für die KUigenfurler.'
(Sl L.-A., Chr. IL. Kod. Liiu 13, bl. 76» )
ler werdet Kierait scbwOm titnen It^iblichen aydt, das» Ir
der F. D* anserm *;n. lierrn und crblandftlräten auch deroselbon
□acbgeseUten obrigkeit wellet getreu und geborsamb sein, Euch
der prcdtcKiiten, so Uog ler in btebstgcd&chter F. D' lauden
iätf geozliehcn enthalten, auch denselbigen rermUg der aos-
gangen generaln ainichen underschlaipf Dicht geben sondern
IEach als getreu und gehorsame nndcrthanen erweisen.
Sollen darauf nachsprechen: Wie mir jetzt fürgehalten ete.
&t«be Archir fSr fxtttl 0«Kb. etc. XIX, 61.
1169.
I
Der Landeshauptmann und Vitedom voh Kärnten an Ferdi-
nand IL: Auf den den li^igionsreformatiouskommissären in
Kumten mitttds Zuschriß vom 30. Oktober Mugesandten tadeln-
den Vermerk, daß sie keinen spc£ifisfierten Beridit über den Er-
kag des 10. Ffenmijs in ihren Relationen einbringen, berichtat
sie, daß sie in Abfordernng des 10. Pfennigs zur Bestrafung der
sekiisdten Bürger nicht gesäumt, aber in VÖtkermarkt, ico der
Viaedom st^st dasu gekommen, die Zeit tu kurM bemessen war,
U* man ,ßn einem andern Akte der Reformation gegriffen*. Bei
der Armul der Barger sind die Strafen gering abgegangen und
ist kein Geld erlegt worden. Der Bischof von Seckau habe er-
klärtt die Verrechnung ut*d Veranltvortung tccrde Dr. Costedc
r«et»B. U. UL M. LX 7
98
HȊ der Baitpimann der Guardia, der von PrauJch, haben.
Kla'jenfurt, IHOO Noi)eniher 14.
(Konit.p Liirabcrg-Keistrito-Archiv.)
U70.
X>ie Verordnetett v(m SteiermarJc an (xcorg Herrn von Stuhen-
larg auf Kupfhihcrg : geben ihrem Befremdm AnsäTiich, daß der
anderen leiden Lande Abgesandte in Kapfcnberg noch ttidU ein-
geiroffen seien und das wichtige Gaschöß sonach eine Venögerung
erleide. Bitte, über den hoffenflicJi lleincn Vereng nicht unge-
duldig zu werden and von der Ankunft, hcziehungsiveisc Weiter-
reise der Gesandten unverwcilt Kunde zu gehen. Gras, T609
Noveniher 15.
{Ori(;., 4 Sieg«! aurfsdrllclct. St. L.-A., Stubenbar^-AIctkn. Konx., Chr. K.)
1171.
Zeugnis der steirischen Verordneten für den Stüchgießer Marx
Wenig, der aono 1575 wegen seiner gerühmten Ehrharleit, Ge-
sehiddichkeit und Erfahrenheit von Erzherzog Karl äkiw Büchsen-
meisler bestellt, hernach aber ,umh heständiger Bekenntnis seiner
lieligion A. C. uegen solcJies Diettstes bc7niissigt' utul anno 1591
in landschaftliche Dienste aufgetwmmen icurde. Er 7»«te sicJi
^mit Giesseray' von Medaillen, Geschütz nnd Mörsern und Be-
rgung von fPulfer ehrbar, aufrcciU und wol verhalten'-. Man
hatte es gern gesehen, ihn hei diesen schwierigen Zeiten gegeti
die Türken brauchen eu können, so ist doch sein hei der im
Itande ,fiirUiufendtm leidigen und höchst schmerdichen' Beligions-
verfohjm^ nicht vergessen tvorden, vielmehr wurde er mit anderen
ehrliehen Bürgersleuten aus dem Lande gewiesen. Graz, 10(>0
November 15.
(Kop., St. li.-A.. Bofom.-Akt«D.)
1172.
Aus einem Schreiben des Stubetdi&rgschen Pflegers Rcmigius
Ebner xu Frattenhurg an Barbara von Stubenberg auf Kapfen-
barg: herielUet von der neligio}isverfölgang in Obersteier.
Fruuenburg, 1000 November 17.
(Orlf., St. L.-A., Stttbcnliorg-Aktaii.)
99
. . . Wie's in K&rndten mit der verfol^ng anri dergleichen
ybwärnngen steet, wierdet ooe zweiH die fran horr Andreein
£. G. schreiben. Die ist erst heranskomcn. Alhio herumb h.-ilt
ich, wann die gegebnen termin naf Andreei ausgclin. werde
sich da» Qbl erst rüern, wie dann berait der tirannisch phleger
xa Oberwelz seines thaüs ditsort« khain nnbarmberzigkait nit
«part Docii mechte villeiebt der angestslte landtag etwas ab-
halten, dieweil one zweifl dabei die väterlicben berrn nnd Und-
leat irer armen nntertbancn leidende nnbillicbkait nit vergessen
«rerden za betrachten und derselben abzelielten. Darzne der
liebe gott gnad and geist genediglicb verleihen welle. Amon.
Barbara Yo« Rtnbenbrix, Torlitpr Bartlmes ron KbcvcohQIIer, war die
«nte Gemabiin 6«orpi A. A. Herrn vo» Httit>i*nlif>rg. liitr 1629 MJnea Glaobent
mC*B in« Eiil g«ben mußte and am 21. April 14S0 in Begcosbarfr »tarb,
Bacbdtn «r **ine liegend^Q G(lt«r an sein« Vettern Georg d. J. und Wolf*
gMOf abgetreuii batt«-. R^'mijcins Ebner ivard«, all die prot«5tanttaehen
Fflnger In la&ertatnreicb aa«|[c«riesoti wnrden, von Georg von ^tu licnlirrg
aaf tda In BShneti li<rf^nd«4 Gm Geier^crip in ffletchpr Gi^oMbaft ge-
Msdt irad erlebt« den Untergang dea protntaattMhen Hrirr«nMaBde« aaeh
in BOhineD. Barbara vgn Stabonberg lUrb am 3. Uüm 101B.
1173.
Die Veronhieten von Steiermark an Ferdinand IT.: hetreihen die
Erledigung der im letzten Landtage vorgehrnehlm TidigiöM'
Hnd pdUisdien Beschwerden. (Gras) 1000 Kovember S.
1174.
I
I
m Erl
Der Bürger Adam IlaUer von (iraz erhält ein Testimonium, daß
tein Vater si'cÄ 40 Jahre ehrsam in Gras verhalten, auch er
$dbst akh KoJil verhfäten habe und nur der BeligiOH wegen
binnen sechs WöcJien und drei Ta^en aus dem Lande müsse.
(Gras) 1600 November 20.
(Ebenda )
l\lb.
Harlin Bischof von Scckan an Marx Fugger: über der Verlauf
der bisher in Kärnten vorgenommenen ReUgiansreformation.
Grat, IGOO November 31.
1*
100
(Cfld. kifal. i>al. Vioilnb. &978, fol. ftOl— fi9S = die PufrrftrMhsn Zeltno^an,
Kod. Udz 43, fol. 77*— 7B'; dann in deuUchor ÜberscUnnc, fol. 79* — 80*.
Qadxackt Uim^iiu, Ksridit und Eiiuacratis^, 6. 4/6; Bosoleoz, f. C&^, und
Ctuoel, Caodichriftcn I. 130.)
ülofitris ac generöse domine Marce F^ggore, domine cha-
rissime et obaervande.
Postquam pndie Nativilatis b. Mariae Virgini« ad V. lU.
X)Hn litteras dcdi, quiboa significavi totam Styriam circa rdi-
gionem Dei praepotenliH beneficio reformatam esse, ee^uenti die
ibidmii iD tcmplo parrochiali Oarintliiacae' fccimas initinm re-
formationis. Commissarii mihi adiancti erant: dominas Joannes
comtrs ab Ortenburg Carinthiae suprcmas capitaiieus, Hart-
matinns Zingl eiasdem proviDciae vicedominas, doctor An-
gelas Costede Ser*"' consiliarius, et Joannes CLrtstopliorns
de Prank, gnardiae nostrae capitaneus. Eodem igitar plane
modo, sicut et Styria, Carinthia a nobis est reformata.
Iiipriniis liaoretica tcmpla cum caeinitoriis scctarioramqae^ prao-
dicantiuin acdibus abiqoe partim arietibas partim pulvere tor-
metitario sunt eversa; praedieantes uhiqne ex provincia expnlsi,
tjxores pntativae et concubinac clericorum" ab eomm conaortio
abactae, illteqae reditus sab peoa proscriptionie ex omnibos
provinoäs interdictus. Ouiiies catholtcae ecclesjac, quae erant
in haercticoram potcatatc, sunt rccaporatac, catlioUcIs pastoribas
impositb, omnes civitates, omnia oppidnla, omnee pa<^ diligealor
reformati, pertinaces bacretici ex ouinibus S. Scr"' provinctis
proscripti. In omnibus ferme, maxime vero principaHoriboa
locis exhortauiunes a me ad popiUum in tertiam et qoartam
usquc*' lioram babitae. Commanio sab utraqao specie in omai-
bns locis et viva voce et per patente-s literas (autoritate apo-
stolica a domino nontio apostolico cpiacopo Adriensi mild con-
cessa) a me enblata. Inauper literae patentes archidiaoonis
Gmindensi, Frisiaoensi, Garcensi, Lavalincnsi,'^ ot Aquilcicnsi et
I
* Cariaütioio, Bungiiu a. Kod. Lins.
^ ttctoHi&rum^ue, Chmel.
■ Fehlt b«l Rang-iiti, wie Bo«ol«iix msint, abstdiUicIi wvg^lWMti, fohlt
aber auch in Kod. Line 43, fol. 78*.
' Run^os; x>t»perae\ so ancb Kod. Lina.
" Uangitu: Lavatüinctui, A^Uenri et uormnÜi»; RoaolenE offenbar richtiger
mit Besiobnog auf die BrxdiCieae Atjoilcja: Labaeetui, Aqmlämai wi
nomtulti«.
101
nonnollia praelatia daUe. Mlabri» continente« remediA^ quibcs
reformatio nuneat stabilita et ad ecclesiam rednctis omnis oc-
Casio ad romitiiin redenodi* sit praeclsa. Malta millia libro-
nun haereticonim public« io vartis locis combasta; quam pla-
rima animanun miltia ad ovUe Christi divina gratia rcdncta.
Et sie tota. CAiinthia in spatio trinm mensinm intcgr« est^
reforinata icnninerabilibas hominibaa d«^ suo ad ecdeaiam reditos
sibimct ipsis gratalaniibns. Tnrbae msticorum et Villacenses
soDt qnidem tninaltaati, sttamen ipsoniin furor non ita diu
doravit. CiTitas qaoqne Klagenfurt contra nos scmpcr ftüt
iD &rmifi, dinqne' dos ab ingressn prohibait^ donec tandem per
terribile principis Dostri inandatnm commota, rcfonnationi se
sabiecerit. iLiiqae pridie S. Martini vexillam qningentonun
miUium ex Clag;cDfurt in civitatem Volkermarkt est tranft-
latuin, eodemqne die omnes sectarii praedicantes ex eadem
civitato discessenint Quibns omnibas postquam Clagonfartonsis
civitaa ita fiiit evacoata, nos in foaio S. Martini cum nostro
miUtnm vexillo ingrössi SQmos tota in aiiois (contra paomm)
posita ciritate. Seqaenti vero postea die, quae erat Dominica,
in templo parrochiali ad populum qui erat oamerosissirnns, ex-
hortacioneni ' in qnartam nsqae horam babai et postmodam
hac rcbelli civitato morc soUto in omnibas per tndaam refor-
mata domam qaisque discessimos. Reformatiunis et Carin-
tfaiacae et Stjrriacae acta forsan aliqnando publicis
lypis commlttentur. FTtiec quoqne eommisaio pei-qaam feliciter
et praeter omniam* expectalionem ^Deo 6tt laus) sine omni
sanguinis effusione peracta, ita nostro Ser*"* plaonit, ut inde
plarimara ceperit volaptatis. Haeretici multa de rapinia noatro-
nuQ militam et de tyrannidc, quam nos commisaarii in popolnm
exercoiseenias, eparserant, omnia ea com sint faUissima et mon-
dacia, per eeso evanesoere eoleant, nnlla pro innocentiae nostrao
declaratione apologia opus erit. tlaec eo ' Übentins ad V. illnstrem
D**** Gcripsi, quod existimeni, haue narrationcm salteni aliquam
tUiuB dolorem, qaem V. 111. I> ob Canisam prob dolor tnrpiter
■ Rod. Lim: rtdainti.
k F«bU Kod Unz.
* Bangiiu: dxnLpie^ so ftneh Kod. Linz.
Chnel u. Kod. Uns: orationem.
* Kod. Lins: omneai.
f Fehlt Kod. Lios.
102
amissam peroe|iit, mitigationcm fore.
XXI. NoveinlinB anno 1600.
Roptim Graetii die
V. I. D. sincerofi amicas et servus
M(artiiius) ep(i8Q0pii)9 Secc:(oviousl8).
Qaaoso commtmicet harnm Hterarum copiam fratribus P.
Oregorio et doctori Rott.
Von Cimisclia mag Icli nicht sclireiben. Bin khain stnndi
sicher, dasa der fbiiidt nit aueli für das scbloss Sccc-rw khoinme.
Der Stlrdar^ so Canischa erobert, soll ein Äugsburger oder Me-
DiiDger sein. Er hat gesagt, er will den uberaten faisten pfaffcn
in Steyr noch wol finden. Ine kenne er nit, aber sciu schluss
wisse er gar wol. Bettia gehe'^ in mal' fiora.
1176.
Abermalige ßeschicerdeschrift der in Klagenfurt rersammeit
Icarntiiischen Herren lOiJ Lamilaitc A. C. .üher die ßrgdoffene
religiönsrefoTmalion alda in Kärnten*. Klagenfurt, 1600
November 32.
(Kop., St. ^.■A., Ohr. R , 9 Bll.}
Bpdsuurn flbor die EifulgiMigkeil dnr Eint^alten rom tl. und 2ü. Oklo-
lior und SuUuierK Ubtsr diu UiurAuf erf-i^l^t«Li Busolutiuucn voui 30. Oktulter
und 4. Küveuilier. Mäu Labe sich i'iDCS so iingDädigen Verweise umso-
weniger vorstke», aU >n«i) t'ieh kotner Schuld bcwnßt iw^i. Mun h&bf> k«tne
ander«!! PrSdikintfin, als die von den Ucrr<>n und Landlcnt«n in>gi*«amt «uf-
^nomtncD leifln; vIb ,zu urlaubpii', b«! niolit in ibrer Macht goatanden, tnaa
iei Uljr>g«iu untvrtAnif^t ,uni Uulaainrung dina«» H«£»hU' «lugMcbrittfin.
Warum daa ,Fitliudl' Kuecbto iiirlit abgi^saudt wurd«», ergebd aicb aus dem
Schreiben vom 6. Oktober; andere Knechte b.tbe man uicht aufgenoniniea ;
m«D bitte domoach, alle Wültvrco Pol^t^rangcn fallen bii las*«», wie der Er-
aats der Unkostfin und diu anderen Drotinngt^n. Was man ffolan, nH anf
Befehl der ^auxcu T^andscbaft grtckrlinn, ,imd wttrde rineni Dieni'r schwftr
fallen, wenn alle Last mit ihn nnd nicht anf dio Prinzipalen gelegt wQrde'.
Di« KomuiisfJlre Rülbit, zu dttnen die Verordneten am 'J. d. M. gokonimeu,
bJttten BedeoVcu getragen, die Kuechte vor der Bo«ndipaDg ibrt^s Auftrage«
»u eutlasaen; ai« leien daun am 11. abends in Klagcnfurt aa^ftlangt und
hAtten di« Reformation ,ohne unsere Torhliid^^runif' verrichtet Erst darauf
habe man das .Elhndl' Koocbt«, un^earhtet mau die Beuihlung bierfUr atu dso
mi
■ Eod. Lies: jhum.
Q«ßilIeQ nicht |[«tiabt, aonän-n mit gToß^r UHhe anderwXrta ao^pifcnuki hali«,
abgedankt.
Am dar Betls^p B mSge die V. D' entnebmen, waa BUrgffrmniittor,
RicbEer, Bat iiii<) diu (»aDX« BUrgGricbaft wp^en der daselbst vorgeuouinioncn
BvforiDktiou vingowendfl (aiclio Nr. 11&2). BeicbwerduD, die müht allein die
BOrgcncbaft fondem du gam« Land ang^eheo E« tat u&mDKlich, dai^ die
B(lig«r binitMi so knrxar Zott mitteD Lin Winter ins bitter« £leitd xi«iiien,
wai ja ftclbit einen Staln erbarmen mOchte, und xwar mit ]e«r«n HUmlftn,
d« aianand da bt. der ihnen etwas abkauft. Hinweis auf die Atiw I.nnda
durch den Abzug der BDr^r anii^efiigteR Schideu in bczu^ auf Unw^rb»,
UandvJ tiud den allticemoiuca Kredit, dann aui' den Zustand unter Karl 11.
El wirft KQ bejammern, daß die Landleulo, tiacbdem die KomraijuiKre alle
Deaerbant«n QnlteiXck«r, B>:g^ritbninUitt«n und Kirchen, ,unvor«choiit der
daseibat rtihenden eTanfr«litc1ien Christen, Ubor dna Haufen geworfen', nicht
■0 weit Mitten gewQrdlf^t werden, daß maa ihneo ,nur ein Uotteahaa« und
einen Ort xu ihrem Begr&bnisae Ter^flnni>ii würde, waa ja a«lbat den Un-
^läubiKflo KB'^Uet wird'. Bttla um Aufhebung der AusecliaiTung der Bürger
und Laadesdicner; maa GOtaiebe der katholiscIiüD Kirche das Ihrige nicht.
KlagcD Ober dai VorgebeD wider daa LandesmitgUed Christoph SibeuLÜrger
an Bajrfaofen, g«ge& den nicht nur ein Ausw«i#uiigad«l(ret erlaatun wurde,
sondern der anch daa Pntrer bezahlen soll, mit ilem man seine KSrchn
sentOrl hat. Beschwerden Ober ilaa Vorgehen, betreffend die Wolfsberger
KapUnei. daa gegen die jäpainordnung' verstoBe.
1177.
BescttUiß des großen und Idei/ien Ausschusses der ISerrcn t»id
Lamileute von Kärnten tc^en ,ekrlkher' AhferUijuiig dei- Pre-
diger. Klagenfurt, 1600 November ^2.
CKod. Lina 43, fol. »UV »odmckt Artfbiv fOr vatert. Oeecb. ete. XIX, 67.)
%
1178.
Die Verordneten von Kärnten an die von Steiermark: teilett
ihnen ihre an den Landesfürsten erstattete Eingabe vom 35. Ok-
iober (siehe Nr. 1146), dann die hieraitf crfoU/tm Rcsohifionen
mit und daß man, ,«m dies schädlickc KriegsvolJc nur aus dem
Lande eu bringen und mehr Unheil Jtu verhüten, diese Rcfomta-
tioH mit herslichcr Bctriibnis in Gedtdd ausstehen müsse'. Am
23. November ftaben die Herren %md LantReuie gtmr eine neue
Besehtcerde üherreiclit, ^cs ist sich aber einer schlechten Er-
widerung eu getrosten'. Bitte um Mitteilung, was auf ilirem
iMndtage in diesen Religionssachen gehandelt wird. Klagcnfitrt,
laOO November :i5.
(Orig., & Siegel, St. L.-A., Chr. B.]
104
1179.
Die evangelischen Prediger jnt Khgenfnri an die Verordneten:
Da sie sich während der Äutcesenheii der fürstlichen Kommissäre
Otts der Stadt entfernten, nachher aber sicit auf die Erklärung der
Ver<yrdneten hin wieder nach Klagenfurt begahen, so bitten sie
um Bcleliruttgt tcie sie sich verhalten soUen, da sie ,Kegen Kinds-
taufen und anderer Amtsgeschäße voti ihrett ScMßein täglich an-
gelaufen toerdeti'. (Klagcnfurl) 1600 November 2G.
(Kop., Koa. LiDM 48, fol. 8l)''—8l- n- SSß»- — M8-. Gedruckt Arcblr für
vftt«r1. Gewh. etc. XIX, 52.)
Dis Antwort «rfolgle uu 4. Deseinber (ebenda, fol. 81**>). Di« Ilerrea
nn^ Lxodlfiut* haben bt*her alle* M0g;lic1ifl ic<?t«n, was xar Erhaltnnir ^«r
«viD|;e1t»choo Klrcben nnd 8cknl«n und unr Prppa{fierunc> des Emnupliuins
notwendig iit. Aber nun setzte aicli die F. D* mit Ernst dngegen und
wolle tie keinesfalls iui Luide duldvn. .Wril es nicht anders sein kann
and sie (dia Prediger) zu ^ohorcban erbietig nein', mOgoB lie aicb ^madi
rieliten'. Weil sich dot MiniRteriain wegen dicRe« Uesebnidc« niobt ,coRt«ot*,
•uiidem beschTTtTt erklKrt«, Hebtet« M am folgenden Tage eine neuerlicbe
Eingabe an di« Verordneten; dfr von ihnen erhaltene Be»cheid sei so danket,
Aaß ne jetst nicht mehr wissen als zuvor; sie m<'*>L'bt«ii aber erfahren, was
bei der lotsten Versammlung der tierren und l^andlentc über sie eigentlidi
bescfaloasea worden. Nun sei in der Adresse an sio keines ,Ministerii' mehr
gedacht wie fr&tar, sondern sio wprden alle atloin bei Tauf- nnd Znnaman
gmaiiiit, der windiscbe Prediger Ooorg Fascliaug gar nirht emäbnt, wie-
wohl er Zeit der Verfolgung treu xu ihnen gestanden. Drittem werde ihnen
mit den Worten, daß di« Prediger .urbietig* jeien, der hohen Obrigkeit M
gefaorehiui, Amdrüfke in den Mund gelegt, die sie nicht gr^brancht haben,
die man vielleieM nar per corurqvm» aus ifarrf Eingabe gezogen. Zur Sal-
TieruDg ihres Gewissens t>edQrfen sio eines klaren Bescheides, sonst ktfunton
sio tfotx aller aniatlicbcu B«fehte ihr Amt mit gulem Oowisaen nicht ▼er-
lassen, sondern, da sie von ihnen berufen seien, uifißtcn sie yon ihnen auch
abberufen werden. 8!« bitten nun f\ir den Pall des Abxuges, den sie nehmen
mOQteo. daß ihnen ron den ,ConiniiR!iaricn' ein Termin ansg^^wirkt werde,
in der Stadt ihr« Bachen richltg zu machen, was nicht »chwcr sein werde,
da es ihren Gegnern mthr um da« Amt als om die Penon xn ton sei.
Bitte, Ihnen eine genaue Erklärung xu aondon, da sie solche ,cjiDKleiiaclie
temuMdi nicht verKlOndeD*. Die Verordneten antworteten am ?0. Doxcmber;
K« wüßten »olbKt. wi« eS mit dem MSnistorium beschaffen, daher dürft« man
diesen Tit«l nicht gebrancben- Es bleibe bei der fa-Qher«n Enuctteidung:
man kJSnne die Prf^diger vor I. F. D' Gewall IHnger nicht aehülzea noch ftir
,diesmal' dahier behalten. Darnach mtlgen sie tich riditan. Faschang aai
nicht von den Verordneten, aondem vom hiesigen Magiatrat« «o^aommen
worden; an dieMn müsse man sich wanden, wenn er auch Mitglied des
Ministeriums war und den Konvcnteu beigewohnt habe. Am I. Januar 16U1
106
BbMMAd«« Aljua ColMm. L««nn«i«i MaiarM, UMfitin PMebany «ai
Adiaa Bwdirf «in« S«fUkT tit Müen -rrrpdkbta« bmI Am Brtii»wil> W
den V«rarlaalM ud d«o Uuan aaTCttraotea BohMM» m Uaihea «»d ibr
Aal getraallcfc >■ «wTie&t««, «> U^ ■•& rie svr kaltaa ««IIa. flb »Bgia
Mgt». «k MM iic babsMea «dm ^BmUÜrtm* w«n«, «der akcr. «b man —
«MB Am Wort ,fPif»%P nwirtlift (cb* — Bsr seilwttM fidiaa uB*.
fliOl« ^M üAt im FaQ •«>■, •» mUm» msa et pichaho l«aMB, ia 4«t
BaihoBg. 4i€ n« Mal IS. Jnei MlbM Ü« •nsütcbcn Dakrtto L F. I>>
ai«kk mrdUta UeC, G*ct w«rd« IDU» Miwin. P«r ikn Ptnon MiM sU
wäx HhttMNtf m «Dir Ov&lir n wt^ca micfcl gMtnat g^ww, mScb
*tm «isc« ir«ilnTii BBWfcBlIw frwirtir. Jiwf dtWK ht küo frbrifRUelM
«aikiMrt erfolgt, nnlmfs baniAcli. nimltcb Aru IS. Frbnarti, bl wnpin dar
pr«diyer viiderqnb eia Wfelcb «n die k«ni »«rerfaatoo komnui MgtmiMk
1180.
(rMry BiadMf rm Lorant an (ioi Er^biscMof vcn SaUburg:
giH seiner Freude iher die glüMiehe Durr^tfühnrng der Befor-
meiivm in Kärnten Av^ruflt, Lavoni, 1600 Kovembcr 30.
(Stobaol Epp., p. 7«.)
U8l.
Die Vtrordneien an den Admittistraior von Kursachsen Uergog
Friedrieh WUhdm: empffhlen ihren von der Bdigionsreformatitm
betroffenen Jtaisbürg/r Wolf Grünheei. Ortu, IBOO November 39.
^K (Kosx., 8t L.-A., Cbr. B)
^^^^K fm »imiti: An Jokaiut Beno; la 8«chHn.
U Die et
■ Stnhen
1182.
Die evangdischen Landstände von Krain oii Georg Herrn von
Stnbenberg auf Kapfenberg und Mtirtxk: WeÜ man für gewiß
kalie, daß er wie sein Vater seligen Amjedntkens der Ixindsehafi
Krain icoU getcogen sei, trage man keine Scheu, ihn nt kitten^
ihrem Ahgesandten nach Frag llencarth von Lamberg, den tie
in der £iU tntr mit einer Hetnen Geldsumme vertehen, faUs es
die Not erfordere, 200 Dukaten gegen einen S^nidstAein gM er-
feigen. I^ibaeh, IßOO Deiember 4.
(Orig., la 6ieg«l, St. l*.'Jk., eiabeober^Aktcn.)
1183.
ZKc Verordneten von Steiermark an die von Kärnten: Entschul-
digwuj, daß sie das Schreiben über den trüben Rcligiottssitstand
daselbst erst jetrt beanticorien. Die drei Lande seiett trotz der
Union in kirchlichen Sachen doch nicht so gleichartig, daß nicht
ein Land vor dem anderen einen Vorzug haben könnte. Ent-
schiUdigung, we^hd^ sie nicht m der Klagenfttricr Frage gcant-
U'ortd. Graz, 1600 Dezember 7.
(OriB-, St. L.-Ä,. Chr. R.)
Auf der horrn . . . scliroibcii vom 26. Novevilrts nebeu
vcrtreuÜch commanicierton fUrgcbffenen betrUeblichcn rcHgioni-
reformationsprocesB betten wir unser bt^antwortoDg alsbald
yberscliickt, do wir sogleich mit ^tcLtigen ambtsbandluugen
za jetzt angcfnngnem laüdtag gehörig nicht occnpiert gewest.
Und babeti gicichwo! anfangs mit der herrn auf so scharfe
ernstliche unerhörte bevelch und comminationes bcgebnen (sie)
kUmerliebcD zustandt (dessen eigentliche bcscäiaffenheit und
worauf CS bis dato berulit, glcichwol aus denen ybcrsciidtcn actis
nicht laater zu verstehen) ein christlicha . . . mitleiden . . .
Dass aber angeregter religionsreforraation daselbst zu
Clagenfurth und vorher im ganzen landt allain darumben
statt gethan worden, dass beides I. F. 1)' in dero selben schrifft-
lichcn Verordnungen und die bcrm rerormattonscommissarien
in gehaltuen mündlichen uns verporgnen traclationen mit al-
hieigen refonuationaprocessen, als welche ohne irrung passirt
und gleichsam connivendo guet gebaissen, orgamentirt und
exempliticiert und sich dannenbero laittcrs verneiueQ lassen,
auch in Kärnten ein durchaus gehunde gleichheit fürzunemen
und zu halten und davon wenigist nicht auszusetzen:
solcher der hcrrn hochbedenklicher anzog kumbt uns
umb 80 vil beschwerlicher für, dass obwol wir drei von langen
iaren löblich unierte landschaften ain f. concession, ain ver-
lichnes hauhtministerium und also in rdigione ain ainige cori-
cordem concordiam ghalft, auch anf diu botrileblichen darwider
fUrgeloffne process für ainen mann also zu achreiben mit untcr-
thenigisten lamentutionen. bitten und flehen bey f. F. D' ge-
standen: aber doch nicht also gar gleichförmig, dass
nicht ain laodt vor dem audern einen bsondern vorll, abson-
derlicho b«helflf and besondere proces« nnd excess Alrznwenden
xaid EQ empfinden liette, wie dan non ovum ovo ita simtU, da-
hero die exemplißcationes aach dit^orts bilÜcben claadiciren and
wir vilerley nngicichhciten im notrall ad- und deducirn künten,
«eiche wir zn versohoonng der berrD oline das bOchstbctrUeb-
liclien zaestandts derzeit aus cliristliclietn mitleiden bilÜchcn
beiseitsatellen und allein, aoril zu nnserer gewissens- und an-
■cbolddefcnsioDf damit ans aluicliu schuld mit der exempltli-
cation aoferladen wunla, andt-nttm sullcn: da auch in dergleichen
nnserer eeelen hail und Seligkeit betreffenden sachon nicht fiu-
miit€U votorum oder exempUßeatiojieB alionim in acht zu nemen
sondern ein jedlicher sein aigncn sack gen roübl zn tragen and
sein verantwortang zu thuen schuldig.
Wie wir dan zugleich in dem andern beschuldigton punct,
ab ob wir den herncn ^'bcr iro in banden habende kaiserliche
donation der statt Cingenfurtb unser guetacbteti niclit commu
niciert, allzuhoch angezogen werden; dan obwol dasselh in
•cbriffken aas allerlei bedenken nicht beschechen, sollen noch
mQgen wir doch keineswegs anderlassen mit derselben heraus
abgeordenten gesandten als herr Hannibal freiherr von Egg,
herr Andre von Haimb, herr Christoph Galin und herr Hansen
von Mossdorff vertreulich zu conversiru und unser mainung zu
entdecken, welche damals bald uutti et voto in unser g^nien-
Ciam coadescendirt und solches ohne zwcifel denen herru in
gleichem vertrauen referiert haben werden, das» also wir dits-
orta ainicfae schuld aincs oder des andern nirgclofi'nen cxceas
nicht tragen.
Daa schliessliclie begem und gactachtcn belangend haben
wir billiche bedenken dieselb der federn zu vertrauen,
wie wire dann jctzo wegen der angefangnen landtagshandlungcn
bei einem »ecretario und ^'bcrhaaSften geschafften nicht so fast
an der aeit solches scUrilftlicli der notturfft nach zu commuui-
cicm. Wan aber der herrn mitgüder oder sonstcn vertrauten
ofHcier aincr alhie wftre oder angelanget, so tragen wir so gar
kain scheach, ime aincs und das ander ungcacht des jetzig
laidig und ttnbständigea wesens and zucstandts unser gemQet
treuherzig za eröffnen.
Und weilen wir wegen viler landtagseipeditionen die
ganze Landtagsproposition abschriftlich nicht ybcrschicken kUn-
nen, so haben die herrn entzwischeu ein kurzen extract der-
selben hiebei zu empfangen nnd des fernem verlauffa vertreu-
liehe commanicAtion zu erwardcn. Hejnehcna . . . Ürätz den
7. Decembris löUO.
Verordente.
1184.
Die sieierniärl-ische LandscJtttß an Ertheng^g Ferdinand: ,G«-
horsames Anhringen wegen Ahdanhwtg des noch sum TeiU halten-
den extraordinari Kricg^volkes au Ende des Monats Deaetiiber,
dann icegen der ausgeschafj'ten Offis^iere und Ersetzung der
SehrHärsst«llen.' Gras, im Landtage 1600 Desember ?.
(Codi.. St L.'A., Ohr. B.)
Der LandtMi; wurdv »m 4. DMiiinbfr rrOffiiet, vuu wHcU«m T«fo din
FropoKition t]«tiert üt. Din Verordneten liattcn ihre R<-UtioTi den Lxndtxgfl-
niitglic<luru am I. l}e>«iiil)er vo^f;4^tcgt. Noben militilrj.icheii AiLgeIfgeu]i«iteD
L«fAQl sie flieh voraehmlii:!) mit <ier AuMoIiiffiing der OffiEiers- und Juitu-
]>ersoQ«[i and dkß mm von diftsmi, die bei svliiiia^lein Ginkonim«Q nichta
zurücklegen konnten, don 10. Pfennig^ abfordor«. Die Antwort auf dio Pro-
potition MTird fim 16. Dosomber Uberneb^n. Sia coth< <lio kirchliehen B«>
•oliwnrdcn nicht, weil tiierdber eino eij^ene Eingabe an 16. I>oBatnlicr (aiabs
dürt) gcuiHcbt WTird«.
1185.
Bitte der $teiermärJtiscJien Landschaft an ErskerBog Ferdinand IL
um Freilassung Hans Georg Kandelhergers. (Graz) ICOO
Dexeinher 8.
^Ke^lstr. o. Chr. S. Ocdmokt Loierth, Ein liocbTerrataproieß, in Arobir fUr
Utsrr. Oesch. 88, 19.)
1186.
Angeblich ist Kanischa verl^tren worden, weil die Lutheraner es
verlieren tcoüten, da Ferdinand IL ihr Verfolger sei etc.
Uom, 1600 Descmher 9.
(Beflage tv einem Briefe BaxniordB dellii Torre an Ferdinand II, Gffdmekt
Hnrter. V, 398; siehe auch Hurter, [V, 3r>9.)
Dagegen tiast man io einem Brießrag^mcnlft aui dem Jabra 1600, du
neti iia I#anib«rg-l-'ei*tritz- Archive befindet nnd de«soQ Empf^itgMr nicht g*-
nannt iit: .Anf des faerreo jun^t an mich gcthane« bflgeren, imo den atandt der
CaiiisoriMhen belegemng nach und nach en berichtnn, habe ich bisbera mit
Tfiirer urlnderan^ darnmben ingebalt«», dicwciln icli dUer nocli immer
wereadeo reli^ioosrerormatioii beywoliiicD tnllucn unil au kfllnom ort Lo-
at«Ddiglich«n rerliiirr«n mSgen. . . .'
1187.
Die steirische Landschaft an Ersherzog Ferdinaml IL: Biüe Hm
Erledigung der , noch hinterstetUgen unresolvi<rten Beschwerungen',
(Graz) 1600 Dezember 10.
(Hegiitr.)
Ad diM«m "Vago wird im LandUc« Ubar du ,urgireD' Pardlmiida IL,
lUß MilgUffdsT Je* PrSlateoaUndei ant«r die V«n>rdnel«n aufgatiommon
werd«ii, berabcbliert. Der Land^hanptmAon b«m«r1tt: ,Wm I. F. D' mit
G«w»lt tun wolle, da^»^i>n ist kein PflasWr. Vm nhar die 0<'walttB.t sa
hindern, kennte man sich gotnillig bereit tiadon, ihm «ntgc^^niukommen.
Dar PHUidentcnatrlio k11 licb aber keiner unterfanj;en. Dmm Direktorium
habon Bburall und immer dio Woltliclicn.* Auch di« Fraj^o dea ID. PfeauigH
wurde bwpnicban: .UQuen dio armen Laute I. D* den lU. ITenoit; gnbon,
w machcD » die EatboIiBi;bvD — gciitliclii? und wcUlicbo — n<H!b lu^r.'
1188.
liesolution Erthertogs Ferdinands auf das Ansucli^n der sieiri-
$Am Landschaft vom 7. Desember: Begehren, das extraordtnari
Kriegsvolk bis auf ei?ien VergleicJi mit dem Kaiser wegen Be-
setsung der Grenze noch iveiter jru erhalten. Dem Einnehmer,
Gegmschreiber und Bucfthalter wird der Termin sum Abzüge
bis Martini ICOl verlängert, hei den übrigen Offiiiertm bleibt es
bei dem Termitie bis 7. Januar. Graj, 1600 Dejsember 12.
(Orij., St. L.-A., Chr. B.)
1189.
rx Faber, l'atholischer Pfarrer su Liebmherg, an Hartmann
igl: weigert sich, den von ihm vcrUingten Hcve.rA eu untcr-
seichncn, weü man von ihm die starken Steuerriklcstände (43 fl.
4 ^ 22 ^) verlange, die doch nicht ihm, sondern dem exilierten
Prädikanten m Latten fallen. Liebenberg, 160O Desember 11.
(Orig., Latnbcrf-FeistritB-ArchW.)
Zingl berichtet dArtlber aii den WoilibLachof zu Giirk niii 19. DcMtmber
(Kona., ebenda).
110
1190.
Erghereog Ferdinand II. an den simrißchen Landtag: verbricht,
die politischen BescMcerden ehestens erledigen ru icoUcn.
Gras, 1600 Dexemher 11.
(Orig.. L -A.. L.-A-)
1191.
Heplik der E. L. in St^ermark ,icegen Ahdatthmg des noch
difwenden sttyriscJi/m fjundkricgsvotkes und u'cgeu der attsge-
schafften evangdischen Offizier/f. Gras^ m Landtage 1600
Dezember 13.
(Kons., St. L.-A., Chr. B.; iicho auch L..-A., L.-A. a. L.-B.)
Dank ßr die Verlängerung <l«s Tcrfoinea sum Atiznf^ dei Aml«in.-
nsliiner«, Oe^entclireibora und Dticlthahers, ,<lji eiuniAl die ^Snalieh« Aof-
h«ttTing dcK Dekret«« nicht zu «rUDcr«ii war'. Iot«rz««iot) tut den It/igüitmUir,
ilfir In drn GesohXftcn am mcisicn err^hren in ,nnd im Kojvf« ^It^icknani
ein Re^inter liil*. Deagleichea für d«D Zeu^art unil citiign andere Personen.
1192.
Sionmarischcr Bericht in lateinischer Sprache, ,wa9 sich mit der
religionsverfdgung im erUhcrBogthumh Kärnten his auf den
April des 1601. iar« (sie) ntegetragen' . 1600 Dceemher 12.
(Kod. Line 43, fol. ie*- — iSi- u. äfil-~S&3>>. Siehe oWn xnm 1 1. Norcnihrr.)
Anno millcsimo sexccntcsimo ecclcsüs refomintis »pes
qaseilHm trnniiuiiUtjitis affolgebat. >Iani archidux Fenlinanclus
haias anni viccsimotcrtio Aprilis cnm Marin Anna ducisaa Ba-
v»riae splendidissinias et rc^as plane celebravit nuptias Oraecii
in Styria, quo tunc plaeroramque (gic) omniuin clirisiiani orbis
principuu le^ati conf]uxcrant. Prac ceteris tarnen Status ht/rum
triam dacatDum muneribaa ampliBsimis saam crga domnm
ÄUBtriacam tidolttatem ac gratitndinem. et erga principcra hcrc-
ditarium debitam Bubtoctionem comprobaverant, minimc dnbi-
tantcs quin phnceps, Deo ita modei-ante^ illius mentem naptialis
huius feativitatia interventu ecclesiue reforniat.io Halcyonia ali-
quandiu esset largituruB. Verum evcntUB aliud ducoit. ' Vix
* IHeie reichen Orachenk« wordnn in d^niRelbm Kod-, fol. iüZ*^, aaf du
(«tiftaeat« «ufg^ezAlilt. ,V«rxiiicliniii deHen, vru I. F. P* xu derselben
I
I
I
•
loleinniUte ill> pcrscta, qoam enh finero adiü 99 Styria^
Modem hoc anno tobiit sortem CeiHntbia et consistorii ecelesia-
stici seotentiam execationi nomioe principis mandatam experta
«st. ünde loco pnemii naocios primo Janii primo onlinariis,
at e vesti^o ministro« ex sna urbe netnpe Claadiforo dimittaot,
Bevaiasinie imperat, tnm etiam ecclesiae (^la^nfortensis et
•diojamm ministris vitae et amissioms boDonun constitata poena
iatrs tridoom nrbe omoibos aatem suis ditionibns intra decen-
dimn. Deiode 28. Janti stmiliter et atrocias, nntcqaaiu sol
occidat, arbe et thduo post omni sao tcrritorio exccdant, edicil.
Interim re «d ordioarioe delata et institutis deliberationiboB
Tarüäqnt: oliro cito oommiinitalu scriptis, de qaibiu acta con-
snlenda ecdewae et teholae magistrr neqae dimis^ionem petere
ntione officU potnenrnt neqae proceres in tanto discrimine de-
ieDMonem polliceri volaemnt. Dnm res ita erat sospensa et
mimstri uüiilo seciaa of&ciam aoom facerent, aliad a principe
prioribos longe severiiis advolat videlicet arckiducis maodatam,
quo archidax illos nisi qaam j>rimDm acceperint deeretam vel
ad sommom ante soUs occasam decretis soperioribas obtem-
perent com bonis et rita proscripsit. Kemo intitiabttor, mn^-
DTun hoe eaae: inferioris mafristratoj volantatem et imperiam
mmmi principi fgtc) aotlioritati praeferri, tnaiaa: dncalia decreta
bina nebligere, maximnm proacnptum a principe, qai vitae ne-
cisqae potest&tem habet^ in eiasdem terris cotnmorari. Non ta-
rnen (miram) baec proscripdo tnm tcmporis ad exalandam
ministros Tel ad dimittendam e<» procerea promorit rel a fa-
ciendo officio deterniit, donec archidtix per commissarioB (qni
enut llartinas cognomento Brenner episcopus Seccaviensis
nackme Snevu» Biberacensia, Jobannes comea OrtenborgicoB
Carinthiae capitaneos. Hartinanos Zingel Ticedominas htiias
prorinciae et alii) codcm mensc Angosto propterea aroandatoe
et ntelUtio qningentonim mtlitmn. qnos princeps ante annam
ooUegerat et hactenos alnerat, stipatas execntionem boram re-
tcriptonun et reformationem volens Carinthiae vel tandero eo
qno rccensebitar modo perficeret. Itaqae non sibi canctandam
iadicantes commisurii, com primam Oamandiam oppidnlnm
■Ihi« KD Oritx g«ba]ten»D hocbx«it verehrt worden.' Au>genomtneD ist,
WMM Ton 8pAO>«n. dem Papvt« and Salcbarg |f»g«Wn ward, denn diM«*
,rorwut BAD alle ug*
112
Baperioris Oarintliiae, posteA Steinfelttum, Tr&bargnm, Ho-
spitale, S. V i t um olim buius ducatus motropolim, Ve 1 k e-
marcum et indts per ambages i'etru Vtllacam Septembri fVic^
et Octobris mensibus eou Jovis qoadrigis, ut UIo ait, vccti per-
veaissent et in reformationis negotio mandata ana opinione ce-
lerius expediisßent, postremo Villaco subsistentibua in vicinia
militibas Claudirorum saut progrcssi, duo homm coiumissarit
pulitici adiuDutis sui» paucis quibasdam domesticis et 2ij. Octo-
bris sine onioi rccu^ationc in orbciu ingrtassi Episcopas prima-
riaa reformator, quod. visaa est de tarn faclli iutroitu nonaibil
dabicare ei aliquid luonstri ob milites et civea ic nrbe exco-
bantcs verebatur, noiait rectÄ ad urbora accedcro, verum in
templo Soliensi non procul ab urbe distante tarn et aüqaot post
dies pernoctavit. Et qoia nou solum meaiorabilia in primis
propter multas causas, si illa unqaani, ista est: reformatio
quandu quidem accidit eo tomporis traclu, quo Turca iuratus
cbristiani nomiuis et sanguinis bostia Canischiam morum verius
aheoeam in üiiibu» Ungaricis quam propagnaculum diccndura
ftincsta obsidionc cinxit et tandcm qustuor dies ante commts-
sariorom in orbcm Claudiforam adventum deditione occapavit.
Deinde, quia Claudifurum mihi patria est, ubi ordinarii pro-
ceres semper praosto esse eolent, non mali quid me facttirum esse
arbitror, ei reformationem OlandiforiaDam et qnac antecessemnt
et quae insecata sunt, nonnihil altius repetam. Ubi ramor, qua
videlicet severitate in superiori Carinlhia milites homines miseros
etiam invitisainioa obtorto quasi coUo ad refonuatianeni raptarent
et iQsiarandam eerto modo praestandnm adigerent, hinc inde
percrebuiitsGt et panicua qaidam tcrror non inümac sortis modo
homines sed et magnatura animos inceasisset, ordinarii sena-
torea de patnae salnte et subditomm incolomitate sollicili satins
putanint aÜqoam sumptanm iacturam facere quam vel eins-
modi Bubditoram tragicomoediam aspicere vel castellnm hoc
opere et arte manituin et a se incredibtli omniuin ordinum
contributione pecnniaria extractum Üs tradere. Mense igitur
Septembri cognnt militam manam 400 circiter in omnem even-
tom, qnos in nrbe hactenus babuerunt vetuti praesidiarios. Ita
satis mascale initio se gessernnt: qnippe qni episcopo aliquot
dies haerente ad praedictum temptnm SoHense et dimtssionem
militum serio nomine arcbiducis imperante (siquidem haius
causa noluit ingredi) omnia eins fulmina et commioationes
(
113
^
N
k
prorsos neglexernot ordinarii, exco^iuto praetexta minime im-
pradenti se nimimm oisi corueüs et consoltis caot^ria proceri-
bns Uuu namerosae hominam multitadiDi ingressam permittere
Don posse neque sibi licere: stalaentes scilicet F&bii ilUos Ro-
mAoi exemplam, rem, qiue in snnimnm discrimcn devencr&t,
cutcUDdo reütitaere. Qnibns omiübos tarnen nil ad commis-
6arioe perfectaiQ est, immo qoo magis proceres in omnes cos
procol ftmoveadi occAsiones intenti cr&nt; hoc illi vebemontios
instabant aditamque in arbem petebant Äo quocinm mors diu-
tama eis cxtitit molcAtissima, rem per Teredarinm deferuot ad
principem, qai vix clapsis octo diobns falminu terribiUa et cer-
tissimam T:x»z'f.z.%ii^* spiranda et qnalia vix nnqaam a domo
AoBtriaca profecta snnt, in ordisarios vitravit. Qaae tarn pondas
habaere, nt procerea non modo 10. die Kovembris tarn eccle-
nae et achoUram roagistros (solo g/mnasii rectore Hiero-
D/mi Uegisero decenniam iam arcbidacis historio-
grapbo exceplo) tarn praesidianos illos ex urbe paulisper
ftfio ee eoaferre iosaerint: sed et commiasariis et üb qai sant
a eastodia corporis (gnardiam vocant illl) 11. die Novembris,
qni dies Martino in faatis sacer est, ingressam in arbem libo-
mm et reformationem non secos ac alibi locoram fieri conces-
serint,. quae sie ftüt iustitata et hoc modo absulata. Postero
scilicet dnodecimo liotoä summu maiie ia$3u commissarioram
convoeat magistratos cives in templam cathcdrale aadituros,
qnod eis erit proponendani- Conveniant aon panci. Exorsns
eptseopos valde prolixam babait orationem. Catas praecipae
dao oranC capita; priori conatos est refellere nostram religio-
oem at tmptam, hacreticam et recens confictam ac aothoros,
ncuti locatos est, ad orcam asqae condemnavit, altera saam,
qnae tot saecala doraverit a tot episcopis et commani ecciesiae
eonsensn recepta et continoa sacccssione stabilita miracolisqae
oonfirmata sit^ solam veram orthodoxam atqac salrificam asse-
rait. Qaae ille episcopus magno hiata nee sine siugalari
snaviloqaentia medio in templo aadicntibaa oacteris com-
musariis protalit.
Postremo serio sabinngit adhortationem ad popolum, no
ampUoa tam impte a salaberrima in gremiom ecclesie redeundi
facoltate refogiant et plnra. Qao finito sermone primo serio
■ r«eUiu: KoMHufifK» (= «xitiuin, penlitun).
V»al«t. ILAbk Bd.U.
114
iniuugit ciribas loco principis liljros, qnoa qnilibßt civium )ia-
beret, in hospitiam archipresbyten simnl ussidentis, ortcqnam
noiesueret, deportent, deinde cms liora oct&va hoc. ipso in ]oco
obedienter compareant. Libros nuüi fere tradidere exceptis
pancis Renntorii ordinis, qui metn pcrt^nlsi, qnam constantes hac
in parte olim aint futuri, lioc ipso documento Incalenter de-
mon&tranint. Constituta 13. NoT&mbris hora octava oemo in
templo, nbi epiacopns iam consederat, adfait nisi pauci quidam
flenatores, qni retuierunt cominissarÜs se qaidem citando civcb
ad irdictam horam offieii sni partes feciss« »ed qnod nemo ci-
viaro sese e^teritfaic) fieri citra calpam Eenatns et meto mattita-
dinis ante fores teiupli excabias agentis. Kpiscopas bac frivola
(ut opinabatar) excu&atione minitne acqaiG\-it, verum longo
acrios institit ad magUtratmn oppidanum denao quactiiique
posscnt rationf^, vulgus cüinparere cogerent. Henatus ergo pro
AQtoritatc qua valet publica gravissimo ad comparendnm qnan-
tnmvis fmstra edieit. Postquam igitnr cpiscopns a civibus
praefractis (sie) quaai Indibrio sese haben et aerem verberare
intcUcxit, e vestigio principali aatboritate fQlminat ac civibas
eoramqae incolis severiesime mandat, uti omnea et stnguli aut
intra octo gej)timanaa et triduum reliijionem Luikeranam de»e-
rani, in grejnium verae suae ecclexine rt:deant idque «. »anett
eorporig Christi t-umptione teslatum faciani aut, ticuli hoc re-
citttntf elap$o illo t^rmino unlvertaa archiducit ditione$ cum
derimae jmHüi omnitivi honcrun defalcalione relinqu^nites alio
migrenl et perpeluo eamlatum abeant. Hoc cnm proposDit do-
moni rcdiit cpiscoptie cum coUegifl et pmetorquam qaod clavee
postalavit ßa dio In publinn nihil ngit. Claves Tcro tctnpli
recens fondati licet a senatu oppidano petiertt, is tarnen qno-
niam so periclitari ot sive Iraderent apud pi-ocere» et vnlgtiB
promiscoam sivc non tradcrcnt apud commisaurios principis pes-
Bimam initunim gratiain animadvortit; denique ordinariorum (qni
cum coninn»t>arii$ hac de re plaribtts cgerunt) fidui coinmisit
et ad cortam tempus qnosi dcposnit. qaomm in potestate etiam
nunc esse feruntur.
PoBtcro die, qni fuit 14. Novembris, epiflcopns solns parat
abitam et hora nona matatina discedit. Vix nbi fumum Clandi-
roraiium ex ocuÜs aniisit, ece^ nnto eis divcrsorium in medio
foro adornntur struea lignorum, quo congeriintur libri oblatj et
mox a conductis quilmedani incendioriis suecondantur.
115
^
Decimo qainto Kovembris mane militee a capitaneo ex
orbe sant edacti. QrataUti sunt cLtcs sibi inrioem de maiori
eritsU rioleatia, ominati qaoqae bene de faturo remm eventn,
praesertim ofificiarii (quos rocant) proceram, qui puUrtint se
um extra teil iactnin ab eiasmodi mediis fore immunes. At
qnid fit? Dam ep^diantnr milites officiariis reddita annt de-
creia priocipalla eiusdem tenorls, cuius et sententia episcopi
oreteoDS in templo nadios terlins eignificata fait civibas, v'm
qnod ilLias spAtioiu abenndi longios nempe ad Festam Joliannia
Haptistiic praestitam est. Interim (qaod maxtme deplorandnm)
templnm semel dananm poatea aon araptios reclosnm est reli-
gionisqne exercilium penitos sublatam. Post abitam commis-
sariorniu redcunt in arbem ecclcsiac et scholarum miniatri, po*
tont finalem, deBnitivam et certam sententiam, quid ampltua
sit eis agendnm aat expectandum. Cacteruin liactonxu
neqne aUqnid certi cognoscere neqne Icgiliraam dimissioncm
hopetrare potaenint.
Haec omnia conacripto ordine in religionlit negotio ante
finem anni mÜlesimi sexcentesimi sunt geata. Qoid inpostertuu
linitiä terminis qtioad hulus reform ationiEi execntlonem sit futu-
rum, tempas doccbit. Nostrarum erit [»artiuni (modo calami-
tatem praesentissinura ot aeternam animaruni exitinm cfTagore
velimus) Oeo O. ^[. pro immensis suis bene(icii:s Imcusque suo
gregi exliibilis gratias qanntas pOKSumus agere inaximas et
enndem arilentissiroe orare atqae obsccrare, ut quem admodum
evADgelinm ex Cimnieriis pnpatus t«nebris iu clarissimum CAe-
lestia solts splendorem rcduxit et exulccrato tioc secuto ctiam
iu hia regionibuB illud accendit, accensum conscn'avit, conser-
ratnm ad nos inter tot tcmpcstatum proccilas propngnavit: ita
etiam alteriiis contra omncs impins hominum traditioncs et ma-
chinationes, contra mnndi rabicm, i;ontra satbanae actum et
forentea inferorum portoa sab ambrn atarum sunrum dos pro-
tegat, foveat, tavet, dofendat et purpetuo tueatur. Amen Amen.
12. Hecembria 1600.
Fol. Sö3^ fiadet lieh du IMstichon:
FtvJmiM in vtrio i>elta ^abryo motrw m n/n>.*
Qui eupU m Chritlo nvere, rftcot Amen.
Amniontu UsreellJana de dlgnlute htitoria«; HiUoria diacnrrera
par a«gottonini eebiladinem mnaata est: oon bitmUiun ninutiai indagar«
8»
m
116
1193.
Artikd ,aus E. E. L. in 8t«^ o« /. F. V g^. anbrirnjen, ire
camjei- xmd nudere auch ire iustizgesckworne officier und der-
sclbeti besehcchNc ausscha/funff widcrum rw rcmvdircn hdanycnd'.
Graz, i'm Landtag lOOO Desemher 12.
(Ah Extrakt aua den steirlacben Landtagsecfarifton im L.-A. KraiD[ cingo*
■«hlosMn im oino darauf bitxQ|;1icho Eingxb« ie% sti:iri»cl^io» Latidtügua vom
7. oud di« Uudnfürxtlichc U»olutioa voni 1 1 . DesoiuUer Siehe oben,
Nr. 1164.)
1194.
Die Verordneten von Steiermark an Georg Herrn von Sttibcnberg
(Prag, hei der Post I. G. Losament m erfragen): Hoffen seine
glüdcliche Ankunft und gute Verrichtung seines Negotiums in
Prag bei dem Kaiser. Trotedem sich im Landtage Stimmen er-
heben, daß vor der Intervention des Kaisers und der Versicherung
des Religionswesens »i ieine BetciUigitng einzugehen sei, habe
sicfi der liitterstand doch angesichts der äußersten Gefahr vor
den Türken an die Proposition gemacht, in der Hoffnung, der
Kaiser werde dies gnädig berüclcsichtigeti und das Hauptimpedi-
mentuM: die Meligionsrefonnation, bei deren Fortsetzung die Be-
toilUgung nicht könnte geleistet tverden, derart ,moderirn', daß
man mit einander hausen und das baufällige Wesen erhalten
könne. Graz, IfiOO Dezember 13.
(Orif, St L.-A.. Buib«ube^- Akten, O«^nr«form.; Kodb., Clir.S.]
1196.
Die nieä^dsierreichische Pegiemng an die steiennärkischc Land-
AAa/K: begehrt, daß sie an St^-lie des verstorbenen Rrgimants-
rates Frana von Bagnitz einen Herrn oder Landmann benenne,
der katholisch ist. (Graz) 1600 Dezember 13.
(R*gJstr.)
Am 15. Deiember werdr'ii eüich« Herren und Landictit« m diesem
Zwecke benannt. Namen alnd nicbt angefOhrt (Registr).
1196.
Gtorg Herr von Stubenberg an die Verordneten von Steiermark:
Trotz des schlechten Wt^fes sei er mit Hannihal von Eck am
117
I
2. d. M. 9*i in JVi^ angdumimen und icartc nun noch auf den
Abgfaamdien Henoarth von Lamberg. Sie werden
tiUes Nötige herric/Uen. Gestern haben sie bei Karl
M» Lieektensieitt. oberstem Hofmeister etc., ihre Kredenachreiben
iAermittdi, Awiieng m» erlangen, bedürfe es Zeit. Zusendung
«•n Wedis^riefen ist uoticeHdig, da er vom Hause aus sich mit
i!imtm.him Gdde nicht genugsam versehen. I'rag, 1600
Deiembcr 15.
(Or%., 8L L.-A-. Ckr. R.; Kod».. St. L.-A.. 8«abet)b«r^Akt«ii. Gagranbrn.)
U97.
EktgiAe der steiriaeken Stände Ä. C. an Erähertog Ferdinand
wegm Abstdlung ihrer ReiigionsbeschMferden, Gras, ICOO
Desember 16.
(Ko|i^ KoA. Um 48, £oL HO*— tCS*. L.-A. Knin. Exi«rpt von Eiie.)
Klai^. daO «of diu BuditrcHflMlinft ab«r die ^«uptrr«oInlion' nicht
nur keine Antwort erfolg Mi. nndern (US nocli furtwXlirend neue Be<
tdiwerdea nwaeitseu. Man »afaaffe nicht bloß di« Predt^r und Lehrer «us,
■eadcm auch die wudi «facfww. todein aiJin di« Bücher, «ach Bibeln, vef-
br«aB«. Von der Terfclgmng sweti alle iin Land)? — Ilerreii und Laudleut«
m^«>oinneo — betroffen: di« Baaem, BcixwnrktfTpnrMsea, T(>r[DO{;<;ade
BMn»r vnd AdelRperMnen , wahlTerdirnte, «rfahn^nc ond ehrbare Penoaca.
Ton dan Abtiehmden werde nntenchiedsloe, sie «tchen unter des Erahanofs
oder der SUunIe Jurisdiktion udcr unter anderer Herren Oroodobrigkeit, dar
Vi. Pfennig ein^boben, wibrnud doch nach der Laadeefreibeit und deu On-
««hnbciten end «Item Herkommen dieaen der Abiug fr^i jrewe^en. Jettt
werde die Reformation auch auf den Herrenstand ,gcschaott', indem die
ersafelirchen Herren und Landleute vom Hofdienste «lugMehleaaen and bei
Bafiemng«', Rata- und anderen Stellen, wie da« Dekret von IS. Desember
•Biweiat, nur Katfaolisofae befördert werden. HiDweta auf die Zustlnde unter
Karl IL; Qnriuibeohaften werden ohne Bduksiobt auf teat«mvulari*cha Be-
ttüunaafen nad den Willen der Verwandten und die LandeehrSuche nh
prMMBfa r«I*7»oiiw diffikultiert o<ler gar aunultiert. Die Stinde wflrden,
mma Ibno Beschwerden nicht abgeholfen wDrde, ^nMift sein, sioh an den
Knser so wenden.
1198.
Die Vertfrdneten von Kärnten an die von Steiermark: senden auf
ihren Wunsdi sur besseren Einsichtuuhme in die auf dem iMnd-
iagt vorkommenden HamUungen ihr Mitglied Hans Mostiorffer
nach Graf und erteilen ihm eiTten Krfäcnzhrief. Klagenfnrl,
1600 Dezember 20.
(Orig., b Siegel auffrcdrackt, St. L.-A., Clir. B.)
1199.
Georg Herr von Stubetiherg an die Verordnete» von Steiermark:
Auf Hencartk von Liimbertj mußten sie bis eum 12. learten.
Vor Weihnachien tcerden sie schwerlich vorkommen. Antnaknung
tce(/en der Wecfiselhriefe. Prag, 1000 Bezcnxbcr 21.
(Koox., SL L.-A., Stubonbtrg-Akton, O«g«nioform.; OHg., St. L.-A., CItr. B.)
Erehereog Ferdinand an Jt^nn PhHipPf ertcahllett und be-
stätigten Bischof von Bamberg: ersucht ihn um Genehmigung eur
,Apj}licieruug' des Khsters Arnohlsteiii für das neu r« errich-
tende Jesmienk'fUegium in St. Veit und Verfüguny su treffen,
daß sein Vijfedom und dessett Beamte dem ,Intentum' keinen
Widerstand entgegensetzen. Grat, 1600 Dezember 23.
(Orig., Arnoldstciner Akten, XII. J«a., KlagenfurC, Kndolän.)
. . . Demnach rast ienger ye mchrcr der abgang und
mnn^I an exemplarischen taaglicbcn prUestein in unseren
fllrKteuthumben und landen anf unser rUrgenommne luüaambe
religionsreformatäon . . . sich befinden thuet, also haben wir zu
. . . mfthro;r erziglong catb. tatiglicher prliester . . . ain ganz
nutzlichs mitl diises zu sein erachtet, damit in unserm fUrsten-
thamb Kärnten cbenmAssig wie in andern nnscm landen ain
coUcgium vor der societet Jesu (nachdem wir ire frUcbt sowol in
Vermehrung cath. religion als gneter nutzlicUor inatituierung
der iugetid bis anhcro gespuert) erigiert nnd angericht wurde,
zu welches wirklichen verfolg- nnd vortsetzung wir dann die
B. H' nm gn. consena angelangt, die solches unser fUrncmcn
nit allatn vätterlich approbiert sondern ex propi-io motu das
closter Arnoldstain in gedachten fUrsteuthumb Kärnten gelegen
aambt allem and jedem seinem einkommcn rermelten neuaaf-
richtundem colUgio zaezaaignen vermiig der uns Airgebrachten
buUa (Nr. 1) gn. gewilligt. Welches alles wir dann mit gleich-
faBi R. L. biUicbem winen sollen irad wOUeo fUrkehren nnd
httbea dabero aas solchen ursacbcn uad b«schechner bemUi*
gna^ anaere comroissariep geordnet, welche mit E. L. baben-
dem Titadomba in K&rnten vorwissea nnd gegenwnrt dk zn
gedachtem c1o»ter gebOrigca güetcr und ttmporaiia ^emelten
pa|rt&Bu Soc. Jesu zu oberzeltem ende sollen yberantworten
and ciDgeben. Wir Tcrncmmen aber, dass besagter R L. vits-
domb in K&mten (nogeacbt dass wir K. L. dessen allen hie-
Tor erinnert, welches aber iro nicht znekommen sondern durch
gemeiten ritzdomb uns nculichcn wider »urOckgeschickt wor-
den) solcher comtoi^sion stattzaüiaen bedenkens habe, als er
Tina dann dessen auch auf ein solchen weg gehorsamblich er-
innert; dcrowegen wir dann durch disen aignen potten E. L.
disei alles frenndtlichcn wollen erinnern, dass sie in erwegnng
wir hierunter nnd mit diser crcction des gedachten Mllegii . . .
bevorderiflt die ehre gottes und der armen verfierten seelen
heill nnd seetigkeit suechen, seitemaln einmal das . . . am tag,
waa fUr gaet und nntzes eben sie die patru JesuUat der
ganzen christeohait nnd in $pccit in luserm fUrstentlmmb 8teyr
gewurkt, in deme nach gott sie nit allain die cath. re-
ligion uns bewahret und erhalten sondern mit ircm thueu
tan\ in vita qttam in <ioctriiia zn merklicher propagier-, ver-
mehr- und erweiterung solcher uath. reÜgion so vil gearbeitet
nnd noch teglich nit nnderlaa^en, daaa wir in wenig zeit ab
Uta Lutherana haeretir quae iute^am ftr* nottram ocatpabat
promtueiam entledigt and solch unsere landt allerdings purgiert
xa werden verhofiTen, wellen geschweigen, wie ain grosso wol-
that und Dutzbarkeit aurh dise, dass die JQgcnt bei inen patri-
but in studiix et libtralthus ariihui und danitenbero zu beiden
geistlichen und weltlichen Ambtem mebrerlai taugliche per-
sonnen erzogen werden und also wo nit umb anderer doch
diser nrsach hoclibcwegt werden, weilen wir merklichen grossen
abgang an tenglichen priestern bey immer wehmnder verholTen-
der bekehruDg des volks befunden nnd spueren mUssen. Welches
alles E. L. wir (dos iro gleichwol znror nit unverborgen) weit-
leiftiger vermelden, damit sie in disem dass obgedachtes dostcr
Arlstain (»ic) dem neuen vorhabenden colU^io zu dessen besserer
enthaltung . . . su appliciern iro nicht znwider, sondern solch
werkh und christlich inientum iro auch gefällig and angcnemb
sein lassen und darunter keinen widerstand zu thueu bei irem
120
vicedom und derselben officiercn verfilegen wollten. . . , GrStz
den 33. tag Decemhria luino im llJOÜ*^.
B. L. gnotwilligcr sUeit
Ferdioandt.
An der R|iitz« t\v» Widw« lande« »tmirt Joliftnti Pliiliiip Bftlliat. Nnoh
Bv«i Ta(fB ztiYor tiAltn vr ein dringtuidm Holir«ibeii (Kons., oiißn<l<i) au den
Oenoral dtw neneiHktlneri>rdenii gerichtet, darin »nf dip Verdienste des lieil.
Otto, Biachofes vun Bamberg, Stifter* des Klosters ArnoMstein, Iiingowi<'>en
wird. Wiewohl nun dieses Klostei mit xllem weltlichen ZucehlininmitWlbM
dem niitnme Rumberg ,in die 600 JhVit' suitJindtg ist und da auch jet&t
noch außer dem Alito Mcclis Konveiittialnn vorbniiden «tnd, niemals .vsclert
od«r Ifdif; gestanden', im liahfn itieli doch ,V(Jt-lXngst', wessen ,wir aber erst
dieser Tage durcb vorgcdaiihLen Aht und unseren Viitedomli berJcbtot
werden', die Jesuiten ,hiDterrui:ks und unser Hllerdirgs unwissent ohne alle
billictie Ursachen solches un«e» cLosters wider die uralten fandation und
herbommcD anEumasscn untfr^tsndeD, auch darüber hei der B. H' ein lifMam
und befelrh an . . . Pprdinanden ... «io in aolch oloster wirklich ntuan-
selseii nng«zwi>lfnlt per /uUa narrata erlangt'. Schon sei Knr Kxi^kution nin
Tag (10. Dezember) «ngesetat gewesen. Wollte man den ,jttdtitftu diene
jfractiiih' gestatton, so würden sie gegen andere KlOflter obenso voir;gebeii.
Bitte an d«D General, auf Mittel und Weg« bedacht zu sein, ,wie diearr go-
schwind« and ohne xweifM durch obbemeUe patr<* lan^ praeticiert« trani-
lation widerumb Mb^eaehafft und diss noier cloat«r bey Eurem orden dtr
fitndfltion gemesN erhalten werden m^e, inmaMen wir darumben albcrcit die
B, H* nnd ertr.hemigen Ferdinanrlon umh solche nbschsffung gebeten'. Aaob
aei der Vizedom beauftragt, den Abt und Konvent in seinBm Be«itxe au
scbOtaeii (21. nuKember). Über <lou Vprsucb, Ariioldatmn dea JecQiten aa-
xuwenden, liegt ein starker AkteiifnBsikel im Rudoliluum zu Elagenfurt.
Unten wird aber nur das mitgeteilt, was tnr OegODreformstion selbst gebOrt.
Znr Sache siehe: Ans der Zeit der Oegenrernrinalion Die brabstehtigt« Ein*
Terlribniig der Klnxler Amoldslatn und Grilten in den Jesuitonunlon. Ca-
rinUiia XC, 1—21.
1201.
AloMMder Paradeiser, Verordnäer, und Wolf von Eckh, La^idr
sehaßscinnchmcr von Krain, an die Verordneten von Steiermark:
bitten nudt Krain rii berichten, was im steirischen Landtage
,sonderlieh in negotio rcligionis tradiert worden^ Bitte, auch
mÜÄUteilcn, me es mit den laTidschafllichen Offisiercn steht.
Laibach, 1600 Dezember 'M.
(Orig.. a Siogal, St. L..A., Cbr. R.)
4
I
BeriefUe vber die Gegenreformation in iMihach, erstaftd v<m
dem dcriigtn Rathshürgcr toxi Hatidel^mantie Hans WoilopiviU
an Anton Uoff.
Laibach, 1€00 Degember S7, 1601 Januar 4 und 10.
(Kod. Lini 43, fol. S4S>> — f JS". GHrnckt In d«ii Foraoh, cur iteutAclmn
Uoech. XX, filS— ACiO.')
1203.
der Gegenreformation eu Lnibaeh von dato den htslen Dccem-
bris 1600/
(KoiLin»«, fol. 2<0M
Die allhieipe reformation ist frlUrapflich an- und schreck-
Dch abgangen, dao man hat nachten aal' dem platz gleich beim
pranger in die 2000 evacpetisclio büccher verbrennt und heüt
den neuen golsagker abgeworffen. Die bestHndigen haben
ii Wochen und 3 tag frist zum abzug; müesseii den 10. ^\ in
die f. cammcr erlegen und in wclirandcn termin das hauagcbctt
und gcsang bei 20 dacaten peen underlassen. Es seind zn'ar
nur irer 2 abgefallen. Unser herr tliail den übrigen seinen
geu. gaist.
1204.
Georg Herr von Stubenberg an die Verordneten von Steiermark:
er \abe von Sartlme Cast^U 1000 Gnideti aufliechnung der Heise-
iosten entnommen. Prag, 1600 Dezember 33.
(Konx., 8L L.-A., StulieDberit'Aklen, Geganreform.)
Ib rintm Postdtriptum xota oftelistfln Taf>e moldat ar, or baha sicli
mit Laiiibvrg (Eck )«ide an <Ier <ju»rUDn) zu d^n tfchviincti R-itnn b«gpben
und ihnen dnu fchnricrij^en Proieß vorj;''lpgt. Er hoffe, die .\udlenii ehcRteoi
XQ eriiinKen Am 81. Jinaar titOl meldet er, dio Andieus mUCle bol dMn
neoertiannl«!! Obentkimmerer Peter von MolUrd an(ein«Idst werden. Sla
' Ob dies» BHefe ,inji R«ich' g^eundl wurden, wi« Majer, Forsch, snr
dmitschea tieacb. XX, b'A6, meint, Ut doch nicht sli^her; Im Vatiiiidcripte
•tebt nur ^leTat^'-gMcfartufacn^ wabncheinllch g'injfen sie nach Kla^ofurl.
hAben mittlerweile durch einen KxniniArdiOTiftr «in M«morijil an I. M* üb«r-
roicliou InsBen. Sollte die Audiens, wie jetziger 7.f\t xn bwor^en, «bgc-
»cblagen und sie ad die gebeimen liätB ^wiesen werden, so werde er
Meldung tun (Koaz-, ebenda).
1205.
IteformaiioH in Laibach. IdOO Ende Veaetnher.
(äiehe RMotenz, I.e.; alolie nucb Nr. l'JOS.)
1206.
FerditHtnd II. an die Herren und Landieute A. C. in Steier-
nuirk: Zuriickwvisuug ihrer am 26. Desemler ItiOO (Nr. 1197)
iiberreichlcn ,Ä}imahnnnif' und Beschwerden. Grae, 1601
Januar 3.
{Kay. b«i 8lUziaj;er, fol, M6— &I8.)
Von der F. D* . . . N. denen herrn und landleuthen Augsp.
Conf. . . . über ir den IG. verscliincs moiiiitti und iaiira über-
gcbne von ihnen intitulierte anmalmung . . . gn. anzuzaigen,
I. F- D' haben . . . befunden, dass die darin angezogene . . .
vcrmainle \>escliwärungen . . . mclir ain unnotwendige beliel-
ligang als befaegte rechtmAssige ffi-avamiTia sein, dann doss
By unfaugs die abfardurung des zehendun pfcniiinge von deuen
uusgcöcbalT^en ancathuliaclicn personell, furneiubKcb deuicnigon,
80 unter ihnen den herm und landleuthen gesessen, so stark
«nten, fUrgebendo, es werde ilinen dardurch ir grandtobrig-
keitliche ge recht igkeiten, seitemalen der zehende pfening nie-
luandts als der grundobrigkcit gebUre, entKogen, haben sy
dessen ainiohe befaegte nrsachen niclit, weil ditsfalls die nioi-
nung gar int liat, iii[iiut>.>it;ns I. F. 1)' sollicbi;s abfordernden
zehonden pfcnings wegen htevor genorabene reaolution bezeugt,
dass denen herrn und landleuthen, unter welchen etwo solche
ausgeschaffte peraonen gesessen, an ihrer gnindobrigkaitlichen
gerecbtigkeit iehtes prttjudiciert seyc; dann obgleich der zeltend
pfenntng von denen ausgoschafftcn abziehenden personen atis
befuegten Ursachen biUicIi, in ansehen es bey andern fili*sten im
reich und auch denen Lutheriselien potoniaten, wurm die ca-
tboliscben von ihnen vertriben werden, gleichfalls im
*
^
*
gebraoch ist, abgefordert wirdet, so ist doch denen grund-
obrigkeiten damit gar nicht verwclirl, wann solliche personnen
ire ander inen habende grlind und büden verkauffen, dass sy
dem landsgebrancb nach ihr gebuHichea kaufreeht und andere
ihre gerech tigkei ton, welche mit diesem zebcnden pfenning gar
keine gemainschaft haben, nicht abfordern kondten, dnhero sy
solchen sehenden pfenning, so von denen ans dorn landt abgo-
schainen personen abgefürdert wirdt, mit ihrer grandobrigkeit-
Itchen gereelitigkeit gar nit in einander vermischen und ver-
mainen dürfen, es wilre ein ding and wann dereclb I. V. D'
goraieht wUrdt^ dai^ä auch sy, landleut, befacgt sein, denselben
gleiebfalU abzufordern, welches aber nit ist, dann solche ab-
fordemng I. F. D' tbails allain wegen des aus billigen bo-
fneglen m'sacheo gebotnen abzugs aus die«en landen, der land-
lenth aber wegen der anter ihrer Jurisdiction verkaoffenden
gründt und b{}den, so man kaufrecht und nicht allzeit
zehcnden pfenning nent, eeitemalen an ctUch orten in
diesem landt bey dergleichen fHllen der dritte and fUnCße
Pfenning gcraieht würdet, beacheheu thut, dcrowegeu . . .
I. P. D' sy, landleuth, . . . von ihrem begehren ... ab-
weisen.
Die ander beschwärung betreffendtj um dass die berrn
und landleuth Aogsp. Conf. ... zu den boif- und kricgadienatcn
nicht beftlrdcrt, sondern davon ausgeschlossen und dergloiohoD
dieOEt allain mit caiholischcn ersetzt werden wollen, bedarf
solche ihr beschwärung wenig disputicrns, weill solches allein
bcy I. F* D* freyon willkübr stehet, was sy für personen zu
ihren diensten gebrauchen und fürneraen wüUen. Und dörffen
sy, die uncatliolischcn laudtleutli, die vorlag, so zu dieser uudcr-
haltang aus der herrn und landtleathe seckl contribuiert wirdt,
gar nicht daher ftir ain motivum herfürziehen, in erwegung,
dass solche vcriag . . • mcbrers von den cathoUschcn als an-
catholischen herrn und lundleuthen geraicht wllrdet. . . . Nicht
allain von I. F. D* . . . herrn vattcrn . . . sondern auch weil
der R. Kais- M' kayser Ferdinanden in iren wegen erselzung
der regieruügrathsstOUeu gethoaan Verordnungen und . . . in-
strnctionen lauter bcvolhcn worden, za dergleichen dicnsten
cath. personen fUr^unemen. Dass es nun btshero nicht allzeit
obscr^'icrt worden, ist solches allein aus einer connivcnz und
dass sy albieit nur solche lundtteuth fUrgeschhigeu, die dor
cathulisdien religion cntgegengewest besohehen. Weilen aber
I. IJ^ Kollichen miasbraacli . . . weiter nicht gedulden kiinnen
und soUiche wol qualificierte aubiecta an yetzo gotttob wol vor-
tia:iden, so isla kein neuerung sondern billich und recht. . . .
Weniger haben sy sich fürs dritte dcsjerigCD, so I. F. D'
auf Rannsen GäUers seiner Jüngern gescliwistrig'eten beger-
babuiig lialben tibergcbnes suppliciern gn. verordnet, mit fueg
zu beschweren, dann dardurch die angczo^e geschribDcn
rectiten landtrechtsreformatJon, erbaltnc landsgebrcacb and
anders mit nichtcn, wie sie Tcrmainca, aDoolliert oder d&r-
darch dem Georgen Guller ainiche verschimpfuDg zuegefUegt
worden, in crwegung, inie die aufgetragne gerhabscliaft gar
nicht gcnomon, sondern er nllcrdirgs soviel die guter anbc-
Ungt, darbei völlig gelassen and bcmeltcm Hansen GäUer, weil
dcrselb catholisch, auf sein christlichs anracflen allein die dis-
position mit denen persoiineu als seinen jllngem gescbwistri-
geten Buegesprocben worden, welehea I. F. D' als hcrr nnd
landäfUrst auch obrister Torniuudcr aus gehörter erheblicher
urMich und dero christlichen catholischen gewissen nach wol-
bcfuci^ter tliuen sollen und mUgen. . . .
Und dass aber . . . sy bitten, ihnen ir . . . absendung za
der It. K. M.', damit sich dieselben der . . . retigionsreformation
halber interponieren . . . nicht in Ungnaden zn vermerken, . . .
(kann) ihnen ainmal hievor exprease inhibierte abaendang
kaineswegs gntgehaissen oder darzac stillgeschwigen werden,
ungeacbt sy sich mit diesem auch neben andern beschUnon
wollen, solche absendung sey nicht der mainnng bcachehen,
dass sy dardurch I. D' 1. f. reputation . . . etwas entziehen
wollten. Also betten sy. uncatholische herru uud Uudleutb, es
bey berllerter 1. F. D^ ainmal beBchehnen inhibition, bis solang
dieselb aufgebebt war worden, billich verbleiben lassen. . . .
Wann dann ihnen herrn and landleuthcn die nrsachen, war-
amben dergleichen absendungen ohne vorwisaen I. F. D' nicht
gestattet werden kUnnen, hievor Ufter zu verstehen gegeben
worden, so verweisen I. F. D' ihnen . . . diese ir zuwider dero-
selben ausdrücklichen verbott fiirkehrte absendung hiemit nicht
allein znm höchsten, sondern bcvetcben ihnen auch alles son-
dern ernsts und wollen, dass Hy diejenigen, die sie abgesandt,
rtracks und albatdl wiedorumben abfordern nnd I. F. D', wer
dieselben sein, gewisslichen namhatft machen; dann I. D' gleich*
125
tkih ksineswcgB gedenken, ihnen, gesandten, solches gnetzn-
hftiuen. . . .
H Decrettim per Öer*""" archiducem Gr&tz den 2. Jamtarxi
H anno 1601.
H^ Hanns llarrer,
" LcutäaßrsUichtr HefrM an den llofpfennitfnieister : dm Frantis-
hmun, die nach Ktagmfurt verordnet tcerden, 12 Taler ^<«h-
■ sMU». Gras, 1601 Januar 5.
^^^^^K {H.-t H.- a. 6t.*A., Kammerregiltr.)
V Karl 1
1208.
Karl von Liechtenstein an die V&rordneteti in Steienmirk: erklärt
seine BereiitviUi^keii, ihre Angelegenheilen, betreffend die Ucligiotts-
reformation, gu ßrder7i. Prag, 1601 Januar 6.
(Orig , 8t. L.-A,, Chr. R.)
Wolgchorne . . . Denselben seyon mein ganz willige dienst
jedemeit zuvoran, und Iiab üir sclirciben an dnto Qrliiz den
6. Ociobriä oechstab^olofTnon 160Ü. iahrti zu endt monats De-
Mmbrit enlpfangen und daraus vernomen, we.'^aen By sich der
ftli^nommenen religionsreformation bcschwerdt zü. sein vor-
mainen, aach dabei sowol ihre praetentiones als dero abge-
sandten in gneten bevolch zu ucmeu bitten. Wie nan die berni
irem zu mir habenden vertrauen nach an meinem genaigton
willen nit zu zweifeln, als wßllen sie auch gewisslich dafür-
halten, dass ich moinestbails, wan bei der R. K. M* . . . irer
Sachen halb etwas ftlrhommen wirdt, (sovil ich gewissens halben
werde thuen können) an guetem gonaigten willen nichts er-
L winden lassen wolle. . . . Datnm sae Prag den 6. Januarii
anno 1601.
C. LiechtenstaiD.
1209.
Krainer Landtag. Beratung der evangelische» Stände über ihre
tage. I. F. ß* ist su litten, tias Verfahren gegeti die Evan-
gdischen, deren Ofßeicre »ikw himoegtjesrhnfft, deren Gäler und
Diener angegriffen tverdt^n, einstellen su Itiasen. Der Erepriesfer
unterstehe sich. Befehle an Ilerren und Landlettte ausgehen .n*
lassen, wie dies der Ffurrer voii Treffen gegenüber Sawau getan.
1001 Jam*ar 8—9.
(V.-Prot. Kraln.)
1210.
Die Verordneten von Steiermark a» die von Krain: teile)\ ihre
Landtagsverhandlungen, die eich auf die Aussckuff'ung ihrer
Offisiere heaiehen^ mit. Gras, 1601 Januar 9.
(Konx., St. li.-A.. Chr. H.)
An i]einu>ll>ßii Tage nrfolgt die Verbrnnann^ dnr proteatanti neben
BUcliP-r !d Laibach. Siehe Uiinilz, 111, 3:^3. JJie »U<lt<! ans L'hrSns K«-
lemlern hei UimiU, Mittcil. 1863, S. 17, lautet: Noho Jan. piMict tomf>u»ti
«ifril iatn ullem Mce Ubri hatttiki in foro aini mojfna katr^iwrupt cof^mitme
1211.
Landesfür süicher Befehl an die Verordneten t-on Steiermark:
BeuyÜligi den Aufschuh des Termines eum Aheuge für den Ein-
nehmer, Gegenschreiber und Buchhalter. Die ührigeti uvrden
ahgetciesen. Doch icird dem Zeugwarte zur Beehnungsdegung
der Termin bis Martini, deti su tlen Uofrechten nötigen Ädv(h
htien und Brokuratoren bis Inv*cavit verlängert.
Grat, um Januar 10.
(Orig., 81. L.-Ä., Chr. R)
1212.
Dem aus dem Unnstale vertriebenen Viertelspr&diicanten Dionys
Wiedemann wird der Fuhrtohn für seine Fahrnisse nach Line
mit 43 Gulden 2 Schüling, daeu die Provision mit 50 Gulden,
i^usammcn 93 Gulden 3 Schilling gezahlt. 1601 Januar 10.
(KepUlr.)
1213.
Christoph Sckicart, et^angdischer Prediger in der Au. erhält eine
Abfertigung von 40 Gtdden. Gras, 1601 Januar 11.
3U.
Ab dMMalWa T*gt DeBoHentne des FrirdlMf» in Lub«ck. DinilU.
Zb (Ucmm Dataa ntbe Cbrilu Kalradrr, UituU. 1062, S. 17.
Dk- Ffrorrfiwf«« con Steiermark an Stuftcnh^: haiäHge» den
Empfamg seiner Sdireibe» com lü., 3J. und ^>{. Degember r. /.
Er wwge wU $ehiem Briefen getcahrsam umgehen, da BefdU ye-
gAen sei, sie nt ,interapieren'. Man verwJime gern, daß er mU
der Soeie einen guten Anfang gemaehi. Grog, 2001 Januar 24.
(KoBS, St L.-A, Clif. R.; Orig., dwoda, Stiibcob«r^Akt«ii. GegcnndbtBi.)
I
1215.
Aniteort des Landtages auf die lanJesfürfiUiche PnposUion:
.^darunter auch, tcas die trangdischen Herren und Landleute in
BdigioMsaehen angebracht'. ' Klagmfurt, 1603 Januar 26.
iKoD«., 8t. L.-A^ Chr. R-, 11 Bll.)
KlafCD Qbsr die fiDUiiiellcD MißstSnde, die nicht sunt fvrtB(«ten
Teile vno dem roa d«r SeÜ^oDtrrfunnaliuD IirrrorgTTnfcnen MißtrAueii Iks
dio^ lifid. Fatt alle Uaatieniogeu and Generb«, Berfpfrrka und ander«
^•tDde4aQtibuk«it«ti' li«g«a darnieder, kflio Aiuliud«r woll« sich mehr dw
tU(«wiM«n Verblelbeni w^«b ,in Handlongea eiDla»*eii'. ja gecdiirei^a.
in WM armnelh und «Ivnd f*r ril d«T invroncr nnter barger. paa«rn and
andern dareh dis« refortnation und in dU land «in^efQerle krie|;«volk f^-
ralhnn »In. imlpm man in«ni daa iri|^ au^t-iert, mil (^nalt liinwvg^-
•oaBten, mit ttrad'ea b«lc^ Ton ham oad liuff ifejagl and sie soxutea
d«fiBHMa Iriliulieit, «nch ahne anfUOren noch tribuUeraa thuet, da» M
«ol voa {Ott aa erbarnieu loaderlich aber da» etlichen villen aiug«-
achalTeaen nit so tu xeit xa^ifelaasrn wil frerd(>D, damit rie OTir ire uchen
aa g«lt naebinii diaea harten winter Über mit weib and Tillen kleinen
OBeraogcnrs aaagrniien kindlcn in iaod Tcrbipihen nnil sodann au bcuerer
reiaMt ala tiiaaa« im aoaimer atuziehen m^^cbtm, m man doch oft au seilen
Biit einem naTentuaftt^n thier aia mitleidmi Irvft and ao orbaRUang be-
wegt wird*, . , .
ßoy0\ di« TerordaeUn ond auncbaai ala di« «r. itilad« bei I. F. D*
. , {ebelen, aber da« wenigist, ja alt »o ril . . . erlang«!! kflnneo, dan mit
•oleher r«fnrtnation nnr diser E. E. L. ai|t«nlhntnblichen «talt Ciai^nftirt . . .
«ftr« ratacliont, sondern Bnicl«it:h soweit forlgetriben wonlmi, das" die brrm
refnmaticnMeominisfarii neben der hieigan burgw*obafl auch E. E. L. getreue
üesar nad ofEaicr alj tecretari, procaratorM oad nediei «och «tUeh d«r-
' AnadrUcklir-h wird angemerkt, dflü sich die«eni Teile der llr-ratong die
Prilalen und die kalboliaclieu Herren und Landleule fcrtigeli alten haben.
138
Reiben DiananiAr der weinmanth an den I confinen, dann ntltch im land wol
an^apiHTi« Tom «dl und darant«r einen »nt vor diseni anpenomneii land-
niann ObriBtojitieii SibentiUr^er zu Jtayrlial'en etlicher liarrn und Inndlout
päcf;eT nud dicner tbeila in gar kum gegebnen tcrtnin nur 6 und S wochon,
3 taf auM allen dUon I. F. D' latideii mit Aufgelogtcr liint«rla»ung doi z«lina-
deu pfcnuigi allca irci vermllgeni und disen aug:eheiigt«Q comminationen mit
emjt g«fc)iaff«n, ilch Ober den gesctxten termic btj Terlierang leib, Lobeo,
hab und gniit in demielbcn weiter nit betreten cu laaien, ja de barrn refor-
tnationscammisaarien tiaki>n auch in ßtlichou iron auafccfertipten docreten
offoutUcli Termi^lt, dass I. F. D* nieinaiid, «o nit ircr ralifriou auc^othan, in
■rca landen su K*>du1dcu gc«lenk«u und all . , . dio lierra verDrdeat«n . . .
Wegen auf ticbung sollicfacr roformatioii in tlo&ter dcniueth . . . gobtten, ««in
iron T. F. D' ... auf otlicher wlderwKHigpr . . . angehen lollich icbarffo b«-
Teich und damndter ainer rom 30. abgeLoAToea monata (ittoliri* . . . ergangen,
derglelcben an die getreuen landstKnda gawiea nißmalan ergangen, daaa sie
. . . nir offne rfibellen 1 V. U^ in leib, lehon, Iiaab, ehr und gnel verfallon,
ir« underthanen der glQbd orloMen ond aic tu beleidigen uicuiglicli vuglfrej
solton proclamicrt w«rdon-' ...^
1216.
LandesfÜTsÜkhes Dekret an die Verordneien von Kämieti: Wie-
wohl sie die PrüdikanteH aus Klat/enfuri ahtjeschaff't, schleichen
sich diese wieder ei«, eniciehen dem katholischen Pfarrer «cific
pfarrlichen Hechte. Die Vrädikanten haben hicdurch ipso facto
Leib MikJ Leben vencirkt, sie selbst einen Vcriceis auf sich ge-
laden. 6'trengster liefeld, die Prädikanten stracks abgu-
schaffen, sonst .ntüf^te eine Kommission an die Hand genommen
icerden, deren Kosten sie zu tragen hätten'. Grat, IdOl
Januar 18.
(Kop., Kod. Lins 48, fi>L8G>* n. fi-U»-». Gedruckt Archiv fUr vaUrl. Ge«eh.«te.
XIX, 8. 87.)
Fulgt dann der IHuweis auf die aui 22. Nuvcoiljcr flbcrgfbeiif, mit obigem
teilweise MOrtlicli Ubereinitiinuieii'de Beachwerdeschrifl. auf di« Verlvtisung
d«r Lindesfreiheiten darcb du Vorgeben gcgto die Lindeadicner und
Verordn«((^n, den Untergang dieaea Landet, dei rOmlaebeii R«ieh(>s Vor-
mauern, und die Vertldung der Stadt Klagenfnrt. . . . Replik d^r landea-
füratiivhen Koiunii»»iira am 19. Januar. Tadel, daß mau dio Kitligions-
refitrnialion, au welrtier der LandwfUrat br-recHtigt aei, nctiit^r ad na»-
»tarn ansiebe. Die Aufnaboie einea oder mebrerer Prälaten unter die
Verordneten aei »nvenUglicb durcbxuftlhren. Duplilc der Landtohin im
obigen Sina«.
iR ÖrÄfrner, Apothdcer mu Pettau, an die Verordneten:
ihm als ans Pettau der Rdiffion haHer Ausgewiesenen eu
paiailen, nach Warasdin eu stehen. Hat (Beschluß): Es werde
H der^Bifi« enisprochen und hleiftt der Apolhel-er in der Besifdlung
H der Landschitß. Gras, 1601 Jamtar lü.
K (8l L.-A., Bxp«d.-l)uoli IttÜI, foL 8* )
1218.
I
Die Reformationfkommission in Krain an den steirischen Pro-
viantvertcalter im Viertel CUli Matihes Puecher: erklärt ihn, da
er der Zitation nach Jjiihack nicht Folge geleistet, der ange-
drahten Strafe von 1000 Dnkalett schuldig und eitiert ihn
neuerdings für den 28. Januar nach Laibach. La«&tic/i, 1601
Jant*ar 20.
(Kop., Sl. L.-A., Chr. R.)
Am H. Janaar legAU die alelrlaelieu Veirorilnoten FUrs|)nichi! b«i den
Kornmi8»&ren tut ilm ein. Die F. D* habe Ihn seiner Verdienite neigen ver-
■cboDt (Konz-, ebenda). Am 37. rtcliten üe eine Bitte Ea dieser Sache ao
den Enlienog; dicMr spricht am 31. Januar (Urig., tbeada) iha awar der
6tra/« ledig, rorpflichtel ihn ab«r, sich \»t ^ein BiKhofe von S«ckaa ao
Meilen. Genanerea siebe unton unter der Nr. 1SS3, wo d«r weitere Verlauf
in diaaer ADgctefenfaett rarmerkt wird.
1219.
Die landschaftlichen Offiziere und Kansleibeamten, auch ScJtranncti'
und GericJitspcrsonen an Ferdinand II.: litten um Frislverlän-
gerung für den Aheng, %cie sie dem Gegenschreiher und Einnehmer
ntieil geworden. Gras, o. D. (vor dem 22. Januar).
(lUns., at. L.-A^ Chr. B.)
1220.
Die wi iMndtage versammeltax Herren tmd Landleute (außer
den Prälaten) an Ferdinand II.: stellen die gleiche Bitte.
Gras, im iMiuitage 1601 Januar 22.
(Eons., ebenda.)
V«al«t. 1I.AM. M.LX. t
1
In IhTftm eigenen Grant^he hnItiM) äie KanEloibeatnl^n aitsft^fjlhrt, es
hI IhnsB jetzt bei aar WiTiterxeU schwer, »bEURiolicu. Auch aoiou nodi
viele OMcliKfle «biti wickeln, vroxu man kflUiolincbc ll€<lic[ixl<-to nicht ba-
kamm«n kUone, omiionicihr aU jetzt xllr» Anf^t tot Jan Türken Iiat. Brhilt
tahu die Frist verlän^ornng uicht, so fSlIl auch ivr lO. Pfennig achnial «ua,
da man om jt^den Trcis veikaufcn oiuO.
Auch die Mltgüedtir des Landtages weisen aof A^d Naolit«iI*iigd
Bohaden hin, den die Obnreilt« VorKnderung uud die bierdurcb crfolgto Bnt-
lassanf; erfahrener Kriegs- itnd LandafSücre in dioaan gcflibrlietion Zeiten
mit lioli bringe. Man kann nie schwer ersetseu, besoiiiieTa im ZcugliAlue
und bei der ArtillBrio. Auch hier wonleu die Uubildou d«» Winters h^rvoiv
gebobtn. In den nHclist«! Tagen ueHen Etnpfehlangsscli reiben an dsn
Ranvlcr des KRrftlrsten toti Sachsen fUr Johann Seisias, Schrannenadvokateti,
Josef ächsoer, Sebastian 8|ield] und andero «usgeatellt
1221.
AnmaJinunif E. E. L. an die F. jy tccgen Kandelberger.
1601 Januar 22.
(BegUtr)
1222.
Die Vcroräncten von Kärnten an äie t>on Steiermark: danken für
die jilifteilung der steirischen lieligionssacke durch den »ach Grat
abgesandten Ilans Mosdorfer und t^Un mit, was im Mrnim-
sehen Landtage vorgegangetu Klagettfurt, 1601 Januar 23.
(Orig , St. LA., Cbr. R.)
Ocataru abend* bsbe der fUratliche KouimissSr, Hofntarscbttll Jakob
Prejnor, unter Vorweirang eines laudesfOrsllicben Befehls den evangeliscbcQ
SlfitiHen den Tadel aosgesprocbf^o, daß sio noch nach der Ilaiiptrvsol
aine Abtendung an rlpn kaiserHohen Hof TDrf>enoniEnfn. Sie habon
QflMUidleo sofurl atMurufen und sio L D* DAmbafl au macbcn.
1223.
Die Verordneten von Steiermark an den Herrn Bischof von
LaOnteh und die anderen Heformationskommismre in Krain:
Intcreession für den stdrisehen Lamksproviantmeister MaUhes
Pueeher, der bei 1000 Dukaten Strafe, wie man vermutet, seiner
Konfession wegen Ttach Laibach sitiert tourde. Hervorhebung
seiner Verdienst^;. Graz, IGOl Januar 24.
(Eaiu^ 8t. U-A., Cbr. B.)
ICRCQ ^M
UtiOD ^M
dieisa ^M
131
Am ST. Jaoiuu gcfat eine Blttaobrift au äea LuicU-ifttnitet] aolbit Am
31. .Tsnou wird TOni Erzlierxögc ein StillstAad in der Stielte b«witlt(^, dv*:b bv-
n*rkt, d«G Pa«cber uichl exempt in d«r ReformationBiaclie Ut. Hierüber wiril
d«D R«forin«tioti)hommiatilreQ in Kruiti am 3. K«)>raar MltMiloug g«inacbi aod
g«b«tan, daß man Pnocli^r oicbt« BNchwarlicfacs znmatr. Zuglei>i:h geht an
ilao LandosfUraten diu neaerlicho Bitte, iloin ProviaDtmeisler di«? ilim durch
ii* BeligioDtroformatioBikomiiiusian coiifiazicrteii GQlcr zu rc«Utuiiircii (Kons.,
ebenda). Dio BoIi^oDsirforiRationskomiiiitalrc lelioon dies unter Hinnet«
•of ihre Inatruktion ab {Otig., ebeada), worauf itch di« Verordneten am
1. Ulrx senerdinp an den Landcffllrtten wenden und bitten, den Proviant-
■neistrr anbnheUifrt an lassdn (Kool, ebenda).
I
1224.
Gtorg Herr vo» Sinhenherg an die Verordneten: Noch sei es
nicht möglich geicesett, gu einer Audienx zu gelan^jen. V'erhindcr-
lich war die persische Gesandtschaß und die Botschaß der Stebeti-
bürger Stünde. Der Hofmä<sUr weise sie eur fieduld. Sollte
9ic^ die Sache noch länger hinaus ffiehc/i, so könnte man nach
detn Gutdünken der geheimen Räte die Angelegenheit ihnen vor-
bringen. Ob man durch eine Audieng jetzt das Gewümchte er-
halien tcerde, sei unsicher. Itie Abgesandten der Stadt Linz
seien zwar abgefertigt, haben aber nichts erreicht, sondern seien
an den Landesitauptmann gewiesen worden. Da die Zehrung
teuer, werde ein Mehreres ßässig gemacht werden müssen.
Frag, 1601 Januar 34.
(Eons., Bc L.-A., Slubenber^-Akten, Oefcenreronn.)
Die Verordneten antvforton am C. Kebriiar (Orig., ebende) : Ucdniiem,
daß er keine Andieox erlangen konnte, er mnge eifrig; fortfahren. Zur Er-
UichtemDg des ganxen Weikee und damit der Kaiaer die pute Gesinnung'
der Land#chafl erkonno, teil« mxi) mit. dnU diu StXnde dio fünffache ,Oait*
bewillig haben, ao dall Jeder Herr und Landmaun von jedem Pfund Herrcn-
gfllt aus oipenein (ilckel 1 Oultlcn 4 t^i^hilliifG, die Ilptertsnen Über jeden
Bälden Zina 3 Golden 4 ächillingo Steuer kontribaieren. l^aa würJo aber
va lebten onmCglicli sein, wenn nicbt eine wirksame Vermittlung de» Kaiien
in dorn bie»i^n botrablicheD Stande eintreten würde. AqcIi ioÜ di« Lasd-
Khaft geneigt, ein Mitglied des PritlalenstandM in dai Verordnetenkolte^inm
m nehmen.
1225.
(Die Potttjrianische Sgnago^ mit Pulver ,zu heyssen in einem
huy zersprengt'. (IGOl) Januar 27.
(ChiOD, Kai. Mittel], dei biator. Vereiues fOr Krain 186S, 17.)
133
1226.
Die TtrordncUn von Steiermark an die von Kärnt^ti : übersettden die
auf die Landiagsduplik erflossene Triplik^ dann das heute herabge-
gebene Generale. Was von I. F. 1/ geheimen Rat HofmarschaU und
fbinein' abgeordneten Landtagskommissär den ajitccscnden evan-
gelischen Ständen wegen ihrer Absendung einer Legaiion an den
Kaiser und Namhaftmachung der Gesandi<:n vorgehalten tcorde»t
iat hier den Stände» nicht eugemutet worden. Gras, 1601
Jantiar 28.
(EoBi., St. L.-A., Chr. R.)
1227.
J}U Commission xu Monspurg der von yiklfis Jßonhomo nieder-
gerissenen S. Latirentii-Capellen dasdbst awh wohl verricht.'
(1601) Januar 30.
(Wl9 Nr. lS2i.)
.Ködern die andore BeUtlon in BefnrmalionBAJiehcn I. K. D' Kiigft-
Bchricben. Die CßimniMion w«geu der Limr<tjitii-0ap6llen su Moospar^g
TerrifUilArmMMii ref«rirt.' (1601) Januar 3<J.
1228.
Gwrg von Stubcnhcrg an die Verordneten von Steiermark: er hohe
noch keine Audiens erlangen können und ein kleines Memoire
an den Kaiser übergeben. Verlangt Vei'haltunysmaßregeln, falls
ihm die Äudietu ahgesclüagcn tvird. l'rag, 1001 Januar 31.
(Oxig., St L.-A., Chr. K.)
Am 19. Pffbiuar teilnu «io ibni dio f&rstliche ßesolaÜOD Ober die
B«1igi(nisliei»chw»rdeii mit. Er mOg»! tie d«u g«lieuni*n Rnlen mitteilen. Man
hoff«, 1. M* wfrde .wegen der bochge«t«igert«D Bewilli^Dg* <lie Beschwenlon
IUI dorn Wege rftam«n.
1329.
Adam Veiiedigers Abfertigung (ewei Jahreshcsoldungen) und Testi-
monium. Gros, 1601 F^ruar 1.
(L.-A.. L.E.)
Uan liKtt« ihm g«rn gegSnnt, sein nach flbrigc« Loben In dluein
Lande nuDbrio^on.
183
1930.
Die Stadt Stein haben ,die Herrn reformationscommtisarü su
reformieren angefangen. Deti fürtrag auf dem rathaus ich gc-
than. Haben die gehorsamen hirger aishaUl die caiholische aydts-
norm prästirt und nit mehr dan ir v-icr bandisirt iffwdt-n. Atn
rimbtiche ansiäi seelischer hüechcr auch offentlidi am platz ver-
brennt. Drei tag uns alda versaumht'. . . . 1601 Februar 8.
(CbrOiu Kalender, Diinitx, Mitlcil., l. c)
1231.
■ Herr Johann Aht £u Admont tcird in der Herren Verordneten
I MiiU vosierl. QroB, 1601 Februar 8.
^^^ (BegUtr.)
I^B^ Nno wxrpn die Atij[rili''ir!f;*'ii Anr A, C. in iler Vernrilneton Mltlß nicht
'^M tnfbr unter «ich; in iIpii Ljin(l)u:hxfts|irotoko)lfn wnrde nitii virl nuif^c-
■trichno, dimit m nicht sur Kenntnis der kuthnlisoKiin Kreis« komm». Am
ti. »bnixr dank»n die Verordneten dein Abi?, d&ß «t die Stelle ange-
nommen (Refiatr.)
Fortgang der Gegenreformation in Stein, Krainburg und Bischofs-
lack. (1601 Februars— 9.)
(DimitK, 3S8.)
1233.
Georg Herr von Stubenberg an die Verordnelcn: Hertvarth ron
Lambcrg ist dringender Geschäfte twgen nach Hatne gereist.
Eck ist krank. Von einer Audieng höre man nichts. Die t-er-
faßte Schrift habe er den giheinien liütett überreicht. Mehr Zeil
und Kosten werden erforderlich sein, um das Zid *u erreichen.
Grai, 1601 Februar 10.
(Kon*., St. L.-A., Stnbeiiberg-Akten, Ge^enrerorm,)
Alexander Paradeiser, Verordneter ron Krniii, an Georg Herrn
Stubet^fcrg; WictvoiU Herr Höncarth von Lamherg seinen
154
Weg herein nehmen Muß, um jsu einer Bech isführu ng eu er-
sc}ieincn, haben die evangelischmi Landstände die Sache doch
dahin angerichtet, einen anderen Herrn, Wilheim Gail, eu de-
putieren, der sich elu»tens auf den Weg macJien sdl. Bitie,
ihm aUen nötigen Bericht eu geben, tvenn er hinausiummi.
Laibach, 1601 Felruar 11.
(Ori;., St. L.-A., Stubcobftrg-Akt«n.)
1235.
,tTn<lecimo dits auf Crainhurg ankhomeii samht hemi Cohenzd.
Umh rfen Crislic Mikash, Luther genannt, auf Cr cus geschickt.
Seim söhne einen frommen cathoiischen hurger, LovreiUh ge-
nannt, Jämmerlich ermordet in der nadd.* (1601 Februar 11.)
(ChrOns K&l«ader, I. e.)
1236.
fMorgens frue in Michel Harrers haus den sektiseJtrn bürgern
den fürirag ich gethan ad longam. Haben sich alle ausser
eines oder ir eieeyen, galt, der h. caOtolischen kirchm und
L F. D* in gehmsamb ergehen, darnuff die mikolische aydts-
Pflicht gethan.' (1601 Februar lü.)
(Ebendi.)
Verbrcfi nnng Atr Rdcher dasnlbnt «m 17. F«bmur (ebcndik).
(
1237.
Hans Weif HacJüi, Wirt im Toheihad, bittet die Verordnetett, dem-
fUzcA er wegen vorgetumtmener Reformation aus ilem Lande
müsse, dem Bauschreiber ai* befehlen, das Inventarium eu über-
nehmen und einen avtleren Wirt iru seiner Enth^ung su suchen,
Rat: WeU es mit dem Supplikanten wie mit den anderen Land-
schaflsöffieiereti su diesem b^chwerlirhen Stande utid sur Aus-
scJiaffuHg gekommen, müs^m die Verordneten, da sie i^er ihr
vidfältiges Anhalten, Flehen und Bitten nichts haben erreichen
Jcmnen, ea geschehen lasse» und heaußragen da» Bauschreiber
Simon Walter sdorffer, sich um einen tauglichen Wirt umntschen.
Grag, 1601 Februar 1^.
(&.L.-A., Expfid.-Ua{ilier I9ÜI, fol. S6^)
fCkristoffm Harrer mit sechs pßrden und 100 pauerS' und
andern beicährten personen auf 2^' eu markt hl, alda die burger
ttUe gehuldifft. Und auf Creus geschickt, daselbst sy nach er-
kundigung aUer hescfiaffhiheU. tne sich der todtschlag begeben,
etlicJie gefänglich eingesogen und des Crishe haus funditus ge-
scMnfft tvorden.' (1601 Februar 13.)
(Ebenda.)
1239.
Verordneten von Steiermark an Ferdinand IL: Bitte, dem
Vigedom £U befehlen, daß er sich mit der Einforderung des
10. Pfennigs bis auf die landesfUrsiliclte I{esoiuti<m gedulde.
Gras, 1601 Februar U.
(Kon«., St. L..Ä., Chr. B.)
1240.
Erehersog Ferdinand an Georg Uerm von Stubenherg auf
Kapfetiberg: Wenn die üdigionsreformationskoMmissäre in
Kapfenberg mitder ah an anderen Orten vorgegangtyti, sei die
Ursache die, daß sie das landes fürstliche WohUcoüen gegen ihn
kannten. Da sich aber sein Prädikant nicht intra limites hält,
SMidcrn mit Taufen usw. dem dortigen Pfarrer Eingriffe macht,
so ist bei sonstiger strenger Ähndung der Prädikant binnen acht
Tagen ata den landesfiirstiichen Landen aus^uschaffen.
Gras, 1601 Februar U.
(OriB.. 6t. L.-A., Chr. R-, Stubenbcrp-Akten.)
Edler . . . Dasa in deinem markt Kapffcnljcrp unsere
geordnete reformationscommiasarien nicht nach solchem erust
ocd modum procedirt, wie es an anderen orten bcschcbcu,
darzne sy dann gar frroBse ursacti gehabt, das ist nmb unsers
zn dir habenden gnedig;[!n willen, zumall auch das« da dich
erbotten, ain solch mtdinm and gcbUrlicho discipliu bcy deinom
predicanten anzustlillon, dass seinethalbcn khain cla^^ flirkomen
-Q&d dein pfarrer in seiner jarisdiction kain eintrag durcbaus
bescbehen solle.
Wie lang aber Bolchos gehalten and der achödliche ver-
fUerisclie predieanclt intra Umife« oder filrgealeckten zill ver-
blibeu, das ist mehr als nar zu Till bewflst, d&nn er sich bei
mehr persouen ondterstanden, sie beicht zu hören, sein ver-
maintes abendtmall inen zu geben, die totten unbegrilest d«8
pfarrera zu begraben, die kliUndor za taufTen und auch in
seinen sektischeu exciamatiouen die cbristtichcn ubralten kirch-
und [Kttfartcn Anzatasten, als du ans dem extract hiebey aas-
trUoklich in *pecie zu vernemraen.
Wan es dann an dom^ da« diser dein predicant solche
Tcrwiernng und strafmüssig nngebür fürzunemben sich under-
atehet, su ist nun zeit und gelegenhuit eolcbes abzustülten. Be-
velchen dir Iiierauf iirntitlicli und wtillcn, dass du gehördten
deinen predicanten slraggs nac!i dises empfachnng abschaffest
und dass er eich innorhalb acht tagen verrcrs in unsorn landen
bcy vcriicrung leibs nnd lebcns nicht botretten lasse, inmassen
iiue solches selbst durch ncbenligend decret auch also za
raehrer nachrichtung anbcvolcbcn wiordct. Dann und wofern
da aber solchem nit nachkomen: wurden wir geursacht solches
mit Ungnaden und aiulerm ernst gegen dir zu anton. Guben
in onser statt GriLtz den 14. tag des monats Fehruarii anno 1601.
Ferdinandt-
W. JSchlinger.
Ad mandatum Ser" domini
archiducis proprium
W. Kribenifch.
(Sic^l anfjpedrUokt)
1241.
Die Verordneten von Steiermark an den Bertog FriedricJt sk f
Wvrtiemlier<j : Empfehlung des nach l'djährigem treuen Dienste
als Iiauschrei()er wegen der Religion amgevnesenen Michad
Hetlkh. Graz, 1601 Ft^ruar 15.
(Koai., 8t. L.-A., Chr. R.)
1242.
Die Bürgerschaß und die gesamte Pfarrmet}ge hei dem Berg'
werice und dem Kammcrgide £u Augsce an Ershereog Ferdi-
nand II.: Bitte um Wiederersialtwig ihrer Freiheiten vnd
137
I
n
Frmkeitabriefe^ Abschaffung de$ HoeJujerteJits etc. .. .da sie nun-
■uAr die katholischs Religion angcnotnmcn. 0. D. (vor dem
17. Feferwar ItiOl).
(St. L.-A^ Kop., Spesixl&rcbiv Atusre.)
Wiismassen wir ohne das arme leuth auib des groben
pofels willen . . . Aos ubermacliten antrib der gewesten pre-
dicanten, welche gemelten pofel an sich gehangen, E. F. D* . . .
Verordnungen der Iinilsamcn religionsrefomiation . . . nit nach-
gelebt, wir samentlich in E. F. D' schwere ungnadt . . . gedtgcn,
neben dlsem aber allem auch doreh die . . . r.-coinmissarieQ
OQsere marktgcrichtsfrcilieitcn cingestf^Ut nnd . . . alle brieBichc
urknnden abgefordert and za jetziges . . . vcrwcsers banden
gelegt worden, welchem laidigen . . . zueatandt wir . . . R F. D^
. . . fOrtragen, scitcm»! wir die Sachen nit gcnnc^sjimb Tcrstan-
den, und da wirs recht verstanden, gewissHchcu mehrers des
Kbuldigen gchorsambs als des widrigen beflissen babeu. . . .
Dieweil wir dann . . . die cntholischc ruligioii, dabei durch
die gnade gotte» bis an unser ende bestUndig za verbleiben
(wir) gedenken, sein wir auch nobcns disem berait und urbietig
in all andern weg . . . was . . . su beftlrdenitig . . . E. F. D*
. . . cammerguet durch gebierunten geborsamb nach nnserm
. . . vermllgen ... in das werk zu stellen. . . . Was ans arme
bargerschafft and pfarrmenig die entsctzung bürgerlicher frejr-
heiten des marktgerichts, aowol beschehene abfordernng der
brietlichen Urkunden fUr oachtl and schaden bringt, erfahren
wir durch diejenigen, mit welchen wir liievor unser hantie-
mngen, credit, und vertranen gehabt, nunmehr ichtea trauen,
leichen oder darstrecken sondern bezalt sein wüllen. . . .
Damit uns armen . . . underthonen dennoch dermaleinsten
geholfen (seitemal wir rernomben, dass die Kysenarzter, die
mehr als wir v^rächult, wiederumb bej^nadet worden, ihre frei-
beiten and Privilegien widerumben erlangt and die hocbgertoht
abgethan) disom allem nach an E. F. D* . . . wir . . . bitten^
■ngosognee unser . . . obligon . . . 2U orwegen und gleichsamb
m» BUnentUch als die ungehorsamen verlornen aOhne zu 1. f.
hold ... an* und aufznnemben und . . . Verordnung zu tbnn,
damit uns die biirgerlichen freyheiten and abgeforderten brief-
lichen Urkunden . . . wiederum restituirt, die unerschwing-
hche ancosten vorhUctet, die bochgoncht abgeschaifc und
also alle sacHen
den. . . .
tn ■pi'ittinum »tatum dirigiert . . . wer-
1243.
Richter und Rat des MarHcs Atissce an Ferdinatid IT.: erstatien
BericH vher iJas ungd'ührlicke Verhalten des Ausseer Pfarrers
Esaias Haupt. Avssee, 1001 Februar 17.
(KoBS-, 8t. L.'A-, BpeuilarchiT AuMe«.)
Am Erchtn^, iloa t$. d. M., «U il«r Pfarrer nocli in Bmck gew«j«n,
enehi«!! drr LandprofoS, dbcrrpichte (lom Verwesor bwqI Bfifehlo «ies Liodos-
fllrstcn nnd des PüratbiBchofe von 8*ekau, womacb *r im Land« Strier dia
Pfarren «a risUieren und die Konbubinen abEiiichaffen babe. Der Verweacr
sandle sofort su dem Marktricbter, er lolls sofort mit swei Ratsfroundoii aicb
nach Staindli OasUiaua au don Profoßvn bo^cbpii. Dar kam iting» mit den
Worten cDtgeKcu: ,Icb bab Do «iii« Ponoa goicbickt, di« i»t to >lvlx, daß
•ie IQ mir ntclit kotninaa will. leb will «I« Mlbst holen.' Da kam er dano
mit Margareta. dos Abrabain KUrscbnen Eheweib, dia beide dem Pfarrer
seit uiner Anweseoheit dienen. Er fragt >le leinem Befehle entaprechend
■na, wie es mit ihr nnd dem Pfarrer stOnde — weil sie so gar vcrdHcbtit:
In rincr Kammer liegen — and waa sie mit ibm — weil ea ganx lautbar —
fQr Unxncht getrieben. Dnranf erklXrt sie sich fUr unu-lialdig und wird
ibr gedroht, mau werde tie, wenn %\<s nicht bekennt, mit DaumitCcken
klonimen. daH ihr da« Blat bei den Nägeln boraoMprilxcn »oll. Si« bat
aicb awar «rachreckl, aber nichta eingMUnden, worauf d^r Profoß au dem
Bichter nagt, er aoll ihm ein Ruß, eine» SohUtten iind eine Kote« Ter-
achaffen, er wolle dfn Scbl^-ppiack nach Oraa fUhren. Weil sie rielleicht id
unserer tie^enwart ans S^'haRi nicht heknnnen witUle, eind wir biuanaga-
gangen. Wa» oie dann einbekannt, wird die F. U* ans dem Bcricbto des
Profoßen erfaKten. AI« wir wlctier liincinkamen. lagt dor I'rofoß: ,icb Iiab'
an ihrem Bckeanlnisse mehr als genng*. Weil aber der IfalT nicht daheim
ael, 10 ließ man »ie, damit nicKl etwa etwa» -verloren gebe, wieder heim-
gehen. Sobald dar Pfaff und ihr Mann heimkommen, mÜBM «ie ihre Sachen
ans dem Pfarrhofo tun und da» ganie Revier melden.
An Freitage den 16. kommt der Pfarrer. Da lieU itim der Kicbter
anaelgen, er »oll den KUr»chTirr und sciu Weib ina GeridilAtiaua schatTen.
Der Pfarrer sagte, ur lasse sie nicht aas. Im Pfarrliufo habe außer ibm
niemand la achaffen. Der Pfarrer kam dann selbst ror don Rat and 6ng
an an protealieren, daß man an ihm einö Gewalttat Terlibe, Der Pfarrhof
gehtre nacb Paftsan, da habe man keine Macht, eintugreifen. Er wolle
vtich eher dee Pfarrhofs r<>rw|'rn', che er den KOniehncr und sein Weib
Ton dcb laue. Er wolle uhncilip5 nicht hier bleiben. Ein Weib bekeuns
aus ]-\irobt leieht etwas. Dann schalt er Ober den Auaseer Rat: weil wir
nor die Freiheiten wieder babcii, hätten wir ibm solche« bei der F. !>* ein-
fcbrockt. Das wolle er nnji gedenkeu etc.
i
1244
I
Die Vertfdmatem vm Steianmark au Erehtrso^ Frrdmtmd: Die
hötAai jftMfflrrfii^f S^aolttiion auf die Besdttcerdat der Herren
und T.tmdtmtf A. C, die i-om 2. Jannar IßOl datiert, aber ikne»
erat lernte en^dk^miitat ist, haben gie mit Betrübnis vem^fminen.
Da die Herren und LandletUe bereits i*ach Harnst yemtgeit, JbMnte
iUmem die JUsoimOom nicht nuAt mit^eieät teerden. Man tcerde
Ana» hei duater G^egenkeU referieren mtd die ,Nothdurß' bei
dem Ere)terBcge atArimyen. Gras, 1601 Febntar 17.
(Ka^, 8t L.*A.. 8tnfaeabrr^Akt«n, Gc^irdfonn.)
1245,
fBebos onutibiu (in Crainburp) constitutis profecti somoa ad
äriUtem Lagkb (Januttr 17)^ aida die dominica (Februar 18)
mi^mitiag den »ectisehen tceü vermü<figcn bürifcrsirvtten , aläa
derem em 10 oder me^r geweaen, den fürtrag im c/$chIos$ gdhan.
De$ andern morgen» (Februar 19) instruiri, sg auch alle gehor-
9amH mtd das ioramentom praestirt. und also in diser raiss
r»B Mffefi dem aimächtigen goit und der h. cath. kirche rectt"
perif*/ (1601 Februar 17— 18.)
(Chrtni Kd^ I. e^ p. 18.)
1246.
^Fju;Ca iastmcbone dispositisqno rebus omnibns a prandio La-
bacam profecti sonias. Herr Verwalter uns hinaus beglagi und
aber a%is stucken sehiessen lassen. Eodem die die uctischen
Imeher verbrennt am plats. Zu Lagbach: Ferner sein die
Lutherischen burger auch etliche E. E. L. officieren, darunter
auch viU Witt frauen und mAicT{avüi\ias{B\c) geKcsen, furgevördcrt
und in grosser autakl den cath. agdt prästirt und hiednreh vill
hundert setzen Christo getounnen und ad gromium S. M. Elccleaie
reducirt icorden. (rott seg loh. Inen sab poena das fleischessen
in der fassten verboten, entgegen sotitUag, ntontag, mittipoch und
fregtag jn* der predig ad S. Nicolaam oder ad patres, darinnen
wum ex professo controversias potissimas iractim sollen, eu
liommen auferiegi. durch die herr» l. f. volimecMige reformations-
commissarios.' (1601 Februar 19.)
^Ebenda.)
1247.
Dl« Verordnetet* von Steiermark an Georg Herrn von Stubenhert;:
Mitteilung ihrer Lanätagsheunlligung. Die Uöfftmng auf eine
günstige Erledigung ihrer poUlischcn und lieligi^nshescluverden
sei durdi die beigeschlossene Restitution scJimerdicfi enttäuscht
wordeti. Et»«? Replik tcerde erfolgen. Stulenberg möge die Re-
solution der Hanptsehriß anfügen oder mindf'Stcns den geheimen
Raten mitMleti. Hoffnung, der Kaiser werde ihtien wegen der
gemnchttm Ifewilligungen gnädig Aein. Grag, 1601 Februar 19.
(Orif-, 8 Sie^^l, St. L.-A., Stabenberg-Aklen, Segen rWorn.)
Slitboobcrf; aatwortct darauf am i. MBrz; U!« t^cbriften Mi«-!) nicht
uif*el:ntninen, ktlanen sonnch nicht Itb^rrpiclit wprdon. Auf eine Andienx
sei kein« ilofFouiig zn setxen. Uie Schriften wHren daher daioh ihn, Eck
und GaU don liXteo mitiutejlcn.
1248.
Ferdinand II. an die Verordneten von Krain: befiehlt die Aus-
lieferung nllt^ ron Bürf/ern und anderen iti Laibach ivohnenden
Leuten ins Landhaus abgegebenen ,sektischen' Bücher.
Qra£, 2601 Februar SU.
(Otig., h.A. Krain, U-A., F. alt, (4ii.)
Edl . . . Wir werden glaabwurdig bericht, das Ir vill von
bürgern nnd andern in unsert-r st«tt Laybacli wonuniien per-
sonco uin grosso anzall nndorschidliclien tractlltl und paocher,
wciclie sectisch and dem cathoÜaclien glauben zuwider, ina
landtbnuB tiniUer und vor uiiBerer fiirgenoinbnen hnüsAmeii re-
formalionacommiBsion gefleclient haben und auf dato in Eurer
verwiirung gehaldten werden.
Wann dann Ir selbst IcichtHclion zu gedenken, wann wir
aas reelitcm und gelrewen eyfer unserer nndertbonen zeitticb
und eliwig haill zu bufurdorti sotÜ inbuoo und surg einwenden
und Bie zum alten cathclischeD seligmachnnden glauben su
bringen, das wir es el>en an disera nicht ermanglen oder zu
irem unhaill dcrglciclien puochcr iesnng cuclasscn oder gestatten
ktindcn. Und derowegen ao haben wir euch biemit gn. und
ernstlich beveähen wollen, das Ir die scelisdieD pueclier, waa
Ir ditsfnls in Verwahrung bishcro bcliaitcn, unBcrn geordenten
comniiBgnrien eu Vertilgung derselben ao guetwilüg liorausgobeii
141
nnd Buostelleri lassen wollet, als wol wir doch sonst mit ferror
unserer Verordnung Iiievon iiiclit aussetzen wurden, dann das
ist unser entlichor willen und mainung". Und wir sciad Euch
mit gnaden gewogen. Geben in unser statt Gratz den 22. tag
monats FebruaHi anno 1601.
Ferdinandt.
W. JOcblinger.
Ad raandalniD Ser** domi»!
archiducis proprium
Kribenik.
DloM Ztuchrift wird ronchlrrt fttn S3. Mal A. J. wiedorbott (Ong.,
ebenda). Die Büclior werdmi anUerdem gen«u«r btzeichaot, iii<lcni oben
nach dem Wort« ,g^<>ch»nt' «o^ftftijft vrirH: ,ocl«r Ronaton Ton Wittenberg,
Tibiui^cn und derwlbigen ortUen suni^l uneingebundcn ab gebiitiilne, sy
Mr^en in leoUcfa- oder wiudiacheti truek, rnii [»ostiln, biblea, ))ulaieiibQecbeI,
cathecinueo uud andern wan der caUi. religion widrig und uudtor diBcn
all^Ji Tnntaod«u nud aius billicbeu biid«iikeu, a«b»Q d«Q audoru horkUfffc-
geb(!n «Verden sollen. Welches U danti aus äiscta bedenken mit incg gar
oicbl zu walgnm, anyiemallro wider unsere I. f, Terordninigen und Alrge-
oombne wisäenlllcbe refurmiKning luilicbu (ini-cbür di^in iMir^^iirRniaii und
«□dem umonendeu gleich Uns vridBrfl]iill uml nur Htralfniossige wideTSQtz-
licbkait «lobUdou und filratellen. Dem allen nacb' . . . Ein driltea Mandat
ist de lialo Graz, 1602 Jtill 2 (Orig., ebi^uda), eii:i viert«« d« dato 1607
Ulrt 24 (Orig., ebenda), ein fünftes de daio IGU Juli 13 (Orig., ebenda).
Am fit, 'Noretnbcr 1014 begclireii die Reli^iousreforuiationaliominitisirc die
Aiuüiefernng der Bücbor (Orig., ebfndA), am 23. Jnni crUßt Ferdinand II.
einen em»Dteo Uefeht und vroist die Rlldier dr^m JirsuitfiikoUegiiim in
Loibacb bu (Orig., ebniid«) und am lü. Dcsember 1616 wird beTublen, die
Bücher itu I>audeaviaedumaint absulieferiL (Orig., obeada).
1249.
ieschtccrdeschrifi der katholischen Stämic von Krain und Bitte
an de» Landtag, ihre Gruvamina absuluu. Luihach, lüOl
Februar 23.
[L.-A' Kraia, 8 Seiten fol. VoHstKndige Inlialtaangabe bei Dimltt, Qoaoh. ron
Krain lU, 837— SSfi),
Hinweis auf dia von Max I , Karl V. uud Pordinand I. nur mit acbwerer
Uflbe von dem I^a[>5t« erlangU- BewllUgang der Rtarken Kontribationen fUr
Zwecke d« TUrkQnkrieg;eB. Hätte mim dcmcnigfifcn di-warto» dUrfc^n, dall
die Geistlichkeit iu Steuersachea milde behandelt werde, so ist viüluiobr
das geacbeben, daß man ibr gegenüber bei SteuerrRckatftndBn sofort mit
Pfiludußg nnd Vorkauf des KircheogDt«s einschritt, wogegen die StKiido
A. C. deu Ihrigen viclo Tatueude — bis in diu tiÜ-UOO ll. — ua^hgesbheu-
k_J
U2
llie katholiichen SUade luben TOrden prgcn dl« bobm Aa(galM*ii unil du
owij^lische S«;lial- uud Kirc)iflnwes«ii, &iif Umckerei etc. pTot«atiert nod
darauf gcdmoRen, daß solchfl nicLl gemem&aniQ Atisgaben nicht ohn« Vor-
wisKD UDJ BewilliguDg der eTangaliachcn ätätido (^macht worden. L'm
deHCDtwilleo «ollen xw«i kalboliMh« Terordnctr gcUÜichon und weltUchea
SUiidw n zwei ander«)! A. C. depotirrt werden, ohne dtrcn BeUeia and
ZnatimmaDg niehta T«rhand«lt and angMchaffl werden »oll«. Ebenio hatten
die KatbollMbeB dagegen protecliert, daf) dl« nlebt die gans« I>andtebaft
angebenden Gesaadt«ohaft«n ans g«tneine«mem f>&okH bostritten werden.
WiciIrrfaoU habe man Privat[)ersooen A.C. in die lO.OüO H. geacbankt- Bin«
iÜinllcb« Wirtflcbafi »«i mit dem Iläuicrkatif ß-cpflogcu worden, wie man an
Baltbuar Garoldl di« Mertzlichc B«li&tuung Tcncfaricboo liabe. So gehe m
mit dem Kaafivhllling Felixian Tmbfrs nnd dei Magiit«ra Clement bezQg-
lleb deren HKnitr nnd GrQnde, die En den Lftnd.ichaft«r«chniingen anm
ÄrgemiB der KathoUscJien erscheinen. Weil diese Prolestatinnen nichts ge-
hnlfen, so mOg» mau nun, wie Tordem ntir NichtkaÜiulischc, so jetzt nur
Katboliacb« an Verordneten- und Einnehineratellen befCrdem. Sollten jono
dagegen ein Bvdenkcu haben, so ini5^ man immerhin einen Landmann
A. C. üi« Verordnete 11 mittel nehnen. Die auf die , Abgesandtereien' in den
letzten xwr! Jahren aufgewendeten Mittel »oUen aurücbentattet nnd dl«
oben erw&hnten Srhenkungen vergület werden. Wflrd^n die ätXnde aof
dieee Forderungen nieht eingehen, würde man sich an die pipstlicbe Hcllig-
kait wenden, um die Steuerfreiheit wieder zn erlangen.
An demselben Tage hofft Waaacrmann, die StJtnde werden ihn sein
Jahr aiudienen und die Uechnung schlichen lamen. Laibach im Großen
AnMcbnase (V.-I'fot.): Quroldt und I^uietitAch bitten am Frialeratrecknng
ntr die Auswandening. Bischof CbrOn: ,Das kOnne nur I. D* bewilligen.'
Der Große AtuMbaß bcichlielit eine Intornesston (V.-Prot., ebenda).
1250.
LandesfürstUcher lififeM an die von Ltohen: Verhol des Fleiseh-
egsens in der FastenseH. Gebot, die Ilahstarrigcfi, so nicht jt«-
theiisch werden u-oUeti, absuschaffen. ilrai, ItiOl Fthruar 23.
(Orig., St. L.-A., SpealalarehiT LAobea.)
1351.
J)(> Verordnetet^ von Steiermarlc teilen dem Landeshauplmanne
Siymumi Friedrich von llerherstein mit, was Stubcnher<f ge-
schrieben, und bitleti um sein rütlicJics O^ttachten.
1601 Februar 24.
(Kons., St. L.-A., Chr. R.)
Bei S' M* ici nichtt tti erlangen geweten. In der Zeit Tom 16. bla
tb. Februar erteilen die Verorduct*n Te»tii>tonia an Michel Heltitach, den
dcctKhcn SciialinBUtar Michel MOller, in NikoUns SchobmiBn, Matth«
Grus, Signiaiui Tolomei, Niktu Sttflnpetk, Niklu Knek, Egidios FeUelt,
Balthasar Sehilteaberger, Eaaias Schvarx am) Niklas Vof»! (ebenda).
An iliiiiMiillii II Tsffl MDdet der LandesbauptmanD s«ine Antwort:
_SCiib«iib«rg aBf« d«ii fcbeiman Kitca ilie BueliwardeacbnA Übvrreichan,
thto aber dl« Aadieaj argicraa (Ocig^ «bcadi).
1253.
Die heiden Grafen von Thum bitten, ihre Diener mögen des
En^eittens vor der ReligionsreformationskommissioH etilhobe»
icerden. Darum sei I. F. ö* eu bitten. Im iceiteren Verkaufe
der Sitzung handelt es sieh um Bestdlung eines Geistlichen £um
Verordneiett an Steile des Priors von Frani, der nuM bleibm
wÜL XotbocA, im Grofien Ausschuß 1601 Februar 24.
(V--Prot.. Nr. 8, 8. Ii4«— 116*.)
1253.
Georg Friedrich Markgraf nt Brandenburg an den Beriog
Maximilian von Bayern: er ntöge sich für die evangdisehen
Untertaaen seines Schtcagers Ershersog Ferdinand bei diesetn
rertoendm. OnoUbacA, 1601 Februar 26.
(Kop , St Lv-A., Chr. R.)
... El. L. fufr dato den 2&. Jan. an nns gethanes schreiben,
die bCse xeittangen ans Siebenbürgen betreffend haben wir diae
tag ZD nnsem banden empfangen und zwar albcrait dergleichen
kimltch ZQ Torhcr auch «rchört, aber eolchca alles nicht mit ge-
ringer bekümmemna Ternumen eondem die eacfaen der IL K. H*
. ■ . und dem ganzen H. K. R. . . . zu gnetera lieber anders and
besser gesehen, uweiteln auch wol nicht, do etwo die s.-tchen
mit dem vertribnen Michael^ Weyda änderst und nit der-
gestalt, wie beigelegte cntschnldignngsschrift answcist, gehandlt,
es sollte KU. soUicher beschw.irlichkeit nit kommen sein. Aber
wie deme, sejen vir genaigt, was wir neben andern chur>,
forsten und ständen des reichs zq vcrhindening nnd abtreibnng
des erbfeinds . . . beflirdbrn lielfen künnen, dasselb, sofern mit
obserrienuig des reichs constitation and execntionsordnang
* HIehael d*r Tapfpr», oSehA X«nopol, HUtoire AfS Konmaiiix t. 3S7 ff.;
TeatscblXadsr, Micbaei der Tapfere, siebe Uistor. Zeiuchrtft -13, 373.
billich gleichheit gehalten, sotiI an uhb nichts erwinden zu
Uaeen. Allein bitten wir K. L. noctimalcn ganz fr., damit hier-
innen die erang. cbar-, fUrston nnd stände za desto roelirer
affeoUon und zusammentretung bewogen werden^ K. L. wSlIen
dero . . . scbwagern herrn Ferdinand erzherzogen zn
Österreich, wie wir mähermals auch fr. gesuecht, da-
hin rcrraügen, daas H. L. mit lerncrer persecution und
verjagung der evangelischen nnterthanen nnd kirchen-
diencr, damit 6}^ noch nf disc stundt ans verleydung nnru-
higer lentt der Jesniter fortfahren sollen, gitnzÜch zu ruhe
Bteben und den zorn gottOB nicht weiter über eich nnd
dero rurstenthnnihon ziehen, auf dass Imrnacb nicht otwo
auch andere angrenzende lancät desselben durrh güttliche ver-
hengnne entgelten mtigen. Dan wie E. L. . . . salb wissent, ao
hat keine incnscbliche obrigkeit über see! und gewissen . . .
»ouder nur . . . über das irdische leib, haab und guet und der-
selben anhangenden rechten zu richten. Darunihen . . . erz-
herzoga L. und alle diejenigen, so dero ditsfails nachfolgen,
gegen gott den atlmechtigen flne schwöre Verantwortung auf
sich laden, sondern ^«tc) lijerinncn nicniglich »oiii gewissen bil-
lich, frey und verstricht gelaasen und darüber niemand be-
Bchwttrt noch minder die underthanen, denen allein im religions-
friden, ob sie woll selhstcn Aus/.u/.iehen erlaubt, widor iron
willen, auch dem herkomen und gemelten religionefnden zu-
gegen^ von einer in demsulbeu a|r)>rubic'rtüii und zuegulassenen
religion wegen aus dem hindc vertriben und verjagt werden
sollen nnd soHches diesfalls nmb Bovil weniger, weil wir be-
richtet, daas I. L. denen landstenden die freiheit der roligion
A. C. zuvor ganz teuer mit gelt erlangt und das» man sie un-
waigerHch dabei bleiben lassen wülle, sonderlisre zuesag er-
halten haben sollen. . . .*
Datum Onolzbach den 26. Febrnar 1601.
Georg Friderich,
markgralT zu Brandenbarg.
An herzog Maximilian in ßaycrn.
Folgen noch Ang«b«n tlb«T dio im Juueiti lu «rwRrt«nd«i) Strafen.
145
1254.
fExtract und tnfmorial aus der dreitv lande abgp.sandten aSer-
gehorsamsten sckrift an I. K. M*, (1601 . . .)'
(8l. L.-A.. Chr. H.)
Dlse commission ist noch vor anderthalb iar ia gelialtnen
UndtXgen ber&tscbUgt, bschlossen und die instraction damals
aufgrricht, aber mit fortsetztmg derselben %n versclioming 1. K. M'
nnd ans geb. hoflnang, I. F. D' dio lande von solcbeu gwis&ons-
beschwerden ond danncnber aach in politicis erfolgenden Un-
rats selbst releviren wurden, bisher unterlassen worden.
Soll man bei K. M' notwendige remedia nicht suechen
und darüber dise landt und leut, des R. R. standhafte vor-
maaern kq. grnnd und poden, wie es sich anlest^ geen Bollen,
wnrd es den landen vor gott, d«r K. M*, I. F. D' unserm gn.
landtsfllrstcn, dcro ftlrstUchcn geschwistriget, dem hochtöbl.
bans Österreich, dem H. R. R., unserer posteritet, ja vor ganzer
cbrietcnhoit unverautwortlich sein.
Es ist aber disc commission I. F. D* za ftinicliem prae-
jvdicio (nit) vermaint sondern eu dero and des bochlübl. haus
Österreich hocbbaiten naU und framens Icngcr aufrechterhal-
tnng angesehen.
(1.) Anfangs ist daa concedierte exercittum A. C. nicht
allein in statt und markten sondern auch an meisten orten auf
dem Und abgeachafil,
(2.) die schneien cein eingestellt, pmeceptores philoeopJnae
und anderer focaltcten aus dem landt verjagt,
(3.) die büecher verprent,
(4.) der menschen gewissen sein von den reform aüons-
commissarion durch Hat und drowoi-t, öffentlichen schrecken
and gcwalt, verhofnangcn, eiserne panden, aufgestellten hocb-
gericbtcn, Verweisungen des Undts, spolieriingoti und geltstrafen,
bodroung, abbrennung haus nnd hofs zu aid und mainald be-
nötigt,
(5.) der hcrrn und landleut kirchcn and freidhtiff nider-
gerissen, zersprengt und die totten cörper wolverdicnter berrn
und landleut ausgraben und auf die begrcbnusscn ehrlicher
rittcrslcut hals- und hofgcrichl crigirt worden.
r«BUB. ILAbt. Bd.U, 10
t'
(6.) Jedermenutglich im lamU (nllein die herm und land-
lent aasgenommcii) von adclspcrsoncn, bui^eru, paußrn, ge-
werkeu und pergwerksgenossen, E. E. L. gera^nos wesens
kriegsofficter, iustiei- und gericlitsiiersonen io 0 oder 3 wochen
ttbereilends ans I. D* erblanden aasgesoliaSt.
(7.) Aus welclicD processeii allerlei inconc€nü:nti<i, absur-
dttetQD, serritligkeiten, tmrat and mihail und vcrderbeu bei den
hnarcr horzagozogen und dora Türken stattÜcher fortl elnge-
rannibt wird.
(8.) In $peci6 aber davon zu roden, wan sich der auBge-
schaffte pauersmann verlauft, werden vil güeter abgeödet, ire
schuldig geblibnc steiiern nicht bez»lt, feldbau wirt vorhindert,
victaalia vermanglen, die im landt bleibende undertliaiien wer-
den von den gartendeti knechten und der reformatiunscümmis-
aarien kriegsvolk in grandt verderbt, die pcrkwerch ncmen
aller orten im landt ab, weilen die ktiuppen und porkverstHn-
digc, von denen aach vil gemainen und pauerschaften ir narang
gehabt, ausgescbafft.
(9.) In statt und markten worden anstatt Ternllnfliger, ver-
mnglicher, auch im Itriegsweaen erfarner leat die ämbler der
freien wal zuwider mit ßchlechten Icntcn ersetzt, den ausgc-
BchatFten wird zn verkaufiing irer gUeter ein verzicktor Termin
gegeben und do sie's nit verkaufen künnen, in bestand auszu-
lassen verpoten.
(10.) Der zechende pfenning wird auch begert von Wein-
garten, perchwerken and farnnsson, auch von denen, die unter
den hcrrn und laudleateu sitzen, da es doch in disem land nie
gebreucbig gewust, dai^s ein abziehender burger vil weniger
die adelsperson oder oflioier, welclio bei gemeinem wesen sich
brauchen lassen, den 10. pfenning geben und man will an solch
10. ^ kaine liegende gtleter sondern pargelt haben und an-
nemen, auch do ainer von I. D' ein unverailigten (sie) Schuld-
brief hatj daran nicht abraiton lassen.
(11.) Denen ausgeschafften sollen die landt auf ebig ver-
poten sein, do sie doch dem land mit gell, tehen und in ander
weg vil gedient und noch dienen kttnnen.
(12.) Etlichen wellen ir weih, kind und guet vorgehalten
und in lebzeiten der eitern gei-haben gesetzt und die (iurch
tcstament oder die obrigkoit verordonto gorhaben (ncj, welches
147
auch sebon bei den hcrrn and landleaton attentirtj nnd
die lOcbter wider ireo wUien verheiratet werdeo.
(13l) Aas welchen [irocessen der abfall der statt and
iBirkt herSeoBst, credit, gewerb and hnnticmn^n erligenp dsas
dOrfer daraas werden and ir«^ steuergebUmnssen nicht besten,
nach die herrn and landleat oder paacm ire pfenbert nicbt
vensUbem k [Ionen.
(14.) Di« in- und auslendischen »owol geistlichen als welt-
lichen parteyon, denen oft al! ir bail and wolfart an irem recht
gelegen, werden an ircm recht verkürzt, indem die iustici- and
gerichtäpcrsoncD, advocaten, procuratores und 8olliciUtUfr«s,
denen sie ire gehaimnassen, originaUchaldbricf und inetrumenta,
welche sie ans.<<cr bczalang irer bestallangcn nicht gern von
banden geben ;«Vj, in vcrsickten tenninen aasgcscbafTl, die
schib können nicht ordenlich genamen werden, welchen bei
dem gcrichtsstab dem landtsgebrauch nach iudicialiter recht-
ftterong dbergeben. kUnnens der Ordnung und gebreucbiger
BoUenitet nach abwesig nicbt wider übergeben; was E. E. L.
and gemeinem wesen fUr confnston and schaden erfolget, wan
ire in onterschidnen expeditionen wolpracticierte and der alten
handlangen erfame ofticier aas dem land weichen mUsten, darf
keiner aasfllernng.
(15.) Weilen bei so bescbafFhen sachen weder bei R.-ca-
tholischen noch evangelischen ferrer gelt aafzabringcn und mit
dem blossen gföll nicht zu erklecken, ist E. E. L. credit nan-
mehr gar erloschen and die granizen mit zalung und leben in
solcher richtigkcit wie hicTor zu «rlialtuii anmltglicb.
(16.) Do man jetzt bei geßLrlicfaeter tUrkengefar eilends
qnalificierK personen bei dem hriegswesen nnd landtsanf boten
haben solle, sein aach dieselben aasgescbafft, als wolpracticirte
me^ci, Wundarzt, feldscberer, feldtrommeter, pixengiesser, a«og-
wart, pixeumaiater, pulver- and panzermacher, zeugschlosser,
plfltner, pixenhammermeistcr, sehmid, sporer, satler und all
andere handwerkslent, auch personen, so sich bei dem profant-
weaen nützlich gebrauchen lassen.
(17.) Alle Instanzen werden jetzo confnndiri Neben E. E. L.
officiern werden auch der privatberm und Undleut päeger,
Schreiber, paedagogen, mulner and diener aasgescha^; dcoen
herrn und landlouten aber zu verstehen geben, dasa sie gleich-
falU solcher ausselmäung bald werden nnterworffen sein, als
10*
148
flohon mit ßaltliatiai'D Tbolingor und Hausen Raucben-
perger wiasänüichen landlculun licsoliehen.
(18.) Wie ilanii ir, der Iiurrti und laiidleut, oder ir weiti'
und kind, nlclit die begrulinuss will zugolasseii werden, «s «ci
dann dass raan einen von den pfaflen das erdridi mit Qbor-
mOuiger geldscIiHtKUng erltanfTo.
Was nus einem and aridorm notwendig erfolgen muss^ iet
die oonsoqoenz leicht au umchcn. I. M' remodirn billichi als
R. kaieer, anter dusaen Bcliuts diso land sich beiluden, als
liaubt tcutscber nation and clttstor des löblichen haus Öster-
reich, ohne degifeu conscns kain herrgchaft diser Und fitr at|^'en-
thora kan verkaaBft, ergo vi! weniger das gnnnc land in gofar
gesetzt werden, als obristor vormund.' l. K. M' wolten den
landen mit einer schriltlichon interecsston, vcrmonen und ro-
commciidation allergii. bu hUf und trost boispringon oder darch
abordnuiig dcro anBehlichen rnth nincs oder mehr inUndliche
aliorgn. Vermittlung und remedicrung Alrkoren Usscn.
Die alte Instruction nemcn die horm geunten mit, dar*
aus warzunemcD, du« noch vor andorthalb jar dise commission
durch die drei landBchafll\cn bcratlischlagt und instruirt. Die
Bchrcibcu aber, so von bie itus an I. M* und herrn gcbaimo
rftth llberschiekt and was von l. M* für boschatd darauf errolgt,
BUr nacbriehtang.
I. V. D' intercossionsschreiben an die K. M* wegen der
reich^hitfsreslantdn, insonderheit aber wegen orataltang der
8l.0(K) fl. dem kaiserlichen kriegsvolk za Agram ausgeborgte
profant d{<m herrn Ferdinand HulTnian zuczustellcn.
Diu ac^hrifTtcn and acta in di^or materi bull berr von
£ggenperg bcrrn Hans Friedrich Moflfman übergeben haben.
Denen reichsfUrsleu niUeston die schroiben unter der herrn ab-
gMandten co[>ert und gehorsamer recommendatiun bei aigncn
poten von Prag aus znegescliickt werden.
Die geh. lande habeu sich unangosehen so hoher bo*
sehwprdtni iinil hrdrangnnssen ausser Undtog» in gelt- und traid-
bowilliguiig Ringelassen-
In der hanbtsobrifft worden die twon punkt nit wol ktlnnon
ausgelassen worden:
1 Ulor m «raU, wie iUoa obtu ui Bw«i SielliD, vln SaUlfeU nigMktU
149
I
1. d«M dise absendoDg noch im Tohgen lantag beschlossen
and instrnirt,
2. da«B L M' die lande anf hievorige allcrgeh. anbring'en
an I. F. D' gcwiacn, weilen sie aber a!da nicht» erbahcn kUnnen,
mQessen sie sa I. M' fliebea.
Dieses Stück gehnrt xweirAllos %a Nr. tlSI nai ist «tn Aiuxog tos
d«r d«r rrsper Lejtstioo mitfc^gebaiien Iiutniktlon. Im St. I^-A. lio^t noch
•in dazugehörig« i>clirift«ttlck; ts Ist leidor aucli nicht datinrt. Dxrtii wird
g«Mgt: Da di« Q<mui(llon buher leider >o keiner Ändieax geUn^ii kuitnlcn
tiad genötigt wir«n, ihr« BoKbw'«rden den geheimen Bäten xu ilber^ftb«]),
u)der«r*eitB iber vranach«n, duß auch I. U* dteM in KQrae können lernen.
So QtierreichGa «e d«n bi>if^*cti)oM«Ti«tn Extmkt daran» und 8t«lUn di«
Btl», die K. M' wallen eine Hemedlening ilirrr BesohwercTen rnrnohmrn,
damit sifl alle samt Weib, Kind, Ueflind und andernn an^ehOri^en (llaubens*
peno«8«u DfH-.b IJinger in ihrem Vat/^rlande uiibetrflbt verbleiben und ihre
althergebrachten Landeafreibciten iinbetcUbt genießen kCunten (Kop., ebenda).'
' In grXfliob Wumbrand&chen Arctüre mi Steiaraberg findet aieh in der
Uandschrift 29, 8. 1U9 ff. eiue schlecht Oberlieferte Abhandlang, die den
Titel fahrt: tQua€»!iant*, daa religioaswcsfin im Und Steter betreffend.'
Wie es schoint, gobJsrt dai Stdck in das Jahr 1600; d«nn e« wird dar-
innen der Vtou-Q wid»r Kandelberger und Gahelkover. «nd awar als
noch nicht beendet erwälmt. Anitgcschlofsen ist es aber nicht, daß die
Qtiae^ticnei schon I&09 ziuAmmcngc^tclIt find, denn auch fSr di^fto■
Jahr ergeb«n sich manch« Ashaltspatiktc. Uie Abhandlung besteht ans
(Unf Teil BD :
,Er9tlicheD, was die stlTtd in religionssachen und dessen exenitii
and gebrauch ihrf«theil8 beftiegot.
3. Ob ond was sie daher in iren mit I. F. D* g«wexleten schrift«n
der Sachen au ril oder »u wenig gcthan.
3. Womit Hieb die stende entlieh raCohten oonlenticren.
4. Durch was mtttl I. F. D' tu soLcliem eu hftwngen.
5. Ob ein bäpistliuber conaeos daxue von nfftten uder I. F. D*
solliches ftir sich selbst talva con«c»en(ia thuen khonnen.*
Die Antworteo laoten;
Ad 1, Die Kon «esst onen, di«t der A. C. gemacht wnrden, sind
kein« prrpttuae sondern meljr eine etnmivtmlta ad lempiu gewesen.
Karl n. konnte seine £rb«ii nicht binden wallen. Dio ProlcHtanteo
sind daher auf den ^'uteu Willen seines Nachfolgers angewiesen.
Ad 2. Die StXnde haben an viel getan; sie bitten I'"' D^ nicht
%n viel opponieren, aach nicht ao starka Worte gebrauchen sollen (mit
Ai^abe von Beispielen). Sie h&tten das Beispiel der NiederOsterreicher
im Falle Opitz befolgen sollen. Priih«?r satig man: Ein« /at« ß-rg üt
HMMT QM. Jetst hoißt es: Ach QoU im Umniel, sieh' darein.
1265.
,Extraet E. E. L. in Orain religionsheschtmhruttgen.' 0. D.
Was die bisheer erliteno religionsbeschwährnngen, in disem
IiJirKof^humb Crain fUrgan^^en, anbelangt, aU da sein: die ge-
waltthiltige ondtwülirung dcss vil lange jar crscssncn reli^ons-
exereiti A. C, ausst^haffung der cliristlichen prftdicanton, ver-
spörrung, mit (jcschUtz und pnivcr zersprengang, auch zer-
schlaipfting alt- und ncuerpauter kirchcn, zerreissnng der
frej-tliöf, ausgrab- und Verbrennung, auch thaÜ» in die wÄJäser^
thails in die tieffe graben verwerf- wie nit weniger thails an
ohngebtlhrlichc ürter widerveracharmng etlicher geweaten ehr-
lichen fromben gotsfürchtigen Icit ohnschuldigen halbrerwesenen
cörper und ieichnam. vcrwöhrang der begröbnußsen. copulationea,
kindatauftcn, verkauffung des lieben erdtreichs und dergleichen,
wOlche nit alle zue erictilen, dtc sein mtt denen andern beiden
uniortcn landen Steyr und Kärndten gemain.
Allain was seit der jüin'g)Hten 1. F. D' . . . uberraichlen
schrilTt und dess darüber gn. vertrusten bschaidts durch herm
Ad 3. Die 6tXdto und Mürkl« hatten xu itiröin Vorgehen keine
B«fu^i«; B«ibit ,dic Stift* l<tt niclit za nrbAltAn. Vinllf^icht k^tnnte man
durch glimpfliche Mittel M duliiii bricigon, wie die öüterreichGr nmsr
MAximillan II. bfitianilclt zu TCprdnn.
Ad 4. Lu^Btinticu iixcli auswXrts sind niehl rKtsam. Der Kaiser
werdo wioder auf dvo Enhenog weisen. Mau mO»«) gich mit Uc-
Klioidoulioit au dvn Ietc1«ren neudeii iiitd iIcIj vrcg«n di» bitbnriffi^u
Tor^hoos enUchaldiKen. fall« blc in der Sach« xu riel getan. Dana
würden ric kilton mClssAn, bei ihrem Beketintniase (telaaieo zu werden;
si« wUidflii dagegen sich ein mnlircrea nicLt aiimaß«n und mit den
katholiacbcn Stilndcu ninig vorgeban.
Ad 6. Den pii|)it[icbc-u Konaeiu fQr tlch aalbat zu srlsn^en, ist
bedenklich; du kUnnl« dar Landt*»fl1nt erhaUe» (folj^cii Boiapivlo).
Sollt« er data nicht xu bewegen sein, so wire c« bitt«n, daß üinen
snlchea, ,wa nit coneoimdo doch eannivMido' bewilligt werde. Wird auch
das niflbt bcnilUgt, ao heißt es, laideu und — abziehen: txtavt m{-
ffrate eotani.
Man wird In der AblifiiidJun^ wahncboinlicb eine Vorarbeit tu
flloec mit Motiven vemeboDcn Eiugaba an don LandcsfOntcu xu aeheu
babMU die Ton eini-r dem Hufe naliestelieudon. mit den Vnrlifiltniasen
der Utcren Zeit Tertrauteu Penon — etwa aoi dem Kreii« Kobvnals —
stammt.
151
bifichoven xa Laybach als principa) reliponsreformationBcom
missarinin Tor karser zeit and erst im nächstvcrflossncD inooat
Novtmhru auf fürgebnc vorberpangne I. f. Verordnungen wider
meoDiglicbs hoffen abermals attentirt worden, indeme, das er
E. E. L. herm verordneten Euegemuetet, das sy der landtschaSt
liiTUndte bUecher im landthnas offnndtlich zu verbrennen, ihme
gaetwilltg binansgeben, der landtschafft officir sowol die herm
nnd landleit ihre sclbs aigce beeoldie dicner A. C. zaegetb&n
aintwedcr nrlnaben oder aber der reformation underwirfig
machen sollen. Sonaten und auf «rscheinandten widrigen fall
iD daa laudtliass griffen, der Iandtscha0l bQecher von dorten
wegkhgenomben und so wol gügen derselben ofdcir ala der
berra and landleit diener mit weiter obnverscbuntem crnstlicben
procediren verfahren worden solte, und was dergleichen pQnct
mehrer gewesen, welche dorch iboe hcrrn bischovnn dainaln
mit wcitscliwoiffnndter langen aasfUlirnng angezogen worden,
wOlcbe alle gar ein schlechtes ansehen underlassendter kUnff-
tigen peraecutioQ von sich gegeben ; kau alda kUrze ballier ohn-
vermeldt nit ambgangen werden.
Am Unucblag«: ,I£. l'cbruAr. Memorial, wu b«j denen veratoibtet«»
Ost«rr. ft&adeo io dUcr G. E. L. lii Craia A- C. sD^thaaBr b«rrii und luid-
I«il nuDCD herr Dietrich frfjhtn xu Anervixrg fUnaetragen >ti werben und
n rerrichten.' Von demielbcn Tage liegt «in rrotokoU vor (Kouc, ebenda),
in welefaem Kalnao^r, Niklas von Eckb, Hans Wilhelm Ton ScliniUenbaura,
Wolf von Eck, Daniel (iail. WuU EuRclbrecIit SchrAnklcr und Herr PauU-
l«oB diu Notwendigkeit der .Abf^efandlervi* erklären, da ,»icli b«i der F. D*
«tni^r erwüntcht^u R«»olntion in RrligiDuvMctieu deraeit nicht an rrfr^nen
Mi'. Aoch Mt .wifwutlich', daß I. F. D* tos atuliodiMhen Po(«ntat«n groBe
Hilfe «ugflsagt worden sei.
1356.
Die Verordneten von Sfeiertiuirh an die von KürtticH und Krain:
teilen die Uma* gugekommene hodütetr übliche Resdtttion in nc-
gotio religionie mit. Gras, 160t Februar 2G.
(EoDS.. St. U'k., Chr. B.)
AntwArt der KKrotner am i. Min. Dank für die Mitt«ilaug. Hoffent-
lich werde Eekh geneeon. Uie Kraiuer danken am 12. März. Sie n-erden
an Stelle ran Lsmberg einen anderen Gesandten nach Prag achicken.
152
1257.
An äies^eti: leerden ffentahnt^ statt ihres erhranl'ten Abgesandten
einen anderen nach Prag ahmfcrtigeti und ihn Herrn von Stuben'
berg tu adjungieren. Grat, 1601 Februar 36.
(KegiAr.)
1258.
LamtesßrslUcher Befehl an dm Burggrafen von Klngenfuri
Bartlme KJievenhüUer: Befehl wie oben ettm 18. Jannar.
GraSj 1001 Februar 26.
(Eop., Ko^. UnsiS, fol. 8fi»— 66'> n. fol. S4^»'. Q«druekt Archiv Ar riUrl.
G««h. «te. XIX, A8.)
,Din xbgfii^chafFten und bni Leib- oad LubcuMiti-Afe limiilUiertea Mkli-
Bclien EVädikantflit scliletclien aicb in der Stadt ein, lauren \oa llaua xn
Uaua, mkcHen die Leut« von ihrem katlivllscheo Extreitium abwendig,
richten wieder Schnli^n an, p;>rbrnuchen Hektiichc GfisXngc hei den Ken-
duktffn lind llr^nrn hlcrdumh di« bereiu Ri^kchrtfii <!b«niM> vs\f. sie. (U<^ Hatd-
•turigeii in ihrrr Vdratncktlmit statiteii. Bcfi-h! nni Hericht, wrslialb er
•einf^r dnn RcligionskommbiijlrnTi g<>g(>b^n^.^ ZuAng^, die Prlldikanlcn nichl
wiedomin in die Sladt xu lansen, nicht DAchj^ekuinmen, und nochmaliger
emBtllcher BeFebl, die Prüdikanteu bei Leibs- und LebenMtiafo abiuscliafl'en,
vridrig^enfalls an ihnen ein ernstliches Exempel stataiert nnd ^«{«n ihn
Mlbat strafweife vorg;cg«ng«n wtirde.'
1359.
Die Verordneten von Steiermark an Stuhenbcrg: bedauern, daß
die (resandten xu keiner Awlicns gelangen konnten (,und so
müssen diese hodihcdrangtcn Länder Gott empfohlen sein'. Er
möge die Schriß den geheimen Räten ,sn einer Vorarbeit' itber-
geben, (d/er doch eine AudicnJi zu erlangest suchen. Bedaucnt,
daß Edc erkrankt ist wwrf Lamberg nach Hause reisen mußte.
Die beiden lAtnde werden andere Mitglieder senden.) Grag,
1691 Februar 27.
(Konc, L.-A., Chr. R.| Orig., S Siegel, Slubeaberg- Akten, O^earefonn.)
8tubenberg tehrelbt am 4. HHr«: ilaB *\t die Schrift (Ibericeban haben.
Noch konnten sie kein« Audienz «rhalten.
153
1260.
Feräitiamd am die VerordmeieH ZSralMf .- wW—ji pe-
mmte JVodhosttwiy alter tu den pMUtUuUüAtH S^udm nnd
Kvchen gatißeten Legate, über die er als Landesfnrsi i^ii
dkpmieren tcoUe. ihra»^ 1601 Fehruar 38.
(Orig. o. Kop , St. U-A^ Cbr. &.)
. . . Umb du8 menigUcheo «risgeos Till des hocbern and
otdera Btandts personen, welche sich der cath. . . . religion nach
imn ugnen sinn and fUmemen entschUgon, in tren tesUuiicDten
. . . ca Garen vennainten kirohen und schneien mehrerlei onder-
BcfaidBche Ut/ata und geschafft gethon, . . . dieweilen Euch aber
oorerborgen, dass . . . derlei gedachte kirchen- and schnel-
exereitia gänzlichen abgethan, auch hinfUro in keinem este mehr
geduldet werden kSnden, wollten gleichwol wünschen, dass
aolcbe Watb and tettatore* za irem leben and absterben, be-
Torderist iren seelen eq trost, solch ir intention angestelt hetten;
docb aber und rebtu tie stanltbtu künden wir auch nit andter-
taaseDf soUicben Iren der abgeleibten willen, welcher von iuen
keiner andern mainang den nur allaiuig za befUrderung ge-
maioee nntzens angesehen gewest, eben in solchem statu la
erbalten, and da$selb umb so vU mehrers, dass wir vordrist
gottea ehr, seiner hl. catfa. kirchen aufncmen and der anschal-
digen jogent and irer der testatoren naehkonien rechte hail-
aame lehr and Unterweisung, wclliches alles dan gemainer nuts
erfordern, snechen and befurdern thuen; dieweilen aber nicht
aimblieh, dass derlcy Ugata etwo in verporgncm bleiben, oder
sonsten dorch Privatpersonen unbillicherweis usurpirt und mit
solchem missbraacb so wenig dem gematnen nutz als inen, den
abgestorbnen, solle gedient werden, dahero haben wir orsaoh,
Each hicmit gii. za vermohnen, dass Ir uns in »pecie wollet
berichten, wer und wel liebe legata gethon, aaf wie viel
sich dieselben erstrücken and wie mit soUichcm gehaosst
wierdet, wie Ir ans dan dieselbige aach ordenlich ein- und
zagamenbringen, dann Ir beyncbcns dessen auch vergwosst
sein sollet, dass wier solliche legaia änderst niergent-
hin dan za befttrdernng der ehren gottes, der testatoren
erben and nachkoroen. alswol gematncm vatterland selbst zom
besten, aozalegou and damit also zu disponieru gedänken,
IM
wie wir als lierr und landtsftirat solchee von rechtswegen sn
Ihnen ^ct«n fueg nnd macht habeo. . . . Grats den letzten
Ftbruarii im KiOl.
Ferdinand.
W. Jöchlingcr.
Ad mandatam Ser"' domini
archiduois propriam
A. Kribenikli.
(8ieg«I auigfidrOckt.)
Am «aBwiriigvn Rande: .beveteb pnacto kircliflii- und schnellqgola,
(liosclbaii geD bof xuafHicißciem.'
1261.
Sigmund Friedrich Freiherr von Herhfrstein an Georg Herrn
von Siuheiihcrg auf Knpfenherg: vernimmt mit aüen anderen
evangelischen Glaubensgenossen mit tiefer Betrübnis, daß er in
der mit christlichem Eifer auf sich gettomtncnen Lcgution, durch
die man ,eine xeirklidtc Wiedercrquickung des bctriibtcu Vater-
landes erhofft hü>e', so unverhofft aufgewogen werde. Da man
nicht ziceifip, daß er sieh als getrettes Afit^flied unserer Religion
ertceisen werde, so tcerde er in der Sadie das Beste n* (mm
trtssm. In uas für wichtigen SacJien I. F. D* den geheimen
Hat und IlofmarschaU Jalioh Freiner an die K. 3/" gesandt
hahe, das werde er selbst detn Herrn vertraulich rti eroffnen
nicht xtnterlassen. Oebe Gott, daß der Kaiser die tceit^ussehen-
den Sachen tvohl beachte und sich gnädig resolvicre. Von dem
hiesigen uhlen Stande wäre noch viel im berichten, was aber erst
mündlich geschehen kann. Gras, 1601 Februar 28.
(Ort;.. 8t. L.-A., Btubenberg-Akten.)
1262.
Ferdinand II. an alle naehgesetsten Obrigiccitcn: Gencrahnandat,
betreffend die Aussdiaffung der evangelischen Prädikantcn, Prä'
eeptoren, Schreiber und Schulmeister aus allen seineti Erbländcm
und Inhibierung aUer ihrer Exereüien. Gra#, WOl Märe 1.
(Kop., L,-A. Rrain, Fmk. II, biA iinil ^rdriickt AboniiftMa; Kopp., £t. L.-A.
ad 1A98, Snuinger, fol. 64»— .'iIVO; Ko>l. Line 4», fol. 8C— SS u. S49— 3&0.)
Wir Ferdinand . . . geben oacb . . . za erkennen: Ob
wir woU vor disem ■ ■ . allerhiy hailiuiiuen reformalioneu, ord-
ntUf^n, special- tind generalmnndAt ftirneniea, aasgoliun imd
Bondurlipliftn Rli«r vom -/.welflVn tug A\/>v:mbvie negstviirfiosanoo
iars pabiiciern lassen, and dariDnen andtcr andern diss lauter
statairt and gesetzet:' zum fall «ick hinßiran atntger $eetiacker
prr.dicanl oder vermainter lehrer understeken wurde, tein exer-
eitium haimblick oder offeiUlich tri heywesen der hurgeVf poHren
oder undtertkanen anzustliUen umi zu kalten oder denselben
ihre vermmnU sacranunta und andere geistlicke offina zu ad-
ministrieni und ine dardiirch ihrer falachnn lehr nuhengig zu
machtrij auch dnrdurch aUo dvJien ordenlichen catholiichen
aeeistyrgern, pfarrem und beneßciaten an ihrefi rechten eintrag
eu thu^n, das sodarm ein jeder predieant, er aey, wer da icölle,
aUpaldt ipao facto ana allf^i unacrn landen gänzlichen und
aUo abgeachafft und bandi*ieri sein solle, da» zum fall er uher
aollich aussckaffung und bannung ferrer in unaem landin und
gepietten hetrelten, der oder dieeelhen nit allain mflyhlichiaf zu
Verhaftung gebracht, sondern auch mit emetlicker leibes- und
geltshestraßung aoicol gegen iren aignen peraoncn als derselben
reetptatoren und denen, so »ie hierüber auffhalien wurden, ohn
alles verschonen atraeks mit alUm ernst und der acherffe nach
verfaren werden solle.
Dieweillen wir aber seitliero Dicht ohne sondere betroob*
noss von denen Ordinarien und iren uodtergebenen cat bolisch en
wahren hirten und seolaor;;ern sonder auch in ander wo;; ein*
gezognen gnnegsamen knndtscbaftcn sovil in selbst aigentUche
wiasenschafft {gebracht, wie ermclte seelische predicanten un-
geacht ermelter unserer ausf^^anguen mandaten in iren ver-
meeaneo ange mästen geistlichen acten und exercitien immer
fortforen and ^rassiern, ja auch gar diejenigen, so wir in apeci«
aus unsern erblanden bey betroeter hober peen geschafft, aint-
weder nicht davongezogen, sich ein kleine weil verstockt,
nacher wider herfür gekrochen oder doch wider zurnck in
unsere landt und ort, daraus sie relegierl, verfieget, alda das
schädliche gUfft ihrer falschen lehr in haimbllchen and offnen
predigen wider hefftiger als je zuvor undtttr das arme völkl
gegossen, demselben auch ihre vermainte sacramenta und
andere geistliche ofßcia administi-iei-t, dardurcb sowol die hie-
vor verfttrten armen leuth in Iren irthumben cesterckt als auch
Die kaniv«B Zeilen Bln>d in Sfltaingnr und KtyA. Uns untcntriclien.
156
diejenigen, welche beraith sich zum cathoUschen ainigea schafT-
Btall Christi zu trotten erklUrt, wider ahpcwendt, den eathoti-
Bchen prieatern an ireti urallteu woll eraessnen rechten und
Gerechtigkeiten mannigfaltif^e eintrug mit kindertAnffen, copn-
liemng der eben, vermainten beichtbüren, comraunion, begreb-
nusaen nnd dergleichen ohne allen Bcheoch gethan, ja aacli
wider die hocho geist- und weltliclte obrigkait olin alle roverenz
vil BtraflfineBsige calamnien ausgegossen, anch den gmainen
mann woll zam nngohorsam gegen iren ftlrgesetzten geißt- und
weltlichen herrn angeraitzet, so haben sich auch etlicher landt-
leath praeceptorn, Schreiber und sonst in gemain vil scbael-
maisler gleich müssiger acten (und)' exercitien, wie die prcdi-
oanten ein zeithemm uuetnilliger weiss angemasst und under-
standen.
Dem allen nach, damit wir sambt unsem getreuen landen
und leuthen diser vilfeltigen beschwärnngen und unhails ainsten
entledigt und geilbrigt sein mächten, so ist biemit unser ernster
bevelch, das alle diejenigen predicanten and lehrer, praecep-
toren, sclireiber und schueliiiii.ister, sc der heiligen cathulischen
römischen religion nit anhengig sondern sectiFicb sein, sie halten
sich nun anfT in unsern landen, an was orth und enden das
immer sein mag, in Btetteo, gschlöBsern, mttrkten, dcfrffern oder
housern, niergendta was aiisgenomuien, von publicierung dises
nnsers generals an, strags der Ubuog allerlay irer verraaiuten
geistliehen esereition and acten. auch schuelhaltons enthalten
und volgendts auch innerlmlb acht tagen hey verlierung ihrer
haab and gUeter, leib und leben, aus allen unsem erblanden
erhoben, dieselben auch auf ewig bcy exequirung diser straff
meiden. Nicht weniger solle auch derlay socten, andern fromb-
den predicanten und anderen personen, wie droben vermelt,
von neuem hereinzukommen, bey ermeltor straff eingesagt und
verhotten sein. Und ist dem allen nach an all und jede unsere
nachgesetzte obrigkaiten, landtshaubtlculh, vitzdomben, haubt-
leulhen, ihre Verwaltern, landleuthen, burgermaister, richlern,
auch stetteu, raRrkten, gmainden, landtrichtern und sonsteu
meniglich aaaor orustlichcr bcvelch, ob disen unsern gcncraln
stät und vest zu halten, darwider nit zu thuen gestatten, in
Hier ist eiu Loch in dem mir Torlivfrenilan gedruckt«u BonorKle. Er-
gänzt Dich den auideren 8t(\cken.
1&7
minig; weiss noch weeg, als lieb einem jeden seie, unser echw&re
■ngiuid and straff eh vermeiden, sonderlichen aber sollen uns
diejeni^D, so otfi berUerte sectiscbe prcdicanten und der-
gleicben personeu als oben bertiert, disem verpotl zuwider,
weitter aufhalten, receptiren, ihnen ainigen fUrschab oder under-
Bchlaipf geben und ihren exerciiien beywonen: neben den sie
unser gnad verwirkt, auch in ain peen als nemblichen zechen
march Ictigs goldts so ofTt sie darwider Uietteu, ad piat causas
oder dem gemaiuen Tatterlaodt in anderweeg su guetem anzu-
wenden verfallen sein. Das mainen wir ernstlich und bescbiccht
auch daran unser entlicher willen und mainang. Geben in
unser statt Oräts den ersten tag Martii im IBOI"" iahr.
Ferdiuaud.
W. Jöchlinger.
Ad maudatam Ser*' domioi
archiducis proprium
Ä. Kribenigh.
-fD«rwcg«D (d. b. aas Anlaß dies« Dekretes) ans denen landleatheti
liardt TOD WtIdeDitctn der «rat« ut dnrdi den caminerprucuratoreu er-
tOMbt; dorcb decret deu 3. MaHii l&Ot («ch« dort) Ii«l>en I. F. D' den
landlenten A. C. jtfrprinuin rUtfilium m coit*a rtliffioni» g«bolten.' (Jtbrb.
fOr Oeadi. dea Protevtantiamaa in Ovterr- XXI, 74.)
1263.
Eriheriog Ferdinand II. an die Verordneten von Kärnten : itw*
die Beselitcerdeschriß vom 22. Not^emher 1600 mit RücJcsicht
darauf, daß er schon vordem seinen WÜlen entde-ckt. eurOck
und hmniicortet nur die noch ,restierenden' Funkte. Grat, 1601
Märe 3.
(Kop., 8t. L.-A., Chr. R.)
Diese Pankt« betreffen I ,die Aosscfanfftinp der ca KlaKcnfurt wobnen-
d«n B&rg«r»cbafl', 2. ,die erbaute rermeitite neno Kirche', 3. ,don Fall
Citriltopb SiebenböTfier' ai>d 4. ,die Emlieferun^ der Steuerrntanten'.
In beiQ^ auf Punkt 1. wird den Absiebenden der Termin 1>ii Jakob!
prolovifion, daß sie Zeit haben, ibreu Besitz lu rerflnSem. S. Soldie .neue
Gehfla', die der katholischen Kirche Eintrag tan, werden auch an anderen
Orten niclil geduldet. Man .dcstniiero' aus Onadc die Kirctia nicht: da-
gegen mSgen die Laudieute aie nach katholisch cm Ritus weihi^a, mit katho-
liKhen Pnestom venehen und eineu kathoÜBchen 8pitalmeijter eiiiietien,
damit wire dt« Sacke beiderseits geordnet. Es gib« kein widriges Exvrcüium,
158
denn mui wlne ohmedies, daß er din PrSdikaiiteo und Ihr SxwvUinm nicht
duitl«. 3. Christopk Siebentifirger ist von ihm xur Zeit dar AuowLiifruag
nicbt «Ib Laudmaun snge^ebeii worden. Sollt« er «« schon (fewNeo ud«I
nicbt «Mt i»i prarjutjicium tuxttrait rf/oraiatii/nü g«v-(irdrn seic, »o wird ihm
^bnhrlicher ikuicbeld erfolgen. 4. I>ir Restanten mllsscn bcrping^brachl
«rerdea. D«* Ist anch teln Wille, na& aber niU Einslelmng Ar-r Gültm
oud Ot1t«r ancli die »pirüuniia und ,^atirte' Qalti>Kdi<!n&t in eino ,nnns nttd
fremdfl Ileltgion mutiert werden anllf^n, kOnnlo er nicbt diildun'. Hat
BiebenliUrger ,die au«stÄndLge Steaor vim diBdei hen^cU Utllten gemeinem
WMon xuDi SeftCen beaahlt, so soll er wider Lundeabrancli und Pfiindung»-
ordaung — docli oho« prarjttdido der Oeiiitlichkeit ~- nicht besahwert werden'.
1264.
Ershergotj FeriUnami nn die Verordneten von Steter: Sesolutiö»
übet die Heplik ihr dn-i Länder: nmst die Eitigaben wegen
FrnsteUung der J^eligion und Axtfliämng der landesfürstlidien
Resolution vom 12. Niyvetnher JÖ99 suräck, tnddt und Pcrhietet
den Hekttrs o» das Reich und erMarl, in Sachen der Begräbnisse
sei nur der Ordinarius kompcletU. Groß, 1602 Mars 3.
[Otig., L.-k., Beform. Ib98.)
Edl ... Als ans noch am 24. Februarü verschinen iars
von den dreien der lande Steyr, Kliärndten und Crain der
A. C. znog^ethonen herm und landtloutlicn ain ... atibrlngen,
welches zwnr auf unser noch vom letzten monnts Äpr'dis annn
im 90"'" gonomtiiic hanbtrcsohitioa gestölt and schlllessliplion
mit hüchstem verlangen und contestiern umb gciitzliche frey-
«töUung der religian, wie auch in »iner andern schrifft von
gloichmcssigOD) obgcmciten dato amb aufhilbung anscrcr vom
12. Nm^embrif obgemelten 99''" iars ausgangtier general anderer
ftlrgeloffner cxecutionrn und zuclassung der begrebnuäscn geh.
gebetten worden, haben wir baide schriflnten der lenge nach
abgehiirt und verstanden. Und wie wir nun mit diser unserer
resolution darüber bishevo allweil verzogen, sollicbe auch noch
daruiubeii zu ertbaiUen ganz unnottwendig befunden, soite-
malleii in aoüielior sehrifft zu gnucgsamber widerleg- oder
grilndtlicheri ablainung gedachter unserer liaubtresr^luttun nichtes
wichtiges, erhäblichea noch bcf'ucgtes fUrkliomben, so haben wir
dise unsere erclürurg allain aus disem bedenken dennoch Euch
eröffnen wollen, damit Ir etwo in beschehenden stillschweigf^n
mit aiuicher ooacesüou, als ob wir diBB oder jeues gestatten
I
*
wehen, m gebrAachen^ wie daneben kos obennelter unserer
haabtreeolatioD weder nach dem paechstaben oder rechten ^er-
standt . . . TersUnden werden kann, dass wir anf dtscn wcog
und meinimg, wie man andenten thnet^ nnsem underthonen
den schätz des R. R. gestendi^ wäron nnd sie etwo dannen-
hero daielbsten schätz and schinnb za saechen vermainen
mochten; dann alswoll suUicbeä der Vernunft selbst, abu ist es
aacfa nnsero nnd des I. bauses Österreichs wissentlichen frej-
baHeo entgegen. Umb sovil wenigpr nun khünden wir die in
■db^iM' Schriften anm beschlu&s angcdcütc behülligang bey
L E. M', die auch daraof mit abfertignng der gesandten im
werk aelbat gevolgt, nicht billigen oder guetheii^sen.
Derowegen wir Euch ... nit verhalten wollen, dass wir
ea . . . nochmallen ainmall for alle aeit . . . ongeacht dem ob-
ermelten der herrn nnd laadlcatli darnl>er unnutt wendigen . . .
einwendongen . . . verbleiben lassen, mit disom gn. . . . bcvelch,
das» Ir . . . uns hinflLran anbebölligtor lassen nnd in diser ma-
teri Hlr allzeit tiUntium halten, sowoU such . . . Eares thails
abgesandte von I. R. K. M* hofie wiJerumb . . . abfordeni sollet.
Darbey dann dises, was der begrebnussen halber gemeldet
wirdet, Euch auch ait verhaiten sein solle, dass es ain sach,
welche nicht für uns sondern fümeniblich dem ordtuarium ge-
hörig und wir in discm so wenig als dem nbrigen was bewil-
ligen oder consentiren sollen oder khönden. . . . Oeben Orttts
den 3. tag . . . Martii im 1601. iar.
I Ferdinand. Ad mandalum Ser*' domini
archiducis proprium
W. Jüchlinger m. p. A. Kribenigk.
^ OUichlaatend an dir Vcronlnetcn toh Kirnten ^Kop., St. L.-A., Clir. B.).
Du
1265.
Die Verordnete von Kärnten an die von Steiermark: bestätigen
rfn» Empfamj ihres SeJtreibens vom 36. F<;bntftr ctTtschh'eßikh
fier LaHdUigs9£hrifien, können mit StiÜMhweigen nicht hingehen
kosen, daß L F. D^ tick für den obersten Gerhaben der
PupHlen intituliere und nach Gefatien den Fapillen Gerhaben
aufdränge. Kon Eckh m Prag sei i/t;ien noch nidit gemeldet
worden, daß er ettea kranhiteii^halbcr der Legation nicht eu'
160
warten könnie, daher icdlen sie mit der AbsenduTuf eities anderen
Gesandte» n*warte^. IJtrcn Bote» )uiben sie gleich uMh Laiback
tceiter gelten lasten. Klagenfurt, Xdöl Märe 4.
[Orig., 8t. L.-A., Chr. ß.^
Die Veronlnet«ii von Krain antworten (Ori;., cli^ndt) an IS. MSrx:
D« am 19. ein groBur Ausschuß aligi'EiAlIßti werden Holl, wnrdcn nie nicht
untcirl2u%soti, an Laiubsuhs Stelle Ilerru Willielm QallRf, mit *Ieu) man schon
verhandelt liabe, absaordneD-
1266.
L<mdcsßrstJicJicr Befehl an den Ertpriesier von Oherkürnten
Anton Siromayer: die von VdheJt und die Inivohner der Herr-
schaft und des LandgericJties 0herf(dketi3tein an die vor einem
hallen Jahre ergangenen Generalieti zu erinnern, denen sie
bisher niefit nucJigvkommen. Ernetiernng des Befehls, iver in
der gegebenen Zeit diesem nicht nachkommt, verfällt der fcstge-
seteten Strafe, Die SchAte^ing des Vermögens hat Montag wacA
Ostern zu geschehen. 0. 0. 3601 Mars 6.
(Kop., Vcllach«r Akteu, Bcfurtn. u. Ofgenrerorm., Rudolfin. KUgonfnrt.)
Von der F. D* Herrn herm Ferdinanden ertaherzogcn
EO Osterrßicli rAth und stattonwalder zu Gmllridt herrn Aii-
thoDiCD Strotnayr von Eberowo der hl. achrift liccnciateUf
thamherrn aue Wien und Biesslaw boclif. Salzb. rath, erz-
priester in OberUärnten, aocli pfarr- und kürcliliiorr zu GemUndt
und Vellacli allen und jeden bürgern und inwohnern des f.
markU Vcllftcli unH den allen in der lic-rrscliaft und landgcriclit
Obern -Falckhenstein aizenden oder anderewo angeses&nen und
daliin geliürigon underthonen, wem die auch mit grundberr-
sclinft zuogehörig, kainen llberall ausgenommenj biomit anzu-
zaigeuj sy wissen bicH guelennasaen zu erindern, was I. F. D''
unscrs gn. licrrn und crblandsfUratcn liocli [üblichen rabtcn und
religionsreformalionscomraissarien inen noch vor ainem halben
iar der catholischcn boieht und communion halber auferlegt
worden, das sy »ich nftmblich zue derselben inner zwayen mo-
natcn gehören mblicheu einstellen oder bey verlierang haab und
goet, leibs und Icbens aus allen höchst gedachter I. F. D* erb-
fUititenthuinben und landen mit hindei-lassutig des zehenden
pfenigs ander der zeit gänzlich begeben sollen, welches zu
161
vollzieh«!! 8; aiDen leibliclmn a^d zu gott olTentlicben g^lnistet
and die bcatrafung des mainnids wolormeltcn licrrn Qrtxpricstnr
von hochged. herrn f. commi&sarlen suegeaprochen worden.
Wo nun aber der angeactzte terniin (Ur zwaier nionaten
schon drey top«lt vorüber und sich di&es irea gelübts und
aidsohwars ir wenig erindert, das sy den geliorsamb gelaistet
oder sieb wUrklichcn aus allen der F. D* Uiidon begeben: &o
webr(n} solche derowegeii nit nllaiti mehrgedachten herm erts-
priester des mainaids und gelubiibrecbiiiig liHlber in straß* (die
er ime aio weeg als den andern wd vorbehalten haben) sondern
anch der F. D' mit leib, leben, ehr und guet verfallen. Dar-
über ob wol herr erzpriester weder von der F. D' scll>er noch
dero löblichen reform ationscommistiarien kainen spccIalbeTelch
bat, inen ainigeu weitern termin anzescLzen, sondern vilmehr
ihres angeharsambs und der verwllrkton straff, die F. 1)' urab
exequirung zu berichten, so will er docli biemit zum llberfluss
in hoffnung solchem bei hocbatcrnieltor I. F. D' anderthenigiiit
zu verantworten (des den ungehoraambcn zu mehrer straf ge-
raichon wUrdct) inen, burgern und inwuhiiern deB markte, auch
allen undertbonen und gericht Falckenatein angesessenen ho-
wol catholischen als denen, die bisher den seeten und zerrit-
tnngen in glaubenssauhi^n angehörig, die vorhanden weaendc
hl. »eit des bittcm leidens und Sterbens auch frölichen urstend
Christi, in welcher sich ohne d:i.8 ein Jeder christ mit gott durch
wäre baess, beicht, reu and laid über seine sllndt und em-
pfahuug des h. altarsacrament zu versüneu, bei straf des geist-
lichen paus schuldig ist, angesetzt liabcn, iu welcher zeit sy
sich sampt weib, kindcr und liaasgesind alten catholischen löb-
lichen gebrauch nach bei der kircbon mit der beicht und com-
roonion einstellen und die gehorsamen von den pricstcrn
mit namen verzaichnet und der F. D* überseliickt werden
sollen. Die aber discs über so vUfcltig getragene gedult, an-
gesetzte tennin und bievor gethone aidschwur nit laisten wüllcn,
die werden die schiitzting allea ires vermOgcns liegender and
fahrender guetter st-liriftlich verfassen und montags nach Qnasi-
vutdoijeniti, d. i. acht tjig nach ostern herrn ertzpriester im
pfarrhof Vellaeh überantworten, aolle inen dorUber der sehende
pfoiiig nebeu straf des mainayds geschöpft nnd zu crliegung
desselben auch abzug aus ir F. D' erblauilt und furbteulhumbou
seit benent werden.
raattft. n.Aht., B<l. LX. 11
162
In widrigen ober and welche sich wie gemelt in diser
zeit mit dem gehorsamb nit einstellen, auch bei herro ers-
priestem mit irer fetter schUtzun^^ nit anmelden wurden, die
sollen der F. D' de facto betrottenuiissen mit leib, leben,
ihr('?j haab und gnet verfallen sein, dero auch alspald znr
execution namblia)\ gemacht werden. Wie es nun herr ertz-
{iriester vätterlich christlich und gaet vermaint, also will er
mennigliclicn und jeden inaonderhait treulichen ermant und
gebeten haben, ir ewig und zeitlich hall in acht ze nemen, den
gchuldigftn i^eliorgamb ze laisten, in unser gottseligen frommen
Voreltern fueaastapffen zu tretten, die alte Strassen, den weg
des hails zne wandlen, den von hl. aposteln durch die ganze
Welt aiiegebraiten niemals undergedruckten glauben zu amplec-
tiern, dowetl wir also in geist- und zeitlichen friden under den
schatK (lc8 allerclirl»t]ichgten, hochlöhlichisten und in glaubcns-
Sachen bestandhaftigistcn haus Osterroioh hie zeithch leben und
mit dem frommen fursten, ansern von gott fnrgesetzten hohen
geistlichen und weltlichen obrigkeiten die ewige cron der Selig-
keit erlangen mögen. Amen.
Den 6. tag Martii anno 1601.
In matyine: .Befclctiubiiclirlfll wegfü der mllgtan vuu herrn err-
priestar %a <iemuiidt an die burger >u V«Uacb und all« AngcM>ssanen der
berrftcbaft Valcklieostain.*
I2fi7.
,(M&rtii) 7. Sein wir aufyfihrochen und mit Herrn OebaudUt
unserem miicoUtya unserer R. R. c(ymmission nach Radtmanns-
torff und Ober-Crain bis auf die Khürncrische conßn glücklich
furyKnommeH, auch voilbradit und erst den 22. Alartii auf Obern-
bürg kommen, tceil herr Cobensel in Kärnten verrtüset.'
(Chrom Kalender, 1. c, 8. t».}
1268.
Aus deti Artikeln der Lederergunß im Mürx-Zeü'AfieHxtale, w
MUrzsuscldag und KrieglaeJt. Miirszuschlag, IGOl Märe 10.
(8c. 1a*A., Speitialircliiv ilOrtznacfalafc.)
,7. Am Front plchnamitago boIIcu die Lcdcriu' xu Kiiidbvrg den llimtDel
Uagen und nucbvo 1as«oii.
163
a. Der Gott«M]ieo«t iit Mcb katboluchem Bito« m htltmn. fit. P«t«r
Ba4 Paal stsd ihr« Palrone.*
la dienn Kna« «r«rdeo Bon alls Zanflordnan^n peKuderi,
1269.
Ferditumä IT. an Bartlme KhcvetikilUer mh/J die Trrordnrim
vom Kärnten: Scharfer Vertceis, teeil sir sich in bczng auf die
ßurdtfiihrunif seiner Befehle auf die LaHiUchtft als auf ihre
Berten henti*e%. Die BefeMe «eien HnvergügÜck durchMfÜhrc».
Gnu, 1601 Märt 10.
(Kopp.. 8t. L.-A., Kod. Lini 43, fol. ^•^. 0«draekt Arekir fttr T«tcrl.
GoMh. ete. XIX, SO]
1270.
,10. dits tMartii) isi die ajfitapog tu Badmattstorff erschröck-
licher weise gleich sab crepuaciUo noctnrno mit puher lersprrttgt
und rolgcuds angetinäet worden. Das pulrer hui stork, hoiser.
erden, gemäar und woU mehr eUs viereeHntnige stain in aüe
hoch und weyte herumhgeworfen, hat Judd die Ürche S. üdalrici
ausgetcor/feri. Dahey tcaren leg 250 personen. Ist ngtwandes
kaiH legd wider farc». Laus Deo. 11. Dominica Invocavit
SU Hadmansiorff die predig. Volgwiden tages 13. den commis-
siansßrtrag getan der burgerschaft. Omncs obedientiam jura-
Teruiit, 13. Der /w««- und herumhltgenden sekiischen nachbar-
schafl, so in sehr grosser ansahl furkonimeu, den fnrtrag getha».
Die gehorsamen haben gesdt waren. Die ungehorsamen aber, d€tr-
unter einer GvicacT, so per 150 duetUen in goid, item Juri Pre-
Sehern., so per 100 ducaten in gcld gestraft icorden. in die rer-
hafiung geihau sambt etlichen andern. Die Krupper hammerschmied
sein auch ad iarainc-ntmn et cathoUcae ccclcsiac obedientiam
komen. Petierunt parrochiam engi ci parocbam pcrpctaum.
Ztcei sein bandisirt, ainer mit einem offnen Lutherischen buch
in pranger gesleüi: ob«divit, restitutus est. 15. Haben wir
unsere sabdclegatos nach Cromiau und Wcisscnfels ah ü. Jnco-
batn Uaamannum, d. Scb. Constantinmn und herru Grimb-
schÜJien ohgefeHigV (IGOl Märg 10—15.)
(CbrUnB Kalender, 1. c, B. 18.)
Cb«r Aie (jpj;«nrefonnatioa an tlen f^nanotMi Orton netie Dimits,
m, 39J nnd Unrtor, iV, S?(.
n*
1271.
Die Verordneten von Steiermark an die von Österreich unter
der Enns: Mit der Religiotisreformation in Grat verfährt man
so, daß man auch die Landschaftsbedienstete» nicht verschont.
EmpfeMnng des ausgetotesencn Mmikus Mnithes Oraff.
Grog, 1601 Märe 12.
(Eonx., St. L.-A., Chr. R.)
1272.
Georg Herr von Stuhcnberg an die Vrrordiuiten: Eine Audiens
sei nielU r« erlangen; er werde deshalb die Schriften in die
Hände der Verordnelen legen und seinen Weg nach Hause nehmen,
umsomehr als Hat Wilhcbn Gall aas Krain nocJt nicht ange-
kommen und Uannibal v>.m Eck mittlenceUc letgten Freilag nachts
versrJtictleri ist. Eine ausführliche Relation üfjer seine Gesandtschaft
leerde tr tiach seiner Heimkehr rorlegett. l^rag, 1601 Mars 13.
(Kons., St. L.-A., 6tuLcul>er){ -Akten, G«geiireform.)
1273.
IHe Stünde von Kraxn, sovid deren im Landtage versammdt,
an Erghereog Ferdinand: Der Laudschreiber Melchior Pantaleon,
den die Lanäaehaß für seine dem Lande durch 24 Jahre ge-
leisteten trewn Dienste in die Landsmannschaft aufeunehmen
gedenkt und der fUr diese Dienste von der F. D deti Add er-
halten habe, ist mit anderer* Lantisehaftsoffi eieren vor die Reit-
gionsreformatiouakommission siliert worden. Mit dem Akte der
Erhebting in die Landsmannschaß ist innegehalten worden bis
jmr Erklärung I. F. V, damit die Saehe nicht als contumeUa
des Landesfnrsten aufgefaßt teerde. I. JJ* werde gebeten, den
Mann dem gemeinen Wesen eum besten eu erhalten. Da die
Resolution vcrhcifien ivurde, unterbreiten die Stände die Sach-
läge nochmals /. F. D. Laihach, 1001 Mars 13.
(Koux^ I^-A. Krain.)
Diel« Angelegenheit P*Dt«1cona ond die wInerSchn« «t«bl sieh dtireli
«in« großi* R«ibA von Jahren. Wir gc-ben ihren Inhalt des Znsammou banges
wrgen unter cinora. Am 3. Angnst 1606 residiert David Pantalran, Mel-
chifin Sohn, den Litiid-ichTfiibeTdicnBt (Ürig., ebood«). Trola dor sciu«Bi
m
Tai«r «Bd den Solioea ge(^b«n«n Ludnniontctuft mi Uim, da er roa
•einer Konfenion nicht weiclien wolle, «o^elra^n, in UoiikUfriit tlie Erb-
Uttdc in TerlancD. Am K. Aainut ISOfl flbcmIchi'Ti die Verordaet«ti tod
Kfaiit tiam lutencuion aa den Kntherxo^ Ferdinand filr dia aDsg«Ml}afft«n
Offlüer«. Usidttor PanUleon habe dem Lande SD Jahre gedient, «ei ein
(gelehrter politiicher Manu und kson aU altersschwacher MeiLech nicht aaltsr
Land reiMB. 6#in Sohn Darid «rw«cke die grcßico IloffoiiogeD. Sein Ab-
■Dg wire eia Verlust für das Tribunal bulitiae. WajtMrmann fsiefa« snia
S7. Jannar 16ÜS) sei ein tücbticer Klnanzinann. Eben*A Tanfen^r (Konx.,
«bcnda. De^letrhcn ein ächreibrn an Haiu Ulrich Ton Kgg^nber^}. An
9. JdU 16U7 tehreibt Andreas Paradeiaer au Ucrwartb von Auenperir, Ter^
orda«teD{irittidvateD: Wenn in der AusBchufiBitanafc die Sache Pantaleona
Terbandelt w«rde. aoch do* WaMennanu and Taafercr an gedenken. Uau
•olle eine InterreMion an den LaudeafQrsttiu oder den Bischof richten, sie
«enijfsteas so lange im I^ande xn lasaen, bis sie mit ihren Kechnungen
fertif* seien (Orifi:., ebenda), Am 14. Jali 1607 tlberreichl der ABsschnU in
der Tat eine Intersenion fQr Fantaleoo, der den Aoitrag ertullen hatte,
binnen •cchs Wochen and drei Tagen das Land tn Yerlassen, widri^nfalla
ihm SMu« Güter konfisxiert wllrdan. Wlirdif>aD(; seiner Verdienste; et ist
«In rnUgtr. betonoener Mann, «ingviAgeD und beseheideo. Bitte, don Da-
latorea kein QehOr ca tch«nk«n Int^neation für Wauermann nnd Tauferer
(Kona., ebenda). Am 31. Juü bltt4>n die Verordneten die ^beimen RKt« nm
Erledif^DK und wenden sich an den Rlachuf Georg von Larant ocr. Ver-
mittlung nnd bitten endlich den Bischof Thomas, mit der Aueweisung Wasser-
manna nnd Taoferera au warten, bis die Kraolution komme (Kons., ebenda).
Üesgl^chen geht am 3. Angoat ICOT von den Vi^nirdnetcn ein IntersessioaB-
schreibeo für Uelchinr i'antaleoo, seinen Sohn David nnd Wassermann nnd
Taoferer an Ulrich von E^genberg (Kons., ebenda). Btacbof Thomas g«-
wihrt an 3. Augaat den beiden letzteren eine Verlltngerung des Termins
bU 31. Aognst (Orig., ebenda). Am If. Angnat schreibt Ferdinand II. an die
tjandaehaA; die beiden Pantaleon ddrfeo dcb anf ihre Landimannschaft
nicht berufen, well aie vor deren Erlangung aasgeschafft aa werden ver-
dienten and die Aufnahme in di« LandszaannacbaA froheren Erlftiaen nicht
prtjudiaieren dörfe- Pantaleon nnd den l>«iden anderen wird die Abxugs-
frist bis Ende 1607 veHKn^erl (Orlg., «banda). Am ß. Dezembpr 1fi07 bitten
die Verordoeten den Onbemator Enhersog Maximilian Ernst; Wassermann
nnd Taoicrer die Frist bis Oeorgi an yerlBngera (Kons^ ebenda). Für Mel-
chior Pantaleon bitten sie, daß er den liest seines Leben» im Laude bleiben
dOrfc (Kons., i-benda), und am 10. Dezember blltan n« deswegen Georg Bi-
schof von Lavant (Konii., ebenda). Maximilian Elmst erteilt fllr Wasser-
mann uud Tauferei Fristverlängerung bis Georgi 1608, f&r Melchior Pan-
taleon bis aar Wiederkunft du Landasftirsten (Urtg., ebenda, de daia
W07 Deaember 31). Vom D«ember IfiOT liegt ein 4 FoUoseiten langer
J)iacan wegen Melchior PantAle«n' vor (stehe xuni üeaembar 1607). Weitere
Pantaleon -Sachen siehe an den Jahren 1615 — 1617.
im
1274.
Ahf&fiujung der evangelischen Prediger zu Klagenfwrt, 1601
Mär» 15.
(Ondmckt Archiv Kr v«terl. OoacL. etc. XIX, 61.)
1275.
Der Patriarch von Aquileja an detv Bamhcrgschen Vizcdom Sta-
dion: legt Klagen des Pfarrers von Malborijei über Chrkt-oph
Jiottana Vf>r (qaL contra catholiunm rituin et catholicae eccle-
bUc praeceptu in hUs diebus Quadragesinme tripatlia et clioros
duci et carnoa vendi periniait). Udirn, ICOl März lö.
{Ot'igr Aruoldstemcr Akten. Uodolfin.)
1376.
,Sein wir commissarien nach Ässling eu denen BueaiiniscJien auf-
gebrochen.' (1001 Mars Iß.)
(CliröDi Kalender, p. 18,)
1277.
Aus Cftrüna Kalender vcm 16. bis 21. Märe 1601.
Ifi. (Martii). Die ungoliorsambcn Wayssonft'lser, aucli den
Christian und sein weib forgenomen. S&dxicti ad ohedientiam
catfwlice luraverunL
18. Remini$cere auf Rndniatistorff; damalen kirchtng' ge-
wesen, celebrirt s( concionem de communiom suh una vel nlfera
Mpeeie fecimtu.
19. Die Rad m»nBtorffis<^-he bargersfrauen den catholischcn
aydt getban. Inatructionem allcntlialbcn antcr uns verlassen.
VerzUbrl bey h. thumpropBt 120 fl., bei Schwarzen 140 fl. An-
derswo aber nichts zallt.
20. Äaf GrainbuFg ankörnen; von rioliter in allen relatio-
n«m exeeutiontti auaf^ abgefordert.
21. Die Crainburgiscben Luthcriaclion weiter alle furge-
vordert; die baben cath. iuramentum prüstirt.
Eodem den rielitor von Bistdioflakb ein instructio-runn über
dteeclbige statt verlassen nnd ubeigeben, deren sye treiilich
nacbgelebt. (1601 Mllrz 16—21.)
167
1278.
Die Verordneten voti KärtUen an tlie von Steiermark: teilen die er-
folgte IteihfjeHsicerte Resolution des Landesfürstett über ihre Reli-
gim^csditcvrden, beaiehunffSiveise die ergangenen üencralicn mit.
SoBfen ähnliche auch in SteiermarJi puhliHeri tcorden sein, »o
bitte wa», sie durch diesen Boten gu bettachriehiigen, tcie sie
sich dasu veritalten. Falls nicht, litten sie um ihre Wohlmeinung,
was in der Sache eu tun sei. Mütlertceik halten sie die l*ubli-
hition der Generalien in der ihnen gehörigen Stadt Klagenfurt
ffu fCunctiren' für gut augeseJum. Kl«genfurt^ 1001 Märe 16.
(Orifc% 8t. LA., Chr. R.)
1279.
Landesfürslliches Dekret an den Freifierm Hans von StadX:
Schorfes Verbot, Jiinfiir' in seinem Hause ketzerische Predigten
und Gesänge abhalten ru Utsscn. (Grae) 1601 Mars 16.
(Kop , 81. L.-Ä , Clir. K. o. U-A. Krain.)
. . , Seitcmal I. D' fllrkombt, wie am oft^tvcri^nngneD son-
tag in seinem haus ein sectische predig neben mitlanfcndem
gesang gehalu^n und gelii5rt wonlen .sein solltSj darob dann
I. F. D' der darbci entstehenden ergcrnuss willen (da änderst
dem also wäre) ein sonders missfallen truegun, so haben sie
ime dcrowegcn solcbes hicrait gn. mainung allerdings under-
sagen nnd ime darbei warnen wüllen, ea sey der stallguardy
alberait boTclch ge>;eben worden, alsbalt inen ein tiaus, dar-
innen dergleichen öffentliche exerdtia gehalten werden, ange-
Eaigt, dass sie dareinl'allen und den predicanton oder Icsnr
hernembcn and in go^ngÜchc vcnrabrDDg legen sollen. . . .
1280.
Frans Fagge, Stadtunwalt, Bürgermeister und Bichter in Lfoben,
an Erehereog Ferdinand: bericfiten, daß sie d(»t Befehl vom
23. Februar der gesamten Bürgerschaft mit Ernst vorgeJmlten,
daß sich aber nocJt einige (namentlich genannte) Personen nicht
sur katholischen Religion weisen lassen icollen. Leoben, J6Ö1
Mars Ifi.
(Konx., 8t. L.-A. Leobec.)
Von diflMn Pf^nmueii liitLnl ftn ilrnixr)!)!;!! Tugo MargnreU Domtara-
peri^ariTi ,nin Orduld wcfron tliicr Erkliinin^ in Rsligiiin'.
1281.
Die Herren vom Add im Winäischffrätser Boden A. C bitte»
die Verordneten, in den Verkauf des von Herrn Erasmus (laller
,erkauftett' und r« einem Friedhofe eingericJitcteti Grttndes, .allda
der Ihrigen viele heffraben liegen*, nicht einswvilligen. Be$chlufi:
Der Verkauf des Grundes ist einffcstellt^ Herr Wiüulm Leysscr
hat die Inspclttion unii darauf z« sefien, daß das ,unr.emilnftiye
Vieh* nichts heschiidigc. Orws, lUOl Märe l'J.
(St. L.-A., Exped.BQclier IftOl, fol. fiS»)
1282.
Tiitischre^m der Landschaften Steier, Kärnten und Krain A. C.
an Kaiser liudolfJl. nm endliche Zulassung zur Andient für
ilure Gesandten, damit sie ihre Iteligioyisheschtverden ihm wenigstens
im Austugc übtrreichett können. 0. 0. IGOl Märe 21.
[Kop.. 8t. L.-A., Chr. B.)
1S83.
Die Verordneten von Steiermark an die von Kärnten: Bedauern
über die schlimmcti Nachrichten aus Kärniett. Die bei den Land-
%md Hofrediten versammelten Herren sind der JUeinung, man
sollte gegen die crftosserten (ieneraie noch eine Eingabe bei dem
Landesfürsten machen. Grrtj, 2001 Mars iil.
(KooL, St. L.-A^ Chr. B.)
1284.
Die Verordneten von Steiermark an Georg Herrn von Stnhen-
berg: Vencunderung, daß er ttocH immer keine Audietm erlaugt
habe. Mitteilung von der neuen Persehition und namentlich wm
neuen Generalien, die er den geheimen Baten vorlegen möge. JSine
Audien» #» erlangen^ sei JetH hoch wichtig. Es müsse vorge-
tnffen werden, daß p<m S' E. D* nunmcJtr die extrema vttrge'
nommen werden und was das für Folgen hohen müsse, weshalb
169
die Intervention des Kaisers drinifend geboten sei. ßitte, sich
der Sache eifrig und treu anrunchmen. Gras, IGOl Mars 21.
(Orig., 5 Ste^I, Sl. L.-A., i^tubeuberg;- Akten, QcgeareCDnn.)
1285.
^Extraki aas einem Schreiben' des Herzogs MarimiUan von
Bajfern an den Markgrafett Georg Friedridi sa Brandenburg:
er wisse von der sieirischen Beformation nur, icas commanis
▼ox et faina mit sich bringt. München, 1001 Mars 21.
(Eup., St. L.-A., Chr. E.)
Was E. L. . . . wegen der Steyrisclien reformation aber-
Termelden, solk-n dieselben beständig nnd gewisslich
glaaben, wie wir E. L. ancli hievorm&iils . . . angeiUegt, dass
wir Ton demselben werk änderst niclita, als was communis
vox et fama mit eich bringt, wissen, wie nns bis dato dann
das wenigiste darliero nicht commaniciert, noch vil weniger wir
darüber iemals omb rath gefragt worden. Wir haben aber nicht
nnterlassen, sollich E. L. schreiben oosors Tetters, schwagers
und bmeders des erzherzc^en L. zu commanicieren. Ware nns
ainmal nicht lieb, dass dissorts gemniner Christenheit zne nachtl
etwas ongleichs solle fUrUbergehcn. . . . Mttnichen den 21. Mar-
tu 1601.
1286.
/Martii) 22. Sequenti mane Oberburgnm in die S. Benedict!.
Molctae: Hans Hainrieh jm Crainburg bannitus gibt aus handen
Christophen Harrers sehetiden pfennig 150 f\. Item, das^bst des
praedicaniens Khiayffds haus per 200 duc. in müns. Des Crische
hüben uns g^en; daraus der armen tcittib des erschiagenen
LaureiUsch «2. die biUiche j>ortion volgen soüe. Commissum do*
mino Francisco Mosconio. Maicta in comestores oamium con-
stitnta toties qaoties 10 duc. in gold. De Labacensibns mulctis
consignati domino Cobenzelio 250 ß. ^Inlcta Knoblachü 1000 duc.
in gold, de qna ecciesiae S'' Nicolai 400 ft. Maitfiaei Puccher
mulcta 4000 duc, Lanrentii Paradeyseri mulcta 3900 duc.,
Hurczbiana mulcta 4000 duc.'
(Chr9iu Kalead«r, L«.)
±J
1287.
r
lieraluiig der sieirischtm Herren iwid Landleute A. C. Über die
kircMithmi Ängelegenheüm im Lande. 1601 Mars 23.
(St. L.A., V.-Pr»t.)
Wolf von Ssiirftti aIs dcrmnliffpr Pr.1sid4>nt des Vorordnett-namtes \egta
am traurige Tagi;a<»rdauiig vor: vr'iu uibo sich ilen liluffsten InncläsfDrBtlivhou
ErllHen g«gcnQl>er T«rltKltt>n bo]Ui, die nicht bLi'Ü in KnrnlcTi, eutidom ,am
^atri^n Tag;« auch liier {jrnltlaniiert wurdnu', und wQrnach iu Hüikuuft
nirfrcnäs im Landp ein aektittctivr PrUdikant. PrIUeptor, Sdiulmvittor g«-
duldnt, auch jeder Dioner der Iferren und Lnndleiita atiBg«»chatft Wür<.Ieti
»ollr, d(.T sich Aps .Poülilloulesetis' unterfjLngo. All^emi^in 8(>i diL- Klnf^B,
daß kein« EiDgah» an dru Lande »ftlrstcn helfe utid dtiß wod'T S<.'breibpr
iiodi I.uhrTr zur Rcickitiiig der SakrAmcnto ^braiidit werdon. Mau mUua
den Entlmrxog bilteu, die l■rQßn>t;n(^n Verorduungou wietirT aiiftuliobca: doun
e> s«i uumJJglich, .»ulcb stralTiillit^rn Bedrohungen' itatUutun. Wio k{>iiut«
der. dem »oU-be Strafen ab^reforilert wtInl«D, coch «ein« Bewilli^ng lotsten?
Wio kennten ,hei aolcb^Tn Schrecken' die Ausstfind« ein^ebr&cht werden?
1:4t man einmal, saj^ der Obent, soweit, so werde es dabei nii^lil bleiben,
sgndcrEi alle dieucr drr HcrrEin und L&ndli?uto und endlich aui^h diese aus-
gemcflon werden. Et wird auf d<^n Wandel gcwic^eci, den dios«! .Rfiformation*
nahm. ITniprUiiglich war sie nur auf die K AmDicri^atcr S* Duruhlatichl
i^emalnt', jetat icieit alle too ihr g()troBri.>u. Wo lileibt. ruft Hans ron SImII,
dos Erbieten de* Ersherxog», keinen Landaiaan In leinem QcwivscD
xn beiehweren? E* habe den Anscbein, aU wolle man «ie von Hof ans-
TüUen. Man mtlsae wissen, woran man sei. ühriHtoith von Stadl uiciiil, mit
dem Schreiben orreichB m-an niehts, m.in inlWso diu Uinj^c dein Err.herieopo
mflndlicli vorbringon; or werde dot-b au<:h den HtÜndcn oiu Ohr leihen und
nicht ,den PüatTeii' Allein QehOr geben. Qooi^ von Stubouberg hat in üi«
f&hmng gebracht, daß er (las «PoBtilleDlesen* auch den Herren ond Land-
leuten vurbittoa wolle. Oauu riebtig meint Ammao: HSite man »or Jahrea-
frist eine kurxe ErklSmng bngphri, wie weit man die« unheilvolle Wesen «n
treiben dlfl Ahslclit h&be, sc bülte man dio putspr<>chonden Austllhruiigen
besser begründen kOuneTi und iiiaiicheE Unhoii würr unlerhliehcn. Trutadem
sind die nieiatcn Anweaendca der Meinung, daß man schon mQBse, waa man
mit iliDcn beabsichtige.
Keinem einzigen von all diesen nednern irXn <■ eingefallen, in die
Oewatt sn apprllieren (aiuhe Jahrb. filr Qeich. dea Frol«itantismua in Österr.
XXI, 74).
1388.
fRcklor und Kollegen der adeligen Landschaftssckule in Klngen-
furi' an die Verordneten daselbst: erinnern an die latidesfürsilichen
Dekrete vom 1. und '4H. Juni, 13. AuguU und 13, Notvmher, leor-
nach der SchuUlienst eingesieUt werden müßte. Sie liaben bisher
171
getcartet, ob die Verordneten ihre Dienste ferner nnch brauchen
leürden; du man nun aber auch Hie Prediger enÜasse und das
landesfursllidie Generale auch sie hedroht, bitten sie für sich und
die Ihrigen um Scliute, dumii sie tcissen wityr«, tvas sie in Zit-
kttuß eu tun und su lassen haben. Klagenfurt, KiOl Mars 23.
(Kop., Kod. Lini 43, fol. W» u. 2^^*". Otdnickt ArcliEv fUr vaterl.
Oeteb. ate. XIX, 61.)
Zn dioMf NiiRiiii4-T flndeit rieb fol. 8S^ dis Itir Torangeheitde Notix:
.UDt«rdf«en (wit tO. Mira) sciinl die berra und UiidleaÜi A. C. d«a
15. M;irlii xu Clugoufurt in giouer VQiNJiiublunE; bej|-»Aami«)ii gCHresfiO und
haben die sacLeu WrAtkscMag-t, Atda i]ie lieirn pr*<<1!gi>r, wiß Anch h«rn«ch
d^r herr KUnlroctcr sampt seinen coUr^ü g«li. von inen dimittirt and neben
^t«n leMiuiomU mit ehrlichen »hfctti^nngcn «cinil vc-rsfilion worden; nfimb-
lich hrrrn M. Ailarao Colbio, [)f»rliorrii, irJoil rerelirt wordßn 5U0 fl., hcrru Ii»ii-
tentiu MAiero &0() t1., xitu] wi'M er riL kiiuler, neiml inie nach lUU tl. addtrt wur-
den. M. MituriÜo PAsctiang QOO fl., M. Adanio KaunaclierA 100 ä. Ali nun di«
«ehalcoHttfae du obuig«s«tKt ander geueral yeniomen^ k1*o liabra ite den
33. Marlii den b. verordneten di»e sapplkatioa uberg:eb«ii.'
Auf dw obige BitUchreiben erioReni die Vorordnctcn am fl. April,
daß dia F. D* .die gcstrack« Anischailiiag' der Kirchen- und 8chiildiener
nicht bloß mehrtnal«, sondcru auch mit scharfnn Komminationen anbefahlen
habe. Man könne also aiicli sie nicht aclitttzcn üder erhalten. Ant' diesen
Bericht richten iler Rckti>r llieronymus Meßi«L<r und ilie I.clirr^r Miitthias
MeneruB xuglt'ich fOr ITrhan ronijrartncr, Cliristoph &Icinb»rd, Jvhaunes
Ilerold, Johannes Kreh, Wolfgaug Boclc, Antonius (iox iinU Juuat Ileindl
ein DankMliroÜioD Air den biiher gvikvitiMien tichiitK an die V(!roriln«ten;
.Uan wine ja, dau die schuleu Baniuaria ec4:U»iae und der «i-hulilicnst isit
dem predigaiiibt also nnchent vurwsnt ist, dass kölner dos andern tetcbtiieh
gerathen kann.' Man Iiatte mit den Predtf^ern all« Oefjthren geteilt, vrle
diitae nunniohr mit g>]trti TuHtituonicn vcrsclion Strien, liufTt? mati aucli mit
die««n und einer milden Abforti^iU|f licilniiljt zu wvrden. Da» wurde ihnen
am 13. April xugc«agl, und svrar erhielt ein jt-der eine einmalige Jähret-
beaoldung amgeiahlt. Zum Oedüchtiiin, dviouacli die ,F. D* in dero decret
alnem g«dciikt der ^»j-heiten, so E. E. L. A. C. vervrant an der statt
Clagonfnrl hahou', Ullt der Schreiber dos Kad. die Donation Masimilians I.
(2e dato Inuabrurk, 1518 April 24 folgen.
1289.
Den .bandisierten' Uecrpaukern tmd Trompetern werden jedem
60 Takr, dem Preisger und dem tletitschen Schmiede 20 Taler
und allen ein Testimonium gegeben. Laibach, im Landhause
Ib'ijJ Marx 24.
(V.-ProL Krain.)
172
8cli»n am SO. ivunle tlber itio rnrhuailelt and zunKchitl noeh eini; lotfir-
■enioQ veraadit jllilft es nicbt, üni lie in Gölte« Maihcd ««hen «u iMten.'
1290.
Die Verordtteten vmi Kärnten an die von Steiermark: teilen den
am 9. Mars erfolgten Tod ihres Prager Gesandten Hannihal von
Egg mii. Da die Gesandten tu kfHner Audienr gcjarigm können,
sondern ihr Anliegen den GeJteimräten Hbcrreichen sollen, bitte
man um ihr Gutacliien. Mitteilung der jüngsten lattdesßrst-
Udien Resolution. Trauer über deti Fortgang der Verfolgung.
Klagenfurt, 1601 Mars 24.
(Orlg., SL L.-A., Chr. K. ; Kap., L.-A., Stubßnberg^ Akten.)
Eia peaUeriptttm vueu ^C. USrz bestätigt ätn EmpfAug iles Antwort-
HOlirAiben« der 8l«irer .«of ilie selniurzlifhen Gt-ncrAll*. Man wenic *■■ den
auf Hen 3. April ,b«sfliriebenpn' Herren und Lnnillcutnti rorlrjjon. Am
86. Mfirz scbroibcD die VerorductMi vou KSrntcn im Gorj; von Stubcnborp:
mJin bftlts M nicht fllr Dotwondifc, iin ti^gn Stolle nocli eJnrn Abj^caiiidten
nndi Prag hu ichicken, un<l craiichnn ilin, auch die Krsincr Lundncltaft XQ
vertreten, ,dn es «tu corptu und negntiuvt iit'.
1291.
Kartmann Zingl an "Richter Rat stt Unterdraubury: hefichU die
Attsschaffung ,ctlichcr mthithoUscher Personen, so sich häufen-
weis bei ihnen wiederum ttieiierlassen' . Klagenfurt, 1601 Märe 24.
(Kop., Lamberg-Fciilritx'ArcliLv.)
Desi;>leichen in den Decbiinteii. Divanr mtlgc itaninf acbten, ob Itichter
nnd Rat den landMdt etlichen Befekileu nacltkomnien.
1293.
Emefiter Befehl an die von Gmünd, die Fastengchote eu lutUcn.
Den auagescha/ßen Bürgern wird aufgetragen, um 2. und 3. AprÜ
den 10. Pfennig tu erlegen. (Gmünd) 1601 Märe :i4.
(Kop., Badolfin. Kl«genfnrt.)
An I. Jnli gibt fitrometer di« Wolaong. den Befehl etidüdi aatsu-
fabren, um uicbt daa UaneraTOlk, äu >n iiädem termim» steht, in aeloer
BebellioQ tu ccnfortteren'.
LandesfürsÜiehes Dekret an die Verordneten von Steiermark:
Die Bitte, der Herren und Landleute A. 0. vom 22. Januar um
Prolongierung des 'rermines zum Abßuge für die der A. C. tu-
getanen Advokaten, Offiziere und Diener, yacfUassuny des 10.
Pfennigs und um freies Reisen ins Land tvirä abgewiesen.
IGOl Märt 26.
(Orig, 8t. L-A-, Clir H)
Di* Bitton and R/molationon weg«n der Abscbkffung der OCfiKiere nod
Diener tiehon ilcti durch d» g^anxn Jahr fort. Am 5. April wird «uf oioe
ron den Tomrdnewn am 31. Marx gnstplltn Kitt«, irenif^tent den R«g;i3tr*tor,
d»r einen so wichtigen Dienst und alle Suchen In seinem Kopfe wie in
•inem Ki^ister beisammen bat, Doch aitm Zeitlang auf seinem Posten an
dtüdm, der Termin an dcMen Abange aaf seclia Wochen entreckt. Die
■ndana Offixiere haben ihren Termin bis Üatero (Orig^ ebenda). Am
18. April Dberreiclien die Verordneten ^ie Bitte, den beiden Buclihalterel-
»djnnkteo Wolf 8trob1 nnd Stephan gdiAbl den Termin xum Abxuge
aacb bis Pfingsten xa prolonf^ieren; dieser habe nnch seine Proriantmeister-
rechnnugen so legen. Am IT». April wird der Wunscli fiir beide pcwXhrt,
Ihre ErsfttiniSniier mÜHseii katholisch sein und sofort eintraten.
Üit anderen Kantleibf-amten diirfvn über dicae heil. Zeit, apHtesUinB bis Ende
April Im Lande verbloibon (Ort;;., ebenda). Aber Seh&bl wurde mit loinor
Arbeit nicht fertig; er erhielt einen neuen Termin roii vier Wochen, und
an fi, JqÜ bitten die Verordneten, ihm nun auch Zeit tu geben, seine
ail^nen Sachen in Ordnung so bringen (Konc, ebenda). Am 19. .Tuli bitten
de, Wnlfjjcang Strohl und Joachim Einpaclier den Termin bis Oeorgi ISOS
Stt rerlilngem (Kons, ebenda}. 8io hatten einen soli^hen bis Harlini IßOI
bewilligt erhalten. Ks wird aber von den Verordneten darauf hingewiesen,
doO man beide noch nicht entbehren kfl^nno, ihnen dine Zeil auob wegen
der eintretendeo KAlto sehr unbnqucm sein wilrdo. Am 26. Juli erfolgte ein
•ebarfer Tadol Erahi-rKOg Ferdiusrids, ,daß dergleichen TerminBerstre^kung
bevomb in Keligionssachen bisher so wenig gefruchtet'. Ei habe bei dem
ersten Termine xti bleiben (Orig., ebenda). Am 6. November wiederholen
di« Verordneten ihr Anliegen, man kOnntr so trefflieho Personen nicht so
rasch ersctsen, sie weisen auf die zu erlccligendeti Bachen, ,AuIIen!it&ad«*,
Bochnangen etc. hin, die alle iu ,Zerr[lttlichkett* geraten mtlßten (Kens.,
ebenda). Noch an dcmselbeo Tago bewilligte Erxfaenogin Maria das Ver*
bleiben der beiden bis xur ZurQckkunft des Erslitrsogs (Orig., ebenda]. Am
S7. November Überreichen die Verordneten eine abermalige Eingabe (Konc,
ebenda) nnd am S. Üesember wird der Oeorgitermin angestanden (Orig.,
ebenda).
1294.
Ferdinand IL an den Landeshauptmann und an dm 'Ersjtriesier
in Oherhärnten: weist die ItUeree^vn Frans Khevenhüllers für
^
174
die attsgeachafflen Bürger in Gmünd betreffend ein«» weiteren
Termin surück. (Graz) 1601 Mars 27.
(Ori^., GtnfliKlnAr Akt«!U, Bnd^ilfin. KlKgenriirt.)
1295.
Ferdinand IL weist die. lieschicerde der jüngst in den Latid-
uttd Ihfreeiiien versammelte» Herren und Landleute tciäer die
jndetst publizierten Generalict% betreffend die seJäischeti PrC'
diyteii etc. zurück. Diese Iieft:hle seien zur AuarotUtny der
durdt die PrÜdikanteti verursachten Uneiniifkeil im Lande not-
wetidig gewesen. (Gras) 160] Mars 27.
(Kop., in SOtoiDgor, fol. &&0» — fi&l».)
Von der F. Ü' . . . N. denen liei Jen negatgehnitnen landt-
nnd boffcchton alhie geweaten licrrn ond lundlcuthcn der Augsb.
Conf. . . . anzuHlegen, I. F. D' betten nit nnderlassen, ihr jungst
ttberraichte von denen im landt an itzt {nibliciorten generaln
hergeflossne besehwclrung der nottarfTt nach ablosent za ver-
neinen und ob By wol nrsacb beten, solclie nur von etliclien
nnd nicht von allen der A. C. zoegethouen btiidleullien In ge-
miiin Qbergebne ecbrifft anbcantwortt zu lassen, so wollen doch
I. F. D* die entdecknng ilirer inainung nnd endtlirbeii resoln-
tion ZQ ibr, der landilcutli, bessern naclirichtnng ferrcr nicht
procrastiniern und haben fürs erste sy, die getreuen lundleutb,
80 viel zu wissen, dass I. D' berüerte der pn^dicauten und ihrer
adhaerenten auch andern mit Soctischcn predigen, lehren und
lesen vorwonten personen hiill)er ausgangne generaln mit vor-
gebunden guten bedacht und zeitiger v erbet nachtun g zu fertigen
verordnet, darzue sy sich dann weder diesen noch jenen be-
wegen lassen, sonder es ist blüsslicb aus ihrem selbst fiirgc-
nombnen wolinainliehen willen und sonderlich zu ihres christ-
lichen und fUrätticIien gewi&Bens »cbuUliger exonerieiung ntt
unbillich ervolgt Ob aber die prodicanten und diejenigen, so
sy aafgehaltcD, nit solbat llberflilssige Ursachen darzugegeben,
bedarf keiner erweisung, dann os werden sich diejenigen, so
«ich ditsfalls schuldig wissen, I. D* oft widerhoUen gemessnen
erustUcheu bevelcb noch woU, aber dessen beynebeus mit
Bcbicchtcn zu erinnern haben, wie vcrilehtlich und »cliitnpllich
dieselben gehalten und eladirt worden, was nach I. D^ und die
ihiifieD ftar BtrafltnBssigc despect darnndcr erdulden laQssen.
Haben ty non solches verhUcten, die so anfmchtbarliche aas-
fertignsg so vilfeitiger Verordnungen billichermasseu cini-tellon
und die Ugliche einkonine bcschwttruagea abstricken wollen,
ist te darxu ßlrnemblicb aber so erhaltuiig des lieben frideos
and ^ftnslicber aasrottung derer bishcro im landt geschwebten
eben durch gedachte Sectische predicanten Teruraachtcn Un-
einigkeiten and angleiche« versundts kein fUeglicfaeres mitl als
die aosfertigong dieser general zu ersinnen gowest. Und
können I. D' nicht befinden, wanimben doch dieselben iLm-n,
den bindleatlien, so hoch zuwider sein müssen, weil sy prinei-
p«/i(<T darunder nit verstanden, sondern allein die fridhesBigen
letith nit geduldet werden wollen, wie es dünn in eines landt-
forsten macht nnwidersprechlich stehet, die ime widerwertige
in seinem gebiet verhandne peraonncn jedesmals nnverhinder-
licb aaszaschaffen : also knn auch diese ausscbaffung die er-
xeug- und richtigmacbnng der landtAgstKwilligung gar nit ver-
hindern, dann wie jenes ein ^peciaUuch, welche mit den gemainen
«nlagen kain gemainschafl, also ist auch des geliebten Vater-
landes wolfahrt and dasjenige, so von allen ständen in gemain
treuherzig versprochen worden, desselben halben mit nichten
absDstricken, also daas I. F. D' zu gemciten generaln ans rfcht-
mKssigen Ursachen bewegt worden, und wüsten es ancb anderer
gestalt nit bu verantworten; und woltc gott, die getreoen land-
leoth der Angsp. Conf. ertönten I. D* treumainende lieb, ad-
fcclion and nugung and wie vttttcrlich sy es mit ihnen zu
ihrer seitlichen und ewigen wolfarth in ollen dei^leichen hand-
langen roainen, ay wurden es verliuffeutlich anderer gestalt zu
gmuth und herzen fassen und sieh nit solcher gcstalt opponicm,
sondern die sorgfeltige und gn. propension mit underthcnigom
dank vermerken.
Dem allem nach und seitemal I. F. D' von ehegemelten
offnen niandaten keineswegs zu weichen gesinntj so vermahnen
»j derhalben die getreuen landleuth hiemit ganz gn., sy wiitlen
dieselben nit wcitter diflicalticrn, sonder sich ditsfalls znr rim
geben und endlich wissen, im fall ainer odt-r der andere dar-
wider handeln und I. D* verbott schul digormassen nit vor
äugen haben würdet, daas gegen denselben ungeachtet der
einpenihrlen unzeitigen protestation, die bcdroctc straff und
exccntion zu erhaltung der I. f. lioheit und schuldigen gehör-
Samba ohne versclionnng fUrgcnnmUen werden solle, darbcj
sich aber liöchstgedacbte F. D* mit gnaden verscIicn wollen,
es werde Bicb keiner widersetzen uud üinie selbst zum nuehtl
waB ungleich» tcntiern. Und soviel haben I. F. D' mebrge-
cUchten Undtcuthen zu gu. antwort anfügen wollen, denen sy
sonst mit 1. f. gnaden wolgenaij^.
Üecretum per Scr""" arcliiducein 37. MartÜ anno 1601.
Peter Caeal,
1396.
jDte Verordnetett von Stewrtnark an die von Kumten: üher-
Bendeti eine Schrtß, die sie auf die leiste l. f. He&olntinn hin
eitufereicht hahen. Die Hesolution (hirauf weriten sie mitteiirti.
Graz, IGOJ MUtj: ii7.
(Kons., St. L.-A., Clir. R.)
1297.
,(Martii) 30. Auf Layhach a%\komcn und wegen aUerley vor-
handen fürstehund reformationsgcschäfft wUlm aUda verharren
und die commissioH in Unierkrain bis nach Ostern anstehen
müessen lassen. Kodein ain gefuiimbes brifefd von mainer gn.
frauen ersiiörxogin Maria wittib per ihres cammerdieners
Mididn PaHiquars unseres seJucageren wegen empfangen. Item
h. ly Cralii scitreiben.'
(ClirßM Kalendar, 1. c, 8. 19.)
1298.
fApriliB 3, 3, 4 /ra&0» die Lapbarhcrischen frauen iren catholisehen
aydi gdayst. Deren »et» gewcsi über äOO. SmoldishiJths prä-
dicaniens muetter und Schwester auf die Ir-aniha ihres ung«'
hortambs wegen verschaff tcordcn. Der lattdschafft officiern und
diener, als landischrcyber, advocatctt, soilicitatores, trimtmetier
und hdrpauker, bandisirt worden. Gcorpi ist ihr iermin. Eodem
die sein die burg<rmeg3terin, Josephen Tschaulc weyb, item
Khragetipacherin, Scluirfflingerin, Spolinin und etlich ander
inner drei t/igcn aus dem lande bandisirt wordeti. Eodem die
golüo$e Waldmannin ist Becnndo banni9irl tcorden aus aücn
177
orUanrlm inner drei iagtm. Hat hernach catholicnm iuramentnni
praestirt nnd ist firtnhl worden.'
(CbrOus K«l«ud«r, 8. 19.)
^
»
^
1299.
Ehrenvoilea Zeugnis der Verordnelen für Andre Kisial. Bitie^
die$t!n im Exil getriebenen ,€rlebt€n' Mann sich anpfoklen n*
halten. Grat, 1001 April 3.
(Kou., Bt. L.-A., Chr. R.)
So «och (Ur flt^ronTiniii n«atn*r nnÜ nun« Elen Von Kittal wird
h«inerkt: er ■»! .ein hiesig« petrcawi Kinil*. 2-3 .I*hrf* lnn|^ Bilrpcr nni
HaadclamxHD K«w«»en, ^(i Jxlire im 8uiilmtn gn}iff««ii, ilxiin nntiir dm Rni-
hrmocea Kmitt und Mnximiliiui St*dtricfaU^r, darauf 'i Jahra ian^ Bnrf;«r-
»«■tcr nnd Mit(>liM d«4 LindU|^ j^wcten. Ka würe so wünschen, dall man
fllrU aolclie Ui«der- pod Bnrg«r«leato liStte. Die L«tidta(^pr<]tokolle ran
Stet^rmark («« iit ab«r nnr pin Anuchoß von Herren und Lanil]eiit«n A. C
rervammcU in Land- und TTofrtcbtca) weii«n fQr dicuoa Tac cinr B<>ratun^
aas, dir 4 Pnnktft umfallt; 1. Di« R«soIiitinn nb^r dif .«in^waigdt^n' Bt^
eehwenu^eii der Generalien wegcu, 2. die ReanlDtion wngen der OfSxiere,
3. die Kirchen* und Schallegate nnd 4. die Uesolation Über die eln^
brsebte lIsoplbescIiwerQug. lu der Debatte wird ad I. bemerkt, die Schrift
««i <u> (nAßvolt) ah|;<!faSt ^weseu, dafi aie «ucti Ront-iw» ptmiißei hätte Über-
rvieht werden können; tut i- man habe kein« Beamten, keinen SekretXr,
dar etwas Winhlifre« nnd namentlieh in RrligionMachcn espedioren wollte;
«rf 3. der Legate wegen kaII man den Landtag aSnarten. Uindschaldt
mnat, in dieaer Hinsicht gebe man eigentlich den 10. Wennig doppelt, ein-
mal der Obrigkeit und einmal 1. F. !>'. Galler Mgl: Man «chatTt unsere Prä-
Mptoreu au«, wir bleiben ohne geistliche Führung. .War' Zeit, nuttniebr
di« Aagen aufxutun nnd nicht IHnger sn t<>mpnrij>ieren.' Der Punkt, be-
trafl'eDd die Obrigkeit, betreflfr das Zeitliche und gehe nicht auf das Ge-
wissen. Wolle I. U* weitergreifen, als sich gebührt, so »oil man auch aagen,
man kflone weiter nichts tau. Uattfried Stadl: Man soll uch uicbl schrecken
Imms, dai alles reruriicben nur die Pfaffen, mit denen woUvn wir die
Sache anstragen nnd I. D' den ichuldigeo GehorMin leisten. M«n« FItl«
von Verfalgnngen ^riAhlt Christoph von Eadmannsd^rf: Vor 14 Tagen aeien
nwih Badmannsdorf 27 Knecht« gekommen und haben den PrHdikauten her^
aoabei^hrt. AI« man ihnen nicht aufsperren wollte, drohten sie, in Küras
mit größerer Macht au kommen nnd das Schloß zu plaudern.
1300.
Die Verordneten von Steiermark an Ershcreog Ferdinand IS. :
hahat mii littrühnis die gans unermiriete laudesfürsitiche Jie-
13
178
Solution auf die BiÜe der in Land- und üofrcckten vermmnulUn
Herren und Landleute A. C. «m Aufhebung der Jiödist schmert'
Uciwn Gciteralien^ vernommen und tmUeii .w diesen vorlegen. Der
iMndesfünt möyc iltrer Biifc dngaicnk sein und ingiüisehen dUe
Kzekutionen einstelhn. Gras, IGOl Aprü 3.
(Koo«., 8t. L.-A., Chr. E.)
1301.
DMMRt«i) an die Verordneten von Kämien: teUett ihnen mntge.
abermiüs vorgekommene lieiigionsbesducerden mit. Gras, 1601
Aprü 3.
(KoM, 8t Ll-A., Chr. R.)
Mitteilung der vurSj^en Nuiuiuer. Mau Imlic liiu rar Zeit ftawoaciidcn
Herren und Laadlput« venlAudigt uud btwi-lili>*sii», tuimtliclif- fOr den äonn-
thg Qutuimodoffenili zn einer Beratung <?iuxii)N; rufen. Dis imuinr &rgcT
werdenden Bf»chnerun|;rn hiho luan *n die am kaiMtrlicbeu Hof« wnilcndoit
QeMndton gecdiickt.
1303.
Die m Klagenfurl amvesenden Herren und Landleute A. G. an
Errherxog Ferdinand IL: übergeben eine ausführliche lieschiverde-
uttd Protestationsschriß wegen ,des eine Zeit her in diesem Lande
vorgegangenen Reformatinnsprosesses und der auf die BcAchuerden
erfolgten Resolutionen. Klagenfuri, 1601 April 3.
(2 glclcblnotendf! Kopp., II u. 19 Bll.. 8t.L.-A., Chr. R.)
Bulhllt eine Ziuainmeufauung aller frUlier«u Beichwerden, die Id daa
Binj^abeD votu S4. Februar, 3. Mhri! und 22. November lOOi) eiithallea sind
and auf die am S., 10, and S6. MSrx rcncblirfle ReaolatioDCi) fol^n.
ScbmerKlicIio Klagen Ober di««e und daß man die I<andteat« A. C. nieht nor
nielit liefriedij^n, ja mflndlirh nicht mehr auhtlron will, daf-p^nn »11m fffttan
wird, wa« d!« ,wi<)erwiirligvn Gtiistlicliru mir liogelirou, wHimchen und an-
bringen, iingcaKijtcl, daß «e Diininrbr, worum m ihnen vornehmlich fen tun
guweaen, all» aJteu Stifter, Ffarren uud Ueuelisten einhekoaimen*. Das den.
Hefunnatiouikoiuiutwäreu Uttigegobene IGrie^volk habe im Land» entaetzlich
gcbatul, .bßrger, banern und andre angefallen, in irem gewiMCtn bedrKngt,
aiia dem land ^aehaffinn, das iri|ro aiirgezfrt nnd hitiweiTgonaminen, tII mit
MtblAgfln (darBbor ntlich i^ar cesturben) in die «inen geachlaj;»» und gefftoft-
nniiwtn(aie), aurli hoh<<n b^strafnngen Ub'-I traetiert, vui^eiids die pfarrer und
ander (reiitlicbo ikbcr *y iu den stütleu, [ie^'ken und auch gar am '^fy txi
auwilderu and gebiotern »weit verordent, dam sjr dieselbea armen ienth
179
I
I
nit alltin irr« gtttiUa» tu eitieni, tu betlriffen, aaaiuMug«o aod von intr
obrlgluit khznwftndfii »ich nnt«rit«b«n, den «in (av*» am iir»li^toe)1 und
den sndfro am rathhaaa hibitn. . . .' Kla^n nhor die Behandlung Q«orgv
Ton Matenlheln dorcJi den Gmflndter Krxprit^ter Anton f^trnotajrer. Ober du
MisdriTeillen der erangeliscben »iedliSf« nnd die HntweUiang der Grftber,
di« AbacbafFnug der Kirch«»- und Schalaxcrsitieo, daa Verbot, rrXdikanten
aod L»hr«r bei den nerrcii und Landleuten xu halten, über die Aotastnng
^«s vtifts*, ,daa allAin auf die «rang, religion fundiert wordeo nnd dab^i die
Bfim. Kath. nit ein handbrnit haben', Uhfir dir Rinlegnng einer Gnardia, daß
man die eranceliachen Herren wegen der ItfgrXbniaee an die OnllnaHen
wüao, ^amit die leote noch inehrers tribuliem'; wenn dann das mindeste
g«gMi di* U«nttraUen gehandelt wird, greife man den Ucrren in das Ver-
BOgw. HlaweJJ Asf du gans andere Vorgeben der Vorfahren Ferdinand« II.,
die den Leuten .nicht ina ^pwimen au nrtbeilen untentandcn*. auf den
kirehliehen Znstand bei winein K«gi«rung«antritte und auf ihr rigenea
Vorgehen b«i der Erbbnldignng, wo man d«r Protestatio» der E ränge I lach eo,
bvi ihrer KonCsseion an bleiben, »lebt wideraprodien, auf die VerhUtnisse
ntn Klageofitrt, die Venprechungen der Enberaogin Maria usw. Die von
der P. !>■ ina Land geaehickten KaiuDiissSre hXtten .vietmaU gemeldet', daO
dt«M B«fi>rnAtion ,nit auf die hfrru nnd landlent aneeaehen sei'. Folgt der
Hinweis anf dift verderblichen Wirkungen der BefumiatioD in heaug anf die
finanzielle liagA dea Landes. 8t«tg werden die Tterren und Ijandlenle iileb
ihrem ge]piat4tt«n Jiiraincnt und ihrer rtlicht g«inXQ In allen zeitlichen
IMngen ▼erhalten, sonoit lie nicht den Lande^rcibetleo zuwider seien, in
6ewiuen»aAhen können sie, da sie kvine Ketaer neien, ,wie ea inen nnd
den irigen mit gewalt an^^mngen werden will, je atnmal ao weit n!t gehör-
aaxneo, noch nich aUn XngsUgen, beachwor<^n und vnn den widcrwirtig«n
geiatlich»n also tribiiHren Lauvii oder sicL irea ce^fcifti x/iyiiwu* l>eg*ben. . . .*
Dring<>n<Ie Bitte, den Beschwerden abzuhelfen und jedermann ruhig bei dem
Seinen blelban «n laaaen. . . . Polgen einige PriYatboxch werden Cbriiitoph
Sieben hfl rgera n, a.
1303.
Die Verordneim von Kärnten an die von Steiermark: Als sie
diu jüngste Resolution in ncgotio relipionis mddeti ivoUien, seien
ihnen ihre lieUffiottsbeschtPcrden vom 27. Mars sugtkommcn. Dank
ßr die MiUeilung. Man müsse neuerdings bei dent Landes/ursten
um Abhilfe litten. Klaijenfurt, ItiOl Aprü 4.
(Orig., 8l L.A.. Chr. E )
1304.
Ferdinnnd II. an den Verhant Miehad Erhextus: ,Dftroh gu sein,
daß alldort zu Kiagenfnrt sowofU im (wottesdienste ah auch im
12*
180
hnltcertigen Predigen und in der Sedsorge feein Mangel erscheine.
Oraa, 1601 Aiml 5.
(Kop-, Lamber^-KDistriU-ArDhiT.)
Derselbe au den Dccliant von Saal: i^erlangt ,ohnc Vereng' Be-
richt iUier die Seelsorge in Klagenfitrl und befiehlt ihm nochnuils,
sie Jiu übernahmt'». Gras, 1001 April 6.
(Kop., (ibenda.)
1306.
Derseilte an Uartnuinn Zingl: über dasselbe. Gras, IGOl April 5.
(Orig., cltcnda.)
1307.
Dersf^e an die Verordneten von Steiermark: geniatiet dem Re-
gistrator sh seineni Absxtge noch seclm WoeJien. Die anderen haben
dm Temtin bis Ostern, (irajs, KiOl April i».
(Oriff.. at. L.-A.. Chr. B.)
1308.
Die Verordnrtm von Kärnten nti di'H Rektor llierongmus Me-
giser und die Kollegen der adeligen Schule in Klagetifnrt : er-
kläreti sieh nußerstunde, sie noch Innger eu schUtsen. und müßten
sie ileshnlh Huren Ahsug nehmen lassen. Klagenfurt, JßOl April 6.
(Kod. LioK 43. io\. <fl*. Ottdrnclit Archir für v«lerl. GeAch. «tc. XIX, 62.)
1309.
Die Verordneten von Steiermark an den Landeshauptmann: teilen
üim mit, da die Sache durch die jüngsten landesfürstliciten De-
krete /ast auf den äufjcrstcn Knopf gelutmmen', daß eine ,Qeneral-
iHsammenkunß' aller Herren und Lnndleute für Montag nach
(^uAMiauulugaiiiti (Ajiril :Ui) bestimmt sei Grnr, JilOJ April 6.
(Eotu., St. L.-A., Chr. U.)
^ teil
Damit di« ZuMmmoukunft nicht alliuTrllh .IxntinHr* nnil von Hof uns
,hiDt«nt«lU(' g«inachl werde, hAbeii tie ,hu8 alUn Vierli-Iii nüii-lic Hrrrnn
erUMf, denen d«r Anftriig g(^b«a wanle, ihre MAcbtiarti .durch uoKoro ge-
{erögttin CiUtlon»|fiAt«iitB Im V«rtr«ueii und in fUr .SIlU' itu «vlsireu'. lutarim
teilen sie die elnf^laufonon Dekrete und itire deinen Eiug-ebeu mit.
1310.
Georg von Stttbenberg an die V(»-orJneten con SUiennark: Er
sei vor acht Tanten von Praij abtjcreist und gestern in Knpfett'
brrtf aiujeJsommeit. Über seine Yerrirhtumj werde Paul I'rutm-
meister referieren. Kapfenhenj, 1601 Aprü 6.
(Otig., St. L.^., Clir. R.)
1311.
^BHI^BioniDin für Dr. Sigmund SaUbcrger, yeschicoretien Advokaten,
Bcisilstr im KelUrgvrichk. Grtus, liiOl April 10.
iKon»., 8t. L.-A., Chr. O.)
In den nXrhiilPR 'l'Aji^nn wird nach rlii^ prllßere 7.tth] von Itf^dlRfiütatfin
mit Zeo^lssen venehen, au Haua Wulf ilnck (11. ApriJ), Wulf ätrobi
(13. April), der llAujitnuiun Aeliu WelMr (14. April) und Neff (24- April)
(Kons, eb«rid<).
1312.
Abfertigung der aus Klagenfuri ausgewiesenen Ijdtrcr dttr latid-
srhaftli^ten Adelssckule mit je einer Jakreahesoldung. Klagenfuri,
1601 April 13.
(Kop., Kod. LIn« 43, fol. ö«-. Gedruckt Archiv für v«ter], Gm:h. etc. XIX, Ö3.}
Dort aneli die vornngeliende Bitte der Lehrer am eine ^le AbTertigung.
1313.
Interzession der gteirxschen Verordneten hei Ferdinand IT., daß
dem ausgtueirrseneti JiucithaUcr Wolf Ütrobl der 10. Pfennig, den
er eines Gartens wegen sonai erlegen miinse (160 fl.), nacfigeseheti
icerde. Gras, 1601 April 13.
(Kons.. BL L.-A., Cbr. B.)
182
1314.
Die Verortinctrn von Stckrmark an die von KärnUH und Kraitt:
teilen den Bericht ihrer Prager Gesandten mit und bedauern,
daß sie nach J^cfcs Tode keinen anderm Gesandten geschickt und
sich somit gleichsam von den stetrischen Abgesandten gcsmitlert
haben, liiiie um Miiieihing, was sie nunmtJtr att tun gedenken.
Orot, 1601 Ainril 14.
^Kaiu., «beailn.)
1315.
Georg Herr von Stufttytiherg an die Verordtieten in Steiermark:
nuidel, daß er von Prag keifmeärts gesogen, weil von den leiden
Ahgesandteti der anderen Länder nner verreiß, der andere ge-
storben sei. Es sei das beste, jetHauden flifei« tur ScUititierung
dieser Saclte nach Prag gu senden. Kapfenberg, 1601 April $1.
(Orig. St. L.-A., Chr. R.)
1316.
Erzhersog Ferdinand II. an BarÜme Kitevetihtdler: Weigerttng,
auf die am H. April gesteUtf Bitte eini^ugehen. (WiewoJd ihm die
BiUe der Herren und Lnndleiite A. C. in Kärnten vom S. April
um AnnuUierung der in iiegotio reliponia ergangenen Befehle
eugehitMmeiij ßndc er darin keinen (irttnd, ran ilinen ahgugehen.
Bei Strafe von 1000 Dukaten in GoUl tcird ihm und det^ Ver-
Ofdnelen verboten, sieh irgttnduie der Sache anrunehmen. Die
noch in Klagtmfurt ivcilcndtm Prädikanien und Schuldiener sind
im Angesiehte dieses aheuschaffen. Das Singen, Läuten vnä
andere Kxereiticn, soweit sie nicht katholisch sind, sind einzu-
stellen; widrigenfalls würde die Strafe von Oim ah dem Haupte
der Stadt eingehoben tcerdeti.) Gras^ lUOl Aprd 24.
(Kop-, St. L.-A., Chr. K.)
1317.
Erxhertog Ferdinand II. an die Verordneten von Kämiett:
die vorige Nummer. Gras, IHOl April 24.
(Kop., «bondft.)
*
Sieb auf eine Wid^^rlftgiing d»r ArRUineule uinxulaascti, wÄro oiijp .ver-
l^bliebe Behelligung' und war<!n in Aar 8ac-1i«i k«iii Eude gefuiid«!! w«rijen;
daher hab« es bei den Uuirlaten za vorbloibon. Ihre ,Ans(i(r' und Prota-
fUlioRBu' heiße er lowoil gat, als sie der Billigkeit und gütttichen uud
weltliclioa Roelitcn cntcpTcclipn. Wiedcrhulnng Aert Ri-MiU wie oben. Der
4^e«nfall' wfinlo bei ilmea und ihren tiUtoru hprcingubrauhl werdi^ii. Die
Ani^fllcgenhcit wegen dor BegrXbniAce gcdenko er ,bei dem gciitlidiA» blande
itnd don OrdtuatiU «nzti bringen*. Bntigli«h Sieben bQrgers und Oenrg von
Malcnthins wolle er den notwendigeu Hericht ßinKieliea nnd sieb dann
rctolviercn.
1318.
Die Verordneten an Herrn Mtxtlhes Aimnau: berufen ihn sa
einer am 30. April statt findenden llauptberatädiUigung in negotio
religionis. Öras, ItiOl Ajyrü ÄJ.
(K«Qs., St. L..A., OUr. B.)
KntBehnTdlgt nich am 2ft. «nd S7 Apri) (Driff , ebenda) nilt Krankli4>lt
and deiu tudüuben Abgang pelii^d drr A. R. eifrig »D^rit«» gewntereii H'^biieii
Gottliard. WBrde aber neine AnweHwihvit dringend nutweniHg tein, vrorde
«r trotxdem eiscbciaen.
1310.
Die Verordneten von Steiermark an Erftreich von Saurau: Nach-
dem sie vernommen, dafi er wiederum f/liicl-lieh jus Land sii den
Seinigeu ffekommen, bitten sie ihn, kommenden Montag, d. i. am
teilten d. M., tu einer HaupthcratHcktngung in Jieliffionssaehen
^a erscheinen. Graz, 1601 April 26.
(KoM., 8t. L,-A.. Chr. R.)
1320.
Krain. Handlung im größfren Ausschüsse. Ks haudelt sich um
die Se^tiung einrr vierten Verord7ietenstelle. öhrön: Dieser
sei detn Wunsche des Ershersogs entsprechend aus den (icistlichen
au nehmen. Die Mehrheit ist dagegen. Hinweis auf den vier jng-
jährigen Brauch. Verhandlung wegen llejausgabe der protestan-
tischen Bücher aus dem Lamlhause. Hierin will man I. D'
entgcgcnjcommen. Der ausgeiciesene Landschreiber bittet um .Ur-
laub', die Schrannetu»h:ohitvn um testimonium und viaticum.
Es wird hescJdossen, dem Landschreiher, falls er bleuten woUe,
1^4
die LantlsmanH»chaß z» gdjcn^ die prücuratores abifiehcn tu
iasseu. Lit^ach, im tjrofkn Attsschuß IfiOJ April 30 bis Mai 4.
(V..prftt)
1321.
Die Jirrren und Latuttrut*; A- C-, ,aovid deren allhicr r>er-
sammeW, an ICrzhereog F(rdinand: Bcscktverdeschrtfi wider die
jüngst im iMndc ausiftyamjcnen Generalien (siehe Mür£ 1) ic^en
Aussrhaffuttfi fffr Prädikmiten, Schreiber, Fräzeptoren %md Diener
der Herren und Lanäleute. Laibach, im ,ttä}treudcH' ffrofien
Aussd}usse 1002 April SO.
(Kons., L.-A. Krain.)
Gegttn dio Uuter« RrklXnin^, diu F. D* werde iiiraiandc» in Minein
OewUifJi bescliweri'u, saSoii die Befehle rom t. iAünt gekomimm. Alles
FIrlien und Bitten wird nidit AiignhOrt. Nuüli ji>ut tt-irti an luiMren
Friedliofp vor der St»dt Lail^acfa durch die Bbformatiuij*kouiiiiiwire die
Bretter Bl>i;«nBaca and in Brand gesteckt, die iiu Btlriierjpiule b«er-
di^Ati Ttcichnamf, die schon viele Jahre dort ([rrubt, tfa^t^ruhm und
Im Wasser geworfen worden, Erinoening aa ibro dem Haaie Oiterreicb
■11 Fricidens* and Foindessciten ffelfisb'ten Dienste und ihre teacr uod
ritterlich erworbeneo Laiidr»freilieiteu. Hei dem verwirrten Stxnde der
Dinpe, den aclivrereit Zeiten luivr. Ii^nnt«-n >ie ihre I^eUltingen uicht |irjL-
tlieren. Unwahr aei e«, daß äiv Präaeptoren, Schreiber und Diener die
Exersitien wi* die rrXdikanten vomelimen. Daxn bedUrfe «i oiner ordnan^-
fnXßigen Vokation, Oceagte Pcmonon erteilen den Kindern Unterricht und
werden penieini^licb auch uti anderen privaten und {KWitbehen Diensten
ßebraucfat Die F. D' hake nich wiederholt verneliinon lauen, daß die Ke-
formation nur aaf die Stüdte nnd Uärkte laut«, die Uerren und Laudleuta
exMBpl seien. Bitte, aie hierin unbelrUbl an laMou und die j^enaunten Ge-
neralien einsuzieben.
1332.
Testimoniam für Abel Venediger. Grae, 1001 April 30.
(Kons., 8t. L..-A., Chr. U.)
Kr war vor vier Jahren aus Tübingen heimgekehrt nnd itt in die
landaebafiliclie Kanzlei anfgenommen worden, wo er aich aU 8eicietJlr gni
habe brauchen laMea.
*
Beraium^ der in großer Zahl in Gras irrmmttuiifn Hrrren und
LandUttU A. C. über n^H corgdeommene RdigionsbcsehtctrtirH.
1601 Aprü 30.
(L-Prot.)
PorUcttnac vom A. April. Emnücfa von K)>aitiach worde von Pfarrt>r
vott KflltteUdd Ixlaogt, wpil «r M>iii Kiod o\(hX von ihm hjil>r uaf«(i Iumb>
Tob Otso rou HorberetArff lixt <)er Proknritor 16<>0 Hnkatca «crUn^ w«il
er »etDen Pralt^r nicht «hgi>«chftfft habe. Uer l^ndMrirwMQr t*^ die
Pbrrer vermelden, BiAn «rcnle die (an^rnhonamen) L'itterUtnrii durnh Pro-
f«e«D aufheb«!! nud aas dem Lande mbri^n. Beftchweflich «pi, daS jtwler-
DUiui Tubotcn aei, eiuem evan|reliAcb«n txtreitia beiiawoliueu. Ut« F. D*
T«rai«M«te, die Landlvut« »ollea sich der Studie iiiokt «n-
nehncD. Ate telb*! ^ehc die Rcformktion oichti an, «her jetsi
■oll nleiits mehr an^eBehen werden. All« aa^nn; .Bitton und wlrder
biUan aitd eoitsgopfce sa begehren, matten man sich au venfthen habe.' Ilana
Jakob roo Stuaaeh: Uao ^bl Mbrittnoit«, bis man an die Landleute kommt.
AMBpnicli; E< toi etoe Sckrifl zu verfatsen und au aag«»: Uad k^ane dit
G«it«nl nicht iui))«|im«n (FortwtoUDg am "i, Mai) Siebe die Ge^nrvfor-
mation in rniutrOiterreich. Gleichzeitige ZautnntenMallang Ata Aktoiimatp.-
riab In 31. Bd. d» Jahrb. Kr Geseb. de« ProteeUntiamiu in Osterr., S. 75.
1324.
Gattfried Freiherr von Stadl au die Verordneten von Steiermark:
etiifchuldigl sich, krankheitshaiber der licrai«ng der Herren A. 0.
nicht bctHohnen zu können. Klugen über dus eigetminclttitje l'or-
gehcn des Landprofoscn Gradt gegen seine Untertanen in Gleis-
dorf. Bitte um Verhalt ungsniaßregeln. Freiherg^ 1601 Mai U.
(Ohg^ 8L L.-A^ Chr. B.)
. . . WiuwoU icb, als der ich mich such za der allaiu
stUigrmacfaeiitcn ap. ev. Iclir, die man die A. C. neut, frei
und rondt beken, bei derselben nach mit Verleihung gött-
licher gnadon und Wistand des hl. geistes bis in mein letslen
adamb besttfndig zxx verharren angcEWcifch gedenke, nichts
liebere wiotachen und begern weite, diio dass ich E. H. eifrigcD
STuambeokenft and bcratächlagung . . . abwarten . . . kunte,
wann aber ich in die vier wuchcn übel aof und zu raisen nit
getraut, werden mich E. G. u. H. . . . fUr entschaldigt halten.
Daneben aber . . . anzobringpn nit umbgebcn solt, wie
dass E. E. L. landtprofoss Jeremias Oradt nun zum dritten*
186
mal aaf mcinop ci^Gntliumbltchen uiarkt Oleiasdorf mit etlichen
sfiiivu luitgeselleii kumb^n, eratliclien weinen mit aidt mid {iflicht
gehörigen uiarktricbtcr für sich bcgcrt und da dcrscib crscbincn,
ime sambt allen andern bürgern bei vcriicrang Icib und gnet
»Ihcr in mein capellen zu ainiclicr evangelischer (oder wie es
tituHrt sectischenj predig nit zu gehen auferlegt. Als er aber
andermaU da gewest, ebenfals, wie dass er von der F. D* albe-
raitb meine ev. burger zu händigen ' und nach (Jräts zu ftlercn,
ire heuaer zu plündern im befelch, vcrmolt, und als er negfttcn
santag abcrmallon alhin komben, alsbalt den pfarrer bcgert,
in bei str.-if alle, so bei ime nit sa boicbt gewcst, EU be-
schreiben und die zettel anzuhendlgen auferlagt.
Als sich dessen gleichwol der pfarrer gcwaigert und daas
er wolle derowegen vor sein oriJinario antwort geben, hat er
nit weniger gegen den geinalncn man grosse cornminatione»
gethan, nnHer andern auch vcrmelt, er Ternembe, dass ich
mein prodikanten mit mir im gntschi fahren lass, wolle mir
aber fUrwarten und denselben aufhfiben; inmasaen auch den*
jenigen, so herauf zu predig gehen, bescheheu soll, wiess das
wäldl bei Kreysperg (in welchen er inen halt ätossen well) woll.
Ob nun ich mich zwar for disen troungen wenig befürchte
und diis» ü8 lühre fUrgeben seien verhofTe, zum fahl der noth
auch disen landtprofoaen . . . mich ... zu verwehren getraut,
wan aber hieraus leichtlich mer unglüek entstehen mOctit, bil
ich E. G. u. H. . . ., die wellen mir . . ., wessen ich mich und
raetoe armen leuth verhallen sollen, iren rath, willen und mai-
nung entdecken. . . . Freyperg den 2. tag ifaii anno ItiOl.
E. G. n. H.
dienatgch orsamber
Gottfried freiherr von ätadl.
1325.
Die Verordnetm von SteUn^ark an Utreti Mitverwandte» Qcorg
OaUer: er möge Verorthtvuff tun, dafS des Herrn Wdf Wilhelm
von Herbersiein junper Sohn mit alter Notdurft »« der la»d-
' Id EiiVD xa «cbIi(>S«n.
187
tckaftlickcH Schule su SchtraMberg »HtrrgebracJtt verde, Gnu,
1602 Mai 2.
(Eoni-, St. L.-A-, Chr. B.)
Kacli der Ac8''laiinc; ilar protntAuttsrhen HiiftMcJinle in (>nn, am
33. Ssptotnber 139Ii, an>l den vergeh UcIibq Atutrpnin)ng»ii der V^rordoeteu,
Amm «v&D|'vIi»cli» Scliol- noit KirclienmlnuteriiuD im Land« %a crbalteo, uaefa
AnHitbaitg d«r öebuleo in Jaduibarg (1599 OklolMr 9) uud Laibieli ^Okto-
bar ü), noch ehs äie letxte Schnlf, Ait (q Klagenfnrt, au1)^1mi war (IGOO
Jniti 1), dacIiUn dt« prAlAatantliKh^n StSnd« daran, oin ,klaln pldagoglan*,
«ine .kleine acba«!' oder ein adeli|^s Konvikt la erticbten, nnd CiÜlen u
dem Ende tn iteirisehen l^ndta^ 1&'J9 den ücschlnB. dieao Schule in
OallencheB Amtbofe za 8L-tiwanbfli)* an^uriclitea- l>ie näheren Anetten
Qbtr die Grilsdnng dieser Schule and ibreu kurzen Buiand (l>ia in den
Mai l6Vt) ficlie in meinem Au&atse: ,l>ia protuluitLtche Stiftucbal« im
Gallenchrn Amthufe bei Schwanberg 16O0— 160S< Im 47. Hen« der Uit-
teilttni^efi dea hbtorischen Vereine« fdr Steiermark, 8. Sit — üi.
1326.
Fortsetsvng der Bertitumj </«t sieirischen Stände A. C. »her die
Rtiidjionsvtrfotffutttf. IGQt Mai 2 — i.
(St. L.-A., L.PraL)
Da* Protokoll der Irtxten Bitxnng wird abpchttrl. Ea tofSg« der Unter-
nicht vrr^eaun werden, damit aoeb ihnen das Wott ijttltm grjirMligt
WQnli'ti die Pfarrer mit drr Verfolgung- rurtfabrt^n wie bither, »u
«Orden die OilLer nde li«i|^n lileihen. I, D' nei su biltcn, die Mflle»tatiaiien
an enden, aonst mQßte ma» den Abtog nebmen- Die Schrift solleo auch die
anderen anter»cbreiben. Bei d«r Beratung sind 6i Personen anweeeod.
Sauran meint, et wSro notwendig, nach Prag an schicken, um eine Heaolatton
an nriperen nnd eine Tnterzeasion Ton Matthias an haben. Die Fraf^en, oh
der Aulur d«r Schrift au nrnnen und wer die Schrift überreichen soll, wird
erwugeu. In Ictaterem Fallit wird von Rladbicliaidl gesagt: ihn hAnue man
nicht wXhlen. Seine Penun sei aa erora. Kindtacbaidt Milbst aagt: Mit seiner
verhaßten Person würde er die Sache verderben. Viele wQoscheu Georg
Galler. Ragniti: ,IU sei verderblieli, daß keiner sieb will brauchen laaseo.'
Am 3. nachmittags referiert Sanran über die au erlangende Audiena. Die
Schrift wird iiiiterceichnel Am 4. weist I. D* die Andieoa xurllfk. Die
Schrift niHgR dem Kaniler Oberf^ben werden. Dartiher ergtdinn ainh die
Stttadn in Klagen. Von Ernreiub von Saurau vernimmt man die Wort«:
8i tum vü amtire, tiAi rpgtiart. Der Übriat meint: mau soll die Schrift
I. Ü* selbst in die Hand (fehen, sie mOobte sie selbst leaea, denn die B«-
latioD des Kaoslcrs langt nicbls. Beschluß ia diesem Sinne. Dem Aqs-
•ehiiaae von swei Verordneten, d^r die Schrift Unerreicht, mR^cn noch einige
aadara beigCKOgcn werden. Das Beaultat siehe unten siim fi. Mai.
1U27.
Die Gemeinde Murixk scmirt Mnttfus Mürzcr und IHrich Slorer
SU Georg Herrn von Stutwnberg nach Kapfenberg, damit sie sieh
iccgen der von der Jieffientru/ aufgetragenen Anstceisung der evan-
gelischen Glaubensgenosse» und icegen ihres Verhuilens t» der
Feindesgefahr durch die Türken Rats erholen. Sic crhaiten den
Bescheid^ daß er sie in Mdigionssachen nicht schiHeen könne,
du es auch ihm seilst nicht anders gehe. Wegen des zweiten
Punktes soU jeder sehen, icie er sicJi und das Seinige schiiUc.
1601 Mai 4.
(Au«sug[ «ue dem BIureolieT ti«m«iiidebucLo [aa«c. XVltl] im M. L-A.)
1328.
Die Verordneten von Steiermark an dus ,Minist€riunt' sit Regens-
burg: bitten, Johannes GotpHerm, stud. theol., die Ordinatioti zu
gd^en., um Um tu Fetratiitea £H vcrtcctiden. Ortu, 1601 Mut 4.
(Kons., St. L.-A.. Chr. B.)
. . . Euch isl nnvorborgcn, waegi^stalt I. F. D* . . . in disom
landt Steyr and allen derosolben alJUIen die ctinBtlictien kirchcn
und schuelen und soiidyrlieh nxich unser alhieigcs haubtmini-
stcviuin der A. C. zucgetlmn gänzliclicn ßicigcstctlt:
Su haben etlicbe der Iioitd und landleatb auf iren etgeu-
tbUtublicIien liellscrn und gBchJUssern unterdessen prcdiger fovim
und undcrbalteD raUessen. Weilen aber derselben ibails weg-
gezogen, aacb Uiatls gestorbenj so will die nottorfft crfordL-rn
an deren stat andere zu sabstituiren. . . . (Folgt die vfnge Bitte.)
1329.
Die Verordneten von Kärnten an die von Steiermark: teilen die
unverhoffte. Resolution auf ihre Ucligionsbcschivcrdeii mit und
hittcH um ein Gutachten, wessen sieh die sleirischen Herren in
den leider immer noch grassierenden Religionsfwschirrrden ent-
schlossen. Der Infektion wegen seien die Verordneteti nach Sehtofi
Uoilenburg gesogen, llollenbxtrg, 1601 Mai Ü.
(Orlg., St. L.-A., Chr. R.)
IBB
9
1330.
Ftrdimand 11. ta% Hergog Maximilian von Bangem: Äv6 deisen
Sdtreibeu vom 21. Mär:: Imbe fr vernommen, wie übd seine
Bdigionsreformaiwn ihm von den Unhathotisehen attsgele^ tcerde.
Dieoe hennen de** Grumi der Sache nicht. Er habe es cur Sal-
vieruny seines Gewis^ns und vi>rgek<»nmeHer Üneukommlichkeiten
trefffit tun müssett. Er habe latuie Geduld über die Anmaßung
der Prädilanten getragen; von den wider die katholisckeu Für/tU-n
und andere auf deti Kanzeln austjetjaugencn Schmähungen nicht
SU redrn, haben sie in (dien Städten und Markten den liürgnrn
den Uftgchorsam gegen die Obrigkeit eingehddei, daß sich an
mt^reren Orten Rebellion ,ereeigi\ und wenn der Allmächtige es
nicht verhütet hatte, lilutrergiefien hätte erfolgen können. Es
wurde uns kein Üespekt mehr erseigl, als wären wir ein ,ge-
malter' Landesfürst. Es war also kein anderes Mittel, als die
PrädUcanten, ,diese utigewasclienen Aiifbläser', die mit nickten
der A, C, sondern Sekten anhängig sind, aussuscluiffen, zumcd
sie von unserer Landleute Autorität mehr gehalten als von der
unserigm. Wie kann ihretwegen Klage gefiUirt werden, da wir
keinrtn Prädikanten ein Härchen gekrümmt ha}>en? Ebcnsowniig
Unhill hibeti wir n7iseren liitrgern eugefügi: es ist jedem frei-
gestellt, da ru bleiben oder wegsugehen. Nur die sich nicht
ffu unserer Jteligion bekennen, müssen absiehcn, doch so, daß
diese Ferswien eifie nicht geringe Barschaft an Gdd etc. aus
unseren Ländern geführt. Die Reformation icurde in Gemäßheit
des Itdigionsfriedens vorgenommen und sind die prottstierenden
Fürsten ähnlich vorgegangen. Wenn man sagt, sie hätten die
Freistdlung um Geld erkauft, gescJiieht utis Unrecht. Bitte, uns
aUenthalben entsrJitddigl su halten. Gras, IGOl Mai 7.
(0hg.. St.-A. MQnciiea WJlA. Vgl. VwrOffcnll. d. but. Ludeskonunluioii X, 40.)
D«a Kommontar tu ilinwra Stllclco sinhn in der Einleitung xiitn 1. Bd.
dieter Akten und KorreAjmnilriiiUi), S. X[, XII.
1331.
Die Verordneten von Steiermark an Georg von Stulienberg: Bitte,
da er ohnedies nach I'rag reise, die kaiserliche Besoliition su
urgierett. Grat, KiOl Mai H.
(Kons^ ebenda.)
iJ
190
ia33.
Düselheti an die von Kärnten: teilen mU, was sie bei der
F. ly sa|iplicando angebracht; item sie sollen stiUt des ver-
stiwtienen Eck einen anderen Gesandten nach Prag schicken.
Graz, 1001 Mai 8.
(KoDi^ ebenda.)
L«nt BetchlnB ihrer irroßen Verrammluni: vom t. Mai haben aio nn
Audienz f^beten; da dies» abgeiKblii^n wuH«, liabt^n ain dio b«i|^schlou«nc
Sn|i(ilik Ubarroiclit.
1333.
Die Verordneten von Steiermark an Georg Herrn von Stuben'
heri}: Man habe gehofft, die Ahijesnndten der drei Länder u'ürdcft
eine Attdiem beim Kaiser crlungcn und dciiicn Vei'mitiliing einen
Wechsel in dem Stande der Reliffionsangckgenheiten rur Folge
hohen. D<is sei leider nicht cingctreUm und die Schriften wurden
den Baten übermittelt. Die IWordneten danJccn gjtgleich namens
der Landschaft für seitie Muhe und Treue und bitten, sich teegen
der Solliriiierung der kaiierUchen ResoluHim noch eine Zeitlang
zu gedulden. Man werde mit ehestem einen anderen Herrn utid
Landnumn hinausschicken, du man ihm nicht melir tumitten dürfe,
als er schon bisher rühmlieh geleistet habe. Gras^ 1001 Mai 10.
(Ori{., 2 Sie^nl, St U-A., Stab«» bore- Akten, GcgonnfoniO
1334.
ßittschreihen des iwi der stetrischen Landschaß in Wittenberg
erhaltenen Isaak Kopp, der Biear nach Grog ^gefordert, aber
unter den jetzigen umständen dahin nicht gehen kann, ihm
57 Taler, die er twch scliulde und die er aus seiiicm \'emwgen
niehi zahlen könne, dn seinem Vater durch den Bischof von
Lavant alles genommen imtrde, darzustreeken. Wittenberg, 1601
Mai 10.
(Orig., 8t. L.-A.. Chr. R.)
Die St«!le, tlis anf die G«fMir«fonnati«ii in KIrnteu Dean^ nimmt,
laiilct: ,Woil ci aber an dctu, daM incines b. vatler «eliern gciingr sAtirr«
nemblirh ■p!u liaui ku Lanaper^ »ambt einem weiiibrrg; nncrii npiiicm dfltt
von biaubufT vuii Lafenthall we^enomaieii atid die bicli«r, vrolcbe er ain
Pr«itt«Re(^ (Am er dea wol^bnrneu herrn Carl UugnAd prediget gen«lt) Üi«
er f^habt, soint jotst Icun vcrscbinen «acb olle vcrl^rknat worden, welvbe
sieb über TOD thalla^r <^r*trKckpt b&bi^n nnd ich nun ji^tzt mnf erden nechst
goit keinen oi«ii*cben watu, von ditm ich ))ilfe surhcn sollu« . . .' Sendet
dva Verordneten Min« Dii«piiUtion De Ecdr-na. Du Geld wird ihn am
31. Angual 1001 «na den Kirclian- uud Scbulatisgaben gexahU.
1335.
DU Verordneten vo» Steierwark an die von OlKröstcrreich : Da
man erfaitrm habe, daß in Oherösterreici* das KirchenminisUriHtn
wieder eingerichtet sei und tnan musikalische Leute brauche,
en^fehle man vier Trompeter, die der lUligion wegen ausge-
wiesen sind. Graz, tOOt Mai J2.
(Kons., ae. L.-A., Uhr. K.)
Vor und uach dleiem Tag« werden einige belaiigloRe tr*tinumia gegeben.
1336.
Ershertog Ferdinand an Jlartmann Zingl: Tadd, daß sich noch
mehr als acfit seklisc)ic Bürger in Untcrdrauburg bfftndcn (und
jtMf die katholisch eu werden sieh verpflichtet haben, darauf
vergessen. Namentlich seien es die Weiber, die an ffngehorsam
und Eigensinn die Miinner Übertreffen), liffehl, ihnen einen
Termin von acht Tagen xu geben und sie aussiiweisen, falls sie
nieJU gehorchen. Statt des scktiseften Simltschreihns (rniman
ist WiPeraüglick ein anderer cimusetse». Grae, JOOJ Aiai 12. '
(Orig., Laxuberg-Feietrift- Archiv.)
1337.
Ferdinand FI. nu den Landesi^ised^m Ifartmann Zingl: er habe
dem Dekrete betreffs des Deciiants zu IJnlttrdraHbnrg narhsn-
kotmnen. Grae, 1001 Mai JH.
(Ofig^ Lamborg-Feiatrila-ArchivO
Siehe oben «am 18. HaL
* IHbai du VerEeichnEa der .Halaetarrtgon*. ,Dieaor Qraiuan lifilt «tiii-
tSgllcb sein winkelprodi{f, w'io ich (der Oecbant) Ine dan dabei aiuateii
mII» antnifTeii.' Dem Aridn« Tribut bat der Decbant setbitt ,«eiu Lniriicti
pvtbneebl benamcn'
19S
1338.
Xkar Jleirai Vnrorditeten JiericM an Ershereog Ferdinand IL,
daß der Slmitrausstatui der Pfarre Hs unter keinem Prädihanten,
simihrn nnfint knfholixcl^i J\iest«r erwiicfiSeH sei.
Gras, JiiOl Mai 17.
{Ktgistr.)
1339.
Iniergei$i«n für deti gefangenen Hans Geürg Kandelherger.
Gras, UOl Mai M.
(RegJitr.)
1340.
ßürgermeister, Richter und Jtat der Stadt Gras an JCrshereog
Ferdinand IT.: Motivierte Eingabe und Jiiltc, die tcider sie
fau/ Dekret vom 27. Juli gefaßte Ungnade fallen und sie bei
ihrem Rel{gionsf.xerätmin der A. C, me dies st^hon unter ihm
selbst, unter Karl II. und Ferditiand I. der Fall war, unhetrüht
verbleiben eu lassen. 0. I). (IHdl^i} nach dem 24. Mai).
(Kop., 8t. L.-A . l)l«h«r In der Abt*ilong Spciial&i-chiv Aus»«.)
Durchlenchtigister . . . E. F. 1)' hal>en aussfir wcitleat'tiger
erzcllnuj; gn. und vlltterliclis wiasen, wellicliermasßen verwichner
Zeiten furUbcr und besoDderlichen aber vom 27. ta|^ Juli necliat-
hin wier in ansorm auch unsern armen betrUebten elteiiden
weib und kliindcrn olin auftiürlicben and immer wachsenden
buchst beirüeblich(en) ellondt, jamor nnd noth E. K. !)* mit ine-
rißtom höchst boschmerzlichen seUfzeo anch imer mUgliohisten
ellBseristen flechen nnd bitten durch die burmbherzlpkeit goltes
nnd dessen ainigeo sohns, unsera hayllandte und scllgmachers
Jesu Christi in alleninderthenigister, tieftister christlicher ge-
horäftiiiister dieniueth wie dann zuvor mit nndertlienigisten
fuessfallen auch gegen gott nnd E. F. D* offnen herzen nnd
aufgoreckten bcnden dahin anglangt nnd ersuecht Iiahen, dass
doch E. F. \y ans angeborneti hüchsImildtreichiBten gantz vfitter-
lichen gnaden nnd barmljherzigkeiten ainest sich nnner er-
hnnucn und die wider uns gfassto uagnad gn. nnd vätterlichen
fallen, auch da wider E. F. D* in ain und andern weeg wir
193
^
I
^
»
gehandelt and verbrocheD betten, dessen wier ^cliorsamist
uns doch (wie wier mit dem Heben pott bezeugen künen) nit
babeii eu erindern, dasselbig uu& vergeben und verzeihen und
uns deren anderthenigiste geb. burger und undertbunen zu ^iia-
deo an- und aufnemen, und inmassen hicror ganz gncdigist and
vÄtterliclien ist bescbechen. wider für E. F. D' fürstlich ange-
weht ohnverwertter gn. und vätterlichcn kumen lasBcn. wie
dann die neuerung mit eingesetztem anwalt wider abordnen
und gaiiz gn. und vMterlich gedulden, dass wier alhie
unser religionaexercitium der Ä. C, inmassen süwoII undter
El f. D* selbst ats derselben gelicbstcn hcrrn und yattem, der
in gott rbuetiden R. K. M* kaiser Ferdinanden a. g. vill lange
iar ganz gn. und vfitterhcben ist bescbechen, nun hinfUrau
auch noch haben möchten; wie dann aber, und im widrigen
fall jhe bey K. F. 1>* solches iiit wolle zu erhalten sein, dann
wier jhe also übn ein exercitium unserer reiigion .ausser
rister IjetrUebnus auch ergemuss unsers ncch&ten neben
andern mcr besorglichkeiten nnsers bekummerlichon, schwachen,
zergcnglichcn lebcne, we8«n(8) und tJiucns nit kUnen noch sollen
also lenger, wie man sagt, in tag hinein leben, sonder hierüber
uns von dannen und anderer orten, da wier unser religions-
txtreitium der A. C aiibetrütibter haben ni5cbt<%n, und also
darunter änderst in unter tbenigister, geb. diemaeth nit ver-
hofft, dann E. F. D* wurden gn. und vätterlichcn ans erliördt
und sich unser erbnrrat haben :
80 haben doch aber E. F. D' bey deren bievor vom vier-
nodzwanzigisten tag Maii negst verschinen gegebnen bschaidt
und erlentterung die aacben nochmallen und Dir allezeit lassen
verbleiben. Wellicheä wir dann sambt obgedachten unsern
armen bekumerten eilenden weib and kindern aberniallen mit
bttchst inerlicben betrUebtcn gemUeth und herzen vernemcn
müesecn, und bis daher gleich also ganz trostlos, auch änderst
nit ansthecn* dann ctwo abgcäch rückte, auch irrige und eilende
schafTtn, welliche dann weder binder sich noch für sich, vill
weniger auch aus und ein wissen. Dieweil uns dann aber
hiemndter aus angeregtem diseni noch vorstheunden und imer
wachsenden übln wesen, ancb cUendt lammcr und noth nach
gott dem allmcchtigen änderst niemandts dann gleicli eben
VwaU: li. Abi, Bd LX.
13
1!
E. F. D* als dnrch denselben ans in diaem zeittlicheo, zer-
gengliclien leben verordneten buchst mildtreicliisten gn. Hlrsten
and herrn, anch hUchstf^eliebsten Herrn vatter and obrigkeit
nnder deren wir dann in allem undertbenigistem christlichen,
diemiletigisteni gehorsamb nngc»partes Icybs, gacta und blnets
nnd alles andern unsers vermögen nit weniger dann ancb weil-
landt unsere geliebte elter und vorfordern sülligen, deren znnib
tlieil ettlichft in die 20U und mehr iaren unter dem häctistlßb-
lichtst Imoas Österreich ihr leben, wesen und tliaen alliie in
wierden und ebrn haben zufibracbt, «och gern hinbringen nnd
vergären wollten, helfen noch erretten kann, bo ist dem allen
nocli an E. F. U' nochmallen unser durch pott. und dessen
Einigen sobus unsers liaylaiidts ntul selligmachers Jesu Christi
bitter leiden und sterben willen unser innerist herzlich seulTzen,
llechen und bitten, K. F. 1)^ die goruehen ganr. gn. und vätter*
liehen, obangeregte wider uns gfasstc nngnad, anch alles anders,
dardurch E. F. D' zu derselben wider uns möcliton bewegt und
Terarsaclii sein worden, ans angebornen liöclist mildtreichisten
fürstlichen und ganz vstterlicben gnaden und erb&rmnngen
fallen und für K. K. U* l^lratlicbe person und gesiebt uns wider
lassen kbomon nnd, wie bicror, die zeit K. V. D* hüchlübticbistcn
regierung beschechon ann nit allein in obnngercgtcn unacrn nnd
der unserigen büclist sclimerzlichen nnd ctisseriBten nbligen und
verde(rben) vernemen, sondern auoh ganz vätterlichen nnd gn.
erbüren und ainest derselben geweren. E. F. D' zu derselben
gen. und vättcrticlien beschaiUi in aller underthcnigistor, ge-
horeamister, diefl^ster diemneth ans, auch unsere arme hOcbst-
betrtlcbtn eilende weih uml kinder bevelehendt.
R F. D»
undtt-rtbenigiste und gehorsamiste
N. burgcrmaistcr, ricbtcr und rath
bey der statt Grätz albie.
Dm 8tHck int ftclilcclit «rhalliMi nnd pxßt «ber in du Jahr I&64.
Siehe Verfifff^ntlichiiiifreii der tiüitnr Lxndrtflkf^mtniuioii XTT, 111; woxu di(<
Brwähauug Kordiiuiuds I. sUinmt.
1341.
Dir Dechaut von Unt^rdrauhurg Sigmund ünterherijer an Unrt-
mann /Angi: srndH ein Versfetclmis von utttfcfwrsameti protestan-
llartvtann Zingl an äcn Mnfjistrai su UnterthaHhurg: siiütri
[ ofht naiwnUich l}eJutnnU unkathMische liürger für den nächsten
^m Moniarf (Juni 4), 9 Ükr, vor sich nach Bleihxtrp. Strasburg,
H imi Mai 30.
(Kop^ L«mb«rf-Fci«triU-Arcbiv.)
Am 1. nitd 7. Jun! ftntatU't nr *n KerdiDxni] II. Horichl. Biitign
BQrgar ■eiva uui «U svktJsclt «ti)^>£eben worden, teivti ftbcr katlii?liicti, ein
sektiscber ist abgezogea, anderen ist ein Termin gesetzt. Dsnit fHIirt er
fort: ,L>4Mneutgcg;en aber liRbcn auch <)ite iotst rermcll« Undertrxbtirgiacho
cathottMbe nrul «votiMii* pcnonm tambt dem mxrktricbter nie weni^ dttn
dvchjuit dawibst «Is iren aeeltor^r beMfanMi)^ wio nr in rcrrichtung seinea
priesterliofaen ambta gar nachlfttsi^, luoderlichen sbor kein hiBlftcii« pradig
aocti ainige capUn halte . . . Sovil die weitcrfl cnelzung der rnmrktKbrciberei
damslbst anlangt, kann iob düwrxett . . . mit keinem eatb. Klirviber uacb-
kommen. . . .* Am 7. Jnnt bringt er als aolclicn der (Jcmrinda drn der kalbo-
litchea Krlifpon aagotaneu Cbriatopli Schiror in Von»chlag (Kop, ebenda])
dorh meldet der RiehtAr am SO. Jani, daß letxtereni die Beaoldnnj^xu Mbmal
asi (Orig-, ebenda).
1343.
Die Verordneten von Steiermark an Alexander Paradeiser, Ver-
ordneten in Krain: heaUUigen den Empfang seines Schreiens
vom 27. Mai. Sie haben mit dem für die Gesandtschaß nach
Prag vorgescfdagenen Herrn verhandelt^ bis jetzt aher nichts er-
reicht, und utoÜcn mit einem anderen verhanddn. Dann tcerde
die Qeaandtsekaft unmittelbar erfolgen. Gras, 1601 Juni 2.
(Kons., St L.-A., Cbr. R.)
Am 27. Mai batta Paradeiier den Stoirem einen Brief de* Krainer
At^eaandten Wilbelui Uall geiaiidt, darin er ,vcrraeldet*, daß Guurg tob
StBbDnbeT]^ anf die von Herrn von .Walleusteiii erkaufte' Ilerrschafl ,KliT3cl)-
perg' gereiRt sei. Sollten die Kjlmtner ßoeb keinen Abgesandten gewlhlt
baben, sck kflnntcn aneh dir Krainer die GesnndtM-haft anterlaasen. Para-
deiaer annobt demnacb um die Woblmeinung der Bimrer.
13«
1844.
Die Verordtieten von Kärnten an die von Sieiermark: teilen ihnett
das Vorgehen des Kammerprokurators Christoph Vrättinger gegen
Sigismund von SjmngsteiH mit, bitten um Verhaltungsmaßrcg^
und fntgeti, wessen sie sieh wegen cimr GesandtscJtaft n(tc)i Prag
eni^schlossen. VUlacU, IßOl Juni 10.
iOng, 8t. L.-A^ Chr. R.)
Am 18- Jani trS^ PriUtingcr Sigmund von Spxn^^cin ein« SUxf« von
JO Dakat«n mut, weil <l«r lieh aDtertUoäcD, d«D OcnerAlien zuwider «liireb
«Inen an« Klag«nliir1 «as^wii^eneTi rrKdiknofn in seinem SckloMe erfreitiA
TortiefamfD «n iMSAea (Kop,, ebend«). Die Verordneten von Steiermark beanl-
worten das obige Schreiben am 18. Juli; ,hinUDgcaetst diu alles, bat der
caineriirMurator ntlichc berm nnd landlpiith in cr&ft dftr getieralicn gRetlicb
«rKuevht, wvileo aber denalk«n noch keiner citiert . . ., kOtintsn wir dUor
Mit ntt wU»en, wio «two der gli'ich« jiroc«» weiter mfVcht« funntrt werden.
Za besorgen ist, nina werde sich nnnvr protcstation nicht irren lanrn, sondern
BJm and dem andern privaio hart zasetien.* Am 38. Juni wird d«r ^obtil-
knlloga* der l^odschaft Kirnten Christoph Mciuhard bvi scinrin Abmigfi mit
eineni Zvbr|jrenutg« von den atoiriRchen Verordnetvn b«<lacbt (Kfigiotr.)
1345.
Karl von Herhcrslor/f an die Verordneten : weshtlh der PetaniUer
Prudikant nicht nach Kopreinits tauge. Er bitte, ihm auf ein
Schloß, entioeder tur Frau Popd (Lobkoicitg} oder Zichg oder
mt einem Lnndmanne «i t^erhelfen. Andrang svr evangelisc^ten
Beicht und Kommunion Bitte, i}m auf seinem Plaiee zu lassen.
Radkersburg, 1601 Juni 14.
(Oriff., St h.'A., Chr. R.)
Was mir Hans "Walter, ev. prediger zu PetanitKen, schreibt,
. . . tlass vr eich alsWId . . . auf Copreynitz anstatt des ver-
storbnen predicatiteii darstellen soll, das haben K. H. biohoi zu
sehen. Nun taugt er in warbeit nit auf Coprcinitx, es ist in
warheit ain schwacher man; zudem muess er von Copreinits
ans S* Jergen auch versehen und er ime kaineswega hinab ge-
traut /.u raissen. Derwegen er auch beten, ime bey K. H. . . .
zu ODtachuldigen. , . . Zudem w&r es zu erbarmen, dass die
eanzl da soll lUr »tehen, den dise feyertag gar von Laibacb
nnd Küriiten alte betagte Icath mit grossem verlangen
hergeraist and das hochw. sacrament empfangen, wie
lOT
P
aacb alte feyorUg so ril volk sa der cominsnion kambt,
dass er nit gefolgen kann, bcicht zu hGrco, doss er oft
«in 30 and mcr beicht bürcn muss, dass man kamnb am 12 ohr
Ton kircheo gehet Sein begcm und bitten ist allain an K. U.,
die vollen ime auf scbloss verhelffen, es war za der fr»o Poplin
oder dem beim Sotschi, oder zu aincm horru und landtman,
aam berm Hans von Stadl, zu berrn Wolfen von Lcnghaimb,
damit er dort, diewetl der feldzug gevrcrt, sein wonuog k&n
baben^ den er vor dem Willliächen nit sieber wurt sein . . .
nnd bit auch . . .^ die wellen t^inej ans nit nemcn, dieweil dann
ineoniglicbcn bewu^st, dass £. K- L. noch einen ev. predikaoten
da helt, dem man von weit zaezeacht, und ob man {gleich ev.
predieanteD auf den schlSssem helt, so ist den gemainen leuten
«il angenembcr. daas sie kttuncn auf- und zacraisen, obn solchen
orten ala obn ain sebloiis, dann es gottlob noch vi] gacter treu-
berxiger Christen bat^ die den gottesdJcnst bcsuechen . . . Bit
. . . nocbmalen, die wellen dem beuelten berrn and fraa l'opUn
derwegen zaescbreiben, das» im ainer za sieb nomb. bis der
feldzag vorQber. . . . L>atuffl Kadtkersparg den 14. tag Jani 1601.
E. H.
Carel voa ilcrl>er»torff.
freiherr zu UerbcrBtoriT.
1346.
•ia Dochaialifea Enucbea ktn Sl. Jaoi fOri(.. «bkodaV Am 23.
tcil«D ili« Vcrordnclon ihm mil, dx& Aar Freih«iT II«»« Yon SlJull ilin rina
ZtAÜmag in Kipe«rs)iiirg ftafnehmeD wolle (Kons, obwidi)- Aiu 16. Juli
bitt«Q »i(! dir Krau MapUlrna Preiin Pnptin, dun PfCtliger Wsltsr KU sieh
I aa aehinen (Kons., ebenda).
rIHe Ver&rdHeten von Steiermark an Ferdmaud nnd Itans Fried-
ricA ffoffmanu: bitten, ihrem Gesandten Chri.^itot'f* ('<>» JladnianttS'
darf in seiner Verrü'htung bestens eu fordern. Gras, 1001 Juni 18.
{tiaxuL., Sl Ia-A., Chr. R.)
An dattuclb«!! Tt^ Kfarciben sie kd den Handolsituma B«rtlioe Cut«ll
lueh Pr>e. wia früher Stabenborg, io auch jetzt Kadiuanosdorf bei Beduf
mit G«ld XU veraehen (Sonz., obenda}- An Radisauutdorf melden *ie «nt
2£. Jani, «r tn-Tg« fflr »(-in* Vvrrtclitunp die an Slubenbere fc^gelM")« I»«tnikUon
beaQtxea (Koaa., ebenda).
tD8
1347.
Bischof Tfiovuis von Laibach meldci tlen stririschen Verortiiiel-ett,
wie es mit dem Gothshause St. Elisabeth in der Stadt Windisd^-
grätM beschaffen sei. 1601 Juni 2Ö.
(Keglatr.)
1348.
Der Dcchant twi UnUrdrauburg an Harttnann Zittgl: Von dtin
Dranbimjcrn kommt ieiuer, uamcntHch irraman nicht, datn lit-
fehle, entweder katholisch jrv werden oder nach ZaJduntj iles
10. Pfennigs ahirueichen, nach. Der Magistrui ijrfw ihm blaß
Vertröstungen. Unterdrauhury^ lüOl Juli 1.
[Orig-, LamkeTic-ll'oiitriU-Arcbiv.)
1349.
Radolf von Itaitenau, Visedom eu Friesach und Öherhanptmann
»n Omünd, an Richter und Rat daselbst: macht ihnen Vorhal-
iungen wegen ihres utihefugten VorgcJtens in tter lieligionsrcfor-
mation. Friesach. 1001 Juli 5.
(Ori;., Kudolliit. KlBgenfort.)
Sie (lllrfeii nicht nach eicADeoi ErmeHen Bürger aiisweis«ii, du bab^n
dia SU tun, ilcnftn ilio Sitclio fllirrtragm ist. Bagcgon wenrlet nich <1ic Gc-
malnile am %>. an den Rrsprioau-r: iin ihnen lieg« ea n-chl, wenn ein ßnutn*
B«l d« i*t.
Die Verordneten von Kärnten an die von Steiermark: teilen in
Abschrift den Peenfall mit, von dem ihr Landsmann Sigmund
t-wi ^»angstein auf Waisettberg und Uitferbrixen durch den
Kammerprokurator Dr. Chrißloph Prättinger betroffen wurde.
Da weder Kärnten noch Steier und Krain diese Generalien, ah
den Landesfreiheiten ex diametro suwider, angenommen, in
Steiermark sich aber vielleicht auch solche FüUe begeben, bitte
man utn Mitteilung, wie sich in diesen Fällen ett verhalten, aticA
wie es mit der Legatiott an den Kaiser beschaffen sei. ViUach,
leoj Juli 10.
(Orir-. St. L.-A., Chr. B.)
190
Pr&tUn|r«r Mnjte nn 6[Miug«tcin ein fllfiMwi vnn IH. Juni d« La*
iltns: Fenliiiaiul 11- linliu (liircli ofT^no i/engraUn Ijoi Slrafo ton 10 Mark
tiold uiid V<-rliist <!er laiui(iinin<trK:liiiii GtiikIo vcrbiilcii, jpnc Prä di kaut cd,
L«lirL>r. I*räzu|itoreti, ächreil»-r uiii] KirhiilrDicii.ttrr, rliu MirkÜM-li titiii, aufiiii-
halten. 8«li,'h«ii Mandalea frcvetbaftcriv«»!] nuwiilvr baliic er viucu aiis
KlagonAiii entwichenen Prüdikaotfin auf Schloß WHienliarg g«ha]t«a und
ihn aeioti txerciria Qbc-n lawen. Dalicr s«i er der genaiiDten Straf« TerfalläQ
and liab« die 10 Mark hinnon 14 Tafen an erlo)-0n. — Die Steiier antworten
am lä. Jitli (Kn|)., i^brnita}; nid liRlicn ein ,prolcfitierlii'he8' fli-lirpibpn an «lio
I:'. U' gericlilet, iiicbtwJRNtciwttiiifrcr grtic der KaniiiirT)ir«kiifnt()r aiicli liiurao
vor, doch Mien die BelrrlTirtiilnn nucti tiicbt i-tlicrt vronlcn 7,u bc^tuiyti Hiti,
daß tnaa diea« Proleate uiubt bcacbte. Mau werde ÜliriBtvpb vuu Kadmauoi-
dorr naeli Prag abMudoo.
1351.
DU Verordneten von SUiemiark an Seyfried von Eggenberg:
stellen an ihn tian Ansuchen, bei dem Erzherzoge dahin tu wirken,
daß die seinerzeit von seinem Vatrr cricorhctie, dann der Land-
schaft entzogene Stiftskirche mit etioitcm restituiert tcerde. Urae,
1601 Juli IS.
(Kop., 8t. L.-A., Chr. B.)
Wolgeborner frevherr . . . Aus eiiiscliluss hat der herr sa
sehen, wasmasscii wir im nantcn f^cmaincr landschaft den hcrrn
wegen der von seinem lieben herrn vattern aigentliuiublicheu
erkautften, uns aber hernachcr cntzo}i;cncn stit^tkltrchen alhie
noch vor dicsom fr. ersuecht. Weillen nun aber der burr auf
Bolches ersuechcn uns aiuichc antwort nit gegeben, viU weniger
dem billicben begern wUrklicben volzug gelaistet, so habeu wir
demnach nocbmaleu prioribus inhaerendo im namen geotainer
latidschafllY den hcrrn dabin fr. anmahnen wollen, die sachen
dermalen einst bei der F. D', unsern gn. Uerrn, daliiri geh. au
richten, damit vurgcuielte entzogene atifftktlrchen mit chlstem
wider reatituirt werde. Welches wir. . . . Grütz den 12. Julii ItiÜl.
N. E, E. L.,
des berEOgtbnmbfi Steyr verordento.
AdT«M« fablt.
1352.
Christoph von liadmannstorff an die Verordneten von Steiermurh:
berichtet über seine bisherige Tätigkeit am ktiiserlichen Hofe. (Man
3(M)
habe ütm anfatiffs r/nfe WorU t/rtfcbcn, hI» er aber hei drm Vite-
hineier vortieaprvchcn, tcurJe ihm angezeigt, ,er werde leerm Stroh
drescJicti' . Der Bescheid werde siin, die steirisehen SUinäc soUen
sich an ihren Erhherm halten uud dort ihre Not anbringen,
lütte um yerhaUtintfsmtißrctfelH für den FaU, daß ihm eine
SchrifÜiclte ijeschlossenc Jirsolulifm yegcbeti icerdc, ob er sie er-
öffnen dürfe und faJh sie schiecht Utute, icas er dann weiter
vornehmen soUe. Er trage Sorge, er werde tor dem Abreisen
der hier tvcilendt^t rcichsftirsiUchcn Gesandten keine Audiette er-
langen. Diese htdtcn überdies keinen Außrag, sich hierüber ein-
mdansen, nwi werde auf cinetn allgemeinen Beichstage Hai ge-
schafft werden miisstm. In Jiochsten Giutden stehe hier liuriihard
von herlingvH auf FüUensegg. Da dieser der A. C. unyrhtrre,
sei ihm geraten wordat, sich an ihn *« ivendcn. Er ateUe ihnen
die Sache svr Beratung) Pf<ig, idOl Juli 33.
(Orig., ät.L,.'A., Chr. B.)
,l'S. Anf Act kUiTixKitton in b. Katib Kridrich IIoffniaTi TicIuiwnnR xu
nrfriig^ßn hdiI xn ftndpti.' Dub^i liegt «In ,V«^mi<!l)ntiM lii-r hnrm «hf^euinillcn
In NA^o/u» rM}iiml*\ MarkgrXßscIi OnoUjixch: linir Ctiriiiti)[ih von Wullorirfls;
Churf. llriindeuliiirtciicli: Jotisu Kliepji, doctor; I)ratins(!lj«'eigi«tch; Wlornenui
KhUrvig, doütiir; (.'liiirf. Pfslx: licrr ('iirinlniili von Puiliiwiti^, rnlli iinil Iftiid-
rictitor KU Atuberg, Leonbard Scbaeg, Jactwr; WitTlteinbnr^i licrr EJubiutiaii
Wellin^ von Fecb!ng, r«th; ^fl. WcUerau- und Mfluainach: Jolikn Salz-
niati, dAclor.'
Ua.4 Schreibfn wird ara 1. Scpt«n>btir b(>iintvrort(>t (Knnit^ (tbrnilji).
ItMcIitiaunsdnrf arbXlt eliir B^f^lauM^ng für Riirkbard vivii Kprlingnn xu all-
r:Uli{;»ui Hebriiuclie; duii Verlauf dor Uingn tu St«ietiiiark iiiOg« er Ihm ,tN
mdiori /(irtiM fecomineudiroD* und ihn die Abschrlfteu dpuen, was an di«
K. U' gfotckiri^be» wnTd« uod er noi-'b itk llüiKieo hat, l«««n lassen. Die
K4<aoIutlon mS, wall »ie Tt«n«icbt alleirl») Kondition«!! «otbKIt, die erst be-
raten werde» mUsAen, .Terwabrt linrciriEunrhicIcen' Da* S<'hroihen an Bcr-
Hngen ixt vom SO. Angust dattort nnd onthHIt daa Knincbeii, lEadtnanufltArflT
au aBterftQlMD.
1353.
Katalog der Bürger eu V^kernuirht, die nach geachrheficr Jle-
ligiousrefortnatio» gebeichtet, und derer, die halsstarrig geblieben.
1601 (Juli 23).
(I^mberg-Feiftrito-ArcbiT.)
Tlalvrtarrige sind Sit.
SOI
K
I
I
I
13&4.
I JUddaimtc iwvckat Jam Pfarrer m WirA, huidmmgB
mt KamtMtrjrrüturator Ckristcpk ZVillM^cr wmd ffenm
WOkAm MH Rottai tkm AUtrm, m Attfektfenheiten Her dem
Pftrrer wcrmtkaUaum Ftehsmmf an QttrtitU mttd Wem «n</
«nues dm lamdesfmrsÜieMen BtfMem trwieamem Vng^orsams.
Wiäerrmie Heitah nmd Enisckndnng der MiederihierreichistAeM
Ryienmg. Gnu, 1601 Jtäi 28.
(Kop^ at U-A^ Chr. K.)
In d«r angestelton mündUichcn vcrhür swischeu dem T c.
proenrator Christophen IVattinger an einem and dem WilhalUeo
von Kotul dem them bedagten anderertbailij betreffenl: Nacb-
dem sieb der becUfrtc nndcraunden, pricster Hartiao Stammcr.
pfarrem ru WOrtb, cit altein sein fcchsan^ von traid nnd wein,
so ihme lur pfarr ^'eliorig, ant' seinen grUndten vorznliitlten.
sondern aach auf andern gebiet, dieselbige sa verbieten, nicht
weoifcer von ihme ebnermasseu wie ers mit st-inen (prSMicanien
^halten. sUnas and 8t«aer abzofordorn, dan auch seine zar
pfarr gehörige anderthanen von allem gehorsam aowol anch
der cath. religion und bey starker geltstratf abzuhalten, ^oich-
ials den praedicanten in seiner wohnung la Neudaa aafzuhalten,
iat Uuoe beclagten hierüber durch einen 1. f. vom 13. December
jOngst Terflossnen 1600. iars datierten bevelch nnd bev peen-
fall Xi^fiß} dacaten in galt . . . auferlegt worden:
eratlichen obgedaehten pfarrer sein . . . traidt und wein
unverxogenlich zu erfolgen . . . sowot die abforderung in sUnss
and Bteaer, nachdem ihme der pfarrhoff nicht dergleichen
schuldig als aach die abpracticierang . . . der anderthanen von
der cath. reUgion oder dass sie dem pfarrer keinen gohorsamb
histen sollen, sich ganzlich zu entitalten, endlichen auch den
praedicanten alsbald und im angeaicht des f. bevelchs ab- und
hinwegzUAchaffen : So hat aber . . . der beclagtc in abwesen-
heit des . . . pfarrers . . . ime alles sein getraid aus dem pfarr-
hoff gewalthötig zu nemben und wegzuführen, sowol eret-
Udien i'fic) krabaten vcrkauff aaf halten zu lassen underfangon,
also dasB ime nocbmallen dises seines angehorsambs halber,
wie auch dass er Lconhardten Teuflfenbacher, pfarn^rn au
Walleradorff, die tilialkirchen zu Eberstorff iMuabt dersolbon
202
zncgoliörung . . . nit eini^rnumbl, sondorii denselben darvon
cntsrtxt acd denen dorthin gehörigen nndortltancn den gcbUr-
liclien gcliorsamb zu I.iistcn verbnttcn hat, ernatlie)i und bey
pcenfall 2000 dacaten in golt durch einen andern 1. f. bcvclcli,
desson datum steet Orfttz den 27. Decemhrts . . . LOGO . . . an-
bevulchcD worden, nit allein mehrbemellen pfarrer zu Wörth,
sondern auch dem zu WalterstoriJ" . . . was er einem jeden
ohne fue^ weggenombcn . . . inner 14 tagen . . . wlederumb es
/.uezustelien und sie bei denen untergebnen kUrchcn . . . rer-
bleiben auch allen Tcrscbin^iifangcn ■ . . hcy seinen undcrtlianen
einsiülleu Bolte. DIeweilen aber der beclagte disen zween an
ime ausgangen I. f. bevelchen weder in einem noch dem andern
. . . nachkumben, sondern . . . inen, pfnrrern, ire ... Sachen
. . . vorbehalten, den pfarrieuthcn den gcbUrlichon gehorsam zn
laisten vcrbottcn nnd dan den aufgehalten praedicantcn erst
Tier Wochen nach empfahang des letzten bevelchs weggethan:
prätendirt dcmnacb der clager, er, beclagte, habe umb
nit vuiziehung willen solcher . . . bevelchen, die darin speci-
ficirtc 3000 ducaton . . . verwirkt nnd setzt es also zn recht.
Dagegen des beclagten von Hottal gewaltatragcr durch
seinen advocaten filrbringen lassen, er habe zwar die ... dag
vcrnombcn und dasselbe angebrachtermaüsen also beschauen,
kind er änderet nit sagen, dan er. von Uottal, were wegen . . .
angehorsambs bilUch in die straff za netnen: Weilen aber das-
jenige auch alles und jedes,. wcBSon er hierinnen beschuldigt
wirdet, alsbald von ihme dnrch einen . . . bericht, welchen er
herm hofvioecanKler saugen übergeben, ahgelnint und seine
onischuldignng darinnen nach lenga ausget'Urt, wolt er in keinen
Zweifel ziehen, da sollicher bericht I. R D' wäre rilrgebracht
worden, die «ach hole einen andern ausgang erreicht. Jedocli
so will er hiemit widcrnmben ein notl des berichte einbringen
und solchen sein Verantwortung sein lassen:
dan erstlichen, was das dem . . . Martino Htammer weg-
genombno traidt anlangt, darin lauter angezengt, ans was ar*
»achen sollicbes geschechen, nämblicben weilen gedachter pfarrer
nach der f. commissarieii beschechnea einsetzen sich nnr sechs
oder sieben wochen daselbst aufgehalten, und allein der fech-
snng erwaKen, dieselbe auch nmh willen, dass er ime binweg-
fUhren wollen, sey ibmo solches, damit ein künftiger piarrer
auub was zu äuden oud zn guiosson liab, aufgehalten und gar
20^
k
(nit) damit dahin angmehen worden, dase er, vun Rottal, solehes
sa seinem oaU bebAlten wöUen. . . . Soril aber den anhang,
als ob thme anf andern grilndten was Terbotten n-vrden sollo,
betreffand, sey solches also beschaffen, dass sich namblich ge-
dachter pfarrer in fUrgangner reformatiou undorstanden haben
solle, mit etlichen soldatcn auf des Bathiani gebiet einen heiler
za eroffnen; derentwegen dan gedachter Bndiani Tcrarsachi
worden, ime . . . seine daselbst gehabte wein bis austrat der
saolien aosBohahen.
Mit der . . . abforderung der zDtiss nnd stooer sei die
saclie also beschaffen und daramb beschechen, weilen er, von
Rottal; destwegen bei E. E. L. im gUltbuech einkombon, auch
solche jederzeit von ime, inmossen es in E. E. L. stonerbnech
EU finden, bezalt worden. Die robathen aber and andere herrn-
forderongen hab er ime, pfarrer, . . ■ durch die anderthanen
niemals verbotten . . ., also er auch den pracdicantco noch vor
15 woehcD nach den ... f. decrctea . . . alsbalt abgefertigt,
dan er, praedicant, sich ans forcht deroselbcn selbst longcr nit
aarhalten wOUen. Wie er nun . . . des c. procorators clag in
^enere . . . widerspricht, also werde ime seine clag bÜlich xn
beweisen aai'crlegt, doch ime, als beclagten, die gegonweisung
vorbehalten. Da man aber wegen verlengenmg des process
bedenken habe sollte, sey ime nit zuwider, iu sachuii aiii coui-
mission auf des rerltUtigen thails (nc) nuszuvertigen mit merern
gehalten.
Geben der F. 1>' . . . regierang deroselbcn n.-ö. flVrsten-
thomben und landen disen abschid: Sovill diejenigen wegen
onTolziebang der L f. ... bevelchen anbelangt, hat der c. pro-
1 corator sein clag behabt nnderstanden. Also ist auch der von
Rottal das we^enombne . . . traid dem pfarrer eu restitaim,
wie auch bey seinen nnderthanen allen gehUrliclien gehorsamb
widemmb errolgen zn lassen schnidig. Äotam Griltz 28. tag
^Juiii anno 1601.
Bm
^
N
»
1355.
Uartmann Zingl an den Magistrat su Untfrilraitburg: Tadel,
daß seitu: Befehle urt/en Ausweisung der (Tnkathoiiacfien itnd Ah'
forderung des 20. Ffeitnigs nicht bvfol^l wurden und die an die
304
Kirche XH saMetiden Hehler nicht a\isyefolgt werde». Straßlturtj,
IGOl Auyust 8.
(Kop., LambiTg-Fnutrila-Arohir.)
Mein grness zuvor crsninb weiss, was ich euch jUngst au
Pleilierg im natncn cli^r F. !>' unser» gcnodigisCeit herrn und
landtafUrsten mit fürlmltung dorselbon an mich ausgefertigten
befflch wogen ansBchafung der süctisclum proscribierten burger,
man- nnci woibspcrsonenj wie auch cinhringung dtts 7.<^hnnton
pfennigs anbevoluhcn, das wirdt oder kban euch unenlffiiEen
sein, wie ourh nun eurer sciiuldigkheil und meinem vors«hon
nach in alweg gebllrt hcttc, aoleliom allem mit fUrderlicher
execution zu gehorttameo^ also ktiumbt mtur frenih und mit
vcrwundorung für, dos icr nocli bis» dato wedei- ainem noch
dem andern khain volcziehang getlian, will euch demnach mit
Verweisung solchur eurer hinlilHBigUhait im riamon hochstge-
dacbter I. F. D' nochmallcn alles ernsts auferlegt haben, dos
ier gegen ernenteii seotiscben burgern baides mit auatrei-
buug dei-selben und eiiibringung dos zehenton pfennigs ohne
yeinantä verschonung, Rnsechen, noch compassion so sohlennig
und ernstlich procediert und verfaret, damit inerbalb acbtagen
nach empfaliung diso», nllen denic, wos euch vorigesraal auf
bevelch irer F. D* durch mich mandiert und anbefulhen worden,
wUrkliche volczichung und «in volstendigoa benügon bcschclic,
mich aber hiuDtcz wischen der crtrogung des einkhumcnten
zehenlen pfennigs berichtet. Also wellet auch diejenigen, so
der khUrchen, wie ir wisl, schuldig, dcatwegen sich der deehant
darumben, das er von euch weder auf sein rueOen noch mein
voriges anbefeleben khain wiirklichv auasrichtnng gegen inen,
Schuldnern, haben kban, bcschwilrt, dermassen und auf den
notfai mit angreiffung ierer haab und glletter zur bec7.allnng
verflchofien and halten, damit eben in obbestirabten termin der
acht tag das gotshausa aller ierer rechtlichen anforderung ohne
ainichcn verlueat nnd nachtl contcnticrt und zufrldengestelt
werde; deme werdt ier also würklichcn nachkbumen und khuiner
schcrfem vcrmanang erwartten, gottcs gnad mit Tins allen. Datum
Strasaburg den 8. August anno I60I.
LandtsvtCüdomb in KhÄmdten.
An i)enMlb«n Tage wlril hicTon d^r Uochiint von Uolerdranburg b«-
nachriobtift (Kop^ ebeada).
S05
1356.
rsh^eog Ferdinand II. an dfn Landeshauptmann Hans Graf
gu Orienbury und den Ersprü:ster von Oberkärnten Anion Slro-
maier: Brfcfd, steh an die Orte Oberkärnten^ rii begehen, wo
sich »4}c}i iSckiiscfte befinden^ auf daß diese binnen vier Wochen
sieh bekehren oder das Land meiden, widriffenfaHs gegen sie mit
em$ieH Mitteln eingeschritten tcürde. Den Ungehorsamen ist
^raehf aUe Haniierung und alles Gewerbe bis auf ihre ifthüitr'
liehe Erweisung einmsteüe» und die Magistrate an£utceisen, dem
Befehle nachzukommen. Gras, 1601 August 22.
{Kopi Archiv d«« GMcb.-Venunes, Rndolfin. Kl«g«aftirt)
Der Land^KUpIminn hat »ich im Ver)iiu(t<>nineAfalli! diirvb rino tan^
liebe PcnoD Tertretvn zu laMea. AU Motiv zu dieeein ErltUR wirU ange-
merkt, dxß viel« nocli <l<«w«gen nicht auD«r L&nd pmto^n, weil >i« ihn
Guter niclit zn Geld mtchen koontta, wodnrcli diejenigen ^eSri^rt' wurden,
di« den Ueboraam geleistet haben. Etliche tod dicMn aejcn wieder ,jr*c ab-
wcndi4r' (femacht worden. Btromater teilt am 11. NoTember dieacn vou Fer-
dinand tl., .fiinon Toj; tut der ins Feld Verrflcknog* orlaac«iieii B4irclil, denen
von Vellach mit Er habe ihn ani letxtnn Sonntag ron der Kaiixe.) herab
varkliudet; bei Miner Verloiuug •«i«D abvr nar wenige BItrger iu der Kirtrlic
ftMben wordvn.
iaf»7.
Die geaue steirisehe Hitterschaß A. C. an den kais. geheimen
Rat Burkhard von Ferling(sic): bitten, iAmi GesamUen an den
Präger Hof Christoph von Btidmannsdorf in seiner VerridUung
SU unt^stütsen, damit ehestens eine erwünschte Resolution t'cwt
Kaiser erfolge. Grog, ViOl August 30.
(Kons.. St. L.-A^ Chr. R.)
1358.
Bericht des sieirischen Gesandten am Präger Hofe Christoph von
Hadmannsdorf iiher seine (erfotglnsen) Bemühungen, mr Audient
SU kommen und eine den evangetischen Ständen günstige liesO'
Intion des Kaisers xu erhalten. Orai, IGOt Sejdember 12.
(Orig., 8t. L.-A.. Chr. R.)
■ . . Demnnch im namen der stßirischcn nv. stände ich
... OD kaiserlichen hotl' nach I'rag . . . abgeordnet vorden.
hab icli nocl] meiner (den 12. JulU) glUcktichon anknnft zu
Pntg die . . . creditiven strag^ folgenden ta^s hemAch . . .
yberantwortet. Daranf sich auch wolgedachte herrn geliaime
rftthe sowol aller gn. befUrderang als auch sovil sich nur immer
wird thnen lassen und inftii zu verantworten sein, gneter er-
Itidigang .inerbotten, duss icb glcicliwol anfangs etliclLerinassen
diser liufTomig gelebt, (icli) wurde wenigist ein bescbaid, wie
der auch immer beschaffen, inncrbalb wenig woclien erlangen,
inmassen solclics K. G. u. H. ich vom U3. musdein . . . avisirt.
Ks hat sirth aber hernach, <la leh solche k. . . . resolalion nicljt
allniii bei Ii. reicbshofvizecanitlern b. ttudolpben von Cora-
rhiKi (als wehhcr der sti-^ir, stÄndc . . . bcschwÄrungen bei-
liandeii und dume es ofßcii ratione im ratli uu jiroponiren »ue-
Btchet)j sondern auch bei hcrrn Knglliufor, reich sbofsieorotario,
als dessen i-x|>edition dise u. dgl. saelieti sein und anf welchen
icb von 1. M* obristen hotFmaister . - . Carl freilierrn von
Liecblenstain, bei deroe icb zum anderuiual audients gehabt,
reiiüttirt worden, ßcissig soUicitlrl, vil ein anders und sovil be-
funden, dasB . . . h. vicccanzlcr banc »ibi et reliquit cvllegis
odiosnm malrriam im ratb fUrzabringen, so gar keinen lust
gehabt, dass er mir anch üfter als aiiimal selb angezaigt and
anzaigen iHsseti, ich werde aintwcder gar kaineu bscbaid
oder doch mUndlichen aine solche re»ulution erlangen,
dessen sich die stünde in Steier wenig zu erfreyen
werden haben, endlichen aber auf mein ao öffters, aber doch
bescbaidene^ anlialtcn . . . sovil zuwcgcn gcbraeht, dass . . .
h. canzler die sachcn mit sieb in rath genumen and auf den
rathtisch den andern h. gehairaen rütlien ftlrgelcgt, alda h. von
Llechtcustaiu solche cum riau in die handt genumen,
mit vermelden, es klloe dise materi wol auf ein ander
und gelogsamc zeit trcn anstaodt erdulden, do mir doch
eben er, herr von Lieclitenstain, selb austruckücli zu verstehen
geben und angczaigt, ich solle nur h. canzlem bitton, dass er
ine im ratb darauf mahne, so welle er sodann solches alsbaldt
fUr- und an die haiid nemea. Hab aber von b. canzler sovil
verstanden, zu dorn ich auch auf den bscbaid vorgcbenÜch
wartete, bo neme es ime auch wunder, warumbon ich
doch ain solclien bscbaid . . ., so den steirischen stun-
den vil mehr prttjudicier- als fürtrfiglich sein wurde,
so stark urgire . . . io bedenken und wie auch secretari
307
Ecglhoffer angczaigt, I. K- M' aintwcder I. F. D' erth. Ferdi-
naDdea . . . zuvor liierylier vememen oder wol von iro gar ab-
und die steiriaclieu sUlnde auf iron erbherro . . . weisen . . .
werdan.
Und ob ich wol mit . . . I. K. M* vertranten camercr
ainem, so der A. C. znef^ctlian, der sich ancli hiebvor in diser
maieri bemlletiet, glctcbwol mit tiarter miitiö zu cauäirn be-
kamen (nc^ und mir derselb aigentlldi za värstelm gßben, wio
das« er grosse fUrsorg trage, es werd alles süllicitirn nuib-
«onst nnd vergebens sein, ich inügo es doch nochmalen
versnechen und ein kurze anmahuung ime anliendigen, er vri'tWe
dieselb I. M' . . . präsentirn, hab if^h doch dessen mit rath
Ucher vertrauter, zu dem es nicht allain ohne frucht ai)gehn,
idern dadurch auch die h. geh. rathe hOchlichcn oßendirt
TTurden, gnncgsame bedenken gelinbt. Und seltemiikn ich dan
nun nicht allein von . . . }i. eanzter anstrncklich sondern aneh
sonsten im vertrauen gnuegsnm berieht worden, wie dass, da
ich auch iar und tag uld« xu Prag verbleiben, mir
sowol als den o.-ttstcrr. abgesandten doch alnicher
bscbaidt nieht wurd erthailt worden, so hab ich zu ver-
hüetung nielireru . . . ancostena den saL'^hen auch darumcu än-
derst nicht ihnen kllnen, weÜon mir aufn^oin vorigs bei aignon
potten yhersclücktes schreiben ainichc antwurt anssor allererst
KU Drfisskircben am hereiiiraiseu nicht zuekamen, sondern bin
den 30. Au^usti, Daclulcni ich mich bei . . . herrn canaler an-
gemeldt, widerum von Prag (inmassen auch der chur- und
reicbsfUrsten anBcbnliche abgesandten gar mnlcontcnt) abgeraist,
und weilen sy, herrn abgesandte, nichts erhalt<;n, was softe dan
ich ditsorta liaben praestirn künneii? Was ich aber sousten in
diser materi mit etlichen vertrauten vertroulich convcrsirt, ist
uunot der feder zu vertrauen. . . .
GrUtz den 12. üeptemOris anno 1601.
R Q. n. H. dienstwilliger
C(hristopb) von RaltmanstorfT.
1359.
Die Verordneten von Steiermark an die von Kärnten (und Krain):
teilen mit, was der mit der Überreichung üirer Beschwerden am
Kaiserhofe betraute Ahgemndte heriehtct, Sie hätttfi nicht er-
watiet, daß sie sich ihrer früJier selbst geschehenen Andeutung
liiiciäer sielt von iltnen gleidtmm s^arieren, indem sie mocA dem
Tode Uannihals von JSggkh keinen anderen Gesandten hinaus-
geordnety was der Sache ei?» größeres Ansehen gegeben und man
entnommen halte, daß die Stünde dieses Net/otiitm mit Ernst
betreiben. JedesfaÜs sei dies Werk nicht im Stiche eu tassen
wui ersuchen hesü^lich dtis iceitcren VnrgrJtens um Rat. Grae,
1601 Septctnher 14.
(Koni-, 8t. LA, Cbr iL)
1360.
Vcrmebt des Pn^ydes zu Jioitcnmann auf (fen eidfrcmdeien
Kirt^enonuU der drei Vfurren lÄesen, Lassituf und Oppcwlorf.
tiiOi September IH,
13ÖI.
,Sti}tember HS. Zaige Andre IJaffner an, daß diesen Quatember-
sonntag Hanns Thhranskr, prädicant, su Sonnegg gewesen, sein
exert'jtiiim iddn verricht und alle hcnachimrten von ttdel, so da-
hin kommen, COTMmwMicirt.* Kurs hieror ist er auch Jti Oster-
H'its getpeseti bei Franz Schrattenhtwh, in aimili communieirt.*
(ChrCiia KAleuder, pil.)
1369.
Ausweisungsplakat für die ,auiigescha/fXen' Bürger m Gmünd.
Gmünd, 2601 Oktober 10.
(OrnUailvr Akten, KudoIGn. Kl«g«iifurt.)
Donnen ansgescli äfften bai^ern und Inwohnern allne wQerdet
von dorn lierm rerortnationscommtssario im nauicii der F. D',
ansere gn. bcn-n und landtsfarsten hiemit aaferle<^ dass sie
linut oder morgen iliren abzog mit hindcrlassung des ziehenden
pfenings gewissliohen nemmen. Wo nit, sollt? wider sy mit der
execution vorlgeschriltun werden. Actum (imündt den Köclien-
den lag Octuhria anno KiOI.
* Ib.: lexconnunieirt'.
209
Ein Folioblatt, i»a offenbar an «irem Tont oder einer Haner tutgt'
htttft war, wi« man ans den LSoliero ao den Tier Ecken sieht. Das auf-
Irüokt gtw«teut dleg«l fohlt.
1363.
THe Bürgerschaft des MarJtta Ätissee an Thomas Ger<Adshofer:
bätet, dahin su wirkett, dafi sie für die noch ausstchetiden lic-
UgioHsreformationskosten durch die widersetzlich gewesene Pfarr-
wenge entschädigt werde. Amsee, 1601 JS^ovember (?),
(Kop., BpcxialarchiT AnsM«-)
Die Pfarrmen^ noilu die Konten niclit itafalcn und meine eaeempl an
sain. Das komme jenen, die ihren Qeborsau enifti^, in hobeiu lirade be*
Mhwerlich vor. Der Itescbeid ist vom 12. Noreiuber datisrt. D>.>r Vorw«««r
wiaM), daC die Pfarruien(re mit der Zalilang uocb ars im Rfiokatand« «ei.
Weil aber die Zeit her da« Jicbscli^ Brot nnd «ndcrm in t«itrrm Preiso
nnd ra nicht mnglirh war, dnn An-intand riitxnhrirtg^n, mnge sich dir BUrger-
9cbaA eini! Zeitlang gedulden.
1364.
Der EffipHeSter Anton Strotnayer ru Gt»iind an dm Stadt-
tekreiber daselbst: er möge darauf sehnt, daß die Austfetvic-^tmen
fiiuUich abstehen. Sonst müßte es die Stadt enffjelien. Gmünd,
1601 November 0.
(<Jniilnder Akten, Kndoifin.)
136&.
}esgleiehen an Richter und Rat. Vellaeh, 1602 Nowmher 10.
(Bb<>nda.)
Antwort vom 12. Si>vcmbcr: Man Kitnne ohne Zusiehang ein«* wclt-
licbeo B«Ufton*reformatiouitkopiniiw3ir9 und ohne Spezifikation der Auvb-
wiesencn nicht« machen. Am 20. Ucitembcr bütiennt Stronuiyer vier l'«niunen,
die sich .freTentlicIi' fingvscb liehen, und plncn fTlnflcu, der itJcl^i ,iihitn meine
BeifrflBnng' in die Stadt gc^^sctat
1366.
Der Aht von Arnoldstein an den Vieedom: Alle, die ste& nicht
eingesfelli, seifen aussutensen, sonst kinmteti die änderet) sich nicht
getrauen, su Jiausen. Arnoldstcin, 1601 November 19.
(Btittnda, Arnol<bteiii«r Akten.)
r««li>. n.AM. H.LX. 14
3X0
1367.
Vitueng Eygl, von der JteligionsreformaliouskomtHission tütgeseiMer
protestantischer Pfarrar, bittet, in AtthctracJU seiner dem Lande
als Pfarrer in Frewich unter Murau 35 Jahre gdeisteten Dien&te
und da er bei seinem Älter von 70 Jahren nichts erwerheth kann,
um eine Gabe, 0. X*.'
(Ori;.. 8t L.-A, Chr. K.)
ErhKIt am 14. Kovember 1601: 4 fl.
136H.
fMandutnra iirchiducis Matibiae sapreuio ComiiromicQsi Joanni
Molart in co sonaus, nc iit praosidio sao nltcrias rcligionis quam
catholicae concionatores admiitat.' 1601 November HO.
(Ungut. L.A., Tbuno- Archiv, Fan. XXV, Nr. 4.)
1369.
Ocorff der Altere Herr von St%tbenherg an Ferdttiand IT.: Den
ihm euf/ehmtmenen Befehl vom 12. d. M. hahe er mit g^ührender
Ehrfurcht empfangen: es ad aher unrichtig, daß sein Prediger
in Kapfcnhcrg Leute aus anderen Pfarren an sich zie}ic. Hiite,
die angedrohte Ungnade fallen eu lassen. Kapfenberg, 1601
November 24.
(Kons., SL L.-A., Stubenb«rg-Aktiui, OogMrofbnn.]
Dnrrtleiclitigister ertzlifirÄOg, gßnedigjstor fllrst und !)orr.
Von E. F. D* ißt mir anbeut den 24. November ein pefelch-
sclireiben, des datum den IS. ditz, angehondigt worden, wel-
liches ich mit gebierlicher reverentz empfangen und vernnmen,
1i«ßndt über darinen, das E. F. D* gar ungeleich bpricht worden,
als solle mt^in evangeÜ scher prcdigcr, so ich In meinem schloss
Kapfenberg ftir mich und die meinen halte, sich unter-
stehen, ans anderen pfarren die leit an sich su ziehen und ku
praktiuiern. Darauf bericht E. F. D' ich in aller unterthanigkeit,
das gedachtem meinen prediger gar angictiieh goachicht, den
er £ut nie für das tor khnmbt, geschwcigon, dae er ander
' Welt«ri) 8ap|ilik«Ti, die nichta BMooderes bi»lant werden tiiolit mitg^t^ilt
ÜU
oTt^n practizieren solle, das sich aber villcicht zu der predig
ich andere neben den meipigen finden, ist sein schalt nicht.
Jitt derwegen E. F. D' ich in aller untterthaingkeit, sie wollen
die bedroUe* ungnad genedigist fallen lassen, den ich dieselbe
sowol als meine vgreltern umb das hocbleblich haus Osterreich
anch amb E. F. D' nicht gero verschuldtcn woltc, sundci* bin
and bleib demelben iederzeit gehorsamer landtman and aotcr-
tan. HergcgeD aber getrost ich mich geborsamiut, E. F. D* die
werden mich bei dem meioigen gen. verbleiben lassen, wie ich
dan aach biotuit in aller onterthanigkait geborsauiist bitte. Und
thue E. F. D* mich in allem gehorsam antcrihanig befclheii.
1370.
Landesfürstlicher Befvhl an den Fertvalier in Aussee: von Augs-
bürg gelieferte Bücher dem Pfarrer an der Pürgh eu bceahlen.
Grat, J601 Deiemher Jt.
(H.-, H.- o. 8t.-A., Kaum«rregiiitr. XVIIT.]
1371.
Die Verordii/ttm no« Steiermark herufcn den /mr Behandlung
der Rtiigiemasadie eingesetstm großen Ausseltuß fTir ^/frti 10. Januar
iG02, 7 Uhr ntorgetis, in die gewöhnliche liatstube (um iltm den
Inhalt der landesfürstlichen Resolution, icomach der Erthergog
,von der einmal gefaßten Meinung nicht leetchen, noch unserer
wahren Rdigion freies exercitium eu kontedietm gedenke', mit-
xtileilen und die ,femere Notdurß in diesem heilsamen Werke*
SU beraten). Gras, 1601 DcMcmher 12.
fKoni., St. L.-A-, Chr. R.)
Benif«n warrton: Oforg von Stuhenbeiip auf Kapfon bor^i KriUB Frei-
bcrr la Uagnit», lUns Frißilrlch von tl erbe rat ci«, Wulf Wilhelm von [lorbcr-
■lein. Haut von SudI, Erniicich toq Saurau. Ultiuli Cbrutoph vdu Sclivrfan-
b«rg, Kupar Prcinor, Lieuliard von HvrbL'riioiu, Haua Si^^inacd von Ei^^enber^,
Jona* Ton Wllforitdorf, B«>riihard von Nendorf, Daus Friedrieb von Steinach,
FeUr ChfUtoph von Praunfalk, Hau« StObicb.
Roachtaiig veixlicnpn hier die folgi^ndcn aiugeatriDhenen. Worte: «(dia bc-
drottfl) wttkliScbaOfuug ein- und abstellen, der kli mtch oli« alW duacii,
«0 tneino TorelWrn von andenkliclicn iaron nnlcr Ai^n hocliU^hllcb ['WrJ
äca ieli mich ic wider taein gcwuia«n nicht dringen lausen khint«.*
14«
313
1372.
Ltuidesfürxtlicheg Dekret an dm Latuüshaupimann und die Ver-
ordneten ton Stckitnark auf die Bitte der Exulantet*, in ihreti
Recktsangclegenheiten persönlich erscheine)* eu dürfen: Den er-
lassenen Befehl werde er nicht auffiebet}. Sein Wunsch sei es
nicht, dafi sie ihres Nichterscheinens halber um ihr Vermögen
kommen. Sie mögen kich durch lievnUmächtiyte veriretai lassen.
(Graz) 1601 Dezember 16.
(Oriff., 8t. L.-A., Cbr. B.)
Von der F. D' . . . anznzaigen, es seyen eine zeitliero wio
auch noch vil dcijcnipcn porsonen und bargersleuth, welche
üheader und lieber den abza«; . . . nomen, dann den hilHchcn
gehorsamb laiston, indeme sjr sich auf den alten irer voreltem
weg Letten weisen lassen wellen, supplicando bei I. F. D' ge-
borsambist cinkombcn und inen herein ins Und zum rechten,
der Ursachen, dass sy ire clagen wider diejenige Ire habende
Schuldner iiit durch gwaltstraj^er, sondern peraoniiehen fOrkeren
mUessen, zu erscheinen znezulassen gebettcn : onn künden I. F. D'
gar nicht befinden, M-eilen inen vor dlAem der weg des abzuga
gefallen nnd I. K. D* den scliuldigen gehorsamb nit gelaistet
haben, das» I. F. D* irenthalben dero mit guetem bedacht und
AVUS gnuegaamen Ursachen gunonihne resointion, indeme dertey
nngehorsambe aas I. F. D' landen [iroscribirt sein, widerumb
aufheben nnrl annulliren sollten: hergegen aber I. F. Ü* auch
keineswegs gesinnet, dass sie elwo nmb ir gnet nnd zeitliches
verinUgen kernen und nmb solicher irer niterschcinung willen
ire schuldensforderungen verloren oder auch diejenigen iro
creäitores, welchen sie hergegen zu thuen sein mit iren gegen-
forderungen in geflir gesetxt werden sollten; sondern damit
baiden thailen geholfen, bevorab I. F. D' . . . resolntion . . . bei
würden und creften rcrbleil>en raUge. so liaben 1. F. U' aus
1. f. macht sich dahin . . . verner entschlossen, dass diejenigen
aus dem landt crafft der religionsreformatior abgezognen pcr-
sonen, so nmb scliulden zn clagen oder sonst bei den land-
recliten mit handlangen verfangen und selbst personlich zam
rechten creehclnen sollen nngeacht des in der landtrechtsrefor-
mation begriÖiien 52''"'' arlicla an irer stall ordenliche gewalta-
trager stellen mitgen^ dieselbigen anch durcli die gegenthail in
3i3
eraflfl dits unwaigt-rlicl) zu(.'gol}issen werden, in «ndern Olllen
[■ber berflertcm articl mit discr . . . coucciision uichU deroj^tcrt
(»ein 8oUe. Welches I, F. D' inen . . . also erinnern wollen, da-
knit die jctzo cUgenden partcycn darnach xa bcscliaiden, sowoll
ancli knnflig sn angehenden landsrcchton das sehrannengericht
rdessen informif-rt wenlcn and man »ich allerseits in zaetragen-
fden fällen dam.ich zu richten habe. . . .
Decrutum pei* Ser'""' dominum archidacem Iti. Uecembria
o. 1601.
A. Kribenigk.
I>«r LuidaBluuptinuin und di« V(iranln«tco Dborrciclicu dagei;cn am
fS9. D«s«ub«r «ae BUtocbrUt: ,Dio K. D* vrollo l>ci tlUem u-tiul, wi» den«lb
[bifthtrr Iflblich erliah«ii wordeu. uocli ferrerbin dein Riten herkocniav» (^iniü«
§n. rerbleiben and nieiuaiideo dxrwider b«*chwerfn noch Bchftdlicbe neaening
I T«rBnieb«a lusen* Es hI gewiß nicht itr Wille des Bnbenop, d«ß die
»«tmleD Lenid um Geld und Ont kommen. Weder der LandeahaupitnAnn
uoch di» Vorunlnctvn liSniiti'ii mit SlilUcbwoii^PD in die Aufbeboof; Aca Ar-
tikrls b1 drr Ljiudi-srrclit««rdnuti^ vinwilligwt. Durl iit du pcrsOiiliche Er-
I Scheinen einm Jrden, dtr vor drr Laiit]M.'branno K«cbl gcbon oder nohmeo
Win, T«rlutgt, »0 daß ««Ibst die Klcstcrfrauen nicht cxtmpt ni«u. DiMor
Artikel ici Ton d«n Tenianfti(f«n alt«i Stairera au> eitiebli«beo Ur«a«]i«a
.dao bedacht und ron dem I<andetflimen confirraiert and biiher in UbUehm
l^ebraaehe gehalten worden. Fol^n Boispirle, wi« der Biscbof ron Ourk
and die Äbtisin von (loeaa sicli I&76 auf Unind einer .fQrschrifl' KrEhenuig
Karta dispensieren laaeen uolltBn, dien nicht (^stattet wurde. Folf^t eine
AuHinandarMtsuQfjr der scbädlicben Folffoo dar Anfhabttog diosw Artikola
fSr di« RecbUucheudou (Kop., obenda).
1373.
Die Verordneten ron Kärnten an die roti Sieiemutrk: herichien,
mu I. ly wegett der l*ragcr Heise ihnen g€scltrid>en. 1601
Desember 20.
(Kaglatr.)
1374.
Die Verordneten höh Steiermark intersedieren bei I. F. D* fiir
Kart Vieehter, daß man Him einen 7'ermin von 14 Tagen bis
3 H'ochen gebe, um ins Land jtu reisett und seine JiceJinungen
zu beschließen. Gras, 1001 Deieniber 26.
(Kon«., ßt L.-A., Chr. B,]
Wird bswilligt. \htt BowiUlgniif trügt a1»er dai 1>Kttini rom 31. Mal
180t. Da bl nur an ein wi^eriioltus Hemukommeo au deitkm.
214
1375.
Dia Verordneten v(m Steier an die vo» Kämteti und Kram:
begehren Bericht tcegen der ,färgeh(Uft«n' Reise «acA Prag. 1001
Dexemijer 31.
tHflgiitr.)
1376.
IHe Herren und Landleute A. C. im Vierid Ciüi an die Ver-
ordneten von Steiermark: erinnern an da,^ leidige Vorffehen gegen
den Prädikanten der Herren von Windischgräts. Man möchte
den Viertelprädikantcn Hans Doliamki, der schon seit 20 Jahren
hier wirke, an einenv sicheren Orte in der Nähe haben. Da man
nun erfahre, daß die Landsdiaft an den Konßnen vier Prädi-
kanten mit je 300 ß. jährlich ru erhalten sich entschlossen,
empfehlen sie Dolianshi und bitten, ihn an einem sicheren Orte,
etwa bei dem (irafen Ard€li{»\c) su Kaisersberg, unterzubringen.
Man habe anfänglich gemeint, die Peformation der F. V be-
tiehe sich nur auf deren Knmmergütcr als Städte und Märkte,
und hoffte, man werde gegen die Seelsorger der Herren und lAtnä'
leute nicht so ,striktim' verfaiiren, teie dies doch gesche}w.
CiUi (0. />.;.
(Orif., 8 Unteracliriften, St. L.-A., Chr. R.)
1377.
liiite gefänglich eingezogener A^isseer Protestanten an den Hat
und Keformaiionskommiisär Korndius von Werdenherg ,alhie' in
Grag, tutdi 23 wöchentlicher Gefangenschaft ebejtso leie die beiden
gestern nach Hause etitl-assencn Grobminger der landesfürstlichen
Entschließung gemäß endlich befreit jnt werden. Bitte, mit dem
geringen Geschenke xufrieden m sein. O. D.
(Kons., St. Ll-A., Spnxialarchiv AoMe«.)
Nachdem wir sovil erindert, dflss die F. D* . . . sich wegen
anser, der Ausseer^ dann auch zweier von GrObming, so an-
gestern za baas gelasseD wordec, . . . resolvirt, damit aach wir
der gefanck blieben verbafl'tang . . . ledijr werden, nanmcliro
aber solche cricdigaog au £. G. erwandten, derohalben an E. G.
anser geb. bitton, I. F. D* . . . Verordnung nach bcfurdcning sa
315
erweisen, unser nunmehr in die 23 wocLcn lang erstandtiie ^•
fati^nuus, wie auch sambt weib und kindürn vor äugen stchenten
armutli and noth aus christlicliem gemttet mitieudent zu be-
denken, damit wir doch sowul, als donen von (jrühming^ be-
schccbeu, die furdersambe orlndig^nng erlangen, . . . bittend . . .
mit disem ringen prcsent, weilen das vermUn;en derzeit je nit
besser alhie, und anbaimbs unser arme weib und vil kleine un-
erzogne kindcrlein, ausaerdemc was xu nnaorn abweisen dorcli
die soltatten btacbehen, ganz und ^ar aafzürton, vcrliob äu
Domen. . . .
1378.
Der Aht Kaspar voti Neuherg an yerdimwd IL: hittii, den
RiehUar eu AlurezmcJilntj Hans Eisbein tteut^dings «w hcstüiUjen,
der cor stcet Jahren desfuUb getväklt wurde, da sonst unter den
iatsvertiandten kein rechtkatftoliseJter vorhanden war und er
seineti Plats gut nu&gefiiUt htU. ^ 0. D.
(Orig., L.-A. U(lriuuichl«|f.)
DurcblenchtigißlHr . . . E. F. \y soll ich geh. nicht ver-
halten, dass der jetzig ricbtcr zn Muorzucsclilag Hanss Eis-
p«in, in mangl dass sunst nndter den rathsverwonton doaclbet
kein reclitcathuliscbeii, du aueli koin tauglichen verbanden ge-
wessen, vor Bweyen iarn von BL F. D' aues der gmein an, einem
richt«r gezogen und besleltlt worden. Der das gerioht auch biss
anhero also verwalt, dasä ich mcincstlieila als vogt- und Ichens-
herr bcmetter pfarrkirchen Murzucschlag ime den rhuem geben
roucss und gar nicht raClisani war, dass dorsclh bei soiru^r blss-
hero erhallnen poliooi verändert werden solt. Wan es aber
. . . nun mehr an dem, daes er nach jntsso ansgcRlandenen
Kwayen iaren ledig und ein ander ricbter irer gewonhcit nach
auf ilKO Purißcationia Marine nicht allein orwclt, Sündern opb
vorwissen K. F. D' stracks darauf das ambt nborgcbcn, also
hielt ich meinesthails doch ohn alle mein massgcbnng flir ein
sontlero nottorfTt, daßs abbesagtcr Hans Kispein widiM-nmh zn
einem richter vun E. F. D' bestatt wurde, dan .ausser diser
E. F. D* gn. fuersehung werrlen »i die von Muerznesclilag irn
vorigen missbrauch nach einen^ der inen annemblich zum richter
* BUlMin mar ISOO— 1601 Kicbtvr and g«burtc %a Ae-n Protestanten.
aufwerflTen, tJArdurch wiert so woll gueüe poUcei, als vorderist
dio rfliligion bei dorRloiclion nnbesintRn leitten selilecht befurdert
und was Hans Eispein bisshero in eim nud andern cdiiiciert,
erliegen; welches ich als vogt und lehensherr und alsof?) nenor
relijjioDsreformationß consciena und pfliclit halben E. F. U* . . .
SU denancicrn mich . . . pBichlig' erkenne. ... Ü. D.
Auf tlan Umncklage: Caspern nbbte des goli>li»U$es Neu-
pcrg nnvermcidlitThca und notwoiulig» anbringen.
1379.
Die Verordneten VM Kärnten an die von Steirrmaric: Was sie
i/iMCT( ice^en der «n«rhifrten gegen Bartlnu: KhevenhülUr und
Sigmund iw» Spangstein ergangenm Zilntionsbefehle friihcr ge-
schriehen, sei jeid noch, siatt daß den Beschwerden dhgehfüfen
worden würc, verschärß, da Spang&tein in contumaoia verurieHi
und sodann gegen David voti Prösing, weit er £u Jakobi ein
Kind durch einen Prädikauten auf Schloß Sonnt-gg habe iaufen
lassen, Ucfefde atisgegangen seien. Weil diese Prozesse ihren
Freikeiten jnitdder, ähnlicfie caitus sich auch in Steiermark su-
tragett dürften, so bitten sie, mHgiiteUen, tvie sie sin^ in Steier-
mark da^u verhalten oder was sonst ru tun sei, um diese der
bösen Konseqxiens wegen präjudieierlieJten Dinge ett rerhüie».
Klagenfurt, JC02 Januar 7.
(Orig.. St. L.-A., Chr. R.)
1380.
Die Verordneten von Krain an die Bdigionsreformationsktnn-
missäre: Bitte, detn Paul Wassermann, der der Landschaft im
Utsif^ Sommer ein großa Darlehen unter der Bedingung gemacht,
daß ihm der Abtugstermiu verlängert tcerde und dem dann der
Termin auf Martini angcseUt nmrrle, diesen Ins Georgi eu ver-
längern. Laibach, J6Ö2 Januar 27.
(Kons^ L.-A. Erkin.)
Am 4. Febntar bitten »e um einen Utiigemn Termin f&r Kwpnr
ItoßmaDD noil Gr«|cor Taufcrer, UnteramtAleuto des Land»cliaft»<Tiuneliiii«rs
ParkdviMr, da >■« in m> kurzer Fmt nicUt HocIiduiik lc|;cn kOnnen I Kuni.,
ebenda); am 6. ftlr den ScliranucnproknrAtor Jotianii 8tr0lin, der noch
Uectttshiod«) m erlMtg(>n habe and in dieicr Jahrcaxeit mit Weib und Kind
Der ßambergsehe Vixiti^m Stadion an den Aht von Arnoldstein :
er habe dett KhevenhüHerschen Bauer tu Tsckeischach Kaspar
PotcMd>, weil er swei sektische Prädikantett in seinem Hause 60-
herbergt, durch viersehnlügige Haft ttnd Eineiehuny seines dem
Kloster sin^aren Hauses genug bestraft. Er werde nach Abtrag
der Kachaieuer attsuschieben sein. lüOÜ Januar 28.
(Orig;., AmoIdfUiDBr Akt«n, Badulfio.)
1382.
Ferdinand II. aH Frans Pagge, Stadtanicait in Leoben: Da
man gute Hoffnung ftal}e, daß die Wittce Margareta Donners-
perger sich binnen htrsem swn JtathoUschen Glau}>en bekehre,
möge mit Ansschaffung ihrer Person StüUtand gehalten werden.
SoÜie sie die Sache aber tu lange hinau&riehen, so sei man
um» gehorsamen Erinnerung getcärtig. (iras, 1€03 Fdtruar 13.
(On{., Si. L.-A., SpexialarehW Looban.)
1383.
r. F. ly Resolution au den LandeskaujUmann unti die Verord-
tteten: daj^ sie den aus dem Lattäe geschafften Personen niehi
gestatten können, persönlich su den Et-chttii int Laude zu er-
scheinen, sotulern daß sie sich durch Bet:(^lmiichtigle vertreten
lassen müssen. Grae, 1G92 Februar 14.
(OrLg., Sl. L.-A,, Clir. R., Rqrvst in der B^rfpstr.]
Die VOD Ihnen tn der Bingabn rom 39. Dflxember gcinat-ltlnn Kinwen-
dno^en ü&d nicki so erheblich, daß er vou seiner frOberi^n KntacbAtdun^
abgvbBa müßte. Auf dea Artikel 63 der LsiidrecbtsTuforiuaUou kOimcD sie
neb nicht «tQls«Df da ,diea« widerwärtigen, üua L'u^ebortAiu« we^ou «utg«-
scbafftcD r«rMDCU in allen Landeu 1. F. D' uichl rUtx baben' and sich mit
der Stell Trrtretnng bej^nUf^en mliuen. Wenn At^hon Krftnkheit, Alter eic von
der penünliclicn Erachelntinj^ enthebt, umaomphr, wenn es sich um die landea-
fllntlicba AutoritAt bandelt. Ea kSont« daliin kommen, daß man aaf (irund
dieen ArlikeU Lvntc, dio prvpter cotmaisaa tfravia auf imn^cr aoa drm Lniide
(ewie««ii wordru, in Land gvliuim wcnlvn müßten. Mit seiner Verordnung
wolle der Landecfänt den Go richt«br«udi olcht «boliereo
i:jh4.
Die sleirischc Landnchafl an den Erzherßog Ferdinand: hitlet,
den ihres Glaubcnshekenutuisses werfen ausgeschafi'ten Pemoncn
die Erschcinitug su den Rechten gnädigst gu gcsiatfcn. OraM,
im Landtage 1602 Februar 27.
(Kous., ät. L.-A., Chr. K.)
߫Tor eie in dpr BpriitA^hliipniif; Her Lan(!lMj|^proji'aitilion irreiA, licht
sie TOD doD Varordcinteti Bericht «in, wie tlrr LandKcUaft Haniiw irlschaft noil
^meiDM Woseu bosuliaffcn und wju die VcrurdHctcn seit dem Lottton Land-
tüg« ^•chkETon. DioHi Uabou dor Lau*I«:Uaft rcftiricrt, wi« E. V. O^ data
Iji»i)««bani>lDi«niie und ibnen dom &S. Artikel der ilikLUcrtfia und konfir-
mlerton LAUfdrcchtantforination su«rIdor p^ decrttmn vom IC. l>eEember (lOOl)
intimiert, daß «i» nicti dxhin #nUcIilou«n, daß si« dio wrircn d«r Kidieiana-
reforntatian abftcxo^pnen l'cnioncn, so bei den Latidrvcbtcn in IIaii(lliin|;«n
Tcrfani^oii . . ., durch GowalttrJger bei Gcriclit xii|;olaitst>n wvnlon soIIod,
,wi<lrr welch bcacbwcrlichatoa*, den Laudcsfrcihoilcu ,hucbprÄjudiairtlicbu'
Dokri't »ia am 'i9. U«2vnibiir Lliro rriehtigon Bvdoukon cr9ffii«t; abor vroU
B. F, D* daiualn xuiu t'urtreiton iiacb Praf wegfortig ^flw«ieu, Tielluiclit die
Sarb« nicht siir Qcufl^e erwof^u werden konnte, baben E. V. !>' di« Sache
laut Dekrgt vom U.d.M. abgelehnt. Nun sind in der 8chrih Aer Wrord-
oct«D die GrOnde ani^ofQhrt, aus dmcn bei den Landrechten keine Bcroll-
iiiückti);ti>n augelaMen werden kflnnen. Darauf ber.ivhe man sicfa. MiLdieAnm
Anbrinf;«n «rolle man die Aiis^BScb äfften nicht .iiatrucLnireD* oder ihnen eine»
Untortcblupf im Lande fachen, soadcrn nur die Landesfreiheiton, so deren
Hai)dl)abiing die F. D* aich rcrbundou, erhaltun, aumal die LaudrechUrofor-
mation auidrQcklich tagt, .wann in Rcchlonjordauag eio UlfiveniUnd vor-
fiel«*, er mit dnr Herren and Landlr'Ote Rat abgewendet werden wUo. So
Unten ja anch die von dem EnbiBchöfe von Satubnrir und von Freiaing
und anderen deswegen aulgericli taten Uevcne nicht ,geu Huf, »ndem ra
Händen der Landschaft, aU welche Ihren Qn. dio Eraelieuin&g erl&ßt. Wenn
dann auch iu dem ^nannten Paragraphen die duich hohci Alter oder Kraofc-
heit BedrUrkteii fOr entachuldigl gcballcn werden, »o 'iti ihnen doch niuht
die Erscheinung ftowelt er1«M«n. daß «ic »cb darch Bcvollmllchtigte ver-
treten laasen können, sondern nie niHMen ihr Recht vor ,8ch webendem* Ge-
richfastaho einem anderen Qbergebea, Die Klausel, daß mit sulchcm landes-
ntntlicbon Erlasse dem berührten Artikel nichts dcro|>ierG, gelte nicbl, da
mit dem Worte ,auprsjndicLrlich* auch andere Landesfreiheiten aufgehobm
werden ktlniilen. Die Verordneten haben in ihrer Schrift vom 29. Dcsember
erhebliche Urnachen MgefUhrt, warom den Aii^i^edchafften die penOnliehe
Erschciiinng nicht >a «rlanen Mi. Man wiederhole jotxt die damals ge-
riellte Bilts.
1385.
Zar Erweisung der ^wo' erledigten ItegimetitsratssUnen, be-
nennt E. E. L. in Steiermark hierbenannte Herren und bitteif
Die Vönrdmelem pon Steiermark an de» EnfftirsteH Georg Frie^-
rith 9tm Bramdembmy: hitle», tidt dem ÜHtermarsdtaU rwt Sieier-
mmrk, Sntniek vm Saura», dar feüm Ahxwj aus dieaem Lamd$
fMMMMOi wtd ^seiner fdegsataeren Woldfakri teegett eim Zeit-
Umg mmttr seöw ProUÜian umd Diemh shA begehen, empfoKUm
«m m lattm', Gtüm» 1602 Mars 1.
(Kcu^ 8t. L.-A., Chr. B.)
S« UUcB m tUbt y«*<b»p> w4Bn er Qn^r im Lande bllt« «rbftllm
klBBPn, vetl hAb r«dlleli«s, uifHchtigM. adclt^«« GimBt nnd »Bderm
Q— Km— wir (iciiS^ b^kutBi xlea and «r Aarh dMwegra sn liob«>a
ge—gen wMrd», wie ex den I^nd- uud HitfivcbU>u rifri^ beig^Mafant,
4m JCioekalkaal* rtlidie Jjibre iiiit besondereni Kubuie verwjUtr>L, ial«Ut
Im Tcrordactcnamte ab Präudeot .woUrnpricßlich' pedient and juteli des
Krl«^«*xped>tifla#a, wi« im .wnchivaea' U«rbsl Tor .KaaucbV, b«{*wofc«t
Da «r Dan sqs ,b«tr«(1ich«o' Ursachen in div karfilr«tlic)i«n
IW— <e treten will, nBf« der KarfilKt ibu piSdip «aftirbm«Q.
1387.
Dieatiben an ErihersofftH Maria: Auf ihr heute Obersandtes
DtkrH (vom 28. Februar), dafi sie ,die StifV um einen leidlifhen
iVin* kaufen ttvile, tceil sie eine geräumige itchauSHtig aulJer
der Burg brauche, sind E. E. L. geneigt, obufM es eine Stimme
60.000 fi. betrifft, sie ihr angesichts ikrer den iMndlnäen
erwiesenen Wohheigung tu verehren. Gros, 1003 Mars 1.
(Kona., «bcnda.}
Die SdMnknagsarknnde ist von Dichrten Täga datiert (Kons., nbAndft).
1388.
ßieseibem an Frans Lang- tcoUen tcegen Erstrechtng seines
AustMüirngsUrmities bei dtv F. I)* interveHteren. Gras, 16QS
März 3.
(KoBK., nb«nda.)
E>cr L«ndMbaftikoininU«ir Frui Lang war anf UndeiffirstUcbcn Ba-
f«U VM des HnrbDrgw Pftrrar and den Verwalter Hans Sebeo ^fordert
220
wikidtiii: er Bolln Mitwoder Kiilhnlik werdon »der lUa \Mni rfliimnii. Er bat
nnit Hin die VerweniiuuK rior Vrrrorduoton, dsU Uiiii, einnm alten Haiine,
vfonigBtQus ein geraumer TenoiD sum Verkaufe neiner Urlliide gelben
wfiidQ (Kop. o. L)., ebenda). Aci 23. MXtz waodlo er »ch daua an den
J'farror und V«rwalU'r: ilim Mci gMlrrn «iliie Zitation ntgekninniar, auf die>
hin er vor ihnen erschien und rLcIi verantwortete. Kr li'gi sie abfir foinN
Rcli waclicn OedAuhtnidBes wiegen arhrlftUcli ror. I>i« Benchulrliguttj^, daß rr
sitTti HrgerlicK verhalten hab<m itnlln, Ret ungerecht. Kr sei von Mnrtinrg
,aufi tiojr' nicht «olbtt gezogen, Ronderii weil die KefoniiatioiukoinoiisaJlre
ihm befcrbleu haben, binnon drei Wochen aus der StAdt xu siebe», wo
er Mich als J^eugskoiinuiflsär der ÜebQhr nach verlialteu habe und nifinandem
in geiatlichen ««ler GlaubeOMactien *c-hltdlii'.h war. Jeltt sei er diiroh «-inA
Fonersbrunst nni allen Heaitz, dnrch Krankheit und Alter um .lelne KrKile
gekemmen. 8ein Olauhe sei der seiner ßltem. ,Da& man mich zu der
katholiaeben Keüginn 90 eilend begehrt, dai kann ieb nicht tun, weil ich
AUS dar keil. Sohiift nicht Dberwiescn bin.' Damit beKolie er nichts Straf-
wilrdige«. So eilend kann er nicht hinw^; er ist der Laudscbaft die
,riat>ohw(igraituiij^ vnii drei Jahren Kbuldig, dann hat er eini^ neue Brück«
an dnr Poauitz xu bauen und loiutige Koniniissionon, diu er auch verrichten
muß. Er ist ohni? Geld, weiß nicht wobiu. in Anbetracht seiner dem
Landesfllrstea und dem Lande geleisteten Uienata erwartet er BerÜckeleb-
tiffung. Am b. Juni KtOS gibt da« Verorduetenküllcgium eine neue Uitt-
•ehiid für ibo biiim Erzli^nogc ein, deAgIfiiulicn am 'S. Augiut. Ahnliche
lDl4n«MloB«n Air audcre Landes bedieaslet« liegen noch mehrfucb vor.
1389.
Die stdrisehe TMtulsehaft an FurätHand IT.: teilt in Ab-
schrift die }iiitc. ihres ,(tlterlebteu' gctreutni Ulittjliedes Wilhelm
von RolttU (ie$ Älteren »m Atiptrhittig des von ihm ahrjeforderten
PmtfalU'S eon HOfiO Dttkaten utui Relaacierung seiner de9wegen
(fepfündeien Oüter mH, le^t ihre Intereession für ihn ein und
füiirt Beschwerde ycgen solche uoji dem Kammerprohtrator vor-
genommene unordentliche Prosesse, die (/eyen die Lande^freihcUen,
altes Hrrkommtm und üidicJte (rtwohnheiten sowie i}irc- mitlaufen-
den Interessen gerichtet sind. WUhdm von liottfd habe auf die
DenungialioH der Pfarrer von Wcrtk uml IVultfirsdorf und den
darauf erfolgten liefehl der F. If xeine gehorsame und i^ründ-
liche Ent*chuUligung vorgebracht und dies zu rechter Zeit und
sie durch Jöchlingers Sohn diesem hommnidiernn lassen. Da das
Schriftstück iregeti Jöchlingers jähen Tod verlegt sein könnte,
liüttal aucii nicht gesinnt ist, dftm einen und andcrf.n Pfarrer
tu versagen, was ihnen voti Rtchts wegen gebührt, so tntt^ die
_,^-, ihn diese Hekommendatitm genießen m* lassen uvd
die (rüier^erre auf^uhcbett. Gras, 1602 Mära 4.
(Kühl, 8t. L.-A., Chr. B.)
Sieb« »am 4. April.
1390,
Ferdinand II. an N. N. (Umschlag fehlt): hebt auf Anlangen
da Priesters Leonhard Teuffenhtidier alle und jede durch jenen
tcider ihn (den Priester) vor der Landschranne erfiofteneH Klagen
aus landesfürstlicher MachtvoUl-ommenheit auf. Graz, 1602 Märe 8.
(Kcip., St. L.-A, Chr. R.)
Die Schrift iat, wia aus pinom nnJerrn Akte eniobtltoli int, an Wil-
helm ron KoLtal ileo Alteren gerichtet.
1391.
Die Verordnelen von Steiermark an die von Kumten: sendet* ihnen
auf ihr Begehren vom 4. d. 3/. die Landtag^proposHimi vom
S&. FeAruar und die darauf erfolgte Beu-iUigung (^so gleichwol
noch nicht eigentlich verglicheft*), wie aucJt ihre Üeligionsl'e-
schwerden. OroM, W0$ Mars 9.
(Konx., St. L.-Ä., Cbr. R.)
In der ZaacbriA Tom i. HXre batton die KXrntner auf ilia «kontiiiDir-
Tlcheo und betrüblichen' KeforaiationB|)rox(>!tat> verwicaen unil ^beten, ibnea
mitzuteilen, wat ilinpn auf ihre et^en^n gravominn für eino I!e»olntion er-
folgen miK-ltt*, jamit iHe Ix^i ihrem eig«neo Landtage am 18. UXrt A'w
geeiintet«ti Vorkeh mögen irrffen kilnnen.
1392.
Die Verordneten von Steiermark an den Bausehreilfcr Simon
WttUersdorfer: Wieicofd sie ihm mehrmcds befohlen, diejenigen
Personen, wdche mit oder ohne yVissen der Verordneten in Ixtnd'
sciMflshiiusern wohnen, auseuwei»en und die Wohnungen denen
einsurüumcn, die bisher ,in der StifV ihre Wohnung gehabt, so
ist das nicht geschehen; daher ergeht die Anordnung aufs neue
mit der Verfügung, daß diese Wohnungen innerhtüb drei bis vier
Tagen bis n* etwaigem Verkaufe der Landschaftshäuser den
genannten Personen eingträumt werden. Gras, 1602 Altirs 15.
(Eoux., S(. L.-A., Ctir. R.)
222
1393.
Krai», Landtag. Atisi>ruck der Jesuiten als liesiläcr des aufge-
lösten Klostrrs Fletriach auf SUm und Stimme im Landtage.
Ihr Anspruch ttnrd am 19. von dem ßischofe Krön und sciitem
Anhauge hefarworid, von der Mefirheii unter HintPeis auf das
Vorgehen in (hterreicli^ Bayern und Kärnten in gleichen Fdüni
aftgeschlagen. Laibach, im Landtage lOOä Mars IS.
(V.-Prot.)
Am 20. wird DocliDiJÜa daHlbt^r vcrlixniliiU. B«sclilu2 wia frfliier,
doch mit dem V'orbBbalte, wenn der Unhffrcug ihrtri) Prolest niclit bvrduli-
sicbtifOD woU«, Kl ibaQD d«r Sita and die Sttuime des Prion vwu Plctriach
)ib«r CT(!«D den Rerers sa QberlsueD, daC sie die Landeafreibeit«» band-
baben bclfen.
1394.
Die poUtisdte» BesehiPerden des ,Erjihersogtuines' Kärnten^ ,wie
auch dabei der evattgelischen getreuen stände rcligionsgrArKmia»,'.
Motivierte Eingabe des Kärntner Landtages (mit Attaschluß der
Katholischen) an Erehereog Ferdinand IL Klagenfurt, im Land-
tage 1602 März 21.
(Kop., St. h.-h.., Chr. R-l
. . .* Neben disem sein aach fürs drit E. F. D' jeder-
zeit g6tlirca erfandnc . . . stftnde . . . dise ine . . . beschwft-
rungen (damiittir aber der . . . praelattensUudt und andere, 80
der rümiscli-catholischen religion zuegcthan, gar uit vorstanden,
Dücb sich dessen tlmilhafftig machen, sondern allerdinga ansge-
schlössen sein wellen) . . . anzubringen verursacht . . .- und
obwol sie . . . in . . . hoffhung gestanden, E. F. D* wurden sieb
. . . einer gn. resolution . . . entschlossen . . . haben . . ., so
mUessen sie doch noch zar zeit . . ■ disea . . . erfahren, das
wider altes herkhnmen und wolhergebrachte freibeiten von
E. P. D' camerprocarator alboraith drey irer . . . mitglidcr als
herr Bartlme KhcTenhUller . . . wegen praetcndierter aber
* Dio bcidsu enlen l'unkta — offenbar politi»t:be BcMrbwcrdou cuthaltead
— ftfaUn auch kIioh in dor obigen Vorlage. Im obigen Urnck« aiad
HbwdlM noch alle Karialten weggdaueii worden.
' Folgt die Klage, daß iie aber alle frflhfr dargDlcglen BiwDhwerdni «ioa
^lutig« RcmIuüou nlcbt erUDgvn kouclen.
aines practiu'Änten za Homei
dAnn herr Sigmund von Spangstaiii, unib willen des durch
die nmb Vclkenmarklil gesüsaeiu;!! evaugeltöchen hcrren und
Undlenth io dem achioss Wnisonbcrg gelialtiien praedicantens,
hßiT David von Presing freyherr aber, umb doss er nur sein
kindt in dem schlos» Sonegg durch ainen predicanten bat
tauffen lassen, anfangs gUetlich erttaccht und die in denen vor
disem ausgefertigten generallun (darwider aber die getreuen cv.
stünde, umb daes sie denen allgomaiuen landtsfreybaitten und
uralten wolbergebracbten berkomen höchst praejudicicriich, ge-
horsamiät proleHando einkumen, denscIlKn nachsugeleben inen
ganz unmUglich scy und die unexequirter widcrurab aut'sn-
hebeu undterthenigist angelangt) statuierte straff der zehen
marcb lOttigs goldt, dariuuen sye umb augezaigter Ursachen
willen, gefallen Bein sollen, abgefordert, als sye aber disem
seinem ungewondlichon begern nicht nacbkomen, volgcndts bey
E. F. U' hochlöblich n.-ü. regicrung mit unerhörter, in disem
landt gans ungebräuchlicher dag fUrgenomon, von derselben
nachvulgendts gegen ime, dem camerprücurator, zu verhör zu
erscheinen citirt, und ob sye schon hierauf sowol bey E. F. ü*
als ir, der hochlöbl. regiernng, mit irer unterthenigisten ent-
Bchuldigungen, wie nembÜch obangedentermaaaen derj^Ieichen
process denen algemainen landtsfreihaiten gäntzHch entgegen
und zuwider, auch herr Klievi-nhiilUir freyborr des camorpro-
corators praetendirte praedIcantenH aufhaUnng ganz wider-
sprochen, sich zu erfindnng der angeaaigten grUndtlichen be-
stihaffenhait auf ain unpartlicyischc commisBion reforirt und
gehorsamist gebetten, sie dannenhero von disem hochbeschwär-
lichen neuerlichen clagen exempt zn mac}ien, niigeacht dessen
allen aber in die angeregte straff und peen yropter contumaciam
erkennt und dieselben onverwhörchten straffen auch von inen
Alberait soweit abgefordert worden, da sie dieselben in dem
ge&etsten termin der 6 wachen und drei tage nicht richtig
machen, man mit oinxJeluing irer glletler fiirgehen wMlIo; wel-
liches alles docli von gott zu erbarmen und sy, gethrcue ev.
stAnde, es mit übergebenden angen und betrüebten herzen zu
beseufzen haben, dass ay in ircn so vilfeltigen . . . gewisscns-
und anderen bescbwomngen . . . gar kein milderung solten
erlangen miigrn, sondern ain schmerzlicher prou-ris naeli (bmi
andern gegen inen nirgenomen und durch Bollich der uurliue-
324
bigen wider wissentliclie freyhnidten neuerliche process, fremhdc
gcsuech und nur schlechtes anznigen sye, gethrene herrn und
lacdlenth, ^leichsamb ausgftaaufrt und urab Iren hardt erwor-
benen schwaiss wollen gebracht werden, so doch ires gehor-
sainisten wtssens k&in ainich folÜchs exempl vorhanden, dsas
hey denen in gott ruhenden gewesten herren und landtsfUrsten
ftin landtman in d«r]cy fUlen von der . . . n.ü. regierang wttre
beclagt und dahin citirt, weniger aber nnverwürchter Sachen,
soweit iiuiia»aen dan inhalt hoch couteslierter und von E. F. D*
confirmirter habender landtsvestcn kain landtniann aiisflcr landts
kan citirt oder condemnirt werden, es geschehe dann mit vor-
horgehender ordenlicher erkandtnuss der herren und laiidtleuth,
E. F. U' inen, getreuen ev. Iierren und landlenthen . . . auch
nit widcrspreclien, daas sye sowol als die römisch-cathoÜefhen
gethreue stilnde and mitgÜder E. E, L. and danneuhero aller
biii auf E. F. D' 1. f. eintrettung wolhergebrachten freyhaitten,
gueten gewoimhaidten und Üblichen gcbreuclien ßlhig und tbail-
bafilig sein, wie sye inen dann über Ire vor der bescbehueo
erbhuldigung protcstierlich eingewendten erclüningen, daas sye
ncmblich von irer ainmal erkhendtcn und bckcnten im II R. li.
znegelassnen, auch in diseo n.ü. landen vill lange iar h\& auf
E. F. D' 1. i\ eintrettung sich rhuelilg gebraucliten, daboy ge-
hissnen ev. religion A. C. nnd deren christlichen exercilio kainea-
wegs weichen und diu erbhuldiguiig nit änderst lai^ten kUndten,
sye bey denselben iren freyhaitcn verbleiben zu lassen^ an
achütaen nnd handtzub&ben nit weniger als wolgemelter röm.-
catb, Hlünden ohne ainiuho eondilion, so gn. »uegesagt und ver-
sprochen, als sy in zeit diser E. F. D' I. f. rngiernng nie nichts
sollitdies neuerlich», so denselben hievor ubservirten gebreu-
chigen guetten gewohnhaidtcn und freyhaiten ontgfgeugewcst,
weder allentiert noch fllrgenomen oder hierdurch zu schmeller-
und entziolinng deren, aucli denen angezaigtcn hetrilcbUchen
Processen ursach gegeben hellen, sondern haben E. F. Ü' nicht
weniger als dero in gott ruhenden . . . vorfordern (von denen
sie hingegen zu jederzeit geliebt und geehrt worden) alle pider-
mannische ihren und gebUrlichen geborsamb crwisen und als
sye wider sullieho guette gewohnhaiden und conccssionen in
religio nssachen so vilfeltig gravirt worden, durfUr nur in tief-
lister dieniucth gehettcn und geflehendt, undter andern aber
aoU inen . . . auch nochiuuUen nit wenig achmerslich fallen,
325
dass mit ausachaffiing irer glaa bensgenossen und angehürigon
evangeUiicben, and zwar viler anseclilich and vermUglichcr in-
wohner so gar kain aufhören noch versfhon\ing sein will, in-
masaen inen dann auch gUabwicrdi^'^ tUrkbumbt, dass alberaJt
widemmb ain reformationacommisaion alher in E. E. L. aigen-
thamblicben statt Clagenftirth angöordent sein solle. Wie es
inen ev. . . . ständen nnn, wan man inen das bisher dnrch
gottes gnaden gehabte evangelische €a:ercitium rr^Ugionts, welches
inen aber bey verlast der seelen hail nnd seligkait nnmiigUch
SQ entratten, so zwar einstellen, sye derenwillen bestrafTcn, er-
schöpfen, darneben ire glau bensgenossen aasschaffen und nit
gedalden, letztlich aber allain nmb irer chriHtliehen ev. religion
willen gar von baus nnd hof mit weib nnd khindern ans ircm
so lang besessnen geliebten vatterJandt ins eilend jagen will,
za gemUeth sein, nnd obs mit denen so vilfettig beachecli*
nen andeutungen, wie nembtich die t-eligionsrefonna-
tion auf die herren nnd landleutti nit angesehen noch
genaaint, überainstimbt and also gehalten wierdt, anch wie
willig and lustig es sye, ftlr das geliebte vatterlandt guett, leib,
ehr and blaet darsnsctzcn nnd dasselb retten zn lielffon, machen,
und woher sye ain und die andere bedttrlFtigkatt erarnen
Ilftn, haben E. F. D* selbst so gn. zu erwegen, als E. F. D*
dei-sclben getreuen ev, Kitmeriachen herrn und landleutli
von 3. Aprilis negsthin aasfüerlich in geh. llbcrraichlen schriflft
neben andern auch diss gn. vernomen, dass weillendt die in
gott mliendo R. K. M' kayaer Maximtllianua yrtjnwÄ Jioebs.
ged. dise statt Clagenfart mit disen in derselben darüber haben-
den kayserlichen donation einverleibten k. wortteu E. E. L. aller-
gn. übergeben und eingeraambt:
Dieaxil wir nun edmldig, auch «onderlich und gncdiglich
genaigt tetn, «««er undterthanen vor verderhUchen schade7i auch
üherfelUn und heschicerlichkaiten zu verhüaten vnd zu versicheim^
90 haben toir der ohhertleTten von praelatten und adl unserB
fUrstenthuinb» KhSmdten widertli. bith für notkdurß'tiy und
zimbUch angesehen und inen, auch allen iren nachkumen und
erben, soliich unser »tatt t'lagenfiirt mitsambt dtr purkk darin,
gn. zuegestSlt %ind erblich geaifp^et, thuen diss hiemit wisienilich
tn erafft dii» Irriefs also U7id mit Kollicher heschaidenhait, me
hiernach begriffen icird''-t, nemblich dass nun hinfllro eye, ire
narJiicu-men und erben, die gedacht wiuie*" ulatt Cfagenfuri mit
Pont«». II. Abt. Bti.LX. Ib
926
aambt der purkh utwerkumert inA^tti^Mt« nach irar notdurfft,
toillen umj gafalUa joatMitj hea«txen, nch dai'innen enthalUttj
auch dieselb statt regieren, riehter und rath, auch alle ämhter
darinnen tetsen, entsetzen und tonet in all ander weetj damit
handUn und gefahrn miigen und aollen, als dan ein herr
mit seiner aiijnen statt thuen vuiij und soll, unverhinderl unser
erben und sonst allermenniglich. Auf solUehes haben wir inen
dieseih stait ClngenfuH mit aambt der purkh dannnen aus
uneem handen und gewalt in ir handt, nulz^ (jwalt und tfwür
abgetrötten und eingeanttcorlet. Darauf und entgegen thuen
und geben wier als regierender herr und landtsfürst des obau'
gezaigten fUrttenthuinbs Khärndten der villgemelten statt Ciagen-
fürt und allen denen, so jetso darintusn wahrten oder noch
kunftiglich dannnen wohnen werden, auch kiemit und in erafft
dita briefs dise besondere freyhait, also dass nun hinfüro zu
aoigen eeitten in derselben statt gtistlich, weltlich, edl und un-
edl, arm und reich, inwohner oder auslendcr, was nation die
sein mügen, tu aller zeit und täglichen frey darinnen kauffen,
verkaujfen, handtieren und irts güetter darinnen hahen^ ver-
treiben und ferrer irer notdurßi nach verfünkren mügen ohn
alier menniglichs irrung und widersprechen ete^
Uud demnach E. F. D' daraus gn. za sclien ond bowoI
über diss als andere bis auf E. F. D' 1. f. antrettung rbuebig
crsessne frcjrtiaiten au lialten gn. versproclien, das» von der
K. M' dise statt E. E. L. frey aigenthumblich, dieselb nach iren
willen und gefallen zu |tauc>n, zu bcsetzea, sicti dariunen zu
entLaltea . . .* cingcraumbt und zucgestelt, danebeos abor da-
bin privilegirt, dass nun liinfilra zu ewigen Zeiten iu derselben
statt gcistlicb
so sein sye, getreue ev. stJlndo, der gantz
getrosten . . . faoffnnng, bitten auch E. F. D^ . . ., die wellen
doch als ein gerauhter . . . und eowul inen, evaugt;li sehen als
den rÜiD.-eatholischen . . . ständen . . . gescbworncr lierr und
landtsfih-st, gegen dem sie die von der K. 31' hingegen reaer-
virteo articl jederzeit etlfferigst observirt und gcliaUen, and zu an-
nuUierung ires an discr statt habenden tu« die wenigiste ursach
gegeben, syc nit allain he.y diser so statlicbeu hochverpindt-
licben contcstirten k. donation und nutunelir in die 84 iar dar-
über rliuebig ersessnen gwülir gn. verbleibeu lassen und weder
* Wie obto.
227
inneo derenwiUen noch auch iren iDwolinorn und glaubeas-
geno&seD mit ferrer ausschaffung noch sonsten ^'clits beschwur-
Uchs zaefUcgcn, sondern sich Über die kü vilibllig mit bo-
kamerteo herzen aad gemileth erolagten, inen hüchst obligen-
den gewisscnfibedrßngnusscn und besch wärungen, auoh die hie-
bevor angezognen wider wissentliche freybaitton and üblich
ohserrirte gewonhaiten miÜtirende neuerliche process . . . gn.
resolviereD and fUrderhin sic)i von den uorliLebigen dem ge-
liebten vatterlandta wulstandt nit wo! aff'oclionirten . . . nit also
nngnedigist verunglimpfeu lassen, noch denselben nur auf blussea
angleiches anbringen ohne vorhergoboande gcburUcho vemom-
oder Verantwortung eimpUeitur gliiuben setzen, aUwol sie dessen
— wil man sich andei-sl nit uridter ainisten in das eusscriste
verderben stürzen — in warhait anzühlich gnaegsame Ursachen
Imben und gewieslicli ia kürzen selbt^t gu. erfahren werden,
dass mit E. F. D' und derselben geliebten posteritet sye, evan-
gelische ütfiiide, US treulich, erbar und aufrecht mainen, seitte-
mallen dergleichen herzbetrUcblicbo proccsa und gewiBsens-
liedrangnussvn in der R. K. M^ . . . kunigreichen und landen,
die doch von dem H. R. R. und andern puteutaten wider den
erbfeindt viU ain mehrere assistenz als leider dise E. F. D* aas-
geinergelt« lande haben, dennoch nit also strenge lUrgenumcn,
Bändern es bey denen religio cisconccasionen allergn. verbleiben
laBsen^ E. F. D^ such selbst gn. wabrnemen und empfinden,
in was abneroen dieäelbeu wenige iar hero disc E. F. D' ge-
treue lande geratben, wie gänzlich die stritt und markt and
allerliand conimercien fast gana und gar erligen and wie sunnton
ein scharfTe gottesliaimbsucciiung der andern, mit denen nun
etlicb iar graij gierenden sterbsleuffen, einfallenden missrattungen
and daher folgenden grusäcu tUeuerung, noth und mangl, er-
wachsenden mistrauen, veriierung des credita, gentzlicher er-
ligung der porkwcreh und aiideri] villen hoehbcschwArliehon
saeständen die handt gibt, sondorliuliien aber> wie ttbl es umb
die grilnitzen allerseilu gesohafTeo, wie schwer es mit der dahin
bedürftigen verlag zuogehct und wie offen and nahendl diso
K. F. D' erbtande sich laidcr dem erbfeindt betinden, wie Htark
sich derselb den einkuoicndcn kundtachafften nach wider allge-
maine christenhait abermallen rllst, was bisabero die frembden
Vülkhilfcn gerieht und was sich noch ins künftig daraulf zu
verhuaon, nemblich anders nichts, als dass dieselben in den
dnrcbzUgen (wie es mit dem anjelzo in Oberkttrnclten Itgendoii
Ma<lrut»c)iisc}ten krtcgsvolk »u aclicn) die lande noch mchrers
in Verarmung bringt und verderbt, hingegen aber darff cb
kainer prob, wie threalicb pidermannisch des landts inwuhner
obno rbuombs altriboirnng meldcnl bcy irom gn. herrn and
landufUratca ttnverschont leib, guett und bluetä jederzeit sae-
gesetzt und si<:h darauff nuchiimllen mit gottcs hilf bcstcndig
za verlassen, iomasscn dann aus soliich za E- F. D* and dorn
geliebten vatterlandt UDterthenigiat tragender lieb und pider-
maiiniüchen affcction sy unjetzo UDgehiiidcrt dessen atten aber-
mallen gcstrocks zu der landtagsbewilligung greiffen and sich
iu derselben widcrumben auf das erschwingltchist. ja über das
vermligcn erzaigcn und dass man sich in sollichcn vor äugen
stehunden faüebsten feindtsnUtten offt gar der ungläubigen
vülker (darfür aber oder diejenig sy, ev. gothreue stunde, ver-
hofi'cndtlich in ewigkeit nit soücn gehalten, so etwo, wie
E. F. D* villeicht eingebildt mücht werden, ain äotliche sec-
tiscbc oder ketzerische rcligion und glauben an sich hetten,
dass sye sich muetwiltiger weiss von der hl. christlichen kirchen
separiern, sieb selbs in zeitlichs und ewiges verderben setzen
and dannenhero inen anter andern Christen zu wohnen oder
ir ej:ercitium zu haben, «o gilnzlich soll verwört sein) ver-
bindnuss und lülfien gebrauchen, fUmemblich aber dabin sehen,
damit sy ir selbst aigne manschafft vermehren und in gaeter
protection erhalten. Und wie der allmechtig gliettig gott, als
man undter E. F. D' in gott ruhenden gelieben herrn vatteru
. . . auch denen . . . vorfordorn . . . sowol in reÜgions- als
prophaneachen in christUcher ainigkait ohne gewlssens beschwur
rhuebig gelebt und mit einhelligem herzen und gemUeth threu-
lichist zusamen gesetzt, eein liailsame gnad eiogewendt, dass
nit allain das gemaine landtwGsen in trefflich guettem es$e und
hochgewUnacliten wolstandt sich befanden, sondern hierdurch
allgemainer christenhait ertz- und erbfeindt jederzeit der
wtirkliche widerstundt erwisen und diea ime sonsten fast
im rächen ligenden lande aufrecht erhalten worden, also ist
gewisslich zu hoffen, dass sein göttlic^hß almacht das an-
jetao voran gezogene mtlheselllge weesen und gottes haimb-
Buechnngen hledurch widerumb zu dem vorigen glücklichen
guetlen wulstandt dirigiern, inBün<lorlioit aber K. F. D' so-
Wal als dero gcliel>t«ii herrn vattcrn wider alle feindt glück-
I
Iklie aberwindang und den ^adenreicbeD segen verleiben
wirdt, and nmb diewLb werden ca die gethroaen er. atXnde
mit onverachonter wUli^iater darsetzang des noch wenig übrigen
gnett^ leib, ehr and blaets Termügea onderth. zu verdienen
gefiisscn sein.
Da aber sj, getreue er. stände, in sollich irem hertz-
brechenden . . . clageo, flebeu und bitleu wider all . . . ver-
hoffen nit wolten gewehrltcb erhört, die vor disem aasgefer-
tigten nnann cm blichen neaerlichen general nncxequirter und
die obeiogefürten von dem camerprocaratorn . . . fUrgenomne
procese and die daranf gevolgtcn citationen and, erk&ntnassen
wie anch andere merkliche in vorher übergebnen schrifRen an-
gezogne ijracamina nit anfgehebt oder in iren gewissen anbe-
triiebt gelassen, sondern immerfort wider so nissentlirhc frey-
hoiten and altes herkoroon graviert^ letztlich aber anter diesem
{n^etext inen das irige entzogen oder aber sye denen frida-
widerwerttigen inen nit gcschwornen zv. triboliorn wolten unter-
geben werden: so bitten R F. D* sye. getbrene ev. stände,
auf ainen sollichen anverhofflen fall schlie.isitch ganz, anterthe-
nigist, seittemalen inen disen ganz nngcwohnlichen durchs herz,
march und pain gehenden lasat dergestalt zn tragen oder sich
irea christlich evangelischen exercitii relüjionü init unverletztem
gewissen zn begeben und zn entratcn (wie vor voriiomen) wie
Buch bey diser beachaffenbait onniUglich, ire anlagen zu con-
tribuieren und was sonsten za rettung unser« geliebton vatter
landts, es sey nan mit persöndÜchon aueztlgen oder sonsten die
nottnrfft erfordert, zu iaisten schwer und iinmU^li(;h fallen
wnrde, die wollten sieb, wessen sye gethrene stftnde sich
doch bey ainer sollich hertÄbetrtlehlichisten besch äffen hait endt-
lich zu versehen und zu getrÖHteu habe», sye sich atsdan auch
aller christlichen gebür nach zn richten wissen, ehist gn. re-
Bolvirn, dis ir . . . anlangen aber nit in «ngnadRn, sondern
. , . mit I. f. gnaden vermerken, das» sye hierzu godningen-
lich verursacht und diser flimemblicb zu E, P. D' verschonung
der hierunter so vilfcltig zuostehenden hehelligungen und irer
gewisse nsbefridigong, auch damit sye sonsten in mehrer and
besserer ruhe und friden sambt iren geliebten weih, kindern
und sonst angchOrigen, dann aneh der konfftigcn posteritet
mügen gestJilt werden, gemaint seye. Und thuet E. F. D
E. E. L. sich . . .
230
Actum Clagenfnrt im landtag den 21. Martii anno 1602.
E. F. D'
anderthcnig!ste und goliorsa miste
N. E. E. bey gepenwUcrtigeii land-
tag versaiablietti landächalTt.
UiiweMtiUielt gvikflrxt. Di'in 8tÜck« ut die LandshandfMtc flt^rzug
AlbrecUU II. (von 1339 Dezeiubw 6} beigeacblvssan.
1395.
E. E. L. interJ!tidicrt bei Maria, Erehersogin von thierreich, und
bei der F. D' um Erledüjaufj KanäcUiergers- 1602 Mars 2.V.
(Kq?i«U.)
Iti Ziiuiiiirnoiiliiiiig dxiiiit liat man ilie folgendf Niiinnier geseUt.
Stflie Peinlich, Dia Egkennperger SUfTt, ä. 60, Note. Siebe dagogen Loaortb,
HocbvrtrraUprftzeß, S. 339.
1396.
yAn I. E. jy frauen frauen Marien, vertvittihten erzhersogin n*
Österreich. Donationsbrief von E. E. L. wegen der stiß allhicr.'
1602 März 23.
(R«giftr.)
Si«b« Lotertb, Hcichr«iraUprozeß. 8. 339.
13D7.
Kraiwr Landtag: Bischof Krön meldet, ihm sei ein landesßrst-
Heiter Jiefehl gugehommcn, es sei mit dem Landschreiber eu hatten
tcie mit den anderen Landschaftsoffizieren, daJier trage er liedejtken,
ihn smn Laudmanne jsu nehmett. JiefuJUuß, i/i» als iMndmaim
aufzMnehmen und die Verordneienstdlen mit ttcei katiioiischen
und zwei evangelisciien Landleuien su besetzen. Für die Jtats-
personen sei bei den Kotnmissären um Verlängerung des Temntts
gu bitten. Im Landtag 1602 März 23,
(V.-ProU)
1898.
Literzession des Krainer Landtages für Frau Gali, hcztehungs-
weite das Spital zu Mitterimrg, für Spindler, Wassermann und
Jackschitt. I^Uiach, im Landtage 1602 März 27.
(V.-Prol.)
Für W«M«rmaua wird Doch ua 9. Mai iuterttMÜMt.
rDeoretom archiduois Matliiae quo comiti Georgio Thnrao . . .
altra datani mbi instmctionem serio inianptar. dc semet in
nlltim reltgionts negotioni inmisceat ncc altenas quam catb. re-
lifponis miniBtros ['jvarini et in locis ad conßnia capitaneatos
sni spectantibus inlerteneat.' J002 Aprü 1.
(Orie., Cnp. L.-A. Tban», Fux. X, Mr. 36.)
1400.
^April 3. finben I. F. Gn. auss erhöbOrhen ursachm den Ulrkk
Nomk, bitrptr alhie (tu Laihach}, der des Auf/astin KhÖterU
güeier und giashtttien in seinem absug der rdigion halben in
skA erkauffl, noch restige sehuid als 2900 fl. im namen f. F. D*
und gewalthahender rdmeehtigen rdigionsreforntatiöHSeammission
ime kinaussugeben gttns und gar verbeten.*
(KrOos Kalendor. S. 2S.)
1401.
,/. F. If /Vom fr^iu Maria m öslerreieh, tcittib,' bitten die Herren
Verordneten ; sie tvoUe bei ihrem ^diehiesten Herrn Sohne' Ferdinand
für Hans Georg Kanddberger wegen seittei langeti Gefängnisses
die Erledigung soUiniierm und iniersedieren. JG03 April 3.
(Bapatr.)
1403.
Ferdinand IL an die sieirische Landadiafl: Er haf/e ihre Zu-
scJtrifl vom 32. Mära in caa^a des Pfarrers von W(ätersdorf und
Wilhelms von Rottal, betreffend des letzteren gegen den Pfarrer
gerichteten IhfrecMsklagm und daß die F. D dieselben aufge-
iabw, was icider die Landesfreilieiten stfnn soll, vernommen und
erkläre, dafi der von ihm erlassene Befehl die Meinung nicht
hat, dafi hierdurch dem Lande an seinen Freiheiten etwas be-
nommen sein s^; aber er mufJte deth P fairer sd^Usen, gegen
den Rottal Klage erhob, dafi er sich der eur Pfarre Ebersdorf
g^iorigen (}üter ,für iich st^st unterfangen hätte" ; dasH hatte
Rottal kein Recht, da die F. V dem Pfarrer die Pfarre und
ihr Zugchor durch die Religiottsreformation aas genügsamen Ür-
sadicn einantworten ließ. Damit drr Pfarrer nicht unhiUiger-
W^e Mit Verahsäumungi seines G^ottesdiensies bei Gericht ,hwi-
gejfOffen' werde, habe er ihn vor den vermeinte» GetcaUsklagen
Sottals exempt gemacht und lasse es dabei verbleien. (Grat)
1602 Ajorü 4.
(Oric.. St. L.-A., Cht. R.)
DIs Eln|:Nbe Sottsla au dis L&ndscbafl (undatiert) lie^t Tioi.
14U3.
Die Verordneten von Steiemutrh an den Lajuhsh<iuptttKtnn :
teilen die den Herren t-on Windisch^rüts xu Widd^tein durch
gefäntßliche Hinweg führung des dortigen Prädikanlen (Paulus
ödontius) Eugefwjte Gewalttat mit. Sie habeti dies auf dir BUte
des Vormuyides der jungcit Herrai um Hat und HUfe den a»-
wesenden Herren und LaniUeuten vorgetragen. Der Vormund
der Herren von WiiuUsehgräte werde sich hei der F. i> 6c-
schweren. Die Verordneten selbst litten den Landeshauptmann
um sein Chtlacliten, wie hierüber twn Landeswegen vorzugehen sei.
Graz, IHi)'^ April :i^.
(Kon«., St. L.-A., Chr. R.)
E^ H. werden sonders zwcifl der F. D* den licnn von
WiDdisckgriltz zugefüegtco gwalUttigeu cingriÜ' zu Waltcnstein
und gfifiingliclicr IiinwegfÜeniiig dea aldort gcwcstcn ev. prc-
dicantcns durch andere auch mehr Uider sein erindert worden,
inmasscn E. H. höchst ermcltor I. F. D* starke Verordnung aas
beiligender patents- and l)efelc]isabschrifft raehrers zu ersehen
habeu. Wan dan der wolgeborn heiT KudoliT freyherr vca
Theaffenbach etc., landsverweser in äteyr, als neben herrn
Wilhalbm froyherni von Wiudißcbgrätz, wcilandt herm Pan-
gratzen von Windischgrätz saligcn nacbgela^nen erben und
gfiti(f) auf dato wesender gerhab sich solches zugefUegten
gwaltlittgcn und vorhcro nie erhOrtcn ciDgriffs und aufstossung
der thor zum hüchaten beächwftrt und uinb unser ratb und
gutachten, ob er oder aber die jungen herrn von WiudischgrÄtSj
denen die einantwortung gtandtlichen beschebcn soll, sich dessen
bei der F. D' beschwören sollen, gepetten, haben wir nicht
unterlassen, die Sachen denen jetzt noch anwesenden herrn und
landiouthen filrzutragen, welche neben uns oinheUig fUr gutt
^
233
gehalten, dam er, herr von Theaffenbach, in welche« gorhab-
lidie admiDiatratian solclier gewaltÜiA liger eingriff beschchen,
ttch bet der F. D* beschwären sollt. Weiln aber vilbemelter
gewalt E. E. L. habenden atatlichen fre^heiten nicht wenig con-
cemirt and eines bögen mitl and anders and stattlicher anfang
tt rei mali eaeempli ist, haben wir solches E. H. keineswega
Terhalten sollen, dienstlichen bittent, die wällen nns anbeschwert
ire bericht and rätlicb gntachten, waa hierin sowol ernennten
herm von Theafenbach als diser stell von gemainen landta
wegen {Urznnehnien sein möchte, erthcilen, damit also balt,
was also rathsam befunden wirdt, könne fUrgenobmen werden;
wir mit verlangen erwarten. . . . Qräta den 22. April 1602.
Vorordente.
1404.
IN Gra£ anniesenden Herren und Landleute an Ferdinand IL:
Im Namen der !•'. 1/ icurde den beiden jungen Herren von
Windigchgrätz anbefohlen, steh alsbald in der F. !> Uaupischi<^
eimusteüen, ans Ursaetten, ^ie soteohl uns als ihnen toibewufii
tittd'. Bitte, ihn^n die Gnade ;u encäsen, daß sie icentgstens
in ihrer hie^ffen eigenen Behausung rfdtxssen werden. SoUte dies
nidit £U erlangen sein, werden die heidetf sich im Schlosse ein-
stdUn, doch soll es E. E. L. an ifiren Freiheiten nicht prajudi-
iieren. Graz, ltiO:i AjyrU 22.
(Koni., ebend«.)
Doch flmlct «inb außao die Bemerkung: 4>i«s Coneept Ut iiit «i-
pcdirt wnrdeii.' Wir kxbea m alt Stimtnanglbild docli aafauiiftfainen aiclit
ontcrluwD mOgvo.
1405.
Huddf vmt Teuffenhach, Wilhdm, Christopti und Friedrich von
Windischyrütz an die Verordneten und die in Gras amcesenden
Herren und Landlente: Obtcoid sie ßr den Venealter su Wald-
stein, Wilh^m Haag, und Paul Odontius se^st einschreiten u-oUten,
so hetben sie dock das Bedenken, daf} sie in der Sache selbst
interessiert sind und für ihre Person wenig Nutzen schaffen
könnten. Sie bitten daher, auf Mittel bedacht zu sein, durch
die der Landesffirst rur Milderung seiner Strenge bewogen werden
könnte. Zwar sei kaum su befürchten, daß man Odontius ans
SS4
Ijcben ffehen tccrde, da ein solcher ,rigor' in so unverhoffter
ÜeliyioHSPa-änderHng bei den Rclifiionsvencandten im ganzen
Reiche Aufseheti machen würde: dessenungeachtet mire eine J''iir-
bitie ersprießich. Haag ist Landmann in Kärnten. SoUte er
hilflos gelassen und als ein Mann gestraft tecrden, der nie im
Sinne geliaht, der F. ly zu widerstreben, sondern Mir das Zeichen
mit der Glocke gegen unbekannte GetealUat gegeben, so könnte
das der Land<i$freiheii nacMeÜige Konsequenzen Itaben. 0. D.
(nacfi dem 22. April).
(Orig., St. L-Ä., Cbr. B.)
1406.
Die Verordneten von Steiermark an l'erditiatid IL:
ßr Wiihdm Haag und Paul Odontius. 0. D.
22. April).
{KoriB., 6t L.-A., Chr. R.)
fnt er Session
(nach dem
1407.
Die Verordneten von Sieirrmark an den handeshauptmann :
teilen ihm die Vorgänge bei der Verhaßutig der junge» Herren
von WitidischijratB mit und was die bei deti Land- und Hof-
rcehien anwest^uien Herren und Landleute hierüber bcscidossen.
Er werde nach seiner Weise die Laudesfreiheiten su wahren
wissen. Grae, 1602 Äprü 26.
[Kooa., St L.-A., Cbr. H.)
Gloich in der stardt, da wir An K. II. wegen de» his-
scheLnen iiDverselmen gcwnltttttlgen eingriffs za Walterstetn
nn»cr Ubcntcliicktes riltliliclicK gnctaclitcn abgehört und ver-
nahmen, ist bcrr landtsverwcser mit beiden jungen lierrn von
WiiidiBuhgrätz ftlr uns kumeu nnd uns so vil angebi-acht, wie
ihnen anhent fraer tagzeit ein ornBtIicfa decret von I. F. D* zn-
komen, darinnen inen auferlegt worden, das« sie in angesicht
sich für L F. D* herrn atattlialtern etellcn ond alda ferrers be-
scheid» erwarten sollen. Als sie aber solcher I. F. D' gn. aaf*
erlegen, anbewust umb vrebo es zu thnn, gehorsam geleistet
nnd alsobalt für ihme, herrn Statthalter, erschinen, hat I. F. D*
mehrera nicht, als dass sie sich in angesicht in das f. hanbi-
I
235
I
tehlofts jjhie in gehorsam einstellen sollen, ihnen ernstlich be-
Tojhen. Ob sie sich nnnma] mit mehrern aasfllrlichen ent-
BchnMi^, somalen weilen sie noch begerhabl und nmb einiges
Terbrechen nicht wissen and ohne das 1. D* mit leib und gnet
onterworfen, hat inen doch solches nicbtcs fartragen, sondern
dise antwort ervol-rt, da sie nicht gehorsam leisten werden,
werde mehrerer ernst gegen ihnen fürgenohmen werden. Dar-
über beide jnnge heim von Windischgrita damalen hinweg-
gangen und solches alles durch wolgedachten lierm landtsver-
weser anbringen lassen. Darüber wir denen in jetxigon landts-
und hofrechten anwesendun herncn ond landlcuten solchen
neaerlichen und unerhörten process, so denen wol hergebrachten
iandtsfreyhciten ex diam^tro zuwider, nach lengs filrgebradit,
welche dahin geschlossen, dass sie, herrn von WindischgrÄt«,
auf die von I. F. B^ albcrait anbevolhne stärkere Verordnung
sich dieweil stellen sollen and dass wir K. H. solches alles
eilendt erindem sollen, des gewissen Tersehens. E. H. als das
(ttmembste mitglidt werden iro B. ganze E. ISbl. L. wolhcr-
gebrachte uralte freyheiten anch anitzo, da es am meisten von-
nöten, eofrig obgelegen sein lasson and sich also bald wegen
der Sachen ob sich tragenden Wichtigkeit ungehindert anderer
irer fUrfallenden ehehaflPtcn und angelegeoheiten hieher ver-
fliegen, damit das, was etwo in diser hochwichtigen Sachen
woiters ftlrzunehmea. mügc berath»chlagt and vollzogen worden.
. . OrStE den 25. April 1602.
E. H. d. beflisne
Verordente.
k
1408.
Die in Gras any:c8enden Herren unti Landleute an die F. /)*;
Bride junge Ucrrrn von Wind%$chgrate haben sich auf den er-
haUcnen Bcf'elU kin unversüylich im Hauptselilosse eingcsteüi,
der Zuversicht, die F. D* werde sie wi AnhetTaciU ihres Ge-
hoTSftms sich empfohlen sein lassen. Wieicohl den BittsteUem
das Verbrechen der beiden nichi be^nnt ist, so ist, faüs sie
etwas begangen, dies schwerlieh vorsäislieh geschehen, atich haben
sie schwerlich die weittragende Wichiigieit der Sache erkennen
mögen. Ohne das, was sie getan haben mochten, irgendtcie ru
hiBigat, bittai sie, ihnen die landesfUrsilkhe Gnade £U erweisen
336
und sie »Ar« Arresiee *» enileditjcn. Sie werden sich gett'iji auf
keinen ßüchiigen Vikß seteen. Graz, 1602 April 27.
(Kon«., 8t. L.-A., Clir. B.)
1409.
Ferdinand IL an die Herren und Landleute, m gegemcärtig in
Graz vermmmelt sind: Wiewohl der WaldBteinsc/te Handel mit
etwas mfihr (rehnrsam zu verhüten geiivsen und er befugt wäre,
die im hiesigen Hauptschlosse verarrestierten jungen Freiherren
von Windischgrätg im Gefäng^iissc bis ettm Austrage der Sachen
verbleihmt zu lassen, wolle er ihnen wegen der Fürbitte drr Lnnd-
sciiaft den Arrest erlassen. Sie haben sich sofort in ihre hiesige
Jidtaitsung zn verfügen und dort bis sum Amgnnge der Änge-
iegetiheit su verbleüien. Grat, 1002 Aj>rü HO.
(Kcp., St. L.-A., Ctir. &.\
1410.
Her Landeshauptmann, die Verordneten und die anderen in Gras
antcesenden Herrett und Landleute an Ershersog Ferdinand IL:
Interzession für Herrn Rudolf Freiherrn von Teuffenbach und
beide jungen Herren von Windischgrnt2, daß I. D* die letsteren
gänslich ihres Arrestes entlasse und sie und Teuffenbach wieder
jm Gnaden anttchnien tcollc. Gras, lf>f>2 Mai 7.
(KonL, St. L.-A., Chr. R.]
1411.
Herr Thomas Nadasdy, Zutsch^ und Frau PopUn werden er-
sucht, die evangelischen Prediger in ihren Schnis su nehmen,
ihnen Untersdilupf und gute Beförderung su geben. Ifi02 Mai 9.
(Rogintr., Konje., Sl. L.-A , Chr. K.)
1412.
IHeuU>m an Ferdinand IL: inier zedieren, daß Herr Rudclf
von Tctiffenhaeh bei seinem Landverweserdiensie belassen icerde;
wofern dies aber nicltt ru erhalten wäre, benennen sie an seiner
ikitt Gabriel Freiiierrn von Teu/fetibach, Hans Sigmund Wagn,
337
Frans Freiherm von HagnUs und Iferm Bemhardin Freihernt
von Herberstein. Grae, lOOÜ Mai 14.
[KoDi., ebend«.)
1413.
Erehersog MtUihias an Georg Tureo von BetUnfaiva: auf den
ershisehößickfn Gütern und in der NaeJibarschaß keine andernt
als katholische Geistliche einkommen m lassen. Wien, liSOÜ Mai 30.
(Orig., Ungar. L.-A., Fui. XO, Nr. S.)
HattliiaR . . . Magniücc . . . Intelleximas ea, qnae nobis
ad <]et:n;tam nostnim sab finem pruxiine. preteritae dietae Po-
sonicnsis tibi exhibitain reapondcris. Qa&ntam itaqoc ad non
impediendos sed tnendos potias et promovendos rntliolicac Ro-
manae ecclcsiae sacerdotes attiiiet. in eo a rei^ulutioiie S. C.
Reg. M''' domiDi et fratrls nostri obscrvandissimi iam anteu
tibi intimata recedere nullatenos possainna. Qaod ad rever-
sales a te postalataa dementer htui in parte strictiorea per to
edendas relaxamtLs, dnmmodo nobis promittas, diviaam cultnm
atqae exercitiam catholicae Rom. reli^onis te DuIUbi in bonis
arcbiepiscopalibns atqae etiam continits re) voro persoDas eccie-
siasticaa tarl>attiram aut moIestaturuiD scd nee concionatorem
tülam praeter Komanum catholieum sacerdotem te iodacturuiu.
^Qaod tibi dementer signiäoandam daximus. Datum Vicmiae
31. Maii anno domini 1602.
Hattfaias.
(Siegel «ofgTdrUckt.)
J. Lippay.
Scheint doch mit der fllHrischeii Gegenreforiiuition im Zusammenhange
an stehen.
uu.
Die steirischen Verordnete» an die Herren und Landleute A. C.
im Viertd Cilli: hcMagen mit ihnen den durch die Verjaguug
der ,chri3tlichett Seelsorger' hervorgerttfeuen trübseligen Zustat%d
des Landes. Diese Ptrsekutitm gehe jetzt pari passu auch m
Steiermark stark tceiter. Man ti^e Jcein anderes Mittel meJir
als Geduld und Vertraiien auf Gottes BUfe. Die Herren tun
ganz recht, indem sie de$i Seelsorgern einen sicheren Fiats an
:3i
dm Konfinien vencita/fm. Der rorijesddagene Weg, ihn su
Erdmiy nach KttisersheTtj sn tj^ivn, sei gut. liatsam leäre, mit
(ieti l'trordncUn I'JrdöiJya die Sache auch müntiUeh ea ver)tanddH.
Dem OeistlichcH tixdltm sie aus i)irem Verlebe 300 ß. reichen.
Gnu, ima Mai 23.
(Konm., St. L.-A., Chr. B.)
1415.
Hrni-Ütai an Uerm Peter ErdÖdy, Grafeti gu Eherati: danken
für die bisher ihre» Sedsorgern geleistetn Hilfe und hitten, er
niikht« den Gmsüirhen des Ciüier Adels JoJiann Volianskg eu
Kaisersherg aufmhmfm. Grae, 1G02 Mai 23.
(Kont., at. L.-A^ Chr. R.}
■
1416.
ferdinanti IL an liichter und Rat su Petian: Ahiveisung der
liiUe dm uusgeitiesenen Äpothehrs daselbst St^asti/xti Gritehner,
Htm auf fünf bis sechs Wochen Zugang gn der Stadt su ver~
ffinnen, damit er seine pliarmacia ^ungehindert kinwegßhren
könne. Gras, 1602 Juni 3.
(GIfiiutie. Kap., SUUti.-Archiv Orsz ad annvm lflt&.)
Auf d«r rtlckwllr%ea Seit«: ^. Juni ie0i'(ticj.
1417.
'^ureog F'erdinand IT. an Georg Herrn von Stuhfi7therg: iiher-
ittcli ihm, was der Kammerprükurator Christoph Präitinger
ihn klageweise vorgebracht, daß er tütmUch den mehrmais
magegangenen öffentlichen Generaleti jtuwidei' sekiiiche Prädi-
Jkmfm SU Kapfenberg aufnehme. Für das mündliche Verhör
tmischen ihm und Präitinger bestimme er den o. Jiäi, 7 Uhr vor-
■w'Hnj», MU weicher Zeit er sieh einmstdien habe. Grat, 1602
Juni 8.
(Ori^^ 81. L.-A., 8tiib«n1>erK-Akt«tiO
Dia KUgnccbrlfl PräUinfrers (mit den prcu». 8. /vmt l&OS) ]i«(^ Im.
Mit «•: .Dufltii niMg» ent^eg«» tiat lieb harr Oearg- vod Stubea-
, . rritventlich . . . tint«r«tand«n, nit a1l«ia ein«n von Murcf^, Co-
fvaiuiut', samt vielen wi>derei] «lugascitAffteo BUrg«ni U&t«nchleif
^
sn E^bBt), Mtid^rn auch ninsn bei L«ib- und L«beoutrafe ,bAndiiiirten' Pril-
dik«iit«a — URgcaektct der orgnugecn Ht-Trtili! vom %9. September lf>9S,
Twoi 27. Uiitx 1&99 und vom 11. Febniar 1001 ~~ ,tiit uur p^r modum Hm-
p^Kw Ko*pUii, sondtirn per modum doliMae reefyMiotü* m rxmUv^ium prmcipi»
Bofsahklt«!!, deuelbeo exercitiit sovrol iii pcnoa naxäli^einal beizawohncn
als inch andere »onderHcli iin markt Ehapfenberif vrcsende p«r«oneii darcu
le lassen, ja auch den la Waldtatain (^weaten und denceit alhie Terttrlckten
Beeleomerderixcben prcdicaiitvn zu ticrurffeii, denselben vrinen claniaTiten
au copulieren xn f^estattou and (r t^mma baiilcn baudisirten unf^hursamou
Terllsbterii uiid ccblUidrru der 1. f. autoritet allen /avor und beoevvlenU su
«rwAlseu, dardurcb ar, berr vuii Stubenb^rg, eandtia penam qnam /tmtnüi
c6 receptatioftem ipwram auf i>tch g«lad«n, auch yrojittr cattitNiptum niontia-
tortcRi prinripü niaiestatii re»a worden*. Uitte, ihm EU Heiner Defension,
wann er eine m haben glaubt, Tag nnd Stunde su bratimmen. Der rer-
atricktc ReelenmarderiscfaG I'rHdikant ist kein anderer aU Odontias, dessen
Ocfanf^unabnic, VerDrteiliin)> zur Galeere und Flucht ^rnDcs AutVi^hoa
machte. Sicho Odontius, ,Ruiizc uttd warhafftigo Uisturi»che craoliluug,
wie und welcher geitaU Pauliu Odonttua, gewMener ev. Prediger xu Walt-
tt«in, . . . von der OretxeriKhen Inquisition gel'euglieh eiogeitogen . . .
auch Kwermal mm tod verurthrilet . . ., aber widernrnb aus der Feinde
Hende und Banden wurderbarlicher weis loa nnd ledig worden; besehriben
Ton ihm BBlbston, M. Paulo Odontio'. Dresden 1608. Andere AungabsD
Magdeburg IHüS, 1620, LQbodt I7U n. fnas. QenSlSä» (aieho unten Nr. 1484),
1418.
Uatis Napokatf und Adam Fuggents bekenne», jnt tviederhoUen-
malen voti ^merieh, Abt £tt jlrnoldslein, ermahnt u-orden zu sein,
endlich sich jsum katholischen Glauben gtt bekennen, in dem allein
das Heil jm finden sei, hiitlen es aber aus Furcht vor dem Adel
utut anderen Großen unttrlassen. Sie bekennen, längere Zeit in
der Ketxerei yeleht g%t haben, sind aber jetsi entschlossen, xum
froAren Glauben ^erstäreien, und biiten den Alt, bei dem Patri-
archen Francesco Barbaro ihnen Absolution uttd erträgliche Strafe
auwtiwtrAett. Ihr Alter möge entsehuldigeti, daß sie nicht per-
sönlich erscheinen. (0. 0.) H>02 Juni 18.
(Schlecht erhaltcuM Kouk., Amnid.iteiner Aktrn, Ktagenfart)
1419.
Adam von Gallenberg a« die Verordneten von Steiermark: Auf
landcsfürsfUchen licfehl habe er dem l'farrer von Judffihurg
Kelche und Kircfienkleinodien der A'(. Mertettkirche auszufolgen,
die er in seiiwr Wohnung in Aufbewahrung habe. iV^uu hatten
'_]
240
die Vtir&rdnetfM ikm $einerecü die Andeutung getan, faUs man
nie abfordern würde, möge er Mnausg^ten, kos ron alters mu
der Kirche gehört, und da$ SeugemadUe beJudten; nun befinde
tick nichts Neues da. Daher bitte er gugUieh auch im liamen
Ottos ton Teuffenback und Wiü\dm Banchenhergers um Ver-
haitunggmaßregdn. 0. 0. 7602 Juni 27.
{Orig., »t. LA-, Chr. H.)
Am 6. Juli antworten (Kon«., «bfind«) di« Veron)aet«D. wu ron «lt«n
b*r b*I der Klrvlie f^wtam, mII «r nr VerliBtang anderer ITni^leirTtiheitea
Hiiraifarllcfa aatfolfn.
1420.
(ienrg Iferr von Stubenherg an I. F. V Ershereog Ferdinand:
Gehorsames Bitischreiben wegen der lungeren Aufhaltung des
PrädUanlen nuf Kapfenherg und daß er deswegen vie die
WindischgräUsehen Gerhaben 5000 ß. Strafe erlegen solle. Seine
und die Sache der Windischgrütser seien durcltaua verschieden.
Miehtsdesloveniger uoUe er sich der I. jy befohlen habe» und
hUte nwr, die für ihn bestimmte Strafe tvo nicht gang n«KAfH-
sehen, doch im Binblicke der langen treuen Dienste seines Vaters
und seiner eigenen limitieren su wollen. 0. D.
(KonB., St. L.-A., Btabenbertf-Akten.)
Di« ](<lzt«a »ecb» Zeilen und »onst verachiedeoe Korrekttiren tob Ge«rgl
Hand. Dai amprlln^licfa« Katiae|tt verlatigt» eine HerahMtciinff der Btrali
«nf 3000 H.
1421.
fteorg Graf ron Serin (Zring) an Georg Herrn von Stuhcnberg
auf Kupfenberg: teilt' ihm seine Fürspracite für Um bei Ere-
hersog Ferdinand mit. Ncuhof, 1602 Juni 28.
(DI« Ftlntprarhe mit der KAn'n» «n Hnori; von Stiib^rmbfrg im St. L.-A^
Stubenberg' Akten. Siegel Zrinjrs «D^edrDckt.)
1422.
Umrg Graf von Serin an Ershereog Ferdinawl: Fürsprache für
t$Uim Schwager Georg Herrn von Stuhenberg. Wenn dieser seinen
t*rf^igar etwa» länger auf Kapfenberg gehalten^ ist es nicht aus
MutH-illm oder Fretd gescheiten, sondern weil ihm die Gelegen'
heil matiytUe, ihn frvMer aus dem Lande tu bringen. Bitte, die
Dienste ron St*Aenherps Vater, die er bis mh seinem Tode ge-
leistet^ in Rücksicht ru eieheti und so auch amie eigenen^ an
denen er a auch in Zukunft nicht fehlen lassen werde. Er selbst
iätemehme die Bürgschaft, dafi sein Schwager Georg 8, Bf bis
M den Tod treu sein werde. Neuhof, 260ä Juni ^8.
(Kop., 8t. L.-A., Stiib«ab«f^Akt«n.)
1423.
Landesfürstliches Dekret, mittels xcclchem Georg Herr von Stuhcn-
herg tcegen seines durch die Erhaltung eines Prädikaitten in
Kapfenberg begangenen slraftcürdigen Exsesses schtddig erkannt
wird und dem angefangeneri Prozesse wider ihn sein Lauf ge-
lernten werden sollte; da er aber de- und reumütig seinen straf-
würdigen Irrtum bekannt, eine BittKhrift eingegeben und die
verwitwete Erehertogin Maria ihre Fürsprache für ihn eingelegt
hat, wird die kammcrprokuratorische Aktion gegen ihn aufgehoben
und er ventrieilt, binnen drei Wodien 5000 fi. su Händen der
niederösterreichischen Regierung tu erlegen. Kr werde die Strafe
hoffentlich mit Dank annehmen, da gegen ihn milder terfahren
wurde als mit den Wtndischgrät^er Gerhaben, die .ihrer fur-
ncmben Ämter mit schleditem Jluhm entsetit wurden'. (Grai)
1602 Juni 30.
(Orif-, 6i. L.-A., 8(ob«uber|-AkteD, 0«fenr«fonii,)
Di« Quittung Lnku UerubAidins rom 14. Juli 1603 Aber die Zaklunf
von 300U fl. — die Straf« wurde soaacb redusiert — liegt bei.
1424.
PVaneesco Barbara, Patriarch von Aquü^a, an den Abt Emet^ch
von Amoldsiein: Andreas Tandler, Ergpriester in Kärnten, sei
ohne Erlaubttis und gegen den Befehl, vor seinem Verhöre uie^i
tcegeugehen^ von der Synode (in Görs) abgetogm. Ersuchen, ihm
die beigeschlossene Dilation £t4komnien su lassen. Udinef 1602
Juli 3.
(Orig'., Amoldsteinftr Akten, Klagenfurt.)
Sebreibeu vob demselben Dahin an den Viaedon 3tkdion; Sollt«
Tandler nicbt geborchen, dann mOsse er die Hilfe des weltlichen Armes an-
mfen; petinut emx« . . . n( ««in wntumoeitim 9t aUa fortat« ab tfiAem Tandler
Peaiai. 11. Abi, Bd. LI, It
S42
9alrm}. , . . Am VK Juli »chfeibt der Afal aa den PKlrürebea, «r häh» fie
ZU*ti«o dnrcb eiocn am dem CoOegivm Otrmanicmtn In Bon briaigakritrt—
Villacbt^r nataetu ICoflar mit «inem zweitco Villacher au Tandler g-tiniit
Tandlcr >kg1c df«MO, «■ geKb«hc ihm Vnredit. Im Obri^en halte TaodUr
nineti v«r zw«-! Jahren ron der KntztT«! abAolrierten PrXdikanfit bei «eh.
Tandlar mQM« xnr Vcrmctcinn); ^IBeren Hkaodalet entfernt werden. Die
■veitarea Tandter {»«urfTcudiin Aktmi aind nicht von ulcb«r Wichtigkeit, da£
aie mitgeteilt zu «erden verdienleti. In einem xneitea Schreiben von den*
•cU'en Toj^e #mpfiebll tr dem Patriarehea, an Ferdinaod 11 in Angel egenlieil
der II«([r«t>niuUtten de* Adela ta Kbreiben (liehe «intelnaa aotes tarn
16. November).
1435.
Jindolfvon Teuffmhach an den Abt von Admont (als Verordnet^:
Noiwendigkeit, daß awcfi die Verordneten in der Sache Uaa'js und
des ÜäoniiHS intcru'dieren, da ,beriihrtcr Prediger xum Schwert
frkannt und das Urteil nächsten Montag exequiert tcerden soU*.
Der Abt könne in der Saciie viel ansriehten. 0. D. (vor dem 14. Juli.)
(Orig., SL L.-A., Chr. B.)
1436.
Rudolf voH Teuffenhar.h, Christoph und Friedrich von Windisth-
(jrdts an den Aht von Adtru/nt und die Verordneten: bittett wie
Nr. 1425.
(Orig.. ebendi.)
1427.
Die Verordneten von Steiermark «» Ferdinand IT.: intere^ieren
aufB neuf für ilcn getvcsmen Prediger Piiid Oäontius und für
Wilhelm Haag; lütterer soll des Landes vertüie^ien und mit einer
Strafe ron 3000 fi. gchiißt, Odontius aber eum Tode verurteiU
werden. Mit dem Tode des Leisteren sei dtr F. D* nicht gedient,
Ilnng könne dte Summe nicht aufbringen und Wrüi und Kind
müßten es überdies etttgeiten. Seine Exilierung würde der gansen
Verwandtschaft schmählich sein. Bitte, diese Interzession gnädig
Mu erU-digen. Gras, 1602 Jtdi 14.
(Kons., fit. L.-A., Chr. R.)
243
1438.
y/«/i 21, Item putiam abMlrendi ab haeresi ot legcn<]i libros
jyciviicos pro i^cx meis Baccrdotiboa, qaos idoneos iadicavero,
S. inqmsitioQii officio lU*'* domiDts oardiDalJbas accepi.
(KrOos Kilend^r, & SS )
U29.
Richter und Hai su Vöikermarkt an HartmoHn Zingi: seHti^
das VerseicMnis jener, die gdeidUet nnd kommunisicrt, und derer,
K die ,nichU fftUistft'. Völktrmarkt, lOO'J Jtdi 23.
I Ferdin
f naehgc.
(Ori^i Ijunberg-FeistriU-Arabtv.)
1430.
I
Ferdinand II. au die von Gras: teilt mit, daß dem Magister
Paulus (tdontius die Strafe der HinrirMturnj durcJi das SeJiti-ert
muhpeseMen und er tur Oaleerensirafe verurteilt Kird. Gras,
1603 Jidi 29.
(,Q«dniekt in iIm OdonÜns ^uner uod wahHi«fttg«r I->Bälilang elc' im
Jabrb. der 0«Hlltclia(t f&r Qnoli. dw PrwlwlAntismua U i^Merr. VI. 8T.)
1431.
Die sieirisehen Verordneten A. C. an P'erdinand Tl.: sie kt^ien
schon dreimal für Odontius intersediert , ohne eirie gnädige He-
Solution £it erhalte. In Anbetracht, daß (idontiuB Lebmtgefakr
und schiceres Gefängnis ausgestanden und sie erfahren, daß er
morgen vor Gericht gesteilt, ad triremosi kondemniirt und als-
bald abgeschickt tcerden soll, eine Strafe, gegen die Odontius
lieber sein lieben fnit dem Blute aufopfern icdlte, und tceil ihr
lAtndesfiirst solche Straft^ bisher i\och niemals hefohlcn, bitten
9ie, dem Odontius sein Verbrechen, tcdches ettffa hinc indo tcider
seinen Willen .fnrgdoffen', aus Gnaden tu verzeihen und Um
nicht hlofi das Leben, sondern auch die Gefängnisstrafe nachru-
sehen, kos die gante Landschaß A. C. mit größtem Danke und
mit Darbringung ihrer getreuesten Dienste ,baehidden' möchte.
Grat, 1002 Juli 30.
(Kdds., 8t. L.-A., Cbr. R. u. Regittr.)
I6<
244
U32.
Dieselben an den IjandesJtauptnuinn : man tcolle Odonliu$ ad
triremos kotidemnieren. Er möge hei der F. B* um .Mitujation'
mündlich intergeditren. Grat, 160'A Juli 30.
(Kons., obends.)
1433.
Uans Lescher an der Langen, der ITerrscliaß Gmünd und Herrn
liarÜmc Khevenhiillers Untertan, der sich der Relitji&n halber
außer lAind Iteptbt, vergtcicjtt sich mit dem landesfilrstUclwn Haie
Anton Sirohmaier im Beisein ehrlicher Leute wegen des 10. Pfennigs.
1602 August 1.
{Mise io oaasa rel, Hudolßn.)
In gleich«r Weis« Lorenz UBfel, der sein Out, Kecht und Qerechtif-
keit doni Poler Tueliog um 400 Q. and 6 fl. .Leukliaufl'' vorkaufi, den Z«bent
in Kat«n gibt, wis ar dai Gold bekommt; tafpi darauf WU au dor Laugon.
Von B«iucui Gute wdrdvii die Bcbulden iu Absuj^ gebraclit; am 6. Georg
Zecbner, am 8. Veit Lax in der Krembn, am 12. Thonia Putz, am 14. 8ßp
lanber Ambros Lersckner und G. Haftlaüher im Kätatal, am 1. November
Gebhard Adcerl.
1434.
,Kwxe und tcarhafflige historische erxetdung, wie und ic«fcÄ<r
ge^it Paulus Odotitius, geicesener evangelischer prediger jnt Wall-
stein in Sleyermark, tvegen der lehr uttd predigt des hl. evan-
gdii von der Grätaerischen inquisition gefänglich eingej/ogen,
auch umh desselben standhaßigen bekendtnis sweymal eitm tode
verurtlieilet, aber durch göttliche hülff allein tvidenimb aus der
feinde hende und banden wunderbarlicher tceise loss und ledig
worden. Alles, wie es sich in der that beg^en und in der tvar-
heit tugetrageti. Bcsciiriben von ihmc Selbsten M. Paulo Odontio,
iixiger seit pfarherm ru Odem. Zu Magdeburg bei Joluin
Franken, buchßhrem.*
(Neii|^»drackt von Leidrafroit im Jahrb. drr Geiolkcliaft für Qetcli. des Pro-
iMtautluiua in 0»l«rr. VI, 62— WJ. Si«b« ob«a Kr. 143U.)
1435.
Landesf^rstUdter Befehl an alle Behörden Tnnerösterreichs,
dem ffur Gokercnstrafe ventrteÜien, während der Abführung
945
flüchtig gewordenen Prädikatiten Odontius sh fahnden. Wer
Mtmer habhaft tcird, erhält ,rM einer Verehruv^ 500 Taler in
barem Uelde. Gnu, lft02 August JG.
(Kttfk, Gmftnder Akten, Badolfitu, KlK^nfiirl. Gedruckt ia der obaaf«BWtot#a
Sebrift de« OdonUi».)
k
1436.
■fiirstlkiur Befehl nn Karl Vddrter sh Drejfhoeh, dafj er
den 10. Pfennig von seinen Gütern innerhalb 14 Tagen w» Uauden
der niederösterreieJiischen Regierung erlege wtd die landesfürst-
liehen Erblande bei Strafe des yerUistes aüer seiner Güter räume.
Gras, 1602 Äxtgml 17.
(Konz., Lamberf^-Feistritz-Archiv.)
Schon AID h. AofTiui war ein Schriftsifick aa ihn erg«ac«D (Kop..
«benda), *» kAnne ihm nicht hnwilHgt vrerdcD, daß ihm d«r 10. Pfennig »cm
Aaliß tcinu Absoj^ei durch jemand anderen abgenommen werde. In dieuim
San« sei auch der saUbargiEcbo ViKodom von Fricsach Tentindigt. i>cr
werde ihn des Arrestes entheben and er selbst habe »icii entweder beim
Statthalter, dem Bifchofe von Larant oder dem Hnfviiekanzler atizameldea.
Wir haben die Urkunden nicht Tallinhaltliob mit^teilt, weil nicht eraicht-
Ucb 1<I, ob der Abaug niiklicb der Religion wegen erfolgt Am <t, Septembci
•cbrvibt Veldner an Zin^l: «r hätte den 10. Pfennig Heber im Land« atug«*
geben, nm der wellen Heise nberfaohen xa »ein. Der gn. Wsrr von i$alsbarg
wolle ihn aaeh haben, and ao wisse er olclit, an wen er m »ableB «ei, atid
mDsse aan bie in die achte Woche ta seiaein Schaden in Arrest« bleiboa
(Orig-, obeoda).
1437.
Eiamm, so den Iß. August anno i(>02 am Renntceg mit den
ürbaraunieriancn der Ucrrschaß Gniümd und Burgfried Rauhen-
kotz abgehalten.
(Budolfin.. Klafceofart, Gmilnder Akten.)
Emt kommen die Gehoriumri), dann die UoecliorMmon; aaßer den
Obigen, die ron Dornbach, Krotiberg, R«inwald, RoJteohait». Bei jedem
heißt e«: will seiner Herrmhafl Kat haben. Cinvge mOi«en sofort binw(!K>
andere nach einigen Tagen. Derselben Z«it ilQrfte ein Schriftstück ange-
hBren (Badolfin., Mise, in cuu*a rtli^hnU), io dem es kelOt:
iHerr pfarrer und sein gosQlpriester sollen ein ventaichnni hereingeben,
welche bltr^er und paaren peicbt nnd ott peicht haben.'
An eioem angeheft*teD Blatte:
,1. Dmi in •npriMler die nxrhen bei den pfarrem in diwr hemcb*ft
dfthin diri^ere, äan sie aIIo »in v<-n:aii;liniis hcrrinifeben der, so inen, ir
pfarrfirn, nlt gebeiciit habca;.
8. deagleiciieu Ball in der Blatt auch ilurclt >1rii gMOtlprirater beechfhfliD;
3, djinn soll den bnureii aur<>r[p|;t (worilri)), aU?n fryer- und anntag
den goUdienst zu bMorchrn Mtnht irein g«indtl; wo sy aber leykischwach-
lipit oder andern orh^büchen nnachen halben nit mochtea, lolUn »j auf
Am wvaigiit daa gMindl schicken;
4. deflßlDicIien vtm den hnr|;en);
b. das« <der) lan^ltricbler diu bauren, ro frejrtag odfir sambBtag fleisch-
aaaan, abatraffeu toll;
6. d«aKlclcben der statrichter nod «af d«ii atatrichter soll (der) under-
liauplmann aehtunj^ gcbi^n-,
7. die Htatt sali keinen burger aoe mein vorwiasen aufnennen;
B. dann, dasa in der bitrger aid aawol im, dem richtet, einverleibt
werde, data ny catboliach und \>vy der catholiBcbcn (lehr} bis an daa «nd
verharren »ollcn;
9. wenn »y einen, raChatag hallen, Bollen »y solcliea dem nriderhaupt*
maaa antaigen, nnd wo er ioli;ben nicht beiwont, folleo 117 anf das all«r-
wenfgiii solchen rathschlag ihme acbrifcHcb, irla «a im prathokoll einktimbl,
nbergeben.'
Daa Datum feblt.
Solche Verzeichnilse liegen für riele Pfarren vor. Die BauHn wMdM
nanientUch angeführt, an« wetcber Ortacliafl ai'e stammen, ob «ie katbolt<^
Bind, wenn nicht, ob t\« aicb eloatelleii. J^atheriBche' find«!) sich in gro&ar
Zahl Tor. Auf einem Blatt« liest man: .Hier Bind Terzeichnet alle und jede
nB^hcrsanien Holden . . ., sie rerkaufen nitd Eaasen Ihre QQter in Bestand
aus nnd nehmen ihren Abauf*.' (Auf vollständige Angaben muD hier rcr-
siebtet werdvn.)
1438.
Hartmann Zingl an Herrn Michael J^rhest, Propst eu Volker-
markt: Mitteilung, daß er seiner Ldbesschipachlieit wegen an
seinrr Sftttt flen Ifnrrn Hans Christoph liassega £u der aufge-
tragenen Itetigiomreformation in Völkermrirkt umt St. Veit ab-
ordne. Straßhurg, 1602 Srptetuber 9.
(Kop., Lanberg-FeistrirK-Archir.)
1439.
Die Landesverordneten und die vom geistli^en und tpeltlichen
Sktnde anwesenden Herren und Landlcutc: Die bisfierige Milde
df9 Enhersogs »» der Waldcnsteinischcn Sache bestimmt sie, für
Herrn WUheim Haag, der noch imnipr im Windischgriitcer Hause
verarrestiert i$t, eu intersedieren, auf daß er auch in Zuhtnß
247
»w /. jP. D' Lawien verbieten dürfe. Aurh den W indischer ätzerfi
mfigc keine höhere Bu/ic als den anderen saeriiannt tverden, da
sie damals noch Pupillen tmren, die um das eine utid das andere
wcniff gewußt haben. Gras, 1602 Septeniber 10.
(Koni., 8t. L.-A., Chr. B.)
1440.
Ershersog Ferdinand an den Lattdeshauptmann. die Verordneten
utid die in Gras awiesentlen Herren und LandleiUe: er hätte
gern gesdten, icenn er ihre Wünsche in der M'tiUletvsteitter Sache
hätte hefrieAigen h'mnen, befinde aber sowohl der Jungen Windisch-
gtäUer als Wilhelm Ifaagens Verhrechungen und tütliche Über-
tretungen so geschaffen, daß er von seiner Jüngsten Resolution
nicht weichen kt/ttne. Die Bittsteller mögen sie daher su dem.
was ihnen oUiegi, anhalten. (Graz) 160:i Sq>tember 11.
(Ori^r-, 8t. \..-k., Chr. R.)
1441.
Die Verordneten von Kärnten an die Verordneten von Steiermark:
Da alle bisherigen Versuche, den Landesfürsten zu einer Mil-
derung in seinetn Vorgehen gegen die Ängefiörigen der A. C, £U
bewegen, gans vergehlich trarrn. die Verfolgung immer ärger nrird
und teider ihre Itechte und Freiheiten neue Mandate in Aussicht
genommen sind, haben sick die Herren und Landleute A. C. cnt-
sehl^>ssen, nach gchürlirJien Mitteln su suchen, damit die Ver-
folgung ein Ende findet. Bitte um ihr Gutachten. Klagenfurt,
ie,0-J September 12.
(Orig-, St. L.-A., Chr. R.)
Wolgeborn . . . Als die Khämerischen ev. herron und
landleath in etlichen wichtigen Sachen, nemblich der inen von
tag zu tag mehrera zuesteandcn Gewissens- und politiachen be-
schwäningen anbeut in zimblicher starkber anzall alda ver-
samblet gewest und zu gemuet gef^ert, wie offt and vilmals
bey der F. D' . . . wagen sollicher inen auf instigatlou und un-
feyerlioben trib der fridswidenvertigen zuegpfüegten bcachwä-
rnngen nit allein sy sondern umb der zugleich mittragenden
purden willen auch der andern zwajer wol nnirter lande Stcyr
\s
und Crain löblich evangelische stände baidßs in spacie nnd
unioertali mit underthcnigisten bitten, fielien nntl jirotestiren
oinkhnmen nnd weiUen inen, eTangelisdien aULndcn, disen he-
Bchwärlichen last mit gäntzlicher einBtoU- nnd enthaltang ires
christlichen cv. nxercUÜ reli^ioni« und der gegmi etlichen,
derentwillen f'ürgenomnen beetraflFangen, auch unanfhörlichcr
BOSSclialTung iror angohürtgon glaubensgenoBsen und ander be-
Bchwärliche anfiagen ferrer zu tragen noch ohne gwissenaver-
letzung mit irer ev. glanbensbekanntnus (wie es inen gleichsam
mit gftwalt wil anfgedrnngen werden) zu mutlern unrniiglich,
umb gn. aufheb- oder milderung derselben, nit weniger auch
I. F. \y selbst in vil weg und dann dem gantzen land und
gränitzwesen zu merklichem nachtl und echadt-n, dem sich
aber laider gar an der thtir befindenden erbfelnd sa er-
wUnfichtem TortI gcraichenden process, oder aber, da es wider
ußderth. verhoffen je nit zu erlangen, umb I. F. D' entliche re-
Solution, wessen sich doch die getreuen ev. stftnde schliesslich
zu versehen und jungstHch von dem Kbärnerischen landtag
aus 7.U dem endo in aller nndterthenigkait gebetten, d»mit sich
ain yeder der christlichen geblir auch zu richten hotte, von
I, F, D' aber, ungeacht dises in tieffister demaet bescheclienoo
tinderthenigisten flehens und bittens (wolinhes doch ain t>tai-
nems herz bilHch hette erwaichen und zu mitleiden verur-
sachen sollen) hierüber noch auf dato ainiche reaolntion ervolgtj
weniger aber ain Hrailation zu spUrcn, sondern imerfort »in
landmann nach dem andern bishero des predit-Äntens auf-
haltnng, thails aber allein derenbalber, dass sy ire kinder durch
dieselben nnd oUich nur ausser lands haben tauBen lassen oder
die predigen besuechl, von I. F. D' camerprocurator mit clag
fUrgenomen, nachvolgends durch die q.-O. regierting citirt, vcr-
arrestirt und — sy wenden zu irer entschuld igung gleich ftir^
was sy immer wollen — gcstrÄfft und man also (weliches wol
mit haissen trennen zu beclagen) nit allein zuvorderist de»
höchsten cleinats der onentper liehen seelenspeis gänzlich privirt,
sondern ohne ainiche gnnegsame verwürchung, ainer umb diser,
ain anderer aber bald umb jener ȟb praetextn religionis auf
allcrley weiss and weg suchenden arsach willen zn geroetter
straff gezogen, aasgesaugt, darnnter bald umb alle freyh&iten
gebracht, ja entlieh allein ansehen nacli von haus und hof mit
weib und kind ans dem land gejagt oder selbfit aus demselben
I
I
I
sieb sa begeb«e ood du seini^ s« TcrbaBen geärmngtm and
d*s sehtea badwcMa i^lcirhniin nndter aiDstea nber aioea
haoffea im TCfdefhen wil geetant werden, kabea s^r, K&rne-
riadk er. heim und Uodlestb. id trenheniger der sac&cn not-
weadjger «nre^vng, soDda^fa«ti aber, dass meoi^cher «issen-
idttft aaefa diaa fauide f^ vil uidere privilegirt and denelben
woUieargehracbte frcTbatten als UndshandTceten, reformatioDeii,
ordDongenr satningen, gtaiuttt, kaiseriicbe and L f. erledi^agviiy
eonffiwiooBO, ereessae gaadenbrief and befretmagcB nit allda
TOD des befTB and landafürsten mit bober eoDteatatiao, BODdera
saeb Too der R K. M^ mit der galden huUa confirmirt and ob
denelben wirklieb m ballen. &y, Unde, dArwidar venigist nit
xa dringen oder no bescbwAren, wie derselb eomiettm* Unt,
aUen cbar- and ßirsten, aacb sonsten menlgltcb im H. R. R.
oad denen d.- and o.äst. erbkünigreichea and landen bey hoher
statmrter peen ernstlich aaferlegt, inmassen dann bieraaf and
weil sich danoenbero dise lande onw'^enprechlich nndtcr dem
schau and schirm des H. R. R. befinden, sy Tor disem swar
ire gesandten zn der R. R. M' abgeferti^ sich diser wider
sobdi wissenütche wol confirmirte freThait^n fUrgenommen l>e-
trOeblicben prooeas erclagt and amb deren allei^n. interpo-
aiflnmg angelangt, aber ah sj sich htfrttbcr atn zottlang nit
resohrient weDen, darron aasgeselzt worden, and nit ain jeder
seine habenden gfletter sogleich sa gelt machen and mit den-
selben aas dem Und sieben noch sieb der so hoch contestJerteo
woUiergebrat:hten, teuer erworboen freihalten and seines ge-
liebten vstterlands, welicbes sy ttnd ire Toreltern ril lange tar
her mit wtlligister darsetzung leib, gtiet und bluets ror allen
feinden, sonderlich aber ror dem bsrein dringenden niXchtigen,
ansers christlichen namens erbfeindts, dem Türken. wUrkbcb
ritterlich erretten nnd erbalten hclffen, so leichtlich verwegen
kaa, aoDdem inen warlicb allorley obttaeula in den weeg ligen,
sich dahin entschlossen, zakonfftig besserer Verantwortung bai-
dea gegen gott and der geliebten posteritet ain so wichtige des
bOohsten ehr nnd aines yeden zeitUohe and ewige wolfart be>
treffende sacb nit so gar erligen, davon aossetsen sich gleich-
samb toctte aassaagen and io gftnElicbes verderben stUrsen aa
lassen, sondern ires thails zuvorderist durch verhoflFende gött-
liche vermitluDg und der andern beeder benachbarten lande
evangelischer herm and landleatb uoEweifenlich gobUrlichcr
nachbarlicher zueaet/.nng solich gFizinienrln jtufllitaaliche miti, es
scy nun bey der F. D' mit ainnm fucBsfall oder sonsteii in
ander geburlich vrceg fürÄunemen, dardun-h doch die so harten
proccss KQ etwas milderung möchten gebracht und man noch
lenger sambt weib und kind mit guettcr gcwiasens berhue-
bungffficj in dem geliebten vatterland verbleiben kiliidte, und
wie uns nun hierauf wolgemcite Kärnerisehe er, hermn und
landlent anbevolhen, solich ir v erhoffend lieh nit unzimbÜchs,
sondern, wie obgcnielt, zn zeithc^honi und ewigen baJl wolge-
maintea vorhaben denen herrn and nnubbarn vertreulich zu
cummuniciern uud sy dahin nachbarlich auzuhmgcn, dass sy
08 amh des dabei habenden intcrc&eo willen auch den daussigen
Itibtichen Steyriachen herrn und landleuthen zn dero vernünf-
tigen considerirung mit ehistem fUrbringen und sodann deren
ontschlasg, was doch sy binrundter filrzanemen irer trefflichen
dexteritet nach am tliuelich- und lurtrüglichisten zu sein be-
finden werden, am bey dieem E. E. L. aigens hiemit abgefer-
tigten diener unbeschwört arab so vil fürderlicher zuekumen
lassen woltcn, .leitcmalon mn.ii fllr glaubwürdig fUrgibt, wie
aberraalien neue fürstliche general, die ausschaffung der evan-
gelischen officier und diener betreffend, in kürzen ausgefertigt
worden, auch albcriiith solJche bevcich in diss landt herein-
kumen, dass meniglich, das ist, sowol die herrn und landleuth
als gemaine Privatpersonen und also alle, so aus diseiu land
ziehen wollen, von allem irem vermügen, ja auch gar die
frauen von iren güettern den zehenden pfening raiehen und
hinterlassen sollen. Aiso haben wir solich empfangncn bcvelch
hiemit in alweg verrichten, hierüber obgemeltes bitlich auechon-
dea nacbbarlicha guetachteu und freundliche antwort erwarten
and dabei den herrn uns zn aller nachbarlich beharrlichen
frcundschafft and willigisteu diensten erhielten, nebens aber
uns all in den schätz und schirm des h<)chsten bevclchcn
wellen. Clagenfort den 12. Septembrit anno 1602.
Der Herrn
dienstgeälssne wüHgc nachbam
N- E. E. L. des erzhorzogthnmbs
Khiirndteo verordente.
{b Sitigtl «ttf(r«NlrUckl.)
951
1442.
Ferdinand II. an alle naehge$Htien Obrigkeücn: Tadd, daß der
Sda$ vom 1. 3/iirj JdOl nicht befolgt wurde. Verbot jedes Exer-
giiiHms außer des katholischen, Erneuerunff der deshalb erfiosseficn
Mandate. XettcrUeht' .Ausiceisung der I^rädtkanten hei Todes-
strafe und 300 Taler Belohnung, icer einen anteigt. Verbot, ihnen
Vorschub £U Uitten. Nobüilierte Personen, Pfleger usic, die nicht
katholisch sind, haben bintien 24 Tagen das Land stt räumen.
Austreisung aller protestantischen J}ediensteteti beim Adel. Die
sieh nicht sur BeicJUe einstellen, sind einjnt^ie^en. Gras, 1602
September 23.
(KoiK, SL L.-A^ Rrfonn. Sil I&98. Snuinper. fol. 6Iil^— 664*. Gnlroekt Ha-
nar^ir, Hittiir. Dcduc^tio, S. lOO.j
Wir Ferdiuand ombieten N. allen and jeden ariscrn
nachgesetzten obrigkeiten . . . xa vememen: Wiewol wir ans
zu &llen ansem getroaen tandleuthen und andern nnsern under-
Ütonen ^ambt and sonders gnediglteb versehen hetten, es wur-
den onscre am 1. lag lUartii ncchstverwichnes IGOI'™ iars . . .
pabliciertc olfne generali sowol za anrichtang and bcstettig^ng
eines fridlichen nnd mhigen politischen wesens, als unserer
wahren, allein scligmacbenden, catboUscheu, römischen religion
BcholdigcD erhaltang and aasbreitong, auch der dagegen noch
Toa denk barli che n iaren hero aus göttlicher verbengiiuss ein-
gerissnen hoebächedltchen secton nnd verderblichen irrthoniUcn
ganzlicher ausrottang, nnd dass wir dieselben bevelch als re-
gierender herr und laodtfürst mit gutem bedacht und fueg
ausgehen lasseo, bei menniglicben niemanden ausgenommen die
schuldige aufsichtigkeit und folgteistung gefanden und keiner
ans ausercu laudsässen und underthunen ftiractzlieb darwidcr
gehandelt haben, so kombt uns doch fast täglich mit hoch
empfindlicher bcschmerzung für und wir müssen es selbstcn
handgrciöich spi\rcn und wamcmcn, wie bemelte general von
vielen nnsern landleuthen und andern nuterthanen hishero in
mehr weg wissentlich und mit vleias ilbcrsch ritten und die dar-
innen gesetzte Btrafi* und pccn ganz veräclitlich gehalten and in
wind geschlagen worden.
Demnach wir uns aborraal liestendiglich fUrgenommen und
naumebr aigenttich entschlossen sein, unsere l. f. nnthoritct und
I
hoheit wider derselben übertretter in diesen nnd andern ftlllen
Pürobin mit allem ernst zu bcschützeit und liaudzuiiaben und
kein andere religion oder gUabea, aU den wir von der uralten
catholJBcben römischen kirchen tind derselben obristen kirten
und Vorstehern ohn alle makcl and beflecken cmpfaugon und
in doru wir selbst geboren, getauft und erzogen worden, in
diesen ans von goit anvertrauten furstenthumbcn und landen
exerciern zu lassen and was derselben zuwider casserstcm vcr-
mügen nach zu wenden und abzuschaffen; derowegen wollen
wir zu nothwendiger introducicrung und aiiterhaltuug eines
allgemeinen roehrcrn gehorsarobs berüerte anacre aasgefertigte
g^neralmaiidat nachfolgendermasscn vernewert, erfrischt, ge-
mehrt und zu mcnniglichs nachrichtang and warnung gebessert
haben.
Und weilen dann die augenscheinliche crfahrung sowol
in diesen als in andern landen mehr dann genugsamb bishero
an tag geben, wo den scctischen predicanten Uire vermainte
religion sUbung oder derselben gemeinschaft offen oder hcimUcb
passieret oder gestattet worden, dass es dem gemeinen wesen
und eines caThoHschcn ftlrstcn und potcntatcn 1. f. reputation
in viel wege praeiudicierlich und nachtheilich, aach nichts
anderes dann ein nrsach- und anlattunggebung zu allerbandt
fridthessigen und rebellischen praktlken gewest," ja gar ein
Unterdrückung der hochwUntsclietcn rechten zwischen der obrig-
keit nnd derselben underlhanen vorhandenen correspondenz und
perturbierang der in geistlichen und politischen Sachen ge-
pfl&nzten verainigung gewest:
flo wollen wir derowegen mit wolmainlichcm ernst gesetzt,
statoirt und geordnet haben, das die sectiscben predicanten
als wissentliche aufwigler nnd anfrUhrer** der undersassen wider
ihre hohe 1. f. obrigkait, hetrUher nnd Zerstörer des gemainen
fridens, sambt den scholhaltern nnd dergleichen ihren adhae-
renten aus allen diesen fiirstenthumben und landen aaf ewig
bey der hievor auffgesctzten straflf ihres lebens verlierung
nochmalen gesclmflft sein sollen, mit diesem fernem nnhang,
dass demjenigen, welcher eine solche wissentliche bandieierto
■ D)<^ folfrcnden Wort« bU ,10 «OlUn* fehlen iibH imA Tinr)i SStKingrr
«rfrflnzt
>■ Di« beiden fol^nden Wort« «tu Sfltxinger ergllnst.
nach pnblicieniDg diu onBem nachgesetzten obngkeittti
lebendiir liefern oder deren verhelfeni behendignitg nnd eis-
liehnig- willen gUubwQrdige kondsduA Alrbringen wUrdet^
BoOe jedesmall 300 thaler zu einar verehnuig aas UDscrm hoff-
pfenoingmaisterambt oder fUrstUchen camer luifehlbarlioh als-
baJd erlegt werden.
Weiter ist unser befelch, dass keiner aas onsem land-
teothen und anderthanen hohes iind niderB sundts niemandts
«lageMhloasen einigen aectischen predicacten. praeceptom oder
sobnlhaltern bey verlienuig bab und gute oder ernstlicher leib-
straff, in keinerlei weis nnd weg den wenigisten fUrschab oder
tuidersGbleiff, wie die namen haben raSgen, ferrer nit geben,
noch mit demselben anter onsem 1. f. gebiet aioiofae gemein-
schalt nit haben soll.
Desgleichen ist anser endlicher will and meinang, daas
alle and jede nobilitierte personen. item der landleath pfleger
and schrdber, burger und banem nnd alle andern mcks&ssige
anderthanen and inwohner unserer fui-stentbumben and lande
tind alle derselben haasgenossen, welche auf dato za unserer
hl. cath. religion noch nicht getretten. sondern secüscb ver
bUben. aber gleichwol bievor absonderlich nicht aasgeschafft
sein, aintweder zu der heylwerdigen bekehrung mit beichten
imd communieiem bey ihren ordenlichen catboUschen pfarr-
kerm and seelsoi^rn nach pablicieroag and vermahnung diss
innerhalb sechs wochen an einige Widerrede, erinnernng und
anmahnung onfeblbarlich greifen oder aber gegen gebUrlicher
erlegnog des zehenden pfennings (an dessen anschUg- nnd
einbringang wie dann die notturfft absonderlich so verordnen
bedacht sein) nach rerfliessung obl)estimbter peremptorischen
termins inner 14 tagen endlich und peremptorU bey verlast
aller ihrer haab und gSter all nnsere erbfürstenthamben and
lande gewisslich räumen und darinnen ausser sonderbarer von
ans erlttngten licenz and crlaabnnss nicht mehr kommen sollen,
diejenigen aber, welchen alberait bievor ihrer aigensinnigkeit
halber ans dem landt gegen hinderlassang der bewusten nach-
Bteaer zu ziehen aaferlegt worden, solches aber untzheru und
aber gehabte geraambe zeit noch nicht ins werk goricht. sein es
ebenmftsaig hey verliorong aller ihrer bab und gUter innerhalb
Bti^iii*
Mll>l
■ Die Baadnoteo bat aar Sottiofcr.
14 tagen nach l>eBclievhiier erinncrung gegenwertigen generals
ohne ferners einsteUen za volziehen schaWig ond verbunden.
Was aber der iandlcath etwo in gemain und absondcr-
Ucli noch aaf haltende seelische officier und dicncr belangt,
deneo wollen wir zu ihrer beurlaubutig und anderer catholi-
sehen aufnemang sechs monath termins, von heutigen dato an
KU rechnen, biemit gn. erthailt haben. Im fall nun solchen
ausgescliafften pcrsonen jemants, er sej, wer da wolle, darüber
ausser fllrbringung einer Specialbewilligung und fristnng einige
aufentlialtuug geben wurde, der soll von uns an leib oder gut
nach Ungnaden gestrafft und hierunter keines verschont wcrdeo.
Und damit man aigentlich wissen möge, welche in obbe-
melten termin diesem nnserm I. f. edict den schuldigen ge-
horsam gclaist haben oder nit, ersuchen wir die ordinarios,
wie auch die praclaten und crzpnester in unecrn landen, hie-
mit gn. bofclchend, bey ihren nntergebenen pfarrherrn und
vicarien diese ernstliche fUrselmng zu thun, damit ein yeder
nach empfabung diss alle haus- und rucksässige pfarrleUth sambt
derselben wcib und kindcrn. so zu ihrem zimbtichen verstandt
und über &echszehen iahr ihres alters kommen sein, mit allem
vleiss beschreibt und sodann sein embsiges aufmerken habe,
wer sich aus denselben innerhalb des obbestimmten tcrmins
auferladnermassen zur cathoUachen beicht und communion ein-
gestellt oder nicht, und wann also die obbestimbte zeit der
sechs Wochen fUrtIber sein wierd, so sollen die pfarrer und
mcani ihre ungehorsambc pfarrkinder, welche in glaubcns-
sachen nicht zuelenden wollen und kein erhebliche entschnl-
diguDg fürzuwenden, unverzüglich dem landtgericht, darunter
ein jeder wonKafft, schriftlich anfUegen und nambhafft machen
und dem goHchtsherrn alsdann bey straff ain tausend ducaten
in gold in cra£Pt dits Uefolchen sein, auf eines jeden orden-
lichen pfarrers oder viearii ersuchen, die angezeigten nncatho*
tischen personnen sambt allen ihren anter seiner iurisdiction
ligenden haub und gittern von unsertwegen bis auf weitem be-
Bcheidt einzuziehen, zu vcrarrestiern und dessen unser n.-ö.
regicning, neben überschicküng einer ordenlichen verzeichnuss
der eingezognen und verbotnen gUeter unverzUgenlicb zu er-
innern. Üeninach ist an alle und jede unser nachgesetzten
Obrigkeiten, landtshaubtleuthen, vitztbumbcn^ pflegem, Ver-
waltern und gerichuinhaberU] also auch burgermaister, ricbtcr
nnd rätbe ' der stütt nnd mftrkt, gemeinden, landrichtem
aad sonst mcnnigticb unsere emstliclic bevelch, ob diesem
ansern) general in allen pancten und articln sUtt nnd vest za
halten, darwider niclita su tbnn oder diss andern in einige
weiss und weeg fUnsnnenien gestatten^ als Heb einem }'eden
ist, unser schwere ungnad und strnft' zu vermeiden. An diesem
allen beschiebt nnser endtlicher will und mainung. und dar-
nach waisfl sich ein jeder und menniglich vor nachtl and
schaden zn hueten. Geben in unser haubtstatt Grätz den
X'2. iSeptembrit anno 1602.
1443.
Ferdinand Tl. an tien Landesvenvaitcr Hans G. Ain-
den Landesvizedom von Krain Philipp Khohensl von
heireiht die Bertchterstattumj über die UtUersuchHtig
der Ängclcijenheit des nach Triest cur Antretung der Galei^eti-
strafe verschickten, in Senosetsch etUspmngetien Prädikanten
Paulus Odontius und nantentlich über die EzaminoHon des Wirtes
«* Senosetseh und seiner Leute. (Grojt) 1002 Septemler 10.
(Mitteil, des histor. Vereine« fUr KruD 1^7, 8. 107.)
1444.
Die Verordneten von Steiermark an die von Kärnten : nehnteti mit
Betrübnis die am 12. d. M. erfolgte MitteUting der dort vor sich
gegangenen EdigioiiSjH-oiesse gegen Herren und Landleute jtur
Kenntnis. Solclic Falle komtnen auch in Steiermark aUtoglich
vor und werden auch Herren ut\d Landleitie, die in vornchtnen
Hof- und amieren Diensten stehen, nicht verschont. Man teüe
ihnen das mit, die Sache müsse man Gott empfehlen. Wäre ihr
Schreiben frtUier angekommen, hätten sie den Inhalt dem runi
Zicecke der Aufnahme der Einnehmerrechnung versammelten Aus-
schüsse mitgeteilt und darüber hcratschlagt. Sic werden ihn an
den iiommemien Land- und Hofrechten verbringen. Grax, 1002
September 18.
{Koux., St. L.-A. Chr. B.; eacli KesiaU.)
Dia beiden letxtea Worte aoi Sciiinger ergäasL
256
1445.
Richter und Hat jsti Fölkennarkt an Ferdinand JI.: haben tw
wenig Tagen üher die Ahsckaßantf der ,Sektischcn' wid dm den
Kaiholischen gesehene Ärgernis berichtet, aler noch keine Antwort
erhalten. Da die Katholischen wieder in den Irrtum möchten
geleitel werdettf wenn man diese unyehorsamen Lutherischen, bei
denen man sich schtm das dritte Jahr Miihe gebe, den anderen
jmm Spotte hdaßt, so erbitte man Verhalt ungsntaßregdn. VölJcer'
markt, IHO'A September 20,
(Or^f., Limbnr^-PßisIriti-ArcbiT,)
Schon Mn SS. «ncheint d^r Au(weiiuiigf1]»fehl (Orig.. «boDdaV Am
4. Oktober ISdl Zingl die Ungehorsamen für den lü. vor an3 verl«n(ft Ab-
noliQatig dea ll>. Pfenoigs (Orig., ebenda},
1446.
Papst Clemens VIXI. an den ßiscJiof Martin von Sedtau: An-
erkennmiij seines verdienstlichen Wirkens namentlich im liinhlicke
auf die Ketzer dieses Landes, Itom, 1(102 Septemtier 21.
(Qleiehs. Kop., L.-A., Speiialarchiv Obembnrg.}
. . . CognoTimos ex literis . . . UieronTmi episcopi Adrien-
sis Dostri Ep. nttncii . . . fraternitatem taam et in toae eccle-
siflc gnbernatione et in of^cio vicahi in spiritaalibus generalis
qood administras in atraqac Styria pro vcncrabili fratro nostro
Theoderico arcbiepiacopo Salisburgenai, te singuUri qnodam
itadio &d det honorem aogendam et tidem cathoUcam propa-
gandam exardescere, ita Qt inter cetera salutare contirmationis
Bacramciitom dia lU locis istis intermissum rcstitneris, ecclesioa
et benefioia, ecclesinstica a secnlaribos hominibns aut ab hae-
Kticis nsurpata receperis ac rccupfiraveris, caltam l>ei ubique
instanrare et angere stndeas omnesque pontificales fanctiones, in
qaibos magna est tideliam aedificatio . . . samma alacrttate se-
dalo exerceas et qaod ma^ni momenti omnino est in eo dili-
gentissime verseris, nt sacerdotes et parochos oatholicos et pios
et 6doIes oper&rios nndiqne compares, tibiqne adinngas . . .
qntn etiam vidimua edicta iniprcssa, qnc nuper frateraitaa tna
promnlgavit, qaibm et cUndeBtina matrimonia abolere et cleri
dibciplinam ad sacri Tridentiui couciiU praescriptom restitaere
257
et conformare egregie conaris. I^andamtis, frater, . . . dittgen-
tiun et Tigilantiam taam tuosqae labores . . . benedicimas, nt
prospere semper . . . frnctQS . . . rrforas. Sii^ age, sie perge,
Dem tecam est, et idcra nancins tccum collaborakic; unam
enim «stis in domioo . . . Filii veru ooBtri dileetis«iiui nobilis
rirt Ferdtnandi arcliidncis pietas ot 6dei ardor nolas est oiuni-
bOB. . . . Datmn Komac apad s. apostolos sub analo pisoAtoris
die 21. fSeptembris 1602 puntiäcatus nustri XI.
1447.
Uerren mid LnHdleute Ä. C. iii Krain a%\ ihren Mitland-
maHH Wolf Engdhr€cht Sehrattkhler: Da er den iuhaU des von
den VerorditeteH von Karnien eingelaHfehen Schreibens über die
^Ugiomd>e8ehicerungeH in Kärnten in der letzten Vermmndung
vernommen, bitte man ihn, namens der evangelische Stände dieses
Landes sieh nach Kla^enfurt £u verfügen, den Verordneten da-
sdbst ihr Gutachten anxtizeigen und iJmen £u i:erstehen tn geben,
daß man sich, teeU schriftliche Eingaben bei I. F. />■ vergebens
seien und man bei der jetzigen Lage der Dinge keine Audiena
erhoffen krinne, um einen demütigen Fußfall su tun, bis tu dem
nädistkünftiyen Itcichstage in liegoisburg, der auf den J. De-
eember anberaumt ist, tjeduldc; beim limchstage alter die evan-
gdisehen Stünde um Vermittlung angehe, damit uir bei der A. C.
gdatsen tcerden. Hoffentlich uerde dann 1. F. 7> sich bewegen
lassen und uns in utiserem Gcicissen nicht beschweren. Wenn
aber die Herren aus Kärnten ein besseres MUtd vortukehren
uüßten, so mögen sie es ihm bekanntgeben. Ltiibach, 1G02 Oktober 7.
(Kqp., 8t L.-A., Chr. R.)
1448.
Die Verordneten von Kärnten an die von Steiermark: teilen in
Abschrift mit, was die von Kratn durdt Herrn Wolf Engelbrecht
Schränkler haben andeuten lassen. Da Gefahr im Verenge, mögen
sie sidt die Sache angelegen sein lassen. Klagenfart, IGO'A
Oktober 10.
(Orig., St. U-A.. Chr. R.)
Anticort vom l€. Oktober (Kunic , ebeuda): &e bStlen früher ;«anl-
wort*!, «b«r die Zeit der Weiolese sei dx, Etnaehimuif dvi Bcr;r«cbt«i nnd
»«■»••■ 11. AM. IM. LX. 17
958
des ZebMU, ätao dar ,anT«rriobt«' FeldKQg;, dafl nmn kolna gniQa Ansahl
vou Herren und Laiidl«ut«ii 7UM]niitnnbrLug«ii kn.un. Dio Legiüuu %a den
Kur- uud FEirstea «u den U«iclisti>g bUlif^ou sie, da »b stcb ;iber limger als
auf deu 1. D«x«nQber hiLiau»ieIicu dllift«, ko mVgeu sie sich bis 10. Nor«iiiber
gedulden, du zur üocbzeit dor Tochter des ncrra von TrstitiniDnidorf ohne-
dies vinle Herrpi) hier zneammra kommen.
1449.
Kaiser Rudolf TL an Erehersog Matthias: teilt ihm lei dem An-
lasse, daß Krehersog Ferdinand II. den landschaftlkhen Aymten
Kandelberger ,auf Beine von sich gegebene Urfehde' hin begnadigt^
aber des Landes verwieseH habe, sa seitter Datnnchachtung (für
Ungarn, Österreich oh und unter der Enns) mit, daß die aus den
Landen Ferdinands II. Glaubens halber Äusgeimesenen weder
Böhmen noch dessen inkorporierten Landen sugelassen werden.
Schloß Frag, 1602 No\^en\her 2.
(Kod. Lins 4jl, fol. ä4äi'. Siehe Arcliiv fUr Ust«rr. OMch. 8», 306.)
1450.
Martin, Bisehof von Seekau, an den Pfarrer von (Fyher?):
jritiert Balthasar Schadete. Graa, 1602 November 7.
(Ori;., St. L.'A., Sp*ua,ljircliiv Pyber, Pr^ure Oraden.)
Martmns etc. . . . HonorabiHs etc. Fac, ut Baltbasar Schadetz
in filiali ri. Oswaldi preabyter {|uam prinium ad uoa veniat. Valc.
Uraecii 7. Novembris anno 1C02.
Mfartinas) ep(iiK:opu)£
Von mißvn: Tvl-rr Herr Ilitcliflfr. Lad 3». I). N. II.
1451.
Vf* AU von Arnoldstein an den Pfleger von Wassa'neuburg llant
hoßbaeher: siliert ihn für den St. Andreastag (Novetnber 30),
weil er Nichtkatholische auf dem kalhoUschen Friedhofe zu
8t. Georgen begrai/en und einen Prädikanten ,in der Frau von
l'eufenhach Schloß zu Wasserneubttrg' aufgenommeti liabe, der
daselbst eine Kopulation vollzog und so in die klösterliche Juris- ^
diktion eingriff. Arnoldstein, 1602 November 15.
(Orif., AmoldtleioBr Akt«a, Uadolfin.)
259
1452.
AH Kaspar von Neuherrj an Ferdinand TT.r lertcJiM, dafi er
den Befeid wegen Itrsirafatuj Sdvesti^ Meilgraiers von Kroiten-
Jiof ärgerlicher li^iffion&ftätuiel, namenilich des Fleisehkoeltens
am Freilage wegen de. voUeogeu. Nettherg, JBOU Dezember 17.
(Ot%., St. Lh-A., SpexialvchiT Nouberg.)
Heilgrjiter nnd Frau Mi«n k«tholi»c1), a1>cr lar Beicht iinJ Kammn-
nion konimea aia nicht. Sie selAn altu I^utA. Die Kriiii liAb« ftir Knctit'nog
Kul allerlei Wappen aii^nnXht. äio lagen, daa ItCiine nicht »i'in, «U oa ihr
Q«wiaMn berQhrR- Sollto ea dahin kummen, miLQle man sie t*th uira^ii^
kommaaisiet'eD, deuii in der DietflDb«rg«rucheu üibel stUiid« es so. Warum
hab« man ihn«D Diclit das vor Jahreo ir««i^t and Terlange «s jetxt vou &v
erl«bt«n Lontun. Si« vrollcn sich bcdoDken. Von «ektischcn Büchern hat
mein prarrer xti I.nngr nwang, nnvlc) er bekomniDn m^tf;"") weiffKonommcn;
viele liabnn milchi; luicb tiinl lÜo pramrpiorcjt iu*irulttn>n din Kinilt<r dnrailK.
Viele, die vordem jednn Soniitikg zur Kiruhc gegiiiigtüi, <<rit(;Iifinnii icit dr^r
gCfMi sie gehaltenen Koiuiuiieion nicht. Zu ihnen {^chClrt Wulf Kbriicr, der
olin« ßchen Freitag in «einer n«hAU«uag »iedeo und backen IHßt, bo auch
der Witwe Frau von SchKrffcnbt^rt; Rii.itmciHor, (irr in KhrÄcr» fichatiNime
etliche SonntAgc bi»hrr hat predigen nnd l.nthori»cho Li«der ain^«n la.i«pn.
Uan wird da rrastlicheK Einißbea balicn niüucn I>ic PfarrtneD^ ist nicht
klein, aber gottlob außer diesen awaion gut kalbolüch.
H53.
Abi Georg von lictm an den Alt von Nettherg: trögt Vtm nametis
des (rmerals auf, snr Ilrhting der Klo^fn'geistiicitkeit an ilnt
näcltsten Ostern einige Uriider studienhalber iiuch (iraa zu senden,
woseBfst sie im Reuner Hause untergeliraehl werden. Es möge
ihnen aU^ für ihre Studien Notwendige mitgegehen iverden. Timm,
J602 Jhzeinher HS.
(Orip-, St. L.Ä., Chr. K.)
EmaDArnnt atino ItiOÜ ex curia Ser'"' Ferdinand! . . .
noiiimllA docreta ad morasteria liarma provittoiaram, qnae ab-
bates et regolarimn ecclesiarum praepOBJtoSj nt in üb ad scien-
tias artescjue liberales ingenia rolifriosorum appIIiTjirent, adlior-
labantar. . . . Hioc etiara Rev. d. generalis videna fratrea »eu
religiöses plerosqae desides in caliginosa igiiorantia oberraro
et monasteria nostra hoc tempore sumraopere viris doi:tis in-
digere, consalte nobis iui|>oauit, ut in tiiugula monasteria risi-
17»
260
tationi nostrae subiecU vigilanter animadvertamus, ne mventus
otio torpescat, Bfid nt in ii;; una cum disdplina ref;alari artes
bonae alantur et doctrira foveatur. Com ig:itur hoc sollicitu-
dini nostrae commissiim sit idque non modo ritao privatac fcli-
citfttem Bed etiam bonum publicum, coiumodum monasteriorum
et angDientani religionis catliolicae concemat, ideoque nomine
Itov. d. generaEJR pract^nntilms admoduni Kev. donünationi V.
aerio minngimua, nt rirca Pascha fratrea aliquot ad stadia
BnmptibuB, lectieis, linejiininibafi, veeliinentJs aliisqno necea-
sariis suflicienter simnl iiistmctoa Graeciuin mittat, babita ra-
tione reddituam monasterü stü. Nos rero aulam nostram (Jrae-
censem ad hanc u&uiii dcputavirnus, in qua eimal con^egati,
no Tagando insolcscant, sed sub observantla et disciplina regulari
vita exßinplaris elucescM, praecoptoribns curae com mitte ntur.
Addelur insupcr coquus et minister aliqnis, qni enrara rol do-
mesticae gereut et eorum, quae usus quotidianus ri'qnirct, ra-
tiooein Iiabebunt, at sie religosi omni cara seposita avidias Btudia
aectentnr. . . . Datum RLunae 23, die Decembns anno 1002.
ß. P. V. coufrater
frater Georgias abbas Reunensis.
(ßiogal «nfgedrUckt.)
1454.
Memoriale Feter Christoph Praunfalks. .Partiaihtrheschwärutigen,
so wider die f. JiefonnationscommissarieH die EHstalleriscJwH be-
naclibarlen LanäUmi furzuhrintjcH hohen.* 1002.
(St.L.-A., Cltr. R.)
]. lirstlicli babcri «y, h, commiKsarien, KnwidiT altf^m her-
kommen und E. K. L. freylieiUnn algens iies gcfallßtis unsere
antertbanen mit bctmung des prants, item teibs und guets ge-
fahr for «icti erfbdcrt, denen erechcincnden anferlcgt, »n j>wnc(o
irem pfarrer, so dabei gesessen, anzngUibeu, das sy sich inner-
halb drey wocben bei inen in die beicht und coinmunion ein-
Btellen wüUen. Welche also gehorsamh gclaiat, haben I. F. D'
vermU^ aines absonderlichen iiitsiiüll ferner schwem und an-
glüben itiUeusen; denen btrstandigi^n nntcrtliancn aber haben
ey bei verlierang leibs und Icbena innerhalb ü woL-han 3 tagen
Ml
das landt zo raamcn anferlegt. Welcher sich nun darunter be-
iretteD lassen, der sei schon dem profosen an die liandt ge-
sprochen, der dan die execntion mit seiner person nimemen
und sein haas und hof abbrenen werde.
2. Nach abraiscn der hcrm comratasaricn haben solches
nacfaer die pfaffen denen unterthanen zum Uberflass aaf den
offnen canieln verkündigt und die unterthanen, so unter sie
gepfarrt. gleichfalls bei obgcmelter commination innerhalb 14
tagen für sich «u erscheinen erfordert.
3. iJen obangedeuten aydtsnotl bclangent, so W'i ctlich
nnd dreyssig pQnct in sich gehalten^ seind unter andern auch
diso 2 ptlnct inserirt gcwest. dass ay alle Lutteriscbe, so jetzo
noch im landt sein oder sich kUnHig darein sclilaipfen mtkhten
und darinnen aufhalten, duf das eliüserist verfolgen helfen wollen.
Itom, dass sy sich, wan sy I. F. D' aufmahnen werde, wider
i^die Lutherischen gubraucheu zu lassen, ycderzcit willig and
icrait sein wollen.
4. So haben auch die muettwilligen soldaten uberal im
Enstall, wo sy hinkumen, mit hüchstom contesticrn und schwüren
Ausgelassen, dti&a man sy aber in grosserer anzatil nnd mehrerer
iraeparation in wenig wochen widerumb dahint^ehron und nicht
^allein die beständigen unterthanen, so sich seither in die beicht
nit eingestellt, verhören und verderben, sondern auch irc
e hemi in schlossern angreiffcn; darzu werde luau Ire
lAigne unterthanen, so abgefallen und geachworn, wider sy go-
braacben.
5. Solches hnt auch ain wtUUseber ptixenmaister, so sy bey
sich gehabt, confiruiirtj wie er dann fürgcbeu, dass er atlain
darnmbcn, das w alle glcgünheit ab&ohen solle, inen sey zae-
;geben worden, und 1. B'. D' liabe ulberait 12 doppolto car-
haunen hierzu deputiert, die man alsdan hinanfluhren werde.
6. Item hat auch solche commination, dass man die landt-
leut, wo nicht ehcrs, doch gewiss auf künftigen wintlier also
hnimbsuechen und ire lieuscr stirmen werde, landtspfleger zu
Wolkensteiu iu beisein des Angelo Constede, des geweston
pfarrers von Orehming soii, Abraham geaant^ mit hüclistem
schweren best&ttigt.
7. Was auch hicvon er, Angelo Constede, als commissa-
riuB selbe des obgedachten Abrjiham Schröflfola braeder Daviten,
263
so ain bnrgcr and abgefnilen, angesagt, ist ans seinem, DaritcD^
liiebei gelegten schreiben zu vernemen.
8. äonderlich aber hat obgedachts laudpflegers Schreiber,
Ludwig gonanDt, za Schlädming io wehrender commission in
anhürung mehr dann 30 untertbaaen, (so) mehrenthaiU mir Pet.
Cr. Praunf(alk) zugehtircn, mit nachvolgandcn trowurtten solches
alles bestUttigt, ncmblichcn: Man werde in kliUrz die landleat
in iren hcuscrn stUnnen and blindem, sonderlich aber wider
mich, PraDuf(alk), disc wortt ausgössen : Dem Praunfalckhen
wirdet man ainmal auch über die hauben kbumen. Er ist ain
reicher berr, aber I. F. D* sein noch reicher, aber dennoch
werde sy sein jüngstes kind nnd erb sein und imc den köpf
zwischen den pcin lassen legen.
9. Gleicbfals auch liat des von Ädmont brobst za Gstadt
Hainrich Walther alsbald nach abzng der commissanen. als er
seine unterthanen erfürdert und iaen, das sy innerhalb 3 wochen
communicicrn sollen, auferlegt, lauter za verstebn geben: Inner-
halb 6 Wochen werden die eommissarien mit ainem grossen
hauffcn wider khumcn, die werden alsdan die landlcnt bei der
gngl ncmon nnd mit Iren aignen unterthanen, so den herm
commissarien anglubt haben, bekriegen. Item, es aollen sich
nur die nntei*thanen auf ire obrigkatten ntt verlassen, dann
weil sy sich selbs nit schützen khUnncn, werden sy rill weniger
iren unterthanen ainichen schütz crzaigen.
10. So hat auch des bischoffs gutschiknecht bu Schlädming
in beisein viller leut öffentlich ausgelassen, man werde die land-
lontt im Ennstnll bald wider haimbsuechen, inen ire schlüsser
niderreissen und den anfang an Neuhaus machon.
11. Was die Soldaten, sowol die commissnricn selbs sonsten
mehr für erschröck liehe troungon wider die Enstallerischen land-
lent absonderlich und in gemain ausgössen, ist nit gnuegsam
zu reden. Ja, der Soldaten muetwillen ist so gross gewest, dass
sy auch uns landleut, wan sy nnser gegen unsern unterthanen
gedacht haben, rast nie anders, als mit schelmen genant. Bist
du des Schelms etc.?
12. So haben auch die Soldaten an Hl rU herziehen mir,
Prannf(alckh) an meinen klienen mairhoff, als sie vernumen, dass
mir der zuegehörig, die fenster umb und nmb oingeschlagen.
Welches sy auch also in meiner tnftiru zu Tipschern ain meil
wegs unter GrShmiag in untern und obern zimmern
aern getlsbt ^M
S63
_ 13. Wie mir dann ain kagl nit 2 claffter weit fQr mich
asd Hbub Bartliueen vun Muashaimb, als wir initetiunder zum
fimster hmaosgeseltfiD, ßXrUbergetlo^eii.
14. Also iBt Aach die mir erwisne injori vom pfaffen m
Aoasee nit zu vergessen. Dahero wir bei unsern aigoen onter-
thanen (aonderlicb bei disen processen und betroaDgen, die sy,
commissari, selbe in anhüruog gedachter unser untenhanen
öffentlich aosgoesen) also Terscliimpft werden, das wir den ge-
bfirlicben gehorsam von inen nit haben kllnnen.
15. So haben auch die commissariea auf meinen grUnden
ain hochgcrichl gesetst
16. Wie die Soldaten Herrn Hans Friedrich vun Steinach
mm fOniehen bei seinem baos ausgcwartt, dasa e; gegen ime
in mosc^tten angeschlagen.
Die andern specialiteten seind aas dem credonsBcb reiben
und beigelegten herrn Hofmanä memorial wie auch herm
Schrattens schreiben zu finden.
Du MeiDorul des Herrn Wolf SebuÜui Hoffnuta liogt bei- Die
IS dort ertribntea Punkte deck«» sicli sam Teile mit den obi^a.
1456.
Gtor0 8M>atus, Bisdiof von iMvant, an den Kardinal Ciuthiua
Jütibrandiui: ermahnt ihn, der Keiser tcegen, die von ticm Err-
kersoge FrtdsieJtvnff ihrer Konfession begehren, keine Sorge ro
haben. Die Sache der liechtglävbigen stehe gut. Die Ketger
tragen das Äntlii-i von Leuten, die ins Exil ;nehen. Mögen sie
abiiehen. Gras, 1603 Januar 1.
(aiob. Epp., p. 114.)
AbMRt, n Toinnt, optxmiu M omnc«, nt upunr&ti» ab hvc honiinon
^oere provtnciit Deo . . ■ noetro serrire oobü liveat >o fidc caüiolic«. . . .
1456.
IxtsQohen auf Kir(^ und Schule A. C. vom 1. Juni 1602 bis
letMim Mai 1603.
(Hierüber licfft «in gebundene« Potioheft Im St. L.-A., Chr. 8. sd 1Ö03.)
1. Ks erhalten am 1. Juni ItiÜl die bei-
den zu Kham(>erg und Schiechleuten
bisher erhaltenen, jetzt aber exulie-
renden rrädikanten 120 fl. — ah. — -A.
L
264
2. Am 5. Juni Vinzenz Eygl, vertriebener
Prädikant, an Gnadcngcld ... lÜ ft. — sh. — ^.
3. Am 10. Juni Pcltii- Hörn, SchuliirU-
zoptor in Scliwanborg, als Abferti-
grung 20 „ — „ — „
4. Am 22. Jani Alumnus Balthasar Ressel-
poclen für «ein MagiBteriom ... 'M) „ — „ — „
5. Am ^7. Juli an Fraa Magdalena von
Teuffenbacb, was sie den vertriebeneu
PrHdikanten darpestreckt .... 70 „ — „ — „
6. Am 27. Juli Kaspar Widmann, Buch*
Binder 10 ^ — „ — „
7. Am 27. Juli Johanne» Seisius, gewe-
sener StiftHprediger 8„— „— „
8. Am 27. Jali Heinrich Osias, evange-
lischer Prediger zu Sc-Iirockcnthal . 75 „ — „ — „
9. Am 3. August Isaak Khoppius, Sti-
pendium 120 r — n "^ n
10. Am 10. August Georg Khrcätachen,
Land Schafts dien er, Gnadengabe . . 52 „ — „ — „
11. Am 10. .September Sti[n;jRliura für
Friedrich von Herherßtein. , . . löO „ — „ — „
12. Am lö.Oktüber Witwe Elisabeth Fall-
eisen 20,— „ — „
13. Am 26, Oktober Margaret» Ziugel-
maior, Frlldikantouswitwo, Onadcn*
g»l'e 2^4„— „
14. Am 26. Oktober Jcremiae Hombergers
sei. äohn Elisftas, den die Landschaft
aas der Taufe gehoben, als Stadien-
geld 60 „ - „ - „
Am 6. Dezember für die Windenaüsche
Kirche 286 „ 2 „ 17 „
Am 9. Dezember der Buchbinder
Kaspar Widman fUr verehrte Ka-
lender io„ — „ — „
Am 31. Dezember Johannes Goebmer,
Besoldnng 125 „ — „ — „
Am 31. Dezember lleinricuB Dsius . löO „ — „ — „
19. Am 11. J«nn&r 1603 Jobann Walther,
halbe Jahreabesoldung 300 fl. — Bh. — ^.
20. Am 24. Janaar Zacharias Heilinger . 240 „ — „ — „
21. Am 2S. Janaar Balthasar Kesselboden 60 „ — „ — „
22. Am 1. Fdbruar Adam Venediger fUr
seine zwei jüngeren Söhne . . . 150 „ — „ — „
23. Am 1. Februar Unkosten für vier
Soldaten za Cetanitza 226 „ — „ 6 „
24. Am 3. Febrnar Joh. Oaepner ... 125 „ — n ~~ n
25. Am 17. Febrnar Kaspar Widmann 10 „ — n ~ a
26. Am H. März Theophil Regina, Pfarrer
la Neuhjins in Ungarn 40 „ — „ — „
27. Am 20. MUrz Stipendium f^r Wilhelm
von HerberstorfF 250 „ — „ — „
28. Am 21 April Matthcs Pamb. Tueh-
Bcherer in Sehwanberg 25 „ — „ — „
29. Am 22. April Hans Doliauski, Pfarrer,
Abfertigung lUüO „ — „ — „
30. Am 29. April Philipp Varaoer, Prii-
<l'kant 60„— „— „
31. Am 29. April erlegt der Einnehmer
fUr besondere Aa&gaben .... ääOO j, — « — »
32. Am 9. ?hlai an den Studiosus Lorenz
Maier, Stipendium 100 „ — „ — „
33. Am 31. Mai 1603 Michael Ringgießer,
Feldprcdigcr lOQO ^ — „ — „
Sorama . . 740411. 6 sh. 23^.
FQr die ZeiL vor der Oegenreforinjitt»n Im Jabre 1598 lieg«n aoi-
fabrllche RechuUDgslaß«n auf d» Schul- und Kirch onmiiiiit«riuin Tor. Die
obig«» Iiabtn d^tiilb eine große Wichtigkeit, weil tit am >l«utlicti!t«n xui{>ßn,
wie die alte Organisation jeUt grflndlich zcnUrt ist und nur einznlno Prä-
dikaoten nocli außpr Lande — m«ist an der Qreose in trngarii — gfilialt«!!
nad einige ätadcnten ontcrttlltat werden.
1457.
Die Verordneteti von Steiermark an Ferdinand II. : Da er nie-
nuirulem, pressen Standes und Wesetts er sei, den freien offenen
Paß ins Land rerttvAre oder verUyen lasse und sich auch die
durch die [UUgiousreformation nusgewiesenen Personen ihres
O^utes und zeitlichen VcrmtiifeHs Iiaiber des freien Zuganges in
266
das iMud erfreue», so hüten sie, ihretH einstit/rn treuen IHener
Abel Venediffer, der wegen der noch ausständigen ,wiiiihlichen'
Abfertigung seiner Hausfrau, der Witive nacfi Goit/tard Aman
von Amansegg, gar Teüunff der AnuiniseJiett Güter, davon der
10. Pfennig schon gereicht, ins Land hmnmen müsse, die Et'
lauhnis hiejtu gu geben, (rrae, 1G03 Januar 28.
(Koii«., 8t. L-A., Chr. B.}
1458.
Dieselben an Georg Galler: ersuchen ihn, sur Überreichung der
nunmehr in anseJmlicher Session verfaßten lieligiomhcschwerde-
schnft, hintangesetzt seiner sonstigen Gesc/Uifte, auf das eheste
sicJt hieher zu vei-fiigen und den Tag seiner Uieiterkunft durch
den Zeiger dieses schriftlich xu wissen zu tun. Gras, 1603
Januar 29.
(KoDs^ St. L.-A., Chr. B.)
145«.
Moritz Wdzer an die niederösterreichische Regierung: erhebt ICin-
spracfie gegen die ihm zuerkannte Strafe von 10 ^fark Goldes,
tceil er in sein Schloß Uaikgg einen Prädiknntcn aufgenommen
und die um Klagenfurt wohnenden Bürger und Hauern zu den
Exerzitien gelassen habe. 0. D.
(Mi>c , Bndolfin. Klaffoufurt.)
Dl« RcforiiiAliotiiilconimtMärp kätt«D eoBiifl, die RBformatioii beeislia
■icU nicht «iif Ilcmiti iiad LAudlfiitc. Den PriiiHkAnlcii Imb« er zu («iiier
unc] feiocr Familia OcniuenHbcnitiigiing an Mucrn Orte &iif^«noii)incii, ilar
von K1ag«nrurt fern Nblivgt. Wenn itiiu auc-li Ain U. Mürx 1C01 ein Oefeht
xnefkommcn, ihn sa »utUiten, liabon äie UettvTi und Lanill«iite doch ihre
EnUchiiMi^in^ vor^cbrerht. Ein woiterer Defehl sei ihm nicht xnRekommPTi.
A\» «r wxlirgenuninii^n, daß drr Prfl<1ikanl nicht ^c^uldet werde, hnh« n iliii
enlla«eti. Kn 9c\ ilim nicht in deu Sinn gokuminpti, die lanilosfFIrKtliolia
Autorität anzutaaten, dis er imiaer respektivrvn wortlo.
1460.
*
Ihe Verordneten von Steiermark an die von Kämteti: bcstäligen
den Empfang ihres Anmahnungsschreibens vom 31. Januar und
teilen rwr Anticort mit, daß sie zu Beginn iles jetzigen Land-
tages den Versammelten A. C ihr SeJireiben vom 12. Sejttemhcr
2fi7
9
und das iHserierte räiltche G^utachi^t, tcas sie in dieser äußersten
Gnoissensbetirtingnis variuuchmen gedächten^ vorgetragen. Da man
ducA der Stevrer Gutachtt^ hegehrte, teile man mit, daß sie wieder'
holt mU Flehen und Jiitten au den JMitdesßratf'ii herangetreten,
aber feine Milderung, geschweige denn eine liemovierung ihrer
Beaehwerden erlangt hätten, diese sicJi vielmehr ron Tag zu Tag
häufen, M daß denen, die außer Land ihr exercitiam suchen,
die Strafe von 10 Marie Goldes durch den Kammerpro-
icurator aufgelegt und Leute vom Hitterstande tur Räu-
mung des Landes gesteungen ieerden. Naeh längerer Be-
ratung hätten sie sich rftr lieiliegenden Schriß einhellig verglichen
und seien nun daran, sie der F. D' /« üherretchen. Damit die
Herren aus Kärnten Kie die aus Krain davon Wisse» hüten
und einträchtig gehandelt %eerde, sende man diese besdilossene
Schrift ihnen sn, ob sie sich den darin inserierten Beschluß
gefaUen lassen und die Beschwerden ihrer eigenen Ixtnde an-
ßigen, oder oh sie ein bequemeres Mittel vonusdilagen icüßten,
Ml» ihre Beschwerden su übergeben. Bitte um Übersendung ihres
Gviaehtats durch drei oder vier iltrer Abgesandten, damit sich
diese ,mit uns' der Schrift halber rerglcU-hen, diese in Gemein-
schaft mit uns übergehen iiwl die RcsohiHon erwarten. Auch
wegen der Ahgesandterei tum hn^or Gehenden Bcichslage, dicjciei
noch Verfrüht wäre, könnte man beraten. Im ültrigen mögen sie
wissen, daß der hiesige Ijindtag am 13. Januar seinen Anfang
genommen, aus verschiedenen Verhindcrangai aber Uber die Land-
tagsftrojtosition noch niclits traktiert wurde. H os die F. jy ver-
lange und icas sie icegen einer stcölfjährigcn beständigen Kon-
tribution von ihnen hegehre, haben sie aus deyt beigescld^ssenen
Extrakten tu vernehmen. Den verhofften glüeHichen Schluß wolle
man ihnen mUteileH, wie man auch den ihren erwctrte. Grae,
1603 Februar 14.
(Konm., Sl L.-A., Chr. R.)
1461.
Landesßfstliches Verhit des Fleiscfiessens in der Fastenzeit bei
Strafe des Leibes und Gutes. Grau, 1603 Fdfruar 15.
(Kop., GmfiniliT Aklon, KUgenfnrt.)
1462.
Der von der stetrischen Landschtifi zu Petanitea in Ungarn «■-
haltcne Fddprediger Johann Gaepncrtis an die Verordtwien : hütet
um einen stcJteren Pltiit für seinen Aufenthalt, da er in Petanitia
in ständiger Gefahr schicebe. Sollte er dies nicht erlangen, 90
hegehre er ein testimonium. Petanitt, 1G03 Februar 17 (18).
iprig., St. L.-A., Chr. R.)
NictidfiU) «r uaA lein KoIU^ Walther die Lantlscb&fi Khoo oft ^•
bMcn. aic intt toft*(tr«m Schittxo xu vcriolion oder »n «iticn aif.lieron Ort xa
bringfiti, w*il «Jcr KAi»er »in durch R*fnbU ,b»nfli«irt' niifl iliiy* i!#m Preitittim
N'ilasiljr txttaiinlg'O^Rbi^n, »ind si« vor sieben Wnolinn aiu dem lilftaigBU
EmicII JihEPachafft worfen. Wftder hei SeUchi imeli bei der Frau l'iippltii,
die ilireu PrÜdikautea aelhst abscbaffea mußte, l'aiKieii sio Zutritt, mußten
dio bieber furilckkehrett. Mittlerweil« siod Bie durcb «iiieti Diener Nadasdjrs
von Kfirmend her gevrvDt norden, Jenn ci droUc ein Slofall. AIloBÜiklbea
rdr.ldi ninii ibiinn vor, wAx fiti iiodi hier cii miclirii hahr.n, du iliuen dA»
I^nd vi^rl)oli<:n »i-l. In Feldhnuli liabr tle.r LAndprofnC iffCrn gndrolit, er
werdf. nach Neuliaaji itiehnii, iint nac^h den Prlidikaiiten zu Hffchen. Jetzt
gebe sich gaie Uelet^enbeit für ihn, weiter «n Itommon. Hans Lciitner und
iciii Brndor, vor itcr Keffttmatinn llandolileute in Kadkersbur^. jottt xu
Plauen im VoigtUiide, ftiiif Meilen von «einem Vaterlendi', wUrdou iho bfr-
ßirdern. Da ihn die Verordneten «iiderswo nicbt LiiitcrbrinfeD, bitte 01 nin
elo letliiacyitim.
AI« er dA9 Sehrrlben aliacliickon wollte, kommt fifesteni, l-Vbntar 17)
der Bischof ron Agram. ,8nlcber HlUte werden wir froh wie der Wolf de«
SciiiÜGS.' 8ie oiuQten ibrc Ftucbt durclia Feuater nehmen, da die Wallonen
ihre HKuser anrennen. Der Biscbuf sei awar abgezogen, suine Leute baben
•icb aber erkundigt, wann denn die l'tüdikauten at>si«heii. Uitte um Hilf«.
Scbon am 31. Januar baCt«n Waltlier uud Gaepner ein Scbreiben an
die Terordnelen gesandt uud um Sclintx geboten. Am 3. Februar «.t-hi'ieben
die«« an Tbomui Zinhy und Adam Krfihf-rrn von Kckh. die evangeliüchrn
Prodiger in Fßtauitta vor Türken und Tntart-u zu ochlltzen und sie im Falle
der Not aufzunebmen (Ko]),, ebenda). Auf den abigcn Urief Tom IT. Februar
antworten sie au SC. Februar: sie milgeti «ich eine Zeitlang gedulden. Waltber
idireibt am i. Mir?, von dorn 8chreoken, dur unter den armen Leuten wegen
der rüuberiaeben WalloneD herrsche, nnd fQhrt Bet*pirle ihrer beHlialtschen
Kubeit an. Bitte um eini> FUrsehrift an Kollonitacb. Am 6. MKrx ersuchen
die Verordneten Frane Bslthyany, dnn Prüdikanten «ine Zeitlang Sebuta in
Scblaaiing (Szalonok) ta flehen; am Tolgendeu Tage icbreibon sie dem
Obersten Kollonitsch, in das Kastell eine talvaguardia zu geben, weil dt«
Wallonen argen Hntwilten treiben.
1463.
Die Herren und Landlente. von Kärnten an die von Steiermark:
bestätigen den Empfang ihres Schreiben vom 14. d. M, und des
389
heiyeschhssenen Eoneeptcs, der Extrakte vnd der müvdlickcn
Rdaiion ihres MifffUcdrs Hans von Maßdorf. Sie konnten in
so kurzer Zeit die Sciehe thrfn Herren und LamUeutcn nicht
vwtragen, sondern 7niißtcn sie auf heute vcrschiehrn, dattiehjctit
des g^ettwäriigen Landtages wegen mhlreidw Mitglieder eiugc'
funden haheti. Sie senden die Herren Hans von Moßdorf tum
Thüni, Herrn Bernhard Sennß xu Freudenberg und Herrn
Hekior Ernau rti Moshury zu ihnen ah, damit sie steh mit ihnen
und den Krainern. die auch einige Herren nach Gras senden,
über ein gemeinsames Vorgehen einigen. Bitte, ihren Gesandten
voUen Glauben zu schenken. Klagenfurt, 1603 Februar 2G.
(Ori(., 8t. L..-A., Chr. B-l
I
1464.
Die Ritterschaft von Krain A. C. an die Verordneten von Steier-
mark: vqh den Kürntnern durch deren Mitglied Jah)b Paradeiser
ßu Neuhaus über die Absendung von Abgesandten nach Graz
unterriehiel, bevoUm/iehtigen *ie hieeu Herrn Wolf ICngelhrecht
SchränUer gu Aich uttd Danid GaU jsu St. Georgenherg. laäbach,
1603 Märt 3.
(Orif^ Bt. L.-A^ Chr. R. 16 Siffel »nfftiTOekt)
1465.
Demütige* Anhalten Valentin Voglers, Pfarrers m PatemUm,
gegen den Pfleger Heidenreich wegen Verhaltung seiner pfarr-
lidien Gereehtigkeitett. 1003 Mars 4.
(Orif . AmoMiteiB«r AktcD, HnialSn.)
DantftM hibc ü<h mnltnlMaAta, den t>«ndi««1«n Prldik»BMn, 4>r
scboa «ia»»! tob im P£uTc nitwülMn, rarficknniCrii, ihm auf il#a> KcbUMM
,I7«lcncklm)ir >« c«lmi *b4 wime TcnBetnlSebcn SakranenU 9ad krtam-
rbckc« Excnlin fWa n Immv. . . . Vvu NtgcMorf habe der Piep« «11
IC Jakm jTftiBili IQO «. nrtc&fekallMi a»d am 8Awm cäam Sekal-
■ riiHr 4ert ^ihiliia, w 4a« i^ 19M «. Um^m. Bitte m 4« Knyriwur
*•■ ObwUnUB, fioMT BwckptfJ« abzmWlfM (Mfcc «bi«« cum 17. «»4
S«LJMi 1«M).
1466.
Die Ver^dmetem i«» £ii.i\.u mmvh tm 4ie mm Kämtf^ und Krain:
fmr Ar« mr^midiekt Kmtegftmiems und tetU» d»e Ur-
970
Bachen mit. weshalb die beratschlagte Ketigionsschriß no<^ nieki
hat übergeben werden können. Grae, 1603 Märt 10.
(Kons., Sl L.-^ Chr. R.)
M«D hibe befltrchtet, daß di« Scbrift von I. F. D' nicht an;«>BOinia«a
wBrile, da die Kimtocr wef^en der nümlicheo Beschwerde btreita eine Ka*-
drOckUch« Resointion «rlxn^ hKben. Daher wollt<^ man mit dieser Schrift
erst jetst cinkominca. Mau ennicho, dies iciton« der Steircr fQr keine
Separation »a haltet).
1467.
Krain, Landtag: Die Bischöfe, Prälaien, Äbtissinnen und Prioren
woüen der personlidien Erscheinung in den Lamtrechten enthohen
sein. Krun spricht dafür. Läßt ein brevo, daß er keiner weltlichen,
nur der geistlichem Obrigkeit untergeben sei, vorigen. Nach längerer
Debatte tcird beschli}Ssetiy I. D eu bitten^ keine Sonderung em-
treten, sondern es leim alten Sehlage t^erbleiben cu lassen. LaibacJi,
1003 Mars U.
(V.-PioL)
1468.
Der Pfarrer von Lind Georg Kronhofer an den Prälaten von
Arncldstein: Klage über die Sachsenburger, die des Priesters
,nit achten^ und die fructas et rcdditas bereits ausgeteilt. Lind,
1603 Mure 25.
(Wta Hr. um.)
1469.
Bericht (des Viredomsl^"]) über die in Gmünd rorgenommene
Bcformation. FriesacJi, 1003 Mars.
(Kooft., Miscel). in causa rel., Budolfin., Klaceafart.)
Der letst« Befehl, dii^ Reformation ronunehmeD. «ei Tom A. Juli tSü2
datiert. Er habe Untertanen and Börfer .rrforrlert', deii Ruep Urgartaar
all trotxigen lekliBchen Mann au(>gv-i>i-h«fFt, clio Hhng«n Ungeboraamen tom
Ochorvaiii ifemahnt and die touBligeu uutwuutli^eu Haßre^lo (^troffen. Er
koaat« bbbar oocb keinen Bericht eiasenden, weil die Untertanen «nder«r
anuiidfaerrtchafteD aain Teile noch fknx halutarrif liod. Von den Bür^ni
und Untertanen, die *ich ai* Katholiken liekannt, habon etliche das Altend-
ttialü durch den Kaplan weiland doi £rzpri«iter« Antout Strobmaier uiUr
271
taiJtriri SoaUlt enpfsB^n. Dieser KAplaa ni ein eBt*pnui^:«aer UDnch
(«wMco. Unter dui Bir^wn mibo die vorneihoutvD djuui beteiU|t and
Ha» iat ä«r Gntnd feweMs, tia ftbermaU vorxafordem. Jetzt teiMle er
crateci SpexiiJ-rtruticiitti»« ilUr BBrfer, Urbar*« und uid«r«r GmadlierT-
Kfasfl«a, Holden, Ketuchler nad Inwohner der Hemchkft Ginflnd, so des
Gehorsun gleistet nud sieh io der Zeit toto t6. Juni tGOS bb Sfi. »hmar
IMS mit Beicht und KonuuDlon einj^^teltt hab«D, und derer, die ihren
AJbmag {cuommea oder lisrcli die G«i-ictitadi?aer «utcewieieii wurdeo. l>er
IvtbariaelHn Gm&dberrcn Hotdea seien gv viele aicbt encbienea. wollte
■ifta n»ch tbaen greifen, «o h»Wn «ie lärb deuten erinnert, auf flücbti^eA
Fa£ fLiutil nnd, sobald das Gerlctfat nicht nebr bei ihnen ^wesen, sttr
HaJMkftbf gerflstet. Wird aber einer dur«b das (lericbt erwiacbl ond ana-
gwrtalt) so .erbeben' die GtandhernchaftfO. Auch ist an beaorgen, daä
dicM llerrKhaftru ihre Udter in Zukunft init aektXicken Unterlauen b»-
•etaen, so daß, «u eis Bfiser vega^ft wird, ein ärgerer au teine Slclle komniL
B^B Maginrai« und d^r Stadt nmQnd geht m namentlich in Religion»-
weaen und Oewinensaachen lau sn, der Richter selbst hat ,den Gehonam
mit schlechten) Gewiaaen angefan^n'; wenn die Tomehnuten erst kathalifirfa
Gewordenen, die noefa etwas kalifinnig aelea, nach ihren eigenen Kfipfea
Icban w&rdeo, wQrde bald ein neues Keoer entafindet. Daher habe ereiniiin
Paukt« «u Aoftrbauung christlicher Uanoeaxueht nnd Erhaltung guter Ord*
mag im NAncn G. F. £>■ verkündigt (tichv tum l». AngoiC lliOS). Er leg«
st« nnn bei ingleich mit dem, wms die Stadt GoiUiid einige Wochen spttor
•ekrifUicb aa^bracbt. Er erwart« nnn Wcisnugen.
1470.
^eäcninchreiben der niederösterreicJtischen Stände an die Kur-
und Fürsten: berichtett, wie sie die Edigionsassekuration durt^
Mnj-imilian IT. erhaUen, tcorüher Herr von Hofkirchen Näheres
müfidlich mitsuieiU» hat. Nun wird ihnen aber auf Antri^
ihrer Gegner nicht bloß ihre eisentiimltehe Kirche gesperrt, sondern
auch die Exklusion unserer Gi/wliensgenosseH fron unserem OoUes-
dienste) aufgetragen und da alle Bitten dagegen keine förderliche
Res^utioH finden, httbai tcir auch hier eine Reformation wie in
Steiermark su hefuhrett. Bitte, neben anderen Kurfürsten nnd
Fürsten hei der K. M' tu intervenieren, auf dati uns ein erfreu-
licher Bescheid erfolgt umt tcir nach Itestittiierung des Einge-
rogenen im Besitse unserer Kirchen verbleiben kännen. Wien,
1003 April 2.
(Kop.. 8t. L.-A.. Chr. K.)
Die Instruktion nofkinheus ist von demselben Tage (Eop., ebenda).
1471.
Die der A. C. tw/etunen Herren und Landleuie, die im gegen-
tcäriigcu Kärntner Landtage versammelt sind, an Ferdinand IL:
bringeti ihre Religionsbeschicerdcn vor und hüten um deren Äh-
schaßutig. KUigenfurt, im Landtage Jfj03 April 8.
(Kep, St. L.-A., Clir. R)
Man liltt« den Entbonoff ^m anbekelligt gcUuMi), es sei aber •■>:
Ko «a jemandon am mfiUtea icbmenl, dabia pfleg't dt« Iland am Ofl«atea ao
gititva- Ihr« w!« aaeh di« R(!)igion«vnrw*adt«D in Steiermark und Eraiu
fntrdea dnreh die rorgenommene Keformatiotl aad die damit aasammen-
lülngf«nd«n l^rmease an dem Hnchjtea: nUtnlEt!}! in ihren Gcirimena-, Reli*
giona- nnd xuni Teile auch in den politlKlinn Fmikniten |r4ttruffett. Viel-
nialfi nud lo noch im vorigen Landtage haben si» iiire Beorhwfrden ange-
bracht und um Abhilfe g«bet«n, zumal auch die K. D* wiederholt erklÄrt hat,
niemaikden in ■einem Gevriuen an t^ic-hw^ren und daß die Reformation aaf
di« Herr«» and Laodlente nicht «ngeiehen sei. Dem znm Troiu habe man
ana der am SI.Deaembor 1602 «HaMenen nnd am IT.Jauoar 1Ö03 herein-
gerochenen RcMtliition <>ntnomm«n, daß E F. D* *ich anf ihre ITanptr^^nlntEon
referier« und u hiebei bcvrendeu laiwe, daß nie di<> Handlan^n üv» Kammer-
prtflcnrators mit lleatrafung der Landleuto vreg«ri Aufhaltung von Prädtkanten
nnd der von dieaen vorgenomtueneu Kindertnufeii A|i|)robiore. In der Tat
s«ien auch «ctther eiacalnc Herren und Landlcatc nm airinliche Summen
g«atraft worden. Die Laodiiohaft vei bei dieaen nnaufhSrlicben (juälcreien
Teruraacht, nenerdingi KU{^ eo erh^beu, daß ihnen ihr unentbehrliche*
exfrfitium genommen, ihre noi-fa irenigen im Lande Torbindenen Religion»-
verwandten aus dem BUrger- nnd Bauemslande anm Absage genötigt and iM
aich wenig Kiafcr 6nden, gezwungen werdcti, daß Ibrigo om Spottpreian
loexusvb tagen. Mit Betrübnie habe man von den Pateiitcu gchOrt, diu an
den QraFeu Ferdinand an Ortenburg wegen aeiuer Untertanen A. C. er-
gangen aind, und daß man anch nach anderer Herren Unlertaneu greife oad
•i« triboliere. Daher bitte diA T^audschafi nochmata um Abhilfe. Man acbe,
vra« die Iteformation bitber fUr FrUcfate getragen: nicht bloß eine Gewisaeos-
oot, die auch einen Stein erbarmen kann, sondern nach eine merkliche Ab-
nahme, de* Laude« an VermOgen und Manniwbaft. Gewerbe und Hantie-
rongen erliegen, Slftdte und MSxkt« geben zugrunde, der Kredit verliert
aleb nnd da« ganxe LandwMco wird xerrfltlet, daß c« nicht mehr nOgÜch
Irt, die Grenshilfeu au leitten, welche die F. D* im Landtage stark an-
■prevbe und in der geforderten Habe geleistet haben wolle. Wie die
Summen bei diesen VerhältniMen ei usu bringen, wo mau wohlhabende I.^ate,
auch Itanem und andere aus dem ].ande treibt, ihnen da« Ihrige nimmt,
die Mittel, Geld ins Land su briugeu, absperrt, auch der Herren nnd Land*
]eat« Diener nicht mehr duldet, wenn aie nicht katholiach werden, wenn
dt« Ociatlichkcit ihnen mehr inmntet, ala sie nach ihrem Gcwinen leisten
kBnnen. gebe man I. D* lu erwBgen. Deren Tator und Vorfahren halten
«ine* Joden Anliegun angehört nnd die Augeharigcn der A. C geduldet.
Kn*. ÜMMU Bptsp^cl« n fd^en. Die dec A. C. Verwamllra siad kvina
K«ia«r. wit m Att F. D* «i&^bild«t werde, mjui b*bft d«b»r nicht Ura*cbe,
wt aJehf BHormfctioa wid«r tie Tomi|^hf<n. L>i«««ni «)l»ni Dach tiitt«
gafdige EriiOraag itir«r BitU. <ti S. in fol.)
1472.
Kraim, LancUag. Anf die TaycsorJnnny irirrf d*c Frage der
Befreiung der GeisÜiehen von der persüntichcH ErKhetnumj vor
dem LßtidreckteH tfesteüt. Krön: Ihr infviUerUn Prälaten Be-
fremmg sei hereäs heschlossm wid bedürfe Jteitier BeraiscJUa^uttg
mMt. Landeseerufeaer: E. E. L. habe es «tcU verdient, dafi ^
um dieses PrieHeg Itommen scUe. 3fan möge es hei den Kom-
missären nochmals vorhritigen, dafi man hrim tüten Brauche
bleibe. Laibach, im Landtage 1€03 A^il 8.
(U-V.-ProL)
Am 14. April wird besoUoveo, ei beim alten bleiben su lassan.
1473.
Die Verordneien ron Kärnien an die der A. C. aagrhörigen Ver-
ordneten ron SteiervMrk: Dank für die Mitteilung ihrer Land-
Uigssaehen, kommwtijfieren dagegen, tras hei ihnen in ucgotio
religionis gestielten, was sie hei I. F. D* anbringen %ind durch
ihr Mitglied Georg Bernhard KkuJmer sum Bosenpichl und
Emersdorf vherreichen lassen. Die einlangende Resolution werden
sie unterweüt an sie gelangen lassen. Klagenfurt, 1603 April 9.
(Orig., 8L L -A., Chr. K.)
1474.
Krain, Landtag: Beratung ilber das Ansuchen meltrercr um Auf-
nahme in den Landmannstand. Krön spricht sich gegen die Auf-
nähme von ,BaHdisierten^ aus. Laibtteh, 1603 April 10,
tU-V-Prot)
1475.
Die Verordnd^H von Steiermark an die von Körnten (A. C):
habe» gern vernommen, kos sie durch Khulmei- übersendet. Sie
Fval««. U.Akl. M. U. 18
seihst lutbeti auf ihre JCiwjabf» vnti der F. Z)* tioch keüie» Hescheid
bekommen. Graz, i603 April 21.
(Kou*., 6t. L.-A., Chr. K,)
1476.
Er*herzo0 FerdinanH II. an Emerich Aht von ArnoidsMn: lie-
feJU, die itdiegenden Patente in der Herrschaft Paieruion drei
Sonntage nach einander auf offener Kamel puhlieiereit zu lassen.
Auch an Bartlme KhefcnhüUer seien (fleichlautettde Kopien idmr-
sandt teordett. GraSy 1603 Mai 9.
(Orip., Amoldsleiner Akten, Radolfiu.}
1477.
Derselbe an Bartlme Kheveahfdler: rügt seines Pflegers auf
Paternion Cngehorsam. Befehl, die bcigesckhssenett Patente auf
offener Katuel verkündigen en lassen. Erneuter strengster Befehl,
den Mandaten nachzukommen. Graz, 1603 Mai 9.
(Orig . elfcnda.)
Boilag«: 1. Kluj;« des J*farrera Vogler 2U Patcniinn über dae Ivträbte
WftMTi d«r kaÜioUtclirn R*li(^oii 'uf dvo Kbevenliriller«cti«ii II«rrachAft«D.
Hitt«n nm And<>ning »vlen «rfol^lo» g«ihlinhcn. Hrr PAcger M^t, er ifti bloß
dor Di^iMtr. Die Bllrg«r frxgrn In drrn Fslln nm dun I^ndeefDraten nidil,
■Andern tun, wa« Khcv<>nhtlllrT Ihnen xiilVflegL, aiieii auszmctehen, in welnhoni
falle man llmeu afa>pr ihre CrQier bexnhlen mUBtc. I'ateruion maß mit ka-
lliolisoheii Iteaiuteii venehcn, das aektiBchc extrettitaa abgestellt, di« profa-
ni«rt«n Kirchen und Pfarrgiltor restitnicrt, der EatfaoliciBmu* propagiert und
die geborsamon SehAdein von den k^tierUchen Ufick«n ge»chi«d«n wer-
den (o. D.). 3. Klagen des Prsn-cr> Vogler: 1. Ucideursich gibt die Ein-
nahiDOD doin PrSdiltanten; i. eb«nso ron der Pfarro NtgalBdorf; 3. Zur&ck-
faallung d» Kirchc'ng«ldea von fünf nambaflen Pfarren; 4. Unordnung mit
Kirchen- nnd PfarrgUtern, so eiue»t«ilt der Vogt, audemleils die Bauern
haben, wXhrend die Kircbr> da» Ihrige entbehrt and doch Steoero lablt;
5. Ober drei Pcrtonen in den filnf Pfarren stellen «ch mit Beichte nnd
Kommanion nicht ein usw. Es folgen Angaben Über einselne Personen.
1478.
Der Aht von Amoldsiein an dett Pfleger Ueidenreich in Pater'
nüm; Ersuchen, dem Pfarrer zu Lomenng die mu seiner Pfarre
fhimituten und sein Einiommeu nicht voreutluüten
m lanm. AmoldstfiH, 1603 Mai 10.
iOrif ., Aro(4dst«iii«r Akten, ebenda.)
1479.
Alexander Paradeiser. E. E. L. m Krain Verordntter, an die
eran^iteken Verordneien in Kärnten: bestätigt den Empfang
ihres Sekreibens samt BeÜagen roNi 24. April, hat es den beim
jeLrifftH Lamdtage Vtrsammeiten tcrgthrucht. Diese finden das
Konzept ßr »ehr gut; aber die Erfahrung lehre^ daß mit sollen
Schrißen nicMis g>^holfen ist. Man fürchte daher, daß die Arbeit
tergehlieh ist und es am besten gewesen uiire, die ,Abgesandterei'
ins Werk tu setzen oder doch eine Schrift an die Reichsstände
tngen tu lassen, weil I. .W im fünften Punkte der ProposHion
Atuteuiung gibt, solche Jteschieerdfpunkte vanubringen, und
evan<f^isdien Eeiehsstände den Verfolgten mit sondern Gnaden
getcogfn sind. Da aber der Reichstag bald beendet wird, so wäre
aufMittd m denken, teas nun su tun sei. Laibach, 1603 Mai 10.
(Ori;., St. L.-A., Clir. B.)
1480.
Der Abt von Arnoldstein an Dr. Daniel Pagge auf Wagramh,
österreichischen und knrkoinischen Regimentsrat und Regenten
der ntederösterreichischen Lande: Bericht über die Dinge in
Paiemion. 1603 vor dem 19. Mai.
(Ebenda.)
Die Palentp TritHen <]rei SvnnUgn nacli finaniirr publixiert. Der
rrarrer lu l'etstfitt Andre Tandler gebt, nie die ku l'aterDiou nod Luinoring
andetilen, mit dem Ptleg«r Tag nnd Nacht mit .Freuen und Saufen' um und
KhfriitEt alle ,Gch«iinV dieser Sat^hen ans, daher er allein die Guntt bei
ihffl itud anderen Lutheranern hat. Sonstifce K1af;en Reifen Tandler .Witr*
»ehr gut, dall I. D* gegen die Paternioner, die aebr roh und grob itnd fo der
Ketaerei eraoffen find, ern^t verfahren wUrde. denn wenn die«« Uim^aam
kmertttei priitäpalei ta Ochorsam gebraclil wttrden, werden die anderen
leichter sn bewee«n sein.' Unbeliebtheit des Pfarrers, weil er den Sachen
fleißig nachgeht- Khevenhaller hat selbst ersucht, ihm einen anderen aa
▼enehaffen. Rr iit ja ein roiumAinoritu, weil es aber eonuiumt« error, kann
ich ee anr i&eit nirht Kndern. I>er Pfleger sn Palerninn tat eine vergiftete
sektiscbe Peraon, auf welche .lich die meisten .lenden*. Die Btlrger haben
mder ihre Zusage Pridikanten aiogeCÜbrt, daher sollen <Ue Ueicben wi« Paul
hwftr am MO, Mntlh» Tradinf; uni 3uO Du)(«t4<ii g^^trafl urfir4«n, damit
di« «ine ,ErK<StBlio)]k«it* haben, «lle sieh UQhe ^ebfit. Atit Au^ Vrii'AnnUin
soll rin Prei]! grgetzt sein. Untiatn.i (iruMi^r eu Villidi rcjiit im I-ntiHA
herntii und fordert den 10. Pfennig 'fua anetoritaU et ijtia iure tte»eünr, liat
lueliT soiufin Natsea im Adk« sU den di?r kAt)ioli»cboD Roligioii. Sollte
1. D' eine Knmtniuiou ia dicker Sache reranlasaen, >o nOgcn ihm tia (Kl«r
zwei knMholicbe ll«rr«n beigegeben werden.
1481.
Dr. Danid Pagge a» den Aht von ArnoMstcin: nimmt dessen
Eifer xur Kenntnis und bittet, darin fortm fahren. Gras, 1603
Mai 19.
(Ortg., AraoldMteiner Akten, ebenda.)
1482.
Ätidreas Tandler, Pfarrer su Feistritz, an den Aht von Arnold'
stein: seigt an, dnfl der jetsigc Pfarrer m SachMnburg nicht
weifi, ob er die Geivalt hat, die Sakramente su administrieren.
Er soll ein religiosns sein. Ilfßige Anklage wegen seines VoT'
ge}tens wider die alte Pfarrersköchin. Feistritz, 1603 Mai 24.
(Orig., «benda.)
Hat da« arme Wfib mit schmUiISchon and onehrbaren Worten angc-
tastet und «aigezaiikt, sie mit bloßem Messer über den FUtx zu Sacbseiibiirg
gejai^, sie eine alte ,zaiiwE>riHckG llnren' ^tcbottcn. Bei der ITarre i«t ihm
nichts reclit. Sic hatte den alten i'farrei te\ig gut bewartet, drei Jahre in
seiner Krankheit Kepttegt. Bitte, die alte Frau tn defcDdiereo, denn rie
bat sieh die ganze Zeit ehrbar rerbaltcn.
1483.
Valentin Vogler an den Abi von Arnoldstein: klayt,^ daß sowohl
die landesfiirsilic)u:n als die Dekrete des Altes wegen der heil-
samen Reformation .hinter die Ohren gelegt werden'. Legi ihm
das beigeschlossetie Memorial vor. Wenn KhevetihüUer nach Pa-
ternion kommt, wäre es gut, die Befehle ihm selbst sit übergeben.
Paternion {?), 1603 Mai 25.
(Orijf., ebenda.)
Du Ueuori«! enthSlt acbt Punkte; Vogler bat es von Pagge ar-
ballen; ea »etxt fett, wie «r in P«lernioB vontigelien habe. 1. IHo laadea-
877
BaAiU« 4ea PrilUtoa in ArooMsUin aberantwartva. Zur B»-
(■i^ laäan mach di« Pürrer roa Lomeriii^ uo4 Fciatritz au iiehiucD.
S- Dar UmlhW BcifiAl ut Kh(>TenIi(11liir durch olne P«rtikaUrp»rson bo
film im4 «tot BapCufvbestäligTiD; iti nehmen. S. I1>id eio EirmpUr dw
ifpftbea; «■ nU Gi^rvcht»- and Vogtherr >a publixier«u. 4. KhoT#D-
mlD die Oe'Ktllehen bei d«r Verknodignng der (jenerklien icb(lu«u.
V Di« RWahfilhrr in Patornioa sind aasauronehen, ihr Hai) nnd (Jut lu
«ad tu aacli Orax in Verhnflan)^ xu geben, fl. Di« Urandherr-
ju kalholtMhe Uatertanca Rufxuuchnini. 7. Die L'nhostcu
UnfvborsainiD eintabringen. 8. W«uu BArlln»« KlievenliilUvr
mg der Dekrete Schwierigkeiten bereitet, Jind fie troudem
tf« hicAter ra verkQnden.
1484.
i)er Abt vo» Amoldsidn an KhevenhüH^: smdei die gcncnilia
^ F. IP, w^ehe die Pfarrer von Kameriny, Puternion uitä
Fei$ir\is von den Kanseln sh puftlUteren haben. Dem eiNtwr-
iUAitm iatuiesßrgttirheii liefehU, daß tlif I*rieglt'r an diesen
Orte» uuperturbiert gelassen uerilen, isi iiachntioinmen. ArtioJd-
stein, 760,"} Mai 2V>.
(Oriff., obcrtda.)
An dentMlben Tage »chr«ibt «r deu Pfarrern ron Feiitritx und Ka-
^wrlng, di* tffnn-alitt drei .Sonntag« nach eitiinder von der Kanzel lierab
pnbUsieren and bi^ilicgentle* St-hrcihnn an KhevcnhCi3l«r mnr,iihiindigi>D
(Cmi&, ebenda).
1485.
Dertdhe an den Vatriarch^n von Aquileja: üher die BeseiiHHif
der Pfarren Fiernite und iiachsenhury bei Lind. Arnoldstcittf
1603 Mai 26.
(KoDK., eb«nila.)
Die Pfarrrn seien nicht Tcrsoivt, weil uidi kfiin« tanglirlien, dei
Itachen iiinl Slowenischen kundige Pfarrer finden. Die oüclislgclegeDon
Pfarrer haben fUr ihre BedUrfnisae to aorsen. Es seien awar Prieater xu
ihn gekoonneu, aber Regularkleriker. Auclt mit Tülacli sei es schlecht bo<
stellt, der Kaplan, dem sie noch am meisten tnlaafcn, ist ein concubinartn»»
der (^her acine Rapell« als seine Kottknbine anfgibt et ett quidem nunmimi»
error non «ofwm in hae miAi ronmiMO nrehidiacanatu »ett fort üt teta Cariaihia
gved pa-pamei prfiyten abaiiue eoneuhimt degatit et ri iiSU omnino iaterdice'
rrmtur tlrietogtu modo »eeuiidum tt/nodi Gorhia« ttminiiiant proceäeretHr, na-
ximta porrocAiarum et caj>«ilaniarutu part vaaio reUnqu^rtntur, In d«a
deatachen Laadesteilen sei es noch schwieriger, cum pemtuUi tuthuc haeretiet
inktt/iii£nl tacfrdottt'iut ^ali/tfoli pei-pauci intfitümlitr.
278
1486.
Christion Lt:biruicher an den Landisvixedom itt Kärnten: Es sei
ihm unmöglich, mehr als die bereits erlegten 1300 ft. an 10.
l'fennig tu sahlen, ,da er schon mit einer geringeren Summe
ein Hauptgut davon bringe'. Seine lange KranJcheif, der Vor-
münder ,UngelligkeH', der Haufe uneinbringlicher Forderungen
jswinge ihn, um NachsicJU der noch ausständigen Sutnme su
biU0t. 0. 0. 1603 »ach dem Mit. Mai.
(Kop-, L«mberg-Feiiirit«-Arcbir.)
1487.
Die Verordneten von Kärnten an die von Steiermark (A. C):
danken für die durch Alexander Paradeiser am HS. Mai ge-
machte Mitteilung des Scftreibens der Krniner vom 10. d. M.
Es ist ihnen pro resülutioiu! nichts anderes £tujekommen, als
dafi I. V, wie aus beilicijeuder Ahsehriß zu vernehmen, me in
der Grafschaft Ortenhurg so nun auch in der Jiartlmc Kiwven-
hüüer gclwrigen Ilerrschafl Patemion eine bfichicerlicfie und
dem Lande und gemeinem Wesen nachteilige Itcfornnttion an-
geordnet hat. Bitte um Mitteilung, ob und was ihnen als Re-
solution erfolgt ist und icas etwa dfinen von Krain auf ihr
Sehreihen et* antworten leäre. Khtgenfuii, mOH Mai 31.
(Orif., St L-A., Cbr. R.)
Die Steir«r ■ntirurten da»nf uu 18. Juni (Kons., elienda) nit Be-
UUbuti, iliß auf ilir« ,<]ureli Mark und Bein gebsud«' BclicionMchrift »in«
Resolotioii nicht erfDlgt iet. So i«)ir si« «oiinn mcrhn Ubori«r«Q and tidem
MN^> lulijixii^rt «inil tind sicli «dlb^t nictiC Wlfcii k">nnMi, «o wf^nig; Vllnnfti
•in iliDen wir aac^li den Herr«*!) niis Krjiin »ndt'roii aln blii'list«ns fimt ge-
melnum« ZiuammPiiknurt raten. Nadi der AndRiitung l'aradelien w«rd«
«8 vtK^aa dea ,iicratoß«Den' Kniclitagaa nuu autti mit dor Le^atioii daliiu ku
spät ■«in.
1488.
Der Pfarrer von Veistritc an den Pßeger mn Paternion: klagt,
dafi schön wieder ein Prädikant sich in Kellerwerg Jterumtreibt,
am 30. Mai viel Volk verselien, in Ebentcald eine ihchzeit ko-
puliert habe. TCrinnerung an das Generale. Der Herr sei faufs
dritte Mal' gewarnt und hüte sich vor Scitaden. Feistrits, ItiOS
Juni 2.
(Arnuldateiner Akten, UudutBn.)
979
Der Abt hria^ iieam B«9cli««rd«o d«r Pfanw tob PctorotOD. P«ijtrtU
and Eaacnii( mh den £nhenK>g und biUrt um Abbilf« <Kobs^ ebead«).
Ah ft. KkTvibt d«r Flkfrcr von PatcnioQ u Kheveuballer. dmß er durch
nittca Pfltfw di« mr laiMl(>sfQntlicbeo Konmusioi) la l'fttomioD b«gcbrteu
Panonfla itelUn ta»«. In gl«icb«in Siob« aobreibt d»r Abi von ArooliUuin
mm 9. Jont an Kh«v«nbail«r: Tom ERh*n«g« b*aaftTk|>t. etlicbi BMchwcrd*!)
|.frfitidlicb sa aiit«iSDcb«ii, mOfe tr den Anftraf p«ben. di« PAnoses » 5t«1lMi,
«r nr KoramissloiuTemchtaug im 19. Jonl briucb« (Orig., rb«nda). Am
IS. Jam klagt der Ueasaet dem Pfarrer Ton Patemiaii, dafi ibm Beine U*-
alckt ge^bea werdeo, daß ibm UnbUdeu ■afeiSgl werden etc.
1489.
•mtui Untertanen der Herrsehaß Paiemion an BarÜme
': bitten um Interzession bri Enheraog Ferdinand II.,
damit ihnen für den Ahtu^ sotHei Zeit pegdfem werde, iiaß sie iltr
Uab Kfiii Gut rerkuufen können. 0. D. (1603 nach dem 1. Juni.)
(Amuldstciner Akten, Kodolfin. Kla^nfurl.)
. Uns ist am I. . . . Janii ein 1. f. mandat und nebens
Moderbarer an K. ü. Uatetidcr bcvelclt, datiert den 10. Mail,
religionssaclieo bRtreffend, auf E. G. bevelcb durch . . . Cliri-
stophen Ileideureicli alhie verlesen worden, welches uiandat
wir mit geli. reverenx ^IritTliwol aber hoflilmtrüebtcn (feinilctern
etujjfangen und vcrnonien, dase wir neinblich alle und jede under-
Uunen und inwuhner, bürget onil |Miacm aambt onsern weib,
kindern und haasgcnosscn aintweder inner monetsfrist zu der
rüm. kalh. religion mit der bekantnus beichten und couinm-
nioiem eiustellen oder im widrigen and su aasgang dea gc-
gebeiieii niandatstermin gegen hiuterlassnng des 10. *S. vnn
allem und jedem vermugen bei verlierung aller unserer hab
und gueter und ernstlicher leibstroff I. F. D' erbfurstenlhuniben
und lande auf ewig räumen und ans darinnen ansser sonder-
barer . . . bewiUigang nit mehr finden oder betretten lassen
raolten. Nun erkennen wir uns awar seliuldig, unserer ... ob-
rigkait in allen weltlichen sachen den geburüchen gehorsamb
BU laisten und nicht gern für dergleichen, so frUvel, moetwül
wnd nngehorsamb braueheteii, beschuldigt werilen wolten. Alier
bilffe, lieber gott, wie will uns dise kurze terminszeit so hoch
beschwerlieh fallen und gleichsamb nnmugllch sein, dann der
Jammer, nuth und elend ist allerseits bei uns und den unsrigen
so ^ross, darvon wir alhie nit geiiuogsarab schreiben können;
980
aod da wir von den jetzigen schweren betrabten Zeiten und
leofTen seiner gern geächweigen weiten, so ist E. G. eonderlich
wiaseodt und landsknndig, wie wir arme bnrger, unterthanen
and inwohner, /.u bcmciter berrsehaft Paternion gehörig, sein
geplagt und triboliert worden, da nach dem ab^ug Oanischa
das Madrutische fcriegsvolk alda und der refir Iiemrab über
die fUnf inonat lang sich aafgcb.iIteD, wir mit darleihang und
unterhaUung notturffliger naning, speius und dranrk dermaBsen
nasgesogen . . . worilen, da£s es niücbt einen st^iin erbarmen.
. . . Zudem wir K. G. die grosse armuthey und vor äugen
stehende ungelegenheit, da wir gleich aaf 1. F. D* fürgenomne
reltgionsrt-forinatJün und denen derentwegen ansgegangnen I. f.
mandaten und bevelchvn mit ranuiung des laiidcs gern den
scbnldigutou gehorsamii gelaistct hotten^ wie auch noch kein
halsstUrrigkeit oder wideräetzang, darvor uns gott behutte. zu
gebrauchen gesinnt, BU bi;t aber inaiätostails nml fUrnamblich an
dem gemangelt, wie anch uocb manglen tUuet, dass wir nacli
eines jeden gelegenheit unser kleine »rniutbey, ja nmb ein bil-
hcben werlb nit versilbern oder ins gelt bringen mngen. Da
will eicli kein einiger kaufTinnu belinden and Hiebet an deme,
dasB anch keine bustniuHKmt vorhanden, der oder die es gleich-
sanib Bcbir umbsonst IiUnslicb bewonen oder nnnomen wollen.
llilff j/i, lieber gott, ist das nicht ein jainincr über allen jaminer,
da98 wir arme lent mit unsern betrUobten weib und kindern
das nnserige unversilbcrt und unbezalter verlassen, niil leeren
hcnden den petlstab ergreifen und du» elend pauen, sonderlich
in angedeutcr so kurzen gesteller terminszcit des auferlegten
landniunieiifi, da anitzu die %eit des liehen getraidtselmitls an
der handt, wan wir des ganzen iars angelegten schweren
schwßiss unserer muhe und arbeit widerumb dureli den sogen
des alraeclitigen ergötzt zu worden boffnung Imben, dasselbe
anch neben unserer andern armuthei aus niangl kauffleutt and
billicher bezallnng also eines mit dem andern verlassun und bey
emstUcher leibstraff das landt räumen sollten, derentwegen wir
weder I. F. !>' den 10. *V oder K. G. die scbuldige gebar und
herrenforderang nit leisten knnden. In summa, was wellen wir
Till schreiben oder reden: das vor aogen sabwebondo elendt,
Jammer und noth hei diesen ohne das geschwinden und gell-
losen Zeiten ist so gross and cleglich, dass es grüsser und
oleglicher nicht sein oder durch uns mit der feder kann aufls
381
pappier gobracht werden. Und weilen wir dann noclist nach
gott in dieser weit dieser zeit zu niemandts in zcitliuhen dingen
zofiacht noeli liUltT nit Imlicn kGnni-n noch xn suclien wissen,
dann zu E. G. als unserer Hebea obrigkolt, deru wir mit leib,
hab und piet verpiliclit und untcrworfi'en aein, gelangt hier-
über an E. G. . . . unser bitten, tlio wollten den grossen janimor,
notb und ulendt unser, unserer armen weib und kinder . . .
beherzigen und . . . aucli bei . . . F. D' als einem sanAmuetigen
barmherzigen Türsten und herm . . . dahin intercedieren, damit
wir . . . niulit also in kurzer zeit aus dem landt ziehen, sundcrn
vorher unser srmnthei verkauften und üu j^elt bringen mugca,
wie wir dann auch urbietig utul höchst beEisften sein wöIIgd,
nns im leben und wände! auvt-Twcislich zu verhalten and der
geiütliehen obrigkcit mit aller geburlicben ererbietiing und hilff-
lieber darreichutig cntgcgonzuguben. Solches alles . . .
K. ii. unterthentge geliorgame
N. u. N. die bnrgcr und unter-
iLanen in der heiTsehaft Pater-
nion fUr ans und anstatt nn«erer
weib und kinder.
KhevculiQllcr »xuät« am lÜ. Juni ein Sehreibcn an ErsborKOB; For-
diaud.: Die ibm mit Rerelil roto 9. Hai Ku^kommeaen Patonto bake er
aljbald seinen BQrgeru and Itauern r^rlfticn la^wfin. woratif (ie ihm die obipe
KuniraeDdatioiischfifl Dberreiclittn. Er hltlf, ttcli dieser Leute zti erbarmen,
die mit leeren HSoden aus dem Linde zielien anllrti, dann Khevenlißllers
Schaden zu erwi^n, wenn aeine (IQter, HRrgwerkn ubw. nielit besetzt,
sondern Ode ^elaAsen werden. Diese Kiseiiwerke «lud ein Kleinod des
LuidM und l>riD(fea dem L&Ddc«fiii«teu viel ein. Bitte, ihm, aU eineoi
.alterleVlen »lets tr«ii erfundeDon LaudmAOU nicht dle»e ItefuriDEtiona*
ezeliittiAn* luenmuten. Da« Ge*uc1i und Am Bittacbreibeu der Pateriüoner
wurde dem Abte vnn Amoldstein zur Reg-iitacbtTin^ Obeifieben nnd dann vom
Erzherzoge mit UelEret vom tf. .Inli 160S b^antwortel: er habe zu berichten,
.wie and wasgestalt sich angore^le reformation angelassen und in was Urminü
dieselbe derzeit steht' (Orif.. ebenda). Der Abt meldet dem Erstierzoge am
23. Auguil [Kop., clMuda). c« soll« den Faternioneru vreni; gratifisJert werden,
well Pateruion ein Qboraiu tektischer Ott ist. Well aber KlicveiihCltler sein
Uewissea niebt beschweren will, klinntc ibm ffratifiziert wenlen, wenn er
scbitu selbst seine Untr^rlanen zur katbollschen Ri*ligi<iti tiiebt halten will,
daä er wenjgzlena die KouimissArc vnr ileiu groben Volke defeiwltem.
283
1490.
Der Abt von ArnolilsteiH legt dem Pfarrer Johann Zäijgl von
liosegg 20 Dukaten Strafe auf tceffeti seines Herumreisens und
seines gegen rfte sncroa cnnones «ml die /i^sM/iJss*' von Gör£
verstoßenden Aufienhleihfns. Aruolthlein, IGO.'! Juni 13.
(Knac, Ataoldstetner Akt«n ]
1491.
,hufuiaition' , vorgenommen am 17. und 18. Juni IBOS eu Pater-
niou durch Emcrich Molitor, Aht von Arnoldstein. Sebastian
MoHu^nrtnb, Pfarrer von St. Nik</Ums hei Vmach, und Johannes
Kti'pfdberger, Pfarrer von Hermagor.
(KoDx., ArnoMsteiiiftr Akles, Rutlulfiu.)
1 Klaffe des Ffarrrra w«gen Enl^TiRU der Ihm nxcli ,Kafldi>ieniiig*
il«« Friiilikanten fdr d« halbe .laUr ttiUU enalehenilen üeffille van den
ITarre» Nii^chdorf und l'jitcrnioD. Das GcIjÜIg hxbe lU-r JVüdikant erliaUea.
Uei' l'Hei^iT SAfct, c* sei ohne jomen Ut^felil gct'cliolieD, aber /.wci Holden.
TOD deiie» filier ,)iart i«ktU<;h', aa^en A»* IJeg«nii-il.
S. Klage dPH Pfarren Ober den VÜfigr>T, dali lü« Pfarre Nigelsdorf
Ifi .lahre vakirrt, er das G«ld (IßUOä.) nicht tA pia* eausas anbiegt nnil
den Pfarrliitf Ualie iiiciler|^eU<>n latscn. 1)<>r Pfleger aaj^l, «'iti ()<*Iil «ei von
drr Pfarre nie iu si-ine UKnde gokoiiituoD, die NaeliLiarRihafl diLtelList, Markt-
und Ijatiilgerii^lit und Uurgersuliaft habe vdu dem Ucldu ein«» Intheriaclien
Si:tiiiltiie»ler auterliiilteo. Zwei Zecldenli- bestätigeu dies; er »ei aber nur
ki> zum Autritt« d<!4 jctsigen Pfarrers gelialten worden. Der Pfarrhof wW
lo banfVlIig, daß er eingcatilnt ist.
S. Aaf die Klage, daß der Pfli^ger das Kirch^ngntd TOn den PKirreier
Paleruiiin, FeiatriU, Kanii^riiig, NigicUiIarfT und Ki^llerlier^ , unter aicli |^'
bracht', xei|;t er au, er habe die IG Jahru seiner WirUmaiukcit .Jalir Hl r Jahr
Itet-hnuog ceIo([t, mit Ausnahme vou Kell«rb«rg, wo di« Gütvr ^upüril*.
aber nuuniohr d«cn Pfiirrer von t'eiitlHiK eingeant^vortet lind. Nur eine Ton
dieaen Kaclinungon aoi vu» rin»'») Pfarrer uiiterschrtebun, weil dies aon»!,
wt« der Pdi'^r sajtt, nii.-bt llraucli gewesen. Zu aoineni PrivatnotKen hab«
ar nichtd rerwendet, unr dem Feiatriticer PrHdikjiutsii 800 tl. gelben, dio
er mit Krlaobuia KtieveuliOlUrv tviU von der Kirche zu Feiatritx, teil* an»
eigeueiii Üeulel gegeben, w^k-lies DarLehou ihm die Kirch« z^uackiahlei) loll.
4. iletreffend die UoordDiiiig Düt Kirchen und PfarrgUlorn, die teil«
der Vogthcrr, teiU die Hflrger und Bauern seit Jahren gemcQen, xeigt d<<r
Pfleger an, KhevfnhUller habe die Ilerrschaft Yon dem von Diatrieliilci» be-
kommen, dabei mischten viel Quter erkauft sein. Oon Plleger fc«kta das
iiielit KU. Kbnvenbllller werdn iiich an Reinen Kauf halten.
D. Was die Ungehorsamen in den Pfarreien der Herrschaft Paternion
betrifft, MO angeblich nicht drei Pcr»oucD sich luit lieichte und Kunniuniau
283
Jlt huben, berichtet der Pfarrar n>n Pftt^rnion, er bibe 16 Peraooen,
die tich bereits «in|*estcllt hoben oder u noch werden, der Pfurer von
Füistrits 2, aber der voii Kiini«hii|7 Mj^. quod »o» »it ^»t faciat ivnum ««y««
td UNUM in ssiasr Pf&rrci. Alle drei Pfaner klagen über die Prädikaotea
KupAr Feld^Mclirfli, g«we«eueii PrXdikaut bei unter Ucbon Frauen an der
Gait. Chrtilo|»h Jo»t, geweaeti«» l'rildiltant lu Weisprlach b<^i Weillenaee
zwiccheo Pateruion and Herrn »Kor, untl den geweDCinrn Prädikanten an
Kcllnrberi^. 8ie uhweif^n no«h immer hrruiu und tlliflii ibr ,s«ktUoboa'
extrritium l>er Pdegor, bit?riiher befragt, vrArnui er sie nicht absobaff«! »tgl,
er kommti nicht in alle Winkel.
6. Bin Parti knlarexauien fand itatl mit den Lutheriicben Haua Trftdt-
Mgg^ ZU Affendorff bei Paternion, Paul Pergnr, Bürger and Marktricht« zu
PaterniOD, Haiu Ptlcbler, BUrger und Zecliinann, Gabriel 64:hinelier, Kjulor
and BQrf^er, Matthes Tradtnigg. Sie ^eben dai ihnen xnr LkkI Gelcgtn uieiit
an: der ermte. daD er einen IVfidikanleti etni^r-fUbrt und belierber|;t, der
Kweitc, daß er Kopulation und Kiudstauri^ durch den rrJiili kanten bal>e vor*
pckncu laMcn, der dritte leugnet, daU rr Kirch cn«aclien reruulreue, ein
Pr&dikant in Hioeoa HauKc SAkraueiit« speudat« lUw. Zvni ScliluiM werden
noch die Klagen de« Mvwnets vor^'eiiviniiii'ti.
1493.
Der Äht von Arnolfiatein an EreJtergOfj FmUnaml II.: erstattet
Bfriehi üW die su Palernion vorijmunnmeui^ InquisHioti. (Ptilrr-
nioti, mOH Juni 18.)
(Konx. 11. Kup., Arrbuldateiner Akten, Rndulfin.)
Betont die Kotwendigkeil, dl« Amt«r mit gnt katholls{;9]eQ, eifriKen
('ertönen zn hfisfMjti^n, da die Inwohner überaus balaat«rrig und im Luther-
luin ^Bcbier ersuiTen sind*. Die ItJUlelsfiiiirer Keicn uAcb Graz zu zitieren
nnd zu strafen, eventncU anszavi eisen. Werden nicht dioee und ühnltche
Mittel vorfeaommen, so wird wenig Gates erreicht. Klage gegen Donatm
Gripner, der im I.jiiide nnherugt<>rwcii« d«n In. Pfennig elnhebl. Dem
Akteiiitdcke liegt Jäh NnmeniVPr/eicIinl» dsr (21) l'erst-nen bei, die aus der
Harrschaft Pateminn nach Oraa zitiert worden. Dann ein .Verzeichnis dar
•ingutelltcn kalUoliscben Personen', endlich einige Zeugen« uusRen. Am
14. Juli ervtattet er abennal* Ilericht: Diu Patente seien in den Pfarren
der n«rrichaft Paterniun ron d^n Pfarrern, mit Atienalirne def ruii Feistritz,
Terkflndet wonlen, der »ie durch der Mewner verlesen ließ, wofür er gestrafk
«rarde. Die in dorn Memorial genannten PFrzoneu seien verhört, die Aus-
sagen eingoMndt worden. Es steht hier nicht alleiti in Keligionssavlicu
•cbleckl. .Die Inwuhuer »ind balsBlarri); und im Luthorthain gar erst^fTeii*.
latMtt ihre Kinder darch die Pr^idikauten nicht nur taufen, sondern .haben
gar *n tttta jjraetctitia Chriitopli Kincbner und Winkler zu Afersdorf ihre
Kinder durch die PrXdikanten r.ii taufen Aufgetragen, und da sie keine an-
gelrnfTen, »ir nngetauft gelassen'. Au^h >vRr'l0n die latherilchen KOrper mit
Gewalt auf dem Friedbufe begraben, »<> datt sie nlcbl r«koneJlilerl werden
284
kOnacD. Gb kann nicht uidari «r«rd«a, w«no nicht di« Ämter, vomehmlich
du Pllogeramt, mit gilt katlioliechcn L«Dtca WuMit wird, die KJtdeUfQhrar,
di« »a{ viriAm Z«ItAl VAneicliiiot sind, nach Gmx litiert und giesirKft werden;
am hMten wHre ihr« «aforttgo Aufwelinng:. In OberhXmten befinden akb
noch drei l'rXdlkuiten: K&sjMir Feldgescliret, der Sfline Unterkunft im
i^clilosse Kinkenütein bei der Witwe dkselbat hat, Christoph Josl «n Weis-
briacti in der lierracbaft Greifenbarg und eu Kellerwerg ICimachor Orller,
die ibr keUemcbes üift in dieMr Uegend ausgieüen. Abemialigc Anzcig«
def IJoiialui Utapner.
1493.
Der Kurßrat von Sachsen an dt« Herren und Hüter von Öster-
reich unter der Knns: habe ihr Schreiben und das durch ifiren
Gesandten Wolf Herrn von Hofkirchm vonjebrtuMs mündliche
Anbringen vernommen witi sage sein Mitleid wegen der gegen
die friiher erteilte A^seh^ratiotx durch die Jesuiten verübten Prak-
tiken. Kr erfahre gtni, daß sie in ihrer Uedrängnis bescheidene
und aulüssige Mittel gehraucJten, und sei entschlossen, ihreticegett
beim Kaiser su intersediernn. Bitte, dies in Geheim xu haiten.
hresdnx, 1003 Juni 20.
(Küp,, Si. L.A., Chr. R.)
4
1494.
Ferdinand II. an den Pfarrer Johann Hipseher jp» Peitan
den Verwaiier Uans Sigmund Äehorn daselhst: Die Winkdschule
ist sofort ahruschaffen und der Wffjmeister, wenn er Beails hat,
mit 20 odtr 10 Dukaten, wenn nicht, mit acJU Tagen Arrest bei
Wasser «wd Brot £» hestrafm. Grae, XOOH Juni 30.
(Gleiclix. K»()., ätatth. -Archiv Qrat ad IGlfi.)
1495.
Der Aht von Arnoldstein an den Prwisor der Pfarre Tarvis:
Da sich dort 7ioch Jkktische' finden, sind sie von der Kamel
sum Gehorsam £u mahnen und aufpterksam zu machen, daß
ihnen für deti Fall des Ablebens geteeihtes Erdreich versagt sei.
Er icerde am 13. erschpinen, um den Friedhof eu rekoneilteren.
ArnoidMein, 1003 Juli 5.
(Kmii., Araold»l«iner Akten, Uudolfia.)
I
285
14!»fi.
Der Pfarrer Andreas Tamilcr gu Fcisiritz an den Ahi iw* Ar-
ntMsiein: Die öencraltcn habe er durch drei Sonntage verJcündet.
Obtcohl der Termin verstrieJteJt, habe sich niematid eitujesielU.
WoUen eher Leih wtd Lebeti lassen. Eineelnheiten. FeistriU,
1603 Juli 6.
(Orig., ebeada.)
14117.
Der Aht ro» Arneidsleiu an Erxhersog Ferdinmtd: Bitlc, einen
TönaXbefehl an den Pfleger der Anna von Teuffenbach Hans
Roßhaeher zu erlassen, weü er, der Sohn eines Prädikanten, mit
SeptUturen., sektischen Exersilien, Einführung von PrädikatUen
etc. ihm Eintrag tut. Amoldstein, 1603 Juli 14.
(Kop., Amoldsteiner Akt«n, Kndolfin.l
1498.
Dendhe an denselben: Bitte, Herrn Baimund von Gera und
denen Eidam Bernhard GaU eu GalUnhofen su hcfehh», daß
sie nicht mehr auf dem von ihm (Gera?) errichteten Friedhofe
«tt Straßfried die Leichen der Ketzer legrcd^eti lassen. Amold-
stein, 1603 Juli 14.
(Kona., Arnoldateiner Akleii, Hiiilolliii.)
1499.
Ersltersog Ferdinand an den Erzpriester von Oberkärnten Emcnch,
Aht von Arnoldstein: Befehl, nachsuforechen , wie es sich mit der
Hinterlassenschaft von Hab und Gut des apostasierteti Pfarrers
Konrad Rueß in St. Paternion verhält. Grat, 1603 Juli 22.
(Orig., Arnoldfteinnr AktMi, Radolfin.)
. Nachdem wir in gtaabwUrdigc crfalirnng" kliombcn,
lassen der erste in herrecbaft St. Patcrnian aufgestandnc
apostala Conrad Kaoss, so zuvor ein catholiscfaer priester und
pfarrer gewesen, etliche hab und gUetcr in bcmcltcr herrschafft
ligendL soll verJASseu und derselben sich seine spurii und ba-
st&rdeo nach seinem absterben de facto andcrisogea baben,
286
demnach ist ons^r gn. berclch hiemit nn dich, dnss da dich
der aaclien aigentliclicr bcgchaffenheit, wie vill neniblich des-
selben gUetter sein, wo sy gelepen und was sy ungcfürÜcb
werth, auch wer solche derzeit besitzt, bcy dem jetzigen pfarrer
zu Ht. Pftternian und andern glaubwilrdigen persuneii nUbaldt
in unserm namen erkhondigcn und was du in crfarung bringen
wurdest, ans bey disem aignen polten umbstendiglich berichten
wollest. . . . Grätz den 31. tag Julii anno 1603.
Georg b. /.. LavÄut,
Statthalter.
Angelas von Costede,
canzler, aiubtsverwalter.
Cunjmissio Ser"' domtni
arohiduciB in concilio
Chr. Davidt IJrBchempeckh.
Daniel fagge, Dr.
Dom Bef«<lilv wird am 16. August «nUprocIien {Orlg., ebemla). Rueß
hat iDfl ertpxrtein Prarrgnie Hsua un^ Hof ^ebiiut, anch «ODlt ein scIiQn«»
Haas samt Garten und Bi?<:h<s Ack«r l'VIdbau. Die OUter hat er bei Leb-
tetten lien Kindern vcrteill. Sie haben einen Wert von IfiOO fl.
1500.
Joachim Friedrich Kurßrsi von Brandenhurg an die beiden
Stände von Ilerren- und Ititterstatid des Krshersogtums Öster-
reich unier der Enns: bestätigt, ihr Schreiben durch Hofkirchen
empfamjen und sein miindJichfs Anbringen vernommen tu haben,
itne sie nämlich als Angehörige der rechten wahren IMigion durch
der fJesauitiscfien' Sekten arglistiges und gefährliches Prnktitieren
in ihrem exercitio religionis hekümmert und bedrängt icerden, ao
daß sie sieh ihrer roit Mnj-imilian U. erlangten Konzession tcenig
jsu erfreuen haben. Er trage darüber mit ihnen Mitk'td und könne
ihnen nickt verdenken, daß sie in solcher Bedrängnis alle bUligeti
und zulässigen Miüel gebrauchen und sonach ihn und andere
Fürsten um ihre Interzession angetien. Er sei erbötig, bei der
K. M' zu interzedieren. Wie es am füglichsten anzustellen, hat
er seine Räte mit Herrn von Hofkirchen verhandeln lassen, wie
er ihnen sodann berichten mrd. Sie werden daraus entnehmen,
dafi er es an nicJtis fehlen lasse, icas zur Erhaltung ütres freien
Exerzitiums dienen lann. Dies die gleichfalls geheimzuhaltende
Mitteilung auf ihr vertratdiches Ansuc/ien. (jegebcn in unserem
Uoflager Köln an der Sprey, IfiOU Juli 22.
(Kop., Bt. L.-A., Chr. B.)
In gl«ichem Sinn« antwortet« am 1 1. Au|piit a. tjl. (Sl. AnfrtiM) Ht^rzog
l»iiirich Julius von KrauiiM^lmfig (Kuji , eliriula], am I. Sffilrmliür llri'iiog
Julius au WOrtIcmWrg, aui 18. 8n)it«iiilinr.Ioachiiii Eroi^t Maikgraf zu Brandon-
bur; (Kop., ebeuda).
1501.
Generale: Sinnigstes Verbot für alte Landeshewohter, liau^a
uiiti Bürger, Itiller und Herren, die ^ifligrii und srhfidlichen
Krerzilicn der A. C (htuer- und aiu-h) außerhalb dr$ Landes
tu hesvehcH. Wer rfrts Gebot iiherirUi, trird unnachsiehtig mit
25 Mark lötigen Goldes bestraft Gras, 1603 Juli 23.
(Kop., L-A-, Reform, ad 1698.)
h marglne! ,F. Oeneral, flarinn A. C extrcUia «tick auaaer Atr lauila
Steyr, Khantten aiid ('raiu yQr{ioUcii.'
,l>en 2H. Julii datiert uiid den 20. Aii^at anno 1603 io Grits intimirt
nnd in al) dr»i landten publtciert.*
Der InhftU wird noctt in d«r B«(cliwerd«»cbrift vom SO. Oktober (bIpIip
dort) hervorgehoben.
1502.
Erskersog Ferdiand IT. an die Laudleute^ OmtUeite uud Welt-
lietu:, Bürger und Untertanen d^r Herrschaft Paternhn und
dcrsdben stigciumgen Äwicrit und Gerichte: Vcrueis, daß die
Reformaiiansgeneralien, leie das erst am i>. Mai erftossene, nicht
in acht genommen, die ÄMgetciesencn die Termine nidit eiiige-
hallen ttair. J^crniiptoriseher Sefehl, sich hinnen Monatsfrist
entu'eder mit Beichte und Kmnmnuion einen stellen oder nach
Abtrag des 10. Pfennigs dir Erblande eu verlassen. Nach Ahlauf
dieser Frist ditrf hin Auiujctcieseucr im Lande geduldet tcaden.
Graa, 1603 Juli 26.
(Ori|{.-Pat., Aruoldfiteioor Akl«D, Kndollin.)
1503.
Derselbe au Bartlme. Klierenhülhr : T>n die Mandafr {» Vutrruion
nichts gefruchtet, noch drei Vrüdihinicn sich dort aufhalieti, hohe
er hei seinen Beamten Verfügutig zu treffen, daß die Priidlkanlcn
und ihre receptatores eingezogen werden. Das voratisfrhcnde
Mandat ist sofort £H publieieren und nur Ausfuhrung su bringen;
endlich habe er in allent dem ErzpHester und Abi von Arnold-
288
gi^H iH der »hm in fler Ki^formiüionsmchc aufgdragenfn Korn-
mistion behUfUch £u sein. Grtu, 1€03 Juli 2ß.
(Kop., ebenda.)
1504.
Lamlesfürstlicher Befehl an tlen Knmmerjyrokurator: gegtüt den
I'fteger Hans Hofl'bachcr auf Wasserleonherg die Klage mt er-
h^n. Grat, 1693 Juli 31.
(OriB-t ArnoltliteinAr Akten, ebenda.)
löOö.
FerilinfMd II. «» den Aht au Arnoldsfein: mt berichUn, wie oß
und lang der Pfleger su Wasserleonberg die PrädikatUen aufge-
haiteti Itahc, woher er es tciase und ob Frau von Teufenbach
davon tjctcnjit habe. Gras, 1003 Juli 31.
(Ori;., ebenda.)
An deiniclb«o T«;« Befehl an BerobArd Gallrn su Gallcnhofen, cicli
•olcber Euewe in enthalten, di« der R«Iigionir«foraiattoB snwider *eiea
(Kop., ebendi). Der obiifr Befehl ericebt nochmili an 3. AnfUt (Or^^
ebenda).
1Ö06.
Landesfürstlichcr Befehl an Rnimimd von Gera, daß die Unter-
tanen seinem vom Uocfisfifte Bamberg herrüftretulen Pfandschillings
Straßfried sich iinnwi Monatsfrist gur katholischen Religion be-
kehren oder nach Abtrag des 10. Pfennigs ansgexciesen werden.
Graz, l(i03 Juli 31.
(Kop., Amoldsteiner Akten, Rtidolfia.)
1507.
Ferdinand II. an den Obrtsten der Windischen Grenze: verfügt
die Abschaffung des Prädikanten von Kopreinits. Murau, 1603
Attgust 3,
(Kop., 81. L.-A., Chr. R.)
Bcbeinl eher an IC04 in gehfireo. Siebe unl«a.
1508.
Georg Graf lu Nogarol, iMndenhauplmann in Kärnten, au
KhtUmer: Da Bernhard SenufS jüngst mit Weib und Kittd seinen
289
Abiug aus d«m Lande gcnmnmc», sich aber wegen der Nach-
$Uuer mii F. 1/ nkhi verglicJten und bei ihn an dem verkauft^i
Stock und Giilten bu Frmdenherg noch etliche tausend Gutdett
liegen habe, so ergehe an iim auf landcsfürsÜiche Anordnung von
der LnndeaJiaupitnnmisdiaft wegen der gemessene Befehl, von
solehfH bei ihm liegenden Ausstäntien des iScmiß niemandem ohne
Vorwissen des Landeshauptmanties etmts auszufolgen. Klagettfurl,
1603 August 12.
(Kap., S(. L.A., Chr. R.)
1509.
Dr. Daniel l'agge an den Abt von Amoldstcin: Da er sich das
Verieichnis der angexeiijlen liädvlafUhrer verlegt, diese aber ihm
bdirannt seien, könne er deren Verschaffung nach Graz heicerk-
^tUigen. Die Verschaffung versteht sich auf Christriph Wngdersch
und den Pfleger von Paternion (Us Landieute nicht. Gras, 1603
Augttst 14.
(Orip., Arnoldateiner Akt«a.)
1510.
Der Pfarrer Andreas Schreck an den AH von Arnoldstein: er'
statiel BericJU über den Zustand der Pfarre in Tarvis. Binnen
htreem sei der Übertritt aUer Nichtkatholisciten zu erwarten: cum
id brachinm seculare instanter argeat. Tarvis, 1603 Augtist 18.
(Orif-, Arnoldstoincr AktAn.)
lOU.
Der Abt von Arnoldstein an Pagge: Notwendigkeit, Hoßpacher
nach Gras: zu sitieren, weil er nach der Tleformation scldische
Prädikantcn aufgehalteyi und noch vide Güter habe, die sein
Vater, getcesener katholischer Priester, dann Prädikani, an sich
gesogen. In fünf Wochen wolle er aus dem Lande stehen. Ar-
noldstein, 1603 August 23.
(Kons., ebfiod«.)
1512.
^Denetbe an Bartlme Khevenhidler: Da er nac-h landesfursilichetn
Befehle am Z7. August einige Qerichlsuttter tauen zu erfordern
r«Bt«i. u. Abt. u.U. 1&
290
habe, Mm ihHcn ciniijp. Ihtnkif. icegen l^seUuiiff eines kaiholigcJien
Marktrichters, der Zechpröpstc ustv. porguhalteti, so bitte er,
falh er seihst nicht kommen könne, seinem Ffleger aufsutruffen,
daß die genannten Personen erscheinen. ViHach, 1003 August 25.
(Orig;^ fbftnda.)
Antwort Tom 26. Augiut; Doi I*fl«g;er ici in Dingen, dia kointtii Anf-
■cbul) dnldoii, b«t ihm. Bittet, ein« and«r« Z«it xa b«H«iin«n [Origf,, olMii'la).
1513.
Christian I^-hmacher an I/artmaun Zitiffl: Dem an ihn er-
ffungenen Befehle gemäß sei er nach Gras sum UofvieeJcamler
gfyawjcn; der sei »ach Eiseners verreist. Er habe erfaJtren, es
hindle sich um dm 10. Pfennig. Er Itahe seine Supplik dar-
ü&tfr* gurückgelassen und bitte ilen Viseilom, sich seiner amu-
nehmen. Zigul, IfiO.l August 26.
(Orig., Lanberg-Feiatritx-Arctiiv.)
1514.
^PpUk Christian L^machers an Ferdinand IL: liiite, ihn
nicht weiter nach Graz zu zitieren und es bei seiner Zahlung
des 10. Pfennigs mit 1.100 fl. genug sein zu lassen. Mehr könne
er nicht leisten. O. D.
(Kop., Ltülwrg-Fciitritx-ArchiT.}
Genedigiflter fürst nnnd herr, E. F. D^ r&tli und landls-
viczdom in Khflrndten, Iierr HortiuAi) Zingl zu llyeden liat
mir vor wenig tagen durch absonderlichen bevelch auferlegt,
das ich mich hey dero gehaiiiion ratli und liofvicocanoziem,
heiTH horm nalthaasscm Leibman zn Liebenaa nnausabicib-
liehen in Gracz ainstellen und machen halber, wie ich verneinen
wurde, anmelden solle; hierauf ich dan zn gehorsamer vol-
cziehnng, wie schwär es mir der alczulang bewusten schwacheit
halber gefallen., ans« Kliftrndten mich hicher vei-foegt und ge-
horsamblich einstellen wollen, eeittemallen aber wolgedachter
herr canczler enUchwischen verraiBt, bab ich meinen weog,
paufolligkhcit wogen, widcrnmb nach hauss nemen mUeasen
und will K. V. D' icli hiemit gehorsamist gebetten haben, mir
ainichcn ungeboreamb nit isaeczamUotteD, sondern mich gu*^
I
esischoldiirt sa hjilten, nnd da -rflleicbt E. F. D\ wie aqss
Tillen praramption«n gnnegumb sa erwegen, d«8 Khenden
pfntn^ halber mich citim bette lassen, habe ich prtoeeupando
dieselbe in ondterthenigisten gehorsamb za berichten nit amb-
geh«D soUeD» das ich in warheit tmd mit gott becsea^ vil ain
nchrers, als sich in meinem gcrinir^n rermOgen befandt, namb-
Bdwii amtaiLsendt drejhnndert f^lden, inmasaen beyligendl
glaabwierdi^ qtutaD^:$abschrifi^cn mit A anssweissen, albcrait
tftagt nnnd beczallt tiab, and obwoll gedachter herr landts-
Tieadomb dicsser erlegnng ja nicht zofriedon sein vollen, &o
hab ich doch darüber mein ansafttei^ und warhaffiige ent-
schnldignng: irethan. wie auss abschriflfl li zn sehrn. nnd dar-
innen »o Till angecxaigt, das ich gern meinen leiblichen Avdt
prestirn nnd dannit sovil) darthnen will, das ich bev weilten
nit lovi] Ton meiner armuethej — die ich maistcstails in das
HUettenbergeriäcli eissenporkUwerchs versterkiit, alda es noch
in nnricLtigkheit und zweiflhafi^er einbringnng ligt - ein-
cmbringen waiss, als ich von echenden pfening abgeledigt nnd
mir also bierinen über mein vermUgen ziivil gt^lban. durVy es
dann berr vlczdomh in anseliung der befundenen warheit bis»
anhero aller billigkheit nach bat rerbleiben lassen, lebe der-
wegen getrOsster undtertbcnigiErtcr hofTnung, werden mich
schwachen mann, als der E. F. D' camergnetb ohne memb in
mer wceg beftlrdert hat, dee ferrern berausrat&ens erlassen
nnd mit dJser meiner beczalinng des zehenden gn** anfriden
sein, mich auch fll»er vermögen weiltet nil bedrängen lassen,
dan ich entliehen gedrungen wurde, dise anjeczo beschechne
entecholdigang nit allein durch ander inqwsiitonen war an
mabeii, ftondem es auch wie obgeliijrt mit meinen leiblichen avdt
an bestatten, darezne es aber E. F. D^ hoffentlich nit gelangen
werden, sondern mit diser wnrlmffter entscbnidigung sich aller-
dings und g" contentirn lassen, weliches ich amb E. F. D' in undter-
ibenigkheit zu rerdienea, die tag meines leben» inicb will befleissen
nnd dero gewerlicher nnd gn** resolution unnd landtsOlrstHcben
g. mich undterlhenig und geborsamblich thue bevelchen.
E. F. W
gehorsamisl undtertbftnigister
Crislian Lebmacher.
Sopplicierns abschrifft. (Adreue und Datum fehUn.)
19«
2^
1615.
Khge des Pfarrers Andre Schreck vüh Tarvis über das schUtHmc
Verhalten der Tarviso", die ihm die GeßlU verwciffcrn. Tarvis,
1603 Auffust ÜB.
(Orig^ Aniold*t»lner Akten.')
Nw.Jirlein ir wfitllCiifige Klagpii ppg**" ''"'i W«lrfmplst«r Tor^braeht,
der i)in In tmltifii EinkUnl'[<?n varkürta und ihm ilie Kinaiclitiifthiii« tn dlf.
Urhirn ▼erweitere, fHhrt er fort: MHcbtc pctm wiaaen, wie ich. mpincm Btde
geoa^n aoll? Wann ich den Tarvisorn die ipiritvaita adminiHtrieron loll
und sie nioht xur Kirche koiniuca7 Sie kommoo wohl äonntif;». aber in
alter Frühe, ehe maa d«Q Gottesdienst hXit. Da pflegen sie ihr«ii uokatho-
liaclien 7)ea*Cruni, tUa ,itrolifrneii* Ölgntxrn oMti^r pa- ri}u ropi vn salntiiren,
damit es niemnnrl sieht, sDwÜe vor Zritt^n die Heiden Ihren Priapum ßeiU'
nenm in J'antheo nocturnU ta/rU coliertrn. 81« stehen wi» die äUlcke Im
Stahle, halten den Ilnt ror du Angesicht, kehren wohl atioh den HRcken
j:egen den Altar und offerieren so ihrem erdichteten Gotte durch ihren Pili-
hat ,geseig«rt' ihre Gebete. Es gülte ihuou al« die gt5ßte Abgötterei, weuo
lue ihrem .HerrgCttls^ ein Knie bengen, nna Hone klopfen, HUndc und Angen
und Hers aufheben wQrden. Das tun sie einmal nicht Solchf^r Dinge habe
er aich nicht vi^rsehen. Dann klafrt er, was fUr I^cntn man zur Kuatauratinn
des Koligionswc«oai da habe, wa^ für cino ,Maitia tigaf und ,Sorboniscl]e
Collaiion' das sei. Ham iioqttria faaii\fc»tfU ew, qttoi Oailtaei gtni. Der Abt
werde al« faochventjindigor Mann iriacen, vm da su tun tat, er aelbal werde
der erlittenen Scbidea and des Privatapottet vcgon auch tun, wu er wolle
and was Rechlena ist.
1516.
Ferdinand II. an BarÜme Khevenhidlcr: Befehl, die Buessisclwn
Guter einjsusiehen, die f^rruudstücJcc aufs höchste sh verkaufen
w%d das Geld dem hiesigen Pfarrer Alexiits Grotta £u über'
schicken. Gras, 1C03 September 3.
(Kop., ebenda.)
Der Ertrag war fUr dii* Grater Pfarre bestimmt (Sclireiben Pagpes
Tom II. September, Orig., ebenda).
1517.
Landesfürstlicher BefM o» Ghristojih Paradeiser, tu verkündigen,
daß kein ScMischer, der nidtl vor dem 'Tode btfholisch gcbeichiei
und kommutiieiert, in das geweihte Erdreich gelegt tcerde, damit
es nidit wie fr üJirr profaniert werde. Erneuter Befehl, die Nicht'
3dä
katholistJum, so sich bis Monatsfrist nicht eiugesteüt, bei 200 Da-
katm Strafe auseuweisett. Arnddstein, 16QH September 5.
(Kons , ArnoMstoiner Akteu, efaend«.]
1518.
Daniel Tngge an den Aht von Arnoldstein: Der Ertrag der
BuessiscJten Güter ist für die Graser Pfarre, die einen starken
Kirc?ienbau vor sich Hai, bestimmt. Roßbacher, Georg Mayer eu
Hermagor und Sebastian Moser «/w Weißensee haben sich hifmen
acht Wochen mit lictcht umi Kommunion eimustelkn. Verlange
«I erfahren, wie es mit der Kommunion in Fatemion abgegangen.
Dem Pfarrer zu Hermagor i$l su den abulicuiertcn Gutem eu
hdfen. Wieaokl KhevenhüUer übelatif sein soll, hat die Handlung
ihren Fortgang xa nehmen. Gras, 1603 Seplentber 11.
(Oriff., Arnoldstfliner Akten, RadolSa.)
1519.
Ferdinand II. an Georg Herrn ron Stubenberg: Aller Generalien
und ailer Untenceisungett eum Trotte verharren die liiirger und
üntertfuinen Georgs in Kapfcnberg halsstarrig in ihretn Irritime.
Solche Widersetelichkeit ist nicht lu dulden. Daher geht eine
abermalige Kommission nach Kajifenberg eugleich mit dem ernsten
Befehle ab, daß die Bürger und Untertanen jHinklUch und voU-
ßähi^ vor den Kommissären erscheimn und alle dim Gehorsam
leisten, ivas sie aar Fortp/lansuny der katholischen Religion an-
ordnen. Kr ftabe der* Kommissuren, uamcnilich, wenn es »icA
um solche htmddl, die abeichen wollen, £ur Hand sh sein. Grae,
in03 September 18.
(Orig-, L.-A-, 6tubeube(g-Akt«ii, G^gecrofurioO
1Ö20.
Jbl von Arnoldstein an Thomas Meichg: Trotzdnn man ihm die
Strafe des Arrestes wid die Geldstrafe von 10 Talern nachge-
sehen., habe er neulich sektische oxcrcitüi abgehalten. Befehl,
10 Taler Strafe zu erlege». Arnoldstein, 160.1 September 26.
(KoQK., ebenda.)
1
394
1621.
La»d^ßrsUieher BefeH an dU von Jwhnhurg: daß Merien
Tanneris Erben die Hälfte vom 10. Pfentiiy michtfesehen werde.
Gras, 1603 Septeniher 37.
{U.; S.' IL. St.-A., KammerregiBtr.)
1522.
Die Verordneten von Steiermark ati die Uerreti Ernreidi Rindt-
scheid, Berit/tardin voji Miutiorf und Karl von Kroneifk {aus
dem Viertel Voran), dann an Onorfi Herrn von StuUtnhertj auf
Wurmherg, Sigmund von Saitrait und Gregor Amman (aus dem
Vieriel zfi-isetion Drau und 3Iur), an JErasmits von Trübetieckk
und BarÜme llür'ttsch (im Vieriel CUti), n» ]Vilhf}m liauchen-
herger und Christoph Gahelliovcr (im Viertd Jstdf.nhurg) und an
iJaiiS Jakob von Stainacfi und Wolf Afidre von Siainadi (im
Viertel Ennsial): Da ihnen bekannt ist, wie m jüngster F>r-
sammlung atiläfilick der Beratung über die pnhlisi^ten landes-
fürsüichen Generalien, eumal über das wegen der Bestrafung
des auswärtigeti Exerzitiums Ä. C. mii 15 Mark Goht, beschlossen
tpurde, sich in Gemcinscfuift mit den beiden anderen Landen
einer Sehriß ett vergleichen, und da die Gniachten aus Kumten
und Krain nunmehr eingelaufen sind, werden ite, da Gefahr
im Verzuge, ermahnt, sich in Anbetracht der Wichtigkeit des
Werkes am J.V. Oktober um 7 Uhr morgens in der Jiatsstuhe ein-
sufinden, um das *a vernehmen, was ihnejt in der Sache vor-
getrageti teerden soll. Wem dies Schreiben suerst zukommt, hat
sokfies bei Tag und NacJU laufenden Boten dem Sadisten su
senden. Gras, 1603 Oktober 1.
(KcHu., St. L.-A.. Chr. K.)
Am 8. Oktober ichrftibt Al«xaniier ParadciMr: «r »ei ta denen, dfn
mAn Ln Kraln eu der UeaandUcfaaft tisch Qtas «rbnndoll, goschiokt wordeo,
■ich nahen den Kirutaern beri>iUuhjilteti (Orig., ebenda). Am selben Taft
tehrolben die steLrischf>u VerordnetoD «u Wolf Wilhelm rreiherrn von Herb«r-
■l«in und Frans «uu 01oi«pacb, die ZufUuuieokunft in catt»a reliifioati» lei
auf den SO. d. U. ,aDgeit«llt'; sie mOpen sieb b«i der Verordne lenstelle «in-
finden (Kons., ebenda). Am 14. Oktober nchreiWn Bie an Uana Cbristopb
von Gera, sieb, da noch elni^fi wirhtlgf Pnnktn zu verhandeln iLnd, aiii 18.
Hin 8 IDir frllh in dor Itatsatub« einExiEludpn (Kons., ebenda); er eililXrl aiob
■m 16. bieau b«r«it (Oiig., ebeuda).
396
1523.
SchreAen des liegimentsrates Dr. Daniel Pagge an den Aht von
Anioldsiei» über de» Beginn iiirer Kommission in ließrmations-
sachen der Bambergischen Herrschaften in Kärnten. Grog, 1603
Oktcber 5.
{(Mg., Aracldstsiner Akten, Kudolfin.)
. . . Erinnere in eyl, daas die begehrte commiasion auf
E. Hocliw. und mich i'ii ampli^sima forma gefertigt und uns
uiiib meiner befarderung willen herr Wolf Kalteiilmuscr, n.-ii.
reginientääecretariuü, ^rö acretario adiungiert wurdt, und seilt
wir beede vorbabenB, morgen, goliebts (gott), von liie anfzu-
brccben nnd ansern weg von hie nach Muran in (Jbersteyer
und von dauncn nach Vcldkircben xn nemen und verhofFent-
lich mit güttlicher hilff auf negst konfl'tigen ptinstag gwiss al-
dorten za Bein, und mecbt ich mich daselbst bey meinen be-
freundten ainen tag, aber nit lauger, saumc]). NacbderaU ich
aber mich bis dahin mehrenthaila mit zehen rossen belielfen
iford, die t^ommission aber uns anter andern in speci« ininngirt,
da«8 wir uns pro securitate et leptttaUünf. mit atiier zimblicben
anzal pf^rdt tind diener, doch alles auf der rebellischen
uncosten, gefaäst machen aollen, die pfärdt aber allüe über
die masäon scliwitr zu bekummeu sein, derobalben gelanget an
E. li. mein . . . pitb, sie wollen mir bis auf V'eldUirchen unbe-
Ecliwürdt vier pßtrdt sambt zweycii dienern entgegenachicken,
darzue dann mein geliebter herr schwager, der herr Wald-
maister, und . . . herr Georg Friedrich von und zu Aiclielburg,
zum fall E. H. soriet nit koudtu aufkommen, gern bcfurdersamb
sein wtirdt. . . . Auf . . . sambstag verhoff ich, gehebts gott,
in dero closter haimbausuechen und kUnden wir uns dann sonn-
tÄg liernocb ds modo et ordine procedendi vergleichen. Eb
wordt zwar ain mhaesame commission sein und aine zimblicho
zeit bedorffen, weil es aber gottea ülir and so viller taueendt
»celen ewiges hayl antrilft, will neben E. H. ich gern dag peste
und eusserate thueu. Dero . , . Grata den 5. Octohris anno 1603.
E. H. dienat beflissener
Daniel Paggc, Dr.
1534.
Rudolf II. an die Brüder Thomas und Ladislam Nadaidy: Er
Itaite ihncti ichon vor drei Jahren auf das ernsteste verboten, die
von dem Ereherxog Ferdinand aus Steiermark rerjagien Pr&di-
kanten bei steh aufrunehmen. Sie hätten dem nicht Folge ge-
leistet, und üben diese Keiier noch jetit bei i/men ihr exercitium
aus, ja sie verhöhnen, wie er vom Ershersoye erfahre, die katho-
lischen Priester. Da er nieJit dulden könne, daß die Prädikanten
ihren Fuß nach Ungarn seilen und das arme Volk daselbst ,he-
schmaissen* , befehle er abermals, diese Prediger von ihren Gütern
austuweiseti und keitie anderen mehr aufiuneJimen. Schloß Prag,
1603 Oktober 8.
(LAtcioiacbe Dod d«uteche Kopp-, St. L.-A., Cbr. R.)
1525.
Sperrttng des Gewerbes hei Strafe ro« 10 Dukaten an die Bürgers-
leute in Vdlach, die sich der Religion wegen tum Abzuge atis
dem Lande bereit erklärt haben. Neuerlicher BefeJU, sielt eur
Angabe ihres Vermögens am 16. Oktober im Pfarrhofe eintußnden.
(VeWteh) 1603 Okiobvr 13.
(Kop-, Archir des k&rDtner. G«S(:ii.- Verein ea, KudolSa.J
Beigeseh loa»ea tat ein Veneicbuüi derer (16 Penonea), diniM) jükmb
Auflage ht partieuJari tntimierl wcrdep soll«*.
1626.
Protokoll alter dir Beratung dtr I. F. D' zu iäterrviehetidm Be-
schKerdeschrift. 1603 Oktober 20.
(et. L.-A., Okr. R.)
In marg.: den 20.0rtobri» 1603
lierr presidont in ratli ge-
legt: l.Schriflten verlesen.
2. Uiberantwortnng der
schrifftdarchwoDi? 3. Obs
dttrchein faessfai zn Über-
geben')' 4. Aadicns XU wer-
ben. Quo modof
Herr W. Wil. von Herberstein
(ad)l.Placet. 2. Ein berr
von Saarftu sa erbitten.
{I.FaeBsf&lanvoitnUten. 4.
nm-chetliclielierrndiege-
haimen rllth za ersuechen.
Herr von Dietriclistoin: 1. Das
exempl Ltuloviei ist odio-
Qmitm-
m0 ist aaeh
Die berte-
AMMt sft on gwctsL Im
f TTii ■■■■ [Mililiiiii iiii In
vwfl^gwi, iB aalaen: vi-
bfldoi; im abrigra plaat,
3. fin herr toq StaniL
3. Durch «d iaeas&l ra
OWgebeK. 4. Herr jwS-
ädflBt herr Oiiler. uid
«■■ er zu sieh Dan«n
«in, bei L F. D* uidiens
M werb«a.
Hut fiad. tod TheatfeDbacIi :
1. Exempl LM^otcici sns-
ndanen. Die berüemon^
der dieut ztt vil g^MUt.
3. Dorcb «D fa«ssfU ra
tbtfgabea. S.' Herrn Ge-
ocgea Olller. 4. Dorcb
flttficbe herni »a erpttten.
Herr TOD Liecbtenstein: l.Wie
herr ron Dietriehstein.
Herr GkbhelTonTlieoffeobacfa:
1. In simili. 3., 2. (nej
Herr (iJliler. 4. Herr Rn-
dolff TOQ TbeaffeBbacl)
die Andientz zu werben.
Herr Ciall: 1. In rimili. 4. Wie
ea Torhero gehalten wor-
den, noch. 3. Herr Galler.
3. Fnessf&L
Herr Ge(org) tod Smbnbei^ tu
Kipfeuberg: 1. In simiU.
2. Herrn OalJer. 4. IhircU
US.: i'aiitk eingiinUK.
>rldu SchrüRMl
mtenehriben werden. S.
Fifhl ■Bnufiten.
BcwKfcMWiUfci: in allen
vi« bemr Twt Dietrieb-
no Scheyr: Jb nmäli.
WiL Ton \Mndiid«f«te:
1 . CafTBctarpIacct 1 Herr
GlUer. 3. Kein AMsfaB.
•4. Dorch die gehaineo
Petacbowitsdi : 1. £i «in i/t.
2. Herr GlUer. 3. Kein
fiuMUL 4. In rimilL
Christ. Gftller: 1. FtoML
2. Herr G&Uer. 3. Kein
fne«f«L 4. In simili,
Weltier: l .Pia«*. 31., 3.,
4. In simili.
Hans Jacob tod StaiDaeU:
1. Ptactt. ä. Herr GUIer.
3. In »imili. 4. In nimili,
TooNeohaos: Herrn Wei-
Herr
Herr
Herr
Herr
Ilerr
aer meinung.
Ch.TODKannannsdorfl': I.,
2., 3., 4. In >imHi.
TOQ Hairo: In timili.
JoDa« TOD Wilferstlorf: Ai
tifuili.
TOD Emaa: Wie herr Ton
Dietriehstein.
Carl TOD Herberatorff: I.,
2.. a, 4. Wie herr Georg
von Stnbnberg.
H. Chr. Ton Gera: 1. Pia-
ctt. 2. Herrn G&lIer.S. Kein
faessfall. 4. Vorigen modo.
^^m ^^8^^^
^^^
^^■^ Herr QotfricdvouStadl: I.Pia-
Herr H. An. von Stadl: 1. Cor-
^^^K e«e. 2. Herr
rectur. 2. Herr GäUer.
^^^^^H Faeesfal zu tlmn. 4. Alte
3. Kein fuess&l. 4. Mit
^^^^^^1 modus. Die scbrifll in
mehren.
^^^^^^M äuplo zu »vhreibeti und
Herr RUidtschaidt: 1. Correc-
^^^^^^B zu unterschreiben. Die
tur. 2., 3., 4. In siniUi.
^^^^^^V vurgelmcnlen alle derinel-
Herr voüWiiidi3ehgrütz:l./*/o-
^^^^V nung.
cet, 2., 3., 4. In timili.
^^^H Herr von S(-'liüä'tenlicrg(Sc1i]trf-
Herr Andre Rindschaidt.
^^H reuberg): 1. Plackt. 2.
Herr vi>n Stainach.
^^^1 Herrn Qaller. 3. Fuesfal
Herr von Mindorff.
^^^H in der sclirifft nuszelasseu.
Herr Pramtfatkh.
^^^H 4. Vcrorductüu, audicntz
Herr von Khaiu;ich.
^^^H zu in)[ictnni.
Herr Kue. Rindsinaul.
^^^H Herr Wo. vonäauraa: l.Plncet
Hon' Em. von TruntniaiinstorIF.
^^M 2. Herr Outicr. 3., 4. In
Herr Aman.
^^^^H
Herr Rildt.
^^^H Herr Oeurg voii Slubenberg zu
Herr TrUebncckh.
^^^H Wuriaberg: 1. Placet. "2.
Herr Stainpeiäs.
^^^H Herr ( iUllcr. H. Kein fuess-
Herr Höritscb.
^^^H fal. 4. In »imili.
Herr von Gloiacb.
^^^H Herr Hb. von StadI: 1. Placet.
Herr von Nculiauss-
^^H '2. Herr Gäller. 3. Kein
Herr Zwitkl.
^^^H fues&l. 4. In iimili
Herr von Kroneg.
^^^H Herr Ha. von Uloiach: I. In ni-
Herr Gal von Tlieuffeubach.
^^^H mili, 2. In simiU. '6., 4.
Herr Aman.
^^V
Herr PUrcker.
^K Herr SigmandGsIler: Intimili
Herr Wormprant.
^^^H in allen.
Herr Adam Prunner,
^^^H Herr von Pranckh: 1., 2., 3 , 4.
Herr Falbmhanpt.
^^^H In
Herr Walt, von Prankli.
^^^H Herr Ha. Narringer: 1-, 2., 3.,
Herr Stubich. |
^^^H 4. Wie berr von Gera.
Herr Zebinger.
^^^H Herr von Rottall: /n aimili.
Herr Cb. Gablkhover. i
^^^H Herr von Kliainach: In simili.
Herr Stttrch.
^^^H Herr von Stubnwerg.
Herr Hurnuas.
^^^H Herr Soheidt.
Herr Gilngpei^.
^^^H Herr von Herberstein.
Herr von Lenghaim.
^^^H Herr Ad. Schratt.
Herr i'>a8. von Uloiach.
^^^^^ Herr KindiäinauU.
Herr Chr. von Herberstein.
2M
Herr Hüritach.
Herr Ha. Ad. von WÜferstorff.
Herr. Regal.
Aasspracli herrii Presidenten:
1. Schriffi BU corrigiern.
3. Ohue fuussful zu Über-
antworten und die scIiriETt
zuunterzeidmen. Aadienz
ZU irapetrim. Die herrn
verortloeton etlicb zu Hiuh
zu ziehen und zu erpietten.
2. Wegen Uborantwort-
tuDg der scliriß't will lierr
prtlsid^ut Über sicli neh-
men.
1527.
Eingehend moiiinerfe lieschperdeschrift der drei Lande Steier-
mark, Kärnien und Kraiit geyrn das landeafürsÜiche Generale,
durch das den Herren und Lanälcafen in hIU'h drei Lündern
flucA die jf?«%ion3exercitia a\ißerhüh des Landes rerboten wer-
den, Herren und Lnudlettte (rhicten sich, ans dem Lande unter
der Bedintfuny abzuziehen, daß ihnen ihre Güter bezahlt icerdat.
Grog, J60H Oktaher 20.
(Kon>., st L.-A., Küfrirm. ad I69S. SUuiuger, Fol. fifil>--&r>4^. Wiirmbraiul-
Arcbir, [b.-Nr. 89. M.-, II.- u. 8t.-A., louRr^st^rr. Akten.)
Burclileuühligjster . . . Under allen zeitlichen sacliea ist
disea eines ieden künigroichs oder tandcs gctreiter stände und
ontei'sassen grüster erfreaentllcher trost and das lOhHchiHte :
eratliclie guote wolbosteltc polk'eyordimngcn und wenn sie in
ihren anbringenden beschwärlichen obligen von ierem zu dem
ende von gott nirge!>etzte[i Laubt mlUdiglich gerne au- ucid gc-
werlich erhOrt, geschatstt and gcahirmbt worden.
Und wie nun ftlrnembtieh das allerliucblüblichiste bauss
Oaterrcicli, rÖiDiscbe keyser, künig und landtsnirstcn mit disen
fiirtrcfflichen heroischen tagenden begabt, also kombt K. F. D'
getreue Steuer-, Khärner- und Craiiioriscliü ritterHuhiifTl der
A. C. zuegethsn, als wir, die von Stejr in völliger anzal und
versauiblung, von EArndten und CVain aber uiub der weiten
entlogenlieit willen durch abgeordnete fUrnerabe ausschaas bei
deräelben in der gelriiaten zuversichtlicheti gehorsambistea boff-
nung ahermalleu in aller underthenigkelt fUr, K. F. D^ werden
aas solch angeborner österreichischer müld und güette, dar-
nmb wir dann aueh undcrtheiiigiät fleheutücli bitten, Iren in
gott meheudeu hocblüblichiBten vorfordern ruemwUrdiglsten
300
exempeln nach um in den hcrnacli Tolgondcn udbcdi hü^cbst
angelegnen Bclimerzlichen beschwärungen nit allein milüglich
gern auhüren, eoDilero auch uuuiuehr sieb mit gewerlicher
gn. reaolution vHtterliclüst crweiaen, dann wie K. F. D'
nnsem regierenden herni und landtsfUrstiiu unser ticfiste
notti und anÜ^en fllrzatragcti und umb liilff und trost dic-
Belb gehorsamiat anzaruelfcn wir gedrangcntUcli verursacht
werden, solches auch aas gehorsamiater zu E. F. D' tragen-
der lieb und underthenigiatcn vertrauen fllrkbercn und an
dero tür ir peraon geg«n uns als iren getreuen gehor«Ä-
misten Inndicatcn tragende gn. afiection uns im wcniglstcn nit
zweifelt, wir auch wissen, dass E. F. D' ex plenitudine poto
$taiis and in gn. crioderung, was sie den getreuen ständen
ander ftlrgeloffaer erbhnidigung zuegesagt und versprochen,
uns in solchen unsem obligon gn. woi helfen kUnneo: also
sollen auch hinwiderumb E. F. D' ona müldiglich an- und ge-
werlich zu erhören iru umb so vü weniger zuwider sein lassen,
noch solch unser gegen dcro gehorsamist ledcrzcit tragende
lieb und hofinung austilgen, sintemal es ftlrnembÜch zu E. F. D*
und dero getreuen Innd und leuthen hocherwUnschtcn nutzen
and frombcn geraicht, und sie in warheit solche irer lande an-
droenden verderhen hierdurch wtlrcklichen verhUethen.
Und haben uns gehorsumbist kain andere hotfnang ge-
macht, als das M F. D' aber die von uns bishero hochstgc-
tragne gednld nnd gelaisten eusseristen gehoraamh, wie ans
dann ein mehrers ohne rerletsung unsers gewissens zu thucn
ganz onmliglich ist, nunmehr gn'" acquieacirt und uns über
die in iiiiigsten und vorigen landtägen wie aus liieetitzwiBcheo
underthenigist Ubergebneii roligionsschrifften, darinnen wir neben
einlXlhrnng beweglicher moüven urab Abstellung der durch den
cammerprocurator widerthails landlent der kindstanff und anderer
religion&oxcrcitien halber reformirten, auch anderer beschwttr-
lich fUrgangnen process nnd umb freystellung desselben exercitii
religionit gehorsamist gebettan, vorrer oicbtH heschwftrlichs
wurdten zuegemuettet haben, zu welcher starken hoffnung uns
nicht allein K. F. D' vom 23. und 2b. FebrnarU anno 98 (*ic) da-
tierte gn. reiolutionesy dass nemblich die fUrgcloflTne reformation
gegen den herrn und landleuten nicht gemaint sey, sie auoh
bis dahin niemand in seim gewi&sen betrengt, sie es auch bin-
f&ro so Urnen gn. nit gosinnet, sondern diescib allein E. F. D'
i
301
ai^ntlmm bliche CÄmmerffnetter nnd stttt nnd mttrckt concer-
nire, stark persnadiert, sondern auch, weiln K. F. D* solche re-
formation za dem ende, darzae sie erstlicli ani;efangeQ worden,
nUmlich wie dero Tom testen Aprilis anno 90 datierte lianbt-
resolution neben obangezogtier gn. ercl&rang vermag, das sie
allein die crercitia, calnmnien und den gemainen man zum un-
gehorsam anraizungen hlöaslich abgeachatft, über welches allea
auch £^ F. D' in längsten Steyrischen landtags handlangen bej
dem punct die doppelle zapffenmasa betreftent gethone gd"^
vertrOfitong, was sie den herni und landlenten A. C. in ge-
wissensachen sament und sonders mit gnaden fuegUchen er*
weisen klinnen, dass sie darzue iederzeit willig erfunden wcr^
den sollen, uns also Loch erfreadt, dass wir hierauff als nicht
die wenigem neben dem hochwUrdig praelaten stand nnd den
Köm. catoliscben herm und landlenten wie auch gleichsfals wir
der andern beider lande K&rndten nnd ('rain getreue gehorsa-
miste stände, in solche hoche uns und den ansengen gar un-
erschwingliche ordinari und cxtraordinari gclthUlffen und an-
lagen umh Bovil raer gehorsamiBt gewilligt, damit wir nur in
gewi&senssachen noch diss geringe heneßcium oder concession
das ea^erritium reli^onis haben khUndten; wie weit wir aber
mit diser gefasstcn huffnnng gefeit, das erfahren wir jczand
laider mehr als zuvil.
Dann nngeacht obangezogner K. F. D* so clarcn tentschen
und aigentlichon genedigisten resolutiouen und vertrtfslangen
halicn dieselb nit allein den 20. aligolofTncs monats Atufunti ain
verfertigtes und von E. F. D* underaaichnetes general vom
23. Julii datiert uns, denen von Ste^r, zu sonderer verclienernng
darch gcmoino I«nt pnblicicrn und an d(Mi tlioien affigiern. in
Karndtcn und Craiu aber sonsten offenilicb ausgehen lassen,
so sie doch den bisshcro ob^ervirten wissentlichen gebranch
nach, nns, denen von Steyr, solelics durch bcvt-Ich. deert-ta oder
rMolitiona gn** betten andeuten und «uferlegcn können, welches
nacbvolgenden inltalts ist, dass E. F. D' sehr tiiissßillig fUr-
khomben, dass ir vil, sowol ander der burgor- und baucrselmfft,
als herrn und ritterstandts zu besuecliung der religionscxer-
cttien dero f. vcrbotten zuwider ausser landts vcrraiscn und
andern fronten und gehorsamen landsSsscn ain büsc^ exempl
geben, und obwol etliche durch dcu CMmmcrprccuralor mit
clag nirgcDommen worden, so scyc doch, umb willen solche
1-J
geringe beslniffang wenig inacht genommen worden, »chlcchto
wcndnng ervolgt; damit aliep der Iiocligeruemlitc gchorsamh
melirers gepflanzt and «in gicichheit erhalten werde, statuiern
sie ganz ernstlich, dass hinfüro kainer, er sey laiidniann, burger
oder gemainer underthan, rnans oder wcibsperson, reich oder
arm, das exercitinm 7-eligio?iii' ausser landts, es aey in der nähe
oder ferne, weder für sich noch die ierigeii, in kainerlay weiss,
weder mit der communion, kindertauff, znsamengebung, oder
durcli was weg es sein nioelite, bey straff ftinffzehn mark goldts
neben ahstrickhung aller verhofflen eondonir- und nachschuug
(Icrscibeii nit euechea solle, wie dann auch den obrigkeiten und
pfnrrcm darauff achtung zu. geben und die ubertrottcr namb-
hafft 7.M machen nnhcvolhen worden, mit merem desselben in-
liaits, sondern E- F. D' haben aach dem herrrn landtshaubt*
man in Kilrndten mit ernst verwiscn, das er drei Seenussen (als
discs landts Kttnidten getreue mitglider und landleith) ohne er-
legnng der nachsteur aas dem land bette ziehen lassen und bei-
nebens auferlegt, dieselbe nachsteur nochmablen von inen und
allen andern aoszickenden landleuten in ullwoeg einzufordern,
80 doch vermag habender wolhergebraehter freyhaiten und ur-
alten herkoniben, ein ieder landinann mit seinem guct, darmit
allem gefallen nach zu verfaliren, wie auch sonsten aller an-
lagen, ausser was loaii aus guetem frcyen willen {wie es die
jMfliche landtagshandlangcn und sonderbar darüber habende
privilegia demüttstrircn) von inen gehaben khan, gänzlich be-
freyct ist^ auch die reiehsconetitutioncn (wie ftlniemlich aus dem
(^knffundfUnfzigjärigen reichsabschid zo ersehen) lauter etatuim,
dass es wegen der nachsteur also soll gehalten werden, wie es
ain icdes ortb von altershero lieblichen hergebracht bat, and
aber kain ainigs exempl zu linden, das iemals ain Steyrer,
Khärncr- oder Craincrischcr landman, so sich ans disen in
andere land gezogen, dergleichen anyetzo begerende nachsteur
gcraieht und hindorlassen liett, noch inen aufgeladen oder zue-
gemuet wöre worden.
Neben discm wirdt auch etliuben gorichtshorron und der-
selben Verwaltern in KUrodten sowol durch offne landtsfUrst-
liche patenten, als specialbevelch mit comminatione ernstlich
auferlegt und mandirt, das sie auf der geordneten reformatorn
begcrn ain und die ander execation wider ire, der gerichls
herrn, religionsverwandte und aigne undertbancn, mit austrei
bung derselben, crsezang der ilrabter und sonsten in vil nn<lcr
bcschwärlicli weg, wie Icichtlich zu erwcgcn, wider ir gewissen,
nnd zu ircm aach des landts merklich gcraichenden nachtail,
scliaden und »chmclcrung der wol hergebrachten freyhaiteii er-
weisen sollen. Item, das sich aach eüich, zamahl aber der
pfarrer zu Clajjenfurt, den evangelischen hei-m und landleulca
und ircn angchörlgen, dcro von altcrahero, alda aber die hcy ircm
aus aigneni seckl craSk habender kayserUcben donation wolbc-
fuegt, von neuen erhebten apitalwesen. habende begrebnussen zu
verwehren, und durch decrei einzustellen sich anderstehen wollen.
Wie betrUeblieh nun dises interdict, das wir und unsere
angehörigen des exercitn reliyionis nit allein in disen landen,
Bouder auch gar ausser derselben privirt nnd mit der nach-
Steuer dem gemainen mann allerdings gleichgehalten, wider
unser reUgionsverwandten und aigne underthanen dergleichen
beschwerliche, höchst nachtailigiste executionet erweisen, auch
gar der begrebnussen beraubt oder den pfarrlierrn diesfalls zu
irer ransion undergeben sein sollen, ainen iedcn des landts ge-
treuen und in seiner devotion cufrigen niitglicd ftirkümuicn
»oll, das hat icder geringverstÄndiger leichtlich zu erachten.
Neben welchem uns dann nit weniger schmerzlichen feit,
das E. F. ly des grossen ungehorsambs, welches allein auf uns,
derenwillen auch die gencral ausgefcrttiget worden, zu ver-
stehn ist, meidung thuen, so doch E. F. D^ genedigist gern be-
kennen werden, das wir dero mit leib, ehr, guet nnd bluet
jederzeit gehorsaniiat beygestanden, und in den politicü rait
easseristen vermUgen den gehorsam underthenigisL gelaist, und
was betten E. F. U' in der bisshero fUrgeloffncn religionsrefor-
mation wir rtlr inehrem gehorsam als von uns iederzeit iob-
wol mit hechstcr betriiohnus) boschechen, laisten kl'mnenV dann
soll das nit für ain gehorsam zuraiten sein, als E. F. D' der
herm und (andient A. C. alhle in Grältz und in all andern
stStten gehabte Seelsorger, prediger und wolbestelte schneien zu
anfang der Airgenomnen reformation ab- und gar aus dem land
geschafTt, das wir solches mit gedalt überwunden und mit
weinenden herzen dassclb anselicn mucsslcn. Wie gehorsam
Hie landlent sich damalen erzaigten, als E. F. D* iro auf deren
«genthnmbliclion goRchlilsscrn und gebieten gehabte predi-
canten aus dem bind verjagt, ia anch etliche, umb willen die-
selbe nicht alaobald bemucssiget, umb narabhalTte summa gelte
304
gestrafll, die sie auch kq irer und irigen merklichen echnden
and hoclion omptindnng erlegen maessen, l>edarf kainer be-
weisang; es ist mehrers zn heireioen, als sich dessen za bc-
rfaUeincn, inmassen dann btahoro in religionssachen von E. F. D^
nichts tentirt and begert worden, dass wir nicht allein zu vor
hUettting E. F. D' angnad, und damit man uns nicht als re-
belten und ungehorsame ausrnefTe, sovil ohne Verletzung unserer
gewissen bat beschechon khQnnen, underthenigist rolzogen.
Nocli wil diss alles bcy K. F. 1)' nicht erkbennt, ftlr aiii go-
borsamb gehalten werden, noch ain endschafft gewinnen. Welches
gott im hechsten himmel bilüch erbarmen soll, sondern auch,
wir sollen jetz und zuwidei' obangedcutter ausstruckcnlicbon
f. genedigisten resolntionen, in unsern gewissen bedränget, nod
bey verlierung unsers im land noch habenden geringen Ver-
mögens zu ainer unseren gewissen widrigen mainnng mit gwalt
vompellirt und bezwungen werden. Welches bisliero nie erhört,
TJl weniger aber anderer orthcn practicirt worden.
Dann m hutoricit würdt man befinden, wie es auch vilen,
so dergleichen lande, darinen ain religionsrefurmation fllrge-
lofFen, durchrniset, ganz wolbewUest, dass darunder der l5b-
liebe adl und ritterstand davon exorapt gewesen, und allein die
gmain angangen. Inniassen dann sowol E. F. D* zweifelsfroy,
als auch anders dergleichen exempl vorbcwUsst, and sie aihtc in
tpeeie einzuführen nnvonni^tteo ist. Welches allein aus der ur-
Hachcn beschechen, dass sie irer gegen irem berrn und landa-
fUrstcn crzaigten treu genossen, und er sich auf sie zum noth-
fahl mercrs als auf andere frcmbdc und auslendischc zu ver-
lassen hat.
Wir aber, die wir an bestendiger und bcharrHcber treu,
an unsern gewcsteo und noch wcsendcn gn. rcgondten und
landtsftlrsten andern landen nie nichts bevoi^egeben, ja da es
sich unserer und unserer vorfabrcu lobwUrdigcn thatcn za
rüemen gebltren wollt, inen nit unbillich vorziehen sollen,
muesaen andern gcnminen landsUssen gleich sein, und hotten
unserer gchorsamisten gclaiatcu trow ditaorts vor andern nichts
zu gcnUcssen.
Haben dann unsere Hebe vorfordern, so durch kain kriegs-
macht, noch ainigen gcwalt bezwungen worden, sondern sich
dem hochlüblichiaten haus Österreich, aus der xu derselben ge-
tragnen gehorsamiston herzlichen afiection und undorthonigisten
305
vertraacQ frßjfwillig nndärgßlien, diser irer ersntg'ten gebor
wniititen freywUligkeit und geiaisten treu in dem eu geniesseo,
das wir, als iro poitart, hey denselben ^reder geliör noch weo-
dong UDSer höchst obligenden bcst^hwärungeri mer haben, sondern
voD imd, DDBenn g**™ landtsfürsteD, verhasst* nnd dnrch solch
mitt der reformation aus nnscrm valtcirland vertriben werden
sollen? Hab«n unsere vorfordern, und hernach anch wir, diss
unser geliebtem TaU«riand, mit aofsczim^ Icibs und blaets, welches
warlicb manichen* fUmemben redlielien mann getrosst, wider
den blnclgierigen erz- und erbfeind, den Türken, bissbero dar-
tunben errettet und vor seinem grimmigen einfabl und gjtns-
lieben devastterung defendirn helffen. das wir jetKond dasaelb
mit dem rukhon ansohen und andern, die darnmben nichts aaf-
gesezt und erlitten, hinter uns verlassen aollen?
Haben wir mit unsern jilrlich so hoch und Ubers ver-
mUgcn gespannten dar^'aben^ die offt mancher am roaul crspam
tind mit den seinen destu schmelere bissen essen mUeesen, in
dem EU geniessen, das wir das Dberig noch wenig unser ver
mOgen, weiln sieh kbain kauffer finden tboot, hindor ans im
Und, und von dem wenigen, so lüner oder der ander nur zu
geringer notwendigister zerung hinauszuniren hct, noch davon
den sehenden pfening hindcrlasscn, und mit unsern armen weib
und kindem, welches manchen treuherzigen eufrigen Christen,
and diser lande getreuen mit^'lideru begegnen wierdt, ausser
landts dem petUtab nachEieben mUessen? Das geben wir gott,
dem erkundiger aller herzen, E. F. D' und der ganzen weittcn
weit zu erkbennen.
Dann obwol mancher vennainen milcht, iumassen solches
auch ungezweifclt E. F. D' von viUen also wjerdt eingebildet
sein und sie deruwegeti auf uererlay weiss und weegc umb
Bovil desto atcrker in uns sezen, dass auf berflerte ittngst aos^-
geferttigte gencrnl und dardurch erzaigten grossen ernst und
aogcdrote beatraffung sich menigclicb förcbten, alsbald dcm-
selbcD nachleben und zu der röm. cutollschen religion einstellen
werde, so irren sich doch dieselben gar weit, dano unser ain
ieder vil liber das wenig noch Übrig sein vermUgen, da es ie
nit anders sein khandt, zu verlassen, sich die clainu zeit disc«
• Kod. Wiirnibrand: ,vcrlioffl'.
** ,nit ainti:h<>n' im MS. Wion.
r«Bl«>. U.Abi.. Bd LI.
20
\
306
lubueüi^ligen lebeos in tntmma miseria aafzubalteo, und seine
armo waieslein dem lieboa gott, aU ibrcm rechten vaXer, der
sie »ach gar woll ernfthren wierdt, zu bevelohen, als seinem
gewissen ainen solchen unerträglichen la^jt aafzulej^en and das-
selb zu boBcbwäroQ g'cstnnet ist. Welche noBere berzhch und
eüFrige devotion E, F. U' uns g*' nicht improbirenr oder zu
aineui strafTmüssigen ungehursaui aasdeutten werden, als wenig
sie ainen, 80 vdd der rom. catholisehcn rcügton, aas fUhrung
seines gewissen» zu uns trotten thet, loben wurden.
Sodann E. F. D' sich gewisUchen kaines andern, als discs
genedigist zu versehen haben, dardarch dann das land von in-
wohnern und beschüzern desselben genzÜch verlassen wurde,
warunaben wellen sie dann eelbet zu verüdang irer so herr^
liehen weitberllembten landen ursacb geben, und die, so nach
E. F. D' billiche defensoret patriae genent werden, durch diss
raiti aus irem vatterland verti-eibenV
Zn verwundern wttr' es omb so vil vpeniger, wann dise
£L F. D' lande mitten im römischen reich von allen feinden
ganz sicher, auch aller get^r entltbrigt gelegen wären, da man
auch hüöhung bette, das alles dasjenige, so durch dise eilende
und grosse mntalion E. V. D' an dero ca.miuergef^llen (wie sie
es dann ohne erzühEnng merklilichen empfinden) hindangeht,
mitlerzeit wider ci^enzt und Uereinfiebraclit, und das land in
prittinum slatum und vorigs esse khilnde gesozt werden, da
auch meitigclichen^ wegen des fridlichen «tandts und äugen-
Bcheinlichen aufnemen, sich mit den seinen underzurichten,
lust und gefallen hat, aber der disor E. F. D' erblande gelegen-
heil und eigentliche beschaflenhait ansehen, erwegen und recht
SU gerauet Hibren will, der wirdt befinden, dass es gewisslicben
nit zu verhoffen ist. Dann das alle eommercien erligen und
dahero die gefell geschmelert worden, erfahren E. F. D' cammer-
gefelt und das gemaino wesen mehrers als zn vil.
Das der bievor in disen landen gewesto teure werde
credit nunmehr schier gar erloschen, ist wissentlich; dann man
gegen grossen versalz, noch sonsten schier weder golt, noch
geldwert mer aufbringen kan. Dass die Und an der mann-
schafft geschmelert worden, erweisen alle die steti und märckt,
darinnen (ausser diser haabtstatt OrStz) sonst in andern allen
fasst sovil ttder, als bewohnter heuser sein, deren vorhin ge-
raichte atear^ den gemaineu wesan entgehet, und tindt man
307
njt IcQt, so dieselben nnr gegen raichnng der anlag bewoh-
oeten.
Wie dise Und, zamal aber Steyr und Crain, an allen orten
dem feind na seinem eiufahl und straiffen offen zu gentzlicher
Terderbnng bloss and nannier laider schier im rächen steckhon,
ist angcnsrlieinlicli, dass er auch solche mit ehister seiner er-
aehndten gelegenhcit überfallen mecbte, ist annot zu erweisen,
es gebens und bringens die tUglieli einkomenden geferlSchen
feiodtskandschafHcn mit mererm mit sich. So nun darzue wir
die noch übrige getrewe ritterschafft, die wir das eusserist mit
darstreckung Icibs und lebeus zu praestiern und Air unser go-
liebtee Taterland bu sterben, oder dasselb noch hinfDro vor
dem feind sa erhalten nrbittig sein, durch diso rcformation,
wo nit expresm ausgesch äffen, doch ipno facto tacite mih yrae-
Uoetu. relitftonU dos unsere zu vcrtaaseD und aus dem Und zu
ziehen gezwungen werden sollen, wer wirdt nun mit vernunff-
tigen motiveo erraten und approbiurn kbilnen, dass ein bcs-
serang zu hoffen sey oder widersprechen, dass man hey so
gestaltsamcn Sachen d^;u endtlicheu undergang und verderben
diser herrlichen Undcr quasi ex alta quadam specula niclit
äugen Bcheinliclien sehen kbUnneD. Dann niemand, so anderer
orlben in guetem vermUgen gesessen, würdet aufstehen und
sich sambt den seinigen in dise offne Und dem feind zum raub
niderseaen und underrichten, wie auch, nnd ob es schon be-
schlich, an derselben treue, redlichait nnd kriegsserfahrenhait,
dessen ohne raem zu melden, diser lande iezige ganze adl be-
kannt ist, hoch zu zweiüen würe, inmassen sich dann auch auf
frembde ausländische hilffen, wie es die allgemaine erfahrung
gibt, nit sicherlich oder beharrig tu verlassen.
Discs alles bringen E. F. D* wir dero arme hoch betrangtc,
doch jederzeit treuiste gehorsamiste Undleat, nicht daramben
ftlr, als ob E. F. U' wir hierdarch (wie es villeicht von dem
widerwertigen so das beste übel zu intcrpretiren pHegen,
mOcht ausgelegt werden) ain forcht einjagen, oder wie man zu
sagen pfleget, ein blauen dunst fUr die »ugen machen weiten,
sondern da wir schon scliweigen, so wollen doch nur E. F. D'
umb gottes barmherzigkeit willen die erlangte erfarung iro
selbs zum sptegel genedigist furstellen, alda sie den grossen
nnderscbaid vergangner und ieziger zeit ersehen werden, und
diser lande hüdige beschaffenhoit salbs und oue unser gehör-
st!*
308
samiate vreitlenffige «^rzcllang gnedigist erwegen und betrachten,
80 werdeD sie dises alles w&br sein selbst geiiedigist bekennen
mttessen, und aladfiiin &in solches abl annotter sachen, so
eilendts selba zu verursachen uod Über sich und die ierjgen
zufUren, dessen auch hernach diejenigen, so E. F. D* darzac
anraizen mit spatter ren entgelten wurden muessen, khaines-
weegs bedacht sein.
Wann dann, genedlglster herr und landsfursl. unsere liebo
vorfordem, wie auch hernach wir, dem hochlöblichisten hauß
ÜsteiTeich vnd allen denen regierenden römischen kaisertt,
kOnigen and landraftirstcn unsei-n gewesten allergn. und gn.
herren, wie aacii K. F. D' bisshero jederzeit (wie hievor mer
angedeut und es der wlircklich ejfectus gegeben) mit beständiger
treu, anfsetzung leih, gnets nnd bluets nnansgesezt treuherzig
beigestanden, und weder mit worteu oder werkhen, dieselben
ansers gehorsamen verhoffens und wissens niemalln offendirt,
noch an der geringsten untreu erfuuden. wie sie uns dann
dessen zum offtermalen selba genedigiitte zeugnus geben, auch
ins kunfftig die geringste untreu, darfllr der allmäclitig gott uns
und unsere liebe nachkommen gcncdiglicli behuctten welle,
nicht aoU erfunden werden, E. F. D* auch sich auf uns wider
des feindta einfail, zu ieder zeit bestündig zu verlassen haben,
warumben wellen dann E. F. D' ans solch unsere und unserer
vorfordern dem hochlöblichisten haus Oesterreichs iederzeit
treugolaiBto willigistn dienst, so gar nicht consideriren nnd una
derselben, durch die so of¥t nndcrtheuigist gebettne gnad, mit
freistelinng des exercitii weder in- noch ausser diser lande, go-
oüessen lassen, welches doch in andern landen von rSmisch-
catolischen fürsten and potentaten bescbicht, /.umal aber ausser
irer landen, gar nit verwehrt wierdt, sondern uns von sieb
stoBsen, nnd durch solches hoches intcrdict, deme uns, ausser
DDiers gewiäsens verlezung, zu obtcmpcrirn nicht mUglich ist,
dieses unser geliebtes vactcriand zu iro nnd der irigen selbst
grossen unwiderbringlichen schaden zu verlasse&j sciba trlngeu,
da sie doch an dem von uns bisshero gelaiaten ensseristen undcr-
thenigiaten gehoraamb, aiu genedlgistes benaegen billichen tragen
sollen.
Bitten derowegen K. F. ]J' wir dero arme hochbetrangte
landleut A. C. gehorsamist nnd underthcnigiat und umb gottea
barmhcrzigkeit willen aufä hechst, als wir immer bitten kbUnnen,
»
»
*
»
die woUeo dcro hocberl^acbleD verstantl nach, dise« alles mehrers,
all wir es bieror erzelt, gcnedigist za gemUet führen, den vorigva
and jesigen stand diser lande sambt konfUg besorgenden Qbd
guiedigiBt beherstgCD und doch sinmal in disem onsorm m
flehentichen bitten and beg«m, die so oAers gencdigist aner*
botten fürstliche gnad (to gnedigister erwegong, dass E. F. D*
vor antrettnng derselben landtTurstlii-h rcgiemng gar wol ge-
wBsst, man aach zu dem ende protesticrlich einkommen, waa
religion wir sein, ohne anter«cbaid aWr dessen, uns sowol ala
die röm.-catolisclien be^ onsem wolhergebrai-hten freyhaiteo
und gneten gewonheiten verbleiben sn lasf^en, au scIiDtsen und
handzababcn, and gar nieht durch dergleichen mit] aus den
landen zu vertreiben, oder sich selbst daraus zu ziehen, arsauh
geben, geschworen, genedigist suegesagt und versprochen), gn.
erzaigeD aod wider unser gewissen und die crkhente und
bekhendte, in der heiligen gtitllicKen schriffl wolbegründte re-
ligion, dabei uns gott der allmttc^hüg bis in unser groeben be-
ständig erhalten welle, dammben wir ine auch mit inbrttnstigea
herzen, ohne anderlass BDrneficn, nicht tringcn, sondern solche
uns and den UBserigen buchst heschwftrHche and vorige, das
religion 3 Wesen betreffende ausgeferttigte general, hevelcb und
deereta widorumb genedigist aufheben, und ans nit allein
ausser, sondern auch inner landts, das exercitium religioRig
zu habcD and zu besaechen genedigist vergunneu und xue-
geben. Welches sie oagehiiidert aller anderer einreden, craSl
obangezogner beschechner contestation ex plenituditu patestati$
gar billichen ihnen kQnnen. daneben aber auch denjenigen herro
and landleutcn, ao sich ctwo irer gelcgenheit nach, aus disen
in andere lande gezogen, oder noch begeben mOchten, vrider
solch vorangedeute privilegia und uraltes berkhommcn, aiuicbe
nachsteur oder zebenden pfennig, weniger aber, das sie wider
die ierigen ain oder die ander inen beschwerliche cxccution
erweisen, nach irer ron altershero habenden oder wrie zne
Clagenfart Ton neuem wollbefuegt zuegehchten bogrt'bnusscn
beraubt und dissorta den pfarrern zu irer Schätzung under-
geben sein Bollen, gar nit aufiringen, zu welicbem allen dann
auch E. F. 0* nicht allein viller criatlicbon kaiscr und anderer
kOnig, sonders auch des hochloblichisteu hauss Osterreich und
irer vorfordern anfangs angedeute denckwUrdige und anseben-
Uche exempl, welche auch ohne päpstlichen coasens, sich der-
310
gleichen und Anders, so zu criatlicher aini^kelt und erbaltnog
irer land gede^en mögen, in religi od s Sachen fUr sich selb»
underfangen, commoviren Roilen, ande.r welchen das exempl
ka^aers Maxirailiani lioehlü blich tstcr gedethtnns gar notorium
ist, welcher den zwayen stenden A. C. in Österreich nicht allein
die freihält der religion, sondern auch die anstellung des mini-
»terii allergenedigist concedirt und verwiUtgt, sie auch far sich
und iro nachkhommen assecurirt, unangesehen, daas nü allein
der Ordinarius, herr biaehoff von Pnasau, sich stark darwider
geleget, sonder auch papst Plus Quinttia, dises hinderstellig za
machen, den c&rdinal ÜommeDdonum nach dem kaiserlichen
hoff verordnet und I. M' cum comminatione mit aigner liand
geschrilten, wie dann auch K. F. D' liochuit und repataiion nit
wenig prunjudicirlich fallen wurde, da sie eich diesafals aller-
dings wollen bind'en und solch liitlitrh Iiabende liberam dispo-
titioHKin iro etit/johün tind Ucueiuen lasaen, gescliweigen sieh
selber solcher ttltro enteciscn und begeben und ire getreuen
land und leut wider so verbindtliche contestatlonen anders zu
regieren und ires gefallens au tribolirn und ergeben wollen.
Da aber E. F. D' über diss alles ia unser so geliorsara-
histes bittlii-bes und flehentliches begern wider unser gehursa-
mistos verhoffen zu verwilligc.n iro io ein gewissen machen
wollen, weliehos doch auch seine crtstliche limites hat, so sind
wir entliehen entschlossen, allen weltlichen ungehorsam zu
meiden, das uns von gott auferlegte crou? geduldiglicli zu
tragen und lieber disc zeitliche ungelegenheit gedulden, als
dergestalt and bey so geschaffnen sacbeu in K F. D* stettigen
saforderist aber im widrigen in des alUnecbtigen ungnad uns
befinden, und ob es wol dttra ei aeerlta wx tat, veteret migrate
coloni, so soll es ans doch vil ertrilglicher ankhommen, als das
wir mit K. F. D' unscrs gn. herrus und landtsfllrstens Unwillen
uns widerseslich im land aufhalten sollen, auf welchen fall
dann auch E. F. D' wir underlhenigist bitten, dio wollen sich
mit ans sament and sonders, nmb unsere im land babendo
guetter, weilln wir andere E. F. D* annombliche knullent niclit
wissen, eines billichen und treuen werts vergleichen, uns die-
selben ausszallen, und uns dessen genUcssen lassen, was gegen
ainen {^emainen urulerthan, einen jeden landmann für recht ge-
halten wierdt, da aiiicr derselben einen auf seinem guet zu ge-
dulden nioht verniointj und er keinen stifftman stellen kan,
das der herr iine den billiclien wcrtli des gaets selba erlegen
and guct mncliC; und una alssdniui inlialt articl» des rcichs-
religionsfriden und habenden landtsfreyhaiten eines elirlichen
anscliildlk-lien abzug ^cnedigist vor^nncn. Uod sollen an-
gcacbt dessen allen E. F. D^ zu uns samont und sonders den-
noch diöca sieb gn. und guwiss versehen, das wir je und all-
wog, wir scyen, wo wir wollen, cnd wo gotl der allmüclitig
einen oder den andern hinberaten wirdt, in der angebornen
österrciubischen gc ho rsa misten affection bis in unser grueben
verbleiben, und darin ersterben wollen, neben disein gchorsa-
misten erbieten, das E. F. D' und dero angehUrigen, wir sament
und sonders je und allzeit unsere goborsaiui^te getreue und
aufrichtige dienst underthenigist praestirn wlillen.
Dieses unser gchorsamistes anbringen und endtlicho atgent-
licho crclÄrung wollen E. F. D' un^ so wenig zu einigen un-
gehorsam oder übennuet genedigist ausdeuten, als es von uns
höchst gotrungncr notli und in tielBstcr deiuuet beseheeben
mliessen; bitten auch E. F. U' gehorsamist, die wollen under*
dessen wider einen oder den andern mit bestraffung gn. nit
fhrgehcD, sondern die Sachen bis auf solchen unscrn abzug
genedigist verbleiben lassen, hierüber E. F. D* erfreulichen gn.
resolution wir in nnderthenigkheit erwartten.
Solche erweisende landtst'ürstlicho gnad geraicht filrnem-
Ucfa E. F. D^ zu xelbstaigner wolfart, nnx und frommen, dero
dem feind laider vasst nahcnt im rächen ligcndcn ausgemer-
gelten landen aber zu mcrer widerrecaperirnng und langer
aufrechterhaltnng und umb E. F. D* witls die ofi^gemelte dlser
drev lande der A. C. zuegethone ritterschafft sambt irer po-
stcritet mit angesparter noch Uberiger leib, guet nnd bluets
willigister darsetznng undei-thenigist zu verdienen jederzeit ge-
fliflsen sein. Dereelben zu landtsfürstUchen statten, hulden und
gnaden uns hiemit gehorsamiat bevelliendt. Grttz den zwain-
sigisten October im secheiliundertunddritten jähr.
E. F. D^ underthenigist gehorsamitite
Sigmund Friderich freiherr zu Herberstain, Georg Galler,
Wolf Wilhalbm freiherr zu Herl>erstain, Kuedolph freiherr au
TeufTenbacli, Gabriel freiherr von Teuffenhach, Georg herr
von Stuhenberg, Wilhalbm von WindtscIigrUtz, freiherr, Uannss
Friderich freiherr zn Herberstain, Ilaniiss Cliristoff herr von
313
G-era, Jona« von Wiilferstorff, Wolf freiherr zn Sauran. Hanns»
freihorr von Stadl, Frantz freiherr vun Hauklniit/., Uotfridt
freiherr von Stadij ChristofF von I^tnianstorff, Ohrißtoff frei-
lierr von Stadl, Georg der elter herr von Stabmborg, Cbristoff
Galler, x\dam .Schrott, Cfirl von Herberatorf, Khrnrftich frei-
herr zu Khaiunch, Georg Oliristoff freiherr zu Herberstain,
Georg Christoff freiherr von Rottal, Ruedolph Wurmbprandt,
Wnithasar von Praiikh, Andre Kindtsmaul, Georg Christoff
Rudt, Sigmnndt von Glcispach, Hannss Jacob von Stainach,
Ehrnreich Rindtsohadt, Hannss Andre freilierr »u StadI, Wolf
Weit:khai"dt freiherr zu Herberstain, Carl von Ratmaustorf,
Christofi" von Windlschgrittz freiherr, Andre freiherr zu Khai-
nach, Georg Sigmundt hcrr von Stnbmberg, Ehrnreich herr
von Trautraanatorf, Bernhardt von Mindorf, Andre RJndtachadt,
Sijfmiind Gjiller, Wolf von Prankh, Peter ChristoÜ' l*raunfalckh,
Policarpaa Scheidt, Erasmas von Gloiach, Christofi" von Eibis-
waldt, Zachftrias Falbmhaubt. HaniiSÄ Adam von Lenghainib,
Hannss Fridrich von Stainach^ Erasm von TrUcbenegg, Rueprecht
Riiidtsmanl, Rciiiprecht von Kbionburg, Franz von KhienVmrg,
Wolf Andre von Stainach, Carl von und zu Cronnegg, CbristoflF
Moritz freiherr zu Herberstain, Fridrich Mllerlzcr, Wilhalbm von
Mosshaimb, Christoff Sturgkb, Veitt Ruedolph von Stainach,
Christoff Stainpeiss, Gregor Amman von Amiuansegg, Sigmund
Friderich von Prankh, Hannss Adam von Wilfer&dorf, Adam
Prunner, Hannss Jacob Schnoweiss, Hannss Gilgenperger, Mat-
tbes Wintershofer, äalomon Purcker, Wilhalbm RaaobenpcrgGr>
Sebastian Speidl, äiginnndt von Saurau, Hannss StUbich, Chri-
stoff Gablkhofer, Steffan Rauchen porger, H. O- Schneweiss,
Offo von Saaran, Hannss Adam Nüringer, Georg HarÜme
Zwickhl freiherr, Matthlus Amman von Ammaiisscgg, Gull
von Teuffenbach, Maximilian Rnepp von Pfeilberg, Ehrnreich
Regal, Eraam von Dielnchsteio, Frantz von Hoclieuwarth|
Caspar Zebinger, Ernreich von Gaissrngg, Georg Christoff
HOritfich, Sigmundt Georg von Neuhauss, herr Frantz von
Stainach, Hannss Ludwig Sauer, Friedrich Rauchenperger. ^
(9i MiUßieder de$ steirUchen Herren- und Uiiteratandea. Da»
Folgende aiu dem MS. det H.-, II.- u. St.-A.)
■ In den Qraser M8. lA 1698 fehlt du FnlgvBdo. Ea findnt «oh ■t>er
Im US. 60Uiiig*r uod Kod. Wanubraad. _
313
Khiirndnerisclie herren and landtlcath:
BartIme KlievenhUller freiberr, Si^mand berr von Liechten-
stain, Franz KhevenbDiier (zu Aicholberg) freiberr, Ludwig
freihorr zu Dictricbstain, Ulrich von Ehrnau, Simon Ungnad
freiberr, Moritz Weltzer, Ott herr von Liechtonstain, Dietrich
fireiherr zu Egg, Carl zu Egg, Christoff Gall, Jacob Paradeiser
zu Neubauss, Caspar ütlandorffcr zu Mandorf, Adam Secuass,
Hannes Mandorffcr, Balthasar Älandurfler, Fridrich Paradeiser
SU Neubauss. Seyfrttid zu Neuhauss, Andre von Haymb, Kraam
Seyfridt Mager von Fucbsstatt. (Jeorg Adam llaaber, Sigmund
Bernhard von Lindt, Balthasar Khulmer (der älter), Wilhalbm
von Feistritz, Leonhard von Ehrnau, Wilhalbm Kirchpuecber,
ßahhasar Kirchpuecber, Sigraundt Paradeiser, Balthasar von
Ehrnau, Alexander Freybeiger, Hector von Kbrnan, Sebald
von Staudacb. Hermann Feulner von ürasin, Adam von Hall-
legg zu Ranzenan, Sigmund von Lind, Christoff von Waydegg,
Bimon Keiler zu Kellerberg, Christolf Gscbier, Georg Sigmund
Seenuss, Seyfridt Leininger, Bernhard Seenuas, Tristrandt von
Staudacb, Ueorg von Haüegg, Georg Leonhard Khulmer, Adam
Jacob von Lind^ Elias Singer, Geoi'g Seyfridt Feulner, Adam
Seyfridt von Hombtirg, Hannss Knlmor, Balthasar Hagn, VVil-
halmb Langenmantel, Georg Bernhard Khulmer, Ubombl
(BämhlVj zu Damh«chach, Bernhjird Gall, Georg Fridrich
von Aichelburg, Melcitior Pntz, Ludwig Putz,. Zacliarias
Aschauer, Chrislufl" Haideiireich, Franz Sigmund von und zu
Aichelburg, Jobst Josuf von Aichelburg zu Aichelburg. Hannas
Christoff Seenuss, Georg Umbfahrer, Hannss David Seenuss,
Wolf Hagen, Hannos GscbwAnd, Hannss Roinwald von Ueyach,
Veith Putz, Benedict Plirkhner, Hannss Jacob Ladroner, Georg
Christoff von Hiraelborg, Bernhai-d von Staudach, David zu
Khronegg von Hiblau, S. Fridrich UcinbjUd, hauhtman, Hannss
Joseph Ueinbald, Weickhard von Aichelburg, Hann>!S Rue-
precht von Sigeradorff, liaulitmann^ Obristoff Sihenbnrger, Niklas
Rescb. (79 Mitglieder.)
Crainerische herrn und landlauth:
Georg Frangepan Graf vou Tersetz, Hürwardt freiberr zu
Auersperg, Wcygkhardt freiberr au Auorspcrg, Hürwardt von
Lamberg berr zn Sanstain, Lorenz freiberr zu Egg, Georg
Kiiisl freiberr zu Kaltcubruua, Wilhelm vun Lamberg, Joseph
314
von Lambcrg' freüierr, Hannsa WiJhclm ron Schnitzenpanm,
Andre Apfalter, Georg Apfalter, Adam Apfalter, Wolf Gall,
Gottfried Pcitzhofer, Pankraz von Gall, Ludwig von Gall,
Jobst Gall, Franz Cbristoff von Liecht(7;, Balthasar Käm-
schOaeel, Wilhelm von Gall, J. Mauritscb (Satzinger zählt noch
47 loeilere Miiglieder des krami$chen Herren' und liitUntand«»
auf: Niklaa freiherr za Ef;g, Wolf freiberr zu Egg. Alexander
Paradeiser, Andre Paradeiser, InnocentfT;, Christoff and Adam
Masskliorn, Georg von Nenhauss, Georg und Philipp von Kan-
nach, Franz von Obcrhurg, Andre von Oberburg, Wolf Mert
Mordax, Daniel und Christoff Gall, Andre Gall, Wilhelm Gall
von Kudolfswerth, Ott Heinrich, Grasm, Wolf Andre, Andre,
Ualtbaäar, Mert und Adam von Wcrneckb, Kiasm von Scheier,
Christoff, Georg und Andre Mordax, Christoff von Obratschan,
Hannas nnd EHas Rosch, Philipp und Lconhard von Si^ers-
dorf, Georg Kauber, Carl Juritsch, Wolf Engelbert Öchrftnklcr,
Michel Zetschker, Andre, Uannss nnd Chriatoff Hemenitach,
Franz Chriatoff Schwab, Melchior Pantaleon, Hannss Archer,
Hannas Pelzhofer, Leonhnrd Markowitsch, Caspar 'l'aubonlmuer
nnd Franz von Hein.)
lu Exemplare de« St. L.-A. ad anno 1Ö98 von außni: ,Der drejrer
laud« beBchwÄrtchrift ewilra Am i. ^«Deral, darinnen dvo herrn und Uud-
leulei) «Hell die n\iginn*fx»rdtin aiißftr Ixik^u bey peea verbotttn. NB. Di»
bcrrn und Eandleiil sic^ti des xbziir^R nur A'-m lamlt rrbietlco mit conditiuo,
da ihnen ilir gnett^r beuiU wnrdrn. NH. Rin licrlich^ »nd hrrxlicbi^ an-
QDd eiiiiTittctig« iinhriffl. Der KlIiiiKclitig'« gahtt letn gnitllclie gnadt daniic.
Dat. 20. OcC. 1603, Nr. 3.' (Ifi Bl, fol.)
15&8.
Erxhertog Ferditiarid IJ. nimmt die wider vieU ergangenen Ver-
bote erfolgte Zusammenhmft der ISrrrcn und Lundleute aus den
drei Ländern mit Befremden und ünmUett und mit strengem
Verbote für die Zukunft eur Ken7ttni8 und ermahnt sie, sich
I. F. ly fürderhin meJil eu widerzetäen. Das jetsige Anbringen
betreffend ist dies erst in reife- Beratschlagung rw etehe». (Gras)
]€03 Oktober U7.
(Kop., St. L.-A., Cbr. B.)
Wjw von der F. D* . . . N. n. N., die getreue dieser dreier
berzogthnuib Steyer, Kflrntn nnd Crain der A. C. zagethone
315
ritter6chafft am 20. ditz für ein andertbentgisLe scfanfFt and
bittUches »ebr aamaetiges beg;em in gebors&mb nberratcht,
baben 1. F. D* in deren ablesan^ mit gnaden snm genQe^a
'▼eniomeo; dero dan strackhs in anfang frembt and mit un-
iriUen förkoinen, das dero zu mebrmallcn ergangnen decroten
Dn<l gemessenen inbibitionen r.nwider ein so statliobe znaammen-
knnft der nDcatboIiscben tierrn und bindleut alber bescbriben
and obne ainicbe rorgebetne Ucentia gebalten worden, welcbea
jfinn I. F. D' biemit nocbmallen und für allezeit voraiigedeuter-
massen allerdings ins bonfftig eingcstelt und beraorte sonst gc-
horsamiste ritterschafn gans gnedigUt vermanet baben wollen,
sidi I. P. D* mainung forner nicbt zu widersetzen, sonder sieb
vil mebr In disen und andern billicben sacben irea gn. ieder-
xeit treuniainenden willens zu befleissen.
Belangendt nan den baubsaclilicben inbalt ermeltes jetzigen
[unbringens bat ein getreue ritlerschnffl selbs veruuuftig zu er-
acbteo, weil der bandl scbr wicbtig and daä christlicbo gewissen
anbetrifft; dass derselbe billicbermassen iu ein reiffe bcrath-
Bcblagung zn ziebcn; und wie nun I. F. D* die sacb ietz an-
gedeuter wolerwogner beratbschlagang wirdig erkennen, also
wollen sie ancb nit underlassen, dieselb miti bis (sie) and irer
ebisten gelegcubait fUrzunenten und sieb alsdan nacb unver-
drossner erwegung aller umbstäiide eines solchen darüber su
cntacblicssen und gedachte ritterscbatfl zu beschatden, wie sie
es nur immer der biUigkait and notturfft nacb erdulden und
befinden werden. . . .
Decretam per Ser"" aroKidacem 27. Octobris 1603.
Pe. Casal.
Auf diete vorlHußgf Entscheidung anticorlen die BittsUUer
aus allen drei Liindern am 2V. Oktober (Kop., ebenda): Nur
die Not habe sie zu ihrer Eingabe gezwungen. Wohl habe der
Lattde«fliret dieee gemeintamen Zusammenkünfte achoti fritker
inhibiert, aber sie geschehen zum Nutzen des Lnndte, anderer-
seits erfolgte das Verbot nur aus schlechter Information; die
jüngsten Generalien betreffen zudem alle drei Länder^ daher
$i« ihren Einspruch dagegen coniancttm tibergeben. Ihre Schrift
sei so ,moderirt', daß 1. i> nicht .offendirf werde, Sie freuen
sich, dop sie ihr Bitten einer wohlerwogenen Beratschlagu7ig
316
toHrdi^ «rkennen und hegehren nur eint baldige gnädig« Reno*
tutitm, damit der Gebrauch de» Exerzitiums außer Lande ihnen
nicht als Trotz zugementen werde und sie der angedrohten Strafe
verfallen. Vielmehr mihje I. L^ diese kammerprokuratoriaehen
I^rozesse abstellen.
1520.
D«r Landesvisedont Hartmatin Zittgl an den Landeshauptmann
von KärnUn: Er hohe gehofft, I. fl. (der Bisehof v&n Gurk?)
ipcrde nunmehr von diesem Stifte Besitz ergriffen haben. Das
ist leider nicht geschehet*. Um mittleru^cile die von der F. D'
verlangte Abrechnung der swet Klagenfurter Benefiiien, die von
den Kla^enfurtem auf den Landtag geschoben werdeti soll, xu
ßrdern, möge die bintiegende Kopie nach eventueUer Korrektur
durch den Landeshauptmatiti a» die von Klagenfurt, das Ordinal
an den Frzprtesier von Teinndt geschickt ttvrden. Eben komme
tcegeu Eineieliung des Baumgarlners an der Tartis ein starker
Vertceis. Zur Zusammenkunft ist ihm jeder Tag, Montag aus-
genommen, angenehm. Da kann man wegen Ersetiung der Stadt-
ämter in Klagenfurt rerhandeln. Strafiburg, 1603 Oktober 29.
(Kop., Lamborg-FoUtriti-Artilüv.)
Pä. ,1*1 At^w 30. Oetobrü tisch ErcnveU gMctiickt worden, welL «b«
<I«r L>Md«it]iauptin»i)D VBrrdist, kt^iue Antwort erhalteo.'
1Ö30.
Georg Graf «♦ Nogarol, Hnrtmann Zingl und Propst Michael
Erbestus an die von Klagctifurt: rerlaugen die wirkliche VoÜ-
tiehung des landesßrsilicheH Befehles wegen Einräumung der
beiden Heneßsien seitens des Magistrates durch die Spitalmeister.
Erenvels, o. D.
1&31.
Biachof Thomas von LaibaeJi an Eriherzog Ferdinand: klagt über
einige seiner ungehorsanten Unierthancn, vornehmlich über Jakob
Vtlaiihy, der die Hauern in Ohemhurg auficiegle. 1G03 Oktober 32.
{Oiif., L.*A., SpcBialiFclüv Obitriiburg.)
317
. . . Oott wais8, was auf Hises menschen falsches angeben
die paaera in irer rebeUion and nngestiiubigkeit ftlr ainen bdsen
QDrath bettün anfachen roi^gen; wann das gn. herr über disea
alles in E. F. D' aafgeladnen religionscommissioD ich mit meinem
eolUga zu offtermaleo in landts Crain and widerumben in der
.^afschaft CiUy Ma an die Traa nicht wenig za ilmen und
aaazuraiiieu und g^leich in pcster cifrig-isler u)>erati(>n »ein so\h.
so entstehet mir aber durch diesen bOscn menschen aücKcit
[dergleichen unruhe and iammer, dass ich gleich genug hab iq
wOhrcn und zu stillen. . . .
1Ö03 Nov. 2: der n.ö. regiening zazostellen.
P. Caaal.
1&32.
räkerMog Ferdinand an Emerieh Abt von Ämoldstein: verordnet
in seiner Stelle den Visedom ron Kärnten «um Kommissar hei
id*tr jHziijen lieli^ionsreformatüm in ihfm Tiambergisi^tcH Qeiiietf,
\ia e» dem Abte bedenklich f<dlen möchte, sich daeu brauchen jm
ia$$en. Gra^, 1603 November 5.
{Orlg., ArnulJsteiner Aklau, KudoHin.)
1533.
rnreieh von Saumu an die Verordneiax von Steiermark: üt/er-
MM ,einfaltig aviso und discurs' erst jeiet, da ihn Herr
von HofkircheH angesprochen, innesulmltcn, hts er in Wien sei.
Durch seinen liotfitt habe er von der ,best:hicerlichen General-
pttblikatiün' der Zusammenkunft der Herren und Laudleuie nnd
ihrer Eingabe an den Landesfürsten erfahren. Da habe er
feinen .Kutsdierjungen' , der leichter als ein Bote mit öffentlich
getragener liotenbüchse, durcJizu kommen vermag, mit seinem (lut-
achteti abgesendet. Sattrau erbiete sich, bei diesem litil. RtUgiom-
.werke das Aufierste xu tun, um das ncgotlnm 0U sotlitUieren,
nicht allHn hier bei seinen* gn. Fürsten, sondern auch bei anderen
I'ursten und deren Hüten, so daß an diesem Hauptwerke nichts
unteriassetx werden soll. OnoUbach, 160H November 7.
tOrig., 8t. L.-A., Chr. R.)
318
1534.
Aus cittem Schreibe» Huep Panemfeinds an Hans Hölal, .herrn
Fetem ZoUiur eu Massnihurtf hei Lmhett dienet'. IdemspeugeH
(Jeden^eugen), 1603 November 14.
{Oiig., St L.-A., Laiidrecht KolaiiiUcb.)
Dass es aber mit der religion nnnnriclir bo geforlich im
landt Steyer steet uni^ nun «llererst jetzo die verfolgang an die
herrn landtlcut gelangt und die nit seines glauhcriB i^ein wöllon,
aaoh aus dem lande weichen müssen, das erbarras gott im
bimel droben, tuid icli waiss, (er wird) der armeu gewissen,
auch witwco und waisen gambt deren, so noch ein glUendes
fuiiklein wahrer erkandtuus des h. evangeUums baimblich in
icrcm herzen haben, sowo) deren, so ausser landts sein, fllrbit
erhören. Es ist aber zu besorgen, der Stcyrische farst werde
dureh verhengnass gottos aintweder. als bej ans die sag ist,
jetzo Kum abzQg, and zum lannziDg(nc) im anzag, Er, seine
Jesaiter und die elUster hnimbgesuecht werden. Das schreiben
bekaltct in gohaimb und tasstä dein Abraham, eurem pfleger,
nit sechcn, allein denen zu vertrauen ist, dann es ist bcy ans
in grosi^er gchaimb, dann es an Oatcrreichischcn pftifien auch
nicht ftlUen wiert.
Ich hitre &ach, dass Euer gn. herr werde sambt berm
Gotfridt Stadler ioB reich aus dem tandt wegen der rehgion
verraisen. . . .
1536.
Bericht des Freiherrn Wolfffang von llofkirchen über seine Le-
gaiion an die der A. C. tericandten deutschen Fürstenfiöfe, den
n.-ö. Ütäuden erstattet am M. November ICtöH.
(Kop., U Fol.-B)l.. St L^A^ Chr. R. Em Anuiug« initg*iel)L)
U* ea PB'teht }f&r» Christen Itt, dis chriKtlicU« Kirche an pBanzen
und zu rrhnhi*n, liJibo 'w\\ auf R^AchltiH und im Auftrign R. ß. n. F. io
GemlLlllieit der «rljxiteueii lustruktion, Kied«uz und D«helf« loiclj am
C.April L0O8 auf di» Ausfalirt begeben und bin von der Reise um IS. Ok*
tober wi«deniin eiogcIrofFeu Der uKtrbate Wrg wKre der Über Prag und
I>re«Ien i;«wpson; uit: «bor nnbuniürkt aiii bluibmi, giii^ icli, wie uni meinen
Sehwager, den Grafen von ^ting. und ilm Hurk^arfii Oeorg Friedrich die
varfkllcueu Lehea in 0«terr«iclt auuuliit^Uiu, Über Ottlu|( und Auabioh, la
819
I
Png würde ich, wia ich nachher erfulir, eichor atifgehalten und toh Drwidcn
sarUckiMnifen woriJPD sein.
All ich um 6. Mni in Ansbach «intraf, war I. F. D' nicht mehr am
Lehen, sondern «in, stroi Tag» xnvor g«atorb«tt. Ich bi«U inii:h nun hier
driti Wochen anf, will abor erst erxählitn, wie meine Linser Verhandlungei)
frucbtlM ab^'gan^en. AU ich ilort xnj^lan^t war nnd mich nainniia der
b«idea evaiigolischeiL Släiulo an^r^mfldrl hatte, bin ich in der V'emrdiiet«n-
kanxlni in Gegenwart von aclit Pcr»opi'n (Vcninlnctcn and .StfiadeD) ver-
ni^mmen worden. Nachdem ich die K^cden^Achreihl^n vor^el&);t und meine
Aufgabe vorgetragen, erhielt ich den Bescbitid, si« seien in au ktaincr An-
sahl varhanden, ab dnß na sich in Verliaudluiifcen einlkuen konnten. Hau
wulle aber in weni|; Tagon mehr Hi?rren nnd Landlcat« berufen ntid was
die dann ho-Mhlirßun werden, dessen wollen siF< mich unrcraOgflich naeb
Nürnberg berirhten. Trwtx dic»cs frenndlirhcn Erbietcns liahe ich doch, da
ich l-l Ta^e auf der Reise war, nneli in den nächsten 14 Ta|;fln au NUrubcrg
nnd t'tcin^ nicbls erhalten und so ist es geachoheii, daß ich den Beli|;an
Markgrafen nicht mehr am Leb«n traf. IcJi hatte die oberCsterreichischan
Herren mit gnßtim Kleiße informiert und ihn^n nnnero Motive mitgeteilt,
ihnen endlich noch vor meinem Scheiden ein ausfilhrlicbeB Schreiben hinter-
lassen, dall Uta difsc Hchflne Gelegenheit (sich anEnscIilieBen] nicht versSnmen
mochten.
Daß ich inAiisbacb bei drei Wochen verweilte, geschah deshalb, weil
sich alle erwachsenen Ftlnttnn und der Kiirf. D^ zu Brandenhuri; Sßhno dort
befanden and mich Ilani Sigmund aufforderte, die Aukunft des KurfUrstcD
abzuwarten. Aber dieser enchicn damals nicht, fondern erst drei Wochen
nach meiner Abreite. Um nicht« «u TeysXnmen, habe ich mit dem mark-
p-ÜHichen Rate, dessen President Wilhelm Graf vnn Manafeld f>^vrejien, und
mit dera Knniler Dr, Stattmann nach DbeiTelohung der Kredenm vcrh.indalt.
Man hat mich willig vernommen und vcrnptochen, die Sache bei der Kurf.
D* and den anderen anwesenden Mafk^rafen su fSrderai sie haben jetit eins
genauere Keantnis und so wurde im Bäte vermeid«!: .Stoyermark,
KXrnteD und Crain sollten sich uimmcrmehr von der bUrger-
schafft and dan st«ndAn [^«trennt haben, «o hotte vil ungelegen-
beit inü(fen vrrhupt«t werden.' Dan« hatte ich Andiene bei den Mark-
^afen nnd bei Hana dig-uiuiid, dem AltcBton jetKt SüjAhrifi^eii Sehne dea
Kurflireten, der sich erbot, guter Mittler bei dem KurfUrsteu zu sein. Lia
sie insgesamt vernommen, ,dasB man sich an melir orten disa cbristlicbe
werk SU hindern undentauden, haben lie (geantwortet, das nttre allein xur
trennmig der christl. religionigenouen nng«*i-b<^n; wir inOgen nur forlftthren
Qnd nuMre snehe j^ntt hefiOilen*.
Hans Hlf^und vermeldete, sein Erbieten sei das eines aufrichtigen
Lutherischen Fdruten, wie man das noch im Werke spüren werde. Ich
dankte im Namen dnr ätfinde. Uott werde es dem Kurfürsten lohnen und
«erde dies sum (Jedcihen seiner Lande und Ffinlentflnier gereichen. Dar-
aof erhielt ich ran I. F. ün. t'Qrsdjiiften an die K. Snchs. D*, auch nn dem
geliebte Mutter, die .verwittihte' KurftSmtin, nnd di-ro Kurf. ü' sn llrandcn-
burg .eh«- leibliche' SchweMi-r, ilf-ren Abm-hrifton mit »igno V, D hiehei ein-
gelegt, und weil I. F. <j in Frivatgeschfltteu nach Neubnrg xu dem Pfala-
820
grafvD g«^«n^n, htben t!« lieh crbottn, rair dort «a«D fpiteo Zaftng *u
Alle äitme 8«efaeii will ich deiWAgen »uafahrilehnr «nfzetchnra, w«il
«o der Sebilderuiifr des Charaklr!» der (0 eifri|^D Kdntcn vi«l g«lffea niid
dicBsr POnt soiaentpit in der Kur nioiifoij^t. Er ist vor Kllem otfriff, ein
Gegner der Calviiiiiten, »oiut treu, fromm und den fiUloden geneti^ So
aocli die aiidereu Maik^ufcu. wie der poKtuliert« Bischof von Straßburg
Marl(([r«f Hans Georg usw. Dtrr Bincbof ron Straßburg vermcldoto. er habe
navor ench, weil er diese Jxhr ia Ungarn und Otlcrrcich f;oweHQ. oio«
eiefniicbe Information in diesen Oingen tiud groGea Mitieideu mit
Sietermark Kebnbt, die Stünde bSIleu sieh ran Aar Rfirg»rKbaft nicht
trennen ianen sollen; die Füratrn Aollteo etwas mehr fUr ihre Ülanbens-
geooBMD tun. Der Eifer in der Keügion sei leider ^fallen, wie man mit
Btraßbunt erfabroii. Ich «prfich dann mit etlichen fUratlicben Uoaandten,
denen von Wtlrtteutberp und Noiibnri;, die ich um UQterstQlxung: bat. leb
eraucht« vor meinem Verreisen noch den Markgrafen Hau* Sigmnud, bei der
groUan l-flrslenXDsamiinenkunft, beim Kondakte dea Teritotbenen Markgrafen,
der Dsterreiehi^chen Stünde ru (gedenken. Kr gab mir ^ute Vertrnatangen.
Von den Ton mir gleichfalla enuohlen fremden KAteu bat sieb Dr. Streit-
berger gutwillig erboten. All daa xa dem Zwecke, damit, wenn ee an einer
Qwamtinleneni'jn kommt, die Fflistvii »ich leichter ont«cbließcn kOnnoD.
Zam Schluue habe ich den vier Markgrafen da« an die verstorbene D* ge-
richtet« Kri^dcuuch reiben überantwortet und ;«in 3(i_ Mai unter Danluagiirtgeii
fUr die venpTDchene Untemtfllxung meinen Abschied genommen. Der Auf-
enthalt Kit Ansbach wird annarh nicht vergebena geweaen m>b.
Dann nahm ii^h mr-ioen Weg durch Kranken, TbQrtngent Saebaen and
Meißen nnd kam am 19. Juni in Dresden au. llnierw^a kani ioh am 6.
nach Weimar; weil ich Herxog Jobann uiclit angetroffen, xog ich acht Heilen
weiter nach Alteubnrg. Vordem verhandt^lte ich in Jena mit Dr. MUlluer,
der aieh nnaer Voriiaben trefTIleli gefallen ISßt, ai<:h wundert, daß man in
der Sache >o lang gefeiert, ond besonder« da» bei aller Not merkwürdige
Stillschweigen in Steiermark, KXrnCen und Kraln bemerkt. Br
wolle gern da« 8i-in!ge tun iind gab mir .fllrd^nicliiirteu' an den KurfUrsten
von 8aclisi-n, «einu Mutter, Heniog Juliaiin und namentlich an den Uof-
jiredlger I'oljrkarp. der jetxt den grSßten Kinftuß bat.
Am tu. bin ich nach Allenburg gekommen and erlangt« am nächsten
Tage Audieo«, .ist ein überaus bnüicher und diemdttiger fiimt und haben
mir I F. D' der atSnde wegen vill gonadt und ehr bewiaen, wie ich denn . . .
in der f. aehloea loaleren mdaaen. . . .* Mit guten Vertr{l.itnngen hin ich ab-
geaohleden. Schilderaog dea Hofpredigera dieeee llenogs; er iat ein feiner
poUlietu. In der Konversation oigab aich, dafi nan hier Über uuaere Sachen
Qbel berichtet war. Man meinte, dergleichen scfalLdliche Beformalion Mi in
des Kaiseri Landen nicht m befahren, naD)entIi<.'h im Hinblick« aaf die
reicbeo ihm gemachten Bewilligungen.
In Altenbnrg traf ich den FOniten Christian au Anhalt, der eben von
Prag eingetroffen. Er sagt, dteae ganae Werbung sei in Prag verraten, otas
halte sie fUr eine Uebellioo, kaiaerliotin BÜte halten Diskurse ab Er wolle
der tiaelie weiter Dacbforacheu. Ich dankte (lir dieae Uittuilaugeoi am
■
folg«nd«B Ttf« ml^« «r, di» Pfkit wcrda b«IWdl^ miib, JaB man rie fn Aao
magtüo prlt«ri«r«; du nflun min ramcdieKu. Der Pfalsgraf wQrde ^ewlS
das Seinig« ttin. Icli «nUrbaldi^te miclt mit dnr Eile, Bm^m Ht .die ntedsr^
Uodiaeh Religion* b«i den meinten niebr Ti-rhaßt ab di« A. C. Wenn M
tu etDor 0«»amtiiiter«eMion kirne, wurd« »ich die FfaU wohl nicht aoft-
tchl>«0«s. Ich >*ft» dem FOntcn: Weil die Pfala reformier«, haben die
IwtboIiftcheD Farat«& «ioeo Grand, m auch zn ton. Aber, tagte der Fürst,
M ist nicht «o. Pfalz Uide an Orten, wo er ea hindern kannte, die ItatholiBcbe
BcligioD nnd eb«D«o die A. C. .Oiter fUrat iat cioes hohen renCandea, ao
fil g«lr«eB und erfahren, ain feinvj- (MÜticiu und darwi dlemütti^ oud
bOSich, der lich •einer bvrDembten gaben nit überhebt, tind da ea ohne die
religloa wtre. der vilen andern fUnten fUreniiebea.' . .
Den 16. bin ieh in Waldheim bei der rerwitweten KiirfOnain too
Sadiaan anfehommeo. Da «e krank war, wurde ich an die Kät« gewie-ien,
die eral we|ren eines Mißverstiludnit»« in der Kanielei (in Wien) — es fehlte
die Beglanbigung an sin — etwas vemchnupft waren, dann aich aber allea
Qtiten erboten. Sie rUhmnn den Eifer der Kurt D'; im Oespricbe wurde
erwähnt, dall »olche luterHcsioneu nichts UugenObnUchea aeien, und worden
Beiapiele hiefCir gebracht
Zo Dresden bi& ich vom 19. Juni bia 16. Juli aiifgch.ilten worden.
Die Rita waren nicht xa .importnnicren'. Outer Empfang bei Ür. Polvkarp
and etlichen Ritten. Am ii. Jnni geheime Audiena beini Kurfünten In
Qegcnwart dreier KKte. Übi^rreichung der VollniaL-bt^chreihen. Freandlicbe
Entgeg«niialime Am folgenden Tage KonfereriE mit Einsiede! and Polykarp.
An einer Interxcaiion werde es nicht fehteii. Am 27. t>iu ich in die Kanzlei
vor die Bite aiüert wurden. Schilderung der Verbandlangen. Außerordent-
liche Frenndlichkett de* KurfUrsten. Eifer des Kurfürsten in der Sache.
SehildernDg seiner PersOolicbkeit, die sehr ifi-rühiiit wird, wiewohl sie von
anderer Seite wohl aus Neid und MiOguiutt Tadel findet. Müge (iott ihn
erhalten. Irh bin nicht wie ein Gant, sutidirrn wie ein Freund gehalten
worden. Am 4. Juli xjvcite Konfereua in der KAHalei. Verhandlungen übft
die Intenession, Einige Rite meinen, ich solle nach Hnns« sieben. Der
Kaiaer babe, wie Karsacbaen und Knrbrandcßbnrg memen, kein Wissen von
der Verfolgunif. Ich berufe mich auf mciito Instruktion, un<l brinf^e einige
nene FXlIe von kirclitichem DrncliR in Nietle [Österreich sur ä|iracb«. Auch
haben Brandenburg, Ffftiz-Neuburg und WClrttetnbert; van meiner Sendung
WlflM», icb selbst machte V'erdäcihtij^uugen auageaetzt sein, tiesprichsweis«
•rfalire ich, dafl Kiaraachsen meint, der Kaiser würde iliiu ani^aicltU seiner
Haltung nichts abacblagea.
Am 13, JuIL Dabdi ich Abschied, dankte namens der Stünde fllr den
hier gefundenen Elfer, erhielt neue ^Siixiclierungeii und empfing pefsUnlichc
Aufaeichnongeu und wiirdi! aiifgiifurdert, von Hauae Über das meiste an
schreiben. Die SHclin beruht nun auf dem, daß Saohaeu das Direktoritioi
hat und sich au den Kat*er und Erzherzog Matthias wendet. Nach der
EnpEangnabnie von UekoiiLmandattoaicbreibea an die Uoniogia von Braun-
schweig sog ich weiter und kam am 21. Juli in Berlin an. Audienz am 37.
Überreichung der Kredenzsi-b reiben. Bitte um Intorzr-sjiion. Am 30, Ver-
handlung mit zwei RHten we^en der Audienz. Am AI. Enipfanj^ durcL den
y»ai*>. U.Abi. Bd. LX. ai
323
Kurfilr7t«D. $ehild«rTiif aciner PenOolichVeiL Am 4. Au^iut Koofttreas mit
den RImh: Maa wnll« «rwsrt«a. wu Kanschiea veriolkue. nad «« ma
nirlita fehlen UxtfR. Am 5. Aogiut I>uiku|j[DD|E nnd \>rib*cbi«diiDg. I3ft
KurfDnt habe tnQndlioh gnMgt, er walle dat S«inig« tao, wir mIIcu ([etratt
fortfalircD. . . .
Jüu 6. Augtut Abfabrt uarti WcilfpobOtlpl. Anknoft am 13. Da ieb
lleizo^ JdUub nickt trai^ zog ich ueun Meilea weiter nacb Erielisberg in ein
Ja^haoa. Dort kam ich am IG. an Dud verweilt« bis xnm 23. Etupluif
Aanh Dr. Kooig ,ak GMandtcr Uatiftiae*, wai ich ablehnte, ich wi OeaaudlM*
der StSnd«. Aadienx am 17. Gut« Venrdstun(r«n. Dort traf ich den en^-
lUchcn Gc«andt<!D b«im Kaiser, einen vnrUfifriiclien erfahrenen Mann, der
d«ul»ch spricht wia Mtine Multsrapracbn und der auch mit der Ht«i-
riachen Reformation im allg«uiviueu und heivndcren bekannt
itL El uebne den Oeaaudiea nuuder, dall nicht auch luucrffalerreieb
um eine Intcncaiion aoaocbe. Er werde ihrer beim Kaiier gedenken. Ich
tagt«, noch lind wir oichl in den («rtninir wie in Steiermark,
dankt« aber für die gemachte Zuia^^e. Charakterialik dea BraaD*chwei|rerc.
Am 19. Verbmidloiig mit Ür. Köuig. Gute Vertröstungen. Am SS. Abschied.
Am 80. Auguat Ankunft iu Heidelberg. Obwohl der KuriQrst nicht an-
wesend war, erfabr ich allen gutea Wille». Von hier uauh Ststtgart zum
Bftrmog von Württemberg. Aukanft am 3. September. Auf dem We^« durdi
Ueaaan, Wetlerau nnd Pfalz ttierke ich, daß der Calvinisaius stark einreißt,
•o lind auch in Frankfurt und iu der Weiterau die meisten Groben calviniscb.
Knrmaina reformiere .der stoivriiiürkiHehcn reformation nil gans ungleich,
hat pfarrherm ond schulmaister abgeaetet nnd wer nit catholiseh sein wi)l,
mnai fort*. . . . ,/ii timili Wirtcbarg, tringot burger und Uaacro, daas sie ihre
kloder nit dSrffen aoMer landt sthicken in die schwell. . . . Waliches ich
aur nachricbtung hie andeuten wOUen, daraus atlichertnaasen abxeuembea,
dsH villeicht aller catb. fursten acbiltisssc^ (notanduni), ain allgemaino rvfor-
matton in ihren landen fQmiDemben.'
In Stuttgart habe ich den nem>g nicht angetroffen. Am 3. Oktober
Überreiehnng der Kredenz an die Rät«, die in Abwesenheit des Herroga die
Hache erledigen. Am Ib. Ankunft in Ansbauli. Empfang durch den jetaigan
Fürsten am ib. Gute Zusieheruugeu. Am 4. Oktober Ankunft in Nouburg an
der Uunau, folgenden Tag Audivna bei dem Pfalsgrafen Philipp Ludwig.
OroDos Lob de« Pfalzgrafea. Abteliied am |i>. Oktober.
Zam ScbtiUH will ich die imjiedin\aUA schildern, die ich auf der
R*Im gefunden: Vni dem Absuge ans der ätadt hat der Ktatthaller schon
gewußt, waa wir herabK^hlagt. and hat mich warnen laaaen, %a tat es in Line
aneh der President Herr Prelner. Herr Maos Christoph von Paechhaimb
bat alles aoBge plaudert. In Linz hat man mich xu lange aufgehalten. Daß
ioh in Regviubnrg unnngemeldet durchgezogen, nimmt man mir, sagt Erz-
berxog Matthias, in Prag übel. Auch mein Bruder Georg Andre warnt mich
vor Scbadm. niltle ich mich in Regensbnrg nar etwas Iftngcr anfgehaliea,
wftre meine Weiterreitp inhibiert worden. Christoph von Wallenfeb, Ana-
bacher Bat, der daa Beichaweaen kennt, hat mir ein bewegliches Scbr«iben
geachickt, mich von der Kelse abwendig zu machen. So aucli Dr. Streil-
maun, branden bnrgiMhcr Bat. Auch von liaus bin ich gewarnt wurdea.
323
I. H* halt« di« Bache (Ur «ine Konapiration. Daau komaien die Drobaagea
aller J*apBtiscben'. P^rcnnlich« Heinmiii)»<>i: Dor Tod d«r swei TOcbter tlof-
kircliens. Er hat trotz allem den Uot nicht Terl^rftn. IlofTniing auf di«
Hiire der FQretco.
(L'tid diflwcil e« ancli mit Sleyr, Kirnten und Crain nahent auf daa
eusafiritt kbuinbao, hat man aaiih chixt und gewiaae erlüsong au hofleo.'
1536.
August Brunns an den Abt von Arnddstein: herichtet tvegen
des ärgerlichen Verhaliens des Pfarrers zu Ugabits und der Ab-
schaffung der Lutherischen in Cancd. Fontelm, 1603 Dezember 7.
(Orlg^ Amo1datelii«r Akt^n, Radolfin.)
.Inter <xUra »cripta i'rtoen« Aocc verba, nunqwam cvmedi cant€in nwi in
feria sexta.'
1537.
Die Verordneten von Steiermark Ä. C. an Hans Adam Schratt:
Bofhirchen habe seine Mission beendet. Es sei notwendig,
von der ReUttion ein genaue Wissen tu h^en. Man habe
ihm selbst dies mitgeteilt. Damit er ainr sicii vor keiner
i'romulgalion su fürchten brauche, ersuche man Schratt als
Nad\bar Uvfkirchens, heiliegendes Schreiben au ihn einzuant-
icorten und die verlangte Relatiott eu soUijritieren. Gras^ 1603
Deiember 8.
(KsDK., at. L.-A., Chr. K.}
1538.
Der Verordnete» der A. C von Steiermark an Wolf Freiherrn von
üofkircheti: haben von Rudolf von Teuffenbnch gem von seiner
giücMichen V^errichtung bei den Kur- und Fürsten des IL R, B.
nametis der niederösterreichiachen Stände vernommen; bitten um
Naehrieiit, was er von jedem für gute Vertrösiu-ngen erhalten, damit
sie es ihrer eigene}* Ritterschaft mitteilen konnten: i» diesem
Sinne haben sie sich an die jiiederöster reichischen Verordneten
gewendet, damit sie in den Besitx seiner ,VerriclUungsrelation'
gelangen. Der Geheimhaltung ntöge er versichert sein. Ernreich
voll Saurau habe seinn Sache eingesendet. Gras, 160^ Dezember 6.
(KoDt^ fit. L.*A., Chi. B.)
21*
124
1639.
Die ReligionsreformaiionsJcommission an Georg Herrn von Stuhen-
barg: Da sich Bürgte und Imvohnrr von Kapfenherg bei dem
mit ihnen vorgeiiommmen Kxamm nickt besiimmt saiuiH, ka-
tliolisch gu werden, teils sich davongemacht haben, die F. ff
nicht gesonnen ist, dieses zu dulden, sourf^» die Ungehorsamen
verurteilt, in acht Tagen bei sonstigem Verluste von Hab und Out
das Ijünd £U räumen und den 10. Pfennig eit zahlen, so ergeht
an ihn der Befehl, solcher Verordnung Folge su tun, damit den
betreffenden Bürgern die Güter gesperrt und von diesen ein In-
ventar angelegt -werde. Kapfenberg, 1603 Dezember 9.
(Orig., 8l. L-A., Stubttaberg'AktBu, Orgtanhtm.)
I>it> KnmmiMioEi war filr den 8. Df»eiiil>«r Aiigrtnpldet. Ein bei-
liegendes Verieichnii sShlt crstcas die nehn Un^bomanKtfi aus der Uanern-
■chtft auf, dann jene, die xum Examen encliiennn, e» sind 17, dann jene,
die abüfthen, II an der Zatil, «oilllcli die Abweaenden (12). AU Belef. wie
man dem 10. Pfennig« lu »ntg^lion «uchle, mnge ilas PowUcriptwu ani^Bfilhrt
werden; .Wir werden glaubwllrdig berichtet, wie daM CiBptr Oberwe|;«r,
kramer alda, a1a der utigrlmr^a miste, leino wahren ainnm anf Paasall su vtr-
kaiilTen, wclticbcr allieraiili viTbandpn und dicaelben wec^ileren mochte. Dar-
durch 1. F. D* gebSer itiid leheiid pfening nit (nc) i^ntHlert wurde. Dem«
aber tUrsukoinen, Ut im nainca liOchitgedacbter 1. F. O* . . . unaor begnrn,
E. Q. wellen aojelEO slraggi und nucb lieut die sperr fürxunemeD, ala>»
auch Michaeleu W<-yzer, ledrer, der .in gestern den g«bortani zu laisteo aue-
Ife^agt und angelobt, heut aber wider protzig'erweta rerocirt, in ntnili der
Lacia lleittermeyeriu wohimng au» Wweijlicben Ursachen gleichfalls an
■perren verordnen.^ Am 10. Dn^ümber richieu da« Koinmiullre eine awelta
Zaschrift an tieorg von Stubenberg, der iiiueti gi^autwortet hatte, die Bürger
wollen sich de« 10, Pfennigs wegen vergleiaben und ihr« gemeinen InTenUra
eiugebcn. Damit acien sie elu verstanden. Was den 10. Pfennig betrifft,
kQonen die KommitsSre in nichts oach^teben und beg«hren die Inventare
ihr«* Besitzes binnen acht Ta^en (Orij., ebenda).
1540.
Die Verordneten an Ferdinand II. : Da der Landtag bereits per gene-
ralia publigiert worden, suchen sie luitnens der gamen RUierschaß
der drei Lande um Nachricht an, ob er sich nicht allein in den
politischen Punkten, sondern auch betreffs der Geu'issenssachen
resolmn-t hüte. Grae, ItiOH Denember 10.
(Kona., 8L L.>A., QÜu. B.)
325
1541.
Ferdinavd II. an die Verordneten twi Steiermark: Auf ihre heute
ühergcbene Schrift geige er an: Die TubUgiernng des Landtages
sei dem Landesvitedom anhefohley\. Er werde die Ausschreihungs-
generalien ihnen verkünden. H"«?ffn der politisdien Beschwerde-
ariikd sei das Nöiige bereits veranlaßt. Die Beratschlagung über
die Heligionsbeschwerdcn sei im Wer?' ■ "nd ,gedenke I. F. lY die
antwort nit tu vertceiien'. (Gn 1603 Detember 13.
(Griff., St.L.-A, Chr. B.)
lft4-2.
Wdfgang von Hofkirchen an die Verordneten A. C. von Steier-
mark: Dank für ihr Schreiben. Bedauern, daß sie nicht längst
auch ,solehes' vorgenommen. Seine lielation sei schlieJd und ein-
fach. Der Orntor ist reich{?) und die Kunst gar klein: sed res
magis quam verba spectanda. Er halte das Werk treuherzig. Zu
dem Punkte, betreffend die Herren des Landes ob der Enns, ge-
hören noch die Einschlüsse, die sie kvU auch künftig erhalten
werden. Wird not sein, daß aUcs in ^höchster Geheim' ge-
halten Kerdc. Mit Saurau habe er vertrauiiche Besprechungen
gehabt, der ist in allem instruiert. Mehr läßt sich über Land
nicht schreiben; ist unsicher und Gefahr dabei. Ershersog Fer-
dinand ist mit mir, tvie ich vernehme, ,übd zufrieden* , wie denn
gar vor diesem eine Inquisition auf mich sollte angestellt sein
worden, nur daß ich ,8cAit-arf nit weiss und econtra' heißen
icollen und weil ich die utneitige Reformation ,nit billigen
können'. ,Ich hah' allhereits viel anstoss' hier nach meiner An-
kunß gehabt U7id ,hat noch kein aufhören': At tu ne cede iiialie,
sed contra aadentior ito. Si Dens est pro nobis, qais contra
no«? Wäre niitzlich. daß zwischen uns eine v&rtrauliche Kon-
versation allhier im Lande enttpeder in Schratts Haus oder in
der Neustadt a7igestelH würde, dahin aus Steiermark zwei oder
drei vertraute Männer kommen könnten. Das sollte der Mühe
lohien. Er selbst werde erscheinen. Wien, KiÜH Dezember 20.
(Orig., St. L.-A-, C'iir. B.J
1643.
Hans Adam Schratt an die Verordneten von Steiermark: sendet
die Relation des Herrn von Hofktrchen. Vide österreicfiische
326
Herren haben ihn atigeianrjf, ikneti die jüngst der F. D* üher-
reichfe Schriß mUeut/til/m. Wenn ditis ohne Bttdfmke» sein kann,
nüige man ihm eine Abschrift zusenden. Kindberg, 1603 De-
zember 26.
(Ori;., at. L.-A., Chr. R.)
1644.
Die steirischen Herren und LanMeute an die Ergfiereogin Maria:
Die Affektioti, so sie stets gegen die F. ly getragen, hetcegte «i>,
um eine Audieng gu, bitten. Da diese bewüUgt wurde, danken
sie hiefür und bitten, ihr Anbringen gnädig anzuhören. Da
I. F. D* bewußt ist, in icdch sehlimmmn Zustande sich die Herren
und Lnndiente A. C. wegen der Abschaffung ihres ExersitiittHS be-
finden und daß sie tmtz aller Bitten bei dem Landesfürsten keine
Milderung des gegen tie geübten Verfahrens erzielefi konnten,
Herren und Landlcute infolgedessen genötigt warttt, ihr cxcr-
citium außer Land eu s\tchen, wenn sie dies aiw tun, empfind-
liche Geldstrafen erleiden und somit schver geschädigt uerden,
so bitten sie I. F. Zf, sich hei üirem Herrn Snkne, hei dem sie
jetet um Linderung dieses Zustatides einJiommen und hei icelchem
sie das meiste vermöge, für sie zu verweTidett, damit die hohe
Bedrängnis, in der sie sich btfiuden, aufgehoben werde und die
Herren x»id Landleute mit fröhlichem Herscn und Gewissen in
ihrem Vaierlande bleiben ujid iJiren Erhherrn gi:gen den Erb'
feind verteidigen können. Gott werde ihr ihren Dienst lohnen, er,
der auch einen kalten T7'unk Wassers nicht unheluhnt laßt. O. D.
(Kop.. St. L.-A.. Obr. B.)
In mArgfntt: ,Wu ieh fto«r-f^ in namcn d«r cTtn^iichcn Undleat hoi
L P. D* erbiberw>gin Maria anj^liranht, 160S.*
1545.
Kirchen- und SchuUiusgahen voti 1. Juni 1003 bis kt£tei% Mai 1604.
(8t. L.-A., Chr. R. ail 1603.)
Der BeUag, der xar Vcrrecbnnng kommt, b«tril||:1 8166 fl- S-i ^, iin<t
wird Terwoudot ftlr Aia UntenttltBnnp Ton Ätumnen, fUr die Ir Ungarn
beim Uccre rerwendot«!) Qeisltiphen, tHi Sahne der in Di«nsti>ti der Land-
Kbafl Geiiniid»n«n und der«» Witwon nsw.
327
1546.
Beratung äfir steirisrhe» Herren und Laufllr-uir A. C. in negotio
retigioni!>, betreffend die AhscndufU/ einer Legation an den Kur-
fürsten von Sachsen und den Pfalegrafen voti Neuburg. 1604
Januar 22.
(Prot., 8t. L -A., Ohr. B.)
Zur BefxtuDg Heben neun Punkte: \. Von wem di« Instruktiun ans*
^•ehc qimI wie aia >ich nenn«n werden, ob: ein An^nohiiß oder alle Herren
und Landleale. S. Ob die Inslrtiktioii von allen drei Landen auHC^hen oder
jrdcs eine i;ebcn wird, "A. Ob aio all'^ln mif di« Pfftli oif«?r Auch auf f^ürhuen
f^MtclIt wt. \. Warum Württenibcrg jirKtnricrt wird, wohin Pfala-Nnubiirp
rlt. &. Wal fflr Umach. tUB diu Ffal» luUndlicL, Sachsrn ab«r «chriftJich
ersucbt wird. 6. Worauf di« Ilauptpelttiuu b«rabeii toll und wa« hui der
Pfalz ausubringen UU 7. Ob diese FUraton nicht za frtgeii seiea, ww
ZQ loa, oll man die voriga Schrift bei I. P. M' atfcioren loll; item, wenn
neue Beschwerden vorkoinmen , wie die sn bvbanfloln Enien 8. Oh auch
die RSto der Filrtlen xu erauehen; die Vpr<«hrnn(r nicht «u verfpJBSon. 0. Die
alte KnrfÜTfitin «urh ;:ii rrRuchcn, ilrm Avf Pf.ilzgrafrn Slteflor Sobn.
LniiJ(4i>bait[>liiiaiin: Die luttruktLou darf von ItRtiteiii Auwchuue xub-
gTbeu, dcuu es iil keiner und bat kciuu Gewalt.
Ludwi|; von DictriL-bsteiD: Die Instruktion loll ron dvnen von Stcier
aurgvben, item p<r divvrtwm von EHrnten und Kr«in, <larf nicht su aoafilbr-
lich «ein und. weil mao bisher de» PfalsprAfen Rat ^folgt, ist er zu frai^eo.
ob nach Sachiieii zu schicken aei.
W. W, Tön Herbflraiftin: Die Initroktion aei von allen LniidUutPu,
so hier aind, xn ferti^ea.
Herr Obrist von Ilerheratein : Falls die Pfaia rüt^ äachaen mündliob
an enBcben„ ist lu folgen; die Instruktioo ist kurz lu itullen, weil nur
eine Petition darinnen iat; auch bat man »ich xu rorglelcben, wer «i«
r«rtig«n üoll.
Riidntf von TenfTenbach : Die Tnatmktton mnS eine Atufllhrung habnn
Sonat wie Dietrichatein.
Uana Friedrich von Uerberstein iat des Ohriaten Meinung.
Uerc QoUfried von Stadl: Ln völliger Aaxahl den Uercen und Land*
lealeo sa propouiercu. daß den Vdiurdnptcii und aiidei<?n Landt«ut*;n Voll-
maclit gegeben werde.
Franz von Ra^iti wi« der Landcabanplmaiin.
Prannfalk: An Kiirsathsen sei xur ErspHrunir von Zeit die Hache
aehriftlich gelangen zu lassen.
Clir. H. von SckäGFtenberg: Herr Gallor »11 mit einem Kredens-
achreiben aicb koutenticren, die acftiT mitnehmen und die 5ai:keiL mllndlich
verrichten. Dann wird die Tnstruktion unnUtig sein.
Aniupriifh dei H^rrn PrUidenten: Die Stimmen sind nicht einhelli);;
haben anf nichla geaoiiloasen.
338
1547.
Aht Emerich von Artioldstein an den Patriarehen von AqtiUeja:
bejseugt seinen Eifer ad aedlficandam catholicam religioneni.
Amdilsteiti , 1604 Januar Z4.
(Otig., Arnoldateiner Akten, Budol6n. Klafcnfart.}
Noch «in sireitu BcliivtbeQ von demselben Datum \iegl Tor. Dort
licet man:
L'nican praetcrire aoa possum, quod aliqaa. beneficia p«r practium et
synoiiiani intcUat« arcbidiacotiD, qui pouet Bciacitari d« illomni Itgitlma
pncMntaUoae, ac^oiruntur; sicati a fidsdignis intellfxl, napcr beneficlam
rtatam du^atonim Ungaricönmi p«r practicam emptiun fniia« praeaenta-
tlönftmciD« obtlniiUic Eo fit, ut archidiaconatua coatemaatur eiuMjae «alo-
ritaa mlDnitar. . . .
1548.
Die der A. C. 0ugetane liitierschafi von Steiermark, Kärnten und
Krain an die Kurfürsten und Fürsten des Reiches: ,üntertänige
Erstickung' um Jntersession in ihrer im ganeen und im ein-
tdnen eritUtlten und durch die enl^rechetiden Schriften d^ku-
mentierten Rdigionsver folgung. Grag^ 1604 Jantuir Ji8.
(Kop, St. L.-A., Cbr. E.)
. . . Summarifer zu er7^IIen, tragen E. Churf. Gn. . . .
wissen, waasmaaaen . . . Ferdinand . . . noch im 98'*" iar die
. , . r.reformAtion tind dardurcli ^emelter drey vor disem in
höchstem ßore geschwebten lande . . . gevolgte deformation
zweifelsohne ans nnrhneiger leate anstit^ong ins werk gericht,
in dem (1.) F. D* alle unsere ... In stetten nnd markten ge-
habte reiigioTi&exereitia tmd wolbestelUe schnellen mit ans-
schafTen unserer kirchenlehrer, Seelsorger nnd schnei IprAecep-
toffn niedergelegt, nns^r aigenthuembliohe . . . kirchen mit
pnlrer zersprengt nnd in haafTen geworden, die gottesäcker
. . . zerstjiret, die ct. bQecher, aach anverschont der hl. bibel
mit Teuer verbrennet, unser chrisUiche glaubonsgenossen, so sich
auf der reformationscommissarien ungestiembs begeren zu der
römischen religion nicht erclHren wellen, in 6 wochen, theijs
in kürzerem tcrmin, ja auch etliche bei Sonnenschein ans I. F. D'
stetten und landen verschafft und sonst auch in yoUtic.is za
Bonderer schmollerung der lande habenden freihatten allerlay
. . . con/iMi»ne4 and zerrUttungen der allen lUbl. Undsgebreuch
329
vorgenommen. . . . Und obwol bei . . . F. D* wir . . . sowol
sament als sonders zum offtermalen $npplicandQ ei lamentantto
. . . einkommen, . . . wie aus ... ^ zu sehen, so haben wir
do^ • ■ ' die gerin^te limitation nit erlangen künnen, sondern
«14 « I. D* haben rermttg ... f. haobtresolation, mit B, sich
anf einen solchen wep erclÄrt, dessen wir uns wenig zu er-
freuen gehabt; dahero wir . . . widerum einkoramen, inmasscn
E. Ch. Gn. . . . mit C . . . Teruemen; aber damit andei's nichts
erhalten^ als dass . . . F. D* . . . ernstliche iscecutionet . . .
(ür die handt genomen. Dardurch wir dnn verursacht worden,
dise allzu starke und unerträgliche bescbwärungen der R. K- H'
. . . anzubringen, wie bei Utera D zu sehen. Aber es war
von den widerwertigen das spies albcrait dahingerichtet, das
. . . unsere zu Prag . . . geweste abgesandte, ainiges gehör, vill
weniger die hoch dcsiderirte erhOrnng und resolntion erlangen
kennen, sondern dieselb schriift den . . . geh. rHthen haben
hinterlassen und von Prag unverrichter Sachen wider abraisen
mUessen.
Damals aber hatten wir uns noch dessen ... zu erfreuen,
dass wir auf unsem . . . herrschaften und schlossern unsere
. . . Seelsorger fUr uns and die unsern haben halten dttrffeu,
. . . aber auch das hat ans nit wollen verstattet werden, dann
bald hernach seind alle unsere . . . prediger bei verlierung
leibs und lebens ans allen I. F. D' landen geschain and die,
so die ht. exercilien mit tauff, communion oder in andern weg
besuecht, mit lÜ mark golts, inmassen beiligunt generalcnpi mit
E ausweist, unnacblässig gestratft nnd dadurch das ganze reli-
gioDsexercitium gleichsam funditus extirpirt und ans dem landt
vertribcn worden. Obwol wir nun damalen wider solch ge-
neral bei der F. D' . . . einkomen, als mit F hiebei, eo ist
doch ainiche ringste milderang nicht gevolgt, sondern wir
haben auch dis altes mit höchster gedult überwunden und uns
eiua zeit lang an dem eusseristen benaegen lassen mUessen,
dass wir das exercitium religionia ausser landte auf den Un-
gerischen and andern frontim haben besuechen mügen, welches
doch auch die widerwertigen nns nicht lang vergönnen wollen,
sondern haben unsern. gn. sonst von natur sanflmUetigcn horrn
dahin bewegt, das er beiligandes general sub G pnblicieren
lassen, darinnen uns auch ausser landts dos exei'citium reli-
gionis zue besuechen bei straff fünfzehen mark golts inhibirt,
330
wie dan etliche herro and landleuth noch vor pnblicierang
dises genorsl, wegen dass sie ire kinder aaßser landts durch
ev. predieanten Imben tanffen lassen umb die pücn der zechen
laark golts crafft vorigen genenils, in welchem doch solches
niclit vflrbotton war, durch den f. cammerprocnratom oder
äscAl sein ersnecht und für die hochl. n.-ö. regierntig zu Grittz
ernstlich cittert worden. Mit was ausfürlichon, »Unlieben nnd
flecbenlichen anbringen aber bei der F. D* liierUbcr wir geb.
einkumen^ das erweist beiÜgnnde absebriöft «i//' ^/ mit mehrem.
Darauf uns noch bis data ainiche andere renolutlun, al;^ mit /
hiebei, nber bescbcehnes öffters . . . soütcitirn nicht ervolgt, ja
es haben auch bei der R. K. M' die F. D* . . . dis erhalten,
dass . . . R. K. M' denjenigen nngerischen herm, bei welchen
wir . . . unsere . . . prediger . . . erbollen, durch emsllich
bevelch und starke commtnationes, wie mit K so secbeo, die-
selben zu beurlauben und au-i ihren gebieten zu sohalfen, . . .
iiiandirt und auferlegt. MUessen aUo Batubt den unserigen . . .
der heilsamen seclenspcias . . . ontrathcn und . . . wie die un-
vemiinffcigen tbier in tag hineinleben. Es seind zwar mehrere
schrift'ten, docii vast däses inlialts, biitc ind-tt gewcchseti worden,
inmasscn swo KUraeriscbc mit L und M gelegt werden, weil
wir aber beisorg tragen möchten, E. K. Gn. mit disen alzavil
molcstirt und behölligt baben . . . wüllen zu verscbonung der-
selben wirs . . . also bei diser bcrbucn lassen.
Aus diser kurzen summarischen erzelang und beiliganden
abschriäTtcD werden E. Cb. Gn. unser not und höchste gwissens-
beschwil rangen überflüssig ... zu vernemen und selbst gn.
BU orthailen haben, ob auch ainichea gebUrliches luitl, so zu
bewegung eines 1. f. gemüets hotte fUrtrilglicb sein kennen,
von uns sei unterlassen and nicht ins xvcrk gericht worden.
Es ist aber laider alles . . . bisbero vergebens gewest . . . and
. . . dis ainigc miti noch übrig, dass wir die . . . der A. C.
snegetbaue char- und ftlratcn des H. K. R. . . . umb . . . ratfa
und htllff . . . anruffen und bitten, darzue diser er. . . . eyfer,
sondern auch der besorgend entliehe Untergang solcher dem
erz und crbfcind cbristl. namens vast im rächen ligenden lande,
welcher dann aaf den durch die . . . reformation causirtcn abol-
standt gewis volgen maes, billigen . . . bewögen solle. . . .
Demnach . . . haben E. Ch. G- wir unser not . . . flir-
zaetragen nicht antertassen kOnncn, auterth. bittend, E. Ch. Qn.
331
wällen . . . die sondere licraUclinnpr nher sich nemcn and neben
andern . . . chnr- nnd forsten nnser . . . A. C. bei der R. K. M'
. . . intercedirn, damit I. R. K. M' die F. D' dahin vermahne
und Termüge, das sy ans ... in nnserm christlichen gewissen
nicht bedränge, sondern das exercitium unserer . . . A. C. in
iren landen widerumb froy und öffentlich zu hal>en vermöge
nnd es zu dem statu, wie es vor disem gewesen, oder doch
einer gebUrlichen und nns and den unsern leidentlichen . . .
limitÄtion koram^en lasse. . . . Qrfttz den 2^. Januarii anno 1604.
E. Ch. Gn.
ondterthenigiste gehorsaniiste
N. der dreyer lande Steyer, Kärnten
QTid Crain ritterg<!hafTl A. C.
zngethan.
1549.
Die V^orfinden Ä. C. in StrUrmark an die in Kärnten: fetlm
vertraulich mit, tcas cit Beginn des jeisigm Landtages in rcli-
gionis negotio in Jioher Geheim' geftanäelt tcorden, damit solches
nur mit den Vornehmsten des Landes beratschUjgt tcerde^ ,da
widrigenfalls das ganse Werk gesperrt würde, haben sie Ludwig
von Dietricltslcin als Angehörigen beider Länder zugezogen': er
tcerde referieren. Sie senden den Mcnimeister Bauchenherger,
ihm mögen sie ihre ErkUirung entdecken und die Sache denen
von Krain kommunUiereti. Giras, 1604 Januar Uü.
(Kons, [von Satziogen Hmtkd], ät. L,-A., Cbr. R.)
1&50.
Christian Kurfürst von Sachsen an Kaiser Rudolf IL: Inier-
Zessionsschreiben für die n.-ö, Stätide A. C, daß sie hei den
ihnen von Maximilian IL verliekenen Kanjieesionen gdassen
tcerden. Entgegen dem früheren Verfahren, icornach Maxi-
milian IL die A. C. im Lande euUeß, um den Sekten su irehren,
schreie man jetst, tvie gesagt tcird, die A. C. seihst als sektisch
aus, werden Frediger ausgescha/ft und kommen unbescholtene
Landieute in Gefahr. In der IJ^erseugung, daß die K. M' des
Augsburger Glanbensbekenntutsses wegeti keinen Untertanen übel
i
332
ffewogen sei, viH weniger den beiden Ständen den kaiserlichen
Schnia cnisieJie und wiewolU ihm seU/si nicht zustehe, der
K. M' Maß und Ordnung ru geben, könne er doch nicht ver-
8^wei{fen, daß dieses aus der ,Jesuiter' Schulen herrührende
Vorgehen bei viden Ständen Ä. C. Bedenken erregt, ais würde»
tide andere dieses Beispiel nachakmeti. Wiewohl solches vom
Kaiser nicht eu besorgen, so kmne er doch seiner freien Wohl-
meinung und seiner Konfession wegen nicht unterlassen, die
K. M' eu bitten, daß den beideti Ständen das exercitinm lArcr
Konfession gelassen werde. Er wolle von den Calvinern nichts
reden, von seinem Glauben kotme er behaupten, daß er keinem
Lande und Kegimenie schädlich oder gefährlich ist, sondern einen
jeden £um Gehorsam gegen die Obrigkeit mahnt. Wie diese
beiden Stände in dern Kriege gegen dm Erbfeind ihre Schuldigkeit
tun, so toerden sie sich für die Geicährung ilirer Bitten noch
besonders dankbar erweiset». Dresden, 1604 Februar 6.
(Kop., St. L.-A., Chr. B.)
1551.
Ferdinand II. an Sigmund Freiherrn von Trauimannsdorf,
Obristen der tcindischen Grenze: vernimmt nicht ohne Verdruß,
daß ein sektischer Prädikant sich in Kopreiniis aufhält und
sein exercitinm treibt. Befehl, ih7i abzuschaffen. Sollten solche
Prädikanten auch an anderen Orten der windischen Grenze sein,
80 sind sie gleicherweise nicht zu dulden. Graz, 1604 F^uar 10.
(KoDs., SL L.-A-, Chr. R.)
Ein weilerer B^fcM ergriit am IS. S«ptetnl>er 1604, d«n PrSdiktnt«»
Q«oTg Koorad abstuchiffcn (Kop-, ebeod«).
1652.
Die Verordneten von Steiermark A. C. an den Herzog Heinrich
Jidius von Braunschweig: empfehlen den der Jieligion wegen am-
gewiesenen Magist^ Sebastian Hausmanner, der bei ihnen vier
Jahre Schrannenadvokat gewesen. Graz, 1604 Febructr 11.
(Kons . St. L.-A.. Chr. H.)
1053.
Ferdinand II. an den Bischof Simon pon Agram: antwortet
auf dessen Klagen über die durch die nichUcathoiischen Truppen
•N Warasdin verursachte Unordnung: er möge sieh mit dem
Obristan daselbst ins Einvernehmen setzen. Grai, 1604 Februar 11.
(Eop., Enbiaclifld. Arctiiv Agruu, In Poüt, Fui. 1, Nr. II.)
15Ö4.
Francesco Barbaro, Patriarch von AquHeja, an den Abt Emeridi
tww Amoldstein: verfügt auf die Jiitte Kronhofers, daß die Ka-
psle in Lind, deren Fräsentaiion den Herren von Lind lusteht,
die sie dt^ni Priester Georg Kronhofer verliehen habe», dessen Ein-
seteung aber der Aht verhindert, an Kronhofer gegeben werde.
Udine, 1004 Februar 11.
{Orig., ArnoMateiuer Akten, KU^feiifnrt.)
Der Abt Antwortet im 17. FebniJtr: Kroahof«r mi nicbt in «ig«aar
P«TW(n «r»chi«n«n, »oadern bubfi den Urief d«« pAtrUrcli«n QberMudt: p€r
famulatn »mem (qui nulta M tMrin et rninui/ura prohtlü vertta . . . [dt« ein*
l^cklammrrtvti Worte siiid lusfrettricfaj^n]). Zar Sache wird boiii«rkl: £t-
W wMie§ de tinik iu» patrmtahu ad eapdlam , . . pnpter &aer«WiH amiseriat,
(atncn &r*"' arthidiKc . . . iptttm ei» . . . amceaaiL Quod anlen iu rtUgionü
r^trmaiioHe dctmini eommiuarii praerenUUiontm , . . O^orgio Kronho/tr . . .
rcCrozcriiNJ , . , etuua eat, quod . , . KrmJiqfer mnv ittfurifiUitm cum UIU m-
dettnier it ma/« m ^«tttrit. . , .
PrautnlatUmtiiH rtArolia . , . Üa M habti*t: coMmwarü arvHidi4€ala
antt iptatuor anna» pintiäiimo lur« lUeroä praettKlalariat f/ra r«cuj>«ralipi*t
fMrrocAiaruui, iftuu haertliei tuurparttnl pi-aedlcatort*, pro prima vtc« tIargiH
Munl, ipt4XM arehidiaeont aeciptettUt tacerdaUi tinde/juatfue adijuiAla» . , . par-
nehiU animarum evralorei, ej:pulti» Mtlariü, tteteatitate exigenU eoiutitiurrunt,
nunc v«rc iHot eiti haereticon, ad quo» iuM pr-aetetäandi orightoJiter perlinere
dtnowiHf, Ji ordinario c»Üiotim» ti apto» tanrdotea praumtent, Her^'* pro
Momdo MC« HunJm« imptdU. . . .
1555.
Die im Krainer Landtage ifrsammeUen Herrcti und Lat^eute
A. C. an die von Kärnten: hestätigen den Empfang ilires Kredeim-
schreibens vom 7. d. M. durch ihren Abgesandten Hektar von Emau.
Sie halten die Uefm-derung dieses Ni^gotiums (die Legation) für
eine hohe Notwendigkeit und wollen dabei, da die Kosten nidU
vom Lande getragen werden Jcönnen, die Auslageti nach ihrem
Vermögen irageti. Sie haben hiezu den Herrn Wolf Engelbrecht
Schränkler erwtUilt, ihren Beisitzer in Landes- und JJofrechten,
der twar eustimmtc, jetzt aber krank istf so daß es Jtweifelhaft
334
igt, cb er an der Sa(^\c ieünehmen kann. Wmm nuM, teerde
ma» wf.geH ehies anderen Herrn Verhandlungttn dulfiten, diesen
ihnen sofort namhaft tnacJten und mit der noticenditfen Instruk-
tion £H den anderen Ahgemndteti abschicken. Da man das Gdd
für die Zehrttng so ra&ch nicht beistellen kann, mögen die Herren
ihnen mit 500 oder fiOO fi. deutschen Geldes gegen ordentUche
Beicheiniffung beispringen. Laibach im währenden Landtage^
1604 Februar lÜ.
(Eop , St. L -A., Chr. R.)
1556.
I
Ferdinand II. an Georg Herrn von Siubenbery : Befehl, Valentin
Siaunig, ^arrer eu Kapfenherg, für den Entgang an deti Htm
durch den PrüdiJtanten n* Kapfenherg vorenthaltenen pfarrlichen
Gerechtigkeiten klaglos su halten oder der Regierung kierüher au
berichten. Graz, 1004 Februar lÜ.
(Ortg., St. L.-A., SptnUliircliW Slubeiibei^g.)
bt der fiweb«id auf ein« EiDgabe de« Pfarr»n (o. D.), der Klag«
fthrt«, daß ihm durcd die icw«i in Ea|»f«ntffre g^halt^Bcn PrKdikanlcn in
'Valn«n Aksideniicn: Ktndertaufen, KojtulirT(>ii, B«rchtbUrrn, ,dM* Brot vor
dBtn Matil« atigesclinitf^n' würde. Man hab« ihm durch Zettel, die auf dia
Kanael (rnlcgt worden, godrolit, falls rr ISkng^r als ein Jalir in Kapfeuber]g
weilen wOrde, sein Uatia auuuiQßdcD, aeia tietreid« au rerlicersn und sein
Vieh »u TBT^flBn. In dn Tat soi vur pinem Jahre ihm cia MeierhoF an-
pezDndet und Gelrctdp und Vieh vi^rbrantit wordf-ii. Die Zeit Heia») Auf-
oDthalte» in Ki-ipfi-uticr); habv er «iiiea katbuliscbvti ScIiiilLariifter Kchalleo.
Man habe ihm die Kinder oiuht in die Schule getanen, wcchalb er dan
Schul iDciBler erhalten maßte usw. Herr Oeorg von StRbeober; richtete da-
geffeB atn U7. Febniar eine Eingabe aa den Braberzof^: Obwohl er ünache
ttittc, rlMiia (teiiUch' xu Bchreiben, will er des g«iallichen Standes dos
Pfarrer« tohoticu und nur ilnB Notwendi^itn aa|*«in. Unwahr ist die Be-
hauptung, dftO ihm diiruh diu Prüdikanteu ,das Urut vor dem Maule ab*
feuhniticu' worden und er (Stube nberg) daran 8<:}itild »ei, währeud er deck,
als lieh die annen Leute inn einen «nderfn Pfarrer bemühten, aie abwiet.
In Wirklichkeit hat der Pfarrer sie bei B^prflbnJMen und sonst hoeh bo-
•chwert, dsD ihm ein etwaiger Schaden woki aelmfach hcreinkain. Waa sein
Vi«b bvtrifTt, ist ihm nie ein Schallen geschehen, der Mcierhnf ist infolge
der Unvorstcbtigkeit sciuer eigenen Leute abgebrannt. Zettel k^itiuleo Fremde
ihm auf die Kamel nicht gelegt haben, da er selbst den Bcblüsscl lur Kirch«
verwahrt« Den Meierbof bat er mit uichten selbst erbaut, deun er ist alt;
er wird auch nicht viel Scbindelo darauf gedeckt haben. Eine« Schal-
Biei«teri, den er gehkllen, kOaoe sieh ämbeitberg uiebt erinaem, wohl aber
335
ut lange Zftit aieht Dur kein Scbulmeiiter, •uiidem uicLt sinmAl ein Mcßuer
hier gtntsen. Geschenk« bitte der Pfxrrer «rb«Iteii, wena er »n» Not and
Dicht aim UnpriSttlichkfrit solch« bfffchrt hSlt«. Da «r enoi l'fanren hat,
auf denen vor Zeilen xwci Pfarrer toljien, so hat er wohl ein htn1Xn|;lirbei
Anskamin<^n, ein scliflor-s Haus im Markte, das et ßlr seine TacUti^r ^ekHuft;
seine r>i«aerii> k1<?idet er wio eine vom AiIpI. worauf , neben dem Trünke ein
Starkes aufgeht' usw. (Kons., ebenda).
1667.
LunäesfiÄrsAicher Befehl an den Landeshauptmann itnd Viteäom
in Kärnten, wie sie sich bezüglich der mit ihren Waren und
Gittern abtiehenden Lutherischen ffandehleute bei den Mauten
eu verJutiten haben. Gras, 1604 Februar 17.
(Hufkainmer Registr. XIX, fgl. S2.)
Fei-dinand . . . Wir faogen t^ucli zu wisseu, daas wir
tlenen von der religion wegeo aas ansem landteß geschafften
and abzielicndten ]i.iiidcl8lcutben und andorcii persühneu ihre
durch flihrendte walireo and gucttcr bei unseren zültn, mautten
and aafachlegea gegen rak-hung der gebar durcbpassiren zu
ias&en gn. bewilligt: darumbeu Ir darauf {gedacht stin muesaet,
bei deneelbigen den sehenten pfening also zu urgirn, damit
aintweders ehenndter sie ire mobilia verfUren »der aber an
ireti Ugundten gdetter and paren gelt zeitlich eingebracht werde.
Also Ir den sacben recbt zu tbun wiasot. Und es bescbicht
daran. . . . Graz den 17'"' Februarii anno 1Ö04.
1558.
Die Herren und Landteute Ä. C. von Steiermark an die Ver-
ordneten A. C i» (Kärnten loid) Krain: teilen im Anschlitsse
an Hire frühere Mittetiung von dem Jfc^chtusse des in negotio
religioniü geordneten großen Ausschusses mit, dafi Georg Galler
zu Schwattberg, der Verordneten Amtspräsident, ah i)tr Abge-
sandter am 22. d. M. ,fon kiunen' verreisen wird. J>itte um
Mitteilung ihrer Kreditiven, die sie schon hätten schicken soÜen,
damit sie unverweilt nach Neuburg befördert werden. Gras, 1604
I'ebruar 21.
(Kon«., St. t.-A., Chr. R.)
33C
1559.
Di«tt^t«H an die Verordneten von ösierreicJi unier der Enns:
danken für die Mitteilung über die Verrichtung ihres negotium
religionie (der Korrespondens Uofkirchen). Qraa, 2604 Februar^.
(Koue., St. L.-A., Ctir. U.)
1660.
Die Verordneten von Steiermark an die Prt'idikanten gu Peta-
nitsa: Ihrer Bitte gemäß, sie an andere sieJtere Orte eu hringen,
haben sie an den freiherm Frans von Batthyany yeschriehen,
sie nach Schlädmimj (Schlaming) tu nehmen, was er betciüigt
hohe. Dorthin mögen sie reisen, sich entweder hei ihm oder bei
dessen Hofrickter anmelden und sich eingesogen und stiU ver-
hauen. Qraa, 1604 Märe 6.
(Kons., at L.-A., Ohr. R.)
1561.
Die innerösterreichischeti Gesandiett Georg Galler, Hans Jtfo/J-
dorfer und H. JE. Schränkler an den Pfahgrafen bei Rhein etc.
PhÜipp Ludwig: teilen die besdiwerliche Religionsverfolgung in
ihrer Heimat mit utid bitten um gn. Interzession hei I. K. M*.
1604 März 11.
(Kop., SL L.-A.. Ohr. B.)
Stimmt iui Sachlichen mit der Eingahe ywn 18. Januar Oberriii.
1563.
Der PfvXegraf Philipp Ludwig an den Kurfürsten Christian
von Sachsen und (niutAtis mutandis) an den Hersog Friedrich
von Württemberg: Empfehlungsschreiben ßir die Abgesandten der
innerosterreichiscJien Ritterschaft und deren Angelegenheit. Neu-
burg an der Donau, 1G04 Märe 12.
(Kop.. at. L.-A., Chr. R.)
Hochgäborner . . . Was bei ana der löbl. ritterschaft A. C.
in den dreyeo füretenthumen Stejr, Kumten nnd Crain abge-
sandte . . . »owol sebrifltlich als lulindlich tm vertranen angc-
bracht und benebens einer iutercesöton halb gebetten, das wer-
337
den sie irem uns beschelinen andeuten nach auch bei E. L. in
gleichmHssigem Tertruuen zu werben und .inzubringen nit under-
lassen und aie von inen seibäten mit melircni umbstenden nach
nottarflt ku verncmcn liaben.
Wiewoln wir nun, quo iure quavn iniuria dergleichen
proeeM an- und fortgestellet werden, dissorta so wolticoffig zu
dispntirn nicht gemeint, su will uns doch ans allerhand clrcam-
Btantien bcdunken, crmells ritterechaft sei des exercitii
der waren A. C. . . . nit so gar allerdings unbofoget,
and sich danncnhero in diseni die seel und das gwiesen be-
treffenden hohen werk irer nicht unbillichcu mit mUglichem
beystand anzuiteinen.
Dan, zu deme sie solches exerciiium nunmehr, unver-
hindert dor hoben obrigkcit ein guete geraume zeit ruhig und
wolherge bracht, so bcficdet sich auch aus den uns Ubcrgcbuen
hinc inde gewechselten actis . . ., dass nit allein weilund ortzber-
sogCD Cards zu Österreich lieb ... in anno löäl den stendcn
gemeiner dero landsclmfft . . . solch exerciiium tn epeete be-
williget, sondern auch die R. K. U* . . . in dero kaiserlicher,
auch respectivc landcafllrstlicher vormund8chafftlii:her rcsolution
beides den herm und landleuten auf dero schlßeaern und gUettern
als auch in etlichen benannten atettcn Orttz, Judenburg, Ciagen-
fart und Laibacb dergleichen religionsyebang selbsten allcrgn.
erlaubt und zuegclassen.
Wan dann des jetzigen regierunden ertzheraogen liebden
bei jungst deroselben gclaiiiteter huldigung, die tandteuth bei
Iren privikgie» und guetten gewonbeiten, unter welchen obge-
dachte reltgiongconcijstiionoH billich mit eiugorcchnut werden,
gn. handzubaben media iuramento versprochen, ' sondern auch
> Die d«r A. C. ««rwandten SiKnJ« liatti«a wohl immittelhxr vor der
HaMi^uug dia Bilt« g«st«llt, ibrs Roligian*b«sch werden in OcmAOb^it
der Befltiminungnn <lr>r Bnickfr Pneiflkition sii orl<!<lip(tn und die Ver-
treter der StÜdte und Märkte ihrisn AnAchlnB Imtont, aber die Undtw-
ffirat.licbe KenolutioQ lautete, daß das KtiligioDflwcsen mit der lEuldif^njc
kein cvnuittrcitim habe. W'ulltcn die Stände mehr erreicliea, ii> bJttlen
■le die Iliildi^urif! »perren nillMeo. Da« tit nkhc gescbelien, und hierin
Hegt die uHcbtte QacUe der Leiden, von dsoen nie b«trofr«n wurden,
aber aaeh 31« Lehre, dlo seinpraeit die Homer StMode in Nlnilerltatcr-
relch daraus getogtm haben. Zur Huldigung aielie Akten und Korre-
apoDdenaen, tid. L, »r. 2!J7~S02.
Voatta. n. Abi. B4. LX i'i
u
r
solche hnldignng and die bewilligte landcontribationes ctwo mit
lautem vorbehält des exercitii A. C. ohne aiaige contradiction
and widersprechung acceptirt und aogenouibeu : so werden die-
selben unsera erachten» nicht sogar ohne allen effect und nach*
druck zu verstehn und dannenhero sie, die lierm und landleuih,
irer gesucchten rcligions- und gewissensbefreynng urab so vil
desto mehr bcfuegt und berechtigt sein, dessen dan wol eP-
melts ©rlzherzoga Ferdinandi Liebden ersten anfangs so gar nit
in abred gewest, dass sie sich auch sowol für sich sclbaten als
durch deren verordnete cominissarien zu etlichmalen dahin aus-
dmcklicb crclärt, die vorgenommene vcrmainte reformatio sei
af die herrn und landleuth im weniglnten nit angesehen und
dass sie jemand wider sein gwissen zu dringen oder za be-
schweren nit gemaint seien.'
Wiewoln auch der Pasaauerisch vertrag und religionsfrid,
darauf sich die ritterscbafft under andern grUnden tbuet, für-
nemblich zwischen der R. K. M* und den stenden des reichs
aufgerichtet, dahero auch die mittelbare unterthancn quoad pu-
blicum exerciHum principaliter nicht angeht, so ist doch nit
zu vemainen, dass in demselben sovil die Ubertatem conseientiae
and den freien abzag betrifft, die nnterthanen sowol als die
herrhchsfTten mit eingesclilossen und ^emaiiit tteitjn, als deren
auch darinnen in specie mit ansdrilcktlcher meidung gedacht
wirdet, dahero dan sonderlich die in hoc abrogationis negotio
mitnnterlaufende prot^ess, indeme diejenigen, so solcher bo-
drangnus zu entfliehen, sich ans dem land an andere ort be-
geben und daaelbst niderlassen wollen, nit aliein mit neuer-
licher abnemnng des zehenden pfenning, sondern auch teils mit
ewiger landsverweisnng beschwärt werden wollen, der aus-
drücklichen disposition dos roehrnngeregten religionsfridens «
diametro zuwider, als welche ander andern lauter vermüg, dass
kein teil den andern verschimpfen oder in ander weg betrüeben
soll. Was aber bei disen processen der waren christ-
lichen A. C. and den darzae sich bekennenden atenden
Barnen tlich mit einreissang der kirchen und gottes-
* Siehe Nr. 467 dei erHtfii Uandea diptter Aktitn, S. 32'i: .daß sie iiiemmd
io thrrat Uewiasen besningen'; Nr. iT4, S. 360. Zur Nictitb«icbw«ruDg
AtOL G«Mla««na aieb« S. 426. Dxß aieniHiid tcjo den Land^lAUt^n dea
QUubcos w*^«n aa*g«wi«Mn wcrd», ward« finl|;<> Mxln, lulptct nocb io
ta dem )}ekr«t« vom 30. S<>|it«iiibM 16U1 (üehe unten) behiuptet.
Xeker, verwAigerang der begrebnas, aasschaffang aad
TcrweisuDg der staadbafteo Christen, africbtang der
g&Igen, bescbwttrIicbeD inzicbten und intitulataren er-
meLter confeasion, indeme diesolb ein frembdes, ver-
potnes verfüerisches baecb genennet werden will, so-
wol aacb in ander mebr wecg, insonderheit aber mit
Verbrennung der baechcr, ja gar der hl. bibel, für
schimpf nnd TcrkleiDcrang angezogen wirdt, das gibt
das werk selbst zn erkennen, und ist darauf, was es fUr
mißtrauen, argwöhn und Verbitterung zwischen den Btenden
Selbsten nach sich ziehe, nit anscbwer zu ermessen.
Weilen d&n dergleichen inconvenientia den stenden der
waren A. C, welche sowol aU die andern Über dem religtons-
friden steiff und vest zu halten schuldig, nicht also ungeandet
passirn zu lassen, and zu dem bei gegen n-ertigen fall das
H. R. R., unser geliebtes vatterland toutscher nation merklich
interessirt, seitemaln durch dergleichen unordeutlicho process
nit allein das land gcschwccht und verderht, sondern auch die
landleut entweder gar aus dem land zu ziehen gedrungen wer-
den, oder sonsten sich der grenzen und Vormauern des hl. reichs
nit mehr mit solchem muet and ernst, wie bisher von inen
iJShIich geschehen, annemen mOgen, dardurch dan dem geliebten
vatterland bei so starker entzogener defension leichtlich ein
anwiederbringlicher schad . . . causirt and znegezogen werden
möchte: also lassen wir uns nit znwider sein, neben Ew. und
des herzogs zu Wirtemberg Liebden diser hochbedrängten und
nfrechten Christen . . . anser bester mUglichkeit anzunemen,
darzu wir uns dan auch der christlichen Heb schuldig erkennen.
Stellen demnach zu Ew. L. ferm nachgedenken, ob die
abscbalTung solclier beschwerden sowoln bei der R. K. M* als
auch des ertzberzogs L. durch ein ansechliche legationem oder
aber durch ein ausfUerlich interceasionsschreiben fao E. L. uf
den fall bei dero canzUi begreifen Icuten wolUn) zu werben
und anzubringen, und ob $olckes zugleich in Eut. auch tcoler-
lelt* herzogt zu Wirtenh^rg Liebden und unserm namen ge-
'len soll oder ob es Ew. L. uf sich allein nemen wollen,
wie wir nns dan hierinnen uf ainen oder den andern weeg mit
beeden Ew. Liebden gern einer einhelligen maiiiung vergleichen
und zu unserer nachrichtung dero ratsamen vernunlftigen guet-
achtens mit neohsten hinwider erwarten sollen.
SS*
340
Und werden nnsers eraclitens bei solcher werbnng oder
intercesaion hüchstermelte K. K. M* zuvorderist der obauge-
deaten und anderer mer aus diseu pernecutioitiliut ervolgeuden
tDconrenientien mit notwendiger dedaction zu erinnern, dero
auch der stende getreue dienst und merita sambt derselben
noch weitern gehorsamen erpieten zu g:einUeth zu fUercn, dar-
auf auch umb dero allergm. interpositioo zu bitten sein mit der
ferrem anregung, dass auch dero geliebter herr vatter nnd
vorfar weil, kaiser Max ... in gleichen fallen zwischen weil.
erCzherzogen Carola Liebdon und den atcnden sich gn. interponirt
und zwischen beiden theilen ein chriätlich gaete vergleichnng
getroffen, daliero dan I. M' ein solches ir anjelzo verhoffent-
lich dem gemaineu weeen zum besten auch uiub sovil desto
weniger bedenklich oder zuwider werden sein lassen, ge^talt
£. L. den sacken iceiUr nachzusinnen und dero bekanter diicre-
tion nach dem ganzen kandl ohnt maaagthting mit mehrtm wer-
den XU thuen uiesen.
Wollen wir . . . Datum Nenbarg an der Thonaw den
12. Martii anno 1604.
Philipp Ludwig,
pfaizgrave.
An churf^irstcn Cliristian den Andern zu Sachsen, mutatis
muia-ndis an herzogen Fridrich zu Wirtenberg.
N(ota)j was unterzogen, ist gegen Wirteaberg aosgeUssen
worden.
,Unt«riogen', du und die A-ut«/trgedriicktvii dBUUclien Stelleti.
1563.
Qmtraimandai Ferdinands II.: erinnert an die älteren su ,ez-
Urpieruny der sectercyen' u?td Erhebung der wahren hUholiscJicH
Rdigion erflossenen und nicJd ohne Frucht gebliebenen Verord-
nungeti. Da aber eu Erreichung des Zielen immer nwk inipe-
dimenla vorliegen, indem an vielen Orten sektische Personeti und
ausgewiesene I*rädikanten verbotene Exemitien treiben, seJctische
Bücher lesen, predigen, taufen und sonst Sakramente spenden:
so wird allen Pfarrern, Benefitialen und Seelsorgern aufgetragen,
über solche exercitia^ sofern sie sdhige in Erfahrung bringen,
mit allen Umständen eu berichten, um sie abstdlen bu können.
Würden sie verschwiegen tcerdett, so hätten sie die landesßr^-
liehe Ungnade, Strafe und Etitliehmtg von ihrem Amte tu ge-
wärtigen. Gras, 1C04 Mars 17.
(Orif.-Mant).. L.-A. KraiD.)
1564.
Die Verordneieti A. C. o» Karl Freiherrn £h Teuffenhach: Der
arme alte ,erlebte' Bauersmann MattJies Zf^henthnftir ist durch
die Heligionsreformation nicht nur aus dem Laude gescfuifft,
sondern ihm auch ein so .versickter' lermin gesnizt worden, daß
er sich nun nicht ohne Gefahr im Lande aufhält. Nun habe er
unter Xeuffenbachs Vogtei ein Oütel, das «• mit seiner Einwil-
ligung verkaufen teiU. Bitte, ihm, der schon gweimai bei ihm
kdesicegen angesucht, hierin ßrderlich eu sein, da er unser
Glaubensgenosse ist und seines Glaubens wegen in das Elend
gärigen wird. Grae, 1604 Mars 26.
\ [KoDi., St L.-A., Chr. B.)
Kopi
1565.
JTopte des (am 14. Mars erteitteti) pfälzischen Bescheides (so uns
den 26. Mars 1604 eugesteUt worden).
(8t. U-A., Chr. B.)
Philipp Ludwig hat gnSdig ent^f^ODgeiiDiiiiEnon, w«a di« intier)tat«r-
rai'chisehon QeiAndten milndliüb tiiid (chriflliüh Toif;ebrauht, trag« mit ihren
BeMhwerdoa ein lierzlichea Mitleid, vRrbolTn, sie vi«rd*D luatiama und ia-
zwiacbeu der Obrigkeit den. soll ii Eiligen Q6hcr«Ain crw«UeD- Wm* ihren
Wonach in Sonderheit betrifft, wilrdcn lie gorn a«1btit hi'lf^n, weil die S^ub«
aber .weitKQSichend' int und von dfr V. D' «Ilcln nicht« nntfimomiuAn wfsr-
den k«nn, io liibon li« fclbit liub auch Hchtig A»f Kiinuich»Rn »cd Wllrttem-
berif bssogon. lU ««i rXtlich, d«ß Kich ihm Oeaandten dorthin begeben.
I. F. Gii. werde ihiioii g«rti Kiiipfebliiiigwvhreibnu nitt^eben, d«r ZurerfiLcfat,
daß die Sache nicht obn^ FiucUt ubgirb&u «rerdo, well «le aichta Uabillit;»«,
sondern nar FUrbitto und Interze»ioa begehren. Den Geaandtmi wtlnaehsn
L F. O. fOr ihre W«t«rreiae ülUck und Heil.
1566.
Die Verordneteti voti Kärnten an die von Steiermark: Neulich
(Oktober 1G03) haben sie u-egen des den Herren von Scenuß ab-
genommenen 10. rfennigs sicit bei L F. D' bcschKert und um
{
342
Aufhebung diesfr tieuerlieJien Zurnntunti gebet«». Da aber bisher
keine Jiesolutio7i erfolgt ist, Bernhard Seenaß aherTHnU bei uns
ansucht, teilen sie ihnen dies mit dem Ersuchen mit, zu berichten,
wie es mit solcher Resolution beschaffen und wesseri sie sich dies-
falls KU versehen haben, damit die Herren Seenuß und andere
sich darnach regidieren könneti. KUigenfurt, 1604 Märe 30.
(Orig., Sl.L.-A.. Chr. H.)
Dl» Antwort rrfolgt mm 7. April. Eine Resolution «nf di« geineinMin
B1>er^beBe BeBcbwenln sei noch nicht erfolg ein Urgicreo oiclit ratoAin.
Sobald «twaa herabUn^ woUb mxo niobt akamen.
IÖ67.
Die Landesreformationskommission an den Magi:itrat von Laibach:
Außrag, von Haus ru Haus Beichtsettd absttfordem, von denen,
die ihre Beicht urid Kommunion nicht verrichtet, 10 Dukaten
Slrafe einruheben. Erkundiyutigm wegen Einhaltung der Ftisten-
gebote eineusiehen und die Übertreter umso unnachsichtiger «*
strafett, nU sonst gegen den Magistrat seihst mit besonderer Leibes-
strafe vorgegangen tcürdc. Laiback, ItiOi A^iril 2.
(Kons, mit Korrnkturwi von KrOiiM Hund, L.-A. Srftin; üelis Uilteil. dM
hUtor. Veniitf*. Krain 1967, S. 108, 109.)
1568.
Dieselbe an Wandula Stttlnerin.- Da sie mehrfachen j}cenfaUigen'
Verordnungen wegen ihrer Bekehrung nicht nachgekommen, hat
sie bis Ostern sich mit vrtÜBogener Beicht und Kommnni*}n ein-
gusteilen, widrigenfalls bis 21. Ajn'il bei scheinender Sonne nach
Verabfolgung des 10. Pfennigs die hmdesfürstUchen ErUande su
verlassen. Laibach, 3i>04 April 3.
(KOM., L.-A. Kraia.)
Ai timtU 9 aodar« Fiif*oii«a, lieli« Mittetl., 1. e., 8. 100.
1569.
Die "Rdigionsreformationshommissäre von Krain an den Prödi-
kanten Christoph Spindler: Da er zur ktUhoJischen Lehre nicht
übertreten tcill, mehrere ihm erteilte Termine verstrichen, er sich
seMieplidt seihst das Urteil gesprocheti, das Land zu rätifM«n,
er skh nicht bis WeümachhH 1603 mit der katholischen
Kirchs versöhne und J. F. i)* das Unkraut der Lutherischen Ketterei
aua ihren Landen ausniroiten bedacht ist, so tctrd ihm nochmals
ernstlich befohlen, falls er im Lande bleiben tcolU, sich bis Ontern
bei einem orihodozen Priester tur Beicht eu steUen, widrigenfaüs
er nach dieser Zeit, d. i. am 21. d. M. das Land 8U räumen
habe. Laibach, 1H04 Aprii 3.
(Koui., L.-A. Knüa.)
1570.
JEH€ ReUgionsreformationskommissäre von Kumten an Ri^ler
und Bat ea Vdlach: Die der Religion wegen Ausgetciesenett
dürfteti bei Strafe von 100 Dukaten in Gold über (ieorgi hinaus
H»e&l geduldet werden. Georg Ortner und Sartlme Waldner
haben hei Strafe von 20 Dukaten vor den Heformationskommis-
»dren xv. erscheinen und falls sie sich nicht sur katholischen
E^igion erklären^ nach Abtrag des 10. Pfennigs ueg^usiehett.
Spittal, 1604 Aprü 11.
(Orif^ Archiv dt« Oe«ch.-T«r«ina Käniten Itudolfin. Elii^nfart.)
Lif!^ ein Zettel mit den Namen Yon teim Auigtwitdtrnen bei.
1571.
Chr. Prättinger, Kammerprohirator, an Georg Herrn von Stuben-
berg: Da in scinent Sclilossf. eu. Kapfenberg das sckiiscite Lieder-
aingen und unpasaierliche PostHlenlesen, dessen sich sein ketze-
rischer Pfleger und Kästner anmaßt, nicht aupü}rt, so wird er
hiemit verurteilt, den festgesetzten PeenftiU roM 15 Mark Gold
hinnen acht Tagen eu betahlen. Gras, 1604 Aprä 14.
(Oriff., 8t. Ih-A.. Slubenbcrg-Aklen. GegeDrcrona.)
Qeorg Ton Stubenber]^ schreibt un SS. an die Verordneten und ant-
' wertet am "H. April der K^^irrang: Ea gesolir^he ihm ,ung(lt1icb'. Wohl
hib« er xvrel erangelbche DieDer, die seien aber niclit auin Kirrhea* oder
äcbuldieaste beit«Ilt, Ijabea woM aucb nicht Z«Lt, fUr die Leute zd singen
□nd an lesen, weil sicli alle, so nicht von ihrem OlaaWn weichen wollten,
ao&er Land gezogen (Kouz., et>euda). I>i« Verordneten schreiben ihm am
S6., er hzb« in der Sache recht gMchriehon (Konx., ebenda).
344
lft72.
Mancher ßog ob, ohne den 10. Pfennüf bu wiegen, da fand skk
aber, daß er Schuldner im Lande hohe, hei denen man das frfid
miaog. Ein Fall in Wolfsberg, tco der Ratshürger und Handels-
mann Kaspar Cremer abzog, ohne den 10. Pfennig bu zahlen.
IGO'i Apiil 14.
(Arntildateiuer Akten, BiiiJoIGd.)
1573.
Kurfürst Christian von Sachsen an den der A. C. mtgethanen Aia-
schuß der steirischen, kärntnischeti «»d krainiscken Ritterschaß:
er habe r>on seinen Räten BericM darüber erhalten, was sie
wegen einer Iftterzession anläßlich ihres bedrängten Zustanäes
mündlich und schriftlich haben vorbringen lassen und trage mit
ihrer und ihrer Mitv er wandten Bedrängnis herdichcs Mitleid.
Da «6 aher ein gleiches Ansuchen auch bei dem Pfalegrafen
Ltuhcig und dem Uersoge Friedrich su Württenihi'rg ange-
brütet, ioolle er sich erst mit diesen in Verbindung setzen und
dann, ,soviel sich's immer leiden läßt', enttceder mit .Vorschriften'
oder Abordnung einer Legation ihnen so entgegenhomnien, daß
sie seiw geneigte Affektion im Werke spüren. Dresden, 1604
Aprü 15.
(Orig., St. L.-A., Chr. R.)
1574.
Die Verordneten A. C an nachhenannie Herren (das Verzeichnis
liegt nicht bei): Da Georg Galler noch eine größere Anzahl ge^
fertigter lieglaubigungssehretben benotigt, darunter allein drei
für Kurbrandenburg, bitte man, die beigeschUissenen Stücke so-
wie auch die Instruktion gu fertigen, die Sache geheim zuhalten
und die Kreditiven dem Boten versiegelt zu geben. Graj, 1604
AprU. 17.
(Kons., 8l L..A., Chr. U.)
1&75.
Papst CXm^ns VIII. benachricJUigt mittels eigenhändigen Schreiltens
Eriherxoq Ferdinand von Stein-mark lOi» dem Besuche Erxheriog
Maximilian En%sts in Rom. Rom, 1604 April 18,
[Oilg., St. U-A. Oedruckt 6t«ienn. GsKb.-BU. I, »7.)
Die Verordneien A. C. i« Sieier au Georg Gaüer: hestätipat tien
Empfang äes Neuhuryschen Schreihens vom 2. AprÜ und fmtnt
iäcM »eil»«' bisherigen glücklicheu Verrichtung. Biite, sich Hie
ühemommene Sache gehr angelegen sein bh lassen; vbersmden
die veriangten Kreditiven und Instruktion. Der Einnehmer
tcerde die Geldsache riehiig maehen. Die Resolution ist noch
nidU erfoigif dagegen hat der Kammtrprokurator da\ Herrn
Steinpeifi, weü er sein Kind außer Land taufen ließ, um lö Mark
Gold gestraft. Grau, 1604 April 24.
(Kotu., 8t L.>A., Cbr. R.)
1577.
Die lietigionsreformationsJcommissäre von Kärnten an Hartmann
Zingl: die Reformation in St. Veit roreunehmett, fragen sie an,
ob er des 10, Pfennigs ttvgen vielleicht Spesialbefehle hat. Wäre
ihnen lieb, tcenn er su ihnm stoßen und der Reformation per-
sönlich beitcohnen würde. Der Bischof von Gurk tcerde ihm
Befehl geben, ihnet^ in der Iteformierung Beistand tu leisten.
Bitte um Antwort. St. Veit, 1604 April 28.
(Orig^ Lamborg-FfltJtrJlt-Archir.)
Zingl aulwQrltl Ugt darauf (licho die folganda Nuinnwr].
1578.
Der Vieeedom Hartmann /Angl an die Rdigionsrefomiattons-
iommissäre in KänUen: Der KrehetMog habe durch den Weih-
bischof offene Generale über die Reformation von den Kanzein
verkünden lassen. Nur gteci Personen haben 70 ß. an 10. Pfennig
erlegt. Reformation iwi Kreig. FaUs er nicht nach Klagenfarf
kommen könnte, mögen sie ihn entscJtuldigen. Strafiburg, 1604
April 29.
(Ko[]., L am b«rg- Feilt ritz- Archiv.]
ErwUrdigor . . . Oon Iiorrcn Boyen meine gutwillige ttinnst
yederzeit von mier b«rait. Dem scbreiben angestern zue St. Veit
datiert, alles die anyecKO nndertlanen liabende religionBrefor-
mation in dis&en lande betreffendt, halbe ich aoheat von weisaern
34G
diu empfangen, wie auch mit seinem mcrern inhall vernomen
und sovil Jen Gurkbischen district beruert, ist zwar oit ane,
dos die F. D' crczherxog Ferdinandt zuo Osterreich, mein pn"*
lierr, wegen angecsogen religLonarcfonnation in denselben district
ofne general, neliche hernach durch den bern weicbbischoven
sae Gargkb auf den canczlen liin und wider pablicirt worden,
aassgebu lassen, wie dieselben ni^cb bey iren bocbwierden und
dem coruUtorio zue Qnrgkb zu finden sein werden, darinen
denen pfarem sambt denen gericbtsberen auferlögt, die ab-
casiehcnden oncatoHschen personen zue abbruch des sehenden
pfenings bey DambbafTter peen zue dem viczdombambt zu
weissen ; donindter aber sich nit mer den zwo personen, we-
licbe omb gemcltcii uobcuden pfcoiug 70 il. abgubroubeu and
erlögt, bisa dato bey mier aingestölt; weitter bat auch hochst-
gedaclit I. F. D* unlängst dein bern landtsvcrwoHser in Kbürndten
und micr die pfaar Khrcig zu reformieren und gleicbcsfals den
zehenden pfening von denen abcziehcndeu oncatoliscben under-
tbanen abzaforderu durch absonderlichen bcvelich gn"* aufge-
laden, deme wir nun gehorsamb geleistet, darandter sich zwar
vil derselben wurckhlicbcii eingestOlt, zween leit aber noch
diese tag, wie ich von dem hern brobst doselbst verstonden,
gehorsamb zu laistsn angelobt, welicbe alberait und zum tail
Terkhauft und anss dem lande zue ziehen erclüH; ebnermassen
ist auch solliches dem hern pforer zue ä. Veit und mier in der
8tat doselbst fhrzukheren, weliches geborsamist in das werkh
geseczt worden, aufgetragen hirtlbcr worden; meine sundors
liehe hcrm, noclt aassweissung ierer liaberiden Instruction und
ob sie Tcrmainen die f. bevelich, welche, wie vorgemelt, bey
Iren hochw. zue Gurgkh und dem pforrer zue Ö. Veit ligen,
wolen doch die hern, ane das sieb doselbst befinden und sol-
liches zu vememen von ime pfarer begern mOgen, den soeben
irer F. D' nottnrft noch onc mein mossgcbung rechts zu thucn
wissen, welln mich anch, wan ich nit znegleich wie hewust der
Ciagen furterischen religionsreformation, von dero ich nur auf
wenig tag umb meines gn. fursten und hern von Gurgkh an-
kbunft in dos landt und eilenden weitern veiTaissen erlaubnuss
bekbom und mich morgen oder übermorgen nidenimb auf Clagen-
furt begeben, doselbst biss zae ende beywonen muess, nit zae-
gethan wäre, alsobalt aof Ä. Veit begeben haben, bitte dero-
wegen mich disfals für entschuldigt zu halten, dan ich beedo
i
I
commiflsionen inigldtcti nit abworten kban, dos habe den heren
ich hierüber zne Antwort zae sezcn, denen samcnt and sanders
zne dienstlicher wilfarong bcrait entpieten, heynebens nns obo
göttlicher bewarung bevelchen wollen. Datums titrospurg den
29. tag Apriliä 1604.
Der berren dienstwilliger
Hartman Zingl.
1579.
Qeorg Stohims, Bisclwf rtw Lavant^ an Ertherzog Karl: Bericht
über die DurchfÜftrung der Gegenreformation in Steiermarh,
Kärnten und Krain. Paltnburg, 1604 Mai 1.
r- (Gedrunkt Stobiu«, Hiittor. rel. refurm., S. afi— 80.)
^ E« maß «n di«»er Sl«lte aWr doch betont wprdtrn, inß d«r Beriebt
dei Stobina in allen wr^nntlichen Pnnklen unrichtig i»t ond «ein«
DOtWMldiir« Korrektur cnt durch die ahen ^lit^nt<^ilt«n Akten erhÜlt. So iüt
BS gant falsch, woun äUihiiufl rom Anfanj;« der Gegenreformation behauptet:
Origo fnii tine admirabilif, wtpote nm arte nee tttidio quaeatttt, Md ab ipaimH
advertarii* *eu eora mu dtoina providentia in manut tradita. Sleho dagegen
di« DtnkBchriA im 1. Bd. dieaer Satnmlani» Nr. 307 utid die dort 8. 148 er-
I wibstvo Stück«, dann die im Laude weit vor breiteten KrzSltlun^en Qber die
AbdcbtCD der Gtgii.tr der Pröt^ilastcn fOr dnp Moment dei Ite^ifnin^-
■ntritte« Kerdhianda U. (ebenda, 8. 167, Not» nnd Nr. ^«S, B. lAä, Nr. S&3,
IS. IS6. Nr. S»9, S. '.21»), endlich hat StobKus Te^gt^aleu, daß er sich »elbiit:
daritber au^^sprocben hat (Nr. 431, ä. IUI). DeagteicfaeD sind die altgeni'oineti
Angaben Ubnr die Entatchung der Brackor PaxiäkatioD gaas falscli. Wer
■ich über di« VerliÜllniM« diuer Zeit von luständiger katholischer Seite Rati
•riloUii will, maß di« jangiteni ron mir publizierte KorrMpondena dei
Seckaoer Bi.4chofs Georg AgricnU znr Hand nehmen. Noeb ttorichtlger ist,
was von der drohenden Ualtang der prolost antiichen Stlndo Karl II. gegen-
' Ober g^aagt wird, die nach dieaotn Bericlite fast ?ine offen kund i};^ Itobeltion
■ war. Falsch int, was Über di« Ursache und dio Zeit der Einführung der
Jwoitoo «rxühlt vrird, die nicht nach dem Bruckur Tage, tonderu rcbon
tieben Jahre frriher «rfolgt war; falsch ist, was über don Weinavivscliank
der PrHdihanten geiagt wird; da gab es allerdings it]t«re Anordnungen, die
sich aber nicht auf die protettantJsche, sondern anf die katLotis^^lie Geist-
lichkeit b«ogen. Üagpgon findet »icli kpin Wort von den latsSch liehen Vor-
gftngen in Innsrßstcrreich nach der Pazißkatiou: der EinBcliBchtening des
katholischen Klerus, dem Eingreifen der Kurie, der Mission Ninguardas. dar
UQnchner Konferenzen, der Tätigkeit des Salibnrger Erxbiscbofi usw. Wes-
halb die Prüdlkaoten in Ata landeiffarfillichen StXdteo nicht gedtiMet worden,
ist dem Autor völlig unbekannt, ebenso warnm protestantiiche Kirchen i n
der Nähe der StSdle entstehen. Von dem angeblichnu .VenwhwOrerbuclie'
S4S
(8. 48) Ut oir)t«n<ls «ucli nur cLi» leiawU Spur xa «aldvckan, nu daf^frsn
TOD ä*m Cakiaiimiis Ztmm«rmiDDi, ron d«m FUziftiii»imiJ andtr«r geugt
wird, enKhfthit hidr in gi.nz icbi«fc-r Bflaiichtung Wi^ falich difi«a ganx«
Schildernng der kirch«npolit!achon Tfltigk^it Karli II. d&rg«jtellt int, mag
nun aas dem enlntihman, tru Ton StobäuB Über die Koaxnaaioo Ferdinands I.
in Oeterreieh gesAgt wird, ron der kein Buchstabe nabr ist. Ea hat hier
fait den Anschein, als wnßto der Schreiber nicht, daß Kerclinaad I. f^eterreich
und Steiermark regierte. Krat da, wn StobKuN Dinge erzählt, die er eelbet
ija iDQirtMttrreich erlobt hat, etwa »eit 1&9U, Ut seine üarstelluiig eini^r*
ni«Q«n richtig, abnr »olhut hior «iiu1 wichtigo Pituktn UWrg»ng«n, andsr«,
wie X. B. dte Vnrgüng» bei der Huldigung, unrirhtif; erxlUill. S«ll>iit waR die
tatKftchliche üfigenreformatian seit IftSB betrifl^t, werdi-n manchp Ding;»
kunterbnot dareheinaiider gescbnben und lit die chrnnulogisehn Aufeinaudnr-
folg« oioe ganz verwirrte. Und so ixt aucli der ScblDÜsatz falsch: tertÜnandtan
adiXrtariot-um facUa . . . cooeJuni nueepute opua reforinaiümis. . . .
1580.
Die der Religion tcegen ausgfucieseive Elisabeth, Wittoe nach
Ch-istoph Wuricr, erhält ein Testimonium ilires Wohlverhaltena
und der ehelicheti Geburt ihrer vier Kinder. Gmünd, 1604 Mai 10.
(OmfltLder Akt«a. Radolfin.)
1681.
Ferdinand IL an Richter und lint tu Pettau: Grabner, ge-
wesener Apotheker daseJbst, weile in ihrer Ifähe und habe aicA
strafbarcriceise auf seinem Guk etwas außerhalb der Stadt
niedergelassen, ja er soll angehlich auch in die Stadt kommen.
Befehl, Kenn sich die Sachen so verhalten sollten, ihn in Arrat
rti nehmen vnä sein Hab und Gut einsusichen. Grax, 1€04 Mai 15.
(Gtelchz. Knp., Stattfa.- Archiv Oraz.)
Au SS. Mai ergebt ein neuer Befehl, von Orllboer 200 fl. Strafgeld
eiDsaiicfaeo und t>ii zu deiaea Erlegnng ■«inea Meierhof und Weingarten
einziuiehen und ihn itclbit in Arrest «u balttn [Kap , ebenda) Am IS, Juli
rerlangt der ErzhcrKog Bericht über die etwaige BntlaMting Grflbners aus der
Haft [Ko|i., ebenda). Orllbner hati« an dif«piii Tage ein Majeatlt^emcti
BtHirreioiit, in dem vt nachweist, einen Monat Frist zur Eriedignag seiner
Angelegenheiten in Pettau erhallen zu lial>en, das sei ihm aber su »\Ax za-
gekommen; biltet, ihn froizulaueu, umiumehr ab sein Sohn katholisch Ist,
er selbst mit einem Fuße im Grabe steht nsw.
«
Erhe nach MWuilm AWiamer in V^<uh zahlt von seinem
verkauften Grunde per 300 fl. an 10. Pfennig HO ß. Gastein,
1604 Juni 3.
(VolUeber Akt«u, Btidulfin.}
1583.
Herwog Friedrich twi Württemberg an den PfaUgrafen Philipp
Luding: bestätigt den Kmpfung seines Schreibais, bctreffetid die.
Werbung der Eitterschaft A. C. i« Steiermark, Kämie» und
Krain durch die steirisciwn Gesandten am 20, d. M. Da die
Bitterschaß eu dem Gebrauche iJires Rrersitiums n^hl befugt,
sei er nicht abgetieigt, zugleich mit Kursachsen sich ihrer atisu-
n^men, weil dies bei aüen Ständen A. C. Nachfolge finden
dürfte. Zweckdienlich ist eine Legation oder schriftliche Tnter-
session. Von beiden möge ein MiUd durch Sachsen oder antlere
Fürsten der A. C. ins Werk gerichtet werden. Da Ew. L.
wissen, ime wenig Jlespeki tereineelte Interzessionen hei Hofe
haben, so empfiehlt sich eine Gestimtlegation. Hierüber wolle er
sieh mit Sassen verständigen. Bitte, auch seine Wohlmeinurig
miteuieiien. NagoU, 2604 Mai 24.
(Kop,, 8t. L.-A.. Chr. B.)
1584.
Dersdbe an die sfeirisch'kärntnuich'krainis^ (iesandtsckafi: hat
deren Anbringen vernommen, trägt um ihre Beschwerden Mitleid
und wäre geneigt, sich vor der Abreise der Gesandten ru resol-
vieren. Da aber die Sache ihrer Wichtigkeit nach auch an Kur-
Sachsen und den PfaUgrafen Ludteig Philipp gebracfit werden
muß, habe er die Resolution hi$ sur V/^gleichung mit beiden ein-
gestdlt. Gleichwohl sei er der Meinung, daß in der Sache pi-eces
et iDterce&sioncs rorzunehmett seien, und lasse er es sich nidtt
nucider sein, sich etUweder durch eine Gesamtlegation oder durch
»*» ausführliches Schreiben an den Kai.'ier und den Erehereog
Ferdinand »u wendete. Soldie Legation oder schriftliche Inter'
Session mÜ ftdgender Jttterposition dürfte nicht oJine Frucht ab-
laufen. Nagolt, 1004 Mai ^4.
(Kop., St. L.-A,, Chr. K.]
1585.
Pfcihgraf Philipp Ludwig an Herzog Friedrich «* Württemherg:
heiligt den Empfang seines SdireHetis vom 24. Mai und ist
in der Sache ehenso gesinnt. Doch i^ ihm vtm Sachsen noch
heine Antwort oder Erklärung Jiugekommen. Da keine Zeit nt
verlierfn isi, möge er eine Mahnung an Sachsen ergeJten lassen.
Beiliegend ein Konzept, das er in seiner Kanetei hohe aus-
arbeiten lassen und das er seiner Korrektur unterwerfe. Neu-
burg a. d. D., 1Ö04 Juni 9.
(Ko[»., St L-A.» Cbr B)
Warttemb«rg antwortet am SS. Juni. Du Eo[ix«pt tnOge «uistweil«o
In seiQMii Namen «II«in gefertigt wrrden. Sobalil ron SachMD, die ^wQntclite
£rkl£niDg komme, wolle er tpinenteitn du Mstigc ()«so tun (Kap., «bentta).
Der erwibdte Rntvrurf eines geraeinMinen Schreibens an Hachsen, aoa d«r
Pfalx-Meubafgicbnn Kanslri aushebern], vom Juiit (obno Tag) ebenda.
1586.
Christoph von Radmannsdorff an die Verordneten von Steiermark:
Auf die Geldstrafe, die der Kummerprokurator Prättinger wegen
der Kopulation meiner Tochter von mir und nwinetn Schwieger-
sohne Otto von Saurau verUingt, bin icf* sofort i».-) Verordnden-
kollegium gegangen und habe meine Antteort mit dem Rate
Pudvlfs von Teuffenhach festgestellt. Der Kammerprokurator
iiliert micJi auf den 26. d. M. vvr die Regierung. Bitte um
BÜfe und Intereession. Sturmherg, 160A Juni 12.
(Orig., St. L.-A.. Chr. R.)
Die neiriscbe RIturKhaft tntencdfert am S2. Jon! flir ibn bei der
y. D* and bittet, die Bach« aufsuheben. Cber die B«ratnn|f Ober den Rad-
in aotudorSBcheo nnd 8tciop«ißscbeii Fall ti«gt ein Protokoll roni SS. Juni
IMU ror. BMcbloH, eine IntaraeHion eicEuroicbpii iiii<] die landcsfurttliche
BmoIbUod aaxaxiehen, darin sie eineo btillstand verwilligtn (ebanda).
1587.
Die Verordneten von Steier A. C. an Christoph von Radmanns-
dorff: Was ihnen wegen der Klage des Kammerprokurators mit^
geteilt wfurde, htü/en sie den amceseriden Herren und Lundleitteti
vorgetragen, die für notwendig htdten, eine Zusammefikunft für
,Auf (fcs oonttfrprooaratons pro«» und loco reaolutionis paratam
execationem luU die Stetfrische ritterschaft geh. dise schorfe exe-
ention ab- und eintustdlen (gebeten), den l'J. Jt*ni 2604.*
(EiBMiaM BUtt, St. L.-A., air R.]
I 1689.
^M Der getcesene Ijandschaftssfkretär Erasmus Fisrher an die Ver-
^M ordneten A. 0. üi Steiermark: dankt für dir. ihm durch die Er-
^H tnUutg einer Empfehlung an den Kurfürsten ron Sachsen er-
^M wieune Gnade. Zwar sei der Kurfürst verreist gewesen, aber
^B dessen Bäte hohen ihm auf Empfehlung Herrn Gottfrieds von
^m Stadl gute Vprtröäung getan. Im Begriffe, nach Dresden ext
^1 übersiedeln, bitte er uoch, ihn hd den geheimen Bäten Freiherrn
^M Burkhard Schenk., Herrn Heinrich Abraham von Einsidl, Herrn
^M Kaneler Dr. Aichman und Georg Johann Gedlmann, besonders
^m aber bei dem Hofprediger Polgkarp T^^ser zu empfehlen. Wien,
H 1604 Juni HO.
{Ottg., St. L.A., Clir. K.)
Dia gtwttDMbtvn Ktopfehlunguchnlben werdeu an &. Juli Riiifefvrti^
1590.
Ferdinand U. an die y'€ro}dncien von Steiermark und die in
Grai amcesenden Herren und Landleute A. C: Antwort auf
deren Eingabe vom 19. Juni wegen tles Exersitiums außer Lande.
Die F. Z** habe niemals daran gedacht, den ErUiß votn 20. Ok-
tober 1603 SU suspendieren. Mit betrübtem Herten tcürde sie
die Bitierschaß aus dem Lande eichen sehen, könnte sie aber
nicht turückhalten, Sie mögen sich weisen lassen, Sie gleichen
dem Kinde, detn der Vater das Messer verwehrt. Von seinem
Entschlüsse werde er nicht weichen. (Gras) 1004 Juni 26.
(Kop., ]. -A, StnbMibt^rg-Akten, (ie^nrefonD. SHUlnger, fot. SM^- — ASt*.}
i
353
Der F. D* erzherzogen Ferdinanden ... ist E. E. L. ia
Sleyr veronlenten, auch der andern herrn und landleatb A. C.
verschioer tagen den 19, diUt datierte schriflft des verbotnen
reVigionsexa-citii ausser landes and die desthalbcn ansgangnc
I. f. generalia betreffendt nach len^ referirt und von derselben
in gebUrende beratschlaguiig gezogen worden. Darauf haben
I. F. D' criuelU}!) verordeiUen und laudleithen ir entliehe reso-
lation und erclttrung über das, so all>eraith hieror beschechen,
nach ferner nachfolgender geslalt gn. entdecken wüllcn:
Und hetteu sich I- F. D' zwar unzweifenlich versechen,
nachdem durch dero schon vor etlichen isren publicierte gene-
ralia da» exerritium der A. C. und andern dem alten allein
seÜgmach enden glauben widerige confeaaionen bey schwerer
straf ernstlich verboten worden, es würden die laodleath der-
selben confe^sion anhengig solchen 1. f. mandaten geb. nachge-
lebt und sich also in crafft und nach answeisung des religions-
frideo ires herrn and lundsflirstens willen accomodirt haben,
dem allen zuwider und obwol in denselben generaln berüertes
exercitium indifferenUr verhütten und disfals kain undtcrschaid,
ob es in- oder ausser Jands beschechen, gemacht worden, so
haben doch I. F. D* nicbt zu geringer verscli Impfung der l. f.
mandaten täglich vernemen uiüessen, das die uncathoÜachen
landleutli da^ verbotne txercitium ausser laiids und sonderlich
an den landsconfinen häufen weis bcsaecht und sieb deren
(wann sie von dem camer procurator umb die den generaln
einverleibte straf anclagt worden) mit dorn entschuldigt, das
sie die vorige mandata dabin nicht verstanden, als ob darin
auch das exercitium ausser landts untersagt wordim wäre.
Ob nnn gleichwol die hindlouth A. C. zuegethan I. F. D'
willen nnd mainung aacb der miindaten reclitcn verstundt allain
aus dem Icichtllch hatten vermerken kUnon, das der I. f. camer-
procnrator auch diejenigen, so ausser landa das exercitium be-
soeclit umb der mandaten peenfall rechtlich beclagt, nicht desto
weniger aber und damit dise ungleiche einbitdung und aas-
äucht uml) sovil weniger bIäI halten und yomandts fUrtragen
niilgcn, haben I. F. D' zu allem ilbcrfluss nnd allain destlialben
vom 20. Angosti oimo 1603 sonderbare mandata publicieren
lassen,' darinnen sie zwar nicht neues statnirt oder verholten,
' LiDgen uidil war.
353
sondern sllain die vorigen general and iren 1. f. willen mit ans-
tricklicker rerbiettung auch des exereitii ausser landts merers
erclHrt and erleitcrt.
Es sein gleichwol nicht lang lieroach und den 20. Octobris
die von der rittcrscbaüt A. C. der dreyen erblandt Steyr,
Kamdton und Craia bei I. V. D* mit aincr ausfUerÜchcn schrifft
und Rrclänuig einkomcn, darinen sie umb aufhcbung angeregter
tnandatcn neben illrbringung anderer mer |mnct«n geb. gebetten,
nnd ob sich wol I. F. D' gleich alsbalt darauf nicht erclärt,
sondern eiCj die riterschaft, mit Vertröstung einer fUrderHchen
resolution zur gcdnlt gcwiseti, so hat es doch (wie innen die
ermelte ritteruchaßfi einbildet) bey I. K. Ü' die mainnng gar
nic}it gehabt, das m: dise bcy ir zuvor wolbedachtc Ordnung
in sweifl ziecken, vil weniger dieselbe aufheben und suspcndim
wolten (dann auf disen vcratandt wurden nicht die landleith
sunder I. F. D* die gedult getragen haben), sonder es ist die
resolutiou merersthaits der an(]ern punctcn halber, die in be-
mclter schritft auf die pan gebracht, damals bis auf ferrere de-
Uberation eingestelt worden. Derowegen hat sich ofi'tgedachte
riterschaft vil mer ires herrn und landfürsten wissenlJichen und
in das ganze Jandt pnbliuierten willens befleissen, als ircr Ubl
eingebilten, darzue unvi^rmuetlich<Mi htiirming gel(.d>eii sollen.
Weil aber durch etliche ungehorsame das widcrspil gescliechen,
haben 1. F. D* gneten fueg gehabt und noch, die Ubertretter
deren raandaten umb die darin libertrettne straf rechtlicher
Ordnung nach durch den camorprocurator fUrnemen zq lassen.
Kachdem aber E. E. L. in Steyr verordente, auch andere
anwesende herrn und landleuth Ä. C. anyetzo abermals I. F. D*
Torangedente(!) in gehorsam übergeben und darinen umb auf-
hebnng angeregter Cjimerprocuratorischen processen und con-
s^qtunter auch der publicierten I. f. generaln nnderth. ange-
halten, so kUnen I. F. D^ nicht umbgehen. sich ires gn. willens
und mainnng hiemit schrifitlich, runt und cathegorict dahin zu
ercüiren, das sich I. F. D' die zeit irer 1. f. regierung yeder-
zeit dahin beflissen, wie sie ir getreue riterschaft sowol sambt
als sonders allon gn. willen, sonderlichen in policischen saohen
erweisen nnd erzaigen möchten,' kanten auch hoch bcteaem,
' sich« ilitHlb«r du» Schr«>ib«n i\9it Butlii'iu* xn ilon Kartlinal AhloUrandini,
Kpp . p- l»u.
r»Ut. U. Abi. Bd. lA. )13
dieweil sie bJshero bey der literschaft in vilfeltig weeg alle
getreu un<l gohoraamlatR wilferigkait in werk gespürt, dessen
BQcb von innen liinfUrter nicht weniger geweitig sein, das
I. F. D* ineo bislioro nicht gern was versagt und abgeselilftgen,
aucli noch inskonfftig nicht gern versagen wolten, was I. F. D'
imer mUglich und verantwortlich sein kunte, möclilen auch
wUnschen, das ir der landlcuth bcgerri diseafals also beschafea
wäre, das L F. D* mit unverlelztem gewissen darein verwil-
ligen kunten. Dieweil aV>er diser hnndl nicht das zeitlich,
sonder das ewig und der seein baiD und seligkait beriert,
I. F. D' sich auch ires von gtitt aufgetragnen 1. f. ambts und
dessen erindcrn, das sie dc&thalbcn dem almeebtlgcn gott zu
seinerzeit recben3<;liad't geben müessen, so seehen I. F. D'
nicht, wie sich nnmohr gebUren oder verantwortlich sein wolle,
aus dem, was I. F. D' einmal mit guctcm fueg und bedacht
statuiii. zu seliruiten und damit ir gewissen der anhaltenden
ritterscbatt zu gefallen so hoch zu beschwäreu. Es sollen die
landlentb A. C. gewisslich darfÜrhalten, wie sie dan selbs
leichtlicb erachten kUncti, wann sie, die ritterschaft (welche
bishero ein sonderbare zier diser lande gewesen und I. F. D'
90 gar wol an- und in allen ftUlen so treu und ritlerlicb bey-
gestandcn), diser ursach halben das vatterlandt verlassen solten
und wolten, das 1. F. D' solches nicht weniger, als sie, die
taudleuth, solches mit betriebten geraöet ansecben wurden. Im
iÄal sie aber selber discn weeg fUrnemen und erwellen wollen,
80 künten zwar I. F. D' dieselben wid«r iren willen nicht auf-
halten, sondern mUostcn innen ircn ahzug aas dem landt nach
inhalt der reichsabscliid vergunncn und zuelassen. Ks welle
1. F. D' vcrboflen, auch sie, die iSteyeriscIic riterschaft, hiemit
ganz gn. und vattcrlich ermant haben, sy wolten nicht allaio
otftangcmcltea generalu mit Vermeidung aller uncathoUschen
exercitien, ausser als inner lands gehorsamblichen nacbkomen
und sich also aowol der comminicrteu' straf und caraerprocnra-
torischen processen (die I. F. D' wider die übertrettei- fUrzo-
nemen nicht underlaasen künten) selbs entheben, sondern für-
nemblich auch dabin bedacht sein, das sie dermal ains zu dem
alten allain seÜgmachendcn catholischcn glauben, dannen ire
löbliche und geehrte Voreltern gedanfft und unRwcifenlich auch
■ Im Tut«: iCotniniiiiciertBU*,
355
I
selig worden, darl>ey sie aacb vil handert iar in groaer ehr
und wotfardt verharct tmd gcblibcn, niderumben trettcn and
sich aaf den weeg, davon sie durch rerfuerang der neuen lerer
aligcwichon, guetwilli^ begeben and also I. F. L)* mit dem ge-
suechten tffeetu irer fUrgenomen reformation ainest erfreyen, 8o
werdeo sie alsdann selbs bekennen and mit hüchstem dank er-
kennen, dass sie niclit allain in poiitidchen Sachen, sonder t'Ür-
nemblich in disem werk der so ofilers angepotnen 1. f. gnad em-
pfindlich und nicht weniger genosen als ein kindt, dem der vatter
das measer verwehrt und verbotten, die vÄiterliche treu und gnad
mit der zeit erkennen und sieb darumben bedanken thuet. Und
wollen sich also l. F. D* dahin nochmals und entlich ercUlrt haben,
das sie von irer disfaUs einmalcn genomon rosolution nnd den In-
halt angeregter 1. f. generaln ans angezognen erlieblichen Ur-
sachen im wenigisten nicht zu weichen, sonder mit omst- and
onablässlicher beätrafuiig der Qbertrotter vestiglich darob zu
halten gedenken. Welches I. F. D' bemelter Steyerischer rJtter-
Bchaft A. C zuegethan zar antwort und irer nachriohtung gn.
nicht verhalten wellen, denen sie mit 1. f. genaden iederzeit
zQvorderist genaigt verbleiben.
Docretum per archiducem 2G. Junii anno 604.
Balthasar Leyman d. P. Casal.
1591.
Pfi
aUgraf Philipp Ludtriff an Georg Giüler: teilt mit, fws Hereoff
Friedrich von Württemherff sich in Betreff de» an Sachsen eu
schickenden Schreibens erklärt. Er hätte gerne yeseften, wenn der
Uersog es mitgefertigt fuitte. Um su zeigen, me ernst es ihm mi»
die Sache ist, sende er es in eigenem Namen allein durch eigenen
Boten an den Kurfürsten. Neuburg a. d. 1).. 2004 Juli 2.
(ürig., 8t. LA., übr. K)
1592.
an die Verordneten A. 0. i/» Sleiermark : er sei rim
t in Dresden angekommeu, haha dort acht Tage auf Moß'
dorfer und Schränlder, die sich unterwegs länger aufhielt»*,
warten müssen und sicii dann erst durch I)r. Polykarp I.eyser
bei dem Kurfürsten anmeiden lassen. Da dienrr am Fieber er-
krankt war, hieß er uns am 25. vor den geheimen Haien er-
u
35C
»cheineu Mid mir s^$t eine Audiene für den ^. anweisen.
LeidffT ßrhieli ich am 24. nltends die Botschaft vom Tale meines
Weiltes, teeshalb ieh sofort per postam higher reiftte ; meine hciden
Gefährten aber haben am 35. ihre Werbung verrichtet und sind
dann mit tietn beigdegten Anttt-ortschrfiben entlassen worden. Eine
endgültige Jlesdntion. um die sie nngelialien, vmrde ihnett nicht
gegelten, u'oranf sie sieh auf den Weg mich Stuttgart machten.
Dort sind wir, ueä ieh ißegen des lingrähnvises meiner Frau
nicM früher konnte, am .?0. Mai eingpfroffen und hohen unsere
Sacfif- angdfracht und die beigeschlossene Antwort trhalten. Wie-
wofU uns der Hermg nur dtircJi seine Bäte cmpfangefi ließ, hat
er mich naciiher nach iJornstadi erfordert, mit mir von allen
Sachen gesprocJien und midi acht Tage bei sich bchalteti, worauf
ieh am 16. Juni wieder in Neuhurg ankttm und dem PfaUgrafen
Bericht erstalicie^ welcher dann Anmahnungaschreibcn «« Stichen
und Württemberg ablaufen ließ. Jetzt arbeite ich dahin, daß
eine ansehnlicJie Legation von diesen drei Fürsten an dni Kaiser
geht, und weü ich Pfalg und Württemberg sehr geneigt ßnde,
hoffe ich, auch Sachsert werde nicht dagegen sritt. Bitte, ihm
1000 ß. nach Regensburg oder Augsburg eu richten. Hegemburg^
1604 JuU 4.
(Orig., St I^-A., Chr. R.)
1&93.
Anmahnungssc^reiheti des Pfalsgrafeti Philipp iMdwig an den
Kurfürsten von Sachsen: Da die Verfolgung noch immer forl-
gesetjst wird, unordentliche Prosesse erfolgm^ die (lömflieheti
Ständen der A. C. su nicht geringen Schimpfe und Desjjekte
gereichen, halte er nicht unterlassen icoUen, S. L. nochmals an
die Sache eu erinnern und ga fragen, durch trelche Wege und
Mittel dieser umsichgreifenden Verfolgung ein Ende getnacht
werden könnte. Zu beachten sei, daß die vorgegangenen Jnter-
Messionen erfolglos gebliehen sind, daher 2« besorgen, daß sie auch
jetit nicht respekiiert werden müeJUen. Da der Kaiser uttd der
Erzherzog dteser Sache nicht gewogen, werde es einer guten und
ausführlichen Infornuition bedürfen. Ersprieß^her dürfte dar'
nach eine ansehnliche Legation sein. Neuhurg a. d. D., 1604
JiUi 4.
(Ko|i., Bl L.-A^ Chr. R.)
Die Vertyrdnrt^m von Steirmmrh A. C. an die von Kärnten: E9
wird ihnen erinnerlich sein, dafi jene Herren und Landlruie, so
das exeruitiuo) ihrer Konfession außer Land f/esticht, troU der
heim LandesfuraUn überreichten ^otestationssdirift, um 15 Mark
grstrnß und vor die Regierung eitiert icorden sind, Jetst teurden
auch von Hadntannsdorf wegen der Kopulation seiner ToeJäer,
die außer lAtndes erfolgte, und von Christoph Sfeinpeiß, der seiu
Kind außer Landes taufen ließ, die Strafen eingeforda-t. Sie
haheii dagegen den Betroffenen Interzessionen erteilt, hiedurch
aber nichts erreicht, sondern den Befehl erhallen, gegen den
Kammerprokuraior rechtlich su verfahren oder sich ea vergleichen.
Sie haben dagegen eine netm Schrift wegen Abschaffung der vor
einem Jahre puhlitierten Generalien eingereicht, aber wieder,
und stcar am :Jt>. Juni, eine hochbeschwerliciw liesoluiiott er-
halten, die sie beiiegen und der Herren rätliches tiutachtcn dar-
iüfer begehren, was weiter hierin vori^unehmen. Bitte um Mit-
teHung über die Verrichtung der Legation: vielleicht erstattet
Moß<lorfer, wenn er schon nach Hanse hnnmt, Bericht. Die
Heimkehr GaUers dürfte sich wegen des Todesfalles seiner Frau
verzögern. Gras, 1604 Jtdi 6.
(KoM., St. U-A-, Chr. R.)
1595.
Verordneten in Steier A. C. an Freiherm Wolf von Hof-
kirchen: teilen mit, was ihnen in negotio rcIigioTiis für eine he~
schwerlidie Resolution sugekommen. Sie schließen solche für die
niederSsierreichischen Stände ein und bitten, auch seinerseits sein
Priva^utachien in der Angdegenheii mitsuieilen. Grat, 1604
Jidi 8.
(KoM., St. L-A,, Chr. E.)
Die Znjcbrifl Au die St&Bd« Uegt b«i.
1596.
\us deti Artii^ti)i doramornm . . . dtataum . . . Sclavoniae in
generali corum congregatione in civiiate regia Monlis Graecensia
Zagrabienei pro tiuiiita die menais JulÜ celebvRt«, additi et con*
358
clnsi A. d. 1604: Verbot, die aus Steiermark vertriebenett Prakti-
kanten in Osajfl oder sonst im Königreiche aHfeunchmen. TUüttm
wie oben.
(KtmI. LA., Prot. 1601— leSfi.)
Siebe anten tum 6. Dex«mb«r 1608.
1597.
Die Verordnetett A. C. von Käntte» an die eon SUiermark: be-
stniigeti den Etnpfauif der Nachrichteil von den neuen I'roeessen
des Kammrrproknrators und der üesolution des Feindes furslen.
Ihnen ist bisher keine Resolution itufekommen. Da ihnen die
steirischen üerreti nicht zugeschriehe}» , was sie der neuen Zu-
muttmyen halber hei 1. F. D' vorbringen, können sie ihr Gut-
achten nicht erteilen. Moßdorfer ist von der beicußten Sendung
vor einigen Tagen eingetroffen und berichtet, daß di''jte nach der
InstruJction gut abgegangen ist. Die Uanptrelation stehe bis
nach Gallers Heimkunft an. Klagenfurt, J604 Juli 10.
{Oriff,, St. L.-A-, Chr. B.)
1598.
Der Hauptmann an der tcindischen Grenee, "Freiherr Alhan Oraß-
wein, an die Verordneten: Die Verfolgung der armen chri$tlichet%
Prediger ist nwimehr nicht filoß im Lande droben, sondern auch
an der Orense eingefallen', wie man aus der fteilie/jenden Ab-
schriß (Defehl vom 10. Februar 1604, oben Nr. 1551) ersehen
könne. Er habe in kursem Termme seinen Prediger von Ko-
preinitt au&suschaffen. Aue Entschuldigungen und Berufungen
auf die Bewilligung Karls IJ. und die Paeißkation von Brück
helfen nichts. Bitte, ihm beisuspringen, sotist wird ein Jeder sein
Heil anderer Wege suchen. Pettau, 1604 Juli 13.
(Oiig^ 8t. L.-A.. Cbr. B.)
Antwort d*r Verordne tfiii «m Ift. Juli; 8i#i >i«tt«n V^iti Äiiflrrr» MillM
^woßt, all ilem Obentrn Si^inumi Kriedricli FrcihiTm von TriiutniAtinmlorf
▼DD l^andeiwegrij die daraus fol^nidcii L'ugelpfi^ubeiten zu OomUt« ku
fuhren, daß er dea Landeaherm eraache, die Dinge im a1r«n Ötande so
Uwen (.Kons., abeoda). Dai Schreiben an Trautraanosdorf Tonn l6.JaU lic^t
h«i (Kone., ebenda). Oraßwein bestKtiel doa Empfanf; do« .Schivih(>nB am
IS. Anfjuit: Leider babo es Itciue Wirkang gehabt, wie man »a* den bei-
liftg«tMl«n Originkli«j| 8«be (Orii;., cbendA). Iiixwi»clieit hall« Irnlz der Ritt*
t«hrift d^r 8oMat«n Trautroitnnsdorf nAmrnR dw KaUer« and d«s Ei-zhento^
»rdinand am II. Aagnat die Ausweisung des PrUdikanten Georg: Knnr&d v«r-
tüt(t (Kop., ebr.nda) und davon Oraßwein an dcmAfrlbcn T*ga ventlndigt
(Kap., ebenda). Er bab« es leider tun mUiuirn. Die- Verordneten wenden
sieb am Sl. Aapiut mit einem Ilittschrctben an den I.andcdfltratm (Kons.,
ebenda) and ertocbpn um »iAerstreckung, «rovun nie den Pff^diger, Traiit-
manuMlorf und OraOn«in verstindigeD, erbaltea aber vu» Trautmaousdorf
•in -vom S6. An^Rt datiertes Schreiben, es i«i ihm atißer den beiden Befehlen
lw>i b4ch«tcr ün^ido Torboten vtordoD. ^till sa halten' (Orig., ebenda). Am
33. Augosl weift Ferdinand n. die Uitte der Verordneten ab {Ori);., ebenda).
1599.
Dif Verordneten in Steiermark der Ä. C. an die von Kärnten
A. C: bestätigen den Empfang ihres Scitreäjens vam 10. D<is
betreffende SdmftMCtck sei aus Versehen nicht mitgekommen. Das
sei jeiet geschehen. HätUches Outachten eririinscki. Solches tcird
auch von Krain erbeteti. Bitte, das Schriftstück Paradeisers nach
Laibach wiizHteilen. Dank für die Nachricht aber Moßdorfers
Verrichtung. Grai, i€04 Jidi 19.
(KoDX.. 6t. L,-A.. Cbr. R.)
1600.
Simon, ertvählter Sisehofrtyn Aijram, an Ferdinand IL: berichtet,
daß durch den Hauptmann f?on Kopreinitz ein Prädiknnt dahin
eingeführt wurde und gehalten werde, der den Pfarrer daselbst
in jeder Weise Mdstigt. Bttti', dir Hauptleute (sie) anjeuweisen,
daß sie den PrädÜcanten unKertceHt entlassen. Agram, 1604 Juli 23.
(Ori^., A^ain, Siidateir. Akademie. Gedruckt Starine 27, 178.)
1601.
Wotfgang von Hofkirehe» an die steiritehen Verordneten A. C:
bestätigt den Empfang samt Einlage an die niederÖsterreichischeH
Stände und der ßrstlichen TiesoUtion. Er hat saichfs nfles an
die Herren und Landleute A. (l gelangen lassen und besten
Fleifks enipfohUn. Die Beratschlagung hierCiher hat sich ange-
sichts der Wichtigkeit der Sache verzagen und haben E. G. der
Verordneten und Stände (httachten anbei empfangen sowie das
private, das sie ton üim verlangt haben. Hätte ein besseres über-
360
9e»den wollen, er wolle nbcr ttoeft dtin Sachen nachijrdenken.
Derlei consilia sind gefährlich über Land £U sckichm. Wien,
1004 Jtdi 23.
(Orig., 8t. L.-A.. Cbr. K.)
An denuclb«!! Tag« »ebreibt er an Hinon Schwaiger Gottfriad tdd
Btadl. Sofera die Herren eine Abschrift der knriicbBÜcboo, bei L U' ainge'
l«^«n Interw^on PÜr die niederäBtflrreiebiecheii StAnde bo|>ohrDn, werde er
»je arhickpn. In gleicher Weise Utl jid S. 1)* Erxlitrrio); Mntthiu oinf Ititer*
KMHton schon Tor etlichen Wochon eiDKehüadit^t >voiden und ist nocfa keine
Antwort erfol|*t. Soiut haben wir Kiichhcht, daß I. D* al1bor«it« nach Pra;
hab« frelangon laa*«n, wn« an linidMi Ort^in fUr Antwort erfolgen innrht«.
Die Bh«rMhiekt«n Srhr<^ibcn *ind )>efeiu fort nach Prag (Orig., ebenda).
Da« «rwihnte PriTat^ fachten liegt aoter dem Titel: Knnea nnd
einfBlti^B Ontachlen (ibcr dt« von (Ipr F. L>* Enchnrtof; Ferdinand erfulfrte
Beaolntion rom SA. Juni IfiO-l (als ^iiethednnken inrerU auelorU) bei den
Brii'f«!!: E* «oi darnach iu Zukuiin noch itTf^ru zu erwarten, das larte
,biiisti»elie' Ocwitsen, darauf man sich stark lendet, leid«t dies und kein
anderes. Der Religioussbschied wird wohl angezogen, aber nicht in seinem
rechten Verstände, ,dan die vcrksitfans der gfletter ^ar ansgelaasen*. DaB
man tum als Cbnrtreler de« fllr^tlichrn Mandates hrvchimpfl, muß man
TOE Oottea «C£«D dulden, }:eniig, d^ß ntAn ein relnr* Gewissen bat. Am
m«tstan b»trQbt die ernste Verniahnun^ nur kathoHscbt^u lleligion. Man
■pollet unser damit oder Tcnucbt uniern Bettündigkeit. Das beste an der
Resolution sind die lobenden Ehrentito], die der alten and der
j^tlIigen steirisehen Ritterschaft — vorhin hat man sin doch
Übertreter geschimpft — gegeben werden. Was sonst darinnen
•teilt, Ist nicht* wert. Die Rnhineaworte kann mau liraiichon, wenn es bont«
ador morgen sum Absiige kommt. Wpnn das der Fall sein snilte, h«iQt «•
leiden. Am lueisten wirkt uvch das Uebot. Die Qehete in vielen evaog**
liichen Lündem und Städten für di« bedrängten Österreichisch eo L&nder
werden wohl nicht ohne Pmcht abgehen. Wehe denen, die fiber unsere Ver-
Iblgang frohlocken oder miliMig gehen nnd die den Feind der Wahrheit
stXrkon. AnBer dem Gebete sind nucU die gebSbrUcheu Mittel viirBunebmen,
der tidter wegen KrlXuteruug au begehren, weil die Resolution hierQbur
kein Wort sagt. Es ksnn auch ein« Geldstrafe in causa anucientiae nicht
statthaben und snll^tt die StSnde darflber eher Gewalt l^idon, als gegen die
Reichsgeselae nnd den ReügionsachlnQ darein willigen. Hetilgliüh der Güt«E
sollte man sieb auf die Zensnr der Fllratcn und dee Kaisers beaieben, wi«
das der Fall ist, wenn Herr und Untertanen in Htreit geraten. Muß aber
anagesogcn sein, so sei es mit reinem Gewissen. Man werde schon erfahren,
was man an Ihnen gehAbt. Schwer kommt es uns an, aber ,was hat auch
das schone Vaterland so riol Sorgen und QefahreD, was nütat die best« Speise,
wetin sie versalzen wird'- (S Seiten fol.)
361
1602.
Die Verordneten rott Kärnten A. C. an die von Steiermark A. C:
bestätigen den Empfang des Sclircibens vom 19. Sic woUch, u-it-
icohl die Verordneten nicht aUe anwesend seien, es dm ,Mitver-
icatidien' mitteilen und solien die Kärntner Herren und Land-
leute alsbald SU dem Zuecke beschrieben werden. Da$ Gutachten
werde man ihnen sodann durch eigene Boten zukommen lassen.
Klagenfurt, 160-1 JuU Üi.
(Orir-, St. U-A., Chr. R.)
1603.
han an dieselben: haben uaeh ihran Schreiben vont 3i. die
Sache ihren Herreu und Landlenttm vorgebracht und hirrHtter
deren GutarMen verlangt. Tfim ist alter Erfahrung nach die
Sache so gelegen, daß die Kärntner vor Vcrneitmung eiites (rut-
achiens der st«irischeti Herren selbst sieh in dieser Sache tu
nichts entsehUeßen ivürden, dc-ihalh bitten sie um Einsendung
eines Gutachtens, das sie sodann ihren Herrctt und LandletUen
sofort vortragen werden. Von Mofidorfcr /wftm sie sovid Jiericht
erhalten, daß das bewußte negotium bisher gut abgegangen und
an den gehörigen Orten auch -reeiierhin emsig hetriehen wird.
GaUers Heiml-ehr dürfte ihrem Andeuten nach sich twc/* eine
Zeitlang verjrieheti. Sie woUen dann äUes eu dieser Sache Not-
wendige miteinander vergleichen, Klagenfurt, lüOi Juii 39.
(Oriß., St. L-A., Chr. ß.)
1604.
Papst Klemens VIII. benachrieJUigt ^ehersogin Maria von
Steiermark von dent Em2ifange ihrer twei Sdirciben tmd ver-
»iehert dieselbe seines ganeen Wohlwollens. Rom, 1004 Juli 30.
(Orif., Bt. U-A. Qßdruckt Steiemi. OMoh.-BII. I, 88.)
Ein gleichu Scbreibfln. Faul V. de dato 1606 November 22 eliendft, 8. »9.
1605.
Landtag Krain. Bei dei' Umfrage über die Klage der Grafen
WM Thurn, die der Kammeri/rükuraior wegen »icr Untertanen
t
362
eitierte. sagt DaniH Gall: es sei eu beklagen, dafi so viel Ohriff-
knien im hantle sricM und daß der Kamtnerprokurator nnd die
ReligioHsreformatioHskomtnissärc im Lande gebieteti. Laibadt,
1604 August 6.
(L.-ProL)
1606.
Fürstbigehcf Martin ton Scekau an Stephan Meißtur, Pfarrer
in Pmuenhirg: Befehl, die Ketserischen — mit Äusnnhme der
Landherrett — cur Anseige mh bringen. Seckau, 1604 August 7.
(Oriff., St. L».-A., 8lul)oiiboif:- Akten, Oagenr&rorm.)
Martiims . . . Sicat alias per literas patentes raandavimns,
iln nnne denuo raandamus, at oronea taos et parrocIiiarDni tuae
coliationis parrochianos, stve sint praefeoti sive nobiles vcl cuios-
cunqao conditiotiis (boÜs proceribus provincisÜbus landtherm
exceptis), qm haereseos labe infccti, sacram pucbnristiam iusts
prAeceplum ecolesiae non acceperant, nobis quam primnm de-
DURcies et ooram nomina in scripto nobia sine mora transmittas.
Volumus etiam ut parrocbis vicinis (si forsan ad eos non scripsj-
mu!»} sigiiifices, ul id ipsum qaoque t'acisnt. Datum ex arce
rcstdcDtiac nostru Seggau die acptima August! anno soxccn-
tesimo qaarto.
M(artiDaB) Gp(iscopo)B manu propria.
1607.
Der Kardinal Aldobrandiiti an Georg Stobäus: GliicJucunscb nur
Beteiligung der Keiserei durrh Erxh^xog Ferdinand. Rom,
1604 August 7.
(Stob.« Epp., p. 1S8.)
1608.
Gef*rg Gnller an die Verordneten von Stviermark: beriehtri aber fteinfi
Verbiindlungen mit dem Pfahgrafen Philipp Ludwig und über
dessen Wünsche. Seine Heise tiach Neuburg. Leh des Pfahgrafen.
TTMiiSfA. dafi sich Sachsen gut ertceist. Beraiunt^ da^eViRt. Per-
sonliche Angelegenheiten. Burg LengenfeUlt, 1604. August 6.
(Orig., St. L.-A., dir. R.)
Wplj^born . . . Dieselben halte ich un)anf;st den 4. Jaly
bey aignen bothen beraiih bericht. was bishero in bewaater
mir anbevolhcncr coinmiasion b^-y <lor lüU. chnr Sachsen. Pfaltz
and Wlirtenberff verriebt worden, nnd ob icb wol verhoffe,
solche meine sclireiben werden ztirecht eingelifert worden sein,
so habe doch, well bishero derselbe both nicht wider snmgg
khomben, auch aus andern erheblichen motircn K. H. ich bey
discn meinen aignen dicner die abschritten dessjenigen, was
hievor geachriben worden., zncschickcn, aach was seinthero fUr-
geloäen, dienstlichen berichten sollen und wollen.
Und haben K. H. aus hertzogs Philipp Ludwigen pfaltz-
graren schreiben vom 19. .luny n. cal. an hertzog zu Wllrten-
berg ... zu sehen, welchermaFScn sein F. G. gerne geBehen.
das8 WUrtenberg neben rtersclben ein anniahnungsbrieiol (dessen
copi dan za Neuburg verfaat and WUrtenberg beygelegt wor-
dcnl an die chur Sachsen ablaaffen Hesse, welches pfaltzgrävisch
Schreibens copi an WUrtenberg E. H. hievor eingeschlossen
worden nnd anyetzo abermallon neben den andern vorigen
achriifken mit Nr. I zum Uberfiass beygelegct TrUrdet.
Ob nun woll pfaltzgr.ive nicht änderst verliotft. dan WUrten-
berg wurde ein solches b^-lieben lassen, so ist doch ain wider-
wortige antwort, wie mit AV. 2 zu neben, ervolj;t; daraur sich
pfalzgrave resolvirt, wie mit Nr. S xu sehen, allein die an-
mahnong bcy Sachtjen fttrzukehrcn, solches auch ;il»bald in das
wcrch gericht, als AV. 4 zu verstehen gibt.
Ob nun wol solch schreiben an Sachsen den 15. Jnly
neuen calenders hey aignen bothen fori frewch ick t worden, so
ist doch bishero die antwort nit orvolgt, sondern man wart der-
selben stündlich mit verlangen.
Kntzwischcn aber ist meinem gn. ftlrslen und herrn bey-
Hgende resolutionscopi von Prag aas zuegeachickt worden,
welche S. F. (i- mir alsbald gn. comraiiniciert itiid mich, die
ferrere nottarfilt zu bcratliöchlagcn, nach liofT erfordert, als dis
pottKcrijttutH, welches einem andern schreiben beygelegt worden,
mit AV. 5 anaweiset.
Hierauf ich nun alsbald nach Neuburg erschinen und
solcher berathschhigung beigewohnt, und ist dahin geschloseen
worden, dass man dess antwortsehroibcn von Sachsen erwarten
und anni fall solches etwas zweifelhaftig oder die Sachen lenger
aufgeschoben werden wolle, so solte aUbaldt ich mich nach
364
Ureeden begeben und diss werch mit ftlrweisuof^ der nenon be-
schwerlichen resolotion in namen des pfalz^ravon und don (sie)
stttnde cmbsig sollicitirn und vor entUcher churfilrsllicher re-
solation von dort nicht aLraisen. Üarbey es für dissmal ver-
bleibt. Der liebe gott gebe, dass sich Sachsen also ercläre,
dass CS der wcitcrraiss nach Dresden nicht bedürfe.
In höchster warheit, der fromb pfaltzgrave nimbt sich
unserer Sachen recht christlich eutrig und rütterüchen an,
köntc im dieselbe, aucli wan sie sein atgen wSra, nicht besser
obgelegen sein lassen. Ich hoffe zu dem allmäcbtigon gott, ich
wollte die Sachen soweit bringen, dass von der chnr Sachsen,
Pfalz-Nenburg tind Würtenberg ein anseheiitliche logation pro
intercetiione et interpositione erstlichen an nnsern gn. herrn
ertzhertxogen KerdinaJiden, dan an die R, K. M' abgcordnol
werde nnd solche noch vor angehenden winter iren fortgang
«rraiclic; Pfalz und WUrtenberg sein geuaigt, allein sperrt es
sich bei Sachsen etwas, dann dessen rftih »ollen sich
nicht gerne brennen, da bedarf es nnn gaetcr discretion,
vilt bittens, sollicitirens, persaadtrens und schmlerens, paltetitia.
Ob ich wol mit meiner höchsten angelegenbeit und grossen
versautnbnus dos meinigen in Steuer allein diser machen halber
alhic zu land so lang verbarren mucss, ao woltc ich doch nicht
gerne ablassen oder abraisen,, bis die sachen zum erwUascbten
ende der Icgation gobi-achl wardo, dan ich sorg trag, da ich
es also binterhesse, wurde es wol verligen bleiben und un-
costen and zeit vergebends angewendet sein worden; welches
dan ans in gcmatn nich nllnin zu schaden, sondern auch zu
Spott und den Widersachern zur freude geraichen wurde. Und
obwoll grosser uncosten auflaufFt, verliofte ich doch, er solle
nicht gar vergebens, auch gegen denjenigen, was oft unnütz
vcrselienkt worden, gering zu achten sein. Gott gebe sein go-
denen darzuc. Amen. . . .* Barg Lcngcnfeldt den R. Augusti
anno 1604.
E. H.
dienslgehorsamer
Qeorg Oftller.
Folgt nodi die HAbnang: ,m«hren geld tar xcbninK heraiifttiordncn'.
36S
1609.
Die Verordneten von Krain A. C. an die von Steter A. (L: fce-
stätigeu den Empfang ihres Schreibetts vom 6. Juli. Sie haben
die Sache dnn fjrofit!n AuüScJiMsfe, dtv jHst versamnifilt tcar, vor-
geUgl, mau künne ahn- vor Beendigung der Werhmuj um Inter-
tetsion im Reiche nichts unta^nehmen. SoUtcn die Stetrer ritvits
veraniassen, so biH^ man, dies pjiestens einkommen su i<is&fln.
Ea icäre (fut, wegen der Int^eession einen gemeinsamen Solli-
silator su ernennen. iMÜtach, 1004 August 9.
(Ori«^ 81. L.-A., Chr. H.)
I
1610.
Georg Herr von Stiihrnhmj auf Kapfenhrrg an dir. Verordnete»
A. C: bestätigt thm Kmpfanij ihres Schreibens tvegen Kfindd-
bergers. Wiewohl derzeit nicht hei Geld, tcHl ,er sich der Zahlung
erboten haben und soü iftm diese von der Sterurtr aligeschrielien
werden'. Kapfpnberg, 1G04 August 10,
(Üri;., ttt. L.-A., Cbr. R.)
Di« V«rordDeteD batt«n ihn am 1. An^st ^eschripbea: in«» habe
Kand«lber^r im Febraar aaf »ein« Bitten wegen aeiOBa ianffe erlittenen
Leidens and beBchwcrlichen llustanileB SodO B verehrt. £« fehlt bei den
jeUi|;en Zeitl&uften an Öeld. Der arme Mann muß m auoU weiter aiifge-
soffen werdm, Bitte das Oeld TDniiutrcckpii und von drr Bteiier abtuxiclien
(Kons.. eb«nda). Zur Sache aiehe meinen AufHatx: Ei» H<jchverr«la|)r<i«i>ß
ani der Ztlt dar Oegenrcfomittioa, A. Ö. O. 68, xa den dieter Bripf eine
erwBiuchte Ergünznug gibt.
teil.
Die Verordneten von Steiermark Ä. C. an die von Kärnten und
Krain: bedau^n, daß sie das crwitHSchte Gutachten nicht er-
halten haben; von Krain wohl deswegen, weü von den Herren
keiner bei der Stelle. Da sie nun alle ihre Herren inner und
außer landen für den IH. September beschrieben, um ihnen diese
ganx kategorische Jlesoluti&n voreuUgen und cur Vornahme von
Fräparatorien einige Herren für den 28. August in die Hata-
Stube berufen und auch die Zehrungskosten für die Legation eiyi-
gefordert werden sollen, wie dann auch Gallers Ankunß erwartet
wird, so tcüc man Umen dies mit dent Bedcutm mit, daß^ weil
iC
die IJauptscJirifl von allen drei Landete ausgeJit, sie diesem Werhe
beiirohnni und für die Vt>rf>eratung am 2T. Äufjitsi swei fwr-
nehme Landesmitglieder (denen die Kärntner Herrn Ludteig von
Dietticbstein ae^ungieren könnten) abordnen und ste/i ßr di^
Hauptversammlung am 13. August durch einen staUUchen Aus-
schufi vertreten lassen. Gras, 2604 August 10.
(Kode., St. L.-A,, Chr. R.)
1612.
Diesdhen an Herrn Hans von Moßdorfer: Da man von Gaüers
Ankunft kein Wissen habe, für die bevor-Heheude Zttsammenktmß
in ncgotio rßligionis aber von größter Wichtigkeit ist, xu wissen,
wie der Herren Ve}'riehtung bisher abgegangen, und man auch
getieigt sei, die Sachen an Ort und Ende, wie sich's gebiihri,
weiter tu sollizitieren. so bitten sie, ihn^n die Ergi^hnisse der
Legaiion im Vertra\ien su berichten, leas für Jceine Rdation,
sondrm von Unten höchst geheim gehalten und nicht tceiier
^pargirt' icerden soll. (Was, 1604 August 10.
(Kens., 6t Ll-JL., Chr. R.)
1613.
7)ie Verordneten der Landschaß Steter an Freiherrn Frans von
Bagnils auf I'cmegg und St. Ulrich: Die Hoffnung, die man
hegen kotmte, I. /> tverde die im vorigen Jahre eingebrachte
Lamenfations- und Protestattons^chrift im günstigfm Sinne er-
ledigen, ist durcli die landesfürstliche Entschfndttmj vom 20. Juni
eu nichie geicorden. Eine Zusammenkunft der Iteligionsver-
frandteu ist drimjend notieeuäig, er möge sieJi su dar Zusammen-
kunft am IS. September, aber auch scJion zu der am 27. Auguai
ataUßndtndettVmheralutig sicher einfinden. Gras, 1004 August 13.
(Kop. etttainger, fiQ7*— 6«8^)
Ein gifichoa Scbrelhen an fleor;; Hartnanti Herrn von ätitbcnbarf
Im Bt. L.'A.. Stnbsabei^- Akl«n , UepenrefortD.; desglaichsu an Osorg Tun
Ütubeuber^ (ebenda).
1614.
Abt Emerieh von Amoidstein an Ferdinand IL: nachdem er in
Qemrinschaft mit Ihr. Daniel Pagge und Wolfgang Kaltenhauser
367
den ganjien Winter der Tieliifioiisrrformationshommission beige-
tcohnt, hahe er, treil anfangs kei»e (ießfir. für dir Kommission
angewiesen tcarnt, 400 fl. in Harem und 100 fl. in Hafer gegm
künftige Be^ahlutig hergegehen. 400 fl. leurden ihm beiafUt. Bitte^
den Hest anweisen £u lassen; dan Geld werde den armen, von
den sektischen Prädikanten spclierien und nun wieder rekupe-
rierUti Goiteshättsern eugttle kommen. 0. D. (nach dem 10. August),
(Eop-t Amoldit^iner Akten, Kn^lolÖn.}
1615.
Den 12. Äugusi 1604 wird auf Ansuchen des Pfarrers Hans
Ifann die Bürgernätaß von Mureck eusammengefnrdert und den
Bürgern vorgehalten, »ich eur katholischen Religion rt« begehen.
Wer sich nicht innerhalb 1i Tagen viii Jif-ichi und Kommunion
eitistellt, ivird ausgewiesen.
(An* it'iTt AitMo^ au« (Um Hnreckcr Orm.-Bnehe, St. L.-A.)
Di« Bürg«rsuliafL stallt aa daii PfarTr>r dai Brsuclieu. sich bU Oit«rn
giMialdeii ku wuIIpei. Atu 27. Augiiitt vrittdvL'liolt der Pfarrer sein« Erklärung.
Di« Btlrger wetidon sich aii <Igq (StTib«abcrg«che[i) Tä^or, kODDen abor von
dcirt kt\af nilfe «rbalt«u. Am 22. Oktober Eravuerang dt» T«rU>fii9
durch d«n Propst von Seckan; nach Veratreicha njt Aps TerminJ *rfolgt die
Ausn«imog nach Einforderuuf; dos 10. Prenriig:«. Aui 14. Uezentber wird das
Gebot wiodorliDlt.
iei6.
Die Verordneten von Steiermark A. C. an Ferdinand Freiherrn
von Eggenherg: Die Hoffnung, der Laitdvs fürst würde auf die
Beschwerden der drei Lande sicJi gnädig resolvieren, ist durch
die BesoUttlon vom 2li. Juni grihidliclt enlläusehi worden. Dar-
nach bat es bei den früher puhlicierten Getteralien sein Ver-
bleiben. Da es mtn notwendig ist, alle, die aidi cur Ä, 0. he-
ken%ien, zusammenzurufen, um ihnen die Besolutian vorz\dcgen
und eu erfahren, wie man sich hiesu verhalten solle, so bitten
Bte ihn, hintangesetüt aller Privatgeschäfte, am 12. September
hierorts su ersdieinen und der Versammlung heieuwohnen, sich
auch, damit man sich darnach richten kanji, in des Holen ,Ite-
gisierV eituutragen. Gras, J604 August 13.
(Orlg., St. L.-A., Clir. R.)
i
SÖ8
DMgleiclien in Franz Fmili^rni von R«i;nils Jiuf Pernngf; uod
$1. Lirich (SOtxiDfjor, 8 A87/CH). 14 Tugt vor tl«r H>iiptsusitmm«iikutift »oll
ein* V^rberalung iiUltfini!en, nm all» für ili« HaiiptTenuiinniiung' NUtige zn
beraten. Er mllfc daher sokon fvin S7. August hsr^inkommcn.
1617.
Die Verordneten von Steiermark A. G. an die von Krain A. C:
Was in dem negotio voneune/tmcn, tpird die tiäcfiste große Ver-
sammlung eeigen. Orot, 1004 Augitst 17.
(K«nE., et>fn4i.)
1618.
Die Verordneten von Kärnien A. C. an die von Steiermark:
Entschuldigung wegen der /s'icltteineendung des (luiacJitens. Zur
Beraiuvg am 28. Augmi enUetxden sie Ludioig vot\ Dietrichstein
und Moßdorfcr. Wege» (Ur Zusammenkanß «m i.V. September
teoUett sie das I>Iötige veranlttssen. Klagenfurt, 1604 August 28.
(Ori^., 8t. L.-A., Cbr. S.)
1619.
Die Verordneten von Krain A. C. an die von Steier: entsenden
für den 28. August Niklas Freiherrn gu Eck und Herrtt Wolf
Engdhrecht SckränUer eu Aich. Für die Zusammenhunß am
IS, September iverden sie in einer Zusammenkunft am ^s. August
das Kotige veratilassen. Laibath, 1004 August Hl.
(Otig., St. L.-A., Chr. H.)
Zo letst«r«r ordnen «ie am 9. Ruptemh^r Herwtrth -von Ljiinberg und
Anbtn Peliehowitsnli ab {Otig., eltpnda).
1620.
Dieselben an dieselben: Statt Schränkler, der sich etitschuldigt,
tcird Danid Galt su St. Oeorgenherg erscheinen. Ixiibaeh^ J604
August 26.
(Orif.. et L.-A., Chr. R.)
la ein«i» 8i;lir«iben v»tn 88. Aiip»t «ntAcliiildigt aidi aimli Ki-k nnd
wniat auf Panidl Oall oder U«rni rwu i^cliiiiUeiiliauuj {Orig.J.
369
1621.
Die Verordneien von Steiermark A. C. o» Herrn Georg GaUer:
Itoben sein Schreiben aus Burg Lengenfdd durch ihren dahin-
gesehickten Boten erhalten, dfinken für seinen Eifer. Die 1200 fl.
werden ihm durdi Herrn Kifiinllen .anhängig gemacht worden
sein*. Sie erinnern ihn, daß sie sur Beratung der beschwer-
lichen und Huertruglichen landcsfürslhrhen Besolution sämtliche
Uerren und Landieuie A. C. für den iH. Sf^yiemher susummen-
rufen. Etliche Tage gitvar, am 38. August^ fand eine Vorbrratung
durch eineti Ausschuß aus nllen drei (Andern statt. Scftott sind
17 steiriscJic Herren und Landleute, sc sieh vor der erßossenen
Besoiulion des evangelischen ExercxUunis außer Landes teilhaftig
gemacht, etliclte wegen Lesens von Postiüen oder Singetis geist-
licher Lieder durch den Kammerprohtrator vor die Regierung
titiert worden und wird ihnen ditj featgesetsie Strafe unnach-
ndUig abgeford»-t, ja was noch mehr ist, diese Strafe wird sdhsi
von denen, die sich mit Weib und Kind hn-riis außer iMtui
getiMcht, aber ihre Güter noch im Lande haben, wie von J^rn-
reich Rindtscfteidl, eingefordert. Bitte, soleiie unerliürtc Prmfsse
an detn rechten Orte amuhringcn und rfiV Kurfürsten und Fürstf^
dessen noch vor der angem-dneien Zusammenkttnß 3W erinnern.
B Onu, 1604 August 31.
^^^^^^ (Knns., St. L.-A.. Chr. R.)
^B der Vor«
Da l'VanK xu Tfuffr>()biich, der ^arcti riii ituH v^rl^itit wordsn', nn
der VorsnmiLiluiig uiclit ümcliciutD koniit«, Muiltc pt tat If- Seitivoibnr tlie
ErklSmnp an «einen Brudrr Rudolf, .du icli der A. C. bin und bleibe, »o
UnfT ich von gott die fjnad und du leben liahe'. Sein bruder udge Ihn bei
den Qbrtgcu Laiclleulen «iibtcbiildignn (Orig , iTbend«).
r
1622.
Kurßrst Chrvdian von Sachsen an den VfaUgrafcn Philipp
Ludicig: Bericht wegen der Interzession fi'ir die inneröster-
reichiscken Länder. Dresden, 1604 September 6.
(Kop., St. L-A . Clir. H.)
h
^ in d«r Pa
Er werde au» dmi Scfarcibeii vom 27. August enelirn li«beii, wft* nr
in d«r Peraekutlonssache der drei Länder mit Heiao; Friedrich von WOrttom-
berg zu verbBndelu gedenke. Leidor sei die vf^rabredcte ZuNaminrnknnft
mit diMiem verhindert, Kr habn nn^orn von den Verfulpunffen vemnniman
uud trag« mit dttn VcTfulgteu inniges Mitleid uud bütte einerseits gBWtiiisi:ht,
r«DUt. ILi,lx. Bd. LX. S4
370
AaH flie in Kr«iix nnd Vf-rMgi^ng OnAnü tngnti, andercraeita tiib« er tic
B11HI G'JioniaiH gpptin ihm Dbrigkrit ^i*!»«)]!!! Almr «r hxb« Mcb bemerkt,
daB fliß du Wort Religinii nic^lit bloQ im &lnnd<! niiren, »undern lbretw<>^n
Weili nntl Ktnd, Hau uikI Gut verljiaaan, dther habß flr es aetiaa bifib«r an
Untentütxun^ der Verfol);l«u uud Intenteaaionea beim Kaiior oicbt fvblan
iMsen und lUrin «nf^edeutct, weLcb« Ronj&qnenEen aokhe Verfol^ngeu mit
alcli xiehrn tnii».<cn, wiß aift Unmhe, EmpSnittg unter den Sütnden Ter
Ursachen nnd answlrtigen Potentaten Anlaß ^eben, aich dor vnmehmsteii
Stünde an boinSchtifr«n. die deuuichf« LibeiUll üu eehwäebeit nnd Uerran
und Koechce unter ihr grausamn« Joch zn bri»|r«ii. Diese Int«rz«aaionen
liatlea d«Q •altref[«Qg;«aeuten &rfüig: je mehr wir i&lersetlier«u, deito
^Imroiger werden d!e Verfülgangen. Da wir aher unaere MilchrUt^n nicht
veriaoaen, naob weniger znaeheo dllrfen, daß onsere ReK^on ala Ketzerei
•■■geflchrien irtnl, an niflaaen wir nna ifnr VfrfcAgifn mit rechtem Eifer nnd
■ullariften HItleln annehmen und ra wird allt-in xn nnti^rsnchen bbId, welcbea
d!ea« Uittel eeie.n, denn man dQrfe tlte Peraekutoren nicht noch heftiger
machen. Es lind iii/ercem'auu und eine Schickung an den Kalacr. An
Inierxp'aaionen hat ea nicht gefehlt, aber der {fewilntchle Erfolg tat anaga-
blieben. Hollten ate noch einmal verauaht werden, ao dürfen ■!• nicht Ton
ünaslnen Kdrsten auagehcn, aber »olbat damit wird wenig gerichtet, dnan
aia kommen meist Pemonen in ili« HXndc, die nnserer Religion feindlich
■inj uud au den VerfüLgon^eu Luat und Lißhc haben. Man vertröstet die
Intericdenlen, um sie los au werdeu. Zwar tat Aic Legation kein bOaaa
Mittel nnd zuträglicher ala daa erste, aber auch diea bat Schwierigkeiten:
es geht ohne Verzdgprung uii^lit ab, Aadienaen werden acbvrer erlangt nnd
werden aln gi>ig«ben nnd die Geundten gehctrt, ,iat «Ich doch nur einer Vor-
antwort au befahrt^n'. Man llfit tie Knin Rnplixieren nnd an weiteren
Audionxen nicht an and ao ist auch durch dies Mittel den BedrSngten nicht
geholfen. Uaa Richtigste wKre, ,weiin ein Tornebmer, unserer Religion eifrig
angetaner ReichafUrat sich an den kaiserlichen Hof begeben und die Saofa«
dort lollizitieren würd«'. Ilim kannten von unit und unaerr<n Mttatändei
Rute Kugeordnnt werden, Ein aolcher Fürat wflrde leicht Audlena und Zu*
tritt erlangen nnd After, ao daß er die rechte Bnachaffenheit der Sache nm-
atAndlich berichten kilnnte. Daa ganxe Werk erhielte ein graßerea Anaehan
und würde trotsdeni eine widrige Antwort erfalgen, dann hätte man all daa
getan, waa die Liebe gegen unsere MilchriatflQ und unsere wahre Religion
erfordert nnd kannte sich dann auch allenthalben der Ofhfihr nach rcsol-
Tin-en. Wie daa nun immer gehe, daa Unternehmen ist dabin au richten,
daß ea proprio motu nicht auf Anrufen der Bedrängten geschieht, damit die
Verfolgung nicht noch kefiigor wird. Der KnrfQrst orwartut Autwort, welohea
der drei Mittel am meisten zusagt.
1623.
Der Abt Emerirh twn Ämoldsieln «rt rM» Pairiardten von Äqui-
leja: Da Joltann Zunga, Pfarrer twn Si. Midtod in Rostgg, ein
90 skandaiöses Leben fahren daß die Pfarrleuie ihn in der Kirche
371
nicht dulden, nun ei» anderer da sei, der zu dem Amte tauge:
der Pfarrer ron Mnlborget, der mit geringen Einkünßett ver-
sehen ist, bitte er, diesen tu berücksichtigen, umsontehr, als er
der alövenischen Sprache tnächtig ist und er eines Vikars tiiclU
bedürfen mirde. Ämoldstein, 1604 September 9.
(KouK., Arno]i1«l(^inßr Akten, Klagenfart.)
I
I
1624.
Replik des Herren- und Ritterstandes von >Steiermark, Kärnten
und Krain auf die landesfürstliche Resolution vom 26. Juni 1604.
Gras, 1604 September lÖ.
[Kop., H.-, H.-!!. St.-A. Wien, laoerSsterT- Akten, Stoierinxrk, Fmk. 6, Ori;.-
Koos. mit nntonchrifteo, St. L.-A., Chr. K.}
Die StXndo aui «lleo ilrti LXtidern lixlien — I«ir|rr ttmsonst — er*
wjrUrt, d*6 ilir« Bitte vom (30) Oktober 160S um Anfhcbong d« Verbot«
des evanj^eliE^rhcn ExerEitiums in- und nnßor Land erhsrt wUrde. Uu Of^gen*
t«il «rweist nun dia Rcsolation vom S6. Juni auf ihr am 19. Juni Uber-
raichtn AnmaLnungasctiniibsn. Weil dieeo Reiolation ala Beaatwortun^
ilirer Haopttchrift Kelte, habe man nicbt bloß din eran^liaclifiD Herreu und
Laudieute au) Steienuark beacLriwbeu, »ondorn aucb die aui KXrattin und
Krain TerstSndlgit, damit ntecttandem eine Sclinld imputiert worde, wenu licli
einer mit der Unkenntnis dieser Sachen entschnldi^. Die V«r»animclten
babcn sich m einer KepUk entachloasen, da sie ihr Uewisjen dam xwin|rt.
Ea schmorat sie der von dem Landesfllntfin ihnon (femachte Vorwurf dea Un-
gCborMm« und (jcübtcr Vcrsdiimpfun;;. Man halie sieb au das Versprechen
gsbillAn, daü niemand in Httinem Oenimen liudrün^ werden noll« und dem*
•ataprcehend den B<-sucb ihtor Kxcrxitien fiir erlaubt ^«halten. JSuimerlicIi
ic-i es, daß die I.andlentc, ,*ie sinken, sagen, schreiben oder lamen-
tiarcn', wai sie woLlen, so f^ar nicht ^ehcrt, die früheren lande»-
fOratlichcn Resolutionen und Erklitruniten beiseite gestellt nnd
ihre und ihrer Vorfahren Irono Dloitsto, Privilegien, LaaJes-
freibeiti-n und Dargaben nicht beaclLtot werden, während ihre
Gegner nicht« aiiderej suclneu, nls unter dem l'räteste des Oewiftaens sie um
ihren Besitz im Land« sn bringen. Man sehe das daraoa, daß von etlichen
Landlenten ontor dem Schfine, als hatten sie sich in ihren HHusom zn pre-
digen unterstanden nnd sich, was ihnen gar nicht zustellt, xu PrÜdikanten
angeworfen, vom Kamnierprokurator die verwirkte Strafe von l&Uark Qold
abgefordert wird. Hinweia auf die Gefahren (eitcna des Erbfeindes and ihre
■leta «rwieaene Treue. Sie danken fUr die in pulitiscben Sncbcn ihnen rr>
wie^encn Gnaden, niUnieu aber unter TrXnen und mit traurigem Flercen
klagen, daß sie der Gnade durch so bc^echwtirliiiho tCai'Ua, denen aie iihnn
Gewissensverleurnng uicht gehorclicn binnen, verlustig gf-hcn sollen. Die
Gewibrung ihrer Bitte liedinj^o fUr <1l>u Er7.herxog keine (lewiMnnsverletiung,
weil von ihren Gcguoru nieniaU erwitiseu worden, daß die Ilerreu und Land-
372
Ifintc A. C. nnlmthaliitch seien, Ihte. KcMglan At'm^ntalgfi Im H. R. R xage-
Ittsüßn und nicht so bewhaiteu sei, Amm mnn tüch ein UeMissen hierüber
mache. H. D' hxbe btii thrcin Kegiernn^autritt« sndani gnwnßt, welcher
Religion die St&ada s«ieu, wie sie ju dtzumul ihre feierliche Krkl&rnn^ al>*
{^ebeii, der IjAiidrsTint «bor trotzdem dif Ifuldiguni; entg«goii|[on<iinm*n
nni versprochen hxbe, Rte wid«r ihr« Freihoitrn und Lund^sfrowohnhoiten
nicht 711 xwiucen oder ftr aua dem Lumltt tu treiben. AlW Am aollltt ihn
aur Aiifh^hung der Üenernltaii oder doch suc Milderung der Kesidntion be-
wo{^n babeu. Wiederholuni; des Anerbietens, xur Voniietdung der fllr&tliclion
Ungaad» das Exil lu incheti, .da inoii nocb im im land habende ^letter
«bgflledigt w«rde&'. 80 schwer ihnen ijer Abacbied aus dem Vaterland*
kommen mag;, mQ.-uien »i« die Sacbe dach Gott anbei nistellen und in O*-
inXChnit des Au|^bar|;r;r Keligi»nnfrie)I<fna den Abschied nfthmen. Wleder-
hnliing der Bitte wegen der abgecngenen nnd in PrneeC g«ratetirn T^andleutB
Seenuß und Zäckel. Unlerachrieben «Ind fl3 Mitglieder diu «ttelnnchen Kitter-
■laadM und einige aa> Kumten und Kraiii.
1626.
Erzherzog Ferdinand IL beatUieottet die von der RUtcrsthaß
der IjCnde Steiermark, Kärnten und Krain eingereichte Ueligions-
Schrift. (Graz) 1G04 Septemher äO.
(Kopp., Archiv d. Uetch. -Vereins fUr Küiiitcn, Uudolfin. Klagenfurt. H.-, II.-
n, ^-A. nnd Sotainger, fol. 67t*— &73K>
gpriolit Kuerst leinen Tadel aita, daß sie ungeachtet der za etlichen-
maleo erfolgten Inhibitionen abermals eine Zosammenkanft angestrElt, iitmal
Id der Qberreichteu Schrift nichts Neues rorgebracht, soudcio tiur da*
wisdorholt wird, wai di« StXnde A. C. schon in ihrer im verflosivaen Jithre
Qberreichten Schrift angebracht liaben. Lob ihrer Iri Kriegs- nnd Krleden»-
xeiten bewHhrten Treue nud ihrer V ersieh emntr, '«ich an das Beispiel der
Vurfahren %n halten. Zu wUnsuhon wäre aber die Beharrliclikoit ,in dam
glücks«ligen Bando und Stand» der llebon Kiniglcvit im alten xuaainmdn'
stimmenden Gtaubea*. Er mochte ihnen in allen fingen gern entgegen-
kommen, daß er aber ihnen wider das uuverfKIscliI« Wort Gottes und sein
fllrstlicbes Gewissen die von den genannten äUIndrn g(>wnn»chte Ziilassnng
des Kxeraitiuma ihrer Rfli^ion nicht bewillige, ,ist drr Vernunft gnniKC, da
er als Harr nnd Laiidcsfnrst nncii für seine UnCt>rtani>n liecliensc.haft geben
muß. Wenn ex dann im Lande dabinkonimt, daß die hohe Obrigkeit als da«
tUnpl und die Mitglieder des Landi-a nicht (ibereinEukommcn rermogen,
maß da* ^Mindere dem Mehreren nachgeben'. Schon in <inm am 26. Jnni na
■ie ergangenen Dekrete habe er neine Ursachen und Mutiv«^ der Ritterschaft
SU erkennen gegetien; eine andere rechttnXUige ErklHrfing wi<»e er nicbl in
tun, es sei denn, er wollte das ihm anvcrtraiitf. InndesfllrstrKhe Amt anders
gebraueben, als wosu er ei von Gott einpfaugeti. noffenllich wHrden sie
ihm dagegeu nichts sarotiten »od sieh rar Rahe beigeben. Mit Befremden
vernehme er, als ob der F. D' etwas Neues aargcxwnngen werden soll, als
373
tiBiiii «fl Tflrbnaden wKre, der abniflieodm Lnn<llAiitri Gllltcn und Odier xu
kaufpn UDd xu beiahlan, uad ilir tflcicbMm vargFJic>irir>lMiii wOrdi?, wie li«
ihr Oeld anxulvgeii habr; das BeigpioL ilirftr Untcrtannii, dl« von ihri»n
Gutem g«iirU»bt worden, pM*^ nicht dali&r. da I. U* keinem l.xii ilniiinii
der Rflli(;ioQ w«^en masaehuff^. Er geUlinr< «icli, diß «ie AUr ICäutuimg
des Lande« keine Ursach« ^e1>en, soiidern nei vielmelir den V^mehem, die
ßittprecliaft wnrde in Erwäg^nnf^ sieheii, was ilire lUbrn Vortltcrn noch tot
&0 Jahfpu und otticli« 100 Jalir« vfirlior gt-macht tmd in wAlclier KnnfoMion
li« ilir Leb«n ^i»iid«t. DArnin seien genug Z«Lc]jea vorhanden, ilaU sie dich
de« Vaterlnndea nicht leichthin begeb«a, und wünsche er, da(t koiiicr ans
«llen seiDi*n getrauen Landlf-iitcn den Absug n^hme. Sollte sich aber einer
»US Uinen einc^n anderen Landeaffl raten snclien wollen, dem st^ht die Dis-
pontion mit soinen GQIero ohne I. F. D* MaÜgebung frei. Damil man
soico wohlwollende Gesinnung erkenne, wolle er allen nnd jedem, die bis
Tor Publixierunff dss MatidatM vom 2Ö. .Jntii oxindiRrt, Verzeihung: gewähren
und die kaiiitncrprokuratoriichen ProzrMo oinitellen. Wns aber nacliher
verbrocheD warde, gsdeuk« er oiclit ange*tr«ft au Ishou.
1827.
1626.
H Thomas Nadasdy an die sieiriscfien Verordmten A. C: bittet
" um eine Furachrift an den Kurfürsten von Sacksett, fatls er
infolge rfes Krieges fjnnötufi tcäre, »ein Vaterinnd su verlassen,
■ toie ja schon sein ganzer llesit^ Vgod, Somlin, T)etvHscher, Janos-
H hajm und Egertcar so verheert ist, daß nichls als das Gemäuer
B stehen Hieb, früns, lüOi Seplenüter 31.
Die Verordneten rr>n Kärnten an die lanäesfürstUchen Kom-
missarien, den Landeshauptmann, Landesiucedom und den ICrz-
priester von Unterhimlen: liürgemtriater^ Jiickter, Rat und die
H ganse Bürgersdiaft von Kkufenfurt haben sich hei den Verord-
" nctcn (namens drr ganzen Lnndschaß) beschwert, dafi die Kom-
mtssäre gesta-n den Bürgermeister und Hidder zweimal vor sicii
eitiert und ihnen zwei lawhsfiirstlicke Dekrete, das eine wegen
Einnekung des hiesigen Spitals and der Kirche, das andere,
daß die Ansgeschaffteu in der Stadt nicht (jeduUlei werden, vor-
geletien. Sie verlangten Einhnndigutuf der Schlüssel jrnm Spitalc
und zvr Kirche. Da dies aber eine die ffnnie Idindsdiaft k»-
gehendc Sache ist, haben sich Bi'trtjermeister und Richter auf die
Verordneten berufen; worauf dii Kommissäre «t«A die Spital-
374
meiste xitierien, Äbgahe der ScMüssel tiad Ahlegung eines Eid-
schtvures verlaugteu. Da sich attch diese enischrtldigtcn, liefien
»ie die ScMosser ah- utid andern ansdtlagen. E» ist das eine
SaeJic, die, solange die Landschaft die Stadt hesitst, noch von
ÜMnem Landesßrstat angeordttet uvräe und gegen den InhaU
der kaiserlichen ScJienhungsurkunde streitet. Die Verordnelen
hätie» »ich von iftnen ah Mitgliedern des Landns dieser SacJte
nmsmceniger versehen, ah sie erst vor 14 Tagen ausführlich be-
richtigt, was es tnil diesem Sjntale für eine Bcwattdtnis ftabe,
das nieht bloß die der A. C. Verwandten, sondern die gesamte
Lnndschnft berührt, und man gebeten Artlitf, die Kommission auf-
suziehen, tris man einen Bericht darüber an die F. V gelangen
lasse. Das letztere sei durch die Ritterschaß aller drei Lande
gescfiehen und fuiben die Verordneien insbesondere noch eine An-
mahnttng an den Landeshauptmann unter Erinnerung an seitien
Eid gelangen lassen, damit er dieses Ermchschreihen, faUs sie in-
noischen zur Prosequierung ihrer Kfnnmission getrieben würden,
7. ly sende. Umso schmerelicher muß alle Interessenten dieser
ölende Eingriff berühren. Die Verordneteti Jicffen, daß die
Kommissäre ihre Schlösser von der Kirche leieder abnehmen und
Kirche und Ä^nVn/ in den altett Stand setzen werden. Klagenfurt,
1604 Oktober 2.
(Rop., St. L.'A., Chr. R.)
1638.
DfOfel&e» an Erehereog Ferdinand: führen üJtier das Vorgehen
der landt^fürstlichen Kommissäre (unter Erzählung des obigen
Saehtterhaltes) Beschwerde und klageti, daß man ihnen die Ge-
bäude enlsiehe und anderen einräume, die daett keinen ffeUer
gezahlt, ja daß man dahin dringe, daß sie ,ihr eigenes Erdreich
gu den Begräbnissen kaufen und ihnen sdben — Geistlichen — jntr
JiaiuioH macJte'. Bitte, diese Sac)te eineusteRcn und die Land-
schaft bei ihren Rechten eu lassen. Klagenfurt, 1004 Oktober 3,
(Koi>.. St. L.-A., Ckir. R.)
1629.
Die steirischen Verordneten A. C. an den Landeshauptmann:
leiUn ihm die Resolution auf ihre Iteügionsschriß mit und bitten
375
lim sein rätliches Gutachten, ob man ate aucli dmten aus Kärnten
unrf Krain sukommen lasseti solle; iceit^re Mitteilung der lande^-
fürstlichen Begehren com 30. September und 1. Oktober (betrifft
militärische SacHeti). Gras, 1604 Oktober 6.
(KoM. St. L.-A., Cbr. B.)
1630.
Der LandeshauptmanH Sigmund Friedrich Freiherr zn Herher-
stein an die steirisdien Verordneten A. C: MüitäriscJie Ange-
l^enheiten. Was die liesolution auf die Hdüfionssehriß betrifft,
ist sie auf die JiHtersdiaß aller drei Länder tituliert und muß
ihnen auch zugesandt werden. In Steiertnark kann sie der Ritter'
schaß erst tu den Land- und Uofrechten übermittelt werden.
IJiren unerfreulichen Inhalt können sie aber etlichen Herren wid
Landleuten in den einzelnen Vieriein des Landes vertraulich mit-
teilen, die es ihren Verwandten und Freunden kundgeben krintien.
Lankßmitz, 1601 Oktober 7.
(Orig., 8t. L..A., Chr. H.)
1631.
Die Sieirisehen Verordneten A. C. an die von Kärnten und Krain:
K entsprechen dem vorhergehenden Äußrage des Landeshauptmannes.
B Gra£, 1004 Oktober 10.
B (KgDK., St L.-A.. Chr. R.)
I
1632.
Thomas, Bischof zu Laibach (und der Vizcdom von Krain) au
Ershereog Ferdinand: Motiviertes (rutncfiten über den crhaitenen
Befehl, die Mißhelligkcitcn zwischen Stadien und Märkten £u
untersuchen und darüber Bericht m erstatten. Auch andere als
die von dteseti vorgebrachten swei Funktcscien eu erMären: Erstens,
Städte und Markte haben vorlüngst sch<m die Ahschaffung des
fieyhandds' urgicrt, die Herren von Thum wegeti ihr^s und
anderer Landleute artgchlic}iett Scftaden ihnen keinen VorscJtub
geleistet, auch keinen Bericht ersiaitd, rcohei sie von Unkatho-
lisetteti Unterstatzung fanden, was erst nach durchgeführter Re-
r
37ß
formatioH aufhörte, rfa die Af'schaffunff des ,GeyhandeW an-
geordnet wurde. Widerstand des Adels, der seinen Untertanen
auf dem ,Gey' Handel su treiheti gestattet: statt daß diese sum
Landbau g^uJien werden^ wird ihnen gestattet, sieh maßlos ru
bereichern, tcas aus gegebenen Seispiden ersichtlich Kird und
dem landesfürstlichen Kammergute sowie ilen Städtern im aUge-
meinen zu Schaden gereidd. Es möge tvie in Steier vorgegangen
werden, damit St<idfe und Mörhte wieder in Flor kommm. Was
den venetianischen Viehtrift betrifft, ist Fürsorge su treffest, daß
das Land keinen Srhadert nehme, Passe und Straßeti sind su
bessern, der Fiehkauf in Steier und Kärntm r« gestatten. Bei
Exihttion der Städte und Märkte der Steuern wegen ist die
Exekution auf die Persott su führen. Beschwerden der Städte,
betreffend ihre Stellung im Landtage und ihre ungebührliche
IfintaTtsetguiui bei Bedienstungen, »h Steuersachen etc. seitens des
Landtages. iMibach, 1604 Oktober 24.
(Kop., L.-A. Krain, alt U8, bi'^ [Abiurda (»ic)\)
Durch leichtigister . . . Wier haben E. F. D* . . . be-
vellich nber N. nnd N. dem von st5tt and inar^kbten zwi»c)ieii
innen und den andern des landts Cvmu von prelattent herrn
und rittern löblichen zwe^'«r standen erwachst? ner Ungleichheit
nnd misfallungen halber bei deroselbon als vormallen bey uns
landtagscommissarien . . . angebrachte graeamina . . . emp-
fangen nnd das nior hierüber anüer bericlit und rathliches
gncttmainen E. F. D* zneschreiben sollen, geb. vernommen.
Darauf berichten E. F. D' wier . . .: Obwoll dio von
stOtt und markht als hescliwärtc in ircin nberraicliten snp-
pliciern anyeizo und Tür dissmall nur Kwey jjuurta maistes-
thcills allfi irer stimmen cnllcction und der verordenten ambts-
Stollen zxjl decidim nnd ins esse zu bringen hegem, so sein
doch die übrigen arligkhl etwos zu erclaren and nenig aasxtt-
fuhren.
Und Airncmlilich daK erste, al^ den geyhiindl betreffent,
haben die statt und margkht vil iar nacheinander geuieinlicb
in allen landtiigen desselWn ahntellung urgiert, mit grossen ao-
costen rilmalon daoscn zu Grftz hey E. F. D* . . . VAttem,
encheraogen Carolin hocliji. ged. dietiolb zu erhalten sich be-
mtlehct, inmassen dei-n c&nzlej acta aasweisen wurden. Dia
berm tod Thnrn aber, damallcn landtsobrigkeit nnd allztt
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in&chtig gewest, aus einem vermeinten irer nnd anderer land-
lenth uodtt^rthnnen schaden inen keinen vorechnb. weniger die
darcli 1. f. bevellicli ahpeforderton boricht tlmeu tmd ervolgren
lassen wollen, zumall in^^n, Inudieaten, die ancatoüieclien Imrger-
schafft, iie odium eorum sihi conßarent, nit wonig damals con-
iurirt und also die sachcn liindterleklienntf'^tVJ verbliben. bis
nun anyetzo in dirr (f;"uit lob) maislestbeiUs vi-rrichten hoch-
h&ilsamen rcformation der catholicismtis die zerspaltene burger-
schafften wider vcrainbart und dieselben c(/niunclit viribus
Kollicbi- poIHce^ oder des ybnen alten scbcdticbisten gcyliandls
abschaiT- und -thnenng von E. P. G. . . . bekommen und er-
langt. Nacbdem inen aber deu armen stüttcn nitd mar^khtcn
in vil spürende weg die Herrn und landleuth ob sollieher pol-
licey steiff zu halten eintrag und Verhinderung getban und noch
ymmerdar tbneu, dass sy in kein rechten achwung dise iar
hero nit kan gebracht werden, indem sy in ihren landtgertchten
and purgkhfridcn dicselb nit publiclern und alUtn iren unter-
Ihanen wie zuvor mit denen verbottnen guettern und wahrn,
80 auf das gey nit geboren, frey hantieren lassen wülleu. so
es doch bey ermelten zwoyen lobl. sländcn, so umb soUiclie
dos geyhandels verbietung Bolliciticrn und dem von atott und
margkhten iinerwehrendea anrueffen und anhalten woll gewüsst,
in gestalt ea noch aUermasscn stehet, gestanden, wider dise
geybandls abstellung bey E. F. D^ mit iren nottui*fftcn einzu-
komben oder aber im widrigen, welches vit besser wäre, ire
unarbeitsambe nnderllianen, so da» landt in abpau und ödung
bringen und komen hissen und sich auf den schödlichen lur-
kauff und andere verbottcDc handtierung als muessige personcn
begeben^ dahin aneh ire sühn wie der Simon Jacob zu Fernigkh
tmd Zierklach thuut, lanttcr auf solliche aufgchebte kaiiif
mannschuft erziegln, mit dorn sy sich nit allain also hercichen,
das sy von irer grundtherrschaft sich ins ewig und für sich
Eelbs ab- and wegkauffen als es vom Cleuieu Wremb zu Ma-
reitBch and Mathias Uaaman zu Flednigkb wuhncndt, zum
beyrathguctt woll lOOf) laller, su bisBweillen von gravcn und
frey- oder andern landtherrn nit bcächicht, geben und ver-
schreiben, auch oflfentlielie laden iti dörffern, inmassen ethcb
Brselbon im Marentscher poden gefunden werden, die gar selbst
auf Linz, ziehen, von tüet-liern und andern aufschlagen halten
dörfen, wider su des laadcs ackcrpau zuc ziehen. Sonsten kau
nichts anders damus dan dise» gcwis volgen, das E. F. D'
caroerguet Torderist (dessen die stött and märgkt die maiste
and alleiotge bcfurderer sein) an dea gewendlichen aufscblag,
soll und mauten, wan die wabm nit in dio stött und märgkht
gebracht, sundern auf dem gey hin und wider diatrahiert, ge-
schmeicrt and hochstrUflichor weiss gleichsamb ent&embdt
maess werden. Also gehen die stütt und margkht, wie wier
bede solÜches in gehaltner religionsreformation in Undtercrain
jsn Rudolfswerth, Woyxlberg, Möttling, Landtstrass,
Nasseofuess,. Tscheruembl, Seysenberg und dergleichen
endo, da bisswcLIen die halbe atött l&hr and anbewohnt sein
and stelm, die nbrigen hoascr sambt den gemeinen stattraauren,
thunnen and gebenen za besorglicher grosser landsgetabr ein-
£üleD und za drlmern gehen, wahrgenomben, darnmben, dass
sy mit anderer veitarbeit dan allain mit dem handl gewerb
sich nit emehren kinen, za grundt and poden, in sonder be-
denknng, das ein paar oder nndorthan seinem herrn aber die
von altershero angeschlagene Steuer, wan er gleich das iar hin-
nmb etlich 100 Ü. mit der kaufmunnschaft gewUnne, nit ein
klireazer, ja ein pfening raehr raichen dörffl noch wolte, so
doch in stött nnd mjtrkhten ein andere und diso inainong hat,
das die steum gemeiniglich auf die handthierung nach gelegen-
heit dersellien ah nnd aufgeschlagen werdfttj, desaen die paum
überhobt and vogifrey sein nnd also den ai'men borgerschat^ou
das brot vom maul nit nllain abschneiden, sonder mich wie
obgehtirt, die f. cammergeföll und gomeinor landtagsbowilli-
gttogen mttndern, sperren and ringem soUen; derowegen bilUchen
die pBuern und underthanen unsers ermeasens bey derjenigen
von E. F. D' publicirten und statuirten dcelaration, welche ohn
grosse nnd strafbare rorschimpfung auch nnzulHsslicben jpretit-
dicio, €6 sey von wem es wolle, nicht kan fcrer gemaistert
werden, mit rhuc verbleiben, der zuegclassenon and benennten
gttctter und wabrn sich ailain mit diemliettigisteii dank halten
nnd derselben peen('«Vj freygebon. Und weil K. F. D' jüngst-
hin vom 3. Aagnst dits wehrunden iars in irem herzogthomb
Steyr mnb nachlassnng der beltf als der 24.000 fl. den mit-
leidenden BtMt and niArkten auf starke und embsige der hec-
den von prelatten und ritterschaft stÄnden daaolbs die frcye
handthUcmng derselben unmitlcidendou stOtten und tiögben
kftumb nnd doch auf dem gcy hcinesweegs zuegelasseo, aaoh
I
■
adel eollicbe zu treiben
bottcn, also soll aueh in di<
billich das gewerb und handl vom fjey genommen, gezogen,
diss auch innen, seitoiiiall es klar in E F. D' gcneralmandat
exprimirt, den cisenhaudl, es sey gemacht oder nngearbeitet,
allain denen stötten zucgelaasen fUrgesehen worden, das die
handwerkstcath und tiamcrsgc werken oder faeinaro, forderist
zu Assling die Woze II einsehen, ir etsenwerk du selbs ansser
landts verfuhren, aondern auf Lajbach Diid deren orten lifcni,
daaeUiB niderlegen und verkaufen: dan weit dieselben Wuzcl-
lenie und andere WaUehen des eiscnpergwerks verleger wenig
aigona im landt allein von E. F. D* die ciscngr neben, bcrg,
thall, gehfUz und wasser haben und allein ir gewinn an dera
Venedigischen gebUct, alda ay gebnertlg, zusniomcn tragen und
legen, wan es za einer feindtsnoth oder der pergkwergk (wet
liches heedcA gott gn. verhUetten welle) in abpau kommen und
nimmer gefunden werden möchte, gelangen wurden, sy ohn
kleinen verltist sich batdt aus dem landt ku den irigen erheben
und die üdnasen andern im landt verlassen, so docli horgegen
die armen stütt und markten in allen fUrfallendcn enssoristen
nöttcn and obligen leib, hab, gaet und bluet herholten und
darstreckcn müessen, aignet sich zwar zu irer noch lengcrer
aufrecht besteh- und erhaltang sy desselben ehrlichen and gc-
bQrlichen gewüns, aus wcilichem allein sy mit weib and kindt
leben und das irig zu allgemeinem wesen taisten, in kein weis
zu privirn und dem weltfrembden sy irer nahrung halber zu
postponirn; wan dan, wie uns beygebracht, die von Laybach
oder andere ire mitconaorten von sttltt und mArkten diejenigen
lUrticl, wio etwo mit sollichcn kaofmannschaften and wahrn ein
'gBwisse gleichgehnndc beständige und nieniandta beschwjlrliche
B. F. B* generalatatatcn gemäss gestelte regl und Ordnung
mag gemaclit und erhalten werden, zu E. F. Ü' gn. erledigung
bringen, wellen wier nit zweiveln, die guete und notbwendigc
handlBpolicey werde zu sonderm merklichen aufnemen der ver-
armbten stött und markt unzerbrochenlich in steUfer ilbnng
verbleiben und die erlegene noch yramerdar ferner zum ver-
derben sinkende stött und markt unzerbrochenUcb wider re-
florim, and haben dissfalla dleyenigen und übrigen landtstündt,
das mit irem rorwissen gaethaisen und berichten solii;lie poE-
licey nicht aufgcricht, sey im wenigisten sich dariunb zu er-
r
olagcn^ dos diosclb nit nUgp.mniiw. liiiKitpolicpy. ^to von jedei'-
menniglich »ittenr le!)en, klaidarifien, maiisB, münz, gewicht,
gaat(!rey und dergleiclien anders allain von der gcyknuffmann-
schafft, Bo auch dem adel zaeti-eiben wie in Sieyr verpotten,
nit geiiinmen will, pehand'elt wirdut, so auch per coTireiqtienv
E. F. D' caraerguett and t. f. ßscum hetrofTen thuet, in wel-
liehen niemandt als ein landtefUrst und herr ichtwos zn statnirn
genalt, recht und macht hn.1 und ohwnll i;Icich etwo von denen
von Lavbach oder anderen stötten in diaer neuaufucrichlcn Ord-
nung und kaufspolieoy mechle ein exces (in erwegung alle
Sachen in irem anfang und princijyio schwttr zuegehen, ehe sy
in rechten schwang gebracht werden") begangen sein, wellichcs
wegen sich der yolzig anfsclilager zn Laybaeh bey E. F. D',
als wen die comereia verspert und durch diss miÜ deroselben
eatuergnc't verhindert werden wolle, wider sy erklagt, aach ein
soUiehe patoni von mir vizdomben, das dicyenigcn handelsicuth,
so vormals gehandtiert, durchpassieren sollen, erlangt, so mncsa
man docli (wie man sagt) das kindt mit dem päd nicht aas-
giessen und was ainmall den armen stötten und markten durch
verbietturig dises geyhaiidl« hocJi hailsamb siatuiert, nit aller-
dings und so stracks abrogiereii, sondern allain diejenige miss-
brcUch, so dort trnd da von ein oder andern privatpersonncn
eingeschlichen, abthuen und -legen lassen, damit ein bestendige
reformation hierin gchahen worden ('«tcj.
Was nun den andern puuct, als den aus dem landt aufs
Venedigiselie gehenden viehtrieb belangt, haben K. F. D' man-
cherlay gctieralicn ausfertigen and gn. . . . fUrselien lassen,
damit das landt an den notbwendigen victualieo keinen mangl
hette, weil aber ob demselben von den laiidtgcrtcbten and andcru
herrscbaften nicht vil gehandhabt worden, so doch die von stott
und markten hierzu der andern standen hilf und nssistcnz wie
aach die Verbesserung der bcäcn pailss und landstraasen begert,
so ist auf solUche mit! zu gedenken, ininassen E. F. D' in
Steyer gn. verordcnt. auf den confinen gewisse aufaeher und
uberreiter zu bestellen und sodan dise correspondeni der drei
anrainnnden K. F. D* erblaudur in albecg zu erhalten: damit
die mutua commercia und nachbarliche hilf recipruce fortgeben
nnd gelaist werden, erforderts die notlnrfft, wcill Cminlandt
An tme selbst klain und aas vermanglung drr .nlbcn und gnetter-
waidt an viech fast arm und entblöst, das demselben von statten
onil markten der fre^re verkauf in Stejrcr and Kärnten mit
kandtachaft eines jeden ordenlichen abrigkeit gestattet werde,
aas dem nnn fetter woltstandt mit diser hin und wider pfle-
genden handtrAichung zu hoffen.
Angesehen das dritte, wie es mit der execntion in ein-
fordernng deren von atött und markten auitstchendeii steuern
and anderen schtildenägebUren gehalten soll werden, seitßmat
kaiser Ferdinandas hochgotts. recorduttuu aine sulliche in diacii
Sachen JiaiUumbe biahero obsorvirtc Ordnung, tiachdeni lUmt
stütt- nnd raargktgnetter von grandten und püden nit privata,
sondern comviuiiia bona sein und es sich leichtlich begibt, das ein
bnrger sein augeachlagiic stcaer und andere aulag vloissig er-
legt, hergegen ein ander sein gebUr noch nit besah, das er
d&rttroben des liolsbosacclis oder was er sonsten von andern
genuss aus der (.■ommnnitet zu nembon, wan man auf der stOtt
guetter oder Wähler greifen und 8|>Hiinen wult, beraubt werden
mQsste ond die barde des sclmhlons uusclialdigerwcis mit seinem
grossen entgeh tragen, gii. fargenommen und statairt, das man
in statt oder margkt, was ad den steuern restiert, die herrn
verordenten mit vorliergehendcn wissen eines landtsvitadoms
mit derselben gUetter als exempli catua ein prack- oder statt-
muQtt, davon die f. remani'tizen zu erschwingen, ins vitzdom-
arabt zu erlegen acin, angrifen, sondern che ein pcrson zwo
oder drey aus irem mit) aaf der landtsbauhtmauschnft oder
statt thnrn nach gclegcnheit der person verbietlen und arre-
stieren sollen, derentwillen wie K. F. U' dise lübi. Constitution
von ahershero gebracht wurden und aller billichkait gemäss
ist, bei den herrn verordenten in guetter Observation ku halten
woll emstliehcn, inmassen »y mnen die pctition eines landts-
vitzdombs und vor anhero ungeforderten mitwissens und zae-
gebena verwisen, einbinden mag.
Den vierten punct berlierendt, dass die von stütt und
margkt, sovill deren bei denen landtngcn oder andern uas-
schtlssen und zusammenkauften anwesenden ('ic), in particu-
lari ein yeder insonderheit nit betragt roch ordcnÜch ins pro-
tocoll mit seinem voto und suj'ragio als vor disem yederzeit im
gebrauch erhalten, geiicbriben werden will und dabero alle die
atött und margkt nit allain iren abgesandten nur für ain stim ge-
achtet, ist zwar mir biacliuveu discs ganze wol bewaat, das icli
zu ctlichmalcn mit sonders vleissigcn aufmerken und abzellung
der chatoUisc^ben stimmen and safFrH^ien flem Herrn landtmar-
Bcha]ch, welltchor bis auf dato zu bnissen Allein der Aa^p.
confessionistea dependent gewest, stark vermanen niQessen,
wa.n er beruerte der stütt gcKandlc fUrgangeu, er solle dieselb
ircr mainong and guetbcdankons aoeli fi>ageD, wclHches er
gleichwoll getban, aber wenig innen das gchUr geben, oocb ire
Stirnen vill protocollirt worden, welllcbes ich, wan aiid 90 oft
ich nur im rath beywesig gewesen, zu andtcn ancb nicht ooder-
Usscn, dieweil solIlcbcB ein Unordnung und ein merklicher vorti
2U allen listigen anschlügen, auch ein pur lautere anterdraekong
der catholischeu, damit ey der Ä. C. zagetbane in iren votis
vor inen nit ubcrstombt and aUo ir oft vom ganzen landt and
allem gemeinen weaen bochachüdlichistes Alrnemen, da sj bin
nnd wider ohne vorwiasen, willen and consens der chatolllscben,
darnnter auch dem von stOtt und markt (die gottlob alle re-
formirt and gnelt cbatoUisch) einer dem andern Till 1000 fl.
(oUs sy jungst denen berm von Aaerspcrg gebrocdern gethan)
an denen steuern nachlassen, Tcrscbenken and doniern and dar-
dnrch commune aerarium alao erschüpfen, das bisswcillen darin
weder baller noch pfening vorhanden, hindcrstellig gemacht
werden, ungeacht sy den klenigsten von adel, dor rilleicbt mit
20 fl. sein gaet ein iar versteuert, nur beywesig and irer con-
fession ist, befragen und a^ein sttm verzaichnen, dagegen der cb*-
tollischen zail, namen und stimmen (tn massen es mit ans-
mnstening Achazcn Iscnbausen, desen vatCcr, als er graff
Achazen von Tbam ptlcger gewest, ein gobreuchig mit viller
fUrnembisten berrn and landleuth handschrifl verzaichnetes
decretum erlangter landimannswurden und -titels seinen aohn
vorlassen, ime auch herr Georg Lenkowitsch, gewester l.-haubt-
inaao in Crain, in meiner, bischoven, gegenwarth in wcbranden
landtag mit der nmbfrag investirt and zu oftermallen umb sein
mainang befragt, auch dieselb protoeolürt, aber gtcicbwoU von
disen tandmarschalch und den confessionischen tandleaten ex-
trudirt) sich gedulden mUessen and aUBmustern lassen, and weil
es nach der meisten wähl geschlossen werden muesa, so die
von stött and mttrkt nur für ein stimh eingeachriben
worden, ist leicht zn achliessen, das tr vota in keinem werth
gehatten, dahero auch veracbl worden und letztlichen gar za
haissen (wie sich ansehen hlsst, da die andern stjlndt fdr sich
seihs den heurigen landtagsacbloss ohne ir beywcaen und vor-
I
I
wisaen E. F. X>* zaegesendet, und zwar nicht wenig; inen hierin,
als wan sy gleich keine mitglider wÄren, hOchlich priljudicirt)
taeite ansgeschlosaeii worden, wellichcs aber inen, atötten and
markten beschwarlich and urab ir von undenklichen Zeiten
hera yon den glorwierdigisteti rOuiischen kaisern, kOnigen und
erzhenEogen von Österreich als landtafUi-slen allersclig- und
luildigislcn gedeuhtnus erlangter ihren kieinotter, freyheitten
und Privilegien so liederlich spoUert zu werden, ist kaini--swegs
za gedulden, dan dns die übrigen zwen Ifihl. stende, wie das
die von sttUt und markten vor zcitcn ahla zu Laybach nm rat-
haos den tag vor dem landtag sasaramcnkomnicn gepflegt Laben
und was etwo ein hurgerraeister and richter in der tractation
gercdt, das wltrcn die andern ainliöUigcr maiDuag geweat, fUr-
geben, ist unser begrundten erkandigang nach berQcrte zu-
aammenkonfft »m rathau»s nit von landtags »clilas^iUcwilliguag
seit die landtagsproposition inen noch nit wiBsent gewest et de
futurts conti n(fentihiLs nifiil ceHt stattitnäum, huschehen, sonder
dass sy anler einander beratbschlagt, nit was sy reden woltcn,
sondern zu sableviening irer bürgerlichen gravaminnm als eben
unter andern des hochschüdüchisteu geybaudcla, wa» sy flir-
bringcQ selten, aein aber, wie vor angedeatet, nit crhJJrt, noch
gehört worden, zumal aber in diser hailwertigen rcligionsrefor-
uuktion, da sy sehen, die stött und markt werdens mit inen nit
allermaeaen wie zuvor, da sie noch Lutherisch gewesen, and
als vill irer iraer auf dem landthaus im rath vernombcn, alle in
der uuibfr^ ir stött, platz und suffragium ordcnlich gclialteu
kUnen noch dürfen, schlieascn sy desäetl>cn frei und gar ans
und wellen sy gleichsamb f\'ir kaine mitglider mehr erkennen,
nemen sich auch irer anjetzo so entfrig in ircn erheblichen be-
geren und beschwerlichen obUgen nit an, als sich in zeit des
landtsfUrstlichen gubemaineiitfl unter der F. D' erzberzogen
Maximilian Andreen Alexandrin, burgers zu Laybach, wellicheu
herr Sigmundt graf von Thurn,. umb dass er ein chatoUiacher
Bergamaachk, damals aber ein böser Lutcrancr gewest, zu
Assling aufheben und nach Spessa fUhren lassen, anch der
B. H' zueschicken wollen lassen, angenommen und seinetwegen,
bis er auf freien fuess gelassen worden, den liuldigaugsactum
zu nit kleiner verschimpfung der anwesundcn k. gesandteu
nnd allerdings bescblossenermasscn zuegerichten appuratis in
die VJ tag nach einander mit grosser vorwaigcrung und unge-
' horsamb, deseD itaD berr Georg Khiel als Uoilts^'enrefier nuüster
or^acber gewest, procrutinirt and sicli damaleo einer Ainzig:en
penwn, vil inbrünstiger angenomben als jeuiuider aller der
ckatolliscben stött and mArkt mit einander, ist aacb femer
mebr ab jedennenniglicfa bevost^ wie sich die oochatolÜBcben
sUlnde vor laren mit landleathannembaDg in iren aeliutz und
tiü der Lackeri0«*heii barger, aach des berm von PrQxen, Ln-
tbrischen panm za Veldes,' da s^ gar mit ainer fabnen reisigen
Volks die berrAcbafTt belegerl, vor der reforraation verbalten,
da sy sieb in crimirif htetae maiestati» vergrifen and billiche
groH« straf vcrwUrkt hatten, in betracbtnng aber dise ange-
legenbeit »icbte änderst dan onainigkcit, zwietracbt, ditTcrenz
and dergleichen wull lezer(>tr^ doch hochDottwendigister nnd
notzlicher von statten and markten gemeiner landständt keine»-
wegi za verwerfFen, sondern weil die von stött und milrkten
die maiste landtsborden tragen und monumetUa tocius provinciae
sein, in Besser acht wie von altersbero, da die liebreiche cha-
lollische concordanz gewesen, löblich observirt worden, za
neinben, so will sieb nnsers guetbcdunkens gebtiren, das man
nit allein Ire vola vleissig exigiren und uominatim in sjtrcie
assignireo, sondern and vill mehr aacb alle landtshand langen,
quüt commune hminm conctrnnni, mit iren wissen und willen
tradieren, sy auch alle Schriften neben den andern stenden,
ipmiMen es vor der reformation in haereticitmo eafriger ob-
serrtrt worden, mitfertigen lassen soll, damit die einbellig'keit
lotiui prfmiuciae mrporx» fridtfertig erbalten und niemand |trae-
Icrirt (werde).
KUnftenSj was die verordenten ambtsstöll angehet, so
ist wisseiidt und mcnuigllcb im landt beknnrtdt, das vor ver-
flnderang der chatuUischen religion die burgersteatb nit allain
SD gedachter stült, sonder auch sam einncmbenimbt Ütners an-
genommen and gebruQcbt worden, wie dan gedcnklicb, das
»ehon in atigenomner neuen rchgion Wilhalben Praunsperger,
Leonliardt Krön und vorderist hcrr Hans Kisl, welcher anfangs,
da man an ersetzang derselben stüll einen von stOtten und
mürkten fUrgesch lagen, ain vicinndzweinzigcr und niemandt
als er qualificierter befunden war, so einem verordenten auf-
' Siebe liiprUlKr iDviiie Ciescbiclil« Avt KerurinAtion unt] UrgciirRfor-
Ruliun, 8. 633.
385
■
■
gecomben, baldt das einemberambt verwesen, volgnndts krie-gs-
sailmeUter, n&climaU landtsverweser und lezlichen 1. f. hof-
cftnamcrpraesident und seines verdiensts halber gar ein freyberr
aas Laybacberiscben burger worden Ist, aliis in exemplum ctr-
tuti* tt imUaeionia": weil dan diee stölle von yedwedern standt
mit einer person ye und albfg, wie es noch andern enden ge-
halten wierdt, ersetzt gewe.4t, nnd die ans clmtottischen nit
allain die bargerscbaft, sondern auch dea prelatenst&ndt ein
gnete zeitlatig zu obliesagten ircm intent davon gescldossen ge-
liabt, dieselben aber wider ir &VJ\\ bekommen, so ist es billich,
das die tod eUitt nnd markt als das dritte mitglidt zu ange*
zogener veroi'denterey sollen erkUost nnd darin ir von alters-
hero habendes ort gelassen werden, znmal diser loblicher ge-
brauch in Crein hiebevor und bei den alten gewest, das, wan
za Laybach ainer in die gcmain genombner in allerley statt-
diensten exerciert, in äussern und innern rath rolgnndts richtet
und bnrgonnaisterambt vertritt, ancli in «olliclii^r arabtsver-
Wallung ehrlich und treu, vleissig woUverhalten. sintemalen er
nit widerumb absteigen, Rondf^rn höcliirr promovirt werden sollen,
demselben hat man gemeiniglich, da also mit diser gradatJon
ein bnrgcrmeister gcwcat, su einem vorordentcn aus deren von
atött und mi^rkt mit! fUrgeschlagen, befDrdert und augenombeu
und ist also dise Tcrordüiitercyslßll denen burgern glcichsainb
ein incitameiiiiim virtutis und ein praenium pro lahoribits pa-
triae der vorausgestandenen amhter; naclidem nun denen von
stOtt and markten irc vota nit zu benemen, also ist ganz recht-
mässig, das inen die verordente stell umb augezoguer exempl
und arsach willen verbleibe. So ist os an imo selbsteu nicht
notl), das m.m gleich disen oder jenen darzae nufnemen
Bolte oder müeste, sondern das man derselben etliche, wie es
von alter herkommen, fllrschUgc, iiambhaf^ mache und dan
den taaglichisten unter inen mit einbOlUger stim crwehle; da-
her nun alle diä'ereuzen und uunOUig waclisendo zürungen
kinnen vermitton sein und guet vertrenliche gegenbilf ein standt
dem andern zn laisCen gepäauzt und ein yedes mitglidt in
seinem wesen versichert scin^ sintemal dan diso verordenterey
und die vota dern von stött and markten ein altes herkommen
und ir tut ist, welliche gerechtigkeÜ ohne ursach inen nicht
• Hl.: lUiTiUtianiB'.
V«Bt«t. IL k\\. BJ. Li.
S&
386
kflii entzogon werden and sy allein von den den nnclmtolliachen
ständen hievor, da man pro libitu et ^r^pria potentia gehanat,
auch nicht »Uzeit zum besten in aiubtern quatificirt, ted u»u et
exercitalione viagiatra allererst nach und nach gclerter und er-
fahraer worden ist, derselben entwehrt gewest, bedarf es keines
andern wegs, nllain das inen die zwei stlleh votorum eolleetio
und locus inter vrdhiarios, darumben sy ftlroeuibHcb bei I. F. D'
jetzt suppliciern, wie billich restttuirt werden.
Dan am sechsten und schliesshchen gcmatner landt-
straasen reslauration nnd Verbesserung belanget, ist hievor all-
Reit im üblielicn hraneli gewest, bovorab zn weil, herrn Jacoben
von Lanilj^rgs landt shaubtmana in Crain Zeiten. da,H, wo die f,
zoll und inautli sein, raan von denselben gefüllcn die Strassen
xn befliiderung des f. cammergueis und fortbringiing der wahrn
and kaufuiann^güetei-, aoeh sonst geuiaines natzes willen, dio
bösen paass als von Layboch ans auf Oberlaybach nnd durch
den Pierjiaumber waldt und sonst, wo es die unuinbgengliche
notturfTt erfordert, dagegen aber die ander Strassen hin nnd
widt^r im landt durch die lierm und landtleuth. so derselben
weegen anrninendt, mit zuetliueung der benachbarten stött und
markt and flocken reparirt und gebessert. Wie nun die von
Laybach iresthails gern das irig dabei thacn wellen, also weil
die maisten wahrn durch ir statt auf das Wallisch und wider
heraus passirn, haben sy bey denen andern löbl ständen ge-
muiner wolfahrth wegen umb hilf angehalten, die innen aber
umb dises Streitens willen nit bewilligt werden wellen. Interim
vero pntiuutuT Ckristuv et ß*cti«, respuhlica et commnuh patria.
Hierauf werden E. F. D* ohne unser massgebung solliche
hievor staluirte und gebrauchte media gn. wissen fllrzokoramcn,
damit die landUtraasen der ttiglich erheischenden notturfil nach
fbrdcrlichen gangbar und durchpassierlicb gemacht, alle spfin
und irrang zwischen den dreyen löbl. von preiaten, herrn und
ritterstanden nnd denen von stött und mitrkien aufgebebt und
gebtlrliche gleichheit eeenndum propertionem euittsvis »taiui
ins künftige erhalten werde. Und das haben wir . . . Laybach
den '24, Uclobria anno 1604.
ThomaS; bischove zu Layboch.
Auf derMiben fteit« g«nx liateo at«fat fil. I)ee«niber (1)603'.
Auf drm Vmsahlagit: ,Dea hinelififlii b«ricli1, an hrrr viexilonb
olcbt hiit untef aclir«iti«ii welleu.' Vwo auderer Hand: ,l>ti«r baricbl
387
liat die I. ataade in Crtüo bewegt, diu gie mit nebeofÜiKÜgor gcgrüntUen
nblainong htoiUb«r verfaren sein. Zu diser abUinung aber ist diie sckrift
§utt Kr. 1 Kn|^esD|;<Mi ' Aumiiff tiTitcr itcm Titel: ,Ain bfiHcbt tiod discnr«,
ätfn ich (Philipp von Kobpii».! ron ProMppjf, lünilivii^pdoin), als «r vermnint,
fertigen aollrn, « hoc pro numu>n'<i 3l>. (w) Octobvr I6i>4' bt-i Dimitx, Ur-
kuuden zur Qi-acbicbte licr Heforiiiatiun in Kralii um ilen JAhrit» t.MO bil
1634, in d«n Mitleiluiigcu d«a bistur. Vureiiiee fUi' das rieizugtuin Kraiu
IS67, Nr. 4, 8. 110.
1633.
Ferditiand II. an deti Pfarrer ron Mureck: TroU aÜer von de»
Bdiffiotisreformationskömmissären anffcwetifleicH Mühe, die irre-
geJienden Schäflein inuerkalH und aujhrhalh drr Städte und
Märkte r«r allein seligmachcuden IcathiUscfien lieliifion eit hrinyen,
wiü hei vielen der recJtte Gehörsinn und Eifer nicht folgen. Zwar
hohe man das beiycscfdossene Verecichnia der in seiner Pfarre
noch xHyrhandenen Selitischen anhergesendet, doch dürften deren
noeJt viel nuJir sein; ttm auch die$e in den rechten SchafstaU eu
hringen und daß auch andere von ihrer irrigen Opinion abstehen
und noch vor Etuie 1004 sich mit Beicht und Kommunion eln-
sielien, sind die Untcngcnanntcn, faUs sie den Termin über-
achreiten, ausettticisen, ungehorsame Personen namhaß ^M machen.
ÖraJ^, 1604 November 30.
(Orlf., St. LA., Clir. K.)
EinscbldC: ,Iu it«r pbarr Mueref^ff sein nit catboliscb: Vast alle
btlrg^r, Tt^m iler pflec^i' ond da« (ranze hf>%aiiiiidt im gscblonn Muorpgg.
N. G€*ring, bttnnrlinbahcr in W^y(^t(^r*Mdt und biirgyr xu Muercgg.
N, Pmuner, phlegcr eli WrydcMfcMt. Itrm «in aiid«ror nblrgiir *u Weydlers-
feldt d<>r fraticn von Traiidlninnotorir. Der (iflp^er xu Kagltscfaa des von
OieiBpacb.' Haau eine Eingabe Ueorgs Uerrti ron Stubonberg dt dato
Mnreck, dea 20. Deseiiiber IGül an die Veiordaetep. ()«stem sei ihm durch
den Pfarrer obiges Scbreiben eugekotuuieu. Weil es Dln^e sied, die da»
ganitc Land bctrcfFcD, «rboln or sieb bei ibo«n mti^5, wa* or tun tcltr, ,di^nn
leb je ainmall alle mcinn dioncr nicht van mir laMcn, \\\ weniger aber aie
sa andern inen uabekaunteu bokauijtniui nuten kann . . .' (Orig., ebenda.)
IG84.
Sersog Friedrich von Würiietnherg an den Pfalsgrafen Philipp
TAidtvig: Erinnert ütn, daß sie sich einer sehr iftliclten Intereession
rerglichert. Das Direktorium derseU/en werde des höheren An-
sehens wegen einr.r füretliclien Person anjmvertrauen sein; die
2ß»
388
Legati&n würde aher mÜ mehr Erfolg an den Erxherzog Fer-
dinand selbst geichüJct werde»; denn vom Kaiserhofe xeird es
sofort nach Graz berichtet, dadurch wird das Geschäß nur weit-
läufiger und erreicht seinen Zweck nicht. Ereherzog Ferdinand
wäre uumitidhar um Ahschaffung oder Milderung seiner Befor-
maiion n* ersuciien. Ililte, seinen älteren Sokn, PfaUgrafen
Wolf Wilhelm, mit dem Direktorium ea betrauen und ihm andere
Abgeordnete der Kur- und l''ürsten heisugehen, St%tUgart, Jft04
Degemb&r 4.
(Kop.. 8t. L.A , Chr. E.)
1635.
Die sfririschen Verordneten A. C, an Gwrg Herrn voti Stitbeti-
berg: Sein Schreiben mtl dem an den Pfarrer von Murvck ge-
richteten Befehl haben sie erhalten und ist ihnen die neue Be-
schwerung hochhelrühlich, daß solche Ättsscha/fung der Diener
bei den voruehmsttm und ansehnlirksien MiUjliedem des Landes
ihren Anfang nimmt. Sie werdet* ein Interecsstonsschreiben aus-
fertigen, solche halben aber leider keinett Erfolg, sondern schaden
oft mehr, als sie nütsen. Sie teilen sein Schreiben dem Landes-
h&uptmanne mit und wollen ihm dessen Antwort sofort eusenden.
Gras, 1604 Dexemher 20.
(KoM., SL L.-A., Chr. B.]
1636.
Dieselben an den Landeshauptmann (siehe die vorhergehende
Nummer). Von demseU^m Datum,
(Kooi., at L.-A.. Clir. R.)
Antwortet soi S3. D«i«mber: am besten wir«, Herr von Slub«nb«rg
wtlrde lieh bii %a Bitgi&n de« LAndtA^«« (f«di]|>d#n (Otig., ebenila}.
Iß37.
Dieselbcrt an die Verordneten von Kärnten und Krain A. C:
berichten, daß sie eu Eingang des Landtages (am 10. Januar)
die landesfürstlichc ResoUUion vortragen werden, um dann eine
Jteplik an die F. D einsenden eu können, um, wenn nicht rine
Limitation der Getcissenjitieschwerung, so doch eine Erläuterung
J
389
ewiger Ptmktf ru whfüien. Oft nicht auch die Haren die Sache
in EncäguH/f sichert und ob sie nicht cieüeieht Herren, die bei
den Land- und Uofrechien hier j« tun haben, beaufiragen, mit-
juberaten, darüber bitten sie um Mitieüung. Gros, 1604 De-
Member 20.
(Eeai., 81. h.-A., Cht. B.)
1638.
Die Herren patres beehren die von E. E. L. erkauften Hatiser
der Prädikanten eineusifhen. Ausspruch der Verordneten: sie
seien mit Uirem Bekehren aheuweisen. Die Saclie ist an die
F. D* lu richten. 1604 Dexemher 22.
(U-k. Kr»iD. V.-Ptot, Kr. 8, 8. »79».)
Setb«t dv I>oiiaprOpiit ««gt: di« HioMr leieo ,freleig«a «rkaofl»' Oater.
Er wiBM niebt, wu di« Patrei fUr einen Ant|»racb dinuf bxben.
1639.
Die Verordneten von Kärnten A. C. an die von Steiermark: be-
stätigen den Empfang ihres Schreibens com ^^^.(sio) d. M. und
daß sie die Sache den Ständen beim lAindtage vortragen troUen.
Dank für die Mittcilungeti. Der Hiesige Landtag ist noch niclit
ausgeschrieben, twhl aber gehen die Landrechte am 10. Januar
an. Da soU das Nötige ihren Herren und Landleuten vorge-
tragen werden. Klagenfurt, 160S Deeember 31.
{Orig , Sl. L.-A., Chr. K.)
Du Kousept des Briefm der Steirer «n di« Elnttntr bat siebt du
UitaE) de« 24., »oodeni d«s %0. Uesember.
1640.
Dieselben an die von Krain: teUett mit, was sie den Sleirern zu-
geschrieben. Klagenfurt, 1G04 Dezember 31.
(Kcfp , St L.-A., Chr. R.)
1641.
Bernhard Seenuß an die Verordneten von Kärnten: dankt ihnen,
daß sie sich seiner wegen des von L F. D durch den LandeS'
390
kauptmami crfdgten Befehles, daß er von »etnem an Herrn Bal-
thasar Khulmer verkauften Gate Vreudenherg äet\ 10. Pfennig
zahlen sollte und weil dies nicht gescJteAen, das Gut ,verarrestirt*
leurde, angenotnmen tiaben. Da er nun zur Ordnung seiner Ge-
sdiäfte in das Land kommen müsse, aber nicht als der gelten
tooUe, der in praeiudicium der wohlhergehr achten Freiheiten eine
Neuerung vornimmt, un« er auch nicht anders getcußl und nicht
weiß, {äs daß kraft der Lattdesfreiheiten der Ijondmann tur
Nachsteuer oder dem 10. "Pfennig nicht verhalten werden kann,
so hütet er, daß sie sich im Vereine mit den sleirischen und
hrainischeti Herren set-ner nochmals annehmen und hei der F. D*
die Resolution soUieiiieren oder eine Interzession machen, damit
ihm wie andercti alteielienden Herren und T^ndleuten der ab-
geforderte 10. Pfennig erlassen und lier auf dem von Khulmer
erkauften Gute lastende Arrest wieder aufgdiobeti teerde. 0. D.
(Kop , 8t. L -A., Chr. R)
1642.
Georg Gatlcr au die Verordneten in Steiermark: berichtet Über
seine Verhandlungen im lieiche. Burg Lengenfeldt^ liSOÖ Januar 5.
(Ori(f.. 8t L.-Ä.. Chr. B.)
Üaller «rinnert «utiSchst an s«ta frtlliere», im Mon«t« August durch
Qsorg Hwu AD sie f^erichtelfii Stihroiben, ditß er lick «uf den B«t dea Pfalz-
gTxfen Philipp Ludwig in doo tüahiiBchcD Hof nach DrMdsn bagaben, von
dort aus haba «r ihD«ii im &ept«uiber durch leinen Diener Philipp SaI-
■lehMa w«it«re Niclifichi«n ^«««ndet Aiu den Beulten werden lie ent-
nehmen, wie weit die Sache gediehen. An seinem Fleiße habe ea nicht
gefehlt, wean sie nicht so weit (gekommen, als man wflnsche, sei es nicht
eoißB Schuld. Die Sache liegt an dem: Pfalsgraf Ludwig hat bei Sachsen
ivu Vorschlag gemacht, ein anaebnllcher evangelischer deutscher FOrst
mOchl« die Int«rz««eioo bei Enhersog Ferdinand uud dein Kaiser nameof
der er«ucbt#n drei KurfBraten und der anderen KUrsten voniehmen; ihm
»ollen ansehnliche Rute mit genügenden Instruktionen beigegebeo werden.
Aber der Person halber ist Pfait mit Ssehsen nicht verglichen; wiew&hl
dieses Jen Pfaltgrafen daxu au vertnUgon gedenkt, bat dieser doch erhebliche
EntMbuldigungcn, ist aber geneigt, seiBeu Sohn Wolfgaog Wilhelm daau zu
varaaOgen, sQvtn- aber noch den Bat Württembergs au vemcfamen. Der Sohn
mBa« Obrigens durch Sachsen iiud WSrlleniborg orduungimäßig requiriert
werden, damit es nicht beim Kaiier und dnm Erihenogfl das Ansehen ge-
winne, als habe der Pfalsgraf selb« seinen Sohn Vörgcsi-hlagen. Dann möwien
auch dio drei Laude offen sagea, ob ilinen damit gedient sei. Die Sache
391
bab« lieb bulicr r«r«>^n, weil der Uanog bia Weilui<cbt«a in USmpelgart
w«i1ie. W«nn der Pfitiertf aicli InnnbbBmtllit, werdeo di« dr«i Luide b«i
ihm und den Hit«n mit einer Wrehning doch nur in Geh«im ilcb crx«i|r«B
mün«n. Er erwarte Ober alle disM Uin)^ schriftliche Weisnnff durch Ki|;«n«D
Bot«u. Ee ist «do koba tinade, daß ein FUrst In eigener Person die Inter-
uMion ond duait gloichsuii dio PeitidKchaft dei Kaieen und des ganxea
Hkiuei Üatexreich auf sich nimmt: du inüua man ualen als solctio aiieb
crkennea. AU» miiue Dberdlcs .in liOcbster Geheim' gvhalten werdtro, damit
die Widersacher das Werk nicht bintertreLben. Er selbst babe anemicbt tou
den drei Landen dassolbe auf sich f^enommoD und wisse aueh nicht, ob
man'* ihm danken werde: ,denn die Leut' vcrändorn sieh und werden bald
anderes Sinnes'. Er habe gcbotTt, diese äaclien beim ■tciiisuhen Landtag«
Mlbff vonubrlngiu, sei auch »chon bis Effenling gekummen, habe aber T*r>
nommen, ,daO rlie Lnft ta uii)^aund und er n:it seiner garingltfgigen Perton
ricl anMbnliehe Leut' snch hätte intinieren mUMeo'. Daher habe er seine
Reite eingeteilt. Bitte, ihm seine Xtmmer im Landhaus«, wo er noch .brief-
liche Urkunden und andere Sachen habe', noch eine Zcitlanf; xn belassen.
Schließlich itellt er die Uitto, ihm seino lange Abwescnboit vom Verordneteu-
amte nicht Übel zu deuten. Die Urmacbcu seien ibueu wähl bewußt.
1043.
Bericht der Verordtieten von Steiermark über ihre Reliyiomi-
beschwerden seit dein verftosseHen Landkige, erstattet im Jeteigen
Landtoff 1604'. Grat, 1605 (vor dtmt 10. Janmr}.^
(8t. L.-A., Chr. H.)
Altem Gebrauche nach, vor Beginn eines LandtagM vonutra^cen, wia
ei mU de« LandM HaIl)wirtacbaf^ der Juttie, der Erledigrong der politischen
Beschwerden bestellt ist, haben sie nicht nm^ehen können, den der A. 0.
Angehörigen Herren und Lnndlentan xu berichten, wa? dieses Jahr (tber seit
dem letzten LnndtiigB raujia religionii vor|;«fal.]en:
Dil.- Hoffnung, I. F. ]>* wQrdc die ijn ]l^tKleu Landtags erlinbcneu
Beschwerden günstig erlrdigrn, ist aller Vertrustungen ungeachtet nicht er-
mUt worden, vieluitthi wurden am SO. August 1603 die (ffitralta »uf dein
Bathauae publiziert und an don Toren affigiert, womnch in Znknnft uicmnnd,
er sei ein Landmaiin, Bürger oder gcmoincr UntertÄn, Manns- ndpr Weibs-
person, reich oder arm, das werri'iwwi reliffümU anÜPr Land — hei Strafe
von 16 Mark IttLigen Ooldes — auohcn dtlrfe. Bei der Wichtigheit der Sache
wurden div H«rvr-ii aus allen Vierteln zuaanimtin berufen, die Sache, weil sie
auch die Nachbarn angebt, nach Kilrulen und Krain nütgcteilt niid sollte
ein« Beschwerde gemeinsam geführt werden. Di« Atidienic allrr wurd^ aber
mrflckgewie«en und nur zwei, Georg Galler namens der stelriaelien nnd
Sigmund Liccbtenstein namens der KArntner Kitterachaft, vorgelassen nnd
* Tom 10. Januar ist die Landtagaproposition datiert.
dii TOD dir Bilt«ftdiftft «Her dr«i Linder anterceiclin«t« Schrift (lb«rT«iclit.
Nan bat «ich tK»T L D* Dicbt aar mQaJlicb, foDdem «m 13- I>Mtemb«r 1603
auch ichrifttich dahin crkllrt, chut«Di eine Antwort zn «rteilen, abrr bb
jetst ift keine RcMlotioa erfolg. Ja rti «rurilctn zulptxt noch auf starkes
߫gebmi der F. D* durch den Kaiser die evangellflehen Prediger za Peta-
nitita sai^ewieaea nod dem Herrn Nadaadjr rerboteu, ihnen Schuts sn fe-
«riliren. Trotx der Inteixeaeion dee LaadeabasptmanDe* nad der Verordneten
haben aie ihren Absog f^eoomroea.
Im Ennitale worden ron den Prairera ymeroUa rom A- Dezember 1603
— niti weiß nicht, ob von I K. D' odrr den Pfarrern — pnbltziert, de*
Iflhalta, daß jeder, Herr oder Dienatbot, Edel oiler ITnadel — die wlrk-
ttehen Landlente anageuainmen — hia I.icbtnieO licfa aur Beicht nud
Kommanion «inatelle; dam Uerm Peter Praaofalk wurde eine Strafe tod
1& Mark Gold abgefordert, weil er an Sonn- und F«ieTU(en anf leineni
Schlooe Neubau* seioem Uaasgesiode erangeliKhe PredigrtvD vorleaen laaae,
wobei voree^ben wird, daß aolchea den alten und neuen Generalien ffana
xnwider sm.
1644.
EfMhergog Ferdinand IL an Bürgermeister, Sichler und JRat mu
Gmünd: Bei der nodi vorhandenen Sitte Adeliger, Bürger und
anderer Personen, ihre Kinder und anvertraute Pupillen an
sektische Orte sti den Studien oder in den Dienst zu geben, wird
solches füberschicJeen' strengstens verboten und sind die ,Ver'
sehiekten* und die im Dienste SeJetischer stehenden Personen
,tciederum ahettfordern'. Richter und Pfarrer hal^n darauf eu
sehen, daß der Befehl voileogen und Dateiderkandelnde der Oe-
hvhr nach gestraß toerden. Orot, 1605 Januar 10.
(Orlg-, GinUnder Akten, BudolGu. Klagcnfurt. DeCKlciclieD Kop., 8t. L.-A.
Leobeii, und au VeUaoL [Orig., VelUcher Akten, Budolfiu.] rou demaelbea
Datum.)
Im Bale roa I^^oben wird der Befehl am A. MSra rerleaen (R.-Prol.
lMb«n 1606. fg|. I2>).
Iß45.
Georg GaUer an die Verordnelen von Steiermark: Ehen habe er
den Boten abfertigen wollen, da kommt ihm aus Neuburg die
Abschrift der verlangten württembcrgiscJien Besdution zu, daraus
man sieht, daß der Henog sich nicht bloß die vorgeschlagenen
Mittel gefaUen läßt, sondern auch den PfaUgrafen Philipp Ludwig
um seinen Schuli ersucht. Burg Lcngenfeldt, 1605 Januar 12.
(Ori(., SL L..A., Chr. R.)
393
I
I
I
1646.
BittschTtß der steirischen BiUersehaft A. C an Erihersog Fer-
(Unand. Replik auf den abtcei^icher% Bescheid com 20. S^ien^er
1604. Grat, 1605 Janttar 19.
(Kopp., n.-, IL- II. StA., 8L I^-A., Chr. K.. 17 Seiten in M)
Den ibweiMndca Bwch^id toid iSO. NoTAmber 16ü4 xnf dis Mit«n« der
Anfcbfiri^n A. C. illrr drei ErblaBd« t^t^iermark, KNrtito4i mid Knün ein-
(te^bcne Bittschrift weisen Beauchna^ der evaDjivliscbmi ReUgioufrzcrxitiMi
babe maa den buiiAchbarten LBoden miUeiliin, dar itaimcbca Ilitt«nob«ft
»b«r xa cinM jetlva Damachacbtuug nireri«r«D müaavn. Wiewohl Dan der
Bfliehaid alle drei Lande angeht, sieht ticb die »tvinacb« Ritlerschaft ^-
swnagen, nocb ror der jetziges Laadtagsbewilli^n^ ihre fernere Notdurft
anrcbriD^en. Man hflre mit fehmpnt den Tadel nnd da* Verbot der Zu-
Batsnenkanfle nnd Beratschtai^iiDgen der drei Lande in Be1igionung«lepen-
heiten; dieac betreffen das Gewiesen, finden nicht bcitnliob, sondern fiffcntlich
in der Laadeahsaptstailt statt, die Schnften sind ,deiniiti|;' konaipiert und sei
aar Dberrcichtuifir salcber Schriften ran den frühere u LandesfUnten die
Andiena niemals rersagt wordetu Würde dies auch jetst uoc-b ^ichefaen, »o
wOrd« ticb I. F. D* sieht to sehr von den .Widerwärtigen' einnehmen lassen-
Bitte, solche ZnsamnpnkSnft« in Znknnft nicht zn Terwehren. Fflr die An-
erkennang der slls^it und auch j«txt apfprwilligen Hsttung des Landes sage
man Dank, man sei ancb in Zaknnft bereit, den loteten Bl atatropfen darxa-
geben; wie es aber scheine, werde das nicht angesehen, am dein Lande mit
einer gar wobl tonlicben KonniveDa in Gewissenssacben ent^gensukomineo;
M gelte für sie leider der Sata: Vot not* vobü fertig aratra /MVtt. S' D*
VocfilkrcD, dl* in ihrer katholischen Konfession nicht weniger eifrig and ge-
wissenhaft gt-.vffMn, halten ihnen di«d gewShrt; zudem ulinime ihr Glanbeni-
bekenntnla roEt der hell. Schrift, den drei Baaptsjmboli*, den vomebinsten
Skameniaeben Konulen Uberein, ist nicht nnkatbollscb, verdammlich oder
keUariscb, wie I. U' sieb von den ,WldemRrtigen' einbilden lasse. Wenn
die F. D* auch melde, sie faabe keinen Landmann seiner Kcligioa wegen
anMcbaffen lassen, so habe sie dies doch durch die auagegaagenen Uencratien
und das Verbot, di' evangelisch«» Kxenitien &u gebraueben, vorgekehrt, so
daO es keinem möglich ist. in diesen Landen sn verbleiben, er wolle denn
durch die angedrohten Strafen sieh am sein Vormtlgen bringen oder seiner
Seele eine schwere BQrdu aufi'rlegen: daa heiBt aber ebensoviel als aus-
•diaffen. Wenn die F. D* trota aller Bitten nicht nachgibt oder ein bllll|:en
mmUrmiifn gewährt, den Wohlntand der Lande und die Zier der Ritterscbafl
nicht sehtet, die Keindesi^itfabr in <lr» Wind RohlJlgt, kanti die getreue
Bitte rschaft. weil sie sich den iiubliaierten Generalien nicht unterwerfen und
den Besncbe ihrer Exenitien nicht entsagen kann, nichts anderes tnn, als
ihrer früheren Erklamng ,cor Verhütung der ohne Kondoniemng bedrohten
Strafe uachtn leiten*, sich ihres Vaterlamtns su begeben, ihre mit saurem
Schweiße erworbenen Güter su vorlassen und so das Ewige dem Zeitlichen
Torxuai^eD. l)i« UltterschaA lagt all du noobmali 1. F. 1>* su ga. Er-
IM
wlgUDg vor, (Unkt, daß denjent^en, die ihrem n«wiMen nftch ilir« exovMa
pesueht, die kam m^rprokurB toriseben KUjren eingeatsllt wordeu, and titttet,
da nicht jeder |;leieh Minti GOter rerkunfen kAUD, jene, die aioh noch eine
Zait lang im LAndo «afbatteo und ihr Ksersitium außer I<and snclien, auch
■o gnidig XU bahaudclo- Folgeo Klagen gegen die Pfarrer wegen uuge-
bDhrlich«r Vorford«rang and Anwcb&ffang der Diener der Uerren und I^aod-
lente und Bitten wegen 2nla«>nng nIchtkilholiMher 0«««lUn bei den llaatl-
werkea, eo4ticb Klagen gegen die Hofprediger und Pfarrer wegen AnUutnng
der erangellaclien Belijcion, wodarcli das Volk erbittert nnd kd einem Tamnlte
geneigt nerde, und gegen das Voi^ehen der Pfarrer, welche die Untertanen
n>chtkatboli*cber Uerrtchaflen tur katholischen Ueligion zwingen.*
1647.
Die Miiglieder der sietrhchcn Landschaß A. C- an den Erjs-
hersog: Die Verordneten haben ihtten mitgeteilt, daß der Stadt-
Pfarrer im Kamen Ew. D' befohlen habe, daß Wolf SlroU und
Joachim Einpadier sich hier nicht «few Lichtmeß hei hedrohlfr
sehtcerer Strafe aufhalten dürfen; trottdem jener die Konzession
erlangt, daß er, wenn er in das Land reise, steh u»rnW(7« timJ
sicJi wegen seiner getreuen Dienste gnädigen J^escheidt^s getrosten
dürfe, hat das der Pfarrer nicht annehmen tcoUen. Dtre An-
tcesentieit ist wegen Verrechnung der Außenstände notwendig. Man
Jeann ihrer nicht enfraten. Bitte, die iwei alten Diener au
dulden. Gras, 1605 Januar 24.
(Kon«., St. L.'A., Cbr. B.)
1648.
Achter Punkt der Beschwerden seitens der im Landtage rffr-
sammeiien Herren und LandletUe A. C. an Erzherzog Ecrdinand:
über die Wegnahme der E. E. L. Stadt Klagenfurt eigentüm'
liehen, vom grünen Waseti auferhauten Kirche und des Spitals
durdt die landesfurstlichcn Kommissäre. Diese Wegnahme streitet
tcider die der Stadt verliehene kaiserliche Donation. Die F. V
werde aus der beiliegefiden Deschwerdcschrifl entnehmet, wd^
Kosten die Stadt auf den Hau der KircJie und des Spitals auf-
gewendet und sich hiedurch in große SchuUkfi gestürzt hat. Dann
fällt es den Landleuten A. C. schmerzlich, daß ihnen dieses ihr
G^äude und ,die sttgerichleiett Begräbnisse' ohne Erstattung der
' Die Schrift wnrda am 81..Tannar nberTeicbt.
395
I
Tiaukosteti tmtsogen und attderen, die dtuu nichts beigetragen,
übergfheH tcerden solle, tciewoM sie sich bereit erklärt haben, des
Spilais und di'r Kirche haller om Jcommenden LattdUvje solche
Mittel rorntfiehmen, die vcrhoffeyttUch dfr 7''. Jy angenehm sein
würden. Bitte, die Landlevte den (hei der HHldigttng) gemachten
Versjyrechungen nach hei ihren Frciheifeit eu schützen timl in der
koiscrlicheti Donation eit erhalten. Äctam KUigeixfmi, 1W5
Februar 3.
(8L L-A^ Obr. B.)
Die Sache woHe nebst dsr foI^oDden den 8teir«ni anf etnze1ti(>n
Bog«D mi^etoUt.
1349.
Nettnter Punkt der Beschwerden dei- Herren und Landleute, die
im Kärntner Landtage versammelt sind, an Erzherzog Fer-
dinand IL: Klage über den an den Landeshauptniann und von
diesetn an Hans Mößdorfer ergangenen Befehl vom L Feftruar,
daß dieser trotz der dagegen eingereichten Beschtverde dem Auf-
trage vom 6. November 1H03 nachkomme und seinen ältesteti
Pupillen Veit Georg von Eihüwald a*^ Kaspar voti Neuhaus als
einen mütterlichen, der katholischen Itvh'gitin angehürigen Ver-
wandie}i ausfolge und bei sonstiger sclucerer Strafe hinnen secJis
Wochen nach Judenburg bringe, um Um aU Edelknaben für Ere-
herzog Leopold aufzunehmen. Dieser Befehl widerstreitet dem
bisher beobachteten Gehrauche und der Polizeiordming und hofft
die Landschaft, daß Mößdorfer in der ihm von EihisKaldschen
Verwandten aufgetragenen Gerhabschaft gebissen werde. Actum
Klagenfurt im Latidfage, lOOu Februar 3.
(Einsclner Bogen. St. L.-A., Chr. R.)
IBfiO.
Die Verordneten von Steiennark an die von Kärnten: Auf die
Relation Georg Gallers habe man einige Landleute berufen und da
sich eben Ludwig von Dietrichstein und Ilerhord von Auersperg
hier befanden und das Geschäft alle drei Liimler betrifft, habe
man befunden, daß der eine und der andere sei7ie Prinzipalen
um ein rätlich Guiachteti anlangen solle. Dcmeufdge hat Auers-
perg seinen Weg nach Krain genommen, um su mdden, u-as man
hier bestehe. Dort ntögeu die Sacheit herakn und dann ein
iiutaekUn hieher eingetendet werden. Man teile ihnen GaBffS
Relation samt dm Kopien der kurfürstlich sächgischen und
tcüriienäiergiaeheH Schreiben und den im sieirisehen Landtage
beschlossenen BeliffionsbeschwerdeH mit. Die Landschaß habe tu
keiner Bewiüigung tjegriffen. Man erwarte die i2eft>Iu<tofi des
Fürsten. Grog, 1(f05 Februar 5.
(Kons.. 8t. L.-A.t Chr. B.)
1651.
Gutachtai der niederösterreichischen Regierung über die Beschtcerde-
schrifl der steirischen Ritierschaft. (Gras) 1605 Februar 7.
(H-, IL-n. StA. Wien.)
1. Du Verbot d«r Konrentikcl maß «ofrccbt bleiben. Dab*i komnu
«• Dor m Prmktiknii wider die kathoHich« Religion. Sollten tieh die SUnd«
Ibreir nicht entliilten, so lisberi sie einen irtrenpen Verweis ed erbaltsn.
S. Koine KonniTcox; daraus erwächst d^^r tätlichen Erfaliron; nscb nur
Unbeil. Man d^ii ihoea daher bis zn ihn>r Oflterrerkinfung die Keligion
nicht frcUwMa. Sie vrQrden aofort wieder Fildikantea eiafUhrca tmd dl«
biihcri^ Arbeit der BAformaiioo wäre umaonit ffescbeben. 3. Pl«*lbe Bt*
wiodtnii tut «f mit den Exerxitieo außer Land. Hat man die« frOber nicht
bewilligt, da di« iteiriscbe Bitt^iMhaft noch ganx b^saminen gewesen,
waruni «ollt« da* jcfact geMbchcnV 4. Di« Klage fibor die Pfarrer, die der
Herren Diener flJr «Ich erfordrm, »rt nngereinit, denn die Pfarrer toII-
«ielien nur die landeafCnitlicben Befehle. Von den ankatboliscbcn Pflegern
baben di« katliolisc-hen Untertanen nichts Ontea au geifärtigea. &. LHe
Klage, daß auch di« Katholiken von den Pfarrern geswaugeo werden, b«i
Ihnen ihre Exenitien xa eaciiva, verdient keine Erwähnnng: die Katholiken
hiben sich an den ordentlichen Pfarrer za halten; dici« milMen wi»en, wer
katboltsch lei nad wer nicht. Kich an dir .Tcmiten oder Franziskaner cn
wendan, tlrhe jedem tni. 6. Was die ang«Mii:hen starken Aniüge der Hof-
jtrediger betrifft, »u wären nicht im allgeoKsinen Anscfanldigangco xo &!•
beben, sondern Einxelnnille anaaruhren. 7. Was die Drohung betrifft, nicht
aar BewUligoug au greifen, ro i»t das ein okfCaeulum des bMen Feindes, dsi
den Ertfaerzog ron der Rcfonnation absnhringen. Ab«r Gott wird gewiß
•einen Beistand leihen, di« von den Sektischen eingesireaten Dlftikultäten
an überwinden. Man muß den 8npp1ikanten darnach also bedenten, ai«
hätten die f. D< mit solclmn nunSUgeu Begehren zu versvhonea und sa den
Bewilligungen au greifen, dies Ml den geraelnaamen Vaterland« and ihnen
selbit auRi b«et«Q.
1662.
Die im Landtage versammdten Herren und Landleute von Kärnten
A. C. protesiieren gegen de$i ihnen am 7. (d. M.f) sugekommenen
J
39T
Veneeis, daß sie — was nicht der Fall ist — hei ihrer vor der
Landtagserö/fnung statt ßiidendeH Bcratumf über die liesch werden^
die sie aliet» Herkommen nacft abhalteti, die katholische» Mit-
glieder ausschließen. Sei ihnen werde nicht konspiriert. Sie bitten
I. D'y keinen sotcheti Gedanken Raum sn gebe» utid ihnen den
Zutritt «4 »Am utigehindert e\i hissen. Klagenfurt, 1605 Feltrwir 7.
(Kop,, Kt. L.-A^ Chr. K.)
t
1653.
Die Verordneten von Kärnten an die von Steiermark: besUitigen
den Empfang der Gatlerschen Berichte und des netten Anbringens
auf die aUeti drei Landschaften erteilte abweisende ßesduiion in
den ReligionsbescJiKcrden vom Oktober v. J. Man sei mit dem
Vorgange der Steirer einverstandeit. Weil auf die Religions-
betehteerden keine Abhilfe erfolgt, diese vielmehr stcJi von Jahr
Jb Jahr mehren, habe man eine neue Eingabe unterlassen; teile
aber mit, was man wegen der vom Landesfürsten verbotenen ge-
meinsamen Zusammenkünfte, der Konfiskation der landschaftlichen
Kirche und des Spitals in Klagenfurt und icegen des y'orgehens
gegen den jungen Eibistcald getan habe. Den bisherigen persön-
licJien Zueug teolle man lei.<iten, wofern tnan die den Herren und
Landleuten noticcMl^en Diener im Lande läßt. Klagenfurt, 1605
I'elrruar 70.
(Oris-, fi Sidg«!, St. L.-A., Ohr. R.)
. . . Was E. E. L. wegen der bishero gebraachten von
I. F. 0' in ictziger liiimiger landugsproposition vern-lseiien und
%'errer üline dero vorwisaen and einwiüigung gent/Jich inhi-
birten zusammenkünftän, item des nllitä In K. K. L. aigen-
thamblichen statt Clagerfurt durch die evangelischen neuer-
panten von I. F. D* vor disem eingezogenen kirchen und
apitals, dann alnes für I. F. D' eralierzogen Leopolden zn
Osterreich ztun edelknaben von herrn Hansen MoBsdorfer als
Eibcss walderischen gtrhaben mit starken comminjitiwnen be-
gcrten jungen von Kibesawald ihails in der landtagsantwort,
tfaails aber unter andern beschwUrartikeln kürzlich eingebracht,
haben die horrn aus nebenligcnden abseliriflTten zu verneraen
und ist auch der von altersliero gewolindlich persünudliche zue-
zog nur dergestalt zu laisten bewilligt, wofer man der herrn
1
398
and landleut bedlirlTtige diener und angehüngc an aasgeschaffner
im landt verbleiben lassl. . . .
1654.
Heform der hrainische^i ,Spänord»ung' . Laibaeh im Landtag,
1005 Fehrmr 10—17.
(L.>A. Knin, V.-Prot, Nr. 8.)
In d«r D«l>a(t« am ID. F«brair »ft KrDn: ß« «ei gilt, bei der Stauer-
«inLrribuiig aMn Schiirre eu gAbmiuhcn. Bei g#i«tlichen Gütern habe m
m\>«t «in UTiderM Bowandinii. Wollt« muri •!« verkaufen, vriird« mikn b«M
in» HridentHtn xitrOcksiiikfrn. Am 12. ug^ der LanilMTerwAlter: Die R«-
ligionstrftrormatinnsknmini.vdtre hSIten Kcfehl, ili« fflTigrKOg'MiAn gcUtlich^^n
(intor SU ri'ätitui^rflii, »r selbst sei Uenuftragt, der ^rUtlitli^n GUter halber
iiiebta vur dos Hofreclit koiniaeit eu laason. Der LaudRsve-iweser b(^i)ii<rkt:
n sei unbillig, i]aÜ ein Uiil, ilni vor .labren um 100 ü. ani der .SpÜnuni^
verkauft worden, dnno att einen anderen oder drltteu am 400 fl. weiter-
^(T^ben wnrde, jelxt um 100 fl. eingesofea werden »olle. Die Guter haben
mit drr Religirvii nichta cu tun. fii aämtniHrttlion^ itulUiae soll gleiche«
K«cttt galten. Nach einer Fnrann drr Kcligioii lialber xm greiTeik, nnl Suche der
KeltgioaBrefornintianakommineilrc, iiic.lit über (iOtur und (irUiide nu Hablieile»-
Dajt babrt mit d^r Keligion iiidiU zn tun. Gerade das Gegenleil ftagt der
n>oin]i^ro]tiit : Derartig« KKufe sind €m\lm Uge» tl tmwnea unil dalier ungQltig
nnd kraftlos. Die F. D* habe darum oichl nciblllig den Kauf geistlicher
Guter inhibiert. Anorsperg ist icbmer^lich berQhrl, nicht daß die Geiitlichen
das Ihrige situhen, sondern duß «ie ei an nnrechtem Orte suchen. Der I'ropst
von NetiJitftdll pbt mi, e« seien durch di? Afterkommis<ifLre nUutu» vor|p>-
kemmeD. Wu aber sncn bewjtnwn gehtre, soi gristlirhes Gut. Der Dom-
decbanl üHj^t; Wenn ein QeistliiOier iinwirUtibartlicb sei, dllrfe es die Kirche
doch nicht entgelten. KatKianer: Iit der Jjpauordaung vou l&^S konnteu die
Gflter der Geistlichen mit Konsens des Ktutgs — ad temput — verkauft werdeu.
D*(ni wurde aber bestimmt, daß man die geistlichen Guter ^s^iKnen* kOnne.
Der Landesvizedom sollte sie aits der ,Spiinun;' tutn VixedoTnanile abl«digen.
Wa« aber Terkanft worden, lulle m bleibvn. KaUiaii<-r klagt, daß die Geist-
lichen den Weltlichen die Griter mit bewpJirter llnnd abrlringen. Beschluß:
Die F. D* an bitten, u bei dem mit Konsens Ferdinands 1. «rfolgteit Ver-
kaufe der Guter bleiben, die anderen Fülle bei der Scfaranne entscheiden m
lassen. Au 17. Februar wird die landesfilrstüobe Resolntion Tom S7. Ja&aar
wegen der Terkannen geistlichen GUler verlasen. Nach llngerpr Debatte
wird buehlouen: es rei billig, daß wegen der Keit dea Verkanls der geist-
lieben Gilter ein l'ntersehied gemacht werde. Die F. D* ist au bitte», dafi
jedermann bei seiner ordcntlicbeii Instanx bleibe.
Am 8. yitn beschwert sich Maria JCumDlUa, daß ihre Klage wider den
DomproiMt ?on Laihac.h wi-gen zweier entsogener Untertanen im Hofrecbt«
nicht augenuniiuau wenden solle (V.-rrol.).
I
399
I
t
I
1655.
Ahtveidichc Res^luiüm I. F. D* mtf die Eingabe der si^rischen
liilterschaß Ä. C. v<m VJ. Jmitar 1605. Grat, 2605 Februar 14.
(Kopp.. H.-. H.- u. St.-A. an«» Sötsiocer. BTS»-— STö''.)
Die F. 1)* erzhcrzofT Ferdinand . . . haben N. dop Stoy-
riachen rittersuhafl Augsp. Conf. am 19. jüngst verflossnen
raonats .Tamiarii datierte und über eiUch tag hemaeb abermal
übergebne schritt nach leng« abf^ehUrt und rernommen, und
weil Bcitbero umb deren beantwortung za ellich malen so
embsig aolUcitiert worden, haben 1. F. D' dicaelb nmb so viel
mehr liiemit gn. befürdern und errnettcr ritterschafft dero fer-
rere treuherzige wolraainuntf crclilrcn wüUcn,
FUrs erste nun vcrm.iint gleichwoll ay, die getreue ritter-
schafft, iro seyen die bishcro gepflegte zasamraenknnften nnd
heimbliche beratschlagnngen nicht zu wehren^ was aber
L F. D' zu der widrigen resolation rechtmässig bewegt, be-
darff ailhie keiner wiederhotlung: aintnal befinden I. D' sulcb
erhebliche nrsaclien und bedenken, das» sy einer ritterschaffl dis-
falls nicht nachzugeben, noch Ton ihrer vormaEs zu etlichmalen
widerholten niainung zn weichen gedenken, eich mit gnaden
versehent, es werde anist darbei verbleiben, dann I. D' die so
offt {brgeloffnc unbcgrUste zusaramenbeschrcibung der herrn
nnd Undleatli und die sühim|)ibche praeterier- und ans-
Schliessung der catholischen billichermnasen zu ante», und da
was ad partem zu bcrathschlagen, 8oU kain so grosses be-
denken im weg ligen, I. D* guthaissen darUber zu erwarten,
and daruinben werden sie aif.li mit I. D' ubstehunden endt-
lichcn willon nunmehr unnilbarHcb and nngemahnt zn acco-
modiern wissen.
Es bearbeite sich zwar »in andern gemelte ritterschaft,
I. 0* mit etlich eingefllhrten arguraentcn dahin zu persuadiern,
bIs wenn dieselbe ohne verletznng ihres fUratHchen gewtssens
etmnivendo bey ihrer vcrmainten rechten religion verbleiben
und ihnen die gefelUge exercitia inner und ausser landts zu-
lassen mücbtenj scitemalen aber die Sachen vorhin genngsamb
erwogen, und I. F. D* darllber verursacht worden, ihre offne
general zu menniglicbes nachricbtutig publiciern zu Iftsaen,
alles zu mehrer wolfahrt und fridlicher uufnenihung des gc-
400
liebten vatleriandts auch zu salvicruog ihres f. gowiescns, an-
gesehen, so künnen derhalbcn I. D' idie begehi-te ihrer künf-
tigen Beantwortung sehr verletzliche beiviUigqng gar nit ein-
gehen, sondern versehen sich des gottwoIgefelÜ^en gehorsarabs
und seind oftermelte laudleutb desbalben das landt zu raumben
gar nit gonütigt, inmasseii I. D' vorgehunde gn. crclärnng
sum genügen angedeUt.
Die dritte wider die pfarrer im land eingeftlhrte be-
schwärang, wie sy der hcrrn und landlcuth uncathoHsche pfleger,
ofticier und dienstpersonnen für sich erfordern und sy za dem
catholiachen gehorsamb treiben, im widrigen aber die landes-
verweisung ankünden, hette gleichwol (da solcher ausser I. F. D*
befeLch geschehe) einen zimblichcn schein, wann sich aber
I. B\ D' dagegen erinnern, wass sy ditafalls und sonderUch der
ergerlichcn uncathoüsehen personnen wegen für Verordnungen
ausgehen lassen und gedaclite pfarrer nichts dergleichen flir
sich selbst, sondern alles in crafft I. D' gemessenen bevek-bs
fltrnehmen und handien, so kann es derhalben umb so viel
weniger improbiert werden und was nun I. F. D' zu diesen
Verordnungen billichermasseu verarsacht, bedarf!' alhie keiner
ausltilirang, die dann dieses unaweifenlichen versehen» sein
wollen, ein geborsamhc ritterschaft werde siiüh an dem gut-
willig ersettigen lassen und destwlUen zu ruhe begeben, dass
I. F. D' dessen befugt und darmit den vielfeltigen ihm tür-
komnen Verordnungen nnd bcschwUrden r.a steuern gedenken.
Die vierte clag belangent, ist zwar nicht weniger, dass
einem jeden cjilholischen chrialen erlaubt, ihme einen beicht-
vatter nach seiuem gefallen sa erweblen, wann über seines
ordenlichen Seelsorgers und pfarrers wegen keine genuegsame
Ursachen vorhanden, bat solches auch nit statt, dann wissent-
lich; dass ein jedes pfarrkind aus christlicher Ordnung und ge-
horsamb schuldig and verbunden, sich mit der beicht und com-
muniou bei seiner ordeulicheu pfarr darumben einzostellen,
damit man seiner rechtgläubigen bckanntnuss halber wie auch
dessen ein wissen habe, welche aur hl. comniunion jährlich
trettcn oder aber sich derselben enthalten. Und da yc bey
einem oder mehr erhebliche bedenken fUrfallen mechten, ihre
Sünde ihren ordenlichen pfarrern zu beichten, mag es wo! bey
andern warhaften priestern aber solchergestalt beschehen, dass
dannoch die orlaubnuss von ihme, pfarrer, destwillon gcnomben
I
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401
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werde, und wie nun von ir, der herrn und landleuth under-
thanen, deswegen hey irer F. D' ainiche cliig bis ilaio ftir-
kumen, also soll iliiif^n aucli versehentlich fliroliin nichts be-
schwerliches in dergleichen ftllUm nufgedrungen werden.
Dass sich dann die getrewc ritterschafU auch dessen zum
fUnfften in gehorsnmb bcclagen thut, als wann die pfarrer
und prediger starke, ehreiiröhrige und straÖniiLssige anzOg und
antaatnngon in ihron predigten niitlauirL'n lassen und von ilmon,
den herrn und landleulhen, viel Uhels ausgeben sollen, da wissen
I. F. D' selbst am besten, dass sok-hcs cjilumnicrn auf der
canzel weder recht noch passterlich sey^ wie dann die gchUr-
liclic abatellung darauf gehörete, scitcmal aber von der ritter-
schafft weder die personnen» so sy mit unbedftchtigcn wortcn
traducicrt haben sollen, noch die injurienwort in specie benennt
oder vermelt, so wissen demnach I. F. D' hierüber bis auf
mehrere ertcüterung nichts zu detcrmioim.
Eb waren schlUssIich I. F. D' mit dem unannemblichen
vermelden und anzug, dass nemblich sy, die ritterschafft, zu der
landtagsbewilligung chunder zu greiffen mit nichten bedacht,
sy emptindcn dann in ihrer prittendierenden ge wissen sb esc hwii-
rnng ein leidenliche snblevierung, ja da gleich ainiche contributioo
gescbechen sollte, dieselb nit gelaistet werden künde, billich zu
verschonftn gewcst, weil I. Ü' beg«liren, ir, der riltersuhaft,
suchen in allweg fürzuziehen und die allgemaine wolfarth mehr
als die specialpraetensionen in acht zu nnmben, und obwol
I. F. D' diese bey gehorsamben InndklUhen ungebreüchige Zu-
mutungen mit mehrer schörff zu empfinden ureach hotton, so
wollen ey es doch mit gnaden derentwegen underlassen, weil
E. ganze E. L. in Steyr die henrige landtagsproposition auf
1. D' beschechiie niiindliclie vermanuiig zur herathsclilagung
alberait fttrgenumbcn, inma^isen sich dann T, F. D* der ohisten
willfährigen landtagsantwort und ercläiunp vwfiehen und ge-
trösten, im übrigen auch der gätizlichen hofTnting leben wtiUen,
mehrgedachte treue ritterscbaft werde sich mit I. F. D^ wol-
mainlich und hiiylsAnihen verurdnungnn in gehorsamb der
Schuldigkeit nach vergleichen, dieselben ferrer nicht difli-
cDttiem, sondern sich als willige landleuth in allen recht-
mttssigen und billifhon dingen (wie dann I. F. !>' niclits nn-
biiliohes, noch was aolchos, so der ewigen und /.eitllchen
wolfahrt im wenigisten widerstreben mOchte, zu atatuiein ge-
r«BUa. II. Abi., Bi, i.x. ia
denken), also veriialten, wie es ihnen und den ihrigen xo
keiner rheu, ja vielmehr za Alten guten geraichen and er-
Bpriefisen wirdet.
Welches nnn I. F. D* iro, der getrenen ritterschaft, auf
anfangs citierte ßchrift zu gn. beantwortang nicht verhalten
sollen, dero sj beynebens mit 1. f. genaigten willen und gnaden
yeder^eit wolgewogen.
Decretam per Ser""" archidacem 14. F'ebraarii anno 1605.
Peter Casal.
1656.
Die Verordneten von Kärnten nn die von Kram: Auf die dureh
den Krainer Abgesandten Wolf Entfelhrecht SchrAnkter m Äick
vorgebrachte Eriniierungf daß die Krainer und Steirer die Ab-
senduny der namiiaß gemachten Personen vornehmen, es aber
den Ktir- und Fürsten heimsiellen wollen, tcas sie für das Beste
halten, haben avch sie die Kärntner Herren und Landlenie be-
rufen; diesen gereiche jmm Tröste, daß die Fürsten stich ihrer
annehmen, lassen sich die Sache mit Galler gefallen, danJcen
beidrn Fürsten für den Eifer und besonders, daß sich der jnnge
PfaUgraf der Sache annehme. Mit dem, was die Krainer und
S^rer tun, sind auch die Kärntner einverstandeti. Klogenfuri,
1605 Februar 16.
(OriB-, 8l. L.-A., Chr. R.)
1657.
Die Verwdneten von Steicr an die von Kärnten: danken für das
Schreiben vom 16. F^rnar. Mitteilung ihres und der Krainer
räilichen Gutachtens. Wollen Galler schreiben und ihnen dessen
Antwort senden. Graji, 3605 Februar 28.
(Kode., fit. I^-A.)
16&8.
Die Verorditeten von Steiermark an Galkr: bestätigen den Em-
pfang seiner Schreiben vom August und September v. J. und vom
5. Januar d. J. Haben deren Inhalt beiden anderen Landern
,in höchster Geheim' entdeckt. Aus den Beilagen entnchnu- er,
wessen sieh die anderen fjonde entschließen. Danken für seinen
403
I
Eifer und seine Neigung enm gdi^tett Vaterlande, Es werde
ihm unvergesseti hleiben. Deni Lande gereiche jfmtm Tröste, n*
wissen, daß Kur- und Fürsten $ich ihrer annehmen. Man teile
Hitn mit, daß ungeachtet der letzten Beschwer deschrifl, die man
heUege, die PersehUion der Herren und Bitter fortgesetzt werde.
Er möge darnach trachteti, daß die Äbsenditng so hald als mög-
lich ins }yerk gesetzt werde. Mitn habe hier gemeint, sieh cuerst
an den Kaisfr als das Haupt des üeiches mu wenden, sieUe es
nher den Fürsten anheim. Fr möge sich üher seine Andexttung
näher ««/lern, daß man dm fürstlichen Räten eine Vaehruiig
^n^}iomn^en lassen solle. Grax, 1605 Mars 7.
(Rom., St. L.-A., Chr. B.)
1659.
Z)« Verordneten von Stcitrmarh an die Erzhersogin Maria: bitten
ttm Remedierung der Religionsbeschicerden. Grae, 1605 Juni 2.
(K«ffirtr.)
IG60.
Der kursächsische Hofpreäigar Vohjkarp Leyser an Georg GaUer
avf Schicanberg, fürstlich pfatzgrä flieh- netd>urgischen liath und
Landrichter *m Burg Leugcnfeld: ersucht ihn, die beigeschlossenen
Exemplare seiner Fre-äigten, die auf die. in Osferreick, Steiet'
H mark, Kärnten und Krain htrrscitende Verfolgung gerichtet sind,
den l^tgetiannten drei Ländern zu übermitteln. Nach Osterreich
sei em solches schon dareJi einen vertrauten Freund geinrachl
K worden. Dresden, 1G05 Juni 5.
(Orig.. 8t. L.-A.. Clir. R.)
Mich hat der betrücbte zustand der kirchen Christ! in
aem erÄherzogtliumb Öaterreicli und den dreyen hindern Wteyer,
Kärnrlten und Krayn vor anderthalb iarn bewegt, dasa ich
meine passionspred igten zur selbigen zeit fast alle auf diaen be-
triieUten handel gerichtet. Urjd Vhü ich hernach von nien
cliristen angelangt worden, dass ich solche predigten durch den
druck piiblicieren wülte. Welches auch bereit vor einem iar
geschehen were, wo mir nicht von Wien aus ein impedimf^ntum
fUrgeworfen worden were. D\m habe ich jedoch diaes iar zu
werk gerichtet und sie nicht allein in gottes namen drackcu
«€•
1
404
lassen, sondern anch in der praefation der ob^encnten vier
l&nder laodstcnd von hcrrn nnd rittcrschaäFt, welche steh sa
der A. C. bekennen, anf^eredet. Gott weiss, wie es anfge
nommen möge werden. Ich habe es aber guter wolniainong
keiner andern nrsach halb mehr gcthan, dann dass ich mein
christlich roitleiden gegen den gedachten kirchen und ihren
gliedmasBen zu erkennen gebe and ste in ihrem betrübten zu-
stand ctlichermaäsen tnSate.
Auf dass es aber I. G, . . . innolesciere, habe E. Q. ich
5 ixemplaria zofertigen wüllen, mit dienstfleissiger bitte, K. G.
wQlIe mit gelegen])eit jemandes fUrnehmcns aas den dreyen
landen nach seinem wolgefallen jederm ein exemplnr znkomioen
lassen.
Ich halte es fast nicht ftlr ain recltt dcdication, dieweil
ich nicht wissen kann^ wie angenehm es in disom zaestand sein
niüchte, zumal weil ich alle pios penecutionem patientet darzn
gezogen habe. Sonstcn weite ich den ev. landslenden darunter
selbst eaegeschriben haben; rlumit es aber nicht das ansehen
habe, als wenn ich sonstcn etwas dardarch suche, so habe ich
es nicht selbüt sclncken, sondern wie in Österreich durch einen
bekennten guten freand, also in Steyertnark, Kürndten und
Krain durch E. G. als einen terrium(gie) insinaim wollen.
Mir ist gnueg, wenn I. G- ■ . . hievon wissenscbafFt erlangen
and dasjenige, was ich hierinnen gethan, !n gn. . . . willen anf-
and annemen.
Es ist im werk, dasn dise coneiones in die tentscha sprach
traosforirt worden, damit auch dem gemeinen man darmit ge-
dient werde. Wenn ich nnn wnsste, dass es den stenden nicht
zuwider werc^ wenn die prcfation anch tentsch gemacht wUrde,
so solte es geschehen.
Unsere interc«MU>nes sind so lang sine frur.tu et effetixt
abgangcn, bis der dritt mann kommen^ der villeicht den per-
sequenten ablehnen wirdt, wie sie verdient iiabon ; denn es ist
wol ehe geschehen, dass gott ein büses mit dem andern bGsen
vertribcn und gleichwol die seinen erhalten bot. Demselben ge-
Irewcn gott thno ich die christlichen l]iridor sowol als K. G. . . .
befehlen. Datum Drcssden den 5. Jnnii anno 1605.
E. G. jederzeit dienstwilliger
Fulycarpas Leiser.
n
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405
I
1661.
I
Neheutnenwrial für dai nach Graz uhg€ordnetef\ Wolf Sebastian
Uociicnkirdier eii Yffddorf, ,icas er in fleissige acht nehmen und
erforschen soU\ München, 1605 Juni 7.
{SL'k. Manchen, Öatorreich, Sloiermark SO/16,)
Eb liaodeU lieh »in dio Hilfo, dio etwa Kordiuand II, angesiclits der
leEwtlMtiden uugariicUeii üebeUiou gdeiitet wuidnn kODDe. Der Oesaadta
hat aicli au «rkuiidig«D, &b dl« Landherren dem Laiid«*f3rBt«i) Gaboraam
teilten etc. (»«lie Ver«ffeiitIicliong«ti d«r hiilor. Lnndetkomniuiöu für 6t«iw
mark X, ti)B [40 d. S.-A]). Wir hnben das BlUck Ata nächsteii wogen auf-
fCBDominen, weil man tneinen knnatm, dieses febOr« unter die Akten dea
Jahres 1609, SlaHe aum 2fi. Aaputt 160».
1662.
ßrshergwj Maximilian III. an die Refßernng und Kammer in
Innsbruck: nimmt die Berufung des kleinen Ausschusses sur
Kenntnis. Da noch andere Mittd und Wege angegeben wurden^
dem Wunsefie Erxherzog Ferdinands, eur Benaiznng des Srhlosses
Gras 500 Mann zu senden und drei bis vier Monate zu erhalten,
nachzukommen und die Anfnahne einer Summe von 50.000 bis
100.000 fl. im lAxndiage für ratsam anr/esehen irorden ist, so
mögen sie mit getiannten Männern und dem kleinen Ausschusse
hierüber handeln. 1605 Juli 8.
(KoDX-, Sutth.-ArchtT Innabmck, L«opoldin. sei.)
Biaximtlian . . . Das ir in der bevrissten sacli den kleinen
anaschnss hieher zu erfordern fUr das ralLsamist geltniten,
haben wir .aus nnsers raths uud hufsecretai-i Dietrichen Hep-
pergers inandtÜchen undertlißnlgiitten rcCation gn. vernommen.
Dieweil aber auch andere weeg angedeit worden, darch weliche
man die dorcti nnsers fr. lieben vettern, des erzlierzogen Fer-
dinand! tta (^ftterroiclt liebden, zn besetzang dea reeidenz- and
IiaabtscIiloBs Orfltz begerte 500 man, Tvie sugleicb derselben
underlialtung auf 3 oder 4 monat lang vor E. E. Tyroler L.
fHCgiich zu erlangen gehofft, darneben ir euch zu erinnern,
daaa in vorigen bey iungatem landiag and sonsten gehaltenen
berathBchlagangen etliche zn anfbringong ainer nnrabhaften
sutnma gelts von 15— lOO" zu depntirn fUr rathsani gehalten
und darneben den steuden furgetragen nnd zn erkennen geben
406
worden, dass uns and den mUintcressierten erzlierzogen bey
alBO be8clia(rnera wesen denjenigen nncosten, so über die mi-
littam, vor und ehe es zum anzn^ kombt, mit exercierong der
undertlianen, item nitt hesoMan^ and nnderhaltang der sae-
gebnen liaaptlent and ander bevelchshaber, 80 man nothwen-
digerweis haben mass, ergclien würdet, tinmdglich abzustatten
. . ., 80 haben wir den . . . Jacob Probst in der Neustift uud
. , . Christoffen freyherm zu Wolkenstein und Rudencgg . . .
hieher l>e8chribcnj und ist hierauf urificr gn. hegcrn, dass ir
oder etliche aas eurer mittel neben ihnen erforderten und
unserra zugeordneten geh. rath Hieronyino Mainckher von
Coserz, oh von disen undcracliidUchen panctcn . . . mit dem
klainen ausschnss zu trauticrn . - ., in bedenken ziehet . . .
Geben 8. Juli 1605.
1663.
Ferdinand II. an (horg Kerrn von Shibeuherg: Gnädiger Be-
fehl, zum Zwecke der Investitur des jetiigen Pfarrers in Kapfm-
brrg und Einanttcortung der Temporalicn die Schliissd auszu-
folgen und dem Pfarrer in der Temp&ralitM keinen Eintrag su
tun. (irax, UOr, Juli 18.
(Orig., St. L.-A., Stul>«nb«rg- Akten. G«geDr«fonn.)
Der Befehl ergeht xufolg« eioos AnHuehnnii dos Roktora P. GiBbcrt Scthr-
vicliaviiii Youi Qraivr J^miitt^TikuUcgiiiiri lU liuto 16. Juli lAüri, worin drr
Rvktur ab Koliittor ,vregen <Iei llauptpfarr« üt. Loreiiz«iii, ilahia die Pfiurv
Kipfenberg xngtlnji^. mitteilt, iaQ «r dem Pfarrer Ton St. Loreoaeo ge-
*cbrt«lj«n lind befohlen habe, die InvcsHenin^ du ncaeii Pfarrers doch lo
vorsanehrn^ii, daß etr deoaea tuvnr den H«rrn von Stiilivn)icr(; ala Voffth«rro
erimiere. Er selbst habe dlea an Sttibpob^rg geAchriebdn, Her aber di« Bin-
wtxung de« neuen Pfarrers unter dem Vorgebfii vorweigerle, c« mtlue mvor
dia loreotur der Hinterlaueuchait du abgestürbeuen PfarTHri Toreenominen
werden. Nach verriuhteter Inveatnr mUsM sieb der kUuftlge Pl'arrer vur-
»tellen, worauf ihm die Pfarro flberantworlet werde. Wiowobl du mbler/affia
seien, da er vom 19. Ajml biü 29. Juni ZoiT gonu^ ^i^likbt, die Inventur
vomebnieii kq lauen, auch keinmu, der allein Vogtlierr ist, dio Leh«Dsrfaaft
oder Cber^cbun^ der Pfarre gebOhrt, so habe er doch fricd(>nsh alber b«i
Oeorg von Stubenborg iKjiibriialii angeaucht, damit die Inventur der Ordnung
nach voi^enommen, der Pfarrer eingesetzt nud detn Uccbte nach gebaudolt
werde. Uas habe abor bei Stnbcnbergf nicbt gewirkt, denn neuu er auch
(toreh Beinen Pfleger erschioneD, ist doch aolcbee xur Übernabme der weg-
genoninicnen Sachen und nicht &nr Inveotarrnniahm« geschehen, wosu ihm
dor Anflrag «einei llerru mangelte. Damit nun der Pfarrer nicbt tsu
xweitffii Mal« mit Spott abdohen mllMO rtn'l j«ii9 Pfarr« ohne 8««lloi]^r
»erbleibe, h»be er — tiUbert — dnii Pfarrrr im Bcii«in der Pf«rrni<>npe, dci
Pflegen und Marktrichters (lieei ntm apprufruntiitu) iixch dem Gottosdicnrrte
eiujC^Mtzt. Da aber der Pfleger die aum Pfarrbofe gnlilTrigen Scliltlnsttl nicht
h»raulgeb'^a wulllr, auch drohl«, i«io n«rr w^rde den Untertanou Lvisluugeo
nn den Pr&rrer ta machua r«rbivt«n, und m »ich c1)*d jetzt nm Einbria^jung
der Pecbsmip handelt, so rr'irä der Ernheraog: ^ebotoa, an Stabenbergr den
Auftrag 3iii ^«ben, sich der Pfarre nii^ht mehr anKuncbmnii, ali einem Vojft-
horra (;ebührt, die äcblOsaeJ ausxufol^n und dorn Pfarrnr in der Tempo-
tiltVkt keineu Eintrag zu tun (Ori^., ebeuda).
1664.
Befehl der Itfliffionsreforvuitionskommissnre an äw nachge$Hilen
Behörden: soviel noch von dem mrückgelasscncH Gute des Georg
TissoweU «* erlangen, dies einruireibeth Laibach, 1605 Juli 31.
(Kons., L.-A Krala.)
1665.
Andre Paradeiser erklärt, er hatte zugesagt, aus der Mosconsehen
Gerhabschaft für das arme Grenzwesm 400 fi. hersuleihen. Bei
jetjnyer Itelii/ioiisrefornuilion, bei der alles zuffrunde gerichtet
tcerde, stehe er an, seinem Erbieten nachsukommeu, 1605 Äi^ust 1.
(L.-A. Krtüa, V.-Prot., Nr. 8.)
1666.
Beschluß des großen Ausschusses in Lfiihaeh: a« den Bisehof und
die f. D' eu s^reiben, daß den ausgewiesenen Landesaffizieren
ein längerer Termin gegeben werde. Laihaek, 1605 August 10.
(L.-A. Krain, V.-PtoL, Nr. 8.)
1667.
Ferdinand IL an eineti (nicht genannten) Religionsreformaiion»-
Jeommissär in Kärnten: Befehl, trotz der landschaftlichen Inter-
zession für einige der HHigion ttegen Äusgeiciesene in seiner
Beformalionstätigkeit fortsufakren. Graz, 1605 August IB.
(Kop., VelUcbcr Akten, Rudolfin. Kla^-enfiirt.)
Ferdinand . . . Ersamber . . . Auf dein an ans am 18.
tag nechstverwicbnen monats Jw/ü* in diemutgolftngles schreiben.
408
darinnen da dicK bescbaids erholst, wessen da dicli aaf der
verordneten aldorteii in Rliarnten an dicli und deinen mitcon-
Borten gethancs schreiben, in dem sy gebetten, ettUeben in
Ober-Kharntcn religionslmllicr ausgeäuhafften inwobuer, weilen
fly, verordente, für diescibigen bej uns inUrcedendo cinzukembcn
gosinnet, die lengcrc rerbleibnn;'' im Und zu vergönnen and
entzwischen mit der bedroeten einziehung ihrer gneter oinen
stilletAnd zn halten, wi^llen wir dir für bescbaid so viel hiemit
gn. angedent und benobena auferleget haben, das du dicti and
dein mitcommissarins in dor dir und ihm aufgetragnen refor-
mationscommission anbevoliincrmassen fortfahrest nnd dem an
dich und ihm crgangnen bevelcli in ainem und andern würk-
Ucben nacLkombet. Darnach weist zu dich zu richten, und ea
bescliicht daran unser gn. willen nnd niainung. Geben in unser
statt Gratz den 16. Auffutti anno im 160ä.
Georg bisclioff zu LafTandr
Statthalter.
G. Öcheidl,
canzler.
In dor»»: fievelehs-Copiii.
Commissio Ser*** domini
archiducis in consilio
Caspar Formentin.
Daniel Pagge.
Am 10. Oktober schrnihfiii dl« Kelig'rnTiNrfrormaUnnskninmiaAttre ka den
Kichter iitm) Rat xu VrlUvli, ilio tinkntlioli*ctirii M«niia- und WAibipanioa»ii
TOD daia io 14 Tagen troU der lüii<iachaftlichen Intfirtenaian am dem Lande
XU Terscliaffen und mit dar Kotitisiierung^ itirnr Oillvr fortaurabran.
1668.
Die Verordneten an Johann Gaßner (in?): Sie haben von seiner
TVibulation vernommen, auch bisher die Hoffnunij gehabt, das
excrcitium religioris tcürde iciederhtrgesteiU oder doch tccnigsiens
insoweii eine Toleranz erfolgen, daji man es an hettachbarten
Orleti, leenn auch nicht libcrc und palnm, doch tacitc connivondo
besuchen könne: weil aber des Feindes miien nteht aufhöre,
müsse man ihn des Dienstes entlassen. Sein salarium könne er
noch ertieben. Man werde es ihm aassiüden, wenn er sich an
einen sicheren Ort begeben haben icerde. Gras, 2605 November 4.
(Kon«., st L.-A., Chr. R.)
409
1669.
Georg Galler an die. Verordnete»: Bei seiner jüngsten Ankunß
habe er das beigelegte Schreiben samt ßnf Exemplaren Bücher
von J^olykarp Leiser hekoinmen, von denen er eines für sieh be-
halte. Er sendet vier Exemplare, davon je eines nach Kärnten
und Krain. Bittet um Befehl, tcas er an I^eyser schreiben solle.
Burg Lengenfeld, 1605 November 27.
(OriB., St. L.-A., Cbr. B.)
1670.
Die Verordnelai von Steiermark an die von Kärnten u/»d Krain:
Man habe sich einer guten Resolution getröstet. Nun sei aber
das Gegenteil erfolgt. Man teile sie zur Erhaltung der Kor-
respondenz mit, UM. ihr Gutachten »u vernehmen und tceil es
ihnen für ihren eigenen Landtag nütglich sein könne. Man sende
idso die landesfilrstlichc liesolutwn vom lü. Februar, die man
aber erst am 29. April erhaltm habe, in Abschrift zu. Graz,
H05 Dezmherl2.
(KoDt., 6t. L.-A.)
1671,
Die Verordwfen von Kärnten an die von Steiertnark: bestätigen,
ihr Schreiben vom 12. d. M. samt der über ihre Religionsbe-
sehiveriU^n vom Uigien Landtage herahgelangtcn Rrsohition des
iMndesfürsten erhalten tu haben, hcdaucrn die ErfolglosigkeU
ihrer Beschwerden und teilen über deit von ihnen verlangten BtU
bczüglieJi eitler etwaigen BepUk mi£, die evangelische Eitterschafi
in Kärnten hätte zwar gern geseJien, wenn das Anbringen an
den Landesfürsten von allen drei Landschaften zugl.eich erfolgt
wäre, man habe atich von der Fürsprache etlicher Kurfürsten
und Fürstc*i Erspri/'ßUe}ies erwartet. Was in der Sache jetzt zu
tan sei, darüber lasse sicJt noch ni/^hts sagen, man bitte, ihnen
die eigenen Ent^chliisse hierüber rechtzeitig mitzuteilen, damit
man sie dem kärntniscJien (am 23. Januar angehcfuU'n) Land-
tage mitteilen könne. Klagenfwi, 1606 Dezember 23.
{Otig., b Stogel ftufgodiUelit St. L.-A., Ctir. B.)
1672.
Martin lirenncr, Fürstbischof von SeeJiau, a» Stephan Jleifincr,
Pfitrrer in Frattenburff: gibt iixm die ErmädUigung, Kelter, die
in den Seimß der sdignuu-henden haiJuAischen Kirche SHrück'
kehren, r« abstAvieren, Graz, 2606 Februar ö.
(Orig^ 8t. L.-A., Stub«iibari;-Akteo, Gec«nmfom.)
1673.
Die Verordneten ron Kärnten A C. an die von Steiermark:
hesiäiigcn den Empfang ihres tSchreibens tom 30. Januar samt
der an die F. D* in puncto religionis überreicitten Sehriß und
den beiden aus Anlaß diener hetrtiblicJien Verfolgung gelwlienen
Predigten Polykarp Leysers, Icurfürstlich sächsischen Hofpre-
digers. Da die Herren und LawUetite wegen Schluß des Land-
tages abgereist sind, konnten die Sadten ihnen nicht mitgeteilt
werden. Das wird bei ihrrtn Wiedereintreffen am 27. getcheken
und xugleich werden die Angelegenlwiten naeJt Krain gemeidei
wrden. Die Kärtner evangelische Ritterschaft hat zwar in den
Landiagsschrifien um Suhlevierutig ihrer 1 letcissenshedrnngnisse
gebeten, es würde allerdings noch außerdem gut gewesen sein,
wenn eine Sondersdtrift in puncto religionis durch die evatigt'
tische Ritterschaft aller drei Lande überreicht tcorden tcäre. Dem
Herrn Polykarp I^yser sei man gern erbölig, das namhaft ge-
machte bonorarium mitsusahlen. KUigenfurt, 1606 Fdtruar 11.
(Oriff., St L.-A., Chr. R.)
Verbind eriingsb Alber ist der Bot« ent heute, am 13., «bg^eferligt
worden. VoD dem Sclareibeo der Stcirer, auf das da> obif^D die Antwort ist,
Itcgt nor CID Teil vor (er Ug biiiher bei den Akten des Jahres 1603), der
naD rfaronolo^cb eiug«reiht weidca kann. In dem 8<-hr«iWn wird iDCtr-
dem, wa« »chön ob«n cnichlUch int, noch bemfrkt, «i wftre den Stefrera
aiehu li«h«r gewt^ccn, aU wen» die Übergebung der im vorigen Jahre be-
ratschlagten KcligioDEsahrift durch die Küterscbafl Aller drei Lande Qber-
reicht worden wÄre, da sich aber die Antwort der Künilner zn lang«- Ter-
BOj^ii, i«I die Cbergabe im Namen der ftviriaclien Stünde allein erfulgt.
Huffeutlich wi>rden die beiden anderen Lande ,auf gleichem Schlage ihre
Notdurft lifi der V. H' anbringen*. Wegen der Abfeiandterei iod Keicb
wird ihnen ihr Abgesandter wohl bericlitrt haben; fUr d«a SiiAtere wird ihnen
Ludwig von Dletriohftein alle« Wichtige an« Gallen Berichte f^meldot haben.
Seither ist nlcbta Neues rorgokommen. 8ie lenden einen Isloiniichon Traktat
der Panionapredigten l'olykarp Lej-tcrs, .ao er auf dise hetrObten laude
dtrifirt und dMiwIb«! la traatt Kn«komb«a IftjtMn'. Sie balt«t) iw«t Exem-
plare aurQck. Von äen beiden Ander«^n nittgvn sie einra behaltnu und e'iDM
naeb Krüu s«ad«a- Au Lejrter wäre nicht blvU ein Duikbrivfel sti ricbtcn,
wadera auch ein honcrarhiin run 200 Talem bis 300 fl. lu Hndeii (Kons-).
1674.
Johann Walther, gewesener Landsdiaftspreäiger, an die Verord'
neten A. C. in Steiermark: er höre mit lietrübnis, dafJ es der
HeligioH halber im Lande tnit ailett Hoffnungen su Ende sei.
Er habe das nicht gehofft. Viflmefir hahf.n attsehnlidie. Herren,
aucJt katholische Uauptleute und Oberste^ sie vertröstet, es icerde
der Religion tcegen keinen Streit hohen, und es soll auch d^r
römisciie Stuhl geneigt sein, hierin elicas /■« konnivieren. Warum
sollte tnan gar fu kleinmütig tiefden? Er bitte um ein Zengnis
für seine dem Lande seit 15S3 tret* geleisteten Dienste und um
eine gnädige Abfertigung, (tum, 160H Februar 21.
{Orig-, Sl. L.-A., Chr. B.)
1675.
Antwori auf Nr. Iß74: Er werde sich bei dem landschaftlichen
C^erproviantmeistir anzumelden httben.
1676.
Beratung über den landesfürstlichett Befehl, daß jene Parleieit,
die der Beligionsrefomtation anhängige Handlungen in Land-
und Hofrechten forieren, von dannen ab- und vor die Befor-
maiionskommission gadesen werden. Laibach, im Latidtage 1600
Februar 22.
r.
tU-A. Kr«in, V.-Prot., Nr. 8.)
1677.
Beratung aber den lande^fiirstlichen Befehl, den patribus socie-
tatiB Jesu die Ktiufsumme der Truherschcn Behausung von 8ß2 fl.
aitsjueahlen . Beschluß: in dieser Sache an die F. B* tu be-
richten. Laibadi, im Landtage 1606 F^ruar 37.
<L.-JL Krain, V.-Prot, Nr. 8.)
D«p LandpsvpnrM^r erklärt: wegpn der Trab(ir«ch«r R«biu«nng b^i
dar rou 1. F. D' atn 2. i!''flbru«r 1600 ga^ebnuen Kcialutl'Cvu cu b1eib4>n und
4!2
di« piUn» «btaweuen. Uer PrSUt von LancUtraß, Dompraiigt, Dooidnobxnt.
Fropft r.ii Rnrlolfswcrlb und all« iiid«r«n »tjcnmeti tn.
1678.
Vatd Wassermann, der J(CÄ mit Weih und Kind aus Krain
himcegbegibt, bittet, ihm für seine dem Lande durch MO Jahre
geleisteten treuen Dienste eine JSrgötHichkeiV tu hemüigen.
Laihach, im Landtage 1606 März 6,
(L.-A. KniD. V.-Prot.)
Gl »oll«D ihm navU Voll^ndnng «einer Railang«]] 30O Talvr rerebrt
ward«ti.
1679.
Der Pfarrer voti Frauenburg an den Abt von Sl. Lamhrecht:
Anzeige, daß sein Schio$$cr Georg Maytr trotz der vor fünf
Jahren erlassenen Befehle sich weder mit Beichte noch Kom-
munion eingesleüt und auch an So»»- und Feierlagen arbeitet.
Frauenburg, 1G06 Mai 9.
(Konx., St. L.-A.. Stubonberg-Akteti.)
HocliwHrdiger . . . Wollt lieber aolcha schreiben nnder-
lABsen, Kw. Gn. zu behelligen, so Beitidt tlocb Ursachen unser
h. religion, das concHium Tridentinum, I. D* befelch und E. G.
Selbsten in I. D* vergangen drei iaren uoinraisaion, die raicli
bewegen, als: da» man kaineii seektisclien uder uncatbutiscben
UDderschlaiff gobon soldt. Weilleu dan Adam Mayr, schlosscr
in I. G. hau?, bishero auf mein üfftermahU inundllicbes bitten
nebst ander vcrmanungen eich nicht nur über fünf iar in
unserer hl. religion weder mit beieht, noch mit cümtnunion
eingestellt bat, sondern neben dum alle sontag und fcyertag in
seinem haas arbeiten thuet, eolclics liab ich E. G. kürzlich de-
mütig anzeigen wollen. . . .
1080.
Ferdinand II. an Martin, Aht von fit. Landirechi, und Hatis
FrieArieh von UoUenhunj: BefeM^ sich wegen der Beschiccrde
des Frattenburger Pfarrers Stephan Meißner dahin zu verfügen
und die ungehorsamen Bürger und Inwohner zu examiniere»^
bezieJiungsiceise eu strafen. Graz, 1606 Mai 24.
(Kop., 8t. L.-A., Stnbenberg-Akten, GtfViireforai.)
i
413
1681.
Aus de» Artikeltt der Jcroatischen Ständenersammlvng in Agram,
am 27. Juli 1606. (Bekräfiignmj des liescMusses vom /». Juli ItiOi.)
(Wie obon, Kr. 1596.)
Quftntam vero &d articulam anni 16U4 de religione per
dominos Rtatns conclu&am altlnet, nuncn (loniinornm comitam
Nicolay a Zrinio et Petri Krdeody eidera contraclixerunt. Con-
tradictioni iidcm statas locum minime dantes candem Unrnm
atqne itemm niianimi voto conümnamnt testimonialeaqne eisdem
doroinis comitibus super eadem contradictione postnlantibtis
extradari proliibucrunt, atatiionln» super eo firmisaime, qaod
ubi Rev""* dominna episcopus Zagrabißneis ad puniendos et
ex boc regno pellendos sen cicieiidos concioiiatores a religione
catliolica alienoe insTifticiora Gssot, doniinos banuR in aaxilinm
et adjutoi'ium eidem praesto sit.
1682.
Mnanä II. an den Bischof von Laibach üher dm BwiseKen
Mild dem Landcsvericeser und V'isedom ausgebrochenen
Streit tvegen des ton dem Bischoß begehrten .Durchritf^s' oder
Vorrvges bei den Musterungen und des Wartgddes der Gült-
pferde: Keineswegs gesinnt, tletn geisüicben Stande das Mindeste
enteieften *« lassen, entnehme er doch den von anno 1Ö61 her
vorg^raehten Musterregistern und Exemprltt, daß in solclten
Fällen die ,hohen nachgesetzten fürstlichen Laudesöhrigkeiten*
samt den über die Giiltpferde lesiellten Oherstm ilen Voreng be-
sessen, die Bischöfe eu Laihach und die anderen geistliüicn und
uxiüichen Lamllnute den Nachsng gehabt. Dagegen seien (frote
der jüngsten auf ungetiügtmden Bericiä hin gefulgien licsolution)
besehtcerliche Neiierungen nickt vorsunehmen. Gras, 160H Juli 20.
(Kop., I,.'A. Kraia.)
Damit in einom ^twiaMn uclilicli«n ZnMiniitenbaiig« at«ht d«r l«iidM-
rUntliche Hcft^hl an Hbti« Jakob von RdUng di- dato Grax, 1S07 April 30, tti
welchem dif.t^r g;BtAdcU wird, dnl! t-r A\n biitpJ)CI11icli>n Würde niithtgenagsaui
gacklet. Ks hab>- ilitn nicht jr^bilhrt, Aem Bischof« bei der letzten Hu-
slerang mit seioeu Kilftlpferflen varzii^eifeu.
414
1()83.
Viius Mienmarht au Karl Freiiwrrn vo» Herberstorff: dankt
ßir sein Ancrbkten, ihm, tpenn er in EkrUenam, Kailaipntn»
Oiler Thpdlofeen predigen soUk, 25 oder scUt$t 50 Husare» mit-
euscJticken. Bis jetzt sei es hier friedlicli. Er habe eine Suppli-
kation an die Verordneten um Aufbesserung seines Eiitlcommens
ge$chiekt. Bitte, ihn tu rekommandieren. Ehrtienam, (3606)
Juli 30.
(Oriif., St. L.-A-, Chr. R.)
BrliklL 100 il. (^uittuDg ebenda.
Iß84.
Der Pfarrer von St. Loreiiiett Philipp Fuehs au Erzlierzng Fer-
dinand If.: führt Klage über die Bürgerschaft von Kiudberg,
die sich unterstanden, seiften Filialpfarrhof anaulaufen, den
Pfarrer samt Gesinde ru mißhandebt und ihn in ein (iefangnis
SU werfen, aus dem man jüngst nach einen Mürder in das
KapfenhergiscJie Landgericlit ahgdiefert hatte. "Begehrt, daß die
von Kiudberg um 2000 Dukaten gt:hiißl und daß das hei solchen
Streiiigkeiteit iiblidie Lüuten der Glochen abgeschafft werde. 1600
Juli Ende.
[Orlg., fitatth.-ArahiT Grax.)
Der kircfalicbn OegetiMts tritt dftrin zatago, daß der, der den Pfarrer
Kttgegniltin, Kirobpoller, «I« einor ifcnatiot i*t. der iu kirchlichsD Dingru
M^ue raiidH* neiiue /rigidu«, aucli mit knlholUuliQr B«ic)ile «cti nicht eioge-
■U]lt bat.
1685.
Ferdinand II. {an den LandesveriPolter in Krain): Auf die Sitte
der ElisabeUh Kateianer, tAr gegen den Pfarrer von Lengenfdd,
der sich eines ihr gehörigen Zeltents anmaße, Schutg iti verleihen,
ergehe der Befehl, die fiuppUkantin bei dem Ihrigen tu schütjeen.
Grat, um August 17.
(Ko|j.. L.-A. Kraiii.)
DieM Rvinlutioa wird am fi. Sejitfimbür au den Prarrer von Len^n-
fsld Biir Darnaciliricblitng gnirmlftt (Knji., ebenda) und in einem Bweiten
Sticke VOR deraaelben der Dbvrreiclier Marold dabin beiiiiftratrti dar Katsik-
nerlD den JCeheat nieder tu Qbergebeii ^Kop., ebenda).
i
Karl Vedner, Etsenhüjidkr zu Treyhach, an Ferdinand IL: Bitte,
ihm (US einem alten .erlebten' Manne, der den 10. Vfennig bereits
erlegt, auch ein Beförderer des Kammergutes sei, tu gestatten,
die »och übrige Zeit seines Lfibena im iMnde zagttbri)\gen.
(Treyhach) IGOC, August 27.
(Orig., Stitüi. -Archiv Gm«.)
Du G«<ack wird dem Enpri«ii1er Erlneati» in Kirnten cur Begnt-
ftcbtong Ub«rg«ben. Ui«ier uielilet, dxß dvr ÜittxtcUffr niclit alleiti im {>a1i-
tliehcn Wm^ii tnit «eiueni stark treib«ud«n Gcw«rbn den gonicinKii Nutzvn
ftlnlcfl, MniUm aicli auch in GUabeuMAcbcii gaiix bcisclieidon und ung^c-
nihrlicli rtirbült (V<-;lkr-rmsrkl, IßOG November 9}. D^r BiUsl«ll«r wird
irotzdem in Erwlißuii{r der bfJien Konie^iuenz abg«wi«fen and maß, wenn
er nicht kKtholjjirli wird, iinrerEaglicl] «aawjindcm (GrM, 1607 September 4).
Christian Erdmer, Pfarrer £u Kituiberg, nn Ferdinand IL: er-
stattet zum zweiten Male Bericht in Sachen der leidigen einge-
schlichenen Infektion su Kindberg und der Lutherischen sum
Teile kaltgläubiyen Bürgersleute su Kindherg. IGOG Noveinber 22.
(Orig., StHtlb. -Archiv Otm..)
Der «nie Beriebt ist rora t9. Oktober. Üarin wird geklagt, da& die
Ton Kindber^ wKhrend der Infektion fipsunde und Krauho EUsaTninen geben,
im Wirttbaose eueu und trinken, daä kciti Wiiudur wäre, «io wir«D alle
gMtorben. lu dorn obigen Beliebte EU'CldcC er, ea sei ihm «in InndesfUnt-
llchor Befelil Kiigekomini^n, ob er dl« von Kindborg «« weg"» At'i aii Ihnen
bemerkten Vorgebfn» b*t der Infi^ktion bei den SepnlInrAn entgelten Ijum,
daß X. B. elliphe Per-wni'n in di>n Cflrten verfcraben mid die Leichen
alsdann durch Hunde gesucht nnd vermehrt wurden. Er habe es drf-imal
abgesohlagen, znm liegrAbnisae zu gehen: Ereti.>nH beim LcichenbegAoitaisse
der IntberlHchen Wirtin .zum goldenen L.Jiwen', die im LKtheranirtnu» er-
wacbaen, oft firgcrlicbe Ulasphemien gegen die Katholischen .evomirt' und
in ihrer Geiinnung \>\m ans Kcidc verharrt hah«». Da« RrdrMrb hat ale selbst
sich aiisgesncht. Zweiten« bei oincni HngrtaMftrn Kinde. Drittens bei einem
Bflrger, der hei dem Irt^lcn Tnmiiltc ,mit isbrenrll lirigen Worten an mich
gegrifTeii', im Pfarrliofr auf mich gfiachoBaeu etc. DieRcr Mann babr ^meiner
ad porjiitrnduni' nin begehrt. Ko sei er dahingegangen. Die Kindberuer
woiitn nicht allein mich, sandeni auch dcu Lanile.*flLrii[en wenig reHpehtieren,
wie sie dann den üanern dadurch ein schlecUti>* Beispiel; geben, daU sie die
landcafDrstlicben Erliste wenig resp^kllfren. Lntheriscbe seien nitcJt da, die
dem Eidschwnre xnwidrr rliirch dm Magistrat aufgenümmeii werilen. Sit
_J
n«nn«n lich zwar KxÜinliuh«, liAben slefa nhM mit Beicht« nnd KonmitnioD
noch nicht eiagMlellt.
1688.
Der Bischof Thtmws von Laibach an Erzhereog Ferdinand IL;
erstattet auf (hissen IlefcJd einen u»sfiihrtichen Bericht über die
aHgdilicJie, in Wirklichkeit kaum vorhandene Vernachi/issit/anff der
Befomtation in Laibiich. Er hohe hisfier sur A«srottung der
Ketserei das Scinige getan. Notwendig sei noch die Reformierung
der hisher gediddeten sekiischen Landesdiener. Eingehende Beant-
wortung einMner (9) auf die Reformation heii^licher Fragen.
Erwäguttg der Frage der Verlegung der hisch'ißic)uin Resident
w«cA Laibach. Genaue Inquisition ist voreunehvuyn, uhrr nieJU
wie in Spanien. Ohemhurg, 7606 Dceemher 7.
<Orig., Statut. -Arcli IT Or».)
Durch leucIitigistiT . . . K. F. 1)' gn. bevelchtjclireibcn,
darin mir wegen der hoctihailsambcn religions- nida zn Laibach
flirgenombnen reformatton, die in ain unacbtsAmbkait komben
und ga>r %a. reden extingairt aein solle, mein aasfllerlichen be-
richt zu tbucn und rJithlichcs guctbcdunlccn geborsambist zu
geben, auferlegt wirdet, bab icb mit . . . reverenz . . , em-
pfangen.
Wiewohl icb aus tragendem biscboAicben ambt und meiner
schuldigen jfflicbt nach, was mir bisbero mönschenmagHcb ge-
west, in ausroltung dür kctju-reyen also abthuoung allerley ans
demselben bertliesscnden und gleicbsarab nberblibnen reliqnien,
missbroQch und corruptelen allen trewcn vleiss angewendet,
jedoch weilen Ew. F. W also gn. und viilterlicli die verrichte
reformalion in gueter behö-rrligkait zu erbalten, das Btraff-
wyrdig wesen abKiitbuon und die *iandala zu amoviern ge-
denken, hab ich aus solcher 1. f. flirsoi^ umb desto mehr fti-
muloa zu cuncipiern und zu empfinden noch wachlsambcr and
vleisBigcr mich in meinem officio epitcopali zu erzatgen; der
allmecbtige gott wüUe E. F. Ü* in solicbem ihrem grossmechti-
ginton und cbristlicliistun eylfer titerken imd erhalten.
Was nun dos unordentliche wcecn, so allda zu Laybach
jNunm in acbwung gehen solle, berttrt, will E. F. D* Ich hin-
bey von iiUen puneten der sachen beachafi'enbuit bcrUhtlich gc-
boräambiat anzaigen, anfangs wie dass allerley ungeboi^amb
I
I
and ergerlichcs leben zcegebracht soll werden. Ist ya an disem
nit weniger, dass zwischen dem gemaiDen teatschen handtwerks-
gcjUndl, SD herein etbo guet Lutheriscli oder Oalviniach ins
iaudt komben, ein weil da, ein zeit anderswo auf ain monat
Bway, drey arbaiten, darnach wider wekh ziehen, also verrer
zwischen denen vom adl und ir renterspnrschen aacb der
Iandt8cbaft noch alleweil gedxUte sectische ofticiere, unter
welchen der alte landschreibor l:*autaIeon, Paul Wasser-
mann, rentmaiater, Gregor Taufrer, leibstouereinnembcr, no-
bilitiorte personen und andere dergleichen, so der rcibrmation
noch wol bedürftig, dieselben auch also zu reden, «ine lege et
rege leben, mannigfaltigerer nngchorsamb, aach straffwyrdige
uiipKsscrliche sachen als mit Heiachessen und iabiliem an denen
heil, verbotenen tagen erzaigt und ohne scheuch oder ainicher
straff befQrchtung geUebt werden.
An deme ich nun meineathaÜa gar nicht achnldtg, der-
gleichen le3rth anch mit ainicher geistlicher pünttenz zu bessern
nicht weiss, seit sy noch nit der catholiächen religion nnd der
refurmation unterworfen. Sonaten die andern zu der )il. catho-
lischen religion bekürtc bürget, die erzaigen sich in irer be-
kannten religion also zelosi, dass sie die, vor allzeit gewesste
catholischen mit irer devotion nnd christlichen andern werken
guettes tliails libfirtrvßen nnd Ra]ienr<?n, sürh auch also zwischen
inen ain solche roebtschaffDe pictet bßfindot, als wen under
inen nie zuvor ainiche secterey grttäsiert hette. Darumben nun,
wie E. F. D' gn. schreiben, ieli alda zn Laybacli in ftato
Gmnium A'nnctüru7n, darzu ich von Obembcirg als meinem
bischofTlichen taaro erschinen, gshorsambist empfangen, liab
ich meine capitularea alle für mich bertieffen nnd von ihnen
sonderlich aber meinem vicnrlo genet-ali, der nun mnin iiispector
und curae animarum mitgehUlf ist, wie dann anch von denen
heiTn patribvs über die defectsarticl allerlay erinderung ein-
gezogen: Die zaigen nun dar an, das inen in tpecie von solchen
»candalia nnd missbreuclien nichts aygcntlichs bewusst seyc,
anaser wie die herrn patres vermeldet, dass etliche ain tag
zuvor das äcisch koclien und darnach also kalter an dem frey-
tag und sambstog essen sollen, haben aber kainen nominiern
klbinen, damit ich umb denselben schicken und der gohUr
nach bestrafen hctto mfigon, sondern haben vei-meint, es mdohte
frau* i«to in der edelleut beueoru gebraucht werden.
real«». II. Abi., Bd LI. 27
418
Bei den bürgern aber liab ich zuvor schon za rilmalen
meinen obgedachlen vicarium generaUm in die heasser wegen
des fleischessens und kochen» geschickt, kain dergleichen prae-
varicatorem aber nit betreffen mügen. Also ist menniglich iris-
sandt, das3 ich anf die äcischpenkh in dor fasten und andern
verbotnen tagen singulariter mein achtang, dass man an den-
selben gewisslich nie das Tteisch publice verkhanft oder aus-
gemezKget habe.
Dass man die leich aber, Hecht, creUz, priesterscbaft ab»'
qut aliia uremonUi rjitkoiieU condaciert und solches dahor,
dasB man ein nngewöndliches Ubermass ron exeqnisn, so die
armen nit erschwingen mögen. Abfordere, fliesscn soll: gib
£. F. D* ich zam geh. bericht so vill, da.ss ich vor disem mit
meinem capitulo, ain gar etlicher wenig patzen oder creatzer
geringe and leichte taxam de iatit funeralibu» meinen vicarien
und prjestera daramben eirzanemben verordent und gemacht,
dieweil sie an irem einkomben gar armb und ein vicariu» von
einem ersamen capitel Über die 50 tl. zur järlichen besoldang,
daher er sich selbst speisen und klaiden muess, nit hat. Wan
sie von der kirchenstola, wie mans von altershcro so nennt nnd
jederzeit bey denen pfarron und stiften, wo man animarum
curam cxerciert. in ablieben gebranob erhalten worden, ein
klaine extrai>rdinari zuebuess nit haben, khünden sie nit be-
stehen and will sieb zu solchem vicariat ein priester nit gern
gebrauchen lassen.
Ist bishero kain sulclie vcrmainto Itoschwerdc gcwest, and
sich ain priester ain mebrers als ime taxiert und ftlrge-
wo
Bchrtben, eingenomben oder empfangen oder von den armen
bürgern zu begcrn understandcn hette^ wollte ich denselben
gewiss nugestraffl nit hinlasson.
Welcher nun die scliucl und priesterschaft an seinem
funere begert, ist niemandt, er sei reich oder armb der con-
dnct abgeschlagen, weniger ainiche Ubermass umb die se-
pnltors begrcbnuBScn gefordert worden, sondern ob sich ein
jeder nach seinem vermögen gegen dem priester noll mit seiner
gottesgab verhalten will, stehet es hey seinem gaeten christ-
lichen willen. Dass aber maniche zur erden bestfiltnng mit
wiiidtlichtern und andern staltlichkaiton nit verziert oder sonst
%Haior%bu9 cum eaeremoniis begangen werden, ist der armen
handtwerkhs- nnd bargersleutli Unvermögen die orsocb. Die
reichen, und so eleu brnedorschaiften zngethsn seend^ wer-
den nnch eines jeden staniit, mit gobllrliclicr liegleitsnot-
tnrfft nnil allen schönen CAtholischeD gäbreuohen christlichen
begraben.
Anlangundt das gemaine rolckh, so nar predig hören nnd
(las ambt der hl. messo nit besuechon soll: hah Ich vorgemelt,
das3 ya nav das ctwo ankörnende, balt widerunib andorstwoliiii
verlaufende und vagierende r.ntriseho handtweiksgesündl die-
Bclbon bcy deren Herrn patribut anhßrcn thuot: die andern
aber, btirger mit iren hausgenoesen, lassen sich gottlob vorange-
deatermaseen in St. Nicolai thnmb- oder andern kirc.hen, so
lang der gottesdienst gewährt, üriden, wiewol nin kirchen meiir
als die andere uuib der iiähont und gelegenhail willeji, als vor-
deri:it die thonibkirchen, welche bisweilen mit denen Kuhüreni,
aU eben in obberUertem Allerheiligenfest, da ich die gewond-
liclie ieitnon des wert« pottes aelbs gethan und ftontißcnlüer
ceiebricrt, beschehen, also voll, dass alle oit hinein ki^nnen
kommen, besuecht und orfilllt werden.
Oass die fcyortftg, was die gewOudliche wocheninUrkt
oder kirchUlg einfallen, nit jcebllrlicher- oder catholiächerinnsscn
veneriert und gehalten, dieselben dem gottsdienst, bcy dem
auch die predigen sollen undcrlassen, vorgezogen, die sHmb,
wägen, schiff abgeladen und unter wahrender gottcsdiensts-
verrichlung mit ebsen und trinken die hl. zeit verbracht wirdet,
i»t nit oline, dass bisswcilcn »ich solches zaegetragcn: vcrniain
aber, dasä ich oder meine geistlichkalt an diesem kain schuld
haben, dicwcil wir mit unscrn predigen und lehren jederman
dahin auf offnen canzcln (vermag des göttlichen worts und be-
felcbs, diiss jedcrmtiu seine weltliche hÄndl dem gottsdienst
postponicrn, vor allen dingen und am ersten die kirchen fre-
qaentiern, darnach erst seinem gewerb, hnndtierung und welt-
lichen berucff abwarten soll) weisen.
Der weltliche mfigütraitis aber kann leicht, nls es etliche-
mal auf mein anhalten geschehen, die tliör versperrter biä zu
endo der kirchischen ofticien an solchen festtagen lassen. Ebner-
weise mag der aufscblagseinnomber die sehiffart auf dccn wasscr
Laibach einstellen und die hl. aeit feierlich celebrirn: mir aber
und meinen geistlichen ofliciern ron haas ku haus, von markt
zu markt uinhzugehen, die Icnlh mit gownlt in die kirchen
treiben ttnd andere weltliche munia. zu verrichten, will sich nit
27«
420
ßebUrn, so wir damals genaeg mit nnsem fimbtem in den
kirchen occapiert sein.
Also auch, daes man in verscbiner faaten vleisch gespeist,
mit saitcnspil, trommelten and hürpauken die pankhet gehalten,
ist wol damals, da man den landtag gehalten nnd die gdlt-
pferdt K. £. L. gemastert und die bevelcbslcat botsamben ge-
west, durch die ancatboüsclie edellent beschchen. Bey solchem
iubiliem aber hat sich der herr landsvicedomb und Verwalter,
beede cathoHsche herm, welchen nnn als E. F. D*fUniembist nach-
gesetzten landtsobrigkaiten wider solche incontueta nnd pro-
hibita convioia zu reden und einzustellen gebürt. befanden.
Uerwegen kann den armen geistlichen, wann sie also in den
heusern derley nngebUmossen einsastellen sich anderstehen
and etbo seltsamb von dem tollen und vollen Lutrischen ge-
silndl trflctiert worden, nit aber alles in gnete ordinanz, wie
es sein soll, bringen mögen, dises kaincswegs imputiert werden.
Ferrer, dass umb österliche zeit wenig commanicanten sein
sollen, bericht K. F. D' ich geboraambist, dass ich schon ein
zway iahr her selbs von alten bürgern und irem haosgesUndt
von haus zu haus die beichtzettle in abrordem lassen nnd die
Sachen dahin gebracht^ dass ain jeder ad eeitandum haereseo»
nupieionem, wan die zeit kombt, sich zu bekennung seiner
snnd und eraphahnng des liochw. sacraraents selbs za beanech-
and emüeftsnng beeder sacrament treiben tbuet.
Dass (es) Tilletchl in ainer kirchen weniger commani-
canten gibt als in der andern, verursucht dises, dass fUnf
kirchen inner aiid aatiser der stadt, zu S. Peter, da die rechte
pfarr nnd daa bisthnmh daraus gcwidembt ist, officicrt werden,
also geht ain jeder zn disem oder jenem beichtvatter, wo in
Bein affection incliniert.
Das vetterabiU aacramentum wirdt aach den kranken, so
immer müglich, mit aller ehrer bictigk ei t bcglaitc^t, zwar nit so
Btaltlicli als anderer orthen, jedoch als oft ainer aas reichern
oder fttatUicbern der fraternitüt des gottsleichnambs erkrankt,
concomitirn in exeinptum et imitationem aliorutn ad congrega-
tionem gemainiglich die fQrncrabisten brUeder und Schwestern
der besagten liruederschaft mit fackeln und ru/> ujnbeUa, eo
ich von Venedig bringen lassen, mit bester solomnitet.
Letzt- und schÜesslicben mein residenz zu Laibacb be-
rtterendt, wolto ich fur mein porson als ain staltkindt, alda
42}
I
gcborn, am liebsten daselbst wohnen nnd jr^ dasa man auf mein
pracsentz ein besacrs aug hettß, mich aller treuesten sorgfeltig-
kait, wie ichs ohne A&a schuldig mich erkenne, beBeisson. Nacli-
dem aber, gn. heir, die bisciiiifliche residenz a primaeva fun-
datioM zu Obernbarg, tamquam in medituUio episcopatut
Lahacentis dioeesit, allda ein bischoff mit grossen gnistlicbeii
fnndationBüblifrationen beladfin, allezeit aber auf Laybacb in
fünf oder aecliB stunden, so oft es die noth erfordert, gelangen
mag, institairt und destwegen aufgernckht ist, seiicnial ain
biscbof zu Laybach von denjenigen gnetern, so in Crain ligen,
wann man die landsteaern davon abbricht, nicht vill aber 500 fl.,
wie das die vor zeyten gepiiegtc solcher gtieter bestandsaus-
lassnngen mit mehreren answeison, zu voraehrcn, welche aber
auf die vicarien zu St. Poter bei obgenaunter bisthumbspfarr-
kirchen, schnolmaiater, suceentor, organieten, BchaiTer und vor-
derist auf den predigstuel neceasario mUossen verwondt werden,
sich nit kan nur nin kleine xoit, wie ich dann mein zehrpfennig
von Obembnrg nembcn mness, gleichsamb ich in ein wirtabans
einkern thete, anslialten, die victuallen aber, sonderlich der
Steyrische wein nbcr den hohen borg boi Tsliernilenz ohne
merklichen schaden nit zu übertragen sein, derentwillen haben
meine vorforder nie daselbs au Laybach umb abgang altcrlay
notturft und grossen uncoBteus willen ir resident gehabt, ich
wolte aber schier mit inen allen decertiem (ahtit xnctantia
dictojf dass kainer unter alten meinen sntecessoren so oft, vil
and langcnialj ya wenn mau auch aller mit einander daliin-
konften zusamendeputiern wollte,, als ich zu Laybach gewesen.
Aus dieser ursach nun, weil E. F. ü' geh berr vatter
ortzbcrzog Carolas zu Osterreich hocbsel. ged. allda zu Obern-
burg in emphahung des landts Crain erbhuldigung gewest und
solche bisehUfTlichc residcuz gn. besnecht, auch dos bissthains
gelegen- und ungelegenhait selbs gesehen und wargonomhen,
ist als meinen herrn vorfordcrii darwidcr, dass er zu Laybach
nit residiere, nichts beschwur lieh s aufgelegt worden. Wann ichs
obn des bissthumbs schaden tttid konftigen gewissen Schuldenlast
anschickea müchtc, wür mir wie ebvcrstandcn nichts angcnom-
bers als daaclbs zu Laybach ccrU in loco 7iatfiUg soll mulla cele-
hriori quam tnter uton vaxiüH et dexerioa monte.» zu habilltiern.
Aus discm allen nun haben Ew. F. D* alter sachen amb-
stenden und berichtliehe» anziiigeu gii. zu fassen und dahin
423
meines gehorsambistcn wolmainenä (doch obne alle mein prae-
scriptioD oder ransBgeben) vatterlicbist bedacht zu sein, iren
poliiicit mttffitiralibuB scbOKlßst einzabindcn, damit sie, weil
lie ohnedem zur bilfT der ^eistlicbkait ir bradiium teeular« aa
exerciera haben, als catholische obrlgkait ohne alles verschonen
ainiches landberrn, oder wer der bcid mag, wider solche offene
rerprecher mit der cxccution der verwürkhtcn sti-affen nach
laut und schon publicierten generalordiiting fortgesetet und(!) rer
fahren, mit discr bedroang ad ineuttendum istum timorem^ daas
so vor sich yemandt im nin and andern nit bessern, sondern
also freventlich, wie bishcro geschehen, wider die 1. f. generalia
mit fleischesscn, anfeyerung der hl. sonn- und fcyortäg, mit
nnbcsuecbung des ganzen catholtsclicn gotiesdicnsts, zumal die
band werksgesc Hon, diefietbige ganze zeit mit spaeirngelm vor
den thOm, auf den prdckhen sitzen, verzehrn, hnndlen und
verbrechen wurde, wider solche soll ain crnstlicUe In-
quisition, obgleich nit wie in Hispanien und wUllischen
landen^ angestellt werden, wie diesem allen E. F. P* selbs
vernunftigiet und eyfrigist fürzukomben gn. woll wissen. Bey-
nebens derselbcu su 1. f. hujdeu und gn. mich demUetigist be-
velchend.
Datum Obernbarg 7. December annt 1606.
E. F. D'
untorthanig- gehorsamister caplan
T)iou(a8), opiscopus Labacensts.
PriU. QrNtz t&. Dcc. 1&06.
Am UnuchUge onUr doin Datum tot» $9. D«z«mb«r: ,Der n.-O. r«-
j^aning uinb Ir geh. rltliliclipM gii^tuclit^n (w«1r1ieii I. F. D' »i« rtrieVs imeh
den jelslgpn fejertXgen Qbcrgeljr^ti ■nllQn'i canKuit^lli^n.
DMn>tmn {wr Scr""" irchidueetn S9, Dm. 1«06.'
Du OnUchUn ward« von der iii«d«r?(tcrTelcli!gchcii ßeg;«mDg b«reit*
am II. .lanuar 1B07 «nUltet (U-, H- u. St.-A., Kuz. Sl). In li«zag «af den
onUn Piinkl ist sia d«r HciDnnc, daß die bereita aa^fegaogeoen Ooaeraltnn
auf da* ülflifite ffelialten, der Gotlesdiflost — nicbt bloll die Prodigt —
flftiSigor bianetil, dii> lauten gewerblichen lianlieningon aq I'Virrlagen unlsr-
laM«n, di« Tor6 währcitd d«a Oottcfdieuiti-s wript-irt, di« Schiffalirt auf d«r
Laibacli elngMt«lti, <1«r» Biichofe endlich bedeutet werde, wenigntent an hohen
i'Mltagen in Laibaeh sa raildieran.
Not«: .Fiat nnd die nottnrfR in allen punkten dem rjtthliehea gael>
achten genita« auisiifcrtigen. 16. ilartii ICH?.'
-1
Summe der Avsgabai ßr die evangeiiache Kirche und Schtde im
Steiermark von 1606: 1222 fl. 4 sh.
(8t. L.-A , Chr. R.)
6tip«Ddi«a and QDAdeogclder.
Gulachlen der Ttegierunt/ üher die Supplik des Murecker Pfarrers
Johannes GaUus, daß den in Religioftssaehen abgeordneten Kom-
missären der größeren SicJterlieit wegen ans Radker^urg ein
Haupintann mit etlichen '50) Soldaten beigegeben werden. Grax^
1607 Januar 2.
(Suttli.-AichW UrtK, QuUcht«u 1007.}
Ofli BUchof TOB S»ekaii irt dahin «u Tsrordnttn. Da er krank iat,
wurd« aa JobaimM UniuoC, Pfarrer vuq Hsn^tberp, Karl S«cn und Dr.
Mambrglb gcKhricUca. S«ea i«t dar g«Daiinte Hanplmaciii.
1691.
LemdesfiirstUeJies Dehret, daß, wenn dem Grafen von Nogarcl
wegen der Triester HaaptmannscJtafi oder in Religionssachen
dK'os von der Regierung xmd Kammer eugeferiigt wird, solches
hinfort *h seinen eigenen Händen überschrieben teerde, damit es
nicht von der Kärntner Landeshauptmannschaß eröffnet werde.
Graj, 1607 Januar 5.
(Suttb.-Archir Qrax.)
1692.
,Hi3torische beschreib- und erzöUnng, was sich zu Khlagenfnrth
in Kärnten anno 1607 mit aines paitern sun, PauU Möiritscher
genant, laut seiner aigjien besehreibung verloffen und aufge-
tragen hat.' (160? Januar 6.)
(Archiv d«e Grareo Wurmbrand zu Slaionberg. Gedruckt Carinthia, 87. Jahrg.,
S. 17-27.)
Erzählt die .bekantnuu' einei Baa«ni, dsu dio BodTnckuii,SDii, wolcbn
di« Prot«tt«ntfn erltltcn, ,\n winem köpfe verwirret* gemacht hatten. Er
wurde auf die Galeere geBchiekt.
424
1693.
Die Verorärwten A. C. von Steiermark an Hans Fn«frifA Frei-
herrn von Herherstein: Seine Biiie um eine Tntersession der
jetzigen Land- und Hofrechte anUißich der seinem Sohne Wolf
Sigmund wegen seiner außer Landes erfolgten Kopulation Muge-
hommeneii Zitafion hüben sie vemomTnen. Sie Jialtcn für rat-
samer, die Sache bei dem bald angehenden Landtage voriubringeti.
Gras^ W07 Januar 16.
(KoDB., St. L.-A., Chr. R.)
Dem eoUprocfaend eriolgl di« InterzassiAit «m 7. KebruiU' (Kona.,
ebenda).
1694.
Gutachten itber das Gesuch de» Pfarrers £u St. Johann hei
Tgbein Jtdtus Alexi um Nacidaß der Steuer ausstämle und Ein-
antwortung jener fünf eur Pfarre gehörigen UnUrtanen, die ihm
wegen dieses Bestes enteogen wurden. Dabei auch die Meldung
geachiehtj daß die gcneralin in puncto Einforderung der Steuern
wiederum ausgefertigt werden möchten. (Grau) 1607 Januar 23.
(Butth-ArebivOru, OiiUchtnn.)
169Ö.
Der Pfarrer Johann Hancheiius von St. Veit in Kärnten an den
Ershereog: Wiewohl sich auf die vorgenommene Reformation hin
das hiesige Religionswesen gut anläßt und ,die JcatholiscJie An-
daeht von Tag zu Tag mehr hervorbricht' , gibt es doch unter
den Bürgerinnen einige Personen, die keine Hoffnung eur Be-
kehrung geben. BUte, die nötigen Mittel dagegen anstiuenden,
damit einmal eine vollständige Einigkeit allhier erscheinen möchte.
St. Veit, 1607 Januar 35.
(Orlg., Suttb.-Archiv Gru.)
Auf du bin erhält der Landesrixadom itm S3. F«bniar die Weisang,
Bemhl nnd GuUcbten aiaruscbickea, die Kepierang den liefehl, «af Uiltel
«u denk«n, wie diu« Weiber k«tho1iBch gemacht werden oder wm eooet fOr
Mittel ToniBn«hiD«n aeien.
1696.
Der Itegimentsprofos Stephan SchnöbUnger an den Ershergog:
Er habe dem Hause Österreich 18 Jahre in Gefahr und Krieg
4S5
gedient, sei swei Jahre in tUrkischcr Gefangetischaß gewesen^
hfAe sich dann hei der hedsatne» Sdigionsreformaiion, bei der
Leibgarde und vor Katiischa brauchen l<tsseti und sei seit ncei
Jahren Eegitnenlsprofos; bittet, ihm einen Plats ri* eit\er Haus-
stätte antittpeisett. Gras, 1607 Januar 30.
(Orig-. Suttli, -Archiv Oru.]
1607.
Gutachten über das Ansuchet* Georg Schenhcls. ins Land n»
kommen, um die dem verstorbenen Georg Rcinprecht vcrhiupcn
Güter vom Gerhaben seiner Kinder icieder ewrückennehmen, und
daß er auch sonst su seinem JRadwerke und anderen Sadten sehen
könne. Wird empföhlet», ,sintemal er ev dem katholischen Glauben
nit übel i7tclinieri sein s<^le' und der 10. Pfennig bereits hei
9einen\ Abxuge eHegi ist. (Gras) 1607 Februar b.
(KoQi, Stitth.-ArcUiv Oiu. GuUchten)
1698.
AJbhitie des Jäkel Bosolenz, Propstes zu Stainr, ^egen E. E. L.
in Steier', tcegen einiger in seinem Buche (Gegenhcricht etc.)
gegen Bungius wider die steirischcn Herren und Hitter ausge-
streuten Katumnien. Grat, lfi07 Fehr\iar 7.
(6t. L.-A., Reform, ad 1^97. L.-Prot. 1607, io\. L4»>>. Gedruckt LoiorÜ), Zur
Kritik dei Rosoleuz, M. I. 0. G. XXI, &16/t7.)
1699.
Gutachten der Regierung, ,daß Christoph Römer wegen der be-
gehrtet* ErgöUlichkeit seiner in Religionsreformationssaehen ge-
habten Benxühung abgewiesen leerd^. Gras, 1607 Februar 10.
{SUttb.-Arc:]iv Gru. QuUclitDii 1607.)
Seine Bitt« bcgrilndele or damit, daß «r aicli neiunTi dein Alite you
St. Latnprecbt miil licm Pfarror von PMs zm oioein KoninÜMÜr halie
liraiiclion lannc, von dffui Seiiiigt^rt viel sagnaetEt liabr. In Leberisgefalir
gekommen sei und daher alc Kekcmpens eine Summe aof das Obereiti'
nebneramt in Tarris oder auf die Kroms'brflckr rerlan^e. Da* GntacKten
beantragt AbweiRim^, man wiMe nieht, was er ans Rig^eni-m ^eopfprl, sein
Dienat (fUr den ßisvliuf von FreiiJpg] babe sechs Wnchen gedauert, e r
habe die Koinmtniiioi) mißbraucht und aiob mit Abstrafnog
Btlicber Perauu«» geiuignaiu ergOtzt.
IM
426
1700.
Magdal^ia Schwarz, Radmeistcrm in Eisetiers, WUwe, 70 Jahre
all, bitiei die Regierutig, noch hlmjvr im Lande hleihen mu dürfen.
1607 Februar 11.
(SUtÜi.-Arcliiv Gm.)
Nocli Tor dr«i Jahren b«b« lie g«1»et«n, «II« Mouate «ine Woche in
KUener/' venv(^il(^n nn dürfen, am nach ihrer Wirtschaft cii ochi^n. Oimc
p«he turück. Ihr Sühn iv'\ in Keligionssachon (^cliorsAm, alier s» jung und
in der Wiitaeliaft uRCrfftlirc». Sio mOchtr ihn xur WirUdiAft «Lirichleit uod
bAbo «Ich hier in der Kirclie, »uf der Straßu ntul zu IIjiii» UDstrJlllieb vei-
halten. Am 22. Fehrtinr wird tqtu Amtmtnne ein Bericht verlangt und un
SQ. MXrc eriinttet: Mau habe vur drei Jahren hoffen können, daß lie cu
bekehren tel. Mtu sei nicht ;e»chfhen, weil das, vras hier in einer
Woche auferbaut wird, von den LutheriBcheu ihrca Anhaiiga in
Otterreich eingrritsen vriril. Der Sohn arj infc>]|;e seine« nieten Hier-
•nna kalholiach. D« sie itelbst nuu bittet, besUtncIig hier bleiben zu dOrfen,
M inOuhtn lic aich riellt^icht unterweisen lauen. Din Alten Rchickeu ja
meist die Jnn^eu voran, achteicUen dann nach und begeben aich ^ejuldiir
unter das Joch Da sie aber nneh mehrere Itetsensche Kinder hat, die aich
nicht woiion U»»en, so niit|*e ninii ilir Urlauben, ihr Lebcutaiig bei ihren
Qtltem sn verbleiben, rlon Golteaclienst alle Wncben zu bennchen, ihre hart-
nackigen Kinder iiieraal», nicht einmal auf eine Stunde, hcreinEUbriD^O-
Weil sie die anderen Kinder so liebt wie ihren kalbolischen Sohn, diese
Kinder ,MKdel' aind, die ohne ihre Gegenwart nicht« au labpn haben, auch
nicht gewohnt aind, Dienatbolen ko aein, so ist xu erwarten, daB auch aie
•ich werden weilen lauen. Daß dies« Praxis die richtige sei, habe er bei
der Rcformntion in Idria erfahren, wo er durch dergleichen und
andere glimpfliche Mittel dasselbe Valkl in drei Jahre» anto
Oehoraam gebracht habe, ohne daß einer hin weggeschafft wurde
(Outacbteu vom 18. Juli). Die Bittstellerin erhielt die Brlaubnit (aber nar
■nf ein Jahr) unter den genannten Be<lingungeii.
1701.
GiUachten der Eegicrwng anf das Aitsitchett drs Pfarrers Krhai
Tengg in Eisenerz, dafi er wieder su seinem ihm ohne Einwil-
ligung des Latidcsftirsien enteogencn Dienste gelange. Er mdge
seine Jiefpeine vorlegen, daß der Kirche rttras enixogcn wurde.
(Grat) 1007 Februar 19.
(Koaa,, 8eattb.-Ai-ahtv Graz, Gutachtan.)
1702.
LandetfÜrsiiidte Jtesolution an den LaÜtachcr Dompropst Andreas
Kraiü (CraÜlius) auf sein gegen die Witice Jtosina Gröfin von
437
Thuru eingereichtes Suftplizieren, die 155fi durch weiiand Anton
Freiherm von Thum aus der Pfändung der Landschaft um
380 fl. erkaußen, dem beneticiam beat&e Mariae virginis et
S. Catbariiiae jm Leeß (i^Jwrigen vier Untertanen mit barem tirlde
ahsuledigen H»d sie wiederum eu refcuperieren: Der BittsttAler
ist von sdchem umiemlicheti liegehre» ans erheUidien Gründen
aheutveisen und die tiräfin bei ihren ,mit gutem TiitU' inhaben-
den Gütern verbleiben gu lassen. Grae, 1607 Märg 1,
(Kop., L.-A. Kr«iD)
Dlesaa AkteufitUdt wird durch nin sweiloi (Kop., «bendftV diu nicht
datiert ist ucid das. wi« es folibint, d«r Ornf von Tlitim an d«ii Bn-
horEDf; sendet, nÜher 1)el«uclitct. Dkmit icli, aclitAibt er, xnr Hatipttnclie
gntifo: D«r Bi»cWf hat jlin^t«n* eiuig:« kathullKcli? L'iiterlLaiieTi, to tu
antcrtcbiedlichen Kilialkirchen gehören, nach Laibxdi sltlert und ihndn kraft
der den KeligionsreforniationskominiMlLrcn {;ef;eb«nen Vollmaclit (alle Güter
und Untcrtaneu, die von allcrstier lu den Kirdicii g^eliCrig und weltlichen
Herrn ,io einor vcriti^ttitvn Vogttü xu regficroiidem Sctiutau* anvertraut ge-
weseo, jettt vri«(lor davon at>zu*ondern und ua su dffn OottMbUuUm, datiin
■it Kthflrig, KU britLKcu) geboten, tiinfüro weder die Robot, nocb die Steuern
und andere Anlaj^^n nieinandom andern all dem Dompropst AndfA KtaÜI xu
reichen und sioli weder durch den jeUic«'» Herrn von Hndmaunsdorf Grafen
von Tliurn noch dessen Pfleger usw. lündi^rn lu Lisst-n Da nun die UnlRrtaneii
■elbat auf ihre schon von ihren VoroUcrn geleisteten Qcbiihrcn liinweiscn und
eino andere ObrJ|?keil f^ar nicht boji^hren, sie eich anden>neit« aber auch den
Undasliin>tli&lien BefeLleti nicht Vfidcnetaeu kflniien, liabt^n sie die Koui*
DiissÜTu gebetnu, »ie gegen etwaig« kiluftigc Strafe oiler Schaden xu •citütceu,
was ihnen auch versprochen worden. Sie hnbert darauf dem Propale die
Hand fcboten und sieb xu ihr&m ticimwesen erhaben Daraus mage Ew. D'
enehen, was für eineti unordentlichen Prozeß der Bischof cur Aufwiegelung
der Untortanen vorgeuommen und wie riniatre er dio UenGralrosohitioQ
B«. F. D' und dero dtm-eta alllegiert und i'i reprofmm »etuwn deutet. Unter
dem Scheine seiner das Beligionswesen betreffandoo KommtHion unterwindet
or stcli, diflte au iuißbrauch«n und E. F. D* .politiicho Urlrarialgcflille' und
RobottU^Dft« abnuchaffen, ihm ditdnrcb die jährlicho Nutzung und Robot
(m nehmen) ond thnt ein Loch In selrAu PrandbMili r.ii machen Der
ßc^kiß fehlt. Man erwartet die Bllt«, Ihn in seinem Rechte «n schUtsen.
1703.
Die Bdigion^eformationshommiasäre nw Jen Zfandvcrweser nnd
die LandrcciUshei^iiter in Krain: Erinnern an die sht Herein-
hringung der rur Erhalimtg der Kirchen gestifteten und ihnen
entfremdeten Güter erlassenen landesfürsllkhen Befehle und
^terc auf die Beschwerden der Landleule crflossenen Dekla-
4S8
raiiott«» und empfehlen ihnen, aus Anlaß eines ^aetitÜen FaUes
aUe auf solche ReformationsßUe hezügUcke Klagen v<m ihrem
Tribunale dahin ru iceiseti, daß jeder, der viel oder tcenig wider
düt JMigionsreformaiionskommUsäre c« Idagen hat, diese und
nicht die ,armen' Kapeüen, Kirchen und GoUesIiäuser vor I. F. I/
bespreche. Sie tcerdm dann selbst ohne einige» Prirataffeht Hede
und Antwort stehen. Laibach, J007 März 3.
(Kop.. L.-A. Krilo.)
Der Tentorbeno Mxtlbca Ptieher listt« doin UatÜiea Cutrititu ein«
ScIiaMveraclireibang der JeBuitao xu( 200 fl. Übergeben und die Ueligions-
refonnaüonakomiittaalre die KQcluublUDp verboten. Die patt^a wurden Tor
dai i^aodreclit sitiert. Wegeo der alrafniäßigcn Sepultar Fächer» warden
nicht nur d«M«n FabniM« ia 5«in«in Bestandgute ScherapUchel. aondtrit
ancb die SOO fl. zurück bcbsiteo.
I
1704.
Bit^ter und Jtal von Kindberg zäMen die Schandtaten ihres
Pfarrers auf und hitteti, ihn durch einen anderen «* ersetsen.
(Kindberg, 1607 Mars 3.)
(Ori^., Staub. -Archiv Uras.)
Hochltibliche d.-ö. regierang. . . . Auf der F. D' gn- ao
berolhenc commission zwiscbcD aas armen burgcrsleaten albie
ZXL Khindbcrg, dann herm Oristian Erdmero pfarrn alhie
andersUils des verloffuen Unwillen und ruinors halben inqai-
sition, allain wie sich ein burgerschafft in deme gegen ine,
herrn prsirer, verhatten, althie eingesogen, aber sein, dee heim
pfairer, gegenvcrhaltung mit nichton angehört worden, damit
aber der unachaldig nicht condemnicrt und der schuldig eu-
widcr der göttlichen gerechtigkait absolviert wcrdo, demDSch
wellen E. F. G. u. G. den anfang BolicJier unainigkait und ge-
fassten Widerwillen one beschwor . . . vernembeu, und belt sich
die Bachen an dem, d&ss herr pfarrer, als er erstlich an die
pfarr herkommen, in des Michel Landshueter gerichtsvenvaltung
zur zeit des rebetüschen kriegsgeachrav die angefUertc und be*
setste wach gmaines markhts dieselb seines gefallens abzuftleren
and auf ungelegne orte anzustellen nnterwnnden. Darana dann
snnderlicher schaden hctte kUnnen erwachsen, ungeacht daas
ime das weltliche regiment nicht anbevolhen. Wie er dann
429
I
I
auch in ansgesteckter f- gem. raarkhtsfreyang unverachont der-
selben ebnermasaen nnwillen und rauf Imndlan gen verbracht.
Bald nach diacm ist Iierr pfarrer abcrmala wlletig worden
nnd ermelleii richter 5{icbeln Landsbuetor sarabt dem gerjcbts-
dienor zu sicli in jifarrhotT begert. Als sie naii änderst Dit
aU gaeter mainang dahin kumeu, herr pfarrer alsbaldt die
tbllr versperren lassen und den gcrichtsdicncr mit der wehr
und trueknen straii'lion ühu\ ge^jchlagen and poldert.
An dem allen nit gcnucg, sonder heroacb des nachts rer-
gan^nen 606. iars mit schlitfart und andern ergerlichen exempel
sich anterstandeu, zu gebrauchen.
Item die uhrwachter an der passen geschlagen and die
uberwebr gcnomen und von der waclit mit droworten abge-
schafft, welchc3 za rettuog feucrs und anderer unTcrschnor
zafHllen ime, pfarrer, seinem bricstcrlichen stand nach mit
nicbten gebUrcn wellen.
Item, 80 hat hcrr pfarrer den nbrmacher aus der Neu-
stadt; so bei im in pfarrhof geweat, amb 13 uhr in der nacht
sambt seim weib ans dem pfarrhoff geschafft, und in ausn freit-
hoff poldert und darwider geschlagen, welcher vor ihm heraus
in markht gewiciien. Darliher liorr ]jfarrer eines haffners liaas
geSäbet und mit gewalt eindrangen, den Uhrmacher gesuocht
nnd letztÜchen im stadi in das stro schiesson wellen, dardurch
der ganz markht het kUnnen in verdorben gebracht werden,
nnd noch merem rnmor angefangen und wietundt verbracht,
da» alles von kürz wegen za erzellen allda anterlassen. So
vill in des Landahuetter gericht.
Dann in de» jetzigen marktriobters Wilhelbm Khlrssner
gcrichtsambt im monat Jalio negathin sich zucgetrogen, dass
gemelter herr pfarror unverschont f. freyung one gnaegeambe
Ursachen aines Imrgers son allhie one ersueclmrig des gerichta
am frejen ptatz poldert und gschlagen.
So woll vor disem in dem gerichtehaus bei dem gerichta*
tisch in beywßscn des marktrichter den gewesenen inarkt-
Bchreibcr Panlii Jjlger, allain duss er den huet nit alspaldt vor
sein abgethau, in das angesicht geschlagen und damit sein
wüetunds herz ei'friacbt und hernach mer rumorhendl mit ime
verbracht, verdriesshcli solclis all za erzellen.
Hernach aber am tag Jacobi herr pfarrer one Verrichtung
des kirchgang sich nach Khrieglach au kirchtag begeben und
430
zu seinem nUUler und maieru vemieldt, er wello nit Iieimb-
kumen, sondern ain, zwei oder drei auf dhant erlegen. Dle-
weil aber solch sein btiaea fnrnemen durch vcrhllotnnp gottcs
nit ins werk konien, ist doch lestlichcn solch sein Alrnemen
durch aurcizung des teUfls mcr dann zu ril durch ine, pfaiTer,
atlda ins werk gericht worden. Wie er dann dem hen-n Rirch-
püchler l. F. D' vischmaiMer im MUerztIml one ainiche ursacli,
der iine nur alle ehr erwisen, in der kirchgassen one ver-
Schonung der darinnen f. freyung knimp geschlagen, auch dem
schidman Veiten Fall bürgern bic mit dreyen tödtlichen wun-
den abgedankt, als ime dann der pader nur fllr ainen todten
menschen aiigenomen, dem dritten aber mit einer helbmparten
nachgeschossen und da er sogteich nit an fallen gewest, in
an der statt erlegt bette, alsdann in den pfajrhojr geloffen und
drey echUes unter dos volk, so von fririt wegen znegelofFen, ge-
thaii, darunter ain gloggcnstraich ergangen, weiss nierabt, durch
womh, ycdocU wie zn erachten allain von fridtwegcn bc-
schchen sein muess, damit also die burgerschaft mit an-
schuldt in das laborintb geratten. Und aber ain burger-
schafft jederzeit mit iren pfarrern alila in gottgeÜeUftr *y»ncdrrfr*a,
nachperlichen frtdt und ganz chrit^llieher ainigkait gelebt, auch
niomalen bey menschen gedenken kbein pfarrcr daliie der-
gleichen rumor und raufhitiiill so hochniuotig nml gewaltthättg
unterslanrlen, weil ilnnn gedachter herr Cristian niis, der armen
bnrgerschaffl, eo gar widerwürtig, nun aber das gott waiss
gan« eyfTcrig und herzlich verlangt, daaa wir mit einem briester
nnil pfarrcr, der uns^e^ iieichtvater und Seelsorger sein oiuess, zu
dem wir ans besser exerapl nnd bescbaldcnhait zu getrJisten
heien, versehen wurden, und zweifelt uns nit, da E. F. ü. n. G.
als war aller der uns von dieem pfarrcr seines hiesein uns er-
weisten unfuegs, so wol er uns solches in mer weg angetban,
grQntlicbea wissen betten, die würrlen uns endlich derlei be-
läfitigDDg seinethalbeii gn. abhelfen. Derhalbcn wir K. F. O. u. G.
. . . bitten, die wollten gn. geruehen und uns ditsorts mit ainem
andern pnealer und pfarrer gn. verhüferi sein . . .
E. a. u. G.
nnterthünig gehorsam iste
N. richter, raih und ganze gemame
burgerschaft zu V
I
I
43 L
An I. K. IV erzh. Ferdinanden . . . hoclil. pogicrung.
Diibei die Atussiteii der Kindberg^cr. K!rch1)flr-hlpr »n^: «r wi kn-
Ihglitch und wolle t» ancti bleiben; der Pfarrer hatta Ana gtilr^agnttt itnw.
Die KoiiiraissXre, di«? dan FnU ant^rsuchen, »ii^eii uns, t\aä d«r Pfarrer «in
nnrntiiger uml »ctiltrchlvr Mctiscli <<ci. Sia truf^ttn seine AbHf>tzang an. Ge-
«traft vrnrdfn »Üerdiiigs xuch di« Kindborgcr, weil sL« mit ihrem Tfarrer so
nmfi;\ngfD. Ddt HKnptg;cgn«r d«s Pfurrcrs in zweifeUos oiq Protestant. Der
FroBeß sieht sich noch lÜn^Are Zeit Tort, hat abpr fDr Alu Geichichta d«r
OpgenreforinatiDn welter kein Interesse,
1705.
Ge^rid Freiherr von Teuffenhach, der gestraß wurde, tcml er in
seiner -Behausung eine sektischc Kopulation (die Verheiratung der
Jungfer seiner Frau) zugegeben hatte, wird auf seine an die Erx-
licrzogin Maria gerichtete lütte hin begnadigt. Graji, 1607 Märt JG.
(Konx., 8tatth.-An^l>iv C^rAs.t
1706.
Patent des liambcrgischen l'i^edoms Johann Georg von Stadion
an (tue nachgcsetHen Obrigkeiten ; erinnert an die 1005 und ItiOG
erflos&eneix Verordnungen^ kraft deren allen Manns- und TtViÄs-
personen befohlen teird, sich tu (htern sur Tieichte ttnd Kom-
munion einsusteUen. Diejenigen Unkathülischen, die dem Befehle
nicht nachkommen, teerden datu bei Strafe von 13 ungarischen
(iolddukat^n neuetdingn ermahnt und die Pfarrer verJtalten^ dies
auf den Kamein sh verkünden. Da sidt bei den Bambergischen
Herrsehaßen auch viele Unkatholische beßnäcn^ sind alle Manns-
und Weihspersonen iwisfhen jetzt und den kommenden Pfingsten
nt eitleren und enm Gehorsam anzufialten. Die ünkatholischen
sind dabei aneuhalten, entweder aar kaiholischeti Il^igion sicfi
fu begehe» oder abzueiehen. Gegen die Ungehorsamen wird nh
Strafe 100 fl. angesetat. Dieses Patent ist öfter von der Kamel
eu verkünden und ü^fer etwaige Exekutiotien su berichten. Wolfs-
berg, 1607 Märe 23.
(Kop., Statth.<Arcliiv Grax. G«ni. Kop.)
1707.
Einfuhrung der Kapueiner in Laibach.
1607 April 3.
(L. V.-Prol., Nr. 6.)
Laibach, im Landtag
4ie
Asf der T»ftt*9^anag alcb«!! Bilt»chrifl«D d«r Kapt»io«f, Fraui«-
kuw. 4m BwfbGerordeu nnd 4«r Brfld«r 8ti. PaoU- BiMliof Eroa: Die
Ksfoxiacr Micn «leiBiiUriMbe ^lehrte Leat» tob «nMhaUdher Berknft,
w§Mg, daC man ihnen mit eia«ffl AlmoMii beisprin^e. Als nui vor Jahren
■il crafim Unkottcn dia Prldikantcn aasRebalUn, batm Biemaikd HwmB da-
gcgtn gahabL Uau mOgs ihaen lO.OUO fl. — oach aad Baell m »rlegea —
gawKbrfB, d«n Rcligioaeo io A^am lUO Q. i^b^a LaadcsreriTcter : 1000 fl.
g«f]B|raii, denn die Kapiulner Mieo «io areucliger Stand. Di« aadercn ciod
abxuwtlMii. In dieMm Sinn« wird bcacUoia«D.
1708.
J)Ü! Landachaß Kärnten an den Ershersog: Den Befehl vom
4. d, M., tur Krteliwig des eint: Zeit her unhesetrien Landver-
tceMramles i» Kärnten außer den hievorbenannten l'ersonen eine
der /•'. // der Jidigion tcegen annehmbare Person vortuschlagen,
haben sie vernommen. Da die Vorgeschlagenen sit diesem Amte
qualifisiert sind, bitte man, es dabei bewenden su lassen. Klageti'
fürt, 7007 April 21.
(Orig., Statth.-Arcblv Orax.)
U«riaht der Rogi«rung vom lü. Dexambvr: dis Terorduetem tiochnali
«uAiafoi d«-ii, katbotiache Landlaute au nomiaieren: es müga Üuaeyo er-
naunt nrerd«a.
1709.
Adam ron Neuhawt an Ertherxog Ferdinand: Am 20. d. M.
ein JiefehUsehreiben an ihn ausgegangen, das ihm gestern lug^
kommeti. Darin wird ihm bei Strafe von 1000 DuJcaten auf-
erlegt, sich uvgen des durch etliche vom Adel am St. Helenen-
berge gegen Kretufahrer verübten Muticillens su rechtfertigen
und »ick SU dem Zwecke nach Gras su verfügen. Da er m
selbiger Zeit gar nicht im lAinde anwesend war, bittet er, Um
entschuldigt eu halten. JChrenhausen, 1607 April 26.
(Otig., SUlUi -Arcliir Ora« )
Die Regieiung barielitet darQber: Des Keubana Exs«ß berOhre j«nt
Dtiig« iiloht. Kr habe ticli vielroehr vordem neben Ferdinand Khalmer die
bei de« vun M«lniU Sob1n•«l^l gelegene Kirche mm hell. Krent mit einem
Trlmel su cratllrnien unUnUadm. Als «ie die TUr nicht OfiTnen kannten,
haben >ie da* Ktnitcr ringeüchlag«» und andere itra&ilUge Ding« yeBbt:
,iler von Neuham •ogar an die kirchenthllr »alvo Aoiwre eeioe «m ■wi—ln
ejielrt*. darauf «r «eh. damit die Sachen nicht weiter kommen, mit dem
Pfarrw um SO fl. verglichen. Uiee der Orond, weshalb «r litlcrt ilt {Qru,
433
7. M«i, SUUb.-Archir Or«s). Khului«r wurd« wegen der Hpltiii»Dberg«r Sache
in Grat Arroti«rt, »rin Krle<tii;nng:i^»n«ti abgcwicMD. S«Iß Q«no«M wu
Scyfricd von l'ain. SU hatten tot der Meng« Fleisch gageaien. Eiu dritter
i-tt Andre von Moshcim. Sic h.ilt<>n fEen türkischen Stoffel — eineo Bpaß-
niftvhor — bot tich, der oiit den ^Vallfahrem Knrsweil trieb. Sie hatten
(m war «in Samitajf) Wunt und andora PieiBcluachan bei sich. Die Aus-
saf^u der Verklagen klingen Mehr unidiuldig, aber das Floisch WDrdoD aio
doch wohl in der Absicht, es <u pb*vii, mitgisnommau haben. Auf <]«u ^T<<)tv^ua
Verlauf der ftach« wird nicht weiter eingegangen.
1710.
Der Pfarrer Johatm Sdl von Obdach an lien Ershereor/: ntacht
Anzeige von einigen sektischen hihsiarriyen Personen. Zu ihnen
gehöre Praun untl der MarkiseUreiher Otto Ernreich. Jener wäre
um 100 Taler bh strafen und das Gdd dem haufalUyen Effidi-
hrcJdein sttsnueiHm. Der andt-re ist arm. Bitte, ihm die Voll-
tnacht eu geben, gegen Leute, die nickt beichten und k-ommuni-
gieren oder falsche Beichtscttel vorlegen, dmusdireilen. Obdach,
1607 Mai 7.
(StBtth.-Arvbiv Qrsz, Gem. Kap.)
Der Enbersog befehlt atu IS. Mai denen von Obdach, bierUb«T üe-
riefat KU erstatten (ebenda].
1711.
Dekret, daß detn Georg Sparer eit CiUi für seine Bekehrung
ein Termin bis Jakobi gegebai iverde. Nach desseti Versireichung
ist der 10. Pfennig von ihm gu fordern und er ausenweise»,
(Graz) um Mai Jn.
(&buuda.}
1712.
Ferdinand II. an den Frnpst zu liudolfswerth : verlangt Bericht
über die Klage Ileritarths ton Auersperg und der ganzen Gä-
meinde gegen den Jeglitzer Pfarrer Christoph Treiber wegen
dessen ärgerlichen Lebens und Unfleißes. Graz, 1Ü07 Mai 29.
(Konz., JStatth. -Archiv Orao. Gem. Kop.)
1713.
Der Pfarrer Adam Lackiter von Weipenkirchen an Ferdinand II.:
Beschwerde, daß sich inner- und aufierhalb des Marktes Per-
rant«>. II. AH. Bd. U. M
434
»onen finde», die si(^ nichi nur nieht mit Beichte und Kom-
munion einstellet!, scmdern durch nnkatholisches Leben Ärgernis
gehen. Da man von dem Richter schlechten Beistauä erhält,
mrd die Bitte gestellt, den Pfleger Stephan Allgäuer der Herr-
schaft Eppenstein £h beauftrarfen, die uttUatholischen Bürger zum
(rehorsam hringett eu helfen. Weißenkirchen, 1607 Juni 10.
(Orig., StJitth.- Archiv OraK.)
AiB 80. Jani wird der Pf!ftg«r mit dem VoUsug« beauftragt. Am
4. Au^it n^nnt der Pfarrer uar «iiieD Uukatholijch&n, Paul Oantiioftr.
Setno Klafft war wohl dbertrieb«».
1714,
Ferdiy\and IL an die Hdigionsrefmmationskiimmi&säre in Kärnten:
Da das Einkommen des Pfarrers von Klagenfurt gering ist, hai
er gebeten, ihm den noch übrigen liest des 10. Pfennigs nach
Kribl mit 150 fl. zu bewäligen. Befehl um Bericht und Gut-
achten. Gras, 1607 Juni IL
(EoDi., SUI^.-ArchlT Qrax. Q«m. Kop)
1715.
Der Pfmrer Adam Lachher von Wetficnkirciteti an L-'erdinand IL:
Klage gegen den Herrn Salomon Pürkher, der nicht allein dem
gemfinfiH Manne in Bdigionssachen großes Ärgernis gehe, sondern
euwider den laudes fürstlichen Erlässen daheim Predigten und
unkatholische Exerzitien halte. WeifknUrchen, 1607 Juni 19.
(Orig, Stattli.-Arcliiv Oras.)
,Wo)U' ich echwei^en, luElCt' it'li ffirchteii, d«U die* anfangend« Ketser-
fauer wi«i rin ransxr um lich ^reifem würde/ Am 2ft- wJrtl der Pflpger nir
Bericbtervtattiiiig aaf^«fordort («benda),
1716.
Der Propst und Erspriester von St. Andre und der Pfarrer Josef
Ilamer von Wolfsherg an Plrzhereog Ferdinand: Obwohl sie es
an Fteifi nicht fehlen ließen, dem laii des fürstlichen Befehle vom
20. November 1004 etUsprechcml, die unkathuliscfiefi Personen vom
Add, Biiryer- und Bauernstande zu reformieren, bezichungsuvise
auszuneisen, finden sich im ganzen Lavanttale viele Personen,
1
4S5
I
sieh sum hlafien Scheine einmal eitigestellt und verst^tckt^-
weise hei ihrer hdigion verliarren wid s»cA der keil. SakranietUe
eHÜuäten. Sie haben auch die Pfleger und Diener der Laudieute
niiert, die aber nidtt gehorchen. In siiuili steht es mit den lie-
die»sieUn der Uandehletite, Ilammermeister usw. Dann schieichen
sieh sektiscJie Personen ins Land, führen die bandisierten Prä-
dikantett eiti. i-Volfsberg, 1607 Juni M.
(Orig:., Statt h.-Arckiv GrAi. Gom. Kop.)
Erlcilifruni^ iiufac snm II. Juli. Bsi);i»cb]ou«a iat ein Sclireibnu
Ludwig vou Dictriclmtetn« an doii Propst vom 'H. Januar I6I)&, ilaß «r dem
Bef«Iile euteej^eii «eiiia PA«g4r und andere Bvdientlct« aeiaea Hatues zur Vcr-
liUtung Tuu B««chwcrliclikcit«ii Diclil roi d«u Pro^jtt verBcliaff«n kann. Di«
Cntertaacn wolle er, wenn sie oamentUch benanot w«rdeD. zitieren. In ftho-
Hcher Weise nprlcht «ich Alexander KreibeTg an«.
1717.
Ferdinand 11. an den kärntnischen Landeshauptmarin Jörg von
Nogarol und Viscdom Harlmaitn Zingl: Auf ihr Gutachten über
das Ansuchen des Landesvi^edoms in Kärnten Martin Frank um
Überlassung des 10. Pfennigs nach dem Schranneuschreiber Jakob
Särger befehle er^ deti Bitisteller su bescheiden, er möge den
10. Pfennig einbringen und sodann hierüber berichten. Gra*,
1607 Juni 27.
(Kons., SUtth.-Ari:1ilv Gras üenn. Kop.)
171S.
Landesfürstiicher Befeld an den Landeshauptmann in Krain:
er tcerdc aus der Einlage entnehmen, wie es sicii mit dem Grafen
Stephan von Blagcy verhält, der laut Testament seines Vetters
Niklas von seinen lutheriscften Vericandten genommen und eur ka-
■ ihoUschen Itdigion gebracht iceräe» soll. Darüber habe er Bericht
K und Gutachten einzusenden. Graz, 1607 Juni '^7.
i?«" Pfarrer Georg Pileator von Marburg an die Regierung: er
habe sich als Stadtantvali nach der von der Heligionsreformations-
kommission ihm gegebenen Instruktion ychatten, sei aber in Mar-
ia*
1
1719.
436
bürg wenig geachtet. Was Kirche, SpÜat etc. anhetriffl, ist kein
Gehorsam. EinieHdagm xtnd Bitte, den Beschweräen ahsuh^fen.
Marburg, 1607 Juni 27.
(Orig., Suufa.-Arehiv Gras.)
1720.
Andreas Napokhay an Ferdinand TT.: erstattet den v<m ihm be^
gehrten Bericht über die in .Verschleifung' und Zerstörung der
m der Herrschaft Tolmcin gewesenen seitischen Kirche aufge-
gangenen 660 Dukaten in Gold. CiÜi, 1607 Juni 29.
(Orig., eb«oi1a.)
fAU «r PfuTfr, KrxpriMter and VArordn^t^r tn Ofinc war, htb« nr di«
SUnMn vom HolxM«rkA In 8t. Maur bei Tolmein erhoben, lich äai Hefehl
Erahcnnf; Karin dahin bF^cben, die Kirchen abf^^brantit und darin ÖfiO Da-
knten in MUnc« gefunden, diu wir an Herrn von Attimia ilber^ebflo. Auch
dio b«i den ZuchprOpiten befindlichen 100 6. Quiddukaten bat n«rr ron
Allimia XU sicli genfmnien und Herrn Joser wn RobaU aU ••tnem Kach-
folger eingehKod)^ Spller lind bei einer Han^rsnot noch 300 fl. ad ptat
emuaa an Robata Kekommon. Ob er das Geld aasge^ben, wiaae man nicht.*
1721.
,Iievelch, das icegen des noch ausstendif/en 70. Pfennigs der fierm
und landieuth, ^ett und markt halber an herrn iandeshauptmann
und icegen der pfandischafter an herrn landtsmcedomb in Steifer
und absonderlich an aüe städie und markte in Steger, wegen
Kärnten und Craiii aber an die landesobrigkaiten und landts-
vitdomb beveich ausgefertigt werden soUen.'^ Orag, 1607 Juni 30.
(Ort^-, SUttb.-ArcbiT Orai.)
Ferdinand . . . tjrwUrdi^cr fUrst, andechtige, auch edl,
gcl«rt und liebe getreue. AU uns dise verwichne tag durch
unsern hofpuecb Kalter and getreuen lieben Jacoben Hablzliofer
gehorsambiBt angebracht worden, wie in disen nnsem dreyen
crbfUrstentbamben nnd landen Steyr, Kärnten und Crain in
und nach fUrordneter hailsamben reUgionsreformation a i n
nambhafter zebendor pfening gefallen und würklich ein-
gebracht, aber aar dato nit allerdings rerraitct worden üein
solle, hat uns nit allain für guet sonder auch für nottwendig
angeschen, damit man algentlich wiBsen könne, wie rill de»-
437
I
selben gewesen und wie er nna som besten komben. Das«
demnach allen stetten und märklitcn nntl jedweder hesonderbar
auferlegt werde, in »jaecie zn berichten, wai da und dorten fllr
zelienter pfening gefalli-n, wer solchen eingenomben und wie
er verwendet worden, auf das sodann diejenigen, so was daran
empfangen, zn gebllrlicher verraitunjj gehalten werden k&ncn.
Wann nun aber solches am füegiichiston von Ew. stell aus ex-
pediert werden mag, so ist unser gn. bevetcb tiiemit, dass ir
solche Vorordnung mit ehisten ausfertigen lasset. An dem be-
sciiiebt unser gn. willen and raainuug, und wir sein eucli mit
gnaden wolgewogeo. Geben in nnserer statt Grätz den 30. tag
Jnni im 1607. iar.
Ferdinand.
£xp6d. 10. Juli lfi07.
Ad mand. Ser"' domtni prop.
Haunss Gallns.
D. Wenig.
1722.
Ferdinand IT. an den Lnndvsiisedom und den Errpriesier in
H Kärnten: hegehrt auf die Klage des Pfarrers Georg JierlicJi eu
H St. Joluinn am Trwjl über sektische Personen dttsdbst Bericht.
H Es ist gegen sie nach der Gebühr vortugehen. Graz, 1607 Juli 2.
^M (Kon«., Statth .-Archiv Gnu. Oem. Kop.)
Bisehof Martin von Seckau an Erefterzog Ferdinand II.: Nodt
gibt PS vide Lutherische im Lande. Motive dafür. Wietcohi
schoti das meiste in der Reformation geschehen, sei noch der
Rest durchzuführen. 1. In den Märkten Georgs Herrn uön
Stuhenberg 2u Mureck, Kapfeubery, Ummarkt und Weig. Mittel,
wie das geschehen könne. 2. Anmahnung der Pfarrer in gc
nannten Orten. .V. Vorgehen gegen lutherische Pfleger, namentlich
auf Schloß Kenhaus. 4. Vorgehen gegen Wurmbrand auf Grafen-
dorf 0. D. (Anfang Juli 1607).
(EipeiüixD^ig. Qtattli.- Archiv Onm. Gen. Kop.)
Durchleuchtigster ... Es sein noch vU in üUem landt,
so Lothriseh vorbltriben und sich bei der cath. kyrchen nit
eingestellt haben, zum thayl verhindert aus lautter grobliait,
43R
aum thftyt ans abgang aller Andacht ge^en gott, tam thayl
wegen etlicher aufwj;:ler, bo inen vor dem Hecht stehen, zum
Ihajl durch den respect, so sie zu iren Luthrisclien obrigkaitcn
haben, zum thayl aocii, dasä sich niemand irer annimbt. Ist
deshalb mein demllettigiat bitten, dass gleichwie E. F. D' aus
grossem ej-ffcr gegen gott ire loudt stattlich reforroirt and das
maiste alles verriebt, sie wellen auch diss wenig, wie ich jetzt
vermelden will, zu. wolfahrt irer untcrthancn nit erltgcn lassen.
Erstlich hat hcrr Georg von Stabenberg drey raftrkt,
närablich Kapl'eiiberg, Huiidtämarkt und Mueregg, desgleichen
den mchrem thayl im markt Weitz, in welchen allen sich noch
vil Lnthrisch verhalten und den schuldigen gehorsam rüt laislen,
und das noch mehr ist, so pflegen ir etliche von andern orten
vertribne in die bemelten mHrkt einschleichen (*ic). Es hat
gleichwol E. I. n.-ö. regienmg fast an alle bcmelte orth com-
mUsiones verordnet, aber weil kain nachdrack. handthabung
and execution uit ervolgt, ist wenig oder gar nichts ausgericht
worden. Rhatsamb wer es meines crachtens, doch ohn alle mass-
gebung, dass von E. 1. n.U. regienmg den pfarrern der be-
melten ortlien ernstlich uufcrladen wQrde, dass sie von haus
zn hans alle ungehorsame pfarrieuth, bnrger und pauren and
jeden insonderheit ernstlich ermahnten, dass sie sollten den
schuldigen gehorsamb laisten, im widrigen hett er, pfarrer, im
bevelch, die ungchnrsamhcn der n.-ti. regiemng namhafft m
machen und dass sie als stratünässig worden nach OrAtz zitiert
werden. Auf solche intimation zweifelt ich nit, es wurden sieh
irer gar viel einstellen, damit sie der erscheinung nach Qrfttz
überhebt wurden. Wann nun andere in irer halsstarrigkait ver-
hiirrten, war rhatsam. duss solche der a.-ü. regiemng durch
die pfarrer benennet nnd darauf nach Grätz citiert nnd durch
die regimentsrhttt stark ermahnet oder auch zu underweisnng
aue den Patrihts Societatis Jesu oder zue den Franciskanem
oder zum stadtpfarrer geschickt wurden. Welche über das
alles nit wollten katholisch sein, dass man sie aas dem landt
schaffte, wie mit anderen beschehen. Dieser modus wird meines
erachtens auch darumb nit zua improbirn sein, weil es auch also
bty der lUblichen regierang zne Insprugg also gehalten wird.
Desgleichen wer rhatitamb, da-ts in gimili dem pfarrer zu
Oamblits wegen der barger za Ehren haasen, item dem
pfarrer zu Pirckfeldt, desgleichen den Admontischen vicarien,
1 1
I
43P
dem TiCAri zu St. Michael bei Knisersperg, dem vicari zu
Mnnttern, dem vioari za Kheilwaiip, dem vieari in Waldt
nod dem vieari zu Gaissern zuegesehriben wurde, und weil
in bemelton pfarren durcb das Cainmerthal gar viel
Luttrische leut sein, so noch viel verbotne buecher baben,
daraus singen und predigen, wer es gar guet, dass berr abt
von Admont auf solchen »einen pfarren für sich selber oder
an seiner statt durch ain ander taagenliche personn den er-
inelten seinen viearicn in reformierung und bekßbrung des voIks
ain beystandt tbKtt.
Desgleichen wer rbatBamb, daRK in aimili dem probst zue
ßottenman sowol wegen der statt Rottenman als seiner pfarren
Liezen und Lassing zuegeschrleben wurd.
Verners, sein schier auf allen schlös-<iern Lutherische
pfleger, welche oft in der reÜgion erger sein als ire herrn
selber und plagen die catholische pauren auf vilerLay weeg, wie
sie khienden and mOgon.
In Bonderhait ist ain echreiber im schloss Neahauss
underderPirclcb, Samuel genandt, so sieh Air seines herrn pre-
dicantcn ansgibt. Der bat die pauerscliad't auf die Ungeritsche
rebellion mit fUrgebcn, es werd alles widerumb Lutherisch
werden, dennassen aufjrewiglet und sie im schloss zue seiner
predigt sonntäglich geziglet, dass der pfarrer zu der Pirckb
und zu Irning dis iar viel weniger communicantcn als die
vorige iar gehabt haben.
Desgleichen pHegt der Wurmbrandt bey Gräfe n d orf nit
weit von Hardberg seine untertbanen auf villerlay weiss vom
gottesdienst abzuhalten, verbeultet inen das kyrchengehen und
wil kurzumb mit bedronng der schleg und keuchen, eie sollen
nit auf catholisch beichten und communiciern, sondern das sa-
crament auf der Poplin schluss sue Nuuhausa von dem
predicanten empfachen, wie solches anatierlich der pfarrer zue
Ilardberg, da man es begeret, berichten wirdt.
Da nun diese wenig orth völlig und recht sollen reformiert
werden, ist nit zu zweiflen, es werden weder K F. D* noch
derselben rilth mit dergleichen eachen forthin nit viel behel-
liget werden. ^ ^ j^,
demUetigister caplan
Martin, biachof zue Segga, m. p.
iM
440
In Sortv! ,Aaf Ai* r^ening xa ^«b^n; die wi«rdet >n hierin ver-
mell«n orlt«n, ws ri der rcforuixtion von nutten, ein g^leichmliasipen ptodum
nnd eomrolulon, «■• wie an andern oiilen tiMcheclien, eq veroidnon wissen,
dunit veroiUU derselben die nocli tmcalhuliiulien burf>er auf den rechten
wep ^bracht werden- Bo vi) aber den brubitcn >ii RuttvnmaD, dm Wnrrab-
pruidt und Sunueleo, iclireibern im kIiIo« Neubatwi. belangi, wOtleQ
I. F. D* der n.-O. re^erao; farderlicheo bertcbt, nth and guettbcdoDkeo
hierüber «rwarten. Dtertima S" domint archldtuit 8. Jali onuo 1607.
A. von Krib«ni|th.'
,fia4 uaA dls natturfft An hierin vermelte pfarrer far^eschla^er
nasMD anasufertl^en, we^en des Wurmprants aber dem pfarrer an H&rdber]g
und wegen des Samticlen, Schreibers, dem Oeorgva Mayr nmb aeinon bericht
und ^«ttachUn auextucbreiben. 11. Juli I&U7. W. Elia1t«uliaus«r.'
Ex officio: .Wa^q Warmpraudts oad Kbr«lben lit die Doicorflt b«nit
anjfefertigt worden.*
1724.
J>ic Kraincr Stände lescUießen eine Intereession an die F. jy
darüber, daß die Bdigionsrcformationshommissüre hei der Aus-
sehaffung der landschaßUchen Offieiere ihre limites überschreiten.
Laibach, im großen Ausschttsse 1607 Juli 10.
(L.-V..ppot, Nr. 8)
1725.
Ferdinand II. an den Ffarrer von Hartberg: Mit Befremdung
höre er, daß sieh der Wurmbrand bei Grafendorf in der Nähe
twi Hartberg untasteht, seine Untertanen vom kath(Aischen
Gottesdienste abzuhalten, itnd sie nötigt, tum Prädikantc?» der
Frau Poplin nach Xeuhaus su gehen. Befehl, ehestens Bericht
iH erstatirn. Qrax, 1607 JiUi 11.
(Kons., ebenda.)
Iit di« Aulwort auf den betreffenden Teil de« Briefas Bischof Uartini
(siafae oben).
1726.
Ferdinand II. an Dominik, Propst und Erepriester rti St. Andre,
und Jitsef Uamer. Pfarrer *i* Wolfsberg: nimmt ihr BericlU-
s^reiben vom 24. Juni über die laut Dekret vom 20. November
1604 vorntnehmende Beformation des Adels, Bürger- und Sattem-
staiidf's im lAiravttale rwr Knmtym utid befiehlt, jene Obrigkeiten
und iMndleuic, unter denen sieh Unkatliolische befinden oder wo
1737.
sich fwlehii wieder in« Lami schleichen, sh Bilieren, die Unkatho-
lischen .n* reformieren oder ousMUfceiaeH. Grat, IdOT Juli 11.
^^^m (Konx . SUttli.-Arcbiv Qru. Gem. Kop.)
I FcrditHtHd II. a» Franx Galt: da er laut ßericJU des Kammcr-
■ prokurators Dr. Christoph PraUingcr einem selUischen Prädi-
kanten jsu Rain (Bann) sei» Wesen treUten lassr, hefehle er, die
verwirkte Strafe der 15 Mark Gdd tu sohle» oder der Regierung
hierüber Berieht lukmnmen bh lassen. Öras, 1607 Juli 17.
(KoDK-, SUttli.' Archiv Gmsii. Grm. Kop.)
1728.
Der JPfarrer Erhard Tettkh in Eisenerz ist am 5. JiiU 1007,
gWiaäien 10—11 Uhr mittags, l/rrim Essph am Schliiffflusse ge-
storben. In seinem am 12. Mai verfaßeti Testamente verfügi
er im ersten Punkte, ,(?(iss einitje hiicher, die man hei ihm finde
und der kaOiolischen re/w?«/» mt anhcn^iff', von einem verstiinditfeti
Manne ausgesucht und ohne alle Verschonunff verbrannt tverden.
(SUtLh-ArcbiT Gras.)
Er bisterlSßt drei Tttchter, .Obwohl — schreibt er — meine Kimdar
ehplicb geboren, ich mit tnetner ElisAbcth in tlem Pfarrhufa JKriag uctor
dem fr&Iatan vod Ailmont ilnrch meine» Kaplan Hlasicn ^larAJtcli kopuliort
worden, habt ich aum falle dvr Not «ine Legitimation mb lil. C geworben. . . .*
I
1729.
Outachten, daß die Witiee Ursula Söllin, da sie in Religiona-
Sachen halsstarrig und hartnäckig ist, mit ihrer ßitte^ leitlebens
im Lande su bleiben, ahgemeseti werde. (Grax) 1007 Juli 18.
(Zt>enda, Gutachten.)
,Wio ich — hcliCt n in ilimr Supplik — mein Hammerwerk denen
von Rottenmanii, meinen Huf der Frau KQdin mit ^nQatii Vnrlnistß und
Schadeu verkauft, deu 10. l'feiLuij; geEshlt, dann auÜer Laiul g<?xrig^n, liabn
ich die KanJauiume ulcbt tiekommen. Nun tat di« Rildin g«4torbeii, die
Erben laben kein Geld, dei Hot ist abgewirtachaftot and soll KurOokgcfcben
werden, ßie bittet in Anbetracht di^r Vcrdlenit« ihres verstorbenen OattDO
iim Gnade.*
1730.
RelaticH (fcs Landprofoßen vmx Steiermark, uantm er den Johann
Sinwnitsch, den der hiesige Nuntius gefänglich einstieiehcH befahl,
mcht anhergchracfit. (Grae) 1607 JnU 19.
(RhtnAn.)
1)|^T KunttUN hitt« hoi der F. 1>' anffehracht, A*Q atr-h Jnhftnn Simo-
nitac^h iinbfftigt«rwpi*P die Snrlmrj^e aiiniaß'' und ilahcr ztilmnilnn ^«•bracht
mirl aiihp-rgofnhrt werden Rolln. I>t>r ProfoU \\Allf. lirn riitxpntu]ieii<loti Auf-
trj>ig nrli<en, «ber »ur die Knctiin und nwi Kiiidßr g(tfiiu>df>n, denn Simo-
uitach halte sich auf dn Dana Gebiet geÜUchlel, wohin der Profoß nicht
folgen noUte. Es iat nun dem Bau eh schreiben, daß Sinionitftch aaige-
liefert word«.
1731.
Bischof Martin von Scckaa an Ferdinand IL: bittet, etliche
Gcneralpatenic an geistliche und weltliche Laudieute, so Land-
gerichte haht'u, SU erlassen^ damit die von den Priest^n ge-
haltenen Konkuhifieji aus diesen Landgerichten ausgeschabt tccrden.
1607 August 16.
(Orig., 8tatth.'ArchW Orxa, GnUchten.)
1732.
Befehl der niederösterreichischen Regierung an die von Leohen:
%cer den 10. Pfennig eingenommen und icie viel eingegangen.
,C!on8uItnm: teeüen die von Leoben nichts eingenomben, aw^
ausso' einer person niemand alhie loegsogen, soll herr ameald
deshalb befragt werden.' I(i07 August 17.
(RAUprot. Leoben IfiOT, fol. 63^)
1733.
Gutachten der innerosterreichiscJien Ticgierung, daß auf der
Krainer Landschaft Iniersession hin ihren Offizieren Melchior
Pantaleon und seinem Sohne, Paul Wassermann und Gregor
Tauferer stt ihrer Bekehrung oder Riiumung des Landes uttd
Zahlung des 10. Pfennigs ein Termin bis Ende des Jahres jff-
g^eu werde. Graz, 1607 August 17.
(Kop^ auttb.-ArchiT Or», OnUchten,)
»
JiescbieardiiSfJirifi der Kraituir Laitdseliafl wider die lieliijiAits-
reformatiotiskommissäre, »amentliek den Bischof von Laihach :
Ablehnung und Widerltnjung der von diesem widrr die. Herren
und Ritter vorgebrachten Beschwerden und Ankläffen. Laibach,
1607 August 28.
(Lirgt in Mnoin Kooxeptc vom iV. Auj^uit. in xwoi Koiiiept«n Ton B. !)«•
XAaib«r iiTitl einer iin<l»ti*rtpii Gnpi« im L.-A. KrAin.)
Durchleuchtigister . . . Obwolr in beatuUunp und anord-
nang liail»auiber bealttndiger re^ment fUrnemblich achtung zu«
^eben, damit in anrichtun^ aines da:» ander nit zerstiSrt noch
daa nützliuhe darch das schädliche corrnmpirt oder gur znm
nnter^ang gerichtet werde, inmassen dann die von K. F. D' . . .
aogerichte rcligionsrefüi-mation . . . auch nit dahin pcemoint
noch anpesechen, das andere daneben wolbestölte . . . poli-
tische gesatz, Ordnungen, recht, gewohnhatt nnd freyhäiten, mit
welchen die ganze menschliche societet regirt, auch alle com-
mercia, gewerb und handthierungen zne anfn'fmb- und fort-
pflanzung weltlicher wolfalirt erhalten werden, damit nnd fU-
darch confandirt, verwirrt oder gar zertrimmert and anfge-
haben werden sollen, niiessen doch E. K. F. I)^ . . . gehor-
same landtschaft in Crain vornemblicb aber wir von der ritter-
Bchaft mit hi^chster beschwerde . . . erfahren, wasmassen E. F. D'
geordnete h. roligiongrpforinationsrommisRarien in Oaln, für-
nemblich aber Iicrr bischove ane Laybach ala principal die
liiHite» ihrer . . . commission zn überschreiten . . . etwas gar
zne weit xue extendieren, unter dem schein angezogner re-
ligionsreforraation 5i<>h gar in das weltliche zue mischen, in
demselben soinGs gciiallens ;;nc disponiren und ime dadurch
ein sonderbare prerogativ nnd ftlratlichen gwalt zue suechen,
entgegen ein ganze land!*Ph;ift, ftlrnemMieh aber den adl oder
ritterütandt unterzuedrncktn, bey E. F. D' r.u Verdienern, vcr-
basBt zae machen and seinen eingebildten weltiiclien princi-
patum darundtcr anznerichten und zue erhöben unterstehe.
E. F. D' wirdet ohnentfallen sein, was dei"08elbcn lierr
bischove noch im October oder November verwichnen 1604.
iars * als wir berichtet worden, fUr ein . . . ehrnrUerigcs be-
* Kehe die EiiiexUe KrOna vuia S4. Oklobir I6U4.
444
I
ricbtdcbreibcn oder Wloichr fainosscbrifift ans nnd denen
ständen ohsbeimest, fibergeben, in welcher er anter dem schein
dem Ton ttOtt und mHrkten (wülcbe ibne docb nichtes angebn,
anch seiner Jurisdiction nit unterworfen sein) E. F. D' ron
wegen der dsmals iingcrichten . . . und pabücirten aber . . .
wideruinben bochvernunftig abrogirten pollcevordnnng, fhr-
nembticb wegen des gcybandls, item wegen des vie ehret kaofa
oder viecbtriebs ausser landt, dann wie es mit der cxecation
wider gedachte von stOtt und markten ihrer dnrch ohnacbtsam-
und nacblttssigkeit anwacbsunden Bteyr, wochenpfenning ond
anderer gemeinen anlagen ansstände gehalten, riertens wie
bey denen gewohnlichen laudtlLgen, aasschUssen und andern ge-
meiner landtBchat't zaesambenknnfTten die vota deren von stött
und mflrkten, darunter er allen pöfel ohne respect und unter-
schaid mit nnterznemischen and hinzuczaezicben vermeint, col-
ligirt und in das protocoU rerxaicLnet, and dann zum letzten,
wie und wa^estalt E. E. L. verordneten ambtstOllen creötzt
werden sollen, nit allain mit vilen obngereimbten und zne dess
gemeinen weesens wolfalirt aufncmbung ganz sehSdlichen nadi-
tliailigcn d<^ductionen kuo persnacUren, sondern ein ganze, er-
same, gctrcyc, gebursnmiste, ycderzelt mit gottes gn. beystandt
erbar- und aufrcclit erfundene landscliaft olmverBchuldtcr und
in alle ewigkeit ohndarbringlicber saehen rriminis laane maie-
$tati$ baimhiieb und feindtsftliger weis za insimnliren, ja etlich
bcrrn and tandleit in singulari, als die graven von Tarn, die
herrn von Auerspcrg, die berrn Khissl und andere mit allerley
obngebürlicben ehrnverscbimpflichcn anfügen au deferlron und
Tcrbasst buc machen, sich wenigist gescheucht, alles dahin an-
gesochen. damit er sich, als wann er das einiidie yii£rrum wftre,
darauf die gemeine ganze wolfabrt berahe nnd alles an ihnie
allein dependire, fovirt und erhalten werde, fiirlirechen and
erhoben niOchte.
Wie wir aber ainichen eß'ectum. was bey E. V. D* er,
herr biachove, mit solcher seiner famosechrift, welche an ir
aelbs nichtig, bflsaig, ohne gmndt, damals ausgorichtct, bishero
nit gespUcrt, betten wir uns docb kein grCsscre gnad winschcn
wollen, als das sy uns zue unserer gegrindten Verantwortung
snekomben ' und E. F. D* sodann in sacbon richtet sein sollen,
I Ein auf ilituui 8vit« unffreklfibtor Zotlnl aagt: ,l>i)iff AchriTt ii(l««r RuliriOten
neinea Drae)it«tu aeia uicht sbergaben irunlnn, weit disMlbeo durch
4lfi
I
da uns dann geh. nit zireiTelt, sich das offenlmro gögenspil in
graudt b«funden haben and herr bischove neben wolverdientem
starken verweis den klirzeni ziehen iniessen, entfitigen E. E. L.
und der rittersUndt bey ihrem oft and vitmals rödlich nnd
mannlich erlangtem rhuemb wirdig erfanden nnd den sig der
ehren, wahrhait und bstandhafftigkett errairht hal>en wnorde.
Dann eratlichen, das rürgeben wirdet, die graven von
Tum als vor tarn gowestn landisobrigheit solton aas einem ver-
meinten ihrer nnd anderer lundleit unterthancn schaden denen
von stött nnd mKrkten wegen des gejhandels ubstüllang ainichen
Torsehnb nit geben, vil weniger die in sachen von ihnen durch
1. f. bevelch abgevorderte lierit^bt ihnen und ervolgen lassen
wollen, wirdet sich, ob gott will, dises nit beiluden, weil e con-
trario wissandt nnd darthuenlich^ das sy, herm graven, was
ihnen ambts und ihrer personcn halber Eue thucn gebllrt, an
ihnen yenials ntchtes haben erwinden lassen, sondern jederzeit
getroy nnd aufrecht sein erfunden worden, inmassen dann der-
selben erben and nacHkümblinge die yetzigen noch im leben
wesandcn graven von Turn zue röttung ilirer lieben eitern er-
barlich verdienten lobs and ehren dergleichen iiizicht der not-
tarfft nach zae widersprechen, ohn Kwoivcl ohngcantet nit lassen
werden.
Oleichcrmasscn wirdet auch herr UOrwarth freyherr von
Aaersperg als landtmarschalch in Crain in angezogner schrifll
angeben, das er als der A. Confessio nisten dependent in samb-
lung der stände, wählen, bey den gewöhnlichen landtilgen and
andern des gemeinen wesens anlangunden zaesamben kauften,
denen von sttitt and m&rkten abgesandten wenig gehOr geben,
noch derselben stimmen pi-otocolHrt werden, sondern oftmals
mit der wenigem wähl und tc(i« den ausspnich tbuen nnd
Bcbliessen, ja die von st&tt and markten als naamehr refor-
mirte gaete catholische gUntzlich excludircn und gleichsam für
keine mitglicder als zue derselben zeit, da sy noch Latrisch
gewesen, erkennen solle, wttlches dann ein merklicher vorti zu
allen l&stigen anschlagen, auch ein pnr lautere Unterdrückung
der catholischen eeie, damit die der A. C. zuegethane mit ihren
tfoH» die andern Überstimmen nnd also ihr dem ganzen landt
itt b«rrn biscboffen lettt oder darch ime Mlbct vorlegt Min worden und
er nocb k«Titi|r«« tMg» tnWtche von mtrr hib^n will, so ich doch Ime
die«elben tot swejr oder dr«jr iarcn aufsein br^m wideramb laegeatelt.'
446
DDcl allgäuioiiicn weeaen oftmals hocbsehödlichistes fllrnemben
amb so vil bequemer and bösscr in den effectum gerichtet
werden mUgc, niit melirerem ötc.
Wie aber diaes und dergleichen feindtsäHge angebongen
ein gar atlzuo wiasuntlicher falsch nnd ohngmndt, dem alle
Tei&amblete geiat- und weltliche sUlndc gemeiner landschafl
allemal für allzeit bät^ndig und einhiiilig widerBprccben, ja die
landtagsprofäcotfa deme selbs gar clärUch reclämiren, alio
wollen wir es dem herrn biachoven, aas wülchcm grundt er
solche fridhAssige ifimul(t)aUs erdacht und hergeiiumben hat,
aelbs mit mehrerm zue erwegen haimbgcsetzt haben. Bishero
ist dergleichen effect der durch ihne angezognen lustigen an-
schlOg uud der catliolischen Unterdrückung . . . nit vermörkt
noch gespürt worden, verhoffantüch aach ins künftig nit be-
scbehen solle. Dises aber ist im widrigen offenbar and dar-
thaenlicb, das herr bischove nit allein sein eigen }iotum,
welches man ihme zwar nit widerspricht, sondern unter dem-
selben auch die andern praclaten and geistlichen, wülche ihre
sonderbare aigne authoiitet zu votiren haben, ja gar deren tod
stOit und markten, darzue er die gemein und alle geschlechte
aioföltige handwerclisleit in grosser anzal aufs landbaos, wölches
)>isherf> in keinem land pructicirt wordt^n, ziehen unil auf sein
einich, als aller geistlichen auch deren von stütt und m&rkten
tsoinm, wie ohngereimht dasselbe ist, und ob dise schon für
sich selbä mit ihme nit correspondiren, sondern anderer mainung
sein, gcächlusMcn haben will und weilen herr landmarschalch
solches zue tbuen bey sich nicht befinden kan, erdiciit dem-
nach herr bischovu über ihne solche feindtaalige cafuninüu,
daren, weil sy nit erwifien werden können, gar nit zue ge-
dimken, ihme vU rhuerablichcr wiire.
Belangundt, das wcJlundl lierm Oeorgen Kbissl freyherru
■lügen als gewesten landsverweser in Crain, die arsa<üi, das
nntOT der F. D' crzhürzogen Maximiliani zue Österreich diser
dreien erblanden gubcrnamenta wegen des vom herm grave
Sigmund ten von Turn getUnglich angenombenen Lntriflcheo
Andreeo Alcxandrins gehaltenen Crainerischen landUgsverhin-
derung aaegemeesen werden will, stttllen vir gar in keinen
Zweifel, da der gaete fromb herr noch im leben sein solte, er
sich solcher boschuldigang mit gactcm gruiidt entschutteo
waerde mOcen, wie wir and eine ganze £. L. ime dann noch
447
I
derzeit solch gezeUgnus geben kUnneu, das ibnie hierdarch nit
wenif gwalt and ohnreclit bcächehen seie. Uud ist sich swar
an dem berrn bischove so vil nlt zue verwandern, das er in
vermeldter scbrifi yetztgenantc Undleut in aingulari mit solchem
ohngrondt angeben dürfen, dieweiln er ein ganze E. . . . L.
crtmiuiM lae*a4 maiestatis zue bescholden uit gescheacbt hat,
wie aber wolernendtc L. sich dcsaelben gautz uhuschuldig wais,
ihro aach von ainichem R. kaiser, kOnig oder erzhOrzo^en von
Österreich . . . solchea niemals imputirt worden, wie sy dann
dergleichen in alle ewigkeit ohnauslüschlicbe schandthat zae
begebn ond ihrer lieben posteritet ein solchen Ubln nachelang
sne verlassen in ihrem gemtlet und herzen niemals gedacht
darror ay gutt ewig behüeten wüUe, noch derzeit nit gedenken,
soodern ehuudter alles eusseriste an gnet and bluet aaszuestehn
nnd zne erleiden als sich wider ihren gn. herrti ond Inndts-
ftirsten verlflbter trey und gehorsambs vergessen, dergleichen
anzaemassen, weniger mit elnichem ohngebuerÜchen wi^rtlein
hören zue lassoo entschlossen and beraith sein.
Wann aber dem herru biscboven nit nmh das zue thuen,
wie er diejenigen in angezogner seiner famosschrifV hinc i»de
8OW0I wider die ganze L. in genere nU etliche herm nnd land-
leat t» »pecie bänftig spargine ganz ehrnrerlötzliche anzüg be-
weisen . . . sondern vil mehr wie er die landlcit vcrhasst machen,
sieb denselben vorziehen und sein principatum weiter Toll-
Btrücken mUge, also unterstehet er sich auch (ohngeachtet
K. F. Ü' ime und seinem mitcommiMario auf die vor disem
einkomhene hoche beschwor ungen ganz ernstlich aulerli5gt, in
verrichiung seiner reformatianscommiaaion solche moderation
und bechaidenhait £ue gebrauchen, damit wider diser E. £. L.
l'reyhaiten, recht und gewohnhaiten nichtes gebandlet werde),
H unter dem «cbein der religio nsreforniation nichtes weniger in das
weltliche recht and gar in die landschrannen zue greiffen seines
gefallens, was man daselbs im lands- und liofrecht handln,
richten und urthaiien; wem man das recht ervolgen lassen und
im widrigen versagen solle, wissuntlicher landsfreihait und denen
Igescliribeneii kaiserHchen rechten, Satzung- und Ordnungen gar
xuewider durch ernstliche sehr geschärpfte schimptliche decreta,
wie die buylag A solches cllirllchen ausweist, nit allain zne dis-
ponircn, zue mandiern, das weltlich mit dem geistlichen aines
mit dem andern xue veu-mi&cben, sondern gar auf die aigeii
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liumbiieheu lamlmaiiriegLluter ziie greiffen, dieselben dem recht-
mässigen poäBesgori wider alles recht ans seiner mit rödliclicm
erbarn titul, dariber erlangten, anch weit über die Undtsgewöhr
rliuebig crbaltencn possesa auf eines geschlechten einfaltigen
baaern und sonsten Uderlichen menschen Ublerwogne und ohn-
gegrindte nicLligo aussag de facto zuq entziehen, der refor-
mntion unterwirfig zuo machen, ein aigne gcrtchtsiu stanz über
dieselbe anzuerichten, ea; proprio affectu daribcr zue arthailen
und daneben bey der landt^ch rannen deren Jurisdiction und
rcchtförtigung dergleichen ai^enthumblichc landtmannsgaeter
Ton alters hero immediate unterworfen sein, alle weitere ge-
richtliche handlung gHnzÜch ab- und cinzustUlloD, ja gar denen
gemeiner L. geschwornen and Ixjsoldtcn procnratoribu$, was
ey vor gericht handln, thuen oder lassen sollen, zae verbieten,
mass und ordnnng fUrzncschreibenj wie er dann ohnlangst unter
prosequirter seiner religionsreformation alle proeuratores für sieb
in das bistumb ervordert und ohngeacht dieselben der cath.
rcligion zuegethan nnd der reformation deswegen cxempt,
nichtesweniger allcriay »eltzame gehaimbe Sachen wider die
landlcit, deren man iu cwigkcit nie gedacht, sy, procurator«*,
auch derselben einicbe Wissenschaft nit gehabt, ohngebtlrl icher
weis zu inqniriren, auch daneben, welcher parteyen luuidlnngeo
sy vor gericht fUrbringen, und das sy wider die geistlichen im
rechten nit procedircn, weniger ainicher handlang und Sachen,
wOlrhe quocunque modo unter die reformation gezogen worden,
sich annemben sollen, durch ernstliche gebott nnd rommina
tione$ anznbevelchen angemast.
Damit aber solche selbe anmassande anthoritet nit nar
etlichen wenigen sondern yedermenniglichen kundt und o£Feu-
bar werde, hat sich erst neylich dises znegetragen: Jacob
Schreiber, bstandtinhaher der herrschaft ClingcnfOls, hat
Teracbiner zeit herrn Philippen, gewesten abbten zu Vittring
säligen, and N. dem ganzen convent daselbs zue desselben
gotteshaus sonderer ohnentbOrlicIier nottuHTl ain summa gelts
dargolihen, da entgögen gedachter abbte nnd das convent Uime,
Sclirtiiber, ainen der pfarr ^ei er gehörigen traidtzechandt der-
stalt versützt. das sicli jlirlichen an der satz^umnut ein be-
nandtes abdienen und also der rerpfcndte zechnndt in etlich
wenig iaren sich sellis ablodigen nnd dem gottshans widerombeo
frey haimbfatlen solle. Settemalen aber der yetzige abbte zae
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Vittriog licrr Gcor^ auf seines vicarii daaelbs zu Zeyer herrn
Qcorgon Vcllnn ootergclofne anwiglang aas seines praede-
e9S$oris gedachtes herrn Philippen säl. verschrcibung gantxeu
and ohncrwartet der bedingten sat2iarendung durch E. F. D*
geordnete herrn rcformationscommiasarien berürten zechundt
unter dem schein der reÜgiünsreformation einziehen lassen, hat
Schreiber^ wülchcr ein catholisciic pcrson, nichtea anders ge-
betten, dann weil imc der zechundt ror endang der satziar
entzogen worden seic, das herr abbte demnach ime den Über-
rest der satznonma g^gen abzug des in crafft verschreibung
eingenombenen genusses und zueruckempfachung der geför-
tigten SAtzverüchreibung niderlügen und bezalen wolle. Als er
aber auf sein billich begern eines noch kheinea erlangen mUgcn,
sondern solcher seiner liquidirten bekandtÜchen anrorderong
w^en, welche sich nnsers bedunkens in allem nit auf 500 gül-
den Kh. erstreckt, im landt&rechten zu Craiu, dahin dergleichen
gchuldtposten zne decidiren ohne mitl gehCren, zue elagen ver-
ursacht worden, daseibat auch sein rocht behabbt und, wie ge-
riclitsgebreuchig, auf erlangte behöbnus spänen lassen, ist darauf
herr bischove als principat neben seinem mhcommigsarioj weichet"
Bue melden, was herr bischove bevilcht and will, es trcnfe gleich
weil und wohin es wolle, alles geschehen lässt, zuegefahren,
hat an ä. Marxentag dises iars die gespänten unterthanen für
sich crvordert, dieselbe (wie sy, unterthanen, lauter bekennen)
in sein glQb genorabon und daneben ihnen dises mit ernst ein-
gebunden, das sy sich des Schreibers Alrgenombne spünung
nicbtes irren; noch in crafFt derselben den gcbürnnden gehor-
satub laisten, sondern wann er, Schreiber, der weispot oder
wer der ymmer seie, deswegen kommen und den ansatz ver-
richten lassen wurde, ay den oder dieselben mit prigeln, stangcn
und stainen nhtreiben sollen. Wolehes gehctt die unterthanen,
wOlchc sich sonston schuldigem gehorsam yederzeit zue wider-
setzen vermessen, vleissig observirt und als Schreiher auf be-
sebehene ordenliche gerichtliche erkaiitnua ime die gespänteu
unterthanen bis auf volgundc bezalung durch den geschworncn
wcispoten einantworten zu lassen^ zue einem di:!rsellicn untcr-
tban, Gregor Hafner genannt, im dorf Oberacbweinitz sesshaft,
komben, hat sich der untcrthan ganz trutziger weis alles vloiascs
in einen sesscl gesetzt und mit hüuischcn, spöttisclion Worten
vermeldt, er frage umb den ausatz nichtes, herr bischovo hette
raatfi. t].Abl. Od. LI. 39
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ihme nnd seinen consortcn den gehorsam zuc lustcn vorWien
und daneben sy mit stangcn und siai'ncn aW^uweiscii bevolchen;
daramben sy sich nur geschwindt von danncn aus dem staub
machen sollen. Interim ist ein anderer nntcrthan zum hcrren
bischoven geloffon, deme den verlauf und vil ein mehrere als
lieweislich angezaigt. dardurch lierr bischove bcygclOgt original-
decrct B, den ^1. jüngsthin datirt, auf den Schreiber abgcbn
lassen und demc sich der gcspttnten unterthancn bey 500 d. in
goldt ohnnachlHssticher pDen gänzlich zu enthalten, aus 1. f.
macht, wie die verba formalia lauten, auferlögt. Damit er
aber die unterthanen in solchem ohngehorsamb und widcr-
spännigkait störke und entgegen die landsobrigkait und im
Undt wolgeoi*dneto gericlit bey ihnen vernichte, hat er es bey
angezognem pöenftllligen verbott nit berhuen lassen, sondern
ist den 22. tag Aagasti nächsthin auf sein herrschaft gern
Gßrtschach geritten, bat vermeldte gespänte unterthaDCD
abermalen fUr sich ervordert, ihnen das ersto gebot nit allain
gescbärpfl, sondern damit er sy wider die landtsobrigkeit umb
so vil mehr anbßzc, hat or sich K. F. D' re Präsentanten, herm
I. vcn\*alter, I. vizdomb und !. vcrwescr ontgögcn gemeine
ofticir and diener genannt and das deren gerichtliche erkannt-
nussen allain vcrmainte urtl nnd erk an n müssen sein, wülche
er, bischove, aus gnaden aufzuheben macht liabe, wie der ein*
schlnss C solches bezeugt.
Es ist zwar so gar hoch nit zue anten, was horr bischove
wider landsfreyhait und Üblich erhaltene guete gerichtsord-
nungen dem läbl. landscbrannengericht, alda der I. f. scepter
huticicte regiert wlrdet, ohnbedachtsaroher weis fUr schödliche
eingrif nnd sehr nachthailigo despect erweisen thuet, dieweilen
li. F. U' als regierunden horrn und landfUrston gn. retolutionet
und bevelch er in gar so geachlechten wirden und ansechen
hült, das er noch darüber die bauern zu aufmhr und rcbellion
anschifflen darf.
£s hat sich begeben, das auf sein, herrn biscboven, ver-
nnachusg der pfarrherr zu Lengfelden herr Philipp Mar-
zina denen Lambergerischen erben zu Stain und Ält-Gueten-
berg ainen daselbs zue Lengfelden ligunden traidzehnnt, wOlehen
die alten herren von Lamberg freyherm zue 8tain und Alt*
Onetenber^ vor ohndenklichen iarn an sich gebracht und den*
selben noch im 1560. tar mit andern von K. K. L. in Craiii
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auf I. f. consens aas der spUnnnng crkaafftcn fünf hUcbnon
vcnnclirt, ansprUcliig geuiacltl und die saehon per male narrntn,
sncmalen auf des damaln Reweeton I. Verwalters In Craiii lierrn
Sigmntidten freyherrn von Kj;kli getliaiieii nlingleichcn boriclit,
soweit gebracht, das donon La ni berge riscbon erben obnver-
nombner ihrer notturfft der ganze aechnndt de facto entzogen
und besagtem pfarrherr eingeautwurtet worden.
Obwoln E. F. D* auf gedaclitcr erben cinkoinhenon uud
mit gtietem gniiuU dedacirten, auch mit vilen gefertigten ohn-
bewJiglichen briofliclicii Urkunden un«] documenten erwisencn
bencht, »ovU gn. wahrgenomben, d»s gedachton Lambcrgc-
riechen erben durcdt enIziL'hung des zet'hunts etwas zu kurz
bescbechen and darauf über die in Sachen gu. rcaolution dem
yetzigen 1. Verwalter in Crain herrn Wolfen Paradeiser, sy,
die erben und deren raaotcr fraucn Elisabethor KhaKianerin
als des Lambergischen guets vollmächtiger inhaborin bcy dem
ihrigen handznehabcn und ihnen von andern nichtes widriges
zaefUogen zue lassen vom 17. Augnati verwichcneti 1606.
iara »nh D gn. anbevolchen^ darauf dann vom 0. Seftemhris
eiimdem vyrmeldtom herrn pfarherru yetzt tiöchst cmcnutcr
I. f. gn. reaolation die gcbUcrundc intimation beschcchcn und
denen Lambcr^erischen erben durch einen gcschworncn llbcr-
reiter den zechunt als ihr guet wideromben einzneant werte n
anbevolchen worden, wie die einschtUss i:' und F solches be-
zeugen, ist nichts weniger herr bißchove darüber zuefrefahren,
hat oftbesagten fdarrhcrrn zu Lcngevcldcn flir sich gein Rad-
manstorf crvordert und deine alles crnsts suh poena excommU'
nicationis eingebunden, das K. F. D* gn. resolution er sich
nichtes irren lassen, sondern zuc menniglichs nachrichtnng auf
üfner canzl in der kirchen verkinden solle : Zum fall der fraucu
Khazianerin oder Lambergenscbeo erben zechnntieit dabin
komben und den zechunt anfzucklanben sich unterstehen waer-
den, yedennann mit wühr und waffen zuelauflen, dise abtreiben
nnd wann sy sich widersetzen wollen, sodann gar zue todt-
schlagen und stainigen sollen. Er, biachove, wülle solches ver-
antworten, wölciies dann anch der pfarrherr an einem sontag
im beysein der ganzen ptarmening also verriebt.
Eben dergleichen ist herrn Danieln Kaumbachissel zu
Schon- und Wildeneck fürtiges iars begögnet, als derae hcrr
Hana Wutalitz, gewester pfarrherr zue Mareitsch ain wiesmndt,
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wölches ctio Keirn Galln zuu Unedolfseck and nach donenselben
frauo PetronciLa llonliombin, geb. Spiessin säligen, deren che*
leiblichen tochter gedachter Rämbfioliissel ehelichen hat^ in die
95 iar lang rhuobig posacdirt nnd genossen, ansprUchig^ zue
machen sich nnterwundcn: ist der yetzige pfarrherr daselbs
berr riiilipp Wassermann ausser ordenüchcr elag und recht
ainsig und allatn anl* des berni bisclioven beTclch, wie er,
Wasserman, eelbs bekennt, in aeit der hcyniatt durch die aech-
prüpst dasoEhs zuegefaliren und alH hcrr Haumbsclnssel seine
arbaiter, in meintiiig, das wißBmat, wie vergangene iar beschehen,
abmäen and das hey za haas führen zae lassen, dahingescbickt,
den glockenstraich im kirchentlinrn beynacimndt zwo ganze
stundt lang an einander geha lassen, darauf sich etlicb hoD-
dert bauorn mit stalneu, TvOlir und waScn zucsamben rottirt,
in das wissniat gefallen, die RaumbschUssliscben arbaiter ver-
jagt, das heue mit gewaldt verzückt und da sy nicht zuernck ge-
wichen oder sich etwas wenig widersetzen wollen^ vil ohnscholdigc
arme leit auf dem platz betten todt verbleiben mUessen.
Wollen geschweigen, wie herr bischove seiiien thaemb-
probsten henti d. Andrcam Krall iura, das diser francn Ro-
sinen gravin von Turrn wittibfrauen and derselben kindciii
vier hlleboir, bey Radmanstorf gelegen, mit givalt enziechen
solle, angcb{>tzt und zue so vil glickiichor vcrbringong solches
Werks, ohngeacht von E. F. D' und deroselhen hochl. n.-ö. re-
gierang er, thuerab probst, wie aus der boylag G zu ersechen,
mit ernst abgcwiscn worden, rath, that und allen fUrschob dar
zue geben hat, wölches herr thuembprobst, wie er selbs ohn
vorholen bekennt, für sich selbs niemals tcnttrt hcttc und eben
seinen dahcro durch herm bigchofcn antrcih- und vcrursachong
in die ÖOO ä. gcnorabenen schaden und angewendte zörnng mit
zae spater reue aufs höchste beclagen thuet.
Herrn Jobst Josephen und hcrrn Hans Ludwigen, denen
graven von Turrn zum Creuz gebrücdcrn, hat er auch einen
trnidtzccbant hcy Reifnitz ligundt, welchen ihre eitern vor
langen larn von E. K. L. aus der spännung erkauf), gleiches-
falls aasser clag und recht mit gwalt genomben, das jetzo
wolernendte graven wöder zechundt noch das darumbon aus-
geben gelt bekomben haben.
Dergleichen rcpressalicn and fridhflssige exempla, was-
maucn hcrr bischove die geistlichen wider die weltlichen ver
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liDtzen nnd denen weltlichen das ihnge unter dem Hcbein der
reformation mit gwalt zne entziehen, aucli darnntor allerley
anfmehr nnd entpörungen zne erwecken sicli unterstehen thnet,
wSren noch mehrere zne erzölen, deren wir aber yotzo ge-
Bchweigen and da es not thuet, aaf andere zeit sparen wüllen.
Damit aher sein widerwBrtig gomßet ausser alltm yetil er-
sttlten sträflichen liandlungen gügen denen herrn und landlelten
gebt- und weltlichen indifferenter noch mehr geoffenbaret, und
als wann an ihme atlain die volkomhenhait welthchcr regleraiig
in disem liemogthumb Crain immedtat^ et ahaolute gelegen sei,
walirgenoHiben werde, unterstehet er sich, menniglichen, was
hy Air ihre persoiien and ainbts liaUicr, yetzt in dem, yotzt in
jenem, tliuen oder lassen sollen, tauquam esc. princifali potestate
mass und Ordnung zu geben, ja so gar Ubcrniuibt er sich seiner
authoritet, dergleichen seine geehrte vorfordern am bistamb,
wölehe von odelichen eitern geboren gewesen, auch an H. K. K.
and orz herzoglichen büfen in aiisechenlicbcn vorncmbcn dicnsten
gebraucht worden, niemals gethan noch in ihre gednnken ge-
noniben haben, das er in den landtagssessionen und in gegea-
warth aller geiat- and weltlichen stondcn sich allaiu dem haabt,
die andern tandlcit aber den hcaden, fÜessen und andern leibs-
glidern vergleichen und noch mit verächtlichen rüden dises
offantlich melden darf, was ihme des herrn abbten von Sittich,
herru abbten zne Landtstrass, herrn Cartbeilserordens prlom
zuc Frctdnitz, ja aller geistlichen stimmen und vota präjudi-
cirn sollen, was er nach denselben allen mit einander frage:
Er lasse sich andere disfals in seiner mainung nichtes hindern
noch irren.
Abo hat er aach die geistliehen und die von stütt and
markten vorscbincr zeit zue sich zne ziehen and ohngeacht
derselben aigner will and mainang, als wOlche den eventHvi
vor äugen gehabt, dabcy nit gewesen, aia schödliche dem ge-
meinen wesen nachthailige absUnderiing zue stifi^en sich be-
mühet Ks kennen auch die weltlichen herrn und landleit ihr
gmach vor ime nit haben, wiewohl sy ihme allen gebüerÜchcn
respect, ehr und froindtschaft schier mebr als andern seinen
gewesten antecetforea am bistamb gern und goetwiltig erweisen;
nit gnaeg an deme, das bey E. F. D' er dieselben . . . ohn-
aehnldiger dingen hoch vorschimpft and verohnglimpl^, ist auch
nit obnlangat diser E. E. L. getreyen mitglidt herrn Wolf
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Enjrelbrecliten Schränkler zu Aich bcschchen, wölch*
angeben worden, als solte or sicli in offnndtlichen Sessionen
antl andern zuesambenkunften viler ohngleic-her und verschimpf-
tickcr roden wider E. F. B* I. f. mandata nnd angestülte re-
formation rernemben lassen, dÄdurch aber dem gneten ehrlichen
vom adl, als vil uns wissandt ist,, gros unbilde bcschicht, in-
m&ssen herr 1. verweaer selba, als dorne dergleichen gögcn ihme
zue anten und mit allem ernst zne verweisen von E. F. D* gn.
aubevolclien worden, demo gnuegaambe wahrhafte zengnua geben
kan, sondern er, herr biBchove, bricht in Reinem liochmaet so
weit ans, das er anch die weltlichen Herrn nnd landleit, als
wann sy seine vasallen, vianctpia und verpflichte nntcrihanen
wJUren, nach seinem gefallen zuc carpiron, zu registriren, mit
denen selben za expostuliren sich vcrmiast, wie er dann ohn-
langst herrn Ilürwartlien freyberrn von Auersporg als
jetaigem verordneten ambtspräsidßntcn, wciln discr in sein,
Herrn bischoven ohnzimbliche begerungen ambtsfaalber nit als-
paldt willigen kennen, dareh herrn priorn za Freidnitz lanter
zue entbotten und sagen lassen, er, von Aaerapei^, mtlge wol
zuernck gedenken. In was für einem gefährlichen Rchwaisbad
or Torschine iar gesessen und es kUnne ihme gar leicliüich
widerumben ein soIchoB und viüeicht noch ein acharpfcros an-
gössen werden nnd (wülche» er gögen herni von Anersperg
selbs vermeldt) ob er nit gedenke, das eines und anders in der
landleit Sessionen vleissig aufgezaichncl, wülclies künftiger zeit
revclirt und wider an lag gebracht werden solle mit mclirorm.
Obzwar die berrn und landleit von allen standen desjenigen,
nuH in landtügcn und andern gcwobnliidien zucsnnibenkunfton
tractirt nnd geschlossen wirdet, wie auch ihre selb» aiguc auf
die propoiitant materiam gebaute vnta, wann sy allain mit
wahrhait angebracht nnd rcvolirl werden, gebUrlichen xnc man-
teniren, die wcnigiste entsützung haben, solle doch herr bi-
schovc gedenken, das ihme so wenig als einem andern geist*
oder weltlichen landtmann dergleichen Sachen, was im gebaimen
rath besehicht, yedernienlglichen zue offenbaren gebuere nnd
nit olmbillich ans vilcn tucemplia allain disc baidc, was seinem
gcweston thnembprobsten zue Laybach Casparn FreidenschuaB
und Polidorn von Muntagnana, gewesteii probsten zun Rue-
dulfiiwührt, deswegen vor iarn begügnet ist, zuc gemUet
fulirun etu.
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Doch wie dem allen, ist nit wol mll^Ilch, das dcrgleicben
yppige obogebUerliche röden und troewort was guotes gobem
und mit sich ziehen küanoD, weiln dieselben za nicht auders
Alrnemblicb gemeint sein and verstanden werden, ab das er
das band des fridlibundeu und gott Wülgefülligen gehorsambs
zue dissolvirn und Herrn und knechte za ihrem eUascristcn
ciidtlichcn Untergang in einander zue rerstUrzen and zue ver-
hJJtzeo sich bevleisson thae.
Ausser ollen yetzt oberzOlten stukhen hat er sich auch
ia diser K. K. L. im wartgelt haltunder gerllsten pferde mu-
eingemiacht and aldortcn zuewider denen vor 30 oder
iarcn gefürtigten musterregiater and derselben inhegrifiien,
audi yc und allwcgcn olinveröndert obscryirteu Ordnung, wie
dan auch wider E. F. D* in craft derselben vom 19. July 1606.
iars gcnombncn gn. ganz hoch und wolhedächtHcben resolutiun,
als aub II zue aechen, sich vor E. F. Ü' räthen und deroselbcn
rc Präsentanten herrii Philippen Cubenzl gewesten I. vizdombeu
und herm Hans Jacoben von Edling 1. vcrwoscrn in Crain
diser E. E. L. gerfisten pferdte bestöltcm ritlmaister, leitte-
nandt, fendrich und wachmaister, dann auch licn'u bischovcn
zae Frcysing and herrii bischoven zne Brixen dess vorzng
oder Torrits anzuemassen, dadurch diser landsciiaft duriber
habande disposition und authoritet uhnbefüegter weis zu ent-
ziehen unterfangen, ja auch die Bachen so weit dahin gebracht,
das E. F. D' obangezogne 1. f. resolntion am letsten tag AprlUs
noch wehrandten 1607. iars sub I wider aufzuehübon, die von
TJlen iam her erhaltene orduung zue abrogiren and in sacben
was widriges zu statuireii verursacht worden. Wölchea dann
der ritterschnft darumbon, weiln &y als ott't in eigner persun
ins veldt zue ziehen nnd ihr leih nnd leben, guet und bluet
aufzueaetzen und in die schantz zue wagen gedrangen wirdct,
nit zue geschlechter verschimpfang ihrem geh. vermeinen nach
geraichen will, das dero ihr prerogativ und gebQrunder Vorzug
wider den erbfeindt im freien veldt benomben und deroselben
ein geistliche person, wölche sich niemals ins veldt begibt^
sondern als offt bey haus, es sey die foindsnot so gross als ay
ymmer wülle, in rhue nnd Sicherheit erhült, in den vorritt ge-
setzt verbleiben solle, dessen sy sich niemals versechen gehabt,
E. F. D* zue gn. verschonung des lübl. ritterstands reputation
and damit derselbe amb so vil mehr bey gueteui willen und
i%
winde erluitea werde, nochüalea «ntecA. Uttaa^
gn* iwifirfir»! and es ky ellwi itead «ad
danw di« loU. sttade nd die ikieiiAaft Bt wol
■ehreitea lOoaem, rerUeibeD liTn wOBeo.
Dnrefa j-eCxtangecogne de* kernt biscfaorea mllerort- maä
eadea geist- aad welüicbea in frid vdA knegaaeiteo ■oeefcMde
pfeMiBeoK irt er »acfa ia diae nuolenz gendiea, das er mA
der mit K. F. b* gn. twwUmb und bewülignug geiseäea
wcaees wolfiüirt, befbrder- and sock leafcr erkaltaag wegen
iD dem gftoseo bOraogthnnib Crmin an^esOtslea dardaoa ^etdi-
gidinndeti gemeinen anlag der leibsteaer oder wocbeopfenmog
so« einer gesebcpfteu oidittgea and crsftkaea optoioB gieicb-
■anib eigen« gewalu m%tmm(nrj und befreit msfbtm will; in
bedenknng, der sodere ganze praelaten-, berren- and ritterstaod,
•aeb in gemein barger wie biaem, ja dorchaos niemiindtB dmn
die armen ipitaler atisge^chluMen, deaselben bii^hero gern and
gactwillig geraicbt haben and noch bioftlnui zae raicken g»
boream aod orbtetig sein. Ob dod solcbe des herm btscbovea
exemption and waigemng aas gaeter wolniain ander afiectiea
gegen dem eracbQpften armseligen und notlaidanden ya fast
aof den letztt^n grad »eines endlichen Untergangs periclitimnden
gemeinen wewn hcrflOesse nnd »einem vilcn berbQemen, als
wann er da« einiche astflum and der starke aneora desselben
anfcDthaltang wäre, gleich und änlicb seie, wOllens E. F. D*
gn. zae ormeMien wir gchorsamist liaimbgcsutzt haben, nnsera
nnterih. erachtena, wann sein tÜ berblietnunde gnete, lieb and
sffectioD gOgen dem gemainen wcsen aiu der rechten wnrzl,
wolgcainnandem geinllet and bersene eraproesen, er sich einer
■D schlechten geringen dai^ab l>ey ho stattlich habondero iar-
Kdicu einkomben ntt allain nit gcreyen oder beschwären, soodem
dieselbe gnctwillig eheandter vermehren und clwaa reichlicher
ersaigen solle.
Naa aber wie man im gemninen sprilchwort sagt, dessen
das herz voll ist, dessen gebe der mtudt Ober, sein wir mit
nit geringer enta^ttzong and sonderer betrOebnos in aigentlicbc
erTarnng kombcii, waageüt< herr bischovc nit ohulangst sa
Cmlnbarg in gUgcnwarth gnctcr ehrlicher Icit ain glaa toI
wein in die band genomben, dabey üfTantlich vcrmeldt, sich
auch vorschworen haben, das ime derselbe trunk wein sein
hertx nbstosaen solle, woverr er die hcrrn and landlcit in Orain
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iDDerhAlb dreyen motuton nit refonniren oder «os E. F. D*
Unden verfolgen wulle, wie er dann bemiih bd den UodleiteB
aod derselben diener den aofang gemacht habe, sambt andern
mehr ohngebürlichen fmodsftligen rllden, wOtcbe nit alle aae
ersOlen.
Daraas die geh. landleit und ftlrnemblich der ritterstand
deitUcb wahrzaenemben, was bey El. F. D* er, herr bischove,
haimblich practiciereo, mit was fälschlichen vergiAen «tmuila-
tibiis er dieselben deferiren and in höchste ohngnad aae bringen
sich vermessen müegse. Sy wolteo ime zwar dise glicksäligkeit
gaax gern winschen, weihi ihne in seinen äugen der ritterscbaft
gesdileehte sphtter so sehr stechen, das er seines grossen balken
im aignem an^ etxr.is b<Jsser gewahr wnerde und Wdcnkcn
soUe, zae was olmglicksäligem ende dasjenige, was Ton ihme
im gansen lande gar oäfuntlich vermährt und gleichsam mit
fingern gewisen wirdet, ausschlagen möchte, saemal nichtes so
cUin und sabiil gespanneu, welches endlich nit kombon thäto
an die sonnen. Wie aber solches K. lil. L. and ans nichtes
angehet, wirdet es ^lesorglich die seit und gelegeiihait ciua
kQnfTüg selbä erüfnen und au tag geben.
Was dann alle yetzt angezogene und noch mehr excessen,
deren zne E. F. D' geh. verschonung wir derzeit geschweigen
zu nicht anders als Verbitterung der gemieler, Zerstörung gc-
mainer woltahrt, zertrennung der ainigkait, hailsamer, gaeter
r^iment and Ordnungen vermisch- tind rcrwiestung and, iii
genert tue melden, zne anrieht- und anstiiftung alles Übels und
obnhails angesehen sein, unsers geh. erachtens auch einem gott-
seligen chrisllicben bischove, wüloher andern mit ohnstrÄflichem
handl, leben und allen lobwirdtgen lügenden and gauten sittcn
Yorleachten solle, keineswegs gezimmen wollen, wir auch solchen
Qbermaet and hoche beschwAmngen von ihme, zuemalen wir
kein ander haubt, herm und landfUrsten als E. F. D' derzeit
nit erkennen, lenger nit erdulden können, haben E. F. D' wir
demnach solches geb. zue gemUet zu» fUehran nit unterlasaut
künnen, dieselben ganz unterth. bittend, solche ohnerlatdenliche
beschwärungen alspaldt und bey gueter zeit aus dem weg
za ranmben und auf solche gebilrliche niitl and weg gn.
bedacht zue sein, damit die verzührunde zimblich erhitzte
flam gemeines woUlaiidttt gelöscht, dem tügÜch suenembunden
Ob) gesteyert und darunter das gaet« so vil Immer möglich
erlialtcn, vermehrt und fort^pflanzt werde. E. F. D' uns hie-
mit . . . Laybach (ohne Zeitangabe).
E. F, D»
anterthünig- nnd j^^liorsamiBte
N. der rilterstand E. E. L.
in Crsin.
Am lllß«reu Baud« des UBfles: ,2A. Decnniber 606' (nr). 28 Selten
in toL, obcu in 4ei) Fur[ualil^a gokQnt. Voii demiclbeu SlÜck« Itc^ ciu
Konxttpt Tttn 30. Augtut 164)7 anil xwei vom 3. Dexcmlwr d. J. vor. Bet
letxt«r«rn die RindbcmerknTi;;; .dalirt nnd I. F. D* nach Rf^Tispor;^ b«-
fQrdert dco 3. Ucc. IC07* Znr Siclie tiefae DimiU, Geschieht« Krmins HI,
8&S. JJu obvn gcuaniite DAtnni, U. iieronibcr löOtt, ist das lUluiii der
xwailcn Rcsutytioii durch dun l^aadoflfarBteo.
1735.
Biditer »ml Hat der Stadt Leeben an die Reffierumf: Den Be-
fcJd wetfc» Au»iveistitig des 10. Pfennitfs hahcrt sie erhalten. Sie
icissen dber xon keinem JfefeMe, den 10. Pfennig einett fordern.
Aus hiesiger Stadt ist eine einzige Weihsperson iu gehaltener He-
formation abgesogen. Über iftren 20. Pfennig wird der Atturali
berichten. Leoben, 1607 August ^0.
(Orif., ebenda.)
1736.
Die Pdigtonsreformationskommissäre von Krain an Jakob Schreilmr:
erklären beffUglidi einiger tdderrechtlich an sich gesogenen Zehertten
der Pfarrt- £u Zeyer und einer ohne Utndesfürstlichen Konsens
a^tsgegebenen Schuldrrrschreibung des Abtes Philipp von Victring,
dafi sie Schreiber verhört und über ihn einen ,meftrf(UtigeH Peen-
faU* verhängt Jiahen. Da nun diese allein in die lattdesfürsUidte
Reformation gehörige Aktion roti dem Land- und Ilofrcehistri-
bunate aufgehoben, Sefireiber teider die lanäesfürstlichen Resolu-
tionen Tors^itdich in Land- und JIofrecMcn weiter proeedtertt
cuiii tarnen actis nun detur in bona ecclesiastiiui non haben-
tibuBprincipiacoDscDSQUi, ersieh auf einen vermeintlidi^ Sehimt'
hrief über die Untertanen der Pfarre Zeyer berufe und gegen
die ihm restituierten Untertanen mit Wehr und Waff'ert vorge^
gangen sei, 90 seien die lieligioitsreformationsk^mimissäre ihrer
41»
Instruktion nach genötigt, ihm bei einer Strafe von 500 Dvkoten
in (iold eu gebieten, daß er die den Untert^tnen genommenen
Pferde restituiere utul den ünierianen keinen Eintrag bis auf
den eudgiiltigen Anstrag der Sache eufüge. LaibacJi, 2007 August 21.
(Kop-, U-A. Kraio.)
Dkm die Einffab« Schreibers an den Laode4V«rw«««r oni die BeitiUer
des S<briinn«ngericbtes; Der Bischof von Laibach babe BUwider Mioein
ordnaD^nnüQig crlaogtcn Scbinnbricf« über etliche in Victrin^ peh^rig«
Untcrianen diesen vwboteD, ihin Gehonum sa leisten. Auf seine Beschwenle
vor dem SchrannengvriditR sei Ihm d<-r Reccheid g«wordeD, daU er alcli «n
Min Keckt uad s«inf Untertanen hallPii solle, was er anch g«taD. Als er
daber am S2. Angnat diese xiir Hitbot gefordert, seien v<>» sehn awei iiiclit
erachienen, denen diese« UngehorMius «legea die PfertI« ^pfSadet wiird«n.
Er boffto sie am nkehMcn Ta^c xam Gt-borsam zn bringen. Da habe ihnen
der Bischof bei 800 Dakateii Strafe Gcborsam zo leistirrt verbeten. Er re-
prSseutiere den I^andeRftlrsten, dessen Diener jene seien, die ihm den Rchlrm>
brief anstellten. Daher habe er Vollmacht, ihn wieder anfsubeben. Bitt«,
ihn XU Bt.-hUlxeu niiJ Jen g^uhwurencn Wrisholen oilitr einen ülierreitet
nocbmals abzaonlueu, damit er die Untertanen xtim Ueh^rsam bring«.
1737.
j^HsfitMmendes Gutachten der Tiegierung auf das Ansuc7ien des
Pfarrers Veit Bolta rw Schwanberg, tUimil er stvei zur Pfarre
gehörige Untertanen samt einer kleinen Wiese an einen KafhO'
UsdiCH verkaufe und di* anderen gespünten und eingerogetten
Untertanen abledigen könne. 1007 August 28.
(KoRX., Statth.-Archiv Grax, Gatiebton.)
1738.
liitrgermeisier, Richter und Itat der Stadt Brück an die Be-
ffierung: Den Befehl nmien des 10. Pfennigs Itaben sie entpfnttgen.
Ein eittsiger Bürgn-j Hans PifMer, sei ahgeeogen und habe den
10. Pfennig yeeahU, den der fitrstlicJte Bat und StatUanu-aU,
Pfarrer Amln-as Peger eingetiommeti Jtäbe. Brück, 1007 August 28.
(Orig., Stattb.-Archiv Orait )
lUb und Gut Pichtera betrug 33.0U0 il., der 10. Pfennig, Ui 4000 d.
800 Q., wurden der Sudt zur Krbiinung des «ingefallenen Sudttumiea
kbcu.
4G0
1739.
Der Schoiastifitts und Stadtpfarrer MatOtes ext. Gras an Fer-
dinand II.: Anzeige, daß sich aitsgeschaffie Bürger in die Stadt
einschleidten und hier tdlerlei Unfug (reihen. 1G07 Septetnher 7.
(OrJg., ebenda.)
Di«M Loulu «Rlil«iehen »Icti wKlirentl du KtrchUg« nin und es ^-
Rcliciif^n uiitor der Bllrgnr^cUafl iii GaaI- und Wirtaliäiisiini ungereimt« äachea
uuil ÄrgemLsd«. Su Lalie licli tui* weuigou WocLea «in 1utheriBcli«r Prä-
dikant von Rcg&usburg in OrAZ «tifgebaU«D nod sei mit «inigen Bär^rn in
der St&dt hin- nnd h«rg«^Angeu. Um »e\ von der Regierung durch einra
ornilen ErEsB xq verbieten und aiifzntrig-en, daß itif «olelin TvrdXebti^ and
■ufvriegirriacHe Louto b«i Ta^; und Naclit in WirtsIiKiiRorn und bei BQrgcra-
leitlon, die qocIi nicht rt^clit Hfri^, gftfnhndet werde. Dir Wirle b»ben jede
Naclit Kamen und Kcruf der Gilstc ciiCwcdor ^vr Rcfperuut' »dvr dem BUrger-
iiiebter itt Kiattlcn. Beim Landosbnuptinaniie iit su verfligcn, daß alle ^
•cliworenen Prokuratoren Tor den Pfarrer ^tellt werden, damit eio ab«r
ihren Ulauben Recheiucbafl gek«n und Qbflrhau[it mehr Gifer im katlia-
ÜKchrn Glauben crteinen. Der Eriherzog verlangt Über diosM .noIwHtidi^
und ri^cbtmüßige' Be{p>bren Berit^fat von di-r Kegiuriiug (September G) nnd
dem eut«(irvvbeuil wird dm Nulwendi^e beim I«»iidf-aliaii|(tiiiai)iie, bei d«r
Stadt Oraa nnd dein BitUteller Mlbit verfUgl (September 1).
I
1740.
4
Richter und Rat ^u Mürseascklag an die Regierung: erstatten
den von iJtr am to. Juli bpgehrten Bericht ülter den 10. Pfennig.
Mürezuschlag, 1607 Oktober 55.
(Ortg., ebenda.)
Hier ist kein Borger abgwogen, «oudem e« baben ilch all« anr
katholischen Religion bekannt
1741.
Ferdinand IL an den I^ndesiMuptmann rmd Landesviäedom
von Kärnten: begehrt Bericht über das Anlangeti des DecJiants
au unserer lieben Frawn im Saal um eine Bewilligung oms dem
Kiwjenfurter 10. Pfennig. Graz, 16o7 Oktober U7.
(KoD»., SUtth.-Afehiv tiras. Gem. Kop.)
1742.
Ferdinand II. an den Verwvdter und Pfarrer gu Marburg: teilt
mit, KOS filr ein Befehl an Richten- und Rat von Marburg
^w 461
tewde. Befehl, tu 6mcA^ri, ica$ am 10. "Pfennig
eingegangen itt und wie er vertcendet wurde. Grae, 1607
Oktober 37.
(Koox., flbeoda.)
1743.
/httachteti, betreffend des jetzigen aUhcr geordneten nuncii apo-
stolici herrn Johann Baplista Salvago anmassende Visitationen.'
1607 November 3.
(Kon«., SUttb. -Archiv Onx, Gutscbt«D.)
Das GuUclitsD wird tod den HüteD, and xwar dem Statthalter, dann
I, ITrvcb call eck, PQtigol und Formeatia erstattet. Es itaudeU sich am
de*: Der Nuntiiu fand bei »ioer j«tzigftQ Viiitalioa in Qradiscb
etn«D noteiian namena Oasparo Valeseh, d«r «in« gniti Zeitlang miltiTiigHch
KU Terstehen gab, der beil. Geist rede aas ihm and er habe ron ihm Befehl,
eine Kirche 8"" Barharae su Ehren bauen sa laaaen. Da sei ihn von vlelon
Belteo eo riftches Almosen xuf^ekomtnen, daß er Eehr wnhi ^Moht hahA niid
SBcfa seine beiden Schivestera reich geworden seien. Der Nuntius habe Ihn
▼erbSrt und habe ihn des Ärgerniates wegen ins Gefllngiiis werfen und daa
■a* den Almojen irworbeco Gut mit Beschlag legen laasen. Kr hat hier-
auf da« Ansuchen gestellt, diesen Untertan nach Oraa su fuhren oder ihn
wenigstens in Laibach verwahren zu lassen, und habe auch an die pK^xt-
licbe Heiligkeit berichtet, worUber er Antwort erwarte Die Regierung
bah« nun daRtr, daß divsnr Untertau oJn ,SpTinger' (siehe Hnrtrr, IV, ?5ft)
Sei, wie. ihrer in WiiirlisclitiMbrln viele ^efiitidun wurden; man Iialrn sin dort
Biü^erottet. Der Nuiitiu.i sei abi-r dnriu, dnB er den Untrtrian nach Laihach
kommen, iiiK Gcf^opiiia werfen und vuu »einem Gute l&Q fl. cinsuehon ließ,
,was alles das Weltliche betrifft', zu weit gegaogeo uud bitte die OhrigkeLt
erauchen lassen sollen. Der Nantlua habe aber auch gegen andere Unter-
tanen des Bischofs solche l'rOEesae vornehmen und sie Sienersachen halber
in VerhaftuofT nehmen lassen, was eine große Ungobdbr ist. Das dürfe niehi
gestaltet werden, da das Wesen .sonst einer spanischen Inquisition gleich-
sehen wUrde, allda man die Unlertancu iu ßincnt und anderem vur das
t^/jiciuvt, i»quUUhni» xiticrt, was ahcr iu dioicm Laude nicht Gebrauch ist*.
Es soll ihm also solche* in keiner Weis« gostattet werden. El wird auch
geklagt, dnß der Nuntius sieh nun schon vier Wochen beim Bischöfe von
Laihach xu dessen Schaden aufhält und einige arme Priester also ausgesaugt
haben soll, daß sie weiter nichts mehr «u leben haben. Die V'isitAtionen
Bollen demnach billigemaßen den l'rülaten im Lande geLaasen werden, die
der Sprache und Landesgobräuche mücblig sind und die Reputation dei
Landcsf^rsten wahren. Daß er tlie Sadie nach Rom boHcbtot, geschieht,
um sich dort cinon guten Namen zu machen. Alles das (feAchche eur Ver-
kleinerung des Ansehens des Landes und verursache Tielfaclie Behelligung.
Es werden dann pXpstiicho Befehl« an den Landeaftirstea kommcs, alt sb
4B2
die P. H' in diAEen landen nicht bloß i» ^ristliclicn, nondern auch in wHUicfacn
Sachen «u gebieten liab«. Sie bcantrsK*!» <lAb«r nocliraaU, di« VisiUtioneu
durcb div Lxnileiprülatca foroohmeii xu Iwsen, die bei der vor^enotnaipaea
BaligloDtrfformalion docli du Beste golta haben uud da«, wa« noch daran
Übrig ist, tieaaer Ti^rrirliten w«rdeit a1« diese wKllinchrn Frülaten. Sollte
dam NuntiDa gsatattet irerd<>n, «Un Viiitatlon rnnunclinieD, w mOOt« ibm
wenigstens ein I. f. KomiuiB<iXr adjangtert wrrdrn. Bextl|;licb der reriiafteten
Uotertanen soll der Viatdoni bcanflrn^ werdrin, auf weiteren Befebl bin ao
liandolo.
1744.
yerdhtand II. an den LundcsJutupimann von Kärnten: begehrt
BcricJit alter (hs Vorgehen des KhcvenhüUcrscJien Pflegers su
St. Paternion Christoph Ileidenreich^ der diejenigen Untertanen^
xcdehe sieh zur hithoUsc)ten Jidigion begeben, sehr schmtVdifh
traktieren uiul sich in ütreti GcrichisJiandlungen sehr verd*ichtig
ergeigen soß. 1607 November 7.
(Kons.. Staltli.-Archir Gras.)
BeipeichtoHcn i*t ein Schreiben des Landesbauptmannet Jörg Grafen
von Nogarol mit einem Briefe mit einer an de» LandeHbauptmann geUngt«a
UenonElation ^egen den PBeger. Sie ist rom 12. Noretnber datiert und be*
richtet, daß steh hinter der Alm im ätagigahci ein schädlicher l'ridikaot auf-
hXlt, der einen ^oßen ^Anfall' (ric) der Leute in Oberliimlct) Terarsaebt
und so niemand im Lande sein wird, hat die gewcste Reformation kotnva
EfTekt, sondem gvbl alln dahin und fallt von der Kirche ab. Der Lands^
bau)itinann >«lbst bemerkt in »oinatn Schreiben (toui 17. November): JH
K. V oit einen starken «rusl gf^tn der sektUchen Reichen leuthen braacbea,
werden dl« {treilicanten hF<jinb1ii^hcr weis wieder einrcissen.'
I
i
1745.
Ferdinand II. an dctt Abt von Admont: lUi die unter seinem
Stifte liegenden Pfarren St. Gatten, AUenniarkl, Jieifling. iMndi
und Palfau nur eineti einzigen Pfarrer haben und ticstcegen
Klagen laut icerden, habe er Abhilfe £h treffen und die Pfarr-
kirchen besser m halte», örajc, 1007 Nmember 'J.
(Kop., H.-, H.- a. St.-A., Fasa. 91.)
Ferdinand . . . Als wir unlängst mit nnsorcr gelicbtosten
frau matter and den andern fürstlichen porsonen aas Tyro!
und Bayrn lierab und liaimbwcrts gezogen, ist uns nit wenig
frembd and mit bctrUcbnues anzuhürcn und selbst zn sehen
fUrkommen, d»s& dise (ünS unter dotnem stifTt ligundc pfarren,
I
4<3
als 8t. Gallnn. Altcnmarkht, K<^iHing, im iJlndl und Faifau nur
mit ainem ainigon pfaircr und Seelsorger versehen and die-
selben pfarrkinder oUc aber atn ganzes monat der ^geistlichen
speise and gottsdienst jederzeit entrattcn mllessen, dessen sy
sich dann gnetesthails zum höchsten beclag'en. ja dises hoch-
Tcrantwortliche inconveniens daraus entspringen thnet, dass
nicht alhiin vil derselben personen olmc peicht nnd communion
sterben, äondern aach die kinder ttngetaafher Tcrbleibcn
tnüe^sen. Dammben dann vil exempl vorhanden.
Wie wir nnn sollichea verrer mit nichtcn gedulden kilnnen
und dein geistliches ambt wie auch deines anrcrtrAnton gotts-
haoss cinkomben ain bessere furschung noch verlangst ci-fordert
bette; also haben wir dich auch gn. mainung hiemit vermohnen
w&Uen, dass da nicht allain eheUemnIte pfarren der iiotturffL
nach ohn allen verzug besser versehen and die christlichen
schäflon an der scelsorg und gcistliclien berichtongen kaincn
weiteren uiangl Icyden lassen, sondern auch darob sein wüllest,
dasa nicht weniger die übrigen dir untergebne pfarren mit
taaglichen nnd exemplarischen priestern sollichf^rmassen ersetxt
werden, auf dass verrer tlestwillen die wenigiste clag nit zue-
kombe.
Und naclidcm auch die gomclten pfarrkirchen und gotts-
hetlser selbst maistcnthails mit der gebUrlichen zier nbct ver-
sehen, ersnechen wir dich mit genaden, dasa du hierin gleich-
falls nottwendigc fUersehung (hueii und die sach dahin richten
wollest, auf dass der dienst gottes mit geziemendem dccoro
verrichtet und dir dcstwlllen nit ubcl nachgeredet werde.
Damit du auch dergleichen clagcn binfUro gcDbrigt und
in deinem gewissen desto ruebiger sein milgest, so ist unser
verrers begern, du wollest (etlicher anderer prttlaten cxcmpl
nach) ain anzall derjenigen Studenten und alumnen, die zu dem
geistlichen standt tauglieb und von denen guete hoffnnug vor-
handen, guetwillig vnderhalten.
i Wann dann solliches alles allain zu mehrung der gütt-
lichen ehr and vilcr seclen wolfarth angesehen, dir auch und
deinem von dem segen gottes vcrmüglicbon stifTt zu luerklichcm
lob und nutz goraichcn wiordot, so versehen wir uns zu dir,
der willigisten volgelaistung und berUerter mcngl nnd Unord-
nungen ftlrdcrlicben remedieraug, wie wir dann dessen den
ehrwürdigen ansern rath und lioben andechtigen Martin,
464
bischoven zu Seccau zur nachriclitun^ enndert und darneben ver-
mohnt, auf die ToUiehang vteissige achtaog zn geben.
DisB haben wir dir ans erfordernng der notturfft woU-
mainlich andeuten wollen und sein dir boynebcns mit rürstÜcben
genaden gewogen. Grätz den 9. November 1607.
ni«Ton wird «n deinvelben Tage d«r Bischor von S«ckau TentXtidigt.
1746.
Ferdinand II. ati den Latidealtaujitmann fo« Kärnten: Erkun-
digung eineusieften, icas es mii d^i hierorts angezeigten PrÖdi-
kanirn von J*aternion für ein Tieivandltiis Juibe, n^ '-r sich auf-
luiUe und durch ti-dclie Mitid er zu Händen gebracht werden
könne. Gra^, 1607 Navemher 28.
(Kons-, SUttlu.-Arehiv Oru.)
ffish« Abftn xum 7. November.
1747.
Ferdinand II. an den Propsi eu Staint und an Frans Vagge:
ernennt sie auf die Klage des Murauer Pfarrers Uarimann
Oberecker icegen der in Sltirau befindlidirn halsstarrigen sektische»
Bürger and Hauern su Kommissuren, um dort und in der ütn-
gehitng aussu forschen, icer sich nach allent Braucfte mit Beicht
und Kommtmion eingemtdlt und tco' nicht, das Notwendige tu
verfügen und detn Pfarrer su aeinen Pachten su helfen. Auch
int iibcr drn vor drei Jahren aus Khignnfnrt der Kvligion toegai
ausgeiviesencH Georg Neff zu berichteit. Gras, 1607 November S^.
(Koax., Sutlh.-AteliLV Oru. G«in. Kop.)
Ferdinand . . . Nachdem nns zn mehr malen furkomben
und anjetzo abermuls dnrcli priester Hartmann <^)berecker,
pfarrer zu Mnrao, mit heivcrflchtosanen eupplicicrn in gehorsamb
angebractit worden, wie dass aldorten zu Murau und in der-
selbun roücr und f{an/.ou landtgoricbt durch die bievor gebaltoc
religiorisrcformation schlechter nutz gefichaßft worden, sonder
sieb die pauer und pnrger bowoII hernach als zuvor in der re-
ligion widerwärtig und balsstilrig crzatgen Bolten, also haben
wir euch hiemit von neuen eu unsem commissaricn fürnemen
welleu, go. bevelcbend, da&a ir euch mit ehisten dahin auf
I
I
i
I
465
Horaa und von dort an andere nebenligende ort aXa auf
St. Georgen, Stadl and liftndten verfUeget, bei denen pfarrern
vleissig erkundigt, wer sicli bisKero mit belebt and comtnuDion
aiteni cathoÜKclien braacli nacli eingeetellt oder nit, die uDca-
tholischen alsbald fUr encli ßrfm-dei-t, inen zü irer bekerang
ainen kurzen termin ansetzt oder im widrigen fall den abzag
und raumbung unserer n.-ü, erUfilrslentbumb und lande neben
erlegang des gebilrenden zeUenden pfennigs mit allom ernst
ftirbaltet. . . . Bevor abtir iüt nnoer will und inainung, dass
zu Muraa kain uncatliolis'clicr zum rlclitcr angenomben werde
und der pfarrer daselbst umb die person, so eligieri wirdt, ein
wissenscbaft bab«, bey deiiün von Muraw auch darob seyet,
damit ime, pfarrer, und seinem capellan dasjenige, wie von altera-
hero gobreacbig gewest oder aber bievor dorn secUscbcn pre-
dioantcn goraicht worden, liinfUro ancb jArlicb zu ircr bessern
uoderbaltung contribuiert und gegeben, bey der kirclien da-
selbst uaeli imit <loB pfaiTcrä vorwiüsen ordentlitrho zeuhbrüpst
verordent und constltuiert werden. Insonderheit aber sollt ir
euch erkundigen, aus welchtir ursacih Georgias Neff, als den
herr von Stnbenberg für aincn sccrctarien gcbranclicn soll, der
doch noch vor 3 iaren zu Clagenfubrt der i-eligion halber aus-
gescbaflFt, aldorten aufgeuomben worden. Was ir nun in solcher
euch aufgetragnen commission in aincm und dem andern ver-
richten werdet, das sollet ir uns zu banden unserer n.Ö. re-
gierang umstendiglicb berichten.
(iratz den 29. Novembris 1607.
1748.
Bartmann Zimjl zu Rüedm, Laudesvuedinn von Kärnten, an
Hichter nnÜ Hat zu Vellach : Befehl, miteuteilm, was seit Anfang
der Rditfionarcfortnation am 10. Pfennig eingegangen. Klagenfxtrt,
1f>07 Novemher 30.
(Ori^., Arohiv des GcMhiclitoTen^ins ftir KSrnten, Budalfiu. Kla^ufurt.)
. . . Die FD*... begert zu wissen, wer seit anfang
der religionsrcformation den 10. pfonnig in disem landt einge-
nomen, wie vil dessen gewesen und wohin derselb angowent
worden. Dessen alles wellet euch iuhalt dises moiaes ambt-
lichen bevelchs in dem markt und lundtgericht Vellach so vill
FooU*. U.Abi. Sd. LX. 30
(
i
4flS
mUglicb in »pteU erkondtgcn und solliches inncrliaJb 14 _
Dach empfacbuDg dita bieher zam ambt berichten. . . . C3afen-
ftm den 3Ü, Novem&rit a. Iö07.
Hartman Zingl za Kfiedea,
landtsritzdomb in Kerndten.
D«-r Itcrieht «^rJe ni^ht »in^Mnjot. Dxhrr *r^ng am S9- Mal 1409
»in ab«nHali(«r Bvfi^hl Fprlinanda II., da .wir oil wi»«o khBmutt,
gettalt noil vi« an ^r»elb ra gaotom konen* {Otig., ebenda).
1749.
GuiadUem der Regierung, daß der Propst #u RoHenmann Joketnn
MxtchiUek um aeines üblen liausliaitem iciRen von der Propsin
entfernt und diese mit eitter wohimetnenden Person versdie»
tcerde. Grat, 1607 Dezember 19.
(KoBt^ 8Uttli..Arcbiv Oras, OnMehten.)
Gcnedigister fUrst nnd herr. Es ist ohne wetllxnfige ans-
fübrnng mehr aU zu viel offenbar, was der jetzige probst zu
Rottenniann nit allein in seinem geistlichen standt, sondern
anch Bonsten in adroinistrirang der irae anvertraoten tempora-
liUlt für ein ergerlichs nnd Btraffmessiges leben ftirth, dass man
also nothgetrangcnlicb ainmahl ernfitlichc einsehnng (weillen doch
die vilfeltigen an ine zn roehrmahlen obgangne vennahnnng
nichtes fmchten wellen) wirklichen an die handt nemen mUessen,
ininasscn er dann unlängst auf ergangne gn. Verordnung durch
deputierte commissarien urobstendig exam'mirt und die Ursachen,
wammbcn er das gotte^hans in Bolcben schnldenlast gesteckt
und ob er nit etwo ergebige miti, demselben widernraben daraus
zu helfen, wfisste, erfordert worden.
Wasgestalt er sich aber in aioem und andern verant-
wortet, ist aas der commissarien relation faieneben mit Nr. /
za sehen nnd kurzlich so vil zu vernemen, dass er glcicbsamb
ohne ainiche ui'sacfa und za reden macttwilliger weiss dos
gotteshaus ins verderben gestürzt, and wie nun bei irae weder
mitI zur ablc(di)gung der »tchuldcn oder sonstcn ainiche hoff-
nung, das« er sich was bessern wurde^ wenigist zu haben, also
gehen aach sie, hcrrn commissarien, irt ihrem guetachten dahin,
dass in alweg mit imc, brobstcii, ein verendcrang rUrzoiicmcD
und an sein Stadt etwo ein andere qualiiicirte anil wulvermug-
467
Hche penon als der liieige stadtpfarror, oder pfairer zu. llardt-
perg oder der zn Hans, so alle drei doctores, auch fetten
Wandels und vennügens sein, fUrgenomen roechte werden.
Wclchos mit! dann lierr hiscIiofT zu Seggan inlialt seines hiebci
getlianen berichta auch fUr guctt haltet, solclies aber für sich
seihst ins werk za richten bedenken haben inuess, indeme er
diso andeutung tliuot, dafis deushalben mit ihrer hochf. gnaden sa
Salzbarg pro privatione geliandlot werden müesste.
Wcillcn dann bei so geschaffnen sachcn herr bischofl' za
3eggaa ungeachtet seines habenden generalvieariats öusser er-
volgender Salzburgischer privalion was filrxnueineii sieh nichts
verlauten lasst^ di»er handl auch ainichcn moram wenigist nit
erdulden kan, so weren demnach regierung der geli, mainung,
I. F. D* mechtcQ angeregter massen den bcrrn orzbischofieu
pro privatione ersuechen lassen und auf den fahl er, herr crz-
bischoff, bei diser golegenheit nit etwo taugliche personen, dar-
durch dem gottcshaus auf die (Üess gcholffen worden kann,
fUrschlegt, mischte sodann herr bischoff sn Seggan dahin Ter*
manth werden, mit einem oder dem audern vermelten pfarrer,
den er zum tauglichen erachtet, zu handeln, damit sich deren
einer mit fUrderlicher abledigung der gespendten und cinge-
zogncn gUettei- nmb die probstei annemen und also dieselbe
widerumben in den alten standt bringen thet. Auf welchen
fahl dann der jetzige brobat, weilen er ad curam animarum
allerdings untauglich, widerumben in sein closter. darinnen er
profess ist, verordnet werden mechte.
Ist ahgelioret den 19. Dacembris 1G07.
1750.
Ftrdinand IL a» den Landeshauptmann in Stetfer: Befehl, die
von dem Pfarrer Vinxens öherhofer in der Pack toider die dort
hcfindiichen unkathdischen Personen vorgebrachten Beschwerden
zu ujUersucben, die Uti/uitholischen Jtu verJtaUen, daß sie his Drei-
kühig sich katholischem Gcbraudie ttaeh einstellen und diejenigen,
die ungebührlich gehandelt, ea bestrafen. Gras, 1607 Deeember 13.
(Orig-, «b«ada.)
80»
1751.
Miscurs wegen Meldtior Pmttalcon' (betrifft seine Aufnahme unter
die Herren und LamUeutc utid seine ,Iiandisierung' der Rdigian
halber). (0. 0.) 1607 V&tcmbcr.
(L.-A. Kruiu, i DU. fol.)
Wie weit sich des Herren biechotlen instraction wegen
der rcligiocsreformation erstreckt, habe man kelu wissen: es
seyc auch denen herrcn and landleUthen dcsshiilben nie nichts
zukoinen. I. F. U' haben sich hievor sonderlich in öteyr gn.
dahin orklürt, das die reformation nit auf die berrn and
landleath und die iren, sondern auf dero aigenthun)b-
liehe herrschaften, auch st^tt nnd milrckt, barger und
paursman angesechen worden.
Ungeacht dessen liabe herr bischof den ^0. tag näclist-
verwichenen montag Juny Melcbiom Pantaleon, welcher ein
]andman ist, für sich erfordert und ihm wegen der religion in
sechs Wochen und dreycn tagen 1. F. Ü* lande zu räumen auf-
gelegt.
Dises seye nun ein sehr besühwärlicher anfang, und da
man dazue atil schwige, so hette man schon exempel mit andern
landlenten ebensfahls zu verfaren.
In disen dreyen benachbarten fürstenthumben und landen
ist bisshero jederzeit fast in allem ein gleichoit gehalten wor*
den; da nun I, K. D' die evangelischen htndleut in denen
anderen beden landen gn. nit gedulden wollen, muessen es die
in Crain gedrungener gleicheit halben auch geschehen laasen
nnd die sacli dem altmechttgen bevehlen.
Das es aber eben alda in Urain ftlrgenomen wil werden,
das ist inen sehr hoch heschwärlich und auch schmerzlich, und
mochte solches bey dem gemeinem wesen nit nur in bewilli-
gnngen sondern auch in andere weeg allerley Verhinderungen
und grosse Unordnungen verursachen und fUrnemblich dem pan-
felltgen granitzweseu zu inehrerm verderben geraichen.
Ist aucli daneben sehr sn besorgen, da angezogene ans-
Schaffung der landleut in anderen landen erscliallete, wie es
dann unverschwigen nit bleiben kiinndte, dass es I. K. M' an
der reichshilf grosse Verhinderung geberen würde; der sondern
nachred, das mau die aasscliaiTung der landleut der geistlichen
Jurisdiction undei-geben habe, wülle man alda geschweigcn.
469
El scye zwar gemeller Pantaleon urbittig und nuch witligr,
1. h'. U* undertlienigisten gehors;tm zu laUten nnd auss dcro
landet) ncineii abzu^ zu nehmen, wie er es auch noch in ver-
wichen jar und hievor zu thuen rorliabens frowesen, warumlioti
es aber bisliero ansteon rcrbliben and die versamelten land-
sUtnde sowoll geiBtlicha als weltliche sich seiner iiis.f«hls ange-
nomcn und vcrschinener zeit bey I. F. D' die notlurft ange-
bracht, eracbte man^ 1. F. D' werde dasselb noch in gn. frisclier
f^dachlnns haben.
So CS aber atijetKO nit nur ninb imc. Pantaleon, sondern
umb die beachwärlichc oachvolg, die darauss entsteen wUrde,
zu ihnen ist, bat man sich seiner als eines getreuen mitglids
umb soril destomelir ^doch als vill sich gebtlrltcheu ihuen last)
anzunemen ursach gewonnen.
Und ob man woll flirgeben möchte oder gar fÜrgibt, or
&eye, vor und ehe man ine zu einem landtnan aulgenomon,
undor die reformation gezogen gewesen, welches wir weder
vcrnainen noch bestäten wollen, so wUrde man doch entgegen
nit in abred stein, das her paier Nicolaus IChoprivitius etlichen
geistlichen und weltlichen Herren und landteuthen atUie, auch
dem herren bischoven selbs angczaigt, er habe mit I. F. D'
sein, Palaleone, halben geredt und dero angeduutot, das man
ine zn cinciti loiidmiin werde aufnomen, mit vermelden, gn,
Herr, er ist lutherisch, wie wurdt man es der religion mit ime
halten?
Über welches I. F. D' ime, patri Nicoiao, gn. sovil ge-
antwortet linben, wie man es disfahia mit andern landlealen
halte, also aolla es mit ime, Fanialeon, auch sein, darbey es
dann auch bishero verblibeu.
Nun hat man ime nit erst neulich, sondern vor sechs
jaron bu einem treuen raitglid des lands angenomen, nnd
solches gahr nit, das er darumben snpjillciert oder gebetten
bette oder das er ime einen forthl darunder suchen oder
machen wollen, sondern es eeyen die löblichen tandstände,
geistliche nnd weltlldie, ene pfop-no motu und mit einhelliger
stimme ime diese djgnitöt zu conferieren bewegt worden.
In disem aber hat man I. F. Ü* zu einem preittdicio, wie
unrliilewigo leut I. F- D* gerne wollen fürbilden, ganz and galir
nichts gehandelt, es ist auch solches keinem, weder geistlichen
noch weltlichen, iemalu im sinn gewesen, sondern es hat sich
470
hierinnen E. E. L. irer ie und alwegen (gehabten und noch
habonden freyheit betraj^eii, in welelier oder wiJcr welche ir aöcli
Ton keinen regierenden hcrrcn und landsfUrstcnjcmaln einiger
ßintrag beschechen.
Solte oder woltc man nun anjetzo ehrliche tcut, die man
also za mit^lidcrn dem gemainen wcsen und ganzen land, irie
auch beforderst I, !•', U' zu nuz und guetem aui'nimbt, also so«-
schaffen, haben I. F. D* gn. selbs zu erwegen, was für ein
Bchmcrzlichs herzlai<l es hey denen landstUnden gcberen wiirdle.
Das aber er, Pantaleon, welcher nun Über flinfunddreyssig
ganze jar im land wohnt und die ganze zeit Über fUr einen
ehrlichen man crkand und befunden worden, anjezo einen erger-
lichon wandl fUcicnj anderen leuten ergernus geben, sich mit
predigen, disputieren und sonst in auderm mehr ungebürlich
verhalten isolle, darurabcn die landstände gahr kein wissen
tragen, ancii nichts davon gch&rt haben, stelle man in keinen
zweifei, sondern seye gänzlich der gewissen niainung, da I. K. D*
durch unverdftclttliche, es seyen geistliche oder weltliche per-
sonen, rechte crkandigang deshalbeci einziehen und sonderlich
ime. Pantalcun, mit seiner Verantwortung darüber ^^wio billich)
vernemen lassen, sy werden es vill anders als man ine un-
gtietlich beschuldigt und gn. also befunden, das sy mit einiger
straf gegen ime zu verfareu gahr kein nruach haben werden.
1752.
Verseiehnis der ihtreJt den Bischof Thomas von Laibach heffangeneu
Absurda.
(B«II«gt «uio ,DUcDn'. [Item aiu rcTxaicbnus, w&b abaardQ Ute refonnktion
gelwre.])
Verzeichnos, wievil absurda begangen worden durch des
herren bischoven ansschafien der herm und landtleut und der-
selben diener:
Erstlichon erstreckt sich sein Instruction and verrichtang
nit so weit, was die landleut and iere diener ontrifit, sondern
blesslichen auf die statt, märckt und nndcrlhanen and was I. D*
cäraorgnetter sein,
Am andern liaben sich L D* im Steycr cathegoriee cr-
klUrt, daas die ausscliaffung nit auf landtleat angesehen worden.
471
FUra dritl, «o ist von dem heim und tHDdesf\irslen der
ordnnng nach, wie mans Rcgen den wenigeren gelmltcn, vor-
h<*r durch genernl oder andoro weg kaine intimation bescbchon,
nocli aioichcr tcrniin oder frist erlliailt worden.
VierdtoD, so ist bissliero jederzeit gebreöclng gewest und
in yoUlichen gebrauch ertialu^n worden, wann die landtsnirsteu
derglciclicn hocbwicblige sacheo wider iere landtlenlLi was für-
Kiniemen vorbabciis gewest sein, «o bat man credenzscli reiben
an die landleuc ertbaiEt, den landtsfilrsüiclicn eoinmissarion
wegen ieres arbringen volmeclitigen glauben zu geben, wie
dann in landt-ngssaehen die herrn commissarien woU gar die
Instruction weisen und fürlegen mftesaen.
Fürs fünfte^ was künnt den landtleutbeii wull spüttlicb-
und scbw&rer fallen, zu allem dem, das sie sich icros vattor^
lande vcrzeicbon mlleBscii, das sie von einem bischofunbewusst,
obs I. D* wil ist, so ühv.i tractirt nnd ime in ainci* so sclnvärun
wichtigen sachon underworffen werden sollen.
Fttrs sechste, so gebtlrt den laiidtlenthen von ierem
landtsfiirsten und nit dem biacbof ain kundschafft lerer hin
wegschaffuiig zu geben, damit es bey den a titele ndi sehen Tülkern
nit das ansehen hat, als wann die laiidtleut aas unredlichen
Ursachen willen aus dem landt geschafft weren worden.
Fürs sibende, was köiidte im reirh und anderer orter
wall spt^ttlichers fUrkummen, als wenn die hinwegachaffurig der
landleut der geistlichen iuriadiction undergehen nnd der landts-
fUrsl sich allerditigs mit meinem landtsfür&tlichen rcgalicii mit
dem geistlichen standt subraittirn wolt, die landtleut kttritcns
selbst nit duMen, das geistliche und iere mitglider in politicis
ainer mit dem aiidcrm zu schaffen haben solle, zumal von
ainem, der kein fUrst des tandts, sondern blessticlien aa( tempua,
aud so lang er lebt, aln geistlicher kUrchenHürst. inmassen dann
die freyheiten und der process der scbrannenordnung mit sich
bringt, dass auch die auslondischeu gcborne geistlichem und
hochlBbllchen haus Osterreich befreunde our- und ftlrsten mehrere
preminenz im landt nit haben als sonsten der wenigist landt-
man im landt.
Fürs achte: Soll ain ehelicher f'«ic) landtman auf blosse
dos herrcn bischufs auss dein landschaffutig gehursamen und
fortziechen, wo Mibe die ledigzelliing der pdichl, so der landt-
man den landtsfUrsten geschworen, nnd wo blibe die kandt-
472
ichafTi, dasB der iRndtman wider &<>inem Iterren and tandUfUrsten
sich mit nichtc ver^iffen und dns et' allein der ruligton wegen
hinn'eggeaclmffl aey worden.
Ftlrs ncundtc: Erselie man »Her der lierren von Otter-
reicli und ausslendinclicn Alrsten mandicrungcn, ob »ie jcmol
das politiHch and dergleichen wichtige suchen ierem geistlichen
bischofen beaolcben and ob eie es uit allezeit selbst verriebt
haben, ersehe man t'crror die Ordnungen und die gefertigten
general, ho der iczig regierende herr und landtsAirst selber in
eau»a der geistlichen güeter an die landtleut aasgehen lasse»,
und weil solclios in dem wenigem beschclien, waramben dos
maiste und genettigiste dem herren bischofen bcvolcben sotle
werden ?
FUrB zehendte, so ist bey der ausscbuflung, fcrror aach
der güetter luüber aiu aigentlicho gewisheit tu aincm und dem
andern zu erlangen; darinnen hat herr biscbof nichts zu dis-
ponirn, eondern der herr und iantsfUrst, darumben so gebttrt die
auBscItaffong »Hein I. DV
Fürs aindtleffte, wierdt dise bctrUebnus des landts, eo
durch die ausscLaäfung der laudleat beschicht, im K. K. und
aller oi-tcn publicirt. wie dann dcrglcicliun Sachen nit ver-
schwiegen bleiben, was wierdt es I. K. M' boy erhandlung der
reichshilffen nit fUr schwüre impedtmenta geben, zumal das
noch das ain nit gestillt, und was wicrdts wol disen armen
landen nit schaden, welche den feindt am hofKaun und so
grosse weitschichtige granitzen, wie aach die unnachbarlichen
Vonediger am hals haben, das auch bceder landte, Kharendten
und Crain, bewilUgung sambt der reichshilf nit kleckhen, die
crabatisch granitzen zu unterhallen; solle nun den armen landen,
seitemal 1. D' auch nichts herzugeben haben, noch die wenige
dargab der reichsliilf durch des herren bischofs fbrgenomenen
anzeitigen process abgestrirkt werden, so bekttme die granitzeo
gleich den gahraas und dte darhtnder liegendt crarmbte lande
sambt derselben camergefkll wurden mit und neben derselben
in das verderben geraten.
Dannenhero und fUra zwelffte I. D* anderthenigist zu
bitten warn, dem solcher wichtigkheit nach gn. ond threu-
hertzig mehrers zu dencken nnd weil die landt alle zugleich
ainem landtsfUrsten zuegehSrn und fast gleiche freyheilen haben,
I. D' welchen (fie) denen von Crain mehrers als den anderen
478
zwejTöD langen nit .luAragen, sondern in solcher gleicliheit er*
halten, wann sil-Ii i. 1>* utiicertalittr ;;n. entsehlüesBcn und für
ratbsam befinden, in ieren landen kein evaRgelisclien landtman
ra dolden^ sondern hin wegzuschaffen, und das solches von
[. D* als regierenden herren und landtsfUrnton duruli ordnnliche
generali ntimation und gebang alner zimblichen frist und ntt bo
abrujptim^ wie von dem herren bischof bcschechcn, volgt, bo
dann sein die von Crain nhrbiettig, dergleichen schwäre pnrd
mit und neben den andern landen gednidig zn tragen, doch
das sie vorher iror glllh erlassen und landtsfUi-ätliche kundU
schaßten haben, das sie aosser der reÜgion, in dero sie sich
auch gegen ierem herren und UndtsfÜrsten nie vergriflen,
eonf^tcn in poUtlci» allisK dus gelaist und voizogcn haben, was
gehorsamen bindtleuthen gebüerth, und hindangcsetzt, das die
gohoraambistc lardtHchaffi von nnduncklichrn 7.eit«'n hero äU
behüet der granitzen und der darhinder ligendo lande zu er-
hallung des herren and landtsfürsten, dann auch ierer weib,
khUndt, hnah und guct, jer bluetlt und gantzcs vermßgen auf
und zum des hochlublichcu bauss Osterreich nnl/, gesetzt, dar-
geben und ioror lierrii arhuldeii «um üfternuik-n zahlt, sieh auch
also endtplosst, das die landtlcut mit ilein iorigen bcy dnr aus-
schaffung nit die notturfftige zchrung haben, noch das jerig
vei'kaiiffcn oder versilbern mögen und also wo! geliofi'l, icror
tbreu und unsecLlJchcn dienst willen in lerem vaterlandt zu
sterben und über die vorig noch mehrere freyheit zu erlangen,
als das man inen die, welche iere voreltern mit guot und bluet
bekhomen, ncmen solle, so wellen sie eich dwoh wio die gc-
})or8iimen mit uml neben den .indcrn zweyen landen geduldig
ergeben and das auegemaete cieutz tragen, das Uberig aber,
ob sie solches alles umb das haus Österreich verdient, gott
dem almcclitigen bevelchen und haimbstcllen.
(O. D.) Von aallen: Ä!>virdu.
1753.
Ausgaben für die evanydischc Kirche und Schule 1607: 1298 ft,
(St. L,-A., Clir. II.)
1754.
Rudolf IL an Ershcrxo*} Maiihim: ioU die Maßregdu, die er
puncto rcUgionis bcraiacJdagl, eine Readutiü» erfordere aber
474
längere V^rbfreUung. Unier des von iTo/liVcÄni Uriefat sei
videt gefunden, %oa$ zum XacJutenJcen AnUtfi gebe. Auf die Prak-
tiken der LandUute müsse nian aclUen. dankten besonders tiarauf
bedacki sein, dafi in Ungarn, Osterreich ob und unitr der Enns
tcfdrr in SUidtert und Märkien noe^ audk sonst etu-a durch Kanf
ton Landgütern Herren und Landleute oder linrffer, so aus
Steiermark der lieligiott halber auseieken, eugelaasen tcerden;
ttoch icettiger ist ihnen ihr exercitium öffentlich oder priTBtim
gu gestatten. Prag, ohne Zciinngabe.
(Kop., ArehiT dem GMchirhtireruu Kirnten, HiscellaBea.)
1755.
Die Verordneteti ron Steiermark an Karl von Teu/fenhoch: em-
pfdtlen ihnt das Gesuch der Exalaniin Barbara linckerin um
eine Intersession ,icegen Erlassung des Arrestes und anderer
Sprüehtf, da sie bloß um der ,IiekanntnHS' der tcahrfin Religion
willen, der audt er sdbst ungetan ist, ihr liebes Valerlattd ,mit
dem Rücken ansehen muß'. (Oras) 1608 Januar ?.
(Kom.. 6t. U-k., Chr. B.)
1756.
Eriherxog Maximilian Ernst an Josef Paniiotl, Landesvitedotn
in Krain: ernennt ihn gu dem Amte eines ReligionsreformatioHS-
kommissärs, das auch sein Vorgänger Philipp Khobenrl innege-
habt, und spricht die Ertcartung aus, daß er alten erßossenen
und noch zu getcärtigenden Verordnungen im Vereine mit den
beiden 'anderen Kommissären nachkommen und dies Reformations-
werk sich werde angdegen sein lassen. Gras, 1608 Januar 7.
iOrif., L.-A SriiB.)
1757.
Folgende Herren und Landiet*t€ von Rrain tcerden von den Ver-
ordneten um die Fertigung der Beschtcerdeschriß gegen den
Bischof von Laibach vom 24. Detsmber 1607 gebeten^ die S' F^l^
tum Zwecke der Erhaltung der Landesfreiheit noch vor angehen-
dem Landtage rugesandt werden soU: Herwarth Freiherr von
Auersperg, Hans Jakob von Edling, Landceneeser, Graf Johsl
Josef von Thum. Hans Wdkardt Graf von Blageg, Herr Georg
I
47&
von Frangepän Graf ron TersaU, Dietrich Freiherr von Atiers-
jtfry, Veit Kifßl Freiherr von Kaltenbrann, Wolf Dietricli Frei-
herr von Laml>erg, Nikolaus Freiherr von Fgkh, Wolf Freiherr
von £gkk, Nerwarih von Ijamberg Herr zu Sauenstein, Georg
Andre Cagianer, Philipp Cobend, Andre Paradeiser, Otthein'
rieft von Wernegkh, Innocens Muschkon, Philipp von Stgcsdorf^
Vanid Galt, Erasm ron Sche^r, Georg Walthasar ton Sdieyr,
Erasm von Wernegkh, Georg liauber. Andre von Itannach, Jakdh
Galt, Sdirängkhler^ Adam Muschkon, Hans Bapti&ta Muschkon^
Jfatis Seifrid lUiap, Philipp Jakvb von Jtannach, Georg von
Rannach, Franz Georg von Oberburg, Leonhard von Sigesdorf,
Georg IRasp, Christoph Wagn, Walthasar Itümisrhissel, Danid
liambsehissel, Kosmus ton Hohemeardt, WUhalm Gall, Andre
Apfaltrer, Anthoni Pedtschowituch, Andre Ürmeniisch, Panla-
Uon{sic), Georg Moschkott, Frans Georg ron Rain^ Josef Matt-
ritsch, Elias Jiasp. Laibach, 1608 Januar 16.
(Archiv Era'iD, B«il»ge zux Be*chwarde»cbrift, unä «war in dufto, Wt d«in
«inen Exemplar« feblen «tie lelitro vier Nuneii.)
All) 12. Februar l'ittcn die ViTorJunton ilsii DallliaiAr I^yiiiauii, t^e'i-
lieg«Ddi3 Schrift wider dcti Bischof &* F. D* vorsutraf;ru. Dein Ersliursugo
Maximilian t^rnit aemlan aio taRi darauf «in« Kopi« und am 8D. Februar
tii^Idel Matüiia* Val1bcr(;er, daß dio BcsulutioQ des Landvifilntvo, nacli Miu«r
Anktinft aus Rcg^Qosbtiirg su gevrSrtigeu s«i (Kopp-, ebenda).
1768.
jBrahtTMog Ferdinand IL an den Bürgermeister, Richter loid
Bat SU Leoben: sie möchtm so rasch als möglich ex ofliciu in
Geheim berichten, was für Landleute, Personen vom Adel (Nobt-
litierte) und Bürger der Religion halber aiis ,ihrem Revier her-
um' sich außer Lands und icohin sie sich begeben. Graz, 1608
Februar 21.
{Ong., L.-A. L*«b«D )
l>er Befehl wird am 19. Man 1608 wiedorhull (Orig., sbcoda).
1759.
Erzherzog Ferdinand 11. an die vom Herren- und Ritterstande
inKrain: Antueort auf ihre Beschtcerde gegen d^'-n Bischof Thomas
i»n Laibach tcegen dessen im Oktober 1604 eingebrachter Schrift,
476
ilurrh die rr wider sie «xaedierl haben soll, so ^fi sie in den
LandiagssessioHfti Htn niehi duldfin fCfAlen, so lange er seine An-
tciirfe tcider sie niclit bewiesen habe; der Mißverstand sii'ischen
beiden sei ihm nicJtt Heb. Er tonne sich aber erst nach genauer
Erhtndiffung resoliüeren. Daß sie den Jiisehnf so stracks von
den Sessionen ausscMießen, könne sehoti deshalb nicht gebilligt
icerdeti, iceil es dem Jiistume, das in den Sdmngen sein ge-
bührendts Votum hat, sam Präjudit gereichen, sie auch in ihrer
eigenen Sache KUigcr und Jtichter sein würden. Mit der Aus-
wiMießung ist bis zur endlichen Hesolution initezuhaUen. Regens-
bürg, 1608 Man 7.
{Orig., L.-A. Kraia.)
176(>.
Erzherzog Maximilian Ernst an den Krainrr Vtxedom Josef
Panisol: Nimmt seineti Bericht vom 11. April iiber das ihm
anvertraute Amt zur Kenntnis. Auch sein Vorgänger sei als
Jleligionsreformationskmnmissär tätig gewesen und er kmnc davon
nicht brfreit uerden, tpeil sich in Krain immer noch Vorgange
wider die katMischf. Bdigion erxeigen. Doch sofl er anf eine
Zeit davon beurlaubt werden, tcoron der Bischof von Laihach
in Kenntnis gesetzt wird. GraSy 1008 Mai 3.
(Oric- B. Eop-, L.-A. Krain. Dimtts, &. ItS.)
Ein 8ebr»ib«ii an den BUchof litgt W.
176i.
,Bevclch von der F. D ist anhatt verlesen icordet%, dass die wn
Leoben des anicalts befreiet sein, doch dass sie sich in retiffUms-
soicol hausu'irtschafl- und anderen Sachen also unsträflich ver'
halten, damit Jiöchsigemdte V solche befreiung nicht aufzuheben
verursacht werden.' 1608 Juli 12.
(RaUprat. Lroben ISOS, fo). 40>.)
1762.
FerditMtui U. an den lAindesverwalfer von Krain: erinnert ihn,
daß er das Ccillegium Societstis Jesu von allen anderen /n-
477
staneeti als der der niederostcrretchisuhett Üetfiening befreit hohe.
Graz, 1608 Juli IL
(Kup., H-, H- u. 3t.A. KntiD, Fus. i.)
Ferdinand. Wir erindern dich liiemit gn., dass wir dus
colUgium S. J. ansers f. stifl'tes aldort zu Lavbach aus I. f.
macht tind vollkommonhcit dahin gn. bofrcyet, das» sy von
iren gegentliailen in den etwa flirfallenden und erhebten strittig-
keiten vor kainer andern instunx dann allein vor der n.-fi. re*
gicrung als ircr ersten instanz beclagt werden, alda zu rede
nnd antwort stehen and die entscheiJong darüber erwarten
and annombcn sollen; dich dessen demnach znr naehriehtung
hiemit gn. anfUegendt. Grata den 11. JqU 1Ö08.
An tan ds%*crw alter in Crain.
In «imüt: An lands vice dorn. An Scbrannengericht daselbst.
176S.
Die Verordneten von Steiermark an Friedrich von Ilerberstein:
rekommandieren Dr. Johann Ilausner als mcdicus utid physicua,
da er geswungen ist, sich der Rdigion wegen nach Osterrnch su
begeben. Graz^ 160$ Juli 16.
(St. L.-A., B«gistr.]
1764.
Aus den Besddüssen der kroatischen Stände vom 2. und 3. Sep-
tember 1608 gegen die Freiheit des nicJitkalholischeti Ileligions'
bekenntnisses.
(Kroat. ArchiT, Prtki- fongreg, gtnenU.)
. , . lideni domini st&tas et ordiues huina regni . . .
summa rccrcati lactitia^ quod S. Scv*** pia et paterna cura ao
dicti &tatu9 et ordines tale ftiedus eanxerint; quo non solatn
collapeac aiitlquae libcrtatos et immanitntes nostrae . . . ilEibate
servabantur, in singulis punclis et clansuÜR praelibatam con-
foederationcm praeter Übertatem religlonis, cnias nsam et euer-
cilium bis in regnis secundan] tenorem . . . conclusionum Vien-
nensiuoi liberum esse nolunt' approbant. . . .
» ÜDdfluUicti. Der obige Text »tiumit mit dem BeMbluu« der SUud« rotu
njiclitlcti JaliTB übereiu; Aidi'iilaji ilt »oti atlmilleitdii iittrtait exerrÜÜ in
I
478
1765.
Litterae Georgii comitia ad S. W pro eo interpollantis, nt ad
praccavcndam tarn iotra qaam extra re^nnm propter denegatam
Auflti'iacis liberum vcl A. €. exercitioiu novag conspirationes,
ccrti quid stataorc dignnrelnr. 1608 SepUmber 28.
(Uiig. L.-A., Tlmrzo-Archlr, Fau. S.)
1766.
Aliac einsdem C. Thurozo Hterae responsoriae ad Hteras Wolf-
gaitgi Willicluit coinitis palatin! Klietii . . . dacis ... d. d.
16. Aug. Norimberga exaratas i-cddltae, in qaifaus cidom in pro-
muvendo ortiiodoxAi; rdigionäs negotio omneiu ciiratii et operaro
pollicclar. IGOH Oht^her 2.
{Ung. L.-A., Thureo-ArchlT, fsm. S.)
1767.
TnterjKssionsschreibeti einiger Kurßrsien uud Fürsten an de»
König Matthias jfuffunsten der österreicliisehen evangelisdien
Stände. 0. D. 1G08 Oktober 26.
(WnrtDbrand'ArcbiT, Ha. %\.)
yAnas ihnon Am e^erciUun d^r «v. roli^ion f^^ehcit wBrde.* Vtiter-
Eclehuet: rlic Pfarlz^rareii Frictlnch und Pliilipp Ludwig, CItrUtiao und
jHAcUini Ernfit von Bramdcuburr;, llerro^ Jolianu Friedriclt von WQrttemboif
nad Georg Friedrich toii Boden.
1768.
Matthias IL, designierter König von Ungarn etc., Jtestntigt die
durcJi den JUscitof von Agram Simon Brathulycfi in seinem imd
dem Namen der Stände Kroatiens überreichten, jcäw Punide
fassenden, durch Jiitdolf II. ihnen auf ihre Bitte durch die Ur-
kunde de dato Prag, G. Januar IGOG bekräftigten Freiheiten.
Frefiburg, 1G0S Dezember €.
(Orig., Kro«t L.-A.^ Pnl. ngn. emgrtg. 1667—1608. Qodrackt KukaljeW^
ArUe»di tt cotutibdiimu diaetaruat mh j^mera/iuni con^«gationym rtgni Croatiae,
8. 6a."l
Am rtgno alienae rtliffionia toitfiriiumt, ... El ai qtiUpiam yra€Jieat«r
ft«[i rrtrmi Wi aivt tjtorUatiee «m opt mtintpiam in hoc rryntm ««n«rtl tt
MMMUwHf, pratHÜctUortM tktat tnücvüjM eaprre. . , ,
479
Punkt l der durch Utidolf II. erfolgten Konßrmathn lautet:
Postqiiam nancü regni ad praetcrltam diaalam Posoniensem
fix pnbllco (lecreto regni transmissi redierant et nrliculis eins*
dem rcgni Ilungariac in cadom diaeta sancitos per S. C. M*""
dominum nostrum clementissimom confirmatos praescntarnnt eos,
com deliita reverentia Status et ordines accepertint suaeqne
S"* M'' immortales gratiaa agunl, quod non aaltom pro dlntur-
niori eorum permansione piam patcrramqao curain habcat,
vcrara etiam religionem orthudoxam a sanctissimis suis praede-
cessoribus conservatam in prlatino statu rclinquero satagat qnara
Status et ordities pro maiorum saaram reteri piu instituto sin-
cere lenero et amplecti non intcpmittent. Idcoqne stahiutit et
decemunt unanimi voto, ut univcrsi tiacrctici et praccipuc in
bonis Ozaliensibus divagantes concionatores ex Styria pulsi
vel aliter quaÜtercunque eo devenientcs eiiclantur. Erit autcm
Kev"* domini episcopi Zagrabicnsis tamquam diocesani huiua
rcgni in tales perverses errores pro e'ms pastorali ofticio stu-
dioso animadvcrtere.
(6l»h« oben zara 6. Juli 1604.) D»r belr«fTeind< Bescblaß Ist von dort
wfirtlieh hier infgcnomman.
1769.
Beschtverde, daß die patres socictatis Jesu in ihren Jlechissachen
nur vor der niederösUrreichischen llfiyierttng ffnkUtgt werden sotleti.
JiefteMufi, die F. D' en hittcn, sßUhe Exemptionen auf^iOuthen
und es heim alten Stand zu. lassen. Hinweis auf den Sisehof
eoii (htrk, der sich vom Uofrechte cxenipt machen wollte. Lailiach,
im lloßhaiding 1608 November 3.
(.L.-A. Krsiu, V.-Prot,)
1770.
Die Verordneten von Steiermark erteilen dem Bürger und Bändels-
manne Georg Schinderl, welcher der Religion wegen mtsgeschu/ft
wird, ein ümpfehlunifsschreihm mit dem Bemerken, dafi er der
Landschaft icietUrholt mit Ccld ausgeholfen habe und dies auch
hinfort noch tun itnU. Grae, 1608 Dexemher ö.
(Kons., Sl. UA., Cbr. R.)
480
1771.
Ferdinand II. an die vom liitfenttande und die weltlicJien iMnd-
teute in Krain: Nach Einvernahme des Bischofs und anderer
Berichte über den xwiachett ihnen und diesem entstandenen Streit,
der aus Mißverstand herrühre, (>rdne er kraft landesfnrstlicher
Autorität an, daß alle sicischcn ihnen vorgefallenen Irrangen
und hitzigen Klagen aufgehoben tcerden. Auclt dem liischof sei
gebiihrende Moderation anbefohlen, (h-a^, 1608 Desember 24.
(Orig'., Ih'A. Krain.)
1772.
Die «♦ Harn versantmelt^i drei politischen Stiiitde von Hertet\,
Ritterstand und Städten und Mnrhen Österreichs unter und eh
der JSnns an die Verordneten von Steiermark: Da sie es für
notwendig erachten, ihnen ah christlichen Oltiubensgen033en und
Nachbarn die eigentliche Beschafftnhcit ihres schweren Zustandes
ihres so teuer ertcorbenen priviEcgium reli^ionis, auch anderer
Landes frdhciten usw. rti ihrem besseren Berichte und ihrem
eigenen Intei'esse miteut^ilen, haben sie ihr Landtagsmitglied
N. N. tu ihnen abgeordnet, der ihnen den ganzen schrißUchen
Uaupiproaeß, wie der vom Anfange bis hieher gehandelt, voriu-
Iragen hat. ümpfehlung dieses Abgesandten. Horn^ IGOf) Januar 3.
(Orig-, II Siegel, St. L.-A., Clir. K.)
I)Je Enti^iue, dis ilcli in NiederOsterrelcb im Jahre 1£08 abi|tielteii,
aitui «rettnilich eine Folge des BeispleU, das die inni)rtMerr«iDblAcb«n Stftiida
tw«im«l — du eiiiB MhI nach dem Tnile Erzhpmng Karli, aU dem En-
hcnogft Ernst gehuldigt werdeu sollte. Am zwoite Mal bei der [luldiffaDg
FmlinaiiH^ 11. — gegeWci bitten. Beide Male «uolitfln alt «iti Junktim
Ewitclini der Auerkt-Diiung ihr^r kirciliHchfti Freiheiten und der Haldigang
xa Bchaffen, die lelstero nicht xti leisten, fallb die entere nieht ^währt
wird. Efxtrlten sie das erste Mal einen vollen Krfolg, da üinen die L'oter-
stlltsung der Prager Kegternug xnr Seite stand, so verinocbteu üe das xweite
Mal gegen die dtpWtDatischen KQnstc der Josuitcii am Graser Hof« nicht
dordisudringeu- Indem nun diu prateitautiicheii Stünde Oiterreicha 1608 in
die Lage kaiaeu, dem Enliercogc Haitbiai die Huldigung leisten xu sollen,
suchten sie die Fehler der innerOiterrelcliitchen Stünde zu melden und e*
kam an einem lange dauernden Htreito. ba dieser auch in Steicrmaj^^
KKrnten nnd Krain dsa grltUte Interease erregte und wachhielt, weil uiau
hier die HofTuung hegen durfte, daß ein Sieg des ProtastantJaniiia in Aster'
reich auch ihnen lugole küiae, ward« die gesamte m dem sogenanatea
Uarnei Streite geführte Kgrre»poudena mit dem obigcu Schreiheu uaeh
1
i
^1
Steiermark gesetidet nnd bildet tum BiDon oig-enBii Fwsikal d«r sogon&ontea
Frotaatanteiiakten Tcfn lÖO^ im stDiGrxiiiirkbchDi) LaudaMrchiv. Sowmit &IXhr«o
vad dio PenOnliclikeit K;irli von ^i^rutiTi mit dieiieti VerlixltniHeTi in
B«zi«liun|; tteliMi, tiab« kb di«K« Mxterialien T«rwort«t la ni«in«iij Auf'
utxe ,Die StSnde Mühreni und die protMt^n tischen St£nde Ötterrotchs ob
aod Tintnr der KnnB In der xweiten Hälfto des Jahre» 160ä' im 2. Bande der
2flitächHft de« deutacben Vereines fUr die (leLscIiicIite MXlirena und Ecblesieas.
I
1773.
,BeraihschlagnHg aines gehaimen raüi eu Wisnn, so den 10. Ja-
noarii Anno 160Q htscJiehen sei» solle. Veramne an confictum
quiddam sit, libcrnm cnivis iadicio relinquo.
(Arebir Steiersberg, Kod. Kr. Sl, fol. Hl<>^81*. <Jedruckt bei WaldAU,
üeacU. des PrutGAtAiittflmiui II, 93 — 101.)
Den 10. Januarii in gebainien ratli zu Wien:
Herr von Khrenberg verliest des herrn von I^andau
instructton. Die laut, dass die löbl. stendt eich gegen I. D' zum
liÖcliBten bedanken, dass sie sich bo vUttorliub ihrer aa^eiiomben,
befinden über, daas &io mit trü»tliciicn wortcn btaboio gespeist,
derowegen sie (weil es gottoa ehr antrüflfl, von tcrer billichen
practt-nsion nicht weichen! sondern wie es gott scbiekt, also
beieambcn za loben und zu sterben sieb wider aaf ein ncaes
verbunden.
Darauf »agen I. Kgl. M* zu den räthen:
Wir wollen mit den stünden auf ein ortli kommen, dar-
nmb sagt, was zu thun ist.
Erzherzog Maicimilianns:
Mein ratb ist, K. Kgl. M* laasens bcy I. M^ kaiser Maxi-
miliani bochl. ged. concession verbleiben, welches (weil I. M'
innen solche» zuegcäaj;;t) wol sein kann, in bedenken sie wenig
begern, dan dazumahl hat man in dem landtbansü alliie ge-
predigt. Dessen haben sich die stendt jetzunder begeben.
Erzlierzog Lcupoldas
kombt scbwitzcndt aus dem pallcnhaass and sagt: E. W nolle
nichts bewilligen, sondern das ganze landt von allerlei kbetzorei
seybern lassen, wie mein herr bruedcr Ferdinanduä thaet
nnd reformiert.
y»Dt«a. il. AM., Bd. LX. S]
482
OIüsl:
Da E. M' denoii zu Elurn wau bewilligeu weiten, stehet es
in cleru rum-lit niclit, soniler I. ß. IL mUesseii inclit biiidan ge-
setzt werden. Ist doch scio nuncius liier. Man frage ihn.
I. Kgl. M* »nm Clösl:
Du ist gewiss, den vill bübst Imben es conlirmicrl; hae-
relicit Htm tat aervanda ßdes.
GraÖ' Trauts&mb:
Man soll ihnen lieber frar nichts suesagen, dann zue-
sagen nnd nicht halten.
Graf von fc'tlrstenberg:
Was man TUrggen and beiden zncsagt, soll man halten,
geschweige den Christen. Hat umb Verzeihung gebeten nnd
weiter gercdt: Die stend zu Hörn belongcndt, mcinom geringen
verstandt nach, künnen I. M* ohne Verletzung ircs gewissens
ihnen nicht allain das, was sie bcgeren, bewilligen and die
drüber gnuegsamb assecoricrn, sondorn noch ein mchrers mit-
thailen, dann sie Hegern weniger, was ihnen Kaiser Maximilian
oonsentiert; ku K. Maximilians Zeiten haben,, die der Augs.
Conf. sein, in dem landhans predigen lassen; dessen haben sich
die stendt begeben, begeren allain ein freien ausgang and dass
der dritte slandt nicht in ierem gewissen tribuüert werde. K. M'
sollen des herm Clösel vorige meinung nicht zu hoch achten,
als I. KP bail, sonders weil des lieiTn von Landau instruction
mitbringt, dass sie sich wieder auf ein neues verschworen, mit
einander zu leben and zu sterben, were von ihnen nichts zu
halten, wann sie hierinnon nmbstönden; zu dem allen mllssen
L M* in acht nemben, dass sie ans dem reich groase hülfen
haben zu gewarten.
ClÜsI:
Der herr graff hört wol, dass es in L M' macht nit stehet.
Herr von Fürstonbcrg:
Ew. H. W. haben gnct reden, wann si aber so viel gttetter
im land hetten, als manicher ehrlicher herr^ worden £. H. W-
auch zum fridt und ainigkait ratlien, wann E. H- W. werden
vil im rath sitzen, wierdts nimmermehr vergUcUen. Ew. H. W.
mQessen gedenken, es seindt so vi! ehrlicher cavaliern under
Se
h^reandu ukch tu &!»
ml5 wir«
I
ja aiidL eitere gMcUeektcr and berrn als dt« graffaa ▼••
Uabaparg seÜor Mw, denregtB niekk «a jeder gailrii—
kann, tob cia«ra yadea aahiffidur «als regiert ta irerden, der
TOD -wtMÖga herkomen, dan er lelter ieC
Eralierug Leopotdos sagt sam Clfiel:
Der graf Toa FOrsteoberg ist sehr aof der ketaer seitaa;
wans der bebet wisaet, er vurde ika in bakn tboen.
Erabera^ MaximiHaans:
Der von FOretenberg meints wol gaet TeatKb and rith
sa fridt und aiaigkett, wann cor der bafaeUeget oit bie wehre,
denn er Ügt meinen bnieder in obren, so wurdts baldt Ter*
^eben, bat in der teofel bergefUrth, leget bin oder ber, wir
soQen Osterreicb in acbt nemen. haben wir Österreich Dicht,
•o haben wir gar nichts. Aof Ungarn ist sich gar nicht lu
rerUssen. Die Mftbrern stebD bei den sa Hörn. Der grOete
reichthomb ist bejr den LuibcrUchen; die Schweixerisclie |>rc-
<jno*iiea ist wider das hsoss Osterreicb. Sex finsternns« sein
dise iahr, weillen »ex geweeen, ab das kaisei-thnm bei denen
TOD Österreich ange&ngen, befinden alle weltweiten und orfro-
Hoait, dass bei diesem letsten kaiser das regiment nod kaiaer-
tbumb sich enden werden, weilen diss iahr 6 finstemnss sein.
In «viama, was wollen E. M* tbaenV Hetten K. M' dise feier-
tag kein brot nit gehabt, wann nit porgschafft wehre beschehen^
wo wollten dan E. M* die Lutherischen stendt bekriegen klVnuen,
weil By das brodt, so sie essen, noch schnldig.
Graff Trauttsamb:
E. D* ratben aas meinem fandament; wirdt aber den
pfafien nicht gefallen.
Graff von FUerstenberg:
Die p&ffen sein za Rohm anverdriben. wans hie über
und über gehet, sieben sie dahin: aoano »«mpre di «umyiar«
loro pan.
Herr Ob. Khain:
Als war ich ein obrister bin, so wollen die 2 grafen sanibt
dem erzbcrzogcn MaximÜiano hinken. Ich besorg, I, M*, da
sjro nicht mit einem ernst darzae thnn, ee werden die Luthe-
^
484
rischon Uborhandt nemben, wann sie nicht liloet selien, so
glanben sie nicht, ich will morgen dem von Bnchhaimb schreiben,
flnss er nicht feyer, sondern einen angriff thne.
Herr graff zu FUrstenberg:
Angreiffen möclit er woH, aber ich verstehe, dass me
des halber tbaill diso feyertag von seinen reUttem haben bei
LutlierJBchen commaniciert, dieselben werden sich, laut ierer
beichtvHter fUi-hc]tf«tc; wider die zu Hörn nit brauchen lassen,
als sie es dan in der beicht zusagen, wie dann der herr IHia-
schasy aach bei der Kgl. M' wegen der begerten Hungern
protestiert, dass er der verderbung des landts unschuldig wolt
sein, dass sie durin mit dem raub keines religionsgenossen ver-
schonen werden.
Herr praesident Preyner:
Brueder Khain, der herr lass nicht feyern, sondern an-
greiffcn und keines verschonen.
Herr ob. Kain :
Ich ^lanb, es wUerd hcnnt in der nocht geschechen sein,
daes die ptigglet Judin (als sie vor mit meiner Trauen muetter
gei^pilt] gesagt, dass sie heint nachte and irc iuden haben
in hanss scbteseen gehört.
Herr Octavio Cavrian:
Ich hab schreiben von einem von Triest, dass die Wälü-
schen fllersten mit grossem gelthilff erscheinen wellen, wo]| in
die 50.000 cronen.
Herr von Meggaw, ob. cammeror:
Vielleicht werden die generalia, so heut angeschlagen,
etwas wUrken.
Ob. Khain:
Man darf darauf nit warthen.
Herr Ton FUrstenberg:
Man nuss aber darauf warten, weil sie auf den 21. din
bernefTen werden.
Der Kgl. M«:
Bei wem verbleibts dann, was ist zu thanV
486
Erxherzog Maximilian:
MaD muss den 21. diss erwartton, weil er ihnen deter-
mioiert.
Erzherzog Leopoldas:
Man dttrfte daramb nit irarttcn, icli wollte, dass iclm in
einem lO&el kUnndte ertrfiuken, habs lieUt im Pallenhauss gesagt.
ClOsl:
I. M' procediern gar Jindt, man solt sie erschrecken.
Graff Traatsamb:
Wan ibaen das reich nit so gros&e hil£' thet.
Qraff von Füretenberg:
Sie tliuns nicht ohne tiruach, den wirdt Osterreicli re-
formiert, so grenzt der Bavei-f\)er8t, alsdan ist's an inen, daas
sie wachten, die voi-mauer erstlich zu erbalten, damit sie desto
eichcrcr vor dos bäbat gowalt versichert werden,
r. Kgl. M':
So bleibtfi darbei, wir wollen auf den 21. dits warten,
hilf^ nicht, so wollen wir dann die andern 2 geueralia auch
pablicicrn lassen.
Herr von FUrstenberg :
loh vermain, man soll mit den 2 geneyalibtis noch wartteii,
dan den gehorsamb der nndertbanen anfzuhüben, gehört vil
dursu, vorzeihs gott denen, die darzu geratheu haben.
Herr Hans von Molärth:
Ew. M' aollen fortfahren und reformieren. Ich erkläre
micJi, bei E. M' zu sterben.
Herr graff von Füerstonherg:
Der herr brueder hat ebeuaowenig gUtter zu verliern,
als die pfaffeu.
Herr Hans von Molllrth:
Ich will mein ainen gerathen fuess auch dran setzen and
solt er mir auch abbrechen.
Herr von Fürstenberg:
Der liorr brueder versündige sich nicht, sondern gedenk,
wie es vor 13 iahren bei den capucinern gangen ist.
486
Herr Hans von Molflrth:
Der beste rath wird sein, wie der Qoarreint, der atAtt-
fendrich sa^, man boU 4 oder 6 von denon zu llom aaf dem
bargplatz henken, es werden sich die andern Lutherischen schon
dran spiegeln.
Graff von FQeretenberg:
Ist sehad, das« solche g^rosae potentsten und liochver-
Bt&ndige leUth, wie der junge Qnarreint ist, nicht in gehaimen
ratli sein, wans mein söhn wehr and ich dergleichen reden von
ihm hOrete, wollt' ich ihm einen gaeten Schilling geben lassen,
wiu eichs aaf einen solchen bneben gehCrt.
Herr praesident Preyner:
Der graf von FUcrstenberg redt heoDt ans des von Losen-
stain mnndt.
Herr Ob. Khain sagt haim blich za herm Preyner:
Man muss den von FUrstenberg nit mehr in rath ansagen.
om«i:
Der herr graff von Ffierstenberg h.it gewiss gern eines
Lutherischen tochter, dasa er iaen so sehr beilegt.
Herr von Füerstenbei^:
E. H. W. sollen nicht auf das fraaenzimber denken, jedoch
ist's der geistlichen meiste arbeit.
Oborst Khain:
Der herr graf sag mirs, wer seine dama ist, vielleicht
bringts der von Pnechaimb gefangen.
Herr von Füerslonbcrg:
Wanng hennen oder copaanen wUren, wurde ers woU gv-
fangen bringen.
Ob. Khain:
Der herr glaab mier^ der von Pnechairali hat gnete
rentersleuth unter ihm.
Herr von Flierstenberg :
Die maisten seisd aber alle Lutherisch.
487
1774.
Bischof Georg von Lavant an Eraherjsog Ferdinand: hiUet um
seine Enthehntig. IJinfceis auf seine Arbeiten, auch die fvider
die Kelter. Lavant, 1609 Januar 23.
(Epp.. p. S41.)
I
1776.
Bischof Thotnas von Laihach au Erehereog Ferdinand: Ansuchen
um Autüirfernntj der noch im Laibacher Landhause vorhandenen
,LHiherviehen' Sucher. Laihaeh, 1609 Fd>ruar 2.
(Orif., L.-A. Kraio. SIat. Ba&hnrdr. 84, «. c- 9.)
Durchleachtiffistei- ... Ob ^leichwol E. F. D' E. E. L.
tu Cfain . . . verordcnten Uut einschiuas mit A noch im löOl.
iar aile sectische und dem catli. glaaben zuwider Itn landtbans
alda nndter und vor diser flirren oiumnen hails&tnen reforma-
tionscommission gc^e\icü6t(!) and vorhiindcnc püccber za uusern
als reforraationscommiäsarien lianden guetwiliig heranazageben
und zneatelleu zu lassen mit angehengter commination, das
E. F. D' sonst mit dero ferrern Verordnung hievon nit aua-
sctEcn wurden, f!;a. mandirt, volp;iindte auoli vom 24. May a"
IdOT inhalt, einUg mit S, mit mehrerm ernst gn. gebotten, das sy
herm Terordendten alle solche bllecher mir, biachoven von
Laybacb, ohn alles bedenken anhendi^en nnd zuestellen sollen,
im widrigen aber E. F. D* andere mill destwcgeu sn ver-
ordnen nicht ambgehen wurden, so wil doch von inn, herrn
verordenten. an diae qds gn. anferladene commiasion zu catha-
gorischer antwortt noch bis auf lientigen tag kbein jota nit
ervolgen; allein auf erstgedachte . . . Verordnung bringen sy
bei E. F. D* im nahmen . . . E. E. L. ein solliche lamenta-
tionsschrift nnd entschuldigung ; davon uns von E. F. D* ein
absohrifft zuegeschickt worden) und widersprechen gleich wol
nit, das dergleiclien angezeigte paecher an der handt sein^ aber
in flollicher Verwahrung ligen sollen, das slniger gemaiiien
privatpersonn solche zu lesen und zue gebrauchen nit veratattet
wurdet, vermelden dabey, ay haben änderst nit zu erachten^
dan das dise ansuechung allein ans einem onruchigen wider-
werttigen khopff geepunncn worden, deme fridt und ainlgkait
nit lieb. Uorauf nun und zumal das denen andern beedon
489
landtschafften in Steyr und KhArndten nicht« dergleicben biss-
liero zuegemuettet »vorden seye, sy es auch umb K. F. 0' eben
hey ihnen einen anfang zu machen, nicht verdient haben sollen,
bittandt, E. F. D' wollen sy gn. verschonen und nit zaegeben,
das inen andter angezogenem praetext in ir landhaus nit allein
griffen nnd andere dem gemainen wegen scliädtliche zerritlioh-
kalten angestiftet, sonder dergleichen bei mir, bischoven, ab-
und eingestelt wurden: Über aolcbeg wider mich, bischovea
zu Laybach, spiirltch ausgefertigtes lamentationsschreiben haben
E. F. U' mit einsclilnss desselben vom 10. Augusti negstge-
melta 1607. iars mir die fernere notturM dagegen furzubringen
laut bevelchsabBchrifft hiebci mit C gn. bevor gelassen, darauf
ich daun meinen ausfUrlichen notneodigen dtscurs iu acriptit
et eoram onderth. angedeut, darüber auch veranlass termasBen
laut abschrifi^Hrhen decrets sub D sambt meinem adiancteo,
hi^rm Wolfen Paradeiser, damals gewesten Und tsver waltor in
Crain, angemelte herrn verordenten die abtbrderung berlierter
seelischen pUccher l*ei 2ü(>() goldtducaten E. F. D' camer ans
aignem seckl za pUcsscn und Vermeidung E. F. D' nnguadt
getlian, damit aber so wenig als vorher ainiche frucht ge-
schaffen.
Wann nun ich, bischoff, in orwogung meines pastorals
alle diejenigen mitl, so zu extirpirung des eingewurzten S6o-
tischen gilTts immer helfen mOehten, E. F. D* diemUetligist
fltrzusirhlagen auch mein muglichisten vleiss in Sachen eu ad-
hibiren nie uudtcrlusscn, pttr me iptum abfr (zu meiner wahren
eotschttldiguDg geh. gemelt) non auxilianie authoritate ei hra-
ckvt archiducali nichts richten mag, E, P. D' auch aus ircm
von gott erleuchten verstandt und gegen den armen verftierten
Seelen mit Hirderung deren hsils und bekernng höchst ent-
zUndten eyffers gn. wissen tragen, ab diser vil angedeotter
sectischen der catholiB<.'hen religion zuwider aufhaltunder und
viller dort und da (»td in <iiLem finemfj noch eingobundtner
btlechcr auarottung willen bey diser Crainerischen landtscbafft
ainitrher anfang gemacht oder aber in Sleyr (und eben in der
ftirBtl. haubtstatt Grätz alda sul exordio caeptae reformationiM
ans dem Steyrischen landthans und darin gehaltenen undter*
Bchidlictipn Imcchlllden auf ein tag ütben oder mehr wttgen
voll un- und einbundtner uncatholischer bUeclier contimili man-
data areJtiducali gehüllt und in das fUrstl. cotUgtum acadeMtat
I
I
I
I
I
489
Qraecenfis gefaeret worden) wie mich, bischoren, gedünkt, in
den gewünschten gott und seinen hl. cngeln angencniben er-
freolichen effecium gebracht oder nit: also verhoffc ich die-
müeltigist, E. F. D' werden mich diser iniputirteo unrhue
willen aas I. f. müde and guettigkait gn. fUr entBchuldigt
hallen und defendim, limnach dann, was E. F. D' ferrer in
Sachen (in sonderbarer gn. crwcgung, das alda im Crainerischcn
landthans za Laybacli noch zween überaus grosse oder auch
mehr khösten voll, darinnen etUch tauaent unhailsamer, unca-
thoUscher, verfUerischer bibel, poatiUen, catechismi und andere
klein und grosse nneingebandner bUecher ad futuram aliquam^
Deus et SerC** I'. avertat, pettem exeitandam verwart werden,
welche der vorgeweste herr landtsverwalter und ich, bischoiF,
mit äugen gesehen) farnemben zu lassen gn. bedacht, die not-
turfft, damit an der gebilrenden iissisteuz und handtraichung
kein mangel erscheine, doch nach verstreichung des angebunden
landtags gn. verordnen und solches, was biahero der uiigelegen-
hait halber nit beschehen mögen, haben K. F. D' ich, bischovo,
and vicedorab hiemit gehorsambist andeutten, dero nns anch
zu beharlichen 1. f. hniden nnd protection diemUettIgist und
nndterthenigiöt bevelhen wollen. Datum Laybach den 2. Fe-
bruarii anno 1G09.
E. F. D'
underth. gehorsamster
Thomas, episcopus Labacensis.
1776.
Artikel aus de» Bischofs von Laiback Bericht, den der Latides-
vieedom nicht hat unterschreiben tvollen. Laibach, 1609 Februar 2.
(Eop-, L.-A. Knin. Gedruckt Dimilz, Milt«il. dm» hiMor. V«reiaM 1807. &. 1 IS.)
Am l)ichtt«n Tag« eisUtt«t er einen Hericht Über Exxmbp, die im
Hof' nad Liinrlrecjit ^nogta werden. Siebe DintitK, 5. tU.
1777.
Aus dai Beschlossen der kroatischen Stände vom 27. UfuJ 28. Fe-
t; Verbot des freien J^xereitiums ««er anderen als der
kathoUschen Eeligimt.
(Eroat. h.'A. Prot, congr. geci4»L)
490
. . . Et si qaispiam prsodicAtor baereticoram Bive spontnnec
sive opc ariaspiam in lioc rcgnutn vcncrit et zinannia somina-
Tcrit, praedicatorem llceat unicuir|ae capere captumqtie ad do-
roinam banum vcl cpiscopum dioccsis dcducerc, aut si aliter
fieri Qon potent, etiam occidere, Introductores autem taliom
et transgressores huiaa modo (sie) conclusionis pablicae puaiactur
poeDa in tripartito voDtenta.
1778.
Die hei tcähr^idem Landtage versammdle, steirische Ritterschaft
A. C. an Ershcreofj Ferdinand: Kredens für ErnreicH von Hitidt-
gcküdt zur SoUisitierung der Hesoluticn auf ihre BeHgionsscJtriß.
Grog, 1609 Märe 23.
(KoM., St L.-A.. Chr. R.)
1779.
Die Verordneten A. C. von Kumten an die von Steter: um ihnen
die an die F. /> gerichtete Schrift verfassen und dann über-
reichen £u kihiiien, bedürfen sie des Wortlautes der von den &öA-
misch-miihris/'-h-öster reich iseh-ungariscften Ständen eingeUiufenen
Interzessionen. Bitte, diese £H seiticken. Klagenfurt, 1G10 April JtJ.
{Orig.. St. L.-A., Chr. B.]
1780.
Die Verordneten vmt Steiermark an die von Kärnten: ABem rer-
hoffen zuwider sei keine trosllidie liesoluiioti erfolgty vielmehr
geht die Verfolgung u'eiier. Man werde nochmals anlangen und
seitctis der drei LandscJiaften eine Biiischrifi überreichen^ zu-
gleich audt die Resolution urgieren. Erfolgt keine genügende
Entscheidung, so icerde man sich an die bcnadtbartcn Fürsten
tJM R. R. um Intersession rvendeti. Gnu, ltiö9 Mai 25.
(Kons., 8t L.-A., Chr. R )
Es haben sich zwar die lObl. Steyrischen A. 0. zaegd-
thanc stÄnd« auf 8o vilftltiges lei I. F. D' . . . wegen frey-
atellnng ihrer wahren reli^ion eingewendtes nnderlh. flehen nnd
1>itten anders milU als einer erfrenhchen resolation . . . getrüst,
60 ist aber bis anhero nicht alloia ainige nicht ervolgt, sondern
vergangecB iars die hOchst betrUcbliche refonnation renoviert
401
I
und beinebens »uoh etliche beschwÄrliche procese fürgeloffen '
Wenn dann ihnen, 1. stünden, nicht zwcifoltj es wurden sich
unter denen Kärner- und CrAinerischen heim und landleuten
nicht weniger ain guete aiizahl ditsfalls hOchst beachwärt be-
finden, also haben sie sich unter jetzt wHhrendcm landtag in
gottes naiuen dahin einhellig entschlossen, hOcbstgedaohte I. F. D'
nachmalen wegen des freien exercitii religitytiis . . . anzulangen
.-, . und derowegen sich beyligundter unter aller dreier lande
Steyer, Kärnten und Crain evangelischen sUltide namen ver-
fassten, domüetigen Schrift, beynebena auch dtiliin verglichen,
dus zu überrnichuTig derselben und enibsiger urgier- nnd solli-
citiernng der rcHoIntion von Jedem lande ainer ehistes hieher
solle deputirt und verordnet werden.
Da aber nochmalen wider verhoffen hhain ciTreulichc und
gnuegsarabe resolution ervolgon wurde, seyn sy entschlossen,
sowoll bey den benachbarten fllrsten und potentaten als bey
andern chur- und füruten des H. R. R. umb interccssiones geh.
anxulangen. . . •
Hierauf haben . . . wir . . . deroselben proposilion nicht
allain . . coinmuDiciern, sondern auch dahin bey discm auf
tag und nacht ab^cfcrtigton boten . , . crsuechen wollen, dsss
sie in alnero und andern . . . der KSrnerischen A. C. zucge-
thancn stände willen und mainang uns chistos zuekommen und
erinern wollen. . . .
I Qrftz den 25. May 1609.
^^v (Koll. von 8t. Sstsin^er.)
W Ferditu
I
1781.
Ferdinatid 11. an die ffu Vellach: Erneuter Befehl übet' de«
Eingang des W. Pfennigs an die Hof kammer su berichten . Gra^,
1609 Mai 29.
(Ob«rvell«elier Akten, Rni^olfin. K liefen fiirt.)
1782.
Ferdinand 11. an Richter und Rat tnt Aussee: verlangt nodunals
Berieht iiher den Eingang des 10. Pfennigs. Orax, 1609 Mai 53.
(Orlg., 8jtn.-ArcliiT Auasee.)
' AnagettrEchen : ,E. E. hicijroii Undicbaft fritren« eviiiifteliscber re1^(ion
sucgetbauc tißkicr abgetn^ltafTl wurden.'
40?
1733
Aiu dfr tteu aufyariditHem Jtutmklian /Sr tue mmeräileniiihimht
Regiernng Kapüd >V. 2: Vom der Rdigiom mmd Ahtftdmmg
der »Sekten. Gm, 2609 Jmmi 1.
Nachdem wir ans gleich (nach) antritt nnaerer f. n-
gi«nuig nicht mebrer noch hOchen angelegen seio laagen, dan
oMer Uodt and lenth bei der geboraamb, einiglutt und ge-
mainfchafft der beilligen algemaiaen cathoUisehen kirchen be-
•lendiglictj za erhalten and die widrig verfierisch secteo und
xerrichüicliefjtie) lehni aas uttaerii landen and gebieten aasza-
reitten, iomaueD wier dann deätbaJben ron ainer zur aodem
zeit allerlei hevelcb, tnandat nnd generalia aasgehen ond pa-
blicieren Uftfteu: so tat anser gn. ond ernstlicher bevelch nnd
wellen (tic), dam anaer Statthalter, cantzler, reginientsrath and
alle denselhen wcesen vernronte personnea nicht allein fUr sich
aelbst der alten wahren christlichen rcUgion des gehoraambes
«nd verordnang der römischen aJgemaineD kircben anhengig
nnd snegetbon sein, sonder auch ir Beiasigea aarsehen haben
•oUe», damit aollicher allatn saligmacbender glaab allenthalben
in nnaern laiiden vcsiiglicli gehalten^ darwider kein neuerang
suegelusen noch gestattet, sundeni dieselben aosbraiter ond
verfUerer sowoll aacb lere unlienger und nacbvolger vennUg
angeregter anser pablicterlen geueralicn ab- und aas dem landt
geachafft, auch nach gelegenhait mit gefengltcher emziehung
und straff gegen inen verfahren, jedoch die wichtige Sachen
nnd sonderlich wann onserer landtleath einer oder mehr wider
unsere religtonsTnanc/ri^a gehaiidlt und derselben straff vcrwUrckt
Itatte, jederzeit and vor allen dingen an uns von ier, der re-
gierang, luit icrem rätliltclien guelacliten ^'elangt und unser»
bescbeidt^ darüber erwartet werde.
Dl« InatruklloD bej^ionl ull dar ErwXhnnng der XlterMi, boiebunsf-
w«Iw iuil ■■''m KrU**i> Kentlnjinili II. vom I. Jani 1597 aad betODt die Nol-
w»idl(tli«it, ili» ftllfife lutlruktiou xu eiläutero uud dem jctKtgen Laufe d«r
Diugft «niuai'btDii-gOD. Das Itrfimont liAl fQr gowOhnlich •einen Slts In
Oraft. iImIi Ul Vunehuii^ g«tr«ff«D. daß m auch nn «nd«r«m Ort« Ut^ bt
sa«iininM)tigrM>lxt «aa Arm fltatthalhtr, K«&Bl«r niid den dazu erktetwa Ra-
flmcntarlt«!! und twar drei LanilUtitftii aiiit Ktaier, aw«i «ua Klmtoo, swfli
•US Krain uuil eliieiu noa GUrx, ilauu drei oder vier UuuliU^lebrtAa. Dm
"^
n
4
493
'ntel de* Bmtm» Uulrt: Stiltbalter, Kaiul»r, B»fr«ntea and RJtte dn RcfriniuiU
UDi«rer niederOst«rT«ii:biKbeii FantCDtaiucr dd<1 Land». Er bat VoUiuadit
ra handeln Uat Initraktion. Di«*<i1b«i t^nlliftlt f.ilg«nd« Pnnkt«: I. Der Uo-
(^«ruofc nnd derselben Verwandi<>n Pd«*;;*. S Von d«r R»li(rion und
AbstciltiDs der Sebten (siebe oben). 3. Wie in cafuia attUu» %a handet«.
4. Sollen doa HatuM Österrcicb tVeibtiten haadbahen. R. Die Kegl«rangf-
^walt and wie sie alle Uinge handeln sollen. 6. SolIoD ex officio bandeln
und anMrn Saf:b«a b'tf&rdeni. 7. Was eia«m Statthalter tu tan ^bührl.
5. Einem Rcf^lmeDtfltantlcr und S*kr«tir. 9. Handlungen und *uppticaiioiiu
dem Kanzler U bar antworten Hi. Auf widerwärtige llefeble Bericht tuen,
11. Solleo in ivrtri fei haften Flllfn Bemheld nehmen. I2. Wer Beacheid
^ben soll. 13. Weichermaßen anerkennen. 14. Varbehalt des Su}>p1i«.ieT*at.
16. Die Motire ga Tennerke». 16. Wie den Urbarsholden au helfen. 17. Der
LaodlvQt« Bwchwerden vrider die Pfandschnfter. 18. Kamuiersachen and
PCtarfaa)uUlan. 19. AaSj^egaagen« Btifeble au bandbabon. 30. Amata der
Strafen. Sl. V«rleibDng von Bann un<l A>-ht. ^2. T.,«hen Verleihung- 33. I^heti-
regUtratur. 34. Untenchied der l..«h«n. 2ä. Wie die I'«ben Yom Neneu zu
verleihen. SS. Vorbehalt der geistliohen l^henschaft. 37. Der Rrgiernn;
nud Kammer Union- und Milbandlnn^en. ä8. Wie die ^meinen Sachen
an berataehlagen. i9. Wie die Briefe darin «n ferti^n. SD. Irningen and
Re«bnun(«Bacbon bei der Regierung und Kammer. 31. Verordnang der Aua-
faben. 88. Fertigung der Sachen unter anierem Titel. 83. Wie di« Siegel
iD halten. 34. 8oll kein Ccichenk angenommen wertlen. 35. Abtretung
interessierter Rüt«. 36. Zeit der Beratung. 37. Von den /erUt. 38 Von
d«n a&MnUü. 89. Di» Instrahtion Ewetraal Im Jahre au vrrlMen. 40. Vor»
behalt der Regierung zn mehren oder mindern, 41. Virmahnnng des Re-
giment«.
1784.
Der Prior und die Ordendeute des Augustwcrkhsters tu Völker-
mcurki an Erxhcr^og Ferdinand: bittat um Zuicendung der dttrcli
Martfarela von Lambert gestifteten, dann durch die von Völker-
markt eingeiogenen «/id erst l.'iTS wieder eingeanticorteten Sdl'f'uud
an das Kloster, die dasselbe bisher tiock nicht erhalien hat. Da
das Kloster, das vor etlichen Jahren wegen der eingertsseneti
lidigionsvcränderung fast aller Güter beraubt war, jetzt aber in
gutem Aufnehmen steht, bittet es, ihm su dem ihm gestifteten
Deputat gu vtrhdfen. Völkermarkt, 1609 Juni 29.
(Orig., et. L.-A., Cbr. a)
Die Verordneten von Steiermark an Emretch Rindtschadt : sich
3ur Übergabe der Bdigionsschrift ehestens hieher m verfügen,
494
teeä die Kärntner und Krainer schon da sind.
Juli 7.
(Kont, Sl L.-A.. Ciir. YL)
GroM, 1609
1786.
Krthtrsog Ferdinand an Erzherzog MaximÜian: Kredenz für
den Vizekanzler Balthasar Layman, den er in tcichtii/eii Sachen
absende. Mitterndorf, W09 August 17.
(EigenhUndt;. Statlb.- Archiv loiubnick, Lvopoldini SM.)
Hocliwierdigister . . . Neben Vermeidung meiner ^eund-
Itchen dienste alles IJcba nnd gocten habe ich fiter ein sonder
bare nottorfft gehalten, mein vicecanzler Bnltbanser Layman in
wichtigen sachen und hochaten brttederlichen rercraaen zu E. L.
abznfertigeD, fr. und br liederlichen pittendt, ine Dit allein guet-
willig anzuhören, aondera wie mir selbaten glauben 2U geben,
auch mit sollicher gewinächter antwort und erclerung abzu-
fertigen, wie mein herzliches brücdcrliches vertrauen zu K. L.
stehet und mich dessen und keines andern von deroselben ge-
troste. Mich £. L. beynebena fr. und brUederlichen empfe]-
hende. Datum Mitterndorf den 17. Au*fusti anno 1609.
E. L.
guet- and dienstwilliger vetter
und brneder bis in tott
Ferdinand.
1787.
jBaltKasar tayman herichtet, aus tcas Ursachen er nocA Jnn5-
hruck ahgefcrtiijt worden.' (ErxJterzog Ferdinand besorg seit dem
Aufstände in den Landen des Kaisers eine Erhebung der ««•
Jcaiholischen Landleute in Steiermark, Kärnten und Krain, um
ihre vermeinte Religion ^durchtubringen' . Für aÜe FäUe mufi
er sich um die Hilfe der anraineiiden Fürsten bewerben. Er
begehrt von Maximilian milifärische Unieratütsung, vornchmlidt
Besetzung der Passe in Kärnten. Praeaentate 160'J August 35.
(Sutth. -Archiv Innabrack, Leopotdioii 36<.')
Der F. D* ersherzog Ferdinanden zu Oaterreich ist noa-
mehr von einer guten zeit her, nachdem sich der bewusie
4
496
I
I
I
I
anfstundt in I. K. M^ landen erhebt, fUrkomben, dass dero«
selben uncatholUche Undlcntb in Steyr, Ktlrnten und Crain sich
derselben gelegenhait zu praevalieren und zu dorchbrinpung
irer vermalnten rellgion eltvüs thätlichs fürzunemen im sitin
haben selten. Ob nun fjleichwol I. F. D' solchen ftlrgeben nie-
mals ainichen glauben gegeben, noch ihren landleutlier, welche
sy jederzeit ÜXr treu und aufrecht erkennt, dass sy sich an
1. F. D^ als irem herrn and erblandtsfU raten hintangesetzt,
ihrer pflicht alao vergessen sollen, nimmermehr zugetraut, wie
auch noch niclit: Nicht destowenigcr aber, so will I. F. D'
gebbren und obligen, sich wider allen anversehnen anfstandt
zu versichemng ihrer selbst, auch des ganzen hoch lieblichen
haus Österreich, desselben landt und leUth, sonderlich aber zu
defendiernng der catholischen religion umb alle müglicli hilf
nnd beystandt m omnent eeentnm zu bewerben und gefasst zu
machen.
Dieweil sich dann höclistgedachte I. F. D* neben andern
geworbnen und gneten theils allberait versprochnen
hilfen keines ni^hern and zugleich billichern beyspmngs als
von diesen Iren zunegnt aiirainenden und selbst eigenen landen
zn getrosten, also werden I. F. I>> crzherzug Maximilian za
Österreich als vollmächtiger guboriiator und selbst mitinter-
eBsierter herr der ober- und vorderüsterr. landen ereuecht,
dass sy 1. F. D' aus diesen o.-ö. landen auf den nothfahl mit
aller müglichen hilf succurriern und beyspringou wollten, wie
dann I. F. D' sonderbar bcgerii, in diesen landen solche vor-
ordnang zu tliuen, damit man mit einer ergUbigen mannschafft
und kriegsvolk gefasst nnd in beraitschaft sey, welches l. F, D*,
alsbaldt es von uütten, von stund an zu hülf zuegeschickt wer-
den kiindte. Sonderlich aber halten I. F. D' für ain nottnrfft,
dass auf den pausen gegen Kjlniteii solche Airschung geschehen,
damit dieselben zu jeder notturfft zu gebrauchen der gebtir
nach vorbehalten und versichert werden. Und obwol wie vor-
gcmeldt I. F. D' sich kaincswt^gs besorgen, dasa es zu ainem
solchen aufstnndl komben solle, versehen sy sich doch, sy wer-
den an disem orth auf den nothfahl kaincswcga hilflos gelassen
werden, damit die widerwertigen nit ursach gewinnen in er-
mangelung der hilfen ain herz zu fassen, sonder von ihren
(gleichwol unver&öhcuen) vorhaben abgeschreckt und also die
Österreichische lande vor dem gjinzllchen abfahl und zumahl
496
die cfltholische rcligion von dem besoldenden allg^mainen nnder
gang beschützt und versichert werden.
Kopien gehen an Kart Schürf ,mit bcfelcb, was er dessen-
wegen su Sterzingen bey den berra steaercompromissarien fQr-
und anbringen solle'.
Item an dieselben credene (!) und herrn Vindtler und
Füeger.
25. Augwti 1609.
Dr. Hepperger.
1788.
Ergheriog Maximilian an E. E. Tirol. L. verordtteU Steuer-
kmnmissäre. Kredem auf Herrn Karl Schürf. (Sie haben dem.
icas er in Sachen Ersfierzog Eeräinands vorbringen wird, Glatit>eu
zu schenken.) lÜO'J A\*gitst 2ö.
(SUttIg. 'Archiv Innsbniek, Lfopoldina 8Ö1.)
Maximilian . . . Wir geben each hiemit in gnaden za
vernemen, dass wir . . . Carl Scburffen zu Schönwört . . . mit
bevelcb von wegen unsers fr. geUebten lierrn rettem und
braedern des erzberzogen Ferdtnandi zu Österreich L. bey
euch ichtwas nit geringer importanz anzubringen, abgeordnet.
Demselben wellet ir in seinem fUrbringen und begem v(J-
komen glauben <;cben und zuostellen. Und demnach ir and
ewere geliebte Voreltern der alten waren catbolischen religioc
jederzeit gottlob beygethon gewesen and bishero Tcrbliben,
auch bey allen gehaltenen laudtHgen ob denselben von hocber
landsch. oborkait wegen atciif zu halten jcdcsmala gebeten,
auch dises anbringen und begern (damit wir die etwas wenigs
I« 9peci« attingiern) negotia catholicae reUgionit conccmiert.
so wellen wir amb sovil mehr der hofoung gelsben, Each auch
hiemit in gnaden erinert haben, ir wellet euch hierin sowol
hochgedachts erzherzogen L. als auch mitinteressierten berm
nnd landfUrsten als anserm zu euch tragenden gn. vertraacD
nach dergestalt erweisen nnd erzaigen, damit I. L. hierin ge-
willfart und verhoffender contento würklieh ervolgt werde. Daran
tbnet ir ein gott wolgefelligs werk and uns ein londers ange-
nemea gefallen. ... 25. Angast (160)0.
497
1789.
Die Sleuerkompromissäre an Erziteraog MaximiliaH: entschuldigen
sich mit mangdridfir Vollmacht. Eine Summe von etlich 1000 ß.
köttnten sie aufbringen, ^sich dessen aber nur in nuflnrster Not
BU bedienen'. Sterzing, ItiO'J August Ji6.
(Ebenda.)
Dea^leichttn «n Vinller iinil Flli^nr: Fa ■eieoi an sUeo Scfaiildtin
nocfa 80.000 fl., äiei man iif.r Tllrkftiliilfr halber auff^Aiiommfin habe.
1790.
Karl Schürf erstattet Berichi, ,Kas er hei den tiroliscfiep Slater-
Itampromissären tvegen der von Erzhersog Ferdinand begehrten
Hilfe in Religionssachen verrichtet hübe'. Sicrzing, 3V09 August 28.
(Kop,, Statlli .-Archiv Innabrnck.)
Et habe licfa, ttachdem er den Uef«hL vom ^5. orhRlteci, w^leicb nacb
Stening verfug uorl «rfähroo. daß ilin Kom promiufire am S6. mittags dia
Raitang Mhli*ßen, datier fr an di^avin Ttgti xwUchen 5 — ß (Tltr murg^nii aich
durch aiiiRn Zettel bei d^m Verwaltftr der L. 11. angi>m«lc1«t. Dl« Kompro-
rais^r«^ kam«n nm 7 IFJir a»ifi« linthaii*, tim H Ubr wiirile er dorthin grliolt
nnd «rhifllt im Namen der 1-'. 1)' ,di(« mbenite Stelle'. I!m 10 Uhr kaut Cay-
man an. Nat^h dem Mnrffnniiiitlc ^In^'n wiMlnr auf» Uatliaun Uin Knmpro-
mU>8r« Eind zahlreich versa.uim«lt, aber aus Madkg) i^lcfi UcTvalta nit faet
lustig gewett' und getrauen sich bei der acliald«nlait dal Landw dio Sacli«
aof d«m Landtagi? nicht ku vertrat*», erM auf fiohurfi atarkci Antr^ih*-!!
■lud ■!« darauf <*lnge^atignii. Am S7. um S Uhr Kurts ptzunjf" flie seien allfliii
dtiaii da, das Steuerwerk in piitc Richiiffkeit ku bT!r|;Bn' und bäten, bip ent-
suhnldifii tu halten. Dan eine wolltea sie tan, eine Siirniinfl von etlich
lOüU II. in BcrcilHchaft ku UaKen, um die PAsta gegtro Kärnten zu besetzen.
Am SB. erichlenen ti« wifdcr auf dam Rathaiu«. In einen ßevers kSuDtrn
si« steh nicht einlaMrn, dasn f«hte «• ihoen au der .Qewalt' [Original geht
nacb Ürap,).
1791.
Landeifiirstlidies Mandat wegen Ahschaffuttfj der Konkubinen.
(iraz, lüO'J ÄMgust U9.
(OmUuder Akten, Rndolfiu.}
1702.
Die Kärntner Herren und LamUewte A. C (in Erzherzog Fer-
dinand: bitten durch Georg Adam liauher in Gemeinschuft imt
P*BUa. II. Ibt. Bd. LI.
lifi
498
den steirischeii und krainischen Amschüssen um eheste Er-
ledigung ihrer gleichfaUs durch einen Ausschuß am 21. Juli Ober-
gi^enen Beligionsschrifl. KUtgenfurit 1609 August 2U.
(Kop-, St. L.-A.. Chr. B.)
Von demsBlb«!! 29. KngmX Ut der V«lliu»hUbrief fUr den AuMctiuß
ditiert, d»n di« ßtäade k. C. In Oemifibeit der Brucker Paiifikition lor
8ollixIli«iTtng ihrT RpligioDaj>ng«l«gAnb«!t«D i^inti«ti«n. Si« T«rordn*ii htezu
d!e Verordnet«» »nd den schon beatehend^n AunebiiB.
1793.
Er eher zog Maximilian an Ershcrsog Ferdinand: Antwort auf
dessen durch Lagman gestdlte Büte «m Hilfe. Er werde mit
einer Summe sukhtrrtereu. Die Pässe Drauburg, Sacksenburg
an der Mund seien eu verwahren. Er Itabe befohlen, Mttsterting
im Pusterlaie mitl alles in guter Ordnung eu haiteti. 7609
August 20,
(Kons., Stattb-^ArcliiT Inntbrack.)
Von der R. K. M'' u. L. rath und viKecanzler Balthasar
La}'iDan von und zn Liebenan ist ana £. L. credeQ»6cbreiben
vom 17. dis eing^ehcndigt aucL iino. Layciiaii die begerte aadieiiK
alsbaldt erthailt werden; aus dessen mundtlichem fUrtrag wir
mit sund&nii mitlctdon angehört und verstanden, als wan sa
besorgen, daas Jeroaelben uncalholiacbo landleDtb in
Steyr, Cürnthen und Crain zu dnrchdringung irer ver-
maintcD reÜgion etwas tbätÜelis filrzuciemeii vorhaben
Bolten, sich der occasion des aufetandts in andern anrainec-
den n.-ü, landen zu bedienen gt^wilt sein und de facto etwas
tentieren mecliten.
Ob wir nun sanibt E. L. der trÖBlIichen lioffnung leben,
By, landtstende, werden für aicb selbs ire villeicht geacbllpfte
widri|<f. geciaiikt'n enden und sich vil eher des schuldigen ge*
horsamhe befleissen, so ibt doch in alweg gaot, d^s sieb S. L.
in omnem Hventmn befasst zu machen begeren. AVan wir ans
dan sowol schuldig als forderist willig und begilrig erkennen,
£. L. auf sollichen fahl, den der allmoeblige verhielten und
abwenden wolle, nach eisaerister mtlglichkait zu Buccurriern,
auch benebens erwogen, dass bcy genuügsarab bowtster der
camer ersaigung ohne der treogehorsamiatcn landtstende hilf
499
*
und beysprung wünig zu cfToctairen, als hab«n wir den edlen
S. L. rath . . . ('arl ScitmrffeD mit nothwendigen credenz-
schreiben an E. K. Tir. L. verordnete steaercompromisearien,
alB weltche derzeit za Stersing in anfncmung des generaUtcricr-
einnemers raittungen sich (wie wöl in geringer anzal) ver-
samblet befunden, abgesandt und demselben, was er für uns
arbringen sollen, notbwendige Instruction und bevelch ertbailt
aaob benebens nit underbisseu E. L. Vicecanzler dahin £U er-
innern, dass er sieb nit weniger binein nucli Stcrtz.ing vorfuegt,
das werk zu gaetem ausschlag befurdern zu helfen . . . Ob
wir nun gleichwol . . . verhofl*t, dass E. L. alsbatdt dermassen
entgegen gegangen werden mechte, damit sy ein aigentliche
gewiseheit belti^n haben miigen, dleweil sich aber 8y, steaer-
comprcmissarien, aa& inanglonden gewalt and dass &y in ge-
ringer anzal beysatuen gewesen, cntschaldigt, aber dannocht
des gebörsainisten anerpietens seindt, dasR ay ein snmma
gelts in etlich 1000 gülden aufbringen und zia&amen richten
»ach damit im fahl der noth (welicbe der allmecbtig gn. fUr-
kchrcn und abwenden wolle) E, L. suci:nrriern and beyspringen
wellen, wie aus inliegender abechrift ir, der steuerconipromis-
sarieo, geh. erclerung mit B mebrers zu vernemen, bo wollen
wir der ungezweiflt^ttrii lioffung s*^in, sy werden irem erpieten
nachkomcn und sich derma^^iea erweisen, wie es gaeteufrigen
catfa. landtstenden geztmbt und wol ansteht, wie dan auch wir
aaf augedeutte bcgebuug K. L. alle mUglicliiste aasistenz zu
thaen uit anderlassen wellen. Weit dan b e n e b e ii s E. L .
wegen verwaruag der pttsy gegen Karaten, damit selbige von
der widrigen religionsverwonten nit ctwo praeoccupiert werden
mechten and das man sich an den negst anrainendcn con
finicn in etwas befasst maclicn solle, anmcldung gctlioo and
die Tyrolischen steaercowpromi^sarien mit ihrem gehorsamisten
bedcukcn dahin gehen, d&ss E. L. die pääs Traburg, Saxen-
bürg an der Mundt (als an den zu maisten gelegen) wol ver-
waron lassen meehtcn, so werden E. L. ohao unser massgchung
der Sachen deshalben rechten zu thucn wissen. Dan so vil
dis land bericrt, haben wir bey dem obristen veldthaubtmann
in Tyrol die verftlgung getbon, das er im vordem Pusterthal
als negstnnrainenden orth gegen Kärnthen die underthanen anfs
allerfurderlichiäte, so immer muglicli, musteren und in guoter
bcraitscbaft halten boHc, damit man in omnem eventum etlicher
S2*
F
500
nassen befnaBt «ein kinde, nnd die widerwertigen dannocht ein
nng darauf haben sollten; und dessen wollten wir K. L. in ant-
wort nit verhalten. ... 39. Augast (160)9.
1794.
Ereh&rsog Mdximilian an Sigmund von WdkensUin: ieiU ihm
thn a7i den OUriaten von Madrutsch erhisseuen liefehl mit und
trägt ihm auf, dem Obristen nicht hloß gute liepirderung und
AmstenM zu leisten, sondtm auch, ,M'tM etwo in Steuer, Camthen
und Crain gefahrlicJiS fiirlaufen möcJtie, guele kundt-schaft ni
hwieUen und uns des Verlaufs jedesmals nu heriehten'. 1609
August 29.
(EoiiE., 8tattb--ArcbiT lunabruck, L>eopo]dinx 364.)
1795.
Erghersog Maximilian an den Obristen von Madruisch: An-
ordnung der Musterung im Puslertale. iüO'J August 29.
(Koiix , Statlli.-Aroliiv lunsltruck, «tbcniU.)
Demnach unih deren in Steyr, CÄrnMien and Crain der
widrigen rcligion halben besorgenden unruhe und aufstandts
willen eine sondere notturfiPt sein will, dass im andern Puster-
tlial ein niusterunp d«r undcrthanon furgcnomcn wordcj als ist
liiemit unser gn. bevelch, daas da die verfUogung thuest, da-
mit jetztbemclte inustcrung bey eriuelten undcrlhoDon im anderen
und oberen vierte! Puatorthal alspald oline ainiclies einstellen
furgenomen und dieselbigen tJi omnem eventnm in guetor Imj-
raitschaR gehalten, wie auch die orlhpltss und da etwa gefahr
/,ii j:ewJlrtigen mit fleia-s besichtigt und die iiotturft verfUgt
werde. Hieran beschicht unser etitlichcr will und mainaog-
29. August 609.
1796.
Balthamr Laynian an Erahertog Maximilian: berichtet über die
Verhandtumj mit den Steuerlfumpromissären. Das Erbiden einer
Summe Gelder ist a7isunehmen, weil man ad partcm so viii ver-
Bta7iden hat, daß damit ein liegiment Knechte etliche Monate
erhalten werden kann. I)ie F. Ifi werde tun, u-as an dem Er-
bieten der stände tißrJi fehlt. IGOii Aiujust 3L
{Orig; ätaiib.-Arcbiv luaibmck.)
I
1797.
1. Gaudens von Maärutsch: habe die Musterung im Unterpuaier-
taie dem linupimamtp. Sigmund von Wolhmstein, im Oberpuster-
iale dem üauplmannr. Pranckh anbefohlen. Auf Befeid 1 D'
werde er sich selbst dahin verfügen. 160'J September 1.
J7Ö8.
Erghereog Maximilian an Ferdinand IL: seine. Kompromissäre
tverden als irnthersige, eifrige, katholische Vnlertanen dan Äußerste
tun, desgleichen er seihst. Dem obersten Feldhnuptntfinn habe
er geschrieben, in omnein fvoiitum alles bereiUuhalten. 160H
September 2.
(Eonx., «b«i)4A.]
1799.
Derselbe an deti Obristen Madrutscft: Befehl, sich vor seittem
Abgange ins Pustertal narjt Innsbruck ru verfügen, «m mehreres
£U beratschlagen. Von demselben Datum (toird am Z2. wiederhoU),
(Kbeftd«,)
IHOO.
Derselbe gibt Befehl, an Lagman folgendes nuMsteUen : Kredenr-
hrief und miindlir.hr Relation habe er erhalten, darauf sei Schitrff
nach Siereing gesendet tcorden. Das liesultai habe er dort selbst
vernommen. In Graz werde man ob solchem Erbieten Trost haben.
1609 September ;i.
(Konx., cibandA.)
Die Verordueien von Steiermark an die von Krain: hegtäiigen
den Empfang ihres .Solli^ilaturschreibens' «» den Ershn-eog
wegen einer gnadigen Besolution und teilen mit, dafi sie, weil
die steiriscbcn Herren und Z^ndleute der betvußten, wigariscJien
Trahtation halben in ziertdieher Anzahl heisammai^ nicht untcr-
l-asicn wollen, ehestens eine Session in Religions-^aeJicn aueustcllen.
Die Ergebnisse der Beratung ebenso wie die Nachrichten von
50S
den VerordtiHeu in Kärnten tcerde man fhestens miüeile». Bitte um
weitere vertratäicke Korrespondent. {Grtu) de?* 2. September 1609.
[Kons.. St. U-A., Chr. B.)
1803.
Srehersog Maximilian un den Vertcalier der LaHde»ha»^mann-
tckaß und die Steuerhmtpromiisarien: ipri^t »eine Anerkennung
für die dem Etihereoge Ferdinand lugeiagte Hufe aus. Er B^tt
ilbemehme die Veranttatrtung gegenüber den Landstanden. 1609
September 3.
(Kons., Stattb.-ArchiT Innftbraek)
Auf des . . . Carl Scliurffen relation haben wir TereUn-
den, wABsen Ir Eacli der im namen nnsers . . . vettern erx-
herzogen Ferdinand) L. gedachten evcntaalhilf mit einander
verglichen . . ■, damit I. L. auf den enssersten nolhfal . . .
snccurriert . . . werden mOge, welches nns . . . sa gn. ge-
fallen gerair.hen thnet, das Ir Ench in disem sehr wichtigen
. . . werk 80 eifrig und trofttmüetig eraaigt. Und ob Ir zwar
noch zar zeit kain aigentliche eumma benennt, auch bencben
Euch auf den grossen und kleinen ansscimss oder gesambter
landschaft referiert, so scint doch die Sachen diBS orta also fae
schaffen, das» eine bestimmte gewissheit gleich al&baldt vor-
handen sein maess, wann änderst des crzherzogen L. und an-
Torderist der allain eeligmachenden reÜgion snccurriert . . .
werden solle. Dann Ir selber vernünftig zu erachten, wann
die religionsfeindt vermerken wurden, das man erst die land-
Btendt oder . . . klein nnd grossen ansschusfi diser gesuchten
hilf halhcn beschreiben mUste, das sy nit allain . . . etwas
widrign tentim, sondern auch die gelegenhait sich inierim aa
samblen und zu Sterken haben, horgegen aber, wan sy die
gewissheit und anzal der hilf, auch dass man sich in omnem
evenlum bcfasHt macht, vernemen, den muth sinken und fiillen
lassen, auch besser hindcr sich gedenken werden. ... So
wollen wir . . . die gethone eventu.il Vertröstung in alweg dahin
verstanden haben, dass man damit ein reginient knecht werben
nnd in lauf bringen, nuch etliche monat im veldt erhalten künde.
Und weil in dergleichen fallen periculuvi in mora and zum
roaisten an den voretraich gelegen, so werdet Ir die sachea
ft03
also anzugeben and zarichten wissen, da» man auf den noth-
fal), welchen gott gn. verhQeten wolle, dessen geaicliert eey.
Und damit Ir Each der nit habenden Tolmacht halber desto
weniger zn entac huldigen, so wellen wir uns hiemit gn. aner-
poten haben, nit allain solches . . . gegen den Undtstenden (als
die wir dea cathol. eyfers wissen, das« sj gern ir eisserates
danpannen werden wellen) bei künftigen zufiam man kanten zn
Terantworten helfen, sondern auch unsere thails ain »umma gells
zusamenzebringen und allain zu leachnng diiies feuere aufsähe*
halden.
Und haben darauf mehr liochgedacbten erzherzogen zu
sondern trost i» ecentum des nothfals dessen gleicheamb ver-
gwist, wie nit weniger den obristen veldthauptman mit ime,
wie aines und anders aufn fahl am 6eglichisten anzngreiffen
sein möchte, zeitlich zn berathschlagen und der Anhevolchen
mustcrung des landtvolks im <_>bern und Untern Pa^tpnhal selb«
beizuwohnen allherait heraus heschriben. ... 2. September 609.
1803.
Sigmund Freiherr r» Wolkenstein an Ersherzog Maximilian :
erskUiet Serichi, icas es mit der Musterung im Viertel Unier-
pusiert/ü für eine Betcandinis hatte und daß £uvor geübte Mann-
$cliaß geworben, die Pässe nach Kärntet% besetzt und Kundsciiafler
gehaltett ttferden sollen. Schloß ,Pmgg', 1609 8eptend>er 6.
(Otig., 8utÜt.-AKhiT l&nabnick, X^opoldioA 364. Qekfint.)
Hochwilrdigister . . . Derselhcn gn. bevelch vom 29. negst
abgeloffnen moiiats Augusti habe ich den 1. diis mit gebtlren-
der ehr nnd rcverens geh. empfangen und daraus, wasmassen
E. F. D" auf E. E. Tyrolischen L. verordneter atenercompro-
missarion aber dasjenige, was deroselhen geliebster herr vetter,
die F. D* erzherzog Ferdinand zu Österreich, mein auch gn.
först nnd herr, in bewister Sachen an E. F. D* und volgent«
dieselbe vermilelat dero zuegeordneten gehaimen rathitherrn
Carln SuhurfTen zu Schemwert, freihorrn auf Mariastain an sy,
herrn steucrcompromissarien, gn. gelangen lassen, gevolgte geh.
erclerung vom 20. obbemelts monats Augu$ti den obristen veld-
haubliiiann diser F. G. Tyrol dahin gn. erinnert, dass er sowol
die musterung tn Unterm- und ObemPusterthal alsbald fQr-
50-1
hssden Deinen, als auch die orthspüss besUeclitigCD, dui'zae
ich ime, faerrn reldobristcn, nit ailain gnetc befilrderong und
assistenz erweisen, sondere auch, was etwo in Stcür, Kernten
Bnd Crain geverliches fUrlaaffen mechto, meine gaete kandt-
scliaften liestellen nnd E. F. D' des Verlaufs ycdesmals bericlilen
BoUe, untlertlienigist veriiomeu.
Nun solle . . . sollechem ■ . . bevelcfa, sovil den . . . veld-
obristen anbevolliner maetcrung des unten) viertl Pustcnhai»,
sowol, auch bc^Ucchtigung der ortsptlsa and dergleichen belangt,
was iiner mUg- nnd mir meiner immcrzne obhabendon auch mit
zuenemung des alters gleichsam tH<;lich crcscicrenden leiba-
panfälligkaiten halber nur verbringtichen inprestierung der aaf-
erladuen a8si>itenx und »nderc-r Itefurdcrung alle achuldigiste
gehorsam und vulziehuug gehüst werden, und ditsfahla an mir
uiclits erwindeu. So i»utl und kann aber E. F. V^ ich . . .
etliche hierunter einlallende wüechtige coit^td^ratinnee und be-
denken doch ODC ainicbe tnusBgebung and allain zu dcro vomern
frn. tiRfhgedcnkeii und weitern deüberation nachToIgendemisesen
geh- zu entdeckheu nit underlas^en:
als erstens obwol nit ohne, dass die Tyroliscb zuzug-
ordnnng auch beschreib nnd ansachicssung der raannsch&ft auf
die erst, andere und dritte anslag sowul im Ohern- als Undcrra-
Pi'stertlial nls anderer ortbcn disslandts nun Tor gacter zeit
zu werk gericht, so ist doch dias mir anbevolcheo under viertel
Pußterthal noch unzhero weder bewahrt noch gemustert worden,
also dass es noch alles ein grobs unabgcfilerts nnd zu der wUbr
ganz niitaugliches sclirickh- und torchtsamcs rolk, welches zu-
malen ir vill aas den wilden talem als Vargen, Kballs, Tcf-
roggen, TilÜach, Vilgraten nnd andern dergleichen orten,
da die maiste mannschaft hei-zunemen, ir lebtig khnin ror nie
in die band ;j;eiiumeu, ja schier alle kain musecthan nie ge-
sehen, zu geschweigen abgeschossen oder gebraucht, in kainer
seit zu ainichem gegenstandt nit hrauclisam und qu:ilificiert
gemacht werden kann, und gesetzt, da dis bedenken schon nit,
sondern bey dem volck die taugiichkait eambt der uolliwendigen
bewöhrung, an der es dann one zweifei nit erwinden würdet,
vorhanden würe, so ist doch khatn ainigcr kriogserfalirner be-
velchöhaber, als loiUenanibt, fendrich, waibl and fürer, seite-
mallen auch mein zugeordneter haubtmann Oswald vom Graben
an ainor ganz gevobr- und uncnrierlicben krankhait, r«veren-
&0A
I
der ($ie) za peth darnider ligt and seines iiafkoiniDcn& kain boff-
Dang ist, za abriest- nnd nnftiernog des rolke weder bestellt
iiocb in solclier ey\ zu bekomen. Sollte inso imu bei Bollich be-
schämen dingen dem widerwertigen gegenlliail (der sein aof-
inerken und guote kuudtäcliafl auf dise orth obne zweifi vleissig
bestellt haben würdei") negst an der thllr und gleich vor den
sagen ain solche coofasisebe oTiordenlicbe mnsterUDg mit disem
groben onaofmerkigcnr auch aupendigen paursToIckh (des mit
dem bcsierfabrnen, will geschwcigen, kainen bevcichsbabem in
langer zeit uii abzciichtenj fUrgeen, kUndten E. F. D' gn. ...
crwegen, wu es neben andern cinfall- und hernach volgendon
considerationcn diäem ^anizen landt fQr ain schimpf und dar-
gegen den protestierenden stenden ah practiciert und kriegs
erfahrnen politischen leaten (deren sich dann one alles mittl ir
vil darzue heranfbc^^ebcn worden) für ain gel&chtcr, frolocken
und sterckung ires gefassteo mueths causiern wurde.
Zum andern ist auch in obacbt und nit geringes be-
denken zu ziehen, dass gedachte onierte widcrwertigc religions-
stende, als wie vei*melt des kriegswesens und ander politischer
practiken wol gewebte, ir vorhaben bei so lang gebebtcr zeit
and vor hecbsternenter I. F. D* erxherzog Ferdinandi so be-
harrlichen eiferigen und christlichen resolaiion räumlich werden
berathäclilagt und sich auf alle occorenz, sonderlich wegen er-
halt- und benennung der pttss gegen Tyrol. weilen 1. D' am
maisten daran gelegen, resolvicrt, wie ni<-ht wcni>ccr iiilt starkor
confooderation (wie aus dorne leüchtlichen itbzenemen, weilen
sy in der fertigen daterreichischen religions turbolenz alle acht
tag iren aignen curicr mit allen avisi des täglichen Verlaufs
ans dem leger gehabt) werden fUrgesebeii habeu. Daanenheru
inen non auf den fall solcher fllniebmonden muaferung, wann
nit zuvur ain fUrsehung mit geworbnem kriegsvolkh zu einuem-
ond bcwarung der ortspttss im Traa-, Mall und Geilltbal ge-
tlisn wurdet, die thUr zum vorstreicli und impiitroiiierung aller
pttss, damit mehr höcbsternennter I. F. U' »u Qratz aller «o-
eorso aus und durch diäcm landt der F. G. Tyrol gentzlichen
abgeschnitten und versperrt, seitemaleii sy ir zußzugdurdnung
nit allain in gucter yebung sonder auch die cernede (f) sambt dein
landtvolkh (des altes zur wälir tauglich auch albcrait abgcficrt,
wie nichts weniger ircr an diser herrschaft LUentz und dem
Fusterthal vermaintcn pretension halber hierauf begierig ist)
jederzeit in beraitschaft IiabeD, vor der zeit and ehnndcr sy
es vielleicht scibs im willen gehabt, eröffnet, auch inen zur Ter-
tKatigang discA unfuefrs und aufstandts ir entscbnldigang, dass
solches kain rcbcUion oder gewalttliätiger cinfnll, sonder ain
gebUrende defension und schutzwübr wider besorgenden gowalt
seyc, in die beiidt geben wurde. Welches ich nun meinestbayls
als ain unwllrdig- und gerinnt! egjger vicrtlhaubtmann, mit diesen
unvcrmocbtcn wol auf 14 meil wegs von einander rerstraten
groben unabgerichten gesindl, von dcme sich dann etlicher nnd
bevorab dieser nrsachen halber kainer männlichen atandthaftig-
kait und gcgenwübr im gruudt nit zu veraehen, weil sowol die
gemeine burger- als pauer^chafl diger herrscbafft Lllents in
Kärnten gar fast mit frcundtäcbat^t auch zins- und lebensdienst-
bcrkcitcn, wie dann allain graf Hainrieb Matbous vom
Tburn (80 auch der widerwertigen reÜgion zuegetban) über
die 500 lehcnsteutb athie bat, verwohnt, wie nichts weniger
auch der religionj sonderlich des verpotlinen fleischcasens und
sectischen bueeher halber bei gemainer bor^eracbat't alhie guetes
aufBchon und oftmali^'-es visitierens wol vonnetcn: Wann ich
gleich für meine peraon leib, ehr, gut nnd plaet, inmaasen ich
micbfi dann als ein geh. getreuer tandtmann nnd geringftlegiger
catholischer chriet sowol für E. D* nnd dero geliebtsten herrn
mitinteressiereiiden . . . herrscLaft als die raine, wahre^ heilig,
eatholifich und allain seligraachende reltgion, geh. und trenherzig
zu setzen schuldig erkennt, darströckhte, ye ainmAJ nit unter-
stehen noch verwöhren kHrde, sondern milesle es mit schmenten
und lierzenlayd vor äugen getulden nnd zusehen.
Dass aber gedachte unierte protestierende stendt ihr sonders
aufmerken nnd ang naf dieseii haubtpass gegen Tyrol werfen
möchten, ist umb bo vil mehr aus dem zu besorgen, weil sich
graf Ernst Wilhelm von Ortenburg, so aneh nit der catholiscben
religion und vorbero sein resident in Österreich gehabt, erst
korj^lioli vor diesem negsl in dieser nachperschaft als zu Ober
traaburg, so nach LUenz ain hanhtortpass und ime, grafen, Ton
seinem vettern, den caiholischen grafen von Ortenburg, zu Spithal
versetzt ist, anecssig gemacht, auch immerfort mit haltung gi'osser
frey- und gaüllenschi essen exerciert.
Was dann auch dieses neben villen hei offnen zöehen filr-
laoffenden inbitipi'n. diseurs nnd reden, deren aine auch ein
Clagon für tischer schrannenprocurator (wie mir glaubwürdig für-
6ör
\
I
I
komen) unlaiiß vor diesem alhio «a LUens, disos lauts, daes
die herrscliaft LUeritz bald wicdcruraben Kärncrisch werden
tnHess, Schlesien lassen) für ain nachgcdenkct) aaf sicli tragt,
dass die Kjli-ner (welche gleichwol, so vi! rair bowist, noch als
in kainer offnen kriegswerbang) den abgedankteu knechten, die
mit Iiauflfen zaelauffen. die offne und freye farth aller orthon
bewilligt, das hat ein yeder leicbtlich zu erwegon.
Wann dano ... im grundt dee bandh die Sachen aiiiiual
erEählterin aasen und nit änderst beschaffen und . , . hoch zu
besorgen, ja gleichsam nit zu zweifleu, dass mer bestirnte drei
landtschaftcQ Steyr, Kenidten und Crain ron irem fargenomnen
propogito wegen zuelass- and freyatellung der religion nit zu
weicheo, sondern solches per forza hinauszntrucken, auch als
politische, prakticierte und kricgsvcrstondige leuth allen mUg-
lichen vorll soDderltch dero orthen, wo inon ain einfall und ab-
brach beschehen mag. in ilire hend zu bringen gedenken, kynnon
E. F. U* . . . erwegen, das» mit solcher musterung dieses ge-
raainen ungeyt'bteu pofels oue vorgeende werb- und würkliclie
in esBe bringang aines bestellten und abgerichtcn knegsvolks
(des sich der passen iinpatronieren und wjinns zum ernst kombtj
einen gegenstandt halten kann) ... I. F. D*, dero geÜebsten
iMrrn vettern, nit allein nichts geholfen, sondern . . . ril mehr
^rhinder und achedlich sein würde. Wann aber aytzt alsbaldt
und in mllglicher stille etwo undcr ainem andern praetext and
schein ain lauf von einer grossem anzal peworbnen kiiepsvolk
gemacht, und dieser weite anverwarte haubt- sowol auch die
untern ortspüss ainm&l mit volk, weil sich bevorab alhie als
einem offnen verprennten ortb auf kein gepej nit zu verlassen,
besetzt and entzwisclien auch die wötiren mit nothwendigen
khraut und lotli uberschickb wurden, alsdann meclit ain ver-
fengklich und nutzpere mnsterang mit znethnernngfffiej der one
da«» bcsüldten bevftlchshabpr fUrgcnomen. das unei-fahme zu dem
geyebt- und geworbnen kriegsvolkh untergeslossen und also I. D'
desto QQtzper und ernpriesslicher beigesprnngen werden, darbei
ich das meinig, so weit sich meine leibescrefton erstrecken, geh.
gern prestieni will.
Die ortpasa aber von unten herauf, dardarch ... ein anf-
halt und abpraeh beschehen möchte und diae als Villaoh, Gmint,
Möllthal (so allain zu unterist desselben an der Müllpruggen ge-
nanndt, mit atner schanz versichert werden mlleste) item Sachsen
barg und Tmbur«? und gleioli ge^on Traburg über ein scblOssl,
Flaschburg gehaissen . . . mllpsten nur anton IioraDf erpraoti-
ciert und ftirgpsehen werden, denn da bo1cIic>h nit beschefaerif
sondern die oi-thsptlBS durch die roligion widerwertigon innen
gehalten werden sollten, wiste ich zwar weiter nit, waa inen
fllr abpruer.li r.n t\incr\ . . . seitemaJen sonst khain Strassen,
dnrdurch man Inen znekommen mochte, als durch die Lnggaw
und das GelUhal, welches aber gar ein enger, grober, pnrgiger
wpg . . ., dargegen aber, wann sy protestierende slondo, diese
passorte in ihrem gwalt erhjilton, würden ay ainen ofTnen pass
und eiiifall herein aaf diese landt und hiesige herrschaft
Ltäfntz (darzue sy one das . . . ain alte pi-itlcnsion, als ob
solche neben dem ganzen Fu^terthal bis nn Mulbacber Claasen
in das ftli'»tentlinnih Kllrntun gohlirig sein solle, zn haben
vcrmainen, von dnnren bero uinb so vil mehr was zu ntten-
tiern isicli nnterstecn torfTen) dardnrrh also discn baohtpass
einzencmen und denselben vor zu spcrrn, aueli ihre Schlösser
und vestungcn umh so vil mehr versiehorn, also dass man
inen nicht weiter zuekoroen möcblc, die beste gelegcnbait
haben.
So vil dann bcachliosslichen die beatellung der kundt-
Rcliftfter betrifft. wElstc ich nit, wie dif^aelbigen dnrcb mich
äondcrhclien in Sfcyr und Crain, weylen ich deren ebendo
durchaus niemandl heknudt vertrauter habe, gehalten werden
mochten. Ich hettc iiher darfUr gehalten, die F. D' erzherzog
Ferdinand mccliten die&elbig in dero landen durch bestellte
gohftimb und bestellte pcrsonen, zum bostcn and faegsamiston
anstellen und verordnen, auch dannenhero . . . E. F. D* . . .
alhero berirbt werden, so hab ich auch in Kttrnteii niemandt
andern in kundtschaft, nls des hcrrn crzUiscbofcn von Salzburg
brueder . . . herr Kuedolphen von Kaitenaw, vitallioinb zu Frie-
8«ch, 80 ZU Gmiut residiert, und die licrrn grafen zu Orten-
burg, mit denen ich gleichwol . . . alsbahU solche vertraute
gebalme eorrcspondenz zu bestellen nit underlasiaen, wie auch
Sonaten hcrnben urab vleisäiges aufmerken verordnen will, in-
massen ich dann allbfrait ain vertraute pcrson nach Körnten
nnd dero ondeo abgefertigt. Was nun durch diescibig oder
jtndor gewisse avhi gcvebriichs eiuUombt, dessen sollen E. F- D'
jedesmal nach beschalle oliait der sachcn . . . erinnert wer-
den. . . .
Uatum Schlossprngg den 6. Septtn^rit anno 1609.
K F. 1> etc.
Sigmund fr. zu Wolkenatein.
1804.
ToUmachtsbrief <ier gteirischei* Herren itttd L<in<Ueutc: setteti sur
St^ÜMiÜentng einer gniidigcn lieadution in HdiyioHssachen in
Gemäßheit tles Brurkrr Vertrags einer aus TT Miiglieäen\ be-
stehenden Ai'sschufS ein. Gra, 7009 SeptemJier 7.
(Orig., Gfi (JntorsehriAcii nud 46 «nfgatlrflckte Siegel, bt. L.-A^ Chr. U.)
n^i ihre gKjQt Bcdrüii^!) »t>wi^SI mit Abit:h»(r[iii^ aIs aticli mit Zer-
«Wniag der ilinen g«hVri^F'ii Schulen !itni Kirchen, die Auntreihuup ihrar
L«hror und Uckentnar unter den Lindesbedieu^lot«», K'lr^ern nnd Baurrn
kein End« oirooit, zu den UeLi^otiH- kucU poUtisclie j/rat,vinuni3 hiuBukommeii,
da »B iiain«nt)i(th ibr«r uralten i'osReasiuaon beraubt, ilinnci dia srUldieD
Gepullurcu »enomm^o, e)uz<>liie Landleutc airesticrt, ihrer Anit«r enttelut
od«r *otij|t ileUQiii^tivrt, i|a »ie frrnor gnnntigt auid, zu iliror Ocwlueus-
b«drKng:nl> Kindertnuffn, Kopulationen »sw. dnrcli kalhAlUchf I'rii-ster vor-
nehmen KU Uflsen, da vou den nu« dem Lande <)ea<;lia!d'tcn, die teils ihre
IHener, teil» ihre Untertanen sind, der 10. Pfennig uenommen wird, womit
niJin vor Jahreu seihst die aus dem Lande gewiesenen Judi>iii verschont hat,
was alLn geigen die LandeafrdhotL und wider altea Herkommen ist, da
feruerliin ihr Flelieu um Ablülfo bisher nicht erhUrt wurde, wirwohl hLd erst
im lolstverfloMoDon Monate Juli im Vereine mit dcu Il«rren und Landleutou
■iu KItnien und Kmiii eine Bitttcbrift (ibfirrelohen ließen: ao werden fie
jetit gedrungen, um eine goXdtge Resolutiaa eii soUieiticren und weil sie
nicht alle icusamuieu bleiben kJlnnen, so bestimmen vie biezu einen Ausschuß,
bestehend aoe dem Landesliauptmanno Sigmund FrUdrich bVeibcrr von
HerbersleLU, de» Verordneten Georg von Stuhenbei^, Franz von Bagnita,
Hnni Friedrich vou Ht-rboratoin dem Altereu. Wolf Willielm von tlerbenteiii,
Ilani Freibctr vou Stiidol, Eriircit-b Freiherr von Sauraii, Ulrich Christoph
von BchÄrffenberg, OiNirg Friedrich von Ilerbentein, Kaspar Frclner, LE«nhtrt
von fit: rba ratein, Hans Sigmund von Eggenberg, Jonas von Wilferadorf,
Heriihardiu von Mindorf, Hans Friedrich von Stainacb, Feier Christoph
Prauufalk und Ilaui ätobich. l>i«ae haben in UamlUheit der alten Union
der ionerVtlerreichischcD Lanilo uud der in Uruck an der Uur l&7tf gc
troflenen Ueslinimuug, ,dAß diese Lande in allen NutHllk-n ungesondert ttir
Rinm Mann stehen uod kein Land das andere verlaiisn soll' niw. mit den
gooanoton I>!indern zu korrespondieren uud mil ihrer Hilfe daa Mfitige zur
Erkaltung der hcdrJin^'lcn Kirche zu veranlassen. Die Mitglieder de« Aua-
»chuaies Bolleu, wenu ui notwoudig, auf einen baattmniten Ort ,beKhriobfln*
w«rdou. Sollten ihnco Rochwerduu znitoßcn, ao wUrden sie dieso alle go-
n«insaiu tragen und wurern einem uud Atta anderen bei Zitatiuueii du frei«
ÖJO
Geleit Teruct wBid«, tu>llt«ii sie «De fUr ihn euulekea oud den »rlitteneu
Sehwien i^emdnBiRi trxgon.
Dnn AuaavtiLiU dtir Kfimtnar ii«h« obdo sam S9. AttgoJt. Du Protokoll
über die Heratiiiig nm 7. H«|itemlier lic^ vor (dir. R.)-
1805.
Vollmachtsbrief der lirainischen Herren und Lan^eute A. C:
setxen in Anbetracht der schtceren troig aüer ihrer dem Landes-
fürnien ermesenen Treue erlUtetien BeHgUmsverfolgutig, die aUer
Bitten unbeachtet kein Ende nimmty in GemSßheii der Festsetzung
der BrucJter PazißkaiioH von 1578 einen außer de» Verordneten
und dem Einnehmer aas 12 Mitgliedern bestehenden Ausschufj
ein, der das für die. lldigionsanfjdegenheit Nottcendige vorsu-
nehmen hat. Laibach, liiOO September 7.
(Kop-, St. L.-A., Chr. H.)
Wir N. stunde des lierzog^thumbs Craiü der er. A. C. zae-
gethan bekennen hicmit in crafft discs volmechtigen gwalts
Uti'entlicb :
als aus sonderer haimbsuchung und verhengnaa des all-
mechtigön nun etUch iar her in disen dreien landen Steyer,
Kharndten und Craiii «in sehr hocbbeschwArÜcbe nnd ganz
herzbetrUeblitihe retiglonsreforraation fUrgjtngeii, darnoter unser
in dem hl. wort gottes wolgegrUndtes evangelische exereitium
religionta, kirchen nnd scbnelen aambt derselben getreuen diener
gar abgeschafft, ja auch barger, paurn und andere inwohner,
die sicli zu diser rcligion bekennen, gar aus dem landt Ter*
triben worden; d/irdurch dan disc landte, wie laider anjetzo eu
BpUrn und zu sehn, in sehr grossen ilbcUtandt gcrathen, welches
alles doch die getreuen stilndte bishero mit aller christlichen
gedult vertragen und nichts desto weniger ain weg als den
andern I. F. IV als irem gn. berrn und landtsfllrsien allen
schuldigeu gehorsamb und treu mh unverschonter darsetzung
leib, gaets und blueta ganz willigigl erwisen, dasselb auch hio-
ftlro zu thuen gehoreamist gesinnt und entschlossen, daneben
aber befunden, dt\SB sie wegen veruianglung soüchea irea ent-
zognen evangelischen exercitii in irem und der iren angehö-
rigen christlichen gewissen sehr hoch bekUiumert nnd beschwert
sein, hat sie die grosae und eusseriste noth gedrungen, solchen
schweren rlrangeal 1. F. D' . . . mit daglichen seufzen und
I
511
flehen fUrzatragen, nmb aafliebnng desselben rmd gn. anver-
wehrler znclaseung nnKerü haitsamen exercitii in alier unter-
thenigkait za bitten and anzulangen. Wan sie aber anf ir in
tiefister demnet bitten nnd flehen biehero kain gewehrlichen
beschaidt, ja anf der dreyeti lande Steyer, Kliilrndten nnd Crain
ev. BtJLnde durcli Ir daiv.ue depnttrte ausechuss und gesandten
in verwichnen nianat Julia ubergebene ausflirlicbi; scbrirt gar
kein antwort erlangt, befinden sie rochmalcn, da&s sie bei ver-
lost irer eeelen hail and Seligkeit von iren vorigen lamentiron,
flehen und anlangen nit aussetKen, noch ires evangelischen
txtrcitii ferrer entbern künnen, sondern za beatendiger be-
kennung irer cliristliehen reügion aus goltseligom eifer und ernst
mit güttliclier hilf und scgensverleibung urab die wiedererlan
gang jetzt ange-deutes hailsamen taerciiii mit and neben der
andern zweien landen Stejr und Kärnten evan^. stünden anf
gebUrliche gezimende weg sieb getreulieb anznnenien amb so
vil flieglioher nit umbgeben sollen, weil sich bemelte drei lande
noch vor vücn iarcn, sondnrlicli aber amio 1578 in deren zn
Pragg (tlrgeloffenen algemainen Undtagshandlangen mit gn.
vorwissen und beliebung deren in golt rahenden F. D' erz-
herzogen Carln za Ostorrcit-h . . , duhin verglieben und vcr-
ainigt, wo inen sowol in religions- als andern prophansachen
irrUQgen und beschwör fUrtielen, sie sieb under einander aller
nachbarlichen hilf crhüllcu und in iror tiotb und obUgcn mit
flehen, seufzen und bitten bei der bOchsten obrigkeit tind wo
üS immer die noth wurde erfordern, kein land das andere ver-
lassen solle. Darauf sie dann auch das exerciiium irer christ-
lichen religion bei lebzeiten . . . [, F. D' sei. ped. nit weniger
als ... bei .. . kaiscr Fcrdinandi . . . wie auch bei dem
jetzigen I. F. D^ unsero . . . landlsfürsten eine guete zeit, bis
auf die vor etlichen iaren boro fürgaiigcne betriebliche refor-
niation ruewig und wUrkItch erhalten and diaes allein dahin
gemaint nnd angesehen, damit diso landschaf^en and derselben
christliche gtaubenegenossen nit allein für irc pcrson die höchst
nothwendige himmetsspeis und weide irer Seelen unverhindert
. . . genicssen, sondern auch auf ire liebe posteritet durch gottes
gnadt hailsamlich bringen und propagicm mtlgon.
Seitental sie aber irer nngelegenhaiten und in andere weg
habender obligcn halber in denen oft geschwinden fürßtltcn ■ ■ .
nit albeg in vülliger anzal zusamenkumen und dos, so discs
bocliwi eilt ige ntgotium erfordert, goaambter lietmchten kOnnen,
haben sie, ev. Crainerisclie elünde, sich eines ansehenlichen atts-
schuases irer getrenen landts- und religionsmitgüeder aaf einen
solchen weg einhellig entaclilosson, dass dcrsclb nit alUin zu soli-
citiernng nnd urgiemng oimngedettter . . . reRolntion . . . sondern
anch ferrer in allem, was disßs . . . rftIigion»werk nottnrft erfordert
und za Wiedererlangung desselben erspriesslicli ist, allen vol-
mechtigen und unconditionierlen gew&It haben solle. . . .
Und liftben . . . die I. stände ... zu aolchem aasschuM
neben denen . . . verordneten und . . . einnembcr . . . auch
die . . . herrn Dietrich freiherr zn Auersperg . . . herr Nicias
freiherr zu Egk . . . herr Wolf Dietrich von Lamberg . . .
herr Hans Wilbalmb von ±?clinitzenpaanib . . . herrn Eraaam
von Schejer . . . Iierr Ott Heinrich von Wernegk . . . herr
Oeorg Rauber . . . herr Johann Monkban . . . herr Hans Sey-
frjed Rasp zn Oaterberg, berr Wolf Engibrecht Schranckler zu
Aycb, herr Antori Petacbowitfich zu Landpreiss, herr Hans
Petzhover zo Scbirgetiplichl erkiest. . . .', Beschecben za Lay-
bach den 7. tag September anno 1609.
(In darto; Abnchrift de» Crai»eriich«it gewalt.)
Ein ihnlichM VollnixchuclirriWn der Kürntner («iehs zuiu S9. An^at)
wurde in der ValksvorsunDilang in Um am 7. äB[>tember verleaen.
1806.
Sigmund vo7\ Wolkensfein an Erzherzog Mrtj:.: Nach dem Befehle
vom 6. d. soll die liüstung im PmteriaU auf Schloß Prvgg g^
bracht tcerdac. Sie werde axif Reinfels besser verwahrt se»i.
}G09 Sepiemher 9.
({}ri|;., 8U etil. -Archiv Intisbruck.)
1807.
Klagen der Krainer üher etliche in Land- und JlofrechU^ ge-
SckeJienett Eingriffe tmd zwar 1. in der Handlung stvisehen
Jakob Sdireiher und dem Alte v(m Yikttlmj, dann zwischen den
Herren von Auersperg und den patres tvegein eines Getreide-
zelienis. J3. WegeJi der Exemption der patres 6« alUn Gerichts-
Folgen di« iD Vollniacblou gewCbulichen Forioelu.
618
1806.
instutiiCH. 3. Wtyen der Zilation der Landleuie und Offisierc
B mach Grtu. Laibach, im großen Ausschnsse 1609 September 9.
K (L.-A. Krain, V.-PrnL)
f Die Verordneten A. C. von Steiermark an Christoph Ulrich von
Schärfenberg, Peter Christoph Praunfalk und Man» Friedrich
von Steinach: sie seien in der jüngst abgehaltenen Versammlung
mit Mu Ausschußtnilgliedern ernannt icorden, um die Ii*}li'jions-
sehrift hei l. F. IM gu soüititieren. Gras^ IßOi) September 10.
K (Kduk., 6l L.-A., Chr. B.)
I IHe Krainer Herren und Tjonäleute A. C. an die in Gras an*
H we$endett Gesandten und Ausschiisse: enischiossen, mit deti Sleirern
und Kärntnern »m eine gn. Resolution ansuhaii«», »euden sie
Anton Fcdtsdiowitsch jsu Landpreifi nach Gras und litten^ aidt
dieses negotium in meliori forma empfohlen sei» au lasaen.
Laibaeh, 1609 September 13,
{Orig., Sä Siei^ nu^MrSckt, 8t. L.-A.. Cbr. K.)
1809.
I
1810.
linand von Khucbach an Ershcrmg ZlaxitHilian : Dit3Schreii*m
vom 3, S^itember sei ihm nidU in Sierging, sondern schon in Brixen
rugekommen. Kr habe es den Stißen Trient und ßrixe» und anderen
Varordnetrn mitgeteüt. Darüber seien ihm unterschiedliche Ant-
worten sagekommen. Für ihre Fersoneu seien sie gu allem bereit,
um die kathdische Religion mu erhalten und auch ihrcsteils eine
Summe Geldes ^samtneneubringen. Aber die begehrte fUlfe selbst
gu bestimmeHf sei nicht in ihrer Macht. Auch möchte?* sie der
Konscquensen tccgen die Vcraniicortung nicht übernehmen. Sollte
es sum Aufstände in Kärnten kommen, so seien italienische Durch-
süge, Mnsteruiigeti und eigene Defensionen ri* gewärtigen. Hof-
fentlidt werde der Frxftersog dem Übel Bcillieh steuern. Die Hilfe
der Grafschaft werde g^en die ansehtdicften drei Herzogtümer
klein sein. 2609 Seidcmber Ji.
(Orig^ Suuli.-ArcliiT luDsbravk.)
r»>iai. II. AU., M. 1.x.
u
514
1811.
Erxherzog Maximilian an den Obristen Madrutsch: er möge die
Kosten für das jsu erhaltende Regimttnt so ansUUai, daß man
mit 30.000 — iO.OOO fl. auf einen Monat das Auslangen findet.
Ein jeder iccrde tcahl «mso hilliger mit sich bandeln lassen, ais
es die aliein seligmaehende lleiigian und auch eineti aus den mü-
interessin'ien Herren und Landfiirsten der GrafscJiaft Tirol be-
trifft. Die Musterung lasse man sich für den luvten Oktober
gefallen. Aus dein beigeschlossenen Vergeichnisse sei «u ersehen,
daß man im unteren Pustertale an Befehlshabern und kriegs-
erfahrenen Personen entblößt, die Untertanen noch nicht abgerichtet
U7id die Pässe nicht besetzt seieu. Er möge bedacht sein, Sigmund
von Wolkenstein xu helfen and eincti Kohlqitalifixierien obristen
Wachtmeister bestellen, der allen Musterungen beiwohnt. 1609
September 17.
(Koni^ ebenda.)
1812.
Erxher^og Ferdinand an Erzherzog Maximilian: bestätigt den
Empfang der schrißlichen und miindUcJ^en Berichte Laymans
und dankt für die erwiesene GutwiHigkeii. Wiewohl sich seine
U7ikathßlischen Landleute bisher äußerlich still und
ruhig verhalten, er sich auch getröste, sie u-erdeti sich Oirer
Treue und Pflicht nach Gebühr erinnerti, so bitte er doch darob
tu sein, damit für den Notfall ihm das vertröstete Jlegiment
Kriegsvolk zur rechten Zeit zur Hand sei. Er habe gern ver-
nommen, daß der Ereherzog die unkatholischen Landlente durch
Schreiben tmd bewegliche Anmahnungen und Drohungen ron jedem
Unfuge abhalten tvolie. Er selbst werde ihn, sobald er hierüber
Wahrnehmungen mache, dessen erinnern. Dank für die übrigen
Versprechungen. Grai, 1609 September 17.
(Orif., Sutth. -Archiv lansbruck, Loopoldkoa 364.)
I
1813.
Erihersog Maximilian an Sigmund von WoVcMsUin: BesÜ^iA
der Schivierigkeilen wegen der anbefohlenen MMsteru7\g im Viertd
XJnterpH?,tertai sri mit dem oberstm Feldhauptmanne verhandeli
und die Muslerung auf den halben Okiober atigesetzt tcorden.
515
Er werde ihr beiwohnen und die Orti^tässe bmchtiffen. Die Auf-
betcahrung der Wehren und liusiungcn wurde eur Kenntnis ge-
nommen. 1609 September 19.
(Konx., nl>end&.)
I
I
I
I
1814.
EnAerMOff 3[aximüian an Erghersog Ferdinand: teilt mit, wtut
für Befehle er dem Obristen gegeben und tcas er den beiden
ISi&chöfeUf dem Landeaverivalter und Christoph FreÜierrn von
Wolkenstein gugeschriebeti. Ji)09 September 23.
(Kam., 8tatth.-Archir Innubrnck)
Am unserm janj^stea achroibeQ und postscripta toiii 2. d.
werilen E. L. verstanden liaben, was wir aaf die bewUte er-
clerung' und anerpietung einer ovenlaalhilff gegen K. L., so
die Tyrolischcn stenercompromissarien sowol schrift- als mUadt-
lifh gegen nns und unsern abgesandten dem SchUrfFen gcthan,
verrcrs an dieselbjgen gelangen lassen, daranf wir dan aucli
den obristen von Madrutsch hieher erfordert, mit ime ainJs
and anders in ecentum tractiert und gehimdlet, durch weliche
unB etlictie zu (tbristen und haubtieitlirii benennt., wie nit
weniger des künftigen obristen besUülung auf papier gebracht
worden.
Wan uns aber hier zwischen von dem vcrraainten der
landtjtliaubtinanscliart an der Futsch ein RoUiches unverlioti'lea
antwortschrei ben, wie mit A bezeichnet hie beyliegl, daraas
wir allerhandt uacbgedenken gesch(3pfV, xukoinniei]. aU sind wir
verarsaclit worden, dem obristen bcvolcli an geben, was er bey
baiden bischoffen, dem landtsverwalter nnd Christoph freybcrrn
«a WolkeriAtiMn (wie eoilicbea die abscbiiflnn, mit B, C and D
iilerirt, mebrers tm erkennen geben) an seinem znnickraisen
verrers anbringen und bnndten snllej damit wir nin aigenlliche
gewissheit, worauf man sich doch endlich %Vi verlassen haben
möchte. Welliches E. L. wir /.u etwas duro nachnchtang nit
verhalten sollen und doch bcnebcns der hoähung sein wellen,
wolermclte bisobofe and die andern sieb eines bessera ver-
nemen werden lassen. E. \,. sein und bleiben wir ete. 23. iSvp-
tembris (1)009.
sa*
Mfi
1815.
Erxherzog MaxUmlian an den Kardinal j« Trient: Bei der
Gefahr der Sac)wn in InnerÖsierrcich und dem UtHsiande, daß
dfitn Ershersmje die erhctene Ifilfe eugemtfl wurde, hoffe er, der
Kardinal iverde das Seinige dagu tun. Kr möge Verfngnng
ire/l'rn, damit mau u^üse, tvoranf man sich im yotfalle Kerlasseti
Jtönne. Sonst mußte der große und kleine Ausschuß jtusammen'
berufen werden, um weiter su verhandeln. 1600 Septemher 23.
(Konz., StitUi.-ArcliiT lunsbrack.)
Von . . . Juliann Gaudenzen fr. zu Mndrutsch . . . werden
K. L. iimndllicli «ic nit wenigor aus boylicgenden erst diser
to^cn von Lien?. cinkomnen zeitnngen schriftlich zu Tomemen
hallen, wio gefahrlich dio sachen in Stejr, CSrnthon Und Cratn
mit den KtJinden dor widrigen roti^ion flieh arilas^nn oder wie
stark des erzherzogen Fcrdinimdi L. alberait auch zne*»e8otzt
werdi!, dift freyslcllung der religion in benielten dero erbfürsten-
tliunibcn und landen HUch zuozulasean, alsi> dsisa anders nicht
als alle gcfnbr zu gewnrten.
Nun werden K. L. «ich zn berichten nnd von dero zu
jinigaler in Sterzing der steaercomproniissarien wegen aufnem-
bong des Abraham Geizkhuflers lß()8. lars raitung gehaUnen zn-
samnaenUnnft abgcordtictcn zweifelsohne vernommen haben, was
hochged. erzherzof,'s L. desswegen unlängst an uns und wir an
sy, steuercompromlsearir'.n, gelangen lassen, well ich ertnoasen auch
dieselbigen gegen uns sich gehorsamist und guetwÜlig erclert,
wio ans dan benubens der eil ... Carl Scliurflf . . . solche . . .
relation gf^tlian und den anschlag eoltichcr hilfleistnng aufs
wenigisl aaf ain regiment kaecbt von 3U00 man gemacht, dass
I. L. auf den notbrall von dannen aus auf solches gewisser
vertröstet werden.
Wan uns dan nit unbewist, wie eifrig E. L. die erbaltong
der eatbolischcn allaiu seligmachcndcn rcligion Ihro olute duas
angclpgpn sein lassen, wio dan hierin nichts anzuscchen, souderu
ein jeder bis auf das bluet bey derselben zu halten vor gott
schuldig, also dass diee bewegnus, da wir schon änderst kaine
betten, sich allenthalben in disem negst anrainenden landt, dar-
bey des erzherzogs Ferdinandi L. stark interessiert, aufs eisscrisl
anzugrciffen, allain genacgsanib sein solle: so ersuecUeu wir
517
E. L. hiemit, die wellen ein solliclics wol an ^emUeth ncincn
and fiowol flir sieh selbsten dahin bedacht sein &!« hey and<.Tn
die vcrfüegung ihnen, damit wir doch ein aigentlichc gewiss-
hatt Iiaben mechien, wessen man sich anf den nothfahl zn ver-
lassen, sonsten nmesten wir den grossen und kleinen ausschüss
in eil xusamcn fordern und mit ihnen weiter Inietiern, welches
wir doch lieber sonderlich zu diacr xvcinat(»ic) zeit omheehen
weiten. Auf woHchen begebenden fahl wir dann E. L. aber-
niaU hiemit fr. orsnccht haben wellen, demjenigen, m von I. h.
Stift wegen erscheinen würdet, in bevelch zu geben, bei dieser
sftch alle gaetcn ofßcia za praestieron. Und sein E. L. . . .
2S. September (160)11.
In »itnili an liischolT zu Brixcn.
Pro h. obristcn abaelirift.
Pro erzh. Ferdinand abachrift.
i
1816.
\rshefxog Maximilian an dett Obrisfe» Mudruiseli : Tiri der
sichtlich gHitehmendcn Gefahr seitens der uidrii/m lidigiomvcr-
wanäien habe er die Bischöfe von Trü-nt und Brixen und den
Vertaalter der lAtndeshauptmannscJtafl der Saclien erinnert. Er
möge im Hinreisen mit ihnai ittid Christoph con Wollieastein
verhandeln. IGO'J September 23.
(Kons., Suilli.-ArctiiT iDimbraek.)
Maximilian . . . Demnach die gefubr mit denen widrigen
religionsvorwaiidten in Steyer, Cilrnthon und Crain nit ab-,
sondern vermü^ eingelangter zeituiigpii nur ztiniinbt, wie dir
selber bcwissl, also dasa zu besorgen, man werde mit der Tor-
trösten hilf des erzherzegen Ferdinnndi L. in kürze succur-
rieren mttessen und dahero jetziger zeit nielit tmOireri* von
nGten, als dass man der in omnem cventnm durch die Tyro-
liscben eteuercompromissarien vertrösten hilf lolbcr ein mehrere
gewiss- und sicherhoit Iiaben mechte, als soindt wii- bewegt,
bcedcr bischofen, zu Triendt und Brixen LL., wie zugleieh
den Verwalter der liindtshauptmflnsclmft kq erinnern, dass sy
sowol fdr sich selbst darauf bedacht, als andere diihin zu ver-
malmen beäissen sein werden, damit wir doch deslinlben ein
mehrere certezza haben ktlndcu, wie du neben empfang der
518
originalien aus bRygflIegtcn abscliriften mehi'ers za vemehraon,
hicmit in gn. bevelchend, daes du im hinreiseo nit allain bey
Ueeden bischofen und dem verw.iltnr dßr landtslianltmansdiaft,
sondern auch dem . . . ratli . . . Christophen freyhßrrn zu Wolken-
steir . . . solliche eyferige neuerang ku tlmen nit underlaseen
(wirst)^ damit man die begerto gcwissbelt habrn und also des
besorgenden scliimpf- and Schadens überheben sein mtlge. . . .
23. September (1)60S.
Ifil7.
ErzherMog Maximilian an Ferdinand von Khiehaeh, ifc» Ver-
tpalter der Lavdrshauplmannschaß: Aus Zeiiimgcn mln^hme
man ein Wachsen der Gcfdkr. Dringende Notieendigkeil, dem
Erzherzoge Hilfe et* leisten. Man habe ihm Aussicht auf ein
Megimcnl Knechte eröffnet. Bei der Ungewißheit, oh das Gdd
beschafft werde, müßte mau den großen und kleinen Ausschuß
berufen. Um das eu vermeiden, möge sich der Vericalter bei den
vornehmsten Landsiänden und Ausschußmitgliedern dieses Werkes
annehmen, damit nicht noch dies Land in Gefahr komme. 1600
September 23.
(Koni-, St&tth.- Archiv Inmbruek.)
1818.
Bischef Christoph von Brix/m nn Mfi3:imilian: er tierde es an
nichts tnangcln lasseti, um die htthdiscJie lieligion tu erhalten.
1609 Septiinher 26.
(Orig., ebenda.)
1819.
Ferdinand von Khiebaeh ah 3l£iximilian: Die tirolischen I^nd-
stünde werden ihrr-r landegfürsitlichfn Iferrschaß in NotfäUm
immtr aUe mögliche Hilfe erweisen und Leih und Gut einsetzen,
aber dieses Werk kann durch einige xcenige Landteute, Ausschüsse
oder Sfeuerkonipromiss/irc nicht erledigt weiden. SoUte es not-
wendig sein, den grnjien und kleinen Ausuchuß und die Steuer'
kompromissäre zu berufen^ so wäre «t eu icünachen, daß es nicht
jetzt zur Weinernte geschehe, die ohnedies mißraten sei. 1609
Septnnber 27.
(Orig., pbend« )
519
1820.
Qaudenx von Madrute an Erehereog Maximilian: er habe beide
Bisehofe wef/m der Beihilfe angeifprochen. Beide sind eur HUfc'
leistuntf ganz eifrig und tcerdeH ihre Abgesandten mit Imtritk-
tionen versehen. Der Verwalter der Landeshauptmannsdiaft werde
auch nickt feiern und die Sache den vorneJimsten LandUujsmii-
gliedern vorlegen. 1609 September 39.
(Orig:., ebenda.)
1821.
Erzhersog M*a;imilian an den Kaiser: teilt die Notlage Fer-
dinands II. und die daraas entspringenden Verhandlungen mit.
(Innsbruck) lfm Oktober 2.
{Kanx., Butth.-Archir Innibrnek.)
Allordurchleichtigister. E. K. M' u. L. soll ich anange-
fiegt nit lassen, dass des erzberzogen Ferdiiiandi L. den geh.
rath nnd hofvicecanzler Ilaltlmsar Layman von und zu Lie-
benan kurz rerrackter tagen hieher gesandt, welcher neben
praesentierting einea credenzschreibens ao viel mandtticliä an*
zaigung getlian. wie dass I. L. die fUreorg triegen, auch so
viel BpUrn nnd merken kündten, daaa bIcIi die in Stejr, Cämthen
und Crain noch anwesende . . . der widrigen religion anhen-
gigö landtstrndo zn dnrchdrlngang irer vermainten religion
sielt der occasion des anfstandta in andern anrainenden n.-D.
landen, sovil sy apUrn nnd merken khUnden, villeicht bedicnon
and de facto auch etwas machiniern und tenticrn mechten.
Und obf^leichwol I. L. noch zar zeit der lioffnung, dass sy,
landtstende, iro vermuetlich gescbtfpf^e widrige gedankcn und
anschlug fnr sich selbst endern und sich vilniehr des schuldigen
gehorsainbs hefleia&en werden, so wollten »y doch mich als
gnbernatorn (lisftr o.- u. v.ßst. landen ersucht haben, auf den
fahl der noth 1. L. nit hilflos zu lassen, sondern mit einem er-
giebigen suKCUFB b^ianfijiringen. Wan ich dan bey mir nit un-
zeitig erwogen, dass dises werk zuvorderist die ehr gottos und
die crhaltUDg der warn catholischen religion concerniert nnd
nit altain die umb nachendtor silnution willen obbomeltcr and
disor 0.- u. v.-üst. landen besorgende gefahr, sondern auch,
dasB I. L. ein mitinteressierti:!- bey dUen landen teindt, be-
590
trnclitet, auch zumalil die occasion, das die E. E. Tyr. landt-
ecliaft verordento stenercompromisaarien ohne dass au auf-
nombnng: des geiieralstencrcinncniers raittnngen dazamahl sn
Slertziiigon hoysomen gewesen, gehabt, als bin ich vemrsacbt
worden, ein solliclies an &y, sLenorcorapromiasArien» gelangen sn
lassen, die sich auf den fiill (den der allmeclitige iang verhütten
well) aller geb. mügllchkait auerjioten. Und dicwetl dann die
BX[iorieiiK bishero laider mehr dan genueg zu erkennen geben,
daas in dorgleicben filllen nit za feyern, sondern es hoclie not-
turft sey, weil sich in omnem etfentum gefasst zu machen, da-
mit man dem ftlrbreelienden gewalt zeitlicli begegnen mDge,
also hab ich soth'chc erclerang nit allein für mein pcrson gern
veriioiuen, sondi-m auch deren des ersberzgen Ferdinandi L.
al&baldt Ecliriftlicb verstendigt, auch zugleich K. K. M' n. L.
dessen hicniit ... in undertbenigkait bericbum sollen und
wcHon. Den 2. Octobri$ (1)609.
1823.
Die Verordneten von Steiermark an die von Kärnten: mfi4e»
NachrieJiten aus Wiett iiher die Bereit rciüigh'it der Niederöster-
reicher £H einfr Kovßderaiicn. Not weHditjJccit einer gemeinsamen
Beratung mit Kärntner und Kraincr Attsscküssen. Oraje, lij09
Oktober 3.
(Kons , 8(. L.-A.. Chr. R.)
Wir erindern die herrn hiemit in vertraaen, dass die be-
WOMtc person von Wien wiedertimben nihöro gelangt und von
den miicrüsterreichischen lüblifhca landtstHoden Ä. C. sovil re-
ferärt, dass sy, Usterr. standte, gav nit zuwider, die angeboLne
confoedcration oiazugcbeU;. sondern vilmclir dieäclb araplcctirt
und gewilligt. Wa» wir darüber herrn WilUalbm von Windisch-
grtttK freiherrn in Sachen verrer zugeschribeii, werden die herro
aus inligender abaclirift mit mcrcrm zu vcrncmcn haben, wie
auch solches den herrn verordenten in Crain zu commaniciem.
Und naclidem I. F. D' . . . uns auf den lö. d. m. wegen
der ungarischen stände ankunft und verrern rememang ires
begems zusaraen beechreiben lassen, wie wir auch darfurhalton,
dsBS der herrn, snwol der herrn Jandt^tende in Krain auaschuess,
ebncrmassen hierzu abgefordert worden, also haben wir die
52t
i
horrii in bestandigen vertrauen liicmit frcandtÜcli craucclien
und bitten wollen, neben denselben auch iren ausBchneBS zu
anhörung der vcrrorn Verrichtung und notwendiger eufrigeu
bcratsclilngong obangeragtcii bewasstcn wichligcn wcrks abzu-
ordnen. Verbleiben den herrn . . . Gratz den 3. October anno 1609.
In darta: ,Co]ti aclirpibBii «n licrrn Luflwip von Diotrichatcin..'
Zostiiumcndo Antwort der KSrnlaer VtTordiieten vom 10. Oktober
(Orlg., ebenda). Ilirii Gesaudten wci-iifln oiclit bloß den UDgartscberif londern
auch den anderen vertraulichen llsndlu»f*eti beiwoliiiQn.
1823.
Der Kardinal Karl von MadntU an ErBhcrgog Ma^nttlian:
hestäiiyi den Empfang der Nachrichten durch den FeUlhaitpt-
mann Gaudene von MadruU. ,Wieivohl uns am meiste» daran-
liegt, in diesem FaUe beieuspringcn, so scheittcn doch die Sachen
so, dnß tcir nicht sehen, icas teir für unsere Person auf eine
besondere speeifisierte JJHfeleistung erobern möchten. Sollte es
notwendig sein, die Ausschüsse eu berufen, so werden wir unsere
Abgrordtieien instruiereti.' 1609 Oktober 3.
(Orig., Statth. -Archiv Innsbruck.)
1824.
Die Verordneten von Krain an Anton Vcischowitsch: danken für
seine Bereitwilligkeit, mit Galt von GaÜenstein und Wolf Kngd'
brecht SchränJder an der Versammiung in Gras feilzunehmen.
Die Zuschrift Ferdinands II. an die Landschaft habe er in
Kopie r« vernehmen. Mit den Abgesandten der anderen lAnder
tcerde er gnie Korrespondenz halten. Zwiscfien der F. D' uttd
den ung. Gesandten ist eine Zusammenkunft für den 18. Oktober
Borgesehen. Er möge sich erhindigeit, ob der Tag von Steiert)iark
beschickt tcird. Jjoibach, HiO'J Oktober 5.
(Kons-, I>.-A. Krain.)
1826.
Erßhereog Ferdinand an Erzherzog Maximilian: dankt für die
verirä$tete Unterstützung wtd hofft, die wieder ztveifelltaft ge-
wordene Hilfeleistung werde doch noch xtistande kommen. Lcibnitg,
1009 Oktober 11.
(Orig., SUUh.-Archiv loiiebrnok.)
522
Hocliwllrdiger . . . Iletten uns tröstlich versehen, ea werde
bei dem sicherlich hewenden, d»s noa von der getrewen tyro-
liscbeo Landsrhaft mit dem ollberait angedcnten rcgimcnt koecht
im fall der noth und bedürftigkait beigespraogea werden solle
(verbleihen); weil aber die Bach seithero in ainen Kwejfel ge-
EOgen werden will and sich G. L. daraoter weiter interponieren,
»0 sein wir gaeter boffnang, ire letztTerordneten aodterband-
langen werden ohne frucht mit nichten abgeben, wie wir dao
E. L. alles vleiss bitten, sy wollen disen band) in möglichster
still halten. . . . Geben im markt Leybnitx den 12. tag Oeiobris
im 1509 iahr.
dieostwilUger vetter and braeder
Ferdinand.
I>ar Brief ^ht von Vanedi; aaeb Innsbniek; man fltrchtet wohl aUo,
er ktJante ia die Ilfiod« der Orwtnt fallen.
I
1826.
Die Jieligionsreformaiionskotnmüsion an den Generaivikar in Lai'
back und die Erxpriester in Ra4mannadorf, Siein, Rudoifswerih
und Jieiftiitr tcegen gefänglicher Einziehung nUcr lutherischen
Prädikanten und ihrer ,Iiezcpiatoren' und der Ausschaffung aller
Lutherischen aus dem Lande. Laibach, 1G09 Oktober 12.
(H.-, H.- n. Bl.-A. Krain, Farn. 4.)
1827.
"Patent für Christoph tti Wolkettstein ang Anlaß der Hfusterui
im Pustertaie. 1609 Oktober 21.
(Kons., Stattb. -Archiv lanibmcV.]
1828.
JCfjthereog Maximilian an Erzherzog Ferdinand: hesläiigt den
Empfang des Sclinibeits vom 11. Teilt die Vcrhandlmigen mit
Trient, Brixen und dem Verwalter der Lundeshauptmannschaft
mit. Hofft, daß sich die Tiroler Stände erweism werden, wie es
ihnen ah guten KathoUschm geziemt. liiOd Oktober 30.
(Kena-, ebenda.)
1829.
Die in Gras versammelieti deputierten Ausschüsse der drei Land-
schaften Steiermark, Kärnten und Kraitt A. C. an die unga-
rischen Stünde: Klagen über die seil einigen Juhren unablässig
hetrid>ene Religionsvtr folgung. Bitte, daß man. ohne diexs An-
stichen SU erwähnoi, gleichsam als oh es aus ihrem eigetten Eifer
geschehe» tvürde, für sie hei Ferdinand II. und hei dem Kaiser
ttSiP. ein;nttrelen. Grog, 1609 November 4.
(Kop. im Slatlh.-ArelitT Innslimck, Lcopoldina 3A1. im 8t. L.-A., Chr. B. a. in
SOUinger, fol. 696*^; nuten mit Wcf^lassuog der Formalten.)
. . . Qnantas . . . calamitatcs, angnstias atqne tribulattones
proptor salviticae religiODis nostrae constnntßm pi-ofäBsionem per
aliquot annoa in hisce provinciis perpessi fuerimus et ettain
nnnc patiamar, non 6st nt maltis verbis (qaae ma^s qaara ras
deficerent) recenseamns, hisqne lamentationibas nostris anres
Hl""""' . . . obruamtis, cum üsdem nt poto vicinis nostris lara
per privatonim Ütteras quam per exalum liberaliter exceptorara
relacionos nee non per mullnrnm synipatriotarum Ungnrorum
Ioealarcm inspeccjonem iam dudum innotaerit; quod scilicct ad-
Tcrsarti noetri (ubi Ser"""" ari:Iiiducem Ferdinatidum dominum
nostrom ctcmcntissimnm quidem non sed Ser*** S. nonnollos
extraordinarios incnlpamns consiliarios) aniraarnm nostrarom
j>astorcs 8>'nceroB atnnea et anditores tidotcs comphirimos ex
provinciis hisce eiecerint ntque profhgarint. concionatores porro
noBtrofi niutüs, libros sciLIcet ortbodoxoa oA quidom sacra biblia
ipsa cnmulatim cambn5:serint, templa et cemiteria no»trti dirnO'
rint, SQpnlehra et loca Sacra pro|ihanaritit atque inviobtrint, cor-
Ipora maioram nostromm in quieto sua ctiam iure gentium pri-
vilegiata diaturbarint, nmlctis pecuniariis loeulos aliquurum
exbauNerint et licet mnlta millia aureomm propter sola extra
provincias in libero vestro Uungariae regno quaesita rcügionis
iioüitrae exercitia et proptnr decimas tutinscuiusque substautiae
indebitas a disrcdentibna exulibus evangelicis extorserint, pa-
H ttentia tarnen hae uoslra per Dei graciam admiraoda nou con-
tcnti insaciabili illornm avaritia in rcsidmim bonorum nosti-ornm
iohiant et totalem religionis et regionis nostrae extirpatiouem
524
modttantar et macbinantur, ita at rumor passim spargatar pou
tificiac sapcrslicionis patronos in Mcdtolancnsi ducatu nee non
Tirolensi comitatu clam militem contra noa conscribere Ulnm-
qao exercitum in hascc provincias dedncere velle. Quid nobis
vicinisqno nostris simal malt atfjue pericali inde metnendnm,
prudentiae Hl'-"»' . . . relinqairaus. Et qnidem cum ex pari
liostium nostrornin commoniam instiaclu et con.itn III"' . . .
in eodem labyrintho ad tempas qoidem tarn brere veraati et
singalari Dei beneßcio et miracalo inde Überati ftierint a novo
tarnen periculo uon prorsns in perpetuom libon sunt, esperientia
ergo propria non dudam edocti qnorelis nostris atqae monitis
fidem, sicat et compassionem nobiscum liabcbunt maiorero com-
mnneqae periculom, in tempore animadrertent.
Nos vero in cmce patientea et pacis atndiosisaimi IJI** . . .
comitiomm regni opportunitate tantam maximo opere rogamoB,
ut diasimutatii hac nostra imploracioner quasi ex motu ot zelo
proprio apud Ser""" Kcg. M*"" ca ratione pro nobis intercedant,
nt Ser°" R^g- M**" ntpote domus auae iaudatissimae patronus
et cui p«i»teritaliqai7 s[>emlae suac in bi^co provincÜH Anstriacis
hereditatis et successionis ins aequc ac Ser"** archiducibns atüs
competAt, dignitatc nutem atqnc netate saperior apud patrnelem
suum arcliiducem Furdinandutn dominum nostrum clemontisBi-
mum nuctoritate sua regia sesi> inlerponat, quo Sor^ S. patris
archiducis Caroli, patrui Maximilijini avique Ferdiiiandi divomm
imperatorum pientissimne mcmoriae ncc non patrncliam impc-
ratoris Rudolpbi sucrac cacs M^" et Mattbiac Bungariae et
Boemlae regia, non afünium Uispaniae in Belgio el Poloniae
regum, simul et Öalliaram regis aliarumqao bene constitutamm
rcrum pablicaram cxcmplis aeqnalera nobis religionis libertatem
clemcntiseime concedere digiietur- Ad qnam irterpoaitionem
111"** D. V. non solum propter comitia et ünimu Scinvonieorum
tractatua habcnt occaaioncm praesentem, qtua si ad dicta con-
finia contribntionea nostras contiiiuare deboamus, sicuti Ser^
Reg. M*" regnumquG Huiigariac a nobis desiderat et nos alias
singniari orga III" . . . uti confratres nostros amorc uti bactenus
Üboraliter, ita et in poaterura semper propensi snmua, certc ante
orania necesaarlam est, ut nos ipsimet in provinciis atque do-
mibus nostHi« vivamus pacati atque tuti. Alias si intcstiois
motibna Vftxarcmur atque periclitarenmr, charitaa ordinata inci-
peret a nobisraet ipais ut propriao salati cousuleremus, qua ne
1
BBS
I
I
te proprift nullas vcsiris conßnibtis suppetias ferro, etinmsi
vellemus, possemns."
Preter hoc incoramodum praecavendom acceflit pro fan-
damento nostro, clirUtiana insuper lib«rUB nostra, qua a Crea-
tore atquB liUeralorc iiosiro ilonati, ita animabns noKtritt archi-
duci Cliristo nct^Do Fordtnamlo nostro Scr**, »cd Ser** S. Bolis
tantam corporibus atqae fortanae bonis nostris et qDidem non
nisi eecnndani privileji^a et iiniimnitates iiostras nti Üben bo-
minca et privilcgiati provinclarum Status atqac proccres obligati
samas, immoqne S^ S. de privilegiis nostris sacrosancte eer-
vandis aequo nobi» et quidem^ aiitequani iios Uli de oUedientia
praostanda, corporalo pracstitcrit iuniuientaiii. Porro Hl'"*» . , .
Ü. V. cogitent» quesumna, si in praesidiis, castris aut praediis
contra comtiiQncm liaereditanutn christiannm hostetn com arcbi-
duce nostro atquo Dl. ... D. V. siinul viverc atquc mori nobis
incumbat, si<:at sanguinem nostrum pro et cum principe nostro
atque pro et cum 111. . . . D. V. uti confralribus nostris pro-
fundere minime rccuseraas; scd gaudeamus certc, nt eciam
quiaquc nostrum secundam suaiu conscieuciam et dcTocionem
soam acque ac Sei"* S. aut lll"" . . . D. V. libore ac chri*
Btiane rivere ac mori possit f&s et aequum sit.
Et maxime cum III. . . . \). V. vicinl simaa, de vicinltatis
sicut ftliis, itu inpiimis qaidem de religionis libertatis fructibos
participetnnsr ac cum simna cciam amici, amioomm antem
oronia cnm sint comninnia, religionis ergo snramum bonnm pro
se omiiibus commonicAtionem nobis amicis etiam fiat commune.
Imnio cum plarimi ex nobis cum III. . . . D. V. nrnns
consangninei, sit ergo eiusdem sanguinis rirtna ciusdem spiritua
vigor animarom libcrtas et cil>i Bpiritnalis deicctns oadoni vita
preacna et niagis illa futnra. Tandem cum simus fratres tarn
cbristiana cnmmuni quam püliticA singulari unita, simus ergo et
uoberudcfi religionis libertatis et tuilntis sompiteme. Qua equa-
litate atquR concordia parvao crescunt o contra discordia wa-
gnae dilabentur respublicae. nti omninm temporum oxempla ab-
ande teetantar.
Et in specie in boc casu nostro, si nobis utpotc III'"'" . . .
D. V. commilitonibus vioinis aroicis consangnineis atque con-
fratribns non idem ins et aequalis religionis libertas concodetnr,
* Bil hiobvr rffielll dar Text io tjützingcr.
DOli »oluui auppetiac nostrac et coDtribntioncs ad confinia Kda-
vonica ati pracdictnm sod ex eodcm fandamento coDseqaenter
etiam S> R. I. eleetoram principam reliqaomm statnam Aii<ni-
stanam rcligioncm profitentiam auxilia maiora et pot«ntissima
ad reliqoa Ungarica conSota deficient, atide infiutta seqaeotnr
iDconvcntencia, sicat ex hac t>ula caosa gravatae rettgionis no-
vtrae proxima inipcriaÜa comitia cnm magno doinus Aostriacae
atqne coronae Uugaricae dlspendio atqae iocommodo in raoam
dissipata qaalcs frustanei cxitas in aliis fataris imperü atqae
provinciaram Aostriacaram conveDtibas nondam snblatis lii
gravaiDinibas et itnpedunentis Bimiliter metaendi sunt.
Et niei ill. M. . . . D. V. exemplo Mortivorum in nuper-
rima Austriaca coiDpositione laadatissimo intcrposiiione etiam bqa
nobia sabveucrint et cxactia comittis snis occasione tractaüonis
de confinibos Sclavonicis et Croaticia intertenendis legatis prac-
etantissimos, nostrae antem religioni maxima ex parte addictos
cum Auatriacia ttidem legatis [quoä tempore coramodo ettam
suJIicitabimos) ad äer""" archidncom nostrntn huc miaerint re-
ligionieque controTersiam inter Ser*"" suam atqne prorincias
nostraa compoancrint (sicnt et noa ad III. ... l). V. reqniaitio-
nem ad Viennensoin capitulationem atqne tranaactioneni anno
1606 lep;atos noatroa miaimus, fideiusslone etiam nostra tractalnm
et paoificjicionem corroboraviraiis) ccrte actum erit de reli(nODe
nostra in provinciia biacc in magnnm qnidem praeiadiciam con-
aequenter eciam 111. ... D. V., qnarum res profeeto agitar pa-
riea cam iioster proximaa .irdeat.
Omni ergo clirislianae cliarltaiia vicinitatis amicitiae, con-
sangnireitattB et confratemitntis atudio III. . . . D. V. oramna
et obfißcraiiiaR, nt iiicciidinm boc pcricnlusum ricini parietis
nostri qno citius co sAlatarius sopire prei^icta iatorceeaione tarn
apud S R. SI. i\xLnm ablegacirme atl Ser"»™ archidnccm Fer-
dinandnm nos iuvarft atquc religionera nobis eommnnem fovere
ac promoTere et snlutcm ecelesie atque reipublicae et finiiun
suonim enixe carara stndeant.
Qao ingcnti bencficio 111. ... D. V. non solum sibi suae-
quc posteritati, hob posterasque nostros uti multis partim aupra-
mcmoratis moritis iam antea devinctoa fortiori atqne indisso-
lubili obligabunt vinculo sed sininl epiam immortali Deo cnl-
tum facit^ut acecptiasimutu ecclcsiaquo affiicta patrociniam
dcbitum. Causam banc nustram ut communem et propriam
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iia^^^(
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I
627
nos nostrosque conprinciiiaks III. . . . 1). V. commenda-
mus devoto atqae ofBcioeissime. Datae Graeoii 4. Novembris
anno 1609. ,, . ...
111. . . . D. V. . . . vicmi . . .
ProTinciamm Styriae, Oarinthtae
atque Carniolae ad tractatns coq-
finmtii Sclavonicorum deputati
reformatae rcligioni addlcti.
1830.
Keacriptum Matthtae rcgis, quo mediante comite Georgio Thurzo
ad literas ipsius de tertia Nov. ratione introdncendi ad praesi-
diam Jannensfi cnncionatoria A. C. Rxaratas committitar, ut ab
introdactione humamodi ... BUpersedeat 1610 Nov. 7.
(Orlg., Utig. U-A., Thiirxo- Archiv.)
1831.
JEoMer Rudolf IL an Erjshereog MtKcimilian: ErxKersog fVr-
dinands Eifer sei bälig rw lohen uud das Erbide» d<T Steuer-
kompromissärc anzunehmen. Hoffentlich werde es su der ange-
deuteten Extremität nicht kommen. Wegen der Evenittathilfe
vermeine der Kaiser, ,da8S 1. 1/ nii hilflos geUtssen werden solle'.
Prag, IGOi* November 12.
(Kop., 8UlUi.- Archiv Innsbruck.)
Am UmichUg«: ,pr«N. 81. Jan. 1610,' Umq anten: ,An verwaltn*
dnr 1. liaubtnianBohaft mit einBchliflMUnp >lcs orip. nud dus or aml nntlrr«
inen <laj werk iiinb auvil mehr augel^ttn sein laMna vrellou. <1. F«b. 11^10.*
1832.
Anbringen des Bischofs von Laibach, daß ihm die im Lnndhause
liegenden lutherigchen Bücher swn Verbrennen ausgefolgt werden.
Beschluß: Den Bischof um eine kleine Geduld anzusprechen und
inzwischen über die Sache mit den beiden anderen Landen ru
verhandeln. Laibach, im Mofteiding IGO'J November Jti.
[L.-A. Kriin, V.-Prot)
1833.
Die Reiigiottsreformatoren in Krain an Bürgemteisier, Richter
und Rat in Laibachi Befehl, 1. an den Samstagen, den Vigiliett
S28
der hinten FeMe vormUtags ^n Fleisch mi&fichroten #tt lassen:
2. Handel trährend des Goiiesdienstes an Sonn- und FtsUagen
£u verbieten; 3. Versperrung der Wirtsitäuser; 4. EinsteUung des
Viehaustreibens; 5. Verbot, das Fleisch an Fasitagen feütuMalten;
6. EiHSieliimtj des massigen Jlerumtreibens tcährend des Gottes-
dienstes; 7. Anhörung der Predigt und Messe; 8. Itetchte und
Kommunion sur österlichen Zeit. Der Stadtrat hat mit gutem
Beispiele voranzugehen. Laibach, 1609 November 16.
(II.-, U.- n. SL-A. Kr«in, Fus. 4.)
ISSi.
Ikr Fr2priester von Reifnits an den Sischof von Laihaeh: er
werde sich an die ihm erteilten Weisungen puncto der halssiar'
rigen verführerischen Prädikanten halten, liäfniig, 1009 No-
vember 31,
(Orifr, H.-, H.. u. 8t.-A. Krain, F*». 4.)
1835.
Erxher2og Maximilian an Erähergog Ferdinand: Wegen der Ver-
tröstung mit einer Evenlualhüfe ist es schwer genug, sie in Wirk-
lichkeit MU richtm, darum werde es nicht möglich sein^ seinem
Wunsche nach dem Ershertoge LeopoUt mit einem Darleften ,«t
dem Gillchischen Werk^ beigiispringen. 1609 November 23.
(Kons., Staltfa.-Arahiv lunsbnick.)
1830.
Inst/mJdion für die «oiÄ Wien und Prag seitens drr erangdisehat
Stände Vüti Steiermark, Kärnten nnd Krain entsandten Aussehufi-
miiglieder Ulrich Christoph Herrn von Schär ffenberg, Karl J*V«-
herrn gu Eckh ttnd llungershndi und Dietrich !''reiherrti an Aners-
pcry auf ScJwnberg. J609 November 24.
{Oiig., St L.-A., SfltKioger, fol. ftSl*— B'.1S*.)
Wir N. u. N. der dreyer n.ö. lande Steyr, KhiLrnton und
Craiu ev. Augsp. Coof. £ui;ethfiDer evang. stündt depuuerte uod
gevolltn achte auaachuas
bekennen hicmit für uns und unsere comprittcipaUe mit
gegen w artigen gwalt und instruclion, dass wir in craft unserer
539
I
I
habenden voUniaclit unsern aiiseli liehen getreaen mitgliedern
und gUubensgenossen, denen wohlgülionien herrn herm Ulrich
Christophen tierm von Schftrffenberg auf Hohen wang und
Spilberg, F. D* bcrrn Ferdinand! ärzhorzugcn zu Österreich rnth,
berrn Carln freylierrn zu Egg und liongerabach crbland stAbl-
maister in Oain und der Windischen Mark, E, E. L. in Kliitrnk'Q
bestallten nttmaister und herrn Dietrichen freyherrn zu Aaers-
porg herm zu Schünberg erblandniarschalk und erhciLinmerer
in CVain and der Windlechcn Mark hioinit unsern weitern gnalt
gegeben haben, geben ihnen oder den mehrern sainent oder
sonders denselben auch nach besteudigster form^ und zwar
folgender gcstalt:
als erstliuben, dass sie sainent, die luehrern oder sonders,
zu bester inllgliclikait sich nach Wien begeben, zu ihrer an-
kunf^ alspaldt bcy den lubl. üsterr. ätündiMi unserer christlichen
Augp. Cunf. verwandten herrn directore und aassclmss anmelden
und folgonds zu derti gulcgcnhcit neben ilberantwortung betUegen-
der credentialen und vergvissung unserer getreu Dacbbarlicheo
dienst die hauhtwerbang ablegen: neinbÜcheu unsere und der
unsrigcn ohne das ihnen zum bontlegco, liberfluä» und mit-
leidenüchen verdruss bewuste hiichste obligcn und bevorstehende
gefahr üar MeeU'n, U;ibü und lebens, handl und gUter andeUtcn^
ihnen ihr aigucs mitlauffcndea initr^ast zu gcniilth t^\hrcn und
sich auf unsere uralte Verbindung beides in prophan- als reli-
gionssacben nach ausweisung unsei'« ihnen copiatittr zuegcstellteo
voUmachts fundieren und darüber ihren getreuen eilfrigen rath
intercession, interpositlon und assialcnz aUes urnsta und cUfers
sollicittcrn und erbitten und dcrosclbcn ratblichen vorschiilgen
in ainem und andern sovil aldorten zu Wien oder andern orten
zur selben zeit naclt zu verrichten, ntUglich geloben und ange-
legnes fleisscä oaciikomuicn.
Und sonderlicb am andern, da sy für rathsamb und thuo-
lieh befinden wurden, bey ihrer zu Hungurn und Höliamb kgl.
M* erzhcrzogen Matihiae zu Österreich unsern ullergn. herrn
umb retpetthe vetter-, brüderlich und allergn. kgl. intercession
g<>gen I. F. D* unsern allergn. herm und landtsiUrsten wegen
ibrcm höchst rüemblichen ktinigen und andern potentaten
exempl nach gleichmässigcr roUgionsfrey Stellung und concc^sion
anzuhalten, so sollen und wolteu sy es so schi'üTt- ao mündtlich
beides bei I. Kgl. M' selber dnna bcy dcrosclbcn gobaimben
t«Btia. It.lbt. Bd. LI. 34
*
530
und Alrnembsten r&thea mit allerhand wolbekanoten TnotireD
nach anweisnng and vorecbab ihrer, der lobt er. stttnde, mit
aller noHerÜi. demnlh nnd gebQr Rucben, za welchem ende dann
sie hiebei mit notwendigno creditiTcn versehen.
/n nmili nnd znm dritten. Nach solcher ihrer Wiene-
rischen verricbinn^ sollen sy mit rath ofl hochermelter Ifibl.
ev. stfinden ansschass nacli Prag zn I. K. M' verrücken and
hey deroselben als obristen hanbt der ganzen Christenheit nnd
cltii^tera des hochl. haus (Österreich unserm allergn. herrn amb
allerdings gleich massige vAtterliche und allergn. interposition
allergeh, anhalten, dabin sy gleiche reverentiaUchreiben hiebei
zu empfangen. Sy sollen doch henebens aach von denen löbl.
üBterr. stftnden an die Bübam-, Mfthrer- und Schlesische
stflndt und dero fürncmbste reichs- nnd landofficier ireitere
intercesiiionales and recommetuiatitittB mitnemen. darcb welche
mittel sy alsdann von hochetvermeltcn drereii reichs- and landt-
stenden mit bester gelegenhait an 1. K. M' selber erspriesslicbe
und ansehenliche Hirscbrifilen and fürbitlen wcrhen und bey
allerhöchst gedachter Kais. M* oder in kq lang verEngncr kais.
andiens bey deroselben gehaimen rüthen gebürlieh für- and an-
bringen nnd atlergn. erfreahche resolation sollicitiern.
Wann aber ye dieselb wegen Ubcrheufton kais. geschftften
sich gar in die lang verweilen oder gar ein zu schlechte \wtt-
Dung «ein wolle, so mjigen sieb ansere abgciiandte im oameD
des allerhöchstcD cndlicbcn ihren ruckweg zeitlich wieder so
ans nemen and ihr verricbtong in mittel bey gewissen gelegen-
heiten allezeit raub and nach and sonderlichen zu ihrer an-
heimbshanft schlüess- and nmbstundlich referieren.
Fernere particulariteten. motiven und ausfuhrungen diser
ioBtraction einzuverleiben ist wegen der horrcn abgesandten
als setbiit mitinteressierten savorliabenden gründlichen infor
mation hohen vernDofl, wolbokannten nnd gorUcmbten discre-
tion und dexteritct allerdings annots and UberäUssig, wie auch
in allen oft and anverbofften zueständen vSlIige instraction
vorzuschreiben per se nnmiigÜchen, als lassen wir es bey
dieticm gcneralgwalt und vollständigem vertrauen billieh be-
wenden.
Weilen nun sy, herrn abgesandte, auf starke behandlong
dieser hochwichtig- and bescLwttrltcbcn commission sich iObÜch
and denkwürdig naterfangen, da sy dann auf feindselige ver-
4
•
531
betsang der friedwiderwertigen otwan allerley nngemach za
benirchtcn haben niCichten, das wir docli nicht hoOen wollen,
80 sollen wir ey sament and sondors in ci'aft nnsers vollmachta
and schadloaversclireiliUTig ani-h weiterehin neben unsern ton-
principalcn ohne allen schaden halten, dessen wir uns hicmit
verbinden alles getreulich, ehrbar und ohne gefllhrde. Zu ur-
kandt nun haben wir obguiuclter dreier evang. laodtstende
gevolltnttchtigte aasschUss unsere handäclirif^en und pettschafton
hierunter geatetlt. Datum am 24. November im 1609*" iahr.
Siffilla Stifrorvm:
Rudolf freyherr von Teuffen-
bacb.
Gottfriedt freyherr von Stadl.
Erum freyherr von Dietrich-
stein.
Georg herr von Stubenberg-der
etter.
Georg herr von Stubenberg der
jünger.
Franz freyherr zu UAgkhnitz.
Hans freyherr von Stadl.
Ehrenreich freyherr von Saurau.
Hans Sigmund von Eggenberg
freyherr.
Hans Friedrich freyherr von
Herberstein.
Leonhard freyherr von Herber-
stein.
Bernhardt von Mindorff.
Wolf Wilhelm freyherr zu Her-
berstein.
Caspar Preyner freyherr.
Hans Stubich.
Wolf von Pranckh.
Sigilla Carinthiorum:
Ludwig freyherr von Dietrich- Augustin Khevenhüllerfrfiyherr.
stein. Georg Adam Rauber.
Wilhelm freyherr von Dietrich- David von und zu Khronncgkb.
stein. Heinrich von Flolienburg.
Wilhelm von Fcustwitz (»ic). Seyfried von Nenhausa.
Jacob Paradey.scr »u Neuhaus.*. Hector von Ehrenau.
Andre von Haimb. Hans Mandorffer.
Sigilla Camxolomm:
Hürwarth freyherr von Aaers-
perg.
Georg Andre Katzianer frey-
herr.
Niklas freyherr von Egg.
Wilhelm von Schitzenpäm.
Dietrich von Lambcrg.
Daniel Gall.
Johann Haptista Muskan.
H. Weruetzki.
34»
68S
Qflotg Bftaber.
H. von Rjiscbp.
W. Schrankler.
Anton PetBchowits.
Hans Pelzhofer.
1837.
Dtr Atisschuß dfr evttngdisehen Stände von SieiermarJc, KörrUm
und Kraitt on die fiirstUchett und anderen ätünde Schlesien$,
KredenM- und I^mpfriduHifsachreiben für ihre an den Kaiser ffc-
satidten JtJiUdifder Ulrich Christoph von Sckärffenberg, Karl
Freiherrn su Egg und Dietrich Freiherr sh Aversperg: Bitte
,Hm dero hochrtTNÜnfligen rath, interces$ion und allen andren
färschub und bcförderxiug'. Sie mögen das Anbringen der Gt'
sandten mit Ociiuld trmehmen, sich ihre Besdtweräen vnd
Drangsal aufs höchste empfohien sein lassen und Awn äohin
hehilitiek erscheinen, auf dafi sie im ihrem Sudten gatähriiek gt-
hört und ton ihrer lang ausgestandenen Bdtvwmtemis befreit
teerden. (0. 0.) 1609 November Si.
(Oric- nli M •o^edrUcktMi Kpfela, 8t. L.-A^ Chr. K.; nahe SUmSrm. Om^-
HU. 188«. S. H«A.>
185S,
Die Stände A, V. ton Steiermark, Kärntem nnd Kraim «■ Jta-
ieifll,: FUhemUtchts «wl erneutes Amsmckem um firfy Inier-
m Ferdimanä II. iirat, 16t» Koremierad.
AUerdttrrM«a«htigist«r . . . Wann «Üescr drever lud StejTf
ChAnid«Q obd Oftia gvmwe sUadk was gomfith f&knn vstd he-
tnehtca, vi« allcfgtt. wmA ■■Hwliihlirt mkkt aUein die is g«tt
rebttui» K. kaiser, aoadftm zaTOrderiet aaA E. K. K. W, wit-
i^iitliat-lili » ikv«r der tawk Mwhirfn Utr4b«tt»
4
533
I
gelischen Angppnrgischen ronfession »ngßthflti, in ihren schmerz-
lich obligen lind gewissenbetrüngnnKS^ inmasseu jüngstUch anno
UiO<) nllrrgehorsamiat beschehen, noclimalnn Ir undcrth, zu-
fluoht zu setzen und sy durcli ihre hiezu deputierten and ab-
geordneten getrewfln fürnemen milgliedern in dieser allergc-
borsauttiisten hoffnnng anzusuchen fjetrungcnlich vpnirsaeht,
E. K. K. M' werden es aus kayserl. höchst berliemhter milde
und angebornen ßsterr. gUete mit kaia. gnaden, darumben dann
By, stunde, auch diemQtligist bitten, vermerken, sy in solchetn
ihren hiiolislcn obligen nnd trangsal allorgn. anhören und ge-
wehrlicli eriVeyen.
Qrüßmilchtigistor . . . K. K. M' haben sy, die stHndt, in
obgemeltcm IHOÜ**" iahr allergehorfiamist fllrgütragen, wie viel
lange iahr sy sieh und Uires glaubensgenosaen des Imilsainen
im hl. R. R. verglichenen exerckü mltgionis der anno 1530
weilend der in gott ruhenden K. M* kaifier Carla den fllnften
durch die lobt. reichsstÄnde zu Augspurg Ubergebencn von
I. K. M' gn. Atrcfiptierton confeaüioii gemÄss rhnebig (ausser
was zuweilen die unfn'edHebenden !entiert) gebraucht, in was
wolfahrtlichen stJ>ndt sy sich danhuru befinden, an yetzige F. D'
erzberzogen Ferdinanden zu Österreich unscrn gn. luTrn und
landtsfUrston koinnien, was filr nnsehepüche hülfen sy zu ab-
wend- und aufhahang des sieh gleicbsAin an ihren fruntieren
befindenden altgcmcincr cliristenhcit erz- und crbfoiodts, aonder-
licben aber bey den mit ihnie etliche iahr lang ountinuirten
ofnen krieg und underhaltung vorligender zu di-r oron Hungarn
gehörigen grünitzcii unausgesetzt golnisi und erwiesen, in was
herzlich schmerzlicher betrQhnus, elend und weheklagen Ky,
stünde, aber gesetzt und eingeleitet worden, als ihnen durch
höchsicrncnntc I. F. !>' und bald nach dero I. f. regiments-
»ntrctung auf der nnf riedliebenden unfeyerlichcn trib nnd Ver-
ursachung solch ihr noch durch K. K. M' geliehsten nnhcrrn
woilandt kayser Ferdinandten und I. F. D' crzherzogen Caroli
zu Osterreich heid bochlöbl. sei. gedäclitnus vermllg des reiehs
religionsfridoii allerunderth. verstuttet- viel lange iahr gehabtes
evnng. exercitnim religionis Uirchcn und schalen gtinzlieh ab-
und eingestellt, derselben diener, wie auch alle diejenigen von
bargern, baurn and andern inwohnern, so sich zu der röm.
cath. religion nicht bekennen wüSlIcn und darunter viel solche
TermUglicUe leuth, so den landen und geuieiueu wesen mit
534
I
r
ilirem gcwörb nnd kftntieriLDg viel nutzen and fromen ge-
scLaffen. mit weih nnd kind aas denen landen durch allerhand
fUrgenomne scharfe miltl removiert in das bitter elcndt re-
legiert, tbeils fUrnemer herrn and landleath aber aas ermangliing
des txereitii religionis mit den ihrigen selbst ausgezogen, hie-
durch ein grosses gut aas denen landen gebracht und beides
an der mannschaft nnd vermUgen in angenscbeinlicbes abnemen,
armath, notli and anligen gelait worden.
Und obivohlen bey I. F. D* »y, betrübte stÄndt, hinwider
violmats in aller nntertlienigkait einkommen amb aufbebong
dises schmerzlichen landrerderbtichen process und verstAttang
ihres so laogwUrigen gehabten Christ- anentbahrUcbsten extr-
citÜ religioniB demQtigist geflehent and gebeten, haben ne
doch hierüber kein gewohrliclie relcviorung erlangt, sondern «
sein diese betrilbUche process nnter dem namen der rcligions-
reformacion immer fortgetriben worden, welches alles sy, ge-
trewe stttndt, zwar mit christlicher geduld vertragen und I. F. D'
allen schuldigen gehoraamb and pidermanniBcbe trea
mit angesparter lieb, gaetA- nnd bluetsdarsetzong icderzeit wil-
ligst erzaigt und crwlscn. Als aber sy, stAndt, aus vermang-
lung üft berüertes entzognen rtligiona exercitii ihr und ihrer
angcbörigcn gewissen dermasscn bekümmert, betrangt nnd ge-
schwttcht zu sein befunden, dasa ay bey verlast ihrer seelen
heil and seligkeil von ihren hievorigen lamentiern, flehen and
bitten ye nicht aassetzen, noch solch ihres heÜsamisten f^r sie,
ihre weih und kinder nnd angehörigcn zur lehr nnd trost
hUchst hcdlirfligen exerdtii verwichnen monat Julii dis inhrs
mit einer demütigistcn seUrift, davon abschrift sub A biebey
in aller undvrthenigkeit und dieser ungez weifen liehen hofhung
einkomen, hiomit I. F- D' sanfles Osterr. harr, zu ormilderu
und mit gn. erhOr- und gewahrong dermahlen ainist wieder-
nmb orfreyet zu wenlen und zwar darauf mit einer gn. reso-
lation vertröst worden, aber dieselb noch auf dato Uber unterth,
anlangen und sollicitiern nicht erlangt. Wann ober za be-
Borgen and es auch bishero die erfahrung geben, dass etwo
hieriibor sobaldt kein resolotion oder Ubor dieselbe ungewohr-
Kch folgen raucht und sy, stünde, in dieser ihrer höchsten ge-
wisspnsbetrangnus und trUebaal, da sie nit ohist erquickung and
relevierang erlangen sollten, gleichsam gans trostlos sein und
in ihrem elend vergehen mUsseu^ gcächweigent, wie merk- and
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I
I
empfindUch da« allg. politische landtwosen darunter pericliticrt,
so seind demnach wie vorgemetdt bei E. K. H' als haubt und
protectorn der werthen Christenheit und elti^len des hochl.
hauses Österreich, ny, betrUebte sländt, ihr aller uadertli. re-
fuffium und aaylum eachen nnd solch ir noth und anligon mit
herzlirhera eeufxpn und flehen fllrzutragren und zu cldgen höchst
trungentlich verursacht, allergehora. and durch die barmherzig-
keit gotte« bitteot, E. K. U' wollen sy auf die so derselben
allernnterlhenig-ist inbringtijf setÄcndo Zuversicht und hoffnung
nit trostlos lassen, sondern siL<h in allergu. zu gcmUctlifltlirung
der ob kürzlich eingeführten und in beigeschlossner sohrifi in-
eerierlen auch dieser lieweglichcn motiven. dass noinblich flli-a
erste die n.-ü. lande sich anvridersprechenlich unter dem schütz
and schirm des H. R. R. befinden, am andern gegen dem erb-
feindt dcsselbigen Vormauern sein und drittens dannachliero
des heilsamen reichs religionsfridens so weit tlieilhaftig worden,
dase sie obgemeltormassen in diesen und andern u.-tS. landen
das evangelisch religionsexercitium der Augspurgcri sehen con-
fession geroilss unvprwcrth der damalen regierenden K. M*
herren and landtstlt raten angerieht und sich dessen rhuebig
gebraucht, viertens als oft höchsternennte in gott ruhende F. D'
erzhcrzog CjtrI zu Osterreich christmildseligiäten angedenköiis
zeitliches toda fUrwordcn, K. K. M' ihnen, landen, nicht allein
deswegen wie ruh H biebei zu sehen ollergn. versichernng er-
thailt^ sonder fürs fllnftc auch ir freyhoiten l>aidcs und zuvor-
derist als R. kaiser und dann nls obrister iuior mit der goldnn
huUa confirmb-t und bestutiget und endhch an die yet^ig re-
gierende F. D* also komeu, als anch mit dero und der ge-
trowen ständen die crbhaldigung fdrgangen, so dieselb anderer
gestalt nicht dünn gegen unverwerter zuelass- ond vcr-
itattang ihres bis dahin gehabten hailsamcn exereiiU religionis
verstanden und gelaist za haben uud sich der crbpflicht weiter
nicht binden zu lassen, prote»iftndo angebracht, welches dann
L F. D* im wenigsten nicht widersprochen, sondern darüber
solche holdigung uhn altes disputat fUrgangen, dtoäe ir, der
stände, noth, trUbsal and anligcn äowol als sie es unlängst
gegen dero erbkünigrcicben und landen auch von der yetzig
wesenden K. M* zu llungarn mit getitzlicher freystellung der
rcligion (welches ir zu unauslöschlichem ewigen lob und dank
geraiüht und deswegen gottea gnadonreichon scgen zu gcwarten
i
536
tifll)cn) allergn. erytieaenj mit kaiserlichen vStorlichcn muten
gnaden erbarmen ihr kais. aactoritet disfatls allei^. interponiem
and bei der F. Ü' nnflcrn prn. berrn und landtsfQrsteo, es scy
nun darch absendung etlicher ansehenlicher rftth^ inmassen es
Ton £. K. M' in gott ruhenden freliebtisten berrn Tateni aller-
lObtichBten pedäcbtnos anno ln72 und 1574 etlicb daioalen eich
zwischen I. F. Ü' und denen aUinden i»» cav^a religimiis er-
lialtener dilfcrcnzcn halber solcbcrmassen beschehen und die
Sachen liiedurch glücklich componiert worden, oder wie es
sonsten K. K. M* ihrem h&cbst ersuchten veratandt nach am
thnelichftten xn sein befinden, vtttterlich dahin dirigiren und
vermittlen, damit sy ihr wegen nnderth. gebetner znelass- and
anrichtung des ein 7.eitlang abgestellten exercitii rttligionU so
wenig als E. K. M* und dero buchst geehrtiste rorfordcrn kain
schweres gewissen machen, sondern E. K. M' und anderer
christlichen potentaten lobwUrdigisten exempel nach soweit gn.
verstatten and zuelassen, auf dass sy, betrUebte ständig solch
ihr hievorgehahteB ein Zeitlang entzognos religionscxcrcitium in
diesen landen auch wiedemmb anrichten, sicli dessen zu ihrer
unentbclirlichsien seelenspeis gebrauchen, hiemit ihre hochbe«
kihiiincrti? gewissen trOsten, bcAidigen and in ruhe stellen, mit
ihrer postenlot in ihrem geliebten vaterlandi verbleiben, die
durch die reformation in grosser nnzahl aas den landt
gexognen ßvangelischen Christen sich wiederumb hiebey
finden and samblen, das Ul>elstfindigc wesen repariert und das
aMer»eils fürgenduimen nnd gelalst werden mttge, was zn gottes
eliro, auch I. F. D' und derselben geliebten posteritet, dann so*
wol diesen iliren verarmten erschupflen sich an der najg be-
findenden Innden als denen vorltgnridcn gränitzen zu orspriess-
liehen nutz wollfahrts nufnembung Imilsamer Tersicherong nnd
längerer treulieher aufret-bterluiltung dient und geraieht.
Dann sollte wider alles uiidertli. verhoffen dasjenige nicht
flolclicrinassen zu ertangen, wtirHe steh gewisslich anders nichts
als ihr der landt etwan blutzlieb gäntzlichs Verderbens (welches
aber die göttliche allniaplit gn. abwemlen wolle) zu Ijcfahren
sein, seytem;ilen sy diircli ihre bebnrrliehe atiseliciilich grosso
grftnitz-Gontributionen und vic>)fnhig gelaisten anzllg nit allain
an dem veniiügen gRnülich er6eliij]tft, sondern sie haben auch
dnifh die betrüegUclie fürgangenc re{igtorBrefoi*mation an der
manschnft, gwcrb und hundtierung, so an allom dem, was
i
537
I
itOHRten zu ainoa Uindts anfnembüchnr wolffthrth gehört Aev-
massen abgenommen, die stiltt, markt nnd flcckßn in solche
Verödung- kommen, dasB sie gleichsam aller ihrer crÄften und
^ottes segen pririrt sein und dasjenige was nun anyetzu zu
fridenszeiten des gränitzwesens nottnrft erfordert, gar nil nißlir
laisten. gcüchweigent, wann os mit dem erbfeindt wiederumb
ztt einem offnen krieg und Bchwertslreich gedenen soll, den
notwendigen wiederstandt (wie etwo ror der religionsrcforraation
in dem gaeten wohlatandt wiirklicli beschelien) tban künden,
wollen sieh aber in aller underth. Zuversicht gotrOöte», K. K. M'
werden sy, gotreno Btändt, in diesem ihrem allerunderth. hüch-
sten tirhon, SRufKen und bitten gewehrlich allergo, erfreuen,
hiedurch das angeaeigte noch mehrers nntroliendo endtlichc
verderben vlltterlichist verhüten nnd diese des H. R. K. sin-
kende vorm&nern wiederumb erliebon nnd in crisUicbo ruhe,
fried und einigkeit stellen und urab E. K. M' wollens auch ay,
i^tämit, mit ungesparter leib, giits und bliitKzuesctzung, ziifor-
derist aber sarabt weih nnd kind mit einem enfrigen gebet zu
golt dem alhnechtigfn utnh erlaiiyung glücklicher kais. re-
gierung allergeb. zu verdienen getJisseu sein, thun hierüber
dero sich sambt allen ihren angehürigon zn gn. gowebriicbor
resolution und allen knis. gnaden allerunderth. bevelchen.
A^um GriU» den 24. Noeemhris atino 1 öÜit.
E. R. K M'
allerunderth. gohora. N. u. N. der
dreyen n.-ö. lande R. K. M' ev.
Auge. Conf. znegothane stttndt.
1833.
Die Krainer Verordneten an die ro» Kärnten: heatätü/en den
Kmpfang des Schreiiicns vom 26. nnd lassen sich die Korrektur
gefallen. Die Lamhefuiß hat Dietrich von Äuersperg ids Ge-
sandten erkiest. Man Jtabe Sorge wegen der ZunammeHktinfl in
Gras: die ZeiÜäuße seien seltsam, die hegten Absichten tcerdcn
verkannt. Besser wäre eine Zusammenkunß an der österreichi-
schen Grenee oder in Wien. Ihr Gesatidter, den sie tuich Klagen'
fürt senden, tverde dartVter verhandeln. Laibach, 16O0 De-
zember 6.
(Kohk., L.-A. Krain.)
53R
Am 18. ichrciben sie, da Dietrich toq Auenperg «eiRca Wtg
Kirnten nünnt, mOgen t\t Hia«iR AobriDg«!) Olaabea Mbcnkan.
1840.
Ertherxog l'erdinaud an die Htttergdiaß und LatuÜeute A. C.
in Steiermark, KärnUn und Krain: weist uttter Besugnahme
auf seine am 30. April 1599 erftosseiie JUiolution auf die Sitte
der Landschaften, die Rdigioussache in den alten Stand zu
setzen, das Ansuchen um Freist^vng des exeroitiam rcligionts
zurück, erörtert die Motive, die ihn £U der Reformation veran-
laßt haben und teeist die von ihnen vorgebrachte Begründung
für ihre Bitte £uriick. Er gedenke, bei seinetn Vorhabe» bis in
die Grube tu verbleiben. Grar, 1609 Desember 8.
(Or%^ Sl. L -A-, Chr. K.. S BI1. fol. Kopp-, Kod. Liat, M. ;{1C> — S«*, and
SSttln^r, fol. &76'> — ftTOi*. Godnickt Amaiidai Hantrer, ßcUtio pcfMca-
tloni«, a 103—110)
Aliweil die F. D* erzbcrzog Ferdinand su Österreich unser
pi- herr und landtsHlrst noch in gaeicr g-edäuhtnas erhalten,
was sy dieser irer drej erbfbrstenthnmben und lande Steyer,
Klmrndtcn and Cratn getreuen herrn nnd landlenten der A. C
zucgethan noch am letzten Aprilia des verachinen 1599. lAhrs,
als sy sich kurz 7.uror deren AÜhie za Grätz und anderer
orthtüi abgethaneii uncat hol! sehen kirchon- und schaelexerctlicD,
wie anch der daraaf erfolgten heilsamen religionsreformation
beschwürt zu sein befunden und die sach in den vorigen stand
za richten gebeten, fUr ein aui^fuhrliche mit der güttlicben bil-
ligkeit allerdings einstimmende beantwortung, darinnen nicht
allain die verniainten sowol mUnd- als schriflUch ftlr- und ein-
gewendlö behelf zum genüegen widerlegt und rechtmässig ab-
golaint, sondern anch I. F. D* endtliche erelärang dahin rer-
standen worden, dass sy bey ihrer meinnng bis in ir gmeben
zu verharren nnd sich zn koinom widrigen mit nichten be-
wegen zn lassen gedenken, anznhendigen befohlen, dabei es denn
auch von endlichen iahren hero verbliben, mnaa I. F. D' der
venuuift und billigkait gemäss nicht wenig frembd fUrkomen.
dass iro sy, die A. C. prußtierende horrn und landleuth, un-
geacht desssen vor wenig mimaten ein schriftliches begehren
in discr tnaterl durch etliche sonderbare personen ires mitteis
übergeben.
1
4
nsfl
I
Aber noch mit mchrer vorwunilRrnng, ja rech tniesei gen
unwUlen und miBsfalteii haben I. D* ans angedeater jüngst Über*
gebner echrift und inU^uloffiien KArnorischea crederizialbriefen
zu sehen, wie sich ermelte berrn und landlenth N. a. N. Her
obbemelten dreyon lande Steyr, Khürndteii and Crain anter
wehrenden landtögcn vorsambicte und A. C. zugethane stünde
intituliem: da doch dazumni weder allfiie in Sleyr noch in
KhKrndten ajnicber landtag mehr vorhanden gewest, and I. F. D'
yetegedachte nntcredircibung noch vor diesem nicht allein stark
geantet, sondern auch allerdings za unterlassen nusdrackhch
inhibiert, wie dann auch mit niehton zu jiaösicrii, dass sich nur
ein thail aines als des berrn- and ritterstandts indifferenter fllr
stünde ausgeben sollen, derowegeu dann I F. D* ihnen den
berrn nud tandleuthen der Aogspurgtscben bekanntnas hiemit
nochmalen nnd su allem Uberflnss gn. nnd ernstlich anbot'olcben,
sich angeregter intitulier- und unieracbreibnng ftlrohin nunmehr
veiTcr nicht zu gobrauchenj sondern in ihren temiinis zn ver-
bleiben nnd sich dessen gänzlich zumasscn; was ihnen nit za-
stftndig.
Belaugend nun die haubtsach der sachendcn mehrern rc-
ligionsfreyheit, werden sy, geh. herm und landlcuth. ob vor«
bcrUerter f. rcsointion nnzweifenlich vernombcn haben, wannen-
bero die F, D' zu fUmem- und prosequierung ihrer heilsamen
religiouBreformation verursacht und gedrungen worden, dasa
nembliclten unter I. D* getrewen underthanen so viel irrig lehren
and schedliche falsche opinionet entstanden, der ungehorsamh
and thilttiche wideraetzlichkait gegen der 1. f. obrtgkait und
autoritet je lenger je mehr zugenommen, die geist- und welt-
liche BUperiori täten ohn allen respect öffentlich auf den canzeln
and vielen andorn orten mit groben unverschambten Worten
and lesterlichen antastungen ohne schea prosciiidicrt und vil
andere wider gott, den gemeinen fridlichen wolstandt und die
christliche lieb streitende oxcess nnd ungcburliche attentiorung
begangen worden. Haben nun I. F. D* keines mehrem Übels
gewärtig sein und sich einer so hart druckenden und hochbe-
sehwitrlichen Verantwortung entledigen wollen, ist je kein anderes
mittel zn ersinnen gewest, als den schuldigen und müglichen
vleiss Oirznklieren, damit, es zu dem vorigen wolstandt des
wahren allen diensts gottes nnd allein seligmachenden religion
and rechtgläubigen uuiou wiederumb gebracht werden mUge.
Ö40
Darzue dann I. D' als eineni catli. fUrstcn nobcn der tiocher-
fordcrten nottnrft auch der schuldige eyfer Termahnet und ge*
triben; und lietten aicti ihre gotreno lamlleat, vaüallen and
underthonen mittlerweil viehnehr glückselig zu schätzen, ihres
wolmeinendeDf für sie und ihr heil treuherzig sorgenden herm
und eihhindafürsten gnetcin ra,tli and Kclhsttlhenden oxempl
nuchznschlagon. den zuefroroutlien gehoreamh zu leisten nnd
dardareh auf den gewissen wep; der ewigen Seligkeit zu treten
nnd 7.0 wandlen, als dieser zum besten angesehenen und ihnen
zu grosser nntzbarkeit entspricüeenden vcrilnderung nnd ahge-
thaneii exercitierung niehifeltiger ühel verstandncr vcrführisuher
opinionen zu bosehwüren, neben dem sich anch I. F. D* aam
hüchsten erfreuen wurden, dis zorgonglieho leben mit ihren von
gott anvertrauten Innd- und leuthen in solcher friedlicher einig-
keit «nzubringen, auf da&s sy auch des konftigen und itomer-
wehrenden (darum dann alte menschen erschaffen) zugleich ge-
nUssen luüchten.
I" F. D' werden holFentlich ihre geh. landtscliaüten (dar-
unter dann mchrgemclte Iierru nnd landleuth der Augspnrgi-
Bchci) Confesäion ebneriDas«eQ begriffen 1 unbedenkliche zooguass
geben, dass sy itinon die ganze zeit ihres tragenden 14jfihngen
regiments in politischen und ihren Privatsachen yederzeit alle
mügliclie gute sati^faction (^dessen dann die von einer znr andern
zeit gcvolgte erledigungen auskunft geben) und filrneinblich da-
hin getrachtet, wie sy ihrer filrstenthumhen und lande wolfarth
nnd aufnehmen mehren und inen in allen biUichen dingen gi*ati-
ficiern kOnnlen; welches dann hinfliro nicht weniger in für-
faUetiden occasiunen willig und gn. gern geschehen solle. So
nun I. F D' ihren gctreupu laiidleuthen in weltlichen und allein
das zeilliche antreffenden haudluugen ihrem vermögen nach,
allen content/} xu geben begierig erscheinen, iro anch an be-
schlitzung und erhnltung des geliebten viiterlandts weder be-
mliehurg, schweren uncosten noch einicho lebcnsgefahr zugegen
sein lassen, wie viel mehr werden sie es an denen zu erweisen
beflissen, was das gewissen und der seelcn lieil und Seligkeit
antrifllt'i* Weil aber J. D^ keineswegs Buestftndig, wider die
gilttlichcn Satzungen und in geistlichen Bachen ichtes zu be-
willigen und zu disponiern, sondern vil mehr ob der erkennten
allgemeinen wahren religlon wUrklich bandzuhahen und die dar-
gegen ei nschle lebende irrtbumbcu bintanzuschaftcn, so sein sy
a
*
Ml
*
derhalben dessen, was ditsfulls fUrgenomben and stAtairt, nmb
so viel melir befnc^^ dass sie als re|ncrcndcr Undtsfar«! fUr
ihre untergebne rccbenschaft za geben, aucb für deren sowol
immerwährende als gegenwÄrtiffe woll'arth zu sorgen verbunden.
Dabero sieb die landtsinitgUeder nach der ordenlichen von gott
gehetzten 1. f. obrigkait rechtiuftsgigcn willen nach ausweisung
de-s gütüicben n^ort^ in allweg weit mebrers dann ihrer eigenen
ungleicb eingebildeten opioion gemess zu reguHern verbunden.
Nun wÄrcn zwar die in obgedacbtcr jUngst Überreichten
Schrift zu behauptung des mitlaufenden intents and schluss ein-
geführte motiven mit gutem fundament zu widerlegen uud et-
lichen erzehtungen das widorspil beizubringen und dass aber
liievor diese und andere motiven zum benllegen mit satter aus-
fbhrnng abgeleinet worden. wüUen I. F. D* der edlen zeit ver-
schonen und sich in kein uanotwendigea dispulat einlassen,
jedoch müssen sie zur Steuer der warheit allein dessen billich
meidung tlion, es scy vor iahrcu und zur zeit der gerUembten
mebrern religiouälibertet dennoch so glücklich und wol nicht
gestanden, dass der allmecbtigc mit der fertiütci und in ander
viel wege nicht noch mehrcrii segen seiihero bescheret; dann
eben in dem nach der ancathotischen exercitien abschatTong
darauf gefolgien 1590. iahr eine solche reichgübiche Fruchtbar-
keit sonderlich der damals gewachsenen wein, gute und nienig
lialber entstanden, deren gediLcbtnnss mit schuldiger und bil-
licher dankharkeit liftennals widorholet wird. Der gegenwer-
tigen zeit aber ist sich mit nichten zu lanientiern, sondern viel
mehr sein dio von der göttlichen milden hnnd borHieasonden
gaben (!) nnd mit demltthigisten preiss- und lobsprechnng zu em-
pfahen nnd zu genüssen als seiner allmaclit mass und Ordnung
fürzuscli reiben, wann sy gute ergiebige iar zu schicken haben,
seitemal dero wol angeordneten willen alles miterworfen nnd
dis der rechtgluabifc^^n prob und kennzeicben gar nicht ist,
daas sy der fruchtreiclien wachsung nnd anderer zeitlichen com-
moditeten nnd wolstandc genUssen, sondern an dem werden die
wahren Christen eygentlicli erkennt, dass sy gott ihrem scliüpler
mit eiuigkeit des gemüels und aufrec-htC'm herzen observierung
seiner gebott standhaftig dienen und sich seines willens be-
äeissen. Wo aber in einem l.%nd vil glanhensspaltungon ein-
reiscten nnd geduldet werden, ist weder die angexogene ver-
treuiichkeit noch viel weniger die gnad des allerhöchsten,
542
sondern das i mm erwehrende mtsfitrauen, schädliclie, gewi
verderbangen und aller verwirrter nbelstund zu ^warten.
Die exempliticiei-nn^ mit andern hohen potentaten und
iUrsten gibt 1. F. D* disfalls wenig zn si'h&ffen, die eich daran
gar nicht kehren oder dardorch bewegen lassen werden, seite-
mal ßicli die ihro vertraute nnd aid»evo!chne reff i nie ntssorg und
obligen dahin erstreckt, wie sie die ihrigen in gucter Sicherheit
und ruhe sowol des gewissens als erhaltung des zeitlichen con-
servieren und 'zu allein guten lej^'ten mögen.
Derowegen sich dann I. F- D' nit zu bekümmern, was
diser oder jener herr nnd landsfUrst mit den seinigen fUrzn-
nemen pfleget, weil sie für sich scihsten nnd ihrer landtsin-
wohner zu sorgen and in dergleichen fUllen nach dem allein
trachten, was ir Schuldigkeit ausweist und sie iro eu verant-
worten getrauen.
Wann dann die getreuen und gehorsamen herrn und Und-
leuth der A. C. aus dem oh<itehendeii I. F. D' endlichen willen
and intention clürtichen abzuneroen, so wollen sie sich zu ihnen
neben einer gunss gn. und treuherzigen verniahnung nngozwcifelt
verseilen und getrosten, sy werden sich obangedeuter ihnen
and ihren angehürigen gewiss zu herewlichen schaden ge-
reichend<?n pctition nunmehr allerdings begeben und I. D'
hinftlro mit derlei [Ttttcnsioncn, darinnen sie fliglich mit nichten
aa condescendieren winsen, sich auch darxu nimmermehr be-
reden lassen werden, in gehursamb allerdings verschonen und
damit weiter nit betrüeben. Unnn I. D' wegen ihres f. ge-
wissens im widrigen mit laufenden liohen beschwerungen zu
keinem andern so wenig zu bringen und zu bewegen, daas
sy sich auch hicmit rnnd und liLuter gn. and einm&l
für allezeit erclKren, weit lieber alles und yedes, so sie
von den gnaden gottes haben and besitzen, in di«
schanz and wjlliglich darzue setzen, als von ihrer oft
widorboltcn mcynung im wenigisten zu weichen.
Was sy aber ihnen, den herrn nnd landleuthon der A. C.
verwandten satncnt- und einem jeden absonderlich in all andere
weg und ausser Verletzung Jres fürstlichen gewissens zn lieb
und gaetcm nur immer erweisen kOnnen, darzue wollen sie
iederzcit, auch mit offerierung ihres guls und bluts vermQgens
bereitwillig erscheinen und sie sowol als die andern goist- und
weltliche herrn und landtcath, auch landt- und nntersassen mit
648
I
irlicher aml 1. f. benevolens ancl hold nit weniger daon ein
"viter seine liebe kioder amplccliero und nach ihrem beetea
vermögen fovicrn and schützen, auch mit und neben ihnen in
freyd nnd leyd unbedenklichen alles darschüasen und exfxjniero.
Wie nun dise I. F. D* gn. und trcngcmeinte resolution
den gütt- und wetüichen rechten, ja der bilUgkcit selben aller-
dings gemäss nnd mit fueg nit zu improblcrn, also haben sich
auch derselben mehr gedachte herrn und landleuth der A. Ü.
zugetban gebürlichermassen gar nit zu beclageu, sondern vil-
mchr mit underthcnigister danksagnng zo vermerken, dass sich
I. F. D* deren in diesem propointo ergangnen gemessnen kais.
reichs Constitutionen und aufgerichten religionsfriden nit prae-
valiern, aber wol einer mehrern gute in mehr weg aus ange-
borner Österreichischer sanitinnth gebrauchen, weil solche reicbs-
satznng mit sich bringen und verniügen. dass die landaassen,
Vasallen und undcrthanen eben der religion sein sollen, zu
welcher sich der landtHlrst bekennt.
Endlichen dahin schlUssend, sy, die getrewen herrn und
landlenth der Ä. C, werden sich ditsorts za ruhe begehen und
hinftlro nicht minder, als von ihnen und ihren Ifibtichen Vor-
eltern von undenkliuhen iaren zu ihrem weit ausgebreiten rühm
in manchen occasionen wissentlich geschehen, neben ihren from-
men ihnen mit aller benlgniiet zum besten gemeinten herrn und
landtfUrsten continaiern and ime anders nichts dann alles guets
beatentlig zutrauen, sich aacb sumbt ihren zugethanen der ob-
ADgebotnen gnaden und wulthat erwuisuug sicherlich verge-
wissen.
Im fahl ay sich aber wider alles verhoffon aintchor un-
gleichen crzeigting (darzue I. F. D' ihnen zwar die wcnigiste
ursach zu geben gedenken) jetzt oder hinfuro anmassen wulten,
haben sie zu erwegen, dnss es angerochen nit verbleiben und
I. D* aUdann übgctcgen sein, auch die mittel nit ermangeln
wurden, alles dasjenige, was zu erhaUung ihre I. f. gerechtig-
keit, zuvorderist aber der gJJttlichon ehr und der wahren re-
ligion schuldigister beschUtzung dienstlich sein müchte, für- und
an die band zu nemen; gteichwol sie dessen mit nichten ge-
wärtig sein noch glauben wollen, dass sie mit dergleichen ex-
orbitierung ihnen and der pusteritet einen eo anaaaleschlichen
Huhandltttckiui zuemesseu werden, sondern inen itit viel chcndcr
dis za trauen, dass sy in irer pidermannisehen lengst ererbten
ftorriclitig- und redlichkeit noch wciterhio TcriiarreDT ihren berm
Unit erbUndt*nirBt«n xn ieder farrallang ritterlich beystehen nad
■ich andere anfriedliclwnde davon keineswef^ abhalten lassen
w«rd«Q.
Ui« ist litte listgtidachter I. K. D' go. nnd wolbedacbter
will und m^lilUiMilicho raeinung; und sy sein inen, herrn and
Inndli'Uthun dur A. C, benebens mit 1. f. gnaden ganz wolge-
Ucoretura per Ser"""" archiducem 8. Decemhris anno 1609.
Peter Casal.
1841.
Au» c/tm UtHchle dt* Laibacher liiAchoß Tiiomas Krön an
linhtvaog Fträmumt II. üdcr die HefomuUiott in Krain. Obartt-
barg, ItiOU Detember 8.
(Orl«.. U.-, H- u. 8tA^ ö. A. Kralo, Fmi. 4}
1. . . . Mab miol) ante factum Omnium Sanctorum . . .
nach Laibach vorfUgt, daftftlbston, weil sich des h. 1. vitxdombt
dahiiikoun yo mehr und mehr verlängert . . . allainig ex »f-
ßci\.* fitstoraii in gednoliter hailsauier reformation aDg«£aagHI
au Uburirn, den anfaii^ an dem lAtltachcrisclieu aeoat and dir
ICknaen barger«ehaft . . . die catlioUachen von denen nn^Aam
MOMn od««- rerdftobtig«n aa dtstiognirn in disem gamaefct, 4m»
ick Yuu denaelben die bi«T«r oft beguie peiebl- und g—t— •
niottavdtn ab^«ford«H; doren der f^membste and maote tkafl
« t , «nclkiu«u. , . . l>er andero wiBea ahar^ den« iW3s ia
»>i»>»wii ulh) \h»JXä. andervr orten abwwig gwii— . c«fich aaoh
dWfvWa» daw em gvpvKhl tttd f«»— BJriwil, aflfcn aber iftn
wab w«U ikre betcktv&Mr m. gott
miwm mvKirt, etbch« «bar
vvtveiückt wecduiw
i*r aainrtnt aeUat
545
DarQDter aber ain . . . decret in etlicben pancten, die sie den
cath. kircliengcbraucti und geboten nach, zumal mit alljHrlichen
österlichen peicht und eommunioti neben cinlegung' Ir jedes fUr
sieb, weib, kirul und gcsjndt ubservirn solten . . . «b^een lassen.
. . . Welchem nach and damit es an mir nit erwinde, ich mich
in wenig tagen wiederumben nach Laibach verfliegen, daseibat
b. vitidombs haimbkunfft erwarten nnd neben ime dises nego-
tium reformationis weiter . . . verrichten wolle.
2. Zu discm ende und damit . . . der heimblichen ein-
Bchleichang der Seelischen predicanten zumal in [Jnder-Crain
. . . gestenert . . . werde, hab ich . . . K, F. D' landtratlt . . .
b. Josephen Posort zu mir gezogen. Daranf wier gesambt anf
alle ertzprieater in Crain Aglerisch und Laybacherischer inris*
diction ain gleichmcssige Verordnung . . . damit ir jeder aaf
ernennte seelen achudliche personen und derselben receptatorn
aufsiebt halten and die betrctne mit gneter dexterität oder ge-
richtshilf /.u banden bringe . . . ablaufen b-sseu. Darauf dann
etliche berait mnudtlich, etlich über schriftlich . . . Jas ihrig
trecherzig ... zu laisten sich erboten. Im übrigen die Purg-
stallcr zu Khtup tamquatn. rec^ptatores jyraedicantium and
Stefan JurBcliin, bei dem die verbotne ej;ercitta getriol)on wer-
den solten . . . betreCTendt, will leb disfalls des . . . vitzdombs
ankonft nach Laibach erwarten. . . .
Indem ich mich nun auch E. F. D' der landtscliaft ofßcier
nnd im landlbans alda ligender . . . SecUscher puecher willen
. . . ausgangntu' bevelvh zumal der letzten . . . den 14. tag
Fthntarii und desjenigen in der an mich und die herrn pre-
laten neulich . . . abgangnen resoluUon begrifnes punctens (die
herrn verordenlen dahin zu halten, damit mir und meinem
colUga dieselben one vcrwaigerun^ zu banden consignirt und
abergeben, wo aber nit auf erinderung anderer von E. F. D'
. . . remedia furgcwendet werden sollen) . , . erindert, hab
ich den ... 12. Nooembri» ... für die h. verordenten unter
webrunden hoftbaiding aufs landihaus in argner person mich
verfliegt, aus ietzementco letzten . . . vcrorduungen, die dar-
umb inserirte paragraphos herrn laudtsverwaltcr und seinem
achwoher herrn Andre Khatzianer selbst lesen lassen, die-
selben zu laistung E. F. D* ga. willens . . . rermabnt, danebens
auch . . . dises begern gcthan. sy woltcn ebenmitssig auch
E. E. L. ofticier, diener und procuratores auch paeäagogoa n, dgl-
Vontfi. U.Abt. Bd. LI.
9b
M6
in der i-eligton verdächtige . . . persooen Air die reformatioDB-
commissitncn eh erscheinen Tcrordncn und sy darunter etlicher
liandlaugen zumal des Jacoben Schreibers wider die pfarr Zeyr
und Josephen Prepls nach verschribnennassen (so aus der re-
furmation mit practerinuig E. F. D* als ober der . . . refor*
mationscomniisfiion icr allein reservierten ordenlichen tribnnals
und höchsten instanz in die bofrecht gezogen and durch sj
nicht weniger das widerspUl mier and meinen coüegii aber on-
gUetig imputirt worden ...)... erindert, meineatbaiU aber
treulich gebeten, ay wüllen dergleichen parteißn &l>- and dahin
weisen, znin fall dieselben wider die reformation in ainichcr
Bachen sich l>eschwArt befltndcn, d/iss sy solHches bei Fj. F. D'
als rechten guesspronnen, davon die hailsame reformation ent-
springt, mit grandt anzubringen, khain scheuch tragen and die
tribnnal in einander nicht confundiern. . . .
3, Nun von ietztermelten Schreibers and Pregis hand-
langen ... zu melden, etlich tag darvor, als durch Josephen
PrcgI (als deseen voreitern in einführung des . . . Luthera-
ni*mi ins herxogthumb Crain fUrnainbe anttsignani und radl-
fürer gewest) . . . mir ain fürfurderniig ins landrecht wegen
des 3Iattlicu8, Thomas Gregur und Hansclie der Skuyen za
Nadgoritz ügender hueben (welche unser Heben frauen cuplaney
im PnrgHtall . . . gehörig guet ist, «olliche aber vor etlich ialiren
durch Qcörgen Marl K. K. L. in Crain gewesten baechhalter
. . . gar nmb ain schlechten steueransstand als Q fl. [gegeben]
aber der caplonei wieder siuegeeignct worden ist . . .) saege-
acbickt worden, dardarclk er mich als reformation BcommtMaWuni
alleinig in dos landtsrecht cltirt und die reslitntion ron nur
erzwingen will, liab ich K. K. D' rath und landverweser in
Crain, wie nurh das schninnengericht . . . horicht . . .; dem-
nach dises aii) liandel, der Atr die reformationscommiasai'ios
oder umb ferrer dlsposition fUr E. F. D' ImmeMate gehörig,
er solle in bedacht der so vil und öfters crgangnen I. f. ge-
nicsflnen gebott nnd inhibilionen den clä^er ab- nnd für K. F. D'
weisen nnd diti<ort3 das reformationsweai^n nicht pcrturbiem:
80 \virdt mir von ime, ho auch von seinem tribunal . . ■ aar
audtbort: Ich aeyo als ain landtman und nit als ein eommü-
larius gcL-lagt worden. Man mlleste diso clHger, und wann der
büse feindt selbst furkomcn wollte, anhören. Wolle ich nun
fürs recht erscheinen, mag ichs tbucn, wo nicht; so werde man
4
547
ain weg- ab den andern im rechten furtfahren und sich liierin
nichts irren lassen.
Wann ich aber hierin . . . erscheinen nnd verantwortang
thacn solle, dardarch dann IC. F. D' . . . in dero hochait . . . ein-
traf beschicht, mein bÜliche bedenken gehabt und aber ge-
spUcrt, dass dises durchatts anf aJnen Torthail nnd (Ibereillung
angesehen, bin ich den lü. November ... für das landsrocht
. . . und den bandl meinem procaratori am gerichtsstab . . .
nbergeben. . . .■
Ich will nun aber tid pj^positum greifTen, dass mir endt*
lieh anf . . . mein begern der Seelischen paecher lieraosliforang
nnd verschafTnnp deren ofJiciern . . . desselben 12. tags am
abendt durch Fabian Kirchperger, . . . kiiegssecrctanam diese
antwDrt errolgt: die ständt betten mit und gesambt aas Stcyer
und KÄrnten confoederirtcn 8Ütndftn K. F. Ü' eine ansfUertiche
Schrift tibergeben, darauf ay Ulglich gn. rcsolntion gewftrtig
aein, dahin wiire tr gesinnen. soll ich mich gedulden. Im
übrigen aber nichts. . . . Was dieselben nun bey K. F. D' an-
gebracht, das werden E. F. D' . . . am besten ... zu steuern
. . . wissen. Dass aber E. F. D* rcrormationscommisKarioti,
welche wegen recupericrung . . . cntsognen geistlichen gueter
nach anaweiBung der kaiserlichen nnd 1. f. generni und E. F. D'
. . . inatruclion nnd mnndaten inil«;ig laborirE und etzlitrhs thaüs,
ee man ichtes in dem landts- und liofrecbten davon noch ge-
dacht, tfi prifitinum ntatuvi e^. netfuo tt lusto gebracht worden,
oder it'b allein mnb jede sach als jetKO gegen den l'regl . . .
vor disem echronnongericht, das allein von K. F. D* gnaden
dependirt, aber E. F. D' und dero comraission billich nit ein-
greifen mag, zu redt und andtwort steen und meine refor-
mationshandlutxgen nTIdn jii.stilicier«n lassen soll, dunkt mich
nicht allein meiner geringen person oder bischöflichen dig-
nitet, sondern vil mehr und vorderist E. F. D' hochheit,
ganz schimpf- und verUleincrlich. Darumben E. F, D* ich
die sach /.u gn. crwllgung and disposition haimbgestidlt, für
mein person aber gebeten haben will, E. F. D' wollen bei
. . . h. I. Verwalter, vtirweser und sc h rann enge rieht all der-
gleichen von der reformation horuerende handlungen . . . gn.
einstellen. . . .
Das wird duh weitl&nQg KOSgefUbrt.
S&*
Weilen . . . der abte zu Victring als aigcntli amber der
pfarr Zeyr das widrige einbringt und . . . anzaigt, wie ^eikbr*
liclier und strafwtirdiger weis diser lystige . . . Schreiber nach
meinem, des hcrrn abte, vcrraukon zngcfahreu und berilert«
gewillt in hofrecrhten taxiern lassen, die dann aaeh aaf 356 fl.
9 kl', aeütlinirt worden sein, wann das ainem uncatholischen
als da dem gottcshaus hcacbieeht, von ainem cathoHschen oder
von ime Schreiber begegnen aoUe, wurde es meines gedonkens
des laufen- und postieren» and ganzen landts bescbwäruDgen
BO vil abgeben, dass E. F. D' mit ainem einzigen handl, als
hierin diseu mensi'hen willen beschicjht, merers als mit der
ganzen clerisfiy in Craiii . . . zc schaffen liaben. Sintemal nun
berilet'ter pfurr Zeyr einkommen alles und yedes ime 3chreiber
in banden . . . also geruehen E. F. 0' hierin atn morem ernst
SU gepraucheu.
Ausser ietzt erzelten fall kann E. F. D' ich . . . nil porgen,
dass die von SchUtzenpaumb freyhcrm der pfarr Ygg ob
Laibach . . . etliche versüfte gaeter entzogen. . . .
Diu cbrlstliche . . . kirch . . . Ichret uns den sabbath . . .
Ka feycm . . ., als befind ich aber . . ., dass man die . . . pon-
tifivalceremonien . . . und prec«s publica«, creuz- nnd kircb-
gjing ... 80 gar nichts verschonen thnet. da im gcgcofall sonst
die uncatholischen. da sy ire exercitia allda ku Laybaeb gehabt,
BD iren predigtägen ab erichtag und päntztag vormittag . • u
zu fcycrn geboten . . . bitt E. F. D' . . ., die wollen . . . hierin
als in andern obeingefuerten articln mit gn. resolation gn. und
schieriät (uns) erfreuen. . . . Datum Obernburg den 8. tag De-
cembrU im 1609. iar.
E. F. D* onderth. geh. capUut
Thomas, episcopas Labaccnsis,
manu propria.
(SO S«il«a.)
I
1842.
Die VerordneteH von Steiermark a» die von Kärnten und Krain:
teilen ihnen die l. f. ResoluUoH auf die im Monate Juli durch
den Ausschuß aller drei Landschaften überreichte Jieligionsschriß
rnii und hrHachrichtigen sie, dafi sie für den 10. Januar den
iteirisciten Ausschuß lu Beratung dieser Angelegenlteiie» berufen
M9
Mtihen. Es tcürdc nidU unbequem sei», tvetm auch sie jemanden
nt gemeinsam/rr Beratung hcrausverordnen würden. Grat, 1609
Deiember 12.
(Kon»., St. I*-A, Chr. R)
1843.
Die Verordneten von Steiermark an Georg Herrn von Stuhenberg:
da die F. /> laut ihrer anheul übermitteUen Mesoiittioti von ihrer
Meinung nicht weicht und uns das freie exercUium unserer
wahren Religion nicht tu kontedieren gedenkt, $o werde er er-
sucht, sich am 10. Müßigen Monats tu einer Beratung hier ein-
tufinden. Grat, 1G09 Deeemher 14.
(Oric-, -1 Si«g«l, St L.>A^ Stubvuberg-AktDti, Gegdarefonti.)
1844.
Die Verordneten von Krain an die von Steiermark: danken für
die Mitteilung der l. f. Resotution. Betüglich des Ausschitsses,
de» sie auf den 10. Jantutr nacJt Gras beschreiben und wohin
auch sie einen Gesandten senden soUen, leollen sie zuvor auch
die Meinung der Kärntner höreti. Laiback, 1600 Dezanber 19.
(KooB-, L.-A. Krxtn.]
H In diuim Stnnii schrelbnii ntn nach Kirnten. Di^ Kümtner melden,
ai« bXtten Oeorg Adam RAnber fUr diese ZusstnincDkunft bestimmt (Orig.,
ebflnda).
1845.
Dieselben an Wolf Engelbert Schrankler: Wiexcohl sie lieber ge-
sehen hatten, daß die Beratung durch die steirischen StÜntle aliein
erfolge und die ,Ähgesandtcrei' diesmal unterbleiben solle, folgen
sie doch auf das Andrängen der Steirer deren Vorgang tind er-
suchen ihn, ,geg€n Empfang des deputierten Liefergddes'' sich tu
der Meise bereit tu erklären. Laihack, 1609 Dezember 30.
[Koni., L.-A. Krain.)
L
1846.
Dieselben an die von Steter: Die Kärntner werden Rauher, sie
Sehrankier abordnen. Laibach, 1609 Dezember 31.
(Koni., olwnda.J
Bericht an den Abt ton St. LambredU ober die Voriadmmg einer
Aneafd protatantiteker Ständdierren durdt Erikereog /entt-
n9nd II. a<i madiendam verbara betrefft ihrer Bittschrifl am tm-
gariiche Herren am Interreniion eur WiederhfrsUüung der TU-
ligion$f reihet. 1610 . . .
(Atu rinvai S«mtiielkoii«s im KloMen Sl LuBbxeckt.
OMchiditabUttM^ 1881, S. Roft.)
Ocdnckt SteUim.
Im Anhang befiodct rieh da* Sehreib«a An iteiritchai ^Isd* an Ü«
rtm C&Earn von S4. Movcnb«r 1609.
1M9
Ferdinand II. an die Abgesandten der drei Länder Steiemtark,
Kärnteri und Krain in Wien: Strenger Befehl, sich dea un-
zulässigen fNegociierens' nt enthalten tinif unverjiüglich heimni-
kehren. Orot, 1610 Januar 12.
(Ori|., Üt. L.-A., Cbr. K., i Kopp- im Kralnvr h.-A-, Kop. ohn« I>«tiun Sl L.-A^
Stab«nb«r^Akteii.)
Ferdinand . . . Edle . . . Weil wir in glaubwUrdige er
fahraiig khommcn, dasa ihr eacli in craft dea von earen prm-
dpain empfangenon gcwalt« etlicher vordttchtiger bandlangen
und unverantwortlichen praktiken nnderfahen sollet, welches
uns dann nit zae geringer offonsion and vcrklaincning gerucht:
•so bcvehlen wir euch demnach bei denen pflichten, da-
mit ihr ans euegcthan, und bei unserer schweren un^nad und
Bir&ff bif^mit ematÜch, da» ihr euch nit allein berllrtcs cacm
iinxueläAHigcii negocierens «lebaldt nach dises Terneuibang aller-
551
diogB enthaltet, sondern aucb ouern weg suerugg ohne ventng
und alle verlengerung wideramb nemct.
Dias ist unser endüclic mainUDg, nndt wir versehen nns
sne ewer iedem insonderheit keines andern. Geben in nneer
statt Örtttz den 12. tag Jauaarü des 1610. ishrs.
Ferdinandt.
B. Layman.
Ad niandatam Sor^^ domini
archidacie proprium
P. Casal.
1850.
fers^be an dtn Freiherm Gottfried von Stadl: begehrt von iJim
den Inhalt des an die ungarisdien Stände gerichteten Schreibeta
und den Namen des Autors etc. eu wissen. Graz, 1610 Janitar 12.
(One.. BU L..A., Chr. B.)
. . . Aus dorn einschlass wiordeat du Teniemben, was den
Ungriscben stilnden von dem aas discn unscrn dreien landen
Dägst vor disem ather lieraefncn ausschuss fUr ain ausftlrliches
schreiben augefertigl worden.
Weil du dann von sollichem ausschnss auch ain depu-
Brter gewöst. daliero wir nun wissen wollen, was dir von dem-
Iben schreiben aigentlich bekannt: so ist demiiacli bei der
pflicht, darmit du uns vorbatiden, unser bcvelch, dass du als-
bald nach disea rernembung die schriftlich begrflndte aassag
verfiusesi und nns an verzogen lieh zuekombon lassest, ob da
dich zu sollichem lateinischen schreiben bekennest und dasselbe
mitfertigen helfen, wer auch dessen aJn aator nnd concipist ge-
wOsoD. Hieran bescbicht . . .
8udl üriDDRTt »eil in «inom Sobreibeu Y«m 13. Jaouar der Mitf«r-
tifsi^. Er b«x«ug« aber mit Oolt, daß «• Ton dcu AuHchQuen, ,ao *lel «r
in Miner Einfalt bemcrltl, niclit also {«meiot fewes«n, wi« es der P. D*
eingebildet werde'.
1851.
König Maithiaa an die Herren und üitter A. C. in Steiermark,
Kärnten ttnd Krain: Er erinnere sieft dessen, tcas sie i/im durch
ihre Abgesandten ,hei jüngstem Preßfmrgisehen Aufbruch' haheti
vorbringen lassen. J?r sei ihnen wegen ihrer in Kriegs- und
Friedensaeiten bewiesenen Ireue wohlgewogen und mochte teünschcn.
daß sie noch ferner mit ihrem Herrn und Txtndesfürsten in gniem
Einvernehmen vcrhleihen, ,dieu-eil aber res nit mehr integra »nd
sie sdbst I. M' nit gunnen werden, dass sie in einen missver^
standi oder o/fension geralhen solle', so werden sie ihn für ent-
schuldigt halten. Wien, 1610 Januar 12.
[Orig., Sifl^et aufgedruckt, St. L.-A., Chr. K., Kop., L.-A. Emid and Stnbvn-
borg-Aklou.)
1852.
Die evangelischen Stände Österreichs unter und ob der Enns a»
König Matthias: hiUen um Interzession für die Herren und Land-
leuie A. ö. in Steiermark, Kärnten und Krain, da sie bisher
trotz aUer Bitten seit 1599 von ihrem Landesfürstcn Iteine ,Ver-
besserung, geschweige denn eine licstitution in pristtnum st&tiim'
erlangen konnten, vielmehr erst am 8. Deeember v. J. eine Be-
solution erhalten haben, darin sieh I. F. ZK ein- für aliemal
erklärt, ihrem flehentlichen Jiitten so tcenig statt txigehen, daß sia
weit lieber aUes und jedes, so sie von Gott habe, in die Schange
schlagen, als von ihrer Fnisclieidung weichen icollien. Nun setten
diese die Hoffnung noch auf König 3Tatthias und den Kaiser,
weit beide durch Zulassung und AssehiraHon der evangdischen
Religion ein exemplam itnitatioins gegeben. Bitte, den drä
Ländern in Anietrnchl der zwiseJien diejten und Ösierreir-h he-
stehende» Konföderation die Interzession bei ICreherzog Ferdinand
nicht abzuschlagen, sondern ihm zu Gemüt su führen, daß die
fieivisscn von rf/?n Mensclicn nicht ge^wungett werden können,
und Um zu bewegen, die gravamina abzutun. O. D. ( Überreicht
durch den Oberstkämmerer am 12. Januar 1610.)
(Kop., St L.-A. u. h.'k. Krais.)
Dabei liegt rlne ,Coii}-' des EnDndlicbca AnbriDRcns (doi inneröstsr-
rvicliinDhcD Akgcsandtoii) aa diu lübl. HiterreicIiiecbeD evangvltschDD Stand«;
dariu wird goklagt, wie infolge der durch ,frifidtiäMige Lont'' liervorparufaD«])
Religiontrvfonnation uicht HWm StHitte und Märkte in Abnetimcn und Ab-
fall fcraiDo, sondern auch Herren ond Ritt«r nicht mehr vencViont, londcrn
wwobl in l'rofnn- ab «ach in Religion»Mchen aufs bCcbtte bmchwert werden.
(O. D. Ebenda.)
1Ö53.
Die evangeliscJten Stände von Österreich oh und unter der Enrn
an die drei Abgesandten der Herren und Bitter atts Steiermarhp
I
I
id«: V
558
Kärnten Mnd Krain Ulrid^ Christoph von Sc}*ärfmherg, Karl
eu Egg und Hungershach und Dietrich ro» Aner^trg: danjieu
für die erhaltene Mitteibtng des ganzen Verlaufes ihrer Eeligions-
handluftg, traget ein christliches Mitleiden über tJtren leidigen
Zustand und sprechen ihren guten Willen aus, für sie mit einer
Interzession bei König Matthias eniEnkomnien. Was die von den
Gesandtat überreichte ausführliche ./Hstißkationsschriß anbelangt,
sei kein Zweifel, das angefangene Wer}: werde wie in den anderen
Kmigreichen and Ländern mit standhafter gebührlicher Zu-
sammensetzung gu gewünschtem Unde geführt tverden. Im übrigen
mögen sie versichert sei», daß seitens der nieder- und oberöstcr-
reichischen Stande nichts zuwider der alten vertraulichett Korre-
spondenz tcerdc vorgenommen werden. Wien, 1610 Januar 13.
(Orig-, 8t. L-A., Chr. R., Kop., L.-A Kraln.)
1854.
EraheTMOg Maximilian an Kaspar von Stadion: ßefehl, ange-
sichts der kritischen Lage in Innerösterreich sich mit seineti
Jiauptleuten bereit su halten und Btt sehen, daß die Lieferung
der Wehren rechtseifig erfolgt. 1610 Januar 13.
(Kunz., Statth.-ArclitT Inasbruck.)
DemDftcli die Sachen wegen der religioni» in Steyr, Cümthrn
nnd Crain allgemach in solliche terminoa gfirathcn, dass nns doa
erzherzogen Ferdinand! L. diser tagen ersneclit, wegen des ver-
sprofhncn saccors mit bestellung eines obrigten und bevelchs-
loQth in gaeter beraitschaft za steho, darzu wir ans dann so*
wol schuldig als genaigt hcfnnden: als ist hiemit unser gn.
bevelclij dass du dich in eventum mit haabtieutlicn bcfasst
machest, deren jedem wir von ein ganz negstkumenden Fe«
bniari auf die neghten 3 munat lOO fl. wartgelt gn. beatinibt
und veroi"dnet, dir auch liiemit gwalt und bcvelch geben haben
wellen, mit dem Kletten, so ietst ohue das allltie^ der wOhren
und rUstangen halber zu tracticrn. Ist zu sechon, dasa die
lieferung derselbigen zu rechter zeit und orth, dass man sich
deren zu vorhabender impresa bedienen kau, beschichte so hat
es sein weg, auf den widrigen fahl aber hettc man . . . die
notturft aus den aUhieigeu zeagbeuüern herzunemen und als
dao mit angeregter bestellung wider zu erstatten.
554
1855.
Die aua Steiermark, Kärnten und Krain nach (rras erforderten
AusscJwsae A. C. an Erghersog Ferdinand: Eutsdtuldiffung uvtfen
de8 Sehreibens, so den ungarigehen Ständen pro intercessione
üher»chicM worden. irroM, 1610 Januar i3.
(Kon/. , St. L.-A.. Chr. B.; Kop., L.-A. Kr*iD; IL-, U - u. 8t.-A. Wien.)
. . . Das8 K. F. D* ans ang^estert euh -prcuiextu. der ferrem
llangrischen and ^änitzsachen heratliscIiIügQiig gen hof er-
fodem and hcmacher in beysein der herrn gßhaimben aacli
anderer rätli, canimcrer und ofßcier zum thail selbst mUndlicIi,
ZQin thaiL durch dero gehaiinben ratli, herrn hofvtcecaualern
wegen des von uns auf einböUigon wölbe dächtigen echluse
aneercr principalen E. F. D* geh. dreyer lande A. C. sage-
tbanen rittcrschaft den Hnngrieolien elenden UberschicIcteD
achreibens (welolies aber zawider noserer intention aaf ain
wldcrwilrtigft inairmng gloßsierl worden) mit vilen unverdieDlen
Imputationen und bescbaldigungen tracticrt, tbuet ans solches
wie auch diser neuerliche und verkliene Hiebe process . . . sehmerz-
und hetrtlubliclien fallen, weil wir uns dergleichen auflagen gans
unschuldig und anverdient befinden und iiicinals wie auch noch
änderst nichts gedacht, denn in der aufrichtigen bidcrmaDoi-
sehen treu und gborsanib . . . bey E. F. D* . . ■ bis «of den
letzten bluetstropfen bestund iglicli zu verliarrcn. . . .
Daas wir nun in der über gedachtes schreiben gemachten
glosB ... als wann wir damit wider E. F. D* autorität nod
unsere pHicbt gebandlt, argoirt and beschuldigt werden, ist
solches aus dem eigentlichen vcrstandt bcrftrtcs Schreibens so
wonig zu erzwingen, als wo! auch der schloss desselben du
widrige mit sich bringt und die ainige gesaechte iutercession
auf sich tregt; dann wie K. F. U* . . . unentfaücn, wie offen,
erbar und aufrecht wir, die von Steier, in deme proceUiert, da
wir nit allain der Hungrischcn stände bey entstandener anrneh
uns zu nnterschiedliclirn Tnalcn nbnrschickte schreiben sowol
E. F. b' Selbsten als auch in dero abwesen berrn Maximiliano
Emesto . . . gewesten 1. f. gubernatom nneröffneter geh. über-
antwortet, sondern auch samentlich E. F. U' mit dem gehör-
sambisten anlangen wegen freystellung unsers hievor gehabten
. . . religionsexerciiii bey wehrender deren benachbarten wider-
I
555
I
wertigkail geh. so lang verschont, bis sy die wafien nider^elegt
ond atlea sn fridt and rahe gebracht worden, aUes zu dem
ende, damit die fridthässigen nmb so vil weniger gelegcnhait
hetten, E. F. D* etwas von ans iinistre einzubilden, zumal auch
mehrerholtes schreiben auf anders nichts dirigiert, dann dasa die
Hunprischen stände l)ey K. F. D' dahin . . . intcrcedieren wollen,
damit sowol uns als ihnen und denen benachbarten landen das
ireye extrcitium religioni» zu unserem und der unseren eeelen-
liail . . . verstattet . . . werde. . . . Also betten wir . . . ver-
hüßi, E. F. D' wurden iro disem allem zuwider von ans was
nnglciclies und widerwertigee . . . nteht eingebildet haben, denn
obgleich in oftgedachtem schreiben möchten odiosa narricrt wor-
den sein, ist doch K. F, D' kaineswegs damit gemeint worden,
sondern alUin die anruhigen und fridhä^sigen und daher or-
Tolgt, dass ungeacht so wol in Hungern als denen benach-
barten landen die nnrnho {rrfttÜt, man nichtsdestoweniger von
vilen kriege praeparationen und Werbungen ans! cii dl sehen kriegs-
Tolks hören mttfEsen.
Wüllen hierauf dlscr , . . Zuversicht leben, E. F. IV wer-
den iro über gedachtes schreiben gefasstc ungleiche raainung
and den von uns geschupften argwöhn . . . fallen lassen, unserer
. . . hinfUro mit dergleichen un gewöhnlichen und beschwUrlicben
Processen . . . verschonen.
Nachdem auch K. F. D* . . . bcgert haben, die ... zu
der R. K. auch zu der Ilungrischon Kgl. M' . . . abgesandte
bald widermnb zururkzufodeni, haben deroselben . . . wir so-
vil geborsanibist anfliegen sollten, wie nitnilieh dise gcsandtercy
nichts neues, sondern dergleichen hicvor öfters an die R. K, M*,
auch cbur- und forsten des H. R. R. abgeordnet worden: also
ist diescibigc im wenigiatcn wider E. F. D' antoritct und
hocheit, sondern einig und allein dabin gemeint . . ., scitcmal
wir liber unser so vilfcltigcs flehen und bitten einige rele-
vieruog unserer bedrängten gewissen bis dato nit erlangen
raOgen, dass aller- und hOcIiBterraeltG potentaten be; £. F. D'
sich . . . interponircn und dahin lnterc*dieren wollen, damit
sowol uns als deroselben kUnigreichen and landen unserer re-
ligion freye« exercilium widerumb mtlcht . . , vet^anl und
zucgclasson werden.
Und weil auch jfder jirivalpersim in seinen oblig^nden
bwcbwiiruugcn umb intcrcc»sion und lUrbitt anzulangen frey
nnd asTcrwehrt ist: so kann vil weniger uns samentltch mehr-
erholte gesandtercj, bo aach nichts andere auf sich hat, Obel
gedeutet oder in «npnnden vermerkt werden.
Bitton hierauf K. V. D' wir . . ., weil obbertierte ge-
■andterey vil mehr sn angnientier- als minairung der I. f.
hochait gereicht, anch also von unsern principalcn wolbcdäeltüg
für guet nnd rath&amb angesehen worden, derselben ihren fort-
gang gn, za lassen nnd ans, dass wir die gesandten nicht
Korttckfodern können, weil solches in unserer macht nicht steht,
gn. fUr entschuldigt zu liaUcn. E. F. D' uns . . . Gräte den
13. Januarii anno 1610.
N. der dreier landte Stoyer,
Kärnten und Oain alhor cr-
foderte und hesehrihene aas-
schUsa A. C. enegethan.
1856.
Die Verordneten von Krain nn TcisehowUsch: teilen mit, daß
der Bischof von Laihach die Beligionsreformation ,tcieder erweckt'
und nicht aUein die Bürgerschaft, sondern auch die landschaß'
liehen B£amte}i vor sich zitiert und ihnen verkündigt habe: falls sie
sich nicht his Lichtmeß mit Beicht nnd Kommunion einst^ten
und Br.ichtzettcl vorweisen oder ihren Abzug nehmen, ttmrdc der
Stadlrichfer nach ihnen greifen und ihr Hab und Gut konfis-
siereti. Da beide Pajitaleon, Paul Wassej-mann, Gregor Tauferer
und andere vornehme Amter innehaben, Justiz und poUtica ge-
sperrt tüird, möge er diese Beformationshandlung mit ausführ-
licher Lamentation sschriß a« dir. F. ly gelangen lassen und die
Konsequenzen dieses gefährlichen Vorgehens darl^en. La&>ac^,
1610 Januar 14.
(EoriB^ L>.-A. Krain.)
Im PS.: ,Woil ^cdAchler tierr bUckor« in du hieiige lamltliaui sae
fa]|«Q uud E. E. L. baeclidr, dernn xnar «ovil iiit sein, mit g«vratt damit
sn nenibcn offcudllicb betrOen tlmet, wOUiq der herr auch dites in verineldtet
Mhrtft nach notturfl aaBUiiebeD laoil die «iuaUJilunf^ zae befjern bedacht Mio.*
Dasaelbe wird d«n in Graz w«U«iidAD AaiiulidMen tod 8t«li>nnark aad
KArnton mit dem Ennchen i»itf;«tcilt. Heim Petschowitacli .trsubeTzip bei-
ttupringni'.
fi67
1857.
Erzherzog Maximilian an den Verwalter der Landeshauptmann'
sehafl: Sei der Notwendigkeit, das glotzende' Feuer in Inner^
Österreich tu lösche» und dem Enherzoge Ferdinand £u helfen^
möge er die vornehmsten Landleute beschreiben, mit Üinen und
denen v(n% Brixen und 2^rient traktieren, tvie die Hilfe in Be-
reitsdiaß zu seisen. 1610 Januar 14.
(Konz^ SUtth.-ArcbiT InuRbruck.)
. . . W/inn uns von des erzb. Fenlinatidi L. selbst aovU
bestfindiger bericlit einkombt, das niRhrberllerte der uncatUo-
liechen landlent mit allerbttndt eeltsamen uad gefllhrlichcii prac-
tiken mnbgeben nnd etwas widrigB za macbioiem in vuUem
werkb seindt, also dass die anainbgengticlic notturfl äi-furdurn vrill,
dises glossende fewer, elie dass es luft bekombt, zu demmen
und zu lüscbon, vf\a man dann die orts sowol umb erbaltuiig
der catholischen allein seligmacLenden religion als naclijier-
licber gefahr und bei disein lande babeuden Interesse willen
I. L. zu suceamcren vor gott und der weit schuldig und
pflichtig, auch dahcro Dunmelir au dem, dass man akh in
namen der Undscbaft etwas dcutUcOiers vernemen lasse, wessen
man sich doch aigentiich zu geirDsten, damit die beste gelegen-
heit nit verabsaumbt und ctwo so lang bis nit mehr zu rc-
uiediern cunctiert, sondern die begcrto bcreitschafthaltnng an-
yetzo alsbaldt desto liegUclier angeordnet werden künde, so
ist biemit unser gn. bevelch, dasa da etliche der fUrnembsteu
und vertrautesten landleith alsbaldt nnd uneingesteltt zu dir
beschreibest, darunter auch beede bischoäen zu Tricndt nnd
Brixen ... die irigen abzuordnen ersaechcst, aach sambt and
neben ihnen dahin trachtest, wie etwo in alnem und andern
zu helfen und wli* solclier veraprocUnen eventualhilf beschalfen-
heit halben ein mehrere ccrter/.a als bisbero haben, wie gleich
aoliche hilf in beraitschaft gericht nnd gehalten werden mechte,
wellen ans auch gn. anerpoten haben, alles dasienige, was ir
disorls handein and fUrnemen werdet, gegen K. ganzen E.
Tyrol. i. za vorantwoi-ten helfen . . . den 14. Januar 1610.
PostBcriptum: Wür sollen dir benebens gn. nit verhalten,
das wir die baiibcicuth wie zugleich die wöhrcn auf ain r«-
giment von 3000 man zu bestellen gn. anordnung gethan und
von eilige lien den Februarto die nogstvolgcnde drey monat
jedem 100 fl. wnrtgelt zu rnichen bewilligt, stellen es aacki
demor diseretion. ob du zn mebrerm forttrib der sAchcn dea
erforderten communiciern und andeuten wüllcst. Actum ut in]
liUeri$.
1858.
EnheTBOy Maximilian an Erthersog Ferdinand: bestätigt (Un
Empfang} des Ansuchens der inneröstcrreichisclten Stände A. C'
an die ungarischen Stände, Emsthaßcs Vorgehen gegen die'
JtäddsfUhrcr ist nottcendig. Bezüglich der Ililfe habe er da$
Nötige teranlafit. Bitte um Mitteilung, auf uelche Ililfe er sich
sonst noch verlasse. ICtlO Januar 14.
(Konc, Sutth.-Archir Innsbruck.)
Was £. L. Stcyriachc, Cfirnthcrische und Crainiscbe land-
ienth, Bo der widrigen religion aniiengig. nnlengst an die Un-
gerisclie landsteiidt gelangen lassen und Terroittelst deraelbigen
KU maobiniern gedenken, das Iiab ich auf B. L. fr. brfleder-
llchs den 23. Deeembris negsthin datiertes ond mir den 10.
die ein geben digtes Bchretben sambt dem beischlass mit sonderm
bethanern and mitleiden verstanden und kann tei<'blllch spUrn
and abnemcii, dass etlicbe unrnbigu küpf ander dem baufen,
so ir widrigs vorhaben mit gwaldt bindurch zu drucken ge-
denken, denen aber in aEweg nuchzntracbten und andern snm
exempl ir wolverdienter lohn zn geben, wie ich dann gar nJt
Kwoiflt^n will, da E. L. gleicb anfangs ein emstlicbe demon-
etration erzaigen, die andern za creaz kriechen und ire ge-
danken alsbaldl cndcrn werden. SoriBten die bogerte liilfleistong
betreffendt, da hab ich dem Verwalter der 1. baubtmanschafl
an der Etsch abermale bevelcli geben, etliche der nirncmbsteti
landlputh und kleinen nns-schuss verwandte alsbaldt zu er-
fordern und mit denselben auch Stiftiscli Trlendt- und Hrixe-
riscben abgesandten . . . dabin zu gedenken bevelchen, dauh
ich nunmehr bcy also vor angen stehenden gefahr . . . ain
aigcntliches wls^sen haben meirhtc, was man sich auf die hie*
vor veraprocbne eventualhilf entlich zu verlassen, auch dieselbig
in unfehlbare beraitscbafft zu richten tind 7.u halten. Ich bab
auch nit nnderlasiieii, etliche der TürnembsteD landleutb ad
]ffaTtem zu crsuccbeu, di&em werk guete befUrderung su er-
I
I
569
I
weisen und das ibrige . . . clarlici zu iliun . . . also doss ich
in kilrse ein mehrere decUration, worauf moit sich aigentlich
za verlassen zn liekomiuen verlioflFe. Nit weniger hab ich
wegen bestellang des obriatcn, der linubtlcuth und wehren an-
ordnung gethan und dessen den Verwalter der I. haubtman-
ichaft ad partem erinnert, auch zu seiner discretion gestellt,
ob er solliches den erforderten au mehrem antrieb de» werks
commnnictern welle, also dass K. ],. wol vergwissl sein mögen,
dass ich an meiner eysseristen muglichait und gctrenen freundt-,
brUder- and imehperliehen assistenz (dn es allnin an gelt nit
manglet) nicitts orwindcn bsson will. ... 14. Jjinner 1610.
PoatJicripta: E. L. wellen mich anch aof was für hilf sy
sich Sonaten verlassen, mit ehiatem vetterlicli und brüderlich
EU verstendigen unbeschwert sein. Ut in litteriM.
1859.
Miaaiv der (drei) Deputierten an Ereixergog Ferdinand über die
an ihn (fekommene grundlose V^rduchiigting ihrer Handlungen.
Sie hauen sich nur im Auftrage üirer PrinjiiptUen bei König
■ Matthias und dem Kaiser um Interxession in cansa religionis
■ gu heicerben. Wien, 1610 Januar 15.
^^^^v (KooK., St. L.-Ä., Chr. R.; Kop., h.-A. Kr&in.)
^^^^^^ ■ • K- F. D* ernstlichen hevelch vom 13. d. haben wir
" mit gehorsambister reverenz empfangen und daraus mit sonderer
schroorxlicher botrilbnaa vernommen, das £. F. D' berichtet
worden, als ob wir uns etlicher verdjlcbtlicher haiidlungcn lind
unverADtwortllchen prAclIken nnderfahen sollen. . . . Hierauf
lieriohten . . . wir . . . mit gi-und der warhait so vil, dnss wir
zwar bey unseni prinüipaJn neben anliändigung einer verfer-
tigten Instruction nnd ereilentialen r.ü der zu llnngem Kgl. M'
wie auch folgends zu der K. K. M' intercfssiontt in causa r«-
Ugionis an E. F. D* . . - zn werben geschickt woi-den, in-
massen dann bei hüchstgedaclilet- Kgl. M' . . . wir in gehabter
. . . audiena unser . . . Werbung verrichtet und darauf auch
gestriges tags in kgl. andienz mltnd- und schriftlich gn. be-
schaid empfangen haben.
Wir bezeugen aber mit gott dem allmächtigen und be-
teorens E. F. l> an aydts statt, dass wir mit dergleichen ver-
560
däL-htlicLen bandlnngen und anverantwortltchen prakliken im
wenigsten iiit amligangon, aach noch nit geeinnct sein. Der
ailmächtige wolle uns aach noch langwierig darvor behlieten.
Es haben unsere priiiiCtpalen ans an die . . . Östcrr. sUind pro
interceaaione an I. Kgl. M' ein schreiben mitgeben, das wir
laut instroction inen uberantwort haben, darauf bei . . . I. Kgl M*
sie, die üst. stund, für unsere |iriiici|)alen ein . . . intercesaion
eingewendet
Dises und weitera nichts, gn. herr and landsfUrst, haben
wir alhie auf bevelch anaerei* principalen verrichtet, und weilen
E. F. D' vor djsem unsern principalen uuverwehrt gn. Euge-
lassen, dass sy in cauta reli^xonis bey der R, K. M* durch
ire abgesandten als dazumalen herrn Geür^en herrn von Stuben-
herg, herrn Hanaibal froiherrn zu ^>k und herrn llürwarth frei-
herrn zu Lamberg . . . intercexsionee gesucht und geworben
haben: hIbo getrüsteii wir uns . . ., K. F. D' werden ans auch
solches, dass wir dar/.u uns gebrauchen lassen, gn. nicht im-
probim. . . . Datae Wion den 15. Januarii 1610.
1860.
J^reJureog Ferdinand ati die ,tilher erforderten' Ausschüsse A. C.
von Steiermark, Kärnten und Krain: iceisi ihre Entschuldigung
wegen der ungarisdien HaJtdlung ab und findet ihre Beschwerden
wegen des erfiossenen Dekretes nicht gerecldferiigt. In dem h^
rührten l{ttein^schcf^ Schreiben seien die Worte nicht anders n
dmtett, ah es der Wortlaut fordert. Die Versicherung ihrer
Treite wird sur Kenntnis genommen. Der Legaiion an den
König habe es nicht hedurß. Seine Willensmeinung wegen der
Beligionsreformaiion sei unerschütterlich. Hinweis auf die Kosten
der Gesandischaß «sie. 0. 0. 1610 Januar 17.
(Ort;., SL L -A.. Chr. K.; Kop.. L.-A. Knin, H.-, II.- n. St-A.)
Die F. D' habea nach embsiger veraembung der . . .
vom 13. d. datierten schrift nicht uujbgehen wollen, die darin
vermelten Ursachen der . . . gebllr nach zu erwögen . . . und
obgleicbwo) die ausscbtise, sovil den coslen- und priucipalpunct
anbetrifft, haobtsRchlich dahin zu zickhcn vcniiatnen, dass sy
ires be wüsten den Ungarischen stenden zucgefertigten lat.
Schreibens halber für uut&cliuldigt gcb<eu zu wurdoa und also
561
I
keinen excess begangen zu haben verhoffen, so befinden doch
I. F. D* die eingefUerten motiven gaetea th&ita also pauföllig,
das8 sy dieselben durch hernachvolgunde gn. erclämng recht-
mässig ablainen and darneben za erkennen geben selten, ob
sy zu der fUrgeloffaen exprobriernng nlt mehr als befnegt ge-
wüsen.
Und anfenkhlich wirdet von ihnen, den ans^schüssen, odiose
eingefUert, als wan sy nnter aineni andern schein, näiublichen
sub praeUxtu der verrern llangarischen und gränitzäachen be-
ratbschlagang gehen hof ei-fordert worden sein sollen. Auf dts
haben sy zn wissen : gleichwie I. F. D* in allen iren actionen
frey, offen und anfrccht zu procedicrn pRegcn, das« sy ee auch
in diser handlung observiert, seitemal sy den getreuen Aus-
schüssen die nrsach irer citationeu ST/ncere zu verstehen geben.
Und ob nun diser tractat nit der Elangrischen hievor ange-
fangiien handlung anhengig, kQiien sy selbsvten iadiciern : ja es
ist ditsfalts mit den Hungern und irer zucgelhonen nalion vil
un mehrers unbedAchtig correspondiert worden, als manichem
lieb sein solle.
Dasa sich auch die aasschÜBS aines solchen mit inen ge-
brauchten process und offcoilichcn fUrhalts so hoch beschwurt
SU sein gedenken, ist zwar I. F. D' selbst gar nit lieb, da!>s
es darzue kumbcn mUetiäen, aU die sich nicht weniger dann
tr in gott ruhender geehrter hcrr vatter ... in allen occasionen
der gUete und Osterreic bische a sanftmUctigkeit weit mehrers
als der schärfe beflissen, sy wissen sich aber nit zu erindern,
dasa iro xa dergleichen procedierungeu vor disem anlaitung
gegeben worden, noch so echarf gestehe und weitreichende
sohrü^cn wider die 1. f. superioritct jemals fUrkomben wären.
Dabero nun und weil 1. F. D* ain solches wider dero reputatton
streitendes und nach irer regimenta autoritet gar zu nachet
streichendes fUrnemben nit guethaissen, vil weniger darzue still-
schweigen kUnnen: ist iro gar nit zu improhiem, wan sy auf
den rechten grundt diser unzulässigen haimblichen practicierung
zu kumben und mehrere erweiterang dardurch zu vcrhUeteu
bedacht sein.
Sovil nun bcrllert lateinisches schreiben an imc selbst be-
langt, sein die wort dar und lauter, die auch auf kainen andern
weg and verstandt zu glossieni, als der lext und paechstaben
mit sich bringet, dammbcn dann kain frembde auslegung statt-
FaDttt. n.ibl., Bd. LX.
36
562
iiaben kan, soudur es ist eich vilinelir zu verwunilern, daas sich
80 vil ehrlicher gemUeter, die naitfertigen helfen, so weit träne-
portiern und so vil scharf stechende angleiche clansieD mit-
laafcn lassen.
Indem sich nun die nasschUss verrer dahin erclären, in
irer lieben voreltcrn pideriuanniycheu trvu zu verharren und bei
I. F. D^ und irent lübl. hana bis auf den leisten pluetBtropfen
l>e8tAndig auszntiiiiern, ist nit weniger als jenes mit gnaden zu.
vermerken und g^gen der post^ritet iminerwithrcndt za rtlemen;
darvon sie selbst melden, dass sy nemhlichen die inen von den
Hungnschen sU'-iideu vor disem Uberseodte schreiheu nit allein
I. F. D*, sonder aucli irein geliebten herro braeder erxherrog
Maximilian Ernsten . . . unerOffneter übergeben : hierauf sollen
nun gedachte nuäschuss vergewtst sein, so lang sy in diser irer
. . . affection und in den gebUrenden Urminis verbleiben, dass
sy an I. F. D' dagegen ainen solchen gn. herrn und I. fürslen
haben and erfahren, wie es die werk besser dann die Ver-
tröstung bezeugen werden.
Weiter boraUehcn sich die ansächilss nicht wenig, T. F. D*
verstehen zu geben, mehrgemelteä lal. schreiben und die ab-
sendaog irer drei mitglider sey allein zu impetrimng kgl. inter-
ccssioD gcmaiat. Wan es nun bey disem periodo verblibe,
wftre es ja so hoch nit zu andten. sonderlich da die begem
und schriftliche notiarfi mit gecimender beschaidenbeit gestelt
zu finden sein möchten, b"^ haben dich aber 1. F. D* albcrait
vernemben lassen, sy wissen umb dise absendung vil ain mehren
als iro lieb sey und sy den absendcm znegetrant betten; dann
da sieb diejenigen, so die ditsfals gegebne instruetion und gwalt
verfertigt, des rechten Inhalts erindern wollen, werden sy vil
ain mehrers za bekennen haben, als was die praecendierong
der fQrschriften mit sicJt bringet.
Zudem bett es diser legation gar nit bedorft wan die
darunter interessierten den categorischen inhalt I. F. D' in re-
Ugion^Mchen jüngst gegebnen standthal^en nnd gemessnen re-
sotution zum genüegen rernomben, weil sy daraus semel pro
Sftnp^r zu schliessen, dass sich I. F. D' jetxtgemelter re-
ligionsdisposition wegen la keinem andern darchaas
nit bowGgen lassen, sondern ehe nnd lieber alles and
jedes unbedenklich aufsetzen werden. Und dass auch
die auf mehrgemelte abfertignog der abgeordneten laofende
563
schwere zeruDgsnncosteu aas dem gemainen Undtscckl (darxa
nit alloin die nncatholiachen, sonder die ganzen ersamen landt-
scliaflen and also der raehrer tbails der getreuen mitglider,
welchen dis werk anentdeckt rerbliben, zn erlialtung des lielieo
Vaterlands und gemainen wolatandta treawillig und rtirnemblich
contribairt) bergeaumben und darmit aio unverantwortliches
absurdum und praesumpliun begangen worden, wissen I. F. D*
gAT nit gactznbaisscn, sonder oa zo seiner zeit wol zu äfcrn.
Kndtlick dahin schliessendt, wie mehrgedachtc nndertlte-
ntge aoBScliUi^ irer mit durgleicbcn niigewüntichen process Tum-
hin zu verschonen bitten^ also wollen eich I. F. D* za inen
sament und sonders ungezweifelt mit gnaden versehen, sie
werden diii'ch aiaicbü ungleiche ojieration die wenigiste ursach
darzue auch nit geben, sonder sich jederzeit solcbermaasen ver-
liullen, damit I. F. D* die guete und angeborne sanftmuetli der
biJliehcn rcssentierung zu pracponiercn ursacb liabcn. Denen
dann bcynebens unverborgen, da bey I. D' . . . vorfordern
und alhie gewesten tandsfUrsten . . . diser oder jener zuweilen
excodiert, das» die darauf gehörige wolempfiudliche animadver-
non nit auabliben.
BehiDgendt nun die anbevolchne xuruekforderung oftge-
dacbtcr nach Österreich and weiter voa liinncn expedierten
und bevelcbten (sie) abgeordneten ist frembd anzubDren, dass
solche revocierung in irer, der ausscbuss, macht nit stehen solle,
so doch che eiliortcs lat. achreiben und andere credeiitialen
gouegaamb beybringt, von wem sy, die drei InndtsmitgÜeder,
abgefertigt worden. Jjerowcgen dau I. F. D* von irer . . .
mainung . . . diser bedenken willen nit zu weichen wissen,
dass sy die abgeordneten (darumbeti dauu I. F. D* glaub-
würdig und aigentlicb informiert) sowoL mit den Hangern zu
etlichmalen als ril tag nach einander in der statt Wienn, mit
den A. Gonfessionisten der Österreicher vom hcrrn und ritter-
standt vor- und nachmittag im tandthaus embsigc zusammon-
kltnften und coiisultationet gehalten, deren sy dann wol betten
überhöbt sein mögen, wan e» allain umb intercessiunsansuechung
bei I. Kgl. W. n. I. K. M' selbst zu tUuen wäre. Aber eben
aus dem sein mehrere and weitere Unterhandlungen (die der
I. f. obrigkait zum besten gar nit gemaint sein mUgen) greifiich
zu schlicsseii, wie dann 1. F. 13* dcstwegen verursacht worden,
■y, die abgeordneten, durch einen ernstlichen bevelch selbst ab*
'M4
znfordern, ticb versebendt, ty and die aas»chlw ivglädi wer-
den solche empfangeae billiche Terordnangen . . . retpedierea
and im widrig«D za andern icherfern mittcln ZQ erhaltoog des
I. f. »chaldigeD geborsambs nit aracfa geben.
Im Qbrigen verbleibt es bei L D* gethooen Hlrstlicben «r-
dlniDg, dass ty nemblich geigen den antbom nnd anstiftein
disei obelbedachten za I. I> rerkÜenerang tentierten weHts
(oBch erkondigong der wahren grandts beachaffenheit) die ge-
bQrliche wolrerdiente eiosebong fUrsanemben nit anderiawen
werden, inmasaen dann I. D* aacb obligen thaet, damit frid
□nd ainiglteit im landt erhalten nnd das nbl angeUraft nit ge-
lauen werde.
Und Bovil haben I. F. D' den getreuen dreien aasschOasen
nntwortweis gn. gneter intention za irer bessern naehrichtang
und nit der mainnng, sich destwiUen in alneo dispatat einza-
lassen, der nottorft and sachen bschaäenheit nach anföegen
soUen, denen sy sonst mit I. f. gnaden wolgewogen.
Dec. per Set*" archidacMim 17. Jan. 1610.
P. Oaaal.
1861.
Der Pastor Johannes iSeiU an den Einnehmer S^astian Speiäl:
Weil er erfahren, daß er mit andereti Herren und Land-
leuten nicht bloß gesund, sondern auch gut evangelisek
gehlieben, freue er sich, JiHtet um einen Gfhurlshrief fiir mm»
in Steiermark geborenen Kinder und hofft, daß die Freist^lumg
der Religioi\ in Österreich doch noch erfolgen werde. Gundelfingen,
1610 Januar 18.
{Ong., Bt. L.-A., Chr. B.)
1862.
Kredetmschreiben der Krainer Stände A. C. ßr Dietrich Frei-
herrn von Auersperg anl-äßltch da' KonferettM der österreichischen
Stände. 0. JJ.
(KoDB., L.-A. Kraia.)
Sr bat darauf liinznwniiieu, daB Bcbou lu Lobaciten und mit Bo-
wiHlgUTtg Haiiniiliani I. xwi»cli«n den fOnf oiedertfitiarTaicbiicbon Landen
,lrha1l Craineriichan Undthandirett* «ine solch« KoarsderatioN lUttgofaadan
vou dar diMa LandBohaft aur.h j«tEt «n troton nicht gedeukt. £• iat dca-
I
565
I
I
h«)b niclit natig, ,di«a«r wid«rwftrtig«a nsben iiaUafendftD arg-wühtiiiehAn
■vardichllichliBiton htlber* «ndere und mpbr«re VftrbündniMe »ufiurichteo.
äakkun in Foladesnot norde maa nach Ua%abA der Krifto leiftso. wobei
fmtllcb za bmlouken, daß KtiiiD den Anprall d«r Fnindo iN<trat «ii«i;ri«t«hen
tiMt, t* werd« «her ,ritlftrlicb«ii beisprungi' anderer Vltlker bedürfen «!■
dieMn helfen kOuneo. Widcrr die Bsterreicbisoben äUlnde werde nlebte
FeindlicbM untemommeD uod di« biitierlge gate Korrespondentt aufreoht er-
halten werden.
Auf einem einselnen (lJini>chU^)bUtt«: ..Vota: Obg«'d4ichte ^MBndte-
nrfBn nacti UngarD und Hobamb sein von der F. D* Hbl aufecoomben nod
'1^ «in vnrüäcbtipo Easanibenkhonft gehalteo worden, nach answeirang ia-
llgtndt numerirter aclirifteD.'
1863.
Di€ Abgesandten der Land« Steiermark, Kärnten und Krain an
die Verordneten dieser Länder: erstatten BericJit über ihre Ver-
handlungen. Wien, 1610 Januar 19.
(Kop., L.-A. Krain.)
Wolgebom . . . nnd geben . . . zn vcrnemen, dass wir
nach unser glücklichen alherkunft, so den 22. December ge-
schehen, wciln I. Kgl. M* ankunfl sich etwas rerwoilet hat,
den 2. dit» Januarii nach Pressburg Tcrraist sein, des andern
tags, aU den dritten dits, durch den berrn obristcamcrer herrn
von Meggau bei Kgl. M' umb gn. audieutz solUcitiern lassen,
die uns dann den 4. dits umb B nhr vormittag gn. crthaiti
worden- In welcher I. M* neben uberautwortung der creden-
tialn und scbriftUchem der steudt anbringen, wir aacb münd-
lich umb gn. intercession im namen unaerer principaln geh. er-
saecht and gebetten haben.
Darauf I. IM' durch dero hofvicecantzler nnd gehainibcn
rath herm von Krenberg, s& unser anbringen mit und neben
I. M' angehört, vermelden lassen: Sic weiten dise der stendt
nberraiohte achrjften gn. vememmen, die flachen in beratschla-
gnng ziehen nnd nne alsdann ferrer darauf beschaiden lassen.
Den B. dits sein T. M' sowol auch wir wider nach Wien
verraißt. Pen 8. Januarii haben die löblichen under- und
oberüsterrei eh i sehen stondt uns auch alhie zue Wien audientz
erthailt, bei denen wir laut Instruction unser anbringen gethan,
dises beileufigen Inhalts neben Vermeidung unser herrn prin-
cipaln dienst und graess^ ihnen zue vcrstelieu geben, wie dass
&6G
bei der Kgl. M* wir gn. andientz gehabt and anser werbang
pro intercessione 'verriclit, wollen hierauf die löbl. st&ndt in
namcn unacrer principaln ersuecht und gebeten haben, damit
um Bo vil erfreulicher besijliaidt crvolge, bei I. Kgl. M* inter-
cedendo fllr uns einKukommen.
Darauf sie sich des fr. gracs bedankt mit vermeldea, die
schreiben zu vcrncmraon und alsdann uns ferner der notturft
nai^ zu beschaiden.
Den 13. dits haben I. Kgl. M' in ainer audientz wir dem
kgl. bescliaid auf unser sowol schriftlich als mUndtUches an-
bringen bekommen, wie E. Gn. u, U. aus copi hici-ln .Vr. 1 zu
vcrnemnioii.
GleichfaU als von denen löbl. {österreichischen stenden
b&ben wir auch dero antwort auf unser anbringen empfangen,
inmassen dessen copi Nr. 2 auch hiebei geleget.
Don 14. Januaril ist von I. F. D* unserm gn. heirn ans
beigelegter scharpfer bevehl und Inhibition iiaekommen; weUn fl
wir aber unschuldiger weiss also hoch angeben worden, haben
wir unser geh. Verantwortung darauf gethon, wie copi hiebei
mit Nr. 3 ausweist. ^M
Bitten derwcgen, nit allein solche unser geh. bcantwortung
1. F. D' underth. zu uberraichen, sondern uns auch nocbmaln ^
geh. zu entschuldigen und die sachen dahin zne richten, wetln B
andere vor dieem in gleichsam negotio rdigionis sich haben
sieber mOgen gebrauchen lassen, damit wir bei hrtchstgedachter
F. D* ntt in Ungnaden gerathen. Ralaen gleich darauf in gottes i
nanien fort nnd wollen unser angefangene commission bei der H
R. K. M' geb. verrichten, wie auch bei denen löbl. Beheni- i
bischen stenden umb intercession und dass sie neben den andern
unierten landen auch ihre abgesandte zne hüchstgedachter F. D"
schicken wollen, bestes fleiss sollicitiern. . . .
Wien den 19. Januarii anno lölÜ.
K. On. a. H.
dienstbeflicasene
Ulrich horr von Scherffenberg.
Carl freiherr zu Egg.
Dietrich freiherr zu Auersperg.
567
1864.
Der in Grcur versammdten Attsschüsse der drei Landschaften
Steiermark, Kärnten vnd Krain gehorsames Anhringen an Ere-
Jurreog Verdinand: Vernehmen mit Hetriihnia ans dem Dekret
vom 17. d. M., daß die F. /> ihren Argtvohn tvcgcn der Ge-
sandtschaft nacft Ungarn nichi nur nicht habe faUen hssen,
sondern daß das Dekret noch starke Drohungen entJUiU. Sie be-
teuern 7io(^imals, daß sie durch dies ihr Öffentliches Vergehen
nichts zur Verkleinerung des l. f Ansehens getan haben. Da der
Ereherzog andeute, daß man die Kosten der Gesandtschaft aus
dem gemeinen Säckel des Landt-s, wo^u auch die Katholischen
beisteuern, tiehme, berichte man, daß wohl noch solciie Mittel vor-
handen seien, aus denen man diese nicJU bedeutenden Kosten he-
streite, ohne die ganze Landschaft in Mitlcidctischaß au jiiehen.
Grae, ItilO Januar 21.
(Kons., St. L.-A., Clir. B.; Kopp., H.-, H.- d. St.*A. n. L.-A. K»in.)
Auf dte)«9 Schreiben intwurt«t d«r Ersbenof um %4. JioQftr (Orijf ,
ebend») Im Sirno des Tom !7 A. M. Die in dem obigt^n Si'lireibcn vorg»-
brjicfaie ECiitüchiildigun^ kUuDP nicht fElr genUgKnd migvsetieit w<>rd«n, weil
die AuiMohtlsae dein Zivecke der AnfrA^e, der NKmhaftnrecHung dns AnU^rt,
KOS Afm Vie^K gehen. Auah hStten Rin nicht al1(\s |;cs«gt, sondern eben d&a
subtiziert, wu doa Argwi>tin erregle. Daher ist diener tu eontinuieren. Cr
ktttiD« denn Aach lein Vorhaben aiobt datieren*.
1865.
Die evangelischen Stände Österreichs ob utid unter der Enns an
die Stünde Böhmens und ScJdesiens: Es werde ihnen nicht un-
bekannt sein, in wekher Weise in den drei Ländern Steiermark,
Kärnten und Krain die Herren und LwTuUeute A. C. in geist-
lichen und weltlichen Sachen, die ihre Qeteissens- xtnd politische
Freiheit betreffen, von den Rcligionsrcformationskommissären und
andern Widersachern bedrängt werden und wie ihnen auf vid-
fäitige Bitten namentlich auf ihre am letzten April 15'J9 einge-
reichte Bütschriß nidit die mindeste Bestitution ihrer alten
Freiheitcjt zuteil geworden. Jetzt werden sie durch die drei
Abgesandten dieser Länder Scftärffenberg, Egg und Auerspcrg
erinnert, daß noch am 8. Deeember 1609 eine Resolution her-
abgelängt sei, die ihr flehentliches Bitten schroff euriiekweist
und sagt^ der Erghersog würde lieber aUes, wus er von
568
GoUes Gnaden hai, in die Schanse sehlagen, als der Bitte stait-
geben. Bei der ttralien jewisehen Österreich und den drei Ländern
bestehenden Verhindunff haben die Gesandten um eine Interiesäm
gAeien, und im Jiinhlicke anf die auch mit Böhmen und SeJUesien
bestehende Uni4>n erstuh^^ man nun auch österreichischerseits die
dortigen Stände, nicht bloß bei König 3[atthia8 eine Intersession
einzubringen, sondern sich auch mit da* österreichischen Ländern
an einer stattlichen Legation an Erehersog Ferdinand eu be-
teiligen und sunächst die aucJi nach Böhmen und Schlesien gt-
hendm Gesandten mit ihrer )yerbung gnädig und gutwillig an-
xuhöreti ufu2 ihnen in ihrer Getcissenstwt und Drangsal behüfti^
tu sein. Wien, 1610 Januar 22.
(Orif ., aO S{«fc1 aiife«dr[1ckt, and Kop., St. U-A-, Chr. R.)
18G6.
Bitte an die F. ly, den ausgewiesenen landschaftlichen Offizieren
einen längeren Termin £u gewähren; dem Bischof ist eu sehreäten,
daß er mit tceiterer Ezektttion einen Stillstand halte und sieh
wegen der Bücher im Landhatise des bedrohten Eingriffes etU-
hälte. Laibach, im großen Ausschusse 1610 Januar 22.
(L.-A. KraiB, T.-Prot.)
I
1867.
Ferdinand von Khiebach an Ereherxog Maximilian: Er hohe
auch den 16. Februar eine Zusammenhmft des kieitten Aus-
schusses ,wegen der Steirer und Kärntner besorgender Beb<^io»'
beschriehen, damit Erehereog Ferdinand iciUfahrt werde. 1610
Januar 23.
[Or^., 8UtUi.-Archiv Inn«bniclt.)
Mu'tmilUn xntwortvt «m aO. Jinn» (Kons., «b«nd«>. Er bütte g«rn
gpaehvD, daß die Uandltin^ frUber xDgesteUt worden wir«, weil tlf^Uch
Zftitun^en einkninni«!], au« dnn«n %v «ntnchmcn, dxß nichta GnUis im W«rke
ist. Man wird nicht Umgang nehmen kSnn&n, Enhenoe Ferdinand xn helfcD.
1868.
Erehersog Maximilian an den Kaiser (und Ershernog Ferdi'
ywtnd): benachrichtigt ihn von dem beabsichligien Ankaufe von
569
Rüstungen seitens der Steirer UnkatholisclMt in Nürnberg. 1610
Lp
■■ v» a/i It A t«
(Koni., Sutth.-Archir lambrnck.)
In nmili an die F. D' erzherz. Ferdinanden.
Demnach wir glaubwürdig bericht werden, da.^ die Stey-
rischcn uncatholischon landtleath zu Nierenberg anf etlich
tauscnt man wUhrcn einkanfen, selbige auch abwarten (mit be-
willignng der hilf der Behem und Oatorreicher, darunter sich
der von Rosenberg heftig favoribils erzaigen solle), fliern und
gen Steyer liefern lassen wellen, flieh dorselbigen ohne zweifei
SQ widrigem intcnto zu gebrauchen und zu bedienen, so haben
wir E. K. M' Q. L. einea solchen bey disem aigens hiemmben
abgefertigten poten freuiidt- und brUederlich verstendigen wellen,
ob E. M. n. L. an den passen, allda solliche wilhren und rü-
tetuiigen durchbracht werden iniieasen, solJicho bestelinng thuen^
damit dißselbigen intercipiert und per consequAU» liicdarch vi!
ubcia vcrhUetct werden möchte. E. M' o. L. bcnobens etc.
I 28. Jan. IßlO.
^^ 1869.
Die bei gegetitmrtigem Landtage versammelten Herren und Land-
letite A. 0. an Ferdinand II.: Ihr Ausschuß für das negotiom
religioniß Jtabe ihnen referiert, tcie 1. V ihn am 6. d. M. gegen
Hof erfordert und da» von ihnen und den Abgeordneten von
Kärnten und Krain verfaßte Schreiben an die ungarisdten
Stätide und die Legation nach Wim und Prag geahndet
habe, weil darin eine Verkleinerung der landesfürstlichen Hoheit
eu erUicketi sei, und daß sie sich nicht mit den sfceien am 17.
«nd %i. d. M. ergangenen Befehden beruhigt hahefi. Auf das hin
heriehteti sie, daß die (iesandtscfiaß und das Schreiben an die
ungarisctien Stände deswegen angeordnet teurde, ,i€eü tcir bisher
über un$er vielfaltiges unaufhörliches gehorsames Anlangen eine
Linderung unserer Gewissensbedrätignis nicht erlangen konnten,
cb wir nicht durch die leim Kaiser und an anderen Stdlen vor-
g^achten Buten das Hm I. & eu rühren und jm einer er-
fraüiciien Besolution bu hetcegen vermöchten. Der Wortlaut der
Bitte um Interzession sf^i keineswegs eur Verringerung der landes-
fürsllicJien Fräeminenß gemeint. Bitte, den Verdacht wegen dieses
570
Schreibens fallen zu lassen und es die Mitglieder des genannten
Ausschusses nicht cntgdten su lassen, sie vielmehr ais treue Land-
liute SU erkennen, die nichts anderes tu tun gedeihen, ids tcas
ihrer Pflicht entspricht. Graz, 1620 Januar 30.
(Orig., H.-, H.- u. St.-A.}
1870.
Der Prälaienstand und die dem kathoUscheti Glauben eugetanen
Herren und Landleute des Fürstentums Steier an die Mitglieder
der Landschaß A. C: stellen bei ant/ehendem Landtage sur Er-
haliung hrüderlieher Eintracht^ Jitihe und Korrespondenw und
Uerstellung der Gleichheit das ErsucJten, daß ihre Glaubens-
genossen, ivohiqualifizierte Serre/i und Landleute, die mit ikne»
gleiche, ja mit Hinsicht auf den Prälatenstand noch stärkere
Biirden tragen, ,nt den Ämtern, es seiett nun die Verordneten-
stdlen, Justiz-, Kriegs- und andere landschaftliche OffUien, den
gleichen Zutritt haben, wie die Mitglieder der A. C. Man stelle
in di&te kein Mißtrauen, es sei i}inen nur um die gebührende
Gleichheit zu tun, deren goldenes Band nicJä vencahrlost tcerden
solle'. Graz, 1630 Februar 4.
(Kop., 8t. L..A., Chr. R.)
1871.
Eräherjfog Maximilian an den Verwalter der Landeshauptmann-
t<^afi in Tirol: Aus den Einschlüssen werde er sehen, icie eifrig
der Kaiser und Erzherzog Ferdinand den SuJ^rs verlangen.
Er teile es ihm mit, damit er seinerseits das "Nötige veranlasse.
IfilO Februar 4.
(Konx-, Stxtth.-ArcliiT Innitbruck.)
1872.
Die Verordneten von Steiermark an die ivn Kärnten und Krain:
teilen mit, kyis für ein Anbringen die Stände nn die F. 2^ ver-
faßt haben, damit der wegen des an die ungarischen Stände ab-
gegangenen Schreibens entstandene Inzidemfall beigelegt uerde.
In der Anlage finden sie den Extrakt der Fropoattion und was
L F. D' der Landschaft wegen der bevorstehenden Frager ßeise
zugeschrieben. Gras, 1610 Februar 5.
(Kons., Sl. L.-A., Ohr. K.}
571
Seboo am 30, g*h m in Onn ein» BeratuDf eines prDßeren Aiu-
•cbnwet- Vfr (frlUicrc) AuhcIiuU hoU ittgtn du anparisch^D Sehroibeiu
TOD deu PrinaipaloQ onUeliultligt wvnlon («beuda).
I
1873.
Erehersog Ferdinand an die hei ,gegemcäriigem' Landtage ver-
samnidtcn Staude A. G. vom Herren- und BiUerstande: erörtert
ausßihrlich die Motive, weshalb er die in ihrer leteten Sehriß
vom 30. Januar geäußerte ,ÄbhHte' wegen des Schreibens und
der Ahsendung der itngarische» Legation um Intcrecssion als
solche nicht für geniigcml halte und, ettmal tpeü, man den Autor
des Schreibens nicht nenne, eu keiner anderen Ddibtralion schreiten
könne, (Gras) 1610 Februar 7.
{Otig., 8t. L.A., Cbr. R ; Rup., H.-. H.- n. 8t.-A.)
Von der F. D* . . . denen . . . anzazaigen: Obgleichwol
der sehlass irer jongst ubergeUnen am 30. . . . Januarii da-
tierten sclirift ain sonderbare appareiis ainer onderth. abbit mit
sich bringen tboct (die glcichwol nar far den auascbuss leztlich
bescliicbt), so künnea es doch I. F. D* darfur gar nit erkennen,
noch sich darmit benaegcn und dahin bereden lassen, als n-ann
irer hochlaedicrten I. f. hochait ain benaegcn geschechen wäre,
dann stracks im eingang solcher Schrift wierdet (mit I. D' be-
frembdong) gemeldt and bekennet, es sei nicht allein das la-
H teinische schreiben un die Ilangrischen stende aus (sie) ir, der
ritterschaft, bevelch espediort, sonder anch die bewasste ah-
sendung der dreyen raitgüder auf gleichmÄssige Verordnung
»fnrgenommen worden. Welches dann vil mehr zu augmentier-
aU erinderung der billich gescliöpften ofTension ursach gehen
■alle, nngeacht I. D', sonderlich was emicltes lateinisch schreiben
anbelangt, den maistenthail der mitfertiger ans gn. wolmainnng
und vfttterlichen zu Iren getrewen landleuthen habenden ver-
trauen sett>st excusiert und die maiste schuldt auf den anthoren,
inmassen sy iro dann gegen ainer solchen ani^al des ritterlichen
i^bluets noch kain anders einbilden kilnnen.
Es wierdet zwar auch incidenter gemeldet, die Ijerurten
droy abgeordneten wären alberait am zarackraiscn aiul will
also ain gelaister gehorsam dardarch su verstehen gegeben
werden, I. F. D^ kilnnen sich alier darmit ebensowenig er-
aettigon lasaen^ seitemal dises saruckraisen nicht auf I. D* erste
572
und Bclbst gethone Verordnung:, sonder auf ir, der ritterscbaft,
vil tag heruHch gotliaiie avocierang furgenomraen wierdet: ond
80 nun I. D* den Bchuldigen and völligen geliorsara im werk
nit spaem, ist vernanftig zu erachten, daas auch zu der saecben-
den condonierung kain gennegsame urnach vorhanden eein kan.
Zu dem: da gleich in ermelter letzten und vorigen zwaycn
darin Gitterten Bchriften ain deprecation etlichermassen uiitge-
loficn, 80 ist doch diescib dermassen restringiert^ adumbriert
und mit Bolchen iustificationBclaasln immisciert, als wann weder
excess noch irrthumb begangen worden wäre, eo doch die sach
für sich Bclbät reden thact, und aus denen mottvcn, deren sich
I. F. D* vormals destwillen gebraucht, vernunfUg zu schliessen,
ob s^ ans lieb und handhabung der gerechtigkait und conscr-
vierung des geburenden respocts zu der beschecbnen cxpro-
brimng und vorhehaltnen resentierung bis zur erlangang der
benUcgigen satisfaction nnd furkcrung der billichcn animad-
Tfirsion nit befuegt, ja mehr gedrungen gewcat, zumal sy da^
mit allein auf den grundt disss nnverhofften nicht wenig un-
luBts causicrten handts 7.ue kommen gesnecbt. Gleichwal I. F. D^
ain mehrers ala iro angenem ist, seither erfahren, ab«r dan-
noeh war iro weit gefttiligor furkomen, wann sich die hierunter
verwolinte herrti und landläuth gegen I. D* fein aperU ercUrt
und dasjenige, so varX allen bekannt, nit verscbwigen helten.
Über dis ist I. F. D* auch nit wissent, welchermassen
sich die aasechuss der anderen swayen lande K&rndten und
Crain oder aber iro princi]mln ditsfalls erclärcn und ob ermelte
drey zurnckbegerte abgeürdneten auf die empfangene citation
gehorsamen und hieber widerumb eheiBt gelangen oder was
hiemit zwiecben ir Verrichtung sein werde.
Und weil dann I. P. D' weder aines noch des andern
aigentlicli sj'nceriert und vergwigst sein nnd sicli die principal-
beßcbuldigtC'n digee tlbel verstandenen und noch Ubier incani-
nierten werks mit prnetendiernng des gn. perduns noch nit
recht nnd wie sich gcburt in die sacli geschickt, iren hier-
nndter begangnen error und ubertrettnng abaoluta nit be-
kennen und sich dergleichen künftiger niassung nit vememben
lassen, sondern die ungültigen iu$tißcationea der entscfanldi'
gangcD darundter einmengen wie auch insonderheit die b«-
schnldifiuDg mit henennung des oft bcgerten autnrB nnd
schriftcnatelJcrB von sich bis dato noch nit gelegt, so ist kein
s
<
578
TerwanderuD^ xu ziehen, dass I. D* noch derzeit sn keiner
ftodeni als der zavor verstandenen deÜberation aller biUichkait
gemftss je nicht zu schreiten wissen. Diser I. D* gn. gernttetha-
I erclärong nach haben sich nun die von gedachter ritterscbaft
■ der A. C. zaegetban ... zu richten. . . .
■ Decrctnm per Ser""" archiducem 7. Feb. 1610.
^^ P. Casal.
^^
Erehersog Ferdinand an Erzherzog Maximilian: er habe wofcn
des Nürnberger Waffenankaufes bei den Pässen und Grettzen
solche Verordnungen ausgehen hssen, daß ohne unser Wissen
Elurchgehracht, sondern sofort aufgehalten wird. Dank fxir
die Erinnerung. Grog, 1610 Februar 8.
(Orig., Suubi.-Arcbiv iDubrack.)
k
l
1876.
I
^J^tnog Maximilian an Ferdinand von Khiebach ,* Die Eventuai-
Mf« §6U je eher desto b^ser erfolgen, damit der Kaiser und
Ershersog Ferdinand ersehen, daß Euch die allein seUgmachende
Religion und das gemeine Wesen atigeiegen ist 1610 F^ruar 8.
CEb«ai]K.)
1876.
.Artikel aus der IßlOjährig Kharnerischen Landtags- Belation.'
(Zurückweisung der Beschuldigung einer versuchtet» Üebellion.
Ertcähnung der Vorgänge wegen Absendung von Inlereessions-
gesandten an Uudolf II. und Matthias. Die Angehörigen der
A. C. hätten einaig und aUein die HersttHung ihres Rdtgions-
exerjsitiums und die Jiesserung des durch die Ii^^igionsref(*nnation
in Gefahr stehenden lAindwesens im Sinne gehabt. Bitte um
Vermittlung der katholischen Mitglieder, damit die Verfolgung
aufhöre. Klagenfurt, 1610 Februar 10.
(Sl L.-A., Cfar. B.)
Und demnach ain guotc zeit hcro bin und widertimb
Bpargiert ood die ev. der A. C. zaegethane herren und Und-
leut dahin incalpiert wurden, als ob sy (welches sy inen aber
nie ZQ sin g'cnumcn und sie auch ferrer der almecbtig darror
behieten welle) wider I. K. U' . . . ain rebellion erwöcken nnd
alau hiedurcii ir in dieen landen vor dieem gehabtes aber ent-
zo^es er. exercitium religionU mit gewalt widernmben iotro-
dttciren wollen: auf dass aber andt diejenigen beim und land-
lenth, so der cath. röm. religion zuegethan, ain grUndtiiclie aigent-
liehe Wissenschaft haben miigen, dasa sy, evangelische herrn and
landlent, dttsfals ganz unortindlich and unverachult incolpiert
und Hccusiert werden, so halten die herrn verordenteo und ans-
schnsA der Ä. C. zuegetbau ain nothdnrft zu sein befanden,
inen, catholischen herrn and landleaten, nnd also einer ge-
sambten l. landtschaft, dasjenig alda schliesslich zu referiem,
was die ev. stünde diser dru^t^r land« Steyr, Kärnten und
Crain hOchstor forderten gewiasensiiotdarft nach bey I. F. D'
UDserm gn. herrn und latidtsfU raten iin abgeloffenen monat Julii
in cnusri mligioni» in allertiefister deiuuot geh. angebracht nnd
geflohondt, was hierauf von I. F. !>' für ain unverhoffte reso-
lution ervolgt, item was sy auch durch ire abgesandten bei der
K. M' zu IIuDgaiii, auch der K, K- M' . . . unib orthailang
gn. interceBaionen . . . anzubringen verursacht worden und
dann was für ain scharfer hicvor unerhörter neuerlicher proee!>s
wegen atnes den Ungrischen stttndeu wolmainlich beschehnen
zueschretbens ^cgen denen in den Ungrischen handlnngen de-
putierten ausscbUäsen, als dieselben in dem negst abgeloffenen
monat Januarii durch I. F. D' *uh pj-aetextu derselben Un-
grischen Bachen nach Grfttz citiert und sy hierauf geb. er-
scbiner, fllrgenommen ist worden, auch was gestalt sy sieb mit
grundt der warhait entachuldigt und die inen unverachult im-
putirten glossen aligelaint, wessen I. D^ sich darauf resolviert
und die stände {error repÜL-iert, auch Bchlicsslich I. D* hier-
über decretirt, dann wasgestalt die F. D' diser dreier lande
ev. st&nde zu der Kgl. M' in Hungern und der K. K. 31' ab
geordnete gesandten zurnckgefordert und sy sich hierauf ent-
schuldigt.
Aus welchem allen dann abzunemen, dass sy nichts
Bolcbes, SU einer rebellion, widersetzung oder büsen conspi-
ration gemaiut, sondern nur die widerfreistellung ires exereitii
rdigionis und nothweiidJgiete gewiasensbemhigung und wie das
jetzige UbelftUindige iiericlilierende landwesen, darin es durch die
fUrgegangene religleuäreformation gueten thaits gel^t, wider-
I
I
Ö75
I
I
I
I
uinb recaperirt, das, was zu anaers geliebten TAterUndts h&il-
samer Versicherung und langer wuIfUrtlicber aufrecbterhaltung
dient, fürgcnomcn, auc]k die bctrUcbtcn bedrängten gomUetür
in christlicher me, frid and ainigkait geatelt werden, durch die
gebdrlichen allen Völkern zuegelassenen mittel mit flehentlichem
seafzen und bitten in aller antertltenigkeit gesnecht, auch noch-
malen daramben flehen und davor nit auszusetzen gedenken;
zu sollicher intercessionssnchnng aber hat sie, ev. stunde, dises
nit Wf^nig geiirsacht, weilen njt allein anf ir demUtigistcR tlehen
und bitten kain gewerllche resolntion zu verhoffen gewest und
auch nit ervolgt ist, sondern man viLfeltig in gemain ftlrgeben
und bedroet worden, wie dass auf die evang. hcrrn und land*
lout und die irigen vil ain scliiirfer religionsrefürmatiün ata
etwo vor disem filrgangen, in kurzen volgon und gegen den-
selben fUrgenommen, amrh zu disom ende gar frembdes kriegs-
Volk wider sie eingefuert werden solle, und obwol sie der F. D'
. . . kain sollic})B angncdigs zuetrauen, sondern wegen irer jeder-
zeit pidcrmaniscli erfundnen treu und gelaisten gehorsamb vil
mehr aller I. f. gnaden schütz und schirm nit weniger als
andere getrone L mitgUeder ßliiig und theilhaftig »u sein sich
aigens gehorsamisl vergewissen, so ist doch loichtlich zu er-
achten, was inen dennoch ain soHchs cfientlichs allgeraaines
geschra^ für gcdatiken heile iiiacbeii und wie hoch es sie ire
weib und kinder botrUebon and bekumoru solle, wann man
ainen soliieh unverhofften verderblichen process gegen inen ftir-
nemen . . . wolto.
Wie aber sy, herrn und landleuth baider christlichen re-
ligionen «ucgothan, sich ku jederzeit in vertreaÜcher fridlicher,
ja brUederlicher liebreicher ainigkait befunden, in allen jreo
anligen fUr aiuen mann gestanden, die gemainen purdcn ge-
sombt . . . getragen und ab ein corpus mit einaodcr getreu-
lich gehebt und gelegt, also getrüstcn sich die ofternennten
der ev. A. C- verwandte . . . und bitten . . . Ire . . . mit-
glieder, so der röm. cath. rctigion bcygethan, werden sollichc
ire der evangeliBchen ain zeit hero aasgestandene gewissens-
bedrangnas . . . mit christlicher compaasion zu herzen und
gemUet fUereu und die Sachen . . . dahin vcnnittca helfen,
damit doch mchrers unhail . . . verhUct, die evangelischen
sowol als sy catholischc ir unentbehrlicht^te genissensberaehi-
gntig wideramb erlangen. . . -
576
Actum Clagenfart den 10. F«bruarii anno 1610.
E. E. L. des erzhersogthumbs E&rndten
verordnete and ansBchoM.
1877.
Landesfüraüieher Befehi: Da in Pettau in geistUehen und pol»-
iisehen Dingen ein übles unpassierliches Begiment geßhri wird,
$0 ist unverttüglich eine Kommission eingusetäen, die daselbst aMe$
der Notdurft nach unterswsht, die Mängel remedieri und in JbtrcA-
liehen und politischen Sachen gute Ordnut^ herstellt. GraM, 1610
feftruar 11.
(Orig., SUtth.-ArchiT Qru ad 1616.)
Im SUtthiltereiArehiv erlisgt ein Memorial« pro R«Mrtadüaiwio ,wefes
d»r statt Fettaw'. Zehn Pankte werden aa%e»XhIt, worin es icbleoht ftelit.
,m nunma pettimu» »tattu m crnnibu^. Am lai^en Blatt»: ,16. AprüU 1610,
Mvmoriah propter eivUatan PtUovianamn,' Befehl, der KommiHion den Pfarrer
beiaogeben.
1878.
,Reformationsinstruktion ist anheut (in Leoben) verlesen und der
burgerschaft bevolhen worden, diesdb vor äugen »u haben wtd
in aüeti puncten nacheugdtben.' 1610 Februar 14.
(Ratsprot. Leoben, fol. 9.)
.Verner vermeldt herr Rtattricbter, wie das in der refonnationainitnie-
tion ain atarker artikel begriffen, daai man nemblich kein burgertkindt an
den Luteriachen orten in die schnei nit geben aoU. An derselben orten eey
Jacoben Meinl lon aber and studiere.' Hierüber beratschlagt. ,Die herren
gerhaben sollen ihne abfordern and in ein cath. sehael thuen.* 1610
Februar U.
1879.
Die Verordneten von Steiermark an die von Krain (und Kärnten):
teilen mit, was für ein gehorsames Anbringen die Stände A. C.
wegen des Insidents des an die ungariseheti Stände getanen
Schreibens an die F. D gelangen ließen und tote es beantwortet
wurde. Grag, 1610 Februar 15.
(Orig., L.-A. Krain.)
18S0.
Die Gesandten von Trietii und Brixen und der Heine Amschnfi
Kt^st anderen Verordneten enUckuldi*fen sich, daß sie wegen der
von Erzherzog Ferdinand hegehrten Ei'entxtalhilfe auf kein Ge-
wisses gehen kÖn7ien und dmten auf künftigen Landtag. Boten,
1610 Fehntar 17.
{Or!^., Sutth.-ArchiT Iirnnbrnclt.)
. . . tragen mit I. F- D* cnslicrzog Ferdinanden mub
willen solcber . . . besorgenden gefar und anruhe ein geh. mit
laiden. . . . Ob wir dann gleichwol . . . auf nnverhoffendeu
nothfabi aincs aufstandts mit ainwilliguDg und aigentÜcbcr be-
nambäung ainer er&priegslichen eventualhilf . . . contento machen
wollten, dessen auch uml> des cath. eifers wUlen uuterth. bärait
wären, so haben aber K. F. D' aas crtiieltcn Tyr. landschal^s-
verordneten steuereompromisaarien denBciben von Sterziogen
den 20. Augasti und hieiiach den 14. September . . . zuge-
thanen schreiben . . . vernomen, was für grosse Wichtigkeit
dis8 werk ob sich traget und suferr in Steyr, Crain und Kärutheu
diss gloschende feür sieb wider verhoffen entzünden und es zu
ainem offnen aufstand und krig kommen sollte, was dises land
der grafschaft Tyrol, vorab da es sich feindlicli erzaigte, für
merkliche an^tüss und gefar, ja benebeiis nit unzweifenlichen
starken SpAniecb und Ituliciiiüchcn durc]i2Up;en und in andere
weg . . . far trangsalen zu gewarten. . . .
Dannenhero ermelte stcuercompromissarien sich tlber diese
Sachen änderst nicht, als dass &ic ain summa gelta in etUch
1000 fl. aufzubringen . . . befleisaen wellen . . . ain mehrers
weder macht noch gewall haben . . . und ist. an K. F. D' unser
pitten . . . die wellen nit weniger uns, als hievor die steuer-
compromissarien gn. j^r entschuldigt hatten und sich an ir, der
steDercomproniisfiarien . . . erbieten beiiUcgon, oder im fall es
die grosse notturft erfordern wollte, die Sachen gleichwol an
allgemeine landechaft gelangen lassen. . . .
Bozen am 17. tag Februarii anno 1610.
N. u. N. 1>aider herrn cardtnat and bischofen^
aucli domcapitel za Trient und Brixen gesandte
und £. £. L. von allen stenden verordnete des
claineii ausschuss^ auch andere hiezn bernefene
landrltth und leuth derzeit alhie vorsamblet.
F«B(«*. Jl. Abi. Bd. LI, 87
I
ä
578
r
1881.
Herreti, Ritter und Bürger, alle drei evangelische Stände de*
Köniyreiths Böhmen an Ereherzog Ferdinand: Die Stättde Steier-
marks, Kärntens und Kratns haben durch Üire an den Kaiser
geschickten Gesandten hei ihnen um eine Interiession gebeten,
damit die ReligionsbedrückungeH, denen sie seit einiger Zeit au**
gesetzt seien, ein Ende finden. Bewußt, daß es iA«cn nicht ge-
hiihre, sich fremder Sachen aneunehmen, hätten sie dies dock m
dem Falle nicht unierlassen hjnnen, weil es sich um ihre Glaubens-
genossen handle, und bitten, diese Interzession in Erwägung, daß
sie niemanden etwas präjudigieri, in Gnaden an^ und aufru-
nehmen und sich gegen die i'ntertaneti so ru verhaltet, ipie es
i-M Lebzeiten Erghersog Karts gesciuhen sei, damit sie unper-
turbiert ihren Gottesdienst sicherliek exergieren konneti. Prager
Schloß, bei gemeinem Landlag 1610 Februar 18.
(Orig, 27 Si9^I au%edrUcbt, 8t. L.-A., Chr. R.; Eop., ebenda.)
1S83.
Ferdinand Khiehach an Erehergog Maximilian: er Iiabe wegen
der EventuaUiilfe hei den Abgesandten der Sliße Brixtn, Trient
und der Lundschuß Tirol nichts Getnsses verrichten können.
IfilO Februar J'J.
(Kons., ätaUb.-Arcbiv Iniiabruck.)
1883.
Die drei evangelischen Stände Böhmens an die Herren Gesandten
der gwei innerösterreichischen Stände vo7i Herren und Bitter-
Schaft Ulrich Christoph von Schärffenberg, Karl Freiherm «
Egg und Dietrich von Auersperg: Auf ihre Bitte um etne Inter-
Mession bei Eriheriog Ferdinand wünschen sie vom Herten den
besten Erfolg solcher Interzession; man sei zu dieser entschlossen
gewesen, weil man aber erfahren, daß der Erzherzog bereits auf
dem Wege ^alhie" sei, so ist zwar die Sendung eingestellt, nichts-
destoieeitiger aber einige Fersonen deputiert worden, welche sich
mtercedendo su I. F. D' begeben werden. Prag, 1610 Februar 22.
(Or%., S7 Siegvl Buij^fidrBükt, St. L.-A., Chr. H.}
679
1884.
Die Veroränffsn vöh Kärnten A. C. an die von Steiermark: he-
itäligen den Empfang des Schreibens vom 5. d. M. und teilen
mii, iCM in ihrem Landtage bisher vorgegangen. UaUung der
katkUischen Stände in der Kirchen frage. Klaget! fürt, JtilO
Februar 24.
(8i. L.-A., Chr. R.)
Derselben . . . Betreiben vom 5. d. haben wir sambt dessen
beyschluss, wa« iicinblicli bei I. F. D* . . . die . . . Stejriecbeu
rttterschaft der Ä. C. . . . wegen des an die Ungern abgan-
genen scbrelbens entetandenen Incidents geh. anznbringen sich
verglichen ond was I. F. D' bey dem heurigen Stujrißcbon
landtag E. löbl. L. . . . proponirt, auch aus was Ursachen sy
densiilbcn für diesmal verschoben . . . vnriiomiiien.
Und wie wir aus sollich vertreiüioher eommunication . . .
bedanken, aJso sollen wir aacli sie hergegen mit nehenliegeii-
dem extract »xtb litera A fr. berichten, was hüchstcr nennte
F. D' bei dem . . , KLürnerischeu sich um 10. d. angefangneu
landtag haben propunireu lassen und $uh B hierbei, aus was be-
wetflichen Ursachen . . . wir, die verordenten und aasBchuss,
. . . dasjenig, üu ain ztjithero t» cauea religivnia fUrgangen,
einer ganzen . . . landschuft ... zu referieren and fUrzutragen
Terorsacht worden. Hierüber ücb aber die herrn und land-
lecith gcistticticn und weltlichen standts der rümischen catho-
Hschen religion znegethan keines andern vernehmen lassen, als
daas sie zwar mit den evangelischen wegen der ain zeitbero
erwBclisnen zwiespiiltungen und laborints, darein sie gerathen,
ain treuliches mitleiden tragen und wünschten. da»B man aller-
seita in gnetor ruhe, frid und ainigkait sein and verbleiben
kilndte: es wRre aber dusjenig, so mit der reformation Hir-
gjingen, I. F. D* werck und kUndtcn derselb<^n nit mass oder
Ordnung geben, sonsten aber gedächten sie iresthails mit und
hey inen, den evangelischen, zu jederzeit vertreulicli zu leben
ttnd getreulich au heben und zu legen.
Am 17. d. hat K. E. KbUrnerische landscbaft zu der 1.
propositionsberathaehlagnng gegriffen, sich über die Alrgttira-
genen punkt ainer . . . antwort entschlossen und dieselb den
11), heruacher denen . . . cummisbUreu in diser hüfTuuug über-
87»
580
geben, inrei- gar wenig tagen dem landtag einen glücklichen
BchlasE EU machen. Bald aber darauf haben sie, b. commissarü,
E. E. L. filrgebracht, davon auch abschrift #«& C hieneben^
aus was erheblichen Ursachen I. F. D* auch disen Khärnerischen
landtag aufzohebon . . . genrBacht werden. Uiber welches weiter
in denen landtagssachen nichts geliandelt . . . und die herrn
und hindleut wiedernmb ab- und von einander verraist. . . .
Clagenfurt am tag MatlhiaA anrio 1610. . . .
(OrijT:, IJ Siegel aufgedruckt, 6t. L.-A., Chr. B.)
1885.
Ferdinand IT. an Bürgt>rmet8ter, Hkhter und Hat ffu Leobe»:
Jit'fekl^ jene, die trotz der eiir Ausrottung und AbstJtaffung der
AektiscJien Irrtümer erlassenen landesfitrsüidien Verordnungen den
katiiolischen Gottesdienst nicht besuchen, sich mit Tieicht wtd
Kommunion nicht einstdien und an verboteneti Tagen ohne Sckm
Fleisefi essen und es auch eu großem Ärgernisse anderen durcA-
reisenden Personen vorsetzen, vor die ni diesem Ziceehe ahfft-
sandten Kommissäre und liätc Hans Harer fum Ädelspü^,
Georg SchiecJil £um Krottendorf und Aihinus Fahritius bu stellen.
Grau, 1610 Fehntar 26.
(Orig., 8t. L'A , [.eobea.)
188G.
Antwiyrtschreibett der evangeliscJien Stände Österreichs oh und
unter der Enns an die von Steiermark, Kärnten utiä Krain:
Die geminschten Inierjeessioneti an König Matthias, die Stände
von Mühren, Schlesien und liöhmcn hätteti sie erteÜi und seien
geneigt, sich mit den unierten Ländern einer Intergession bei
Ferdinand II. eu vergleicJten. Wien, 1610 JHrtMir 27,
(Orig. u. Kop., St. LA., Chr K )
1887,
Die zwei Stände der Serren und Ritter Ä. C. in Steiermark,
Kärnten und Krain bringen durch ihre Abgesandten den böh-
mischen evangelischen Ständen au: ihiien werde, tcas sie übrigens
auch aus den Beilagett entnehmen, ijekannt sein, wie sie durch
581
die vor eilichen Jahren vom Ereherzoge eingesetzten HeXigion$-
refürmationskommissäre bedrängt werden, so daß schließlich nichts
anderes ,als ihr äußerster Nachteil und Abnehmen' zu besorgen
ist. Gesuche um Abhilfe der Beschtcerden und ,um Freistellung
der zuvor gehabten, bis zum Begierungsaniritte Ferdinands ruhig
posseäierten Religionskonzession' seien vergeblich gewesen. Man
müsse steil nujt an den Kaiser wenden und stelle das Ansuclicn^
für sie fSchriftUch und mündlich interzedierw zu woUen, damit
wir auf tmser den geheimen Bäten ühergebenes Anstichen eine
gnädige Besolution und kaiserliche Interzession erlangen mögen'.
Auefi möchten die böhmischen Stände wie die österreichischen
ihre Abgesandten zu I. F. 1/ schicken, damit S. F. V durch
so ansehnlicher Königreiche und Länder eifrige Interzessioti sieh
gnädig resohiere und die Stände mit einem getcäJtrlieiien Be-
scheide und Bestiiation des vorhin gehabten Bdigicnsexerzitiums
erfreuen wollten. 0. D,
(Kop., St L.-A.)
1888.
Die drei evangelischen Stände von Herren, Bitterschaß und
Städten öslcrreiclts U7iter und ob der Enns an Erzherzog Fer-
dinand: Interzessionssehrift für die Stände A. G. in Steiermark,
Kärnten und Krain. Wien, 1610 März 2.
(Orip.. fiO Siegel «uf^edrllokt, St. L.-A., Chr. R.)
Di« Argunientfl Mnd «ui dfui Schreiben dw innerl(at«rrciehiRcb«n
SlXoda in die von ^Htrrrnicti grnomnien: m ftei weltkundii^, ilxß jvue von
dun R<>foriDtition«1iDniiniBsSr«n uiid «iiderßii Anatiftflni wiil«r ilim iirnUfn
PrlTJIrgLru >clitirt ein« ^eraiinip Zntl aufi bOchitr g^ravinrt »»rdfii und auf
ihr« am 30. April 1&99 uud iiuch anilvre B«flcliwerd09cUrift«n mehr nicht
nur nicht eine Verbewerun^ ihrer Litg«< od»r gxr »ine rutinah m prUlinurn
ttaitiwn, Müdem cor noch mehr BetrhwArden und narocntlich dir Resolution
ToiD 8. Dcx«mber *. J. «rball«D haben, durin t. D' crkIKrt, lieber alles in
die Schanze su acblajfen, al« much nur im gcrin^ten von ihrer MetDUfig an
wfichrn, Die inncrfl«terrcicbi«rhrn St&ndR Ii<rii doingcmäJJ »iis um lnt«r-
•Miioii gcbfltru, din man ihnen suwobL der BlutavemandtAcljaft aln der
uralt«u swlicbon dli'aeu Oalerrelohischen Ländern bestehenden Konf^deratiun
wc^«o nicht habe abachlage» tvoUen. Sie bitten denn 1. F. D*. die uncr-
trKglieheci ^ravamina, die jene I. F. D' aonder Zweifel iip«sißeiert vorgft>
bracht, durch die sie Ins Vcrderhrn eeturacljt uad die benachbarten LXndor
ins Mitleiden f^ezO||^«n werden, abiuachafTen. Im A|iril danken diu steirischf^n
VerordnetoD für die InUrseMiou, kOn»eu »i« ab«r wegen d«r Träger Ueiae
5R2
Ferdinands jelst noch nioht Obemieben. Auch rind noch aiehl kll« FQr-
■cbriftvn da (Kons., «b«nda).
1889.
Erxhersag Masimilian an Enherzog Ferdinand: teüt die Haltung
der Trienter wd Brixner Gesaiidten und der Stände in der Frage
der Hilfeleistung mit. 1670 Märt 3.
(Eont.. Sutth .-Archiv Inntbmck 364.)
Ob wir pleichwol Terhoffi, die xa Botxon inngst ver-
aamblet gewebte stiftisch Triendt- nnd Brixerisch gesandteD
auch landtfltende warden sich ftUain in «twnrtim, da G. h. wider-
wertige landtleuth de faclo was teiitiern wollten, begertea hilf
eines mebrern als bit^hero beschehen, in sjtecie verneinen haben
laasen, dabei E. h. Jron (rost und neben ans ein conUnto Itaben
künden, clieweil sie sich aber wegen mangelnden gwalt geh.
entftrhnidigt nnd auf ein landtag andeatnng thnen, so will amb
8o eher die nottnrft erfordern, mit Haltung desselben anfs ehist
ftüzugehen. . . . ^. März 610.
/n $imUi »n d«D Eaiaer.
1890.
Die Verordneten Ä. C. von Kärnten an die von Steter: teilen
mit, Haß ihr fiesandier Karl Freihtrr zu Egg am 7. Märe von
seiner Kommission heimgelangt sei und sein I^eferat erstattet
Aaftc. Da auch der steirische Gesandte Schärffenberg seinen Be-
rieht vorgetragen haben werde, bitten sie um Nachricht, wae
weiter vareunehtnen sei. Klagenfurt, 1610 Miirji 10,
(Oriff., St. L.-A,, Chr. U.)
Di« Antirort erfolgte mm 30. MXrz. Der Öenandte habe sein K«fertt
noch nicht f rttattet. Weil der Lnjidtag aiq 29. d. M. seinen Fortf^inp uebmeo
baII, hitlinn wir SchliHf«<nberg zu refenereu «llhei b«4c^ied«n. Gr*z, I6lti
Mutz so (Kost., «Iwnd«).
1891.
IHe Verordneten von Steter an die von Kärnten und Krain:
feilen mit, daß die böhmischen und österreichischen Stände ihre
Intertessionen iiberschickt habe». Die böhmisciten haben sich an-
erboten, bei der Ankunft Ferdinands IL noch mündlich Jiu inier-
■MM ^H
I
583
aedüren. Dif> mährischen Stände seien nicIU mehr beisammen
getcesen, aber der Lande$fuiupimann und der Lfimischreiher habe
den Gesandten Hoffnung gemacht. Der steirische Amschufi hat
sieh beÜiegenden Koneejjtes verglichen und schicke es sxtr Be*
gutachtung der Frage ein, ivie und wann man die Intersession
überreichen solle. Gras, 1610 Aprü 9.
(Kon*,, 8t. L.-A„ Chr. it.)
Aotwort ratn U. Auch der KKratner AnuchnQ werde iu (iim^m not*
wfliidigon n^atio bBratan nod ins Ergpbnlfl mitsuteiteu nicht Bnterlaiiioii
Die VerordRcten von Kärnten A. C. an die von Steiermark: Um
das Verlangen dieser, eine Rdigiomschrift ncbsi den erlangten
Intenessionen an den Erxhericog eimuyeben, erfüllen tu können,
brauche man eine Kopie der Interjiessionen; sdlten die der höh-
misclien, mährischen, österreichischen und ungarischen Stände ein-
gelangt sein, so bitte man um ihre umgehende Zusendung. Klagen-
fürt, 1610 April 16.
(Orig., St. L.-A., Chr. R., & Siegel ■abdrückt.}
1893.
Die Ausschüsse der steirischen, kärntnischen und krainischen
Herren und Ritter A. C. ,an die böhmischen Reiclisstände sub
ntraqne, Herren Direktorcs und Ausschüsse': danken für deren
Interzessiojisschreibcn an Erihersog Ferdinand und das Ver-
sprechen weiterer mündlicher Intergession und füge» die Bitte
an, ihnen von dem Erfolge hievon, begichungsiceise der landes-
fürsUichen Resolution rechteeÜig Mitteilung tu erstatten. Gras,
J610 Aprü (ohne Tagesangabe, die Stelle für das Datum ist
leer gelassen).
(EoDB.. St. L.-A.. Cht. B-, 1610.)
Zur cachriehtung aber berichten E. F. H. . . . wir
sovil, rlaBS wegftn jetzigen I. 1)' was eilenden Aufbruchs und
anserer verhinderten znsammenschicknng und zusammcnriclitang
fernere noitorft &\» ßonderlic.hcn bei erwartenden mehreren gleich-
massigen fürscliriften wir E. H- . . . interceasionsschreiben oft
höchitvermelter F. D' noch zur ze'tt nicht Überantworten künneu:
die künftige . . . einÜffening aber and unser ferner vorhabende
notturft wie nach unser wettere zaesUndt zu derselben nscfa-
richtung und ferner ga. günstigen und fr. nitL wir bey ge-
Witten gelegenheitcn hinnachcr geb. . . erindem wOUen. . . .
1894.
DieseU/en au die mähritche» Landitünde: Leider seien ihre (die
inncrösterreicJiischen) Gesandten bu spät gfJiommen, ah das mäh-
rijtrJw. lAtndrerht nicht mehr tagte. Sie haben darum ihre Wer-
bung bei dem lAindeshauptmanne verrichtet und den Landschreiher
gugezfttj/m, die s'ir.h unllfährig gezeigt. Sie richten aber noch üher-
die» eine Aumahnung an die Stände, aieh ihrer in der höchst-
angelegenen lirligions- und profanen Bedrängnis anzunehmen und
für sie bei dam Erj:}terzoge eu intereedierett, wie dies auch durch
die ösierreichiscJien und böhmischen Stände in meliori forma ge-
sciu^lutn. Graz, IfiJO AprU (ohne TagesangabeJ.
(Koni., wir nlmn.)
1895.
Die Prälaten und die katholischen Herren ttnd Landlettte von
Steiermark «» ihre Miiverwandte vom Herren- und Jiitterstande
A. C: In deren Schreiben finde sich keine Antwort auf ihr
propoBJtum und intentam; denn die von ihnen begehrte Gleidt-
steUung besteht nicht in der gleichen Verli;ilung der vom Lamles-
fiirätcn abhängenden Ämter^ worilber ihnen keine Verfügung eu-
steht, sundern darin, daß ninschen den Ständen beider Hdigiimen
sokhf Gleichstelhtng bestehen soll, daß auch die Katholischen, mu-
mal SIC ru dem Gemeinwesen mehr als die atiderett beitragen, tu
den landsehnftUcften Ämtern gelangen, umsomehr als wcMquedi-
finierte katholische Herren und Landieute genug vorhanden seien.
Verlangen nach einer hierauf bejeüglicJten Erklärung, tctdrigen-
falls sie keinen Zjandtagsschluß zulassen und auch in keine Be-
selznng der Landegausschußstelten eintciUigen. Gras, 1620 April 17.
CKop., Sl. L.A.. Chr. R.)
Wir haben die absctirift ircR beantwortschrcibons . . .
empfangen und desselben bogen inimit . . . vernomben. Wann
wir aber daraus wider allea verboOen sovil befinden, dass ans
^
in demselben antw ortschreib en auf anser propositum und aigetit"
liclies inlenlum wenigist geantwortot wirdot, dann unser aller
bUlichknit und der vernanft gemflss mit faeg und recht dits-
falts begehrende aequahtet stehet gar nit in denjenigen von
denen herrnen ('«icj su iron maiston behelfcn aod argamenien
ansiehenden ofßdU, ümbtern, concessionen und andern der-
gleichen, welche von I. F. D* dcpettdieren und verliehen wer-
den . . . derowegen im fahl die berm alda sieh beschwärt be-
6nden, werden sy ir notturft dcslialben bei ... I. F. U* ohne
unser inaasgcbcn wol anzubringen wissen; und will uns nit ge-
bUm, dass wir aas mit denen bermen noch jemandts andern
in disem faW in ain diaputat einlassen sollen, sondern das ist
der liaublzwcck und rechte scopus, so wir atda biUich . . . be-
^ehrn, dasi nämbhch zwischen und unter nns, d. i. den stttn*
den baider rehgionen E. E. L. ... als die wir ain corpus
sein und gleiche purden tragen, eine solche gezimende . . .
gleichheit soll gehalten werden, dass weilen wir, die der uhr-
alten cath. religion zugcthon nicht weniger, sondern ein mebrers
als die herrn der A. C. . ■ . zu dem gemain wesen . . . con-
tribuirn, auch im stand, herkomcn, qualiteten und ander r^g'ut-
»itis inen hoffentlich nicht ungleich oder geringer sein, dass
dercihalben auch zu denjenigen ämhtern, so von . . . E. K. L.
. . . erset&t werden, bowoI unsere als der berreo glaubensge-
aoEsen Klrgenomben und gebraucht werden sollen und solches
gar nicht darumben. das wir ... in die herrn ainiches niiss-
trauen . . . stellen wollten . . ., sondern dass dise gleicbheit
zu halten die Vernunft und alle billiclikait . . . selbst mit eich
bringt, inmassen auch atda die von denen herrnen gemachte
. . . unterschidt unser, des praelatenstandts (umb dass wir uns
zu denen weltlichen oder kriogsämbtern nicht gebrauchen lassen)
von denen andern eatholiscbeD weltlichen getreuen mitglidern
nit kan statthahen, seitemal wie wir cath. geistliche und welt-
Uche herrn nnd landleut alle aines glaubens und religion sein
als ist auch in disem proposita una ea<iff»ufu« ratio desjenigen,
was wir samf^ntlich bei dem gemalnen wescn als . . . der fUr-
nemhe tlmil dos ganzen corpori» ... zu contributeren haben,
daher wir uns dan in disem unsern ganz billichen begern nicht
separirn lassen kionen, in erwegung, dass gottloh unter den
weltlichen cathollschen herrn und landleuthen taugliche gnucg-
sambe wol qualißcierte tuhieeta, so auf gleichen thail su solchen
58ß
E. E. L. flmbtcrn kianen und sollen gobraoclit werden, gar
wol vorhanden sein.
Demnach höhen wir nil nntt^rlnssen sollen, die herm . . .
zu ersuechen . . ., daäs sy eich hierüber neben auslassung aller
hierzu nicht gehürlgen . . . impertinenzien laater nnd categorice^
iraB sy zu thuen ^eäinnet sein. alHjialt . . . v(.iruem1)eD lassen
and erclUren wollen, dann widrigoufallH können wir ainl^cn land-
tagsficlilttss anssHrtialb der alberait . . . gegen I. F. D' erclÄrlen
gemainen bewilHgun^ nicht zulassen, nonh in die wider behand-
hing deren anjetzo 2'^r refignationem vacierenden verordneten-
atellen einwilligen, sondern werden darwider so lange, bis dits-
falls ein ordenlicher vergleich beschehen, nochraalen soUnniUr
zu protestiern getrungen. . . . GrHtz den 17. Aprilia anno 1610.
N. N. der praelatcnstandt, auch
herrn and landleuth des ridcr-
standts dises her^ogthambs 8teyr
der catli. religion zaegethan.
1896.
Propst Sebastian von Seckan: Im gegmm'irtigen Augenblicke, da
sich von aUen Smien Kciser gegni den rhri^itichc» Namen er-
heben, ist es notwendig, MifShräuche im Klerus abzuschaffen, um
jenen den Vorwand für ihre Angriffe gu Tiehmen. Daher tvird
die nach den ßestimmungctt des l'ridentimtms abmhaUemh, für
den ^9. April einberufene Synode sich damit beschäftigen. Die
Teilnehmer hüben laut den Befehlen die Quittungen über die ge-
eahlten Steuern miteuhringen (quitancia8 de soluta steara ad-
feratia). Gras, 1610 April 22.
[Kop., fit L.-A., Pfari« Fiber.)
1897.
Landesfürstlicher Be.ffiU an die von Leohen: soUen erinnern,
daß die bei der Examinierung der Bürgerschaft ausgei)liebenen
Bürger mu Hause bleuen. Leoben^ 1610 April 22.
(Ori^., St. L.-A. Leoboo.)
587
1898.
Die Verordtieten von Steiermark an die von Kärnten: herichtm
über die jütigsteti Vorgänge. Grcu, 1610 April 22.
. (Kons., «benda.)
Die Iiit«ri«Mion<in folfrpn mit Aiifmnbme der nng>riiichen, die tiacb
nieht dft ist, und der mkltriBcbon, (Iber diu von den StAndou nocb verhaudett
wird. Di" ln»>tg»n katholiscbon StXnda b«b«D ca Ucgtiiu dv* Landtagan eia
Schreiben wugvn gleicber £r««tsuDg der Luidcftof&zier» an di« Herren und
Lanäleut« A. C. g«riel)t«t. worauf Antwort, R«pHk nnd Dnplik «rfolgt*.
Di« Katholiseben seien dann nieht zum Landtiige erichieaen
und haben gesondert beraten; dabei seien aber cnelir nielitals
drei weltliche i;eweBflii, Da die Bvani^pliacheii in ^roUer Zahl da waren,
hat man fortberaten und ans üSintlicben Viortuln, wii man qiialitisierte ka-
tbaliscbe Lnndleiile habe, solche «u den VerordnetoDstollen TorgMchlagen.
Ob di« KatbfiliEchen wegen dieser Sacbe noch olwas movlcren, wisse man
nicht. Man erfahre, daß diefer Sache wegen ein Dekret herahgcUugon werde,
1899.
Lfindi^sfursiliclte Üf-solution über das Atihringen Wolfs Freiherrn
eti Eggenherg, die Untertanen, die ohne jede ScJieu an verbotenen
Tagen Fleisch essen und in Bdigionssachen sich ärgerlich er-
sdgi, tcrsliälh sie vor die Regierung zitiert werden, in erster
Inatans vorzunehmen, seihst eu strafen und so die Zitation auf-
zuheben. WietcoM es die Mcitiutig der jRegierung sei, daß dies
den httholischen Herren aagdasst^t tverden kiinne, so halte die
F. D' (loch dafür, dies im F(iUe, daß die Herren und Land-
leute eine schlechte Ab.<tic}ii haben und Bestrafungen ungemahnt
nicht vomeJimen, sdbst ga tun, sumal man bei Hof und der
liegierung die Verbrechen eher erfährt nla die Laniileate und
der Landesfürst als oberster Schuteherr der Religion die Dis-
position sich diesfalls vorbehalte. Die Regierung soll sich dem-
nach durch das Ansuchen Eggenbergü nicht irren lassen und mit
Ahndung und Zitationen wie früher fortfahren. (Gras) 1610
AprU 23.
(Kap., Kod. 163 fol. Genn.. KationalmaMUin Budapest, fol. 17S.)
1900.
Die landetfürsiUchen Räte und abgeordneten Religionsrefor-
mationskommLisäre an den Marktrichler tu Kapf«i\herg Andreas
588
Fcichter: er habe am der Beilage ru cntnt^men, daß und ww
einige Bürger in Kapfenherg ^u bestrafen seien. Die GeJd'
strafen seien hinnen 8 Tagen eineuhrtngcn und hei der in
10 Tagen ru gcxväriigcnden Ankunft der Kommissäre abzuführen.
Die ,Turmsirafen' seien mit dem ersten in ordine morgen ra
heginnen und soll darin so verfahren tverden, daß der Menge
nicht Ursach gegeben teerde, ,mit übermäßigem Wein und anderem
-ru sündigeii'. Von den Oütem Schauers muß, faUs er a6ndU,
der sehnte Pfennig ^unverschont' hereingebracht werden, wofür
der Marktrichter die Haftung übernimmt. Die jetxt abwesenden
vier Bürger toüen xum Verhöre nacÄ Brtiek siiiert, die hier
befindlichen iVittven tivar nicht zitiert, aber darauf gesehen
tverden, daß sie sich binnen acht Tagen beim Pfarrer mit der
schuldigen Beicht und Kommunion cinstcUen, widrigenfalls auch
sie ihre Strafe xu gewärtigen haben. Kapfenherg, 1610 April 39.
(Kop., 8t. L.-A., Chr. E.)
Am St. Jani veratüodigen die Verordneten den Hvrrn Geoif von
Stubenberg; kuf KapfcDber^ von dem (xbweialichen) Bescheide de> Lindea-
fQrsten über du Vorgehen der Rolig:ionareform«tii>n3koiDmii»Xrc und T«r-
Uo^BD Ton ihm ein Verxoicfao» seiner dorc^h diese belHAti^teo BQrg^r and
Untertanen (ebenda, Kon«). Scubenberg entspricht dem Ansuchen in einer
Ztuchrift de dato Mure^g, IfilO Juli 1 (Ong , ebenda): er habe von seinen
UßtorttDen ,noch keinen ^oftsllt'. Die Kommissire hätten liierauf .neue
UnterlAucn zti stellen begehrt, darauf nit'iii Pünaat zur Antwort ^eben, er
hütt* im Bi^fehl, keinen in stelEen', Stubonberg werde soine Notdurft bei der
r. D* tiiber anbringen. Er bittet um Rat, wie er vortugeben habe, d* «r
am dero Buebelde d«i LaodMftlraten sehe, daS er derlei Dinge fUr Recht
halt« und rerteidtge.
1901.
Die Bestrafung der befundenen ungehorsamen Biirger ru Kapfen^
berg. Kapfenherg, 1610 April 29.
(8t. L.-A., Chr. K.)
Uani Pelchinger bat wie fiirknmbl faat a]]e «ambHa^ lein krant
mit Seiich kocht und sonst £l«LSch geasen; wird d«rwegen g«»|raft p 4 talter.
Peter Kbaringer. nmb willen er seinen ^iten fleisch j^eapeist, ge-
straft p. IS taller.
Hans Tagwerker hat wissentlich fleisch geMcn, ist uit be; der
gleicht geweat, jiflegt an sontag vDrmittjig nmb oxcn ausxugehen p. 16 taller.
Christoph Aman, wpil er nie gepcicht noch sich, wi« einem catho-
liachec Christen gebürt, eingestett, so wird im« za fürkebrung seiner rechten
5S9
b«kebniDg, peicbt ond communJia 14 tag b«i rsutnuDg dei IsndU tennin
geben. ObangexogncQ nngehoniama halban wird sr fikr dt«imal p. 12 till«r
Petar Scb&uer, weil er nit will caLbolUch werden, sondern lieber
das Und riumbnit, so wird itn« ku Vflrkaufung Moincr fifOcter and rxumbung'
d«s laiidu 6 wocben und drai txg torniiu gcWo and to durch iva bi(Tig«u
marktrlcbter wvgfn dea lechead^n pfenniugu leln b«b nnd ffuet grt«chStz%
di« b^rrn cammiisarian aucb i/tlnes v«rir.5g«ni wegen abforderang deuelben
«lieist criiidert werden.
Rtiepp Weber, weil er in 6 iarn ntt gebeicht und bei leinem berm
an gp.boteiien Fasltagen fleiich goiaea, so ist xu vormtieteii, dnas er nit ca-
toliscli; wirt ituc Jerwc^fan zur peiclil uud cammuniDD bey raambung dva
landta 14 tag tcrmitL ji^ulicn, doi ungubursambs balbou abur wird or y.
12 taller gestraft,
In nmiU Oeurg Schneider.
Christoph if iersclitier, w«il er am faschangta^ sein kraul mit
fleiich kocht, ao wird er einen tag und nacht, woll er die straf nit hat in
g«!t aaizusteha, am tlium verschafft.
Aadree Trattner, weil er aad sein baosfrau seit il«r commiision
nit gepeicht, aelbs bekÜnutltch ß«iscb gfsien ond sanst«n wissentUch ful
alle aambstag and in der fasten deiscb (resp«ist, sein weih aiicb in r«Ligions-
Sachen diipnlirt und wie filrkombt, auaser landl» durch verbotae predir^ntrn
versehen lauen, so wird imi; und sniiiem weih wegen Terrichtun}; rechter
peteht und communiau 14 taf> bei raumbun^ des landtii teroiin geben und
tf bado wef^en angcaognen verprcchens p. 30 taller gestraft.
Und weil Christoph Pai^henstainer seit iler erste» cthinrattsian
Rit gebeicht, sich auuei laudH aullv haben versecheu las»eu, oo war er d«r
itisschaffnng wol wierdig, umb wilten er sich aber erolärt^ dast er sich inner
den nllchsten 14 tagen sambt teLneni weih und mnetter g^wiMlich catho*
tiiehemeia i^inslellcn welle, so haben die herm commissariea nach der zeit
die landtrau mbunif ine nit incmneten, abor wc^en den iingehorMmbn, anstatt
der geltfltraff, die er antiuetli halben nit aiisKustchen, nineu tag und nacht
auf dem thurui auflegou wellen. A<:tu>n Kajifen borg den 29. Aprilit
anno 1610.
Siffnali*m Bana Harrer.
tieorg Scfaiechel.
Albinos Pabritiua.
1902.
Die Verordneten von Steter an die von Kärnten: Da die I^nd-
rechte in Mähren in Kurse ihren Anfang nehmen, nicht lange
währen und wegen der Jntergessi&n nichts versäumt tcerden dürfe,
mögen sie ihre Kredenssdireiben ehestens einsenden, (draz) IGIÖ
Mai 2.
(Kons., St L.-A., Chr. B.)
1903.
Frrdiiutnd IL an Goilfried Freiherru von Stadl auf Riejftn'
hwy: BefefU, ecme von dm ReliffionacommMärM vorgefardertt»
MaaetAergitehm Untertanen rur St^ mu schaffen, OrtUf JtÜd,
Mai 5.
(Orif,, at. L.A., dir. R)
An ib. HaI r)»I4«u tlU KoRtniasNr«: D« li« tuor^u iu L«vbeu tul
ton bAb«ii, nitlge er fllii[|[fl (C) »»ln%r (7nl«rUi»in, diu •icli, lixti JtUDiUual
«nwidtr, SBluUiolüdi TBriuilUn, lOr den tH. Mai AMa vRncb«ff«n lOrtgfj
•bvoda). In Loobon Mlbat «r«rd»D am 29. MkI 37 Ppnnnon w«c«n Vftrbat«M«i
Fl«lHlibtHut Ulli Str«fon ran 2— 24 T^lorn \>m\»gl ftbrnd«).
1904.
Landejtfurslhchat Dekret an die Reffiemng: diese werde otU
Atujithen des I'cUatur Pfarren er* etUnehmen hohen, wie
£8 mit dem kirchlichen Gehorsam in Petlau beateUi sei. Befekl,\
Jenen bis Fronleichnam Tt^rmin eu yeOen, die $ich mit BeitM
und Kommunion noeJi nicht eingestellt. Die Fleisehe$aer 9ctim
eitiert und giitrafl und da* poliliitche We$en in Ordnung ge*
bracht tcerden. (Orot) 1620 Mai 10,
(Orig., auub.-Arabi« OlU.)
Von der F. I)' tierrn . . . Maximilian I'>Mt ...IC
f; ulier imtorn wogen der n.-ö. rcgierun^ tiebirn QbcrAOtwortaait
tiiiy vorwar tos prioKttirs JoAtinis Kt[)Mri, pfnrrers »u PvtUw, Ulx-r-
raichtes antiringcn mit gnadön anzuzmigeo, lia, die regieniag,
worde du-Aiu ica veraemben haben, waamaasan die burger und
bargorin in der sutt Pnttaw nit allatn diu iar, sondc-ru vil aa*
ineu achon otliob iar die gebUrendt christlich K^ht^riiainb mit
peicbton und comtiiuniciorn nit getaiatet haben, dagegen aber
bopiahoudt alle (aufl(;ooombon ungefähr 1&) dem gebot d«:r
chnatjichen kirchen * diamelro auwider bis aber mitfattan
üeinch goasen und aulcfao* ohne ortaubnus mll gronter »rgcr-
nuas, wie »y dann aus der correetur. vormonung vnd wamong
(roa pfarrer« nur du get|)<ftt getnben. Wann dann 1. F. D*
«oIchr*n niuutwilligrn DiipOiortamb ohne bestrnfTnng nit hingchn
XU loasen gedenken, ro itl fleroftolbnii l>eTelch, daß» st. r«-
gierUDgt efatUch dt>nenjt!aig«m Pelauöriftchi^a burgoru oud bar-
gmiOr die aich mit der peJoht and oommnoioD auf dato oit
591
eingestelt, noch bis aafs fest corporis Chritti tarmin geben.
Welche sich nun in der zeit nit gehorsamb erzaigen, gegen
denselben solle der procesa, wie gegen andern in der reUgion
widerwärtigen gehalten werden.
Betreffendt aber die fleiechesser, die solle sy, regiernng,
mit ehistem hielier erfordern, exanitiiiern und nach befindung
der Sachen abstraffen. Waa dann endlich dus politische woscn,
davon der pfarrer zam schlass meldung thuet, anbelangt, da
wird die regierong gebierlielics einsehen ku thuen uud die not-
tnrft denen ohne das ditsorts verordentcn commissarieD mit ernst
anzubevelhen wissen, und sein I. F. D' Jr, der regierang, mit
gnaden wolge wogen.
Dccrctani per Scr""* dominam archidnceui 10. Maii 1610.
MjuimUiau Ernst, Bruder Ferdinands lt., Laudeskotulur des Deuticheo
Ordeni in Österreich, st«rlj mm lö, Februar Ißl6. Ein Verertctinii dsrj«ui|i«n
Pcttancr, die nicht |f«boicht«t, faßt 75, dvrjeni|;«n, die im Irrtum» r<>rh«Tren,
14 PvnoDon. l>M>^1bst (8tatth.-Aruhiv) auch pin^eliendu Klaffen Über Kuop
Herbst, aufdi« liier ibrrs rniu lokaltiB Muiii»utea wvgcu uicljt«ingrgau]^u wird.
1905.
Die Verordneten von Steier A. C. an die niederösterreichtscheH
evangdischeti Stände: Wegen ihres Ersuchens um ein Darlehen
teile man ihnen mit, daß mau ihnen, da bu ihrer Kasse auch
die Katholischen teitratjen, nieJiis ftergdien dürfe. Ihre Schrift
sei nach Kärntett und Krain geschickt worden. Man werde
»dten, ob man nickt auch in Steier bei vermögenden lAindimtett
etwas bekommeti könne. Grat, ICIO Mai 12.
(Kons., St L.-A., Chr. R)
rm 1906.
Dieselben o» Ulrich Christoph Herrn voti SeJtür/fenberg : Da eben
die Schreiben atts Kärnten ttnä Krain wegen der von den böh-
mischen, mahrischen itJid österreichischen Stünden jt» sucftenden
Interzession artgekommen, werden sie ihm mit dem stetrischet^
iiberschickt, um sie an den geeignete» Ort jsu übermitteln, ^umal
die mährischen Stände noch beisammen seim. (Groß) 1010 Mai 2U.
(Koni., ebenda.)
Die Verordtietert von Kärnten an die von Steiermark: So gern
man deri ösierreicfu&dien Siätidm aucÄ helfen wollte, so M< doch
die Landschaß durch die seit Uingcrer Zeit gdeisteten Grent-
und aiideie Bewilligungen crscltopft. Man bitte, sie £u ent-
schuldigen. Ihrem WunseJte ftach habe man nach Krain ge-
schrieben. Klagenfurt, IHIO Mai JH.
Am b. Juni tsilfiu din StPirer die Resultatloiiglceit ihrer Bern El ti untren
deo NipdarUsterroiulieru mit.
1908.
Die Verordnete» von SteitfmtarJc A. C. an Georg Herrn von
Stubenherg, Frans Friedrich von Itagmte, Emreicli von Saurau,
Ulrich Christoph von ScJinrffenherg, Hans Sigmujid von JBggen-
herg, Hans Stübich, Bernhard von Mindorf, Jonas von Wüftrs-
dorf und Kaspar Preuner.- Da ivichtige Sachen vorgefalien,
deren Beratung besondere Eile erfordert, mögen sie, ohne sich
durch Privatgeschäfte aufhalten za lassen, am 6. Juni abends in
Graz und am 7. Juni um 7 Uhr früh sich in der geiviihnliehen
Batstuhe einfinden. Grax, 1610 Mai 29.
* (Knnc, ohenda.)
1909.
Vereeidtnis der Bestrafungen der ungehorsamen Bürgersleuie »u
Leoben. IGIO Mai 39.
(Kap., 8t. L.-A. Lwban.)
Sigmund Lenzendorfer 20 taler, Hi5rmati Carl 20 t., Hans
Wachiiiger zwca tag in turu oder 5 t., Georg PUüliIcr 12 t.,
Hans Schwär lö t., Valentin Kircher 10 t, Guldenpandt 10 t.,
Rnepp Schüetteakopf 10 t.. Daniel Piutzkher 10 t,, Peter Tersch
2 t., Georg Piroer 2 t. oder vier tag in turn mit wasser und
prot, Gregor Gastgeb 20 t., Lorenz Prnun 6 t., Jacob Viacher
6 t., Jncob Pruner 3 t. oder 3 tag im tburn mit wasaer and
prot, Peter Peckb ainen tag. Hans Gärtner schuester l',', t.
oder 3 tag im tharn mit wusscr utid prot, Hans Schlinzger
Bcbncider 1 tag im thura mit wasscr und prot, Ambrosy FiscMer
593
I
2 1. oder 4 tag im thurn mit wasser uiid prot,* Erosmus Fraan
10 t., Ccna Wcidtingcr 2 t. oder 4 tng im tlinrn mit wa&sor
and prot, Franz Scholtz, riemer fi t., Marx Aman G t., Walt-
haaser Greinegkhcr 4 t., Potcr Schlossmayr 10 t., Christoph
Trinker 2 t., Marx Stainpeckh, plettonmacher 2 t., Uans Weid-
tinger, äosainaiätür 2 t., Thütiiun KUttls, actiicfniuistcr ist die »traf
seiner crliltnen schaden halber nachjieaeiien, Hans Kheller, huetcr,
ain tag, Jacob Jaritz 2 t., Marx Graj;! 5 t., Frau Pantierin 10 t-,
Hans Kbaiscr 20 t., Hans Hucbman 2 t., Gcorp Pamcr, fleisch-
backefr weil er herrn pfarrer noch niemals peicht, aach sich
laater vernemen lassen, er wolle nicht peichtcn, soll er inner
6 Wochen drey ta^n verkaufen, das tandt räumen and von
irae der zechent eingefordert werden, Api Rande: Das hat den
verstand, wan er sich inner discm termin, wie aim catholischcn
gebUrt, einstelt, so hat er im landt za bleiben.
N. I. F. U' erzherzogen Ferdinanden
B» Osterreich rlhdt und verordente
reform at ion scoiu m issarlen.
(3 Sitgt) lufg^tlrackt.)
PS. Anheut dato den 20. May anno 1610 haben die herrn
commisaarien von herrn burgermaiater Marxen Hillipranden an
diser straf empfangen 124 galden drey Schilling. Actum lU supra.
Georg öuhüehel.
Albinuft FftbritJua.
Am W. JuH befohlen] di» K'^mmtsiSre Ana BOrg*nii«Ut«T, von Hunt
Kalter die SO Tal«r Straf» «iinuforänni.
19 10.
Verordneten von Steiermark an den Oherstburggrafen von
Böhmen: melden über die nach Frag abgeordnete I^egaiion der
innerösterreichischen Lande, die sich um eine Interiession der
dort anwesenden evangelischen lieichsßrsfeH zu bewerben luU.
Grat, law Mai 30.
(Kons., 8t. L.A.}
. '. . Als vi) einem immer obgelegen sein solle, was amb
unser betrangten conscientien and beraabten rotigiona«zerci (ii
* Aiugutri«h«n, duivb«!! st«bt: ^u tag'.
rftalai. n. Abi. Bd. I>X.
8S
594
auch eines jeden und unser nachkommenden seelen heil und
svtigkoit willen stii widennub dest^en triistlicher erheb- und re-
eaperierung von nöthen, zum weg zn richten und an die band
zu nemen, also was derowegen, die in negoiio religionte de-
putierte Steyrisclip uusscliuss auf scbieristen 6. Junii alher b«'
scbriben, wie die non hierauf bey so gewünschter gelegenheit
dahin trachten tnOgen, das» die anjetzo r.u Prag anwceenilc
Chursachen, der heraog von Braunschweig und beede gehrUeder
landtf,'rafon von Ilfisseii, als wol die in miltelH noch erBcbeinende
Chur-Pfala und Brandenbarg der A. C. zuegetlia.n oder damit
accommodirende fursten umb . . . intercesaion gegen unsern aach
alda aiiwesendtui g«. berrn und iHtidtftir.^tcD . . . bitlieb er-
saecht ^rurden: wan dan diss neben aacli der darumb ange-
suechteii konigreich Bebem und der andern Illnder gegen uns
flnerbotiißii . . . zttcthuon mit götlicber verleichung ohne fracht
nit ftbgehn wierdet und docli darunter kein zeit zu verfeyren
ist, also habe den herrn ich», inmas^en es alberait auch hinein
in Crain dem herrn von Aucrsperg beschechen, zu dem ende
wollen comenuniciereu, ob auch deren von KhHrnten deputierter
aii88cbU83 I» hoc rte^ottn zusamon bcscliriben wurden und da
sich nun die eines solclien Terglcichem, als inen dan von dannen
der entschtuas zuebeftirdert werden solle, so werden sie dem-
nach umb diseä trefflichen werks bcfurdcrucg willen solche
schreiben (d&rbey der herr seiner dexteritet und glimpfen nach
fUrnerabliclien dae beste thueu kan) verfassen und ander icren
und deren von Crnin ausschusacn fertigen als dann auch zu
ansercr mit Verfertigung und stracker fortuberschickung zne-
komraen lassen. . . . GrKtz am h. püngsttag, das ist der 30. Maj,
ntino 1610.
(An harn biir^Rrafan vom l«tzlao Mji> 1310.)
1911.
Fwdinand II. an die Beligionsreformationskommissäret den Bat
IJam Ohridoph Tattnipeck, Dr. Christoph Vratiinger, Pfarrer
Geory Pileator und Hans Sigmund Aichhorn: Um der troU aüer
früheren Befehle in Fetiau eingerisaetten Unordnung, die aus
den beigeschlossenen Metnorialen ersichtlidi wird, ein Ende mh
machen, fiaben sie skh aofort nach Pettau r« verfügen, dort
genaue UntcrsucJtitjig t\i pflegen, gegen die Übertreter
verf ugen, aon _j
585
in demselben an twortscl treiben auf ansor propositum ond ajgent-
licbes intentum wenigist geantwortet wirdet, dann anscr alier
billichkait nnd der Vernunft gemäss mit faeg und recht dita-
falls begehrende aequalitet stehet gar nit in denjenigen von
denen herrnon ('<tr} zu iren nialsten belietfen und argamenten
anzielienden officiis, ämhtern, concessioncn und andern der-
gleichen, welche von I. F. D' dependieren und verlieben wer-
den . . . derowegen im fahl die herrn alda sich bescliwtlrt be-
finden, werden sy ir notttirft dcshalbcn bei ... I. F. D* ohne
onser tnassgeben wol anzubringen wissen; nod will uns nit ge-
bare, dass wir ans mit denen herrneD noch jemundts andern
in dis^em fall in ain disputat einlassen sollen, sondern das ist
der liaubtzweck und rechte scupas, so wir alda billich . . . be-
gehrn, dass nämblich zwischen and unter uns, d. i. den stän-
den baider religionen E, E. L. ... aU die wir ain corpus
sein und gleiche purdcn tragen^ eine solche gezimcnde . . .
gleichheit soll gehalten werden, dass weilen wir, die der uhr-
alten catb. religion sugethon nicht weniger, sondern ein mebrera
als die berrn der A. C. . ■ . ku dem gcmain wcsen . . . cod-
tribuirn, auch im stand, herkomen, qualiteten und ander requi-
$iti» tuen hoffentlich nicht angleich oder geringer sein, dass
derohalben auch zu denjenigen ämbtern, so von . . . B. E. L.
. . . ersetzt werden, sowol unsere als der herren glaubensge-
nosscn fUrgenomben and gebraucht werden sollen und solches
gar nicht darumbcn. daa wir ... in die horrn ainichcs niiss-
trauen . ■ . stellen wollten . . ., sondern dass dise gleichheit
za halten die vernnnft und alle billichkait . . . selbst mit sich
bringt, inmassen auch alda die von denen bcrrnen gemachte
. . . unterschidt unser, des praelatenstandts (umb dass wir uns
sa denen weltlichen oder kriegsämbtem nicht gebrauchen lassen)
von denen andern catholischen weltlichen getreuen mitglidern
nit kan statthaben, seitemal wie wir cath. geistliche und welt-
liche horrn und landleat alle aines glaubens und religion sein
als ist auch in disem propotito una eademque ratio desjenigen,
was wir samentlich bei dem gemainen wesen als . . . der für-
nembe thsil des ganzen corjjorü ... zu contribuieren haben,
daher wir uns dan in disem unsern ganz billichen begern nicht
sep&rirn lassen kinnen, in erwegung, dass gottlob unter den
weltlichen catholischen herrn und landleuthen taugliche gnueg-
sambe wol quaUficierte »ubiecta, so auf gleichen thail zn solchen
596
PAttan «JUilU tUmBls 163 Baiser. Von itmm hatten in der FmUh
■or 26 k«in Flcivch gegesMO. Am 23. Aoput erhalten TS tdd ihoen fQr Jen*
Zeit empfindlicbe G«ld«trafen: S6 bU m 49 Taler (meist & Taler fOr «In Jahr).
Die Somme der Strafgelder betrüg 803 TaUr. An 81. Aognst richtet der
Stadtidiulmeister Tobias Krabat eine Beachwerdeschrift an die Kommiartif«
Dber iea Zustand der Stadt- und die BenOtsunff der Winhetarhalen, in deae«
die Jugend zn keiner Oottasfurcht, Bvaacbnnff der Kirchen and dea Gott«*-
dicnstes angehalten wird, trolxdoiD xnletat noch am 30. Juni 1603 tob d^r
F. D* ein Verbot ^egen die Winkeliclialen erging. — 8ogar die Klagen der
Tafelwirte g«g»ii du WelnNClie&ken der BKcker nad Fleiachbaaer Uagt tut
dieaen Proxe»«n aniammen: am 26 verlangen sie, daß bei diesen das W«iii-
schenken, die Beherbergnng der Fremden and Reuenden bei anderen als
den Wirten eingeetellt werde. Korb wihrend der Intiniaition liefen Aascigan
ein. Am 31. AogOGt erhält Uans Schaner den Befehl, nich einzuetellan. An
selbem Tage wird er nnter den gewöhnlichen BediDgangcn ansgewieeen
(Stattb.- Archiv). Desgleichen Uagdalena Schaner. Am 23. folgen 9t P«r-
sonen. Am 24. erscbeint ein landesfaritlichei Dekret: der Ersberaog habe
mündlich tod di^m anstände in Pettan Ternommen. Die Strafen «eiea
sofort Tnraimebmen (ebenda). WUirend des Septembers werden
Bittgnsnche dagegen eingeretchL Am 13. Oktober ertiatlen die
dem Qnbemator Maximilian Fmst ihren Bericht. Am 13. Dcsember entiltet
die Begiening aber dieae Vorgftnge ein Gutachten. Am 29. Deseoiber vcr-
ordnet Ferdinand II.: .Von jedem Verbrecher ist die QeldatraT wirUick ab-
anfordern', nnd erklärt deneo Ton Pettan, daß di« Antrige wegen der Sehnte,
Handwerker, Steuer and Gewerbe genehmigt werde».
1912.
Die Verordneten von St^Urmark A. C. an 1. F. I> den Guhtr-
nator Erxheräog Maximilian Ernst: sieüen die BUte, das Ver'
fahren der Religionsreformaiionskommissäre, die m den oberen
Vierteln gegen die Bürger und Untertanen in aüen den Herren
und LandletUen gehörigen Städten und Orten wegen des Fleisch-
essens, in den Fasten und an gebotenen Fasttagen mU GeU- und
M Ermangluttg oder Verweigerung dessen mit Labesstrafen vor-
gehen, runtal es, ,nHe man sagen %ciü, nur jrum PritatnntMn
etlicher dietW, ahmschaffen. (Gras) 1610 Juni €.
(Kona., St L.-A.. Chr. R.)
Diese Bitte wnrde dnrch daa landesAlrstllehe Dekret Ton 14. Jui
damit erledigt, daß der Erafaersog sagt, er kOnot sich fQr dienuü niebt
reaoWIeren, lia al>«r mOgen die Komintuäre nnd die OSendterten namhaft
machen, auch sagen, wi«, wamm nnd wann sie gestraft wurden. L D* habe
nichts Neues, sondern nnr was die Generalien mit sich bringnn, Terordnet.
die aber mehr Artikel als nnr die wegen dee Fleiscbessena in sich estbaltcti
(Orig., eUnda).
I
585
in dcniBelben antnortBctircibcn auf anacr propost7um und aigent-
liches intentum wenigist geantwortet wirdet, dann unser aller
billiclikait nnd der vernnnfl gemäss mit fueg und reclil dlts-
falls begehrende aequaÜtet stehet gar nit in denjenigen von
denen lierrnenf'jiic) zu iren luaisten bereifen and argumenten
anziebenden officiis, ämbiern, concessionen und andern der-
gleichen, welche von I. F. D' dependieren und Terlicben wer-
den . . . derowegen im faJil die berrn alda skiU beschwort be-
finden, worden »y ir notturfl desbalbcn bei ... I, F. D' ohne
unser maasgeben wo) anzubringen wissen; und will uns nit ge-
hUrn, da88 wir aus mit denen berroen noch jouiandts anderu
in discm fall in ain disputat oinlaBseu sollen, sondern das ist
der haubtzweck and reclite scopas, so wir alda billicb . . . be-
gehrn, datiB nitmblich zwischen nnd unter uns, d. i. den stfio-
den baider reUgionen E. E. L. ... als die wir ain corpus
sein und gleiche purdcn tragen, eine Bolcbe gezimcnde . . .
gleichbctt soll gehalten werden, dass weilen wir, die der uhr-
alten cath. religion zugethon niübt weniger, sondern ein mebrers
als die berrn der A. C. . . . zu dem gemain wesen . . . con-
tribDirn, auch im stand, herkomen, qualiteten und ander requi-
titis inen hoffentlich nicht angleicb oder geringer sein, dass
derohalben auch zu denjenigen ämbtem, so von . . . £. E. L.
. . . ersetzt werden, sowol unsere als der herron glaubenage-
nosscn fllrgenumben und gebraucht werden soUeu und solches
gar nicht dai-umbcn. das wir ... in die berru ainichcs miss-
trauen . . . stellen wollten . . ., sondern dass dise gleicbheit
zu halten die Vernunft und alle billichkait . . . selbst mit sich
bringt, inmassen auch alda die von denen herrnen gemachte
. . . unterschidt unser, des praetatenstaudts (umb daiis wir uns
zu denen wettlichen oder kriegsämbtern nicht gebrancben lassen)
von denen andern catholisclien weltlichen getreuen niitglidern
nit kan statthaben, seitemal wie wir cath. geistliche und welt-
liche berrn und landlcut alle aincs glanbeoB and religion sein
als ist auch in dieem propoiito una eademque ratio desjenigen,
was wir samentlich bei dem gemainen wesen als . . . der fUr-
nembe thail des ganzen corporis ... zu contribuieren haben,
daher wir uns dan in disera unsern ganz billiclien begcrn nicht
separirn lassen kinncn, in erwegung, dass gottlob unter den
weltlichen catholiBclien berrn und landleuthen taugliche gnueg-
sambe wol qnalificierte subiKia. so auf gleichen thail zu solchen
die künftige . . . einlifforang aber and unser femer TorhAbende
nottarft wie auch unser weitere zoestftndt za derselben natfh-
richtung und ferner gn. günstigen und fr. ratb wir bey ge-
wissen gelegenheiten hinnacher geh. . . erindern wollen.
1894.
.
Dieselben an die mäJirischc» Landstünde: Leider seien ihre (Üe
innerösterreichischen) Gesandteji zu spät gekammßn, als das mäk-
rische Landrecht nicht mehr tagte. Sie haben dfirum ihre Wer-
bung bei dem Landtshaujytmau/ie verrichtet und den Landschreiber
eugczogeti, die sich willfährig gezeigt. Sie richten aber noch über-
dies eine Anmahnung an die Stände, sich ihrer in der höchst-
angelegenen Religions- und profanen Bedrängnis antu nehmen und
für sie bei dem Ercherzoge zu intergedieren, wie dies auch dureh
die österreicftischen und böhmischen Stände in mcliori forma ge-
sehehen. Graz, IGlO Aprü (ohne Tagesangabe).
(EoM., irie oben.)
1895.
Die Prälaten und die katholischen Herren und Lanäleute ro»
Steiermark an ihre Mitverwandte vom Herren- und Ritterstande
A. C: In deren Schreibett finde sieh Jccine Aniur&rt auf ihr
proposttum und intentam; denn die von ihnen begehrte Gleich-
stellung hesiehi nicht in der gleichen Verteilung der vom JjindeS'
fürsten abhängetiden Amter^ worüber ihnen keine Verfügung ru-
steld, sondern darin, daß eicischen den Ständen beider Bdigiotten
solche Gleichstellung bestehen soll, daß auch die Katholischen, rtt-
mal sie et* dem Gemeinwesen mehr ah die andereti beitragen, eu
den landsdtaftUchen Ämtern gelangen, umsomehr als wohlquali'
fixierte katholische Herren und Lnndtcute genug vorhanden seien.
Verlangen nach einer hierauf hezüglichen Erklärung^ undrigen-
falls sie keinen Landtaysscfiluß zulftssen untl auch in keine 2fe-
setxung der LandesausschußstcUen einwilligen. Grat, 1620Apnll7.
(Kop, Si. L.-Ä-, Chr. R.)
Wir h»ben dir absclirift ires beantwortscb reibe ng . . ,
empfangen and deaaelben langen Inhalt . . . vernomben. \\'ann
wir aber daraos wider alles verhoOen soril beünden, dass uns
599
und hüte auch sie um Verwenduttg in dieser Angelegenheit. 0. 0.
1610 Juni IS.
(Kop., St. L.-A., Chr. B.)
1919.
Die depuiierten Ausschiissf. der Herren und Landleute A. C. i»
Steiermark, Kärnten unä Krain an den Kurfürsten von Sachsen:
Da er ihrer lieligion stigtttan, .auch denen in Osierreicit in ihren
früheren Hcligioimlißm-ftmen crsitrießUch ersdtienen', sie sieh
jflus l'ermaugelunff ihres evangelischen oxercitii in ihrem Ge-
wissen Jtart bekümmert und bedrängt fühlen^ bitten sie ihn, wie
auch die anderen jetzt in Prag auwesimden Kurfürsten und
Fürsien durch diese Schrift, die sie gern durch ^ne eigene Ge-
satuUschaft nberrvicht hatten, wogegen aber allerlei ubstacula ein-
gefallen seieit, sich ihrer derart ansntiehnien, daß die in ihretn
Geicisscn bedrängten Steirer, Kärntner und Krainer wieder in
den Jiesiis ihres evangelischen Krtneitiums gelangen. Datum
(Ö. 0.) 1010 Juni iÄ.
(Kap., St. L.A., Ctir. R.)
1920.
^teichmts der hie beigelegten Schriften, so den böhmischen
Herren Ständen übergehen icorden.'
(St. L.-A., Chi. R. 1610 )
i. Der horrn abgesanilten empfangne instmction von dor
dreien n.-ö. landen Steyer, Kärnten und Crain gevollmöchtigten
lierm deputierten und aa^scbuss A. C. zDegotlian ih origtnali.
2. Steyr. landlshandvcst, durinnen alle privilegia der laude,
wie ancb I. F. D' a^dtspflicht, mit welchen sie den stftnden
ihre priviUgia zu confinuieren und waar vest zu hatten ver-
banden, gleichmääsig auch der laiidsttindc holdigang zu ver-
nemcii.
3. I. F. D* erzherzogen Carls . . . religionaconcession von
anno 1582 (sie) in den vier haablstfttton Grätz, Judenburg,
Clagenfnrt und La(itbRcb Über die zuvor allgemaine und lange
»br ruehig possedierte religiousfreistcllung auf der bcrm ond
and landlcut frcy aigentliumbliubcn herrBcbaften und gUetern.
Dieadbem an die mahri4chen Landstände: Lader säen Are iÜe
innerÖsterreiehiaehen) Gesandten xu spät gdsommem, ait das wtak-
riiche Landrechi nicht mehr tagte. Sie fuAoH dantm ihn Wer-
bung hei dem Jjnndnhanptmanne terriehiei und den Ijandsdireiber
Mugesogen, die sich teilifährig gezeigt. Sie richten aber »ocft über-
die* eine Anmahnuug an die Stände, steh ihrer in der höehat
ar^degenen Relirfions- und profanen Bedrängnis anntnehmen mnd
für tie hei dem Enherioge ru inter sedieren, leie dies auch durrh
die österreichischen und böhmischen Stände in roeliori forma ge-
schehen. Gras, 1610 April (ohne Tagesangabe).
(Eoam., wie ob«».)
1895.
IHe prätaten und die katholischen Herren und Landlevie von
Steiermark an ihre Mitverwandte vom Herren- und Hitterstande
A. C: In deren Schreiheti finde sich keine Anticort auf ihr
propositam und intentnm; denn die von ihnen begehrte Gleich-
stellung besteht nicht in der gieichen Verteilung der vom Landes-
fürsten abhängenden Amier, worüber ihneti keine Verfügung ru-
stcht, sondern darin, daß sxvischcn den Ständen heider Rdigionm
solche Gleichstellung bestehen soll, daß attch die Kathoiischen, su-
ni'd sie eii dem Gemeinwescti mehr ah die andereti heitragenj su
de» landsehaftlichen Amtern gelangen, umsomehr als tcohlgucdi-
ßsierte katholische Herren und Landleiite genug vorhanden seien.
Verlangen nach einer hierauf bcsügiichen Erklärung, undrigen-
falls sie /feinen LandtagsscUluß zulassen und auch in keine Be*
Setzung der LandcsaiisschupsicUen einmlligen. Gras, 1610 April 17.
(Kop-, St. L.-A., Chi. B.)
Wir haben die absclirift ii-e« beantwortaclireibeiis . . .
ompfflttgon und clcssfilben langen inlialt . . . vortiomben. \Vann
wir flber daraas wider alles verhoften sovil beßnden, daes uns
«
5a*)
in demselben untwortachrcibcn auf unser proposidwm und aigent-
liclieB intentum wenigist geantwortet wirdet, dann unser aller
billichkait und der Vernunft gcmfisa mit fueg und recht dita-
falls begehrende aequalitet stehet gar nit in denjenigen von
denen Iierruen (»ic) ru iren caaisten behelfeu und arguraetvteu
anziehenden ofßciis, ämbtern, concesaioncn und andern der-
gleichen, welche von I. F. D' dependiercn und verliehen wer-
den . . . derowegen im fahl die herm alda sieb bescbwärt be-
finden^ werden sy ir nottmft dcsbalben bei . . . I. F. D* olme
unser massgebcn wol anzubringen wissen; und will uns nit ge-
hUm, daes wir ans mit denen herrnen noch jemandts andern
in discm fall in ain disputat einlassen «ollen, sondern das ist
der baubtzweck und rechte scopus, so wir alda billicb ... be-
gehrn, dase nämblich zwischen und unter uns, d. i. den stün-
den baider religionen E. E. L. ... als die wir ain corput
sein und gleiche purden tragen, eine solche gezimende . . ,
gleichheit soll gehalten werden, dass weilen wir, die der uhr-
alten cath. religion zugethon nicht weniger, fiondern ein mehrers
als die herrn der A. C . . . zu dem gemain wosen . . . con-
tribaim, auch im stand, herkomen, qualiteten und ander requi-
ntie inen hoflentlich nicht ungleich oder geringer sein, dass
derohalben auch zu denjenigen Itmbtern, so vun . . . £. K. L.
, . . ersetzt werden, sowol unsere als der herren glaubensge-
nossen fUrgenomben und gebraucht werden sollen und solches
gar nicht darumben. das wir ... in die herrn ainiches miss-
trauen . . . stellen wollten . . ., sondern dass dise gleichheit
EU halten die vernanft und alle billichkait . . . selbst mit siuh
bringt, ininassen aucli alda die von denen herrnen gemachte
. . . unterschidt unser, des praetatenstandts (umb dass wir uns
zu denen weltlichen oder kriegsämbteru nicht gebrauchen lassen)
von denen andern catholischen weltlichen getreuen mltglidera
nit kan statthaben, seitemal wie wir cath. geistliche und welt-
liche herrn und landleut alle aines glauben^j und rehgion sein
als ist auch in diaem proposito una eademque ratio desjenigen,
was wir samentlich hei dem gemaiiien wesen als . . . der fUr-
ncmbc thail dos ganzen corpoi'ia ... zu contribuieron haben,
daher wir uns dan in disem unsern ganz billichen hegern nicht
separirn lassen kiunen, in erwegung. da<!B gottlub unter den
weltlichen catholischen herrn und lanijleuthen taugliche gnucg-
sauibe wul (jualificierte subiectaj su auf gleichen thail zu solchen
584
die künftige . . . eInliSerang aber nnd unser femer rorliabende
nottarft wie auch unser weitere zaestuHndt zu derselben nach-
richtang und ferner gn. günstigen und fr- rath wir bey ge-
wiäsen gelegenhciten hinnacher geh. . . . erindern wollen. . . .
1894.
Dieselben an die mährischen Landstände: Leider seien ihre (die
inncröskrreichischen) Gesandten jstt spät gckommctt, ah das mäh-
riscJie Landrechi nicht mehr tagte. Sie hohen darum ihre Wer-
bung bei dem lMndeshat4ptmanne verrichtet und den Landsehreiber
sugc^ogen, die sirk nnllfährig gezeigt. Sie riditen aber noch über-
dies eine Anmahtung an die Stände, sich ihrer in der höchst-
angelegenen Rdigions- und profanen Bedrängnis anettnehmen und
für sie bei dem Erzherzoge ru intersedieren, tcie dies auch durch
die österreichischen und böhmischen Stände in meliori forma p«-
scliehen. Graa, 1610 April (ohne Tagesangabe).
(Kotiz., wie ob<!n.)
1895.
Die PrMaten und die katholischen Herren und Lattdleute von
Steiermark an ihre Mitvertvandte vom Herrett- und Ritterstande
A. C. : In deren Schreiben finde sich keine Antwort auf ihr
propDsitum und intentuni; denn die von ihnen hegehrte Gleich-
Stellung besteht nicht in der gleichen Verteilung der vom Landes-
fürsten abhängenden Ämter, worüber ihnen keine Verfügung ru-
stekt, sondern darin, daß eivtschen den Ständen heider Religiotten
solche Gleichstellung bestehen soll, dafi auch die Kaiholischen, gu-
mal sie eu dam Gemeinwesen mehr als die anderni heilragen, su
den landschaftlicfien Ämtern gelangen, umsomehr als KohlquaU-
fieierte katholische Herren und Lnndleute genxtg vorhanden seien.
Verlangen nach einer hierauf bezüglichen Erklärung, widrigen-
falls sie keinen Landtagsschluß zulassen und auch in keine Be-
seisung dryr LandcsausschußstcUen einwilligen. Gras, 1610 April 17.
IKop. St. L-i., C]]r. K-)
Wir haben die abschrift ires bcÄntwortschreibens . . .
empfangen und dcs&clben langen iuhalt . . . vernombcn. Wann
wir aber daraus wider alles verhofTcn sovil befinden, das» uns
585
in demselben aotwortschreiben auf unser propoeitum und aigent-
liclies intentum wonigist geiinlwortot wirdet, dann unser aller
billichkalt und der Vernunft gemHss mit facg aad recht dits-
faÜB begelirende aequalitet stellet gar nit in denjenigen von
denen berrnen (sie) zu. iroa maiston bohclfcn und argumenten
anziehenden ofßciit, ämbtern, concessionen and andern der-
gleichen, welche von I. F. D' dependieren und verlieben wer-
den . . . derowcgen im fahl die herrn alda sich bcscbwSrt be-
finden, werden sy ir notturft dcsbaiben bei ... I. F. D' ohne
unser massgeben wot anzubringen wissen; und will ans nit ge-
bllm, dass wir am mit denen hermcn noch jcmandta andern
in disem fall in ain disputat einlassen sollen, sondern daa ist
der baubtzweck und rechte scopus, so wir alda billich ... be-
gehrn, dass nämhlich zwischen und unter uns, d. i. den stan-
den baider religioncn K. E. L. ... als die wir ain corpus
sein und gleiche purden tragen, eine solche gezimcnde . . .
gleichhett soll gehalten werden, dass weilen wir, die der uhr-
alten cath. roligion zugethon nicht weniger, sondern ein mebrers
als die herrn der A. C . . . zu dem gemain wcsen . . . con-
tribuim, auch im stand, herkomen, qualitetea und ander requi-
»itis inen hoffentlich nicht ungleich oder geringer sein^ dass
derohalbcD auch zu denjenigen Snibtern, &o von . . . E. E. L.
. . . ersetat werden, sowol unsere als der berren glaubensge-
no$sen fürgenomben und gebraucht werden sollen and solches
gar nicht darumben. das wir ... in die herrn ainiches miss-
trauen . . . stellen wollten . . ., sondern dass dise gleichheit
EU halten die Vernunft und alle bilEichkait . . . selbst mit sieh
bringt, inmasscn auch alda die von denen lierrnen gemachte
. . . unterschidt unser, des praelatenstandta (amb dass wir uns
SU denen weltlichen oder kriogsftmbtern nicht gebrauchen lassen)
von denen andern catholiBoben weltlichen getreuen mltglidern
nit kan statthaben, scitemul wie wir cath. geislliclie und welt-
licho Iicirn und landleut alle aines glanbens und religion sein
als ist auch in disem propoailo una eademque ratio desjenigen,
was wir samx^ntlich bei dein gemainen wesen als . . . der für-
nembc thail des ganzen corporis ... zu conlribuieren haben,
daher wir uns dan in disem unsern ganz btllichen begern nicht
separirn lassen kinnen, in erwegang, dass gottlob unter den
weltlichen catboHsclien herrn und landleuthen taugliche gnorg-
sambe wol qualtficierte auhiecta, so auf gleichen thail zu solchen
604
haiiden oaserer regientng za ttliersenden, aoch volgnnd« uu
im übrigen euer geli. relatioaen . . . su unserer n.-ö. regierang
banden sakommcn lassen wissen werdet. Dan an disen be-
schicht unser gD. willen und mainung. Geben . . . Grätz den
*JB. Dccember im 1610. iar.
Comm. Ser** domini arcbi-
dacis in consilio.
Dem erbaren . . . Joann. Kipscber, stattpfarrern zq Peuaa,
nnd Hans Sigmunden Ätcboro.
1928.
Johann Georg von Stadion, Sambergscher Visedom in Kärnten,
an den Abt Enterich MüUer von Arnoldstein: Tadd, daß er
seinen Dekreten schlecht tutchgekommen und sich in seinem Di-
strikt noch so viele Sektisclie befinden. Befefd, den Patenten
unverzüglich nackatdcornmen und darauf tu sehen, daß genaue
Vergeichnisse der ünkatholiseheti und derer, die nidit gebeichtet,
eingeg^en tcerdeti. Wolfsberg^ 1611 Januar 24.
{Orig., ArooIdiUincr Aktca, BodolSu. Klageafuii.}
Kir geraicbt za hOclifitem missfallen, dass ihr meinen . . .
decreten, patenten und Verordnungen in religionssacbon nicht
allein mit schlechtem eyfer nachgesetzt, sondern auch dieselbigeo,
weilen mir glaublich fQrkoinmon, dass sich in dem euch acbe-
vohlußn Bambergischen district nit wenig mann- and Weibs-
personen, welche noch Sectlsch, auch sich in alnem oder mehr
jarn zur h, cath. bcii:ht und communion nit eingestellt haben,
betindcD, gar nit vollzogen oder in scboldige acht genommen.
Dahero ihr euch diser nitvollziebung halber nit wenig verdcchtig
macht und solchen ungcliorsamb vor gott and der weit za ver-
antworten habt.
Dieweilen wir dann vicedomambts und oWigkait wegen
solchen ungehorsamb dergestalt lenger za gestatten nit verant-
wortlich, 80 will ich euch hiemit alles ernsts und bey euren
pöichten, damit ihr dem R. stift Bamberg vei-wandt, auch bei
höchster unnachlässiger straf auferlegt and bevolhen haben,
dass ihr nicht allein obangeregten . - - patenten wirklich nach-
kommen und mit vleiss darob halten, sondern auch alsobaldt
nach emphahang diss aller und jeder in berUertem euch an-
S05
*
Tertraaten distrlct and Bambergsclten iarisdiction befindender
nncatholischer mann- und Weibspersonen, anch deren, die eich
mit der hl. beicht and commanion nach ordnnn^ der christ-
lichen katholischen kirchen in ainera oder mehr iahren der
gebär nach nicht erzaigt haben, mit namen specificiem und zu
dem alhieigen vicedoraambt, ho lieb ench ist, neben dem ver*
brüchigen (sie), die angedrote ernfitlicha straf zu vermeiden,
solche ordenliche specification ferners ungenannth* Uberachicken
wollt. Das thue ich mich . . . WolfRberg den 24. Januarii
anno 1611.
Johann Georg von Stadion, domh.,
iabilaens und TJcedom.
Ga Hef[t >n d»n Aniolilit^in«? Akt«n tia Verxfiifhnti tod nnVatholiiiciien
Penctnen vor, t)«i vinllcicht iu tlir-HA Z«it nnd VprliXliniRnn grliCrt; m ist
piDcm Akt« von IfilS beigrnaiilnurtftD DurnaKh )iiti4 in VUlafili 10 PnrsoDAn,
UntervfilUch 2, St. Mr^rthctn &, Turvu I, Malbor^t H und i Hucpnkt. Ein
zwntct Ven«ichnii li«t 8 Fxtnilieu. Es eckeiut von dein Tarrüsr Pfarrer
jiB D«kaii «iogcstndet zu Btin, d«r hierQber am C. JdH ICIS ui d«n Aht
TOD ArooMiteiii berichtet.
1U29.
Die Verordnetfn von Kämieti A. C. an die von SteierrnarJt: bitten
um Mittcilumj {Jessen, was .-wV ihnen über du: tw» den Prager
Abgesandten erstattete Jielation und deren schlfcttie Verrichtung
mitteilen tvolUen, damit sie die SacJu: ihrem für den 21. d. M.
ausgeschriebenen Landtage vorlegen können. Klagenfurt, 1611
Ffi/ruar 11.
(Ori^., St. L.-A., Chr. R.}
1930.
Die Verordneten von Krain A. C. an die ron Steiermark: er-
bittet» dasselbe für ihren am 31. d. M. zusammentretenden Land-
tag. LaibacJt, J611 Februar 14.
(Orig., ebenda.)
1931.
Georg Herr von Stubenberg an seinen Pfleger eu Kapfenherg:
teilt ihm den Befehl mit, ,den die leidigen Deformationshom-
missüre aufgebracht haben'. Er habe geanitcortH, die Erscheinung
* 8oll wobl b«U^n: ,uTigflMninbt'.
*
600
derzpü nicM verschaffen nt können, aher m Küree in Kapfen-
herg £u nein, bis dahin mögen sie sich geiltüdm. In 14 Taffen
hoffe er dort eu sein. Mureck, 7011 Februar 19.
(Orig'., St. L.-A., Stubenbei^-AktfiD, Uf^nrsfom.)
Der Befehl der RefonnationakoininiMJtre lic^ nicht vor. Dafre^ei
xntwarten sie am I. Min »uf sein Bctiroibnit vom 0. PehniAr, in welcheni er
schrieb, d«fi gelae Leut« ddu schon ufl risiliert wurd«n und der schwem)
Zchrung uad uidenr UeJcbwArde üb«rbut>eD sein Bot]t«n, dkH sie solch« Be-
fehle Dicht vcmrsxcht, sie kfinaon sieb *uch der Zettfua|f and d«r B««cbwerdra
nicht «riiinern (Orij , ^hf.näfi). Am £9, Mai teilen sie d^tn Pflpgpr mit, »ic
hStten bisher rer^blEch gewartet, daß Georjf von Stnheubcrg In Kapfeobcrg
sein werde. Nan Mien nme Rr^fehle von der V. D* gekiitnn)i>n, die Kom-
raissian durchzuführen. Hie. erkundigen nlrh daher, ob sein lleri Befehl {»•
Ipeben, die .xn^esog^enc' Kapfenberger Illlrgencbaft in ventchaffen oder ob
er sich hinnen 12 Tagen Iteschi^tds erholen wolle (Urie-i ebenda). Ain
S&. Juli fleuden sie an (ieorg vuu ätubeuberg eine neue Malmung. Sl«
werden sich Mittwoch den 3. Aiigiitit in Eapfeoberg einfinden nad bitten,
dem Pfli^gcr und Stadlrichtf<r Weisung zn gehen, daß »ich die BQrgerschaft
am 4. Attgu.it eitiütelle (Orig., ebenda). Am 4. Augiiat iKhreiben sie. noch
immer «Ime Antwort von seiner oder der Seite seiner Uemahlin ed sein,
weshalb ,wir uns bieber iia(;h Kapfenlter;; verHIgt haben*. Am 30. Septeinber
schreiben sie ihm abermals »ach Mureck und eiinnern an alle früheras
Schreiben. Auf das vom 1. August sui ihnen eiu« unverhofTto Antwort an*
gekommen, ,ala eollte dieser Trieb von uns erfolgen'- Sie hilitnn daa no-
de»li»*»rnf \. F. D* gemeldet. Teilen ihm di« uenen Befehle mit und wollen
ihm gnRdiir aufi-ricgt haben, daß er die dort veneichneten Rtrarrti eiuhringe-
Neuer Bef'-hl, dir ITnteriaiimt und die Kttrgertcban vontnfQhren und die
nnütra npinio, als vollte die« wj/olium dtirrh ihren Trieb geschehen, aiiän-
gebeu (Orig., ebenda]. Am 18. Oktober antwortet er den Kommissären
(eigenhändiges Kuni., ebenda), daß er ihnen geschrieben, sie inOg«n bis sB
•einer Illnaufkuuft stillbatten, was sie ihm ansagten, es sei denn, daß rie
cineti an4eren Befehl von der P. D' ej-haltcn. Dem «Qwidcr Mt ihm der
Befohl gekommen, die Bfii^^r und Untertanen sur Strafe ru stellen, ,mit
Einfillirung meiiirs Wribs Hewilligtiug', die doch die Herren nie gesehen.
Daher kommt ihm das t^crhroilien «UNjirkt und apntlltch vor. Sobald er den
Befehl d:er F. !>■ oder der Kegieruug erhalte, ttenle er sich bei derselben
einstellen oder die Uutertaneu an den gebUbrendeo Ort verschaffen- Am
27. November antworten sie, die Worte, bclreffeud die Frau Gejuahlln,
finden sicli in ihrem Schreiben nieht, nur daß sie aiob a» seine Fran Oe-
mahlin g'-wendel.. Vj* falle ihnen nieht ein, ihn s]«Ottlicb su behandela. Sa
Hif»ge ihnen nur mitgutnilt wenlvn, wann die verlangte Stelluug endUeh
erfulgeu werde.
1932.
Drr sahhurgische Vizrdom an dm Karninar Landtag: steUt
namens der k<ttkdischen Herren und Landleule das Ansuciten,
607
I
*
daß Jm Ersetsiing der landschaflliehiti Amtrr rtvischen Katho-
lischen und Evanfjelisehen die gebührettde Gleichheit erhalten
werde. 1611 Februar 37.
(Kap., Lambefjf-FetBtriU-ArcblT.]
Das In allem nin gebührliche gleichhalt gehalten insondcr-
hait die ämbter iloa hrn. hurggrafoii: lierni verordenteti und
generale! nnemer auf gewisse zeit and alle droy jähr geendert
und von neuen erseczl werden.
Nach henandter zeit »u yeder verJtnderung soWe alter
native Ainmal ain Catholischer, das andermal ain landtman der
Augspurgischen confessJon zuegcthan zu aincm burggrafen er-
khiest und durch gleiche stimen erwühlt; dcme gleich solle es
mit dem generaleiiinemer gehalten werden und won der burg-
graf catholisch, khan der einncmcr der Augspurgischen con-
fcssion sein.
Der verordenten sollen sovil Catholische als der ofthe-
melien confession, der einnemer ab«r kliain verordeiiter eein.
In allen zusamcnkhonfCenj so ausser landtags beschechen,
sollen sovil Catliolisclie als andere hierzue bescbriben und yedes
durch gleiche anczalil bcedcrtbail beratschlagt werden.
Die raitungen sollen zu anfang landtags durch taugliche
und sonderbahrc deputierte ausschuss in gleichen anczalil, so
von beeden tliailon fUrgeschlagen, aufgcnumcn und justiticicrt,
volgendts die beschaffenhait derselben sambt aincm summa-
rischen extract den stenden fUrgetragen werden.
Ausser ofiendtlichtm laiultag nichts zu verschenckhen, anas-
zoleichen oder auf extra ordinari undterhaltnng ancKawendcn,
dann es bescliehe durch ainon von beeden thailcn ycderscits in
gleicher anczahl, der cathoÜschen bo wol geist- als weltHchen
standts und der Augspurgischen confession zuegetlionen lierren
und landtlcuthen benendten qnalificierten ausschuss, weticbes
Tolgcndts den geniainen eUlnden wie billich ausfilehrlicli fUr-
getragen werden solle.
Adret$e: Dor cathoHschen herren und Inndtleuth geisl-
nnd weltliches standts mündliches an- und fiirbriiigen bcschchcu
anfangfl heurigen landtags durch lirn. Salczburgi sehen viczdonib
et. et, den 27. Feb" a« 611.
608
IMS.
Die am KärtUner Landtage antcfsendmi Herren mnhI Landltnä»
A. C. an ErgJierrog Ferdinand: erstatim Iteriehl über das von
(hn katJiolischm SUhiden l>egf.hrte Verlangm nach GlekhxUUung
hei llrftettuntj dir landschaßUch^n Ander und die von ihnen an"
ffedrohte S^aration und deren etwaige Folgen. Klagenfurt, ICJ}
Märt 2.
(Kop-, 61. L'A.. Obr. B. In dtm forRi«ll*n T«!l« ^«kBrat.)
. . . Sein aoT den 31. abgolofTnes TnouAts Fthruari
Kliärnariachun Unding in grosser nnsal erschinfia und jü« d*a
tAg liemacher von E. F. D* commissurien dero ImndUigfprDpih
aition oder ftlrtreg so sclirtft- aU mUndlicb wir . . . Yernommen,
haben vir dsb&ld za denen landUgsliandlangen soweit gegriffen«
dus (Heitenmalen TOn altenhero jederzeit gebreUchig geweit,
ehe nnd dann tn&n die landtagspropoBitionaberAÜiBchlagang an
die bandt genommen, K. E. L. vorber der berrn verordneten
nnd ansschasarelation von irer rorricbtoiig nnd wie e« mit irer
der Undtscbuft bauswirtsch&fl baubtsAcIiIiob Iwschaffon, xu dem
unde abgobün nnd vemomeni damit sie sich in denen buidtags-
handlungon umb so vil gowisitcr darnacb rognliri^n nnd daa,
was dem geliebtea Tatorlantlt bail&amh, betracbten and fUr-
namen kann) uliche reUtion den 2ö. bornachcr nmb dass dar-
ontcr auMcbnssbandlongen nnd das feit Mnttkiae eingefallen,
in offner veraamblang ahgelosen worden, mit welicbem man
dann ain ganze sesaion zuf-gebraobt und die veranUuang be-
Bcbebon, dasit die berrn und landlt*atb den volgenden morgon
widcmmb KOKamonkumen nnd ferror notdurft fUmemeu noUea.
Als nun solliche nisiunenknnft fhrgaogen, die horm Tsr-
ordneten und nnssebuss Üblichem gebrauch nach abtreten nnd
man volgendt.« bt^mtbsr hingen sollen, ob ain landicbaft mK
lollicb irer rrlation nnd Verrichtung content, ancb ob sie es
Terror an disvn iren Jlnibtcrn bcbandh^n well oder nit, babcm
die anwoMnden berrn catholtsrhcn goinlÜf'hrn und weltlidim
stände alsbald eu anfang und eheander grdat*bte borrn varor-
donte and auascbuu abgetrotun dareh den härm Saite burgttckeD
vitxdomb sovil anbringen lassen^ allcwcilon ny iiit die wpntj^eni
landleut und daher za dem gemainou wosen aniehlirh conin-
bairen sie aber bishoro von £. E. L. Ambtoru gloicKsamb au*
695
I
I
I
gfihates einguschreilen ttnd m geistlkhen und tvdtlkhcH Bingen
gute Ordnung einsußkren. Sotiteti ihre Kräße hiem nicht aus-
reicfien, so tverde auf iftr rätUchcs Guiaclifen hiu die JRegterung
die geeigneten Vürkehrungen treffen. Grm, iGlO Juni 5.
(Orig., SUtlb.-Arahiv tiras.)
Ober die Refonn&tian In Pettati erlief (m (JrjiKor Statth«ltor«tiin:liiT
ein reichrs AktcHtnati-iiAl, daJi wir deswegeu vorlegen, weil diu Vor^rlien
der Kfgieruiig in aUen iDuertlsterj'eicbiscben St&dteu d&a gWmho I^t. Naoli-
dem «m 5. Juni die Kommisaioa ernannt irt, lUAclit diese sich (fli)üt Bfnug)
im August auf di« Kki««. Am 18. trefffn die Ki>nimi«Bare in der Stadt eiu.
Am Itt. nhcrreiclicn Hie den Mn^fltmt ibre BcgUabipan;, rufen die der
A. C Anf;eh6rigen zii-iani nicn iinil fra^n nL<^ nncli emrm /uror f«RtgOKOlzt«n
FortnuUre: Üb sie Kllrgi^r i^pikii, wrlclivM Katnlwcrk x'w trribrn. ob air; der
(«txteu Rcfonn&linn bftign wohnt, witt Hin airli ilantnl.t irklHrt, wuriiin Nie ak'.b
nicht an ihr Verspredinn ^ebaltun, uU nie auf iiii^AriflcliMiu Buden Frildl-
kanton boauclit, wai-iiiii sie durcb Dbertfetun^' der Kastengebote Ärgernis
f^eben, ob »i» in poUtincliea Din(;en G(?bor#am leisten, wer sie toh ibrer ßt-
kebrong aligebnltcn, welche Mittel dnliei anj^cwcnd&t wurden, weuen ite
flieh jfitat vrklHri^n, nb »ie wHlircnd de« (Jnltr.-Miiennto» Itantinningen be-
treiben, ob sie LiillirrinclLe PohIiIIl-u tuen odnr Hii;h solebo vorli^aen lassen,
MIT di« Vorleser seien und »b »in ilWrbaujit .■x-ktiscbt' llUchi^r haben.
IJiesen Fragest iickuii griiiäU werden in dtiii Tagen roui 19. biaSä. Augiut
uugcnilir 80 PersoHnn examiniert. Oteiclt am critcii Taj^u iTkUieu 4 Krauen
— unter ibneu 3 Witvreu — ftlr inimor b«i ihrer Lehre su bleiben. Am
20. sagen die Kommissär«, babtüi wir nur eine examiniert, die etliche Jahre
riiüht gebeichtet und die l-'aiitangebate Übertreten batt^. E» hab« »Mi er-
goLi?n, daß die Pettauer, die iwmrr als gut katbolieoh gurübint wurden, sieb
aiim 'VvHv aIh »etir nnlsfitlirilincli orwif.«cn, wcslialli drr Pfarrer einttn Strengen
Verweis erbirtt, daß er so laut^o ilbor di'i'M Dinge geflc-b wiegen. Da Hber-
gab ans d«r Pfarrer ei» Motnorialc, darin jene Pcrsoneu verxeichnet waren,
die nicht kAlhnUsch sind oder niclit gebeichtet haben. Aus den Inriuisitions-
Protokollen g«bt hervor, daß die :u«IsteiL di«ies Jahr Dicht gebeichtet haben.
Manche 3 bis 4 Jahre nicht. Die meiRten gelten Gründe an: der eine scliQtitt
■eine .Frenndacbaft' (Verwandtschaft) vor, den anderen hat cinn 8triitigk)-il
abgehalten, ein dritter ist im ,Turiu' gesest'cn; finer bejaht fiir sich, ge-
beichtet an haben, weiß ea aber uiuht von seiner Frau. Einige spcistiA
Bwar nicht solbal Fleisch, aber ei« kochten ,fiir das Gesinde'. Einer i*t ka-
tholiadi, ,soin Weib aber nit*. Maruftuh Mareuain, Frau eines OchsenbAndlers
und Ratfreunctes. ist .evatigelifch von Jugend an'; treffen der lleicbt gefragt,
sagt sif : .der Rijcdof sei bei ihr losirt gcwest, der hnbe sie beschieden, sie
soll nnr kein Argi^rnis geben, an einem Weibe sei wenig g«legen'; auf die
Frage: was sie von ihrer Bekehrung abgehalten, sagt sie: uichta als ihr
Hers, sie will ovangolisch Btorbcn: lio geht allo Feiertag KUr Meß und
Prvdigt und hat ein Lutherisch .OetbÜchel'. Fast gleichlautend sind die
Aassagaa anderer Frauen. Nur eine erklkrl, «ich weisen a« lassen, al«r
telbst diese will erst noch gute Lcuts fi-agen-
38«
Demnacli wir aber einer solchen anerhörten »eparatioD nit
stat thueo sollen noch wellen, ßondern wie bishero ... in
ainem corpore zu verbleiben . . . entschlossen, watt Kuforderist
zu E. F. D^ and dero . . . posteritet, anch diser erschöpften
lande . . . wolfarth . . . erspriessüch, in E. F. D' hearigen gn.
1. proposition auch Ton keiner solchen . . . neuerong . . . mel-
dangen beschehen ... so ftein derohalben ... zu E. F. D*
, . . wir nnscr geh. zncHacht zu setzen und uns boy derselben
nit allain underth. zu entäehuldigen, dass ... die jetzigen 1.
handlnngen gar nit durch unser Verursachung oder «lora,
sondern allain durch die von den catholisehen praetcndiercnden
nenernngen verhindert werden . . ., sondern E. F. D' auch . . .
XU bitton verursacht, die wellen bey mebrvorgemelten c&th.
Bt&nden dabin gn. verfliegen und sie vermahnen, damit sie
doch von diser irer netterücben nnhilllrhen praeteneion weichen
und weiter nichts aoUiehs praejudicierlichs moviren, sondern,
wie E. F. D' sowol aioen als den andern tfaail \tey denen wol*
hergebracliten freiheJten gänzlich verbleiben zu lassen . . . «Ofr
gesagt und versprochen, also es auch sie, die catbolischen, bei
demselben alten gueten hibliclien herkoniincn der freien wählen
nmb sovil bilÜc-her bewenden lassen, allewoilen sie von E. L.
fimbterti nit ausgeschlossen, sondern, wie in dem memorial an-
geileut, durch fruie wählen, un&ngesuhen der religiouon erkiest and
darinnen bis dato ungefladert verbliben, es auch noch ins künftig
süliche freyo wählen geben werden, wer oder wcllicho ans den
caiholischen nnd evangelischen hierzu zn gebrauchen. . . . Clagen*
fürt im landtag am ^2. Hartii anno Hill.
N. die hey gegenwärtigem landtag
anwesenden herrn nnd landleuth
der A. C. zaegethan.
i
4
1934.
Die Verordneten von Kärnten an die von Steier: bestütigen de»
Empfany eines ScJireihens vom 20. F^ruar, wornach m der
Rdigionssache ntich tiichts gesc}iehen, und teilen mit, weshalb die
hiesigen Ijindtagshandlungen suspendiert seien. Klayenfurt, 1611
Märe 4.
(Orit-, 6t. L.-A., Oll. U.)
595
I
gehotes eimuschreiten und in geistlichen und jvelÜichm Dingen
gute Ordnung eitmt führen. Sollten ihre Kräfte hieru nicht aus-
rffiehen, so irerde auf ihr räfUches Gutachten hin die Regierung
die geeigneU^n Vorkehrungen treffen. Gntg, IßlO Jwii 5.
(Oriß., StKlIh.- Archiv Ornc.)
Über di« Reformation in Pcttau wrlie'i^t im Gtkivt SUtÜiAhereiarchir
ein relclicH AktniniAtrriiil, das wir rln<iwp(^en vorlegen, weil dM Vor^elieu
dar Be^i^riiiij^ in ^^\^n iancMstErrcicIiiscIifin SlJiiltcn ctan (•leiche iit. Nach-
dem am i>. Jtiiti dio KnriimiMion erannitt ist, triHcIil; diese sich (>)p)lt ^nug)
im Augast auf die Boiia. Ain 18. treffen din KHinmissSrc in der Stadt oiu.
Am l^. QbcrreicboD sie dem Mai^slrat iliro ßcgUulti^nng, rufon die der
A n. Angehlirifffin iLUJaiiimcii tind fni|;«'n sie niii:!) einctn kutot fI.^>tgea«tItea
KiinniiUrc: Ob sia Bürger seien, welche« Handwerk sie tr^ilien, ob «ie der
leUtrn Kcrormalion bei^ewt^hnt, wie «te sich d&mnüi «rlfUrt, warum sie «ich
nichl an ihr Vcrfl|)rcchcn (;«^iall^Ti, ob sie auf nngsrisFlit^tu Hoden I'rädi-
kanten Ijpsuciit, watuih sie durch Übertretung der FaEtengcboto Ärgernis
geben, ob sie iu pnliltsuhca Uingen UchDi-eaiii loiaton, wer i>io von iliri^r Ite-
kebruiig abgehalton, welch« Mittel dabai angnweudet wurden, weison sie
sich jettt erklJireii, ob sie während des Guttesdicuft» llautirruiigeii W*
Irrtiben, nb nie Lntlierische Postillcn lesen uilcr sich nolche vorlesen langen,
w<T die Vorlj^wr seien nnd ob ain (Ib^rhauiit n-ktisthc lIQclier haben.
Diesen Kragest (Ickcu gemilU werdt>n in den Tajfeii vnii 19. bis 23. August
ongnlShr 80 Porannen examiniert Gleich am ersten Tage erklüi-en 4 Frauen
— unter ihnen 3 Witwen — fllr immer bei ihrer Lehre ao bleiben. Am
SO. sagen die IvoniniiasSre, b^ibtia wir nur eine examiniert, die etliche Jabre
niebt gebeichtet und die Fasteiigebote übertreten hatte. Es Labe iicli er-
geben, dnß diu l'eltauer, die immer aIs gut kalboÜAch gerühmt wurden, sich
Eum Teil'- sIs »i-hr nnkalholl-n-h eriv!r*cti, ive»halb der Pfarrer einen strengen
Verweis erhielt, daß er so lange £il)er diese Dinge gcaebwiegen. Da fiber-
gab uns der Pfarrer ein Memeriale, darin jene Peraoncn veraeicbnet wjireii,
die nicht katholisch sind üdi^r nicht gchetchtct haben. Aus den Inquisitians-
pmtokollen geht hervor, daß din meisten dieses Jahr nicht gebcicbtvt haben.
Manche 3 bis 4 Jahre nii:Iit. Die meisten geben Grßndc an: der eiut> »(.-bUtxt
«eine .Freundschaft' (Verwandtuchaft) vor, den anderen hat «ine Strittigkeil
abgehalten, ein dritter ist im .Tnrm* gesessen; einer bejaht fllr sich, go-
b«[chlet an haben, weiß es aber nicht von «einer Frau. Eiaige s])eintfin
■war nicht sclbfit Fleisch, aber die hechten ,fHr da.i Gesinde'- KJner bt ka-
thuliaefa, ,spin Weib aber nil'. Maruioh Marenxin, Frau eines Ochsenhiludlcrs
und Ralfreundrs, ist ,evaugelisi:h von .fugend au'; wegen der Beicht gefragt^
'4^ft sie: ,der Itisthrif kcI bei ihr EoAtrl gewesi, der habe sie beschiedc», sie
Aoll nur kein Ärgernis geben, au einem Weibe sn3 wenig gelegen'; auf die
Frage: was sie ron ihrer Bekehrung ahgclialten, sagt sie: nichts als ihr
Qent, sie will evangelisch sterben; sie geht alle Kciertng zur Meß und
Predigt und bat ein Luthensch .Reih II che l'. Fast gleichlautend sind die
Anseagen anderer Krauen Nur eine erklHrt, sieh wet'cn su laaseu, abor
aelliHt diesv will erst uncli gnte Linita fiagen.
38«
594
auch eines jeden nud unser nacltkommenden seelen heil und
Bfligkeit willen zu widerurab dea»en trciatlicher erheb- und re-
capcricrang von iiOthen, »um wog zu nebten und an die band
zu ncmen, also was derowegen, die in negoiio religioniit de-
putierte Steyrischc ausBchuss auf schieristen 6. Jnnii alher be*
Hchriben, wie die nun hierauf hoy so frcwunachtcr gelepcnheit
dahin traclilen tuügeu, daüs die aiijetzü zu Prag anwesende
Churaacben, der herzog von Rraunscliwcig and bcede gebrUeder
landtfs'rafen von Hessen, als wol die in mittels noch erscheinende
Ohur-Pl'alz und Brandenburg der A. C. zuegethan oder damit
at^commodircude forsten umb . . . interces&ion gegen onsern auch
alda anwesenden gn. herrn und landtfarsten . . . bitlich er-
auecht wurden: wan dan diss neben auch der dammb ange-
suechteii konigreicli Behem und der andern länder gegen uns
ancrbotncn . . . zuethuen mit gütlicher vcrleichung ohne Iriicht
nJt ftbgehn wierdet und doch darunter kein zeit zu verfeyren
ist, alao habe den herrn icbs, inmasse]i es alberait auch hinein
in Crain dem herrn von Auersperg beschcchen, zu dem ende
wöUeu communiciereii, ob aucli deren von Khärnten deputierter
aUBSchnss in hoc 7iegotio zusamen beschriben wurden and da
sich nan die eines solchen vergleiclicn, als inen dan von dannen
der entschluas znebefurdert werden aolle, so werden sie dem-
nach tinib dlsea trefflichen werks befurderung willen solche
Bclireib<tn (darbey der licrr seiner dextcritct and gliiupfen nach
Airnemblichen das beste thuen kan) verfassen und ander ieren
und deren von Crain aimschnsson fertigen als dann auch zu
unserer mitverfi-rtigang und stracker fortuberschickung zuc-
koinmen lassen. . . . Grata am b. pfingsttag, das ist der 30. May,
awic 1610.
(An hnrti burg^rafen vom letxteo May IßlO.)
19U.
Ferdinand IL an die HcligiottsrefofMnttomfcnmmi^mre, dm Bai
Hans Christiqjh Taiienpech, Dr. Christoph Traltinger, Pfarrer
Qeorg Pileator jind Ihms Sigmund Äichhorti: Um der irotx aller
früJtereti Befehle in Peltau mtigerissenen Unordnung, die atts
den beigeschlossetiai Memorialen ersichtlich wird, ein Knde m
machen,, hüben sie steh sofort nneh Peitau eu verfügen, dort
gcnaw Unetrsuchung su pflf^jen, gegen die Übertreter des FasteH-
595
I
I
I
g^oUs einzmchreiien und in geisUhfien und tvdtlieken Dingen
gute Ordnung eineußhren. Sollten ihre Kräfte Ai«n* nicht aus-
reichen, so werde auf ihr rdtliches ihitnchlcn hin die Regierung
die geeigneten Vorkekrungen treffen, (iraz, 7670 Juni 5.
{Ong^ Slxllh.-Arsliiv Orxx.)
Cber die KefoniiAtton in Poitn» rrlirgc im Oriiz«r SuttlmltereiArcliir
«An roLchps AktPiimatf^nal, du wir rlnnwr^ün rnrli-grii, wril Unit Vorgcli«n
Wr R<^gi?rüllg in allen inner'lstßrreicUincljini SlMtcti liit* i^loiclie nl. Nauh-
itm am 5. Jtiai die Koiiimi^sluii «rnAiiut int, iiiactil dirti« sich (t^lt gi'nug)
im AiiguRt Auf di« Reise. Am 18. ircffco di« Kuiuin i»sllrt.> lii der Sladt ein.
An 19. (iKcrreichon sie dem Mk^istrat iLire Beglaubig» ug>, rufen die der
A. C. Angc.hllrif^cn uunaniincn und frHgi<n sie aacli einem vuvor fof^tf eneUtea
PormuUrB: Oh si» Kflrerr scivu, welrlips Handwerk »io treiben, ob tu der
Ictstcn Utifnrmatiiiii l>i*igpwnlint. wie «io «ich damnls rrMärl, wnraiii nie »ich
Tiiclit an ihr Viirsiin-iiliVTi ^flialtm, «b ri« awf iui|;AriBclirin Rmlcn PrHdi-
kantt'n benncht, waiuui sie duruli Ükerlretung der PaAteiigcbotc Ärgernis
^bea, ob lie in pnliliacbcn Diugen GcLorvaiu Icialeu, wer sie von iliitt üe-
Itebning abgcliAltcn, welche T^Iittel da1>ai aiigoweudeC wurden, wesaea «io
sich Jntst cfkIHren, ob <ie wtilirend de» (iottetidien-iteti Hanticrnngen be-
treibe», ob Mc LutlieriKchi Postiilcn lenen oder ttit-ti solche vorlp^nn Us.trn,
wer die Vorltucr oeicn und nb sin iiberlian[i1. anlitisuhr KUclier halicn.
Dicteii l-'ragMlIli'.koii gemäß werde« in ilrn Tagen vinn 19. bin 23, Ati^uit
augefähr 80 Pcraanen i-xaminiert Gloicb nm eratun Ta];o erkütrcn 4 Fraueu
— unter ihnfii 3 Witwpti — filr iminor bei ihrer hr\iiv bu bleiben. An
20. Kigen die Kommiuam, babna wii nur eine exantini'irt, die eCliehe .labre
nicbt gebeichtet und die Füstongebote Übertreten hatte. Ei liabe licb er-
geben, daß die r«?ttauer, die immer nU gut katholiscb gerilbml worden, sich
zum Teile als wohr nnkatholiin^h erwinsen, weshalb der Pfnrrfr einen «trengi^n
Verweis erbielt, daß er so lange über diese Dinge getcliwiegon. Da Elber-
gab uoi dor Pfurrer eifk Hsmoriale, darin Jane Personen rcrxeichuet waren,
die nicht katlioüscli sind oder nicht gebeichtet liaben. Aus dou luqutcittvilü*
Protokollen geht hervor, daß die meisten die*«* Jahr nicht gebeichtet hab«^».
Manche 3 bis 4 Jabre nicht. Die ineistCTi geben Grtlnde an: der eine subUlit
seine .Freundschaft' (Verwandöchnft) ror, den anderen hat eine Stritligkeit
abgehalten, ein dritter i« im ,Tiimi' ge»psien5 einer bejaht für sieh, ge-
beichtet zu haben, welU es aber nicht ron seiner Krau. Einige speislen
■war nicht selbut Pleiscli, aber sie kochten ,ntr dai Gesinde'. Einer ist ka-
ttiolisch, ,«oin Weib aber nit'. Maruicb Marenziu, Frau eines OchsenhSudk'r*
''Wd Ratfreuudes, ist .evangelisch von .Tngcod an'; iregm der Beicht gefragt,
lagt »ie: ,der Bischof sei bei ihr loiirt gowcst, der bähe sie be^chieden, sie
»oll nur kein Ärgernis geben, an cinnm Weibe sei wenig gelegen'; auf die
Frage: was sin ron Ihrer Bekehrung abgeliuLtcu, sagt sie: nichts als ihr
üerx, sie will PTangßllfieh sterben; sie gelit alle Fuiertag zur McQ und
Predigt und hat ein Liithoriach .ÜetbUcdteL*. Fast gleichlautend sind üe
Aassagen anderer Fraue». Nor eine erklärt, »ich weiton lu lassen, abor
selbst diese will erst noch gnto Leute frageo
88«
614
Wird ha\ S3. PAbrnar nn 6ln Gaiitllehkolt dtia ArchidUknnxtM ^«leitet-
Per Hkn-fr ron Tarria antnortfit am 6. Jnli mit der Enlschiilili^ug. da«
VcrxeicIiiiiB nicht acfaun frlihcir («iDgeAeodet eu ha^reu. Desgloiclieii send«!
die Pfarrer toq Kiicbbach und Grefnodorf ibre Teraeichniue ein.
1992.
Papst Faul V. drückt Ersshereog Ferdinand von Steiermark sei»
Beileid über Kaiser Rudolfs II. Tod und seine Sorge betreffs
Oestaiinng der ^Cukunft ans. Born, 1612 Fehrtiar 4.
(Orig., Bt. L.-A. Gedruckt Bteiern. QnicliiehtabUlter 1, 93.)
. . . Alultuin timcmus, ne haorctici oecasione interre^ni
HcrmH in rcligionem catholicam insar^ant, et ob id valde desi-
deramas, at ioter filios noBtros dilectos principe» catbolicos
Komani imperii vigcat firma atque stabilis concordia, ut quau
primum opportana novi imperatoris electio fiat. . . .
1943.
Ferdinattd 21. an Georg Herrn von Stubenherg: Er hoAe seine»
Beriehi wegen Vertceigcrutig des Erscheinens seiner Untertanen
vor dfin lidigionsreforntationskomtnissären vernommen. Nun be-
fehle er, sie vor seine liegierung zu verscltaffett. Sie haben sieh
hei ihrer Ankunft durch den Türhiiler ansumelden. Gras, 1612
Februar d.
(Orig., St. L.>A., 6tut>eDl>erg-AkteD, Gogwurefotm.)
1944.
Die Herren und Landleitte A. C. in KänUen an den Ersherjsog:
fuhren Klage, daß der ateirische Landprofos auf Antrifh der
Widerwäriigen xiveimal nach Kärnten gekommen und mehrere
Untertanen diyr Herren und Laudieute nach Gra£ geführt hübe.
Er Jiabc sich vernehmen lassen, er iverde haJd it>ieder ins Land
kommen. Solche Prosesse seien hier unerhört und bei den schwere»
Zeitläufteti auch gefährlich. Bitte vm Abhilfe. Khgenfurt, im
Landtage 1613 Februar 8.
(Kop., St. L.-A., Chr. R.)
1945.
Dieselben an die von Steter: teilen die dur/A den Latuiprofosen
verübten Ex£es8e mit und fragen an, tcas im Sinne der ,Prugge-
615
Faeifihation hierin zm tun 5ci. Klagenfurt, 1612
Fehrmir 9.
(Orig., 8t, L.-A., Chr. K.)
1946.
Anseige (des Pfarrers von Kapfenherg) gegen Georg Herrn mu
Stubenberg, daß seine Untertanen am Sl. Michaelstage auf der
Robot ,Gaill' ausführen mußten und daß am Feste der lUmmel-
faixrt Christi und sonstigen Festtagen Jagden abgehalten icerden.
Befehl, sieh dergleichen OngehüJir sti enthalten. (Gra*) 1612
Februar 13.
(Orig,, 8t. L.-A^ SlubeDberp-Akten, Gf^enreform,}
1947.
Ferdinand IL an Georg Herrn von Stubenberg: Mißfallen über
dessen an Sonn- und Feiertagen vorgenommene Jagden, die für
sdche Tage untersagt werden. Grai, 1612 Februar 13.
(Orig., St. L.-A., Stabeoberg-Akten.)
Kdler ... Ab beigelegter abschrift baat da mehrers in-
halts sa verncmben, was an uns wej^en der an den son- and
feyrtagen durch dich fllrkcrenden gcjaidt und robacen in ander-
tbenigkcU gelangt worden.
Wann wir dann, im fabi die sach angebrach termassen be-
schaffen, darob ein sonders misafallen tragen, so bevelcben wir
dir hiemit genedijrlich, das du dich inskünftig dergleichen un-
geblir bei straff enthaltest, oder da die sachen sich nicht also
halten, dessen unsere n.-Ö. regierang fUrdcrtich berichtest. An
dem beschicht unser gcnediger will und mainang. Geben in
unserer statt Grätz den Vi. Februari im 1612. iar.
ICommiasio Ser'°' domini arcliidncis in consilio.
7Vr
Policarpus Scliaitt m. p.
ßtatthalterambta-verwalter.
Ch. PrällJiiger d-, canzler-
ombtsverwalter m. p.
Georg Wagn zu Wagnsperg.
Simon ZoUtnger.
1948.
Der Vuedom Johann Georg von Stadion an Enterich Molitor:
befiehlt neuerlich strenge Einhaltung des Mandats des Fürst-
61fi
hiichofs VOH Bamberg wegen Ahfchaffutig der Unkatlinlisdien,
EinhalttMg der Fasiengebote usw. Wolfsberg, 1612 Februar 14.
(Orig., Arnold>t«itier Aktea, Badol&D.)
Rinlfit Ffarrftr, BennfiEiiLtcin und iiiKJcr« geistliche Persnncn haben
iliren hoclivecbotenen Anliaug Öffentlich und ohne t}v;heii gleich nach d«
Abreise I. F. D* wie<ler xu «ich genommen. In Zukunft habe man ticb
strcufj^sccns an dt« Mandmo xn halten. Du Koskubioat ktiniio keiOMfdlt
geduldet werden
1949.
Die Verordneten von Steiermark an die von Kärnten: Dank
die Mitteilungen vom 9. Der Landtag ist schon geschlossen.
Man Äß»n abo die Sacke nidit mehr vorbringen. HoffeHÜidi
haben sie sich bei der F. D' beldagt und erhalten eine Reso-
lution, daß man tticht nötig habe, die Sache sh movieren. Die
Itiier^essiouen an die Kurfürsten und Fürsten sind aus allerlei
Jiedenken lis dato nicht übergehen. Da das Datum ein altet
und der Kaiser nunmehr tot ist, kann nichts mehr gerichtet
tverdeti. Gras, ItilU Februar 17.
(Hon»., St. L.-A., Clir. U.)
19Ö0.
Hesolution Fcrdinamh II. in der Sache des steirischen Profosen:
Die htrausgefiihrirn Persom-n hahirn sich den Getteralieti ivider-
sctßt, indem sie Leute anfgcnontmen, durch die die Einigkeit im
Lande gestört tvird. Diesem Übel mußte vorgebeugt werden. Das
gereicht nicht zur Schmälctnng der Landesfreiheiten, daher hat
die Landschaft nicht das Recht, sich dai^ntier sit seteen. Wenn
sich einige Landlcule der Sache so eifrig annehmen, komme ihm
das fremd vnr und m«» mufJ daraus Argicohn schöpfen. Man
versehe sich^ daß sie sich bendtigcn. Graz, l(il2 Februar 20.
(Ort;., 61. L.-A., Ohr. R.)
Am y. MUrK teilou dio Verardneteii voll Kärnlen die Sache de«
Bteirern (und Krxinern) mit und bittou uiu «in Gutachten (OHg., ebenda)-
Anlwort ««he tum SO. MHn.
1961.
Martin Brenner, Fürstbischof von Seckau und Generalothar vom
Saleburg für Steiermark, an den Pfarrer £u Langenwang: Mit'
<
4
617
I
teiluntf des landesfürsllichen Dekretes tcepen jährlicher Bcichi
und Kommunion oh österliclier Zeit, Namhaflnuichung nrtd Zi-
tierung der Ungehorsame» »ach Orag de. . . (rras^ 1012 Mars 3.
(Kop., L.-A., Netiberger Akteil-)
Es ist der F. D* . . . bevelcli, dsss ihr aufs eliist earen
pfarrleaten aaf der cai37.el verkünden ho\U, dass menniglich za
yelzkoBira enden österlichen weiten und fortliin järlicli den schul-
digen geliorsamb in verrielifnn^ der . . . beiclit und empfahung
des sacraments dos aliars . . . laiBten soll. Da aber atncr oder
mehr Bicli so nnchristlich verhalten und acht tag* nach Ostern
mit bcicht und coiomunion nit eingestellt haben wurd, dieselbige
eolt ihr . . . stracks acht tag nach Ostern der n.-ü. regicrutig
namhafft machen, auf dass ermelt regierung dieselbige bieher
nach Grftlz eitleren und wtdiir sie, als wie mit andern ancatho-
tischen beschehen, procediem raög. . . .
Damit ai)er menniglicb zum geborsamb desto besser sich
ichicken miig, ist ferner unser bevelch, daas ihr den catechta-
intim fnr die band neineu und durch die lasten das volk in
der kii-cben catenliisiern nnd in glauhensarticuln, soiidt>rEich
was die belebt und communion anlangt, vleissig inslituJrcn
wellet, Bonderlich iiber wült dirjenigen, so sii-b liishcro unca-
tholiacli ei-zaigt, für euch Ri-fordcrn, stark zucsprechen und
euch bemüehen, ob sie auf den rechten weg mächten gebracht
und also gottos und I. F. D' «traff überhebt werden.
Letzlioh wült durch das ganze iahr eowol in dür viersig-
tUgigen fasten als so andern zeiten auf die wirth guetbs
aufmerken goben, wc-lche tn den fastlägen Heisch speisen und
dieselbige der n.-ö. regicrang vleissig namliafft machen, damit
sie von derscllion . . . mögen gestraft werden. . . . Grätz den
3. Martii anno 1613.
Martinas, episcopos.
1952.
Die Verrtrdnelen v(m Steiermnrh A. C. »n die von Kärnten:
haben mit lietrübnis ihr SchrriheH vom (*. d., betrc/feiid die Weg-
führung etlicher Personen durch den steirtseke» Landprofosen,
dann die hierfiher erfolgte Kingahe und nnverhaffie Be^olution
nebst Verteeis vernommen. Die ihnen hierin getünchten Vorivürfe
tcegen der berührten Anzüge dürßen bei Hof falsch interpretiert
606
derzeit nteki verseJmfffin en könnett, aber in Küree in Kapfm-
berg eu sein, bis dahin nuxfen tue sich gediäden. Tn 14 Tnifm
hoffe er dörl eu sein, Mureck, IfUl Febr%mr 19.
(Orig-., St, L.-A., StubmWrg-Akt«!), G«georBfonii-)
Der Befebl der RcformatlonskomintuSr« H^gl ntefat ror. D«gec«D
aotworteo aie am 1. H£ni auf aein äclireibec vom 9. »bruar, in wel?h«Ri er
iic1iri«lj', daß iciao L«atfl Dan sclion ofi visitiert wurden und der schweren
Zehninj; und Anderer ftescliworde [ibi;rhi>b«n sein sollten, daß sie solche Be-
fehle nicht rernrsaclLt, »ie kffnittn «icli auch der S^ltrung und d«r Beachwerdeo
nicht eTinnem (Ori|^., «btnd.i). Am 29. Mai trilftn nie dorn l'flrgcr mit. ai«
bitten bislier vergeblich gewartet, daß Oeorg Ton 8tnbeitb«r|; in Kapfenber;
>*!in werde. Nun seieu nene Befehle von der F. D' grkAnimr>n, die Knm-
iniMiua durdixufQhren. Sic erkundiger sicii daher, ah sein Herr Befehl gt-
geben, die iiDgexogent-' Kapfcnbergcr Bar^ersobaft su verscliaffen oder ob
er sich binnen 12 Tagen Bescheids erholen wolle (Ori^., ebenda). Am
Hb. Juli aeoden sie an Georg vnn Stubenberg eine neue Mahnung. Sie
werden sich Mittwoch den 3. Auguiit in Kapfcnborg einfinden nnd bitten,
dem Hflrger und Stadtriehter Weisung au gehen, dali sieh die Bürgerschaft
am 4. August einstelle (Orig., ebenda). Am 4, August wbreibeu sie, noch
ilDDicr nbuo Antwort von spincr oder der Seite seiner tieoiatilin xn soia,
wAahalb ,wir uns hieh^r nach KapfenUerg verfügt haben*. Am 30. September
tclirclben lifl ibm abermalt nach Mureck und erinnern an alle frUheren
S«]ireiT>en, Auf das vom 4. August sei iliaen eine unverbofTte Antwort xn*
gekommen, ,alB sollte dieser Trieb von uns erfolgen' Sie hjtttMn daa ma-
dtttütinif I. F. n^ gemeldet. Teilf^n ihm die iienen Refcble mit nnil wollen
ilini gnSiiiff aiifirlfgt bah(^», rlaß i^r iljo ilort v«ri{ciehEiclen Strafen pinbringe.
NiMier Rcfi-bl, die Untertanen und die Utlrgerflcliafl vunufllhren und die
tiniMra opinio, als solito dies tttgoUum durch Üiren Trieb gescliehen. aufisa-
gebeu (Urig., ebenda). Am IH. Oktober nntworCet er den Kommissären
(eigenljündiges Eous., ebenda), daß er ihnen g^xt^lirieben, sie mOgen bis ni
seiner IlinaufkanfC stillballcn, was sie ihm znugten, es aci denn, daß sie
«■inen nnder<^n llcfeht von di*r F. 11' erhalten. Dem xiiwid4rr sei ihn der
Befi'hl gnkominen, die Bürger und Untertanen zur Strafe ku stellen, ,niit
Rinftibriing mrinc-i WelUs Bntvilltgung', die doch die Herren nie geaehen.
Daher ktimnit ibni dAs Schreiben suspi-kt und Bp<ltllirh vor. Sobald er den
Befehl der F. D* oder der Kegieruug eilialte. werde er »ich bei derselben
eimtellen oder die Untertanen an den gsl)ilhr«nden Ort vewchaffen. Am
27. November antworten sii>, die Worte, betreffend die Frau Gemahlin,
finden sicli in ilirvrn Sr.lirtiiben nicht, nur ilal3 nie steh an aelne Frau Ge-
mahlin gewendet. Ku falte ihnen nicht ein, Um spHttHuli ku behandeln. Es
nilige ihnen nur mitgeteilt werden, wann die vorlangte Stellung endlich
erfulgeu werde.
1932.
Der sahhurgisckfi Vismiom an den Kärntner Landtag: st^
namens der kathoUscliett Herren und LamUeiUe das Ansuchen,
\
daß hei Ersetzung der landgchaflUchm Amt^ twischen Katho-
lischen und Evangelischen die gebiihrmde Gleichheit erhalten
werde. 1011 Februar Ü7.
(Kop.. Lamber^-FeistriU-ArcbW.
Das in allem ain gebührliche ^leichhait gehalten insonder-
hait die ilmbter des hrn. burg-prafen : Herrn verordenten und
generale innemer auf gewisse zeit and alle dr«y jähr geendert
and Ton neuen ersecat werden.
Nach bßiiandter zeit zo yeder verÄndernng «olle alter-
native flinmal ain Catholischer, dos andermal ain landtman der
Angspiirgifichen confession zuegelhan zu aino.m Iiurggrafini cr-
khiest and dnrch gleiche stimen erwühlt; deme gleich solle es
mit dem generaleinnemer gelialten werden and wnn der biirg-
graf cathnliscli, khan der einncmer der Aagspurgisulicn con-
fession sein.
Der verordenten sollen sovil Catlioliachc als der oflbo-
melten confessionj der einnemer aber khiün verordenter sein.
In allen zusamcnkhonften, so ansser landtags beschechen,
sollen suvil Cathotische ah andere hierzue beachriben und yedes
dnrch gleiche anczaltl beedertliall beratschlagt werden.
Die raitungen sollen »u anfang landbigs durch taugliche
und Ronderbabru dnputip.rlri aiiaschusa in gluichcn anczalil, so
von beedeii thaüen filrgeschlageii, aufgcnuraen und jostificiert,
volgendts die be»cliafFünliait derselben sambt aiiicm summa-
rischen extraut den stcndon fUrgctragen werden.
Ausser offendtlielmn landtag nichts zu verschenckhen, anss-
zuleicheu oder auf txcira ordijtari andterhaltung auczuwcndcn,
dann es bcschehe durch ainen von beeden thaijen yederseits in
gleicher anczahl, der cathollschen so wol geiat- als weltlichen
standta und der Augspurgischen confession zuegethoncn herren
und landtleuthen benendten quaii 15 eierten ausscliuss, welicbcs
volgendts den gemaioen ständen wie biltich ausOtehrlicK fUr-
getragen werden solle.
Adresse: Der cathoUschen herren und landtlenth geist-
und weitlichos standts mündliches an- und fiirbringcn boschehen
anfangs heurigen landtags durch lirn. Salczbnrgi sehen viczdomb
et. ct., den 27. Feh" a' 611.
*
60fi
derent nicht verschaffen sti können, aber in Kürte in Knpftm-
berg gu sein, his dabin mögen sie sich gedulden. In 14 Tagen
hoffe er dort ru sein. Mureck, 1011 Februar 19.
(Orip., St. L--A., 8tiil>Pnbcrg-Akteai Oegennform.)
Dm Befehl der Reform AliouHkomnitMfire liegt nicht vur. Da^c^^ii
intwortea siü am 1. Muri xuf aelu Scilireiben vom 9. FnbriiKr, in welchem er
»fliricb, daß iein« Loule nnn s^hon ofl viiitiert wurden «nd der schweren
/«■hriing um) xndervr Heichwcrdo Überhoben »ein solUcn, daß sie solche Be-
fehle nicht verur^Jichl^ »ic kannrni ttic^i nuch drr Z^lirnng und der Bcscliwenlro
nicht «riiinerii (Orig , vbt^iidn]. Am 'JH. M«i teilen nie dem Pflcgpr mit, nie
hiitten bisher TiTgebUch (gewartet, daß Oeorg Ton Stubouber(r in K)i[tfeuberg
flein werde. Nun .tcleu iicu« Bufvlilu vun der F. D' ^oka itininu. die Euiii-
miMioa durchKufUhren. Sie erkundigen »ch daher, ol» sein Herr Befehl ^-
e;<>hi^nt die ,hiii;eKO|reDr' KA)>renber|t:(!r IlilrcerschHft xn ver!)oItaflren oder ob
er itich tiinneD 12 Tillen RaEch^lds nrfaolen wnlle (Orig., ehi^nda). Am
Sfi. Juli wendiMi sie nn Geori; von Stnhenberg eine neue Mnhnnnf;. 8ie
werden »ich Mittwodi den 3. Au(;iiHt iu Kapfenberi; einfinden aud bitten,
dem Pfli^ger und Stadtritthter Wciinitg zu gehen, daU nich die Bürgerschaft
am i. August einstelle (Orig., ebenda). Am 4. Augtiit schreiben sie, uoeb
iiii«n?r ohiif AntwöTl von »oin*r oilur der Seite »einer Gemahlin so Min,
weihnlb ,vfir am hiehpt niicli Kapfenber;; verfdgt liaben*. Am 30 September
Hchreibon sie ihm abermals nach Mnrcck und erinnern an alle früheren
Schreiben. Auf daa vom 4. Au|ruat bpi ihnen eine unverhoffte Antwort «n-
gekonimcn, ,ala sollte dieser Trieb von uns otfolRcn'. Sic hStteii das mo-
dettiatimir 1. F. D' f^emeldet. Teilen ihm die neuen Befohle mit und wallen
ihm pnndii; aiift^rlntj;! haben, daß er die c^urt verxeiolinelen Strafen einliriuge.
Neuer ßefuhl, die Untertanen und die BürgerRchafI vorzufiilireii nnd die
ginittra opinio, alg iollte dies nrtfoUum durch ihren Trieb getchelien, anfxn-
gelien (Orig., ebenda). Am 18. Oktober antwortet er den Komnii»tLren
(eigenhändiftaa Konz., ebenda), doU er ihnen geHcliriobon, sie niUgen bis an
Beiner IlLnaufkunft stUlhalteo, was sie ihm susagton, es sei deuu, daQ aie
einen anrloraD Uefehl von der F. D^ erhalton. Dem KUwidor sei ihm der
Befehl gekommen, die BUrfrcr und Untertanen Eur Strafe xii stellen, .mit
Cinfiilirung Dieinr.» Weibs Bowilligiing*, die doch die llorren nie geMbftD.
Daher kömmt ihm das Schreiben Riiüpekt und si^r^ttlich vor. Sobald er den
Befehl der l*'. l>' odpr der Regierung erhalte, werde er sich bei derselben
einstellen oder die. Untertauen an den (febCllirenden Ort verschaffen. Am
U7. November antworten Bio, die Worte, botreltcud die Fraa Oenialilin,
ßnden sich in ihrem Schroibon nicht, nur daü sie sich an »eine Frau Gv
mahliu gvwendet. E« fall« ihnen nicht ein, ihn spnttlich zu behandeln. Es
ni'^^e ihuen nur itiitgeteilt werden, wann die verlangte Stellung endlich
erfolgen werde.
1932.
Der sahhurifischc Vizedom an den Kärntner Landtag: sieüi
namens der kitliwüscficn Herren und lAindleule tUts Ansuchen^
607
daß fMfi Ersetettug der landschafllich^n Ämter zwischen Katho-
lischen und Evauf/elischen die gehührende Gleichheit er}uilten
tPerde. lUll Februar 27.
(Kup., Laiiit>erg-KeutriU-ATobiir.)
Das in allem ain gehnhrliche g1eicli}iait j;;ehalten inftondAr-
b&it die iUnbter des liro. hurggrafen: Herrn verardentcn and
generale innemor auf gewisae zeit und alle drey jähr geondert
und von neuen erseczt werden.
Nach benandter zeit zu yedi;r vcründerurig solle alter-
native ainmal ain CathoIiscSier, das andermal ain landtman der
Angspurgificlien confossjon zuegethan zu atnem burggrafen er-
khiest und durcli gleiche Stirnen erwülilt; deme gleich aolle es
mit dem generaleinnemer gelialteu werden und won der burg-
graf catholieehj khan der einiieiner der Ang^purgincheii con-
fession sein.
Der veroi-deuten sollen sovtl Catholischc als der oftbe-
melten confcsBion, der cinncmcr aber khain verordenter sein.
In allen zuaamenkbonften, so ausser landtags beschechen,
sollen sovil Catholisclie als nndere hierzue boachriben und yedes
dnrch gleiche aiiczalil beftderthail beratschlagt werden.
Die raitnngcn sollen za anfang landtags durch taugliche
and. sonderbahre deputierte aiisschuss in gleichen anczaht, so
von becdcn thaiton fürge seh lagen, aufgenumcn und jastiliciert,
volgendts die beschad'enUait derselben sambt aineiu summa-
rischen extraet den steuden fUrgetragen werden.
Ausser offendtlichen landtag nichts zu verschenckhen, auss-
zuleichen oder auf extra ordimiri undterlialtuug auczuweuden,
dann es bescliehe durch ainon von beeden tliailcn yederseits in
gleicher anczahl, der cathulischcn so wol geist- als weltlicbcu
standts und der Augspurgi sehen confcssion zuegethoncn lierren
und landtleutben benendten qaaliticicrtcn ausschuss, welichcs
volgendts den gemainen ständen wie billicb ausflichrlich fUr-
getragen werden solle.
Adresse: Der cathcilisclien herren und landtlenth geist-
uud weltliches atandta mündliches an- und ftlrbringen beschehen
anfangs heurigen landtags durch hm. Saleaborglschcn viezdonib
et. et, den 27. Feh" a« ßU.
t
608
I9S3.
Die am Kärntner Landtage antcfsendm Herren und LatuÜeuU
A. C. an Erelierzog Firdittarul: erstatten BeridU über das von
den katholisciien Münden begehrte Verlangeti nach Gleichsieüung
bei Erseteumj der landschaßUch^n Amter ttnd die von ihnen an-
gedrohte Separation wui deren etwaige Folgen. Klagenfurt, IGil
Marx 2.
(Kop., St. h.-K., Cbr. B. In dein f«rmeU«ii T«il« gekOrst.)
. . . Sein auf den 21. abgeloffnes monata Fehruari
Khärnerischen landtag in grosser anzal erschinen nnd als den
tag liernaclier von K. F. D* commisaarieii dero landtagspropo-
sition oder fUrtrag so suhrift- als mtlndlicli wir . . . Ternommen,
Imbon wir alsbald za denen landtagaliandlungen soweit gegnffeiif
dass laoitetimalen von altershero jederzeit gebreüchig gewcst,
ebe nnd dann man die landtagepropositionsberatbschlagung an
die bandt genommenj E. E. L. vorher der lierrn verordneten
und außscbuBsrelation von irer Verrichtung und wie es mit irer
der lundtscbuft bauswirtschafit baubtsAcblich beschafTen, zu dem
ende abgebürt unii vcrnomen, damit sie fiicb in denen landtags-
bandlungen nmb so vü gewisser damacli reguÜren and das,
WHS dem geliebten vaterlamlt bailsamb, betracbten und filr-
nemen kann) solicbe relaUon den 2Ö. heniachor nmb dass dar-
unter ousschassli and langen und das fest Matthiae eingefallen,
in offner versamblung abgelesen worden, mit welicbem man
dann ata ganze scssion zuogebracht and die reraDlassung be-
sebebcn, dass die hcrrn und landlenth den volgenden morgen
widerumb zusamenkuinen und ferrer notdurft fUrncraen sollen.
Als nun solüche zasamenkunft fUrgangen, die Herrn ver-
ordneten und ansBcboBS Ublichoni gebrauch nach abtreten nnd
man volgendtü berathschlagen aollen, ob ain landscbaft mit
sollich irer relation and Verrichtung content, auch ob sie ea
ferrer zxy dlsen iren ämbtern behandicn well oder nit, haben
die anwesenden herrn cathoiischen geistlichen und weltlichen
stände alsbald zu anfang und eheunder gedachte hcrrn vcror-
dente nnd ausschuss abgetreten durch den herrn Saltzburgischen
vitzdomb sovil anbringen lassen, alleweilen ay nit die wciiigcni
landleut und daher zu dem gemainen wcscu ansehlich contri-
bniron sie aber bishcro von E. E. L. ümbteru gleichsamb aus-
geschlossen and darzue nit gezogen worden: so wftren sie dem-
uach die ffebilrliche {rleicliheit za begern in alw(>g verurfaclit,
und als er hierauf dises ires begerens die in hieneben liegen-
den memorial »u6 Uttra A beprÖTien pnnct abgelesen nnd
ncbens ao verstehen gegeben, dasa, da man wider ir verboiren
uit darein willig, sie sich von den A. C verwandten zu sejMi-
riren gentzlich entschlossen, haben wir ans darüber einon be-
dacht zu nemon and »ich alsdann gebUrlich zn erklären erboten.
Weliches wir dann von stnnd an Büllichermasscin in berflth-
»cblagung gezogen, aus was trefflichen . . . Ursachen wir in dis
so neaerLicbs nie erhürtes oder tn ILblicbem gebrauch geweatea
wider die uralten wolh ergebrachten gneten gewobnbeiten und Pri-
vilegien militirende8 begehrn ohne Verletzung derselben Freiheiten
oder Bowol anderer lande als ZQVorderist der postentet nbler
nachred nit verwilligen können . . . vilraer sich die A. C. ver-
wandten in mehr weg grosser Ungleichheiten zu «rclagcn ur-
soch haben, und es demnach bey dem alten löbHchen gebrauch
verbleiben zu hiäsen und durch die nngcdrote Separation weder
inen selbst noch dem gemeinen landwesen was beachwerlicha
und nachtbailigs zu verursachen treuherzige anmahnnng ge-
than, auch alsbald gebrenchigennasBon gösarabt »n denc^n I.
Verhandlungen zu gteifen uns erclftrt, haben wir inen nit aüaiu
mündlich, 8ond>ern auch durch diss beigelegte . . . memorial
$tib B in diser un gezweifelten hotfnung . . . angedeut, sie wur-
den es wolmainticb auceptiert und dii^e ire neuerliclien prUten-
sionen haben schwinden laääen. Wie sie aber ungeachtet dessen
bey disen zwayen püncten die eraetzung der 1. ilmbter und
CAssa betreffend, auch irer bedroten Separation nochmalen ver-
harrt, haben wir darwider und dass sie das liebe pandt . . .
brüederlicher . . . ainigkait nit zertrennen woEtcn und da sie
etwo in der bishero getragenen adininistration bedenken und
dieselb zn verbessern oder andere flirstendigc Ordnungen an
die handt zu nemen ain notdurft zu sein erachteten, dasst-lb
wie atzeit observirt worden, durcli freye wal ftlrzukehren, aber-
malen zum hilch^ten gebeten und proteatirt, aber so wenig als
hievor dasjenig zu erlangen geweat, sondern sein ainmal fUr
alzeil bey Iren präteasioneu verblibcn um! gestriges tags als-
bald zu der Separation zu greifen und den anfang mit dem
landgUlthueeb und der cassa (wie sie dann hierzu alberait
eilcche commisiario» deputiert) zu muclioo begcrt.
FtBU*. n.lbi., Bl. LX.
99
610
Demnach wir aber einer solchen nnorhörten Separation nit
stat thüen sollen noch wellen, aondern wie bishero ... in
ainem corpore zu verbleibeD . . . entsclilaasen, was zaforderist
zu E. F. D' und dero . . . posteritct, aach disor erschöpften
lande . . . wolfarth . . . erspri esslich, in E. F. D' heurigen gn.
1. proposition anch von keiner aolchcn . . . nenerang . . . mel-
dnngen beschehen ... so sein derolialben . . . zn E. F. D*
. . . wir anaer geh. zneHucht za setzen and uns bey derselben
nit allain underth. zu entäeliuldigen, dass . . . die jetzigen 1.
handlun^en gar nit durch unser vernrsachang oder morOf
aondern allain dur<^h die von den cattioÜRehen praetendierenden
nenerangen verhindert werden . . ., sondern E. F. D* anch . - .
zn bitten Ternrsacht, die wellen bey mebrvorgemelten c&th.
ständen dahin gn. verfUegen und sie vermahnen, damit sie
doch von diser irer neuerlichen cnbilticben praetension weichen
and weiter nichts solticIiH praejudicierliclis moviren, sondern,
wie E. F. D^ sowol ainen aU den andern thail bey denen wol-
hcrgebrachten freiheiten gänzlich verbleiben zn lassen . . . sae-
gesagt nnd versprochen, also es auch sie, die catholischen, bei
demselben alten gueten lübtichen herkommen der freien wählen
umb sovil bilücher bewenden lassen, alleweilen sie von E. L.
ftmbteni nit ausgeschlossen, sondern, wie in dem raemorial an-
gedeut, durch frtste wählen, unaugesehen dei' religioDL^ii «rkiost nnd
darinnen bis dato ungcändcrt vorbliben, ea anch noch ins künftig
soliche freye wählen gehen werden, wer oder welliche ana den
catholischen und evangelischen hierzu zu gebrauchen. . . . Clagen-
furt im landtag am 2. MartU anno Kill.
4
n
4
N. die bey gegenwärtigem landtag
anwesenden herrn und landleath
der A. C. zuegcthan.
1934.
Die Veroränden von Kärnten an die von Sisier: bestätigen dm
Empfantj eines Schreibens vom 20. Feltruar, tcornach in der
Heligiottsgacke noch nichts geschehen, und teilen mit, we^uUb die
hiesigen Landtagshandlungen ^i^endiert seien. Klagenfurt, 1611
Marx 4.
(Orig.. 8t L.-A., Chr. R.)
611
193&.
ZHe Herren und Landleute Ä. C. in Kämien an Ereherso^ Fer-
dinand: teilen ihm ihre /emfire' Enischiddujmuj weyen Ersetjuunff
der landschaßlie}ien Ämter durch Katholiken mit. Klagenfurt,
IGll Mära 8.
(Kup^ Bt. L.-A., Chr. B., li 8«it«a.)
Znr Krh<ung der Eltiigkeit wolle tnjiii «iißer «tnnin geiitliclinn nocli
einen wciUIiclieu aus den kat1i<>li»cli>ttn Herren und l.inijilloiiteu unter d£«
Veriiritneteiir ^het AUt gutem Willnn, durch frei« Wfthl' aiifiiRhnien. Ule
Wall] Atx Verordiiot@n und (Im Ginn«hm»r», welclier kein Veruidn«ter Mia
•oU, fiDdot ftll« dr«! J«]ir« «tatt. Dl« Eitmehmentrcchnungen werJen nur
durch den de|iut1ertBn Auiacbuß gfprflft, %a den di« lieidcn Vixcdomo von
Salzburi;; uud Bunberg aaw'ie auch der Biachnf vna Ourk (keiner von ditsen
war froher bei den (Cinnelmierarficliniingen anwesend) genifen werde».
Weitere Dotwcadigc AufkläruHi^^eD soliau ihueo aua doiu ^roßea GUltenhuchfl
and den jjlhrlichen, durch den großen, au^ GeUllicLcn und W«]tliclieti bo-
itcliendcn großen Auii«chnB grf;;'i>>>ftn werden.
Mit dieien KugeatSndaUsen seien die katholLRclieu 8t]inde vrldtir alles
Vrrhoffcn aicht zufriedei); sie verlangen^ daß man elierün viel katliolUcbe
aU «Tan^elischc Verordnete nehme, ciuei) katholischen ELonehmor faestclU,
d4n dio Katholidchen natnb.ift machen worden, und wenn sich in Zakuuft
mit dem Hiuggrafen eine Verilnderung zutrügt, siill alternativ ein kaihnliacher
ondiodano ein erangoti^cherUtirgip'af genommen werden. Da diese Neuernugea
dem Herkommen und althergebrachten Freih«iten widersprechen und allc> Amter
nur durch freie Wahl und Hin Mnjont.'it der Stimmen ohne UntijrHohIed der
Keligion besetxt werden, haben die Herren tind T.andl<-iitf A C darein nicht
willigen kISnnen iinrl bitten die l". V*. die Kathnlisch^n von ihren Präion-
■iDugn abzamalm&n und is Erwägung eu xiebcn, daß und wie weit man
der anderen raitoi ontgegenkomme, w&i ahtr dort keine Beachtung findet,
und daß die StXndft A. C. an diesem Inxideut die wenigtte Schuld tragon.
1936.
Die Verordneten von Kärnten A. C. o» die von Krain: teilen
in dm Beilagen A — D mit, was hei dem jetsigen Kiirutner
Landtage die katholischen Herren und Landleuie und die Prä-
laien wegen Veränderung und Ersetenng der Ämter für neuer-
liche und bisher unerhörte Zwmttungen stelle» und tvas hierauf
unier ihnen verhandelt und schließlich von den Evangelischen an
den Landesherm gelangt ist. Seither haben leide Parteien auf
die Mahnung der Kommissäre hiti durch ihre hiesu deputierten
Ausschüsse verhandeit, aber allem Entgegenkommen eum Trotte
teollen die Katholischen nicht weichen und so sind die Verhand-
89*
lun/ien erfolglos gehUehen. Was darüber an die F. D* geschrieben
icurde, ßnäen die Herren in der Beilage E. Da die evange-
liscJien Herren und Landleuie nicht gitrn etteas unternehmeti
tciirden, was die Interessen der I'Jvantjelisc}ieti auclt in den beiden
anderen Ländern schädigt, so teilen sie die gante Sachlage mit
und hitle» um ei» räüiches (rutachfen. Ktagenfurt, 1611 Mars 9.
(Orig., St. L.-A., Ciir. R-; Kods., Stud. Dibl. Kl^flufurt 90. «, 84.)
Din Kminer niilwortrii »lo 16. MXrz (Ori^., Stnd. Bibl. Klaf^nfttrt;
Kup.r 1..-A. Qrxt): lixbcii din SiicliuU iiii(;vrii vunioiuinvii, weil dir Liul' il«r
Zeiten ofaoedicj aa wuiiiU-i'lU'h. Auch liier liAbnu sieh vor Julirf-n, als dtc
ReliKiDinrefonustlon lu Kinia Le^Auu, hoIcIid Strcitig'kcileii swii-ctiru i)«n
StÜntlfii nnd dem UUrliofc aug:ctrAfrcn, drr unl6r d«in Seh«!»« d«r Rufor-
iriAllon viel ei^i^ii dii; Iinudi*Kfri;ilivitcu ntlcntiort, viele der im Land- und
Hofreclite strritcuili-ti Fartnien vxrmpt inachsa, dem LiLi)dHchrann<.'ng(iriclitii
uidulicli BL-liarfu Dekrete Kukummem licU und Mich Uln-i' llcrrnn und Laod-
1 tollte uud [lubilhii^rtu Pcrsoiiou eijte uiigtiwBliuliclie Jniiadiktiun auch ni
causi» ch-ililu* ■uiuftßte; ebenso halten »ich we^;«;» ErsctKUug der Ämter Mit!-,
vcrstiiiiduissc xuf|;«[rBgr&, «L-it der Zoit «bor, da mau bei der V. L>' sich da-
gegen Hcliarf vr-rteidigt, jn nurb «inr cii^oup GeKatidt«r1iAft nach Ue|f«DabtiTg
tu drill /wecke abiuindte, i»t bicraut' eiue Wcnduu;; orfulgt, derari« da^,
weil Jan gnnxe coi-jwm der Ljiiiil8i:liafl z\i deren KedUrfntMen in einan
SSekcI kutitiibuiurt, dio 8udlcii mit qualilixicrteii Herren iiud Laudleuten
von betdeu Scik-ii beaelxt weick'ii »uLleu. Julxl werduu Eingriffe aicbt mehr
getiiacht. Die Eianobmeiatelle ist noch alläweil mit eiaeui evangelischea
Landniamie beHOtzt und an der ErsetEurj; d<;r AuMcbflM« wird >eit der Ver-
glcicKuiig iiiublii ^eKndert. Sin boHTen, daß din KHmtner Hcrrrii Hieb an
beiderseitigem GeiiQ<^eii veTgl>i-ifdien wcnlon. Wäre datier iiuarre Ueinan^,
es Kulllen die Hcrr^'u vuii ilirem wiiblfuiidierten Reubt« nicht «eiofaaOi
soudern sieb auf Slcier uud Kt;itu stark benielien.
1937.
Die VerordvHen vüh Stcitrniark «n die von Sämlcn: Avf ihre An-
frage, ivetisen man sm^A im Tvährendm Landtagt: In in'gotio re-
ligionis enlsc/doiisen, teile man mit, daß man hei der Jdeineti An-
xahl versammelter Herren A. C. von diesem Werie niehis ge-
handelt habe. Es soll indessen niehis rcrabsiiumt teerden. Graz,
1611 Mars 22.
(Konii.. St L.-A.. Cbr. ß.)
1938.
Vericichni» der f*farrkinder in Neuberg und Müreniscldag, die
sich im laufenden Jahre ICH mit Beicht und Kommunion ein-
613
gesteUt hahm (445); desgleichen in Murzeiisfhlag (530} und
tcelcfie in letztgenannter Pfarre nicJit gebeichtet (24). lAitherisch
ist nur Johannes Posch mit seiner Hausfrau.
(8t. L.-A., N«nbflrger AkUn.)
Dürft« \a die FMtensett fnllen.
1939.
Vereeichim der unhiiholrschcu (33) Personen, so auf den 23. Ät*ffii3t
1611 zitiert wordett.
(8t. L.-A., Chr. H.)
Vi« 8tji(U i«t nicht gADatiut. Wirtl tu(lfr|ich«rw»Ü8, äs ein Ausn-
1040.
Die Verordneleti an Eraherzog Ferdiiumd: Durch das gemeine
Geschrei sn rorgrj:ommf:u, daß der hiesige Sladtpftirrer die tand-
sehaftlichen Prokuratoren, Advokaten und SolUzitaioren auf Uc-
fehl der ninlerostirreiehischrm licgirrung vor sich eur Leistung
des Jutamentes siliert habe und das Juranieut die prtifessio
tidei betrifft. Da E. D' geschworen^ die LandscJuift hei ihren
Ty^-iheiten su erhalten und deren nachgcsHetr Of'nijkeiten zu
schützen, bitte man, sie dabei ^i* lassen. Gras, Kill Okloher 31.
(Kon»., St. L.-A.. Chr. B.)
Am 16. NotoidI)«!' wird A'if Eiogxb« xurQcVKewie««ii. D"! Krxh«no^
k0nn« niclit eree'ion, <lnB Hirt proffunio ßdri Avr Advokaton, Prokuralornii und
SolliiitAtnrrn A^n VrtWuMtn tl*r LtiTidfi^hAft wldrrsprichl. Man will fJe-
wißFtfit A^T Unfi^iori i<in(« Jt>.di>n tuthnn ('*'''? i tbonda) 13 Tage rpAter
erauolien dlo Verordneten, dio Aiifuehniiing A*>% UlADbeiiKbakcnntuiMcs d«r
(itunAnnten b>ftlin StNrlt|ifnrrcr bis sum Zusammoat roten d«r nerri-n und
LAnillente eli);iu>teUen (Kodz., ebentl«}.
1941.
Landesfürstlicher Befehl an den Arehidiakan von Kärnten, daß
sich alte und jeder eur österlichen Ziit mit Beicht U7id Koni'
munion einstellen. Die Gehorsamen sind au beschreiben, die
üngchors«mcn eiti»etn zu versetehtten und gii strafen. Grat,
1012 Januar 3.
(Orig., Arneldflteiner Akten, Ktidolfin.)
614
Wird Am 23. Fobroiir an dlit Oeiatllclikfttt Ata ArchlcliaknnalM gelflitat.
Dtit Pfarrt-r roti TArriH antwortet am C. Jitll mit der KnlschuldigDtie, daa
Verx«icliniH nicht »clion frfifacr t^in^eiiDdet su lialico. Dcft(;loichnn »rtiil«]
die Pfurer Ton Kirckibacli uod Orefeadorf ilir« VsnaichiiiiH •in.
1942.
Papst Faul V. drückt Erxhersog Ferdinand von Steiermark sein
Beileid Hier Kaiser Rudolfs II. Tod und seine Sorge betreffs
Gestaituni/ der Zukunft aus. liom, 1612 Febrttar 4.
(OriE-. 8t L. A, Crednickt ätei«rm. nniishichulilXtter I, 93.)
. . . Miiltum timemus, nc haerctici occasioue iiiterregni
acrins in reli^^iDuetn catholicam insnr^ant, et ob id valde desi-
deramus, ut inter tilios nostros dilccto^ principcs catholicos
Komani iroperii vigcat firma atqae stabilis concordia, ut qoam
primum opportaoa novi imporatoris eJectio fiat. . . .
1943.
Ferdiuatid IL an Georg Herrn von Slubenberg: Er habe
Bericht weffen Verweigerung des Erscheinens seiner Untertanen
vor den Heiigmisreformationskommissäreti vernomtHen. Nun be-
fehle er, sie vor seine liegierung zu verschaffen. Sie haben sieh
bei ihrer ÄnJtunft durch den Türhüter ansiimeUIen. Gras, IßUi
Fehntar 6.
(firlg., St. L.'A-, Stubcnlorg-AlttfiD, OcgADrofonn.)
1944.
Die Herren und Lanälcuiv A. C. in Kärnten an deti Ershersog:
fähren Klage, daß der steiriscJie Landprofoü auf Antrieb der
Widerwärtigen sweimal nach Kärnten gehommen und mehrere
Untertanen der Herren und Landleule nach Grau geführt hibe.
Er habe sich vprnehmen iassen, er werde bald reieder ins Land
kommen. Solche I'rosesse seien hier unerhört und hei den schteeren
ZeitUiuften auch gefährlich, ßittc um Abhilfe. Klagenfurt, tm
Landtage lt>13 Februar S.
(Kop., Sl. L.-A., Chr. R.)
1945.
Dieselbeti an die von Steier: teilen die durch den Landprofosen
verübtet^ Exee^se mit und fragen an, tcas im Sinne der ,Vt%tgge-
61&
Tischen' Pagifikalimi hierin sh tun ««. Klagenfurt, 1G12
Februar 9.
(Orig-, St. L.-Ä., Chr. R,)
1946.
Anzeige (des Pfarrers von Kapfenherg) gegen Georg Herrn von
Stuheitberg, daß »«hü üntertanm am St. Michaehtage auf der
Robot ,Gaill' ausführen mußten und daß am Feste der Himmel-
fahrt Christi und sonstigeti Fesitayen Jagden abgehalten icerden.
BefeM, sich dergleichen Unfiebühr ru enthalten. (Grat) 1612
Febrnar 1.1.
[Or%., Bt. L>-A^ Stuben bürg- Ak ton, G^gcnrnform.)
1D47.
Ferdinand II. an Georg Herrn von Slubenherg: Mißfallen über
dessen an Sonn- und Feiertagen vorgenommene Jagden, die für
solche Tage untersagt werden. Graz, IGlä Februar 13.
(Orig., St. L.A.. HtnVnherg Akten.)
Kdler ... Ab beigelegter absobrift hast du mehrere in-
balts zu vernombcn, was au uns wegen der an den son- und
feyrtagen durch dich fltrkercDden gcjaidc and robaten iu ander-
tbenigkeit gelangt wurdi^n.
Wann wir dann, im ftihl die Bach angebrachtermussen be-
schaffen, darub ein sonders missfalleo tragen, so beveleben wir
dir hiomit gencdjglich, das du dich inskünftig dergleichen an-
gebUr bei stralf enthaltest, oder da die sacbcn sich nicht also
halten, dessen nnsere n.-ö. regierung fUrderlich berichtest. An
dem beschicht unser genedlger will und raninung. Geben in
unserer statt GrHtz den IH. Febrmiri im UJI2. iar.
Commissio Ser"' domini archidncis in consiüo.
Georg Wagn zu Wagnsperg.
Policarpas Sebaitt m. p.
statthaltcrambts- Verwalter.
Ch. Prilttinger d., canzler-
ambtäv er Walter m. p.
Simon ZoUtnger.
1948.
^Vieedom Johann Georg v&n Stadion an Emerich Molitor:
hefiehU Tieuerlich strenge Finhaliung des Mandats des Fürst-
616
Insckofs von Bamhfirg uege» Abschaffung der Unhitholischen,
Einhaltung der Fastengehote ««w. Wdfdferg, 1612 F^ruar 14.
(Ori^., ArnoliIiCeguer Akten, Hadolfio.)
Eiuif;o Pfxrrer, BrnefiKixttiii und aiiderc )*eiBtlicbe Penoaen hxbeii
ilirvii lioclivprbutrtiffii Auliaiif; dJtonllich und clmo Hchou gleich UAch der
Abreise I. F. D* wiciltr zu >icti gciioiiimrti. In Zukunft habe man siefa
strengstetis an die Mandats xu lialtsn. Daa Kuakubioat kfliine keuiaaEaUs
geduldet werden
U'49.
Die Verordneten von Steiermark «tt die von Kärnien: Dank für
die MitteÜungf^H tfom '.K Der Landtag ist schon geschh&ien.
Man kann also die Sache nirht mehr vorbringen. Hoffentlich
haben sie sich hei der F, -D' beklagt und erhalien eine Beso-
IxUioVy daß man nicht nötig hahe, die Sache eu tnovieren. Die
lulerrensiüucn an die Kurfürsten und Fürsien sind aus aJleriei
Bedenken bis datn nicht ühergcbcn. Da daA Datum ein aUe$
und der Kaiser minmehr tot ist, kann nichts mehr gerichtet
werden. Gras, 1612 FeU^ar 17.
(Koni., St. U-A,, Chr. K.)
1950.
Resolution Ferdinands II. in der Sache des steirischeu Profosm:
Die herattsyrfiihrfcn Personen haben sicfi den Generalien mder-
setit, indem sie Leute aufgenommen, durch die die Einigkeit im
Lande gestört leird. Diesem Übel mußte vergebeugt \cerden. Das
gereicht nicht zur Schniälerung der Landesfreiheiten, daher hat
die Landschaft nicht das Recht, sicJi dawider zu seUen. Wenn
sich einige Landieute der SacJte so eifrig annehmen, komme ihm
das frefnd vor und man muß daraus Argtcohn schöpfen. Man
versehe sich, daß sie sich beruhigen. Gras, 1612 Febrnar 20.
(Orig., St. L.-Ä., Chr. R.)
Am D. MX» t«ilen din Tprordneten ran KKrnten die Baeha deo
SMirftrii (und Kraincrn) mit und bitten um ein Outachten {Ori^., ebenda}-
Anlwort lieh« tum '^l>. MSrx.
19Ö1.
Mariirt Brenner, Für^bischof von SeckaH und Generatvikur von
Salehurg für Steiermark, an den Pfarrer nt Langenteang: Mit-
N
ieiUimj des landestfürstlichen Dekrelrs wegen jährlicher Beicht
und Kommunion su österlicher Zeit, NamiiaftntncJiutig und Zi-
tierung der Ungehorsamen nach (Irae etc. . . Grae, 1612 März 3.
(Kop., L -A., Kt^iibrrgGr Akten.)
Es ist der F. D' . . . bcvclcli, (Uss ihr aufs ehist euren
pfarrEcutea aaf der canzel verkUnden koIU, diiss iiieiiniglicli zu
^retzkommcndcn österlichen jseiten und forthin jUrlieh den sclml-
digcn gehorsamb in Verrichtung der . . . beieht und empfahung
dcB sacrameuts dcH aliars . . . laisten soll. Da aber aiiicr oder
mehr sich so unchristlich verhalten und acht tag nach Ostern
mit bcicbt und coramunion ntt eingestellt haben ward, dieselbige
solt ihr . . . stracks acht tag nach Ostern der n.-U. rcgierung
namhafTt machen, auf dass ermelt re>;ierang dieselbige hieher
nach Grätz eitleren und wider sie, als wie mit andern ancatko-
lischcu heachehen. procediern mög. . . .
Damit aber menniglich zum gehorsamb desto hesser sich
schicken mög, ist ferner unser bevelch, daan ihr den catechis-
mum für die hand nemeii und durch die i'asten das volk in
der kirolicn catceliisiorn und in glaubcnsarticuln, sonderlich
was die beicht und comraunion jvnlangt, vicissig instituircn
wellet, sonderlich aber wült diejenigen, so sich bishero unca-
thohscli erzaigt, für euch erfordern, stark zuesprechen und
euch bemtleben, ob sie auf den rechten weg möchten gebracht
und also pottes und I. F. D' straff überhebt werden.
Letzhch wölt durch das ganze Jahr sowul in der vierzig-
tUgigcn faston als zu andern zcitcn auf die wirth gacths
aufmerken gehen, welche in den fasttftgen fleisch speisen und
dieeelbigü der u.-ö. regicrung vicissig namhain machen, damit
sie von derselben . . . mögen gestraft werden. . . . Grätz den
3. Mariü anno 1C12.
Martinas, episcopus.
1952.
Pie Verordneten von Steiermark A. 0. an die von Kärnten:
haben mit Itetriibnis ihr Schreiben vom 9. d., betreffend die Weg-
fahrung etlicher Personen durch den sdeiriBehen Landprofoscn,
dann die hierüber erfolgte Eingabe und unrerhoffie Tiesolution
nebst Verweis vernommen. Die iftnen hierin gemachten Vorwürfe
wegen der berührten Anzüge dürften bei Hof falsch interpretiert
618
worden sein und teird es ffut sein, nochtnais eimvkommttt.
bisher aiiMeltetule Meligionsnegolium betreffend, seien sie bereit,
das Ihrige beizutragen. Graa, 16 lü Mars 20.
(Kons., 8t. L.-A., Chr. B.)
1953.
Die Regierung an den Ersherxog Ferdinand: erstaltet Beri^tt
über die Jiesetsung der nnck Herrn von Kuenburg erlediglen
Landratsstelie. HI 13 Mars HS.
(Bl. L.-A., Laadreohl J«a«rbttrg.)
Der BericIiterEtxttor (H. L,) sagt, or bslie deswe^eQ, wiewohl ar die
Absicht hfttte, keinen KathoUEchen, aandern den Herrn von Gloyich vor-
»chU^eu kAnncn, neil ittitcr iIlbscii keiner int, vcelrber dar Keclita- iind
Lud ilpHgeb rituelle kundig ist, ilvr nictit Bchoa in Hof- aud xnderea Difliut«n
»tiind« uud am so achlnelit« Bwoldaag lolchea Oi«D>t Aatr«teo mOclite.
I
1954.
Der Landeshauptmann und die Ver^yrdneten r<m Steiermark an
den Ersheriog: Es ist etlichen hiesigen Schranuenprokuraioren
und SüUisitatnren in kure geseilten Terminen das fxind xu
räumen gebotet}- u-orden^ weil sie dm neuen ihnen vom Pfarrer
aufgetragenen Eid nicht leisten woUten. Durch deren Ausschaffung
wird die Justix gesperrt; sie sind die ältesten und erfahrensten.
BUte, sie im Lande eu lassen, zumal sie eingezogenen Wandels
sind, auch so-nst alle ihre Pflichten erfüllen. (Gras) 1612 Juli 9.
(KoM , 8t. L.-A., Chr. R.)
4
1955.
JttwÖKÄc Besolulion über das Guiachtcti der Hegierung,
einen Untertanen des Berrn Hans (UiUer, weil er sich mit Beicht
und Kommunion eu ordentlicher Zeit ntdit eingestellt, in Eise»
zur Grahetiarheit kondemniert hatf^, teorUher sieh Gaüer be-
schtcerie. Mun müsse smschen KnthoHschen und Unkatholischen
unterscheiden. Da der Untertan nicht als Vni:atholischer ange-
sehen werden kann, habe die Grundoifrigkeit die erste InsianM.
Der gefangene Untertan ist sonadi- alsbald auf freien Fuß tu
stellen. Graz, 1012 September 17.
(Kop., Kod. Oerm. In UA., Mr. 163, Uadapaat, NstiQonlmuMOia.)
I. F. D* . . . seint diser gn. mainang, Haas unter catho-
en und soctiachen zu distingniorn und da die cathotiKcheii
ans einer negligenz oder andrer vermainter ursach eonira prae-
i'.eptum ccciesiae zu gebUreuder zeit sich nlt einstellen, dass
die geistliobkait mit iren censum gegen oinem söllictien zu
verfaliren waiss, und wo sulliches rtit stattfindet^ sud»n bei
seiner obrigkait erster instanz umb einsechen auruefen kann,
und also den grundtobrigkaiten das einsechen znmal auf er-
sueclieti ürstwns fdrxnnemben" gebürt.
Die uncatliolischeii aber aubolaugent, weilen diesclbt^n der
religionsreformation unterworfen, da Imt sie die regiemng be-
wuslermasstsn zu disponicrn. Weilen aber hierin vormeiter
unterihan, wie I. F. D' fUrkoiubt, nit als ein uncathoUscber
angeben wurden, so bleibt es bei dem wie obgemelt und nemb-
lichen den ersten weg. Wicrdct derowcgcn die d.-U. regiernng
den auf solchen fahl gefangnen untcrthon auf freyen fue^a zu
stellen alabaldt verordnen. Decretnm per Scr'^""' archiduccm
17. September anno 1612.
Adam Kbribernigg (no).
RatliächJng: Fiat, den gefangnen auf freyen faess zu
stellen, dem stattrichter (in LandthergV) an bevelchen and die
f. resolntion in das resolutionsbuech ein^nschraiben. Den 20. No>
vember anno IBIS}.
Fridcrich Schalter.
Die niederÖsiiTreichische Kammer an dcti Landeshauptmann von
Steiermark Sigmund Friedrich Freiherrn von llerhcrstein: nach-
suforschen, ob es richtig sei, daß des Hoftischlers Wolf Loreng
in Grai hinterlassene Tochter Hosina während der vorgenommenen
JitUgiomreformation außer Land gebogen, ohne die geringste Be-
gahlung des angefallenen xe-hnten Pfennigs geleistet su htiben. Da
unter ihren Vormündern I/ans Mur ,ffleichsam der jüngste war',
w tcird dieser die beste Auskunft su gehen wissen. Grae^ 1613
Janu<\r 7.
(Orlff., 8t. L.-A., Luidrecbt Lorvnz.)
Der LindeibftaptiuKnit crlKßt noch «n deiii»«lb«n Ta^ die ent-
ipr«eh«od« TVeUong in .HanMn Hasrn ku Mantriftcfa'.
M8.: ifQrpenonibeD*.
1520
1957.
Ferdinand II. an den Landesvericalier und Landcsvisedom in
Kraiu: Befeid, sich mocA dem BesUte der Schwägerin des ans
d^n Lande gezogenen Christoph Spindler, des Wärlin, dann
seiner Schtcester der Faherin xu erkHudigen^ ihn gu sequesirierm
und hierüber gu berichten. Gras, 1613 AprÜ 17.
(Eop., L.-A. Krain.}
1958.
Ijandesfürsilicher Befehl an die v(m I^of)en, dafi sie die Meiß-
JücA^m und Ouggterischen l'upHlen innerhalb ticei Monaien bei
Strafe vo» 200 Dukaten herein ins Land schaffen und vor die
Hegierung steilen, dann auch berichten, wekhe Pupillen im Leeben
unter ihrer Jurisdiktion stehen. 1613 April 36.
(KiUprot. 1613, fol. fiS.)
1959.
Fr. Nikolaus WUteisett an den Abt Kaspar von Neuberg:
an, daß seine Pfarrkinder wohl ffeichien, nur die Stnbenbergscken
Untertanen (öj sicJi tiitnnals exngesidlt hibvn. Latigenu-ang, ItiJS
Mai 8.
{Or'ig., Sl L.-A., äpexUlarchiv Neuberg.)
IPÖO.
Aus den VrotiihMen der kroatischm Landtag-trerhandlungen «hm
13. Mai 1613. Wiederholung der früheren Beschlüsse, betrefft
die Einführmig ketzerischer Prediger.
(L.'A. Agram, Prot wi« oben.)
vom
StAtns et ordine» regni unaiiirai voto stRtaunt et ÜÄcer-
nunt, nt nrliculi praeteritorutn anrornm de inti'od actione prsc-
dic.'itoium Iijierftticorum vel exercitii Imereseoa observcntur, et
potiaeimam in civitate Var.iBdicnBi contra secus facientes se-
verissime animadverlatur. VA Bcril»atar etiain civitati V^aras-
diensi nomine regni, ut nindcrnam magistratum haerctiuum de-
ponat ipso facto. . . .
WAbrBcheinlicIier ist die EinfUliniii^ von iin)(iiri»clicr als ron krü*
nischcr oder steiriKber Sfit«. Oki{;«r Artilcpl wird hm 2 U, Mint I6l4wl«d«r>
holt (ubenda). Desgleicliem diu 12 Oktober 161& (eLx^ndft), dnnn am 16. AiiffOik
16114 prv1f»taTdifiaA rlommii de Zt-inia {chonün), löS'i (oliiio penauM Dalam),
1638 um 24. Oktober (ebendu), lfi34, tf. yoTeiutur (ebcua«..
1961.
Dar Latidesfiauptmann Siifmund Vrirdridi von Herberstein und
die Verordneten von Stciermarlc gehen dem wegen seines Rdigions-
heJcenntitisses neben anderen coHegis attsgeivicsene» Schranuen-
ttdpokaten ürban Vetscher ein Zeugnis seiner 27jühr\gen tretten
Dienste. Grar, 1613 Juni 10.
(Kons., St. L.-A., C'lir. U.)
1962.
Die Verordnete» von Krain ati Bischof Thomas von LaOmch:
Iittereession für Jakoh Pantaleon. Bitte, ihn bis £ur Besolution
des Landesfürsten in Huhc n* lassen. L<iHfaeii, 1613 Juni 28
(Konx., I>.-A. Krain.)
1963.
Die Verordneten voti Krain an die von Kärnten: Wiewohl die
jetgt anweseiidett Herren und Landlcxite mit der sieiriscJwn und
hämtnerischen Ttitfcrschaft A. C. um }\'endung dtT Itdigions-
reformation bei Kaiser and lieich durch Kur- und andere Fürsten
ansul^xvgm im Begriffe sind, hahm sie docJi, hoffend, es tcerde
mit der lieligionsreformation Sliilsiami geiialten werden, Üvre
Meinung snrüchgehalten. Weil diese Reformation aber dermaßen
fortgesetzt uird, daß nicht allein der Herren und Landleute
Diener, sondtrn aucJt nabilitiirte Personen und sdbsl soUJie, die
noc/t ror wenigen Jahren mit EintciÜigung der GeistUcheti auf-
genommen wnrden, samt Weib und Kind vor die Beligionsrefor-
malionskommisstire zitiert werden, teile man dies mit, damit Hat
gescha/f'en werde und Wetidung gescJtehe. BUte., samt den Steircrn
die Sacfie su beraten, einstweilen aber uvgeu der bedrängten Per-
sonen Hasiber, Patitaleon. Arter usw. hei der !•'. ZM Fürsprache
einsuiegen. Laibacit^ IGSii Jidi 18.
(Orig., 8t. I..-A., Olir. R.)
633
Antwort ■m U. Juli: Wollen gern fremi>iuum toiy^Iiad. Wm die
Intarxesilon l><<tri1Tt, Ut «s in KSrntftn Sitte, t\itG xiifinit iti« tMlroffvii«!! Per-
sonen selbst Ititteu iin<t, nenn dies ohnn Fnicht abgnht, dl« Nxchbjini fttr
sie eintreten. So wird es auch jetst gehalten werden.
1964.
RtuUilf von 'Teuffenhach an den kais. und kttrbrandenbHrgisch^n
Ral und siifirischen Erhlandmarschall Ernreich Freiherrti von
Saurau und Erasmus von IVikbenekh als Verordneten von Steier-
mark: fragt an, tcic er sieh gegenüber den seitens der Kärntner
und Krainer Herren Ä. C ausgesprochenen Wüttschen tcegen
Übermittlung bcigesMossener Schreiben für den J^faUgrafen
Philipp Ludteig an die stetrischen Stände r»»i Zwecke der Mit-
fertiguny de. verhalten solle. Landschach., 1613 August 10.
(Orip , 8t. L.-A-, Chr. R.)
. . . Als ich vcrachincn erichtng (August 6) von OrlU
abgeraist, sein mir nebeoligende echhften sambt einem des
hcrrn burg^rafen ubcrs copert bcygebundoeu an mich laaten-
den Bckreiben von Clagenfurth aas, awar von ungewetter sehr
nasser, daaa ich meines kanm lüsen können, nberantwartet
worden. Die liabe ich unterwegen crüffent und darans deren
TOD Kärnten and Crain A. 0. zuop;ethanen herrn and laudlcatb
tn negoiio nligionis heräüessenden schwären obligcn and be-
trangntisscn, was ^uch die hierauf bey scheinendem rcichstag
s*-'hriftlich anzubringen ftlr guet achten, mit mebrorm ver-
nommen. Inmassen nun borUcrter Confession Khftrnerische
herrn verordente gana eifrig begern, wir woltcn auch unsero
niltglidern dis mitttbcrscliickte conccpt an I. F. Gn. herrn pfiilz-
graf Pliilips Ludwigen bei Rhein coinmunicieren und sodann
nae]) wol^cfnllcn zuständen unibscliroiben and durch aoser
edich fertigen, inen auch zti fernerer mitfurtignng zuekumen
lassen: aolcbcm wJire ich für mein porson des fUrtrefflichen
werka halber nachsugclebcn nicht nngeneigt, ich weiss aber
schier nit, wie es sey anzugreifen, sondern besorge, dass ausser
zusammcnbeschreibung obangcregter raitgiider sich die der fer
tigunp über land verwaigem möchten; soäle man dan ein he-
rathschlagung anstellen, dörftcn wol die mchrern ausbleiben
und die erscheinenden darob auch bedenken nemen. Welches,
so es ausbricht, unsem glaubenswidcrwärtigeu zum £i*olocken
633
I
¥
peraichet. üarbey aber auch gar nichts zu thuen, wurden es
die benachbarten übel vermerken qikI dardureh äas guete ver-
trjinen sinken lassen. Kietze es demnach den berrn als ver
Btttndigern anheimbs, was sie darüber zum fiirträglicliisten wer-
den befinden and man die herrn von Khäraten furdorlicb wider
beantwurten müge. . . . Landtsctgac}i den 10. Att-gtisti 1613.
Der herm dieustbofÜssuer
Kucdolf zu TouiFenbach.
Du Schreiben d«r KKrntner Verordneten (Origf., ebenda) an die rou
Steier TOm 80, Juli Ut^ffl hei. Sie melden von drr GegenrcfonnKtioti in
Krain, betrsffend <lt« TinlitlUierton Puraoncn, teilen du Konz«pt oinw
Sehrniben« in den PfAlsgrnfoii xu Neiiiitirg mit und bilum, rt« tnitzul'rrtig'Ra.
Am 9. AugiMt in^Idii» >ili<' Krain«^r n»cAi Ornx, »tu wllUtv^n an d<^ni Koiixiipte
nichta eii änderu COri);;., eljeuda}. lu eiu«r ZiucLrlft au die Verorilueten in
Kilrnten — sie ist undatiert and liegt dem letitgenanoten Scbreiben vom
S. Auftut bei — meldten die Kratncr nach Klagenfurl, .dau die horrn rofor-
matlons<Mkmmi»MTipn mit CT-fordcrotiß def n*u an^rnomnen landtlciith. nobi-
litierten persnnnn, pfle{;0rn und [ireceptorfn nit nllrin Mark vcirfalirnu,
londefQ auch bei bof uriBßr darauf eingewriidt» uudftrtbenigiati^ inlenetwione»
gar niclit angedohen s<>.in wOHmi'. Die Srbrtf^ an ITalz-Neubarg lassen sich
auch die Sleirer (16. ägptember) gefallen. Das pbeugeuauutc ,Landtscba<:h'
liegt bei Weis.
1965.
iMmUsfürsÜich/r Befehl an den Landeshauptmann und die Ver-
ordneten von Steiermark: beßfJdt unter Berufung auf eine münd-
liche Traklation weyert Hinweg&chaffung der hei der Landschaft
befindlichen unkatholischen Diener und Offieiere und aufdashis
dato nicht erfüllte Versprechen der Laudschaß, solche Ämter
dieatens durch Katholische ersetzen m wollen, die Auswt^isuntf des
Sekretärs Lorem Metsner, des lienimeisters Hans Dörer, des
EinnehmeramtsgegcnscJireibers Wolf Mosantj, des Türhüters
Stephan Setsinger, des Weishotentuljutikten Christoph Gaßner
und des tdten Hans 7i., Zimmerwrtrtera, binnen G Wochen und
3 Tagen, faUs sie sich nicht binnen der genannten Frist be*
kehren und sieh mit Beicht und Kommunim\ cJiristkatholischem
Branche nacli einstellen. Grau, 1013 November 6 (präsentiert
am IS. November).
(Orig-, St. L.-A., Chf . B.)
624
Am 29. NoTvinboi roictien der Landi>»lianplmiins und di« V*rorda«ten
«ioe BitCscljrift fClr die Genannten ein (Konn., «bendA): dii? mUvdIteb« Trak-
tation sei ntit S' T. D* Uruder gopäogon worden, mAii hnbo di« B(>r<.-1ile d«*-*-
B(^Lb(?n >d«npn der F. D* selbst g]j>ich|t0hiilt(^n und tu di>m Zwecke noforl finti
GiiUcbuldigong mit der Biltc clnt^creicbt, die Sschti b» zum uKclistra Laud-
ta{^ mhen m iBsien. Oa absr irotxdein die Bngiernni; die ^uuioteu Offi-
xiere zitiert, w atelle tuac jetit noaardiDgi bitllicli Tor: Larena Metsnet
hall« stL-li iu FTiedeufl* und Krleg^ielten auf der Orense wilKf; brauchen
laMflti und seine SekretürRStellu so v«ra«ben, daß beide RelieioD^partoien au-
frirdcti waren. Da er von E. E. L. inagcmeiu anffrenomtnon worden, werde
e% ein Venituß Rcgen dies« sei», wnlltr man oliiic ihr Vomitsrn ,tnit Prt*
vioning xüiio DivnUva turttchiuituu*. Das Amt Mosantxvni üiL ao beAcbaffeu«
daß ea .niubt lOOü, sonderii etliche lOO.UÜO ü. betrifft*. Auch hat er «ich «i
aiioehnllcheu Kotiimisiionen brauchen la«Mn und mit Oertiabschaficn be-
laitpD, die in so kurzer Zeit oline Hcliaden der Inter^fBenlen nicht in Rirh-
ligkoit i'cltrarlit wc>rdflii kÜDiiou. Ks wtLnIcn Konfusionen ontMi^litn; auch
ist r'.iti liiiigliclier BrsatKtnjiini iiirht f;|iiicii tit ßiiflcn. Zur Brweisung dea
Ugbunauis babc tuaii den gttuauntvii Pcrnoiiun daa Dekret vorgeltalten onil
billc nur noi;h, die Sa«lie auf den baid konimeudeu LaudlA|r za r«rtas«n,
nmsomehr, aU dieiiu l'eiaoiieu in reiigiojit aicb obae Ärgeiuis rerbalten nnd
mit DinputiKren nicht Ursach [tu Streit) t^ebeD.
Hierauf wurde am II. Dezember an die Vcrardnelen die Weiannif er-
ia.*acn, ilip K. P' Iiuwe bs nngeaclitet der Ent^clinldi^iiuf^ bei der vorigen
V«*rordnunu' verlilcibflii. Die Vtirntiinolcn sollnn ihr« Oftixicre «tracka tor
die Ui-gieriuig vcicsuh äffen mid sio durch den TUrbUtor anmoldeo laaen.
boTl soll i!Lu Jetler nach Gelegenheit seiner Person und nach der Art Kin«r
Erklärung des 'IVrinineH halbur g^bHlirlichflriiiaiJnn lieavhieden werden (Orig.,
ebend«). Über Stephan, titftzinger si.)he K«pppr. Andreas 8utain|;rr nnd seine
Schriften im. XX. Bd. des Jahrb. filr Gesch. dt>« Protontaiitisraua in Öaterr,
S. 17 ff.
4
19d6.
Stobäus an Faul V.: erstattet Bericht über die Verualtung seiner
JHögese. Lavant, 1G13 November 13.
^Epp., p. ai<8.)
19Ö7.
Landes/TtrstUcher Bifphl an die von Leohnn: Da nach ihrer
Reliffißnsrf'formaiionsfyrdnung keinem JUtrgtir gestattd ist, Prä-
xepioren ohne Vonvissen der liegiernag aufzunehmen. Karl
Wagner nnd Jakoh Plätsl solche ftalfm, die dan Schulmeister
in Beitcohnuuei des Gottesdienstes nicht geJiorchen, wird an-
geordnet, selbige alfxuschdff'r.n. lÜlS Dezember 13,
(Esta-Prut. 1013, fid. SäD»-.)
h
625
1968.
Der Vfarrer von PHtau Johnnn Ripsrr und der Slndtanvcatt
Hermann Aiclihorn daselbst rt« die Regierung: Auf ifir Schreiben
vom X3. Stptrmber l. J., in weichein sie s« wissen hegehrt, ob
die Wiiwe Anna TolUngin ihre ,ZHchtnt€idlen' sum seklisehtn
Irrtume amoeist, teilen sie mit, daß sie immer ein sektisches,
dann auch jstvei katholische AfädcJtnt unter ihrer Zucht und
Tmttruktion hat. Dnß »m? sich unterstanden, siilche Personen mit
falscher Ijehre fu korrumpieren, darüber ist nichh bekanni, vid-
mehr weiß mau, daß sie die Katholischen njtjührlich «tr Beicht
und Kommunion füJirl. Peitau, 1013 Desember 20.
{Ong.. Sl. L.-A., Ctip. R.)
I>ifl Rp^pruntf «ntwortcl am 28 Feliruar: Da I. D* die TnlHngiii an«
dem Lj|[i<I(r lusjirt^Hcliiifrt, liaWti tiö lu bcrJo kten, ob si« dirsn be<f]e^^ Müilchpn
niiUiimmt und wem sia eigciitlicti BogehOren.
1969.
Die Regierung an die Verordneten von Steiermark: gibt den aus-
gewiesenen unkafholisehen Offizieren Metzner und Nossang eine
Frisier streekung für ihre B/^kehrung, bcziehtitigstcrise ihren Abzug,
bis Lichtmeß; bei den anderen, unter ihnen die ,Trommetter%
bleibt es bei der bisherigen EntscJieidung. Gras, 1614 Januar 4.
(Orif., Bt. L.-A., Chr. R.)
Dia Ver4>r<lael«n hitten am 11..laanar (Ion Brillier FvrdinAnilü 11. um
tiit«rzeuii>n, dnß «Jttntliclio liamlMi^fTixiArr, <Ia man si« am Landtage braucht,
bia nuh dtm Landtag« In Kuh« gelaiaen wnrdon (Konx, ebenda). Uin Ke-
giiiranf; antwortet am Iß., daß din OfflElern vor die Bef^loningf gcaoliafFt
werden {Urig., ebenda).
1970.
Examen Martin Kheuschels von Weiehselburg vor dem Bischöfe
Thomas und dem Landesvicedom wegen Fleischessem in der
Ädvetitscii. (Laibach) lt>l'l Februar 1.
(Prot-Btich de anno 1614 — 17)
Das Examen wird am ■*. Fefcroar im VilBtttmltanM in Ge^nwart n»mi
Sehontas (al4 Vertreter dex Bischof«) nnd Heu LantleiiTiKOfloiTis fortcejetat. Da-
))p] wird (^frafjt, ob nicht noch mehr Bürger an vftrbotcjirn und Fasttafen
tleiMcl) Icochen und fuweu. Oenannt wurden auUer Klieuachl nocb Vittx<^nz
7»dUi. n.AbL, B4. LZ. 4t)
62«;
ßte^rcr nnä Zachariu Sulionaritucli, Am SO. Febrnir vird die .laquinlton'
und das Eiamm fortgesetzt und iHitgMprochen. diiQ fr vi* Verächter der
gCtilicIieii und lAndutfUntJiulieii Oobotn cutwedur mit smaeiit Solin« Marx
vifr Wuvliun auf dem «Vitzdouitor' in Strafe •ein solle oder 60 Dukaten
tatleii miUse. Falls «r wledertiiu das .VcrkrecheB' begebt, wird die Strafe
verdreifaclit. Er darf bei Straf« von 100 Dnkateti nic^iit ans Laibaeb, ea mi
denn, daß sein Sohn Mnnc an »ein» 8tnllD tritt. Wrecti df>r vtm dem juncen
Ra«tsi>n urkntiftcu Halio per &00 H. wird ilim aufcrU'gl, daQ er hievoD den
10, Pfrniiig, nWo (Kl 11., eii r.alilt-n liatiK, dann werde ilim die iM^hrto
Qnittii»^ unweigerlich augr«tcllt werde».
1971.
Ferdinand IL an dett Biscftof von Laihach: Matt habe erfahren
daß die vcrxcHu'ete Greijorinnzi» auf detn Schlosse Mokrik sek-
tische Prädikanten hcherhergc und des verstorbenen Grafen Peter
Erdödy huderlasseue Witwe an der Behehrunt/ gehindert habt.
Befehl, das Nötii/e zu verv^nlassen. Orajt, 1014 Februar 3.
(Kop., St. L.-Ä., Chr. B.]
1972.
Ferdinand 11. an den Pfarrer von Saclisenfeld : Befehl, lu fcc-
ridiien, ob sich Christoph PuecJier mit Beicht und Kommunion
eingestellt. Gras, 1614 Februar 5.
(8t. L.-A., Chr. R-)
1973.
Ferdinand 11. an die nach Brück abgesandten Hdigionäcom-
missäre: Befehl, xu untersuchen, wie es sich mit dem Nachlasse
des ,utikatboliscb ahgcleibfen' Zcller verhalte und icie es mit seinem
Abfalle vom Glauben vorgegangen sei. Gras, 1614 Februar
tKona., St. L.-A., Chr. H.)
Deogleiclieij au di« von Brück an der Uur {Tom gleichen Datum}.
1974.
Landesfiirstlirhcr Bffvhi an des Pfarrer Joitann Andre Ne^okay
5« Villach: Hans Christoph llalßnger soll seine Ehewirtin Bar-
bara io?i der katholischen lieligion abwendig gcmacJti Jutbett; der
627
Sachverhalt ist, obwohl sie einen SeieJittetiel vorlegt^ gu unter-
Buchen. 0. 0. 1614 Februar 15.
(Ki.Ti», Rl. L-A.. Clir, n.)
l'J76.
Ferdinand II. an dai Pfarrer zu Marburg: «* ^niermchen und
ju bcrichieu, ob hierin verwahrlc ISeichtsettd Gabriel iluhers
«mJ seiner Frau wirUich von dem tmterxeichnctcti Ffarrer ge-
fertigt sind. Gras, 1614 Februar }id.
(Kons., SL L.-A^ Chr. R.)
1076.
Derselbe, an den Grafitn Thonias Erdödy, Gottfried Freüin-ra von
Schratt enhach, Antoni von Orczon und Marko Kunio: Da sich
etliche Fnidikunien auf dem Möttlinger Boden aufhaUcn, die
ohne Scheu auf den Schiffen auf der Sau Kopulatianen voll-
ziehen, ist hierüber eu berichten. Gras, 1614 Februar 28.
(Kon«., St. L.-A-, Chr. K.)
1977.
Die Regierung an Ferdinand It: erstattet Berieht über die an
$ie eingebrachte Beschwerde Georg Adlers wegen Verbreitung
eines Traktates gegen den Fapsl und Kaiser, den Adolf Braun,
sonst Lautersack genannt, ein Diener Georg Adlers, habe drucken
und verbreiten lassen. Braun sei von Adler etUlassen und treibe
sich im Lande herum. Schmidt mache dies ru wissen, damit er
seihst nicht in Unannehmlic/tlceiten ko}nme. Schmidt sei aufzu-
fordern, den Aufenthalt des Fasquillanten aussuforsehen. Gras,
1614 April ä7.
(Orig., St. L A , Wir. R.)
Ptacet -vom 3. Mii. Diu SclireibMi Adlers de dal« Steyr, 7. April \t«igt
bei, «b«n» AtusHg« ai» der genannten BHirift.
1978.
Kopie des Inlereessionasehreibcns der Landschaft Kärnten an
Erzherzog Ferdinand IL, betreffend die KhcvenhüUerischen Unter-
taneri. Klagenfurt, 1614 Mai 9.
(H.-, H.- u. Sl.A KiUot«o, Pm* S? )
40»
633
. . . Dieselben Iialien hiernilietrend gn. zn vernehmen,
wdohermassen frau Regina KLevenhuHnrin . . ., witttb, wegen
derjenigen in der [icrrfitiliafl Paterniou gesessenen undcrtbanen,
Bo die lUbl. n.ü. regierung bei verÜerung Jiller ibr der pauern
b:ib niid gUlcr aacb der licrrsc-liaft über sie habende grnnd-
gcrecbtigkeiten gestracka für sie zn verschaffen nnd auf ihr
aigne gofahr, wie sio kunt uud wisse-nt, za stftUen und «n
liefern, craft des an sie vom 32. Aprili* necbstbin ausgefertigten
bevelühsschreibens ihr ernsllicb iinferlcgt, ein ehrsam« bei gegen-
wertigem landtag vercanibloti: Oarndttschc landschaft umb diese
ihr gchorsamist intercession angelangt.
Wan CS dan nit allein ihnen, den uiiterthanon, wann sie
ansser Jaiidtß einen so ferren weg ziehen nnd bei jetziger über-
aus goniltigter VRldtarbeit das ihrige l>ey haus verabaanmen
sollen, sondern auch der hcrrscliaft »n nit geringem nacbtl ge-
reicht nnd sye, frau grävin, sich dahin referirt, ploss da sye,
arme untierthanon, was verwirkt und K. K. 13* nachgesetzte
landlaobrigkeit mijgen verhöret und die gebür gegen ihnen für-
genommen werden, so Iiitt deinnap.h K. K. I)^ ein getr. land-
die wolle ans angeborner lobwördigister erzhereog-
schaft .
lieber milto und giiete und in gn. erwegung oblautender in ihr,
der frati grJlfin, anbringen mchrcrs eingeflilirten motiven, sie,
die undertlianen^ der auf«rlegten etellang und lieferung gn. er-
lassen. . . . Clagcnfurt im landtag den U. 3faii 1614.
N. E. E. L. in Cnrndten.
Anf nlnetn Iowa Blatte: ,17. Martii: Die prXfln Khrv«nhUII«rin Vfli
wessen ihrnr iljoner, «o narli OrKtx pt^fordert, Kommender tind all« «»den
iiabiliti«rtfl persoann, catlioliscli /.u neiden oder «us dem landt xu xiehen.
. . . bcftlcli von «regen der uucAtlialiflcheD bur^rea xii Clafeafurt. m nit
ealtioli^ch ansi'^iuachKffen. , , .* All ili«* wnrd« Hw^ifelloii «o ilipsom !'«{■•
voD den Vi'rnriln*teti vrrhnnddtlt. Cbri- ilii-nr 8ach»n findet «Ich ein gnnzer
Akten fasmikel im BtnlerinHrbUchAn l.and^Rarcliiv, und swar I. Die Im Land-
tage versammelte LnurUeliAft an den ICrzlj^niai;: Interzeesion für Keigina
KlicreuiiUllDr wofr^n di*s an sie beeH^livh ibr^r I'Qe^er Cbrisloph Uaiden-
reidi, Christoph Sclm^cweiß, Oeorir II irscli borget iin-:! Hain Faichanc er-
(^irnfffnen Befehli, si« Tor die Regierung in ititiiren. Klagerfurt, 161-1
MSrx 11> (Orig., 18 Siege]). S. EnslierxAg Ferdinand an meinen Bmder Max
Ern«t am ein rilllichM Oiilscbten über ein von Kegina KherenhUlter ia der
Saclie etni;iibraclitcii Qutactiteii. Orax, lOll April 6 (Orig.). 8. ficbreiben
(lefl Villavber Pfarrers vom 6. April (an Khevrtihfliler] mit Klagen Ober
Heideiireich nuH vu'tn 13. Mai Ober dcnMiben, ,di-n Wann, der die katbo-
liachcn Cbriaten beißt, nagt und verlietal' usw. (Oilg., ebenda), mit bei-
G39
lie^ABden Ausaji^vu dur Pfnrrer tdd Paternton, Kacntnering niid FeUtriU.
Etullicb 4, Ein llericht d«r R«gieruiii|; an dt'D Erzberso^ (vom 31. Mal), wor-
auf am 25. Mki .1er Urxvhcid erfulgl: I. t'. D» la^rn es bei dem ritilichen
GuUtctilvii vprbleibcD, daß geffcn die Genaiiriloii mit AiiT^haffiin); atu dem
Land«) uacb Zablnug des 10. Pfennigs verfahren werde ^Indonatvermvrk} ,
■ Ersheri
1979.
'rshcTMog Ferdinand an den Landest' itedom in Kratn Josef
Panieol: Befehl, den wtdtr Ckri&Utph Spindler und Komorten
nun eutn dritten Male erganijcnen Aufträgen nacfi^ukommen.
GroMf 16U Juni *J.
{Orig., Ij.-A. Krttin.)
Dabei die Koid« iIm ErlwtM vom 17 April 1613 ond oiiie« xweiteu
Tom II. April 1614. In jennt» wird befobleii, iicli nach ilpm Veriiiöir»D de*
au> dem Lanrle ^ezof^nen f'hri.qttrpli Spindlrr, setnct Sehwirger, An WXrIin,
nnd seiner BcliweRter, der Fabenn, xu ^rltiindigo» und ei im Nani^'R dem
Laadufllreten au eequejiträercn, insonderheit aber .wegen der verpottnen
tal«r, zwvy khroiixcr, Augapui^ischo ballcr und schUEaelpfenioi;. w«Ii:bc ivio
QD) fQrkuiiibt, {^dacbtcr Spiadicr A^elwei» tiui land gebracht und damit
aineu mcrklU-.brti ai(;criimt>igcn fiiiknz gctrib^n Iiaüpd hoII . . . i^rfahraii^
eiuxusieJieu' (siehe Nr. l'^TtJ^. Im xurrUeii wird dleacr Befehl wiederh'ult.
I
1980.
Die Verordmteti von Stcicrmarh an Ershereog Ferdinand: Da
das getreue Mitglied dieses Landes Andre Waldner, durch die
Religionsreformationskommissärc benachrichtigt icurde, daß kein
seit 1600 in prac Judicium der erflossenen Religioiksreformation
exktn Lutiämainte angenommener und der kath<Aischen JMigion
nicht ungehöriger als solcher anerkannt und im Lande geduldet
werde, er aber sum Übertritte nicht geneigt sei und deswegen in
sechs Wochen das Land räumen solle, so erkUirc man, daß
Waldner 1611 in offenem Landtage von geistlichen und trctt-
lichen Landleuten einhellig seiner Verdienste in Kriegs- und
Friede nsireiten wegen zum Landmanne angenommen wurde. Bitte,
ihn seine Hechte genießen jbu lassen, (ira^, Iß 14 Juni 23.
(Orig., 6 Siegel aufgedrückt, St. L.-A., St» banb^rg- Akten, Gegenreform.)
Ferdiaaod H. aohreibt liiernber am 23. Juni au aeiuen Uruder Uaxi-
miltan Ernat um ein tätliche» Outachteu Über dieio lateneMiou [Orig ,
ebenda). Die Regierung legt diesem am SU Juli ^cn Sachverhalt vor: AIh
Waldner auin Laudraauiie augeuommcrf wurde, sei am '26. .lall ein Dekret
630
enichtenen. womach die nobilitierten nokatholUclieii Pcnonen, dia erat nach
der Hauptrcformatlon in KXrntrn zu Landlenton anf^enoinnioD wurden, voa
1. F. D* «li Bolcbo diclit aiicrkauiit wQrdcn und daß ain ohne Kfloktickt
{ßfüpffkt] yoT die Hegtarung silLcrC und ge^eii tie, win g^gtu nndere uuka<
tWUicIi« Adel*p«r«(>n«[i, die lüchl Landloata i«i«n, verf«hn>n vrerdon ■oll«.
Dieser Befehl sei nftcr« wic-derholt wori^eti und si« sei dem nachgekommen.
So ist auch mit Waldnor proacdiert worden. Znr Einhaltang- einer voll-
stündigen Olpiclimfißigkeit und Vertnl^idlln|f Dbli*r Kononqueiiiteii koonts die
Kogicrtiiij* nicht anders liandcln. Dnlior rlidlc >io dm Autrag, dx* AnsnckeD
der Lanil«chaft abziiw^bc:» und en bei der Ait»-tc)taf)'iiug Waldtiet» bewenden
TM litK^en, xuuia] m.nii wu aeiiien Krivgudieniilci) niclitn, «onst nur da» weiß,
daß sein Vator ein KrSmer in Radhcraburp gewesen, sein Bruder noch jelal
Kaniclrisclirclher Ist, der, all Knthol lieber aetne.t Erbteila beraubt, aieb
k(lmTn4>rUcb erhalten mnß. Gittii tim endgUItl^e Uesointian, damit nun
wiMfl, wie man eicfa In solchen FItllen verhulton Bolle (Orig., obEsda). Das
Aktenstück wird Acn S. Au^iiat an den Stadtmagiatrat zu Radkersburg ge-
geben, um Bcrichl cinzubolen, ob der äupplikant, bvror er Landinann
wai-d«, auigcacliafft worden ani oder nictit (Notia am Umbuge).
1981.
Intereession der steirische» Landschaß für den der Rdigion
wegen aus WindiscJifjrätz ausgewiesenen Muslerschr eiber und
PromantveruaUer Zackarias Schmidt. Gras, 1614 Juli Z4.
(Konx., St. L.-A., Clir. R.)
ErhHIt einen Termin bis. Kndo 1614 (Ko}]., ebenda).
1982,
VerJtör und Bestrafunt/ des Ämhros Uaumattn durch den Hischof
von Laibach itnd den Landciwieedom in Krain. (Im Hause des
Bischofs £u) Laibaeh, 1614 Novcmhar 8.
(Prot,-Buch 16U— 1617.)
Hauinann soll bei 80— M Weibspersonen geschändet und noeb dr«i
unüQchtign WniWr Imben, weder um den Pfarrpr noch am die Orundobrigkelt
fragen «Ic Es wird ihm Zutt zur ,Purg4ition' gflw&brt.
1083.
GaUus Brenner, Verteef-er su Aussce an die Begierung: erstai
Bericht über da» ärgerliche Verhalten des Priesters Gregor Rarer.
Graveneck, 1614 Deeemher 2.
(Orig., St. L.-A., SpeK.-ArchiT AuHse.)
. . . Bericht!) liierauf , . . dasa !cli mich aolengst, selber
naeh Anssee . . . vorfUcg't und bei elliclioii nipinon bekannten
in der still so vil mich erkundigt, dass bcrüerter Rürer, als er
uach AiUMoe kumtni, ein coneubin mit sieh gebracht und ein
kindt in einer gutten solbslen solle getragen haben. Alao gelie
die gemaiiie sag. Die habens aber eelbsten nit gesehen. Sein
concubin hnhe er grossen leihs hcpriacber auf etlieh ineil vor-
schickt. Dass er im pfarrliol' selber getanzt and gesprangen
habe, habe ich nit erfaren mögen, aber in wirtshouseiii ohne
allen scheuch geboldert, j^erauft, die wirt allenthalben nngesetzt
zu haben, aey wahr. Item sey wahr, dass er in der vesper so
bezecht gewcseo, dass er zweiTnnl vor dem alt« zu bodcn ge-
fallen, sein aber wenig lenth damalen in der kirt-hen gewesen.
Kndlich sei wissentlich, dass er dos pfarrcrs dasdbaten schwcster
schwanger hey der nnt-ht mit sich darvon gefiert. Ob er aber
iii weltlichen kloidern noch auf der alben herumb zieht und
den armen leuthen bntter entfrembde oder we er anzutreffen
sein mücLte, habe ich nit erfaren kinden. . . .
1984.
Eingänge am 10. Pfennig bei der Ueligionsreformation in Krain
in den Jahren leid—ltitS.
(T7nt«r d»m Tit«1 Akten, b«troff«n(1 .utrifen, Ephotiilpfsnnig ntc' iiu L,-A.
Krxin. In !tAlinnia<!hrrf?prxc)ie. Gedruckt ron F. Alm lu Orax, äelbfltVDTlsg.]
Adi 20 Febraro I6U.
Si Ä rioentto da Ms. Martin Chaiesel de Baixil
barch ' p. il X""* dinaro dulla coirpra fatta.
dal Kuea. S" per f. 1100 di capitalle f. üOO
p. mobilli et p. Ion . . . alla moglie de nngarl
100, ongari ■ X • intregi, che fa la summa tuta,
p. li qoalM sutto il datto 21 Febraro 14)14
hahianio Mans. Ill'^o Vescouo et lo fatlo la
quietanza a esso Chaiesello p f. UOO s. —
NB. li f. 185, ho lo receatti It man
mia p. memoria.
* Kiuschol voti Weichsslbui]^.
Sotto li 13 Mai'zo CID lo fece una qmet«ii£a «1
S. Conrado Rucs. <!' hauer riceulto il X""
dinaro, in locho d' Hons Rucs, suo figliolo
partito del j^aese come Breticho , . . . f. 800 b. —
Sotto li 2!^ Maggio 1614 fu condenatto Ms. Mar-
tin Chaiesei de Baixilburch in 9ü ongari
K" come apar datla qtüetanza da tali . . „ 32ö „ —
8 Febraro 1615 ho hautto da Hons Uicnstmö di
condanna p. qnello che aeguittecon H.Sborz,
p. occasiö d' Ingiuric „ 100 „ —
Toinaso RaltetiLjouer d' Ruedotfsberta a pag&tio
ä conto dül X*^" dinaro, p. eser partido del
paeso, apar dalla mia qnietanza dt Luglio
1614 „400 , -
Ksso Raitenltoaer a pagatto. oome dal niio R.
apar. p. aaldo del X"" dinaro attri . . . „ 101 „53
AmbroB II«um«> ' in esecutiü della sentencia, fatta
da Moii' ni'"" et da me a di ll^ Luglio 615
me esborso ongari lOÜ Val „ ^0 „ —
. . . lultimo Oiuj^no 615, scoee dal S. Casparo
Lantcri ^ \). II loclil compratti dal . . . p.
f. 2165 il X""* dinaro apar . . . mia quie-
tanza
. . . Agosto GIG Lu riceuUo d.'i Veroniclia Mair
. . . Radla . . za. apar dulla aiulog cuscruatta
. . . ScLritnre nella borsa. p. la sumii de
... 597 a. 30 A. 2 clio lo ho ricetto al
inofJtro . . . 1 mio R* f. 59 h. 48 Id est . .
. . . Semler fiegnr de Flctnicb' in mia apscotia
conto p. U X*"" dinaro. che
da Ottaaio me furno contati Della hereditta
d* Maria Hainricherin de Noua meeta adi
26 Gienaro 1018 ee riccatto, di X™" dinaro,
conic dal R. clie fucc il Sbizcr* k essi de
Noua meeta apar sc liautto
f. 3061(iie)8. 63
' Ambro» llnumiinii. ' Laiilhictri.
633
7 Febraro 618 apar dat mio R' lio riceutlo da
P. Barbera stro . . . o buon conto del X"'^"
d'muTO de Lenurdo Fridil f. lUÜ
8. —
Zw <Un Zeilen 5 — 1 von unten %$t noch ein Blatt, in der
GriffSe ii) X 25, alt Beleg eingefügt:
Woilendt Marien Hainrichcrin, gewesen burgcrin za Rue-
dolfswcrth seligen, hinterlaasne erben, deren drey tlioil gewebt
sein, weÜn aber zwcn tlieÜ, als Sembier vnd Wurzer, vncÄtho-
liscb vnd wideramb nach irein bauswesen binausgeiMgen, also
haben sy durcli die von Rucdoifswertb mir 4Ü f. aeheodeu
pfeiiig erlegt, croft deren von Ruedolfsworth mir gegebne offne
bekbandtuus. ,, , .
bcLwizer.
Seqnita cio che si h eaborsatto delli X°^ dinaro chauatti
dclla refurnia, et altro [>enDe.
S""* apar dalln qaietanza dcl datto 20 Fcbi-aro 1614
hauersi csbyi-satto al M. R''" Pwdre P. . . Jagniatouius. Retor del
Colcgio qai . . . la suma che 8SÄ. a concosso it ossi R'" Pa . . .
p. la Fabricba loro apaie N" 1.
A di 24 Febraro öl 4, hauendo Mon" 111""'
Vescoao pagatto alcnne epese, ho
rimborsatto quelle ap&re dalla quie-
tanza K" 2 f.
Esborsai lo apar dal H" K' Z h. Christof
Fugger portalitere dlla Prouincia, che
porto decbretti dlli S. Kefurtnatori k
Jacomo Sraiber k Cblinginfcia dui uiagi
importa ,,
Sotto li 17 Zagno 613 che fa speditto
diuersi dechrctti rimborsai o dette &
Mon' Adam Sonta, ' che pago appar
dalhi notta et suo K" N" 4 . . . . „
Apar N" ö bauer dato al Sbizcr k cOto
della sua faticha cbe fa nella refurma
tollen 10 d ... 7 lunö (?^ Vai - . . „
Apar N" 6 hauer datto a di Vltimo Agosto
614 al M" K-*" Padre lietor dcl Col-
15 s. — ^. —
3 . 33
24 „ —
24 „ 53
* SckoaU.
legio haatto <^el X"" dinaro da Tomato
Kaitenhouer d' Rueitolfsbert et dnlU
mogiie, cretici partitl del paesc . . f. 400
f. 1446
. . . ancora sotio li 23 Mag!o 614 apar
dal K" dpi Mnlto R'" . . . e Nicolaus
lagniatouiuH Rctor . . . pgio fa csbor-
Batlo, appar K" 7 ... 90 hautti p. con-
diiuadalChaicsellodeBiiisilburcb. Val „ 225
Dal R" N" 8 Botto anco il datto 8. Fe
liraro (015) haiier lo esborsaUo al M.
R" Pttdre ret9r dcl Collegio altri f. lOO,
caualti da Ilons Dienstmö p. le ingiane
eeguitte nel V . . ominatto cö lerelle-
mo Sborz «100
Apar N" 9 baaer pagatto li X. Febraro
C16, k Kotis Ojttaincli, cbo porto de-
cbretti al S. Christof Tadiolauiz • k
Faisterberg' „ 1
Apar 'S'' 10 quielanza aotto H 13 Marzo
615 hauer bautto, p. li dinari o X""*
diuuro de Uom Rue^ partito del paeee
p. la roligin et importa „ 800
Sotto il N" 11 apar haoer lo pagatto k
Joseph Sganciz p. liauer portato de-
chrotti et liiere in diuorei lociii con-
cernenle la reforma, et pagattu . . „ 12
f. 1138
17 Gitigno Gif) pagatto Casper Sima porta-
litere p, dechretti portati qua ot la
erctici apar dal suo K° pagatto aparre
NM2 „ -
Apar N° lii sotto li If) Gtngnofilfi psser
. . , acctado diuersi k comparer anantt
la . . . apar piu particolarita dalla quie-
lanza de Joseph Sgontsiz et pagat-
toUi p. sua mercede „ —
Eaborsatto. uuer dit^o tat^atto al Sbizor p.
la BOa faticbtt, apar R^ agiüto segcatto
' PoUteaberg.
S.
8. ÖO
20 _ ~!
20 . —
W 14 et dftl articollo della Uteia d.
Mons. III"" Stotolter del datto 27 lu-
glio 615
Apar del K« N" 15 ho esboraatto al R-*»
Padre reior li VItimo Zugno (Jlö
A di 10 ÄgoBto 615 apar N" 16 paj^atto
al R''" Padro retor li lÜO ongari de
Ambro» llaumon
Apar N'* n liauersi pagatto, ici mandar
qaa et la in ocliasio che Mons. 111""'
era 4|ui per 1a «agra dlla cbiesa de
R'' Padri Jesaitti, k cio H oretizi com-
paresero all reforma et fe speso apar
8otto essa nuniero
Apar N° 18, ho pagatto Ji Anse Oatatnch
che portu aicuni dechrettt h. toroo p.
la reforma
Sctto li 12 Febraro 610 tl mio puecholter
pago f. 2 p. corto decbretto portato
da Casper Sima al Jat^op Sraiber, cho
non ua nelll cüti del ofitio, ho refatto
et dato essi 2 f. apar il R" N° 10 .
8 Aprille 616 ho pagatto h, Florian Po-
trata, porta Yiivra apar dal Suo R"
f. 3 ehe porto decliretti et citacione
k diuerst p. ehe duaessero comparer
aurtti Mens. II!"'" et me il R' et po
liza del Sbizer apur N" 20 . . .
Apar N** 21 bauersi aretado dinersi gl
28 del presente mese, datoli . .
... N* 22 haaer csborsatto al. Sbizer, se
cbrctano k cöto delli K. 200 che .
concedono o che a dimanda, pagato
Sotto li 27 Htobrio 610 bo pagatto k Ma
ria Pischä quäl porto h. Vigann ana
citacid a Toma Smit di comparer qui,
supia la . . . leiitia de i:^. Fropo&itto,
come la comesiü apparc pagatto, dieo
— 8. — ^. —
216 , 30 „ -
260 „ - „ -
f.
34 . 20 . —
1 „ — . -
2 « - , —
3 . — „ —
60 , — „ —
1 , -
^^^^^636 ^^^^^^^^^^^^^1
1
■
^^^^^1 H" 34 sotto li 12, ono 616 appar lioaer
1
^^^^H
^^^^^H pagvtto N an fantu, che ando !i Noaa
^^^^^^^p
^^^^^H meetAConundcohrctto aeiöAüam Baia
^^^^^^1
^^^^^H purger fosäe coiuparsa aunuti li SS"
^l^^l
^^^^^B flella i-efüi'Uia pugalto dicco ... f.
8. 20 A— ■
^^^^^1 N" 2ü si torno h mandar h Noua mesta
■
^^^^^P p. la iiiuglie il'Atlaiu Bais k cto oom-
^^B
^^^M partsca il di d ä*" Stefano I61ti apar
^^^
^^1
- 30 „^^
^^^1 K° 20 pagatto h Loiardo Cobczl porta li-
1 T) ^H
^^H tere in diaersi tochi come la qute-
H
^^^H taii/ii devhtara, ciu e Luntprais^ Nai*
^^^
^^H decl), Picae S"* Kucprccht, k Rucdolts-
^^H
2
t> ^ n H
^^^H N" 27 pn^fltto k Lorciixo Sboi-z, l-Iir porto
■
^^^H un (leühretto h Ilona Baixilpraun h
H
^^P Lubech, upar N" 27
2
n B ^H
^f K" 28 apar sotto li 20 Zeuaro 617, pa-
^ä
gatto h Lenardo Cobezel che portg litere
^^M
«1 S. Prepositto d'Koua mf^-stn concer-
^^H
. 6 « »l
N" 2SJ apar da 3 quietanze c" 11 dechretti
■
citatorij bauer spcso p. il prcstar de
H
quelli „
6
.33 . -■
N* 30 sottü li 2 Aprillc IJ17 pagatto k
H
Bartilmc Öerdcl porta litere apar ^"30
^^H
che porto nna cetat-iri a Hons Batxil-
^^H
P«nn „
—
n 53 »^S
N* 31 a di Vltimo Luj^lio 617 pagatto p.
H
la regiedratnra dclte Schritte al S.
1
äbi&crscchretariOfUnHrismaduuartap. „
2
n 1' "^H
N" 32 a di H Ottubrio üH ho pagatto li
^^H
faiiti che ponarno dechretti k diucrsi
^^m
5
.•»0 „^
N" 33 a dt Vltimo Ottobrii 617, pagatto
H
^^^ k Petter Jacobiz porta Utere p. bauer
^^H
^^^h portato dechretti citatorJ. A Asibcr'
^^1
^^^V Ürtar et altri oehe ccmparauo gli
•
1
^^^H ' Laudpreii NnuUeg^. * lUaiber.
^^^^^ 637
h Zcnaro 1618 auauti li SS' Coinmo-
aarij della Reforma f. 2 8. — vS. —
N" 34 a di 13 Gonaro ClH pÄgHtto .ap.ir
K" 3-1 k Petter Jacoliiz che porto de-
chretLi ftiori „ 2 „ — „ —
IN" 35 a di -'9 Gi^naro tilB ho esbursaito
.lUri f. 40 al älnzer aechretario h conto
dlli f. 200 comoaoll „ 40„— „ —
A di 30 Giennro G18 pa^atU* ii Jopst
Herzer quäl porto ly doi infünn.itioni
k Mons. 111"" h Oberburch luna tocate
k Josef Piuitjileo et lallr« n\ Asiber. „ — „ 40 ^ —
A di 7 Kelraro ItUS apar dal R" N* 3ü
baaor lo pagatto, al sechretario Sbizer,
p. saldo (Uli 200 tioriin fattoH grati
. . . houeua S"* hautto li altri. Val. „ 100 „ — „ —
... 18 k Florian Petrete che porto a
. . . rcb alcuoi dechrctti pagatto N" 37 ^ — „ 30 „ —
... 018 apar N" 33 che ando Cosper Sima
porta liicra k Ko»uch ^ U cetar diueroi
K. . . retti d' reÜgion pagatto . . . „ 2 „ — „ —
1985.
I uuibedunhen ,m»i6 dass die Stoffgewo^er a7/iiV verhaften jmurn
über ir wegen des nufgfJialtnen praedieanlai und verirundung des
H landprofosefi per hegnadwig geh. eingetceudfen suppUli gegen uinen
genut-gsnmen revers hey der cntholischen relüji(m hrMendig £u sein,
^_ der gefanknits erlasset* und auf freien fw9S gestölt iccrden möchten'.
^B 16J5 Januar.
^^^H (Stalth.-Archir Gras, OnUoliten, U^fonnO
^^^^
/Jutbedunken', darin die Regierung der F. If Icriehtet, 1. daß
ivegen der Klage des Pfarrers von Haus über das ErnschteicJwn
von Protestanten aus Sahburg, die Notdurß bereits an die Prä-
laten und Erxpriester in Steter, Kärnten und Krain ausgefertigt
* BftUcliach.
630
cnchicD(>n, wom&oli die nobüiticrten aiiktitlioliiclioD Ppraonon, dio erat nach
der H«uptr«forinaUDn ia KXrulcii su Latiftleut«» angituonaiiiea wurdCD, Ton
1. F. D' all nvlvti« tiiciit flii<arUaiiiit wiird«» uail iHfi üia ohne ItQckfticbt
(Res|iekl) ror ili« KegLernnp zitiert iiTid gegen nie, wie fr'Uen «ädere nnki-
thnÜRche Adelsporsonpn, die iiiclit Landleule seien, verfahriMi werden solle.
Dieser tiefebl sei lifters wiederliolt worden und sie sei dem iiavU|i^kumiii8D.
80 ist ancli mit WnldiK^r pro^tcdicrt wordrn. Ztir Einhaltung einer roll-
iMudigcii tili-iclimilQigkoit und Vornicidung; Ubier Knn5«quciixeu konnte die
Regiennig niclit Auilers lutideln. Dnlier xtrUe sie ätin Aiitrn^, dss Ansuchen
der L«ndBchaft abruweisen und es bei der AnwcJmffiind Waldnera bewenden
XQ U<i5en, EUn1.1l man von seinen Kric^sdit^nsli^n nichls. sonst nur du weiß,
dnB srin Vater ein Krilmer in K«lkcrsbnrf; gcwesc^n, sein Bnidi'^r noch jetst
KaDzIeiscIiroiber ist, der, «la Katholischer eeincs Krbtoils beraubt, rieh
kümmerlich erhalten muß. Bitte um cnd^flltij^e Hesolution, damit man
witse, wie man eich in Bolclien Füllen verhaltoii solle (Orig., ebenda). Das
Aktenstück wird am ä. August an den fitadtmagistrat su Radkenrbur^ ge-
geben, um Bericht cinzaholen, ob der Supplikant, beror er Landnuin
ward«, anstgeachafl't worden sei oder nicht (Notla am Umbogie).
19S1.
Interzession der steirischett Landschafl für den der Religimt
ivege» am WindischjräU nusgewiesetten Musterschreiher und
Provianti'erwalter Zacharia& Schmidt. Gras^ 1614 Juli 24.
(Koni . 8t. L.-A., Chr. R.)
Erhält einen Ttriuin bis Ende 1614 (Kop., ebenda).
1982.
Verhör und Bestrafung des Amhros Haumann durch den Bischof
von Laibadi und den Lanäesvisedom in Krain. (Im Hause des
Bischofs £uj Laihach, lfil4 Novt^mber 8.
(Prot.-Buch 1614—1617.)
Haurpann soll bei SO — 40 Weibsporsonon getcli&ndct und noch drd
nnzHchtige WcUjit bnbi>n, weder um d(*n Pfarrer noeh um die Orundobri^koit
üragen etc. Es wird ihm Zeit aUr ,Purg-atiuu' gewährt.
1983.
Oallns Brenner, VertccAer £u Aussce an die Hegierung: erstattet
Bericld über das ärgerltcJie Verhalten des Priesters Gregor Rörer.
Graveneck, 1614 Dezember 2.
(Orig., 6t. L.-A., Spea.-Archiv Ausaee.)
. . . Berichte hierauf . . . dass ich mich nnlengst, selber
nach Aussee . . . verfUeg:t und bei etlichen meinen bekannten
in der stilt so vil mich erkundigt, dass bcrlierter Rörer, als er
nach Ausaee kamen, ein concubin mit sich gebracht and ein
kiiidt in einer gutten selbaleu solle getragen haben. Also gehe
die gcraaine sag. Die habcna aber gelbsten nit g'eacbcn. Sein
concubin habe er grossen leibs hernaeher auf etlich meil ver-
schickt. Dass er im pfarrhof selber getanzt und gcspruDgcn
habe, habe ich nit erfaren mügen, aber iti wirtsheuaern ohne
allen scheuch gcboldert, ^'craul't, die wirt allen thalbcii angesetzt
zu haben, aey wahr, item sey wahr, dass er in der vesper so
bezecht gewesen, dass er zweimal vor dem altar zu liodcn ge-
follen, sein aber wenig leutb damalen in der kirt-hen gewesen.
Endlieh sei wissentlicli, dass er des pfarrera dnselbstan Schwester
Bcliwangcr bcy der nacht mit sich (larvon gcfiert. Ob er aber
iu welthchen kleidern noch auf der albeu herumb zieht und
den ariucii JeuthcD buttcr ontfrembdo oder wo er anzutreffen
sein machte, habe ich nit erfaren kiuden. . . .
Eingänge atn 10. Pfminig bei der Beligioiweformation in Krain
in dm Jahren 1614—1018.
(Uoter dem Titel Akt«u, botreffen^ .atrftfea, telieivilpr«Rntg «tC im Ij.-A.
Kmin. In iüili«niscHfr Sprache. Rrdroekt tod F. Abo in Gnu, Selbatvrrla^-)
Adi 20Febraro 1614.
Si ^ riceatto da Ms. Martin Chaieael de ßaixil-
burch ' p. il X*"" dinaro della cocnpra fatta.
dal Rnes. S«" per f. 1100 di capitatle f. fiOO
p. jnobilli et p. Ion . . . «IIa moglie de ongari
ICK), ongari -X • introgi, che fa la summa tuta,
p, li r|aalli sotto il datto 21 Febraro ltiI4
habiatiio Mons. Ilh* Vescouo at lo falio la
quietan.7,a a esao Chalesetlo p f. IKM) e. —
NB. li f. I8ö, ho lo receutti k man
mia p. memoria.
' Kinsoh«! Ton Weiübaalburf^.
630
nnchl«n«n, wornkoh die nobilltierten ortbalhnlbcbfo Personen, die erst naeb
der Htuptrerortn&tiDn in RXrntcin bu Lsndleulen angenaoimoa wurden, von
I. F. !>' als fiolcbe nicht Ku&rltaiiiit würden and daß sio Dfano Rückiiicbt
(Respekt) vor die He^erung' xitiprt und ^efjen eie, win fffKon anderci Uiilu-
tbulisdia Adelfperimncn, dio Dicht Landlaute soipti, rarfAlircn werden (olls.
Diewr B^feti) sei Öfter» wicderbolt worden und Me Hei dem nacligekocnmen.
So iit a.ach mit Waldncr pronedicrt worden. Zur Eiobaltnaj^ einer voU-
Btitndigen OlpiciimAßigkcit nnd Vertneidunit Ubier KanseqnenB«» konnte di«
KogiorLrnp niclit andors li&ndeln. Datier fIcIIc bIo den Antraj;, du Ansncbon
der LatidK'liaft tibzuwriitcD und ryi bei di?r AusvclialTung Walduer* beweoden
SU lawen, cuKial man von Krlncin Kricgtdi»n>l<^n »ichta, souitt mir du w«ill,
da£ RCin Vater eio KrSmer in Radkorsbiirfr gewesen, »ein Bmder noch jeut
Kaiixli-iichrniber Iit, dnr, aU fCnttiolincher i^in^« Krbtella beraubt, aJch
kUcnnirrlicb «Th.iltcn muß. Ititt^c um cudgllltige Ue^satuHon, damit dud
wisBü, wie man aicJt in BolcHrii FSlIon verhalten snLIc [Orip-, ebonda). Das
Aktenstllrk wird am 8. Ausist ati i]en Stadtina^ istrat m Radhersbnrg; f^
geben, um Hßiicht cLDsuholen, ob der ttoppLikaut, bevor er Laodmaoo
wurde, auigeachafft wordeti »si oder nicht (Notts am Uoibu^).
i
*
1981.
Interzession der steirischen Landschaft fiir den der HHigüm
tPrffcn aiwt WindischifräU ansfjeKtesf.nen Afustrrscfireiber und
Proviantvertvalter Zticharias Schmidt. Grau, 7614 Juli 34.
(Kon».. St. L,-A., Chr. R.)
ErhiLU uicen Tvrmin bis Ende 1614 (Kop-, ebenda).
1982.
VerJtör und Bestrafuntj des Asnhros ffaumaun durch deti Bischof
von Laibach und den Landesvisedom in Kruin. (Im Hause des
Bischofs 8u) Lixihadi, I61i November 8.
(Prot.-Bnch 1614—1617.)
Hnu^rann soll bei 30 — iO Weibspersonen yescIiHndet nnd noch drai
uniOelitigvi Wpibpr haben, tveder um den Pfarreir nocb atn die Orundobrip;keit
flragwi eto. Et wird ihm Z«it aar ,Purfatii>n' i^flwjlhrt.
1983.
Oalltis Brennrr, Verweser su Amsec an die Bepterttiig: erstaHt
Bericht über das ärgerliche Verhalten des Priesters Gregor Börer.
GravenecJt, 1614 Deeember 2.
(Orig., St. L.-A., SpM.-ArchiT Anwce.)
Wf
. . . Berißlito bierauf . . . ilnes icli mich onlengst, (jell)(>r
nach Anasee . . . rerfüegt und bei etlichen meinen bekannten
in der still so vü mich erkundigt, dass berüerter Rörer, als er
nacb Aossee kuniiiD, ein concaljin uiit sich gebracht und cia
kindt in einer galten selbslcn solle getragen haben. Also gehe
dtc gcmaine sag- Die liabene aber tiolbsten nit getieben. Sein
concnbin habe or grossen leiba hernaclier auf ctlich raeil ver-
schickt. Dass er im pfarrhof selber getanzt und gesprungen
habe^ habe leh nit erfaren mögen, aber in wirtsficuflorn olme
allen scbench geboldert. gerauft, die wirt allenthalben angesetzt
an haben, aey walir, Ucra aey wahr, das» er in der vosper so
bezecht gewesen, dass er zweimal vor dem altar zu bodcn g9-
fnllrn. sein aber wenig leatli dainalen in der kirttbcn gewesen.
Endlich sei wisaentlicb, dass er des pfarrers daseibaten schweater
schwanger bey der nacht nnt sich darvon gefiert. Ob er aber
in weltlichen kleidern noch auf der alben hcramb zieht und
den armen leuthen butter ontfremhde oder wo er anzutreffen
eoin mücbto, habe ieh nit erfaren kindon. . . .
1984.
Eingänge am 10. Pfennig bei der Jlelighjisrefortnation in Krain
in den Jahren 1614—1018.
(Unter dem Tltrl Akten, hetrnffonil ^Irifou, tolifliidpfennL^ etc.' im L.-A.
KrJÜn. In Iüili«nificljer SprAche. tipclruukt van K. Alm in Gras, SelbilTcrla^)
Adi 20 Febraro 16H.
Si h riceutto da Ms. Martin Chaiescl de ßaixil-
bureh ^ p. il X"'' dinaro della compra falta.
dal Raes. S"« per f. 1100 di capitalle f. (WO
yi. niubilli et p. Ion . . . alhi moglie de ongari
100, ongari -X ■ intregi, che fa la summa tuta,
p. li qualli Kotto !1 datto 21 Febraro 1614
habiamo Mons. Ilh" Vescouo et lo fatto la
quietanza a esso Chaiesello p f. 1100 s. —
KB. li f. 185, ho lo receulti k man
mia p. memoria.
* KftuBclivl voll Woichsvlburg.
Dabtr aHili «•• Am
da MiB V«l«r «ia Ectwr i« Battcntei^ e«wi
KMilMdrcibw i*t, d«r, ab KstkUiM^er «ciae* Ertrtcik
Mnurrlieli «fetaltn auift. Klto ■■ csJcftlti^ ttmiatw«, <MHt bm
WMM. «M BaA •ich im Miekea FUta ndtthes wO« (Orir-* »^mimy. Dm
<fcU— llfll «iri «a S. AacMl aa Am BtmUm^mtwi
Bcridrt «sssbaUn, ob 4«r SappBIwM, b««w w
invlt^ aaigMdullt wordc« mi od«r weht (Xo<n mm tJmikmgt).
IntvrutHon der siririsehen Landschaft fmr dem der Rdigiem
wegen aus WirtdüchyräU atisgfKiesenen Mnstenckreiher mmd
Proviant vertcalta- ZacKarias Schmidt. Gras, 1614 Juli JM.
(KoflK, St. U-A^ Chr. R.)
ErhlU einen Terrain bU Ende 1614 (Kop., «b*ii^).
1982.
Verhör und Bestrafung des Ambros Haumann durch den Bi
von Lnibach und den Landavisedom in Krain. (Im Hause dei
Bischofs tu) Laibaeh, 1614 November 6.
(Prot.-Bach 161 <— 1617.)
Haairann »oU bei 30 — iO WeibsperBoneo g««cbxadet aDd Doch
unitiehtifc«) Wrilirr hah*Ti, vredi'r nm Afn Pfarrer noch um die Grandobrigkcit
frag«n «Ic Ea wird ilini Zeit xur tPurgatioa' geirfthrL
1983.
GaUus Brenner, Vcrtcner su Aussee an die Hegienmg: erstattet
BericfU über das ärgerlicl^e Verhalten des Frieslers Gregor Rorer.
Graveneck, 1614 Desember 2.
(Orif., 8l. L.-A., 8pei.-Arcliiv Auaea.)
. . . Bericilto hierauf . . . dass icli mich anlengst, selber
nach Anaseo . . . verfüegt und bei etlichen meinen bekannten
in der still so vll mich erkundigt, dass Vertierter Rörer, als er
nach Aassee kumen, ein concubin mit sich gebracht und ein
ktndt in einer gutten Selbsten solle getragen haben. Also gehe
die goraaiiu' sag. Die habi-ns aber Holb&ten n'il gesehen. Sein
conecbin habe er grossen leib» hernacher auf etllch raoil ver-
Bchickt. Dass er im |>farrbi;f selber getanzt und gesprungen
habe, habe ich nit orfaren mügen, aber iti wirfslicuscrn ohne
allen scheuch geboldert, gerauft, die wlrt allenthalben angesetzt
zu haben, 8cy wahr. Item hc^ wahr, dasg er in der vesper so
bezecht gewesen, dass er zweimal vor dem aliar zu boden ge-
fallen, sein aller wenig leutii damalcn in der ktrclieu gewesen.
Endlich sei wissentlicli, dass er des pfarrers daaclbBten schweater
schwanger bey dur nacht mit sich darvon geficrt. Oh er aber
in weltlichen kleidom noch auf der albcn herumb zieht und
den armen leuthen bntter entfrembdo oder wo er un7.utreETcii
sein möchte, liabc ich nit orfaren kindcn. . . .
1984.
Eingänge am 10, Pfennig bei der lietigionsreformatiott in Krain
in den Jahren 1614—1018.
(Unter dem Titel Aktan, betrcfTend ^trafDii, xchnTiiIpfentiig etc.' im L.-A.
Krain. In Italien ucher Spracfae. G^dmckt von F. Alm in OrxB, SelbHtvcrlag)
Adi 20Febraro 1614.
Si h riceutto da Ms. Martin Chaiesel de ßaixil-
burch^ p. il X"' dinaro della compra fatta.
dal Rues. S»« per f. I lÜO di capitallo f. (>0Ü
p. mobilli et p. Ion . . . alla mogtie de ongari
100, ongari • X - intrcgi, che fa la summa tuta,
p. t! qualli sotto il datto 21 Febraro 16H
liabiamo Mens. Ill"^" Ve&couo et lo fatlo la
quietanza a esso Chaieeello p f. 1100 s.
NB. U f. 185, ho lo receatti k man
mia p. memoria.
' Kiuftcbel vuH Wtsichielburg.
644
2014.
^. die tu Brück an der Mmr oontn die Rfformaiieirukommit-
tarien daselbst, den erseigenSem Üngekorsam in §ei^idten und
tcHUichen Dingen betreffend. 2615 Mötm.
(Ebenda.)
2015.
Dekret^ durch mJcAc« der Sckrannenprokmratcr Geory MüHer,
der Verhörsadn^cat Mag. Isaak Koff, Adrckat Andreas Haas
samt Fnm, SrieguekretSr FiAiam Kütkbmftw, Merth AaKnufm,
PatU Wa$iermamm, Georg PeA, Georg Tamftrer, BudthaUer
Chrisiopk Verbete. Ckrist(^ Sckeimer, Mititidingseinftekmer Jle-
xims Freg, ürhan Khuntner, Terbitsck, da BmgamtüUrt Haus-
frau, FroH Tdlerin, des Harns DmmbiUt Hansfrim, des Der-
UtaAni Hausfrau, Ccmians Hausfrau, Beffingers Hausfrau,
Beisütgert Hausfrau und die Spad/mim bei 50 I}ulia4en Strafe
auf dem 24. Aprü 1615 in die bi$dt$fl«^e PfaU siliert trmUn.
Dte ZitatioH tcird durch ^emainer statt swen sdtarwadtter «er-
rie/W. O. D. (1615 Aprü V9r dem 94.)
(Prot der Rcl -BHbm- Krain 1CI4— 1C17.)
.f1ii'Ml«|ili Tsttx« lut inj pcKhts««) fifiluft, llertli N»iimann
wJBia «idMdlidw» pttcMuÜ «iBfcl«(t, CttfiMsph Seheiacr b«t k»iaco
pckbU«U ^br*ckl, («lobt «of iteebMMi Pkilippi Jakobi (M«t 1), ürbu
KhawianT kkt HIB pricbtiell «iafdif«. Wtftm drr muucbiii Ter wwtä ioni
— fwlnlflLn, ob flf* a^Mcfcmflk bmS adw aitT »£1 an, c* hau nr«
Uswcggdhaa gdabt, w«! imm aber sadef« üttv a&Utrco pew^vt. bat m
■ecb briber ameoibes mBnwaii, docft fStt^^ er mit ir aichU. Aodr« Ter*
bitech bat MtB pncbtxetl «to(;«l»ft- Herr Alenos Frej ift «rschinen ab«r
cm de« «. Mail . . . erclftrt sich. gnKt catholi»eh ■■ Min. . . . We^feo der
KAfttUitXa pbrOd^r and «ebwester iat gtuMoaam «ordoi, sia alcpAld hieber
aa aitiera, g:ar «cbarpf nit inen lo pcveedien and von hlnen ntclit «a
l^Bia^ allein tj haben licb ai^ntUch ercUrt. Herr U. Isae Kopp bat nta
paictiarti «iagclefl.* Bei der UaaafiraB de« BBif«em»iater9 steht mit Blei-
fcder: jwfim; Jawilbe bei Frau Drvmblite. Jena .TerUeibt tu irer alten
habatan:4(keif, diete bat ^h fehortaa ctefiM^llt nnd ^bt aar Antwort:
^ ▼erUeibt bej {rem imhamb ainmal Ar allrjualt niid arill daroo nicht
cedäcm, kann ij neb» ttod bey iraa haaswierth nicht |iindiiil weidan, w
aa;« ca in goMe» naoiaB . . . L F- (in. haben Ir . ■ . lehr at>d mrmaBomg
CMbaa, nicfcti dlrtwaalyer ercUit ty ticb noch h&rUr and gar eniA^erit«,
dui wt ]i«>ber, wie bbhMe (eschrb^e. rerbleiben wil; ist ir anch iler wxg*-
hafaawbe aj^t mifwi dce tft. ^ a« Teraeawn Tetieaen werden; «oll« raor^
6 Oller 7 nlir wio borr PkuULooti bei pcen fiO dnc. in gold nd iurammtnm
«rwliriticp; tilgt, imt nichts, aU yrn» ir ir liAiiswiord gibt'. Kefin^ortn iitid
CoraiaaU erklSr«ii sich kütliotiicb; obf^ti»» Frau ReiBinger. V\a Ittizti^Tf
ftMgt der Fantbischof; .vranitnb ty mit irvu rfidnn *m ßroti verferth, ali
neinl>licli sol «y gegren eineta «naebcnlich«» härm i^vrcJt liaboii: Ich bin bei
dem trottslisch gQWPSt,. aber nur den teuf«! cinf^enumbrn und ir hcrx Ltt weit
daron g^we^t. . . . Hnt itarcJi widersprochen'. Michael Tallfir und H. Isaxc
Kopp lQg:eu BeichtzDtt«! ein. Der Landulireiber David Pantiileun erhilt un
ib. April seiner GfiscbXfte wdj^n ,S laf; dil&tion*. Fruti DrutnblJtxin iat bffute
Bin ,K«nig» liodar'. ßii] Kapuziner T. ßernariliaus soll ihr« Bekehrung
tLb«r]iehiu«ti, aber «» hnt koin ,>liirKm«ut prSatiren wCll«u*. Am 1. Mai wird
d« Verhflr fortgesetil: Jur^y IDovoUlscb meist, ,m g«hOre wicht unter die
Reform stion', der Bestand an d*r llRn-achaft W«rdl ^«hflra »ftimr Frau. Nach
Ungern Pe^Baadie^f^n gibt er zu, nach seiner H«>lmkunft mit V. A]l>«rto zu
koDTcnicren. Übu- Ambras Haumann wird wogen fleinea unkatboüir.hen
L^beiifl utid Wandels Haft im Vltedombiscken Turm Tcrbängt, daraus soll er
nur ^'(il.iMcii ^vurdcii, wenn er lOU Dukaten in Ctold zahlt. Aub zwei Rand-
n»t«n i>t eriichllich, daß Ihm dor Bc«clieid nm SR. Jnui dbennittclc und b«-
Rchloasen wurde, ihm eine i^traf«) von CO Dukaten anfzii «erlegen. Adam
Scmbler, der am 2. Mai f^rsi^heint, bleibt liaUatnrrig. Ihm wird Terboten,
aus der Srndt xu Eietien, auch aoll er seiue Sache bei I. F. Uu. anbringen.
Jakob und Joseph Panlaleon worden am 3. Mai verhOrt. Am dritten
kommt auch 8amucl Hfutiber rar, er ]jat >ich anerboten, sich wt^iK«n zu
latMen. Beide Patitateon «ollten am 4. Mai wieder cnicbeiTieii, sind abnr
ohne Erlaub»!- w«gger<?i«t. da Jakobs Frau todtkrauk ist. Jakob Buttollts
aud BartbolomJlu» Wubriicb habca ihre Beichixellel abgegeben. Die Dcxtorin
Schober will sich weiaeo lasaan (Forlseticung siehe unter dem 4. Hai).
2016.
Vorladujigsdelirei der Eelitfionsrcformationsl-ommisslon in Laibach
an Josef Panlulfon, Jakob Pantalcon, ßalthamr Pregd, Hans
Enyelhattser, Christoph Prrt»^, Ambros Uauntuuu, Haus Arier,
Samud Haaiber, Adam Scmhlcr, Jakob }ViUtalitsch, Georg Vivo,
Josef Antotti, Hans Nrapolittin, deren Schwesltrn Barbarn und
Elisabeth und des Josef Neapühfan M'eib ElisaUth, ferner an
des Mandlii Hausfrau, K<tspnr OekJwrn jm Gurkfdd, Pader und
Frau tu Landstraß, Adant Weißburger sn Tiudolfsicrrtk, Maria
Heinricherin, iJaniel Dcspototcitsch (Edelmann, afier kein Land-
mann), Jurq/ DavoÜHsch (Edelmann, aber kein Landmann, In-
haber der Herrschaß Wörth) und Maria GritsAerin. Laihadt,
1615 Aprü 2t.
(Prot, der Rel.-Reforia. in Krain 1614—1617.)
646
2017.
Examen David PaniaUotts im Seisein des Laibacher Bischofs
und des Landesviecdoms von Krain: ,he(fert bis tu nepster der
herm und Inndleitth susamenkhunß iermin. Darauf ist im
Jetgtlich bedacht gegeben «wrdeM, m<trgen bis 6 oder 7 Mhren
fruer tageszeit, sich gu crtlären bei 50 dueatnt in fjiddt, dm
hat er eu laisten guetwiUig versprochen'. I^nibaclt ,im bistutnb',
2625 April 55.
CProt.d«r B«t.-B«fonii. in Krain 1614—1617.)
2018.
Die wikatholischcn Bewohner von Klockh und Halbenrain be-
treffend. 1615 April.
(SUttb.- Archiv Gr«i. G«in. Kop., fiep.)
2019.
Die Regirrung an die katholischen Verordneiet\ in Kärnten wegen
der hievor in caasa religionis abgegangenen Verordnungen. 1615
April.
(Eb«n(l«.)
K«In nKh«r«r Inhalt T«mi«rVl.
I
2020.
Die Atisschaffung der unter dem Hamhergis^en G^iete ViUo^,
Veldkirchcn und im Kanal sich aufhalienden un katholischen
Manns- und Weib^ereonen und sonderlich Marx Wassermann
beireffend. 1615 April
(Ebenda.)
2021.
fiuibedunJcen ühar die Auaschaffung des Ungnadschen Pflegers
VingeniE Amigoy und seines Wed>es.' 1615 Aprü.
(Ebenda, GuUchtsn, Ri*p.)
2022.
fGuthedmihcn, der unkaiholischenOffijtiere Ausschaffung aus Käntien
betreffend, für welche die Landschaft A. C. inienediert/ 1615
(Ebendit,)
647
I
2t)23.
/ruibedunken, das l. F. Z** dem secttscheyi Georg Dörer^ icelcher
£U fortsetzung seiner heyraih ain falsch« mtholiscJie heichteetl
fürgebracht, auch sein weih von der katholischen religian abge-
halten, durch den cammerpracuratom auf ain namhhafl gelt-
straf anklagen und dieselbe oh}ie airiiche verschonung abfordern
lassen möchte.' 1615 Aprä.
(SUttb.- Archiv Qru, Qatactiten, Kep.)
2024.
Gutachten, den ausgeivies^nen Wilhelm Fritsch seiner Sechts-
sachen wegen ins Land jru lassen. 1615 AprÜ.
(Ebendji.)
2025.
Gutachten, daß der sekitsehe Sigmund Schwarz nach Zahlung
des 10. Pfennigs ausgetctesen werde. 1615 April.
(EtwDda.)
2026.
Gutachten, daß dem steirischen Kangieiverieandtm Jakob Stössl
drei Monate Zeit xu seiner Bekehrung gegeben icerde.
1615 Aprü.
(Ehendi.)
2027.
Marx Sittich, Erehischof von SaUhurg an den Bischof von Gurk:
Auf die seitens des Ergherzogs Ferdinand erfolgte Anzeige, daß
sich eine Zeit her etliche Priester tu rerbetraien gedenken und
der Pfarrer eu Silberegg in Kürntett mit einer Bürgerstochter
kopuliert worden sei, hohe er die gebührende Strafe auferlegt.
Sollten ähnliche Fälle vorkommen, so ist unvereügliche Anzeige
notwendig. Die Visitatoren tverdeti innerhalb drei Tagen nach
Kärnten abgehen. SaUhurg, 1615 Mai 2.
(Kont , H.-, H.- n. Sl-A. Salsbiirg, Fmk. 12.)
i
648
2028.
Ahforderuttg der uttl(atholUchcn Bucher von der Krainer Land-
sch<tß. FerAdr Georg MnUers, der Kaifiariua Derlatschin und
Christina Ilaasin. LaibacJi, 1015 3£ai 4.
{Vtot.A«T B«l.R9form. Kraia 1614—1617.)
,UiB herrn r.-r.'CDinniiBBanon hitien ihren SecroUrium so den herrn
v<>rordsnton geschickt und ad longun die uiicatholi sehen sowo] di« einge-
butidnea als in carlü im landlhaiu habundeii pdt^clier htr&iialjc^ert. hst äUe
uttworC j^etiraclit worden : Herr Uaaiol G«ll iat Allein beim amLt und kann»
nicht lioftLt<Jf!n, Aa** im- din hpg"rt«n |iilec)i«r f!lr xioh >i>lhit lieratiigebtii
kiluii«, wllii «bpr in rath Icg^n und I. F. G. din Antwort nseh GrKts Mnden.
— Ist erin^ltem Bccrclnri wpiter auferte^ worden, KU im« herra Gallo m
gehen und mit tnchrerm anziidßnten, dasa diie Harlioii bcraib gMclilottien
und der catholisclieu horm und Isndlefith ivta mit uiobi (ricj abrrtroffeu, so
K-iti ditt b«rrn rerurdcatvn nur toietutore» lu h^ransgebung d»r»elb«n pU«cher
T)ii^ Wf^ilere begebrung i«t gAürlic'hnn, abr-T anders nichtn erlangt worden, ati
dofis herr üall soloheis fnr siL'b selbst nicht thuen will noch auch dorf oder
khan, sondern er wiln in rath legan und hernach beantworten. Hat awar
vnr disem 'J pilet-hleiti tenUcber sprach zw sich darnn« ^enunibeii, aber dem
herrn Schrünktor aut' eeiii brgeru klieins onrolgen Imcn. Sollen flbl aud
schlecht verwarter liegen.'
Mn1t(>r erklürt, in rlor Wochen belchteo an wollen. Et wird Ihn
die Einhaltung il^r Friiit hei 10 DnUAt*in Straf« gelmton. Katbarina Der-
latschin hat mit Hand und Mund >iigc*agt, katboUseb zu sein, tiie soll bis
Christi Himmel falirt Balchtsettel rorlegen. CbrSatina Haaaio erklärt, voa
Jagend an katholisch cu aein.
9020.
4
Landesfürstlichcr Befehl nn den Landesvizedom: Adam Sembltr
einen leisten Tennin von sechs Wochen und drei Tagen gu geben.
Der Befehl ist Sentbler durch den li^igionsrefonnationssekretär
mitgeteilt worden. Laibach, 1615 Mai 13.
(Prot, der Rel.-Beforra. Krain 1614—1817.)
Das I>atum des I and «(fürstlichen Befehls tst nicht vermerkt. Am
1.1. Mai werden Hans Christoph Tfltsl nnd Frau, Barbara Andetschitacfa alias
Basti Kramerirt, Qeoi^ nnd Chrütoph Kragonbaclier samt Frauen aitUrt.
kC^^
2030.
KaOtiiriim Schnablin neben ihren sicei Töchtern, wdche sich noegtH
der Religion nach Neuhans auf das Ungarische hegten, betreffend.
1615 Mai.
(Stattli.-ArcbiT Oraa. Gen. Kop., K«p.)
2031.
Ferditmnd II. an den Er£bisehof Marx Sittich von Salzburg:
Indem er diesen an demselben Tage gu der glücklich dnrdtge-
fiihrteft katholischen Reformation in seinem Lande beglückwünscht,
erörtert rr die in seittem eigenen Lande sciY 759S vorgenommene
Refttrtnati'W und verlangt ein (rutachten darüber, wie rff^gpu die
Herren und Landleui, die ihre Kxersitien in den Nachharlündern
stieJien, vorzugehen sei. Qrng, ICil'i Juni 6.
(,Orig., K.', H.- u. St.-A. Wien, SwIibui^M Fmx, 18.)
Hocli würdiger fümt. . . . K. L. Iialtcn hievor frniiegsame
wissen seil aft. wasmassen ich noi-li in dem 1598*'° iar in discn
meinen n.-ö. orbfarstenthumbon und landen in der reltgion
ain durchgehende rcformation .ingestelt and flirgenorahon. alle
Seelische praedintnten abgeschaft, derselben halmblicben nnd
ofrentlichen gebrauch nnd hesnechnng irer predigen, vermainlen
sacramenten, lehr und ceremonien verboten, diejenige, so sich
demo nit bequemen noeli gehorsamen ucllen, vcrniüg des hl.
reicbs religionfriden das ins emiijrandi zugelasi^cn und hicdurch
gottlob meine fUrstenthnmb und lande von den ketzeroyen und
irrthumben in dem lil. glauben 7.itnii]ichrrmnssen ja maiston-
thails gerainiget, ausser allain dass aus etlichen nit geringen
motiren und bedenkoii^ der herrn und landleut otlicbermaBsen
und in clenio verschondtj das« diejenige, so in iren irrtbumbcn
verbarretj nit ans dem landt geschafft, beyncbena aber altes
hainibliftlie nnd öffentliche predigen nnd gemainsame (>tcj der
prnedicanten verboten wo^rden. Es haben aber eeithero etliche
angefangen, stark auf dna Ungerische und Osterreicbi-
schc zu den Soclisch<^n wortsdienern auszuraissen, ire kinder
daselbsten taufen und irc eben copuliereTi zu lassen und das
nachtnial der ciidon zu cnipfahen, wie in gleichen ire kinder
nnd pQpillcn oder gerhabsverwandten auf Sectiecbe ort zu ver-
schicken. Und dieweil ich nun vermerk, dass diss yc lenger
yo mulir bei dorn adl und ritterstandt überbandt nemben will,
habe ich dnrftir gehalten, ich mücbt durch lengers zuesehon
und eonniviereo nit alJain eine schwere Verantwortung auf mich
laden, sondern auch inen, den uncatbolisclien liorrn und land-
leuthou, zu mehrerm anuiassen .■iiilafi& und vermesseiihait an die
handt geben, und solchem nach das werk in neue reife berath
sclilag'ang gezogen, darunter nur dann (in) rtlramqv4 partem
allerhandt bedenken, bü diser zeit nnd Iwy jetxtgen in scfawung
gehenden leufcn meines crmcsscns nit anzcitig in obacht zu
haben, vorgefallen, and derhalben diss werk nit aUain ftlr mich
Selbsten zu wciterm nachgedenken gestellt, besonder auch fQr
thuenlich ernchtet, daas meine gedanken eowol meines haases
zuegewohnten als auch E. L. der zwischen diseni haus und
EL L. erzatiff^ anch dessen regierenden herrn und erzbischofen
langhergebrachten nachbarlichen corroBpondenz wie in gleichem
zu E. L. trag:unden wolgcnaigten affection halber, wie durch
den beyschlusB geschieht, xa eröffnen nnd sie ganz freundt-
nachbarlich zu ersaechen, sie geruehe, mir hierüber ir hoch-
vernUnftiges gaetachteii in der still and vertrauen zu entdecken
nnd mitzuthailen. . . . Grttz den 6. ./unit im 1615. iar.
E. L.
(eigenhändig) gut- und dienstwilUj
frßundt allezeit
Ferdinand.
Sisho dttsu meiDcn Aofsats: Die OegenrefomiKtiou in SKlsbuif in dss
H.-I.-Ü.-Q. XIX, 690.
4
2032.
Jferr Christoph Poriiner ist erschinen und haben I. O. herr landis-
vizdomh inte fürgehalten, warumb er citiert ist worden, nemblich
leegen der religion und ivarumb er zuwider I. F. D*, weün er
uncatholisck ist, in drro landt verbleibe, geben ime einen bedacht,
morgen sein antuwi tu geben, oh er eathdisch sein ipü oder noch
in seinem irrthumh verbleiben, . . . umh stcei uhr nachmittag hait
er die stund su erscheineti.' Laibach, J615 Juni 25, im Vitx-
domhause,
(Piot. der B«1.-Serorm, 1614— 1«I7.)
hl maiyine; Eni faeXua ratAoli^tt 3. April 1616. Oonfum» w( ti conc
mwiicaml. Lata D90. Zum 26. Juni findet «ich dtnti «in« weiter« Angabe
Ub«r «ein darnftligM VethOr.
2033.
Nochstehende Personen werden von der Rdiffionsreformati&ns-
Kommission aufgefordert, innerhalb der nächsteti drei Tage hei
sonstiger Strafe von 10 Dukaten im Vigeäomhaitse eu erscheinen
und Utre Bei^^ttettel vorzulegen: Beide Herren von KragcnhaeJt
mmi Frauen, Paul Wfis$ermaHn wid Frau, Georg Taxtff'erer
und Frau, Alexitts Frey samt Frau, Hans Kornion und Frau,
Brüder Beisinger und Fratten, 0irislopli Sclteiner namt Frau,
Brüder Verheiä und Frauen, Dr. Schohera Wiiive, Hans Strauß
und Frau, Andreas Haas, Hans Christoph TäUl und Frau,
Andre Tatd nnd Frau, Katharina DerUitschin, Georg DrnmhUts,
Frau Andreitschitscfiin. Laihach, IGtÖ Juni 26.
(R«l.-K«fonii.-ProL Kruin.)
Sa eridieint Oeorg T*.afferer: Fallt luau ibm sciuea 10. Pfeuuig gibt^
■olli am B«ichtiotte1 nicht manfcelR. Aniwort: trtt d«i) DckUUott«!,
dkiin ordniinpRiXßig ncn Arn li> Pfrnni;; an<iich&n. Itrff-bl; binnen II T*|t6D
don Bcichlzettel vnrlr-girn oilrr A^n Ati7.ii|; nrliRivm. Matlhdii R^'iMinj^^r hat
zu St. Peter gobf^lKlitut tind will den Zvlici uoi-h beut« bringfln. Antwort:
iniiorhalb der Stadt binnen 8 Ta^u Iipi noualigpr SlrafA von 20 niikateii
beichten. Seioe Frau ti&t Linneu 8 Tagen ihren Zettel au bringen und da
si« jetxt nicht erschienen, sahll sie bereit« 10 Dnkaten Strafe, Lorenx
Reiringer brinfft den BeichtKcttel tietTier PVan. Er splbxt hat wegen einer
Feindschaft mit «inem Koriknrrnnten nicht gebeichtet. Hat binnen 14 Tagen
den Kcttot voraiilege» »>d«r tO niikatnn rd erlegten. Die Verhotx und Frauen
sind gehoniam. Frau t^lraiißin hat litiinrn Reicht settel. wird ihn in H Ta^^n
bringen, so a»i:li ilir HaiiKwirt und ihre Tochter FcÜKata. Barbara An-
dretscliitachiii bat mar gebeichtet, aber keinen Beichtaettel. Sie soll ihn
in 14 Tagen bringen. .Denen Übrigen, to Dicht erocbinen, soll per Jecrclum
attferiadcR werden, das« sj- ire pric^btsetln p«j pocn SO -^ in gnldt als^ldt
nach vernemhung deitaen rinl^^gen.* Am 7. .Tnli gi*ht das VerliDr in Beisein
du Vizfrdom» und Gt^nfrnlriknr« weiter. Zitortt werden die Schreiben dm
PropaUa von Riidolfsiverth der Unkalboliiicliru wegen vorleAen. Ihre Zettel
bringen ein Chriatuph Scheiner, Paul Waagermanu (deren Frauen aber nicht)
und Gregor Taufferer. An 3. Aagnst werden einige Zuichriiten verleaon.
deren Inhalt im Protokoll aber nirhl Termirkt ist. Da* beaioht Ktch auch
noeb Auf den 20. nnd 27. Aiis^it. Znm 20. Angiiat wird bemerkt: .Frimuf
Pader, ain alter reytknrcht, ho bei hvrrn grafen rnn Thnm dient, ist als
Liithariaebor bei 10 rlucHtm in goLd hieber Hlirt.* Zum 27. Augiint: ,Herr
pfarrer viin St. Mertnn xu Kraiiibnrg int tagn ioiror hei Krnreivh von Sigea-
dorff gewetcn und gemelt, ob er nit morgen (38, August, St. Anguattn) teytru
wierdt. gab ime dise aatwort, aolla ein fejertag aein?' Pfarrer ngt: Ja.
Frajft er weiter; Wer hat dpn feyertag geaetit? Antwort: I. F, Gn. herr
binchof al( ordinarinii. Fiat denaelbon aber nit angenomben, tondern ver-
meldt: es seye kbcin rechter feyertag. Ist gMühloMen worden: Er, pfarrer,
soll »ein nobrifllich bericht einbringen und ich solle alspilt ain solchi docret
•B in« anafertigen, bt geaehelien.'
652
Ergbischof März Sittich an Ferditmmi IL: antwortet auf dessen
Frage vom C>. Juni IG!'}, betreffend die viMigc Durchführung
der lieligtonsreformaiiou in den innerösterreiehischen Erblanden.
ÄHch er meine, daß man fiir deren Fortsetzung bessere Zeil-
läufe abwarten solle. Salzburg, If!16 Juni 30.
(KonK., K.-. II.- II. St-A. Salzburg, F«gz. tS.)
. . . Seitemalen mir die aiizal und das Termttgen der in
bcrUcrtcn E. L. crblanden ni>ch rorhrnidencn uncAthoIischen
rittei'schaft und adl noch auch vr'w. weit diesfilhipen sicli der von
etlichen an den des hochloblichen baus Oßteri-eich erbkunig-
rcichen und landen vor disem mit einander aufgericbteten bundt-
nas thailhaftip gemaclit und wessen sie eich auf begebenden
fallt von ihnen zu getrosten oder K. L. hergcgen zn betabren
sambt andern notwendigen umbstcnden mehr nicht genaeg-
Banib bckandt, als habe K. L. selber hochverrtlnftiglich zu er-
messen, dasB mir bey solcher beschaffe nlteit nicht wol inUglich
derselben hierunter mein räthlich guetbodunken mit beatandt
und gnetem fundaiuent au entdecken. Dann obwollen zn ver-
boflfen, weilen in diesem refonuati (ins werk niberait das maiste
gcthan und zn ainer solchen zeit, da es sielt gleich-
samb unmUglich ansehen lassen, durch sonderbaren bei-
stand t f,'ott(^fi wider menigliclis vermainen die sachcn ohne
ainichen tumult oder aufstaudt dahin dingirt, dass seithero in
allen dero landen allaiii die wahre cathclische rUmische rcligion
oflentlich gololiitj gciirodigl nnd excrciert worden, es werde
der allmcchtigo auch im Übrigen, viunn sich K. L. ihi-eni ge-
wonlichen ruemüchem eifer nach künftig so weit rosolvirn an
seinen gottlichen scgen nichts lassen erwinden und dann dar-
neben aus allcrhandt consideratiunen meines bcdunkens sovil
zu Tcrmqetten, dass crmclte uncalh. herrn und landleut sich
schwerlich E. L. 1. f. mandatcn tbtitlieh zu widersetzen under-
stohen noch andere ihre benachbarte rcligions vor wandten leicht-
lich bewegen werden, ihnen dm'zue wirkliche liilf und beystandt
zu laisten oder E, L. in dero landen mass und Ordnung za
geben, wie sie es dann, da sy dergleichen zu thuen vorhaben»
gewest, in erst fUrgegangncr reformation zu eflectuieron und
ine werk 7.u setzen vil besser ursaeh und gelegenhait gehabt
6ö3
hetten, do seimlt dcch Iiergegen anch die andere Ton E. L.
augedeute motiven und bedenken, niriiemblicli über die einge-
fallene misverstandt zwischen E. L. und der herrscliaft Veoedig
ntid dann das» die Kgl. W. in Htspaoien jetzigeraeit an andern
orten dcrxnasseQ occnpirt, dass aaf den notfalil bIcIi besorglich
auf dero ergiebige asslBtenz und boysprung nieht allerdings zu.
verlassen, sonderlich wol in obacbt aa nemen. Dahero icli E. L.
zwor keineswegs verdenke, das« sy dero andeuten nach bey
jetziger besehuffenhcit der Baclten dieses ihr wiewol ganz christ-
liches and hailsamcs vorhaben zu weitem nachdenken gestellt
und villeicht so lang zu diffenern vermainen, hie etwa der
fride rait den Turggen bevestiget, das Savoyisehc nnd Glltehsche
wesen einen andern ausachlag gewannen und K. L. nachhar-
liche spL'vr und irrnngen mit der herrseliaft Venedig hingelegt
and verglichen, geytemallen der atlinechtige Blsdann villeicht
andere und solche mitl schicken mOchte, dardurch E- L. mit
bessorci' gclcgcohait nnd uiohrcrs stcherhait obangeregtea pro
potitum effecluirn und dias orts ihren gewllnschten vülligeii
intont erhalten khondcn. Altain mag E. L. ich glcichwol als
ain gciatliclier meines obligcndcn bcrucjfs halben trcutterziger
woliualnung zu vermelden nicht anibgehen, dass in dergleichen
ntUeu, darinnen die ehr gottes and sein hl. catb. religion inter-
essiert, die weltliche rcspect, wie gefUlirlich sie sich auch bis*
weilen ansehen lassen, fast allwegcn leichter abzuwenden ala
man meint, dieweil der allmecfatigo gcmainiglich zu hinder-
treibung dcrselbigen nothwendige und gelegne mitl an die handt
gibt. Werden sich derwegen E. L. dero hochcrlcuchten ver-
standt nach ... zu resolvieren und auch dessen zu versichern
wissen, das K. L. ich in alweg nach meinem vermögen ango-
nenie nachbarliche dienst zu erweisen jederzeit bcstendiglicb
genaigt verbleibe. Datum Salzburg den 30. Juni anno Ißlö.
E. L. . . .
2035.
jOttetbedunken, iimb das herrn Damelen Ucffner von denenjenigen
aOOO fl., so sei» uticathotisclier vetter Geory Heffncr aldorl ligeni
und darvoh I. !•'. I> der 10. ^ gehurt, die hdftc von berüertem
10 A erlegt werden mochte.' 1615 Juni.
(äUtth. -Archiv OrKK, tiutacht«n, U«p.}
6&4
203G.
Aus dem Gutachten auf einige BescJttcerd^miicU der Verordneten
in Kärnten: 1. Der Landeshauptmann soll der SteUe und den
Verhören persönlich beiwohneti, von solchen ntetnals über einen
Monat ausbleiben, in der Zwischenzeit soU ein katholischer Ver-
walter bestellt werden. Das dem SeJk-retär anvertraute Siegd
soll nickt miiihraucht werden. 2. In den Sireitigkeiim twisehen
den Üchusl^- uud Lederereünffen in Klagenfurt, ifo es den An-
schein hat, daß der Landeshanptmann unter detn Scheine der
Religion auch politische Sachen einmischt, soll unnötige Be-
helligung des Landesansschusses vermieden werden. 1GI''> Juni.
2037.
Herr T^r^triestfr im ,San»talc wegen derjenigen steh in seit
ArcJtidiakouatsdisirikte befindenden ungehorsamen Pfarrkinda^
und unJcatholifcJien Ehnveiber. 7675 Juni.
(SUUh. -Archiv Gras. Qeiu. Kop., B«p.}
Im iiXcliston MomhI« wird v\un Kitniniiiwion dihtn abpcundt (ebenda).
2038.
Ferditiand II. an Leon}iard Niderl, Pfleger eu Kapfenberg:
WieiroJd seinem liorrn Georg Herrn von Stubenberg Jüngst auf-
erlegt worden, ,dich bald nach Empfang des Schreibens vor die
Hegierung su stcUett', so wird ,dir sdbst allen Erttstes und hei
Strafe' auferlegt, dies nnrergiiglich su tun. Orae, IßJH Juli €.
^Ürig;., St. L.-A., Slubeabcrg-Akten, Q«|;enr«form.J
S0S9.
.^£^01» Sembier erhält einen Termin auf ein Jahr; nach dessen
Ablauf ist er abzuweisen. 1615 Juli.
(Stattii.-ArcbiT Qras, GutacbtvR, Rrp.)
2040.
Die in Unterkrain sich befindenden unter des Sebastiani TrebucJian
Arehidiakonais ungehorsamen Pfarrkinder betreffend. 1615 Juli.
(Siatth.-ArcliiT Orta. Gem. Kop.)
Mäherer Inhalt und Tagesdatum Tehlt.
655
I
2041.
Hans Findeniekli, damit er im Lande der Religion halber un-
auggeschafft verbleibe. 1615 Juli.
(Ebenda. )
Wis di« vorige Nummer.
2042.
Samtid Hasiher soll vor der Regierung erschcitien. 16J5 Juli.
(£b«ndft.)
Du niitAcht«n der R«>^ieruiiff (Utittrt nchon aiiR dem Jamuir. Er soll
■ogleich inil. Paritfllroti aail Artvr ertie)ifiiTi«n, weil ibrc Atifutilinie in dio Lands-
EDAiiHRclidt in fraudan veügimii* virfulgt int (Gutiiclileu, Jau. u. Hof bavflich).
2043.
Die Äbtissin und der ganse Konvent des reformierten Klosters
MU Judenburg ,tcegen liedcnkung ihrer aus des Abraham Sala-
manns hinterlasseueii 10. Pfennig^. IGJü Juli.
(Sbend*.)
2044.
Katharina Sehnahlin und Adam Eitlhuher, die Erlegung des
10. Pfennigs von seiner eu Radkersburg verkauften linhausung
betreffend. 1615. Juli.
(.EbcDda )
2045.
Qeorg van Stuhenberg soll die in beiliegendem Verseichnisse ge-
nannten Persotien vor die Regierung verschaffen. 1615 Juli.
(Ebecd«)
2046.
Gutachten, daß Kojirad von Gartten der Rdigion halher gegen
Erlegung tles 10. Pfennigs ausgescJtafß werde. 1615 Juli.
(Stattb.-Arcbir Gru, ÜuUcbt««. R«p.)
2047.
edunhen, uml) das herrn Wühelbm vrm Dietrichstain bei
verlierung I. F. D' ungnad (sie), audi aller seiner haab und
güeter^ die durch seineti söhn mit aitter von Süherlterg angestelte
656
fKX^eit einstelle und der C(^iabittUimt nii weniger entltalten solie.*
IUI:'} Juli.
(SUttb.'Arcbiv Om, Gutactiteo, B«p.)
2048.
Gutachten, daß Frmiä Christoph Kficvenbüüers Afittter hei Strafe
rwi 1000 Dulcaieti ihre sicei Söiitie atts Fraitkreich abfordere und
Frone Christoph KhfiKcnhiiUcr als Gerhah seitier Bruder sie an
Jcatholvschen Orten aufitiehen lasse. 1G15 Au<fu$t.
(Btatth.- Archiv Grai, OnUchUn, Rep.)
2049.
Gutachten, daß I. F. V uitf Grund eines Schreibens des Landes-
hauptmannfiS von Kärnten iÜmr dir. in Klagenfnrt aügemach iiher-
Jiandnehmenäe Ketaerei der Frau Gräfin Khevenkuller entweder
nehf^n einem slnrken Veneeise eine peenfalligr Inhifntinn für ihre
hetzerischen Exerzitien zamessen oder sie durch den Kammer'
prfikurtitor ordnuHifsnuifitg Magen lasse. 1615 August.
(Ebenda.)
2050.
Erneuter Befehl an den Pfleger Niderl eu Kapfenherg.
1615 August 21.
(Konz., nkctiMla.}
NuL-limnlige Vorrunlerung am II. DitEcmber 1616 nnd 24. April I6SS.
2051.
Vielerlei unkathdische keteerische Fhetceiber, so sich im Fürsten-
turne Krain befinden, betreffend. 1615 August.
(SUttli.- Archiv Gri». Gern. Kop., Rsp.
Uhoe nUtero Ao^ben and TA^Mdatnm,
2052.
The Herren lieformationskommissarien in Krain sollen die in
beiliegendem Vereeichnisse begriffenen unkatholisclten Personen
gitieren, iiinen alle fuglichen Mittel £ur Bekehrung vorh<ilten^
im widrigen sie aus der F. ff Landen ausschaffen. Ißl5
August.
(Ebwda.)
2053.
Der Landeshauptmann in Kärnten contra die anwesenden sdU-
hurgischen Heformationskommissäre. 1025 August.
(EliendA,)
2054.
Lorenz Laborator, ein Kandeischreiber in Kärnten und noch
drei amlere dortige Kamleist^treiber sollen vor der Begxerutig
ersclisinen. IGlft Axu^ust.
2055.
Georg Lehnacfter und Andre kindisch sollen gegen Erlegung des
10. Pfennigs ausgeschafft werden. 161!> August.
(EbernU.)
Idi Se|it«i»ber ergelit etn Er1«il Ati die Xiaiäcn ,nrgeii K«UtellverIei1iniig
in KliLgeitfurt*, NHliftr'M rrird im Ki>|ierUirium iiiebt venuvrkt.
2056.
Citristoph Samitß soll vor der licgieruug erscheinen. 1615 August.
(EbendA.)
Ebeiisu Hans Olirlatoph SchanoneiQ, Siunelimi^r in Pontafol, und
I N. Scbaeerrniß bei der BuclibaltercL iii KlHt;cufuTt, dMiflciditii Haiiii David
StiDUS, Bernhard StBiDer, Thomai ScbOftuan. Wilb«lin Seiublsr, Wvlf Stidt,
N. SdiiuidtDuicr, Georg 8»Ii^Jinn und N. äclilouer.
2057.
Adam Sembier, damit er der Religion halber noch auf ein kaU>es
Jahr utiausgeschafft bleibe, betreffend. 1015 August.
(Ebenda and ,Hofber«1cb'.}
L2058.
Gutachten, daß L F. D' von denen aus Kärnten nur in genere
ausgeschabten sektischen Offizieren keinen 10. Pfennig abfordern
lasse. 1615 August.
(Smtth.-ArcUtv üru, <}ataubUn, Kvjf.)
V«lil«a. U. Abi. B4.LX. 4fi
^^
205Ö.
Gntacht-en, daß Anna Toliinger, falU sie sich von den JesuiUn
nicht weisen läßt, attsgewiesen werde. 1615 Augiisi.
l.Bb«nd«.}
2060.
Abraham Salsmann, weicher der Religion wegen at« dem Lande
w ziehen willens s«i, soll von sei7iem Nah und Gut den 10. Pfennig
erlegen. 1615 September.
(fltaUh.- Archiv Qrjit. 0«m. Kop., R«p.}
20ÖI.
Ereherzog Ferdinaml an die RtUgionsrefomtationskommissiire in
Krain: Befehl, ülter dm hcigesoiilossene Anbringeri des Landes-
verwalttrs, Landesvern-esers und eines Ausschusses zu Gunsten
der Erhen Panlaleons ein Gutachten ah^igeheti und mit der Pro-
zedierung wider sie StUlstand eu halten, Graz, 1G15 01it4iber 4.
(Kop., L.-A. Kraia.)
2062.
Stiming der EeHgionsreformationskommission (im Bisimne t» Bei-
sein des Siaehofs, Vizeiloms und Generalvikars). l/aUmch, 1615
Oktober 8.
(Prot. (l«r RcL-Seform. Krain.)
I>ffr Rpffflil ilrs EmlicrsogH vom 4. Oktober, liptr? fr«Dd <lio Intcrressinn
dfB LandfSTrrwnltprs, KmidfisvorwNen nnd d»r AuB»chQMe, wird rorlMen.
Uarllber soll tiRrichtct werden. Der ReioiiiKerin Sohn vonneint, naeli Pn&-
bur^ tu aielicn und rIhw sllllu'Uwcigcnd drn 10. Preniti^ tu mulitrSrxsB.
SoVIcn di« Eltern pci- ätcreium zitiert neidca. .Ptiicuimn ia mvra. In »imili
So(6* Kliebfrliii. Ziiira fall »y nit «nctieint; tjtode /anielft (tie). De» «b|f«*
slorhtLeii Frirfls vrrIxiM wegen soll niclifrag g«hftlten worden. 10. ^ und straff.
Secrfitari obatiUt xu Imben.' Die Frage I. K. G. we^en des Berichtoa ptiueto
Tachüadlckh wird mi ilircr Zufriedenheit beantwortet.
.Jnijr Davoltitsub, wuUiiUa.(t su Wt^rill, sollt unperlurbirt ^lassen
werdeil', damit er nicht nach Ungarn abtieht nnd Mine Praa aamt den
•eohi Kindern nnkatholisrh werden mOclite ßciaer, >ic1i eitie P«r«on gv
falli^n laiKpii, als sieben SecWn r.n vitrlieren ,1 F. On. haben an|:«b«n, die
niiuatlinliaülirn wejber solle man BcliÜrprer als biaher gctclu-hi^n rßformiera,
id tatt aine auf ain thorn, die ander anf den aadorn, drilt auEi gs«hlo«> nnd
laD{f mit wHser iiu<i broU xu cKrcerieren. Die nbrigea laat der Tenaicbno»
l]ivti[«r tu citiern.'
2063.
Landesfüniticher durch die FUiigionsrcfarmulionshimmissäre pu-
btisiertsr Sefe}d an namentlich benannte Personen aus Gitrkfeld,
Heichenburg und der LiechtcnuraUler Pfatre, sich am 10. AV
vemLer, 7 Uhr nxoryens in der bischöflichen Pfab eiusustelleH.
Laibach, 1615 Okiober 26.
(Orlg.. L.-A. Kmiu; Kop., Prot, d^r K«l.-Il«forio. 16U— 1617.)
Die l*«r>puen sind veneiclitiot vou Dimitt in tivii HittoiJ. d»* tiistur.
Vereini fflr Kmin Iftt", 8. ll'J.
2064.
Dergleichen für MöttUng, Tschernembl und Siemitsch. Von dem-
selben Datum.
Dimil», 1. c.
2065.
Desgleichen für Neumarktl. Von gleichem Datum.
{EbuniU.)
DimiU. 8. 120.
2066.
Desgleichen für Laibach. Von ^mselhen Datum.
(Ebendx.)
Dimils, 1. 0.
2067.
Desgleichen für St. Ruprecht und die Pfarre Tröven. F»» dem-
selben Datum.
(RbfliidM.)
Dlmits, 8. 120/81. Ein Kweltea Dttkret vom SO. NoT«mber (nbondM, S. ISl.)
20Ö8.
Desgleichen für Reifnits und Gotiseliee. Von demselben Datum.
(Eben iL)
DimiU, S. 121.
2069.
Desgleichen für Rmiolfswert, Untermarch und Landsiraß. Von
gleichem Datum.
(Eb«<nda.)
DimiU, ä. ISI.
660
2070.
Desgleichen in Unierhrmn und OberJcrain. Von demselben Datum.
(Ebenda.}
Dimitz, S. 128.
9071.
Desgleichen su Tgg, Mereitsch^ l^g^ Schloß Crmtt und Wippach.
(Prot, der Bel.Keform. Krun 1614—1617.)
IHnits. S, läS.
2072.
jKernocA foJgen dtejetiigeftpersonen. so dis$ rar catholisch worden
sein; soüen j^u praeslierung des iuraments ersehenen.*
(Prot, der KeKReforni. Kraiu 1614—1617.)
INntta, 8. 132— US
2073.
Vor der lieligionsreformationskommission tcerden am 17. No-
vember JßJ5 in Gegenwart des Bischofs Htid Andreas Khrens
folgende Personen verhört: Jakob Katciauer, Christoph Portner,
Balthasar Goldschan, Adam Weiß von Hudolfswerth. am 18. in
GegeitKart des Bischofs, des Landesvisedotns und des Gefieral-
puturs: Marie Gritscherin jsu Rtuioifstrerth, Klara Jauernikin,
die DrumUitein, des Bürgermeisters Hausfrau, Andre Jäger
und die Beisingerin, am 19. vor dem Bischof, dem Propst tu
Budolfstcerth und Herrn Adam Apamikh: Katharina Derlalschin,
Elisabeth Wassermann, Samtid Hasiber und am SO. vor dem
Bischof und dem Landesvisedom : außer Hasiber, JllattJtes BH-
sitiger und Frau, endlich am 21. vor dem Bischof und Herrn
Harrer: Hans Arter. Laibach, 1616 Sovember 17 — 21.
(Prot der Kel.-Kefonn. 1614—1617.)
EatiUoer hat zuf«sj^, tn b«icfat«o. Dem Portoer wird rom Bwebof
«•in ftchtncT »emum getan'. Er mU^ *ich ron den Jerait«o instraierm
lauon. BallliauT Goldacliin, e'iD Soldat, erbilt eineo Termin Ton 6 Wochen
and S Tagen uir Stkehning. Adam Weiß desgleichen. Di« Or)t«cb«rin bat
ihren Beicbtxettel gebraclit. Klara Jaiierulkia, befragt, weaoen Glanbeoa ai*
eei, »agtt ite glaubt an Jesuiu Cliristum. Man «rwidert; auch Jndaa halt«
d»n Glaab»D und hat lich doch erhenkt. Da bekennt lie weiter: doreh dai
Blat Jera Christi. Auf di« Prag^, wo *ie das Sakrament de« Altar* nehme,
ngl tie: aU die Pridikanteu ans dem Lande gesogen, ist fie geepcUt worden,
■ritber nicht. Dna eci, sagt der Kschof, kein Sakraaeot gewesen, nur Brei
and Wmn. Anf die Aufforderung, katholisch lu werden, engt eie, ii» eei toii
661
Jii^riDrl ati in ihrem Glauben; gibt u abar einen basMtran, no wolle sie ihn
Annebm«n. Sie glaubt an die Taufe und daa ßakfAmpnt ilrn Altar». Sie
babe keinf Büt^bvr außer fliQ^m, das ihr «in Jesuit gesoli«iikt. Daa Urteil
lautet: Hxft im Vir.c^nnitiiroie. Tm Irrtume bleibt dt« Druaiblitxiu; sie
kommt dafür in den Karlsl)idt«r Tnrm. Die Frag dos BUrg«rnici»teri will
Heber todt. all ao oft perturbinrt sein, da ihr HaiisviTl auch ntn aie be-
kOiumert int. Sia bleibt bei ihrem CiCauben und wird im SpUaltiirmP vsr-
■perrt. Der ScbranDenprokarator Cieorg Mflllaei liaL aoini^ri Beiclitnett«!
vorgelegt. Die Reiaingerin will uur bei P. Jakob belebten. Ei wird ihr
aufgetragen, bei dco Jeiuit«n xii kommunisiereD. Andre Jügor erklKrt «ich
katholisch. Katharina DerlaUchin aoli bei den Jeiaitöu beichten und öiaeo
Beicbtxottcl einbringon. Die alte Frau Elisabeth Wauarmann will nach
einem UnterrtcHte Avt» Riaicticifii »\cU weilen laüien und zur Bninble gehen.
SaiBUol Hasiher erklXrt, ein Ijsndmaiin su nein, wie amne Ett«ra nod Vor<
eitern. Im Ulirigrin: wllllte er, daß er irre, wollt« er sich weiaeo laaaen; er
hofft, uiau werkle ihtt in Buhe lassea. Am aJichsten Tage (30. Norember)
verlangt er Termin bia Oateru, erhAlt aber, da er schon oft aitiert wurde,
den Befehl, binnen drei Wochen und drei Tagen abzuziehen. Auf Bitten
den BCtrgcrmH*teni kommt desien Prau in ein Zimmer im Visedomhaase.
Martin Reiainger und Frau werilrtu wegen Krgrrlirher Anfflthrung getadelt.
Sit noil wählend der KapU£iuer|iredigt gt^Jiag-t liabeu: ,On lUgsl, Mttnch.'
äie kominl in den Spitalturm. Buide werden, verbaltf^n, ihren Kindern keine
Eibtportion binauszn^eben Ilajis Arter erhält eine längere Unterweianng
Tom Bischof« («iefa« lom 23. November).
2074.
Richter und Rat von Rudolßwerih, Landslriiß, G^trkfeld, Reifnits
und Neumärktl erhalten von den landesfürstliciien Reli^ionstffor-
mationskommissärm den Außrag, die im Dekret getiannten Per-
xonat, so jioch in dem Intheriscfwn und anderem ketgerischen
Irrtume sich befinden, bei Strafe von 100 Dukaten in Gold vor-
mführen. Welche sich xu erscheinen weigern, detwn soll unver-
Jtüglich an ihr Gut gegriffen und sie überdies hedailet uerdent
bei Strafe von 200 Dukaten am 24. d. *u erscheinen. Laibach,
1615 Novanhcr 30.
(Prot, der Bel.Reform. Krain 16U— 1617.)
Dm Terieichnis der Personen bei Dimita, 8. 123.
2075.
Desgleichen für Unterreiehenburg, Pfarre St. Ruprecht, Pfarre
Tröven, Hifiein, Utbeckh, Möttling. Von gleichem Datum.
(Ebenda.)
Die bei Dimit« yenanotnn Licblenwaldar fohlen.
663
2076.
Fortsetsunp i«?s Examens vor der IUliyion$reformaiio*tskom^
mistion in Laihach. Uilb November 2H bis Deeember 5.
(Prot. d«r RBl.-Rfifonu. Kr&ia.)
Art«T
Br wird
«in^b«ttd«t
Am 83. wirä Haos Art«T v«n)r
Belehrung an di« .lir'iuiU^n rtAtsi KxpwtÄn^r g«>wlRji«n. H«mhanl DUtel,
Muklricbtcr xn Wippacb, liat dm katliolUcHnn Ktd ichon vor SO Jahren
prfiattcrt ond ist kjitholi«e}i. Am 24. Ieiit«t mt ««in JuranMit An 34. er-
leliuiiit vnr Arm HiAchnfo, änr von der KominiEsloa xtlein anweMod iat, Unat
Peer; nach laiifri^r UnlAtw«ieiinp erklärt er, kattia1i«ch «ein bu wollen. Er
nrhjtlt e.ioan TemiiiL ran sechs Wocticn und drei Tagon. Am S6. tnchcint
Anilr« IherriUcti, d«r wcgon «ohw(*r(>r Kraukheit frilhitr nicht ersebienen. Er
erhHlt «inrn Termin hin WVilinarlilAn. Tliomas Hippacb«r wird wie Iher-
ritsch vom Bisciiofo g'ar schOn unUTwiBSen und erhlilt setneQ Tcrmio bu
WeifaiiAcfaten, Art«r bittet am weiteren Vereng und erhält angeaiuhta dfr
Ffln{irache durch Kliisl bU W«ibnacbteo Tertnio. Die Frau Jauvruikisi
vom Turm golasict), wird verhSrt, ob «io nicht too d«r Keberl« in Ihrem
WidnratandA bitatHrkt wiird«, vra« lie bejaht. Befragt, waa sie nun tu
machen )t«dcDk(>, sagt sie, sId habe dieaer Tilge wegen der äache uiebl naeb-
denken kennen, sie sei wegen der Schanda, datl sie im Turme stecke, traurig
and bckUxQtuort, daQ sie nicht daheim sein künoe. Bittet um Versag nud
am ein Buch ,Toti gQtlUch helli^Gr Schrift*. Uae wird ihr rttrw«ig«rt und
sie kommt wicjer in den Tnrm. Magdalena Pariu will mit I^au ßonsin
nächili^n Quatoi]]b«rs<iaiiiag beichten. MoinltT Gregor Schueidtr tu iteifoila
und Frau wollen Aitn xii Wcthnachlen tun. Hans WAichMlhaum, Pfleger SQ
Labeck wird durch sein Podagra am Ersirbeiueu gi-hinderl. BitooD Uarmb,
ein all^r Mann, und MaChBü Pauingartner von Nenmarktl lassen sich weiacji
Am 27. erocliflint Mikulisa JaukowiUcb, 'cr orhall l'riHt bis kii den Weihnacht«-
feiertagou. Die Drumb]itiin nird des Turmci euÜcdigt, weil ibr Gatt« hofft,
daß sie, fallt ais ihre Gosundhoit wieder erhält, too ihrer QalMtariigkeit
abIKQl. Sie wird an di« .ToRuiten geniAii«» und vor bCMin Umgang« ge-
warul. Am 28. werden Anna KrobaLhin und EÜMheth, MLchael Porgen
Eheweib «namiuiort; sie lassen fiicb woiar>n. Gera Knritscbaiia Ton I>«Dd-
BtraÜ und Antun GnlU bekennen «ich als kathtvlisch. tVan Jaucrnik wird
auf Bitten ihr«A Maiines aui dorn Turme gelassen und erhält nach frucht-
loser H«kelirung (am 28.) einen .großco Verwois' (29. NoremborV Ihr Mann
hat Über ibrr EigentamATerbKItniise zu benohtea and wird Btlrge für sie.
Sie erhlilt einen Tormin von sechs Wochen und drei Tagen. In di«««r Z«t
darf sie kriue luCheriitchpu Bücher lesen, mit ihren Iniheris<:hrn BrOd^rD und
Schwestern niuht verkchrcu usw. Am 21). November wird eudlicli noch be-
anglich der BUrgenneisterio uud Pantaleon das NSIige verordsat. An Karl
Amignon wird ein Dekret gegeben, daß er bpxUgVicb der Witwe nach Hans
Amignon nnd ihrer Kinder und ihrer Annprllche auf das Amignonischn Ünl
eine Hchrlfl einreichen solle. Von dem Gnte, das ihm verbleiht, i»t «r den
11). Pfennig au aahl«u aohuldig. Am b. Dezember bringt Jakob Sietnar, wj»-
663
w«h] er kruk iat. Min« BeichUvttaln voa ISIS— Ifilft. Josef KB«i>oliUia sii
Uöterrstclieiibur; iat tod d«r K«lK«r«i abiolvirrt. Laut Dao.
2077.
Die Kirchetigechpröpste von Klayrnfurt, tctiche ihrem vorgeseitten
Pfarrer keine» Gehorsam leisten. 1615 November.
(SUtth, -Archiv Gris. Oem. Köp., Kap.)
2078.
Christoph Heiäenreicii sott die itoch aitssiündige Stoggehoyerische
Strafe der Regierung euschicJcett. IGlo November.
(BhendK.)
2079.
SeoHuel HasUrer, damit er unausgeschafft und ruhig in Krain
verbleiben könne. 1615 November.
(Ebend«.]
2080.
Der Pfleger roti Kapfenherg soll vor der Regierung erscheinen.
J6'J5 November.
(Ebenda.)
2081.
,Guetbedunken, damit den in Khärndten der Ä. H. guegethayten
tandtständien, absonderlich aber dem bitrggraven daselbst, wegen
irer in gehaimb gehaltnen Zusammenkunft ain verweis mit he-
irohung der cxtier- nnd bestrafung, da er, hurggraf, dergleichen
conventicala mehr halten und in sadien die proposiiion thuen
tvurde, selbst jsuegeschriben wurde.' 1615 November.
(SUltb.-Arohiv Oru, aHUclit«n, R«p.)
2082.
Die im ,RaHausschuß' versammdten Herren und Landleute an
die F. />; f>ie Jieligionarefornvationskommissäre holen gegen den
Befehl vom 4. Oktober, Pantaleon und seine Brüder in ncgotio
religionis vorgefordert, indem sie jaeenfälUge^ Dekrete ihnen durch
664
einen Sladisergeanten im Haus schiekUfH, nach weJdieti sie du
lattdesfiirstlichrn lAinde bis 1. Januar verlassen milsseti. Sie
riikmm den stillen sittsamen Wandel der Betroffenen und ihre
Verdienste im Kriege und Frieden. In den Land- und Hof-
rechten könne nxan sie nicht entbehren. Laibach, 1615 Deäetnber 14.
(Kop., L.-A. KraiD.)
Die InterzeMton erfolg auf Bitteo der Verordnetca (Koni., ebenda).
Am 26, JaouitT ICID wird den Urüdern PaDtnleoa, dann Haut Artcr and
Samuel Ilasltjftr von d«r Ucgi«rung ein Termin bis 34. April bewilligt (Orif.,
ebenda)- Anfang Fi^bruar liegen die Verordneten dem ErEbencßge die Un-
nffgliehkeit dar, die Brflder Pantalenn außer Land au lassen. Das Land-
iohreiberamt kann nur vom allgemoineo Landtaipc besetit, der Landsehreiber
raiiU Ton dem alten ein(;eCOhrt werden. Bitte um eine Verlängern nj^ der
I-'riiit bis 2um Laudtaee des n&cbsten Jabrei (Kop.. obenda). Am 15. Februar
wenden ais sielt in denelben Sacbe au Kam Sigmund Wagen und den Uof-
vizekanr.ler (Konc, ehnnda). Dax tnterzefliionsHchreiben an den Erzherxof
wird am S3. Februar (Iberrelcbt {Ori^., ebenda). Tags darauf Terlanpen die
Verordneten von Matthias Satlbarger In Graa, das InteTxeBaionneh reiben,
falls M notth nicht überreicht sei, anrRek&uüieheu (Kons., ebenda). Am
26. Kebruär bogehreu sie von dea Verordneten tou Steiermark Mitteilung,
wie sie in solchen FSUen vorgehen (Eont., ebenda). In gleicher Weise
wenden sie 'ich nach Kjtrntcn, denn die Verordneten von dort teilen ani
I. MXrc mit, dsß ihnen In der 8ftch« TiiehU xngßkncnnien, zugleich «enden
diese eine Abiicbrift der ihnen ziigekommpui'ii landeaftlntüchen Rasoliitlen
Tom 14. November 1615, betrefTend die lanrlschaftliehnn OfUsiere und Dieser
in KRrnlen (Orig., ebaiida). Am 'i. März melden auch die äteirer, daß ihnen
bisher eine Ausscliaffung von laichen, doren Vorfahren Landicute waren, nicht
ztigetnutet wurde (Orig., ohouda). Am 23. MKix wendet sich David Pantaloon
an den Landtag; or bitlr-t unter TTInwois auf %ninf. Dienste und Landsmsnn-
Bchaft um So.hut« und daß er von den KeltgionsrefnrniaiiociiBk^raniiisiren bei
aainor .Armuthei' gelassen werde [Kop., ebenda). Ähnliches (!e«ttch von
Samuel Hasiber von gleichem Uatnm (Orig., ebenda). Beiden gibt die I.ADd-
Rcbaft am 23. MArt Intmessionsiclirciben an die Begieruug uud den Cn-
horKog (Kons, ebendaj- Am IT. April erlialtcD Paotaleon, Arter und Hasiber
vom Rrnhcrzoge einen Termin bis Micbnclis (Orig., ebenda), worüber am
20. April ein Dekret der Regierung an die Im Ausichnue veriammelteo SUlnde
von Krain erfließt (Orig., ebenda). Am 13. Atigiist 16Iß reichen die Im Am-
flcbusse versammelten Stünde eine Interzession bei dnr F, D' ftlr Pantaloon,
Hasiber und Arter mit dem au.iführlicben Nachweise ein, daß sie nicht in
fraudem reUffiania LandUute wcirde» (Kons., ebenda). Hasiber iiatte ein be-
sonderes Schreiben an den Aufischuß vorgelegt: er habe den Bischof Über-
«eugt, daß »eine Vorfatiren Landletile waren. Kichtidestoweniger wurde er
eitiert {Orig, ebenda). Arter sei Landniann geworden, ehe noch jemand
der Religion wegen belangt wurde. Von 1801—1813 habe er die Lands-
mannsebaft ruhig g^nniacm fKoni., ebenda). Auch die Supplik der drei
ItrQder Jakob, David und Josef Pantaloon an den Auwcliuß liegt vor (Orig.,
I
I
«66
«bend»}. Am 2S. Aii^^t 1616 fragt Ferdinand II. die RelifrionsreforoiaUoii»-
kommiwäre, wio ea mit dem 10. PfoDDig der Bftlder TaaUleoa itebe (Orig^
t^tatth.' Archiv CIrax). An den»i!lh«n Tag« T«!rUngt *x von ihnfin «in«n B«*
rieht 1)b«r dta Hhertsn Pauta1«An, Haiihnr und Art«r, für d!« der Landes*
anuehuß intereediert habe {OT^g., ebenda); aagleich rerlanfft er von ihnen
Bericht Über etn Anlachen de« Rudolftwerther fludtachreibrni Jouf Wr&tter,
der als .Er^Rtzlicbkeit^ den aus dem Verkaufa von Jakob Pantalenns SaU
Pratenau erlUaten 10. Pfennig begehr« (StB.tth.<Arobiv Qru). Am S. Norember
1610 schTeiben die in Laud- und Hofrechten VerMmineUen an David Pao-
tflleon: Wegen seiner EntTauttn^, um die «i g^ebeten h&tte, mUge er «ich
hin zum TiXc1i«t«n I.Andtxfre g^ednldm- Oi« StXn^le hoffen, ihm elnrn lungeren
Terniiti aiisxuwirken (Kons., L.-A. Krain).
2083.
JSSit^ noch iuHsslarrige seJctische Tcrsmten in Kärnten, u-elche
die ZikUioHsbefehle der B^ierung öffentlich verspottet holen, he-
ireffend. 1615 Desember.
|,6tatth -Archiv Qras. Gem. Kop., Rep.)
2084.
Ferdinand II. an die Rdigionsreformatiojiskommissäre in Krain:
Befehl, ein Gutachten über das Ansuchen Hans Arters einru-
schicl(en, daß er noch länffer unansgeschafft im Lande bleibe.
Gras, 1616 Januar IJ.
(KoDC, Statlh.-Arcbiv Uras. Gera. Kop.)
3085.
Fortseigunp dfs Proiesa^ der Klara JauerntJc. Laihach, 1616
Januar 15.
(Prot. Rel.-Refonn. Krain 1614— 1B17.)
Anf die l^Vagc, wei ale lieh beeonnen, gibt sie die Antwort: .anfgnet
Lutheriich ain ücrmcMi gemacht, vrelcber weder gntochen noch gebaut i*t'.
Der Prozeß mit ibr bat seine i'ortaetcan^ am 11. April. Auf die neuerliche
obige Frage gibt sie aus Jesus Sprach eine lutbericche Antwort, ,dAs s; irer
««e)e wegen sich nit Bcbemcn aoUc, ireu glauben zu bekennen'. Da sie bei
ihrer Lehre befaarrt, wird aie nieder in den Turm gelegt. Am 28. Dezember
wird sie dci Landes verwieten.
2086.
■ wira sie acs
I Landesfürgilicher Befehl an die unkaihoUsciien Hammermeister
M in Obersieier auf ihre Bitte, noch iänger im Lande verUeiben
666
i. • LT
SH dürfen: Zur Bekehrung oder eum Absttge wird ihnen noch
drei Motiate Temti» gegeben, nach dessen frAtchtlosem Ablaufe
gegefi sie wie gegen aJle Ungehorsamen verfahren tcürde. irrat,
leiti Januar 16.
(Kop., H.-, H.- u. StA., Fua. Sl.)
D«iu «ta VttrmerV im Kep. der G*m. Eop.) ,daÜ beugter Hanimtr»
ni«[st«r HAmmftrwerke öffentlich rellgeboten nnd mit kalfaolUoheii PenoDeB
ersetzt werden'.
2087.
Ferdinand IL an Hans Materhofer, Verweser eu Aussee: Schon
am 7. September 1614 hat der Propst Martin von Bottenmann
ersucht, daß er den nach Aussee gesandten ReiigionsreformationS'
hommissüren ihre Expensen voti den eingenommenen Strafgeldern
per ISO fl. zahle, den liest an die Jlegierung schicke. Befehl,
angeregter Verordnung nachsuk^immen. 1616 Januar 31.
(Konx , Su»h.-ArcbW Or«x. Gera. Kop.)
Di« Kosten waren fi4 fl.
2088.
Ferdinand TT. an den Stadtpfarrer nt Judenburg: verlangt ein
Giltachten über Abraftam Salsmanns Bitte um NacMafi des
10. Pfennigs. Grae, 1616 Januar 21.
(Konz., 8tjitth.-Arc-.hiT Hr»x Gem. Kop.)
2089.
Ferdinand II. an den Pfarrer zu Pettau: Befehl, über die De-
fekte in Heligions und politischen Sachen ru berichten. 1616
Januar 22.
(Elends.)
Ab ST. ein neuer Befehi (Ko)i., ebendft. Gem. Eop.],
2090.
Ferdinand II. an die xu Murau: Befehl, die im beigeschicssenen
Vergeichnisse angeßhrten (13) unkatholische» Personen, ,80 sich
nicht eingestellt', vor die Regierung «i stellen. Gras, 1616
Januar 23.
(KoDft., Suttb.-Arclüv Uru. Gem. Kop.)
667
2091.
Ferdinand IL an den Landesaussehuß utid die Religiomrefor-
matioitskommissäre in Kraiu: David Pantalron, Hmis Art^r und
Samud Hasiher erhaXteti zu ihrer Bekehrung einen Termin his
Oeorgi. Orat, Hi76 Januar 26.
(Kons., ebendL)
Im B«[>(irtorinni: .bi» so Eud' jetiigor RuchtvD'. Am 20. April «r-
halteu lie tMat«ntr«ckan9 bi) Endf >dw Jahre« («b«nda].
2092,
Schreiben des Nuntius aw den Bischof Johann Jaloh sii Giirk:
daß die OeistlichJceU in Kärntm mit den unkaOiolisclten Herren
und Landieuten keine hürgerliciien Kontrakte eingehe, (rfeui, 1616
Januar 30.
(H.-, EI.- u. St-A Sjilebnrtr, Fmx 12.)
Dl"* et Rcv""« sign". Prosen tandomisi qucsta opporlann
occa&ione, che V. S. III"" debbc inlervenire alla diela di Ca
rinthia por commmissario cli S. A. Scr*", bo pcnsato di com-
mnnicarle quella med"* autoriüi, che a mo dcll S"" di N. S"
h statu concessa per la pablicatione de! brcve apostolico in raa-
teria di prohibitionc di qualunque contrato sopra Ü bcni et cn-
trate ccclesiasticbe con herctici. Et pei-6 rimcttendo le ag^uate
13 copie auttenticbe del detto brcvc a V. S. lit"' la prcgo in-
Biemc iß Dome ancora di K. S., che in quci tempo, che piu
le parerti opportnno, le vogÜa intimaro a gli itifrascritti prelati
et occlesiastic'i, che hanno sessionc nclla d^ dicta. Et pcrch^
11 fine di N. S^' h stato di volerc in questa parte contenere in
ufßtio gli ecclcsiastici, rcformando qnalcHc abuso in qacsto pro-
posito bastcr^ che Tintimatione de brevi sin fatta, privatcmente,
poiche cosi si dnr^ qucäto ancera a 8. A. äer°°' com ella sk.
Potrk V. S. lil™' da qualche suo di caaa far notare il tempo
di ciaachedana presc-iilatione in ana fu^lio di distintamente et
doppo, che sarano tutte notato, bastcrh, che clla il sottocriva
di SQO pugno per ritenere memoria in qncsta canccllaria. Se
bene in questa attiene V. S. Ill"" fa principalmente il servitio
di Die et acquista merito con S*^ chie^ia, tattavia ancora to le
ne resiarö cou particular Obligo, uon potcndo farsi percio
maggiore in me dcsidcrio di scrvir la di qaello, che & et a
668
V. S. 111"" bacio affettuosaiuente le mani aogar&ndole feliciftsi-
mo ritorno. Di Grata li 30 Oicnaro 1616.
An «li^n Bischof roa Gnrk.
Di« N'anien der Äbl«: OuUcb, Viotring, 8t. Paul, ArnoldftUlo, Griffen,
PropaL ron Ourk, Proiiit io Knig, PnUt, Rechbarg, Wiertiag, Garaits,
6traJlbur||: und Volk^rajukt.
In Salzbarg nihrt« niau 9 Beweggründe ao, um derentwillea mui dl*
Exekntion di<'8M Brev«> nicht darchsete^n kann: I. Machen ilie Ealbolitcbeti
uikI Uiikatholiachen in den innerOeterreichischen Landen e ■ n carjm».
'i. Qrf^'n <ii« «Xuiiiigm iCi)i1er, geistliche und weltliche, kalliol isclie nnd
iiiikalholiKchn, wird Mfort <1ie Ssvkntion pingelcitet. 3. Vinle nijtrr iiind
gegen leLr hvlien ZXat im .Bestand' der Lutbenachen Herrn oder 4. oft
gegen näher gelegene QUter xcitweilli|r vertauscht. &. Die Lutberisehsn
Herren haben nicht selten die von den Gebllichen xu iteltenden OOMpferde
auf sich genommen l>. Man kJIniite ilacin auch von den Lutherischen Herren
nicht kanfen. 7. Die geiillicben Geßlle würden abnehmen. %. Viele junge
Herren, die sich apftd vinrx fonvernonU befinden, vrOrden darch derlei Sepa-
ration abgeschreckt nnd erbittert werden. Ö. Nlrgeods im rOmiBobeu Reich«
wird Boleh. ein Breve aiugoführt.
2033.
,Gitthfidimkm\ daß Georg Adler von seinem Begehreti, eÜ\che
iinJcatholische Knappen und Hammerarhoiter mh halten, abgewiaen
uerde. lOlO Januar.
(SUttb.-Arcbir, Outacbteii, Bep.)
2094.
,Guibedunken\ daß dem Herrn Bischof von Gurk und dem Herrn
Landeshauptmann« in Kärnten die Kommission der Unkaiholisehen
halber aufgetrageti werde und daß sie die uttkat}y>lisf^hcH Personen
vor sich erfordern und httechisieren müssen. 161S Januar.
(Ebenda.)
2095.
.Gutbedunken', daß Konrad von Garten in I. F. D' Landen eu
hleihen nicht gestattet iperde, es wäre denn, daß er steh bekehren
wollte. 1616 Januar.
(Ebenda.)
2096.
Ferdinand IJ. an die von Vordemberg: Sarah Übelpaeherin, die
sich ohne Vorwiasen ihrer Gerhaben tcider die ausgegangenen
Generalien vtrlteiratet, eu zitieren und ihr eu erHären, daß sie
ihre erblichen Anbräche verteirkt hole. Sollte sie aber s%ir
katholischen Iieliiii(m iiherireien, so würde ihr die Strafe 7UKh-
gesehen. Grae, 1010 Febrttar ü.
{Kim*., obanila.)
Dnmit msa dieae Seele gewloDe, seilen üt und der Pfkrrer Sie Uo^
Itclien Mittel rorkehren.
3097.
Z^rtdes fürstliche Seiolution: I. F. D' lasten es bei dem durch
die nieder Ost er reichische Kegierwig mit Ungnads Diener vorge-
nommetset^ Protesse verhieben. JJngnad ist tu, bedeuten, daß in
allen die Ueligionsrefornuition betreffenden FäUeyt, diejenigen, die
sich ihr unterworfen und dann iciden^uhistig erzeigt haben, vor
keine andere Inatans geeogen icerden, als vor die geordtieten
landesßrstlifJien Kommissäre oder die niederösterreichisdie Re-
gierung. {Grat) Itilti F^ruar 0.
(Kona., Suttii.-Ar«biv Gm. (Jetu. Ko|i.)
2098.
Ferdinand II. an die Jteligionsreformation^ommissäre in Krain :
verlangt ein Gutachten über die Bitte des Ijaibac}ier Bürger-
meisters Hans Baptista Berhardini, daß seine Ehewirtin bei
und mU ihm nüiig wohnen und ummsgescitafft im Lande ge-
lassen werde. Grojs^ lÜlO F^uar 30.
(Konx., obrada.)
2099.
Ferdinand II. an deti Georg Ungnadschen "Pßeger gu Melden-
stein Georg Binder: Befehl, sich jiacÄ Vemelimvng dieses vor die
Regierung zu stellen. Grae, 26"J6" Ft^Mr 10.
(Kont^ ebendA.)
Dibel «in ZetUb ^anmebr b«i Peeofall 10 OotcateD ia Gold.* Dun
noch ein Befehl Ferdinandi II. an Andro Un^nai] tod gleichem Ualum: .also
wird dir beiaebeos auch ao viel aug«rtiegt, da» in Bolcheo f&blen, die refor-
matioD belan^rendt, da aicb diejeDigan, so dereelbeo untarwcrfen, widerapäutig
ersaif^l, für kaia andere Infttunz ala unsere ^ordnote fürstliche commüaHot
oder cibolte luuere reg^ieraag gezogen werden' (siebe Nr. 201^7)
670
2100.
Ferdinand II. an den Pfarrer «i Trofaiach: verlangt Bericht
vherdie I^ntsrhuldiguu'j Jakob Sindelmanus, daß er seiner der He-
iiffion wegen erfolgten Zitierung nicht nachgeJcommeu. Gegert ihn ist^
wofern er sich nicht bekehrt, mit Atisscfiaßung vorsugehen. Qrtu,
16W Februar 12.
(KoDX-, ebenda.)
2101.
Der Pfarrer Johann Ripser von PettaU an die Pegierung. Giht
^ Gutachten über die in Pettau Jit'rrschenden Unordnungen.
Pettau, Ißlfi Februar 32.
(EbDoda.)
Trotx der im Jatirs 1610 vorg«nomineneii Berorniatioa ist bald wieder
J»r alt« ZuMland «ingetralen NUniiod ist v(>rh&nd6o, dec die statuta feat-
bXIt. Rtclit^r utiil Kat wollen nicht vcrbiin<lcn, nootlera scm|}orft'ei Mio und
tun, »lut iJinrn ^lOitatnl. ßiltA Annnliinngcn xii tTrifen, daß die tiiiitmktion«D
geballeii werden. Wieder balieii die I<eute ku Ost<?rii Ifilfi niclit ^hnicbtvl.
Dovb SGien nie Jetat nicht au strafen, vlellnlcttt kommen sie dieaa ORUni-
Weon nicht, werden lie in d&B ICe^iater ^esetat, das ich nach 0»t«ra «io-
lenden ward». Darauf «tfcdgt der Antrag der Kegienuui; aiu 17. Juni beim
Laudeifüratoii, mau müclit« zw«i Leute aiu Pettau, imtec ihnen den üladt-
riotiter, koinmen lauen.
2102.
Ferdinand 11. an den Landeshauptmanu und Landesvertceser in
Kämteti: verlangt Bericht und Gutachten über Gertrud Schieggin,
die sich gu Wolfaberg von einem Minoriien in nceierlei Gestalt
versehoi lassen und auch mit der ihr anvertrauten Jugend so-
wohl an Freiiugeu o/i an SumsUujen Fleiadt essen soU. Grat,
10J6 Februar 3$.
(Kons-, eboiida.]
2103.
ßutbedunken' , die Peformierung der kamtfiischeit unkathoUi
Offiziere beireffend. 1616 Februar.
(ÜtattU.-AreliLv Graa, UnUobt^u, Ke|>.]
2104.
Gutachten: daß dem Burggrafen und Verordneten in Kärnten oMf-
gefragen werde, Simon Pafribuschcns , Wittib' und Pupillen l'atho-
C71
I
lische Gerhaben jnt verschaff/tn, äiePujtiÜm von äe*i unkntholisrheti
Ortejt abzufordern und den Jesuiten eu übergeben. Den unkatho-
lischen öffieieren soll alles Ernstes verwiesen teerden, sich künftig
in solche Dinge einzumischen. 1626 Februar.
(Ebenda.)
2105.
Ferdinand IL an Hans Mayrhofsr, Verweser des HaUamtes su
AusSM: Befehl, den der Religion wegen vor twei Ja}\ren nach
Ausxe gesandten Jteformatiomkommissarien die Unkosten per
130 fi. SU entrichten. Grat, I61€ Marx 3.
{Orig., auuli.-Arct]i* Qras. Q*in. K«p.]
2106.
Die Heformatiouskommissäre* an Erghereog Ferdinand II.: Vor-
steUung in Betreff des dritten PunMes der landcsßrstlichen Re-
sdution wegen jener Personen, die die Landstandschuft besiteen,
aber in Diensten der Landschaft stehen. Auch auf diese müsse
sich die Üeforniation begehen. Klagenfurt, 1610 Märe 11.
(Koni., Archiv dea Qeseli. -Vereins KirnteD, Kudolfinum,)
Solche Personen, wie Christoph SKmits, haben Hie wichligstcD Ämter.
wie des Mekr^Uriitt, ctrsgleichrn Frant Oschwindt, ^«rsod leibliche Mntter
noch henle itnmer Meßncrin sn Vclkrt-marltt unil ilnr selbst — er ist des
SXmitx Adjnnkt — ein lebarfer, giftiger Lutheraner ixt. Wenn man an |^-
rinf^re Leute Zitationen crlHljt, nehmen sie xn rlieaeti ihrf^ Kuäucht. la
Elagcufurl werde du Religionswesen nimiiierr»e]ir KUr Ruhe kominen, wenn
dieee Posten nicht mit Katholiichen besetst werden, denn die ganse DUrger>
schafi hat Furcht vor diesen Leiitea, die «wA praeifxlu politk^ ihre Federn
ful Ke^en die Kutholisehen ipitten kOnnen. WUrde man ihrer schonen, so
gSlle alle« aia eitle Spiegelfechterei und triOfite die Heformatiuii jkhrlieh er-
ni^nerl werden, pje ents|irecheni1en Refebln aiisKufUhren, dUrfte aber nicht
dem Burggrafen überlasseu werden-, er inOclite sie an l&uge [»rutrahieren, dass
alle» wieder in dem jettigen Status erw&chst und im«erp Mfllie eine Ter-
jebene ist. Aueb Plleg^chaften sollen hinfort niiir Katholischen Übertragen
werden, also kein tiandmann ein Pflegeamt tibemehraen dürfen.
2107.
Landesfürstlielier Befehl an die tu Viilkermarkt: den Fleisek-
hadter, hei den* eine gefährliche Feuershrunst ausgekomtnen, de$-
> Der Landeshauptmann nnd ein Geiitltclier (Bischof von Lavant?).
672
wegen, weil er «i der FastettecU eine ärperlicJte Fleisch7nahUeit
angestelit, um i'iO Taler und jeden, der mit ihm Fleisch gegessen,
um 10 Taler ett strafen und das Gdd an die Regiertmg tu
senden. Grae, 2616 JUärs J4.
(Kop., Sutth.-Arebiv Oru. Q«n. Kop.)
2108.
Sarah Begina Ühe^acherin soU, da sie hei ihrer vermeinUieJt^n
Üdigion htdsstarritj rerhletht, fwtsiehen. Die von Vordemherg
haben ihre Güter einstweilen eu Händen zu nehmen. 1616
Mars 14.
(Butth.-Arehiv tirat.)
2109.
Itans Arter, ein alter ,erlebier* Krainer Landmann, der ni
in tVandeiü reformatlonie als solcher angenommen worden, haite
in Gemäßheit der Verordnung, daß von der Au&schaffung die
alteti Landleute auAgenom7neti werden, geleieti, samt den Seinigen
im iMnde verhieben zu dürfen. Da dies nidtt bewilligt tcurde,
bittet er, ihm einen Termin bis Georgi su gebe». Sein Ansudten
wird von der Regierung hefilrwortei. 1616 Märe Hl.
(SUtth-Archir Qr«K. Qem. Eop.)
Dju QMTich wird am 28. Man an die Re1>gioiuir«forraBt[oiukommt
TOD Krain g«g«Leu (Koiiit., «Ijeud«).
2110.
Pater Lamormain littet den Erzherzog Ferdinand: das Stiß
Milhladi dem Landeshauptmamie von Kärnteti gegenüber su
schätzen. 1616 Märe 24.
(Ebenda,)
Wird voD il«r Rei^ening luefUrwortirt.
2111.
Dem Loreng Meißner, Sekretär und Registrator der (steirischen?)
Landscftaß, wird der Tennin für seine Bekehrung oder Au»-
Schaffung bis Ende des Jalires verlängert. 1616 Marx 29.
lEbauJa.)
075
I
2112.
Verhör des Balthasar Gottschan v&r der lieligionsrcforinalioas-
kommission in Laibach. IftlG A^ril 11.
[Hrot dflr K«l.-UAfonn. in Krain.)
3«ine Antwort iit weder warm noch kult.' Erhält TeriniQ bu rfincstcn.
Am S8. 0«B«nil>«i' orMThnint er wieder vor der KoinmiHioii. Da or vidi nicht
bekehren IKßt, wird er de« Landes TorwiMen.
2113,
Verhör der Frau DrutnUits und des Amhros Hctumann ftw der
ReligioHSreformatwushommission. Laibach, 1016 Ä2)rä 12.
(l'rot. der Ssl.-Reform. in Kraiu.)
M« ffiM die ADtwort, l[« v«rbl«ibfl im alten katlioliaolion Glaub«»,
id eaf luth^riacli, t»i aucb gchoriam, wohin mans vArtchafl't.' Sie aoll spÜtor
wieder litiert wordon. HaumaDtis Sache lat oin Ehchnodcl.
2114.
Erzherzog Ferdinand TL an dm Erzhischof von Salzburg Man-
Sittich: danH ßr dessen Schreiben vom 21. März betreffend den
Inhaber der Herrschaft Wolkcnsicin. Er habe diesem den Bc'
fehl erteilt, den aus di:m Salsl/ttrgischen flüchtigen Vrotestantcn
keinen Unterscfdeif zu geben. Graz, 1610 April 12.
(OriK-, H.-, H.- n. 8t.-A. SalsUur);, Kauz. IS.)
2115.
Ferdinand IL an Veit Jochner, als Woi^enstcirtsciien Landijerichts-
inhaber: er soU die aus dctn Salzburg ischen abgezogenen SeMiscIien,
die sich in seinem Gebiete aufhalten und df>rt heimliche Kon-
ventikd abhedieti, abschaffen. 1610 April 15.
(Kons., Sinith.- Archiv Gras. Gem. Kop.]
Dabei das Schreiben von Marx Sittich Tom Sl. M&ni.
3116.
Lnndesfürstliclier Jiefehl, daß dem Georg Pindter, PfUger des
Andre von Ungtuid, die heilsame Beliehrutig oder die lUiumung
des Landes aufgetragen, er auch zur Ahlegang seiner Hexhuangcn
gewiesen Kerdc, 1616 Aprd 16.
^Ebenda.)
r»lit*i. ]|. Ibl. Bd. LS.,
43
674
,Fut AID Jcdor vencliATiae rieb jfltst btoter solcbea lUItimgen. dl«
or za Icpeii Hube, und will sicli der Reroriiiiklioii cntwohrfn,' Am 26. April
wird rindter vor die Regierung stliort (Konz., Glcntlii).
2117.
Ilofdekrd, daß die Jlcgierting Georgen Schinderl eine Frist mr
Ausschaffung ge^e, his der vom IfoßrktjsraU vcrIangU: Bericht
cinkommt. lillV April.
(St«tUi.-ArehiT Om, Hofbcveleli.)
2118.
Ferdinand IL an dett Prälaten von Adnumt: teilt mit. doß er
auf die Interiession der vier Staude in öberÖsterrcicJi den aus-
geschafften hinerbergischen Jiammermeislem gu ihrer endli^en
Bekehrung einen Termin bis nach Michaelis gegeben. Wenn sie
bis daiiin nicht katholisch geworden, sind sie ausxutccisen. Gras,
IGIÜ Mai 7.
(KoDZ , 8utth.-Are1iiT GriiE. Oom. Kop )
2119.
Outachten des Landeshauptmannes Christoph David Freih^*rm
van Ursciu-'uhcek über die im Ijinde Kärnten vorsuneiimcnde lie-
fortruUion der kircJilicIten AngelegenJieiten. (IGIG nach Mai 8.)
(ArdÜT de« Gcacb.-Voreiiis iu EftTDt«D, RudolUn., Miix. [GekOraL})
. . . Änf E. F. D* . . . ml dato 8. Maii d. J. abgcloffnen
bevelch, den »taium religionit wie uotl wclchergestalt . . . der-
selbig von dem . . . ankraat am besten gei-ainigt and i-efurmirt,
sowol Aach daa im land amvAgierende prcdicantisclic nngczicfer
vertrieben, auch deneelbigen der pass verlegt nud dadarch die
haimblichen und schcdlichen exercitia der A. Confuaion (»icj
verhüet werden mögen, coneernirend, hab ... ich ... ru be-
richten, das» wegen der seit jüngst verwichner reformations-
commission de novo hochficlicd lieber eingeriBsenon und der ca-
tbolischen rctigion nicht wenig pro ejudicicr Itchon difTerentien
. . . ein . . . iiotturft, dass (da änderst . . . die . . . mit barter
mtihe . . . institnirtc coTiscientiae oder gewissen und gemUetor
anfrechl im bestendigisten eifer erhalten und uicbt widerumb
67Ö
sowol durch der ttncalholiBchen hewohrnnp . . . corrnmpiert,
als auch durch dero selbigen spargieren den ramorn, wie nemb-
Itclien dor nunmelir bo ein giicte zeit hero in terpo liierten geduU
halber nicht utlein alte fernere rcformation gontzlIcU erloschen
und sopiort, soDdorn auch vUmehr widercimben der predlcnn-
tiachen introducicrnng als der vorhofTton algeinaiaen caUioüscheii
ainigkeit zu erwartoii abgeschreckt und geschwecht werden
sollen) eolchca . . . rcformatinnswerch . . . ft)r die handt zu
nemcn.
Wie nun abor ilaeselb . . . schwere difficultcton mit sich
zeuclit, in bcdavlit ea diaer orthen von andern I. F. D* under-
aasscn . . . ain solichen absorg (?j, das» . . . die alhiolgo burgcr-
schnft und der gemaine pofel sieh hei der bislicro getragnen
gedult anjelzo wegen der entawiacbcu von den uncath. hind-
leatliOQ gcthonen anlangen und gcsncchtcn liUlf auch hin und
wider erachollnen ruiuorn der bis auf den letzten mann be-
ständiger bchUrlichkcit ircs uncath. cifürä und dabcr gufasalcn
hofFnung villeicht vil sehwRrlicher als zuvor zum gehorsamb zu
bringen, sonder zu beseiten, dass die sich auf ihr gebie-
tttndc obrigkait, dio heim verordneten, rcfcricrn und sich nicht
leicht den reformationscoramissarion undergeben wurden.
Dan K. F. D^ ich ... nit verhalten boU, dass ich ... in
orinderang komcn, gleichwie zuvor von langen lahm jederzeit
in ieblichen gebrauch bei denen . . . verordneten und discr statt
Ciagenfart observirt und gobreUcliig, wan ein burgermaiatcr oder
richtcr . . . installiert und der geweste seines .imbts erlassen
worden, daas sodann auch die entzwischen derselbigen iarszeit
TOD gemainer statt neu aufgenommene burgerschaft I. F. D', . . .
sodann inen, h. verordneten, und drittens E. E. magistrat treu,
gcwtfrtig tind gehorsamb zu scin^ mit leiblichem . . . aydt ir
pflicht auf dem landthaus öffentlich laistcn mUeascn, also I. F. D'
I, f. person nunmehr von drey oder vier iabrn hero in prac-
Btjerang sulchen iuraments (zu was intent ist anwlssent) prac*
tertrt solle sein worden. Damit man aber dessen aigentbch . .
Wissenschaft habe, wlir ich nicht underlassen noch mehrere
kundschaft mit eheistcr gelegenheit einzuziehen.
Und weilen dan auch der gemaine diecurs sovil mit
sich bringt, dass da . . . von I. F. D* in diesen oder andern
Sachen eine . . . verschlossene Verordnung oder 1. f. bevclch auf
ain magistrat albie abgehen wurde, soHichen zu erülFnen, der
67Ö
selbige von ihnen, h. verordneten, noch ror ^aeter zqü iuhibirt,
und dass sie soliche verordcangea . . . denensclbigcn noch Ter-
BchioBsnor uberantwurten und darüber fernere resolotion aller-
erst g-en-iirtig sein, auferlegt worden Bcin aoll, ist leicht xu
scbUesscn, dasa sich mancher durauf verlassen and solches re-
formationswerk mehrere difücnltoten als znvorher abgeben
. . . mechte.
Daheru dan . . . fioL de novo hochnotweudige reforniations-
eoiumission nicht mit wonigem ernst, cifer und gebrauchender
anturität als die znvur allue fQrgeluftrie angestellt and unaas-
sct/.lick continuirt, daruudor aber alle bewilligte tolle-
rnuzen totaliter uafgehebt und eingestellt, desgleichen
die bcwilHgung der lengern tcrmin aovil milglich praecarirt,
abgeschnitten und ohne vorhergehenden bericht und räthlich
guetachten der religiunacominisaarien kaiiieswegs erthailt werden
mtlcssen . . .
AUermoSBcn aber an dem exemplarischen leben der . . .
geistUchkeit nicht wenig gelegen and dieselbig in versehung
ires tragundcn scelsorgerambts . . . bowoI in der goltesforcht
und sonst . . . starke bcfurdernass, im widrigen fall . . . gross«
. . . KrgernuBS zu geben pflegen, also wurde es gar nicht uu-
ratlisainb . . . sein, da 1. K. U' die jilriichc Visitation sowol der
geypfarren als in den statten durch jedweders ordxnarium, so
gleiehfallfl und principaiiter uiislrKtlich za leben verbanden,
damit ihnen das turfe est doctori, cum culpa redarguat ipsutn '
nicht fiirgeworfcn werden mechte, anfehlbarlich tUnsukeltren, gn.
auordnen wurden . . .^
Sodann nun ... die nncatho tischen . . . nichts ku allegiera
noch auf den rechten weg zu treten ainich bedenken ur&ach.
wurden vor :illen dingen die hievor in bewus&ten reli-
gionss.ichcn ausgangnen generaLien nicht allein wider-
ttuiben ei't'rischtj sondern aach mit solcher bedroender
scberf des unverhofften ungehor&ambB . . . ausgefertigt
werden müssen, dass man den cifer solcher furgenommnea
I
«
* Ha,: ,lpgo«'.
^ DaWi soU das schinslA Kiiikomnieii doi Kla^ufurter Pfarrsn, der lidh
kaum zu er1iJtlU-n vermag, aiifgeljeuert werden — etwa durcl) Inkorpo-
HflniRf; von St. HiigkrccUt; «ndlich oiflg« uucli der xwiscIieD Pfarre nn4
Magistrat ein^euigr:nfT Kircthciiglitrr w^^en ichwcbi^nclc ötreit eatiKbla-
den und diui dir Kirche UenoiniDone rMUtuie>rt werden.
m
refonoierung eowul in worten als nachfolgouden werken za er-
kennen und spurn. . . .
. . . Wurde ... am allerersten in solcher redivivischi^n re-
formatton bei denjooigcn, so sich inil doi- fedurii aufwieglung
anderer, aucb in den nunmehr gnetenthails offenbaren hatmb-
liehen pruktiken . . . gebraacben . . . bLSseii, der anfang mit ei*-
tbailung gowjssor seit and tcrmin ... zu mauhen sein. . . . Ob
mir non . . . gar nit zweiflet, daes bei solUch fUrlaafender be-
scbafTeiilieic . . . an vilfeltigeii hiHu-iiticreii und intercedicreii
. . . nicht erwnndon ... so ist doch alhier I. F. D' sovil zu he-
richten: können doch inen, herm verordneten, solche praeten-
siones daruin1> oicht:^ filrtnigen, aidioweilcii das laiid nticimubr
mit taugliclicn und gnucgsamb quatillcicrten {lersonon »u cr-
suizung der . . . vaciereuden Ruibter . . . versehen, wie dann
dur catliotisehcn etÜeh vorbanduii. aucli scithcro otlicb, so sich
augemeld, zugegen gewesl, aber weil sie nielit promoviert wer-
den kl3nneii, widerutnb vcrraist, sondern auch andere nach ver-
nemung solcher vacanzien, da sie den ernst Beben, ohit allen
zweifl unberucfon sich hicbei ßndeii wcrdtm. Zum fall nun dio
difficulttttion dcsr boachwilrlichen widorcinsctzuiig etlicher Hnibler
alao stark angesogen und darauf vcrbilrrlich berucbet werdcD
sollte, kfindte beuebens ein gewiss besümbt und ujit ange-
henkbtcr zeit, vor deren vcrfllessung sie, lierrn verordneten,
solicbe stellen wideruiuben mit tauglicbcn cntbidisehen personeu
zu versehen schuldig äclu sollten, so wunig schaden, als im
widrigen K. F. W dicselbigcn selbst zu ersetzen gedrungenlich
verursacht wurdun.
Indem aber bcgorgcnlich, dass denen konftlgen corarois-
aarien vielleicht alda abcrraalen die iurisdicliun, dass nenibÜcben
dtesctbig von anderer instanz wegen ir discr stat Clagcnl'urth
niemand :indern als nur denen verordneten zuegeliortg und an-
vertraut, obiiciert, dercnlwcgeu das hrachium geculare auf den
uotfall erligen und die gcbürlichc assistenz nit ervolgen mecbt,
wQrdt man zu prnccavierung dessen die bievor angedeuton g&-
neralia mit so vil mehr ausficriichcr erlcatcrung zu poblicicren
und in craft deroselbigen denen commissarien in alten fcirtallen-
don rehgiouspuQct vollmcchtigen conBens zu disponircn one er-
succbnng auiger fernerer obrigkeit einziimumen wissen, inrnnsaen
es dann auch zuvor gewesen, seither aber der gebilrliche re^pcct
und scbuldi;^« gchorsamb^ bei denen der iRudshiiublman maisten
678
aUo in peiu» ileg;eneriert und abgenomeri, da«s da ich bisweileu
erheblichor Ursachen wilbn dos mir anvertranten arabte halber
ein gebürlichs einsehen zu haben und die sich der catliolischen
religion entgegensetzende widervrerdtgkeiten abzostellen ver-
maint, mir gar baldt dcirjenig oder diejenigen, so mit der bui^er-
fichnft an coniinandicren, adumhrirt wilrdt.
Da sich nuD gleich auoh diser orten aioigc beachwäi-lig-
keitcn eraignen sollen, so beßmlt sich doeh diser K. F. D' für-
nemender . . . reloimation das alte dictum^ guod inveiita /ä^
inventa tpiaque fraus so handgreiflich entgegen, djiss was mit
hinwegsubafTuiig atncs ofticicrs «.ar vorhesserung vorhoiTt, durch
die enccession des andern wol sobald in pciits als in melius
roformirt werden mag, wie. dann K. F. D^ nicht z\i verhalten,
. . . dasä K. L. Jildti sieh nunmehr ein zcitlang . . . beäiasen,
auf CO ntimii Hieben fall der zuvor meierten wegschaffnng irer
uncatholischen yffiuioren dersulhigcn stellen mit andern evaog.
laitdlcuthen, so des aasschatfcas befreit, za ergeotzcn.
Auf das3 aber auch disem fuvo abgeholfen . . . worden
m5g, wer . . . mein . . . (M-avhtcn, da^s K. F. D' sich in solchen
reformationsgcneralieii iacpreese dahin . . . erclUren, dass solichem
nach dieustcn in die eanzlei und buchbalterei truchtcnden land-
leutben und deren Verrichtung mit der feder dcnenselbigen
bestes Heisa fllrzuatehen nicht verwehrt, jedoch dieselbigen als
officier in alweg diser reformation underworfeu und davon
kaineswegs . . . eximiert sein soitcn.
Kbnermasscn es dan nach mit denen . . . gleichen verstand
haben soll, so »usBCchalb der Iicrrn und landleut undcr die 10*)
gerüsBte Khärnerischc pferdt nur maiat der Ursachen willen ander-
geatellt, damit sie omnium rcligionum sccuri der reformation bc-
freidt . . . bcncbcns aber doch ein weg als den andern sich
bürgerlicher gcwerbschaft und hantiorung beAeissigen. . . .
Zu gleicher weis aber . . . sollen auch denen hcrrn und
landleuthen irc uncathoüsche praeceptore» und pacdanten . . .
abgeschaO't . . . sein, durch welches mittel . . . mauicher herr
und landtman bewegt werde, dass, ehe dann er solich seine
naehkümblicheu und hebe posteritet uhnc alle institution auf-
wachsen last, er sie doch der hcrrn jm(T*Mm S. J. diticiplin
ebander nndergcbcn . . . hierondor auch die an sonn- and
feyertagen alhie sich eraigeut Lutherischen hauspredigen
vernicht, verhliet werden mecht. . . . Uey welchem punct
I
679
AQcL . . . der mÜnderjillirigeD puptllen balber . . . solche tlis-
position für die hand genommeu werde, . . . Äaas, weilen I. F. D*
uls übristen gerhabeii wie klionftige Verantwortung gegen gott
principaliter obligen thuet, sie denmacli . . . auf solclie mittel
und weg bedacht, wie . . , durch vleisaige inforniation . . . irer
ingent dieselbigen in doi- cath. religiun . . . erhalten iiiügen
werden.
Die lians- und andere [>üeger in stetten und scblüssern
oder aber dcroselhtge Iierrn und landleuth, so gemeliiigliuli ntit
dergleichen proinotionen denen aoägcsch äfften zu hUlf kotumeti
. . . wnrden sich dan in solcher reformation Air excntpt zu halten,
umb Bo vil weniger ureatih haben und neben deu andern auf
ein oder den andern weg tiii:h orchtren müssen.
Über solches, bo den auch dio albcrait vorher rcformirte
Imrgorschaft, darunter nunmelir ir vil wideramb degencrirt, (nit)
2a UbersoUcn nnd do dio güet nit verfenglich, auf einen »eichen
schlag znm gehorsanib gebracht werden niilest^ dass . . . der
UbrigOD widerstrebenden petulauz fUr sich selbst . . . fallen
thiU, ... KU verwundern aber und hoeli zu erbarmen ist es,
. . . dass man biahero die Weltzeriache stipeudia, derentwegen
der alt verstorbne Leonhardt Weltzor etlich 1000 g. zu
E. E. L. handcn tcstirt, . . . da-'^s . . . von der crtragung der-
selbigen unterschiedliche Stipendiaten und landkiudcr auf hohen
schneien (wiewol an Lutherischeu orten) erhalten werden
sollen, ciitrtcht, so übel . . . angelegt M-erdcii, dass es der land-
schuft fUnicmbstc officier ala secretari, buecbhalter und dessen
adiuuctf auch der raitdiener, . . . unter ainander selbst aoBgc-
tliailt und ein Jeder für ain solchen sCipeudiatcn ein leibjungen,
der im für das studieren der reitros» und der Jagdhund ge-
wardt, oder die sparber abgetragen, gehalten Iiat. Ob nun das
der ititODtion des testatoris gemilsa . . . haben I. b\ D' ... zu
erwegen.
Was alsdann die sowol in Stcycr und andern ortcu als
auch in der stat W'olfsbcrg in Kärnten . . . ftirgenomene hail-
same reformation der Weibspersonen für grossen nutz and merk-
lichen lucrum viller christglaubigon seelen geschafft und her-
gegen der bishero diaer orten getragne gedult durch die b{>sen
Zungen des hartnilckigen Lutherischen weibervolka fUr ver-
derblichen ßchaden und vcrfllhrung j.nderer frommer matroneu,
die sich sonst, do sie nur für aolchen ireu dutzscliwcstern
A
680
gederft, zur wabrhai'ten cattiolisclien reÜ^on von dem i
flncliten iMtheranismo zu begeben lengst bewegen lasseo, be-
Bcheclien, indem sie gleich flowol ire conventicula und äo-
SAmcnkonften an sonn- und fejci'tngcn iiabcn, alda ey einander
aus der Latliery postill fürpredigen, in welicbem exercitin sie
don ire mHnner, da file audoist oin gnelcs wort liaben wollen.
unbetriiebt verbleiben lassen, ja «ocli dazu bisweilen attf etlich
wenig lueil ku denen unibsohwaifendeu predicantcn lO
still ausraiseii lassen milcsseii, das bezeugt das gemaine ge-
schray und gedaelittüi Weibervolks ofteminalä selbst wider die
religion bSn, ansgoüsno wort gar gennegsainblich. Nan es aber,
do es jn vielttts reformiert werden kann, inmassen anderer
orten bcschoclien nicht ku gedulden noch »u nntorlassan, würde
sotehee zu tenticm verhoffentlich nicbt DnratliBamb sein, ril
weniger ebne frucht abgehn, inniassen zu obgedaebten Wolfa-
berg als dio woibcr samentlichon nnC» ratliauK vcrepert gc-
weeeii, sich alle ausser niner ninzigcn bekehrt und ire männer
aucli zD rlor bukobrung vermögt.
Welcbermassen . . , denen umbstraifendcn sectischen pre-
dicantcn . . . duruselliigen schedlichen extircttin vürhUot werden
kOnttcn, bat es ein aolche beHcbafrcnkeit, dass, do gleich auf
eingelangte erinderung denen landger lebten die nachforscbung
nnd -Heizung auch einziebung dcroaelbigen (wrBonen . , . de-
mandiert wird, iliosolbigcn sieh aucli, als wann es ihr ganser
ernst, alsbalden willig finden lassen, ist duch alles . . . ein
lauter spiegirecbtou, und ein sublecbte» pütldoin den captivantea
zuvorlier gar leicht warncD künnon; wie dann bei den nnca-
thulieeh^:-!!, darmit die meisten landgericbt ersetzt, gar nicbt su
hoffen, dass sie wider tr vcrmaintoa cvangelisclies gewissen
dittiurtti bandlen and ein soU^he Lntheriselie sündt, darvon sie
ein anderer prcdicaut nicbt leicbtlicb absolviern wurde, oho
ihren baalspfaft'en begehn werde, derentbalben dann ja zwar
, . . sülclic abi^ebaä'uiig . . . xna werk zu riubton . . . kein
beasera mittel vorhanden, als do man auch alda in Kftrndten
ein landlprofü&en, so ohn alle connivenz der cit hol i sehen re-
ligion zuogcthan und nicht etwan ein ambidextet\ unter dem
schein, den viehaustrieb, wie auch andere wider die policey- und
landgerichtsordnung streitende contrabaud zu verhüeten, auf-
ncmen und undcrhalden thet, welcher sodan auch auf der-
gleidien vaglerende persuncn seiu vteissig aug und aufmerkea
I
•
«
I
I
681
haben kUndt, wie dann nunmehr auf etlicli KArncluisclten htnd-
tü^en nach einander statt und niHrkt umb dergleiclien landt-
profosen, in bedacht, durch das gewerb :mf dem gey inen
merklicher abbrncli geschieht, so dardorch verhüctet werden
möcht, mit höchstem verlangen angehalten. . . .
Zu dem man dun auch besserer sorg halber diejenigen^
so solche vurdJlchtige und ausgeschafTte per&onen aufhalten and
. . . unclürschlai[)f geben wurden, in denen erfrificliten genoralion
nii^ht alli-jn itiit cunfiBcation ihrer gUater, sonderu auch mit Icib-
ätraf nacli giilegcu- und l>eachatrenheit der Bachen filrziuiemen
lietroen, hergegen aber den anzeigern, desgleichen di^m laiub
provoBon, eu welichem dienst alberait ein tauglicher vorhanden
w&r, aas deroselhigcn vermügen ein gevrisses dr^utjit dusignirn
kniidte, kquiuIcu dorcn in vorig fürgelofner reformationiscom-
mission genlzlich ans dem land gescliaftner, nicht allein noch
alberait IiIh auf hentlgcn dato ctlich, so wcttcrs nicht als
ans ein statt in die ander geraist, bisweilen aach nur
aaf ein hammor oder mUlj ein karxcii weg von der etat
retirirt, alda sie bis dato verhüben. Denen dnrcli
solches miil gleichfalls gesteuert und gewehrt werden kUiidt,
dass den aosgeschuffnen and sich wider algciimch liereinsehlai-
fendcn Lulhcri sehen nuirklichen favors, so demselhigeii in
jasticiwcscn und sonst alhicr bei anderer Instanz au der Par-
teien nachtheil auch mit restitutioucn in int4tffrum, so doch nicht
in iror macht, sondern ein reijale principis crzaigt wUrde, in-
niasscn zuwider der erganguen 1. f. rcsolutioncn und darüber
behabdes recht tn caiua Adamen PUachls, burgers alhie, coiiira
»Sigmunden Lnubingcr, einen ausgcschatl'tco, auf starkes bevcichon
der herren verordneten hei dem statgericht alhie vor wonig tagen
beschechcn, hierunder zu geschweigen.
Wan nun BoUcb . . . reformatio ns werk in schwang ge-
bracht und sich der verhoffle effeclus . . . eraignen wurde, so-
dann auch die vieitatio libt-onim haereticomm nicht unrathsam
fllr die band genomen und die noch übrigen Lutherischen po-
stÜD auch andere vcrUotnc bUcchcr, deren man unterschid-
liehe auf dem platz verkaufen thuet, nicht unbillich dem
vulcano consecrirt, diejenigen aber, so sie wider dag in voriger
reforraation crgangne verbot bishero in ihren heusern gedult
und verborgen gehalten, in die gcbtirliche straf genomen. Doch
BoUen dtirch solches verbot in alwcg nur diejenigen bUecher
683
so von dor roUgion tructicrn und der cath. sawidor, aber ^ar
nicht al an Lntbenscheii oiien getruckte exemplaria, so in twn'-
dicis vcrsiern und medici» oder philotophiins termtnia versiem
and die religion nicht conccrnicrn, indiscretim verstanden sein,
in bedacht, dass auch die an Saxiachen oder Pfalziseheo orthen
geschlagne taltcr und andre münz un catholischen ortbeu iu
irem valor and gang passiert werden und nicht der truckh oder
das ort sondern der Inhalt der lehr verfclscht.
Als es dan auch der herr Salzbnrgerisch und ßamber-
geriscb herr vitzthomb ohn iren zuethon nicht ernrinden lassen,
sondern au reassmnierang solcher refonnation Tön I. F. D' ernst-
lieh venuunth if erden inUessen; damit also discs ganzen landts
ainhclligcn consens in der catholischen ainhclligkeit gespürt
werden mecht.
Demnach aber dise Lutherische scach in morem eancriy
je lenger man derselben zusiclit je weiter umb sich »u fressen
pflegt, ist die höchste nottarft mit solcher reformiorung keines-
wegs zu feiern, vU woniger damit bis auf den konftigen land-
liig zu cunctieren, do sich alsdauu zu besorgen, allerlay spOn*
und hiodernussen eraiguen und allerhandt retard lerungen so-
wol mit intcrcessionen als andern in weg geworfen werden . . -
mochten, wie dann die reformanten vil lieber den TQrggen and
Tartem wintschten, auch schier lieber thür und tbor auüheten
und der Sachen crfarciiheit genuegsambllch am tag und sa
verstehen gibt, das», was in voriger reformationacommissioD,
in welche sich schon mcnniglich ergeben gehabt, mit einem
wort gericht werden künnen, jetzt bei solchen entzwischcn fllr-
gelofner beschafTecihcit den Uehcitubischen, Ungerischen, Oster-
reichischen, Sclilesingischen und Mahreriechen attentatea auch
der Steyror, KhUrner und CVainer nnrmehr menniglicli bewosst
und gesaechter reichshülf und der daher gcfassten starken hoff-
rung mit grossem ernst wUrdt ins werckh gesetzt and wider-
unib zu recht gebracht muess werden.
Aber wird diaer mein eiccuis . . . angesehen, also wissen
E. F. D' . . . die Sachen zu beherzigen und sich darüber za
re^olvieren. . . .
(13';, bii. foi.)
4
4
^
68n
2120.
^Memoi'ialA, darauf in äff denen herrn cotnmissarien üherschicken-
den Instruction ßrnemhUcJi achiung ji* gehen sein möcM.'
(Arohiv des Geaeb.-VurBtos fUr KUnitnii, Miasoll.)
Erstliclien, wer vieler Ursachen halber zu wüugchen, da&s
beinebens nlshaltlcn iiiclit allein die nllhicit^c pfnrr zu Clagcn-
furt von wegen ires ja zwar schlechten and geringen ein-
kommens besser und der nottnrft nach dotiert, aach solcher
die zunechst alda vor der statt gelegne pfarr zu S. Kuprccht
incorporirt, sondern auch an dea jetzigen pfarrera statt, der
ctwan mit einer andern pfarr zn bedenken, ein mehr eifrig j
vernünftig-, atandhaftig- und exemplarischer seekorgcr dem-
selbigen subrogirt werden möcht, inraasscn sich dann auf
diesen, so nichts in geliaim behalten kan, auch seiner wanke)-
m(Uigen qnaütÄten halber zu nichte gobrauchcnj aach nichts zu
verlassen ist.
Dieweilen es aber vielleicht also fUr diesmal nodcr ainstcn
niclit bcsc.hßchr^n kann, will gleichwoll von nfiten sein, für das
allermeist denen herrn coniinissavien zu iniangienij dass sie h.
pfarrern zu sich erfordern, dcmselbigcn mit allem ernst ein-
bilden, das» i-T zum wcnigattm alle wochan 3 . . . nt ' und sich
auf die Franciscaner nicht verlassen, am sambstag und sonn-
auch feiertagen die vesper unausgesetzt or<lonllcii in dür B.icristoi,
aber alles sauber und rein halt, des übrigen Irunks, auch raufens
und schlagens enthalte.
Am sonnlag (alle moiiat zum wcntgtstnn einmal) undcr
der predig, so die Franci&caner verrichten, an suspecten orten
der Lutbrischen predigen, am sambstag aber des fleischessens
halber sowol zur nacht .als mitlagmnlzeit visitir, die verbrechen-
den denen herrn commissarien referir und der bestrafung halber
von iuen beselieidts erwarte.
Gleichermasscn auch der nncatholiacben bUchor halben die
Visitation nicht undcrlassen, sondern was er dergleichen . . . be-
tritt, hinwogncmb und dieäclbigc, wio auch wem sie zugehörig
gewesen, verzeichnete, denen herrn commissarien andeut.
Under welchen puncten dann auch du3 predigen lesen
und lutherische liedcr singen, ergerÜch fleischessen and der cath.
* I>ar«li flineo Wiuserfieck aal«s«rlich gewurdeo.
684
roligion widerwertige bficcber anbetreffend kein officior anage-
nommen, sondern solches alles ihnen samcntlich in eommuni
gicichsowol als denjenigen, so sich alberait zn der catholiscben
rcligion bekennt, verboten sein und der pfarrer bei inca eben-
massig visitiern soll, keineswegs aber mit inen hcachlen and
gleichsam er solches nicht gern thue and Ueber ander-
lassen wolt, wann er es nicht aus bcvclch des oder Jenes thueu
iniist (irinias^en sein gebrauch . . .)'
Und demnach nunmehr ein solcher gebrauch cinreissen
will, dass allein die vorhabend rcformation su cladim, die
meisten ufficierUmbter durch landleat ersetzet, damit
dicsclbigcn kUiiAig nicht aasgeschafH werden, sondern sich der
landleut l'reiheit betragen mögen, den 10. ,9t zu sondcrm ab-
brach und sclimclcrung I. F. D' camergefelt nicht geben dcrfen,
sondern da was dergleichen attcntiert werden sollt, sich die
andern landtständ irer als mitgÜeder notwendig annemen mÜBSon^
sollen dicsclbigcn sie, lierrn commissarion, auch furzufordern in
aUweg macht haben, auch schuldig und verbunden sein, denen
zu ircr crclllmng ein monatfrist tcrunn zu bestimmen, ob sie
sich des landniannstanda allein betragen und ire ofßcia re-
signim oder aber sich zu der cath. religton bekennen wollen.
Wann sie nun lieber ire ofßcia lassen und bei irer alten
abei^lanbisclieii meinung verharron, als sicli zur wahren christ-
lichen katholischen religion hegeben wollen, soll denen selbigen
«u abtretang angezognen ircs dicnsts nnch ein viertel jar und
lenger gar kein termin erthailt werden, die lierrn verordenlen
aber ininitlels solche mit andern tanglichen cath. personeu als
gewiss zn oi-setzen sclmldig, weil sonst dessen sie, horrn oam-
missarien, zn thnn befugt sein sollen.
Beinebens dann auch sie, horrn verordonten, dnrcb ein
absonderliches bevelchschreiben nochmals ernstlich dahin ver-
mahnt werden f^olten, dase sie doch dermalen oinst auf ersetzong
der stellen mit katholischen personen bedacht sein und ander«,
mittel für die band zu neraen nicht nrsach geben sollen.
Zu welchem end dann auch sie, heiTn commisaarien, nioeT
jeden officlers endliche mainung, darin solche zu verharren be-
dacht, nach crthailter monatsfrist termin mit ernst begeron sollen,
auf dass man sieb darnach zu richten, inmassen dann gar kein
4
' Ihirch einen Wassorfleck onleacrlidL ([ewordon.
I
I
Zweifel, dasa der taagliclien mbiectiyrurn gnugsaui vorhiinden
Bcic QDd Eicli aomcldca werden, du man ntir den ernst sehen
nnd spüren wird, du entgegen man bei jetzi^^er bcschnffcnlieit
nud bisher getragner gcduld viel mclir wahr- and ahnimbt,
auch spDrt und vermerkt, dass die nncatbolischen auf alle mittel
und weg gedenken, wie sie die wenig catholiscfaen widerura hin-
weg bringen uud vertreiben mögen.
Auf solehes die hcrrn commissarion, auch die im land her-
urab gesesaoncn uncatholischen vom adcl ftir sich erfordern und
denen selbigen glcichsowol gewisse termin nach gclegenheit jed-
weder pereon zu deroselbigen bekohrung erthnilcnj auch darob
wie billich halten sollen.
Als es dann aach mit der herm und landleut pfloger
gleichen veratandt haben eoll, seitemal dises gar gewiss und
wahr, dasa solang dieselbigen nicht reformirt und irc stellen
niclit mit catholiachen ersetzt werden, die predicanten nimmer«
mehr aus dem land EU bringen noch die bauerschaft sn be-
kehren.
Demnach die herm commissarien dem statpfarror allda
zu bevelchon haben werden, dass er nach und nach die ganze
burgerachaft sowol anch die inwoner für sich erfordern und
denenselbigen mit r-rnst. auch bei leibs- und gntÄßtraf anflrag,
dass welcher sich in iarsfrist zu der beicht nicht eingestellt,
Bolches innerhalb eine« monatB also gewiss vollziolie, wie er
sonst don horrn commissarien rcfcrirt, nach Oratz citirt, so-
dann andern im aim cxempl in die gebUrüche bestraffting ge-
zogen werde.
Ebenfalls dann auch die Weibspersonen mit ernst au irer
bekohrung gclialton, erfordert, die widerspenstigen mit dtT Ver-
haftung naf dem rathhnue gestra/t, die wittibon abor and alten
nnverhoi rateten weiber (so gmainiglich die ergsten und nicht
sn hendigcn sein wollen) unversohont ganz und gar ausgcsehafll
werden sollen.
Und so dann beinebens anch hoch von nuten sein will,
dasG wie glcicli solches alliier zu vollziehen denen beiden horrn
als l. f. generalcummissarien aufgetragen werden soll^ also in
irera gebiete die drei hcrrn aU der Jierr 1. vitzdomb, herr Salz-
burgischer und herr ßambcrgOTlseher vitzdomb solches eben-
niälssig bei iren untergebnen bargern und undersassen fttrkehrcn
werden, I. F. D' hierauf auch gu. bedacht nein und eouder
«96
allen zweifei deDenselbigen solches durch gemessne bevelch, da-
mit es Zugleich f&rgcnommeii werden mOge. aaftrigcn.
Soviel nnn aber die baacmscliaft anbetrifft, wird diewr
zeit kein bessers mittel, dicselbig in ^horsam der cath. religioo
zn erhalten sein, ab so die, welche bis anhero die predicanten
anfgehalten und sich Ton inen speisen lassen, item schon ^o-
mal aas dem Und der religion halber gesogen nnd wider herein
ohne crlanbnns begeben, anch noch auf ircm irrthtunb benihco.
Gittert nnd gestraft, in genere aber allen and jeden pfarrem
auferlegt nnd anbevolchcn werde, dass sie in gwisser termins-
zeit ir relation, was sie fnr beichtkinder nnd welche sich ein-
gestellt oder nit eingestellt haben, anch sonst widerspenstig er-
ZAi^en, bei inen, den herm commiasarien, einbringen sollen, welche
aUdann hierüber die fernere gebUr fürznkehren werden wissen.
Also hont anch bcinebcns denen herm commissarien in-
iungirt werden, dass (ob es wol bei so geringer anzal der ca^
tlioUächen im land schwerlich, doch so viel es mllglich sein kan)
dieselbigen darauf gedacht sein sollen, dass za allen gerfaab-
nnd gfatterschaften nur cath. pcrsonen gebraucht nnd nicht
leichtlich die nncatholischen bierza passiert werden sollen.
Scliiraclme ritlation sambl d«r
I
Au߫Q: .Uemorial in rcliKloniiMclieo.
inftniction.'
Mit vielen Korrekturen am Bande, so daß du Stflck einem Eoniceptr
Slmlich sieht. Von dcnelben Maad, welche das Stück geschrieben bat, das
mit den Worten beginnt: ,In beTontebander . . .* = Nr. tlH.
«
2121.
BericJit d€s Lartdeshauptmannes von Kärnten Freikerm von
UrscJKTtheck an Ershcrsog Ferdinand: tcesJudb die heikamc iSd-
formclimt bisher so iveniff Wursel tjefaß und itvts in der ße-
siehung ffCscIiehen müsse. Si« sH in allen vier Ständen not'
wendig: in der Geistlichkeit durch Abschaffung ihrer Weiber nnd
Konkubinen, Einseinmg eines guten Fredigtrs und Ffarrers in
Klagenfurt usw. Beim Herren- und liitterstande, der fast gauM
protesfanlisch sei, müßte bei den Pupillen begonnen werden: diest
teuren am Hofe kathoUscJt au erziehen. Offiziere und Fflegcr
müssen katholisch sein, sonst mrd man der Prädikanten nicht
log. Die Heformation ist a\tch unter dem Bürgerstixnde und
unter den Bauern dringend notwendig. 0. D.
(Kop. dei Qetch.-Vereins fUr Kärnten, Klacenfart.)
4
ßR7
Qleicliwie mir K F. D* in conferirnng der I. haulilman-
Gchaft vor allen dingen dm berurdcrnng des rellj^lonswefiens . . .
anbcvollien, also liab ich mir von derselben zeit an molircrs
nichts als dusselb, welches bis zar erbarmang corrnmpiert ist,
SO vil mir immer mllglicKcn^ angelegen sein lassen. Dass ich
aber bei aolchen nnnmehr gar tief, zu haisaen eingcwurzeUen,
Qiikraals des Lutherisch irthuinbs bisher wenig frachtbarlichs
aasrichten and einige erspriesshchkeit nicht spUren kOnnen,
hab E. F. D* . . . bcrait . , . entdeckt. Ist demnach ... in
betrachtung jetzigen verwirrten znestatids sowol bei den geist-
lichen als weltlichen die vor der zeit im leben unserer Vor-
eltern !^cl. ged. noch florierende ainlgkait des glanbens wol zu
betancrn und weilen dnrcb die darauf erfolgte Scctlschc dis*
sonanz aach die licrzeu and gcmüctor an einander also wider*
wertig, die Verbesserung schier mebrera zu wünschen als zu
hoffen, nichts desto weniger aber an dem vleiss dicselbig wider-
amb zu erheben nichts zu rcmiltiercu und wie schwer es sich
anseilen litsst, gleichwol nicht sa dcspcrieren, und ob nun wul
E. F. D^ hierüber fernere nemcndcr gn. resolution ich in . . .
gehorsamb gewäiiig, auch in fortsctzung dei*o willens und uiai-
nung au mir und meinem müglichisten äcisa nichts dcsideriru
lassen will, so hab doch E. F. D* den jetzigen statum religionU
und wie solcher ... zu reformicrn . . . anzudeuten nicht ander-
lassen wüllen.
So man nun aber den sachen rocht nachdenken und aigent-
lieh davon reden will, betindt ich die ganze reformation in vier
undorschid liehen sUindten, nemblicheii in geistlichen, ritter- und
adels* unter aniaten, dann auch im barger- und paucrnatandt
ganz hoch von nölhen. . . .
Inmassen es nun aber alda gar kainer weltleiBgen do-
duction . . . betürftig, sondern die erfahrcnheit für sich selbstcn
angonscheinlich an tag gibt, dass bei denen geistlichen hin und
wider gleich sowol als im politischen standt sich alterliand ergor-
licho ineonvenienzen ersaigen, also wftr für das allererst die
geistlichkeit der reformation zu subjiciem und die abschaffnng
derselbigcn gegebnen weibcr, desgleichen concubiiien mit ernst
und solcher gcstalt zu continnirn, dasa auch vermittelst der land-
gerichl solche slrafmessige woibspersonen bandisirt wurden.
Vor allen dingen war . . . der statt Clagcnfurt ein gucter
prediger und exemplarischer pfarrer in der religiou, auch fUr
688
sicli selbst eifrig und anf die burgcrschaft der gebotnen fastttt^
liallmr, wo^en dos ergerlichen indifferenUr das ganxe iahr
liindarch pflogenden flcisclikocliens sein Seissig^ ang het nod
ilitsoiLs denen oncuUiolisciton ofHciem im geringi»ten etwa*
naßlisehe,
item kainen nas den Latlierisehen nnein gestellter aosam«?
geh, v!l weniger im wirtsliaua cnd gleichaani privatim ausser-
lialb der kircben (wie bishero nnr garenvil beschekeu) copa*
lieren tbae. Welcher (ifarror aucb in irem ratb zu aincm anwalt
in alweg deputiert sein inttcsatf^, sonders bocb von nbtbcn.
Wie und welcher gestalt aber demselbigen das brachium
sfciilare, dessen sinh disor zeit sowol bei ainem magistrai ab
anderer instanz wenig zn getrosten, zur assistenz und hülf
zu gebrauchen, das wird die nachvolgende dednction geben ; .
ftlr ains. ^M
Fürs ander, den herm- und ritterstandt betreffent, welcher ^
unter der rcfürmation so strirte nicht verstanden, ist zwar nicht i
weniger und alda wol zu sagen: hie opUB, hie lahor e»tj den- ^M
selbigen als der mit solcher IjUtheriecben sencb nunmehr stark '
hebafft und Inticiert, dass unter bunderten nicht oinor ^
catholischon, in glaubcnssacheu zu rcformieroo. Aber ^|
wie dem allen, were glcichwol neben andern raitteiu auch disa ^
vorbanden, daas die unerwacbscn pnpilten algt^macbsamb nach
hof von E. F. D* als obristcn gcrbabcn, horrn und landsfUrsten
abgefordert und damit sie in der catholiscben religion aufer-
zogen würden, die Verordnung bescheben luUstc.
Und sodann nun hierunder auch des allgcmainen adeligen
standts gedacht worden (in welchen ich gleicbfalla £. E. L.
officicr und der bcrrn und landlcuth pfleger begriffen hahea
will), niilestcn dicsclbigcn nicht allein auch der künftigen neuen
unentbehrlichen rcformation . . . samcntlicb unterworfen, sondern
auch hierunter discs fürnerolich zu praecavicren sein, dass der-
selbigen nicht etlieh erst i« fraudem reformativnit zu Und-
Icathen anfgciiomcn oder der officier vacicrcudo stellen mit
LutheriBchen landlctithen, die noch erger als die hiuwcgge-
schafften, ersetzt, vil weniger solcbe Lutherische gesellen, dar-
unter auch Marx Wassermann zu Vülach, nobilitirt. Ja sogar
in E. F. D' dienst ivio Caspar Knessleben, aufscblagseinnember
am Loibel, so alhier der religion halber ausgeschaift^ ange-
nomen worden müchten. . . .
tiSO
I
Kb sei daii nuu sacU, daiis solche zween, ncmblicti der
oföcier- und pÖegoretand zuvor sauber, rain and wolpurgiert
werden, ist diser orten im ganzen land KSrnten . . . kt:in
bcBtitndigcr gedankeu ainiger verhoffciKluii Verbesserung in
g]auben83achen zu scbüpfen, sondern . . . alle mühe and arbait
unibaonst, vergebens und verloren, wie dann die mit der feder
vi! anfwigln and oftcrmals vil schaden können.
So nun E. P. D' das land gern von den scctiecben im
londt liin und wider herumbschweifeudcn prcdicantcn geseubert
schon und erhalten wolteri. ist anwidei-sprechlich wahr, daas zu-
vor der herrn und landleuth pHeger als die recejiiatifrts und äe-
tentores derselbigen reformirt oder hin weggeschafft werden
messen and auijser deäscn sie, praedicantcn, zu vertreiben dureh-
&U8 kein raitung zu machen.
Und damit nun äolcbo reformation bessern fortgang er-
raiehen und das» es ernst sei, ein ansehen bekommen, sich
auch [ucnniglicK darnach zu rictitcn haben niüg, ist an den
sectittchen pfleger zu Landscron Hans Christophen Schnee-
weissen, welcher die prcdicantcn nicht allein aufgehalten und
zu löO personen auf einmal im schloss daselbst speisen lassen,
sondern auch fUr sieh selbst einen grossen anhang und concurs
der wQciienlUch Icstendcn Lutherischen predigen halber und dan
an dem Andre Steiiibcrgcr, so sich neulicher zeit bei dem
wirtb an der MöUbrlickcu durch ein Lutherischen praedicantcn
nächtlicher weil copulicin lassen, item an denen im landtgcrlcht
Trefien vorhandiieu Lutheriüchen rildleinftlhrern, so albcraits
K. B". D' npecißce nambhafl gemacht worden, ein solches wol-
empfindliches cxcmpl zu statuiern, dass sich andere daran
bithch zu spiegeln und derglcichoD nichrers zu attentiern ein
alischeuen haben mUgen.
Wie nun fUr das dritt der burgcrstandt und gemoin in
disem ganzen landt Kümdten auch einer guetcn rcformalious-
laugen, den Lutherischeu unÜat abzuwaschen, hoelibcdUrt'tig
und nunmehr seitbero der vorigen eommission wider-
umb de noco fast gcntzlich iuficiert worden, in bedacht
ein krankes scbaf oft vil -/.a inficicrn pflegt, alao ist es in-
sonderheit einem inagistrat zu Clagcnfurth (von welchem man
für gewiss s:igcn will, dass auch nicht ein ainiger darinnen
reehl catholisch und qualis rex taU$ ijrex) hoch zu verweisen,
dasa sie ander dem t>cliciu und practext der gemein frc^heiten
r»ai««. IL AU., Bd. LX. M
600
1
callioliselic aus ii*eiD mittel Iierausnemen lassen mid er,
Btrat. lindere Lutlierisclic orzkotzer, ilio sich niemals oingesteni
und dt!S siiins aoeh noch nicht sind, hinein genomcn haben.
Daher dann E. F. D' gn. zu seliliesaeD. was es mit der ^mein n
und anderer burgcrschaft (die sich nuninelir offontltch Mridcramb ^M
für Lutborisch bekennen und wider die catboliachen ungo- ^1
scheuulit mit hübuiscUon, spQttiseben, ja güttloHi^n reden ver
nemon taascn, item ausser den sonntÄgen nn anderen feyertägon
die liUlen und (1eisi'hp«;nr'k1i olTen halten, ofifeTitltch arbaiten,
die statthür under währender k.iircli7.oit iiffonen darf) für ein
beschaffen hait, dessen alles man da wol, wo auch unter den
verurdnctcii eatboliecbe weren (ioinassen wir dann künftigen
landtag ainBlmals aiu glciehlicit ditsorls blllich zu practcndieron
und da sie derselhen oit etat ibuen woIleD, ohne weitleifigcs
disjjotat die separationj vreliiihd uns E. F. D' bei golcber bc-
Bchatlenheit verh öffentlich nit werden improbirnj notgedrnngcn-
lich farKunomcn verui-sacbt) Überhebt sein könt, und ob nun
dcrselbigen gesellen zwar etlich gar wol mit natncn zu ent-
decken weren, ao hat es aber Aoch alda ein soliche mainang.
daes man von ircn Bchier wie jener, so junge wülf failgelragen,
als man ihn fragt, welicber der fröinbst, sagen mUcht, ist einer
guct, so aoind »y al guot, also dass ausserbülb einer fllrderÜ-
chiaten . . . reformalion nicht allein durchaus knin Verbesserung
zu hoflcD, soudcrii der Luther »n allen disen orten bald gar
lebendig werden raccht.
Viertens die bauernschufl anbetreffend ist wol zu erbarmen,
ja BH bewaiucn, dass unter so viel tausont BCütcn kaum
ein band voll mehr katholischer Christen zu finden,
alsdann E. F. D' ifh nenlJcher zeit ein ordcnlicho specification
etlicher (»farren ubcrscliickt. Nun ist aber an allem disem Übel
niemand mehrere als eben die pdeger schuldig, wclicbe nicht
allain die zuvor ausgoschafftcn wicdcruuib gern auf die er-
ledigten guoter und hueben zu sitzen für underthanen auf- und
angenommer, sondern die predicariten aueh (in)iren landgcrichten
gfdult, erfurclert, fovirt und aufgohallcu, also dass daher alles
discs unhail entsprossen.
Dem allen nach dahin aber und nochmalcn g:äuzlich au
schliesspn, dass, wo nicht soliehe vilmals solliciliert und ge
betne reformalion dermalenainst furder und wllrklich er
folgen soll, diec Lutherische infecUon nochmalen einrcisscu
und itii
werd. . .
laiid fcriierb y.\x ImiHBen
E. F. D»
691
ittcurabUiier grassieren
dien stf,'eliorsaiu ister
Cliristopli David Ursenpöckl»,
freyhcrr.
All! Uniachlag»: ,Koli^oQB§achcn. BcUtionco I. D* enthenogeii Vct-
iliaatiileii vuii Chrtsta|)li David froylierru von UrsombQckli aber die Kärntne-
rUclio vc^rgDweita refprmatioa 1Ö16.
2122.
Der Landesbauptmaun von Kärnten Christoph David Freiherr
von (jrsehettlecli ctn Erzhersog Ferdinand IL: atqyfkhli als Mittd,
um die Zahl m\d Bedeutung des IcaihoUschcn Herrettsiatides im
Laudtaifi: su erhöhen, sie einzeln mm Landtage zu eiUeren und
die r. Jesuiten, den Abt von Arnoldstein und den Propst von
Grifett eineiiberufen etc. 0. D.
(Eop., Archir drs Ge*cti.-Teretiu io Klagcnfiirt)
Von wtirkliclicr antretung bis anhero der . . . mir . . .
anvertrauten 1. IiaubtnianBchaft Khärnten bin icli jederzeit . . .
bemüeliet gewesen, damit dor catli. . . . aber laider in disem
land Ktifirnten vast bei menniglicli, insondorlieit aber dem adel
schier gar orloschnen roligion widemmb auf die i"Ues8 geholfen
and also nach gete^ent solcliem guetcn fundamcnt, sodann nach
... in politiaclicn, jnstic.iweaen und andern , . . gedient werden
mtfcbte, inmassen dan K. F. D* ich neulipiat Über den von
mir gn. abgeforderten bericht mein . , . ffuetachten weitleofiges
Inhalts zaekommen lassen.
So dann nun aber ich . . . abncmen und ermessen kan,
dasB, da änderst in solchen . . . etwas frnchtbarliches soll aus-
gericht (werden), nicht allein der noch aberigc claine rest der
catholisclicn herrn und tandleutli in irera exg€ erhalten, sondern
auch mUgliL'hist gemehrt und nebens denen uncatholischen in
ofßcÜH und diijnUaiibus gebninclit werden niUssen, hab K. F. D'
ich . . . etliclicr . , . notwendiger . . . (sachen)' zu erißdern
nit andertasBcn sollen.
• Fehlt.
44»
692
Und weillcn dann nun die . . . erfahrang mit sich brinf^t,
dasB nanmchr ein lange zeit licro aaf etlichen . . landtXgen
die cathoUschcn nnib willen derselbigen eowol geistlich- ala welt-
liches Stands in schlechter anzal und oft kamn zwe&n oder drty
bisweilen auch weder ain noch der andere vitztbomb oder schier
einiger zngegen, durch die liberhetVfteu vota der andern noth-
gedrungenlich Ubcrstimbt werden mUeäsen und zu keinem schlnas
kommen kennen, vUrde aber es zu merklicher erspricsslichkeit
gedeien, da E. F. D' mir . . . anbcTolchen thatcn, dass, un-
geacht der zugleich in commun ausgangnen gcncralicn, ich
doch ainem jedwedern cuth. berru und landtman geist-
nnd weltlichen Stands zu solchem landtag aptcifice
citirn, derofielbigen auch kainer yor erraichter onHt-
sehaft ohn mein Torvrissen oder erlaubnuss, die aber ausser
hochwichtigen ehehaft auch kainem zu concediern sein, ver-
raiseii solle.
Bey M-elicher beschaffenheit der Sachen dan auch bei-
nebens diihin gedacht werden mQcst, welchermassen ... die
herrn patres 8. J. zu capcssicruug ircr rcsidenzcn auf den
landtilgen anatat der gottsheuscr nicht als praelatcn^ sondern
als solche, die p7'aelMtum haben, widerumb xn bringen sein,
desgleichen wäre zu dem cndt fllrtrüglich, da E. F. P' den
abt von ArnnUlHtain und den bt'obsten zu Orifeti iro nesaionet
im landtag selbst occnpiorn und sie nit mehr den vitztlium ver-
treten Hessen, woIcIk^s dan inen ... in bedacht es auch also
vor zeit gewest, nicht wol verwaigert werden könte.
Und so dann bei so langwierig nnserer catli. getragenen
gedalt mit Hiiihirlligcr /.nsammen Setzung ainstmals auch V^. K. L.
verordnetenümbter auf baider religionsverwonthen disponirt,
das burg;;rafi>nnint und oinnomberdionst zu gowiss«n lahrn
zwischen unser alternirt und die c^tholischen gleichfalls ge-
branohl und nit gar also ausgeschÜossen oder hintangesetzt
werden, sondern auch aln wissensthafL umb die hauswirtschafl
und das gemainwesen haben mechten.
Alsdann auch . . . von nüthon wür, K. E. h. zu er«uechen.
weilen herrn Salzburgeriscbcr und Uamberisdier vitzdomb im
auBschuss sein, dass auch ein l. baubtman darein genommen
wurden.
Was dann nun aber d.is jnstieiwesen, so E. I**. D* zu re-
formirn auf zweien unterschidltcben nach einander gebaltnen
I
landtä^ßii ans billielicii Ursachen stark urgirt, anbelangt, were
eine sonderbare nottnrft, ilasa ku ernstlicher fortsetzung solches
. . . werk« gu. aiimAnung beschäcbe. Welches . . .
E. F. D*
dioiist^ehorsnuister
Ch. Üavidt IJrsenpeck,
freyherr.
2123.
Guiaehten über die gänsliche Durchführung der Gegenreformation
in Inner Österreich. 0. D. (nach 1600, d. h. naeh Ausschiffung
der Prädihititen aus drm Lande, stdte § 3, nach § 12 etwa lOlfJ).
(Ardiiv du Oeioh.-Vorcius in Kärntoii. MisznU.)
Damit die haibaino reformalitm wUrklich vokogen und
semel pro semper manatcniert werde, wären dise mittl fürzu-
nemen.
1. Erstlich, dass man ni<^ht allein die zwen melrnpulitanoe
derer dreyer erblitndcr . . . dehito modo orsnochQte, sondorn
auch die ß 11'^ U. kaiser, aueh kOnig In Ilispanta . . . die
Venediger und alle wellische fllrsten in favurem atilwlicae t&-
ligviitts, propttgationem ei conBervationetn etc. contra faltae el
spnrtite religionvi extirjjaiionem in contiliwm et a7U:iliu7n an-
rUefen thet. Et ne tumnltits ßeret in populo, sntl mao I. Kgl. M^
zu Hangern, gitlernatvrem lirolensem und andere catholiBcho
fUrateii zusambt dem eatlioHschen landtvolk «J promptam prae-
alandam dcfeneionem ersacchcn, alsdann die uncatliolischen
landleuth von wegen der tradimentischen rouventicula,
rehcUtscheo and faniosisclien Schriften, mit wcllichen
sie I. F. D* 80 scliäiitlichon angriffen, leib and leben, ehr,
hab, gnet und freihciten damit verwirkt, hac de causa el op-
portuna occttsione in fronU capitata in dise penitenz uder straf
al hon conto, bis sie entweder eathulisch oder selbst aus dorn
land ziehen wurden, nAmblichen totum brachitiv» hellicum von
inen hinwog iiäm und allein mit catboliscben tandtsobriste, rldt-
maister, baubtieutb, purggralTen sambt der kircheu voL,'tcyoD
und geisilichcti Ichcnschaftcn besetzet.
2. Allen landloalen in genere et in tpecie schrift- oder
luuudthch bei verlierung irer hab, gUoter und frciheitcu auf-
zulegen, dasfl sie in Iren gebieten koin predicanten, wie auch
694
einen uiicatliolificlien uadertliiin, der sich in tenninszoit nach
eniiifalmng (Ich li<;vc]ich& nil einstellt vind jjlrlicli liie binclilzeÜ
von seinem algnen pfnrrer furwaist und die pfaiTc-r der gebUr
und olinc dag hell, gedulden.
3. Weil die prcdicauüen nu8 dem landt goscliaficn. wer
hat den Lntlieriaclion landlleuthen, Iren weibern und dienern
an Bonn- und feyertilgen zu predigen erlaubt? Derobaiber soll
ernennten Ijindlleuten bei obermelter straf auferlegt werden,
alle iro bUecber dem vulcano aufzuopfern und bei iin-
abUUalicber straf 2ülJ ducaten, wenn man dessen mt-diautn iura-
mentc innen wurde, kaiiieswegs vurtuseben und dise strafen
Sollen tiodaiiii r.a nblüsung der geistlicben gitoter. bo wegen
der aufistcndigßu stcnern verstanden und oingCROgcn, deputiert
werden.
4. Dieweil K. liochl. n.-'6. regierung mit weltlichen und
politischen geschilfton sehr überladen, so wirdt die hOchste not
erfordern, ain geistliche n.-ü. regierung zn constituirn, wellJclie
ein inlcndischer bischof neben ctLichen benachberten prelaten
und ersbriestem, auch andern darzu qualificierten gelebrten
geistl ich en pei'son an pr^esid iere und oh n un terlass bei warte.
Darzno gebüret dann auch disett, daAS man in disnn dreien
erblanden und einem jeden landtsviertol zween stattllcbe rom*
missani refoiinande reliijioni» H Status catholici ordnet, weliche
monatlieb ir Qrtl" bei den pfarrcrn nnd beneliciateii aller SAchen
sich erkindigen, tn temporalibua et sjtirUtMlibu* rehu« nnd qna-
temberlicb liiwbernenntA geistliche regierang (}nri Vermeidung
der darauf statuirteii straf) laut iror instrnction berichten sollen;
xa disem wurde vil dif^nstlich sein, einen landlprofosen aofxn-
nenien, der die (t'ie) Lutherische vügln unKichtigen, nniltschwei-
fendon, Tcrdjlchtigcn und schodtbafftigen leuthen ein boi^
anftbct.
5. Wirdet auch von nuten sein, die Venediger mit ainer
statthchon legation als durch den patriarchen zu Aqnilea, pa-
tritium Venetnm, herrn bischofcn von Adria, comiteni Portiae,
Iicrrn bischoven zu Triest and andere stattliche herren
rittcrstandts mit sollicher proposition zu ersuechen:
• .Tiertl.'
■ UIrron;nius(7} 1698 16. Scpt«nli«r bb lAtS SS. Angwt.
1. erstlicli das sie, Ynanffiginr, des patriarcheo, so er in
seinem bistliume reformiern wnrde, sich nicht alleiu «nnomco,
sondern ime mit raüi nnd tbat bcispringen and mnglichiste
httlf Ui8t«D BoUeUf in liedenkang, dtewvil er aoä ir«r si^oria
nicht der Trenigiste oder geringste persohn, sonder ein grosser
nnd stattlicher herr isL
2. D&ss die V'enediger bedenken sollen, ftisen sprueh:
nam hia res agUur^ pari«» cum projeimtu ardeiy
d. i. die kctzorci greutzt bcraits uhn ire herrscbaflen. dann
kero sie billich xeo\ in acht zu iiemen, was sie in dcmo thaen
oder lassen sollen.
3. Weil die Venedigi&che signoria ein so stattliche catho-
lische retpuhlifra ist, desto mehrer hoflnunjr, sie werden motu
proprio nicht allein hoch crmcUen patriarchen, sondern 1. F. D*
ersfaerzogen Ferdinando i« negotio reformationU mit ratlk nnd
thal behnlflich erscheinen und inen ein ewigs lob und belonang
bei gott und den menschen machen.
huiruktion der VierUlkommiwäre dieser drei ErfUflnder.
1. Primo wirdt ir sorg sein, wie die decreln eoneilü Tri'
dentini et ttatuta ayttodalia in practica and werken ToUxogen
werden, »a berichten.
3. Wie es mit dt.-n uncathoUschcn fUr ein gestalt hat, ob
sie sich eingestellt oder nit.
B. Dass die kindcrlehr allenthalben aafgerichtet, aowol für
die jangen als alten, dann die, so Latliorisch gewesen, wissen
nmb den catholischen catecJiismum nichts. Bei den katholischen
ist die kiuderlchr wenig im schwang gaugcn, dass ulso die alt-
catholisrhen sambt der jugendt auch wenig Wissenschaft dar-
umben haben, dunnhcro es nicht za sagen, was ftli- ein Igno-
ranz und nnwissenhcit ist bei mcnnigliclien in denen dingen,
so Eor Seligkeit von nUten, sonderlich bei dem h. sacramcnt
der basse.
4. NB. die Luthrischcn rermug der Pruggerischen paei-
fication haben nicht macht gehabt, die geistlichen gQetcr za
usurpieren, a«ch die geistlichen leben und vogteien contra volan-
tatcm ßindatoruvi den predicauzcn hinumb zu lassen und «n
verwendten oder auf iren aignen nutz einzuziehen, wie sulliuhes
dann mehr als za ril totto »ora seit hcrgangeii.
096
ö. Werden gedachte commiBsaricn inquiriem, wie lang die
Latriaehen die goistliclien gileter innen gehabt nnd solliches
dann vleisslg bericliten, auf dass sie Lutrischen (von denen
gUettern, welche eis inen zucgcaignet, raittung llmeii und wider-
nmb rcstitniorn mfiosseii), fixmnpU gratia, die KhevonhUlle-
riaclien hahon die zum stuft Krcug -leliörigen gneter durch
int rnnnivetiz wider des stllftors willen denen predicanten in
die 40 iar zu genUessen tiinniubgeben: Erijo reJdant ratiotum
villn-ationis.
6. Grosse aclitong and vlciss inOesäcn die hcrrn comiuis
aarien haben, sich m erkundigen, ob dio Luthrischen die goirt-
liclinit gllctcr an eich gebraelit, qtiocungue titulo ohne consons
I. II' uud loci ordinarii conlra tura, imino contra Prtiggengem
•pacißcnitounn, denn sonnten ohne des nullf» alio iure nicraandtfl
weder dio cathnlischcn noch Lutrischen dorselbon ßlbig werden
mligt^n: ergo die nncatlioltachcn sein schuldig za restitoim die
mobilia et ImmohHia.
7. Nicht weniger soll man Rieb bomilchon, auf dass mit
discm, Wits die Lutrischen restituirn und zur straf geben mUesscn,
diu wegen ausstendigen eteucni eingeKognen geistlichen gUetcr
widcrmuib eu den gottsbeusem obzulcdigon.
8. \>'ird auch ein nottarft sein, bei allen scblüssem, bllusern,
h^fen auf dem landt, stuttcn, merkten und dürfem und sonsten
allcnlhiilben, da ein capcllen oder allar geweichter zu finden, in
den drei erbllUiderri naebzufriigt-n, ob dieselben dotirt oder nit. Ist
dann ain üollichc zu beündcii, die gleichwol geweicht aber nicht
dütiej'tj 80 ist jetzt ilivini ei eccltsiasHci iuris and gcbUert, wie
von attcrB her, dieselb dem negiat pfarrer eluzarauitiben, die
kirohenweich nnd jtatrocinia aaf des possettori« loci iwZ dc-
winii uncoäten iiuoh iliBpusitiitn des herni ordinarii ond I. F. D'
SU verrichten. Ist die aber dotiert, so soll nach des atufters
willen oder des lierrn onlinnrii diaposition verrichtet werden.
9. Ist aber eine neue, nngcwßicbt Lulberische luckbeo,
capein oder Gcclesia vialigumitivm. vorbanden, so soll nach
I, F. r>* und loci (rrdifiarü iudicio gebaiidlet werden.
10. Wurden aber geweichte capcln und nltUr, so durch
die Lutrischen prophaniert, coUabiert, befunden, die sollen
widerumb nufgericbt, gcbutzt und wider consccrirt, rceoncilirt,
gczirt und mit kircbenurnuten durt-h den j)(fS9e3a*jr*^m versehen
werden; in konm-evt Dei et sanctontm patron<frum ibidem et
I
I
I
ß97
reliquiarum turpiter prophanatarum. Atlda wird man den
gretll und verwttcstnng des liaidnlschcn Anlioeki und dor üb-
güttisflien haidcn seien und spUeren, wie im buecli der Maccn-
bäer zu leeeu. Alda wird eines starken clirlst liehen Judas
MacJtabei vonnütcn sein.
II. In ni;t«a zu bringen, wer die vügt- und leliensherm,
ob die catholi8c}i oder LutlinsL-b sein, gaistllcb oder woHlicb,
hirten oder wOlf, so Über die schftflein gesetzt. Sed quid lupo
ntm ove^ Man srtgt, dass ohne erzelter mittl die iingebonde
refornmlion so wenig als negst orgnngcne ir wUrkaug orraicben
wnrde. Davor Gott sei.
(12). Lelzlicben so soll in einem jcdwedern landt ain ejii-
seopiu vicarius generalis vou denen mctropolitanit geordcnt
sein, die bei der n.-U. regicmng in hochwiclittgen sachcn zu
gebftiioben rfttben gebraucht und also vil nutzes schaffen wurden.^
I
2124.
Bedenken anläßlicJt der bevorstehenden RelUfionsrvformatim} in
Kärnten. 0. D.
(Archiv das Osseb.- Vereins in Kftrnten, MiMnll.)
In bevorstebunder ref.-commission fallen bernaeh fulgende
bedenken für, darhber man sich beacliatdts äu erhülcii.
I. Erstlich, ob nicht die notturfl auch erfordern wird, dase
derentwillen ein bovdchsch reiben an die heirn verordneten, in
wetchem ihnen die stcllang iror uncatliiollschcn oHicier, inwoner
und burger auferlegt werde, ablauf, oder aber I. F. D' sulclie
refonnation tHaioris autoritatis gralia ivimediale fut^enommen
haben wollen.
"2. Znm fall nun dan also^ wie oder ob die nn- sowol die
abwesenden schriftlicli per d^xrefu oder nur niundlUuh citirt
werden sollen.
3. Und durch wem solche derreta zu überantworten oder
wer die iiiiindlichc citntion verrichten soll und ob nit jeniand
darza zu bestellen nnd atis dem fallenden 10 ^ zu besolden.
4. Ob solche bevorstehende reformation nicht auch zu
vorher auf öffentlicher caiizel zu mcuniglidis nachnchtuiig mit
* I>er letxt« Paukt dentt-t daritnf liiii, <]»ß <]iraea Onta«ltt«n «r>t ditwer
iipSterrn K«it RtigfliOrt.
698
eiutiiu sondei'buliren ernst and eifer verkünd and zu anhßmag
dcäsen alle ufficier in diu Isirclieii erfordert werde« sollen.
5. Oll ntclit diacr rcforiuaÜQii billicli auch alle landlcnt,
so tn praejitdicium der reformatiyn seit der negst farjjelofnen
commisäion augenomraco worden * undcrworfen sein sollen, seite-
iimlen dardurcli der 10. -A iiiclit allein abgeschnitten wird, sondorii
uuch sülcUe aufnemang zu verlost muncber Seelenheil und selig- i
keit geraichet. ^P
0. Oh nicht diejenigen Inndlent, so Schreibers- oder sonst "
andere dienst, die hicvor nit^ht von landleaten, sondern ge-
mainen peraonen verrichtet werden, bedienen, biUich auch dieser
relormation anderworfen oder aber dietielbigen (wann sie sieb
irer landmannstVeiheit betragen wülleii) zu resignieren schnldi^
sein sollen? In bedacht sonst nimmermehr nichts frachtbar-
lichs wird ansj^cricht werden können nnd solche ofticier der
anrsgeschafTten nnd noch anwesenden Lutbrischen ainigcr trosl
nnd aufentlinlt?
7. Ob nicht auch die pflt^ger billich darumben gleichmossig
in diser reformation begriffen sein sollen, weilen sonsten das
banernvolk nimmermelir recht xn bewegen, die predicanten auch
nur ir tin der schleif he! dcnselbigou habuit'i'
B. Ob nicht aneh die wiliben und andere uncalholische
Weibspersonen, die oftermals an bekerung irer mUnner die
nminstfÄirJ vcrblndürlichc arsacli, glsichmcesig under die re-
formaliou gezogen werden sollen?
9. Wie es rait denen im Venedigischen krieg derzeit ah-
we»enden, deren zwar nicht gar viel, gehalten werden soll?
10. Wann nach verstrichuem praefizirten terniin sich ain
of6cier oder smist jemand anderer nngeborsamlich (*rzaigt>n,
weder einstellen noch abschaffen lassen will, was die herrn com-
missarlen sich für einer execntion gebrauchen sollen?
11. Ob nicht billicl) auch die andern in landen wohnen-
den vom adl, so nicht landleut, under diser reformation bc-
gritfen sein sollen, damit mati undor ainsten daraas komb?
12. Und ob nicht die herrn conimissarien billich ein aus-
führliche Instruction derentwillen In henden haben sollen, dar
mit sie nicht, als ob sie hu viel oder zu wenig gctlinu, be-
schuldigt werden mögen?
I
I
699
BeigfüchliMaen ist ein Vrrs^lclini« der UnkjitlioliHlioD, ^o in pratjttdi'
dum der vefonnutian stritliarn der jüngst in [andt ßi'wrsenoD GOiiimiMioii %a
Unilleuton an^ünDinm«»: die Kerneter, M«e:crl, Cliriitopli &Amilx, 6Au«r,
TQrk au der Eixentrxtt«». Kurs suvor ab«r die Ladroasr, Uul>f«br(>r,
AMshsuer (»o vil kitidcr liindiirlaMwiL), 0$cHvriad«n, Singer, HNlGu^vr, llaidvo-
reich, so gar keine edelleot sein (ollea, die Plrker, Jxborniitkb*.
2125.
VeritaHdluttff der Rdigionsreformnlionskommission wegen Arter,
Fatitaieo» und Uasibcr, die landi'SfürsUichen Befehle tPerrfe» t'w-
les&t. Laihuch, 1610 Mai 10.
(Prot, der Rcl.-Kefuriu.-Koiuiii. Krxiu.)
Der Barbara Voj^lmaier wird untsv Ginani auf^trai^eii, Uei Sti'ar4i von
&U Dukaten binnen drei Tagen das FriillMhe Inventar v«niul«^D.
2126.
Ferdinand II. an de» Landeahauptmann von Kürnien: verlangt
Bericht iiher den Pfleger Christoph Heidenreich ru Vaiernion^
der von den unschuidlgen katholischen i^toggobduerischett Unier-
tanett Geld abgefordert habe. 1616 Mai IS.
(Kons-, StAll1>.-ArcLiv Oran )
Man soll von denoit, die lieh ,d«r in Stagf^tien gewoat«ii iirüdikantcD
lebr ntid iMyrcärV loitUaftig |r«niaclit uml siok dann in dieser nerrschAfr mit
Beicht und KoinmnBion iiirht ein([''^t*'"^ aber von kleinem KatliiiltHriirii
etwa» piiippfirriK-rt liabcn. Der Biii{;iirig liolriig S3* fl. I>irt Kiii>|iiit'.rteji
■iiilj|iiiTid<-IIcii ilfn Pn^ruti^n nml iviirdi^ii dalirr bitirt ge.ttraft. Ileiilenreich
winl «.'bu» tuu 17. Mai vor die KegieruDg tiUert (Kuoz., eb^uda}.
2127.
Ferdinand II. gexeährt Faul Scidl hei einem ,PeenfaU' von
100 Dukaten eitien neuen Termin von 0 Wochen jnt seiner Be-
kehrung. Gras, lülti Mai 19.
(Kons., «bsDtla.}
2128.
Ferdinand IL an die eu Afarhurg: gmcührt Merien StuhenvoU
SU seiner Bekehrung einen Termin von ü Wochen und drei Tageti.
Gras, 1616 Mai 28.
(Koni., ebenda.)
Dr^lciohen an iAf-n Bttibenvoll seihst ,Pe«nfall' &0 Dukaten.
700
2139.
JPWrf*N»H4J II- an Hans Aman: Erneuter Befehl, der Kommis»i<m
WtgtH an- verwüsteten Pfarre Saläenhofen heiiwcohne», da diese
llerrschtft im Knrge auf den Verlauf geschätgt werdett soll. Gras.
1616 Mai 30.
(Kons.. 8utUi.*ArchiT Oru. Om. Kt^.)
Am 16. MSn 1616 wnr d«r Befelil «n den Enpriester ron S«onUl
BxUbimar T»olM:bcr an MaIUim Graf und Elana ätlodler ergiugtitt, «egvn
tlps Vcrfalli drr Pfarre und Abalicoicmng der OOter naohaofonoheti and
welche Beeilte Aman an den Utxteron bat. Am lä. Jali I6I& aendet F«r-
dtnand II. an Aman den Befelil, nch ifm Vorhaben Taat*ch«r8 nickt in
wid«fMtz«n, sondern aelbat oder darvh einen OewaltlriEgM der Kotnmiwioo
beiuiwohnen. Am SA. Mai 1616 meldet Tantsrlier, daß Aman, ,der da« Licht
Hclieaf, die 8acba rprotrahirt (Kop., ebenda). Aman ist der Sohn dm Pro-
tcBtJUitcnf&far«n Matthn Aman in dar Z«it Karls U. Der obige Befehl wird
dbrigons am 9. Aog-oit wiederliolt.
2130.
,Guthedunken, aufdassJoan ßaptisla nernardin^ hürgermeidert
eu Laibacb selctisehes tceibf nit aus dem land geschafft werde.']
1616 Mai.
(Btatth.-Ard)ir Gras, Gntachtea, Rtp.)
2131.
Ferdinand II. an die von rettau: heßdtit, jene (18) Personen,
die sich lur österlirhen Zeit mit der lieichi niekt eirtgestdU
hatten, so zu strafen, daß jedem für jedes Jahr eine Strafe von
5 Talern auferlegt werde. Grat, 1616 Juni 3.
(Kon«., SUttb.-AnsbiT Gras. 0«b. Kop.)
2132.
Da Mariin StuhenvoU aus Marburg sich der Religion haUter
^aus unseren Landen* berfüit, sind seinen Stieftöchtern kat-holisehe
Gerhaben 0h verschaffen. 1010 Juni 13.
(Kon*., ebenda.)
2133.
Ferdinand II. an den Erepriesier im Sanntale Balthasar Tautseher:
übersendet eine Anzahl Zifaiionsbefehk auf denunjtierte unkatho-
701
lische Personen. Sie sind atter nur auf jene in Antvendutig su
bringen, die sich noch nicht bekehrt haben. Grat, 1616 Jum 23.
(Konz., SUttb.-ArclilT Oru. Gem. Kop.)
2134.
Der Pfarrer ron St. Georg ob Murau soll der denmtMierte» Per-
sonen^ aucli der Grundherrsdiaftcn, Tauf- u»d Zunanen spesi-
ßsieri überschicken. Graz, 1G16 Juni 25.
{Kon., ebondfl.)
EH find 16 Peraonen («b«nda).
2135.
Ferdiwind 11. «» die von Wilson: ,sie soU^n sich hicbei liegende
neuvn und hatholischen Eidsnoiel, ihre liürger darauf ffu beeiden,
gebrauchen.' Gras, 1616 Juni 25.
(Kode., ebenda.)
Ir dor alten Eldsnot«! feMte der Pubub ron der R«UgIou. DIo Don«
,Notol' bt idviiliscfa mit der den Uiaxer BClrgem am S. November 1599 Über-
acliickten. Die St«!!« bez11|;licli dor KeligUm lautet: ,Tar aUcn diD^vD loich
k«iuer TcrfttorUcheu und sectioclieu lohr und o])iuioD, Rondern de« allein
seligtaachendeo ctuistUclivu uatli. «Iten gUulii.-ii(9) und rcligiou tbeitbartiff
xLi macb^n, als aucb alle anderen KiicamiiiDiikunfUn, darinneu wider die
katb. T»m. roUgion g«haud1t und tracttrt wiidel, ){eiiKlich tneideii will. AU
war . . .* (Siebe Bd. I. 8. 821/:i3.)
2136.
Anna Gräßn «o« Ortenhurg soU die im Verzeichnisse genaHnten
(15) unkiUholischpH Bürger mich Graz verschaffen. 161C Juni 28.
(Kutu., Sutlh.-Aniliir Qras.)
2137.
.Guthedunkrti' , daß der LandesJuinpimann in Künden auf die
Leute, die der Peligion wegen aus dem Lande ziehen tcotten,
gtUe Achtung ii^bc, besonders auf den mcdicua Tltomas Schi/f-
mann. lülü Juni.
(Konx., Stallh.-Arcbir Gras, (iutaehleD, Rap.)
2138.
Verhattdlungeti der Beligionsreformationskommission in Krain.
Ltiibach, 1616 Juli 1.
(Prot, dor Ual.-Kefurm. Krain.)
702
Hana Dramblitit Aurt bi* inf w«it«ren Beaclioiä lifH) 6. mtgen Josef
PanUlnoiis vnrkanftnr ITnl^rlanrr niolit her«nsg«l)nn. tn ümiU TTxns Bu^a-
Ei.titser r>00 fl.; Vnii Jiiilitli Hc.hrieowuiß 0OUO (i. wegen des rou PaiiUileon
vfirkaufttto llofea «ti Braitniiau. Jakob PaiitAlcnn bat am 38. Jnli ««!•«•
Eides balber w«g(in Ac» 10. I'fnnnigH viir dar KominiMiön xu erscIiAineti.
Ans dem Protokolli} werdea die L'ngeJiorsxmeu Auag«Kogea und Dekrete an
Hie Bu>2uf«rtigen .mir' (dem Sekretär) befolilen. Mit I'rAn Fäitklein ial hit
Bijtn Abzngn ihrer Brüder xa tcmporisieren. So «acli mit Fricdli Schwester.
lli^rnaüh (ibr) die Lutb«ri«chon GeaSnge und Poftillonluen roranhalton oicbt]
Sil vorgeuoti.
2139.
Ffirditiand ff. an den Stadtrichter su Petlau: er und der ällt^i
des Rates tverdcti vor die Eegicntntj zitkrt. Graz, 1616 Juli S.\
(Ori|f. a. Kop., Stattfa.-ArclilT Grau.)
Beiäe eratattcii ül>Dr dio ZiutJLnde (auf das Metnoriale roni 13. iTnlt
11615 hin) Bericht. Ea handelt «ich voriiebmlich um die Sonntagsfeier.
2140.
Bischof Thanias Krm an Vapst Paul V.: herichtet nher
Üustand der Lalbneher Diöeese. Graz, Ifilti Juli 22.
(Verdeutscht in Uitteil. d«i biator. VoiBiut (lir Krato I8&9, S. 9ö.]
2141.
Die alte Maierin, dir. im TAwde nicJtt bleiben icill, prüstiert den
Kid tcegcn des 10. Pfennigs. Laibach, Wlii Juli 23.
(_Proi der Itel. -Reform. Krain,]
2142.
Verhandlange^i der Krainer Religiousreformationskommission.
Ijaihach, lOUi Juli 28.
{Prot, der KeL-Ueform. Krata.)
Hans Peer erklärt »ich katholiaeh. /ti eonCrnnaliati» werden gestnfl;
Aotnn TacbintGchiber, Andre HorJtseh, Jakob Weiß und l-'nin, Adnin WeiS,
der Hcin LulboriBcheB Weib nicht verLaHen will, und Uarin lleinnclierin.
Hans Weichsel l>aDin wird sitirt. Maria tiritacherin hat «ich entacbaldigt; >ie
Boll in 14 Tagen erschöinen. Mattliea BAieine-sr lall den ibm auferl«gt«ii De-
kreten entaprecbvn. Iterr Plaiik und der Erxpncster «iud z» silieren. .Weil«
die hie*ig*n fraunn nifht er^chSnen Hein, aIim ist die anferlej[te p«eD jeder
10. ^ in goldt la nrlegnii ceboteu wordnn, nad sy soHen auf dao thtira T*r
iOhafft werden. . . . Mach hof su berichteii. . . .*
TOB
2143.
llofdekrd, daß der ton Hegina Übdhacher gesohlte 10. Pfennig
sur Restaurivrung der Kirche in Vardcrnberg vertcendet werde.
1616 Juli
(SUttli.- Archiv Graz, .Hofberelcb'.)
2144.
Ferdinand Tl. «h den Er^prtester im Sumiialc Balthiisar Tauisdier:
hcslätitß den Empfang seines Bcrichtschreihfns vom 1. Juli über
die unkiitholischen Personen der Grafschaft Cilli. Befehl^ auf
diCf so sicJt erboten fwibcft, Jcnthnlisch ^u werden, achlzuhahen und
die namhaft ru machrm, die sicJi im jetzigen Görmaehen Krttys-
icesen befinden: ,im öhrigcu nnrst du uml der Verwalter von Cilli
den 10. Pfennig von der mnt>rlassen$chaß der unhatfudiscJ* Ab-
gestorbenen einfordern müssen'. Gras, 1616 August €.
(K<in7,., Suttli.-ArchW Orns. Gem. Kop.)
2145.
Ferdinand II. an den Landeshuuplmanu von Künden: sendet
eine Ansaht y^itationsbefefde und verlangt, darob zu sein, dafi
die in der Liste verzeichneten unkatkulüchctt Persotten ordaitlick
fxeqmcri werden. Zugleich soll Erkundigung uw jene Pfleger
eingezogen tverden, die sicJi des Predigens und PostiUenUsens ge-
braueliett. Audi von ihnen isf ein ordenÜichcs Vcriseichnis ein-
xusende». Gras, 1610 August 9.
(Kons., cWuilii.)
3146.
Ferdinand IL an densdhen: Da sic7i Sabina Stöttnerin als ein«
huihprancrin mit ihren Kindern außer Land begeben soll, wir
aber nirht vermeinen, daß solche Kinder an nnkatholiscJie Orte
auagrfiihrf utrdru. isf unser BefiM. daß ihnai nach dem Äbsuge
ilirer unkathoUschen Mutter katholische (ierhahen verordnet und
sie in dem katholiscJien allein sdigmiichenden Glauben instruiert
tverdeu. Den 10. Pfennig hat die Stöttturin eu sahUn. 1616
August 12.
(Koni., ebeuda.)
704
2147.
Ferdinand IL an Frau Elisabeth von Itadmansdorf, Wiitve: Ihr
Pfleger Vßit Oherreiter erhalt ein^n leUlet\ Ter^nin bis Martini.
Vorerst hat er genaue Itechnung £U legen. 1616 August 13.
(Kohe., ebPiKla.)
2148.
Ferdi$iand IL an die HeligionsreformationgkomjnisMre in Kraim
2)m sum Abzüge sich schickenden Brüdern Vantaleon ist der
10. Pfennig absufordcrn. Gras, 1616 August 22.
(Koim., SUltli.-ArcbiT Gr«. Gom. Kop.)
2149.
Derselbe an diesdhen: Der ältere Pantali-on, IFasiber und Arier
haben um Verschonung mit der Ausuchaffung ijetjeten. Bericht
timl Gutachten isl «» die Hegierutig eitisuschicketi. Grag^ 1616
August 32.
(KoBE.. «bondi.)
2150.
Ferdinand IL an dies^bm: Adam Semhler erhiät gegen ISrlegi
des 10. Pfennigs riocA ein halbes Jahr Termin. GroM, 1616
August H2.
(Kons., ebenda.)
2151.
Ferdinand II. an dii-selbeu : verlangt ein Gutaeliten auf die Bitte
des Itudolfswerier Stiultschreihers Josef Wratee um VenciUigung
dc$ 10. Pfennigs des van Jakob Paniahan verkauften Sitzes Pr<U-
tenau. Gras, 1616 August 22.
(Kons. a. Orig-, ebvodA.)
2152.
Guiachten wegen des Isnak Eherle, welchtr auf Anzeige des
Pfarrers Wilhelm Paiditsih sektischer Dispatation halber auf
das hiesige Rathaus geführt icurde. Verweisung aus dem Lande.
1616 August.
(8Uttfa.-ArcljIv Graz, Gutachten, R«p )
705
2163.
Gitiaditen wtyen der in Klagettfurt erfolgieti Wahl eines unka-
tholiscbeti Zvugskommissionsschreibcra Namens Jakob Mauer. 3616
August.
(Suttb.-Arcfair Or», OuUvhten, H«p.)
2154.
Gutachten wegen Zitierung der unkatholischen LandiclMfi&offitiere
in Kärnten und der neuen in rrnudem refonnAtionis angenom-
menen Landtfute. 1616 Äugu^.
(Eb«iidji.)
2155.
Ferdinand IL an die Jieiigionsreffn-malionskommissäre in Krain:
Befehl, yngen Thomas Schmidt und sHu Kheweib, die ein ganz
uhkathoUselies Lehen fiihreu, ketzerische Bücher lesen usw.:, in
üemäßfteit dvr Generalien £U verfahren. Graz, 1616 S^letnher 7.
(KoDX-, StBltL.-ArehiT Qras. Oem. Kop.)
2156.
LandesfürstUeher Befehl au da* Aht bu Admotd: Wieivohl die
der Jielighn liegen amgeschaffien Uamm(r»\eisitr in Obersleier
in ihrem Intereeasionsgesuche an den Kaiser vorgehracht haben,
daß wir mit der Äusschaffung warten möchten, his sie für ihrc
JLammerwerke ta-uglit^ie Kiiufer hahen, habe man sie prioribus
iiihaereudo tätwei^ien Uisscn. Nunmehr sind die Hammeruerke
fhestetts feüeuhalicn und mit ktdhQli-irhen Untertanen zu ersetzen.
Die Unkatholiachcn sind nach Bezahlung des 10. Pfennigs aus
dem Lande eu schaffen. Graz, 1616 September 10.
{Orig., Slalth.-ArchiT Graz.)
äl57.
Ddtret, etliche sektiscJie, auftviegUrisclie Untertanen in Kärnten
dann den PrüdiJtunten, ipelcher sich in der Treffner Pfarre und
im Pihersteinsrhfti Gebiete aufhalten soll, betreffend. Am andern
den Lienhart Spieß, Prädikanten, hetreffmul. /.um dritten, dafi
JoJuinn Lanier, Pfairer zu Tifer, dem lAtndprofosen einen Prä-
r»nUa. II. Abt., B1 l-I 45
706
dtkaiitcH vor etlichen Jakren überliefert haben aoU,
ini6 September.
S158.
Dekret, die Prosequifrttng des heilsamen Religiotis Werkes in Kärnte$\,
2. die Zitatüm E. E. L. Offiziere und in fraudem neu aufge-
nommenen Landlcute, 3. der Sabine Stäitrteriu, geb. Mägdin,
Abeug betreffend. 1616 September.
(Ebendn.)
2159.
Vcrhandlimyen der lieligionsreformationslcomniission von Krain.
Laihach, 1010 Oktober 34. .
(Prot, ilnr Hei\.-K*.(nrm. in Krain.)
Vorlidiing 8t*j)h«n Silini idt» Ton Vigniin. Aiwschreibiitig- einer T«g-
BHlr.iiiig gr-^r^u Hniix Pimishujitirt. Maliiiniig' zur Ai]sfert)f;itn^ dra RrriebtM
wegen der Krütinr pMiitalrori, ilsnn HasLber und Artnr. liefen Ad«m Wniil,
der in dar Ketzerei ütttir vt^rotockt ist und leln Weib vom kxtboliachea
GUulien fti^bracht bat, loll oin Dekret abf^efaBt, die von Kudol^wertli er-
halten den Ucfctvl, rs iilitii durcli zw«t gesclivroreiie Bürger zu Uberaiitwi>rt«ti,
ihn kommenden Montng^ daboim xu tialten, xu Oericittflb&ndca n nehmen
nnd weiteren Ucsohei'l erwarten Am 8. D^tember wird das Dekret an
Weiß ^«([ebcn; er hat bei SO Dukaten Strafe am 12 in Laibnch
icheinen. Weiß ertcheint an dem {^nannti^n Ta^c nicht.
2160.
Ferdinand Tl. a« Vaid Sridl in Pury: Da er sirJt cur htthn-
list^en Beligion hegchen will, wovon ihn noch einige Uändd ab-
halten, erhilt er einen Tennin bis Nevjahr. Gra£, lÜlG No-
vember ii.
(Kons., etatth.-Arcliiv Orai. Qem. Kop.)
2161.
Sischof Jakob von Seckau an Ferdinand IL: überreicht tu den
sdton früher üheryebenen Verieicftnissen von i/nkathMischen noch
ein solches aus dtr Pfarre ScHeifling. Da diese fünf Personen
reich sind, wäre es möglich, daß Scheifling icieder in gttten Stand
käme. Sonstige Anseigeti. 1010 November 14.
(Ürij., H.-, H.- u. St -A., KasB. Sl.)
707
Durchlenclitig'i8t(>r . . . K. F. D' h&b ich vor rerschinen
tagen alhero unterschtdlicbe memorttUa wegen der durcJi ire
pfarror dt^nuncirten sectiächen und aTigeliorflamen pfarkinder
aU in der pfarr JVIurau. Untzeiimarkt, Underwels, St. Oswaldt
und fumetnblich des Aagiisttn Rucken', bargers ... zu Mueran,
. . . Uberf^eben. Za disen seindt mir erst nonlich dnrch don
pfarrer zn SchcifTlin^ aach vollende uncatholische anzeigt wor-
den, welche naeb gehaltener inquisition zwar den geborsam zu
latsten sich erboten . . ., aber in irer halsstairigkeit verbleiben
nnd nar ilrger werden, mit uamen: Seyfridt Pilcliler, Caspar
Bierpreuer, Hans Horling richter. Hans der wirtb im Puclifeldt
und Hans Püchler, zechman nnd wirth zu Niderwela. Dji dise
benielte fllnf personer, von welchen das meiste ergernuss her-
kombt, dieweil sie reich an gfietern nnd darneben arglistig nein,
sollten ausgeschafTt werden, were herr pfarrer gueter boffnung,
das Seheitling durch dif? gnad gottea in kurzer zeit widpnimb
in gneten standt gebracht wurde. Desgleichen ist Im sclilüssel
Nealmns zn äcbciffling ain pHeger Christoph Viehhaaser, it«m
ein S'chreibftr daselbst mit nainen Hans unil ain niayr alle drei
seelisch. Es erbeut sich daneben der pfarrer, da diese . . .
pfarrkiiider citirt werden und ihr gift wider ine aasgiesBen
mUchten, gegen inon . . . zur antvvort zu erscheinen. . . . Bitt
dcähalben . . . damit . . . die gcbierliche execution . . . müge
ffergenomben werden. . . .
E. F. D«
geh. demdctigistcr diener n. capUn
Jacob blschof zu Scggaa.
/fl margiiu'' ,16lfi Xovnmbrr II. Pei-iculuni in marci. Die becnnlt«
•ectluh« . . . filr äle tfgieinug xii clUcrn.'
2162.
Feräiiiand TT. an den Pfarrer eu Pdtau und TTermann Aich-
hörn: Hefehl, von ^4««« Dotlhiffi»,, fnUs sie sieh ttk'Jd endlich
heki'hrl, den JO. Pfennitj einzufordern und sie dan7^ atis::uiveisim.
Der 10. Pfennig ist an die JRegierung elmu^nden. Gras^ 1616
yovember IS.
(Kons., yrin Nr. S16U.)
45*
708
2183.
Derselbe an Andre Utignad: erieiU seittem Pßnjer }*ind{-er einen
leUten Termin bis Ende febrwxr. Graz, 1010 November 33.
(KoQK., «beoä«)
2164.
Ferdinand IT. an den Abt von Admonf: verlangt Bericht w
GtttacMen iihtr die Bilie der iiusgcschaß'ten Ilamnurmeiaterj daß
sie bis Bum Verkaufe ihrer Hantmericerke dm ihnen tmgeteiile
Roheisen in Eisenerz huhen und m'igen dürfen. Gras, lttl6
Dezember Z
(Kons., ätattb. -Archiv Qni. Qem. Kop.)
2165.
Verhandlungen der Laibacher Rdiffionsreformatiouskommiäsion.
Laibach, 3676' Dezember li>.
(Prol-der Rel.-Refortn.-Komra.)
Adam Weiß rmclieiiit uod entficliuMiijt Eeloe VenpStnii^ mit dam
NeuaUiill genefleaeo Krietr^volkc. Er erklärt »ich aUh^wice, eher atui d«ni
Lac^rlf KU xiolipn, aU Mildern xu f;lxiil>iMi vri» l>Uhor. i^in W«ili wird Kiti«rt.
Er wird auf d«n V'ir.pdomtiiriii ^(^Allirt und soll «nt xaigolKUftn werden,
w«nn er die Strafgelder «rlo^t und dm Kid tveg«ii des 10. Pfenulp abj^legt
hat; dann soll er and dem Lsode abgeschafft werden, li&llhauir Goltadi*!!
will gern lu die Kirclie geben, die l'rcdigteu anlittreii und lich weiMn
liui«». Besuituid: Er aoll aiub beim Bokloi eiiistellou uud in dr«i Tagen vor
der KonimiuioD «rBcheinen. Folgt das V«rlitlr mit Matth«« R^Uingvr und
■einer Uauifrau LntxlAr« wird verhlagt, KvaDgeliRnbe von der Bekehrung
KurUckgchaUen tu lialien. Ho nagte ale der im äterbehelte lief enden Dninb-
litsiu: ,Wan aber der Ic^Otl jelzo kKmbt, whb wolt ej tbuen, woilu bj j«dar-
Mit in der raiticn bckantnu« v«rblibau int.' Darauf liat die totkrank«
Drun3blittin geantwortet; ,Dur ti^UQ iit mir zu ichwacb iiud nur atii i^lteiii
oder ecliatteu gogeu luir* usw. 8ie wird von der Kommission gleichsam als
ein« verborgene oder h«imlieh(< PrKdikantiii .ans erheblichen Uraacbea' awar
noeh iilclil baiidiiit(<rt, nondmi xii einer Slrafe von lUÜ l)ukat«u rerarteill,
bis tu deren Zahlung sie in ileu Turm gelegt wird. Bei fernerer Widar-
aetalicbkeit verfillt bib ,deiii Bando'. Josef Wraketi, Stadtach reiber xu Rndolb-
werlh, wird gesagt, ,w&n ein ge]d oder 10. ^ fallen wird . . . wird im« hierin ge-
Lolf(?n werd«it'. Zuiu äuhlusao erl'ulgl nuch t'ine FUr»pracbe du Landtfriie-
doin« r.ii (lUniten ilrr Frftii ItfiAingnr und Adam WeißeDK, wornach Rie nob
Sanulogt «iuatellen nnd dip Uesolnlloii lu erworteu haben.
4
4
709
2ir>6.
Ferdinand XI. an dm Vericeaer su Aussee: hat seinen Bericht
Über den Stand des Wesens in Rdigions- und polUischm Sachen
^ur Kenntnis genommen. Befehl^ auch tceiter hier sein Auf-
merken auf die Dinge «u liaheti, Gras, 161t) Dezember 17.
(Kauz., 8utth..Ar«Hlr OrM- 0«m. Eop ;
2167.
Ferdinand II. an den Verweser sh Aussee: Besinligung des
Empfanges des »Schreibens vom 8. d. M. Hoffentlich werde es
bei demjenigen Wesen in Aussec bleiben. 1616 Desember 17.
[Kons., Slatth.-Arctiiv Grax.)
2168.
VerhanMnngen der Laibacher RcUgionsreformaiionskommission.
Laibach, 1616 Dezember 28— 29.
[Prot der Sel.-Rcram. in Kmiti 16U— 1617.)
Uatvr dem Voreitze des Bitchott. BKlthwAr Goldschtn bittat um
lAoReren Termin. Dx er lich nicht weisoD lißt, wird er de« Lxndes vor-
wieien. Pftiil \Viuii(.'rmitaii bringt dea Beichttettel »iner L-'r»u. Wef^on
\VMR«Tinjinn* S<H> Ü. «oll nach Hof «in gut«- Oericht nUg^hen. >ttlii1ijt Sj>a-
don!n *oll bei den J<tBiiit«n beichten. DIs ,iu ^ler Scklorfi' hiklulxrrig«
R4>ruharilin hat binnen sechs Wuclien und drei TagRn absuniehen. Adam
Weiß erhSIt einen neuen Termin bia xu Neujahr. KaUiartna Dflriafsch bat
lieh XU Neujahr mit dem Ueichlxettel ciozuCnden. Ebenio Jakob WoiD tou
NatuUdll. Von lelttereni wird gotagt, er habe TaUche Beichliellel s«incs
V«ibM {«bracht, auch nioht bei den .lejiitUn, «ondcm b<>i cl«in Fransitkanern
BAh«lchtel. Barbara Vnglmarherin, die gut katUnllich itt, %ft\\ znr 8l. Milolai-
Iclrche, wie ihr verstorbener Bruder Friede] veraprochan, entweder ein iiehnnes
OemKIdfl nder eine Siimine Geld« herifeben, ebenao den 10. Pfennig von dem
Kriedtacben Gute, ,vermng geachHtxtea Inventari HW ä.', erle(;eii. Notü Hau-
maoQin erhält von dem aus dem nachden LO. Pfennig einkvmm enden Geld«
160 a. Adam Weiß erkLXrt Ficli (am 29.) gut kalholiscb und bat bts 10. Fe-
bruar K-in«n Heichtietlel einsabringAD. ,NH.: bt davon und bat daa decret
nicht abgeholt. . . .'
2169.
Qtiiaehten der xnnerÖ&ierreicliiscJten Regierung über die Bitte der
atageschafften Witwe Sahina Steitnerin geb. Magerte um JVacA-
sieht eines weiteren 10. Pfennigs, da ihr Gatte ihn schon erkgt
710
hat, und daß ihre kleinen Kinder bei ihr gelassen werden, bis
sie JTU den Studien kämen: Der 10. Pfennig soil nachgesehen, die
Außerland fiihrung der Kinder gegen eineti Revers fjestattei sein,
daß dieselben im 12. Lchensjaixrc an den Gerfuiben ausgeliefert
werdeti. Grax, 1617 Januar 2.
(Oiig., Statt b.A.rchtv OrJiz. Gem. Eop.)
2170.
Marx SitticJi an den EreJioreog J'erdinaHd:^teilt iJim mit, daß
unter der Kärtttner Geisiliclüceit vide schwere Exsesse geübt
tverdfin und dtts Lasta- des Konkuhinates vorherrsehi. Die Visi-
tatoren tan ihre PflicJtt nicht, finden auch nicht die Ünferstütsung
der weltlicitcfi Ohrigkei*. Bitte um Ahhilfe. Salebwry, 1G17
Januar 4.
(Eon«., H.-, H.- n. Bt -A. 8«lsbTirg, Fux. 18.)
2171.
Ferdinand II. an den Landeshauptmann voti Kärnten: Der
gina Stettnerin wird attfihre Bitte Nachsicht vom 10. Pfennig ge-
währt. Auch dürfe sie ihre noch unereogencn Kinder gu sich außer
Land nehmen, mOsse sie aber ,nach Endung achten Jahres' wieder
ins Land bringen und ihren Gerluibcn ühergehen. Auch müsse
sie ihr Vermögen sHU liegen lassen. Gras, Hil7 Januar 5.
(Kduk., ätatÜL-Arcliiv Gias. Uom. Kop.)
2172.
Ferdinand IL an den Biscliof von Laibach und den Landes-
vijcedom von Krain: Aus beiliegendem Me7Horandum haben sie
Xit ersehen, wie schlecht es in Krain sowohl mit detn politischen
ah mit dem Eeligionsicesen bestellt sei. Befehl, einen ausfOhr-
lichen Beridtt und ein rätliches Gutachten hierüber eintusenden.
Gras, 1Ü17 Januar 7.
(KoDZ., Statth, -Archiv Gru.)
Ein (tloJcb«r Befehl gGlit »a den Eraprienter in Untcrkrain D«
lIcEnorial war Doch 1^16 eiDt:»Uuf'i3ii. Am 24. Dezfimbur Uatlä mao einen
BATicIit <l«r nk>(lt>r9it«irr« ich liehen Rtt^ierung hierüber b«ß«brt Diu« batt«
gesagt, loan boIIc sloh nn dio obcnppTiannton Pcrwncu am Bericht und Gut*
achten tfecilen. Das Mcmoratidtim »dgt, daß otlictie taui«nd Ufkcrkeu in
711
crr<*r« Grecornm tebrn, mu) aolllo tili gritutllicb bekehren, FüorU^ salUcD
gebnit«», Zucht im hXiuJicIieu Laben hergMtnIII werdsn etn.
2173.
Lande» fiinil icher BeffhZ an die Gräfin Anna zu Ortenhurg: ihre
aitierten Offuskre an die RegitrHug binnen vier Wociten einzu-
schicken. mi7 Jajwar 7.
(Kons., ebenda.)
Sie hatte sich am 28. DezAmber v<«rnehin«n Iwucq: ^ie aIx hotrübte
Witvre und nanroebr liAUßillige Weibsperaou kfinnß ihrr.r Leote nieht entrtWn'.
2174.
Landesfürsilirhes Dekret an Frau Gräfin su Ortenhurg, daß
Äugiisiin Rucker von Muran nicJtt ailein der Religion und des
Ungehorsams, sondern auch legangmer V'erhreclien halber hei
Verlust ihres Landgerichtes zur Verhaßang gebracht worden,
1617 Januar 10.
(Orig^ BUtth.-Arobiv Gran, ,Hof bürelKh'.}
Di« gc^R ihn erhabenen Klagen stellen sich aln annehti^ berans.
2175.
Landesfürstliches Dekret: Zitation von Franz Herting wtd Ifi
Personen der Pfarre Scheifling. 1617 Januar 12.
f.Koni!., ebc>nda.)
Gl han<!alt lieh am Personen, Hie nielit gebelchlnt haben. Eine NoÜa
Am irtnachUg'e Ka^ nlUnllch: ,l1ie boille^eiido Beichtxettel bei der Kanxlei
«ufaubewabreD',
2176.
Ferdinand II. an den Pfarrer und Verwalter eu Pettau: Anna
Ihttingin soU in 14 Tagen das Land räumen und den 10. Pfennig
erlegen. Gras, IUI? Januar 2(i.
(Kons., Statth.-Arcbiv Gras. Qem.-Kop.)
2177.
Landesfürstliches Dekret: Georg Gollobariiseh, Andre JuraschiU
und Frau, Hans Schiiriaing und Mert Schaikountsch aus Möttling
haben bei Strafe von 200 Dukaten am 37. Februar vor dem Viee-
ilom £u crscJteinen. Laibach im Vi^tumhau$^ 1017 Januar 27.
(OHg., U-A. Krftin.)
712
Uosgleiclion lUns Pver «amt Mnlt«r und 8ti«ftocltt«r and Antoai
TacbinUcliibct Aue TrCtff»D, Thoman &oha«id«r tarnt W«ib und Tochter and
BftUhaiar Ootschan niia der Pf&rrr^ ät. Ruprecht, Jakob Weiß und Pmu und
Ait Wit«v«^ Maria II«inncbprin mu der älarll Bndolfswcrth. Die Genannten
werden am 9. Märi: 1617 nochmals für den 39. votgcUdm (Orig-, ebenda).
3178.
0$wtild Sckweiger an den Regimentsral GäU Prenuer wu Grafenegg,
der Rechte Doktor: hcstüiiyt den Empfang von dessen Üchrciben,
tcornach in der Schladminger Pfarre 20, 30 und mehr Personen
sei» sollen, die eu der Kommunion der Septischen m Österreich
laufen, weil der Pfarrer seine Leute übcrhalie, die ihm 1 XaUr
und dem Meßner 2 Pfund g^en müssen, und erldärt, daß diese
Ätignben völlig erdichtet seien, d^m der Pfarrer bu Haus und
sein Vicar jru Schladming seien in puncto reÜgignis vid ffu eifrig,
fiam, 1637 Januar 38.
(H.-, H.- II. ät.-A. Steiermark, Faaa. 81.)
Die Anxeige war von Karolus Merkl. canonkut rfffilorü. In «iR«B
Sehreiban dt <(a(o Millatadl, 6. äepteniber mugegangeii.
2179.
Aus den Verhandlungen drr Krainer Religionsreformaiionskom-
mission. Laibach, 161? Februar 3.
(Prot, der Bol.-Hcform. in Kraia.)
Vor (I«iii Vtsedom und dcui Ovtieralvikar. Punkt 3: wks den Gott«t-
dien»t betrifft, .dcuon Pfitrreru die Motiilurft autustib reiben*. Paukt 4: ,«in
Maniiat wegen der Kirchunraitnngirn. Ginielne PorRonen wrgen Ihrer Rech-
nungen Bi]eti3it;liri>ilinn. KaUinriii« i^tifntMiiiK we^eii Fleim-hkurhens am Sami-
1>S gcitraft. tiie boII tlio rtiicIiCML Pcmnneii, din i\»» auub tun, bei Strafe
ncDuea*.
2180.
LandesfursÜicJier Befehl: dtiti Erepriester in liadschach soll auf-
getragen werden, auf die aus anderen Landen bandisierten Per-
sonen zu achten, dufi sie nicht ,in unseren Landen' einschleichen.
Fleijiige Inquisition ist notwendig. 1617 Februar 21.
(Koni., ätaith.-ArchiT Qms. Gem. Kop.)
2181.
Ferdinand II. an den Abt von Admont: Abermaliger Erlaß,
itetreffend die unl'athoUschen I lammer meister in Eisener*. Refehl,
7n
die FeihprecJniHy ihrer Uammermerke vorzunehmen uttd den 10.
Ffennig absufordern. 1G17 Februar 21.
(Euas., ebeniU.)
2182.
LandesfürsUickes Dekret an die ItcUffionsreformalionskonimissäre,
daß über die Lttndmaiiuschiiflsprivilft/ien der lirudcr David und
Jakoh PanlaleoH, ilcin Ilasiber und Hans Arier referiert werde.
Graz, 1617 Fcbrttar 22.
(Ürig., H.-, H.- u, 8t.-A. Wien, i-'ara. 31.)
Die KoinmiwXr« antworteten am 9. Juni, d« die Roformatioa in Krxiu
IflOO bfgonn^n, »o knnntru din Privtlffgien nicht Aiif ilin ««it tfi^KI HUf(;e-
nominen«n Landifiilc vurBlAiidfln w«rdoD (niehs oben). Am 23. Fcliriiar irUrr-
sedieren die im AusscIiaRao TiM^amniekten Landleula abrnnaU ftlr die BrQdrr
Fantaleon {Konx-, L.-A. Krain). Am U. Mai erhalteti ilJe l'aiitaW'wii, HaniUrr
und Ilans Art«r den UDdesrürstUclien ßc«cbeid; .Uipw«il Ihr Eucli Ktirvr
LaiiiisDiAonscbftft fo hoch hdrillimcn tal an<l «ladurch unicrcr hcibamen
Rvligionnrefannation tn fitt^cticn vFriiirint, b^'fchlon wir Euch, daß Ilir uns
VII Handon uimurir [iiuititr9»torrf.ichi»Qh«n Rf^iiirnoe all« Guro Landinaiios-
privilvgia finscliickt' (Ortg., Butth.-Arcbiv Gras). Am "i. DoaoRibvr litlT
intcraddieren die iu Land- nud Kofrcohteu vvr$aiiiinciU«u SUtniln iiucbmals
fBr David FaiLtaloDU! Uitto um einen lün^rmi Toruiiu aur Abhcbluni; dei
8nkiit!Ssors und NavblaQ An IU. Prcnni|;i! (^Kutix., L.-A. Kraiu). Auf üieso
IntcrxcMinii rrfulgt diu Antwort am 17.: Man ktlnno dio Kefonnaliou PanU-
IcoDB wfgou nicbt siirQckatellflu. Die Laudicliaft Lülte längst Zeil ^babt,
«ineu anderen IjRndaehreiber aufxuneliioeD- Pantaleon mtlase jm EUide
diene r Reehten' das Ijand mit Hintertaamn^ de« tO. Pfennigs rnrlaMen (Ori;.,
ebenda, Siege] aaf|^ilrUrkt). Tag« darauf reicban ilin im Landtaer Ver-
Bammelteii ein Ueauch i1lr Panlaleon mit diT Bitte nin, tljn bis aum Austrat
wider Juditb äi^bnceweiß im Lande au dulden und ihm in Rilck*tcUC auf
esine swoijKbri^e (icCaageuscbaft bei den TOrkiTii und der beileutendea Ivoa-
kanfaatiniiuo den 10. Pfanni^t nacbsaseben (Koni., «beod«).
2183.
^Maithes Jaitemik umb Termin tcegen seines Weibs Bekehrung
zur katftoliscJien Ueligion.' 1617 Februar.
(Builb.-ArcMr Gras, Gem. Kop , Bep.)
2184.
Die Wittce Sarhara Voglnmierin bittet die Regierung um NaeJi-
sieht des ihr ahtjcfordertm 10. Pfennigs. 1617 Mars 2-
(Kunx., KLittb.-Arr-biv (iraa.)
0«bt «a dio BtligioDireformationskoinniiBaioi].
714
9185.
Ferdinand II, an die von Itadkcrsburg: Katharina Schnahlin
soll ihre xivei TöcJUer, die sie aufs Ungarisdie nach Nnthaut
geßJtrt hatte, um. sie im sekttschen Trrtutne aufsidien tu lassen.
ettrricJchritirji^n, undrigenfalls sie als Widersjtettstige ai^es^ien und
Uir von dem SchnahlsckrH Gute nichts verabfolgt würde. 3617
Märg 8.
(Kolk., ebend«)
2186.
LandrsfürstUcher Befehl av die von Marburg: die sotiohj tn
politischen als iu Rdigioussachen und m Kauf wnrf Verkauf
eingeschlichene Unordnung aheuschaffen. 1617 Mure 10.
(KooB-, ebenda)
D«r Pfarrrr Pilmtir 1i«tto nirli bMclivrcrt, ,inKOtidprhnlt, w»i] ar in
«■inen Weiupii, ilii er noiig utiiicrRN Einkumtncn hat und diea der 8l«aera
nl^g«Il lammeln xnnO, uiRrklicIirn Schadnn hat'. Alm nicht weil er Ändert*
glKnhige liAl, ionderu w9il sie ilim deu Weio nicht abkaufeo. Drei od«r
vier Marl>Dr(r«r liJib«n bis heute 1000 Surtieii Wein verkauft- Die ander«»
Marburg«r, die Weio liauen und «leb davon «rlialteu, w«rd«» (rcscltiidi^
2187.
Ferdi>>and II. an die von Völkertnarkt: sotlett von dem Fleisch-
haclcer, der in der FasienEeii Fleisch gespeist, dadurch in seinem
Hause eine Feuersbrunst ausgekommen, 50 Taler, von anderen
Verbrechern 10 Taler abfordern. 1017 Märg 13.
(Konz., ebonda.)
2188.
Verkantungen der Krainer lieligionsreformationskommission.
Laibach, 1(117 Märg 13.
(Prot, drr Rel.-Bpform. in Kraln.)
Jakob Weiß eo3l vor an!iii>iti Verreia«ii seinrn iinii »eiuer Frau Beicht-
satt»! vor««is«ii.
2189.
Ferdinand II. an den Verweser ru Aussee: Mit Befremdung
habe er vernehmen müssen, daß er sich dem Pfarrer, der am
Sonntag Qaiiiquageaimae £ur BeicJit und Empfang der Korn-
I
715
munion aufforderte und dann iiacfiher durcM seine Gesdlpriestcr
und einen Beckenjungen die Pfarrmenffe beschreiben und den
Leutpfennig einfordern ließ, am ersten Faslettsonntag widersetMt
und im Jierghause £u Altaussee ein Delcret ftabe verlesen lasseti,
daß sich Jceiner mit Beicht und Kommunion einsteile, da ihnen
der VfarrPT einen eigenen Priester hinatissciiichcn miissp. Was
die AUausscer befdgien. Auch soll er den Reckenjungen ins
Gefängnis genommen und um 10 Taler gestraft haben. Befehl,
jenes Dekret jsu revozieren. deti Pfarrer weiter nicfd ru hehindern,
den Beckenjungen freijeiäassen und ihm Schadetiersats su leisten.
Gras, 1617 Märg 20.
(Konit-, SUUh.-AreblT Gras. Gem. Kop.)
2190.
Ferdinand II. an die von WÜdon: Vier namentlich genannte
Wüdoner sollen, tceil sie am ersten Fastensonntag Fleisch ge*
kocht und gegessen haben, ins Gefängnia genommi^n und einen
Tag und eine Nacht gefangen gehalten werdeti. 101? Mars 20.
2191.
Landesfürstlicher Befehl: Da der Nuntius Erasmus Bischof von
Alexandrien etlicite Personen in Sachen des Priesters Saldowitsch
mt S(pßttal examieren tciU^ luü)en die Pfleger ihm an die B'and
eu geJten. 1617 Märe 21.
(Kon^, «b«Qd«.]
2192.
Ferdinand IL an Elisabeth von Balhnmnnsdorf: weist ihre Bitte,
daß ihr P/leger Veit Oberreiter noch länger im Lande bieihen
dürfe, ab. Gras, 1617 Mars 30.
(Konx , ebenda,)
2193.
Ferdinand IL «» die Marhurger: Marlin Stnbenvoll, der seinen
Abstig aus dem Lande nimmt und den 10. Pfennig bereits erlegt
hat, hat sich erloieyi, wenn er von einem und dem anderen Acker
einen größeren Erlös hätte, einen Nachtrag eum 10. Pfennig zu
*
716
£ahUn. Befehl, mu. achten, dafi beim Verkauf keine KoUnsion
stattfindet. 1617 Apri^ 1.
(Kons., obrndn.)
2194.
Verhandlungen der Krainer JUligion&refonnation3kommia$ion.
Laibach, 1617 Mars bis April 3.
(ProL der Rel.-K4>fi>rDi. i» Krain.)
neorg (Jo1loh<^rtt4rli l<>gt l1t^D DcicIitxeltM vor An4!r« Jnrjifchitz »^,
tiuß nein Weib nicht katholtirh sei, pr liat sie oft gcicIiU^r», m «rill ibn
nichtA lieiTeti, UeAcliluß: Ffsfrcr und tJUtdtrichter sollen »ie konipclIiorMi.
D«i lUnn äkUarianiUeofl Weib ■letit die äach« «ncli so iinil «inl djucelbs
verordnet. Der StAdtricItter von MOItling f«|:t: sie wiegell die andereB
Lsnto auf, er bittet, sie abfonderlicli «vohl ku rMormteren. Eine Antahl
TOD Pcrtoncn wird xitierl, einige werden «r^-gcii l-'l^iacbeuens gestraft. So
auch am It. Mai.
3195.
Ferdinand [f. an die von liadkersbttrff : Die Eheicirtin rfis
Matthes Kartier, die ihr Kind durch den sektischen Prädikanten
nt Netthatis laufen ließ, ist auf 14 Tage bei Wasser und Brot
ins Gefängnis jfu stecken, (irai, Uil7 April 4.
(Kons., 8tatih.-A.rehir Gras. Gem. Kop.)
2196.
Ferdinand II. an den Landeshauptmann von Kärnten: Befehl,
MiUstadi nicfU zu beschweren. 1617 April ß.
(Koux^ «b*nda.)
Der 8u)>er>or au Milhtadt war in zwei Klaffen vor daa kKraUmriael]
I^andreclit aitiert nordeni Lanjorniaiii ciltob darDb«r Klag« gSfVD Flcklor
ron Eroan.
2197.
Die ausgeichaffien Tnnerbergerischen Hammcrtcerke haben ersut
ihre Werke wvchentticii besichtigen tu diirfeti. Ks wurde ihnen
erlaubt, Sonntags gu erscheinen, doch so, daß der Gottesdienst
nicht gestört wird. Die BeivUligumj geht bis 24. Auffust. Sie
HoUen auf katholische Käufer bedacht sein. Graa, 1617 April 17.
(Kons., ebenda.)
71T
I
Bi>f«hl «D den Abt eu Ailniont und dftt AmlmaiiD von lntißrl)«rg. Aiu
25. Aogiut or^elien Befelile, gAg«ii din ilHtniufmKUitftr vonugefaea (Kons.,
•b«od«).
21Ö8.
Hoffiefelil, daß die ausgeschaffte unhathölische Anna Totilngin
ungeachtet der jüngst f^rgangenen Jicsoluiiou bis auf tpeitere
gnädige Verordnung bei den ihrigen gelassen werde. Prag, tfjl7
April 17.
(Orig., StilUi.-Archiv ßrnz, .lluritertilch*.)
2199.
I^rdinand H. an die eu Judenbttrg: Bericht jfU erstatten, oh
Salome Paggin von dtftn Vir nach ihrer Mutlir Anna Hviuri-
cherin eiufefaUewn Erbe den 10. Pfcttnitf, um desseti Ii^ac)daß sie
yebck-n. erlegen soll. Grag, 1617 April 25.
(Konx., Buttfa.-ArcliiYarju. 0«iii. Eop.)
2200.
Ferdinand II. an den Abt tw« St. Wolfgang: Von Schladming
und andereti Orten eieJä das Volk haufenweise mit PUgrimsliihen
nacJt Osterrfich, uatnentlich nach St. Wolfgaug, das SakrametU
tUiselbst eu empfangen. Um der Sache auf den GrMtd eu
kotnmen, sind ümen die 'Beichtseitel äbsufordern und ist anher
Bericht su erstatten. Grae, 1017 AprU :i'J.
(Kaiik., 8tatlli. -Archiv Qtxi. ijfm. Ko)i.)
DecglvicbDO «n den Biacbof vgii Sedtau; ebenio aa dac S«Uuntmauu
ni GmondeD. Pa heißt eis: nil praeitxtu, ili ob sie dort das 8akrHtnenl
empfar^n, sieben ■!« «n SO bii 30 lihiatii. Dnntit ■!« geben dürfen, gt^bon sie
dem Pfarrer I Tftler, dem McOner 1 bis i (JrMcIicn oder t PCiiiid äciimaJx.
2201.
Ferdinand II. an Jakob und David Pantaleon und Hans Arter:
Da sie sieh auf ihre Landsmamischaß bertifen und dadurth der
Heligimisreformaiion entgehet* wollen, soUen 9ie die darauf he-
EÜglidien Priviiegien einschicken. Graz, liU7 Mai 8.
(Rom, StJitth.-ArclilT Ora». aem. Kop.)
BeigAschluMen eine Eingab« d«r kraiuUehen Lan^ichift (weltliehe
~änd feistlicbe Mitglieder) ii)it 19 Siegeln. Ria gleicher Befehl gebt an
Haaiber (ebenda, Rep.).
718
2202.
Ferdinand II. an den Laudesvizedom von Kärnten: verlangt
Bericht Hier die Hocliseit des Ricfiiers von Völkermarkt Lukas
Spadon, die ftei Tarn und Alaskenspiel gefeiert wurde. So jwi
€3 audt in St. Veit und Villach, U17 Mai 17.
(Koitz., ^Woda)
3303.
FerditMfid IL an den Bürgermeister von Klagenfurt: In der
ersten Fastenwoche seien Uochxeiten unier MuMk und Tanx ab-
gehalten worden. Befehl, darüber zu herichtett. 1617 Mai 17.
(Kons., ebendn.)
2204.
LanäesfiirstlicJirr Befehl an deti ViiedotH von Krain: die ßoo-
xisehen Diener auf Burg Neudegg, die die Wallfahrten in Badaa-
resseln sttirten, gefänglich eineusiehen. 1617 Juli 24.
(Ko'iu., ebeiida.)
2200.
Fivdinand II. an den Pfarrer eu Badkershurg: Etliche sur Pfarre
Klück Gehirrige., die sich mit Beicht und Konimamoti nicht ein-
gestellt, sollen mi Ilaudeii unserfr Iiegi/nt7ig eitiert werden. Audi
ist ein Verzeichnis der Grujidhejrscliaften eine\tsenden, wohiti sie
gekikett. 1017 Juli 27.
(Konx., «blind«.}
2206.
Ferdinand IL an alle geistlichm Ohriyheiien: Der Endtisehof
von SaUburg Marx Sittich wird demnächst eine Visitatio7t aüer
Gotteshäuser der Seckauer UiÖseae vomchmm. lAindesfürsÜieht.
Kommissäre erscheinen eur Erhaltung unserer Tcniporaliiät. Bai
heilsame Werk ru ßrdern, soll alles Notwendige vorgekehrt werden,
veas Kur Befonnierung der Klerisei und Erhaltung guter t^dnung
dient. 1617 Juli 2S.
(Kons., abuida.)
719
I
2207.
Ferdinand IL an die BeUgionsreformalwmkommissäre in Kram:
Wiejcohl der Landschreiher David Pantnlroji Bdcge für seines
Vaters cfehabie ,JFreiheit' (Landmannschaft) vorgebracht, so «•-
$cJieint docJi, daß er, che er eu eii^em La%\dmanne angenomtuen
tvurdc, an^gcschafft worden ist. T>ic Brüder Tauialeon haben
gn ihrer Bekehrung vide l'ermine erhalten: nun sittd sie nach
Zahlung des 10. Pfennigs auseuschaffen. 1617 September,
(Eonx., Statth.-Archiv Oru.)
Aiu 13. Uexember ersuirbt l'antjileon um Brlasfang d«s 10. rrennigi
uod ilnß er aodi zwei Jatir« im L«nd« bl«ib«a <lUrfe (ebenda). Am 18. Pc-
tembvr bitten (reietliche nnd weltliebe Stünde fitr ihn (ebenda).
22()8.
Ferdinand IL betviüigt den Jesuiten in Leohen kraß ,«ßen<m
Gahshricfes' f die ihnen geschenkte Burg daselbst mit uUeni Zu-
gehOr für alle Zukunft nadi ihrem ciye»en H'iM«« eu henüteen.
Grae, 1617 I^ovctnber 10.
(Kop., Sl. L..A,. Chr. B.)
2209.
Pater Lamormain an die Regierung: WineoM vor tcenigeii Tagen
der Scherge des Herrn von Stuhenhcrg, weil er einem Bauern-
buben herauagoiötigi, iras er seinem Beichtvater sub sifpUo con-
fesaionis vertraut und darum von dem Züchtiger mit Ruten ge-
peitscht und aus Steiermark verwiesen wurde, hat er sich doch
wieder ins Mürttal und nach Kapfenlerg legcbcti, geht im Schlosse
ein und aus, konver.tiert und handelt mit den Bauern wie euvor
und bringt frevelhafte Worte vor, alles eur Ven^fittuiig der Beicht.
Daher bin ich genötigt, die Sache an E. F. G. gelangen eu lassen,
mit der Bitte^ soldtetn unserer hatholixhen Religion und dem
sigillo confesßioni« ärgerlichen Übel mu begegnen. 1617 No-
veniber 10.
(Eigenh. SUtUi.ArcbiT Grau. Oem. Kop. 1017.)
Die Verorilnnug roin l>>. November, den Schergen «Iniaxiehen («benda).
2210.
Ferdinand IL an den P. Rektor (des JesuitenköUegtums) in fJra**
Befeld, die halsstarrigen ünkatholischen von Lieseregg, Pürg im
720
Etmstal, Wiilirdorf und im Hinieriiherg tu ritieren und die
geeigneten Mittel anzutvendcti, um sie eur katholi$eftm Rdigion
fw bekehren. Örae, 1027 November 15.
(Kfinn., Sti«Iüi.-Arehi¥ Or»B.)
Ferdiniind . . . Wir itiicsscn gianbwtlrtlig vcmcrabcn, wie
(laä sich tu iter pfnrr Liseregg in Kürndtcn gcleg^ea vil nit allain
ungeborsarabc, sonder aucli gar baUstairige pfarrkinder befinden
sollen, tlmils weliche sicli dem alten cath. gebraucb nach mit
der LI. peicht und cominunion in langer zeit nit eingestelt, tbaile
auch noch uncatholi&ch nnd sich zn nnserm aUainseligniachen-
den apostolischen glauben mit niphten lendcn laasen wollen.
Wan wnr aber aus tragenden schuldigen eyfer zu der eatho-
lischcn leligion gn. nit gemaintf derlay ungehorsam be hart-
tieckige pfarrkinder in unsern landen zu gedulden, sondern
gegen nienntglich in crafl lanserer haiUamen religionsrefonnaÜon
ein durchaus gchnnde gloieliheit zu gebrauchen und stu ver-
fahren, so ist demnach nnser gn. bevetch hiemit an dich, daas
du bei jetziger deiner nach Liseregg und derselben enden vor-
habenden rals die pfarkirder daselbst fllr diuh erforderest, inen
dise unser gn. mainung fUrhallest nnd mttglichslen vleiss an-
wendest, dflmit nit allain die nngchorsaniben, so sich /-u orden-
licher zeit mit der hl. beic-lit und commnniun nit eingestellt^ zum
schuldigen gchorsamb gebracht, sondern anoh diejenigen noch
uncatholischen infonuierL und bu unserer allain aeligma<>henden
catholischcn religioii getendt werden, damit im widrigen nit
noth sey, sie hieher fiir unsere n.-<J. regiernng zu citieren und
andere ernstlichere uiitl gegen inen flirzuiiemhen. Sein also
deiner verrichlungsvelHtion hierauf gn. gewttrlig. Und es be-
schiebt auch etc. QHltz 16. Novevthrln IfilT.
An. P. rector alhie.
/n rimiii: , Wegen d*r l-'farrkimicr hu PUrit im EnnMhul nnd Uitt^m-
dorf im llinderaljori;.' RpfiisUnturvt'miPTk; ,«t1iclie in «Irr ]irarr LiRer«|^,
ilMt hfli d«r [iTarr zu l'Drf; im EmisÜial und in der {ifurr Mittcrndorf iu
Hindr-niii/^rfr «icb l>i<fiiid«ni]s uugcliorsKinS« iiDcathoHicli« pfirrktndttr b«-
lieffBiidt. ICx o/ßi-lo cito.'
2211.
Ferdinand JL an den Aiti zu Admont: Der trepen der Jieligion
aHSfjewiesate GcirerJce Georg Thaihummer i$l zwar außer l^nd
4
4
731
geßOge», aber sein glekhfaUs unhttholischer Siicfsohn Balthasar
Paus ist noch im Lande. Auch soll er sein Hammerwerk so
überschiitMen, daß es nicmaiul Jcaufl. Er hofft, dadurch der Aus-
tceisung eti entgehen. Diese ÜhersclUiisung i» iVaadem religionis
i^ nicht SU dtdden, Pans anssutceisen, das Hammerwerk su
scfiäUeii und an katholische Hammerleute ^u verkaufen. 1617
November 27.
(Ebeadt.)
2212,
rDie lieliyionsteformaticnskotnmissäre von Krain eitieren Samuel
Hasiber, Harn Arier und Sohn, Hans Friedrich Khatschitsch,
Christoph Gnädita, Balthasar GoldseJian, Daniel Drspalimütsch,
jeden insbesondere für tleti 0. Mär;, bei Strafe von 100 Dukaten
im Falle des Nicfiterscheinens in die bischöfliche Pfalis. Laibach,
1617 Deeemher 1.
{Orlg,, L -A. Kriin.)
2213.
■ Verhandlungen der Krainer Religionsreformatiotiskommission.
^^^L Laibnch, 1617 Descmhcr 1.
^^^B (Prot. d«r Bet-Bsfuru). Krain.)
w »*
I
Vor dem Blacbaf unrl LandeaTixeilom. Vorliamlült wiril A\n Sac^h«
Djirid Paataleona, far dan A\a Mit{;lietlar dar Land- und ilofreclitfl und
wadere AdeUj^B rine IntcnuMion Dingolcj^t liKttoti. Er wird lautt scinca
UrUdern aua ilon Erblandeii (f«wiv««a and kixl den l'^. Pfennig zu zalileii.
PaoUleon v«riae]dct, sein Brndcr Mi bereita hcimUch aich Ostttreich g«-
togen. Auch die Drumblitii-SAchc (Nähores iVbIt) kam vax Verhandlung.
Detglolchcn werden die Brüder Arter eitiert und die Verhandlung gfif[«n Hahr
Artfir am fl. n«aember vorgeiioinmen. Arn 1&. viinl Jakob Pantaleim tind
Samitcl llaaitter die laiideafUrfitliche Keaolution TorKe1ßs«a. LeUUirer meint,
lie geba nnr auf die Brüder Pantnleou. Bcicbluß: or muß «ntweder im
Lande katholiscb bl«ibon »der den 10. Pfennig sablen und auiwaadvrn. Gegeo
Ifani Atter wird der ProMß am 6. Januar 1618 lorlgesetst; er wird neuerdings
banditiiert, «rliSIt aber noch 6 Wochen und 3 Tage Aufnchub. Donelba Urteil
wird gegf^n Haiilber [jubliziert. An dctoflelbeu Tage wird die FriodlKbc
Schwester in Arreat genommen. Am !l. erhält Jakob PaDlaleon 6 Wuchen und
3 Tage Zeit zum Abaiige. Mittlerweile erging am 3. Januar ein Befebl nti
die KonimiaaioD, Haaiber als Latidmann zu behandeln, und swet Tage ({»Kirr,
David PaDtaleoD eine FriJlenitTcckiing bil S4. Jaoi xa gewHhren ;8tatlh.- Archiv
Or«»). Am SS. Februar eibiilt Arter die Erlaabnia, bla xuf weiteres im Lande
roDl^i. II. Abi. Bl.LX. 40
722
eil bleiben (nbenda). G(>g«a die FAmiUe P«nUleon l>ria|E;t der Biscboi roa
Laibxcb »m HI. Januar »cbw«re Klagen rar («bcnd»). Über die- Such» P«n.
laleoni PTithäU äai SUttli. •Archiv Grat, g»m. Kop. tAn^Tt gxnten FftsukM
Akt^D. Es btindoU «ich utn nene FrUtcntreekiinf^.n.
2214.
Ferdinand Tl. an die von Fürst-eufcld: Tadd ihres ärgerlicMct»
Lebens und daß sk sich nickt mir Jirichi und Kommunion ein-
stellen. Gras, Ut7 Dezember 20.
[Koat., SUUh.' Archiv Gru. Gem. Eop.)
22 Lö.
Ferdinand II. an rfe» Ähi v<m Admont: Die innerberffischeu
üammerleute erhalten noch einen halbjährigen Termin, um tkre
Ilammerwerkt) zu verknufen. JIMS Janwir 75.
(Koiic, Ötalth.-Arcliiv Ora». (Jcm. Kop.)
2216.
Derselbe an den Pfarrer zu Tintcl;: liefehl, dnn ärtjierlieken wi-
icatholiseJtcn Leben der Leute in Brück eu sicuern. 1618 Janvar 15.
(KoDz.f ebenda)
2217.
Derselbe an den Er^triester in Üfitcrlraiti : Tadei über das Vcr-
ludien des Scehorijers in Stein. 1616 Januar 20.
(Ebrnd*.)
2218.
Richter und Rat von Rudolfswerth bestätigen, daß Daniel Schteiteer,
Reliffionsrefnrmatinrisselcreiiir, aus weiland Maria Heinricher, fJte-
maligen Bürgerin ^n litidolfswerth, hititerlassenem Vermiigen den
gebührenden 10. Pfennig von den Erben per iO ß. rh. etnpfanget*
hat. Ruddfswerth, 10 IS Januar 26,
(Orie., L,-A.Kta,lii.)
ITidini gehört ein Z<«t|p1: .WVilleuilt Marie» Huinricherin, gewutca
bar^erin vm RnodoKaweitb ««1. litot^rlasün« erb(-n, deren >]rey theil gewml
Min, wriln zven thpil all Sembler nnd Wiirtrcr uticatholixch unr! wi<l»runiK
nach irem bauHwcsen binane«K«iiogen, also baben iy diircb die vun Ruedolä-
werth mir 10 fl. xe]i<-ad(in pfpnnig' rricgt. . . . Schwitxer.'
I
Ferdinand IL an die RdiffiotisreformalionsJcmiimimon in Krain:
in der Sache des Hans Arider bis auf weitere Entsi^eidumj StiU-
stand jnt halten. Grai, 1618 Fthrwxr 22.
(Kons., gtatth.-Arobiv Uru. Qem. Kop.)
2220.
LandesfvrstUcher BefeH an den Pfarrer von Spittal: soU he-
nantiie Personen sur Einvernehnutig vor die niederüsterrcichiscJie
Hegierang scJiickcn. IftlH April 6.
(Konz., Sutth.-Ari'liiv Orais. Gem. Kop.)
Ein glciclicr Befehl g«]it an ik-ratulbeu T»i;o ia Paul KbeTMihUller
(ebenda).
3331.
Landes für siliciter Befehl an die Reiiffiotisreformationskommisxsion
in Krain: die Dokmnenie, betreffend die iMHdsmaunscIiaft Samuel
Ilasibers, an die Reijitrnng su schicken. Graz, 1618 April 6.
(Kon«., SUtlli -ArBljW Gr»«. Gem. Kop.)
Wird noobtnals im Aagiut vetlangt gebend», Rep.).
2232.
Ferdinand II. an den Bischof von Seckau: er möge bei seinem
Klerus daroh sein, daß die Anniversarien für das UMiehe Haas
Österreich fleißiger gehalten icerden. Den Erjsprieslertt sind Jalir
für Jahr die Stexuiniwüungen vorsulegcn. Die Pfarrer sollen
auf sektische I^eutc fleißig achihahen und sie namltaß machen.
1618 April 21.
(Knux., ebenda, geni- Kop.)
2223.
Kaspar von Lanthieri hat um Erstattung des 10. Pfennigs er-
sucht, so er für Vimem Amigon jm Wijijiaijh erlegte. Landes-
fürstlicher BefsIU an den Vizcdom zu Laibach, mit dem Genannten
nadi BUligkeit rii handeln. 1618 AprU 24.
(Ebenda.)
Die Kanfsiimtne betrag 3166 fl. (ebenda).
4«»
724
2224.
LandesfüntlicJicr Befiehl an die lidigiomrcfortnationsJconimissäre
in Krain: liefc.hl, Georg Sterlr. den van ihm aftgeforderlen 10.
Pfennig nac/uruseiien und die von ihm gezahlten JOO fi. zu re-
sliiuiereH. Gras, 1618 Mai 9.
(Kons., ebnniix.)
Sterte Ist Soldat In Karlitidt.
2225.
LandesfürsUichcr Befehl an den Frojtst jbh Rottenmann : Berieht
m erstatten, ob ürhan Vctscher katJtolisek ist. 1618 Mai 10.
(Konc, eb«mla.)
222ß.
Landesfürstliches Dekret, betreffend die Ausrottung noch etliche
bei I{ottenmann sich aufhaltender r/leger. 1618 Juli.
(Stattb.- Archiv üiu. Ueiu. Kup., Rvf.)
2227.
Ferdinand IL an Georg Herrn von Stnhenbcrg (und in dt
Abwcsenheii seinem V{kijcr in Kapfenberg zususteUat): Er
in KrfttJiruny gebracht, dajS, wenn in Kapfenberg ein Verbrecher
hingerichtet werden soU und sich auch su einem seligen Ende
schicken wollte, für diesen Zweck kein katkoUscfi^ Priester vor-
handen ist. Da es weder vor Gott noch vor der Welt rerant-
tcortlich ist, jemanden an seinem Scdenhcäc ru verkUr^cn, $o
ergeht hicmit an ihn der Befehl, ivenn kinfiir in seincni I^nd-
gcrichtc eine Malcßzpcrson hinzurichten ist, daß ihr stets ein
katholischer Priester zur EntgegcnuaJime der Beicht und Empfang
der Kommunion heigestelU werde. Gras, 1618 September 10,
(Orig, bt. L.-A., Stu benborg-AktiBn, Ür^vurefarm; Kons., Statth.-Arcbiv Ora&.)
2228.
Die HdigionsreformationskotnmisSiire von Kratn sitieren: Gnäditj
tind Frau, Hans Friedrich Kt'itschitsck eu Weixlsiein, Rosina
Kutschiisch und Regina Prenin ebenda, Josef Stnißer und seine
Schtcester Benigna, Bartlmc Schicäbl im Weiugdtirge bei Hat-
725
I
I
schacJt, Hans Wretel, Bürger zu Batschacl», Hans Formachef su
Gitttpl, Hans JurJeawitsch, Mo^ous Pfleger und Georg Schinder-
leins Uammermeisiet und Bergknappen für den 20. Okiober 16i8
bei Strafe von 75 IJnk4itett in die hischo/Uelie PfaU. Laihach^
UJ8 Seplenthcr 37.
(Orig., L.A. Kraiu.)
2229.
Ferdinand II. an die eit Marburg: Iteßehlt die Abstellung der
daselbst sowohl in getatiicheti als auch in wdtlielteti Dingen vor-
kommenden Unordnung, tcornach die g^otenen Sonti- und Feier-
tage nicht gehalten, die Gt^hahscJtaften schlecht administriert, bei
den Wirten unsidässige Eigennütelgleit gehrauehi und strafmäßiger
Wuclier geübt mrd. Grae, lOl'J Januar S.
(KoPx., SuttlL-Anliiv Orai. Ueiu. Kop.)
2230,
Landesfiirstlieher Sefefd an den Abt lu Neuherg: seine hierin
^egifieierieix Untertanen vor die Jlegientng tu stdien. Graz,
1619 Januar 10.
(Koni., clHuiila )
In »tattü an Oeor^ llcirn roit Slubenberg, Frna Wempüti ku Pflllau,
N. UnterhoIxAr iii Kmiticliln-rg: nnil Uliicli Clirtitnph von SchKrleaberg. Gs
liMidelt Hcli walirMilieiulk-h um ProtiMtuiitea.
2231.
Landf^fürsilicJicr Befehl nn die von Krainburg: jene, die nicht
alUnn an den Vorabenden von St. Matthäus und St. Thomas,
sondern auch aUe Samstage und gebotenen Fastiage Fleisch essen
und an Festtagen arbeiten, su strafen. 1€19 Januar 10.
(K«ai^ Btilth.-Atclüv Gru. Garn. Kop.)
2232.
Landesfurstlicher Jiefchl, tlcn nach Hans Weikhart ürschin Grafeti
vott Blageg ^niruckgt-hssetiett Kindern durch das Schrannengencht
kathotiscJu: Gerhalten ru bestellen. 1019 Januar 21.
(.Kons., ebenda.)
726
S333.
LandesfÜTSÜicher HefeH an den Pfarrer sit J/wredt Daniel SeJtla-
mint/er: er soll elliehc unJcalholische PfarrkhiJer examinieren und
dann berichten. Jöl'J Tehrvar 20,
(Konz^ SUktth.-ArchiT tiru )
/n timäi sneb ao dto Verwalter und ftU<ltschr«iber su Kaalkenburg.
2234.
Ferdinand II. an die von Badlier^Hrg: soUen den ^Firkauf an
Sonti' und Feitrtagen vor dem Stadttore abstellen, örtu, ICli)
Fehntar 26.
(EoDx, Sutth.-Arcbiv Gras. Ovm. Eop.)
223Ö.
Lanäesßrsllielier Befehl an die I{eliffionsreformatio}iskomniIssäre
in Krain: Jakdi und David Pantaieon i/ittcn die intierösierrei-
chische lieyierutig, laiufer im Ixinde bleiben £U dürfen oder
wenigstens vom 10. Pfennüje befreit ea werden: Bericht und Gut-
achten ffu erstattett. 1610 Mäf» 11.
(KoDZ, «licnda.)
3236.
Die evangelischen Stände von Steiermark an die Verordneten:
sie haben einen epanyelischcn Prädikanten, Balthasar Tiiisrh, im
Herrn von Batfhyany in Kaitenbrunn erbeten, der drei Jahre
la7ig mit schlechter Besoldung verseJien getcesett. Bitte um eine
Zubujie für ihn, wie sie früher dem Herrn Joachim Chaericus
eu Neuhaus gegeben tcurde. 0. 0. 1619 Marx 16.
(Oriff., St. L.-A^ Chr. R.}
GazecRhnet; Krani von Ht^bttrrtArff, Ortolf ron TftuR'f'nbach, Bigmiinil
Friedrich rnn liieiajtacli, Utto Frit-dricli von IjengliAini und lOrastnus Wag».
2237.
Die SdMuerschen Eiben bitten um Erlassung des 10. Pfennigs
und Helaxierung der arrestierten Sckauersclten Erbschaft. Landes-
fiirstlicher Befehl an die su Pettau und Wolf Sigmund von
Herbersiein um Berieht. 1619 Muri 23.
lEbenda.)
727
323B.
Sitsanna Sdiutuan in Drüsen an die inneröslerreiehiscfie lirffierung:
bittet, SU ihrer Erbschaß nach ihrer Mutttr ohne Iteicftuny des
10. Pfennigs ßmjdasseti su werden. 1619 April 4.
2239.
Ferdinand II. o» die Er^prieiler in Steter, Krain, Kärnten und
im Sanntale: die yeiitlicheti Pfarrherreiy und Benefiziaten sollen
alljährlich die Steueni hesahlm »nd die Quittungen den lOre-
prieslern loci in onginali vorleffeu. Grai, 1079 April 4.
{Koat , 8uttb.-Arcltiv Ora«, Gcni, Koji.)
2240.
Ferdinand IL an den Abt von Si. Paul und den Ersprietter
von Unterkärnten: verlangt Bericht über die Bitte des Pfarrers
Matthäus Senex zu Klagenfurt, tlamit ihm die 800 ft., so Wolf
Dietrich, iveiland Erzbischof zu SaUburg, zu besserer Unterhaltung
eines Pfarrers dahin gestiftet, aus der Jlinierlassenschaß des Hi-
schofs (ieorg von Lavant entrichtet leerden. Gra*, I0t9 Aprif 39.
2241.
Landesfdrstliciter Befehl an Paul KnecJtil und Adam Lenteen-
dorfer, daß die hinterlassene Tochter Daniel IHnimehteiners,
namens Barbara, aus dem Ungarischen abgefordert und ihrett
bestimmten katholiscJiat Gerhaben iiherffelen tverde. 16JV Juni 18.
(Kons, «benila.)
3242.
Ferdinand JI. an Richter und Rat mh Ubdadi: sollen den von
Georg Schinagh Ehewirtin herrührenden 10. Pfennig tu Uanden
der Regierung erlegen. Gras, 1019 Juni 22.
[Kons., Slattli.- Archiv Ura» Qfitn. Kv|>-)
2243.
Ferdinand IL an den Verweser zu Aussee: verweist ihm sein
ungebiUirliches rerhtUten gegenüber dem Pfarrer, den er mit
798
Streichen traHiere mnd dm* er dem ZeAoil irnwiyerfc
JnU 16.
un
2244.
IHe steiritclten Verordneten werden für den 28. Jidi wnr Em-
ivrneAmuny dex Känätter Ahijetandien Wolf CMristopk Freiii
von Jierhentein einberufen, frnu, 1H19 Jnli 22.
{ICuDs , St. L.-A^ Cbr. fL,
2246.
Die geheimen Räte an dieM^ben: ntii Befremden Iti/re man iSM
der beabtichtifflen Zusammenhing , da deri/leichen von I. Kgi. JT
auch früher geahndet tcorden. Wenn es etwas Wichtige* ru he-
raten gibt, muß es von allen Stünden mit Vorwissen des Landet
fürsten gescheiten. Die Beschreibung der Landkute ist dama^
eineusieUen. (Graxj 2619 Juli 36.
(Oii«.. 8t. L -A-, Cbr. B.)
2246.
Landesfürstiiches Dekret an die Verordneten von SteiermarW:
Ein Teil der Kärntner Landleute Juit eineti Gesandten, Wdf
Christoph J^eiherm v<m Herherstein, hieher abgeordnet und die
Verordnetet! eine Versammlung sieirischer Landleute (ur morgen
einberufen. Dieser moduB trnctandi widerspricht aüem Ber-
kommen, denn die Gesandtschaß ist nur von einem Teile der
Kärntner beglaubigt, icic auch die Steirer heitte Fartlkularhand-
lungen vomehaien Jeönnen und Verhandltmgen nur tnit Wissen
den Landesfiirsfeii gei)ßogen werden dürfen. Befehl, die ange-
sagte Virsammhng ru unterlassen und den Gesandten al/sattvisen,
(Graz) 1G19 Juli 2t<.
(Orip., »t. L.-A,, Chr. K.)
2247.
Ferdinand IT. an die Verordneten A. C. in Steiermark: inhibiert
die angestellte Ztisammenhunff sum Ztcecke der Einvernahme
des Kärntner Abgesandten Wal f Christoph von Herherstein. Frank-
fttrt am Main, JtiJ9 Augttst 16.
(Oiig., (5t. L.-A., Chr. H.)
729
Dm Dekrat gibt aacb den Zw«ck der besbsiebtipUn Ztuammenkunft
sn: .damit heA äorsßlbtg'^n atif vorgemdt«« Herbrrstiin tnCindlicIipfl vorbringen
vou aiuer sup^djcatitfu mi mi» umb frrjrnUllu»^ oder wiilarzulaHuni; Am un-
catbolUdien religioiitexercitü, auch «iiicr »bicudunt; aii dos II. K. alliio nn-
«reteode weltlicbe churfUriten oder beede harni viearhi zu nrlanguug euren
tntenU . . . g«baud1el . . . werde . . .* Wiewolil die gcbeltueo Rute lie
•chdti ab^etnaliDt, so wollen »o die Zauttninenkunfl laut ihrer am 30. .Inli
ping^it-hicktoa Erklärung Tiiolit oinstellicii, wcnhalb er sein Befremden ans-
ilrtickt, daß sie ia olinfiliia so schwerer Zeit sieb sti solrbeni unbi>fufrten
Vorgelien und eu Prakttkpii bowogon laBseu. Erinnoruo;* an die iltoren in
älinliolier Sacke organgenfin Erlässe aaniotillioh von I5i>9, wo ^r sich daliin
eiklärt, daß er es bei seiner üauplreioluttoa Teibleibun lasM und daß niau
ihn in derlei Sachen in liuLe lauen mOge. Diei« Besolution »oll nitt GoKm
Beiitand aucb iu Zukunl^ uuge&ndvrt bleiben, sie lelbil lieh aber von
niemandem ku tUHmr Widerwkrtigkeit ber«d«a laueii-
2248.
LfiHdesfiirsllicher Jiefrhl an die voti Hadkersburg: sollen icährend
desUottesdienstes an ^oiin- und Feiertagen das unzulässige Kaufen
^t^Hd Verkaufen einstilien. 1619 November 20.
(Kons., ebenda.}
Der Befehl besieht sich aaeh auf die Heligiönsrefbrnationskoromissioti.
2249.
Jkr Pfarrer von St. Veit Hichard Mavo» an Ferdinand II.:
berichtet über die in St. Veit herrschende Unürdmmg in Relipions-
sacheri. Man werde kanm mehr als IM rechte hitholische Bürger
fmdett, vide sind offenkundig Lutherische, haben Lutherisdte
liibeln ustc. Der Magistrat sieht ihnen durch die Finger. Klage
gegen die Zechpröpsle. hüte, Kommissäre zu verordnen, die den
Übelsiünden abhelfen. 1(119 November (30).
(OHg., Statth.-Arcbiv Orax, Uom. Kop.)
Allergnedig'ister . . . Was for ein grosse Unordnung %a
S. Veit in Kumten in glaubens- und religionswesen ist, kann
ich nit unterlassen, E. Kays. M' ... zu liericliten. Es sind der-
jenigen, HO i^icli eileserlicli und mUndücIi allein bekennen, ca-
tlioliBcIi 7M sein) mehr als zu Till, also dass man schwerjicli
Äwelf rechte catliolische burger wird finden. Etliche bekennen
sich rund und glatt, [<utlberisc)i zu »ein, kuminen niemals in
die kirclien liinciu; wann aber das ambt der hl uiees gehalten
730
wirdtr M Uofen cie »Uiald wklej— b hbmm od
vsno 4i« Terwaodhing geadüdit, mubb ofaitfich flÖKii aewal
am frciTtae als am wmbatag vtd aadem TerboteneB CfeBtt^ea,
yenmachco aJto growe crygm— md ob iA woU dea mir
giatrst n h3f «nniefe, ao w3l er eicbts damaib wüaea. Um«
vil wfiUen nit xaduMHf daai Ire kindn', ao da ■tndÄem, in £•
kirebcn ■oUeo za der IdodBriehr oder mesi geben, weil sie oba
swdilel Lniberiaeh son, rerverfea aQe ahe catholiacbe cere-
Bouen and gebrSDch cnd wollen, uum aoD sie bei ihren La-
tfaeriaeben eeremonien nnd weaen Terbleiben Usmiu HsbeD ir
vU ia etlichen tarn nienuüs gebeichtet, woUeo «neli Docb aicbt
fieicbten, tind ob ich wol diejenigen, m za Ostern oder Sa
etliehen iam oder oiemala gebeichtei haben, offentlicb rermaaei,
daM sie Kicb cdlea za der beicbt einstellen, fonat werde leb
ihr bOehsteD obrtgkeit ihren nngehoruun berichten, so iat doch
hii dato nichts ervolgt, sondern rerachten sowol den gotSaa>
dienst ab die predig und alle anderen catb. eeremonien, fresMa
and tjaufen, weil man den gotxesdienst haltet, haben aa^ ir
ril Lutherische postÜu und biLlien in ihren znt&mbenknnft, die
sie aualcgeo and sein der Lutlicrischcn bai^er zehnmal mehr
als der calholischcn. Halten kein festlagen, ja gar an Aller-
heiligentag haben bargermsister und andere rttthe ihre Iftden
ußcn gehabt and bei den hl. feyertagen dienst, gar bej dem
frcjtliuf botz gcliackt, dem pfarrer zu spoLt. Dana ein ma
gistrat durch die finger sifat, ziehen die geistlichen guter an
liieh auf vitcrlay weis. Es seind aufh unter ihnen kircti[irüpaten,
HO nteinal» in die kircheu kommen and in die 10 oder 2U iam
nivnmlH gebeichtet haben, geben der kirchen kaofrecht nit umb
gelt UM», damit der armen kirchen mOchte geholfen werden,
sundem unib fressen und saofen tuid entziehen von den kirchen,
weil sie die urbaricn haben, was sie nun wollen, geben auch
vor dem pfarrer kain raittung, also dass hiedarch die kirchen
nit vermag altArlUcher allein zu haben. Haben auch drc,vmal
mclir pfarrgUeter als der pfarrer nit hat, und muess der pfarrer
die stenern richtig machen. Der freythof ist allem vieh offen,
CS weiden die barger ihre khüe und schwein, vor ehrn xu
melden, mir zu einem spott aufm freythofen, haben stftUen und
andre unsaubere orter aufn freythofen, dahero ein grosser ge-
»tnnk oftcrmnlij in der kirclicn entsteht, wollen weder kirch-
gtttter machen, noch niideru zu muehen gestatten lausen. Und
I
•
I
731
ob ich gleichwol diseni allem mannichnial widersprochen hab,
Bo wirdt dych weder bei richter oder rath kein ausriclitnng
nicht, allain dass sie micb aaäspottcn. Dahcro folgt auch, dass
gar ein Latherisches weib, äeischhackcrin, aua Anstiftung anderer
Lotherischcr mir vor kurzer zeit ein leich Tor dem kirchhof
mit Spott und schand getragen, welchen ich am montag zu
morgcua hab wellen mit ^ebUrlichen ceremunien begraben laseeo,
weilen er erst am sambstag war vcr^chiden. Geben mir also
in allem mass und ordnang mit spott nrd gewaidt ihren Lu-
therischen gebreuchen nach. Darob ein magistrat zusieht und
zuhilft. Haltens alle mit einander wider den pfarrer, darf auch
kaicer den andern nit anzaigen, er liab kirchgUeter aigentliuitib-
licli an sich gezogen oder was sonst wider den pfarrer stref-
licii gehandit.
Weilen nun dem also ist^ bitt E. K. M' ich . . ., die wollen
mir aiiien oder zwcn coinmissarivs zucordncn, die oin exocution
in diser grossen anordnong, mit mehrorii empfindlichen ernst
weder liishero bescliehenj verrichten. Das zu deme es billich
beschteht, begehr tcli solches qmb E. K. M' langwierig« gesuiul-
lieit und glüekhchc regiorung ... zu verdienen.
E. K. M' alleruiitertli. . . . capellan lÜchardus Mavon, dwr
hl. Schrift doctor, hochf. Salzb. rath, ptarrcr an St, Veit in
Kttrnten.
Du Stück wurd« am SO. Mweaiber der uiedcrOiUtreiobttchoii R«-
gieniDg mit der Weifung zugestellt, «Id« ordentlich« Untersnchang fona-
nebmon, um solcLe SkmidilA abxu9t«Ueo. Am 3. Desemhcr wird dorn Laade«-
hanpimauD, Laodeüvtzcdoni und Acm Ernjiriulcr in Kärnten ein gleicher
Uefelil zuleit. Mariin war prat seit kurzem iu St. Veit; um die Ffarrfl dl-
»ulbst war er ent im Mürz 1U19 dn^ekomiiien (Rep.) und im AagnA in-
■tsllicrl wordaD.
2250.
Ferdiimnd II. an ihn LamleslMuplniann von Krain: verlangt
Bericht über die K\a<j6 Karl Äm'igons gegen den MarUricktrr
£u Wippacfi, der von ihm unhefuyttrivetse den 10. Ffennig ab-
fordern wi^ite. Gras, 1620 Januar 23.
(Koni., Stattb.'Arehiv GrtE. <jtem. Kop.)
132
iL
Tolrias Tauferer wird von der Krainer Landschafl mit einer
Jahresbesoldung ton 300 fl. als medicns im Üestaüung gmöntman.
LaibcuJt, im Landtage 1620 F^uar 3,
(Koax^ L-'A. Kr&in.)
Am 9. Mii A. J. ricliten die Stindo ein Int«nt«««iontiMlir»ihen an
dinsiid II., Tsafercr, Atr bicIi in KnliKionmcfapti sl«U anttrillieh TC(li«3t«n,
im LahiIo XU lauen. Aus mncr uiitljitiflrten Eingabe Tautvren *u die Stände
geht hervar, daß er «lurvli den St«dtnc)it«r vor dm Bischof siliert nordev
der ilim einea Tttnniii »elxte, iicli ali kallioluicti lu erklSreo oder abtcuielien.
Ua er jenei oicht wolll«, erlilclt «r eine» T«rii)tn tum AIieo^ « von 6 Wochen
und 3 T«sen. tnterxe«lonen gehen an den I<and«>haaptinann nnd deo BifchoC
Am 2^. tVbrnar 1SS4 schreiben die im Lantttajte veniammelt<-n welllielwa
und geistlichen Stüoilc, aie kÜTinten seiner wihrcod der gefährliebea Pet^
krauklieil nicht etitr>ten. Am 37. August bcwilligeu fie au seinem Abxog«
400 n. (Koux., obouda) und »teilen ihm etu WuhUcrbaltungsiCQgnit «tu
(Kona., ebenda): er habe absiolien mQuen, weil «r «leb der KeTorniatioa
ntcbt unterwerfen, wollte.
2262.
Ferdinand IT. an den Pfarrer ett Brvek an der Mar: heßehU
iw* neuem die Absifütmg des argerliclwn Lehens und Wandtet
so einige dtiselbst führen. Orajs, IßÜO Märe 14.
[Kona , Statth.-AniliW Oraa. Oera. Kap.)
2253.
Die Verordneien A. 0. von Steiemiarh an die von Kärnien und
Krain: hestüligen den Empfang ihres an den Abgesandten tcegen
des vorhuhenden Iteligionsnegotiums gekommenen Schreibeiia. Hätten
gern gewünscht, doß dieses Iteilsame Werk den (jewÜHSchteit Effekt
hätte; sie iverdeti ober von detn Gesandten hören, in teas temiiaia
« nun ruht. Grau, 1620 Mära 20.
(Kona., Bl L.-A., Chr. R.)
I
<
2254.
Die Verorduetni t>on Kratn an die von Steiermark: Da heim
Utälen Landlage ihnen gemessene JiefeJde gegt^n wurden, hei
ihnen und in Kärnten Krkundigung einsueiehen, wie es mit der
vorgehabten Petition um freie Piwiieiung ihres exercitit religiouis
733
Htul den auf die Ahgesandtcrei anfgdaufenen Kosten siehe, bitten
9te, über beides ^u berichten. Laibach, 1620 Mai 2.
(Ong-, 8t. L.-A., Cbr. B.)
I
32ÖÖ.
Ferdinand IL an die in der betreffenden Sache geordneten Kmn-
missiire Abt Georg von Viktring und Josef Egg: übersendet ein
Schreiben des Ersbischoß Paris von Salzburg an die Regierung
in Gras, enthaltend die Klage des Pfarrers Richard Mavonius
gegen den Bürgermeister, Richter und Rat uitd die game Ge-
meinde von St. Veit und heßeJUt ihnen, sieh nach St. Veit au.
verfügen und die Sache leegen seiner Temporalitäty iu der er
bisher nicht gelangen konnte, tu untersuchen, nametitlich icas für
Gitter von genannter Pfarre alientert tcorden sind. Aach die
Klagen derer von St. Veit sind einzuvernehmen. Grog, 1620 Juni 11.
(KoDii.f SUtth.-ArchiT Qrax. Gem. Kop.)
D«b«t ein Zett«l: .Don 31. Juli Ist iirutatt Herrn Eg^! Hcit C«rn-
perg<!r «af ei» Hnfdfikret verordnet und der KommiMionsbefchl bd ihn ab-
penoblckt wofOeu.*
2256.
Ferdinand IL an die JReligionsrefonnalionskommission in Krain:
Befehl, SU untersHcfirn, (de es sich mit der uiihiOtol! sehen H>i6s-
jicrson Marusch Jieisingcrin verhüll, die nicht bloß nn ärgerliches
Leben führt, sondern Kinder und Enkel an unkatholischc Orte
SU schicken Vorhabens sriu soll. Da sie im L*inde nicht bleiben
fVoUc, ist ihr der 10. Pfennig absanehmen. Gras, 1620 Juni 27.
{KotuL., sbenda.)
2257.
ndesfürstlieher Befehl: dem aus Oheröslerreich entwichenen
Karl Jörger, der sich in Inneröstcrreidi uufhalicn soU, nachzu-
forschen und ihn gefangen nacJt Gras zu fuhren. (Graz) 1620
Oktober 24.
(H.-, H.- u. St.-A. Stoivrm., Fut. 13.)
Von der R. Kais, aucli zu Han^arii und Belmimb Kpl. M'
. . . dcroselben i.-o. rcpierung . . . anzujMiigCD. ilmiinach die
R. E. M* . . . beric-ht empfangen, das Cart Jörger, so noulicli
734
aas dem land ob der Enns entwichen, sich etwo in disen I. M*
landen befinden solle, als wirdet ermelter regierung hiemit aaf-
erlegt, darob zn sein, damit aaf ine, Jörger, gnete acht und
aafsicht gehalten, demselben in bester still and gehaimb mit
mttglich- and angelegensten fleiss nachgefragt and nachgesetzt
auch sobaldt man ime erfaren möchte, er gleich stracks be-
hendigt gefangen and nach Grätz sicherlich gelifert werde. . . .
Ex cons. Sac. Caes. M'^' intimo 24. Oct. 620.
D. Grüenberg.
2258.
Georg Herr von Siubenherg an die VerordnetcH: Dank für das
Sehreiben vom 6. November und daß sie ihn g» der teichtigen
IVäktatiott mit erkoren. Kapfenberg^ 1630 Noven^>er 7,
(Oiig^., Kons., St. L.-A., StubeDberfr-Akt«n.)
Hochwicrdig . . . Euer herschaft sein meine schaldige aach
willige dienst zavor. Ew. IP schreiben vom G. d. Iiab ich in
diser standt den 7. amb 6 zu abent endfangen und inhalts ver-
numen. Erfrei mich hochlichen, dass es der liebe got zu einem
solchen anfang gedeien lassen, durch welchen allein dise lilnder
noch ferner in aufrechten standt erhalten werden kincn. Dass
aber E. G. u. H. ich auch zu soUicher hochen und wiclitifxen trac-
tation erkiest und erfordert, bedanke ich mich g.inz dieiistÜclien.
Und ob ich wol (mich) zu dergleichen sachen nicht Kcnuegsam
erkenne, wil ich mich doch ausser gottes gcwalt gchorjiamlich
einstellen. . . . Hoffe, der getreue got, der diser zwaior fcindt
pemict so weit erwaikli, werde seinen sogen weiter geben, da-
mit dem erbfeint tir und tor zu der ganzen crlstenheit nicht
unter ainest goüflenit) und viller cristen bluetvorgiessung b.iider-
seits verbiet werde. Zu dem ich mit leib, guet und bluot gern
das meine tbuen wü. . . . Khajifenberg den 7. November 1(120.
2259.
Dekret, betreffend einen r» Klagenfurt nufgcnommenen unkatko-
lischen Apotheker. HISO De-cmhcr.
(SUtth.-Archiv Gru. (<oni- Kop , Rrp)
Im Frbruar 1621 wird die Auiwvisung des Apothekers v«rfüf;t'
735
3360.
Qravaroina religionis der VMichett ernngelisciien Stände von Steier-
mark, KärHUm und Krain. Jß30.
(Nach ainun 1630 gedruckten Fluj^blxttc tuitj^tDilt vüp Leiboufrott iui J*br-
buche fQr Goioh. des ProtvsUatUuu« in Österreich IV, 26.)
2261.
Landesfümiliciier Befehl «n die untf arische Hoßamlei: sciiiein
Rate und Kämmerer Freiherm Georg Bernhard Urschenheck, den
er teegen seiner dem ITause Österreich i» Hof- und Lajulümtern
treu geleisteten Dienste jsum geheimcH Haie ernannt, diesen Ittel
in den Zuschriften su gehen. 1G31 Januar 21.
(Orig., Un;. L.-A., Ciaa. Aastr. 1621, Mr. 1.)
2263.
Die RdigiönsrefortnalioHshotnmissäre zu Bruch an den Pfarrer
ru T^eoben Johann Georg Mayer: die von I,cohen sollen berichten,
wie es an Sonn- und Feiertagen mit dem Aufmachen der Ver-
kaufsläden, mit der Ahsetj!ung des Salzes und AUatluug der
Weine an diesen Tagen, endlich mit der Haltung der Faste\i-
gthote an Samstagen und anderen Vi^fHien h<dten. Brück, 1021
Januar 15.
(Kop^ ai. L-A. I-«obeo.)
2263.
Ferdinand II. «« die Beligionsreformationskmnmissäre in Kraiu:
Da er ghiuhmirdig vernehne, daß cdUrhand hetzerische, ärger-
liche und hochverhotenc liüeher durch etliche Boten in das Land
geschlejtpt und den sektisclien Herren und Landleuten* ver-
kauft werden, so ergeht der Befehl, fleißig auf soMtc Verkäufer
£u achten, iiinen dir. Ware ahzttnehmen und alles Weitere su vcr-
atilassen. Gras, 1621 Januar 15.
(Orig., Statth -ArchiT Grai. Gen. Kop.)
2264.
Ferdinand II. an den Ffarrer Laurentius Wredenius mu Tro-
fatfoch: Befdtlj der in seiner Pfarre unter seiner Vencaliung
* B«ide Worte sind uiiteralriehen.
Vmardnung eiitgegensulrHeM, darunf m adten, daß
Feitrfage gehalten, Bekki laä Kommunion stait-
findet u»w. (Grat) 1621 Jamuw 26.
(KODI., «b«Ddt.)
TmUIuiI irird bemerkt, daU du Wüte den Bucbof tob Oork wibrca^
■WMK jÜB^ea Daicbr«tie nichl beherbergen woUtca, dlew Mi«B tn zitiercB.
1^ P>f<fcl TAD d«in>eIb«Q Datum aa Ata Mark trieb ter, b^*falt di« Ait>-
MkiAuc d«a dort wider die R«li|ciour«foniutioD aafgenomn'iifo nnkath»-
Itlk— 8Udlwbreib«n und dar ankatboliiehen Blis«r. Ein gleidivr BafaU
(«hl «o den StAdlricbter von Trofijracfa.
2265.
lAtHtUsfürttlkhiT Befehl, Bericht über Emreieh von Lambery n
ersiatteHf der trott seiner BekeitruHg sich von etMem Prädikanlm
trauen ließ ustc. 1621 März 8.
(H.-, H^ ■- St-A. 6t«tentL, Fan. 31.)
!■!■■■ I
Von der B. K. M* . . . deroselben i.-ö. regierang uua- ,
saigcn. Es khombe fUr, dss berr Ernreicb von Lamberg . . . ^tf
ungcacht er sich Ton seiner vor disem gehabten sectiscben ^^
opinion zu der cath. religion begeben, . . . sich dnrcb «ineo
•eeUscben predicanten zaeambeagcbon lassen und am nechst-
rerschinen Aschermittwoch zu La^bach sein bochzeit antrestelt
und wie in solchen gelegenheiten gebreuchig, allennasaen als
wann es ausser der verbotnen and solcher fastenzeit wAre mit
ofienlichcn flcischspcisen, rnnmercjcn, saitenspiln, rennen a. dgl.
zu. diser zeit nnxuUssigcn ftctibtu nichts nnderlassen. Wann
solche elterliche strafwüidige insolenz mit nichten zn gestatten,
also Ist I. K. M' . . . bevelch, dass sy» regierang, alsp-ildi Ver-
ordnung thacn wolle, damit in ^-achen . . . grundlicher bericht
eingezogen wurde. Wann dersclb einkombt. solle sie denselben
sambt iren räthlichen gatachten gen hof Ubei^bcn. . . .
Ex cons. S. C. M'*' 8. Martii 1621.
W. V. Kribenigh.
Am 3fi. Afril 1631 ergeht «in Schralben &n den Bischof ron Laib*cb,
lo welcbem d«r Bericht neuerdin^ TerlAiigt wird (Koua., Suttb.-Arciiir Oras,
(«n. Kop )-
2266.
Kaiser Ferdttumd IT. an den ErMjMriester su Vülach: Strimgster
lieffid. lirrichi zu grhcH über die strafmussige Verhaliuiuj der
Uerren und Landleute und ihre Bediensteten, nametttlich der
I
737
KhevmhüUerschen BeamUn, tcelche die UntirtaHen von der ka-
thoUachen Meiigion abstehen etc. Grcu^ 1621 Märe 30.
(Kop-, ArnoMtt«in«r Akt«n, Rndolän. Kla^enfnrt.)
Ferdinand . . , Uns kommt glanbwierdig fUr, wasmassen
in unaerm herzogtliamb Kärndten fast allenthalben, uisondor-
beit aber amb Villach beramb. allerlai erg:erliuhe nnordnangcn
und exueäs durch die nncatholische Herrn und landleutli. aacli
derselben minütros und officier nnnmehr ohne ainichen scheichen
veryebt and tllrgenommen werden, indeme sie za sonders hober
verschimpfang cnserer hievor ausgangnen gemesaenen verord-
nongen sich höchst unbefuegter und straf massiger weis unter-
stehen sollen, nit allein den geistlichen in ihren funcHanibu»
spürr und verhindernnss au tbuen, sich irer Jurisdiction, recht
und gerechisambe anznmassen, die gUeter den pfarrern nnd
beneficien fatcj zu entziehen and damit ires gefallens zu dis-
ponierer, sondern sogar auch auf iren schlossern dnrch ire in
glaubens Sachen verfierte päeger, paeäagogot oder tudimagistroi
üffentbche predigen halten und die einfaltige bauemschaft und
nndertlianen dnrzue bemefen zu lassen, also vil inen mlleglicb,
sie dardurch in irrthumb und ebigs verderben ircr aoelon hail
BD Sturzen, inmassen wir dann in ipacie von den KhcvenhUllern
mit lißchster befrembdnng und missfallen vernemen mieaaen,
dass sie nunmelir die Sachen soweit bracht, doss maisterthail
irer unterthanen an sonn- nnd Feiertagen nit mehr in ihre orden-
lichen pfarren und zu gewohnlichem gottesdienst erscheinen.
idern in di« schliisser lianfenweis sich verfiogen and aldorten
(tischen predigen nnd ermannngen anhüren. Welche dann
lurch ainen Khevenhullerischon pfleger Christoph Schnee-
weiss genannt, insonderheit dahin gesteh sein sollen, von dem
cath. glauben abzustehen and iren pfarrern und ordentlichen
Seelsorgern ainichen respect und gesorsarab sowol in tempora-
libus als spiritualibua nit mer zu Uisten, wie dan eben dieser
pfleger auch atnen Tyroliechen schnelmaister bei sich erhalten,
80 vor wenig monatcn im schloss Landskron wider unser
person äflentlich ain höchst scliimpflicho sermon oder predig
gethon nnd damit seine glaubensgenoseen miiglicbist dabin an-
geraizt und vermandt haben solle, wider ans, nnser woli'andirte
religion und getreue gchorsacnW untorsässen aafzustehn und
za wehr and waffen zu greÜfen.
PcdUb. ILAVI. Bd.LX. 47
Wann wir non diesem schweren trotx, weit auttebiuideiD
üDgehorsamb and rerderblicbcm tmweseD ftnnbiegra in alweg
gedenken und aber vor rerordDon^ gexiemender miüen aller
dieser s&cben beschaffenbeit gana sattoi and ge^rOndteD be-
richta nothwendig, w»5 nemblidieD ain- nod andererseits in
mueriB fttrstenthnmb Khircdten «rider obbenddte anser allaiD-
Belijnnachende religioOr aucb dcrentbalb aueicn so vÜ maieo
widerholten gana gemessenen Verordnungen mwoI dorch berre
und UndleQlb ab deren diener and ondertKanen ftorirenombeii,
▼eriebt nnd attendien wierdet:
ako ist hieniit onser gn. bevelcb an dicb« dafis du, wu
dier ditsfüls in aincm oder andern bewflsst oder nocb in ge-
wiaao crfitfnheit bringen kannst, solcbeB mmtr L-ft. regumg
■ahm «Oigebengtem deinem gnetbedinkea gans «HTcmfenfiffc
. . . beriebten and dkb daran icbtes niebt abbahen lassen sollest.
. . . Grits den 30. Martü om» 1621.
CoBniflBO S. Caea. 11*^ in cooctSa.
C- Morita ftviherr aa Herberstain.
stattbaherambteTcrwalter.
Josepbos Elgg, oantzter.
JÜB «Mmirtigaa Vwitt ,H.
Im lia £0 nAi
Caspar Fremest.
Rapbael Utäach d
LmmdtsfiniUdm Mint mm ^ Vt
Ml' m JCI^faa/M. Sit «mm'
789
2368.
Ferdinand Tl. an Qeorg Herr» von Stuhettberg: Da er lericktei
ist, daß eu Kapfenberg unter der Bürgerschaft und der Pfarr-
meuge liäcrlei hochärgerliche und strafwürdige ExEcsse sowohl
in Religions- als attch j'^Utisciten Sachen vorkommeti, sei er ver-
ursacht, eine Kommission dahin aheusenden. Befehl, sie in jeder
Weise su untersiütsen. Gras, 1621 April 29.
(Konit., StA tth.- Archiv Qru. Gem. Kop.)
Des;^l«tch&u an di» toh L«oben von i^^leiehem Dattun. Ebenao id die
EU Brück an At^r Mur von ilnmiictbcti Datum. Denen von Brnck »d der Mar
«turde öiuo iieiio Kefurnialionsurdnuug scliun am 23. Dezember Iß'JO gegeben
(Kop., clieuJn). lu KapfeuLivrij; wird dar VuniKltin« d«r Rffortiialiaii durch
did J«juit«ii widenprocliou, da »ie keiuea Befehl ruiu Pater Rektor vor-
w«Ueu. la Ks^tfentierg^ s«ieii etlicli« ganz ofteti ,Luth«r«u«r'. Erueutvr
Befehl an die vtm Brück im Jnni 1621.
2269.
Ferdinand Tl. an deti Biscfiof von Laihach: snU wegen des ap<h
stasiaten Emretch von Lamherg fUrdeiUdi herichteti. Grae^ 1021
Mai 22.
(Konz., Statt h.- Archiv Uraz. Qnin. Kop.)
2270.
Ferdinand TT. an den Pfarrer mt FeldbacJt: habe mit Mißfallen
vernümmeti, daß der Bittmeisler Hans Sigisnmnd von Eibisteald
in seinem Qtiartier su Feklbacft öffentlich verbotene PosiiUen liest.
Befehl, dieseti Unfug ah ii^ust eilen. Qr<u, 1621 Juni 2.
(Orlg. Q. KoDa,, Statth. -Archiv Uras. Oom. Koj>.)
2271.
Ferdinand Tl. an Paul von Etbiswald: Tadel, daß er den Be-
formalionsmandaten zuwider seinem gewesenen Präeeptor, der si^
unlängst außer Land von einem Prädikanten trauen ließ, das
Tlochreitsfest in Gras angerichtet haben soU. Grae, 1621 Juni 2.
(Kona-, ebenda.)
Am 'S6. Mai war der BefRhl ergangen, den PrSiceptor vor die Kegiening
KU Btellen. Der PrSzeptnr wurde Ptleger in Kapfenberg. Am Sit. Juni IfiSI
wird ein B^rfebl HD U[?or^ Uerra von ätubenberg gesandt, den I'tte|;er vor
din Itegioruag au (teilen (Kons,, ebenda).
740
2272.
Ferdinand II. an den iMudobristen N. Rindsmaitl in Steiermturk:
Tadd^ daß er deti IHnkafelder rrädikanUti tu Pemeck heheritergt
habe. Grag, 1621 Juni 2.
(KoQX., cbonda.)
2273.
Ferdinand II. an die von Judenhurg: soüeti über die Bitte Em-
reichs Saltmann um Nachsicht des von seinetn Bruder herrühren-
den 10. Pfennigs »ühereti Bericht ein&ende». GroM, 1631 Juni 3.
(Kour, »btadju)
2274.
Be-M
eine H
Ferdinand II. an alle nachgesetgten Obrigkeiten in Kärnten :
fehl, den Biüchof Johann Jakob von G-urk^ der iviüens ist,
Visitation in spiritualibuB et temporitlibus roretindiineti und um
den Beistand de» bracliiora seculare anlangt, tu unt^rstütsen.
(Gras) 1621 September 4.
[Koai., ^^Mtth.-ArchiT Gruc)
2275.
Lnndesßirstlicher Befehl ati deti Pfarrer eu Klagenfurt:
ittniTtmg wessni sich I. M' über seine eingebraeJite Denuntiation
causa religionie resolviert hat.' 1622 Mai.
(SlitUi.-ArchiT Or«, Gem. Kop., Äep.)
Dft die ^enieiELon Kop«iea fttr dieies Jkhr feblen, iflt nidit sa S4alittii,
WM gemeint iat.
2276.
Krain, sich aufhaltende unkathdiache Personen betreffend.
1622 Mai.
(EbendA.)
2277.
Etliche im Bcreogtume Kärnten, insonderfieit aber eu Klagen'
fürt sich befindende unkatholische Bürger und Landschafts-
ofßfiere betreffend. 1622 Mai.
(Eljeiida.)
*
741
aa78.
N. ScHussen DenunÜation in Krain etU<^er verübter KeUere*
in der lieligionsreformaiion. 1622 Juli.
(Ebenda.)
2279.
David Panialeonis ruwirfer der heilsfimrn Rdigioasreformatüm
verübte calvitmche Ketserei betreffend. 1622 August.
(Ebenda.)
2280.
An die Religiottsrefommtionskommissarien in Krain: etiicher un-
katholischer Personen und anderer Inkonvetiietisicn halber. 1622
September.
(Ehtaia.)
2281.
Die MU Pettau soften Jakoben Greiffen samt seinen habenden urtd
«H Nürnberg gedruckten Exemplnrieti für die Hegierung stellen.
1622 Dezember.
(Ebenda.)
2282.
Der Landeshauptmann David Urschenbeck an Kaiser FerdinandTL:
teilt mit, daß ungeachtet auch ein katholischer liatsherr mit eligiert
K&rden, bei der Bärgermeistertvahl die Mehrheit auf dm Unka-
tjtolischeti gekommen ist. Klagenfurt, U>22 Dejtember 23.
ifitig., 8uUh.-Areliiv Graz. Gem. Kop. ad 1628.)
Allerdurchleuchtigister . . . Meinem oblxgo jfomUs hab ich
. . . bishero . . . nichts nntcrlaseeii, was iederzcit au allergühor-
samister cicquirang K. K. M* bevclclicn, sonderlich in dem
h&chst notwendigen religionsweaen zue baiteamber aoferbaolichcr
fortpflanzong geraichen können and mir zu thuen mUeglich gc-
west. Inraaasen dann aach an yetzo, als mir berichtlicb fUr-
komen, das N. borge rmaister, richter nnd ratli albie in ihrer
heurigen gewöhnlichen burgcrmaisl erwähl, unerachtet aucli ein
catholischer mit eligiert worden, dannoch auf den uncathoSischon
and Lathcrischen per maiora ihrn discgno und schluess gemacht,
ich Bcholdigist nit umbgcben sollen, inen abscliriftlicb beiliegen-
des warn- und einstellungsdeeret aUobalden zaezueferdigen;
nichtsdestooiindcr aber aucb dessen E. K. M' ■ . . zu orinern. . ,
Clagenforth den 23. Decembri* 1622.
irt marffiite: .Dem b«mi UndeahBapttnann ... so ■cbreiben, daß tt.\
. . . K^gen in, ermnlt^ti uncatliolischcD, mit der •nnehaffnnir f^breachig«r-j
mass&n g«iz uuTorachont rnrfjilirn sali». . . .'
Der Luniloriiauftmann s^ilircibt nn dio von Klagcufnrt am selben Taj^e,
daß der Q«n)ltitt(t, w«aa er aicb uicbt fiOher mit Beicbt nud Kommuaino
*in^at«l3t habe, oiclit bMtXti^t wird, somlern «in «ndervr au wSbl«D ilt|
(ebenda). Dia Weiter« siehe tum 7. Jaoaar 1623.
2283.
Am eittem Protokoll über eine 1623 in Agram staitgefundene'
Visitation der St. Marhiskirche.
{ActA Visit. XUl, ArdiiT des Erab. Agram.)
In prirata . . . inqnisitlone relatum est quendam otiam in-
colam Germanicae nationis arcalarinm (?J in territorlo praedictae
civitatis commorantem esse non tantnm occaltnm sed etiam ap«r-
tam et manifestum haereticum, qui non solnm in se ipso hae*
resim faceret, voracu etiam cam in alÜ» ilisseminaret ac promo-
reret certos libroe Emercticos certis diebns festis iiacrcticis ad
se convenientibns praelcgendo quem etiam aiunt alienam oxorem
pro concabina habere.
Wir haben dluM StOck (I«i Agramor yiailalioasprotokDlIs hi«r aa^^
tiommcn, wol1 man daraui cTuchcn kann, wie tchwaeh die protMtantiMha
Bewc^ng Ln Kroatien geiresen lit.
2284.
Ferdinajui IL an deit Stadtttiagistrat von Klagetifuri: erinm
an die früheren Dekrete, wonxach keiner mm Bürger aufge-
nommen, geschweige denn sum BürgermeisUyr- oder einem anderen
Amte gewühlt tperden könne, der nicht der katholischen Religion
eifrig zugetan ist. Mit Befremden vernehme er, wie sie dem ihm
allein reservierten Rdigionswerke suwider eine unkaikolis^
Person gum Bürgermeister geivähtt haben, Indetn diese Wahl
kassiert tvird, trird ihnen aufgetragen^ ein gut eifriges katho-
lisches ."äubiectum su erwählen. Grau, 1(123 Januar ?.
(Kona., Statlli.-ArcliiT Graa. Oem. Kop.)
I
An ileuiEelbeii Tnga ntnl d^r Laiideshauptminn hicTon veratiLndigt.
Sofort i»t ein kathollsclics »nHecium zu wählen, widriporfntla sine unahlSsfll^
BMlrarnng eiDtret«n würde (Kons., ebcadJi).
Ferdinand U. an den Deekant Johann Frans und den Pfarrer
Ävarin zu Leibniig: ernentU sie £u Ko^^tmissärcn nach Mureck,
tcegen etlicfier dort wohteitder unkatJtolischer Personen, dieselben
«« examinieren. Gras, 16$3 Jamtar 31.
(Kons , Sutth.-ÄrclilT um. Oem. Kop.)
2286.
Ferdinand IT. an die ReUffionsrefortmifionskoinmissäre in Krain:
Bericht bu ersatten über die Beschwerde Jakobs »nd Davids Pan-
talcoH, daß die Beformation auf sie anffcwcndci tverde. Grojs,
1623 Januar 26.
(Koni., fbend«.)
9287.
Ferdinand IT. an die von Marburg: tadelt sie wegen ihrer Un-
ordnung in kirchlichen Dingen und daß sie den Siadipfarr&f sehr
scJdecht respektieren. Grat, 1623 April 23.
(Kons., ebendA.)
2288.
Zacharias Menitjk, Stadt pfarrcr in Gilii, an die innerösterreichische
Begierung: legt ein spezifiziertes Verzeichnis aller der tingehor'
sameti Pfarrkinder vor, die sich nicht nur mit Beicht und Kom-
munion nicht einstellen, sondern durch Ftciscfiessen an gebotenen
Fasüagm sieh ärgerlich erzeigen. {(). 0.) 1623 Juni 2?.
(Urig., Su Uli.- Archiv Grns. Qr>m. Kop.)
Dm Vcneicbnis liegt bei. Geiiannt sind «dit, von doneii hoIl oloig«
kclzeriscli, oiuer ,g»r lntt«riac]i' f^rxftigflii tut.
2289.
Karl von »Saurau an den Abt Johann lleinridi von St. Lamprecht:
bittet, den Zehent von Fiber, den die Pfarrer von Ligist von
altersher bezogen, bis er Marxen {\V(iU}kofer) als Ihtkatholischem
genommen wurde, dem aber dafür 50 Taler Entschädigung von
744
tUr LandscJiaß gegeben imtrden, dem Pfarrer stuuweisen. Ligisi,
1623 Juli 13.
(Orig., 8t. L.-A., Pfirre Lipsi>
,AU aber hernach die predicanten widcratnb ob^eachafft itud rccbt-
catholiich« priflstcr alhero gcactit, ist in«ii toq Piber ans anf anhalten (i«1be
xccbont . . . widorunib verlasMii . . .*
2290.
Lamlesfüntlklier Befehl an den AH von St. Lamprecht: etliche
aw Vfarre Neumarkt gehörige Untertanen hteher su verschaffen.
Gras, 1623 Atigust 4.
(Kon«, Sutlh.*Archip Orax.)
2291.
Ferdinand II. an die Beligionsreformationshommisstire in Krain:
Trote der wie/ctt Verordnungen gehe es noch Sekiische in großer
Zahl in Krain, hesonda-s in Laibach. Sirengster Befehl, solehe
Personen si* eitiercn und sie, wenn sie steh vin^ustcÜcpi weigern,
nach sechs 'iVoch€7t und drei Tagen bei Zahlung des 10. Pfennigs
aus dem Lande th tceisen. Verbot, hUholiscJiett Pupillm sektistJie
tntores und Öerhaben gu setzten. (Grat) 1623 August 9.
(Kons., obeoda.)
2292.
Ferdinand TL an die tu Neumarkt: soUen etliche ^ezifi^ierle
Mitbürger allhero verschaffen. Grass, 1623 August 19.
(KoDB., 8t«tih.-Ar«hiT Oraa. Q«m. Kop.)
Acht Beichtzrttel liaizen hat nnd ein« dancehBris« EinKal'c der G«-
iDPintln: darin (T'aafft wird, ,c» wird snch koinem du bilr<;flrrrchl verlioliea.
allain rr hali Laut hiDtcrla&scnor instniction aein aydt praeatl«rt, dasa «r der
hl. rlliniachcn catli. roügiun einrorlcitit aey*.
2293.
Derselbe an den Landeshauptmatm von Kärnten: der Susanna
Frysacher, dw sich mit des Freilierm Galt von Hagmiz gewesenem
Dimer, einem Unknthdisehen, eingelassen, ist die Heirat so lange
aufsuschieben, bis sich dieser sur katholischen Religion bekennt.
1623 ÄugtiSt 2B.
(Koiia., ebenda.)
745
2294.
Lanäesfürstlkher Befehl an Andre Krav9: «w der Regierung
ff» erseheinen. 1623 September 13.
(Ehenilo.)
Wnnn dw Pfarrer anfii Schloß iIo1tcii«gfi komme, wo Krau« woüe.
linst Kraus aaf ssinniti ZimmeF mtt seinem Weibo latheriicbe PnMli|cten; er
lillt hitticritcho BQcher, worQber sich diu Bauern äri;orii kOnntoti. Dieser
Kraus soll uicht ^dul<l«C wpiden, zumal vz ain Fremdet sei.
2295.
Lnndesfürsilicher Bef^l an die Vieedotne von Steter, Kärnten
und Krain: sie sollen sieh in der Generalvisitation (des Nuntius)
neben Herrn Searlichio, Bischof von IViest, so viel die Tempo-
ralität betreffe, gebrauchen lassen. 1G23 November 3.
(KoDx., SUUli.'AretiiT Graz. Gem. Kop.)
22&6.
TMndesfiirsllirhrr UrfrM an Karl Forstmann, sich vor der He-
gierumj einzußndeji. Grog, 1623 November 13.
(Kon»., 8tattli.-A»ItiT Qrax. Geoi.Koi).]
Er stellt sieb nicht nur Beleht. benQtxt sein BUrgemelil, witAnrc^BD
die Oomeiode am 9. Norembnr ura Abhilfe gebetoo Iiat.
2297.
Landesfürstlicher Befehl an den Pfarrer sii Marbjtrg: mit Bc-
fretnden vernehme man, daß seine Ffarrkinder die Fastengebote
verachten. Befeld, den Unfug abeuscliaffcu. Grat, 1623 No-
vember 17,
(Kons., sb«Tida.)
Eiii «wBilor Befehl freht am S4. NoTembcr ab.
2298.
Ferdinand IL an die Religionsrcfonnationskomniission in Krain:
verlangt Bericht über die Klage Jakobs und Veivids Pantaieont
daß sie der Laibacher Bischof und der Landesvi^edotn der Be-
formaiion unterziehen wollen. Grax, 1623 November 20.
(Kons, oben da.)
748
2299.
Memorial vom Stand und Wesen der lidigion im Fürstentame
Kumten. J623 November Ende.
(Kop-, ArDo^Hiteinvr Akten, Rudollia. Klafreofiui.)
DftBs 08 dlser onolen im reli
und di
itlioh-
gionwesen
keit was lah^ und atso zugeht, dass, wo nicht wendang und
(linsccliuns hcnclM(!ht, zu besorgen, es mechte niitler zeit ain
neuer abfall von der alten catlioliachen religion einreyssen.
Insonderlieit aber will dnftlr gehalten werden, dass dits-
fala nit wenig mangel an der clerisey und dem gcistüclien standt
6oye; <larn an der geraainen cleriaey (Urnemblieli zwai ding
befunden werden und zu aiigcdeuter lepiditet in religionssachen
nit wenig oraacli gaben.
1 . E r B t ! i c h dass der niaiste thaÜ derselben sctich *
gelehrl und dahero ilirem priesterlichen berui^ff und ambt mit
notwendiger Unterweisung des gcmainen manns und ihrer an-
vertrauteo scliilflein ain scblecbts benUegen laisteu khinden.
2. Zum andern datjs syo im leben und wandl crgcrlieh
und der niaietc tliall mit dem lastor der trnnkenliait und des ab-
acbcuchlichen concubinals behaftet sindt und obgleich wol die
herrn ordinaTÜ und geistliche Vorsteher and obbcrni disfalls
einsehen fürnoinen, vtsitationes anstellen auch synodalia, dscrtia
tii gtatttia ausfertigen, so verspürt mau docli ainea schlechten
verfang, angesehen, dass man mit denen im concilio Trid^ntino
und h. canouihtis t^rgeseclinen strafen als der privation oder
entactzung von pfarrcn und pfrllndcn nit jederzeit und orts
vertnhren Ican, dieweÜ andere prieater, ao an der abgesetzten
stat zu verordnen, nit zu finden and dcrcnthalbcu aua diesem
mangl zuweilen durch die fiiiger eecben, aus der aot ain
tugendt machen und eender ain outilchtigeu, ergorlichon pfarrer
gedulden mucss, als die arme pfarrmenig und BcliKflin der Beel-
sorg ganz beraubt lassen.
3. Nit weniger und zum dritten gibt auch zu solchem
concubinat und ergcrliclicm ivandi der priesterscbaft ursacb und
glegenbait, dass die leichtfertige wcibspersoliucn des mtlssig-
gangs und besserer Unterhaltung halber, so sie bei den priestem
I
I
i
I
seig, seicht, il. Ii. wDulg.
za haben verhofTen unä wtBSen, sye leiclillich an diu pfaffen
henken rnid von den weltlichen obcrn und gerichtslicrrcn nit
gestraft, aondor öffentlich gelitten werden. Da doch sonsteii
gegen andern leichtfertigen khebsweiberii an vilen orten, vorab
da man auf gnete t'hristliclie discijjliD arirl erbarknit antor den
unterthonen gaete aufsieht hat, mit ontcrseliidUchcMi strafen ver-
fahren wirdet, wie an ime selbstcn billicb und der obrigkait
nach gottes willen und gebot ambtsbalbor und bey gefahr der
ewigen straf obgelegen ist.
4. Für das vierte wierdt ditsfalls nit für ain geringe ge-
bi'ccblichkeit und verliindcrnng des reJigionweseuB erinessci],
dafis vil geistliche pfarren und heneßcia an ihren gcfÖUoii, ae-
chouten und gerechtsanirn niürküch geschniJilert, die glleter
durch die spännang der landtschaft, auch aignc verpfenduiigj
verkaufrechtuDg und dergleichen in h. canonilnt» verbotnen
contractcu, auch rcchtliulic i^rkantnuss der landtsehermcii alienii't
und in der weltlichen hundt kommen seindt, daher man aus
mangl notwendiger Unterhaltung desto woniger guete, gelehrte
und exemplarische priester und Seelsorger gehaben kann.
b. Es geschieht wol zum filiiften, dans zuwider deueu
von weilendt kayser Ferdlnando und erzberzog Carvlo (hoch-
Bcl. ged.) ausgnngnon 1. f. gcneralici] die vogt und Icchons-
herren, wann ain priedler und pfarrer stirbt, in die verlaesen-
schaft ihre hcudt schlngcn, hctb und guet zu sich ziehen, dagegen
die aciiuldige landtsleuren und andre schulden unbezalter lassen,
eich auch über der prioatcr peraon ainer jurlsdii-tion anmaasen
und ihres gefallcns abstrafen und sie mit nulässigcn revorsen
ihnen untcrtbenig «nd gewertig machen. Diihc^ro gtict exem-
plarische und gelehrte priester sieh in solche ort zu begeben
absclicuchens tragen, auch von den ordinarüa schwerlich nnd
ohne unverantwurtiiche schmtticrung irer gcislliehen Jurisdiction
und gcwisgens nit iniigen confinuirt noch gegen denselbigen
priestem auf den fall irer begangnen misshandlungcn der not-
turft kan verfahren werden,
Dio8o8 Mpmorl«! Ut lieigelogt ilem iii Nr. 2300 geDannt^n Befefile Fer-
lUnunds II. vom I. Dozembar IfliS an den Ere|»rieat«r vou VilUuls, ,<lHaa il»
uns In stehen deinen g;an>t!n fUrdorUclioo beriebt ii«ben »ngeliongtom gii«t-
aclit«n, wlo lind diircb was mttl uttutiUclHiii ainem und dam «oderu in dem
mctnuiial ersClten m&iigl giMtcaert . . . wcrJen m^icltte. . . .'
748
3300.
Ferdinand II. an den Landeshauptmann und LandtUfiäedom in
Kämtm: Berichtet, wie scJilet^U und lau es in Kärnten in lie-
UgionBsachen stehe, was ffnm Teile daher kcmmt, daß nicht bloß
viele sektische Offiziere und Bärger (jefunden icerden, sondern
auch von Herrn und Landleuten utütatholische Pfleger gehaUen
merden, die mit ihrem Jwimlicfien Poslillenleseti und vergißeien
Pritatexerciiien nicftis Gntes stißen. EiUscfdossen, eine liemedur
eintreten eu lassen, befehle er ihnen, mit allem Eifer inqui-
rieren eu lassen und eu berichten, ime diesem Übel gesteuert
werden könne. Grae, 1623 Dejiember 1.
(EoBB,, Slattb.-Arckiiv Oru. Oem. Kop.)
2301.
Ferdinand IL an den Bisehof von Gurk: übersendet ihm etn
Alemorifä, aus dem man ersehe, wie übd es in Kärnten im Rc-
ligionstvescti und der Geistlichkeit halber stehe. Befehl, su he-
richten, wie in dieser Sache geholfen tcerden kÖntte. Grat, 1623
Vesember 1.
(Ebeod«.)
Dosglalohan an den Erapriefter von Unter- und von ObsrkftmtOD.
2302.
Ferdinand II. an den LandesJiauptmann und die Verordtt^e»
txw Kärnten: Die Gesellschaff Jesu tcird gnädig befreit, dafS sie
die Landgüter, so sie bis dato in aüen Erbländern durch Kaaf^
Geschenk, J'esiament, Wechsel und andere Titel an sich gebracht,
SU ctcigen Zeiten ungestört innehahm und hesitscn soll. 1623
Dezember 11.
(Eou., SUtth.-Archiv Qru. Gem. Kop.)
2303.
Derst^ an den Vizedom ru Kärttten: der Socielät Jesu in
Klagenfuri das alte verlassene Kloster eti St. Veit in Kärnten
^ besserer nottrendigrr Erzeugung der im Lande hochbedwrßigen
Priesierschaß sxt inkorporieren'. 1G^3 Degember X3.
(Koni-, ebentU.)
Adam Macher, cAiionicaB rc^laris et senior nt RotienmanH,
tierseil Pfarrer in Liegen, ai» äie F. D*; herichiei über dm
scliiechtfn Stand des Ktrehenwesens in Liegen. 1624 Februar 16.
(Konz-, ebeotla,)
Kaum dar drittn Toi) Reiner Ifurkinder sei kaUinLiadi, ilio anilRren
«t«ck«o iu dorn ketzpriicbaii Irrtniae. Am 16. F«brt»r ergeht der ilefelil.
Dich den Verordnang«!! 211 vfrfatireo.
2305.
Ferdinand IL an den Veriveser jsu Atissee: begehrt ein Gutachten
über das Ansuchen des Pfarrers Veit Hoffner tu Aussefi, den
dvrcli Kaiser Friedrich daselbst auf eufiy gestifteten Gottesdienst
wieder mu erheben. Gras, 1624 März 18.
(Konm., ebenda.)
2306.
Ferdinand IL an den Marhtrichter en Kindberg: befieJdt die
Abscitaffung der dcfoctns et errorcs in den Kirchensadiett da^
selbst. 1624 Märe 23.
(Koas., ebendft.)
2307.
Derselbe an den Stadtpfarrer «* Klagen fnrt: verlangt Bericht,
ob der im Amte hefindliche Bürgermeisler katholisch sei, ob er
sich Jmr rechten Zeit mit Beicht und Kommunion einsteÜe wul
wie sein Wandel beschaffen sei. 1624 April 1.
(EbendA.)
2308.
Derselbe an den Landeshaujytmann und Landesvisedom von
Kärnten und den Dompropst tw» Seckau: begehrt 7i€uerdings
Bericht iiher den schledtten Zustand des Religionswesens daselbst.
Gras, 1624 AprillQ.
(Kooz-, flbfliidii-]
Krocuert «m tH. Hai (ebendB).
760
2309.
Der Ktayetifiirter SlaSipfarrer Bartholomäus Cruciger an fite
innervslerrdchischc JRegierung: hericfitet über das in kircMkJten
Saehfni tadellose Verhallen des Sürgermeisiers Georg Mitmig.
Ivt Mivjistrate seifm aber noch arge Keieer, der Landschafts-
apolhekcr gar ein Kalviner. Bitte, ihn nhiwschaffeti. Klagenfurt,
1624 April 24.
(Ong., äUUb.-ArdiiT Oru.)
■
I
I
■
1
HocbwUrdiger . . . Von E. F. G. u. G. ist mir ein bevelch-
aolircibcn »uh dato den 1. Aprütt L J. znokomen. welches ich
mit gi'oBser cHeinuetiger revereiiK den 14. eiusdem ompfangen.
. . . ßc?richtn ili^rlmüten . . . da» der jetzige bUrgomittsler namens
Georg Miernig ein feiner, eingezogener und eyfriger eatholischer
mann kI, der nit .'illaiii zu Ostertivliutt zelten, sondora auch tifter
im iar thael beichten und coniiaunicieren, dass er zweyen eou-
gregationibus einverleibt, nembljuhen der ««n. aac. euchari$tiat
in der pfarr um! li. V. ammutiatas apud patres tocietatSs.
Den luagäatrat aber betreffend, seind darin noch alleweil
arge Uetzer und Lutheraner, als Paal Stokher, gem. statt eamrer,
IJans Türkh, 8pit:tlm«8ter. Georg Lebmacher, Georg Dorn und
Georg Krämer. Stuklier und Türkli rasen alle herbst per mo-
dum wciukaufeu auf das CJtigrischc zum praodicanteo u. a.
bnrgcr mehr. In der acht aber seind Lutherisch: Alexander
Schurian, unters pitalmUster, und Sigmund Crämcr. Der statt-
Schreiber soll catLoliscb sein, ist aber in etlich tarn bei gottes
tisuh nit gewesen und sein weib ibr lebtag nlt, und dergleichen
personeu findt man vil alhie.
Ks haben auch die Beisehhacker eiu schönen aigcnthouib- ^
liehen grundt in der vorstati, dorauf ein haus und gorten dorbei, fl^
dis hat ein Calvinischer hindschafteapolheker Dietrich Da&san,
}<]cichsaiii kaufre cht» weis, vor zwei iorn an sich bracht, hat
aber denen fleischliacUern weder ehrung, zins, noch den Beben-
den pfeuiiing, davon sie ihren gottesdienüt halten sollten, gestehen,
sondern gar umb ihr aigenthumb bringen und eich der landt-
achaft unterwürfig maclicn wollen. Hab ihnen derhalben, su vil
mir mnglicli gewesen, geholfen, damit sie den grund erhaltauj
unterdessen mit meinem rath ein catholischer rattater aus ihrem
handwerk deui Calviuisteii seüi guld in gueten kaya. zweinEig
751
Bcliillingeii (das doch der Calvioist nur utnb geschleckte aus-
lendische 24"' solchen gruad erkauft") abgelegt. Wie C9 daon
auch hillicb, iIrs ein cathoüscher dem Calvüiisteii und einer
lins dem Handwerk einem weldfreiiibLion sowol in kaat' treten
and sein geld ablegen kann and mixg.
Und dises seind nun drei iirge Lutheraner in disem hand-
werk als Hans Turkh, spitalmUstcr, Sigmund Crämer und Chri-
stoph Schattoer, welcher ein ledige |>erson und kein bUrger ist
und das ganeo handwerk aufgcwigelt/(«t'onV((H(?ü iren ^Glaubens-
genossen. Und haben also die aween zechbröbst das handwork,
von denen nun der ciillujilisclte nifiatcr den grund ordentliphor
weis verehrt und bestanden, wider alle Ordnung mit gewnlt
abgesetzt und die lad inen ^eni>nien und also mit gew:ilt den
grundt dem Calvinisten geben und den catboHschen mftster Ver-
stössen wüUen. Und wie mau alhie die üncheu verreehieii tbuet,
80 will doch die uhrigkeit nicht recht daran und helfen ihrem
calvinischcn apothekcr. Dieweil es aber gleichsamb ain gaist-
licbes guet ist, so langt mein gebortjamhe diemUthigc bitt an
E- F. G- u. G-, die wollen €x nfßcio mit mir verschaffen, damit
ich den Calvinisten. mügc wegbringen, damit er sein deposi-
tiertes gcld beim gericht nembe und Iiergegen ich den grundt
dem cath. mäster ciiiraumbc. Und thuc mich hicmit E. O. a. Q.
gehorsamiat beleihen.
Cbgeiifuhrt den 24. Aprilit des lfj24.
E. F. G. a. G.
gchorsamisler caplan
Mart. Cruciger, stattpfarrer.
Dem hochw. in gott fUrston, auch andern hoch- und wol-
gebomen, edlen . . . Statthaltern . . . räthen der . . . i -ü. re-
gierung zu GrätR. . . .
Am 7. Ual b«6eLU FerdioAnd II. den LaudooliaiiplniMia iiud LxudM-
viuilnni, In dioaen Saclicn d«n eriawenea lastriiktioDen gemlÜI la rerfahren
2310.
Ferdinauä 11. an die von Marburg: Befehl, Bericht ffu erslatien,
ob dem Woif Mosbrrger thr Termin der liel'ujion halber nodi
weiter m trstrecJcm sei. Gras, Iti'M J\itn .1.
(Kont., SUUh.-Arcbiv Orai.)
laminfUnttidier BefM am Thomm 8kAmtr
dar Segkrm^ jk enekeJtmt Grmg, 1694 JW JML
D«ff PfHTc« Wradaniiu T«n Tr«C^«ch hatte Mn SA. Jali 8t»1
■■haÜMiliKit deuoDKMvt miii rerlmft, cUB f*v«* iha, '■' k^ia
ad, «tnccKbriltcn «t«rd« 'Oric-, «beiiiaV Da BttM, tut 4cr fagttwf a
•neJMiiMii, vird am 8- XaTcatbcr wi«4txltolL
2312.
Jkr Enbüchaf l'ari» von SaUhurg an Fardinatid IL: wteiHtt,
daß sieh die Einwohner au Steinfdd in Obfriärvttn höA gamt
wigehormm und widertcäriig erweisen, sdUitdte Körper m KirtMe»
und Fried ftöfen beisetien. Bitte um Ahaendung einer Kommiäsiemf
der der Oraf v<m Ortenhnrg beisugdren wäre, dem Steinfdd ge-
hört. Salzburg, J0Z4 Au^uei 26.
(Orii;^ 8uttb--ArdiW Qru. U«tn. Kap.)
Am 14. Noremb«r vrg*bt der Befehl, tob itm Land««haaptin«iiB and
den Bnprlmter in OberlUnit«o Andrea* Napokhcjr einen ceoaaeo B«ricl)i
za voitanii^eo. L>ie ErlSaM ron dem genannten Dalam im Kom.. «bend«.
«
2313.
d
Uoßefehl, daß den patribns Societatis Jesa tu Klagenfurt das
^t<U M 8t. Veit mit all seiner Zugehörung tu einem Semmar
gewidmet und eingeanitcortet werde. 1624 Oktober 23,
(Kgp., SUtlb.-An:faiv Qrax. Oom. Kop.)
2314.
Ferdinand IL an Bicider und Hat tles Marktes KniUelfeid:
Olaubteurdig i'on dem Seekauer Dompropste Antonius berieMet,.
168
daß (hory Süfntimd von Teuffenbach (Tiefmhaeh) am IC, Juni
m KnitUtfcld hei der Fronleiehtiamtprosessio» einen uHgrhühr-
[liehen Exieß gegen das AltarsakraTnent begangen, hefehU er, die
)|)ccteä facti 5« eruiereH und den ijaneen Verlauf der Regierung
eu melden. Iti'M Novemiter 5.
(OAg., SUtlb.-ArchlT Qru. Gem. Kop.)
2S16.
9315.
Ferdinand U. an (den Pfarrer) Schicht eu Sruck an der Mur:
hefiehU, einen genauen Bericht über den Stand des Itdigions-
^Blint^ Poliseiwesens daselbst einzuschicken. Grat, JC24 November 29,
Landfsfiirillicher Uefehl an Andre Krau9 ffi» HoUenegg, vor der
^K Regierung tu erscheinen. Gras, 1024 Deeemher 20.
^^^^L (Eoni., «b«nd4.)
^^Oeörg G
^Mhabe er
^P iathiAisc
8311.
\Oeorg Oraf von Ortenhurg au deti Kaiser.- 3fit harter Mühe
I habe er seine Utderianen an* Steinfdd dahin gchracht, sich cur
icathaliscJien Religion eu bekennen. Da sich noch frinigf ihm
niehi vntertporfene Aäelspersonen daselbst befinden, wie die Singer
und Khrieg fistein, ebenso nocJi ei7iige Einwohner, die «icÄ eur
lieicht nicht einstellen und im fladamschen Iniume verkommen,
90 ist diesem Unwesen ein Ende £u matten. Er sdbsi habe in
diesen! nngolio viel prästiert, was ihm hei seinen Gegnern freilich
vid Schimpf und Nachrede eingetragen, namentlich daß er der
er$t« Mul ernstliche Reformator unter den Landleutett wäre.
Hitte, 8(d€he Mitid eur Anwendui\g xu bringen^ daß die Unge-
hfyrsamcn zum Gehorsam gebracht, die Unschuldigen nicht aber-
mals verführt werden, S^nttal, 1026 Januar U.
{Orig^ «benda.)
Am 18. JaDOu* nimmt Fordinand n. den Beridtt mr Keoatoia. Wagen
d«a voD dan Kric^Utoinsni varllbt«» Uofug« loU w«it«fer Bericht «ntattet
oltfcdui uOgra ibii iu leiu«!!! Vorgcliea nkLt liindeiu Iclfcud*).
•t der am 10. M&ia ku dlo Landei}iiU{>tlculo, WiipImii^M»'*«
tVtwdara« von KHriileu, Kr«iii iiinl QSn it>g«^«ng«iie Bof<>M ilniiiit aiMutnmi'n,
rtsti» Itibl. U.LX.
4»
7M
d«ä alle, die aidi bei Gericht dee Acl«lBtitels bedienen, üvn Diplome t<
legen bxben (ebeodA). Cber die Familie Singer siebe WeiA, KixmllM
Adel, S. 314.
2318.
n
Riehter und Rat nt KniUelfdd an Fa-dinand 77.: erstatten
rieht aber die Frage, ob sich Georg Sigmund von Teuffenhack
atH IG. Juni gegen das hochwürdige Sakratnent ,mit vöÜigem Ä>/J-
tauf* uHgebültrlich verhalten. Sie übersendet» die eidbündi^fe Amt-
tage von 13 Mitbürgern. Kniitelfeld, 1625 Januar 21.
{Orig-, abenda.)
Die meiet eDlIuteuden AoaMgen liegen bei. Einer tagt divdctf.
Teuffeabach bab« den Hat vor dem Sakrament guogeD.
2319.
LandesßrsUicher Befehl: Zitatwn seidischer Pfleger vor die inner'
österreichisdte Regierung. Grae, 163Ö F^nruar 6.
(Orig., ebenda.)
Oanannt werden aof einem lllatte: Ascaniiu Peoker, Pfleger der Fru
■rou Saorau auf Lobmig; de^gleitrbeit ibre Pfiefrer Kwpar WalUee in Üonnaia-
j>acb, Andre Kraus xu lloltenc^fg, Ilaoi Graf bei La)-Khaflft; deagleiduo
wird Veronika Karliuiu zu Wexelsdorf siliert; Ilaaa Dartlm» Uoshalu. wird
anf demielben Blatt« bemerkt, lißt anf seinem Hefe sn L«ngheim predigea.
.daran da« gemeine Gesindl lebr Unft*. ,H«rm Haut CbrislApbeni Patrers Pri-
seplor predigt im Enuslal«.'
2320.
Ferdinand II. an den RicJiter *« Mureck: BefeU, den Pfleger
der' IIerrs(Jiaft Obermureck Georg Beggi, den Ridtter, Marht-
schrdber und drei Bürger ru Jtüieren. 1625 Mära 3.
iKoaz, nbcnda.)
btt neu tatitum m ntm emmfiun/ atd »ee o&Mdiiinf txttiMO r^^mU^
qida cüait atä weali non parent. Zwei von den Ronanuton BBrg«m ,mmt
Aaercli«'. Sie aiad binnen acht Tagen vonuladen. Am 18. M&rm «rblll
der Pfarrer den Auftrag, ron Peter Sanlncr den Beicbttettel absufordeni.
Wenn er «ich nicht einilcllt, itt ihni «io Termin too iechs Woeben za geben.
Er meldet (ich krank.
2321. I
Ferdinand IL a» Peter Heggi, Pfleger eu Mureck: Da er die
iJim von der Religionäreformationakommission als Strafe aufer-
legten 100 Duhaieu nicht gezahlt, teird er eitiert. IG^ü Märe 8.
(Ebenda.)
I
766
Am 18. April erbXlt Geor^ tod Stubenbei^ den Aaflrap, mIdcd Pfleger
unä 88 Pononen za »Ltieren («brndi). Bin gleicher Befehl gebt An die
TOD Mureck, 12 PerKoncu »u xiticnm,
2332.
Elise von Tiaikmannsdorf soll die ihr gehörigen üniertanen vor
die liegierung schaffen. Ui'4i> März 14.
(Kont., ebenda.)
2323.
Die Verordneten von Steter A.C. an den Kaiser: Hitt*, hei der
innerösterreichiselien liegierung Verßigung zu (reffen, dafi dem
Zeugdiener Uans Gehhard und dem liüdisettmeister Bonavetitura
Khiipfl^ die der Kdigion wegen Viren Ahsutj nehmen miisse}>,
ein längerer Termin erteilt werde, da beide noch Rechnung ni
legen haben. (Gras) 1625 April 9.
(Koi»., 6l L.-A., Chr. B.)
Die Bitte wird am 21. August ibgewicseo (Orig., ebenda).
2324.
Fcrdina7id II. an sBe GeisÜicJten itnd Welllichen, die in sctueti
Erhlanden das ]ua ]}titronsiln9, geistliche Lelienschaft über Pfarren,
Benvßsrieti oder andere geistliciie Stiftungen haben: erinnert sie
an das am Ö. November 1598 und nccJt vordem 1574 von seinem
Vater erlassene Generale, betreffend die Verleihuttg ifasiercndcr
Pfarren nnd Beneßsien, wornadt nach dem Ableben eines Pfarrers
etc. die Vogtherren in keiner Weise in den Verstorbenen Ilinter-
lassenscfuift greifen, sondern eine genaue Inventarisierung vor-
«idmtfn und die UinterUtssenschaft an die rechten Erben ge-
langen lassen, die Pfarre etc, binnen zwei Monaten wieder mit
eitlem taugiictien Geistlichen besetzen und dem Ordinarius prü-
sentieren, von dem Einhomtnen aber nichts eu ihrem Nutxen ver-
wenden. Da die genannten Verordnungen in Vergessenheit ge-
raten sind, werden nun neue Generalien erlassen und wird
angeordnet, daß kein Geistlicher oder [VäUieher oder irgendein
Landmann nach dem Abgänge eines Seelsorgers sich dessen
liegender und fahrender Güter oder Hinterlassenschaß unler-
windety sondent mit Zutun und im Beisein des Ordinarius oder
48*
756
ErzpricsUrs die gehiihrliehe i^terre imH Jnvetitur vornimmi, da$
Qetindc gebührend ahferiigl und Us eur Ersefntng des Bene-
figiums uunötige Ausgaben etc. verhütet. Fertur tcird verordnet,
daß alles das abgeachaffi werde, was die Amuburtg des Gottes-
dienslcs rerhinäem Jcünnte, und kein Vogtherr sidi größere Rechte
anmaße, als ihm von JRechts wegen sttsteheii. In hesug auf die
NeubesHjntmj tccrdat die älteren Bestimmungen xeiederhoU und
tvird eine jede Beseieung auf dem Wege der Simonie hei Verität
des Fatronatsrechtes verholen und dieses sodann mit allen FoU
gerungeri dem Ordinarius sufailen. Durch das Vorliegende werden
im übrigen die aUeren Mandate in keiner Weise aufgehoben,
sondern bei ihren Kräften geUtsaen. Wieti^ 1025 April 2€.
(Kup., 61. L.-A.» HpL'ziaUrolitT Stiibenberg.)
BosB^licb dm tod Karl II. erluMoon Patent«« aiehe mein« Q«tetiiebl«
der Rpformatioti udcI Qe|;eD^l^^o^mation iu de» (hrtorrcicli ischeo Lftodern im
16. Jalirliundcrt, 3. 23». Oemoint iit iUd Oon«rala vom lA. Min 1674. Da*
»weite Patent vom b. Norembcr lb96 aielie im 1. Bd. dieser S^mnlong.
S. 398, Nr. 534. In dem rollen Wortlaute des obigen Patente! wird aueb
ohne MoDttMngfab« das Jalir 1699 enrlhnt Gemeint kann die ITatipt-
reiolution rom SO. April 16Cr9 Min. B. R&9, Kr. 731. Siehe abrigeni aoch
Nr. 814, 8. 603^.
2325.
Ferdinand IL an den Bischof tu Laihach : auf seifien in cao&a
religionia eingdangteit BericM habe er sieh dahin resolviert: daß
mit den in fraudem reügioiiis aufgenommenen Landleuten und
anderen Ihilsstarrtgen nach Inhalt der Generalien verfahren,
fvegen der Jugend noch die landesfürstliche IlesoliUion abgewartet
iverderi sdle. Orot, 1626 April 26.
(Kdd»., Statth .-Archiv Graz. Qftm. Sop.)
2326.
J
Landesfurstliches Patent: Verbot an adelige und nnadclige Per-
sonen, die Jugend fortan ohtw besondere landesfürstliche Er- fl
tatd>nis an fremde auslÖndiscJie unkatfioliiche Orte oder Univer-
sitäten au senden. Wien, 1G2^ April 26.
iOr^.-Pat.. KodolBa. Klagonfart nnd St. L.-A^ Patente.)
2327.
Der Ardtidiakon in Unterkämten Johann Frans Oeniihtli
det\ Kaiser: Er habe sein Amt erhalteti, um dem sekti$t^e»
i OH ■
i
757
Wesen daftier ein Ende machen, damit sowohl nohilltierie als
sonstige sektische Personen hckeftrt werden. S. M* habe ihm
darüber ein Schreiben ^uicommen lassen. Er Iwhe den Willen
des Kaisers sofort den Prälaten und Pfarrern kundgelan. Das
Unt€rkämtner Diakonat sei von dem früJteren Fürstbischöfe in
gwei geteilt worden, von denen das eine seinen Site in Friesaeli,
das andere in Mariasaal hat. Bitte um eine Besoldung. 1025
Mai 15.
(Koas-, Btatth.-ArehiT Oru. Gem. Kop.)
2328.
Ferdinand 11. an Georg Öraf^i eu Ortenburg: nimmt seine Be-
laticn betreffend die Steinfelder sur Kenntnis utid fordert ihn
auf, fortzufahren. Personen, die sich, um der Reformation ea
entgehen, des Adels, der Landsmannschaft und der Bergwerks-
befreiang wegen attsreden, sind anzuzeigen. Graz, 1635 Juni 1.
[Kdiix., StAttti.-ArvliiT Qraz. Qem. Kop.)
2329.
Ferdinand IL an die nach Mureck abgeordneten Beligionsrefor-
mationskommissäre: Da alle nach Mureck gesandten Verordnungen
wenig Frucht getragen, seien sie dahin abgesandt, um die Befor^
mation vormnehmen. Sie erhalten ein Verzeichnis der Unkatho-
lischen, diese sind zu eiiieren, tu inquirieren und informieren.
Wer sich nicht weisen läßt, dem ist der 10. Pfennig abzunehmen
und der ist des Landes zu vcrtceisen. Die Instruktion in detn
Glauben ist genau vorzunehmen, daß eine wirkliche Bekehrung
stattfindet. Zu verbieten sei, daß man nach Ungarn auslaufe,
es ist nachzuforschen, wer seine Kinder auf fremde Scfiulen
schicke^ wie es mit der Gerhahsclxaft der Pupillen bestellt sei.
Conventicnla sind zu verbieten etc. Graz, 1625 Juli I.
(Kons., BUttb.-ArobiT Oru. Dem. Kop.)
2330.
J''erdi7tajid IL an oUe Biseftöfe, Ersspriester und Vikarieft der
innerösterreichischen Lander: Die uusgeftTtigten Generaliat v-egen
der Zaubereien, des ärgerlichen Konkubinates, Gotleäöslcrung
und anderer verbotener Dinge mehr sind genau tu handhaben,
(iaru'idcr Handelnde den Rdit;ionsrefonnatiwiskommi$täre» oder
der innerösUrreichiachen Bcgiemng unversüfflieh amuBeiffem. Gnu,
ir,25 Au^st 8.
(Kons., 8Uttb.-Ärcbiv Gras. Oam. Kop.)
2331.
Ferdittand IT. an den Pfarrer von Mureek: Jvngüens sei wm
den üriigionsreformationskommissären den UnktUholiscketi dasdbst
ein Termin um/ den Kommissären die Weisung gegthen tcordeti^
darauf mm sehen, daß der 10. Tfmnxg nicht defratuiiert tcerde.
Befehl, auf offener Kamel vor aUcr KoUitsion eu icvim«!», to<h
durch der 10. Pfennig defraudiert werden könne. Der 10. Pfennig
toürde um den liesUxern solcher Güter untceigerlich geforderi
tcerihn. 1635 August S.
(KoDK. Suttb.-Archir Gr«K. Gon. Kop.)
Peter 8*Ddtn«r (si«he oben) hitt« steh jiu Parclit Tor der
niMion oftcli Ungarn eeftflchtet nnd ItRaa. Acker nnd Weln^art«!) T«rl
D«r 10. Pffnnij^ wird «urh tiirr rinfce fordert. Am 29. mf-lclet der Pfamr
Tun Miireck: Din Angabon des Pflsgont Hcggi Mien faltcb. Seine Braut tri
«niuettvegen lutlieriacfa geworden. 81« Mi in Plnkafeld beim PrAdikantcn
aiti 39. Mai getraut worden. Die Hodtacit habe ihr der Herr Ttm Stubaa-
b«rg SU Piokafeld im WirUhao*« auagrriclitet. Das bexottgeo die PahrlcwU
and Keilkneclit«, die Herrn tob Stabeiiberg vamt Frau, Pfle^r und
Braut von Kapfenberi; nach Pinkafeld gfefnhrt haben (ebenda). Am &. Ko-
Tembcr wird Hefnn vor die Be(;ieruti^ sitiert.
2332.
Ferdinand II. an Christoph GaUer: soU seinen Pfleger und Prä-
septor £u Schtcanbcrg vor die Jiegieruttg stellen. Grae, lß25
Augmt 25.
(Orig., SUtth -Archiv Gras. Gen. Kop.)
/n aixüU an Franx roti H«rb<>niturff.
2333.
Ferdinand IT. an den Vteedom in Kärnten: Jtu herichtm, aib e$
hex der Herrschaft Sonnegg^ die unlängst detn UmdgräfHch hes-
sischen Gesandten eingeräumt worden, einen kathidisefien Priester
gebe und über das geistliche £itikomtnen, daß soiehes nidit cnt-
gogcn icerdc. lG2ö September 3.
(Kona,, ebesda.)
759
2334.
Ferdinand IL an den IjandeshaupttnanH von Kärntett : verlangt
Bericht und GHtachien über die Anzeige des Erspriesters Napohay
von Oberkämten, daß der sekÜsche Leininyer sich das ius patro-
natUB des durch seine katholisclien Vorfahren gestißfiten Beiie-
ficiam S. S. Corporis Christi i» der Ffarre VülacJi nidit allein
anmaßt, sondern a\ich dazu gestiftete Güter inneJtat und daß
er seit 13 Jahren dem Erepriester den Lidlohn für den hei
diesem Bencfietum verrichteten Gottesdienst eurückhäli. Graa,
1625 September 3.
(Kom., $(«ttli,-Are)uv Gras. Osni. Rop.)
2335.
Landesßrsilicher BefeM an die Witwe Veronika Kartinin: soll
vor der Regierung erscheinett. Grae, 1625 November 5.
(Kdue-, SlAttli.-Arctiiv Qrax. anro. Kop.)
DMgJeieheD ««rden am 5. November Haua 9cliwxnbar^r, Ooorg
Wolner, Oeor; FTMl)«r(r«r and Gwrjr Heggi «ni Mnreek liUftrt («bftndi).
2336.
Ferdinand II. an den Vixedom in Kärnten: BeriefU sfu erstatten,
wann durch den Erxbischof von SaUburg in Kärnten die Visi-
tation vorgenommen wird. Gras, 1625 November 5.
(Kons., StAttli.-ArehlT Griiz. 0«m. Kap.}
Ferdinand . . . Ks hat zwar lierr erzbischof von Salzburg
aaf unsere gevoUmäohtigten herrn stAtthalterB unser i.-i3. crb-
flirsteiktliumben wegen famembnng einer geisüiclien visitatiun
in unserem (Ünt. Kärndten an ihme ersbischof abgehundes er-
snechachreiben sich dahin erciärt, dass sein intention und
mainung njt seye, derzeit in gedocliten anserm fliratenthamb
Kttrndten ein Tisitation anzustellen: allein möchten sie TJelleicht
künftig jemanden aus den ihrigen zu dem ende hineinschicken,
zu sehen und erkandigung einzuziehen, ob denen, bei jungst
selbiger orten unsere abgeordnet gewesten commissarien fUr-
gangiien generalvisitation zu befUrderong der ehr gottes und
pflanzung gueter disciplin bei der geistlichkeit allenthalben
hinterlassenen decreten and helUaniben Verordnungen gebUr-
7,60
licboriuBaaen gelobt . . . werde. Wie nnn aber dorn allen, so
ist nichts deßtoweniger unser gu. bevelcb hiemit an dich, dass
duj wann ctwo solche Visitation fürgenouiben werden müchte, ,
dein vicissigo obacht darauf haben, auch solches gestracks ■
unserer i.-ö. regiürung berichten und hierüber ferrem beschaid
erwarten sollst. Datum Grtttz den 5. Nowmbrit anno 1625.
2337.
EUkhe (19) SireehatteriscJie Unl^tanen (Johann Septimi Jbryer)
werdeti vor die liegierung siiiert. 1625 November 13.
D«ig1«ich«a «tlicli« tod Mufborg und 98 todere Mm«otlich grauiBU
Persooen, FütgoT, Amtleute o. a.
2338.
3Hi: I
Ferdinand II. an die Metiyionsreformationskommissäre m Kram:
erinnert sie an die unlängst eingebrachte Inquisition über den
von der aUein seligmachcnden katholischm Religion abgefaüenm
utiU eu Wien gefangen genommenen Kapueiner Thotnas de Ma-
cerata. Der Mitschdd haben sich teilhaftig gemacht Ursula
Zivetsehhouitach, David VantaUon, Gregor Watx und Andre
Daniel Jiarho. Von diesen soil Ursula Zwetschkotcitsch gemahnt
vierde», sich hinfort alles ärgerlichen Wandels bei sonstiger ■
cmpfindlicfier Strafe cu mthaUen, den andern ist ein Strafgeld
von f000'-5000 //. abeunehmen, Pantaleon xudeni nach Erlegung
des Strafgeldes von 5000 fl. und des 10. Vfennigs aussmceisen.
Die Geldstrafe ist dem eimuhändigen, der deswegen einen Spexial-
hefehl vonoeisen wird. Ilatis Friedrich Rauher, Rudolf Barbo
Htid Midtael Bvüz. die auch graviert sind, sollen einen Verweis
erhalteti. Grajs, tf>35 November 13.
(Koiiz., Statth.- Archiv Gras. Gem. Kop.)
Am 14. Febnitr 16S6 werden ontsprechende Befehle an WaU, Zwetaoli-
kowitsnb und Barbo herab g('geb«n.
2339.
Johann Kaspar von Lamersheim, Bamhergseher Visedom in
Kärnten, an den Abt von Arttoldstein: da er erfahren habe, daß
in Villach und im Kanaltalc immer noch unhilhoUsclw Personen
761
seieUf isi diesen ein percmpioriacher Tennin von 14 Tayen jni
tfchen und we>m sie hei ihretn Irrtttme verlleibe», wider sie vor-
sufji^en. Wolfsber<f, 1625 Novellier 30.
{Ko\t , Arno'iihttiMT Akten, Rtidollin.J
Demxufolg« wird cl«n in Tarvia vorb)ind»aen Unkktbolucbeii am
16. D«zeinb«r der letst« Tannin g«geb»D («bend«).
2340.
M. l'mUits Erherits, Stadtpfarrer m Judenbttrg, an Ferdinand IL:
führt Khige über die schlechte Vencaltung des KircheU' und
SpUcdswesens daselbst. Judenburg, 1025 Dezember S.
(Orig^ St«ttli.-ArcUiv Urjis. Uom. Ku|i.)
Bb wird Jinf das hin eine Kotnmifaion nach Jndsubiiri; entaendet, dtü
alle Recbnunf^QQ mH der Religionirefornictioii bU 1028 prflfl.
2341.
Der Pfarrer Georg Ptlcator an die Regierung: littet, ihm in
Anbetracht seiner großen Verdienste um die Heligionsrefortnation
und seiner 35 Jahre dauernden heilsamen Dienste, zumal er ^drn
Herren putribus societatis Jesu itcgen des vorhabenden collcgio
von seiner Pfarre uedieren siM\ die Pfarre Tüffer »u verleihen.
I(i25 Desemlcr 12.
(Orig., Slatlh.Äroliiv Or»i.)
Cbrislopb PUuk htit di« Pfarra vor «inem Jabra vUttiert. Dort und
um Cilli wolm«n vlelft nukatholiiche Landleut« und nobiIiti*rte iVrsoiion.
Zu d*n>o Rek«liruiig bl ein guter, des Wiadiscbcn »nd Ueuteelien niHchtiger
Prediger nfitig. Djsu eigne sieh Pileator (Gutacbten, ebenda).
2342.
Fcrdinaml II. an den Statthalter Leon}iard Bischof iv>» Lavant,
an David Vrschenheck tmd an die BeligionsrefonnationgJcommis-
säre: sendet ihnen das von dm Kämlner Ständen A. C, die
beim jeteigen Landtage versammelt sind, übergebene Anbringen,
sie mit der corhabeiulcn Heltgionsreforniation zu versclionen, su.
Befehl, darüber ein Crtttachten ahsugehe», um si'cÄ resMviereu su
können. Qrag, 1025 Degeniber 19.
(Orig., eliouda )
Du Gutaobleu slelie unter den &. Februar I6:iö.
7(52
2343.
Tj<tttdes fürstlicher liefeM an Wolf Mo&hergff, vor der Rcgirntnff
SH erscfieinen. Gras, 1620 Januar 2.
[Eonc, »band«.)
An 26. Januar wird der Pfarrer von Marbttrf; veraUtidi^, daß Har-
f^arnUi Mürsin ftich mit dar BeLcht und heil. Komninnion eiDstellon wolle. Kr
mOi;« auch wcfjeu anderer FentoDoii daa Oeeigucte rorknhrea und datiD b«<
richleu (Orig., cb«iida). Motbergor liatt« di« Witwa März um G«ld betrogen
und sie dann d«DunE[«r1. Am 9. Febroar wird der Miriin oiu T«nniQ bü
Ostrrn gageben. Boi etc<>ni weiteren MnBb«rg«r betreffenden Aktenitticka iit
ein Veneicbni« von lieben uiikittholUcben Penonen in Marbarff.
2344.
Ilatis LuU, Sürger tu Landsberg, und Andre Woldner, wohn-
haft auf dner Mühle hei Landsherg, sollen vor der jRegierung
erscheinen. Gras, 1626 Januar 22.
(KoiiB. n. Orig., ebenda.)
2346.
Der linmiiergiscke Visedom in Kärnten an den Abt Bö« Arnold-
stein und Amttnanfi jfu Villach: erneuert das Mandat von 1611,
bdre/fend die halsstarrigen Unkaihdisciien, Bei tceiterem Unge-
horsam sind sie ausmucisen. Wolfaberg, 1626 Januar 23,
(Kop., Aruotditeincr Akten, ßudolän. Elageofurt.)
2346.
Ferdinand fl. an die Rdigiotxsrefonnaiionskommissärc in Kärnten:
sendet ihnen die Eingabe der Herren und Latidl-cute A. C. w^
verjüngt darüber wie schon am ID. Detettiher ein Gutachten. Gnu,
1626 Jannar 26.
(Konx-, ebenda.)
2347.
Gutachten der JRegierung von Itinerösfcrrcieh über die Kingahe
des protc.'itontischen Herren- und RUtcrslandes von Kärnten vom
20. Novembet 1625 gegen das Patent vom 26. Ajfril d, J. Das
763
I
Vedangm der BUisteäer sei ttidU beffrändet.^
Fel>ruar 5.
(H.-, E.- B. St-A. Wi«D, Steierm. F«bx. 31.)
Graz, 1G26
Alterdnrchlenchtigister . . . E. K. M. haben die bei da-
malen aiigefangcnen latitltag in Känidten anwesenden der Angsb.
Conf. (wie sie sich unlerschriben) zaegethane herrn und land-
lenth den 20. (sie) Ntwembrig . . . 1G25 . . . ain aclirift liinauB*
geschickt ... In welcher aip sich wider VL M' generaUa . . .
darinnen (E. K. M^) . . . verbieten litssen, dass frtbrterhin weder
landlentb noch ander iiobiliticrte oder onnnbilitierte personen,
kinder, wie auch popillen und nnvogtbnre jugent ausser lardts
auf frembde, auHlendißcbo uncaib. ortli uder univeraiteten ohne
E. K. M' speciaJerlaubnis mit nichten verscliickt, die papillon
. . ., wo immer mllglicb, mit cath. gcrhahen vei'sehen, den*
selben auch sLark oiiigobundi^n wßrde, ohne E. K. M' oder
dero nachgesetzten landtobrigknit vorwissen nnd licenz kein
pnpill in die freinhde zu verschicken, bosrhwilren nnd dabey
angezogen: ,Sie künden geh. nit ersinnen, wohero amb E. K. M'
nie, die mebrberUerte uncuth. hetTn und InndKiuth, ain solches
verschuldt haben, dass sie mit beseitsetzung dero I. f. gn.
Worten, resolutionen, gonomtien ond erclttramgon anietzo sich
aines andern gn. zu enlschliessen und die religionsri^forniatioii
annoch auf sio die nncatb. Inndleuth, deren sie doch jederzeit,
wie gemelt, exempl gewesen, aa zinben wlillen, bewogen lassen,
wie sie dann gleich anfangs in ehrlieif agier ihrer sclirifl filer
ain haubt und grundfcst diser ihrer bcschwÄrde und praeten-
sionen setzen and fürgeben, dass E. ftl* bei antretung . . . irer
' Am 28. NoveiiiluT Iß^Ti lult« <ti*r |irulr«UnliNrliP Hprrcu- nnrl RHUt-
■tAnd in Künitcu ctiic Eiiif;a>»« «u den Kaiser gerichtet, iii nctclitT
er erinnerla, daß di« Reri^rmalion «af sie nicli den vi«l^tig:ea Re-
nolntionfin Waln«» B^iiug hnbGci aoHte. Knn lei aber am id. April 1. 3.
ein Dttkrrtt für gan« In]i«rSst«rreich erftcbionon, daß filrderhin wodor
Landlfttito noch nobiliticrlo Por»onfti ilirn Kindt^r auf Ar«nid(t unkatho-
liscliR UnivrrMtXtMi aRnilttn, ihnon kflllHiUitulu- Citrhaben xiieeteilt wcHvd
u»w. Hill batPii df>ij Kaiiipr bei »Kir Trpiiff, dii- »ip aeiuem Flaiiae «teta
benabrl, sl« mit diMi'u und i(bn)icb«n Itefurcnatirtuageneraiiea su T«r-
schonen. Dn* wurde don ktrntniiclien BeUgioasrel'oriualion»kommi«ikr^n
aur D'^taclilitng; (lWniiitt«It (19. Dexrmbcr), liehe obon. Paa ,Gul-
acbtfnrepertorium' schreibt itini Februar: ^as I. M' tu ooutn relt-
ffianiM i\rn EvAUf'^Ut^chen A, C KU[^t'tli«crii tlirren das l. i, Wort je-
gebeu', betreffend Nr. 2U. Im StaUh.-ArcUiv M]Uat felilt daa Uutacbteu.
764
*
4
flirstentumben nnd landen I. f. regiemng und zugleich darauf
flirgfinoiiiI>ener relig.-reformatior denen ovanpclUchen . . . berrn
und landleuten das I. f. wordt gegeben. cUsBelbige ancli in vi!
nnderscbidtliclion resolutionen, orclärnngen und generalien . . .
contirmirt, dass gedachte reformation auf sie . . . aambt den
ihn<;en keineswegs angesehen noclj sie darnndter verstanden
«ein sollton, es auch also big auf jetzt . . gehalten und ihnen
darwider was be seh wärlic lies niemalen znegefftegt noch solliches
andern 7.11 thiien gestattet. . . . Dises ist der haabtsächliche
inhalt voran p^ezogn er scbiifit, weliche wir zu Verfassung aneurs
. . . gaetachtens zuvor den . . . religionscoinmissarien in Kttrndten
. . . xae-gnsandt; rlieüi^Iboii liabon ihr rUtlilichc mainung erat-
lichen dahingestellt, das» sie nJt dafilrhaltcn, dass die ... an-
cath. landlenth ihr<^m borüenien iiaeli niiiiche schriftliche oder
auch mUndtlichc verap rochen, ercläningcn, general oder con-
fimiation von E. M' aufzulegen haben, dnrdurch sie sambt den
ihrigen fiirgegobnerraasson n ref'irmaiione religionit exempt
seien, sondern dass der cllcrn littorlichon gcschlecht mit an»-
ßcbftffang aus dem landt hishero verschont worden^ das gei
ihres dor liorrn commissaricn crnoliteD& nar lautere wiUkUhr
licIiQ und iiDvcrbUndtlicho coiinivenz nnd E. K. M* miltreiche
tolcranz gewesen. Inmassen ich, Statthalter, in seit meines
getragenen liofvicocüncelariate suliclics mehrmalcri aus E. H'
aignci) 1- f. mundt gehört zu haben mich allergoh. zu entsinnen
weiss, auch kein zweiffl ziietragcn, dass wo diae klagende herm
nnd landleiitli dcrgltidien si^hririHcho crclArungen, goncralicn
oder excmpiiones htlttcn, sie solicbes zu bOaserer begi'Undtnng
und bescheinnng ihres fUrgebeus oder «nailmblichon suchens
der tescbwKrächrift oriijinaliUr oder durch glaabwlirdtge ab-
sohriftcn wurden beigelegt haben, damit man aber dessen
iDclirern gründe liabe, hahen Herr landtshaablman and herr
landtsviccdonib in Kitrndicn den herm barggraven und die
verordnete zue Clagcnfurth umb odierung und fiirweisung der- J
gleichen berUembteu I, f schcrmon und documenten der ange- ^^
massten excmption angelangt, eye haben sicli »ber dessen mit
diseiu fUrwendt entschuldig!, dnss ilmon ausser einer voll-
korabncD vcrsarablung dor herin und landleutli dergleichen ^
docxtmenta zu cdiern nnd von banden zne geben nit verandt- ^|
wortlich scyc. Darauf dunn crnente berrn landeshaubtman und ^
landtsvitzdouib diseu Vorschlag gcthau^ dass von diser unserer
4
765
I
I
stöH aus denen vorgedachfen verordenten die beröcrte cdicrung
zugemnelct uiict anbevolchou wui-tlu- Sciteiuftlcii aber soliches
QDserB besorgens ein grosse verlengcrmig der zeit vcrursoclien
wurde, aDgceechen die gcsambten luudleutb sollten in grusacr
und voller anzalit zusanibtn kombcii und dahoro die ericdigung
und »blainung discr beaclnviiracLrift und nachvolglicli das ganze
rcligionsrefonnationswerk auf aiu geraumbe zeit zuruckfroätclt
werden mUste and demnach nocli scbr ungcvviss, ob sy was selirift-
liebes fUrzuweiäen haben, ala haben wir fUr mtlisamb ermessen,
disee ersueuhen au die verordenten zu uiitt-riasgen. sondern in
der allhieigcn hofcanzlei mit vleisä aafsuochcn euc Lassen, ob
irgendt andter denen landtshuldigung- oder refoi-mationt actis
dcrlcy vcrsprechuag, erfläruug, genera! oder exemphtm zu
fünden seien. Ea hat aber dergleichen nichta, sondern vil-
mehi' das gerade widerspil kliUnden gefunden werden, nemb*
liehen E. K. M* baubtrcsolution und niitwort, so sie den letzten
Apriiis 1599. iahra denen geaambtcn uncatholischen ^'«sandten
und dcputirton der drcjen ftirstenthumbcn Steyr, Kärndten und
Crain auf ihr wider E. K. M' daraalen voi-genombnen und an-
gefangnen haubtreligionare forma tion einKeraiohte hitzige, scharfe
and unbeschnidene beechwärscbrift gegeben haben, dan als an-
gezaigte doputirte und gesandten anter andern anzUgen sich
auch auf weil, ertzherzogen Caroli, K. K. M* geÜebsten herrn
vatern hoclis. anged. religionsconcession oder freyetellung ge-
lendet und dieaelbige hoch herfüi-gestrlcben, vermelden K. K. M'
in ihrer ganz lieroiscben und recht kaiserlichen resolution, als
wissen sy iticli aoclt zu crindcrii, das», ale kaiaer Fcrdiuandus
der erste, I. M* söhn ertzbei*zog Carolo dis landt durch erb-
huldigung übergeben, ihnen, den uncatholischen, in religioiis-
sachen nichts gewisses oingerauinbt, sondern sie blOsälichen
dahin vertrustet, I. M* wollen auf mill and weg bedacht sein,
wie in ihren erblandcn dem Hchttdltchen zweifei in religions-
sachen gesteuert werden mik^lite.
So seye auch ferrer wissontlich, dass mehr hüchsternennter
ertzherzog Carolus denen der Aag. Conf. verwanten landleutcn
ainiclie sebrif^liche conccssioii nit gegeben, wie soliielies die
canzleiacfa au(.':h etliche damalen, d. i. im I59I.I. iahr noch im
leben geweste gehaimbe rllthe und sccrclarien, bezeugen wurden,
sondern da m.tn R. F. D' zu vorbllndung der religion.sfnsy Stellung
zu persufldiereii vermaint, haben es I. l>' rttthc widersprochen
166
I
und abgeschlagon, Dit woniger sey den uncatlioliscfaun jj
teudeuten selljäleti unverbörgeii, dass I. F. D* erzhcrzog C»rl
Ulior soliclio inen mllndtlich xuegelmissone concewtiones^ cod-
nivenz und toleranz oder, wie es die gesandten unbcfacgter
weis nennen^ religioiit>pacuftcation luficbtig grosse reu and
latdt getragen, der jederzeit aaf wondang gouaigt und bedacht
gewesen, dass sie auch äolitthee sicher ins werk gesetzt hCtten,
da eie nit mit dem unzi^itigeu nnverhulTten codi uberfahleo
worden.
Weilers fUereu E. K. M* in obangezogner . . . resoloticm
I. F. D' uüseni gn. herrn stattlichoo aus, wasgestalt E. M' gaos
angeraumbt und hoch %'erweislichen dero vor der gerolgten
cHiliuldigung altem stylo und berkomben nach gcthouee t. f. fl
iurament and der ganzen gemainon landtschaften handtrest, ^
Privilegien, fieylieiten und löbl. gewohnheiten darauf besehe-
chcnc conßrmation fUrgebracht und angezogen werde, dan uodcr
solichen iaramcnt Privilegien and cooärniutionen werden die
von ihrea lübl. vorfahren durch ungostllmes importunierlidiea
anlialten, aacli auauf hürlicbes 6ehen und bitten erthailte toleraos
und cunuivenz nit begriffen, sie berOei-eu auch nit die landt-
schafton in gemain, sondern allain uinen thail der ritterschufl
mit weiterer ganz wolbegrundter Interpretation ihres aignen
1. f. iurament», welche sie diBfaUa klirtz halb und weilten es za
gegenwärtigen propcsito nit hoch vonnt'Hhen, aoderlassen wollen.
Ab dan auch dickherücrter uncatholischer ausschuss aud
gesandten in obgeeetzten 1509. iahr ander andern auch einge-
wontlet. sye hetten bey nechater K. K. M' gelaiaten erbhuldigung
derselben etliche conditiooen and praetcnsioncn angebracht and
fUrgcschriben, weltche auch E. K. M' angenomben und darüber
ihr wissentlich iurament gelaistet, antworten E. M* in der . . .
resolution, dass ihro dia alles ungootlich, auch den fürgelo^en
landtagshnndlangen zugegen . . . auch in einem verkehrten rer fl
standt angezogen werde. Dan sie wissen sich zwar gn. wol im
ontsiniicn, das» sie, die landleuth, die erbhuldlgang vil diffi-
ualtiert und dieselbige nit erstatten wollen, sie wissen dan, an
weme sie ihncrcr concession halben wären, hingegen aber
köndten sie, uucuthoUschc, in kiiiu laugen ziehen oder auf den
fall ihres vernainens mit vilen anschcnlichcu kaiserlichen, en-
hcrzügliclieri und li ermöglichen commissaricn und rUthen, welche
damalen, d. i. im lüitU. inhr, uoch im leben gewesen, aofa statt
I
767
I
b
lichist abcrwisen werden, daas E. K. M' ihner, den uncatho-
liüchen, auf sülicbe ihr waigerang: and prctestation kain andere
zQCäag dann disen acbrift- und miUidtlichen lescliaidt ervol^en
lassen: die religtoiisliandlungcn hetten mit der crbhuldigung
kain gerne! Qsebaft, so wisse man auch wol, wie dergleichen
protesUtionen kainem ain mebrers recht geben, dann er ohne
das hat; was aber eye, die □ncatbolische, fUr ein ius ihrer
praetendierten religionsfreystellang wegen fUrzuweisen haben,
das 8eye zu sattem benüegen ausgeführt worden, volge der-
balben nnvermaintich, dafts der aaf soliche angegründte er-
clärang prästirte 1. f. schwtir auf daa zuvor davon abgesonderte
religions Wesen nit köndte noch solte gezogen werden. Und aas
disem allem nacli verwunderlich zu verneraben, dass man an-
jetzo, das ist, in der . . . 159U . . . llberraicliten schrift, so un-
verscbambt und fräventlich ohn allen grundt und schuldigen
respcct I. D^ . . . 1. f. leibliches iurament und huldifcungasachen
verkerter und verschlagner weis als ob sie . . . denselben
icbteti zuwider furgenomben und noch farnemben wollen (das
ihro doch nie in sin komben, auch, ob gott will, nimmermehr
geschehen solle) aufgerupft werde, uikI seien K, K. M' dorn
allmäclitigcn zu lob so weit wol underwison und erkennen, in
was reverenz und ehrerbietung sie retigionem xuritiuraHÖi
achten und halten sollen. . . .
Alle diese biahero mit denen verbU formalihus ausgezogne
und andere mehr gaiis vernunfligu und wolbegrüudta erinno*
rungep haben E. M' . . . 1599 . . . tlenen uncatboliscben der
dreien fUrslentbumbca . . . geijandten intichriftcn zueätelien
lassen, welche wir an disem ort darumben also ausfblirlicli an-
ziehen und insinuieren wollen, weil unser« ermessens daraus
sonnenclar erscheint, dasa der jetzigen Khärnerischeii uiicatlio-
lischen lamentanten fUorgeben und berüemen E. K. M' gegebnen
1, f Worts, erthailten sonderbaren erclarungen, geiieralicn und
exemption von der religionsrerormation ein niclitigca unge-
grUndles berüemen ist, dann weil E. M' noch damalen nicht
allein ihren geliebten berrn vatern gleich ergestalt furgowendto
freystell ungscoucession -per exfjrüsuin widersprochen;, auch weder
damaleii noch hernacber ainor buechstabeii von denen unca-
tholischen stonden aufgelegt oder fUergewison worden, besonder
auch E. M' ihr aigno 1. f. huldigiinge iurament und was darbey
vorrer fUrgclotTen mit guetcni gruodt auslegen und sich Mmei
768
pro »emper erolAren, ihren, der ancatholiachen^ pottttltUtM
statt und platz weniger niniclio schriftürhe conccssion oder lic-|
freynng tarn religionü quam reformationU nit zn crthailen,
sondern die oft and vil beruerte gesandte mit diacm bscbaidt
vidcrumbcT) abgcwisen und %\x haus geschickt haben, so kOnnea
wir nuch nicht glauben, doss sie seithero diser ihrer so eyfrigen
lieroischeii und gcmesseueii resolution bcacbaidt and abweisoog
entgegen ein anders eingewilligt oder gegeben haben, iniuassea
auch alhier bei keiner registratar diaea zu finden noch sicli
ainichcr rath dergleichen berüotnbten coneeesionen generaticn
ercUrungen und befrciungen nit zu erindem weiss.
Dtscm alleui nach halten wir Air unser abgefordertes riUh-
liebes gaotachten mit den bcircn rol.-rcf.-comnii$sarion . . . dar-
für, E. K. M' sollen sich dises der unkath. herrn und tandleuth
einstreuen niehts irren oder hindern, weniger von ihrem christ- fl
liehen lobwUrdigon und zu hail iliror von gott anvcrtraatcn ^
undertUanen, auch besserer Sicherung und ruhe des politischen
regiments einmal wolbedächtig genombnen rcsolation and aus- fl
gangnen gcneralicn und exccution tnit nichten schrecken oder
abwendig mucheu, doch sich beinebeu mit ihnoD, don ancatho-
liechen hierüber in kain disputat noch schriftenwechsel einlassen
sollen, angesehen soliches K. M' vilteicht nit reputierlich, dem
werk an im selbaten vcrhinderlich und aufziehlich sein, auch
den uncacholischen in allen ^ey landen das herz and anlast
geben möchte, mit E. M' ein . . . weitschwaitiges disputat au er-
wecken, weil sonderlich disen Icuthen, so in der rcligion irrig
und von der ainigkeit der h. apost. kirchen abgesondert, nie-
malen manglet, was sie zu hindnrchdrackung ihrer secten und
Ublcn widerspänigkeiten, auch eludicrang ihrer obrigkait gebot
und vorbot ilierwenden, gestaltsamb E. M* hochl. vorfoder sowol
im H. K. R. als der erbkOnigreichen und landen mehrfttitig- and
mit den anjotzo vor äugen stehenden universal widcrwertigkaiten
erfahren huben^ das nembliclien dergleichen scctischen leathea
art und aigenschaft also bewandt, dass, wo man ihnen einmal
was zuelfisät, nachgibt und mit gewisser raas connivirt, ihnen
sodann ihr mueth and vermeefienheit wachset und sie alagleich
ein anders and mehrers suechen, mit ihrer heirschaft dispatiero, fl
sie tratzen, ja letztlichen zu denen waffen greiffen and was sy ~
mit Worten und schriften nit erlangen mögen, mit gewalt sn
behaubteu and hindurch zu dringen sich anderstehen dörfen.
7B9
Mochten also E. K. M* unseres und deren heim religioiisrefor-
malionscommissarien nllcrandterth. einfältigen craclitens denen
nncatholiHchcn ihr berilüinljen und fürgeben $implictter wider-
spreclien, sich nof ihre anno 15Ö0 crtheilte und bienebcn mehr
angedeate haubtresolution aller derselben iahalt referiern, vil-
leicht auch zu besserer cntdeckuug ihres unfuejrs und erfri-
schuug der gedechtiius dessen, so bei ticr huldigung und angc-
fanguen religio iiBreformation fliergeloffen, ein abachrift derselben
bcischlicsscn und es im übrigen bey ihrer einmal genombnen
rcgolutiott und publicierlen gcneralien bewenden lassen und der-
selben gerathen lauf und volziehutig bevelchen.
Dieweil auch endtlichen under denen uncatholischen herrn
und landleuth alsbald nach publiciorten mandaton de filiis ac
pupillie nohilihus sint Ucentia ad loca haeretica non miltendis
darwidar gehandlet und da sie es zuvor villeicht nit oder doch
discr zeit nit im aiu gehabt, ibro un(lerg<.;l)ne |>upilten an aecti-
scben ort verschickt haben, daraus daii nichts änderst als ein
fUrsetzIicher ungehoräanih und Verachtung E. K. M' 1. f. ver-
hüten zu vermerken, so wäre nit nnratliaamb, dasa diser ftir-
setElicher au^enscheiniger ungehorsamb nit allain absonderlich
geandet, sondern auch gegen denen iibertrütteni mit wUrklicher
straff nnvorschont verfalireii wordc. Jedoch wollen wir alles
%u E. K. M' wUrkUeben rssolution ohne geb. massgobuiig »Her
undertbenigknit g(<st<)lt und uns det'oselben dabcj dicmttctigist
bevolhen hahon. Aetum (-frÄtz, den 5. Februarii anno 1626.
In dorm: Ücr R. K. M' . . . von dcrtj i. il. regierung zn
übergeben. 2S. Febr. 625.
Dm erwXhnla GuUcliton der Keliifioiutraforni&tioDakoninilMMre fUhrt
Ans: Es int iiiclit «luif^, ^aQ mau die unkatlii»tiiif.l]eii Herren und Laadlexilo
dftmali v«racliijut linbn, itucli lei Uiueu der Verkauf ilir«r (JUt«r nicht iinf-
(telra^en vrurd«ii. Man haljc zwischen alten Herren und Lnndleiiton und
dfm gemeinen Madd« «iti«n Uoteriiclii'^d gcnaacht und dein Adrl die Emi-
gration damals erlaM«n. St« hab^n das aber nicht per nwditm privite*ßii et
ctnuutionü pei^iuif et oiiUgalcj-ieu, soudcrti wriuiUariM el toierantiae orbalten
und haben (1. V) sicli TDrbehalt«ti, iloli dea Augsbiirger KeÜg^ioiuft-iedeui KU
bedienen. Wruu der Landeafflrat die Forts et xunf; der Keforiaation jetct fUr
ootwoadtg batti^, tio kUuncn wir nicht linden, daß er djiiu nicht befugt se].
Die Toleranz besieht sich aucli nur auf dt« Aostcbaffunff aus d«m Tiande und
den Verkauf der QUter, uiclit auf die ander«?» der Keformation anbKngetidcii
Stücke. Di« Stund« sollton sich für div»^ Milde bedanken. Wollto man
sich in dergleichen Sachen an dits Widrrflln^htin der Untertanon, zumal der
Ketaer kebreu, hu wOrde keiiio Obrigkeit etwa« Ueitäudlgei statuieren
PoDlsi. U. Abt., M. LI. 4tt
V7t)
können, ram haenititv nifffferetüt lUahato nutuiuam dtnt, qnod dtcal Qnd wenn
oiaii eiDen SekÜscLeD eiDiuAl laOul^iert, bal oa keto End«.
2348.
LandesfürstticJter BefdU an Katharina Stadelmatm bei St. Peter
ob Leohcn, Sophie Stubmt:riH bei Trofayach, an iveiland Stephan
Huudienbergers WiiHb, vor der lieyierung £u erscheinen. Gras,
162G Februar a8.
(Koui., Stjilth.- Archiv Qraz. aem. Kop.}
Die Genaanlen «rbKlten im H8nt Ternine lor Bekeltran^ oder snn
Abzüge.
2349.
,Wie etlieite Lattdleuie m Kärnten die Jugend auf unkatholtscbc
Orte verschicken.' 1026 Februar.
(Ruuh.-AreliiT Oru, GntachloD, R«p.)
2350.
LandesßrstUcJier Ihfehl an die JtdipionsrefortnatiötiskotnHtissäre
in KiinUen: Da steh noch lutherische Fleischfiacker und andere
sektiscJie Personen mehr in Klageiifurt aupiatien sollen, tnögen
sie in Qemäßhcit der erflossenen Instnikticuen verfahren. Gras,
l(i2t> März 4.
[KonK., Statth.-ATcUiv Graz. Qoid. Kop.)
Am 4. April ergeht ein Brfchl an di« Verordneten anf die Bitte Ton
vier Fli'isdihauem sn Kla^cnfurt, die Ewischcn ihnen and den tinkatholitcben
Fleischhaanrn und Dietrich Df.uan butehondo Strltltgkeit nicbt mit Gewalt
cum Austrat la bringen, darauf jsa sehen, daß den Sapplikaoten kein Ua>
recht goidieliQ (Kons., ebenda).
2351.
Ferdinand II. an den Pfarrer von St. Georgen: verlangt eine
teharfc Bestrafung des Th&tnas Tum, der sich im Ungarischen
durch einen Prädikanteti trauen ließ. 1026 Märe 13.
(Konx., Sutth. -Archiv Gras. Gern. Kop.)
2352.
Derselbe an Georg Reich, Richter i« Pirkfdd: soU sicÄ tw die
Regierung st^en. Gras, 1620 Märe 12.
«.Ebenda.)
771
I}«r Pfarrer hätte die Ani«ige «»tattet, inQ Oeong; K«ich ein wider,
wärti^r K«txer sfi, der bei der nüchrtfo Wahl BfirgermeUter werden dUrAe.
23Ö3.
Ferdinand II. an den Bischof gu Seckau und Herrn Karl Kagcl-
mann : hale des BiscJwß Schreib^i teegen der halsstarrigen Mur-
eeker vernommen. Er möge die UnhithoUschefi zitieren und sie
enttveder £ur Amiahme der kuiholischeti Lehre vermögen oder
ihnen die Ausweisitng verkünden. Gnu, 162ti M&rz 13.
(EUniU.)
2304.
Oeorg Herr mn Stubenherg auf Kapfenherg und Mnretk an
EidUer und Ilnth m Mttred-: Bestätigt den Empfang der durch
die Retigißnsreformadonskommissäre ihnen jüngst lihcrgcbenen
Instruktion mit folgenden BenierhtJigen: Überzeugt, daß S. K. JT,
weder u'os dir tlißoIogicA noch die politii.ia betrifft, ihm ciicas
an seinen Itecläen bctiehmett werde, befinde er tloch den siebenten
Punkt, daß hinfort kein Burger oder Ratsfrcttnd ohur. Winsen
des Pfarrers aufgenommen werden dürfe, als seiner ohrighcitlidien
Hoheit, Rechten, Jurisdiktion und Privilegien unzuträglich. Den
fünften Punkt, die Zinsen betreffend, wolle er ioleri^ven. Attch
dem neunten Punkte, daß die Spitalsrechnungen im Beisein des
Pfarrers aufzunehmen und zu justxfiiieren seieti, uniiersj>reche er.
Mureck, l€2(i April 77.
(Sohleoht ilherlieferte Kop. dM 19. Jabrlmmlerta im Su L.-A., Speic-Arcliiv
Mureck.)
2355.
Paul Erher, Stadtpfarrcr in Judenfmrg, an die Regierung: Da
Ferdinand II. im iMnde oh der JEnns eine scharfe und doch
heilsame Eüigionsrcformation vorgenommen, ist es zweifellos »icJd
sein Wunsch, daß Keller in Sieiemtark geduldet teerde». Nun
wollen bei vielen alle Emuihnungen nichts hdfen; daher müssen
sie denunaiert werden. Zu ihtien gehört Mariin Santners Ehe-
weib Anna, hei der der seines Amies entsetzte Stadtschreiher
Martin Pertistdl UnterscJUupf findet. Er habe Frangiskaner und
Jesuiten su ihr geschickt, sie en bekehren; alles umsonst. Dann
ist Ascanius I'ecker, Saurauscher Pfleger, der für einen halben
49»
772
Friklilcanten gut, samt Weib und Kind. Er hat außer der Stadt
Sauernffüter gekauft utid hält seine Leute v&m Gottesdienste ab.
Drittem hat der Jöry Heinrich DicfrichstetHSche Tfieger Christoph
Neuper sich in Vnyarn durch einen Ktüviner k(^ulieren lassen;
der hält die Untertanen vom Kircheftfu^tche ab. Viertens hat
JHetridtstein nach dein böhmischen Aufstande einen Fliiehtling
mitgebracht, deti man den Fratteosen nennt. Kr Jiat sich r«
TrofayacJi oder ScheifUng durch einen scJdechteti unkatholischen
Priester, den ma?i Ffa/f Muli netml, trauen lassen. Fünßens
hat Sigmund Friedrick von Hcrberstein einen Schreiber hier,
der von der katholischen Heliglou schmählicit sprichi. Bitte^ gegen
diese Personen vorzugehen. Judenburg, lii26 Aprü 28,
<Ortg., Stattti.-AraliiT Oru. äem. Kop.)
Am SG. Mni ergellt an Oie su Judenlmr^ dvr Bttfebl, den FruttKOMn
Jakob ciiutuEiHicii (,Koiiis., pbnnda); um 80. JuH melden die Judcnbur^sr,
(Im Frmiaose sei nach Ksrntpn entwichoo und dnsolbst gwtorbcn. Mitller-
wvilo wareti am 4., beziobutigs weiss "^■i. Mai auch cutap reellen du Bofaltlr
an die andereu ObgonaiiDteii, danii an Haiii> Listmnan uud den Pfleger tou
Kxpfenberg ergau^en.
S3Ö6.
Ferdinand 11. an den Stadtpfarrer von Pettau und die anderen
für diesen Zweck abgesandten Kommissäre: teilt ihnett ein ^ter
die in der Stadt Pettau eingerissene Unordnutig eingebrachtes
Mentoriale mit und befiehlt, genaue Inquisition vorsunehmtn und
darüber su berichten. Gras, tf>20 Mai 7.
[Vioai., SutÜL-Archiv Qraa. Q«m. Kop)
Daa Memoriale li(^ bei.
2367.
Derselbe an den Pfarrer mh Kapfenberg: Herr Georg von Stuben-
berg habe tine. unkatholiscJie ledige Weibsperson namens Anna
Scheicherasch von Murech nach Kapfenberg genommen, nveifds-
ohne SU dem Ende, damit er sie nicht allein von dem katholische»
Glauben abhatte, sondern auch an einen ünicaiholischen verheinUe.
Befehl, auf diese P^son aditsuhaben, sie im katholischen Glauben
SU unitrweisen und nicht su gestalten, daß sie in sektisehen
Lehren unterwiesen werde. 1G26 Mai 9.
(Ebenda.)
77S
2358.
Landcsfüntlkher Befehl an die yeistliehen Obrigkeiten in Steier-
mark, Kärnten und Krain: betreffend die Keformierwig der
Priesierschaft und deren ärgerliches Leben sowie die Fortßhruug
der Beformaiim. (Graz) 1020 Mai 14.
(Konz-, «benda.)
Hui baljB blsliar (Ins Work der Keli^onsrcforntatioii iinrolletidet ge-
lajun, wüllo es jetzt xlicr rortüoUau. Uazu geliHrt ciir exentplAriRcIic« Leben
d«r 0«i»tticlikeit, di« ilcn audvrcu du Beispiel grilit. UcoiontiipreflhDntl siod
Dutniklionen an di« Erzpriestcr und imt^rgsboneQ Ooistliubon zu orlaAa«D,
dxß sie ihre Pflicht tvo uud iui IlKudel und Waiid«l unstrSdicli leben imd
«nEci^f^n, wo sie bei d&n Um«» anff^rtrngcncn KoiniuiuiQncn Mängel liudeo.
Auf dio or^^Angenen UenoraUttTi we|^n dra flcUeheuet» i(t zu acliten,
Scktisvlie aiLSuzeigen luw. Oelit an die BlsubRfn tod Onrk, Reckaii, I^vant
nad Laibacli and an din BrvpriMter von GSn, Sanntal, Fri«aach, OberkXniton
und Beifnitx.
2359.
Ltindesfurstlicher Befehl an Bürgermeister, Richter nnd Rat ru
Gras: die llandtcerker su sitüren und ihnen bei unnachlässigcr
Strafe gu verbieten, hinfort sektische Lieder ffu singen oder gegen
die katholische Leftre zu disputieren. Gras, 1626 Mai 14.
(Kons., Statth.-Archlr Or». Oem. Kop.)
Von der H. K. anch zn Hangern und Hehaimb kgl. M'
wegen deroselben I.-(). Rep. N. burgerma ister, richter and rath
dieser f. haabtstatt Grätz mit Zustellung nnznznigen: Ihnen seye
ohne weitlouftige erinderung zavor genngsamb bewust und un-
verborgen, mit was lioheui ornst jillerh<iL-bsternielt I. K. M^ craft
derselbt^n in rengionsrcformatiunsBacbcii gcnonibnen rosolutlon
alle diejenige exercitia nnd Übungen, welcbe dem eatfaoUschen
allein seligmacbenden glauben in geringsten zuwider sein
möchten, ab- und einzustallen bevollien. Obwolen nun (die)
regiemng darfUr halten würde, es wer<leo alle hiesige blirger
und derselben nul- und zuvyrwahnten der cathollBchen reHgion
bcy- und zucgetbun sein, gestaltsamb daa ihnen, von Griiz, auch
kaineswegs gebttren noch verantwortEicb sein will, einleben un-
r-ftlholischen burgor an- und aufznnemben. weniger alhier zu
psäsiern, so ist jedoch laider mehr als zu vil wisi^ent, doss sich
bey denen albiesigen burgerlictien bandwerksleuten immer zu
774
*
uncAtholiächea geaindl uud handlwerksgescUen in der arboil be-
finden, wclcLo nit ailain in ibren öffentlichen werkgaden and
laden allerbandt erfferliche seelische und verbotne lider, obnc
echeach ja bisweilen zu trotzt der cathoUschcu benachbarten ^
und fUrübergehundcn porsonen ofTcntlich eu Bingen, sondern ^1
Anch zu Zeiten in g'laubeiis- uud religionssachen spDUliche roden
za treiben and zu disputicrn sich gelüsten lassen dürfen: wann
nun aber dergleichen sträfliche unfUeg cbberUerter religions-
retbrniation gestrags zuwider und mit nichten zu gestatten
sein, also werde ihnen, von Graz, lüemit alles ernste auferlegt,
dasK sie ohne Ter7.og alle ihre untergebne handtwerksleath und
wer sonsten nua den burgern dergleichen gesindl zu halten
pHejTt. für sißh anfs ratbhauR erfordern, ihnen dasjenige, so ob-
stehet, nnibatilndiglich für- und sy mit emp6n<Ilichcm ernst und
bei hocber unnachlüssHcher straf dahin vermahnen und halten
sollen, dass sie ihren gesindl und handw er ksge seilen nirterhin
solche ergerlieUe sectisohe lider zu singen nit allein kaineawcgs
gestatten, sondern anch das ungebUrliche disputiem allerdings
verbieten, und das genngist, so der catholischen religion wider-
sl]-obcn möchte, nicht passieren, wie dan im widrigen aowol die
niaister Selbsten als auch solohe ihre gesellen in schwäre un-
allitssige leib- und gueLsstraf unverschondt genomben worden
suHeu. Darnach sich nun sie, die von Gras, su richten and
diser Verordnung gchoi-samb nach zu geloben wissen worden.
Und zum fahl auch etwa nndter denen bürgern dahio sich
etliclio betindcn sollten, welche dem catliolischen glauben nit
nicht boygothan: sollen sie, die von Griltz, ihro, der rogicrnng,
üoldi« unvcrschadt nambhaft machen. Dann es beschebc in
ainem und andern I. K. M' allergn. ernstlicher will und gefUIige
entliehe moinuug. Grätz den 14. Mai t>2t>.
*
4
2360.
Landes fürstlicher Befehl an den Landc3verw<Uicr von StcirrmarK^
durch welchen das Dekret bezüglich der JcatholiscJicn VomutmUr
nach vtyrsiorbentm unkalholisdien Herren und LattdUtUeH crttenert
xoird. Grae, 1$2H Mai 14.
(Kuiii., SuiÜi.-Ardiiv Orat.)
Von der R. K. . . . JP dem herrn landtsvorwÄltor in Stevr
. . . ansuzaigen. Inmasscn ihme bewusst, was . . . I. K. M'
I
I
Bnlengst fnr ein gemessenes ncd ernstliclies generalmandat der
ableibenden □ncatlioÜaclien lierrti nnd landtlenten kinder an<l
Papillen halber, dass nemblicheii denselben jedcsuials cj^tholische
tuiorea and curatores zugeordnet werden sollen, in diesen ihren
i.-ö. orbftirstenthumben and landen pnbliciem nnd verraefen
lassen, also wülle regiernng zwar nit zweifeln, er, Iierr landts-
Verwalter, werde seineatheils solchem kay«. gebot biahero ge-
horsamb nachgelebt and darwider nichts ftlrgenomben haben,
weilen sich aber dennoch iinmerzne aolche fahl begeben, in
welchen man sich etwa angeregtes generols nit sogleicli er-
indem and alßo densolben znwidcr hnndlen nnd dardarch in
I. K. M' ungnadt hesorgiich gerathen milchte, so habe regierung
sa allem üborÜuss und amb mehrer Sicherheit willen thme, herm
landsrerwaller, hietnit nochmalen bcvethen wollen, dass er ob-
angeregtes generalmandat and verbot in gezimbender gaeter
Observanz nnd obnclit halten und alle« angelegnes Heiss darob
sein nnd notliwendi<;o Verordnung thnon solle, damit ftlrobin
denen pnpillen und minderjährigen iedesmals catholische tui^res
teu euratores gesetzt and das widrige keineswegs flirgenombcn
noch verslattet werden. An dem beschicht . . . Grftz den
14. May 626.
2^61.
Landesfürstlicher Befehl an den LandesvenvaUer von Steicrmarh,
durch wdchm das Verhot des Besfiehs uithäholischer Orte seitetis
der Kinder, hexichumjswem PupQlai des gteirischm Adels er-
neuert Kird. Die dahin verschickte Jtu/end ist unvcrswflicJt
wieder einzuberufen. Grae, 162ti Mai 14.
(Rom., SUttli.-Archiv Gras. Üura. Kop.)
Von der E. K. . . . M' wegen deroselben i.-ö. regiernng,
dem angesetzten herrn landtagsverwaltcr in Steyr mit zustollung
anzazaigtiii: ihmo werde zweifelsohne gueteruiaÄsen bewnsst und
tinvcrborgcn sein, was unlengst für ein ornstliches generalmandat
und verbot, dass nemblichen die uncatholisohen herren und land-
lentli ihre kinder and pnpillen nit an luicatholischc oder der
römisch katholischen rcligion nit zugethano orth verschicken
sollen, in drnckb verfertigt und zu menniglichs wissen nnd
nach rieh tung in disen i. K. M' i.ü. ürbfui*8t«nthumboii nnd
landen pabliciert worden.
77ß
Wann nun aber ... I. K. M' craft deroselben tot wenig
lagen herein gelangten gemessenen resolatlon glaabwQrdig zu
obren komben und big mit misafKlIiger befremdang rerneinben
mUessen, wie dass ctlieb nncAthoüscbe herren und landlcathe
UiciU vor, theiU aber gleich nach pnbUcierten generale and
demselben zuwider, ihre kinder und pnpiüen an berüerte on-
catbolisclic onlt gcäcdiickt haben nullen, dises aber zn gestatten
L K. M' SU wenig gemeint, als auch vor golt verantwortlicli
BOin will, also wcrdr^ ilmie, herrn landbi Verwalter, in craft
I. K. M' d» nooo genombener k. u. 1. f. resolulion liiemit sonder»
ernste auferlegt und aubevolhen, dnsa er obangeregten ditsorts
pnbjicierten generalmandat nit allein sleiff und vestiglicb halten,
sondern auch darob sein und gemessene Verordnung thucu solle,
die beraith ausser landts an .ii'ctiäcbo oder uncatholisohe ortb
verschickte jugendt ohne einiclics verzueg widernmben rcvocdert
und anhaimbs gefordert werde. Wie dan er, herr landtsver-
waltcr, auch dtcjonigc, welche ihre kinder oder pupillen berUcrtom
kays. generalmandat und verbot zuwider verschickt oder was
sonsten Hlr adelige iugeudt aus disem ftlrstenthuiub Steyer sich
dise zeit auf uncntholiachc universiteton und aclmcllcu inner
oder ausser des hl. rüm. reiche» enthalten thuen, ihro, der re.
giernng, alsubald und unfailbav nambbafl machen solle. Dann
es besehehc . . . ürÄtz den 14. May Ü26.
4
23G2.
Landcsfürsilkher Befehl an alle Städte und Märhic in Steier'
mark: hfirefjtynd die Ordmtng in Spiiälern und Lamrcllen. die
Siipendicii, die Konfession det- ScJtultneister, die UnkatJiolischat.
die Absteilung des nnJuUitolisrJien Singens und Disjmiierens vor-
nehnlich unter den Handwerksgesellen. Hi36 Mai 14.
(Statlh.-ArchiT Qru. Qain. Kcp. 114.)
2363.
Terditmttd 11. an Georg den AUerert Herrn von Stttbenbrng : I)a
seine Murecker Untertanen sich den JidigionareformatiötaJuim-
missären trolsig erweisen, worin sie durch seine Offtsiere bcstärlt
tecrdni. so müsse er diese Offiziere und Pfleger nicht nur nft*
schaffen^ sondern er dürfe auch den Komtnissärm kein Hindernis in
777
tlcn Weg U^n, vielineJtr solle er Üinm aUen VorscJtub leisten. Gras,
10ä€ Mainz
(EoDi., «btnd«.}
2364.
La»desßrsUicJiir BefeU: Harn Jakch von Jlerberslciu soU seium
Hofmeister vor die Jtf.(jicruiuj sehaffat, H!ä(i Juni 3.
(Kcinx-, ebeoiia.)
2365.
Landes für Sil icher Befehl: Peter Sundtver anmf der altm Saudi'
Hcrin soUeti vor der Regierung erscheinen. 1626 Juni 0.
(BbendA.)
Der BiKbcf balt« selbst B«rlcbt «ntatMt. 1. Der 8andtD«r und di«
S«i)i]tiii.-rin Acien zuvor aiuf[<>iv ändert, «bt<r wieder hdimgekoimuen. Er hnbe
rlnii MnrlitrichteT bnfoblcn, «e auuuschaffen. fi. Am -I. Juni babe er ex
imjjivoiso in ilos FuckbFrB Haus ein l.ntberUclica Buch anpplroffru und «u
sieb ^TiommcTi rtitt aueiore Niroltca iti Joaeliirostal, ni /(Uhr, hUifm Pfurrhcrrn
\Vittenb«rfr, ,Ußd twitid alln aonutägl. rraugetia ia reim unil luelarliuwßis
rorfaaat'. 3. DijTamalur Ül"" priactpt a plsfj!ctt!a, aU ob I. F. !>' bKttßti
^hmieralia* (= Dcst«cbiin|*an) aap«nomman, ,Ton we^ttu ttass ina» rH|>bors
(chwagor d«r rcli^on balb«r {iAMi«r«t, tprecbend, sie bütton aueli geld,
wana an g«M geli>geD: ultimo H«ct*Mi-ia e»t, »»nuite nect^turia tiüJii hutruttie
in reifimtne exeeUo'.
2366.
^Gulheditiihen, det Maximilian Plescheti hocbseiiUche Kopulitrttng
und lieUrafung seiner rersoti betreffend.' Graz, 7620 Juni 15.
(KoDi., Stattb.-Arcliir Oraa, ,Gutb«dnnk«a'.>
ricicb hat ein« Grüfin von Thurn, dt« ihm Kwi>i Kindor ant enLor
Ehci aus der Tauf« ^hoben, pflhriratpt. AIh Ihm der t'fjirr*r projUcr impt-
lÜmcntiin rrnfnathntM »pirituaÜM die Erlaubuix iiiclil i;ali, ^iii^ tr aufs IJn>;a-
risvbp und li«B sicli ibtrt durch niuen Prftdikanten kopuliercu. Die Upgierung
aiticrle uud cxauiiuierle Pl«Mh. Dieter boflfe, «s w«rd« ibm weder die
oognaiio lyirünaliMf noch auch die dureli de» PrKdikaittcn fjioebehonc Kopa-
latioQ in] Wege it«ben, da er sowohl ala lofne Gemahlin nielit katholUeh
sei, and bat, die über ihn verhSof^e itthMlio cohaitMionU wieder aufaii'
heben. Das aber ici Hu der P. H' TorbebaKener eartu mervo^u«, lialier
habe mau iliii abgcwleaoa. Plcncb liat vor einigeu Jahren die Landimaun*
Behalt erlangt and galt datuai» wie beule ala Katholik. Ua or aber JeUt das
Oegeuleil in Wort und Tal ein-etal, habe man ibut als einem, der die LaiuIr-
tnaniucbafl tn /rauilem relüfioni* erhalten, einen Termin yo» aeebs Wochrn
h
778
tintl drei Tiiceti gpgnben, utn sich su bokelircn. In der Angnle^enb«!!
Plofrcfattii* lici^oEi noch im nücliilen Jahre xnhlroiche Aklnn ror. Er wird
aditioßlicb k&tbcliscb.
2367.
Tctditiand TT. an ITnns Jakob von Tierherstein: Verbot, seinen
hithdiscftctt Dienern das katholische ISxereUium jju untersagen
und sie auf seineti Ungluuhen sn bringen. 1626 Juni 36.
(Kons., ebenda.)
2368.
Der Pfarrer PUeator £U Marburg an dvt Itetjicrung:
von 11 }*t:rsQnen, die nicfU katholiscJi seien. AUes I:ir$nahnm
sei vergebens. Immer heiße es: ,Ja, ja, cras, cras*. HiUt^ ntfj
nach Qraa evr eitieren. 1626 Jnni 26.
(Ori^., vbeoda.)
4
23G9.
LfimhsfürstUchcr Befehl on den Abt m Adnumt: eu heriehten
wie viel Personen sich von der Zeit der vorgenommmen Üdigio^t-
rcformaiiöH attßer Land begehen, teie hoch sich ihr Vermögen be-
laufe und wie viel unkatholische Personen noch in seiner Juris-
diktion seieth 1626 Juli 13.
(Kons., elinndfl.)
2370.
Abweisliches Gntachien auf das ÄnsncJien der Frau Susanne Freiiu
von Saurau, daß ihr attsgcschafjlcr Diener Asamitu ßekiter im
Lande bleiben dürfe. Grat, 1626 Juli 6.
(Kons.. Sutth.-Aichiv Oru. Outaclit«n.]
2371.
Ferdinand II. an die üdigionsreformationskommission in Kraint
fragt an, wie viel Vermögen der jüngst zu Wien v^storhens
David Patdaleon nach Ahsftg der 5000 ft. (Strafgeld) ntrück-
gelassen, oh 8ei7W Witwe htÜtnlisc)i sei und im Lande verUeibc
und oh er von seinen Gütern nic^Us ans dan Lande Iransferifft
habe. 1026 Jxdi 27.
(8utäi.-ArcliiT Gr«. Oem. Kop.)
TTfl
Antwort nrfcigt «in SO. KoT*inb«r. Die ßOlor HeUn an soiner
ScliwrsU>r Kinder. Dieie Hollten sich niclit an mikatholiscbra Orten «iif-
lialtrii und (lio TBclitor abgetialtoii werden, eiD«D UnkatholUcbeu xu beiralcti
<«b«n4i«).
2372.
Ferdinand IT. a» den Pfarrer von Trofayach: vermerkt mit
Tadel, daß in seinem Distrilite noch Unkaiholische sciett, die ihr
oxcrcitiam religionis mit Predigten und Sintjen öffentlich
haitcn und dem gemeinen Mann Ärgernis ffehen. Hefehl, solche
PcrsotKH an^tigeben und fürderlich tu berichten. 1626 NouetnierüC.
(KoBX., ebenda.)
Wiederholt am 29. April l&il.
I
2373.
Hans SchvJamberger an Frau Eva liatthtany: Bitte, für ihn
bei der tHneröstwrreichisdien liegicrung zu intervenieren. WriO
Desember.
(Orig., Statth.-ArcbiT Graz. tiem. Kop)
Hocli- und wolgebome frau frau. <>ncdig uml hoehgc-
liietandc fran. Ew. (i. zu behelligen, bit ic!i unib pn. Ver-
zeihung. Nachdem ich im 1635. iar sambt andern mithurgorn
von Hurregg wegen religloossaehon das exilium jmnen und
laiidtrüinig hab machen müssen und unter E. Gn. iuriadiction
mich begehen hab, so ist zwar nit ohii, das ich gemeltcs
Murregg, weilen ich Vüs dato mit einer unjustifieierteu rUlunfi
wegen ainer gerhabschaft verfangen, auf vorgehundo citatlon
dahin gelangen und erscheinen mUessen, damit mir von solcher
administratton abgeholfou wurde, gehorsamblich nachleben
roUeesen, wie dann beiUegundtes missivsch reiben mit raehrern
ausweist, so ist mir, altiliald ich anf Mueregg kom, durch den
jctzigcu ptarrherrn Martin Ötreha ein hochgedrotes schreiben
de novo zuogeschickt worden; darin mir soblio starke auflag
ftugelraguu werden, eines p. vorkaufnng meiner klein wein-
gai-tlcin, anders p. vcrarestierung meiner hab, dritltins das landt
vorboth eingang, an was end und ort ich botroten, erhöbt^ ein-
gezogen und durch den landtprofosen ku banden genoinben und
mit Ungnaden abgestraft werden solle, ist demnacli an K. G- . . -
rneiu bitton, die gerulie hierin mir mit gu. an ersclieineu und
780
bei der bochl. i.-Ü. regiernng so au intercctiern und bitten, dar-
ititt sio als vätor der barrohcrzigkoit mich nanmotir aasser
Steyerland bewohnten armen man bei meiner darselbsten gar
kloinen armuetliei unpöiturbierler verpleiben lassen.
E. G. . . .
Hans Schwamberger.
An die hoch- und wolgebome fraa Evam ron Bothian
(BattliyaniJ wittib freihemn etc.
Die Oritiln stftlt ihm Je dato Keoham U Uttfaru, 6. DcRcmbcr 18M
dia gewSnachte HeflirwnrCun^ *aa, .rlass drr arme man, m allterait luldt
nmb du seinige komcs, ain lich^r glaidt haben unri din norb in 8Uijrei
ligundu ttaitie ureinf^arten, von welchen or voilengst dsn 10. pf. ^eralchl.
nntfcliiiiilerU . . , beiucohcu kait, deingleichen die »rpaate hab, m hcn
pfaiTcr in MDi>r«^g obn ainicIiM veri>r«cbcn TararrMlt«ren laasea ... in lein
vorwaliruug xu bnngpti mOcbto vergtiDstigt werden. . . . Eva Crao Ton Dat-
Ihian witib, gob. Boblin von Lorrconitz'. (Sieh« anten Kr. S37A.)
2374.
FerdinoHd II. an Frau Maria DrasdtkouiU £U Luttettherg:
Durch den Pfarrer daselbst herichtä, daß in LuiUnher^ Mamts-
mid Weibsjicrsoiien sich an die icatholiacfien Fest- und Fasttage
ttichi halten, ergeht an sie der Befehl, bei ihren Unterthanen
düfob gu sein, daß die Generalien eingehalten werde».
1627 Februar $2.
(EoDX, StaUti.-Ardiiv Oraa. Garn. Eop.)
2375.
Landesfürstlicher Befehl an Frau Eva Batthyani geh. PopA
von Lobkowits: daß Hans Scktvamberger, geiccscner Marit-
richter tu Mureck, den 10. Pfennig entrieMe. Gras, 3627
Märe 13.
(KoM., «baa'da.)
2376.
Frau von KhevenhüHcr $oU ihreti Prneeptor PhUipp llönig
die Regierung stellen. 1627 Mars 20.
(Kons., «bfloda.)
781
2377.
Ferdinand II. an den Prämien vm Adtmut: Befehl, laut bei-
liegenden Patentes den apostatierten Elias von Moshaim be-
händujm ru lassen. Graz, 1G27 Märe 'Ali.
(Kons., ebeuda.)
BcigHchloMeii ein Upfchl an MoDhalm, sich unvnntüg'lirli vw dio
Bpgierutig zu atellon.
2378.
Ferdinand 11. an Sebastian N. (Laßlehner), Ilofachrriher su
Pfifßng: sich unverziiglicJi vor die JUgieraug sh stdleti. Grat,
J627 Mars 2(1.
(Kons^ «bcnda.]
UtT Hohclirctibar kattn sicli laut Dori^ibt iIm PropitM xn Rottanmaan
vom \^. Müfz (Orig,. gb«u<^A) mit des Pllrgen xu NeuliniiH Tuclitt'r wr-
eli«Hcht, »EcIl iilier, da ilinfn di« KommiliiJon Äff kathoHnclipn Religion
lio<rlt eti wider jjBwftson, beim PrHdikaiilflii m Lude in NioderiJsterrcich
traueu lauan. LaQlpliTier wird am 4. Juni neufirdiugB Kitiert.
2379.
Ftx'dinand II. an Matthias Kober: Befehl, vor der Begierutig
£U ersciieitmt. Graz, 1627 April 10.
[KoB«., Slaltb. -Archiv Qttz. Qem. Kop.)
tCüber ist llaiunirrwcrkifaktor dM TOa WeDdenttein. Ein iliiu zum
Abauge g«gvbeciei Termin von «wclu Mouaton Ut au Cude, und io koU or
jflUt ausgewiuen werden. Obiger Uefebl wird am U.Mai wiederb'Titt.
2380.
Ferdinattd II. an den Bischof von Laibach: daß Kaspar Babech,
Doinpropit su Ltiibach, siun MittjUede der licligiansrr.fornxations-
kommissioH angetiomtnen werde. Gras, IGäT April IH.
(Koiuk, 8tattb.-Arcbiv Qras. Gen. Kop.)
2381.
Generalmandat Fcrdinatids IT. an alle Untertanen und Ohrig'
keitcn in Steicrmarl', Kärnten und Krain: Ungeachtet des noch
am 2G. April 1G35 erflossinen Gmendmandutt-s untersiehvn sicJi
UuterscJiiedlidiet ihre eigene» Kinder und auch die iJtuen unter-
I
sl^iUn PtipiOm an fremde unkaiholtteke umd »dUisehe UHtver-
Miiäte» und andere Orte £u versekieken, wo tie in seHiackm
Lehren witer^eiesen und ffegiärkt werdm. Tkuu mhsm omn wr-
nehmeii, daß atu dem Auslaufe» an sdäisc^ Orte ntM Ztced»
der Kindertaufe, Kopulierung unhcdhciiteker Herren u»td Land-
leute. und anderer unkalhMischer Kzereitieu noch Ärgeret er-
tcächsl, wodureh ebenso tde durch die Kinderver»Mdm»jf die
heilsame liekehrung zur katkclischen Religion hiniersieUig pe-
macht, die Untertaue» im Glauben verfuhrt werden nnd dem
geistlichen und wdüichen Regiment Widerwärtigk^ten und Zer-
rüttungen, ja JiebfUionen erwachsen. Befehl, daß nach daß
Inhalte des vorigen Mandates weder Landleute noch nohHitierte
oiler unnabüitierte Personen ihre Kinder oder Pt^illm a»
katholische Orte oder UniversitäteH ohne unsere Speeiaierlatihms
verschicken, leisiere mit katholischen Oerhaben eu versehen, sie
nüA/ ohne uns oder unsere Olrrigkeit ru verständigen^ in <&
Fremde gu verschicken. Verhol an alle LandletUe, Unierianen und
Inwohner, niemand ausgeuommen^ Kindertaufen, Versprechungen
und Ztisammerigt^itngen an sektischen Orten vorsunehmen, Pre-
digten daselbst 3U besuchen und Befehl, sich hierin an da* eu- ^
ständigen kath<aschen Pfarrer und Seelsorger eu hcdien. Zu- ^M
leiderhandelnde sollen der höchsten Ungnade und Strafe verfaUem.
Befeld an den Stalthalter Johann Ulrich Hersog fm Krumam
und Fürst von Eggenberg und in seiner AbKCsenheit an die ge-
heimen Bäte und die itinerösterreieftiscite Begierung und aüe
Oltrigkcitcn, ob diesem Generalmandat zu halten, auf dessen Voll-
eug Aufsieht gt* halten und gegen Ühcrtreier einjeuschreiten. Wien,
1G27 AprÜ 30.
(Droek, Uaod«l«, 8tAttb.-ArcbiT Htm., Hudolfio, KlagDafnil n. &. «. O. Xöp..
3ötMBg«r, fol. öTa" — &81M
lAtgt in zw«i T«nchiHeD«n Drucken, mhtr mit ^loiob«m tuluilto nx.
htMo in tneitiMn BMitEc.
2382.
Martin StubettvoU, der Beligion wegen atts Marburg uasgercieam,
erhält laut landesfürstlichen Befehls einen Tennin von drei Woche».
Graz, lۊ7 Mai 6.
(KoDi., 8uUh.-Are]iiT Qm. Qtim. Kop.)
783
2383.
Ferdinaiiä IT. an den Lande$hanptntann utid Landesvhedom
von Kärnien, den Landesverwalter und Vixedom in Krain, an
die Erspriester in Ober- «nrf Vnterhämten, im Sanniale, an dm
Biseitof von Seckaxt, Aht von St. Paul, Propst von Kotlenmann,
Pr(^st von Vorau, den Pfarrer rmi Biegcrshurg, Windiseh-
yrütz etc.: sendet ihnen ,unt€r sdbsteiffener Signatur' eine Anj^aht
gefa-tiyier Mandate, betreffend die Verschickung der Kinder und
Pupillen an sekiiscfie Universitäten (^= Maitdat vom 30. Aprü)
SU. Grai, 1627 Mai 20.
(Eoiiit., Suttli.-Arctiiv Graz.)
3384.
Ferdinand II. an die iMnde^vixedome von Steiermark und Krain
mtd den LandesJiaKffmami von Kärnten: y'erordnung tcegen der
mthilhoiischen Kxer^tien und der Verschickung ton Kindern nn
fremde Universitäten. Es ist eine Liste aufjntatcUen^ wer seine
Kinder verschickt. Diese mOssen binnen vier Monaten ins Land
tarüekgebracht werden. 1627 Mai 28.
(Eb«iKla,)
Ein g1eicli«r Befelil gelil «d ili« Stadt Gnu. GoneraliDAndate geheu
*a die tiAiidgrericIit« nad wenl^a dort in offener Ksnsloi piibUat«rt, anf d«n
Kaiuielu verles«» uuil an verteil iciI«noa Orten angf^sclila^n.
2386.
Landesfiirstlicher Befehl an den Bischof von Secka\i und die
Pfarrer in Steiermark, namentlidi von Badkershurg, Marburg,
Windischgräts^ Cüli und Sanntal: Erneuerung des Verbotes, ru
geistlichen Übungen, Predigten etc. anfkr Land eu stehen, Pupillen
an vnkaiitolische Schulen eu sehickett usw. Auf alle, die etiva
nach Ungarn gehen, ist achtzugeben. Bei untergebenen Biirr/em
und Wirten sollen solche peenfällige Verfügungen getroffen tcerden.
Gras, 1027 Juni 2.
(Eb«nda.)
2386.
Landesfürstlicher Befehl an Paul von Eibiswald: am 25. Juni
vor der Regierung ru erscheinen, weil er den unter Trommel-
784
sdtall puhliziertoi Mandaten vom 21. Mai wegen Absiattumy der
unkaiht^itehen ExersUim snuider nt einem «d^tüdbcn Prädi-
hinten ijercisi sei. Grae, 1CU7 Juni 27.
(Kons., Suttb.-ArehiT Gras Gem. Kop.)
2387.
LandesfürstUcher liefehl an aUe wt^tUehen und gastlichen ue-
hörden: Ittireffmd die ausgefertigten Mandate tvegett gämlicher
Ein- und Abttellttng der unkatkolisdten Exersitien. 1627 Juni 28.
(Koax., «bendi.)
,Wir halten Euch noch aiti 'iU. Hii gcfiTtigte OeneralmuidAt« thit^
■«a<l«t. 8i« ilnd kii pubUnirrtD, «Ixmit licli oirtnund «ler Unwiwcabrit «ol-
■chuldipe. Wir ccbieken Euch heata ntnerlich &0 Stück mit dem |[«tB«MeDn
Bpfelil«, ■!« auf der Kanzel pablisifreo bo lamcn. AO Stück pchon ao d»
Landravnr Walter und Landrsvizwlotii von Steiermaric, ftO an den I.and«*-
haugiliiiann und Laadcs?ix«iioiii von Kariilc», &0 an den I«an<lcavem allrr
und Laiidii*visod»in von Kriün, 15 au drn Hnuptinauu von CilU, SA an dm
Erzprietter vom Sauntat«, je 10 an die £rzi>r>e>t«r von Ober- und Unlvi-
kämt«n nud <l«n PrKlat«n von St. Paul, & au den Ercprieatcr von Oberkratti,
10 an d«n von Unterkraiu, & an d«n Pramr von Gmllndt nnd 30 an dra
biMigcn (Gräser) Btadtpfarrer.
3388.
Ferdinand II. an MatJtesen Ammans von Ammanseck hinter-^
lasacncn Sohn uttd Erlen: Befehl, etliche tum Erzstiße SaU-
hnrg tjehörige Zekenten, die von Erzbischof DietricJt ohne päpst-
liehen Konsens reralienicrl wurden, gegen Empfang der dafür
ycmthUen Summe Geldes abzutreten oder im widrigen »um münd-
lichen Verhöre su erscheinen, das dann am 2. Augtist stattfindet.
Gras, 10;^7 Juni 30.
(KuD2., Stattb.-Archkv Gras. Oem. Kop.)
8a rokopericrt Baltborg vi>n Christn]ih WindUchip^bB Bvsits in Ob«l>
baeli, von Georg Zöllner in Hensperg nnd von Moria Wioilischttrfita in
TuUelinigi;.
3389.
Ottheinrich von Uerber&tein soll dett Präeepior seiner Kinder
hieher verschaffen. 1627 Juni 30.
(Koux., Htattb.-Arehiv Qraa.)
4
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\tritMm >
ßntflclinidifjTin); !Ier)i«rsleitis: der PriUt^ptor brinerc tli^m filnfj3lliri^
Kniibl«vn die Uacluitabea bei. Den Unlerrioht in. der Rrltsion babea die
78i
Kioder von d«r Frau Mtiltrr. 8i« lernen im» .Vatornnspr' und daß si» Qott
nir all» WoKltatOD datikcii. Mnhr Infurmaliou brauchen oi« nicht, sotlon
koine TU«vlogea werdeu. Wait sie tri jfflitM» Waucbmi, will idi ihnon vun
dem kl«iiien laU'ito, su mir meiti Gott aus Oiudco auvertraut, clwiu iiiit-
IciloD iin<l alM) aqs Xot bei in«inon grauen Hoaren einen Ilofiiieister al>-
gchan. Im I^anf« de* Jnni «rfolgen «onst nocli tah1r«icli« Zitationt^n: Max
I.tiftftiiflg^ftr (30. Juni): Rrir|9 Mailjior. Kniliier in aaintrbninn; Zachariaa
Wallliar, Kajttnnr in (Jrullldhmtiig; (Jutirriril r.Aiigciiauur, Sclmiilupr iii Rvifen-
atein; Friedrich CliriRtaliiJijfg, diesi^r Itült liitlivrisuho Soliulen, ist Wirt Ju
Qroßttjbniiiig (2. Jnni).
2390.
Sigmund Amman von ÄMmanseek an die liegierung: deti Befehl,
seinen Prneeptor vor die Hegierung au schaffen, Vann er nicht
erfüllen, da er keinen Leüteserbeti, also auch keinen Priieeptor
habe. Kr habe auch Jceiueti sonst in seitiem Dienste., ihr nicht
httluiliüch ist. 0. D. (Juni).
(Oiiff.. ffbenda.)
Am ITniBcliIa^e: 11. Augnst lß2". Wia ps iMtheiitt, war di« Zna^hrift
der l{i>f;i«ruRg an Malthea Aiuiiians ^Vitwo auT Krnttenbofoa |;i>ricbtot. Dor
Kifichp Upfrlil gJDK nm 17. Jani an den Stoindorfer, Frau Otl Pri«dricb von
Irfttiglicim (KoDi., ebfinda) uud Wilholiu vo» Ralbmiiisdorf.
3391.
Vitus TTofer, Pfarrer von Tarvis, «»i den Administrator des
Stiftr.<i Amoldslein: iiherschickt eine Designation der ünhatho-
lischen und Ungehorsamen und bittet, den Marklrichter £U l>eauf-'
tragen, sie smustellen, denn auf seine Mahnungen gehen sie nichts,
sondern er habe von etlichen spütiHche Worte hürcn müssen. Tartn's^
iGSr Jtdi 3.
(Orip., Arniildileinfr Akl«D, Radalßn.)
Ein gleiche Verzeichnis sendet der l'farrer von CainponiWo «in
(ebenda), ebeuto der ITarrcr von Unt«r>«ifiiits ^ebenda).
2392.
Ferdinand TT. an alle nacJigesetst^fn OMgkeiten, geistliche und
uy^UUche Landleute und alle Untertanen und Getreuen: erinnert
an das QeneraU vom 2S. April 1626, in wdf.liem die Verbote
Ferdinands I. und Karls IT. wegen AUenierung oder Verküm-
merung der geistlichen Güter erneuert icnrden. Erinnert, daß
bei der Simnnung und Pfänäung'^der 'geisfliehen Güter wegen
PoDi**. tl. AM. H.I l.X.
60
786
rücksiändiyer Steuer», Unordnungen, Schmälening des Ä"n-^
kommens, ctKÜich Verarmung oder gar Vertilgung der geistlttJien
Stiftungen vor sich gehen und die geistlicJten Güter i» tcelttiche ^
Hände kommen; doher befehle er eu dessen Verhütung, dafi Jie V
Verordnete», oder went dies sonst obliegt, die Einforderung der
Steuern von Pfarren und Benefizien über ein Jahr nicht un-
stehcn lassen, sondern stracks mit der J^Hnforderung vorgehen
sollen. Damit es der Pfändung nicht bedürfe, haben sie den
Pfarrer ein Vierteljahr 2it tvarnen und dem Pfarrer oder Hene-
fieiaien eineti Auszug der unbeiohlien Steuern su übergeben. Ant-
stände, die aus detn Saumsal der Verordneten herrühren, werden
bei diesen gesucht werden. Die Hegierung wird ru Lichtmeß oder
Geo7'gi ein Verzeichnis der Pfarrsteuerausstände abfontern und
sodann den Vögten und Obrigkeiten der Pfarren den liefehl zur
Ziihluiig zuschicken, damit sie binnen 14 Tageti bis 3 Wochen
die Steuern aus ihretn Säckel gahlen utid den litgrefl bei den
Pfarrern und Benefiziaten sticken. Da mancfte Pfarren der
Steuern le^en gepfändtt sind und man der gepfändeten oder
entMogenen Güter wegen keinen Priester erhalten kann, so ist
darauf stt denken, wie man solclie Pfarren und Beneßiien tcieder
in den vorigen Stand bringen kann, und sind auch von sotehen
Pfarren Verzeichnisse einzugeben, mit Angabe, wer die AusstäntU
habe anwacfisen u?ul wer die Güter vor der Pfändung innegehabt
habe, Ordinnrii, Prälaten, Vogt- und Lehensherren tverden endlieh
ermuJtnt, hei ihren Pfarrern Erkundigung einzuziehen 7ind Ver- fl^
geichnisse abzufordern, was von ihren Gütern abgekommen und
in wessen Uändfn es sei und tvas zur Wiedereinlosutig vorge-
nommen tecrden köime. Was sonstige Alietiationen betrifft, bUAe
es bei dem Delcrete vom '^6. April 1G2Ö. Wien, 26S7 Juli $
{tJrig , Dnirk, Maudut, in mriiieni Rr^iUn.]
2393.
Der Murecker Pfarrer Martin Sireeha an den Bischof Ji
von Seckau: Mtldung üher das kirchlicM Verhaiten seiner Pfarr-
kinder. 7>iese wiilitm noch hinger auf iJtrc Erlösung Herten-
,Das Blattei werde sieh umkeftren.' Aneeige voti Unkatholisdten,
Au^aufett eu den Prädikanien usw. Notuvndigkeit, diesem Wesen
ein Ende zu machen. Mureck, 2627 Jtdi 11.
(Orig-, StaUli.-Arebiv Qrax.)
p
Hoch würdiger^ fUrstl. und gn. Iierr . . . Mein gewissen
treibt mich, naehmalen an K. F. G. von meinen Mnereggern ge-
horsambat au bericlitcn, wie das dersolbeii iiioIiitto ttißü nur
in deterius nnd gar WHlerumb etticbo von der kathollstdien
roligion abfallen, wie in beigelegter lisla ȟb A zu sehen: dann
obschon icli sie vilmalen ofTenÜich von der eunzcl, auuh prioativi
vom haus zu baus, zu der österlichen belebt und cvmmuuion treu-
henig verniant, geboten und eiidtltclicn auch mit nit ausbleiben-
der straff von der Itochl. li. bedroet, so wollen sie doch tlber
Eo viinUtige vatterlifhe vermnnuiig und bedreungcii keiiif/J thun,
sondern gehen für öffentlich, sie wollen noch lenger auf ihr
erlüsung warteti; es wird sieh widerunib mit ihnen das blatel
nmbkohren. Was ist aber diu urschoch?
E r s 1 1 i c h c n, dass man noch so vil lutherischen alhie
ofTeiilHuh (wie die lidta aub B zu sehen), und Sütidürliuh die
Pryxln, Froaonackin, die alte Rodtlorin sanibt ihrem jilngerii
sobii und der Oberdorferin heyde sülincn passiert, welche den
bekehrten ein schwere ürgernuss und la2JÜ oßausionia tutiua
oppidi.
Zum andern, dass etlicli aus emen(ei) Lutherischen Über
die ihnen, Murctrgeru, vun in rehgionssaoheu Über markt Mueregg
verordneten hcrrn commissarien crthciltc instruction nndcrstehen,
sich hinab zum prädicanten zu laufen und sich sjicramentieren
XU. lassen, als Salouic I'erdonakhin, die alte Sixtt Sodtlcriu mit
ihrem man, qni anU annum fuit catJioliee eonfesrns. Item die
Oberdorfferin, yjte itidem ante aunum hie ealbolict cvitfessa fuit
Zum dritten, weilen die abgezogne als Walner, Schwam-
berger etc. sich alhie ohne underlaas finden lassen, aueb ohne
alten seheu und vcrbindcrnUBS handetcn und ^^^ltnde[cn.
Zu dem stilrkcn sich die hiesigen Lutherischen auch die
abgefallenen, weilen <lie Verbrecher bei der hochluUichcn re-
gierang Icichtlieh dnrchkonicn und auch etliche gar nicht ge*
struft werden als diejenigen, welche uegslvurgangneu herbst
bei dem praedicauten gewesen und sich auf Lutherisch sacra-
mentieren lassen nnd waren Michael Panman, snyler, der alten
Sodtlevin jüngerer söhn, item der Oberdorfferin gi-üsscrer soha
and ein peckhcnjung mit namen Hicronymus, von welicheu ich
nechst verwichner faschinkh hinauf den bericht geben, und da-
hero pravieren sie aucli und spotten meiner and sagen, Ky, lass
nur den ptaß'en gehen, lassen {^= lasu ihn) svhreyen und drewea,
60»
788
die R. laut »ich leichtlich bereden, es ist nmb ein b«richt m
than. Wari eg ward die Fran Qeri^n in a*ereto roa K. F. 6.
befragt, sie wardts änderst ereeln^ wu die Mueregger nod
MoereggeriD im »cbilt fUbren.
/adcta baltao sie spitalraituDg, ncmen ratbsfrennd ood
andere bnrgeran nod aafohD meinem vorwissen nnd begrieasiuig,
wider die instmction. /f^m, es will gleichsam menntglicb seioefi
kiadera f>raetxptorei, die in der religion darsae aospect, famlteB,
und dass sie ihre kinder in die gemein CifTentliche schuel nit
lassen, gescliicht, damit die jagend «ich des kircbetigehen, meaa-
hfiren in der woeben nit gewonnen; ya wann aach an feyer
lagen gen kircben nit gehen und sie von ihrem schnelmaiater
dcsthaÜKMi befragt werden, geben sie zu Antwort: Ihre eitern
habena nit Insaen gehen.
/tont, es seind vil, die nber sibenmalen, weil ich bie bin,
in die kircben nit komen und sondei-lich der Andreas Scfaeina-
Hchpn (fui -ul audio dcmti svleai Ufiroi haerelico» legere diehut
domiiiicii et festig. Mehr wollen sie an sambstagen, wann die
jungfiawen auf die hochzeiten kranzlein bitten, spilleutb halten,
tari/.en, mit spilleuthcn die Jungfrawen in der apattr nacht ins
ladt fQliren und auf und ab bei nächtlicher weis solicbe fal.
abent graasicren, nod wann ich solichea verbiet, sagen sie, e«
Bcy ein nlter brauch, ich werde es ihnen nit wceren, ja spotten
auch darüber meiner öffentlich: cy, was fragen wir nmb den
|>faffen und sagen w.in ich ia'n hnns komen üolt und wolle die
BpilJQUth abschaffen, wollten sie mich abschmicrn. Aber zweifeis
ohne geschieht dtss alles aas anderer anstiüung.
Georg lie^gi, gewester pflegcr albie, ist zwar schon ganz
abgezogen (aber wegen des 10. pfennigs sich bei mir nie an
gemelt], nichts desto weniger .ibcr i»t er schon darüber hier
oben sweymalen gewesen nnd Urgcrtich wider ans scaliert, da-
mit er etliche von unser religion abwenden kinte, qttod valde
tinieiidum eitf $i licitum fvtrit i'p»i, pro libitu ad -no* frt-
qvenlare.
W»n nun aber die hochl. R. su discm allem Übel noch
IHnger zu temporisiercn gedacht und die noch bie wohnende
Lnthcriachcu zu der catholischen religion ernstlich m halten,
oder sie an» dem land schaffen auch den abgezogenen daa siele
einlaufen zu verweren, auch die Muregger bey dem ihnen von
hcrrcn commisaaricn crthailten hailsamen instrnction libell
I
1
I
789
Bteiff zu halten und zu Lehen ernstlicli darol» sein nit gnsinnet:
80 wird mau in kurzer zeit sehen, dass (wie ich im vorigen
bericht gcmcldt und hud schon alberait laider zu sehn)
posteriora prwribu* peiora werden, dann ea wird fiirgeUenda
alles in pristinum chaos widerumb geheo, wie dann auch ethche
sich bey mir herzi^äich beklagt nnd fllrgeben, das« wan sin da«
zuvor gcwiat hellen, was sie nun SL-hcn, sie ihr lebenlang die
catholischc religion nie angenommen, ja verfluchen den ta^ und
die stund, darn,n sie dis gethan. Wir müssen, sagen sie, ibn(en)
stÄttiges gcspütt sein, werfen uns fUr: Pfeu, wo ist euer herzen?
habt euch so bald schrecken lassen? Wir drei wcibcr haben
das fcld erhalten etc. Scliliesslichcn hab hi3ren niUessen: der
Walncr (weilen ir prüdikant von Kaltciibruntien hinweg) wült
gern widcnimb in das landt, desgleichen Schwanberger, welcher
schon albcrcit attentiert, duas arca$ plena$ hinwegzubringen,
aber von der tVawen Wadianin* verhindert worden. Hierüber
thue ich mich £. F. zu dero F. G. geh. befelchen. Datum
Mnregg den lU. Julii 1627.
E. F. G.
gehorsambister caplan
Mgr. MartintiB Strecha,
pfarrcr allda.
P. S. Weilen man den Vcith Piebcrti von Unter- Roh ilseb,
welicher verwichen 1626. ialirs in die Natirlfutis B. M. V. go-
maictlt, nit gestrafft, haben die Miaelsdorfer ein exempel ga-
nomcn und in discm laufenden 1627. iahr den 2ü. tag vor-
wichnen monats JunÜ in feitto apostolurum Petri et Paulis da
ich mit andern kii-chfabrtcn auf S. Peter gienge, zn maion
(mähen) sich understandcn.
In dorto: Pr«M. 1$. JdU 1627.
Ilbulriatimo . . . Jacv/io . . . epö Secceo. . . ,
Bpwheid: ,Ueni lierrn vop SliibciiUrrE mit lieisclili^isiing einer *e»-
Kalchnnss inprmeltcr uncilhi>Ii8flipr [icrtuneu umb *liiM wiuMich« liipher-
atellung derBolben m <^'o zu ecLrciben. Den 24. Jnli lf-27* BKigeachlossen
dJU eotiprccheode Uekrot »d Wolf ll«rra ran Stubenbarg van dem elotchvn
Ufttum (KoDZ.).
• Bttb^ani.
7«)
Ferdinand II. an die lieligionsreformalionskommissäre in Kärnten:
gegen die unkatholisclieii I*ersonen in Klagenfuri ist in GemAf-
heit der GetieraUett einzuschreiten. 1627 JtUi 20.
(Kons.. SEütth.-Arcbiv Gm.)
Der Abt nierunjiuuj von St. Paul liabo (wie er an den K«Uer
richtet) di« ^nrralin [lutilisirron laineii. Was die ookAtholiAcheD esesrnlü
betroffo, wi»v er Diviiiiud, 4<*r nii'l'i nriti^riileli9n wilrd^, lie Öffentlich sb
tmibea. Nur Geor.^ Pucher, der PHoger von Kftbenstein, nntervtvbe «Ith, am
ßonritag in A^r Wnise der Prllilit>Anlcn dnii Eviiri)^liiim eu tcs«n and aunn-
lej^ftn, dnbpi nicbt nur UnkAlltüliicvbo «indf^rn niicli Katliiiliscbfl tiaA
und dla UrilvrtAtion su^cso^cii worJtin. . . . Wie die Religtunuauhen \n
K\Af,«ni\.\TV IikscIiaIToii Kind, wird E. M* bakmint Min. daS uJUnlirb in alle*
Winkeln Poatiltcn gclrann, luUicriscbe Oosftnge geminj^en und au untet-
■ctiiedliclien Orleii Koiivnntikel geliaUnn nnd bi« nur Pnt>]ikation der obge-
nflnnten Generalien die 8cktis<?hen nndersivo koiniHert wurden und zu des
PrSdikanteii im Ungarischen nivht allein Bciterm der Herren und I.andleate.
Bondoru auch von gomeinen Manns- tind Weibsponunen ein RroOer Kulaaf
war. Der Abt will in JCtikiiuft dein allorliOcliaten Borelileii gern uachkgtnineii
und auE untergebene Pfarren wühl achten (Beriebt Tum 16. JuliJ.
2395.
Ferdinand II. an Ferdinand Klopfer, Pfarrer jfu TuUscftni^:
Glaubwürdig berichtet, daß in seittcr Vfarre noch Lutherisch«
sind, befehle er, sie rti zitieren und gegen sie in Getnäplteit der
Generalien zu verfahren. Gras, 1627 Jtüi HO.
(Koos., altenda.)
Ein twrilpa Dekret vom S7. Juli beGehlt, ein Terxeicbnia der Unka
iholUchen eintusendm (Konx., ebenda).
2396.
4
Wolfgang Herr von Stuhenhcrg soll ru Mnreek eine Aneahl rxm
Personen (gegen 30, die nicht gebeichtet haben) vor die Regierung
sciiaffen. 1627 Juli 24.
(Koas.« ebeada.)
Von einigen liest man: Et hi qaidem antt imtun onnwni Mmeirn tf
amfeni wd Aoc anno d^'ectrunt. Von einer: Et A«ec irridtna dixU: Quofima
ealholit« ecnfitelicrt SiifßcU mt »emel faitte. Von einer anderen: FtMt apii
pradieantem. Oder: Hae^ duobita annU non erf evT^tna. Oder: Ha«e ampHiu
tien pM^f audire de cotifuHoa« «athoUca,
79t
AU Li]tlierKn«r vr«rd«a An 90 Pen«ii«ii aDg*g«bMi. Apitd iu^tit fiUo*
hakentur !if>i-i heretiei. Von iwnien wird bemarkt: Hl ttno ndunmx tt oor-
rtnnptuit malio4. Von einer; Haec aMtrat Ufunt. SeversA postUmtiiiima
hturtiiea.
2397.
Georg Ueggi, geicesencr Pfleger Georgs des Alteren Herrn von
Slubenberg wird ear LektHttg des 10. Pfennigs siliert. 1627
Juli ä4.
(K«i)i., Sutth. Archiv Grai.)
W'inl am 12. Augnit Docliinftls nrgi«rt. Stnbenbcj-g weiß Dicht, waa
H«^i Krxitxe iLiid hahrt d^n ß«fi?lil «■rlnuMti, daß wir ihm «twaa tcltulde, es
nicht zahle. Auch er habe mit ihm noch Dicht Tfirrechnst.
2398.
Herr Andre Signnind von Secan(7) su Fredferg häU seinen
Kindern etHm lutherische» Präseplor, dm etliche für einen Prä-
dikaitten halten tcoUeii. Zu zitieren. 2tiJi7 August ü.
(Eb«iid«.)
Jtem Oregoi Xyland«r, Pflcg«r ait Slubeck xu sitieren.
2399.
Landesfürsllicfier BefeM an Frau Sidonie Aman: den Prä^eptor
ihrer Kinder vor die Hcgierung tu schaffen. Grat, 1627 August 16.
(Kons., StatUi.-Aruhiv Gras. Qem. Kop.)
2400.
Christian von Jlerberstein soU seinen Hofmeister vor die Regierung
verschaffen. 1627 August 27.
(Ebenda.)
2401.
Ferdinand TT, an Freiherrn Paul von Fihisirald: Befehl, die
ihm wegen Nichtbeachtung der in causa religiotiiB erflossenen
Generalien zuerkannte Strafe von 13.000 fl. in vier Tagen nach
Empfang dieses Dekrcies zu beeahlen. Gruß, 1627 Septeniber 7.
(KoQZ , StaUh.-Archir Graz. Goni. Kop.)
Am li. Septoniber ^«ht ein IsndevftljrsUicber Erlaß an den SekreUf
Wolf Fiicher Ji« «u Packa li»f*nden Guter Eihiswald« von dem MarachHH-
792
amtav^naltFr Hicba«! Gmber einzunehman und dio Uiil«rUa*B in« Gcinljde
d«8 LandwfQnteD lu nehmen.
2402.
Ferilivand II. »n die. v(m hf.ohen: nimmt mit MifJfaUen xnr
Kenntnis, daß sie den eur Verhaftung des in rf*T Gostein in
Kärnten leinf/ekowitwnt^n' Prudikanten abgeordneten Profftsen
schimpflich aufgehalten, statt ihm gehorsam die gehiihretide Iläfe
XU leisten. Befehl, eincti Bericht eimusendm. Gras, 1627 Sep-
tember 7.
(KoDS-, ebflad«.}
2403.
Ferdinand II. an Wolf Herrn von Siubenberg: soll den i/im von
seinem Pfleger Georg Heggi versetiien Weingarten nicht ver-
alietiieren, ehe der tO. Pfennig gegahU ist. Grat, 1627 September 11.
(Koni, u, Ong., ebandi.)
2404.
Ferdinand II. an die der A. C. tugeiaiten Herren und Land-
leute in Niederösterreieli, sc das ius patronatDs und Lehenschtiß
über die hei ihren Gütern befindlichen Pfarren, Filialen und
Benefieien Jiaben: Erinnerung an das Generalmandat vom 14. d. M.,
nach welchem alle Prudikanten und Schulmeister bis zum 28. d. M.,
bcziehungstccise vcegen der eingefallenen Wassergüsse bis 6. OkUhtr
abziehen und an ihre Steile icohlqualifiiierte kathdische Personen
gesetzt tcerden sollen. Erneuter Befehl, detn nachzukommen oder,
uvnn sie katholische Priester im Augenblicke nicht erlangen können,
sich um Aushilfe an die Ordinariate zn uenden^ sonst würde der
Landesfürst als oberster Kirchenpatron ex nobilissimo officio die
Besetzung vornehmen. Wien, 1627 September 24.
(Kop., 6t. L.-A-, 8tub«Qb«rtfAliteD, Gagenrefona )
2405.
Die Beiigionsrefortnatiotiskommissäre für Kärnten an die land-
schoßlichen Offiziere mit Ausnahme jener, die wissentlich alte
und adelige Landkutc sind: In Klagenfurt am 23. Oktober er-
schienen, um die thtien aufgetragene Kommission mündlick zu
4
793
voUtiehmf anen sie dies eu tun durch anderweitige Geschäfte ver-
hindert gewesen. Daher teird iknen schriftlich hefohlen, sich ent-
weder gur katholischcH lieliyion zu legehen oder, wofern sie dies
nicht wollen, uach Abstatiung des 10. Vfeunigs in licmäßheit des
JReichsrdiijionsfTiedens ans den österreichischen Erblanden abzu-
ziehen und sich darüber bis 10. Januar lfi2S mit einer in Klagen-
fitrt absugebenden Erklärung vor dem IjOndeshauptmanne atissu-
tveisett. Zum Zeichen, dafJ sie diesen Befehl erhalten, ist lAr
Name in das heigesehlossem Register einzulragett. Klagenfurt,
1627 November 3.
(Kop., Gmüudcr Akten, Biidollin, KlAgenfurt.)
KomiuiuSr« Rind: der Bitcbof von LiT&ot, dar LandeibauptaiJuiD und
d«r LandMTtzedom.
2406.
Ferdinand IT. an die Ildigionsreformaiiatiskommissäre in Krain:
Tadel, daß sie ihrer Aufgabe so schlecfU nachicommen. Befehl,
über die Ursachen davon m berieten. GroMt 1627 November €.
(Kau., SUttb.-ATcliir Oru.)
FerdinautI . . . Wir hettcn uns gegen euch genzlichen und
keines andern vor^irtioii gelmljl, ohn allain, ilir vt'unlct unser
euch in gnaden aufgetragnen üommission der liailenmljen re-
ligio naroformation mit DQclirerm ernat naeligcsotzt liabon, Weilen
wir abor vernembcn müesscn, dass ihr solches hailsambe werk
Hirzunemben nunmehr ein geraumbe xeit horo undctlaKSon, ala
hcvelclicn wir cuob hicniit ßn., dass ihr unser i. ö. U. solchen
sanmbsahl ucd warumben es beschchen, ganz fördcrürber l)C-
richtcn and angcdentem werk vomurerlegtcrmasBen nunmehr
wlirklichon nnd forderlichen nachaetzen sullel. Uaran boBcLicht
. , . Qraz den ß. Novevibris 1627,
2407.
Ferdinand II. an Hans Schnabd: Befehl, alsbald vor der Ec'
gierung zu erscheinen. Grojc, 1G27 Navetnber 12.
(Kons.. Suttb.-Arehiv Gru. Gem. Kop/)
DMgleicbcD «n Michao) pKrif^Uritadi, den Fruri«nltuf>utt!r Wulfgxnp
Kraul in R«dkor»bur|;. dm Barbior Qcorg Klotvreil and den FUt^er du
llciTD rgn 6t«dl Cbrist«pli Hecdrich. Sic werd«n auf nin? Anseige At-a
794
RadkcrthurgiT PfArrora hin siliert. Aucli Adam Jig^t üt saf der Lisi«. Wdl
dieser «ine aclion noBgcscKstTtn Poniun ist, ioHon {]ic Rndkorsbur^r nseh
ihm grnlfen \iuil il«i Ki-gicruiig berkhUn, wu er für GQtcr hat, wem »ie
dieneil uud wo «e golegea lind.
2408.
Ferdinand II. an Feier Offner, Pfleger des Uerm £hrnreich vcn
TraxUmatmsiorf: desgleichen. Grat, 1627 November 13.
(Konx , ebentia.)
Zitiert wprdirn am 12. Novriiibfr die PrSEepioren Herrn Ottos ronT«uffAn-
bjicli, Herrn Achneen 1Iaf>i*n!i kh Puchlinft. Herrn von Wildvnst^itu an WtM>
liach; am 17. Autuni Ainbaltpr, Pllfger der Herrscliaft Manebarg ia R&mtea;
<l«B];letc)icti am 17. November din Präatpptoren JSbKtln und drr Frau Sidonie
Titn Animna; am 2tl. die PHegcr der von K{)tiig«tier|; ku SchriOTliiig and äaa
Georg von Schwarz snbcrg Verwnlt<;r au Muruii (,Oeoiii)«i*nl' 'tH I- Gn. H.
von Oern); am 23. November Sebastian L4i»lebnpr, Hi>ftchrelb«r ru POllliii;.
Haas Kehrpr, Pfleger sii Pfaff<>nitciu, Unni N, Pr«nUeri»eher Pfltg«r, Oeoff
Xilander zu Weis, Herrn Leopnld Ctiriatoph von Hcrborst^ios Hofncistar
Alcsand«r Klopiitzi.
2409.
Ferdinand II. an den Pfarrer su LeulscJtach: Befehl, nadt dem
aus dem Lande geschafften Georg Graf eu fahnden. QraSf 1627
November 13.
(Kons., ebenda.)
2410.
Ferdinand II. an den Palatin: Da er in Erfahrung gebnt^t,
daß die aus Nieder- und OberösierreicJi vertriebenen Prädikanien,
die das Vdk ^um Uocltverraie aufheizen, sich nach Ungarn }te-
gehen und sich in Preßhurg und Ödenburg ihren Schauplatt
wichen und auch dort das Volk in Aufregung rerseUen, habe
er die beigescMossenen Befehle erlas.'icn, dcneti er Volljn^
möge. Prag, 1627 November 36.
(Kons., Unpar. Ifk.)
m
Besieht ri'cb ^uuüctift küIjI uur auf Oiterreicbische, bezieh uo^w eise
bohniach« Prädikaoteu, thet wegeu der Ateirijchea Nachbarschaft imUm
das StUck nicht außer acht gelaasen irerden. Gleichlautende Schreiben gehen
an di« StKdte PreGbiirK und Ödenburg lowie an die Magnat«'n Nadatd; und
Battbjani (Kona,, obenda).
, habe
IM
Ferdinand II. an Ernreick den Alteren von Trautmannsdorf:
Befeiil, Georg Graf vor die Begicrimg xu stellen. Graf, 1627
Deiember 3.
(Konx., SMtlh.-Archir Gru- (Iftm. Kop.)
Gleiciie UofeUle ergeboa ap dUiem Ta(;e gegeii den Tfloger zu Otter*-
bacb, Sigmiiod von Trxiilutannsilorr, Simon W«xl«r. flKUptmaim xn ßAdhor«-
bur(f. Benign« von GIc/mcIi «1>endi>Mlb*t, Lor^nc Iteacb, GQttrrie<tl von FjiMi«n-
bAiijit nnf Sliibfrtbnrc, (reorg .Tiilinn toi Rnttil, Georg Hcinrinli von
Dirlrii'.lislr^ln, Gnltfrlnl von RCadl, St^pban llancb^nbrf^rm Wilwp «u Tro-
fayac-h, rixU von Ragiittz, M-ixiniiliaii Preinnr, K. Mfilxi^r, Müiirilhis Schwarten-
htr^, H. ron Titefünbacli, Sebastian Schiinlttr, tlerp^r auf Slrrcha, Goi>rg vun
Slnbenberg, AbCisein van GOß und rrlorin au Si*'!!», Bei d«R Herren bandelt
9« sich darum, «inige Uutertaneii vor die Segierung sii atellen, Diese ^ita-
tißncn (r»ben d«n eaoxen Monat durch: am U. Dexember an den Wirt io
Tob'^lhad Bind den ItlHUor an d<-r Ptfltmflbl; am Iß. an dl« WItwo Snsanna
ron Siitiraii; am 2'2. an Ran» Straßer tu Halbcnrain, Untertan d^r Frau
Blifiabf^tb RatlimnnAilD'rr; am 29. an N'. Kutlnr in der Gr|;cnd (nicbt gmannt)
und den Wirt daielbit. dci Pflegm Weib da»i)lbflt(?), an den Wirt an der
Krcmsbrfl'Cke uud zwei Persoueu i» Otjeritnier (Kons., ebenda}.
3412.
Ferdinattd II. an den Propsi en Vorau: Befehl, dem hei Pinka-
feld eing/^ctdichenen Vrädihintcn nachsit forschen. Gras, 1627
Dezember 3.
(Ron»., ebenda.)
2413.
Ferdinand II. an die von W indisch- Fchiritr: Befehl, über die
Klage Gcoi'g IlebrovUsch gegen den Goldschmiedgcsellen Gabriel
Würger wegen einiger an ihm zuwider der katholitehen Iteligion
verübter Verbrechungen der Gebühr naek zu hnndein. Graz, 1G27
Dezember 20.
(Orig. u. Kooa^ Stattb.- Archiv Qraa. Qem. Kap.]
3414.
Ferdinand II. an den Pfarrer at Gleisdorf und den Markt-
riehter daselbst: In des Jakoh von Falbenhaupt Behausung zu
Gleisdorf sind vide sehiische Bücher, die Christoph Buef ge-
hörai sollen und in einer Kammer a\tfhfwtihri werden. Es wird
tflaubtoürdüf berichtet, daß aus dieser Kammer mehrere Sucher
ab- und in etliche Burgershüuser cingeflogen seien. 'Befehl, dieu
Büdicr zu visitieren und die scktiscJten an die Regierung ein-
zusenden. 2627 Besember 22.
(OrifT. u. Konr. , Statth. -Archiv Qru.)
I
2415.
Ferdinand IT. ernennt Moris Freiherrn von Herberstein, Hans
Ferdinand von Kienburg, Karl Kugelmann, Johann Kitel Ziegd-
midier tu Generalrgformationskommissärm mit dem Auftrage,
sich dem Itefortnationswerlc^ in Steiermark su unfersiehen, die
beigescJdossene Instruktion in Empfang lu nehmen und sielt be-
giiglich der InstcerJcsettung ^h entschließen. Grog, 1628 Januar 5.
(OrifT, Statth 'Archiv Oru. G«D. Kop )
Fei-dinADd . . . Kdl , . . OUwolen naf unsere hievor f^r-
Renombene relifrionsrcforrafttion und darüber ausgeg&Dgene
vilfcltige crnellichc bcrelch und TerürdiiUDgon nit allein die
äektische Prttdikant(>ii, &onder anch ibre zugewondten und
glaubensgenossen in unserem fürstentburab Steyr ihren abzog
genomben und das Und ron dem ketzerißchen irrthumb zimb
licberraassen purgiert worden, so kumbt uns doch glaubwürdig
und mit sonderbarer misf^lliger befremdtang für, dase sich io
besagtem unsenn fürstentliumb Slejr widcrumb vil sektiscbc
und uncatholiecho hoch- und iiideratands peraonen liin und wider
in den stfttten, markten und Hecken befinden und anfh:dtea,
ihre religionsexercid'a mit predigen, discurieren, disputieren und
andere dergleichen verbotene actus ohne fichcncb lialtea sollen.
Wellicbes wir aber als regierender berr und tandflirst mit
nichten gedulden künnen noch sollen. Zumalen dise TerfUrer
unsere burger und andere inwobner mit unkathoÜBchcr lehr
also eingenomben, dass nunmehr auch zeit ist, denen Belben
auf oiüfflicbe weg zu helfen und sie von dem TerdambÜcheo
irrthumb ab- und auf die rechte fttrasscn unseres e&tholiscben
allein Bcligmacheiiden glaubens zu füeren. Wann nun aber die
Sachen als wichtig, reifen und gueten Vorbedachts, nit weniger
alles mit vernünftiger beschaidenhait und gebürltchem ernet
»nzujjreifen erfordern thuet, also haben wir uns nochmaleo.
797
Aof ein gdneralreforraAtionscommii^Bion gn. resolvirt und eucli,
bei denen wir uns sowol der gebUrÜchon aestiiuatioo und re-
spects alles sonderen eyfers in der rcligion samht crfordcter
diacretion versehen, zu dieser lieiUanien werke Verrichtung ah
unsere commiftsaricn fUrnemen wellen, mit disem gn. und gA-
messenen bevelch, das» ihr euch solcher rerormationgoommission
gehörig und guetwÜlig underwiiiden. eines ta^'es eueh Tt:rgleichenj
beiliegende gefertigte instruetion ablesen, darauf auch was aa
wUrkliuher inswerksoUnag dei-üelhen nm ralhsanibsten euch ent-
Hcliiiessen und vergleichen, den anfang an diseii oder jenen
orth soliche ara beqnembslen Termaint, in gottes namen machen
und sofort nn dnrch das g:inze Und .Steyr dises hailaaiuben re-
forniationswerk uniia8geset/.t aufs best und eurem bekaikiiton
eyfer und beiwohnenden guetem verstandt nach fürkehrn und
verrichten sollet und wollet. Und wie wir uns nun allergelior-
sambist wiUßlhrig dissfalU gegen euch gn. versehen, alsu seind
wir auch von zeit zu zeit eures berielits und dann der end-
liolien parlicular und haubtrelatiün erwartend. Dias aber alles
in kays. und landtsfüratliclion gnaden, mit welidien wir euch
ohne das wolgenaigt ku erkennen bedacht.
Geben in anscrer statt Orfttz den 5. Jamtarü anno 1G28.
Comm. sacr. Oaes. Maiest. in consilio.
.D«Deu edlf-n . . . Cliriitopli Mi.>ritx frajliorrn von Horbcntala . . .
ob. crbkUuiin«rer un«! oti. erbtruchiMtrii in KKnilnn, Hhi» Fenliumid von
Rt««nbtirK, EArl KuKlnimm. bG«ii«r rtctitun <loclor, Jobanu Eilfl Zi<-g«1a)flller
ntuena i.-D. r^^imenlsrüthcn »k io sacken |;«ordneteo rel.-r»f.-eomiDi»ftTini.'
\
2416.
Ferdinand Tl. an den Palalin (und an den Ertbischof von Öran):
verlangt ein Guiachten, was betreffend der von Frans Batthtfani
über die durch Bedienstete des Ilattses Zriny erfolgte Begümtiguntj
von Frädikauten, die fon auswärts gerufen worden, eu tun sei.
Prag, l<i28 Januar S.
[KoDt In ORg. St.-A.)
Revercndissimc . . . Franciscna Bothiani orphanoram et
bonorum quondam comitis Georgii n Zrinio gubemator conqae-
ritur, per uonnullos nobiles et ctiam scrvitoros dictornm orpha-
Doram insulam Mni-altos inhoVitantea progrcssuro rcügionis tur-
798 __^^
bari. Predicantca in domos susb curiaics
titalo pigQoris a comitiLus quondani a Zriiiio Tel asque bene-
placitnin possident) ex aliis etiain partibus invitando ibi-
qne sua cxercitia non sine detrimentc auiinaiiim peragi curando.
Ne aatem opaa Deo gratum quod per prefatam quondam co- fl
milem Oeurgium a Zriiiio iDCtiptum ut perfticluui magno pie-
tatis zcio fuit, sab cScmcnti et patcrna noitra, qaa erga relt-
gioncm catholicam ferimua eura et etiam tatelari (Btr) benigo
Dostro nffecta et vigilantia vestra labe factari vidcatar, opinionem
Testram quid pro commanl animaram bono et orphanoram com-
modo faciendam censeatis expeteiidatu dementer ccnsuimus, qnam
quidein quo citioa ndelitas vestra fecerit tenignae volantati no-
Btrac Batistactum ess« sciat. Cui in reliquo etc. Pragae 6. Ja-
nuahi lö28.
In timili ao d«u ErsbUcliof von Grin.
tn »ineni indcrrn .Stllrkf vom SS. Märe ä. •'. wird unter ■n<lvrem iit
Entfernung eine« rriidikjintAn lu« dem Onb[«t1ft Zrin^a aug^Mtrdiiet. Die Er-
ziehung dtir ZrliiyscWu Kioil«r soll den Jeaiiitan ÜbarixMen wurden (Koni.,
ebr^inila).
2417.
Fcrditjajiä II. an Katharina von Mindorf: Bffchl, am 10. Fe-
bruar vor der Hegieruug rw einem Verhöre lu erscheinen, weil
sie am leteten Nikolaifeste durch ihre Untertanen Höh führen
Heß. Gras, W28 Januar 11.
(Orig, u KunK., .SUtlli.-ATcliiv Gras. Gem. Knp.)
2418.
Ferdinand II. an Hans Christoph Gtiller: De^Jeiche*}, veil er
sich hei einem unifari$chm Pradikantai der sekUschen Kotmnu-
nioH teilhitßig gemacftt. Grae, 1G28 Januar 21.
(Kons., ebend«.)
2419.
Desgleichen an Elisabeth von liathmannsdorf: tveü sie am Festf
der heil. Katharina ihre Untertanen arleite}* ließ. Hai am 28. d. M.
jfu erscheinen. Graz, lOliS Januar 11.
(Kena., •b«tid«.J
Ferdtmtnd II. an Wilhelm Freiherrn vmi Katmannsdorf: weil
er an Sonn- und Feiettanen gejagt hai. Gra£, JG28 Janttar 11.
(Konz., «bonilA.)
2421.
Feräitiand TT. an Frau Jiemgtm TChi^venhUUn. geh. van Herms-
dorf: ,Demnac1t du dich am ndchstferwichnen St. Katharinentage
eur Unrhr der katholischen Religion und Verachtung xtns^erer Ge-
neralien und Maridate eu liadkersburg, als die Leute vom Gotles-
dieuste aus der Predigt gingen, unterstanden hohen solht, den
ifisi aussnfuhreiv, ist auf des Prokurators Supplik unser Befehl
an dich, am 2S. d. M., um 8 Vhr vormitlngs eum Verhöre vor
unserer Hegicrung mi erscheinen.' Groji, IßÜS Januar 11.
(KonK , HUlth.-Arctilr QtA*.)
Zweite Klii|(c: Am Andrpnstaf;«! Iiat ito von livn Uuleiianpii Steuern
ein^rnonimen und zu dpre» Abrohrung sia vom KirrhgitLij^ KbgoliaUpn .
2422.
Ferdinand IT. an Georg Ifnrn von Stuheiiherg: Unter seiner
Jurisdiktion habe sich von vif^ien Jahren her dieser schund-
liehe, böse Gefn-anch erhnltett, daß siel im Fa.vhing Geselhchaflen
von UfannS' und Weibspersonen, ,die l'anehiappen' , in ^yirls^
huusern oder uhgeleynicn Winkeln zxtsamynev finden und ihre
Tänse den ganzen Fasdnng hindurcJi abhalten, dabei mit ge-
iraffneler IJand aufziehen. Du dabei unzuhlbare Sünden mit
Raufen, ümuchl^ Völlerei und Vergchwetulwig herrühren, ist dies
flicht weiter eu dulden, sondert* bei scharfer Strafe der Übd-
taier aheuscitaffen. 1638 Januar 15.
(Orig., ebenda.)
2433.
Ferdinand II. an Hans Jakob von Vranckh: soU seinen Pfleger
vor die Regierung verschaffen. Graz, IdUS Januar 17.
(Kouz., HtaUh.-ArcliiT Qrax. Uem. Kop.)
2424.
Ferdinand II. an den Erebischof iwt Gran: Graf Karl oi Har-
say hai die Absicht, die katholische Religion in doniinio Owariensi
'soo
auseiibreilen und die Ketzerei attSJturolle». /» der Reilage wird
mitgeteilt, was dfr l'alalin Nikdaus Eisterhaey sthreibt. Nun
möge auch er seine Ansicht mitteilen. Prag^ 1628 Januar 18.
(Kont , Uo«. L.A)
242y.
Ferdiitand TL an den Pitiati»: er möge politisieren Zonen, iIb^
die von den Gütern Zich^ und weil. Frans SaWtyanis in Steier-
mari: und Kärnten airh ehtRrhleirhfndfn Prädii/inten, wcriH sie
erwischt werden, der gebiüirenden Straft juigefithrt werden, Prag^
Jf>28 Jawutr 18.
(Rons., Uns. U.-A.)
Fer^Iinandofl ... Ex bonis Zcscianis et relictae nuigntfiei
quondam Froncisci de Battan praedicantes civitates nostru
provinciarum Styriae ot Carintiao niaxime Tero Ragerspar^m
ingrcdä ihitjae non tanlam inerfimonialia esei-coro seA eliam
religtonam suarum semina spargere in maltoruin Tero aniniis
foverc (Ißmisse informarnnr. Cum autoin dementer noatrae pa-
blicaloriac in provinciU nostris divulgate einsmodi pracdican-
tium non tantum conTersutioiiem cam fidcübua nostrts sabdilis
eed et ingressum civitutum perhibcant, ßdclitati vestre clementer
intimandani dnxiuius at fidclibus nostris Hangaris cuiascamqae
Status et urdinis sint, in Ulis partibos dog^ntibtia significct,
quod ei taica praedicantes in civilntibas et oppidis provinciaroiD
nostrarnra baereditariarnin reperti fuerint, incarcerati poenas
(■i(>i]R>nti.t ro-tobitionis nostrae subire cogentnr. Cui in reliqao etc.
Pragac 18. Jan. 1628.
2426.
Ferdinand IL an die Beligümsrefarntationskommissüre in Krain:
o// auf Biitm Gturg Dillonets ih'ssen GniHn ein Termin auf
sechs Monate eu erttHlrm sei, soll rin Gutachten eingesandt werden.
Grat, 1G28 Januar 29.
(KoDX., elieodi.)
2427.
Ferdinand JL an dieselben: der Maria FrUsch und ihrem S(^ne
einen Termin auf drei Monate n* crteUcn. Grau, 1628 Januar 29.
(Kon., «bfMids.)
Ihr Soko OottUanl'wurd« der Religioa liatbar iu ArrMt («balleii.
801
2438.
Ferdinand II. an den Pfarrer su Mtireck: Da er glaubioürdige
Kundschaft erlangt ftabe, daß in Mureck noch unierschtedliehe
Unkatholische sich iH-.fnden, ergehe der liefeid an ihn, sie abeu-
schaffen, (irax, lOÜS Februar 3.
(KoDx , SUtlli.-ArcUiv Oru. Oem. Kop.)
24S9.
Ferdinand II. an Christoph Jochuer r« Frägradt, Bestanditihaber
der Herrschaft WolkenstiHn: (rlattbivürdig bifricMrt, daß sich in
Obertteier noch etliche finden, tpelche dem auf dan kiesigett Rat-
hause in Verhaß liegenden Prädikanfen Unter schleif gegeben, sind
jene, die der Marktrichler von üchladming ihm benennen tcird,
XU sitieren und tu inqitirieren^ teer edles hei dem rrädikanten
die Kommunion empfangen. Gnu, 1028 Februar 29.
(Orig., fiUlth.-Äwlitv Ora» 0«m Kop]
2430.
Ferdinand II. an den Pfarrer von Itadkersburg: Ober An-
mahnung des Hisclwfs Jakob von Seckau hat er Verfügung su
treffen, daß von den Radkersburger Bürgern aÜe sektiscjten
Bücher abgefordert und die sich Weigernden angezeigt tperden.
1628 März iß.
(Koni-, «botidji,)
2431.
Ferdinand II. an Frau von Stadl: stM Hans Qeorg Stadlmann
vor die Regierung verschaffen. 1039 Marx 23.
(KuiiK., eboiid«.)
Eli«Dio aik Jakol> Rricli6itb(<r^'4>r: »oll seinen Solmeidcr vor di« Ro-
ji«miig ilelli-n. Am 18, MUr« liatli? der Pfurrer Vredeniu» bei der RpRierung
iUfWeigt, ditß SiepbiiD liaui-hüiinpi-rgtir* Wittib von der Hühio iu Tr-jf«,v»cli
iliren Abciig nobiuen will. .Strlion int ihr Solm ad »itidia nxcb mifwXrta e«-
«ogen. D» Bei der 10. rfciiiiig- tu verl*"igr'ii. fiiaJlniann bei St. l'eter ob
Luben habo »ch liitge bei Minen GUiiboiiH^eucMdcn ia SchlpsiBn aiif-
gelialten. Se\n Brbtvil sei lOOO 6. Vom 10. Pfenui^ mOgo die Kircb» be-
dacht w«nl«n. Jakub Raucbcnborgrr, Z^-ugakömmi«*! im EiiniUle, l»bab«r
du Slflbiüghofea bei Trofayaeb. bat eiuon äubueidor, der von Stei«r wml
k-oDlat II ibi. VJ. bX. ^1
802
Weib und Kind piopltv i-etijrionmi Abgeto^en, «in gAnica Jahr b«i sie}! gt-
dtildtit. Thoijiu Htibntcr xiif <1*r (üniüll livi Trofkjrxch m>11 *ich b!nii»i> ■«cbi
Woclion «ttilinn, ab«r m Mllt ihm Tiiclit ^Ib. In Monat MMn: w«rd«n »och
xitiert die Witwe Satiran, Thomns Slubmcr.
2432.
Ferdinand II. an alle geistlichen Behörden, üet* JSischof
Heckau, die Erepriesier, ÄLte nstv.: Erlaß y^erordntingen, ,dic
iu eausn roligiuuis reformatiouis in Steter ausgefertigte Kom-
mission, als niimJich wegen des exemplarischen Lehens der Geist-
licJüieU, der ansgcschifftai Fcrsonen, der tinlathoUscIicn Schul-
meister «SIC. betreffend'. Grat, lÜÜÜ Märe 27.
(Konz., Sutth. -Archiv Graa)
GDtaublosscii, «iuu OcncralrororiRaliou in Stelarmark Tonoaehtnen,
hab« «r ilio Mitgtied«r der KommiMiuii ornaunt, mit deD«n der A()r«asat ab^r
fiilgeiid« l'unktf' in KorreafkondAnx zu tr#tfrn hat. 1. Ober das «xempIarUck«
Leben der tioiBtliclikoit. 2. Die auB);e.sc]iaff)leu Feraoiien, die entweder allon
Befehlen KOm Trutze das Land niuht geriiuDit oder licb uhno Briaubub «alter
I<and bt^|;nbou, sollein, wo >io belrc^teu werdriit iiacli iCaliliiiig dca lU. Pfenoifi
atiSar Land geschafft uml ihrrii onrugton Utigchorfatns ivcgreu gestraft wsrdeo.
Di» der Bek<^liruiig ZugüHglich«» loltou durch rriYataut«rricbt von ge«i^cl«n
Personen bekehrt w^rdeii, 3. Di« bei den Schulen diencodeii nnkathollacheo
Schnldiener sind abzuschaffen. DIs Ubrigkeiteu oder welche die Bcbnlen
eHialten, hab'i^n hierin Wandel xu acli^ffen. Au maiicbea Orten sind Ffarrer
Dud S«^Uor(^ej- nicht zum besten ^elobrl und Biir Aufsiclit der Schulen nni!
äuhulnioiater |;«eignet. In dem Falle suLI den KommisMircn die Beschaffen-
heit der Saclio entdeckt werden. Si-liuliUDiBler, außer Jrnen in Orax. die
dein Examen d«r Ji.»uiten unturworfeu sind, darfen ohne Vorvriueo der
ordiHOfii nicht aufgi-nontmeu nerden. 4. Wip^wo^tl es den Pfarrern znkoinnt,
den KateelLiamuH zn 1«>hreii, wird n niubt ^halten, oder kommt du gemeine
Volk an Sonn- und fVIerta^en weni^ dazn, daher man in der Schale mriir
Ernit gobrauchf^n soll; der Mensch fsUt in der Jagend bcaser und bebtlt as-
b. Die Faitcnj^eboto sind streng xu lialtvn. In Häusern und Wlrtabiu^ero
ist blerabor Anrsicfat lu führuu. ti. Achtung auf den Zustand der Kirchen-
gebltode, Oniate, SpiUllcr, Livarette, Stipendiensacben und AlicnaiioDen.
7. Genaue Vorzeichnisae von Personen, die sich mit IJeiohl und KommtuiioD
nicht einstvUvn.
2433.
Landesfürstlicher Befehl aji Christoph Jochner, *» untersnchm,
wer difm auf dem hiesigen liaihause in Verhafi liegenden Prä-
dikanten Unitrknnß gegeben. Gras, IG'^ü Aprü 4.
(Kuna , SUtth.-Arcbiv Gru.)
Ferdinand JI. an de» LaiiäesJiau^tmann von Kärnten: der Priester
Fftrdinmid Klö^ifer hat tvider Moria von Windischgräz Klage
geführt, daß er die eur Pfarre grltörigen üntcriannt ettr 'Robot
twingf, etliche der Vfarre entzogene Gründe als Vogt und Leltens-
herr in Händen liäit und die Jlcsiitnierung verweigert. Befehl,
der Gebühr nach eu Itandeln. Gras, 1028 Ajmi ö.
(KuBZ-, Stkttli.-Arcliir Orax- üvni. Kop.)
2435.
ZiiMreicJte herrsehaßlieJic Pfleger und Präeeptoren werden für
dm fV. Mni tw die Regierung gefordert. 10^ April 14.
(labend«)
Hbdi Dietrich R«>in, Pfl*e«r At* OrKfea Kliilw], A»» rerftorb«neti
Hprrn Mci!gr«l>ncr Pfipger auf Pernegj. jAkoh Pruncks Pflcgpr »u Popen-
dorf, Hatia K)iori>r, d^r Witw« Oitn h'ri<t(lrie1i!i von Lftiighüim PÜfgf.r zu
Rauft], PIlugcr za ÜfTcnburg, wohnhs/l zu l'UU, Andreas Larapacber, frUtuHr
Pfleg^er am Wtyer, »t j«tit zu Kapfculieig Wirt, dor i'Hoger des Herrn von
Stubeober^ tu Fraii«ub«rg, Oeorg UlCekocr, Schreiber b«l Herrn Narriiiger
in Oberitunt)b«rg, Georg; Bor^gold, Pfleger de« alleren Herrn Ernreich too
Traut maTi»dorf, Ilam K., PScger bei Gottfried Falbenhniipt xu Stubcnberjf,
H&n« Krnkinger, Püngcr von iit^rg tmo Rattal. Anranius P<^f^«*r, Ptli^ger bei
(Vanz Haus WIlliolui von äaurau za JudeiiLurg, Cbristopb Neajjer, Päeger
bei (i. Delurich vnii Dietridutein, Zacliariaa Gabelkofer, PSeger bei !jte|)baii
HaucUe operier» Witnc, Zachariai 'S., Schreiber bei Herni Galle» von RagDile,
Karl RäCiel, SokrelÄr dea Grafen vo» Scbwarxeiibtirg und Mattliiai Mayer,
der Hirmcbafc Murau uot^rlünlg.
2436.
Eine Amahl von Pflegern, Präseptoren utul IJerrachaftshedieH-
steten werden auf den 15. Mai vor die Regierung siliert. 1G28
April 14.
(Ehendn.)
Peter Moller, Priaaptor des Herro van Kienburg am Rabenhof, Kaspar
N., Pttf^ger dea Paul von K^biswaEd, Andre Haiuruck, Ptieger zn Bhren-
Iiauten, Cbrlstoph Ffiudl, Uerro vou Khainacbs Untertan, Martin Reni,
Ptleger der fran von Saurau au der POlzmühl xu Kadkcritburg. Wolf Fat-
■ehlagcr« PrSzoptor zu Mureck, Cbriitoph Ricß zu GleiSdorf, X., Pfteger der
Frau Unula ron Lengbaimb, Jakcib Ratiehenberger im Viertel Biinstal Zeug-
kommiKifir, Tlintnas Stubuer tu Wejer, gewesener llaoiiiierniolater bti Tro-
fayacti.
61*
«04 _^^^^^
2437.
Karl von Saurau, Moris von Ragnils und Christoph von Mm'
tiorf hahen namentlich gmannte Untertanen am 18., Ursula von
Lenglitrim am 13. Wulf von Sttthetilerg am 75... Wolf von Wilfcrs-
dorf am 2. Mai vor die Regierung th verschaffen. Ebenso Faul
von EibiswaUi seinen PrOsepior. JGÜS April 14
(Eb«Dil«.]
2438.
FeräimmdIJ. an die Relifjionsreformuiiotiskmnmissiire in Kärnten:
verlangt ein (ftitachteu über da$ Ansuchen des der ReiiffioH wegen
ausgervieseneti Joel Türk in der Eiseniraiten, ihn neben den allen
_Lundlfutai, auf tvcUhe die HefomuUion dersdt nicht ^aiufesehen' ,
im Lande bleiben eit lassen. I(i38 April 28.
(Kon»., StKttb.-Archir (JmK. Gem. Kop.)
2439.
Ferdinand 11. an die Jidigiotisreformationskommissäre in Kratn:
der Maria GrUscherin und ihren Kimlern wird der gegebene
Termin verlängert. 1628 Aj>ril 28.
(Ebendji.)
2440. ^H
n^
Befehl an eine Heihe adelige}' Personen, die aber nicht alte Lan
leute sind, von ihrer sektistiben Meinung absustehen oder nach
Reivhing des 10. Pfennigs das Land m räumen. Gras, 1628
Mai G.
(Kons., SUtlh. -Archiv Qru.)
aÄn^^^
Ferdinand . . , Dciniiacli wir zu auarottung der in disem
unserem isrbfürstontliumli und luude bey tU unseren anter-
tlianen eingeriisseiien und noch bis dato zuvider der von niw
furgunounniieu ImilsiLiiitn rtiligionsrcfurmatioD verharrendeD sec-
tischen opiaionen und meinungcn und bu voUiger rostitateruDg .
unseres wahren RÜaiii alUiginachendeii caUioli&chen gUabcus ein
nottui't't befinden, bei der verapierenden hoIssUtrrigkeit ange-
regter unserer liaüsjunen reügionsrefurrnation anjelzo widerumb
mit uieliiei'cni enist uauhasusetzeu und mit demelbeu gegen i&cn
S05
niglicb (atteaeT der alten berren und landteoth) ohne connivenK
und unverschont za verfahren, bfinehens eriiidert werden, dasa
da dich auch in dcrgteichen opinion und nncath. mainung be-
Andeo sollest, also int unser so gemessener als ganz ernstlicher
befelch, dass da entwcders inner gerlchtsg^ftbrencliigem termin
von uberantwoi'taiig diss von aolcher deiner irrigen raainnng
abstehest und auf bOssere information (an welcher als dir bei
rermittels göttlichen segens genngäamer occaaion und anxal der
im land anwesenden catbolischeii theologen und allerhand re-
ligiösen nit manglen kann) dich zn der allain seligmachenden
katb. religion und kirchen wtlrkiich einstellest oder aber mit
cndunp herUf^rtes tormin« auf vorgehende rcichnrg des 10. pfen-
nigfl von allem deiner haab und guet (derentwillen dn unser
I. O. U. vor aller Verwendung ein ordenliche specification über-
senden und Bodann dieselbe auf deinen lelbttch«n aid bestütigen
sollest) dises und alle unsere erbfÜrstenthUincr und lande nn-
fohlbarlich räumen, ca were denn, dass da dich wider dise aus-
Bcbaffung unserer absonderlichen commendationen oder concea-
sioncn etwo zu beliolfon zu haben vermeinen mfjchtest, sodann
solches gedaehttir unser I. O. K. in gehorsarü unverzogen lieh
berichten sollest. An darac . . . GrAz den 6. Maii anno 1628.
Drr Bi'fffti) gelil xunÜcktt «i Ooltfriml und Friedrich Oxlj«lkav«r xu
H«irontvTg, Frsu vvii Grxf>*iian»r, Koiiran] uii^l Clirifltopli Zuillicli, Mallhw,
Abraham 'inil Hans Ehfgarln^r, N. Zetgchper m Waldei-k, An<?r« Wallner,
Herrn I'irkbar zu Weißcnlhurn, IlieronymnK Hünill iiuil Oifitttoph ßchlnff-
maun, wurde alier otTcnliar an all« g«sclii(.>kt, ilin iiirlit attn tiaiidlrtut« waren,
wji* inAH nttn itnut PanuR nnnclit: ,cs nära ilana, tlani du dicti alc.' D«m
ciiUprocliflud Ugt Pirkhcr di« Bttwciso für «eine all« Laujsrnantucbart vor
nncl bittet am 18. Juni, ib» kicbci bleiben tu laiaen.
2441.
Ferdinand IL an Wolf von Wilfersdorf: *«'» F/leger Konrad
Paittde und Martin Puffler haben entweder sieh :eum katholischen
Glauben nt bekrhrett oder das Land su räumen. Der Befehl
ist au&Bußhren. IfiüH Mai 6.
(Kons., etreada.)
2442.
Ferdinand II. un die Religio ftsrefwmatioHskommissäre in Krain:
verlangt ein Gutachten, ob die Bitte Hasibers, als alter iMnd-
806
man» von der RtUgionsrcformation verschont fu werden, #u fre-
wiiligen sei. 1628 Mai 9. fl
(Ebenda.) ™
An deiiufllb«n T«|f« werden S Hurcckvr niid dor Pllvger von Prg^a
Bauin^artner, un 11. It P»nonen aui Hz, 2 «tu Neodorf nnd 1 Diener bei
Uerbentorf siliert («bend«).
2443.
Ferdinand 21. an die Ediyiomrefomtationskommissäre in Kärnten:
verlangt ein Gutachten, ob Jakob Otto der Religion halber im
Lande verbleiben dürfe. 1628 Mai 11,
(Koox-, ebendk.)
2444.
Allgemeine Heformation&ordnung für die Steiermark isehen St-
and Märkte. Gras, IßäS Mai 15.
[Koni , Suith.-Arcbiv Gras. Gem. Kop., Mai-Kr. 90. St. L.-A., 6pei.-ArchiT
Laobea.)
Ferdinand . . . Demnach wir zu raehrer beAirderung der
ehr gottes vcrpBanzuDg (les wahren catboliscben glaabens auch
steifer ond vesiigUclier haDdhabung äußerer vor disem aas-
gangen I. f. inandaten nnd Verordnungen ain generalreformatioD
anjetzo mit chistem fUrzancraben entaehlossen, also bevelchen
wir euch gn. und geincsäen:
1. dass ihr Airs vrstc mit beweglichen auch ernatlicheD
mitlen darob sein sollet, damit denen pupillen catholischu gor-
haben geordnet und gesetzt, dieselben in dem catboHscbea
glauben von jagend auf institnirt nnd darin erhalten, bcnebeos
auch disea in at^ht genumben werde, dass von denen gerhabcn,
welcher ortbs nnd in was E&chen sich deren pupillen derzeit
befinden, guete erzaigung und ausknnft gegeben werde. *
2. Am andern solle euch in alleweg obligen, erkOndigung
nnd gründlichen berichl von allen bürgern daaetbst ein- and
abzufordern, wo «ich deren kiiider und pupillen derzeit be-
finden und ob dieselben in die frembde geschickt werden, und
ihr hernach nach befindung der Sachen und auf den fall, da»
Bich ainer oder mehr deraelbeii in uncatholischen scbuetlen auf-
* SpKtef aufceftl^: .aticli *!«. ^riiiben, ihr flr«nde raltang na» tod fvdr
nnd ordeolicb eiareicfaoo Bollii'.
4
807
liielteTi. bey bcriiorten bürgern mit sondemi ernst wUrkllcliß
verftiegung tliucn sollet, damit derselben kinder and popillen
unvorlen^t davon abgefordert und auf catholische Urter geschickt
trerdcn, massen euch dann auch drittens hiemit atibevolhen sein
sulic, guetc acht za geben, damit die schnellen mit catliolisrhon
Vorstehern and Scholaren versehen, viertens aber diejenigen un-
cfltholischcn |»raeccptoiQn und schuelmaister, welche etwo von
denen bürgern und inwohnern dasalbat, sie sein nobilitirt oder
ntt, in ihren haus oder sonsten für ihre kinder und pupillen
gehalten werden, ftirdcrlich abgeschafft und so hicduroh der
wahre cathotische glaobe befUrdert werde.
ii. Und weillen flii-s dritte fllrkumbt, daas etliche See-
lische woiber oftmalens haimbtiche coiivenlictäa and gcsellscliaft
anstellen und denen andern verbotne potiiUa lesen oder sonsten
sich des predigen oder miterweiscns in materia religionis vor-
incssentlich unterstehen sollen, und aber die remediernng diser
Bach f\irzunomhen not ist, also
4. sollet ihr auch solche seelische weiber mit ernst dahin
halten, damit sie sich angeregtes unfuegs fürohin giinzUchen
bemUessigen und in fall sich diser ungcbUr verwitibte oder
ledige weibspei-soncn untcräengen und hieriu halsstarrig erzaigten,
dieselben aläbald ansgescbalft,
5. den andern verehelich ton niännern aber bei gewisser
6tr.ifT auferlegt werde, dass sie ihre weiber von allen postillen-
lescn, predigen unterweisen und disputiern in glaobenssachen
allerdings wirklich abhalten sollen.
6. Nun ist fQrs sechste each wissentlich, dass bei denen
bürgern etliche verbotene giftige und sektische btiecher zu
finden, deren wirkliche und anverzogentlicho abfordernng wir
euch anch hiemit und dabei ancli discs auferladcn haben w{]llen,
dass zu fall sich ainer oder mehr der gnetwüligen hergebung
berüertcr buechcr waigorii miichte, er oder dieselben unver-
langt unserer i. Ö. rcgierung raUikündig('?> gemacht und die
abfordernden pUcher auch deroselben gehendigt werden. Doch
sein hierin allein diojeni;:^en pUecher, welche von der reÜgion
tracliern und der catlioHsL-ben lehr zuwider sein, verstanden.
Darunter aber andere an sectischen orthen gedruckte tractat,
so allein von Juridicis^ Atedicinis, Historici/i und Philosophiri»
handien und nichts wider die cath. religJon in sich begreifen,
nit gemaint soin.
AOB
7. FUrs Bibendc sollet ihr vieissige Krht ballen, damit
in den 40 täglichen aml andern gchotnen fastlUgcn »ich jeder-
mann des fieiächhackcus und -essens ganzlicli enthalte und der
ein seither verübte roisbraach and ungehorgamb mit ernstlichen
mittlen eingestellt, insonderheit aber in wirtt<bttuscrn altontbalben
guctes aufmerken beschehe, da^s daselbst an gebutenen fast-
nnd abetiucnzUigen niemandts, er scy edl oder nncdl, such
waa religion er ircr (!) eejre, frcmbdcr oder inwohncr, ohne
habende specialcrlaubnass von seiner geistlichen obrigkait nit
fleisch genpcist werde.
8. Kit weniger werdet ir förs achte dahin gedacht sein,
das», weilen die Jahrmarkt und kirchtagcn gcmainiglich an ge-
botneo sonn- nnd fciertagcn angestellt und zu morgen unter dem
wehrenden gottadienst die wahren ausgelegt und verkauft wer
den, dadurch das zuotaufende volk von dem gottesdienet merk-
lich abgehalten, guetes tbails auch derselben zeit in Wirts-
häusern mit essen, trinken, spillcutheu und andern ansimblichen
Sachen vcrzcren, ihr demnach mit statuier- und bcncnnuog
ainer gewissen straff darob sein sollet, damit unter denen an
sonn- und feiertagen bähenden markt- und kirchtagen nit allain
das failhaben, kaufen, verkaufen und weinausschenken, &t>ndem
anrh alle andern handlangen und fiirnRmbpn, so dem gottes-
dienst entgegen verhinderlicli oder schmelerlich sein oder soneten
unter dergleichen zeit ergornnss verursachen möchten vor en-
dung solcher gottesdienste genzlichen inhibiert und verboten
werde.
9. Neben disem allen und Kum neunten wftllen wir euch
anbevolhen haben, daas ihr bei denen handwcrksordnongen
guetes aufmerken haben und bei der burgersehaft dieses ver
fliegen sollet, damit dergleichen von uns bcstAtigtc handwerks
und Zunftordnungen mit dem gew<)nltcben gottesdienst und auf-
richtung der kirchenfahnen widemmb angestellt werden, damit
sie an dem fest des allerheüigsten fronleichnamhs, gott bq ehren
und ihnen selbst zu wolstandt wie billich erscheinen.
10. Im übrigen nnd schliesslich sollen die spilaler nnd
la7,aretou in guete achtung gezogen werden, damit glciclifalU
dieselben in gucten stand und Ordnung reduciert, auch aowol
an geistlichen und weltlichen einkomben auf- nnd zneneraben,
die armen den Stiftungen gemäss ihr Unterhaltung haben und
deren einkomben nit in ein oder ander weg unnittzlich ange-
I
t
80P
wen^lt oder in euer »elbet oder der bargerBchaft nutzen ver-
wendt würden. Wie nun die sachen schon bescliaflcn aein und
sich mit der zeit verloften haben werden, sollet ihr unserer i.ü.
R. desselben eins und des andnrn fUrdcHiub berichten, sinte-
malen hierin unser gti. und ernstlicher will and niainung er-
füllet wirdet. Uräx den 15. Mai IH28.
An alle aUtdt und inJlrkt im hcrzogthura Steuer (sind auf-
gezählt). Ist abgehört; Herrn von [lerberslain, Kanzler, Dietrich-
stain, Düham, Kugelmanii, Jüchliuger, Ztegelmüller, Mayr.
2445.
Ferdinand II. an den Erxprifitcr von Tüffer: Erinnerung an
den Erlaß vom 21. Juli 1609, beireffend das Konkuhinai der
GeisthcJtJteil. Befehl, neei namentlich ffcnannie Pfarrer von
St. Martin und St. Giigen eu bcauf sichtigen und falls sie un-
verbesserlich sind, nach den kanonischen Statuten tnit ihnen r«
verfahren. Grat, 1028 Mai 16.
(Kons,, Staub. -Archiv Gr«sO
244G.
Ferdinand Tl. an die lieligionsreformationskomniissfire Karl Kugel-
tmtnu und den Pfarrn- ju üailk^rshury : Befehl, die in der Pfarre
flalbtmrein befindUciien Utdtatholisehen abzuschaffen. Gras, lil2S
Mm 16.
(KoDi., ebenda.)
Auf i*m Wvff» tolloo aifl koch Mur«ck Torn«timDn.
2447.
Da man mit Itesondereni Mißfallen wahrnehme, tca$ ungeachtet
aller früheren Verordhungen noch für ein Unrat in diesem iMnde
an unkathdiscJien Kinuohnern, vorab in den Pfarren Straden,
KUch und Ilalhenrein sich befinde, so ergeht der landesfitrstUche
Befehl an Willielm von Rathmannsdorf, Elisabeth von liath-
mannsdorf WÜtce, Freiin ton Stadt Witwe und Hans Christoph
von Mindorf, den beiden vorgenannten Kommissären entgegen-
zukommen und die unkathoiischen Personen nach Radkersburg
«u Bitieren. Gras, W3S Mai 16.
(Edds., ebenda.)
810
2448.
Jj^indesfürsilkher Befehl an Gottfrieds von Stadt hiuttH(u$en»f
Frau und Erbe» und an iVolf von StubaUterg: Befehl, da_
dem anglich bei ihnen gurÜekgHassenen Gclde Sttphan WampU,
gewesenen Pflegers hei Stadl. der oltne Zaidung des 10. Pfennig$
abgezogen ist, nichts iveggeg^n uerde. Ürai, 1628 Mai J6.
2441».
LandesfürstUrher Befehl an die Religionsreformationskommissäre
in Kärnten, ein Outachien über den Nachlaß des 10. Pfennigs
und das längere Venceilen der Felisitas Sämitsin und ihrer
Kinder in Kärnten abzugeben. Gras, 1638 Mai 19.
(Konz., ebend«-)
Sie (und so Auch Jakob Otto) wird mit ihrem Ansnefaea am 87. Juli
abgewieien.
2450.
Landesfürstlicher Befehl an die von Radkersburg und Mureek:
der an sie abgefertigten Sp€j:inlk<mtmission in aUem eu gehorchen.
Grax, U3S Mai 30.
(Kou., flbutda.)
2451.
Ferdinand IL an Karl Grafen von Sanrnu: bestätigt den Fmi
der Liste der Unkatholischen in Ligist: Krönt und üchiltnik den
gerichtsgebräuchigen Termin rur Einstdlung, benchungsweise tum
Abzüge. Graz, 1638 Mai 30.
(Konx , ebeDda.}
2452.
Ferdinand IL an die Grafenauer, an Max Ttanchenperger und
Georg Julius von liottal: Verbot, ihre Diener 2ur Anhörung
lutherischer Posiillcn eu stellen. Befehl, sicJi selbst des PostUlen-
lesens eu enthalten und die Dieticr ungeJiindert im Gl<tuben n
lassen. Graz, 1628 Mai 33.
(Konx., ebenda.)
811
2453.
Ferdimind II. an die Prälaten von ÄdtKotU, R4>ttenmann,
St. Lamprecht und Seckau: eine f/enaue Spezifikation aller in
ihren Gehielen vorhandenen Unkatltolischen einjutfcben. Groji,
1628 Mai 33.
(Kons., RbeniJa )
2454.
LandesßrsUicftes Mandat an alle Laudesiti wohner, Vasallen und
Untertanen: Trots aller Maßnahmen der lUligionsrefonnations-
kommission sind die Zitierten unter venchicäenen Ansfinehten
nicht erschienen. Dies ^ti verhüte», luiben teir der Lhikathoiischen
Tauf- und Zunamen in einer Liste beschrieben. Die liesclirie-
betien hüben aich bintien 14 Tagen vor die licffitrung r« stellen,
die Grumlührigkeitcn haben sie vorzuftüireti. Auch die in den
Listm nicfii Verxeichneten sind dem Pfarrer amuffeben^ die «ns
eine Spezifikation eingdien; uukatholische Pfleger, Präzeptoren,
Schaffer, Hof- und Hausmeister sollen hinfüro nickt mehr ge-
gttldet werden. H;2!^ Mai 22.
(OHcliricbvnes Mandat, Sin titi. -Archiv Gras.)
2455.
Ferdinand II. an den Pfarrer stt Trofayaeh: bestätigt den
Empfang seines Berichtes über den der Religion wegen erfolgenden
Abzug der Witwe nach Stephan Rauchcnbergt^, in welchem er
um die Ahfaräerting des JO. Pfennigs von ihr nachsueltt. Grat,
1628 Mai 2i.
(Kons . Slntth.-ArchiT Gras. Gen. Kop.)
2466.
Ferdinand II. an die IidigionsrefomuUionsh»nmi»siire in Kärnten:
verlangt Bericfd, ob die Bambergischen Offistere und Veamten
von den Unkotholischen den 10. Pfennig wirklich oder wur eum
Scheine eingenommen. Für den ersten Fall ist eine Speziftkation
der Ausgewiesenen su übersenden, für deti anderen Fall sollen
die Kommissäre eine Spesifihaiion der Offsiere einsenden. Gras,
U'>2H Mai 25.
(Koßx., «bBnda.)
81S
2457.
Tiüchof I^ötihard
t Lai-ant und die anderen Reformat
kojnniisstire an den Eriprkster m Viüach: Befehl, jene J'
tu »entte», die dem früheren licfehl, »ich mit Beicht und Kom-
munion eitiMusiellcn, nicht nudigekhl haben. ScJiarfe Ermahnungen
von der Kan^d müssen erfolgen. Klagenfurt, 1628 Mai 27,
(Kop-, ArnoI(i«t«iii«r Akt*» )
2458.
Landesfürsilicher Befehl an die Beiipionsreformatiou.'ikommission
Bericht über die Klage des Pfarrers von Feistritz tragen der w
der Herrschaß Pairrtiion rorArtiHtmiiirf*'»» Unordnungen su er-
statten, 1628 Juni 3.
(Konic. n. Orip , 8utth.-Archir Gru.)
i
2459.
Landesfürstlicher Befehl an dieBdigiousreformationskommissiire in
Krain: ein Gutadiien eimusendeti, üb Maria Griischcrin und
Fdisilas, Eftewirtin des Georg Delanz, im Lande £u lassen seien.
Grat, 1628 Juni 3.
(Kom., ebeniU.)
2460.
Ferdinand JL an Ferdinand von Kienburg; Da er in Erfahrung
gchracUi, daß sich etliche zur Herrschaft Wolkensldn gehörige
Untertanen durch den im hiesigen Bathause in Verhaft liegenden
Prädikantcn liommunisicrcn ließen, habe er als Kommissär diese
Personen ru zitieren und su beschreiben. Qrae, 1628 J'uni 7.
[KoDX, «bend«.)
KtMiburg b<^ric)jtet (O. D.), keiner dieier Lont« geliBr« nicli Wolku
•tein, aoiidern \i\ fremde Ilerrscbaftca.
2461.
Ferdinand II. an die ju Fürstenfeld: auf ihre Anfrage tcegen
ihres Verhaltens gegen ftUche Fudianische der unkathidisehen
Bdigion tcegen ausgeschaffte Untertanen, die sich unterstehen.
4
813
alles Vieh zusammenzukanfcu, befehle er, nach den Mandaten sit
verfahren. Qrcu, 1628 Juni 19.
(Kons,, ob«iida.}
2462.
Ferdinand II. an Friedrich und Georg Sej/fried Gabelkocer: auf
ihre in causa religionis eingeg^ene Futschuldiyuttg befehle w,
ihre Privilegien vorxulegen. Grae, 162S Juni 23.
(K»Ds., ebeiids]
2463.
Ferdinand 11. nn den Er^riester Georg Renner: wegen Ex-
hunmtinn etlicher in der Pfarrkirdte eu Si. Margareten in
Silberhifrg tifffcndtti nnhtthtilinchrn Kvriifr, Die von SiUierherg
Süllen die Körper iransft^eren. 1628 Juni 27.
(Koni-, ebenda.)
2464.
Antiige eines xu Marburg tmhrend einer Messe in der Sehlofi-
Papelle verübten Frevels eines FrcUierrn. 1(128 Juli 5.
(St, L.-A., Lautlre<;bt Marburg u Orig-, Blatt h,- Archiv Oraa. a«m. Kop.)
Oifier tagen bat es aicli zu Mulirburg suegetragen, als
man in ainer seh (ossca pellen ein niOss gehalten, dabey sich Iiocli-
und ntdcrn standts pornonen befunden und der priesler gleteb
das hocbwUrdige sacrament aufgehöbt, lauft ain fllrnemer frey-
btrr Iiinoin in dit; rH^K^llun, la^tit groKse windt anlvo honore
geheik and springt mit ain gelttehter widerumb liinaus in saal.
Ob nun diae grüssc unubr, ao dem hoebwürdigen sacrainent
des alturs, durch welches Verehrung das hochlübl. haus von
Oäterreicb besonderhar von gott gc&egnet und erbübt worden,
widerfabreii, nit zn bestrafen, wird diu von gott gesetzte buche
ubrigkait der sachon, <1ie auf den notfahl erwiscn werden kann,
nachzugedenkeri und rechts zu thaen wiesen. Den 5. JttlH
aniio lü2ä.
Auf dicM! AnasigD liin arlaßt dis R«f;i<>ruug au den innerCiterretcbiscIiea
IlofkriegiraUpräiMeiit«» nnA LandfliTfrwaU-r G«orit Gallir tn ftehwAnb^g
am » August d«iJ befolil (Kuuc, Sutth. Arubiv tiraa), ,ULct tliesct gotLcs-
814
Uftariicfa« fwtxm «ifrig sa iitqairi«r«ii aad d«a jun^vn B«n«nknit, der
4ab«i g^wcMo Min ttll, Alter aJl« Unutinde n rerbArrn'. Am S4, AofViC
befiehlt Ferdinand II. deaeo voa Slarbnrg; nnd dem Pfarrer, eine neocrlieka
genaue üstenscbang det goUeiUsterUcbea Kaktuma. Am 31. Aog-sii H>aMat
der Pfarrer, daß lieb in keinei» äcliloß ein« Kapelle befindet, in der Hmm
geleacn wird, aU b«i Hmcnkrafl in Lembadi, ob dort elwaa Un£«bÖbrliebM
▼orgtfallen, wi«M ec ntebt.
2465.
Ferdinand JI. an Wolf Harr n von Stubenhery: Beffid, den Cnitr-
ianen, die sich cur kaUiolisch^n Ji^igion nitht h^uemen, ei
Mauat Frist tum Verkaufe ihrer Güter und jram Abtrage ik$
10. Pfennigs su gtfben. 1628 Jtdi 21.
(Kons.. Staub. 'Archiv Grar.)
Dabei liagt ein Blatt, daß dem Kadkervbarger Stadtpfarrcr »■fg^tnge«
werde, all« ankathoLiacben Peraoaeo, » bei der J&ngateii Komsiiaaion nichl
«rtchienon itnil, nochmalt ailiart und gegen ■!« aacli den Gencralieo vw
ft^ogea werde. Deigleicben an den Stadtpfarrer «ine AbKhrift dea W
der jttnfrten Synode an den BUchof von Seckan und den ErEpriener la.J
Steior abfcigaugeoeu Uekretea an lendeo.
2466.
Generalmandal Ferdinands JI., in ivclchem die Au8t9nmmg'
protestantischett Herren- und Kittersiandes ans Steiermark ^
und Krain verfugt wird. TI'ict?, 1620 August 1.
(Von dem General mandatn finden »c)i Exriuplare in den Arehiveo Wieoa,
im Uraser I^udrs- und gtattbalteretaruhivn uaw. Ria Exemplar ist im Be-
aitK« dea tleraungnlieTa ; ilbrr ein anderes aielie Bcbmidt in 2S. Jahrg. d«a
Jabfb. fdr Gncli. des Piulealantisuius iu Osterreicb. Dwrt fiitdet atcb aocb
«in genauer Abdrack.)
Wir Ferdinand . . . entbieten alten and jeden nnsem land-
lealben Tom Lerm- nnd rittentand in . . . Stey^r, Kärndtea and
Crain . . . Euch ist sambt nnd sonders, wie anch sonst m&nnig-
lieh zu benUgen bewust, ob wir wol ron aotretnng unserer L f.
regierang selhi<rer unserer i.-O. crbfUrstenthumben nnd landen
ans ans sonderen za dem heyl. allein seeligmacb enden rdm.
catholischen glauben habenden schuldigen christlichen eyfier
kraft tragenden I. f. gewalts and von gott empfangenen olnig-
keittichen ambts nichts mehrers angelegen seyo lassen als denen
in selbigen unsem i.-ü. erblanden eingeschlicbnen und allzuweit
liberhaudt genoinranen schüdUchen glaubens Uneinigkeit und
4
815
spattmigen zu remedieni, aucli nlle tinB von der gOttliclieD all*
iiiaclit uiiittL>rgclj«n unti anvertraute unilurtlmnen nach unserer
müglichkeit von dou irrtlmmb ab- und nof den weg der Selig-
keit 7.U laiten; inrnassen wir diiiiii zu dem ende die ausschalTting
der scctischen praodicanien und baldt darauf nnder denen Dobl-
lltiertcn peräoneti. wie auch in den städten und markten, sanibt
der baursuhaft auf diüu land ilic hc^'lsauibo glaubunsfeformation
fnrgenommen, foigends nach und noch oUerhaud hailsanibe ge-
neral- und K)iic(Tinliri't7i/^i;a, daas niemand auf uncatholieche
ocrtcr zur vcrmaytitcii hoiclit und conimunton, kindiM' taufen
oder ehelichen copulationcn sich begeben, item unserer land-
leut und anderer iwraoncn verwaiKtc kinder und pupillen mit
eatholischcn gcrhnben versehen und die jagendt nit an uuca-
tholiscbe ort uder aniversiteten verschickt werden sollen, aus-
gehen und pahlieirii, ja noch zum UbcrfluäB allererst neulich
solehe gfneralia wideruinbeii veriieuern und etwas schHrpfen
lassen, dass wir düch bis anhero ans aller milde, sanft- und
langmulhlgkcit gegen anscrn uncatholischcn landleutben des
herrn- und rilterätandts gebraucht und mit der angedcaten re-
forniation gegen ihnen zu verfahren goitildigklieh unterlassen
haben, alles in hoffnung, sie wurden ans solchem allem unser
woluieynende inteiition mehrers apprehendiern, irem ewignen (»ie)
hcyl alles angelegnen tieisses eyferig nachgedencken und in ihrer
ahralten gottseeligeu voreltcru und vorfahren ve$tigia endlich
eiutretten, damit aluo in unaern i.-o. erblanden die einig- und
einträchtigkeit des glaubens und der genitUher wider eingeführt
und allerseits ein besseres vertrauen gepflantzt und erhalten
werden möchte. Nun haben wir zwar mit sonderbarem trost
venueikt und wargenomucn, dass dise unser zur befUrdening
der ehr gottcs und ihnen unsern landleuthcn zu nutz, lieyl
auch seit- und ewiger wolfahrt genieynte christliche gute iuten-
tiou «it allerdings fehlgeschlagen, sondern ein guter theyl der-
selben ihren irrthunib verlo^isen utid sich £u dem uhralten ca-
tliolischen und apostolischen glauben bekehrt haben. Wann
nun aber ein anxnhl noch Übrig seyn, bei welchen diese unsere
inen gnttdigklich zum besten gemcyntc sorgÜiltigkeit auch die
ZQgelassnc lange zeit, totcrantz und coniiiventz untzbero noch
nicht so weit gefruchtet, dass sie denen andern bokehi'ten nach-
gefolgt und die wahre catholische kirchun einhelligkUch erkennt
und sich zu derselben begeben betten, und uds aber nicht allein,
816
wi« gemeldt, von tntgendeii l. f. ambte und Schuldigkeit,
zumalcn gvwisscns wegen, nmh nnsArer underthanen heji and
Boeleii Eiligkeit willen, darumben wir derraaln eins dem all-
miichtigon gott rccheiiarhaft zu «feiten uns scliuldig zu &eya
erkennen und wissen, zustellet, gebQhrt und obligt, aas aiuern
anvertrauten erblanden alle glflubensirrtlmmb ohne underscbey<lt
der pei'sonen abzuschaffen und eiit^fe^^en in denen selben die
ubralte, nllain seligmaebende catholischc kirchen nach mUg^lich-
keit zu befUrdeni, soudorn wir ftirnerablichen auch und zuvor-
derist aus gn""* und vllterlicher lieb und hcrtzcn, so wir jeder-
zeit insonderheit zu di»en landen, darinnen wir durch die gnaden
gottcä gcbohrcn und die roaistc zeit unsors lebens zugebracht,
nieht gern sehen wollen, dasa diejenige adeliche geschlechter,
welche sich sowol von uhralten zeiten hero umb unser löbliche
vorführen und das vaterlandt mit so vicIfUltigor rühmlicher anf-
und darsetzung leiW, guts und bluts auch allerhandt andern
anselienlichcn, ritterlichen und tugondlichen thaten und ver-
haltnus dermassen stattlich verdient gemacht, als auch bevorab
in disen letzten in dem maiätcn tlieyl der andern unserer kSnig-
reich und landen cntstaiidonen rebellionen und vertlbten unge-
horäamb (so vil uns bewust) jederzeit in irer anerbten trau
and aufrieb tigk ei t gegen uns bcständigklich verharret, in und
nach nnsern lebzeiten in disen mangelhaften genthrlichen standi
zu Verlust ihres thcur- und wcithatcn kletnodts der sccion selig
keit bindet' uns sotten verlassen worden, sondern ihnen bÜlirli
viel mehrers neben besagtem ihrem zeitlichen lob und rühm
in diser zugleich auch in jener weit die ewige giUtliche be-
lohnnng and ergUtzlichkeit vor allen dingen gnlldigist wol
gönnen miichten: so scyn wir aus diesen und andern mehr-
ftlltigen hoch beweglichen inotiven gantz billich verursacht wor-
dcD, auch sie, unsere uncatholiscbo landleuth des herrn- und
ritterstands, uaniis- und weibsperaonen, welche sich noch in
dem angedeuten irrthuuib des glaubens befinden, kraft dises
onscrs besonderlich auf sie gerichten patents oder general-
niandulH unserer noch vor guter zeit augesteilt- und publicirten
rtligionsreformation gleiclifalts zu unterwerfen, inmasüen wir
sie dann hiomit sanimt und sondurü solcher religio nsreformation
gSntzItch unterworfen and sie demnach allersoudera gnlldigist
und beweglicliister wulmeynuiig ermahnt haben wollen, weilen
wir einmal dem gautzeu vatcrlaudt und furnemblicheii diesen
817
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I
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adclichcn gesell I echtem wegen der lÜmibn ihren ansehcalichcn
veniicnst kein hiJhers, aadi nulKlinli- iinil heylsamors denk-
seichen nn<l gezcngnass der vermeldteu unserer ea ihnen
tiagondon vätorhchcn tränen lieb und dankmüthigkeit au ver-
schaffen and zu hindorlassen wissen als eben discn wahren wog,
weiss lind BJcherheil zu ihrer seelen Iiejl und seeUgkeit, und
wir dahero auch nichts mehrers und lieber» sehen und wünschen
Mrolten, aU das» gleieli wie ihre Torolteri] sich in selbigen nnscrn
i.-ü. erhrürstcntumben und landen B4> laii{;;o zeit, ehe und zuv<ii-
diß irrlhumlier eingerissen, in einigkeit der cathoHschon rehgion
in trefflichem guten aufnemen befunden, also nicht weniger uie
au aller ihrer besseren zeitUcb- und ewigen wolfahrt hinfliro
in gleichmflsstger cinigkeil der religion crlialtcu werden und
im tandt verbleiben möchten, dass derhalbon ein jedweder
sich innerhalb einer Jahresfrist, so wir ihnen von heut
dato an zu einem gnugt^ainlien geraumben and {lereoiptorisrhon
termin angesetzt, mit eyferigein hcrtzr.ii and begicrlichkcit des
gemuths zu solchuni seinem beyl, nutz und frommen
hoqucmbc und in den hevl. allein sceligmachcnden catho-
lisclien glauben mit uns and der allgemainen christtieiien apo-
stolischen rümiaclmn kirchen sich vergleiche, auch derentwegen
bey unscrni ohitimb und fllrstcn, aueh gehaimben rath, cainmrcrn
und als vollmiirhligen Statthalter selbiger unserer i.-o. erbfUrsten-
tutnb und landen, des hcrtzogon za Cromaw und fUratcn zu
Eggenberg L. und in derselben abwesenheit boy nnsern zu
(jiraz hintcrlnsscnen gchaimboii rüthcn anuicldo und erkläre^
daan im widrigen und da sich jemand in solchem angesetzt
und benennten jahreBtennin wider unser gnildigistos vursohcn
mit uns in dem heyl. cathohschcn glauben nit vergleichen
würde, seynd wir gäntzlicli entschlossen, wollen uns aiieb hter^
über mit und in kraft dieses unsers kayser- und Inndtanirst-
liehen Patents endlich erklilrt haben, dass sodann keinem
eintzigen in mohrer meldten unscrn i.-ü. erbfürsten-
thurabcn und landen länger zu wohnen und seine gUter
persönlich zu besitzen, nit verstattet und zagetassen,
sondern derselbe viUmneldte unsere i.-Ö., wie Kumalon auch alle
andere unsere kOnigreich, fUrstenthumb und iHnder giintzlich
KU rJiumen und seine habende aigenthumbllebc guter vorhero
um einen gebubrlicbon werth zu verkaufen; da er auch ge-
dachte »eine gtttcr in solcher zeit nit versilbern kündte, der-
F«Dl«t. II. Ml. M. bJ AS
818
selben alienAlion, nach vcrfliessung dises von heut dato an
Uufcndcn jahra noch aaf sechs monat lang seinen im land
lilctbendcn befrcaiuUen oder andern caUiolisclien landts in-
wolnern seines gt^fallens anzuvt-rtraucn und zu hindcrlassen
schuldig sein solle, also und der gestalt, dass wann solche
seine aigcntlmrabliclie gUttT aut'b in aolbiiien sechs monat oder
li-tlbcu jahrstciTaln nach scincui abzug darcli disc seine im
land bleibende befroandte oder andere cathulischc landts
iiiwohncr nicht wurden verkauft scyn. sodaun die vcrkaufung
derselbigen gUlcr durch unsere nachgesetzte obrigkcitcn «r
officio solle verordnet worden. Hierunter aber die fidci-
comissgUtor keineswegs zu verwenden oder zu ver-
kaufen zugelassen wirdt, sondern mahnen und bcfelchcn gn8-
digklich, das3 dieselben in ihrem cstfc vcrMeibeu und denen
ausser landts ziehenden uucatholischeu landleuthen gleichwol fl
dnr usita fructus davon oi-folgcn solle. Und ob wir wol
awar auf solchen nit verhoflenden fall, da ncniblich ain oder
der ander sich des beneßcii eTnigrationis betragen weite, wol fl
befugt wcren, die nachstcuor oder zchcndcu pfenning
von seinen hnab ucul gUtern einfordern zu lassen, so
haben wir doch gnädigklich in coDsideratiou gezogen,
dasB selbige unscjc i.ü. erblande und derselben rait-
gliedcr sich bis an her o, wie ob vorm cid t, gegen uns
nnd unscrra löblichen haus Osterreich getreu und ge-
wührtig erzcygt, auch (dass wir wissen kondten) nie-
mahlen nichts wider wUrtiges wider uns oder ge-
dachtes unser lübliclics baus attenticrt haben, dannen-
hero wir dann zu noch weiterer billiebcr crkaudtnass
solcher ihrer uns erwisner beständigen fidelitet nnd
aus sondern gnaden uns ferner gonftdigklich dahin
crkittrt haben wollen, dnss sie, unsere uncatholische
landleuth, nit allein gedachten ihren abzug oder emi-
gralion ohne raicliung der angedeatcn nachstour oder
zchendeu pfennings ungehindert fUrnemmen and fort-
setzen, sondern auch zu ein langung ihrer etwa im
landt habenden schul dt forderung wie auch adniini-
strirung der fidcicommissgüter und prosequiruug ihrer
bey denen gcrichtsstcllcn schwebenden rcchttiohon pro^
ceseen vorangedeute ihre etwa im landt verbleibende
befrcundtc oder andere catholigche porsohaen ver-
I
I
8tfl
ordnen and bestellen mOgcn. Wie wir dann bierundtcr
gehöriger orthon geiuilascn vürHlgunf; zu tliun gcnttiliglich nit
vcrmAHgelt Imbeo, damit zu abkürtzang der beschwürlicbon
langen jirocess ihnen zur urhingung solcher ihrer schaldon und
expedirang ihrer anilerwoitigen rcchtshattdlungcii aetive und
passive gchlainig und summarie recht citheyll werden aolle.
Urah willeu aber wir aueh una der vcrwaiatcn impilleii, als
wolcn auch der kii-chen und gottshäiiscr nnzunemmcn unil
derselben intloninitct nach mügtichkeit zu botraclitcn vor gott
schuldig öpyii tun! wir dann diso gewisHC iiaclirichtung unil
wisscDäcliaft haben, dass vtl der ancBthoÜBchen Undtleuth mit
gerhabscbaftun verfniigen and leyU ancli mit geistlii.^hcn vog
teiun und lohcnschaften begabt seyn, danncnhcro sie auch die
Btifi- und andere kirchenbrief wie auch tlwa, wüs von geistlichen
ciiikoniinen, bey banden haben möchten, dioaem nach bo wollen
wir hicmit ferner sfatuirt und befotden haben, dasa nit allein
einiger seino papiltcn (darundtcr wir in speeie auch alle die-
jenigen min dcrjttlir igen, deren väter gestorben, obschon die
mUtter noch bey leben seyn, vorstanden haben wollen) mit
ausser laudts /.u fuhren sich undtcretcheti solle, sondern auch
diejenige uncAtholiscIic landtlcuth, so mit gerhalischaft oder
andern ämptern versehen, dieselben idsbaldt resignircn und
aufgeben, wie auch noch vor ihrem abzug ilirc obligondo rait-
tungen also gewiss gehöriger ortheu einbringen, justiäcieren
lassen und den ausslilndigeu rcst wircklioh bezahlen, nit wcuigcr
auch die etwa unter banden habende aÜH oder andere kirchcn-
brief nnd cinkommen von sich geben, als wir sonstcn f\)r uns
und vermittels unserer nachgesetzten obrigkeitcn andere mittel
fUr und an die liandt zu ncmmcn und wol auch so gar ihre
guter sequeetriern zu lassen verursacht werden. Sodann aber
wollen wir auch hiemit und in kraft dieses unsers offenen
mandats weiter und insonderheit gemessen verordnet, gesetzt
und befohlen haben, dags aHe diejenige mann- und Weibsper-
sonen, sie seyen herm, ritter nnd andere adetich oder unade-
liehen geschlecbts, standts oder wesens, welche aus disen unsern
i.-Ö. ftlritenthumbcn und landen nach denen ihnen fürgosetztcn
terminen wegen ihrer unverhofften halsBtürrigkeit in ihrem irr-
thumb des glaubens und vermüg der angeordneten religions-
reformation, bis dato ihren ahxng genommen oder ins kltnftig
werden nemmen müssen, zugleich auch in allen andern unsern
68»
820
königreichcn, rUrstcntbumbon tiod lunden, so lang sie )
der lioyligcD catholischco rcli^'on nit bekcDnen. kein nndter
kommen oder verLIeiWn niclit h«ben, weniger ilinen nllila zu
Imiullüii und zu wandten gestattet werden, desgleichen ihnen
alles ab- and zuraisen in selbigen unsern königreichen« fllrsten-
thamben und landen ausser unserer oder tmacrer nacb gesetzten
oberkcitcn besondern schriftlichen bewiüigung und erlaubnuss
ßtlntzlicb etngestollt und verboten aejm solle. Zudeme so
wollen wir auch alle und jede solebc des nneatbolischcii
glauben» halber alt- und aus dem landt ziehende personen
ernstlieb gow&rnct haben, das» sie sich sowol in verkaofung
ihrer gttter als in allen andern unsern bierob verstandenen
auQageti uud Verordnungen aller bclrUglichen collusiuncn und
ungebührlichen falächcn schcinbandlungcn, es se^ aaf was weis
oder weg dfts bcschchen möge, dcmiassen gewiss enthalten, als
sonsten und in widrigen gegen di^nenjcnigen, so sich disfalU
vergreifen wurden, mit scltarpfer gant« unvcrschonter beatrafunt;
verfahren werden solle. Gebieten deninach obgedachteo luiserm
vollmAchtigen Statthalter des hertzogeii zu Croraaw und fUraten
zu Eggcnberg L. und in derselben abwesenlieit unsern zu
GrKt» hindcrlassneu geh&imeu rflthen, das D. L. und ihr ob
diseni unserm patent und gcneralmandat in allem und jedem
desselben iiihalt und begriff von unsertwegen hifstiiudig uod
fcstigklich halten, sonderlich aber ob demselben allerseits der
gebtibrende gehorsamb und voUzug gclaisict werde, Bcissig auf-
sieht anstellen und liaben, und wofern von einem oder mehr
wider vcrhottcn and unser gnädig versehen bicrwider gchandtet
wordo, daaselbigc be^ dem wenigsten nit aa sehen oder ge-
statten, sondern wider den oder dieselben wie auch ihre gfltor
nach laut der hierein begriffenen Verordnungen wUrcklich ver-
fahren und cxquiern. Darnach sich nun ein jeder xa richten
und sein selbst eifrne wolfahrt auf onsore so getreue väterliche
vermahnung in aclit zu uemmen wisBcn, auch solches zu thon
unsere verhoffens am so viel weniger anderhiasen wtlrdet,
weilen wir ihren umb ihres bessern bcdachts willen gleichwol
ain eo gcraumben termiu gnHdigklich zulassen, wie zumalco
inen zu ihrer nothwendigen Information in glaubcnsartickel die
gn(e gelegenheitcn bey denen hin und wider im landt mit geist-
hcben personen und catholisehen scelsoi^r besetzten gotts-
hHaser und kircben nielit vormanglen werden. An deme
I
I
821
wirdet unser g^nildigater auch endlicher nnwandelbabrer willen
und matnnng Tollzngen und erstattet. Cjehcn in nneer statt
Wien den ersten Auy^osti aimo eintansentscchsliundertat-Iitund-
zwantzig, unserer reiche des römischen im ncundtcn» des un-
garischen im atll'len und des bühaimhischen im EWÜllten.
Perdiimnd m. p. (Siegel), Ad raandatiim sacrae cnesa-
i'cac Dinjcstatis proprium
Jo. Bapt. Fhr. v. Verdenbcrg m. p. Caspar Frey m. p.
2467.
LanJesfürstiicJifr Befehl an den Landeshauplmann vm Kumten:
die Bitte Sirfmund Zdiciners der Gebfütr luieh tu behandeln.
Gras, 1028 August 3.
(Ktms., SlAtlh.-Arcliiv Urxs. Ocn. Ko|)-)
Z«b«iner bittet, d«ß Atn\ H«imi Knding, dar lein Selioldner ist und
eicli der Kelt^ion wegaiu außer Land b<^t>en will, seiBA QUter verarrcstierL
vrerden, bia er befriudigt aei.
2468.
Einige aus Kärnten abgeschaffte ünkathdliseiie lassen axcH in
SchUtdming nieder. Befehl an die ro» Schladming (und an Fer-
dinand von Kienhurg), eilte Untersuchung einzuleiten. 1628
August 3.
(Stftlth.- Archiv Uru.)
2469.
Ferdinand II. an dieJleligioiisreformeUioHskommission in Kärnfen:
,Wastnasseti E. E. L. in Kärnten eingekmnmeti', daß die der A. C.
eugetanen Landteute im Lande bleiben dürfen. Befehl, hierüber
Mu berichten. 162S August 7.
(KonB., ebenda.)
2470.
Ff!rdinai\d II. an den Vericalter der Burg Marhurg «ml den
Stadirichter ihiselhsl: Bericht cu cmtatten, ob .<iich ein Schnridir
in Marburg aufhalle, der einen Priidikanien abgebe. 1G28
August 7.
(Ebenda.)
d22
Er BvH «in Sdile*ier »«iii. eine Traljc SillHirffcscli meide und ein«
Tmbe a«kti>c1ie UUither buUxeu. SulcLe Leute »vieii uiclit zu dulilrn Et
ilt PUiznzUbeü uod ist ilmi Silbergeachiueld« uud TruUa «biuuebiaffu. Di«
DenunzJAlion ist in d«ne)k>en r-ierlichen f«iueiJ Sglirifl gesckrieben, ia welcher ^M
die üeficbicbte »ori drr Vernr^hrung dei Altan«aakr«ni*'Dt»t peachritben wir ^"
Wio dnmnls, so stallte sit.-b jptst ditN Gknin als J.Qffv licrauji, bestimmt, wid»
die UiikalliuliBclien Aofetiregco. Die Sache war diircb FiU-alor Dtileraacbl
Hurtleu-
2471.
Ferdinand II. an die Iteligiansreformationfkommi&st'irt i"ii Krain:
tierichl, wie Erastnus Etiff*ttimusfr der heligion halber ans drm
Latide geschafft worden. 1C2S Autfttst 21.
(Ebnn^.)
Man btb« d«S 10. Pr«aoif von a«iD«in natürlicben Erbteil» xaf den
Out« Thura«^ At)8r*foird«rt~ Ba wird b*^*^**! ^^ C°< niclit xa teilen,
bt« d«r Bnid«r voglbar sei, s« bei den ürtidern Saeittatit Jan studiere.
2472.
Ferdinanil IL an die lieUfjionsreformatimiskommissäre in Känden
tiufl Krain: uhers&ndet eine Atizahl seiner Generalien vom 1. Atujtt.^t
mit dein liefchU, sie allenthalben unter IrompdeuscftaU pubUsicren
gti lasset^ Grae, 1Ü2S Äwjust 21.
(Konz., 8tattb.-ArcbiT Grat. 0«io. Kop.)
P''erdinand . . . Ilicmit habt ihr ein anzalil unter aiuer
Reibst aigen Signatar anterschribcn und gcfcrti^e gcneralien
in cfmsa der ancathoUschen herrn und landtleutli mit nnseriu
gemessenen ernsLlichen bevelch za empfalien, dass ihr solche alfl-
paltU mit (lüiii trometenscliall alknthalben piiblicieren'
und an gewötinlichen okrteu zu mcnoighcbä naclirichtang an-
schlagen la&sen sollet. Dann es . . . Graz den 21, August ii28.
Ad die herrn rel'tgionsreformationBcoinniissaricn in Kürnten
und Ürain.
NB. Auf den canzelu üffentUch verlesen.
itt ftmiVi: ,An alle enprientcr, bitcbof von ^ckaii, probat vno Scckan,
al>l zu St. Faul, cr2|triujter von Frietacb, .SaiiiiUial, Ueifuitz utid Ubarkraln.
2473.
Ferdinand II. an die liüie der innerMcrreicJtiselten liegierung:
sendet 4G Exemplare des Getterales vom t. Augnil mit dem lie-
I
* Die ge^errt gedruckt«!) Worte «iiid im Ken«, untenlricben
823
fehle g«, sie unvertceilt in die drei ErUande ausmsetiden und
rn jedermanns Kenntnis su bringet». Gras, 1628 Augttsi Hl.
(Konz,, Stattb.-ArobiT Grau.)
Von der \i. K. auch zu Hungarn ond Uehaimb kg!. M'
. . . alliic anwesenden h. pehaimUen riUlien wegen der L O. U.
mit zaestellnng diss anzuzeigen: Naclideni I. K. M'stc-h in sadten,
die in diacn deroselben I.-Ö. erbenfilr^tenthumbeti und InnJen
noch befindenden uncatholi sehen lardlctttli^ herrn und ritter-
standu betreffend acf beykomraende generalmandat, dass sie
sich eintweder in einer iahrsfrist eu dem kAthoHscIien allein
selif!;&iaclienden glaoben beklii)ren oder aber di» laiid rauioben
sollen, alleren, resolviert, als liat sie, regierung, hiebey ver-
wahrt 40 iren mit gn. »ignatur becmftigte oxemplarien zu em-
pfangen. Die solle sy. reglemng, al&baldt und zwisclien heut
und morgen in alle drey gedaclite I.-O. flirstenthumb ausaendeii,
dass sie unverlengt xu männigUche nachricht- und verhaltnnss
publiciert werden, gemessene Verordnung thuen, wie aucb da
beyncbeiis, damit 1. K. M' gn. wüten und mainung alleraeitä volt-
BOgen werde, embaig und bestftndiglicli darob sein und halten,
inmassen I. M' gn. vertrauen zu ihrer regierung gestellt ist. An
deui beschicht hücl ister nonnter I. K. M' allergn. willen und
mainung.
Ex consil. sttc. caes. mai. int. 21. August- G28.
Von der lt. K. fil' . . . anwesenden rHtlien der I.Ö. R. . . .
zuzustellen. . . .
In dvra9: Fiat uud sollen inormclte 40 exemplai-ia zur
puUlcation mit trometten- und herimuggenachiill an die herrn
K.-Kcfunn.-C'ouim. in übüruten und Crain, an jitsrni I.-verw»lter,
herrn vicedomb in öteyer, Käirntcn und Crain. dem herrn Ordi-
narius, erzpriestern in diesen landen und die U(niver8itÄt') Graz
alsbaldt mit deu gewuulichcu iutim»tioua bcvelcben ausgefertigt
werden. D. 21. Aug. 028. Wolf. Pcseb.
2474.
Landesfiiraüicher Befehl an den sieirischen Landesverwalter Georg
Galler: Nachdem tccgvn Heformicrurtg dtr wikulhoiischen Herren
and Landleute getctsse Generalien auc9^;gangen «»Mi publisieit
824
sind und es nottvendiff i$i, tu %vis$en, tcie viele unkatholische
Herreti und LandU^tte im Lande noeJi vorhandt^ und wie sie
heißen, ist ein ordentliches Verzciciiuis ilrrselheu an die geheime»
Häte einzusenden. 0. 0. 10:JS AutßHst 20.
(Otig., St. L.-A., Chr. B.)
2475.
Die Verördneien von Steierfnark A. C. an Ferdinand II. : Inter-
gession auf die Jiilte den obersten Proviantmeisters Fric<Iric»
Vetter jiru Burg FeistritSy dent der Udigion icegen ausffewieseneh
Wolf Kratis, der noch Jlechnungen im Provianttcesen Jtu Tittdkers-
hurtj SU legeix hat, einen geraumen Termin ru yt^en. Grax, Itiäö
August 26.
(Oriff., St. L.-A-, Chr. R.)
Werden von der Ite^ieran^ am 31. Angiist »n den Unf grwiesea.
Kraus «rlifi.lt Termin bis uüimc Febmar 1039 (Orig-, «l/«nda).
2476.
Lnndesfiirsiiiehfr Hefehl an den Pfarrer ron liadktrshury: OtittK
ScJwiied und andere VnkatfioUicIie eu examinieren und daruitet
SU herichlen. Oras, 1628 August 25.
(Konit.. St«ttli. -Archiv Orax. Qtm. Kop.)
2477.
Ferdinand II. an den Landeshauptmann ron Kärnten und den
Landesvcrtcalter in Krain: liefehl, Bericht tn erstatten, wie die
landeüfiiratliche Intention bezüglich da- Heehtsführungnt der außer
Land ziehenden Herren und Landleutc durcliycfüiirt werde. Grat,
1G28 August 29.
(KoDX., St«tth..ArdiiT Grax.)
Ferdinnnd . . . Kachdcm wir nna in den jüngst wcgeo
reformicrung tlcr unkHtliolisi'liüii laiidleutli des iierrn uud ritter-
sUiuhs pulilicieileii generalicn gii. rcaolviert . . . haUen, dasa
denjenigen, so atiaacr Und» zu siulien sicli cnlscld Jossen werden,
in iliren hinc inde bei den gcnchts3töItcD habenden rcchtsftlb-
rungen svmmarie reclit erthailt und gchandlet werden eoll, sdio
ist unser ganz gemessener licvdch hicuiit au dich, dass du dda
B96
hierüber dein bericlit und riltliUche» giictachtcn ganz rilrdoHtch
und noch vor ein^nng der weinferien «i offo za banden unser
1.0- K. auf was weis, inass nnd weg solche unsere gn. inlention
und gegebene Tertröstung in das werk gesetzt und den ausser
land ziehenden landlemhen nuf das allerscbleinig- und fUrder-
Itcbiste in ilireu rechtsfllhrnngen expedirt wurden mögen, zu-
komben lassen sollest. Dann es . . .
Grüz den 29. Aug. 628.
Au herrn L.*E. in Kftrnlen. In smili: ^ herrn L.-Ver-
Tralter in Cratn.
£478.
Verschärfung des Mandates vom 23. Mai 1628. Gras, 162a
August Mit.
(Stutth.-ArehiT Gr«,)
Erneuerter Befehl an di« Uakatlioliich«!), to nicht Landleute sind,
■icli (intwc<l«r KOr katlioHfchcn Religion eu »teilen oder binnen H Tagen
vor nnsercr Kegirrung; zu orsclieineti und einen VermflgecMuiweii mitzu-
brinfren. An alle Grunilhorrsclii^n er^lit der ^msMAno Befehl, ihre uu-
kutlioUacIion POcjicer, Prliojitoren, H&usnieister, Scliiffer usw. xucli xur kii-
thuliscliuti Religion oder vor die Rrgiernni; »u stellen. Wullle einer
abtielien, n> iat «ein Vernitlgeu roslsulegrii, lUinit er dem 10. l'funnig nicht
entgeht. Pfarrern und SeeUorgeru wird aufgetrsgcu, llsißig auf die ihnen
an¥«rtr«ut« Herde xu achten.
2479.
LandesfürsiUcher Befehl an den Bischof von Lavant: jene Levte^
die sicii durch den dahi^n^ iii Verhaft liegenden PrädOuinlcn kom^
munisierett ließen, sie seien in Kärnten oder in Ohersteier ange-
sessen, durch den Kammeritrokuratür rornehnten su lassen. Gras,
1638 Sqdcmber 3.
{Otig., SUUh.-ArcbiT Gna. Oen. Kop.)
2480.
Bericht (des krainischen Landeshauptmanns und Visedoms?) a»
den Kaiser: die in negotio refurmiitiüniti am 1. August ausge-
fertigten generalia habe» sie am 37. auf alten Kantdu der Stadt,
am 28. auf detn iMudhause den untcesenden Herren und Land-
leuten, dann vor dem Laudhause und dem Vizedomhausc, dann
auf dem alten Markte und Flatee unter Pauken- und Trompeten-
Üang verkündigen lassen, damit niemand sich mit Unwissen-
heit enischutdigen könHe. Auch seien Boten in alle vier Viertd
des Landes deshalb ausgeschickt worden. Laibaeh, 2628 Sep-
tember 4.
(Knp-, L.-A. Kulu.)
D«r Sclir«ibcr Ist nicIiE gAOSiiDt.
2481.
Ferdinand 11. an deit 'Propst zu Rottenmann: Befehl, alle und
jede unkütholische Person in Obersteier su zitieren und gemäß
der Beformationsitjstntktion tu behandeln. Gras, 1G2H September
2483.
Iniersession der Frau Batthyany, <laß Ueggi der 10. Pfennig
»achgesehett teerde. Gras, l(i28 September 9.
2483.
Paßbrief an Johann Burk, Alezander Koplinger und OtHlii
ScJtmied, die tiack beeuhltew 10. Pfennig uufer Land ziehen.
1028 September U2.
(Ebenda. )
Um den PftBtiricf milHcn sie itnraclien: ,daiiiit icli nnn der«nlwill«n
mit den maini^n sieber fortreix^i) uiiil run nieinaudem an den maiitbM
. . . mifgelialtiMi w-vnlu . . . langt au E. F. (i. inotn gwh. hiiu^u, dia woUm
mir, si« sicher furtiulrriii^tiii, ukeiiiet faliteiidt-ii balie, so in xitoi fSssvm eio-
^«Bcblageu, eiavu gebrüiickigiiu paubrief erfolgeu luaeD, . . .*
n
2484.
Landesfiirstliefier BefeJd an den Profosen, daß er alle diejenigen,
80 sich hä den gefangenen Prädikanten kommunigieren lassen,
alsbald gefänglich tiadt Grae bringen lasse. Gras, IGUS Sep-
tember Ü?.
(Ebenda, Mandate.)
Der Profvi Ist bei d«r VeHnehmnag Bolcber Persooftn
uiilerttatzeo. Niemanil darr i)iu liimleni.
igen, \
827
2485.
Qeorg Galler, inner österreichischer Hofhammerpräsidetd und Ver-
walter der Lamlcshuuplmamischafl in Steiermark, an die Seel-
sorger in Steiermitrk: dufi Jeder Hjilcntholisclie Herr und Land-
mann binnen Jahresfrist sitr katholischen lidigion surückkthre
oder auswandere. Graz, 1028 Oktober 24.
(Orig., L.-A., Patente.)
248G.
Aus den Protokollen der kroatischen Siätideversammlung vom
24. Oftto&cr WZ8.
(ProtokolU, wie oben.)
Statntom est etiam, nt Iiacrctict nutt! unquam in hoc
regnum recipi qneant ant in eo sedes ligeie, bona vel doiuos
eroendo, ende et emptio talls eis vetita bU.
24H7.
Landesßirsilichcr Befehl an den Propst zu liottt-'nmann: ent-
sdäossen, bei der .verspürenden Hartnäckigkeit' der SfiktiscJie»
der heilsamen Heligionsrgformaiion mit mehrcretn Kmste nach-
tuseisen, ernenne er ihn (und den Venvi^ser ffu Aussee 11. Krieck-
haum) sttm Kommissär. Graz, 1638 Nwetnher 8.
{Orig. o. KoDX., Slatlb.-ArftliJv Ura;i. Q^m. Ko{i.)
baid« erhalten eine lastruktioD gtgeu die Uokathülisctien in Ober-
(t«i^^ ,Tnit gondereiu Eifer und näcli»«t£licli«m Einate vonagehen*.
2488.
Ferdinand II. «n die lüligionsreformationskommissäre in Krain:
Befehl, ein Gutachten einsusenden über die Bitte der Maria
Gritscherin und des Jakob Donat, sicher der lidigion halber im
Lande tvähraid ihres Lebens oder wenigstens so lange verbleiben
zu dürfen, bis sie ihre Ausstände eingebracht habe und daß sie
dann ohne Entrichtung des 10. Pfennigs abziehen dürfe. Gras,
1628 November 10.
(Orig. n. Koni., SUttb.- Archiv Qru. Oem. Evp.)
Ditbm i>in OiilxcHt«» cl#r KommiuXre tahi Sß. Beptember auf du
lUcr« Aiuuttheii Aet Hlltsleiler (aieb« oben, Nr. :!46lt). Mau habe der Ori-
tictaerln Ani ond ihr«r Tochter Mchi Uonit« Z«tt edui Ntchdcnkea. mr
Information und mr Ilekelining j^t^lanw^n Dm- pater »uptrior xu Pleirikch
hat bei ihnen nichts erreicht, Bo daB rs ihnen nflpnbir nicht ora ihre arm««
Seelrn, eotid«m um irdigehcs Out xu tnn ist. Aacli di« KAmrnicsSre «elhtt
hahen nichts erzielt, ja aie nag« es nach dor nun toid Kalter rarg«-
nomintnvn .Ifauitlrefuruialioti' das Aiiiuchea su «telleo, in ibraiti Ketaer~
tnme nililg t>i> an ihr L«bens«nd« im Land« <r«rw«ilen n dürfen U'at
dios Gritacherischfi GescbiMht und snTord<>riit die Bchtreiter der BitutelUiiii
Äuna Tottinitin bei PcMaii und Mansberff fllr Itelnerisch* rxereiHa bis «n
ilirem Tode getrieben, B«i wnitktindi|;. Da bei ihr nichu fDr den Ulauben
XU hoffen steht, violtnehr ihr beroita kalhnlisch gawnrdenn Sohn wieder ab-
fallDU tuttcht«?, endlich hiednrcli die Hauptrafurniatioii il«« HpmtD* nad
Bitterataiides iua lUridicuhitn oder iHdUtrium ^axo^u werdOD mCcbt«, m M
■i« mit ibror Bitte abaaweiMo.
2489.
liS^^n
Landeußrstliehcs Drlret an den Pfarrer zu Kapfenherg.' Prter
Behauch von der ej-hefcnen Nachhtssuny des 10. Pfennigs ahrtt-
weiaen. Gras, 1€2S Novemher I.
(Koax., cb«iida.)
2490.
4
Land^furstUcher SfffU an d«i Pfarrer su lladkershur^ : Spesi-
fikadon über den durch (Htilte Schmied erlegten 10. Pfennig «»*)
suye^en. Gras, 1628 November 8.
(Kons-, «banda.)
2491.
Ferdinand II. an die lieligionsreformatiotiskommissäre in Ärawiil
Befehl, ein Gutachten über dir. Bitte der Ehewirtin Georg De-'.
laneens, der lieOgion wegen im Lande bleiben su dürfen, «ümi-j
senden. Gras, 16.28 I^^ovetnber 15.
(Kuas., Stattb.'ArcbiT Gru. 0«iii. Kop.)
2492.
l-'eräinand II. an die Jieiigionsre^'ormationskojnmission in Kärnten:
Nur die alten Herren und iMndleuie, die der Bdigion halber den
Äbsug tiehmen, sind von der Zaidung des 10. Pfennigs befreit
}G2a November 22.
(Konit., SUtth.-ArchiT Qras.)
829
2493.
Ferdittaiid IL an die Belif/wnsrefornuttionskomtniBSäre i?^ Krain:
Das (xui der Erben EnQdsfunvsers, von denen rtvci in Gras bei
den Jesuiten itiudicren, soll untjcteÜt hleihen. Auch von ihm, der
IjetU im Felde liegt, iil der 10. Vfennig nichi absuf<trdern. 1638
November ^4.
(BbeadA.)
Erneuerter B«<fehl um 18. Dsiember.
24M.
Laudesfürstlicher Befehl an den Sladipfarrer von Jiadkersburg:
Bericht ev, erstatten über die Bitte der Benigna Khevenhüller,
daß Adam Jäger, der gewesene Murllschrciber ra Mitreck, der
•w ihre» Rechtssachen Bescheid iveifi, eine ZeitUxng im Lande
verueiien dürfe. Grat, 2028 November 29.
[KanE., eben<IJt.]
^
I
^
2495.
Der steirische Landprofos Hans Sigmund Btdtkasar von Grafen'
dorf an die innerosterreichischc Begieruug: erstattet BcricJU über
seine Verrichtung gegen dir. unkalholiscJien Untertanen zu Kiikh,
Gntsla, Hulbcnrain, Dingen, in der oberen Au, Aigcn^ UaltmanS'
dorf wid Scfucdbau. 0. D. '
(Orig., 6UU.li.-Arcbiv Qrw.)
. . . Auf E. P. G. . . . den 9. dits raonats Novt'mlrU kuiua
anni an mich aligangnes decret und ilarinneii verwnrter ver-
zniclmus Imlto ich mich sainbt inoiiion undtrrgebnen und in der
besoldung' lialtunden leibBohUtzen den 16. oben benentes monats
Novnmbnr von liif^r .•iufgfinanbt und an tlieyoiiigon orth, wo
gedAchle uncAtholiache undterthonon wonhaft, verftigt, dieselben
meinem bovelch nach arrestiorn und alhero Hfern wollen; dio-
weilen aber selbige auf vilfeltigcs flohen und bitten die zwecn
in Klöch wonbafie undterthanen Ruepcn Hunger nnd Thoman
Khleibenzcdl, dass iicmblicbcn sie ihrfTi »(tutischen glauben vor-
!as60D und sich su der allain aoligmacb enden catholiauhen re-
* üa dorm,- 1629 r*^; Novemb« 29.
li^oii begeben wolli-ii, auf des lierrn pfarrcrs fQrbitt and ver-
nntwortung auch seins mir ditsorts gegebnen Scheins mh A^
weilen licy tliseti uiidtortlioiicii nichtcs als lautere armuthcy.«
der alherlifcrung erlassen. ^
Georg Khleibenzedl zu Grusb wonliaft, liat sich selbiger
zeit nit .inhaimbs befunden, ist aber anstatt aeinor sowol sein«
weibs, dasä sie catholisch werden wellen, iu gleieben angelobt^
worden. H
Georg Jnrrfltb, wierth za Ilaibonrain, obwollon er allo
seine «clicn scbiUzen, verkaufen und den 10. .S richten woIIph,
ist aber von heim st-tUpfani-r in Uatlkorspiirg auf vilfir^higi';«]
ermahnen dahin bewegt worden, dass or auch sich zu der calhc
hschen reÜgion bekenne und auf dus negete mit der bcicht ein-'
stellen welle, inmasaen daästribß gedachtes Iicrrn stattpfarrors handl-
schrifl B ausweist; dcrgcatalt die alherliferung eutybrigt blihen.
Merth Ringer, inwolnior und wober und halber pce-^l
dicant, zu Dingen wohnhaft gewcst. hat sich 2****' fffht-ia
S. Mil-httdU sambt seinem sectiseheu ghiuhen aus dorn landt
und In das Uugeriseli begeben, wie nit weniger aaob yorher
alle seine Siichen verkauft nnd den 10. A cnlricht. ^
Michael Ominger, in der Oberen Auen wonhaft, den ich "
auch vcrmttg der vcrxaichnns aUiero lifern solle, hat eich so
dem cathüliächeti glauben bekehrt und sieb vcrniog Beiner
beichlzcdl C(8ic)^.
Chnstofen PrUssI, im dorf Aigen wohnhaft in der pfarr
KlSch, hcrrn Hans Christofen von Mindorf zu Hochenpruueckb
nndtertban, habe ich milglichistes flcisä zum zweiten mal nacb-
gestelt, der mich aber erfahren; meiner nit erwartet, fiondero
sich, weilen sein haus und Weingarten auf den Hungriscbeo
continen ligt, auf daBscIbc sich begeben, dem ich weiter oiVj
nacbstelien und in Verhaftung nemen khinen.
SchifFklin Geill, zu Hnttmansdorf hei Abslal wonbuft, weileoj
er nit anliaimbs gewest, yedoch aber hat er seinen eeotischen
tinglauben zu verlassen und künftig Weihnachten den catho-
Uschcn glauben anzuneinben, denselben auch mit der Id. bcicht
und commnnion zn bocreftjgcn vermüg des herrn pfaners ild«
schein unter D angelobt.
* Eigaiiz«: .aiugewiana*.
831
Adaoien Wanisch, an Scilwubau iu Stradner pfarr wi>ii-
Kafl, ein PmunfalUscIier undtorthaii, jetzt aber von hcrrn Uaiis
JacoLen von Praiick emgepfontU, Iiabc ich beliendi^ unJ in
arrcst alhero gcbrnclit, der sieb auch bis auf weitere vcrordourig
alda er}taltet; dieweilen aber bei dem auch niclits als lautero
arinatlicy und ein stuben voll uucrzogne kinder, ist aber willens,
alsbnidt seinen Unglauben zu verlassen und den catbolischcn
glauben anzanemben, denselben mit der lil. bcicbt und com-
manion albic 7,0. bestätigen wiHcns ist.
Neben andern auch haben über die 200 uncatolinche
uiKUertiianen, man- und Weibspersonen, angelobt, wie auch die-
selben sich in bciwcscn meiner maiatesthails eingestellt, an wel-
liehen nun herr st.ittpfaiTer zu Kadkcrapurg und pfarrer in
Klöch groäsc bcmUchnng und fleiäs ankchrcn, nnd nach ver-
Streichung des 8-tagigen termincn sicU die ybrigcn auch ain-
licllig ciDstellen wollen.
Letztlichen habe ich auch auf diser meiner vcvrichteD
rais aiuun wagner namens (iregorn Wieaer zu Ober-Lasnitz in
der pfarr Straden angetrofien, wclliehcr seiner aigncn bckantnus
nach zvfay ehegebnc ("»ic^ weiUer hat; mit discr, bo er yetzt
hat. nunmehr in die 10 iahr lang haust, awh ainen knaben
bey 7 iahr lang (tic) erzeugt, so sich in der catoüsuben klrtdieo
zweynial geniainein gebrauch iiacli verkindi^n und zum drillen-
mal sieh auf der Ungerischen soctischen weis eopuliem lassen.
Den ich aueh vorwarter alhero bringen und alda bis auf verrer
Verordnung arrestiem lassen thue. Dises alles . . .
E. F. G. u. G. undterthenig gehorsamber
Hans Sigmund Dalthasar von Gravendorff,
k. geschworner landprofus in t?teyr.
Diesen Boriclit sondet dia Itegtcmnj; um 7. Dozomber an Atn rfamr
SD RjKlkcrstiiirg («i«hft iinten, Kr. 3409) iiml Haiis ChrUtnpli von Miniltirf;
an d<:n .StHdtriirlilrr Kri Ra^lkenburg ftrfote^t die Atitri^ viegMt> der Bigamin
Wienert. Die oben genannten Uailagen liegen uoch vor.
3496.
Land/^fürsilicher BefeM an die Hdigionsreformaimtskommissäre
in Kärnten: über das Ansuchen der Maria Stirer Bericht su
tun, daß sie hei Vircm Ahsuge ihren bei Aitenhofen liegenden
Hof Töscheldorf nicht verkaufen, iwdern bis eur U roß jährigkeit
833
»Ares Enkels einem Katkoliken verpachten tvoUe. Grai^
Deeemher 4.
(Koox., Statlh.-Arckir Cr«. Cr«ni. Kop,)
2497.
LandesßrstlicJter Befehl an die J{€iigionsreformatioH:^-ommissäre
in Kärnten: BericJit ^t erstatten darüber, dafi die Vettern Fnuu
und Hans die Gschwinden, Jcd Türk, Christoph und I^^^isiioi
Samt'tz und Maria Steircrin in dieser jetzt vorhabenden liefor-
mation den alten Herren und Lanälettten gleichgchalien werden.
GraM, tt>2S Deseniher 4.
(Konz., Sutth.-Aicbiv iUxt. Gem. Kop.)
2498.
Johanna von Stadl hat an Gf.org Pacher einen Zehent im lAivanl-
tale verkauft, kann aher nicht rat« Gelde komme», tceil er sich
rcligionis caasa außer Land begehen. Bittet, ihn einziehen tu
lassen. Ifi28 Dezember 5.
(EbeaiU.)
2499.
Ferdinumt IL an den JUichter von Badkersburg: Befehl, die
wikatholischen Betvohncr. auch die des Hans Christoph von Mi»-
dorf, en silieren. 16:iS Dezember 7.
(Kon«.. obendM.)
2500.
Ferdinand 11. an die Frau von liadmansdorf auf Hathenrmn:
Vertcarnung, weil sie ihre UtUertanen abhält, kttÜioUsch *w tverden
1628 DesenUrer 7.
(Kohl, ebenda.)
2501.
Landesfiirsllicher Befehl au die von Kapfenberg, daß von Petn
Schauers verkaufter Behausung der 10. Pfejmig eingefordert iceräe.
Oraj;, 1628 Dezember 12.
(KoMS., ebenda.)
2503.
Landesfurgtiicher Befehl an die su WeißenktrcJicn: ErneuerHuff
drs Verbotes des Fleischeascns an ffehotetten Fastiagnx. 1628
Dexemher 18.
(Koni , eWnda ]
2503.
Landesfuratlicher Befehl an den Pfarrer an der Siraden: dem
Georg Vischerauer dfn Termin auf sechs Wochen mu verlängern.
Utas, 1628 Dezember 19.
(Koni, elittuda.)
2504.
,Abkauf- und Freimachung der Untertanen von den Hnhatholischen
Grundherrsckafien.' Iti^iü Janiucr (Anfang).
(St«tth. -Archiv Oru, Hofbefelil, R«p.)
Loider iit iiicbu Nähere« wrmnrkt. An anderer Slell« wird oocb
b«Eg«fUgt: ,It«ni, dor cntholiflcK^n einttaniÜracht oder 1o«iing.*
2505.
Wolf Bempeckhs Ersuchen um NacJmchi des 10. Pfennigs. 1629
Januar (Anfang),
(Ebenda.)
2506.
Die unkatiiolisdien Landschafimffisiere und Verordneten (an die
Regiernng): .Anbringen, daß ihnen nicht hrfohlm, sondern daß
sie wegen Erscheinung oder SfeUutig derselben ersucht werden
soUen.' 1620 Jamtar (Anfang).
[Ebenda.)
Auch tiior wirit 1«ldrr uichU NKher«» ange(p«boii, An cln«r ■pkt«r&n
8t«]le iat d«r 8atB «twai deullicher: ,daß die R^^enin^ der l5bUch«n Land-
schaft Ofttslera nJcht selbst zitieren, aaDdem dia VerDrdoflten xa SlelLunp
dftraetbea ersucht werden boUbd*. Aus einer dritlfln Stolle eniebt man, daß
ea eich au die aue^&cha&ten I^odschaflsafäiiere handelt.
2507.
Jn dem Ausiveisungsdekrtie Ferdinands II. ist ein ünterseJiied
gemacht xwischen Fideikommiß- und Nicktfideikommipgütern. In
Poal«* II. Abi. M. u.
bi
884
finfm Pro0em9 Sans Adam Praunfalks gegen seine Schwäger, die
Um laut Testament seines Vaters gerichÜich Maugen, seine Gütfr
um niedrigen Preis an seine Schwestern su g^>en, xcührend er
als Fideikommißbesitter eum Verkaufe nicht geswuHffen ru seJH
erklärt, heiß es:
Seitemalen er sich aber hiezn derentwillen nicht schuldig
erlcciiint^ uinb willen er seine gneter Air fideicomnitssgfieter ge-
halten und von hüchstgedachter I. IC. M' in dero saaschaffangs-
nmndat (/« anno 1628 ewiechen den gUetem dtser antenchid
gcraaclit, Aase die emigranten die nngebandcne oder alienabilia
bona inner iahrefifriat verkaufen, die 6deicommiBsg11eter aber
behalten, geniftssen and dnreh ire pfleger administriren la«8«n
«ollen ^^^^ UndrecLl PrMckh )
2508.
jMnde^fürstlicher Befehl, daß die in Kärnten noch hefim
unkatholischen und dnrch einen Prädikanten hommuntHereada
Personen durch d^n Landprofosen hiehergebracht werden. (Gras)
1629 Januar 7.
(8UUh.>Arehi* Gms. ßap , asch Hofbchhl, R«[>.)
Dh fQr dlM« Zeit im Stelerm. Sutth.-Archlr lif^^endn Aktenniktwti
llt anvAllilUndifF. Die ^nK^inen Cop«ien fehlen. Nor du Kep^rtoriam at
d». IJah«r sind dl« Ta|r(^unKAb«a nicht immer aiige^bea.
2509.
a i« ^
,Wie Hans Wilhdm von liadmannsdorf sriue im Schlüsse KhUiA
haiicnde Diener voti der hitholiseiien Religion ahhalien soll.* 1629
Januar.
(SUttb.-Arcltiv Oru, Bap.)
,Ber\cht in
lutherischett
2610.
cauM des noch bei Marchpnrg (sich) attfhalt<
Schneiders icegett seiner aUda gefundenen Bücher.'
Iti2i) Januar.
(6Uttb.-ArchiT Orut, Sep.)
2511.
,Daß Herr Georg von Sltthenherg der Altere nacii Peter Scliauers
seines Aufierlandsuges der Jtdigion halber gntommenen Aff^uyes
dm 10. Pfennig erlegen soll.' 1629 Januar.
2512.
Hieronymm Itändl, .ftcirmher Landschnßsbuchhnlter, an die Ver^
ordneten: bittet um Entlassung atis dem iittdiJtalt^diensta, dtt er
der Religion wegen ausgeschafft wird, und um eine Abfertigung.
Grat, 1629 Januar 20.
(Orlg., Bt. L..A.. Chr. R.)
Die Vcrnnlgcten Iiitcno'liGrßa fllr ihn liei dvtn t^Qrstcn ran Bgf^n-
berg und Herni nm W(nl«nlHrrK (Kons., ^bciid«), ilaß ilitu der 10. Pfennig
frtsMen w»rdi'; dfKgleich«n »n den LAndAdfUnien (Koni., cbendx). Aid
9. U&» wird ibm eine Rekooipeni von 1000 fl. bewlIILfct (Koqz., eb«ndi).
Am IS. Jani ist llXiidl bereit, seine KApitalian mit 6 Pruent beim Ijinds
SU lusen (OriK.), Dacliiietn dio Lxndsulisft ihn an deDUciben Tajje »iir Geduld
gemahnt (Kotix.), Am letetan Juni rMifniiert rr um der Itelij^ion willpii lein«
8tollo (Orip). Adi 12. Juli etliilten die Verordnetea filr seinen Abcng eio
offenes Pilvnt (Rons.] und am 13. Seplombor urgiert der I>iiiidoBfDrit, daB
er ftls Au»g«wieieiier s^iues Aiotea entboben werda (Orig.) Ein nudkliertfls
T«itlmani[iin Hr^g^r bei den AktAD.
2513.
Aus dem Anwehen der Thchlerzunß von Jtidenhurg, KnUtelfdd,
MwraHy Oherweli, Weißkirclien^ Obdach, Zeyring, Unzmark, Neu-
marJet und ,da3 gansc Viertd herum' um ein offenes Patent
^cgen die Stijrrr und unanypsesitmrti Gtytfmeistrr' (E.rj}editHnt
W2'J Felmmr 9).
(Orip., 8tatth.'Ari,-liiT Gras, Riped.)
Welch ermasßen wir titis . . . sowollen /.ne forlplUnzung
der ehre gottea als aucli eriialtung- guter mnnnszacht, ainer
liAflsamben und besUindtgoit handwärkäordnanp^, zanft u»d
lirucd er Schaft verglichen, craft welv;her alle and jede meister
nnd gesellen, so viln doron in disen gezirk kq finden, ftchtildig
nnd verbanden sein sollen:
erstlichen zu bofUrderong der seelen liayl und erhehnng
der calholiacheu allain ae 1 ig maob enden religio n su
68*
836
*
(lonon ordentlichnn gottosdiensten and processionen, so
oft dieselben Tcrraüg unserer handtwerksordnong celebrirt und
gehalten werden, alhero m die viertl statt Jadonbarg anaas-
Llcibliclicn zu erscheinen, denselben mit aller zacht nnd er-
bnrkeit beizuwohnen und hierin alles dasjenige zu verrichten,
wie es gueten calholi»chen Christen gebUren nnd zuestehn will.
25U.
Lnn(l9sfürstUcher BefeM an die Verordneiftt von Steter: m 6c-
richtettt tvofi für geistlidic, pfärrliche, Bcnefiziat-en- oder Kaplanei-
yüitcn und -guter der anyewachseueH Steuer haiher gepfändet, ein-
gezogen und sHwuier den erfiassenen Generalien veralieniert worden.
Graz, 16U9 Märe 31.
(Orig., SUItL.-Arcliiv Grxa, Exp«!.)
2515.
.Daß denen in causa religionis aus dem Lande etehenden Herren
wid Landletitcn die Ahalienulion der Vireti Kindern £^ngefuUcnm_
Güter nicht verstattet tverden $oUe.' 1029 Jifärt.
(Sutth.-Arohir Orax, B«p.)
Im nufbevalvlirepfirtoriam liul mui; .UnkatlioliBch« in Eraia >dI
llir«r Kinder intittcrticli Out nictit außer Land briDgea'. Auch »o ftlr KämUn
(nrrftiortiht). An aiiilerer StAtln «lifmilx: ,D■^k^«t, djiß N. tl^nen dvr U«tltgion
halber «im denn Lande siehenden Hi>rrn und Lan<lleiiteii von deoen Landn-
obrigkellen \n Stcler, KHriiten und Kraiii nicht rrrataltct werden solle, dafi
fllfl iUrer Kinder niHttedichM Ciul und andar« Erbgebühr TaraltnoitrwDt
aundem daß selbe mit TöUigvm invttäario dariniian «Tbalt«D werden »ollen*-
2ÖJG.
Wolf von Pranckli an den Latidesverwalter von Steiermark : auf
die ihm £U(/pÄfl»i»i«ji? Aufforderung, alt Protestant die Gerhab'
Schaft für seine Stiefsöhne nieder' und Jtechnung üher seine
Gerkabschaft ahxuUgen, seine Söhne Jfu Ttominieren und anzugeben,
wo sie sich jetzt aufhalten, gibt er die geteihisehten BerieSie:
»einen Sohn tverde er, da er nun außer Land ziehen mü&tCy m'd
sich nehmen. Fürs zweite sei er laut Testament seiner Gattin j
zeitleheits Nutznießer, der ältere Stiefsohn schon großjährig. Er fl
ha/fe, itt dieser Nutznießung nicht betträngt und sonst laut In- '
halt des Testaments geschützt zu werden. 0. 0. 1629 AprÜ 2.
(Orig.) L.*A., Landiecht Pranckh.)
837
Von E. G. II. H. ist mir ein anibtabcvelcli de dalo den
6. tag Martii dises iahrs deu 2R. eiuadem . . . Ubeniiitwort wor-
den . . . darinnen mir erstlich I. K, M* . . . genernimanciat für-
gelialten wirL, dass, weillcn dai-iiiucii begrill'cn, daas man alle
adeliche jogent, wellichc auf tincathollscho ort vorscliirkt wor-
den, von durtmi nisljaldt abfordern und mit catholischen gcr-
haben vcraclicn gölte, und dit;wcilen iüU die adminisiration und
Versprechung der gerhabscliaft meiner söhn über mich ge-
nohnien, aber \m dato nUuhe ercläruiig eingebracht, ob ich
mich zu der U. cath. religion bequemen wolle oder nicht, der-
wegen E. G. u. tl. verursacht worden . . . die notgerliabachaft
von mir aafzuticbßn und einem andern cntholischcn gerhaben
zu ilbergebeUj mit volgendeni mehrern und geraessonen bcvclch,
mein gerhabsohaft raittung zwischen hie und St. JOrgentag bey
E. G. u. H. ambtscanzlci zur iasliticicroDg einzubringen, auch
meine si3\m zu uuminiren und wo sie sich jetzuud befinden und
wie alt sie sein, zu berichten:
hierauf kann E. G. u. H. ich . . . zxi berichten nicht unlor-
laBscn, d&sSf was erstlichen das publiciei-te kaiserl. generat-
mandat anbelangt, ich mich dessen ganz wul zu crindern,
dann wie mir soliches durch denjenigen landboten,
welichcr das herumbgc tragen, zuegebracht worden,
habe ich in sein botens execntionregister mit aigncr band ge-
sehriben, wo gedachter mein söhn sei und wie alt er iat und
dass ich in willens sei, deme In kürze in lialiam zu schicken,
und dieweilen ich dises also in dea boiens register geschriben,
mein söhn auch damals nuer bei mir and nicht ausser landts
gewest, welHchcn man auch immcrzue zu Grtttz bei dem sprach-
maister gesehen, habe ich nicht vermaint, dass es derentwegen
weitera berichta bedürfe, . . . dieweilen er aber bis auf dato
noch bei mir ist und ich mit gottes beystandt and genadt craft
der jüngst pabliciertcn k. gencral man data sclbstcn mich aus
dieeui land anderwerts bin begeben wier, also wicr ich solichen,
dieweilen er bis dato, gottlob, und so lang ich lebe, kain pupil
ist, mit mier nehmen.
Wftg ftir das ander die . . . notgerhabschaft anbelangt,
hat es darmit ein soliche mainung, dass ich nit simpliciter ein
notgerhab, sondern ein Tolmftchtiger und unverraiter unLfrut>-
tuarins bin, so lang ich lebe, craft meiner jüngst verstorbnen
lieben gemabl sei. orndtlich aufgerichten testaments, davon ich
fl38
den vierten »rticl dar&as . . . hicmit .ibschriftlicli und vidinitrter
»tth A einbringe, in welchem ganz lauter und dar bc^iffen,
dftBS icl) atl ier ßQct, wie soljclies genant wirt, so lang' ich lebe,
Icihgedin^sweia ohne ainiclie raitung doch anverthuclich and
ungeBchineiiert des haubtgnets innen haben, nutzen niessen
und gcbranchßu müge, mir anch ihre nnd meine sOhn als ein
tre.Qer vatcr bevulchen sein lassen solle und tu summa alles
das thuen und laisten solte, als was sie ala baidcr getreue ehe-
leiblichc mueter ku tliuen und zu laisten von natur, ehr und
rechtstvegen betuegl wälire; craft dises lautern articis habe ich
ihr testament accepLiert und mich des ihrigen unterfangen^
welches mir meine baydc sühn n-ueli gar gern vergunnen und der
ältere als mein Stiefsohn, der VVucchrcr, welcher nunmehr bei
seinen vogtbaren iuhren, derae auch der h. laudtshaabtnian in
Khärndlen das viitcrlich gaet in Khärntcn einzuantworten an-
bevolchen, gar kain widerred derwegen hat.
Diewei]en nun die lettamenta . . . von der . . . l.-ubrigkait
mtteasen gehnndhabt werden^ also wll ich geh. varboffen, ich
werde darwider (dieweUen die rechten erben, wclichc nunmehr
vogtbar, auch die nÄchsten agnaten kain einreden hal>cn) tod
der landlsnbrigkolt auch nicht hctrangt werden, inmaasen ich
dann hieiuit wider allen [^ewalt und unlueg soUnniter protestirt
haben will; uns oberzulten Ursachen nun und vcrmtlg aiigezogneä
testamenls wiere ich gar nicht schuldig sein, zu K. Q. a. H.
ambteoanzlei ainicb gerfaabscbaft raitung zu erlogen und wann
ich auch genötigt sollte werden, dass ich meiner sün inQetter
lieh gnet (weliches mir von der ifsiatrice auf mein leibs leben
lang vermaint worden) abtreten mUesste, so wurde iohs nie-
mandts andern als meinen sühnen einantworten, dan die ober-
gerbabachalt nur eo laug be&tobt, so lang der pupil mtnvrennii
ist, da er aber seine vogtbarkcit hat und mit dorn Bcinigen
ausser landts zu ziehen be-gert, so hat die l.-obrigkait nie in
dem Beinigen (craft l.-freibeit und gemainen laiidtsgebrw
ainiche mass oder Ordnung zu geben.
L'nd übzwar ich ganz und gar resolvirt. micli aus disem
land zu begeben und mcinei- lieben gemahl Bei. mir auf meiB
lebenlang verschflfTte goeter dahinten zu lassen, bo will kh
doch verhoffen, ich werde eben dasjenige, was 1. K. M' . . .
denen, welicbo fideicommissgueter im landt haben und wie es
mit deniselbigcn des genusa halber gehalten sohe werden, vcr-
*
i
839
mUg Qliallegirlen gcneraU aacli zu gcnUcbsoii haben, dann es
fast unum et idem. . . .
Will geh. verhofFon, K. G- u. H, . . . werden mier hier-
innen weiter iiiclits beschwerliches suemueten, soodeiii mtcli
vil mehr bei meiner I. fraucn geniahl sei. testainent schützen
und handhaben. . . .
E G. u. H.
gehorsamer
Wolf vun Prangkli.
•
Der Artikel 4 de« TeBljiinenta liegt bei uud entliKlt in Mt Tut Hhb,
WM ohtin «ngegebon Ul; dabni ist die lluffiiung, er wnrd» oivh die Snhn«
augeLegcn «ein IflJseii, tiata er ite ,vor Alten dingen ku der ehr und forrlit
gottp», ilie Pin mbtnr liriinn<)un1l dir vroiiilK>Lt int, wie micli zum üludiceu,
pirtnn kÜiiHion imil eitlen, nnl emst, eiTi-r und nllcn rlcii.-» nieh« . . .
ionil'-flic]i nlicr dxrnit sie iii der reelitcn wuren ev. rcitgloo utnerwiMon und
erhallan werden'. . . .
Am auQen-n Kanile: ,2. A|iril 638'.
Der junge l-'r«&s Adain Wuelcrcr legt seine .l'roloUtioD* bei, deß du
TeAtnDK'nt •einer vArRtorlioci'nii AliiltiT dviii 8littl'vat«r gog'AnOh^r gntreu piu-
g«lililt«n vrt'rdft. BoIUc Ihm Hcinrr MuUtr Gut, ,diirurtlrT noch zum Teilo
du dee Vaters gnmtsclit int', lo wUrdn er es keinem anderen lauen, Bondern
sieli ^deeaeiben lelbBt unterfangen*.
2617.
Feräinami II. an Christoj'h Dnvid ürsehenheck, Lamleshanptwnnn
I» Knmten: ,damit in huniiuiirio iudicio den herrn uud html-
leithcH, so der uucaiholischen rditfion iuüher wollen aus diesen
landen eichen, schlcijiiye iustitia atlministrieri iverile'. Graa, 1029
April G.
fKons-, Stalth.-AnhiT Graa. Expol. i&i9. Reg. ohne Tageadatuu im Bep.
ävt Oem. Kop-)
Ferdinand . . . Was Air ain rätliHche mainong du an uns
unlengst wegen administricrung sdilclniger iuHitia denen herrn
und landleithen, so der uncatholischen rcihgion halber aus discn
landen ziehen, gelangen lassen, dessen hast da dich gueter-
massen au erindem. Wan wür uns dan darauf und andere dcM
wegen einkhombne rathhche guctachtcn dahin gn. rcsoWiert
und entschlossen, dass aller orten nachvolgender modus solle
gehalten werden: als anfangs, ehe die parthcyen in das recht
erwachsen, sollen die gericht vor allein dahin gedacht äcLn und
eich beroUehen, damit durch die gücte beiden thailen zu ruhe
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geholfön; in denen rechtsMchen aber, welche h«raith dem tum-
tnario ittdieio hey denen sclirannengericliten per Utü oontMta-
tiottem anbengig^ gemncltt worden, solle es ilabey gelaBwn, dl«-
jenigen acltonex aber, so i)oc}i nicht dasctbston in lit« ptndent*
fQr die landtebaabttnansohaften iedes landts gesogen werden,
mit disein geinesftenen und gantz ernstlichen hoTolcli, dass die-
selbe landLe^iaubünannscbaftcn denen aas den landen ziehenden
herrn und Innrtlentben, sie seien actwef oder rei unverzogont-
Hell cxtruordinari verhOi-eii anstellen nnd Über ibra habende
praeteunmiee »timmarie et de piano erkennen, wie auch aaf das
fUrderlichiste zu denen executionen verhelfen eullen.
DcsBglcichen soll es auch mit den Sachen, welche aonsten
zu tSgen clagt und in das ordinari landtrecht gehören, observirt
werden und obwoln wir in Stcior diso vorardnung getban, das
«an sich ein oder die andere parthey wider die be; gericht
aiiBgegprochne urti and abschidt bcechwilrdt ed sein verinainen
und derentwegen auch umb die appellationen einkhoinen würdet,
dass denonsciben vor nnser i.-ä. regierang mUndtliche Terbören
angcstelt and also den thailen schleinig von einander geholflen
werden (>ic), wie aacli dass lo denen eachen, so beraitb in litU
jtendentia sich erhalten utid appellirt, aber die scbriften noch
nit aufgericht worden, es auf ein gleiche weis zu observiercQ;'
was aber in Kärnten und Crain appelÜert windet^ weilen die
advocntcn soweit heraas ohne grosse ungelegenhelt nicht eu
bringen und mit inforniirung de novo der alhietgen sonsten mit
vilcn aclionen uberhellfTten sich auch die iie^otia nur raehrcrs
verlengcrn wurden, %]sn lassen wir es bey der alten ordnUDg,
dass die appellationes dasolbsten schriftlich aufgericht und unser
i.-Ö. regiemng uborhendigt werden solleuj verbleiben.
Und so vil dan die hofrechts- odor gwaltsclager anbelangt,
weilen dieselben von denen gründten dependieren and denen
poBsesBoren za verfechten gebtleren, für sirh selbstcn auch
eau$ae »ummariae seindt nnd ein jeder kaufer sich wol wUrdet
za versichern wissen, soll es bei denen in solchen fallen ange-
stelten clagen und processen bey den ordenlicben instanten
allerdings gelassen, im übrigen aber sollest da zu befUrderung
der partheyen das recht öfter sitzen und die scbleinigc ab
• In einem «ndenra Enlwurfc: .weilen sbsr b«i dinem so »II KilchM nit
practiciert wetdoD ItADci . . .'
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helfung der reclttsstrittigkeiten dir bftsondcrs fleiss angelegen
sein lassen.
Wan aber ie in der inen ans den lande »ielienden be-
stimbten ze'ii tbeil» reclitafUhrung umb derselben weiUit.liicIitig-
keit wilten nicht erörtert werden möchten, sollen die aas dem
land abziehende f^loichwol catholische gwalt«trager, die das
recht ausfuhren, liinter sich sii lassen schtiklig sein.
Also wollen wir dir liiemit gemeaaen bevehlent haben,
dasa du zae meniglicfis nachrichtun;; dise anser gn. genombne
reselnlion publicieren lassen und denen aus dem landt ziechen-
den landtleuthen in ihrer rechtssauhen selbiger gemäss die
justitia sclileinigist adrainistriren sollest. Dann es beschicht
hieran unser gn. will und mainung. Oeben in unser statt Graz
den 6. Aprilie anno 1629.
Comraissio sacrao caesareae maieslatls in coosilio
Wolff Jöchlinger.
Job. Zteglmüller.
Liegt tn dini iintveAnntUch von niiifliKlnr verscliieilenen KiitwUrfiin
vor. Ein an ätM KellnirmnittArKiiit in g1uioh«r Saoliie uligehnn^er lißfehl iel
vom 34. April datiert (Koaz., ebonda.).
2518.
Ferdinand IL an die Verordn€te*\: erläßt auf die Supplik Eva
Grafenauers hin ihr den 10. Pfennig und bemUigt ihr den den
anderen LaTidleuten gegdtenen Tennin gum Abzüge, öror, 1629
April 18.
(Orip-, Ät. I,,-A , Chr. R,)
Wird ihr «m 31. Mai Tun den Verordneten Ubennitlelt (Konc , ebund«).
2519.
,Des Landprofosen in Sttier contra Wilhelm von Tladmannsdorf
in causa der unUr die Pfarre Klöch und Ilnlheurein gehörigen
Unierinnen Entschuldigttngsschreihen.^ 1029 Aprü.
(äUttb.-Areliir Qru, Rop )
2&20.
,Ha«g Frans von Sigersdorf tvegen Erleilung eines Termines im
Lande »u verbleiben pnncto reltgionis.' 1629 April.
(K«p., eb«ada.)
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1
2521.
Tcsiimonium der iietrischcu Landsdtaft für ihre der Heiigion
tpegm tum Ahmge am dan Lande gencwigeHcn Mitglieder da
Uerren- und Biticrstanäcs. Graz, 1620 Mai 15.
(Kons., et.L.-A.. Chr. R.)
Wir . . . E. . . . L. . . . verordonte bekennen Iiiemit offenT
lieh . . ., (Icmnaclt die R. K. M' . . . aus cbristliclien cyfer, so
9y zu der hl. cath. rilmtschen relifciou haben niid tragen, ud-
langst nls sub dato den 1. AugtiBti abgewicbnes H>28. ian
solche 1. f. generalia . . . befclchen lassen, dass iedwcder (»iehi
oben dii8 Oenerale de dato Ifi28 August 1). . . . Und weilen der
(wolgeborne Iierr, edle, gestrenge herr) ihmc aof oben bcrUcrtc fl
frcyge&telllc wähl luehrers das bcneßcium cmigrationit als die
animmbung der eatlioliscben rüniischcn rcligion belieben lassen
und hierauf bey wolgcdaebtcr einer löblichen landschaft dise«
licrzogtlruinba Stcyer in jUngsgehaltnen iandtag umb crtlmilaog
{jlaubwUrdigei' scliriftlicher urkundt, das» er neinblichen seinen
abzug ans discn i.O. IhihIuii kaincr audurn uraacben als der
rcligion halber gcnoinbcn habe, angelangt, ans anch darauf
durch ulgcmainen landtagsscliliiss anbevolchcn irordcn, dass
wir ihme, hcrm N., der ^varhait zu Steuer glaubwürdigen
schein und nrkundt crthailcn sollen, alüo haben zu volziebanß
dessen alles wir ibmc, hcrrn N., hiemit disc aafrichtigc ehr-
liche zcugnuss dahin geben wollen und sollen, das niehrgo
niclter hcrr N. wie auch seine liebe vorfahren nit
allnin aincs uralten adelichen und ritterlichen her
koincns sein, welche sieh auch jederzeit mit araltec
adcUchen ritterlichen gcschlcclitcrn ircm standt nach
als licrrcn- und ritterstandt vcrhcyratb und befreandt
gemacvht, sondern aucb solch cm ihren standt gemfiss
sieli j^dcsmala adclich, aufrichtig, ehrlich and redlich
in friden und uiifridts zciteii gegen T- M* und dero-
sclben li o <■ h 1 öb Heia ist en vorfordcrn, wie auch einer
löblichen landschaft und gemainen weson als getrcaeo
Patrioten wol anstehen thuet, und mit meniglich unsers
Wissens also nachbarlichen verhalten, dass sonst« o*
* Die K«iprrirt«n Woito «ind in d«m K«ns«pt« durch «inen dtrich 4Ib
Uande herrorgeboheo.
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«ein ond der seinipcn liebreiche fcrrere conttrait^rliche bey-
wi>linunfr in dison Undcn (waii er nit übverstandencrinassen
der rellgion und keiner andern Ursachen halben seinen abzuf;
nemben thcle) mit licchsler begierde gewQnecht und de»iderierl
worden wore.
Gelangt demnach an alle und jede, was atandts, ebren,
würden und wesena die sein, so hicinit rrsneclil mücliton werden,
im naincn hochcrinclter E. L. L. alda in Steyr unser dienst-
liches, vleiasiKCB und freundliclies annHnnen und l)itlen, die
wollen inen mebi- wolgemeltcn herrn N. wegen angeregtes seines
gneten alten adelielien herkombetiB, ebrliclien und aufrii-btigen
verljalten(8), auch von dieser I. Steyrifichen landsclmft wogen
zu gnadon und aller erAprtlsalichen und wolwlirdigen bef\lr-
derung, Üebs- nnd guetserweisang beste(nl8 commondiert und
anbevolhcn sein, sowol auch an seinen raisen aller orten onge-
bUndert in durclipaasiern lassen. Solches wirdet er, licrr N.
selbst, jedes slandt. chrn und würden nach zu verdienen sich
jederzeit bemUehcn und wir wollen es auch auf begebende gc-
legcnhait in disen und andern filhlen um jeden seines atandts
der gebUr nach zu erwidern in K. L. L. nunoen in alwcg be*
flisscn sein.
Dessen alles nun zu kreftiger urkundt und der anfail-
l>ären lieben warbait /.n Steuer habmii wir anfang.^ benennte
verordente in Steycr unsere ambtspL-tscfiaften liier angehangen
und auch öainenllitdi niil aigiien hnnderi unteraehriben. Oeben
nnd bcschcchen in dises herzogtlminbs Steyr hanblstat (irttta
den 15. tag May . . . ll>2U. inbr.
Am llnichliige: X'oncept der liPrrB tmd lunillrut («TiwiöhiV. Nach
dinwm Konsrpt« n-uriJüii diu eiiiMltieii ZvugiiitAP aiigcff tilgt, nur w«rdea
bnotxlcre Qualltttun auuli tiocb bunonilcti liprauagrhobci). Dm erale 7«ii^iiiM,
du duruAcJi gcforli^l wuni«. war, wie auf don Kcusapto tolbsl vermerkt
wird: ,ll«rr Hans ron PrAg*.
252^.
Testimonium der steirifcheH Landschaft für den edlen Herrn
Kaspar Zebingcr auf Kirchfeld, tceiciicr der Kdigien tccffeti iws
dem Lande muß und der sich daheim und im Felde stHs treu
und ritterlich erteiesen. Orai, 16ÜU Mai 15.
(Kop., 81. L.-A., Ckr. R.)
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2r)33.
Klngc der Kdndncr Lnndschaß gegen äen Profosen ,iccgen
aUerhmid gegen seine Instruktion vorgenommener Handlungen'.
1639 Mai.
(äUtth.-Archiv Gru, Rr<p.)
2524.
Lattdfsfür&tlicher Befehl an den Landesvenvalter in Steierntarl
Ulrich Christoph zu Schär fr.nhnig : %d)er das Vorgehen des Hiero-
nymus Vürker Bericht eu erstatten. 1629 Juni 7.
(Stnith.- Archiv Or»J^ t^iidr«clil PHrker.)
Pilrkcr roU atuiSaciison und amlerBti LHndeo. wo or WohDaof ncht«,
heintgAkehrl, eisen Aullauf vr-Tiir>&cht und tidriiclite vsrbreitet haben, dafl
mnn den Ttlrksn inii Land rnf«n rM>11ß, well di« UnkatliolUchsn vtririobra
werden.
2525.
Georg der Altere Herr von Stuhenherrf, im Begriffe, der Heligion
wegen seinen Aheug aus dem Valcrl/mde sti nehmen, ly^rmaehl
seinen leiden Vettern Georg dt-m Jüngeren und Wolf von Stuf}eH-
herg, denett er schon früher Schallaburg in Österreich und Mure^
in Steier eingeräumt, Kapfenherg und Franenhurg derart, d«fi
jenes an Georg, dicsrs an Wolf fidlen, letzterer aber eur Aus-
gleichung dann noch Stubcgg erhalten solle. Dem jungen Vetter
Hans Wilhelm, dem Sohne des in den höhmiscfien Aufstand ver-
wickelten Budolf von Stuhenberg, soll, da er nacÄ seinem Vaier
nichts eu erben hat, tvenn er 20 Jahre alt ist, «*/ Genehmigung
dts Kaisers 100.000 ft. ausgeeahll uerden. SoUte er des Kaisers
Zustimmung nicht erhalten, so entfallt diese Verpflichtung, aber
die Vettern sind verpflichtet, Hans WiUulm bis ru seiner Vogt-
harkeit gebührlich m imicrhalten. Die ererbten Herrschaßen
sollen nicht an Fremde verkauft werden. Kapfenherg, 162S
Juni 27.
(Kop., &(. I..-A., !Stubeiib«r^Akteii, Fam. Scliwarx.-Arcbiv Moratt.)
Zu wissen, naohdeme der wohlgobohrne h. herr Georg
der Kitcrc, horr von Stubenborg, herr aaf Kapfenberg, Muhr-
egg, Frauenburg, SclmlJaburg, SUechtenberg and Geyereperg,
obrister orbacliejik in Steyer, R. K. M* rath anietzo seines ab-
aug AUS dem lanclt Sleyr za nemben eutsclilossen and
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wegen seiner im landt hinter) as»encn ligenden gUeter, nach-
deme ilimcj diesellio Hcines leiba leben lang in bstandt zu ver-
lassen, von [. K. M' allergncdigst bewilligt worden, sieb mit
beedeo seinen lierrn vöttera . . . Qeorgen dem Jüngern und
. . . Wolfen^ bcdßu lierni von Stubenben? gebrüdem, der ad-
ininistration halber allberaith auf ein gewisses und richtipes
vorglielieii, und aber wegen seines hochen ob sieb liabenden
alters und wissentlichen leibsBchwacbheit ihme die gedanken
Icielit macben kan, dass er sein leben lang in Uisea landt
nicht wider komon müclite, doch aber gern haben and
sehen wolte, dasa nit allein die kurze zeit noch seines lebens,
aondürn auch nach seinem todt solche anligende Btuck, leitli,
gUlt und gUeter bey dem namben der herrn von Stuben-
berg durch besagt« seine 2 junge herrn vettern und ihren
erben bestcndighch in guetem fri<len und ruebe erlialtcn, auch
aller künftiger verthailung willen (sie) zwischen ihnen erheben
kante, vorgebogen wnrde :
als hat thine für gnet angesechen noch in lebzeiten und
vor seinem verraisen auch der künftigen snccession willen, ver-
miteis ihrer selbst aignen brilcderllchen unter}iallung, als in
welch er nicht allein guetwitlig consontirt, sondern auch sie dar-
zue Selbsten zu Jctn ende hiefaer auf Kapfenberg bescbribon
und berneffen, ein entlii-hc richtigkoit zu inai^ben. Darauf dan
beede herrn auf vorher gepßogene reife erwegung der Sachen
mit zeitigem rath sich dahin freundtlich iitid bruederlicb ver-
ainigt und vcrgliebon, dass, weilen ihnen von anfangs wohl-
ernenten ihren herrn vöttern über das, was ihnen mit denen
herrschaften Schftllaburg in Osteri-eich und Muregg in Steyer
durch abBonderlichc contracl hie bevor eingeraumbt worden,
die noch übrige zwo herrschaften Kapfenberg und Frauenburg
zu gleichen tbailen vermeint worden, dass auf begebenden falil
zeitlichos ablebens ilirca herrn vOtters (welches der aümcchtjgo
gütt nach seinem göttlichen willen noch lang verbieten wolle)
die berrschaft Kapfenberg dem eitern bruedem herrn Georgen,
die berrschnft Frauenburg dem Jüngern brnedern hcrm Wolfen
becden herren von Stabenberg oder ihren erben alles Inhalts
der vorhandtcnen urbarien mit aller rechtlichen ein- und Bue>
gehör und aller masaen sye bis anhero durch den alten herrn
genuetzt und gciiobäcn worden, ftlr frey aigen zuesteheu und
erblich verbleiben solle.
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DouH weilen die lierrsoliHft Kapfenberg in den pfiindt
gelten dem anschlag aud nnsatz nach die herracUaft Fraaen-
borg ein nnrnhlrnftüs Ubcrlrifrt und dalieru zu erbaltung gleicher
iheilang durch den eitern, dem jUngern herrn broedern ni>eh
etlich hundert pfundt gelta herrngnlt erstattet werden müssen,
dass domnAch solche er^tattung mit der herrschaft StuHcgg ge-
schehen solle, also dass> wann sich der todtfahl wie obvermeldt
mit dem alten herrn über kurz oder lang nach gn. willen
gottes begehen wtlrdet, dass sodann die herrschaft Stabegg
durch herrn Georgen den jUngi^n-n in gleichen inhalts urharii
mit aller rechtlichen ein- und sucgehUr nirgendta noch nichts
davon ausgeschloa^en, allermassen dieselh anietso durch ihme
genntxt nnd genossen würdet, dem heirn Wolfen herrn von
Stuhenberg zu der herrschaft Prauenburg würklichen abgetreten
und in sein posaesa nnd gewohr für frcy aigen eingeantwortet
and überlassen werden solle. Und ist sodann ein thait dem
ainIitrTi \»-y il«iijCj was üime alsdann in craft dises Vertrags in
sein possess konien oder verbleiben u-Urdet, vor aller recht-
lichen clag und aiiHprach, wie es im landt Steyer gebreiicbig
und recht ist, /u schützen and zu schenneu schuldig.
Damit dan nun diso brUedcrÜchc voi'Uiailung, welche ihme
der alte herr, damit die heri'ächaft Kapfenberg unzerrisaener
verbleiben niüge, allerdings Wohlgefallen lassen, auf begebenden
fahl als wUrklich eftectuirt und unwiderrueflicli gehalten werde,
also habe er dieselbe nit allein pe.r ejpprctawn ralihabirtj sondern
aucli in efeetii seines begebenden todtfahle» angedeate bccde
herrsciiaftcn Kapfenberg und Frauenburg seinen beeden Jüngern
herru vettern mit diser aosdrUckonlichcn condition, dass solcher
verthailung von becden thwicn wUrklich nachgelebt werde, hie
mit und KU)(leich in forma ainer Übergab oder dnnation von
todts wegen fUr frcy aigen cedirt und llbergeben, doch so lang
er lebt, anbenumbi-'n nnd giiw jiraeiutlirw seines reohteng, and
dass sie beynebcns aacli schuldig sein,
erBtlioh die onera, so nach seinem todt sich darauf
6nden machten, su bczalcn und richtig zu machen und weilen
für das andere von weiland herrn Rudolphen herrn von
Stuhenberg noch ein söhn nauiben» Hans Wilhclmb vorbandtent
welchen der alle herr als seinen nuchenden bluetafreondten urab
desto mehren) za betreuen nrsaeh, dieweilen er laider nach
seinem herrn vatcr wegen dessen unglUckseligcD
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4
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atandt, nichts za erben. aUo Imt er ibme tod beeden disen
lieri-scLaften in der alleraDtc-rLhänigsteti trostliclien hofüaung,
daü8 er als ein unschuldiger eines soHcheu wohl fechigeii (sie)
und seines nunmehr verstorbenen herrn vatern sei. inUsshand-
Innf^ weiter nit zu entgelten haben werde, in gelt ausgozo<ren
ainnialhunderttAuscnt ^Iden, dergestalt, dass soliche einmal-
hunderttioBend gülden wolgcdachtc herrn von Stabenberg er-
nennten ihrem rüttem, wan er das zwansigiste iahr seines
alters erreicht haben wQrdet, gegen qaittang hinauszugehen
schuldig sein sollen, da er änderst vri*i vermeldt, einer sotichen
gab und donation allerunterthenigister hoffnung noch fechig.
Wover aber wider Zuversicht ein solches mit recht oder mit
der K. K. M' milden willen and zuegcbcn nit sein oder ge-
schehen konnte, oder er seine vfl^Uige vogtbarkeit der 20 jähr
nicht erraichen wardt, so solle sodann solcher auszug auf
solichen unverhoü'ten fahl hiemit widerunib gesetzlichen cassiert
und aur>;ehebt und beede junge herren derentwillen jemandts
etwas hiiuiuszugebci) nit »chuldig sein, doch aber dass sy in-
uittcls so lang er in leben sein und von dem alten herrn
Selbsten die unterlialtung nit haben wurde, bis zu angedeater
seiner vogtbarkeit nach sein, des alten herrn, todt seinem standt
gemJlss gebitrlichen unterlialten.
FUr das dritte sollen sie, beede herrn gebrlleder, von
beeden disen hcrrschaften in freiiibtc hcndt und auch sonslen
unter ihnen selbst ohne sonderbare dringende iioth nichts vor-
wendtcn noch verkaufen oder die herrschtifton oder urbaricn
zerreissen. Im fahl aber bey atnem oder dem andern oder
dessen erben so grosse notturfien entstehen oder erwachsen
wnrdt, dass er wenig oder vil getrungcntlich hindangeben oder
verkaufen mieste, so solle er ßcduldi^'- sein, seinen brucder oder
dessen rrben nicht allain die ainfailang zu thnen, sondern auch
das pfuntgeU Iiüclier nit als das triicken, das war umb 80 rt.,
die schwere gtllt aber umb lOO tl. hinumbzulassen, ausser dessen
sollen alle andere fUrnerabende reründening genzlichen eraftlos
und ungültig, aber diess der nit haltende thnil dem haltenden
hieraus entspringende naclitl und schaden abzutrafren schuldig
sein. Im fahl aber der ainc thail entweder nit kaufen wolle,
oder nber bescheclme ordentliche anfailung mit aeincr erclärung
über zway monath ohne erhebliche Ursachen verziehen wurde,
alsdun mag die verkaufung auf aiuen dergleichen nolli fahl nach
gefallen ivol gcachcchcn;, und solle sodann solcher kaofer billicb
bey seineu würdeti ond creften verbleiben.
Hierauf tabcn aolicheu gu. willen und übergab von todti
wegen becde junge lierren niclit allein zu gehorsamen dank
angenoinbcn, sondern auch aowolil die anfangs verstandene ver-
tbailnng als alle undcrc \iici- ob specificterte geding nnd Ver-
ordnungen, wahr, vüBt and statt, auch nnwidcrruHich and un-
zerbrechlich ihme, dem alten herrn, auch sie selbst unter ein-
ander einer dem andern zu lialten, auch darwider in keinerlei
weiss noch weg, unter was schein das auch immer sein oder
menschensUn erdenken mischte, nit zu bandlen, mit mnndt nnd
handt angelobt, znegesagt nnrl versprochen, alles bey wahren
adelichen ehren, trauen und glauben und wissentlicher ans-
trUcklicher verpfendtung jedes liab nnd güeter in genere und
tn specie aoch boy Verbindung dos allgemeinen landtschaden-
punts in Steyer, als wan derselbe mit allen punctcn nnd claoseln
hierinnen begriffen stundte, treulich ohne gevarde. Dessen zu
wahrer arklmndt sein dises vertragshandtnng und donation drey
gleich lanteiide exemplaria aufgericht und von allen dreyen
Herren mit ihren uignen unteigestültcn handtschriften und an
gßborucu insigln hecrüftigt und mnb melirer der sach zeagnos
willen der odle, gestrenge und hochgelehrte herr Eyll Johann
Zuegrailler der rechton doctor und der K. K. M' i. Ö. regtments-
rath KU einem mitfiirtigcr (doch ihm und seinen erben ohne
nachtl und scliuden) erbeten worden. Actum in si^^hloss Kapfen-
berg deu 27. JuitU nach der gnadenreiclicn geburth Christi
Jesu unser» orloscrs and seligmachers in dem alntausentsecks-
hondertneunundzwanzigsten lahr.
Qeorg herr von Stubenberg Georg herr von Stabenberg
der Eiter.
Wolf herr von Stubenberg.
L. S. L. S.
der Jllngerc.
Eytel Johann Zaegmiller.
L. S. L. S.
7ti dorio; , Abkehr Uft. ErbvoTtrujf awituhcn harrn Geor^n dee Eltan,
din herru Goor|;cii ^eo Jflngcin uuU U«rrn Wolfeu, li«rra von StubeubMg.
Auf^ericbt don 37. Juni 1029.
S6S6.
GeOTff Herr von Stuheitherg (an die Eeffierung): damit er seme
Harschaßer außer Landes gcniefkn müge. ItiHy Juni.
(Stattl.-ArcUiT Qru. Cxp«d. Kep.)
84fl
Dju AnKiidien lAt nach der niedrigen ZilTer (5) iitriiBriinriings Juni f^-
*t«llt worden. Duselbat liest mAn anoh Wolf Herr td» 9tnbeiib«rg puncto
Termin in rtltgionc.
2527.
Abschied des Q. Saupiich ron seinem der Religion ufegen ins
Exil siehenden Herrn Gc&r^ d. Ä. Herrn von Slahenherg. 0. D.
(Origr-, ßl- L.-A., Stobenberg-Aktea. Farn.)
WoIg«borner . . . Ich hab an lient meinen übel aufsein
mit sondßrer hetriebnns vnrn<>mAn mlieüsen, nie das K. G.
morgen frae von uns binweckh bu raisen wilens; wan es dann
ja nit änderst sein kaii und ich vil lieber wie aufh andere
Ew. G. undcrtlianen von gotl gewUiiJscli(t) und gesehen hclcn,
da« Ew. Qn. die noeh Uberige zeit ieses lebena bey ans und
wier tiiiter deroselben ber]Ii{,'kbaiten und sohntz betten ver-
bleiben kllnen, dann es, gott waiss, wan herr nnJ -anterthanen,
die so lang mit einander gehaust, unzeitig von einander echaiden
mUessen, olino sondere betnebnus und trauern nit wol be-
schechen kan, niuess also gott bevolchen und uhrlaub genomen
sein. Und weiln dann von E. G. mir und den raeiuigen vil
gacis geschcehcn, crzaigt und bewisen worden, ihnc gegen dero-
selbcn ich mich zu höchsten unterthenig- and gehorsnnibist, ja
aufs aller treuberzigist bedanken und bit darneben, da ich in
ninem odar dem andern wider E. G^. gesündigt, mior sohchee
genedig zu verzeichen. Und wUndsche Kw. G. auf ier ange-
stclte filrgf^numne rais von gott dem allmeclitigen, von der aller-
büchston trcyfaltigkcit vil ghekh, bessere gesundhait und langes
leben, auch was Ew. G. zu seel und leib nutElichen sein mag
und das sie an das vorgenomcno ort mit icrcm guctcn contento
khumcn und scy in gottcs nanien ron Kw. Od. hiemit aufs
trcnherzigistc und unterthenig und gehorsaiubist Urlaub ge-
Kw. Gn.
die zeit meines lebeng unterthenig-
uiid gehorsam bis ter
G. Saupach.
' Fdft noeh die BitlP, Dm dem H^rm Qeur^ d. J. viegeii des Bentandet
dM Ottlie Sj}i«peire]d zu empfebten.
PonI«». n. Ul., 84. LX. M
860
Wolf Wühfilm FreiJierrn von TCifhiswald ^edrangencs ßittm und
gefiorsamrs Anltingcn' um ein teBlimoriium- Fiat 7639 Julii 7.
[St. L.-A., Clir. K. Nxch i}«in Konz. vom 1&. Mnt mit entaiirttcheiideD KuaUsea.)
DIb Bittactiria Hegt b«l. In änu Ziisätefn winl du Geitublecht *Is
BitL Vau etllth hundert .lalireti Ijcr ai1n)ig4>.i ntiii ritt«rliche8 ItexeirJinet, das
dem HauB Osterreicli treue Pienftte g^Kleistul. Ver BitLrteller hebe sich bei
aateracbifiilLicbeiri Kriegs«! jieililtonen, nameiitltcb n&hreiid der ung^arischüD B«* ,
btIlioB all Reiterfsbarich braiicbeu laueo.
4
2»29.
In simili Herr Feräimmd Gtdler, Freiherr.
Vfirriiork auf >it«>ii) vorigen Koiik. ; aber das tetUmoniun winl erft an
S5. erteilt («bciida).
2530.
Testimoninm für den edlen und gestrmgen Herrn Georg David
Leysser non Waldegg auf Rain und Forchtcnegg. 1629 JtUi 24.
(8t. L. A-, Chr. R )
Mit Horvnrbf>bitn^ ii«ia«r Frl^tdttns- [als ,Kiicb«1mei8t«r*) und Krlift-
dienade.
2531.
Desgleichen für Georg Sigmuml von Teuffcnhach auf Mafiweg.
Xe39 Jtdi U.
(Ebenda.)
WDrdigaug aiiinar Kricgtdieutto.
2533.
Desgleichen für Frant Christoph von Tettffenbach auf Mnßweg.
1C29 Juli 14.
(Ebeiida.)
Kri«gadi«iist«. Achtjähriger Dienst boi der Laiidjfibranne.
Des^chen für Hans Balthasar von Gloyach. Iß29 Juli 2Ö[?).
(Ebenda.)
Desgleichen für Georg AmdrkJt Ji>f>stl von Lind auf Fewersberg
und Schratenherg. 1629 Juli 22.
(Ebeuda.)
Desgleiclten für Hans Sigmund JöbsÜ. 1629 Juli 22.
(Ebendi.)
Desgleichen für Maximilian Wagn von Wagensherg. 1629 Juli 26.
(Ehtain.)
Desgleiche» für Hans Gregor Amman von Atnanscgg tu Groilen-
hof und FreienpBhel 1629 Juli 27.
(Ebond«)
Kriq^i«n>U« und Dienito in Lnnit- nttfl Hofrnctit«!!.
2&4I.
Desgteielicn für Christoph AmnMti. 1629 Jtdi 27.
(Ebenda.)
Desgleichen für Frans CJiristr^h von Herherstor/f auf Kolsdorf
nmi Lihoch. 1629 Juli 27.
(Bbenda.)
Kri«gt- und Varwaltim^iflnst.
2544.
Dagkichen ßr Hans Christoph Gallfr auf Schwauherg, Kain9<
und WaltlscJuich. 1629 Juli 30.
(Ebenda.)
Hot; Land- and Krie^divnsC.
2545.
Die A. C'Waisen iit Kärnten und Krain hetreffmxd. 1629 Juii.
(Hofbovelch, Rep-)
Ist nieht «rRlclillIch, wm» es betrifft.
Teätimoniam filf Maximilian Berilsch. 1629 A\tgusi 20 (22).
(RliendK.)
,DfQweilen irr geutxte termln bcrstti Tentrlcb«n, h*b«i) di« beim
»erordentpti bcdonhen, <Us bfgprtft teftimtrilTim mi vprwilHjren- . , .* Htrita^
brachte ein zweites An^ncbeii tiui, daß die VeraänmunK dpa TerminJ ,jiih
Gottes Uewfill' — weisen Kranklieit — «rfolgt«. Kr erhielt dann daa tarf^
moftiuni stia 32.
2547.
(Die Regierung an den) .Landesvertceser in Steter, daß ea
feit noch wegen der aus detn Lande stehetiden Unicatholiscl
bei dem Siimniariproseß verbleibe und er den Parteien aktiv u
passiv fiirderlich Hecht handle. 1629 August.
(Slot tb.- Archiv Orax, Exped . Rep )
2M8.
4
Befehl, daß einige unhitholische Persotten nehen Ahforderung des
10. Pfennigs nbgescha/ft werden. 1629 September.
(Suilb.-Archiv QrsE, R«p.>
2549.
Ferdinand II. an die IWordneten von Sieiennarl-: Die
Räte haben berichtet, ßaß sie von diesen wegen jeuer Wthttn^ ^
853
unkathoUscIu-: Mütter und kein Vermö^ett haheu, hei dem jetzigen
Aheuge der UnkathoUschen um Hilfe angegangen^ diese aber «6-
gewiesm werde, iceil sölelws £%i tun nicht in der Verordnete
Macht stehe, die Knsse erschöpß und ein Präjudiz gegeben sei*.
Mahnung eur Unterstützung dieser Venpaisten. Er selbst habe
600 fl. deputiert, die von den Unhatholischen ad pios usus .9^;-
machten Stiftungen icötmicn lia^tt dienen. Kin Präjitdie tvcrde
nicht geschaffen, denn hoß'eniUch werde es im Lande keine Sekten
mehr gehen. Ebersdorf, 16^!) Sept€nd>er ^7.
CKop , 8L L A., <:iir. K.)
Fenlinfind . . . Ersainbe, geistliche. Uns ist von unsern
zu Grätz liiiiterlasßiiciJ geh. rillhen geh. bericht zuekümmcn,
waamassen sie Euch derjenigen vcrwaiatcn kinder, welche nn-
catholische mlletter haben und sonsten mit keinem patrimonio
veraeben sein, hey ietzigcn selbiger ircr uncAthu tischen mUettern
der roligion halber ctUä dem landt nerabenden abzag erscheinende
noth zwar beweglich m gemileth fuhren und Euch dabey
zaemuctcn lassen, dass Ir von E. E. unserer getreuen L, wegen,
als welche auch sonsteii vil slaltlieb und wol ergilbige gcithiifcn
ad pios ttsm zu bewilligen ganz raemblich in gebrauch habe,
auch dissorts gegen tien vei-waiston landtmitgUdern ir christ-
liche lieb erzaigen und zu derselben Unterhaltung pro nunc
etwas bewilligen und abgeben wolten, darauf Ir euch entgegen
mit dorne entscliuldigt haben adlet, da^iR ncmbtichen solelies in
Eurer macht nit stehe, am andern die cassa erschöpft und
drittens zu besorgen sei, dass disea in ein con^equenz gebogen
und E. £. h. die underhaltung der armen landleuth kinder auf
den hals geladen worden möchte.
Wan nun aber die i^achcci E. E. . . L. selbst aignc mit-
glider und das höchBtc klainot irer seelen seeHgkait berLiret, dar-
zue dan billicii alle müglicbiste threue befürderung keineswegs zu
undfirlassen, als habßn wir Euch hiemit noch malen und aller
sondcrb^iren beweghclien mainung gn. ermahnen wollen, dass
Ir zu diesiir arm^n verwaisten landtleuth kliiilt^r underhaltung
etwas zu verwilligen und darzue geben wUrklichen gedacht
sein wollet.
Und wie wir dann auch unsers thaÜs, Euch zu ainem
gueten cxempl, zu eben selbigem ende bey unaerer i.-Ö. hof-
camer bis in 600 fl. dcputirt und auageworfen, also wollen wir
B54
an onven rUemblicIien nuclifolg sowol desseiitlialbeD, ala sanuileo
sonderlich darumbcn amb so vil weniger zweiflen, weilen wir
daBJenige, was Ir bieraoder bewilligen werdet, \iey der getreuen
L. Selbsten zu verantwordten gn. über ans nemcu, desgleichen
die nttttel liiesue, indeme von den uncatholischen selbsten vor
discm TU Ui^ata ad fioa xisu» und ilifendia vermacht worden,
und dioselben beascr nicht aUhiehcrapplicirt werden kCnnen, nicht
ermanglen werden, wie zumalen auch die besagte conseqnenK dar-
umb niclit stat liaben kau, wcÜen verboifcntlich in ungern landen
ftirterahin k;iiii dergleichen sect und zwispalt in der religion weiter
mehr einreissen und Ubcrhandt neben werden, deronthalben e^
widoramb zu einer neuen reformation kommen und die gethreue
landtschaft wider mit dergleiehen zuemuetbnngen weiter belagt
werden solte, also da»; Knch die eingewendte bedenken bey
solcher bewandtnasa zu keiner weitern verhindcmuss nnd ah-
bah im weg ligen mögen. Verbleiben Kttch . . . Eberstorff den
27. Septembrii anno 1629.
Pie StipeDilt«niingoleg^«nheit flndet im MKnlandUge 1631 ihre Er-
leiligaug, nni) Kwar hniulvlt der 30. Punkt davnn: IJor Kaiser h»l>«t in inil-
bllflicbcr Uiilerlialtiiii^ von viTmOg^oslonnn Kiudetn raii Eiiiigranltüi eiae
Siiiiiiiic verlAugl. Mmi liaLn liiozu 800 fl »iivgo werfe ii. UJtTon iwll Koit
luid Klo.idiing d<ir KiiAtmiL lnt^Atritton werden, (locli int BnisorK« zu trageii,
daß nicht etwa dla Eltern solctm Geld audeiwultig verweiidvit und die
Kiader ohne Lehr bei Ilttu«« bleiben (fol. 329'). Um ein Stii>endiara bitUp:
Bad* Frici1ri«li von Uflfcnberg Rlr oetneo Bobii Hattfa^s Heinrich, Cliriitoph
Zebtngor für iniuen Subn Chriiloph, (ieor^ Smr|fli, Unuli Kochl«r fllr ihren
8o)iu Wolf Adam Schnewpiß, Marin Katharina Gabctkorer fQr ihr« bcidM
Hfilinr Wolf Albroclit und Jakut Ernst, Jnkob von Teulfenbach für satnra
Solm Kaipar, Wolf Dielriuli von Iduu^[icuf>ca fUr eiiiou Sobn, Ilana Fried-
rieb Oaisruck fUr eiocti Sohn. Haas Adam HUriMir fUr oinvo Sohn, Hau
Friedrich Stainach für leinen Sohn Paul Amrlfcicb.
4
2Ö50.
iHe geheimen Bäte name7ts des Landesfiirstcn an den Z^nda
Verwalter Georif Galler: teilet^ in Äbsdiriß dtis an die Vtrord-
nairn erlhssenc Schreihat wegen Ünterhaltutig der certvaiste»
Landieutekinder, dcrai Mütter des Glaubens tvegen den Abtmg
aus dem Lande nehmen müssen, au seiner Vamachrichtunff mit.
0. 0. 1029 Oktober 5.
(Orig.. St L.-A., Cbc. B.)
Der Laad»rerwaltcr enlicbaldijet sicti am 10. NoTBmber mil
an Geld nnd weitt auf den kilnfligen hna^iig hin (Konc, eb«Dds).
4
855
2551.
Aus den FrotokoUen der kroaliscJie» Ständet^ersamtiiiutig von
(feria secunda proximn poat fcstum bcatoruin Simonis et Jndac
apostolorum) 1639 Oktober 29.
(Prot, der kniKllflcbeii StSndaYeraiingulua^ wln eben.)
Bationo iiacrcticoram rcnoTatur articalaa nrmi 1628: ne
videlicet in hoc regnum recipi queant aut in eo sedcs figcrc,
bona vol domos emere valcant aub Amisslune eorum bonorum
pro rcgno confiscandoruin. Pro cuius articuli exccatiorc prao-
fatas Kev°"" dominus eplacopus taraqaam pastor (idclia populi
invigilabit. Cu-i ctiaui Hl""" banus liraciiiu bet:uUiri si iieceüse
fueril anxilio erit
Ztim Jalire 1&30: .Qiiod cum pefuÜAri D«I heDignisnImi bffneficio in
regnit hu Silea ortlodova sanct« ac in rio labil her liacusqiio pentitlHe dlpio-
•catur, «dhibebunt nuDuii pecnliarem etiamtiuac opersm, ut lladeat in rapiii
r*li(rIo ondom calljolii;a LUibatfl in puslGrum qu<niufl obacrvetur «t conacrvetm-.*
Ueiiaa in dieaerFftHunK auch zu dcnJabrcn 10^4 uud t037, bei dem letitercc mit
dem Zusatsp: ,Aüt»m dttauta tegoi UnngftriA« ot borum ri^Oiruia Libertali-i et
Articuloa auporlnde edtt&s tucbuatur, couserrabunt et taanulcncbunt D^f|ue
in it]j(iu.o< Bt ab illts smoTpri patimlur praeter iinicitm retigioni* iic^olium,
in quo id putiwtinuai citribaot, nl c4t)io1icA Roman« religio «inccrn pfomcn
yeatar, libcrlaln» et iura ccclujiaslira rnstiliiatitur ac r>hdi«ryenliir, pracnertim
T«ro in regoia istia catholicia.' .Sn atich xum Jatir« Ifl43.
2552.
Der Landgerichtsverwalter von Muran ist vor dk Hegierung su
verschaffen. 2629 November.
(Stattb,- Archiv Orax, Rvy.)
2553.
IHe js» Mureck befindlichen unkatholischen Personen sollen aus
der Stadt geschaß werden. 1629 Novetuber.
(Ebonda.)
h.
2554.
Die lieligionsreformationskommissäre in Krain sollen dem Hans
PantaUon den entzogenen Garten und anderes restituieren, auch
8M
amlerv utilnttholi$che aus dem Lande kiekende nichi aho be-
»chtccren. 1620 NovemJter.
(Horbeffltil, Rap.)
l'«ntftl»on WHr unb<>rii)ftflrweM0 ,doppe1l' ge»tr«ft wordao.
2655.
Ahwritlichra GuUiChtm der itinerihterreichischen Jltagierung
puiu'to ihnseih Müersers Ansuchaf um eine Lizene auf sein Qui
äluwrhof«» kereinjmreisfn^ damit er hier seiue Gesundheit tciedcr-
ti'fttNjm und seine AngtkgcnheiUn richtig machten Icönne. 1639
Dttemher 1.
(8«. L.-A.. Chr. R.)
B« Vftint*« «ttrk aud«re UnkaÜioli»elie daiwlb« bfllTML I>*
»U>k «l>«r h«tiAu iiu Lau«]» Ufindal, Ltt er d» bi» Mt Wi«4orarimiiptaF |
3566.
TMtiinontuni ßr QnH fWikm» «m RadtkmiU. 1629 DeaembtrlO.
tttßHf WiMf (iMMf Tmk Mi
867
i
2559.
Herrn Hans Ludwig Grafen von Thurn amgesdiiiff'ien sektiscften
Pfleger 0U Bleiburg betre/fetid. IHZO Dezember.
(HvfbefAbl. Rep.)
2560.
TeslimoniDm für Andreas Sauer: Jnserierung des Herrn Andreas
Suuers Titels 0. D. (1629).
{KoD>., St. L.-A-, Cbr. B.)
ÄtidrcM Sauer, Freiherr zum Khuiixclih, ScliDtiitvin und Pl^llati, Erb-
UndfanchDfli rlor in Eritin und 'der Wiudifchen Mark. Kriegttlienst«.
Von diesAin unA den nXcIutcn Sttlclcen )iab«n iiicb weder die Gingaben
tun ein tetlmmüum orhxlten, nncli iit xn detn erhaLtcnen Blättern oin Ualuni
vorniffirkt. Auch din £sbibit- und Rcglstraturbücher weisen nit-bU aus; dos-
gloicboD die L.-U.
2501.
Desgleichen für Hans Friedrich von and au Teuffenbach.
0. D. (1629).
(Ebenda.)
(Da die Bemerkung ,m timUi herrn Gall roa Rackboiti' auf d«ui
Konzepte stellt, dürfte das Dataio wia bei Rackhuits der 10. Deinmbor Bein.)
Da« Zcngnin ftlr diesen TealTenbachAr ist be»ond«n> chrciiroll. Clsrillirnt
werd«n aeine Krip^diengte, s*inc Verw«nclung an rencliiedon«» Httfen etc.
2Ö62.
Deagkiciien für Ortolf Freiherrn von und gu Teuffenbach.
0. D. (1629).
(Ebenda.)
Krieg^ienste von 1596 — 1028.
2563.
Desgleichen fiir Wulf NiUas von WitiHischgräte. 0. D. (2G29).
(Eboiida.J
llof- nnd Kriegidiennte.
2564.
Des^ichen für Ottheinrich Freiherrn £u Herberstein, Verordneten
in Steiermark. 0. D. (1629).
CEbeoda.)
BoaoRdore Hsrrorhfibtinf^ 8ein<>r Heiaen, seiner Legatl^nen, Rriep^
dieuate usw.
Eri«gldi«ait«.
Dergleichen für Emreich Freiherrn vmi Rottal. 0. D. (1629).
{Ebeoda.}
Krieg!- und Hofdieiuit*.
2572.
Desgleichen für Sigmund Friedrich von Speidl von und cti Jift«-
Jtoffeii. 0. D. 1629.
<EI)«ii(1k.)
2573.
In simili auf Herrn Georg Friedrich und Herrn Joachim Speidl.
Wt deo penaoiiten Ilenren und LftndIout«i> ist die stoirtsc^e Eai-
ltr«ateollBte ntueh liingn nielit crscIiSpft. Manclins bat schon äDbtipg«r (ilehc
die fülgeode Nunimer) vcrvolltUindigt. Indem viele Emigrkateo ihr« im
4
d»r Liuidiclitft ]'L«f«ndeu Kapiulien zurOckici»li«n, &uliuM«u «iufordera, uiu
6t«tL(>rnnch]td! bitten usw., läßt sich auch mniiclii«)) an» dein Exhibit- uiid
Be^islraturbnch den Jatiros I6<29 {[^winnen. Wie aber «ineneiU nicht j«d«r
«bzicbciidc Herr lieh eiu tf^lhnonium für iwtin WohlverbjiUcn gnben ließ, w*il
er OB nicht uBtig hatte, so «iud nohl «uuh mancho ticliuldforOorunge» nicht
anf (liM«m Weg« oiugehoboa wardou. Dalier wird aach diB Rogi»tralar kolno
Tollstäiidi^e AufklüniiLg gobeu. Aiidercnoita »lud ia ihr tnAncho Per-
toiten verxeicliuvt, di« G«1der «tiiliuben, wobei u wieder nts sweifflbafl
crictictnea muß, ob die EinkafsicraDg auch wLrk[i<:h iufol|jra der beror-
fttehonden Emigration staltfand. Ea finden aich da:ii>]bat atig«gchcij: llayer-
liofen, Witwe, Uietrlcbatetn Gnorji Atbretht «nd Signniud Ijudwig,
Eibtawald Christoph, Anna KUsabelb nnd Anialricb, iiallor Elisabeth,
Gera Georg Philipp, Gleinita Kegina, ÜInjacb Andre, llcrberstein
Georg Sigtnuud, Cbristopb Muriz, Leopold Güorg, Salomc und Oenovefa
Maria, Herilftcli Felioitaf, HofrmaD Magdalena, Ili>iicunArtli Eroreicb,
noltxa[if«] Salom«, Iduugspeugf^n Dietrich, JOrgcr Spipticnui, Maillogg
äal&mO'n, Mandorf Hani, Moaliaim Ilani Kartlm«. Prankh Wnlf, IL-iiij
Adam, Franz Wilhelm, Hans Slgnmnd und Sigmund Kriedrieb, Kadmana-
Hnrf Wilhelm, Kacknita Üall, Hottal Ucorg Rmreleb, Rindtacheid
Begiiia, äaurau Kudolf, Schneeweiß Christoph, ätadi Karl, äitsuniia
Steinpeiß Barbara, Stuljonberg Oeorg d. Ä., Georg Sigmund, Tanii-
baasen Unmla, TalCenbaoh Gottfried, Teuffuitbacb Hans Kritidrich,
Tliurn &opbi«, TraQtm»nii«dorf Erorflicb, Vetter Ursula, Weltier
Gotthard, Ferdinand, Anna AinalJa, Wexlcr ßigtnund, Zfickl Franz tii^tind.
ErgSnsung findet dieses jedoafallj iinvolUtftndigo Vcrxcichnii iura Teile icbon
dureh die ohrn angnnihrlen Namon, dann durch die unten folgenden Nommern
'iC8i> und 2&Q2, endlich brKniidi^rs dnrcb die Emigrantenlislo SOIxingor«, welcher
Utalere aweifelloa die meiateu der Cuiigrantcu gekannt bat.
2574.
Andreas Sötzingers Emiyrantenverzeichnis.
{Uedrockt von Zabn im 'J. Uande der SteiomSrkiachnn GcAchiciitiblfiltor 7i
bis 94. Dort S. 76 die Literatur Ubor die sonatif^cn Emigranten tittiin. Czer-
wenka, Die KhcvoDbiJll<>r ü'i'J—*iiG, Anzeiger flir Kunde der ileutacken Vor-
zeit 1Ü62, 316 CT.]
Über Sotziuger siebe di« Eialeilnng. Sotsinger bringt ancli ein V«r-
xeicbnia der StXdte, Miirkt« und Fleckf-n ron InntrOaterreich, die prol«*
alanliacii ueweM^n. Da er aber nur einoo Anscug ans Roaclco« cntbXlt,
wird von einer Mitteilung dieses Vt^neetehniaaea abgetehen. Gedruckt ist es
mit Erläuterungen von Znlin ijn '2. Bando der Stciermürkisclien Oesvhichta-
bliittcr 91 — lO^', Ein Vuntricbnln kttrutriiortii^r Einigrantrii wird dernnMchst
im Archiv für kürutniicbe Gsschivbl« otc. zum Abdrucke gulangeu.
2675.
Ferdinand IL an den Pfarrer von Gonobit$: Befehl, daß die
dort befindliche seJUischen Weiber sich hinnen li Tugen hc-
860
kehren oder den 10. Pfetinüi gahUn und atis deni Latide rü^en.
J630 Janmr 18.
(Suttb.-Arehir Grmc)
SchvreüiKerio um Verl&ngeruog ihre*
Aro 7. Mine bilt«t Unul
miau bis Oatern.
2576.
Gtttacftte» der liegieruug über das von Benedikt vou Afoshaimh
eingrrfichte Gesuch, ins Land reise» iti dürfen, um einen Steuer-
aussland ins Heilte £U bringen. Antwort: Der Vorwctnd sei ffans
unerkeliiich. Andere könnten wichtigere Dinge corg^en. Er
habe einen ordentlichen Geualtiräger; daher sei er ahfuteeise».
(Gras) 1630 Januar 26.
(8t. L.-A., I^Ddraclit Moshuim.)
2577.
Ferdinand II. an die Heligionsreformationskommissare in KiirHlm:
Aus des Pfarrers von Treffen Videiitin Avictdae Bericht mt-
nehme er, daß sich in seiner Pfarre noch viele VnJtatholische be-
finden, die sich schon jn*r Zahlung des 10. Pfennigs bereit er-
kiürt haben. Befehl, jene, die sich nicht bekejtren lassen, aus
dem Laude en sdiaffen. 1630 Januar 20,
(Koox., «b«ada. G«aL Eop.)
2578.
,Herm Haus Bartlmeen von Moßhaitnb, gewestem betsitser
landts- und hofrechien, ist £U seinem abeug verehrt tcorden 300
1630 Januar 29.
{SL L.-A., Wir. K)
Ad deiDSflllvu Tage crbiUtcu Haus Wiltieloi von und an Kbroft«fg
aOO &., Usximilian B«acli«np«rg«r. geweMner Zvupkomioladir. 800 fl. und
nin> J«kob Riuchcnperger, gleichfills ZeagskooimisaXr, MK) fl.
2579.
Sli^han ScJtmidt d. J. aus Radkersburg bittet, ihm den lö. Pfennig
tu erlassen. 1630 Jan%tar HO.
(Kons., ebenda.)
Bfifehl aa d«n Pfurrer um Bericht.
4
861
3680.
Ferdinand II. an Vetth Georg Freiherr von Eibistcald: Befehl,
sich vor der innerÖslerreichtscheH Regierung tu sfdie», weil er
sich nicht hloji ohne Speiialerlaubnis herein ins Land begehen,
sondern sngar mii einem anderen Ausgeschafften ,der FetiU^
dem Landtage heixvtcohnen siefi unterstanden habe. Auch habe
er andere Ivsolenien verübt, vor allem des Adam ron Neuhaus
minderjährige Tochter FUsaiteth sur sektischen Erziehung ins
Üeich etitßhrt. Grat, 1630 Februar 15.
(Eoai., Sutlh.-Arcbir Gru. Gem. Eop.)
EiliUwald schreibt am 23. Mxi 1630 von Thiirn «ii >lon Landtulmiipt-
m*Dn (Orij(., ebfinilit), daß Dr laut ß<<fcbl rom 21. (brxi«hii[igsw«i«e 22.) Jn-
■mar bei Strafe von 1000 Dukittvn vcrhallon wunle, nicht «u* Klsgcufiirt lu
Gfelien. Daß er dom Landtage beiwobaen wolll«, int ciiio AuMtrauung Miner
Friodfi. Er d«iiku uiclit darxn, dm fc. Q«n«rali«u lU wid^rttrebeit. E^r hab«
in drin(r>!nd«n Sjich«n auf avht Tag" hi>inirpi*en mtlMen. nittr, «ch mit
ihm fr«gpn iea ihm dareh seine Verliaftnng riig«filg:t«n Unnchts tn rer-
ploicti^n. Uwhenbeck abreibt an 2. Jont an den Kaiser, Haß Eibiswalda
Angaben falRch seien. Dieser weil« immer norh Im Lande.
2581.
Landes fürstlicher Befehl an N. Fetder: sich icegen unhefuglcn
Hereinkommens nach Körnten am 37. d. Jtf. vor die Regierung
sn stellen. Grat, Februar 15.
(Konx , Suitb -ArcbiT Grai. Gem. Knp.)
2582.
Ferdinand II. an alle geistlichen Behörden: Eine An!:ahl abge-
zogener Mitglieder vom Herren- und liitierstandc aus Steiermark,
Kärnieti und Krain hat die BetcUligung erlangt, heimsukehren,
um iftre Oeschäfie abmwicJceln. Die Ordinarien soUcn sich Mühe
g^ett, sie rur katholischen Religion rw bekehren. 1030 Ft^tar 30.
(Ori;. o. Konit,, bbeoda.]
2583.
Ferdinand II. an die Rcligionsreformationskommissäre in Kärnten:
Wir sind glaubtciirdig berichtet, daß sich unter der Bürger- und
Bauernscltaft in Kamill nicht Kenige befinden, die sich eur
Jieiiffiomtreformationikpmm imitm notA ntdU rMjctfefff hthtm. Br^
feU, auf Kicke ffutc Ämfiidd im kahtm mmd m QtmifiktU der
iMtnJUi/men wmgthat. 1630 FArmar 22,
So kittM Hmm Wolf mW KaH 4«r ,T*Mm(*, bw wmm T«d« ikn* tw>
tafUo Tst«n !■ Lia4e bl«ib«a n dAffs. Ai* wardM na tS. F«bnsr
abynriavM.
25S4.
F^dinand lt. an Hans Jahih nm HerhenUim: /JmA tttUäm
du deinen SoJtn fjeijen iinAsre unlängti oitfyymyftig J£mdMe
d«^ Land nach HegmAurg an iiiiJba<&aU«cAf Sdttden ^fSthidd
hasi, ist nnser Jitfehl, entweder in ebener Perton tder dmrA
VoOmaekl am 22. März vor Mnaerer Regierung tu ertAdmmj
U30 März 9.
(KoM^ dModa.)
2585.
Ferdinand IL an e^Ud^e Herren und Landieute ,pancto Verhör
wegen Nichträumung des Landet^: ,Obwohl in'r 1628 tu mänm^
ZteA< Fachrichtung Mandate atagehen ließen, icomach die nicht-
Icatholischen Herren und LandUule in einem JahresiermiH $idi
entweder eur EeUgi<»isreformatio7i bequemen oder das Land räumen
müssen, (to bagt du dich dessen ungeachtet üher deti nun seit mehr
als acht Monaten verstriclienen Termin eigentriUig im I^aude auf-
gehalten.' Uefehl, sich bei dem Kamtnerprokurator am 23, d. (la
margioe 12. April) zum Verhöre einsusteäett. 1630 Mära 9 (bt"
eiehungstpeiäe 18. und 30., so im Akte).
(Ebrada.)
OHit an Hanf Jakoli, Wolf fliffmund, StirmniMl Kriadricb nod Hau
Wilhelm van Ilerb«rat«iii, Wolf Eninich tod Pranckb, Karl ron BaA\.
Saliunon von Umy\egg, CbrUtopli ron Khroosgh, Oeor^ Zobing«r, Haut
Ka«p«r vai IlJtaa Adam von Sch«jer, Karl, Lodrrig, Haoi Oatiial, Brarwcb
und Ooitfiifd Ton ITolioDwart, a«org RunUchüM*!, Haoa Cbiiitopb fltiebiek.
Chrktopti ftrhnfTncr. W. von RadinftnDsdurf, Cbriiloph und Stgwuud &l«inbei£.
Hanii Adam Holnp|^|f, Kllubetb von TnivWaegb.
2586.
Der Landeshauptmann ron Kärnten an Ferdinand II.: hat am
26. Februar den BefrM erhalten, £u berichten, tcekhe Uniiatho-
*
I
I
86S
lise)ie ihre GüUr noch nicht verkauft haben. Er habe bisher nur
erfahren, dafi Sarthnc von IHetr ichstein die Herrschafl llollen-
herg, Hans JDtevenhüller Vclden und Land^ron, Paul Klicven-
hüller Gtitnmiisch und die hei Vülach liegenden Gfdten, so
auf 60.000 ß. gescJtätet werden und Karl vom Windisehgräts
Grafettsfcin itnverhiiiß haben und durch eigene Leute admini-
strieren lassen. 1630 Märe 21.
(SUUh.-Ardiir Grw.)
2587.
Landesßrsilicher Befehl an die in Sadien verordneten Kom-
missäre in Krain: ynit dem Ferkauf der Güter voyi Gregor und
Michael Watx einen Stillstand zu hnlten, da beide um lAzens
gebeten habeti, ins Land Icommen su dürfen. Grat, 1630
Mars 24.
(Kon« , SUtth.- Archiv Or««. Oern. Kop)
2ÖS8.
I^ndesfürsllicher Befehl, die noch «nverkauften Güter der aus
dem Lande gesogenen Landleute ex officio mu scluttien, feiisu-
bieten u}\d eu verkaufen. Gras, 1630 AprU 16.
(Kon«.. Statth.-Archiv Orax.)
Ferclinarci . . . Nachdeme nns glaubwürdig fürkhomen,
dasB aber den alberait rerdossenen terniin noch etliclie gneter,
so die der religion halber ab- and ans dem land gezogene
heim and landleuth hinterlassen, bis anhero nicht TerkanR
worden, damit aber nunmehro Tinsern refonnationsgeneralien,
eovil disen pnnct der jpieter halber betritFt, der wirkliche voil-
EUg gelaiRtet nnd icder aasser landte aasgezognen personeu
vorhandene unverkaufte gneter ex ofßcio geschätzt, 'öffentlichen
feilgeboten nnd in einem billichen werth verkanft werden, als
wollen wir euch zvi comraiasarien mit beiachlicssung der uns
von aiiflcrm rath, caroerern und landthaabtman in Kärndten
gehofBamb eingeraichten speciücatton htemit abgeordnet haben,
mit bevelch, das ihr euch diser commiesion gaetwilÜg anter-
fangen, angedcnte nnscr verordnnng nnd resolution in ainem
und andern erfüllen nnd sodann euer verrichtungs rcktion unserer
«
864
1.0. R. nirdcrlichen übergeben sollt. . . . Orätz den 16. AprilU
Coram. Sacr. Caes. M*** in consil. V
An b. Georg von Gera, Aagnstin von Lambert, commis-
aarien in Kftrnten.
2589.
Ferdiimud IL an Simon Gladich, Pfarrer von Tlachitsch: ,Wegm
Äu&sciiaff\tng der nnkatholiscken Eheiceibtr haben wir uns noA
nicht resolviert, sondern wollen utts versehen, sie tcerden sicft ühtr
ihrer katholischen Männer Zureden eines hesseren hedenkau.' ItiSO
April n.
(Kons., ebonda.)
I
Wbiid rIs uukattioliiteliB Bilßlmr iMen. «vltmi li« sur Red« ^»tollt, d!«
Bilülii^r iliueit abgcnunituop uiiil rcrbraiiitt werde». B«i fortg-neUt^r Halotairif
kcit ist aa die R«g'ivrun^ xu bei'icUlcn. Am letztco Aagnst berichtet der Vtxttet, ^—
er habe eiitftin »ektischen Weibe in seiner Pfarre ein« »ektiticbe PuatiQ« ^|
neben Aiid»ren Bttclieni w*9:g:enoni men und verbrannt. 8)» «elt*«! irt ka-
UioHach geworden (Orig., ebenda).
2590.
Sieben Lutheraner, Untertayu^ Wiüielms von liadtnansdorf. haben
vor der lie^icrung iu erscheinen. 1630 Äprd 27.
(Ebenda.)
2591.
Der ausgeschaffte Adam Jäger treibt sich auf Begehren der
Benigna Khevenhiilter im Lande herum. Gemessener Befehl der
liegierung an die von Jiadkrrshurg, ihn xu fangen. 1630 April $8.
(Sbunda.)
2502.
Ferdinand IL an nachgenannte Heiren und Landleute, sich in
causa rcHgionis am 27. Mai cor die liegierung bu sMIch. Grat,
1630 Mai 2.
(Koni., SUttb.-ArebiT dran.)
Ferdinand . . . Obwollen wir noch in dem abgeloffnen 6S8.
iabr sn niennigliclies nacbrichtung darcli öflcntliche publiciert*
generalicD allen denjenigen hcrrn aiid landleuthen, welche der
■
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86Ö
katholischen allein sei. machenden rcligion nicht zagcthon, ain
gewissen iahratormin,. aintwüdcr zu der religiun&reforuiatiun sich
geh. zu bcqucmben und einzustellen oder aber nach vollendter
zeit nnscrc i.-ö. crbfUrstt:nthumbcn und landen zu raumben, pe-
rejnptorie pracfigicrt und ang-esteJIt, so hast du dich doch dessen
alles uDgeacht über den nunmchro vor 8 inoiiaten verBtrichnen
tcrmin antor blosser Bttnnlation catli. rcligiün mit beiseitstcllung
diMiior gc^gcn unfern getiaiuiben rilthen scliuldigen obligiei-tcn
erclürung zu nicht g-eringer verschirapfung obangczogncr unser
generalien im landt eigenwillig und hochatraffmassig anfgehaJten.
Ist demnach unser . . . ganz crstlichcr bevoldi liierait an dich,
dass du . . . vor unser l.-(3. U. destwegen auf den 27. diss
monats May fril umb 7 iihr zu endtticben vorhür . . . erscheinen
sollst. Gratx den 2. Mai liJ30.
i?.; An Wolf Leonhard Kentschach, Ulrich Wilhelm von
Kontschach, Hans Krnst von Iveutscbach, Balthasar von Holien-
Ijurg, Hans Kosenhcimcr, Otto Kc^ut&cliach, Andi-e Ludwig
froyheiT von WindiaobgrJitz, Konrad Werner, Georg Andre
VLtn Wcltz freyhcrr, Elias Aschaaer, Georg liConhaxd von
Staudach, Hans Antoni Eisenhuoter, Hans Krlodrich Singer,
WÜIiflm Ascliaaer, Klias Singer, Franz Ascliauer, Hans Wil-
helm grafe von Suhernberg, Georg Friedrich Singer, Wolf Wil-
beim von SilberhLTg, Ernst Leonhard von Keatächacli, Moriz
frcyhcrr von WindischgrUtz, Erasamb MUgerle, Hoetor von
Krnau, Weikhard von Aicbolbarg, Sigmund von Aichetburg,
Siginnnd Kheller von Kellenborg, Wolf Andre Jöetl. Joachim Mjl^
gerle, Georg Friodrirh TTaag, Sigmund von Kcutncliach, Ciiri-
atoph von Weidegg, Georg Andrce Zuckcnmantl. Hans Chnstojjh
von Jornsdorf, Georg Dalthasar Katzianer, Georg Eraeamb
Scheyer.
Citandi sanl Bcquenies auf den 20. dits monats Afaii:
Jobat Gall, Christoph Semnitacber. Ernrcich Gallen, Hans
Franz von Sigcrsdorff, Leonhard von Slgersdorff, Hana Bal-
thasar von Parkstall, Heinrich Paradeiser, Hans Sey. von
Hohenwart, Georg von Keutschach.
2593.
LaftdesfürstUcher ßcfehl ati den Pfarrer eti Ilarlherg: Glaub-
würdig Iterichict, daß Andre Siymtmd von Üaurau unkatholiiche
r«ni«*. n. Abt., Ba.LX. u
866
Diener im Jlause and auf seiner Taverne aufhält . hat er Bericki
hiervher zu erstatien. Gras, l&üO Mai 10.
(Kons., Suttli.-ArclilY Oru. Oem. Kap.)
Dabni ein BUU mit fulgcntlcr AiüitoicliBUbg: ,Der pfacrer von Piat
feld ist Ulli auagefpruD^u«r Uenedlctiner, Aacli apottaUt, den er Aitf-ilnm
wfggcw orten.
Er hat dicgß Koit irmbrcra dcalruirt al« Aar ergeat predicant tli
kOniiflii, Hein tn&hlxL-itnii liat er frcy- nnd «ainbslago aiig«at«lt. die bu
daitu i^ulfidcii 1111(1 tapfer llc^i-ich gL-frni»cii.
Er igt stels iu stiUcu und ipvru sur kirclien gang^cn. lu latxtca
fa*ch«Dgtag«tL ist or mit oinom tmminetar und rcitkneclil weg.
Vor 14 tag^ii itt or inil zwei truniinoteni widcrkoitirucii. Er hat bctm
Aiiitm Siifiiiuiid rou Saurau nclirtftfich xen^niu g'>b«n, dats er bey ih
bciuliK^L und rvtiimuniL-i«r(. Dam ]ioit von äntiraa nicbl commaaiciert bat,
iit geuiHA; tUm» rr nnvh nit bficiitot liabr-, halten vil daflir.
Herr Audru iSiguiuiLdt vuu Öaurau batc 2 uucallioltacliv dioncr;
■clirciber nud kocb. Itcui auf sciuiir tAljorn xue Frirdberg uucaUiulifcbe 1
Wan der planer durch den profutau in Tcrbaft bracht und pxami
hOnt« werden.*
Kinn Aitaalil von Akten lioel g'^K^o Jon Pfarrer von Oouobita
auf der«!! Mitteilung wir iliroa großen Umfangas wrgen vonicbUm.
rgvt^H
I
2594.
Gutachten der Regierung über das Ersuchen der Herren HatM
Sifjmund und Oeorij Anielricit Jöstl, eur Expcdicrutig ,i/irer nocfcj
im Lande habenden GcscJiüß*'' ihnen den tsrUingleti Termin .m-j
prolongieren. (Beiden Kirä div Frist auf sechs Wochen ceT»j
Idngirt.J Gras, 1630 Mai 13.
[HL L.-A., Landrecbt JOaÜ.)
2595.
Auf die Bitte der Frau Anna Marusch von Vrattck^ ihre Sn
auf etliche Jahre jiu sich außer Land s^u nehmen, ffHA die inner'
ästerreicJtisdie Regierung ein ahiceisliches Gutachten. Gras, JCi
Mai 18.
{Orlg.. L-A.. T-tndrecIit Prank.)
Die G«rhaben seien damit ntcbt cinvfrriitxn'len, weil di»e bt
.lugend an iiukalHolisi-tien Orleu, wie es Nüriiberg ist, leicht wieder T«f-^
dorbo« worden kOiinic. dann weil d«r Kiter« gebrechlich, dir jt1nf;en> tin-
Hündig ist, die Ut^i-liaboa ihnen abet hierorta Diclila abgaben laantn.
967
¥
2596.
iMhdesßrstticher Befehl an Joiil FitUef: sich eu bekehren oder
hoch Zahlung des 10. Pfennitjs ahstiziehen. Graz, 1630 Mai 'M.
2597.
Landes fiinilichcr Tir.frJd an dm Pfarrrr stt St. Gfortj bei Fron-
leiten: liericht zu erstatte», oh die. Wirtin am Ifämmerle beim
Schlosse Wcycr sich mit Beicht und Kommunion eingesleRt,
Graz, J630 Juni 10.
(Knnt., abonda.)
2598.
Landes fürstUchrr Befehl iin den Pfarrer von Uartbertj Antonio
Avancino: uimnd seinen Bericht über die zn J-'ricdhcnj befind-
tiehen Unkutholischen g«r Kenntnis und befiehlt, daß Hans Hatich-
egijcr «»f/ des Adam Aeers Tochter treycn ihrer witlcr die katho-
lische HeliißioH (tusgcffossenen ärc/erlichcn Reden ,comtit uteri'
werden sollen. Gras, IUSO Juni 18.
{Orig., BUtUi.-Areliiv Uran. Gem. Kop.)
2599.
Ferdinand IL an die von Ftirslenfeld: Befehl, die noch bei ihnen
sich anfhnltemlen unkatholisrhen Herren und LandtetUe nam-
haft ^u macJten und von ihnen eine etwaige SpenaUißenz ab.^-
fordern. Iß30 Juni ^.
(Kan»., St«tth.-An<hir GtM.)
2600.
Landesfürstlicher Befehl, daß Georg Awlreen Gall von Gallen-
stein auf seine Bitte, ins Land zu kommen, sou:<M seinethalbcn
als auch in dem ihm von seinem Vetter Philip}} Itasjfen anter-
irauten RechtslHindel die iustitta seldeunigit adminisiriert werde.
Grac, 1630 Juli L
(Koni., Stalth.-ArcLiiv Qrax. Oem. Ko|> )
2601.
Ferdinand TT. an den Landesverwalter in Krain: Befehl, Lin-
hard von Sigersdorf 9U vt^ludten, seitte Konkitbiite von sieh zu
66»
868
iutt, die nkht Uoß scitte Tochter abhcUi, katholisch su werde»,
sondern auch die katholischen GdjrüucfiCf wie die SognungeH des
Wassers sit WeilmaddeH Hc, verspottet. 1030 August J.
(IkoDE., ebcnd«.)
2002.
Ferdinand II. seist an Sldle des verhinderten Haidhmtpt Jo,
Bapiist t'isdier ^n Maßicetf nehcn Gera als Kovwiis.-iär ein
Sehäisnng und FeilbaUung der Güter der aus dem Lande ge-
eogenctt Herren «iid LandletUe. 1630 Septemher 12.
(Eb«ndA.)
2C03.
Gutachten der tmierösierrcicfiiscfien lieyierung nnf dtts Ansucltnt
der I'rau Maria SlnrttstJi von rratiekh, sich wictier ins Ijand\
begtieti und etUcJw Jahre ihrer nocJi uneraogenen Kinder warten
SU dürfen. Gras, 1630 Ikeember ff.
(Oiig , St. L.-Ä., Landreclit Pranckh.)
Die Rtuder wUrdMi b«i ihrer Mnttcr ^wiS biHn«r vorurgt Mi»;
wUrde man »brr dem Wunsche der BitbloIlcriD, etliche Jxlir anv^rliiDde't
der Re1i(;ioi] im Lnnric bleiben v.a dilrfpn cntaprechpii, wt itiOclite Aa» nkht
bloß dou Reform RtioiiBgonerxlif^n «awider soln, sondmi anch bflaa Kon'
Be()ucrnKOii nich alcb zivbea. Man kVoutD ihr die Erlnubtiis auf dr«i bü
vior MiiuaLn [;<'l'^^< f""' "^ ^^^^ vorbor crklilrt, (Haß sie sieb drr Bfrlig;!««
baLlior uiivcrwuislicb halten niT4.
2S04.
Fnicuter lamlcsfürstlicher Befehl an den Landesi^envaller
La7idcsvi^edom : daß die Güter der der lidigion negcii ausge-
wanderten Herren und lAindleute in Krain geschtitsi loerdei'. ;
1031 Januar 2.
(Eoas-, &Uttb.-ArcbiT Qrax.)
2605.
Der Kardinal von Diclrichstein an Ferdinand IL: klagt
die jBudiauin' (Batthtfani), die einen jungen i'on Dietriehstei»
und nun auch etcei Fräidcin von Kaunits, die heimlich v<m\
AiiSierlitJt enil<tufcn, hei sich aufgenommen. Der Palatin wo^j
die Sache »nZ-ersuc/ioi. 0. D. (Ili31 vor dctn 15. Januar).
(Orig., Ung. L.-A.i Caoc, Auttriaira* 1631, N'r. |.)
Allfirgnefügistcr liftrr. K. R. K. M' wcnleii sich erindernj
wie unterschiiliich mal bey ileroselben iuh einkomben, dass eiu
joiiger van Dictricbstoiu kuh dum landt verschickt worden und
bey der liadiaiiin in Ungarn sich auflialtcn solle. Und obxwar
E. K. M' underschidliche mal deswegen dem ungfli-isehen pala-
tino anbuvolEiesij ist ducEi uiulitti ervutgt, sondern djse armo
secl in des tenfeU rächen gelassen worden.
Nit weniger sein dise tag zwey frealein von Kaniiitz
Iieimblicher weiä von Aasterlitz entloffcii und sich auf Press-
bui'g begeben; wie man sagt, sollen sy auch zu der Budiariln
geraiaot sein. Dahet-o ohne gehorsamistes massgeben E. K. M'
widerumb bcyin palatino wegen, des ersten auferlegen zu lassen
geruühcn wollen, mit ernst den waiaeii nachzufragen, wie nit
weniger wogen gcmclter zwcy frealein und dieselbe in arrest
nehmen lassen. Thuc mich . . .
E. R. K. M»
allerunderthcnigister gohorBamister
dicncr, cuplan nnd undcrthan
F. von Dietriehsteiu.
Dabei der cntsproehendo kit9. Befehl im iHe ungnrischf? iforkmiBl«!
mtl di?in Umlum des 1&. Jauuar.
I
2606.
Die RFliffionarefnrmationsIiOtnmission an den Kaiser: Es tcar
früher keine (ieleacnhni, eine soldxc Schüleuuy vorzunehmen,
l'tml von Eck hat sein Gut uu llerrn von Yeräcnherg vcrkanfl.
Denen Herrn (von Eck?) waren aber seine Güter von <iem
Kammerprokurator in Arrest genommen, bis seine Ansprüche be-
friedigt wurden. Schi ießl ich hat sich der Jüngste bereit erklärt,
im Lande r« bleiben und kathoUseh r« icei'den. Paradeiser,
dessen Gut von seiner Hausfrau stammt und auch den Ktdtisr.hits-
sehen Erben gebührt, hat sich auch jrur katholischen Iteligion be-
quemt. 1631 Januar 22.
(Stattb.-ArchiT Gtkt)
Am 10. Febniar kommt der Behhl lierat», nnTorzUglicti cnr a»l>e-
fühlMueii Sclitllzu»^ KU schreiten, wenn die nivli UiiUaUiulisuticii sioli niclit
zur UefiiTitiiitioa bwjuuueu (ebenda).
870
2G07.
Ferdinawl IL an den Propst eti ItoU^nmann: Da sieli in der
Pfarre Haus jwch riW« ui\hntholische Dauern finden, ist fleißig^
Nachf'ruffe nadi ihnen su hdtcn. 1031 Januar 30,
(Kous., SUttli.-Arcliiv Gnut.)
260S.
Karl Vddner, der ,als alter erlebter Lamlnuinn' im Lande «j
bleiben gebeten hatte, wird mit seiner Sitte ahgctriesen. 1631
Jannar 31.
D>i<«g1«ich«ii mit Aar Itillo, vom 10. Pfennig Wfrcil xu w«r(l«n, da Cf ^
du Isndt^nirstlictio Kainmerwiiwn um tIkIo liuseud Onlden tMfnrdort liab«.
2mx
Ferdinand IL an den Landcsverwalier und I^Hdearieedom Ht'
Krain: teiU die Ernennunf/ lieinohlos an Stelle, defi verstorhenen
jBjsc'k'/s Thomm zum MlU/liedn der Heligiönsrefitrniationsknm-
missimi mit und empßtJtlt ihnen miifleicJi die eifrige und dem
gemeinsamen Vnterlande stim Nnteett geraehende Fortsetexmg der
aufgetragenen Kommission, 1631 Febmar 1.
^Kou., ebenda.)
2G10.
Ferdinand 11. an Dietrich von Auersperg, lAindesvertcalter , und
ökiavio l'anisol, Hauptmann jru Agtern: Mitteilung, daß statt
des rerstorhenen Bischofs Thomas der jetsige BiacJtof BainaU
ettm Rtligionsrcformationsliomniissär ernannt ist und daß sie
sich der aufgetragenen Kommission bestens befteißigeti möjw»
Grog, 1C31 Februar 1.
(Üri|f., L -A. Krain.)
2«II.
Ferdinand IL an dieHeligionsreformaiionskommission in Kärnten:
«endel ihr die JSpexifikaiion des Erepriesters über die noch n»
Lande beßtidlichen Uul-atholischen £u, damit sie uHder diese in
Gemäßheit ihrer Instrukti^fien verfahren. ICSI Möra 6.
(Konx , obonda.)
Liegt uivlit bei.
871
I
2512.
KaisMiche Jtnsoltiimi, heireffend die geistlichm Gütn: Ef-
inncrung an die hctüglichen ErWisse Kaiser Rudolfs II. und
die kaiserliche liesolution vom 36. Juni J6Si und ihre Er-
neuerung, dergesiali, daß hinfort nUe Slreitigkrifen und Jinoigcn
um Kirchen, Pfarr€y\, geistlicfK Lehenschaften usw. su keinem
anderen Gerichte als mr tiCTi Jcais. Jlof und den Kaiser selbst
getogen, dort in küreesier Frist erledigt, die betreffetiden Güter
und aufgehobenen fractas unverweiit restituiert tverden solirn.
Wien, iG3l Märe 8.
(ficbadhaft peworilffiin Koj». im 8t, L.-At 8tnl>cnlM»rp-Akt«B.)
Von der U. K. . . . M' . . . dproeelhcn nitliB und (lf;s hoclistflfts
Passna oftlcinlen in (Jaten-eich unter der Enna lierrn CnrI froi-
herrn von Khircliborg . . . n.nzuzaigen, . . . I. K. M* trigen nofli
in gncten {jcdenkcn, -wessen aic sich auf weiland ilires liüclist-
geehrten vorfahren keysers Hndolphi des aiulern christmildister
gederJitnaBS nach vorhero ergangene gemessene resolutioues und
generalia, verrer wogen derjenigen giicter, so von alters zu
denen ^iistumlian, jirelathuren, pfarron und bcneßcien gestiiftt^t
worden, aber Iiemach davon in der wcllliclien bUndt koniheii
nnd dato den 26. Junii des verwidinen 1624^ iaiirs resolvirt
haben.
Wann sie ae dan dabei nocbmahlen allergn. bewenden
nndl verbleiben lassen, aucli dieatdhen verrer solcher gestaldt
widerbolhüi, enicuern und iujnfirmiren thuen, daaa rcniblicben,
wan hinfüLro suwol im laudt Osterreifb under als oh der F.:m8
die geistlichen gegen den weltlicbisn, e» sey mnU kircbon,
|jfarren, iilialen, geistliclie lebcnaebaften, vogtbeyrecht, erhrecbt,
gmnd, Loden, zebent oder anderen gileter und gorecbtigkaiten,
so za den iiistumben, prelaten, pfarrcn, bcncHcion, stUflung,
zebent, pfarrben und vogteien von altersbero geliebct oder dar-
xue erkauft worden^ auch aonslen de iura communt duroaelbun
angehlirig &ein, in stritt und irrnng gcrathcn, dass solche con*
Iroversien zu keinem andern ittUicio als ftir der K. M' hof und
fUr I. K. M' 8olbst.cn gezogen und aldorten in einem kurzen termin^
so immer niiiglicb sein kan, an allen gerichtlichen process, auch
allerhandt u-eitlflnfi^Tkeiten nisbaldt deeidirt nnd verabscbiedt
werden sollen, vor allen dingen aber dio p . . . nas,' so hie von
der kirclmn erlangt, zu eiliren oder in raangel dessen bejwgte
güctcr ctiam centenarta vci immemoriali praescriytiunc »o«
oh$tante nnverlengert Ähzatrcten und die aufRchobene Jruetiu
zu rcstitoirn scliuldig sein. Als haben solches I. K. M' irae
hcrrn officialn xn nachrictitung alleren, andciten lassen wuUea,
dcme sie dabei mit k. gnaden wolgewogen verbleiben. Signa-
tum Wien unter I. W aufgetruckhten k. secret insigil
8. Mnrtii 1Ü31.
Ad uandatuiu S. Caes. M*" proprium .
2613.
Ferditmiid II. un üen Projist rt4 Holtennuinti: lirfehl, Jen J/is
noch nnkatholiseh VerhlieJietieti eilten kurze» Termin ansusetsen.
imierhaUi dessen sie sieh mit BeicH unJ Kommituion einzusteUeti
oder nttcfi Ahtrag des W. Pfennigs das Land £u rnumrit haben,
1631 März 20.
(KouK., ßtatth.-ArcUiv Oru.)
Ferdinand . . . Lieber andächtiger. Wir haben dein ge-
hoTMllMS relations eil reiben tu sacben religionsreform.'ition ond
(IIa dir derentwillen aufgotragiie i^onimissiöii betrefftmil zu
banden unser l.-Ö. U. recht empfangen und deine . . . emsig»
sor^eltigkeit . . . zn sondern gn. gefallen vermerkt. Weilen
\\\t aber benehens daraus so vil vorspUcren, dass bei vJlen dein
eifiiges anmahnen . . . nit :i.llaiu nichts gefroclitct, indem »e
in ihrer . . . hartniickigkeit verharren and sich entweder zu
unserer wahren a. s. cath. rellgion hishero gar nit bequemet
oder aber, ob sie schon etwu zu einem schein sich vor discm
mit beicbt und conimnnion in unseren catholischen kirchcn eio-
geätcllt, docit nachmalen ein solches fllrdcrhin, bevorab sn der
hl. österlichen zeit, nit continuirt und also ihr löblichen be-
kehrung selbstcn genuejfsara an tag geben, sondern dass sie
anch gar kein scheuch tragen, ungeacht so vil unserer derent-
wegen unterachidlich ganz gemessenen und ernstlich ausge-
gangenen gcncralien als deiner (craft habenden conimission) an
sie abgeloäbnen comininationcn sich noch immerdar im land,
und Kwar nit ohne crgernns aufzuhallen : also gereicht am
I
i
• Dm recht« obere Evk ial auRgArisafa.
873
solcher ungeliorsamb und lialsalilrrigkcit nit zu geringem mis-
fallen ; und ob wir zwar Lierauf ganz billiche ursach Imbeii.
wider dtselben alsbald ein solche dcmoustration ci-gcbcn zu
lassen, daran sich andere dergleichen angchorsame zu orspicgclß
haben, so woHcn wir doch . . . ihnen noch fllr dissinal ver-
schonen, doch dir hicmit gn. bofolhcnd, dass da denen, so aich
bisher gar nit bcquerabt und deinen verzaichnussen einkomen,
entlichen und zu allem llberlinsa noch einen gewissen kurzen
ternitn benennest und ansetzest, indeme sie sich entweder un-
fehlbar mit bcicht und conimutiion zn unserer wahren catho-
lischen religion einstellen oder aber craft unseren publiciertcn
gcneralicn auf vorgchonde raichunf^f des 10. pf. . . . in deine
inen von dir bcstimbtcn termin das landt räumen, denen aber,
ao sich zwar zuvor eiugestelt, doch aber hernach zu weiterer
heicht und communion nit künden gebracht werden, ebenfalls
ganz gemessen und ernstlich befehlen wollest, dass sie sich
anjetz bcy der bcTorstchcndcn hl. osterl. zeit . . . mit . . .
bcicht und empfahung des hochl. altarssacrament bei ihrem
ordcnLichcn pt'arrherrn oder mit dessen ei-laubnis bei einem
andern approbierten cnth. pricstcr und Seelsorger als wahr-
bckehrtc gehori<ame calholische kinder und Bchaflcin noch ferrer
und so gewiss erzeigen, als widrigenfalls wider alnem und dem
Andern, der discr unser entliehen und Hnalordnnng nit nacligo-
leben wurde . . . ein solch scharpfes . . . einselmcn (etc) aolle
furgenommen werden, dass inen zu schlechtem gedeihen g«-
raichen sollen. Au dem . . . den ll^G. Martti 1031.
An h. probsleu zu Hottenmann.
2614.
Feräinatui II. an den Aht von Aämotit toegen tier in Ohersteier^
Wolhenstrin und Cauwterlal leßniÜicheit Utiktilholischen: Befehl,
ilifScUiefi vor::tifordfrrn und, ivenn sie sich nklä j:ur iidujion&refiyr-
maiion bequanen, in GemäßJieU der Instruktion aassutcetsen. JC3I
Märe 26.
(Kou«., SutlL.-ArchiT Graz.)
Ferdinand . . . Lieber andachtiger. Wir werden bericht,
wusmsBsen aich In unterschidlichen pfarren in Obersteyer. so
theils deiner, thails der patrum societaiis Jesu vogt- and lehen-
Bchaften sein sollen^ in sonderhait aber in deiner Wolkeust.iL-
874
nischen Jurisdiction und in dem Cammertbal noch nntcrschid-
lichc uncathoIisKlio lardtsinwolinnr, sowol unter der b.iut^rschiiA
aU h a mm crmai steril und anderen aufhalten, welche sich xavrider
unserer merlaltigen g.inz cnistlielien pnblicterten and ausge-
schickten ka>'ß. and landtsf^rstliclien generalien bishero zu der
walircn allain sali gm ach enden cathoUschen rcligton nit eJn^stellt,
sondern un^cstchanclit in ihrer voratockten hnrtnäckigkcii nnd
im Innd verharren. Nun hctten wir gnnz bÜIich nrsaoh, nan-
mehr wider dieselben ohne alle weitere verschonung dergl-
c-rnatliclic bcstrafung Alr/,uncmcn, dasd sich andere dann zu
crspicgeln hotten, so wollen wir aber aus angclwrener mQlte und
l.-iiiginiictij;:keit noch Air dismal damit inncuhaltcn und ob wir
r,war noch hier bevor unserm auch liolwit andechtigen dem
propst von Rottenmnnn deren willen commission aafgetnt^n
nnd er uns nncli sein gcliorsjime relation, was er an etlichen
orten verrichtet, au liaiideu unser I.<». R- Buekomincn laasen,
so vcrstoudigct er uns doch benoben, dass imc die oben anfang«
angedoute jifarren und orter etwas au weit entlegen, Ist dero-
wegen unser gii. befolcli liiemit nn dich, dass du dich als deme
aolchen orten nacher gelegen der mtihewaltung gchorsaiubhcli
underfangen, bewigten uncatholischcn von burgern, hammer-
maislcrn und i>aucrn und andern inquiricrcn. dieselben in
unBern nameii flir dich crvordcrn und inen erstUcb den diss-
orta verübten strafmilsbigcn ungehorsam alles ernst TemoUeo, ^M
bIc sodann reit ansetzung eines noch kurzen termina würklicii
d.ihin anlmllon sollest, dass sie sich entweder zu diser h. öster-
lichen seit mit hcicht und communion in unser cath. kirchen
uufalbarlich einstellen oder aber in dem bostimbten termin
disea und alle ucideru uuser erhkonigreich und lando auf vor-
gehende raichung dos 10. pf. (den da mit hilf und nssisteox
ihrer grundt- und gerichtsherru über zuvor gelaisten korper- H
liehen aid von inen abzufordern wissen würdest) so gewit* ^
rnumbcn, n\n widrigcsfalls, da sie dieser land unserer entliehen
und finalverordnung nit parieren wurden, wider die nbortreter
ein solche demonstration furgenommen werden solle, die incD
7,u keinen gedeihen geraichen wurde und wir wellen uns hier-
über deiner berichtungsrelation zu banden obgedachter unser '
i.-ö. regierung erwarthcn. An dem bcachicht . . . den 3G. Marl»
An h. abten r,n Adtmnndt.
2615.
Outaehten dar innerösterreifJiischen H^tgiernng in cnns» der von
Christoph von Weh, heatehuttgsweise Hans Adam Vraunfalk, m
verJtaufeuden Güter. ICiSt April 40.
(St. Ii.-A., LiiiilrPdht PrAunfalk.)
Cliriiitnph TAn Wetz bitt«t, dl« Prniinfnlkiclifln Otltn bnim Pmiin-
Mlochen Staniiri' sii rrltnUrii, Kr k'innn ttrin Bcliwag'tr <lie Ont«>r nti-bt
Ter1raiif«Q. Gutjii:litpn: Wris ioll a>if;rl;!*l wnnlmi.
2016.
Die vier lürheti tceiland Erasnius von Glnyack und seiner Frau
Susantm, geh. iVfiifieiiejfger, die sich seit ihrem Absitgc am 13. Juli
1<>29 außer Land befinden, an die Landschaß Steter: bitten um
KaehsifM alter, noch rnn J570 und l'tSÜ herrührender, ihnen
iinrfrhlnu'if'iff itufetiegter Steuerau^lände, begiehungaweisfi Straf-
gelder, im) dtrentfciile» iltre in Steiermark Hegenden Güilen ge-
pfändet wurden. Wird ihnen he.iciÜigt. Gras, im Landlage lliSl
April U.
(Orif*., St L.-A., Cbr. R.)
2617.
Ferdinand II. nn die v<m Radkerslnirg und den Verwalter von
OberradkerRhurg: Wie Benigna von Kheeenhüller durch eüfefie
Bu Radiersburg Verhaftete der Zauberei heeiehtigt icorden. Befehl,
Jitridit rw erstatten. I(i31 April 14.
(Kons, nbeitda.)
2filft.
Lnndesfiirstlichcr Befehl an die Jieliyiomtreformationskommissäre
in Kumten: gegen den Marktschreiher zu Vetlach, der sich bis
dato zuwider den in caasa religioiiis erlassenen Mandaten immw
noch im Lande aufiUill, ernstlich einxusehreiten. Gras, Ui.Hl
Mai äO.
(KvDK-, eben Ja.)
Landesßirstlicher Befehl an die in Sachen verordneten Kom-
missäre Andre Sigmund von Saurau und Christoph Steinpeiß:
*
876
Unter anderen noch unvcrhauflen Gütern lefindet sich I'Vomtp&rff
das Wolf Freifurrn von Prankh gehört, tcdclier der Jldigion
halber außer ImiuI gezogen. Befehl, die Ilerrschaß ttefintxen su
lassen und su berichten. Graz, 1631 Mai 30.
(Rom. n. Kop., Statth.-Arcbir Oru. Oem. Kop.)
Steiriiielß ftnUcliiildigt aicli *m T.Juni: die ScliüUuog wunlp bu Uocb
vorteil umuien, die Uerrgchaft liaiin ilcsliilb uicht verkauft werd«a.
Bteinpciß berichtet am 2. Juni sn Jakob Prmkb, er mCclite Übel-
befindonR w«ger mit <lrr Sadio nioliU nii tun bab^n; ta anch Ssaran am
8, Jaiii. Zu KomtnlMXrna werdnn ilnnii Wilhflm von Kronopi; und Weil
von WlUfcr^dorf vorgesc-li lagen. Jakob von Frankli liatt« gonielilct, Wolf ■■
Y&n l'ritnkli halxu (IIa Uerrscliaft uodi niclit mutiert, in dnr [l(ilTnao|f, daA^B
sloh Vorwaiiilte Gticlen, di« si« nicht in fremde UÜade konimen laasnn. Er
bittet an eine neaerlich« f^cbXtzun^.
2620.
Perdinaud IL an die Heligionsrcformaiiotiskommissäre in Kraia:
Bedauern, daji noch so viele Unhitholischc im Lande sind. Das
sei nicht ru duUten und eifriger Sit iuquirieren. 163t Juni y.
(Ebenda.)
2G21.
Kaiserliches Mandat an alle nacligeselzten Obrigkeiten: Da un-
geachtet aUer friilier erlassenen Mandate noch tteje Leute in
Kärnten hei Vtrem JcetßeriscJien Glauben verUeihi-n, ja adM,
naciid'tn sie rfcti Absug genommen, wieder ins Land eiuschleidien
und dort handeln und icandeln, vtm Idchlsinnigcn Beichtvätern
schlechten Unterrlrht empfangen usw., wird an aüc Obrigkeiten
der Tic fehl erlassen, alle, die stdi nicht gur katholischen Iteligioii
bekenjien, hcsiehungsteeise sieh nicht innerhalb einer gegebenen
Frist mit Beicht und Kommunion einstellen und rechtnuißige
Bi-ielUscUel voricdsen, nach Abtrag des 10. Pfetmigs aiisjeuiceisett.
Geistliche haben auf jede SaumSal su achten. Strenger BefeH,
auch die Iletren und TMnälettie A. C, die sieh ttoch ohne Litenx
im Lande aufhalten, in Gemäpheit der erflossenen Generaliep
aus£uweism. Wien, 1631 Juni 30.
(Kop. im LandikroDcr Archir, jetxt GcKbiclilsvercin filr KKrotfn; Ori^.-Dradc
L.-A. Krain.)
In dem Mutl iiicHt£ Ncuee bietenden Erlasi« beißt ca: ,Di«ir«tl wir
Buclt bifliicbvQ in erfabruug kbomniL-n, das^ etliche sich gleieliwol catboUicb
n
4
877
(<rclär«n, ihnen aber solche prlerter im beichlvllt«ni erwOlilen and sieh von
(lGnioLbi);cn von ibren irrLhnmben absoivicron lasspn, von welchen sie niclit
xllntrb Huhlnclilon uiilcrriclit utiil iDfortuation in ilirei» irrif^nn gnwiaMti ein*
jifAlicii k'ti](Uoii, loiLdorii ativli mit i1«in gcUlHvIicu ^owxlt in >utcliein fall
EU al»oIvipreii nicht vcnehcu Min: derlialbeu Tnrmahneu wir lilomit alle
•eolBorger und ihre g«i»tlich«a vontelier als •!>« ordinariM und (lorse1b>>n
erxpneit«r, itaß lio hi«ranf gut» abacht haben, die ubcrraichtc beichtzciil
mit Hfiia ornecbcti und keinen Tür gennegsamb und krüfti;; anncmben noch
[;Klt!(; sein lassRn, er so! dann von c>iii(iin |)riß5tcr, welcher (lisfiills mit
(;vuuc(^nfi)bon gewaliU und freistliubcii Jurisdiction wissentlich voncchi^ii,
unterachriobvu und ij^cfcrtigt. . , .
Welle aber jcniauilt «in- und fiLkwonden, or kuudt« (ein* guctdr in
d«Ri angesetzten termiD nicht vemlbern, so toll« jc'doo orU obrigkeil die-
selbige gCIcIer durch unparteiische . . . flchKtzen lasncii, nffenllicli foilhicton
und anfa fürdcrliclilst verkaufen, davon den 10. l'fcnni;; abrichten iinil ein-
nembon, iton (Ibrij^en wcrUi alior ilou aus dem landt ^ieliendon anhondigrn
und iten^fllbea lengcr unter seiner Jurisdiction und gnbiet nicht goduldflii
und diaafalls aiaichet anauhen dar iiarsonen nicht habeo. . . .*
2632.
Johann Ulrich, Ucnog von Krumcm \tnd Fürst ri* Eggaihcrg,
tt» die Verordneten von Steiermark: Da I. K. M' sich wcycn des
im Laude herrschenden Geldmangels als auch aus anderen er-
heblichen Motiven dahin resolvierl habe, daß die den emigrierten
Latidleuicn gehörigen Kapitalien nicht hinamgcgthen, sondern
gegen gebührliche Verzinsung, die ordetUlich gereicht tccrdcn solle
und bei deren Nichtbesahlung schleunigst Recht und Exekution
erteilt icerdcn solle, im Lande bleiben, wird ihnen aufgetragen,
hierin schuldigen Gehorsam zu leistett und das Nötige bu puhli-
tieren. Görz, 1631 Juni Sl.
(Orig., Sl. L.-A-, Chr. U)
Beigelegt i«t ein Outachten des Landearerwaltera und der Verordneten
Tom 20. Januar IßSS; man werde Ausnahmen Eula^aon mUsaen; denn mancher
Emigrant kann bei der Teucrang Im Uaiche ,mit dem hieaiccn Interea»
nicht nachfolgen', sondern lial vielleicht «clion das KajiiLal angogrifreu,
andere haben, uin <lio Bewilligung zu erhalten, int Land xu kommen und
zn dem IKrignn zu RoheTj, viel ,<pendtfr«n' niQiuin. Kt «oUtn ihnen eine
Renfiralllzenz gegelten werden, wie ja auch nnkathollRcbi>n Handel* lad tea
und AusiSndem Ina Land zu kommen unvr'mnhrt ist. Würde dies dem Ans-
weisnngamandate aowider aein, ja dcasea vOiHgo KABsierung nacJi »leh aioheo,
■o k'Innte ibneu doch die L'uea-i ohne einige Taxe gegeben werden. Sie
iiiüisen lieh etwa in StoLermark bei den geiieimeu UÄtcn, in Kirnten beim
Landeshauptmann« und in ICrain heim Landosverwaller anmelden. Dana
hütten al« nicht Gnind, hoch zn lamenlieren.
878 _^^^^^
96S3
Latidfsßrstlicker BefeH an den iMndesrertcalier au Krain: die
in Uaiäusina wohtwndc unfuithUiscke IfVt/jxfMrrvon lua IjÜm^
atUMKtceisen. Grag, 1631 Juit 'J8.
2624.
Fffdinand IT. an die gt:istlielum Behörden und au StäfUe
Markte in Kärnten: sendet ihnen etliche ,Hntcr seiner eigaiak
Siynalur gefertigte' Generalien eu, ,icdche wir wegen der im
Lande noch befindlichen uukathelischen Bauersleute und andera
gemeinen StitwIe32}crsoneH juttgslUch dasdOst hohen pidAisieren
lassen. Vud weil die Publikation wenig fruchten würde, tcenn
sie nicM voÜeogen Kürde, so isi unser Befehl, darob m 5e»i
dafi sie auch vollsoyen werde'. 1631 Jtdi ^.
{Koat., StjitIb.-ArcblT GriE )
2G25.
Desgleichen an die von Krain. 1631 Jidi 30.
2Ö26.
Oeneralmattdnt Ferdtnandn TL an «Wr ,im Fürsteiditme Steter ge-
sessenen' Obrigkeiten, geistliche und tveltUcIie Landleute usw. , erinneri
au die rorliergegangneti Vemrdtiunycn betreffs der im Heligi^i^cestB
vorgenomtnifnen heilsamen Beformation. Gott habe soweit seitieit
S'-gen f!erlie)ieny daß viele irrige Sefmftein in den Schoß der allein
seligmachenden katJtoliscJten Kirche surückgeJuiwi seien. Hock
aber halten viele an ihrer irrigen Meinung fest, sind teils aus
dem Lande gezogen nder lialien sich, wie man mit Befremden
vernehme, noch im Lande auf, leohin sich etliche nach ihrem
Absage leieder hercingeschlichen haben. Da dies dem vorge-
nommenen JleformationsU'Crke strad» suwider lauß, so ergM
an (die OrigkeHen der gemessene Bef^, in ihren DistriHen gt-
naue Erkundigung einauffiehen, unhiih(^isehe Personen oder
sdchr^ die sich nicht wenigstens einmal des Jahres mit Beicht
und Kommunion einstellen oder sich sonst in kirchlichen SaeheH
widersetslich erweisen, eu sitiere}^, ^*r Bekehrung mahnen, ihna
eitten Termin lu seigen und in VoUsiehung des geisilkhen Be-
rufes es an nichts mang^ xtt lassen. Manche cricählen sich
aber solche Beichtväter, von denen sie schlecJtten Unterricht er-
haUen oder die die Clewall zu absoltieren nieltt besifeen. Von
dieseti sind die Beichtietid mit ttesonderan Fleiße su unt^sttclten
und keiner als gültig ansiinehmen, der nicht von einetn ordent-
lichen Priester ausgestellt ist. Gegen die Übertreter ist nach
Zahlung des 10. Pfennigs mit Abschaffung vorsugeheii und Aus-
nahmen sollen nur mit Bewilligung des Fürsten Ulridx von
Eggenberg gestattet sein. Wollte jemand einicendcn, daß er in
kurser Zeit seine Güter nicht versUbern liimne, so ist dies von
Obrigkeitsteegen eu tun (siehe oben aam 20. Juni). Auf die Aus-
filbntng dieses Generales ist gute Of/ocht jw geben ttud sind
beso}tders jene Unkiitholischen aus cyt forsche», die sich wieder ins
Land gcSfJtliclten und sich ungehorsatnerweise daselbst aufhalten.
Dies Mandat soll aller Orten von den Kanzeln herab vcrkünikt
tcerden. Wien, 1031 Augtist 26.
(Ortg.-H«Dd«C; Druck im UMits« dfii IIcrausgeb«n.)
Sümiat dU dem Mandat« rom SU. Jaai Uberein.
2Ö27.
Ferdinand TT. an die Beligionsrcfonnalionskofnmission in KänUen
und Krain: B''fehl, auf solche i^tandcsißnsunen, die vorgeben,
katholisch getctfrden eu sein, d»» Glaubensbekenntnis und den
Treueid aber nicht gleistet, sou^e auf andirrc mit der Ketzerei
Behaftete jedes Standes eu achten und den Geiicr^ilien getmß
XU handeln. Gras, 1631 Jttgust 27,
(Kons-, Buitb.-Arobir Qm. Qem. Kop.)
Ferdinand . . . Nachdem bey uns glaubwürdig bericht ein-
1conil>cn, wie da« sonderlicli In unserem furatcnlJiumb Crnin hin
und wider sich im landt undlcrscbidlichc slaudtspersonen be-
finden, welche sich iheils unter dem schein der l»ekehnmg zu
der kathohschen roligion zu priestcrn, so den gwalt, ab haeresi
zu absolvieren, nicht haben, begeben und bei ihnen solche ent-
biniluiig unordoiulich suchen und begern, tlioils aber Ttlrgeben,
^8 wan sie bercith von dem kotzerthumb entbunden und f^e-
beicht hetten, da doch solches nicht beschchen und sie weder
jprofessionem ßdti und iuramentum ßdelitatit praesticrt, noch
i
880
die bcicLtzcttcl bcijrchrncht und eingelegt liabcn^ tliciU auch
gar selten oder gar iiiemAlcu sich bei dem gottesilieiist in den
kircticD (undl proccssionen einstellen, also ist uuser ganz ge-
messener bcvcicb hicmit an cucli, dass ihr nicht allein aaf der-
gleichen falscltc und iriigc pcrsoncn, sondern auch auf alle
ander, welche ctwo noch ö6entlich mit der ketzerci behaftet
sein mychtcHj sie seien hcrren, rittcr, bürgerlich oder pauem-
stnndts und wescns, wie nit alle dersolbcu dieustleuth ganx
cmbsige angelegne nachfrag und inqntsition anstellen and pflegen
und woicni ihr einen oder mehr in erfahrung bringen, wider
alle diesclbigc unserer publicicrtcn nnd ansgangcn gcncr&lien
und rcsolutionen gemäss würklichc cxecation flkrkebren sollet
Dana . . . Grätz don 27. August 631.
An die herrn K.R.C. in Crain.
/71 stmili: An N. die in Kürndten.
2G28.
Gregor Michael W<m und Ursula SchtvdkomisA soÜen, rfa sie
sich sur Verschinipfumj der puhUHerlen Generalien über ihren
Tennin im Lande aufyefudieii, vor der Reyicruttg erscheinen.
1631 Septemler 5.
(SUtth.-Arctiir Qru.)
2629.
I'Wditidtid II. an genatmte Tmtffenhnchsche UnUrUiuen: bis
4. Novemher ihre Jieicitlsettd ahstUicfern, widrigen ftdls sie durck
den lMndj}rofoseti abgeholt werdcti. 1631 Septemiter 17.
(,Eb«iida.)
,Jsl(ob Freiherr von Tcuffviitinrli Itnt sich awar um Pest« Uvü
nimiuoHuhrt, «onit aber nicht iitubr otngMtvIU.' Soiout- untl Minar Toditct
w*>gftii ist an deti Propst run Seckau au ■elir«ib«n.
i
I
2630.
Ferdinand II. an den Pfarrer zu Leutsehaeh: Berichtet, düß
Christoph Seidl, Pfleger xu ScJtmierenbag, an gebotenen Fasi-
tagcn Fleisch essr, sich miY der BeicJit nicht eitisteitc und an
Sotm- und Feiertagen durch Ghckcnstreich sein Gesinde
881
I
Verlesung der Predtfft rufe, gehi 9ein Bcfeftl dahin, eu $^en,
was fT für Umher hraucJie und warum er die Untertanen vom
Gottesdieiaie afihalte und (At es hilJiolische oder hUherisrhr. Pre-
digten seien, die er vortrage. 1631 SejUemher 77.
(Kun«., SUlUi.-AreliiT Gru.)
2631.
Ludwig von Dietrichstein an den Kaiser: Weil sein Vetter, Herr
Georg ßartlme von DietrichMein, wegen seines vorhabenden Aus-
euges aus dem Lfinde seine UerrscfMß UoUenburg in Kärnten
verkaufen muß, sie auch schon feHgehoten hat. er sdbst (Lud-
ipig) und sein Jiruder Johann Balthasar sie aber nielit in fretnde
Hände kommen lausen wollen, bitten sie, ihnen einen Konsens
tcegen Verkaufs oder Kinstands berülirter Ilen-f^chaft £u erteilen,
oder, wenn es den G*»icraiien gemäß eu einer ScJiütgung leommeti
sollte, dasjenige ihnen nicM m vertceigern, ipo* der Ordnung
nacJi für billig erkannt lotrd. O. O. (lo Jorso: 1630 Kovember 7.)
(Orlff., Stattb.-Arcklr Oru. Uem. Kap.]
2632.
Ferdinand IL an Karl von Pargstali: Da sich dieser mit der
unkatJiolischen Eva Felüntas von Ilerberslein durch einett win-
dischen Priester jenseits der Drau hat kojmtieren lassen, da er
sich als ansgeschaffter Emigrant im Laude aufgehalten usw., er-
geht der liefehl an ihn, am 29. November 1631 um 8 Vhr hei
dem KammerjMrokurator zu erscheinen. 1631 November 32.
(Konx., oli«i]ila )
2633.
Etrdiuand IL an Ludwig und Tahitis Oehriider von PiUx: Da
sie sich d&i Generalien sum Trotse im Lande Kärnten aufhatten,
L hohen sie am 27. Novendter vor dem Kammerprokurator au er-
scheinen. 1631 November 12.
(Konx., obanda.)
In nmiii: BnUhMar vnn Hiihenbarg.
2634.
Ferdinand IL an die Bdigiou.'^efnrmationskommissäre in LAiiftach :
Die Ifandehlente daselbst beschweren sich, dafi die der Pdigion
wegen ausgescJta/f'tcn Handehlexde ins Land kommet\, die Jahr-
P«Kl««. II. Abt. Bi. LI. ttü
nuirkie besucJi€Ji, die Latidleute seliädigen usw. ; dieser Mi/^aucft
ist abffiistellen. 1631 November 13.
(Kon*., ebenda.)
2635,
Ferdinand II. an Ludwig und Anton von Grotta: Befehl, in viersehn
Tagen den seit vier Jahren schxiMigen Kau/schdUng für die naek
Paul Khercnhtdler gekauften Guter xu erlegen. 1031 November.
(SUtlh-ArcbiT üru.)
2G36.
TMndesfiiriiiUcher liefehl an den üiehter r« Gonohitc: ühcr einen
sich dort aufhallenden vermeintlichen Kalviner su herit^tien. Gnu,
1631 November 22.
(Kons, Stattb.-Arcliiv Oru. 0«in. Kop.)
2G37.
Die Teufenbacher Uniefianen habet* sieh irotx der an sie geritk-
ieien Aufforderung mit Beicht und KomniuHton nicht eingestellt.
lieffhl, es sofort su tun. 16.11 Not^inber 29.
(Eb«Dda.}
Am 11. December solildil Atr Pfnrrer Ton TcnTenbaeh nsns KlifM'
an die Itegierunif.
2638.
Da Karl von PurgstaU an dem ihm gesetzten Termin nickt
schienen ist, soll er sich rtj« 23. Januar einsteUen, widrigenfalls
er ijeslraß icird. 1031 Dejsember 19.
(Ebenda.)
Olflicbe ErlüsM Rtni^'D n» Hultfiiburj; itnil ili« PuU.
263£>.
Ferdinand II. an die gesamte Geiatliehkeü von Kärnten:
dem Agleier Frzpriestcr und dem heigegebetieti Kommissär
der vorsteJtemlen Visitation aUen Beistand £U leistet*. Grai,
1631 Desember 19.
(Koai., euttb.-Arcbiv Grat.)
Wir Ferdinand einbielen allen und jcd«m prsplalen, U-]
Bclioffon, dersellien mVarii», prühstcii, erzpriestern, pfarrenti
bene&ciateti, prioren, gnardianen, abtissinen, priorinen und allen
I
goiat!. personiiiij so in unstTin fllrstentliumlj Kürndteu wohnhaft
and gesessen sein, unser k. u. I, f. gnutU «nd allea gaets und
geben ench hiemit gii. zu vernembcn, wie dass der ebrw.
geistl. und lieber andncbtigcr Johann Andree Napotkai Ag-
Iftisclier ei'zpriestcr in KiSrndten wegen allerlay daaclbs filrtibor-
gßltcnden grossen Unordnung in geistlichen Sachen und des unter
deu geistlichen sehr schlecht und crgerlichßn Aihrcnden Kobens
mit dem ehisten ein gelstl. Visitation, soweit sich die jtereonalia
und adniinistralion der lil. sacramcnteTi und kirclicodieuat er-
»trecken, wie auch rccuperierung der etwo veralienierten geistl.
guolter flirzunemhcu vorliabene seye. Wann wir dannach
unsers thalls in diso vorhubcndü Visitation nla ein hot-hnoth-
weiidiges und der seelen hail sehr nutzliches werk nit allain
allergn. gewilligt^ sondern auch ihne, gedachten Nnpntkai, als
verordneten visitation3™7nmi'»«ario deni Georg Philippen herrn
von Gera zu crhaltung unserer 1. f. hohcit und gebUerender
aufsehen in der tcmporalitot hievor gebreuchigor masson gn. ad-
iungiert und zaegeordnet, als bevelchen wir hiemit allen und
jedem so gn. als auch ernstlichen, dass ihr heuielten crzpriestcrn
und respectiw unscrm comniissario in der vorhabenden Ver-
richtung und Visitation ainiche spür, einträg oder Verhinderung
bey Vermeidung unserer schwerer straf und ungnad in kainerlay
weias noch weg zuefUegen, sondern ihnen auf ilir anmelden und
begern alle gebUcrliche hilf, Vorschub und beyälandt, so zu be-
fllrderung solches hailsamb werkh ftlrträglich sein möge und
von ihnen begert würdet, von unaertvregen wirklich erweisen
und euch demselben mit sichten widcrspänig erzaigcn sollet.
Dan etc. (Jrätz den 29. Decenihrit 631.
2Ü40.
Ferdinand IL an die sn Mureck (und an den Pfarrer su liadhers-
hurg): Wiewohl Hans Leit-ichacJicr vor seinem Absuge den 10.
Pfennig von (iOO fl. erlegt bat, ist das Geld nicht eingegangen.
1631 Dezember 30.
(Bbt-uda)
2641.
FraJt ifargareia Gah^kofer an die Regiemng: Bitte, ihre drei
Kinder, die bisher mit schieeren Unkosten in Jadenburg ereogen
worden, zu sich nach Ungarn (ödenhurg) nehmet* eu dürfen.
&6»
884
r
Sie werde sie an kaOuHiache Orte geben und gegen die li^igion»-
mandate nicht verstoße». 1632 Januar 12.
(St. U-A-, l.«ndre*ht QAWIkofer.)
Wird fUr HO lange anf Bewilligung niigp tragen, al* i!« S^gT*^ Ai»
Oonerali^n nicht vtratoBt. DImb Migön, daß dl» Witwen, dl« dar Religio*
balber «IIB il^ni Lande gezngen, ihre Kinder nicht mit sich nelunsn dQrfen.
2642.
"Frrdinand TT. an die LattdeshfiuptleHte von Stei^r, Kärnten und
Krain, desgleichen an die Visedome etc.: Befehl, daß den Soldaten
und Kriegslaiten, so in dem vor Leipzig vorgegangenen Treffen
ge$rhädigt worden, der Vaß nach Italien nicht geöffnet, sonder*
daß sie wiederum xxmickgeschickt werden. Graz, 1632 Januar 19.
(Konz., fttatlb.-Arf>lilT Orax. Oitm. Kop.)
2643.
Landesfürstlicher Befehl an Wolf Herrn von Sttthmherg: Harn
Schwanhergpr, einen ausgcse-hnfften Mureeker, enr Vrrkaufung
seines Weingartens amuhalten. 1632 Januar 31.
(Ii -A., Lindreclit Mnreck.)
I)flr entxprrchnnd« Bcfelil war nirhon am 13. Januar an dan Landca-
liauptiiiatin ergangen. Kva ßattliyany iDlarKediarl fUr ihn (Statth -Arvhir Ora«.
Geiu. Ku^i.).
2644.
Gutachten der innerösterreichischen Regierung aber das Gesuch
Ifitris Sigmund Jöatls, nach Steiermark reisen et* dürfen^ u»
»eine Sachen endlicli erledigen su können. 2n Nürnberg befinäe
er sidi jHH gleichsam miUen in den Kriegsflammen und sei sein
kleines l'emögeti nicht sicher genug. Jitttet um ctnen Termin.
Das Gutachten lautet auf Befürwortung. 1632 Februar 20.
(Kons., 81. L-A., L>n<1rr-«hl JJlslI.}
lUeba Aach Stattfa. -Archiv Ora«. G«m. Kop. S8.
2G45,
Ferdinand JJ. an die Jietigionsreformationskommissäre in Kärnten:
Da sich in Kärnten Personen befindeti, die sicÄ nur pro form*
und nicht aus F.ifer sur katholischen Jieligion bekennen, indem
sie sich nur einmtd mit Beicht und Kommunion eingestelH haben.
80 ist l^eiiglich der Lanäleitte das Nötige veranlaßt worden. Wider
I
I
885
die geringeren Siande^ersonen ist nach den Oeneralieti tu ver-
fahren. 1632 Mars 10,
(Konx., fiUnh.-An:liiv Qru.)
2646.
Bericht der iffheimfu Unte an die iHnernsterreicliifich- lirtjierung:
Den Generalien zufolge soUen unmiindirfe Kinder der Herren und
Landleute im Lande gelassen und katholisch erzogen tcerdefi. Su-
sanna Freiin von Sauraus Tochter war bisJur hei der Familie
Stürckft, aber nicht cu heiceyen, die kathdibcJie Hdigion anzu-
n^tnen. W^er Frureic)» nocJi Karl von iiiaurau wfdlen sicJi
der Sache annehmen. />« Jungfrau ist sudem großjährig. Am
hestefi ist es, sie auf eine Zeitlang nach Mährcnhcrg im Kloster
Mt geben, dainÜ sie dort bessa- in IteUgionssaehen instruiert u^erde.
Grae, 1632 Märe 17.
(Koox., SUtÜJ.-ArclÜT ürax.)
2647.
AbKcisliches Gutachten der innerösterreichischen Itcgiemng auf
das Ansuchen Joachim Speidls, ihm eur Erhebung seines in
Steiermark bei Georg Adel liegenden Kapitals rw verhelfen, gu
welcher Bitte er berechtigt sei, ,da er weder unter den anno
1620 puhlixiertcn Bcfvrmatwnsgeneralien noch in rft» jwu/st cr-
ftossenen tccgen Nichiaußerlandlassuftg der Kapitalien begriffen
sei. Grai, 1Ö32 April 36.
(Konx , L.-A., LinilrMlil Sprid) )
Wnnn ilein, sagt das Uotachlen, so vr&ro, wiLrum bat er sich niclit
ohn« Liseni im Land bDg«ben, londoru liiit vnl Brlnubnis Quliinon tDÜsa«D?
Er iit wio alle Unk Jitlioli sehen der k»i»crHcheii Verordtiting uatorworfon nnä
kuiQ ihm l»ei divjeo schweren Zeltea dai Gold nklit verabfolgt werdon.
Noch am 16. Juli 1636 und «m S4. Juni 1639 binet Speidls Witwe nm dwseo
AiiBfotf^nng.
2648.
Ferdinand IL an de» Vikar m Britck: Bort ist eine vnkatho-
lische Weihsperson, die durch ihre Ketzerei großes Ärgernis gibt.
Wenn sie sich in der gegehetun Zeit nicIU zur katholischen Religion
bekennt, ist sie auszuweisen. 1632 Juni 15.
(Stattli.-Arclilv Gras. Uem Knp.)
An demMibon Tage geben Befehle Shiilicbcn Itthalta au den Grafen
Tiw Sniirau wegi'n einer TerBon auf dem Winlrats-Qute. au Praunfalk, Acbax
TQu MoHhnini and *n A. Johuer wegen leinw llofmelslers.
886
2Ö49.
Landesßrsilicher Befehl an den Abt von Admont: Der neue
Pfarrer ea Ilata hat fther etiiche Unkathdische daselbst berichtet.
Gegen diese ist einMaschreiten. 1632 Juni 15.
(Ebenda.)
Sieben PcrsoDen wi^r^eo deuunzlDTt. KKÜiariiia Sprolsenberi^Br bat
verboten« tKichori ibr |>aiiififl Haus i?t ein Kolicnviukel. Barbara Jaafieu
ist ßin durchkam ketieriscliea ^Vcib. Gil^ Furcbcr, nicbt obo« V^nnfigvo,
redet obne tkheu |[e^«n die Kai bolischeii.
2650.
Bericht an die Hofkammer über den Befehl tcegen Sequestrierung
der Khevenhütlerschen Ilerrschaflcn Landskron ttnd Vdden.
Klagenfurt, U32 Juli 6.
(Ebenda.)
Der Landesb8uptinani] bst lUo beiden r6«ger vor t'ieh erfordart, ibnea
dio UrsJicWii dor Aiif ksiseriicb«u II«fpM fttattfind9ti<l«n Seijuvstratioa mit-
i;etctU und sEa tum d«m Kiitt gegen d'io Kh^r^nhill1er*chfin ftutlauon. Ein In-
vrntar wunio aufg-rnommen, Per PAftpcr tu Landskron i« ein g^n (katho)Ucher
Mann. Man iichtiig Pin alt4>a GnvrfSihr nnf. darin di« allnn Rehriften r*f
wahrt sind, fand alter iirtn alti^ii llrhar, «oiideni vi«lci lutherincbe BScb^r
und allerlei (jchriflon, welche di« Herracbaftaii nicbt berühren. Zur Sacht
siehe Czerwenka, l>ie KhevenhUller, S. 476.
2651.
LaniJesfürstUches Patent: Befehl an den Abt Vrhau von Atlmont,
den in Obersteier noch zahlreich v(yrhnndetien ifnkatliolischen, die
nicht Landlcttte seien, einen kursen Termin £ur Bekefirnng an-
xixsetxen und sie nadi dessen fruchtlosetn Ablaufe dem Landprth
fosen zu weiterer Bestrafung eu übergeben. Grat, 1G32 JtiU «.
(6tatth.-ArcbiT Graz, Mandal« u. Patente. Nr. leSlt.)
Wir Ferdinand . . . entbieten allen . . . Demnach una mit Bon-
derbaren misfallen fiirkümben, dass in diesem herzogthum, hevorab
in Ober-Steyr sich nit ain geringe anzal unserer anterthanen nnd
landtsinwobner befinden, welche den nn katholischen eecten und
lehren noch zuegethan, sich aach nngeacht der von uns zom
oftem pnbhcierten ganz jremeBSftnen nnd ernstlichen gencralien,
nach demc fort ohne alle schcach im landt aufhalten, dass wider
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unser vilfeltige vötorliolic vermahnungen noch die in denen
genenilien lidttiroliete ernstltclie bestrafung bcy denselben bia
dato 30 vil nit fruchten niilgon, dnsft sie sich entweder zu
unserer wahren allain seli^achenden cntholiatihen religion and
^aaben oingcslült oder aber widrigesfalls der zuegelasscnen
cmiEfration betragen hetton, ein solelios aber longcr zu ge-
dulden uns kaineswegs gcmaint sein will: also haben wir (zwar
ztt allem überfluss und ungoacbt wir wider dcrffleicben unge-
horsambß nunmehr anderergestalt zu verfaliren geouegaambe
ui'sach hcttonj doch aus sonderbaren zu uns3rn :innen ver-
führten untertlianen tragenden mitleiden nochmallon durch ab-
sonderliche ausgefertigte coramiasionssclireihen dem ersamben
gelehrten QQ^erni Heben andechtigcn ü r lia n Oj abtcn des
wUrdigon gotteshaas Adraont, bevelch geben, dass er in unserm
uHuibea mit snsctzung nocb lÜDes harzen termtns Jillc der-
gleichen ungehorsanibcj so in l]esar;Iem Ober Stoyer scsähaft
oder sorsten sich alda aufhalten und nit landleith sein, noch-
m.'d KU amieinbung und würklichen bckunnung unserer katho-
lischen religion anhalten, widrigenfalls aber und da je alle
väterlichen veruiabuuugen verj;eben« angelegt und in Jen windt
geschlagen werden sollen, alsdann nuuuichr nach Buswcieung
berübiler gencralicn mit alleu und ycdcn unverschoot ver-
fahren solle.
Damit aber soUichc commissioii umb desto schiel tiiger
vollzogen und unverlengt zu endt gebracht werden mcigo, also
haben wir imo, abten, craft dises offnen patent voUkombenen
gewalt geben, dass er alle and yede, so (wie verstanden) sich
bifthero xn der catholiscben religion nit eingestellt und nit
würklicfie landlentli sein, unter waserlay iurisdictior, gericht
und grundtherrscbaft, ancb was \vesens, thuns und Standes,
nobilitiert odor nit nobilitiert, barger, undertbancu oder paucrn
und Boneten scyen, fUr sich in religionssachen ohne mill flir-
fordern, laden und citicm künde und luüge, mit denenaclben
gesambt und besonders seiner habenden instructiou und be-
velch geniilss handien, hierauf ganz ernstlich und gemessen
bevelebend, dass alle und jeder auf sein ei-stcs erfordern und
citation, auf orth, tag und stundt, so ihnen benennt werden
wirdet, ohne alles tergiversieren und außflucht auch unbegrlicsst
ainea jeden grün d herrsch aft, so gewiss erachciuen, auch volgonds
demä, so er einem jeden in rcligionssauhen in unscrm oamben
888
aiiberelcben und aufuricgoii wirdct, in allem anwcigerltch nach-
kombcn und sclmltligcn gchorsamb laisten, als widrigenfalU vir
nil ttnderla&Een wollen, zu dessen und uudcm unsem Toran
ni dir Dilti gen oLgütofl'nen tnandaten wUrklicImr liatidthabang auf
aines yodcn ungeliursamlien uucosten deo geschwomen landt-
proftiscn and wo es vonnUtcn noch andere sclierfer exfK:ationB-
mittl zu verordnen^ darnach sich nun moonigUch za richten
und TOI* schaden zu lichUclen. An deme Loschicclit . . . Orfttz
den 8. Juli anno 1632.
2652.
FenUnanii TT. an den Pfarrer eu liadkershttrg : Tiefehl. du
noch Unkatholigcften — die Landlcute austjenommen — eu eUieren,
damit sie sich enltveder mU Beicht und Kommunioit einsUikn
oder durch den Landprofostn abgeschafft toerden. (Grat) 2632
Juli 9.
(Konx., StfttUi.-Arcliiv Gnx.)
I
26&3.
LandcnfürstlicJur Befehl an die Gelieitnräh: T)a sich WUhim
Freiherr von Htulmnnmdorf drei Jahre hindurch niclU mit Jir.idit
und Kommunion eingestellt, liegt der VerdacJit riahe, daß es ihm
mit der Annahme der katholischen Lehre schlechter £rnst sei.
Es ist daher darauf tu sehen, daß er sich einst^t, tcas seinen
UnUrtanen ein gutes Exempd sein mrd. Gras, 1032 Juli 13.
(Orig., 6t Ll-A , Lntidreclil Rudmaonidorf.)
i
2654.
Landeshauptmann und Visedom voti KänUen au den Kaiser:
berichten, daß sich stcei Emigranten, Georg Prugglcr und Karl
Amiga, bereit erklärm, katholisch tu iccrdcn und ins Jjind cu
kommen bitten. 1633 August 26.
(SUtlli.-Arcliiv Gma. (icm. Kop. ad MKrK.)
,D«mnioh', heißt «b weiter, ^icli nocli liier in d«r Stadt KUgenfart
rill« zicrnltclie Ansah] Manns- und W'eib«]i«rsoueD befinden, sogar solche, die
IQ UudMliaftliDhrr [{«»tallting sind, die Dicht katholbcli sind, halwo wirdaa
Verofitnelen e^Mbrleben, sin ^liimacbaffro. 8d habe Terner ich, LaDdeahsapt-
mann, nicht eiiiinal, soailern oft an iliw inn«irniitorr«iclii*chr R<>(penui; !•■
acliricben, daß rieb smIl ia Oberkirateu xwei Luitlleute aufhallen, diei
Vat«Undfl nichta nuU sind: Georg UalLbofl Sinifcr und Adam R»wDh«iniert
diD ihr« G;ller wcdor verkaufsn nach sua dotn Land« wollen, nielit lipichlen
uud kotuuiunizioroo und mit oitiigan UtikaÜtuliioliou haluiliclio Konventikel
ballea.'
2655.
Lanäcsfnrstlichcr Befehl an den Ffarrer von Kapfeuherg: ^etfen
drei benannte Fersonen, die vüh ihm denuueicrt seien, einsu-
sehrcitCH. 1632 September 1.
(Orig-, »henda.)
2656.
Katltarina ZteetkoiviU hiltei die Regierung, ein viartd Jahr im
Lande bleiben tu dürßn. 703^ St^temiter 10.
(Ebenda )
2657.
Ferdinand II. an den Palaltn: Befchi, auf die in dem bei'
liegende» Schreiben des Preßburgers Samuel Jioßman erwähnten
rebellischen Bauern Oberösterreichs sorgsam xu achten, nuchsu-
forschen, tcas und wie vid sie seien, ob sie wieder jankrÄm*
Mtehen usw. und darauf su sehen, daß sie eingezogen tcerdeti.
Wien, 1632 Se^itember 25.
(Koni.. Ung. L.-A.)
Die oberMsIcrreicbischcn Bauern, die ins UngariBcho soften, pflegen
iliron Zug am bäuSgBtoD durcb 8tcieriiiark su nebmeD.
2658.
Ferdinand JI. an die BcUgiojtsrefonmitionskommissäre in ICämten:
Erneuter Befehi, gegen die vielen Vnkutholi$chen,die sich in Kärnten
ohne Lixena aufhalten, cinsuschrcitcn. 1032 November 5.
(Ebenda, (jem. Kop., Hära.)
2659.
lindes fitrsti icher Befeid an die lieligionsrcformationskommissäre
in Kärnten: daß der f. hessische Pfleger zu Sonneg Georg Chri-
stoph Tran, der vor kursem einen Pfarrer auf den Gag ge-
Mwungen habe, ihn und etlicite Untertanen sub atraque su kom-
890
munijsicrat, als eine sektische Person au^Kiesen werde.
1632 yovemher S.
(Kons., SuUh.-ArchiT Gras. Gem. Kop)
26G0.
Guiachten der iutterösterreicJiischen Regierung auf äa$
lies Iferrn Wolf Andre vwt Pranckh, sein Gut ein J
durch einen kathoHsclicn Pßeger verxcalicn zu lassen. Gras^ IGSH
November 18.
(Orip-, L -A^ Landr«eht Pranckb.}
D«r BilUteller wollt« fleh »af eine Zeit sar Erlrninog fre
Sprachen nod Sitten ram Nnlxon sein«* Vslerlkndes in fremd« Litoder
i;el»fln. Im Hinblicka darauf, daU der Aufenthalt In katholischen LÄndera
^u seiner Seele Seligkeit anechlagon m(k-bta', wird das Ueauch aar Be-
willigung emiiEbblen.
2fi61.
Ferdinand Tl. an die Jleligionsrefomtaiionskommissäre in KürHtfüa
Er habe jüngstens ernstlicJie Mandate a\tsgehm lassen, daß oUc)
in Kärnten tcohnendett UnkathoUscheti das Land räumen BoOvn*
J)a sich nun in der Pfarre SSgrits unkatholischc Manns- und
Weibspersonen aufhalfen, ist unser Befehl, auf Information da
Pfarrers hin tcitler sie cimuschreiten. (Gras) 1632 Deeemher ^
(SUtth.-Arehiv Gras. Gou, Kt.p.. M]ln.)
2662.
Ferdinand IL an den Landeshauptmann tvn Kärnten: sendet
die ,Cridas' icegen der konfissierten Khevenhüllerschen Güter.
Sie sind su männiglicJis Darnachrtcktung tu publizieren. Gtoi,
1633 Januar 18.
(Kona., SUtth.An:hir Graa. Gera. Ko|V.)
Auf «ine Mitteilung wetleror AktonstScke wird reniehUst, da die
Sa4-he niehl mehr zur Qegenroformalion geliOrL Sie finden nch •brnda
auin April.
2663.
Landesfursllieiier Befehl an den Landesvencalter Karl Grafat
von Saurau: Da sich Elisabeth Näringerin hcitnlich u?id ohne
Lisens ins Land geschlichen und sich der Religion halber gant
veneeididi gduilten, indem sie jene, die sich su der kathdischm
891
Beiigion hajeiten, wieder abwendig macJtt, oder die noch über-
sntreien geneigt sind, davon abhält, so ist sie aus dem Lande
SU schaffe». Gras, H)S3 F^ruar 4.
(Orig, 6t. L.-A.)
Am 19. Febmu ergeht an ti« d«r Ber«h], binnen «clttTai^n au* dem
Lande an xioheD.
2564.
Martin und Bartlme Widmami verkündigen a?s Origkeit für die
Faetenecil das Fasiengehoi. Darmder llundelnde ^atden 10 Du-
katen Strafe. Schloß Fai^nion, 16H3 Fdiruar 5.
(Kop., Mlllittfatcr Akten, Bnäolfln. Klaf^cnfnrt.)
2665.
Georg Graf eu Orienburg an seine Unirrtanen: er hohe kider
erfahren, d'if< sich noch viele üntertanctt in seinem Gt^ieU mit
Beicht und Kommunion nicht eingesielU haben, andere wieder
in den alten Irrtum verfallen sind, fiefahl, sich in der Fasten-
teil mit Beicht und Kommunion einettstdlen, widrigenfalls sie
an Leib und G»t gestraft werden. Spittal, 1633 Februar 1^.
(Orip., ebenda.)
2660.
Ferdinand 11. an Antoni Freiherrn von Grotta: Ks ist uns ein
Bericht zugekomtncn, daß du dem Paul Khevenhüller, der außer
Land geigen ist, an dem Oute Gradcnegg noch 12.000 ft.
schuldig bist. Da er Majestütsvcrbrccher ist und ipeü er sich
in die schwedische Bestallung eingelassen, ist der KaufschiUing
nicht an ihn, sondern an die Regierung xu erlegen. Wien, 1G33
März 4.
(Kont., H.-,n.-u. St-A. liüruton. Fas». 4.)
So auch bezSgUcL auderei Güter. Üter Tanl KlieTenlillller aielie
Cserwenka, 8. 499 ff.
2Gfi7.
Gutachten der innerösterreichischen Jtcgicrung über das Gesuch
Benedikt Moshaims um die Frlaubnis, sein im Kärnten liegendes
Gtid per 4000 fl., dessen er sur Frzichung seiner Kinder be-
nötige, erheben su dürfeti. 1633 Marx 18.
ißt. L.-A-, LandrocLt Moibaiua.)
892
Die U»|;ieruDg bofUrwortet DUr die ErkeWnf von 1000 — l&OO fl. Kr
wUlt die ErUiiltriifl, lus Laa>l ku konimeD. Zwei J4hre »pjtter kommt er
ohne eine solche ins Land und hat A» große Schwierigkeiten, da er krink
wurde.
2668.
'«nk ^J
,SchäUnng Sigmut\dt&i Maxauders su Obern-Krenths und Magda-
lena, seines Winhs, tvekhe sich eur hl. Heligion nicht gehorsam
einstelie» tcoUcn, vermügeti, den 2€. AprÜ a* 1633.
(H.., IL- tt. 8t.-A. Kirotön, Vut 37.)
Den 2G. Apt-il anno 1633 ist des Sigmnndtcn Maxanders
Bu Obcrn-Crcmbs, undcr die anwaltsciiaft zu Kirchdorf gc-
liürigcr nndcrthan, und Magdalena, seiner cbewirthin verlsssiie
Iiaab und gllcttcr aus bovelch herrn anwaldt, Ursachen dessen,
dass sich die Maxanderin ciüiuals fUr djo obiigkett stellen
wölleu und sich über öfters ervordern in die flucht begeben,
auch ireni mann zar antwort geben alleczeit, sie bab ibme nur
den leib verheirath nnd die secl nicht, sie stell sich auch nit
ein, durch Josephen Uuchmcr zu Kirchdorf, Franken Straucr
und Georgen Tretter zu Hausmannig bescbriben und in ain*
Schätzung gebracht wie hem&ch folgt:
lof^^
Erstlichen das gact and
grunclstuck 80U fl,
Ain hongstcD 7 „
Zwcen iixen und 2 stiert 40 „
T>vey khOo 2i „
Zwo Kalhnien 5 „
Dre^' kleine kKlliI .... 4 „
Drei Schwein 6
Acht BcheflfI 5
Traydt (dazu Acker-
gerät, im einzelfua
aufgezählt) . . .
Summa des Termli-
gens 951
Schulden hinaus .
Rest . . 763 fl. 1
. . !88fl.
gr. U.V
63 fl. 2gr.
Diese ohnleuth haben H kin-
dor, aines beheuratbf die
andern taits in dionsten,
tnils aber mit dem vatern
hauecii thuen.
I
I
Solcher ScLuUuugeo liegen noch Beuh* vor.
893
2GÖ9.
Outachf^in der innerösierreichisehen Regierung auf das Ansttchm
der Frau Anna Maria t>on Saurau, Witltb, si> auf ihre alt-en
Tage in die Ifetmat sHrü£kJ:ehren eu lassen: Eg loird ihr die
Bewilligung auf pih J»hr erteiU, da sie ihre Kinder vom hitho-
lischen (Hauben niclil nur nicht abgehaUen, sondern aticii mu er*
warten sieht, daß sie selbst noch katholisch wird. Gras, 1633 Mai 18.
(SUllb.-Arcfaiv Oras.)
2670.
Perdinatid 11. an Hicider und Rat ttu Aussee: da man in Er-
fahrung gebraeJd, daß die Ratiem in Oher Österreich, die sich
nicht ettr kathoUschm Religion hfafMcmen, ihren Weg durch die
steirisclten Waldungen nahe an Zell nehmen und sich »ach
Ungarn begehen, ist unser Befehl, ihneti den IhtrcJieug n* wr-
hieU-n. Gras, 1633 Mai 19.
(ät. L.-A^ Spes.-Arcbiv Aubmb.)
2671.
ItandesfürsHicher Befehl an Hans Adam Rosenheimer: vor der
Regierung su erscheinen. Gras, 7033 Juni 2.
(Kons., wie obüti, Kr. 2609.)
Wail er atch troU leiues Arrutcs and Venpritcheiis niobt bekebrt,
auuderu sieb liutsif; verliAlt.
2672.
iMndesfiirstlicfiei- Befehl, daß Veith Georg Freiherr von Eihis-
wald sein Gut Tliurn durch einen katholischen F/teger ein halbes
Jahr lang verwuitcH dürfe. Orae, 1033 Juni 0.
(Kotjx., Sutlh.-Arcliiv Üriz. Getn. Kop.)
2673.
Paßbrief daß Hieronymus Jländl und Sigmund Friedrich Speidl,
die der Religion tvcgen außer Land ffiehen, ihre Mdbilien durch-
bringen mögen. lOHS Juni 27.
{.Kons., äUith.-ArcbiT Uras.)
894 .^^^^^^
2C74.
Landesfürstiicher Befehl an Georg Wat: wegen unbefugtem Amf-
tntMaliei in froin, wteiCo)d er nickt kalkoÜseh ist, tor der Re-
gierung £u erscheinen. Gras, J633 Juli 30.
(KoBx., cb«odA.]
8Ö7Ö.
Pafihrief für dtn hessisch -darmaUuÜisehen Agenten, tretehrr der
Mdigion halber sich außer Land hegdien will. 1633 Septemher
(Bbaada.)
2676.
Lantiesfürstlichrr Befehl an die Religionsreformaitonskommissän
in Kärnten: ein Gutachten einmsenden, ob dem Matthia» yiisek
ein Termin, ins Land Kärnten gn reisen, gegeben werden
Groß, 1633 September 30.
(Kota., etatth.-Archir Orn. Oem. Kop)
Er erhält «m I. DezembBr einen Termin auf teclu Wochao, am
Reell Ufüliru Dg« n Tgraunabmeti.
2677.
yit$ek
4
Die Emigrantin Jiegina von TeuffenhacH an dai Kürsfm
Eggenberg, Herzog von Krumau: bittet, ikr und ihrem Gemahi
utid Kindern das Kapital von 2500 ß., so ihr die Uerren Otto
wid Christoph Adam von Tetiffenlach sditädig sind, wich dem
Auslände ausfolgen eu lassen. 1633 September.
(Hof katBmrriircbiT« A. N. 18.36&.)
R. F. D' mit (Jiscm demiotigiatcn sappliciem jmo behelligen,
treibt mich die cu^cristc noth. Ohne lengere erzehlang kUnncB
E. F. D» . . , leichtlichen erachten, was merkliche grosse «pe««
und ancosten aus euiigranteQ, sonderlich die, wie ich nnd mein
herr Ilans Christoph Haagen, mit vililen kleinen kindcrn be-
gal»t, hey ietzigen seh wem leuffen in der frembd, wo "ir
einigen liandLraylhcn iicckh, der nnser ist, nit haben, ja gleich
samb den ta^ und das liebe wassor erkaufen mUessen, anf-
aafcn thue und denjenigen gicichsainb nnniUglich falle, wcIpIic
mit eioem geringen veriuilgen und lierenlgegen vihleu kiDderu
895
emigriret, bey denen durch I. K. K. M* . . . verbotlinen capi-
talien von den weni^jen interesse, wo sy einzunehmen und die-
selbe oftmals erst mit sclnveren nncosten zuwege bringen milessen
auszaebaltcn. Welches dan ich nnd mein besagter lieber herr
mit gemcttcn unsern kleinen unerzognen kindern leyder so weit
erfahren, dass da E. F. l>' raildisten remedierung wir uns nit
zu erfreyen hetton, wir uns von dem inlcresRe unserer geringen
Substanz, äo uns aber alle ausgaben poti anlffrationem noch im
land zu ersnechen blibcn, einmal lenger nit mehr zu erhalten
wUsten, sondern raitsambt den unsrigen noth und kummer leiden
mtlesten, dabero ich dann K. F. D* blemit in aller nnderth.
demietigist bithen wollen, die gerneben, auü habender statt-
halteriJmbtlicheti plenlpolenz und volmacht, in boherzigung ob-
eingefülirter beweglichen moliven und Ursachen mir und meinen
herrn zue nnacr und nnser kleinen kinder . . . nnentpor-
lichen leibs und erhalttmg, deren wir ja einmal nit entrathen
ktSnnen, dasjuiitgc capital der 2500 fl., so mir herr Otto nnd
hen- Christoph Adam von TiefTcnbai-h . . . schuldig, ausser laiids
au verwilligen. . . .
E. E. !>'
demiotigiste
Barbara Reginn Hagin,
geb. von TiefTcnliaeh.
Wunlt) sin SO. Sttpternlfer 1(133 dam Lnoilraverwallpr von Steiermark
ntn CID r&titch«« Üntaclilen Kugentalit. Dm Geld vrliialt nio ratenweite.
2678.
,Hietoni/mi, AU eu Sl. Paul in Kärntm eingebrmhies VerMcichnis
der sich noch dnselhst hefindUchen unkatholischen Personen halber.'
1033 November 5.
(StaUh.-Archir Oraz. Gem. Kop., Nr. 40)
Diu V«raslehnli Mt^gt nicht bei.
2679.
Landeafürstlicher Befehl an d*n LandesterwaUer und Landes-
vieedom in Krtiin: Jierirht üher die Bitte des Gregor Wate um
eitten Uinyeren Ta-niin fiir seine Aufenthalte in Krain einjnt-
sendfiH. Chaa, liiSi Januar 30.
(Kon*., Stattfa-Arohtr Graz. ti«m. Kop.)
806
SerkhÜiches Anftrhi/fen in c&qsa der jüngeren Goldisehett Tochter
Sidonie Elisabeth, damit sie tcieder anher ins Land gesffUt werde.
Grae, 1634 Februar 21.
(Kop., 5t. L.-A., Lxndrecht Saalbur^.)
(lold war «in Kobilitit^rler. Dn »ic trngeii .llnvernitlgenhftit* von (v-
ni4'>iii>n i'erHonnii »chledit iitirerru|;Qn wiiiilo, hat sich Qottlieb tou 8«jilbur(
ihror Blubfrenndarliart lia.lber ihrer erliirmt voi will sie zu sieh nehniea.
Da Sialhiiri; der kAtlio1iscli«ii Rclipion eifrig «i{«Un ist, kfttin dks AosncliM
am RQckkeliT nur gri-Uillif;! wcMen, SiHmit<> KUMh*th Ut b4>i rin^m Rtnrrh««-
p«rf;rr. Vf-t Übnrgjtlm an KAitllnirg siitet aicli Herr von KrKnkiuf» rtil^rgm,
ein Lutli^rauttr, ilur nie iiicbt Jill«in liitlicriiicli cnieht, nondrrn »nch Ober
ilio ihr r.ugpfalleuo KanolienprrgtfriücIiB ErbspurLioii nach seinem U«Cille«
Tvrfibrt. Das all«a iat g«gea di« Rcligioiisrefonnatioiiflf^neralicn; dft st
Kraiiklnf; in Rcf^nnsbnrfr ist, kann man hier nichts Inn. Di« Regrirrmif'
mfipo (Ins Nlitign T<?rniiliiR8cii.
2680.
LancJcsfiirstlieht^r Befehl an den Landesverwalirr wid Landr*-\
visedont in Krain: «* intiuirieren, oh in Kraiii im At Tat, tnie
berichtet wird, in der Faatpnseii fast aUeulhaU>en Fi^iseh ^
kocht und yespeist tcird. Gras, 1634 März 3.
(Kons., 8tatih.-ArfiblT Gnu. Oem. Kop.)
3681.
Freiherr Paul von Egg, ein Emigrant, $oll sich nicht altein in dtetm '
Landet* anfhalten, sondern auch einen Präseptor hei sich haben,
der ein Prädikant ist. Befeld an den I^ndestvTwalter und
Vigedom in Krain und an den liiscliof vnn Lailmch, Bericht »
erstatten, Grits, W3i Muri S9.
(Konx.» SlaUlL-Archir Üimm. Oem. Kop, Nr. 17.)
I
3G82.
öutachteti der innerSsterrekhischen Regierung in caosa 3faUhiat
Mauis, sich einen Monat allda aufsnhatfen. Grat, 1BH4 lf*r
(St. L.-A., Laadre^rht Hinl.)
2683.
Gutachten der innerösterreichiscfien Üegiening auf das Antuehtn
der Frau Anna Marusch von Prauckh, ihr cu gestatten,
kurse Zeit ütres Lebetis in ihrer Heintal Unbtfm und Uiren teils
bresthaflen, teils unmündigen Kitulertt die nottecndige mtUierliche
Uilfe leisten lu können. Gras, 1634 Mai 15.
[Orig., St. L.-A., LNDilracht Prxnckli.)
Die Uilffiluistuiig der Uattor tot Kllerdiiit^ (las bsste; diton bat dia
Bittstellerlu noch cini|;u ,Kccfil*fnljriiiiprii', «Iht ']a üb bixlinr don rnririen
itUf ^«<tAtt«t iüC, Wi limitierten Lixciiuiu liier zu bleiboa, Hij wiiro wpgeii Qldvr
Konnöqnctii: «ut' di« llewilligiing cticht riTi%aral«D. Man kOnata ihr allen-
fnllj einen Termin von 4 — C Mnnateo gpbpti.
2684.
LandesfürsÜicher Befehl an die verordneten Kommissäre: Wie-
wohl n\'gen des Verkaufs der den unkatiioli&chen Herren und
Landleuten gehörigen Güter wiederholt Verordnung geschehen, ist
doch Haidens Gvl Pueehenstein noch unverkauft. Dieser Sache
halber sorvie wegen des unbefugten im Liindverhleihcus Haidens
halber ist Bericht zu trstatten. Graz, Hi.H4 Mai 27.
(KonB., Stattli.-Arcltlr Urax.)
Andre Pproter, Pfiirm su Sciiiiß^ an den Filrsthischof ru Lnihneh:
kmnvit dnn Aaftraye, die ,sektischen' Personen und alle die ett
iiennen, so in der h-tsten Osteraeit nickt geheichtet hiüten, nacJi. In
der Pfarre St. Georgen ru Scaliß seien Georg Ediimhachüssel,
Friedrich Gtdjlkover^ Fräulein Elisabeth Hnumbschti^nd und Sophie
Jörifseh, dann die Fratt Friedrich Oablkovers und Felizitas
Satter sektisch. In Sdiimstein hiilt Katharina von Ncuhnus geb.
Sauer die Feiertage nicht. In der Pfarre St. Johann ist Frau
FUsidjeth Suuf.r samt Tochlrr ketzerisch. In der Pfarre St. Merten
bei Schaltek redet Kii&ahelh Hosina Eaumbscbiissel übel von der
Geistlichkeil und der hUholisciten Hcligion. In St. Agid bei
Schivareenstein sind Georg Seifried Gabikover und Frau seklisclt.
Sealifi, 1634 Juni 20.
(Kop., L.-A. Krain.)
2d86.
Guiadden über das Gemrh i/«t Witwe Esther von Galler, Schmcger-
multer Karls von Radmannsdorf, dessen Heine Tochter ,von der
rftitai. II. Abt. BJ. LX. 67
8pen^ gmomnien und äarulfer krank geworden; da sie der Tockler
nicht heispringen kamt, bittet sie um die Erlaubnis, im Land
ru kommen. Das Guiacläen geht dahin: da sie sieh mt Neuhattt
in Ungarn befindet, kann man in diesem Faüe nadtgehen, aber
in Zukunß nicht mehr, damit nicht andern aucM so unerh^
licher SacJtert tcegcn ein gleiches verlangen. Gras, I €34 Juni 28.
tßl. L.-A., L«Di)rec>il R«clinaDUsdorf.)
2ß87.
^Urban Agricola, Pfarrer ev Fehring, sali seine Untertanen
Bequetnung der katholisciten Hdigion halten.' 16S4 Juni, j
(SUtth.-ArchivGrax. Omd. Kop., Rep.)
2688.
LandesfürsUicJter Befehl au MattJtes Singer sum Steinfetd: aat
H. Septemlnr vor dem Kamnu-rprokurator eu erscheinen, steh n
verantwtM'ten, daß er sicjt ohne Lisenz im lAinde Kärnten auf-
hält. Grag, 1G34 Augast 7.
(Kui»., ebenda.)
Dwiglvichflu an Adam Rosenlieimljer, am 6. S«pt«inl>er su encbeinn.
2689.
,Iierichi in puncto i-eÜgionis in casu Georg Wateen.*
August 16.
(Ebenda, Mr. 40 u. 1036. Nr. 4.)
Nllierea i«l nicht vormerkt.
2690.
Ferdinand 11. an den Falatin: die Enngranten an den ihnm
bestimmten Piaig zur Ülxrßhrung nach )Vien geleiten sh laue».
Ortt, 16H4 Oktober 2b.
(KcnuL, Ung. L.-A.)
FerdtnAnilu» . . . Spcclabilis nc lungnirtco tidelis nobis aincere
dUecte. De cmigrantihus, qui contra snperiora edicta oostra non ■
clandestlne dumtasat scd jjcrvicaciter pI praesunituosc ad vici
narum ditioiiuui territorifL sectariorum praedicanliam dogra*u
frequentabaat, eos fide]itas vestra (auit)uaui praevaricatores inler-1
81W
dictionam nostrarom ad benigiiaiii usqnc resolittiouem disposi-
tioneinque nostram in arrcato ccstodiri fccisti«, iam dementem
ordin.itioiicm fieri deinaudavirnoa, ut iidelis nüster coiiailiarius
nosltir(sic) lelUciia aulicus Löbel certaa ad hoc persona» destinet,
qai in locis liniitarü» Auatviae ipsos arrcstatoa excipiant et ulte-
rius Viennnm dcdncant. De loco et tempore qno ßxcipiendi
erunt, ficUOitatem vestram cdocturoa est, cos igitar, ut ad dcsti-
natum locnm comitari facialis, rcquiritar. Vobis in retiqno giatia
nostra benigne propenai manontc». Datum in castro nostro Ortt
die 25. mtiisis Octobris aimo doniini HVM.
I
I
2691.
Megiemng und Beformationskommissäre seien dem Befehle, die in
PrefJhiiKff uud (hUnhirg sich wider ihren Revers Aufhabenden
und die emigrirrtcn LamlUntte anstueigen, nachsuJuimmc» be-
strebt gewesen, da der Regierung Macht sich aber nicht auf
Ungarn erstreckt, möge von Hof aus dem Bischöfe von liaab,
dann dem jungen Batihyany und dem /Cnehg rnfjeschriehen tccrihm.
Wiin, 1CH4 Novemher 10.
(Kop., Unc. L.-A., Ciinc. Anstriae. 1634, Kr I.)
Die (sie) K. K., auch zu Tlungarn und ßülieira kgl. M'
. . . Auf deroselhen befelch, das» repicning nnd die znr refor
mation verordnete coimnUearii aigenlliche crUiindigting ein-
ziehen laasfn. wer und wellielie (sich i wider irc gefertigte revers
zu IVessburg, Odenburg and andern ortlicn befunden, aucb wel-
ItL-be von emigrirtcn landleathcn dahin ankommen sein, soiblgc
in eine urdeiiliche verzaichuuü bi-iiiguu und sod»nn 1. K. AI* mit
verrerm rUtbUchcn gnetbcdunkcn Übergeben boIIcd, in aller
undcrtbcnigkctt zu erindcrn, das sie, rcgieruiig und commieearii,
seliuldigisterrattafien diaer allergr. verordiinng uaehzukumben
ihres thaits und als weith und viel aieh derselben vires und
befelch erstrecken kOonen, gehorsamiist nit undcrlnssen wüllen,
deronwegcn auch im werk sein, weilun aber ir, regierung, jurJa-
diction in Hungarn sieh iiil extendtrcn tbuct, also erachten sic^
regicrang und co»r»»»Mn»n*, I. K. M' müehten inhalt obangeregtea
dero allergr. re^idutionsjmnktcii von hof ans dem Jierrn bi-
aehoven zu Raab unti hungnrisehen canzlcr wegen deren, so
sich za Prestiburg und der rcvir, derjenigen halber aber, so sich
900
linder der ßudianin aafbalten m^hteo^ irem Bobn wie mnA
dem Zacbj allergo, zaeschrciben and darch sie derglekhec
spccification zu hcuden briogcn. Waon alsdann ir^ regierang,
solliche Uberscbickt wurde, künnte alsdann das abgefordert
guctacbten nach Lese baffe uheit der persohnen geb. aberfreben
werden. . . . Actum Wien den 10. XovemhrU aww iG34.
In dorto: Ad caneellariam Jiungarieam. Di« wardet die
Terrer nottnft Itierin vermeltermassen sowol an den herm Han-
gerischen hofcAnzIero, als aiicb den berm Bodiam and den bemi
Zihy abbalden auszufertigen haben.
Per imperatorem I. Dcc. 1634.
Tobias Gertinger.
2693.
fVerzeicImuss eine$ icden pfarrkerms des G^njyischen
aJUr deren voti eidd und gemain, so sich lU dato niemtMs nt
der eath^iiischen rdüfüm tvüreldicken ftekJiendi oder nhrr muA
erüer eitistfUtuuj die calholischen exercitia undentmheH imJflr
lassen.' (0. D. Ende 1€34.)
(SUUli.- Archiv Gras. 0«bi. Kop. »am Stücke von 39. .raoiiu I«SS.)
Pfiin-cr zu Pulst referiert:
Herr GeÜrg von Wtldenstain sambt seiner fraaeo, vi*
sOlincn und zwayen freylein tücblern haben sirh nie eingcstdlt.'
Frcyle Catharina, hcmi Klirnrcich Khulmera zum
pilchl tochter, hat sich nie eingestOlt.
1/uius virginis pater nobili$ et generotus dominu*
rieiius Kttlmer te conftisum ei eccUfiat restitutum gloricäur.
prout ttiam »chedulam quatidam /W" domino capilaneo prv^
vinciat pro testimonio porrexit; quam tarnen non vidt^ mult»
minus unde et a quo illam habeat resfire potni, cum tarne»
michi Uimquam parocho letjilimo montlrari debuittet, 2i
valde, ne subiit aliquU dolus.
Pfarrer an St. Urbau:
Herr Khöraoss mit seinem söhn and tochter haben
nie eingostült.
Herr Hans .Senus.4cn frau gcniabl sambt seiDcr baaen mit
namen Veroiiica (haben) sieb nie eingestult.
9(H
Tlioman Khalterpacher zu Penlori", dei horrn Vcith Pagge
in Veldtkirclion undertlian.
Rctting in der Sogn, des berrn Webers auf Moaslmrg
undertlino.
Pfarrer zu Obermtllbach:
Praa Stöttnerin mit ihrem söhn nie eingcstölt.
Adam Stachl, pflegcr zu Frauenstain, snniht seiner ebo-
MTJrthin gehen zwar flciasig in die kiichfin, haben sich aber nie
eingcstült.
Caspar Leitscbacher mit seinem neib haben »Ich uit ein-
gcatclt, geben auch in kheiii kirchen; est liomo pe^timus.
Pfarrherr za Shreig:
Herr Antoni Eisenbart bat sich vor etlichen iahrcu eiu-
gestelt, aber von derselben zeit ist er gar selten in die khirchen
kbomen, hat sich auch in der fasten zu Quatembcr und andern
verbotnen zelten des tieiscbessen (n)t?> enthalten.
Gedachten herm Eisenbarts ehefrau und »obn haben sich
nie cingestült.
Herr Erasm Mügorl und sein frau geben fUr, als haben
sie sich eingcstült, haben aber khcin ksttmomum bis dato (ür-
bracht, schicken auch ihr dienstvolk niemals zu der beicht,
hat sich auch er, MUgorle, in seiner Jetzt wahrenden krankheit
vernemraeu lassen, wann er todts soll fürwcrdcn, ihrne ander
seiner nusspaunib einen zu begraben, aus weichem allen seine
habende religion leichtlicb abzuncnien ist.
Pfarrherr an Meisslding:
Herr Jöstl zu ßastenfcldt meldet zwar, er hab sich zu
Wolfeberg mit beiclil und c-oinmiinion eingestlilt, hat aber nie-
nialils kein zcugnuK^ desstin fUrgcwitson, auch keiner catho-
liscben exercitiis bishero beflissen and sambt allen derc nnder-
thnneu nie c^ingcütiilt, ander welchen insonderheit zn benennen
nichrgedaehten herra Jüstls Schreiber, der ganz ergerlich mit
disputiern wider die cathulische reügion sich or7>aigt.
Herr Cumad Werner zu Wcrnhof santht seinem dienst-
gesnndt bat sich nie eingestOlt, geht gh-icbwol in das landlliaus.
Benannten herrn Werners frau schwügerin geborne Mä-
gcrlin nie eingestelt.
Apob»nia, wiertin underm gschloss.
Andre im Piuhl, herrn .Jüstls underthan.
90S
Andi-u Mori, pHvger am ITmihof, lict bicIi zvrar vor etlicli
tulircii ütngestült, nacliinals kein catholiach exci'dtiam gegeKt,
sondern an quatembt^T uiiil audcra gebotneu fasttagen sich d«
flciacliL'äsuüt) uit uiitlmltc».
PlaiTür St. SUj|)haii am Klirupfcldt:
Mutiö Teurer saoibt »einei' eliewirtJn und zwei khindern.
Pfarror am ZiLtnhls{M;r^:
HeiT Peter ChriBtopli von Standacli zum Wuclross eambt
seiner frauen und kindern neben einer Keiner bascn haben stcli
nie eiiigesttllt
Pfarrer iu ifteyrberg:
Herr Wulf OhriHtopbcu von Uallegg bauafrau.
Pfarrer äu Kraig:
Herr Kraam Mit^^erl in der Wcidenau.
H«rr Aiiluiii Kinenbirt, frau und subn.
Krau Keinbaldin.
BärtI 8taxznc.her.
Eva sein weil».
Des Oswald Khunrilzeu weib.
Cbristan in der Laggen niaettcr.
Ruej/p in der Laggen luucttur.
Hauä Dueller.
Kva, alte Gritscliäiiigin.
Ueorg alle(r> milloer im Graben,
Urbani Kiscber muetter.
Jacob Georg zu Überfeldt, knocbl.
Raep Ziminermaii, der Bchmebser geat. (*ie).
In doiso: Ntfmina haereticorum tpiscopatug Ovrcentü
Von Vei'donberg.
2S93.
LaiuicsfiintiUchcr Befehl, ,(lamU wider die im Lnnde Krain he-
findltcJifit ui\icathotixrhe», adeligen und Hnadciitjcn l'crsonf», die
sich enttceder niemals eingcshlU otler dk l'<dhdischen exercitia
xeieder verlasset! haben, eine fleißige TmiuisUiou atigest^t, dm
lieligionsreformation^generiüieix und den seither erflossenen Re-
solutionen gauäfi verfahren, endlieh gegen jene, ao solche Leute
*
903
aufnehmen, eine ertnUhnft« Demonstration vorgenommen toerd^.
1635 Januar HO.
(Koiii-, Statlh.-Arcbir Qnx. Qeco. Kop 4.)
3694.
Desgkicften ßhr Kärnten ,UHd sonderlich die im Bisiume Gurk
hefindliehox Uttkatholischen'. lf>S5 Januar (29).
(EWtirlx. Gern. Kop. 3C, Rep.)
2695.
Der Kammerprohtraior contra Ifaiis Merrer und Christoph
Naritiger .panctu VKrhör\ weil sie getjen die erflosscnen Liena-
ralieti ohne Lisetu atis detit Ungarischen hereingekommen seien.
Sind gur Verantwortung su ziehen. 1635 Februar lÜ.
(Konz-, eb«ad«.)
3696.
Derselhe aus demselben Grunde gegen Paul Friedrich Rüdt. 163Ü
Fel^ruar 12.
<Gem. Ko|). 12.)
2697.
Derselbe, damit der Lnndesltauplnmnn in Knrnfett tlem ins Land
eingcschliciienen und sich in der Gncsa aufhaltenden Prüdikanten
vermiitcls der Landgerichtsherren nachfeilen lassen solle. 1635
Fehrttur 26.
(Oom. Kap, «7.)
2Ö98.
Derselbe, damit die Heligionsreformationskommissüre in Kärnten
wider die sich in der (inesa befindlichen Ünkatholischen kraß
der jmlAiiirten Generalien verfaltren sollen. I<i35 Februar.
(Qem. Kop- M, Rep)
2699.
ßersellte, damit uuder den Emigranien Paul Freiherrn von Egg,
der sieh ohne Litern in Krain aufltält, und seinat VrüJi^tor,
904
der ein Vrüdikant tein «oU, kraß der ergangenen landeaf9nt^
liehen Generalien verfahren werde. 1G35 Märe 1.
(Ebeod« 8.)
2700.
Der Kammerprokurntor, damit der Landesvencalier von Knüm
gu einem Rcformationsmitkommisgür ernanul werde. 1635 Mars 5
(EI>«ndB 16 )
2701.
Sans MttrKT hütet um Lizenz, ins Land su reiien, um
Streitiijhcitcn itei^utcohnen. lOJi't Mars iS.
(SL L.-A., Landriselil MQn«r.)
ErbSlt Mch« Monat« TcraiiR.
2702.
LitmIcsfuTstlichfir liefeJd an den sieirischen Landeshau^tmaun
Karl Grafen von Stturau: biUigi dessen Vorgehen gegen de»
Emigranten Jonas Khutuer. Der Emigrant Uaidt hohe $ich
fUs lathdisch hekannf. Den Emigranten ist eiti Termin un»t-
weisen, nach dessen Ahlauf sie auSTUiceisen sind. Unkttthotisfht
Eitefrancn sind auszutceisen. Wer en cinun Prädikunien anfkr
Land sieht oder seine Kinder dahin schickt, ist sofort am*
Qraa^ 1635 Mär ^ 27.
(L.-A., 6p«s.-ArcIiiT 8Mtr«o, Kireb«.}
Von der R. K.
ftnznzaigen .
H*
lierrn Carl graven von SaanQ
wasmos&en er in der boiUamen religioo«-
rufürination^sacli wegen cllichcr tsicli darunter erzaigender äuge-
Icgenheitcn einen mchrern beschaidt, gewaldt and instruction
l>egelirt lial>e; solches nun also in das werk zu setzen, intnassen
I. K. M* pablicivrt» l.-f. generalieii laater dahin gestellt, dan
die emigranten und uncath. personen, sie sein gleich, we^ sie
immer sein wollen, ohne liahciidn itpccialliecns und passbricf
sich im landt nit aufhatten, noch darinnen practJciercn sollen:
alao ist auch ron ime, h. l.-baubtnian, ganz recht und wol dann fl
beschohcn, dass er dergleichen pcrsoncn und darunter sonder-
teil den Jonassen Kbntner umb sein habende lic«ruc mg«-
schriben und in deren verraangimig widerumben aas dem
905
land zu raisoD gemessen aiibcvolclicn liHt. Und weilen dnn er,
Kliutncr, solelien k. a. 1, f. generalien zuwider, jn in ß-attdem
derselben stilschweigont herein in Um Inndt gcscMiclien und
sich alda, ungehindert der cath. rcligion nit zucgctlian, so lange
seit ohne liccnz aofgehaltcu, danlurch auch vil mehr ein wol-
empfindliche slraflT als einigen favor mcritirt hat, so wolle dem-
nach er, herr 1. liaabtinan, ihme, Khutnei-, auf dessen wider
hiobey kombcndcs anbringen von seinem begehren nur »im.
pliciier abweisen und sowol gegen denselben als andere des-
gleichen uncatholisciic persouen mit der ansschnffung wirklich
verfahren.
Was am andern Mathiasen Haidt anbelangt, weilen sich
derselbe . . . nunmehr durt-h den albiesigcn ütattjjfarrcr in der
rcligion inforuiicren lassen, wirdct dessen crclürmig zu erwarten
sein, welche er, herr l.-haubtman, eheist herauf zu relattonircn
gedacht sein wolle.
Diejenigen emigraiiten, welche undter dem praetcxt der
angesueehtcn licenz oder derselben crstrückung auch darüber
erwartenden resolmion im landt aufhalten, betreffend, wolle h.
l.-haubtman fnr das dritte doncnscibcn zu einbringung solcher
ihrer licenzen oder derselben ei-Ktrückuug einen gewittgon terniiu
ertliailcn und da sie sich mit derselben in solcher zeit jiit er-
zaigcn, sodan gegen ihnen mit der ^usscbaffung würküch ver-
fahren.
Also sollen auch zum vierten diejenigen cmigranten, so
sich etwo in daa landt herein begeben, so baldt man ihrer ge*
wahr wirdet, umb ire licenzen gefragt und da sie nichts ftirzu-
wcison, gcetragB widerumben ab- und aus dem landt geschafft
werden: massen dann die hcrrn gcbaimbcn rätho anch ihres
thails darauf gedacht zu seil] nit underlassou wollen, wann siirh
etwo einer oder der ander mit einem passbrief boy ihnen an-
meldt, dessen die iiachnchtlicbo erinderung alsobaldt an ihme,
herrn l.-liaiihtman, zn expcdiorn.
Dass sich fürs fünfte etliche cath. herrn und landlcnth,
wie anch nobilitiurte alhie befinden, welche aus vemrsachang
ihrer habenden uneathuliäclicn cliefrauen ihre kiiuler in cath.
exercitien als beichten, communioieren und schnlongang nit auf-
erziehen sollen, Kolchfis haben die hcrrn gchaimben rätho mit
sonderbarer befremdung verstanden: wie nun aber solchca
L K. M' allorgn. intontion und public it^rten l.f. generalion zu-
906
widerstreitet, also wii-dt li. l.-hatibtnian bey denen inlereuicrien
gemessne verfUcgnu^ zu tlioen und darauf auch sein sorgfelügti
aafsiclit zu haben ^cd.tclit sein, damit sy beeagto ihre kinder
in dor cath. relig^ion und derselben excrcitÜB auferzieben, denen
Tranen auch disos orts wenigist kein widrige bandluag rer- fl
Btstton flollcn. . . .
In den Qbi-igcn aber und da aicb jemandt sein, dea berrn
i.-baubtmans, andeuten nacli understeben wurde, eintweder für
bIcIi BtiUtKLon zu den uncith. praedlcantcn zur coininunion ausser
landts zu raisen odür aber seine kinder zu dem ende lünauf-
ziiscliickon and er, hcrr I.-bauhtman, solcboe in crfarnng br&cblR,
wolle er ancb solcbcs f^anz un^csaainbt mit riitJiebeni f^ctachlcn
licrauf zn berichten gedacht sein. . . . Orittz den 27. 3Iiirtii 635.
Beilage: ciuu Eing;xt>e Sfturxus vuin IQ. Mün 1635, üi welcitvr «r «icb
in dem oben «ugud«utctcii 8itLiie aaupricht. Von Khatoor wird bcBou<Ien
nouii heinurkl, d«ß «r si(?li «inrit elirl»rPTi Waiu^nl« b«Soitil und nnSr^vrltrli
IflbI, Kucti nicht de faeto im LjiiiiId vcrliloibou will
2703.
Kaiserliche liesoluUon, betreffend die an die weltliche Hand pr-
kt}mnwnen geisUifJten Hüter, hesütflieli deren es tu Streitigkeiten
und Irrungen komme: bezüglieh dieser Streitigkeiten, die laut
Erlaß vo7n 26. Juni 1ft'J6 Cffr tlejit httserl. Hof xu führen sind und
hiui Erlnß t^m 25. Fehruar UiHi an die Regierung rnnittiert
werden, die d^m Vvklaißen einen Monat und hei ^Nichtparirnngf
^nen ptrrfmjihrischett Tennin von 14 Tagen sur Vorbringun^
seines RechtslUels ijiht, nicJit mehr als je etcd Schriftert annimmt
und dann entscheidet, wird icei^ bestimmt, daß dem Gegner
gur Einbringung seiner Sache 14 Tage und noch .7 Tage he-
wiÜigt sind, wovon die Parteieti sowohl als die Advokaten tu
verständigen sind. Wieti, JH35 Mars 31.
(Kop., St. L--A., BtulhoDberg- Archiv, G<>^«iir«foriu.}
Von der n.-ö. rcgicrung wegen N. allen und jeden pr
theyen, hof und gericbtaadvocatcn nnzusaigcn: Obwolcn die
U. IC. M^ . . . sich noch den 26. JzcnÜ 1626 wegen dcijoaigeo
gtlcter, 80 von alters zuo den bistimmbcn, pritlatum, pfani.
bcueticien nnd andern geistlichen BÜft gewidmet worden, aber
hernach in der weltlichen handt khombcn. dahin . , . resolTirl,
daBs, wenn die geistlicheu gegen dcu weltlichen, es sey ainli
I
I
907
kircbcu, |]farni, (iliiiln, goistllclio lelioiiscliaften, vogtej'cn, orb-
recht, graiuU, bodcn, zoheiit oder andere güeter and gereclitig-
kaiteu, so zu dem biBtumliuii, pfjirrii, boriuficiun, Stiftungen,
»olient, jifarrkirchoii und vogteycii gehörig, in elritt und irrmig
gcrathcn, so solle solche controversion zu kaiuuiii andern indiclo
als vor dem Unyscriichen lief und vor I. M' selbston nusgefiirt
wcrdtcn boIIc{»ic^, so liabcn docb hü chstged achte K. M' von
dato den 25. i'ebruar 1Ü34 alle dergleichen &owobl alboraitli
hcy hof auheiigtg gemachte strittigUniten, als hinfllro einkombeii
iMOL-litcii, dergestalt Hlr sie; regieraug, rctiüttiert, dass tierab-
lichen auf die erste clug dciu beclngtcn tlioil die udirung suineü
tituli possetsionit crstlicbcD inner loonatsfri»!, auf erfolgte nit-
pariruug aber inner 14 tagen, doch peremjitorie auferlegt,
keiucü tbcil mer aU zwo scbriftcu und aUo otiue gcwOhrilichea
process suinmarUeime {jrocedirt, durcb die regierung mit recht-
licher crkantnus turgangcD und die parteycn durch abscbiedt
ODtBchaiden werden sollen.
Wann dan regierung zuc allergeboreamben volsiehung dieser
kaybcrlichen resolution iu dergleiuiien casslv (sie), so vil diu
produciruug der uberigeu Schriften über die dag belangent,
nach exequirter des clager oder beclagten Schriften den gegner
Bue einbringung seiner rechtlichen notturft.cn 14 tag und, da
er sanmbig, mehr nit aU peremptorie noch drei lag bestimbte,
nach eudtung aber derselben die collation ex offo mit der claasnl
and zuvor zu «rindern and doch entUuii ohne verrer erindterung
zn vorwilligen entschlossen: als hat man dessen sowohl die par-
tlieyen als derer advocateu liiemit erindern wollen, darnach sie
«ich «a richten und dieser ordtnung in dergleichen Sachen vor
gericht aue procediren wissen. Actum Wien den Sl. Martii 1635.
AaUeu:
Qberlief«rt.)
.IleioltitioD wp^en d«r peitll. ^«tt«r bctreffent.' (Schlacht
3704.
J. Weber an den Abt Daniel von ÄnwUlstcin: Auf die vo» ihm
erhaltene Mahnung, dafl sieh die Posckleppischen Gebrüder auf
der Herrschaft Landskran immer noch sehr ärgerlich in der He-
iiffion enveiseit, tcoUe er hei seiner heutigen Ankunft in Veldat
das Weitere verfüget^ Klaijenfurt, 1635 April 20.
(Oric., Arn C)lcliil«i nur AlUru, ititdulflu.)
Bieha udUid Nr. 2716.
908
Bericht des Lauäf^hauptmiDtus üher ans nnhcfugte IfereinJcontmeH
(ks Herrn Ferdinand von Kroncgg. 3035 Mai 21.
(K(int., 8t. L.-A., l>jiu<lr<M;lit Krondg^.}
.Es hNt «irsr E. K. M' mir ^ureli Dekret vom 3. Mki bcfoli1«n, tu «r-
1<tilrfMi, wAriim ich F. v. K , sn wct;cn At\T iinkathoIiRclinn Rrliffion «u&er
Laik] gi>Eogi<ii und ein« gvraiimf Zeit tlvn Ksiittlnn gnlicnt, crUubt liabn,
irui Laiii] SU koiiiniini. IC. M* wolle» nun «ciKcr Multer demStii^or RnUltoti
veiu<>tiiiii*ii, ilall er im vnilluMt-iim Muuat« Fitliiuxr i&u ihr uacli Qtvt igt-
koniiiieu, sivli g«k1eid«t und sich in allota hu auf den siebealvn Ta|{ au%*-
1iJiU«n Iiab«. DArnuf bat er wieder «eiiion Abscliicd g«aoui]i«D and tat nir
gans nnwiMPod, wo «r xicli dieser Zeit Ixifindel.*
I
270G.
Landesßrsli icher Befehl an den LandesvertcaUer in Krain: daß
df-S I'nul Freiherrn von Fgg Präseptor, so Weihxperstmen rm
der katholischen Ueliginn abwendig gemacht haben soll, geßnff'
Uch eingezogm, ej:amitii«rt und darüber berichtet werde» solU.
7035 Juli 1i).
(Koiii., Staltii.-Aicbiv Gras. Gvm. Eop- 100.)
Im Miinatr darauf wird Epc selbst rot div Ui^erunf; zitivrl.
4
2707.
Landesßrsllicher Befeid an Sahina Stelineritt, die ihr w^nt
ihfs durch die BefinmationAgeHeraliett verlolenea Verbleittem im
Jjande zuerkannte Straß von 1000 fl. ahbald su erlegen. Gnu,
163Ö Aagusl IS.
(Kons, 8taUb.-ArcliT Grau. Gem. Kop.)
2708.
Landesßtri^ilicher Brßhl au die lieformation^ommisArire
Kärnten: ein GutarMen ührr die dtirrJi Singer und Ii'isenhi:i
wegen Übertretung der ReßrmatioiisgeneralieH vertcirfcie Strafe
einsnsenden. Greui, 163r> September 3.
(KcQi , «bpnda.)
2709.
Die mnerösterrekhisicheH geheimen Jläte an Verdinmtd IT.: be-
ricMen üfcer ein flogen BWei Kapusiner hei JimlkersbHrg tfww6/-cs
Atietttnt Gras, 1036 Septetuhir 13.
(Kop., Mng. L.-A-, Cftoc. AratriAca IßSC, Nr. I u. StaUli.-Arcbiv tiru. Gem.
Kop. IB.)
2710.
Landesfürstlicher Befehl an die lieligionsreformaiionskommissäre
in Kärnten: ihrer gemessetten JnstrukHott alles Ernstes «ricÄn«-
komtnen. 1G35 November.
(EbeDda. Gem. Kop., Rep. III.)
2711.
Ferdinand II. hfistätigt den kroatischen Ständen iiifmitcnptofi
arliciiloH in tlivei'sis ^eiieralibus eorum congregalionilius et coii-
ventibas nb anno 1^08 a<l nimum usque IG35 celebr.'itis . . . 1636.
(Arcli. Za^ib,, Prot congrcK. ilat. Ann. 14!t&— ICSI.)
Arliculus priiuua: Praeterea iidem Status ot ordtnca una-
nimi vüto et conacnsa priores articotos de iion jidmittenda
liberinte exercitiomm alieime reÜgionis in hoc regim eanfirmaiit,
et »i quispiam prnedicatorum hacrcticorura sive spontanee seu
ope cuiuspiam in hoc i*e|fnam veoerit et zizaniiia ueininaverit
pi-aedicatorem liceat unicuique cai>crc captumque ad dominum
banum vel episcopum diocesia duducere. Introduclurcs autem
talium et transgressorea buiuämudi conclusionis pablieac pu-
ninntar poetia in tripartito content«.
Artinulu* vicfsimns sextus: Raliuiie liaereticorum — auxilio
erit. (Wie oben zum Jahre 1629.)
9712.
Landesfürstlicfier Befehl an die Krainer Eeligionsreformations'
kommissäre: ein Gutacfden daritber einensendai, ob Sigmund
Freiherrn von TattfnhacJi^, der in caasa rcligionis außer Land
gesogen und um Erteilung eines Sichcrheitsgdeites bittet, rn will-
fahren sei. Gras, 1C36 Januar 21.
(£oiii., 6utai.-Arcbiv Gras. 0«». Kop. 106.)
010
Hncrliohvr Oafebl » t4. DariBs ist nt raloeliiBra, d«& TsUeahnk^
und lein» OnniKhliii SbIoim Meha Uonata Zeit bagailraii.
2713.
LandeifürKilichrr Tiefefd, äaß die i?on Neumarkt Frirdriek K.
von Xilmher^. iler sich in ihrer Gegend aufhalt und dif Unka-
tJtoliseJini in thrrm Trrtume stürkt, hehattdigen uttd der tSaritm
Beixhaffenbeii an die innerösterreiehisehe lUgierufiff beriehten
tollen. 1GS6 Januar 24.
(Konx , «bftnda, Gxm Knp. tA.)
2714.
Ferdinmul IL an die von Murau: Ghubtvürdig bertchM.
«trA 6c» ihnen eine unkathoUscha Person (Jöjystl) aufhtütr und
die noch verhortjeven lfithtlh<iiisrhcn und Ketzer in ihrem Irrtmne
heslürke, hefrhle er, weifen des Jopstt genau jbu inquirieren und
die Jitseha/f'mheit dtr Sachen fiirderlich «-ri berichten. /fi.^Ä
Jnnuar 29.
{Ki^Dx., elientl», Qcm- Koj». CO, Sl.)
2715.
I>efijieichcn, ,d(i/I Frau Gräßn Bwlinnin daroh sein solU, d/tmU
eu Frlwltung guter nachhariiclicr Korrespoiidenjf die ewecn hie-
fwr jff« Mnreek gcwest« Jiürger, so ttiegen der Heligton ihr Bürger-
reeht nlhlort rmuncxeri und sich unter ihr, der Grnßn, Juris-
diktion begehen, ins Land nü hombcn und lUtndtierung irniien'.
WSG Februar 12.
(Kons., SuUh.-Arr.hiv Gru. Onm. K<i]>. S.)
2716.
J. Weber an Johann Ostertnann, ertcälUten Abt von Arnolil-
stein: ersurM^ die nn den Voachlcppischen lirndern begangene
Öeicalttftt gutetimacheti. Mnßhnrg, lOM Äprü 25.
(Ori^., Arnoldsteiuer Ahlen, Kudollin. Kligcofnri.)
Man liattr dlo xnr ÜArnchift Landxkrnn ^linrigen UDU>rtui«a TItoaua
iinil Fnter pDsehlopp Ins Klottor Arno1(l.ttrtn xitScrt, ilon einen (ThoiMi)
ohne V«rhnr unil olinr llitn Ell mhüi xu geben, drei Tage la»^ g«fan(;«>n ft-
haltpn, von Kitieui Ziii»grDutl den Stadel abralfiao, daa Xlola wcgfbhrM
9a
I
laaMo ond MlDem Sobn« r«ter eiii Ptt»r Ziigooliwn woa Vf*gtn w«|g»*
notnnien. Wonn man intu «ucb oinon Grund xn h«b«D glaubte, weil lie
sich nicht mit Bricht unc] Kommunion oingr«tcllt, *o ist doch du Verfahren
«In gewalttätiges. Zudem liahrn sirli din Piwchlfi|>|i vor wenig Jahnen h«i
äen geistliehen V«nla»il eiogftstRilt, tlab«i aber erfahmi, daU er nicht die
HjMlit halm aiM^vendi ah bnerfi.
I
2717.
Ferdinand IL an den Landeshauptmann in Kärnten: gibt seinem
(InwiUeti Atisdruck, daß träte aller bisherigen Vorkehrungen und
Verordnungen es möglich icar, daß ein PrtldiJcant naniens Wil*
heim Winter aus dem liatthtjatitscfteti ins Kärntner Oberland
kam, dort 2000 Personen beichtete und kommitnizierie, zwei
Trauungen abhielt, eine Taufte ronuihm und vor großen Massen
predigte, uyxter denet% sieh auch Standesper&onen in Bauernver-
kleidnng befanden. Befehl, dem Prädikanten und ttilen Personen
nachzuforsciien, die an seinen Exerxitien teilmihmen, vor allem
Sedierter und Huchkoffler, die ihm Vorschuh leistett^t, eiu^u-
fangen. GroM, 16B6 3fai SO.
(Eon»., 8latth.-A.rDlilT Oraii. Gam, Kop. 110.)
Ferdinand . . . Obwollen vrOr vor disem «as tragender
k. nnd vitterlicher fUrsorg ganz ernstliche nnd goniossene
religio nsrefofmationsgeneralien in allen unsein i.-ö. crbfUrsten-
thuiuhen und landen öffentlich pabliciem nnd auf denen
canzlen rcrkhiitdi^'en lasüeii. auch diser ^lu IiulTnun^ gelebt,
es wurde dcncnselbcn, wie schuldig, also auch ganz gebor-
Bamist in ainein and andern nachgelebt werden, so haben
wir doch aas deinem jüngsthin einkhambncn berichtschreiben
mit grosser befrembdang vcrnotubcn, wie dass sich in Ober
KhämdtcD in des grafen von Scliwiirzcnber^; landtgcricht
aber malen ein aus dem Wcdianischon gebieth soc-
tisclier praedrcant, Wilhclbm Winter genant, eingeschicift,
welcher sich bei Christian .Schlüerzer, der hcrrscliaft Wernberg
nndrrlhon, bis auf den 0. tag ohne allen scheicb nufgehidtcn,
alda in wclirendcr zeit in die 2(KJ0 perschonen beicht, commu*
nieicrt, zwo copuUitiones, ain khindtstauf vcrricht und alle tag
Tor- nnd nachmittag auf dem Touni geprediget, darzao ain
grosser concnrs von manns- und weibsperschonen gewcat, sich
auch clarondtcr vornemben standta perschonen unilter pclir-
Itcben khlaidungon befunden haben, er, pracdicant^ aber auf
SckwancBWrp
r
Sc Vcsth« Ckgeslvdi, Tikeb, Gatoft. MrtHill, SlaÜth^.
VcUtkinWa, 8l PUerMo ui fie Twdcra mmä iMMn Ifafca
begebe«, «Uort amA «&A 100 tn'tii'hwM aaf meüaA tk-
Mb««, dca ^. AprüiM aber wfcilbHi äeb «■ iem alnb ^e^
mcbt nd durch hdf nd fiirtaebab itl mfUtm SeUfcntn
■ad Urbu Hoebkaffkn n St. Win,iiiilb«i av doi wiAV
fieben Tcvfaott ait UMterlMMBg «wms nmm anq^ebolfai »»rdca.
Usd da beedcv SefaEener aad DaebkoAar, dareb {»
daebtea Undthcbter dbea bocbrtimffiilwie* n bc^B^aea _^k«i
bmlber beltcodi^t ««rdcMi wollen, Äcb denniiMea cor dc&a-
s»on and gegenwebr gericbteti dardarcb zwo pencbaaea kv
Tvrwaodl and r«fleUi and sie der bebendiptng Uberirt wvr
doD Bein.
Wan Dan za handtbabiuig gedacbter anserer poBGcicftca
gconegvamen rdig^oDsrefonnatioasgeaeralieo za verbietnog ea^
nÜMcndeo m^en anliayls nit afleio zeitliche goete fftrKbiag
KD ihaen, sondern aac-h die unabl&ssige bestrafacg gegen dea-
jenigen, so beinelten Bcctisclien pniedicanten faieein iot bukdt
gelockt, ime andenclilaif geben, sich von ime haben veraechen
Uatea, in nlwcg frirzoncmben, aUo liaben wir dir auf die la
lachen eingelangte bcricht and rathlicbc gaeiachten *o ernstlich
als ganx gvmesMQ aubevellien wOUen, dass da hierüber Tbiissige
und Hor^rellige inqaisttion anstellen, wo und wie lang sich ge
daclitor pracdicant aafjifchahcD, wer stell von ibme habe sectiidi
V(:rRt-chf!n oder copaliern lassen, ans sodaiin dioaelben nanb-
liitft luaclicn, insondcrlieit auch diejenigen Eween, bo oft er
liollcn |irnodicantcn nnderscldcif geben und fortgeholfen haben,
weilen dieaclbeu auf obangcdeatcn crzaigtcn widerstandt nil
zn bohcndigen gcwest, und wie za vermürkhen, sog&hr amb die
Im landt nacligcsctste obrigkait nit fragen^ welches dan, d«
ihnen diu ibr verücbte hocbstrafmässige mUsäbandlang abo
hingehn und nachgesehen werden solle, ein büsc hochschedÜclie
coniie<|nünK ))ci andern alda gebchni wurde, durch glimpfliche
mitl and weg bcliendigen und wolverwnhrter nach Clagea^rtb
flli'liren, alda bis aof weitere verordnang in der gefcnkboosi
irlifiltcn Insson, wie nit wcniper auch bei den Proyschen gtr-
iiihcn crtibtlicli darub sein sullcst, damit die undtcr ilimo siok
noch utwu bofindondo uucaiholiscbe uudurUiauen za dorn schul-
1
913
digen geliorsamb mit fUrbringttn^ dcreo boiclitzctl so gewiss
und eheist mögen gebraclit werden, als im widrigen wegen
Bcincr liiernnter brauchenden fabrlessigkeit wie auch gegen
ibnen ungehorsamen andere raitl an die handt gennmcn werden
sollen. Als wirdest du diser unserer gactz gemcssTien ver-
ordnang in :tin und andern geh. nachzukhomeii, wie auch don
hefundt und dein vcrriehlnn^srclfttion uns ganz fürdcrÜchen zn
bericlilen wissen. Dan es . . . Graz den 30, May 163ö.
An li la IianbUnan in KliXritdtMi-
2718.
J^erdinandlT. an die Helif/ionxreformationslcommissäre in KürtiieH:
Gemessener Befehl, daß wegen des mts dem BatiJtpauffSchen Ge-
hiete (in Ungarn) in das dem Grafen von Seh tcarzenherg gehörige
fjandgericH in OherfUirnfen gekommenen Prädilcanlcn Wilhelm
]Vinler und der beiden Per^nen Christian Schlierter und Urba»
Hochkofler, die ihm bei Si. Margareten auskommen halfen, ge-
mäß der erßossenen Generalien vorgegangen werde. Qrax, 1636
Mai 30.
(KoDi-, «l»enda. Qvai. Kap-, Nr. 118.)
2719.
I Mandat Ferdinands li. an aUe vachjeseieU Behörden: Da er
I in Erfahrung gdmicht, daß viele BebelieH und auch die der
Religion halber Emigrierten in den itmerösterreichiseiim Landen
IGeldfordernngen xtnd Güter haben, ergeht der BefeU, alle und
jeden, die nich aktiv oder passiv der Rebdlion schuldig gemacht
oder die einem Emigrierten etwas scJuddig sind, oder die von
UteiercH noch Gut im Lande ftaben und es in Vjlegsehafl oder
Vnnahrung gegeltcn, es Vi^tuscht oder in fraudult/ser Weise sediert
haben, binnen sechs Wochen ttnd drei Tagen sub poena dnpli,
auch bei Leibesstrafe aneueeigen, Spezifikationen des Virmiigcns
solclter I^utc eimubringen und an keinen ohne Vorwisscn des
Landesfiirsten Kapitalien oder Interesse aus^fdyen, vidmekr es
K «n jätigem Stande bis auf landesfiirstliehc liesdution eu halten.
■ Graz, 1636 Juni M.
H^ rollt«
(Kons., Mandkt«, Suitfa.-ArdiW Ur«». a«ni. Kop. S(.)
rollt««. II. All , IM. LX- ^^
914
2720.
Ferdinand II. erkilt dem Emigranten F^dinanä GaÜcr die Sc-
willigHug, isechs Wochen in den innerösterrctchischen Erblanden
Bu verweilen. lAm, 1GÜ6 Juni 6,
(Ebenda.)
2721.
Urfehde tler Poscldeppsehen Brüder. Arnol^slein, l(iH6 Juni 8.]
(Arnol'Uteiner Akten, Biulolfiu. Klageafort.)
2722.
Der Erapriester Christoph FUinkl an einen steirisrlie» (Land-
mann?): sucJit ihn jsum iatholischeti Glaidien eu hekeJtret*. Stude-
nur, 1636 Jtdi €.
(Orig., SUlth.-Ardiiv Gfak.)
Kdlor - . . Nacli Inn wideriger anerbjetnng meiner
dienste liabe ich des licirn . . . sclireibea ganz recht erhallea-
. . . Wie ich nun mich auf mein hievorig ex officio eingewent»
auferlegen des in sacheu gelasen wOrkItchen TollzugSf so onge
zweifelt zu schuldiger parition der hl. christlichen katholischen
romisclien allein sc ligraach enden kirchen praemittirt und onge
sehen worden, nit ein wenig zu erfrejon, als will ich mich umh
so vil mehr und desto sicherer dahin versehen, der almechti^
gott als ein erlcichter aller verirrten lierÄcn, der werde dem
herrn und sein liebe fran mit der confnscation des Unglaubens
revorieren nnd in die müdreiclie armb seiner uralten lieben
gespons der hl. wahren catholiscben kirchen, darznc sich nnnere
liebe eitern vor 1000 und etlich lüO iaron bekennt ... mit
sondern gnaden auf- und annemen und zu einem gewflascbteo
ende kommen nnd gelangen lassen.
Damit nun aber in seiner intendierenden Aspiration desto
leichter nirgesch ritten werde, erachto ich (nicht) einichns thoeo-
lich noch erfUndItchers medium ohne nllein, der herr tliete sieh
gegen mich catheg/yrice aufs baldest schriftlich explicieren, dnes
er zn unserer cath. roligion »nezuleridon de facto et veradter ge-
dacht seyp. Nach wessen vcrneman^ ich . . . dise aaclion dahin
richten will . . . damit nach allem wünsch und begcrn dis
915
negotinm componiert werden mOohte. Auf dns nun aacli der
horr inmittf^lo in der haili^ameii iiistrut^tion und mehrerer er-
pftnnzung seinee gwissons niclits ermangle, will icli midi Air
meine person soweit bemühen, dem herm auf meine eignen
uncostcn einen gueten geierton tlieologischen herrn and putrem
Jesuiiam zu Griltz znczuwcisen, das der lierr . . . die ver-
finsterte Verblendung der gottloaeii LuteriscliGn Seelen hand-
greiflich z.a Boincr vergtiiiiilig(M) pondcr^ition xlelien . . . aolla . . .
Studenitz wegen der entwichenen Infectlon zu Tyfer
G. Juli 1036. ^, . * D. II
Chrmt, Plankl, erzpr.
2723.
jDöjff Matihes Ham eit ekist ßnifJimender Beicht itml Kom^
munion angeiialiett trerde, tvidrigenfalis Kiderih» mit Ahfordcrung
des 10. Pfennigs verfahren teiirde.' 1036 Juli 14.
[Kdiiz., Suith.-Archiv Om. Gem. Kop. 28.)
2724.
,Daß tcegcn der Salöme, Standorfsritt und anderer Un^afholischen
im Lande Krain Inquisition gehalten, Bericht an die Begicrung
erstattet und den StttndorfcriscJien Vnrwa»dt4:n katholische Ger-
haben gegeben und diese enr Ählegting jährlicher Bcchnnngen aM-
gehalUin werden.' liiSR Juli IG,
(Koiisc, ebonilA I0&.)
2725.
Der Landesvencalier von Steiermark Georg GuUer an die Ver-
ordneten: Auf die Bitte der Spcidlscben Briten, ihnen nunmehr
die verfalienen Inicressat ihres im Lande liegenden Kapitals stt
erfolgen. 0. 0. 1636 Juli lU.
(Orig^ St. K-A., Chr. B.)
Den Einigr*nten wird KhUeßlicb, wi* mi« d«m HitUchrpibrn iJcr
S{ioi<llM:licii hervorgeht, sogxr <lnj Int«r«M«> ron Uiren im Lande liegenden
KüpiUlien /inhibiert nnd rlng«st«llt'
2726.
Befehl, daß icegen des jüngst in Kärnten eingeschlichenen Prä'
dikanten die frUJieren Verordtiungeti eingehalten und ein Bericht
hierüber erstattet tverde. 1636 August 22.
(Kom., eltouda Sti, 31.)
B8*
916
Itexiirht flicb «nf Ann Prütlikant^'ti WilhHm Winter ond die, vrelrlie
ihm xnr Flocht vorhntfnn unil an seinen EieraitiRn leiltsklimeti. A
10. Dovatnbfir wicdorliult.
2727.
1
•
Der landesfiiratUche Knmmcrprokurator t>ert^nfft, daß iiher Adam
von liftsenheimeff der sidt den JieligioiisrefonnationsgenfTrüifn
sutoider im Lande aufgehalten, die Strafe festgeseift uvrde,
lOSn August.
(Kbenüa OS, Kep.)
2728.
Die Gehemriiie xtnd Kämmerer «n den LandesJtauptmann
SteiermarJt Karl Grafen von Saurau: Bßft^hl, gegen Hie ungehor-
samen UnJcaiholinchen ohne irgniätrclche Verschonnng s» vcrfaJiren.
1636 Sej)U-mber 4. J
(et. L.-A.. SxarsnO ^M
Von der F. D* . . . alliie anwesenden heim gehainicn
räthen, cAmercrn und (I) landiiliAnbtman in Stcyr heim Carl
fjraven von Sanr.iu mit znestellnnp rÜRs anzufiegen: Wolermehe
Iiertni gelminib«!! ratlin h.ibeii nn» Rf-inr<:m jüngsten der Icb. i.-ü.
reffierang in cama der im landt alhie sich beßndcndon unea-
tholisfhon weihorn vprüHiinden .'trgftrnnssen nnd andern religions-
mcnglcn übergclmen riiltÜplien gnetachten satt^amb vernomlwn,
was er, herr, anf das an ime den 27. Martn jüngst rerschinen
635. jalirR ahgangne deeret «o wol nn nndfirKchidlirhp im landt
ohne HcenK sicli befindende emigranten als bey den uncatho-
liftchen niilettrrn ircr anvogib.ircn kiiider odncatlon halben für
ernstlich nnd peenfilllign ambts Verordnungen orgohon lassen.
Wan nnn in denen I. K. M' jrablicierten generaUen und allergn
wnllen nachgelebt worden, als ist in deroselbcn namben der
herm geliainiben rttttie bevelch biemit, er, herr landtsbaabtman,
wolle mit solcher gegen denen nngehorsntnen angefangen Tcr-
fahmngen mit nachsetzÜchera ornst continuiercn und IncHunen
keinea, wer der aneh seyc, verschonen. . . .
Ex Cons. Sac. C. M**" intimo 4. Septembrie 1G36.
Wolf Gärtner.
K«rl von Snuran w«r im V«rdjifthtff, S^hnic^r der Akathnliken «^f
■«ItjAt J'rwtpAlatil KU ««in. Uüfff^ra atelltftu üim «in 14. September 1(>M dla
I
9t7
I
QuaräUae ior rcforniartua FranxiBkaiier von (jrm und I^nkowiU »in
Zbui^uu ütHir wiucu Btid Minor ÜAUin gute lutliuUaclie ÜMiimaug sin
(Orig., vbvuda).
2729.
Befehl, äcH Frciherm l^eUr Coroniui wegen des dem seklischen
Friidikanien ijegebcncn tJnterschlcifs und der Ausfutltamj Chri-
stian SvMierzcrs und Urban Jlochkoflers tu titiereti, su behenäüfcn
und in guter SicherJwit mu, behalten, Hj3€ September,
(SUttli.-Arcfaiv Ur». Ortn. Eop- ß, 10, R«[t-)
Am t(. November «rfettt der I)«ri>bl üii iliu, die beiiivn bis cur rHlli^eu
ErürinTuug dw Proz««Mt dea QeßlDgDiues I(«iueaw^8 eu erleiligeu (Kowl,
ebcnd«).
2730.
HüSolxUion auf dat Jierkht dfi» LandeshnujUtnauns und der Ee-
gifTxmg über unter seh iedlidte Mängel in causa rcligionls: /. (tUc
unter irgendeinem Vortcande sich noch im Lande hefindlichen
UnhUhoHschcn sind in Qetnüßheit der Generaliet* eu behandln;
)i. auf Emigranten ist gutes Aufsehen su haben; S. großjährige
u»kaihoiische Söhne von Katholiken sirul auszuweisen, die Töchttr
an hMhoUsche Orte Jru g^en; 4. Frauen, die ihre Kinder an un-
Icatkolische Orte geben, sind empfiwUich xu strafen; 0. crtcaeJtsene
unkalholische Töchter sind attssuteeisen umi von Bürgern vnd
Bauern, die sich nicht mit Beicht einstelien, SpcsifihatiQtxen ein-
smchkkcn; 6. unkatholische Fraiwn katholisclier Herren dürfen
keine Befugnisse über die Erziehung der Kinder hüben; 7. ««-
katholische Dienstboten sind absusdtaßm tttuj 8. auf solche, die
ihre Exerzitien außer Land suchen, zu achten. Einschärfung
der älteren Generalien. Gras, 163Ü Novcfnber 8.
(Kons., SUtUi.-ArohIr Gm.)
Von der lllim. Kay». . . . M' aUiio aiiweseuden lierrn ge-
liaiuiben räthen wegen der \.15. K. , . . sDzui'Ucgoii, daüs sich
... I. K. M' über die von hcrrn landtshaulitiann in, Stt^yer uud
ibro der regieraii^ wegen untcrschidliclicr in, religio nssaclicn
erscheinender mengd altergcli. Ubcrgcbne beridit und rUtblicIie
gaeUicbten punctatim . . . rcsolviert haben :
dass . . . diejenige ancatholiachö manns- and weibeper-
sonen^ »o sich bishero sub quocunque praetextu ohne I. M* . . .
918
l>ewilligung' beharrlichen aufgehalten und itiren «bzug noch nie
gcncmbcn, da solte auf die licrrn and latidlcath, wie auch auf
die nobiÜtiprtc durch don hcrrn !.-haubtma» sein vlciasiges aof-
sehen gelmltcn und wkler alle, so in erfarnhcit gebracht wer-
den, die vennitlung denen rcformatioQsgcDcralien gemMs, sowol
mit der ausschaff- als mit der bestraffung ernsthaft ftirgekohrt.
diejenigen porsonen aber von denen bürgerlichen gericbten
examinirt and gegen ihnen gloichcrmassen verfahren, and
dan nit weniger diejenigen, so nit im landt geborn oder he^
komben, sondern sicli aintweder wegen . , . gesch&flca oder
. . . unter dem schein derselben im landt befinden . . . wol
in acht genomben und keineswegs anderergestalt oder looger,
als sich an ihnen selbäten. gezimben will, im landt geduldet
worden.
Und solle auch fUrs andere auf die emigranten vieu
sigcB aufmerken gepflogen und wo dergleichen einer oder mebr
fllrkorabt, so mit keinem passbrief versehen oder welcher seinen
passWief nit alsobaldt zu seiner ins landt anknnft an gekörigeo
orten InBinuirt, Fondern zn seinem vortl hintcrhnlten liat, oder
doBScn bewilligter termin ohnodess expirii*! wcro, so dan der
oder dteselbigen . . . unverschont aus den landen aasgcschafft,
wie auch nach gestidt des Übertreters in wirkliche straf ge-
sogen, und solichß . . . pagsbrief, wan sie gcdaclitcrmassen von
den cniigrntiton nicht zu rechter zeit . , . insionirt oder . . mis-
braucht werden, ... nit angenomben, sondern fUr «ofgehebt
und eraftloB nnd caasiort gehalten werden.
Filrs drilt« solle bey den väUern, welche anctttholiscbe
weib und kiudcr und selbige ilire kiuder noch in palria poie-
»tate haben, alles cmetes darob gelialtcn werden, dass die söhn,
80 vogtbar sein und sich au der cath. religio« nicht bequcmben
wollen, . . . aus dem land geschaSTt, die tOchtor aber an catho-
lischo orlh getlian, zur religion gebnlten und ihnen alle scetiBclifl
mill mit postiltonhisen und abselmffung der aneatholisehea ehc-
holden bey geltstraf benomben,
und wofebrn zum vierten in erkundiguug gebracht
wirdet, das» die nncatholischen woiber ihre erwachsenen kinder
ausser landt« zu don uncatholischen exerettüa verschicken oder
ottchraisen lassen oder sie sich in anderweg dergleichen ver-
botnon exorcitien thailhaftig gemacht hetten, sie wol empfind
heben abgestraft werden.
I
I
I
ßetrefTendt zum fUnften die erwaclißenen töchter, 6o
keinö ehern haben um) ohDe üder über die llvanz sicli im
landt anfhalten oder hereiubugeben, die soliuri wie andere Über-
treter der generolion aus dem landt nligcscbHlTt, oder wcfcrit
sie aldtt lUnger sich aufzahalten oder herein za reisen erheb-
liclio urtjuch lieltun, dass ah amb erstrOckung ihrer . . . licenz
. . . angemaiit worden.
Nit weTiiger solle regierung wegen der burgcp und paucrs-
Iculb vermittolst der Herrn Ordinarien bei denen pfarrem im
Und darob sein, dass sie, pfarrcr, ihre uucath. pfarrkinder,
mans- und welbspersoueu, jung und alt, auch cdl und uacdl,
die sieh nil in dem 12. jähr (M-elches alter, umb willen die
10 jalir inagemein etwas zu jung und gleiclicrraasacn bei den
ftdt zu ohscrricren ist) nit mit der hl. beicht und communion
einstollen, ein specification machen und ihro, regierung, selbsten
übergeben sollen, damit alle Unordnungen abgeschafft . . . wer-
den mUgen.
Zum sechsten lasaen ea I. K. M' zwar wegen der kalb.
berrn und landleuth uncathoüschen ehoweibern ... bei dem
. . . verbleiben, Jass ihrer mit auRScliafTung . . . verschont werde,
damit aber die durch sie in der religion bcfahrcnde nachtell
. . . abgescbuitten werden, bo solle diesen unc:athülischeii weibern
über ihr kinüer in religiunBsncbcii ainicbe dispoaition nicht ge-
lassen, sondern die knuben durch die vftter zur echuel gehalten
und üironthalben, wohin sie in tUe sehintl geben, von jähr zu
jähr glaubwürdige kundtschaft zu der l.-banptmanschaft einge-
reicht, die madiein aber kath, zuchtmeistern tibergeben worden.
Sic sollrii auch der beicht und communion halber von zeit zu
zeit gehörige attentationea ftirbringon.
Zum sibenten . . . weilen von nUthen, dass die uncath.
dienstpotlieii abgeschafft und auf die unter ihrem seltcin ein-
schleichenden prildicanten oder andere verdächtige nnd gfahr-
tiuho per^unon . . . obsiuht gehtüteii werde, also solle dem
landprofosen gewalt und bevolcli gegeben werden, selbigen
rat'hzusctzon uud sie mit allem ombsigen ejfer zur hestrafung
zu ziehen, doch ist sulehes nur auf diejenigen dicjustjiolen zu
veratehen, welche sich der pracdicantcn exerciticn thailhaftig
macheu . . . nicht weniger auch solle die regierung auf alle
statt und markt disc Verordnung ergehen lassen und darob
sein, damit von der uncathohschcn sich im land bei ihren
maifitern aufhaltenden haiidwcrksparcKlien in der reli^on ireJi
mit dtflpnution noch in anderweg kein ergernoss gegeben werd^
Wie ingleichen solle aacli Kam achten sof diejenigen, bo
etwo ausser lantlts denen Lutherischen ezercitien nachraiMo,
vicisaigcfl aufmerken bestellt und sobaldl einer in facto he-
treten . . . wirdet, durch die If. cammerprocnratoren fllige-
iioinlien and zu gehUrcndcr wol empfindlicher bealrafung gau
unverachont gezogen werden. fl
Und wie L K. M' nun all ohbcgriflne rctotutione* ntcht
allein auf dieses hcrzogthamb Stejur, sondern nach aof dero
andere gesambte i.-H. fUrstentbamb • , . verstehen^ als i^l ia
a.-h. . . . uambcn . . . bevelch . . ., dass die rcgierung hierauf die
nottnrft an die hcrm l.-hau)ittcutb oder l.-verwaiter ood sonder
lieh aber an die herrn reforniationscommiuarieD . . . aosfer
(lasse) . . .
/» Jono: ,PtKt 8. Not. 1636.'
2731.
Ferdinand II. an Riehier und Hai tu Aussee: Heforwati
lib^j wie mit den UnkaihMischen «t verfahren sei. Ot€t*, 16S6
Novewh&r 8.
(Koas, Suub.-Archiv Oru. Gem. Eop. 66.)
2732.
i
Ferdinand II. gestattet, daß sohhen Emigrafiien, gegen ifc/cÄf
keine heiveisliche Denumiatüm vorliegt, mut Einbringung dtr
Interessen ihrer im Lande bcfindiichcH KapUalien Faßbriefe er*
teüt Kcrden. Grax^ 1636 November 8.
(St. L.-A., PatoDte.)
Gleich« Mandat« gingvii auch an dio Stitita. So liait man in itn
UaUprotokoU tod Hlinauicblag (St. L.*A. S|MBE.-Areh. MUrnttvobla^:
Jkia k. general verliwea worden, dass ilenjeuigen i>erfon«o, M dar
oncalholiKbra r«ligiou halber aus ditcQ i.-Ü. laudea abxogeb. tUa iataraw
Ton irtin capitalion au« Atsm landl verwilligt worden.
Uatiim QrStz iti<n B. Kowmfirü annv 1636.'
Am 8. Desombor 163a cr{f«ht oln Brfehl an dl« LaadesTiMdome *oa
Slelemark, KSrntf-n iind Krain, di^ ITaiiptlc-ntn Ton Qnn, Trlfst nud Rmm,
die cDtaprecbdiideu Ueiierali^i xu puLÜKluren.
I
922
Nachträge,
vornehmlich aus dem bamberger Kroisai'chiv.
Die Gogenrofurmation im Histume Bamberg ist znlctzt
vou O. Zapel ira 21. Ilando des ArchiVB fttr GcitcLitihte nnd
Altei-tnmskiinde von Oberfranketi behandelt worden. Vergleicht
man das dort vermerkte Aktenmsiterial mit jenem, das aich in
den eteiriscli-kärntniitt-hen Archiven 6ndet,, so wUrdc man meinf-n,
daß eine Naclilesc wenig Ergcltnisse lifltte. Und doeh ist dem
niobt so: das im Bamberger Kreisarchiv befindliche Aktenmatcml
mithält viehnehr eine außerordentlich wiinschenswi^rle Erg&nzung
KU jenem. Man Imtte wohl auch schon bisher Kenntnis von
dem Vorgehen der geistlichen Relchastftnde aaf innorOstcrrei-
chischem Boden in Sachen der Gegenreformatiifn. Viele« boten
ilti-o Korrespondenzen mit den einzelnen Landsehat'teu, wie sie
sich jetzt ira steiermttrkischen Landesarchiv voi-oinigt finden,
manches ist aas der Korrespondenz der Er7.bipehüfe von Sali-
burp mit den Seckaucr Bischöfen, vornehmlich mit Martin
Brenner' klar geworden: gleichwohl gewinnt mau erst jctet
eino richtigere Ansicht über die Art und Weise, wio Bich die
Gcgeni-eforraution in den den aaäwttrtigen Fßrslen gehörenden
Besitzungen entwickelte und wie sie fUr den Kall, als sie da
mit ungenügendem Willen oder mit nnzurcichenden Mitteln ins
Werk gesetzt ward, durch jene den Landesfllrsten ergSntl,
überholt oder ersetzt wuide. Was wui3te man bisher von der
StArkc des Protestantismus auf den eigentlichsten Gebieten des
itefonmitora von Kltrnten, des Bischofs Georg Stobacus von
Lavant, dem Lnvauttalc, dessen Inadschaftliche Schönheit aml
Ergiebigkeit er dem Papste Clemens VIII. mit so warmen W^ orten
* BalRburg and Steiermark im leisten Viertel det 18. Jabrhundart«. Brieb
und Akten Mc . li»ruu»^pf;ob«ii von Losorth, Foreehungen tat Ter-
f«s»atig«- und VerwAltatigsgeacliiclilo der Stmemiark, b. Bd., 2, lieft.
923
sohiMert?' Was von der Gegenroforrntttion, wenn man von
den paar im ersten Bande «lieser Snminlung mitgeteilten De-
kreten an Dr. Christopli iSicbcübUrger uod seine Prädikantcn
absieht?* Erst jetzt weiß man, dnß, wie in anderen Lando»-
toilen von Kärnten, sich auch im Lavanttale Protestanteu iu
ausgiebiger Mcngo in allen Kreisen der Bßvülkcruii^ finden :
unter dem Adel, im BUi^cr- and Bauernstände und daß sich
anch in dem Uauptorte des Lavanttales Ereignisse abspielen
wie in Graz, die einen blutigen Waffengang zwischen den
streitenden Parteien beidrehten lassen. Wußte man bisher
etwas mehr von der Gegenreformation in VilUch, so bezog sich
dieses wieder fast nussclilioßltch auf das gewaltlÄtigo Vcrfaliren
des Vizedoms Stadion in der Angelegenheit der St. Jakobs-
kirche in Villacfa und selbst da war bisher nichts bekannt von
dem Eingreifen des Kardinals und Hrzbiäcliofs von OhnUtz
Franz von Dietrichstein. Darüber, wie sich die letzte Phase
der Gegenreformation in Villach in dem Feldzuge des Fllrst-
bischofa Martin Brenner nach Kärnten gestaltete, entnahm man
den bisher bekannt gewordenen Akten und Korrespondenzen
nahezu nichts.' Erst je tat wc-rdcn wir liber den Konkurrenz-
kampf anfgoklärt, den hier der Fllrt^tbischof von Bamberg,
dort der Landcsftiret mit den Protestanten Hihrl; und daß in
den einscldä^igou KoireBpoudonzen auf da» anjilogo Vorgehen
in den Besitzongen der anderen geistlichen KoichsfUrsten auf
innerösterreichischom Boden hingewiesen wird, macht diese Er
gänzungen noch wertvoller.* Sic finden ihre Vervollständigung
durch einige Nummern, die über das Vorgehen der Reformations-
kommisäUre in den crzbischüflich Salzburgischen Btisitzungon
in Kumten berichten. Bei dem Umfange, den diese Akten-
' KjiUluUe .1(1 dirnrsos (ed. Vienn. L7Ö8], ]>. 98.
• Nr. 671 u. &7;i, S. iÜ'Z u. 1S3.
' In dem Bri«f« Mxrtin Brenners bh Mxrx Fii{fp«r («iühe «ben Nr. 1176}
iittsi min nur: ,TurbÄC rusticrtrnim et Villnrcnnpji iiuit iiiiSi)c!in tnmiil-
tuxti, attanicu i]>soTuit] fiirur iiuo il« diu i]iirnvil..* Khi^iin» Ifti^^enH^t^ndes
rnthüll Meciiicrrt in kliE»iig<r[L<>.iti I.xleiu gccchriebcucr Uerislit fllwr diesen
bVIdsug [sitflrn nWn Nr. 1192).
* Siclie da« St^lireibeu FerdiDoniis il, ad den Itamlcrgischcn Viseilom vom
27. Septcmlier 1600: ,so wierdet Tonn«tb«D Bein, tacti »n dieecD orten
und der Baiuberglichen liornclisfCen Kto solich liaiibtr«fom»UoD, inmauen
In baiden I. I. L. L. df-a von Krei«in|; nitd bischorrn tod Salzburg herr-
■ck&flcn besclioclicn, fUrxundnvu'.
9?4
samralaag schon angenommen bat, schien ea jedoch nnerUßlichr '
du meiste nicht ToUinhaltlich^ sondern nur in mehr oder minder
aDsfllhrlichen Auszügen mitzuteilen, und zwar deswegen, weil
einzebic Stücke, wie die Protokolle tlber die GegenrefannatioD
in WolfftberfT, eine angewjihn liehe Länge besitKcn. fl
Andere Nummern dieser Nachtrage wurden mir durch die
Gefälligkeit dea Herrn Teratenjak, der fUr ähnliche Zwecke
das erzbischuHtche Archiv in Udine dorchforscht«, mitgeteilt,
einzelnes konnte für die Anf>lnge der Gegt^nrefonuntion noch
aus dem Laihncher Archiv aufgenommen werden, das zur Zeit,
als die Akten zur Geschichte der Gegenreformation unter K&rl IL fl
gesammelt wurden, nicht zugiUigllch war. Hiebe! wurden jedoch
Nummern, die iinr eine geringe Bedeutung lok&ler Natur be-
sitzen, bei Seite gelassen.
2736,
Die Herren und Frauen vom Add und andere Stande^feraime»
Ä. G. an den Landeshauplmanu und die im Uoßaiding rer-
sammelieti Herren uttd Laiidleute. Beschicerde wegen der Sperrung
der Begrähnisse. Jb'rst jüngstens hat der Dompropsi eine ver-
storbene Person anfangs gar 71UJU, dann au einein ehrlicbatde»
Versonen ahsciteuiichen Orte hegrahen lassen. Bitte um Abhilfe.
0. 0. 15^0 April Sl. ^
(Kop.. L.-A. KrÜD.)
MOI V
2737.
LcMt^t^enneser und Verordnete von Krain an den Landeshawpt-
mofin Ambros von Thurn: bringen Htn% die BeseJitcerde der Bürger
von Krainhurg betreffetid die Ahsettung des lUchters ireorg Harret
vor und bitten um eine Für&chriß an den LaudesfnrsteH. Laibad^
1581 Juli 3,
(Konx-, cbend«.)
Si«be Dimitx, Mitlcil. IMI, 9. 78.
^ MiocBber entwickult slcli oino KorrMpontIvnK mit KXmlnn niut Krain
(ebenda)' Nodi uiclir NachLriif;r xur Krmiu«r OcgenrefnriuaUpti lUr dia
Zeit TOD l&7d — 1590 su&ud«1iiuimi, verbietet die geringe WleliÜpkeit der
meliiteii. Ea kaun hier auf ji;nfl Urkouden aod UrkandeusnuaE« r«f
wiMon werden, di« Dimitz (Mitteil. d«< hi*to>r. Voretnes in Rxain IMT,
S. 43 ff.) tnit^etcilt liat.
935
I
I
I
2738.
Jßr^erjmg Karl an Wolf Herrn von Stuhcnbcrg, obersten Käm-
merer: idit ihm die Beschtverdc des Ergpriesters in Sleier Dr,
Peter Muchiisch über den Pfarrer von Kapfmherg mit, da dieser
auf eÜiciie Voyhuimifjcn ,wegen seiner gehaltenen HochseiV nicht
erschienen und der Erspriester \tm das bracliiam secularc ge-
beten. Auf dies hin wurde detn Pfarrer von dar liegieruug he-
fahieti, gicJi vor det\ Krzpricster zu steilen; da er aber dem Be-
fehle keine Folge geleistet, wurde detn Profosen der A ußrag erteÜl,
ihn einrutiehen. Dies werde dem Adressaten miigetsiii, damit er
sn Erhaltung des Gehorsams den Pfarrer überanttvorfe. (h^ag,
J5SI August 9.
(Orif-, Sieg«! «afgcdriicki, St. L.-A., 8tub«ii bci^- Akton, Oegonrsform.)
2739.
Erzherzog Karl an den Landesvericaller tind Vieedom in Krain:
Tadel, daß sie ihn als Ijandesfürsten über rffls Vorhaben einer
icindisehen lühfinher Bettung nicht unrereüglich henaehrickiigi,
und Befahl, nähere JCrhandigung des Stu-hrerJtalis einsuffiefirn
^ttnd mittiertveile. tlerlei Druckerei einsusteüett. Gras, J!»HI Sep-
tember 16.
{OTtg., h.Ä. Krain, Wind. Sib«1.)
Der Bfriclit de» Bi»chof< li« dato Obrrnbnrfr, IS. 8«ptoml)«r 1IS8I lieget
liH. Er Imkn nofort firm Qcncrulviknr lu-rnlilLti, ErkiiinlipriiiB ciiiBUiiicbi>n,
iinil erfalircii, tlxll (tie fmniltMi Prlirlikantnn von Ailvl iiii<] Bllr;;rnichn(l
li«rr)ii:li «iifgciiuiiimeii uiiil Hul^rlixllun wiinlvii. üir Vorltnbcn litillon >iu
etwM verborgen; sie oollen xber Vo^llftbl^^A »cSd, einr lliltel drucken r.i]
lui«B, WA*. tT«nn Atm nickl F.inlinit Q:«litn wird, der killi<diiic)i«n Kircli«
und dem Klertu r.nr Utif^liro und d^r Kircti« znm Nachtml ([«rwcben wllrde.
Folgt die KiRgo gogen di« Ltibiuülißr Pridikantpn wegen Vereditting <Irs
FmIch Mariii Gebtiri. Chrinlopli Freiherr an Aiicrsperg niid NikulAus iiun-
hoin« xuni Wolfsbilcbcl tneldeiL «m 22. Soptcmbor, daß plii PrSdiknut hui
Slriif^r iHül Bwci am Kilriilfii wegen di>r windischiiii Bibrl, dio in OrmüOlicit
dor DrnckrT IlAniiliin^ als TiAtw<>ndi^ angcavliun worden, alliier gekommen
•eimi. D«r Dnick sei Riittl«rweile eing«>tol1l wordvn. Am Id. Oktober gebt
ein landMfQrstlichcr Befehl an den Vixedom und Landesrerwiilter von Krain.
tu w<>1chcm neuerdings Y^rboten wird, die windiiitrhe Bibel in L^ibacb oder
audvrtwo im Laude drucken »n lassen. Alle Druckereien sind abzusteltun,
der Drucker nuRr.iiwei«''ti, din Ungebülir der Prüdik nuten, die das Fe«t
MariX Oebnrt »U Kriitiilciiiff di«« Rajides bin^U'Hrn, stii rügen und die Her-
Dtellung der Featfeier antuordiieu. Gedruckt von Diniita, HiUeit., S. 68.
Zar Oadie rieb« F. Ahn, Joluno MxanrI, L^jfcachi enter
8t«b« Aodi L»i*rtk, GtMhichU d«r BafctiHtiMi ma4
2740.
5
Erzhcreog Karl an tkn LanäetvertcalUrr unj <Un Viredom
Krain: befehlt die Äusweäuttg dc9 Landtekaßdxinfors Sebattiam
Semnilzer, der sirh unisdnlhrlkh rtrhaitetif ais die von /"^hWA
gcw<UiiamertP£i»e eine Weih^erson in der Domkirehe frtyrrt«
haben, und der ntdem ein von der kaihoUsehen Bdigiom
sierter Frieder aei. Gras, 1582 November 15.
(K»p^ T.-A. Kr^B.)
Dvr B^ffhl wird am 30. Deanmlwr nraeueit md 'n^l m iIph Vcnnilbv
der LjiniliMltXQptiaanii^cliift Kralu Wolf Ktolhern) von Tliom grericfal^t (Onp,
ebfniia). BJ«he Dlnitz, S. frl.
2741.
Die Verordneten von Steiermark an die von Krain: Man JUlk
als sicher erfahren, daß Späher aufgesteUt seien, die Einfiknutg
der mittäisclien Bibel £u hindern^ beiiehungatceise diese tu hm-
fit0ieren. E» iviirde sich empfehlen, sie nicht aufeinem^ sondern
verschiedenen Wegen unier Kaufmannsicaren ins Land ru fmkren.
Nachricht fo« der Knnfisknlißn der aus dem Reiche angdeommeium
Briefe. Graz, Jü84 l'eltruar 26.
(Orig., U-A. Krain.)
•nr- J
rra. fl
Walgohor^n . . . Und erinorn die herrn, dass -ans glanb-
wicrdig angfibracht ist worden, wasmassen I. F. D' . . . de« bc-
wlislen wlndischen bib<;lt!iraccJt« balber an etlicbfin ortfn des
landta conrinen aignc leadi bestellt, wek-lie auf liercinbringoiig
flolclicr bibol ncbtung baben, aller enden tleissige nacbforscbaag
furbcrer, und wann, audi wo ain die exemflaria betretlen,
stracks nnd one ainiclies bedenken XQ ircn banden abfordern
und nemcn sollen. Welches wir den herrn zu irer nacbricbtoog
frcQiidlicb nacb[jcrlich ganz wuhnaiiiundt bcy gegenwartigen
E. R. L. Mgnen trommctor za wissen machen, damobon anch,
doch zn der berrn mebrern bedenken so vil andeaten wolton,
ob sie nicht ftlr ratlisnuib hielten, dass gemcito exemplaria nicht
nnder ain scbcrein (bic) zu ftlcren aufgeben, sondern under-
schidlicb und under kaafiuauswuliren eingemachter ins Undt
927
gebracht oder aber bis auf weitere nnd bessere gelegcnhcit
noch oben behalten wurden, dann wir mit znc (sie) den Herrn
auch nnverbalten nicht lassen küunon, dass uns E. E. L. ge-
achworner faosepoth, welchen wir in nechstverwicbnen weih-
nachtsferien nach Tübingen ana erheblichen redliehen nrsaclien
geschickt, am jüngstvergangnen niontag im zruckraisen, nnil
wie wir bfirichtRt, auf bevelch I. F. I>' intcrcipiert und alle
diejenigen schreiben, so er an ans intitnlirt mit sich getragen,
gewfiltiglich nnd hievor im lande unerhörter weis entzogen und
weggenommen sein worrlen, wie wir auch auf dato noch nicht
wissen kennen, wie volgeodts mit dem potten verfarcn oder
wo er doch verbleiben muess; dann er noch nicht alhcer ge-
langt. Welches in warhait res pessimi exempli und wir mUesscns
intertm, gott dem almcchtigen trealicli bevcichen, uns unserer
erbaren gerechten handlangen, die das Hecht nicht scbcichen
dOrffcn, getrUsten und zu jetziger znsamenkonfft, die bis morgen
liebts gott iren anfang erreicht, E. E. L. unsern principaln zu
mebrern erwegung mit betruebtem geraueth clagen. Im übrigen
werden die hcrrn irem bciwonunden verstandt nach den Sachen
recht zu thuen und iren nach Wittenberg zu absolvierung be-
rUrts vem'indischten bibltbrucks abgeordenten personen die ge-
Ipgenheiten zu absclineid- und verhüetmig besorgenden und durch
unsere und iler warheit widerwertige Icnth antriflonden unraths
aucli nrab so v\\ unaanmiicher, weil quaevia mora non leve pe-
rieitlum ob sieh treget, zu eommunieieren wissen. . . . Graz den
26. Fehiitarii a" 84'"'.
N. E. E. L., in Steier verordente.
Zu dinmin Stilcko nivlio die Nammcr It8fl ff. dnr Akten und Knrr«B)ion-
fluntra in Font«« Ii, S, fil^ff. Die Vornriltirlftti tdii Kratn xcitworttüi Äiif
i]u obi^t) Scbretbcu ain 2. MKrx: die Biüoln soicn auf <l«iu We(;e um] mÜMen
Ihrtiin Üoschicke ILboriAS««» werilen. Die noch xnrQckgftbli ebenen wci'd»
mta am betiton über Blihuioii, Wien nnw. in* Lnnrl li#kaiiim«n.
2742.
Christoph Sj)iuilUr, Pradikant der Kraitifr Landschaft, an die
Verordneten fo» Krain: hericht^ über die iJtm durch den Pfarrer
von Stein und seine GcseUpricstcr mderfa}irene%% schn-cren An-
tastungen und sonstige Angriffe. (Präs.) lOHii Februar lii.
(Orig-, L.-A. Krain.)
928
Ao (laiiisMb4>n T&c» meldst der PrSdiknul BarlboIvmSns KuafFel dem
LuidMTarwal Inr und deu Verordiinte» rao KrxiD, daß er von dem Luekrr
Kaplaot Urljui Wunuer ilWrrallen worden «ei. Bitte um Schutz (Ori
ob«nda).
2743.
leicrr m
hie-, M
i
Die .politiachm Stände' des Fürstentums Kraitt^ die im Ixtnd-
Utije vn-snmmelt sind, an die landesfürstlicJicn Lnndtntjskom-
mvisäre Lorens AU zu SittieJi, Kiklas lionJtom zum Wolfshüdui _
und Frans! vott Seltzer: srJttldernf wie es au der Vasißkatiom H
von 1578 r/ehommen, welcher Alißverstami dagegen tn tien leUifm
Jahren eingelreten sH, mr die liiscJwfe rn» Frnsimj und lirixm
in iMuh und Veldm vorgehet*, ivorntich deti A»geh<iritien tirr
A. C. die Septiltur auf den FriedJwfen ivrweiyert, Prädikantett
offen hedroht Verden, wie atts den Beilagen und angeführtm
EineelnfiiUm crsiddlich sei. Bitte, diescit Besdiwerdcn abn-
helfen, daß die Landschaft ihre VerJuimllungeu weiter e» führen
imstande sei. In der Kiichschrtfl wird eine miliUnveile ringe-
Iwigte Zuschrift des Landes filrsteti, die das Vorgehen der Stände
tadelt, dahin beanttcorlet, daß leider ihnen in allem Unrecht, ihre»
Gegnern in allem liecJd geg^n, dann daß das Verordnetenamt
in seiyier Amtssphärc eingeengt teerde^ als ob dassdbe allein auf
das (iilUhuc.k und sonnt nichts anderes geridUet sei, icährend sie
doch das corpus der gnnsen Landschaft reprüsenfierai. Es jk*
winne dm Anschein, aU solle der alte Ütand der I^ndscftafl in
Frage gesidit werde». Die Bischöfe t>on Freising und Brisen
Jcönne tHnn im Lande für nichts als Ijandlagsmitglieder erkennen.
Lnibach, lüöT Februar 13.
(Kons, Xi.-A. KrAiii olm* ptmUrriptum. Mit diMcin £:ndrnckt Dimitz, lütl«!
I8A7, S. TS. Pio M.iloTlaHrii, clin snf die KRliglonsheocIiwenlrti im Krslae/
FchnurlutiUago 1587 Rnsug lixlien, üetio bei Dlroits, I. o., 6.67—78.)
Die nbwoiiieDilc Erlfilifpliig' dfir obi^n Einfrabe durch Effth^rwug Kari
«rfvlglo Uli 24. M»» U>6~ {Orig-, ebutda).
2744.
Landes fiirstliciier liefehl an Niläas Sonhom gu Wdf^üdid,
Viecdom in Krain: auf seinen Bericht vom 27. F^ruar sei nod
hein Beschluß gefaßt. Da Juri Wohinets des Le$en8 der Po-
stÜien utid anderer Dinge mehr geständig, darunter auch Kon-
«
929
I
ventikel, Predigt und Rottierung, «wrfe man der Sache auf den
Qrund kommen müssen. Wohinds sei bis auf loeitere Resolution
in Eisen su verwahren. Grae, 1587 Märe 7.
(fh-iff., L-A Krain. Diinitz, MUteil., 8. 78.)
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2745.
Erzherzog Karl an die Verordneten von Krain: Befehl, daß
man hei den LaihachseJien Vrndikante.n das Predigen und Kon\-
munizierGn auf dem Lande ahsiellen solle. GroMy 1087 Märg 7.
(Ortg . L.-A. Krain, Pub. II, &1<}
In dem Scbriftstllrko Heißt e«: .Solche, dor prBdicanten uncimlii;)!«
fumptncD . . . Kucii der rilniKla «nsicli enden reli^onspiiciäcatiun %xt tiit
(^emiüu oder thnlicb . . .', folgt der Ücfeiit, daß sie iu den jtraf^triptU uud
anigiizaigtun tennini» ircs Kcprntü verbleiben*. Auf diesen Uufohl de» Krx*
lifiFKOgt rrsUltctun dir Prädikuntfin in LnibiLcli Ciiriatopti Spi.iidlor, Mn^.
QtOTg DalmatinuB, JuliiLiiiieB Tnlsli&k, Ma^. l-'elisixii Tniber und M. Bonedikt
PytcytuT eiiiua Bonclit (Orig'., cbotid»] an dii? Vcrordaatea, iu wolc-bttm lio
eef^ffii die im Befehl dei Eralierxogi rorgobraclilo Klage, daß si« al]flb«»ll
,auf d^m Ofiy* von Laibach hU Stein und in den D'lrf«rn lienini sieb oin-
vchleiciicn iiiid dpn g6tn«in«n Manii TOn Seiner Rcli(;inn abpralctininran,
fol|^nileH bemt^rken: Sin werden, da lio von E. K. I*. ordnnngmnJißig bestellt
■iiid, bai vorkoninKMidnii NMfiillen von den Hrrn"!» und I<andIfuteTi tiber
T>Bnd b«rafcn, die Fredif;^ su Torricbteii UDd die 8akrAaii3Dte xa spenden.
Dm geacbieht auf dea tiDtarn der Herren, und so xn tun eeien bid verpäiuhteU
Es Ift ODwabr, daß sie aicb in Dffrfer schleichao. um das Volk von nineini
Glauben absnbri nf^en . Wenn ahpr «uß^r den Ilvrreu onil tiavdl^uten noch
andere Personen ,auii ii«wi>giinf; tbrcji 11^ wi«*cn« «der Hilf den Antrieb Gotlen*
emchcinen, dQrCe man sie nicht almnisrii. D.idureh ge.44!bietit den (Je^ern
an ibreiL 4ierei;litigkeJteii kein Abbriieli und wird ilinen kt>in lleller rnt-
«)g«o, wie man Ton solchen Leuten keinen Heller nocli Pfennig je begehrt
bftbe, Modem sieb an dorn Stficklctin llrot, du sie wlbat besitxen, genügen
lau«. Daboi verhalten sie aicli lelbst chriitlich. bescbeiden, friedfertig und
eingiMOI^n nnd geben den Geyern keine TTraache xa Beschwerden. Im
Gegenteile werden sie selbst von dii^ann auf ofTencir Landiitraßa lH^drobt, ^-
Bubulton, ja auch mit HcblK^m und Slrcichnn anff(>tait<>t. Da si« nur Über
Erfordern der Herren und Laudletit« Über Lnnd siehi^ii und aicli in den von
der PaaiGkatlon gegebenen Orenzen lialten, bitten sie, bei dem LandeafDrston
ihnen dai Zeugnis ihres Wiihlveilialteiiii an.<i:uAtellKn. Am 10. MXra I&S7 rr-
gebt ein «cliarfer Erlaß Erslierzog Karls an die von Radscbach mit dem
Beffhlfi, Afin PrHdikantcn llniis ÜottscUever and einen Scbneider, der von
IliscHofdlack drr Rrligion halbor dortbin Übersiedelte, al«usch»ffün (Dimilr,
Mittetl. IHß7, 79; fi>rncrc Bpfeble in dieser Angelefrcnbeit vom 20. Jauiiar
1MB nnd b. August und 27. Kuvombur 15H9 siehe ebenda, 8. 79 u. 80}.
rtnlsi. U.Abi. IU. LX. 59
ö:w
2746.
Ers:hrrgog Karl an die VcrordtKlen voti Steiennari: Um
atiäauerndett Verfidle des yeistJichen Standes infdge der schlecktm
Wirlschap, der eingerissenen Zerrnttuntj und der IroU ttU^r Ver-
orduungen Ferdinands I. und seiner eigenen Erlässe noch fort-
dauernden Entfremdung des Kircftengutes und dessen unausge-
seUtcr Vfiindung infolge ruekstÜndiger Slatern ru hcgegtten, er-
gehe der Jiefehl^ Steuerrückitände nicht über jetcei Jahre ru
duldeti und die Steuern für Jedes Jahr s^st auf da» schärfste
eiiteutrethni, tvidrigenfalh sie ver fidlen würden. Groß, 7587 Mai
(Eons., H.', H.* u. 8t.-A., 6M[«nD. Fuc 81)
I
2747.
i22,M
Erxiiersog Karl an dett Vitedom i» Krain: drei üntertaneti pöh
Jiadmannsdorf, FauscJinik in Sdladt, Moischnih in Anrii und
Mandlils in Vddes ziehen Veläeser Untertanen tu ihren Km-
ventiJcein. BefeJd, dies abettsteUen und unter Umständen dit
Genannten bei Wasser und Brat gefangen su halten. Orot, löfff
SrptemhffT IS.
(Kop., St. L.-A., Dlmitz, MlttAlI., &. 79, wo iiiivli diu euUprechenil«n Tv
mengen und Hnriclite doa VUedotn« raitf^eteilt werden.)
Am S4. Pobruftr I&S8 befiehlt Ersfaenog Karl beim Vii«iloni die T»n-
liehnn^r dei obigen DAf«1iti (Orl^., ebend«). Am S6. MKn 168a meldst def
Vix4!JlAm, daß d«ra Befntila rara IS. Heptember ItechnufiK getra^o iraid*
(Kouz., elienila). In einem (nniUtiorten) AktenatOcko woodm ncli ilie Uni am
Hilfe ao die Landschaft (ebenda) i Weil sie nach Oottn Befehl der Obrig-
keit (iehorsam scbulden, wollton »ie frrrn im Elend geben, wenn n« sifi«
der wiriditclion noub einer xtvoitcu Spraclie kundig wXr«n. Wi« aber mU*b
sie als ariue bochbelaet* Leute lich mit ihreo amiea Weibern und Kifldcn
in der I-'remde fortbrio^n? W^iin nie ichttn nicht in Veldes bl«ib«a kAnntBi
wllnscbtcn «Ic doch bei ilirer Sprache zti Terbletben und solang« bei Uuw
Hnb^n grlaiHten %a wftnien, bin ihnen ihre .Hobgeiccfatigkeit' niedrrgeUft
nni) bexAbU werde udfir hia nie leihst KautlDUte xu ihren Hüben beknmian
B«S (lieNdiM Akte fiiidnt Ktch ein ,VerKeichnia derjenigen Intberlacben Prf
tonen, so diesen B«fehl nach Veniebinuug mit ITugehonam vüllao^a*. E>
■iod 16 den tfbigen kaus fremde Namen nnd nnwahrecbeiulicb, daß t^
BtOcfco Ktuamiiien geUUren,
2748.
I
TroiokoUe uher die Verhandlungen des Bumhergschcn FtfOJfM*
amtcs BH Woifsberg mit den Uetrcn und Landlettteti des ImpoM'
931
taies einet' und dem Getueinderate von Wolfsherg andeterstits
über die AustceisHug d^s Prädtkanten und Schulmeisters atts der
StOilt. Wolfslerfi (iiiul Klagenfurt), ITiOO Februar 19, Mürx 13,
/"t mni 22, Ax»'il 17 und 20 und Mai 4.
(Kap'., B«il«g(i Nr. I zu Jsm 6chr«ib«n de* ViB«doiaa vom 19, Jnni. Kreii-
ArchtT Bumberg, 32 8«iteit in Folio.)
1. Sitauiif», Februjir 10. AnwpneiHi: der Vi«fdom (Rrdwil«), der
K&nsler, S■^kr■;l&^ iitid kIi Bcisitzor: I'up|>, Eril uiid AyrvT. licmtuiig itbar
«ine Eintpfaclin Karl UngiiinJi, in deMcii (Inuio, rinani Loben dtis Hocb-
Btlftes, der l'rKdikiiat vrvliuL Er »ni aicht g'^nviKt, otwas xu tun, waa don
Bamberjiriachen Rechten pr!ljudi8i«r«ii wUrdo. Wollto «r aber iu die vom
Bischof» verfflpto Aasireitnn^ des PrftdikAnt^tn willigen, so wSre das «ndcren
prXjtidiziorlieb. Er s^-i nuch d<*rn Ersbftncoj^G .mit der Erbhaldi^ng Ter-
wandt*. Er haha auch an nuil^rnn Orten l''r{>i}i!ltiüDr. Niri^enda sei ilim rin
Holcher AuAraj; zuteil ^worden. Wenn das ILaiis aut-li Lehen wfiro, kUnnte
«9 ihm nicht ^aoanneii werden, ,d«nn die Landihatidrflat« wäre da'. £r
liab« alt ,LanilmRnii' das Recht, eineo Piüdiknntca sa hallen. Der wäre
sein jvroTldiouLertC'r Diener. Was die Blirgercchaft tue, gehe ihn nicht* «n.
Der Vliodnm mt^gh nicht« voniehniaMi, wng«g^en man diu Herrf^n und Land*
leot« anrufen niUßln. Der Kannler erwidert mif diese Rtnüpracb« Ungnadi;
Man hegielirn ihm niciit Ina Haiin xii ^cif'f^n, d<<r PrHdikant itillgo da blßibcn,
wen er Auf die (iaasci kiüne, wHro er unter Aar IJambergischon Jurisdiktion.
£fl eracbeineii nnn dE» Herren Knmegger und Sittb>>nbilr^r; in ihrem
Namen hatte Ün^'nsd gafiifrrrchpii. Wenn auch sein Ilmder die ETklimng
ab^geben habe, daß die acmcUia reliffionit nicht im llauie, aondorn in der
Kirche geübt weiden sollen, a» sei vs doch aDdem i'n tevipott ntctttiUiÜj.
,1. V* geb« KQ OrxE noch xur Z«it, w«nn Hticb nloht gtra, ztt, daß dl«
exeretlifi reiigümU in der Stadt gehalten werden.' Nachdem der Vltednin
vorgebracht, daU die Gebrüder üngnail sieb frQher erbuten, den i'rftdikaiiteu
aodorswo unteren brlngi'ii, und wie SlcbonhOr^er sieb dies zu besorgen er-
boten und d«r Kanzler eiklärl, der Bifcbof wolle ihueu an ihren Personen
uud Lehen|>uteru keJiten ICintr.ig tun, nur gi^^n den PrMikantoii uiilss?,
falls er sich auf der ^tfaGi> blicken Ibm«, t-or^egangen werden, wandte sich
Ungnad dagegen, daß <Uv PrAdiknnt scktiiich »ei. Der Kanxlcr miiint, man
wcrd« dcTi nchnraam der Bllrgcr anderweitig anerkennen. Kronegger aagt:
Ein Diener (der PrüdiUaut) Imba seine Befreiung nicht bIi>tS im HaiLie,
londcrn antih auf dnr (iaase. Derselben Ansicht ist Uri(;nad: ,Dn I. F. O.
(der Bi5chijf) Herr in diesem Laude wäre, hätte man twei Fürsten und
wflnle mit xvrei Ruten ijeslraft.' Man werdet di« LHudrsverordn«tpn um
llilfo nnriifon. Wllrdo es lu eiuAm Blutvorgioßen kommon, ho trilgen «ie
keine .Schuld, ßt« wollen ihren Prädiknnten sicher wisae». I>er Bischof sei
in diesem Lande nur Mitglied, wlemrahl ein hohes. Sie kannten ihn uicbt
hSher halten als den L an desftl raten. In Hraz gehen die Pr&dikanteti ron
oineu BUrger anm andern. 5InD duldu sie, wiewohl der Crxberaog vou dem
Papste nickt weniger gedriiD(,'C werde als d«r Bisi'ti^f. Naclidom nAch der
Kanzler seiue Meinung dsbin ansgetprocheu, daU man Bh«r die Kegalien
69«
932
d« Bisrliufti nicht diiipution*, trolen die Herran «b and «a erfolgt em«
SouderbDratuuf^, dflon wtrd iliiion loitgctoUt, man hoffe, lio nUrden dm
Priiilikiiiitca iivibst au* dar Stadt nclimvii; der Vtaadom mü<ae aoia« Bsfitlila
«aBfillireD: ,m rrf^Dc gleich Blut gdor andsn'; wo^gon Uugoxl wtmti pro mtmptr
protortjert. Der Vtx«doiD bittet nun, tia mochten d«u Pritdikauton wc|i:tBa,
u stÜDde ja jedermann frei, »Inem GnwlMan nach di« Kirciio au bwoehea.
Uii|piiid prwidc^rt, warum aollten sie woicb«n, sie wcichon in di^-SMn PnnLi«
atslkat ilpr F. I)"- (ileni ErKherxAgn) nicht. Kroiippger sagt, wenn sifih's not
nni die Wolinuui^ handelt, wilrdon sie sich mit den Naclilinm Turgitiehea,
Sit^hoiibilrgcr: Vflire dor l'rädikaot Icdif;, liätto ea einen leichlcn Vi'eg. Ab«
•r hat «in üemlicliea Haiuwea«a. Der Ksnaler: Im Notfall« darf er £■
Kranken be«icb«a, di« Sakrament« abftr nicht Offeatlich admiautrif-rnu.
Herren nnd Ijandlftnln «r1iall<>ii dann 14 Ta^f* X«it, lich aa reaolriereo
dicjor Zeit darf dnr Prltdiknnt d«n OottAtdienxt nirht nir«nt)icb aosObcn
Von diMten Sachi'n wirrd^n Richl^r nnd Rat reraUlndigt nnd wir
ihnnn vargelialtcn, nie mtlBtRii den Prüdilcanten nnd 8ebiilmeiati?r siali
lauen, dio Uewissen wnite man ihnnii niclit sperren. Wenn aie aieb |!^
horsatn erwoisen, würden nie vielletobt per toieratUimm m tempore nctttJkaÜi
orlangMi, daß der PrXdikant «ie b«iuch«, akur »in4 piMieo teartdaUi. WeitBW
Benehsld werden eie in 14 Tag«n «rbalt«n.
S. Sitxnn^, MJIrx i:i Anwesend: Viaedom, Kanalcr, 8ekr«ttr mi
Popp. Kit er»cb<-inen Kroncßg-er nnd SiebenbHrger, Sic bitten Uta Ea»-
CRtiuldignng, daß sie in der obi|»pti Kriat keine Keeolution ftuaea koaDtcs.
Uaranf ptitfemen sie sich. Die (Ibrij^cn beratun weiter und teilen im
wiedor Knuihion^nen mit: Es wi>n3u ilinpii in kwci Ta^en ein Kbriftliebtr
liescbeid zukommvii.
3, Sit7.uii|f, Uk Mära. Anwecend: ViKodom, KaoaUr, Ertl. Es er
•cheinen Utctiler nod Kat. Wenn man itiueti di« intwisch^a von Baail>erx
eins«Uufenoti Uofuhle »icht verknnditft, lei et in der Moinang: Kflscbekra.
die Landleiit« wflrdeu aicli in der AoMebaffun; de« Prftilikanteo gtlÜteh «-
aeigt liabon. Jetut mUMC Ate Exekution rorgcnonime» werden. Es werdM
ihnen dio zwo! Sclirciben vom Binchofo und DomkapiUil nborroichU Sf
baben aicb darauf mit Ja oder Hein «ti rrklJtrvn and dUrfrn frilhar niclit
das Schloß vorlaHon. Die GcmeinderXto treten sa einer Sonderb^rattins ik
Wi^drr Tvr^laaacn, erklären >ie, bvxügUrli drr Rata«t«l1e h}itt«n aie Folf«
geleist«t. Einer fUgt htuxn, man werde keine Kalbaliken fiadea. die daia
tauglich alnd, woranf der Vixedom meint: ca kOnnto ein Lutlieriseher iiti
ein KatKoltncbftr vATgeachlagon wt^rden. Wogen de« PrHdikantcn erklirt dit
Oemeindfi, ibn«n dmaalben bluß in cani necesfilalü auanlssaen, daitu'
konnten sie nicht nin^ben. l>or Viaedom lagt ihnen die Sache nochtaak
ror. Der ächuluielster oiilsac onter allen Umitindcn hinaus. So aai dar Laa4»-
fUrfft auch in VOlkeraiarkt Torgegaugen. Dann wird ihnen da« PaUal
dea Biichoä rerleseo. Wenn sie in 14 Tagen den Pr&dikaot«o nicht akg»
schafft habrn, geiebfb««, ven» OMt will. B«EDglteb de« BehulnBtatenetfcdl«
•ie einen Monat Zeit Die Schnln muß niederbiegt werden, sie kitaan
eine inicbe außer iter Ktadt halten, außer der Stadt kOnnten aie ia i"
Kirche gehen nnd jrer Utierantttan in earu necanlaUu kflunto drr Pridikaali
do«h nicht jfubllet, acin Amt verrichten SdiloB: In acht Tag«n wardaa »>•
933
ita Ratsror>cli1a{; tna. dio Schule noilea «io niedvrlogva; ibcr d«r ,Unter-
jneUtor' soll inxwiAcben Schule Lnltea. In aclit TagoQ w«r«]flii sia ncfa auch
(l&rtlht«r crkWrcn,
4. Bitvaug, 32. Silin. AiiWOReiid; Vitsdom ond Kaoxter. E* «•
•chcitit der Stadtriehtor mit ei])i|;«n Rjitcn. BexU^lich d«r Schalo brtt«n »in
um Frist bis JaJcobi. Dnr ViECiluin meiat: h'ia Pftn^slca. Uer Uiilnriniililor
Boll ciDeu Tisch l^ei viiiviu BUrgcr hAbcn. Er darf Kondukte nldit tiegleiten.
Di« Anfaicht über diu SvbCllor Itnuc ein l!ili[^ßr ilbemebtnBn. Wenn der
PrXdikaut, Herr Phitipp, hipaiMkcittDit, orhalt«u ai« ihr« Privilegien
wieder.
5 8itznn^, !7. April. Anwesend: ViKedniu und Knntlor. Richter
und Bat erschciupTi. We|;(^n dra Prädikanton hatten «ie sich mH dun Land'
lenten berMlen iroUon, daß er auei^escbafft werde; nnn mligen bJo aclilflMig
werden. 6ie erwidern, mao mURe Geduld baben, sie bflttcn mit den Land-
leutcn wobl vcrbaiidclt, di« hatten sieb orbotcn, ecbriftlitib Bericht sti tun.
Eh wird Ihaeu erkliirt, da« k{}nue< gcicIii^facD, vitrna sie »lipfiiala manu nn-
lageu, ia Moontsfri^t ohii« Auifliicht don Prädikaiilcu abiatchaffca. Die Q«-
ni<tind« bittet, ihnen Frifii zu lauen, bi* der Ailrl «icb «rklJirt. Darauf er*
hallen sie dio Antwort: Kb lügo in Ihrer Hand; wUrdcn sie dorn PrSdikant»!)
nichts geben, dann wQnle er selbst die Landlentc Ia.ven, Wenn dio Aus-
aebaflTung nicht gvAchieht, so darf dfir I'rJIdikaiil In kolnem Ktirg<>rbAn<ie nHn
cterciliuvi Qbou, und iio selbst mllseen im äcblosse in Arrest bleiben, bis sich
di« vom Allel erklärt babon.
Am 1H>. April bitten und erhalten dio arrcctierten Uichter und Rat
di« Erlaasdog des Arrestes. luuerltalb dr«! Wochen wollen sie die Erkläruiag
der AuMcbaffong des PrÜdikanten übergeben und ihm mittlerweile nicht*
kontrlbuieren.
6. Sitsang, 4. Mai rormittair» «" Klapenfurt. Anwesend: Vixedotn,
KaDsUr, Popp, Ertl. Ea crscbcincn Karl UTi;;ti&d, Alexandor Freibcrger,
di« Brillier Ilann Adnin und Georg Zuggenrusnlel, Wulf Frimlricb und Albas
van Moabaim, CbrisCoph SiubenbQrgor und Itaiis von Mosdort In ilirvm
Tfameo apricht Unfpad; Wenn man den BUrg«ni das Hinausgohou iu die
Bayerhofe rlicbo Eircbo nicht rcrbtelet, andererseits gestaltet, daß sie m ca*N
iiCettrUatit veiEorgt wilrdon, würden sio den Priidikant«u auit i]«r Stadt la^veu.
Sie bring«» daj jeUt mündlicL uud schrirUich vor Nachdem der Vizedom
in dem kleinen Stflblein sich l>«raten, fragt er, \a welcher Zeit sie den PrS-
dikantcn Absrlinffiin «-ollen. 8io nenaen drei Vierteljahre, was dem Viaodoni
EU vi<>I int und daher anf Slebenbflrger weist, der den Prfldikautea lu sieb
neboion kllnnn. Endlich konim«o sie anf «in halbes Jahr üburein, binnen
welcher Zeit sie den FrlldikaDtun auCerbalb der Stadt bawolinl niaclicu
wollen. Dagegen werden ihnen dio Kcaditiouon bewilligl, daß die Bürger
ihr extrtHium auswärts suchen nud der Pr^ikanC in co*u neeettitatU in dio
Stadt kommeo dllrfe.
7. SitBtiug, 11. Mai. AnwpDenil; ViKcdom und Kanzler. Es er-
echeinen der Stadtriehter und einige Katdpersonon, die anderen cutickuldigen
sieh mit Ktankheit. Der Viaedom teilt ihnen die obigen Abmacbungen mit.
Der Richter antwortet: man habe erwartet, daß ihnen wcnigsteni die Zu-
gehaltou würden, die der Bischof ihnen gemacht, und als der Vizedom
934
xioli sololier tiidit «ritiiiert, sayl d»r Kiclilor: ,L Q, lierr TiUdomb w«rr dai-
be; g«we»eu, das I- F. O. g«Migt, <lo ai« hierin nicht lur i<redi|; moIUo
fcuRimra, mCcUten sie in t«nMDt teiifcl iiftni«ii hinamgofan and aticli zwMm
pinediejiiilen li«It6n.' . . . D«r Vifledom erkUrt, man dfirfe die Wort« nkfat
aaf die WafCRclinlß legen.
.Herr rilxitoint] sich . . . reMlrlrt: il«i diM B«it Qbwr au«b in «■»• cb>
titmti^ tuf-ettUatü, ycdarli cilra t^^ndalHm nni) ohn m/ntirii pautjta der ptaa-
dicmit itiil Admiiii*triruiig tlcr sAurjutit^iitog iu dof Ijurgtrrlioasvr dio kraiikM
beauubnn iu<!j>c, «bcr in Sy'tit ruII kc-iii burgvr hiuein m geba uiaubt luibas.
Herr riUnlom «udtüclL g«icdt, vrui wegen vcrbitlung, daj dio bnrpcr
nicht liiuiua inoctit«n pohu, rQrf[«ljitiff«n, b«lt« «r sieht beTolcb, allelaa, dM'i
HX(^eii si«, wann er k'iunfLi;^ lininal von hinneu tüf«, imc nicfal »«chgeMfl
wilrdr, vr brtt<.- itinti iditM vt-rhoiMon. . . . Solle», das« pruulü-.aut aas90rdi
»Lidt l'Rwnlint gcniaclit wmnlr, ftinlorlivb iiu wnrch rirbten und die fdnll
»u hiorur buiinibter zeit aui der slalt Uiuu. . . .*
2749.
Richter, liiirgermeister und Hat der gansen Getneinde ^Vo^/shr^y
in Kärnten an JoJuinn Uemriclt von NankeHreui, iJerhant, Pan-\
kras ton Jiahensidn soiiior und diis Kapitel des kaiseriieken
Domsiifirs sii liamhcrg: Der Vixedom Johann von Redteita hat
auf Befehl Er^ktyrsog Karls durch Dekret vom 9. Januar d.J.
den PrädiknnlvH nnd dun iietitschen Schnhneister aus WolfAerg
atiSyewiesen. Ihre niil Wissen den Viredoms an den Bischof
vo» Bamhenj »jerichletc Bitte, die Gemeinde ,i*«/'(T/«r6ir(' tu
lassen und bei dir F. D* £U iniej-vcitiereii, sei erfolglos (feweten,
Bitte, für sie hei dent Bischöfe ea intvr sedieren, auf dafi sie mit
einem günstigen Bescheide erfreut werden. Wdfsberg, JÖSS JUaiU.
(Oi-ig., Siegel auf g(!d rückt, Ußnigl. KreiB«rL'lnv BambQr;.)
Ua* Scljttftstilnk berichtet tlbir den Stand der evangeltBchrn Ktrebi
fulK«iid«>: ILO ist auf dpi villen Ilvrra Malthps KrcidP Grund und Bodn
erbaut, v'^Ei illeseni und iiacli dvisci] Todn vom Cbriitop); Siebe)ibnr]gar U
Gemeinschaft mit bennchbnrtpn Herren und d«u BQrgern ohne Kinsiebtuig
rcn Elnhünflcn der I'farrkircho mit dem rrKd)bant«n oud Scbulmeiatvr sr-
halten worden. Mit (3en Katholischen lirrrscht Friede und Kinigkcit. Wenn
dai jcLxt durcli Ans Uotreibou ihrer Mißj^Uuner .-turiiOrt, &ii>d ar^e litk«DTe-
nientieii: Leibes- und Todesnot ihres Friidikanten, Aufliltron Ton Zn>-hl nad
Ltrbru boi de» Kiiiderii xu gowKrtigcu. Wir muten keinoin su, ,tQ der Re-
ligion brllcbij* KU werden', ttnd gebun nieiuaiidein TOn der anderen BdiflM
Maß und OrdniiDj*. Hinwfii auf die schwierige Lage du LAodc« im lUo-
btiuke auf ilon TUrkeukrief;.
Ober die Wolfaborger AiiKclegenbett befindet sich Ini Banibergcr Kretf-
arcbiv ein »taiker fassikul: ,L)io Absobaffung doa lutherinch en Pri-
IS.
M I
* Zu Freidl siehe dio Alcten und Korreepondenxen in l-'»Dt«a I^ p. 10.
dikatitAD und äcltDlmalitem, rliina die Ilttii<>tKuug d»r RatHvtell»
au Wolfsberg' IbüS, l&!)0. Es sind mit dirr obigen S4 Niitnacrn, deren
Itibilt bier in auminamclKsr WeUo Termorkt werden soll. I. Uitt«fhrcil>cii
der Gvinniado aq dim UanibiURiaclicn Kat (Vlnedoin?): Iledacht, am DÜctlistnii
Montag oiiicu Uolcu mit wieilorbolteni AnsucUea forlxusonde», t>itt»n tue,
ihnen dies nicht «Ib Ungolienittn aiLzurGctiDsa. lu [lalitUcljen SAuheii wtillon
lif. »dl alias (Jobni-Min« liollnißoii (^Ko|i. ulinc Dutiini). Da« Sclireib«u
dUrfte aller WilLHuhcinlEi'rhkcit nnch nocli vor dm entfrcnanntc su setxon
sein, lilaa vor den 4. Slai, fii)li?n. S. Ulnanlbeii nn df.n Vii:>;doni; 8Hnen
Uefulil wot;«u der Eraetzuiif; der erledi|;ton l-üitfiatulli'^ niteli Lonnhard St^lioC*
[leek liübon li« erbnlteti; Uillc, aJo liieriu bei dem Altun HurkDiiiiiinTi, wor-
iiacli sio avrci Penanen detu Viicdunt voniiucli LJ^;All haben, bluiliun und,
w6nu dies nicbt ■Uttbnb«D «ollte, bei der V. U. eiokoiuaiea su Uaseu. WulTs-
ber(C, 1639 Oktober £6 (Eop.)- 3- ^*' Ttsedoin R«dwit« antwortet am
S7. Oktober mit dorn Befehle, binnen aclit Tagen, wenn nicht «woi, so docb
eine kalboli&cbn Pt^rion tu nominieren, sonst wUrde er das «elbit tan (Kop.).
4. Drittes Rillflrbrnilif)ii der Oenitdnde an den Viacdom vom 3. Novotnber:
Wenn siit iLvn-i Fortunen benannt, »o wollten sie damit nicbt andero Arno-
Tieren (nin lialtnti xIaü ibrem ätalut geniüß xu reclitor Zeit swvi Personen
— aber Prutes Lauten — ncuiiaiert). Bitte, eine von den betdeu Personen
an bestiLtij^en oder um Aofsug, damit sie beirn Bischöfe und dem Dotnka|)ittil
cinkomnieu kUnnvii (Kop). 5. Schreiben des VL^edoms an die Gemeinde
vom 6 November: er werJi< nach Bamborg berit-iiton (Kop.]. 6. Der Decbant,
Senior und das üomkapilol van Buinbcri; an rlio Oemeiiide: Antwort auf
ihr Schreiben vom 14. Mki. Der FDrstbiacHot' habo mit ihnen nicht bloS
Ober diesen, Bonilum auch Ubor die Ausschaffun^f dca Prildikauten und lutho-
rUirben SchulnioisterH beraten und befehle dies, nie uucb die Moinin)i.Tuiig
■iner katbolisdien Ka.t:iporBon. Bamberg, Freilag den 'J6. Januar 1&9U (Kons.).
7. Scbroibon dos Kapitels von dciiu^elben Datum (Ktiriz). S. Der Viccdom
an das Eapitel: Aus den Beilagen 1 — IC >ei zn erscbcu, wai er in d?r Sache
gethan und was zwischen ihia nnd den Landloulcu Im liAvanttale Tor|fC|;angeii.
Man werde wir Kxekulion greifen müuen. Wolfsberp, l&üO Juni la (Orig.).
Die (genannten BeiLa|>an sind: I. (Ü.). Extrakt eines RatsprotokoSlB vom 19. Fc-
braar IbUO (im Kato sitxen: VircilBm-inu», Caneellariut, Secrttariju, Popp, £rtl,
Aj-ror). Wegen der Wichtigkeit dieses rrvtvkolla steht oben eine bcjundere
Kummer (274^). 3. (!<)■)- ^'*' LandU-ute A. C. im LrsTaultala an den Visedom:
berufen »ich auf ihr R^scbl, den PrUdikanten in einem t'reibanse cn Wolft-
herg xa rinlerballeTi. Wollt« man deswegen ihro Lehen ciii&iclicn, so ge-
hHrt di« Suebo vor das Landrecht. Sio seien fibrigena geneigt, den Priidi-
kanten außerhalb deräladt btiiiElich wehnhafC icn inadien, docb mCbiie er in der
SLidl seinen Pfiiciit.ni nachgehen. O. O. ibW Mär» 12 (Kop.) 3. (11.). Ant-
wort des Vivedoms vom 15. März 1^90: Die l^tr.tere Kondition gehe nicht
an, denn sie bedeute freistellong der KcUgion für die BUrger (Kop).
4. (IS.). Die Herren nnd Landleulc A. C. im Lavanttalc nn den Viaodom:
Replik gegen die vorige Nummer. Begehren, da das Haus ,EUni Teil' in der
Stadt liegt und Lehen Ist, dall der PrlLdikant ditselbit gelassen, der Reieha-
religioniifriede nicht anders gedantet werden soll, als er RU verstehen ilt uafl
die Biucker Patilikaüüu zu beacbteu sei. Der Befehl, den Prildikanten
i
936
binn«it 14 Tugtin «tu der SUdt lu nelimen, widrigvDfKlIa Exekution voiigfr'j
nomtneii wird, koniinn ilinen &Bind Tor, ,da wir nidit zw«i, «oDilem aoi
einen Liiii]Mninit»ii haben'. Solclio Uvfclite kfloiivD aie oicbts an^vfaca.
Bitlo, Hidi mit diiDi Scbreibon, Ha» flie in ivooig«D Tagfn «inm>ail«n woUm.
zu barubigen. Du ,Vr«ibau*< »oll den, der t» bewohnt, iiich«ntel)«u. bi
Bar|;etbäiai«rD wird d*r Prldikaiit k^in KnnvUium Ob«ii, doch «ei xd hoffen,
dal! man iho nicht hindert, wenn or in ^au*a exlrtatae tteeettiuttü todkrank«
Lciit« bMucht. O. O. pr&s. 30. MIrs 1K90 (Kop.)- &■ (IS.)- I>er Vixedom aa
die Vorif^e»: Drr Prldikant int uTiverweilt ana der BtJidt suasnacbaffffn; «ine
rntcnscmon bei dimi Bitiefaofe, gOigon dio er flaust aichts eiunende, warde
vTLinig ntltxRii. Wulfaberg, 1690 April 2 (Kap.). 6. (14.). Uie LandleuU u
dati Vivedütu: wollen deu Prädikauten au* dor StAdt scliaffen, bis luau ein»
pauende Wolinang fUr ihn hat Mit Anroabmo des {öffentlichen Excrsitianu
soll alles itn a1t«n Weteu bleiboa. 0.0. IS90 April IB (Kop). 7. (16). Vi»
Rataberrcn von WolCaberfr an den V*tx«<loin: bitten um 3 — 4 Werben Z«it, ia
dur Bio lifiiu Advl dahin wirknn wollvn, deu PritdikantcD auQerbAlb der Stadi
mit eiH«r Wubniiitf; nii Tt-rtiftlirin. In dar Zwiücbenseit werden sie den Pr^
dikauttu ,rou der Stailt wegeu' mchta kontribuieren. O. O. löBO April SO
(Kop.), 8. (16). Der Viz«dom an die LaDdherrea: Antnort aof das 3olir«ibta
Toni 19. April: Einige cttmviitiationa, Ubor die sich die Ilerren betcbweno,
habe er nur der BUrflrer i«ef;en aufgenomnon, deren die Herren »tcb an itaik
aiinebmoD. Nar anf die BUrj^er ist dio Exekution gemeint. O. V- (Kop)-
9. (17). Die Landlent« Toranlwurt^Qi wie weit sie sieb der Wol^hrrger an-
gfiEiominen, lingcbreu keine ecbriftliobo Aaiekiiration, Bomlora nar Ümiisii-
latiuii, extra wutv» puhliettm, iiitra vero tanlum in eatu necatiUiti» jiriMCMB
ecerciftutn uod beketnen sich zur A. C. O. D. (Kop.). lü. (18.). Die Walb-
bergar Btlrgerocbaft A. C. an den ViieJoni: bitten, die Schule ao lanp (kia
Itartholoniili) in der Stadt xo lasien, bla tie ihr Sebnlbaoi außer der Stadl
aufgericlitct haben. O. D. (Kop.). 11.(19.]. Bewilligung dieser Bitte. Wolfr
berg, \bW Jiiui S (Koji,). 13. (SO.). Uieht0r and Kat benennen für drei R«u-
Htelk-u sacUs Pcmonea. Wulfiiberf;, 1&90, Mars Ifi (Kop.). 13. (Sl.). Sdireibea
dea Vixedoma an dio F. Q., wat er dea IVidikantom, der Rataatetl« nad dta
8chato]ijiater> wegen biaber gehandelt. Wol&berg, 1590 Jnni 19 (Kop.; aieba
oben Nr. 8). U. u. 15. (3S. n. 25.). Zwei Schreiben des Bruder« de« jetaigM
Viicdnnu an den Pfarrer von Wolf'bcrg: oidit e r sei CS gftWos«D, du ihl
hei Emherzag Karl in der Frage der Abschaffung dea Prldlkant«» und Schot
nwisturs verunglimpft hab«. Bamberg, ohne Zeitangabe (Kons.).
2750.
Dir. Verordneten von Steiermark an die Uft^ierting und Kami\
fEnischuHignng ßr Joachim Veckendorfer und J^rasmuf Fischer,
E. E. L. Kamlei j)ersonctt, Kriche m fiirgehff'encni Tumult, ($oJ
dm 4. Junii in der Nacht sich erregt, für die Eiidelführer snW
gen Hof getragen tuorden.' Gioß, 1590 Juni 6.
(Kop.. 6t. Lu'A., ITaai. 494, Ueft31.)
93T
IHMer Tumult hitt« «in ao groß«« AufMli«n gein»litj iI«Q mxn eAil«ni
dw Grazer Hofva Alan» »sei irichten Ini^rUbBr (din pRrbc^r lUnlhoclizt^U iit
Gras) ao die rvnrrandterj HKfe nach Intubruck, Müaclien und aichcr nucli
HO den Kaiser aaudte. Dia TrntreffHudeii StUcko üii^hQ in den Akleu and
Korrakpoudcuzeri «ur Oesuhiclita der Oi^gciireformatinn in laoeri^sterreiclt
uiitor Enhenog Karl U., Nr. 660 — bb3. Da dieso Akten aua dorn den Pro-
teataateu fviadlicben Ldgvr stammen, so bildet das obigo tod den Ständen
«tUgebend« StUck ein vtillkominenM KoTrcktiv tm ihiitn. Da man Decken-
dorfer und Kiicbor beschuldigte, ,Uraacbcr und Kiidclffllircr' Lei drm Tnmulle
gewesen zu sein, so CTitatteD beide am 6. Juni an dlo Verordneton eiiicn
Beriebt, der dann der ubigen EnlM:lii)1digung 2ur UniiLdlagR lUcnt. ßvids
bBricliton: Deekeiidorfur traf getteni abvnd* (Juui i) auf eclueto Ileluiwege
Fiicher, der bei iieinem Bruder einen Kranke ubesucli gemacht hatte, in der
Uurgaae an. Dienor fing init ibin in aelne Wobniiiig, Miwolbst aie mit-
einander redeten. Xachdem die Stadttore getperrt worden waren, erhob «icb
am d tlhr ein TntnnU beim Paulustore. Man lief die Gauen auf und
nieder und schrie nm Hilfe. In der Mcinun]?, es sei ein Totschlag tie-
gangen wurden oder ein Feuer auHgebi-ocbeo, laufen beide zum MtlnzuiDister,
der ihnen mitteilte, der Stadlriuliter (siobe seinen Uorickt Kante« L, Nr. &5S),
habe ihn und andere MQuzpersoueu nicht nur gDfiihrlich bedroht, sondern
auch ohne ihr Verschulden mit eh i verletzen den Worten ange^grcffen; worauf
FiKher den Stadtrichter .beuche ideal Ich' but, E. E. L. befrcitefl Uilnzhavu in
verschonen, lonat kannte bei nXchtlicher Weile und solciiem Tumult ülch
daa Argil« ereignen; vielmehr solle er vnn amtswegeu Frieden selislTeo.
Sofort warl^n HO bewehrte Teilte da, die »chwnren, fall« der Richt«r nioht
abzfife, würden sie ihn samt der Wache nelbst , abweisen'. Wir mahnten
aaeh diese Leute «iir Kühe und ni^hnu wurde es fltill. Da erschien der
Wachtmeister mit zwei bowehrteiL Wäehtern in Uueji Pinlers Haas, scbimpfle
gotteaUatcrlicb .mit dem hocbwürdig ßakraiuent' aiid auf uns, er wolle sam
Fenster herabs[>ringen und uns lese P<i«ew!chter wobt lehren. Wir ermahnteu
Ihn, Ruhe zu halten. Da der Stadtrichtcr mit der Wache abziehen wollte,
kam es zu nenem Tumult. Das ,ledige Gesinde* lief bewehrt dera Gf4chrei
«n, und wenn Ich (Fistber) luid Deckendurfer iiieht mit einigen in der Eile
aui dem Mlinsbauae g-enonimenen HeLl^barden Stich und Streich ausge-
schlagen hätten, wKre rs nicht ohne Tot« abgegangen. tJolehes iiiIlMefi
Stadtricbtcr und Witchtcr seibat bezeugen. Dann kam der Bürgermeister
mit der ganzen Wache, dem ich den gftnzcn Verlauf meldi^te und sagte, dafi
«ueli die MiluKTcr wandten nicht gejiehorC seien. Da sei Gott vor, sagte
dieser, daC dem Mfinzhau.ie was zag«miitet wtirde. Er Tennahnte nun alle
namens der F. D*, der geheimen lUIte und der Verordnclon, und falls der
Btadtrtchter jemandem wait Übles zumute, drr mHge sich morgen melden.
Sie« der Saclirerbait (Kop., ehcudn). Auf Qntndlagc dios^.a Berichtes meldon
die Verordneten au die fiegierung und Kammer: Da mau gemeldet, dafi
Fischer uud Deckendorfcr bei dem Tumulte gewesen, habe man ihnen einen
Bericht ab^fordert. Darnach seien aie ungütlich ron einem dtlalore an-
gezeigt worden. ?ie haben mehr Nutzen als Schaden gestiftet, sie lind stich
Leute, die »ich stet» ruhig Terhallen. Hcnte ist anch der Bericht der MUn»-
vorwaudtflu au die F. D> und die Itegierung gefangen, aus dem man auch
038
ihr* Entaclioldigutig salaiuaiL Daa g»m*« W*fl«« lt«f| •« '•». ^1
■Bau der Religinnipatiflkatlaa sn«i4«r Um Amgmhurgimck^m
KoofsttioosTerKaadtaa dorohlcktet aad ibasa ia j»4«r W«iBff
hefitp and beBchwerllch antctat nad alle Bikkaa 4ar Harr«a
and Laadlcate xu Uodea »ebUeL 6cIm* nnd SiMle «»d Kkfcto ^
Ictxtea .StaffI* «tc. Bitt«. die Ptnekvtioa einvMellaB m^ «Um ia Biaadg
der bocbkaMMItMtc« Bdifioa^asÜkatÜB n taMctt.
2751.
Dar BamhtrgiscMe FUedam m Kärmiem am S* F. Crmadem tm
aAtt ei^aten Ilamdm: Jberiektet, tcie aitk der tmiMeritdte fUd
und tMmtt darhei, weü er aeima leibs mUtiAee', im Viwüimami
vmßimdism. WolfAery, 25$0 SepUwAer (Thyrnngakm fM;
fMci dem 3).
Aa 9. Wif<iM>ir fc» dar JsMÜ P. ffitlMa^Jai n« 8t. A^kc,
«r iim Bia>fc*fa -nm Lavaat* «aa E«ttT.»y m itiaar gefcwirtihait fcwga
ud asH tTirfgw Kasalar ud taadana «iM üaaMrtJaag ■>! Calw, dh
I dam Wia fMAi m^oS^L la TTii^^w *— '- ^
KinUaf «Sm, 4a 4ana gifwCgt «w4a. 8» giaea
a«. Sack ScUrf dar Pr<i%t >abM «ch Awt Ptfar dM
fcack ä« «i«.B «iaM vrfktf MB 4ca baO.
aek ratte akiwi fc^at XacMaa 4a Gafcicfc raUf
I «w, wlaifcn der Jant *a r
Md ba da Tdk, i^ da ^
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a tJMba Ks. STM) ■■rtw
■ Tiad^ nd Jasll UtM
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Dolch» g«hiil>t. im> Prildtkiuit«n xu morden uad dvr Kaiisl«f allein wiro Vt'
Mcbe, d«C di« R«Ugioiuitoba In Wolffberg dahin ^konineo, glAielifslIs rmr-
liaften lassen. Bitt« uro Bfacheid, wie ferner Torziif«hcn Min wird. Er
kBndtge unter diesen U[n.ilKnd«n sein Amt xuf, da es nicht möglich iit, t>ei
dinon Leuten noch feraerbin ohne Gefahr dei Lebens zo rcrwulcii.
2752.
Proteß gegen die Sehtcester Susaniia von Oberburg (contra so-
roreiu Susannnin Obiierbnrgensem <lo Mii^IieiidorfT) des Klosters
Minkendorf vom 14. Novetnher 1592.
(ErzlfiscbOfl. Archiv Udine.)
Di« S^hweatrr Sn^anna war angeklaict, daß &1« I. lutherisch« Bdcber
and Schriftan im Kloster venrahrt; S. Iuth«riscli« Verwandle und Adelige
ins Kloster einließ, dio TcrKchtlich Ober geistliche Uin^o sprachen; 3. selbst
von ihnen eingeladen warde und 4. mit ifanea aa gebotenen Fasttaigeu
Fleisch gegeucn hatte (der Prozeß bt laiciaisch geecbricbcn und 19 Seilan
lang). Da« VrlcU de« Patriarcheu Fraua Barbaro (OoaJij. AquUeg.} de data
VcHttiU apttd S. itariam FonvMwaui die. Veneri» 9, wttiuU Vee€m6rit 1^2 auf
obic« Klage, authentincb beglanbif;t von dem Notar Jakobiu Huuius, lautet
dabin, daß Sasanna abgesetet und exkonmuniiicrt werde. Über die Voll-
liehung dea Urteils berichtet Poljddr von Unntagnana an FranE Barkaro de
dato Hinkendorf, l&OS 8epterober S3. In obiger Anklage findet lich der -SaU:
Urbaria et liti-c» reddUunn, eeUmaa et rutttctyt noiiiuteHi 4onr Siuanna hat-
rtiiea IBi Oaltaitieripo in niufiiw et jKWMaHonan tradiderat. Von lutbcrLacben
Schriften sind bei diesem Prozeß au SodeQ: ßu Vateruuacr, kurx und ans-
nihrlich auige1v0 und in OMing gebracht durch Ur. Uartin Luther, ein
scbSn geistlich l.icd, ein anderes geistlich Lied, St. Jakobs Lied, ein schfin
geistlich Lied . . . von sieben Worten Christi, ein schQn ander geistlich Lied>
ein andere« Lied (.Kommt her*), ein schfln und neu geistlich Licdloin, da«
L4ed Harift zart, ein tröstlich Lied.*
Im Zusarameuhange mit dem ProKvß sieht ein Si.-breiben der Herren
Lorenz und Andreas Paradeiser und Andreas und Frana tou Oberburg dt dato
Lubiana, 16Q3 Januar (?) 9, an den Patriarchon Frans Barbaro Ton A(|uileja
über Pvljrdor yvu Moataguaoa, der ein oSenllicher (oncuAiaaniu und reu
schlechtem Lebenmandel und Gewissen sei, wie er die Schwester Susanna
von Minkendorf behandle, obwohl si« Katholikin sei, jeden Tag Uesse h'ijre,
Brevier bete etc. (Orig., ital., ebenda); desgleichen ein sweites Schreiben vom
1, April Ib9S, in welchem die drei erstgenannten, dann Jaeono di Pnrgkbstall,
Wol%ango della Torre, Ludovtco a Turri Kuccari, Jacotno a Lamberg an
den Patriarchen Frani Barbaro buxUgUcb de« ,UDbegrnndcteii' Ober Snaanna
von Oberburg verhängten Urtcib mit der Billo subreiben, den Abt von
Sittich, dann Scariaborsa, den ArcLidLakoa rou G^Irz und den Kapitän von
Gradiska in dieser Sache un delegieren. Fran« Barbaro, Patriarch in Aqnl-
iDJa IdSS— 161«. Zo Pol^dor von HonUgnana siehe Bd. I, 8.74, 76, 108,
940
tos. und anten mm 4. Jaanar 1598 noA 13. lUnL 8Mbe «ack ■«!«» G«Mk
4or B«tfbnD. nnd G«;tiiir«fbnn., 8. S4ft.
2753.
ftm«
Bischof Jofiann vm Laibaeh an den Patriardten Frans Barhan
von Aquileja: ffibl ihm HatseJiiäge, tcie er sdne Vi»üaiiomtrei$e
in Krain, Steiermark und Kärntm hewarkateUigen scüe, iVridt
GotUeliee wid lieifniU ^u gehen, wird iciderraien. Denn J*
wäre wegetK der Türkcngefahr und der großen Waldun^fn Mamjfd
an bequetncn üttterkunftsst alten, an LehensmiliAn fUr itffitifA
und Iloß usw. (iMibach) 1593 Auffiol 8.
(Otig., EnbUcbtm. ArcbiT Udiaa.)
Johann Taatscher, Bischof von Lalbcdi I&80— 1&9T, deh* Bd.
&B, fi8, 80, 139, 192. 303, &3C. C69, 670 lud 675.
Gesch. der Rerorm. and G r^earefonii. 4U, 4(K)ff., 631, &SS, 561.
2754.
Der Abt von Sittich an den Patriarchen von AquiU!J<t Fram
Barharo: Die Fruchte seiner Bereisung twd Visitation (im Jahre
1594) Beigen sich bereits: der Klents sei jetzt eifrig im officiiuD
divinum, es werden Prozessionen aitgekalton^ wn den Zorn Goüti
wegen der Häresie und des Türken abtuu-enden. Was die Pa-
stille, SpÄr(goii)ljergü anhelauyf, wisse er nur, daß sie in den
Händen der ungel/ildeten (jeistlic/ien tväre; sie ist nun nhgesdiafft
und er werde sicJi Mühe geben, sie, wo er sie ßnde, durch Feuer
SU terniehten. 0. D. (1594).
(Otig., Enbtacboa. ArdüT Udiiw.)
2755.
Bürgermeister, Richter, Bat und die ganxe Bürgerschaß vm
Vitlach an das Domkapitel von Bamberg: Durch das Schreiben
vom (). September (liegt in Kopie Itci) seien sie verständigt tcorden.
daß ihnen auf ihr dcnüHiges Supplisiercn vom 15. August ehestens
Anttcort gesandt werden solle. Statt dessen sei durch den Vise-
dorn an den Amtmann Martin Behem und den Mautetunehmer
SU Vüiach Christoph Studier ein .Dekret und Mandat' ihre$
Fürsten und Herrn des Bischofs üeidhard geschickt worden,
941
tcornach die beiden die Jiiirgrrgchaft voretifordem und iJir das
Dekret vorzutragen habe», daß es den Ansclmn hat, daß die
vertröstete Änticort nicltt hiehergesandi oder intereipiert worden
sei. Da aus dem Dekret ersic}diic}t sei, daß I. F. Q. auf unserer
Entschuldigung heharrett und uns ÄuftctegUr nennen, die hei
anderen Herrschaften Sehnts Stehen und uns mit dem Verluste
unserer Freiheiten und Privilegien droJwn, uetin wir dm früJteren
Befeiilen nicht gehorcJten, so Haben wir im Uinhlicke auf unsere
UnsrJtuld und in Fnträgung, was wir Gott und der Olriglreit
schulden, utis ajid^Terseifs in der FrhhuUligung rugesagt, nämlich
in spart ttuilibns niehis gugenmiet wurde und daß wir uns hierin
mit ttirhten ohligiert, nicht umgehen zu soUen gegUmht, unsere
Erklärung auf dieses Dekret ei^isuschlicßen und n* bitten, daß
1. F. G. es in gnädige Erwägung eielien, da aus 8olc}iem Handel
leicht ein Aufruhr entstehen könnte. ViUach, 1595 November 35.
(Kap., Kr^Uftrcliiv Bamberg.)
Dm Schreiben wurde laut B'^AtXti^injr flrr KBptt.*tbanKlpI Totn 18- Ds-
cember an Et. UPKoinlier illicrantwnrtel (Koji , ebitnits).
2766.
Der Archidiakon Gregor Cclar an den Erghersog Ferdinand IL:
denunziert dt-n Zoileinnchmer Niederle ah hartnäckigeti Kctger,
der aus seinem Amte r» vertreiben wäre. Desgleichen gäbe es
Amt?kute in Tarvis umt anderen Orten, deren Namen ihm be-
kannt seien und die zu bekehren er ein großes Feld der Arbeit
v<yr sich sehe. Viiladi^ 1596 April 22.
(Kop., EnbiichSfl Arcliir Hditie.)
2757.
Magister Sebastianus Trebuhan, Archidiakoti von Jleifnits, an
den Fairiarchen Frans Sarharo von AqnHeja: hütet um die
Vollmacht, jene Katholiken, die Jtäretische Diicher leseti und des-
halb in KirchcnstrafcH faUen, absolmeren zu dürfen. Die Stände
Krains glauben, das Verbot, Ketzer (in getceihter Erde) eu he-
graben, rühre von ihm her. Daher streben Vornehme und auch
andere, deren Haupt Christoph Maurer ist. ihm naeJi dem f^Jten.
Der I'alriarcit könne das abwenden, wenn er ihn beim Landes-
942
fürsim empfehle: Aeclifioalio TonanA coemeterü haeretirOTun
pcnes Kaiiinik miperfeuta mündnto principis |ierfici prohibetsr.
(Reifmh) 15'JH Mär£ 8.
(Oiie, EnbisehOfl. Archiv Udin».)
«68.
Br«ve Clementis papae VIII. super conscrvatiooe reltgiunts ca-
iholicae in Carinlhia. 1597 August 13.
(Ori^., KrnitaixIiiT Bamberg. Mitgeteilt roo O- Zif^el in Antbir fttr
Bod Altarlatoakund« in Oberfrankea XXI, 69.)
Dort heißt ei: Dtiii J. 0. von Stitdion wird Ajlm Ztagni* ß«feb«B,
babo Kiir Uekxtholliiiernn^, t^rtgian vtJunlaUm et nan n^dia^*t>t ditife^m.mf^
B» nOMB nocb schArfer YOTgf.gmgi-n werden: ,QKormiiiatn elvfutm «Cmm I'mw-
niauium et JaniUanonm (rede: TarvittmorumJ etiam audaeia tt ik^nüa arriii
eoerwnda e»l. Stm enim cewanf ßlü tenebrarum ntme axltfüs per
licü au/ertndü, nun« faUia prophttU tt haertticit pratdic^orUitt»
aliUqye intidii* et doli» Jidem eathoOcam oppvfnare tt -jitotidit alüptU nows
moUrt,' Dia llltfn Ferdinand« 11. hXIt C1«ni^nit fUr »icbtr {^i mi ytn» *tl
animo valde eandldo, eaman liei et eettniae tnae ndiuoahU), «iMkiiKO di« ClitCf-
Stützung des Patriarchen Pransitkn« von Aqniirja nnd des apoitoltMlwa
Nuntitia Hierniiyniua Portiu: VenerabifU frtiUr (§e. l-'raiKÜctu) rijffiiiifi'iiw tmam
pnuttabU, denü/ue nolariuM et nuiWfuj ptewtar aptuloticu» Ilieitmj/mtm» i^rlim adW
Dei praeditiu vir et nobU ^nthntvM nuUo loeo detriL
2759.
7)jrt Vrrordnei^n von Kärnten und ,ei»ige anw!fsmäe ITrrrm n-
Landlenfc A. C an den Dompropst, Dechant und das Kapitfi
des k. Uofstiftes eu Bamberg': Sie durften Kunde hohen, was
im Novemhft ITtOS durch den Vitedom gegen die den Herren vm
Vietrichstein mit Vogt- und Lehenschaft eigentümlich angehöri^
St. Jakobskirchti in VHIach versucht worden und noch jeist gtgea
eirtieUie Bürger mit Atreslstrafen vorgenommeix %cird. Bitten an
den Visidotn sind bisher erfolglos gehlieben. Sie stellen daher
namens E. E. L. A. C. das Amuchett, die eingesperrten Bürger
frei und die anderen in ihrer BtUgion unpertttrhiert «t tasten.
Klagenfurt, 2597 September 3.
tOrig., 21 Siegel «afgadrUckt. Kreisarchiv Bambsr;.}
i
943
27ÜO.
Diesellten an den Bischof eu JBamhtrg: teilen in Ähschrift mit,
was sie in dersdhen Sadie am 4. August d. J. dem Vixed^m ge-
schrieben, lieschn-erde über dessen rechLucidriges Vorgehen. Er-
innern an den Udigions frieden, nach welchem ,einjtder bei seiner
(tu verstehen: christlichen, in Gottes Wort fundierten) Udigion
gelassen tcerdcn soll', was Karl IL durch die Jlrueker Pazifik
kaiion anerkannt und wogegen auch Jiischof Ernst nichts vorge-
nommen habe. Ilimceis auf die tttrlschaftUchen Schäden der
Verfolgung. Trote aller Entschuldigung der Bandterger Bürger
seien sie des Arrests nicht erlassen, sondern werden mit einer Zita-
tion nach Bamberg bedroht. Es sei eu fürchten, daß es mit der
Verfolgung bei dem StiidÜein nicht bleiben werde. Kein Grund-
herr hat das TiecJit, seinen Untertnnet^ derlei Sacfien aufeulegen.
Bitte itamens der Landschaft A. C, der VerfolguHg ein Ende eu
machen. Klagenfurt, 1697 Seplemlier 3.
(Kop., ebeoda.]
In ilwrn Sclirciben an dca Viiciloni wird der ganso Sachverhalt (lieh«
d«rflb«r Bd. LVIII, Nr. 187, 193, 802, »5, 810, 218. a64, SOC, 30&, 309)
erQrtcrt. Slimmt tarn T«ile mit der Beilag« C des Schrcibeoa vom 14. Sep-
t«inber ükerein. Nur heißt oa hier noch: Obsehnn dem Viie^Ium rüIcIi«
*c)iiiieriilicli<; Handlunfr vielleicht von seinem FQratcii oder dt'in |ill|iiitlicli«n
NuntitiK, licr di-s LAnde« Freiheit«» nicht keunt, aiif|^tra^eti Ul, §» ■□Ute
ihtn b«kaunl teiii, ,vrie weit lieh der gruntherrc» iiirinlietion ilber Ire und
widernmben der unterthxnen gebontsm gegen iren hörnen erftreckf . . .,
daß keinem tein Habrecht ohne vorhei;gchenrtes Erkenntnis, geiichweigfl denn
•ein ei{;ent(lroli<'hes Gnt genonimen nnd gar fremden Lruten oinccantworlet,
der Untertan zu einem Leihoigonen gemacht werden kann. Sollten die
Untertanen lulcheit Gabuten gehorchen mHineii, %o hätto ei die LaniUhaud-
veil« vorgMvticn. Alle Ding« ai&uva durch diu ordentliche Recht gehen.
Kein BUrger darf Mtnej ordentiichuu äecbtca verlustig gehen (Kop., ebenda).
2761.
Bürgermeister, Bichter, Rat und die gemeine Bürgerschaft von
ViUach an den Domprf^sl, Ikchanl «ml das DomkapitA zu
Bamberg: Wiewohl sie der Hoß'nung genesen, ihr Supplitieren
und die erbetene Interscasion würde den Erfolg gehöht haben,
daß sie bei ihrem altet^ Herkommen und ihren Freiheiten gelasseti
werden, so erhebt sich wieder ein anderes Ungeteilter . Was
nämlich der Vijtedom Johann Georg von Stadion wider einige
944
Bürger vorgenommt^n, tcerde I. F. G. ans der Bt^age C und rUr
Intcrsession der VeroräneUtt entnehmen. Bei dem üblen StaHde
der Dinge, der durcA die Nähe des Erbfeindes noch geßkrdeter
ist, läßt sieh der Vizedom verlauten, daß I. F. G. an dieser Stadt
ViUach, .iceÜ sis derselben um ein schle^tes rugen-iestm, tetrtfig
gelegen, icenti da auch aUes su Boden gelien soUt^'. BÜte^ ihren
Zustand gu beherzigen, sie ,»nV persecattomboa in iia, qaae ani-
fnae salutem et consciontiam concernnnt' tu verschonen und at^4
ihr ühon-eichtes SHppli^iereu und die Intereession der Verordnetati
und Landleute einen gnädigen BeMheid ru geben. VÜlaeh, IMjF^
September 14.
(Orig., 8iog«l anfgodrOckt, Kniitxrclitv Bauiberg )
Di« n<iilag<> C llögt in Abflcbrift bri. 8le Ist vom September («kn«
TügMilituin, «1*0 am ciflnr vor dem 14.). Sl« beruft dcli aar ihr Eotoclml-
d■gllngaHh■vib^u vom 15. An^iut 1&0&, in welcliPin sio die Bitte tuHltan.
I. F. (i. .vroHeii dio gefaßte [Iui;iiad wegen der Üt, Jakob«kiTcha' falten las«)).
XJarauf sei ihneu am 31. Dezember 1&9& elu Scfareibon sagekoumeii, in
welcbom ein« baldige Uetoloiion nach geccbfibenar Erknndlgviig' dM Sach-
verhalte« in AuMirbt gestellt ward«. Inzwiirben mOgcn ai* «ich Ikrer
ichnldigeii Pßii-ht iiacli rerbalten. Sie biCtIcn gehofft, bei dem Inhalt« der
Drucker raaifikation, der ancb die Stadt ViMach nebst anderen StKdten nnil
Mlrkten eiiirerleiht int, wie ai« auch ihren neaandten dabin geac4iickt, j^-
lassi'ii Dil vrnrdi:'n. Nim hat vor sehn WocbAii der Vicedtim nniiere Bflrger VTil-
heliti<JrH.tel, Hirhael Gniiitiirr(trottdrni dieser «ieb wichtiger ,Eheliaft«n*Negea
entacbiildigt), Kleiiieiifl Prtütiurger, MarJt WaMermann, Daltkaaar Willi«^ nnd
Lazarus Conradin, ihren St«dUcbr«iber, die er Hir ItidelsftUirer de« 6t Jakob»
tunmitcs ansiebt, naeb Wolfsberg aiticrt und von ihnen verlangt: l. dtr
St. Jakobskirche müßig sa gehen und die SchlÜMel und ttrftaria abxngelxii.
S. die PtildiUanteu Ocnrgi von DietricWein aus der Stadt ku weiMtn naJ
die Priester, dio man dahin setzen würde, zu schQtsen. Weil aie di«M Ar-
tikel nicht vollziehen konnten, iat jeder mit 800 Talem geatrafl nnd «nge-
wieaen worden, binnen zwei kfonaten die Stadt aa rSnnua, Dann wunlaa
■ie erat im Wirlahaiise, dann im Schloeso auf ihr« KoitcD uroaüert, danii
wurden sie g^en Ehrenwort, nicht zu entweichen, ioa Wlrtahaiu gsKliickt, wo
■ie bia fi. September blieben vuA nach geleinteteni Eidaebwar«, lieb aaf Ver-
langen wieder zu stellen, entlatnn wurden. Ihre Inlertearion, der Hin*et>
anf ihre ITuschnld und die Schilden, die sie erleiden, hatten keinea Eifclg.
Daher haben die Vorordoelen und Laudieute A. C. fOr sie intenedlert; im
■ei bisher bloß damit beantwortet worden, dor Vizcdoui habe die Saeba an
L K. G. gelangen laaaen. Sie seien daher gcnCligt, eine nouerliclie Intrr-
«easlnn von den I.andleulen »« erbitten und hwflen, I. F. O. werden die aa»-
Rihriicben Motive in Erwllgang aieheo und ne b^ ihren Freiheiten UMcn
1
94&
2762.
Poljffiorus von Montaffnana, Propst ru RuddfsKerth, an Johann
Itaptist (Scajrsaiiorsa: hütet um seinen Schute. Er hatte einen
einjsigen Felden concubinarlas geicesen su sein. Kr habe hievon
längst ahgelasscn und sei vom ajMstoliscften Stuhle Mid seinem
Bischöfe absolviert icoräeti. Das Konhthiytai sei hiei'sulande
so allgemein gewesen, daß es gUiclisam als Ehe angesehen wurde
(quod me tnnc tcmporis tamqnam invcnem deceperit. Kt si
nunc roformabitur, quod sniumis laboribns vix Üet, habcbJt
III""" ingüiiüs^itnain iiiercecleiu). littdolfswerth, iö9S Januar 4.
{Orig., Enbisehce. Archi? 0dtne.)
I
In Folydors ße)ir<^iben fi»d«t sich noch die Ang;iibe: Es hiixI in (Hi*Hfr
Stadt nicht wenig lIHr«til[«r, die ihre Kindar Ton ptncm ■(lOiUuiertcn Rar-
tnJtinrrm'Tinchn tjnTcn, bezinhnngtwrim im PraiiiiUIcJiiierliloiitpr h^emb^n
Imm». £r hnltD px dem EnhemtgD Kni^raigt, der den Viicdom in Lailiacli
beauftragt bat, nicht nur jene Hilrctikar zur Vvninnft xu bringru, noudoni
aocli dem KarlAti]ier(iri«r aiirzaLm^pii, de» MOnch gefangen xu ucbiiieii.
Poljrdor Mll>Rt bab« den Franziihauer^ianliaa Refragt, wi« er die Hüretik«r
in seinnm Friedhofe begrabca luaen i&Sniic? Die Antwort lautete; er baUe
biih«r Ton Kinem Oberen keine WcUiing «rbalt«n und würde Einbuße an
seincto Almosen ort^iden. Polyd'tr b^tiir^rkt m>ch, ei aei wohl ßde tti^tun,
■laß der Schatten Am TfTitnrbi^nen iibrhoüi Ton Laibach im Klostur zu
Oborbnrc wondcrbare und biiber auerh'lrto Sachen treibe mit Mentt^hcn-
Hpraclie and auch aein Haus in (iraa beunruhige. (Oor erwäimle Biidiof int
Johannes Tanticber, gfsai. 1597 Angoat S4. Zu Scanaborea wabe üd. I,
603. 778.)
In «Iiieen anderen Schreiben Tolydon (leider Ut das Patnm nicht ge-
nannt) hriCt es: Killige IKirßer werden mit Hilfe de« Strenia*iptrit prinerj»»
der HXreiio wc([cu au» der Stadt verjayt; .pc^jj* rffewi, uU tptro, gtncralü
fitt nfomntio et per tne im llbroi haereti<vi inquitillC.
2763.
Der Bischof von Bamhcrg und Dompropst ton Würeburg an da%
Richter, Rat uud die Gtvieinde n« Tarvis: Nachdetn er ihnen
schon einmal geboten, die Kirche ab/nttrete» und die l*räd\kantcn
ahguschaffeti, sie aber uHdcr aUes G^t gehandelt haben, will er
diesmal nocJi voti einer Bestrafung absehen und läßt es bei cirtcr
ernsten Vcrmahmitig verbleiben, daß sie den Prädikanlcn und
lutheriscJicH Sdiulmeislcr absdtaßen, dagegen den katholiscltm
renta«. II. Abt., 14. LX.
ßo
94fl
Priester, der angesetzt ist, antu^anen ttntl Predigt und GoUet
rfiCTis( fUiliiti besuchen. (O. 0.) 1598 September 18.
(Kop^ Erabisdidll. Archiv Udiae.)
2764.
Wolfyaug AUtrecht von Wützhurg, Dompropst, Johann Pkü^
von (iehsai-el, DechatU, Senior und das Kapitel des Domstifles
£u Bamberg «« die von Wolftiherg: vemeUtnt^u mit Jiedawru.
daß sie sieh der Reformation des Fürsten und Jferrn roti Hunt-
berg widerseise» und sich nicht zur hithoUscIten lieiigion beiiehrm
ivollen. Kr hnhe die lieformation hier wie dt^rt mit unserem ÜAie
begonuen und Stadion in ihrent Außrage gehandelt. J^ntschhsfm.
die Ueformntiwi fGrtgMelscn, ist ihre Meinung, daß sie den ans-
gegangenefi liefeJden Gehorsam leisten und nicht Ursache grient.
die SelUirfe vor die Jfand eu nehmen. Samherg^ 1Ö9S Oktober 1
(Kop., KrciiJircliiT nsmltcrg.)
DcftcllhRn Zeit iläfftc ciii (unilxtiert««) Selir«ib«ii deraelbon aa 4t*
BQllgAr roii Tttrviii «»t^uliOron, in wclwlirm ne getadelt wardeii, daJl sie iIm
PrSdikutitcii »iclil Abt^cacliafft und die Kircli« aiclit einem Kntholisehm ü-
gfrAumt haben (Koj).. cibeiMla), iI&ud ein (rleichfalli onilatiortea SehraibM
{Konic., «hen^M) Af* Kii|iitKU nn SU<1k>ii: d» Nuntin« <Mi Dciiliofa b«i ika*«
gewnu>n iiiiil Iml)« din Notw^niii^lcnit b«t«iil, dxU elnnr vou iltnca nv^
KnmU>n v«nirdnr(t wnnlcn, um dort lAinn K(>a)denx iii habnn. K* »fi dbs
wpgcD der Durcliführinig der K^rtiTtnatlon, damit b«iniliche counaUiettl» wmk
tim»pirati»mu der L*nt«rtuien varmieden werdon, notwendig, der ViMdon
liabo Bu viel mit amlereii Uinf^cn xu luu. Bitt« tun <«ia Outaohtefl. In
einem Konzept«, d.u nicht datiert ist, t«ilt« daa Dotnkapit«! deufro tup
VillMh «ein lln<litii«ni mit, tlaU «io dou Pnidikantrn nicht au<ip«»chain
das Doinkapit«! .aiis»chr«ien', daß die Br-febln dca Fflnten oline d«^« Ihin<
kipit«la Wlistin iind Willen erflehen, l^rneutflr Befehl, rnn iMliUtti abaiut«!!««-
2765.
J}er Vitedom Johann Georg von Stadion an das Bamhfrger
kapiici: übersendet eine Intergession der Augsburgisehen
fesn&nsverwandten. Ihn sdbst hitfien sie um eine solche gthdm<,\
Er hohe daranf detn crxcählten ßischof von Bamberg hcridM,
worauf das ViÜacher Religion» wesen beruhe. Bitte, bedacht «
sein, damit diesem Handel eytdlich abgeholfen nxrde. WftrAur^,
1599 Märjs 1.
(Orig., Sieg«! «n%«drt)cltt, Baubei^r KretMrcbiv.)
047
2766.
Bürgnrmfistcr, liirhter, Uni und Aitsschuß von VÜlach an Karl
von DUtricftstein : Da der y'ieedom nicht g/rne. sähe, daß die Ge-
meinde ihr ins praesentAiidi bei der Jakohskirche verliere und in
Zukunft vielleicht freute eingestellt würden^ ,die uns niciU cdlein
das geistliche, sondern auch das weltliche Hecht entriehen', und
sie daher ermahnt habe, die Kirehenschlüssel wieder an sieh sn
bringen, er utoüe sie beim ius praesentamli schtiieen, so daß sie,
ungeachtet sie einen katholischen Priester amiehmen müßten, die
Kirchenadminisitrution behidien sollen, so haben sie das uirJit
getauj sondern hescJi^hsscn, es ihm erst mitettieilen. Bitte, sich
schriftlich hierüber n* erklären, was sich in solchem Falle eu
tun gdmhrc. Sie mocMen seinrn ?\eihriieti nidit vorgreifen.
Villaeh, }599 September G.
(Kop.. ErfiisarchiT B*nib«r(f.)
I
In pinem Sclimiben dr. dato Ilntlealiarg. fititi 8. Dexemlier, «n Am
VI»«doin s»l)tI>ielnc1iBt<?in *uf ili« Sache «in, »ber mit lUm Reserviit, ,wi>il
um ^brlleilpm . . . durch Stephan SUmbler . . ., bAotb. AtublmAnn ain
Vill«c1i, aoeh Burtlme D<a«)iet, pDegeni iq Phe<1er*nn, und h. Einsrico, «bt «n
ArnoMstAin, rtlirh eowXII . . . iiTiA(;«fnft|rt und oar^hfoliiADd« kirchen rrit
ll^walttXtigt^r hiiii<It rinpp«o(trn, at» bey 8. LoonlmMl in Frtiytlmf nnd utinprflr
frioen zn Kibcoprfin. hriy St. Alton nra Tliirdt, item die awu kircbrn xii
I'eckha nnd Linill. nclrbo kirvhi'n iwm entlieh ... in b«nil>. Iniidgcriclit
g«I«K*D, »b*r hIs lilinl vmi UTAltent hur dor pfarrkireheti St. 8t«ijhAii incor-
porirt . . , wir darüber . . . rechte TOgt- und leh^nshcrreii . . . und iiieiuAiidt
ADilrrD Tint^rwoffen. . . . Da der berr bcy obprr.<>lten bAmh. ofßcieni dine
rernnlniini; tbticn wSrdt, d»* wir an^erejrter pewaltthStiirPr «•ntwfinnie b<»-
frldct luid ilpitjjl (liehen jf'^wJllt und fiingriff hinfürsn ßpftbrigt werden. . . .
WAiin »brr <!«r herr . . . sich «iigereftter vertichernnp we^n eh effed achte»
iuri* prciaaiiaHili papen denen ron Villnch wie awch diner RBwaHlfitigen
. . . hAndInnff hegi^rter kQnftif^r TerbDetnng wSgeni wurde, müsrteu wir
anf ändert* imii xnlüMifr.? luittrl und wpg . . . bsdfli;ht »ein' <Kop., ebenda).
Am 20. Jftnnar IßOO nchlckt der (Dietncbi>t«in«che) rn<>f:or QOrUafaAcher auf
Mnkeniitein denen von TlllAch SchlUimpl nnd Urbar .ear Kirchen von VilUcb'
(Kop , ebenda). Am 91. Fehmar KiOO xchreibt ihnen Karl Ton Uietrichrtcin.
daß der Vir.edam ,1. V. I>> ... darcb nnRieieheii bericht mit einem achftrpfeü
uud gitix nnrerhofften kcvelch wider una erweckt*. Damit dar Patroiiat
dteaer Pfarrkiiche denen toh Dietrich«t«in verbleibe, habe er dem IjAnde«-
filmten einen Bericht eint^epandt und wer*l9 auch nttiDcm Vetter, dem Kar-
dinal, ^I^IdiiDg: tun. noffentUch werde der Viiedom inKwinchen mit der
Kandlnng «111 halten. Rollt« er ^las nicht tun, ■» hoffe «r, «ie werden ihm
die SchlOaael nicht übergeben, londem ii«, falls sie aicb nicht trauen, sio
^
«0«
948
tu bp-hnltoii, ilim wieder phtsrnilrn (Kop-, ebenda]. Den ecb«rf«n B«feU
■ialie Hom 7. Juiiur 1600.
2767.
Landesfiirstliches Dekret an die Köllatorm geistlicher XtenefUt
und Lehmischafle» , tcornacft die F/arren mit katholischen
hesetsl und sddte Priester filr die Pfarren präsentirrt %V€rdeiA
die. den verführerischen Sekten nicJd anhängig, a»eJi zur Ver-*
richtiittff der Seclsorrfc ttiul der pftirrlichcn und priest erlichen Ämter
tauglich sind. Ifahen die KfUatoren das pfarrUche Einhommai
eingezogen oder mit Pensionen oder Jiohat' hes^wert, so »iirf
He vor den KammeriiroJcurator su silieren. Das Eifikomme»
ist sodann stim staUlicJtcn Unteihalle der Pfarrer ett verwendm.
Gra2, 109'J Novcmijer 6.
(Orig., EraljiBcboa. ArcbW (Jdiue.)
2768.
Ferdinand II. an den Patriarchen Frans Barbara von AquHeja:
teiU ihm das von demselben Tage datierte Verbot, sektische Bfteher
511 halten und zu verkaufen (siehe Bd. l, Nr. 814, S. 613), »rt
dan Bemerlten mit, daß er ,hei den in unseren Landen da und
dort gesessenen Erzjtriestcrn und Vikaren weitere Verordnung lue,
daß durch sie die diesfalls notwendige Visitation ins Werk gt'
richtet und jährlich, ja auch Ößer im Jahre vorgenommen werde'.
Gras, 150'J Is'ovemher 16.
{Orig., Ercbiwh.tfl Arebiv Udine.)
Der Bofohl iüt iiri Ate VitEodomo in ilcn iniiprnstorrriiRlii«cl*en LXi
gerichtet.
2769.
Ferdinand II. an den Patriardicti von AijuÜeja Frant Barbar«: J
teilt ihn in Ahschriß mit, daß er den ViUachern befohlen hatte, H
iiire Prädihmtcn und Schuldiener ausxuieeisen, und legi anch
eine Kopie der Ausweisung der Prädikanien und Schuldiener ^J
bei, in der befohlen wird, daß sie sich nach Empfang des Bt^ireis^M
noch bei scheinender Sonne atts ViUach n« cntfernevt und binne»
acht Tagen alle seine Länder bei sonstiger Vcrliernng Leibs und
Lebens «* räumen halten. In detn Dekret an die VÜlacher
di^»CH außer der ßrsllkhen Ungnade noch ««c Strafe von
■JOO Dukaten angedroht, ivetm sie die Ausgetcieseneti zurückhalten
oder wkäer einfuhren soUten. Graz^ 15'J0 Desember 2.
(Orig. u. Kop., EnhitahOÜ. Archiv Udin».)
2770.
Ferdinand TT. an die Herren von DietrichstHn : er futbe sich mit
dem liischofc von Bamberg verglichen^ tu Vitlarh keinen scktischen
Präd^ntten ffu dulden und die l^fafrc einem rechtgläubigen
Priester eu übergeben. Da sie die der Pfarre gehörigen urbaria,
cIcnodiA ustc. m Händen haben, so ergeht an sie bei höchster
Ungntide der Befehl, sie an den Vicedom Johann Georg von
Stadion satnt dett Kirchenschliisseln und Ornaten auszufolgen.
Grar, IGOO Januar 7.
(Kap., Knisjurobiv Butiburg.)
lu dem Rokurs acEir«it>t Karl ron Diotrlelmteiu, (laß das Schnüben
vom 10. Jxiiuxi' (lalioil MJ; o« sei ibiioii «m 19. (liiri.'li ät.iditfn ciiigcliauUi^
vordeu. Der Kekiira lieft in oinor uniUlierton Kopie («bftDda) vor. Der
fuze VoT^Mig Bcit 1£91 vrird entiihlt. ßic Iiatteu aiebts als dio Kirobco-
•chHluel, dii^ »\a denen von Viltacti aiiüj^i^i^fntgt haben. Si« ic^i^a nicht ge-
•tSudi^, dem Vixftdom irgendein tut ihncu fregAiiilliior icuxii^st«hen Ciut iit»
praetnüandi fQr dto Ffarre habe er, weil er aiilltratamle sei, es anaziiUtien,
dem Kardinal Franz von DiatrichEtcin, acinBia Vett<?r, (Ibcrgcben und er-
warte bicrüber Naclirlcbt. IJie Übergabe düs TatroDatca ad den Kardinal
liegt bei. Sie ist undatiert I.Kop), Am 13. Mürz Bclircibt Karl von Uietrich-
ateiii iiber diM« ßaclic an die Gemeinde, in der llniTDUDg, ,Ir wcrd«t Kacli
dis8 allM gefallen lao^cu nnd Encli dort von mir empfangenen lelion gemXu
Terlialtcn* [Kop-, ebenda). Am 18. MÄr:t 1600 Acbreibt der Knrtlinal Ton
NikoIMnirg aitn an dm Ersbersto^: rr liahe daa l'atreiiat nmso lit'bcr an^o>
nvminen, weil eji ^n langß bei seinem llaiiso gewt&cn l«t (Kop,, siebe nnton).
Seinem Vetlor Karl battu Avr Kardinal schon am \b. Februar lOUO von
Nikolsburg aiu gnflcbrifbert (ICi>p., (liebc antcn). Am 1. Mai bestätigt Stadion,
Am 18. April ein Schieiben der VillacLor samt dän Kircbenscblüssolu er-
halten xa haben. Dio Administration der Kirche vcrbloibo derzeit ihnen,
««rbebatllii-'h etwaiger Ändernn^n seitens de« Ershemig«. Als Prarrer
werde ihnen van dem Bischöfe Jubaun Keilcrmann vr^rardnet, dem An die
Kirchen kleinodion und Tcmporalien ciii»nriUiiiic>i bn.lieii (Kop-, elinndn). Am
26. Mai tadelt er sie, daß sie dum Pfarrer iiirlit geluirchen, ,ind«u)c Gabriel
Maall, ener uiitburt^r, soiuo tuvbti-r mit Martiu Weluru, nputliekero, neuhe-
vervrichencn pfingstmuntag' tirotis des Verbotes des Pfarrers ,mit boebver-
mestener pracht, pomp ntid trats . . . ftusserbalb der ttan Villach zu
81. Suprccbt bei etiiom soctischen praedicanten copnlicrn lassen*. Kefchl,
eich foctau dec Atulaofens xa scktisclicn Prüdikanten zu ontbaiton. Gabriel
950
Maul, Boins Toebtor und HarUu Wobof liabeo inunrbKlIj II Ta^eu in dar
AmUkMiKlfli XII pn>riioi»eu (K»])., ebenda). Die Gemoludi!) seudel auf iMid«
Subrcibeii aiu i. Juiü «lue Anlwoct und benil^ ücJi iu boKUg auf «leu Inhalt
«Im Ew«it«u Scbreibciis auf dio eigen« ErklKruri);, ilia der Vtxviluiu ibueo in
Kluitoi und iin \VirUbaiisc bei Baltbasar Grcssing ^geben: .ste •ollen oai
diT klrclieu abat«licTi, die pracdicAittcn zichm Uii8«n und licti fum.t In d«r
«tatt dos rxercUii ciilbaltru, . . . die wnildn niniuaudt in neiiieu ge«iM«a
zwinicen, wer g«ru iu din kirc.hen xu dmi «infj^nHctzten ralli. |irie>teni gelten
. . . otivr abi^r anderer orten diu evangeluichen predignn (deren «lÜcb UBi
Villavli wären) beaueclieu wolte, d«iu «oll es freygeatolt und uuverwrArt miu.
Woluli« ubiiitlich» . . . erltietiing uns dntin nicht weni^ au einem und dem
»iidern bewc^ hnl . . .' (Key., ebenda). Am 2d. Jnti leu^et Stadion« «olcbe
Zu);eaUndni»sc gcntai-bt tu linhcn. In 14 Ta^en lollcn sich die Bflr;^ Mir
kalholinclifin K<iligi»ii Iteltennaii, widrig«»fa]la aio die ScIJLrfo vanpOreo
würden (Kop.. de dato Wolfeborg, ebenda). An doraaelben Tag« Mg«fae«
fünf tveiture Uokreto «u die Qcmcindo: daa erste betrifft das Verbot, deu
Ffairer iu eeiueu EitilcUuCteu dadurcU zu schüdigen, daß sie Taufen. Kopa-
lationeu nod B«g;räbnisae bei PrSdikauteu sucbco; das xwoite verlauft Eia-
Richtnahme iu dio Stiftabriefe dci beil. GclsC-Spitals ; das dritte wendet licli
(*egru di« evxu|;i>l]>cbe Si-bule dtis N. Wiltich und verbietet di« Weiterrrr-
Iciliun^ einer nach dem Tudo riiip« BUrgom hei mgc falle neu Wiiwe and ein«
Aekerflr die »iir 8t. JakulixkircliL- (*ehQreii; dat vivrli' richtet sieb g*^u das
Vorgeben der VtllacLar, die auf dax Vvrbot, ciu aekttsubea Kind auf dtm
Nikolai -Friedhof« au begaben, sich anaauitncurottetcnj das fttuftc b«batidelt
ein« Antaatang und Bedrohuikg des Pfarrer« {K»y., «boDd«). Am 1. AnguM
verbiet«! er, dern aektiitcbeii Meßn«r die OartenbeuUtaung xu gewähren, die
drm katholiHchen Meßncr gehCre (Kop., ebenda). Anf die aieb«ti Amt«-
befehlo antwortet dio Gemeinde am Sl. Angnat nud biltot, aie nnfaetrübt an
latacn (Kop., cbeuda).
2771.
Der Kardinal Frans von iHetridislein an seinen Vetter Kati:
nimmt den Besitt des Patronats der VäUicher Pfarrkirche gern
ent<fegai und teilt mit, daß er hierüber der F. D* MAno&e.
NikoUbttri/, IGOO Fchrmr 15.
(Kop., Kreisarcbiv Bamberg.)
I
. . . Was der herr retler vor wenig tagen scliriftlich
mis gelangen loäsca, haben wir mitsainbt den einschlUsäen em
pfaugL'n and von herzen gern rernommeD, daas der beir veltor
sich wider I. F. D* bevelch nit setzen, sondern nacli ajtciu seines
geschlcclits brauch gehorsamblich erzaigen wollen, jedoch ttm
jtraeiuditio unserer, deren von Dietricbstain, gerechtigkait. Und
weil dicselbtge zu erhalten, uns der herr vetter der kirclicn bu
Villuch ins patronatus gentaücb ^Uiui iur« abergibt, ueoieii
n
t
I
951
wier solelies tili alluiii gurii, soiidur zu grussoa dank an und
wellen mit ullem vißiss darau sein, darmit solches dem lüblichen
DietrichstainerischeD haus integre und ganz conservirt uod er-
halten werde. Und hat der hcrr vcttor gar recht und wol
limn, dasH er zu uns so ein starkes vertrauen und zuversidit
geschüpflj so wier in der warhait ine und allou den seinigon
(als den negston blaetsfi'eundten, an wir ncgst nnscrn herrn
brucdern und Trauen Bchwestern haben) freund Ischaft und an-
geneiuen willen zu erweisen wehr iiU berail und willig. Schreiben
auch hierauf I. F. D^ von aigoer handt and rceommondireu ir
hoch den herrn vettern und seine herrn brliedcr, als aus in-
ligendur copia zu, ersehen. . . . Datmu üUcnts Kiekhlspurg den
15. Februar anno löOO.
Franz von gottes gnadon der hl. röm.
kirchen des tit. St. Silvestri cardinal
von DietrichstAJn, bischof zn Oluiitz,
fllrst der kgl. behemischen capelle,
graff, K. K. M' rath.
2772.
Der Kardinal Fraug von Dit^tr ichstein, Tiischof von fUtnäte, an
Ferdinand II.: er habe dfis ihm voti seinem VeUcr Karl anrße-
iragene Putr&nat der Pfarrkirche au Viüafk utnsa Heber ange-
nommeti, a/^ es seit alter Zeit bei seinem Gesckhchte sei; bitte,
es Vim in Itesiti su tji^ten und Verordnung zu tun, daß die
Pfarre an einen IcathoUschen Pfarrer kommt, tcoriiber er bereits
an P. Ettinel geschrieben. Empfiehlt das Dietrichsteiniclte Oe-
schlecht SU Gnaden. Nikolsbnrg, 1000 Februar IB.
(Kap., Kreinarchiv ll&tnbur{;-}
Durohleuchtigister . . . Ks hat mir vor wenig tjigen Carl
von Dietrjctifitain, mein lieber vetter, sehriftlicb zu erkennen
geben, wosmassen er wegen allorloy nirfnljendcr uiirtchtigkaiten
2u E. F. D' gn. satiafaelion als der eltist seiner brueder das
iua patronalua der pfarrkii'cben zu Villach nur gontzlicb pleno
iure übergeben und cedirt, wie E. D' aus einligonder capia zu
erBchen. Welches ich also vü lieber antreiiomuien, weil solches
vor langen iarn bey dem Dietrichstainerischen gOBchlocht ge-
wesen. Bin derohalben auch der tröstlichen Zuversicht, E. D*
952
werden solche rcsigiiation mit sondern gnaden aitfneraen.
da K. D' mit mir Bcliaffon wurden, vrolt ich selbst dci
roten hUotleln and bistumb renuncirn and mich far
einon )}farrcr dorten oinetellen und gebrauchen lassen.
In mittelst aber bit E. D^ mir die poaseasion fachen xa lAssen
and einen enthoIis<:lion [ifatTcr sine praeintlido iurifi palronnttu
eiiiKUHetzeti verordnen, als ich in disern parLicaUr P. liainelio
wottlßufigor zaeschreibo. Und nachdem meine lieho vottera
dem ulten Diclriclistaincrischen braach nacb gegen E. D* sich
durinaBscii gcborsanihllcb und niHterUtGnij;ist err.ai^^t, bttt ii^b
gan» flcissig, E. D* wellen ay in Iren fürstlichen miltreiclron gns-
den hoclihcvolchen sein lassGii und unserer eitern tro.uo dienst Ijfr
trachten, die wier auch bis zum todt gehorsam blich luislen
wellen. Time mich . . . Datum Nickblstiurg den 18. Februar
iam 1600.
£. F. D* gehursarner und nntertheniger dicner and freundt
Frans, cardinalis von Dictrichst&in,
b. z. O.
2773.
Polydor vott Montagnana, Propst in lituJolfsicerlJi, un den 1*0'
triarchai Frans liarharo von Aquil^Jn: Da" Scr""* Archidnx
habe die pestem et insaoiam Iiactcnus baereticorum praedi-
cantium ans diesen Landcsteilen gana atisgcmerst. Von den
Bünjern hchcnne sieJi nun der größte Teil £ur katholiscfien Re-
ligion. Auf sein Drängen habe der Erghersog auch nir Mßfor-
wation der Hudolfswerthcr Bürger eine Kommission ahgcordttet.
Diese sei in Kürze zu erwarten. Sie tcerde nidit hUß die iHÜtt'
rischeti Bürger .rur Vernunft bringen oder ins üxil schicken,
sondern auch die kdxerischen Bischer dem fetter übergehen.
Rud^lfsurerth, IGOO Mars 73.
(Orig., ErzbiidiUS- Arcliir Udin«.)
2774.
Papst Klemcns Vlll. an ?>£hersog Ferdinand IL: Wegen Vet-
Pfändung und Vergebung geistlichen Gutes, die in seinen Ländern
leider noch vorkonwicn, habe er der fieisÜiehkeit durch den Nun-
tius Hieronymus Biscitof vm Adria gesehrieben und ein
953
liehen Verbot mlcommeti hissen. Der Erehersog mötfc den Nuntius
seinem Eifer nach unterstiUeen. liom, 1600 Juii 1,
(Orlg-Perg.. St L.-A.)
Oiixeiclinrtt: Silvlna Anlontanu« CanUnali». In ttnrMo: ns ftnnn ecetaia-
itica m hiitce juvoinciü »Ha ab epitcopU, jtraelaiU etc. eloorafuj- Aoei-eficur.
277Ö.
Er^bischof Ernst von Köln, Administrator von Freiiing^ 6e-
siäligi der Bünjersciiaft von Ohericcf^ ihre alten hürgerlichen Frei-
heiten, doch aasiiriickUdi mtr auf sUange^ aU sie bei der kaihö-
lischen Eeligion vcrhldbett. Freising, 1000 Juli 7.
(Orig.-Perff., 8t. L.-A.)
2776.
Siiynweüfer, Richter und Hol zu ViU<teh an den Visedom
mOäiitlH: Da sie in Erfahrung gebracht, dafl eine uriemlichc An-
ealtl Kriegsvolk in (TmÜ7Hi ange]i<»nmen, haben sie zu genauerer
Erhoidigimg eigene Holen dorthin gesandt. Diese rnddai, daß
das Kriegsvolk das ,SiädtV eingenonwicn, die vier Tore hesetrt
hat, niemaitden hinausläßt, die Bürgerschaft beschtc&rt und einen
neuen Eid von den Jtürgern verlangt. Sie feilen das mit, damit
dem Fürsten nicht dtirch einen gleichai Einfall Eintrag gescftehe.
Villach, JGÖO Sejdemher 9.
(Kap., Kreiiarcliiv Bamboig.)
nmgeli'gt bt äl« von ChrtitO[>h Zechner bioher^c-briiplilii ,P«rlien-
laritnt, wie lieh dx» krEogsvolic üu <Jniüi)rlt Tarhaltnii tiAt'. Sin
ist ideiitisch mit Hr. 1115 »htm. StJidlon antwortet ivm 18. Ke|itoiiiber: ihm
Bt«he niclit xu, der F. I>* <lia Pilaac ilnrch du Land zu sperren. FaIIi sie
Boilnt «bcr beroit sind, entweder katliollHch xu werden oder tlca 10. Pfentiig
XU orlegcn uad absazicticn, so wcrile er bei den ltalLgioDsrQforuial!i.<nik(>n)-
uiUlJirca iutQizedieren, <laQ iia Uatormatlon olioe Tiillicbkeit abgeht (Kti|i.,
•bcnd*). IJio OviiieimU mitwurt«! sm SO. 6ei>t«rnb<)r: I« politischen Dinpen
lallte flc nllrn CSohor»m, ale werde die KommiHXrc erwarten: snllte diu
KcfoTniatlon nicht wie tu (ImUudt vor bIcIi geben und S' V. 0. etivoa Prfi-
judlzlerliches zugefügt werden, wlo denn ,diea Kripgavolk n&ob VilUcb Vör-
langon trügt', so liitten aio nocLmats um Venuittlimg (Kgp., ubgndB). Tag«
darauf ni^ldut der Vizciluiu den IteligiuasruforiuatioaskoinuüsAiirou: «lie Vil>
lacber \To1leii sie erwarten, Llahet wf>rd« «$ ni<.'-ht notwendig ««in, mit dem
KriepTolko binzuxi«hQn ^Kop-, eb«nd«). Duron wird an deinaelbeu Tage
9M
«udli difl OtfBieinde veratÜuJigt (.K«p., oUnid«]. Daa Folgende »iebe ■■■■
S». Soiitcinber.
2777.
4
Der Erejmestcr su Tarvis an den Patriarctten von Aqt$ilrja; a
gdfc tfoch Kciscr in Tarvis. Diese utrdcn nicht eher bduJtrt
wcrtkn, ehe nicht die Priester dtisdbst das Konkulinat aufgebm.
Tarvis, IHOO September 10.
(Ori|f., EntbUvliOfl, AroliiT Udine.)
2778.
Die Verofdnden con KänUen an die tiUda antccsetiden 7?e?tV|
reformatiotishommissäre: Sk hätten niemals gcdaeJU, tlufj
von andere» Beschwerden ahtiesehen, ein Kriegapolk wider
(jetrcxten Stände füfircti, die armCH Latte su unerhörten £id9-
pfticlden mit harten SdUägen und Drolmtiyen exiingen, maHche»
das Ihrige tcegneJime, sie mit dem Brande hedroftett, in die
Ei^en und mit Prügeln scJdagen oder uit$ dem Lande treitm
tverde. Sc/w» wegen der Gmfmder Vorgänge hätten süi dem
Landeshmtptmanne zugeschrieben, daß er bei ihHcn sich rerfcmde
und die Amteti beruhigt bei deni Ihrigen gelassen werden. Sie
hätten nun in Gemeinschaß mit den beiden anderen Ländern
Ausschüsse an den Landf^^fiirsten in dieser SacJie abgesendet,
die noch nicht suräckgckommcti seien. Bei den jcfsigen Krieg»-
laufen sollte alles auf die Aitvehr des Imides bedacht sein, wie
die Dinge aber beschaffen sind, htmi sich niemand außer iMud
begeben^ da der ertcäJmte lieformatiotisjyroteß nicht Uofi einen
Tag wie den andern fortgeht, sondern auch anderer Herren und
Leute Untertanen, so sie gegen die alten Freiheiten m die 0*-
Inbde genommen, heniUsen, nm andere jnt Hbereichett. Sie »oUea
sogar jemandeti nach Italien um Kricgsvolk gesandt haben. Bitte,
namens dtr Landschaft mit dieser verderUiehcn lieformattun aus-
msetgen, das Kriegsvolk aus dem Lande lu führen utul wenigstens
so lange siiUxuhaUen, bis der Kärntner Ausschuß aus (irne jurdefe-
kommt. Klagenfuft, KiOO September '4H.
(Kap., Kieiiaroljiv Baubcrg.)
Zur Snrlifl 9i«he oben Nr. 1116, 1117, 1119, 1121— 1IS3.
•
I
955
I
2779.
Fcrdinatul IL an den JiamberffischeH Vitetiom Johann Georg
von Stadion: ErHürvng^ tvesfitUb er nicht auf sein Anerlieten,
die Heformaiion in Blcihcrg und audcrctt Gdiieten seiner Juris-
dikiion selbst vorsitnvhmeit, cinijelicn könne. Sein Vorffchen werde
den Hechten und GcrccJttigkdten des ßiJftums i» keiner Weise
priijudinerlich sein. Graz, JGOO S^pteinhcr il7.
(Kop., Kroisarcliiv Bamberg.)
Ferdiaundt . . . Ki*»nmer . . . An heat ist uns von anaern
nach Küriithcn, alda in anscrm fnrstcnthamh anuh die heü-
wcrtiiio rcligionsretormation {welche uinb der vilfeltigen einge-
risanen nntcrschidlicheo scctcn willen besonders hoch nothweodig)
lUrzunemcn, mit gewisser instniction fUr[i;e8ehnoii uiut abge-
fertigten eöuimiäsaricD sovü erincerang geh. gethan worden,
dass du dich ncmblich orbietest, tnniAescn da bishero alle secti-
8che praedicanten abgeschafft, dasa da auch mit den übrigen
als 20. Pleyberg oder wo sie in deiner Jurisdiction sein mifgen,
nach also procedieren selbst guete reformatioti riiriienibeu wüilcst,
uud derwegen bey nnscrn conimissaricn, sich in S. L. des von
Bamberg gebiet nicht zu bogem ('»irj, nnbnltest. Nun haben
wir »war an deiner /.ar eatholisclion religion tragcciJcn eyfer
und dass du keinen fleiss sparen wurdest, aJnichen zweifei nit.
Dioweilen aber dise generalre formal ion mit andern particular-
proccsson ainen merklichen absats, also das erstlich er, elir-
wUrdig unser rath . . . Mai-tin, bischove zae Secau, in dtsem
KUwidcr accordirang dur in der catholisclicii kirchun i^rhalttmen
ainigkait ain solches zu decernim, das er fa: ■plunilndin^ npo-
etolifae authorxtatis commtiuianern vuh utraque fpecie gowol der
priestcrscliafl m sjtendirn, als den layeri zu empfahcn inliibini,
nicht weniger aus hakenden gewnlt dep clerum pm ratlune
reformirn, über das mit seinen exhoi'tationen und andern geist-
lichen acten vil verfnerto wider zum rechton weg bringen kan,
und dass soristen du die ungehorsamen femer nicht, dau nur
aus dem Bamburgi^cben gebiet aber nielit aoä dorn gauzcu
landt (iroscribirn künudcst, da dann auf suleben weg aincr oder
der ander sich gleich in KUrndten jin dem ncgaten orth ausser
des Bamborgisehen gebiete wider Didcrrichtcn und damit der
Sachen gar nicht zum grandt geholfen wurde, so wierdet vil-
956
molir vonnethen eeiis, aacli an disen orthen and der ßainb»- ,
gisuheu Iiorrscliaften ain sotcho haabtrofarmation, inniasseD in
bnidcii I. Ij. L. dos von Frciging und blsclioven von Salzbor^
beri'Bclkiften Ijeschechon, flirzunemen, wie dann nneh gcmncbten
Hiifanff unib weniger dor loutb nugologonbeit und nncosten willen, |
daas sin, unsere conimissarien, bIcIi mUglicIiiet wider von danneii
erhoben, die cudtlichc oxocution in ainom und andern dir an-
bovolebcn und vortraut worden mag, auch disa alles dem
Stift Ramber^ an dessen recht tiud gcrechtigkaitoD in ntclitilH
nachteilig oder praejudicierlich sein, auch den BaniberjjischM^^
leuton kein anbcfuegtcr trangsall zaegcfuegt werden solle,
wie dann diss unser commissaricu instraction mchrers mit
sich bringt.
WtSllcn dich demnach dahin mit disen goedigcn bcvulch !
ersuecht haben, dass dn gemelten nnsem commissarien xn vol-
koinbner Verrichtung disea hochhailsamcn werkli(8) mit rath
und that in ain and andei-n weg hillßiclion beystandt erzaigen
wollest, als wir uns dessen nmli allerhand ursacli willen an dir
uiit gnnden, damit wir dir gewogen, vorsechcn thnon. Oeben
in unser statt ihütz den ^7. i}e}ileml>rU anno 1000.
Kerdiuiindt.
Wulfgaug Jüchliiigcr.
Ad mandatuni Ser^ domini
uruhidacis proprium.
2780.
BürgcrmeisUr, Bichter wtd Hai m VilUKh an den Viiedom m\
Wolfsherg: Seit sie sein InterzessionsscJtrciben den Rdiffionsrefor'
tnaiiottsJcommi.'isärcn üht^rscJticli, ist ihttcn htcrUhcr nichts ah die^
J^mpfanffshcstätifjung zxujchommen. Nach dem Berichte lAr«)
Boten habe der Fürstbischof von SecJiau der httcrgcssion haU>fr\
ßkh schimpflicher Worte vernehmen lassen'. Sie erinnern nun m
den Fall, daß die Kommissäre irots der Interzession ihre Re-
formation mit Glimpf oder Ernst auf FiffticÄ fortsetzen und
fremde Untertanen in I. F. jy ,Aid und Glüh nehmen dürflen'.
Daher betecrbcti sie sich um mehr Kriegsvotk. Die Villa<Aer
seien J»tm Widerstände rit sehtcacJt. Sie teilen diese Dinge mit,
damü nicht Bamberger Gerechtsame geschädigt werden, mSge siek
der Vieedom vorsehen und sie ettticcder in eigener Person oder
durch einen Stellvertreter hei ihren Hechten und Pflichten schüi
957
oder im widriyai Fall »finen keine Schuld an ettvaigen Fri^^-
iiisien beimessen. ViUach, 1000 Septmnher 29.
(Kop., Kreliwrchiv Bjiinbei;;.)
Am iilcbateu TngK sendet der Vizedotii ein« GrgiluKiiiig su wiurm
8clir«ibeD vom Sl., darin entdeckt dr iba«ii eeiuen inodut re/ormalionit:
W«r in den nSch»tou 13 Woclien rotn ü. Oktobftr xn gerec1in«t
bIoI) nicht mit Boicht nml Kommcnion bei Aom ordentlichen
Pf«rrhr oinNtcIlc. der ni u U lipi Vurpfünduiif; «einer llaliiR uiitt
<jfUer iu huMliiii nitor Zeit kux ilrr Htailt Villuch und i\v-h ßntii-
borper KnrrKcliafleiL ffbxiehi^ii, «eiiiun Kesilii in der j; i- iiJi it ii t n n
2eit verkaufen und deu li). Pfennig «Is NAchilouvt itahluu (Kop,
ebendn). Dil rgei meist« r, Riuliter und R.it tcütSligen aiu 1. Oktober den
Kini>f«ngr difMJ Sclireibona: ^eder wird atuh daru&ch 211 rcg^aliercn >vi»*en'.
iVn R^Ii^ionBrfformR)iciMk«miiitwJlr«n weiden sie sehmben, dnß .sie bereit«
den moiltit ref<n-i»ftti<mi* rnipfiiiK«ti und dc<msclbäu onchzukomman |fc»iiiiit
at.'ieii', diiB iiii^n sie detnQBoh ,init ihi^r HiehprcrscliLiiiiinif; und Tortialicmler
Uafonikütioii' versvliuaen niVcbto (Kdjj., obonda). luznlsctien haLto ibrmii aurli
d«r Vixftdom »ta 1. Oktober xu^oschriobnn, woBti dlo Religtuiisrcfonuiitiaiis-
k^tnmias&ra von iliucn ciiiou neunii Eid verlanf^ii wUrdon, solleu »io iliiica
niitt«il«H, dAß ,Eltn<.-n bcr»itt ein Tester Termin xiim Absuge ge(«txt* sei und
daß sin d«rn ttpfelilc goborcheii wollen. Sollten «<e mit Gewalt xu einem
nviien Eidsebwnr poKwun^cn werden, müßten aio ihn, aber mit rorhor-
gelieiider Proteatnlion, leinen (Kop., i^henda). Der ihnen von ihrer Herr-
•cliaft vorgclegle Kidschwur (nr LildAt eine Beilage xu dem SclireiliEin Av%
Vixoduma an die Kcliglonarcrnrmationikonitnlaaion vom 23. Oktober) lautet:
,Ir werdet mit aufgereckten fingern einen aydt zu jfolt
dum allmechtipen BchwRron, da.^ ihr etich der sectimchen prr-
digcandten allTdinga «ctsi-li lagen und in eeit gegebner frinten
enlwodor xur calbolischeu religio» oinstallou od«r aus t)ani-
bergitchon Larracbalton liiowogaiaboa wollet.*
Am B. Oktober nobreibcn sib an den Viicdoni; Die Rel*gi(in*rrf[ir'
nttianskommisttüre aeien ,in eil von Spital nach Slr^-titbiirg und Rurgk jinf-
gflbrochvn und nnjctEo vorgnnj*neü freyt«j* »bcuts ^hfi St. Veit ankniiien'.
Bisbur sul Ihnen nivliCs zugemutet wurdrn, tiaber bxben sie ihr ljchreil>eu aa
die RtiligionarcfDmjatiuüskvtDminiiro unterlasscii. Sollte mau von Ihnen ein«n
Eid verUugcn, wUrduu sie in tivmÜObuit der ergaugeuen Uefeblc vorgehen,
wUrde man trulx Fußfatl und Protr»talion einen neiion Eidscbwnr verlangi>n,
»» wflrde der im Widerspruche nitt ihren HItcron Eirl^pStchlen sein und «i«
bnmiten sich darin nicht einlassen. Sie würden sii^h in diesem Fallff an die
F. 0. und das DnDikflpltcl wenden und um genaueren Bescheid bitten (Kop.,
ebenda). Am Sl.Uktober orinncru sie den Vixcdum, «laß sie früher gebeten
haben, dt« Sachen ao an dirigieren, daß «■ dieacr Mittel nicht bedürfo. Da
die Knmmissiro auch nach Villacb kommen mOcbten, bittr<n sie al» Bambcr-
gUche Erbholden abermals um genawere Verbal tungstnaßregcln (K»p,, ebenda).
Dm- Vixednni entsebiiMigt «ich am 2.1. Okiober, er habe wrpen I.filjes-
itehwacbbrit biaber nicht reisen kjtnncn und habe deu Kanzkr mit Instruk-
958
Uoneu Ml sie abgucodet (Kftp>, «b*uda). Diom liulraktioD<in *iebe io folgcsd
Nammer 27d3.
2781.
JCrshischofWolfdifUrich von Sahhurg an den Visedom von Vr
Ituddf oon liaitenau: bestätigt den Empfang de& Schreibens
a- eher möglichen Kommissäre vom 5. d. M. Kr werde alles tt
Iltis 2ur Erbauung der Kirche dient. Auf seinen Kärntner Be^
Sitzungen sei noch eine Menge Übergetretener verdächtig. Dv
von Altmhofen und Küettetiberg Mnnen in so kurzer Zeit ttieU
stum Gehorsam gebracht werden und sei deshalb noch ein starhts
Aufseilen notwemlig. Saisburg, HJOO Okiober 9.
(Orig., Bndolfin. Klag«nfart.]
27«2.
Derselbe an detiselhen: Erinnert, daß die erehersogliche» J^\
reformalionskommissäre unter dem Sdieitie der Jleligion auch
katholischen Orten die Untertanen vor sicJi erfordern und iknen.
namens des Erzherzogs ftette ungetcöhnliche Pflichten auferlegen
verfüge er, daß sich die. Untertanen an den Vifedom rw halten
haben. Er krmne niemandem die Gewalt über sie einrt'tumen.
Salzburg, 1600 Oktober 32.
(Orig., eboudi.}
2783.
J)er Bambergische Kanzler an die landc^fUrsthchcn Heligiom^
reformationskmnmissüre: teilt iiincn die l'vnktc mit, die er mtf
der Jinrger&chafX von VUlat^ in Sachen der Gegenreformation
vereinbart habe, und untersltitst ihre Bitte, daß nicht diu
Samte Kriegsvolk in die Stadt eingelassen teerdc. Vülach, 7
Oktober 33.
(Kop., Kr«iMrebiT Bamberi;.)
Hocinvardiger fürst . . . Derselben ans St. Vcith gns
ta^'S an mich bey al);nen reitenden [loten wegen dos VilUcli^
riachen religionöreformalionswerchs abgangne« gu. nmb bcridila
willen ersuechsclireiben, wie die Bachen sowotn wc^n
gliebner pracparation als sonston in Villach bcsclmfTen, ist nur
nmb mittornacht zn S. Andre ain halbe meil wegs von VUUch
gelegen geliiert worden.
I
I
9B9
Als ich mich nun zu frile ge^ren tags gehen VillAch v^r-
faegt, hab ich alsbalden nach N. burgcrmaiBtcr, richtr;r und
rath des ortlis geschickt und mit inen, wetchorgestalt diss re-
foriuationswerch conlinnirt wurdt,' mit allen ombstAnden augo-
bracht, und als sie sich auf aine gantze gmain, die sie mil
glogge nie Uten ircn gebrauch nacli zusaraonberueffen, ztio midler-
redt referiert, ifit der uiagistrat nach eascna aambt dorn midirern
thail der burger vor mir in der Banibcrgi sehen bürg daselhai
erscbinen. and nbwolii tiich anfinngs die snrhen etwas ziinhch
beseliwiirlich umb manioherley undleraelitedMclieii niaimuig
willen, «0 liey inen fiirgefaüen, ansechen lassen, ist doch letzt-
lich nncb allerley hinc e.t inde fiirgeloffrien wcchalreden und
hierundter durch mich gebrnuchte(n) dienst]iche(n) persuosioncD
die Sachen zu hortiaehvulgcuden mittelu gelaugt:
1. Eretlich, das gemaine burgerschaft auf innrgrn zu frue
den catbolisuhcn aydt verniüg beyschluss lil. A ' in gedaclitcr
hnrg anstatt E. G. zu liambergf«(ir;^ mir Iiiistcn wollen, mit disem
anbang, dasa verh öffentlich inon nicht gewehrt werden wurde,
unib mehrere frist des auaauga halber bey der obrigkait undter-
ihcnig anzuhahcti.
2. FUrs ander weiten sie mir und dem alhicigen pfarrer
die scctischc buecher gleicher gcstalt auf morgen in die bürg
Ufern.
3. Dritten» wciüen ich inen im namon E. F. G. ... ver-
haiasen, darumb und daran zu sein, damit das kricgsvolk, was
sie an spciß und trank hei inen ncmcn wurden, die bczalong
derüwegcn unfaitbarlieh laist und ich, damit ca beschflclie, darob
sein solle.
4. Zum vierten solto bcy dem kricgsvolk alle thütlicbkait
gegen der bnrgerschaft eingestclt werden, desgleichen wollen
sie anch hey den irigen zu beschcchen verorden.
5. Dio waclit nndter den thtJren solle geinaine burger-
schaft halten und verrichten, aber doch machten E. V. CJ. . . .
ire aigne guardien bey sich in der statt auch haben.
(t, Whicn sie ganz, nndtertheniglich. inmasaen sie auch
etÄÜche <lerowcgen K. F. O. . . . gegenscbicken wollen, damit
das ganze kricgsvolk nit in die statt hineingelassen, sondern
nel>en den tross in der vorstatt, dahin inen auch ire not-
■ 8i*lM otMQ sum S9. ft(>ptemb«f IßOO.
960
turft omb die bezalung gevolgen (»tc) werden boII, verbleiben
mochte.
7. Das R. F. G. sambt den kriegsvolk nach beschcchnon
fUriifiltcn, was L F. D' entliclie mainiing wegen aasscbaffon^
der uncatbolischcn aus dero erblaoden nach geenden termin
nlfi|irtldeti wider verrücken wolten. Hiernmb ich aucb zu mehr
bcÄirderung des werchs zuegesagt so lang bey inen zu ver-
hareo, bis es goficbechc und auf schienst kSnfUgen erchtag
Hiiiuhten dieselben tn nanicii gottes sambt der gmirdi anbero
kommon. Und weihi dann mciues geh. eracbteoB dises ziinb-
liebe mittel, so hab E. F. O. . . . ich dasselbrg in grosser eit
fianibt abersehicknng eopiern lit. B, was ich inen der Verrichtung
sa Vuldlkiirchen balber tn evetUum, wofer moiu originalscb reiben
inmiltelK au sie nicht gebingi, zuegeschribon, dienstgoliorsarab- I
lieh erinnern und inen mich sambt roergedachten Villachern
5!U gnaden bevelcben sollen. Villach den 22. (K:tober anno IGtK).
E. F. G. H. ü. H. dienstgchorsaraer
B., caDzIer selbsten.
2784.
Erzhischiif Wolfdi^lrich von Stihhurg an den Vüedom von FrwsarJi:
Bas Schreihat der Bitkrscfitift und Verordmien samt Einschlüsse
hohe er crhaUni -und htfitidc, duji es htmpinikhlidi die lirlüjiM
l/cfriß, der svtn Schaden er sich mit ihnen in leine Gemeinschaft
cinlctssen dürfe. Seines Erachtens lue die liillvrscJiufl unrtrM,
daß sie aus dem ycmeinsamen LandschaftsbcnUi das l'olk uidn-
hält, tpdches sie sur Defensiott ihrer jHtrtiatlarcn vemieintei* Rt-
ligion ijcbntnchf. Die Stmlt Klagenfurt gehöre niehi nUein ihnen,
sondern der gesamten Lundschaß, lei der die am meisten tu
beachten sind, die du$ meiste konlribuieren. Der geistliche Stand
werde nicht umhin IcÜnneti, sein Interesse an Klogcnfurt in acht
X14 nehmen. Er soll das der üifterschaft und den Verordnelen an-
de^iten. Salxhurg, 1600 Olicler 24.
(Orlg., KadnlSn. KUgenfart.)
2785.
^jnr jp jjf j^ jj herm commmissarien decret die Bambergiscien
undterthanen in Khetrndten heireffendt' : Nachdem schon drr Viit-
dorn OHCT» Termin gegdef, binnen dem dir. Untertanen auf dm
Bamhergischen Uerrschuflen sich cnticcder mit Beicht und Kt/m-
4
961
munion nach katholischer Art einjsusldlen oder das Laud eit
räumen haben, so ergeht nun uueh namens des ErzJtergogs der
gemessene Befehl, daß die von dem Vüedom Ausgewiesenen die
Erhiandt des Enhersotfs meiden. Besüglich dtrs 10. Pfcnuigs
sotl es hei der Resolutiün der F. ß* vom 11. Ängust verbleiben.
Villach, ICOO Oktober 24.
(Kop., Kr«uircbiT Uimb«r(f.)
Wir N. u. N. . . . thnen bieinit kundt und zn wissen allen
und jedem zu denen ßainb er frl sehen hcrrscliuften gehörigen
nndterthanen, das gleichwol nns commisBarien nit unbewuat,
welchermassen . . . Johann QeOrg von Stadion . . . die religiuns-
reformation, M*ic dann auch durch ans in nanicn hilc:h8tged achter
F. D' ratificiert worden, in mehrgedachten B am bergischen hcrr-
schaften fUrgenommen und raennigücb einen gewissen termin,
in welchem sie Bich entweders mit der beicht und comraunion
catholiacber weiä unter ainerlay geetalt einstellen oder im
widrigen inchrgemelte Itaniberg lache iunediction und herr-
acbaften räumen sollen, angesetzt: weiln aber I. F. D* keiiies-
wegB gemaint, diejenigen, so sich jetat gedachterm aasen nit
gehorKAm blieb elrifttellen wurden, In iren landen ssn gednldon,
also ist auch in derselben namen unser, der cominissarieii, ernst-
ticher beveleb hiemit, dasa alle and jede, so wogen ires er-
weisenden ungelioraambs aus den Bambergiachen herrscliaften
ausgescbaft werden mUeciKcn, auch alle und jede meltrhüchst-
gedachter F. D' landen bey verlicrung leib, hab und guet ais-
baldt nach geendtem termin ranmbon und sich keineswegs
ferner nicht darinnen betreten laseen.
Was aber die abfurderung des zebenden pfenlngs anbe-
langt, Süll es bey I. F. D' vom II. tag Autjusli ergangnen gn.
resointion allerdings verbleiben. An dem . . . Actum Villaeh
den 24. tag OHol^ns des 1600. iahrs.
Wolfi* IChaltcohausser
n.-ö. cammer- und roligiona-
reformation suecre tariuB.
27 86.
Papst KUmens VIII. beglückivünscht den Erzliersog Ferdinand II.
itur Austreibung der Ketzer aus seinem Lande. Rom, 1600 öe-
eemher 9.
{Orig-, 8t. L.-A.)
ronitt. II. AVI. Bd. Lt. ei
9fi2
2787.
Der Erehischof Wolfäietrick von Salsburg an den Vijtedam
Friesach Jinäolfvr)» Itaitena II :, was die erehersogliciten Hdigion^
reformationskommissäre an dich wider aüen Qehrauch geUtngen
ließen, haben wir aus dem ICinschluß nieht ohne Befremden ver-
nommen und schreiben an den Erzhereog nach Gras', Kopie liegt
hei. SaUburg, IGOO Desemher 10.
(Orig., Rudolfia. Klagenfurt, MiacoU.)
Betrifft den 10. Pfunnlg.
2788.
Ferdinand II, lefiehli, die GeiverJce und Oeno$sen der Kropp
auf der Herrschaft Badmatinsdorf mit einem hatholischert Geist-
lichen n* versehen, da die Leute einen iveUen Wey nacJt Mad-
mannsdorf hahen. Das dürße der Grund geweseti sein, daß sie
tum Protest autistnus verführt tcnrden, tceil sie keinen katholischen
Geistlichen haiU'n. Ein solcher werde aus den Gefällen su Krofp
s\i bezahlen sein. 1601 Jidi S4.
(H.-, H.- D. 8I.-A., F«M. 24.)
2789.
Derselbe an den Landesviiedom in Kärnten: Da P. Marguardns
(). S. l'\ seine Reise nach KXagenfurt macht und dort eine .unter-
hnliung' haben tnuß, ist er im Vfarrhofe aufsvnehmen. Gras.
1601 August 23.
(Gbendi.)
2790.
Der Kardinalpriester Dominicus Pincllus tit. S. Moriae tnxa
Tiberim U7id fünf andere /genannte Kardinäle, Gencratinquisi'
toren in GUtubcnssacftcn, ermächtigen den Bischof Thomas vom
Laiback, sechs Priester seiner Diösese mit dem Lesen häretischer
Bäciter sit betrauen, ohne daß sie deshalb in die Kirchenstrafe»
verfallen. Üom, 1603 Juni U.
(Orig.Porg-, 6 Siegel, Sl. L.-A.)
Bi«li« oben Nr. 1488.
963
27ßl.
Eohhmchte und Köhler an KheventiiUlef: Sie hätten bisher bei
E. G. in den EiscnbergiverJcen gearbeitet; nun icttrden sii von
den Bauern, bei denen sie Unterkunft gehabt, der Jieligion wegen
»u dem Unterhaupimann geschafft mit dem lauteren y^ermelden,
^tpenn sie steh nicht bald sitr katholischen Edigion begehen,
könnten sie uns nicht länger in ihren Häusern beherbergen, der
hohen .Strafen wegen, die sie von der Obrigkeit erwarten müßten.
Biiif, sie bei der Arbeit gu lassen, untsomehr ah sie sich in
Religiensäachen unärgerlich und still gegeti jedermann V£rhaiten.
UOÜ November 10.
(Orig., Kärntnischer Gesch.- Viireln, BudnlAn., KUf^enftirt.}
2792.
Landesfürstlicher Befehl an Hans Iferrntaller, Einnehmer sti
Stadl, dafi er von deji dort absiehenden UnlMiholi&chen den
10. Pfennig eitdjringen und bei der ItegiArung ordentlich Rechnung
levfen solle. Gras, 2603 Januar 13.
(H.-, H.- u. 8t..A., Fm«. 21.)
2793.
Erebiscltof M'nlfdietrich an den Vieedom "Rudolf von Raitenan:
fdajS die Stü^burgiiichen Untertanen in Steier vor ihre ordeut-
licitcn Pfarrer ear BcicJti verschafft JCcrden'. SaUburg, 1603
Mai 12.
(Miaoell. in cmusa reli^., Radotfin., Klagc^nfart.)
Bexiaht tirli nur llAinftUirf.
2794.
ErgherMAgin Sfarta stiflei ein Klarissenkloaler in Gras au Stelle
der landscftaftiichen Stiftsschule und dotiert es mit einer Jahres-
einnähme von 3000 fl. aus den Geßüen des Salmmtes eu Aitssee.
Graz, 1603 Juli 1.
(Orif., St L. A.)
2795.
Ershersog Ferdinand JI. verbietet seinen Untertanen den Ifmgang
mit seht isclien Vrmhkantf.nundihretiMitlieifern. Grae, lG03Juli23.
(Kop.. 8t. L.-A )
61»
964
2796.
Der Erepriestcr Stromeier von Eberan an den Unierhauptmann
Anton von Attimis in Gmünd: ihm die Besahlurtij von 200 aus-
siehenden Guidm des 10. Pfennigs von den Gasserischert eu rtr-
schaffcn. Vdtach, 1603 Oktober U.
(KSrutn GMcb.-V«r«iD, RadolfiD Klagonfrirt )
2797.
<^Mi//un^ di-s Floriatius Avancinus S. J. über die aus dm Straf-
gefällen und den\ 10. "Pfennig abertiuds, und zwar (von der Strafe
des Gregor Supptintschitsch per 431 fi. 'Vi kr. 2 ^ und vom Landes-
viaedom per 064 ß. 46 kr. 2 ^) in Summa erhaltenen 10S6
29 kr. 1 ,Ä. Laibach, lOOrj September 9.
iOng.t H.-, H.- n. SL-A., InnerOatorr. Akten, Kriiu, Fan. 4.)
Aui einer E.ingal>« <l«ii NikoUus Coranius vom 17. Aa^gt 1609 W
eniclitli>c!), dnß il«r 10. Pf«nui^ KUr Erbaoang d«« JeniiteokoUcgioi»« !■
Laibacli beNttiiimt w«r.
2799.
Landes fürstlicher Befehl an denlnhid^cr des Landger idites Wolken-
stein: ,8oU citistdleti, daß etliche Bauern aus dem Sahburger Ge-
biete auf Wels xirJie» können, wo sie beichten und kommunijrieren'.
GrajB, 1607 Mai M.
(EoDB., «iMnda. Fan. Sl]
des-
4
2799.
Landesfürsilicher Jiefehl an dm Pfarrer eu Murau icegen der
unhitholischeti Pcrsotien dasfjlbst: diese haben die Kosten der
Kotmnission ans dem 10. Pfennig su eahlen. Grati, 1607 Juni 37.
(Kons., ob(!n4)ii.)
EbflUBu «II
Holleobarit.
il«u Abt von St. Laiubrftctit uod lluit Fri«drieh vns
2800.
Landesfiirstlicfier BeftM an den Pfarrer j« Marburg: trt4s
der vorgetiommenen Reformation halten sicA noch imnter sektitdu
Personen in Marburg auf, wie die Einschlüsse zeigen. Befdd, die
t'nkatholischen voreuladen, ihnen einen Termin aur Beicht »
<I65
geben und sie, faUs sie nicht gehorchen, abauscJtaffen. Grag,
1607 Juni 27.
(Konz-, ebenila.)
2801.
Ferdinand IT. an Georg Mair: Jiefehl über den im Schlosse Neu-
haus unter der Pirkcn sieh auputltcndai Prädikanien Bericht tu
ersiatten. Gras, 7607 Juli 11.
[Koni., «band«.)
SieUn Nr. 1723.
2802.
I
Landesfürstliciies Dekret, ,daß dem tfarn Martin Bischof zu
Seekau die bcg^rten Patente (siehe Nr. 17S1) auf alle geist'
liehen und ivdtHcJten LandletUe, die Landgerichte innehaben, so
ausgestcUt werden, daß sie die von den Priesterfi aufgehaltenen
concuhinn« aus dem Lande treiben, doch so, daß es teeder der
F. D' noch auch der Geistlichkeit an ihren lifchten präjudisiere
und die Landgerichtsinhaber ihre Hechte hiedureh nicht erufeiiem'.
Grat, ie07 August 2o.
(Koni., «bcnd«.)
Die Lxndjferichtc Kollen a^hnldl^ iipia, ,in/amrt jirrfonn« nit xit iltildcn,
di« coneuhiruu citiKtici«hcn und mit Wniiiif>r imd Brot EU traktieren, ilntiii aim
dem Laml^richt austuscluiffirn. Die Laadt^nrielitAdiflner ioIIpd di^incuUprcr-lictid
bvfugt leia, iu dcu Pfarrliuf zu {^toifan, di« Uiir|^riodoii vorbundcu •«in, sulclio
Fcnonen mi die Landgerichte abzugcbun.'
2803.
Abtveisendes Gutachten auf das AnsucJien des der Bdigion icegen
aus Kärnten abgcscJuifften Vcldncr, ihn als ,aUertt:bten' Mann,
der eudan den 10. Pfennig achmi gezahlt habe und das Kammer-
gui jährlieh mit einer Summe hefurärrt, im Lande su lassen.
Gras, 160? Septc^nhcr 4.
(Sons., elienda,)
Uer Erz|irieater Ten Ob«rkSnit«n sagt aher an«, daß er bh-S» .Nrenrlit^h
nnhatliolUch halte. ArgcrnU git)t tt dadurch, daß » immer noch im Lande ixt.
2804.
I>ie in Gras versammelten steirischen Herren und Landlcutv A. C.
an dcfi Erehersog Ferdinand IL: der seitens der Lande Steier,
966
Käntlen und Krain an ^n deimtierte Erureich Himil^eJtoät /u
Schiechlewten Jtabe referiert, daß die F. D* sich über das tlureh
den Ausschuß der drei Lande am 21. JtUi überreichte Schreiben
»och nicht re^viert htätcn. Sic beauftragen daJier in ihrer Ge-
wissenshedrängnis Jiindtschadt nocJtmals mH der SacJte und bittm,
ihn mit einer gnädigen liesdution su erfreuen. Gras, 2607
(Kons., St L.-A., Clir. B.)
Am 6. Spptf^Dibcr wird HimlUclindt diircb cLit»u b«i T«ff nnd Nicht
Uofeudau Bot«n uaeb Gru b«ruf«[) (Kons., eb«Dds).
2805.
Landesfürstlicher Jiefehl an den Landeshauptmann von Kärnten
iiber die Klage des Vfarrers Johann Sehober nt SUberegg weffeu
der Halsstarrigkeit einiger sektischer Personen Bericht su er-
statten. Grag, 2607 Oktober 18.
(KoDX., ebenda.)
2806.
P'erdinand IL an die lieligionsreformationskommissäre in Krain:
ttie haben über Anlangen E. E. L. tri Krain mu heriihtenj was
sie für eiHCT» Prozeß gegen die Landesfreiheiten tiorgenommem,
damit man sie der Gebühr nach darüber beidieiden kann,
1608 Augttst 17.
(Kont., ebenda, Fan. 4.)
2807.
Nikolaus Coronius, Rektor des Jesuitettkollegiums in Laibad*, m
die niederösierreichische "Regierung: stellt die Bitte, in dem von
der Regierung ausgehenden Befehl wegen JiUckgalfc etlicher den
Katholischen entsogetien Zehenten die Worte ankommen tu lassen:
,des in den Pfarren Boberufg und Seisrnbcrg mit GewaU eni-
Bogenen Neubruch- und GereuHuinses htdber'. (Laibach) 1
Mars 28.
(Orig., ebanda, Pui. 4.)
2308.
IjandesfürstUchcs Mandat gegen das Konkubinat der Qeisitichkeil.'
Gras, 2609 Juli 22.
(Palent. 8t. L.-A.)
m
2809.
Ans eitKtn SitzungsptotokoU des ständischen ReUßionsausschnsses,
ä€r iihei- die Frage zu beraten hat, wie die Attticort an den
Landesherrn tcegett lieligiotist/esandts/^haft nach Wien, Vreß-
burg etc. ahxufassen sei. 1610 Januar 30.
(Prot, at. L.'A-, Chr. B.)
Den 80. Januani 1610.
,H(<rr President referirt, wu seilli«TO Torloffan, oembUch du Ober die
relig^onaaaehDD. . . .*
AoHprucli: ,Iii d«r bsuptsjichflii il^r herrn iltpfciiitidteii zu orwiirtcii,
we^m i]rt lütf^iniRch HunfrerLBeb«ii Bclireibcitis: die princJpalen »ich gtgtn
l. F. D* XU aDtcchuldigna.'
2810.
Jiudolf Herr du Tcuffenhacli an Herrn JJIricJt Christoph Herrn
von Scharfcnherg : hofft, die Herren tverdai ihre Kommissi(»i
in Wien zu gutem Ende gebracht haben. Er erinnere sie, daß
sie ihre Weiterreise nach Frag vorgefallener Vrsa<:hen wegen der-
malen einstellen, sich hei deri österreichischen Ständen empfehlen
und ihre JtUcJcreise antreten. Sollten die erheteficn IntergcssionS'
schreiben noch nicht fertiggestellt sein, so mögen sie nachgesendet
werden. 0. 0. 1610 Jarnuxr 21.
(Kwm.. St. L.-A-, Cbr. B.)
2811.
Ferdinand IT. an den Alt r« Ädmont: den Innerhcrijcr 14 Hammer-
Werksmeistern wird bis auf weitere Jiesolution die Erlaubnis ge-
währt, im Lande tu bleibe». 1614 August 25.
(Ori«., H-, H.- a. St.-A.. Fus. 3L.)
2812.
Ferdinand IL heßeJdi, die gebotenen Fasttage eu htdicn, den
Gottesdienst an Sonn- und Feiertagen zu besuchen, und verbietet
aUe kets€risc)icn Bücher. Graz, 1610 April 13.
(Patent, St. L.-A.)
2813.
Lttitdesßirstliches Dekret, daß dem sektischen Samuel Haaxher
und Hans Arter his Miehaelis, dem Pantaieon bis Ende des
Jahres Termin zum Abzüge gegeben werde. 1616 April 20.
(Kons., H.-, IL.- u. St.-A. Kraia, Fmi- Ü.)
968
2814.
Laudesfnrsiliches Dekret, daß der ÄMSchuß'ung der Innerberger
llammermeisler nachgeseUt ucrde. 1017 Februar 21.
2815.
Lamksfnrsttickes Delcret an dk innerösterreichiscJie Üegierung:
auf den Bericht des LandesJtauptynannes von Kürtttert wegen
Itceier aus Ling nach Kiagcitfurt iiber$iedeltett Advofcatfrt Seb.
Maller und Mg. Jonas diesen eit scfireiben, sich in puncto rcli
gtonls SU erkundigen und, tcenn sie keixerisch seien, sie cAm-
Bchttffeti. 2620 Nwemher 37.
(Koni-, vbencla)
Am 4. April 16'il orgeht der BofcUI, die b(ii<Ieii Mkliscliso AdTol<«Ma
abzuschaffen und über don lokliictian Apotb^vr &u berichtcu.
2816.
LaudesfürstiicJtes Dekret, daß (ieorg von Sftthenherg seine (gt-
iumntet\) Bürger and Untertanen auf Begehren der lieHgions-
reformaiionsko7ninis$äre vor di^se stcüen $oU, Die in Ahfaü
gekommenen Iteformaiionsariikel sind tcieder in Erinnerung tu
hringen. 1622 Juli 23.
(Kon«., ebenda.)
2817.
Fürhalt^ so auf dem Rathause (ea Gmünd) geschehen.' 1623
Juli 14.
(BudotSn. Klagonfort.)
I. F. D> babe bmm i1«d «ingivsanilteci Ven«!eI)iilM«a dw EncpiicAtcn
«nullen, dxß ti in Omflad noch ralilreicbo HulMtani^ ff*^*i di« lich vu
Beidll nic-M cingctiLcilk li&ben. Man sebetDO sieb demnatrh an die Instrakcittn
Af.T URtigionarcroniiatioiisk'umniiiwUro iiiclit xit balteo. Ei ist dahfr ^caan
nachxufo'nchcn, ob es nicht nocli uieUr Utigohonfamo (fvbe, ala aof den
K«ltol vnrzeichn«! iinil, Eiu Vurxeicbuis dioior Penoiicn ist bian«» fllaf
Tag-t^n auf ilom Schlojaa xti Qberg«ben. BUr|;onn«i>t«r und Ricbtsr bab4>ii
Vprftijtiitii; m trpffpn, daß SonoUp vor dem Gotlt«di«iuIe weder Wein noch
liraniiLvrcia aiisgncljonkl wird. Hcr'bGrg>x«tteln Bind alle Nfcoht« aJas*
r»rderti, damit man »obo, waa fBr L«tile flbcr Nacht bleiben.
969
^
2818.
Hofdckrei tvcgcn Ausfertigung der Gctieralicn behufs AhstcHung
der Laster der Zauberei etc. wid der Kopulationen und Kinder'
laufen der Landleiite außer Land. 1625 Mai 6.
(KoiK., U.-, n- M. St.A., l'Mi. si.)
Ein giftteli«« Dekret Tom S9. JnU punefo Fleischeosoiu «tc («beada).
3819.
Gutachten der Regierung über das AngucJien der Herren und
Lattdlcute in Kärnten (vom 2:>. November 162ö) ivcgcn Auf-
hebung der Generalien, daß die Adeligen ihre Jugend nicht an
Sfktische Schulen mrnden: der Fortgang der Heformation tciirde
hiedurch gestört. Die F. 1)' habe sich vorbehalten^ sich des lie-
ligioH»friedens iu bedienen. Man könne die einzelnen Länder
«it'A/ verschieden bchavdclu. Der Ungdtorsam icurdc ^(nehmen.
Die Toleranz gehe nur dahin, daß die iinkathoUschcn Adelten
nicht amgcscha0 werden.
(Kons., ebcndft.)
2820.
Ahiceisliches Gutachten der innerösterreicJUscJieti Regierung auf
das Amuehe»% Wolfs Herrn mn Stubcnherg, daß ihm bei seiner
bevorstehenden Entigrution aus dem Lande die BeU'iUigung getan
werden tnoge, zur Erhaltung seines Namens und Stammen seine
Güter im Eigentume /nt behalten, durch katholiscftc Verwandte
«ml Diefier administrieren, bestawhveisc auseugehen und »ich
von Zeit su Zeit in den österreichischen Erblanden auffüllten £U
dürfen. Gras, 1029 April 30.
(Kauft., St. L.-A., Landraoht Stabenberg 397.]
Dt« Bitte, ini Lande sieb ttn^uhxUon, konno nicht be^villigl werden,
Ja «ift gcf^n Am j'tngst poMizierti; Gcnrriilm;inf1>t «trtttnt amt die Knn-
spqiiriix «koh alr.b Kflgi^, ilnll auch an<lpro unkatholtiichfi llnrTon nml Lniid-
\euta [licKrlbc Ver^EliitttigiiiiE- in AiiHjinirh uchmco vrihiloii, Die Vurpachtimt;
ilor (llitor kHiinln in Antn^traclil ilen l.'iijiiLiiiideji, daß sie bei der Sellenbcil
dea barou Üuldes uicbt l«icht vcrknufl «erdou kOun^'n, HUg^tand^n wf-rdcn.
Der Supplikant liatle dann keinen Orund (tir Boacbworde, vieltnvhr AiilnQ,
•Hnem 8c«lenh«ilc beucr nachzadonken nad »ich woiicn au laeaen. Dto
VcrjrnnrtiffiinjT könnte auf 2 — 3 Jabro alcb *r»lr«fken; tn Rolt'lier Ä«»lt
VtfnnLe er .rcsipiiicioren' Diid »cli an der katlioliaabcD Rclif^OQ bti^uemen.
970
N*cb Ahlaiif ifidMr Frist wQril« I- M* di« weiMr» DUpositioD voranoeht
baben.
2321.
Landcsfiirstlichcr Befehl an die geheimen Itäte, Kamm^-
Lanäcsvcncaitcr in Steiermark: ,Ilesoiution in causa frauen
Siuhenhcrg, geb. von LiechtensUin' : ,1. K. 3P lasse^ dem ff^eima
Üate, Kammer' und Landesverwalter Karl Grafen Saurau auf
sein jüngst heraufgegebenes Gutachten anzeigen, sie lusse es siA
nun gefallen, daß Frau Amalien Herrin von Stuhenberg, geh>
Herrin von Liechtenstein, von den Kapitalien ihrer im LatiA
heßndlirhe» unitihlichcn Anforderungen für diesmal 3000 ß, außer
Landes su fuhren erfolgt icerden sollen. Graz, 1633 Mai 10.
(St. L.-A., Landrecht Stobenberf, Fws. 227.)
2822.
Der Landesvertvtdtcr und -verweser Karl Graf von Saurau
Georg (d. J.) Herrn von Stubenherg: Bauern aus Obcröslerrcid,
die sich nicht xur katholischen lieligion bequemen tcoUeti, siehen
haufenweise und zttm Teile aucli durch Steiermark nadi Ungarn.
Um etwaigem Aufstande eu hegegnen, ist ihnen kein .Unterschleif
XU geben, sondern sie sind festzunehmen und hierüber Bericht an
die liegierung m erstatten. Gras, 1633 Mai 21.
[Orig., St. L.-A., SpcL-AKhiT Stubcnberg.)
i
Wolgeborner herr, besonders lieber Herr und freundt.
Denimich die hoch), i.-iJ. regieranp berichüichen erindort wo^
den, <nrio das diojcnigen panrn in I. K. M* ersherKogtlinmb des
lands ob der Enss, so sieli zu der nlda Torgenombnen religions-
reformation iijt wiirklichen beqaemben wollen, sieb anjctio
baufcnweiss mit wcib und kind thails durcb .indere weg, tliails
aber durcb die Steyrmarkbtischo Waldungen naiier Zell und
der ortben in T. K. M* kbOnigre'ich UngarD begeben nnd da-
selbsten nit allein wider I. K. M' ernBtlicho« gebot, sondern
auch wol gar zu nicrklicber gefahr ainca khunftigcn nnTex^
sehnen aafstands bcnslichen niederlassen sollen, als w'dl ich
auf die deswegen von dorten an mich abgangne ernstliche Ter
ordnnng euch hiomit gans gcnios»on auferlegt haben, das ihr
in euern unter habenden district, sonderlich wo etwo dergleiohco
971
pnnersleiitli ilircn dnrclizag nehmen möcliteii, aaf dieselben
vleiesigo aufsiclit und bestöüuiig anordnen sullet, damit ilincii
kliein undterBohlaipf oder durchzog in wenigisten nit erwisen
oder verstattet, sondern sy vilnielirerBj wo ey vermerkt und
betretten werden, gleich straks in verhaft genombcn, dessen die
hoclilfibl. regiorunp mit ehistcn berichtet und ayo entzwisolion
his auf hücbstgedachlcr K. M^ darüber ervolgeiiden alleren, re-
solntion in sicherer Verwahrung erhalten werden j an deme be-
Bohlcht mehr höchst ernent I. K- M* allergn. willen und mainung.
Graz den 21. May 1633.
Carl gnif von Baurau freyherr auf
Ligist . . ., landsverwalter und
landsverwosor in Steyr.
Ädreste: . . . Georgen herrn von Stnbenberg auf Kapfen-
bcrg. . . .
Abotal, WHtlicli von R«dk«»btir|^,
um.
Acbnrn llana Higmiinil, Verwnlter,
S84, s. Aichhnni.
Ackert Gebtiard, KlioveabUllertchcr
TTotMUn, 244.
A clc r«r Oiwahl , HundoUmua in
Gr«». LXXXV.
Adel Ucoi-p 885.
Adler Georg, Geweikü, 627, «68.
Admont (Ort, Abt von -) IJtXVIl,
CV, aC, 133, Hi, SCü, «9, 441,
462, 463, Ö8b, 642, 074.705,708,
712, 717, 720, 722. 77P, 781,811,
873, H74, SSfi-agS, Oß".
AdriA, Uischof von — (Hieronymiis
fiiscliof von — ) ICW, 2&S, 094, 963;
a. aucli JohauD.
Af*r«dorf hf.i Pat^rnion 208.
Apid bi^i 5clm.'irzrnKt<>iii,St. — 897.
Aglel (Agtern) s. Aqnilej'a.
AEram (Stadt, Bi»cIiofTon — >, U
S6B, S3S, 867, 369. 413. 478, 74* ^
AgricoU Georg {Blsebor r. Seckn)
347.
— Urbaii, Ifarrer sn Feliritif^} 898.
Alcb, Ortei'haft in Olrarkraio, SW,
3ti8, 403, 4Ü4.
A i c h <! I b n rg, di««, Landlvol« voa
Kltniun:
— Kracix Sigmund von and an, 313.
— Georg Friedrich tod, 300, 313-
— Jobat JoABf 318.
— äigmond von, 863.
— Wcikliard vou, 313, »66.
Aichborn lUua Sigmund, Rvligiooft*
n-fonnationskomiDisaSr, 6S4. 601
— eo*.
— Ilprinaiiii, Stadtanwall von Pirtuii,
0-ib, 701.
Aichuiaun, Dr., kareichsUcbrr
Kauxler, .141.
AigBB, nördlich von Hadk^rBbtirg,
829, 830.
' HrI der Wtc^htigkült des Gegeniitaadeii scblen ea an»rln01icb, ancb aia
SaclirflgiüLer bnUugclicii, in du dor Inhalt dci enteu Bandes elub^aofan
werden muSle. Ancb fUr dioaen Band bin ich Hoirn Anton Kern Sr
di<> Ziiitaniinenjtcilliiiig doi Materiala xa groClejii Dank« v«rj>Qii:bt«t.
* Arifi dor Einleitung wiirdo der Teil, dor illtrr die Quellen batid«lt, ao4
Ko au;;h die Nachtrilge 8. 992 — 928, Titir im Sacbre^ater enriihnt. Im
allgeniffiaeu narde VolUtHndigkeit angentrebt, eotfät innerOetemldbbcli*
Verhhltnim«, Pcnonon und Urte in Uetracht kommen. Dabar wnrdca
Heiligeanainen und Kamun. die zur Hhche uichl geliOren, auch lUanul
nicht nüjgoiionimen, endlich Naiueo, die fast auf j»d«r Seit« voikomniaB.
mir beim entra Varhi>Riiti«o erwähnt.
^^n
H^H^^^^^^^^^H
Ainbxiter Anton, PQeifer dar
Androit, prol. Theologe, XII, XXX, ^^^H
n«rTSchtft MADab«rg in K!tmt«Ei,
^^H
1 794.
Andreaa im Piebl, Unlertan Joatl», ^^^^H
AiuktiUrn If fit» 0 , Land«STenvaU«r
^^^1
in Kntin, 25ö.
Andru, St, Stadt in Kumten, 434, ^^^H
Aiiindt bei Knittfilfvlil 37.
^^^1
Albrecht IL, llerBog- von ihlvminh.
Atig<ir1ochner LeopoLI, Bor^mann ^^^^^|
S30.
in Scbladining, ^S. ^^^^|
AldobratiilLoai Ciuttiias, Kardinal,
Anhalt (s. auch CtiniUau) XXIV, ^^^|
263, SftS, S69.
^^H
^t AlexaniJriu Andreaa, BUr^tr lu
Anna, 6t., nm Hardt (Vil)aclt(>rl(reia ^^^^H
W LikiLavIl, 8^3, 44H.
KXrTiti-n) ^^^H
Al«xi Julius, Pl«.rrrr as St. Job au u
Anabauh XXIV, 318—320, 322. ^^^|
bei T^-beiti, 424.
Antonius, DoEn]>rupst von Seckan, ^^^^^|
AllfSncr Stephan, Pfle^r der H«rr-
^^^H
«chaft Etipetixteln, 434.
Apariiikb Adam, Kel. Ref. Kam- ^^^^|
Allni](tHci3 3, TIC.
miasär, il&U. ^^^^|
Alt-(iutcnbarg bot Radcnansdorf (?)
A|ifallcrii (Apfalur), Adam van, ^^^^^|
in Krain 4J)0.
Kraini^r Adoligor, 314. ^^^^^|
Altcabure (Sachsen-) XXIV, 830.
— Andreas ^^^H
Alteiiliofeii, OrUchaft in K&riitcii,
— acorg ^^^1
8S1, 968.
Apollonia, Wirtin unterm Schloß ^^^^H
AUon markt, Ac]inontvcti<t Pfarrt»,
XU Wembof, ^^^^|
4 «2, 403.
A<|uiloja 85, 100, 106, 2411, 277, ^^^|
— Vitua, «V. Predifter, 414.
338. &46, 87Ü, 88S, 883. ^^^|
A Uli « m 0 r Wilhelm , HUrjter von
— Patriarcti vun — (ßarbaro Fnm- ^^^^M
Vellach, 349.
c«co) XCIX, 80, -Jag, ^41, 377, ^^^H
Amig'on Hanx. Adeliger aas KraiD,
32», »33, 370, ^94, D3'.^ fHü— U4S, ^^^H
6dS.
948, 952, 9&4. ^^H
— (Amigj, Anii^aon) Karl 6&2, 7S1,
Areber Hans, Ad«Ii^r ans Kraio, ^^^^|
888.
^^H
— VinEene 646, 723.
Ardoti, Graf, su Kaiseraber);, r«ctfl ^^^^^|
Amberp 200.
RrdCdy (in Unffarn) tli. ^^^H
Amman von An]tnaDBe)*g iStthna vun
Arnfela, Markt in Uitt«ittoicrmark, ^^^^H
Matthe») LU.
^^^1
— Christoph 668. 8&1.
Arnold, Sekretär der Belig^ionsrefor- ^^^^H
— C^thnrd 2116, 298.
mntion^kommiiMiion, LXXXV. ^^^^^|
— (Jrcgor '294, 312.
Arnoldatciu (Stift, Ort, Unlprlanon. ^^^^^|
— Hans Oregor 700, ä&l.
Abt, 5. nucli Mulitor Kmorith) ^^^^H
^B — Mattbca vun Animaniippf; xti Orut-
XXXIV, LXVU, XCIX, C. CI. ^^H
B tenbof u. Freienbilbul \IAI, 34,
CVIIX.&0, 86, 8a, 118—120, 209, ^^^|
170, 183, 312, 0O2. 784.
217, 239, a4l, 968, 270, 274— «77, ^^^B
— Sidonie 791, 794.
279, 281—289, 298, 895, 31", 828, ^^^B
— Sigmund Töfi.
358, 333, B&G, 370, fl04, 64-.>, 1168. ^^^M
— Marx, BQrper von Lruben, fiftS.
691, G92, 700, 762, 785, 907. ^10, ^^^|
— Peter, Uohirtau V. A(la»)Sc)iratt,&.
914. ^^^H
m Andotscliltiich (^drelUcli) Bar-
A r 1 0 r 1 laiia, Landmann in Krnin, ^^^^H
1 bara, Pr<jt«»tanUii. &**^, «51.
XXXIX, üi\. 646, Ü60~r,6'i,mi, ^^^M
974
665, 667, 072. 609, 704, 708, 719,
717, 721, 723. 738.
Art«r H«ns, Sobn dci Vorig«», 7S1.
Artliaber Johann, Pfirror tu Hit-
terdorf, Sl.
Anehaucr, Käriitnrr Ailoliifsintlic:
— EÜM. Wilhdtp, Frame 699, 865.
— ZacUariu 313.
Asitliag, MarklfifickDa in Kr^in, ICß,
S79, S83.
A t ti ni ia(Atlciiis}, Anton von, 436, 964.
An (uiikrMtinin)t wolrHcs) 1^6.
— ubitro (im Rxilkcnbiirgtfr Bozirk],
6-29, mso.
Acers |j erg, Herren v. (Mitglieder dei
Kraitier llerr^mtuidea), XXKVIII,
CH. 3i>, 474. 612, 678, 613.
— Cliristoph 926.
— Dietrich 47&, 613, &28, 629, 632,
537, 688, 563, 664, 61^6, 667, 694,
87Ü.
— Herwarth yon, 42, 166, 318, »82,
396, 398, 43», 444. 446. 454, öSt.
— Woikhnrd XV. 40, 313, 382.
Angsbiirg 211.
Aurix, Ortschaft in Oberkraiii, 930.
Auaeefi, Markt in Obenl^ier,
Lxxxviii, xcm, xcix, i— s,
14, 'ib, 32, 02, 94, 136, IS», 209,
211, 214, 2^3, 491. 630,631,666,
G71, 709, "14, 727, 749,827,893,
920, 963.
Aaalerlila In MKhren 868, 859.
A r an e i nns Anlon , Pfarrer von
lUrtlerg, 8Ö7.
— Floriau, S. J., yS4.
Avaria, Pfarrer lu Lclbnits, 743.
Aver« AiUm (Bürger von Hartberg?)
867.
A V I e 11 1 a Valentin , Pfarrer von
Treffen, 860,
Ayrvr, Baiuberger Bat, 931.
£akeGkHaua,Prute«laut in KSrntem,
643.
— Ka)|)ar,UoiupropBtauLaibacb,78].
Baden, G«org Priedricli von. 478.
Baierdorf (nnaicher w«lchM} M3,
Bai» Adam, ßargcr, 636.
Bamberg (Btatum, Vixedom, Biaclmf.
üt^amic. luw.) XII, xiii, xxxva
UX, LXII. IJtVn, LXXVI, XCl.
64—66, 35. 86, 120, 217, 294, 317, j.
431, 604, 611, 616, 646, 68S,63sial
69*, 760, 768, 81«, 930— gSÄ,*)«-
936, »38, 940, 942. 945, 946, 949,
9S6— 661.
— Rrn«t, Bisebof von — , 945.
— Job. Philipp tou, 118—120.
— Otto der Heilig«, BUchof tob
Stifter TOB Amoldatnin, ISO.
Barbaro KrancMC«, Patriarch, a
A<|iiileja.
Uarbo, Mitglieder das KraJtterHerrca-
Standes:
— Andrsa« 760.
~ Daniel 760.
— Ru.loif 760
Basaejo, Kimtnor AdelffamiU«!
— Hans von, 86, 246, 432.
Battbj-any (Budiani), ung. kät,\i^
familic, CXI, 203, 72«, 794, 8M^
900, 913.
— Franz 268, 336, 797, BOU.
— Eva 779, 780, 789, 8S6, 368, M4,
910.
Bauntgartner, Pfleger. 316, 806.
Bayerhofon in KKmtan 933.
— B. Siabonblirgor.
— Witwe (wahracbeiolieh turFanilii
SiobeubUrgcr gehSrif), 869.
— Haos, HallamtararwoMrniAuiM«,
671.
Bayern, I.and, 2S2, 462, 4a6.
— Maximilian von, XXII. XXm.llfc
— Wilhfilm von, XLV.
Bebaimacbcr Vorwoser io ScUad-
ming 96.
Bebom Martin, Amtmaoa in Villacb,
940.
BeDfidikt Bartlne, Pflfl;g«mFMd>^
ann bei Vlllacli, 947.
Barger (Perger) Paul, Bürger
ralernioo, 376, S76, StSS.
I
i
^^^
|H^^^^^^^^97^^^^^B
Bsrggolfl Guorjc. PHeger, 803.
Braan (hühi Lauter«aak> Ailulf, ^^^H
Borlingnu, Burkinl tou, XVII, 200,
Diener Georg Adltiiv. 6Ä7, ^^^H
205.
Brauner Uavid, Hflrg«r in Klagen- ^M
B«rlia XX.
^^H
BernhRrdin Haut, Lailxcbar Bfir-
Braunachwetg, Herzog ron, 700, ^^^H
pjrnieisler, «CO, 700.
287. ^21. S3S. &94, 597, 598. ^^H
— Frau. iOÜ.
— s. mich H&inridi Jiilitu. ^^^^|
— r^ukai 241.
Brenner Martin, RUchof von Spckni], ^^^|
Binrprouor Knupar, ProtsHtanl aus
IX, XI — XIll, XXVIII, US, ^^H
Scbeilliiig, 707.
LXV-LXVII, CIV, CV,(;X,fi~7, ^^B
Uiiidar GvorfT, UngtiAJirtcber rSagor
16, 17, IJLI, 31), 41, M, bb, 70-75, ^^H
io Melden Bt«ln, &■>?.
97, 9?, lOS, 111. 138. 25ß, 363, ^^H
BUchofaUck In KrRin 133, 16fi,
410, 423, .137, 43a, 440. 412, 464, ^M
S'J».
Slß. 017, 955. 056. 906. ^^^ä
Blagny Stcplan, Ur«r, 13fi.
— Gallus, Verweser tn Aussee, 6S0. ^^^^|
— Huis Wßikharil, Graf, 474.
Brosalau XXX, IGO. ^^^|
BI«itjerg', Ort in Oberknmten, :£04.
Brixeii LXXVI, LXXVII, 455,513, ^^H
Bleibnfcl Jor Rui9|>p, FrutDit&nt iu
517, 657. 55GL, &77, 578,683,928. ^^H
Schladmin;, d6.
— Chriatoph, Bischof tod, ö18. ^^^H
BlelbuTg, Stadt In UnterkÜmt«o,
Brack an d«r Uiir (Stxdt. Pfar* ^^^H
XL, I&S, 738, aS7, 965.
rer) XLIII, XMV, lA'XXVlI. ^^M
Bobotacli, Fftatang In Ungarn, SO.
LXXXVUI, XCIV. 138, 337, 347, ^^H
Bock Wolfgan^ 171.
358, 459, 658, 026, 044, 733, 732, ^^H
ßUiitnen (bnhmiacli, Lanil, ätitud«)
735, 739, 763, ö»6. ^^H
XXVII. XXVIII, XXXIl, XXXIX.
Driiiiui Aufcust, Ha], lief, Koinmis- ^^^H
XLII, LIII, 99, 4d{i, EiiO, fiOA, bfil
gär (?) in Kraiii, 3i3. ^^^M
-599, 678, 680, 582— &8i, 581,
Bucaliii, di« roit . . . xu AßUng in ^H
ftBS, 694, 599, 68S, 7a3, 77Ä, 794.
Krnin, 166. ^^H
HU.
Buchbaimb, 4lervan,Haiiptngann (?), ^^^^|
UonUniii Niklnit zum WoIfithfli:]tiil,
^^H
LAiiiimaiLU iu Kruiii, lü, 4fil,
Bur^-Fei8tTitx(0ber-FeiatriU,5M. ^^H
926, 928.
^^H
BooE Michael, LandiuAuu Iu Kralii,
Bork Johann , anigswicwaer Pro- ^^^H
718, 760.
teiiUnt, ^^H
Botia Vrit, Pfamr >ii Suhwaubcrg,
BntCoUtz Jflhnb (Wuttollts), Kun- ^^H
4fi9.
^^H
Boltan«, Chriatoph vi>n, BOr^r ron
^^H
Marlbor^^t, Ififi-
^H
Boieii &77, 6^2.
Brailenau, Ortschaft in Kraiu, 702.
Caligart Atidreai, NanCiiiB. UUchof ^H
Brandenburg, Markgraf von, XX,
von Bertinoro, 8. ^H
XXII. 88, ICÖ, 20fl. 319, S86. 287.
Caiiituertal b. Kammerthal. ^^^^M
SI9, 821, 844, 594, 597, &9 8. 622;
Campornben iu ObcrkünUen 765. ^^^H
R. nu'Cb Cliristiau, FHodricii, Haas
Caiiiscba a. Kauischa. ^^^H
Sigiutiud, Joacliiiii Eroal, U«urg
Capito Es&iia (Haupt) 2. ^^^^
Eriut, U&na Q«org.
Cji«al Pi<'tAr(xTtVatti!radorflr),8ekret}ir ^^^|
Bmthalycb. Di»chof von Agrain,
Erxb. »nlinanils II. etc., 176, 315, ^^^H
478, 47fl.
317, 355, 403, 544, 561,564,573. ^^H
976
Castell Bartlme, Bürger von Prag,
121, 197.
CiatritioB Matthu, Barger(?) in
Krait), 428.
CtTriani OkUvio, Hitglied dea geh.
KitoB, 484.
Ciziftnar s. Katataner.
ChaericnB Joachim, Prftdikant xu
Neuhaua, 726.
ChaicBsl Martin de Baixilbarch,
BUrger von Weichselburg, 631,632.
Cbriatalnigg Friedrich, Wirt In
Grofilobming, 786.
Christian tod Brandenbarg 478.
— Fürst an Anhalt, 320.
— KnrfUrst von Sachsen, s. Sichaen.
— (in der Laggen in Kirnten), Pro-
teaUnt, 903.
Chrttn a. KrOn.
Cilli 129, 214, 287, 238, 294, 317,
433, 436, 703, 743, 761, 783, 784.
Claudiforum s. Klagenfnrt.
Clemens s. Klemens.
Clement, Ma^ster in Laibach, 142.
Closl 8. KhlSsl.
Cobensl b. Kobonxl.
Cobezl B. Kobensl.
Colar Gregor, Arcbidiakou in Vil*
lach, 941.
ÜulbiuB, Adam, ev. Prediger in
Klagenfurt, 106, 17t.
Conradin s. Konrndin.
ConstantinuB Sebastian, Subdele-
gierter Bischof KrOna, 163.
Co|>itBki, KÜTprT in Miireck, 238.
CiirraduEzi, Kudolf von, Ucichshof-
viKttkauzler, SOO.
Corn))orgGr,Kel. Ret*. Kommissär, 9.
Kornberger,
Coroniui Peter, Freiherr, 917.
Corunius Nikolaus, P. 8. J,, 86, 9ü4,
966.
Costedn (Cuatode, Constede) Ange-
lim, Ki'lißiunsrrformationBkommis-
nitr, Kammerprokurator etc, 1, ß,
14— 'iO, 46, 97, 100, 261, 286.
Crabatb s. Krabath.
Craliui, Dr., 176.
Crimer a. Krtmer.
Cremer a. Krimer
Crentx ■. Kreata.
Criache Miknsch, genannt Luther,
ProteaUnt au KrenU, 184, 136, 169.
Cruciger Bartholomina, Stadtpfarrsr
von Klagesfurt, LXXIII, 760, 761.
a.
D al ma tl D Georg, Pridikant in KnÜD,
929.
Dambaehaob (HImbI xu) 313.
Daniel, Abt Ton Amoldstein, ■. nnler
Amoldstein.
. Dassan Dietrich, LandachafUapo-
theker in Kirnten, 760, 770.
Davollitaoh Jury, krain. EdclmaDD
(aber kein Landmann), 646, 668.
Deckendorfer Joachim , Kanilei-
i beamter der eteir. Laodacbafl, 936,
' 937.
i Deham, l.-f. Heglmentsrat, 809.
: Delani Georgs Ebewirtin, Prot«-
sUntin in Krain, 81S. 828.
Dempeckh Wolf, ProteaUnt, 833.
Derlatsch Katharina, Protestantin,
644, 648, 651, G60, 661, T09.
Despalowitscb Daniel (Despoto-
vritsch), Protestant in Krain, 645,
721.
Dienstmann Hans, Protestant in
Krain, 706.
Dietrich Wolf, Ersblschof Ton Sali-
burg, fl. Salzburg.
Dietrich Btein, Mitglieder des kirnt*
nischen Herrcnstandea, XXI, 771,
809, 868, 8C9, 942, 949,961,962.
— BartIme von, 663.
— Erasmua von, 296, 812, 631.
— Frans von, Kardinal, 668, 869,
949—962.
— Georg von, 944.
— Georg Albrecbt von, 869.
— Georg Bartime von, 881.
— Georg Iloinrieh von, 772, 796, 803-
— Johann Balthasar von, 881.
— Karl von, 947, 949— »At.
^^B
^^^^^^^^^^»77
■
DietrisIiilelB, Lntlnie von, 28?.
Drumblitkio. die, 6ßO— GAS, 678,
^H
313, 327, 33), 366, 3fia,39ä. 410.
708.
^^^1
4H»,5SI,63!, S8l.
Dti«lle r UaiiH, Prutettaiit in der
^^^1
— SijinnifKl tuJwig »ou, 8öSI.
Kreiger Pfarre, ÖOJ.
^^^1
— Wilhelm von, Ml, 66S.
OHrnpachor Zacbariu, BUr^r von
^^^1
I> i 1 ! on ß tx Oeorff, Protestant in
Atim*c. 14.
^^^1
Krnln, 800.
^^H
0 i nfc» n im Rjulkfinthur^Rr Boxirk
6.
^^H
8S9. 830.
^^^H
D 1 « 1 0 1 ßvrnhird , Harktricli ter ku
E b e n w al d, Ortdchart in OberkS mten.
^^H
Wi|)i)iich. <J8Ä,
578.
^^H
Diibci-nig, Pfurrcr in Krain, flö6.
Kberlr iMak, anagewienen'pr Pro-
^^H
Dotianskjr K«iih, Pritilikitnt xuSonn-
iMtant. 704.
^^H
epg, 2I>8, 21», 238. 2(1.'..
Kberadnrf br.i Kcudan, .1 .St. tow
^^H
Dominik, ErKjiiif-itH'r in 8t. Andro,
FllrstcnfeW, 201, 231, *ÖS, «54.
^^H
434, 440.
Eberw» Paul, Pfarrer. 777.
^^H
Don at Jikol», I'rutestknt in Kiaiu,
Ebner Remi^iiu. Pilr^er im Hauito
^^H
8S7.
Slubcnbergr, 36—59. 98, 99.
^^H
Donnnripaeh, Ort«cli«ft in Oljer-
Eck {F.ckU, V.gg, Eftkhl, Mit{[li«<lvr
^^^1
«teipr. R. 7, 764.
de« Kärntner Hpircnstimdp»:
^^^1
Dnunf<r«[i«r|^ Mar^arotr, Prolc-
— Aiiain 2r>H,
^^H
xtxnCin in I.i>Dhvii, 168, '217.
— Dietrich 31.1.
^^^1
Dopiilofxon, Ort«cli«rt »n ilor stoir.
— llannibat XV~XVn, 9, 3S, 88,
^^H
Grenie in Uti^xrn, 413, 414.
107, 116, 121, 133. 140, Ißl, l&S,
^^^B
DOrerHiiii». LRcntmoutor, C^S, 617.
169, 164, 172, 18«, tf<0, 208, &60.
^^H
Dorn OisOTg, prot. Rnlsborr iu Kla^a-
— Joaef 733, 7.19.
^^H
fiirt, 7 SO,
— Karl, Frrihorr ron — nnd Htin-
^^^1
Dornbaeh, Ortaohaft In ObArkSrnten,
gi>n>hnch XXXIX, S13, B28, ftt»,
^^^1
246.
632, hr,a, r.ßrt, :i67, i78. fiSS, 73«.
^^^H
Dornitadt in Wlliitenibfir(r 3fiS.
— Loreus b9, 319.
^^^^H
Dottingin Anna (Tottin^iD}, Pro«
— Niklas 16t, 314, 368. 176, 612.
^^^^H
le*UnCin in Pettaa, TOT, 711, 717.
681.
^^^1
Dovolitich Jory, protut, Etlelmanu
— Piinl 8ß9. 89rt, 903, 908,
^^H
in Krnin, C46.
— Si^iiD'l 461.
^^H
DrilBcn 727.
— Wolf 12. 120, tr.1, 314. 475.
^^H
DraaclikowitB Maria, Adelig« ans
Rilling, Hans Jakob too, Adeliger
^^H
SGdflteiermark, 780.
in KiAin, 413, 466. 474.
^^H
Dr.-iiskirchen (Traiükirclipn) in
Edling in Kraio 878.
^^^1
Kieil«rCit6nrvLcL S07.
Efferdin^, Ortschaft in OberOater-
^^^1
Draa 88, GOö.
r«tcb, 391.
^^^1
Urnnburg, s. Ober- n. ir»t«nlraa-
EfTCTwar, Ortschaft in Ungarn, ße-
^^^1
liurg.
sila Tlioinan Nadaidys, 373.
^^H
Dresden XXIV, SSI, 318-831, 382.
Eggoobortr, Kflret von — und Kro-
^^^1
344, 351, 3&&, 303, Stil), 3U0, 403.
tahw, 817, 8S0, 836.
^^H
404.
— Ferdinand, Preilierr von, 367.
^^H
Drnmblits Georg, FroteBtant in
— Hnns Sifrnmnd 211,609,531,603.
^^H
L Krain, Cbl.
— Hana Ulr'trh, Hemog von, 166,
^^H
1 — Hani ftU, 702, TSI.
783, 877. 878, 894, 896.
^^^1
k
62
i
^^^^^^^H
^■^ ^^^^^^^H
^pH
^^^H Bg|:eDl>oTK SnyfriM von, 148, IM.
Emericli t. «Och Uolitor. ^M
^^H
Eng«lbaufer. dir. Besitxcr *'<^|
^^^H Eggi VinKonx, prot. rfuTcr in FroQ'
TlminvgK in Krain, 82». ^jH
^^^H nch unter Murau, SlO.
— Er.iHmn8 Hi2. ^^^M
^^^1 £lie B» T t n? r, Ad6Up»r«oiiefi,di«iiSoht
— Hans diu, 7Q2. ^^H
^^^H ilte LandUntfl sind:
Englan«! XXIV. V
^^^^H Abrahatn
Enflliofer. Reicluliofackretilr. MCj
^^^^^B — lIiinB
Ennatal LXXVI-KXX Vltl, 5, TS«
^^^^H — M&tthpa
260— 2ß2, 294, 393, 7&4« BOltSQfel
^^^^^^^ EiiTCDAU s, Eruau.
856. V
^^^^^B Ehrcnhause:), OrUcb&ft bei IiCib-
Rppenatein, llomchaft. a. t. Wtlfl-
^^^^^ Ditz, iä-i.
kircbeo tn Sleinnnark, 434.
^^^^f Ebriena, Orlflchnft in Ungarn, 414.
Eraimna, Bischof von Alesandria.
^^^^^^H Ehroaii -i. Entau.
pSpni. NuDlIna, 71ft.
^^^^1 BibenschUtE XXIX.
Brber Paul, Stadtpfarrer In Jnda-
^^^^^^ £ 1 b i fl w a 1 il (^EybUwaUl), Milglieilfir
burg. 771.
^^^H de« steirUcben lierroa»tAudos :
Erbest Miebael, Propst sa VflUcr-
^^^H — Amalricb $ii9.
markt. Gl. 179. S4G, 318, 41&.
^^H — Anna El:aab^th 859.
Erdtnor Christian, Pfarrer an KJad-
^^^B — Ohmtoph 312, B&O.
b«rg, 415, 428.
^^^^1 — Hans 8ijrUinuti(I 739.
Erd^ldy Peter, (traf cn Eborao, S14, J
^^^^B — Juditli, Freila von, 8fiO.
338, 413, GS6. fl
^^^ — Paul 789, 783, 791, 80S, Ö04.
— ThomM 627. "
■ _ Veit Georg S96, 397, 861, 893.
Erenvels, OrUchaA in KSmten, 9I(i.
— Wolf Wilhelm LH, 650.
Ericbsbor^, Scbloß des Uvneff
Einpacber Joachiin , 1. Eanzl4^i-
JaliOB ron Brannschwoi^, 3St
lieamtcr, 173, 331.
Ernau, dtn von, anf Mooiburf «aJ
Eiu!ii«i!cl, Abrahnin von, knrsilch-
Glanock, Mitglieder d«r klratai-
fiiitclier Rat, 321, 351.
sehen Ritterscbaft :
Eiabi^iri Ila»^, Kiciiter zu MQnan-
— Ualthasar 313.
schlag, Sl9, '^la.
— llektor von, 269, 297, 319, 383, (
Eiienorz XCIIT, 3, 187, 290, 420,
fiSl. 716. 805. fl
441, 703. 7tS.
— Leonharil 313. ^^^^|
EiKflnliart Anton (Rlicnhirt), kSintn.
^^H
Lnndmau», »Ol, S02.
Ernreich Otto, Marktoclir^b«^^)
Eisuiihcid tRf Haus Anloa, kJLmtn.
Obdach, 433. ,
Landnianu, bßS.
Ernst, Cntbencop, Lvni. XCVUtflj
Eiseuschinidt Adam, Qaw«tk« In
480. ^
ßcbladuiing, 9i3.
— Erxbiacbof ron Kctlo, AdmiaUln-
— Georg, Sobn des Vorigen, OR.
tor In Froisinjf, 963.
Eisentrattnii, Ort<.i-.haft in Kitniten,
Ertl, filrstbiscliflfl. BambarcMlwt Kat,
fiB9, 804.
931—933. mk
Eitlbuter Adam, Udrgvr au Kad-
Etacl) 615. fl
kttth-arg, 655.
£tschinajrer,Stubeuberg*cberUut*r-
^^^_ Elon Han«, iteir. LandicbaAabe-
Un, 698.
^^^fe dl«nat«ter, 177.
Eygl VinKonx, am Steiormark tot-
^^^H Emorich, Abt von Arnoldataln, s.
vrieaennr Prüdlkant. 264.
^^^^B untei' Amulilfilriu.
EatcrloAX}' Nikulau«, v. Patatlo, MO,
^^^
^^^HB^^^^oT^^^^H
9.
Ferdinand U. fX-XII, XTT-XVI. ^^H
XX— xxu, XXVI. XXVII, XXIX ^^m
Faber Marx, I'farnir von Lieben-
— XXXUI, XXXV, xxxvu, ^^H
bcrg, 15, 28, 80, 101>, fi2tf.
XXXIX usw. wird, da der Name ^^^^1
i''Aberiii, die, Sohweiter iles Prüdi-
beinahi^ auf judiir Seite vorkommt, ^^^^|
kaiitot) ChriatopL Spiaillcr, 620.
nicUt weiter angeführt. ^^^^|
F a b r i t i u 1 Albin, Rn1 tgionereform.'i-
Faniigkn, Ortschaft ici Krain, 377. ^^^H
tionskommiMÜr, SSO, aS9, 693, f.BT.
Feuler, aus Klirnti^u aiu^wieiener ^^^^|
Fslbptihan|)t, div, Mitglieder dea
Protestant, ^^^1
stcivrm. Kittont&iides ;
Feulner Oeorg äeTfridt, Adollger ^^^H
— Goltfricd 79&, 803.
aus Kumten, 813. ^^M
— Jakob 7S5.
— Hermann auf Draaing 313. ^^^H
— Zachariiu £0$, 313.
Fenrer Hani, Inwohner der Pfarrfi ^^^H
Kali Veit, Bürger ron Kiodberp,
St. Stephan ani Grabfeld, 902. ^^H
430.
FcUKtwltt 9, Feufttritx. ^^^^|
Falhenst^Iii, Latulgorlcbt in Kärn-
Fiedler ^^H
ten, IfiO, 161, 162.
Fiernitz, OrUchafl in KSrnten, 277. ^^^H
Falleisen Elieabelb, Witvre nach
Findenikh Unna (Finiling) 655, 821. ^^H
«luem fiteierm. Prüdikanten, 201.
Finkenstein, Schloß ta KUrntcn, ^^^H
Fftndl CbriBtopli, UuLort&ud«« Herrn
^^H
von Kainacli, 8Ü3.
F ige her EriuinLif, Sekretitr der Rtrir. ^^^H
Fln klein, Proteslantln in Kraln,
La»d3c)iiift, 25, 26, 31, fi4, 351, H
702,
9Se, 037. ■
— Jbro BrQder, 702,
— Urban, Mutter des, 9C2. ^^H
Kaschang Hnim, KbnTegibUllencliGr
— Wulf, landesnirstl. Sekrutlr, 791. [^^|
Pflc^r, 623.
Fiachler Ambras, Utlrgcr zu Leoben, ^^^H
— Georg, windiscber Prediger in
593. I^^l
Klagenrurt. 104.
Fi um« 020. ^^H
— MaariticB, Magister iii Klagsnfart,
Flnecbburg, Schloß In KKrnten, 508. ^^H
171.
Flcdiiigkb (Flnduig), Ort«cbaft In ^^^|
Febring, Marktflecken In Ontsteler-
Krain, ^^H
mark, 8'SS.
Flotweil Georg, Barbier, 793. ^^^|
Foicliter Aailrea«, Marktricbter in
Foreber Oilg, Protettant ia Ober* ^^^H
Kapfeaberg, bül, &99.
^^^1
Fiii)tcDl>«rg in Krain ö34.
Formacher Hani, ta Gimpel in ^H
Felstriti, Pfarre in Kumten, 27ß—
Krain, 724, 72.V ^^H
279, 2»2. SSR, S8JJ, €29, 641, 8t2.
Formentin Kaspar, lEeligionarefor- ^^^H
— Wilhelm von, IC, 26, 30, 31, 47,
tnnlionAkoiuniiBsilr, HiÜ, 461. ^^^H
313, 531.
Forstmann Karl , Protoitaiit (in ^M
F'cldgeachrei Kaspar, PrilOtkaat in
GraE'0< '**'^- 1
Kärnten, 283, 284.
Franglpani Goorg von, Mitglied des ^M
Ff ldhac.1i, Marktflecken In OsUtelcr-
Krainer Herrenstand es, 313, 475. ^M
mark, 268, 739.
Frank Jobann, Huchfflhrer, 244. ^M
Feldklrahen, Ortschaft in Kärnten,
~ Martin, Verwalter an Vellach, EM2. H
CXU, 235, 646.
Franken LVI, 320. ^^H
Ferdinand 1., Kaiser, XCVU, CVH,
Frankfurt 322, 728. ^^H
81, 123, 141, 192, 848, 381, 398,
FranUing, Herr von, Lnlheraner in ^^^H
bU, 533, 747, 7S5, 930.
Kegensburg, 89G. ^^^|
.
U2« ^^H
980
Frant«, Prior von. 14S. 639.
Fruit nnbur^.StubenbergsobetSoblofi
iD Obcisteier, 99. '■»% 862, 410,
412, 803, 644—640.
Franonstein 901.
Froibrirg, OrtsebAft In Ob«nt«ier,
ISA, 18fi, 79t.
Freiborfter Atexandor, Adeliger aai
Karoten, 313, -Wo. 033.
^ G&org, Inwoliti*r toh Miireck,
751),
Frctburg^er Kiemen», Rtirger von
Villacb, ü4+.
Froitlcoscbaß Xitipar, Uompropit
«u Lftibach, 4ü4.
Fr«i<Il MatttiM, Aileligf^r mom WotA*
heig. !>34.
Frcidniti, KtrtbKnHPrk]a3U>r in
Krain, 463, 4&4.
FroiBloK LXXVl— LXXVIII, 218,
4S&, 455, 928, 953. d&O.
F r e ui e Q t Kupar, 1. -f. Kaoxleibe-
»mt^r, 738
Frouach unter Hurau 210.
PfDOilenbcrg, Schloß drs Herrn
Bernhanl SeeniiSfi, s. SernnsB.
Frey Alexius, MilteIiliDgEeinDebini?r,
C-14, CÖl.
— Kaspar, I.-f. Kanxleibi>aint«r, 821.
Fr 1(11 Leonhard, pmt. Bürger ans
Krain, 633, Cr>8, 6S», TOS, 700.
Frledberif, Stadt in Ostatelcrmark,
SOG, 867.
Fri«drich lU., KnUer, 749.
— PfatB^raf. 47S.
— von Wilrtt«.niberg XXV, ISR, 327,
33fi, 340, Ul, 349. 550.365,350,
363, 369, 387, 390, 302, 59ß, 40«;
a. Oeorp Friedrich v. Urandenb.
Friesacli, Stallt iii KKrotea (De-
chant von — ), LXVt, LXXIV,
CXn, 76, 100, 196, 245, S70. 60?,
757, 77», 822, 912, 958, OiJO, 952.
Frtoaslebnri Kaspar, Auiiichla^eiii-
aelitnor aui Loibclpaß, 6H8.
Fritscb Gottbard, amgawieaeni^r
Protestant ans Krain, 800.
— Maria, seine Mutter, 800.
VOM
F ritsch Wllbflim, aos^wiueo«r Pra-
lesUnt, G47.
Fronsp9fg, Beallxiiiig- Wolfs
rrankli, S.-A. von Ttlrkfold, 8*€.
Frysanhor StiRanna, Itediciutet«
(■all Ton KackaitB, 744.
Pacbs Hans, Itat nnd Amtmann
Inncrbcrir, 3.
— Philipp, Pfarrer von LorenacDia
Marxtal, 406, 414.
Ftickh«r 777. JM
Ffieger, tirol. R«^raentarat.496,49t^B
— Chri&topb, Landesbedien»trler ii
Krain, G33.
Ftifl^er Marx, Freno«) Martin B»«-
oera, LXVT. 99, 100.
Fng|;«rn) Adam, OoUtlichcr, SM.
Fdllenae^lf b. Berllng«n BorkanL
KnrschlaKor Wolf, Praaeplcr, S(A
FUrit«nber|r. Graf von, 483—48«.
FUrsteufald. Stadt in Steivmia^
640, 7S2, 613, 667.
0.
<tab(>lkoTer, ateir. Adelsfamtllc:
— Cbristoph X, XX, 14, 2b, 1
394. 298, 312.
— Frifldrieh 806, 6tS, 897.
— Geons S^yfried 8IS, »97.
— Ootirricd B0&.
— Jakob Ernst 8M.
— MarfrareU 883.
— Maria Katbarica 864.
— Wolf Albrecht 6U.
• Zacliartas 803.
(lacpuor Johann (QMpnar),
Ueiatllcher 188, 264, Sfift, 9A8. SSL
Uaisaarn, Ortachafl In Oberstelrr,
439.
Oaiasriiek (Galcmekh, Oai««afi{V
steir. D. kfimlo- Adelsfaittilie :
— Ertireicb ron, 312.
— Hans Friedrich 8&4.
— Wolf Unpreeht 34.
ßall, die Ton, i. 0. AdebfeachleekL;
— Herr in Rudolbwk, 462.
— ll«nihard 2a&. 38S, 313.
n«V I
1
^^n
|^^^^^^^^^^98^^^^B
OaII, Harr von OalleuBtein, 631.
Oartten, Konrsd von, O&ü, 668. ^^^|
1
— Äiidreu 814.
Qartnftr Hani, jirot. Bürger von ^^^H
— Fmu 230.
L«ob(>n, 692, ^^^H
— Chriatojib XCl, ClI, B, 107, 313,
GasHcr, HUr^i>r von GmUnd, 064. ^^^^1
ilH. .
Q a 8 an 0 r Christoph, Weißbotenge- ^^^^|
— Daniel IM, 269, 314, 363, . 1166, 4?&,
liilfe, 623. V
fi3l, fA%.
— Johann, prot. Geiatliclkcr, 40:4. ^^^^
— ErMinDi von Gallenhofen, 83.
Gastj^eb 0<'org, prot. ßCIrger von ^^^^|
1
— Grnreich 865.
Lcob«o, ^^^1
— Frati» 441,
Qatillicifcr Patil, Unkatboliachor in ^^^H
— Georg- Audrpu — toq Gallonsteln
Wfißkirrbr^n, ^^H
867.
Gcbliard Hans, ZongdiBUer, 7fi&. ^^^^H
— Jakob 476.
OefalAtel JoliHnn Fliilipp, Dttchant ^^^^|
— JobiC 314. mt.
dos Banibcrger DcrnikapiteU, M6. ^^^^|
— Ludwig von, 314,
Godlmann Georp Johann, kunlleh- ^^^H
— pADkrfia von, 314.
^iecliur Gchfimrat, 351. ^^^^B
— Wilhelm — von RndoHswcrt X VI,
Gooring N., Bcstandinhaber eu ^^^^H
134, HO, 160, 164, 177, 195,297,
Weitorsk'ld, ^^H
314, 4?&.
Gciertporf^ (GD}'GrBp'?re]f Stuben- ^^^^H
— Wolf von, 314.
bergscber Uecits im uordOatlicliv» ^^^H
GbIUh, St., M>Tktßeck«[i in Ober-
n»linion, 90, 844. ^^^|
9toirr, 462, 463.
Oriltal, daa, 505, 608. ^^^|
GalleuLiorg 1)39.
Gciskoflor Abraham, tir. Landeabc- ^^^^|
— Adam von, 4, 239,
^^^^H
1
Gallonlio r«n, iiQiiaiUicIi von Wln-
G c a t i 1 o 1 1 i Jobniiu Franz, Grapricster ^^^^|
1
(iiacbgras, t. Gull zu Oallcohofeu
in UntcrkilratcD, 7^6. ^^^^H
1
ßcrolianl.
Georg, MfiMer, d#r alt« im Graben, ^^^H
G a 1 1 e r, die, iteirischM Adelvg«-
ProtMt.int in der Dioieio Gark, ^^^H
selilovlit, 21:
^^H
— nirist«i»h 4, 297, 312,
— evaiif^. Fredigfr, 42.
— EsiUcr LV, 897.
Georg Hrnflt, Markgraf von Branden*
— Eljiabeth 8&9.
bürg, 287.
— Ferdinand Frcihorr von, 660, 914.
— Friedrieb von Braodeabnrg 143,
— Ocor(; zu ScliManberg XXV bis
144, 169, 219, 286, 317. 318,
XXVU, 124, 186, 1S7, 266, 2«7,
319.
811, 327, 8Sr«, 841, 84G, 366, Sfi?,
St. Georgen 770.
358, 301, 362, 364— .166, 360,
- beiScuIißi» Krain 6117.
390—392, 39&— 397, 402, 403,
, in Kärnten 2Ö8,
40», 410, 614, 823, 827, 854, »16.
, bei Fronlciten 867.
— Hans 124, 4.'i7, 618.
bei Miiraii 466, 701.
— Hans Ciiriitoph 758, 798, 852,
George 11 borg, Ht., s. UanirJ Gall
— Sigmund 298, 813,
■nf — .
Galls Antotk, EinwoLuer von I.aibacii,
Gera, die, tlDirischcs Adeligesokledit; i
602.
— Uerr 704, 668. ^^H
Q a m 1 i t z, Gemeinde dea UesirkM
— Georg Pliilipp von, 869, 364, 863. ^^^^
Elirenbaaacn in 6t«iennRrk, 488.
— Hana Chriatofib von, 294, 297, 312. ^^H
Oarmb Simon, Bewolmer von I-ai-
— Raimund von, 2ti6, 28». ^^^|
1
bacti, 662.
k
QcL-ger, rScger auf Strvuhau, 70&. ^^^|
982
Q«rigin, towohnorin von Wniirk,
788.
GeroHnliüfdr TIioiiuui, Verweier *u
Aiiäseo, «2, 209.
Ocrtlnger ToMu, kBiMrl. Knoxl«i-
beamter, 000.
Gowacz, Inwobn^r von K.iilniitntiA-
dorf In KrJiin, 163.
Gilgen, St., bei TUffer, Hü'.).
OilgnporR (Gilgeuberg) ilani, et«!-
risüher Adeliger. SltÖ, 312.
Girnpl R. FormAcliCf Il^ioü.
Gladtcb Simon, Pfarrer von Bji-
cliitech, Mi.
Glcinitz Uegina, Adelige ans Btcipr-
luark, »&Ct.
GUitdorf, Markt in Oststeioruiark,
185, I8G, 796, 803.
Gleispacb, Gstber von, CIX.
— Franx von, S94, 887.
— PriBclric-li von, 8U8.
— äifsiuiiuil l-Vicdricb von, 312, 7S6.
0 1 'S c k n e r Georfr. Bcbreibor bei Herrn
Naningpr in Obcratannborgr, 803.
Glojrach U^olacb), jtt«!ri»cbft Adela*
familid, UI, 618:
— Andreas von, 859.
— Ucoign» 795.
— Kraamus S»8, 313, 675.
— llaoi 298,
'- Han» Adam von — auf K«ndorf
und Sl. üeorfon 8G1,
— IlaDs IlalthAiiar von, 8111.
— Huproclit von, Sfil.
^ SiuaiiDs 87^.
Omfill b«! Trofajriob SOS.
GmOodt (Gamundia'i, M.irkliR Kärn-
ten, X.XIII, LSII. LXXIX.LXKX,
IJtXXV, XCl, CXU, 13, 13—46,
67, 60, 61, 6&, 78, 85, lUU, 1 U,
160, 162. 172, 174, 179. 198,
209, 209, 2«, 24i, 270. 271, 348,
892. 507, 50B. 642, 643, 784, 912.
»53, 954, EI64, 068.
Goftdita Chrittoph 721, 734.
Ooeaau, Ortaobaft in K|[rat«n, 641,
903.
GoAsi in Ob«rst«ieiinark 213, 796.
Gold Rlliiabi>th Sidonla, Ad«li|^ ana
Ktain, HH6.
(ioldkofcr Margareta X«1V.
Goldaclian (GotUchan) Ualthauu.
Soldat, 660, 673, 708,. 7l»y. 712,
721.
GallDbaritscbGBoi^CGoUoberitHb),
BUi^er in HSttlinp, 711. 716.
GoDobitz in UatcntetBr 859, 8(6,
8tf2.
Gtirticliacli, Hcmchaft in Kral»,
450, 047.
GQra (Stadt, En]iripatcr von — |
LXXIV. I.XXXIX, 241, SB2. U*.
492, 703, 753, 773, Ö20, 08».
GoBtoin in KiLrntcn 79:i.
Gottscbea G«9. 'HO.
Gottacht^var Hans, Prldikant, M9.
Gox Anton 171.
Graben, toi, bei KroIfriDKAn)teii90S.
Graben, Oswald von, Haoptmann,
604.
Gradt Jereniiss, L&n<l}»rofoU, IM.
Gradflnegg, üul in Kärulea, 891.
Qradiscli 4G1.
QradiRka 999.
Graf Gfiorg 794, 7I>&.
— Hanii, Pflcg«r bei LayaehsA,
— Mattbes, Muiiker, 164, 700.
Grafondorf bei IlartbiTf; 437, 139.
Grafeiidorf, nana Sigmund von, L,
829—831.
Grafenauer, AdalsfamlUB, 811:
— Eva 8üfl, 841.
Orafecatein, Uerrseban inKImtMi,
868.
Gragl Marx, Bürfcr in l^obcn, 593.
GramaD, SladUcbreiber ootl Winkel-
prediget in Untfrdraubni^, 191,
105, 19R.
Gran, ErKbiscIiaf too, 707—799.
Urapner (Gracaner) Doaatoa 97(i
283, 284.
Graael Wilhelm, BQrgtr io Villacb,
944.
GraB Mattb« 143.
Orallwoin Alban, Kreiheir, Baii|>t'
maDD, 3&8, 350.
I
i
4
l
^^^^^^^^^^98^^^^H
OriTviieck bei Rotlenmann SSO.
G rflgarimix, adi»li(ro Wilwo, 036, ^^^^|
Gr»i X. XIV, XV, XXIII. XXVI—
Groif Jakoll 711. ^^^|
XXIX, xxxir. XLiv. xi.v.
Greifenburg. UiirTacli.ift in Kiirn- ^^^^H
LVIII, LIX. LXX. LXXn,
^^H
L-XXIV, LXXV, LXXXV, XCT,
Greln«gkher B«lth asar, Lcobncr ^^^^^
XCIV, C, CUI, 2, 10, 11, 13, 16,
hürger, ^^H
20. 21, 26— 2ä, 89, 41, 46 — 10,
Ürifrcn, äim, LXVII, C, CVIU, 86, ^^H
60, 67, 76, «9, 110, 1)8, 182,
120, 642, 608, 69], &J2. ^^^M
129, 130, J32— U2, 161—164,
OrimmbsL-liite ^^^|
I&7_159, 163, 1^4, 16i-l(iV.
tji'tt8i:lillnip Etx 903. ^^^H
ITt, 176—178, 18U — 102, 1^4,
Critschcr rdiziias, ProtosUnttn B09 ^^^H
IWfi, III7, 1U9, 201— 2D3. 2ufi,
Krnin, ^^^^|
207, 20B, 211, 313, 814, 217—
— M»U, Pnitcataatiii aus Krnin, ^^^^H
219, 221, 232— 2S8, 241—245,
045, 660, 702, 804, 813, 827, ^^^|
247, 251, 255, 2&8— 260, 263,
^^H
266, 267, 2C0. 270, 274, 283,
Grf'bRiinic, OrtsdiAfl in Obersteier, ^^^^|
284, 2«7, 288—290, 203—295,
I.XX1X, 28, 214, 215, 261, ^^H
S9B, S03, 306, 311, 314, 317,
^^H
S23— 326, 328, 330— 3tl7, ^40,
OroDlobiiiiug, Ortschaft in Ober- ^^^^^
343—845, S4S, 861, 367, 369,
stcier. 785. ^^^|
8C6— 369, 371. 372, 375, 876,
Grotta Alexiua, Otaxtr rfiirrcr, 292. ^^^|
SöT— »89, 39 1 — S94 , 596, S'J9,
Grotta, Antoa Freiherr vou, 882, ^^^^|
402, 403, 405—110, 112, 413,
^^H
415, 422—427, 431—438, 440—
— Ludwig- ^^^H
412, 4l'.0— 463, 465—467. 474—
Grubftr Michael, Hanchallamtsver- ^^^^|
477, 479. 48(1, 48S— A93. 497,
nalter, ^^^|
6l.>l, 502, 506, 609, 612— EU,
Grtibuor Scljiuitiau, ApuUibkcr iu ^^^^H
520—585, 527, 532, 537, 638,
Fetlau, 129, 238, 348, 603. ^^^H
649-561, 554, 656, 557, 670,
Grtlnberg, Dr., I.f, Kauxleiboamter, ^^^^|
571, 573, 674, 576, 680, 582—
^^H
684, 586, 587, 580 - 592, 591—
GrUnbocli Wolf, RaUbargcr, 105. ^^^|
«97, 699, 602-604, 613-621,
Grtisla Itn Kadkemburger Ihntiik ^^^^^
028, 625—630, 639, 642, «49,
^^^1
650, 654, 656, Cfi4, 665, 668—
OrtintuerMicliael, Tillavber OUrger. ^^^^|
672, 685,699-711,713,715—717,
^^H
719, 722— 72B, 731—740, 742—
GBchi«r Christopfa, KKnitncr I.ad<1- ^^^^|
746, 748, 749, 751-765, 758—788,
^^^H
759-778, 780—784, 790, 79fl—
Gitcbwindt, KäriLtner Adelafamilie: ^^^^H
808, 809—813, 817, 820—829,
— Fratiz. 099, 671. 832. ^^^|
882—837, 839, 841—843. 853,856,
— Ilaiis 313. 099, 832. ^^^|
860, 801, 863— 8C8, 670, 875,
Gstadt b«! Admont S63. ^^^H
876, 878—880, 8S2— 886, 888,
Gn^gler620. ^^^|
890, 891, 893—808, 91)4, OD«,
Gti Idunpaiidt, Borger in Leiibcn, ^^^^|
9ü8, 90D, [)ia, 915, 917, 920,
^^^1
925, 920,' 929—931, 936-938,
Gummilscb. Ortschaft ia KAniteo, ^^^^^
945, 948. 949, 964,-956, 962—
^^^1
967. 969-971.
Gundel fingen 564. ^^^^H
Grefrcndorf,OrUcbarci.KXrnt.,CI4.
Ottns,reaterPlati in Ungarn, 373,411. ^^^H
^^^^H Oiirk (Bischof von — , Binliim — )
Hallcgff, Oeor;^ von, Kilnlnrr Lftad- ,
^^^^_ I.XXIV, CIX, CXI. 31, 03, 6«,
naoD, 913, ^J
^^^^B 6G, 100, lOd, 313,: 316, 316, M&.
— Wolf Christoph von, 90i. ^M
^^^^H 699. Cil, 6GS, 736,
tlallcr Adam, Graxc^r BUr^r, 99. ^M
^^^^B 000-903, »&7.
Ilatntnftr Jascf, lYarrcr in Wotftberg'y^H
^ — Jobann J»kob, Bischof von, &67,
431, 410, 938. ^M
^^H
Ualtmaoidorf leiAlMia) SSV^ttSO^H
^^^H Ourkrclil, OitMcbxft in Kraln, 038,
ElimiDcrle bei Fronleitea 86T. ^^|
^^^1
llanchaliiiB Johann, Pfairer U^H
^^^H Garnitx, PtOfA ron, 668.
äl. Veit in Kirnten. 424. ^M
^^^1 Oarold BaIUuu»
Hlnd]Hi#rnnymu», I^andiKrltaftsbaeb' ^^
^^^K^
balter, 80J, 833. 89.t.
^^^^B
Hana ilans (tialliu), Pfarror ip Uof-
pck, 307, 387. 388, 42S. J
^^^^r ll»|f(eD}. KSrntner Ludlotile:
Uftu«, Wirt ,in> Pucbfvid*. 707. ^M
^^H — Achaz 794.
— Qeor^, Markgraf von Braod«ubarf ^|
^^^H — BflUhaMr
niid Ul.^cbof von tJtraXIburg. 320. ^|
^^^^B — Urnrg Friedrich SfiS.
— Bigmnnd, Uarkgraf von BraDd*n- *i
^^^^H — Haus Chrittofili i)94.
barg, 319. j
^^^H — Ucgina fc^j. TeiiffeiiUcU LVl, 806,
Karier Chiieto|>b 135, 169. ^M
^^^H — Wilhelm S3S, 234, 242, 246, 247.
— üoorg, UicUter iu Krainbaig', 924. ^H
^^H — Wolf
— Hans xum Ad«Upllch«l, erxbenog- ^|
^^^H JUaB Andrn«», Advokkt, 044, 6fil.
lidier Kat, IS&, 580, 689, 597. ^M
^^^^1 — Chrtstina, Gattin de« Ober«», 644,
H
^^H
Harsajr, Karl Graf tod, TS0. 1
^^^K — OoOTf
Uartherg, Stadt in OttateiHvaik, ^
^m — Mutthos m&.
439, 440, 467, 865, 967. H
^^^ likliülzhofer Jnkob, llufbtu-bhaltrr,
11 aai b or Satnnel, Krainer Landmaua. ^^
LXXXIII. 130.
XX£UC, «Sl, 630. C37. eis, 665. 1
lUrkli Hans Wolf, Wirt in Tohcl-
60O, 061, ÜCS— 06&, 067, 699. 7v4, ^M
bftrl, KU, 181.
706, 713, 717, 7S1, 7fi3, 806, 967. H
Hnffiier Andreas 209.
HaalacliQr <i., Uubirtati, S4i, ^|
liafiicr Uregor, üntertuu Sdiruiliorf,
U au ni a Q n Ambro« 630, &3St t^^^^|
449.
^^H
Haiiit Matthias 897, ?04, 90&.
— ^^^1
llaidutlana, Ortschaft ia Kraio,
— Matlliias ^^^H
8*«.
— Ncs-I 7O0. ^^^H
Hai ruh (KAroliior Adelige):
Hauin Esaias (Ca|i{lo), Pfamr in ^H
— JJ«rr VOM, 297.
AiiBsee, 2, 13». 1
— Andreas von — au Sorgcndorf •>,
HauB bei Scliladniiug 9&, 467, 6S7 ^J
107, 313, 631.
bis 640, 71S, B7Q. HW. ^M
— Helen« von, 38.
nausmaoner Sebutiio, Uagitter. ^^
Haliionrain, nw. von ßadkerBburg:,
83S. ]
^^^^ L, 040, TJ&, 81U, H-2V, ä30, 841.
Hansiicr [Uerotiyniu 177. ^H
^^^^H HalfiiigDr Barbara ü2G.
— Jtilianu, Hr., Uedli'-ii», 477. ^H
^^^M — Uaoi Obriitopli (Villachvr BHrtf^^r]
Hausruck Andreas, rtlegür, 803- ^H
^^H
Ueffnei Daniel 0&3. ^^^M
^^H HaUegg, ÜchloQ in K&riitaii, 306.
— Goorg C53, ^^^H
Heidelberg 3SS.
Herberaleiu Sigmund Friedrich ^^^H
Ucidcnrtich Chrüioph, rrttgcr »uf
132, I4S. 143, 164, 213, 213,217, ^^^|
J'itirnioii, 2S9, 37^, 275, 270.
S32, 234, 244, 376, 609,619, 621, ^^H
^Sl, 313, 462, C28, 638, 663. «39.
^^H
HeggiOeürg, BtnbeobergUclier Pile-
— WilhL-ltn ^^H
ger, 764, 768, 769, 78«, 791, 792,
— WuLf Cbrifttoplt 728, 720. ^^H
82ß.
— Wolf Sigmund 424, 509, 726, 862. ^^^|
Heilin^er ZacbartM SC&.
— WolfWiLhclm 186,211,294,296— ^^^|
ITcändl JonM 171.
^^H
IlcLnfeJs, SchUa, 6IS.
— Woikbard 312. ^^H
Uaiiirtcli Hjins ll>9.
Hnrbtirstorff, BtetrtBcfa« Adclsfami- ^^^^|
Ue'tiiciirk Juliua, Hersog von firaun-
^^H
Mhnetg, 367, 332.
— FrauK von, 768, 806. ^H
Heinriclier [Hwiiriclier) Anna 717,
— Karl von, XT.VUI. ^^H
— MarU, Bürgerin in Uudolftwcrt,
— Otto von, XLVUL ^^H
■ ßS2, 645, 702, 712, 722.
P llcleaeiibcrg, St., 432, 433.
UcTbtt Kucp 691. ^^^1
Heritiich (HOritscb), Uait. Adelige, ^H
Uelfeaberg, llans Kricdrlcli vou,
H
steiriecher Adeliger, 864.
— llartlnio 294, 298. ^M
^ MalUi«« tleturlcli voo, d54.
— FelUitas 869. ^M
HengsCbsr^ \wi Gmz 423.
— Georg 437. ^^^ä
Hepperger, tirol. Uaf««krel)lr, 406,
~ Georg Ckrittoph 319. ^^^H
■136.
— Mflxitniliiin 862. ^^^^|
H e r b e rs t e i n, iteiriHbe Adelafwiiilie,
— äoiihiü ^^^H
LH:
Horliiig HHn^ Ulchtfr, 707. ^^^|
— Bernhvdin S37.
Hermagor, OrlAchaft in KltriiCeD, ^^^^H
— Christian run, ?£>1.
282, 283, 293. ^M
— Christoph Moritz 3lS, 869.
Herold Johanne« 171- ^|
— Eva Foliiitaa 881.
Horrntallor Hau, Elntiehnior irt ^H
— FraiiB 7i6.
f^ladl. 963. ^^^^
— Krat)x CliriHtojib 8bl.
Herting Frans 711. ^^^^|
— I'Viodricli 54, 204, 477.
liertrii:b Christoph, Pfleger der Her- ^H
— Ueuovev.t Maria 8i>y.
ren vou Stad], 7Ü3. ^^^H
— Goorg Chn«lo[>h von, «98. 3E2.
Herx«nkraft,«teir.Adclsbmilie,814. ^^^^|
— Georg Fri<.dr]ch von, 509.
H<>ailicr Ifailbor. ^^^^H
— Georg Sigmtintl ^59.
HeSB(^n 322, 768, 889. ^^^|
— lJaiisFrLedrJch21l,311,337, 424,
— Landgraf von, 694, 697. ^^M
509, 531.
— Mi>rits von, 598. ^^^H
— Hans Jakob von, 77?, 778, 8S2.
— Lndwig fi^. ^^^m
— Haas Wilhelm 862.
ncäii«n- Darmstadt 894 ^^^H
~ Karl von, 19Ö, 297, 312, 41».
lletlieti (Uettisch) Michael, Bau- ^^^|
— Leopold Christoph 794.
schruiber, 136, 142. ^^^|
— Leopold (ieorg 8A9.
Hieronjruius, U&ckerjongo, 787. ^^^H
— Llenliarl ^Luonbart) 211, 609, 534,
11 i e rsc h ti er Christoph, BUrgei in ^^^^M
— Muritz 738, 796, 7y7.
Ka]tfeubc-rg, 589. ^^^M
— Otlo 185,
llifleiD in Krain 661. ^^^^H
— Otto Heinrich 784, 857.
Hilliprnnd Marx, BUrgermeisLer in ^^^^|
— Salome 859.
1
Lnolii'a, ^^^^^1
^^^^^^^^^^^Bi^^^^
^^H
^^^^1 lliniin«lb«rg, Ortochafl In Kllrnt«n,
Hollen«ek, Scbloß In MitleUt«i«^H
^^H
mark. 744, 753, 754. ^M
^^^^H lllmmellierg;, Georg Chriatoph ron.
Holler CbriBtepb, Forstmeister "V^^l
^^H
Atntmxnn. 3. ^^M
^^^^1 Hitnmolslfliiiar Bwbar« T2T.
noItsApfolBalotnOiSleiriBcheAdeHf^^l
^^^H —
B69. ^M
^^^^H Hinlorborg in Obenteisrmuk, 720.
HOlit Hans 318. ^^
^^^^^1 Hippaclivc Tliomu 662.
Holxer Ulricb, Undccbaftliclier Be-
^^^^B llirscliberger Georg, Pfleger, 628.
amter, 14.
^^^^1 Hochanpruneck bei KlSch 830.
Hombergor ElIsXiu, Sohn de* Nicb-^i
^^^B Hocblcofriar l'rban 911—918, 917.
Hten, 264. ^H
^^^H LorDDK
— Jerumiu, prot. Pfarrer in Oni^^V
^^^H Ilofcr Veit, Pfxrrcr id Turvis, 785.
Sß4.
^^^^^^ Ilofprenxa Ksttiarina TIS.
nOnig Pbllipp, Prüzeptor, IHO.
^^H Hoff Anton XIV, 121.
Unrcabiana, KraLacr ProlesUatin,
^^^^H Iloffniann, itcirist^hc AdclsfAinitie;
169.
^^^B — Ferdm«nd
HOrtnan Karl, Lcobner B9i^^, ^i
^^H — U»is FricMlricIi, LXXVl, LXXVII.
^M
^^^H
Hörn, Stadt in Nicderil!it«Tr«icll,^H
^^^B — Maf^xlonu
XXVUI, XXIX, XXXII. 337, 4Mb^|
^^^ _ Wwlf SebjulUii 263.
182, 484, 486. ™
^f IloffaerVeit, Prairer in Aussee, 749.
HornPeter,SchiilpriU«ptorL8cbi(aa-
^ Hoflcircb«n, Georg Andreits ricrr
twrg, 264.
von, nieilcrOstcrrcidiiscbor Adeli-
Hornberg, Adam Seyftidt Toa, kSrat* ^J
ger, XXm, XXIV, XXV U.XXVUI,
nificher Adeliger, 313. ^H
S71, SH4, iÜS, S17, 318, S'ii, S28,
Hospitale s. SpittaL ^^M
325, 357. 35V, iOf>, 474.
Hobcr Gabriel 627, ^M
llohouburg, Herren von, Icämt-
Hub er Martin, Untertan dea Hetn ^^
iiorisciie Adelige, 8$2:
von Kainacb, LXXIX, 27, 88-
— Ilaltliaaar roa 8ß5.
11 n e b m a n Hans, L«obner Bürger,
— Heinrich von, 581.
593. ^J
Hohcnfcld, Herr tod, CS.
Huebmer Joaef 893. ^H
Ilohonwurt, i.-U. Adchfacailio:
— Thomu ^^^M
— Uaaifl 862.
Hanger Ruep, Untertan, 8W. ^^^^H
— Erurcich 859, 862.
Horuass Hani JSrg. ateir. Län3^^^
— Fmos 31«.
mann, 33—35, «98. J
— üottfrii^d Bii2.
m
— llani 863.
^M
— Ku-1 862.
^H
— Konnaa 47B.
Idria LX\'ni, 426. ^^"
— Ludwig 869.
Idangipengen, Wolf IKetrieb voa.
— Seyfried von, 866.
steiri»chcr Adeliger, 854, 8&9.
ilolenock, Hiins Adüin Ton, 862.
Igg närdlicb ron Laibach 548, 460-
Ilollenberg, Horrscball Dietrioh-
lUiaecha (IllcabAR;) 4H4. ^H
•tetn«, 863.
Hx bei Oloiadorf I9S, 806. ^H
IIoDenbnrg, Hcrnohaft in Kürnten,
Innerborg, Ortsohafl in Obaretai«'. ^H
188, 881, 947.
3, 40, 674, 716, 717, 722, 9fl". ^
i] — H»n« Friedricli ¥on, 41S, 964.
698. j
^^^
^^^^^^^^os^^^^^B
rnnshruoh XXXn, 4üR, 494, 501,
JftbBtl Jndith 8M. ^^H
Mö, ri22, 9;n.
— Wolf Andre ^^^H
IrJiiing, Ortfl(di»fl In OberMeicr, 9,
J ti i: )i L ; ri g c r Woifgatig, Kaiislr r, Ktim- ^^^^|
G, 2*_', 133.
inftr|ir<ikijraL»r, XI, ÜO, ISC, 14t, ^^^^H
Ii p n It K US AcbaifLui'dinann iu Kralo,
U4, 157, 159, 220. S09, 841, 956. ^^^H
382.
Jocbuer A. (adalig) 886. ^^^^|
Italien 613, 577. SAl, 8&I. 054.
— Chmtoph 80t, 802. ^^^|
— ^^H
1 i.
Jobaiiii Frans, Dnriiant, 743. ^^^^f
1
JaUanu, Abt von Admoiit, HS. ^^^^|
Jabornigkh, Adelig« at» KiLmten,
Juiiaiin, Henog von Kiti-Ii^dn, diSO. ^^^^H
CJÖ.
Johann, Ilersog tdii Wciniar, 3SC. ^^^^H
Jackscliitz £30.
Johann, St., b«! Tjboin 4S4, ^^^|
•TXger Adnin, MarkUcli reiber in Mur-
Johann, St., am PrQ^el 437. ^^^^|
C4>k, 82(1. 804.
JoKbtiti, St., hl Kraiu 897. ^^^^|
— AndrcAS eßO, Cftl, 79;,
Juitnr', Uaginter, 968. ^^^^|
— Oßorg 598.
Jnpall Miirau 910. ^^^H
— Paul, M&rkUclirelber ia Kindborff,
JOrger, Oat«rr. AdcUfatailie ^^^^|
4S6.
— Jobaiiii Seplimtu 760, 869, ^^^H
JantfttOTius KikoUus (Jai^nialo-
- Karl ^^H
viim) r.. S88, CS4.
Jlritsch fl. H«ritsch. ^^^H
Jakob, ein .Kranio»«'' (PrStliksal?),
JtSrnsdorf, Hana Cbrintoph von, 86d. ^H
712.
Jost Ckri>to]>b, FrüiUkaut «u WelB- ^^^|
Jakob, BEscItof von Sockau, tielio
tiriavh, ^^^|
Sevk.iu.
JOitl zu Kaittcnfvld 901. ^^^H
Jikob G«org, Kacctit, 902.
Jada Aiulreas, M.ilcr, 17. ^^^H
Jakob P. 661.
Judenbur; CI, CIV, 4, S1, 30, 38, ^^H
Jakob Otto 810.
S9, 66, 187, -239, 294. 3147. SitA, ^^H
Jakob Simon 377.
&99, 6&1>, fiSe, 717, 7411, 74)1, 771, ^^^^
Jakobitz Puter 636, 637.
772, 803, H36, 883. ^^^^
Janosbnia, KaAasdv» BcaiU iu
J u] i ui, Uerzijg eu Wilrt«iubär(f, 387, ^^^^|
UDgarn, 373.
^^H
Järing, Admooter BfitLtx, 441.
Jaraschite Andrea« 711, 71Ö. ^^^H
Jiriti Jakob, Bürger In L«oben,
JnrltRcIi Karl, Krainer Lanilmann, ^^^^H
693.
^^^1
Jankonitiob MikuliKn 66S.
Jorkowitsch Hans, Pfieger bol ^^^^|
Jaiiernikiu Klara 660, 603, 666.
Moskon. ^^^1
Jauerulk Mattbui "ilü.
Juralb Georg, Wirt in üalbeuraia ^^^H
Jedcnspeugcn (Idems^ongen) 918.
^^H
Jeglits 433,
^^1
Jflr^en, St., bei Koprcinttz 196.
Jlicrritecli Andreis 6S2.
Kabl-vvang in OberatPiermark 439. ^^^^H
Joacblm v. Umridoab. 320.
Kainacb (Khainacb) Enirvicii, Htoi- ^^^^H
Jllbstl(J0atIl,atcin8clioAdelifamilto,
riacbci Adeliger, IX, XL. V 111, ^^^^H
IJl, 704.
LXXIX, 27, 26, 186, 298, 312, 803. ^^H
— Owrg Am«lricl], 8ül, 866.
Kaiu (Kbain), Obrist, 483, 484, 486, ^^^H
— UaDi Sijtmund auf Lind LVI, 850,
Kaii«r (Khai«er) llans, Leobner ^^^H
861, 86Ö, 866, 834.
Bürger, 698. ^^^B
Kai>«rib«rg, Orttcliifl in UngAm,
2U, 239.
K>ni<>Ttft1 604.
Kala (KtiSla) Thomas, BUrger in Leo-
bou, bSa.
Kaltanbrunii, Ortacbaft bei E.lQob,
414, 781?.
Kai tenli ante r(Rlialtanh«u««r)Wolf,
Kammer- u. ReformationasvkretXr,
3, l'J, 43. 62, 84, 2»6, 360, 440,
901.
Kalterpacbnr Thomas su Pordorf,
»Ol.
Kaltzlcbilz 869.
Eammering in Kllrnt«n 277,379,
283, 283, C29.
Kamnik, Ortschaft in KiiDtsn, 042.
Kamtoorlal B73, 874.
Ka]U))or^ 203.
Kanal (CxihIb) im VLllacliorltreis
sas. $46.
Kannltal 7«0.
Kandlbcr^or Hani Georg, iiteiri-
Bcbcr Landes beamler, XX, XXIII,
lU», 139, U9, 192, 230.291,268,
Üb.
Kapronberp (Pfleger, Ort, Uuter-
liDAn), Stuben berguche Herr-
schaft, L, LVU, LXI, 3S— aS,
53. e«, 67, 63, 70. ftg, 98, 135,
Ibi, 1»1, 18«, 188, 210. 211,238,
23», S40, S9JJ, 2i*7. SU, 334, 343.
366, 406, 414, 437, 438. 587—
589, 697. 696. 606, SW. 616. «64,
666, 663, 719. 724. 784, 739.76»,
772, 828, 832, 844—846, 889, 926.
Kaisisclia 29, 41, 42, ß8, 101, 102,
108, HS, 210, 580, 426.
Kapfenstoin, Ortacbaft in Miltel-
«Ivior, t^03.
KariQgCT r«ter, BUrg» in Kapftn*
berff, 688.
Kitrl V., KaisDr, 141, 633.
Karl 11 . EnUonog, XU, XIU, XVUI,
XXII. XLII-XLIV, XLVII, Ul,
LVlir, LXVU, LXXV, LXXVI,
Lxxviii, xcm, xciv. xcvi—
149, 192, 21S, 228, 860, 272. 3^,
340,347. 348, 368. 376, 421.480,
Sil, 624. 633, 633. 636, 678, »M.
700, 747, 766, 765. 7fi«, 786, 925,
920, 038-982, 934, 03«, 943.
Karlia Veronika xu WaxcUdorf 7&4,
769.
K«rl«t}idt«r Turm Ml.
Karner Martin 710.
Kirnten (Land, Verordnete, Stiiiidc,
Viaedom, Erspriester von — avw)
Ober- und Unter- X, XU-XT,
xvn, xix-xxi, xxiu-xxr,
XXVII, xxviii. XXX. xxxin.
xxxv-xxxvu, XL, xur.
XL\a— XLVIII. U— LIV, LH!,
LtX— LXII, LXVI, LXVn, LXU,
LXX. LXXUl. LXXIX. LJtXX-
LXXXll, LXXXV. UUIXVU,
c-cu, cvm, CXI, 4, 0, 10, 1»,
24—26, 28. 30. 31. 3S. 3». 30-
41, 46-49. 63, 47—69, 62. 4»,
05-67, 69, 71, 76, 81, 84, 85.
87—89, 97, 99-10«, 115. 11».
118, 128, 130, 132. 145—151,
157-160. 162, 163, 167, 168, I7Ü^
172, 176, 178—180, 183, 188, l»0,
196, 196, 198, 204, 206, 30T, :!l),
214, 216. 221,222, 224— 229,23(.
241, 244, 245, 247—250, 265. 257,
266-270, 272. 273, 276, 278,281,
286—288, 290, 294, 295, 299, 301.
302, 307. SU. 314—317, 819, 320,
322, 3S3, 327, 328, 831, 333, 335,
336, 941, 343—349, 363. 35T-
859, 361, »65—360, 371— 3'X,
876, 376, 381. 388, 389, 39I,S»S,
396—397, 402-404, 407, 4«^
410, 423, 432, 434 — 137, 441
464-466, 472, 480, 4S8v 49U-
492, 494. 496, 497—600. 502-
604, 606-613, 616. 617. 519-
621, 623, 627, 628, 639, 687-
639, 547-664, 66«, 658, 06U,
665, 667-671, 673. 674. 675-
583. 687, 689, 691, 692, »94,
697_60l, 604-6U6, W«. 61«-
^
^^1
^^^^^^^^^^98^^^^H
629, 630, 647, 639, 6^0. 643,
Keller Simon SIS. ^^^H
646, 647, 6fiS, 6». S56, 6&7,
Ke11«r'b«rg (K«U«rwerg). Pfarr« in ^^^H
«68—668, 670, 672, C74— 682,
KXrnMn. 378, 283-284. ^^H
«86—693, ß97-6t^9, 701, 708,
Kr^lTermana Johann, Pfarrer, 949. j^^^^H
705, 706, 710, 7)6, 71S, 727,
Kemotor (Kheiiieter), Ailoligor au« ^^^^H
730, 7SS, 736, 7S7, 738, 740,
Kärnten, ^^^|
744—749. 762, 753, 767—763.
Keplor JabannBi, ProfeUor a.n dar ^^^^^
761_770, 772, 773, 781. 783,
prot. StiftuchnW, XI, XCIV, 19, ^^H
7Si, 79a, 7&7, 800, fi03, 804.
^^H
80(1, 810, 812, 816-836, 828,
Kep jt Johann, Dr.,AI)g«ftandler in ne- ^^^^|
831, 832, 834, 830, 838—840.
jfotio religionii., 200. ^^M
844, 862, 866, 860—864, 870,
Kasaalbodeo Baltbasar, Magister, ^^^^|
876-884, 888-891, 894, 896.
^^H
903, 906, 909, 911-913, 916,
Keutscliach, Kärntocr AdelifamUie: ^^^^|
9W, 91ä], 925, 934, 9;i8, 1340,
— Krntt Leonhard 866. ^^^^f
643, 04fi, 9M, 9i>6, 968, *h60,
— Georg ^^^H
963, 965, 96G, 068, 969,
— Hans Ernst 863. ^^^H
Katpar, Abt von Meuberg, «. Neu-
— Otto ^^^1
1 Kiitner au* Sauerbniaa 786.
KStschiticii (KViKticliibch) Huis
— Sigmun«! 865. ^^^|
— Ulrich Wilbolm 806. ^^H
— Wolf Lwnljard 865. ^^H
Friivlrirli xxi Weixelstoin in Kr«in
KberenbQllor, Kümtner Adeli- ^^^H
731, 724.
^^^^H
— RoeiDA 724.
— Famili«, OUIer, KhevenbUlLerscbe ^^^^|
Katzianer (KhsUEincr), Kriiner
Beamte, Pfleger luw., XXXVIU, ^^^B
Adoliffo:
XXXIX, CII, 696, 737, 886, H'JO, ^^H
— Andreas 545.
^^H
— Eliiabeth 414, 451.
— Augiutin 531. ^^^^1
— Georg Andr«a!i 161, 476. 631.
— Barilmo LXXXVI, LXXXVII, ^^H
— Üeorg UalthMur 8G5.
XCi, 99, 152, 163, 182, 216. S2S. ^^H
— Jakob 560.
323, 544, 274-279, 281, 282, ^^H
■ Kilztal in Kärnten 344.
387, 289, S9S, 393, 297, 31», ^^H
H Kaiiiiitx, FrüiilHu von, A(l«li(ffl am
^^H
1 MähroD, BÖ8, 869.
— Ilenigna, geh. von Kermidorf, 780, ^^^^|
■ KXiijchl Miirtlii, Dtlr^ervon Weicli-
799. 839, 864, 876. ^^H
P »eilbnrg, 62&, S31, 633, (134.
— ^^H
Kobarlc-, Bllnrarsfrnu, 662.
— Franz. Chrittoph 643, 65K. ^^^H
Keborlin Sofia (KhebErlin} 658.
— Hans ^^^H
Kahrcr Kanir, Pfleger au Pfaflau-
— Panl 723, 863, B82, 891. ^^H
(lein, 794.
— Uegina OrftfiD von - 637, 628, ^^H
Koilwaog' 1. Eahlwaog.
^^H
K e l n herg (Gem. Kninberg) in Mittei-
KhlcnbTirg (Khnenbarg), stciriseho ^^^H
lte i«rinark 2.
Ailebfamilte: ^^^^H
Keller Hana, BOrgfer in Lcobett,
— Herr vnn — ^^^H
593.
— tVani von — SIS. ^^^H
Koller XII Keltcrapcrg, KXro tncT
— tlans Ferdinand, Hnligionareforma- ^^^^B
^L Adatigo :
liauskomminär. 796, 797, B13, 831. ^^^|
L~
— R«inbrecbt ^^^|
900
Kliisl, Freiherren von Kaltes brann,
Kratner Adelifamili«:
— Georg 42, 313, 3S4, 416, 6«2.
— Ujini 384, 444.
— Vftit 476.
KblOsl, Rehoitnur Rat KOni^ Maltliiu',
4»2. 4S&, 486.
Ktiidberg, Markt in Ob«rfte[er,
XCVIIl, XCIX, 162, 32ß. 414,
41fi, 4'28— 431, li'J.
Kircbbacli, ITarro in KSrateo, 614.
Kircbbcrj^, Karl vun, Sil.
Kirchdorf in Kirnten 893.
Kircber VAleotio, BflTger in Leobea,
592.
Kirchfeld in Steiermark 843.
Kirchperger Fabiaa, Kriegnekre-
tär, 647, Ül4.
KiruhjiiiDchcr, Adollgo in Kärnteu:
— Balthasar SIS.
— Wilhelm 313.
Ki rc h b Uc bl e r i Kirchbnller), Fisch-
nieiBler, 414, 430, 4SI.
Kirachner Chnittopli 2S3.
— Wilhelm, Marktrichter in Kind-
berg', 429.
Kistal Audrciis, Bürger und Uandela-
macn von Orai, 117,
Kiatall 369.
Klagfinfnrt (CLaiiilifoniRi) XII—
XIV, XXXVIl— XXXIX, L, Lvn,
LX, LXl, LXUI—LXVU, LXXI,
Lxxm, Lxxv, cvi, ex, cxn,
4, V— II, S3, 24, 26. 31. »6, 41,
47. 49, &8. 62, 63. 64, 66. 67.
60—71, 73, 76—78, 81, 83—86,
88—98, 101-104, 106, 107, III,
112, 114, 117, 118, 121. 126,
127, 128, 130, 163, 167. 160.
166. 167, 170—172, 178—182,
187, 196. 19S, 216, 22S, 225,
S26, 220. 3i7, 960, 267, 266,
269, 272. 278, 278, 289, 302,
809, 316, 337, 843, 346, 346,
358, 361, 368, 378, 874, 889,
8&4-897, 40y, 410, 483, 432,
434. 460, 494—466, 490, 498.
606, 637, 673, 676, 679. 680,
689.
683.
69«.
607.
6n.
tOK
608,
«10—616,
6S3,
623.
fiST.
«28,
639,
642,
664,
666,
667.
6fi3.
671,
616-
-677,
683.
«8«,
tJ87,
689,
706,
718,
727,
"«.
740-
-742,
748-
-761,
764.
770t
790.
792.
793,
812,
S«].
xn«,
888,
907,
913,
931,
933,
942,
943, 964, 960, 982, ÖflS.
KUmeni VIll . Papat, S&«. 844,
861, 461, 462, 942. M%, 961.
KtDihcnxedl(Ch1«iben»e«ll)Tboiiu^
Untertan. 829.
— Georg, Unterun, 830.
Kt»pp ITrban. Zeltachtieider, 47.
Klett, RüJtongslieferant, 6i3.
Klingenfels, Herrschaft In Knia,
448, 683.
Klo eh, nCrdlieb von Kadkenbnrp,
h, 646, 718, 810, 829—851, «4,
841.
KiVpfer (Klopfer) Ferdinud, Pfamr
SU Tultachnick, 790, 808.
K I n p r i t Ki Aleiander, Hofn«Iiter,
794.
Knaffel (Knaym) BartIme, Pfidi*
kaut, 169, 928.
Knechtl Paul 727.
Kuipfelberger Jobannu, Pftner
▼OD llennagor, S82.
Knlttelfeld in ObentcIfirraarkXCI,
XCVin, 186. 762, 763. 761, BU.
Knoblaeb 169.
Koben«! (Kbobeaal,Cobena1},EninH
Adelst» nüHe:
— Ifau TOD — Proueg XCVU.
— Lenardo 636.
— Philipp 134, 160, 163. 169, S5^
376, 886, 887. 413, 430, 46^
402, 474, 476.
K u be rUatLbiai.HanimertfreikafaktM,
78L
K 0 be rl e Aagnatln, OutabMitaer, 231.
Kocbler Unala 864.
Knflach tu WeaUteiermark 54, M.
Kofi er, ScbQler aus dem Colkgi
Germanicam, 213, 796.
Kolloaitacb, Oberst, 268.
I
I
^^^
^
P
gS^^^^B
Köln an der Spre« (B«rlm] tS6.
176, \6% 18S,
190, 193,
^^1
Kütnorn in Ungarn 210.
207. 214, 216,
2)8, S30,
^^M
König, l>r. (Khflni; Wiernenis),
24ö, 248, 266,
967, 267,
^^H
lirKunschwcigiicber Abf^osanilter
270, 272, 273,
275, 278,
^^H
in ncgotio religiotiis, 200, 3'23.
294, 299, 301,
302, 307,
^H
Xüiiigtberg Tou — xu Scbeiftlisg
au, Slö, 817,
319, 320,
^^M
794.
323, 327, 82«,
331, 333,
^^B
Konr&d Georg, Frädikaut. 332,369.
336, 342. 344,
347_.H49.
^^H
Konradin Laxaras, Sudtjcbreiber
36», 361, 366.
367-369,
^^H
in Villach, »44.
372, 375, 379,
380, 382,
^^H
Kopf (Khopplos) Isaak, Magister,
386, 388—391,
393, 395,
^^H
IdO, -ißi, 04-t.
398, 402—404,
40V, 410,
413, ^H
KopUnger Alexander, Exulant, äSß.
414, 421, 427,
432, 436,
^^M
Kopröinitt, Orticbaft in SUdstoier-
440, 442—446,
449, 461,
^^H
mark, 196, 288, 332, 368, 369.
466— 466, 466,
472—477,
^^M
Koprira (Khopriva) au« QurlcfeM
487—489. 491,
402, 494,
^^H
C38.
408, 600, 601,
5ö4. 607-
^^H
KopriTitiua (KhopnviUita) Niko-
SIS, 617, 619.
620. 621,
^^H
Uua F. 4« 9.
627—630, 633,
537—639, 644— ^^^
Kürauß (KhCraußJ, liewobtier dar
546, 648—564,
666, 668,
^^H
Pfarro St. Urban iu Küruteii, 900.
664, 666, 667,
56&-57I.
&74, ^H
Koiilscbani Gera, EinwuUuerin
676-578, 080-
-683, 591.
^^H
aus Landjitral!, 663.
604, 698— G02.
605, Sil,
^^H
Korer (Khorer), Pfleger, 803.
BIß, 620—623,
625, 6S1.
^^H
KUrinend !n Ungarn 268.
eSO, 640, U3,
S47, 664,
^^H
K ornbergor 73S.
868, 660, 663-
-666, 667,
^^H
Krabath (Crabatli) Georg. Stadt-
672, 682, 701,
702, 704-
^^H
achmber von Uurkfetd, ß3fj.
710, 712—719,
721—724,
^^B
Krabat Tobias. SchuliaeUter, &90.
727. 731, 732,
736, 740,
^^1
KrUer iKhrÜcr) Wolf 2f,fl.
74S-74B, 75.1,
7ßO, 766.
^^H
Kragenlacber Georg (>4Ö.
778, 781, 783,
784, 793,
^^H
— Chriatfiph 64 B.
804, 806, 813,
816—839,
^^H
Kragenpacber ITC.
840, 852, 856,
861, 863,
^^M
Kraill Andreas, D<jnipropat in Lai*
868, 870, 876-
-880, 884,
^^H
bacli, 12&, 4:17, 462.
806, 902—904. 908. 909. 915
^^H
Krain (Land, Verordnete, Viaedom)
921, 024— a30.
»40, {14,1, 966. ^^H
X, XIV. XV, XVII. XX, XXI,
Krainliur^ LXIX
, CVII, 133
^^H
xxm— XXV, XXVII, xxviii.
130, 166. ISO,
466, 661,
^^B
XXX, XXXV, xxxvu— XXXIX,
021.
^^H
XUI. LIi, UU, LIX, LXVII,
KrKmer Georg aus Klagenfart
^^^1
LXIX, LXX, LXXXU. LXXXV.
— Kuper (Cremer), RatabDrgor und ^^^|
Lxxxvn, Lxxvrx, xci, cn,
Uandelsmaiui iv
Wolfiberg,
^H
CV. CVII, CIX, 4, 10, 26. 2S,
938.
^^H
28—30, 35, 36, 30—42, 47—49,
— Sigmund aus Klagcnfnrt 750
^H
67, 60, ee, 67, lUfi, 116, 119,
Kranichbnrg in äteiermark 725. ^^^|
120, 125, 1211, 12B— 131, 133,
Krault Andre 746,
753.
^^H
139—141, 145—152, 157, 168,
— Wol^aog, Froviantnieiator,
^H
IGO, 162, 164. 160. IQÜ. 170,
624.
_l
KrisenbAcb, die, ICrsiner Frote-
itADMn, 651.
KrfintNch Gffnrg, LandtoluifttHient^r,
264.
KrftliiiigAr Hriui, Ptipgttr, 803.
Kreh Juhauii 171.
Kr«i^ (Ort, Stift. PruUt ikw.] !ii
EÜmtea 346, 34G, 668, 6»C, 901,
Kretns (Ort, -RtHeha, Ober*] in
Kilnitirri I.MI, 244, 79F,, 802.
Krfiiihrrg, Hnrr vnii (Khrenl)«r(;),
kalserl. j^eliuiiiicr B&t, 481, &BI>.
KrvuU, ScIiloQ in Krain, 134. inr»,
Erib«niVh A'lftm, I. f. Kktisl«!-
benmter. ISn, 141, 154, tfiT. 159,
213, 440, &\&, 73».
KribI, AiugL'wiofleitGr Protestmil aus
KUrutiMi, 484.
Kricvlibaum, Vrrw«ser, 837.
Krieglxch in Obnrateiennarlc 1C2,
4-29.
Kriojfistein in K>lrtit«ii 753.
Kroatien XXI, 413, 477, 478, 480,
62R, 820, 742, 827, 86ö, 909.
KrobatKln Anna C62,
— Eilt Abo th 6Ö2.
Krilii (Kbren, Chrtln) Andrvu 060.
— Ltf'OuliArd 384.
— Thnnim«, BSachaf von LaibBch, s.
»uch Li.IbKch, llischof vnn —
XIV, XX, XXI, xxviii, xxxm,
XXXIV, LIX, LXVII, LXIX,
LXX, LXXIV, LXXX, XCVI-
CVm, ex, 126, ISO, 142, I6l.
165. 166, 183. 198, 222. 2.10, 270,
273, aie, 376. 382, .186, 31(8. 407,
418, 416, 422, 44.1, 449, 4/il, 4&2,
46*. 466, 469, 461, 470—476, 02.1,
eS6, 630. 646, 651, 870, 903.
KroDATi IßS.
Krontinrg in Kfirnten 245.
Kroneg^ (Kbronpffich), lüa von,
kXrotnerisoh - steiriscKe Arloli'
funilift:
— (ohne Tiufnnmon) 031, 932.
— Chrisliiiili vtin, 4tV£.
Kron^g^ David zu — von Hiblan
313, 631.
— Ferdinand Ton, 9fl8.
— HiirK Wilhnlin von. 860.
— Karl v<m. XLV. 294, 298, 312.
— Wilhelm ron, 876.
Krutihofer ticorg, Pfarrer »on Lin^^
270. 333.
Krön! 811.
K r II i> ff e I () (Orabfcld) in Kfinrtn
912,
Krnp[i (Knt|ip, Kltnip) in Krau
163. 645, 962.
Kroltenfaof in Ober»lci»r 2.'i9.
KClebucb (Kicbacli) Ferdinand von.
V«TwaUer der Land<4haupta)a()&-,
■cliart in TirnI, /ilS, 618, b6i,\
57», 678.
Kuetti'uberg in Kirnten 968.
Kuenb«rg. Herr von, Landrat, Slft.
Ktigelmann Karl, Dr.. Refonnaüen*-
kommiMKr, 771, 796. 797. 809,
810.
Knlntfir (Kliulndr) von RownbUe^
Ad<!li)rfl aus KKmlen:
— BaltliAiinr 813.
— Bernhard 273. 288, 390.
~ Brnreirh OOO.
— Ferdinaad 432. 4A3.
— Q«org Lttonhard 313.
— flaBB 313.
— Kalliarina 000.
KOnig (RhUni^), Dr.. s. K6ni|;.
Knnritz Oswald 002.
Kuntnor Urban 644.
Kunx (KbuDx) 638.
Kllpfl B<ifinvcnturn, Bllchsenmebttr,
755.
KllrscUner Abraham, Disnar da
Pfarrers in Annvc, 13M.
— Margaret«, dca Obigvn W«i^
138.
Knrtl«b (Kunclew) Craaniu, hi»A-
Khrannenschreiber, X, 14, U.
83.
Kölner (RhulDcr) Jona« 904— 9M.
Kyachperg (Kb^neliptr;). Ben-
sctiaft, 196.
993
I.
Laak (auch Laekh und La^fn). Ort-
schaft in Krain, LX1X, LXXVIl,
CX, tS9, 6S8, ßßü, 028.
Laborator LoncriK, XanKlaischrciber,
Ö67.
Lavkcr Joliaun, Pfarror iu TClfier in
Kkratcn, 70^.
L«ckli«r Adnm, Pfarrer Id Weißen-
kirclien, 433, 4M.
LadroDor, Ädelsfamilte atu KlmUm,
0tl9.
— Hans Jakolj 31»,
Lagf^eu, iu iler ~, iu KSroten,
902.
Laibacb (Liibiann) XIV. XX, XXI,
xxvm, xxxviu, xLviii.
UCVUI. LXIX, LXXI, LXXllI,
LXXV, CVI, CIX, 12. 86, 8»,
4lf, 4'J, lao— 122, 126, 127, 129,
130, 133, 139—143, 160, I61, 171,
176, 184, 187. 196, 198.217,222.
230, 231, ibl, 269, 270, 273, 27fi,
316. 334. 337, 84u', 3*8, 3ö9, 362,
366, 36S, 375, 376, 37», 380, 383,
886. 386, 398, 407, 411 — 113, 416,
417, 419—422, 427, 428, 431, 440,
443, 454, 4fiU, Ab9, 46L, 47&, 477,
479, 487, 489, Sit), 612, 613, 621,
522, 627, 628, 637, 644, 645,
M8-5M), 566, 568, 699. 602. 605,
613, 621, 625, 62ß, 630, 638— G40,
642, 645, S46, 648, ßfiO, 661,
868-662, 664, 666, 601>, 673,
099—702, 706, 708, 70», 711,
712, 714, 7t6, 721. 723, 725, 732,
733, 736, 74t, 826, 881, 024—926.
928, 92«, 939, 940, 945, 96Ö.
~- Biicliof von — (s. auch die Na-
men KrUn, Tantscher, Rcinald),
487-480, 627, 628, 644—648,
ÖH, 600, 621, 65S, 660—662. 664,
702, 710, 722, 736. 738,739,746,
766, 773. 781, 870, 896,897.940,
946, 964.
.ainbaBh (^ Lerobacb) bei Harburg
814.
PoMtai. lE.4bl. BILX.
Lanberi;, di« tou, krainucli-stoiri-
schn AdpUfxinilie:
— Freiherr zu Stein und AU-OBttii*
lierg 450.
— Augudlin 864.
— Dietrich 631.
— Ernreicli 736. 739.
— tlerwarth XV, XVI, 40, 106, 117,
118, 121, 138. 161, 152,160,318,
SSS. 475, 560.
^ Jakob 386.
— Johann 989.
— Jmot 814.
— Mar^arata 493.
— WiHiolm 313.
— Wolf Dietrich 475, 512.
LarDemheim, Jolixun Kaapar von,
'bambergücher Viaedom in KIrtit«ii,
760.
Lampacher Andreas, Fflt^er. 8Ü3.
Laui|>reclit, St. (Ort, Stift, Abt .. .)
412, 425, 550, 039, 811, 964.
— Johann Heinrich, Abt von — 743,
744.
— Martin, Abt von — 54.
I.amormain P. fi. J. «72, 716, 719.
Landau, Herr von, 481. -182.
LXndl in Ob«ri;letertnark 468, 463.
LandBbcrg 61», 762.
LandBchacli bei Weitz 622, 62».
Landstiater Michatl, aerichtsr«r-
waitcr, 428. 429.
Landakran in KSrnt^n XXXIX,
C4I, 689, 737, 73», 5)83,880,907,
910.
Lauditraß (Ort, Abt von — ) in
Krain 378, 412, 453, 639. 645.
659. 6A], 662.
Lang Frans. LandachnftskoniRiiBsitr,
219.
La n g 0 u, an der — in ESrnteu,
244.
Laug^enoiantl Wilholru, KSrutncr
LandmanD, Sl3.
La n fi: ena n e T Gottfried, ftchreitior,
785.
Lan^enwan;; in Oboratfiicrniark
259, 016, 020.
sa
^^^^^^^^^^^^^^^^^M
^^1
^^^^^H
LcBgeafflld, Ort In Krain, 414, 4t^|
^^^^^^^H Lktispcrg tn KHrnten 190.
4M. ]
^^^^^^^B Lanttiicri, Kaapar von, Krainer
Leolto witBcb OeoJX> «homali^w
^^^^^H AilQÜ^r, 632,
Lau drahanpl mann in Kraio, 982.
^^^^^^^H iiaaaing in ObDfileicrmark 808, 43^.
LcniD&dorfar äigmUDd, BQigw m
^^^^^^^H Lflßlelinnr Svbutizn, IIoftchr«iber
LuobcD. &9S.
^^^^^H XU PSfSDjr.
Leob*n XXIX. IJCXII, LXXXVH. \
^^^^^^^m Lntomn«, jirotMtJint. Predig:«r, 18.
LXXXVIIl. XCIV, I4i, 167. «II.
^^^^^^^1 liAubin^cr ätjfinand 6B1.
318, 892, 4Ö8, 47A, 476, 67«. l>>ii\
^^^^^^^B L n 11 10 1 i s c b [ Loureti tach) , Bürger,
686, 690, 593, 693. 6S0. €34, 71^^
^^^^^1
735, 730, 792. ^H
^^^^^^^1 Lavaiit (Ort, IJiscfaof von — , -tal)
Leoubard, Biacliof von 1 di ba^^f
^^^^H XIIT, TiXXLn, LXII, LXXIV, 100,
^H
^^^^^B I0&, l'X>, Ub. 3i7, -Ul». iU. 44U.
Lconhard, St. Vlllacher l£r«ia. ^'^t
^^^^^H 07t, 773, 703, y--2b, 833, 030. 031,
Leopold, EnhersAi^, 396, 3d7, 4»1, ■
^^^^^H
483, 485, 6SU. ^M
^^^^^^V — Qeor^t Uuchof von —, 105, 286,
Loriebaar Ambmi 344. ^^M
^^^V 487, &V7, 624, 727; k. ancb Sto-
Lsichvr Hmufl, Kheve&lillllflneli^^|
^^^^H baue; Leouhard, ßUchuf von — ,
Untertan. 244. ^
^^^1
Lctmair Man acu Sebladminf 96.
^^^B Lax
Lentiicr Hnns, HandoUmann, Stö '
^^^^B Layinan, (Lflymin), Balthasar von
Lentscbacb in UtittoUtgienwart i
^^^^B und zu Liebenau ßohcimfr Kxt
704, 880. ^M
^^^V und ItorvixekauElcr, ^00, 355, 475,
Lcuticndorfar Adam 727. ^H
^m 494, 4»7, 408, £00, 60], 514, fil9,
L«y»Gr Qeor^ l>«Tid toq WaUegf^^H
^^ &51.
■teir. AdcliffBr, 860. ^^1
L»y»chÄfft(?) in Sttiennark 764.
Lejitr Poljrkarp. kafilohiiieliw J
Lebel, liais. Hut. 800.
Hofpr«d>gor, XXVII. 330. SSf^H
Lebmacliflr OtrUlian, Eialant auH
361, 366. 403, 401, 409, 4ia ^M
Kärnten, B6, «7, S78, S90, SSI.
— Wilhelm, *teiriBch«r Adaliger, IML^H
— Oe«rß 657, 750.
Li obenberg in KAmleo 16. 28v 90^^'
LoeS in Krain 4S7.
3], 47, 109.
LalHnltz,iüdltcbTonOru,LXXVlt.
Lischt (?). Fraoi Cbriatoph tn.
621. 6S2, 743.
Kralner Adeliger, 314.
Ii«i nin^er 7fi9.
Liecbtenst(>in,Elci ermJirk iadia Bn4
l>l^ipltig 884.
inülirischa Adcl«raiuiti(>:
Loitgcb Adam aus ßvUUdminj; U6.
— Amalin, rerobeliohte Btabeobcc;.
Lcitiier Adam aui ScbUdmia^ 00.
V4U. ^J
LeitBcbachcr llana 893.
— Karl TU», 117, 116, «06, S97. H
— Kupftr VÜI.
— Otto von, 31S. ^^
LfiO^bAini <Ort) 7fi«.
— SiKtnandvon, 81S, 391. ^H
Ijßn^li Pill), Hans Adam tod, Bteiri-
Liccbtcii wald iii Kraln fl69^Kl>^H
*cl4«r Advliifcr, 3tÜ.
Licnz iu Tirol (LUcutz) 606— 40$. V
— Olto Kriedricb von, 728, 766, 803.
Lleaer«gg in Kärnten 719, TSO. 1
— ITnnla Tun, 803, 804.
Liesen in Obcrst^ierinarfc LXXVItt^J
— Wolf ron, 197.
SOB, 439, 749. ^|
^^^^^L IinnKenfold (Uurg) in der PftH
LigtBt, Ostlioh von Graa, 748, 741 ^H
^^^H i6i, 361, 3li0, 3UU, a^i, Hj&, 409.
811. ^J
t
^^^
^^^^^^^^^^oö^^^^B
Li od in KSrntan 270, 377, S33.
Uadruts, Sigmund von, Obcrat, SOO, ^^^H
Linil, Knrnlnpr Adsli^a:
MI, S14, ^^H
— Ad um von, .flS, SSa.
Masdebnrg 244. ^^^|
1
— Bernlianl 313. 338.
Ma^cr Brasniu» .Svyfridt von Pncb- ^^M
— Sigiijuwa 313, 333.
■ta<lt, KhrutD«r Adeliger, 313. ^^^|
Litiz XXXIV, 136, 131, 319, 32«,
Mft^erl Franz, Pfarr«r io KOäacli, ^^^|
377, ÖIG. 914, yii9,
^^H
Lipp«y J., KjiDicIeibean)t«r iles Krz-
— Joachim SdG. ^^^H
hcrznj^ Mjitthias, 237.
Mnffcrlo Brnütnus, Klrntner Land- ^^^^|
I.iMtmann Hans, PHcfrer, 77'i.
mann, 09», S(ih, 9Ul, «JD'i. ^^^|
1
Lobmiiig in Steiermark 764.
Mügerlin, Tcrheiral. Stilttncrin, Sa- ^^^^H
■
Lobkonitz iVQ.
^^^1
■
— Eva TOD (Popel roa LobkowiU,
Ukliren XXVII-XXIX, XLU, 461, ^^H
V
bebcnüche Adehfxmilte), T»nn.
483, 6W, 630, 680, &83, 684, £87, ^^H
1
Butlhyiiiiy, s. auch dori, 780.
bS% £91, ^^H
Lujfan, Heinrieb Freilicrr von, filO.
Mabrcnbcrg in Sadstciermark 8S6. ^^^^B
Loib«! in Knrntcn Gt48.
Mnier, Prau, in Krain 702. ^^^^|
Lumeriog in KitmUn 274, S76,
— (Mbjt] Georg LXXVII, 9G5. ^^H
277.
— Luronz ll>&, 171, 265. ^^H
Loreux, Abt von Sitticb, •■ aucli
— V«rouika 032. ^^^1
Sittich, 926.
Uaierhofer Hans, Verwaitr la ^^^^|
Lorenzen, SV, bei KApfe»b«rg 406,
Auia«(*, ^^^^1
1
414.
MaierhoTcn, tint, 856. ^^^|
Lorctto, Wallfaiirtaoit in lUlion,
^^H
Lvm.
Mai II cgi; Salotnoii, ilairiscber Adelt- ^^^^|
Loscnstotn, von, 48&,
^^^1
Lübeck in Krttin ÖÖl, 662.
Haiiikher Ilicionjrnius von Coaers, ^^^^|
Ludwig- P., Kapaxiner, 19.
B^^heiiner Riit Masimilianain., 406. ^^^^M
Ltift^^negger Mu 78&.
Mainz ^^H
Lnkh anachitK Gregor, Stndtricliter
MalaKpinn, piipvtlirliffr Nuntius am ^^^^H
in Laak, Ü3Ü.
Oraaor Hof, LXXVU. ^^H
Lun|*iiu (Luggaw) in KKn3l«ii LXII,
Malborget iu Karoten 16G, 371, ^^^H
508.
^^H
Lanz, PrüiIikxDt, 791.
Mal«nth«tn, OtOTg von — an dar ^^^^|
Lust«it«ff;er Lai, Pfl^^^or, 803.
qlUdt', Adffligvr iu Kitrnten, X, ^^^^|
Latten bery.sflä astlichTonKAilkors-
^^^1
1
bnrg, 7 SO.
U ai 1 1) r Jakob , 2flagkuniaii«aioas- ^^^^|
Liithor, Dr. Martin, 039.
•cbr«lb«r, 70&- ^^^^|
Luta IlsnB, Bfirgor zu Laiubb«rp,
HaUt&l (Vclltal?) Jn Kitrnten ß06. ^^H
7Ü2.
^^^H
M.
MAtiillita, Untertan der Radmanns- ^^^^H
^^^H
Macher Adam , Kanonikiit nnil
Man Jorffer Baltliaiar, Adeliger aiu ^^^H
ft
Pfarror, 719.
Kürnton, ^^^|
1
UadriitK (Madruscb), GauOeox von,
— Hans ^^H
H
Foldbaiiptnixna, &01, filG, 619,
— ^^H
H
&21.
M a n 1 00 rd 0 Hieronymas, Bofyf«iini^ ^^^^|
1
— Karl 70D, Kardinal, 691.
^^^^H
^^H
l
ifl
fifiO
Mantil M., I>icncr äcr fteiriKhro
Lauiiechaft, 14.
MauritKch J., Lsadmaan Id Krain,
SU.
Maiitbflrg, H«iT8cbaft in Kirateo,
794, 838.
Unn.ifcld, Wilb«1m Graf tod, 319.
MaraacK IlUaiaa, KapUn tn Eiscn-
PM. 411.
Marburg, Stadt in Untentoier, XCI,
XCVIII, 2iy, 2ii}, 435, 4W, 637,
699, 700, 714, 715, 7S6, 743, 746,
751. 762. 760. 7Ci, 778, 7S3, 783,
614, 821. au. vet.
Mar«lttch in Kmin 377, 451.
Marengin Maruaeh (Marensin), Frau
eines OclisflnliXndlen und Hals-
frenndea in PstUu, LXXIl, &96.
Margar«tlien,St., iuSUtierberjpBlS.
— St., in Kärnten 012, 913.
Mari*. Eraberxogi». X, XlilV.LVIII,
lAxvn, xcvm, a, lo, 76, so,
liu, n.H. 176, 17l>, 219,230.831,
241, 326, 361, 403, 431, 963.
Mariaaaal in KiUntcn LXIU, LXIV,
460, ;&7.
Harkowitach Le<>Dhard, Kraiiier
Landmanii, 314.
MiLr) 0«org', Biichhaltei (l«r Laod-
Hchaft In Krain, 546.
Marnid III.
MarquardTin F. O. S. F. 982,
Martin. Tfarrer in 6t. Pet«r nnt«r
d«in KairinierabeTi;. XCVIU.
— Propst Ton Rott^nmann, G6<J.
Martin, St, bei Tilffcf «09.
Hartnitzin 6(18.
Man, 8t., b«i Wolfnbcrg In Kllroten
CI.
Uarxina l'hiliiiii, Pfarrer in Lengen-
f«ld, 414, 4äO.
Mint, Wiiw^* BiiR Marbnrjf, 7Gä.
Uationborg bei Leobon 3t8, fi90.
Haaiktiorii (Moakon), Adellga ans
Krain:
— Adam 814.
— Chrialoph 31*.
— InnuMns 314,
4S0.
8t. TaJ
tan -J^ä
Mattfaiu, Enb«nof nmd
xxvn-xxix, XXXI, xxxn.
29, 187, 210, 231. 237, SS«. «1.
323, SeO, 424, 473, 478. 4M, 627.
529, &51— 668, &&9, 6S8, ftTS.
Uatttteua, UnterUo, fi4<.
Maul Gabri«l, BOr^r io V
0(9, 9ft0.
— Mattbia« 896.
Uaur, St., b«i Tolmeln 4Jt6.
Blau rata Tboous de, Ka
760.
Uanr«r ChrUtopb 941.
Uanritecb JoMf, liEodmaiiB ta
Kraln, 476.
Haulern In UbentHermark 489.
Uaron Uiciiard, Pfarrer in St.
in Kirnten, 7S9, 730, 7S3.
Maxandor Sismnod, Uutertaii
Obtrkremi lo K&ntlen, L.
aas.
— Hagdatena LXXXt, L.XXXn, S»S.
Maximilian I., Kaiser, 10, Stl^ U,
141, 171, 225, 481. 661.
— U., Kaiaor, XXVUl, XUII, 140,
271, 3it6. 3tO, 331, 340, 524, 644.
— III . ErLlioraog. XXX, LVUL
XCVn. S8S, 4U5, 44Ö, 481. i
486. 494—498. 600—608, 612-
622, 627, 698, S&S— 56*. Ml^
570, 573, 678. 682.
— Eroat, Enlienog, Urodcr Ferdi-
nands n., 165, S41, 474—476. 663.
ftUO, 691. 606. 602, 62&, 629.
— Heraog ron Bayern, 143. !69. IM.
Majer Adam, Scblcnor io Fraiieo-
bnrg in Steiermark, 419.
— Oaorg aiu Ilermagtir in KKmtta
293.
— Maltbiu, Untertan der llerftdiafl
Murao. 803.
— Joliann Oeorg. Pfarrer in L«ob(B,
786.
Mayr 0«org:, Pfarrar in Hartbw^
440.
— BOB.
Msgcrau, H«rr ran, kaiacrlieker
484, 666.
I
^^v
^^B^^BH^^^^^^^^B
Megiaer Hinronyiniis, Goxchirlil»-
Mindorf Christoph 604, 810, S30. ^^H
schrcibnr, Sclmlrekt^r, XJI, XIII,
~ Hans Cbristcpb 831, 633. ^^^M
LXU. LXV. 7J, ad, 97, IIS, 170,
— Katharina 796 ^^^H
171. 18y.
Uinkendorf, Ortachan. So KXrntoo, ^H
Meirliy Thom.u 293.
^^H
Heilgr»UiiPr, Pfleger Ruf Peines^,
MisaeUdorT bei Mureck 769. ^^^H
803.
Mitte rbar^ in Kraiu 230. ^^^H
Moilgrater Silrester SM.
Slitterdorf in Stt^iermark 31. ^^^|
MoinbartI t*hristo[ili, SclinlmAnn in
MillArnilorf Iu Stoiermark, Im ^^^^H
KünitcD, 171, 196.
KiiiLsUl, 404. ^^H
MeiBch B&phael, Dr., Ueunter der
Mukrik (.SL-bluO) in Krain 636. ^^^|
kx!«. KkdxI«), 738.
Mgtitor (MUller) Euiericli, Abt ron ^^^|
MelQfttt 330.
Anioldstein, s. auch Araolditeia, ^^^H
UeiUl Jaknh, RUrtfcr in Lei>b«a,
66, 86, 209. 217, 239, £41, «59, ^^^B
576, 02Ü.
S70, 274—277. 279, 281—286, V
Meistlding In Kitrnt<?n 901.
S87, 381), 293, 264. 317,328,828, H
MciSncr Ücepbau, Ffarror iii Fraunn-
313, 3GB, 370, 604, 6I&, 643. ^^M
U-rg, 36s, 410. 412.
Molier IVter, Priixeptor, 803. ^^H
Mrldouiit«in 669.
Moll, -tal, -brQclie in Kärnten &07, ^^^|
MeUer H. 7»,
^^M
M rn e r u 8 Uattlüas, Schulmann in
MolUrt, Joltann von, kaiscrl. lUt. ^^^H
KSrntcn, 171.
^^H
Mcnigkh Zacbariaa, Pfarrer iaCilli,
~ Petor von, OberatkXnmierer, 131. ^^^|
TW.
Moltwurm S«baatlan, Pfarrer In ^^^|
Mereitacli la Krain G60.
6t. Kikülaiu b«i Villacb, 283. V
H«ritsch Andreas lUS.
Mompelgart 3U1. H
Mcrkl Karl, Kanoniktia, 718.
Monspurg in Kraio 132. ^M
Mcrlon, St., bei Hcliallrck ia Kraici
M 0 Q tag n A n a Puljrdor, Propit in ^|
807.
Kudolfwcrt, i->4, 03», »46, 962. ■
— -Sl, in KSriilcn mh.
Mnrdax, Kraiiier Advlige: ^M
Merzer (Maner) Haua {103, 9V4.
— Andrea« 314. ^^^B
Metnitz, joa, kSmtuiicber Adeliger,
— Christoph 314. ^^H
433.
— Georg ^^H
Mctr.en«r Loreaz, Sekretür der ittirt-
- Wolf Martin SU. ^^M
8chen LandacUafl, 623— 62ß, G72.
Mori Antan, Pßcger, 903. ^^H
Micfaaßl, St., bei Kaiaentpcrg, 439.
M^ritberg, ILitii Fri4>drick ron, 597. ^^^^|
— St., in Kd9*bk XCIX-
Mnaanlz Wolf, Einnelimerainta- ^^^^|
MicbelitKcb I!f, 20.
gegcuBcttreiber, 623. ^^^H
M i e r n ig Georg, Bitrgerntciitar tu
iloaberger Wolf, Unliatlioliacher ^^^|
KlagciifuH, 760.
aus Harburg, 751, 752, 762. ^^^H
M i « rx c r Matthaa, Pfleffar iu Ktpfen>
MosdorTer Harr (Hans von Mos- ^M
berg, 188. ßö7.
dorf). Kilralner Adeliger, XXV, ■
Mieraorin Margarcta 33, 34.
9, 107, 117, ISO. 209, 366, 357— H
Millilatt in KUrutca CXII, ST,
359, 301, 366, 368, 395, 397, 933- H
673, 713, 716. 912.
Uoser Ilan» C3. ^M
Miudorf, •tetriscbü Adelige:
— Sebastian 393. H
— DerobardiQ tou. «94, 298, 609,
Moabaim (Moahetmh), Adelige aus ^M
631, &9S.
Steiermark und Kumt«]]: ^M
998
Moshalin, Acbai von, 889.
— AIl>j»n von. 933.
— Aßitrß vaa 886.
— U*rtlnift 7.
— Benedikt 8&6, 860, 891.
— Eliu 781.
— Hai» BArtliD« 303, TM, 8&9.
— Willirlin Ton. 31.2.
— Wolf Friedrich Ö33.
Ikloskon [&[u8chkon). Adelige aus
St«ierinark, 72&.
— Adam 47 ä.
— Franx lt>9, 407.
— Georg «76.
— lUiia 17&, Mi, K3I.
— TnnosenB 475,
Mossang, steirUcItor LaudsdiaRs-
boamtor, 63&.
Motiburg hl Kümlnii 910.
MOttit«clier Vk\i\, Baueruobn, 433.
Motachuik, Unt«rtJinIg:«r aus Krairi,
«SO.
Müttlin^ in Krain &7S, CS7, 6bÜ,
m}, 711, 716.
M u c kl i tfl c li Juliaan, ?rap» t in Rit ttcn-
maiin, C, Cl. 4C6, 4Ü7.
— Pfarrer, I>r., l'ro]>sl iti Pollan, C,
CT, 925.
MUlilbacli (-KlaiuoD) 608.
MuH, iiiikatliMiiK-licr Priester, 772.
»aller (Mülliier) Gvotg, Hehiutvrn-
prokurator, 014, 048, &6I.
~ Michael 143.
~ SebastiAn, Adrokat^ 968,
— a. ntitcr Molltor,
MminoT, Dr., 320.
— I{ti«p TS.'i.
Münclioii XLUI, XUV, JfiO, «47,
408, 987.
Mnr Hans an MantHarh 610.
M a TAU io Obei-ntGicrmork LXU,
XCVm, 36, 38, 10, 228. M&.
4fil, 466, 666, 707. 711. 794, 803,
635, 866, 610, 964.
Mureck, aUdDittUcli tod Leibntta,
XLI. L, LVIl, LXXl, LXXV,
CXI, 188, 288, 367, 387, 388,
433, 1.17, 488, 68M, 60G, 726, 743,
tS^
4
764, 760, 767—769, 771, 77«. 7
770. 780, 786—789. 801, 803,
811, 820, 644, 846, »Öfr, 883, £8I.<
910.
U Q rze r Friedrieb, etvirischcr
lig«r, 312.
— Hau* 866.
Milratal 719.
MUrzxnachlac; im HOrsbil I.X
Lxxx\Ti, Lxxxvm, xav,
102, 216, 4G0, BIS. 613.
lloasiu* Jakob, Notar, 939.
MuatiiUargar«tlia,UiikRtholUcbflaHi
Marburg. 763.
».
Kadandy, uugariscber M«^«|,
— Ladi»lans 296.
— Tiiowas 23G, 268, S96, 373, 39£
NadiEorilz, Ort io Craie. M6.
Nacolt 310.
N'ambrotb. Dr., 433.
Naiikourcut, Juliaau Urin rieb Ton,
Drchant, 931.
ffapukUoy (Kajiokbajr, Napotkal.
Ne|)olchajr) Andreas, ITamr in
Villacli, Er«prie«t«r, 436. MS,
628, 762, 769, 888.
— Hans 239.
Narin^er (Narriogcr), ateir.
familic, 803:
— Cbriatoph 903.
— EliMbeth 800.
— Hana Adam SBft, SIS.
Naisaa 200.
Naaaenfutl iu Kraiu 378.
K«apoIitan, Nobiltticrta Familie
Krain :
— Anteil 641, 646.
— Barbara 644, 646.
— Elisabeth 644, 646.
— Haas 644, 645.
— Joaef 64.6. 663.
Neff, ateir. Landacbaftabedienitattr,
181.
— Geor^, VisedomaekraUr, 67, 464,
4oä.
4
^^^
^^^^^^^^^^oS^^^^B
H Nf'idhart.BIwihflfTan Rambcrf, 0-10.
Nitieb Matthihs 804. ^^^|
N'ßi&e In PreuQEscIi'Sclilraipn iJO?.
Ndgarol, Grorg Grtif eu, Land»- ^^^^|
Ncrhas Andre&% Pflrignr, Tßl.
hau)>tiiiAn]i vEiti Kiiriiteu, 288, 802, ^^^^H
Nciibcrg (Ort, Abt. tob — ) im Mür»-
316, Safi, 373, SSO, 306, MS, 436, ^^H
tal LXXll. LXXXVUI, UiV, 216,
^^H
S18, :!59, 6U, 725.
Novak ULrich, OUrger iu Laibach, ^^^H
— KaGpxr, Abt von — , CSD.
^^H
Nenburg, Pfalz-, 319-3Ü2, 397,385,
NBrnbers XXX, XXXII, LIV, LVI, ^^H
1 33G, 340. S«.-!, SfiO; 356, 350,
1 362—364, 392, -103, 6a3.
319, 478, fi€e, 678, 741, 866,884, ^^H
^^^1
— riiilipiJ Ludwig Tou, &9S.
^^1
Neud*« bei Wflrlli 201.
Ifcndcgg in Kroin 718.
Obdacb, Markt in Oberiteisrniark. ^^^H
Ifßmlorf in Stciermnrlt 806.
^^H
Neodorf, Beritbanl von, fil4*iri8cber
Oberliur^, Krainer Adelsfamtli« : ^^^|
m Adeliger, 211.
— Aiidrras von, 314, 9:30. ^^^|
■ Neubaus im KiiniUl A, 2ß3, 7ßT,
— ^^^1
— iu Ungarn 206, 3Cä, 26ü, 302,
— Franz Georg von, 476. ^^^^|
4S7, 43Ö. 4*0, U9, 714, 716, T26,
— Susanna von, 930. ^^^^|
TäO, 76), 7EI&, »66.
- in Steiermark 1C3, lü^, 316, 416, ^^^|
■ NcTih«ii5, kSrtiln. nnd stcir. Adels-
417, 421, 4'J2, l>44, 648, 637. 92&. ^^H
B familic:
^^^1
— Adam 432, 861.
Oberdorfurin, Bürgerin in Murei^k, ^^^^^
— Elisabeth 8G1.
^^H
— Georg vwu, 314.
OberdraubuTf; in KtUnLen 606. ^^^^|
_ — Kaspar von, 396,
Obereoker IlartmaDu, Pfarrer in ^^^^|
■ — KutharinA geb. Satler 8S7,
^^^H
— 8«yfrie*l KU, 313, 631.
Oberfalkpustoin in Kärnten 160, ^^^^|
— äi(;uiund Ocurg 297, 298, 313.
^^H
Neuhäusel, feslor PI*U in Ungarn,
Oberkorrir VinxAOK, fiurrf.r, 467. ^^^^H
CIJ.
Oberkroms in Käiiiteu LXXXl. ^^^^H
Neubof in Unpürn 24i>. 241.
Oberlassaitxim Radkeraburger Bo- ^^^^H
Nearßaicr Bartlme iu Anuec 14, 62.
^^^H
Neil markt in Ob^ritcier 76, 744,
Obcrmahlbach in Karaten BOI, ^^^H
gSÄ, 910.
Obermureck, uordweatlicli von ^^^^H
Ncauiarktl LXIX, ISÜ, 669, 661,
Hadksr&bnrg, 704. ^^^H
602.
Oberndorf In Kärnten LXVI, 7ö. ^^^^|
Meup«r Christopb, Pfleger, 772, 803.
Oberreit«r Vf>it, rä«e«r. 704, 716. ^^^|
NeOBtadl in Krain T08, 709.
Obera eil wein iti, Ortachaft ^^^^|
Niederlande LXXVU.
^^^1
NiedrrI p (T<idKr]«) llernhard, Pflr^r
Oberatarmberg: in Steiermark 803. ^^^^|
nur Kaiifviibi-rg, »64, 660.
Obervellacb in Kärnten 48. ^^^^^
— Zolleintieliuier, 941.
Oberweger Kaspar, Krümer ia ^^^H
NivderwOlc ta Oberste! ermark 707.
Kapfenberg, 324. ^^^|
NifreUdorf, Pfure in Klrntoa, 369,
OberwOla in Obersteiermark ^^^^|
274, 285.
LXXVUl. XCVIU, «9, 8S6, ÜbS. ^^H
Nikolai, St., Wi VilUch 282.
Oblarn (Ober-, Oblora) itn Eauatal ^^^1
Nioguard«, Nuntius, 347.
LXXVl, LXXIX, 27, 28. ^^H
1000
OlirAlflcli«n, ChrisU>|(li von, Krainer
Aiioltgcr, 3U.
OdcnbuT« iu Ußgiafa LIV, 794, SdS,
899.
Odern iU.
OdoDtlas, PrXdikaDt, XXI, CO,
2S2— 831, 23Ö, Ü42--246, Sfifi.
Oekborn Kaspar 64&.
Offonliurg iu Stciarm&rk 80S.
Offner Pot«r. I'flejer, 79-4.
Ominger Michael SSO.
OnolKbAch hl b'rankpa 143, 144,
dOO, SIT.
Opilx, PrAdikAnt in Wien, 149.
Oppaadorf in Obcntaiermark SOB.
OtczonAalo&ro»,Eraia«r Adeliger.
627.
Orteiiburg , Kiratncr Qrafonfatnili«,
&4I.
— Anna, GrHün von, 701, 711.
— Ilans, Laudeslmupluiann tu KXni-
len, LXllI, 70. lüU, HI, 206, 278.
— FeTdinaud «72.
— Georg Tou, 752, 758, 757, 891.
— Wilbelm vod, 606, 508.
Orller Hermigor Se4.
Orttier fJeorg 3i3.
Ortt «98, 899.
Oaayl, Ortaekaft ia Slawosieii, 868.
Oiius Ileinricb, PrS^ihnnt, ÜS4.
Oittacb, AM T&n — 668.
— Kas]i!ir, Abt Ton — 8S.
Oütaiticb Hans C31.
Oster mann JohaiiQ, Abtvon Arnold*
ati'iti, a. auiUi Arnolditcio, 910.
öaterroich ob der Ediu X VII,
XXVIU, XXXI, LXXl, LXXXJI,
XCVI, 191, 198, 223. 248, 319,
Hih, 474, 480, 490, tl>i, bb9. 667,
bÜO, 581, £91, fiDÜ, 619, «70, 874,
T88, 784, 771, 794, 8»9, 898, B7D.
— uut« der Eüuä XXIII, XXV,
xxvm, xxix-xxxi. lxxi,
LXXU. XCVI. U9, 164. ft22,
2Ö8, »71, aS4, 286, 321,833,831,
33C, 837, 367, 369, 360, 403, 474,
48U. 490, 620, 662, 667, 680, 681.
691. 59S, 649, 781, 7J12, 794,871.
Oaterreiclipr Ilana, Kaplan, M.
Üstervrits, Scblofl in Kraia. !09.
Oawald, St., in Ob«nt«ieriDark 707.
Otteribacb 796.
r^ctinir, Qraf tob, 918. 819.
Otto Jakob 8()6.
OvrarieiiBe dominiuin 190.
P.
Paar, Hani Friedrich von, R«iigi<>na-
rerurmatlanikommiMilr, LXXXV.
Paebenatoiner Christoph, ÜOrger
in Kapfeobarp, &89.
Paohor aeorg, Pfleger, 790, 888.
Pack«, Uesiliung Eibiiwatda, 791.
Pader Primas, ßeitknecht, G4.% Ul.
Pajtffe Dnuiel, Dr.. *7&, S7Ö, *S«,
SS9, 299—394, 366. 40«. 461.
-~ Frana, Bürgemoisler In LeAhen.
167, 217, 464.
— Veit 901.
Paggin Salome 717.
Pamer Oeorg, Fleiaclibacker in
Leoben, A93.
PaUaa io Obent«leriDuk 448,463.
Palmborg 847.
P a n b Mattha«, Tadudierer is
Seil w an borg, 866.
Paniquar Uichaol, Kamnerdlaaer,
176.
PaoizoII J<»ef, Viiedom io Kraia.
474, 47C, 629, C30, (>46, 644, (160.
— OUlavio, Hauptmann, e70.
Paalaloon, DobiliUort« KamlKa b
Kraiu (Erben. Bröder), XXXIX,
668, 662—666, 099, 701, 7«, 719.
751, 722, 967.
— David 1dl, 165, &&C, 646. MA,
664, Bäß, 667, 713, 717.719,721,
720, 74), 743, 746, 760, 778.
— Uans 8$&, 866.
— Jakob 621, 646, 7SI, 720, OU.
666, 7i>a. 704, 713. 717, 743.746.
— Joecf 666, 637, &4&. 064, 702.
— Uelchior 161. 164, 166, S14, 417.
442. 468, 4«U, 470. 476. 666.
Paaliorin, Leoboner UQrgBriii, &9X
4
4
^^m
^^^^^^^^^^i^^^^^^H
P«ux BallliaMr, Oewerke, 7S1.
Pein, Se^iried voa, 433. ^H
ParJiJoiier, iuoerOaterreicbtlclia
P«lehiitg«rllaBS, Barg;eriaKapfea- ^^
AdcIsfHiuilie, 869;
berf, 688.
— Alexander 43, 120, 133. 196,210,
Felahofcr, Krainer Adelige;
275, 278, 291, »U, 3S9.
— Üultfried S14.
— Aiidreiiii lüb, &U, 407, 476, 93«.
— Uaiw 31}, 512, fi32.
— CtirUtoiili 1, Üd, 21)2, 93«.
Per Magdaloiia 062.
— FriodricU 313.
Perg in Obersicicrmark 12.
— Hviuricli 86&.
Perger EUsabeih 662.
— Herivxrtli 39.
— Michael 6132.
— Jakob 260, 313, 631.
Pcrüojrir (Perneck) 710. 80;1.
— Lorwu; i«9, »3U.
P a rua to 1 1 Martin.SlniLt^clireilier, 77t.
— Sifpiiutid 313.
Persieu (peraiscbo Gceaad teehaft)
— Wolf 414, 451, 488.
131.
Pariplavilacli Michiel 7^3.
Porto er Christoph 615.
Pari«. Ertbüchof xon Salzburg, 733,
Fetanttsa ia Uugata XLVXU, 188,
752.
190, 2C5, 268, 336, 392.
Paisail in Sf^icrraark 324.
Peter, St., imt^r dem Knmnaersberg
l'aiBAu I3ä, 310, 33S. 871.
LXXVin, XLTIII.
fateriilon In Kärnten CXll, S60.
— in Kr&in 420, 121, 661.
274, 376, 277—283, 285, 287,
— ob Leoben 770, 801.
4M, 02», 641-043, 69;), 812,
— am Oltersba<:Ii, iiOrdlich Ton Mar-
891. 912.
•ck, 'i9y.
Fatribusch tilmoD $70.
— Stift bei SalibTirg 96.
r«u«rnfolnd Rucp 318.
Potschowitsch (Tetkowitscb) Aut.,
Paul V-, Papit, 361, 614, 697, 702.
Adeligor am Kmiu, 297. 368.
Paul, Bt (SlUi in Kärnten. Abt
Pcttaa, Stadt in gUdsttiicrm., LXXII,
von — J, ä6, 008, 727, 783. 784,
(-XXXV11I, 129, 238, 284, .14«,
790, 822, 8y5.
368, 576, 590, 691. 691— 59Ü, GOJ
Pttttlitdcli Wiliielm, Pfarrer, 7W.
-G04, 025, «Ott, C7ü, 70U, 702,
Paiimann Mjcitacl, HilrgorinMureck,
707. 711. 720, 741, 772, 828.
787.
Pettelt .Jlgidiui U3.
Paumgartucr Mattk«a 662.
Fr^t«! Christoph, Handelsmann,
Pjiasclinik, irntcMan, Ö30.
LXXXV.
Pech ÜeoTf QU.
Pojer Aiidreaa, Pfanw, LXXXVIII,
Pecker [Ueklier, P<^pger) AskaniOB,
459.
pacb'«<'> t^^' 7'^>> «'B' S03.
P f a ( fe u B t e i n b«i Wolkensteiii in
1 P«ckh Peter, Bfü^or in Leoben,
Ohereleier 794.
6B2.
PfÄffing (Pisratig) bei GOß in Ol»ei>
' Pcckba in KKrntan 947.
»tftipr 781, 794.
1 Pedtecho witsch Anton zu Lind-
Ffal% XXiV, 594, 597, 698, 683.
prclß (Pettschowiti), Krainer
Pfauhof in K&rnteu 902.
Adeliger, 475, 512, 513,621,632,
Ffei 1 bc rg, Maxitniliaa Uucpp v.,
650, 656.
stair. Adeliger, 312. 1
Po«r Hans 6ti2, 703, TIS.
Ffltlg«!, 1.-f Kit, 461.
Pegg'ao 806.
Fhederann (Federaon) b«i Villarb
Pelleiisteln 643.
in Kilnil«n 947.
Pcilowitz, Christoph von, 200.
Fhili^ip, Pijldikaut, 933.
■
1
^^^^^^1002 ^^^^^^^^H
P^H
^^^^^1 Pliilip)} Latlwiff. PfaUgrxf, XXII,
^^^H
^^^^H XXV, »22, 336, 311, 340,
Popendorf 808. ^^^^
^^^^^H 350, 3&6, 356, 3CS. 363, 369, 387,
Popp, BetaitK«r im bambergiachea
^^^^^m 300, ^92,
Viücdomamle, 931 — 933.
^^^^^^^ Pibor(P3rbnr}, Pfitre in UitteUt«ier'
Portia UieronTinua, Graf, Biaciol^i
^^^^H b\ 268, 748, 744.
von Adria, 694, 942. ^M
^^^^^V
Portuor Gtiriatopb Ö&O, 660. ^M
^^^^^H Pll)crtiVeit, Baner,
Posch Johann 613. ^|
^^^^^^B Piclil, Andre im — . Untertin, 901.
— Wolf, k. KanaleiWamter. 823. ™
^^^^H Pichler iliiui, Bürger, LXXXVIII,
Poscblepp(Pofcbleb) Kaüpar, Baoer,
^^^^H
217.
^^^^^^^B Pilaftlor 6«org, Pfarrer in Marboi^g,
— Bruder (Polcr, Thomas) 907, 91«,.^
^^^^^1 4S», 4C0, &94,
S
^^^^H
Posnitc, Flnß in Sleiormarb, SSO. ^M
^^^^^B P i Q d 1 0 r Qeorg, Pfiegcr, 673, 674, 708.
Poaort Joaef, Landrat, 646. ^^
^^^^^^^ Pinellai Dominikitfl, Kardinalprt«-
Potrati FlorSnn 636. ^M
^^^B
Potuaian XX, 131. ^^
^^H Pi nkafeld (PincUfdd) 740, 7fi8, 7dfi,
Prag xrv. xvn, xxin, xxrv,^|
^^H
XXX, XXXIV, LVUI, 1, 26. S».^
^^^^H Piittur Ratipp, Oraror BUrgnr, £>87.
29, 86, 38, 89, 67, 66, 67, 70, $3, ]
^^^^B Piulftlihor Danie], ItUrger iuLoobcß,
1U6, 116-118, 121, 126,181,13!,^
^^^P
148, 149, 161. 1^2, 169, 164, 17vH
^^^^ Pirkh, unter d«r — , in Steiermark
181. 1S2, 187, 189. 190, 196— i97.H
B
199, 200, 205—207. 214, 918, iM, V
Pirker, gfadriloPamili« io Karaten,
296, 318—320, 329,860,369,388. ^
699.
474. 478, 480, 627, &S8, 680, UQ. ^J
Pirkfvld iu Steienuark 436, 770.
670, 678, 681, 693, £94. 697— 6D9, B
Pi rn «r Georg, Burger in L«ot>«a, &9S.
WI, Ö05, 717, 794, 797, 798,»», ^
PilBcliowitx 8. PeUchowitich.
967. J
Filzelias Johann, Pfarrer xu V«l-
Prig(er). atetr. Adabbattt; ^H
lach In Krinit«n, 67.
— Uana von 843. ^H
Plahaaa in Obenleiiimiark 12.
Prfigradt 801. ^M
PUnk ChriBlopli 702, 7C1.
Prall Christoph, Pfleger, 889. ^^
Plan kl Christopli, Erzpricater in
Prankh, die von — , ateir. Adelig«. 1
UiitentcJcr, V14, fll6.
7d, 9«, 601, 794. ^J
Pli'iUl, Biirg«r in Leoben, 624.
— Adam 869. ^M
Fi au CD im Voigttnnd 268.
— Anna Marosch LIV, 866. 868, SM ^H
PIcach Maiimilian 777, 778.
— Balthaaar 312. J^
Pletriaeb, Süit in Kraio, XXI.
— FrnnK Wilhelm 869. ^M
CIX, 23-;, 828.
— Jakub 803, 876. ^^^|
FClUu iu dvr Ostateiennark (Orl,
— Johann ^^^|
PfO).iit) V, 726.
— Jobaun Chriitopb 60. tOO. ^^^|
VS\a in Obenteiertnark LXt, 86, 38,
— Johann Jakob 799, 831. ^|
425, 803.
— J<jhanti 8igmnnd 869. ^^M
^^^^ PüUuiülil bei Railkerabnrg 7«fi, 803.
— Si^und Friedriob 612, 869. ^1
^^^^H Pomgartner Urban, FrÜaeptor in
~ Woir29S,3l2, 631, 886— 839,819,
^^H KÜrutcn,
876. ^
^^^H Poutafel iu KSrntea 6&7.
— Wolf Audreaa 8V0. ^^H
^^^
^^^^^^^^lOO^^^^^H
1 Prankb Wolf Erorckli Mi.
Pranoer Jakob, BUrger von Lcßbeii, ^^M
Pranliior Voit, Marktrichlor, 90.
693. ^^
Fr»«»l C'lirisio))h, UntrrtJin, 880.
Pruuuttiflister Paul ISI.
Prntonau in Krnia (s, «ucli Brnl-
Pry X, BElrgcrin an Mnreck, 7.47.
, tanxu] Otid, Tl>4.
Pücliel, Uicgor am — , Untertan,
l'raltiüg'er (Prutliagnr) Christopli,
59*.
Dr., Kaniuior|>ruknratür, 11)5 — 199,
Pucb«r (Bucl)cr), nOrdl Zeirlng', IS.
SOI, 238, 843, B(,0, SOS, 441. 402,
— Malthcf, Proyiaiitvprw.illcr im
fi94, 016. G42.
Viertel Cilit, 12^-131. Hi9. 4Sb.
l'rann, Bcwnhner von Obdach, 483.
Pnckfeld in äleicrmark 707.
— Eraamus, BQrijQr in L"obcn, 5i*3.
Piicliliaiin, HanaClirittopli Tfln,.'!22.
— LurcnEf liQrgcr in L^x^linn, 693.
PUctilor Ouurg, BElrger iu Leobcn,
Frauusr, ateir. Ailcligvr, LH.
692.
F raii n fa ] k, otjcrstcir. Addifamiti«,
— II«n». WirlinNiBdorwöI»,2M8,7ü7.
9, 96. 831, 886.
— Scifried 707.
— Hans Adam 634, 875.
PucliHng 794.
— Potor Clirüttoiih LXXX, 7, 211,
Puiliau s. Uatthianjr.
zm, 262, 290, 312, 337, 892, ß09,
PuoclicnalaiD 897.
61 3, 0D2.
Puccli«r Ckrislopb 62Ö.
Praiiiiapcrger WilLialiQ 384.
Pufrier Martin 606.
Prvf^el Baltliaaar >G4ä.
Pulst, Pfarre ta Kärnten, ßC8, 900.
, Pregl Joaef 54ß. Ä47.
PflTg (Ptirg, PÜTgh) lmEniutai211,
^ft Prninor (Prcjncr, Urenn«r, geb. Rat,
706, 719j 720.
■ ppÄsitKmt) 4ai, 186.
Piirkstell (Pargslall), innorDft«rr.
— Jakob, g;<>li. Kat u. llofmaTBcliall,
Adülsfnmitle, 645, 546,
■ 131), 154, 322.
— Hirns Baltbasar Ycn, 866.
— KiiB|far, I'reilierr, 211, 609, l»l.
— Jakob 939.
6ys.
— Karl 8M, »82.
— Maximilian 7S5.
Pflrker Christoph Ö39.
Pr«Is«flr 171.
— Uieranjrmni 644.
Prciltonegg 191.
— Salomon, Hafbiichhalt«r, XLV,
PrsD KAgina 724.
XCI, 398. 318, 431, 639.
Pronner, GaU zti Graftna^, Dr.,
Pürkbiie>r Benedikt, KArntner Ado*
BegiiDcrntarnt, 712.
ligcr, 313.
Pr«achei;u Juri 16i(.
PUschl Adam, Bürgtr. 681.
Prflßbnrg XXXIV. 478, 179, 6*1,
Pnaterta] in Tirol 4-J9— 501, 603,
565. 66», 7»*, 899, 867.
—505, 508, 613. 614. 522.
Prflkst Jakiib 406.
Putrar Hana Cbristoph, steir. Ade-
i'räBiag {fTtsäng, Pi-iiaing), Dlviil
liRcr, 22, 764.
T»n — , 216, 223.
Putx, Kämtnor AdcUfamilie:
ProBoiiakSalomt, BUrgerio io Mur-
— Ludwig Ton, 313, 881, ÜÜ.
«k, »67.
— Melchior 313.
Proy 9lä.
— Tiiomaa 344.
pTQ{rc> Schluß, 603, b09, 612.
— Tobiüj «81, 883.
Prupgler Oooi^, Gtui^rant, 888.
— Veit 313.
Prunnor N., PBeper, ai*7.
Pjrroter Audreaa, Pfarrer au Skaltß
^ Adaui. von a. zu VaKoldaborg, itoir.
iu Kraiu, 897.
Adeligor, 2Llt), 312. 866.
— Beaedikt, Magister, 929.
W
(
1004
Qnarrelnt. Fahnrieli. 486.
RiaV, Bischof vod — , 899.
Uabattn. Josef töo, Viiedom in
KraiD, 436.
R«1j e ti li 0 f, Gut iler Herrva von
KlitieiibHrjT, 803.
RjilicnKtoin in KArnton 790.
— Faakras vun, Kärnta«r Adeliger,
984.
Racknits ». RagnitK
K&tiarr««sol in KtAin 718.
Rnclkorsliuri;, Bta<It in Steivrniark
I-, XCl, Dö, 82, 83, l»ö. Sa8, 423,
630, 610, 641, 655, 714, 716, 718,
Ti&, 7*29, 793, 793—7(15. 791i, 800,
801, 803, 810, 611. 814. 824, 828
— 8SS, 860, 8C4, 876, 683, 888, 909.
Rüiliaiiiniiilorr, Ort iu KrHin, 163,
163, 166, 177, 427, 4:j1, 452, 5S3,
930, 9ßa.
>- slelr. Atlfllsfamilie (RathoiaauN-
dorf), I->au VOD — zu natliourAin,
832.
— ChriBtopU TOD — , XVII, 177, IST,
199, 200, 205, 207, 208.297,812,
350, .•i&7.
— EliMbolb 704, 715, 785. 796,798,
810.
— Ha»« Wilhelm 834.
— Kurt 8»7.
— Willielni 785. 799, 610, 841, 869,
862, 864. 888.
Kattscbach s. RaUehaeli.
RIfsot Karl, SekreUlr, 803.
Bagitsah» boi Murcrk, faeuto Rn-
kibch, 3H7.
Ragiiilt, rreiherrl.FamilioauaSleivr-
mark (Kügnilz, R)t«khnits), XX,
LH.
— Kranzllfi, 187, 211,312, 827,866.
S68, 60», 531, 692.
— Gall 744. 795, 803, 858, 857. 869.
— MöriU 804.
Rainil» Konrad, Pfl«g«r. SOS.
Kain (R«ia), Kranz Gcor^ vod. A4i
lie«r am Krain, 314, 47&.
Rainald (Reinald). Bischof *roo Lai-
bacb, 870; «. I^ibacb
Haine) P. 951, %2.
Raitenaw, Rudolf von, Viaudtnn n
Fritaacb, Oberhauptm. xa Gmünti,
198. 508. 96«, 962, 963.
RaitcnhoT«r E. 632.
— Tltomaa «33, 6S4.
HambacbQisol (Raambtchl
kraiu. n. ct«ir. AdelafuniUa:
— BalUiaaar 914, 375.
— Daniel 461, 453, Alb.
— EliMbfith 897.
— Elisabeth Rotina 897.
— Georg 662, 897.
RÜndteii (Kanton) in St«iei
Dez. Murau. 466.
Ranftl Chriatopb. Pfl«g«r, SOS.
Rann b«i Cilli in Steiermark XCVIIL
Raunach, Krainor Adeltfamili«!
— Aiidreaa »oii, 475.
— Gflor^ 314. 475.
— rkilip]> 314.
— Phtli|tii Jakob 476.
BaDnacbet Adam. UagiaUr,
171.
Raonperg in Steiermark 5.
Raip, Kraincr Adolsfamilifl:
— N. &8S.
— Elia« 476.
— Qeorg^ 476.
— llana Seifried 476, 5lS.
— l*biUpp 867.
Ratschacb (Bad««bacb) in Knik
837, 712, 724, 745. 9».
Räuber, iiinttrOatarr. Adetsfamilie:
— Oeoif 314, 475, 512. 532.
— Georg Adam 313, 4'j7. 531, 5lf
— n»ns Friedrieb 760.
RBUch«Ki;er Hans 867.
Rauchen bcr];er (Raaeheaperger).
8t«ir. AdeUfaoiilie, LH, 8V0.
— Friedrich 31S, 858.
— Hans 22. 148.
— Uaii» Jakob 858, 860.
^^^M
^^^^^^^^^IM^^
■
HancheDbnrger Jkkob 801, 803.
Rann, Abt Georg von — , 26li.
■
— MAxinLilian Sil, gQ8, 860.
Knutter Friedrich, latidscliaftl icher
— ätR[iIiau 312, Vib.
Ue^miter, 11.
— Wilhelm 240, 2UI. 312, 3.11.
Kiegersbarg in der OalRtei«rniark
Baacb«akatx, Ort bei Qmäad, ii.
ly;, 7S3.
2J5.
Ki«U Chriitoph 803.
EcbroTitsch Georg 795.
Rlndnohotd l,«teir. Adelafamilie, XX.
RAchbere in Kämtrn 6fi8.
~ Andreatt 298, 31S.
Re d w i t B, Johann vuu, bamberg'.
— Ernreicb 177, 187, 294, 4t98, 312,
Via«doni, eai, 934, 935.
3139, 490. 41^3, 96G.
Küffingur GH.
— Regina 86!^.
Regal EioreLub, sUir. Ad«)iger, S91>,
Rindfltiiaal, steir. AdclafauUie, 740.
SIS.
— Andrea» 298. 812.
Reg«nabor; XXTII. LXXII, 0». 1B8,
— HiipritP.ht 312.
257, 322, 356, 458, 400. 475, ITB,
Kinger Martin, WinkelprSdikant, 830.
(ii2, m-i, am.
äinggiflQer Hiciiael, Foldprediger,
Regius Tbi^ophil, rfarrer sa Neu*
266.
Laus IQ UDfrarn, 262.
Bipser (Ripscher, Kipseh) .hjbauu,
Reich Georg:, Richter io Firkfeld,
Pfarrer in Pettau, 284, 590, GW,
170, 771.
m, 670.
Roicbftttberger .Inkob 801.
Robata 9. RabatU.
Reicbnnbnrg in Krnin ^59.
Rück NiklaR 113.
KeifcDsteiD (uubestimiiit wolehei)
Rohilaol) (RaebtUoli} in Untentoier-
L 786.
mark 864.
^H Reifung bei Judcnburg in Sttier-
Buni hVlU. 108, 2JJ6, 344, 361, 362,
^ mark 462, 463.
4C1. 483, 014, 901. 9ti2.
Resifiiits (Ort in Krain, Er»pri«tot)
Rcnier Cbriatopb, KommiMÜr (Irr
LXKIV, 462, S22, B2ft, 6M, 661,
Rel.-Kef.-KommiMtioo, 425.
602. 77a, 822, 910—912.
ROr«r örpdor, Prieslrr, 680.
Rein b. Renn (Kloster).
Rosch, Kraiiicr Adclifamilie:
— liai» Uiutricli, PäeRiir, 603.
— Han« Tou, 314,
Reinwald, die von, Uutcrtanen, 24A.
— Elias vou. 314.
— Kürntiier AdeUfamllie:
Uosegg in KSrateu 282, 370.
— Hahs Jvser RiS.
Roseober^, Herr von — , bOhini-
— S. Friedrifh S13.
icfacr Adoliger, SOB.
— Fran, »02.
Roten heim in Kürntfln S4Ö.
Runi Marlin, Pfleger. mS.
BoRenlieJinor (Roseuhainber),
RoistDger Manuell G44, 6S8, 060,
Kärutnor Adetsfamilio, 908.
661, 70S, 783.
— Adim 59. 77, 889, 893. 898. 91G.
— MaltheH D51, 660, 601, 702, 708.
— Itaiii 866.
— Lorenx Oöl.
Kosolen* Jakob, Propst von Slaiua,
Reittermeyor Liicia 824.
XIII, CI, 425, 464.
Rsnnor CJeori», Erepriesler, 818.
RuQ in Oherntciormark 12.
Ronnwo|> ia Kürnloii 245.
RoBbaoher Uaa», Ptteger, S58, 286,
Roscb, Kärutiiflr AdelJ|ro:
288, 289, 293.
— Loretis TU.
BoßiEiAan Kaapar, Unteramtmanns-
^ — Niklai 313,
mann, S16.
H^ Retting, UDtertao, 901.
— Samuel 889.
^^^^^^iw^^^^^ ^^B
P^l
^^^^^B Ratt,
Sachson (Land, Kurfart^t . . .) XXV,
^^^^^^^^1 Rullalf Blcir. AJebtfamiliCf LH.
LVl, 26, 38, 130. ^&i, 319- 331, '
^^^^^^^^m — Enirrich
327. 331, 340. »41, 34*. 349, 3W.
^^^^^H — Georg- Christopti
351. 35G, S6S— 3«4. 369, 390, 396, 1
^^^^^^^1 ^ Ocor^ Emreich 869.
410, 694, 683, 84«.
^^^^^H _ Georg Jalitu 795, SOS, 811.
— Chmtian, Kurfürst von — . XI7,
^^^^^1 — Wilhelm in Alters 201—203,
180, Sl», 827. 33], 33«, 340.344.
^^^^^H SSI. SSI,
849—351, 356, S&6. 360, 862,
^^^^^^^^1 Bottaumaim (Ort in Otferkteier-
36U, 373, 390, 393, W8, ö»»; od
^^^^^H luarlj, Tiopst) XI. C. CI, 18,
aoch JoliaDB. ^H
^^^^^1 SC8, 4S9. 440. 441, 4€6, 636,
Sachienborg in Kjlmt«n £70, 37^^
^^^^^B 740. 781, 788, 811, 820,837,870,
277, 321, 498, 409, 507.
^^^^^B
Sachienfold 6S6.
^^^^^^^B Eackrr Aagnnttn, Btlrgor in Mnrati,
Saldenhofen in Stalennark 700. ^J
^^^^^B
Saldowttach, Pnester, 715. ^M
^^^^^^^F — Sajbara, Exnlanttn, 474.
Satffachser Philipp. Dieser, 390. ^H
^^^^P Itudolfll.KaiMDr, XIV-XVII. XIX.
SalTag^o Baptiita. Xantiiu. 413. 46L^B
^^^F xxi.xxiv— xxviT.xxxi.xcm,
6aUl>or^ftr, Dr. Sign., Advokat, 181-
^^^B XCVr. 39, 5ä, 131, 1:^2, 140. 14S.
Salzbarg (Encblstiiu. GntbJKbuf.
^^^B 145, 148— l&O, 154, 159, 168, IW,
Stadt, Land, salebarj^ KommisBKrr.
^^^1 19«, 205, S07, S58, 808, 271, 375,
ViKodom otc.) XII, XXXVII. UX,
^^^B Sä4, 38G, 290. 320—323, 3:J9— SSI,
LXXVI, LXXVU, CVI, *3, 67.
^^^H 33». 349, 3ö5, 356. 360. 364, 370,
64, 105, 111, S18, S45, £5«, UT.
^^^B aeS. 390— 39ä, 403, 473, 478, 47d,
467. ö08, 606—608, 611, GIC, 0:il,
^ 624, ri27, fta2. £73, S9R, fiU, 871.
638, 647, 649, 652, 663, 6S7, 668.
^^ BndolfifwiTt In KrAvii 378, 412,
673, 7S3, 752, 759, U&6, 988, 96ll^^J
43S, 4M, 52ä, fiS2— 634, 63li, «46,
062—064. ^M
fiai, flfll)— fißl, CtJß, 704, 700, Tüg,
— Jakob, Encbiicbof von — , XCVH.^^
712, 732, SI5, 952.
— Wulf Dietrich, Erxbücbof von — ,
Riiil. Frau, 441.
727. 784, 968, 960, 1162. 9«3.
BUüt I'aiü Friedrlcb, steir. Ad«l){r#r,
SalzniADn Abraham 655, 668, Ml
903.
— Entreich 740,
— OooTg ChTittoph, «tcir. Adoi)g;er,
— Johann, Dr., wetteraa- u. BMUBi«^
2ii8, 312.
icher Gnandler, SOO. ^H
Buof Chrixtopli 7a&.
Sanetx, Noblliliert« «tu KintM ^H
Rtieß der Juiigo 626.
(Samit») ! ^J
— Konrad. Pfarrer, 28S, SSO, 3B3.
— r:hri«t«ph 657, 671, 699. 832. ^B
SDS, 632.
— Feltzitas 810, 832. ^^
Ropreebt, St., in KKratea 641. 676,
Bamuel, ein 8chreil>«r auf Nvahaiti, 1
«fta, 349.
439, 4 10. ^J
~ In Krain 659. 661, 718.
Sandtoer Anna (Saattner) 771. ^^|
— Miiiiin ^^^^H
— Tetei 764, 758. 7T7. ^^^^
s.
Sanntal (Tal. Eraprietter im -\ i
^^^_
i;ntenitelermark,LXIIV.«64,7(m^J
^^^B Saal ia Klrnt«n 71, 84. 85, 180.
703, 727, 775, 783. 784. 831. ^|
^^^^H Saalbnrg, (kttlliuli von, «tL<(r Ade-
Sürgnr Jakob, ScliraaaenaohnUwf, ^H
^^^H
^^k
^^^
^^^^^^^^^^1007 ^^^W
84l1Ver^«r &[iitthiu 004.
3e1t«ttD«r Cbn*t«pb 761.
Sauer (freihi-rrl. Farniün in Bttior-
ScbnucU Peter 828.
inxrk), V. KhusUkli, ädiODitciu u,
äcliaiinr. di« Erbea naob — , 7S6.
Pcllau, LH.
— H«nfl mC.
— Äniireaa 857.
— Josef 130.
— Elisabeth 897.
— Magdalana. 696.
— KelizitAs 897.
— Petor, Bürger in Kapfenberg, 688,
— Hans Ludwig 81S.
.^89. 832, 833.
S a n ]i ac b fi-, Pflcgui* im KaaReStiiben-
ScliufmfHUr Adam t(, 63, 63.
hctg, LUI, 810.
Sßbnichcrasch AntiA 7iS.
Baoraa, steir. AUd»rainilJ«i, ß&, 120,
Solieior, Ernftnus von, Krainar Adn-
7M, 771, 80Ä, Üb.
liger. 314.
— AndroM Sigmund 864. 606, 870,
SchaifUn?, Ober—, in Gteiermark
B76.
LXI, LXXXIX, 38, 706, 707, 711,
— Anna Maria 898.
772. 794.
— Eniruicli XX, 18. ü, 65, l«3,
^cbuinaschcr Andreas 788.
1 i»7, 211, aiij, an, saa, »s&, soo.
■Schi^iner Cbristopli C41. 651.
531, Ö3-S 622, 8«6.
äcboiiavitscb Zaclmruu &26.
— Uaiu Willieldi äOa.
Scbönck Stuiou, Marktriuhtvr, 3.
— Karl 7«, au4, 81 1, 885, 89ü, S04,
Sclicnhcl Qeorg 4SJ.
iliiC, 910, 970, 97L
Scbornberg, Hans Wilbelm Graf
— Otlo 312, SSO.
von — , 865.
— Kuiiolf 860.
HctiernpUchpl, Gut in Krain, 4äd.
— Sigmund 21J1, 3IS.
Seilen ilan«, VcrwaU<:r, 219, 220.
— Susanua 778, 796, SOS, 886.
ScbaTicbaviQfl Qisbert, P., Rektor
— Wolf 170, 393, 312.
im Orazer Josuitcnküllegiiim, 4Uß.
Saurer. Nu)iilili«rtor in Karoten, G99,
Scbo/r, iteir. Adelafnniilio, 297.
Scaliß in Krain 807.
— Er-ismus Ton, 476, 612.
Scarlichi, Bischof von Trleit, 746.
— Frana Oi'8.
Scaraaborna, Archtdiakoii,')31l, 945,
— Gfflorg B«Uha«ar 476.
S u ]l 0 b a 1 Stephan, Bucbbal tereiad-
— Goorg Erumna 866.
junfct, 178.
— Elans 362.
Scljadetz Balthasar, Priester, SS8.
— Hans Adam 862.
Scbafriiur Cbristopli 862,
— Kaspar 8t'>2.
8 c h a f f t c n b e rg 327 ; s. ScbÄrfcDbersr-
.Schiehl, Pfarrer, 763.
Scijaidt (äcbeitt) G., KnazUr, 408.
B c b i n L- b K 1 Gcnrf^ nti K rottcndorf
— Polykarp, ateir. Adeliger. S9a, «12,
580, 5S9, 693. 597.
616.
Bchicublouten (8cbiel«iteu, Ort-
Sclialkowitioh Mcrt 71!.
schaft iü Ojtateiermark) SC3.
Scballaliirg, SlubeiibvrK. B««itx üi
Scbictfg üertrud C70.
Nieder{ttt<>i'rcich, 8U, 845.
Schifor Cbristopb, BUrger, 195.
Scliall«r Friedricli 619.
Scbiffkho Geill 830.
SchärfenbeTg, steir. AdelsfainiU«:
Schiffmann Thomas, Mi^dikns, 70L
— Cljrialoph 3*i7.
Sehiltenborgor Baltliaiar 11.3.
— Ulrich Cbristopii 211, -£98, 509,
Scbiltpacbei CUvittopli, Dr., von
613, 629, it'2'J, &32, 6&3, 666—
and xo UraUoveu, 85.
668. &8S, 691, &9S, 601, 608, 7S&,
Schinagl Oeoig 727.
. &44. 967.
S c h i Q d 0 r 1 Georg, BUrger, 479, 074. |
W
'. ,
1008
SchindrrUin Q»or^, n*tamertn«t-
itcr n. Bf^rg^knapp«, 786.
Schittnik, Bewohner TonLi(fi§t,810.
Bchladmini;, Markt in OliPrstBier-
mark, 94—90, 213S, «88, 641, 712,
717. SlO, SSI.
8 c h I a f f m a n n CbrUtopli, nobiUtlerter
Stoircr, «05.
Schlimltig (ScfalHdmiiifr. Ssnlonok)
in Ungxm S68, 336.
Seh litnlTi^ffr Daniel, Pfarrerin Mur-
eck, Tii.
SohUaien XLU, 630, 633, 567, 668,
büO, GS3, SO], 628.
Schlierser ChriAlian, Untortjio, 911
— 913, 917.
6ehlitizg«r Hand, 6thTi<>idftr, 699.
S«hloaa«r M. 6f<7.
Seblöflsmayr £*«ter, LeobriHr BUrcer,
A9S.
Scbmelznr Oabriol, Bar^cr, £83-
Schmidt C27.
— Ottili» 894, 82Q, 838.
— Stephan, Ha lehspffln nigra olater,
696.
— ßt^'phan T, Vlgoun 7(16.
— .Slrphan aus Radkersburg 860.
— Tbotnai 635, 706.
— Zacharias, Proyianlverwallpr, Ö30.
Schtui<ltuiai«T 6ö7.
ScbmicreDborg: bei Loataclia«h in
Steiermark 880.
Schnnhcl Flau» 793.
— Krtthariiia lilH, fi'ifi, 714.
Schnce.w(iißChristc>p1i,Pfle^or, 628,
737, 859.
— Uaus CliriatAph, ElDnehmer in
Pontafel, 657.
— Ham Chriatoph, Pfleger In Landa-
kraii tu RSrtitcn, 680.
— Hans Jakob, stcir. Adelig SI9.
— Jadilli 702, 718.
— Wolf Adam 854.
Suhnep Leoiihard, Dr., 200.
SoLneider Ooorp, HUrger in Kapfer-
b«r;, 689.
— Or«ffor 652.
— Tlioma» 712.
ScbnItsetibaoiii,HaR> Wilhelm Ton.
Krainer A<I«ti{fer, 161, 314, 368,
613.
— Wilhelm 631, 648.
SoLaSbliaf^ar St<^pfaan, Be^mmlt-,
profoe, 424.
Schober, Dr., C46, &&1.
SvbSfaiaD Thoma« 6&7.
SehßfmUllnor s. Sch«fmnl1er.
Schober Johann, Pfarrer, 966.
Scholtx FVani, Bürgerin fjeobeo, 693
Schflnatein in Kraia 397.
flehonta Adam 6^5, 033.
Schoßpock Leonhard, BOrgw
W^lftberp. ysö.
SehrXnklercn Aych, Rrain«r A<I'
familie, 476, 639.
— H 8. XXV, 336.
— Wolf Eiigalbrechl 161, 367, 9«9,
314, 333, 355, 368. 403. 464, 613,
r>Sl, 619, 646.
Sobratt, steir. Adolifamilie, 9.
— Adam 6—7.
— Hans Adam IX, LXXVUl, IM^
313, 323, 335.
Schrattenbach, stetr. AdeUramillr!
^- U&Itbaaar tqd, IB.
— Kran« 208.
— Gottfried Freiherr »on, 697.
Schreck Aadreaa, Pfarr»r, 389. S91
Schreckenthnl S64.
SchroihorJaknb 448-460,468,613,
616, 648, G33, 6S6.
SchrOrrol Abraham, ßQrger, 961.
— David 351.
Schuhraano Nikolaaa 143.
— Sn«atina 737.
SehiipTor KMoman, l'ntcrtan, 96.
Schnrf Karl tn BehBnytlitt (SrhireB-
wert), Freiherr auf Ua riaatcin, 49S,
497, 499. 601—603, 516.
Scliurtaiux lUna 711.
Schuriat) Al«saud«r, Spilalm
750.
Sehnater Sebagtian 796.
Schattenkopf Rn<>pp, Bürger i*
I..(>obnn, 692.
ScbUtAcinbaam a. SckaJUaiibaa».
^^^
^^^^^^^^^^1009
■
Bebwab Fmax Clirialoph, Kikinor
S«e naß^Sena»), Adelige AUS Kirnt^D:
^
Ad<<1iKrr, 3U.
— Aäkut 313.
SchwnbKu, Dorf bei Strndiro, nw.
— Bernliant 2Ü9, 888, 28», 302, 341,
von K«dk(rabur|t, S1^, 831.
343. 372, 3i?g.
ScliwibL BarÜtue ?24.
— DavLd »57, 741.
Schwliger bW.
— QcDTg Sigmund 313.
Schwamberger Hixi», MiUktrielitcr
— irini IKW.
\ in Miireck, 75S1, 779, 780, 78*.
~ Itiins Cbristopb 313.
1 7»j7, 789.
— Hüns DATid 313.
1 Schwftnberj;, Murlct in Uillelsteier-
— Veronika 900.
1 n>nrk, XXV, 1S7, 281, 285, Si&,
8«idl Chrislopb, Pfleger, 830.
f iili, 4M>, 7&8.
— Pdul «09, 70«.
Seh w Kr Kan«, nürgerin Leuben, äD2.
— Wolf 057.
Scbwarx Ctirittoph, PrScUhaut, 126.
Seitini Joliann, ScbrannenadvokAt,
— Esaiaj U3.
130, 261.
— Holena 41).
Si<isenb<>r^ In Kr«ii) STS, 9GH,
— Lorenx G32, ^4, 836.
SeitK, Friorin Ton — , 79&.
— Miig'inlcna, lUdmeittorin in Eiaen-
Seligmann Oeorg 6fi7.
er«, 426.
Seil Johann, Pfarrer in Obdach, 13;i.
— Sigmund M», 047.
Scllach 930.
Seh warjteiiberg, LxuJgcricbt, Oll
3«inbl«r N.. PÜPgor von KiOdnlg,
—913.
«32, 633.
— Or«f Ton (Schwar««nbarg), CXI,
— Ailam 64.'., 64«, 654, G&7, 701.
80».
— Wilhelm 657, 722.
— Ocorg, Wrwalter, 794.
Semenitaeh, Kratntr AdFlifamili«:
— MRariliiu 795.
— AnHrpaa 47fi.
S«bwcdeii («chwediscb) LVU.
— Andreas Oiiiifitoph 311.
Schw«lg«r OfWftld 71'^.
— lUufl 311.
Schweinxer Uriuln 860.
— Christoph 865.
Scliwelkowitsch X.'rsula 8*iO.
Semnltzer SebaRiInn, Land»chaft*-
Seliwitx«r(St>ii!er) AI. 633, 633,636
beamter, 936.
—637.
Senex MstihSna, Pfarrer in Klagen-
1 ^ iJaniY'l, R«].- Reform.-Konniisilr,
furl, 727.
1 LXXXIX. 7a2.
SoDoietBcli S&5.
' 8ci:jin(?), AndrcAd Sigmuml von uod
Scrdfil Bartluic 636.
sa Fraibcrg, 791.
Serln (Zriny), George Grafron, 840.
3 c c k H n ( UiOxHse, Bialuni, Bischof,
Seraitr Jotet ÖS7.
Froi»t, Domprnpst . . 0 XXXiri,
Setaebi t. Ziuh;.
LXIll. bb, 10-i, 36S, 367, 410,
Satzinger Stephan, TOrliUter, 623.
423, 401, 467. 7U8, 707, 7)7, 718,
Sgancix (Bgonbis) Jc«v( 634.
723, 74fi, 771, 773, 8lI,8U, »22,
Sibenpran in KImt«n 947.
880.
8Jchtenb«rj;, Stnbenberifscher B«-
— Ocorg IV. AgricoU Ton — XC'VIL
Bitz, 844.
— Jnkob, Büchor voa — , 78«, 801,
BitibanbQrguu 131, 143.
^ 802.
Siobonbiirgvr Cliristoph za Ilayt-
^H ^ Martin Brenn«r >. Urcnnor.
liofeii, KAmtner Adeliger, XLVU,
1
^^ — Sebastian, Prop»t r. — , XCIX, 688.
67, 103, 128, 167, 168, 179, 183,
1
L Sc CD K«rl -123.
313, 931—934.
1
^K Voau«, U.Abi. UJ. LX.
64
1^^
i
1010
fiiemitacli ia Krata 6^9.
Sigcrodorf, KSrutaer osd KralQftr
Adelafxtnilie:
— N. 0&5.
— Emreich too, 661.
— ITiiiis KrafiB vod, Mü.
— Hans Ruprrchl ron, 313.
~- H»iig Fruis Sil.
— LeODhard SU, 4*5, 805.
— Lionliard 867.
— rbilipp St4. 47ö.
Sig'iimund, P., Jesuit, dSS.
Sigmund Ualtliaur,OaIdschnii«d, 18.
Silberber^ in Kämtea 813.
— Wolf Wiliiiflm »GJ.
8itbi^r«gg in Känilcii 647, 9CG-
Bilrina AntoniAaii«, Kardinai, d&8.
Simon, Bischof von A^am, 268, 333,
86t).
— Kaspar 634, 03&, 687.
Simonitach Jobano 44S.
Singer, Adclufamllie in KKrut«n,699,
758, 754, 90B.
— Eliaa 813, 866.
— Georg Krlcdricb 865.
— OeorK Malthes H89.
— IlaDs Friedrieb ÖÖ5.
— MattliM 698.
I9intzin(r«r 96.
Sitlnl 71S.
Sitliul), AM von -, 4fi3, 989, 940.
— Marx. Knl>iscli'>f von Snlzbar^,
XXXV, LXXIII, CVIII. 647, 649,
652, 673, 7Hi, 718.
Bklinrianilz Haas 716.
Bkujron, llanKctic d«r — 516.
Blavonfan 524, 536, 527.
Bmoldinliik, PrXdlkant, 170.
Sedier, UUrgrrin, iVaa dei SialiH
— , Bürger» von Mnrock, 787.
BOgrits iu KUnilcu b'.iO.
Soll Uraala 441.
Somllo, Dt)«itii h'adflfxljr*, 8T3.
Bonnabeittcr Laiirenliua, Plarrer
in Gra», XCl. CHI.
Soniiogi;, Schloß in Kttrnton, £08,
210, 'J23, US, 88'J.
Booxin 66:;.
Spadon 644.
— Lakaa,Bicbteriarolk«nBvfc?
~ CKeilia 709.
Bpangitcin, Sipmiiul r«Hi, KÄnhur
Adeliger. I9G, 198, lft9, tl«, S».
Spanien XXVUl, tlO, 416, »S, »TT,
•&3.
Bparar G«orK 433.
6peidcU8peidl.FaiEitii^.Er1>««%i
riseke feadclte Familie, UI. >|
— (ivorg Fiiedrich KBS
— Joachim 858, 886.
— SeboaUan XI, XVIIJ, 18, Sf. IJO,
312, 664.
— 8i{poand Frl«drieh H&8. 893.
Bpiegelfeld (8tabeiiberg«cber ß*-
<ila) 849.
Spessa 383.
SpicU, FraD, rerlieiratete BonhAm.
— Lienhxrt, Piüdikant, 703.
Spindicr Chriiirph. PrAdikmnt. SM*.
84:2, 0«), G^!>, 641, 'J27, t&9.
Bpittal iD Kirnten XllI, LXH, 9.
SO, 53, 84, IIS, 84S, 606, 7SS, 753.
891, 957.
fipitx in Kärnten 984.
BpoHn 176.
Sprcizenberger Kalhariaa SM.
Btacbl Adam. Pfleger, 901.
Stadelmann Jakob S70l
— Kalhartoa 770.
Stadion, Johann Oeorif to
bergincher Visedom. XCI, 86, Mw'
86. 166. 217, S4I. 431, 004. «M.
61^ 9^3, 946, 949, 960^953,1
961.
— Kaipar von, 553.
Stad), Ort, 465. 968.
— «t«tr. AdeUfamilie:
— Frao N., Wilw« GotUriedd nm -,;
601.
— Horr ron, "93.
— Christoph von, XSXl, ITO, ITT.
185. 398. 312, 318, 327,351.369,
531, 561, 590, 6U7, 795, 810.
— Uana tC7, 170, 197, SII,SW,30».
819, £31.
^^^
^^^^^B^^^iou^^^^B
StadI Hadi Aadreaa 312.
ataio iD Kraia LXIX, 133, 460, 532,
— Johanna S3ä.
732.
— K«rl **59, 8G«.
Stninbcrgcr Andreas 689.
— äusAnn« 8iy
Stttindorfcr 7J*5.
Stadler Chriato|)h, M&uteiuDchmer,
Slftiner Bemliard 6&7.
1 S40.
— Jakob 663.
Stadlmann Ilanü Geor^ AOL
Stetnfeld in Olifirkinitm 112, 7.')2,
Siiggabei 16-^.
!Ö3, 767.
Stuiuach, Ort in ObtTSteier, 8, 9.
SteinpeiO, steir. Adelige, Hi, 8M>.
— »tcir. Ad(>l4r4tini1ie, 9.
— Barbara 859.
i — Frau« von — . 3IS.
— Chriitoph 298, SIS, 3i6, 337, 862.
1 — Hant Frtpdrich 2)1, 263. Slä, 609,
ß7ft, 876.
1 fil3, 603, 8öi.
^ Sigmund 862.
' — HatiaJakQbXLVIIl,lSÖ,294,i&T,
Stepban, St., am Khrapfi'Id !n
K)8, 318.
Käriilen CIL »02, 947.
— Panl AiDi>]reicli 8M.
Sterle Q^oig 7M.
Steraing, Orlacliaft in TUol, 497.
, — Veit Rudolf von. 313.
— Wolf AtidrcB* 201, 312.
499, 601, 613, Sie, 6S0, «77.
StALiirU, (iaUivirl, 138.
Slettner Hn^na 710.
Stainpeckli Marx, BUrgcrinLMbcn,
— gahina 709, 706, 709, 908.
fi03.
— Wandula 342.
Staliipciß s. SteinpeiS.
Sttyrhffrg: in Karaten 903.
Htainx in Stcienuarlc 4SJ, 4G4.
Steyrer Maria 831, 832.
Sumbler Stephan, bambcrg. Amt-
— Viniena &26.
mann, 947.
Sllbieh Uana Christoph, atelr. Land-
Stammer Martin, Pr[«eer, 201—203.
mann, 8G2.
Slflndlcr Hans 700.
- N 296.
Standorfcr Salomc 915.
— Hans 'JIl. 812, 609, A31, 592,
StarliRmlirrg, Hwrr von, TiS,
StoliarnsQt'urg (vihi Falmliurg'), Bi-
StAtttuanii. Dr., Kanxlvf, 319. 32-2.
Bchorvon Larai.t.XilLXLV, LIX,
Staudftcl), KArutnoT Adclsfaiuilic :
66, 16S, tdO, 2i6. 203, S8C, 347,
— Bcrnliaril vrvn, 813.
3€S, 409; *- anch Lnvant.
— (ifwru Lcnntiard von^ 866.
StoiTfrcbayer (St«jfKol>JiTiPr, St'>Bg«-
— Fi'Ifr Cliristtiph WS.
woyiT}, Bauern au« Ktlrutun, tl37,
— SbIiaIiI villi, 313.
041, fiQ3, «99, 912.
— Triatand von, 313.
Stoklier raui^ UUrger in Kla^n-
Staanig Valentin, Pfarrer in Kapfen-
furt, 760,
borp, 334.
Btorer Ulrich 188.
Staxpacher BartI 903.
SteSI Jakob, Kaiteleibaamter, ß47.
— Eva 902.
Sttlttnerin 001.
ateier in Oliurnatfrreiob 801.
Straden, nUrdt. v. Radkombnrg, 810,
S ti^ieniiark (Land, Verordnete,
831, 933.
Lauilusbauptui., Grzprieat., Ileireu
Btraßburg (Ort. Propst , . .) in
u.Landleatoa«w.)XV-SVII.XXI,
K&ruten 30, 03, 196, 204, 246,
XXIILXXIV.XXVl-XX-Xrioim,
316, 320, S4fi, 668, 967.
wird, da fast auf jeder Hrite vor-
StraOer Benigna 724.
kniiiiiKintl, niclit weiter beillck-
— Frana 892.
aichtigt.
— Haus 796.
fc
64*
1
1
1012
Btmßrr Josef 724.
Straßfrifit) In Kürnt^D £86.
Btrauß Haiii i>61.
Btreoh« 796.
— Hartin, Pfarrer in Mnteck, 779,
78Ö— 783.
Stmchaa 760.
Slrcitborg«r, Dr., 820.
Strcitmanti, Dr.. 310, iü; t. StiU-
ninnn.
Strobl Wulf, BticIiballBreiiidjankt.
14, 173, 181, 394.
Straliohal XXIX.
titrSliii JutiADD, Sobrsnnenproka-
ratnr, 21«.
Stromsy er, Anton ron Et>rntw, Brx-
prleslcr, X, 13, 40, BD, &7, 86, 86.
160—102, n-i, 173, 179, 198,206,
2W, 24J, 2(10, aiO, 273, 437, «4»,
964.
Slab«gg(Stub«ck}. öctilgfi. 791, 844,
SM.
StubonbcrfT, Ort. I, 2, TSfi. 803.
— fltcir. [lerrenf^taiii). Familie, Pfle-
ger, UntorUoen, XXI, XXXVIII,
XXXIX, XLl, LH, CX, 4Ü4, 820,
719.
— Ainxliti. gcb, Lleohten>t«ln. 970.
— Barbara 98. 99.
— Gtförfr Herr auf Kapfonberu und
Mureck XV— XVII, LU, Uli,
LXXl, CXI, 20, SI, S8, 29, 36,
S8, 39, 41, 4S. 62, 63, 66, 67, 69,
70, Ä8, 98, 90, 106, 116. 118, 121,
127, 131-13.% ISfi, HO, 112, 162,
164, 1A4, 16ä, 170, 172, 178, 181,
188, 188—190, 196, 197, 210, 211,
838, 240, 293, 294, 297, 312, 324.
334, 343, 366, 306, 367. 386, 406,
437. 438, 466, 609, 631.619,500,
688. 692. (Mk-(, GOß, &U.0I6, 664,
$65, 724, 726, 734, 739, 755, 758,
771, 772, 776. 791, 7BÖ, 7B8, 836,
844—841), 869, 96», 970. 871.
— Umtg der JUogrrft 99, 531., 697,
698, 844-848.
— Qoorg llaitm&nn 294, 208. 366.
— Ooorg Signiuud 809.
Biuts Wilbelra UU
i
Stabeober;
644, 84C.
— Rndolf Lni, 644, 846.
— Wolf LH, 9», 789. 79rt. 79»,
810, 814. 644— »48. B84. fiSft,
Stubanvoll Martin SSO, 700, TIS,
788.
Stabioli, s. Stibicb.
StUbin^hof bei Trofajriuh 801.
SlRbmer(Stabiicr)Thomu 769,84%
— Sojibie 770.
StodnniU (atiidnits), Sllft, 9lä.
SummDreE-gtScblaßia Kärnten, 223.
Suppanticliilach Qn^or 96t.
Stitrckh. «toir. Adolign, S98, 886.
— Cbriütoph 318.
— («eorg 854.
Stiirraborg in Steiermark 360.
Stuttgart 322, 36$, SS8.
SxSny XLU.
T.
Tagvrorkor Hans, Bürger in
borg, 588.
TalUr Uicbaal (Teller) 644, £46.
Tandlsr Andreiu. Ercprieatcr rn
KXrntrn, 241. 242, 276, 276. tU.
Tllnic, Gut des ron Mosbsla üi
Ennstal. 866.
Taniior Mert 294.
Tacnhauson Ursula, stair.
869.
Tarvis m KXrnteo 284, 389, 29!,
426, 6fi5, 614, 761, 78Ö, »41.912,
045, 946, 954.
Tattetiliacit. steir. Adelsfainilie:
— Ootifricd 850.
— Hans Chrlttopli 694.
— ^igmmid, Freiherr »od, 909. 910-
— Salome 010.
Tlil^cl Andr«-A« 661.
•- H.111A nbri>tO|)b 661.
Taubrubauvr KaspAr, Krainrr Laa J-
niiDu, 314.
Tan fe rc r (Tanffierer), iiobiliti*n>
Kamiliß an« KraiQ;
— Georg 651.
^^^
1^^^^^ 1013
■
Tauferer Gregor Aß6.
Tbarn Uoaina 426, 4ST, 453.
— TobU* 732
— SigmiifKl 383, 444.
T«iti8cli4>r K^illlixur, KniprtcatRr Im
— Sophie 86fl.
1 Sanmalo, 700, 703.
— Wolf S26,
' ^- JcibAiin, UiscJiof Ton Laibiiclj, 9-10.
Thur«o(ThurpjEi>)OpOTg von ßsttilen-
Toiolie», In d«r — in Kärnten (t.
fitlva 231, 237, 478, 537.
auch Ticheii) 041.
Tlinrnegg, Gut in Krain, 822.
Teinxch in Känil«» 311}.
Tichen ia KSmten (a. auch T«iclien)
Tengj: F.rhiH, Pfurrpr. 126, 441.
912.
TerbitAcili f,i 1.
Tifor tu KKratc» 706.
Ter.4atz (Teränlx) a. Frangipani.
Tilis«b Balthasar, rrKdikint, 726.
Torsch l'ster. UUrger in Leob«it, &92.
Tipschern bei Gmbmlng- tu fiti^ißr-
T « u ff e n b 3 c ti, Ort in Obersteior-
Riark 262.
mirlc, atj.
Tirol XXX. XXXU. 405, 462. 496,
— (Tiefen buch), stoir, AdoIiif«tniliei,
4!>7, 499. 603—506, 6t4. 616. 517,
XXI. LXr, 795.
618. 628, 624, £67. 670,677.678.
— Anna HhB, 28&, SS8.
6Q3. 7S7.
— Chrifttopb Adam 89 (.
Tischler Klemcnt 698.
— Kram 3G9.
TisaoweU Qflorg 407.
— Frans Cliriiloph iVi.
Tobelbad bei Oraa 134, 602, 795.
— Gabriel Ä36, Ü97, 311, 451.
Todiabowit0r h Olinstoph, Land*
— Gall 312.
mann in Krain. 640.
— Genre Siginund 7&.1, 754, 860.
T 0 il !i f> i 1« n Lt>onhard , Pfarrer In
— Haiia Friedrich LH, 8fi7, 869.
.Tudonburp, CI, 31.
— Jakalt 85 J, «80.
Tullingcr Anna 625, 658, 828.
— Karl 311, 474.
— Balthasar, Clffgcnnebreiber b. Sals-
— Ka>|>Ar 854.
NintKin AuMeo, 14, 82. 62, C3. 148.
— Uonliar«] SDt, S21.
Tolm«in, n»ri11 von 0>int, 436.
— Ortolf 758, 857.
Tolnnit>i Bigtnnnd 143.
— Ott« 2-lfl. na, 704, 894, 8ft5.
Torro, Kaymand dcvlla, 108.
— Kegina 8Ö4, 89S.
— "Wolfgang della, 989.
— Kudoir '282, 233, 236, 297, 311,
TOanbeldorf in Kärnten 83J.
1 323, 3'J7. 36V, 869, 651, 601, «22,
Totling Anna 828.
1 G23, 'J07.
TCtxl Kana Christoph 64^.
Tbalhammor G^org-, G.-w<^rlcfi. 720.
Tradttilgg (Tradiug) Han« In Allera-
Tbnm«'« Grrgor, Untertan, &I6.
dorf bei Paternion S83.
— Kiaclinf rtm Laibach, B. KrSn.
— Matthcs 276. 383.
Thüringen 320.
Tranalia 176.
Thurn, Gut das Herrn von Eibis-
Tratlnvr Anilroaa, Bürger in Kapfun-
L nalO. 861. &9.1.
b«rg. 689.
H ^ KSrntixT u. Krain<>r Atl^Ufanitllc:
TraatRiannidorf, steir. AdcUfa-
1 — AclialK, Graf von, U3 361, 37fi
mllie:
r —377, 383, 427, 4*4, 445, 051.
— K. 887.
— Ainbros XXXIX, 731, 984.
- Ernr«icb 312, 794, 796, 809,860.
— Anlon 427.
— Sigmund 25f, 28», 298, 832, 33»,
— Hans Ludirig 462, 867.
3BI>, 36S, 360, 7t)9.
— n^inHch KlatthXus 606.
TrantHamb (Tranlson), Graf, geh.
r — Job»t .losef 46i, 474.
Rat, 482, 4(43, 485.
1
1014
TrebuliAiiS«bMt.,Ma(fist«r,654,941.
Treffen In KXrntcn ISfi, 641, 6S9,
70 ß, 960.
— in Kraio 659. 6ßl. 712.
Trolber Ciiristopli, I'fsrrer, -tSS.
Trcttor Qsurg (su HaiuTnannif^ in
Kümteii), SchätznieiBtar, 89ä.
Treyl)acli ia Kärotan 545, 416.
Tribnl Andreu, ProtcsUtit. 191.
Trinker Christoph, BUrg^er in Leob^D.
ß'J3.
Trient BIS, 616, 3)7, ß57, 658, 677,
678, bin.
Trieat (Sudt, BiacWf . . .} S55, 425,
Am, C'J4. ^£0.
TrdfÄy«ch in Ot>er*t«l«rmnrk 670,
73&, 73fi, 7&2, 770, 772. T79, 79™,
801, 802, ai2.
Trübonockk, stelr. AdelirfanilUA:
— ElisBbfth 8BS.
— ErMmu» 294. 299. 312. CTi.
T^ub^^ l'-elUiaa, prot. Prediger, CIX.
U5, 411, 0*9.
Tst^hSadu-kb S68.
TB4*hanto Jo8<>f, BUrgrrmnIittcr in
T.)l^lal^h, 176.
TnclielHciiacli En KBrntcn 217.
Tachernembl iu Krain 378, 669.
TBCb«riiil«nii in Krain 421.
Tschtutacliier (T»chinUi.-hiber) An-
ton, ProtMtant, 702, 718.
TKhin^cn 141, 184, 927.
Tuollng Petnr, Untertan, 344.
Turf er in Untersleicrm. 701, 80», 916.
ToUchnk Johann, l'rSdikant. 929.
TuUchni^ iu Kilmt«n 784, 790.
TOrh .ToJlI, N'obilitWterauaKUrnten,
609, 804, 832.
— Hans, Spital meiatflr, 760, 761.
Turn Tbnm., l'rot. (a. ötelorm.?), 770.
TarDpa<;Uur Zautiariaa, rroleat, 03.
Tarrl (-ZuecKri), Ludwig von, 939.
ü.
Übelbftch in MiltclKtniormaTk 784.
Obclp ich er Sarah Regina 668, 672,
TOS.
Oberfaia ia Kilrnlen 002.
Udin« 166, 241, 333.
rffnbits in KJtmten 323.
Uf^od in Ungarn 37S.
Ujrarianitai (s. aoeh Orarienae) =
Ujvar, Burg und Gespanscbaft ia
Ungarn, 231.
nie rot«r, mcht«r in Wippaoli. C4
Cmbrabrer. nobilitiertePauilie au
Kümt<'n. 699.
— Georg 31».
Ungarn XI, XXI. XXVIl, XXVm
— XXXI, XXXV, XXXIX, XL\^^,
L, LXXI, LXXllI, CXI, 112. IM,
26», 268. 296, 320, 326, 338— SSO,
JdÜ, 474, 479, 48.% 4B4, 490. 6 2S,
621. 636. 633, 636, 650. 65I,&&4,
&&5, 66«— 663. 666, 667, 66«.
—571, 674, 679, 687, fiÖA. «21,
649, 666, 682, 693, 714, 737, 731,
735, 760. 767, 759. 770.773. 777,
780, 783, 790. 704, 800. 830. (131,
860, 866, 868, 883, B89, R98, 8M
—MO, 903, 913, 967, 970,
Ungnad, innerSiitorr. AdAlsfamllie:
— Andreas 669, 673, 708.
— Karl XLV, 191, 646, 931—933.
— Simon S13. 646.
Untcrberger Sigmand, Decbaiii ia
Untenlraubiiri:, 191, 104, IM.
Unterkrixen in Tirol 108.
UntBrdranbnrg in Kumten ßf, 7l.
113, 172, 191, 194, 196, 1»8,S0S,
204.
Untorbolier N'. an KTaulchb<>rgT26
Untorniarch in Krafn 66{).
Untarrakitach liei Mnrcrk 799
irntorrittcheDbarg in Kraln 661,
868.
Unteraeifaitz in KSmlen 786.
Uuterwfilz in Obenleiennark 707.
Unsmarlit in Ob«rst«iorniark LSF,
I>XXI, 36— S8, 437. 438, TOT.
886.
Vrban, Abt von Admont, > nnl»
Admont.
— St., in Kamton 900.
Vrgartaor Rucpp 370.
4
1 ^^^^^loi^^^^^B
UrselieubeckClirialoph David Froi-
Vetielier Urban, Scbranncnadrokat,
Iirrr von — , Landcahmiplmiinii in
621, 724.
Kilrnlcu,XXXV,XXXVII,LXXlIl,
Vwttor Frißdrich, Proviautmeister,
LXXXl, 2«6, 401, ßT4-ÖS2, 68ö
824.
-69S, 735, 711, 7C1, 839—841,
— Urtiil« B59.
sei.
VieobbiLuter 97.
Vrschin HnnsWeikbArt (*. aach 01«-
— Cliristopb, Pßegrer. 707.
P<?y) 726.
Viechtor Kar], ateir. Laaduchafta-
1 Uritiiius JoliBim, Pfarrer in Hrofrnt-
Leamter, 213.
' bürg, 423.
Vii-aiin (Vi)^un] io Krain 636, 706.
UtUkby Jaltub 3I0W
Viklring (Abt von . . ,, Ort) in
i
Kumten 44S, 449, 468, 46», 612,
1 T.
648, 668, 733.
1 ■
V i 1 1 a c h [Swdt in Kämt rn , Er»-
Valcieh Kupar, Untertan, 461.
priostcr von -) XIU, LXII, XCIX,
Vallbcrger M.ittliia« 475.
CXLI, 7Ü, 71, Hb, 86, 101, 113,
Varauur PLUi]i|^ rtrSUikaul, 1, i,
li)6, 19S, 242, 276, 277, 282, 290, 1
£66.
507, 606, 62(1, 628. 842. 616.688.
V«it, St., in iaiml*n LXIII. LXIV,
718, 736—738, 747. 769, 760,
LXXIII, C'XU, 112, 2-16. .116, 3-ir>,
762, 812, 863. 912, 940, 941. 942
424, 7ti*. 723—731, 733, 748, 763,
—944, 946—951, 963, 966—961.
SI2, «67, »ÄS.
Viiidlnr 4^6, 497.
Veldcu in KHrutcii 907, 863, »8«.
Vigcib<ir .luliuniL zu MuDwe^', Scliülx-
Veldet in Kraiu LXXYU, 884, 928,
lucittcr, 868.
930.
— Jakob, Bürgar in Lvubeti, 699.
VeldkircIidQ in Kürntcn 901. 912,
VJioLrraner Georg 833.
OCO.
Viiro Oeorg: 645.
VoMner, nobilitietto Faniilio In
Vogßl Nikla« 148.
KKrnlen, 9G&.
Vngelmai ar (A'o^oliunchor) Barbara
— Unna Wolf der — , 868.
699, 709. 713.
— Karl 245, ili. 8Ü2, ÜIO.
Voglpr ValciiUn 2G9, 274, 276,277.
VelUclilpK«rulonLXXXVlI,XCIX,
Vü 1 k«r Ina r k t (Markt. Klort«r,
62, 57, $4, 160—162, 206, 2Ü!i.
1 898, 343, 849, 392, 408, 4B5, .lOl.
Propst) XIII. CXIV, 64, 78, 07,
101, 112, 201, 223, 243, 246. 256,
697, 606, 612, 87», »64.
416, 493, 668. 671, 714, 718,932.
Vcllnn Qcorp, Vikarin Viklrin}*, 449.
Vo rn u, Markt in OttUtei4:i'mark{l*ropat
Venedig 376, 879, 3M0, 420, 47:!, öüS,
von), 294, 783, 79Ö,
653, 693—095, 698.
Vor d o r o b e r^ in Obersteiermark 668,
Venedifcer Alel, SekrelÜr. 184.266.
672, 703.
— Adam, Dr., X, XI, XVIII, XCIV,
— Herr von, 869.
14-17. 2ä, ai, 63, 64, 132, 265.
VcrL^U Christoph, Buclibulter, 644,
w.
661.
Vcrdanbarg in Kärat«D 902.
Wac hinter Hans, Bllrg«r r. Loobcn,
— Job. Unpt. Frelbetr von — , kal*.
592.
1 KaMKlcibeamtpr, 821, 838.
Wagn, stnir. Adelsfamilie, LH.
— KomcHas, Rel.-Bef.-KotnniiiwiLr,
— Balthasar 19, 20.
1 214.
— Cbristopb 476.
lOlö
Wdpn EriwniuB 726.
— Ocorp ßI7.
— Hans Sigmund 236, 661.
— Sif^mund 26.
— Maximilian 6&1.
Wapner Karl, DUr{;er in Leobrn, 62t.
Waldeck, 806; s. Zctacltger.
Waldlioim 321.
Waldmann, aungewics. Protestantin,
176.
Wal (In er Achatz, RatsbUrgor in
Scliladming, 96.
— Andreas, Nobilitierter aus Stei<>r-
mark, 629, 630.
— üartlme, Protestant in Vellacli, 343.
Waldstein b. tirax, Bcsitx d. Herren
von WindUch^rütK, 232, 233, 236,
239, 244, 246, 247.
Wallcnfel«, Christoph von, mark-
grXfl. Onolspftchischer Gesandter
XI. Anspachcr Kat, 200, 322.
Wallenstein, Herr Ton, 196.
Wal 1 n p r (Walner), Ausgewiesener
aus Mureck, 787, 789.
— Andreas 805,
Wallfiee Kaspar, Pflrper, 754.
Wnlther .Joh.iTiii, PrKtlikant, 196,
iy7, ■2r,2, 2G:., 26H, 33fi, 411, TÖ.'i.
WaltorKd()rf in Stciormark 201,202,
22(1, 2;il.
Wnlteradorffcr Simon, nmisclirei-
Iter, 134, 221.
W» m |i 1 StppliHii, Pflef^or bei Stadl,
810.
Wani seh Adam, Prannfalksch. Unter-
tan, H31.
W.ir.ir<iliii in l'iiR.ivn 129, 3:i3, C20.
Wilrtcr (>abriel, (ii)ld!<chiiiirdgespll(>,
Würl, Siiiridl('rsSi-hw«grrin,fi2(), f.29.
Wii fi !■ n b (? rg ( Wai^-riibi-rg), Schliitl
in Kiiriilcn, Ii)ü, 2-i;i,
WassiTiiiann, niibilitirrre Familie
in Krnin:
— Elicibiih (ir.i). f,r,i.
— Marx 616, llHrt, 944.
— Pnnl 142, Hl.'., 216, 23il, 412. 417,
442, Vrl, .'»riO, 644, R51, 709.
Wass erneu bürg (= Wasierleoa-
berg), Neumannscher Besitx, 36B,
288.
Watz (Was) Geor«, ProteaUnt aus
KrAin, 894, 898.
— Gregor Michael, «asgewieMner
Froteatant, 760, 663, 880, 896.
Waxelsdorf 7..4.
Waydegg (Weidegg), Christoph von,
KXrntner Adeliger, 318. 805.
Wober auf Moßbarg, Adeliger aus
KftrntcD, 901.
— J. Ö07, 910.
— Martin, Apotheker, 949, 930.
— Kucpp, Bürger in Kapfenber:g, 689.
Wfhe Georg, PrMikant, CII
Wciblhofer Marx, ankath. Geist-
licher, 743.
Wcichselhacm Hans, Pfleger sa
Lübeck iu Krain, 636, 662, 701
Woichselburg s. Weixelburg.
Weidinger Hans, Bürger in Leobeo,
693.
— Vinzenz, Bllrger in Leoben, 693.
Weim.nr (s, auch .Johann) XXIV, 380.
Weinburg bei Mnreck Itj.
WriMpriach in Kiiriiten 2N3, 2S1.
Weiß Adam, Bürger in Uudolfewert,
CCü, 702, "06, 708, 709.
— .Jakob 702, 709, 712, 714.
Wpißbiirger Adam ans Kudolfswcrt
645.
Weißen borge r Thnmas, Bürjjer, 41.
WeißcnecP'''' Susanna, verheiratett.'
viin {jüoy.ich, 876.
Wcißrnfcls in Krain 101, 166.
Weißpnkircben in ( Ibersteiermark
4:t3, 4;U, 833. rt.'tÄ.
Weißenoec in K.=irntcn 283, 293.
WciüiMi thiirn s. l'irkher.
Wcitprsfrld bi>i Mureck 387.
WoiJtrlbiirg in Krain 378, 625. 63!,
ß.'U.
Wi'ixelfftoin in Krain 724.
Wriz in der OitAteierniark L, 437.
4.')«, 794.
We Hing Ton Feehing Sebastian,
wilrttcmbcrgisfher Geaandtar, SOÜ
^^^
^^^^^^^^r^ion ^^^H
Wels, SUdl in OUrS«torre)cli, 984.
84}0, 403. 477, 481, biO, 636, G2S
Welser Avbatx, |]jii|)lmsna. 181.
— 530, 537, 5ät), 652, 653, ß.'.fl.
1 W«lt«(er), Ktftir. u. kämln. Ailcli»-
56r>, Ö63, fif>5, 5Ga. 568-581, 601,
fiimili«, LH.
7Ä6, 760. 7fiG, 786. 792. 8S1.87I,
— Gcnrfr Andreas 86ß.
8^9, 891, 898-000, 90S, 967.
— Anna AthaUx ätO.
Wletier-NenaUdt 325.
— CUr[9ta[>h S7fi.
Wi«rtine(rrnpBtvon — ) inXXraten
— »rdinftnd 8&9.
66S. -
— (ictirt; Andr«M 865.
Wieser Gregor, Wagner, 831.
— Gottliarf (tÄ8, 869.
Wildbach 794.
— Lconlisnl XXXVI, 679.
Wildeiieek in Krnin 451.
— MoritB 2ßfl, 20", S!3.
Wildonstnin, Rtcir. ii. kürntn, AdnlK-
Woinpl, Krau aus l'allka, 736.
rarailio, 79i.
WoiidensteiD, Herr voll, Hxtnmer-
— öporg- 900.
weTksb««ilzer, 781.
— Lt^tilianl 157.
Weni);, Pr-, Kanxl«ibMn)ler, 437.
W Jldon, »Qii]. Tou ara», ZIV, 48, 49,
— Stilckpießffr, 98.
53. 701, 715.
Wcrdcnlierg ». Vmlfnbprg.
WilFcrsdorf, st«ir. AdcUfHmilie:
Werfnitx, Prntc-ttAiit, 714.
— n«D( Adam 31S.
Wfirnherg, Hcrrscliad^ in KUrntcm,
— Jona« 211. 297, StS, 600, 598.
CXI, 911, 9S1.
— Wolf 801. 805, 876.
Wcrncckh.Kr«i»«rAdel(fAi)]ili«,ri31.
Wilteia Nikol.iuü, Pfarrer, G30.
— Adam 3 t 4.
Windenau bei Hnrbnrg 264.
— > Androas S14.
Windiioh Andreas, ProlcaUnt, 657,
— Salthjuar 314.
— diriitoph, geweientr Stadtrickter
— nrwTTiii» 314, 475.
in Klaj^enfurt, 92.
— Mprt SU.
Windiooh-Kristritain Uli ter«t«lar<
— Ottheinrtdi 47ß, 512.
mark 705.
— Wolf Andrnns 31-t.
Windistibgräta, Stadt in Uoter-
W«rtier KonTadz.Weradorf.Eärataer
stelormark, 33—35. 1C8. 1&8, 240,
Adrliger, ä6&, 901.
241, 298. 788.
Wcrnctnki U., Krainer Adeligor,
— »teir. Adel<rAm)li<<. XXXVIII, LH.
.'».11-
— Andreas Liulwig 865.
Wf^rth, VtHTT» in Steiormark, 820.
— CliriHtn|di 214, 2.H2, 231— 2S6, 242,
W altera 11 200, 322.
24 S, 347, 312, 784.
Wuxlur Sign]unil,atoir. Adeliger, 869,
— Ernreicb 9.
— Sirnoi), irauptmaiin in R*(tk«n-
— Friedrieb 214, 332-23C, SJÄ, 246.
bnrg. 795.
247.
Weyda Micliacl, Aui>i|;«wici«n«r, 143.
— Rnrl 863.
Wcy»)r,S«UloßinSU*iftm)nr]t, 808,867.
— Moritx 8«6.
Wcyser Mirhiicl. Lpdercr, 384.
— Wilhrltn 214, 238, 236, 248, 247,
Wiiliiiniiii Iliirttmi? R9I.
297. 208, an, 620.
— Ka-ipar. ünchbiiider, 201, 2fi5.
— Wulf Niklu von. 857.
— Marti Q 891.
Winklsr, Proleataiit, 283.
W i 0 d c m II n 1» Dioojs, Tierl«lprildi-
— Han», Untcrian de« Herrn Adam
Vsnt, ISO.
ßfhratt, B, 6.
Wien XXIX, XXX, XXXIX, fifi, 160,
WinCcr Wilhelm, Pritdikant, CXI,
237, 271, 317, 321, 322, 32ft,3S1,
911—013, 016.
1018
Wintershofer Mathei, steir. Ade-
liger, 312.
Wintrat, Sanrauiicber Bositz, 865.
Wippach in Krain 642, 660, 6C2,
723, 731.
Wittenberg 111, 100, 927.
Witticb 960.
— BaUbaur 914.
Wocherer (Wuechrer) Franc Adam,
KHnitner Adeliger, 838, 889.
WodopivetE Hans, RaUbUrger und
Handelsmann in Laibach, XIV,
LXVIII, 121.
Wollt netz Juri, Protestant, 928,
929.
Woldner Andreas 762.
Wolf, Lorenz, Hoft iscliler, 619.
— RoBina, Tochter des Obigen, 619.
— Wilhelm, PfaUgraf, XXVI, 368,
390, 402. 478.
Wolfenbüttel XXIV, 322.
Wolfgang, St., 717.
Wolfsberg, Stadt, in Kärnten Xm,
Ol, 66, 103, 344, 431, 4S4, 440,
604, 606, 616. 670, 679, 680, 7G1,
762, 901, 930, 931, 934—937, 939,
944. 946, 950.
Wulkc liste in in Obcrsteier 3, 6, 21,
261, 638, 073, 801, 813,873,874,
964.
— Christoph von, 406, 522.
— Sigmund 600, 5Ö1, 503, 509, 512,
514, 615-618.
Wolner Georg 769.
WördI in Krain 645, 668.
Würth in Kumten 201.
Woydersch Christian, Landmann
in Kärnten, 280.
Wrätti'r (Wrabctz, Wratrz) Josef,
Stadtsciireiber in Kudolfswcrt, 665,
704, 708.
Wredciiius Lorenz, Pfarrer in Tro-
fayach, 73.>, 752, 8(11.
Wrcmb Klemeiit zu Mareitach in
Krain 377.
WubritHch DartliuhmiHus 645.
Wuritihranil Kmlolf, steir. Adeliger,
149, 31ä, 437, 439, 410.
Württemberg XXV, XXVI, 186,
200, 287. 820—822, 327, 88«, M9,
841, 849, 360, 856, 866, 868, S«4,
869, 887, 390, 392, 396; ■. aoch
Julias.
— Johann Friedrich Henog TOn, 478.
Würz Susann« 41.
WUriburg 322, 946, 946.
Wurzer N. 633, 722.
— Christoph 348.
— Elisabeth, Witwe des Obigen, an-
gewiesene Protestantin, 848.
— Hans Adam 864.
— Urban, Kaplan in Laak, 928.
Wntalitz Ilans, gewesener Pfamf
in Marcitflch, 461.
Wuttalitscti Jakob 646; a. ancb
Button tz.
W u z e 1 1 e i »lEisenwerksbesitser, 37B.
X.
Xilander Georg aus Wrii 794.
— Gregor, FBeger zu Btatwck, 791.
z.
Zach, steir. Adplsfamilie, I.II.
— Sigmund Frieiirich auf I^obniin^
und AiiiUdt 862.
Zacharias, Propst von Voran, C, 55.
Zückel,Bteir. u. krain. Adoligp. 9, 373,
— Franz Sigmund 85».
^Hggl Johann. Pfarrer in Kosegg, 282.
Zümhlsperg in Kkrtitcn 903.
Zauner Wolf, Praunfslkscher Unter-
tan, OG.
Zoheiner 821.
Zcbinj^or auf Kirchfeld, rtoir. Adcli-
familie:
— Chiixtoph 854.
— Georg Mß2.
— Kaspar LH, 298, 312, 843.
Zochetner Hans. Kadwerksbesitier,
41.
Zechner Christoph 953.
— Georg, auigewieiener Protastant,
244.
, "^^
^ 1019 ^^^^1
Zih*iithofi>r MattbM, B«u»r, 841.
Zingl Harlinann eu nUed«n, Vis»- ^H
Zeler, Pfarro. in Kr«m, 448, 419,
ilrtm in KSrnten, LXXXVII, Iß. 1
ihn.
28, 30, 31, 4S, 87, 1(10, 109, III,
ZnLtlich, AdelnfsmiUe:
173, leo, 101, 104, t9fi, 198, SOS.
— C'liristo|>h 805.
S*>4, 209, 243, 215, 21S, 2&ß, 278,
— Konrad 806.
ilSO, .3H3, an, 3»5, 345, 347, 373,
Zell in OberAtei«r)ii«rk 899.
4-24. 486. 43", 460. 4fi6, 468.
ZcUcr GSC.
Zollingor Simon, kais. Eansleibo-
Zeitjtchg^r (Zct.<clikcr) xu WKltleck,
ainl«'r, 616.
■dclj^ Fnmilic lut Kraiu:
Züllnffr Georg in Kengiib«rg 784.
— N. »or».
— Peter zu HaHvnbui^ bei Lcoben
— MiclLÄcl 314.
sia.
ZetscUi B. Zi<iliy.
Zstach; s. Zicby.
Z^ngK (— ZciriDg?) in Oberttei«r'
Zriny (Zrini) Gsorg 797, 798.
ninrk IS.
— Kiltolatis 413.
Zfljr, Pf»rre in Krain, 546, 6i8.
ZuegtntUler Bitpl .luliann 818.
Zflyriug in 01>cr»u>i cmi^trk 835.
Zniiktitim agitl (Ziig(;i>niTianlfrl),
Zicliy CZetflKlii. ZötsHij-) N. 2S6, 800,
AdelsfarailiQ in Kfirntcin:
890, 900.
— Adam 933.
— Tbouijis 23, 198, SC8.
— Georg Adam HiS.
Ziegelmaicr Margareta, Pcädikaa-
~ HaD» 9*8.
t*ii!twitire, 2C4.
Z a m e 1 1 i D Maria, rr«t«alnn tio in
Zieglmdller Johann, Rol.-Rcf.-Koro-
Kraln, 398.
miMSr, 7ȧ, 797, 809, 841.
Zun)*a Johann, Prarrer in St. UI*
ZicikUch 377.
i-liacl iu Roscgg, 370,
2i«ratin, Karl von, 4äl.
ZwRtkowitE Kalliariua 889.
Zimin«rmanii, Fast or i u Gra», X LI V,
Zw«tiii:h,kowit»cb l/raula 760, 880.
»48.
Zvrlckl Georg Barllmc, it«ir. Ade-
— Unepp, ScIiroelEer, 902.
liger, S98, 312.
1
1 2. Sachregister
(fUr den 1. und 2. Band).
A.
AktcnitUcka aur Ragesttcliaf) Erj-
"
h«rxugMaxiniiUanaII1. 1. BiI.XXV,
Abbitte dea PropsloH RoBolena 3. Bd.
XXVI, 8Ö-1&6.
43&.
— xurKe^lerungFcrdinaudsII. I.Bd.
All fall katiiollichor Goiatlieber vom
l&T LiiR xamSeblnaaedt»« 2. Bandes.
Glauben 2, Bd. 760.
Alieuierung a. g(?t*tlich« QUtar.
Accord Tonlö'^l (i.aucbi Ilutdi^ogs-
AnorHi)erir8c1ieProaiiBSos.AaerBpeT;g,
itroit) 2. Bd. XLV.
Augsbnrgtrba Konfession in Innor-
Aktf>ri«tilckn y.iiin Hilldicriingsstreit
Bsterreicl. 1. Bit. 729, 741, 79C;
I.Bd. XVII, XVIII, 1—89.
s. ancti Exurzitiiuu.
— lur ItcfTfrCtschaf: Erxhenog ErosU
— und k..ttbDll9c}i6 Koßfessloo in der
l.Dd. XX, 67-84.
1
Pfal» 2. Bd. XXIV.
1
loao
AasBcliuß zur Wabrung der kirch-
lidii-n Fni)i-it«ii I. Ud. 366— S69.
284, 615-577, 2. Bd. 809-818,
&50— 565, bbS. 560, 567, 669, 699,
602, 967.
AaswoiEnn^ doi prvl. Bvrrcn- und
RitterstnudM «. OegenrefoTinxtlc'D;
I. HcrreniUod.
^ vooProtwtaDt«!). A11^meinM(n«-
«ondffres i. anter Herren- n. Rittor-
stand, nur^rr- and BaDcmiiUnd)
1. Bd. 428, 429, TU, 731, 755,746,
785, 7&8, 780, 2. Bd. S, 4, 14,27,
49—52, 129, 176, 177. 188, 205,
2SI, 239. 256. 287, 289, 293, «43,
367, 437, 438, 467, 477, 479, 582,
666, 668, 603. 6ÖS, 618, 625, 6S8,
646, 568, 673, 701. 707,711,801,
811, 826, 827,859-861, BC4, 867,
872—874,877,884—891,908, 904.
916, 917, 926, 968.
Brnnber;, Bielum, lUUniiK in den
kirchl. Pn^n InncrOcti^rr. 1. Bd.
XXIV(B.ini rcr«oii«nrPgtster niilcr
audüm), S. Bd. XIU, 65, 85, 86,
118—120, 217, 205, 616. 616,
760, 761, 801, 930-939, 910—
961.
Uxiiorn, ProtcfltiiiLlisinus im Baacrn-
sUnda, 1. Bd. L, l-Ö. 104, 100,
112, 120—128. 136, Hit, 15t. 167,
162, 174, 179, 182, 201, 910—242,
249. 442. 443.
^ dEe a«^)roreformiition uiid der
Banenistaiid, 1. Bd. L. 14, 68, 97,
120, 125-li8, 149, *J04, 237, 23«,
218-245, 247,218.251,251,266,
600,606.615—635,610-643, 649,
C&O, 656, 560-686, 706-709, 746,
751, 754, 768, 760, 76«, 769, 789,
2. Bd. IX, tXXV-LXXXni, 7,
163, 24t., Slf., 260-253. 279—
MI, 316. 317, 341, 641.609. 760,
861, 862, 878, 88», 893, 907, 014,
980, »66, 970, 971.
BaoernKcliafteu aof peUtL Terri-
lorien 2 Bd LXXVn, LXXVItt
Biijrern a. d. Qtgtarefonn. in Inner-
Sstcrr. 1. Ed. XXH. 2. Bd. XLV.
Bcdenkao anlnClicb dar Reliyiona-
rrformktion in Kärnten 2. Bd. 697
—639.
BagrSbniiTSrvrcigeruiig- 1. Bd.
XXX. $06. fOfl, «16. «39, 510,
396, 426, 427, 493, 2. Bd. 158.
159, l%\ 258, 284, 202,9*3,813.
418, 428, 762, SIS, 921. »SS, 911.
963; t. auch Pri«dbtffe.
Boicht, Dekret w^^en jftbrltckvr
Beicht, «.Bd. 617. 790, 791,882.
ßelehtiett«!. «birefordert, S. Bd.
342, 636, 627, 688, 808, »17.
— fnUclie. 2. Bd 43.^, «4«.
— ErKhlcichtiog von. 2. Bd. XXXIV
— ListenvouPi-rtonBii.die ^Kbfficbtel
odM* rs iinteHuteu bab«n, 3. Bi
243. 271. 431, 556, 505, 696. 604.
606, 612, 614. 621, 651,70«, 718,
743. 812, 888, 897. 900—902.
Bib«l. d. windlscbe. 3. Bd. 926-927.
Bitt5cbrlft<>D von l-Iini|^«nton w>d
EsnUnten 2. Bd. 441, 47«, 827.
828, 856, 866, 875, 8«3, 884. S89
—898, 904. 966. 967.
Briefe der ErzherEOfin Mtrüi I. Bd.
xvm.
— ErntTnnng von, I. Bd. 662, 683.
2. Bd. 127.
B U e h i>r, protoet jmliichp. Vrrbol. V«-
richuin?. 1. Bd. LUT, LXVm.
LXXII. LXXni, 42, 69—72, «78.
311, »21. 4S8, 485. 626, 627,600.
608, 618, 618, 821, 631, «36, «31.
643. 664, 657, B«9, 688, 899,700,
710, 711, 716, 717, 719,746.755,
J76, 788, 79«. 2. Bd. Xt. XXXHT,
XXXV. 17—20, 42. 44—46, 1».
51, 64, 75, 94, 114, 117, 121,133^
189—141, 439, 441, 627, 656,696,
602, 638, 643, 64^ 683, 694. 705.
7X6. 739, 745. 7t>8. 795, 796, 801.
807, 819. 834, 880, «81,998,92f,
911, 962.
^^^
^^^^^^^^^^102^^
■
ItUcher, kath., Eiarilbrnng, S. Bd.
Emigranton, Z«agnitM dor stelr.
•»11.
Landschaft fUr dla EmigraDteo,
BHrgf-r, BQrger»cii*fleii ». StÄiUo o.
2. Uli. 842, 843, 860-862, 806—
MJtrktc.
8Ö8.
UHr^ff roid (und profeMiö fldet) I.IW.
Eniif;raTitoupQtar u. -Oflltenrer-
XIX, 517, 820, 821, 2. Bd. 133.
knufe 2. Bd. 86S-~8&4, 8S8, 869,
13*. I»y, 163, 160, 176, 177, 280,
875, 87Ö, 891. 882, 8^7, 969.
sei. CIA, «88, 643, 1»67; s. Städte
— Konfi«katiortcn 2. B<1 890. 891.
iinil MXrktc.
— Seqni'«ericmnK ihrer Hcrrscha(tcD,
C. ■. K.
2. Bd. 683.
EcnigrantaiitiBtenS. Bd. Uli, 858,
D.
S&9.
Emigration, FrMge du* Atiziif^des
' DenkicbrifleD llber din FriiirD Her
««ang. flerrcnstaiwle», 2. Bd. IXIt,
1 "
1 Diirchfilliraitg ävr Oegriircfortnii-
XXVI, 299— 3IJ, 361—355.
1 lion 1, IW. XXVI-XXIX. 120—
Erainhiing il«r Kinder nnkatho-
f 128, HO— Ufl.
liftcUer Frauen 2. Bd. 917.
1
Uenunzialionon 1. Bd. 61, 2Sl.
ExAinina aiier Oic KccUtf^Uubigkelt,
i 2. Ud. XXI, so«, 362, 412, 433,
Zilation«!! elo. t. Zitationen,
1 r.43, 701, 740, 741, 771, 772, 77«.
Excraitiiim ÄerÄ. C, 2. Bd. XLIV,
' 813, »U.
9, 20!j. 21«.
D)en»thotPTi, nnkatliiollsclifl, thtix-
— Beaiicti dos oTftng. — in Ung&rD,
acliaff^'n 2. IM, 917.
2. Bd. I9G, 197, 714. 727.
, Dionatceiig'iiis)« 1. Bd. 7^ö, 3. Bd.
— Beaucli dea evaiig, -— iu Oeterr,
1, 40, 3H, 09, 142, US, 177, 181,
8. Bd. 717.
183, IS4, 411.
— das katb. niehc zii unterlagen, 3. Bd.
778.
B.
— V«rl)ot doa nichllcath. im Lande,
«.Bd. XXI, 154-157, 261—266,
Eidoxforuicln !. Bd. 89, 96, 97,
340. 341, 4>49, 4U<I. C&3, 6&&.
G43, 701, 6&7.
— nichtkath, Exontiüou inner- und
KidesoDlel bcldtrHaldi^ung 1. Bd.
außerhalb des Landes au bvauchcn,
XIV.
S. Bd. XXI. XXU. XXVII, ILVIU,
Einichicichen vcn Protntuitea
S87, 391, 392, 649, 601,770,784,
3. Itd. 637, 6Sä.
917.
— von PrHilikanleii a. Prfidikanten.
Esulanten S. Bd. 4tS.
Emipran Irn 2. Bd, XLII, LI— LVIT,
— Kecblsnihrong atelis unter Enii-
L 891. 917.
granten.
1 _ >b8chied2.Bd.UI,UlI,S44-849.
f — Erxietion^ der Eni ig rantenk Inder,
F.
2. R«I. 885.
— Kapitalien iiicLt liüransxnjfDbon,
P«atengf<botu2. Bd- XXXIV, XCU,
2. Bd. 877, 88&, 801, 89&, Olö, Ö70.
64, 139, 142, 172, 259, 2R7, 680,
— UecbbinUirung, 2. Bd. 212, 213,
687-689, 694—697.625,626,042,
£17, £18, 111, C48, 824. 826, S39
671, 67S, 718, 714. 7l6, 738,745,
-84i. 887.
838, 866, 8»S, »67.
— Verlußeran; tob Gfltem ihrer
Ferdinand II. Eralohung 1. Bd. 3
Kinder nivlit gcAUtlot, 2. Bd. 836.
1
—5, 66.
1
i
11
1022
FenUnund U., kircbnnpoliL Ridi*
lung. 2. Dd. XXXIU, XUII, XUV.
— BegeoUcUfWrJi^ l.Bd. XXt. 153,
IWJ. 167.
— Rrbhuldigung I M. 307— SW, 213
—924. 228.
— itnlifiiiiich« Re'tw 1. Bd. XLUI,
— Usuptrefolution I. ß*l. LXVII—
LXXVn, 599, 600, 688, 639, 721
— 7M.
— Motive ■iirUegenrafurmfitioi] 2 Itd.
189.
— Notlage im jAhro IGOO k. Krii«.
— v«r]ftDgt «in Gnliii:lil^ii de« SaIz-
burp*r Errbiacliftf« Ober die Gngen-
Tpforniniion im llf^rrcn stände 2.Bd
640 -^CM).
— V«rbiLU«ii ftiir Ueformation auf dem
Gebiete geiHtlicIier Ueichitilljrston
2. Dd. B6&— ?5C.
Fideikominißgflter ä, Emigrantoti
nud ihre Bcliandhing i. Bd. 633,
Mi.
Placianer !. Bd. 620, 674, C77,
8. Bd. 848, 76S.
PrAifltfltliinp der Koiifeiuiiun 2. Uil.
863.
FriffdhOfc, protcat.. Vorbot der Er-
richtung. ZentOrun;, l.Bä. XLUI.
LXXII. 25«, 296, ß65. 688-684,
68«, «87, 690, 70», 761, 768, 766,
787. 7«8, 7ft6, 828, 942, 2. Bil. 4,
SS— S&,&6, 127, 145, IfiO 168, 1B4,
284, 28&, 374. 394.
Fürkauf an Sonn- und Fei«rta£*n
verboten 2. Bd. 726.
6.
Qegenroformatioii, Fe«tstetlniigd,
Grnnd*iipo. 1. Bd. XIU; $ «och
Denkdchriftt^n.
— Ferdiuinda II., ("inc Fortjetiiing
der Heines Vaters, 3. Bd. XUV.
— Fölirer ■. die Jcmiten, Martin
Brenner, Qcor; 6tobiui, Tbomaa
KrBa.
OegenreforinatioB, fichwief^«i-
te» iler Dorcbfilbraiig-, S. Bd.
xxx\-u.
— und drr Adel I. Bd. XKXVIII-
XI.III. 4. 8, 7&, ISA, 410. 4^0,
4J6, 660—6(58, C7ü, «71, ß75, 747.
76fi, 2. Hd. IX, X, XXXVII-I-V,
8, 9, 136, 1S6, 17U, 437, 459, 4W
-470, 4T5, 476, 498, &09— StS.
621. 699, 701, 708, 7IS, 717.719.
721— 72S. 726, 743, 7&3— 7R7,*>4.
805. 814—891, S&b, 866. 967; ».
ancli Ht'rrenctjind.
— und der Klerus 2. Bd. ICVTI—
CXll, 870, 873, 4»0.
— u d. BürperWind 5 Bd. XXXIV—
XXXVIU.LVn-I>XXV,8il,S«;
»[x^eicUm «. HtSdt« nnd ilKrIct«-.
— und rltr llauemsUind 8. Bannm.
— Seil Widrigkeiten dtr — in Obw-
Lüiulcn, 2. lid. XXXV— XXXTIl
— in Gras 1. Bd. 292—509, 51^7,
2. Bd. XJI, LVIIT IOC II, a
16, 17—87, 192—194; ■. ancU
Grsa,
— io Klngenfurt 1. Bd. LXXVI. SU,
2. Bd. Lx-Lxvur, i.xxni.
LXXV. 9—11, 23, 34, 69— 7«, M.
85, 87-94, 96. »7. llO-IÜ.
128. r,l, 172, 179, 180.373.37*.
423. 6:>7, 6ti3; b. auch KUscnfuri
— in Laibach 1. H>l 376, 379, 'fti,
2. Bd. XXI. I.XVIII— LXX, ISl,
182, 343, 416—438, 431, älhi»,
544, &6e, 613, 644— (Uß, 648, (UO,
CM. 659, 700; «. aach Laibarb
— wirlwbaflHc'be Folgen, 1. Bd II,
20, 3«, 406, 407, 440, 441, 473.
47fi, 2. U.I. XII, xcii-xcvr, ^
9, 12. 27, 2», 40, 41, &6,&7,»1,
291, 296. 375-387, 705. 70», 71«,
716, 717, 720, 721, 96»,
— Entlobnnngen, 1. Bd. 639—648,
644, iU5, 709. 797, 3. Ild. 1, 41,
47, 66, 67, 367, 43&, 642, 643,
666, 671.
— das Meiste leistet die Refi«nin(,
2. Bd. xxvtn.
^^^^^^^^^^H
^^^^^^^^^lö^^^^^H
Gegen reföriDfttion, »ußerliciio Er-
HerberatorffflclioTamulto l.Dd. 4-
1 TrilgB, 3. Bit. XXSV— XXXVtl,
Ilerrcnstaiiil, Tr^'ue des innerOAtrr-
1 CX— CXII.
relohiscfien. 1. Ild. XI-XUI,2. Bil.
GcintliA litt Guter, Allfiniernng ver-
XXX— XXXIV, &14.
bwtpn, 2, Uli. 7<*5, 780, 839, 871,
— b«vorxii^t« 8t«IIutig> des alteti,
87S. 930, 96S, 963.
2. Bd. XLI, XLÜ, XLVU, L, LI,
OcisCiittiikeit, katliolisch^, Klägern
185, 629, (130, 639, 640, 804,8U&,
wider »ir. 2. IH XXSrX. XCVU
813, 832.
i — CI, 138, 323, .STO, 371, 428—
— kircld. O|.iiosition, 2. Bd. XXVIII
1 431, 433, 134, 4ßG, 467, büß, 710,
— XXXII.
" 712, 773.
— Eingriffe in iiei[]eRec)iti^,2.nd.771.
— katliolLBclie, BepUuBti^Dg.Sotidtx,
— Aasweisun^ des, scliou anfangs in
2. Dd 16, «I, 1Ä6, 221, 270, 2&2,
Anssicht gcDommeo. 2. Bd. XLVII,
' 2Ü8, 424, eaO, 63t, 727, 728.
24.
Ocrtmltichnftoii (•>. Pupillsn) von
— AnswoUunifMlekret, S. Bd. 814—
1 Pi-otMtADtcn iiiclit geel«ttct 3. Bd-
83lr.
1 886, 830, 856.
Uinaaricliteuiicn \»l ein kntliol.
Uusniiiltsuliaftea i. H'jf kirulip ti ,
QeistUcbet bvizugebeu 2. Bü. 724.
0. üaller, Stabcubcrg de. im
nocbvvrratsjiroteBse I.Dd.LXX,
Person enieg'ister,
LXXT, 68S, £96, 697, COU, 6U3,
Gewallt ati^n (f^ßcn Protestanten
607. 2. Hd. XXIIT. 130, lys, 230,
1. Rd. 400-402, 2, B.I. ö. 8, 10,
231, 2&8.
13, U, 214. SU.. 927.
HocbKeitoii, Vcttiot, In d<'r Fasle.n-
GcwcfbeipHrrnng 1. Btl. LXXVI,
Keit bei Miuik und Tanz la be-
426, 2. Bd. XLV, ».
gehen, 2. 13d. 718.
GowiaBenifroilicit 1. Bd. LXXVI,
— protestantische, 2. Bd. 777.
42Ö, 2. Bd. XLV, 9.
Hofkirchens Miasiou s. Hofkirclien.
OriiK, milltXriich« Büs^tznn^ des
Horner Sliiado, die, 2.1kl XXVIII,
Sclilonea, 2. Bd. 40&, 40^.
XXMI; B. Kritt) von 1609,
Gmizweai^Ti, Greuuioldnton, 1. Bd.
H uldigung»! andtAge s. fliiMi-
r«, 31, 9.'>, IIB, ISS, 4(J7, 461,
((iiog»*lrfit.
1 &13, 648, &&8, &G2, &C4, £72, 674,
UuldigEingsscbwur Erzb. Ems ta
' C70. 723, 760.
in Krain I. M. blt.
Ornndobrigheil, nur katholUche
— B. unter Crost, MaximiliaD III.,
L bei Katholiken erat« Instanz, S.Bd.
Fertlinniid II.
1 618, 619.
Htildignngtatruit I£9l/92 1. Bd.
" Oii«i-dia 1. nj. LIV, LV, 363, 805,
xiv-xviii, XXI, XXXI— xLir.
368—372. 373, 376, 379, 383, SÜb
4, 8, 9, 12. 13, 18, 10, 21—28,41,
—389, 392.
43, 46. 48-52, 54-5)?, 63, 86—
Gatacliton Urschenbeclcf 2. Bd 4}74
88, 207, 912, 213, 218-224, 228.
— 6S)I-
— in Üalerreicb 1008 und neine Ein-
— ». ForOiiiariil It. ; s. aiieli Memorial.
wirkungen auf InneiOsterr. 2. Bd.
GfUeraclLÜtKUHg 2. B. 892.
XXVII— XXXII.
1
I.. J.
Ilandolaleutp, lutlierlKh<\ 2. B*I.
Jagd, Verbot der— an Sonn- o.Feier-
331, SSI, 882.
Ugcn, 2. ild. 616.
^^m 1024
^^H
^^^^H JAinitcB s. michd. For(on«nrc^i«t#r.
-331, 33.1. 8.^6— S41. 344, 345,
^^^^^1 — llrgUostlgung und rorHringliohea
349, 3f>0, H&b, 35A. 36ä — 36J, SM,
^^^^^^ WeKu Her, 1. Bd. 7SI. 723. S. Bd.
869, 370, 387. 388, 390—392, 396.
^^^^^m XV, x&i. ci. 8^
397, 4U7, 408, 424, «Ifl. 412, 478,
^^^^^ 2K, 381». 411, 41S, 476, 477, <;»,
692—537, 560— 5M, 559, 6«0—
^^^K (KW, 672. 719, <4':<, 829.
678, &80-6M, &87, 693. 594. 698
^^^^H — die — n. A. BcUclirungiwn-b, 9. Bd.
-ßOI, 622, 623, 627— MO, 674,
^^^^L^ XXXIII, (;viii-(;x, 748
7>9, 732. 779, «24.
^^^^^^^^t — belielligun^Iirot.tiGisIliaherdarcfa
Jurlflitikiiun, eüUtItchfs I-Bd. 107,
^^^^^' 1. Ud.
108, 306, 787.
^^■^ — g«ha»ige lltäea, S. m. XLV.
^^^ft — G«wx1nat«ndQr — ,l.Ud. 19-^— IM.
C, K.
^^^1 — Emerbsainndor— .2. Hd.XXXIII,
■^*| BBB
^^^H
KatvlnUUn I.Bil. XIH. SS7, 69f,
^^^^H ladvx librornm probllUorum 1. Ud.
2. Bd. XXIV, LXXIV. 9M.
^^^1
Ktocel, ScaliereQ «uf der, a. 8ea-
^^^^B Inu«rSaterreicb, Cnion der dt«i
liereo.
^^^■^ IJInd«r, 1. \iA. XXXUI, XI.VI.
Katholik«!!, Gl^i«:h»!ei|luiig bei de«
^^^^^^ UI,LXI1I— LXVIt.I.XX.LXXni,
Ämtern, 2. Bd XXXIV.
^^^^^H LXXV,
KAtholiaebe Ifftltgion, Klafmi über
^^^^^H 3M,
di» belrtlbtQ La^, 2. Bd. 274, 27&,
^^^^^V 4^1, 439—141,
292.
^^^V 479—481. &SI,&3&— 68t4,&;-t9,&41,
Kstx6r«i, VorKhli^e xn ihrer Bo-
^^^B fi4S, eOl, COS, 6»7, 610, ß7f, 671.
»eiliguni;, 1. Bd. XXVU-XXIX.
^^^H 677. 691. 731 — 761, 7ö6, 7&7, 780,
L, U. 120— ]28v 13«. 140— I4M,
^^^H S. Bei. XIV-XX, XXVT, XXVll,
S49, 397.
^^^V XXXI, 4, 10, 47, 48, 106, 107, 7iH,
Ketzerrerseiishiiis d«r Dinc«5e
^^r 732—784; s. aucU Korr«ii|iondt-nx,
Uurk von 1634 2. Ud. 900- WS.
^^^ — Vertut dorgemcinviimeii Aktionen,
KlievouliülIviicU« f 'rmcu» t.
2. Bd. XVIU, XIX, XXVi. XXVll.
KhcTcoliltUer.
XXXt, 4fl, iO.
Kirche und Schale, AiuifAb«ii fltr
InqniBition, Krage der RinmiiniD^,
die prot Kirche tu)i| Schul« $rlt
1. Bd. 41S, 3. Bd. XXVlir, lt4j.
AuswclsuD); der PrAdikant^n und
423, 461.
Lehrer, 2. Ud. 263—365, 326, 423,
— Nachf»ga nai.-Ii Unkitbftliaclicn,
473, 474. 491.
2. Bd. 262—284, &»&-&97, 712.
Kir«hen. Beaetcocg- der. I. Bd.
772. 870, 915.
XXIII, XXIV, 172, 176, 181, 186.
Initniktlon der Kel.>Ref.-K<>taniU-
2. Bd. 16, 1Ü9, 798; aieha nck
sion 2. Bd. 796, "97.
Pfarren.
lutflrs«Bsionau eineeluer Personell
— AngriffiB auf protestan tische, Ztt-
^^^^^ u. gaoxct KSrpcncii&Aeo fllr Ein-
atOruDfr roa. Vrrb'jlo d. Erbaaanr.
^^^^^fe lelii« u. für KOrpirrsckaften 1. Bd.
I. Bd. xLin. utxn-LXiia 4.
^^^H 69. 31», 255, 2b6, 404— 4U9, 676,
23, 6U, 86, 186, 234. 58tt. 61».
^^^B 76S, 7Ö4, 2. Bd. XXlI-XXVin,
614, 622, 623. 625, 637, 64«, 641.
^^^H 17, S(i, 27. 38, 89, lOfi, 116, 126,
64f<, 670—673, 682, 6S3, 686,689
^^^^^^ 135, 113, 16fr, 169,173, 174,
—691, C93-6P8, 700. 701, 7M.
^^^^^B 181, 213,
747, 796, 2. Bd. 2, M. 131. 131
^^^^^1 266, S7I, 318-323,
146, 150, 163, 436.
^ B^^^^^^^^H
^^^
^^^^^ ilm^^^^B
Kirelien u. ScknlwM««, pmtutant.
386, 841, 867—869, 801, 366, 366.
tiiul (lAsacn AtiBÜbunf:, t. Bd. XLIV
368, 876, 888, 389, 397, 402, 409,
-LX, I,XXVI, ü, 7ft. 'J5, US, J&7
410, 491. 601, 613, 620, 628, 637,
-180, S4Ü, 25», Sys— 362, 421.
648- 660, 652, 5S3, 5i»7, 668, 670,
421. 437, 440. 446, 46«, 4fi7, 46B.
678-584, 687, 589. 691. 692. 597,
474. ASö, 4»6, 608, 611, 64&, 7U6,
601,602,606,610-612,614—618,
779, 791 . 785. 8. IM. XLV. LXXIV,
621. 732, 926.
4. 23. 170, 171, 109.
Kris«, dir, von 1609, 2. Bd. XXVII
Kircilißiilegatfl, dMi ProtMlamH-ii
XXXIII.
efDOmmou, 2. lld. XLVII, XLVIIl,
— AkteuBtdcke «Imu, 2. «d. 480—
läS, 154.
486, 494-509, 612— »28, 663, 667
Eircliüiipolitlk Entli«tzog Enutc
—584, 967.
i.iw. XX, xxr.
Kr^rptotiroiestknten 2, IM. 434,
— Ferdliiandi. II. 1. BiL XXXIII.
435, 884, 886.
— KKrlali, 1. Ud. XVKI-XX.
— Maximiliaas ül., 1. IM. XXI—
L.
xxm.
KIO'StctrgAittliclikoit.ZiuUntled.,
L«adtifreilie!t«ii 1. M. XIV.
S. Bei. XCIX— CI.
i. Bd. «20, S81, 232, 600. 601,
— Heilung d^r, 2. B.3. 259, 250.
618. 966.
Konfndern ticin rter graamtOBterr.
— Lxndtiauit. King-riHrins, 1. Ud. 836,
Stunde a.JCriae von 1509.
637, 643—615, 688.
KoiiknliiDat i|pr lialli. (jriüllicliiknit
— LAndtjif^ S|ißrrune (ZerstoßunK),
Ä. Bd. Cl, 54— fiO, 276. 277, 442,
BeHilliiTungen, 1. Bd.Xni-XVlI.
497, CIO, 686. 7IU, 74C, 757, 768,
LX— LXXVII, 8, 21, 22. 24, 4i.
g09, K«i7, £66, 946, 066, OEli.
44. 17, 49, 184, 276, 418, 4SI,
Konirnktn gelttl. Pcrsnncn mit im-
426, 464, 468, 473—477, 4fi2, 488
kalli. ÜPrren f inziigohen, wird Ter-
—606, 609— ÖI3, 61ß, 617, 518,
baten 2. Ud, 667, 668.
620—622, 525—631, 633—630,
Korrcipondetix,D«i:bbarU<ilio,l.lJ(l.
539, 610, 642-646, 662, 664—
49, dl, 52. &4, !>0, Ö7, 110,1&0.L97.
558, 6G1. 6Cö— 667, 674, 678—
198, im, 211, 212, 223,242,246,
661, 686, 673. 676—689, 692,
264. 260, 274, 276, 305, aOß, 301*,
2. Bd. XVII— XXII.
311, 324, TAI, »»2, 360,362,36»,
Landtage, Mtud^'nin^ ihr«r poli-
373, 3dl, »94, H'M, 3ä7, 410, 411,
tlBcken Bedoaturig, 1. Bd. S78—
415, 439, 470, 464, &Ü4, 520, 633,
281, 2. Ud. XVIIt— XX, 48, 49,
636- &3d, 541, £42, &44, &&7. ö63.
84, 110. 117, 168, 164.
667, &«8, 071— 073, 679, 580, 687,
Lacdscliaftebeiinitc and Dienor,
695, bW, 698, 6Ö0, 602, 607, 610,
Aasweieuiig, 1. Bd. J^XIX, LXXII,
636-638, 6&1. 669. 671, 672, 674,
73, 431, 4C9, 566. 657, (i5l. 783,
67Ö, 6»a, 773, 2 IW. XIV-XVII,
790, 2. Bd. XXXV, 11, l."t, 18, 21
XXI, XXlll, 10, 2&— 30, 36, S6,
—26, 31—33, 5J, 129, 188, 171,
3U— 42, 4U, 63, 64, 63, C6, 87,
178, 176, 177, 626, 030, 639, 640,
103, 106. 107, 116— 118, 120, 126.
647, T92, 793, 835.
130, 132, 15», 160. 164, 167.176.
— Besetzung d. Iaiid»cbAft1. Ämter,
178, 17!J, 182, 190. 191, 196, 198,
2. m. XXXIV, XXXVI, 66. 432,
a07, 208, 216, 221, 247—260, 267,
670, 684—587, 606, 613, 6L8, 623,
268, 266-270, 273, 278, 381, 835,
6ä4, 7M.
Kuala«. 11. Abi. Bi.hX.
■6
1036
oititi^T*, <lsß ji« nicliC Tor die Re-
giAtang xiiicrt worden, 3. Bil. 833.
Lindimaonaebart, Aufnahuio in
ilie, 1 Bd. S7a, 705.
Liedur, Verbot sekliwlter, 2. IM.
?73, tu, 77Ö, 779.
Li* t « o Uiikathc>1Uch«r siod einsa-
Moden S. Bd. Sil; «■ ucb nnter
Bliebt.
M.
Mari&i Eixhcrzogia, ilir« Hillung im
iiiiidigiingMtr«itc, i.nd XIX.XXl.
— ihre ilaliiii.g in dfr K^i^futschafta-
fiiipe, 1. Bd. XXV, XXVI, 78,81,
Jb'i.
— gogon di« Prote«Unt«D, I. Bd. &7,
78, 161, 86i>— 36S, 378, 5(19, 422,
435, 140, 466, 183, £04. 620, &2&,
tSb, Ul, M3, 6((3, S. Hd. 176, SSB.
llaxiiDiliiDilll. UegeuUcIiRAl.Uii.
XXI. XXII.
Mtmorisl vom Stand und W«Mn
d»r Rvfonnttton ia Etirat«a S. Bd.
716-748.
M fluch II c r KunffirrnMti 1. Bd. XIII,
XIV, 2. Ud. XLIII, XUV.
Odoiiliu*. d«r Fall d», i. Itd. 344;
R. im tVrsritislvcrBflcbtilB iitjtor
OdonUus ui)d Waldalciii.
Österreich, gmCOaterr. Zug der
i^tHudot>ewe|;U[i|; von 1G01>, 3. lid.
XXVUl, XXIX, XXXUI.
p.
FanpbUt» uud TrakUta, VoHirM*
Hing von, S. Bd. 181-486, C27.
Parlikularschriricn l.Bd.LXXI,
Üb.
l'aQbi'iefe für Kuitgraotcin 1. Bd.
BltO, 89.1. HU, 920.
Pasquill aaf die Gegeurcfurutatioa
im .lalirc 1609 2. Itd. XXIX, 4(il.
Patente, PobliBipraiip toh, 5. Bd.
«74, 875, S7T, S8S, 281, 431, ♦42,
«04.
Parifikation ron Brurk (Roligiontt-
IM»«ilik*liyo) 1. Bd. XIU— XUC,
XXV. XXVI, XXXU— XXXVIII,
XLII, LVI, LXIU, LXXV, 9—
IS, 18, 1», 21, 24— SG, 27, SB,
S7, 40, 43, 46, 61, SS, 5A~67,
69, 60, 66, 72. 93. 101, 107, 113,
US, 119, V2Ü. 130, 133, 138, 139,
165, 183, 192, 105, 202, 203. 213
—219, 227, 233, 285, S72. 273,
3(J0, 301, S16, 336, 35a, 451, 462.
187, 679, fiOß, 721. 72«. 734 — 7S6,
798, 2. Bd. XUV, XLV, 347, S5»,
609, 610, 611, eil, 616, 766, 1^28,
936, 988. 948.
Pfarren, Besettung daroh Xatliu-
üben, 2. Bd. 16, 27. Sd, 30, 31.
— wie bei der Erlodlifting- ronia-
geben Ut, S. Bd. 766, 760.
— Beaftcrang der katboliMhen, 2. lld.
4&S— 461, 7U6. 707, 7Ji, 7ö5, 7ö6.
P f a r r e r , Beschwerden widvr die.
1. Bd. 1—8, 13, 16—18, lOT, J08,
2. Bd. XLVin— C, 67; & Oeiflt-
licbkeiL
— Verbot, in ihre Bocbt« an greifen,
2. Bd. CII— CV.
— Stclluugdtir ~- HÜ d*rGegenr*fur>
maüon, 2. Bd. CIV.
Pfennig, der sehnte, K Bd. 290,
697, 714, 798, 3. Bd. L, U, LXXl,
LXXIX, LXXXU-XC, 31, 22.
23, üj, 43, 49—63. 6«, 67, 66.
69, 70. 135, 181, S03, 204, 217,
214, 246. 866, S78, 283, M7—
SUI, 391, 321, .t36, 342. 344, 349,
415, 426, 438—437. 441. I4S, 466
—401, 4<16, 466. 401. 609. 689.
619, C31— 637, 641—614. «1?.
658. 656, 657, 668. 660. 7«~
701. 707, 709—711, 713. 71i—
717, 7:i2^724. 726, 727. 781. 7SS,
740, 752, 767, 768, 780, 791,792,
801. 802, 804. 806, 810, 822, «36,
828— !f30. 832, 833, «35, WI, 860,
d
t027
8e7, 972—879, 883, 916, 9&3, &b7.
981, 0«3_SWi.
PflcfroT, VerhHllcn ilor protuUnti-
Rchan, '2. Krl. 437, 4»8, 4e2. 708,
737. 738, 7&4, 766.
P rJid I k au t en, Verlialtcn der. T«lt(t-
keit, 1. DJ. 40, 43, &8, 61, &ft. Gt«,
73, 74. 7«, 101, lOß. 110, ICft,
172, 17», 175— 180, 206, a08, r.fl4,
701, 715, 71«, 741— 74«, 777, 78a.
s. itd XXXIV.
— Verfolgung der PrüilikAntcu, Ein-
■tcUung d. Predigten, I. Bd- XUl.
liVII, LXXI. 7il, T-l, 130, M«,
168—171, 192. 201, 20«, 239. 5 Sl
—^H4, 249, 25E>. 2ßl, 2«tf, Hl,
288, .tS4, S99— 402, 415-417,
422, 4:}0, -IS^. 431, 4411. b^\ 696
—698, 1309, 6t0, 64ü, 047, 6T0,
70S, 703, 711, 712, 715.763.778.
770, 787, 797, Ä. Rd. XXXIV.
XUV, 61.
— Aittwc!«nTic der, Wii-dcicinsciilri-
chen. 1. »d. XXVI, XXVII. LI—
LIX, LXXII, 18. £9, 60, 69. 06,
67. 94, 97, lOe. lOT. IÜ9. II».
129, SOS, 503, 273. 881, 2fi7, 804.
:i08, 309, 321, 312, SI3. 374,377.
378, 396,398,400 405,411,418,
420. 482, 42», 4ST, 430.431.436,
411, 444, 4C&, 4fi9, 480.482,628.
538, B39, 541, 590, Ä91, finO, ROO
— 614, 643, 6S6, UO, äSI, 66fi.
6«8, 677, 679, 687, 688, 704, 712,
713, 760, 771, 778, 780, 781, 789,
790, 701, 7n 2. Bd. XI. XLV—
Xl.vn, LXXIV, 1—1. 9. 21, 2«,
42, 104 — 105, IVB, 135, 152, 171,
177, 210.
— Unterbriag^nng Rtc., cmfia(>rloAus-
moiiuiigcn, I. Bd. LVII, LXXIV,
854, Sfifi. 363. 360, 394,403,4)1.
419, 420, 427, 430, 441, 484, 491.
660, (67. &BI, &83, &84, 600, 60«,
6IS, 63ß, 644, r,47, 618.661,675.
713, 716—721, 754, 765, 702, 769,
783, 791—794, 796, 797. 2. Dd.
Xr, 42, 103—166, 126, 166, 171,
210, 8(4. 216-239, 212, 2Ö8, 269.
278, 282—289. 296. 332. 312, 81»,
359, 411, 4S2. 435, 460. 164, 622,
628, 664, 565, 620, 627, 637, 643,
705, 706, 726, 786, 710, 792, 796,
7^7. 798, 800, 802, 821. 825. 834.
SflfJ. 003, 91J4, 907. 908. 011—913,
916, 017, 945, 063. 965.
l*ragcriscl><> RfUtiitn l.Ri. SB-SS.
— Legalion 2. lh\ XIV— XVII. 25,
S'l, 39. 40. 88. 98. HC-, 118. 131.
181. 132, 140, 145. 168, 107,199,
20O, 207. 308.
Prälaten!.!. nd 1. «d, XtV. XV, 12,
259, f.l7, 62«. 522. ,129, 662, 668,
7i3, 2. Bii. CV, CVI, 64, 446.
— Bcachwenleu d*a, ne^o üevor-
>npin{rfr4>nid^r tieietlichen, I. tld.
250. 260.
— Kmanzlpallon von Aer vroltlicht'n
Cericht.'il.ark.'il, 2. IM CVI, CVlt.
Predi^eti und Konimauizierrn der
I'rudikaalcii absaatellen 3. Bd.
920.
Pr«»difrt«n PoI^tiMf L«j-|«>D S. Bd.
XXVII. 40.^, «Ol, i09, 410.
PrleaterflhF, kaLlialisolu>, 2.1ia 411,
647.
ProtcBtantisjnas, stark eingewur-
»olt, 2. m. XXXVIIIiT.
Pratok'^lln dir Vorbniid langen d««
Kambcrgpr VlmdnninTiiti mit dm
Prnteetaiiten 1590 3. IM. 930—
934.
ProieB grg^n Nonnon 2. Ud. OSO—
940.
Pupillpn von Emigraiit^Mi. Ihre Be-
handlung. 2. itd. Liv, 435, eai.
«39, 656, «70, 671, 700, 708, 774
—776, 837-839.
4.
Qaellon mr Gpwliiclili' drr Grp''n-
roforrn«ti.ni I. Jld. XVHI. XXXIV,
Lxxvn— cn. ?. ud. xii— xiv,
Lxvu. cxii— cxxnr. 347. 922
—924.
66*
^^^^K)38 ^^^^^^^
^■H
^H^
110, 116, 117, IM— 126, 1»7. 128
^^^H,
— ISO. 133. ISS, 140—143, 146
^^^^L^^ K«enp«r«tion ^ixL Oaur 1. TM
— 151. 157-169. 164, 166, 173.
^^^^^K XXXIII, XUI, XVI— XLVIII,
177-179. 184—187. SM— 213.
^^^^^H ert,i 12,420,425. ■IS6,<&;,60S.3.Ud.
S22— 230. S51~-255. 267, MO—
^^^^^1 XXXIII, tlV. CVII, 66,S39, S40.
361, 272, 278. 294, 296 -AI«. »4.
^^^^^1 493.
826, 327. 351—3.16, 371-374.
^^^^^B —ttiü, 7O0. m, 7»4. 803.
393-S97, 399— 40i, 409, 4«.
^^^^^1 906. 907, 980, 04^, 968,
437, 413-458. 474. 475. 490, 491
^^^^^P
— 493, 495. 497, 509—511, 613,
^^^^^F UüforniationtgBDBral von I6S8
620, 521, 523—532, 63»— S44.
^^^H S. Bd. 802—809, 811. 814—821.
660, 651, 661—664, nC7. 669—
^^^H RcformatioiiBlibell 3. Bd. OSO.
676, 687, 690. 691. 003. 616, 664,
^^^^H RcfornialionKfirilntingon 1. Bil.
761—770, bl4— 821. 875—880,
^^^^^ XLin. 203, 246, S5Ö. MIO, 6&I,
882-884, 886-890. 896—699,
^^^^^K 764, 7&A, 783, T8I>, 3. Bd. VII, IX.
»02—907. 909—913. 917—920,
^^^^^H LXrX. I.XX, 40,
9SI, 928, 929, 948, 963, 96;>.
^^^^^m 43fi, 4SC, 7S9. 788, 802, 806—809,
Ktili^ionarefornatioBskoniiBt*-
^^^^^^ 058—960.
sftre, «aUbiirgiaobe, 2. B<1 667.
^^^^B Re|f«ntBc1iaft •. Grtiil, Mnsimniia,
Be)ip)onflrpfurniatton)>komniifc- .
^^^^H Ferdioand.
Bion^u 1. ud. xm. xjv, j,xxir, ^M
^^^^H R«^im«nt>ratSBt«ll«nb«Betxung
LXXm, 121, I2fi, 174. 237. 241, ^M
^^^H S. Bd. S18.
281, 282, 616. 600. 601. 607, 6061, ^M
^^K^^ Ilcichi*«butx der iQoorOsUrreichi-
61ü, 614-6(2, »5. 648—660. ^M
^M ■rhoD Lande 1 B<1. 46, 728. S. Bd.
652—667, 6*>-668. 670. 672, H
^^ 158.
678—601, 693-701, 703—711,
BeliKioDiPXorzitien, dv., )o d.ricr
715, 746, 760, 758— 7Öt. 766. T88,
ßtildtau uur fUr ilen Harrvnttiuid
7C9, 772—777, 783. 791. 2. Bd.
I. Dd. XV. 69.
XXXIX, 2. 3, 5. 8, 30, «3. 64,
Roltpionafriedcn (Rricbt-) I, Bd.
«9Ä, 317. 440. 458, 469. 474—476,
XXXII, 183, SS7. 2. Bd. 189,811,
676, 605, 606, 614, 668—662, 666.
S73, 069. 789, 94&.
671.
RoIigionsfrrftraniiaM, lt«aoIntio'
RalilfioDSTorglelob t. 1&91 1. Bd.
neu u. VcrotdnuDgvn 1. Dd. XXXI,
XVI -XX.
LXXXIV, 73, 88, 113, 130. 133
Rom, di« Kari» nud dl« Gcgcerefor ^H
nalion. 1. Bd. 117, 116. 2. Ud. V
— 139, 149, 161, leo. 183, 192,
105. 197, 198.204,507,213-218.
XXI, 243, 256-557, S6I, 697,
23.5, 23r>, 268. 281. STI, 274 -^276,
634, 703, 943. 953, 953. 961.
278, 279, 282, 284, 286, 44« -464,
Roaotenx o. seine Danlcllnn^ der
468-472. 478. 60», 604, 520, .',21,
0««cb. d. GcffeDreformatlüo 3. Bd-
fiS9. &SI, 6SS, r»39, 510, 514—64«.
XII. xm.
058—667, 559, 660, 563, 574, &hi5.
KackfülligkAit bokehrt«r PraU-
686, 591—594, 638, 639, 642 —
eUtiten 2. Bd. 627.
644, 6fi0, 658—660, 669, 671, «TS,
Rodolf n. a. ä. Gogenrefonnittmi
678—689, 721—761, 787—791,
io Inaeraaterr. 1. Bd. XVtll.LXIt,
S. Bd. 8-12. 24—26, 80, 86, 48,
19-38,40-51,67-50,65, S. Bd.
^^^K 49, 64. 56, 58—62, 67—69, 76—
XIV— XVU, XXIV— XXVI, 116,
^^^H 84, 87, 97, 102, 103, 108—
13), 132, 168, 614.
S«l»burg, Erzbistnm u. d. Oegan-
refuriuativu. 1. Bi. 8S— 40, 19S,
19?, 233, 673,.
— OuUoliten dea KrzbiscIiofB Marx
Sitlicb über die Volleuduag tl«r
Oegenreforniation, 2. IW. G6S, 65.3.
Scalteran auf der Kanzel 1. Bd.
XXIII, LXXV, 85, i>li, 102, 1CI+,
110—112, 118, ISO, 162—172,
180, I«?, 2ti6, 229, 231.
Schill«, AdcUachiile in Schwnnberp,
2. Bd. XXV, 187.
— Verbot des Buuelis auswILrliger
Schulen, 1. Bd. LXVIII, 62. 513,
MV, 2. Bd. LVI, 892, 676, 7&ß.
7«3, 770, 761-783, 809, 816, 862,
90 &, 969.
— VorSot der Wtnkclachnlen, I. Bd.
2^4.
Schnlinoislcr, prolcstnutticbv, MaQ-
reRflln gegen, AuAWvUitng, Verab-
Bcliiudung- etc., 1. Bd. X, XLII,
LXXI, LSXn, 62. 66, 73, 76,
lÜO, 106. 107, 16Ä, 202,203,228,
23i, 249, 266, 257, 262, 286, 430,
669, 670, 704, 716, S. Bd. 170,
171, 180, 181, 792.
SCbne, unkatb<iti>4:he v. KatiioUken,
»itHnweiscn, 2 Bd. S17.
SpUn Ordnung, krainiicbe.S.Bd.SOS.
8prinf>«r, Sekte der, 2. Dd. 461.
fitaittümter, n«ietaijn):f der, Ab-
■elzung der unkath. Ma^ttrnte,
Ersetz durch k&tbolUck«, I, Bd.
XX, LXXVIII, 10, 62, 66. 68. 74,
7i>, 100, 106. 174, 203. 216, 323
—225, 228, 234, 267, 268, 262,
456, 491, 514, 621, 665, 786, 2. Bd.
X, 216, 216, 291), 741-748, 749
—751, 771.
Städte und MSrkte, Frot«stautiiiiius
iD, 2. Bd. XLIX, L, II. 6S, 65,
72. 77. 96, 101, 106, 113, 120-
128. 1S8, 6ia, 587—689, 607.
— Ocj^tirelönualianin . .., Bflrj^Broid,
1. Bd. XLV, UX, LXVI, LXVUI,
LXXII, 18—20, 20, 26, «8, S8—
40, 42, DO, M, 68, 73, 74, 76, 85,
103, 1)3, 117, 133, 126-129, 154,
155, 165, 168, 174, 189, 192, 196,
197. 202, 2)8, 324, 230,231,236,
250, 258, S61— 2&<), 269. 2(0, «7.1,
27«— 278, 281, 2fl2, 284, 285, 289,
296- SOS, SOS, 3G0, 361,374,398
-391, 409, 422—425, -129, 43^,
433, 441, 444-446, 504, 630, 625,
536—639, 547, 668. 569—671,
678. 687. Ö95, 600. CIO— 643, 645,
649, 660— 6&S, 660-668, 678—
689, 692, 698—700, 705—711,
721, 742, 743, 746, 761-754,758
— 700, 762. 765, 768—779, 783,
785, 788, 798, 820, 821, 2. Bd.
X, XXIX. L, LVn— LXXV, 2, 3,
6, 0, 11-21, 23—32, 36—38, 40,
43—48, 60-63. 69—76, 84, 88—
105, 110—116, 113—142, 160—
163, 166—169, 112-17-1, 176,
192—195, I'JS, 20U, 200,209,214
—217. 219, 220, 274, 279-284,
287. 288, 324, 334, 343. 575— S88,
406. 407. 4U, 433— 44'i, 444—
446, 468—461, 46 L— 466, 474,
47C, 479, 491, 644, 556, 676, 680,
586—598, 602—606, 612, 613,
620. 624—627, 631 — 637, 640—
642. 644. 654-656. 659-666,
668—672, 700—709, 711, 712.
714-719, 722—727, 729—732,
734, 736, 738-746, 749—754,
767, 768, 760—762, 771-778,
786—790, 792, 801, 810—812,
831, 824, 876, 831—685, 888, 924.
930—939. 940-901. 064, 966,
967, 968.
Stände, SoDderung dor, 1. Bd. LXl,
49, 50, 525, 541, 549-652, 571.
fiteuorquittuugeo der Ooulli ch-
koit 2. Bd. 586, 723.
StiftigebHado 1. Bd. 720. S. B4.
221.
Stiftskirche, proteat., Befehl, sie «n
k^ilh.Oeistlicho zn verleilion, I.IM.
LXII, 431, 442, 603—606, 608,
1030
609. 679, 686, 697, 2. Bd. 170, 171,
199, 219. 230.
Stiftungen ffir Wkihii iiiiknllio].
Mattrr 2. Ri) 852— tfU.
Stipendien 1. Bd, &.16, S. IM. 8&2
—864.
ßtruM^krcle 2. Bd. XXXV. 716.
8lrArg:cilä«r (Z«liluiig. Amlrotianf;)
I. ÜA 697, Cüfl, 2. Kd. XC-XCII.
129, ISO, lß3, 169, 108, 199.201
-203, 211, 26fi, 967, 293, Ä4S.
4.1«, 433, 411, &S8, 589, 695— &97,
764, 760, 778, 791, 792,891,908.
T.
Txgrlineb iIm BiHrhof« Krfln von
Luibaoli 2. Ud. XX, XXI.
TflctiLor, nnkkth , von K«tliotikcn
sind ati hallt. Orte «i ^b«ti, i.JÜ.
fll7.
— Tinkath., erwac1ii«ne anuDwoiica,
2, Bfl.917.
Tr«i]e d. innuriMerr. HerreiuUnd««;
8. lierr^DBtaiid.
Tnmiilta ■. Unrnhen.
IT.
Unrnbaii in Gtax I. Bd. XIV, XVIU,
4 SO.
— in WoUtUcTg 2. Bd 93a-&S9.
Untertanen. Freimnchun^ von im-
kaÜiotUchcn Hcrncbaften, 3. Bd.
8S3.
llRknkeii, Irben «rror« Ortcontm,
2. B<1. 710. 711.
VerfoIganfrpmt.Baavrn darch kjth.
Ilc-mchaftpn I. Bd. 97, 26«.
Verordnelcnkol)ffg)noi,AarnatiraB
Ton Prllaleii, I. IM I.X, IJ£I. IM»,
446, 2. Bd. CIV— CVI, 138. 113,
18$, 230.
Vi|Ueli«rKirclionhandpI 9, Villach.
Vidi tationrn «vidj^. Kircbcn dorch
kalli. Gcitll. I. IM. TT. 89, 90, 113.
— den Nontiu« 3 Rd. 461, 462.
— geiitlicIiRT VorgMelsfpr S. Ild. 7181,
740, 742, 882. 883.
Vitit«tion«r*iseii 2. Ud 910.
Vojrici tind Irfhcnslierrscliaft Über
gelttl. GBur, PriUciitatianfrecht
vUi. 1. B<1. 10, 93, 100, tOi, 112,
118, 137, 168— K.l, 209-811,
S27, 228, 234. 236. SSf. 241. 218.
8J0, 266, 256, '.'.W, SCO, 272. 276,
309, 398. 474, 617, 2. Bd. 792.
z.
Zanbprri 2. Rd. ft7.\ 069.
Kotigninse für Emigrant«» «- Rmt-
graiitcin.
Kllatlonen (Eiamtna) 2. Bd. 246,
248, 644—646, 6BÖ— 671, 675,
706. 706. 708, 709. 7H.712.7IÄ.
720, 721. 724—729. 744, 763—
7.'i5. 760—762, 770, 77T, 780, 781.
784, 790, 791, 793—795, 798, MI
—804, 809, 810, 865, 863, f<64,
865, 881. 8S1. 886—888, 893, 894,
898, 908, 010, 017. 968.
KUnri« und Zuiiftordnunfren 1. Hd.
163, IG», 188, 2. Bd. 163, 83»-
i
Drackfehler and Berichtigungen.
Seite XIV, Z, 6 v. o. lies: Thomas «tatt Anton.
„ XVII, n 9 n ■ n BerUn^en statt Berlichingen.
„ LUX, „ 14 „ „ „ S(ebaBtiaD) statt G. Sanpach.
„ LXVII, n 9 a u. iat noch Eberadorf im Jaantal zu nennen.
„ 57, Z. 14 T. o. lies: 1254 statt 12&6.
„ 208, „ 18 H „ „ Dolianski statt Dobranski.
n 313, „ 12 „ u. „ Gschwind „ OechwÜnd.
„ 345, n 12 a K „ Yizedom „ Viesedom.
„ 412, „ 12 „ o. „ Adam statt Georg.
„ 490, Nr. 1779 ist in die richtige Reihe za stellen.
„ 626, Z. 3 V. a. lies: an den Pfarrer.
„ 705 lies: TUffer statt Tnffer.
„ 732, Nr. 2253 ist vom 16. März datiert.
„ 755, „ 2323 „ , 4. April „
„ 803, Z. 19 r. o. lies; Franenbnrg statt Frauenberg.
„ 834, „ 9 n a. „ KlOch statt Klach.
„ 861, „ 7 y o. n Rohitsch statt Rachitsch.
n 896, „ I „ „ fehlt Nr. 2679b.
„ 949/50 fDge im Index: Nikolsbarg ein.
„ 974, Z. 2 r. o. streicho: 738.
, 974 zu Augsee lies: LXXXVH sUtt LXXXVIIL
„ 975 „ Brixen fQge: 384 ein.
„ 975 bei Caligari lies: C statt 6.
„ 982 „ Gera füge: Georg ein, 864.
„ 983 füge: Gressing ein, Balthasar 960.
„ 984 „ Harrer Michael ein, 134.
„ 985 , Herlich, Pfarrer ein, 437.
„ 986 „ Hohenkirchen ein, 405.
„ 987 „ Joacbimstal ein, 777.
„ 987 „ Jörg Heinrich, Pfleger, ein, 772.
„ 991 , Koruion Hans ein, 6J4, 651.
n 996 lies: Hauritsch statt Manritsch.
Durch Versehen ist ein StUck aas dem Lamberg-Feistritz-Archir in
der Orthographie der Handschrift stehen geblieben.
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UbrtfSL
i|»riBHS
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CECIL H. GREEN LIBRARY
STANFORD, CALIFORNIA 94305-6004
(415) 723-1493
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